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DerFeger Volljährigkeit geprüft
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:11.10.18 18:08 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo HeMado
ich habe nach meinem Urlaub die Teile förmlich verschlungen.
Wirklich wieder sehr gut geschrieben.
Aber eines verstehe ich nicht. Mara ist eine freie Serva, die sich selbst eine Serva kaufen könnte. War ein Vorschlag von Chalotte.
Larrissa ist auch eine freie Serva, kann aber keinen Arbeitsvertrag unterschreiben.
Wie passt das zusammen ?

Ich habe noch eine Bitte, laß Mara ihre dominate Seite nicht zu sehr ausleben. In meiner Vorstellung von Mara passt das einfach nicht.

mfg
DF
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HeMaDo
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Immer wenn mir jemand sagt, ich sei nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin froh darüber.

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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:11.10.18 19:23 IP: gespeichert Moderator melden



Zitat

Aber eines verstehe ich nicht. Mara ist eine freie Serva, die sich selbst eine Serva kaufen könnte. War ein Vorschlag von Chalotte. Larrissa ist auch eine freie Serva, kann aber keinen Arbeitsvertrag unterschreiben. Wie passt das zusammen ?

Nach ihrer Neuverhandlung ist Larissa auf ihren eigenen Wunsch hin eben nicht frei. Und als unfreie Serva darf sie keine Verträge abschließen. Auch keinen Arbeitsvertrag.



Zitat

laß Mara ihre dominate Seite nicht zu sehr ausleben. In meiner Vorstellung von Mara passt das einfach nicht.

Ob Mara Dommse wird und von nun an dauernd mit der Gerte herum rennt oder nicht, das kommt im nächsten Teil.


HeMaDo

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Latex ist geil

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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:14.10.18 19:27 IP: gespeichert Moderator melden


Bei dieser super geschriebenen und spannenden Geschichte kann man nich oft genug Danke sagen fürs schreiben. Also Danke danke danke......
Danke an alle Autoren fürs schreiben ihrer Geschichten

Gruß truckercd
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HeMaDo
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  RE: Neue Horizonte - 2 Teil 80 Datum:14.10.18 21:25 IP: gespeichert Moderator melden


Leider hatte ich die letzten Tage etwas Stress, daher ist dieser Teil erst heute aber in gewohnter Länge fertig geworden.
Wie es mit Mara als Dommse weiter geht, hat aber leider nicht mehr in diesen Teil hinein gepasst. Dazu wird aber später auf jeden Fall noch etwas zu lesen sein.





80



Die Frau, die neben Rebecca in dem anderen Sessel saß, zischte ein energisches »Pssst!« und schlug Kim mit einer langen Gerte durch die Gitterstäbe des Käfigs hindurch auf den nackten Hintern.
»Kim?«, sagte Mara leise. »Wo kommst du denn her?«
Nun war es Rebecca, die ein »Pssst!« zischte und Mara verstummte sofort, schaute jedoch freudig grinsend zu Kim, die es in dem Käfig anscheinend nicht all zu bequem hatte, sie aber dennoch ebenso freudig angrinste.
Mara beugte sich vor und fragte: »Ist Georgia auch hier?«
Kim deutete mit einem Nicken, die einzige Bewegung, zu der sie im Moment in der Lage schien«, zu der Frau neben Rebecca.
»Leise jetzt«, sagte Rebecca energisch. »Ihr könnt euch nachher auch noch unterhalten. Und wenn du jetzt nicht ruhig bist, kommst du auch in so einen Käfig.«
»Entschuldigung Herrin«, sagte Mara so leise es ging. Sie schaute kurz zu Georgia, die scheinbar nichts mitbekommen hatte und weiter zu Larissa schaute. Dann schaute sie selbst wieder zu Larissa, die mittlerweile an den Armen und am Oberkörper gefesselt und mit einigen Seilen an zwei langen, armdicken Bambusrohren angebunden war, welche ihrerseits an mehreren Seilen an der Decke hingen.
Der Mann wand nun Seile um Larissas Beine und verband diese Seile dann mit den Bambusrohren, welche dadurch senkrecht hinter Larissa hingen. Er wand weitere, weiße Seile um Larissas Körper, die einen starken Kontrast zu ihrem schwarz-roten Catsuit bildeten.
Er wand sogar mehrere Seile nebeneinander um Larissas Stirn und verband diese mit den Bambusrohren.

Nun ging er mehrmals um Larissa herum und schien die Seile zu kontrollieren. Dann zog er an einem Seil, welches irgend wie mit den Rohren verbunden ware und mit einer langsamen Bewegung hing Larissa waagerecht in der Luft, gehalten von den Seilen. Sogar ihr Kopf war durch die Seile um ihre Stirn sicher gehalten.
Mit einem Zug an einem anderen Seil bewegten die beiden Bambusrohre sich auseinander so daß Larissa nun mit weit gespreizten Beinen und durchgebogenem Körper in der Luft hing.
Der Mann ging noch einmal um Larissa herum und stellte sich dann vor sie, mit dem Gesicht zum Publikum. Er verbeugte sich und die Leute fingen an zu applaudieren.
Larissa schien von all dem nicht viel mit zu bekommen. Sie hatte die Augen geschlossen und lächelte entrückt.

Johanna war mittlerweile aufgestanden und ging zu dem Mann. Die beiden unterhielten sich eine ganze Weile und es kamen noch einige andere Leute und schienen sich mit ihm unterhalten zu wollen und Johanna ging zu Larissa und redete mit ihr. Doch Larissa schien gerade ziemlich abwesend und schüttelte, eher unwillig den Kopf, bevor sie wieder die Augen schloss.

»So, jetzt könnt ihr euch meinetwegen unterhalten«, sagte Rebecca. »Ich muss mal eben wo hin. Nicht weg gehen.«
Mara stand mit Rebecca zusammen auf. »Danke Herrin«, sagte sie und knickste. »Und Entschuldigung«, sagte sie leise.
Rebecca strich ihr mit der Hand durchs Gesicht. »Schon gut«, sagte sie lächelnd und ging in Richtung des Empfangs.

Nun machte sich auch Kim bemerkbar. »Georgia, lass mich raus, ich will Mara ordentlich begrüßen«, rief Kim.
Nun wandte Georgia, die noch immer in ihrem Sessel saß, sich zu Mara. Sie stand auf und begrüßte Mara mit einer herzlichen Umarmung. »Hallo Mara. Schön, dich wieder zu sehen«, sagte sie lächelnd. »Wie geht es dir denn?«
»Mir geht’s prima«, sagte Mara aufgedreht. »Und euch? Ist eure Herrschaft denn nett?«
»Ja, sehr sogar. Wir wohnen in einem echten Schloss und Merle, unsere Herrin, ist die Freifrau, ihr gehört das alles und wir sind vierzehn Serva«. Redete Georgia drauf los. »Und war das eben deine Herrin?«
»Ja, Herrin Rebecca ist die beste Herrin, die ich mir wünschen kann. Ich mache meine Ausbildung fertig und soll sogar fliegen lernen. Und vor ein paar Wochen waren wir auf einem Turnier und ich habe sogar ein paar Preise gewonnen.« Mara war genauso aufgeregt, wie Georgia.
»Hee, lass mich doch raus. Ich will Mara auch begrüßen«, rief Kim aus ihrem Käfig.
»Sind denn noch mehr von uns hier?«, fragte Georgia ohne auf Kims rufen zu reagieren.
»Ja, Miss Isabella ist mit Maja und Frida hier und Chris ist mit ihrer Freundin auch hier. Aber die wollen alle nichts machen sondern nur zusehen«, sagte Mara.
»Georgia, bitte Miss, lass mich doch raus«, rief Kim noch einmal.
Nun endlich öffnete Georgia den Käfig und ließ Kim heraus. Sie nahm ihr die metallenen Fesseln ab, die Kims Hände auf ihrem Rücken hielten, worauf hin Kim sich lang machte und ausstreckte. Dann fiel sie Mara um den Hals und begrüßte sie ebenfalls.
»Hast du denn die Anderen schon mal gesehen, also nich hier also sondern vorher?«, fragte Kim.
»Ja, Miss Isabella ist Schulleiterin auf Horizons, also da, wo wir wohnen. Und Frida ist bei ihr. Und Larissa wohnt mit Johanna auch da. Und wir waren mal in der Schule, da haben wir Chris wieder gesehen und Miss Wilhelmina. Aber von den Anderen weiß ich auch nichts. Ich weiß nur, das Lena auch wieder frei ist aber trotzdem bei ihrer Herrin bleibt«, sagte Mara.
»Auch wieder frei?«, fragte Georgia.
»Ja, Larissa und ich und Chris und Lena sind frei, weil die Richter bestochen worden waren. Und deshalb sind wir jetzt frei. Ich dachte, ihr seid auch wieder frei.«
»Nee, ich bin doch freiwillig Serva. Und Georgia kommt aus Amsterdam und ihr Richter war nich bestochen. Wir haben des in den Nachrichten gesehen«, sagte Kim, die ebenso aufgeregt war, wie Mara und Georgia.
»Aber dein Halsband hast du immer noch?«, fragte Georgia.
»Ja.« Nun wurde Mara ernst. »Ich will bei Herrin Rebecca bleiben und sie will das auch. Ich will gar nicht von ihr weg und am liebsten würde ich Serva bleiben, also so ganz meine ich. Und Larissa will das auch.«
»Das klingt toll. Du scheinst deine Herrin zu mögen.«
»Das ist viel mehr«, sagte Mara. »Ich… Ich liebe Herrin Rebecca.«
»Ich liebe dich auch«, sagte Rebecca, die gerade wieder zurück gekommen war und nahm Mara von hinten in die Arme und Mara lehnte sich bei ihr an und schloss die Augen.
»Willst du uns nicht vorstellen?«, fragte Rebecca und küsste Maras Nacken.
»Entschuldigung«, sagte Mara und löste sich aus Rebeccas Umarmung.
»Herrin, das sind Kim und Georgia«, stellte Mara die Beiden vor. »Kim, Georgia, das ist Herrin Rebecca.«
Kim und Georgia knicksten vor Rebecca. »Schön, Sie kennen zu lernen«, sagte Georgia.
»Ich freue mich ebenso, euch kennen zu lernen. Aber ich denke, das hier ist nicht gerade der richtige Ort, für ein Wiedersehen. Ich nehme an, ihr Beiden wohnt das Wochenende über in der Schule?«
»Ja Miss«, sagte Georgia.
»Wann müsst ihr denn zurück? Ich nehme an, Larissa, Frida und Chris würden sich auch freuen, sich etwas länger mit euch zu unterhalten.«
»Eigentlich fährt unser Zug morgen Mittag, aber wenn wir Merle fragen, dann dürfen wir bestimmt auch noch länger bleiben.«
»Das ist doch schön. Dann fragt doch eure Herrin und wenn sie ja sagt, dann könnt ihr euch alle morgen bei Klara oder so treffen«, schlug Rebecca vor. »Ich glaube aber, Isabella muss morgen wieder zurück. Sie muss ja Montag wieder in der Schule sein.«
»Das ist eine gute Idee«, sagte Georgia.
»Dann schlage ich vor, ihr Beiden sucht mal Frida und Chris und begrüßt sie auch. Und wenn sie irgendwann mal wieder da runter will, auch Larissa. Mara und ich haben noch etwas vor.«
»Gerne Miss. Vielen Dank.«
»Soweit ich mitbekommen habe, sind Isa und Chris oben im Herrenzimmer. Und Frida ist mit Maja im Servazimmer«, sagte Rebecca.
»Was is des denn? Ein Servazimmer?«, wollte Kim wissen.
»Das ist ein Raum in den nur Serva dürfen. Frag nicht, wieso das so ist, aber es gibt hier einen Keller für Sklaven, einen Salon für Herrschaften und ein Zimmer für Serva«, erklärte Rebecca.
Kim und Georgia verabschiedeten sich mit Umarmungen von Mara und mit einem Knicks von Rebecca, bevor sie in Richtung Empfang gingen.

Larissa machte noch immer nicht den Eindruck, aus ihrer Lage befreit werden zu wollen. Im Gegenteil, schien sie ihre Situation sogar sehr zu genießen. Johanna und der Mann standen neben ihr und beobachteten Larissa, während sie sich unterhielten.
Larissa hatte die Augen geschlossen und ein leichtes Lächeln auf dem Gesicht und wand sich leicht hin und her.

»Was haben wir denn noch vor Herrin?«, fragte Mara neugierig.
»Das siehst du gleich. Aber erst mal möchte ich, daß du dich etwas beruhigst.« Rebecca zog Mara in einen Bereich des Raumes, welcher mit Gittern und künstlichen Pflanzen einigermaßen vom Rest des Raumes abgeteilt war. Dort führte sie sie zu einer der Säulen und stellte sie mit dem Rücken zu dieser. Dann legte sie ihre Arme um Mara und zog sie zu sich heran.
Es dauerte einen Moment, bis Maras Atem sich beruhigt hatte und sie sich bei Rebecca anlehnte. Sie schloss die Augen und versuchte ganz bewusst langsam zu atmen. Tatsächlich hatte sie sich nach einigen Minuten beruhigt und alle Aufregung über das Wiedersehen mit Kim und Georgia fiel allmählich von ihr ab.
Sie spürte Rebeccas Hand an ihrer Seite und genoss diese Berührung.
»Nicht erschrecken«, sagte Rebecca und ließ sie los. Doch dann spürte Mara, wie Rebecca ihr etwas vor die Augen legte und hinter ihrem Kopf befestigte. Mara öffnete die Augen, sah aber nichts mehr. Lediglich am Rand ihres Sichtfeldes konnte sie etwas Licht erahnen. Doch bevor Mara etwas sagen konnte, spürte sie Rebeccas Lippen auf ihren eigenen und Rebeccas Hand wanderte wieder ihre Seite entlang. Von der Taille an bewegte sie die Hand nach oben, bis zu ihrer Achsel und ihren Arm entlang bis zum Handgelenk wieder herunter. Dann fasste Rebecca ihr Handgelenk und hob es an, bis über ihren Kopf. Sie spürte etwas kühles sich um ihr Handgelenk legen und vernahm ein leises Klicken.

Nun legte Rebecca ihre Hand um Maras Taille und wiederholte das Selbe auf der anderen Seite.
Mara wolle ihre Hände herunter nehmen, doch dies ging nicht mehr, da das, was Rebecca ihr um die Handgelenke gelegt hatte, sie daran hinderte.
Noch immer lagen Rebeccas Lippen auf ihren eigenen. Rebeccas Zunge spielte mit ihrer eigenen, mal fuhr sie an der Innenseite ihrer Lippen entlang mal schob sie sich tief in ihren Mund.
Sie spürte Rebeccas Zähne auf ihren Lippen und sie streckte ihre Zunge Rebeccas entgegen, worauf hin Rebecca diese sanft mit ihren Zähnen hielt und mit der Zungenspitze über ihre Zunge fuhr.

Viel zu kurz war dieses intensive Spiel der Zungen. Rebecca zog sich etwas zurück, worauf hin Mara verlangend die Lippen öffnete. Darauf hin spürte sie Rebeccas Hand auf ihrer Wange und ihren Daumen zwischen ihre Lippen gleiten. Sie saugte und knabberte an Rebeccas Daumen, doch auch diesen zog Rebecca viel zu schnell wieder zurück.
»Nicht weglaufen. Ich bin gleich wieder da«, hörte Mara Rebeccas Stimme direkt neben ihrem Ohr, aber trotzdem wie aus weiter Ferne.

Mara versuchte, zu ergründen, wo Rebecca nun war. Ein leichter Lufthauch verriet ihr eine Bewegung in ihrer Nähe, die sich aber schnell zu entfernen schien.
Sie versuchte zu hören, was um sie herum vor sich ging. Sie hörte mehrere Unterhaltungen, einige recht nah, andere weiter entfernt. Sie hörte die Musik, die schon die ganze Zeit lang einen akustischen Hintergrund bot. Diese war laut genug, entfernte Unterhaltungen zu überdecken, aber nicht so laut, um nahe Unterhaltungen zu übertönen.

Wie lange sie hier stand, wusste Mara nicht. Irgendwann hatte sie jegliches Zeitgefühl verloren und weder die Unterhaltungen noch die Musik boten ihr einen Anhalt, wie viel Zeit bereits verstrichen war. Waren es Sekunden, Minuten oder gar Stunden? War da ein Lufthauch? Stand jemand neben ihr? Atmete da jemand direkt vor ihr oder war das die Musik? Bewegte sich da etwas neben ihr?

»Hey, Finger weg!«, hörte sie eine energische Stimme, gefolgt von einem Zischen und einem lauten Klatschen, einem Schmerzensschrei und einem »Entschuldigung.«
Die erste der Stimmen kam ihr bekannt vor. Es dauerte einen Moment, bis sich das Gesicht zu dieser Stimme in ihr Bewusstsein drängte. Das war Miss Isabella gewesen. Die zweite Stimme jedoch war ihr vollkommen unbekannt.

Wieder dauerte es eine Weile, bis etwas nennenswertes passierte. Die Aufregung war langsam von ihr abgebröckelt und eine innere Ruhe hatte sie trotz ihrer unbequemen Haltung erfasst.
»Psst. Nicht erschrecken«, hörte sie Rebeccas Stimme und spürte eine warme Hand auf ihrer Seite.
»Mund auf«, sagte Rebecca und Mara öffnete gehorsam den Mund. Etwas wurde ihr zwischen die Lippen geschoben und füllte den Platz zwischen ihren Zähnen aus. Eine abgerundete Spitze ragte ihr ein kurzes Stück weit in dem Mund. Etwas drückte auf ihre Mundwinkel. Sie spürte Rebeccas Hände in ihrem Gesicht, an ihrem Hinterkopf und etwas legte sich um ihren Kopf herum.
Das Etwas in ihrem Mund hinderte sie daran, diesen zu schließen.
Atmen. Konnte sie noch atmen? Sie holte Luft und stellte fest, daß das fast problemlos möglich war.

Wieder spürte sie Rebeccas Hände.
Dieses Mal auf ihrem Oberkörper, in ihrem Rücken und auf ihren Seiten.
Ein leises Klimpern ertönte und es war, als fehlte auf einmal etwas.
Der Rock. Rebecca hatte ihr den Rock abgenommen.
Wieder eine Berührung, dieses Mal am Rücken, dann noch eine an der Schulter. Plötzlich wurde es Kühl um ihre Brüste herum und diese fielen etwas herab, nicht viel aber doch spürte sie, daß sie ihren Halt verloren hatten. Der BH. Rebecca hatte ihr diesen abgenommen und mit ihm auch das Oberteil aus Ketten. War sie jetzt nackt? Nein, sie spürte deutlich, daß sie noch den Keuschheitsgürtel trug.
Ihre Hände wurden befreit und sie spürte Rebeccas Hand auf ihrer Schulter. »Komm mit«, hörte sie Rebeccas Stimme und ließ sich an der Schulter von ihr führen. Sie machte kleine, vorsichtige Schritte und wurde im Raum herum geführt. Aber wo hin?
Es dauerte nicht lange, bis Rebecca sagte: »Achtung, hier kommen zwei Stufen.«
Vorsichtig nahm sie den Fuß vor, bis sie irgend wo anstieß. Sie nahm den Fuß hoch und setzte ihn vorsichtig auf der ersten Stufe ab, suchte die zweite Stufe und trat diese hinauf.

Rebecca führte sie noch zwei Schritte weiter. Dann fasste sie ihr an die Hand und legte wieder etwas um ihre Handgelenke, dieses Mal weicher als das Eisen an der Mauer.
Etwas zog an ihren Handgelenken und etwas legte sich in ihre Hände, ein breiter Riemen aus einem festen aber doch nachgiebigen Material. War das Leder? Sie griff danach und hielt sich daran fest. Als ihre Arme schräg nach oben ausgestreckt waren, hörte der Zug auf.
Nun spürte sie, wie ihr auch etwas um die Fußgelenke gelegt wurde und auch dort spürte sie einen Zug. Sie konnte nicht anders als diesem zu folgen und ihre Beine weit zu spreizen.
Nun wieder der Zug an den Handgelenken. Sie hielt sich an dem, was in ihren Händen lag fest.
Erst als sie schließlich weit gespreizt und etwas gestreckt stand, wurde der Zug nicht stärker.
Der Zug sorgte dafür, daß sie, wollte sie nicht nur an den Armen hängen, ihr Gewicht auf die Fußballen verlagern musste.

Wieder spürte sie Rebeccas Hände an ihren Seiten, dieses Mal stand Rebecca dabei hinter ihr und sie spürte Rebeccas Kopf neben ihrem, spürte ihre Lippen auf ihren Schultern.
Sie legte den Kopf zur Seite und ihr ganzes Fühlen reduzierte sich auf diese eine Berührung. Doch plötzlich hörte diese Berührung auf. Auch die Hände an ihren Seiten verschwanden.
’Nein, nicht los lassen’, schrie etwas in ihrem Inneren. Sie wollte diese Berührungen weiter spüren, wollte Rebeccas Nähe spüren, die Wärme ihrer Hände, das leichte Saugen an ihrem Hals, Rebeccas Atem auf ihrer nackten Haut, doch die Berührungen blieben aus.

Sie hörte Rebeccas Stimme. Diese kam nun von links. Aber die Berührungen blieben aus.
Sie hörte die Musik, Stimmen um sich herum, ein regelmäßiges, knarzendes Geräusch von rechts. Etwas klatschte in ebenso regelmäßigen Abständen, jemand stöhnte.
Wieder verlor sie jegliches Zeitgefühl. Weder die Musik noch die Stimmen gaben ihr einen Anhaltspunkt, wie lange sie bereits hier hing. Nur das regelmäßige Klatschen, Knarren und Stöhnen hätte ihr verraten können, wie viel Zeit vergangen war, wenn sie wüsste, wie schnell dieses sich wiederholte.
Von ihren Mundwinkeln lief etwas Speichel herab, bahnte sich seinen Weg zu ihrem Kinn und ein Tropfen löste sich dort und fiel zwischen ihre Brüste, wo er noch etwas herab lief und dann versiegte.

Allmählich machte sich die Anstrengung, dauernd auf den Fußballen stehen zu müssen, bemerkbar.
Sie ließ die Füße herunter und hing nun mit ihrem Gewicht an ihren Armen, doch auch das strengte sie nach einer Weile an und sie verlagerte ihr Gewicht wieder auf die Fußballen.
Wo war Herrin Rebecca? War sie noch in der Nähe oder hatte sie sie alleine gelassen?
Wie lange musste sie schon hier stehen? Ihre Arme und Beine fingen an, sich bemerkbar zu machen. Wieder verlagerte sie das Gewicht.
Plötzlich, als sie bereits dachte, Rebecca hätte sie womöglich vergessen, spürte sie einen Luftzug, eine Berührung auf ihrem Rücken. Sie spürte die Fingerspitzen einer Hand in ihrem Nacken. Langsam bewegten sich diese Finger ihren Rücken entlang nach unten.
Sie kannte diese Berührung. Ein leises Stöhnen entglitt ihrer Kehle, durch den Knebel in ihrem Mund nur leicht gedämpft und Vorfreude machte sich in ihr breit. Jedes Mal, bevor sie anfing, sie mit der Peitsche zu schlagen, berührte Rebecca sie auf diese Weise.
Sie versuchte, sich zu entspannen und wartete auf die Berührung der Peitsche, auf den Schmerz, der ihren Rücken traf und auf das warme Gefühl, welches sich darauf hin in ihr ausbreitete.

Der Schmerz kam plötzlich und unerwartet und sie bäumte sich auf, stöhnte erneut in den Knebel. Der Schmerz breitete sich auf ihrem Rücken aus, durchflutete ihren Körper und ließ eine leichte Erregung zurück.
Jeder Schlag, der ihren Rücken traf, fuhr ihr durch den ganzen Körper und hinterließ ein bisher ungekanntes Gefühl der Erregung, gepaart mit Aufregung.
Sie driftete langsam in ihre eigene Welt, schaffte es aber nicht, sich ganz fallen zu lassen.
Waren es die Leute um sie herum und das Gefühl, alle würden sie ansehen oder die ungewohnte Umgebung? Oder war es die Tatsache, daß ihre Arme und Beine vor Anstrengung bereits zitterten und sie veranlassten, ihr Gewicht bei jedem Schlag zwischen ihren Armen und ihren Beinen zu verlagern?

