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Volker_Racho
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Wenn wir nicht wären gäb`s was anderes

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  RE: Die Ethik des Schreibens Datum:18.08.16 20:20 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo!

Leider nur ganz kurz,ich hab` um 22 Uhr Deadline und wollte nur auf `ne Fluppe reinschauen. Aber:

Hochinteressant! So habe ich mir das gewünscht. Ich melde mich wenn die Hektik gebändigt ist.

Volker
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Volker_Racho
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Wenn wir nicht wären gäb`s was anderes

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  RE: Die Ethik des Schreibens Datum:19.08.16 18:37 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo!

Ich habe noch nicht alles evaluiert,habe aber ein aktuelles Beispiel.

Man kommt ja schwer umhin mal nicht bei Olümbia zu landen.So war`s auch bei mir. Hochsprung. Frauen. Sicher mag ich Sport und schaue auch gerne bei Wettkämpfen zu. Ich mache auch keinen Hehl draus,daß ich mir lieber sportliche Frauenkörper als Ringerinnen oder Kugelstoßerinnen ansehe.

Aber eins hat mich direkt wieder hier an den Trööt erinnert. Eine deutsche Hochspringerin namens Marie Therese Jungfleisch. Und ja,sieht auch so aus.

Hmm...dachte ich. Weder in einer "normalen" noch in einer BDSM-Storie würde ich auf die Idee kommen eine Protagonistin so zu benennen. Genau wie ich in einer Storie über Homosexuelle Männer keinen "Bullentrimmer" nennen würde. Hmmm...habe ich also vielleicht doch,woher auch immer (aus der Kindheit und Jugend sicher nicht) eine Schere im Kopf?

Nachdenkend,

Volker

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  RE: Die Ethik des Schreibens Datum:20.08.16 18:13 IP: gespeichert Moderator melden


Wenn Du mir diesen Vergleich gestattest:

Einen Roman zu schrieben würde ich mal vergleichen wollen mit dem Schreiben eines Computer Programms. Beides hochgradig kreative Prozesse. Bei beiden gibt es das Butter und Brotgeschäft, wo man für den Gebrauch schreibt und Geld kassiert und bei beidem gibt es spannende Kopfnüsse zu knacken, wo man an jedem Wort, an jedem Satzzeichen rumfeilt.

Aber wie schaut es mit der Ethik der Programmierer aus? Sicher gibt es viele, die aus ethischen Gründen z.B. nie einen Virus schreiben würden und doch existieren Viren in Myriaden von Ausprägungen zwischen stümperhaften Rohrkrepierern bis zu brillianten bzw. sehr erfolgreichen Welt-Veränderern, die sogar physischen Schaden an Atom-Zentrifugen verursachen. Wo bleibt die Ethik der Programmierer, die die NSA mit Schnüffelsoftware beliefern und fremde Staatsgeheimnisse knacken?

Ethik hängt massiv vom Standpunkt ab. Und wenn man der felsenfesten Einbildung verfallen ist, man sei das personifizierte Gute und könne nie fehlgeleitet werden ... Hybris nennt man das wohl.

Natürlich kann jeder Programmierer sich auf das akademisch hohe Ross setzen, er habe seinen Schädling ja nur geschrieben, um zu demonstrieren, welch böse Software möglich ist und wie schlecht die Software der anderen darauf vorbereitet ist. Da sehen wir Milliardenschwere Konzerne, die sich durch einfaches Melden von Schwachstellen nicht bewegen lassen, etwas dagegen zu unternehmen. Nein, es muss erst ein Virus kommen und die Schwachstelle ausnutzen, bis gehandelt wird. Andererseits verursacht selbst so eine akademische Demonstration ganz realen Schaden, denn ohne Schaden würde sie den Zweck verfehlen, die Gefährlichkeit der Lücke plastisch vor Augen zu führen.

1984 etwa ist als Dystopie gedacht, um zu demonstrieren, wie die Welt nicht werden darf. Manche scheinen es für eine Anleitung zu halten, z.B. unsere Innenpolitiker. Ist es also gefährlicher, eine Idee weit zu verbreiten, so dass sie auch in die Hände von unreflektierten Dumpfbacken gerät, die von alleine nie drauf gekommen wären, oder sollte man andererseits die Idee zurückhalten, so dass keine Diskussion und auch keine Gegenstrategien entwickelt werden, bis es dann plötzlich aus heiterem Himmel über uns hereinbricht.

