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Ihr_joeVolljährigkeit geprüft
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Baden-Württemberg


Die Welt ist eine Bühne. Nur... das Stück ist schlecht besetzt. Oscar Wilde

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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:28.05.17 13:34 IP: gespeichert Moderator melden


Hey HeMaDo,

ich finde Deine Geschichte auch lesenswert!
Hab doch Deine Fingerübungen als Anreiz gesehen mehr von Dir lesen zu wollen.

Ich werde auch weiter mitlesen, seh das als besonderes Kompliment an, da sie weder meiner Veranlagung entspricht noch "böse" genug ist.

Ich werde es auch selten kommentieren, Du sollst nur wissen, dass Du mich als Leser gewonnenen hast.

Es gibt hier viele Geschichten, zu denen ich mehr schreibe, das hängt vom Thema ab. Es gibt hier nur wenige Autoren, die so hochwertig schreiben.

Genug gelobt, liebe Grüße nach Kassel,
da sah ich den ersten Star Trek-Film (1979) im Kino, nach dem Besuch der Dokumenta, zusammen mit meiner Herrin,
vielen Dank an Dich Ihr_joe



Toleranz beginnt dort, wo das eigene Weltbild aufhört. (Amandra Kamandara)

SM-Stories: Mein Schatz ... eine Fm Geschichte ohne KG
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HeMaDo
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:03.06.17 20:56 IP: gespeichert Moderator melden


Da ich Probleme mit meinem Rechner hatte, ist es heute etwas später geworden und ich werde es auch nicht schaffen, heute die Geschichte über das Schloss Fähenberg fortzusetzen.

Ich möchte mich hier auch mal bei allen bedanken die die Geschichte kommentiert haben. Das Lob welches ich hier bekommen habe spornt natürlich an weiter zu schreiben.


@Ihr_joe,
Zitat

Ich werde auch weiter mitlesen, seh das als besonderes Kompliment an, da sie weder meiner Veranlagung entspricht noch \"böse\" genug ist.

Das freut mich zu lesen. Vielen Dank.

Die Dokumente ’79, da bin ich gerade in der Schule gekommen. Das war, wenn ich mich richtig erinnere die, wo Boys diesen riesigen Haufen Basaltsteine auf dem Friedrichsplatz liegen hatte, die auch heute noch überall in der Stadt herum stehen und immer noch gelegentlich für Diskussionen sorgen. ;-)


HeMaDo


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HeMaDo
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:03.06.17 20:56 IP: gespeichert Moderator melden


Besuche


Vivians Comm begann leise eine Melodie zu spielen und zu vibrieren. Sie öffnete die Augen und räkelte sich wohlig in Veras Armen. Sie genoss diese paar Minuten am Morgen zwischen Schlafen und Wachen, wenn sie die Nähe ihrer Herrin spürte, sich an sie schmiegte, ihren Duft auf nahm und ihren Atem auf ihrer Stirn spürte. Vorsichtig und leise, um Vera nicht zu wecken, stand sie auf, ging ins Nebenzimmer wo sie ein Handtuch auf den Sitz des Ergometers legte und sich darauf nieder ließ. Nackt wie sie war begann sie zu treten. Nach einer guten halben Stunde stand sie verschwitzt auf und hatte beinahe das Eineinhalbfache ihres Solls abgearbeitet. Zufrieden ging sie ins Bad, wo sie sich die Zähne putzte und sich duschte. Nachdem sie sich abgetrocknet hatte nahm sie Veras Zahnbürste aus dem Schrank und legte diese auf deren Becher. Die Tube mit der Zahncreme stellte sie daneben. Zwar hatte ihr die Herrin schon mehrmals gesagt, sie brauchte das nicht zu tun doch Vivian mochte solche kleinen Gesten und wollte darauf auch nicht verzichten.

In der Küche deckte sie den niedrigen Frühstückstisch und drapierte einige der bunten, getrockneten, nach Vanille duftenden Holzstücke auf dem Tisch, die sie aus der Schale von der Fensterbank genommen hatte und wartete auf Vera. Als diese verschlafen aus dem Schlafzimmer kam stand sie auf und gestikulierte „Schönen guten Morgen meine Herrin.“ und lächelte sie an.
Vera nahm sie in die Arme, gab ihr einen Kuss und nahm auf ihrem Sitzkissen Platz. „Dir auch einen guten Morgen meine Süße.“ sagte sie. Vivian kniete sich neben sie und sie begannen zu essen.
„Ich hab gesehen wie viel du heute geradelt hast. Nimm dir doch noch ein halbes Brötchen.“ sagte Vera und strich ihr über die Wange. Vivian bedankte sich, lehnte aber ab. Sie wusste, das sie nur noch fünf Pfund abnehmen musste und wollte das bis zum Ende des Jahres geschafft haben.

„Was hast du denn heute vor?“ fragte Vera.
Vivian sah auf und erklärte ihr das sie sich mit Rebecca verabredet hatte um ihr das Gelände zu zeigen. Sie wollten Trish besuchen und vielleicht noch zum See gehen.
Vera war froh darüber das Vivian den Tag über mit Rebecca zusammen war. Sie mochte es nicht sonderlich wenn Vivian alleine unterwegs war, da sie sich immer ein wenig Sorgen um sie machte. Sie war zwar schon 25 aber war manchmal einfach zu sorglos und vergaß oft die Zeit wenn sie anfing sich mit jemandem zu unterhalten. Besonders bei Trish passierte das regelmäßig. Daher hatte sie Vivians Comm vor einem halben Jahr so eingestellt, daß sie es jederzeit orten konnte, nachdem sie zusammen mit mehreren Anderen einen ganzen Abend lang nach ihr gesucht hatte. Sie hatten sie mitten im Wald auf einem Baumstumpf sitzend gefunden, wo sie einige Vögel dabei beobachtet hatte wie diese ihre Junge fütterten.

Kurz vor zehn verabschiedete Vivian sich von Vera und verließ die Wohnung.

- - -

Vom Vibrieren ihres Comms wachte Rebecca auf und schaute sich verschlafen um. Die Oktobersonne schien durch die Vorhänge des Fensters und tauchte das Zimmer in ein goldenes Licht. Langsam stand sie auf und ging ins Badezimmer. Mittlerweile hatte sie den Dreh raus, wie sie den Keuschheitsgürtel nach dem Toilettengang reinigen und trocknen musste, so daß ihr dies keine großen Probleme mehr bereitete. Sie ging in ihr Zimmer zurück, wo sie das Nachthemd aus zog und den Schlüssel für den Gürtel aus dem Kasten neben ihrer Tür heraus nahm. Auf ihrem Comm begann ein Timer 15 Minuten rückwärts zu zählen. Schnell zog sie den Gürtel aus und ging duschen. Als sie sich gründlich abgetrocknet hatte zog sie den Gürtel wieder an, der sich mittlerweile garnicht mal mehr so ungewohnt anfühlte und steckte den Schlüssel zurück in den Kasten. Der Timer war bei genau 5 Minuten stehen geblieben, genau wie die letzten zwei Tage auch.

Sie zog eine beige Tunika mit eng anliegenden Ärmeln an, trocknete ihre Haare und schaute im Spiegel ob auch alles richtig saß. Sie rückte den Gürtel der Tunika gerade und ging dann nach unten in die Küche wo sie das Frühstück zubereitete und Kaffee aufsetzte. Im Esszimmer deckte sie den Tisch und holte dann die Brötchen aus dem Verteiler. Ein paar Minuten vor acht stellte sie die Kaffeekanne auf den Tisch und stellte sich neben die Tür zum Flur.

Pünktlich um acht kam Andrea im Morgenmantel hinein. Rebecca knickste und begrüßte sie mit einem „Schönen guten Morgen Herrin.“
„Danke, dir auch einen schönen guten Morgen Rebecca.“ sagte Andrea „Wie hast du geschlafen?“
„Danke gut Herrin, es war nur ein wenig, nun ja, frustrierend.“ Frustrierend war gar kein Ausdruck. Zwar hatte sie sich mittlerweile halbwegs an den Gürtel gewohnt doch würde sie ihn zumindest nachts liebend gerne aus ziehen können.
Andrea lachte kurz „Das kann ich mir vorstellen. Aber du sollst ihn ja auch nicht auf Dauer die Nacht über tragen, nur so lange, bis du dich daran gewöhnt hast.“
„Ja Herrin.“ sagte Rebecca und hielt ihr den Stuhl.
Sie frühstückten gemeinsam und unterhielten sich während dessen über verschiedene Dinge, überwiegend Belanglosigkeiten. „Nach dem Abräumen lässt du mir bitte ein Bad ein und legst meine Kleider heraus. Während dessen kannst du mein Bett machen. Danach hast du Frei.“ sagte Andrea. „Weißt du schon, was du heute tun wirst?“
„Ich habe mich mit Vivian verabredet. Sie wollte mir das Gelände zeigen. Sie sagte mir das der See ziemlich interessant ist. Außerdem wollten wir zu Trish gehen.“
Andrea lachte kurz. „Ja, der See kann ziemlich interessant sein. Aber von Trish lass dich besser zu nichts überreden, sie ist manchmal ein wenig exzentrisch.“
„Ich verstehe.“ sagte Rebecca. Sie frühstückten fertig, dann stand Rebecca auf und räumte den Tisch ab während Andrea nach oben ging.

Nachdem sie den Tisch abgeräumt und das Geschirr in die Spülmaschine geräumt hatte, ging Rebecca nach oben und ließ Andrea ein heißes Bad ein. Dann ging sie in den großen, begehbaren Kleiderschrank und suchte deren Sonntagsgarderobe heraus. Sie hoffte, alles richtig gemacht zu haben als sie die Sachen auf den stummen Diener hängte. Doch Andreas Anweisungen diesbezüglich waren recht klar und so fand sie schnell alles nötige. Sie klopfte an die Schlafzimmertür und wartete bis Andrea heraus kam. Sie hielt ihr die Badezimmertür auf und knickste. Dann ging sie ins Schlafzimmer und begann das Bett zu machen. Sie nahm die Decke vom Bett, zog das Laken glatt und schüttelte die Kissen auf die sie ordentlich aufs Bett zurück legte.

Als sie die Bettdecke aufschüttelte polterte es als etwas zu Boden fiel und unters Bett rollte. Nachdem sie die Decke aufs Bett gelegt hatte, fand sie einen großen, blauen Vibrator unterm Bett. Eigentlich wäre es wohl ihre Aufgabe gewesen diesen sauber zu machen und in den Nachttisch oder wo auch immer Andrea ihn aufzubewahren pflegte zurück zu legen. Doch das ging ihr ein wenig zu weit. Also holte sie ein kleines Handtuch aus dem Ankleidezimmer, bückte sich unters Bett, fische den Vibrator mit dem Handtuch heraus und legte ihn eingewickelt in dieses auf den kleinen Tisch im Ankleidezimmer. Sie warf noch einmal einen Blick auf die Kleidung die sie zurecht gelegt hatte und ging dann zurück in ihr Zimmer wo sie sich frisch machte und zog sich dann um.

Obwohl die Sonne heute vom Himmel strahlte, fehlte dieser die Kraft die Luft großartig zu erwärmen. Also zog sie ein langes Unterhemd an bevor sie eine Safrangelbe Tunika mit weiten Ärmeln aber recht Engen Bündchen an zog. Dann schlüpfte sie in ihre Sandalen und ging nach unten. Sie verließ das Haus und ging die wenigen hundert Meter zu dem Wohnblock in dem Vivian wohnte. Als sie die Lobby betrat, wurde sie von zwei strohblonden Serva beinahe umgerannt.

„Entschuldigung.“ sagten die Beiden nachdem sie ihr Platz gemacht hatten und hinaus gehen wollten. Eine der Beiden, sie war einen halben Kopf kleiner als sie selbst und hatte ein ziemlich schmales Gesicht, kam ihr irgend wie bekannt vor.
Sie schaute den beiden hinter her und überlegte, wo sie diese Frau schon mal gesehen hatte. Sie beschloss Vivian zu fragen ob sie sie kannte.

Ein Blick auf die Uhr sagte ihr, das sie noch ein wenig Zeit hatte, also setzte sie sich in die Lobby, nahm ein Pad. Als sie es einschaltete zeigte es neben einem Eingabefeld zwei Logos. Das eine davon, den Kreis mit den drei geschwungenen Linien und dem H kannte sie bereits, das zweite Logo einer Firma namens MarEmy hingegen war ihr vollkommen unbekannt. Sie tippte darauf und bekam sofort einen Katalog angezeigt. Es standen mehrere Produktgruppen zur Auswahl die Namen wie vestis, alligo oder orbis trugen. Anscheinend hatte jemand einfach Begriffe in eine andere Sprache übersetzt. Vermutlich spanisch, italienisch oder vielleicht auch Latein. So gut kannte sie sich mit Sprachen nicht aus. Sie selbst sprach nur englisch, wie beinahe jeder auf der Welt und deutsch sowie einige Bruchstücke französisch die sie damals in Straßburg in der Schule aufgeschnappt hatte. Sie musste leise lachen als sie an Miss Wilhelmina, ihre Lehrerin dachte, die oftmals in Inuipaq, der Sprache der Inuit in Alaska, ihrer Heimat, zu sprechen begann wenn sie besonders wütend war.

Als sie sich die Produkte in dem Katalog an sah, bemerkte sie, das es der selbe Katalog war, den Nin ihr an ihrem ersten Tag hier gezeigt hatte. Sie blätterte ihn durch und betrachtete die dort gezeigten Sexspielzeuge eher oberflächlich. Als sie jedoch die Kategorie „obsera“ auswählte, schaute sie aufmerksam die dort gezeigten Produkte an. Es handelte sich um Keuschheitsgürtel, wie sie selbst einen trug. Dabei stellte sie fest, daß sie selbst offenbar nur das Basismodell trug und war erstaunt darüber, was es dort alles für Zubehörteile gab. Einige schienen ihr sehr interessant, während sie bei anderen inständig hoffte, das Andrea nicht auf die Idee kam diese in ihren Gürtel einbauen zu lassen.

Sie bemerkte vor sich eine Bewegung und schaute auf. Vor ihr stand Vivian und begrüßte sie indem sie „Guten Morgen“ gestikulierte.
„Hallo Vivian.“ sagte sie und stand auf. „Bevor ich es wieder vergesse, ich bin hier gerade von zwei Blondinen umgerannt worden. Eine der beiden kam mir irgend wie bekannt vor. Vielleicht ein Stückchen kleiner als du, ziemlich dünn.
Vivian machte die Geste für Serva. „Ja.“ sagte Rebecca.
Vivian seufzte und holte eine Karte und einen Stift aus der Tasche ihrer Tunika. „Das könnte Larissa gewesen sein.“ nachdem Rebecca gelesen hatte wischte Vivian das geschriebene weg und schrieb „Sie gehört zu Johanna. Sie ist letzten Samstag aus Straßburg gekommen.“
Rebecca dachte einen Moment lang nach bis ihr tatsächlich ein fiel wo sie diese Frau gesehen hatte. Es war tatsächlich in der Schule gewesen als sie unter großem Protest der Ärzte einfach einen Tag lang das Krankenhaus verlassen hatte und in die Schule gefahren war wo sie sich einen Ableger von Sarahs Rosenstock geholt hatte, der leider nicht angegangen war. Sie saß dort mit einer anderen Frau zusammen auf einer der Bänke im Garten. An diese andere Frau konnte Rebecca sich aus irgend einem Grund allerdings besser erinnern. Ob das an deren kupferroten Haaren gelegen hatte oder den Sommersprossen, konnte sie allerdings beim besten Willen nicht sagen. Sie erinnerte nur, das diese Frau irgend etwas an sich hatte, was damals ihre Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte und dafür sorgte daß sie sich auch jetzt noch recht gut an dieses Gesicht erinnern konnte.

Rebecca kniff kurz die Augen zusammen und richtete ihre Aufmerksamkeit wieder auf Vivian. Diese hielt ihr gerade grinsend eine Karte vors Gesicht auf der stand „Ich hab gestern meine Lehrerin getroffen. Sie wohnt auch hier“ stand auf der Karte.
„Das freut mich.“ sagte Rebecca. „Unterrichtet sie hier an der Schule?“
Vivian schrieb einen neuen Text auf die Karte „Sie ist hier Schulleiterin.“
„Schulleiterin?“ fragte Rebecca „Isabella?“
Nun schaute Vivian sie überrascht an und nickte. Darauf hin grinste Rebecca breit. „Wir waren zusammen in der Schule.“ erklärte sie lachend.
Auch Vivian lachte nun, machte aber schnell wieder ein ernstes Gesicht. „Erzähl ihr bitte nicht, das ich dein Auto kaputt gemacht hab. Herrin Vera hat schon gesagt sie will ihr erzählen was ich alles anstelle.“ schrieb sie auf die Karte und hielt sie Rebecca hin.
Nun lachte Rebecca laut los. „Keine Angst, ich erzähle ich nichts davon. Ich werde ihr sagen das du dir nie etwas zu Schulden hast kommen lassen und die anständigste Serva überhaupt bist.“ sagte sie.
Darauf verdrehte Vivian die Augen und streckte ihr die Zunge heraus.
„Auch nicht recht?“ fragte Rebecca belustigt.
Vivian schrieb „Lieber nicht, das glaubt sie nie.“
Lachend ging Rebecca aus der Lobby und Vivian folgte ihr. „So, du wolltest mir doch den See zeigen und zu Trish wollten wir auch gehen. Am Besten wir gehen wohl zuerst zu Trish.“
Vivian nickte, steckte den Stift und die Karten ein und ging die Straße entlang voraus.

Während sie gemütlichen Schrittes die Straße entlang spazierten versuchte Vivian Rebecca etwas zu erklären, was diese aber nicht verstand, da sie die Gesten einfach noch nicht kannte. Vivian wollte wieder Stift und Karte heraus holen doch Rebecca meinte das es besser wäre, wenn sie versuchen würde es ihr so zu erklären. „Dabei lerne ich wahrscheinlich besser dich zu verstehen, auch wenn es sicher anstrengender ist.“
Darauf hin nickte Vivian und versuchte ihr zu erklären was sie meinte. Bis Rebecca begriffen hatte, das der Weg der auch zu Andreas Haus führte der Weg war auf dem man zum Sportplatz kommt, standen die Beiden gerade vor einer Brücke durch die Schlucht unter der leise der Fluss entlang floss. Nun holte Vivian doch die Karte hervor und schrieb etwas darauf.
„Herrin Vera hat gesagt, das du singen kannst.“ las Rebecca.
„Ja, kann ich. Und ich soll dir was vor singen?“ fragte sie schmunzelnd.
Vivian nickte heftig.
„Was soll ich denn singen? Die Susanne aus Figaros Hochzeit oder vielleicht etwas von Puccini?“ Vivian runzelte die Stirn und schüttelte den Kopf. Sie wischte die Schrift auf der Karte weg und schrieb „Halleluja?“
„Von Händel?“ fragte Rebecca amüsiert. Sie war von der beinahe kindlichen Begeisterung fasziniert die Vivian für manche Dinge aufbrachte.
Diese schüttelte energisch den Kopf und schrieb nur „Cohen“ auf die Karte.
Rebecca überlegte kurz, sie kannte mehrere Versionen von dem Lied und entschied sich für die bekannteste. Sie stellte sich in die Mitte der Brücke, räusperte sich und sang ein lang gezogenes A.
Nun wurde ihr klar, warum Vivian gerade hier gefragt hatte. Die Akustik in dieser Schlucht war zwar alles Andere als optimal aber ziemlich einzigartig. Der Ton hallte von den Felswänden in einem lang gezogenen Echo zurück und wurde zudem vermutlich weit durch die Schlucht getragen. Sie atmete einmal tief durch und begann zu singen.

Sie sang laut und obwohl Sie schon länger nicht geübt hatte erklang ihre Stimme voll und klar durch das Tal. Sie schloss die Augen und konzentrierte sich voll und ganz auf das Lied. Nachdem Sie das letzte Halleluja gesungen hatte öffnete Sie die Augen. Vivian stand mit offenem Mund neben ihr und schaute sie an. Eine Träne war ihre Wange herunter gelaufen.
„Ich hoffe, es hat dir gefallen, ich habe schon länger nicht mehr geübt.“ Vivian nickte begeistert und gestikulierte ein „Danke.“
„Gern geschehen.“ sagte Rebecca lächelnd worauf hin Vivian Sie umarmte. Dann gingen sie langsam weiter.

