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 Lebe Deine Träume und träume nicht Dein Leben...
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RE: Geschichten von Alina und Natalie
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Datum:15.08.26 03:40 IP: gespeichert
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Die Dienerin (Part 2, Kapitel siebenundachtzig - die Ziffer acht streikt wieder und ergibt ein Symbol)
Gerrit und Charly gingen Hand in Hand durch den Park und genossen die leichte Brise.
"Ich kann Deine Sorgen gut verstehen und es ehrt Dich, dass Du so fühlst. Aber etwas, was Du eben gesagt hast, war nur zur Hälfte richtig. Anfangs warst Du Werkzeug, dann hast Du aus einem tiefen Verständnis für die Psychologie der Unterwerfung eine eigene Rolle für Dich gefunden, bist hinein geschlüpft und hast sie ausgefüllt. Du bist vom Objekt zum handelnden Subjekt geworden. Und das war an dem Herzblut zu erkennen, wie Du das eben formuliert hast.
Weißt Du, was ich meine?" fragte Charly.
"Im Fühlen war mir das vorhin schon klar, aber ich hadere noch mit den Worten. Vielleicht könnte man sagen, ich bin jetzt das aktive Korrektiv. Ich muss darauf achten, dass Natalie nicht nur per Gelübde die Herrin über Sabine ist, sondern Stück für Stück auch alle Macht über sie erhält. Auf der anderen Seite muss ich dafür sorgen, dass Sabine daran nicht zerbricht und die Schulter sein, an der sie sich ausweinen kann." sagte Gerrit.
Charly dachte nach "Korrektiv ist schon nicht schlecht, ich würde noch einen Schritt weiter gehen. Ich denke, Du weißt es, traust Dich aber noch nicht, es auszusprechen. Du musst beide beeinflussen, Natalie, damit sie die richtigen Maßnahmen ergreift, die zum Ziel führen und Sabine, damit sie psychisch in eine Lage kommt, in der die Maßnahmen greifen können. Bei Dir laufen alle Fäden zusammen, Du steuerst alles, musst das aber tarnen. Für diese Aufgabe bist Du auch am besten geeignet. Du bist eine gute Psychologin, Natalie schätzt Dich sehr. Sabine hast Du ohnehin für Dich gewonnen und Du wirst sie bei Allem begleiten und auffangen. So hast Du alle Informationen und kannst sie gezielt einsetzen."
Gerrit warf ein "Ist das nicht ein doppeltes Spiel, ich trickse Natalie und Sabine gleichermaßen aus und übe eine Rolle aus, die mir nicht gebührt?" fragte Gerrit.
Charly sagte nachdenklich "Tritt mal einen Schritt zurück und betrachte die Situation. Hier ist heute ein Unterwerfungsvertrag geschlossen worden. Deine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass dieser Vertrag mit Leben erfüllt wird. Du bist sozusagen die Hohepriesterin des Vertrages. Du dienst beiden Vertragsparteien."
"Wow, das hast Du sehr gut analysiert, ich glaube ich habe meine Meisterin gefunden." staunte Gerrit.
Charly schüttelte den Kopf "Begriffen hattest Du das schon, aber hattest nur noch nicht die passenden Worte."
Gerrit überlegte lange und warf ein "Etwas an dem, was Du gesagt hast, stört mich trotzdem. Ich will nicht tarnen, dass ich die Kontrolle habe. Ich möchte ein Mandat, ich will am Anfang volle Transparenz und dann eine Entscheidung."
"Siehst Du, schon hast Du mich wieder getoppt, und Du hast meine Schwachstelle erkannt. Deine Lösung ist perfekt. Was ist mit Alina?" fragte Charly.
"Sie muss dabei sein. Sie ist Natalies Assistentin, meine Herrin und ebenso Sabines Pflegerin. Damit hat sie auch Zugang zu beiden. Sie soll meine Priesterin sein. Ich habe die Führung, sie bleibt an meiner linken Seite." forderte Gerrit.
Charly kicherte "Die Zitate haben mir in den letzten Tagen wirklich gefehlt. Im Ernst: Wie stellst Du Dir den Prozess konkret vor?" Gerrit antwortete "Ich denke, Ihr macht ein Lagerfeuer, ohne mich, und Du erklärst ihnen das Konzept. Wenn keine Fragen mehr sind, kann die Entscheidung fallen, bevor ihr mich holt. Ansonsten stehe ich noch für Rückfragen zur Verfügung und die Entscheidung fällt dann."
Charly nickte. "Dann machen wir das so. Übrigens, ich muss mich noch mit Laura treffen. Ich habe wohl noch Beinorthesen im Lager und will mit ihr abklären, ob die der Verordnung entsprechen. Willst Du noch ein bisschen die frische Luft genießen?" fragte Charly. Gerrit nickte und Charly zog ab.
Gerrit spazierte den Weg entlang, den sie mit Alina schon gegangen war, als sie die Sicherheit testeten. Sie ging weiter bis zum Geräteschuppen am Scheitelpunkt des Weges. Neugierig schaute sie unter den betreffenden Blumentopf auf der Veranda, der Schlüssel war da. Sie öffnete das Tor, betätigte den Notaus-Taster. Das Tor nach außen ließ sich öffnen. Sie kicherte, schloss das Tor und stellte den Strom wieder an. Das Tor war verriegelt. Sie schloss die Tür und legte den Schlüssel zurück.
Auf dem Rückweg kamen ihr Laura und Charly entgegen.
Laura blickte sie fragend an "Alles wie zuvor, aber ich habe nur den Geräteschuppen getestet."
Laura war sauer "Jetzt möchte ich aber wissen, wie verpeilt meine Sicherheitsleute sind. Gerrit, wir gehen außen rum und checken die anderen Schwachpunkte, Charly, Du kannst ja schonmal mit den anderen das Lagerfeuer abhalten."
"Geht nicht, wenn Laura keinen Schlüssel für den Schlüsselschalter hat, muss ich das Tor mit dem Notaus-Taster öffnen und von draußen kann ich den Strom nicht wieder einschalten, jedenfalls nicht, wenn das Tor zu ist, die andere Variante haben wir nicht getestet. Charly sollte mit kommen, ich zeig ihr, wie es geht." warf Gerrit ein.
Die drei gingen zurück zum Gerätehaus. Gerrit zeigte ihnen, wie es funktioniert, nahm sich ein handlanges Vierkantholz und kurz drauf war sie mit Laura außerhalb des Hotelgeländes.