LG
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Volker_Racho
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Wenn wir nicht wären gäb`s was anderes

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  RE: Die Ethik des Schreibens Datum:20.08.16 22:12 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
Wenn Du mir diesen Vergleich gestattest:

Einen Roman zu schrieben würde ich mal vergleichen wollen mit dem Schreiben eines Computer Programms. Beides hochgradig kreative Prozesse. Bei beiden gibt es das Butter und Brotgeschäft, wo man für den Gebrauch schreibt und Geld kassiert und bei beidem gibt es spannende Kopfnüsse zu knacken, wo man an jedem Wort, an jedem Satzzeichen rumfeilt.

Aber wie schaut es mit der Ethik der Programmierer aus? Sicher gibt es viele, die aus ethischen Gründen z.B. nie einen Virus schreiben würden und doch existieren Viren in Myriaden von Ausprägungen zwischen stümperhaften Rohrkrepierern bis zu brillianten bzw. sehr erfolgreichen Welt-Veränderern, die sogar physischen Schaden an Atom-Zentrifugen verursachen. Wo bleibt die Ethik der Programmierer, die die NSA mit Schnüffelsoftware beliefern und fremde Staatsgeheimnisse knacken?

Ethik hängt massiv vom Standpunkt ab. Und wenn man der felsenfesten Einbildung verfallen ist, man sei das personifizierte Gute und könne nie fehlgeleitet werden ... Hybris nennt man das wohl.

Natürlich kann jeder Programmierer sich auf das akademisch hohe Ross setzen, er habe seinen Schädling ja nur geschrieben, um zu demonstrieren, welch böse Software möglich ist und wie schlecht die Software der anderen darauf vorbereitet ist. Da sehen wir Milliardenschwere Konzerne, die sich durch einfaches Melden von Schwachstellen nicht bewegen lassen, etwas dagegen zu unternehmen. Nein, es muss erst ein Virus kommen und die Schwachstelle ausnutzen, bis gehandelt wird. Andererseits verursacht selbst so eine akademische Demonstration ganz realen Schaden, denn ohne Schaden würde sie den Zweck verfehlen, die Gefährlichkeit der Lücke plastisch vor Augen zu führen.

1984 etwa ist als Dystopie gedacht, um zu demonstrieren, wie die Welt nicht werden darf. Manche scheinen es für eine Anleitung zu halten, z.B. unsere Innenpolitiker. Ist es also gefährlicher, eine Idee weit zu verbreiten, so dass sie auch in die Hände von unreflektierten Dumpfbacken gerät, die von alleine nie drauf gekommen wären, oder sollte man andererseits die Idee zurückhalten, so dass keine Diskussion und auch keine Gegenstrategien entwickelt werden, bis es dann plötzlich aus heiterem Himmel über uns hereinbricht.

LG
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Hallo!

Sicher darfst du den Vergleich ziehen. Ich hab`noch kurz d`rüber nachgedacht was Computerprogrammiererei mit Literatur zu tun hat,aber okay,beides ist kreativ.

Also,nocmal von vorne: Ich glaube,es gibt Moral genausowenig wie Wahrheit.

Ich glaube aber auch,daß es Ethik und Wahrhaftigkeit gibt.

Ach Mist,sorry,die Türklingel rauscht,aber knapp gesagt reicht das.

Grüße,

Volker

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Tom Lohmark
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  RE: Die Ethik des Schreibens Datum:22.08.16 15:09 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Volker,

in der aktuellen Ausgabe (2/2016) der Zeitschrift Volltext gibt es einen Artikel von Thomas Lang über "Das Böse und der Literaturbetrieb". Am Beispiel aktueller Romane (Yves Petry "In Paradisum" und Heinz Strunk "Der goldene Handschuh") und auch rückblickend ("American Psycho") kommt Lang zu dem Schluss "Konsequenterweise ist das einzige Kriterium der Zensur heute der Markt". Angesichts von Kannibalismus (Petrys Sujet) und psychopathischem Frauenmörder (Strunks Sujet) ein Urteil fern alle Ethik. Böses ist also erlaubt, sofern es sich verkaufen lässt.

Bei mir hat das Böse ein Ende, wenn ich anfange mich zu ekeln. Das dauert zwar, aber dennoch. Dort ist Schluss. Und natürlich bei definitiv illegalen Darstellungen.

