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Ihr_joeVolljährigkeit geprüft
Sklave

Baden-Württemberg


Die Welt ist eine Bühne. Nur... das Stück ist schlecht besetzt. Oscar Wilde

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  RE: Diskussion über Lektoren und weitere Themen Datum:19.01.17 01:05 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat

Ich stelle aber auch die Frage nach dem Umgang mit Fehlern. Optimal wäre es, wenn man falls notwendig dem Autor eine PM scheibt und ihm Gelegenheit gibt, den Fehler zu beseitigen. Sowas nenne ich Fairness und es ist hilfreich.


Wenn es mich betrifft, ja auch ich habe bei deinen Geschichten meinen Kommentar abgegeben, er war nicht dazu gedacht, Dich zu verletzen, das erste Mal, als ich und andere die Geschichte vor Fehler, jeder Art nicht mehr lesen konnten.

Danach hast Du die korrigiert oder korrigieren lassen, na ja, war wohl auch nicht immer optimal.

Heute, vor Deinem Beitrag hier, habe ich Dich sogar gelobt, alles war ehrlich gemeint Lob wie Kritik, ich weiß wohl, dass sich Fehler einschleichen, dass die Geschichte auch mal Handlungs-Fehler haben kann.

Nun wer positive Kritik oder kritikloses Geschreibsel haben möchte, muss auch mit gut gemeinter öffentlicher Kritik umgehen können, zumal sie begründet wurde.

Ja, ich mache genügend Fehler bei meinen Geschichten und ich freue mich über Kritik, auch über negative, so sie begründet ist.

Wenn ein Autor oder ein kleiner Sklave wie ich, der sich als Schreiberling versucht, keine Kritik haben möchte, halte ich mich daran.

Nur extra PNs zu schreiben, da müsste mir die Geschichte schon am Herzen liegen und nur ein paar Fehler enthalten.

Wenn Du ehrlich bist, hat Deiner Geschichte die Kritik gut getan, ich denke auch Dir als Autor hat es gut getan.

Danke für Deine Mühe und Deine Fantasie, mit der Du zwischenzeitlich viele Leser erfreust.

Ihr_joe

EDIT:
Ich habe das gerade nachgelesen und müss(ß)te korrigiert, lach, gut das ist keine Geschichte,
übrigens die Schweizer-Tastaturen besitzen kein kein ß nicht einmal versteckt. Die Ungarn schreiben es schon immer aus, László spricht sich ja Laßlo, nur wir Deutschen sollen (wollen oder müssen) uns daran halten.



[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Ihr_joe am 19.01.17 um 11:17 geändert
Toleranz beginnt dort, wo das eigene Weltbild aufhört. (Amandra Kamandara)

SM-Stories: Mein Schatz ... eine Fm Geschichte ohne KG
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Roger_Rabbit
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  RE: Diskussion über Lektoren und weitere Themen Datum:19.01.17 01:55 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Fridet,
ich empfinde es lobenswert, wenn wenigstens einer der Autoren die Hilfestellung annimmt. Und nein:

> Dies war unter anderem wohl auch einer der Gründe für diese ganze Diskussion hier.

es gärte schon vorher. Du musst nur mal schauen, wieviel Themen ich schon hier über das Schreiben von Geschichten eröffnet habe. Du brauchst nur nach dem Ersteller zu suchen, dann hast du schon eine kleine Gebrauchsanleitung. Das geht von Länge (wir hatten Geschichten, da reichte der Kassenbon eines Ein-Personen-Haushalts für ein Kapitel aus), über Lesbarkeit und Verständlichkeit, bis hin zum Inhalt (deine angesprochene Verwechslung der Charaktere).

Ich finde es aber ganz toll, dass du dir die „bösen“ Worte zu Herzen genommen hast, und den Willen und den Schneid hattest, deine Linie durchzuziehen. Ich habe Scheiße gebaut, bin auf die Fresse geflogen, dann muss ich es besser machen. Finde ich super. Dann auch noch dazu zu stehen, zeugt von einem breiten Kreuz.