Die Schläge, die ihren Rücken trafen wurden immer fester und der Schmerz immer größer, doch sie genoss dieses Gefühl und fühlte sich so gut wie schon lange nicht mehr.
Zwischen den Schlägen hörte sie Stimmen um sich herum, klar und deutlich, doch die Worte verstand sie nicht.
Die Schläge wanderten nun ihren Rücken entlang nach unten, ließen ihren unteren Rücken aus, landeten plötzlich auf ihrem Hintern und reichten bis hinab zu den Oberschenkeln. Diese Schläge fühlten sich ganz anders an, intensiver und der Schmerz war ein anderer. War er zuvor eher dumpf und breitete sich nur langsam in ihr aus, war er nun spitz und grell, fuhr ihr wie ein Blitz durch die Glieder bis in die Fingerspitzen.

Doch dann spürte sie, wie die Schläge immer lockerer wurden und in immer langsamerer Folge kamen.
Sie nahm ihre ganze Kraft zusammen und rief »Mehr!« an dem Knebel vorbei.
Doch es half nichts. Unvermittelt hörten die Schläge auf und sie spürte nur noch den Nachklang der Schmerzen auf ihrem Rücken, ihrem Hintern und ihren Beinen. Sie versuchte, dieses Gefühl fest zu halten, sich daran zu klammern und es nicht los zu lassen. Sie wollte nicht, daß es aufhörte.

Sie spürte einen Luftzug auf ihrem Rücken. Die Spannung in ihren Armen und Beinen ließ nach, bis sie wieder ganz auf ihren Füßen stand. Aber weiter ließ der Zug nicht nach. Noch immer stand sie mit weit von sich gespreizten Armen und Beinen.
Dann folgte eine Berührung an ihrem Hinterkopf. Der Riemen, der den Knebel hielt, wurde gelöst und der Knebel aus ihrem Mund genommen.
Sie wollte etwas sagen, doch sie spürte etwas an ihren Lippen.
»Trink das aus«, hörte sie Rebeccas Stimme sagen.
Sie nahm den dünnen Schlauch zwischen die Lippen und saugte daran.
Jetzt erst bemerkte sie, wie trocken ihr Mund war und wie viel Durst sie hatte. Sie trank das kühle Wasser aus, bis sie ein lautes, schlürfendes Geräusch vernahm und das Wasser versiegte.

Sie wollte etwas sagen, doch als sie den Mund öffnete, wurde ihr der Knebel erneut hinein gesteckt und mit dem Riemen hinter ihrem Kopf fest gebunden.
Dann ließ der Zug an ihren Armen weiter nach und die Fesseln wurden von den Seilen gelöst, ohne sie abzunehmen. Auch ihre Fußfesseln wurden von ihren Seilen gelöst.
Nun spürte sie wieder Rebeccas Hand auf der Schulter, die sie die Stufen wieder herunter und erneut irgend wo hin führte. Es ging nicht weit durch den Raum und zwei Stufen nach oben. Dann musste sie die Beine etwas weiter anheben und der Boden unter ihren Füßen schien sich zu bewegen. Oder bildete sie sich das nur ein? Ihre Arme wurden erneut irgend wo angebunden und nun wurde ihr die Augenbinde abgenommen.
Sie blinzelte in die plötzliche Helligkeit hinein, die in Wirklichkeit gar nicht all zu hell war.
Als ihre Augen sich an das Licht gewöhnt hatten, erkannte sie, daß sie sich in einer der Tretmühlen befand und ihre Handgelenke, die in schwarzen Ledermanschetten steckten, an Haken in der Nähe der Achse befestigt waren.
»Los«, sagte Rebecca sanft und Mara fing an, zu gehen. Immer schneller, bis der Widerstand, den das Rad ihr entgegen setzte immer größer wurde. Schneller zu gehen schien nicht möglich und so ging sie immer weiter, drehte das Rad und die vermutlich außen gefesselten Personen.
Sie war bereits ziemlich erschöpft, und ging etwas langsamer. Doch als sie merklich langsamer wurde, klatschte die Peitsche auf ihren Rücken und Rebecca rief »Schneller!«

-

Larissa war mehr als nur erregt. Schon seit der Mann angefangen hatte, sie zu fesseln, lief der Vibrator in ihrer Scheide ohne Unterlass.
Als der Mann sie dann wieder herunter gelassen und ihre Fesseln gelöst hatte, hatte Herrin Johanna sie gefragt, ob alles in Ordnung war, was Larissa bejaht hatte. Sie fühlte sich ziemlich gut aber auch etwas erschöpft, was sie Herrin Johanna auch mitgeteilt hatte.
Diese hatte sie sanft gestreichelt und sie dann zu diesem Gitter zwischen zwei der Säulen geführt.
Sie hatte sie mit kurzen Seilstücken an dieses Gitter gefesselt und ihr gesagt, sie solle sich etwas ausruhen, denn der Abend würde noch ziemlich lang werden.
Nun stand sie hier, unfähig sich viel zu bewegen und sah Mara zu, wie sie in der Tretmühle lief. Jedes Mal, wenn Mara langsamer wurde, schlug Rebecca sie mit der Riemenpeitsche und trieb sie an, wieder schneller zu gehen.
Der Schweiß lief Mara in wahren Strömen am Körper herab und sie stöhnte jedes Mal auf, wenn die Peitsche ihren bereits mit Striemen übersäten Rücken traf. Anfangs hatte Larissa noch den Eindruck, Rebecca wäre ziemlich unbarmherzig und wollte Mara nur quälen, doch als Mara einmal den Kopf in ihre Richtung wandte, bemerkte sie, wie zufrieden sie aussah und anscheinend war sie auch ziemlich erregt, denn das, was an den Innenseiten von Maras Beinen herab rann, war ganz sicher nicht nur Schweiß.

Aber auch ihr selbst ging es nicht anders. Der eingeschaltete Vibrator in ihrer Scheide, die ungewohnte Situation und sogar daß jeder sie hier so sehen konnte, erregten sie so sehr, daß sie manchmal das Gefühl hatte, auch ohne daß ihr Kitzler stimuliert wurde, gleich zu explodieren.
In ihrem Hautengen Latexcatsuit hatte sich bereits reichlich Flüssigkeit gesammelt. Und auch bei ihr selbst war das ganz bestimmt nicht nur Schweiß, der dafür sorgte, daß das Latex bei jeder noch so kleinen Bewegung so angenehm über ihre Haut glitt.
Alleine die Vorstellung, daß es eben nicht nur ihr Schweiß war, erregte sie noch mehr.

Auch fragte sie sich, wie es wohl wäre, so wie diese drei Frauen und der Mann auf der Tretmühle aufgespannt zu sein. Sie wurden nur an Händen, Füßen und durch zwei breite Riemen an ihren Pos und ihren Rücken gehalten und hingen jedes Mal, wenn sie sich unter der Tretmühle befanden regelrecht in diesen Riemen.
Allein die Tatsache, daß auf beiden Seiten des Rades jemand stand, der die Vier jedes Mal, wenn sie sich an ihnen vorbei bewegten, mit einer Peitsche schlug, hinderte Larissa daran, Herrin Johanna darum zu bitten, dies auch mal versuchen zu dürfen. Eine der Frauen war sogar mit dem Rücken zum Rad hin auf diesem aufgespannt und die Jenigen mit den Peitschen schlugen sie nicht selten sogar auf ihre fest hervor stehenden Brüste und oft auch auf ihre Vulva.
Außerdem war Larissa sich ziemlich sicher, daß Herrin Johanna sich für diesen Abend noch mehr hatte einfallen lassen.

Rebecca hatte nach einer ganzen Weile aufgehört, Mara mit der Peitsche anzutreiben und kam zu Herrin Johanna. Die Beiden unterhielten sich kurz, dann ging Rebecca zu Mara und sagte etwas zu ihr. Mara lief darauf hin immer langsamer und als Rebecca ihr die Fesseln von den Handgelenken abnahm, die eine der Angestellten sofort entgegen nahm, musste Rebecca Mara stützen und ihr aus dem Rad helfen.
Mara sah sehr erschöpft aus, lächelte aber zufrieden, als die Angestellte ihr eine Decke über die Schultern legte und Rebecca sie in die Arme nahm.
Kurz darauf führte Rebecca Mara aus dem Raum heraus und die Angestellte, die Maras Sachen hielt, half ihr, sie zu stützen.

Eine ganze Weile nachdem Mara und Rebecca gegangen waren, kam Herrin Johanna zu ihr und löste ihre Fesseln.
Larissa streckte sich und bewegte Arme und Beine im Kreis herum um diese etwas zu lockern. Dann, als sie wieder richtig stehen konnte, schickte Herrin Johanna sie in den Waschraum im hinteren Bereich des Hauptraumes um sich etwas frisch zu machen und auf die Toilette zu gehen.
Bei den Toiletten hatte sich eine kleine Schlange gebildet, doch da sie nicht warten wollte, ging sie einfach, verlegen grinsend in den abgetrennten Bereich in dem sich die Pissoirs befanden. Natürlich schauten die wenigen Männer, die sich hier befanden sie unverhohlen und ungläubig an, doch hier musste sie wenigstens nicht warten. So hatte dieser Schlauch, der sich in ihrem Keuschheitsgürtel befand und sich, anfangs etwas unangenehm, in ihre Harnröhre gedrückt hatte, also doch einen Sinn. Sie stellte sich an eines der Becken, öffnete den kleinen Reißverschluss in ihrem Schritt, den einzigen, der sich an dem Catsuit befand, holte den kleinen Schlauch heraus und konnte sich erleichtern, ohne den Catsuit öffnen zu müssen.

Sich frisch zu machen, war da schon weniger einfach. Im Waschraum stellte sie das Wasser an und ließ es sich in die behandschuhten Hände laufen. Sie wusch sich das Gesicht mit kaltem Wasser und fühlte sich sofort etwas frischer.
Sie wusch sich die Hände, oder besser gesagt, die roten Handschuhe und trocknete sich dann ab.
Ein Blick in den Spiegel zeigte ihr, daß ihre Haare eine Bürste nötig hatten, doch da sie keine mitgenommen hatte, beugte sie sich nach vorne, schüttelte ihre Haare so weit es ging glatt und warf den Kopf mit einer schnellen Bewegung nach hinten, so daß ihre langen Haare, die ihr mittlerweile bis zum Po reichten, halbwegs gerade und ordentlich hinter ihrem Rücken hingen.

Gerade als sie den Waschraum verließ, sah sie Rebecca und Mara durch die gegenüberliegende Tür wieder in den Hauptraum kommen. Mara trug wieder dieses tolle Kettenensemble um ihren Keuschheitsgürtel herum. Ihr selbst war das eindeutig zu wenig Kleidung um damit in die Öffentlichkeit zu gehen, doch es stand Mara ausgezeichnet, fand Larissa und hier fiel sie auch nicht weiter auf damit.
Eigentlich war sie selbst ja auch schon das ein oder andere Mal mit noch weniger in der Öffentlichkeit gewesen, wenn Herrin Johanna und sie zum See gegangen waren. Doch das war ja eigentlich gar keine richtige Öffentlichkeit sondern nur Horizons, befand Larissa schließlich, als sie zu Herrin Johanna zurück ging.

Diese saß zusammen mit den anderen in einer der Sitzecken und als Rebecca und Mara zu ihnen kamen, sah Miss Isabella auf. »Dann sind wir ja vollständig. Also lasst uns nach oben gehen«, sagte sie.
»Das passt aber nicht«, sagte Herrin Johanna. »Der Tisch ist nur für acht, wir sind aber zu neunt«, wandte sie ein.
Larissa sah sie etwas erstaunt an, denn sie zählte insgesamt elf Leute.
»Also fehlt noch eine freiwillige«, sagte Miss Isabella und sah mit einem leichten Grinsen zu Maja und Frida.
Die Beiden schauten sich gegenseitig an und zuckten zeitgleich mit den Schultern. Dann ballten beide die rechte Hand zur Faust und hoben diese an die Schulter. Sie ließen sie drei mal sinken und hoben sie wieder an. Beim dritten Mal öffneten beide die Hand. Frida hielt diese flach vor sich, während Maja nur Zeige- und Mittelfinger vor streckte.
Maja grinste breit und sagte: »Tja, dann darfst du wohl.«
Frida warf einen Blick zu Miss Isabella und diese nickte ihr zu. Darauf hin zog Frida an den Riemen ihres Kleides und entblößte so ihre Scham und ihren Hintern, bevor sie auch noch die Brustschalen ihres Oberteiles herunter klappte.
Auch wenn Frida wesentlich weniger schlank war, als sie selbst, so hatte sie doch deutlich kleinere Brüste, fand Larissa.

»So, da das jetzt geklärt ist, können wir ja«, sagte Rebecca, worauf hin alle aufstanden.
Herrin Johanna ging zuerst los und Larissa folgte ihr gehorsam.
Doch sie gingen nicht in den kleinen Saal. In dem das Buffet stand, wie sie erfahren hatte, sondern in Richtung der Theke, die sich hier im Hauptraum befand.
Während Georgia, Kim, Miss Isabella und Frida ihr folgten, gingen die Anderen zum Ausgang.
Larissa fragte sich, was das zu bedeuten hatte und als ob sie diese frage gehört hatte, deutete Herrin Johanna nach oben. Larissa ließ ihren Blick die ausgestreckte Hand ihrer Herrin folgen und sah nun erst, daß sich an den Kreuzungspunkten der Mauerbögen direkt über ihnen eine Art Plattform befand. Zu dieser führte von der umlaufenden Empore eine Art breiter Steg.

Eine der Angestellten, sie trug eine rote Stola, kam zu ihnen. Sie trug einen großen Wust an Lederriemen bei sich und legte diese dann auf den Boden und ordnete sie.
Nun lagen drei Haufen an etwa fünf Zentimeter breiten Lederriemen auf dem Boden und in der Mitte jedes Haufens befand sich ein kleines Brett.
Georgia führte Kim zu einem dieser Haufen und die Angestellte half ihr dabei, auf dieses kleine Brett zu steigen, welches gerade einmal groß genug für Kims Füße war. Dann zog sie zusammen mit Georgia am Rand des Haufens einige der Riemen nach oben, so daß sich um Kims Körper eine Art Netz aus gekreuzten Riemen bildete. Die Frau schob einen Metallring, dieser maß etwa zwanzig Zentimeter im Durchmesser, über Kims Kopf in dieses Netz und befestigte ihn dort. Georgia legte Kim die Hände auf den Rücken und legte ihr eine eiserne Handfessel an. Dann verbanden sie die Enden der Riemen über Kims Kopf und von oben kam ein dünnes Stahlseil herunter an dessen Ende sich ein Karabinerhaken befand. In diesen hakte die Frau die Ringe an den Riemenenden ein und das Seil hob sich langsam. Die Frau und Georgia ordneten die sich kreuzenden Riemen und das Seil wurde weiter nach oben gezogen.
Nun stand Kim in einer Art Schlauch aus sich kreuzenden Riemen im Raum. Larissa musste bei diesem Anblick an eine dieser Chinesischen Fingerfallen denken, die man überall als Scherzartikel kaufen konnte, denn ungefähr so sah dieses Netz aus, welches sich um Kims Körper legte. Der Unterschied war lediglich, daß dieses Netz so weitmaschig war, daß man noch gut sehen konnte, wer sich in diesem befand.

Nun war Frida an der Reihe, genauso verpackt zu werden. Miss Isabella und die Angestellte drapierten dieses Netz um Frida herum, was durch Fridas Kleid etwas schwieriger war, schoben den eisernen Reifen hinein und befestigten diesen in Kopfhöhe. Ein weiteres Stahlseil kam von der Decke herunter und die Riemenenden wurden in den Karabiner eingehakt.

Nun musste sie selbst in das dritte Netz steigen und ihre Füße auf dem kleinen Brett platzieren. Herrin Johanna und die Angestellte hoben das Netz um sie herum an, schoben den Reifen hinein und hakten die Enden in ein drittes Seil ein. Als das Seil etwas angezogen wurde, erkannte Larissa den Sinn hinter dieser Vorrichtung. Obwohl das Brett noch auf dem Boden lag, zog sich dieses Netz um sie herum zu und nahm ihr weitgehend die Möglichkeit, sich zu bewegen. Die Riemen wurden so platziert, daß sich die Stelle, an der zwei Riemen sich kreuzten, genau zwischen ihren Brüsten befand und diese trotz ihres Catsuits auseinander drückte. Bei Kim mit ihrem stählernen BH machte das ebenso wenig aus, wie bei ihr doch Fridas Brüste, standen nun zwischen den Riemen weit hervor, genauso wie ihre Pobacken.

Die Angestellte kontrollierte anscheinend noch einmal, ob alle Riemen richtig in den Karabinern lagen und nickte dann, bevor sie verschwand.

»So, bis gleich ihr Drei«, sagte Miss Isabella und Herrin Johanna streichelte Larissa durch die Riemen hindurch noch einmal die Wange und gab ihr einen Kuss, bevor sie ging.
Nun standen Kim, Frida und sie selbst alleine in dem Bereich vor der Theke und waren nicht in der Lage, sich zu bewegen.

»Na toll«, sagte Kim. »Die dürfen sich des schmecken lassen und wir müssen zugucken.
»Na ihr Beiden habt ja wahrscheinlich sogar noch euren Spaß dabei«, mokierte sich Frida. »Aber ich wollte das doch gar nicht. Ich mag es überhaupt nicht, gefesselt zu werden.«
»Ich mag des«, sagte Kim. »Und wer weiß, vielleicht gefällt des dir ja doch auch noch«
»Ich weiß nicht«, sagte Frida. Und bevor sie noch etwas sagen konnte, kam Miss Lin und stellte sich zwischen die Drei.
»Da ist ja unser Rumpelstilzchen«, sagte sie. Larissa fand es sehr amüsant, wie sie dieses Wort mit ihrem asiatischen Akzent aussprach. »Es ist jetzt kurz vor 22 Uhr. Das heißt, ich muss jetzt deinen Namen erraten. Und soweit ich weiß, habe ich drei Versuche«, sagte sie an Frida gewandt.
Kim schaute die Beiden verwundert an, da sie hatte ja nichts von dieser Wette mit bekommen hatte.
»Ja Miss Lin. Drei Versuche«, bestätigte Frida.
»Dann lass mich mal raten.« Miss Lin tippte mehrmals mit dem Zeigefinger auf ihr Kinn. »Heißt du etwa Carola?«, fragte sie, worauf hin Frida nur den Kopf schüttelte.
»Dann heißt du vielleicht Lena?«, fragte Miss Lin und wieder schüttelte Frida den Kopf.
»Hmm, dann bist du vielleicht...«, sie machte eine Pause und schien angestrengt nachzudenken. »Frida?«, fragte sie dann und sah diese triumphierend an.
Frida spielte das Spiel mit, oder versuchte es zumindest, denn viel bewegen konnte sie sich nicht. »Das hat Ihnen der Teufel gesagt«, fauchte sie erbost.
Statt sich, wie Rumpelstilzchen im Märchen selbst zu zerreißen, verschwand Frida in Richtung Decke. Miss Lin winkte ihr hinter her und rief: »Ich erwarte Sie nachher an der Bar Frida. Ich freue mich schon auf meinen Mai Tai.«
Sie wandte sich an Kim und Larissa, die das Ganze kichernd mit angesehen hatten. »Und ihr Beiden, was steht ihr noch hier herum? Hinfort mit euch«, rief sie und machte eine verscheuchende Handbewegung.
Sofort spürte Larissa, wie das Seil weiter nach oben gezogen wurde. Das Netz um sie herum zog sich immer enger um sie herum, bis sie schließlich frei in der Luft hing.
Nun erst wurde ihr die ganze Gemeinheit dieser Konstruktion klar. Durch ihr eigenes Gewicht wurden die Riemen straff gespannt, so daß sie ihre Hände, die eng an ihrer Seite lagen, nicht mehr bewegen konnte und auch jede andere Bewegung war ihr nun unmöglich. Einer der Kreuzungspunkte drückte sich fest zwischen ihre Pobacken und ein weiterer zwischen ihre Brüste. Ohne den eisernen Ring, der sich nun knapp oberhalb ihres Kopfes befand, wäre es ihr nicht einmal mehr möglich gewesen, den Kopf zu bewegen. Doch dieser Ring verhinderte, daß sich die Riemen um ihren Kopf legten.

Dann ging es langsam weiter nach oben, bis die Fahrt neben der Plattform endete, die sie eben von unten gesehen hatte.
Diese Plattform war von einem hüfthohen Geländer umgeben und es befanden sich ein runder Tisch und acht Stühle auf dieser, auf denen die Anderen bereits saßen. Sie selbst hing direkt hinter Herrin Johanna, ihr gegenüber hingen Kim hinter Georgia und Frida hinter Maja und Miss Isabella.
Sie hingen mit etwas Abstand vor dem Geländer, doch Herrin Johanna, Georgia und Maja standen auf, fassten in die Netze, die sie umspannten und zogen sie heran. Mit zwei schmalen Lederriemen befestigten sie diese an dem Geländer, so daß sie nun direkt an diesem hingen.

Zwei der Angestellten kamen herbei um die Bestellungen aufzunehmen. Und entgegen Larissas Erwartung fragten die beiden auch sie, Kim und Frida, nach ihren Wünschen. Sie hielten ihnen die Speisenkarten hin, die auf echtem, sehr edel aussehendem Papier gedruckt und in Leder gebunden waren und blätterten ihnen diese sogar um.
Larissa hatte zwar nicht die geringste Ahnung, wie sie in dieser Lage überhaupt etwas essen sollte, doch da auch Frida und Kim sich etwas bestellten, bestellte sie Schweinemedaillons mit Herzoginnenkartoffeln und gedünstetem Brokkoli sowie eine große Limonade.
»Vielen Dank«, sagte die Angestellte und ging.

Es dauerte nicht lange, da kamen die Beiden Angestellten zurück und brachten die Getränke. Vor Larissa wurde ein Tablett in das Geländer eingehängt und das Glas mit ihrer Limo wurde darauf abgestellt. Mit kleinen, flachen Klammern, klemmte die Frau einen dünnen Schlauch an die Riemen ihres Käfigs, so daß Larissa lediglich den Kopf drehen musste, um dessen Ende mit den Lippen zu erreichen. Das andere Ende dieses Schlauches steckte sie in das Glas, so daß Larissa jederzeit selbst trinken konnte. Auch Kim und Frida wurden auf die selbe Weise bedient.

Die Anderen am Tisch begannen mit einer lockeren Unterhaltung, in die trotz dem sie gut einen Meter hinter ihren Herrinnen saßen auch sie selbst, Kim und Frida mit einbezogen wurden.
Bei der Unterhaltung ging es hauptsächlich darum, wie viele Möglichkeiten es hier in diesem Club gab und daß es allen hier ziemlich gut gefiel.
Miss Isabella, Maja und Frida waren die meiste Zeit tanzen gewesen, jemand hatte ihnen einige Möglichkeiten aufgezeigt, auch zu dritt tanzen zu können, ohne daß es albern aussah und Kim und Georgia, hatten eines der Studiozimmer ausgiebig genutzt, in dem es eine Sexmaschine gab, die Kim sehr lange und ausdauernd mit einem recht ansehnlichen Dildo penetriert hatte.
Chris und Tanja hingegen hatten sich etwas zurück gehalten. Zwar hatten sie die Kinbaku-Vorstellung mit Larissa, die Vorstellung, die Rebecca und Mara allen geboten hatten, beobachtet und auch in der Folterkammer einigen der etwas härteren Aktivitäten beigewohnt, doch dies war alles nichts, was sie selbst gerne machen würden.