- - -

„Also wenn ich das richtig sehe, dann ist Frau Renger gegen 23 Uhr 30 alleine los gefahren um eine Störung zu beseitigen. Frau Holtz hat bestätigt, das die Störung gegen 23:50 beseitigt war. Frau Renger hat sich darauf hin allerdings nicht bei ihr gemeldet, wie sie es eigentlich hätte tun sollen. Darauf hin ist Frau Holtz gegen 0 Uhr 15 selbst los gefahren um nach ihr zu suchen. Sie hat vorher ihre Vorgesetzte Frau Milo angerufen und ihr den Vorfall gemeldet. Frau Holtz hat Frau Renger allerdings nicht gefunden und wollte darauf hin wieder nach oben gehen. Dabei hat sie Frau Rengers Werkzeuggürtel gefunden der auf dem Geländer der Treppe hing.“ fasste der Kommissar seine Notizen zusammen. Er stand zusammen mit Emylia und Danielle vor der Stahltür in der Felswand. Emylia schaute ihn mit unbewegtem Blick an während Danielle, die Vorgesetzte von Nadine, aufgelöst von einem Bein aufs Andere trat und eine Zigarette nach der anderen rauchte.
„Die Spurensicherung hat neben dem Bachlauf das Comm von Frau Renger gefunden. Außerdem gab es Blutspuren die offenbar von ihr stammen, aber das muss im Labor noch überprüft werden. So wie ich das sehe, ist sie auf der Treppe ausgerutscht als sie nach oben gehen wollte und dabei mit dem Gürtel am Geländer hängen geblieben. Der Gürtel ist aufgerissen und sie ist den Schacht herunter gefallen, neben dem Bachlauf aufgeschlagen wo sie ihr Comm verloren hat und dann in den Bach gerutscht und in die Höhlen getrieben.“ Er warf dem anderen Mann der bei ihnen stand einen fragenden Blick zu.
Dieser sagte darauf hin „Also ob wir die Frau je finden werden bezweifele ich. Die Höhlen erstrecken sich über mehrere Quadratkilometer und der Bach kommt irgend wo weiter nördlich wieder ans Tageslicht. Aber wo genau kann man nicht sagen. Ich vermute, er ist genau so weit verzweigt wie die Höhlen. Das Gebiet auf dem er an die Oberfläche tritt könnte 20 ungefähr Kilometer weit entfernt sein. Da gibt es zig kleinere Quellen, aber keine groß genug als das ein Mensch durch die Öffnungen passen würde.“

„Gibt es denn garkeine Möglichkeit sie zu finden?“ fragte Emylia. Sie hatte, seit man sie um ein Uhr nachts aus dem Bett geholt hatte nicht geschlafen und so mischte sich eine tiefe Müdigkeit zu ihrer Bestürzung über den Unfall.
„Wenn man einen Marker hier ins Wasser gibt, könnte man vielleicht sehen, wo genau der Bach überall ans Tageslicht kommt, aber wenn sie irgend wo in einem unterirdischen Becken oder an einer Verengung fest steckt, wird sie selbst dann nicht wieder an die Oberfläche kommen, wenn es eine größere Quelle geben sollte. Außerdem dauert es vermutlich mehrere Wochen bis das Wasser von hier bis zu dem Gebiet geflossen ist, wo es wieder ans Tageslicht kommt. Zudem gibt es zwischen hier und diesem Gebiet mehrere Brunnen aus denen Trinkwasser gewonnen wird.“ erklärte der Mann, ein von der Polizei dazu gerufener Geologe der sich mit den Höhlen in dieser Gegend recht gut auskannte.

„Dann müssen Sie die Taucher noch mal da rein schicken. Sie kann doch nicht einfach so verschwunden bleiben verdammt noch mal.“ rief Emylia aus.
„Frau Kroll, die Taucher waren insgesamt fast acht Stunden da unten. Aber diese Höhlen sind so verzweigt, das man Jahre lang tauchen könne, ohne jemanden zu finden der hier in den Bach fällt.“
„Verdammt!“ schrie Emylia und schlug mit der Faust fest gegen die Stahltür so das zwei der Polizeitaucher die gerade heraus kamen zusammenzuckten.
„Frau Kroll,“ sagte der Kommissar „so wie ich das sehe, war das ein bedauerlicher Unfall. Soweit ich das beurteilen kann sind alle Vorschriften eingehalten worden. Der Staatsanwalt wird wohl sicher noch eine Untersuchung einleiten aber dabei wird wohl auch nichts anderes bei heraus kommen.“
Emylia nickte nur knapp und wandte sich dann an Linda, ihre Sekretärin die die ganze Zeit über still in der Nähe gestanden hatte. „Ich will das da morgen Abend überall Fangnetze hängen.“
„Hör mal, das entspricht alles den Vorschriften. Sie ist ausgerutscht, sowas kann einfach passieren.“ sagte Linda ruhig.
„Die Vorschriften sind mir doch scheiß egal!“ schrie Emylia sie an „Wenn ich da Fangnetze haben will, kommen da Fangnetze hin, hast du das verstanden? Und bis die da hängen will ich da niemanden mehr drinne sehen!“
Linda nickte nur knapp, sie wusste, das es im Moment sinnlos war mit Emylia zu diskutieren. Sie machte sich Notizen auf einem Pad und ging dann zurück zu dem Wagen mit dem sie her gekommen war.

Sie fuhr ein Stück weit und hielt, als sie außer Sichtweite war am Straßenrand an. Aus ihrer Tasche holte sie ein Comm und tippte eine Nummer ein. Es dauerte etwas bis der Anruf angenommen wurde. „Bis morgen muss der neue Durchgang zu sein. Und seht zu, daß das Kabel verschwindet das euch verraten hat ihr Amateure. Wenn sowas noch mal passiert, können wir hier einpacken,“ sagte sie und beendete das Gespräch ohne auf eine Antwort zu warten und fuhr dann weiter. In ihrer Wohnung machte sie sich einen Kaffee und ein paar Brote zum Frühstück. Sie legte sich auf die Couch und sah sich in aller Ruhe einen Film an.

- - -

„Wie siehst du denn aus?“ Julia schaute Mara amüsiert an während diese den Frühstückstisch deckte. Sie selbst war im Gegensatz zu Mara hellwach und ausgeruht. Den Mann den sie gestern Abend mit nach hause genommen hatte, hatte sie gleich nach dem Aufstehen hinaus komplimentiert.
„Entschuldigung Herrin.“ sagte Mara leise „Aber ich bin ziemlich spät eingeschlafen.“
„Soso. Hatte ich nicht gesagt, das du um Mitternacht los fahren solltest?“
„Das bin ich doch Herrin. Aber Heike und Anke und Rolf und Flo haben mich gebeten, sie noch nach hause zu fahren.“
„Ich verstehe. Ich kenne die Strecke, dann dürftest du so gegen halb eins hier gewesen sein und hast wahrscheinlich um eins im Bett gelegen. Eigentlich sollte man wegen drei Stunden Schlaf die einem fehlen nicht so dermaßen müde sein.“
„Ja Herrin, ich habe ungefähr um eins im Bett gelegen. Aber da habe ich noch nicht geschlafen.“ sagte Mara. Es war ihr klar, das es nichts brachte irgend etwas ab zu streiten.
„Und wann bist du dann eingeschlafen?“
„Das weiß ich nicht so genau.“
„Also wenn du noch so lange gelesen hast, dann sollte ich dir das wohl besser verbieten.“
Mara setzte sich ihr gegenüber an den Tisch „Ich habe nicht gelesen.“ sagte sie leise und senkte den Kopf.
„Und was bitte hast du dann gemacht?“ Julia schaute sie nun streng an worauf hin Mara leise und unverständlich etwas murmelte. „Entschuldige bitte, aber ich habe dich nicht verstanden Mara.“
Mara schaute sie verzweifelt an worauf hin Julia fragend den Kopf hob.
„Ich habe die Spielzeuge die Sie mir gegeben haben ausprobiert.“ sagte Mara noch immer sehr leise und mit rotem Kopf.
„Welches?“ wollte Julia nun wissen. Sie fragte sich, womit Mara sich wohl dermaßen lange hatte amüsieren können. Sie nahm ihre Tasse und trank einen Schluck Kaffee.
„Alle.“ sagte Mara nun noch leiser worauf hin Julia sie mit großen Augen an sah und zu lachen begann. „Du machst keine halben Sachen, oder?“ fragte sie, noch immer lachend.

Den Rest des Frühstücks über schwieg Mara und vermied es Julia an zu sehen. Diese schaute gelegentlich schmunzelnd zu ihr. Eigentlich tat sie ihr ja leid, wie sie so verschämt und mit roten Ohren da saß. Schuld war sie ja im Endeffekt selbst gewesen als sie ihr diese Spielzeuge gegeben und ihr gesagt hatte, sie sollte sie mal ausprobieren. Aber daß sie es so übertreiben würde, konnte sie ja nicht ahnen.

Nachdem sie fertig gefrühstückt hatten und Mara die Zeitung aus dem Briefkasten geholt hatte, trank Julia noch eine Tasse Kaffee und las die Zeitung während Mara den Tisch ab räumte und alles sauber machte.
„Eigentlich wollte ich dir heute ja frei geben.“ sagte Julia als Mara fast fertig war mit Spülen. „Aber ich glaube, es ist besser, wenn du dich noch mal hin legst und ausschläfst.“
Mara nickte nur und wollte nach oben gehen. Sie hätte sowieso nicht gewusst, was sie an einem freien Tag tun sollte. Da kam es ihr gerade recht, daß sie noch etwas ausschlafen konnte.
Julia stand auf und ging zu ihr. „Du brauchst dich nun wirklich nicht zu schämen. Sowas passiert jedem mal. Das ist überhaupt nichts schlimmes. Nur übertreib es einfach nicht so.“ sagte sie und nahm Mara in den Arm. „Und wenn du jetzt hoch gehst, dann wird auch wirklich geschlafen. Und von den Spielsachen lässt du so lange die Finger. Verstanden?“
Mara nickte und ging nach oben nachdem Julia die Umarmung gelöst hatte.

- - -

„Guten Morgen.“ rief Rebecca durch die offen stehende Tür doch es kam keine Antwort. Sie schaute sich in dem Raum um und betrachtete die Bilder an der Wand. Alle zeigten Figuren die aus irgend welchen japanischen Comics zu stammen schienen aber keines davon hätte sie als Jugendfrei eingestuft. Auf vielen der Bilder waren Tentakel ein Hauptelement. Vivian schaute sich kurz um, fasste sie am Ärmel und deutete grinsend auf eines der Bilder. Rebecca betrachtete es etwas genauer als ihr lieb war. Auch auf diesem Bild sah sie eine junge Frau, gezeichnet im Mangastil und mehrere Tentakel „Bist du das etwa?“ fragte sie erstaunt worauf hin Vivian grinsend nickte.
Vivian machte einige Gesten von denen sie nur wenige verstand. Trotzdem konnte sie den Sinn erraten. „Harmlos?“ fragte sie „Und was bitte ist dann nicht mehr harmlos?“ wollte sie wissen.
Vivian zog sie mit sich durch die nächste Tür in einen schmalen Flur. Dort schlug sie fest mit der geballten Faust gegen eine Tür und öffnete diese. Sofort schlug den Beiden das laute Kreischen eines Werkzeuges entgegen. Der ganze Raum war in Staub gehüllt und eine Gestalt saß an einem Tisch und bearbeitete irgend etwas mit dem Werkzeug. Vivian hob ein Stück Plastik auf, welches auf dem Boden lag und warf es nach der Gestalt. Darauf hin wurde das Werkzeug aus geschaltet und die Gestalt stand auf und drehte sich zu ihnen um.
„Ach du Schande.“ entfuhr es Rebecca als die Gestalt auf sie zu kam.
Die Gestalt, Rebecca konnte unmöglich beurteilen ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelte, trug einen dunkelblauen, aufgeblähten Gummianzug und eine Maske die den gesamten Kopf umhüllte. Zu dem Anzug führte ein dicker, von der Decke hängender Schlauch und um den Sichtschirm der Maske herum leuchteten mehrere helle, weiße Lampen die offenbar dazu dienten das Gesichtsfeld auszuleuchten.
Bei jedem Atemzug der Gestalt konnte man deutlich hören daß es der Person in diesem Anzug recht schwer zu atmen.
Sie bewegte die Hände und machte einige Gesten worauf hin Vivian Rebecca zurück zog und die Tür wieder schloss.

„Was bitte war das denn?“ fragte Rebecca erstaunt.
„Das ist Trish. Sie zieht sich um und kommt dann.“ schrieb Vivian auf eine Karte und zog Rebecca mit sich in einen anderen Raum. Hier gab es einen Tisch und einige Stühle sowie eine kleine Küchenzeile. Vivian deutete Rebecca, sich zu setzen und setzte Wasser auf. Sie holte eine Kanne aus einem Schrank, gab einige Löffel Tee in ein Teesieb welches sie in die Kanne legte. Als das Wasser kochte, goss sie den Tee auf und holte drei Tassen aus dem Schrank welche sie auf den Tisch stellte. Sie wartete eine Weile ab, holte das Teesieb aus der Kanne heraus und stellte diese auf den Tisch.

Die Beiden tranken Tee und warteten. Gute Zehn Minuten später öffnete sich eine Tür und eine junge Frau kam herein. Sie ging zu Vivian und baute sich mit in die Hüften gestemmten Armen vor ihr auf. „Wie oft muss ich dir noch sagen, das du nicht einfach so da rein kommen sollst. Der Staub ist nicht gesund verdammt noch mal. Du sollst klingeln wie jede Andere auch!“ fuhr sie Vivian an.
Diese machte einige Gesten von denen Rebecca nur wenig verstand.
„Red keinen Blödsinn. Lucy ist nicht böse. Bloß weil du einmal mitbekommen hat, wie sie mir den Hintern versohlt hat heißt doch nicht, das sie böse ist. Und das sie damals mit dir geschimpft hat, daran bist du doch selber Schuld.“

Die Frau hatte feuerrot gefärbtes, schulterlanges, glattes Haar mit weißen Strähnen und ein schmales Gesicht. Sie trug, wie Rebecca erstaunt fest stellte, lediglich einen Keuschheitsgürtel, der aber nicht aus Stahl sondern aus einem schwarzen Material mit einem Gewebemuster gefertigt war. Um ihren Hals trug sie ein breites Halsband aus Leder mit mehreren Ösen daran. Die Ringe um ihre Hand- und Fußgelenke waren aus dem selben Material gefertigt wie der Keuschheitsgürtel und wiesen ebenfalls mehrere Ösen auf. Von ihrem Halsband führte eine Kette zum Boden wo sie an einem Wagen befestigt war der in einer Schiene im Fußboden lief. Diese Schiene, so stellte Rebecca fest, führte durch den Raum und verzweigte sich an mehreren Stellen so das die Frau sich, wenn auch etwas umständlich im gesamten Raum bewegen konnte.

Vivian machte noch einige Gesten und schien sich zu entschuldigen.
„Schon gut. Aber tu das einfach nicht mehr. Das ist absolut nicht gesund. Ich trage diese Maske nicht ohne Grund wenn ich da drinne arbeite. Verstanden?“ sagte die Frau.
Nachdem Vivian nickte wandte sie sich zu Rebecca. „Entschuldige bitte. Aber das musste einfach sein. Ich bin Trish.“ sagte sie weitaus freundlicher und reichte Rebecca die Hand.
„Hallo, ich bin Rebecca.“ sagte diese und schaute unverhohlen auf die nackten Brüste die sich genau in ihrer Augenhöhe befanden.
„Entschuldige.“ sagte Trish. „Aber ich merke das garnicht mehr.“ Sie trat einen Schritt zurück und setzte sich auf den freien Stuhl. „Lucy lässt mich im Haus nichts an ziehen.“ Sie nahm die dritte Tasse, füllte sich Tee ein und trank einen Schluck. „Du, der ist ganz schön stark.“ sagte sie zu Vivian. Diese zuckte mit den Schultern und trank ebenfalls einen Schluck.
„Und du bist Lucys Serva?“ fragte Rebecca
„Nein, ich bin Lucys Sub wenn man es genau nimmt.“ sagte Trish lachend.
Rebecca schaute sie ungläubig an. „Und das alles?“ sie deutete auf Trishs spärliche Kleidung.
„Wir haben eine Übereinkunft getroffen mit der wir beide gut leben können. Das ist eben unsere Art.“
Während Rebecca noch immer etwas ungläubig zu Trish sah machte Vivian einige Gesten.
„Ja, das machen wir noch irgend wann. Aber jetzt holst du bitte noch mal zwei Tassen, es kommt noch jemand.“ sagte Trish. Sie stand auf und stellte sich vor die Tür während Vivian zum Schrank ging und zwei weitere Tassen heraus holte. Die Tür öffnete sich und drei Frauen kamen herein. Trish ließ sich vor einer der Drei auf die Knie fallen und küsste deren Füße. Vivian wich vor dieser Frau zurück und stellte sich neben Rebecca an die Wand. Nachdem Trish wieder aufgestanden war kam die Frau zu Rebecca und begrüßte sie mit einem Handschlag. „Hallo, ich bin Lucy.“ sagte sie freundlich. Dann ging sie zu Vivian und reichte ihr ebenfalls die Hand. Vivian nahm zögernd die Hand und begrüßte sie ebenfalls.
„Dann macht ihr mal. Ich lass euch wieder alleine.“ sagte Lucy und ging wieder hinaus.
Sowohl Rebecca als auch die beiden Frauen, es waren die beiden Blondinen die sie vorhin beinahe umgerannt hatten, schauten etwas erstaunt zu Trish.
„Was denn?“ fragte diese lachend. „Wenn schon pervers, dann auch richtig.“

Sie gab den beiden Frauen die Teetassen und stellte alle miteinander vor. Die Beiden hießen Frida und Larissa. Es stellte sich heraus, das Frida Isabellas Serva war. Rebecca bat sie, Isabella von ihr zu grüßen, was diese gerne tun wollte.

Die Fünf plauderten miteinander während sie den Tee tranken und erzählten sich von der Schule die sie alle, außer Trish miteinander verband. Diese übersetzte Vivians Gebärden für die Anderen da sie die einzige war, die sie wirklich verstand. Als sie den Tee ausgetrunken hatten sagte Trish „So, ihr seid ja nicht zum Kaffeekränzchen hier sondern weil ich euch um etwas bitten möchte.“ Während Vivian breit grinste schauten die Anderen sie fragend an. „Ich bin Künstlerin und verdiene damit meine Brötchen. Und ich wollte euch bitten, Teil eines Kunstwerkes zu werden.“
„Wie meinst du das denn?“ wollte Frida wissen und sprach damit aus, was alle dachten.
„Ganz einfach. Es gibt ungefähr 200 Serva hier auf dem Gelände. Und außer denen die noch neu hier sind, also auch euch, sind bis jetzt alle Teil dieses Kunstwerks.“
„Du willst uns malen?“ fragte Larissa worauf hin Vivian anfing zu lachen und den Kopf schüttelte.
„Nicht direkt malen, eher etwas anderes.“ sagte Trish. „Ich will eure Körper. Oder besser gesagt einen Teil davon.“ Sie stand auf und führte sie durch den Flur in einen großen, hellen Raum der mehrere Schaufenster hatte die sich zur Straße hin öffneten. Sie steckte einen Stecker in die Steckdose neben der Tür und kurz darauf begann es hinter einem Vorhang zu plätschern.Sie ging zu dem Vorhang und hielt ihn mit einer Hand „Das ist mein großes Kunstwerk, das soll in zwei Jahren auf einer großen Kunstausstellung ausgestellt werden. Bis da hin will ich so viele Serva wie nur möglich sammeln und mit ein bauen.“ erklärte sie nicht ohne Stolz.
Angesichts der Bilder in dem anderen Raum vermutete Rebecca daß es irgend etwas mit Tentakeln sein würde und war auf alles gefasst. Doch als Trish den Vorhang zur Seite zog blieb ihr, wie auch Frida und Larissa der Atem weg.

Staunend betrachteten die Drei Trishs Kunstwerk mit offenen Mündern.
„Sind die echt?“ fragte Larissa die als Erste ihre Sprache wieder gefunden hatte.
„Genau so echt, wie die, die man im Laden kaufen kann.“ sagte Trish. „Fast naturgetreu, lebensgroß und aus garantiert lebensmittelechtem Silikon.“ erklärte sie. Frida trat vor das etwa einen Meter hohe und gut zwei Meter breite Kunstwerk und betrachtete es eingehend. In quadratischen Kunststoffplatten steckten künstliche Vaginas wie es sie in jedem Sexshop zu kaufen gab. Aus jeder plätscherte Wasser heraus welches nach unten hin immer mehr wurde und in einem regelrechten Wasserfall schließlich in einem Becken landete in dem bestimmt eben so viele Dildos herum schwammen.
Rebecca begann zu lachen. Sie hatte zwar eher Tentakel erwartet, aber so etwas überraschte sie nun auch nicht mehr besonders.
„Und du willst unsere auch da dran hängen?“ fragte Frida ungläubig.
„Ich mache einen Abguss und davon werden dann genau 50 Stück hergestellt. Das lässt Frau Kroll in der Fabrik machen. Eine kommt an die Wand und die restlichen werden während der Kunstausstellung verkauft.“ erklärte Trish. „Und wenn die 50 nicht reichen sollten, werden noch mehr hergestellt. Und am Ende gibt es eine Rangliste, welche sich am besten verkauft hat.“
„Verkauft?“ fragte Frida ungläubig. „An Männer?“
Nun begann auch Larissa zu lachen. „Ich finde das eine gute Idee.“ sagte sie „Die sind jedenfalls nicht so verklemmt wie du.“ Sie hatte Mühe den Satz zu Ende zu bringen und lachte dann lauthals weiter.
„Und wenn ich das nicht möchte?“ wollte Frida wissen.
„Deine Herrin hat schon ihr Einverständnis dazu gegeben. Also liegt es nur noch an dir.“
„Na, die hat ja gut reden, sie ist ja die Herrin und hängt nicht da. Die sehen nicht tausend Leute auf irgend einer Ausstellung.“ sagte Frida.
„Deine Herrin ist auch eine Serva. Sie hat schon zugestimmt, genau so wie Maja. Außerdem sind das garkeine tausend Leute.“ sagte Trish worauf hin Frida sie erleichtert ansah, bis Trish fort fuhr „Vor ein paar Jahren waren ungefähr eine Million Besucher auf der Ausstellung.“ Nun schaute Frida sie skeptisch an.
„Und Emylia hängt auch an dieser Wand?“ wollte Rebecca wissen.
„Sie hat mir schlimmste Strafen angedroht für den Fall daß das an die Öffentlichkeit kommen sollte.“ sagte Trish lachend.
Rebecca musste lachen und sagte „Na dann. Was muss ich machen?“
„Jetzt garnichts. Ich muss das erst vorbereiten. Ich würde euch dann anrufen.“
„Also ich bin auch dabei.“ sagte Larissa und schaute grinsend zu Frida.
„Na, meinetwegen. Aber wehe das erfährt jemand.“ sagte Frida nun.
„Das erfährt niemand. Nur jemand der weiß, das du hier wohnst wird sich das denken können, wenn er die Ausstellung besucht. Wo die Originale her kommen steht auf einer großen Schautafel.“ sagte Trish grinsend.