Tja, deine angesprochenen Themen hast du hautnah am eigenen Leib erfahren, die wir hier theoretisch erörtert haben (Zeit der Antwort, Sinnverstellung des Satzes, und so weiter). Auf langjähriger Erfahrung kann ich dir sagen, dass eine Nacht „darüber schlafen“ und das Geschreibsel dann noch einmal lesen, nichts hilft. Du bist zu sehr im Thema drin, als dass du ausgelassene Worte oder fehlende Buchstaben (nicht anstatt nichts) auch dann noch nicht findest.

Ich habe gerade eine Geschichte von mir „Metallicum I, II, III und neu IV“ für eine eventuelle Neuveröffentlichung in der Mache. Jeweils © 2001, 2003, 2004 und 2017, doch selbst 2011, als ich die ersten drei Teile in eine andere MS-Word-Form brachte, habe ich nicht alle Fehler ausgemerzt. Heutzutage fand ich immer noch sinnlose Sätze von damals, und das nach 15 Jahren!

> Im Endeffekt habe ich vielleicht 98 oder 99% der Fehler gefunden und korrigiert.

Das ist so in etwa die Quote, die sich die Leser hier wünschen. Wie ich schon schrieb, wollen wir nicht den Bastian Sick, seines Zeichens Lektor beim Spiegel oder Stern, ist ja egal, hier haben, sondern einen Einser bis Zweier Schüler im Diktat. Ein paar rote „f“ dürfen sein, aber bei der Häufung der Fehler oder gar Unverständlichkeit der Geschichte murren die Leser.

> Mein größtes Problem ist, wann kommt ein ß und wann ein ss?

Da habe ich mir seit der (meiner Meinung nach) Verschandelung der deutschen Schriftsprache in den 90iger Jahren eine Eselsbrücke gebaut. Jedes Doppel-S, das SCHNELLLL ausgesprochen wird, wird auch als Doppel-S geschrieben. Jede S-Endung, die du LAAAANGSAM aussprichst, schreibst du mit „ß“

Also => „Fuß“ im Gegensatz zu => „Fluss“
oder => „Schoß“ im Gegensatz zu => „Schuss“
Vorsicht bei „las“ und „lass“. Das eine kommt von „lesen“, das andere von „lassen“. Besonders in der SM-Szene beliebt „verließ“ und „Verlies“. => Im Verlies fand die Folter statt, bevor er es verließ.

Ein „daß“ mit ß gibt es grundsätzlich nicht mehr. Ein „dass“ nach dem Komma schreibst du mit Doppel-S, wenn es sich nicht durch „dieses“, „jenes“ oder „welches“ ersetzen lässt (sagte schon meine Deutschlehrerin vor gut 45 Jahren in der Grundschule).

Ach, Hallo Fehlermeldung,

> Erst durch einen Aufschrei der Gemeinde viel dies auf!

Ups! Wo sind sie denn hingefallen? :-)
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Detlev
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Volker_Racho
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  RE: Diskussion über Lektoren und weitere Themen Datum:07.05.17 13:24 IP: gespeichert Moderator melden


Guten Tag zusammen!

Darf ich das Thema (aus aktuellem Anlaß) noch mal schubsen?

Zu Lektoren:

Nun,ich bin Komperatist,sozusagen ein Gesinnungsgenosse Bastian Sicks und Haruns,vermeide also vermeintlich 99% der zu 95% zu erwartenden Fehler. Eine Einnahmequelle meinerseits ist unter anderem das Korrekturlesen,aber nicht mehr für lau.(Lustiger Nichtsatz,gell?)

Regelmäßig ärgere ich mich bei lektorierten,verlegten Büchern über Rechtschreibfehler. Im Hobbybereich ist das wurscht,aber nicht im kommerziellen Sektor. Früher gab es das in der Häufigkeit nicht.Eine Pisafolge?

Da ich für "Geld" schreibe,fummele ich mich natürlich auch durch die Verlage,und muß schreiben: in Verlagen sitzen nur noch Bekloppte als Lektoren. (MEIN Verständnis,es wird auch Gute geben)

Bei einem namhaften Verlag habe ich einen Roman eingereicht,der positiv aufgenommen wurde. Ein halbes Jahr lang hat mich meine Lektorin fast wöchentlich mit Änderungswünschen telefonisch terrorisiert.Manches habe ich sogar eingesehen und geändert,was der Storie nicht mal abträglich war. Am Ende allerdings sollte mein Protagonist überleben. Es "würde von der vermeintlichen Leserschaft sonst nicht goutiert."