Zwar wollte Chris noch etwas sagen, wurde aber unterbrochen, als das Essen kam.
Es wurde von den Angestellten formvollendet serviert und auch Larissa, Kim und Frida bekamen es auf den Tabletts, die vor ihnen am Geländer befestigt waren, serviert.
»Wenn Sie es wünschen, helfen wir ihren Partnerinnen beim Essen«, bot eine der Frauen an, doch lediglich Georgia nahm dieses Angebot sofort an. Herrin Johanna und Miss Isabella schauten zuerst zu Larissa und Frida. Und erst als diese Beiden zustimmten, baten die Beiden, ihnen zu helfen, um selbst essen zu können.
Die drei Angestellten taten so, als sei es das Normalste der Welt, jemanden zu füttern, der in diesen Käfigen steckte und so verlief dieses sehr späte Abendessen, es war bereits nach 22 Uhr, sehr angenehm. Larissa fand es zwar etwas seltsam, sich von einer Fremden so füttern zu lassen, war aber der Meinung, daß man sich daran gut gewöhnen konnte. Lediglich Frida schien von dieser Situation nicht ganz so begeistert zu sein.
»Das nächste Mal gehst du in den Käfig«, sagte sie zu Maja, die links vor ihr saß.
Diese drehte sich um und sagte: »Aber liebend gerne doch. Wenn wir wieder zu Hause sind, lasse ich mich sehr gerne mal von dir füttern«, was einiges an Gelächter am Tisch auslöste.
Das Gelächter wurde noch lauter, als Miss Isabella sagte: »Dann wirst du aber genau so gefesselt wie Frida jetzt. Und vielleicht besorge ich vorher auch ein paar Spielzeuge aus dem Laden. Mara kann mir da sicher etwas empfehlen.«

Es dauerte eine gute Stunde, bis alle fertig gegessen hatten. Dann wurden die Tabletts wieder weg geräumt und die Riemen mit denen die Käfige am Geländer befestigt waren wurden gelöst, so daß die drei Eingesperrten frei in ihren Käfigen hin und her schwingen konnten.
Doch nach einigen Minuten standen alle vom Tisch auf und gingen nach unten zurück.
Die Käfige wurden wieder herunter gelassen und Kim, Frida und Larissa aus diesen befreit.

Da es nun schon reichlich spät war, wollten alle noch einmal tanzen gehen.
Im großen Saal liefen Sie Miss Lin über den Weg, die hier anscheinend schon gewartet hatte und Frida sofort in Beschlag nahm.
Nachdem sie Miss Isabella gefragt hatte, gingen die Beiden zur Bar und die Anderen folgten ihnen.
Frida durfte hinter die Bar um Miss Lin ihren Cocktail zu mixen.

Sie schaute sich erst einmal um und suchte dann, mit Hilfe des Barkeepers, die Zutaten zusammen.
Sie nahm den Shaker und gab Eiswürfel in diesen hinein, maß zwei Sorten Rum und etwas Curacao ab, was sie zu den Eiswürfeln gab. Dazu gab sie Mandelsirup, Zuckersirup und den Saft einer Limette. Das Ganze schüttelte sie im Shaker ordentlich durch und füllte es in ein einfaches Glas, welches sie zuvor mit Eis gefüllt hatte. Sie gab einen Zweig Minze in das Glas und servierte es Miss Lin.
Diese nahm das Glas und probierte ihren Cocktail.
»Der ist ausgezeichnet«, sagte sie und trank zufrieden noch einen Schluck.

Miss Isabella hielt Frida auf, die hinter dem Tresen hervor kommen wollte und bat sie darum, ihr ebenfalls so einen Cocktail zu mixen. Und auch Rebecca und Herrin Johanna baten darum, von Frida einen solchen zu bekommen.
Diese gab darauf hin erneut die Zutaten in den Shaker und bereitete noch drei Cocktails zu, die sie den Dreien servierte.

Sie sprach kurz mit dem Barkeeper und ließ sich andere Zutaten geben, die sie in den Shaker gab. Larissa sah genauer hin und stellte fest, daß sie lediglich den Rum durch Ananassaft und den Curacao durch Orangensaft ersetzte. Sie stellte das Glas, welches genau so aussah, wie die Cocktails vor Maja ab und bereitete gleich den nächsten Cocktail zu, bis alle, einschließlich ihr selbst einen solchen vor sich stehen hatten.
Mit ihrem eigenen Glas in der Hand, kam sie nun endlich hinter der Bar hervor und prostete den Anderen zu.
Larissa probierte einen Schluck und stellte fest, daß dieses alkoholfreie Cocktail sehr gut schmeckte. Auch die Anderen lobten Frida dafür und Miss Lin bedankte sich freundlich bei ihr.

Nachdem sie ihre Cocktails getrunken hatten, gingen alle noch einmal tanzen und ließen den Abend dann ausklingen. Es war fast Mitternacht, als die Anderen sich verabschiedeten. Miss Isabella, Chris und Georgia fuhren zusammen mit Maja, Frida, Kim und Tanja zur Schule, wo sie übernachten wollten, während Herrin Johanna und sie selbst zusammen mit Rebecca und Mara nach oben in ihre Zimmer gingen.

-

Mit einem »Guten Morgen mein Schatz« weckte Rebecca Mara am anderen Morgen.
Mara öffnete langsam die Augen und blickte direkt in Rebeccas lächelndes Gesicht.
»Guten Morgen meine Herrin«, murmelte Mara verschlafen.
»Na, hast du gut geschlafen?«, wollte Rebecca wissen.
»Viel zu kurz«, antwortete Mara und wollte aufstehen, doch Rebecca drückte sie sanft zurück ins Kissen und gab ihr einen Kuss, bevor sie sie dann doch aufstehen ließ.
»Es war gestern Abend ja auch ziemlich spät«, meinte Rebecca grinsend. »Aber wir müssen uns langsam mal fertig machen. Die anderen erwarten uns balde in der Schule.«
»Ja, ziemlich spät«, sagte Mara. »Aber schön war es.«
Sie ließ den gestrigen Abend im Geiste noch einmal Revue passieren. Nachdem sie auf ihr Zimmer gegangen waren, wäre Mara am Liebsten sofort ins Bett gegangen, doch Rebecca hatte Anderes im Sinn. Als Mara aus dem Bad gekommen war, hatte Rebecca sie in den Arm genommen und sie hatten sich ziemlich lange geküsst. Nein, Küssen konnte man das nicht mehr nennen, vielmehr wild herum geknutscht. Dabei hatte Rebecca sie, ohne daß Mara viel davon gemerkt hätte, durch den Raum geführt bis zu dem Pranger, der vor dem Fußende des Bettes stand. Erst als Rebecca den Kuss beendet hatte, hatte Mara dies bemerkt, doch da hatte Rebecca sie auch schon an den Schultern gefasst und ihren Kopf in die entsprechende Öffnung des Prangers gelegt. Ohne Widerstand hatte Mara dann zugelassen, daß Rebecca auch noch ihre Handgelenke in die entsprechenden Öffnungen legte und den Pranger schloss.
Dann hatte Rebecca ihr das Kettenoberteil und den Rock ausgezogen und zum Schluss auch noch den BH.

Den Keuschheitsgürtel hatte sie ihr nicht ausgezogen. Trotzdem kam Rebecca kurz darauf mit dem künstlichen Glied, hatte sich die hintere Hälfte eingeführt und dann Maras Pospalte dick mit Gleitmittel bestrichen, bevor sie sie sehr lange und sehr kräftig von hinten genommen hatte.
Maras Erregung, die sich den ganzen Abend schon ohne Erlösung aufgestaut hatte, hatte sich schon nach kurzer Zeit in einem gewaltigen Höhepunkt entladen, doch Rebecca hatte erst aufgehört, nachdem sie selbst zwei mal gekommen war. Dann erst hatte sie Mara aus dem Pranger gelassen und sie waren ins Bett gegangen.

»Ich glaube, daß es dir gefallen hat, habe nicht nur ich gehört sondern bestimmt auch alle Anderen«, sagte Rebecca breit grinsend.
»Meinst du Herrin?«
»Leise warst du nicht gerade. Aber ich vermute ja, daß die Zimmer hier recht gut schallgedämmt sind.«
Mara nickte nur und zog ihre Tunika an. Das hoffte sie ebenfalls.
Rebecca war bereits angezogen und nachdem Mara die Reisetasche gepackt hatte, verließen sie das Zimmer. Rebecca klopfte kurz an der Tür von Johannas und Larissas Zimmer an und die Beiden kamen, ebenfalls fertig zur Abreise, heraus und wünschten ihnen einen guten Morgen.

»Frühstück gibt’s im kleinen Saal«, sagte Johanna. Zusammen gingen sie nach unten und brachten ihre Taschen in den Empfangsbereich, wo eine der Angestellten diese entgegen nahm und hinter den Tresen stellte. Dann gingen sie durch den Hauptraum. Dort hingen mehrere Frauen in Käfigen. In einem der Netzkäfige standen sogar zwei Frauen, durch ihr eigenes Gewicht eng aneinander gedrückt schliefen sie scheinbar noch. So wie es aussah, hatten sie die Nacht in diesem Käfig verbracht.

Sie gingen in den kleinen Saal, wo sie sich am Frühstücksbuffet satt aßen. Nach dem Frühstück ließen sie sich ein Taxi rufen mit dem sie in die Schule fuhren, um die anderen zu treffen.

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von HeMaDo am 21.10.18 um 22:41 geändert
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:14.10.18 23:19 IP: gespeichert Moderator melden


Und eine weitere toll geschriebene Fortsetzung.

VIELEN DANK.

mfg Wölchen
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:15.10.18 21:11 IP: gespeichert Moderator melden


Hi HeMaDo

Über die Qualität deines Schreibstiles und die Klasse deiner Rhetorik brauche ich, glaube ich, nicht viel zu sagen!

Eine Frage hab ich trotzdem.
Warum hast du Mara nicht vor dem Publikum, in den Seilen hängend "kommen" lassen?
Ich denke Sie war soweit und hätte Ihr es auch gegönnt!

Also auf Kim wäre ich nie nicht gekommen! Was aber wieder die Frage in mir weckt: Ist mit Fortsetzungen über die Füchsin und Ihre "Töchter" zu rechnen?

Alles in allem wieder mal eine Bomben Fortsetzung!!!
Ein riesen Dankeschön an Dich und eine ebenso riesige Portion Motivation, um diese tolle Geschichte weiter zu führen.

Weiter so... Gruß
Gozar
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:15.10.18 21:28 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat

Warum hast du Mara nicht vor dem Publikum, in den Seilen hängend \"kommen\" lassen?


Warum denn? Sie hatte doch auch so ihren Spaß.
Gut, das auch. Aber die ungewohnte Umgebung und die Tatsache, daß sie durch diese zwar genießen aber nicht ganz abschalten konnte, haben das verhindert.


Zitat

Also auf Kim wäre ich nie nicht gekommen! Was aber wieder die Frage in mir weckt: Ist mit Fortsetzungen über die Füchsin und Ihre \"Töchter\" zu rechnen?

Nicht? Ich dachte, das wäre halbwegs offensichtlich.

Wie es mit Fortsetzungen aussieht, kann ich im Moment leider nicht sagen. Mir fehlt immer noch der Bezug zum Schloss. Irgendwo habe ich da in die falsche Richtung gesteuert...
Sollte ich herausfinden, wo das war, werde ich wahrscheinlich eine Teil der Geschichte neu schreiben müssen.

Aber wenn es irgendwann mal so sein sollte, dann werde ich die Gesamtseitenzahl pro Woche auf dem jetzigen Niveau halten werden. Was das bedeutet... Es gibt mehrere Möglichkeiten. Entweder kürzere Teile oder die beiden Geschichten wechseln sich ab.





Zitat

Alles in allem wieder mal eine Bomben Fortsetzung!!! Ein riesen Dankeschön an Dich und eine ebenso riesige Portion Motivation, um diese tolle Geschichte weiter zu führen.


Vielen Dank.
Die Motivation sind die Kommentare, die mir zeigen, daß den Lesern meine Geschichte immer noch gefällt.

Daher an dieser Stelle ein Danke auch an alle Anderen, die regelmäßig oder gelegentlich weiter für meine Motivation sorgen, indem sie zeigen, daß die Geschichte gut ankommt.

HeMaDo
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  Neue Horizonte - 2 Teil 81 Datum:21.10.18 21:54 IP: gespeichert Moderator melden


81



Als sie in der Schule ankamen, war es bereits später Vormittag. Sie gingen zuerst zu Miss Wilhelmina um diese zu begrüßen.
Es war Mara und Larissa immer noch unangenehm, in diesem Büro zu sein, doch Miss Wilhelmina begrüßte sie überaus freundlich. Es war ziemlich ungewöhnlich, daß sie zuerst Johanna, dann Larissa und Mara begrüßte und dann erst Rebecca.
»Meine Güte Rebecca, wie siehst du denn aus?«, fragte sie, als sie diese an den Schulten fasste und sie sich anschaute.
Rebecca sah an sich herab und lachte. »Mir ist heute Morgen ein kleines Malheur mit meiner Hose passiert. Deshalb musste ich meine Kleidung noch einmal wechseln. Leider hatte ich nur noch dieses Kleid dabei und ohne Korsett sieht es einfach nicht gut aus«, sagte sie.
»Seltsam. Isabella hat sich genauso herausgeredet, als sie heute Morgen im Speisesaal aufgetaucht ist. Sie trägt etwas ganz ähnliches. Aber wenigstens hatte sie keine Peitsche am Gürtel hängen«, sagte Miss Wilhelmina lachend.
»Die habe ich ganz vergessen«, sagte Rebecca und musste ebenfalls lachen.
»Bitte, nehmt Platz, ich hoffe, Ihr« Miss Wilhelmina wandte sich nun an Johanna »und Sie natürlich ebenfalls, habt noch ein wenig Zeit für einen Kaffee.
»Aber sicher doch«, sagte Rebecca und auch Johanna stimmte dem zu.
Miss Wilhelmina nahm ein Comm und rief in der Küche an, um Kaffee zu bestellen.

Die Vier nahmen an dem runden Tisch Platz an dem alle, außer Johanna bereits oft genug gesessen hatten und Miss Wilhelmina setzte sich zu ihnen. Nur einen Augenblick später klopfte es an der Tür und als Miss Wilhelmina »Herein!« rief, kam eine ziemlich junge Schülerin und servierte ihnen Kaffee und Rührkuchen. Sie sah immer wieder zu Rebecca und versuchte, soweit es die Höflichkeit zuließ, ein wenig Abstand zu ihr zu halten.
Gerade, als die Schülerin gehen wollte, wandte Miss Wilhelmina sich an Rebecca. »Sag mal Rebecca, ich gehe nach der nächsten Versteigerung in drei Monaten in den Ruhestand. Was hältst du denn davon, meine Stelle zu übernehmen?«, sagte sie recht laut.
Die Schülerin, die gerade die Tür geöffnet hatte, warf Rebecca einen Blick zu und ließ dabei das zum Glück Leere Tablett fallen.
»Verzeihung«, sagte sie stotternd und nahm das Tablett auf. Dann verließ sie das Zimmer und schloss die Tür hinter sich.
»Was? Ich?«, fragte Rebecca. »Ich denke kaum, daß ich als Schulleiterin geeignet bin. Außerdem habe ich noch andere Verpflichtungen.«
»Schade, aber eigentlich habe ich auch nicht damit gerechnet, daß du ja sagen würdest«, sagte Miss Wilhelmina. Schmunzelnd fügte sie dann hinzu: »Aber ich glaube, in spätestens einer halben Stunde weiß die ganze Schule, daß ich dich gefragt habe. Das und dein Aufzug dürfte in den nächsten Tagen für einigen Gesprächsstoff sorgen.«
»Da bin ich mir sicher«, sagte Rebecca lachend.
»Fehlt nur noch, daß ihr Beiden euer Spiel von gestern Abend wiederholt«, sagte Johanna schmunzelnd und schaute zu Rebecca und Mara.
»Ich denke, das lassen wir lieber«, sagte Rebecca. Sie nahm ihre Tasse und trank einen Schluck Kaffee.
»Sie wollen wirklich aufhören?«, fragte sie dann.
»Ich bin jetzt langsam alt genug. Ich bin in die Schule gekommen, da war ich gerade neunzehn. Das heißt, ich bin jetzt 40 Jahre lang Serva und Lehrerin, 20 davon Schulleiterin. Außer der Schule in Anchorage habe ich nur diese Schule hier gesehen. Ich will nicht sagen, daß mir die Arbeit nicht gefällt, oder diese Schule hier. Aber irgend wann ist auch mal die Zeit gekommen, etwas Anderes zu sehen und das nicht nur im Urlaub.«
Rebecca sah Miss Wilhelmina eine Weile schweigend an. »Sie müssen dann auf jeden Fall mal bei uns vorbei kommen«, sagte sie schließlich.
Miss Wilhelmina lachte herzhaft. »Isabella ist noch einen Schritt weiter gegangen. Sie hat mir angeboten, eine Wohnung auf Horizons zu nehmen.«
»Ja, das sieht ihr ähnlich«, sagte Rebecca. »Ich weiß nicht, ob Sie dieses Angebot annehmen wollen, aber wenn Sie uns mal besuchen wollen, würde ich mich auf jeden Fall freuen. Und ich denke, Emylia und Sie wissen schon wer, würden sich auch freuen.«
»Danke. Das Angebot nehme ich gerne an. Aber etwas Zeit bis dahin ist ja noch.« Miss Wilhelmina trank einen Schluck Kaffee. »Was habt ihr heute noch vor?«, fragte sie dann.
»Ich nehme an, Mara und Larissa wollen sich ausgiebig mit ihren Mitschülerinnen unterhalten«, sagte Johanna. »Wie wäre es, wenn du und Isabella mir Straßburg zeigen, dann können die Anderen irgend wo hin gehen und sich unterhalten.«
Rebecca überlegte nicht lange und stimmte Johannas Vorschlag zu.
»Gut, dann sollten wir am Besten mal die Anderen suchen und sie fragen, ob das in Ordnung geht«, sagt diese.

Nachdem alle ihren Kaffee getrunken hatten, verabschiedeten sie sich von Miss Wilhelmina und suchten die Anderen. Sie fanden sie schließlich im Garten. Frida, Kim und Georgia hatten es sich auf einer der Bänke gemütlich gemacht und Isabella kniete vor den Rosenstock und schnitt ihn aus. Maja kniete neben ihr und half ihr dabei.
Mara und Frida setzten sich zu Kim und Georgia auf eine Bank, während Rebecca zu Isabella ging. Johanna schaute sich interessiert im Garten um.

»Wenn du schon mal dabei bist, kannst du mir bitte ein paar Triebe schneiden?«, fragte Rebecca. »Ich würde ihr gerne welche geben.«
»Ich habe schon ein paar geschnitten«, sagte Isabella und Maja hielt ein kleines Bündel mit in feuchte Tücher gewickelten Trieben hoch.
Während die Anderen sich angeregt unterhielten, unterbreitete Rebecca Isabella den Vorschlag, den sie vorhin auch Johanna schon gemacht hatte.
Isabella überlegte kurz und stimmte dann zu.

-

»Und was machen wir jetzt?«, fragte Larissa, nachdem die Herrinnen gegangen waren.
»Ich weiß nich, aber wir können ja noch mal in den Club gehen. Des macht bestimmt Spaß«, schlug Kim vor.
»Lieber nicht. Erstens ist das alleine sicher langweilig und außerdem ist das ganz schön teuer. So viel Geld habe ich nicht dabei. Herrin Johanna hat mir gestern Abend die Preisliste gezeigt«, wandte Larissa ein.
»Macht ihr das eigentlich öfter? Diese Dom und Sub Nummer meine ich«, fragte Frida.
»Eigentlich dauernd«, antwortete Georgia.
»Und was sagt eure Herrin dazu?«, fragte Frida ungläubig.
»Sie findet das gut, solange wir uns nicht zurückziehen. Bei uns dreht es sich eigentlich ziemlich oft um sowas. In Dresden gehen wir ab und zu auch in einen solchen Club. Und zu Hause haben wir ein ziemlich gut ausgestattetes Spielzimmer mit Streckbank, Bock, Käfig und so. Und in der Garage im Vorraum haben wir ein paar Vakuumwürfel. Das kann zwar ganz schön anstrengend sein aber ich finde es toll, wenn man da drinne eingeschlossen ist«, erklärte Georgia freimütig.
»Ein Spielzimmer?«, fragte Larissa. »Das ist ja wie bei Mara und Rebecca zu Hause«, sagte sie kichernd.
»Ihr habt auch ein Spielzimmer im Keller?« hakte Georgia nach.
»Ja. Ein Spielzimmer und ein Schwimmbad und eine Folterkammer«, sagte Larissa, noch bevor Mara antworten konnte.
»Eine Folterkammer?«
Ja, eine Folterkammer. So nennt Herrin Rebecca den Fitnessraum immer. Aber können wir uns bitte über etwas anderes unterhalten?«, fragte Mara, der es aus irgend einem Grund unangenehm war, über dieses Thema mit Kim und Georgia zu reden.

»Ich glaube, wir sollten mal irgend wo anders hin gehen. Die schauen alle so komisch«, sagte Frida und deutete zu den Schülerinnen, die gelegentlich in den Graten kamen und zu ihnen schauten.
»Ach komm schon, wir haben auch immer geschaut, wenn jemand fremdes hier war«, sagte Larissa.
»So aber nicht. Ich glaube, das ist, weil Miss Wilhelmina Herrin Isabella gefragt hat, ob sie nicht hier Schulleiterin werden will. Die Schülerin hat ganz schön komisch aus der Wäsche gesehen, als sie Herrin Isabella gesehen hat«, meinte Frida.
Mara und Larissa sahen Frida an und lachten lauthals los, worauf hin Frida ziemlich dumm aus der Wäsche schaute.
»Was habt ihr denn jetzt?«, fragte sie die Beiden.
»Rebecca hat sie das auch gefragt, als die Schülerin uns Kaffee gebracht hat. Die war so erschrocken darüber, jemanden, der so aussieht, wie Rebecca in ihrem Kleid und dem Korsett und mit der Peitsche am Gürtel, daß sie das Tablett fallen gelassen hat«, sagte Larissa kichernd.
Jetzt verstand Frida auch, worum es ging und lachte ebenfalls.

Sie beschlossen, dieses Spiel mit zu spielen. Als eine ganze Gruppe Schülerinnen in den Garten kam, die zu ihnen sahen und anfingen zu tuscheln, wandte Frida sich an Mara und sagte laut: »Also ich denke, deine Herrin wäre ziemlich gut als Schulleiterin.«
»Ich weiß nicht, ich war zwei Jahre hier gewesen, das reicht mir eigentlich«, erwiderte Mara und musste sich ein Lachen verkneifen.
»Dann weißt du ja wenigstens schon, wie der Keller aussieht«, sagte Larissa so laut, daß die Schülerinnen es hören konnten.
Mara nickte lediglich. Doch sie setzte noch einen drauf, indem sie eine Tube mit Salbe aus der Innentasche ihrer Tunika holte und Larissa bat, ihr den Rücken einzucremen.
Sie setzte sich auf die Lehne der Bank und Larissa stellte sich hinter sie, hob ihre Tunika an und verteilte etwas von der Salbe auf Maras Rücken auf dem die Striemen von gestern nun noch deutlicher zu sehen waren.
Einige der Schülerinnen sahen entsetzt zu Mara und eine andere, es war die, die in Miss Wilhelminas Zimmer das Tablett hatte fallen lassen, flüsterte den Anderen etwas zu, worauf hin einige den Kopf schüttelten.
»Des sieht ja schlimmer aus, als des bei Mia aussieht, wenn Merle mit ihr im Keller war. Macht sie des öfter mit dir?«, fragte Kim.
»Ungefähr einmal im Monat«, sagte Mara laut und deutlich. Leise, so daß es nur die Umstehenden hören konnten, fügte sie hinzu: »Sie sagt, öfter will sie das nicht. Aber das fühlt sich einfach toll an, wenn sie das macht.«
»Das hat man gesehen«, sagte Georgia leise.

Einige der Schülerinnen verließen den Garten, während einige andere herein kamen. Die Schülerinnen tuschelten kurz miteinander und deuteten dabei mehrmals in ihre Richtung. Die neu hinzugekommenen schüttelten ungläubig die Köpfe.