Die fünf unterhielten sich noch eine ganze Weile bis Frida gehen musste. Larissa blieb noch eine Weile und musste dann ebenfalls gehen.

„Wenn ihr wollt, können wir noch einen Tee trinken. Dann muss ich zum Essen kommen.“ sagte Trish. Rebecca stimmte zu und so setzte Vivian noch einmal Tee auf, während Trish den Raum verließ. Beim gehen zog sie den kleinen Wagen in der Schiene hinter sich her, was sie kaum zu behindern schien. Als Vivian das Teesieb aus der Kanne nahm kam auch Trish wieder. Sie trug großen, flachen, länglichen Pappkarton bei sich den sie auf den Tisch stellte. „Der Prototyp ist fertig.“ sagte sie zu Vivian. Ich hab ihn gestern bekommen. Funktioniert genau so wie wir das haben wollen. Vivian sah sie an und hüpfte begeistert auf und ab während sie darauf wartete, das Trish den Karton öffnete. Diese hob den Deckel und Vivan wollte den Inhalt heraus holen doch Trish klopfte ihr auf die Finger „Vorsichtig. Das ist nur der Prototyp. Der ist ein wenig empfindlich.“ Sie schlug das weiße Seidenpapier bei Seite und gab so den Blick auf den Inhalt des Kartons frei.
Rebecca schaute in den Karton und obwohl sie hier bereits mit vielem rechnete war sie doch ein wenig erstaunt jetzt tatsächlich einen ungefähr eineinhalb Meter langen, schwarzen Tentakel mit Saugnäpfen an einer Seite zu sehen.
„Das gehört wahrscheinlich auch zu irgend einem Kunstwerk?“ fragte sie.
„Nein, das gehört zu einem Kostüm.“ sagte Trish. „Damit wollen wir auf eine Convention gehen. Das ist eine Messe bei der es um Comics geht, hauptsächlich um japanische Mangas und alles was dazu gehört.“
Vivian gestikulierte etwas doch wieder verstand Rebecca nur einen Teil dessen was sie sagen wollte. Vivian rollte mit den Augen als Rebecca sie fragend an sah und Trish erklärte „Wir wollen da nächstes Jahr zusammen hin gehen und uns verkleiden. Das gehört zu unseren Kostümen.“ Sie nahm den Tentakel aus dem Karton und legte ihn auf den Tisch. Mit einer Klemme befestigte sie das Ende am Tisch und wickelte ein Kabel ab welches aus diesem heraus ragte. Am Ende dieses Kabels befand sich eine Art Spange die sie sich auf den Kopf zog wie eine Haarspange. Darauf hin erwachte der Tentakel zum Leben und begann sich lautlos zu bewegen. Das Ende bewegte sich auf Rebecca zu und wand sich um deren Arm. Es zog sich immer enger um ihr Handgelenk, so das sie schon angst hatte, er würde tiefe Abdrücke hinterlassen. Rebecca schaute zu Trish und schüttelte den Kopf. Sofort zog sich der Tentakel zurück und fiel schlaff und leblos auf den Tisch, als diese die Spange vom Kopf nahm.
„Und der kommt an eure Kostüme dran?“ wollte Rebecca wissen.
„An jedes Kostüm kommen acht Stück davon, zwei Meter lang und mit funktionierenden Saugnäpfen. Aber bis die fertig sind dauert es noch eine Weile. Aber mit dem hier können wir schon mal maß nehmen für die Kostüme und auch ausprobieren wie sie funktionieren.“ erklärte Trish.
Vivian gestikulierte wieder etwas. Darauf hin gab Trish ihr die Spange. „Aber vorsichtig. Das braucht ein wenig Übung.“
Sofort als Vivian die Spange auf dem Kopf hatte erwachte der Tentakel wieder zum Leben. Er begann wild hin und her zu schlagen und traf eine leere Teetasse die darauf hin vom Tisch rollte und laut klirrend zerbrach. Vivian nahm die Spange vom Kopf und legte sie mit spitzen Fingern auf den Tisch. Sie warf Trish einen entschuldigenden Blick zu. „Macht nichts. Das ist mir auch passiert als ich es das erste Mal probiert habe.“ sagte diese.

„Und damit wollt ihr auf eine Messe gehen auf der auch kleine Kinder rum laufen?“ fragte Rebecca ungläubig.
„Kleine Kinder? Höchstens Jugendliche. Außerdem ist das hier die Jugendfreie Version.“ gab Trish grinsend zurück.
„Ach? Und wie sieht die nicht jugendfrei Version aus?“
„Die sieht etwas anders aus. Weniger Saugnäpfe, glibberiger und sie kann eine Flüssigkeit abgeben.“ sagte Trish lachend.
„Na, ich kann mir denken, was man damit macht.“ sagte Rebecca und schüttelte den Kopf. „Das ist wohl eher was für Leute mit ganz speziellen Vorlieben.“
„Für Leute wie mich?“ Trish lachte als sie das sagte. „Vielleicht, wer weiß.“ sie zwinkerte Rebecca zu.
Vivan gestikulierte etwas und Trish sagte „Ja, ich weiß. Auch für Leute wie dich. Sie findet es schade, das Vera damit nichts anfangen kann.“
Vivian nickte und machte einen Schmollmund.

Sie tranken den Tee aus und verabschiedeten sich von Trish. Dann gingen sie in Richtung Zentrum.
„Also das war wirklich eine ganz schön seltsame Vorstellung. Sowas hätte ich jetzt nicht erwartet.“ sagte Rebecca „Ich glaube, jetzt brauch ich erst mal was ordentliches zu Essen.“
Vivian gestikulierte etwas wo von Rebecca nur „Essen“ und „dort“ verstand. Sie konnte sich den Zusammenhang zusammenreimen und fragte „Du willst im Zentrum was essen gehen?“ Darauf hin nickte Vivian. Sie kamen kurze Zeit später beim Zentrum an wo sie in die Kantine gingen. Sie setzten sich an einen Tisch am Fenster und sahen sich die Karte an. Für Vivian bedeutete ordentlich daß sie sich einen großen gemischten Salat und ein Mineralwasser mit Zitrone bestellte während Rebecca sich, nicht ohne schlechtes Gewissen ihr gegenüber, Empanadas und eine große Limo bestellte.

Nach dem Essen war es bereits zu spät um noch zum See zu gehen. Vivian hatte Rebecca erklärt, daß es dort wohl ganz sicher länger dauern würde. Also beschlossen die Beiden den See beim nächsten Mal zu besuchen. Rebecca fuhr mit der Bahn zurück zu Andreas Haus während Vivian beschloss noch etwas zu laufen.

Sie lief zuerst zum See, bog dann auf eine schmale Nebenstraße ab und lief diese mit gutem Dauerlauftempo entlang. Die Straße ging etwas unterhalb des Zentrums vorbei und folgte von dort aus dem Fluss bis zum Wasserfall. Dort bog sie wieder auf eine größere Straße und folgte dieser bis kurz vor die Rückseite des Wohnblocks. Sie umrundete diesen einmal und wurde dann langsamer um wieder zu Atem zu kommen. Vor dem Eingang sah sie zwei Frauen stehen die sich unterhielten und lachten. Eine davon war ihr gänzlich unbekannt, sie trug ein langes, weites Kleid mit großem Blumenmuster. Als die Beiden auf standen und sich herzlich umarmten erkannte sie, das die andere Frau ihre Herrin war. Mit großen Augen sah sie die Fremde in einen Kleinwagen steigen den sie hier noch nie gesehen hatte und davon fahren. Ihre Herrin winkte der Fremden hinter her und ging dann ins Haus. Vivian ging nun ebenfalls langsam zum Haus, lief die vier Stockwerke im Treppenhaus nach oben und betrat die Wohnung, wo sie von Vera freudig begrüßt wurde.
„Hallo mein Schatz, schon fertig?“ fragte Vera.
Vivian gestikulierte „Ja Herrin, wir waren nur bei Trish und Rebecca ist schon nach Hause gefahren. Ich bin noch etwas gelaufen.“
„Das freut mich. Ich bin stolz auf dich. Balde hast du es ja geschafft.“ Sie hakte einen Finger in den Ring an Vivians Halsband, zog sie ins Wohnzimmer wo leise Musik lief, öffnete langsam den Gürtel ihrer Tunika und schob ihr diese von den Schultern. Dann küssten Sie sich lange und innig während Vera sich ihrer Kleider entledigte ohne den Kuss zu unterbrechen. Sie schob Vivian auf die Couch und begann sie zu streicheln und zu liebkosen. Es dauerte nicht lange, da hatte Vivian die Frau die sie eben mit Vera zusammen gesehen hatte vergessen und die Beiden fielen in ein lang andauerndes Liebesspiel.

- - -

„Aufwachen.“ sagte eine Stimme direkt neben ihrem Kopf sanft. Mara öffnete die Augen und sah in das Gesicht von Anke. Oder war es Heike?
Sie richtete sich schnell auf, legte sich dann sofort wieder hin und zog sich die Decke bis an den Hals. „Wie kommst du denn hier her?“ fragte sie erstaunt.
„Wir sind zum Essen hier.“ sagte die Frau. „Ich soll dich fragen, ob du mit essen willst oder weiter schlafen möchtest. Julia hat gesagt, das du nicht so gut geschlafen hast. Wenn du nicht willst, dann lassen wir dir was übrig.“
„Danke. Ich glaube, ich hab jetzt lange genug geschlafen.“ sagte Mara und wollte auf stehen. Doch dann besann sie sich eines Besseren und blieb lieber unter der Decke.
„Prima. Dann zieh dich an und komm dann runter.“ sagte die Frau und verließ das Zimmer.

Mara wartete bis sie die Schritte auf der Treppe hörte und stand dann auf. Sie hatte sich heute Morgen einfach aus gezogen und nackt ins Bett fallen lassen. Sie war sofort eingeschlafen und konnte sich nicht daran erinnern, sich zugedeckt zu haben. Auch die ganzen Spielzeuge die sie nicht einmal aus dem Bett geräumt hatte, lagen nun auf dem Nachttisch. Sofort schoss ihr das Blut ins Gesicht, denn ihr war bewusst, daß Anke, oder Heike, diese gesehen haben musste. Schnell zog sie ihre Tunika an und ging dann ins Bad um sich frisch zu machen. Dann ging sie nach unten. Als sie die Küche betrat hörte sie Stimmen und Lachen aus dem Wohnzimmer. Als sie dieses betrat rief jemand „Ahh, es lebt.“ Alle Anwesenden lachten darauf hin. Am Esstisch saßen neben Julia auch Rolf, Flo, Heike und Anke. Alle waren im Gegensatz zu gestern Abend eher brav gekleidet. Rolf und Flo trugen zu ihren weißen Hemden sogar Krawatten und sahen nicht mehr aus wie Rocker sondern eher wie brave Söhne. Auch Heike und Anke machten in ihren adretten Kleidern eher den Eindruck artige Töchter zu sein als Rockerbräute.

Mara ging zum Tisch, knickste und sagte „Guten Tag.“
„Mensch, den Quatsch lass bei uns aber mal.“ sagte Rolf, Mara erkannte ihn an der fehlenden Narbe. „Setz dich einfach und gut ist.“
„Na, ausgeschlafen?“ fragte Julia.
Mara nickte nur. Sie war noch immer etwas erstaunt darüber die Vier hier zu sehen und vor Allem war sie über deren Kleidung erstaunt.
„Dann lasst uns mal anfangen.“ sagte Julia und hob den Warmhaltedeckel von einer Platte. Darunter kam ein großer Braten zum Vorschein um den herum jede Menge Gemüse lag. „Kleiner, würdest du bitte?“
Rolf nahm ein großes Tranchiermesser und schnitt den Braten. Er legte jedem eine große Scheibe auf den Teller während Flo, der ihm schräg gegenüber saß das Gemüse auf den Tellern verteilte. Selbst Mara musste sich nichts selbst nehmen, da Heike, oder Anke, die Kartoffelspalten verteilte und die Andere der Beiden die Soße herum reichte.
„Dann lasst es euch schmecken.“ sagte Flo und alle begannen zu essen.
Während sie aßen entspann sich eine angeregte Unterhaltung. Irgend wann führte diese Unterhaltung zum gestrigen Abend und Julia erfuhr so auch von dem Vorfall mit dieser Sabine. Sie war nicht sehr begeistert von dem was passiert war, fand aber Gefallen daran wie die Männer deren Freund betrunken gemacht und ihm einige Ratschläge gegeben hatten die dieser offenbar sehr interessiert aufgenommen hatte.

Nach dem Essen schlug Julia vor, ein Spiel zu spielen und fragte Mara, ob sie dieses kannte. Als diese verneinte sagte Rolf „Dann räumt ihr Drei Frauen ab und wir beide erklären Mara wie das geht.“
„Ja ja,“ sagte Julia „Ihr erklärt ihr wahrscheinlich auch gleich wie man am besten mogelt.“
„Ach Mama, wie kommst du denn darauf, wir würden mogeln? Wir sind einfach besser als ihr.“ sagte Flo lachend.
„Mama?“ fragte Mara als Julia zusammen mit Anke und Heike den Tisch ab räumte und sie zusammen mit Flo einen großen Holzkoffer vom Schrank holte.
„Hast du das nicht gewusst?“ fragte Flo, was Mara verneinte.
„Ja, sie ist unsere Mutter.“ sagte Rolf lachend. „Hast du denn die Ähnlichkeit nicht bemerkt?“
„Naja, ihr Bart ist nicht so voll wie unserer, da sieht man das nicht so gut.“ sagte Flo mit todernstem Gesicht, worauf hin Mara laut lachen musste.

Mara hatte sich bereits gefragt, was wohl in diesem Koffer sein könnte den sie jedes mal sah, wenn sie im Wohnzimmer war. Nun erfuhr sie es. Es waren jede Menge sechseckige Holzteile aus denen sich das Spielfeld zusammen setzte, welche allesamt geschnitzt oder auf ähnliche Weise bearbeitet und bemalt waren. Dazu jede Menge verschiedene Spielfiguren und eine große Menge unterschiedlicher Karten. Während die Beiden das Spiel auf dem Esstisch aufbauten den Julia mit ihren beiden Schwiegertöchtern abgeräumt hatte erklärten sie Mara die Regeln und nebenbei auch, daß sie das gesamte Spiel in der Firma in der sie arbeiteten selbst hergestellt hatten.

Es dauerte eine ganze Weile bis Mara die Regeln begriffen hatte, obwohl die Beiden ihr diese anhand von Beispielen erklärten. Diese waren recht umfangreich aber im Grunde genommen doch ziemlich einfach und als die drei Frauen aus der Küche kamen war das Spielfeld aufgebaut und Mara hatte die Regeln wie sie hoffte begriffen.

Als alle wieder am Esstisch saßen begannen sie zu spielen. Das dauerte bis in den frühen Abend. Zwischendurch holte Heike eine Art Pudding mit vielen unterschiedlichen, gehackten Nüssen aus der Küche und gab jedem eine große Schüssel davon. Rolf und Flo langten ordentlich zu und ließen sich sogar noch einen Nachschlag geben während die Frauen bereits nach der ersten Schüssel mehr als satt waren.

„Ihr habt ihr doch eure fiesen Tricks bei gebracht.“ schimpfte Julia und sah Rolf und Flo böse an.
„Das würden wir doch nie machen Mama.“ erwiderte Flo. „Entweder du bist einfach zu schlecht oder Mara ist zu gut.“
„Anfängerglück.“ sagte Mara und schaute entschuldigend zu Julia.
Diese grinste breit „Nicht schlimm, dann gibt es noch jemandem dem ich dabei nicht das Wasser reichen kann. Ich habe mich damit schon abgefunden. Aber das du gleich so gut abschneidest hätte ich nicht erwartet.“
Mara hatte den zweiten Platz hinter Rolf belegt. Heike und Anke belegten zusammen den vierten Platz und Julia war das Schlusslicht.

Zusammen räumten sie das Spiel in den Koffer und beendeten den Abend. Rolf und Flo sowie die beiden Frauen, Mara glaubte sie mittlerweile auseinander halten zu können, verabschiedeten sich.
„Machst du bitte noch die Küche bevor du ins Bett gehst?“ fragte Julia. Das war natürlich trotz der Formulierung als Frage eine Anweisung die keine Widerrede duldete und so ging Mara in die Küche, räumte die Spülmaschine aus und auch gleich wieder ein. Sie wischte noch alles und ging dann ins Wohnzimmer um Julia zu sagen, das sie fertig war und nun hoch ging.

Julia hatte den Fernseher eingeschaltet und sah sich einen Film an. Erst als Mara neben der Couch stand bemerkt sie, was dort für ein Film lief. Es war ein ziemlich harter Porno bei dem sich mehrere Frauen und Männer miteinander vergnügten, was auch in Großaufnahme gezeigt wurde.
„Raus!“ rief Julia gepresst vom Sofa her.
Mara lief wie so oft in letzter Zeit rot an, knickste und stotterte eine Entschuldigung. Schnell verließ sie das Wohnzimmer und ging nach oben.
’Das wird bestimmt ärger geben’ dachte Mara als sie unter die Dusche ging.

Als sie nackt, nur mit einem Handtuch bekleidet, aus der Dusche kam saß Julia auf dem Sessel und schaute zu ihr herüber.
„Hallo Mara, setz dich bitte.“ sagte sie und deutete auf die Couch.
„Ja Herrin.“ sagte Mara leise mit schuldbewusster Mine und setzte sich.
„Das, was du eben gesehen hast, solltest du eigentlich nicht sehen. Ich dachte, du wärst schon längst hoch gegangen.“ sagte Julia und schaute sie direkt an.
Mara senkte den Blick „Entschuldigung Herrin. Das wird nie wieder vorkommen.“
„Ach? Wird es das nicht?“ Julia schaute sie nun ein wenig belustigt an. „Interessant. Wie willst du das verhindern?“
Mara hob den Blick und schaute sie nun fragend an.
„Mara, das wird sicher noch öfter passieren. Deswegen bin ich hier, um mit dir darüber zu reden. Mir war das nämlich mindestens genau so peinlich wie dir. Und dein Bedröppeltes Gesicht sagt mir, daß das richtig war. Was hast du denn gedacht, was jetzt passiert?“
„Das… das sie mich bestrafen weil… weil...“
„Blödsinn. Warum sollte ich? Weil du ins Wohnzimmer gekommen bist? Hab ich dir das irgend wann verboten? Das wäre mir neu.“
Mara schüttelte nur den Kopf.
„Ich meine, wenn du das willst, wir können meinetwegen gerne in den Laden gehen, da liegt alles rum, was dafür nötig ist.“ nun warf Julia ihr einen fragenden Blick zu.

Mara schaute sie nur an und schüttelte den Kopf. Sich freiwillig bestrafen zu lassen obwohl ihre Herrin das anscheinend garnicht vor hatte wäre ihr nie in den Sinn gekommen. In der Schule war sie gerade zwei mal wirklich bestraft worden. Beide Male hatte sie die eigentlichen Strafen nicht als wirklich schlimm empfunden. Viel schlimmer fand sie, was dabei in ihr selbst vorgegangen war. Anstatt daß die Schmerzen sie übermannten fühlte sie sich seltsam frei und leicht, ganz so als ob sie in ihrem Eigenen Körper nur Zuschauerin war. Was sie als noch viel verwirrender empfand war die Erregung die sie danach empfunden hatte. Das erste Mal, als sie ausgepeitscht worden war weil sie mehrere Bilder von Miss Vitória zerstört hatte, hatte sie es sogar fertig gebracht sich als sie im Krankenzimmer alleine war, selbst zu befriedigen obwohl ihr der Rücken unerträglich schmerzte. Vielleicht auch genau deswegen. Doch diese Seite in ihr selbst machte ihr Angst. Sie wollte diesen Teil von sich selbst am liebsten nie wieder sehen. Doch jetzt, bei dem Gedanken daran von Herrin Julia bestraft zu werden, machte sich wieder diese Erregung in ihr breit. Sie fragte sich, ob sie verrückt war und wieso das passierte. Vor Schreck über sich selbst schloss sie die Augen und versuchte diese Gedanken ab zu schütteln. Sie kniff die Augen fest zusammen. Doch es blieb das unbestimmte Gefühl sich selbst fremd zu sein.

