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Trucker Volljährigkeit geprüft
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Latex ist geil

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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:19.06.18 17:57 IP: gespeichert Moderator melden


Super weiter geschrieben und super spannend. Da bin ich ja mal gespannt ob sie zu dem T
Rennen geht und wie sie sich dort schlägt.
Danke an alle Autoren fürs schreiben ihrer Geschichten

Gruß truckercd
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Trucker Volljährigkeit geprüft
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Latex ist geil

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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:19.06.18 17:57 IP: gespeichert Moderator melden


Super weiter geschrieben und super spannend. Da bin ich ja mal gespannt ob sie zu dem T
Rennen geht und wie sie sich dort schlägt.
Danke an alle Autoren fürs schreiben ihrer Geschichten

Gruß truckercd
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Trucker Volljährigkeit geprüft
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Latex ist geil

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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:19.06.18 17:58 IP: gespeichert Moderator melden


Super weiter geschrieben und super spannend. Da bin ich ja mal gespannt ob sie zu dem T
Rennen geht und wie sie sich dort schlägt.
Danke an alle Autoren fürs schreiben ihrer Geschichten

Gruß truckercd
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HeMaDo
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Nordhessen


Immer wenn mir jemand sagt, ich sei nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin froh darüber.

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  RE: Neue Horizonte - 2 Teil 63 Datum:23.06.18 15:07 IP: gespeichert Moderator melden


63



Rebecca kam in den Salon wo Mara mit ihrer Lieblingsdecke über den Schultern im Schneidersitz auf dem Sofa hockte und auf einem Pad las. Sie stellte sich hinter Mara und beugte sich zu ihr herunter um ihr einen Kuss zu geben.
»Wie war dein Tag?«, fragte sie.
»Ziemlich langweilig. So viele Kunden waren heute nicht da und wir hatten viel Zeit um die Regale neu einzuräumen. Und deiner?« Trotz dem sie ziemlich neugierig war, was Rebecca wohl zu dem Brief sagen würde, hielt sie sich an das unausgesprochene Protokoll, welches sich zwischen ihnen im Laufe der letzten Monate eingespielt hatte.
»Abgesehen von einigen kleineren technischen Problemen ganz gut. Wenn du magst, können wir heute Abend etwas neues ausprobieren«, sagte Rebecca und hielt Mara eine Pappschachtel hin.
Diese schüttelte den Kopf, öffnete die Schachtel aber trotzdem. Sie betrachtete den Inhalt eine Weile, nahm ihn heraus, betastete und begutachtete ihn eingehend. »Sowas? Das sieht echt gruselig aus, sowas will doch bestimmt niemand«, sagte sie. Sie hatte sich angewöhnt, ehrlich zu sagen, was sie über Rebeccas Entwicklungen dachte. Zwar würde sie wohl eher nicht darum herum kommen, dieses sehr seltsam und viel zu realistisch aussehende Teil zusammen mit Rebecca auszuprobieren aber im Moment waren ihre Gedanken sowieso wo anders.
Rebecca schaute kurz zu ihrer neuesten Entwicklung, die Mara mit spitzen Fingern zurück in die Schachtel legte und diese Schloss. Sie zuckte mit den Schultern und warf einen Blick auf das Pad. »Was liest du denn da?«, fragte sie und deutete auf das Pad. »Sieht aus wie ein Gesetz oder sowas.«
Mara reichte Rebecca das Pad und diese las die Überschrift. »Regeln des Ponysports, Regelwerk mit Erläuterungen und Erklärungen, Abschnitt römisch drei, erweiterte Regeln des Fetischsports«, las sie vor. »Willst du in den Sport einsteigen? Ich dachte, das machst du nur zum Spaß.«
»Ist es für dich denn nur Spaß«, fragte Mara mit erhobenen Augenbrauen.
»Im Grunde genommen schon. Und mit mir als Jockey wird Sunrise auch kaum einen Blumentopf gewinnen können. Dazu bin ich nun mal einfach zu groß und zu schwer«, meinte Rebecca, worauf hin Mara unwillig das Gesicht verzog.
»Mit jemand anderem will ich das aber nicht«, sagte diese. Sie nahm Rebecca das Pad ab, schaltete es aus und legte es bei Seite. »Ich glaube zwar, daß der für dich war aber es steht mein Name drauf. Ich glaube, die haben da was verwechselt. Aber dann müssen wir da gar nicht zusagen. Und wer diese Frau Spielmann ist, weiß ich auch nicht.« Mara nahm den Brief vom Tisch, entfaltete ihn und gab ihn Rebecca, die sich mittlerweile neben sie gesetzt hatte.

»Ja, ich glaube wirklich, daß die da etwas verwechselt haben«, sagte Rebecca grinsend, nachdem sie sich den Brief durchgelesen hatte. »Frau Spielmann kennst du eigentlich recht gut. Das ist Charlotte.« Dann wurde sie ernst. »Was ist es denn für dich? Nur ein Spiel oder würdest du gerne an solchen Wettbewerben teilnehmen?«
Mara schaute sie kurz an und senkte dann wieder den Blick. »Ich glaube schon, daß mir das Spaß machen würde. Aber ohne dich möchte ich das einfach nicht. Also kann ich das auch gleich sein lassen.« In Maras Stimme schwang ein wenig Enttäuschung mit.
»Es gibt ja auch genug Wettbewerbe ohne Jockey. Was hältst du denn von Dressur oder vom Springen? Und Parcours gibt es auch ohne Wagen«, versuchte Rebecca Mara etwas aufzumuntern.
Wieder verzog Mara das Gesicht. »Ohne Laufen? Und ohne dich? Soll Sunrise dann am Besten auch noch Baumstämme durch die Gegend ziehen? Dressur finde ich irgendwie albern und springen, naja, ich weiß nicht.«
»So so, albern? Ich verstehe. Und Springen ist für ein echtes Rennpony wie Sunrise natürlich unter ihrer Würde. Und daß es ihr keinen Spaß macht, weißt du ja auch ohne es jemals ausprobiert zu haben schon ganz genau«, sagte Rebecca mit einem etwas ungehaltenen Unterton, der Mara sofort auffiel. »Aber eigentlich ist das ja auch vollkommen egal. Die Bodenprüfung und die Fahrprüfung würde Sunrise ja sowieso nicht bestehen, so ungehorsam wie sie manchmal ist.«
»Klar würde sie die bestehen. Sunrise kann sich auch zusammen nehmen und konzentrieren«, sagte Mara die anfing, sich zu ärgern.
»Wenn Sunrise einmal die Gelegenheit dazu bekommt, weglaufen zu können, wird sie das auch ausnutzen. Das Einzige, was Sunrise kann ist laufen. Und selbst wenn sie einen anderen Jockey finden würde, ohne die Grundprüfungen kann sie an keinem Wettbewerb teilnehmen.« Rebecca bemühte sich, ruhig zu bleiben und bedachte Mara mit einem fragenden Blick. »Und so wie sie sich manchmal verhält, wer will so denn ihr Jockey sein?«
»Das stimmt doch gar nicht«, rief Mara auf und sprang von dem Sofa auf. »Sunrise kann auch artig sein und gehorchen«, rief sie im Gehen und warf die Tür hinter sich zu, die mit einem lauten Knall ins Schloss fiel.
Rebecca schaute ihr nach und schüttelte den Kopf. Sie hoffte, es nicht übertrieben zu haben, aber Mara war sich hier offenbar viel zu sicher und ein kleiner Dämpfer war einfach nötig.

-

Eine halbe Stunde später war Mara beim Stall und suchte Charlotte. Diese fand sie kurz darauf in ihrem Büro am Schreibtisch sitzend.
»Was ist denn mit dir los?«, fragte Charlotte erstaunt. »So hab ich dich ja noch nie gesehen. Hast du dich mit jemandem gestritten?«
Mara ließ sich ohne Aufforderung auf den Besucherstuhl fallen. »Ja, mit Herrin Rebecca. Sie sagt, Sunrise wäre viel zu ungehorsam um die Grundprüfungen zu bestehen.« Während Mara von dem Brief erzählte und was sich vorhin zu Hause zugetragen hatte, holte Charlotte eine Tasse aus einem Schrank und schenkte Mara Kaffee ein.
Sie hörte geduldig zu, was Mara zu berichten hatte und warf ihr einen taxierenden Blick zu. »Und, meinst du, sie hat Recht?«, fragte sie.
»Natürlich nicht. Sunrise kann doch auch gehorchen, wenn es sein muss.«
»Verstehe. Das muss sie aber erst mal unter Beweis stellen. Außerdem bleibt immer noch das Problem, daß Rebecca für einem solchen Wettbewerb wirklich etwas zu schwer und zu groß ist.« Charlotte nickte um ihre Worte zu bekräftigen.
»Das stimmt doch gar nicht. So schwer ist sie doch nicht. Und außerdem will ich das ohne sie auch gar nicht.«
»Für einen echten Wettbewerb wo es, gerade auf der Rennbahn, auf jede zehntel Sekunde ankommt wäre ein leichterer Jockey wirklich besser für Sunrise. Vielleicht solltest du es mal von einem anderen Standpunkt aus sehen. Rebecca wird immer Sunrise’ Halterin sein. Aber es gibt viele Halter, die nicht selbst fahren sondern Jockeys haben, die leicht und klein sind. Das ändert doch nichts zwischen euch. Und beim Training oder zum Ausfahren kannst du immer noch mit Rebecca fahren. Ich denke nicht, daß sie sich das nehmen lassen wird. Dazu seid ihr Beiden einfach ein viel zu gutes Team. Aber wenn du wirklich an Wettbewerben teilnehmen willst und dabei auch Erfolg haben willst, solltet ihr euch jemand anderen als Jockey suchen.«
Mara schaute Charlotte aus den Augenwinkeln an. »Und wen soll ich da bitte fragen?«
»Wie wäre es denn mit einer deiner Freundinnen? Diese Larissa ist ziemlich klein und leicht. Oder Vivian. Oder was wäre denn mit dieser Frida oder deiner Schwester?«
»Das geht doch nicht. Die haben doch alle nicht genügend Zeit. Larissa hilft Johanna, Vivian fängt eine Ausbildung an und Frida muss studieren. Und Kira… Ich glaube kaum, daß Miss Isabella sie zum Training oder für einen Wettbewerb so lange aus der Schule lassen kann.«
»Hmmm«, machte Charlotte und trank einen großen Schluck Kaffee. »Du bist doch eine freie Serva, soweit ich das mitbekommen habe. Dann kannst du auch selber eine Serva kaufen.«
Mara schaute sie zuerst groß an und brach dann in lautes Gelächter aus. »Ich gehe einfach so an eine Schule und kaufe eine Serva. Und wenn ich nach Hause komme und sie das erfährt, wird Herrin Rebecca ziemlich einfallslos und ich darf bis hundert zählen oder sogar noch mehr.«

Charlotte ließ ihre Tasse sinken und schaute Mara verständnislos an, worauf hin Mara erneut lachen musste. »Wenn ich was angestellt habe und sie mich bestraft, muss ich die Schläge mit zählen«, erklärte sie verlegen grinsend.
»Und sie schlägt dich hundert mal?«, fragte Charlotte entgeistert.
»Bis jetzt noch nicht. Aber wenn ich mit einer Serva ankomme, dann wird das ganz bestimmt passieren.«
»Verstehe. Aber vermutlich wäre das auch wirklich ein Grund dazu.« Charlotte nahm die Füße vom Tisch und setzte sich gerade auf ihren Stuhl. »Für diese Saison wird das auch nichts mehr mit einem neuen Jockey. Es sei denn, du findest jemanden, der die Prüfungen schon alle abgelegt hat. Aber selbst dann müsstet ihr erst mal lange zusammen trainieren um ein Team zu werden. Also wäre es meiner Meinung nach wirklich das Beste, erst mal mit Rebecca zu trainieren, damit Sunrise die drei Grundprüfungen ablegen kann. Und wenn es auf diesem Wettbewerb klappt, dann könnt ihr euch immer noch darüber unterhalten, wie es weiter gehen soll.«

Mara nickte und trank einen weiteren Schluck Kaffee. Doch dann stutzte sie. »Wieso denn drei Grundprüfungen? Es gibt doch nur die Bodenprüfung und die Fahrprüfung. Was soll denn da noch sein?«
Nun musste Charlotte lachen. »Hast du dir mal die Teilnahmebedingungen angesehen? Das sind alles Wettbewerbe mit Handicap. Daß heißt, Sunrise würde während der Wettbewerbe einen Stöpsel bekommen, der dauernd läuft. Und je schneller sie ist oder je besser, je nach Wettbewerb, desto schneller läuft der Vibrator in dem Stöpsel. Diese Ablenkung und das, was manchmal dabei heraus kommt, ist doch gerade der Witz bei solchen Wettbewerben. Und damit dabei nichts passieren kann, gibt es die dritte Prüfung, das ist eine Ablenkungsprüfung bei der beurteilt wird, ob ein Pony mit so einer Ablenkung überhaupt in der Lage ist, sicher weiter zu machen.«
Mara lief rot an und warf Charlotte einen entsetzten Blick zu. »Und das bekommen alle mit? Gibt es denn keinen Wettbewerb wo das nicht nötig ist?«
»Natürlich bekommen das alle mit. Das ist doch der Witz dabei. Es gibt auch Wettbewerbe ohne Handicap. Aber um einen Einstieg in den Sport zu bekommen, ist es besser, wenn man eine Einladung hat, deshalb habe ich ja mit Jutta gesprochen.

Du könntest natürlich auch an einem normalen Wettbewerb teilnehmen. Aber das geht in Richtung Hochleistungssport. Das würde dir ganz sicher keinen Spaß machen. Das sind eigentlich mehr oder weniger Leichtathletikwettkämpfe mit angepassten Sportarten und einem Ponykostüm«, erklärte Charlotte grinsend.
»Und so dazwischen? Gibt es da gar nichts?«, wollte Mara wissen.
»Doch schon. Aber das ist nicht viel. Das sind meistens nur Wettbewerbe auf einem Gut oder innerhalb eines Stalles aber nichts offizielles. Und bei denen können meistens wirklich nur die Ponys aus dem jeweiligen Stall teilnehmen. Sowas machen wir aber schon seit einigen Jahren nicht mehr. Selbst bei Trainingswettkämpfen gibt es bei uns nur die volle Ausstattung. Manchmal können auch fremde Ponys bei solchen Wettbewerben teilnehmen aber so viele sind das nicht, daß es sich lohnen würde, dafür zu trainieren. Wenn Sunrise zu so einem Wettbewerb kommen würde, würde sie die anderen Ponys wahrscheinlich einfach links liegen lassen.«
Mara schluckte. »Das klingt eher langweilig«, sagte sie.
»Stimmt. Also such es dir aus. Entweder normaler Ponysport ohne Sunrise oder Fetischsport mit Sunrise und Stöpsel«, sagte Charlotte ernst. »Und wer weiß, die Preisgelder sind zwar nicht all zu groß aber die Wettbeteiligungen die man als Team bekommt, können schon ganz ordentlich sein. Dann kannst du dir ohne schlechtes Gewissen eine Serva kaufen die dann dein Jockey wird.« Charlotte grinste Mara breit an und lachte.
»Dann werde ich besser mal wieder nach hause gehen und mit Herrin Rebecca darüber sprechen.«
»Tu das. Aber wenn ihr euch dazu entschließen solltet, an diesem Wettbewerb teilzunehmen, dann solltet ihr das schnell machen. Immerhin muss Sunrise für die Wettbewerbe trainieren und für die Grundprüfungen. Und das in knapp acht Wochen wird sehr sportlich.«
Mara nickte und stand auf und bedankte sich bei Charlotte.
»Dann viel Erfolg«, sagte diese.
»Danke. Ich werd auf dem Heimweg schon mal zählen üben.«
»Wieso das denn? Meinst du sie wird dich dafür bestrafen, daß du so sauer warst?«
»Bestimmt. Aber daran bin ich ja selber Schuld. Und so schlimm wird das schon nicht werden.«
»Na, dann viel Glück«, sagte Charlotte, bevor Mara die Tür hinter sich schloss.

-

Die letzten Meter vor der Einfahrt war Mara immer langsamer gegangen. Sie ahnte, daß Herrin Rebecca, vollkommen zu Recht, ziemlich sauer sein würde. Immerhin hatte sie sie angeschrien und hatte die Tür auch nicht gerade leise hinter sich geschlossen.
Sie betrat die Halle und fragte sich, wo Herrin Rebecca wohl gerade sein mochte, als sie aus dem kleinen Salon ein deutlich vernehmbares Räuspern hörte, ein sicheres Zeichen dafür, daß Rebecca noch immer verärgert war.
Sie warf einen Blick in den kleinen Salon und erkannte Herrin Rebecca auf einem der Sessel sitzend. Diese schaute kurz von ihrem Pad auf und blickte an Mara vorbei in die Mitte der Halle. Als ihre Blicke sich trafen, nickte Mara. Sie zog ihre Tunika aus, hing diese an die Garderobe und ging in die Mitte der Halle wo die polierte Plakette aus Messing in den Boden eingelassen war. Hinter dieser stellte sie sich hin, legte ihre Haare über ihre Schulter nach vorne und nahm die Hände in den Nacken, wobei sie ihre Haare fest hielt, so daß diese nicht auf ihren Rücken fallen und Herrin Rebecca dabei behindern würden sie zu bestrafen. So wartete sie auf Herrin Rebecca.

Während sie wartete, sie bemühte sich, den Kopf gerade zu halten und richtete den Blick auf die Plakette die genau in ihrem Blickfeld lag und eine Windrose darstellte. ’2218’ stand in dem südwestlichen Feld der Windrose. Das war vermutlich das Jahr in dem dieses Haus gebaut wurde, vermutete sie. Demzufolge musste dieses Haus ungefähr 204 Jahre alt sein.

Eine Berührung auf ihrer Wange und ein leises Geräusch rissen sie aus ihren Gedanken. Herrin Rebecca hatte sie mit einer Reitgerte mit ledernem Schlag auf der Wange getroffen. Sie war mehr erschrocken als daß es wirklich weh tat.
»Es gibt keinen Grund für dich, den Kopf nach unten zu nehmen«, sagte Herrin Rebecca streng. Sofort hob Mara wieder den Kopf und senkte nur den Blick.
Doch schon traf sie die Gerte ein weiteres Mal, dieses Mal auf der Vorderseite ihres Ellenbogens, worauf hin sie ohne weitere Aufforderung beide Ellenbogen weit nach hinten nahm.
Der nächste Schlag traf sie, dieses Mal schon deutlich spürbar, in der Mitte ihres Rückens. »Halt den Rücken gerade«, sagte Herrin Rebecca. Sofort tat Mara, was sie gesagt hatte. Sie drückte den Rücken vor und die Schultern nach hinten, so daß ihre Brüste weit vor standen.

»So sieht das schon viel besser aus«, meinte Herrin Rebecca und hörte sich sehr zufrieden an. »Aber was du vorhin gemacht hast, geht gar nicht Mara. Ich weiß, wie viel Sunrise dir bedeutet. Und glaub mir, mir bedeutet sie auch einiges und ich möchte sie auch gar nicht vermissen. Aber daß du dich so provozieren und aus der Ruhe bringen lässt, daß du mich anschreist, das geht einfach nicht. Und jetzt möchte ich, daß du mit zählst.«

Der erste Schlag traf lauf Maras rechte Hinterbacke. Sie bemühte sich, sich nicht zu bewegen und keinen Ton von sich zu geben. »Eins« zählte sie laut und deutlich.
»Ich bin wirklich nicht davon überzeugt, daß Sunrise die Prüfungen bestehen würde«, sagte Rebecca und umrundete Mara mit langsamen Schritten. »Ich denke wirklich, daß Sunrise, wenn du erst mal richtig abgeschaltet hast, einfach versuchen würde, zu laufen.«
Der nächste Schlag landete ohne Vorwarnung auf Maras linker Hinterbacke. »Zwei«, zählte sie.
»Ich finde das gar nicht schlimm. So ist Sunrise nun mal«, sagte Rebecca und der nächste Schlag landete erneut auf Maras rechter Pobacke den sie ordentlich mit zählte indem sie »drei« rief.
»Vielleicht schafft Sunrise es ja, sich zusammen zu reißen. Aber bisher habe ich einfach noch keinen Anlass dafür, das zu glauben.«
»Vier«, zählte Mara als der nächste Schlag auf ihrem Hintern landete. Sie hatte es bisher geschafft, sich keinen Millimeter zu bewegen aber langsam machte sich ein leicht brennender Schmerz breit, da Herrin Rebecca immer nur die selben beiden Stellen auf Maras Hintern traf.
»Aber selbst wenn Sunrise das schaffen kann, es gibt einfach keinen Grund, mich an zu schreien.« Der nächste Schlag landete wieder auf der selben Stelle auf Maras rechter Hinterbacke wie die beiden vorherigen und um ein Haar hätte sie versucht, diesem Schlag auszuweichen. »fünf«, sagte sie zwar laut und deutlich aber mit einem leisen Keuchen.
»Und Türen werden hier in diesem Haus erst Recht nicht zugeschlagen«, sagte Rebecca und der nächste Schlag traf Maras linke Hinterbacke, genau auf der selben Stelle wie zuvor. Dies ließ sie leise aufstöhnen doch sie schaffte es, sich nicht zu bewegen und sagte laut und deutlich »sechs«
»Hast du das verstanden Mara?«
»Ja Herrin«, sagte Mara. Obwohl es bisher nur sechs Schläge mit der eigentlich recht harmlosen Reitgerte waren, zitterte ihre Stimme.
Mara bemerkte, daß Herrin Rebecca neben ihr stehen geblieben war. »Verdammt, ich hasse das«, hörte sie sie leise sagen und bemerkte aus dem Augenwinkel, wie sie die Gerte weg legte.

»Steh auf«, sagte Herrin Rebecca.
Mara nahm die Arme aus ihrem Nacken und stand langsam, ohne sich abzustützen auf. Den Kopf hielt sie dabei gerade und den Blick noch immer gesenkt. Herrin Rebecca kam zu ihr und streichelte ihr über die Wangen. Erst als Herrin Rebecca ihr mit einem Taschentuch die Tränen ab wischte, bemerkte Mara überhaupt, daß diese ihr die Wangen herunter liefen. Herrin Rebecca nahm sie in die Arme und streichelte ihren Rücken.

»Geht’s?«, fragte Rebecca und tätschelte Maras Hintern, was diese leicht zusammen zucken ließ.
»Es geht. Aber du hast immer die selbe Stelle getroffen. Auf beiden Seiten«, sagte Mara vorwurfsvoll.
»Ja, ich weiß. Du sollst doch auch ein paar Tage lang was davon haben«, sagte Rebecca grinsend.
Mara verzog ihr Gesicht zu einem Schmollen und lehnte sich bei Rebecca an. Diese nahm ihre Hand und so gingen sie zusammen in den großen Salon, wo noch immer das Pad und der Brief auf dem Tisch lagen.
Als Mara sich setzte, sog sie zischen die Luft durch die Zähne, was Rebecca erneut ein leichtes Grinsen ins Gesicht trieb.

»Und?«, fragte Rebecca, nachdem sie Mara die Decke über gelegt hatte.
»Ich war bei Charlotte. Sie meint, wir sollen es ruhig probieren«, sagte Mara und erzählte Rebecca, was sie mit Charlotte besprochen hatte.
»Noch eine Serva? Ich glaube, ihr spinnt«, sagte Rebecca lachend, nachdem Mara fertig gesprochen hatte. »Ich weiß, daß das viele machen, aber ich halte nicht viel davon. Außerdem sollten wir wohl erst mal probieren, ob Sunrise es wirklich schafft, sich zu konzentrieren. Immerhin haben wir ja ein paar Tage Zeit, um die Anmeldung fertig zu machen.«
»Ich würde es gerne mit dir als Jockey probieren Herrin. Es kann doch nichts passieren. Und wenn es nicht klappt, dann lassen wir es eben ganz sein.«
Rebecca musterte Mara kritisch. Wenn Mara wirklich Spaß an solchen Wettbewerben finden sollte, würde sie sicher nicht zulassen, daß sie es einfach so sein lassen würde. Aber nun war erst mal wichtig, Sunrise für die Prüfungen fit zu machen und auch ihr selbst konnte etwas Übung nicht schaden.
»Dann würde ich sagen, wir gehen morgen früh gleich zu Charlotte und fangen an zu üben.«
Mara lehnte sich bei ihr an. »Danke meine Herrin«, sagte sie und gab Rebecca einen Kuss.

-

Als sie später am Abend ins Bett gingen, bemerkte Mara, daß die Schachtel, die Rebecca ihr heute Nachmittag gezeigt hatte, auf dem Nachttisch lag. Sie hatte dieses Spielzeug schon fast vergessen, aber nun fiel es ihr wieder ein. Sie nahm die Schachtel vom Nachttisch, holte das Teil heraus und betrachtete es eingehend, was ihr ein Schmunzeln von Rebecca einbrachte.
»Es sieht wirklich ziemlich gruselig aus«, sagte Mara.
Das Spielzeug sah auf der einen Seite wie ein gewöhnlicher, doppelter Dildo aus, der sich in der Scheide festklemmte und zusätzlich noch einen Stöpsel für den Hintereingang hatte, aber auf der anderen Seite sah es aus wie ein männlicher Penis, allerdings sah er viel zu realistisch aus, inklusive einer beweglichen Vorhaut und der Tatsache, daß dieser nicht steif hervor ragte sondern klein und schlaff herab hing. Außerdem gab es sehr realistisch aussehende Hoden an der richtigen Stelle. Zwar hatte Mara keine Vergleichsmöglichkeit aber so musste sich wohl ein männliches Geschlechtsteil im ’Ruhezustand’ anfühlen. Mit Spitzen Fingern fasste sie es an und stellte fest, daß es ziemlich weich war. »Und wie soll das funktionieren? Damit kann man doch gar nichts machen«, sagte sie.
»Das ist der Witz bei dem Teil. Es fühlt sich nicht nur echt an und sieht auch so aus, sondern es funktioniert auch genau so. Wenn die Trägerin erregt ist, dann passiert das Selbe, wie bei einem Mann. Und außerdem kann man es länger tragen und ist somit immer bereit. Jedenfalls hat Ruth es so ausgedrückt«, sagte Rebecca.
»Es funktioniert genau so wie bei einem Mann? Also ist nach fünf Minuten schon alles vorbei?«, fragte Mara mit einem frechen Grinsen im Gesicht.
Rebecca hielt sich vor Lachen den Bauch und als sie sich wieder halbwegs beruhigt hatte, sagte sie: »Woher willst du das denn wissen? Es gibt durchaus viele Männer die länger durchhalten. Aber keine Sorge, solange die Trägerin erregt ist, ist das Teil steif.«
»Und du hast die Erfahrung schon gemacht?«, wollte Mara wissen.
»Ja, habe ich«, sagte Rebecca. »Aber wie wäre es, wenn wir es einfach mal ausprobieren?« Sie war gespannt darauf, wie Mara dieses Teil finden würde. Immerhin hatte sie mehrere Wochen an dem Konzept gearbeitet und ein Teil der Technik die dahinter steckte, musste komplett neu entwickelt werden.
Mara ließ ihre Hand nach unten wandern und öffnete Rebeccas Keuschheitsgürtel. Sie nahm das Teil und schmierte es dick mit Gleitmittel ein, welches sie aus der Nachttischschublade holte. Dann führte sie es Rebecca langsam ein. Es sah tatsächlich sehr realistisch aus, wenn man das über ein Stück Plastik überhaupt sagen konnte. Sogar die Farbe war recht naturgetreu getroffen, fand sie. Zum Glück war dieses Teil aber unbehaart, was es wohl noch ein Stück weit gruseliger gemacht hätte.

Klein und schlaff hing der künstliche Penis zwischen Rebeccas Beinen herab und Mara betrachtete ihn sich eingehend.
»Der sieht aber winzig aus«, sagte sie. »Da ist mir unser anderes Spielzeug aber lieber.«
»Nun warte es doch einfach ab«, sagte Rebecca.
»Also wenn das eine realistische Funktion sein soll, dann bin ich aber froh, daß wir das auch ohne sowas haben können«, sagte Mara kichernd.
Auch Rebecca konnte kaum ernst bleiben. Und obwohl die beiden Eindringlinge deutlich zu spüren waren, war sie im Moment alles Andere als erregt.
»Muss man ihn erst noch anschalten?«, fragte Mara belustigt, als sich nach einer Weile immer noch nichts tat.
»Ach jetzt hör aber mal auf Fräulein, wie soll jemand denn so in Stimmung kommen?«, fragte Rebecca und schnappte sich ein Kissen das sie Mara an den Kopf warf.
Für eine angemessene Stimmung sorgte das aber eben so wenig wie Maras Versuch, den künstlichen Penis mehrmals mit einem Finger anzustupsen und zu sagen: »Dutzi dutzi dutzi, kommt da noch was?«
»Jetzt weiß ich, wie ein Mann sich fühlen muss, wenn er nicht kann«, sagte Rebecca belustigt.
Egal was Mara auch versuchte, die Stimmung war einfach viel zu albern als das Rebecca in Stimmung kommen konnte und Mara machte auch keine Anstalten, das zu ändern, dazu fand sie es viel zu lustig, Rebecca damit aufzuziehen.
So lagen sie sich eine halbe Stunde später kichernd in den Armen und deckten sich zu. Es dauerte zwar etwas, bis beide sich wieder beruhigt hatten aber dann schliefen sie irgend wann unverrichteter Dinge Arm in Arm ein.

Mitten in der Nacht wachte Mara auf, weil sie etwas ungewohntes spürte. Sie lag mit dem Rücken vor Rebecca, die ihre Arme um sie geschlungen hatte und irgend etwas drängte sich zwischen ihre Beine. Sie fasste an die Stelle und spürte das neue Spielzeug, welches jetzt tatsächlich ziemlich steif und fest aus Rebeccas Schamgegend hervor stand und sich gegen ihren Hintereingang drückte.
Doch von Rebecca kam nur ein gleichmäßiges Atmen und gelegentlich ein Zucken ihrer Beine. Außerdem lag Rebeccas Hand auf ihrer Brust und massierte diese leicht. Obwohl ihr diese Situation sehr seltsam vor kam, erregte sie sie auch sehr und so drehte sie sich vorsichtig um, legte die Hand in Rebeccas Nacken und begann, sie zu küssen.
Es dauerte nicht all zu lange, bis Rebecca aufwachte und den Kuss erwiderte. Sie begann wieder Maras Brüste zu massieren und drehte sie langsam auf den Rücken. Doch die Hand, die sie zwischen Maras Beine wandern ließ, stieß auf den Stahl des Gürtels.
Ohne lange zu überlegen, fasste sie Mara an der Hüfte und drehte sie auf den Bauch. Sie kniete sich hinter Mara und hob deren Hüfte an bis Maras Hintern sich weit in die Luft hob. Dann holte sie die Tube mit dem Gleitmittel und verteilte es großzügig auf dem, nun recht ansehnlichen, künstlichen Glied und um Maras Hintereingang herum.