»Was haltet ihr denn davon, wenn wir zu Klara gehen, wenn Chris fertig ist. Sie hat heute Nachmittag frei, hat sie gesagt«, meinte Georgia.
»Gute Idee. Dann lasst uns in den Hof gehen und da auf sie warten«, schlug Larissa vor.
Die fünf standen auf und gingen an der Gruppe Schülerinnen vorbei in Richtung des Durchganges, der zum Hof führte. Die Schülerinnen hörten, als sie in ihrer Nähe waren, auf zu tuscheln und Mara richtete in diesem Moment umständlich ihre Tunika, so daß ihr Keuschheitsgürtel deutlich zu sehen war. Sie gingen zu Sarahs Rosenstock und jede knickste vor diesem, bevor sie in den Hof gingen.

Kim fing an zu kichern. »Des gibt ihnen sicher ganz schön zu denken jetz«, sagte sie leise und die Anderen stimmten ihr nickend zu.
Auf dem Hof warteten sie auf Chris, die kurz darauf zusammen mit einer Schülerin aus dem Hauptgebäude heraus kam und sich mit dieser unterhielt. Die Schülerin deutete kurz in die Richtung der Fünf und Chris schüttelte darauf hin den Kopf.

»Hallo Chris«, rief Frida, als diese zu ihnen kam.
Chris sah etwas verärgert aus, als sie sich zu ihnen gesellte. »Lasst uns hier verschwinden, bevor ihr noch mehr Unsinn macht«, sagte sie leicht angesäuert und schob Frida und Kim in Richtung Tor. Erst als alle draußen angekommen waren, blieb sie stehen und sah Frida verärgert an.
»Das ist doch sicher auf deinem Mist gewachsen. Die Schülerinnen die noch länger hier sind, laufen rum wie aufgescheuchte Hühner. Wie konntet ihr ihnen denn sagen, daß Maras Herrin die neue Schulleiterin wird? Und das, wo sie in diesem Aufzug hier her gekommen ist?«, fragte Chris.
»Hee, was ist denn so schlimm daran, wie Herrin Rebecca sich anzieht?«, fragte Mara und bedachte Chris mit einem verärgerten Blick.
»Gar nichts. Schlimm ist nur, daß ihr es in nicht mal zwei Stunden irgendwie geschafft habt, daß die Schülerinnen jetzt glauben, sie würde die neue Schulleiterin werden. Die denken alle, daß sie wer weiß was macht und ziemlich ungerecht ist und dauernd jemanden mit ihrer Peitsche schlägt. Die haben alle mordsmäßig Angst vor ihr bekommen. Und das, obwohl die Meisten sie noch nicht mal gesehen haben«, sagte Chris.
»Ich habe damit nichts zu tun«, sagte Frida. »Das hat Miss Wilhelmina sich ausgedacht.«
Chris sah sie darauf hin nachdenklich an. »Seit Miss Wilhelmina gesagt hat, daß sie in Ruhestand gehen will, sind hier sowieso alle etwas unruhig. Die müssen alle mal wieder etwas runter kommen. Vielleicht ist es ganz gut, so zu übertreiben«, sagte sie schließlich.

Sie machten sich auf den Weg zu Klaras Café und fingen an, sich über ihre Schulzeit zu unterhalten.
Schließlich kamen sie in der Einkaufsstraße an, in dem sich Claras Café befand. Chris klopfte an die Tür und eine Kellnerin öffnete ihnen. Sie brachte sie nach oben in den Gastraum, wo sie sich an einen der Tische knieten. Klara begrüßte sie freundlich und freute sich, sie wieder zu sehen. Sie brachte ihnen ohne nachzufragen Kaffee und Kuchen.

»Jetzt erzählt doch mal, was macht ihr denn alle so«, fragte Georgia neugierig.
»Mich würde eher interessieren, was ihr Beiden so macht. So interessant ist es bei mir nicht. Herrin Rebecca lässt mich studieren, damit ich später mal die Firma von meinem Vater übernehmen kann. Das haben die Beiden so abgesprochen«, sagte Frida.
»Was studierst du denn?«, hakte Georgia nach.
»Maschinenbau. Ich finde, daß das ein ziemlich trockenes Thema ist. Aber wenn ich das nicht mache, dann darf ich nicht bei Herrin Isabella und Maja bleiben.«
»Wieso denn des nich?«, wollte Kim wissen.
»Das haben alle irgend wie beschlossen, ohne mich zu fragen«, sagte Frida und schaute etwas missmutig aus der Wäsche. »Und wie das weiter gehen soll, wenn ich mal die Firma übernehme, weiß ich auch nicht. Ich kann doch nicht Serva sein und gleichzeitig Chefin einer Firma. Aber ich hoffe, daß das irgend wie geht.«

»Und du?«, wandte Kim sich an Larissa.
Mit einem breiten Grinsen legte Larissa ihre linke Hand auf den Tisch.
Es dauerte einem Moment, bis Kim und Georgia begriffen hatten. »Is des ein Verlobungsring?«, fragte sie, worauf hin Larissa grinsend nickte.

Mara und Frida kicherten, als Larissa von dem Urlaub erzählte während dem Herrin Johanna um ihre Hand angehalten hatte, wobei sie jede Einzelheit erzählte, die sie bereits kannten.
»Dann bist du ja balde keine Serva mehr«, meinte Georgia.
»Wieso den nicht?«, fragte Larissa erstaunt. »Auch wenn ich jetzt frei bin, bleibe ich trotzdem Herrin Johannas Serva. Ich will das doch gar nicht anders.«, sagte Larissa. »Ich finde es schon schlimm genug, daß ich jetzt frei bin«, fügte sie hinzu und machte einen etwas bedrückten Eindruck. »Und das bloß wegen dem blöden Arbeitsvertrag. Am Liebsten hätte ich das alles hin geworfen, als Miss Aderra mir gesagt hat, daß ich als unfreie Serva gar keinen Arbeitsvertrag unterschreiben kann.«
»Was denn für einen Arbeitsvertrag?«, fragte Kim.
»Herrin Johanna hat mir ein paar Programme gezeigt, mit denen ich unsere Kostüme für eine Manga und Anime Convention entworfen habe. Und weil ich sonst nicht viel zu tun habe , habe ich angefangen ein wenig mit den Programmen herum zu basteln mit denen sie arbeitet. Sie hat die Clinger gesehen und gemeint, daß die sich gut verkaufen lassen. Und auf einmal war ich Teamleiterin in der Firma. Und Pauline hat dann dafür gesorgt, daß ich einen richtigen Arbeitsvertrag bekomme«, erzählte Larissa und es dauerte eine Weile, bis sie alle Einzelheiten erklärt hatte. Da Kim und Georgia neugierig waren, zeigte Larissa ihnen Bilder der Clinger, unter der Voraussetzung, niemandem etwas zu verraten, da diese noch nicht vorgestellt worden waren.
»Mensch toll. Wenn des die fertig sin, musst du uns des unbedingt sagen. Wenn Merle die sieht, is sie bestimmt begeistert davon«, sagte Kim begeistert. »Aber was is denn nun eigentlich so schlimm dran, wenn des du frei bist?«
»Ich will meine alte Bürgerakte einfach nicht wieder bekommen«, entfuhr es Larissa. Sie hielt sich die Hand vor den Mund als hätte sie etwas ganz schlimmes gesagt. Doch die Anderen, die darüber ein wenig erstaunt waren, gingen darauf zu ihrer Erleichterung nicht ein.

»Und was machst du so?«, wandte Georgia sich statt dessen nun an Mara.
»ich mache meine Ausbildung fertig und jetzt soll ich auch noch lernen zu fliegen.« sie kicherte verlegen. »Schwimmen hat mir Herrin Rebecca ja schon beigebracht.«
»Fliegen? Mit einem richtigen Flugzeug?«, fragte Georgia.
»Ja. Gestern hat sie mich das Flugzeug mit dem wir her gekommen sind schon mal fliegen lassen. Naja, eigentlich hat sie mir nur genau gezeigt, was ich machen muss. Und so schwer ist das anscheinend gar nicht«, wiegelte Mara ab.
»Wow. Des is ja noch besser, als den Bus und des Wohnmobil zu fahren. Und des waren mal echte Panzer«, sagte Kim.
»Und das Beste sagt sie einfach nicht«, warf Chris ein. »Dabei ist das sogar live im Netz übertragen worden und jeder hat es sehen können. Sogar Miss Wilhelmina hat sich das angesehen.«
»Sie hat das auch gesehen?«, fragte Mara erstaunt.
»Na sicher. Als Frida mir das gesagt hat, hab ich es ihr erzählt und wir haben uns das im Aufenthaltsraum angesehen.« Chris grinste Mara frech an.
»Was war denn des?«, fragte Kim.
Auf einmal war es Mara etwas unangenehm. Sie wollte mit dem Turnier auf keinen Fall angeben, daher wollte sie eigentlich gar nichts davon erzählen. Doch Frida hatte bereits ihr Comm eingeschaltet und zeigte Kim und Georgia die Aufzeichnung des Geländerennens auf Gut Marshagen. »Da hat sie den vierten Platz gewonnen. Und auf dem Hindernisdingsplatz hat sie den dritten Platz belegt und mit dem Sulky sogar den zweiten Platz«, erzählte Frida und zeigte Kim und Georgia Ausschnitte aus den entsprechenden Aufzeichnungen und von der Siegerehrung.

»Was? Du bist auch ein Pony?«, fragte Kim und begann breit zu grinsen.
»Ja«, sagte Mara verlegen. »Wieso denn ’auch’?«
Nun begann auch Kim breit zu grinsen und holte ein Comm aus ihrer Tunika.
Sie zeigte allen eine Aufnahme von einem Rennen bei dem jeweils vier Ponys einen römischen Streitwagen zogen. »Des da bin ich. Ich war aber nur dabei, weil Franziska sich ein Bein gebrochen hatte. Des da«, sie deutete auf die Lenkerin des entsprechenden Streitwagens, die eine Römische Uniform trug, mitsamt Helm und wehendem Umhang »des is Mia. Da haben wir den dritten Platz geschafft. Und beim Parcours auf Erlersheim letztes Jahr haben wir sogar den ersten Platz gemacht. Des war klasse. Des macht richtig Spaß mit den Anderen die Kutsche zu ziehen«, sagte Kim begeistert und zeigte eine Aufnahme bei der acht Ponys eine große Kutsche schnell über einen Hindernisparcours zogen. Die Fahrerin der Kutsche stand dabei auf dem Bock und trieb die acht Ponys mit Worten und einer Peitsche an.
»Des da sind Tamara und ihre Strohpuppen. Des is Mias Schwester. Aber die sin nich so gut wie wir«, sagte Kim ein wenig zu großspurig.
Als Mara diese Tamara sah, musste sie nicht all zu lange überlegen, wo sie sie schon mal gesehen hatte. Herrin Julia hatte ihr mal ein Bild von ihr gezeigt und auch diese Mia hatte sie schon mal auf einem der Bilder von Herrin Julia gesehen, konnte sich aber an den genauen Zusammenhang nicht mehr erinnern. Sie beschloss, Julia bei Gelegenheit danach zu fragen.
Als sie wieder auf sah, bemerkte sie, daß Larissa offenbar sehr erleichtert aussah und fragte sich nach dem Grund dafür.

»Oh je. Hätte ich bloß nichts gesagt«, meinte Frida.«Da haben sich die Richtigen ja getroffen.« Dann wandte sie sich an Georgia. »Und was macht ihr, wenn ich nicht gerade Pferdchen spielt?«
»Pferdchen?«, ereiferte sich Kim. »Des is nich nur einfach Pferdchen spielen. Ponysport is ein richtiger Leistungssport.«
»Ja ja, mit tollen Spielzeugen in der Muschi«, sagte Frida, worauf hin Larissa kicherte und Kim errötete. »Des gehört nun mal dazu«, sagte sie.
»Ich sag doch gar nichts dagegen«, sagte Frida beschwichtigend. »Aber was macht ihr denn sonst noch so?«
»Kim hat auf dem Schloss zusammen mit Eva den Fahrdienst. Sie fährt alles, was wir an Fahrzeugen haben und ich bin Krankenschwester und kümmere mich um die Anderen, wenn sie krank sind. Besonders viel zu tun habe ich da eigentlich nicht. Aber wir machen alle ziemlich viel miteinander., da wird es nie langweilig.«

Sie unterhielten sich noch eine ganze Weile, bis Chris sagte: »Sagt mal, wollen wir mal etwas Essen? Ich bekomme langsam Hunger. Mittag ist ja schon eine ganze Weile vorbei.«
»Wie können ja mal wieder in das Restaurant unten an der Uferpromenade gehen. Da haben wir schon lange nicht mehr gegessen«, sagte Frida kichernd.
»Willst du wieder mal deine Kreditkarte spielen lassen?«, fragte Georgia lachend.
»Das geht nicht. Herrin Isabella will, daß ich die nur im Notfall benutze«, sagte Frida betreten.
Nach einer kurzen Diskussion einigten sie sich darauf, in einen Schnellimbiss zu gehen, in dem sie während ihrer Schulzeit gelegentlich gegessen hatten.

Es war früher Nachmittag, als Maras Comm sich bemerkbar machte und Rebecca wissen wollte, wo sie gerade waren. Nachdem Mara ihr geantwortet hatte, dauerte es nur einige Minuten, bis diese zusammen mit Johanna, Isabella und Maja in dem Schnellimbiss auftauchte und sie sich zu ihnen setzten.
»Na toll, Essen gehen können wir jetzt wohl vergessen, wenn ihr euch hier diese riesigen Burger einverleibt«, sagte Isabella und nahm sich einige Pommes Frites von Fridas Teller.
»Möchtest du noch was?«, fragte Johanna Larissa und stand, als diese verneinte, auf um sich etwas zu Essen zu bestellen und Rebecca tat es ihr gleich. Isabella schickte Maja los, um ebenfalls etwas zu bestellen.
»Also das hättest du auch selber machen können«, sagte Johanna, nachdem auch Maja wieder am Tisch saß.
Isabella sah sie einen Moment lang an und sagte dann: »Wieso denn? Wofür habe ich denn nicht nur eine sondern sogar zwei Serva?« und setzte ein breites Grinsen auf.
Johanna schüttelte den Kopf, während Rebecca sich die Hand auf den Mund drückte um ein Lachen zu unterdrücken.
Maja schaute kurz in die Runde und sah dann Isabella an. »Genau. Sklaventreiberin«, sagte sie dann, ohne eine Miene zu verziehen.
»Aha«, sagte Isabella mit ausdruckslosem Gesicht. »Sklaventreiberin. Ich verstehe.« Sie nickte bedächtig und sah Maja, noch immer mit ausdruckslosem Blick, an.
Mara und Kim betrachteten eingehend ihre Hände, Georgia und Larissa sahen sich im Gastraum um, als würden sie ihn gerade das erste Mal sehen und Frida betrachtete die Maserung des Holzimitates der Tischplatte, während Rebecca und Johanna versuchten, nicht laut los zu lachen. Nur Chris ließ ihren Blick zwischen Maja und Isabella hin und her wandern.
»Sklaventreiberin«, wiederholte Isabella. »Bin ich dir also zu streng?«, fragte sie dann, ohne den Blick von Maja abzuwenden.
Maja hatte nun ein ähnlich ausdruckslosen Blick aufgesetzt, wie Isabella, als sie sagte: »Streng? Nein, ganz bestimmt nicht meine Herrin. Aber du scheuchst Frida und mich manchmal ganz schön rum.«
Ohne den Blick von Maja abzuwenden, fragte Isabella: »Findest du das auch Frida?«
Frida, von dieser Frage vollkommen überrumpelt, wusste nicht so recht, was sie sagen sollte.
Erleichtert sah sie auf, als der Imbissbesitzer durch den Raum rief und ihnen mitteilte, daß die bestellten Essen fertig waren. Sie stand auf und ging zum Tresen um Majas und Isabellas Essen zu holen, gefolgt von Mara und Larissa, die die Essen ihrer Herrinnen holten und vor ihnen auf dem Tisch abstellten.

»Darüber sollten wir noch mal reden«, sagte Isabella und fing an, zu essen.
»Nein Herrin, das brauchen wir nicht«, sagte Maja und beugte sich zu Isabella um ihr etwas ins Ohr zu flüstern.
Isabella hielt in ihrer Bewegung inne, schaute Maja kurz an und nickte lachend, bevor sie ihr einen Kuss gab und weiter aß.

Die Anderen schauten die Drei grinsend an und obwohl noch alle am Essen waren, entspann sich zwischen Ihnen erneut eine angeregte Unterhaltung.
»Also ihr müsst uns unbedingt mal besuchen kommen«, sagte Georgia und Kim nickte zustimmend, da sie mit vollem Mund nicht reden wollte.
Nach einem kurzen Blick zu Johanna und Rebecca stimmten Larissa und Mara zu.
»Ihr Beiden könnt aber auch gerne mal nach Horizons kommen und uns besuchen. Und du natürlich auch Chris«, sagte Isabella. »Ihr könnt dann gerne in der Schule übernachten. Aber ich bin mir sicher, daß ich auch bei Rebecca wohnen könnt.«
»Wieso denn ausgerechnet bei uns?«, fragte Rebecca.
»Ganz einfach, in deiner riesen Hütte ist genug Platz. Johanna und ich müssen ja mit einfachen Appartements vorlieb nehmen«, sagte Isabella.
Johanna grinste breit. »Das sagst du mit deinem riesen Penthouse. Larissa und ich haben gerade mal halb so viel Platz wie ihr drei.«
»Aber dafür müssen Maja und ich auch doppelt so viel Putzen, wie Larissa«, warf Frida ein und erntete dafür ein verhaltenes Gekichere der Anderen.
Mara war es ein wenig unangenehm, daß sie anscheinend die Einzige war, die so gut wie gar nicht putzen musste und sagte deshalb lieber nichts dazu.

»Sag mal, Rebecca, im Flugzeug war da doch diese Notsitz für einen Flugbegleiter, oder irre ich mich da?«, fragte Isabella.
»Ja, den gibt es, wieso fragst du?«, hakte Rebecca nach.
»Wenn Frau von Fähenberg nichts dagegen hat, können wir Kim und Georgia ja nach Hause bringen. Von Horizons aus ist es ja nicht weit nach Dresden. Und mit dem Flugzeug sollte das doch nicht all zu lange dauern«, meinte Isabella.
»Das ist aber wirklich nur ein Notsitz«, sagte Rebecca. »Da möchte ich keine zwei stunden drauf sitzen müssen.«
»Musst du ja auch nicht. Du sitzt mit Mara doch eh im Cockpit«, sagte Isabella und fügte mit einem breiten Grinsen hinzu: »Und da ich ja so eine fiese Sklaventreiberin bin, kann ich diesem Ruf auch alle Ehre machen. Da würde dann Maja sitzen.«
»Ähm...«, sagte Maja und hob die Hand, doch Isabella winkte grinsend ab, worauf hin Maja die Hand wieder sinken ließ und schwieg, wofür sie ein leises Kichern erntete.

Nachdem Georgia bei ihrer Herrin angefragt hatte, ob es in Ordnung wäre, wenn Rebecca sie nach Hause brachte und diese zugesagt hatte, machten sie sich, nachdem alle fertig gegessen hatten, auf den Weg, zurück in die Schule, wo sie sich von Chris verabschiedeten. Maja und Kim holten ihre Taschen und Koffer aus den Gästezimmern in denen sie geschlafen hatten und fuhren mit einem Taxi zum Flughafen.
Während Rebecca um das Flugzeug herum ging und alles kontrollierte, wobei sie Mara zeigte, worauf man alles achten musste, stiegen die Anderen ein und kurz darauf hob das Flugzeug, von Rebecca gesteuert, ab.
Gute zwei Stunden später erreichten sie den Vorort von Dresden und Rebecca flog in einem langsamen Bogen um das Schloss.
»Kim, Georgia, könnt ihr mal nach vorne kommen«, fragte Mara über die Sprechanlage.
Die Beiden erschienen kurz darauf im Cockpit. Rebecca fragte sie, wo sie denn landen könnte und deutete auf die Wiese in dem sehr schönen Schlosspark.
»Nee, da besser nich«, sagte Kim. »Die Wiese haben wir erst wieder ordentlich gemacht.«
»Am Besten wäre es wahrscheinlich auf dem Hof vor der Garage«, sagte Georgia und deutete in die entsprechende Richtung.
»Das ist ja riesig«, sagte Mara, die sich noch immer das Schloss betrachtete.
»Des is noch viel größer. Die Weinberge und des alles gehören auch noch dazu«, erwiderte Kim.
Rebecca schickte die Beiden wieder zurück nach hinten und tippte den Platz, den Georgia ihr gezeigt hatte, auf der Übersichtskarte des Navis an. Es ging ein leichtes Rucken durch das Flugzeug, als die Triebwerke in die senkrechte Position fuhren und dann dauerte es nur noch wenige Minuten, bis das Flugzeug sanft auf dem Platz neben der großen Halle aufsetzte.

Sofort kamen zwei Serva aus der Halle gelaufen und schauten ungläubig zum Flugzeug.
Rebecca schaltete die Triebwerke ab, öffnete die Tür und fuhr die Treppe aus.
Nachdem alle sich abgeschnallt hatten, stiegen sie aus und Kim und Georgia wurden von den beiden Frauen mit herzlichen Umarmungen begrüßt.
Sie stellen die Beiden den Anderen als Mia und Eva vor.

»Und hier wohnt ihr?«, fragte Larissa und betrachtete sich die Halle, die eher wie eine Autowerkstatt aussah als nach einem Schloss.
»Nee, des is nur unsere Garage. Hier stehen alle unsere Autos und vorne im Ausstellungsraum haben wir ein tolle Spielzimmer«, sagte Kim grinsend. »Kommt, ich zeig euch des alles«.
Mara und Larissa sahen zu ihren Herrinnen und nachdem diese genickt hatten, folgten sie und Frida Kim in die Halle.
Hier standen tatsächlich jede Menge unterschiedliche Autos. Neben einigen Kleinwagen und einem gelben Sportwagen stand ein kleiner Reisebus hier, den alle schon mal während ihrer Versteigerung gesehen hatten und ganz hinten in der Halle standen tatsächlich zwei Fahrzeuge, die man nur als Panzer bezeichnen konnte. Zwar besaßen sie keine Ketten sondern jeweils drei Achsen mit riesigen Rädern, aber der ganze Eindruck den diese Fahrzeuge machten, deutete auf Militärfahrzeuge hin.
Durch eine Werkstatt mit mehreren Hebebühnen und einen Aufenthaltsraum ging es weiter in einen großen, halbkreisförmigen Raum. Dieser war rund herum mit großen Schaufenstern ausgestattet, die jedoch mit dicken Vorhängen verhangen waren, ganz eindeutig, um neugierige Blicke von außen fern zu halten. Denn auf der rechten Seite standen mehrere quaderförmige Kisten, deren äußeres ganz eindeutig aus Latex oder etwas ähnlichem bestand. In zwei dieser Kisten befand sich eine nackte Frau. Diese Beiden konnten sich anscheinend nicht bewegen, da das dünne, fast durchsichtige Latex sich fest auf ihre Körper gesaugt zu haben schien. Lediglich ein gelegentliches, leichtes Zucken deutete darauf hin, daß die Eingeschlossenen echte Menschen und keine Puppen waren.

»Was ist das denn?«, fragte Larissa erstaunt und ging zu einer der beiden Kisten, wo sie der darin eingeschlossenen Frau mit der Hand vorsichtig über den Körper strich.
Darauf hin zuckte diese heftig zusammen.
»Das sin Franziska und Luisa«, erklärte Kim, wenig hilfreich.
»Das sind Vakuumboxen. Man stellt sich da rein und die Luft wird abgesaugt. Damit man atmen kann, gibt es Masken, die mit einem Schlauch mit einem Atemgerät verbunden sind«, erklärte Georgia. »Das fühlt sich einfach toll an, wenn man da drinne eingeschlossen ist.«
Larissa schaute zu den beiden eingeschlossenen Frauen und nickte andächtig. »Das würde ich gerne auch mal versuchen«, sagte sie.