„Mara?“ Julias Stimme brachte sie in die Realität zurück. „Mara? Ist alles in Ordnung?“
Erstaunt registrierte sie, das Julia ihr gegenüber auf dem Tisch saß, ihre Hand auf ihrer Schulter hatte und sie schüttelte.
„Ja Herrin. Es ist alles in Ordnung.“ sagte sie, noch immer etwas verwirrt.
„Mensch Mara, jag mir doch nicht so einen Schrecken ein. Ich kann ja verstehen das du Angst hast, bestraft zu werden. Aber dafür bestimmt nicht.“ sagte Julia. „Aber damit das klar ist, wenn du wirklich was anstellst wird dir das bestimmt nicht erspart bleiben.“
„Ich verstehe Herrin.“ sagte Mara mit rauer Stimme. Ihr Hals fühlte sich entsetzlich trocken an und sie musste einige Male schlucken bis das besser wurde.

Julia schüttelte den Kopf. Isabella hätte ihr ruhig erzählen können daß Mara solche Angst vor Strafen hatte. „Pass auf, es wird sich nicht vermeiden lassen, daß du das gelegentlich zu sehen bekommst. Ich bin eine Frau und wir machen das einfach gelegentlich, auch mal im Wohnzimmer, in der Küche oder wo anders. Und wir beide sind erwachsene Menschen, daher denke ich nicht, das es nötig ist, meine Gewohnheiten was das angeht zu ändern. Rücksichtnahme beruht immer auf Gegenseitigkeit. Ich werde damit nicht anfangen wenn du in der Nähe bist, aber dafür erwarte ich von dir, das du, wenn du das doch mitbekommen solltest, einfach wieder gehst und später noch mal kommst. Und umgekehrt gilt das eben so. In Ordnung?“
Mara dachte kurz darüber nach. Sie würde sicher nicht anfangen, an sich herum zu spielen, wenn die Herrin in der Nähe wäre. „In Ordnung Herrin.“ sagte sie.
„Prima. Dann geh jetzt langsam mal ins Bett.“ Julia stand auf und ging die Treppe herunter.
Mara blieb noch einige Minuten so sitzen und ging dann in ihr Schlafzimmer wo sie sich ein Nachthemd anzog und sich ins Bett legte.

- - -

Obwohl sie eigentlich noch frei hatte, hatte Rebecca zum Abendessen Gulasch gekocht zu dem es Rotkohl und Kartoffeln gab und auch den Nachtisch nicht vergessen. Dies würde ihr sicher nicht noch einmal passieren. Danach ging sie auf ihr Zimmer und beschloss etwas Musik zu hören und zu lesen.
Doch sie konnte sich nicht richtig auf das Buch konzentrieren. Zwar rutschte sie nicht mehr dauernd hin und her aber richtig an den Keuschheitsgürtel gewöhnt hatte sie sich noch immer nicht. Zwar drückte er nirgendwo und störte sie auch nicht beim Gehen aber es war immer noch ein ungewohntes Gefühl und die Tatsache das sie durch diesen dauernd erregt war machte es nicht besser. Zu gerne würde sie sich nun selbst berühren, sich streicheln und ihre Lust endlich befriedigen doch jedes mal wenn ihre Hände zwischen ihre Beine wanderten verhinderte der Stahl des Gürtels dies. Frustriert ging sie ins Badezimmer wo sie sich kalt duschte. Das half jedoch auch nur für kurze Zeit. So nahm sie ein Buch, ging ins Bett und las etwas. Dabei ließ sie beide Hände wie ein artiges Mädchen über der Bettdecke. Ungewohnt früh schlief sie ein. Das Buch fiel auf den Boden und blieb offen dort liegen.

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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:11.06.17 14:02 IP: gespeichert Moderator melden


Nadines Kopf schmerzte infernalisch und sie fühlte sich als sei sie komplett in Watte gepackt. Alles fühlte sich irgend wie unwirklich an. Sie versuchte sich zu erinnern, was passiert war. Nur langsam kam die Erinnerung wieder. Sie wollte nach dem fehlerhaften Schalter sehen. Dann erinnerte sie sich an das Kabel welches von diesem weg führte. Sie war diesem Kabel gefolgt und hatte diese seltsamen Kisten gesehen und irgend etwas hatte sie am Kopf getroffen.

Lag sie auf der Krankenstation? Sie öffnete die Augen doch sie konnte nichts sehen. Nur ein schwacher Lichtschein am unteren Rand ihres Sichtfeldes war zu erkennen. Sie versuchte sich zu bewegen doch weder ihre Arme noch die Beine wollten ihr gehorchen. Sie spürte einen Widerstand gegen die Bewegungen. War sie etwa an ein Bett gefesselt? Was sie bewegen konnte, waren ihre Finger und die Zehen, aber selbst den Kopf konnte sie weder drehen noch nicken. Ihr war kalt und sie hatte das dringende Bedürfnis auf die Toilette gehen zu müssen.
„Hallo?“ rief sie. Ihre Kehle schmerzte dabei. „Ist da jemand?“
Niemand antwortete. Sie rief noch einmal. Wieder schmerzte ihre Kehle. Dann hörte sie Schritte näher kommen. Diese hörten sich nicht an als ob sie in einem Krankenzimmer war, eher wie in einer Halle oder einem anderen, großen Raum. „Hallo?“ fragte sie in die Dunkelheit.

„Na, da ist wohl jemand wach geworden.“ hörte sie eine Stimme neben sich.
„Ja, wo bin ich hier? Was ist passiert?“ fragte sie mit rauer stimme.
„Scheint so.“ sagte eine andere Stimme von der anderen Seite. „Schau mal, ich glaub, wir müssen sie mal leer machen.“
„Ja, scheint so. Machst du das noch schnell?“ fragte die erste Stimme.
„Hallo?“ fragte Nadine „Was ist denn hier los.“
Wieder ertönte die erste Stimme. „Wenn sie nicht die Fresse hält, dann knebel sie einfach.“
„Ja, mach ich gerne.“ sagte die zweite Stimme.
„Das kann ich mir vorstellen daß dir sowas Spaß macht. Aber spiel nicht zu doll mit ihr. In drei Stunden kommt der Transporter. Dann will ich, das sie fertig verpackt ist damit sie hier weg kommt und der Platz wieder frei ist. Wir bekommen danach noch eine neue Lieferung.“
„Keine Angst, ich mach nicht lange, nur bis es mir reicht.“
„Dann viel Spaß.“ Schritte entfernten sich und es war wieder Still.

’Spielen? Verpacken? Transporter? Was soll das alles?’ Nadine bekam es mit der Angst zu tun. War sie garnicht in einem Krankenhaus? „Hallo?“ fragte sie leise.
Sie spürte eine Berührung am Kopf und wollte zurück weichen doch das ging nicht. Ihren Kopf konnte sie keinen Millimeter bewegen. Irgend etwas wurde ihr von den Augen genommen und sie sah im hellen Schein einer Lampe den Umriss eines Kopfes direkt vor ihrem Gesicht.
„Nur damit das klar ist, du gehörst jetzt uns. Und nachher wirst du weg gebracht und für uns arbeiten. Du kannst nichts dagegen machen. Also finde dich damit ab. Und bis du weg gebracht wirst, werden wir beide vielleicht noch ein wenig Spaß haben.“ sagte die Frau. Langsam gewöhnten ihre Augen sich an das Licht und sie konnte die Frau vor sich erkennen. Zumindest konnte sie sehen, das es eine Frau war. Doch sie konnte nur ihre Augen und die Lippen sehen, der Rest des Gesichtes steckte in einer glänzenden, schwarzen Maske die den ganzen Kopf bedeckte.
„Meine Kollegin weiß wo ich bin. Es dauert nicht lange und dann wird jemand nach mir suchen.“ begehrte Nadine auf und zerrte an ihren Fesseln.
„Meinst du?“ fragte die Frau und lachte höhnisch. „Vergiss es. Die Polizei ist gerade weg gefahren. Man hat deinen Werkzeuggürtel am Geländer gefunden und dein Comm beim Bach. Du bist ausgerutscht, in den Bach gefallen und mitgerissen worden. Und aus den Höhlen in die der Bach fließt, wird deine Leiche nie wieder auftauchen und deine Familie ist über deinen tragischen Unfall informiert worden. Warum musstest du auch so neugierig sein? Dein Pech würde ich sagen.“
Nadine sah die Frau entsetzt an. Was war hier los? Das kann doch nicht wahr sein.
„Was passiert jetzt mit mir?“ fragte sie nun ängstlich.
„Was soll ich sagen?“ wieder dieses höhnische Lachen „Du wirst für uns arbeiten und außerdem werden wir unseren Spaß mit dir haben. Mehr brauchst du nicht zu wissen. Und wenn du jetzt noch ein Wort sagst, dann...“
Nadine schrie laut auf weil ein stechender Schmerz durch ihren Unterleib fuhr. Sie zuckte und wand sich vor Schmerzen in ihren Fesseln hin und her.
„passiert das. Und wenn du nicht tust, was wir dir sagen, passiert das ebenfalls. Also sei schön artig, dann passiert dir auch nichts.“
Tränen liefen ihre Wange herab und sie zitterte am ganzen Körper vor Angst und schmerzen.
Wieder dieser brennende Schmerz. Wieder bäumte sie sich auf.
„Tut mir leid, das war glatt gelogen. Wenn wir Lust dazu haben, passiert das auch wenn du artig bist. Und mit wir meine ich in den nächsten zwei Stunden mich. Also, tu was ich dir sage, dann könnte es sein, daß mir andere Sachen mehr Spaß machen, die nicht so unangenehm für dich sind.“ und wieder dieses höhnische Lachen.

„Aber jetzt mache ich dich erst mal sauber.“ sagte die Frau. „Denk dran, kein Ton.“
ohne ab zu warten wandte die Frau sich von Nadine ab und ging fort. Nadine blinzelte die Tränen weg und versuchte sich um zu schauen. Während sie sich aufgebäumt hatte, hatten sich offenbar die Fesseln gelöst die ihren Kopf hielten. So konnte sie diesen ein klein wenig heben und schaute an sich herab. Das erste was sie sah, waren ihre Brüste. Nein, eigentlich konnte sie diese nicht sehen, denn sie steckten in Schalen aus einem schwarzen Material und nur ihre Nippel schauten heraus. Sie drehte den Kopf ein wenig und konnte sehen, das ihre Arme mit breiten Bändern irgend wo fest gemacht waren. Weiter unten, an ihren Handgelenken sah sie ebenfalls dieses schwarze Material. Es lag wie ein sehr breite Armbänder um ihre Handgelenke und hielt diese unverrückbar fest.

„Na, ist da jemand neugierig?“ Da war wieder diese Frau. Sie zog das breite Band welches um ihre Stirn lag fester so das ihr Kopf wieder fest auf die Unterlage gezogen wurde. Dann schob sie einen Monitor auf einem Gestell in ihr Blickfeld und neigte ihn so, das sie ihn gut sehen konnte.
„Wenn du so neugierig bist, dann zeige ich dir mal ein wenig.“ Die Frau hielt nun eine Kamera in der Hand und richtete sie auf Nadine. Auf dem Monitor konnte sie nun sich selbst sehen wie sie mit weit abgespreizten Armen und breitbeinig auf dem Gestell lag. Ihre Brüste steckten in einem BH aus schwarzem Material der, wie sie eben schon gesehen hatte, nur ihre Nippel frei ließ. Sie trug eine Art Unterhose aus dem selben Material welche ihre Scham komplett umschloss. Mehrere Schläuche kamen aus dieser Unterhose heraus und führten irgend wo hin. Auch um ihre Fußgelenke trug sie breite Bänder aus diesem Material.

„So. Genug gesehen.“ sagte die Frau. Sie legte die Kamera bei Seite und ging an eine Art Schaltpult. Sofort spürte Nadine wie etwas in ihren After floss. Auch der Druck auf ihre Blase nahm nun noch mehr zu. Wimmernd lag sie da und konnte dem nichts entgegen setzen.
„Du bekommst jetzt einen Einlauf und deine Blase wird gespült. Das ist vielleicht ein klein wenig unangenehm.“ sagte die Frau mit einem breiten Grinsen. „Aber das ist nicht mein Problem. In den nächsten Tagen wirst du dich daran gewöhnen.“
Plötzlich begann der Gürtel zu vibrieren, wodurch der Druck in ihrem Darm und ihrer Blase noch verstärkt wurde. Doch noch etwas passierte, ohne daß sie sich dagegen wehren konnte, sie spürte daß dieses Vibrieren sie über alle maßen erregte. Diese Erregung baute sich immer weiter auf bis sie es kaum noch aus hielt ohne sie jedoch zum erlösenden Höhepunkt zu bringen.
Genau so plötzlich wie es begonnen hatte, hörte dieses Vibrieren auf und auch der Druck in ihrer Blase und ihrem Darm verschwand.
„Das scheint dir ja richtig zu gefallen.“ ertönte die Stimme der Frau wie aus weiter Ferne. „Dann machen wir das am Besten gleich noch mal.
Wieder spürte sie wie sich in ihr der Druck aufbaute und dieses Vibrieren begann. Dieses Mal trat die Frau neben sie und berührte ihre Seite. Sie beugte sich zu ihr und drückte ihren Lippen auf Nadines. Die Erregung machte sich wieder in ihr breit und so wehrte sie sich nicht als die Zunge der Frau zwischen ihre Lippen drang und mit ihrer eigenen zu spielen begann. Doch dann zog diese sich zurück und wieder löste sich der Druck in ihr und das Vibrieren hörte auf. Sie spürte nur noch eine Leere in ihrem Unterleib als alles wieder aufgehört hatte.

„Wie du gesehen hast, kann der Gürtel nicht nur bestrafen sondern auch belohnen. Und da du dich ja so für unsere Transportkisten interessierst, gebe ich dir jetzt die Gelegenheit, diese einmal genauer zu betrachten. Natürlich von innen.“ die Frau trat zwischen Nadines Beine und zog die Schläuche aus der Unterhose, die sie eben als Gürtel bezeichnet hatte. „Wenn du artig bist und tust, was ich dir sage, dann wird dir nichts passieren, solltest du allerdings auch nur den Versuch machen weg zu laufen oder eine andere Dummheit anstellen wollen, dann weißt du ja, was passiert.“ Nun löste die Frau das Band welches Nadines Kopf hielt. „Hast du das verstanden?“
Nadine schaute sie mit tränen in den Augen an und konnte nur nicken. Auf keinen Fall wollte sie noch einmal diesen Schmerz spüren müssen.
„Dann mache ich dich jetzt los. Du bleibst liegen.“ nun löste die Frau die Bänder um ihren Oberkörper und die Arme, ging dann nach unten und löste auch die Beinfesseln.
„Aufstehen!“ befahl sie ihr. Nadine versuchte langsam auf zu stehen. Sie setzte einen Fuß auf den Boden und dann den anderen. Sie richtete sich auf und stand nun mit zitternden Beinen neben der Liege. Die Frau fasste sie unsanft am Arm und zog sie mit sich. Nach wenigen Schritten kamen sie an eine Kiste. Diese war etwa zwei Meter lang und gut einen Meter breit und hoch. Die Oberseite war zur Seite geklappt und neben der Kiste stand eine Art Podest.
„So, rein mit dir.“ befahl die Frau doch Nadine schüttelte nur mit dem Kopf. Sie wollte nicht in diese Kiste. Doch dir Frau hob mit der feien Hand drohend eine Art Fernbedienung. Sofort kletterte Nadine auf das Podest und schaute in die Kiste. In dieser gab es eine Einlage aus gelbem Schaumstoff der einen Ausschnitt in Form eines Menschen hatte. Zögernd setzte Nadine einen Fuß in die Kiste, dann den anderen und legte sich in diese Aussparung. Flehend sah sie die Frau an doch diese nahm vollkommen unbeeindruckt einen Schlauch, den sie an dem Gürtel befestigte.
„Ich wünsche dir eine angenehme Reise.“ sagte die Frau mit einem sarkastischen Ton in der Stimme und schloss den Deckel der Kiste. Dieser senkte sich über Nadine. Sie konnte noch sehen, das in dem Deckel ebenfalls gelber Schaumstoff war der sich nun auf sie nieder senkte und dann umgab sie Dunkelheit. Sie hörte das Klicken von Verschlüssen und ein leises Brummen setzte ein. Voller Verzweiflung versuchte sie sich zu befreien. Sie versuchte den Schaumstoff weg zu kratzen doch so weich dieser war, so stabil war er auch. Sie hörte ein Klopfen auf dem Deckel und spürte wie sie in die Senkrechte gebracht wurde. Dann hörte sie ein leises Zischen und sie spürte ihre Sinne schwinden.

- - -

„Schon wieder.“ sagte Isabella leise und deutete zur Tür. Durch den schmalen Spalt zwischen Boden und Tür war ein Lichtschein zu sehen und ein Schatten, der sich hin und her bewegte.
Maja richtete sich auf und schaute ebenfalls zur Tür. „Ich frage mich ja immer noch, was in ihr vor geht.“
„Ach? Das fragst du mich? Du hast das fast ein halbes Jahr lang gemacht bevor du dich rein getraut hast, da solltest du das doch besser wissen.“ sagte Isabella noch immer leise.
„Willst du sie nicht einfach rein holen?“
„Und dann? Sollen wir uns die Kleider vom Leib reißen und eine wilde Orgie veranstalten?“
Bei diesen Worten musste Maja sich ein Lachen verkneifen. „Besser nicht. Aber mich würde ja interessieren, was du damals gedacht hast.
Isabella sah sie nachdenklich an. „Ich habe mich gefragt, wann du dich endlich traust.“
„Und du hast dir nicht manchmal gewünscht, mich einfach rein rufen zu können?“ Maja sah Isabella eindringlich an.
„Natürlich habe ich mir das. Aber mit Freiwilligkeit hat das dann garnichts mehr zu tun.“
„Blödsinn. Ich hätte immer noch nein sagen können, wenn du von dir aus irgend was versucht hättest.“
„Werd mal nicht frech.“ Isabella setzte ein breites Grinsen auf.
„Sonst was? Versohlst du mir dann den Hintern?“ Maja richtete sich auf, kniete sich auf alle Viere und streckte ihr den nackten Hintern entgegen und wackelte provozierend mit diesem vor ihrem Gesicht herum.
„Komm, lass den Quatsch. Lange kann ich das da“ sie deutete zur Tür „nicht mehr mit ansehen.“
„Wenn es ja nur das wäre.“ sagte Maja als sie sich wieder hin legte und bei Isabella ankuschelte.
„Du hast es also auch gesehen?“
„Die verstohlenen Blicke und die verheulten Augen morgens?“ Isabella sah sie nun ernst an „Das ist doch wohl kaum zu übersehen. Sie kann so stark tun wie sie will aber das ist so offensichtlich, das sie das kaum verstecken kann.“
„Sie kann einem ja schon ganz schön leid tun.“ Maja seufzte leise.
„Ist es nur das?“ fragte Isabella mit hochgezogener Augenbraue.
„Und bei dir?“ Maja lehnte den Kopf an Isabellas Schulter.
„Los, sag ihr, sie soll rein kommen.“
„Ich denke, es ist besser, wenn du das machst. Immerhin bist du die Herrin hier.“
„Manchmal habe ich das Gefühl, daß das irgend wie an mir vorbei gegangen ist.“ sagte Isabella grinsend. Dann atmete sie einmal tief ein, stand auf und ging leise zur Tür. Fridas Schatten war schon seit einer Weile genau vor der Tür zu sehen und bewegte sich nicht.

Frida lehnte am Türrahmen, hatte die Knie bis unters Kinn angezogen und wusste mal wieder nicht, was sie tun sollte. Wie schon die Tage zuvor überlegte sie, ob es nicht einfach besser war zurück in ihr Zimmer zu gehen und sich ins Bett zu legen. Sie bemerkte nicht, das sich die Klinke lautlos herunter bewegte. Erst als sich die Tür langsam öffnete und ihr den Halt nahm, so das sie beinahe in den Raum fiel, sah sie auf. Sie sah Isabella die ihr die Hand entgegen streckte. Sie wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und hob langsam ihre Hand. Zitternd griff sie nach der ihr entgegengehaltenen Hand und stand auf.



Überraschung mit Hindernissen


Während der nächsten zwei Wochen lebte Rebecca sich langsam ein und sie wurde im Umgang mit all den Neuen Dingen die sie noch lernen musste immer sicherer. Nach einer Weile hatte sie begriffen wie alles funktionierte und auch daran daß sie den Keuschheitsgürtel nur morgens zum Duschen ablegen durfte hatte Sie sich gewöhnt. Sie wurde immer entspannter und mit der Zeit fand Sie sich gut in die Routine ein, die Herrin Andrea ihr abverlangte. An den Wochenenden ging sie viel spazieren und schloss auch einige Freundschaften, unter anderem mit Larissa und Frida. Auch mit Trish verstand sie sich blendend und sie konnte Vivians Gebärdensprache immer besser verstehen und mittlerweile auch selbst, wenn auch noch recht holprig, in Gebärden reden.
Das Einzige was weniger erfreulich war, war das Gespräch mit ihrer Mutter, welches sie viel zu lange aufgeschoben hatte. Als sie ihr erklärte, das sie eine Stelle als Serva angenommen hatte reagierte diese nur mit Unverständnis und Rebecca beendete wütend das Gespräch als ihre Mutter ihr vorwarf ihrer Tochter egal zu sein. Rebecca lief lange in ihrem Wohnzimmer auf und ab, bis Herrin Andrea herein kam die sich im Kaminzimmer aufgehalten hatte und über die dauernden Schritte wunderte die sie von oben hörte.