Sie liefen am Zaun entlang zu den anderen Schwachpunkten. Am Tor, das sie kürzlich öffnen konnten, klebte noch das Pflaster. Gerrit nahm das Holz, schob es durch das Gitter und betätigte damit die Klinke. Das Tor war offen, sie zog es wieder zu. Die auseinander gebogenen Gitter im Zaun fanden sie nicht. "Drei Schwachstellen hattet ihr gefunden und nur eine wurde beseitigt, das gibt heiße Ohren." schimpfte Laura und sie gingen weiter.
"Wie geht es Dir nach den vielen Ereignissen und Veränderungen?" fragte Laura. "Du, ich weiß es gar nicht wirklich. Bist Du schon im Bilde mit der WC-Geschichte?" fragte Gerrit. Laura nickte. "Das war mit klarem Kopf gesehen, ganz eindeutig über griffig. Wie bin ich nur auf diese Idee gekommen? Charly hat es mir zwar erklärt, aber offenbar hab ich einfach im Moment keinen klaren Kopf, sonst wäre mir das nicht passiert." sagte Charly.
"Kommst Du damit klar, dass das jetzt der Normalzustand ist?" fragte Laura. "Da es für mich und für sie völlig ok und quasi selbstverständlich war, gehe ich davon aus. Sie hat sich ja auch gewünscht, von mir gepflegt zu werden. Wird schon klappen. Was mir mehr Sorge bereitet, ist die Frage, ob Alina sie heben kann, wenn sie übernimmt. Das müssen wir noch testen. Sabine rund um die Uhr pflegen, finde ich schon heftig."
"Wir haben hier eine kleine Krankenstation und zwei Krankenschwestern im Wechseldienst in Rufbereitschaft. Die Diensthabende hat hier einen persönlichen Bereich und ist schnell verfügbar. Sie kann einspringen." erklärte Laura. "Gut zu wissen, aber ich brauche alle Informationen, insofern wäre es mir lieb, nur im Notfall darauf zurückzugreifen." antwortete Gerrit.
Laura betrat mit Gerrit die Wohnung und brachte sie in die Lounge. Laura ging weiter ins Spielzimmer.
Als sie reinkam, verkündete Charly "Wir haben viel über das Konzept geredet, aber ein paar Fragen haben wir noch an Gerrit. Laura holte sie rein.
Charly fragte "Wo liegen Deine Prioritäten?" Gerrit antwortete "Im Prinzip hat der Vertrag oberste Priorität und dabei geht es darum, ihn mit Leben zu füllen. Da sind die beiden Vertragspartner maßgebend. Ich muss es also schaffen, zusammen mit Alina, beide so zueinander zu führen, dass eine stabile Konstellation entsteht, die eine innere energetische Waage hat. Es gibt aber noch eine darüber liegende Ebene: Niemand darf durch die Entwicklung seelisch ernsthaft beschädigt werden."
Charly hakte nach "Warum gerade die Beschränkung auf seelische Beschädigung?" Gerrit dachte nach "Die Garantie der körperlichen Unversehrtheit ist nicht in jedem Zweig des BDSM möglich oder gar erwünscht, deshalb habe ich das ausgespart."
Charly fragte "Wem gilt Deine Loyalität?" Gerrit antwortete "Das hab ich durch das lange Gespräch mit Dir begriffen. Loyalitätsgefühle stören in dieser Situation nur. Hier sind zwei Vertragspartner, die zusammen geführt werden sollen. Das ist die Aufgabe. Sie müssen am Ende in einer Konstellation landen, die für beide erfüllend, bindend und dauerhaft ist. Dafür zu sorgen, ist meine Aufgabe, zusammen mit Alina. Wie wir sie erfüllen, obliegt allein uns. Wir sind dem Vertrag verpflichtet."
Charly fragte "Was heißt das für die Vertragspartner?" Gerrit antwortete "Sie müssen sich uns öffnen, grenzenlos und auf unsere Ratschläge hören. Solange ich in mir beziehungsweise mit Alina zusammen keine Linie habe, passiert nichts konkretes und wir werden weiter nach Lösungen suchen. Der Zeitplan liegt bei uns."
Charly fragte "Wieso hast Du dieses Konzept so gnadenlos offen gelegt? Teile davon sind durchaus gelebte Praxis, aber diese Transparenz ist neu."
Gerrit antwortete "Ich weiß, das Spiel über Eck hat eine lange Tradition. Schon in 'Die Geschichte der O' war es enthalten. Aber ich möchte nicht hinter Sabines Rücken Informationen an Natalie geben, die Grundlage für weitere Schritte in Sabines Unterwerfung auslösen und sie zugleich als 'Schwester' auffangen, ohne dass sie weiß, dass sie diese Schritte mir zu verdanken hat.
Die Transparenz hat den Vorteil, dass solche Situationen nicht auftauchen. Trotzdem kann das Spiel über Eck stattfinden, nur werde ich, respektive wir, beiden Seiten gegenüber offen sein. Wir hoffen, dass wir das gut genug erklären können, in beide Richtungen, sodass das jeweilige Vertrauensverhältnis bestehen bleibt, die Wirkung aber dennoch da ist.
Die Demütigung der 'Komplizenschaft' ist damit auch nicht vom Tisch, da wir uns der Auswirkungen unserer Aktionen durchaus bewusst sein werden und damit auch der Tatsache, dass wir jemandem weh tun. Oder jemanden beeinflussen, der uns eigentlich übergeordnet ist. Und die Verantwortung für den Vertrag, dem wir verpflichtet sind, trägt ein Übriges dazu bei. Das ist das Konzept. Wir hoffen auf Euer Vertrauen und darauf, dass es wirklich funktioniert." endete Gerrit.
"Ich denke, damit sind die Fragen geklärt und wir können zur Abstimmung schreiten." sagte Charly. Gerrit warf ein "Ich möchte bei der Abstimmung nicht dabei sein, ich bin ohnehin nicht stimmberechtigt. Aber einen Wunsch habe ich noch: Wir leben hier alle zusammen und ich könnte mir vorstellen, eine 'Hands Up' Abstimmung könnte Probleme aufwerfen. Ich empfehle eine geheime Abstimmung und nur eine Einstimmigkeit sollte gelten."
Charly nickte. Laura nahm Gerrit an die Hand und verließ mit ihr die Wohnung.
Sie stiegen in den Aufzug und landeten kurzdrauf in dem Restaurant, in dem sie schon gewesen waren.
Laura schaute Gerrit an und sagte bedächtig "Du stellst die BDSM-Welt, oder zumindest unsere Konfession aber ziemlich auf den Kopf." Gerrit antwortete "Eigentlich nicht, die Verfahrensweisen gab es vorher auch, die Transparenz ist das wirklich neue. Ich denke, damit lässt sich durchaus eine bessere Verzahnung bewirken, weil jeder alles weiß. Dass jetzt die Fäden bei der 'Hohepriesterin der Unterwerfung' zusammen laufen, wie Charly sie genannt hat, ist für die Herrin sicherlich gewöhnungsbedürftig. Aber die Hohepriesterin tritt ab, wenn die Konstellation ausgewogen und der Vertrag erfüllt ist. Zu dem Zeitpunkt hat sie alles, was sie braucht, um ihr Eigentum selbstständig zu führen und in der Waage zu halten. Und die Sub wird jeden Schritt verstanden haben und genau wissen, dass es wirklich ihre Bestimmung ist."