NIEMALS!

Bei mir stirbt der Held,sonst würde die ganze Storie überhaupt keinen Sinn machen,und es wäre nicht mehr meine. Dann verlor sie ihren Job (hoffentlich nicht wegen mir) und mir wurde ein anderer Lektor zugeteilt. Der macht das genaue Gegenteil: Nichts.

"Wir haben noch jede Menge anderer Projekte,ich melde mich bei Ihnen." Naja,bis Ende Juni haben sie noch das Erstveröffentlichkeitsrecht. Gab auch 300 Euro dafür. Aber danach ist Feierabend. Wenn kein anderer Verlag anspringt werd` ich`s wohl auch mal mit Selbstverlag versuchen.Für hier ist das nichts. Es gibt keinerlei erotische Bezüge,sonst würde ich mich glatt von euch auseinandernehmen lassen.

Lesen und Lesen lassen....

P.s. "Er wird sie gefesselt und in den Käfig gesperrt gekonnt haben wollen."

In der deutschen Sprache gibt es so viele Fälle wie im Tatort.



Lest,schreibt und leidet oder freut euch,aber schmeißt den Fernseher aus dem Fenster!

Beste Grüße,

Volker

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Katrin-DorisVolljährigkeit geprüft
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  RE: Diskussion über Lektoren und weitere Themen Datum:07.05.17 20:18 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Volker,

danke für deinen sehr interessanten Beitrag, den ich gerne gelesen habe. So ist das manchmal mit den Lektoren.Die Dame wird bestimmt etwas anderes finden.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei meiner "Nachteule" bedanken, die mein geschriebenes Kauderwelsch in die richtigen Bahnen lenkt.
Danke für die viele Freizeit, die du für mich opferst, wenn die "Nervensäge" sich meldet. Du bist für mich, ein wirklich guter Freund geworden, durch deine Ratschläge und Hilfen.

DANKE!!!

:::Katrin
"Der Urlaub" / " Das Spiel des Lebens" /"Bestellt und Geliefert"/"Eine Fahrt ins Blaue"/ "Eine Wette und ihre Folgen.."/" Die Forschungsreise "/" Ein altes Märchen..."/ "Ein Urlaub, der keiner werden sollte..."
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  RE: Diskussion über Lektoren und weitere Themen Datum:08.05.17 12:35 IP: gespeichert Moderator melden


@Volker: Weil es grad zum Thema passt... Haben dir deine Lektoren schon mal gesagt, dass man nach Punkt oder Komma ein Leerzeichen macht?
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Volker_Racho
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  RE: Diskussion über Lektoren und weitere Themen Datum:08.05.17 13:24 IP: gespeichert Moderator melden


Grins...

Das hat mir Frau Schießl schon in der Grundschule mit "Ulli,der Fehlerteufel" versucht beizubringen. Ich habe mich gerächt in dem ich versucht habe Algebra großzügig zu ignorieren.

Mal ernsthaft: ich hatte in meinem Leben 3 gute Deutschlehrer und sogar einen Professor. Der hat mich sogar vor einem Univerweis gerettet,weil ich Goethe kritisierte. Das Wichtigste was ich von Ihnen gelernt habe,und zwar unisono: "Sprache und Schreiben sind dynamisch". Schau dir nur die Dialekte an. Ich bin Kölner,in der Eifel verstehe ich kein Wort mehr wenn die platt sprechen.

Grammatik ist ein grober Entwurf,ähnlich der Sprachentwicklung wo aus verschiedensten Lauten sowas wie eine Sprache (oder auch Musik,Mathematik /oder kennst du die Wurzel aus 10? Gebraucht wird sie trotzdem)entstand und GANZ WICHTIG! weiterhin entsteht. Hast du dich in letzter Zeit mal mit Jugendlichen unterhalten? Ich muß manchmal echt kämpfen um denen noch folgen zu können.

Und genau das ist für mich die Kunst der Literatur: Eingänglich,verständlich und erinnerbar zu schreiben. Lieber lese ich "Der alte Mann und das Meer" über Angeln als in einer Fischerzeitschrift.