Tom


"Wir suchen das Wissen, das wir durch Information verloren haben." T. S. Eliot


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Ihr_joeVolljährigkeit geprüft
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Die Welt ist eine Bühne. Nur... Das Sück ist schlecht besetzt. Oscar Wilde

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  RE: Die Ethik des Schreibens Datum:22.08.16 16:32 IP: gespeichert Moderator melden



Zitat

Angesichts von Kannibalismus (Petrys Sujet) und psychopathischem Frauenmörder (Strunks Sujet) ein Urteil fern alle Ethik. Böses ist also erlaubt, sofern es sich verkaufen lässt.

Nicht fern aller Ethik sondern fern Deiner Ethik, wie schon geschrieben der Ort und die Zeit.
Je nach dem wo du gerade bist gilt eine andere Ethik, selbst bei den illegalen Darstellungen ist das so, die sind in Deutschland illegal aber wo auch immer (je nach Art)... sind sie es nicht.

Nicht dass es mir so gefällt, es ist eine Frage der eigenen Ethik was du dir antust, der Moral was Du verurteilst. Auch Bücher können Indiziert werden, auch in Deutschland, trotz Erfolg.

Zitat aus der FAZ
Zitat

Es geht um Bücher wie „Josefine Mutzenbacher. Die Geschichte einer Wienerischen Dirne“, Liebesgeständnisse einer „Berliner Fanny Hill“ oder „Das definitive deutsche Hanfhandbuch“ - alles Bücher, deren Skandalisierungspotential sich abgekühlt hat.

Diese Bücher sind neben vielen anderen Indiziert, dabei ist Josefine Mutzenbacher angesichts der heutigen Romane fast schon Prüde.

Das NS/Gewalt Bücher in Deutschland indiziert sind, ist ja noch zu verstehen. Jedoch kannst Du sie in Amiland frei erwerben, da wo Harry Potter teilweise nicht zu kaufen ist, soweit zum Ort, damit du verstehst was ich meine.

Liebe Grüße und viel Grübeln
wünscht Ihr_joe


[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Ihr_joe am 22.08.16 um 16:35 geändert
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Volker_Racho
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  RE: Die Ethik des Schreibens Datum:22.08.16 19:12 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
Hallo Volker,

in der aktuellen Ausgabe (2/2016) der Zeitschrift Volltext gibt es einen Artikel von Thomas Lang über \"Das Böse und der Literaturbetrieb\". Am Beispiel aktueller Romane (Yves Petry \"In Paradisum\" und Heinz Strunk \"Der goldene Handschuh\") und auch rückblickend (\"American Psycho\") kommt Lang zu dem Schluss \"Konsequenterweise ist das einzige Kriterium der Zensur heute der Markt\". Angesichts von Kannibalismus (Petrys Sujet) und psychopathischem Frauenmörder (Strunks Sujet) ein Urteil fern alle Ethik. Böses ist also erlaubt, sofern es sich verkaufen lässt.

Bei mir hat das Böse ein Ende, wenn ich anfange mich zu ekeln. Das dauert zwar, aber dennoch. Dort ist Schluss. Und natürlich bei definitiv illegalen Darstellungen.

Tom



Hallo Tom,joe and others!

Erstmal Danke. Volltext hatte ich lange nicht mehr in der Hand.Leider kann ich Langs Artikel nicht expliziet aufrufen,aber deine Zusammenfassung ist eigentlich das,was ich auch annehme."American psycho" und "Der goldenen Handschuh" kenne ich natürlich,"Paradisum" noch nicht.

Wie soll ich anfangen?
Geekelt habe ich mich,zumindest literarisch,noch nicht. Manchmal einfach nur kopfschüttelnd,wie beim "Mein Kampf". Oder schlechtwerdend,wie bei "American psycho". Das erste bei mir out of order,das hat nix mit Literatur zu tun,das ist pamphletisches dummes Zeug. Beim zweiten habe ich mich gezwungen es zu Ende zu lesen. Das war Literatur,kein Zweifel. Und hier sind wir wieder in dem Spannungsfeld,"was darf Literatur"? Ich sage ja,alles. Genau wie bei Cineasten. "Psycho" von Hitchcock,oder "Taxi driver" waren teilweise verboten,oder sollten es werden.

Unsinn!

Was bringt -nicht nur einen selbst-sondern auch Literatur,Cineasten,Kunst allgemein,denn weiter?