"Was macht die Hohepriesterin dann?" fragte Laura.
"Ich denke, sie wird maximal leiden und das wird für sie nicht überraschend kommen, immerhin hat sie ihrer Herrin das Zepter aus der Hand genommen. Aber das hat sie immer für den Vertrag getan und damit im Interesse ihrer Herrin und im Interesse der neuen Sub. Sie hat die beiden miteinander verschweißt." antwortete Gerrit. "Sie hat sich also geopfert?" fragte Laura. "So kann man es nennen." sagte Charly. "Erwartest Du das für Dich?" fragte Laura. Gerrit seufzte "Ich weiß nicht, was dann geschehen wird, aber ich bin bereit."
"Hast Du eine Ahnung, warum wir hier sind?" fragte Laura. "Einweihungsparty für unsere neue Wohnung, außerhalb der Wohnung?" fragte Gerrit. "Ja, aber nicht nur das. Ich bin ziemlich sicher, dass Du im Bezug auf den neuen Vertrag heute, die Hohepriesterin sein wirst. Und das wollen wir feiern." "Das ist noch nicht entschieden, warten wir es ab. Aber ein Weißbier würde ich zur Einweihungsparty schon nehmen. Und so ein griechischer Vorspeisenteller wäre auch nicht schlecht."
Charly und die anderen kamen rein, Sabine, in ihrem Rollstuhl, hatte jetzt auch die Beinorthesen an. Sie platzierten sich am Tisch. Laura winkte die Kellnerin herbei und sie nahm die Getränkebestellungen auf.
Charly verkündete das Ergebnis der geheimen Abstimmung: Positiv und einstimmig.
Laura applaudierte und die anderen fielen ein.
Die Getränke kamen und noch ein Vorspeisenteller dazu.
Gerrit gab Sabine zu trinken und fütterte sie. Sie hatten sich schnell aufeinander eingespielt.
Der Chef-Techniker 'Netzwerk' war da und fragte nach ihren Wünschen bezüglich des Netzwerk-Anschlusses. Gerrit bevorzugte eine direkte Verbindung zum externen Router und wollte eine öffentliche IPv4 Adresse, Sabine plädierte für eine v6-Adresse. Sie einigten sich auf beides. So hatten sie alle Möglichkeiten.
Miriam, die Konzept-Koordinatorin des Bunker-Projekts saß nebenan und erklärte Sabine die Planung für den Bunker. "Ich wollte schon immer mal im Bunker wohnen." erklärte Sabine begeistert. Miriam holte die Pläne raus und breitete sie vor Sabine aus. Sabine war fasziniert, besonders, als sie von der privaten Wohnung erfuhr. "Ist da auch Platz für mich?" fragte sie. "Haben wir heute ergänzt." sagte Miriam und strahlte. Sabine war gerührt.
Lauras Telefon klingelte und sie ging raus.
Als sie wieder da war, schlug sie mit einer Gabel an ihr Glas. Alle verstummten. Laura verkündete "Ich habe gerade einen Anruf vom Institut nebenan bekommen. Natalie, Ihr könnt hier bleiben, ein Kollege vom Institut hier hat sich bereit erklärt, Dein Seminar bei Deinem Institut zu übernehmen, wenn Du seines hier übernimmst, gleiches Thema. Ich hab dem Leiter das Problem erklärt, ohne ins Detail zu gehen. Und er hat sich reingekniet, mit Erfolg. Ihr könnt also alle hier bleiben, der Abreisetermin Sonntag Abend hat sich damit erledigt."
"Wir können hier bleiben!" freute sich Alina. "Dann brauche ich keine Krankenschwester ab Sonntag Abend" seufzte Sabine erleichtert.
Der Hauptgang kam.
[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Jo_the_O am 15.08.26 um 14:52 geändert
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RE: Geschichten von Alina und Natalie
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Datum:15.08.26 18:28 IP: gespeichert
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Die Dienerin (Part 2, Kapitel achtundachtzig - die Ziffer acht streikt wieder und ergibt ein Symbol)
Alina und Gerrit hatten sich in den Raum nebenan zurückgezogen und besprachen das weitere Vorgehen. Als sie sich einig waren, holte Alina Natalie herein und Gerrit erklärte ihr den Plan.
Gerrit und Alina saßen wieder auf ihren Plätzen, gegenüber von Sabine. Laura hatte sanfte elektronische Musik aufgelegt. Miriam und Sabine waren ins Gespräch vertieft, Natalie näherte sich Sabine von hinten.
Sie formte ihre Hände, als würde sie einen Basketball halten und bewegte sie langsam auf Sabines Kopf zu. Ihre Fingerspitzen waren keine zwei Zentimeter mehr von Sabines Kopf entfernt, sie zitterten leicht. Einige kürzere Haare standen zu Berge, es musste eine Kraft von ihren Fingern ausgehen.
Alina und Gerrit sahen Sabine mit ruhigem, festem Blick in die Augen. Sie hatte Natalies Hände gespürt, obwohl es keine Berührung gab. Ihre Augen spiegelten die Demut, die sie beherrschte.
Völlig immobilisiert musste sie spüren, wie die Energie ihrer neuen Herrin in sie hineinfloss. Sie seufzte leise.
Natalies Hände bewegten sich nun im Einklang mit der Musik. Sie umkreiste mit ihnen Sabines Kopf, ohne ihn zu berühren. Die stöhnte und schien ihre Augen schließen zu wollen. Gerrit schüttelte fast unmerklich den Kopf und schaute sie mit strengem, aber auch mitfühlendem Blick an. Tränen liefen ihr über die Wangen.
Natalie hatte ihre Bewegungen gestoppt und senkte die Fingerspitzen ganz langsam ab. Bei der gleichzeitigen Berührung an zehn Punkten entlud sich eine Welle von Energie, Sabine jauchzte laut, ihre Augen wurden glasig und sie schloss sie. Natalie bewegte ihre Finger wieder in Harmonie mit der Musik, diesmal mit Hautkontakt. Sie glitten über ihre Haare, touchierten ihre Ohrläppchen, wanderten in den Nacken, verweilten dort kreisend und bewegten sich zu den Schultern. Seitlich der Schultergelenke, waagerecht und zur Mitte hin gerichtet blieben sie stehen. Sabine atmete schneller, 'Augen auf!' befahl Gerrit. Sie öffnete sie mühsam und Gerrit sah, wie das Gefühl des Ausgeliefertseins und der Demut in ihr loderte. Alina sah Natalie an und nickte. Die zog ihre Hände zurück und blieb bewegungslos stehen. Sabine schluchzte. Gerrit befahl 'Augen zu!'.