Es klopfte an der Tür und Herrin Andrea trat ein. Rebecca knickste und wunderte sich, warum ihre Herrin sie um diese Zeit noch aufsuchte, denn diese hatte Rebeccas Räume bisher nur einmal in der Woche betreten um sich davon zu überzeugen das hier alles ordentlich und sauber war. Sie fragte Rebecca, was denn los sei. Diese war noch immer ziemlich aufgewühlt und erzählte, den Tränen nahe vom Gespräch mit ihrer Mutter.
„Ich kann dich nur zu gut verstehen Rebecca.“ sagte Andrea. Rebecca schaute sie verständnislos an. Wie sollte eine Herrin verstehen was in ihrem Kopf vor ging? Woher wollte sie denn wissen, was eine Serva fühlte?

Andrea bemerkte Rebeccas zweifelnden Blick. „Komm mit, ich möchte dir etwas zeigen.“ sie ging aus dem Zimmer und Rebecca folgte ihr in ihr Schlafzimmer. „Setz dich.“ sagte Andrea und wies auf den Stuhl vor ihrem Frisiertisch. Rebecca knickste und setzte sich wortlos. Andrea öffnete den Schrank in den Rebecca morgens nach dem Bettenmachen mittlerweile des Öfteren diverse Spielzeuge einräumen musste. Sie fragte sich, was nun passieren würde und befürchtete schon, das Andrea nun von ihr verlangen würde mit ihr zu schlafen. Andrea stützte sich auf ihren Stock, ging vor dem Schrank in die Knie und holte von ganz unten etwas heraus. Es war eine einfache, flache Pappschachtel, etwa 25 mal 25 Zentimeter groß und gut fünf hoch. Andrea stand auf und legte die Schachtel auf den Frisiertisch.
„Das ist es, was ich dir zeigen möchte. Mach sie auf.“
Rebecca hob den Deckel der Schachtel an, legte diesen bei Seite und schlug das Seidenpapier auf welches den Inhalt schützte. Mit offenem Mund betrachtete sie den Inhalt der Schachtel. Es war das Halsband einer Serva. Es hatte vorne einen Ring der zeigte, das seine Trägerin unfrei war. Der Verschluss war offenbar mit einem Laserschneider oder etwas ähnlichem geöffnet worden.
„Ich sagte doch, ich verstehe, wie es dir geht.“ sagte Andrea.
„Sie waren eine Serva Herrin?“ Rebecca sah sie fragend an.
„Nein Rebecca. Ich bin eine Serva.“ sie betonte das „bin“ eindringlich. „Wenn man das Halsband einmal getragen hat, begleitete es einen immer, auch wenn man es irgend wann einmal ablegt, so wie ich. Ich bin noch immer stolz darauf, was ich bin, auch wenn ich es nun nicht mehr trage.“
Rebecca schaute verwirrt zu ihrer Herrin.

Mit ruhiger Stimme begann Andrea zu erklären. „Ich bin, wie jede andere Serva zur Schule gegangen und wurde versteigert wie jede andere Serva. Der Mann der mich kaufte verliebte sich in mich und auch ich verliebte mich in ihn. Eines Tages bat er mich, ihn zu heiraten, ich sagte natürlich sofort ja. Und obwohl, oder vielleicht auch gerade weil ich noch immer eine Serva war führten wir eine glückliche Ehe. Irgend wann fuhren wir zusammen zu seinen Eltern. Es war schon spät am Abend und kurz bevor wir dort an kamen, kam uns ein anderes Fahrzeug entgegen. Der Fahrer war betrunken und kam ins Schleudern.“ sie seufzte leise „Mein Mann lag mehrere Wochen lang im Koma aus dem er nicht mehr aufgewacht ist. Der andere Fahrer starb noch in seinem Auto.“ sie seufzte traurig bei der Erinnerung an diesen Abend. „In seinem Testament hatte mein Mann verfügt, das ich frei gelassen werden soll. Er hat mir ein kleines Vermögen hinterlassen von dem ich seit dem gut lebe und mir das hier“ sie deutete mit einer ausladenden Bewegung vage in den Raum „alles leisten kann.“
„Das tut mir leid Herrin.“ sagte Rebecca leise.
„Papperlapapp. Du bist die letzte der das leid tun müsste. Ich wollte dir das erzählen, damit du weißt, das ich verstehe, wie es dir geht.“ sie kam auf Rebecca zu und umarmte sie herzlich. „Jetzt geh in dein Zimmer und schlaf. Morgen hast du dich wieder beruhigt und es geht dir sicher besser. Und wenn du jemanden zum Reden brauchst, kannst du jederzeit zu mir kommen.“
„Vielen Dank Herrin.“ Rebecca stand auf, knickste und ging zurück auf ihr Zimmer.

- - -

Rebeccas Laune besserte sich bald wieder und nach ein paar Tagen war das Gespräche mit ihrer Mutter vergessen. Es hatte sich ergeben das sie sich jeden Sonntag nach dem Mittagessen mit einigen anderen Frauen traf, unter anderen gehörten auch Vivian und Trish, die schon eine Weile befreundet waren zu dieser Runde. Sie trafen sich an diesem Sonntag im Zentrum, wo sie sich zum Tanzen verabredet hatten. Rebecca, die wieder einmal Probleme mit ihrem Rücken hatte, saß am Tisch und schaute den Anderen zu als Trish zu ihr kam. „Sag mal, kommt ihr eigentlich auch zur großen Feier in zwei Wochen?“ fragte sie Rebecca.
„Was denn für eine Feier?“ sie schaute Trish fragend an.

„Na ja, zum Oktobervollmond natürlich.“ die anderen Frauen kamen zum Tisch und setzten sich.
„Was ist denn daran so besonders? Und was passiert da?“ wollte Rebecca wissen.
Trish schaute sie ernst an „Die Winternacht ist ein Fest der modernen Hexen. Alle Frauen versammeln sich splitterfasernackt um ein riesiges Feuer, tanzen und feiern und geben sich einer einzigen, großen Orgie der Lust einander hin.“ erklärte sie mit geheimnisvoller Stimme.
Rebecca starrte sie unverwandt an „Also ich glaube nicht, daß das was für mich ist und ob ich bei sowas mitmachen möchte.“
Neben ihr begann Vivian laut zu lachen. Auch die Anderen fielen in das Gelächter mit ein. Auch Trish konnte nicht mehr an sich halten und fiel in das Gelächter mit ein.
Kelly beruhigte sich als erste wieder. „Die Winternacht ist eines der drei großen Feste die wie hier feiern. Einige Bands machen Musik und alle tanzen, sind fröhlich und es gibt ein riesiges Buffet. Und die Chefin hält eine Ansprache. Das Fest geht bis zum nächsten Morgen. Es kommen auch viele Freunde und Verwandte. Also nichts mit großer Orgie.“

„Stimmt, die findet zur Walpurgisnacht auf dem Berg statt.“ gestikulierte Vivian und grinste breit.
„Nehmt die Neue doch mal ordentlich auf den Arm.“ sagte Rebecca und machte einen Schmollmund. Aber auch sie musste lachen.

„Es gibt hier drei große Feste. Das eine ist das Sommerfest, dann die Winternacht und der Neujahrsball, der ist etwas formeller, da kommen alle in tollen Abendkleidern und es wird Walzer und Tango getanzt und so. Aber dazu muss man eine Einladung bekommen.“ fügte Trish hinzu. „Ich war da noch nie.“ sie machte ein bedauerndes Gesicht.
„Na, als Serva werd ich doch wahrscheinlich auch nicht dazu eingeladen, oder?“ Rebecca sah sie fragend an.
„Wieso denn nicht? Das hat damit nichts zu tun, man muss aber jemanden haben, von der man eingeladen wird. Und das sind nur die Chefin und die Abteilungsleiterinnen. Und die Meisten werden auch nicht zwei mal hintereinander eingeladen. Außerdem kommen viele Gäste, meistens Kunden der Firma und so“ sagte Kelly.
„Ich glaube, die Winternacht ist auch viel lustiger als der Ball, da freu ich mich riesig drauf.“ gestikulierte Vivian. Rebecca musste kaum noch nachfragen wenn sie redete.

Die Frauen redeten und tanzten noch eine Weile und als es Zeit wurde, zu gehen, verabschiedeten sie sich von einander. Trish und Rebecca hatten ein Stück weit den selben Weg und unterhielten sich noch bis sie sich an der Abzweigung die zu Andreas Haus führte verabschiedeten.

„Ich bin wieder zu Hause Herrin.“ Rebecca meldete sich bei Andrea zurück, die im Salon saß und las.
Andrea musterte sie und fragte „Was amüsiert dich denn so?“ als Rebecca unwillkürlich an Trishs Beschreibung der Winternacht denken musst und sich vorstellte wie Andrea nackt um ein großes Feuer tanzte.
„Verzeihung Herrin, aber Trish hatte mir eine ziemlich alberne Geschichte über die Winternacht erzählt, daran musste ich gerade denken.“
„Ich verstehe, Vermutlich hat sie mal wieder die Geschichte erzählt, das alle nackt ums Feuer tanzen und eine große Orgie begehen.“ Auch Andrea lächelte nun.
„Ja Herrin, genau das war es was sie gesagt hatte.“
„Geh jetzt zu Bett, morgen muss ich in die Stadt und ich möchte, das du mich fährst.“
Rebecca knickste „Gerne Herrin. Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht.“ obwohl sie gerne hier war freute sie sich darauf, mal wieder raus zu kommen und andere Leute zu sehen. Sie ging in ihr Zimmer, duschte sich und las noch etwas im Bett.

- - -

Vivian hatte einen weiteren Weg zu gehen als die anderen Frauen. Als sie zu Hause an kam, klopfte sie wie üblich um Vera zu sagen, das sie zurück war. Aus der Küche hörte sie gerade noch, wie ihre Herrin sagte „Du, ich muss Schluss machen, Vivian ist grade heim gekommen.“ eine fremde Frauenstimme sagte noch „Dann bis bald Süße.“
Vivian war sich sicher das Vera sie über alles liebte, sie hörte es von ihr beinah jeden Tag und war überzeugt das sie es auch genau so meinte, doch dieser Gesprächsfetzen machte ihr Sorgen. Sie ging in die Küche, wo sie mit Staunen sah daß Vera am Herd stand und kochte, der Tisch war bereits gedeckt und eine Schüssel belgische Pommes Frites stand darauf.
„Guten Abend meine Herrin“ gestikulierte Vivian.
„Hallo mein Schatz.“ sagte Vera fröhlich. „Nimm Platz, das Fleisch ist gleich fertig.“
Vivian kniete sich auf ihren Platz und tatsächlich stellte Vera eine Schüssel Buttergemüse und einen Teller mit Schnitzel auf den Tisch. Dann setzte sie sich zu Vivian. „Herzlichen Glückwunsch, du hast es tatsächlich geschafft. Du hast nicht nur die zehn Pfund abgenommen sondern sogar fünfzehn. Und das auch noch viel früher als ich dachte. Und zur Feier des Tages gibt es heute mal was anständiges für dich.“ Sie schaute Vivian lächelnd an. Ihr Blick verriet, wie stolz sie auf Vivian war und wie sehr sie sich darüber freute.
Vivian freute sich ebenfalls darüber und lächelte ihre Herrin an. Sie aßen gemeinsam und Vivian genoss es, endlich wieder etwas richtiges essen zu dürfen. Es schmeckte herrlich doch sie hatte schon lange nicht mehr so viel gegessen. So war sie bereits satt nachdem sie ein halbes Schnitzel, eine Hand voll Pommes Frites und eine große Portion Gemüse gegessen hatte.
„Was ist denn? Schmeckt es dir nicht? Es gibt noch Nachtisch.“ Vivian schaute sie gespielt beleidigt an.
„Tut mir leid Herrin, aber ich bin wirklich satt. Das war für mich ganz schön viel.“ gestikulierte Vivian.
Vera streichelte ihre Wange. „Dann gibt’s den Rest eben morgen. Komm, wir räumen noch schnell auf und gehen dann ins Bett.“
Vivian nickte und half ihr ab zu räumen. Dann gingen sie gemeinsam ins Bett. Vera nahm Vivian von hinten in die Arme und zog sie ganz nah zu sich.
Vivian lag noch wach als ihr Veras gleichmäßiges Atmen verriet, das diese schon schlief. Sie dachte über das nach, was sie gehört hatte als sie herein gekommen war. Sie schlief nach einer ganzen Weile ein, hatte aber einen ziemlich unruhigen Schlaf.

- - -

Drei Wochen nach ihrem ersten Besuch bei Trish lud diese Rebecca ein um wie besprochen die Abgüsse zu nehmen. Dazu hatten sich auch Frida und Larissa bei ihr eingefunden. Sie standen in einer Werkstatt in Trishs Atelier um einen Stuhl herum wie es ihn auch beim Frauenarzt gab.
„So, wer will denn nun zuerst?“ fragte Trish in die Runde.
„Bei mir wirst du wohl Probleme haben.“ sagte Rebecca lachend, öffnete ihre Tunika und zeigte ihr ihren Keuschheitsgürtel.
Trish beugte sich herunter und betrachtete diesen. „Gut, dann fangen wir mit dir an.“ sagte sie grinsend und deutete auf den Stuhl.
Rebecca legte ihre Tunika ab und setzte sich in den Stuhl. Die Beine legte sie in die dafür vorgesehenen Schalen und auch für die Arme gab es solche Schalen.
„Das ist vielleicht jetzt ein bisschen doof, aber ich hab es Andrea versprochen.“ sagte Trish und trat neben Rebecca. Sie legte ein sehr breites Band welches an der Schale befestigt war um Rebeccas Arm und ehe diese protestieren konnte, war sie auch schon um den Stuhl herum gegangen und fixierte auch ihren anderen Arm mit einem Band.
„Hee, was soll das denn?“ rief Rebecca erstaunt aus.
„Ich sag ja, ich musste es Andrea versprechen.“
„Und was bitte? Erstens habe ich diesen Gürtel an und zweitens werde ich ganz bestimmt nicht anfangen mich hier vor euch allen zu befingern!“ rief Rebecca aus.
Doch Trish fixierte nun auch ihre Beine auf die selbe Weise. Dann holte sie eine kleine Schachtel aus einer Schublade und holte daraus einen Schlüssel hervor. Sie trat zwischen Rebeccas Beine und schloss den Gürtel auf. „Das ist wie im Krankenhaus. Ich hab einen Generalschlüssel.“ sagte Trish grinsend als sie Rebecca den Gürtel ab nahm.

Diese fühlte sich ein wenig überrumpelt und schämte sich, nun so nackt vor Frida und Larissa zu liegen und sich dermaßen zu präsentieren. „Na warte, das zahl ich dir irgend wann heim!“ drohte sie Trish.
„Damit muss ich wohl leben.“ sagte Trish fröhlich und ging zum Tisch wo sie zwei Eimer öffnete die dort standen. Mit zwei Schöpfkellen füllte sie die Masse die sich darin befand in eine Schüssel. Sie rührte die Masse kräftig mit einem Holz um und stellte die Schüssel dann in einen runden Behälter. Sie drückte einen Knopf und ein Zischen kam aus dem Behälter. Eine Minute später ertönte ein Piepsen. Sie öffnete den Behälter und holte die Schüssel heraus. Sie nahm diese, setzte sich auf einen Hocker und rollte damit zwischen Rebeccas Beine. „Bereit?“ fragte sie.
„So bereit wie es eben geht.“ sagte Rebecca und konnte nicht anders als über diese für sie ziemlich groteske Situation zu lachen.
„Prima. Das Zeug ist zwar vorgewärmt aber immer noch etwas kühl.“ sagte Trish und begann damit, die Masse sorgfältig auf Rebeccas Scham und darum herum zu verteilen. Sie achtete darauf, die Masse überall zu verteilen, auch zwischen ihren großen und kleinen Schamlippen, um den Kitzler herum und auch in ihre Vagina drückte sie die Masse. Rebecca war das recht unangenehm und die Masse war tatsächlich recht kühl. Als Trish die Masse überall verteilt hatte verteilte sie den Rest der Masse noch gleichmäßig und lehnte sich dann zurück. „Das muss jetzt zehn Minuten aushärten, dann kann ich es abnehmen.“ sagte sie.
„Und was soll ich so lange machen?“ fragte Rebecca.
„Das Selbe wie ich. Abwarten. Ich kann auch nichts machen bis die fest ist. So bekomm ich das Zeug nicht von den Händen ab.“ sagte Trish, rollt mit dem Hocker zur Wand und lehnte sich dort an.
Frida und Larissa, die das alles interessiert angesehen hatten kicherten und setzten sich dann auf den Tisch.
„Na lacht ihr beide nur, ihr kommt auch noch dran.“ sagte Rebecca.

In diesem Moment öffnete sich die Tür und eine Serva kam herein. Sie war etwas kräftig gebaut, hatte kurzes, rotes Haar und leuchtend grüne Augen. Sie knickste und sagte „Schönen guten Morgen zusammen.“
Die Anderen begrüßten sie freundlich und sie setzte sich neben Frida auf den Tisch die sich bei ihr an lehnte. Rebecca sagte „Hallo, ich bin Rebecca, tut mir ja leid, das ich dich nicht begrüße aber irgend wie sind mir gerade die Hände gebunden.“
„Hallo Rebecca, ich bin Maja.“ sagte die Frau und winkte ihr zu.

„Na, das ich dich mal so sehe hätte ich auch nicht gedacht.“ sagte eine Stimme in der Tür.
Rebecca drehte den Kopf und sah in ein breit grinsendes Gesicht. „Isabella?“ rief sie aus.
„Wen hast du denn erwartet? Den Schneemann?“ fragte Isabella grinsend. „Also dich so zu sehen ist ja irgend wie verlockend.“
„Na, danke. Musstest du ausgerechnet jetzt kommen?“ fragte Rebecca.
Larissa war zu Isabella getreten und begrüßte sie mit einem Knicks und einem „Guten Morgen Miss.“
Isabella erwiderte den Gruß und umarmte Larissa.

Eine Weile herrschte Schweigen bis es von irgend wo her piepste. Nun setzte Trish sich wieder auf und begann damit sich die Masse von den Händen zu ziehen. Als sie die erste Hand frei hatte, hatte sie einen extrem gut sitzenden Handschuh in der Hand. Die Masse war nun offenbar fest aber sehr dehnbar und auch ziemlich weich. Auch von der anderen Hand löste Trish nun die fest gewordene Masse. Auf ihren Händen blieb nichts davon zurück. „So, ich ziehe jetzt einfach mal dran.“ sagte sie und beugte sich wieder zwischen Rebeccas Beine. Sie löste den Abguss von den Rändern her und zog vorsichtig daran. Mit einem leisen Schmatzen und einem „Plopp“ löste sich der Abguss, was Frida und Larissa mit einem Kichern quittierten.
„Jaja, lacht ihr nur.“ sagte Rebecca trocken. „Mal sehen wer gleich lachen wird.“
„Genau, hört auf zu gackern ihr Hühner und gebt mir lieber mal den Gürtel.“ sagte Trish lachend. Larissa reichte ihr Rebeccas Gürtel den diese ihr wieder an legte.
„Sag mal, kannst du nicht vergessen, den abzuschließen?“ fragte Rebecca.
„Tut mir ja leid, aber sowas mach ich nicht.“ meinte Trish grinsend und verschloss den Gürtel mit einem druck aufs Schloss welches mit einem deutlich hörbaren Klicken einrastete, worauf hin Rebecca leise seufzte. Trish packte den Schlüssel zurück in die Schachtel und diese in die Schublade. Dann löste sie sie die Fesseln und Rebecca stand auf und zog ihre Tunika wieder an. Sie ging zu Isabella und die Beiden umarmten sich.
Isabella fasste Rebecca an den Schultern und schaute sie von oben bis unten an. „Siehst ganz schön fertig aus.“
„Na, danke auch, sowas will man von seiner Mitschülerin hören die man ewig nicht mehr gesehen hat.“ sagte Rebecca und verzog das Gesicht.
„Ja, seit ungefähr einem halben Jahr nicht mehr.“ antwortete Isabella lachend.

„Wer ist denn als nächstes dran?“ unterbrach Trish die Unterhaltung der Beiden.
„Das bin ich.“ sagte Isabella. „Dann können wir erwachsenen raus gehen und die Kinder allein spielen lassen.“ sie grinste breit in die Runde, zog ihre Hose und die Unterhose aus und setzte sich in den Stuhl. Trish wollte ihr die Arme fesseln doch Isabella sagte „Das lassen wir mal besser. Ich werd garantiert nichts machen.“
„Na gut, wie Sie meinen.“ sagte Trish „Aber die Beine wären wirklich hilfreich.“
Isabella nickte. Widerstandslos ließ sie sich die Beine fest binden und Trish mischte erneut eine Schüssel voll von der Masse an. Feixend beobachtete Rebecca nun wie sie diese zwischen Isabellas Beinen verteilte.

Nachdem auch Isabellas Abguss fertig war stand diese auf, zog sich wieder an und die Beiden gingen nach draußen und stellten sich unter dem Vordach unter, da es seit mittlerweile drei Tagen ununterbrochen nieselte. Die Beiden unterhielten sich über die Schule, über Isabellas neue Stelle und über Rebeccas Anstellung bei Andrea.
„Weißt du was? Komm uns doch morgen besuchen.“ Isabella holte ein Päckchen Zigarillos aus der Tasche und hielt es Rebecca hin. Diese nahm sich einen und ließ ihn sich von Isabella anstecken.
„Wie war das? Eine Dame raucht nicht?“ fragte Rebecca mit einem süffisanten Grinsen im Gesicht.
„Wenn es unbedingt sein muss, dann Zigarillos.“ beendete Isabella den Satz den sie von Miss Wilhelmina des Öfteren zu hören bekommen hatten, wenn diese sie mal wieder im Garten hinter dem Schuppen erwischt hatte.