Grenzen zu übertreten! Am Bestehenden zu rütteln! Ob ich das gut oder schlecht finde spielt überhaupt keine Rolle. Und Brutalität in all ihren Auswirkungen zu schildern ist doch nicht weiter schwer. Also für mich zumindest nicht. Ich habe mal als Kind die amerikanische Fernsehserie "Holocaust" mit meinen Eltern gesehen. Ich war verstört.Ich konnte mir nicht vorstellen,daß Menschen Menschen sowas antun. Jahre später war ich sauer,daß erst wieder die Amis kamen mußten um darüber was zu verfilmen.

Was die Literatur betrifft: also,die meisten Eindrücke bei mir haben (okay,abgesehen von Reich-Ranitzkis so wahren Worten "Eff kommt nurrr auff die Sprrrrrache an....") immer Werke hinterlassen,die in den Kopf gehen. Ich habe "einer flog über das Kuckucksnest" erst als Film gesehen und war mäßig beeindruckt. Dann hat mir jemand das Buch geschenkt. Ich hab`s in einem weggelesen und (alp)träumte wochenlang davon.

Oder,wenig bekannt in Deutschland: Andrew Vachss. Amerikanischer Anwalt,der mißbrauchte Kinder vertritt,also im realen Leben. Der ist permanent in Lebensgefahr,aber seine Erfahrungen hat er fiktional in Romane gepackt. Nichts für zarte Gemüter.

Gehen wir mal in die Geschichte: ich mußte mich als Student der Literaturwissenschaft auch mit dem Marquis de Sade beschäftigen. Als Einführung gab`s Filme. Bei den "!20 Tagen von Sodom" hatte ich keinen Bock mehr und ging lieber `nen Kaffee trinken. Als Buch: Huiijuiijuiii.... Habe dann direkt die Seminararbeit geschrrieben: "De Sade,Philosoh oder Verbrecher?"

Um es noch mal zu sagen,und da bin ich gleich bei Joe: Moral und Wahrheit gibbet nicht. Aber Ethik und Wahrhaftigkeit.

Damit Joe mich versteht:

Ich glaube,Ethik ist eine Einstellung,die sich irgendwann festigt,sei es durch Erziehung,Bildung,sozialem Umfeld oder was auch immer,sich in einem verfestigt. Im Gegensatz zur Moral,die,je nachdem wo und wie man lebt (leben muß) durchaus flexibel ist. Zur Erklärung:

Wer von uns hätte die "moraliche" Kraft wie Nelson Mandela jahrzehntelang im Gefägnis zu sitzen? Die meisten von uns hätten ihre "Moral" über Bord geworfen und sich arrangiert.
Oder Ghandi? Dasselbe in grün. Dadurch blieben sie auch Wahrhaftig!

Insofern kann ich Joe`s Einwurf schon verstehen. Ich sehe es nur radikaler. Oder anders.

Meine Herren,das ist ja hier wie früher im Studium... Schön!

Beste Grüße,

Volker
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  RE: Die Ethik des Schreibens Datum:22.08.16 20:17 IP: gespeichert Moderator melden


Nö, Volker wir liegen da nicht sehr weit auseinander, ich häng mich halt mit der Definition auf, wie ein schlechter PC.
Lach und Tschüss Ihr_joe
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Volker_Racho
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  RE: Die Ethik des Schreibens Datum:22.08.16 20:48 IP: gespeichert Moderator melden


Grins,ist schon okay,Joe. Was glaubst du was ich mir den Mund schon fusselg geredet habe um den Leuten den Unterschied zwischen "als" und "wie" zu erklären.....

Aber du hast mich doch verstanden,also alles prima. . Denn unterschiedliche Meinungen,ja,auch Definitionsweisen sind mir immer willkommen. Denn auch ich lerne jeden Tag was neues.

Grüße,

Volker

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Sander
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  RE: Die Ethik des Schreibens Datum:14.09.16 18:47 IP: gespeichert Moderator melden


So Unterschiedlich können Menschen sein, ich habe American Psycho verschlungen
und halte es bis heute für eines der besten Bücher die ich gelesen habe,
gerade in der Orginalsprache.

Sicher hat Elis es in der detailiertheit manchmal zu weit getrieben, aber für mich hat er mit
Bateman einen Charakter erschaffen der mir damals den Spiegel vorgehalten hat.