Alina und Gerrit standen auf, verneigten sich vor Natalie und gingen zusammen aufs WC. Bevor die Tür sich hinter ihnen schloss, hörten sie Applaus. "Initiation gelungen!" meinte Alina, "Ja" schloss sich Gerrit an.
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RE: Geschichten von Alina und Natalie
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Datum:16.08.26 04:10 IP: gespeichert
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Die Dienerin (Part 2, Kapitel neunundachtzig - die Ziffer acht streikt wieder und ergibt ein Symbol)
Alina und Gerrit waren zurück und setzten sich.
"Immer noch die Augen geschlossen, braves Mädchen!" lobte Gerrit. Sabine erklärte "Ich habe mich nicht getraut, sie wieder auf zu machen. Dein Befehl war sehr zwingend."
"Weinst Du noch?" fragte Gerrit. Sie schüttelte den Kopf. "Dann werde ich Dir mal die Augen trocknen." sagte Gerrit und stand auf. Sie nahm ein Taschentuch, wischte Sabine die Augen trocken und sah zu Alina und Natalie.
Beide nickten, Alina gab Natalie zwei Pflaster. Gerrit streichelte Sabine über den Kopf. "Der Befehl, die Augen wieder zu öffnen, wird heute nicht kommen. Im Gegenteil. Du bekommst jetzt Augenpflaster." kündigte Gerrit an und hielt ihren Kopf in Position, damit Natalie ihr die Pflaster auf die Augen kleben konnte. "Sitzen sie gut oder tut etwas weh?" fragte Gerrit. "Alles Ok. Wie lange werde ich sie tragen müssen?" fragte sie. "Bis auf Weiteres." erwiderte Gerrit trocken. Sabine seufzte.
Es war still geworden am Tisch, alle verfolgten gebannt die Geschehnisse.
"Gerrit, was hast Du gefühlt, als Du mir gerade den Kopf festgehalten hast?" fragte Sabine.
Gerrit seufzte "Demut, und Schmerz, weil ich Dir weh tun musste. Und das war ja nicht nur dieser Moment. Solange Du die Pflaster trägst, wird es mir weh tun. Ich habe sie selbst lange getragen und ich weiß sehr gut, wie Du Dich fühlst. Da ist sehr viel Mitgefühl in mir."
"Hast Du das selbst entschieden?" fragte Sabine. Gerrit entgegnete "Ich fand die Maßnahme im Rahmen Deiner Unterwerfung geeignet, aber ich habe mich mit Alina und auch mit Natalie per Blickkontakt abgestimmt. Beide haben genickt."
Sabine hakte nach "Was wäre gewesen, wenn meine Herrin genickt und Alina den Kopf geschüttelt hätte?"
"Dann wäre es nicht passiert." antwortete Gerrit.
"Und wenn Natalie den Kopf geschüttelt und Alina genickt hätte?" fragte Sabine.
Gerrit seufzte "Das ist schwierig, da hätten wir erstmal geredet und uns Natalies Argumente angehört. Wäre die Situation so geblieben, wäre es eine Frage der Abwägung gewesen. Was bewirkt es bei Natalie, wenn wir uns über sie hinweg setzen? Das ist so kompliziert, das kann man nicht in einer 'was wäre, wenn' Frage beantworten."
Sabine überlegte "Es gibt also mindestens eine, vielleicht sogar zwei Situationen, in denen Ihr gegen den Willen von Natalie gehandelt hättet. Die eine entspricht dem Statut, das heute einstimmig beschlossen wurde, die andere ist ein Grenzfall. Gerrit, was wird wohl mit Dir passieren, wenn Du wieder einfach nur Eigentum bist und nicht mehr die Hüterin des Vertrags?"
Gerrit schmunzelte "Das hat Laura vorhin schon gefragt. Ich habe geantwortet, ich werde wohl maximal leiden müssen."
Sabine blieb hartnäckig "Machst Du Dir Gedanken, was Dir konkret bevorstehen könnte?"
Gerrit senkte den Blick uns sagte bedächtig "Nein das tue ich nicht. Ich habe drei Herrinnen, wenn die gegeneinander arbeiten, werde ich sowieso zerrieben. Wenn sie sich einig sind, wird es so passieren. Jedenfalls, wenn sie diesen Appell berücksichtigen: Wenn Ihr Etwas mit mir vorhabt, was richtig Angst bei mir auslösen könnte, dann gestaltet die Situation absolut unentrinnbar für mich." endete Gerrit und ging aufs WC. Natalie folgte.
Sie hatten sich gerade die Hände gewaschen. Natalie sah Gerrit tief in die Augen und sagte bewegt "Wir werden Deinen Appell berücksichtigen, das verspreche ich Dir!" Gerrit kamen die Tränen und sie sagte "Danke!"
"Übrigens, wäre Sabine jetzt nicht in dieser medizinischen Situation, ich würde die Kopfhaube sofort nochmal einsetzen." sagte Natalie schmunzelnd. "Wieso?" fragte Gerrit verdutzt.
"Sie hat Veränderungen bei Dir bewirkt, die mir gefallen, auch wenn Du teilweise ein wenig neben der Kappe warst." antwortete Natalie schmunzelnd. "Was meinst Du?" fragte Gerrit.
Natalie lachte "Du hast schon den ganzen Tag den Rock an, aber keine Maske. Und hast bei der Ärztin kein Problem damit gehabt, bist ganz selbstverständlich im Hotel rumgelaufen, im Park und jetzt bist Du schon zum wiederholten Mal, ohne dass eine von uns helfen musste, auf der Damentoilette, auch ganz selbstverständlich. Verstehst Du es jetzt?"
Gerrit war perplex "Uff, sagte sie. Ja, die Kopfhaube ist heftig, sie kehrt das Innerste nach außen." kicherte sie.
"Eine Frage hab ich noch. Wir sind hier oben ziemlich unter uns. Charly hatte heute den Gedanken, etwas mehr über das zu erfahren, was passierte, nachdem Deine spätere Frau Dich unterworfen und eingesperrt hatte. Würdest Du das hier vor Laura und Teilen ihres Teams erzählen?" fragte sie.
"Geht klar, kein Problem, dann bekommt Sabine auch gleich noch interessante Eindrücke und das Team ebenfalls." kicherte Gerrit. "Das war der Plan." grinste Natalie und sie verließen das WC.