Mara ahnte, was Rebecca vor hatte. Zwar hatte sie schon des Öfteren mit diversen Spielzeugen hantiert die sie in ihrem Hintereingang hatte aber so etwas hatte Rebecca noch nie getan.
»Was soll das denn?«, fragte Mara und wollte sich zur Seite drehen.
Doch Rebecca hielt sie fest und streichelte sanft ihren Rücken. »Du warst vorhin so frech, ich weiß nicht, ob du dir eine Belohnung verdient hast«, sagte sie belustigt.
»Ja Herrin«, sagte Mara mit einem ziemlich unterwürfigen Tonfall und streckte Rebecca ihren Hintern noch mehr entgegen. So etwas hatte sie noch nie erlebt und diese Situation erregte sie außerordentlich. »Bitte vorsichtig«, sagte sie leise und wartete einfach ab, was kommen würde. Sie versuchte, sich so gut es ging zu entspannen und als sie das Teil an ihrem Hintereingang spürte, drückte sie selbst langsam und vorsichtig dagegen.
Es dauerte eine ganze Weile, bis das künstliche Teil bis zum Anschlag in ihrem Hintern verschwunden war. Durch die Übung mit den anderen Spielzeugen hatte sie offenbar genug Übung um dieses Teil ganz aufnehmen zu können. Und als Rebecca anfing, langsam zuzustoßen überkam sie eine immer stärkere Erregung.

Nach einer ganzen Weile fing sie an, selbst die Bewegungen mit zu machen und presste sich Rebeccas Hüfte jedes Mal fest entgegen, bis diese ihren Höhepunkt laut heraus stöhnte und schrie.
Hochgradig erregt und ohne die Möglichkeit, selbst zu einem Höhepunkt zu kommen, machte sie einfach weiter, doch das künstliche Teil schrumpfte immer weiter und wurde schließlich so schlaff, daß es aus ihr heraus rutschte. Enttäuscht und unbefriedigt, ließ sie sich einfach nach vorne fallen.
Rebecca legte sich neben sie und begann, sie zu streicheln. Erst als sie Maras Gürtel öffnen wollte, fasste Mara ihre Hand. »Nein, bitte nicht Herrin«, sagte sie und kuschelte sich bei Rebecca an.

»Das war toll Herrin. Das können wir öfter machen«, sagte Mara nachdem sie sich etwas erholt hatte.
»So? Und was ist mir dir?«, fragte Rebecca zweifelnd.
»Ich weiß nicht Herrin. Aber das hat sich gut angefühlt. Und es fühlt sich jetzt noch viel besser an.« Mara rutschte so nah es ging zu Rebecca, legte ihren Kopf an Rebeccas Brust und schloss die Augen. Es dauerte nicht lange, bis sie wieder eingeschlafen war.

-

Rebecca wurde von ihrem Comm geweckt. Daß Mara bereits aufgestanden war hatte sie, wie so oft, nicht mit bekommen. Auf dem Bettlaken bemerkte sie dort, wo Mara gelegen hatte, einen recht großen, feuchten Fleck.
Sie stand auf, streckte sich ausgiebig und ging ins Bad, wo sie sich gründlich duschte. Das Spielzeug reinigte sie unter der Dusche ebenfalls gründlich und legte es erst einmal bei Seite. Sie überlegte, was man damit noch alles anstellen konnte und grinste als sie erkannte, was damit alles möglich wäre.
Als sie aus dem Bad kam, zog sie ihren Bademantel über und ging nach unten. In der Küche, wo sie von Saphira mit einem fröhlichen »Guten Morgen Herrin Rebecca« begrüßt wurde, holte sie sich eine Tasse Kaffee und ging ins Esszimmer. Dort setzte sie sich an den bereits fertig gedeckten Tisch, trank ihren Kaffee und las auf einem Pad die Zeitung.
Nach einer Weile hörte sie Mara zur Haustür herein kommen und nach oben gehen. Es dauerte etwas, bis diese herunter kam. Sie begrüßte sie mit einem Knicks und einem fröhlichen »Schönen guten Morgen meine Herrin«, bevor sie ihr einen Kuss gab und sich zu ihr an den Tisch setzte.

Die Fröhlichkeit von Saphira und Mara war irgend wie ansteckend und so hatte Rebecca sehr gute Laune, als sie mit dem Frühstück begannen, bei dem Saphira sie ordentlich bediente und frischen Kaffee nachschenkte.
»Saphira, Mara und ich sind heute den ganzen Tag unterwegs. Mittagessen brauchst du heute nicht zu machen. Und wenn du möchtest, kannst du dir bis zum zu Bett gehen, frei nehmen. Wir essen dann auswärts.« Rebecca überlegte einen Moment, dann sagte sie: »Obwohl, wenn du möchtest, dann kannst du dir auch bis morgen Abend frei nehmen. Sag Yanna nur, daß sie mir eine Nachricht schicken soll, wann sie dich nach Hause bringt.«
Saphira schaute sie freudestrahlend an. »Vielen dank Herrin«, sagte sie und knickste.
Mara, die das mitbekommen hatte, schaute sie fragend an, doch Rebecca ignorierte diesen Blick einfach schmunzelnd.

Nach dem Frühstück gingen Mara und Rebecca zusammen nach oben, um sich an zu ziehen. Rebecca suchte zuerst Maras Sachen aus dem Schrank heraus, Sunrise’ komplette Ausstattung mitsamt Geschirr und Hufhandschuhen. Auch ihre eigenen Sachen suchte sie sich heute selbst aus, einen bequemen Hosenrock, eine dazu passende, leichte Bluse mit langen Ärmeln und eine Strickjacke, dazu flache Sportschuhe.
»Wozu denn so eine Unterhose?«, fragte Mara, als Rebecca sich tatsächlich eine Boxershorts anzog.
»Das«, sagte Rebecca fröhlich »ist meine Sache mein Schatz. Zieh du dir mal lieber die Sachen an, die ich dir raus gelegt habe.«
»Ja meine Herrin«, sagte Mara und zog sich Sunrise’ Fell an.
Rebecca beobachtete sie dabei und fragte sich während dessen, wie Männer es nur schafften, nicht den ganzen Tag breitbeinig herum zu laufen mit so etwas zwischen den Beinen. Sie hatte das neue Spielzeug wieder an Ort und Stelle gebracht um zu testen, wie es sich anfühlte, wenn man es länger trug. Und selbst wenn sie nichts damit anstellen würde, so bekam sie sicher wenigstens Erkenntnisse, wie man es verbessern konnte und was man ändern musste, bevor es in die Serienfertigung gehen würde. Doch dauernd würde sie so etwas ganz sicher nicht tragen wollen. Aber ihr wurde klar, daß es zumindest einige Männer geben würde, die ein solches Spielzeug auch gerne anders herum haben wollen würden. Doch anatomisch war das wohl nur sehr eingeschränkt möglich.

»Du siehst toll aus Sunrise«, sagte Rebecca als Mara sich fertig angezogen hatte. Sie fasste sie im Nacken und zog sie zu sich heran um ihr einen Kuss zu geben, der ziemlich lang ausfiel. Dabei bemerkte Rebecca, daß sich das Spielzeug anscheinend verselbstständigte und langsam wuchs. Das war ein Fehler, den sie wohl noch beseitigen musste. Immerhin war es nur ein, wenn auch ziemlich langer und inniger, Kuss den sie gerade austauschten und nichts, was eine solche Reaktion rechtfertigen würde.

Sie versuchte, sich zusammen zu reißen und kontrollierte gründlich Sunrise’ Geschirr und das Kopfgeschirr, wobei sie einige der Riemen noch etwas nach zog. Auch die Schnürung der Stiefel kontrollierte sie. Sie wollte nicht, daß Mara sich wegen zu lockeren Stiefeln verletzte.
Dann stellte sie sich hinter Sunrise und überlegte kurz, ob sie ihr den Monohandschuh anziehen sollte. Doch das erschien ihr im Moment nicht all zu sinnvoll, immerhin wollte sie den ganzen Tag über im Stall bleiben und diese Zeit erschien ihr für den Monohandschuh zu lang. Also hakte sie sie Hufhandschuhe zusammen und legte Sunrise einen breiten Lederriemen um die Ellenbogen. Diesen zog sie so weit an, daß ihre Ellenbogen sich berührten, dann öffnete sie den Verschluss noch einmal und lockerte den Riemen um zwei Löcher. Dabei beobachtete sie Sunrise’ Ohren, die ihr recht genau ihre Stimmung anzeigten. Sie hatte sich bei der Programmierung der Bewegungen der Ohren zwar recht genau an das Original gehalten, aber dann noch einige Elemente hinzugefügt, die eher zu Hunden gehörten, um eben die Möglichkeit zu haben, die Stimmung eines Ponys genauer erkennen zu können. Das Selbe hatte sie, wenn auch wesentlich weniger umfangreich, mit dem Schweif gemacht. Sie erkannte, daß Sunrise zwar gerade sehr aufmerksam aber dennoch recht entspannt war.
Trotzdem fragte sie »Ist alles so in Ordnung?«
Sunrise schaute sie an und nickte, dabei trat sie einmal locker auf.
Sie streichelte Sunrise über die Wange und klopfte ihr auf die Schulter, bevor sie ihr die Trense ins Maul steckte.
Wieder einmal war sie überrascht darüber, wie sich selbst ihre eigene Denkweise änderte, wenn Mara sich in Sunrise verwandelte. Den Ausdruck ’Maul’ würde sie bei Mara nie benutzen doch bei Sunrise erschien es ihr einfach richtig, die für ein Tier korrekten Begriffe, sogar in ihrem Denken, zu verwenden.

Nachdem sie zusammen nach unten gegangen waren, band sie Sunrise an dem Pfosten vor dem Haus an und holte den Sulky aus dem Keller. Sie spannte sie an und prüfte die Notbremse. Diese funktionierte zwar tadellos, ließ sich aber etwas schwer wieder lösen. Außerdem hatte sich an einigen Stellen an den Felgen Flugrost gebildet und der Sitz knarrte etwas, als sie sich hinein setzte. Bis zum Stall würde es gehen aber sie beschloss, Charlotte zu fragen, ob sich die Stellmacherin mal um den Sulky kümmern konnte.

Sie setzte sich in den Sulky und nahm die Zügel. Ein leichtes Schnalzen mit diesen und Sunrise setzte sich in Bewegung. Doch schon auf der Straße die zur Hauptstraße führte, musste sie sie einbremsen. Sie wusste, daß Sunrise auch wesentlich schneller noch eine ordentliche Ausdauer besaß, aber heute sollte sie es langsam angehen, da heute Vormittag das Training für die Bodenprüfung an der Reihe war.
Zwar hätte sie Mara sagen können, was alles auf dem Trainingsplan stand doch aus irgend einem Grund erschien es ihr nicht richtig, daß Sunrise diesen kannte.

Es dauerte eine halbe Stunde, bis sie nach einigen Umwegen beim Stall an kamen. Dort wurden sie von Charlotte begrüßt und als erstes spannte sie Sunrise ab und führte sie zur Führanlage. Dort hatte Charlotte bereits einige Hindernisse auslegen lassen. Insgesamt gab es auf dem acht Meter durchmessenden Kreis zwölf Hindernisse mit unterschiedlichen Höhen und Breiten. Diese erforderten einiges an Aufmerksamkeit, die Rebecca Sunrise ebenfalls antrainieren wollte. Sie befestigte das Zugseil an Sunrise’ Kopfgeschirr und stellte die Anlage so ein, daß diese Geschwindigkeit und Radius ständig variierte.
Sie schaute Sunrise eine Weile zu, bis sie sicher war, daß sie beim Gehen aufpasste, dann ging sie nach drinne und suchte Charlotte. Diese fand sie in ihrem Büro und sie fragte sie, ob sich die Stellmacherin mal den Sulky ansehen konnte. Charlotte bestätigte das und rief diese auch gleich an. Dann schauten sie sich zusammen Sunrise’ Trainingsplan an. Dieser war sehr straff, da sie insgesamt weniger als sieben Wochen Zeit hatten, sie zu trainieren und dies während der Woche nur Nachmittags stattfinden konnte. Außerdem kostete das Training für die drei Grundprüfungen, ohne die Sunrise nicht antreten durfte Zeit, die vom eigentlichen Training für die Rennen ab ging.

Sunrise wusste nicht, wie lange sie schon in der Führanlage gelaufen war, aber all zu lange konnte es nicht sein, denn sie war noch nicht einmal ins Schwitzen geraten. Allerdings fand sie es sehr nervig, daß sich die Geschwindigkeit der Anlage dauernd änderte und das Seil mit dem sie gezogen wurde, mal nach innen, mal weiter nach außen wanderte und sie ihre Schrittweite immer wieder anpassen musste. Ihre Hufe mussten sich außerdem durch eine dicke Schicht Sägespäne wühlen, wenn sie nicht aufpasste und die Hufe weit genug anhob oder nicht ordentlich aufsetzte.

Dann endlich kam Herrin Rebecca zurück. Sie freute sich, sie zu sehen und war für einen Moment lang abgelenkt. Dadurch verpasste sie den Tritt und stolperte über dieses gemeine Hindernis bei dem sie einen ziemlich langen Schritt machen musste. Im Fallen spürte sie für einen kurzen Moment einen Widerstand in dem Seil, welches sie zog, doch dieser verschwand fast sofort und ließ sie fallen. Doch der kurze Ruck hatte gereicht, ihre Aufmerksamkeit auf den Fall zu lenken. Dadurch konnte sie sich noch rechtzeitig zur Seite drehen, sonst wäre sie mit dem Gesicht in die Sägespäne gefallen. So aber schlug sie nur mit der Schulter und der Seite auf dem weichen Boden auf.

»Ist alles in Ordnung?«, fragte Herrin Rebecca, die schnell zu ihr gelaufen kam und sich neben sie gekniet hatte.
Sunrise nickte und wollte wieder aufstehen. Aber das war ohne die Vorderhufe zu Hilfe nehmen zu können, nicht so leicht und sie musste warten, bis Herrin Rebecca ihr auf half.
Was war das für ein durchdringendes Geräusch? Es kam anscheinend von der Führanlage, die sich nicht mehr bewegte.
Während Herrin Rebecca zu dem Bedienpult ging und das laute Piepsen abstellte, schüttelte sie sich, um die ganzen Sägespäne aus ihrem Fell zu bekommen.
»Tut dir irgend was weh?«, fragte Herrin Rebecca. Wieder schüttelte sie den Kopf.
»Warte, ich mache deine Arme frei.«
Warum wollte sie das tun? Es ist doch alles in Ordnung. Energisch schüttelte sie den Kopf und drehte sich von ihr weg.
»Wenn du mich nicht nachsehen lässt, dann war es das mit dem Wettbewerb. Ich möchte nicht, daß dir irgend was weh tut oder du verletzt bist. Hast du das verstanden?«
Sie nickte und rollte mit den Augen.
Herrin Rebecca löste das Band, welches ihre Vorderbeine zusammen hielt und dann den Haken mit dem ihre Vorderhufe zusammen gebunden waren. Sie betastete eingehend ihre Seite, ihre Schulter und das Bein, drehte ihre Gliedmaßen in alle möglichen Richtungen.
»Scheint ja wirklich alles in Ordnung zu sein. Aber wenn dir irgend was weh tut, will ich, daß du mir das sofort sagst.«
Sie nickte und trat einmal mit dem rechten Huf auf, was hätte sie auch anderes tun sollen? Dabei rollte sie wieder mit den Augen.
»Das habe ich gesehen Sunrise«, sagte Herrin Rebecca und gab ihr einen ziemlich festen Klaps auf den Hintern, was sie heftig zusammen zucken ließ. Was sollte das denn? Das hat weh getan. So schnell verheilt ein Hintern nicht, wenn man drei Schläge mit der Gerte darauf bekommt. Oder hatte sie das absichtlich getan?
Natürlich, sie wusste es wahrscheinlich ziemlich genau und wollte sie für das Augenrollen bestrafen.
»Nicht so frech mein Pferdchen«, sagte Herrin Rebecca sanft aber mit einem belustigten Unterton. Sie fasste sie am Halsband und zog sie zu sich heran, bis ihre Lippen sich berührten. Doch nach einem viel zu kurzen Kuss ließ sie sie gehen und fesselte ihre Vorderhufe wieder zusammen.

Sie nahm die Führleine und ging zu einem Gebäudeteil, den Sunrise bisher noch nicht betreten hatte. Nachdem sie die Tür geöffnet hatte, rief sie laut »Tür frei?« in den großen Raum. Das erwies sich allerdings als recht sinnlos, denn es folgte keine Antwort. Und auch das Licht war ausgeschaltet. Also gingen sie weiter, bis zu einem Panel an der Wand, wo Rebecca einige Schalter drückte. Es wurde langsam heller, als sich die Abschattungen der Dachluken zur Seite schoben und Tageslicht herein ließen. Und kurz darauf wurde es noch heller, als die Lampen sich einschalteten.
Nun sah Sunrise den Raum oder besser die Halle. Sie war etwa 30 Meter breit und gut doppelt so lang. An den Außenwänden befanden sich abgeschrägte Holzverkleidungen und der Boden war dick mit etwas weichem Bedeckt, was Sunrise bei genauerem Hinsehen als eine Mischung aus Sand und Sägespänen erkannte. Außerdem war der Boden darunter anscheinend nicht fest wie Beton sondern gab bei jedem Schritt leicht nach.

Rebecca führte Sunrise an eine der kurzen Wände und band die Führleine an einem Haken in dieser an. Dann ging sie zur Längswand, wo einige rote, gelbe und blaue Raupen aus Kunststoff lagen. Jede war gut fünf Meter lang und hatte einen Durchmesser von etwa zehn Zentimetern.
Rebecca nahm zwei von diesen Raupen und legte sie in der Mitte der Halle in einem Abstand von etwa einem halben Meter aus. Diese wiederholte sie noch ein paar Mal, bis sie aus diesen Raupen ein Viereck gebaut hatte, bei dem die Enden der Raupen noch etwa einen Meter voneinander entfernt waren.

Nun kam sie wieder zurück und löste die Führleine vom Haken. Sie führte Sunrise bis zu diesem Viereck.
Neugierig betrachtete Sunrise, was Rebecca da aufgebaut hatte.
»Mara?« Diese Ansprache riss sie aus ihren Gedanken. Doch es dauerte einen Moment, bis sie wirklich aufnahmefähig war.
»Ja?«, fragte Mara, durch die Trense etwas undeutlich.
»Gut, du bist also da«, sagte Rebecca. »Ich möchte dir jetzt etwas erklären. Also pass bitte gut auf, hast du das verstanden?«
»Ja Herrin«, sagte Mara und gab sich Mühe, sich zu konzentrieren, was ihr schwerer fiel, als sie selbst erwartet hätte.
»Wir werden jetzt ein paar Kommandos trainieren, die Sunrise für die Bodenprüfung unbedingt können muss. Ich könnte dir jetzt einfach erklären, was du bei den einzelnen Kommandos tun sollst. Aber bei dieser Art Sport geht es darum, daß du dich immer so weit wie möglich wie ein Pony verhältst. Außerdem wird bei der Prüfung erwartet, daß du dort ein weiteres Kommando auf genau die selbe Art lernst, wie wir es jetzt trainieren werden. Auch wenn es dir vielleicht ziemlich albern vorkommen mag, aber ich werde dich jetzt so ähnlich trainieren, wie man ein echtes Pferd trainieren würde. Hast du das verstanden?«
Zwar fragte Mara sich, was daran denn so albern sein sollte, denn eigentlich war es ja genau das, was sie als Sunrise erwartete, doch sie bestätigte es durch ein Nicken.
»Gut. Orange oder Vollmilch?«, fragte Rebecca.
»Bitte?«, fragte Mara etwas verwirrt.
Rebecca lachte auf. »Ob du als Belohnung lieber Orangenschokolade möchtest oder Vollmilch.«
Nun verstand Mara und lachte ebenfalls. »Das ist mir egal Herrin«, sagte sie »Ich mag beides.«
»Gut, dann sollte das reichen, was ich da hab«, sagte Rebecca.

Recht plötzlich brachte Rebecca Mara wieder in Sunrise’ Rolle indem sie ihr mit der Gerte zweimal leicht auf den Rücken tippte und »go« sagte. Dabei zog sie locker an der Leine und ging neben ihr her. Kurz darauf sagte sie »halt«, tippte ihr zweimal auf die Brust und blieb stehen.
Dies übten sie, bis sie auf der anderen Seite der Halle angekommen waren. Kurz bevor sie die Wand der Halle erreichten, sagte Rebecca im Gehen »right« und tippte auf Sunrise’ linken Oberarm. Diese war einen Moment lang etwas verwirrt, blieb stehen und schaute Rebecca fragend an.
Obwohl es nur noch etwa fünf Meter bis zur Wand waren, sagte Rebecca »go« und tippte ihr zweimal auf den Rücken. Sunrise ging los und fragte sich, ob sie vor die Wand laufen sollte. Doch dann legte Rebecca ihr die Gerte mit etwas Nachdruck auf die linke Schulter und sagte »right«. Sunrise versuchte, dem Druck der Gerte auszuweichen und ging so automatisch nach rechts, bis der Druck auf den Arm verschwand. Nun hatte sie verstanden, daß sie der Gerte ausweichen sollte. Sie erkannte, daß es hinderlich war, die menschlichen Vorstellungen die sie hatte, als Maß zu nehmen und nahm sich vor, dies abzulegen. Anstatt die Richtung anzusagen hätte sie auch Pusteblume sagen können. Für Sunrise sollte es egal sein, wie die Kommandos heißen.

So ging es eine ganze Weile weiter. Gehen, anhalten, nach rechts oder links gehen, anhalten, gehen, mal mit Gerte und Kommando, mal nur mit Gerte und mal nur mit Kommando. Tippte Rebecca mit der Gerte auf den Arm oder sagte die Richtung, ging es immer in einem engen Bogen genau im rechten Winkel zur vorherigen Richtung weiter und wenn sie die Gerte auf dem Arm hielt, musste sie so lange in die Richtung gehen, bis der Druck nachließ. Dabei achtete Rebecca immer darauf, die Leine locker zu halten.
Schließlich sagte Rebecca »halt«. Sie wandte sich Sunrise zu und das Lächeln in ihrem Gesicht sagte Sunrise, daß sie zufrieden mit dem war, was sie bisher getan hatte. Sanft streichelte sie über Sunrise’ Arm, dann holte sie aus der Tasche die sie sich umgehängt hatte, eine daumennagelgroße, braune Kugel und hielt sie Sunrise vors Gesicht. Diese öffnete bereitwillig ihr Maul und Rebecca steckte ihr die Kugel hinein. Sunrise freute sich. Einerseits darüber, daß Rebecca anscheinend zufrieden war, andererseits über das Streicheln und die Belohnung. So tippelte sie freudig auf der Stelle, während sie die nach orange schmeckende Schokoladenkugel kaute.

Als sie alles herunter geschluckt hatte, sagte Rebecca plötzlich recht energisch »stand« und hielt ihr die Gerte vor die Brust. Vor Schreck hielt Sunrise in ihrer Bewegung inne und stellte sich mit beiden Beinen auf dem Boden, gerade hin.
Wieder streichelte Rebecca ihr lächelnd über den Arm. Irgend etwas schien sie gerade richtig gemacht zu haben, worüber sie sich, auch ohne zu wissen, was das genau war, freute und darauf hin wieder herum tippelte. Doch sofort sagte Rebecca, dieses Mal aber weniger energisch, »stand« und hob die Gerte vor Sunrise’ Brust. Wieder hielt diese inne und stellte sich gerade hin und wieder streichelte Rebecca ihr über den Arm.
Zwar freute sie sich über das erneute streicheln, blieb dieses Mal aber still stehen. Rebecca schaute sie einen Moment lang an und lächelte dann. »So ist’s brav Sunrise«, sagte sie, griff in ihre Tasche und gab Sunrise eine Schokoladenkugel.

Bis zum Mittag übte Rebecca mit Sunrise weiter. Sie führte sie mit gesprochenen Kommandos oder der Gerte durch die auf dem Boden liegenden Schaumstoffrollen, darum herum und durch die gesamte Halle.
Rebecca fand zunehmend Spaß daran, daß Sunrise die Kommandos immer besser beherrschte und fast schon automatisch auf diese reagierte.
Als es Zeit zum Essen war, führte Rebecca Sunrise in eine Box, wo diese ihr Futter bekam. Dazu nahm sie ihr den Riemen um die Ellenbogen und die Handschuhe ab, damit sie mit Messer und Gabel fressen konnte. Sie selbst gesellte sich zu Charlotte in deren Büro, wo die Beiden sich Pizza bestellten und diese aßen.

»Im Grunde genommen muss sie die Kommandos im Schlaf beherrschen, ohne lange darüber nachdenken zu müssen«, erklärte Charlotte gerade, als die Pizza geliefert wurde. Nahm diese aus dem Transportsystem und gab Rebecca ihre Pizza mit Huhn. »Aber das wird sowieso nichts. Es dauert Monate, bis ein Pony soweit ist. Aber für die Prüfung sollte das, was ihr bis jetzt geschafft habt, gut genug sein. Du musst nur daran denken, die Kommandos immer zu wiederholen, auch mal unvermittelt und wenn es möglich ist, sogar ohne Zusammenhang.«
Rebecca hatte gerade ein Stück Pizza gegessen und wischte sich mit einem Tuch den Mund ab. »Sag mal, findest du das nicht auch ziemlich entwürdigend, einen Menschen so abzurichten, daß er ohne nachzudenken auf solche Kommandos reagiert?«, fragte sie. »Ich meine, wenn sie die Kommandos wirklich verinnerlicht hat, also als Sunrise, dann könnte ich die doch auch benutzen, wenn wir zum Beispiel spazieren gehen oder mal in der Stadt einkaufen gehen oder sonst wo. Stell dir doch mal vor, wir gehen in einen Laden und ich sage ’up right’, so daß sie sich auf ein Beim stellt. Oder ich lasse sie mitten auf der Einkaufsmeile springen. Sowas wäre doch einfach nur demütigend für sie.«
Charlotte musste nicht lange nachdenken, offenbar hatte sie selbst schon über diese Frage nachgedacht. »Einerseits wäre das ja ein gutes zusätzliches Training«, sagte Charlotte mit vollem Mund und schluckte den Bissen herunter. »Andererseits ist bei den Kommandos zum Glück nichts dabei, was wirklich peinlich wäre, also sowas wie laut jodeln oder so. Außerdem liegt es an dir, genau das nicht zu tun, außer, wenn Mara damit einverstanden ist. Es liegt in deiner Verantwortung, das nicht zu missbrauchen. Ein Problem gibt es lediglich damit, daß du sie die englischen Kommandos lernen lässt. Solange ihr nur hier bleibt, geht das, hier wird in der Regel deutsch gesprochen und nur recht selten englisch, auch wenn jeder das beherrscht. Aber wenn ihr irgend wo anders hin fahrt, kann es zu Problemen kommen weil die ganzen Kommandos ja englische Alltagsausdrücke sind. Da würde ich dir empfehlen, auf die international verwendeten Kommandos auszuweichen. Die beruhen alle auf Latein, was ja nun kaum jemand wirklich spricht.«

»Warum lernen wir denn nicht gleich diese Kommandos?«, fragte Rebecca.

»Kannst du sie auswendig, ohne nachlesen zu müssen? Lernt erst mal die englischen. Das hat den Vorteil, daß sie sie selbst auch nachvollziehen kann, wenn sie nicht gerade im vollen Ponymodus unterwegs ist. Die internationalen könnt ihr später einüben. Aber dazu musst du sie erst mal selbst beherrschen«, erklärte Charlotte geduldig. »Für die Prüfung ist das erst mal irrelevant.«
Rebecca nickte verstehend.
Sie aßen schweigend ihre Pizza auf und tranken dazu Limonade.

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von HeMaDo am 28.06.18 um 21:30 geändert
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:23.06.18 17:52 IP: gespeichert Moderator melden


Vielen Dank für diesen wunderbaren Teil mit Sunrise und dem darin beschriebenen Training- eine grosse Schüssel voll mit Karotten für das Pferd!
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:24.06.18 19:38 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo HeMaDo
danke, einfach wieder schön geschrieben.
ich habe aber 2 Fragen
kennt Rebecca die wahren Zusammenhänge zwischen Yanna und Sophia
trägt Mara immer noch den Halsreif aus der Schule, oder hat sie als freie Serva einen neuen bekommen.

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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:24.06.18 20:08 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat

Vielen Dank für diesen wunderbaren Teil mit Sunrise und dem darin beschriebenen Training- eine grosse Schüssel voll mit Karotten für das Pferd! 

Die soll sie bekommen.


Zitat

kennt Rebecca die wahren Zusammenhänge zwischen Yanna und Sophia

Rebecca weiß, daß Saphira früher die Sarai war und daß Yanna in ihrer Organisation gewesen ist und die beiden sich daher kennen. Aber alle Zusammenhänge kennen nur Saphira und Yanna. Das Meiste haben Peter und Saphira beschlossen, geheim zu halten.


Zitat

trägt Mara immer noch den Halsreif aus der Schule, oder hat sie als freie Serva einen neuen bekommen.

Mara (und auch Larissa und Frida) tragen noch die Halsreifen, die sie vor der Versteigerung in der Schule bekommen haben. Dies wird sich auch erst ändern, wenn entweder jemand beschließt, den Namen der Herrin dort eingravieren zu lassen oder wenn er mal nicht mehr passen sollte.


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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:24.06.18 22:04 IP: gespeichert Moderator melden


Auch von mir ein herzliches Dankeschön für eine der besten Geschichten. Ich fiebere schon immer der nächsten Fortsetzung entgegen. Ebenfalls ein herzliches Danke an alle anderen Autoren, macht bitte weiter, auch wenn es Probleme mit dem Server gibt bzw. nicht immer die gewünschte Reaktion kommt.
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  RE: Neue Horizonte - 2 Teil 64 Datum:30.06.18 00:45 IP: gespeichert Moderator melden


64


Als sie fertig gegessen hatten, ging Rebecca zu Sunrise in die Box. Eigentlich wollte sie sich noch etwas zu ihr gesellen doch als sie Sunrise dösend auf dem Boden sah, wie sie ihr den Hintern entgegen streckte und der Stahl des Keuschheitsgürtels durch die Öffnung im Fell durch schimmerte, bemerkte Rebecca, daß sich das Spielzeug, welches sie schon fast vergessen hatte, bemerkbar machte indem es sich langsam aufrichtete. Langsam verstand sie, warum Männer ab und zu mal die unschöne Angewohnheit hatten, sich an die Hose zu greifen.
Doch je länger sie Sunrise so betrachtete und darüber nachdachte, desto mehr richtete sich das Spielzeug auf. Vielleicht sollte sie doch die Fernbedienung über ein Comm einbauen, überlegte sie. Doch diese Gedanken hielten nur kurz an. Sie schloss das Tor der Box von innen und trat neben Sunrise. Aus ihrer Tasche holte sie die Tube mit dem Gleitmittel und rieb Sunrise’ Poloch gründlich damit ein, wodurch diese recht schnell wach wurde und etwas sagen wollte. Doch Rebecca legte einen Finger vor die Lippen um ihr zu signalisieren, leise zu sein. Sie streichelte ihr über die Wange und als sie endlich aufgestanden war, band sie Sunrise’ Arme wieder zusammen, wobei sie das Band dieses Mal eine Stufe enger schnallte.

Sunrise schaute sie erwartungsvoll an. Rebecca musste nicht all zu lange nachdenken. »Present«, sagte sie und tippte Sunrise mit der Gerte leicht zwischen die Beine. Sunrise schaute sie nur fragend an, was aber auch kein Wunder war, da sie sich dieses Kommando gerade erst selbst ausgedacht hatte. Sie trat neben Sunrise und führte sie so, wie sie sie haben wollte, mit durchgestreckten aber weit auseinander gestellten Beinen und waagerecht nach vorne gebeugtem Oberkörper.
Sunrise drehte den Kopf in ihre Richtung und grinste breit, als sich ihre Blicke trafen. Dies nahm Rebecca als Zeichen, daß sie nichts dagegen hatte. Sie zog den Hosenrock aus und rieb eine gute Menge Gleitmittel auf das mittlerweile leicht nach oben abstehende Spielzeug und stellte sich hinter Sunrise. Sie fasste sie an den Hüften und drückte das Spielzeug durch die zum Glück recht große Öffnung des Keuschheitsgürtels gegen Sunrise’ Hintereingang. Langsam drückte sie dagegen und drang in sie ein, bis zum Anschlag, was Sunrise ein leises Stöhnen entlockte.