Ich wollte so sehr raus aus dem Milieu meiner Kindheit das mir fast, nein, mir war jedes Mittel
recht Erfolg zu haben.
Aber ich wollte dann doch nicht so enden wie Patrik, der sich mehr Gedanken über seine Visitenkarkten gemacht hat
als über Menschenleben.


Von daher, ja es sollte Grenzen geben, Altersbeschränkungen zum Beispiel,
und eigentlich noch eine IQ Grenze, ich habe schon Leute getroffen die das Buch
nur wegen des Films gelesen haben und es für einen Horrorroman gehalten haben. < Epic Facepalm

Oder wie bei der Neuauflage von Mein Krampf, eine kommentierte Fassung weil es natürlich keine
IQ Grenze geben kann.

Für Erwachsene gebildete Menschen sehe ich allerdings keine Notwendigkeit von Grenzen,
die können dann schon selbst Grenzen setzen und Blödsinn auch als solchen erkennen.
Oder es findet eine begrenzung durch das Kaufverhalten statt.

Über Illegales brauchen wir nicht reden, es ist ja schon illegal, ebenso wie Volksverhetzendes.




Wenn einer der mit Mühe kaum gekrochen ist auf einen Baum,
schon meint das er ein Vogel wär, so irrt sich der. Wilhelm Busch.
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eclipse
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  RE: Die Ethik des Schreibens Datum:22.09.16 11:14 IP: gespeichert Moderator melden


Wenn man die heute geltenden ethischen Grenzen in der Literatur zu finden will, müsste man dort nachspüren, wo auch in unserer Gesellschaft heute die absolute Toleranzgrenze zu finden ist. Sicherlich ist unsere Gesellschaft heute so weit aufgeklärt, dass selbst krasse Verstöße gegen unsere Normen und Werte - beispielsweise Kanibalismus oder das Verstümmeln von Menschen aus sexuellen Motiven - dann scheib- bzw. sagbar werden, wenn die literarische Markierung des handelnden Protagonisten als "psychisch krank" erfolgt.

Bleibt diese Markierung als "krankhaft" aus, dürften die Grenzen allerdings schnell erreicht sein. Ein fiktiver Roman etwa, der eine Phantasiewelt zeichnet, in der es vollkommen normal ist Kinder als Sexsklaven in Käfigen zu halten und zu missbrauchen, wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht nur auf dem Index landen, sondern auch Ermittlungen gegen den Verfasser nach sich ziehen. Darüber hinaus würde ich eine gesellschaftliche Ächtung erwarten. Wohnt der Verfasser in einer ländlichen Region, vermute ich gar einen Lynchmob vor seiner Haustür.

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von eclipse am 22.09.16 um 11:18 geändert
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Volker_Racho
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  RE: Die Ethik des Schreibens Datum:23.09.16 14:36 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo eclipse.

Ich werde das,weiter ausformuliert, dann auch noch im Literatur-und Filme Trööt schreiben,also kurz vorweg:

Naja...

Ich hatte gestern,weil ich lange arbeiten mußte und noch ein wenig Zerstreuung brauchte, tatsächlich das "Vergnügen" beim rumzappen im Fernsehen das "Texas chainsaw massacre" (von Tobe Hooper aus dem Jahr 1974)in der Tat mal ungeschnitten zu schauen.
Welch wunder-respektive,fürchterliche Dinge wurden über diesen Film erzählt.

Der stand tasächlich bis 2011 auf dem deutschen Index.

WARUM??? Ist mir unerklärlich. Gut,es geht um Kannibalismus. Ist ja nix neues.
Ansonsten war es Standardware: Schreiende Frauen,verzweifelte Männer und eine Sippe,die nach Menschenblut lechzt.
Nicht mal "Folterszenen" wurden expliziet gezeigt. Oder Gemetzel. Blut? Da hat jede Blutprobe beim Arzt mehr.
Mag ja sein,daß der Film als Inspiration für alle Nachfolger galt. Ich war schnell gelangweilt. Okay,im Kinderprogramm würde ich ihn jetzt auch nicht zeigen,aber ihn solange zu indizieren und dann mitten in der Nacht zu zeigen.Ist mir nicht klar.

Wäre vielleicht ein Traumjob da zu arbeiten. Man könnte dauernd Filme schauen und anschließend entscheiden,ob daß andere auch dürfen.