Als sie wieder am Tisch waren, gab Natalie Charly ein Zeichen.
Charly fragte "Vorab, bist Du mit der Transparenz, die Du in das Konzept eingebracht hast, zufrieden?"
"Absolut, es wird zwar komplizierter, aber es ist vertrauensbildend und es hilft allen dabei, die Dinge zu verstehen. In dem Sinne ist es auch ein Beweis dafür, dass die Kenntnis der Zusammenhänge die Wirkungen nicht aufhebt. Vielleicht verstärkt sie die sogar, weil jedem auch die Gedanken und Gefühle der anderen vertraut sind." antwortete Gerrit.
"Perfekt beschrieben, das war genial. Ich war skeptisch, aber Du hattest Recht, Frau Kollegin! Es macht einen Riesenspaß, mit Dir zu arbeiten." lobte Charly. "Ganz meinerseits." schmunzelte Gerrit.
Charly erklärte dem Team und Sabine die Vorgeschichte bis zu dem Punkt, als Gerrits Sub den Spieß umdrehte und Herrin wurde.
Charly fragte "Wie ist die Zeit nach diesem Polwechsel verlaufen?"
Gerrit holte aus "Also, nach der Unterwerfung bekam ich eine Augenbinde und Handfesseln. Sie zog mir die Hose aus und einen Rock an, danach fesselte sie mir die Füße und setzte mich in einen Sessel im Wohnzimmer.
Sie fragte, wie ich mich fühle und ich konnte nur sagen, dass ich überwältigt war von der Präzision ihrer Attacke und ihrer Stringenz. Sie hatte mich völlig überrumpelt und nun gehörte ich ihr.
Ich war glücklich über diese Wendung und sie offenbar auch.
Da wir beide ziemlich beschwipst waren, endete der Abend schnell.
Während ich mich für die Nacht parat gemacht habe, hatte sie das Bett vorbereitet. Kurz drauf lag ich ausgespreizt und fixiert drin und hatte wieder die Augenbinde auf. Sie kuschelte sich an und wir sind eingeschlafen.
Nachts musste ich aufs WC, sie hat mir die Fesseln und die Augenbinde nicht abgenommen, mich in Trippelschritten ins Bad geführt und eigentlich genau das gemacht, was ich mit ihr in der früheren Konstellation in Berlin auch gemacht habe. Danach schlossen sich wieder die Schlösser und ich war fixiert."
Charly fragte "Hat es weh getan?"
Gerrit antwortete "Ja, das hat es und sehr oft hat sie das auch nicht mit mir gemacht. Später konnte ich mich zumindest auch mal auf die Seite drehen. Am nächsten Tag bekam ich nach der Dusche und dem Frühstück wieder Hand- und Fuß-Fesseln, die Fußfesseln waren aber in der Küche mittels einer Kette mit dem Heizkörper verbunden. Das Limit war der Kühlschrank. Weiter kam ich nicht.
Sie war in ihrem Laden, eine Etage tiefer. Ich hatte mein Handy auf dem Tisch, um Alarm geben zu können, wenn etwas ist. Ich habe viel am Fenster gesessen und auf den Park der gegenüberliegenden Berufsschule geschaut, surreale Situation, aber ich hab mich gut gefühlt, ausgeliefert, gedemütigt, aber gut.
Zwischendurch hatte sie einen Zettel 'Bin gleich wieder da' an die Ladentür gehängt, abgeschlossen und ist hoch gekommen um bei mir nach dem Linken zu sehen, so formulierte sie das immer. Und sie befahl mir bei einer dieser Kurzvisiten, Essen zu kochen. Mit Fußfesseln, plus Kette und den Handfesseln zu kochen ist schon sehr speziell. Man muss sich die Bewegungsabläufe sehr genau überlegen, sonst funktionierts nicht. Hab's aber hinbekommen. Auch das Essen in Fesseln war eine Herausforderung."
Charly fragte "Wie lange hatte diese Konstellation Bestand?"
Gerrit lachte "Ganze drei Tage, danach wurde es richtig heftig. Sie hat in ihrem Laden abends immer wieder spezielle Workshops gemacht. Diesmal stand ein Bastelabend an. Ich hab keinen Draht zu Basteln, aber sie hat mich in die Stadt mitgeschleppt, um Materialien zu kaufen. Das, was sie wollte, hatte sie gefunden und ich trug den Einkaufskorb. Wir hatten uns zwischen den hohen Regalen verlaufen und suchten den Weg zur Kasse. In einem Regalfach, an dem wir vorbei kamen, lagen Gipsbinden. Sie blieb stehen, überlegte, schaute mich mit einem diabolischen Blick an und packte alles, was da war in meinen Einkaufskorb. Ich ahnte Fürchterliches.
Zuhause befahl sie mir, im Internet medizinische Befunde zu suchen, die einen Gips vom Oberarm, kurz unter der Schulter bis zu den Fingerspitzen, inklusive Daumen rechtfertigen konnten. Ich wusste, was mir blüht, aber ich habe ganz professionell recherchiert und mich mit ihr total sachlich abgestimmt. Irgendwann hatten wir einen passenden Befund gefunden. Wir fuhren die Rechner runter, ich musste mich duschen, sie hatte mir ein Oberteil rausgelegt, das an den Ärmeln weit genug war und fing an, mir die Arme und Hände einzugipsen. Es dauerte etwa eine Stunde, danach musste ich noch eine halbe Stunde alles still halten, bis der Gips ausgehärtet war. Nun war ich komplett hilflos."
Sabine sagte sehr bewegt "Das ist ja noch viel schlimmer, als meine Orthesen, die kann man immerhin schnell abnehmen. Und sie sind leicht."
Gerrit seufzte "Das Gewicht war wirklich heftig und an den Oberarmen drückte es auch, wenn die Gipse nicht irgendwo auflagen. Mit ihr durch die Stadt zu gehen, mit hängenden Armen war schmerzhaft. Im Restaurant oder im Bistro war es besser, da hatte ich Armlehnen, um sie abzulegen."
Charly fragte "Was waren Deine primären Gefühle in der Zeit?"
Gerrit antwortete "Der Schmerz, den ich versucht habe, zu vermeiden, indem ich immer eine passende Ablage gesucht habe. Dann kam das Gefühl der Hilflosigkeit und des Ausgeliefertseins, das ich irgendwie kultiviert habe. Ich habe die Gipse mit Stolz getragen, weil meine Frau mich so wollte. Wenn wir unterwegs waren, habe ich Hilfe gern angenommen, aber ich habe zugleich auch eine Ausstrahlung der Selbstverständlichkeit gehabt, ich wollte kein Mitleid.