Während Herrin Rebecca sie immer schneller von hinten nahm, drückte Sunrise ihr das Hinterteil mit jedem Stoß entgegen. Sie hielt ihre Lippen fest zusammen gepresst und schnaubte dadurch laut vernehmbar. Zwar reichte es für sie nicht für einen Höhepunkt aber sie genoss, was Herrin Rebecca da mit ihr machte. Mit geschlossenen Augen ließ sie es mit sich geschehen und spürte die immer stärkere Erregung die in ihr aufstieg.
Es dauerte eine ganze Weile, bis Herrin Rebecca mit unterdrücktem Stöhnen kam, das Spielzeug eine ganze Weile tief in ihr ließ, bis es langsam immer kleiner wurde und sie dann los ließ.

Auch als Herrin Rebecca sich den Rock wieder anzog, blieb Sunrise in der gebückten Stellung und wartete ab. Erst als diese »stand« sagte, richtete sie sich wieder auf und blieb gerade stehen, bis Herrin Rebecca sich vor sie stellte. Sie lächelte, als sie sie ansah und lehnte ihren Kopf gegen die Schulter ihrer Herrin, die sie fest in die Arme nahm.
Sie tippte mit dem Huf dreimal leicht gegen den Fuß ihrer Herrin.
»Ja?«, fragte diese, ohne die Umarmung zu lösen.
»Danke Herrin, das war toll. Das Spielzeug kannst du gerne immer tragen«, sagte Mara leise und genoss die Umarmung.

Rebecca musste grinsen, als Mara das sagte. »Kommt gar nicht in Frage. Ich trage das nur so lange, wie es nötig ist um es zu testen. Und dann vielleicht mal, wenn ich dazu Lust habe. Aber immer ganz bestimmt nicht. Dazu macht es mir viel zu viel Spaß wenn wir anders spielen.«
Mara musste kichern und sagte »Wie du willst meine Herrin. Aber wenn es fertig ist, kannst du ja auch eine andere Form bauen. Ich meine so wie auf den Bildern von Pferden, die du mir gezeigt hast. Das ist bestimmt interessant, wenn ich das mal trage.«
Rebecca löste die Umarmung, nahm den Kopf etwas zurück und schaute sie an. Dann lachte sie laut. »Wer weiß, vielleicht mache ich das mal. Dann hast du die ganze Arbeit, während ich mich einfach zurück lehnen und es genießen kann«, sagte sie.

Nachdem beide sich im Waschraum etwas frisch gemacht hatten, ging es wieder in die Trainingshalle, in der mittlerweile auch Madonna trainiert wurde. Charlotte, die Madonna das erste Mal nach dem Winter wieder trainierte, warf auch ein Auge auf Rebecca und gab ihr einige Tipps, die sie sofort versuchte anzuwenden. So lernte Sunrise an diesem Tag noch ein paar Kommandos die sie recht schnell begriffen hatte. Nur das drehen über die Außenhand fiel ihr etwas schwer. Wenn Herrin Rebecca das Kommando »out« gab, musste sie ohne Hilfe mit der Gerte eine Drehung zur Seite machen indem der äußere Huf stehen blieb und nur der innere Huf zurück genommen wurde. Doch dabei kam sie regelmäßig durcheinander, so daß es eine Weile dauerte, bis sie dieses Kommando und die Ausführung beherrschte.

Obwohl es noch recht früh am Abend war, beschloss Charlotte, das Training zu beenden und statt dessen den beiden Ponys etwas Spaß zu gönnen. Dazu legte sie in der Mitte der beiden langen Seiten der Halle jeweils zwei der Schaumstoffrollen als Tore aus und brachte einen Ball, wie man ihn normalerweise als Sitzball verwendet in die Halle.
Die beiden Ponys mussten den Ball dabei in das gegnerische Tor rollen, treten oder schieben, wobei ihre Trainerinnen sie durch gerufene Kommandos unterstützten.
Zum Glück hörte Madonna auf die internationalen Kommandos, so daß es keine Verwirrung gab, wer nun gemeint war.

Charlotte und Rebecca ließen die beiden Ponys eine gute Stunde spielen und hatten, genau wie diese, ihren Spaß dabei, obwohl sie selbst nur passiv mit spielten indem sie gelegentlich Kommandos gaben.

Madonna hatte sieben Tore geschossen und Sunrise fünf, als Charlotte das Spiel beendete. Die beiden Ponys wurden in den Waschraum gebracht und dort gewaschen und gebürstet. Zu Sunrise’ Überraschung brachte Herrin Rebecca sie danach in die Box, wo es Futter gab und befreite ihr die Arme. »Das hast du heute ganz toll gemacht Sunrise«, sagte Rebecca und streichelte sie ausgiebig an Kopf, Hals und Schulter. »Morgen geht’s weiter. Vielleicht ist der Sulky dann fertig und wir können morgen Nachmittag ein paar Runden auf der Rennbahn drehen. Ich wünsche dir eine gute Nacht mein Pony.«
Dann streichelte sie Sunrise noch einmal und verließ dann die Box.

Sunrise war ein wenig verwirrt darüber, daß sie nicht nach Hause gingen, doch schließlich schob sie einen großen Teil des Heus, welches als Einstreu diente in eine Ecke der Box und machte es sich dort für die Nacht bequem.
Zwar vermisste sie Herrin Rebecca ein wenig, aber der Tag war doch recht anstrengend gewesen und so schlief sie bald darauf ein.

Auch den Sonntag über trainierte sie weitere Kommandos und auch die verschiedenen Gangarten. Am Nachmittag ging es dann tatsächlich auf die Rennbahn, wo sie sich richtig austoben konnte und sie fuhr am Abend mit Herrin Rebecca zusammen nach Hause.
Auch an den Nachmittagen der folgenden Woche trainierten sie ausgiebig. Mal auf der Rennbahn, mal in der Halle und am folgenden Wochenende blieb Sunrise von Freitag bis Sonntag wieder im Stall.

- - -

»Wie sieht es denn hier aus?«, fragte Johanna, als sie nach Hause kam und ihr Arbeitszimmer betrat, mehr belustigt als Entsetzt. Doch Larissa zuckte bei dieser Frage heftig zusammen und wäre beinahe vor Schreck von dem Sitzball, auf dem sie saß, gerollt.
Sie sprang auf, knickste und stammelte ein »Entschuldigung Herrin, ich wollte das schon lange weg geräumt haben.«
Sie bückte sich und begann hektisch, die verschiedenen Materialproben vom Boden aufzusammeln, die sie in den letzten Stunden im Musterlager bestellt hatte. Sie warf sie auf den Tisch, wo noch mehr der Proben auf mehreren Stapeln lagen.
»Halt«!«, rief Johanna, als Larissa diese einfach zusammen schieben wollte. Wieder zuckte Larissa zusammen, ließ die Proben, die sie in den Händen hielt fallen und machte ein betretenes Gesicht.
»Ent… Entschuldigung«, stammelte sie noch einmal.
»Ich nehme an, daß du die irgend wie sortiert hast«, sagte Johanna und deutete auf die Haufen auf dem Tisch, worauf hin Larissa schweigend nickte.
»Dann solltest du nicht einfach alles zusammen räumen. Es reicht doch, wenn du die vom Boden aufhebst und wieder in die Kiste legst, die du nicht brauchst.«
Nun sah Larissa sie staunend an. Zögernd tat sie, was Johanna sagte.
»Was meinst du denn, wie oft das hier schon so ausgesehen hat? Bei mir lagen die auch schon mal im Wohnzimmer, weil hier nicht genug Platz war. Also bring nichts durcheinander sondern räum einfach nur den Boden auf und leg die, die du nicht brauchst, zurück in die Kiste. Und wenn du fertig bist, kommst du in die Küche, damit wir essen können.«
Johanna wandte sich zum Gehen, als Larissa zweifelnd fragte: »Sie… Sie… du… du bist nicht böse Herrin?«
»Warum sollte ich denn? Ich weiß, wie das ist, wenn man etwas neues entwirft und das passende Material sucht«, sagte Johanna und ging dann endlich in die Küche.
Es dauerte eine viertel Stunde, bis Larissa die Proben, jede war etwa so groß wie ein Stück Briefpapier und mit einem Etikett mit einer Materialnummer versehen, wieder halbwegs sortiert und in die Transportkiste gelegt hatte und in die Küche kam.

Sie knickste vor Johanna und setzte sich zu ihr an den Tisch. Gemeinsam aßen sie den Auflauf, den Johanna gestern bereits gemacht und heute nur mit etwas Huhn und Käse gestreckt hatte.
»Was wird das eigentlich, was du da machst, wenn es fertig ist?«, fragte Johanna, während sie zusammen den Tisch abräumten.
Zuerst druckste Larissa etwas herum, doch dann sagte sie: »Erinnerst du dich an den Film, den wir vor ein paar Tagen angesehen haben? Den wo ich auf dem Tisch gelegen habe und du alles auf mir abgestellt hast?«
Johanna konnte nicht anders als zu Lachen. Es war schon erstaunlich, wie Larissa solche Dinge datierte. »Ja, dieser Sciencefiction Film.«
Larissa nickte. »Da war dieses Teil, das aus dem Ei gekommen ist und dann der Frau ins Gesicht gesprungen ist. Und da hab ich mir überlegt, wie das wäre, wenn das nicht ins Gesicht der Frau gesprungen wäre sondern in ihren Schritt und die Larve dort abgelegt hätte und nicht im Bauch der Frau.«
»Und du willst eine Larve dort ablegen?«, fragte Johanna mit einer Mischung aus Staunen und Schaudern.
»Nein«, sagte Larissa bestimmt. »Ich habe mir überlegt, wie es eben wäre, wenn dieses Teil sich da festklammert und dort eine Weile bleibt. Was es da machen kann und wie sich das anfühlen würde.«
»Also jetzt bin ich neugierig geworden«, sagte Johanna.

Sie gingen zusammen in Johannas Arbeitszimmer, wo Larissa den Bildschirm einschaltete und einige Zeichnungen öffnete.
Johanna schluckte, als sie diese betrachtete. »Also ob das so gut ankommen wird, weiß ich nicht. Aber auf jeden Fall ist die Idee sehr außergewöhnlich.«
Auf den Zeichnungen war ein Wesen abgebildet, welches eine große Ähnlichkeit mit einer Kreatur aus dem Film hatte, die dort als Faceclinger bezeichnet wurde. Die Kreatur hatte einen annähernd herzförmigen Körper aus dessen Rücken ein Sch****z heraus wuchs der, ähnlich einem Gürteltier, mit Schuppen gepanzert war. Dieser teilte sich weiter hinten und hatte zwei Enden. Aus dem Körper wuchsen acht dünne Beine. Auf einer dieser Zeichnungen hatte sich diese Kreatur im Schoß einer Frau festgeklammert, wobei die Beine den Unterleib der Frau umklammerten. Das hinterste Beinpaar hatte sich um die Oberschenkel der Frau geklammert. Der Sch****z verlief zwischen deren Beinen hindurch nach hinten und hatte sich über ihren Genitalien festgeklammert. Die beiden Enden liefen von hinten um die Taille der Frau und trafen sich an deren Vorderseite.

Eine andere Zeichnung, die scheinbar zum Teil aus einem Buch über Anatomie entnommen war, zeigte einen Schnitt auf dem zu sehen war, daß sich ein Fortsatz weit in die Scheide der Frau geschoben hatte und diese vollkommen ausfüllte. Ein anderer Fortsatz ging in den After und ein weiterer in ihre Harnröhre bis am Schließmuskel vorbei in die Blase.
Das Innenleben der Kreatur war jedoch alles Andere als natürlich. Hier hatte Larissa sich offenbar recht großzügig aus dem Fundus der zur Verfügung stehenden Teile bedient, aus denen in der Firma auch alle Möglichen Spielzeuge hergestellt wurden und die für neue Entwicklungen zur Verfügung standen.
Es gab kleine und größere Vibratoren, Pumpen und Antriebe, die anscheinend die Beine und den Sch****z bewegten, Sensoren für Temperatur, Druck, und einige medizinische Werte, ein Gerät, welches leichte aber auch stärkere Elektroschocks aussenden konnte sowie einen kleinen aber leistungsstarken, vernetzen Computer, wie er auch in vielen Spielzeugen aber auch Keuschheitsgürteln Verwendung fand.

»Sieht sehr, ähm, interessant aus«, meinte Johanna. »Was soll das alles können?«
Larissa öffnete eine weitere Datei. Diese zeigte einen bereits sehr detaillierten Konstruktionsplan von dem Johanna überzeugt war, daß er nur noch etwas verfeinert werden musste, um in den Prototypenbau gehen könnte.
Sie sah daß alle Fortsätze die sich an der Unterseite der Kreatur befanden, innen Hohl waren und sich weit dehnen konnten. Mit den beiden Fortsätzen in Darm und Blase war es so, wie Larissa sie konstruiert hatte, möglich die Ausscheidungsfunktion des Körpers komplett zu kontrollieren. Außerdem konnte diese sowohl den Kitzler als auch Schamlippen und das Innere der Scheide, in viele Abschnitte aufgeteilt, mit Vibrationen, Stromstößen und Wärme aber auch Kälte stimulieren. Diese Idee ging sogar noch weiter, als die am Besten ausgestatteten Keuschheitsgürtel der Firma. Es ging hier scheinbar um sehr umfangreiche Kontrolle. Aber das wunderte sie bei Larissa eigentlich nicht.

Die nächsten Bilder, die Larissa ihr zeigte, waren vom Computer aus den Plänen generiert worden und zeigten dieses Teil dreidimensional aus allen möglichen Richtungen. Johanna fand diese Kreatur sehr interessant, auch wenn sie nicht wirklich ihren Geschmack traf, so gab es doch ganz sicher Leute, denen so etwas gefallen würde.

Larissa schaltete wieder zu der Konstruktionsansicht und ließ diese sich drehen und bewegen. Die Frauengestalt, an die sich die Konstruktion klammerte, hatte eine starke Ähnlichkeit mit Larissa, fand Johanna.

Sie schaute sich die Details an und bemerkte etwas. »Sag mal, was sind das denn für Materialien? Diese Nummern habe ich noch nie gesehen.« Sie deutete auf die Materialnummern, die die Materialien der Oberfläche beschrieben.
»Das sind medizinische Materialien. Ich dachte, daß das ganz gut passt«, erklärte Larissa.
Johanna zog ihren Stuhl heran und setzte sich neben Larissa. Sie tippte auf den Bildschirm und ließ sich die Beschreibung der ihr unbekannten Materialien anzeigen.
»Künstliche Haut zur Versorgung von großflächigen Verletzungen?«, fragte Johanna staunend und las die restliche Beschreibung.

Etwas verwundert sah sie Larissa an. »Ist das dein Ernst? Hast du dir mal durchgelesen, was das Zeug macht? Das ist ein biochemisches Material, das sich mit dem Gewebe und der verbliebenen Haut verbindet. Wenn du das daraus baust, dann verwächst deine tolle Entwicklung mit der Haut und lässt sich nur noch durch eine größere Operation wieder entfernen. Und gerade da und da«, sie deutete auf die Fortsätze, die sich in die Körperöffnungen der Trägerin hinein bewegen würden, »ist es wohl nur sehr schwer, das überhaupt wieder zu entfernen. Also ich denke, daß das keine all zu gute Idee ist.«
Larissa las sich die Beschreibungen der Materialien durch und schaute etwas betreten zu Johanna. »Jetzt weiß ich auch, warum man davon keine Muster bekommt«, sagte sie. »Das sollte ich vielleicht ändern.«
»Das wäre sicher nicht schlecht. Wenn so ein Spielzeug sich auf einmal nicht mehr entfernen lässt, reagieren viele Kunden komischerweise etwas unentspannt und das bedeutet meistens Prozesse und Entschädigungsforderungen. Ich denke nicht, daß du mit sowas gerne Bekanntschaft machen möchtest«, sagte Johanna schmunzelnd.

»Sag mal, wie hast du das eigentlich alles geschafft? Andere brauchen Monate, um sowas hin zu bekommen«, fragte Johanna, während sie Larissa dabei half, andere Materialien für die Oberfläche auszusuchen.
»Es gibt da in Firmennetz diese Funktion mit der man sich mit anderen unterhalten kann. Da kann man bestimmte Fachrichtungen aussuchen, wenn man Hilfe braucht«, erklärte Larissa zögernd.
Johanna sah sie an und lachte. Sie selbst nutzte diese Funktion kaum, da sie sich lieber selbst mit den Leuten unterhielt. Doch für Larissa, die ja sonst keinen Zutritt zur Firma hatte, war dies offenbar die einfachste und naheliegendste Möglichkeit, sich Wissen anzueignen.
»Und die Programme, die da drauf laufen? Hast du die auch mit Hilfe von Anderen geschrieben?«
»Nein Herrin, soweit war ich noch nicht. Ich habe nur eine Übersicht erstellt, was das alles können soll.« Larissa öffnete die entsprechende Datei und zeigte sie Johanna.

Larissa schloss ohne etwas zu sagen alle Dateien und schaltete den Computer aus. Mit einem resignierten Ausdruck im Gesicht ging sie vor Johanna auf die Knie. »Das solltest du eigentlich gar nicht sehen. Am Besten, ich lösche das wieder, so wie die anderen Sachen. Gebaut wird sowas doch sowieso nie.« Sie beugte sich weiter herunter und begann damit, Johanna die Schuhe auszuziehen.

Es dauerte einen langen Moment, bis Johanna begriff, was Larissa da gerade gesagt hatte. Sie zog ihre Füße zurück und fasste Larissa an den Schultern. Sie zog sie auf die Beine und stellte sich vor sie.
»Was meinst du damit, ’wie die anderen Sachen’? Soll das heißen, du hast noch mehr solcher Sachen entworfen? Und wieso löschen? Das ist großartig, wieso willst du das löschen?«, fragte sie.
»Na, ich hab doch nur etwas mit den Programmen gespielt, die du mir gezeigt hast, als wir unsere Kostüme entworfen haben. Das baut doch sowieso niemand. Und selbst wenn, kann ich das doch gar nicht programmieren. Ich hab das doch nur gemacht, weil mir langweilig war. Die Anderen sind doch meistens mit irgend was beschäftigt. Frida studiert, Trish macht ihre Kunstwerke, Veronica ist mit ihrer Herrin immer irgend wo unterwegs, Mara arbeitet im Laden und muss jetzt noch Nachmittags für diesen Wettbewerb trainieren und Vivian hat auch eine Ausbildung angefangen. Was soll ich denn sonst den ganzen Tag machen, wenn du arbeitest?«

Etwas betreten schaute Johanna Larissa nach dieser Eröffnung an, doch dann kam ihr ein anderer Gedanke. »Sag mal, du hast eben was von anderen Sachen erzählt, die du entworfen hast. Seit wann arbeitest du denn da dran?« Sie deutete auf die noch auf dem Tisch liegenden Muster.
»Seit Anfang letzter Woche ungefähr«, sagte Larissa bedrückt. »Darf ich das jetzt nicht mehr?«, fragte sie unsicher.
»Was? Seit letzter Woche?« Johanna suchte nach Worten. Schließlich fand sie was sie sagen wollte. »Weißt du eigentlich, wie lange Andere brauchen um so weit zu kommen, wie das was du mir eben gezeigt hast?« Sie hielt Larissa an den Schultern und schüttelte sie leicht. »Ich habe mal gesagt, du sollst dir ein Hobby suchen. Aber das ziehe ich zurück. Du brauchst kein Hobby, du brauchst eine Arbeit. Ich möchte, daß du bis morgen Mittag eine Präsentation erstellst mit der man das jemandem zeigen kann, der das bauen und später verkaufen soll. Meinst du, daß du das schaffst?«
»Eine Präsentation? Aber das ist doch noch gar nicht fertig. Was soll ich denn da präsentieren?«, fragte Larissa zweifelnd.
»Bitte? Nicht fertig?«, fragte Johanna nun etwas aufgebracht. »Das ist weiter fortgeschritten als manches, was kurz vor der Serienreife steht. Und um die Programmierung mach dir mal keine Sorgen. Wenn das jemand zu sehen bekommt, dann brauchst du niemanden zu suchen, dann kommen die Programmiererinnen zu dir. Aber was du noch brauchst, ist ein Name dafür.«

-

»Die Leiterin der Entwicklungsabteilung, die beiden Mitarbeiterinnen aus der Produktionsleitung, Emylia, und Johanna sahen zu Larissa, die etwas verlassen vor der großen Leinwand stand. Sie sahen sie etwas verwirrt an, denn die Präsentation, die aus Ausschnitten eines alten Sciencefiction Filmes und computergenerierten Bildern bestand, war schon ein wenig verstörend gewesen. Nun rotierte eine computergenerierte Ansicht der Kreatur auf der Leinwand, die eben noch in dem Film zu sehen gewesen war.
»Und wie soll das Teil heißen?«, fragte Emylia, die als Erste ihre Sprache wieder fand.
»Naja, das Teil in dem Film wurde Faceclinger, also Gesichtsklammerer genannt«, sagte Larissa zögernd. »Ich dachte an Crotchclinger. Das finde ich irgend wie passend.«

»Also was eine Publikumsgerechte Präsentation ist, musst du anscheinend noch lernen«, sagte Emylia, deren Gesicht allmählich wieder etwas Farbe annahm. »Hast du die etwa auch selber erstellt?«
»Nicht alleine Frau Kroll. Vivian hat mir mit dem Film und so geholfen. Soll ich wieder gehen?«, fragte Larissa kleinlaut.
»Wieder gehen? Bist du wahnsinnig? Also ich habe das Gefühl, um Nachwuchs in unserer Entwicklungsabteilung brauchen wir uns keine großen Sorgen zu machen. Ich würde sagen, wenn deine Herrin einverstanden ist, dann kommst du morgen früh wieder. Bis dahin sollten wir es geschafft haben, eine Werkstatt für dich zurecht zu machen.«
»Wirklich? Das gefällt Ihnen?«, fragte Larissa zögernd.
»Gefallen? Ich sage es mal so, mein Fall ist es nicht so ganz. Aber die Idee ist gut und die Planung auch. Verkaufen lässt sich sowas auf jeden Fall, zumindest mit einer nicht ganz so erschreckenden Präsentation wie die, die wir eben gesehen haben.«

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Mara stieg gerade aus der Dusche, als sich die Tür öffnete und Rebecca ins Bad kam. In der Hand hielt sie einen Vibrator und ein weiteres Teil, welches Mara nicht zuordnen konnte.
»Ist es schon so weit?«, fragte sie und deutete auf die Teile, die Rebecca auf die Ablage neben dem Waschbecken legte.
»Du musst das nicht machen. Das ist allein deine Entscheidung. Und egal wie du dich entscheidest, ich werde auf jeden Fall hinter dir stehen. Wenn du nicht willst, wird es dir niemand übel nehmen. Aber wenn du das nicht willst, dann wird das dieses Jahr nichts mehr mit einer Teilnahme an einem Wettbewerb«, sagte Rebecca. Sie hatte ein Handtuch genommen und trocknete Mara vorsichtig den Rücken ab, wobei sie gründlich darauf achtete, nicht zu fest über die frischen Striemen von gestern Abend zu reiben. Dort tupfte sie sehr vorsichtig das Wasser ab.
Mara schaute zur Ablage und betrachtete sich die Teile die dort lagen. Auf einmal stöhnte sie leise auf und sog die Luft zwischen den Zähnen hindurch, weil Rebecca zu fest über einen sehr stark geröteten Striemen gerieben hatte.
»Entschuldige, bitte«, sagte Rebecca und versuchte, noch vorsichtiger zu sein. Anscheinend war es gestern Abend doch etwas zu heftig gewesen. Doch so entspannt wie heute Morgen war Mara schon seit zwei Wochen nicht mehr gewesen.
Vorsichtig nahm sie die Tube mit der Wundsalbe und drückte Mara einen langen Streifen davon auf den Rücken, den sie vorsichtig unter leisem Stöhnen von Mara auf den Striemen verrieb.
»Ich glaube, das war gestern doch etwas zu heftig«, sagte Rebecca während sie die Salbe verteilte.
Mara schüttelte den Kopf. »Das war toll«, sagte sie mit einem tiefgründigen Lächeln. »Manchmal wünschte ich mir, daß du das auch mal erleben könntest, um zu sehen, wie toll das ist und wie schön es sich anfühlt.«
»Bei mir wird das nicht funktionieren. Ich weiß, wie sich das anfühlt aber bei mir bewirkt es eher das Gegenteil wie bei dir«, sagte Rebecca mit einem Augenzwinkern.
»Ja. Ja, ich weiß Herrin.«
Nachdem sie sich gründlich abgetrocknet hatte, schaute Mara auf die Ablage. Sie holte tief Luft und sagte dann »Der ist aber ganz schön groß.«
»Charlotte sagt, daß das bei den Wettbewerben Standard ist. Ich fürchte, daran wirst du dich gewöhnen müssen.« Rebecca hielt kurz inne. »Kann es sein, daß du versuchst, Zeit zu schinden?«
Mara schaute sie an wie jemand der beim Äpfel klauen erwischt worden war und grinste verlegen. »Ja, vielleicht«, sagte sie.
Mit einem Lachen sagte Rebecca: »Komm jetzt. Sonst wird es dunkel und wir stehen immer noch hier.«
»Ja meine Herrin«, sagte Mara und präsentierte sich Rebecca, indem sie die Arme im Nacken verschränkte, die Brust vor schob und die Beine ein Stück weit auseinander stellte. Sie hob den Kopf und blickte auf die Fliesen, etwa zwei Meter vor sich. Rebecca erkannte jedoch, daß sie sich ein Grinsen nur schwer verkneifen konnte. Sie beschloss, sie ein wenig in Stimmung zu bringen und trat hinter Mara. Vorsichtig begann sie, ihre Brüste mit beiden Händen zu massieren. Dann fuhr sie mit ihren Händen an Maras Seiten entlang nach unten, bis sie auf den Stahl des Taillenbandes trafen.
An dem leichten Zittern welches durch Maras Körper fuhr, erkannte Rebecca, daß sie sich gerade sehr zusammen reißen musste, um nicht zu stöhnen oder zu zucken. Langsam bewegte sie sich nach vorne, wobei sie ihre Hände immer etwas über dem Taillenband hielt. Als sie vor Mara stand, ging sie langsam in die Knie und fuhr mit den Händen über Maras Oberschenkel. Sie ließ sie langsam nach innen wandern und öffnete Maras Keuschheitsgürtel. Langsam nahm sie ihn ihr ab und stand auf. Sie ging zu der Ablage neben dem Waschbecken und befestigte den Vibrator und das keilförmige Stück welches vor diesem Platz fand. Dann kam sie zurück zu Mara und legte ihr das Taillenband wieder an. Das Schrittband ließ sie einfach herunter hängen und holte eine Tube Gleitmittel, mit dem sie zuerst den Vibrator und dann Maras Scham großzügig einrieb. Dabei ging sie bei Maras Scham sehr gründlich und langsam vor. Immer wieder drückte sie etwas von dem Gleitmittel mit zwei Fingern tief in Maras Scheide und rieb über ihren Kitzler.

Sie warf einen Blick nach oben und sah, daß Mara sich fest auf die Unterlippe biss um nicht laut zu stöhnen und hatte die Augen geschlossen, was zu der Haltung die sie gerade einnahm überhaupt nicht passte.
»So, fertig«, sagte Rebecca. Sie platzierte den Vibrator, der wirklich einen recht ordentlichen Durchmesser hatte, vor Maras Scheide und hob das Schrittblech mit einer schnellen Bewegung an, bis es im Verschluss einrastete. Der Vibrator glitt dabei ohne nennenswerten Widerstand in Maras Scheide. Mara quittierte das mit einem lauten »Uff.«
»So, fertig, komm, anziehen«, sagte Rebecca, ohne weiter auf Maras nun weit geöffneten Augen und ihr zittern einzugehen.
»Ja Herrin«, sagte Mara gepresst und ging mit langsamen Schritten in Richtung Ankleidezimmer.

»Das war gemein«, sagte Mara, während Rebecca ihr in den Fellanzug half.
Rebecca näherte mit ihrem Gesicht dem Maras und gab ihr einen Kuss. »Ich weiß«, sagte sie grinsend. »Und jetzt hältst du den Mund. Ponys reden nämlich nicht mein Schatz. Sonst bekommst du die hier das Wochenende über.« Sie hielt Mara die Knebeltrense vors Gesicht. Doch statt zu protestieren, öffnete Mara den Mund.
»Sicher?«, fragte Rebecca nach, worauf hin Mara nickte und mit dem Fuß auftrat.
Rebecca steckte ihr die Knebeltrense in den Mund. »Wie du willst. Aber beschwer dich nachher nicht«, sagte sie und zog sie weiter an.

Mara ahnte in etwa, was sie das Wochenende über erwartete und kam zu dem Schluss, daß Sunrise das viel weniger peinlich sein würde als Mara. Doch wirklich fallen lassen würde sie sich nicht können, zu sehr würde sie sich wieder konzentrieren müssen.
Die letzten beiden Wochen waren sie und Rebecca jeden Nachmittag und das ganze vorige Wochenende im Stall gewesen und hatten Bodenarbeit gemacht. Dabei musste sie noch einige Kommandos lernen. Sie musste durch einen Hindernisparcours laufen, zuerst mit Rebeccas Führung, dann nur noch mit Hilfe der gesprochenen Kommandos und später nur durch die Gerte geführt. Dabei musste sie immer genauer auf die Kommandos reagieren und es ging immer schneller über den Kurs aus Wippe, angedeuteten Wassergraben, einen Slalom um Hütchen herum und noch anderen Schikanen. Immer wieder hatte Rebecca den Kurs variiert, so daß es unmöglich gewesen war, sich diesen einzuprägen. Doch am Sonntag waren sie mit dem Sulky wieder auf die Rennbahn gefahren, wo dieses Mal neben Madonna und Dahlia noch drei andere Ponys mit ihnen fuhren. Zuerst übten sie mehrmals den Start mit einem Gummiband, welches quer über die Bahn gespannt wurde und beim Start los gelassen wurde. Das erste Mal erschrak Sunrise ziemlich, als das Ende des Bandes vor ihr entlang flog und dabei ein lautes Geräusch von sich gab, so daß sie statt los zu laufen, vor Schreck einige Schritte nach hinten gegangen war. Dabei war der Sulky rückwärts gegen die Bahnabgrenzung aus massivem Stahlrohr gerollt, was sie erneut erschreckte. Dadurch war sie wieder einige Schritte vor gegangen und gestolpert. Der Schlag, den die Notbremse dabei machte, hatte sie wieder erschreckt, doch da sie nun mit dem Gesicht im Gras lag, konnte sie nicht noch einmal einfach irgend eine Richtung einschlagen.
Obwohl sie ihre Arme frei hatte, hatte es eine ganze Weile gedauert, bis Rebecca ihr wieder aufgeholfen hatte und aufhörte zu lachen. Auch einige andere Frauen, die herum standen schienen das sehr lustig gefunden zu haben. Aber am Ende musste sie selbst lachen als Benny ihr erzählte, wie diese Aktion ausgesehen hatte und ihre Erzählung mit weit ausholenden Gesten bekräftigte.

Aber bei all den Übungen war es ihr schwer gefallen, sich so fallen zu lassen, wie sie es sonst, vor allem beim Laufen, tun konnte.

