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DieFledermaus
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Bayern


Freunde findet man wie Sand am Meer, gute und wahre Freunde so selten wie Muscheln mit einer großen Perle darin

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  Allgemeine Informationen und Aufklärung zu diesem Thema Datum:30.12.15 14:16 IP: gespeichert Moderator melden


Hier die versprochene Aufklärung und Information.

Zunächst einmal gibt es einige anerkannte Diagnosen in dieser Richtung Die da währen:


F64.0Transsexualismus

Der Wunsch, als Angehöriger des anderen Geschlechtes zu leben und anerkannt zu werden. Dieser geht meist mit Unbehagen oder dem Gefühl der Nichtzugehörigkeit zum eigenen anatomischen Geschlecht einher. Es besteht der Wunsch nach chirurgischer und hormoneller Behandlung, um den eigenen Körper dem bevorzugten Geschlecht soweit wie möglich anzugleichen.
F64.1Transvestitismus unter Beibehaltung beider Geschlechtsrollen
Tragen gegengeschlechtlicher Kleidung, um die zeitweilige Erfahrung der Zugehörigkeit zum anderen Geschlecht zu erleben. Der Wunsch nach dauerhafter Geschlechtsumwandlung oder chirurgischer Korrektur besteht nicht; der Kleiderwechsel ist nicht von sexueller Erregung begleitet.
Störung der Geschlechtsidentität in der Adoleszenz oder im Erwachsenenalter, nicht transsexueller
Typus
Exkl.:
Fetischistischer Transvestitismus (F65.1)
F64.2Störung der Geschlechtsidentität des Kindesalters
Diese Störung zeigt sich während der frühen Kindheit, immer lange vor der Pubertät. Sie ist durch ein anhaltendes und starkes Unbehagen über das zugefallene Geschlecht gekennzeichnet, zusammen mit dem Wunsch oder der ständigen Beteuerung, zum anderen Geschlecht zu gehören. Es besteht eine andauernde Beschäftigung mit der Kleidung oder den Aktivitäten des anderen Geschlechtes und eine Ablehnung des eigenen Geschlechtes. Die Diagnose erfordert eine tief greifende Störung der normalen Geschlechtsidentität; eine bloße Knabenhaftigkeit bei Mädchen und ein mädchenhaftes Verhalten bei Jungen sind nicht ausreichend. Geschlechtsidentitätsstörungen bei Personen, welche die Pubertät erreicht haben oder gerade erreichen, sind nicht hier, sondern unter F66.- zu klassifizieren.
Exkl.:
Ichdystone Sexualorientierung (F66.1)
Sexuelle Reifungskrise (F66.0)
F64.8Sonstige Störungen der Geschlechtsidentität
F64.9Störung der Geschlechtsidentität, nicht näher bezeichnet
Störung der Geschlechtsrolle o.n.A.
F65.1Fetischistischer Transvestitismus
Info:
Zur Erreichung sexueller Erregung wird Kleidung des anderen Geschlechts getragen; damit wird der Anschein erweckt, dass es sich um eine Person des anderen Geschlechts handelt. Fetischistischer Transvestismus unterscheidet sich vom transsexuellem Transvestitismus durch die deutliche Kopplung an sexuelle Erregung und das starke Verlangen, die Kleidung nach dem eingetretenen Orgasmus und dem Nachlassen der sexuellen Erregung abzulegen. Er kann als eine frühere Phase in der Entwicklung eines Transsexualismus auftreten.
Transvestitischer Fetischismus

So da viele dieses Fachchinesisch wohl nicht ganz verstehen werde ich versuchen es in einfachen Worten zu erklähren

F64.0 und F64.2 Ist Transsexualität (TS) mit dem unterschied das wenn es im Kindesalter schon auftritt F64.2 Diagnostiziert wird.
Diese Menschen fühlen sich voll und ganz dem anderen Geschlecht zugehörig, das heißt sie durchlaufen einen Alltagstest und sollte dieser erfolgreich sein nehmen die Hormone des anderen Geschlechts, blocken die des ihren und Transformieren ihren Körper damit zum jeweils Anderen Geschlecht.

In der offiziellen Diagnose wird der Leidensdruck unter welchem die Betroffenen leiden maßlos untertrieben.
So führt eine nicht behandelte Transsexualität häufig (mehr als 50% der Betroffenen) zum Suizid.