Liebe Grüße,

Volker

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Roger_Rabbit
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  RE: Diskussion über Lektoren und weitere Themen Datum:08.05.17 15:55 IP: gespeichert Moderator melden


... Mal ernsthaft: ich hatte in meinem Leben 3 gute Deutschlehrer und sogar einen Professor. ...

Ein Deutschlehrer in der 7. Klasse auf dem Gymnasium brachte uns ziemlich intensiv die (alten) 500 Kommaregeln mit ihren 1.000 Ausnahmen und ebensovielen Sonderfällen bei.

Zum Abitur musste ich die Schule wechseln. Dort hatten wir Deutsch bei unserem Direktor, einem Dr. in Deutsch. Entweder war es eine benotete Hausarbeit oder ein Aufsatz, der von ihm bewertet wurde. Angeblich soll ich bei einer Aufzählung ein Komma vergessen haben, was zu einer 3+, anstatt 2- führte. Dagegen erhob ich Einspruch, denn in Regel xy, 5. Ausnahme, in Verbindung mit Regel abc, 3. Ergänzung, werden Adjektive nur durch Kommata getrennt, wenn sie zum Substantiv gehören.

Dummes Beispiel: Das bunte, große schnelle Haus ... (<= nach alten Regeln mit nur einem Komma!!!)
"bunt" gehört zum Haus, "groß" gehört zum Haus, aber ein Haus kann nicht "schnell" sein, höchstens deren Bewohner.

Der Dr. Direx rief das Kollegium zusammen und bittet um Mithilfe. Vereinigtes Kopfschütteln. Das geht nicht, das muss so und ich habe einen Fehler gemacht. Zensur gerechtfertigt. Da ich aber mit den Paragraphen nur so um mich warf, der Direx dieses Regelwerk nur in der Kurzfassung besaß, die örtliche Bücherei auch nicht das große Regelwerk im Bestand hatte, fuhr er zur FU-Berlin zu seinem alten Deutsch-Prof. Der schüttelte auch den Kopf. "Nie gehört. Da kommt ein Komma hin. Aber wir schauen nach." Der Prof hatte das große Regelwerk im Regal. Sie studierten alle Fälle der Aufzählung.

Ein paar Tage später zur nächsten Deutschstunde kam er herein, sagte uns noch nicht "Guten Morgen", sondern lief zu mir an den Tisch. Per Handschlag wurde ich begrüßt. Mit einer Entschuldigung. Danach begrüßte er erst die gesamte Klasse. Anschließend erklärte er seine Recherche und bis wohin er gehen musste, um meine Aussage bestätigt zu bekommen. O-Ton: "Diese Regel ist so eingestaubt, die kannte selbst mein Prof nicht." Meine Arbeit wurde in eine 2- umgewandelt.

Fortan war ich in Deutsch bei Grammatik abgeschrieben. Sein Blick ging durchs U der Tische bis zu meiner rechten Nachbarin, ich wurde ignoriert, dann ging es links von mir weiter. Ich wurde erst gefragt, wenn keiner der anderen 12 Mitschüler die richtige Antwort geben konnte.
Auf Wiederlesen

Detlev
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Volker_Racho
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  RE: Diskussion über Lektoren und weitere Themen Datum:08.05.17 18:07 IP: gespeichert Moderator melden




Lach...ja DAS kenne ich. mußte einer Deutschlehrerin im 9.Schuljahr mal nachweisen,daß es das Wort "obschon" gibt.Ich wollte nicht immer nur obwohl schreiben. Sie schien keinen Duden gehabt zu haben....
Als das Abizeugnis überreicht wurde,konnte ich es nicht annehmen. Alle Eltern waren nervös und fragten mich was los sei?
Mein Abi habe ich erst eineinhalb Jahre später bekommen die 5. Ausführung. Abithema:"Soziologie im Journalismus". Ich habe ihm 15 Seiten um die Ohren geschrieben,weil ich ja genau das werden wollte. Note: 4-

Beschwerde beim AAA (Allgemeiner Abiturausschuß) eingelegt,sodas ein anderer Deutschlehrer sie kokorrigieren mußte.Welch Wunder? Selbe Note. Weiter beschwert,also mußten alle Deutschlehrer gemeinsam nachlesen. Knappe Mehrheit gegen mich (nur die guten wußten Bescheid und bestärkten mich). Also Abi-Arbeit und Beurteilung eingefordert (bekam man damals eigentlich nicht) und ab damit zum Regierungspräsidenten. Der setzte nach einem Jahr einen von der Schule "unabhängigen Gutachter ein,der mir eine 2* bewscheinigte.