-

»Hü!«, rief Rebecca nun zum wiederholten Male und ließ die Peitsche über Sunrise’ Kopf knallen. Doch dieses Mal lief Sunrise viel langsamer als üblich. So dauerte es dieses Mal auch ohne Umwege eine volle halbe Stunde, bis sie endlich beim Stall ankamen.
Sofort als Rebecca vom Sulky stieg und Sunrise abschirren wollte, trat diese dreimal kräftig auf.
Rebecca spannte sie vollständig ab und ging mit dem Kommando »at foot« in Richtung des Stalles und sofort in Sunrises Box. Mit einem Schritt Abstand folgte diese ihr mit gesenktem Blick.
In der Box angekommen, schloss Rebecca das Tor und klappte das Bett herunter. Sie setzte sich und deutete neben sich. Langsam und vorsichtig setzte Sunrise sich zu ihr und Rebecca nahm sie in die Arme, ohne ihr jedoch die Knebeltrense heraus zu nehmen.
»Du möchtest abbrechen?«, fragte sie ohne die Stimme zu heben, während sie Sunrise’ Wange streichelte.
Diese schüttelte zaghaft den Kopf.
»Oder möchtest du ohne den Stöpsel weiter machen?« Nun nickte Sunrise ebenso zögerlich wie sie eben genickt hatte.
»Du weißt, daß du dann an diesem Wettbewerb nicht teilnehmen kannst. Meinst du nicht, daß du das schaffst? Ich weiß, wie es sich anfühlt, den ganzen Tag mit so einem Teil in sich herum zu laufen und ich kann mir gut vorstellen, daß das für dich ziemlich ablenkend ist. Aber wenn du jetzt abbrichst, dann war’s das mit dem Wettbewerb. Und selbst wenn du es nächstes Jahr noch mal versuchen willst, dann musst du das genauso üben und in den Griff bekommen. Sicher ist das jetzt ziemlich schnell und wir haben auch nur noch ein paar Wochen Zeit, das zu üben. Und jetzt muss ich einfach mal ganz knallhart sagen, entweder, du machst genauso gut weiter wie die letzten zwei Wochen oder wir brechen ab. Ich stehe voll hinter dir, wenn du jetzt sagst, du willst aufhören. Aber du weißt, das ich es nicht leiden kann, wenn jemand seine Meinung dauernd ändert.«
Sunrise nickte zaghaft und Rebecca fuhr fort: »Also, wenn wir jetzt weiter machen, dann erwarte ich daß du genauso deine Leistung bringst wie letzte Woche, auch wenn es dir sicher schwer fallen wird, dich zu konzentrieren oder normal zu laufen. Das musst du einfach üben und genau dafür sind wir ja hier. Ich werde dich genauso fordern wie letzte Woche und werde auch keine extra Pausen einlegen oder so. Wenn du weiter machen willst, musst du jetzt einfach da durch und wenn du es geschafft hast, dich daran zu gewöhnen, dann hoffe ich doch, daß es dir genauso viel Spaß macht wie bisher, denn sonst hat das Alles keinen Sinn. Ich weiß, das es bis dahin ein langer Weg ist und daß es für dich sicher ziemlich anstrengend wird. Aber ich glaube fest, daß du das schaffen kannst mein Schatz. Meinst du nicht auch?«

Rebecca beobachtete Sunrise ganz genau und merkte, daß sie sehr mit sich kämpfte. Doch eine Entscheidung konnte und wollte sie ihr nicht abnehmen. Das musste sie ganz alleine für sich entscheiden. Aber egal wie sie sich entscheiden würde, würde sie hinter ihr stehen. Sie wusste genau, daß Mara es irgendwann bereuen würde, wenn sie jetzt aufgab, doch sie einfach zum Durchhalten zwingen wollte sie nicht. Sicher hätte sie ihr befehlen können, einfach weiter zu machen doch gut wäre das nicht gewesen.

Nun sah Sunrise sie mit großen Augen und zusammen gekniffenen Lippen an. Sie atmete mehrmals tief ein und aus, bevor sie »aa. Ei er a en« sagte, nickte und kräftig mit dem Huf auftrat.
»So will ich dich sehen Sunrise. Ich bin sicher, daß du das schaffen wirst«, sagte Rebecca und gab Sunrise einen Kuss.

Sunrise war sich selbst nicht so sicher wie Rebecca, das schaffen zu können. Doch als diese ihr mit dem Kommando »stand« deutete, aufzustehen, tat sie das ohne zu zögern.
»Und wenn du es nicht mehr aushältst, dann versuch es einfach zurück zu halten. Wenn du das am Anfang nicht schaffst, dann ist das nicht schlimm. Dann lass es einfach kommen. Niemand wird dir das nachtragen oder sich lustig darüber machen. Ich am allerwenigsten.«
Sunrise trat einmal mit dem Huf auf und folgte Herrin Rebecca aus der Box heraus, als diese mit der Hand neben sich deutete.

Sie bemühte sich, genau einen Schritt Abstand zu ihr zu halten und folgte ihr zur Halle in der wieder der Parcours aufgebaut war.

Hier ging es sofort los. Zuerst ging es zum Warmlaufen in den mit Schaumstoffwürsten markierten Zirkel. Dabei musste sie mehrmals die Gangart wechseln. Von langsamen Schritt über einen zügigen Trab bei dem sie bei jedem Schritt die Beine weit heben musste bis zu einem schnellen Galopp und wieder zurückfallend in den Schritt. So ging es eine ganze Weile. Zu ihrer eigenen Überraschung gewöhnte sie sich langsam an den Stöpsel der tief in ihr steckte und sich gerade beim Trab bei jedem Schritt bemerkbar machte. Mehrmals rief Herrin Rebecca laut »Jump!«, was sie sofort ausführte und so weit und hoch sprang, wie es ging und immer wieder ließ Herrin Rebecca sie die Richtung wechseln.

Sunrise wusste, daß Herrin Rebecca sie genauso fordern würde, wie die letzten zwei Wochen über, aber dieses Mal fiel es ihr deutlich schwerer, genauso schnell zu laufen oder zu reagieren. Doch mit der Zeit schien es ihr, als würde sie allmählich wieder so schnell werden wie vorher.

»Here!«, rief Herrin Rebecca und hielt die Longierpeitsche senkrecht nach oben. Ohne den Trab zu verlassen, schwenkte Sunrise in ihre Richtung und kam zu ihr. Sie stellte sich vor sie und wartete ab. »Das hast du gut gemacht Sunrise. Ich bin richtig stolz auf dich.«, sagte Herrin Rebecca. Und obwohl sie gerade ziemlich heftig atmete, lächelte Sunrise freudig.
Sie folgte Herrin Rebecca langsam durch die halbe Halle bis zu dem auf der anderen Seite aufgebauten Parcours. »go«, sagte Herrin Rebecca und sie lief in einem schnellen Schritt los. Zuerst durch den Slalom aus zehn rot-weißen Hütchen, den sie bewältigte, ohne eines dieser Hütchen zu berühren.
Nach einem »right« folgte eine Kombination aus mehreren gut zwei Meter hohen Stangen die einen engen Durchgang bildeten an dessen Ende ein Vorhang aus vielen bunten Plastikbändern hing, durch den sie nicht hindurch sehen konnte. Sie mochte diesen Vorhang nicht, da man nie wissen konnte, was sich dahinter befand, dementsprechend zögerte sie ein wenig.
Wieder ging es nach rechts, vorbei an einigen anderen Hindernissen. Dann ging es erneut nach rechts zu einem besonders schweren Hindernis bei dem mehrere runde Stangen in etwa 30 Zentimetern Höhe aufgehangen waren. Die Schrittweite war für Sunrise ein wenig zu klein so daß sie sich hier besonders konzentrieren musste. Als sie dieses durchquert hatte, dabei hatte sie mindestens die Hälfte der Stangen berührt, rief Herrin Rebecca »Galopp«. So schnell sie konnte, lief sie auf den gut zwei Meter durchmessenden Reifen zu der in einem halben Meter Höhe hing und musste, nachdem sie durch diesen hindurch gesprungen war, sofort abbremsen um im nächsten Hindernis nicht gegen die Stangen zu stoßen die in einem Viertelkreis in einem sehr schmalen Abstand standen. Wieder kam ein »Galopp« und ohne langsamer zu werden lief sie das nächste Hindernis an. Dort lagen mehrere Balken in unregelmäßigen Abständen auf dem Boden, was eine ständig wechselnde Schrittweite erforderte.

Wieder ging es nach rechts, durch die Autoreifen die in zwei versetzten Reihen auf dem Boden lagen. Aus dieser Richtung kommend, musste sie nach der Kurve mit dem linken Huf beginnen.
Ein langgezogenes »right« wies sie an, über die doppelte Hinderniskombination zu springen. Hier befanden sich in einem Abstand von einem halben Meter zwei Stangen die es in einer Höhe von etwa einem halben Meter zu überspringen galt. Hier war sie letzte Woche mehrmals hängen geblieben, was zwar glücklicherweise ohne Sturz passierte aber als ihre Schienbeine die Stange berührten, schmerzte das trotz der festen Stiefel schon ganz ordentlich, doch dieses Mal schaffte sie die erste der beiden Kombinationen ohne daß eine der Stangen fiel. Auch die zweite dieser Kombinationen schaffte sie ohne Fehler. Wieder ein langgezogenes »right« wies sie an, schräg nach rechts zu laufen und über den gut drei Meter langen aber nur zwanzig Zentimeter breiten Balken zu gehen. Nachdem sie den Reifen rechts passiert hatte, rief Herrin Rebecca »Halt!« und sie blieb stehen.

»Das war doch gar nicht schlecht Sunrise«, sagte diese und streichelte ihr über den rechten Arm. »Aber etwas schneller warst du letzte Woche schon. Also noch mal.«

Sie musste diesen Kurs noch fünf mal laufen, bis Herrin Rebecca endlich zufrieden war. »So will ich das sehen. Das war eine gute Zeit mein Pony.« Sie streichelte wieder ihren Arm und sie bekam ein Leckerchen in Form eines dieser etwas krümeligen Schokoladenbällchen, dieses Mal mit Vollmilchgeschmack.
Während Sunrise dieses Kaute, tippte Herrin Rebecca auf dem Comm herum. Dann führte sie sie wieder zum Anfang des Kurses und tippte erneut auf ihr Comm. Sofort fing der Vibrator an, zu vibrieren. Nicht all zu heftig, doch es reichte, daß Sunrise dadurch etwas abgelenkt war.
»So, jetzt das Ganze mal unter Wettbewerbsbedingungen«, sagte Herrin Rebecca und rief »go!«
Sofort lief Sunrise los, auf den Slalom zu. Durch die Ablenkung durch den Vibrator fand sie nicht sofort ihren Tritt und sie berührte bereits das zweite Hütchen. Sofort gab es ein weiteres, kurzes, aber sehr heftiges Vibrieren direkt auf ihrem Kitzler, welches sie endgültig aus der Fassung brachte.
»Go!«, rief Herrin Rebecca energisch. Sunrise versuchte, sich zu sammeln und lief weiter. Doch schon das nächste Hütchen berührte sie mit dem Huf und es erfolgte ein weiteres Vibrieren auf ihrem Kitzler. Sie versuchte, sich zusammen zu nehmen, und schaffte es sogar die nächsten beiden Hütchen zu umrunden, ohne sie zu berühren. Durch die Ablenkung und ihre steigende Erregung schaffte sie es nicht, die nächsten Hütchen ohne sie zu berühren, zu umrunden und hinter dem letzten Hütchen schaffte sie es nicht mehr, ihre Lust unter Kontrolle zu halten. Sie sank auf die Knie und schaffte es gerade so, ihre Lippen zusammen zu pressen, als ein heftiger Höhepunkt sie überrollte, den sie unter Schnauben über sich ergehen ließ.

Als sie wieder zu sich kam, kniete Herrin Rebecca neben ihr und hielt sie in den Armen. »Das müssen wir aber noch etwas üben mein Pony«, sagte sie schmunzelnd.
Sunrise nickte und wollte aufstehen, doch Herrin Rebecca hielt sie am Boden. Sie gab ihr ein Stück Traubenzucker und aus der Flasche, die sie am Gürtel trug, etwas zu Trinken. Dann erst ließ sie sie aufstehen.

Fragend schaute Sunrise Rebecca an. Diese ahnte, was sie auf dem Herzen hatte und sagte: »Es gibt auch genug Wettbewerbe, die ohne sowas auskommen. Aber bei diesem ist es nun mal so. Da müssen wir jetzt erst mal durch. Danach können wir uns die Wettbewerbe zum Teil aussuchen.«
Sunrise nickte erleichtert und ging langsam zurück zum Start.
Im nächsten Durchgang ging sie alles etwas langsamer an und schaffte es, fast bis ins Ziel, bevor sie stehen blieb weil sie erneut kam. Sie schaffte es, weiter zu gehen und überquerte den Balken ohne Fehler.

Da sie nun wusste, was auf sie zu kam, konnte sie sich besser darauf konzentrieren doch ihre Kondition war schon recht stark angegriffen. Aber nach mehreren Durchgängen schaffte sie es endlich, den Kurs ohne Höhepunkt hinter sich zu bringen. Zwar hatte sie mehrere Fehler gemacht doch sie war nun auf das Vibrieren an ihrem Kitzler gefasst und schaffte es, die Erregung zu unterdrücken. Auch die Zeit war schon wieder fast an der letzten Zeit ohne diese Erschwernis heran gekommen.
Herrin Rebecca streichelte ausgiebig ihren Arm und schaltete nun den Vibrator in ihr aus. Sie führte sie aus der Halle heraus, gleich in den Waschraum, wo sie sie gründlich abbürstete, ihr Gesicht mit einem Lappen wusch und brachte sie dann in ihre Box. Dort stand bereits eine Schüssel mit einer kräftigen Gemüsesuppe, die sie genüsslich löffelte. Dann ließ sie sich einfach ins Heu fallen und wollte schlafen.
»Soll ich heute Nacht hier bleiben?«, fragte Rebecca.
Sunrise nickte lediglich und Rebecca verließ die Box. Als sie mit einer Decke zurück kam. War Sunrise schon eingeschlafen. Rebecca legte sich neben sie ins Heu und deckte sich und Sunrise zu, legte die Arme um sie herum und schlief ebenfalls recht schnell ein.

-

Am nächsten Tag übten Rebecca und Sunrise weiter den Parcours. Bis zum Mittag hatte Sunrise zwar bereits mehrere ungewollte Höhepunkte hinter sich, hatte es aber trotzdem geschafft, sich von dem stetigen Vibrieren nicht mehr ablenken zu lassen und sich auch an den Stöpsel in ihrer Scheide soweit gewöhnt, daß sie wieder normal gehen und laufen konnte.
Zwar hatte sie es nicht geschafft, eine herausragende Zeit für den Parcours zu erreichen, wie Dahlia es bei jedem Durchlauf trotz der Ablenkung immer wieder schaffte, doch Charlotte meinte, daß Sunrise’ Zeit schon annehmbar war.

Als es am Nachmittag wieder auf die Rennbahn ging, wo sie zu dritt gegeneinander liefen, half die Ablenkung durch den Vibrator ihr sogar, sich soweit fallen zu lassen, daß sie das Laufen genießen konnte und nur noch auf Herrin Rebeccas Kommandos reagierte.
Während der ersten drei Läufe schaffte Sunrise es sogar, Dahlia und Madonna auf die Plätze zu verweisen. Doch dann starteten die Beiden immer wieder zu früh, oft sogar mehrere Sekunden und jedes Mal hatte Sunrise ernsthafte Probleme, die Beiden zu überholen.
Als sie, nachdem die Beiden das vierte Mal zu früh gestartet waren, erneut starteten, blieb Sunrise einfach stehen. Sie wandte den Kopf zu Herrin Rebecca und trat zwei mal kräftig auf.
Sie verweigerte sogar das Laufen, als Herrin Rebecca ihr mehrmals mit der Peitsche auf den Allerwertesten schlug und trat jedes Mal auf.

Herrin Rebecca stieg vom Sulky und trat zu ihr. »Was ist denn los?«, fragte diese.
Sunrise deutete mit dem Kopf auf Dahlia und Madonna, die gerade wieder langsam zurück kamen und schüttelte energisch den Kopf.
»Du willst nicht mehr gegen die Beiden laufen?«
Sunrise schüttelte erneut den Kopf und schaute Herrin Rebecca entschlossen an.
Doch diese ignorierte Sunrise’ Kopfschütteln einfach. »Was meinst du denn, warum wir das hier machen? Daß du am Start ziemlich gut bist, wissen wir mittlerweile alle. Aber auf einem Turnier wird es Andere geben, die am Start noch besser sind als du und es wird auch Situationen geben, bei denen du hinter einzelnen Wagen oder sogar einer ganzen Gruppe her laufen musst. Also beschwer dich nicht sondern gib dir einfach Mühe, die Beiden endlich zu überholen anstatt hier die Beleidigte zu spielen. Ich weiß, daß die Beiden zu früh starten. Na und? Wie willst du denn sonst üben, andere zu überholen, wenn du dauernd vor ihnen her läufst?«

Nun sah Sunrise sie etwas betreten an und warf ihr einen entschuldigenden Blick zu.
Herrin Rebecca streichelte ihre Schulter und fragte »Weiter?«
Sunrise nickte und beschloss, ihr Bestes zu geben um die Beiden zu überholen.
»Brave Sunrise«, sagte Rebecca und stieg wieder auf den Sulky. Auch bei den nächsten Läufen starteten Madonna und Dahlia wieder jedes Mal zu früh, doch obwohl sie schon ziemlich ausgelaugt war, gab Sunrise nun ihr Bestes, die Beiden zu überholen. Dabei achtete sie nun noch besser auf die kleinen Hilfen, die Herrin Rebecca ihr mit den Zügeln gab. Und endlich schaffte sie es tatsächlich zuerst Dahlia und dann Madonna zu überholen, obwohl diese es ihr wirklich nicht leicht machten.

Als sie am Abend zurück in den Stall geführt wurde, ging es nach dem Waschen und Abbürsten allerdings nicht in ihre Box sondern in einen Raum, den sie bisher noch nicht kannte. Dieser war, wie auch der Waschraum, komplett gefliest aber wesentlich kleiner. Mitten in dem Raum stand eine Liege, wie sie auch im Behandlungszimmer eines Arztes stehen konnte. Herrn Rebecca nahm ihr Geschirr und Kopfgeschirr ab und sie musste sich bäuchlings auf diese Liege legen.

»Wo ist Pferdchen?«, ertönte eine dunkle Stimme mit starkem, russischen Akzent aus der offenen Tür und eine Frau trat herein. Diese war eindeutig weiblich, obwohl die Stimme einen anderen Eindruck vermittelte. Die Frau war einen halben Kopf größer als Herrin Rebecca, die neben der Tür lehnte und das erste Attribut, welches Sunrise einfiel war ’Massig’. Sie war nicht dick sondern einfach massiv. Sie trug ein schwarzes, ärmelloses Shirt welches die Muskelmassen an ihren Armen besonders gut zur Geltung brachte, ihre scheinbar riesigen Brüste aber nur mühsam bändigen konnte. Auch die olivgrüne Hose hätte ruhig noch weiter ausfallen können, doch so sah es aus, als wären die Beine in eine Wurstpelle gezwängt worden. Ihr rundes Gesicht machte durch die streng nach hinten gekämmten Haare, die in einem großen Dutt endeten, einen sehr strengen Eindruck.

Sunrise zuckte zusammen, als diese Frau sich ihr näherte doch Herrin Rebecca machte keine Anstalten, sie vor dieser Frau zu beschützen. Statt dessen stellte sich die Frau nun neben die Liege und begann damit, ihre Arme, ihre Beine, ihren Rücken und sogar ihren Hals abzutasten.
»Alles total verspannt«, sagte sie zu Herrin Rebecca mit einem vorwurfsvollen Ton. »Beine verspannt. Arme verspannt. Nacken verspannt und Rücken verspannt. Pony sollte mehr auflockern.«
»Ich weiß Aljena, ich weiß, deshalb hat Charlotte dich ja auch gerufen«, gab Rebecca ruhig zurück.

»Los Pferdchen, leg deine Kopf in das Loch«, sagte die Frau. Zu Sunrise’ Verwunderung war ihre Stimme nun eher sanft als sie mit ihr sprach und den Einsatz aus der Liege heraus nahm.
Etwas zögerlich legte Sunrise ihr Gesicht in die entstandene Öffnung. Sofort nahm die Frau ihre Vorderhufe und legte sie neben ihren Körper. Sie begann damit, ihre Beine zu massieren, erst recht sanft, dann immer fester. Doch anscheinend wusste diese Frau sehr genau, was sie tat, denn diese Massage tat sehr gut. Als sie dann anfing, ihr den Rücken zu massieren, stöhnte Sunrise leise auf und schloss die Augen.
»Das scheint Pferdchen zu gefallen«, sagte die Frau. »Hat Pferdchen Spielzeug in Muschi?«, fragte sie ungeniert.
Herrin Rebeccas Antwort bekam Sunrise nicht mit, doch die Frau sagte: »Sollten Sie an machen, hilft Pferdchen zu entspannen.«
Sunrise wollte sagen, daß sie das lieber nicht tun sollte, doch schon begann der Vibrator in ihr zu vibrieren. Zuerst nur leicht doch dann immer schneller. Sie versuchte, den Kopf zu heben doch die Frau drückte diesen mit sanftem Nachdruck wieder zurück in die Öffnung in der Liege. So blieb Sunrise nichts anderes übrig, als zu versuchen, sich zu entspannen, was ihr dank der seht ausgiebigen Massage schließlich auch gelang.
»So ist brav Pferdchen. Schön entspannen. Ist gut für Muskeln und gut für Seele«, sagte die Frau mit sanftem Tonfall.

»Ich glaube, das würde mir auch gut tun«, hörte Sunrise ihre Herrin sagen, während sie selbst langsam abdriftete und den Kontakt zur Realität zu verlieren schien.
Darauf hin lachte die Frau und sagte: »Wenn du kein Pferdchen, du musst bezahlen Massage. Hundert Dollar die Stunde.«

Irgendwann wachte Sunrise auf. Sie war, durch die Massage und den auf Hochtouren laufenden Vibrator, mindestens einmal sehr heftig gekommen und dann erschöpft eingeschlafen. Doch ihr ganzer Körper fühlte sich leicht und entspannt an. Die ausgiebige Massage hatte ihren Zweck wohl mehr als erfüllt. Doch nun war sie hungrig und durstig. Außerdem wollte sie am Liebsten sofort ins Bett gehen und weiter schlafen. Langsam hob sie den Kopf und schaute sich um. Sie lag noch immer in diesem Raum auf der Massageliege. Die Lampen waren abgedunkelt und ihre Stiefel standen neben der Tür und ihre Handschuhe lagen auf dem Schränkchen, welches an der Wand stand.
Langsam richtete sie sich auf und setzte sich auf die Liege. Durch die offene Tür konnte sie ein Fenster sehen und erkennen, daß es draußen bereits dunkel war.
’Na toll, die haben mich einfach hier liegen lassen’, dachte sie bei sich und stand auf. Sie nahm ihre Stiefel und die Handschuhe an sich und verließ den Raum. Schnell fand sie den Weg zum Stall und wollte in ihre Box gehen. Doch dann sah sie einen hellen Lichtschein aus der Tür des Büros scheinen. Sie folgte diesem und ging in das Büro, wo Benny, eine der Trainerinnen auf einem Stuhl mehr lag als saß. Die Füße hatte sie auf den Schreibtisch gelegt und auf dem Überwachungsmonitor lief eine Telenovela, während in der Ecke des Bildschirmes die Bilder aus den Boxen nacheinander angezeigt wurden. Auf diesen erkannte sie, daß die wenigen Ponys, die sich im Moment hier aufhielten anscheinend alle schliefen.
Um Benny auf sich aufmerksam zu machen, klopfte sie an den Türrahmen, worauf hin diese zusammen zuckte und sich ruckartig umdrehte.
»Ach du bist das Sunrise. Na, gut geschlafen?«, fragte sie. Sie wartete Sunrise’ Antwort nicht ab und sprach weiter: »Du hast so tief geschlafen, da wollten wir dich nicht wecken. Komm, setz dich und trink was. Ich hole dir schnell dein Essen. Du hast doch sicher Hunger.« Sie reichte Sunrise eine Flasche Limo und zog mit dem Fuß einen Stuhl heran, der an der Wand stand.
Sunrise bedankte sich und setzte sich. Sie öffnete die Flasche und trank einen großen Schluck, während Benny aufstand und das Büro verließ.

Kurz darauf kam sie mit einem Teller zurück auf dem ein großer Backfisch, Kartoffeln und Gemüse lagen und stellte ihn auf den Schreibtisch. Sunrise nahm sich das Besteck und begann zu essen.
»Rebecca ist nach Hause gefahren. Sie hat gesagt, wenn was ist, soll ich sie anrufen. Aber bisher hast du ja anscheinend ziemlich gut geschlafen«, sagte Benny.
»Danke, ich glaub, daß das nicht nötig ist. Wie spät ist es eigentlich?«, fragte Sunrise.
»Kurz vor Mitternacht. Du hast fast fünf Stunden geschlafen.«

Sunrise aß ihren Fisch und wollte dann in ihre Box gehen. Benny brachte sie noch dort hin und klappte das Bett herunter. »Ich weiß ja, daß du lieber auf dem Heu schläfst. Aber Aljena meint, du solltest lieber im Bett schlafen. Ich denke auch, daß du das tun solltest. Sie weiß ziemlich gut, wovon sie redet. Ist auch Frisches Heu in der Matratze.«
»Heu?«, fragte Sunrise erstaunt und schaute auf das Bett.
Grinsend öffnete Benny den Reißverschluss der Matratze. »Sicher doch. Was denkst du denn?«
Unter dem Bezug der Matratze kam gelber und weißer Schaumstoff zum Vorschein. Dieser wies mehrere Längsrillen auf, aus denen Heubüschel heraus schauten. »Dadurch ist sie an den Seiten etwas härter. Ich finde, man schläft ziemlich gut auf den Matratzen. Außerdem mag ich den Geruch«, erklärte Benny und schloss die Matratze wieder. Sie legte das Laken wieder ordentlich über die Matratze und wünschte Sunrise eine gute Nacht, bevor sie die Box verließ.
Sunrise legte sich in das Bett und deckte sich mit der Decke zu. Auch in der Decke schien einiges an Heu zu sein und um ehrlich zu sein, fand Sunrise das gar nicht mal so schlecht.
Sie trank noch einen Schluck und fiel dann in einen tiefen, erholsamen Schlaf.





[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von HeMaDo am 02.07.18 um 23:25 geändert
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Doromi
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:30.06.18 12:07 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo HeMaDo
ich möchte mich hiermit mal bedanken für die tolle und schöne Geschichte.
Auch für deine regelmäßigen Fortsetzungen, worauf man sich immer sehr freut.
Vielen Dank dafür.
LG Doromi
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:02.07.18 20:04 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo HeMaDo

Ja mich gibt es auch noch und ich bin nach wie vor der Meinung das Du in einer anderen Wertungsklasse schreibst als viele hier!

Damit das Du sunrise wieder ins Leben gerufen hast hast Du mir eine riesen Freude gemacht.

Aber auch die Passage mit Larissa hat mich angesprochen. Nicht soo sehr wie sunrise aber doch dolle.

Ich brenne darauf zu erfahren wie sich unser Pony im ersten "Championat" schlägt!

Ob da wohl die Anzahl der überstandenen Orgasmen ausschlaggebend sein wird

Oder doch die bessere Technik einen Höhepunkt "weg zu atmen"?

Fragen über Fragen....

Schreib fleißig weiter und wage es nicht die Geschichte enden zu lassen!


Mit Dank und Gruß

Gozar
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HeMaDo
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:02.07.18 23:40 IP: gespeichert Moderator melden



Zitat

ich möchte mich hiermit mal bedanken für die tolle und schöne Geschichte. Auch für deine regelmäßigen Fortsetzungen, worauf man sich immer sehr freut.



Ich gebe mir Mühe, die Fortsetzungen regelmäßig einzustellen.
Garantieren möchte ich allerdings nicht immer dafür.



Zitat

Ich brenne darauf zu erfahren wie sich unser Pony im ersten \"Championat\" schlägt!

Bis dahin sind es ja nur noch 5 Wochen für Sunrise. Aber ich bin mir ziemlich sicher, daß sie nicht ganz weit hinten mit laufen wird.



Zitat

Ob da wohl die Anzahl der überstandenen Orgasmen ausschlaggebend sein wird

Wohl eher nicht. Aber zum genauen Modus würde ich sagen: Einfach abwarten, der wird wahrscheinlich noch irgendwann erklärt werden.



Zitat

Schreib fleißig weiter und wage es nicht die Geschichte enden zu lassen!

Die Geschichte endet im April 2423. Und jetzt haben wir schon März/April 2422.
Mal überlegen, was da an Handlung noch kommt...
Ein Probemonat für zwei Charaktere, ein Turnier, ein Besuch in Schottland, ein Abschied, eine Hochzeit, eine Versteigerung und etwas Rahmenhandlung, also vielleicht noch 6 bis 8 Folgen, dann ist diese Geschichte zu Ende. *hust*wiewardasmitmeinentollenplanungennochmal?*hust*

Aber dann reicht es mir auch langsam. Mir brennt schon eine etwas kürzere Geschichte unter den Fingernägeln und eine Fortsetzung will auch geschrieben werden.

HeMaDo
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  RE: Neue Horizonte - 2 Teil 65 Datum:07.07.18 02:57 IP: gespeichert Moderator melden


65


Die letzten drei Tage lang hatte die Kursleiterin ihr und den anderen Teilnehmern erklärt, wie man einer Serva entgegen treten sollte, was man von ihr erwarten konnte und was nicht. Den heutigen Vormittag über hatte Nadine den Eindruck gehabt, wieder in der Schule zu sein, denn es gab hauptsächlich eine Übersicht über die Gesetze und die Rechte und Pflichten der Herrschaft und der Serva. Ein ziemlich trockenes Thema aber notwendig, wie man ihr erklärt hatte.

Doch nun sollte der praktische Teil dieses Kurses stattfinden. Darunter konnte sie sich beim besten Willen nichts vorstellen. Was für eine Art Praxis brauchte man denn, wenn man eine Serva kaufen wollte? Sie sah sich schon in irgend welchen albernen Rollenspielen, für die sie überhaupt nichts übrig hatte. Sich zu verstellen und fiktive Situationen durch zu spielen, lag ihr einfach nicht. So etwas hatte sie schon in der Oberschule nicht gemocht. Aber hier musste sie wohl einfach durch.

Zusammen mit den anderen Kursteilnehmern, außer ihr selbst noch vier Frauen und ein Mann, stand sie am Buffet, welches in der Lobby des Tagungshotels aufgebaut war und wartete darauf, daß die Kursleiterin sie zurück in den Raum rief, in dem der Kurs statt fand.