»Aber heute nicht«, sagte Isabella hinter ihr. »Rebecca will gleich wieder los. Am Besten, ihr tauscht eure Adressen aus, dann könnt ihr euch alle mal verabreden. So weit ist Horizons ja nicht entfernt.«
Alle drehten sich zu ihr um und folgten ihr nach draußen. Sie tauschten ihre Adressen aus und nachdem sich alle voneinander verabschiedet hatten, blieben Kim und Georgia zurück und winkten den Anderen hinterher, als sie ins Flugzeug stiegen.

- - -

Die folgenden Wochen vergingen ohne besondere Ereignisse.
Frida bereitete sich auf ihre ersten Prüfungen vor, Larissa und Pauline arbeiteten mit Hochdruck an der Fertigstellung aller Versionen der Clinger und während Rebecca mit ihrer Mutter die Übernahme der Firma besprach, arbeitete Mara weiter im Laden. Das einzig Besondere war, daß Rebecca ziemlich oft und intensiv mit Sunrise für kommende Turniere trainierte. In dieser Saison hatte Rebecca eingeplant, an acht Turnieren teilzunehmen. Die Daten hatte sie in einen großen Wandkalender eingetragen, zusammen mit allen anderen Terminen. Zusammen mit dem für die Turniere notwendigen Training blieb weder für Mara noch für sie selbst viel Freizeit, obwohl Rebecca darauf geachtet hatte, daß diese nicht zu knapp kam.

»Du siehst schlimm aus«, sagte Johanna, als Larissa zur Tür herein kam, ihre Tunika an den Haken hängte und sich neben dem Sofa auf den Boden kniete.
Johanna legte sich bäuchlings auf das Sofa, den Kopf auf er Seitenlehne liegend und sah Larissa an.
Diese lehnte sich darauf hin an die Lehne, den Kopf direkt neben Johannas.
Johanna nahm eine Hand vor und begann Larissa zu streicheln.
Larissa schloss die Augen und genoss die Berührungen. »Ich hoffe, daß wir alles richtig gemacht haben«, sagte Larissa.
In den letzten zwei Wochen hatten sie und Pauline zusammen mit ihren mittlerweile drei Mitarbeiterinnen für die Präsentation vorbereitet, die übermorgen, am Sonntag stattfinden sollte. Vivian hatte als Zwischenprojekt ihrer Ausbildung einen Film über die Clinger gedreht, der die eigentliche Präsentation untermalen sollte und noch einige andere Elemente, die während dieser auf mehreren großen Leinwänden laufen sollten, erarbeitet. Die Generalprobe war für morgen angesetzt und sollte den ganzen Tag dauern. Eigentlich war die Präsentation nur etwa zwei Stunden lang, aber Pauline hatte Larissa geraten, diese ein paar Mal zu üben.

»Ich bin mir sicher, daß alles funktionieren wird. Ihr habt die Clinger ja nun lange und oft genug getestet.«
»Über die Clinger mache ich mir keine Sorgen. Ich hoffe nur, daß die Präsentation gut läuft«, sagte Larissa leise.
Johanna bemerkte Larissas Anspannung und überlegte, was sie tun konnte, damit ihre Kleine sich etwas entspannte, doch zuerst fiel ihr überhaupt nichts ein, was Larissa helfen könnte. Sie erinnerte sich an ihre erste Präsentation. Sie hatte damals vor lauter Aufregung zwei Nächte lang kaum geschlafen und war vor und auch noch während der Präsentation so aufgeregt, daß Angelika, mit der sie damals zusammen einen vollautomatischen Bondagestuhl entworfen hatte, ihr helfen musste, wenn sie sich nicht mehr an den genauen Text erinnern konnte.
Und Larissas Clinger waren etwas, was noch mehr Interesse bei den Kunden, den Ladenbetreibern und natürlich der einschlägigen Presse hervorrief als ihr im Vergleich dazu recht einfacher Stuhl.
Sie schaute Larissa an, wie sie mit geschlossenen Augen da kniete und hatte eine Idee.
»Das wird schon werden. Pauline ist ja auch noch dabei. Sie hat sowas ja schon ein paar Mal gemacht«, sagte sie.

Ohne Vorwarnung fasste sie den Ring an Larissas Halsband und zog sie recht unnachgiebig nach vorne, so daß diese auf allen Vieren vor das Sofa krabbeln musste. Sie stellte ihre Füße auf den Boden und beugte sich nach vorne um Larissas Kopf an ihrem Halsband weit herunter, zwischen ihre Füße zu ziehen.
Larissa hob den Kopf und sah sie ungläubig an. Johanna nickte einmal energisch und wackelte mit ihren Füßen. Eigentlich war das ja sogar recht gemein, fand sie, denn sie trug die Turnschuhe und die Tennissocken seit heute Morgen.
Larissa nickte kurz zur Bestätigung und begann, Johannas Schuhe zu öffnen und sie ihr auszuziehen. Auch die Socken zog sie ihr aus und umfasste dann Johannas linken Fuß sacht mit den Händen. Sie beugte sich noch etwas herunter und legte die Lippen um die Zehen ihrer Herrin.
’Warum ausgerechnet jetzt?’, fragte sich Larissa und begann nur halbherzig, die Zehen ihrer Herrin mit den Lippen und ihrer Zunge zu massieren.
Doch mit jedem Male daß sie die Zunge zwischen zwei Zehen wandern ließ und den herben Duft ihrer Herrin aufnahm, wich dieser Gedanke in weitere Ferne und ihre Anspannung begann sich langsam zu lösen als sie den Fuß ihrer Herrin etwas anhob und mit Lippen und Zunge über dessen Sohle fuhr, diese liebkoste und küsste.

Johanna schaute zu Larissa und sah, wie sie zunehmend entspannte und mit der selben Leidenschaft ihren Fuß küsste und mit den Lippen massierte, wie vor einigen Monaten. Sie fragte sich insgeheim, warum sie dies so lange hatte schleifen lassen. Nachdem Larissa angefangen hatte, die Clinger zu bauen, hatte sie immer weniger von ihr gefordert und sie immer mehr geschont, um sie nicht noch mehr anzustrengen und dabei vollkommen übersehen, wie sehr Larissa das alles zu brauchen schien.
Nachdem eine halbe Stunde vergangen war, zog sie ihren linken Fuß zurück, um Larissa ihren rechten vor zu halten. Nun fühlte es sich weitaus besser und intensiver an, als eben noch beim anderen Fuß, fand sie.

Eine weitere halbe Stunde später öffnete sie ihre Bluse und zog diese aus, bevor sie Larissa an ihrem Halsband fasste und zu sich hinauf zog, soweit, bis Larissas Kopf vor ihren Brüsten war und dirigierte sie zu diesen. Larissa beugte sich vor und begann ihre Brüste mit Zunge und Lippen zu verwöhnen.

Nach einer ganzen Weile zog Johanna Larissa etwas zur Seite. Sofort wollte diese den Kopf zwischen ihren Beinen versenken, doch Johanna hatte etwas anderes vor und hielt Larissa bei sich. Sie zog erneut an ihrem Halsband und dirigierte sie zu sich, bis ihre Lippen sich berührten.

»Ich bin mal eine Weile im Schlafzimmer. Derweil machst du uns bitte etwas zu Essen meine Kleine«, wies Johanna Larissa an, die sich nur zögernd und scheinbar auch etwas widerwillig zurück zog.
Johanna nahm die linke Hand und ließ sie unter ihren Hosenbund verschwinden. Sie zog diese wieder aus der Hose heraus und hielt sie Larissa vor den Mund, die sofort die Augen schloss und Johannas Finger in den Mund nahm um daran zu saugen. »Nach dem Essen gibt’s für dich mehr davon meine Kleine«, sagte Johanna und ging ins Schlafzimmer. Sie schaute noch einmal zurück und sah Larissas etwas abwesendes Lächeln.

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von HeMaDo am 27.10.18 um 18:27 geändert
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:22.10.18 20:32 IP: gespeichert Moderator melden


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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:26.10.18 12:16 IP: gespeichert Moderator melden


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  Neue Horizonte - 2 Teil 82 Datum:27.10.18 17:34 IP: gespeichert Moderator melden


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Selbst während des Abendessens schien Larissa nicht ganz anwesend zu sein. Johanna schwieg weitestgehend und auch Larissa sagte nur sehr wenig.
Als beide aufgegessen hatten, schickte Johanna Larissa ins Bad um sich zu waschen und wartete, mit einem bequemen Bademantel bekleidet, im Schlafzimmer auf sie.
Als Larissa aus dem Bad kam, trug sie wie üblich nur ihren Keuschheitsgürtel und den dazu gehörenden BH. Doch beides nahm Johanna ihr nun ab und setzte sie auf den Stuhl. Larissa sah sie fragend an, doch Johanna sagte kein Wort.
Die Kerzen, die sie aufgestellt hatte, es waren gute hundert Stück, tauchten das Schlafzimmer in ein romantisches Licht und die einzige echte Kerze flackerte in einer Duftlampe in die sie eine Mischung aus Sandelholz-, Rosen- und Zitronenöl gegeben hatte, die einen angenehmen und betörenden Duft verströmte. Aus dem Lautsprecher tönte leise, sanfte Musik.

Auf dem Bett hatte Johanna mehrere Teile vorbereitet. Sie nahm das schwere Halskorsett aus rotem Leder und trat damit hinter Larissa, um es ihr anzulegen. Das offene Halskorsett legte sie von vorne um Larissas Hals und achtete beim Umlegen darauf, nichts einzuklemmen oder einzuschnüren. Larissas Kinn legte sie sorgsam in das Korsett hinein, welches bis zu der Furche zwischen Larissas Kinn und ihrer Unterlippe reichte, ohne den Kopf zu sehr anzuheben. Langsam fädelte sie das Band durch die Ösen im Nacken und zog es erst einmal so an, daß ein Spalt von noch einem Zentimeter verblieb. Dann richtete sie das ganze Halskorsett noch einmal aus und schnürte es auch den letzten verbleibenden Zentimeter zu. Der Ring von Larissas Halsband schaute durch eine dafür vorgesehene Öffnung im Leder vorne heraus.
Jeder andere Mensch hätte hierbei bereits Atemnot bekommen, aber Larissa, auf die dieses und auch die anderen Teile maßgeschneidert waren, konnte den Kopf sogar noch ein klein wenig hin und her bewegen. Das war so eigentlich nicht gewollt, doch im Moment spielte das keine all zu große Rolle. Dennoch würde Johanna noch einmal mit Lucy darüber reden müssen.

Nun folgte die lederne Haube die Larissas Kopf fest umschloss. Diese wurde über dem Halskorsett getragen und ließ fast das gesamte Gesicht offen. Auch diese Haube wurde hinten geschnürt. Die Haare konnte man entweder als einen einzelnen Zopf irgend wo durch die Schnürung ziehen oder jeweils zwischen den einzelnen Schnüren eine Strähne hindurch ziehen. Um es sich selbst einfacher zu machen, flocht sie Larissa einen Zopf und führte diesen zwischen zwei Schnüren hindurch. Auch die Haube schnürte sie auf diese Weise, bis sie komplett geschlossen war.
Larissa, die sich im Spiegel betrachtete lächelte die ganze Zeit. Johanna fragte sich, ob sie die Teile, die auf dem Bett lagen, trotz der Wolldecke, mit denen sie sie abgedeckt hatte, bereits gesehen hatte.

Johanna beugte sich zu Larissa herunter, die durch die Polster in der Haube nur noch wenig hören konnte. »Wie gefällt dir das meine Kleine«, fragte sie.
Larissa wollte den Kopf drehen, was ihr aber durch das Halskorsett nicht gelang. »Das sieht toll aus Herrin. Und es fühlt sich gut an«, sagte sie.
»Es freut mich, daß es dir gefällt. Aber das war erst der Anfang«, sagte Johanna und strich Larissa sanft über die Oberarme.

Nun folgten die Handschuhe. Diese waren aus dem selben, roten Leder, wie der Rest des Ensembles, welches Johanna eigentlich für das Sommerfest hatte anfertigen lassen. Doch es schien ihr einfach richtig, Larissa jetzt schon darin einzuschließen. Alle Teile waren innen mit Baumwollstoff gefüttert um einerseits Druckstellen vorzubeugen und andererseits das Korsett vor Schweiß zu schützen. Dieses Futter konnte man zum Waschen heraus nehmen und es gab davon zwei Garnituren, einmal in Weiß und einmal in rot.
Johanna streifte Larissa zuerst den linken Handschuh über, der ihr bis zur Mitte der Oberarme reichte und schnürte auch diesen. Durch mehrere herausnehmbare Schienen konnte man die Handschuhe so versteifen, daß es unmöglich war, die Ellenbogen zu beugen.
Sie begann mit dem Schnüren in der Mitte und arbeitete sich zuerst zu den Händen vor, dann nach oben. Dann erst schnürte sie die einzelnen Finger, die Larissas Finger nun ebenso fest umschlossen und es ihr somit unmöglich, aber zumindest sehr schwer machten, ihre Finger zu bewegen. Auf die selbe Weise zog sie ihr auch den rechten Handschuh an, was Larissa mit fasziniertem Blick wortlos verfolgte.
Sobald die Handschuhe fertig geschnürt waren, testete Larissa, ihre verbleibende Bewegungsfreiheit aus, von der nicht mehr viel übrig geblieben war.

»So, jetzt musst du aufstehen«, sagte Johanna, laut genug, damit Larissa es verstand. Sie half ihr auf und führte sie mittig vor das Fußende des Bettes. Sie ließ die Seile herab, die zu zwei der Wagen führten, die in der Schienenkonstruktion an der Decke liefen und in jeder Stellung arretiert wurden konnten. Mit diesem einfachen aber wirkungsvollen Flaschenzugsystem konnte sie Larissa nachher anheben und vor und zurück bewegen, ohne viel Kraft aufwenden zu müssen. Die einzelnen Seile, die diese Bewegungen ermöglichten, liefen auf der einen Seite an der Wand zusammen und waren einzeln in Klampen gesichert. Auf der anderen Seite, hinter dem Bett, gab es einem Kasten in der Wand, in dem sich elektrische Winden befanden, die das Selbe ermöglichten.

Die Enden der beiden Seile, welche mit Karabinern ausgestattet waren, hakte sie in die dafür vorgesehenen Ringe in den Handschuhen ein und zog sie soweit nach oben, daß Larissas Arme fast senkrecht nach oben standen.
Nun fasste sie Larissa an den Füßen und stellte diese ein kleines Stück weit auseinander.
Sie nahm das nächste Teil vom Bett und stellte sich wieder hinter Larissa. Zuerst einen Fuß, dann den anderen, führte sie in den Schlüpfer aus hauchdünnem aber sehr festen Silikon. Dieses war wesentlich fester und dünner als Latex und klebte durch die spezielle Oberfläche auch nicht so auf der Haut, so daß man kein Öl oder anderes Gleitmittel brauchte, um es anzuziehen. Allerdings glänzte dieses Material bei weitem nicht so schön, wie Latex, doch das spielte hier keine große Rolle. Mit Druckknöpfen befestigte Johanna den speziellen Freudenspender vorne in dem Schlüpfer und rieb dann den Stöpsel, den Larissa gleich in den Po bekommen sollte, dick mit Gleitgel ein.
Den Freudenspender für vorne hatte sie in den letzten Wochen entworfen und bauen lassen. Das Besondere daran war, daß sich kein Vibrator darin befand. Dafür besaß er an der Stelle, an der sich Larissas Kitzler befand, ein etwa zweieinhalb Zentimeter breites Band, welches von einem kleinen Motor angetrieben, wie ein Förderband vor und zurück bewegt werden konnte. Es hatte drei verschiedene Zonen, welche man mit der Fernbedienung auswählen konnte. Eine recht glatte Fläche, bei der man kaum etwas spürte, wenn sie sich bewegte, eine Fläche, die mit kleinen Noppen ausgestattet war und eine Fläche die mit Längsrillen bestückt war, die gute drei Millimeter abstanden. Auch auf dieses Band gab sie etwas Gleitmittel, obwohl sie sich sicher war, daß dies nachher gar nicht nötig sein würde.
Nun zog sie den Schlüpfer weiter hoch, bis der Plug vor Larissas Schließmuskel lag. Johanna wusste zwar, daß Larissa, obwohl diese ganz bestimmt auch hinten keine Jungfrau mehr war, Plugs welche sie längere Zeit tragen sollte, nicht all zu gut gefielen, doch vorsichtig drückte sie den Plug, der nicht all zu dick war, gegen Larissas Schließmuskel. Nun zeigte Larissa eine erste Reaktion, indem sie den Kopf schüttelte. Johanna stand auf und stellte sich vor Larissa. Sie streichelte ihr die in Leder gepackte Wange und sagte: »Versuch es doch mal. Auch wenn es nachher sicher etwas länger dauert, dich wieder auszupacken, können wir jederzeit aufhören.«
»Ist der groß?«, wollte Larissa wissen.
Johanna schüttelte den Kopf und hob ihren Daumen. »Etwas dicker ist er, aber er ist wirklich nicht all zu groß, glaub mir.«
Larissa betrachtete eingehend Johannas Daumen und nickte dann zaghaft, so weit es das Halskorsett zuließ. »Bitte vorsichtig, Herrin«, sagte sie leise.
»Natürlich«, sagte Johanna. Etwas anderes kam für sie sowieso nicht in Frage.
Sie strich Larissa noch einmal über die Wange. »Entspann dich einfach. Stell dir vor, es wäre einer der Dildos in Emylias Spielzimmer«, sagte sie, worauf hin Larissa erneut nickte.
»Ich versuche es, meine Herrin.«

Johanna trat erneut hinter Larissa und drückte den Plug vorsichtig gegen Larissas Schließmuskel. Dabei achtete sie auf jede Bewegung Larissas. Langsam, Millimeter für Millimeter, glitt der Plug in Larissas Po hinein, bis schließlich die dickste Stelle überwunden war und der Muskel sich um den Schaft, der tatsächlich nur wenig dicker als Johannas Daumen war, schloss, was Larissa leise aufstöhnen ließ.
Johanna zog den Schlüpfer nun ganz hoch und richtete ihn, so daß er gerade saß.
»Ist es so schlimm, wie du gedacht hast?«, fragte sie, nachdem sie wieder vor Larissa stand.
»Es ist komisch, aber es geht«, sagte diese und Johanna sah ihr deutlich an, wie erregt sie war.
Johanna lächelte und gab Larissa einen Kuss. Dann ging sie zur Wand und löste die Seile, die Larissa hielten, um sie etwas weiter nach oben zu ziehen.
Larissa gab einen erschreckten Laut von sich, beruhigte sich aber gleich wieder, als Johanna ihr sagte, daß sie nur kurz so bleiben müsste.
Sie hielt die Lederhülle für die Beine so, daß Larissa lediglich die Unterschenkel etwas abwinkeln musste und zog sie dann ganz nach oben, bis Larissas Füße auf den dicken Sohlen lagen. Dann ließ sie sie wieder etwas herunter. Nun stand Larissa zwar, aber musste dazu auf ihren Ballen stehen. Von unten fing Johanna an, dieses Beinkorsett zu binden, bis sie ganz oben, also knapp unter Larissas Po, angekommen war. Es zog Larissas Beine fest zusammen und schloss diese unnachgiebig ein. Auch hier blieb kein Millimeter der Schnürung offen und Larissas Füße wurden in eine extrem gestreckte Position gezwungen und nur durch das Leder und die feste Sohle schaffte sie es, diese Haltung länger auszuhalten, doch auf Dauer war das ganz bestimmt nichts. Aber das war auch gar nicht nötig, denn nachher brauchte Larissa gar nicht mehr zu stehen.

Nun kam das nächste Teil an die Reihe. Das Oberteil reichte von den Schultern bis knapp unter die Knie und war so schwer, daß Johanna es nur mit Mühe tragen konnte und schon ohne daß es geschnürt war, so steif, daß es sich kaum durch bog.
Sie legte es Larissa von vorne um und legte die steifen Schulterriemen über Larissas Schultern. Diese keuchte ob des Gewichtes leicht, als sie dieses spürte. Lucy hatte Johanna gesagt, daß dieses Oberteil fast fünfzehn Kilo auf die Waage brachte. Insgesamt würde Larissa nachher wohl gute 25 bis 30 Kilo mehr wiegen. Doch dank der Flaschenzüge war das kein Problem, zumal Larissa sowieso noch immer einige Kilo zu wenig wog.
Johanna schloss die drei Hilfsgurte in Larissas Rücken und zog sie so weit zusammen, wie es nur ging. Dann zog sie die Schnürung durch die Ösen und als dies geschafft war begann sie, diese von der Mitte nach außen hin zu schnüren. Die drei Hilfsgurte konnte sie nun abnehmen.
Die Schnürung hatte noch gute fünf Zentimeter Luft, also begann Johanna nun mit dem zweiten Durchlauf und schürte Larissa noch weiter ein. Erst im dritten Durchlauf hatte sie es geschafft, die Schnürung komplett zu schließen. Lediglich dort, wo das Unterteil sich unter dem Oberteil befand, hatte die Schnürung noch gute drei Zentimeter Luft. Das war nötig, damit Larissa dieses Monstrum auch ohne das Unterteil tragen und laut Lucy sogar damit etwas eingeschränkt laufen konnte. Doch heute brauchte sie nicht mehr laufen.

Nun kam der schwerste Teil. Johanna ließ zwei weitere Seile von der Decke herab und hakte diese über Kreuz in zwei der Ringe ein, die sich an der Hinterseite des Korsetts, etwa in Höhe von Larissas Nabel befanden. Dann zog sie diese leicht an, worauf hin Larissa etwas in der Luft hing und sich zur Seite drehte. Dann ließ sie vorsichtig den Zug an den Seilen nach, die Larissas Arme hielten, bis diese nun mit dem Gesicht zum Bett in der Luft hing. Schließlich löste sie die Seile von den Handschuhen und ließ Larissa dann vorsichtig wieder herunter auf die Füße. Dabei musste sie aufpassen, daß diese nicht das Gleichgewicht verlor und nach vorne über kippte. Denn trotz des dicken Lederpanzers in dem Larissa nun steckte, wäre es sicher nicht sehr angenehm, wenn diese mit dem Gesicht zuerst auf das Bett kippen würde. Erst als Larissa wieder festen Boden unter den Füßen hatte und selbst das Gleichgewicht halten konnte, entspannte sich Johanna wieder.

Zwar hatte sie alles schon mehrmals mit einem zusammengerollten Teppich geübt, aber der war bei weitem nicht so schwer wie Larissa, zumal sie ja noch das nun fast komplette Korsett trug.
»So meine Kleine, jetzt kommt das letzte Teil«, sagte Johanna und holte dieses unter der Wolldecke hervor. Es war eine Art Bolero, der gleich Larissas Schultern umschließen würde, so daß ihre Oberarme und ihre Brüste unter einer weiteren Schicht Leder verschwanden.
Bevor sie aber dieses Teil um Larissas Schultern legen und die Schnürung damit abschließen würde, musste sie Larissas Arme noch an ihrem Körper fest machen. Dazu musste auf jeder Seite fünf breite Lederriemen vorne und hinten in den entsprechenden Ösen einhaken und stramm anziehen. Dies war recht schnell erledigt und nun konnte Larissa die Arme nicht einen Millimeter mehr bewegen.
Johanna hängte den Bolero um Larissas Schultern, diesen gab es noch in einer anderen Ausführung bei der Larissa ihre Arme noch frei bewegen konnte, doch auch dies war heute nicht nötig.
Sie begann nun, als letztes Teil, den Bolero hinter Larissas Rücken zu schnüren. Dies ging wesentlich leichter, da er nur noch bereits geschnürte Stellen zusammen halten musste.
Nun war Larissa komplett bewegungsunfähig, teilweise in mehrere Lagen Leder gepackt, die ihre schlanke Figur und ihre mittlerweile zumindest ansatzweise vorhandenen weiblichen Rundungen zur Geltung brachte.