Soll heißen man kleidet und gibt sich ein Jahr lang dem gegenseitigen Geschlecht zugehörig und dann beginnt die Hormontherapie. Das hat den zweck damit es keine Missverständnisse gibt denn einmal operiert lässt sich das nicht mehr rückgängig machen.
Die Hormontherapie läuft wie folgt ab:

Eine gebürtigen Frau wächst ein Bart und sie bekommt durch das von außen zugeführte Testosteron einen Stimmbruch und damit eine Tiefere Stimme.

Bei einem Gebürtigen Mann entwickeln sich, durch die von außen zugeführten Östrogene, Brüste und durch das Blocken des Testosterons mindert sich der Sexualtrieb und die Hoden schrumpfen.

Bei beiden varianten findet durch die Hormonumstellung eine Fettverteilung statt so das sich sogar im gewissen Maße die Gesichtszüge und der Körperbau verändert (je früher man diesen weg geht, desto intensiver die Veränderung und desto befriedigender das Ergebnis)

Das ende dieses Wegs sind die Geschlechtsangleichenden Operationen dh. Gebürtigen Frauen werden die Brüste operativ entfernt und es wird mit Hilfe von Eigenhauttransplantation ein Männliches Geschlecht geformt.
Bei gebürtigen Männern werden Die Männlichen Genitalien zu Weiblichen umgeformt und sollten die Brüste im Verhältnis zum Körper trotz Hormonbehandlung noch zu klein sein eine Brustaufbauoperation. Bei Transsexuellen Mann zu Frau kommen noch zwei weitere Punkte dazu sofern sie erst nach der Puppertät anfangen diesen Weg zu gehen.
Zum einen Logopädie wo sie lernen ihre Stimme weiblicher und femininer klingen zu lassen.
Zum anderen die Bart Epilation, meist durch IPL welche jedoch noch nicht immer von der Krankenkasse übernommen wird und somit oft noch vor dem Alltagstest von den betroffenen in Eigenleistung gemacht wird.

Durch die erheblichen Risiken der Operationen, entscheiden (oder müssen) die Betroffenen manchmal auf eine Komplette geschlechtsangleichende Operation verzichten oder wählen die sogenannte "kleine Variante" beim Mann entfällt somit die geschlechtsangleichende Operation völlig. Bei der Frau wäre das die Operative Entfernung der Brüste und der Verzicht auf weiterführende Genitale Operationen.
Bei Frau zu Mann sind die Risiken erheblich höher als bei Mann zu Frau weswegen sich statistisch mehr gebürtige Frauen als Männer dazu entscheiden auf den letzten Schritt des Weges zu verzichten.


Kommen wir nun zu F64.1 und F65.1 Transvestismus (TV)
Diese Menschen Tragen die Kleidung des jeweils anderen Geschlechts und geben sich auch so, jedoch gehen sie nicht den Weg den Transsexuelle gehen mit Alltagstest, Hormonen und Operation.
Männer werden durch das ausleben des Transvestismus oft Diskriminiert. Jedoch gibt es das auch durchaus bei Frauen.
Dies kommt meist in Homosexuellen Beziehungen vor das eine der beiden Frauen eher maskulin und männlich auftritt und wird in der Fachsprache auch als Butch oder auch im deutschen Kessler Vater/KV bezeichnet.

Der unterschied zwischen F64.1 und F65.1 liegt darin das bei F65.1 das sich als das gegenseitige Geschlecht geben und das tragen der entsprechenden Kleidung mit einem sexuellen Reitz verbunden ist. Dh das es Männer einfach erregt ein Kleid oder ähnliches das eindeutig dem weiblichen geschlecht zugeordnet wird zu tragen und sich als Frau zu geben.
Bei Frauen wäre das zum beispiel das Tragen eines männlichen Anzugs oder auch einfach nur eines männlichen Hemdes um die eigene sexuelle Erregung zu steigern oder hervorzurufen.
Unter fetischistischer Transvestismus zählt zum beispiel auch das Feminisieren eines Mannes (Sklaven) oder die Vermännlichung einer Frau (Sklavin) wobei letzteres eher selten vorkommt.