Ich lese halt nur lieber. Und ich habe schon starken Tobak gelesen,lesen müssen. Sachen die mir wirklich nachgingen.Die nicht auf dem Index gelandet sind. Ich will jetzt aus Zeitgründen hier nicht drauf eingehen,schau beizeiten mal Im Off-Toppic Board bei den Literatur-und Filmtipps rein.

Ich glaube nicht,nein ich behaupte zu wissen,daß als "krankhaft" bezeichnete Schilderungen Literatur geraaaade noch durchgewunken wird. Dafür gibt es viel zu viele reale Fälle,die sich ein krankes Hirn kaum ausdenken kann.

Aber jeder sieht das anders,und das ist auch gut so.

Beste Grüße,

Volker
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  RE: Die Ethik des Schreibens Datum:24.09.16 21:27 IP: gespeichert Moderator melden


Ethik des Schreibens.....

So lange jeder Depp schreiben kann was er will und sich das dann auch noch verkauft......

Nach dem Motto: Jeder Tag steht ein Depp auf, musst ihn nur finden....

Die Ethik des Schreibens ist in meinen Augen mittlerweile genau so verwässert, wie der gute Umgangston in der Gesellschaft.

Solange sich der nicht grundlegend ändert, wird ich auch an der Ethik nichts mehr ändern.

Wie alles.... es geht den Bach runter.

Liebe Grüsse vom Balkon
siro
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Volker_Racho
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  RE: Die Ethik des Schreibens Datum:25.09.16 14:41 IP: gespeichert Moderator melden


Siro,

mir scheint du lutschst zu viele Weltuntergangspillen...

Ich habe auch diesen Sommer wieder viele junge Leute kennengelernt,die tatsächlich Lesen,Schreiben und Rechnen können,und sich tatsächlich Gedanken machen,ohne ständig hinter Pokemons herzujagen,oder auf ihrem Tablet rumwischen.

EINIGE HABEN SOGAR EIN BUCH GELESEN!

Und darüber ist man dann auch in`s Gespräch gekommen. Sogar mit Frauen!!!

Also ich bleibe lieber gelassen,als ständig Katastrophenzenarien hinterher zu jagen.

Irgendwann ist eh alles vorbei,und wer verpflichtet uns bis dahin zum Unglücklich sein?

Entspannte Grüße,

Volker

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Volker_Racho
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  RE: Die Ethik des Schreibens Datum:25.09.16 16:36 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
So Unterschiedlich können Menschen sein, ich habe American Psycho verschlungen
und halte es bis heute für eines der besten Bücher die ich gelesen habe,
gerade in der Orginalsprache.

Sicher hat Elis es in der detailiertheit manchmal zu weit getrieben, aber für mich hat er mit
Bateman einen Charakter erschaffen der mir damals den Spiegel vorgehalten hat.

Ich wollte so sehr raus aus dem Milieu meiner Kindheit das mir fast, nein, mir war jedes Mittel
recht Erfolg zu haben.
Aber ich wollte dann doch nicht so enden wie Patrik, der sich mehr Gedanken über seine Visitenkarkten gemacht hat
als über Menschenleben.


Von daher, ja es sollte Grenzen geben, Altersbeschränkungen zum Beispiel,
und eigentlich noch eine IQ Grenze, ich habe schon Leute getroffen die das Buch
nur wegen des Films gelesen haben und es für einen Horrorroman gehalten haben. < Epic Facepalm

Oder wie bei der Neuauflage von Mein Krampf, eine kommentierte Fassung weil es natürlich keine
IQ Grenze geben kann.

Für Erwachsene gebildete Menschen sehe ich allerdings keine Notwendigkeit von Grenzen,
die können dann schon selbst Grenzen setzen und Blödsinn auch als solchen erkennen.
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Über Illegales brauchen wir nicht reden, es ist ja schon illegal, ebenso wie Volksverhetzendes.





Hallo sander!

Ja,SO muß Literatur sein! Wenn dir der Protagonist den Spiegel vorgehalten hat und du dadurch weiterkamst... GROßARTIG! Erzähle mir keiner,Literatur könne nichts verändern!

Zum Buch selbst:

Nun scheint es sich herumgesprochen zu haben,daß ich Literaturwissenschaftler bin. Ich hätte was Anständiges lernen sollen...

Was mich an diesem Buch nervt,sind nicht die detaillierten Schilderungen der verschiedenen Foltern oder Morde,da gibt`s viel Schlimmeres.