Johanna sah auf die Uhr und stellte fest, daß sie fast zwei Stunden gebraucht hatte, um Larissa in diesen Panzer aus dickem Leder und Stahlstangen einzuschnüren. Sie war leicht geschwitzt und die Anstrengung machte sich in ihren Muskeln bemerkbar.
Sie trat vor Larissa und fragte: »Wie fühlt sich das an, meine Kleine Puppe?«
Larissa schaute sie an und anstatt etwas zu sagen, fing sie hemmungslos an, zu weinen.
Johanna nahm sie sofort in die Arme und streichelte ihr Gesicht, die einzige Stelle, an der noch etwas Haut erreichbar war. Erschrocken fragte sie: »Ist es so schlimm? Soll ich dich wieder raus lassen?« und griff nach dem Seilschneider, den sie in der Tasche ihres Bademantels hatte.
»Nein!«, sagte Larissa unter Tränen. »Es fühlt sich so schön an meine Herrin.«
Erleichtert nahm Johanna Larissa wieder in die Arme, sich dessen bewusst, daß sie diese Berührungen sicher kaum fühlen konnte und hielt sie fest.

Es dauerte eine ganze Weile, bis Larissa sich wieder etwas beruhigt hatte.
»Warum tun Sie das alles für mich, Herrin?«, fragte Larissa schluchzend und schniefend.
Johanna hatte mit so einer Frage überhaupt nicht gerechnet. Doch eine Antwort musste sie sich nicht erst überlegen. »Weil ich dich über Alles liebe meine Kleine«, sagte sie.
Larissa hörte kurz auf zu schluchzen. »Ich liebe Sie auch, meine Herrin«, sagte sie und fing dann wieder an zu weinen.

Erst als Larissa sich wieder soweit beruhigt hatte, daß sie nicht mehr weinte, ging Johanna zur Kommode und holte dort ein Tuch, mit dem sie Larissas Tränen weg wischte. Trotz des schweren Korsetts konnte Johanna deutlich sehen, wie Larissas Brustkorb sich schnell hob und senkte und sich ihr Atem nur langsam beruhigte.
»Das habe ich doch alles gar nicht verdient«, sagte Larissa leise, als Johanna sie erneut in die Arme nahm.
»Natürlich hast du das«, sagte diese energisch. »Ich wüsste nicht, warum du das nicht verdient hättest.«
Larissa versuchte vergeblich, mit den Schultern zu zucken doch sagte nichts.

»Geht es wieder?«, fragte Johanna, nachdem sie Larissa noch eine Weile in den Armen gehalten hatte, soweit das überhaupt möglich war.
»Ja meine Herrin«, antwortete Larissa.
»Möchtest du etwas trinken?«
»Wenn ich darf, gerne.«
Johanna ließ Larissa gehen und ging zur Tür. »Ich hole dir ein Glas Wasser. Nicht weglaufen«, sagte sie, worauf hin Larissa sie aus den Augenwinkeln anschaute und erleichtert anfing zu lachen.
»Nein meine Herrin, bestimmt nicht«, sagte sie.
Johanna ging in die Küche und füllte ein Glas mit kühlem Wasser. Auch sie selbst trank einen großen Schluck und fragte sich, was mit Larissa wohl los war. Schon als sie den Vertrag geändert hatten, so daß Larissa nun frei war, hatte sie schon etwas seltsam reagiert, obwohl sich dadurch zwischen ihnen nichts ändern würde. Und vor ein paar Wochen hatte Larissa eine Anmerkung wegen ihrer Bürgerakte gemacht, die sie damals nicht richtig verstanden hatte. Doch langsam fing das alles an, ein noch etwas undeutliches Bild ab zu geben und sie beschloss, Larissa bei Gelegenheit zu fragen, was mit ihr los war.

Sie schüttelte diese Gedanken ab und ging mit dem Glas Wasser zurück ins Schlafzimmer, wo Larissa noch genauso stand beziehungsweise hing, wie eben. Doch satt zu weinen, hatte sie nun ein leichtes Grinsen im Gesicht.
Sie hielt ihr das Glas hin, welches Larissa langsam austrank.
»Ich glaube, ich sollte dich jetzt besser wieder raus holen«, sagte Johanna, nachdem sie das Glas auf die Kommode gestellt hatte.
»Nein, bitte nicht Herrin«, sagte Larissa und bewies damit, daß sie entweder sehr gute Ohren hatte oder die Polster in der Haube nicht all zu wirkungsvoll waren, wobei Johanna vermutete, daß beides zu einem gewissen Teil zutraf.
»Ich weiß nicht, ob es jetzt so gut ist, das zu tun, was ich eigentlich mit dir vor hatte meine Kleine«, meinte Johanna. »Ich glaube, die Stimmung ist erst mal weg.«
»Entschuldigung Herrin«, sagte Larissa leise und mit gesenktem Blick. »Sie haben sich so viele Mühe gegeben. Das wollte ich doch nicht kaputt machen.«
»Das ist doch nicht so schlimm«, sagte Johanna schnell, bevor Larissa sich unnötig schuldig fühlte. »Das können wir doch nachholen. Daß es dir gut geht, ist mir viel wichtiger.«
»Was hatten Sie denn vor meine Herrin?«, fragte Larissa nun etwas zerknirscht aber mit einem Anflug von Neugier.
»Das meine Kleine, werde ich dir ganz bestimmt nicht verraten«, sagte Johanna und stupste Larissa leicht an, so daß sie den Halt verlor und etwas in der Luft herum pendelte, bevor sie wieder mit den Füßen auf den Boden kam.
Larissa sah sie schmollend an. »Das ist gemein«, sagte sie.
»So? Gemein bin ich?«, fragte Johanna mit einer gespielt drohenden Tonlage.
»Ja, schon etwas«, meinte Larissa mit einem schiefen Grinsen.
»Verstehe. Dann ist das wohl auch gemein«, sagte Johanna, hob Larissas Füße an und hielt sie waagerecht, was durch Larissas Aufhängung nahe ihrem Schwerpunkt erstaunlich leicht ging. Sie näherte sich mit ihrem Gesicht Larissas und küsste sie, als ihre Lippen sich berührten. Erst vorsichtig und sanft, dann mit immer mehr Leidenschaft spielten ihre Lippen miteinander und umkreisten sich ihre Zungen.

Plötzlich ließ Johanna von Larissa ab und ließ sie los, so daß sie hin und her pendelte. Sie trat hinter sie und schnell löste sie einige Seile von der Wand und hakte die nun losen Enden, die von der Decke herunter kamen, an die dafür vorgesehenen Ringe in Larissas Korsett ein. Dann trat sie wieder vor sie und erneut trafen sich ihre Lippen.
»Verraten werde ich dir sicher nicht, was ich mit dir vor habe. Aber wenn du willst, kann ich es dir zeigen«, sagte Johanna.
Larissa hauchte nur ein leises »Ja, bitte.«
Darauf hin ließ Johanna ihren Bademantel sinken und legte sich aufs Bett. Das Programm für das Comm war darauf ausgerichtet, Gesten mit Arm und Handgelenk zu erkennen und mit diesen die Winden zu steuern, welche die Seile bewegten.
Mit einigen Gesten steuerte sie nun die Winden, bis Larissa, mit dem Bauch nach unten, waagerecht in der Luft hing. Mit weiteren Gesten dirigierte sie Larissa näher zu sich. Als Larissas Kopf in der passenden Position war, senkte Johanna Larissa langsam ab, bis Larissas Gesicht genau über ihrer Scham war und sie diese berühren konnte.
Larissa schloss die Augen und als ihre Lippen Johannas Scham berührten, fing sie an, diese zu liebkosen, an ihnen zu saugen und mit ihrer Zunge zwischen sie zu fahren.

Als Johanna den Vibrator in dem Plug einschaltete, der in Larissas Hintern steckte, zuckte diese heftig zusammen und stöhnte laut auf, unterbrach ihr Tun aber nur kurz, um gleich darauf Johannas Scham noch intensiver zu liebkosen.
Als Johanna immer erregter wurde, schaltete sie das Spielzeug an, welches Larissas Kitzler verwöhnte, worauf Larissa sehr heftig reagierte und kurz darauf mit einem lauten Schrei von ihren ersten Höhepunkt an diesem Abend überrannt wurde.

Es blieb nicht bei einem Orgasmus und beide kamen an diesem Abend mehrmals auf ihre Kosten. Doch irgend wann hatte Johanna keine Kraft mehr. Mit einer Geste dirigierte sie Larissa etwas in die Luft und dann weiter über das Bett, bis ihre Lippen sich erneut berührten. Johanna schmeckte sich selbst und genoss diese Küsse dadurch um so mehr. Doch zu gerne hätte sie auch Larissa geschmeckt. Dies war aber durch das Korsett kaum möglich.

Sie rutschte zur Seite und ließ Larissa sanft auf das Bett ab, löste die Seile und drehte Larissa dann mit einiger Mühe auf den Rücken. Sie legte einen Arm unter ihren Kopf, deckte sie zu und legte sich ganz nah zu ihrer kleinen Puppe. Sie gab ihr noch einen Kuss und als Johanna die Kerzen löschte, war Larissa bereits mit einem Lächeln auf den Lippen eingeschlafen.

-

»Ich habe immer noch keine Ahnung, was wir hier überhaupt sollen. Normalerweise hat die Haustechnik doch nichts mit so einer Präsentation zu tun.« Nadine warf Claudia, die es sich mit einer Flasche eines Erfrischungsgetränkes auf einem der Stühle im Zuschauerraum vor der Bühne bequem gemacht hatte, einen misstrauischen Blick zu.
»Wir haben uns freiwillig dazu gemeldet, aufzupassen und im Notfall die Stromversorgung wieder her zu stellen, falls etwas ausfallen sollte. Dafür dürfen wir uns am Buffet bedienen und bekommen außerdem mal als erste mit, was es so neues gibt«, erklärte Claudia. »Außerdem ist es das erste Mal, daß so eine Präsentation hier im Bergwerk veranstaltet wird. Und die Technik hier kennen wir nun mal wie unsere Westentasche.«
»Schön und gut. Die Präsentation ist aber erst morgen. Warum sind wir dann heute hier?«, fragte Nadine.
Claudia verdrehte die Augen. »Erstens weil das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine sehr ruhige Arbeit ist, solange wir sicherstellen, daß die da«, sie deutete auf die Arbeiterinnen und Arbeiter, die die Bühnentechnik aufstellten, »keinen Mist bauen und zweitens ist heute die Generalprobe. Und damit wir Probleme vorher schon erkennen, sind wir heute auch schon da.«

»Hey, wir brauchen hierfür auch noch mal Strom«, rief jemand von der Bühne herunter. Die Frau hatte das Ende eines dicken Kabels über der Schulter hängen an dem ein großer, grauer Stecker befestigt war.
Nadine zuckte mit den Schultern und ging zu der Frau um ihr zu zeigen, wo sie einen entsprechenden Anschluss finden konnte.

Zwei stunden später kam ein Trupp von fünf Frauen vom Eingang her in die riesige Kaverne, die für die Präsentation hergerichtet worden war. Sie schoben drei Wagen auf denen sich jeweils eine sehr große Transportkiste befand, vor sich her in Richtung Bühne.
»Also sich mit sowas in der Öffentlichkeit zu zeigen ist schon ganz schön mutig«, sagte Claudia zu Nadine und deutete auf die kleinste der fünf Frauen. Diese war fast komplett in ein Korsett aus rotem Leder eingehüllt. Lediglich die Unterschenkel, die in passende Schuhe mit extrem hohen Absätzen gezwängt waren und die Arme, die in Handschuhen steckten bei denen sogar die einzelnen Finger geschnürt waren, schien sie bewegen zu können. Selbst der Hals war von dem Korsett vollkommen umschlossen, so daß diese Frau wahrscheinlich nicht einmal den Kopf bewegen konnte. Durch dieses Korsett und die hochhackigen Stiefel ging diese Frau sehr gerade und schwebte mit den kleinen Schritten, die wahrscheinlich dem Korsett geschuldet waren, welches die Oberschenkel komplett einhüllte, in Richtung Bühne.
»Wieso? Wenn man damit zurecht kommt, dann kann einem in sowas keiner was anhaben. Das ist wie eine Rüstung«, sagte Nadine, die der Blondine hinterher schaute, die offenbar trotz ihrer winzigen Schritte keine Probleme hatte, mit den anderen vier Frauen mit zu halten. »Nur sitzen kann sie damit wahrscheinlich nicht.«
Claudia schaute Nadine mit zusammen gekniffenen Augen an. »Wie kommt es, daß du soviel über Korsetts weißt?«
»Ich hab auch ein paar im Schrank hängen. Aber erstens sind solche Monsterteile verdammt teuer und zweitens kann man die alleine weder anziehen noch irgend was damit machen, wenn man sie trägt. Ich wette, die Brünette da, die, die etwas abseits steht, gehört zu ihr und passt auf sie auf«, sagte Nadine.
»Wusste gar nicht, daß du auf sowas stehst«, sagte Claudia lapidar und wandte sich der Bühne zu, auf der nun irgend etwas zu passieren schien.

Bevor Nadine etwas erwidern konnte, trat eine der Frauen an den Rand der Bühne und fing an, Anweisungen zu geben. Sie forderte alle auf, sich auf ihre Plätze zu begeben und alle die nichts zu tun hatten, sollten das Publikum mimen und sich auf die Stühle setzen.
Von ihrem Platz aus konnte Nadine erkennen, daß irgend etwas kleines sich auf der Bühne bewegte, naja, so klein anscheinend auch wieder nicht. Es sah so aus, als würden große Krabben auf der Bühne herum rennen und die Gitterträger hinauf klettern.
Andere dieser großen Krabben krabbelten zur Seite und dann waren sie auf einmal alle irgendwo verschwunden.
»Guten Abend, mein Name ist Pauline Larousse. Bevor wir Ihnen eine absolute Neuheit präsentieren, die es so noch nicht gegeben hat, möchte ich Sie darauf hinweisen, daß alles, was in den nächsten Stunden hier passiert, genau so geplant ist und es keinen Grund gibt, in Panik zu fallen. Sollten Sie von dem, was hier gleich geschieht verängstigt sein oder sich bedroht fühlen, so bitte ich Sie, ruhig zu bleiben und sich bei unserem Sicherheitspersonal zu melden, welches Sie, wenn es nötig sein sollte, nach draußen bringt.« Dabei zeigte sie zu den Frauen des Wachdienstes, welche an der Wand neben den Zuschauerplätzen standen. »Bitte denken Sie daran, daß alles was passiert so von uns geplant ist und zu der Präsentation gehört«, sagte die Frau laut und deutlich zu dem heute nur spärlich vorhandene Publikum.

Die Frauen traten von der Bühne und setzten sich ebenfalls auf die Stühle. Dann wurde es stockdunkel im Saal und nur noch die Notleuchten spendeten ein fahles Licht.
Plötzlich setzte laute Musik ein und auf der riesigen Leinwand wurde es hell.
Der Film, welcher auf der Leinwand nun lief, bestand zum Teil aus Szenen eines recht bekannten Science fiction Filmes und zum Teil aus Szenen, welche ganz offensichtlich im Computer entstanden waren, denn Teile dieser Szenen schienen noch unfertig zu sein, so als ob ein Comiczeichner nur die Umrisse gezeichnet aber die Farbe vergessen hätte.
Trotzdem erkannte Nadine, worum es in diesem Film ging. Die zehn Mann starke Crew eines Raumschiffes musste auf einem unbekannten Planeten notlanden und machte dort Bekanntschaft mit krabbenartigen Wesen, die die Besatzung, die überwiegend aus Frauen bestand, eine nach dem Anderen anfiel, sich an ihnen festklammerte und sie zu willenlosen Sklaven machte, indem sie sie stets und ständig sexuell erregte und, wenn dies nicht half, ihnen Stromstöße verpasste.
In einer Szene erklärte eine der Frauen der Crew den anderen, verbleibenden Mitgliedern, sehr ausführlich, was diese Wesen, die sie Clinger getauft hatten, mit ihren Opfern anstellten. Einige dieser Wesen klammerten sich an die Scham ihrer Opfer und führten röhrenartige Fortsätze in die Scheide, den After und die Harnröhre ein, mit denen sie deren Funktion kontrollierten, andere klammerten sich auf die Brüste von Frauen und wieder andere klammerten sich auf die Gesichter ihrer Opfer und führten Fortsätze in deren Nasen und Münder ein, durch die diese Nahrung aufnehmen und atmen konnten. Diese Wesen stimulierten ihre Opfer durch saugende Bewegungen, Vibrationen und Stromstöße und waren in der Lage, ihre Nahrungsaufnahme und deren Ausscheidung komplett zu kontrollieren.
Warum das so war, wurde in dem Film nicht erklärt, doch das spielte sowieso keine große Rolle und am Ende war nur noch eine der Frauen der Besatzung übrig, die noch nicht von diesen Wesen kontrolliert wurde. Um sich vor diesen Wesen zu schützen, kletterte sie in einen gut vier Meter großen Mech (*1), wie sie auch das Militär verwendete.
Die Leinwand zeigte nun die wüstenartige Landschaft des Planeten und ein echter Mech betrat mit schweren Schritten die Bühne, die diese erzittern ließen. Auf der Leinwand war nun eine Großaufnahme aus dem Cockpit des Mech. Die Frau machte einen gehetzten Eindruck und als der Mech stehen blieb, machte sich Entsetzen im Gesicht der Frau breit und einer der Clinger sprang ihr ins Gesicht.
Dann wurde es dunkel und nur im Cockpit des Mech war noch Licht. Im Schein dieses Lichtes sah man die Pilotin des Mech anscheinend mit etwas kämpfen, dann wurde die gläserne Haube des Cockpits geöffnet und die Frau kletterte aus diesem heraus.
Dann wurde die Bühne von Scheinwerfern erhellt und man sah, daß diese Frau nackt war, bis auf die drei Clinger, die sich an ihr festgeklammert hatten.

Zu der Frau gesellten sich nun auch die anderen Charaktere des Filmes und traten an den Rand der Bühne. Alle waren, bis auf die Clinger die sich in ihren Schritt und ihre Gesichter geklammert hatten, sowie die Clinger die sich auf die Brüste der Frauen geklammert hatten, nackt.

Von irgend wo her rief die Frau, welche die Präsentation anscheinend leitete: »Stop! Vivian, warum ist der Film noch nicht fertig gerendert?«
Eine junge Blondine, die die Tunika einer Serva trug, kam zu der Frau und begann etwas zu gestikulieren.
»Larissa, komm bitte mal her«, sagte die Frau und die Blondine in ihrem roten Korsett betrat die Bühne. Die Drei unterhielten sich kurz, wobei die korsettierte Blondine der anderen Frau offenbar die Gebärden der Serva übersetzte.

»Danke, dann ab hier weiter«, sagte die Präsentatorin und verließ zusammen mit den Anderen die Bühne.
Doch gleich darauf betrat die Blondine erneut die Bühne, dieses Mal allerdings etwas theatralischer und von Scheinwerfern angeleuchtet.
Sie stellte sich vor die zehn Schauspieler und begann klar und deutlich zu sprechen. Sie stellte sich als Larissa vor, wobei sie keinen Nachnamen nannte und erzählte, daß die Idee zu diesen Clingern von ihr stammte. Dann stellte sie die verschiedenen Versionen der Clinger vor, die während dessen in Großaufnahme auf der Leinwand zu sehen waren.
Zum einen gab es die Crotchclinger, welche sich in den Schrittbereich einer Person klammerten. Diese waren entweder komplett geschlossen, besaßen die Nachbildung einer Vulva oder die Nachbildung eines männlichen Glieds. Auch für den Anus gab es verschiedene Versionen, die wohl jede Phantasie befriedigten. Es gab die Nachbildung eines Anus, einer Vagina oder eine Ausführung die lediglich eine einfache Öffnung zum Toilettengang besaßen. Die Breastclinger, welche sich an die Brüste einer Frau klammerten, gab es nur in einer Ausführung und die Faceclinger, die sich vor Mund und Nase klammerten, gab es in zwei Ausführungen, einmal glatt, diese konnten zur Nahrungsaufnahme einen Hautlappen aufklappen und einmal mit der Nachbildung einer Vagina.
Für Männer gab es den Crotchclinger lediglich in einer glatten Ausführung und mit der Nachbildung eines Glieds.

Nadine fragte sich, warum man die Geschlechtsteile erst hinter den Clingern verstecken sollte, um sie dann doch realistisch nachzubilden, doch als diese Larissa die Funktionen erklärte, welche diese Clinger alle besaßen, wurde ihr das klar. Diese Clinger konnten Reize die von den Sensoren der Nachbildungen aufgenommen wurden, entweder blockieren oder in einstellbarer Intensität weiter geben. Anscheinend waren diese Clinger untereinander vernetzt, so daß Reize, die zum Beispiel von einem Faceclinger aufgenommen wurden auch an den Crotchclinger und somit die echte Vulva, die sich eben hinter diesem verbarg, weitergeleitet werden konnten. Dabei erkannten die Clinger angeblich sehr zuverlässig, wie erregt die Trägerin oder der Träger war und konnte einen Orgasmus wirkungsvoll verhindern. Aber er war auch in der Lage, einen solchen durch unterschiedliche Stimuli hervorzurufen, im Extremfall sogar, ohne daß die Trägerin oder der Träger etwas dagegen unternehmen konnten. Durch eine dünne Röhre, die sich in die Harnröhre schieben konnte, sowie eine recht dicke Röhre, welche sich in den Anus schieben konnte, waren die Clinger auch in der Lage, die Ausscheidungsfunktionen des Körpers zu kontrollieren, sie zwangsweise auszulösen oder zu verhindern. All diese Funktionen konnten über ein Programm, welches auf einem Pad oder einem Comm lief, sehr fein eingestellt werden.

Doch Nadine bezweifelte ernsthaft, daß sich für so seltsam geformte Teile ein großer Markt eröffnen würde.
Diesen Einwand brachte nun diese Larissa sogar selbst vor und vier weitere Frauen kamen auf die Bühne. Diese waren ebenfalls nackt und trugen weitere Clinger. Doch diese unterschieden sich vom Aussehen grundsätzlich von den bereits vorgestellten. So gab es einmal eine Ausführung, die sehr neutral gehalten war und sehr glatt aussah. Diese gab es in verschiedenen Hautfarben und sie sahen tatsächlich sehr neutral, fast schon technisch aus.
Die zweite Version erinnerte eher an japanische Hentais, was auch die Bilder die dazu auf der Leinwand gezeigt wurden, verdeutlichten. Sie sahen aus, wie Oktopusse, komplett mit Tentakeln und an diesen befindlichen Saugnäpfen. Aber die Funktionen waren bei allen Ausführungen recht ähnlich und alle waren dafür ausgelegt, sie für längere Zeit zu tragen.
Es folgten einige Ausführungen zu den Funktionen, welche dieses ermöglichten und danach erfuhr man noch, daß jeder Clinger individuell gefertigt wurde und es nahezu beliebige Farbvarianten gab und man alle Ausstattungsmerkmale individuell bestellen konnte.

Dann betrat wieder diese Pauline die Bühne und bedankte sich für die Aufmerksamkeit und stellte das komplette Entwicklerteam vor. Sie erklärte, daß sich die Zuschauer nun an einigen Infoständen und natürlich auch bei Larissa, ihr selbst und dem Entwicklerteam über die Clinger informieren konnten. Dann erklärte sie die Präsentation für beendet und eröffnete das bei der Probe noch gar nicht vorhandene Buffet.

Die wenigen Zuschauer begannen zu applaudieren und das Licht in der Kaverne ging wieder an. Doch als sie sich um sah, bemerkte Nadine eine Bewegung vor sich und sah einen der Clinger, der in einer offenbar wartenden Position vor ihr auf dem Boden hockte. Er kam auf sie zu und begann, an ihren Beinen hoch zu klettern. Auf ihrem Schoß sitzend schaute er sie an, wackelte ein paar Mal mit dem Körper und wollte dann an ihrem Oberkörper hinauf klettern. Sofort sprang sie auf und stieß einen erschrockenen Schrei aus, als sie diesen Clinger mit einer Bewegung ihres Armes von sich stieß. Der Clinger, der unsanft auf dem Rücken gelandet war, richtete sich auf, schüttelte sich, und sah sie aus seinen winzigen Kameraaugen an, bevor er sich auf den Weg zur Bühne machte, wo er an einem der Gitterträger hinauf kletterte, bis in eine Höhe von vielleicht zwei Metern stieg und dort verharrte.
Claudia, die das mit angesehen hatte, fing lauthals an zu lachen. Nadine sah sie an und konnte nicht anders, als selbst ebenfalls anfangen zu lachen.