Sie hat mich schon kurz nachdem ich die Gipse trug, tagsüber in einen Ohrensessel in ihrem Laden gesetzt und als Ausstellungsstück genutzt. Die Kunden, die in ihren Laden kamen, sahen mich gleich. Die Reaktionen waren unterschiedlich, aber meine Frau hat es genossen, mich zu präsentieren. Mir war es oft peinlich, aber ich war stolz darauf, ihr Spielzeug zu sein.
Ich hab mit den Gipsen in ihrem Laden sogar literarische Lesungen gehalten. Ihre Freundin hat mitgelesen und rechtzeitig die Seiten umgeschlagen, das konnte ich ja nicht. Es klappte sehr gut und die Lesungen waren ein voller Erfolg.
Zum Schluss kommt die Demut, dass ich jeden schönen Moment in dieser Zeit, meiner Herrin zu verdanken habe.
Charly seufzte "Hältst Du gerade ein Seminar?"
Gerrit überlegte "Eigentlich erzähle ich nur aus meinem Leben, aber, wenn ich darüber nachdenke: Du hast Recht. Ich halte ein Seminar über die Psychologie der Unterwerfung und belege es mit eigenen Erlebnissen. Und die Zielgruppe ist Lauras Team. Vor allem aber gilt es Euch und besonders Sabine. Möge es ihr unsere Konfession näher bringen."
Sabine seufzte "Ich dachte immer, ich bin hart drauf. Aber wenn ich deine Erfahrungen und Erlebnisse und die Philosophie dahinter höre, fühlt sich das schon ganz anders an. Ich glaube, ich habe heute Abend sehr viel über Eure 'Konfession' gelernt. Danke, Gerrit!"
Gerrit bedankte sich und fragte "Magst Du Dich weiter darauf einlassen, oder möchtest Du die Reißleine ziehen?"
"Eigentlich habe ich ja noch Zeit für die Entscheidung, aber, so wie es sich für mich anfühlt, bleibe ich definitiv dabei. Und das möchte ich auch jetzt schon endgültig haben. Können wir die Reißleine streichen?" fragte Sabine.
Charly schaltete sich ein "Das wäre eine Änderung des Vertrags, ist aber möglich. Alle Beteiligten treffen sich nebenan. Einstimmigkeit ist erforderlich. Gerrit fuhr Sabine in den Nebenraum, kehrte zurück und ging mit Laura aufs WC.
Laura schüttelte den Kopf "Dein Seminar war so gut, dass sie sich jetzt schon selbst den Rückweg abschneiden will und wahrscheinlich passiert das gerade. Wie fühlst Du Dich?"
Gerrit schluchzte "Damit habe ich nicht gerechnet. Ich wollte sie eigentlich so gut mit allem vertraut machen, dass sie am Ende, nach reiflicher Überlegung, eine Entscheidung fällen kann. Jetzt will sie sofort die Endgültigkeit, ich bin baff."
Laura sagte "Wenn jetzt der Vertrag geändert wird, was ist dann mit Deiner Rolle?"
Gerrit antwortete "Die ist Geschichte. Wenn jetzt schon die Endgültigkeit festgeschrieben wird, ist eine Hüterin des Vertrags wahrscheinlich nicht mehr nötig. Aber das habe ich nicht zu entscheiden. Fragt Charly. In jedem Fall bin ich jetzt raus, weil der Vertrag, dem ich dienen sollte, nicht mehr gilt."
"Was ist mit Deiner Rolle als Pflegerin für sie?" fragte Laura. Gerrit antwortete "Übernehme ich, wenn es nicht anders geht. Aber ich glaube, ich brauche heute Nacht nochmal die Kopfhaube. Charly sollte bei mir sein und das ganze sollte in meinem oder ihrem Zimmer stattfinden. Ich bin grad ziemlich durchgerüttelt und habe echte Probleme, auf 'Normal' zu schalten und das müsste ich, um Sabine zu pflegen. Sorry, ich kann es derzeit nicht."
Charly hatte eine Ahnung gehabt und kam rein. Laura erklärte ihr die Situation, Gerrit stand weinend daneben.
Charly nahm sie an die Hand und führte sie zum Fahrstuhl. Im Keller angekommen, ging es in die Wohnung. Charly ordnete an, dass sich Gerrit fürs Bett fertig machen sollte, sie hatte ihr Zimmer gewählt. Sie ging ins Spielzimmer, holte Fessel-Handschuhe und die Haube, das sollte reichen.
Als sie soweit war, legte Charly Gerrit ins Bett, positionierte ihren Kopf im Hinterteil der Haube und ließ den Vorderteil sinken bis zur Raste. Sie war jetzt isoliert und Charly weinte nun auch. Sie drehte Gerrit auf die Seite und kuschelte sich an.
[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Jo_the_O am 16.08.26 um 15:14 geändert
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Die Dienerin (Part 2, Kapitel 90)
Gerrit ertastete Charlys Hände, ergriff sie und führte sie an die Kopfhaube. Charly begriff, sie will raus und drehte sie auf den Rücken. Mit den Magnetschlüsseln öffnete sie die Verschlüsse und nahm das Frontteil ab. Danach hob sie ihren Kopf und zog das hinter Teil darunter weg.
"Was ist los?" fragte sie. Gerrit antwortete etwas stockend "Ich hatte eben in meinem schwarzen Loch eine Idee.
Es gibt mit Sabine eigentlich zwei Probleme.
Zum einen ist sie sehr forsch und spontan, was wir ja oben schon bemerkt haben. Wir haben ihr das alles verziehen, aber ich vermute, es wird nicht lange dauern bis sie wieder etwas raushaut, was uns ins Schlingern bringt.
Den Vertrag nach nur wenigen Stunden Gültigkeit zu ändern, passt eigentlich auch in die Linie, obwohl es mich freut, dass sie sich den Rückweg abschneiden wollte. Sie hatte offenbar Angst, es sich vielleicht später anders zu überlegen. Den Mut, gleich 'all in' zu gehen, muss man auch erstmal haben.
Zum anderen haben wir nur begrenzte Mittel, sie zu formen, weil viele Verfahren entweder an ihr abperlen oder die Wirkung ins Gegenteil verkehrt wird, weil sie so extrem drauf ist. Mir ist aber eine Variante in den Kopf gekommen, die funktionieren könnte.
Ihr könntet uns miteinander verbinden, nicht physisch natürlich, sondern durch eine Regel. Immer, wenn sie etwas kritikwürdiges macht, werde ich geschlagen und sie muss zuschauen. Sie weiß, das ich Angst vor Schmerz habe und ihn nicht genieße. Und sie mag mich, sodass sie seelisch leiden würde, wenn ich wegen ihres Handelns geschlagen werde. Das könnte zu einem Regelkreis führen, der sie bedachter und vorausschauender handeln lassen würde. Was hältst Du davon?"