»Wissen Sie eigentlich, daß die Serva, die in der Schule auf Horizons verkauft werden, den Ruf haben, sehr diszipliniert zu sein und daß die Ausbildung dort einen ausgezeichneten Ruf genießt?«, fragte die Frau, die sich gerade neben sie gestellt hatte. In der kurzen Vorstellungsrunde am Montag hatte diese sich als Frau Wandler vorgestellt. Sie hatte sich eine Tasse Kaffee geholt und versuchte nun anscheinend Smalltalk zu halten, etwas was Nadine weder sonderlich gut verstand noch wirklich mochte.
»Ja, ich habe davon gehört«, sagte Nadine unverbindlich.
»Das ist auch der Grund, warum diese Schule sich die Käufer aussuchen kann. Bei einigen der Serva stehen die Käufer schon lange vor der Auktion fest. Im Grunde genommen finde ich so etwas den anderen potentiellen Käufern gegenüber ja sehr ungerecht. Wie soll es denn so zu einem echten Wettbewerb um die Serva kommen? An den anderen Schulen ist das wesentlich besser geregelt. Dort bekommt Derjenige eine Serva, der bereit ist am meisten für diese zu zahlen. So bekommt jeder die Serva, die er sich leisten kann. Doch hier wird statt dessen viel zu sehr auf die Befindlichkeiten der Serva eingegangen. Meiner Meinung nach sollte das keine Rolle spielen. Eine Serva hat zu gehorchen, ganz egal, ob sie ihre Herrschaft mag oder nicht.«
Nadine, die bisher nur versucht hatte, höflich zu sein, wandte sich der Frau nun ganz zu. »Ist das wirklich Ihre Meinung? Und die Serva hat gar kein Recht, eine Herrschaft zu bekommen, mit der sie auskommt?«, fragte Nadine.
»Wen interessiert denn, was eine Serva denkt? Sie hat zu gehorchen und zu tun, was man ihr sagt.«
Nadine schaffte es, mit einiger Mühe, sich zusammen zu nehmen um der Frau nicht einfach ins Gesicht zu sagen, was sie von ihr hielt. Sie trank einen Schluck Bier und sagte dann: »Wenn Sie so denken, warum sind sie dann überhaupt hier? Soweit ich weiß, gibt es Ausschlusslisten auf denen Leute stehen, die nirgend wo eine Serva kaufen dürfen. Jemanden mit ihrer Meinung über andere Menschen sollte man sofort auf diese Listen setzen.« Mit diesen Worten trank sie das Glas aus und ging zu einem der Tische wo sie es abstellte. Sie war zwar selbst nicht sonderlich gut darin, auf andere Menschen einzugehen und hatte eine ganz eigene Meinung über Gesellschaftliche Konventionen aber diese Frau in ihrem teuren Designerkleid war niemand, mit dem sie gerne zu tun haben wollte. Und die Ansichten dieser Frau bestärkten sie noch in ihrer Meinung.

Doch bevor sie sich weiter über diese Frau aufregen konnte, kam die Kursleiterin in die Lobby und bat die Kursteilnehmer, in den Tagungsraum zu kommen.
Auf dem Weg dort hin, bemerkte sie, daß die Frau von eben ihr einen verächtlichen Blick zu warf, als sie versuchte, vor ihr in den Raum zu gelangen. Nadine ließ sie einfach gewähren um nicht noch einen handfesten Streit anzufangen.

Als sie den Raum betrat, sah Nadine, worum es bei dem sogenannten praktischen Teil gehen sollte und sie bekam sofort ein sehr ungutes Gefühl. Die Tische standen nun an einer der Wände des Raumes und in dessen Mitte standen und knieten drei lebensgroße und sehr echt aussehende Puppen. Diese waren nackt und eine von ihnen stand in der Präsentationshaltung. Die anderen beiden knieten auf dem Boden, mit der Stirn auf dem Teppich und ihre Hände lagen, die Handgelenke gekreuzt, vor ihnen. Ihr war klar, was nun folgen würde. Doch obwohl es nur Puppen waren, die dort standen und knieten, fragte sie sich, ob sie das über sich bringen konnte. Ihr kamen ihre Erlebnisse damals in dem Bergwerk in den Sinn, wo die Aufseherinnen sehr freizügig mit der Peitsche oder dem Viehtreiber umgegangen waren.
Als sie die verschiedenen Schlaginstrumente bemerkte, die auf einem Tisch lagen, wurde ihr schlecht und sie hätte den Raum am liebsten sofort wieder verlassen. Sie wollte doch einfach nur vergessen, was sich damals dort alles abgespielt hatte, bevor ihr mit Katis Hilfe die Flucht gelungen war. Doch nun kamen die Erinnerungen an diese Zeit wieder hoch.
Sie stellte sich etwas abseits der anderen neben die Tür und versuchte, sich zu beruhigen.

»Wer von Ihnen weiß denn, wie es sich anfühlt, mit einer Peitsche, einem Stock oder einer Gerte geschlagen zu werden?«, fragte die Kursleiterin in die Runde.
Auch Nadine schaute sich unauffällig um. Doch niemand sagte etwas. Nun musste sie also Farbe bekennen. Sie schaute zu der Kursleiterin und hob die Hand.
»Sie Frau Renger. Sie wissen, wie es ist, mit so etwas geschlagen zu werden?«, fragte die Frau.
Nadine nickte leicht und bemerkte, daß die Blicke der anderen auf ihr ruhten.
Sie schluckte und sagte dann: »Ja, ich weiß, wie das ist. Und ich wünsche niemandem, diese Erfahrung machen zu müssen. Und ich habe auch nicht vor, jemandem so etwas anzutun.«
Die Kursleiterin schaute sie interessiert an. »Und was gedenken Sie zu tun, wenn ihre Serva etwas tut, was eine Strafe nach sich ziehen muss? Sie ohne Nachtisch ins Bett zu schicken, funktioniert vielleicht bei kleinen Kindern aber sicher nicht bei erwachsenen Frauen.«
Frau Becker hatte Nadine geraten, hier nicht zu sagen, warum sie diesen Kurs mit machte. Da sie sich selbst nicht für sonderlich schlagfertig hielt, sagte sie, was sie sich vorher für diesen Fall zurechtgelegt hatte: »Ich denke, jemanden zu schlagen ist auch keine wirkliche Lösung. Damit kann man nur Menschen beeindrucken, die Angst davor haben. Und soweit ich weiß, lernen die Schülerinnen, solche Strafen auszuhalten. Also müsste man eine Serva schon so heftig verprügeln, daß es gesundheitlich bedenklich wird, damit sie eine solche Strafe fürchtet.«
»Vielleicht liegen Sie damit gar nicht so falsch Frau Renger. Aber eine Strafe zu vermeiden heißt, etwas unangenehmes zu vermeiden. Und auch wenn man als Serva daran gewöhnt ist, geschlagen zu werden, ist es trotzdem noch unangenehm. Auch wenn es durchaus Menschen gib, die Schmerz als angenehm empfinden, ist deren Anteil doch nicht all zu groß. Und auch wenn Sie jetzt sagen, daß sie auch eine Serva nie schlagen werden, möchte ich Sie trotzdem bitten, diesen Teil des Kurses nicht auszulassen. Und wenn Sie nichts dagegen haben, würde ich nachher gerne einmal unter vier Augen mit Ihnen sprechen.«
Nadine schluckte und wusste, daß sie keine andere Wahl hatte als diese Übungen mit zu machen. Sie versuchte, sich selbst klar zu machen, daß es hier nur Puppen waren, die sie schlagen musste und nickte lediglich.

Doch bevor sie auf diese Puppen losgelassen wurden, gab die Kursleiterin ihnen eine gründliche Einweisung darüber, wo man schlagen durfte und wo nicht. Außerdem erklärte sie genau, welche Schlagwerkzeuge welche Wirkung hatten und wie man sie am Besten anwenden konnte.

Entgegen ihrer Erwartungen hatten auch die anderen Teilnehmer Probleme, diese Puppen mit den verschiedenen Peitschen zu schlagen. Lediglich diese Frau Wandler, die sie vorhin in der Pause angesprochen hatte, schien keine Hemmungen zu haben, einfach zuzuschlagen.
Die Kursleiterin gab eine Verfehlung der Serva vor und fragte nach der angemessenen Strafe.
Frau Wandler, die Nadine immer unsympathischer wurde, meinte bei dieser Verfehlung, die Serva sollte unpünktlich gewesen sein, wären 20 oder 30 Schläge durchaus angemessen. Sie suchte einen schweren Rohrstock aus und begann ohne weitere Umstände, auf die stehende Puppe einzuschlagen, bis diese nach 15 Schlägen wie ein echter Mensch zusammen brach und auf dem Boden liegen blieb.
Die Frau zuckte mit den Schultern und sagte: »Dann gibt’s den Rest wenn sie wieder zu sich gekommen ist.«
Die Kursleiterin verzog kurz das Gesicht und wandte sich dann Nadine zu. »Ihre Serva hat Frei und soll um 20 Uhr wieder zurück sein, weil Sie um 20 Uhr 30 zur Nachtschicht müssen. Sie sind schon fertig und warten, aber ihre Serva kommt erst um 20 Uhr 40 wieder. Was ist denn Ihrer Meinung nach eine angemessene Strafe dafür?«
Nadine zuckte mit den Schultern. »Ich weiß nicht. Ich würde sie mit nehmen und dazu bringen, sich genauso zu langweilen wie ich«, sagte sie, was ihr von den anderen Teilnehmern einige Lacher einbrachte.
»Diese Option steht hier nicht zur Verfügung«, sagte die Kursleiterin.
»Dann würde ich ihr das nächste Mal nicht so lange frei geben«, konterte Nadine, die sich immer weniger damit anfreunden wollte, jemanden zu schlagen.
Die Kursleiterin holte tief Luft und fragte dann: »Und wenn die einzige Option ist, sie mit Schlägen zu bestrafen?«
Nun überlegte Nadine eine Weile und sagte dann: »In dieser Situation habe ich ganz sicher nicht auch noch Zeit dazu, sie zu bestrafen. Also würde ich das auf den nächsten Tag verschieben. Ich denke, ein Schlag für fünf Minuten sollte angemessen sein, also 8 Schläge.«
»Dann bitte.« Die Kursleiterin deutete auf den Tisch auf dem die verschiedenen Schlagwerkzeuge lagen.
Nadine ging zu dem Tisch und suchte sich einen breiten Lederriemen aus, von dem die Frau gesagt hatte, daß er je nach Kraft mit der man zuschlug, nicht all zu schmerzhaft sein sollte. Sie ging zu der Puppe, die auf dem Boden kniete und schlug ihr acht mal auf den Hintern.
Nadine hoffte, daß niemand ihr Zittern bemerkte und legte den Riemen zurück auf den Tisch, dann stellte sie sich wieder an den Tisch an dem sie eben gestanden hatte und schaute den anderen Teilnehmern zu, wie sie diese Aufgabe meisterten.

-

»Jetzt erzählen Sie mir doch bitte mal, warum sie sich so vehement weigern, eine Serva zu schlagen.« Frau Sandi, die Kursleiterin hatte Nadine nach Ende des heutigen Tages in ein kleines Café eingeladen in dem sie nun saßen und Kaffee tranken.
»Ich nehme an, Sie erinnern sich noch an die Zeitungsmeldungen von vor ungefähr einem Jahr? In einem Bergwerk in Weißrussland wurden einige hundert Frauen als Arbeitssklavinnen gefangen gehalten.«

»Ja, ich erinnere mich daran, Das stand aber auch in wirklich allen Zeitungen. Ein ganzer Ring aus Menschenhändlern ist dadurch daß dieses Bergwerk und was dort geschehen ist, aufgeflogen ist, entdeckt worden.«
Nadine nickte knapp.
»Ich möchte mir nicht ausmalen, was diese Frauen dort durchgemacht haben müssen. So etwas stelle ich mir einfach schrecklich vor. Solchen Menschen ausgeliefert zu sein und nicht zu wissen, ob man jemals wieder da raus kommt« Frau Sandi schluckte, bevor sie weiter sprach. »oder was sie noch alles mit einem vor haben.«
»Ja, so ungefähr. Und wenn man sich geweigert hat, dann sind die Aufseherinnen mit ihren Viehtreibern oder ihren Peitschen gekommen und haben dafür gesorgt, daß man weiter macht.«
Frau Sandi schaute Nadine an. »Sie waren dort gewesen?«
Die Kursleiterin schaute Nadine betroffen an, als diese nickte.
»Ich denke, das ist ein guter Grund, niemanden schlagen zu wollen«, sagte die Kursleiterin nach einer Weile. »Aber warum wollen dann ausgerechnet Sie eine Serva kaufen?«
Nadine sah sie eine Weile schweigend an. Dann begann sie davon zu erzählen, wie sie und Kati es gemeinsam geschafft hatten, aus dem Bergwerk zu fliehen und daß sie sich selbst die Schuld daran gab, daß Kati in die Schule gegangen ist.
»Ich verstehe. Aber halten Sie es für eine gute Idee, gerade diese Kati zu kaufen?«
»Ich bin auf jeden Fall mit dafür verantwortlich, daß sie in der Schule ist. Und wenn ich mir vorstelle, daß jemand wie diese Frau Wandler sie kauft, dann dreht sich mir der Magen um«, sagte Nadine bestimmt.
»Ich verstehe, was Sie meinen Frau Renger. Aber ich denke um diese Frau Wandler brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Sie haben mir gerade reinen Wein eingeschenkt, im Gegenzug dazu verrate ich Ihnen, daß mir diese Frau schon am Montag negativ aufgefallen ist. Sobald der Kurs zu Ende ist, werde ich diese Frau auf die Ausschlussliste setzen lassen. Aber ich nehme an, Sie haben auch ein persönliches Interesse an dieser Kati?«
Nadine schloss für einen Moment die Augen. »Ja, das könnte man wohl so nennen.«
»Und was passiert, wenn sie dieses Interesse nicht erwidert?«
»Was soll dann passieren?« Nadine zuckte mit den Schultern. »Dann habe ich eben Pech gehabt. Aber immerhin weiß ich dann, daß sie nicht zu irgend jemandem gehen muss. Ich gehöre nicht zu der Sorte Mensch, die irgend was erzwingen will. Und soweit ich weiß, gibt es staatliche Zuschüsse, wenn man es einer Serva ermöglicht, eine Ausbildung zu machen.«
»So groß, daß man damit ein Geschäft machen würde, sind diese Zuschüsse aber nicht«, sagte Frau Sandi stirnrunzelnd.
»Wen interessiert das schon? Ich denke, daß ist das mindeste, was ich für sie tun kann. Immerhin wäre ich ohne sie nie aus diesem Bergwerk raus gekommen«, gab Nadine freimütig zu. »Das bin ich ihr einfach schuldig.«
»Eine sehr interessante Einstellung. Ich bin mir zwar noch immer nicht ganz sicher, ob es eine all zu gute Idee wäre, daß Sie ausgerechnet diese Kati kaufen aber aus meiner Sicht spricht nichts wirklich dagegen. Und meine Chefin ist offenbar der selben Meinung.«
»Ihre Chefin? Sie meinen Frau Kroll?«
Frau Sandi schaute Nadine kurz an und lachte. »Nein, meine Chefin ist Frau Becker.«

Die Beiden tranken ihren Kaffee aus und verließen dann das Café.
Am nächsten Tag gab es einen Test, den Nadine sogar recht gut bestand. Und als sie sich von Frau Sandi verabschiedete, gab diese ihr noch eine Liste mit verschiedenen Kursen, die die Schule auf Horizons für Herrschaften aber auch für Serva nach der Schule anbot und empfahl ihr, sollte sie es schaffen, Kati zu kaufen, einige dieser Kurse zu besuchen.

- - -

»Die Chefin hat zwar gesagt, daß sie dir feie Hand lässt, aber bist du sicher, daß du das so haben willst?«, fragte Pauline, während sie Larissas Plan zur Programmierung des Crotchclingers betrachtete.
»Warum denn nicht?«, fragte Larissa und schaute auf den Entwurf, den Pauline sich gerade anschaute.
»Ich weiß nicht so recht. Aber daß das Teil laufen können soll? Ich würde es nicht so toll finden, wenn ich mich abends ins Bett lege und dieses Ding auf einmal unter meine Bettdecke kommt. Und diese ganzen Funktionen hier?« Pauline deutete auf eine Gruppe von Beschreibungen die Larissa mit einem neongrünen Kreis markiert hatte. »Also ich habe ja nichts gegen vernetzte Funktionen, aber das hier? Daß sich zwei davon verbinden können und dann immer das selbe machen ist ja ganz in Ordnung, wenn sich die Trägerinnen gut kennen aber daß das auch passieren soll, wenn zwei sich irgend wo treffen, die sich vermutlich nicht mal kennen, ich weiß nicht.«

Während sie sich das Innenleben des Prototyps betrachtete, den die Werkstatt gestern geliefert hatte, dachte Larissa an Johannas Worte. Sie hatte ihr geraten, auf die Bedenken anderer einzugehen, musste aber letztendlich selbst entscheiden.
»Kann man das so machen, daß man die Funktionen abschalten kann?«, fragte sie nach kurzem Nachdenken.
»Sicher. Das geht schon, aber warum sollte man sowas einbauen, wenn man es nachher doch nicht benutzt?«, wollte Pauline wissen.
»Ich würde es schon benutzen«, sagte Larissa. »Und wenn die Kunden das nicht wollen, lässt man es einfach ausgeschaltet.«
»Du würdest wollen, daß sich das Teil nachts an dir fest klammert und dann macht, was es will?« Pauline schaute sie verwundert an.
»Na ja, manchmal schon.«
»Kann es sein, daß du ein wenig pervers bist?«, fragte Pauline lachend.
»Vielleicht. Ich finde das schon interessant«, gab Larissa freimütig zu.
»Na, meinetwegen, es ist dein Projekt. Was hältst du davon: das ganze soll sich ja mit der Fernbedienung oder einem Comm einstellen lassen. Man könnte solche Funktionen in ein verstecktes Menü stecken, das man nur aufrufen kann, wenn man das Passwort kennt.«
Larissa überlegte kurz und nickte dann.
Während Pauline sich einige Notizen machte und weiter die Pläne studierte, betrachtete Larissa weiterhin das fertige Innenleben ihres Projektes.

’Ihr Projekt’, dachte sie. Sie hätte nie gedacht, daß etwas, was sie nur zum Spaß entworfen hatte, überhaupt einmal gebaut werden würde und nun hielt sie es fast fertig in den eigenen Händen und es fehlte nur noch ein Programm um es zum Leben zu erwecken. Stolz erfüllte sie, als sie daran dachte, daß Frau Kroll und die Leiterin der Entwicklungsabteilung ihre Idee unterstützten und sie freute sich darüber, etwas sinnvolles machen zu können. Und sie freute sich darüber, daß ihre Herrin ihr das ermöglicht hatte und sie dabei auch noch unterstützte.

»Und was sind das hier für Funktionen?« Mit diesen Worten riss Pauline sie aus ihren Gedanken.
Larissa schaute, was Pauline meinte. »Das war eigentlich dafür, um den Crotchclinger mit anderen Teilen zu verbinden. Ich glaube, das kann weg«, sagte sie.
»Was denn für andere Teile?«, fragte Pauline neugierig.
»Das ist schon das dritte Teil was ich mir ausgedacht hab, seit ich den Film gesehen habe. Das Erste war genau wie in dem Film. Es sollte sich so wie in dem Film am Kopf festklammern. Eigentlich ja nur auf den Mund und die Nase, so wie eine Knebelmaske. Und das zweite auf die Brüste. Ich hab mir vorgestellt, daß die drei Teile zusammen was machen.«
Pauline schaute Larissa etwas verstört an. »Sag mal, als du das entworfen hast, hast du dir dabei vorgestellt, wie das wäre wenn es das gäbe und es dir selbst gemacht?«, fragte sie zweifelnd.
Larissas Gesicht nahm eine ziemlich starke Rotfärbung an als sie den Kopf schüttelte.
»Also das glaube ich dir jetzt nicht«, meinte Pauline amüsiert.
»Ist aber so«, sagte Larissa entrüstet. »Naja, ich kann doch nicht. Ich hab doch immer den Gürtel und so an«, fügte sie kleinlaut hinzu.
Einen Moment lang schaute Pauline sie schweigend an und lachte dann laut. Sie schüttelte grinsend den Kopf und wandte sich wieder ihren Notizen zu.

»Sag mal, warum machst du denn nur den Crotchclinger? Es wäre doch sicher interessant, die anderen Teile auch zu bauen«, sagte Pauline, während Larissa eine Materialprobe betrachtete und auf das Innenleben ihres Entwurfs legte.
»Die hab ich wieder gelöscht. Ich hätte doch nie gedacht, daß das wirklich jemand bauen würde. Und wenn Herrin Johanna das nicht zufällig gesehen hätte, dann hätte ich das hier auch wieder gelöscht.«
»Gelöscht? Du bist doch wahnsinnig. Sowas löscht man doch nicht. Das Ding hier ist ja schon eine klasse Idee. Was meinst du denn, wie es wäre, wenn man die anderen Teile auch noch bauen würde? Zusammen wäre das ein riesen Verkaufsschlager.«
»Jetzt ist es dazu zu spät. Weg ist weg«, sagte Larissa.
»Weg? Du weißt doch noch, wie die anderen Teile aussehen sollten. Dann musst du sie eben noch mal entwerfen.«
»Meinst du?«
»Auf jeden Fall«, sagte Pauline im Brustton der Überzeugung. »Das wird der Renner, glaub mir.«
Larissa nickte und dachte eine ganze Weile darüber nach. Dann setzte sie sich an den Computer und erstellte ein neues Projekt.

- - -

Obwohl es bis zum Turnier nur noch vier Wochen waren, hatte Rebecca gestern Abend eine Auszeit angeordnet. Sie waren am Nachmittag essen gegangen und hatten sich dann auf der Couch mit Käsehäppchen und einer Flasche Wein einen gemütlichen Abend gemacht. Außerdem hatte Rebecca Mara untersagt, über das Training oder das Turnier zu sprechen.
Sie waren recht spät ins Bett gegangen und hatten heute Morgen lange ausgeschlafen.
Nach einem langen und ausgiebigen Frühstück gingen sie nun zusammen zum Stall.
Sunrise ging ohne Führleine neben Rebecca und betrachtete ein wenig abwesend die Umgebung.
Als sie beim Stall ankamen, war es etwa halb elf. Rebecca führte Sunrise in die große Halle und legte ihr die Longierleine an. Eine ganze Stunde lang ließ sie Sunrise zum Aufwärmen im Kreis laufen, mal schneller, mal langsamer und immer wieder musste sie zwischendurch springen oder die Richtung wechseln.
Schließlich war Rebecca der Meinung daß es Zeit zum Mittagessen war. Sie führte Sunrise nach draußen in einen der Paddocks in dem bereits mehrere Ponys standen und auf ihr Futter warteten.
Ohne ihr die Handschuhe und das Band an ihren Ellenbogen abzunehmen, gab Rebecca Sunrise einen leichten Klaps auf den Hintern und ließ sie mit den Worten: »So, ich gehe auch erst mal was Essen. Bis nachher.« stehen und ging in den Stall.

Da sie immer noch die Knebeltrense trug, konnte Sunrise sich mit den anderen Ponys kaum unterhalten, aber da auch diese nicht sprechen konnten oder durften, war das keine wirkliche Einschränkung. Sie lief zusammen mit den Anderen etwas herum und beobachtete das Treiben um sie herum. Es fiel ihr auf, daß nun etwas mehr Betrieb herrschte, als in den Wochen zuvor.
Doch bevor sie sich darüber wundern konnte, kam eine der Betreuerinnen mit zwei Eimern zum Paddock. Die anderen Ponys liefen auf sie zu und jedes bekam ein Stück Obst von der Betreuerin, nachdem diese die Eimer abgestellt hatte. Auch Sunrise lief nun zu ihr und bekam ein Stück Apfel.
Die Betreuerin öffnete die Klappe des Futterverteilers und schüttete den Inhalt der beiden Eimer in diesen hinein. Sofort stellten sich alle um den Verteiler herum auf und begannen aus den in der passenden Höhe angebrachten Schalen zu fressen.
Das Futter schmeckte sehr gut, fand Sunrise. Es bestand aus kleinen Obststücken, Rosinen, Nüssen und Getreideflocken. Und aus den Schalen konnte man auch mit zusammengebundenen Armen gut fressen, ohne sich dabei schmutzig zu machen.
Nachdem sie satt war, trank Sunrise noch etwas Wasser und schlenderte am Zaun entlang herum, als ein großes Auto mit einem Pferdeanhänger von der Straße her vor fuhr und mitten auf dem Weg, direkt vor den Paddocks parkte.
Eine ältere Frau, Sunrise schätzte ihr Alter auf etwa Mitte bis Ende vierzig, kletterte aus dem Möchtegerngeländewagen heraus. Mit ihrer schwarzen Reiterhose mit Lederbesatz und einem protzigen, aufgesticktem Wappen auf der Seite sowie ihren glänzend polierten Reiterstiefeln, der schneeweißen Bluse mit kurzen Ärmeln und der gesteppten Weste sah sie aus wie eine Reiterin aus einem Bilderbuch. Vom Gürtel ihrer Hose hing eine kurze Reitgerte herab die beim Gehen hin und her schwang.
Sie ging hinter den Anhänger und öffnete die rückwärtige Klappe. Sie stieg in den Anhänger und kam kurze Zeit später wieder heraus. An einer Führleine zog sie zwei Ponys hinter sich her, die sie in den noch freien Paddock am anderen Ende des Weges brachte und dort einstellte. Die beiden Ponys sahen sich ziemlich ähnlich, soweit man das von jemandem sagen konnte, wenn nur Teile des Gesichtes zu sehen waren. Beide trugen ein schwarzes Fell und ein Geschirr aus breiten Riemen und Hufstiefel. Ihre Arme waren auf ihren Rücken fixiert und die Köpfe steckten in Geschirren mit Scheuklappen. Alles was an der Ausstattung der Beiden aus Leder bestand, war in einem leuchtenden Rot gehalten und glänzte wie frisch poliert, ebenso wie alle Metallteile, die in der Sonne blinkten und glänzten.
Die pechschwarzen Mähnen der Beiden waren sorgfältig geflochten und reichten ihnen bis zu den Hüften und auch die am Geschirr befestigten Schweife waren schwarz, sehr lang und sorgfältig geflochten.
Sunrise fiel auf, daß beide Ponys glänzende Halsbänder trugen. Und noch etwas fiel ihr auf: Beide hatten sehr ausgeprägte und anscheinend gut trainierte Muskeln sowohl an den Beinen als auch an Bauch und Brust, soweit man das durch das Fell erkennen konnte.
Mit hoch erhobenen Häuptern standen die Beiden in dem ansonsten leeren Paddock und schauten sich um. Als sie zu ihr sahen, bemerkte Sunrise den ziemlich überheblichen Ausdruck in ihren Gesichtern.
»Duchess, Princess, ihr Beiden wartet schön hier, bis wir wieder kommen«, sagte die Frau als sie zurück zu ihrem Auto ging.
Madonna, Dahlia und Sunrise sahen sich an und mussten laut lachen, als die Frau diese Namen nannte. Diese passten wunderbar zu dem überheblichen Eindruck, den die beiden angesprochenen machten.
»Wagt ihr es etwa, euch hier über uns lustig zu machen?«, rief die Frau und kam mit erhobener Gerte auf sie zu. Schnell entfernten die Drei sich vom Zaun und liefen kichernd auf die andere Seite des Paddocks, wo sie sich an sahen und erneut lachen mussten.
Mit hoch erhobenem Kopf ging die Frau zurück zu dem Anhänger und rief dann: »Frederike, komm jetzt bitte heraus und hilf mir hier.«
Als die Frau diesen Namen aufs äußerste Betont in Richtung des Autos rief, mussten Madonna, Dahlia und Sunrise erneut lachen, worauf hin die Frau ihnen einen verächtlichen Blick zu warf.
Die Beifahrertür des Autos öffnete sich und eine weitere Frau stieg aus. Diese hätte gut die Schwester der ersten Frau sein können, sie trug genau die selbe Kleidung wie diese, nur daß sie zusätzlich noch einen Reiterhelm auf dem Kopf trug unter dem ihre langen, blonden, auf einer Seite zu einem Zopf geflochtenen Haare hervor ragten.
Die Frau ging zu der anderen, die sich am Anhänger zu schaffen machte und anscheinend etwas aus einem Staufach heraus holte. Nun konnte man deutlich sehen, daß die zweite Frau wesentlich jünger war. Anscheinend war sie ihre Tochter, denn die Ähnlichkeit zwischen den Beiden war deutlich zu erkennen. Sunrise schätzte, sie ungefähr so alt wie sie selbst, höchstens aber auf Mitte zwanzig. Im Gegensatz zu ihrer Mutter machte sie allerdings einen eher missmutigen Eindruck.

Die Beiden holten mehrere größere Teile aus dem Staufach des Anhängers und begannen, diese zusammen zu bauen. Dabei stellten sie sich allerdings nicht all zu geschickt an, was für weitere Lacher seitens der Ponys sorgte, die nun am Zaun auf der entgegengesetzten Seite des Paddocks lehnten. Auch die anderen Ponys hatten sich nun zu ihnen gesellt und beobachteten, wie die Beiden offenbar zwei transportable Sulkys zusammen bauten, wobei sie den Weg nun vollends blockierten.

»So, genug gelacht Sunrise. Jetzt geht’s weiter.« Keines der Ponys hatte bemerkt, daß Rebecca sich, von außen, an den Zaun gelehnt hatte und die beiden Frauen ebenfalls beobachtete.
Sunrise wandte sich ihr zu und rieb den Kopf an ihrem, worauf hin Rebecca ihre Wange streichelte. Sie umrundete den Paddock und öffnete das Tor, worauf hin Sunrise sofort zu ihr gelaufen kam. Sie gab ihr ein Leckerli und hakte dann die Führleine ein. Nachdem sie das Tor geschlossen hatte, gingen sie die Straße entlang zum Stall.

»Sie sollten mal ihr Auto hier weg fahren. Sie können nicht einfach den ganzen Weg hier blockieren«, sagte Rebecca zu den beiden Frauen, die sich gerade vergeblich bemühten, die Räder an einen der Sulkys zu schrauben.
Die ältere der beiden Frauen schaute zu Rebecca und dann zu Sunrise. »Sorgen Sie lieber dafür, daß ihr Pony sich nicht über andere Lustig macht«, entgegnete die Frau unfreundlich.
»Sie hat sich über jemanden lustig gemacht? Das halte ich für sehr unwahrscheinlich. Immerhin trägt sie eine Knebeltrense. Wahrscheinlich hat sie nur mal gewiehert«, sagte Rebecca und zog Sunrise vorsichtig an den Teilen der Sulkys vorbei.
»Das ist doch wohl unerhört«, rief die Frau mit in die Hüften gestemmten Armen hinter ihnen her. Doch Rebecca beachtete sie gar nicht weiter sondern ging in Richtung Stall.