Mich hat die Art der Stakkatoartigen Schreiberei gestört. Kaum ein Satz,der mehr als 5 Worte hat.

Ich habe das als Holzhammerartige Schreiberei bezeichnet. So eine Kulmination aus zusammengepreßter "B---Zeitung".

Vielleicht macht genau das den Erfolg des Buches aus.

Eines hat er allerdings auch bei mir geschafft: Er ist mit seinem Buch in meinen Kopf gekommen.Sonst würde ich kaum d`rüber schreiben.

Wie Musik. Okay,für mich dissonante Musik,aber man vergißt es nicht. Und nun muß ich weiter an meinem Nobelpreis arbeiten.

Ich betanke euch für eure Aufmerksamkeit und verbleibe

mit tippenden Grüß0en,

Volker
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Machtdom
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  RE: Die Ethik des Schreibens Datum:25.09.16 20:39 IP: gespeichert Moderator melden


Ich bin gerade auf diese Diskussion gestoßen (sorry dass ich sie nicht früher gefunden habe).

Es ist wirklich interessant zu lesen, wie über die Ethik des Schreibens gedacht wird und ich bin auch mit dem meisten einverstanden.

Aber für mich ist nicht nur die Ethik des Schreibens, sondern auch die Ethik der/des Schreibers relevant. Ich halte es für sehr wichtig, - und in meiner geposteten Geschichte habe ich es auch versucht - eine Position zu haben und aufzuzeigen, schön neudeutsch: eine Message mitzuteilen.
Natürlich gibt und gab es viele Geschichten, die mir interessant und wichtig sind, aber diejenigen, die mir im Gedächtnis haften geblieben sind, waren diejenigen, die mir eine Botschaft hinter der Story mitgeteilt haben.

Und im Allgemeinen: Ich bevorzuge noch immer das gedruckte und gebundene Buch, "was ich schwarz auf weiß nach Hause tragen kann".

Gruß
Machtdom
BR
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Volker_Racho
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  RE: Die Ethik des Schreibens Datum:25.09.16 20:57 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Machtdom!

"Eine Botschaft zu hinterlassen".

Nun,es liegt klar auf der Hand!

Allein,ich weiß es nicht.

Welche Botschaft soll man denn hinterlassen?

Friede,Freude,Eierkuchen?

Lügen,Täuschen und Betrügen?

Geld,Glück und Beziehungen?

Falls ich das mal raus bekommen sollte sag ich euch Bescheid.

Solange bleibe ich lieber entspannt und neugierg.

Volker

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blasius
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Thueringen


Newton ist tod, Einstein ist tod und mir ist auch schon ganz schlecht

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  RE: Die Ethik des Schreibens Datum:25.09.16 21:14 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo,

Auch auf die Gefahr hin mit meiner Meinung ziemlich allein dazustehen.

Ich halte den Titel dieses Threads nicht für besonders glücklich. Schreiben sollte keiner Ethik unterliegen.
Man könnte höchstens einen Rahmen für ethische Vorstellungen aus dem Text ableiten.
Natürlich gibt es dann auch Schriftstücke die mich und andere abstoßen, aber dazu kann ich mir meine eigene Meinung bilden (Und das ganz ohne billige Springer-Produkte).
Gut ist es immer, wenn mich ein Text zum Nachdenken bringt. Eine Grenze sehe ich nur, wenn tatsächliche Personen verleumdet werden. Wenn die Ethik verbietet, Menschen umzubringen wären sonst 90 Prozent aller Kriminalromane nicht tragbar. Dunkle Seiten des Menschen aufzuzeigen halte ich sogar für eine Pflicht guter Autoren. Man sollte die Texte nur nicht mit Anleitungen verwechseln.

Gruß, Blasius.
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Volker_Racho
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  RE: Die Ethik des Schreibens Datum:25.09.16 21:25 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo blasius

Wie kommst du darauf,mit deiner Einstellung alleine dazustehen. Hast du den ganzen Trööt gelesen?

Ich habe mehrmals geschrieben,daß Literatur (Kunst,Musik und soweiter sowieso)ALLES darf!

Augenzwinkende Grüße,

Volker



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blasius
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  RE: Die Ethik des Schreibens Datum:25.09.16 21:31 IP: gespeichert Moderator melden


Ja, ich gebe es zu. Ich habe das Ganze nur überflogen.

Sorry

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von blasius am 25.09.16 um 23:40 geändert
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