Charly schmunzelte "Du magst sie offenbar auch sehr und ich bewundere Deine Opferbereitschaft. Dein Plan erscheint mir schlüssig. Ich hole mal Alina und Natalie. Wir brauchen ein 'Lagerfeuer'."
Kurz drauf saßen sie zu viert im Kreis und Charly erklärte das Konzept.
Alina staunte "Wow, Du opferst Dich, damit sie eingehegt werden kann. Eine sehr starke Geste."
Natalie fragte "Sollten sichtbare Spuren bleiben?"
Gerrit antwortete "Unbedingt, für ein paar Tage. Und, solange die sichtbar sind, werde ich hier unten einen kurzen Rock tragen. Damit ist jeder, der hier ein und aus geht, klar, dass Sabine sich wieder kritikwürdig verhalten hat."
Natalie hakte nach "Ist die Regel mit Deiner Rolle als Hüterin des Vertrages verknüpft?"
Gerrit erläuterte "Die Hüterin ist durch die Änderung erstmal raus. Der Vertrag, dem sie verpflichtet war, existiert nicht mehr. Das gilt übrigens auch für Alina. Ich werde diese Rolle nur dann für einen neuen Vertrag wieder übernehmen, wenn Sabine dieser Regel zustimmt. Danach ist die Regel dauerhaft. Also, wenn die Hüterin des Vertrages nicht mehr gebraucht wird, kann sie abdanken, die Regel aber bleibt bestehen.
Natalie blieb am Ball "Wer sollte schlagen?"
Gerrit erwiderte "Charly, Sorry, ich hab Dich gar nicht gefragt. Aber Du bist in den Vertrag nicht eingebunden, auch nicht in das Konzept der Hüterinnen und deshalb am unabhängigsten. Außerdem hast Du Übung und, was mir wichtig ist, für Dich ist das nur Handwerk. Du hast keine emotionale Beziehung zu Schmerzen, egal ob passiv oder aktiv, ebenso, wie ich. Du wirst es kühl, präzise und perfekt machen."
Natalie lächelte verschmitzt "Gerrit würdest Du Sabine auch langfristig in meinem Auftrag führen? Die Regel ergibt nämlich einen schönen Regelkreis. Bin ich mit ihr nicht zufrieden, bekommst Du die Schläge und kannst nachjustieren. Eine bessere Motivation kann es kaum geben."
Gerrit lachte "Da hast Du Recht, und ja, es wäre mir eine Ehre. Übrigens, ist jemand bei Sabine?"
Charly nickte "Ich hab vorhin die Krankenschwester in Rufbereitschaft angerufen. Sie ist bei ihr."
Gerrit entgegnete ernst "Das ist gut. Ich würde gern nochmal mit Euch in den Park gehen, bevor die Regel, vorbehaltlich ihrer Zustimmung, in Kraft tritt. Ich vermute, ihre Aktion gestern Abend rechtfertigt die ersten Schläge."
Charly nickte "Ich schau mal, ob sie zustimmt."
Charly kam kurz drauf zurück und meinte "Kein Problem, ich hab mir Sabines Handy geklaut und der Krankenschwester die Nummer gegeben, sie ruft an, wenn was ist. Mein Handy liegt, wie üblich im Laden. Das sollte ich mir mal abgewöhnen."
Sie zogen sich schnell etwas an und machten sich auf den Weg.
Im Aufzug meinte Alina "Dir scheint der Rock in der Öffentlichkeit gar nichts mehr auszumachen."
Gerrit erwiderte "Ich weiß nicht, ob das wirklich so ist, aber ich habe vorhin mit der Haube auf dem Kopf etwas festgestellt, was mich wirklich erstaunt hat. Das Hotel und nicht nur unsere Wohnung ist für mich ein Zuhause geworden.
Sicher gibt es zwischen der Wohnung und dem Rest noch Unterschiede, im kurzen Rock, mit sichtbaren Striemen, würde ich wohl nicht quer durchs Hotel laufen." Gerrit stutzte einen Moment "Wer weiß, vielleicht doch, keine Ahnung. Jedenfalls hat mich die Offenheit und Akzeptanz hier gefangen genommen." Gerrit bemerkte ihr Wortspiel und kicherte.
Die frische Brise im Park tat ihnen gut. Sie atmeten tief durch, gingen den Rundweg entlang und kamen an die beiden Eichen.
Alina fragte Gerrit "Erinnerst Du Dich?" Gerrit erwiderte "Natürlich, wir beide hinter den Eichen, die Security schaltet respektvoll weg, weil es aussah, als würden wir beide mal müssen. Und wir sind ausgebüxt. Großes Kino."
Sie lachten beide und gingen schweigend weiter.
Natalie war nachdenklich "Wir haben jetzt eine komplexe Eigentums- und Beziehungs-Konstellation. Vielleicht habe ich in mir auch noch eine traditionelle Seite, jedenfalls geht mir gerade etwas durch den Kopf und ich frage mal ganz direkt.
Ist Liebe teilbar?"
Gerrit antwortete "Die Frage geht von einer überkommenen Grundhaltung aus. Liebe ist keine Ressource, bei der in einem Tank eine bestimmte Menge ist, die man vielleicht komplett an einen geben oder 50:50 auf zwei verteilen kann.
Ich denke, jede Beziehung, in der man liebt, ist einzigartig, sie hat ihre eigene Kraftquelle. Und die ist die Liebe selbst. Solange genug Energie im Gesamtsystem Mensch ist, gibt es unbegrenzte Energie für Liebe.
Liebe muss also gar nicht geteilt werden. Wenn die Beziehung stimmig ist, kann jede auf 100 Prozent laufen, egal, ob es eine, zwei, drei oder vier sind. Bei mir ist es im Moment so, dass ich ohne Abstriche, also hundertprozentig, sagen kann: Ich liebe Natalie, ich liebe Alina, ich liebe Charly und ich liebe Sabine."
Charly seufzte "Du haust mich immer wieder um, diesmal in Philosophie. Das ist ein wunderschöner Gedanke, den Du da formuliert hast und ich kann ihn auch nachvollziehen. Liebe gibt Kraft, sie nimmt keine. Ich bin gerührt."
Alina seufzte "Das ist so süß, Liebe ist die Kraft, die uns trägt. Ich liebe Euch und Sabine auch."
Natalie schluchzte "Ich glaub, ich muss meine traditionellen Prägungen aufarbeiten, Gerrit, Charly, ich brauch mal ein paar Sitzungen."
"Jederzeit!" antworteten beide im Chor.
Sie liefen noch eine Weile schweigend weiter.