Diese ganze Vorstellung hatte etwa zwei Stunden gedauert. Und diese Pauline betrat nun die Bühne und rief: »Sehr gut, das hat mir schon gut gefallen, aber es gibt da ein paar Kleinigkeiten, die wir noch ändern sollten.« Sie zählte auf, was ihr oder ihrer Kollegin nicht gefallen hatte und sagte dann: »So, alles noch mal auf Anfang, wir fangen noch mal von vorne an.«

Tatsächlich verließen nun alle die Bühne und auch der Mech begab sich wieder an seinen Platz hinter dem Vorhang und die ganze Vorführung wurde nun noch einmal wiederholt. Lediglich der Film, der alleine schon fast eine Stunde lang war, wurde nicht komplett wiederholt sondern es wurde nur der Anfang gezeigt und der Schluss, bei dem der Mech die Bühne betrat.
Insgesamt wurde diese ganze Vorstellung noch drei Mal wiederholt, bis endlich alles so war, wie es sein sollte.
Pauline bedankte sich bei allen und bat alle, morgen zur vereinbarten Zeit wieder hier zu sein. Damit beendete sie die Probe und die Clinger, die sich irgend wo im Bereich der Bühne oder rund um diese herum verteilt hatten und gelegentlich versuchten, sich an irgend jemandem fest zu klammern, wurden wieder eingesammelt und in ihre Kisten verfrachtet. Das Entwicklerteam schob diese Kisten auf den Wagen wieder aus der Kaverne heraus und erst, als alle, auch die Bühnenarbeiterinnen und Arbeiter fertig waren und die Kaverne verlassen hatten, schalteten Claudia und Nadine das Licht in der Kaverne aus und verließen diese ebenfalls.

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»Guten Morgen Larissa«, sagte Johanna mit einem fröhlichen Lächeln, als Larissa endlich die Augen öffnete und den Kopf zu ihr drehte.
Sie lag auf der Seite, den Kopf auf die Hand gestützt und schaute Larissa an. Mit der freien Hand streichelte sie schon eine ganze Weile Larissas Gesicht, während sie ein Bein über Larissas aneinandergefesselte Beine gelegt hatte.
»Guten Morgen meine Herrin«, sagte Larissa verschlafen, nachdem sie blinzelnd die Augen geöffnet hatte. Sie rutschte trotz ihrer Fesseln zu Johanna und lehnte den Kopf bei ihr an. Dies nahm Johanna zum Anlass, den Arm um Larissas Schultern zu legen und ihren Rücken zu streicheln.

Plötzlich und ohne Vorwarnung nahm Larissa den Kopf zurück, schaute Johanna mit weit aufgerissenen Augen an und fragte: »Wie spät ist es?«
Johanna sah sie an und musste lachen. »Keine Sorge. Es ist gerade erst acht Uhr. Wir haben also noch ein paar Stunden Zeit.«
Erleichtert atmete Larissa auf, während Johanna sie mit einem süffisanten Grinsen an sah.

Johanna drehte Larissa vorsichtig auf den Rücken, was zur Folge hatte, daß Larissas flacher Bauch durch die hinter ihrem Rücken parallel aneinander gefesselten Unterarme ein wenig angehoben wurde. Dann machte sie sich daran, die Seile, welche Larissas Beine umschlangen, zu lösen.
Ohne abzuwarten, fasste sie Larissas Knie und bewegte diese auseinander, bis Larissa mit weit gespreizten Beinen vor ihr lag und senkte den Kopf zwischen Larissas Beine. Sie legte die Hände auf Larissas Oberschenkel und zog mit den Daumen deren Schamlippen weit auseinander. Dann begann sie, Larissas glatte, haarlose Scham mit ihren Lippen und vor allem ihrer Zunge zu verwöhnen, was dieser ein wohliges Stöhnen entlockte.

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Gute drei Stunden später hatte Johanna es geschafft, Larissa endlich wieder zu wecken. Sie half ihr auf und sie gingen zusammen ins Bad, wo sie Larissa zuerst auf die Toilette setzte und sich dann die Zähne putzte. Als Larissa fertig war, putzte sie sie ab und brachte sie zum Waschbecken um auch ihr die Zähne zu putzen. Dann ging es unter die Dusche. Sie ließ Larissa sich mit gespreizten Beinen hin stellen und seifte sie gründlich ein. Larissa stand mit geschlossenen Augen in der Dusche und schien es sehr zu genießen, so geduscht zu werden.
Johanna wusch ihr gründlich die Haare und richtete die Brause einfach auf Larissa, während sie sich selbst einseifte, dann spülte sie zuerst sich selbst und dann Larissa ab.

Nachdem Johanna sich selbst und Larissa mit großen, weichen Handtüchern abgetrocknet hatte, ging es in die Küche, wo Johanna das Frühstück bereitete. Doch auch jetzt nahm sie Larissa die Kunststoffbänder, welche Larissas Arme gefesselt hielten, nicht ab sondern fütterte sie und gab ihr auch Kaffee zu trinken.
Während dieses etwas ungewöhnlichen und späten Frühstückes, es war mittlerweile halb zwölf, unterhielten sie sich über die bevorstehende Präsentation und die gestrigen Proben. Am liebsten hätte Larissa heute noch eine weitere Probe angesetzt, doch Johanna hielt das für keine gute Idee.

Nach dem Frühstück gingen sie ins Wohnzimmer, wo sie sich auf das Sofa setzten. Johanna nahm eine große, weiche Wolldecke und legte sie über sich und Larissa, die sich bei ihr anlehnte und die Augen schloss.
Obwohl sie um einiges ruhiger war, als vor der gestrigen Probe, bemerkte Johanna, daß Larissa langsam unruhig wurde.
Johanna hatte ein Einsehen und sagte: »Ich denke, wir sollten uns langsam fertig machen, meine Kleine.«
Sie nahm die Decke bei Seite und half Larissa auf. Zusammen gingen sie ins Schlafzimmer. Sie schob Larissa mit sanftem Nachdruck aufs Bett, wo diese sich auf die Kante setzte und begann, sich anzuziehen. Dann erst half sie Larissa auf und begann in aller Ruhe damit, ihr die Haare gründlich zu bürsten und ihr diese zu drei Zöpfen zu flechten, an den Seiten zwei sehr dünne Zöpfe, die sie bei ihrer Stirn beginnen ließ und am Haaransatz entlang nach hinten flocht. Die restlichen Haare flocht sie ihr von vorne beginnend zu einem großen Zopf, der ihr schließlich bis herunter zum Po reichte.
Dann holte sie eine sehr schwere, dunkelrote Tunika aus dem Schrank deren Kanten mit schwarzem Band gesäumt waren. Nun endlich löste sie die Bänder, welche Larissas Arme zusammen hielten. Larissa streckte die Arme und bewegte sie kreisend hin und her, um sie zu lockern. Immerhin hatte sie diese Fesseln seit gestern Abend getragen, doch diese hatten ihre Wirkung nicht verfehlt. Durch diese einfache und dabei auch noch recht bequeme Fesselung, war sie dazu gezwungen, einfach nichts zu tun und war dadurch langsam aber sicher immer ruhiger geworden.
Johanna half ihr in die Tunika und strich diese gründlich glatt und schloss diese mit dem Gürtel, den sie mit einer sorgfältig gebundenen Schleife verschloss.
Doch plötzlich wurde Larissa wieder unruhig.
»Was ist denn nun los?«, fragte Johanna verwirrt.
»Der Gürtel. Ich habe den Keuschheitsgürtel vergessen«, sagte Larissa.
Johanna sah Larissa an und atmete erleichtert auf, da sie gedacht hatte, es wäre etwas schlimmes. »Ich denke, auf den können wir heute verzichten«, sagte sie.
Larissa schüttelte energisch den Kopf. »Das fühlt sich komisch an, wenn ich ihn nicht trage. Es ist, als ob etwas fehlt.«
Johanna schickte Larissa ins Bad um ihren Keuschheitsgürtel zu holen, sie öffnete ihr noch einmal die Tunika und legte ihr den Gürtel an. »So besser meine Kleine?«, fragte sie, während sie Larissa erneut die Tunika zu band.
»Ja Herrin.«, sagte diese und machte bereits wieder einen wesentlich ruhigeren Eindruck.

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Mit einem ziemlich breiten Grinsen stieg Mara aus dem Auto und öffnete Rebecca die Beifahrertür, bevor sie die Reisetaschen mit ihren Sachen aus dem Kofferraum holte und zur Haustür ging, die sie Rebecca auf hielt.
»Meine Fresse, wenn du so weiter grinst, fällt dir noch der obere Teil von deinem hübschen Kopf ab«, sagte Rebecca schmunzelnd.
Mara kicherte und ging, noch immer breit grinsend durch die Halle, wobei sie ihren Hintern hin und her schwang und tanzende Bewegungen machte.
Rebecca nahm die lange Weidenrute, die im Schirmständer steckte heraus und schlug Mara damit einmal fest auf den Hintern. Dies änderte nichts an Maras guter Laune, doch sie beruhigte sich ein wenig und ging nun normal weiter. Sie brachte die Taschen nach oben und kam dann wieder nach unten, wo sie in der Küche erst einmal Kaffee kochte. Eine Tasse brachte sie zu Rebecca in ihr Büro, die andere stellte sie auf ihren eigenen Schreibtisch.

Rebecca kam, mit der Tasse in der Hand, in Maras Büro und beobachtet diese dabei, wie sie die beiden goldenen und die weiße Schleife mit Stecknadeln an die Wand hing, an der bereits elf Schleifen hingen. Doch die beiden goldenen Schleifen, die sie nun dort aufhing waren die ersten.
»Du solltest dich schämen«, sagte Rebecca, die sich an Maras Schreibtisch gelehnt hatte mit einem leichten Grinsen im Gesicht.
Mara hielt in der Bewegung inne, drehte sich zu ihr und sah sie erstaunt an. »Wieso denn? Was habe ich denn getan?«
»Was du getan hast? Du hast diese Chrystal nicht nur einfach überholt, du hast sie regelrecht stehen lassen. Und das in allen drei Läufen. Als ich an ihrer Box vorbei gegangen bin, hat sie da drinne gehockt und geweint. Nach dem, was Nina mir erzählt hat, war sie seit ein paar Jahren unangefochtener Champion auf diesem Turnier und dann kommt ein vollkommen unbekanntes Pony und macht sie so fertig«, sagte Rebecca, nicht ohne noch immer zu schmunzeln.
»Entschuldige mal, die war so arrogant und hat getan als sei sie das beste Pony auf der ganzen Welt. Wahrscheinlich ist sie noch nie irgend wo anders gelaufen. Und dann zu behaupten, sie sei sowieso die Beste und alle Anderen sollten die anderen Plätze mal unter sich aufteilen, ist doch wohl das Letzte. Und dann noch ihr hochnäsiges Gehabe, das ist mir so auf die Nerven gegangen. Und dabei habe ich mich noch nicht mal besonders anstrengen müssen.«
»Dolly, also Ninas Schulfreundin hat mir erzählt, daß die Partnerin dieser Chrystal jedes Jahr nur auf diesem Turnier mit ihr zusammen antritt, weil sie das ganze Ponyplay einfach nicht versteht und Chrystal sich das alles selbst erarbeitet hat. Sie muss da wohl einen ziemlich großen Teil ihrer Freizeit rein stecken. Sie weiß eben nicht, wie es auf anderen Turnieren zu geht. Und die Anderen machen da auch nur eher zum Spaß mit und trainieren so gut wie gar nicht. Aber die sehen das auch alles ziemlich locker«, sagte Rebecca.

Mara schaute Rebecca etwas betreten an. »Jetzt tut sie mir sogar etwas leid«, sagte sie. »Vielleicht sollten wir sie einladen, nächsten Monat zu dem Turnier her zu kommen. Dann sieht sie wenigstens, daß ich ganz bestimmt nicht die schnellste bin.«
»Um sie noch mehr zu demotivieren?«, fragte Rebecca.
Mara zuckte mit den Schultern. »Wenn das Ganze sowieso nur ein so kleines Turnier war, an dem normalerweise nur die aus dem Dorf teilnehmen, wieso sind wir dann überhaupt mit gelaufen? Wir hätten Ninas Schulfreundin auch einfach so zusehen können. So denkt sie doch ganz bestimmt, daß sie ziemlich langsam ist.«
»Genau darum ging es auch. Nina wollte ihr zeigen, was man mit viel Training erreichen kann«, erklärte Rebecca.
»Dolly? Die mit dem weißen Geschirr?«, fragte Mara.
Rebecca nickte.
»Die war auch ziemlich schnell. Aber sie hat ihre Kraft nicht richtig eingeteilt. Sie ist von Anfang an los gelaufen so schnell es ging und ist dann immer langsamer geworden«, analysierte Mara, was sie gesehen hatte.
»Genau das denkt Nina auch. Aber Dolly macht das nur zum Spaß einmal im Jahr. Genau wie die Anderen. Nur Chrystal würde gerne mehr machen, kann das aber nicht, weil ihre Partnerin keine Lust dazu hat, mit ihr zu trainieren und auch nicht mit ihr zu anderen Turnieren zu fahren.«
»Hmm, vielleicht sollten wir sie tatsächlich mal einladen. Warum nicht gleich zum Training? Dann kann sie nächsten Monat hier doch mit laufen«, sagte Mara und steckte die letzte Schleife an die Wand zu den Anderen.
»Was ich nicht verstehe, wenn das wirklich nur ein so kleines Turnier ist und die alle nur einmal im Jahr dort antreten, warum ist das ein offiziell gelistetes Turnier und wieso machen sich Alle diese Mühe und kaufen auch noch die Ausrüstung? Das kostet doch alles viel zu viel um nur einmal im Jahr was damit zu machen«, wollte Mara wissen.
»Das kann ich dir auch nicht sagen. Aber nach dem was Nina erzählt hat, ist es schon seit Jahren so, daß die jungen Frauen in diesem Dorf miteinander wetteifern um herauszufinden, wer die Beste ist. Die Ausrüstung geht wohl immer wenn eine der Frauen genug davon hat, an die Nächste über. Daß das Turnier offiziellen Charakter hat, liegt wohl daran, daß der Bürgermeister gerne hätte, daß sein Dorf bekannter wird. Aber bisher hat das damit noch nicht funktioniert«, erklärte Rebecca und trank ihren Kaffee aus. »Und was Chrystal angeht, wenn ihre Partnerin jetzt schon nicht mit ihr wo anders hin fahren will, wie soll das denn gehen, wenn du sie einladen willst, hier auch noch zu trainieren? Sie bräuchte eine Partnerin, die das auch mit macht.«
Nun sah Mara Rebecca ein wenig ratlos an. »Vielleicht könnte ja jemand von hier das übernehmen. Ich könnte mal Vivian fragen oder vielleicht Frida. Oder Larissa, die ist auf jeden Fall ziemlich leicht und sportlich ist sie auch.«
»Na, Larissa wird genug zu tun haben mit ihrem Spielzeug, das sie baut«, meinte Rebecca amüsiert.

Mit offenem Mund sah Mara nun Rebecca an. »Ach du Schande. Larissa hat mich doch zu ihrer Präsentation eingeladen. Die fängt heute um 17 Uhr an. Da muss ich unbedingt hin. Und vorher muss ich noch Essen machen. Das schaffe ich doch nie.«
»Mich hat sie auch eingeladen. Und nach der Präsentation gibt’s ein Buffet. Du brauchst du dir also ums Essen keine Sorgen zu machen.

Eine halbe Stunde später standen Mara und Rebecca vor dem Eingang zum Bergwerk.
Zusammen mit ungefähr fünfzig anderen Leuten.
Vor dem Bergwerk patrouillierten zwei gut fünf Meter große Mechs die von jeweils einer Frau gesteuert wurden, wie man durch die voll verglasten Cockpits sehen konnte.
Obwohl es noch hell war, waren die Scheinwerfer der Maschinen eingeschaltet und warfen blendend helle Lichtkegel über die Wartenden, die mit den Elektroautos, die es zuhauf auf dem Gelände gab, ins Innere des Bergwerkes gebracht wurden.
Die Leute des Wachdienstes, die die Einladungen kontrollierten und die Gäste ins Bergwerk brachten, trugen heute andere Uniformen als üblich und sahen eher aus, wie Raumfahrer aus irgend einem Science Fiction Film.
Als sie schließlich an der Reihe waren, kam eine der Frauen zu ihnen, kontrollierte die Einladungen und brachte sie mit einem Elektrowagen ins Bergwerk. Dieses hatte sich sehr verändert. Der Stollen in dem sie fuhren war mit runden Scheinwerfern erhellt und überall lagen große Felsen herum. Außerdem sahen sie auf dem weiteren Weg noch zwei Mechs, die zwischen diesen Felsen herum liefen.
Dann kamen sie bei einer der Kavernen an und stiegen aus. Eine weitere Frau der Wachmannschaft kontrollierte erneut ihre Karten und brachte sie zu Fuß in die riesige Kaverne. Nur der vordere Bereich war ausgeleuchtet und der Boden verschwand in der Dunkelheit. Zu ihrer Rechten stand eine große Bühne und davor viele Reihen Stühle. Die Frau brachte sie zu ihren Plätzen, die sich in der dritten Reihe befanden. Isabella, Maja und Frida saßen bereits auf ihren Plätzen neben ihren und begrüßten sie, als sie sich gesetzt hatten.
In der Reihe hinter ihnen saßen Trish und Lucy. Auch diese begrüßten sie und zusammen warteten sie, was nun passieren würde.

Es dauerte noch etwa zehn Minuten, bis anscheinend alle geladenen Gäste ihre Plätze eingenommen hatten und der Eingang geschlossen wurde.
Plötzlich leuchtete weit hinter der Bühne eine blaue, grelle Flamme auf, es gab einen lauten, lang anhaltenden Donner, den man tief in der Magengrube spürte und das Licht flackerte ein paar Mal und erlosch dann.
Einige der Gäste, hauptsächlich Frauen, schrien erschrocken auf und irgendwo hinter der Bühne erklang das kreischende Geräusch von sich verbiegendem Metall und ein weiterer Donner.




(*1) Ein Mech ist eine von einem Menschen gesteuerte Maschine, die auf zwei Beinen läuft, ähnlich einem zu groß geratenen Exoskelett. So etwas wie die Exos aus Appleseed (Ja, ich sehe mir gerne Animes an. :-P ) oder die MPAs aus Avatar – Aufbruch nach Pandora.


[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von HeMaDo am 03.11.18 um 12:22 geändert
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:28.10.18 18:04 IP: gespeichert Moderator melden


Danke danke danke für die geniale Geschichte und super geschrieben. Da macht das lesen richtig Spaß.
Danke an alle Autoren fürs schreiben ihrer Geschichten

Gruß truckercd
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Crazy-TS
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:29.10.18 17:52 IP: gespeichert Moderator melden


da kann ich mich nur anschließen.
Wieder eine ganz tolle Fortsetzung für eine geniale Geschichte.

Vielen vielen Dank.
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HeMaDo
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Immer wenn mir jemand sagt, ich sei nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin froh darüber.

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  RE: Neue Horizonte - 2 Teil 83 Datum:03.11.18 11:03 IP: gespeichert Moderator melden


83




Auch Mara wollte erschreckt aufspringen, doch Trish hinter ihr sagte, sie sollten ruhig bleiben und daß das alles zur Show gehört.
Tatsächlich begann es nun vor ihnen grell zu blitzen und laute Musik setzte ein.
Das Blitzen erwies sich als Teil eines Filmes, der damit begann, daß ein Raumschiff auf einem verlassenen Planeten abstürzte, auf dem die Crew von seltsamen Wesen, die sie Clinger nannten, bedroht wurde. Diese klammerten sich an Scham, den Brüsten und im Gesicht der Crew fest um sie so zu kontrollieren und sich zu vermehren, indem sie Eier in den diversen Körperöffnungen der Menschen ablegten.
Im Verlauf des Filmes erfuhr man immer mehr über diese Wesen und nach und nach wurde ein Mitglied der Crew nach dem Anderen von den Clingern angegriffen, bis schließlich nur noch eine Frau übrig blieb. Diese flüchtete sich in einen der Mechs, die auf dem Raumschiff als Lastentransporter dienten und in dem Film öfter zu sehen gewesen waren. Sie schloss sich in diesen ein und auf der Leinwand erschien die öde Landschaft des Planeten. Ein echter Mech betrat die Bühne und in Großaufnahme wurde die Frau gezeigt, die in dessen Cockpit saß. Die Meisten der Zuschauer erschraken, als diese Frau von einem der Clinger angesprungen wurde, der wohl im Cockpit auf sie gelauert hatte und sich sofort in ihrem Gesicht fest klammerte.
Mara, die die Clinger bereits von Larissas Bildern kannte, kommentiere diese Szene lapidar mit einem: »Das war dann wohl die Letzte«, was die um sie herum sitzenden lachen ließ.

Der Mech bewegte sich zur Seite der Bühne und die Frau stieg, nackt bis auf drei Clinger, welche sich an ihr fest geklammert hatten, heraus und stellte sich in die Mitte der Bühne. Die anderen Schauspieler kamen nun ebenfalls von beiden Seiten auf die Bühne. Sie alle trugen Clinger in unterschiedlichen Ausführungen.
Während der Abspann des Filmes lief, wurde es heller und die Schauspieler verbeugten sich, worauf hin das Publikum anfing zu klatschen.
Als der Applaus verklungen war, trat Larissa in einer roten Tunika auf die Bühne und stellte sich vor die Schauspieler.
Sie stellte sich vor und begrüßte alle Anwesenden, dann begann sie, die Clinger zu erklären. Zu ihren Erklärungen erschienen auf der Leinwand hinter ihr Bilder, Zeichnungen und Skizzen, welche das was sie erklärte verdeutlichten. Außerdem traten gelegentlich ein oder mehrere der Schauspieler vor und die Clinger, welche sie trugen, wurden in Großaufnahme gezeigt.

»Na, was meinst du?«, fragte Rebecca, die sich zu Mara herüber gebeugt hatte, während Larissa die Funktionen erklärte.
Mara sah zu Rebecca, dann auf die Bühne und wieder zu Rebecca, dann schüttelte sie langsam den Kopf. »Das, was du da entworfen hat, gefällt mir viel besser«, sagte sie dann.
Rebecca kicherte, gab ihr einen Kuss auf die Wange und schaute dann wieder zur Bühne.

»Wenn Sie Fragen haben, können sie die entweder jetzt stellen oder sie kommen gleich zu unserem Infostand«, sagte Larissa, nachdem sie ihre Erklärungen beendet hatte.
Sie ließ ihren Blick über das Publikum schweifen und richtete dann die Hand auf jemanden, der in der Mitte der Stuhlreihen saß.
»Harriett Bosch von Body and Health«, stellte die Frau sich vor, die ein paar Reihen hinter Mara saß. »Eine sehr beeindruckende Produktvorstellung muss ich sagen. Aber in dem Film haben wir gesehen, daß die Clinger ihre Eier in ihren Opfern ablegen. Tun ihre Clinger das auch?«
Larissa sah sie kurz an und sagte dann: »Ich denke nicht, daß das eine all zu gute Idee wäre.«
»Das denke ich ebenfalls«, sagte die Journalistin und bedankte sich.