Als sie diesen betreten hatten, lachte Rebecca lauthals los und auch Sunrise konnte sich ein breites Grinsen nicht verkneifen.
»Was habt ihr Beiden denn?«, wollte Charlotte wissen, die gerade auf sie zu kam.
»Da draußen sind zwei Frauen, die gerade versuchen, ihre Sulkys zusammen zu bauen. Sieht echt lustig aus«, sagte Rebecca. »Aber vielleicht sollte ihnen jemand mal sagen, daß sie ihr Auto aus dem Weg fahren sollen.«
Charlotte schaute kurz zum Tor der Halle heraus. »Frau Stiez und ihre Tochter. Sie wollen ihre Ponys hier unterstellen und hier trainieren. Aber die Tochter scheint davon nicht all zu begeistert zu sein.«
»Kann hier jeder seine Ponys unterstellen?«, fragte Rebecca etwas erstaunt.
Charlotte zuckte mit den Schultern. »Die Chefin hat das ungenutzte Wohnhaus drüben am Bach zu einer Art Hotel umbauen lassen und will das wohl etwas größer aufziehen. Wenn du mich fragst, eine Schnapsidee. Dafür haben wir hier einfach nicht genug Platz.«
»Na, mal sehen, vielleicht gibt’s in einem Jahr ja mehr Platz«, sagte Rebecca.
»Ich bin schon gespannt«, erwiderte Charlotte mit einem leichten Grinsen. »Aber jetzt solltet ihr Beiden mal langsam anfangen.«

Rebecca spannte Sunrise vor einen Sulky. Nicht vor ihren eigenen, der der Fahrerin sehr viel Komfort bot sondern vor einen einfachen und leichten Sulky, wie er später auch für die Wettrennen verwendet werden sollte. Rebecca nahm auf diesem Platz und sofort spürte Sunrise einen Zug nach unten, der ihr viel zu stark erschien. Laufen wollte sie so auf jeden Fall nicht lange. Sie wandte den Kopf nach hinten und trat drei mal auf.
»Schon in Ordnung Sunrise«, sagte Charlotte und streichelte Sunrise über den Arm. Sie löste eine der Anzen wieder, dann klemmte sie ein kleines Gerät zwischen Geschirr und Anze und wiederholte das auch auf der anderen Seite. Dann ging sie um den Sulky herum und trat hinter Rebecca, die scheinbar nicht all zu bequem in ihrem einfachen Schalensitz saß. Charlotte nahm einen elektrischen Schrauber in die Hand und setzte diesen irgendwo unter dem Sitz an. Mit einem Surren des Schraubers ließ der Zug nach unten schnell nach. Es dauerte eine Weile, bis Charlotte den Sitz passend eingestellt hatte und die Anzen so gut wie gar keinen Zug mehr ausübten.
Nachdem Charlotte die beiden Geräte wieder aus der Anspannung entfernt hatte, konnte Sunrise deutlich spüren, wenn Rebecca ihr Gewicht nach vorne oder hinten verlagerte.
Diese zog sehr leicht an den Zügeln und rief dann »Hü« und der Zug auf die Trense ließ sofort nach. Gleichzeitig spürte Sunrise einen Zug nach unten. Sie ging langsam los um ein Gefühl für diesen neuen Sulky zu bekommen. Dieser war viel leichter als der andere und es brauchte wesentlich weniger Kraft, um diesen zu ziehen.
Rebecca ließ sie einige Male anhalten und wieder los gehen, wobei sie ihre Kommandos jedes Mal damit unterstützte, daß sie das Gewicht verlagerte. Sie musste auch einige Male rückwärts gehen, was Rebecca zusätzlich zu den anderen Kommandos ebenfalls mit Gewichtsverlagerungen anzeigte. Dann musste sie ganz an die Seite des Ganges gehen und den Sulky wenden. Auch das ging mit diesem Sulky viel leichter, stellte Sunrise erfreut fest.
Nun öffnete Charlotte das Tor und sie fuhren an ihr vorbei nach draußen. Es ging an den Paddocks vorbei, wo die beiden Frauen es, scheinbar mit Sonjas Hilfe, endlich geschafft hatten, ihre Sulkys zusammen zu bauen und das Auto weg zu fahren. Die beiden Ponys standen noch immer alleine in dem Paddock herum und schienen sich zu langweilen, während die anderen Ponys mittlerweile alle abgeholt worden waren.
Als sie an den Paddocks vorbei gefahren waren, lenkte Rebecca scharf nach rechts, an dem Dressurviereck, auf dem zwei Ponys ihre Choreografie übten, vorbei zum Fahrviereck, auf dem jede Menge Hindernisse aufgebaut waren, wie Sunrise bemerkte.

Als sie auf dem Fahrviereck waren, ließ Rebecca Sunrise anhalten und stieg vom Sulky.
Sunrise schaute sich interessiert um. Die Meisten der Hindernisse bestanden aus etwa zwei Meter hohen und zwanzig Zentimeter durchmessenden, weißen Stangen die in Kopfhöhe rot und grün gestrichen waren. Auf jeder dieser Stangen gab es außerdem noch eine rote Leuchte.
Dann gab es noch andere Hindernisse, die überwiegend aus hölzernen, massiven Balken und Brettern bestanden. Von ihrer Position aus, sah der Platz aber überwiegend nach einem Wald aus den hohen Stangen aus und sie erkannte kein Muster in der Aufstellung dieser Stangen.

Rebecca nahm die Zügel nach vorne und hielt sie recht kurz. Langsam ging sie auf zwei Stangen zu, die nicht einmal zwei Meter weit auseinander standen. Die rechte der beiden Stangen wies in Kopfhöhe zwei grüne Streifen auf und die linke einen roten. Nachdem Rebecca zwischen den Stangen hindurch gegangen war, folgte Sunrise ihr, zögerte allerdings, da sie befürchtete, daß der Sulky an diesen hängen bleiben würde. Sie ging langsamer und schaute nach hinten, um zu sehen, ob der Sulky durch dieses Hindernis durch passte. Doch sofort blieb Rebecca stehen und wandte sich ihr zu.
»Du sollst nur nach vorne schauen. Sonst bekommst du kein Gefühl dafür, ob es passt oder nicht.« Sie faste an Sunrise’ Kopfgeschirr und klappte die Scheuklappen nach vorne, so daß Sunrise auch dann nicht mehr sah, was der Sulky machte, wenn sie den Kopf weit nach hinten wandte. Dann zog sie wieder an den Zügeln und führte Sunrise weiter.

So weit wie sie nun gegangen waren, musste der Sulky längst zwischen den beiden Stangen durch sein, überlegte Sunrise, als es schon auf das nächste Hindernis zu ging. Vor ihr befand sich eine große Holzplatte die rechts etwa vierzig Zentimeter hoch aufgestellt war. Am Anfang der Platte gab es eine Rampe, die das Aufsteigen und Fahren ermöglichte. In der Mitte, nach gut zwei Metern gab es wieder eine Rampe, die den Umstieg auf die danach links aufgestellte Platte ermöglichte und an deren Ende ging es wieder in der selben Weise auf den Boden. Langsam führte Rebecca sie auf diese Platte. Es war sehr seltsam so schräg zu gehen und der Wechsel zwischen den beiden Platten erforderte einiges an Geschick von Sunrise, um den richtigen Tritt zu finden.
Als sie auch dieses Hindernis erfolgreich hinter sich gebracht hatten, ging es wieder zwischen zwei Stangen hindurch, die allerdings nicht genau in der selben Linie standen sondern etwas nach rechts versetzt waren. Danach folgen in etwa drei Metern zwei nach links versetzte Stangen und dann wieder zwei, die nach rechts versetzt waren, so daß diese drei Stangenpaare einen leichten Slalom bildeten.
Die ersten beiden Stangen passierten sie problemlos doch als der Sulky sich ungefähr zwischen den beiden mittleren Stangen befinden musste, gab es ein lautes Summen von rechts und Sunrise zuckte erschrocken zusammen.
»Ganz ruhig. Das heißt nur, daß der Sulky die Stange berührt hat. Bei einem Turnier ist das ein Fehler«, sagte Rebecca und strich Sunrise beruhigend über den Arm.
Auch als sie das nächste Stangenpaar passierte, ertönte ein Summen. Doch Rebecca ignorierte dies und führte Sunrise weiter, zwischen den nächsten beiden Stangenpaaren hindurch, die eine Rechtskurve beschrieben. Dann ging es auf einen schmalen Graben zu. Dieser war etwa 20 Zentimeter tief und weniger als einen Meter breit. Ruhig führte Rebecca sie gerade auf diesen Graben zu und lief neben diesem her, während Sunrise der Länge nach durch diesen hindurch gehen musste. Sie fragte sich, was das für einen Sinn hatte, doch wirklich erkennen konnte sie diesen nicht.
Nach diesem Graben ging es schräg nach links, zwischen vier Stangen die über Kreuz standen hindurch und dann wieder schräg nach rechts auf ein weiteres Hindernis zu.

Dieses bestand wieder aus Holzplatten. Es ging auf der ersten etwa einen halben Meter nach oben, dann eine Wagenlänge gerade aus und auf der anderen Seite wieder hinunter. Im Moment ging das relativ leicht, doch wenn jemand auf dem Sulky sitzen würde, würde es wohl schwerer gehen, auf der einen Seite hinauf zu laufen und auch das Abbremsen auf der anderen Seite würde wohl schwer werden, zumal es nach diesem Hindernis sofort in eine Linkskurve ging.

Nach dieser ging es einige Gespannlängen gerade aus auf einen weiteren Graben zu, der dieses Mal allerdings so breit war, daß der Sulky ebenfalls hindurch passte und außerdem noch mit Wasser gefüllt war. Eigentlich wollte Sunrise sich keine nassen Hufe holen, doch Rebecca zog sie zielstrebig auf diesen Wassergraben zu und so hatte sie keine Wahl als durch diesen hindurch zu gehen. Das Wasser war gerade einmal so tief, daß die Stiefel das Wasser abhielten. Doch der Grund war ein wenig rutschig, so daß sie hier aufpassen musste, nicht auszurutschen.

Ohne nasse Füße ging es dann zum nächsten Hindernis, einer Wippe. Als sie etwas weiter als bis zu deren Mitte gegangen war, klappte diese langsam auf der anderen Seite herunter und der Sulky schob sie weiter, so daß sie recht schnell zum nächsten Hindernis lief. Doch hier musste sie direkt vor einer dieser runden Stangen stehen bleiben und wurde von Rebecca dann rückwärts in eine Kurve geführt. Hier ertönte wieder einmal ein lautes Summen. Doch dann stand sie schließlich im rechten Winkel zu ihrer ursprünglichen Laufrichtung und wurde nun weiter geführt auf eine Linkskurve zu.

Nach dieser ging es noch einmal durch das Hindernis mit den vier Stangen. Einmal schräg nach rechts, dann wieder nach links auf ein weiteres Hindernis zu auf dem es auf der einen Seite ziemlich steil nach oben und auf der anderen Seite etwas flacher nach unten ging. Hier würde sie nachher sicher ziemlich schnell laufen müssen um genug Schwung zu haben um hinauf zu kommen. Auf der anderen Seite ging es, nicht ganz so steil, wieder herunter, und erneut zwischen zwei Stangen hindurch.

»So, jetzt weißt du ungefähr, was auf dich zukommen wird. Jetzt lass es uns mal zusammen versuchen«, sagte Rebecca. Sie führte Sunrise wieder zum Ausgangspunkt und setzte sich in den Sulky. Es war erstaunlich, daß die Anzen nun so gut wie gar keinen Zug nach unten aufwiesen. So konnte Rebecca die Geschwindigkeit ganz einfach dadurch vorgeben, indem sie ihr Gewicht verlagerte.
»Bereit?«, rief Rebecca von hinten. Sunrise scharrte mit dem Huf, trat einmal auf und machte sich bereit, los zu laufen.
»Prima, aber erst mal schön langsam«, sagte Rebecca. Sie zog leicht am Zügel, rief dann »Hü« und ließ die Zügel wieder locker. Gleichzeitig verlagerte sie ihr Gewicht und übte so einen leichten Zug auf die Anzen aus.
Sunrise zog an und ging in einem gemächlichen Schritt auf das erste Hindernis zu, welches sie ohne es zu berühren passierten. Dann ging es auf die Schräglage. Hier merkte Sunrise schon, daß sie darauf achten musste, daß der Sulky ziemlich weit hinter ihr war. Der schräge Zug auf die Anzen beim Wechsel der Schräglage von links nach rechts war sehr gewöhnungsbedürftig.

Mit Rebeccas Hilfe schaffte sie den kleinen Slalom ohne daß hier das Signal ertönte, doch dadurch daß die letzten beiden Stangen des Slaloms nach rechts versetzt waren, kam sie zu schräg zum nächsten Hindernis, was Rebecca noch ausgleichen konnte. Aber beim nächsten Hindernis der 180 Grad-Kurve blieb der Sulky dadurch außen an der Stange hängen und es gab wieder dieses Summen. Nachdem sie dieses Hindernis dann passiert hatten, bremste Rebecca etwas ab und lenkte Sunrise ganz langsam zu dem Graben. Diesen passierten sie dadurch ohne Probleme und so konnten sie recht gut in die nächsten Hindernisse einfahren und diese passieren. Dann ging es auf das Hindernis mit dem recht hohen Aufstieg, was Sunrise einiges an Anstrengung kostete, da der Sulky mit Rebecca darauf nun wesentlich schwerer war. Aber auch auf der anderen Seite, bei der Fahrt von dem Hindernis herunter, bekam Sunrise Probleme, da der Sulky nun doch sehr schob, was sich nicht so einfach ausgleichen ließ. So kam es, daß Sunrise auch die nächste Kurve nicht korrekt durchfuhr und beide äußeren Stangen nicht nur berührte sondern um warf, wodurch sie einen ordentlichen Schreck bekam, als eine der Stangen neben ihr zu Boden fiel.
Um dieser auszuweichen lief Sunrise nun noch schneller auf den Wassergraben zu und achtete nicht mehr richtig auf Rebeccas Hilfen und Kommandos.
Als sie viel zu schnell durch den Wassergraben lief, spritzte das Wasser durch ihre Hufe weit auf. Doch das hinderte sie nicht daran, weiter zu laufen. Nun folgte die Wippe, die sie ebenfalls viel zu schnell anging. Sie lief auf diese zu und ohne langsamer zu werden weiter, bis diese auf der anderen Seite herunter klappte. Dabei spürte sie einen heftigen Ruck und der Zug an den Zügeln, hörte urplötzlich auf. Erst als sie gerade auf die mittlere Stange des nächsten Hindernisses zu lief, bremste Sunrise abrupt ab und wunderte sich, daß der Sulky ihr nun viel leichter erschien.
Aus diesem Hindernis kam sie alleine nicht mehr heraus, da sie nicht ohne Hilfe rückwärts laufen wollte, doch diese kam nicht. So blieb sie stehen und wartete.

Von irgend wo her ertönte Gelächter. Sie drehte den Kopf in die Richtung aus der dieses kam und sah, daß die jüngere der beiden Frauen, die vorhin versuchten ihre Sulkys aufzubauen, am Rand des Vierecks stand und lachte.
»Komm Frederike, das musst du dir nicht mit ansehen. Ich habe mir gleich gedacht, daß dieses Pony nichts taugt, als es uns ausgelacht hat«, sagt die ältere der Beiden, nahm sie an die Hand und zog sie mit sich.
Was sollte das denn heißen? ’Daß dieses Pony nichts taugt’, dachte Sunrise wütend.

Doch sie hatte keine Zeit, lange darüber nach zu denken, denn Rebecca kam nun in ihr Sichtfeld.
»Sunrise, was zum Teufel sollte das denn?«, fragte Rebecca, die sehr verärgert schien.
Sunrise schaute sie an und musste ebenfalls laut lachen, denn sie bemerkte, daß diese vollkommen durchnässt war und an ihrer Kleidung überall Sand klebte.
»Hör auf zu wiehern! Ich finde das überhaupt nicht so lustig. Sieh mich doch mal an. Jetzt muss ich mich erst mal umziehen gehen.« Rebecca nahm die Zügel und band sie um die Stange vor der Sunrise noch immer stand und stapfte mit schweren Schritten aus ihrem Blickfeld heraus.

So stand Sunrise eine ganze Weile und schaute sich die Stange vor der sie stand eingehend an.
»Brave Sunrise«, hörte sie Rebecca und diese kam, mit trockener Kleidung, in ihr Blickfeld. Sie kam auf sie zu und Sunrise trat misstrauisch einen Schritt zurück. Sie konnte sich nicht vorstellen, daß Rebecca nicht mehr darüber wütend war, daß sie nass und vom Sulky gefallen war. Doch Rebecca fasste den Zügel und zog sie zu sich. Sie streichelte ihre Wange und fragte, ob alles in Ordnung sei. Sunrise trat einmal zögerlich auf, worauf hin Rebecca sie nochmals streichelte und sie dann aus diesem Hindernis befreite. Sie führte sie um den Parcours herum wieder zum Start und sagte: »Du musst etwas vorsichtiger machen und vor allem, konzentriere dich bitte Sonst klappt das einfach nicht. Verstanden?«
Wieder trat Sunrise einmal auf und nahm sich vor, nun besser aufzupassen.

Rebecca sagte »Hü Sunrise!« und schnalzte locker mit den Zügeln.
Sunrise setzte sich, nun sehr langsam, in Bewegung und meisterte sie schließlich den Kurs, wobei es am Ende nur drei mal gesummt hatte.
»Sehr gut Sunrise«, sagte Rebecca und lenkte sie gleich wieder an den Start.

Eine ganze Weile übten sie den Kurs, bis sie es endlich schafften, den Kurs ohne Fehler zu bewältigen. Auch der steile Abstieg machte ihr nun keine Probleme mehr und Sunrise war froh, es endlich geschafft zu haben.
»Das hast du toll gemacht Sunrise. Ich bin richtig stolz auf dich«, sagte Rebecca. Sie war abgestiegen und nun zu ihr gekommen. Sie streichelte ihre Arm und gab ihr einen Kuss.
»Und jetzt das Ganze noch mal. Wir müssen noch viel schneller werden.

Bis zum frühen Abend übten sie den Parcours und als sie diesen das letzte Mal durchliefen, waren sie schon viel schneller als beim ersten Mal. Zwar hatte es das ein ums andere Mal gesummt, doch Rebecca war offenbar recht zufrieden mit dem Ergebnis.
»So, wir werden morgen weiter machen. Für heute war das genug.« Rebecca streichelte ihre Wangen und schenkte ihr ein zufriedenes Lächeln.
Schließlich führte sie Sunrise zurück in den Stall, wo sie sie abspannte und dann in den Waschraum brachte. Sie brachte sie zur Toilette und nahm ihr das Geschirr und den Riemen von den Armen ab, bevor sie sie gründlich wusch und abbürstete. Sunrise genoss es wenn Rebecca sie so abbürstete und gab ein leises, zufriedenes Brummeln von sich. Doch irgendwann war Rebecca damit fertig und brachte sie in ihre Box, wo schon ihr Fressen bereit stand. Es gab heute Kohlrouladen, Kartoffeln und Joghurt mit kleinen Schokoladenstückchen und das Wasser in der Flasche wies einen leichten Zitronengeschmack auf.

»Soll ich noch etwas bei dir bleiben?«, fragte Rebecca, nachdem Sunrise aufgegessen hatte. Diese nickte und deutete auf ihr Maul.
»Die Trense bleibt. Daran kannst du dich schon mal gewöhnen. Auf dem Turnier muss die vier Tage lang drin bleiben.«
Sunrise nickte und lehnte sich bei Rebecca an. Diese legte ihren Arm um ihre Schulter und kraulte sie, bis sie in ihren Armen eingeschlafen war.

-

Mara war etwas verwirrt, als sie mitten in der Nacht aufwachte und sich fragte, wo sie war und warum sie überhaupt aufgewacht war.
Es dauerte einen Moment, bis sie realisierte, wo sie gerade war. Es roch nach Heu und bei jeder Bewegung raschelte es leicht. Sie war im Stall und lag auf ihrer Matratze in der sicher frisches Heu steckte und auch in der Decke befand sich offenbar zusätzlich zum Plumeau noch eine größere Menge Heu, welches sich zwar etwas seltsam aber durch ihr Fell doch recht angenehm anfühlte. Doch deshalb war sie bestimmt nicht aufgewacht. Dazu kannte sie das mittlerweile zu gut und hatte sich schon daran gewöhnt, jedes Wochenende hier zu schlafen.
Doch dann realisierte sie, daß sie schon die ganze Zeit über ein Geräusch hörte. Es war ein leises Schniefen und außerdem flüsterte jemand gelegentlich.
So leise wie möglich, stand sie auf und versuchte zu erkennen, woher diese Geräusche kamen. Sie ging leise in die Richtung aus der sie vermutete, etwas gehört zu haben und tatsächlich, als sie durch das Gitter über der Trennwand schaute, sah sie eines der beiden Ponys von heute Nachmittag auf dem heruntergeklappten Bett sitzen. Doch neben diesem Pony saß die jüngere der beiden Frauen, ihr Name war Frederike, erinnerte sie sich und hatte sich bei dem Pony angelehnt. Es war die Frau, die in einem mit rosa Blümchen bestickten Bademantel, den Kopf an der Schulter des Ponys lehnte und immer wieder schniefte, während das Pony anscheinend versuchte, sie zu trösten, was ihr mit den Hufhandschuhen und Trense im Maul sichtlich schwer fiel.

Zwar fragte sie sich, was zwischen den Beiden war, wollte sie aber nicht stören. Also beschloss sie, sich wieder hin zu legen. Doch vorher wollte sie einen Schluck trinken, also ging sie zum Regal neben der Tür ihrer Box und nahm die Wasserflasche. Als sie diese gerade angesetzt hatte, bemerkte sie eine Bewegung im Gang. Sie blickte auf und sah die ältere der beiden Frauen im Jogginganzug her kommen.
Warum sie das tat, konnte sie sich später selbst nicht erklären. Sie trat fest gegen die Tür ihrer Box und stellte dann die Flasche auf deren Oberkante. Dann gab sie ihr im richtigen Moment einen Schubs, so daß sie der Frau direkt vor die Füße fiel und laut klirrend auf dem Beton des Fußbodens zerbrach. Im selben Moment drückte sie auf den Notrufknopf um die Nachtwache zu rufen.

Die Frau schrie vor Schreck laut auf und sprang einen Schritt zurück. »So eine Unverschämtheit!«, rief diese und öffnete die Tür von Sunrises Box. Sunrise trat gegen diese so daß sie weit auf schwang und in dem Moment in dem die Frau mit wütendem Blick in ihre Box kam, hörte Sunrise, wie die Tür der Nachbarbox geschlossen wurde und Schritte sich entfernten. Also hatte sie richtig geraten.
Bevor die Frau noch weiter in ihre Box kommen konnte, Sunrise hatte sich etwas zurück gezogen, hörte sie von draußen Bennys Stimme: »Was machen Sie denn da Frau Stiez?«
»Dieses unverschämte Pony hat mir die Wasserflasche vor die Füße geworfen. Das war ein Anschlag, ganz eindeutig«, ereiferte sich die Frau.
»Sie verschwinden jetzt sofort aus dieser Box«, sagte Benny ruhig und schob die Frau heraus. Dann ging sie zu Sunrise und fragte: »Stimmt das?«
Sunrise trat zwei mal auf und hob entschuldigend die Schultern. Sie versuchte Benny zu erklären, daß das nur ein Versehen gewesen war, was allerdings etwas schwierig war, da sie noch immer die Knebeltrense trug. Also versuchte sie dies mit Gesten zu beschreiben.
»Ich denke, darüber sprechen wir morgen mit deiner Herrin«, sagte Benny und wandte sich der Frau zu.
»Was? Das soll alles sein? Es mit ihrer Herein besprechen? Dieses Pony war heute Mittag schon absolut unverschämt und hat uns ausgelacht. Und jetzt auch noch das. Wollen sie es denn gar nicht bestrafen?«, fragte die Frau aufgebracht.
»Nein. Das ist nicht meine Aufgabe sondern die von Sunrise’ Herrin. Aber was machen Sie eigentlich um diese Uhrzeit hier Frau Stiez?«, fragte Benny nun in einem recht scharfen Tonfall.
»Was ich hier… Das… Das ist doch unerhört.«
»Vielleicht. Aber es ist nun mal absolut nicht üblich, daß die Besitzer der Ponys nachts hier im Stall herum schleichen«, sagte Benny. Sie wandte ihren Kopf kurz in Sunrise’ Richtung und zwinkerte ihr zu.
»Ich… Ich… Ich habe ein Geräusch gehört und wollte nach meiner Tochter sehen. Aber in ihrem Zimmer habe ich sie nicht gefunden. Und da dachte ich mir, daß sie vielleicht hier im Stall ist. Sie hat manchmal etwas seltsame Anwandlungen und geht nachts zu den Ponys«, erklärte die Frau.
’Seltsame Anwandlungen?’ fragte sich Mara und schaute in Richtung der Nachbarbox. Das Pony stand direkt am Gitter und warf ihr einen dankbaren Blick zu.
»Nun, vielleicht ist ihre Tochter einfach nur auf die Toilette gegangen. Das soll vorkommen«, sagte Benny.
»Das… Das… Ich...« Die Frau schaute abwechselnd zu Benny und zu Sunrise, dann wandte sie sich zum Gehen und verließ den Stall durch das große Tor.

Sunrise wollte noch etwas sagen, doch Benny ging, als die Frau den Stall verlassen hatte, zu einer Box, deren Tür nur angelehnt war und schaute in diese hinein. »Jetzt aber schnell«, sagte sie und hatte die Tochter der Frau an der Hand, als sie aus der Box heraus kam. Sie schob sie in den Gang in dem sich das Büro und der Überwachungsraum befanden. »Da lang und dann am Fahrviereck vorbei. Dann rechts. Wenn du dich beeilst, liegst du im Bett, bevor deine Mutter wieder im Zimmer ist«, sagte sie.
Die junge Frau bedankte sich und lief los.

»So, Princess, von dir will ich morgen genau wissen, was das alles zu bedeuten hat«, sagte Benny, die wieder zurück gekommen war. Sie deutete an die Decke, an die Stelle an der sich die Überwachungskamera befand. Das Pony schaute etwas betreten aus der Wäsche, als es diese bemerkte.
»Schau nicht so, sei lieber froh, daß ich gesehen hab, was hier los war.«
Sie wandte sich an Sunrise und sagte: »Ich gebe Rebecca gleich Bescheid, daß sie morgen so früh es geht her kommt. Frau Stiez wird das nämlich bestimmt nicht so auf sich sitzen lassen. Du solltest dir besser schon mal eine Erklärung einfallen lassen. Und jetzt macht ihr Beiden gefälligst, daß ihr euch hin legt und weiter schlaft.«
Benny schob Sunrise wieder in ihre Box und schloss die Tür, die sie verriegelte und sorgfältig kontrollierte, ob diese auch verschlossen war. Dann hörte man von draußen, wie sie die zerbrochene Flasche weg kehrte.

»Danke«, sagte das Pony, durch die Trense zwar etwas undeutlich aber dennoch recht gut verständlich.
Sunrise nickte und winkte ab, dann legte sie sich in ihr Bett und überlegte, was das alles wohl zu bedeuten hatte.

-

Am nächsten Morgen wachte Sunrise auf, weil es draußen ziemlich unruhig wurde. Kurz darauf kamen Benny und Rebecca in die Box und brachten ihr Frühstück.
»Sag mal, was hast du denn wieder angestellt?«, fragte Rebecca amüsiert, während sie Sunrise beim Frühstück zu sah. Diese schaute sie mit großen Augen an und zuckte mit den Schultern.
Nach dem sie aufgegessen hatte, schob Rebecca sie in das kleine Bad und ließ sie sich schnell die Zähne putzen und sich waschen, dann zog sie ihr die Handschuhe an, verband diese miteinander hinter ihrem Rücken, bevor sie ihr den Riemen um die Ellenbogen legte.
Sie nahm eine Bürste vom Regal und bürstete Sunrise’ Fell gründlich sauber, dann legte sie ihr die Führleine an. »Dann wollen wir mal sehen, was diese Frau Stiez will«, sagte sie und ging mit Sunrise im Schlepptau in das Kleine Büro im Nebengang.
Dort saßen Sonja und Benny hinter dem Schreibtisch und auf zwei Stühlen davor Frau Stiez und ihre Tochter. Diese schaute auf, als die Beiden den Raum betraten und machte einen etwas betretenen Eindruck.
Rebecca grüßte knapp und setzte sich auf einen der noch freien Stühle.

»Also, ich würde jetzt gerne mal wissen, was letzte Nacht los war, daß alle hier so einen Aufstand machen«, sagte Sonja und deutete zu Frau Stiez.
Diese legte sofort los und erzählte, daß sie ihre Tochter gesucht hatte, die aber zum Glück nur auf der Toilette gewesen war. Daß ihre Tochter Benny und Sunrise dankbare Blicke zu warf, bemerkte sie dabei nicht. Sie erzählte weiter, daß sie ihre Tochter im Stall gesucht hatte und daß Sunrise, sie nannte sie einen unerzogenen Klepper, worüber Rebecca die Stirn in Falten legte, ihr die Wasserflasche vor die Füße geworfen habe.
Mit vor der Brust verschränkten Armen schaute sie, nachdem sie fertig erzählt hatte, in die Runde.
»Verstehe. Und was sagt Sunrise dazu?«, wollte Sonja nun wissen.
Rebecca stand auf und nahm Sunrise die Trense aus dem Maul. »Bitte Sunrise«, sagte sie und setzte sich wieder.
»Das war doch keine Absicht«, sagte Sunrise. »Ich wollte nur etwas trinken und dann habe ich die Flasche auf die Tür gestellt, weil mir der Verschluss runter gefallen ist. Und als ich ihn gefunden habe, bin ich gegen die Tür gekommen und dabei ist die Flasche runter gefallen. Und damit niemand verletzt wird, habe ich den Notrufknopf gedrückt. Und dann hat diese Frau schon angefangen rum zu schreien«, erzählte Sunrise. Dabei warf sie Rebecca einen entschuldigenden Blick zu, denn das war schon eine ziemlich dicke Lüge, die sie da erzählte und sie wusste, daß sie sich dafür noch zu verantworten hatte. Doch sie wollte weder Princess noch Frederike deren Mutter gegenüber verraten. Also nahm sie in Kauf, daß sie nachher beichten müsste, daß sie so gelogen hatte und dafür bestraft werden würde.
»Das glauben Sie ihr doch nicht etwa noch?«, fragte Frau Stiez empört. »Dieser ungezogene Klepper macht sich über meine Frederike und mich doch schon seit wir hier angekommen sind lustig. Das war ganz bestimmt kein Versehen«, regte die Frau sich auf.
»Ich finde, es klingt plausibel«, unterbrach Sonja die Frau. »Warum sollte Sunrise Sie denn mit der Flasche angreifen, wie Sie es nennen? Dafür hat sie doch gar keinen Grund.«
»Woher soll ich das denn wissen?«, fragte Frau Stiez beleidigt. »Ich erwarte, daß dieses Pony dafür bestraft wird.«

»Hier wird ganz bestimmt niemand bestraft«, sagte Rebecca energisch. »Aber wenn Sie sich dadurch besser fühlen, solange Leute wie Sie hier ihre Ponys ausbilden dürfen, muss ich mir überlegen, ob Sunrise hier wirklich gut untergebracht ist. Eher baue ich in meinem Garten alles auf, was wir für das Training brauchen.« Mit jedem Wort war Rebecca lauter geworden. Sie schaute mit hoch erhobenem Kopf zu Sonja und Frau Stiez, nickte knapp, nahm Sunrise’ Führleine und stapfte mit dieser im Schlepptau aus dem Büro.

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von HeMaDo am 09.07.18 um 11:41 geändert
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:08.07.18 00:11 IP: gespeichert Moderator melden



Zitat

Sie schaute mit hoch erhobenem Kopf zu Sonja und Frau Stiez, nickte knapp, nahm Sunrise’ Führleine und stapfte mit dieser im Schlepptau aus dem Büro.


---ggg---

Pony und Tochter waren froh, aber Frau Stiez

Mit dem Parcour kommen die Beiden inzwischen auch ganz gut zurecht.

Binn mal gespannt was Frau Striez mit ihrem Pony macht, oder gehört es der Tochter
Lasse mich überraschen.

Nadine würde ich es gönnen, wenn sie ihre Serva bekommen, und mit ihr glücklich würde.

Auch finde ich das mit der schwarzen Liste, für Persohnen wie Frau Wandler gerecht.

Mir ist allerdigs bis jetzt nicht aufgefallen, oder habe ich es einfach überlesen, dass auch so eine Art Servaführerschein gemacht werden muss.

Zum Schluss, möchte ich mich noch für die gute Story bedanken.



Gruß vom Zwerglein
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:08.07.18 12:49 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Zwerglein,

Zitat

Pony und Tochter waren froh, aber Frau Stiez

Frau Stiez hat ja glücklicherweise nicht viel mitbekommen von dem, was noch alles passiert ist. Aber eine gewisse Abneigung gegen Sunrise bleibt erst mal noch bei ihr.