Gerrit wurde ernst "Ich denke, wir sollten wieder zurück gehen. Sabines Antwort auf die Regel wird den Weg weisen und vielleicht werde ich heute in die Welt des Schmerzes eingeweiht. Die paar Schläge in den letzten Nächten kann man ja nicht mitzählen. Dass ich ihn nicht lieben werde, ist für mich klar. Nicht klar ist, ob ich ihn verkraften kann. Aber das Konzept ist schlüssig, ich stehe dazu und bin bereit."
Schweigend gingen sie zurück, jede hing ihren Gedanken nach.
Zurück in der Wohnung, schaute Charly im Spielzimmer nach, ob alles Ok war. Die Krankenschwester berichtete, dass Sabine die ganze Zeit geschlafen hatte. Charly dankte ihr und verabschiedete sich von ihr.
Sodann holte sie die Kopfhaube. Alina hatte Sabine geweckt und aufs WC gebracht. Sie hatte keine Probleme damit, sie aus dem Bett in den Rollstuhl zu heben. Gerrit war erleichtert, korrigierte ihre Haltung noch ein wenig, damit die Belastung für den Rücken nicht so hoch war.
Als sie zurück waren, erklärte Charly Sabine die Regel.
Sabine schluchzte "Gerrit, dann wirst Du fortan immer geschlagen, wenn Natalie mit mir nicht zufrieden ist. Das ist krass. Wer hat sich das ausgedacht?" fragte sie.
Gerrit erläuterte "Als ich vorhin mit der Kopfhaube in irgendeinem schwarzen Loch abgetaucht war, ist mir diese Idee gekommen. Du bist vielen Maßnahmen zur Formung gegenüber immun, weil Du so extrem bist. Aber Du magst mich und wenn ich für Dich leide, wird Dir das weh tun. Und damit wärest Du besser formbar."
Sabine seufzte "Da ist mehr als 'mögen', aber das, was Du vor hast, ist heftig. Du opferst Dich für meine Formung."
Gerrit erwiderte "Ja, und das mit voller Überzeugung. Ich werde Dich nämlich auch im Auftrag Deiner und meiner Herrin führen. Mache ich es nicht gut, wird's mir weh tun, mache ich es gut und sie ist mit Dir zufrieden, bekomme ich keine Schläge."
"Du verknüpfst also Dein Schicksal mit meinem Verhalten?" fragte Sabine.
Gerrit atmete tief durch "Das tue ich. Und ich werde die Rolle der Hüterin des neuen Vertrages auch nur dann annehmen, wenn Du der Regel zustimmst."
"Ich bin am Arsch! Ich will unbedingt, dass Du diese Rolle wieder übernimmst. Ich hab also keine andere Wahl, als zuzustimmen. Wird die Regel dauerhaft sein?" fragte Sabine.
"Das wird sie, jede Deiner Handlungen wird sich damit auf mich auswirken." konstatierte Gerrit.
Sabine zögerte "Bei Dir ist offenbar auch viel mehr im Spiel, als 'mögen'. Ich bin einverstanden!"
Charly stellte fest "Dann seid Ihr jetzt dauerhaft auf diese Weise verbunden. Die Vertragsänderung gestern Abend wird der erste Punkt sein, der Auswirkungen hat."
Gerrit erklärte "Du hast gestern Abend mal kurzerhand alles durcheinander gewirbelt, hatten wir vorher auch schon. Die Dinge vorher waren verziehen, der gestern ist noch offen. Ich verstehe Deine Gründe sehr gut. Du wolltest Dir den Rückweg abschneiden, bevor Du es Dir anders überlegen kannst. Etwas Ähnliches war der Grund für meinen Appell. Wenn ich mich in Dich hineinversetze, muss ich sagen: Alles richtig gemacht. Trotzdem wird diese Aktion die Initiation der Regel werden."
Charly legte Gerrit die Kopfhaube wieder an. Natalie nahm Sabine die Augenpflaster ab und wischte die Augenpartie feucht durch. Alina führte Gerrit zum Andreaskreuz. Alina, Charly und Natalie fixierten Gerrit am Kreuz.
Charlie nahm einen Knobelbecher, einen Bierdeckel, sowie zwei Würfel. Pasch sechs, der Höchstwert.
Sie nahm den Reitstock, atmete tief durch und näherte sich Gerrit. Sie konzentrierte sich, zielte auf den linken Schenkel und schlug zu, direkt zwei Mal hintereinander, etwas versetzt.
Gerrit blieb still, aber atmete schnell. Charly wartete, bis sich die Atemfrequenz normalisiert hatte, zielte auf den anderen Schenkel, schlug zu, wartete zehn Sekunden und schlug ein weiteres Mal knapp darunter zu.
Ohne Zeitverzug folgte ein Schlag auf der linken Seite, dann wieder einer rechts.
Gerrit stöhnte.
Charly wartete etwa eine Minute und traf erneut links und rechts im kurzen Wechsel. Das Stöhnen wurde lauter.
Sabine liefen die Tränen herunter, sie konnte kaum noch etwas sehen und schluchzte.
Charly konzentrierte sich neu und schlug zweimal auf Rechts und noch zweimal auf Links.
Gerrit war am Ende und das Maß war voll.
Natalie und Charly gingen raus, Alina tröstete Sabine, Gerrit blieb hängen und schluchzte.
In der Lounge setzten sich Charly und Natalie auf ein Sofa.
Charly seufzte "Ich hatte noch nie eine Novizin, das war ziemlich heftig."
Natalie seufzte ebenfalls "Ich hoffe, es war nicht zu schlimm für sie."
"Das werden wir sehen. Sabine muss jedenfalls zurück ins Bett, ich denke, wir brauchen den Rollstuhl für Gerrit. Die wird uns wohl einfach entgegen purzeln, wenn wir sie losmachen. Wir sollten sie dann gleich im Bad des Spielzimmers aufs WC bringen, mindestens zu zweit. Und dann direkt in mein Zimmer und dort ins Bett packen." sagte Charly.
Sie sahen sich an und standen auf.
Im Spielzimmer hatte Alina die Situation schon begriffen und Sabine wieder ins Bett gebracht. Sie stand mit dem Rollstuhl am Andreaskreuz und zu dritt befreiten sie Gerrit, fingen sie auf und setzten sie in den Rollstuhl. Nachdem sie sie aufs WC gebracht hatten, fuhr Charly den Rollstuhl in ihr Zimmer. Sie hoben Gerrit ins Bett, Natalie und Alina verabschiedeten sich.
Charly nahm Gerrit die Kopfhaube ab und trocknete ihre Augenpartie.
"War es schlimmer, als erwartet?" fragte Charly.
Gerrit nickte, sagte aber nichts.
Charly beobachtete Gerrit eine Weile, sie schien apathisch.
Sie umarmte sie und sie schliefen nach einer Weile ein.
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