- - -

„Du siehst so nachdenklich aus.“ Kira hatte ihren Vater schon die ganze Zeit über nicht aus den Augen gelassen. Irgend wie spürte sie, das ihn etwas sehr beschäftigte.
Bernd sah von seinem Teller auf und blickte in die fragenden Augen seiner Tochter. Er straffte sich ein wenig und schaute sich kurz um. So früh an diesem Sonntag Morgen waren sie noch die einzigen Gäste in dem kleinen Café, welches sich ein wenig abseits der Innenstadt befand. „Ich sollte dir das eigentlich nicht sagen.“ er sah sich noch einmal um. „Paul und Inge, das sind Kollegen von mir. Sie haben einen Fall bei dem sie ein paar Probleme hatten. Jedenfalls, bei ihren Nachforschungen sind sie auf etwas gestoßen was sie sich nicht erklären konnten. Bei bestimmten Richtern bekommen gerade junge Frauen oft eine ziemlich hohe Strafe. Es geht meistens nur um Kleinigkeiten wie Gelegenheitsdiebstähle und solche Dinge. Aber als wir uns gemeinsam mal die Strafmaße von diesen und anderen Richtern angesehen haben, ist uns aufgefallen, das sie im Schnitt eineinhalb mal so hohe Strafen verhängen als die Anderen. Manchmal ist es weniger aber in manchen Fällen auch fast doppelt so viel.“
„Warum erzählst du mir das alles? Ich dachte, du darfst nicht über deine Arbeit mit mir reden.“
„Ich darf keine Einzelheiten über konkrete Fälle ausplaudern. Aber das hier ist gar kein Fall sondern eine Auffälligkeit, sonst nichts. Aber warum ich dir das überhaupt erzähle,“ er machte eine kurze Pause und seufzte leise „der Richter der Mara verurteilt hat, gehört auch zu diesen Richtern.“
Nun war es an Kira, ihren Vater erstaunt anzusehen. Sie brachte kein Wort heraus.
„Es gibt da noch eine andere Auffälligkeit. In den letzten zehn Jahren sind mehrere Frauen verschwunden, die von diesen Richtern verurteilt wurden.“
„Wie? Verschwunden? Sie können doch nicht einfach so weg sein.“ Kira war deutlich verwirrt.
„Nein, nicht einfach so weg. Es waren ausnahmslos Frauen die das Gefängnis gewählt haben. Nachdem sie ihre Strafen abgesessen hatten, hatte sich keine dieser Frauen bei ihren Sozialhelfern gemeldet. Und es gab auch keine Hinweise darüber, wo hin sie gezogen sein konnten.“
„Vielleicht wollten sie einfach nur irgend wo anders neu anfangen?“ fragte Kira.
„Wenn es nur ein paar wenige Frauen wären, wäre das sicher nicht auffällig. Bei etwas mehr könnte ich noch an einen Zufall glauben, aber bei gut der Hälfte?“
Kira musste schlucken. „Was ist mit den Frauen die Serva geworden sind?“
Bernd sah die Besorgnis in Kiras Blick „Da scheint es nichts Außergewöhnliches zu geben.“ versuchte er sie zu beruhigen. „Die wenigen Frauen die jetzt bereits frei sind, haben sich alle bei ihren Sozialhelfern gemeldet. Und auch die Herrschaften derer die es noch nicht sind, sind sauber.“ versuchte er sie zu beruhigen. Er hatte selbst Angst gehabt auch in dieser Richtung etwas auffälliges zu finden und war selbst erleichtert gewesen als er nach einigen Anrufen nichts Auffälliges heraus finden musste.
„Ich verstehe.“ sagte Kira. Sie schien etwas beruhigt zu sein. „Ich dachte schon...“
Bernd unterbrach Kira indem er seine Hand auf ihr Handgelenk legte und schaute aus dem Fenster.

Auf dem Gehweg, genau vor dem Fenster sah er einen Mann und eine Frau die sich offenbar heftig stritten. Nun hob der Mann seine Rechte und schlug fest auf die Frau ein. Diese hob die Hände vor das Gesicht um sich zu schützen.
„Ruf sofort die Polizei“ sagte Bernd als er bereits aufgesprungen war und aus dem Café stürmte.
Kira sah fassungslos nach draußen und sah, was dort passierte. Die Frau war in die Knie gegangen und versuchte noch immer sich mit den Händen vor den Schlägen zu schützen. Kira nahm ihr Comm aus der Tasche, tippte darauf und sagte „Notruf Polizei.“ Das Wappen der Polizeibehörde erschien auf dem Bildschirm und eine Stimme fragte nach der Art des Notfalles. Kira berichtete, was sich gerade zutrug und nannte die Adresse.
„Bleiben Sie, wo Sie sind.“ sagte die Stimme und das Gespräch war beendet.
Draußen holte der Mann erneut aus, doch Bernd fasste seine Hand als diese weit nach hinten gestreckt war und zog sie kräftig nach unten so das der Mann das Gleichgewicht verlor und rücklings auf dem Boden landete. Mit einer schnellen Handbewegung drehte er den Mann auf den Rücken und drückte sein Knie zwischen dessen Schulterblätter.
Kira stand auf und ging zur Tür.
„Hey, Sie müssen noch bezahlen.“ sagte der Kellner als Kira das Café verlassen wollte. Doch diese deutete nur nach draußen.
„Was ist das denn?“ fragte der Kellner entgeistert.
„Ich weiß nicht genau, aber der Mann hat die Frau geschlagen. Ich habe gerade die Polizei gerufen.“ sagte Kira.
„Bleib drinne!“ rief ihr Vater ein wenig außer Atem. Der Mann wehrte sich offenbar heftig.
Der Kellner lief an Kira vorbei nach draußen und setzte sich kurzerhand auf die Beine des Mannes. Nun, da dieser offenbar Bewegungsunfähig war, ging Kira nach draußen zu der Frau die zusammengekauert auf dem Gehweg hockte und half dieser auf. „Kommen Sie mit.“ sagte sie, fasste ihren Arm und zog sie in das Café.
„Sind Sie verletzt?“ fragte sie die zitternde Frau.
Diese schüttelte den Kopf und begann zu weinen. Kira schob sie zu einem der Tische und setzte sie auf einen Stuhl. Sie setzte sich neben sie und legte den Arm um ihre Schultern.
„Bitte, ich will nicht wieder zu ihn müssen. Ich kann doch nichts dafür, das ich nicht kochen kann.“ sagte die Frau schluchzend. Nun erst bemerkte Kira das Halsband der Frau.
Sie schaute nach draußen und sah wie zwei Polizeiwagen eintrafen. Sie legten dem sich noch immer heftig wehrenden Mann Handschellen an und begannen erst dann Fragen zu stellen als dieser endlich still blieb. Statt dessen schien er nun die Beamte, Kiras Vater sowie den Kellner anzuschreien und deutete mit einer abfälligen Bewegung auf das Fenster hinter den die beiden Frauen gerade saßen.

Während die Polizisten draußen offenbar die drei Männer befragten, kam eine Polizistin herein und begann Kira und die Frau zu befragen, was passiert wer und scannte ihre ID-Chips. Die Frau, sie hieß Melissa und war die Serva des Mannes, konnte nicht kochen, was der Mann allerdings immer wieder ignorierte und sich danach über das Essen beschwerte. Dieses Mal war er offenbar sehr wütend darüber und so hatte der Streit begonnen. Es stellte sich heraus, das er auch sonst recht gewalttätig war.

Draußen sah Kira, daß die Polizisten dem Mann etwas zur Unterschrift vorlegten und ihr Vater schüttelte einem von ihnen die Hand, während die anderen Beiden den Mann noch immer fest hielten.

Die Polizistin hatte alles aufgenommen und ging nun nach draußen, wo sie sich mit ihren Kollegen unterhielt. Darauf hin wurde der Mann recht unsanft in eines der Polizeiautos gesetzt. Als diese wieder ab fuhren kamen Bernd und der Kellner zurück ins Café wo dieser hinter seinen Tresen ging, zwei Gläser mit einer goldgelben Flüssigkeit füllte und mit Bernd anstieß. Der Kellner machte, während sich die Beiden unterhielten, vier Tassen Kaffee und kam dann mit Bernd zusammen an den Tisch.

Melissa sah auf als sich die Beiden setzten und schaute dann nach draußen. „Vielen Dank.“ sagte sie leise und schaute auf. Sie schien sichtlich erleichtert, das ihr Herr nicht mehr zu sehen war. Wortlos legte Bernd einen Zettel auf den Tisch und die beiden Frauen begannen zu lesen. Was dort stand war offenbar ziemlich eilig geschrieben worden und am Ende befanden sich vier Unterschriften, eine davon war die von Bernd. Es handelte sich um einen Kaufvertrag in dem der Mann Melissa offenbar an Bernd verkauft hatte. Zwei der Polizisten hatten als Zeugen unterschrieben.

„Was ist das?“ fragte Melissa leise.
Bernd, der sich langsam beruhigt hatte, erklärte das der Mann so wütend über den Vorfall war, das er Melissa, die er als Auslöser für diesen Vorfall sah, nicht mehr haben wollte und daraufhin gesagt hatte : „Wenn Sie sie so in Schutz nehmen dann plagen Sie sich doch mit ihr rum.“ Bernd hatte daraufhin nicht lange überlegt sondern sich von einem der Polizisten etwas zu Schreiben geben lassen und einen Kaufvertrag aufgesetzt. Auf die Frage nach dem Preis hatte der Mann nur geschrien : „Von mir aus können Sie sie geschenkt haben.“ Bernd hatte darauf hin als Kaufpreis 100 Dollar eingesetzt und ihm diese in die Hand gedrückt. Er hatte den Polizisten auf die Frage ob Melissa nicht eine Anzeige erstatten sollte erklärt, daß das nicht nötig sei, da das Schlagen einer Serva ein sogenanntes Offizialdelikt sei und sie daher sowieso ermitteln müssten.

Melissa, die nun langsam begriff, was passiert war, schaute Bernd an, stand auf und kniete sich vor diesen. Aus ihrer Tunika holte sie etwas hervor und hielt es Bernd auf ihren flach ausgestreckten Händen hin. Bernd schaute fragend auf den Gegenstand bis Kira sich zu ihm beugte und ihm zuflüsterte „Ich glaube, sie erwartet, daß du sie ihr anlegst.“
„Eine Leine? Ich glaube nicht daß das wirklich nötig ist.“ sagte Bernd ein wenig erstaunt. Sowas hatte er weder irgend wo gelesen noch hatte Kira ihm davon erzählt.
„Nein, ist es wohl auch nicht.“ sagte Kira leise.
Melissa schaute zu ihm auf und bedankte sich noch einmal leise. Bernd deutete ihr, sich wieder zu setzen. Nachdem sie den Kaffee getrunken hatten, machte er sich mit Kira und Melissa auf den Weg nach Hause nachdem der Kellner darauf bestanden hatte, daß das Frühstück, der Whisky und der Kaffee aufs Haus gingen.

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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:12.06.17 14:27 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo HeMaDo,
Also ich muss schon sagen, dass ich von Deinen Geschichten beeindruckt bin. Sie entwickeln sich langsam, aber es baut sich ein Geflecht auf. Das gilt für beide Geschichten. Die Arbeit, die dahinter steckt, zwei Geschichten parallel zu entwickeln kann ich gut beurteilen. Und die dann noch zu verbinden, das ist toll. Dazu bist Du echt produktiv.
Natürlich bin ich gespannt, wie es mit Mara weitergeht, besonders, was es mit dem Buch auf sich hat. Dazu die neue Entwicklung bei Kira. Und welche Rolle spielt die Saray, von der ich vermute, dass es Isabellas verschwundene Klassenkameradin Sarah ist. Das Geschehen unter Horizons dürfte auch spannend werden. Wie passt die Verräterin Linda da rein?
Der einzige Punkt, den ich nicht verstanden habe ist, warum Isabella und Emilia ein Flugzeug Richtung Fähenberg genommen haben. Horizons ist bei Leipzig und Fähenberg bei Dresden. Das sind kaum 100km.
Wie lange muss Maja eigentlich noch Serva bleiben, oder habe ich das überlesen? Wenn sie 30 Jahre bekommen hat, sind das sicher noch 15 - 18 Jahre. Ne lange Zeit

Aber das wird sich sicher alles klären. Ich freue mich auf jede weitere Folge. Bitte mach weiter so.

Dein
Friedet.
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HeMaDo
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:12.06.17 21:16 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Fridet,



Zitat

Die Arbeit, die dahinter steckt, zwei Geschichten parallel zu entwickeln kann ich gut beurteilen. Und die dann noch zu verbinden, das ist toll. Dazu bist Du echt produktiv. 

Hier muss ich ganz ehrlich gestehen, das ich den aktuellen Teil von Schloss Fähenberg unter einem gewissen Zeitdruck geschrieben habe, da ich vorletzte Woche gewisse Probleme mit dem PC hatte und in der letzten Woche auch privat mehr als üblich eingebunden war. Aber zwei Teile wollte ich auf keinen Fall ausfallen lassen.


Zitat

Sie entwickeln sich langsam, aber es baut sich ein Geflecht auf. Das gilt für beide Geschichten.

Für „Neue Horizonte 2“ gibt es eine Hintergrundhandlung, die irgend wann auch zum Abschluss kommen wird.
Wie ich das mit dem Schloss mache, habe ich noch garnicht wirklich vor Augen. Aber auch da habe ich gewisse Ideen für eine Rahmenhandlung, die allerdings noch garnicht richtig ausentwickelt ist.
Im Grunde genommen hatte ich mir vorgenommen, dort unabhängige Geschichten aufzubauen die sich um verschiedene Ideen drehen, die auf Horizons und Umgebung so nicht möglich sind, ohne noch wesentlich mehr Charaktere mit einzubringen.


Zitat

Natürlich bin ich gespannt, wie es mit Mara weitergeht, besonders, was es mit dem Buch auf sich hat. Dazu die neue Entwicklung bei Kira. Und welche Rolle spielt die Saray, von der ich vermute, dass es Isabellas verschwundene Klassenkameradin Sarah ist. Das Geschehen unter Horizons dürfte auch spannend werden. Wie passt die Verräterin Linda da rein?

Dazu möchte ich hier eigentlich nichts sagen, denn das würde sicher darauf hinaus laufen, einiges vorweg zu nehmen ;-)


Zitat

Der einzige Punkt, den ich nicht verstanden habe ist, warum Isabella und Emilia ein Flugzeug Richtung Fähenberg genommen haben. Horizons ist bei Leipzig und Fähenberg bei Dresden. Das sind kaum 100km. 

Google Maps sagt mir daß es auf der Straße knapp 190km sind. Horizons liegt (laut meiner Karte) ein gutes Stück südwestlich von Leipzig. Luftlinie sind das ungefähr 140km.

Es hat zwei Gründe, das die Beiden geflogen sind: zum Einen ist Emylia ein wenig exzentrisch wenn es um sowas geht und zum Anderen wollte ich das Flugzeug einfach schon mal probefliegen, da es wohl nicht zum letzten Mal benutzt wird. (Ich wollte es einfach mit rein bringen ;-) )


Zitat

Wie lange muss Maja eigentlich noch Serva bleiben, oder habe ich das überlesen? Wenn sie 30 Jahre bekommen hat, sind das sicher noch 15 - 18 Jahre. Ne lange Zeit

Hier hast du mich echt kalt erwischt. Ich habe zwar Karten von Horizons, Grundrisspläne von diversen Gebäuden und eine mittlerweile riesige Exceltabelle in der alle nötigen und zum Teil auch unnötigen Fakten zu dem Charakteren, der Handlung und den Schauplätzen stehen, aber das Alter, wann die Frauen Serva geworden sind, steht da garnicht drinne…
Das werde ich gelegentlich verbessern müssen.

Ich habe das jetzt gerade einfach festgelegt und sage, sie muss noch 21 Jahre lang Serva bleiben.


HeMaDo




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HeMaDo
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:17.06.17 18:25 IP: gespeichert Moderator melden


Wie lange sie bereits hier war wusste Nadine nicht zu sagen. Sie saß auf einer Pritsche die sie mit zwei anderen Frauen teilte und aß ihre Ration Brei mit bloßen Fingern. Längst hatte sie sich damit abgefunden, ebenso wie mit dem Loch im Boden das allen 60 Frauen hier in diesem Stollen für ihre Notdurft diente und an die Tatsache daß sie sich nur mit dem Wasser welches an den grob aus dem Gestein gehauenen Wänden herab floss, notdürftig waschen konnte.

„Im Grunde genommen tun wir der Gesellschaft sogar einen Gefallen wenn wir euch hier her bringen, dann liegt ihr niemandem auf der Tasche und tut sogar noch was nützliches.“ hatte die Aufseherin gesagt als man sie zusammen mit neunzehn anderen Frauen in den Aufzug gesteckt und in das Bergwerk gebracht hatte. Seit dem hatte sie kein Tageslicht mehr gesehen.

Man hatte sie aus der Kiste gezerrt in der sie hier her gebracht worden war und sie musste sich zusammen mit mehreren anderen Frauen in einer alten Fabrikhalle in einer Reihe aufstellen. Die meisten Scheiben der Halle waren zerbrochen und einige Scheinwerfer tauchten die ganze Szenerie in ein gespenstisches Licht. Der nackte Betonboden war mit Schmutz und Scherben übersät und die Stahlträger welche die Halle stützten waren mit einer dicken Schicht Rost überzogen.

„Wo bin ich hier? Ich sollte doch entlassen werden.“ rief eine der Frauen und wollte weg laufen. Doch die Aufseherinnen packten sie an den Haaren und zerrten sie zu einem der Stahlträger wo sie sie mit Hilfe schwerer Ketten anbanden. Sie schlugen mehrmals mit einer Peitsche auf sie ein bis sie zitternd und wimmernd an dem Träger stand.
„Wenn nicht nicht wollt, daß mit euch das selbe passiert, dann haltet ihr alle den Mund!“ hatte eine der Aufseherinnen gesagt.
Sie waren an der Reihe der Frauen vorbei gegangen und nachdem sie sich alle angesehen hatten, wurden zwei von ihnen weg gebracht. Die Anderen wurden einzeln in einen kleinen Raum geführt der früher vermutlich einmal eine Umkleide gewesen war. Nadine hatte in Anbetracht des eben gesehenen nicht einmal über die Möglichkeit nachgedacht sich zu wehren, ihre Angst davor ebenso ausgepeitscht zu werden war größer als der Drang einen wahrscheinlich erfolglosen Fluchtversuch zu unternehmen.

Als Nadine in den Raum hinein gestoßen wurde, kamen sofort zwei andere Aufseherinnen auf sie zu, zerrten sie unsanft auf eine Liege und hielten sie fest. Eine weitere Aufseherin hatte ihr den Keuschheitsgürtel abgenommen. „Den brauchst du nachher nicht mehr.“ sagte sie lachend und warf ihn in eine große Kiste in der bereits mehrere davon lagen. Dann hatte man ihr einen Overall gegeben den sie anziehen musste und ein Paar dicke Wollsocken. Zum Schluss bekam sie noch ein Paar Arbeitsschuhe und wurde dann durch eine andere Tür in einen weiteren Raum gebracht wo man ihr eine Eisenschelle um das linke Handgelenk legte an der ein Halbring angeschweißt war. Mit einer Zange wurde die Schelle dann vernietet. Als man sie aus diesem Raum heraus stieß wurde sie wieder von zwei Aufseherinnen gepackt und zu einer Reihe Frauen gebracht die an einer Wand standen. Eine der Aufseherinnen nahm das Ende einer Kette und hake es in den Ring an der Schelle ein.

Sie stand nun mit neun anderen Frauen angekettet in einer Reihe die alle die selben Sachen trugen wie sie selbst. An der gegenüberliegenden Wand standen ebenfalls zehn Frauen genauso zusammengekettet an der Wand. Eine Aufseherin ging an der Reihe auf und ab und schlug mit einer Peitsche eine der Frauen die fragte, was das denn alles sollte.
„So, alle zusammen, dann lasst uns mal anfangen.“ sagte eine der Aufseherinnen. Sie nahm eine Sprühdose von einem Tisch und ging zu der ersten der angeketteten Frauen. Unsanft fasste sie diese an der Schulter und drehte sie so, das sie mit dem Gesicht zur Wand stand. Mit der Sprühdose sprühte sie eine Nummer auf den Overall. Dies wiederholte sie bei allen Frauen in der Reihe.

0487 stand auf ihrem Overall wie sie mittlerweile wusste. Hier unten machte sich niemand die Mühe, die Frauen irgendwo anzuketten oder einzusperren. „Wenn ihr weglaufen wollt, tut euch keinen Zwang an. Es gibt nur den einen Weg nach oben und der ist gut bewacht. Aber wer nicht arbeitet, bekommt auch kein Essen, es ist also eure Entscheidung.“ hatte die Aufseherin gesagt, als man sie in den Stollen gebracht hatte in dem die Betten standen.

Nadine legte sich auf die Pritsche und drehte sich mit dem Gesicht zur Wand. In acht Stunden würden die Aufseherinnen kommen, sie wecken und zusammen mit den Anderen wieder in den Stollen bringen in dem sie mit schweren Bohrgeräten Löcher in die Schachtwand bohren mussten. Während sie schliefen wurden die Löcher mit Sprengstoff gefüllt und das Stück Wand wurde weg gesprengt. Während der nächsten Schicht mussten sie das Gestein mit Schaufeln auf flache Transportwagen laden und dann weitere Löcher bohren.