Zitat

Mir ist allerdigs bis jetzt nicht aufgefallen, oder habe ich es einfach überlesen, dass auch so eine Art Servaführerschein gemacht werden muss.

Dieser Kurs für zukünftige Herrschaften wird auch nur auf Horizons gefordert. an anderen Schulen ist der nicht nötig. Daher ist das zum ersten Mal aufgetaucht.


Zitat

Zum Schluss, möchte ich mich noch für die gute Story bedanken.

Es freut mich, daß die Geschichte noch immer so gut ankommt.


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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:08.07.18 14:21 IP: gespeichert Moderator melden


Auch von mir ein tolles Lob an dich.Du hast mal wieder einen tollen Teil abgeliefert.
Außerdem dem kann ich sagen.Zum Glück kam die eine Frau auf die Ausschlußliste.Die hat echt keine Serva verdient.Anderseits,wie jeder weis,kann man eine Serva auch Privat von jemanden aufkaufen.

Aber mal schaun wie die Geschichte mit Sunrise weiter geht und den neuen Gästen.ar auch irgendwie recht Witzig.

Bis dann.

mfg Wölchen
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:08.07.18 15:17 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Wölchen,


Zitat

Auch von mir ein tolles Lob an dich.Du hast mal wieder einen tollen Teil abgeliefert.

Danke


Zitat

Anderseits,wie jeder weis,kann man eine Serva auch Privat von jemanden aufkaufen.

Das Kaufen wäre noch möglich, aber dadurch daß eine Serva auch registriert werden muss, spätestens vier Wochen nach dem Kauf muss das geschehen sein.
Und bei der Registrierung würde dann wieder heraus kommen, daß jemand, der auf der Ausschlussliste steht, eine Serva gekauft hat.


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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:10.07.18 07:57 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo HeMaDo

Wieder mal.... und wie gewohnt bei dir, "Spitze" !!!
Ich hab da wahnsinns Kopfkino was Larissas Projekte angeht.
Da steckt ja fast Potenzial für eine eigene Story drin!

Sag mal brummt bei einem Fehler im Pacours wirklich nur das Hindernis oder brummt es auch "in" sunrise? *unschuldigschau*
Denn ich denke doch, auch hier trägt sie ihre "komplette" Ausrüstung oder nicht!?!

Klasse geschrieben!!!!
Danke dafür und bitte kräftig weiter so!!!

Gruß Gozar
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:10.07.18 13:00 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Gozar,


Zitat

Da steckt ja fast Potenzial für eine eigene Story

Diese Überlegung habe ich auch schon angestellt. Aber im Moment bin ich voll mit NH2 und der Planung der Fortsetzung beschäftigt.


Zitat

brummt bei einem Fehler im Pacours wirklich nur das Hindernis oder brummt es auch \"in\" sunrise?

Da möchte ich Mal auf die nächsten Teile verweisen.

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  RE: Neue Horizonte - 2 Teil 66 Datum:14.07.18 01:43 IP: gespeichert Moderator melden


66


Die Beiden waren gerade am Ende des Flures angekommen, als die Tür des Büros sich öffnete und Benny heraus kam. Durch die geöffnete Tür konnte man hören, daß sich jemand dort sehr lautstark zu streiten schien.
Zurück im Stall hatte Benny zu ihnen aufgeholt und wollte etwas sagen, doch Sunrise blieb unvermittelt stehen und trat dreimal fest mit dem Huf auf.
Sie war sich sicher, daß Rebecca, so wütend wie sie war, sehr ungehalten reagieren würde, wenn sie ihr eröffnete, daß sie gelogen hatte, doch obwohl sie davon überzeugt war, das Richtige getan zu haben, hatte sie Rebecca gegenüber ein sehr schlechtes Gewissen für diese ziemlich dicke Lügengeschichte.
»Was ist denn?«, fragte Rebecca etwas ungehalten.
»Herrin, ich habe gelogen«, sagte Mara leise aber deutlich.

»Du hast was?«, rief Rebecca laut aus und starrte sie schweigend an.
»Sie hat gelogen Rebecca. Lass uns bitte in ihre Box gehen, das müssen wir nicht hier auf dem Gang austragen«, mischte Benny sich ein.
Rebecca starrte nun Benny an und atmete tief ein und aus, bevor sie nickte und Benny in Sunrise’ Box folgte.

»Ich hoffe ja nicht, daß du mir jetzt erzählen willst, daß du diese Frau doch absichtlich mit der Flasche beworfen hast«, sagte Rebecca. Sie hatte sich zwar scheinbar etwas beruhigt, doch war sie immer noch sehr aufgebracht.
»Am Besten ist es wohl, wenn sie dir von Anfang an erzählt, was passiert ist Rebecca«, sagte Benny.
Rebecca nickte lediglich und setzte sich auf das noch heruntergeklappte Bett und schaute Mara abwartend an.
Diese begann nun zu erzählen, was sich in der letzten Nacht wirklich zugetragen hatte und Benny bestätigte, daß sie das auf der Videoüberwachung so mitbekommen hatte.
Langsam beruhigte Rebecca sich und schüttelte nun den Kopf.

»Meine Fresse, was soll ich denn jetzt machen Mara?«, fragte Rebecca, nachdem Mara ihren Bericht beendet hatte. »Daß du dieser Frau Stiez nicht die Wahrheit sagen konntest, ist mir ja schon klar. Und warum du das gemacht hast, kann ich auch noch gut verstehen. Aber daß du gelogen hast, das geht einfach nicht. Und das weißt du auch.«
»Ja Herrin«, sagte Mara. »Es tut mir leid.«
»Ich weiß wirklich gerade nicht, was ich machen soll Mara. Einerseits hast du dich ja meiner Meinung nach vollkommen richtig verhalten«, sagte Rebecca und schaute auf, weil in diesem Moment der Kopf des Ponys hinter dem Gitter der Nachbarbox erschien. »Aber andererseits hast du gelogen. Und du weißt, daß ich dich dafür eigentlich bestrafen müsste.«
Das Pony in der Nachbarbox, schaute nun zu Rebecca und schüttelte den Kopf, während es sie bittend ansah.
»Ja Herrin«, sagte Mara leise.
»Kannst du mir sagen, was ich jetzt machen soll?«, wollte Rebecca von Mara wissen.
Diese nickte und stellte sich mit dem Rücken zu Rebecca in die Mitte der Box. Sie nahm die Haare so gut es ging über ihre Schulter nach vorne, nahm die Beine etwas auseinander und verschränkte die Hände im Nacken.
»Ich verstehe«, sagte Rebecca. Sie deutete mit zwei Fingern auf den Boden vor Mara und nahm, als diese sich hin gekniet hatte, die Gerte, die unter dem Regal neben der Tür hing vom Haken.
»Benny, ich möchte dich bitten, zu gehen«, sagte sie und wartete, bis Benny die Tür hinter sich geschlossen hatte.

»Ich hoffe ja, daß es das wert war«, sagte sie und warf einen Blick zu dem Pony in der Nachbarbox, das sie darauf hin bittend ansah und den Kopf schüttelte. Dann ging sie in das kleine Badezimmer neben der Box und kam mit einem kleinen Handtuch zurück, welches sie nun zusammen rollte und Mara in den Mund steckte. »Ich möchte keinen Ton von dir hören«, sagte sie, worauf hin Mara leicht nickte.
Rebecca stellte sich neben Mara und hob die Gerte.
Schon nach dem zweiten Schlag, der sehr sorgfältig gezielt Maras Rücken, knapp unterhalb der Schulterblätter traf, drehte diese den Kopf leicht nach links und schloss die Augen.
Nach mehr als dreißig Schlägen bemerkte Rebecca ein leichtes Zittern welches Mara erfasste und sah, daß sie schwer atmete. Sie schlug nun wesentlich lockerer zu und machte die vierzig Schläge voll, bevor sie die Gerte bei Seite legte. Sie kniete sich neben Mara und nahm sie in die Arme, worauf hin diese den Kopf an ihre Schulter lehnte. Sie nahm ihr das mittlerweile vom Speichel durchnässte Handtuch aus dem Mund und streichelte ihre Wange.
»Danke meine Herrin«, flüsterte Mara so leise, daß Rebecca Mühe hatte, sie zu verstehen.

Es dauerte eine ganze Weile, bis Mara sich wieder gefasst hatte und wieder ruhig atmete.
Sie warf einen Blick in Richtung der Nachbarbox und bemerkte, daß das Pony noch immer zu ihnen starrte und Tränen in den Augen hatte.
»Wollen wir nach Hause?«, fragte Rebecca leise, so daß nur Mara es hören konnte.
Diese schüttelte den Kopf, der noch immer an Rebeccas Schulter lehnte.
»Was denn? Möchtest du weiter trainieren?«
Darauf hin nickte Mara leicht. »Einen Moment noch bitte meine Herrin«, sagte sie leise.
Nun war es an Rebecca zu nicken.

Nach einer Weile waren draußen Schritte zu hören und die Tür der Nachbarbox wurde geöffnet. »Komm Princess, wir gehen nach draußen, da kannst du dich erst mal warm machen und dann wollen wir mal mit deinem Training anfangen«, hörten sie von nebenan. Kurz darauf verrieten die Geräusche, daß mindestens eine Person und ein Pony auf dem Gang vorbei gingen.

-

Eine halbe Stunde später saßen Rebecca und Sunrise in der Box und lagen sich in den Armen, als Benny herein kam. Sie wandte sich sofort an Rebecca und schaute sie wütend an. »Sag mal spinnst du eigentlich vollkommen? Erst verprügelst du sie daß sie kaum noch stehen kann und jetzt sitzt ihr hier als wäre nichts passiert. Das war doch vollkommen übertrieben!«, ereiferte sie sich.
»Findest du?«, fragte Rebecca ruhig. »Ich glaube, Sunrise hätte gerne noch weiter gemacht. Aber dann wäre es vermutlich zu offensichtlich geworden, daß das keine wirkliche Strafe war.«
Sunrise spürte, wie ihr das Blut ins Gesicht schoss, was man durch das Fell, welches einen Großteil ihres Gesichtes bedeckte, glücklicherweise nicht wirklich sehen konnte. Trotzdem nickte sie energisch, als sie Benny ansah.
»Keine echte Strafe? Was soll das denn sonst gewesen sein? Eine Belohnung vielleicht?« Benny sah aus wollte sie Rebecca gleich an den Hals gehen.
»Sagen wir mal so, es hat auf jeden Fall jeder gesehen, daß sie dafür daß sie gelogen hat, die Gerte zu spüren bekommen hat. Und daß ihr das gefällt, dafür kann ich doch auch nichts«, sagte Rebecca mit aufgesetzter Unschuldsmiene.
»Daß ihr das… was? Das gefällt dir?«, wandte Benny sich nun etwas verwirrt an Sunrise.
Diese schaute sie an, lächelte verlegen und nickte.
»Und daß sie fast zusammen gebrochen ist? Was war das?« es dauerte einen Moment, bis Benny endlich begriff. »Dann… dann… Oh… Ich verstehe… Dann… Ich gehe mal langsam heim und leg mich ins Bett. Bis heute Abend.« Benny machte auf dem Absatz kehrt und verließ die Box. Ihre Schritte waren noch auf dem Beton zu hören bis sie den Stall verlassen hatte.
Rebecca und Sunrise sahen sich kurz an und begannen zu lachen.

Kurz darauf waren Rebecca und Sunrise wieder mit dem Sulky im Fahrviereck, in dem nun noch ein weiterer Parcours aufgebaut war, auf dem schon jemand trainierte. Dieser schien Sunrise noch etwas komplizierter auszusehen als der, in dem sie selbst mit Rebecca trainierte.
Als sie den Parcours erreichten und am Startpunkt Aufstellung nahmen, schaute Sunrise kurz auf den anderen Parcours und stellte fest, daß es diese Frederike war, die dort mit Princess oder Duchess trainierte, so genau konnte sie die Beiden nicht auseinander halten. Das Pony schaute allerdings kurz zu ihnen herüber und schien kurz abgelenkt zu sein, so daß es zwei Hindernisse berührte, also vermutete Sunrise, daß das Pony tatsächlich Princess war. Sie hatte den Eindruck, daß die Beiden, obwohl sie noch viele Fehler machten, recht gut zusammen arbeiteten.

»Hü Sunrise«, rief Rebecca nun, worauf hin Sunrise an zog und über den Parcours lief.
Je öfter die diesen zusammen fuhren, desto weniger Fehler passierten ihnen und desto schneller wurden sie. Sunrise wurde mit jedem fehlerfreien Lauf sicherer und wagte es, auch die komplizierten Hindernisse wie die Wendung oder die Schräglage schneller anzugehen. Rebecca lobte sie oft und nach jedem Fehlerfreien Lauf bekam Sunrise ein Leckerli von ihr und je sicherer sie wurde, desto mehr schaffte Sunrise es, sich fallen zu lassen und ihre Gedanken los zu lassen. Ihre ganze Aufmerksamkeit galt nun nur noch dem vor ihr liegenden Hindernis, Rebeccas Stimme und den Kommandos die sie über die Zügel bekam. Obwohl diese nur sehr locker, beinahe sanft kamen, reagierte sie ohne nachdenken zu müssen auf diese Kommandos und auch die gesprochenen Kommandos waren ihr mittlerweile fast in Fleisch und Blut übergegangen so daß sie auf diese einfach nur noch reagierte ohne sich Gedanken machen zu müssen, was sie bedeuteten.
Je länger sie lief, desto mehr entspannte sie sich und desto mehr driftete sie wieder in ihre eigene Welt ohne störende Gedanken ab, so wie sie es bisher nur gekannt hatte, wenn sie schnell laufen konnte.

So ging es den gesamten restlichen Vormittag über. Sie spürte den Boden unter den Hufen, der bei jedem Schritt leicht nach gab, das Wasser wenn es durch den Graben ging, wie es an die Schäfte ihrer Stiefel klatschte, das Holz der Hindernisse über das sie lief. Sie spürte den Zug an ihrem Geschirr, jede noch so kleine Gewichtsverlagerung Rebeccas, den Zug an den Zügeln und den leichten Lufthauch des schwachen Fahrtwindes im Gesicht. Sie fühlte die Luft, die sie mit jedem Atemzug in ihre Lungen sog und ihre Muskeln die sie bei jedem Schritt anspannte und löste. Sie freute sich über jedes Lob, welches sie von Rebecca bekam und über jede gelaufene Runde bei der es nicht diesen lauten Summton gegeben hatte, der ihr anzeigte, wenn sie ein Hindernis berührte.

Doch plötzlich war etwas anders als vorher. Sie hatte gerade das letzte Hindernis durchlaufen, doch statt wieder zum Start, ging es nun in eine andere Richtung. Sie fuhren durch das geöffnete Tor heraus auf den Weg, dort erst ließ Rebecca sie halten und stieg ab.
Sie kam zu ihr und streichelte ihren Arm. Sunrise genoss diese Berührung und lehnte ihren Kopf an Rebeccas Schulter, rieb diesen leicht daran und wurde dafür ausgiebig im Nacken gestreichelt. Dann löste Rebecca die Anspannung von ihrem Geschirr, nahm die Zügel und führte sie in den Paddock. Dort nahm sie ihr die Zügel ab und sagte: »So mein Pony, Zeit für dein Fressen. Bis nachher.«
Sie verließ den Paddock und Sunrise schaute ihr hinter her, bis sie im durch das große Tor im Stall verschwunden war.
Langsam holte die Realität sie wieder ein und sie ging zu den anderen Ponys die bereits im Paddock herum standen oder an der Tränke ihren Durst stillten.
Es dauerte nicht lange, bis eine der Betreuerinnen kam, jedem der Ponys ein Stück Obst gab und dann den Inhalt ihrer beiden Eimer in die Futtermaschine kippte.
Sofort ging sie zusammen mit den Anderen dort hin um zu fressen. Sie ließ sich die zerkleinerten Müsliriegel mit Obst, heute Apfel, Erdbeere und Banane schmecken und ging dann im Paddock umher.

Im Paddock nebenan sah sie Princess und Duchess stehen und sich offenbar leise unterhalten. Die Beiden hatten anscheinend ebenfalls gerade gefressen und schauten sich gelegentlich um.
Als sie am Zaun entlang schlenderte, sah sie eine der Beiden auf sie zu kommen.
»Es tut mir leid«, sagte das Pony, es musste Princess sein, durch die Trense recht undeutlich, aber seine Augen sagten, daß sie es ernst meinte. Sunrise wollte etwas erwidern, was ihr durch die Knebeltrense aber nicht gelang. Sie brachte nur unverständliche Laute heraus. Also lehnte sie sich über den Zaun, der die beiden Paddocks voneinander trennte und rieb ihren Kopf kurz an Princess Schulter, als jemand laut ihren Namen rief.

Sie schaute auf und blickte in die Richtung aus der dieser Ruf gekommen war. Rebecca stand mit dem Sulky auf der Straße. Zudem standen dort noch weitere Sulkys und Trainerinnen. Auch Charlotte und Sonja sah sie dort, die gerade nach Madonna und Dahlia riefen.
Zusammen mit den anderen Ponys lief Sunrise zum Tor, wo Rebecca ihr die Zügel anlegte. Sie wurden aus dem Paddock geführt, zu ihren Sulkys gebracht und vor diesen angespannt.
»Bereit für ein kleines Rennen?«, fragte Rebecca sie und strich ihr über die Wange als sie einmal kräftig auftrat und mit den Hufen zu scharren begann.
»Prima, gib dein Bestes meine Süße«, sagte Rebecca, dann führte sie sie am Dressurviereck vorbei auf den Weg zwischen diesem um dem Fahrviereck. Es dauerte eine Weile, bis auch die anderen Ponys kamen und sich vor, neben und hinter ihnen aufstellten. Auch aus dem Stall kamen noch mehrere Gespanne und nahmen Aufstellung. Insgesamt waren es ungefähr zehn oder zwölf Gespanne, die nun in einem relativ ungeordneten Pulk, mit Blick auf den Stall, hier standen. Einige der Ponys scharrten mit den Hufen, andere standen dagegen vollkommen ruhig und schienen zu versuchen, sich auf das nun Kommende zu konzentrieren.

Dann kam eine der Betreuerinnen mit einem langen Gummiband, welches sie am letzten Zaunpfosten des Dressurviereckes an band und dann quer über den Weg zog. Sie stellte sich auf den Zaun des Dressurviereckes und rief: »Wenn ihr bereit seid, dann alle mal aufrücken.«
Nach und nach stellten sich die Gespanne direkt hinter dem Gummiband auf. Da diese nicht alle nebeneinander auf den Weg passten, standen auch einige in der zweiten und dritten Reihe. Sunrise stand in der zweiten Reihe recht weit außen, schon auf dem Gras neben dem Weg.

Nachdem alle bereit waren, hob die Betreuerin die linke Hand, in der sie tatsächlich so etwas wie eine Pistole hielt. Sie rief laut: »Auf die Plätze«, machte eine pause von zwei Sekunden, dann rief sie »Fertig!«, und machte wieder zwei Sekunden Pause, bevor ein lauter Knall aus der Pistole und das zurück Schnellen des Gummibandes das Signal zum Start gaben.

Sofort setzten die Ponys in der ersten Reihe sich in Bewegung, direkt auf die große Durchfahrt des Stallgebäudes zu, welche auf die Hauptstraße führte. Obwohl es gar nicht nötig gewesen wäre, rief Rebecca laut »Hü Sunrise!«, doch diese war bereits los gelaufen und hatte sich zwischen zwei der Gespanne gedrängt die in der ersten Reihe gestartet waren.
So schnell sie konnte, lief sie, so wie die Anderen auch, auf die breite Durchfahrt zu, an deren Seiten eine größere Menge Strohballen aufgestellt waren. Allerdings schaffte sie es nicht, als eine der Ersten die Durchfahrt zu erreichen. Diese war gerade einmal breit genug für zwei Gespanne und so gab es hier einen kleinen Stau aus dem Sunrise viel zu spät heraus kam und neben Madonna durch die Durchfahrt lief. Schon in der Durchfahrt trieb Rebecca Sunrise immer wieder an und verlagerte ihr Gewicht weit nach vorne.
Die Durchfahrt war freigeräumt worden und so konnte Sunrise laufen, ohne auf Hindernisse achten zu müssen. Sie legte einen schnellen Spurt ein und kam eine halbe Gespannlänge vor Madonna und Sonja aus dem Tor. Ohne ihren Spurt zu beenden lief Sunrise den kurzen Weg zur Straße herunter und ließ Madonna noch weiter hinter sich, wurde aber von den anderen Gespannen aufgehalten, die den Weg in voller Breite blockierten.

So ging es quer über die Hauptstraße und direkt auf eine Nebenstraße. Diese war zu schmal um die fünf Gespanne zu überholen, die vor ihnen liefen und Sunrise spürte einen leichten Zug an der Trense. Sie beendete ihren Spurt und lief nun in einem für sie relativ gemütlichen Tempo hinter diesen her. Madonna hatte es nicht geschafft, noch einmal zu überholen und lief nun anscheinend hinter ihnen her.
In einer Linkskurve bemerkte Sunrise eine Lücke zwischen den vor ihr fahrenden Gespannen. Auch Rebecca schien diese bemerkt zu haben und schnalzte fest mit den Zügeln. Sunrise zog das Tempo an und wollte in diese Lücke laufen, doch Rebecca zeigte ihr an, noch auf der Innenseite der Kurve zu bleiben. Erst als sie nur noch ein halber Meter von dem vor ihnen fahrenden Sulky trennte, spürte Sunrise einen leichten Zug nach rechts und scherte langsam aus. Gleichzeitig steigerte sie ihr Tempo noch etwas und holte mit jedem Schritt einige Zentimeter auf. Daß von hinten jemand schrie, ignorierte sie einfach und war am Ende der Kurve auf gleicher Höhe mit dem anderen Gespann.
Auf der kurzen Geraden schaffte sie es nicht, aufzuholen doch dann gab es eine weit gezogene Rechtskehre in der sie sofort ganz nach innen ging. Schon dabei gewann sie einige Zentimeter Vorsprung, der sich nun langsam weiter vergrößerte, bis sie am Ende der Kehre das andere Pony schon nicht mehr neben sich sah.
Nun ging es in einer langen Geraden an einer der beiden Hallen vorbei in denen der Sicherheitsdienst seine Fahrzeuge stehen hatte. Rebecca trieb sie mit den Zügeln an, schneller zu laufen und der Abstand zum nächsten Gespann verringerte sich immer weiter. Doch am Ende der ersten Halle gab es eine enge rechts-links-Kombination in der sie langsamer laufen musste. Sie spürte es mehr als sie es wirklich sah, daß ein anderes Pony neben ihr lief doch statt auf Rebeccas Zügelsignale zu reagieren, blieb sie stur in der Ideallinie und schnitt zuerst die Rechts- und dann die Linkskurve jeweils weit innen.

Auf der nächsten Geraden schaffte es das Pony, welches eben schon zum Überholen abgesetzt hatte, auf gleiche Höhe zu kommen, außerdem wurde der Abstand zu den Gespannen vor ihnen immer größer. Doch Rebecca machte keine Anstalten, sie schneller laufen zu lassen und so hatte das andere Gespann am Ende dieser Geraden soweit aufgeholt, daß Sunrise schon die Hufe des Ponys sehen konnte. Nun gab es einen leichten Anstieg mit einer weit gezogenen Rechtskurve in der Sunrise eisern auf der Innenseite blieb. Sollte das andere Pony sich doch anstrengen und Kraft beim Überholen aufbrauchen. Sie war kurz versucht, langsam nach außen zu gehen um dieses Gespann von der Straße abzudrängen doch sie wollte es nicht riskieren, disqualifiziert zu werden und blieb statt dessen so weit es ging auf der Innenseite der Kurve.
Am Ende der Kurve konnte sie die vor ihnen fahrenden Gespanne schon nicht mehr sehen und war zudem ziemlich verwirrt, daß jede Menge kleiner rot-weißer Hütchen die Straße blockierten, doch Rebecca schnalzte mit den Zügeln und lenkte sie nach Rechts, von der Straße herunter auf einen unbefestigten Weg quer durch den Wald. Dieser Weg war gerade einmal breit genug für einen Sulky und so wollte sie es etwas ruhiger angehen lassen, außerdem musste sie hier besonders darauf aufpassen, nicht auf dem unebenen Untergrund ins Straucheln zu geraten. Doch ausgerechnet hier trieb Rebecca sie weiter an und tatsächlich sah sie hinter einer Biegung einen Sulky. Nun strengte sie sich noch mehr an und obwohl der Sulky hinter ihr merklich wackelte und ruckelnd an ihrem Geschirr zerrte, schaffte sie es, immer weiter zu der vor ihnen laufenden Gruppe aufzuschließen.

Gerade als sie diese eingeholt hatten und sie nur noch gute zwei Meter hinter dem vor ihr fahrenden Sulky war, endete der Weg und es ging leicht schräg wieder auf die Straße. Hier übersprang sie die kleine Bodenwelle die Weg und Straße voneinander trennte einfach und spürte, daß der Sulky mit Rebecca darauf anscheinend etwas in die Luft sprang und erst auf der Straße wieder Bodenkontakt bekam.
Nach einer weiten Rechtskurve sah sie ein Gebäude rechts neben der Straße auftauchen. Sie erkannte dieses Gebäude als Verwaltungsgebäude der Schule und wusste nun wieder, wo sie waren. Obwohl Rebecca versuchte, sie etwas zu bremsen, legte sie einen weiteren Zwischenspurt ein um auf der leichten Steigung weiter zu der vor ihnen fahrenden Gruppe aufzuschließen und verlangsamte ihr Tempo erst, als sie nur noch einen halben Meter hinter dem vor ihr fahrenden Sulky her lief. Dort blieb sie, bis die Straße eine weitere Rechtskurve machte. Nun zeigte Rebecca ihr an, auszuscheren. Langsam zog sie etwas nach links, bis sie weit genug außen waren, um das Gespann überholen zu können. Die Kurve endete und die Straße ging in ein langes und recht steiles Gefälle über, welches erst an der Abzweigung die zurück zum Stall führte, endete. So lief sie, zusätzlich angetrieben durch Rebeccas Gewicht und das des Sulkys so schnell sie konnte und lief balde neben dem Pony des Gespannes welches sie gerade überholten. Hier war es ihr unmöglich, langsamer zu werden und so lief sie einfach weiter. Als sie auch in der nächsten Rechtskurve nichts mehr von dem anderen Gespann sah, wollte sie nach innen gehen, wurde von Rebecca aber daran gehindert. Also lief sie einfach weiter und ging dann in der folgenden Linkskurve ganz nach innen, so daß sie schon spürte, wie das Rad des Sulkys über die Bankette rollte, was sie allerdings auch etwas langsamer werden ließ. Ihre und Rebeccas Bemühungen, das Rad wieder auf die Straße zu bringen dauerten viel zu lange und so schaffte das andere Gespann es, trotz dem es viel weiter außen fahren musste, wieder Boden gut zu machen.

Erst als sie zu einer Stelle kamen, an der die Straße sich gabelte, schafften sie es, das Rad wieder auf die Straße zu bringen, gerade noch rechtzeitig um hier nach rechts abbiegen zu können.
In der nun folgenden Kurve waren sie allerdings nicht mehr innen sondern mussten außen neben dem anderen Gespann her laufen. Doch Sunrise wollte nicht aufgeben und sich von dem anderen Gespann überholen lassen, also lief sie auf der nun folgenden Geraden auf der das Gefälle langsam auslief, so schnell sie konnte. Doch auch das andere Pony wollte den gewonnenen Vorsprung nicht aufgeben und so liefen sie nebeneinander her, bis zur nächsten Abzweigung, wo es nach Rechts auf den unbefestigten Weg ging, der zurück zum Stall führte.
Vor sich sah sie schon die kleine Holzbrücke die über den Bach führte, doch sie weigerte sich, sich noch weiter zurückfallen zu lassen um dem anderen Gespann Platz zu machen, also lief sie einfach weiter auf die Brücke zu. Diese stieg recht abrupt an und ging dann drei Meter weiter ebenso abrupt in die Waagerechte über. Hier spürte Sunrise erneut, wie der Sulky kurz den Bodenkontakt verlor. Außerdem spürte sie ein ihr unbekanntes Schaben und Kratzen, doch dies ignorierte sie einfach und lief einfach weiter, ganz links auf der Brücke entlang. Sie konnte deutlich das Klappern von vier Hufen auf dem Holz der Brücke hören und legte noch etwas an Tempo zu.
Als die Brücke nach fünf Metern wieder sehr abrupt abfiel, hörte dieses Schaben auf und sie zog an deren Ende ein kleines Stück nach links. Die Überquerung dieser Brücke hatte nur wenige Sekunden gedauert, die Sunrise allerdings wie lange Minuten vorgekommen waren.

Neben sich hörte sie deutlich die Hufe des anderen Ponys, welche sich sehr langsam zu entfernen schienen.
Dann ging es wieder nach links, auf den Weg zwischen Dressur- und Fahrviereck, von wo sie gestartet waren und sie zog das Tempo zu einem schnellen Endspurt an. Als sie dann die Start- und Ziellinie überquert hatten, spürte sie einen sehr starken Zug an den Zügeln und sie ließ sich einfach allmählich aus laufen. Kurz vor der Durchfahrt lenkte Rebecca nach links und sie kamen schließlich auf dem Hof vor dem Gebäude zum Stehen.

Schwer atmend stand Sunrise vor dem Sulky und wartete, daß Rebecca kam und sie abspannte. Es dauerte einen langen Moment, bis Sunrise spürte, wie Rebecca ab stieg und diese dann zu ihr kam.
»Du bist doch vollkommen wahnsinnig«, sagte Rebecca als sie vor ihr stand und den Arm streichelte. Doch das Grinsen in Rebeccas Gesicht sagte Sunrise, daß diese anscheinend zufrieden mit diesem Rennen war. Sie spannte Sunrise ab und führte sie gleich in den Stall und dort in ihre Box, wo sie ihr zuerst eine Flasche Wasser ansetzte und sie dann gründlich abbürstete.
Sie nahm das Band um Sunrise’ Ellenbogen ab, die Handschuhe löste sie allerdings nicht voneinander.
»Du bist toll gelaufen Sunrise«, sagte Rebecca, während sie ihre Beine abbürstete. »Aber du musst wirklich lernen, mehr auf mich zu achten und auch mal auf die Zügel zu reagieren. An manchen Stellen hatte ich eine Heidenangst, daß du stürzt oder daß wir vor einen Baum oder so fahren. Und an der Brücke dachte ich wirklich, daß wir es nicht schaffen oben zu bleiben. Wir hatten nur noch ein paar Zentimeter Platz bis zum Geländer. Wären wir da hängen geblieben, das hätte uns beiden glaube ich richtig weh getan.«
Sunrise schaute Rebecca verwundert an. Das hatte sie alles gar nicht mitbekommen. Offenbar war der Sulky doch breiter, als sie angenommen hatte.

Rebecca legte die Bürste zurück auf das Regal und nahm einen Apfel, den sie in kleine Scheiben schnitt und fütterte Sunrise mit diesen. Dann ging sie zur Tür der Box und schloss diese.
»Aber ich hätte nie gedacht, daß du diesen Endspurt gegen Dahlia gewinnst. Wenn du auf dem Turnier so läufst wie heute und dann noch etwas mehr auf mich hörst, dann können wir es vielleicht sogar schaffen ziemlich weit vorne mit zu fahren. Ich bin richtig stolz auf dich mein Schatz.«
Dieses Lob freute Sunrise ungemein und sie drehte sich zu Rebecca und rieb ihren Kopf an Rebeccas Wange. Diese nahm sie in die Arme und streichelte ihren Rücken.