HURRA!

Ich wartete auf meinen Studienplatz,aber der Deutschlehrer wurde geschaßt.Wozu mir sogar andere gratulierten.

Tja,knapp 2 verlorene Jahre,aber in der Zeit bin ich viel gereist-Aufgeben kam nicht in Frage.

Es gibt halt Lehrer und Leerer...

Volker
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  RE: Diskussion über Lektoren und weitere Themen Datum:08.05.17 19:28 IP: gespeichert Moderator melden


@Detlev: Die Regel geht anders: Ein Beistrich gehört genau dann gesetzt, wenn die Attribute voneinander unabhängig sind. Das erkennt man daran, dass man sie vertauschen kann ("mein großes, buntes Haus" = "mein buntes, großes Haus") oder den Beistrich durch "und" ersetzen kann ("mein großes, buntes, schönes Haus" = "mein großes und buntes und schönes Haus") ohne die Bedeutung zu verändern. Ein Beispiel für voneinander abhängigige Attribute: "mein großes buntes Haus" schreibst du dann, wenn du auch ein kleines buntes Haus hast und hervorheben willst, dass du von deinen zwei bunten Häusern das größere meinst. Das Attribut "groß" bezieht sich also aufs "bunte Haus", nicht nur aufs Haus. Aber in irgendeiner Weise müssen sich alle Attribute aufs Haus beziehen. Wenn beim Haus ein Attribut "schnell" dabeisteht wie in deinem Beispiel, erübrigt sich die Beistrichfrage, weil das Adjektiv da so oder so nicht dazupasst. Da gehört nicht der Beistrich weg, sondern das ganze Wort.

Kein Wunder also, dass die Lehrer die von dir genannte Regel nicht kannten, denn die gibt es in der Form nicht. Aber sie hätten die richtige Regel kennen (und erklären können) müssen. Insofern also doch ein Armutszeugnis für sie.
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Roger_Rabbit
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  RE: Diskussion über Lektoren und weitere Themen Datum:09.05.17 00:14 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Single,
mit Sicherheit hast du Recht. Abi habe ich 83 gemacht. Irgendwann im Deutschunterricht davor passierte der beschriebene Fall. Das ist jetzt mind. 35 Jahre her. Max. 4 Jahre vorher bekamen wir die Regeln eingehämmert. Seit gut 20 Jahren sind diese Regeln auf eine überschaubare Anzahl eingedampft worden. Ich erinnere mich nicht mehr genau, um welchen Satz es damals ging.

Wie gesagt, das Beispiel habe ich mir mal eben aus den Fingern gesogen.

Ich weiß nur soviel noch, dass es sich damals um einen Ausnahme von einem Sonderfall handelte. Es handelte sich um, wie mein Direx sagte, eine total verstaubte Regel. Ich bekomme sie nicht mehr hin. Es muss sich aber um eine Aufzählung gehandelt haben, soweit erinnere ich mich noch. Es brachte jedenfalls meinen Direx in Schwierigkeiten.

Um zum Thema zurück zu kommen, es ist bei der Vielzahl der damaligen Regeln und Ausnahmen nicht verwunderlich, warum heutige Lektoren "nur" Lesen und Schreiben können, aber die Bezeichnung "Lektor" zu Unrecht tragen. Verschiedene Gründe dazu hatten wir ja hier schon vermittelt bekommen (Kosten, Zeitdruck, usw.). Seit Mitte der 90er Jahre gibt es das "daß" mit "ss". Danach wurde die Rechtschreibung und Grammatik noch mehrmals aufgeweicht.

Erst vor wenigen Tagen habe ich in der Online-Ausgabe der Berliner Morgenpost einen so verkorksten Satz gelesen, den musste man dreimal lesen, bis man ihn sortiert hatte. Da ist der Schreiberling von der "dpa" mitten im Satz von der Seite angequatscht worden. Und das Dokument steht online. Fast genauso "schlimmm" wie ein Buch.
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Detlev
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