Es war ihnen verboten worden miteinander zu reden. Und jede, die sich nicht daran hielt machte Entweder mit der Peitsche oder mit dem Viehtreiber, einem etwa 20 Zentimeter langen Stab der äußerst schmerzhafte Elektroschocks austeilte, Bekanntschaft.
Obwohl sie sich jeden Tag auf Neue vornahm, sich nicht klein kriegen zu lassen, begann sie leise zu weinen als das Licht ausgeschaltet wurde. Sie wusste nicht, wie lange sie das hier noch durchhalten würde. Doch lange würde sie es wohl nicht mehr schaffen stark genug zu bleiben um das alles zu überstehen. Wenn sie wenigstens mit jemandem reden könnte. Das erzwungene Schweigen war für sie das Schlimmste hier. Die Arbeit in dem Stollen war zwar schwer aber auszuhalten und das Essen war ausreichend und schien auch genug Kraft zu geben. Sie hatte vor zwei Schichten erstaunt festgestellt, daß sie sogar kräftiger geworden war und sich die Muskeln an ihren Armen gefestigt hatten, die früher kaum vorhanden waren. Doch das Schweigen, sich nicht mit anderen unterhalten zu können war es was sie nicht mehr lange aushalten würde.

Nun lag sie weinend auf der Pritsche und wartete darauf endlich einzuschlafen als sich jemand neben sie setzte. Sie hörte ein „Pssst“ und jemand fasste sie an die Schulter. Sie zuckte unter der Berührung leicht zusammen. Doch dann begann die Person damit ihren Arm zu streicheln und drehte sie mit sanftem Nachdruck um. Die Person zog sie weiter zu sich bis ihr Gesicht an etwas weichem lag. Sie roch etwas, was sie seit langem nicht mehr gerochen hatte. Seife. Die Person war frisch gewaschen oder trug zumindest saubere Wäsche. Sie wollte sehen wer das war doch die absolute Dunkelheit hier in dem Stollen ließ nicht zu, daß sie etwas erkennen konnte. Doch sie genoss die Berührungen und die Nähe zu einem anderen Menschen.

Nadine war unfähig sich zu bewegen. Sie hatte Angst davor, was nun passieren würde doch die Person legte nun ihre Hand in Nadines Nacken und begann sie sanft dort zu kraulen. So lag sie eine ganze Weile da und wagte es nicht, sich zu bewegen.
„Iss das“ flüsterte ihr jemand ins Ohr und drückte ihr etwas vor die Lippen. Nur zögernd öffnete sie den Mund und etwas wurde ihr in diesen hinein gesteckt. Schokolade. Zartbitterschokolade stellte sie erstaunt fest. Mit geschlossenen Augen ließ sie das Stück Schokolade in ihrem Mund zergehen. Sie war dankbar für die Abwechslung und wollte diesen Geschmack auf jeden Fall so lange genießen wie es nur ging. Die Person kraulte weiter ihren Nacken und irgendwann schlief sie erschöpft ein.

Als sie aufwachte weil das Licht eingeschaltet wurde, fühlte sie sich ungewohnt gut. Ein leichtes Lächeln umspielte ihre Lippen als sie die Papierschüssel mit ihrer Ration Brei von der Aufseherin bekam. Der Geschmack der Schokolade stieg in ihrer Erinnerung hoch und sie stellte sich vor wie es wäre, wenn dieser Brei danach schmecken würde.

- - -

’Nur noch diese paar Bücher einräumen dann sieht das schon viel besser aus.’ dachte Mara und begann die letzten Stapel von den den Tischen zum Regal zu bringen und einzuräumen. Sie hatte versucht die Bücher so gut es ging thematisch zu sortieren. Dazu war sie gestern den halben Tag über in der Unibibliothek und hatte sich dort die Themenbereiche notiert nach denen dort sortiert wurde. Einige konnte sie gleich wieder verwerfen denn Bücher über so wissenschaftliche Themen wie Quantenphysik oder neurolinguistische Programmierung gab es im Antiquitätenladen nicht. Dafür jedoch gab es Bücher über verschiedene esoterische Themen wie Kartenlegen oder Astrologie. Doch auch solche Themenbereiche gab es in der Bibliothek der Uni, welche zum Glück nur wenige Minuten Fußweg von Julias Haus entfernt lag.

Da Sonntag war, befanden sich nur wenige Studenten in der Bibliothek und so nutzte Mara auch die Gelegenheit um ein wenig zu stöbern. Um so mehr wunderte sie sich, das eine junge Frau sie nach einigen Stunden ansprach. „Sie sehen nicht so aus als wollten Sie ein Buch ausleihen.“ sagte die Frau zu Mara die erschrocken zusammen zuckte, da sie sich gerade in einen der Kataloge der Bücherei vertieft war. Mara drehte sich herum und blickte in die strahlend blauen Augen der jungen Frau. Die blonden Haare hatte sie zu einem streng wirkenden Knoten zusammengebunden. Mara war ein wenig verwirrt denn sie war so in den Katalog vertieft, daß sie nicht einmal bemerkt hatte wie die Frau näher gekommen war.
„Nein, ich bin eigentlich hier weil ich die Bücher im Laden sortieren will.“ sagte sie, nachdem sie ihre Fassung wiedererlangt hatte.
„Ich verstehe. Also wollen Sie hier nur kiebitzen.“ sagte die Frau.
Mara nickte wortlos und fürchtete bereits daß die Frau sie hinauswerfen würde. Doch diese lachte und sagte „Das kommt öfter vor als Sie denken. Wenn Sie möchten, kann ich ihnen ja eine Liste mit allen Themengebieten geben. Wir haben zwar bei weitem nicht alle hier aber die vereinheitlichte Liste mit allen Erklärungen braucht man doch gelegentlich mal.“
„Gerne, vielen Dank.“ sagte Mara schüchtern.
„Kein Problem, Übrigens, ich bin Astrid.“
„Hallo, ich bin Mara.“
„Freut mich, dich kennen zu lernen. Komm, wir gehen ins Büro, da hab ich die Liste.“
Astrid begann damit, Mara die Vor- und Nachteile der verschiedenen Sortierungen zu erklären. Sie erklärte, das es vor Erfindung des Buchdrucks üblich war, die handgeschriebenen Bücher nach Größen zu sortieren, was es natürlich nur für Eingeweihte überhaupt möglich machte, ein bestimmtes Buch halbwegs schnell zu finden. Später wurden Bücher dann alphabetisch nach Titel sortiert und erst später kam eine Sortierung nach Kategorien und Genres auf, die im Laufe der Zeit vereinheitlicht wurden. „Die Gutenbergbibel ist so wahrscheinlich ziemlich oft im Regal hin und her gewandert. Erst stand sie ziemlich weit links weil sie so groß war und heute steht sie in der Kategorie ’Fiktion’.“ erklärte sie lachend als sie das Büro erreichten. Astrid holte ein dickes Buch aus einem Regal und gab es Mara.
„Das ist die Liste?“ fragte diese erstaunt über das recht große und dicke Buch.
„Ja. Da stehen zu allen Themenbereichen, Kategorien und Genres ausführliche Erklärungen. Aber keine Angst,“ sie schlug zielstrebig eine Seite auf „hier ist die eigentliche Liste. Die Erklärungen brauchst du wahrscheinlich nur, wenn du ein Buch nicht einordnen kannst.“
Mara nickte verstehend.
„Warte, ich mach uns mal einen Kaffee. Ich interessiere mich sehr für alte Bücher. Das Meiste was je geschrieben wurde ist ja mittlerweile digitalisiert und niemand braucht mehr Papier in die Hand zu nehmen. Aber ein Buch in der Hand zu halten ist, finde ich, viel schöner als es auf einem Pad zu lesen.“ sie machte einen recht verträumten Eindruck bei diesen Worten.

Während Astrid den Kaffee kochte schaute Mara sich die Liste genauer an.
„Was mache ich denn, wenn ich ein Buch habe, das ich nicht lesen kann? Ich habe einige bei denen ich nicht mal die Schrift kenne.“ fragte Mara als Astrid ihr den Kaffee hingestellt hatte und sich zu ihr setzte.
„Was ist es denn für eine Schrift?“ fragte Astrid interessiert.
„Ich weiß nicht. Sie sieht komisch aus. Zum Teil ganz normale Buchstaben aber auch ganz komische Zeichen.“
„Kannst du mal ein Beispiel aufschreiben?“ Astrid schien sehr interessiert und gab Mara einen Zettel und einen Stift.
„Ich kann mich nur noch an dieses eine Wort erinnern.“ sagte Mara und schrieb auf : ’Εyένη’
Astrid schaute eine Weile auf die Buchstaben. „Bist du sicher, daß der zweite Buchstabe richtig ist?“ fragte sie „Wenn das kein gamma sondern ein lambda wäre, würde es sogar einen Sinn ergeben.“
Mara schaute sie fragend an. „Ich weiß nicht, aber es kann sein, daß es etwas anders aussah.“
Astrid schrieb das Wort noch einmal auf : ’Ελένη’ und Mara schaute es sich an. „Ja, ich glaube, so könnte das sein.“
Astrid lachte. „Das ist Griechisch. Was da steht heißt buchstabengetreu Eleni. Es könnte entweder Ellen heißen oder eher Helénē , vielleicht auch Helena oder Helen.“
„Woher weißt du sowas?“ fragte Mara erstaunt.
„Ich habe alte Sprachen studiert.“ erklärte Astrid. „Ist das der Titel von einem Buch?“ fragte sie interessiert.
„Nein, das steht unter einem Bild. Ganz hinten auf den letzten Seiten.“
„Ich verstehe. Was ist das denn für ein Buch?“ irgend etwas schien Astrids Aufmerksamkeit zu erregen.
„Ich glaube, das Format nennt man Foliant. Es ist ziemlich dick und mit Leder eingeschlagen. Es sieht ziemlich alt aus.“ Mara meinte ein Funkeln in Astrids Augen zu erkennen.
„Das würde ich mir gerne mal ansehen, wenn ich darf. Wo sagtest du, ist dein Laden?“ fragte sie.
„Oh, das ist nicht mein Laden. Er gehört meiner Herrin. Ich bin nur gerade dabei die Bücher zu sortieren weil sie alle vollkommen ungeordnet in den Regalen stehen.“ Mara erklärte Astrid, wo der Laden war.

Sie tranken den Kaffee aus und dann musste Astrid wieder an die Arbeit gehen. Sie trug das Buch welches sie Mara gegeben hatte noch auf einem Pad ein und scannte ihren ID-Chip. Dann verließen sie das Büro und Mara ging zurück nach Hause.

- - -

Die Hälfte der Bücher war eingeräumt und nach der Liste die sie von Astrid bekommen hatte sortiert. Mara hatte sich dazu entschlossen, die Bücher nach den Kategorien zu sortieren und entsprechende Schilder aus dickem Papier angefertigt die sie mit Reißzwecken an die Regale heftete. Sie räumte gerade einen Stapel Bücher ein als sie draußen ein Auto hörte. Ein blick auf die Uhr ließ sie erstarren. Es war bereits nach 18 Uhr und eigentlich sollte jetzt schon das Essen auf dem Tisch stehen. Sie schaute nach draußen und erkannte daß Julias Auto auf der Straße stand. In diesem Moment hörte sie auch schon die Haustür und kurz darauf die Schritte ihrer Herrin auf der Treppe.

Mara erbleichte als sie ihren Namen hörte der laut ins Treppenhaus gerufen wurde. Sie schloss den Laden ab und ging mit zitternden knien in den Flur. Als sie die Treppe hinauf ging stand ihre Herrin mit in die Hüften gestemmten Händen und ziemlich wütendem Blick auf dem Absatz.
„Kannst du mir mal sagen, was mit dem Essen ist? Warum ist das noch nicht fertig?“ schrie sie Mara an. „Ich habe den ganzen Tag über kaum was gegessen und habe Hunger. Ich habe dir extra gesagt, das ich gegen 18 Uhr zurück bin und dann auf jeden Fall etwas essen will.“
Mara schaute sie entsetzt an. So wütend hatte sie Julia noch nie gesehen. „Ent… Entschuldigung Herrin. Ich… ich… ich habe die Zeit vergessen weil ich die Bücher eingeräumt habe.“ sagte sie leise und mit gesenktem Blick.
„Stotter hier nicht so rum. Wenn du einen Fehler gemacht hast, steh gefälligst dazu.“ schrie Julia mit hochrotem Kopf. „Von irgend welchen Entschuldigungen werde ich auch nicht satt.“
Mara schaute mit Tränen in den Augen zu ihr hoch. „Es tut mir leid Herrin.“
„Ach hör auf dich dauernd zu entschuldigen. Besorg uns lieber was zu essen.“ Julias schien sich langsam zu beruhigen. „Geh in den Imbiss an der Ecke. Ich nehme ein großes Schnitzel mit Rahmsauce und Bratkartoffeln und dazu einen gemischten Salat. Was du willst, musst du selber wissen. Und jetzt steh hier nicht so rum sondern beeil dich lieber.“
Mara knickste, drehte sich auf dem Absatz herum und lief knapp 200 Meter bis zu dem Imbiss. Sie bestellte Julias Schnitzel und für sich selbst einen großen Salat und die Bratkartoffeln die hier wirklich sehr gut schmeckten. Nach einer viertel Stunde war sie wieder zurück.

In der Küche nahm sie das Essen von den Plastiktellern und legte es so ordentlich es ging auf richtige Teller. Sie nahm Besteck und Gläser die sie ins Wohnzimmer an den Esstisch brachte und stellte mit zitternden Händen den Teller vor Julia, die die Ellenbogen auf den Tisch gestützt und das Gesicht in die Hände gelegt hatte. Dann stellte sie sich neben Julia und knickste „Bitte sehr Herrin.“ sagte sie leise und mit belegter Stimme.
„Setz dich Mara.“ sagte Julia leise. Sie richtete sich auf und wischte sich mit den Händen übers Gesicht. Sie begann zu essen und gab Mara ein Zeichen ebenfalls anzufangen.
Das Essen verlief ungewöhnlich schweigsam und Mara war deutlich anzumerken daß sie angst hatte. Sie stocherte mehr in ihrem Essen herum als das sie es aß. Selbst die Bratkartoffeln die sie sonst so gerne aß schmeckten ihr im Moment nicht.

„Es tut mir leid, das ich dich vorhin so angeschrien hatte.“ sagte Julia nachdem sie endlich fertig gegessen hatte. „Ich hatte heute einen wirklich schlimmen Tag und bin einfach nur fertig. Dauernd haben die mich warten lassen und das für Untersuchungen die immer nur ein paar Minuten gedauert haben. Und dann kamen auch noch laufend irgend welche Notfälle rein die sie vorgezogen hatten. Und das alles auf leeren Magen und ich durfte nicht mal was essen. Dreimal haben die mir Blut abgenommen.“
„Sie waren im Krankenhaus?“ fragte Mara mit belegter Stimme und schaute Julia groß an.
„Komm du mal in mein Alter, dann geht dir das auch nicht besser. Wenn man alle Vorsorgeuntersuchungen zusammenlegt, braucht man wenigstens nur einmal im Jahr sowas mitzumachen.“ gab Julia zur Antwort.
Mara nickte nur wortlos, worauf hin Julia sich vorbeugte und Mara über die Wange streichelte. „Ich wollte dich wirklich nicht so erschrecken, aber ich war wirklich ziemlich sauer. Ich hatte dich deswegen heute Morgen extra gebeten das Essen für 18 Uhr fertig zu machen.
„Entschuldigung Herrin, es tut mir leid.“ sagte Mara. Es stimmte, Julia hatte ihr heute Morgen nicht nur einmal eingeschärft das Essen für 18 Uhr fertig zu machen und sogar noch einmal gesagt, daß das heute wirklich wichtig war, bevor sie weg gefahren war. Sie schluckte bevor sie weiter sprach Ihr war klar, daß sie einen großen Fehler begangen hatte. „Das hätte nicht passieren dürfen.“
Julia sah auf und schaute ihr in die Augen. Mara versuchte dem Blick auszuweichen und senkte den Blick so das sie auf ihren leeren Teller schaute.
„Auch wenn es mir bei dir nicht leicht fällt.“ sagte Julia leise und mehr zu sich selbst. Dann hob sie die Stimme „Geh bitte in den Keller. Ich komme gleich nach.“

Mara stand auf, knickste wortlos und ging langsam die Treppe hinab. Im Keller ging sie in den Raum den Julia als ihr Spielzimmer bezeichnete. Sie war bisher nur zweimal hier gewesen um zu putzen und Staub zu wischen. Dieser Raum mit seinen verschiedensten Möglichkeiten jemanden zu fesseln und den vielen Schlaginstrumenten die an den Wänden hingen bereitete ihr großes Unbehagen, gerade jetzt wo sie ahnte, was ihr blühte. Sie öffnete mit zitternden Händen die Tür und stellte sich in die Mitte des Raumes, drehte sich zur Tür, kreuzte die Hände im Nacken und wartete.

Julia wartete bis die Tür hinter Mara ins Schloss fiel und legte das Gesicht in die Hände. Sie atmete tief ein und aus und schloss die Augen während sie langsam von 100 an rückwärts zählte. Dann stand sie langsam auf und ging in den Keller. Bevor sie die Tür zum Spielzimmer öffnete, straffte sie sich und atmete noch einmal tief durch.

Mara stand in der Mitte des Zimmers und wartete auf sie. Sie ging zum um sie herum zu dem Strafbock der im hinteren Teil des Raumes stand und brachte die Platte auf der der Oberkörper zu liegen kam in die Waagerechte und schob die beiden Beinstützen zusammen. So fixierte sie alles und rief Mara zu sich. Diese kam mit zögernden Schritten auf sie zu.
„Zieh dich bitte aus und knie dich dann hier her.“ Julia musste sich sehr bemühen, ihre Stimme fest und energisch klingen zu lassen. Sie beobachtete Mara wie sie die Bluse, den Rock und zum Schluss die Unterwäsche ablegte und übertrieben sorgfältig auf die Querstange des Fesselgestells legte. Zwar war Julia klar, das Mara zeit Schinden wollte, doch sagte sie nichts und blieb geduldig stehen bis Mara nackt vor ihr stand. Sie deutete auf den Strafbock und Mara kniete sich auf die Beinstützen. Langsam beugte sie sich vor bis ihr Oberkörper auf der mit weichem Schaumstoff und Leder bespannten Platte lag. Julia bewunderte Mara insgeheim dafür wie gefasst sie schien als sie sich auf den Bock legte.

Sie überlegte kurz ob sie Mara mit zählen lassen sollte doch entschied sich dagegen. Sie wollte es ihr nicht noch schwerer machen, immerhin war dies das erste Mal, daß sowas überhaupt nötig war. Mara drehte den Kopf zur Seite und legte ihn auf das Leder der Platte. Nach kurzem überlegen entschied Julia sich dagegen Mara zu fesseln, statt dessen nahm sie ihre Hände und führte sie zu den eisernen Griffen welche sich an den mittleren Stützen befanden. Dann holte sie eine fingerdicke Rolle aus Gummi und hielt sie Mara vor den Mund. Mara öffnete den Mund und nahm die Rolle zwischen die Zähne. Dann wollte sie den Kopf zur Wand drehen doch Julia wollte ihr dabei ins Gesicht sehen, also fasste sie sie sanft aber nachdrücklich am Kopf und drehte ihn zurück in die andere Richtung.

Nun ging Julia zum Schrank und suchte nach einem bestimmten Teil. Sie fand es in einer Schublade und rollte den breiten Riemen, den sie sich extra hatte anfertigen lassen aus. Er war etwas länger als einen Meter und hatte die Breite einer Hand. Er besaß keine Schnallen und bestand nur aus weichem Leder und Polstermaterial. Als sie sich umdrehte fiel ihr Blick auf Maras Kleider. Sie wollte nicht, daß sie diese wieder anziehen musste, aber sie auch nicht nackt durchs Haus laufen lassen, also holte sie noch schnell ein großes Handtuch aus einem anderen Schrank welches sie auf dem Tisch zurecht legte. Nun stellte sie sich neben Mara und warf ihr einen fragenden Blick zu den diesen mit einem leichten Nickten beantwortete und dann die Augen fest zusammen kniff.

Julia hatte lange geübt um diesen Riemen so zu halten das er gerade und flach auftraf. Ohne weiter abzuwarten holte sie aus und schlug, zuerst nicht all zu fest, auf Maras Rücken, knapp unterhalb der Schulterblätter. Diese zuckte zusammen und kniff die Augen noch fester zusammen. Ein leises Stöhnen war von ihr zu hören.

Mara lag angespannt auf dem Bock und erwartete den nächsten Schlag. Langsam spürte sie wie sich ihre Gedanken auflösten und ein wohliges Gefühl durchflutete sie. Sie spürte die nächsten Schläge wie durch Watte gedämpft und ihre Anspannung wich einer tiefen, inneren Ruhe. Sie entspannte sich und ihre Angst löste sich auf und zerfaserte wie Nebel unter der Sonne. Ihr wurde warm und sie hörte auf zu denken, sie spürte nur noch diese Wärme.