Was hier auch noch Erwähnung finden sollte ist Sissy bzw. Tomboy das ist ebenso (teils auch fetischischistischer) Transvestismus gepaart mit ageplay. Männer tragen beispielsweise ein rosa Babykleidchen oder werden zum Windelmädchen erzogen. Tomboy bezeichnet man Frauen die dann kleinjungenhafte Kleidung wie beispielsweise die eines Matrosen tragen.


Ein weiter Punkt den ich hier erklären möchte ist crossdressing (kreutztragen)
Diese Menschen möchten einfach nur die Kleidung des jeweils anderen Geschlechts Tragen (teils auch verbunden mit einem sexuellen Reitz) ohne ihre Anatomische Geschlechtsidentität in frage zu stellen oder sich als das gegenseitige Geschlecht zu geben. Meist wird eher auch noch das eigene Anatomische Geschlecht betont (bei einem Männlichen crossdresser wäre dies zum beispiel das tragen eines Vollbarts).
Hier zeigt sich jedoch ein ähnliches Phänomen wie bei Transvestismus.
Nämlich das Männer die es offen ausleben öfter deswegen diskriminiert und komisch angesehen werden als Frauen.
Dies liegt wohl daran das es einfach für viele merkwürdiger aussieht wenn ein Mann mit Vollbart ein Rock, ein Minikleid oder ähnliches Trägt, als wenn eine Frau beispielsweise Jeans und ein männliches Hemd Krawatte und Sakko trägt.


Den letzten Punkt den ich hier als wichtig erachte sind intersexuelle Menschen oder auch im Volksmund Zwitter genannt. ( ICD-10 Klassifizierung Q56 Unbestimmtes Geschlecht und Pseudohermaphroditismus) Oftmals für die Mediziner ein Rätzel, daher werde ich nicht noch viel tiefer auf die einzelnen Unterschiede eingehen denn jeder intersexuelle Mensch ist anders und ich will ja hier keine Doktorarbeit schreiben.

Also Menschen die aufgrund genetischer Fehler
(dh aufgrund eines Fehlers in den Geschlechts bildenden Chromosomen XX (Frau) und XY (Mann).
Bei intersexuellen sind beiderlei Chromosomenpaare vorhanden und nicht wie normal alle gleich codiert.) nicht eindeutig einem bestimmten Geschlecht zugeordnet werden können, haben logischer weise auch öfter Probleme sich einem bestimmten Geschlecht zugehörig zu fühlen und teilen somit oft das Schicksal der Transsexuellen Menschen und müssen sich für ein Geschlecht entscheiden wobei das andere dann Operativ entfernt wird (sofern möglich ohne den Körper somit aus dem selbst entwickelten Gleichgewicht zu bringen. Daher wird es oft auch schon im Kindesalter gemacht da der Körper da noch anpassungsfähiger ist).

Sollte das eben angesprochene nicht möglich sein, müssen diese Menschen damit leben und legen aber für sich fest welchem Geschlecht sie angehören. Sollte das gewählte Geschlecht allerdings Genital nicht weit genug ausgebildet sein oder einfach schlichtweg das falsche sein, leben diese Menschen oft keusch weswegen ich das auch hier mit aufgenommen habe.

Eine weitere Anomalie die noch zu erwähnen wäre ist Trisomie (oder andere Annomalien im Chromosomen Paar) 46. Diese Menschen haben in ihrem geschlechtsbildenden Chromosomen Paar ein (oder mehrere) X oder Y Chromosome mehr, welche sich dann auf andere Chromosomenpaare auswirken in dem sie ein anderes X oder Y Chromosom einfach außer Funktion setzen. Aufgrund dessen haben sie des öfteren Schwierigkeiten sich ihrem anatomischen Geschlecht zugehörig zu fühlen.

Daher wird auch bei Transsexuellen Menschen immer ein Chromosomentest gemacht um jegliche art der eben angesprochenen Anomalien auszuschließen.


Sollten noch Fragen offen sein oder ich etwas falsch dargestellt haben (bin ja schließlich auch nur ein Mensch) bitte ich euch mir das per PN mitzuteilen damit ich es beantworten und gegebenen Falls diesen Thread ändern oder ergänzen kann.

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von DieFledermaus am 06.01.16 um 11:36 geändert
mit lieben Grüßen von der Fledermaus
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