- - -

»Hee, was soll das denn werden?« Frida war vollkommen überrumpelt als Maja ihr Ledermanschetten an die Handgelenke legte, und diese mit Seilen an die Bettpfosten band.
»Du weißt doch wo wir hier sind?«, fragte Maja mit einem breiten Grinsen, als sie nun auch noch um Fridas Fußgelenke ähnliche Ledermanschetten legte und diese ebenfalls mit den Bettpfosten verband, so daß Frida nun nackt und breitbeinig mitten in dem überbreiten Bett lag und sich kaum noch bewegen konnte.
»Was? Wo sollen wir denn hier sein?«, fragte Frida leicht verwirrt. Mit so einer Behandlung hätte sie vielleicht bei Herrin Isabella gerechnet aber nicht bei Maja. Überhaupt hatten sie sowas bisher noch nie gemacht. Von Larissa, Mara und Trish hatte sie einiges über Fesselspielchen gehört aber sie selbst hatte sowas bisher noch nie erlebt.
»Du weißt aber, was in der Fabrik so alles hergestellt wird?«, hakte Maja nach, während sie mit der Flachen Hand über Fridas gespannten Körper strich.
»Und was hat das mit mir zu tun?« Frida versuchte Majas Hand auszuweichen, die zielstrebig den Weg zu ihren Brüsten nahm und begann, diese zu streicheln.
»Ich dachte, wir probieren einfach mal ein wenig von dem was hier so gebaut wird aus. Aber ich wusste nicht, ob du freiwillig mit machen würdest, also habe ich dafür gesorgt, daß du nicht weglaufen kannst.«
Maja ignorierte Fridas verärgerten Blick und öffnete umständlich eine bunte Verpackung die sie aus dem Schrank geholt hatte. »Das ist angeblich im Moment einer der meistverkauften Vibratoren aus dem Sortiment.« Sie zeigte Frida das Teil und kniete sich neben Fridas Hüfte auf das Bett. Als sie Anstalten machte, das Teil in Fridas Scham zu versenken, bewegte diese ihren Körper zur Seite.
»Hat dir schon mal jemand gesagt, daß man sowas erst mal abwäscht, bevor man es benutzt?«, fragte Frida schnippisch.
Nun hielt Maja inne und schaute ein wenig betroffen aus. »Oh, entschuldige. Du hast Recht.«
Frida atmete etwas auf, als Maja mit diesem Teil in der Hand das Schlafzimmer verließ. Sie konnte Wasser rauschen hören und kurz darauf kam Maja wieder zurück.
Um zu verhindern, daß Frida wieder auswich, hockt sie sich, mit dem Rücken zu Fridas Gesicht, einfach über deren Bauch, so daß Frida einen tiefen Einblick zwischen Majas Pobacken bekam.
»Hee, komm wenigstens was nach oben, damit ich mir das nicht nur ansehen kann«, sagte Frida, die sich mittlerweile damit abgefunden hatte, daß Maja hier einfach mit ihr spielte, wie es ihr gerade in den Sinn kam. Herrin Isabella war, obwohl Samstag war, ziemlich früh in die Schule gegangen und so würde diese ihr kaum helfen können, also kam Frida zu der Ansicht, das was Maja mit ihr vor hatte einfach zu genießen.
»Gerne doch«, kam von Maja und sie rutschte weit nach oben, so daß ihre Scham sich genau vor Fridas Gesicht befand. Zwar konnte Frida Majas Geruch aufnehmen, den sie tief in sich aufsog und auch das feucht Glitzern zwischen ihren Schamlippen deutlich erkennen, welches ihr zeigte, daß Maja mindestens genauso erregt war, wie sie selbst, aber so sehr sie sich auch bemühte, sie schaffte es nicht, den Kopf weit genug anzuheben, um mit ihrer Zunge das Ziel ihrer Begierde zu erreichen.
Ein leises Stöhnen entglitt Frida, als Maja mit den Fingern ihre Schamlippen teilte und den Vibrator zwischen diesen ansetzte und ihn quälend langsam in ihre Scheide schob.
»Das wird nichts«, sagte Frida gepresst. Sie hatte große Mühe, sich zusammen zu nehmen. »Wenn du ihn gehen lässt, rutscht der sowieso wieder raus.«
»Oh«, sagte Maja gespielt überrascht und richtete sich auf. Dabei kam ihre Scham näher an Fridas Gesicht, so daß diese es tatsächlich schaffte, mit ihrer Zunge einmal kurz über Majas Schamlippen zu fahren. Im selben Moment glitt der Vibrator aus Frida heraus und lag zwischen ihren Beinen. »Ich fürchte, du hast Recht.«

Maja richtete sich weiter auf, dadurch rutschte der Saum ihrer sehr knappen Tunika über Fridas Kopf und ihre Scheide lag nun fest auf Fridas Mund. Sofort ließ diese ihre Zunge auf Wanderschaft gehen, aber schon einen Moment später realisierte sie, daß sie so gut wie überhaupt keine Luft mehr bekam und versuchte, den Kopf hin und her zu bewegen, was aber nur dazu führte, daß Maja leise zu stöhnen begann. Doch dann beugte sie sich endlich wieder vor, und gab so Fridas Gesicht frei. Frida atmete hörbar ein und holte tief Luft.
»Ich denke, dann müssen wir das anders machen«, sagte Maja und schob den Vibrator wieder in Fridas Scheide, dieses Mal setzte sie ihn allerdings an und schob ihn in einer schnellen Bewegung tief in Frida hinein, was diese laut aufstöhnen ließ. Mit zwei Fingern stopfte sie nach und schob den Vibrator noch etwas weiter in Fridas Scheide. Darauf hin spürte Frida, daß Maja irgend etwas an ihren Schamlippen machte, konnte aber natürlich nicht sehen, was das war. Sie vernahm lediglich ein Klicken und fühlte daß nun etwas kühles auf ihrer Scham lag.
Nun richtete Maja sich erneut auf und hob ein Bein über Fridas Körper hinweg, bis sie neben ihr kniete. Demonstrativ nahm sie zwei Finger und leckte genüsslich über diese. »Du schmeckst verdammt gut mein Schatz«, sagte sie.
»Danke, du aber auch«, gab Frida zurück. Rund um ihren Mund herum glänzte es noch feucht.
»Dankeschön«, sagte Maja und erhob sich vom Bett.
In ihrer Hand hielt sie eine Fernbedienung. Frida war klar, wofür diese war, doch sie konnte den Vibrator ja jederzeit heraus pressen. Als sie das jedoch grinsend versuchte, bemerkte sie, daß es wohl doch nicht möglich war. Das was Maja eben zwischen ihren Beinen gemacht hatte, verhinderte erfolgreich, daß Frida ihn einfach so los werden konnte. Ihr Grinsen erstarb schlagartig, als Maja einen Knopf auf der Fernbedienung drückte und der Vibrator anfing aktiv zu werden.
»Was hast du gemacht?«, wollte sie wissen.
Maja schaute sie an und bemerkte den vergeblichen Versuch Fridas, den Vibrator los zu werden. »Tja, wenn du schon so tolle Ringe an den Schamlippen hast, warum soll man sie nicht auch nutzen?« Sie hielt ein kleines Vorhängeschloss hoch und zeigte es Frida.
»Und weißt du was?« Maja beugte sich zu Frida herunter und gab ihr einen langen, innigen Kuss. »Ich bin mir sicher, daß du in spätestens einer Stunde keinen Ton mehr von dir geben wirst.«
Etwas außer Atem schaute Frida sie an. »Wie kommst du denn darauf? Wenn du das nicht ausschaltest, dann schreie ich in spätestens einer Stunde das ganze Haus zusammen.«
»Das glaube ich nicht«, sagte Maja, ohne eine wirkliche Erklärung zu geben warum Frida leise sein sollte. »Ich gehe mal in die Küche. Übrigens, alles Gute zum Geburtstag«, sagte sie, gab Frida noch einen Kuss und verließ das Schlafzimmer. Die Tür ließ sie weit geöffnet.

’Zum Geburtstag?’, fragte sich Frida. War das heute? Es fiel ihr wie Schuppen von den Augen. Ihre Eltern hatten angekündigt dieses Jahr zu ihrem Geburtstag her zu kommen, nachdem Herrin Isabella sie vor mehr als einem Jahr eingeladen hatte. Und die Anderen würden es sich nicht nehmen lassen ebenfalls her zu kommen.
Aber so wie der Vibrator sich gerade bemerkbar machte, würde es keine halbe Stunde mehr dauern bis sie ihre Beherrschung vollkommen verlieren würde und es hatte den Anschien, als würde dieser sogar allmählich immer schneller.
»Majaaaaaaaa!«, rief sie in die Stille hinein, doch entweder hörte Maja sie nicht oder, was viel wahrscheinlicher war, sie ignorierte sie einfach.
Sie rief erneut, doch Maja antwortete nicht. Statt dessen arbeitete der Vibrator auf einmal wesentlich schneller und fiel erst einige Sekunden später wieder auf die ursprüngliche Geschwindigkeit zurück. Dies brachte Frida dazu laut aufzustöhnen.

Es war ganz bestimmt noch keine halbe Stunde vergangen, als es auf einmal an der Tür klingelte. Kurz darauf hörte Frida das Geräusch des Aufzuges und dann das Klappern der Wohnungstür.
Sie konnte Stimmen hören. Das waren zwar eindeutig nicht ihre Eltern aber wer das war, konnte sie nur vermuten.
Sie versuchte, keinen Lauf von sich zu geben, denn die Geräusche und Stimmen, das waren eindeutig Larissa und Trish, schienen direkt aus dem Wohnzimmer zu kommen, welches nur wenige Meter entfernt war.
»Wo ist denn Miss Isabella?«, fragte jemand, das war sicher Larissa.
»Sie holt Fridas Eltern vom Tor ab.« Das war Maja.
»Wenn ich gewusst hätte, daß die auch kommen, hätte ich mir aber schon was anderes angezogen.« Das musste Trish sein.
Jemand lachte und sagte: »Da haben wir es besser, wir sind einfach immer passend angezogen«
»Wo ist sie eigentlich?« Das könnte Mara gewesen sein.
»Ich hab dafür gesorgt, daß wir alles fertig machen können. Sie soll doch nicht schon vorher alles sehen können«, hörte sie Maja antworten.
»Und wo ist sie?«
»Im Schlafzimmer. Ich habe dafür gesorgt, daß sie etwas abgelenkt ist.« Plötzlich und ohne Vorwarnung lief der Vibrator auf vollen Touren und wollte auch nicht wieder aufhören. Frida musste sich stark zusammen reißen, um nicht lauf aufzuschreien. »Wenn ihr wollt, könnt ihr ja rein gehen und ihr schon mal gratulieren«, hörte sie Maja sagen und schaute entsetzt in Richtung Tür. Hoffentlich kamen sie jetzt nicht wirklich. So wollte sie auf keinen Fall von jemandem gesehen werden.
Doch zum Glück schien niemand wirklich her kommen zu wollen.

Es dauerte eine ganze Weile, während der sie immer unruhiger wurde, denn es würde ganz sicher nicht mehr lange dauern bis ihre Beherrschung sie verlassen würde, bis sie erneut die Wohnungstür klappern hörte und es still draußen wurde.
Nach weiteren unendlich langen Minuten kam Maja herein und grinste sie an. Frida hoffte, sie würde endlich den Vibrator ausstellen und ihn von dort wo er jetzt war, weg nehmen, doch sie kniete sich aufs Bett neben sie und beugte sich zu ihr herunter. Kurz bevor ihre Lippen sich trafen, sagte Maja sanft: »Alles Gute zum Geburtstag.« Dann berührten sich ihre Lippen und Majas Hand begann ihre Scham zu streicheln. Es dauerte nur wenige Momente, bis Frida ihre Lust heraus schrie, gedämpft durch Majas Mund. So heftig wie jetzt war sie bisher noch nie gekommen und es dauerte eine Ewigkeit, bis die Wellen ihrer Lust verebbten und sie erschöpft aber zufrieden und glücklich im Bett lag, das Gesicht an Majas geschmiegt und schnell atmend. Einige Tränen liefen ihre Wange herunter und Maja streichelte sanft ihre Wange, während sie diese weg küsste und mit der anderen Hand die Schnallen der Ledermanschetten öffnete.
»Das war einmalig«, sagte Frida leise und fügte flüsternd ein »Danke« hinzu.

Eine gute halbe Stunde später hatte Frida sich geduscht und kam mit einer frischen Tunika ins Wohnzimmer. Den Vibrator trug sie noch immer an Ort und Stelle, da sie diesen dank der beiden Schlösser die Maja durch die Ringe in ihren Schamlippen befestigt hatte, nicht heraus nehmen konnte.

Es war das erste Mal in ihrem Leben, daß alle die Menschen, die ihr etwas bedeuteten hier waren und ihr im Chor zum Geburtstag gratulierten. Dort standen ihre Freundinnen, Larissa, Trish, Vivian, Mara, Veronica und Nicky. Neben ihnen standen ihre Eltern und ihre Schwester und ihre Herrin und Maja, die sich etwas im Hintergrund hielten, standen ebenfalls dort vor dem Esstisch.
Letztes Jahr hatte sie selbst ihren eigenen Geburtstag vollkommen vergessen, zu viel war damals um sie herum passiert und nur Maja und Herrin Isabella hatten überhaupt daran gedacht, aber auch dieser Tag war sehr schön gewesen. Viel schöner als alle Geburtstage zuvor.
Bevor sie zur Schule gegangen war, hatte es, seit sie denken konnte, zu jedem Geburtstag eine schier riesige Feier gegeben. Als Kind hatten ihre Eltern viele andere Kinder aus der Schule eingeladen aber diese waren wahrscheinlich nur deshalb gekommen, weil sie oder viel mehr deren Eltern, sich irgend welche gesellschaftlichen Vorteile davon erhofften. Später, als sie im Internat gewesen war, hatten ihre Eltern es sich jedes Jahr einiges kosten lassen um eine große Feier zu arrangieren auf denen meistens sogar irgend welche bekannten Bands gespielt hatten die nur selten überhaupt nach ihrem Geschmack gewesen waren.

Doch heute waren nur wenige Menschen hier. Es waren die Menschen, die ihr wirklich etwas bedeuteten. Schon als sie aus dem Flur kam und sah, wer alles hier war, schaffte sie es nicht mehr, ihre Tränen zurück zu halten und nun drängten sich alle um sie herum und wollten sie in die Arme nehmen. Sie umarmte nacheinander alle und bedankte sich, noch immer unter Tränen, bei jedem dafür das sie hier waren.
Doch auch danach fiel es ihr sehr schwer, sich zusammen zu nehmen und nicht mehr zu weinen.

»Nun lasst sie doch mal Luft holen«, gestikulierte Vivian und stampfte energisch mit dem Fuß auf. Darauf hin traten alle außer ihren Eltern einen Schritt zurück. Ihre Eltern und Alva schauten verwirrt zu Vivian, worauf hin alle kicherten und grinsten. Nur ihre Eltern und ihre Schwester verstanden nicht wirklich was Vivian gesagt hatte und wussten offenbar nicht, was los war.
Doch darüber musste nun auch Frida lachen. Sie ging zu Vivian, umarmte sie fest und bedankte sich bei ihr, während Herrin Isabella ihren Eltern und Alva erklärte, was Vivian gesagt hatte und diese nun ebenfalls lachen mussten.

Dann setzten sich alle an den einfach aber sehr schön gedeckten Tisch und genossen die leckeren Kuchen und Torten. Erst als alle satt waren räumten die Anderen den Tisch ab. Danach überreichten alle ihre Geschenke. Doch das schönste Geschenk war, daß sie alle hier waren um diesen Tag mit ihr zusammen zu begehen, wie sie immer wieder betonte.
»Schenkst du ihr denn nichts?«, fragte Larissa Maja, nachdem alle Frida ihre Geschenke gegeben hatten und diese dabei war, sie auszupacken.
»Das hat sie vorhin schon bekommen«, sagte Maja leise, so daß es außer Larissa und Frida niemand hören konnte und gab Larissa die Fernbedienung. Diese grinste wissend und betrachtete die Fernbedienung.
»Oh, was ist das denn?«, fragte Fridas Vater und ließ sich von Larissa die Fernbedienung geben, was Frida mit einem heftigen Kopfschütteln erfolglos zu verhindern versuchte.
»Das ist eine Fernbedienung«, erklärte Maja, ohne jedoch zu sagen, wofür diese gut war und hielt Fridas Vater die Hand hin damit er ihr diese wieder gab. Doch statt dessen begutachtete er sie eingehend und fing dann zu allem Überfluss auch noch an, darauf herum zu drücken.
Frida starrte mit weit aufgerissenen Augen zu ihrem Vater und musste sich sehr zusammen nehmen um sich nichts anmerken zu lassen.
»Es passiert gar nichts. Wofür ist die gut?«, fragte Fridas Vater, der von alle dem nichts mitbekommen hatte.
»Die ist für… Nun, ich denke...« Weiter kam Maja nicht, denn Frida nahm sie ihm ab und schaltete sofort den Vibrator aus.
»Sie ist für nichts, was du wissen musst Papa«, sagte Frida energischer als sie eigentlich wollte und gab sie Maja zurück, die sie in der Innentasche ihrer Tunika verschwinden ließ, bevor noch jemand auf die Idee kam, darauf herum zu drücken.
Frida atmete erleichtert auf und setzte sich wieder.
»Entschuldigt, aber mich interessiert einfach immer, wie andere so etwas bauen«, sagte Fridas Vater verwirrt. »Diesen Hersteller habe ich noch nie gesehen. Deshalb wollte ich sie mir mal ansehen.«
»Das ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt für deine Technikbegeisterung«, sagte nun Fridas Mutter freundlich aber recht bestimmt. »Die ist für nichts, was du verkaufst.«
Frida schaute ihre Mutter mit großen Augen an, die noch größer wurden, als ihr Vater sagte: »Etwas, was wir nicht bauen? Um so interessanter, vielleicht wäre das ja etwas, was wir auch verkaufen könnten.«
Darauf hin ruhten alle Blicke für einen Moment auf ihm und dann brach ein allgemeines Kichern aus.
»Nein, das ist garantiert nichts, was wir bauen sollten«, sagte Fridas Mutter und zwinkerte ihrer Tochter zu. Damit war dieses Thema erledigt. Nur Frida schaute mit rotem Kopf zu ihrer Mutter.
»Also mich interessiert schon, was das ist«, sagte Alva, Fridas Schwester interessiert.
Maja rettete die Situation für den Moment, indem sie Alva zur Seite nahm und sagte: »Ihr seid ja noch ein paar Tage hier. Am Besten, du gehst Montag mal zu Mara, die verkauft sowas nämlich.«

Zu Fridas Erleichterung antwortete Mara auf Alvas Frage, was sie denn verkauft, indem sie ihr sagte, daß sie ihr das gerne am Montag zeigen, da sie erst dann wieder im Laden sein wird.
Frida, der das alles etwas peinlich war, machte sich daran, das nächste Geschenk auszupacken.

Es wurde trotz dieses kleinen Zwischenfalles noch ein sehr schöner Nachmittag. Es wurde viel geredet und viel gelacht, vor allem als Fridas Mutter einige Anekdoten zum Besten gab bei denen es nicht nur Frida sondern auch ihre Schwester war die dabei einige peinliche Momente ihrer Kindheit anhören mussten.
Nach einem einfachen Abendessen verabschiedeten sich alle, außer Fridas Eltern und ihrer Schwester, die sich in die beiden Gästezimmer zurück zogen, von denen eines bis vor Kurzem noch Fridas Zimmer gewesen war.

»Sag mal, was sollte das denn? Daß hätte auch leicht noch peinlicher werden können. Musstest du unbedingt mit dieser Fernbedienung vor allen herum spielen?«, fragte Isabella Maja, als sie endlich im Schlafzimmer waren und sich für die Nacht umzogen.
»Entschuldigung Herrin. Ich habe doch nicht damit gerechnet, daß Malte das mitbekommt und sich das Teil dann noch so genau ansehen musste«, sagte Maja kleinlaut.
»Ich glaube, mit einem ’Entschuldigung’ ist es hier nicht so einfach getan Maja«, sagte Isabella streng.
Maja nickte betreten und kniete sich vor Isabella hin, legte die Stirn auf den Boden und kreuzte die Hände vor dem Kopf.
Isabella schüttelte den Kopf und sagte: »So einfach kommst du nicht davon. Außerdem weißt du ganz genau, wie ungern ich sowas tue.« Sie tippte Maja an und deutete ihr, aufzustehen und sich zu präsentieren.
Während Maja sich hin stellte, ging Isabella zu der Kommode und holte etwas daraus hervor. Dann kniete sie sich vor Maja und hob deren Nachthemd hoch. Sie begann Majas Scham zu streicheln und spielte recht intensiv mit den Ringen in ihren Schamlippen. Als Maja anfing leicht zu zucken, ließ Isabella von ihr ab und fädelte einen Bügel aus glänzendem Stahl in die Ringe in Majas Schamlippen und verschloss diesen mit einem kleinen Vorhängeschloss. »So, das bleibt erst mal zwei Wochen wo es ist, so lange hast du Zeit, dir zu überlegen, ob es nicht besser ist, bei sowas besser aufzupassen. Jemanden in so eine Situation zu bringen kann nämlich ganz schön unangenehm sein.«
»Zwei Wochen?«, entfuhr es Maja entsetzt.
»Herrin, das ist doch nicht nötig. So schlimm war das doch gar nicht«, wandte Frida ein.
»Frida, das ist meine Entscheidung. Ich habe sie getroffen und dabei bleibt es auch«, sagte Isabella.
»Ja Herrin«, sagten nun Frida und Maja, beide aus unterschiedlichen Gründen etwas betreten.
»Gut, dann ist das ja geklärt«, sagte Isabella und legte sich ins Bett. Sie deutete neben sich und schaute Frida an, die sich neben sie legte. Maja hingegen musste sich zwischen Fridas und ihre Beine knien und Isabella deutete auf Fridas Scham.
»Ja Herrin«; sagte Maja leise und beugte sich mit dem Gesicht zu Frida herunter, während Isabella Frida in die Arme nahm und begann, sie zu küssen.

- - -

»Wie bitte was?« Elisa schaute Larissa entgeistert an. Obwohl sie auf einem Stuhl saß, musste sie noch nach unten schauen um Larissa in die Augen zu sehen. »Was soll das heißen, noch lange nicht fertig? Ich dachte der Crotchclinger ist fast soweit und jetzt sagst du mir auf einmal, daß du noch mindestens einen Monat brauchst bis wir ihn präsentieren können?« Die Frau starrte Larissa einfach aus ihren leuchtend bunten Augen an und wartete auf eine Antwort.
Angesichts der offenbar bei Elisa aufkommenden Panik, hatte Larissa fast schon ein schlechtes Gewissen, doch zum ersten Mal seit langem wusste Larissa ganz genau, was sie wollte und sie wollte ihre eigenen Vorstellungen dieses Mal auf jeden Fall durchsetzen. Ihr war klar, daß sie wohl Kompromisse eingehen musste, doch auch wenn es dieses Mal das einzige Mal sein sollte, war sie bereit alles zu tun um ihre eigenen Vorstellungen durchzusetzen.
»Wir brauchen einfach noch etwas, um alles fertig zu kriegen«, sagte Larissa, weniger energisch als sie das eigentlich wollte.
»Aber ich verstehe das nicht. Letzten Montag hast du doch gesagt, du musst nur noch die passende Farbe finden und auf einmal sagst du, es wird noch so lange dauern. Warum? Reicht Pauline nicht? Brauchst du noch jemandem zum programmieren oder funktioniert irgend was an der Hardware nicht so wie es soll?«
’Erkläre deinen Standpunkt aber sei auch bereit, Kompromisse einzugehen’, hatte Herrin Johanna ihr geraten. Offenbar war das jetzt der passende Moment um genau das zu tun. Sie musste einen Kompromiss eingehen und doch jemandem sagen, was sie wirklich vor hatten.
»Am Besten, du kommst mit, dann können wir dir zeigen, warum wir noch Zeit brauchen«, sagte sie zu Elisa.
»Ich hoffe nur, daß wir uns in dir nicht doch getäuscht haben«, sagte Elisa und folgte Larissa in ihre Werkstatt.

Mit offenem Mund stand Elisa mitten in der Werkstatt und schaute ungläubig auf die gut zwei Meter lange Werkbank auf der nicht nur der Crotchclinger lag, der sich rhythmisch bewegte so als würde er atmen.
»Also ehrlich gesagt funktioniert wirklich noch nicht alles so wie ich es möchte. Und vielleicht brauchen wir auch noch jemanden der uns beim Programmieren hilft«, gab Larissa nun freimütig zu.
»Was ist das alles?«, wollte Elisa wissen, nachdem sie ihr erstes Staunen überwunden hatte.
Sie betrachtete die beiden Teile die ähnlich aussahen, wie der Crotchclinger, im Gegensatz zu diesem allerdings einen eher rundlichen Körper hatten und sich mit jeweils vier der acht Beine aneinander klammerten. Das Innenleben schien bei weitem nicht so kompliziert zu sein wie das von Larissas erstem Entwurf, dessen hinteren Fortsätze sich langsam schlängelnd herum wanden. Diese beiden Teile hingegen lagen noch bewegungslos auf dem Tisch und man konnte deutlich das Innenleben sehen, denn die äußere Hülle fehlte hier noch gänzlich.
»Das sind Breastclinger«, erklärte Larissa. Die klammern sich an die…«
»An die Brüste«, vollendete Elisa Larissas Satz fasziniert. »Und was sollen die können?«
»Das ist es ja. Sie können leichte Stromschläge geben und an den Nippeln saugen, so wie der Crotchclinger am Kitzler. Aber eigentlich sollen sie auch noch die ganzen Brüste massieren können. Aber das klappt noch nicht so ganz«, erklärte Larissa.
»Verstehe«, sagte Elisa leise. »Wie wäre es mit kleinen Vibratoren?«
Larissas Gesicht hellte sich auf und sie machte sich auf einem Pad eine Notiz.

Dann wandte Elisa sich dem nächsten Teil zu welches auf der Werkbank lag. Dieses hatte zumindest schon einen Teil seiner Hülle doch die Oberseite war noch offen, so daß man auch hier das recht komplizierte Innenleben sehen oder zumindest erahnen konnte. »Und das da?«
»Das ist der Mouthclinger. Naja, der Name sagt ja schon, wo der hin soll.« Larissa hielt sich demonstrativ die Hand vor den Mund.
»Wenn der aber vor dem Mund hängt, dann dürft es etwas schwer sein, zu atmen«, wandte Elisa ein.
Larissa nahm den Mouthclinger hoch, so daß man seine Unterseite mit dem großen und den zwei kleineren Knubbeln erkennen konnte. Sie nickte Pauline zu, die bisher nur schweigend vor ihren Computern gesessen hatte und nun auf einem davon herum tippte. Langsam stülpte sich eine Art Röhre aus dem großen Knubbel heraus und blähte sich weit auf. Dann stülpten sich auch aus den kleineren Öffnungen zwei recht lange Röhren heraus und es erklang ein zischendes Geräusch welches in einem stetigen Rhythmus lauter und leiser wurde.
Es war klar, wo diese Röhren später Platz finden sollten. »Und wo sollen die nachher sitzen und was sollen die machen?«, fragte Elisa trotzdem nach.
»Der hier kommt in den Mund und bläst sich dann auf wie ein Pumpknebel. Man kann den Mund nicht mehr schließen und die Zunge wird angedrückt. Und durch die Öffnung kann man trotzdem gut atmen und sogar essen und trinken. Und die hier kommen in die Nase. Die gehen bis in den Rachenraum und man bekommt Luft dadurch. Das geht sogar wenn alles Andere ausfällt, zum Beispiel weil die Energiezelle leer ist. Das geht nachher durch Öffnungen auf der Oberseite. Das funktioniert mit ganz einfachen Ventilen, so wie eine Atemmaske die man nimmt, wenn man mit Chemikalien arbeiten muss oder so«, dozierte Larissa. Das war Paulines Idee gewesen. Diese hatte eingewandt, daß man auch noch atmen können muss, wenn sonst nichts mehr funktioniert, weil die Kunden, wie sie sagte, schnell komisch werden, wenn jemand wegen einem Defekt in so einem Spielzeug erstickt.

»Kann man das schon ausprobieren?«, fragte Elisa und nahm dieses Teil von Larissa entgegen.
Auf ein Zeichen Larissas hin ließ Pauline die Röhren ganz ausfahren und Larissa reinigte sie mit einem desinfizierenden Tuch. Dann fuhren die Röhren wieder ein und Elisa legte sich den Mouthclinger mit Larissas Hilfe auf die untere Gesichtshälfte. Pauline tippte etwas auf ihrem Computer herum und Elisa gab ein etwas unwilliges Geräusch von sich, als die beiden Röhren die so dick wie ein kleiner Finger waren, sich ausstülpten und so in ihre Nasenlöcher bewegten und erst stoppten, als sie ihren Rachen erreichten.
Dann begannen sich die beiden bereits verkleideten Schw***nze um ihren Nacken zu schlingen und legten sich auf den Körper der Mouthclingers, wo sie irgend wo einrasteten und die Beine legten sich um ihr Gesicht bis zu ihrem Hinterkopf.
»Geht es?«, fragte Pauline und beobachtete Elisa.
»Ja, es fühlt sich nur ziemlich komisch an«, gab diese, etwas undeutlich, zurück.
Larissa nickte erneut und wieder tippte Pauline auf ihrem Computer herum. Ein leises Geräusch war zu hören, als die dicke Röhre sich in Elisas Mund schob und sich dann aufpumpte, so daß sie nun wirklich kein Geräusch mehr von sich geben konnte und ihre Wangen aufblähte und gegen die Beine des Mouthclingers drückte.
Zuerst sah sie ein wenig panisch aus, doch dann schien sie sich zu beruhigen und schaute sich um, bis sie ein Pad fand, welches sie an sich nahm und etwas darauf schrieb.
»Das gefällt mir«, schrieb sie und hielt Larissa das Pad vor.
»Du kannst es gerne noch en wenig ausprobieren«, sagte Larissa nun grinsend. »Möchtest du den Crotchclinger auch noch probieren?«
Elisa schien zu überlegen, schüttelte dann aber doch den Kopf.
»Könnt ihr mir den jetzt wieder abnehmen?«, schrieb sie und hielt das Pad wieder Larissa zum Lesen hin.
Larissa gab Pauline ein Zeichen. Als diese erneut irgend was auf ihren Computer tippte, löste sich das Teil von Elisas Gesicht und fiel Larissa in die geöffneten Hände.

Elisa schaute beide an, während sie, froh darüber wieder normal atmen zu können, tief Luft holte und Larissa die Röhren wieder reinigte.
»Wann habt ihr das denn gemacht? Es war doch nur davon«, sie deutete auf den Crotchclinger »die Rede.«
»Das hat Larissa schon vorher entworfen aber wieder gelöscht. Ich habe die Computerabteilung angerufen und gefragt, ob sie die Dateien wieder herstellen können«, erklärte Pauline.
»Ich verstehe. Also braucht ihr noch Zeit um die anderen Teile fertig zu stellen?«
»Ja. Ungefähr einen Monat, vielleicht auch noch mehr«, erklärte Pauline, die erst wirklich anfangen konnte zu arbeiten, wenn Larissa mit den Entwürfen fertig war und diese als Prototypen vorlagen.

Dann unterhielten die Drei sich noch eine Weile über das Problem mit dem Breastclinger. Larissa hatte darauf hin schon einige Ideen und setzte sich an den Computer um diese in die Zeichnungen einfließen zu lassen.

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von HeMaDo am 15.07.18 um 20:32 geändert
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