Nach dem fünften Schlag, sie hatte bei jedem Male ein wenig fester geschlagen, bemerkte Julia eine Veränderung bei Mara. Die Anspannung die sie eben noch gezeigt hatte war gewichen und es schien ihr als sei Mara nun sehr entspannt. Maras Augen waren nun ebenfalls nicht mehr ängstlich zusammengekniffen sondern sogar leicht geöffnet und ihr Gesicht machte, genau wie der Rest ihres Körpers, einen sehr entspannten Eindruck. Julia schaute einen Moment in Maras Gesicht als ihr klar wurde, was hier vor sich ging.
Der nächste Schlag war scheinbar zu lange ausgeblieben und sie sah, das Mara die Augen langsam öffnete. Dabei bemerkte sie einen verklärten Blick der in weite Ferne zu schweifen schien. Sofort setzte sie zum nächsten Schlag an der Mara eine leises Keuchen entlockte. Sie schlug weiter und wollte nach dem zehnten Schlag aufhören. Sie fand, daß das mehr als genug war doch offenbar war Mara in eine andere, ganz eigene Welt abgedriftet und ihre Augen waren glasig.

Mara fühlte sich leicht und frei, fast so als ob sie schweben würde. Sie spürte wie das Leder ihren Rücken sanft streichelte und jede dieser Berührungen brachte sie weiter weg von dem was sie umgab. Sie spürte das Leder auf dem sie lag schon eine ganze Weile nicht mehr sondern nur noch das Streicheln des Riemens auf ihrem Rücken. Und noch etwas spürte sie. Mit jeder Berührung auf ihrem Rücken floss eine sanfte Welle der Erregung durch ihren ganzen Körper. Diese bisher ungekannte Erregung staute sich um sie herum auf, war so dicht, daß sie sie beinahe greifen konnte doch zu weit entfernt als das sie sie erreichen konnte.

Julia änderte ihr Konzept als sie Sah wie Mara auf die Schläge mit dem weichen Lederriemen reagierte. Sie schlug nun nur noch sehr locker zu und verlangsamte den Rhythmus ein wenig. Jedes fünfte Mal schlug sie ein wenig fester zu, was Mara jedes Mal ein leises Stöhnen entlockte. Innerlich grinsend machte Julia weiter. Mittlerweile war sie bei dreißig Schlägen angekommen und machte sich langsam Sorgen, doch Maras stöhnen wurde immer intensiver und fordernder, also machte sie trotz ihrer leichten Bedenken weiter. Nach fünf weiteren Schlägen war sich Julia klar, daß sie das hier langsam zu einem Ende bringen musste. Zwar zeigte Maras Haut nur eine starke Rötung aber sie hatte keine Ahnung, wie oft diese sowas schon erfahren hatte. Sie setzte den nächsten Schlag nun ein wenig fester an und steigerte die eingesetzte Kraft mit jedem weiteren Schlag ein wenig.

Die Welle baute sich immer weiter um sie herum auf, es kam ihr vor als würde sie in einem tiefen Tal liegen und diese glitzernde welle um sie herum türmte sich immer höher auf. Langsam kroch die Welle immer dichter auf sie zu, schlug über ihr zusammen und senkte sich dann auf sie herab, nahm sie in sich auf und drang in sie ein, riss das letzte Stück ihrer selbst weit von ihr weg und ließ sie mit ihrer Lust und ihrer Erregung alleine in ihrem Körper zurück, die sie übermannten und auch noch den letzten Gedankenrest fort trugen.

Mara reagierte wie Julia es erwartet hatte und stöhnte und keuchte immer lauter. Beim vierzigsten Schlag war es endlich soweit das sie mit einem lauten, anhaltenden Stöhnen und verdrehten Augen ganz deutlich erkennbar einen Höhepunkt hatte. Julia schlug noch zwei mal fest zu, was Mara zu einem weiteren Höhepunkt trieb und ließ das Leder danach ein paar Mal nur noch ganz leicht auf ihren Rücken klatschen.

Wieder strömte die Welle auf sie ein, schneller und mächtiger als die Erste, riss sie mit sich und raubte ihr alle Sinne. Sie bestand nur noch aus ihrer eigenen Lust und ihrer Erregung die sich in ihr ausbreiteten und sie übermannten bis ihr schwarz vor Augen wurde und ihre Sinne sie mit sich alleine ließen.
Nur langsam kamen ihre Gedanken zurück. Die glitzernde Welle verebbte und brachte sie langsam zurück, ließ sie auf dem nun nicht mehr kalten Leder liegen. Ihre Sinne kehrten zurück, einer nach dem Anderen. Sie spürte das Leder unter sich, die Wärme die von diesem ausging. Sie nahm dessen Geruch in sich auf, hörte das leise Ticken der Uhr an der Wand, das leise Knistern des Leders unter sich. Sie sah verschwommene Umrisse des Raumes, spürte einen leichten Lufthauch auf ihrem Rücken. Sie spürte wie die feinen Härchen auf ihren Armen sich aufrichteten. Sie schmeckte das Gummi in ihrem Mund und spürte wie etwas an ihrem Kinn entlang lief.

Julia legte den Riemen bei Seite und zog sich einen Hocker heran. Sie setzte sich neben Mara und beobachtete sie ganz genau. Es dauerte eine ganze Weile bis sie endlich die Augen öffnete und blinzelte. Doch anstatt etwas zu sagen beobachtete Julia sie einfach weiter und wartete. Dann nahm sie ein Tuch aus der Tasche und wischte Mara sanft den Speichel ab der aus ihrem Mundwinkel lief. Sie fasste die Gummirolle und nahm sie ihr aus dem Mund. Dabei schaute sie in Maras Augen die ein zufriedenes Leuchten ausstrahlten.

„Na, wieder da?“ fragte Julia leise. Mara wollte sich aufrichten doch Julia hielt sie an der Schulter und sagte „Bleib noch etwas liegen. Ich hole dir ein Glas Wasser.“ Sie stand auf, ging zum Schrank in dem immer eine Flasche Wasser stand und schenkte etwas davon in ein Glas welches sie Mara vorsichtig an die Lippen setzte. Diese trank ein wenig davon wobei das Meiste jedoch daneben ging. Mit dem Tuch wischte Julia das daneben geflossene Wasser weg.
„Wie geht’s dir?“ fragte sie.
Mara sah sie lächelnd an „Gut Herrin.“ sagte sie leise.
„Das dachte ich mir.“ meinte Julia „Also eine Strafe war das wohl nicht.“ Sie holte eine Sprühflasche und begann Maras Rücken einzusprühen. „Das ist gut für die Haut.“
„Danke Herrin.“ sagte Mara noch immer sehr leise. Langsam richtete sie sich auf und setzte sich.
Julia holte das Handtuch und legte es ihr vorsichtig um die Schultern. Dann half sie Mara aufzustehen und führte sie langsam nach oben.

Sie setzte sie auf die Couch im Wohnzimmer, legte ihr eine Decke über und setzte sich neben sie. Mit einem leichten Grinsen musterte sie Mara. „Sag mal, war daß das erste Mal?“
Mara schüttelte den Kopf und begann von der Schule zu erzählen wo sie wegen einiger Bilder die sie zusammen mit zwei Mitschülerinnen heruntergeworfen hatte bestraft worden war und etwas ähnliches erlebt hatte. Langsam kehrte sie komplett in die reale Welt zurück und schaute Julia fragend an. „Was war das?“ fragte sie.
„Du bist geflogen.“ begann Julia zu erklären.

Bis in den späten Abend hinein unterhielte sich die Beiden und Julia versuchte Mara so gut es ging zu erklären, was passiert war und das sie sich davor nicht zu fürchten brauchte. Sie erkannte, das Mara eine gewisse Angst davor hatte, was in ihr vorging und versuchte ihr diese zu nehmen. Irgend wann fielen Mara die Augen zu und Julia legte sie auf die Couch, deckte sie zu und ging selbst ins Bett.

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Am Freitag vor dem Fest, kurz nach dem Mittagessen, rief Andrea Rebecca zu sich in den Salon.
„Ich habe hier etwas für dich.“ sie zeigte auf eine Pappschachtel, etwa doppelt so groß wie ein Schuhkarton.
„Vielen Dank Herrin, was ist es denn?“
„Mach doch auf, dann siehst du es.“ sagte Andrea schmunzelnd.
Rebecca knickste, kam zum Tisch und öffnete die Schachtel. Sie faltete das Seidenpapier zur Seite und fand eine königsblaue Tunika. Diese war mit weißen Stickereien reich verziert. Staunend betrachtete sie den schönen Stoff.
„Probier sie bitte einmal an.“ sagte Andrea.
Dies ließ sich Rebecca nicht zwei mal sagen, entkleidete sich und zog diese Tunika an. Sie besaß vorne eine breite, doppelte Reihe weißer Knöpfe die vom Hals bis zur Hüfte reichte. Die untere Hälfte war weit geschnitten wie ein Abendkleid. Der Kragen lag eng an ihrem Hals und besaß eine weiße, breite Ziernaht. Die Ärmel waren bis zu den Ellenbogen eng geschnitten und weiteten sich von da ab bis zu den Handgelenken so das die Spitzen fast bis zu den Knien reichten. Schmale Bänder, welche an den Handgelenken befestigt wurden, hielten die Ärmel am Platz. Ein ebenfalls reich bestickter Gürtel vervollständigte die Tunika.
„Vielen Dank Herrin, aber wo für denn?“ fragte Rebecca erstaunt.
„Morgen ist doch Winternacht. Und da sollst du doch nicht in einer einfachen Tunika herum laufen. Gefällt sie dir?“
„Vielen Dank Herrin, sie ist herrlich.“ Sie schaute an sich herab und strich über den weichen Stoff der sich an ihre Haut schmiegte.
„Es freut mich, das sie dir gefällt. Aber nun zieh sie wieder aus. Sie ist für deine Arbeit hier etwas unpraktisch und außerdem soll sie ja nicht schmutzig werden.“
„Ja Herrin.“ Rebecca knickste lächelnd, nahm den Gürtel ab und öffnete bedächtig die beiden Knopfreihen. Sie legte die Tunika sorgfältig zurück in die Schachtel und schloss diese wieder. Dann zog sie die andere Tunika wieder an.
„Bring sie nach oben und komm dann bitte ins Büro, ich habe etwas zu Schreiben.“ Obwohl es viel länger dauerte als jemandem Nachrichten zu schicken bevorzugte Andrea Briefe auf Papier. Diese schrieb sie auf einem Pad und Rebecca schrieb sie sauber in ihrer klaren und deutlichen Handschrift auf Papier. Dann unterschrieb Andrea und Rebecca faltete sie, steckte sie in Umschläge und verschickte sie.

Nach dem Abendessen, nachdem Rebecca den Tisch abgeräumt hatte, sagte Andrea „An deinen Gürtel scheinst du dich ja bereits sehr gut gewöhnt zu haben.“
Rebecca war ein wenig verwirrt über diese Aussage und drehte sich zu ihr. „Ja Herrin, ich merke ihn kaum noch, aber es ist immer noch sehr unangenehm, dauernd so erregt zu sein und nichts dagegen tun zu können.“
„So unangenehm scheint es dir ja nicht zu sein.“ Andrea schmunzelte als sie das sagte.
„Wie meinen Sie das Herrin?“
„Wenn es dir wirklich so unangenehm wäre, wäre dir aufgefallen, das seit gut einer Woche jeden Abend das grüne Licht an dem Kasten leuchtet in dem sich der Schlüssel befindet.“ Andrea lachte als sie Rebeccas erstaunten Blick sah. „Räum noch die Küche auf und geh dann auf dein Zimmer. Ich wünsche dir eine gute Nacht.“ sie zwinkerte Rebecca zu.
„Vielen Dank Herrin, ich wünsche Ihnen auch eine gute Nacht.“ Rebecca knickste und ging in die Küche. Es dauerte nicht lange dann war diese wieder ordentlich aufgeräumt. Das Geschirr würde sie morgen früh aus der Maschine nehmen und einräumen. Sie tippte noch die Bestellung für morgen in ein Pad. Sie hatte sich angewöhnt, alle Bestellungen zusammen mit frischen Brötchen für den nächsten Morgen zu ordern, so daß alles zum Frühstück da war. Als sie fertig war ging sie auf ihr Zimmer.

Dort angekommen zog sie sich aus, ging ins Bad und duschte sich ausgiebig. Dann setzte sie sich im Bademantel auf ihre Couch und suchte einen Film aus den sie sich ansehen wollte. Wie jeden Abend in der letzten Zeit begann sie sich zu streicheln, fuhr mit den Händen über ihre Brüste und zwirbelte ihre Knospen. Dabei stöhnte sie leise auf, fuhr mit den Fingern über ihren Bauch nach unten und wurde von dem kalten Stahl des Gürtels daran gehindert sich Befriedigung zu verschaffen. Ihre Erregung war heute stärker als die Tage zuvor. Sie stand auf, ging in ihr Schlafzimmer und tatsächlich leuchtete dort an dem Schlüsselkasten das grüne Licht. Zögernd öffnete sie den Kasten und nahm den Schlüssel heraus. Mit diesem ging sie zurück ins Wohnzimmer. Sie öffnete den Gürtel und legte ihn ab.
Es war ein ungewohntes Gefühl ohne den Gürtel auf der Couch zu sitzen, sonst nahm sie ihn ja nur ab, wenn sie morgens duschte und das war nur für zehn Minuten.
Wieder begann sie sich zu streicheln und stellte fest, das es zwischen ihren Beinen feucht wurde. Sie rieb sich über die Schamlippen und kostete dieses Gefühl aus, welches ihr nun schon so lange vorenthalten war. Langsam ließ sie ihren Finger zwischen die Schamlippen gleiten und streichelte sich weiter. Mit der anderen Hand streichelte sie abwechselnd ihre Brüste. Es dauerte nicht lange und sie kam laut stöhnend in einem heftigen Höhepunkt, der ihr die Sinne raubte. Sie schrie ihre Lust heraus und rollte den Kopf von einer Seite zur Anderen. Doch sie hörte nicht auf sondern streichelte sich weiter und stöhnte laut auf als ein weiterer Höhepunkt sie überrollte den sie laut heraus stöhnte. Erschöpft aber glücklich und entspannt blieb sie noch eine weile mit geschlossenen Augen liegen bis ihre Beine nicht mehr zitterten.

Dann setzte sie sich wieder auf die Couch und schaute sich den Film weiter an von dem sie die erste Hälfte kaum mitbekommen hatte. Doch sie musste feststellen, daß ihr etwas fehlte. Sie war über sich selbst erstaunt als sie feststellte, daß es der Gürtel war. Sie hätte ihn sicher die Nacht über nicht anlegen brauchen doch es war tatsächlich so, daß sie das Metall auf ihrer Haut vermisste. Sie legte den Gürtel wieder an, verschloss ihn und legte den Schlüssel zurück in den Kasten. Das grüne Licht erlosch und sie fragte sich, wann es das nächste mal wieder leuchten würde.

Erst jetzt wurde ihr bewusst, das Herrin Andrea vermutlich mit bekommen hatte, das sie den Schlüssel genommen hatte. Bei dem Gedanken daran das diese genau wusste, was sie gerade getan hatte spürte sie wie ihr das Blut ins Gesicht schoss. Sie sah sich den Film zu Ende an und legte sich dann ins Bett wo sie schnell einschlief.

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Am Samstag Morgen wachte Vivian früher als sonst auf, weil irgend etwas ungewöhnlich war. Es dauerte ein paar Sekunden bis sie bemerkte das sie alleine im Bett lag. Sie schaute auf ihr Comm und sah, das sie noch eine halbe Stunde Zeit bis zum Aufstehen hatte. Doch sie wurde unruhig und konnte nicht mehr schlafen. Also stand sie auf und verließ das Schlafzimmer. Aus der Küche hörte sie Veras Stimme. Auch eine andere Stimme konnte sie hören, es war die Stimme der fremden Frau welche sie schon mehrmals gehört hatte. Die Beiden unterhielten sich fröhlich und sie hörte, das an Veras Stimme etwas anders war, konnte sich allerdings nicht erklären, was das war. Sie wollte nicht lauschen doch sie hörte das die fremde Frau ihre Herrin immer wieder „Süße“ nannte. Leise ging sie zurück ins Schlafzimmer und von dort ins Nebenzimmer wo sie sich auf das Ergometer setzte und begann sich wie eine Wilde ab zu strampeln. Ein seltsames Gefühl machte sich in ihrer Brust breit und einige Tränen liefen ihre Wangen hinab. Als sie hörte wie die Schlafzimmertür geöffnet wurde wischte sie schnell ihre Tränen ab und trat in ihrem gewohnten Tempo weiter.
„Du bist schon wach?“ fragte Vera sie als sie sie auf dem Ergometer strampeln sah.
„Guten Morgen Herrin.“ gestikulierte Vivian ohne mit dem Treten aufzuhören, dann schaute sie wieder nach vorne und Biss die Zähne zusammen. Nachdem sie ihre Zeit abgestrampelt hatte ging sie ins Schlafzimmer wo Vera bereits auf sie wartete. Sie nahm Vivian in die Arme und gab ihr einen langen Kuss. „Ich habe etwas für dich mein Schatz.“ sagte sie und zeigte aufs Bett. Dort lag eine herrliche Tunika. Sie war lang und schwarz, vorne rot abgesetzt und hatte weite Trompetenärmel. Der Gürtel war auf einer Seite schwarz und auf der anderen rot. Außerdem hatte sie einen breiten Kragen der fast bis zu den Schultern reichte.
„Für mich Herrin?“ fragte Vivian.
„Na, für wen denn sonst? Geh dich duschen und dann ziehst du sie mal an. Ich will doch sehen wie meine Liebste darin aus sieht.“ sie stellte sich hinter Vivian, legte die Arme um sie und küsste ihren Nacken. Vivian schloss die Augen und genoss die Berührungen. Langsam beruhigte sie sich wieder.
„Du sollst doch heute die Schönste sein auf dem Fest.“ flüsterte Vera ihr ins Ohr. Vivian hielt ihre Hände fest und lehnte ihren Kopf an Veras.
„So mein Schatz, jetzt ab unter die Dusche.“ Vera gab Vivian einen leichten Klaps auf den nackten Po als diese ins Bad ging.

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Rebecca war noch ein wenig aufgewühlt von gestern Abend. Sie stellte fest, daß die Erlösung nach so langer Zeit in diesem Gürtel sehr schön war und die Wirkung dessen was sie gestern Abend getan hatte noch immer anhielt.

Nachdem sie einige Briefe für Andrea geschrieben hatte machte sie einige Brote zu Mittag und brachte sie ihrer Herrin ins Büro.
„Leg mir bitte das silberne Kleid und passende Wäsche dazu heraus. Ich würde ja gerne auch die passenden Schuhe an ziehen aber ich glaube mit hohen Absätzen sollte ich besser nicht herum laufen. Ich bin sicher, du findest welche, die zu dem Kleid passen.“ sagte Andrea.
Rebecca knickste und ging nach oben um die Sachen heraus zu legen. Es dauerte nicht lange bis Andrea nach oben kam. Rebecca half ihr wie gewohnt beim Anziehen. „Jetzt geh nach oben und zieh dich um, wir wollen doch nicht zu spät kommen.“
„Ja Herrin“ sagte Rebecca, sie war ein wenig aufgeregt als sie sich umzog und ihre Haare kämmte. Sie war schon lange nicht mehr auf irgend einem Fest gewesen. Sorgfältig kämmte sie ihre Haare und prüfte mehrmals im Spiegel ihr Aussehen. Als sie zufrieden mit sich war ging sie in die Halle wo Andrea bereits auf sie wartete. Rebecca öffnete ihr die Tür. Auch die Tür des Elektrowagens hielt sie ihr auf, setzte sich ans Steuer und sie fuhren zum Zentrum. Dort angekommen gingen sie gleich in den großen Festsaal, in dem sich bereits einige Leute versammelt hatten. An der hinteren Wand stand eine große Bühne und in einem kleineren Nebenraum war ein großes Buffet aufgebaut. Auch einige Stehtische standen dort bereit. Alles war sehr liebevoll mit Blumen und bunten Bändern dekoriert und überall leuchteten kleine Lämpchen die alles in ein gemütliches Licht tauchten.

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„Vivian, geh bitte noch mal nach oben und hol mir meinen blauen Schal.“ sagte Vera als sie bereits im Foyer waren. Vivian knickste und lief noch einmal nach oben. Es dauerte eine Weile bis sie den Schal fand. Sie nahm ihn und lief wieder nach unten. Vor dem Haus stand ein Kleinwagen und ihre Herrin unterhielt sich mit der fremden Frau, die sie schon einmal gesehen hatte. Sie gab der Frau einen Blumenstrauß, umarmte sie lange und gab ihr einen Kuss. Dann setzte sich die Frau in den Kleinwagen und fuhr fort.

Vivian starrte entsetzt zu ihrer Herrin, und spürte heiße Tränen ihre Wangen hinab laufen. Ohne nach zu denken rannte sie los, warf den Schal auf den Boden und lief so schnell sie konnte die Straße entlang. Sie achtete nicht darauf, das Vera hinter ihr her rief sondern lief einfach weiter. Nachdem die Straße eine Biegung machte bog sie auf die Ringstraße ab und rannte zum nächsten Tor. Als sie dort angekommen war hatte sie es geschafft die Lederbänder zu öffnen die ihr Comm an ihrem Arm hielten. Sie warf es auf den Boden als sie durch das offene Tor rannte. Die Wachen riefen ihr etwas hinter her doch sie lief einfach weiter.

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