Es wurden noch einige Fragen gestellt und Mara wunderte sich, warum Larissa auf einmal vor einem so großen Publikum so schlagfertige Antworten geben konnte, doch dann bemerkte sie vor Larissa einen leichten Lichtschein. Als sie genauer hin schaute, sah sie vor Larissa eine dünne Glasplatte schweben und erkannte sogar die dünnen Seile, welche diese hielten.
»Warum haben Sie gerade diese Form gewählt? Und finden Sie nicht, daß diese Form doch einige potentielle Käufer, so wie mich zum Beispiel, abschrecken würde?«, fragte ein Mann der ziemlich in der Mitte saß.
Larissa räusperte sich. »Diese Form hat mir persönlich gut gefallen. Aber ich verstehe, was Sie meinen«, sagte sie, als plötzlich einige Leute im Publikum aufschrien.
Mara drehte sich um und sah etwas zwischen den Stuhlreihen herum laufen, was genau auf sie zu kam, konnte aber durch die vielen Leute nicht genau erkennen, was das war. Doch sie vermutete, daß es einer der Clinger war. Sie hatte aber nicht die geringste Lust, daß einer dieser Clinger sich an ihr fest klammerte. Doch dann sah sie, daß dieser Clinger an Trish hoch krabbelte und sich unter der Tunika, die diese ausnahmsweise trug verschwand. Trish schrie laut auf und öffnete die Tunika ungeschickt und Mara sah, daß dieser Clinger ganz anders aussah. Statt der dünnen Beine und der sch****zartigen Fortsätze besaß er Tentakel, die sich um Trishs Beine, zwischen diesen hindurch und um ihren Unterleib geschlungen hatten. Ein weiterer dieser Tentakelclinger kam von der Seite, kletterte an Trish hoch und schlang sich in ihrem Gesicht fest.
Es dauerte nur einen Moment, bis ein weiteres dieser Tentakelwesen heran gekrabbelt kam und sich auch um Trishs Brust herum schlang. Trish, die mittlerweile nackt bis auf diese Clinger war, verließ ihren Platz und ging zur Bühne hinauf, wo sie sich neben Larissa stellte. Und noch eine weitere Frau, die Mara bisher nicht bemerkt hatte, kam von etwas weiter hinten herbei, betrat ebenfalls die Bühne und stellte sich auf der anderen Seite neben Larissa.
Die Clinger, die diese Frau trug, erst jetzt erkannte Mara, daß es sich bei ihr um Veronica handelte, waren glatt und sahen im Gegensatz zu den anderen Clingern eher steril, beinahe technisch aus.
»Die Frage, ob eine andere Form nicht besser wäre, wurde mir auch gestellt. Also haben unser Team und ich andere Versionen entworfen, die dieselben Funktionen haben, aber eben anders aussehen. Ich denke, da ist für fast jeden Geschmack etwas dabei«, sagte Larissa und deutete auf Trish und Veronica.

Als schließlich keine weiteren Fragen kamen, beendete Larissa die Präsentation. Sie bat die Gäste, noch etwas zu bleiben und sich die Clinger aus der Nähe anzusehen und deutete zur Seite, wo sich mehrere Infostände und ein ziemlich großes Buffet befanden, welches sie nun eröffnete.
Die Gäste applaudierten und einige erhoben sich von ihren Plätzen, während Andere sich noch mit ihren Sitznachbarn unterhielten. Larissa verschwand in den hinteren Bereich der Bühne und die Schauspieler, Trish und Veronica verließen die Bühne um sich unter das Publikum zu mischen.

Auch Mara und Rebecca standen auf, nachdem der erste Andrang am Buffet vorbei war und bedienten sich dort. Dabei stießen sie auf Trish, die sich einige Häppchen einverleibte.
Mara stellte Trish die wenig sinnvolle Frage, ob man mit diesen Clingern auch essen konnte. Trish sah sie einen Moment lang an und sagte dann: »Sieht fast so aus. Aber das ist ziemlich ungewohnt.« Sie hörte sich etwas undeutlich an, war aber gut zu verstehen.

Während sie sich umsahen, sah Mara Larissa und ging zu ihr um ihr zu gratulieren. Larissa bedankte sich verlegen grinsend, kam aber nicht dazu, etwas zu sagen, da eine Frau zu ihr kam und ihr einige Fragen stellte.

Etwas später wurde aus der Präsentation eine richtige Party mit Musik und Tanz. Während der ganzen Zeit waren Larissa, und die Frauen an den Infoständen von Leuten umgeben und mussten offenbar sehr viele Fragen beantworten.
Mara und Rebecca stellten sich, nachdem sie eine Weile getanzt hatten, in die Nähe des Buffets, welches immer wieder aufgefüllt wurde und als ein neues Musikstück einsetzte, bemerkte Rebecca eine Bewegung auf der Bühne. Sie tippte Mara an, die gerade dabei war, einige kleine Frikadellen zu verdrücken und deutete zur Bühne.
Mara sah auf und sah dort drei der Clinger zur Musik tanzen. Diese sahen ähnlich aus, wie die eher neutralen Clinger, welche Veronica trug, doch hatten diese keine glatte Oberfläche sondern trugen ein Fell mit kurzen Haaren, welches an das Fell von Katzen erinnerte.

Auch die anderen Gäste waren auf diese Vorstellung aufmerksam geworden und es hatten sich noch mehrere der Clinger zu den Anderen auf die Bühne gesellt und tanzten nach einer anscheinen gut geplanten Choreografie. Als diese Vorstellung vorbei war, klatschten die meisten der Gäste Beifall.

Es war bereits spät am Abend als die letzten Gäste gegangen waren. Nun waren nur noch Larissa und ihr Team sowie einige wenige Gäste anwesend. Mara und Rebecca, verabschiedeten sich von Larissa und machten sich auf den Weg nach Hause.
»Also so eine tolle Präsentation hattest du mit den Fellanzügen aber nicht gehabt«, sagte Mara nachdenklich, als sie das Bergwerk verlassen hatten und mit einem Elektrowagen nach Hause fuhren.
»Nein. Vielleicht sollte ich das nächste Mal auch Vivian fragen«, erwiderte Rebecca schmunzelnd. »Es ist erstaunlich, was sie und die Anderen aus der Medianabteilung da auf die Beine gestellt haben.«
Mara nickte lediglich, da sie sich auf den Weg konzentrierte, der nur von den wenigen Straßenlaternen und den Scheinwerfern erhellt wurde.

»Die Teile sehen ja schon interessant aus, aber für mich wäre das nichts«, sagte Mara nach einer Weile.
»Nicht? Ich hatte mir gedacht, dir einen Satz davon zum Geburtstag zu schenke«, meinte Rebecca und amüsierte sich über Maras Gesicht, was diese darauf hin machte.
»Schade, dann muss ich mir was anderes einfallen lassen«, sagte Rebecca schließlich.
Mara kicherte leise. »Da bin ich ja froh, daß der dieses Jahr schon vorbei ist.«
»Hmm«, sagte Rebecca. »Aber Neujahr kommt ja auch noch. Und nächstes Jahr hast du auch Geburtstag.«

- - -

Es war schon Ende September, als endlich die Abschlussprüfung für Maras Ausbildung anstand.

»Und? Wie ist es gelaufen?«, fragte Heidi, als Mara aus dem Prüfungszimmer kam und sich auf einen der Stühle im Wartebereich fallen ließ.
Mara schaute sie an und schüttelte resigniert den Kopf. »Ich glaube, die mag mich nicht besonders. Die hat ja alles, was ich gesagt habe, haarklein hinterfragt und zerrissen.«
Heidi prustete laut los. »Welche von den Beiden Tanten? Die unsympathische mit der Perücke oder die mit der Warze auf der Nase?«
»Das war eine Perücke? Ich dachte, die hat einfach nur eine besonders hässliche Frisur«, sagte Mara. »Ich meinte die mit der Warze. Da wachsen sogar Haare drauf.« Mara schüttelte sich.
»Daß sowas überhaupt im Prüfungsausschuss sitzen darf«, ereiferte sich Inge, die ihre mündliche Prüfung vor Mara absolviert hatte. »Die sind alle Beide sowas von unsympathisch. Ich glaube, die legen es absichtlich darauf an, uns durchfallen zu lassen. Und dieser Typ der hat die ganze Zeit da gesessen und nichts gesagt. Nicht eine Frage hat er gestellt.«
»Nicht? Der hat mich regelrecht in der Luft zerrissen. Es hat nur noch gefehlt, daß er nach dem Geschäftsführer gefragt hätte«, meinte Maximilian, einer der beiden männlichen Absolventen.

»Und jetzt?«, fragte Inge in die Runde.
»Wie und jetzt? In ungefähr zwei Stunden sollten alle durch sein. Dann gibt’s die Ergebnisse und wir erfahren alle, was wir eh schon wissen, nämlich daß wir uns alle in einem halben Jahr noch mal hier wieder sehen werden zur Nachprüfung«, meine Heidi mit einem Schulterzucken. »Jetzt hab ich Hunger. Lasst uns in die Kantine gehen und was essen.«
Die Anderen stimmten zu und so gingen sie in die Kantine des Gebäudes in dem die Abschlussprüfungen stattfanden um etwas zu essen.

Zwei Stunden später hatten sich alle Prüflinge in dem großen Saal eingefunden um die Ergebnisse ihrer Abschlussprüfungen zu erfahren.
Auf der Bühne standen die Mitglieder des Prüfungsausschusses und riefen einen nach dem anderen auf.
Entgegen der allgemeinen Erwartungen kamen die meisten der Aufgerufenen mit einem erleichterten Grinsen wieder von der Bühne herunter.
Mara saß auf ihrem Stuhl und fragte sich, was Gaby und Herrin Rebecca sagen würden, wenn sie die Prüfung vermasselt hatte. Beide wären wohl all zu glücklich darüber, wenn sie in einem halben Jahr noch einmal zur Prüfung antreten müsste.
Während sie ihren Gedanken nach hing, stieß Heidi sie mit dem Ellenbogen an. »Du bist dran«, sagte diese und deutete auf die Bühne.
Schnell stand Mara auf und ging den Gang in der Mitte der Stuhlreihen entlang zur Bühne, dann auf der linken Seite die fünf Stufen hinauf zu der Frau mit der Perücke, die sie vorhin bei der mündlichen Prüfung so zerrissen hatte.
Die Frau reichte Mara die Hand und schüttelte diese. »Herzlichen Glückwunsch Frau Dorscher. Bei der schriftlichen Prüfung hat nicht viel zu einem ’sehr gut’ gefehlt, und bei der Mündlichen Prüfung haben Sie sich auch gut gehalten.«
Mara war etwas erstaunt darüber, denn so wie diese Frau ihre Antworten zerlegt hatte, hatte sie damit am allerwenigsten gerechnet. Sie bedankte sich bei ihr, bekam ihre Urkunde und ihr Abschlusszeugnis und durfte die Bühne dann verlassen.
Auf dem Weg zurück zu ihrem Sitzplatz schaute sie sich das Zeugnis an und stellte fest, daß sie als Gesamtnote ein ’gut’ bekommen hatte, was sie nicht gerade erwartet hatte.
Mit einem zufriedenen Grinsen setzte sie sich wieder neben Heidi, die kurz darauf aufgerufen wurde und mit einem ’Befriedigend’ bestanden hatte.

Zusammen mit Heidi fuhr Mara, nachdem die Prüfung nun offiziell beendet war, zurück in den Laden um Gaby die Ergebnisse mitzuteilen. Für den Abend hatten sich alle in einer Gaststätte in der Stadt verabredet, um die bestandene Prüfung zu feiern. Im Laden angekommen, gingen beide sofort zu Gabys Büro. Wie üblich war die Tür offen und die Beiden klopften an den Rahmen und traten ein.
Gabi, die mehrere Pads vor sich liegen hatte, sah auf und schaute die Beiden fragend an.
»Bestanden«, sagten beide, wobei Heidi breit grinste.
»Meinen Glückwunsch ihr Beiden«, sagte Gabi. Sie holte aus einer Schreibtischschublade einige Papiere heraus, die sie Heidi in die Hand drückte.
Diese schaute sich die Papiere, ein Arbeitszeugnis und einen Arbeitsvertrag an und grinste breit.
»Schau ihn dir genau an und wenn irgend was nicht passt, dann reden wir noch mal. Wenn alles in Ordnung ist, unterschreib ihn und wir machen es dann offiziell«, sagte Gabi, worauf hin Heidi nickte.
Gabi sah sie erneut an. »Was ist denn noch? Ab an deine Arbeit. Die macht sich nicht von alleine«; sagte Gabi grinsend, worauf hin Heidi, noch immer grinsend, das Büro verließ.
Gabi sah Mara an, stand auf und schloss die Tür des Büros, dann setzte sie sich wieder.
Mara hatte ein seltsames Gefühl im Bauch, als Gabi sie ernst anschaute.
»Tja, dann heißt es wohl, dich zu verabschieden«, sagte sie, nachdem sie einen Moment geschwiegen hatte.
»Aber wieso das denn?«, fragte Mara erstaunt. »Ich dachte, ich könnte auch bleiben und hier weiter arbeiten.«
»Ich fürchte, das wird so nichts. Erstens haben wir im Moment schon genug Verkäufer und zweitens war die Abmachung nur, daß du deine Ausbildung hier beendest. Versteh mich nicht falsch Mara, du bist eine ausgezeichnete Verkäuferin und leistest wirklich gute Arbeit. Ich würde dich gerne hier behalten, aber wir haben leider keine freie, volle Stelle mehr. Heidi habe ich schon zugesagt, daß sie nach ihrer Ausbildung die Stelle bekommt, als sie hier angefangen hat. Normalerweise ist es ja üblich, daß jemand, der die Ausbildung abgeschlossen hat, noch ein halbes Jahr weiter beschäftigt wird, aber das war mit Frau Winter so nicht abgemacht.«
Mara schaute Gabi etwas betrübt an. »Und wenn ich in Teilzeit hier weiter arbeite?«, fragte sie.
»Darüber ließe sich reden«, sagte Gabi. »Du bist ja soweit ich weiß, jetzt frei. Aber trotzdem musst du das wohl erst mit Frau Winter klären.«
Mara bedankte sich und wollte das Büro verlassen.
»Warte. Das heißt nicht, daß du gleich gehen musst. Und wenn du mit Frau Winter gesprochen hast, dann können wir noch mal über eine Teilzeitstelle reden. Und jetzt solltest du erst mal in den Aufenthaltsraum gehen. Die Anderen wollen dir ganz sicher auch noch gratulieren. Außerdem… Ach, das wirst du selbst sehen.« Gabi stand auf und schob die verdatterte Mara aus dem Büro hinaus, durch den Flur und in den Aufenthaltsraum.
Außer Heidi befanden sich auch die Meisten anderen Verkäuferinnen und Verkäufer bereits im Aufenthaltsraum. Als Mara herein kam, gratulierten ihr alle zusammen lautstark und dann auch noch mal jeder einzeln. Die Meisten umarmten Mara sogar und vom Coco bekam sie sogar ein Bussi auf jede Seite.

Anja öffnete mit einem lauten Knall eine Flasche Sekt, worauf hin Mara kichern musste. Miss Isabella hätte Anja jetzt sicher einen missbilligenden Blick zu geworfen und den Kopf geschüttelt.

Jeder der Anwesenden bekam von Anja ein Glas Sekt in die Hand gedrückt und so stießen sie auf Heidis und Maras bestandene Prüfung an.
Nach dem Umtrunk gingen die Meisten wieder an ihre Arbeit. Nur Mara, Lilly und Coco blieben zurück und unterhielten sich noch etwas. Als auch Coco und schließlich Lilly gegangen waren, Wählte Mara Herrin Rebeccas Nummer und berichtete dieser von ihrer Prüfung, wobei sie dieser auch erzählte, daß die Anderen für heute Abend eine Feier in einer Gaststätte geplant hatten. Herrin Rebecca wünschte Mara viel Spaß, sagte ihr aber auch, daß sie bitte mit dem Bus in die Stadt fahren sollte. Zwar hatte Mara nicht vor, Alkohol zu trinken, doch Herrin Rebecca meinte, daß das sicher nicht ausbleiben würde.

-

»Schönen guten Morgen mein Schatz.« Die Stimme klang sanft und freundlich. Der Duft von frischem Kaffee drang an ihre Nase und es war warm und gemütlich hier im Bett. Sie öffnete die Augen ein Stück weit und sah eine Menschliche Silhouette vor dem Fenster, die gerade nach den Vorhängen griff.
»Nein, bitte nicht!«, wollte sie sagen, doch es war bereits zu spät. Die Vorhänge wurden auseinander gezogen und die Sonne, die genau hinter diesem Fenster schien, strahlte ihr direkt ins Gesicht, noch bevor sie es geschafft hatte, die Hand vor die Augen zu nehmen und diese zu schließen. Ein stechender Schmerz drang von ihren Augen aus durch ihren Kopf.
Leise stöhnte sie auf, drehte sich auf den Bauch und vergrub den Kopf in ihrem Kissen. ’Wie kann jemand nur so gemein sein?’, fragte sie sich.
»Los, erhebe dich«, sagte Rebecca und zog ihr das Kissen vom Kopf.
Mit vor die Augen gehaltener Hand drehte Mara sich um und nahm die Hand langsam weg, um sich an das gleißende Licht zu gewöhnen, welches durch das Fenster herein schien.
Langsam setzte sie sich im Bett auf und schaute direkt in Rebeccas Gesicht, in dem ein breites Grinsen lag.
»Was ist passiert?«, wollte Mara wissen.
Rebecca stellte ein Tablett mit belegten Broten, Fruchtquark, Brötchen, Marmelade, Honig und Schokocreme vor ihr auf dem Bett ab und stellte dann eine Tasse dampfenden Kaffee sowie ein großes Glas Orangensaft auf das Tablett.
»Das wollte ich dich eigentlich fragen«, sagte Rebecca schmunzelnd. »Aber anscheinend hat dein Erinnerungsvermögen, was den letzten Abend angeht, einige Lücken.«
Mara nahm sich ein mit Räucherschinken belegtes Brot und biss hinein.
»Wir waren in dieser Gaststätte und haben da gegessen. Die Anderen haben auch was getrunken«, erinnerte sie sich. »Und dann sind wir noch wo anders hin gegangen. Da gab es Cocktails. Ich glaube, ich habe auch einen getrunken.«
Rebecca begann zu lachen. »Anscheinend verträgst du wirklich nicht viel Alkohol. Du bist nach drei Cocktails aufgestanden um zur Toilette zu gehen. Und als du nicht wieder gekommen bist, sind ein paar der Anderen dich suchen gegangen. Sie haben dich schlafend in der Toilette gefunden. Der Barkeeper hat deinen ID-Chip gescannt und mich angerufen. Als ich dich abgeholt habe, hat er mir gesagt, daß du drei Cocktails getrunken hast und mir geholfen, dich ins Auto zu schaffen.«
Mara sah Rebecca entsetzt an. »Ach du Schande«, sagte sie und senkte verlegen den Blick.
»Ja, das habe ich mir auch gedacht, als du dich im Auto übergeben hast«, sagte Rebecca. »Ich hätte nie gedacht, daß drei Cocktails jemanden so aus der Bahn werfen könnten.«
»Ich habe was?«, rief Mara entsetzt aus und hielt sich gleich den Kopf mit beiden Händen um ihn daran zu hindern, zu explodieren. »Das… Das tut mir so leid Herrin. Das wollte ich doch nicht.« Mara schaute Rebecca betreten an und eine Träne lief ihre Wange herunter. »Ich trinke nie wieder was.«
»Na komm schon, ich habe nicht damit gerechnet, daß du so wenig verträgst. Hätte ich das geahnt, hätte ich dir ganz verboten, Alkohol zu trinken«, sagte Rebecca. Sie legte die Hand auf Maras Wange und streichelte sie sanft. »Jetzt iss erst mal ordentlich und wenn du damit fertig bist, gehst du ins Bad, duschst dich ordentlich und kommst dann nach unten.«
Mara nickte und schaute Rebecca hinter her, als sie das Schlafzimmer verließ.

Es dauerte eine gute Stunde, bis Mara, frisch geduscht und mit einer sauberen Tunika bekleidet, nach unten kam, wo Rebecca im kleinen Salon saß und las.
Rebecca stand auf, nahm sie in die Arme und gab ihr einen langen Kuss.

»Was liegt denn heute an?«, wollte Mara wissen, nachdem Rebecca den Kuss gelöst hatte und sie sich bei ihr anlehnte.
»Eigentlich hatte ich mir überlegt, heute zu deinem Vater und Melissa zu fahren, um deine bestandene Prüfung zu feiern. Aber das wird wohl nichts, also holen wir das nächstes Wochenende im Anschluss an das Turnier nach. Ich habe die Beiden und auch deine Mutter eingeladen, dann können wir am Sonntag ausgiebig feiern. Ich kenne da in der Nähe von Hannover eine kleine Gaststätte, nicht weit von dem Gut entfernt, auf dem das Turnier stattfindet.«
Mara fand es zwar noch immer sehr befremdlich, daß ausgerechnet ihre Eltern bei einem Turnier zusehen sollten, auf dem die Chance bestand, daß sie einen oder sogar mehrere Orgasmen hatte. Da sie aber mittlerweile wusste, daß beide sich die Turniere, an denen sie und Rebecca teilnahmen, im Netz anschauten, fand sie sich einfach damit ab, denn so groß war der Unterschied, ob ihre Eltern das im Netz oder vor Ort sahen auch nicht.
Trotzdem fragte sie: »Warum wird das denn heute nichts?«
Rebecca fasste sie an den Schultern und trat einen Schritt zurück um ihr ins Gesicht zu sehen. »Weil du jetzt noch etwas zu tun hast, was keinen Aufschub mehr duldet. Und nachher gehen wir etwas spazieren und danach ins Zentrum und essen dort etwas. Ich habe uns Steak vom Strauß bestellt.«
»Strauß?«, fragte Mara und Rebecca nickte.
Doch dann begriff Mara, was Rebecca eben gesagt hatte. »Was habe ich denn noch zu tun?«, fragte sie mit einem Anflug von Misstrauen in der Stimme.
Daß dieses Misstrauen berechtigt war, sagte ihr Rebeccas Antwort: »Du mein Schatz gehst jetzt nach draußen zum Auto. Das Schlimmste habe ich zwar schon gestern Abend weg gemacht und glaub mir, das war nicht besonders angenehm, aber den Rest kannst du jetzt sauber machen. Und zwar so gründlich, bis man nichts mehr riecht.«
Mara schluckte. Zwar hatte Rebecca es anscheinend recht locker genommen, daß sie mehr getrunken hatte, als sie vertrug, doch die Konsequenz daraus musste sie nun wohl auf sich nehmen. Aber das fand sie, auch wenn sie keine besondere Lust hatte, ihr eigenes Erbrochenes aus dem Auto zu entfernen, nur gerechtfertigt.

Ganz so leicht war es dann doch nicht. Schon als sie das Auto öffnete, kam ihr ein saurer Geruch entgegen, der, zusammen mit dem sicher noch vorhandenen Restalkohol und ihrem sowieso noch recht empfindlichen Magen einen heftigen Würgereiz bescherte.
Immer wieder musste sie eine Pause machen um frische Luft zu schnappen aber erst, nachdem sie zwei Stunden lang geschrubbt hatte und die Fußmatte sogar in der Waschküche unter fließendem Wasser gereinigt hatte, konnte sie keinen Geruch mehr wahrnehmen.
Um auf Nummer sicher zu gehen, sprühte sie noch einmal ein geruchsbindendes Mittel auf die entsprechenden Stellen und fand, daß es nun wirklich nicht mehr roch.

Sie ging wieder ins Haus um sich zu waschen und eine saubere Tunika anzuziehen. Dann ging sie wieder in den kleinen Salon, um Rebecca zu sagen, daß sie fertig war.
»Schön«, sagte diese. »Ich gehe nur schnell nach oben und ziehe mich um. Setz dich so lange.«
Rebecca verließ den kleinen Salon und Mara setzte sich in einen der Sessel.

Als Rebecca wieder nach unten kam, saß Mara schlafend im Sessel. Sie sah noch ziemlich mitgenommen aus, also beschloss Rebecca, sie schlafen zu lassen. Sie legte Mara eine weiche Wolldecke über und ging in ihr Büro, wo sie sich einige der Akten ansah, die sie von den Notaren und von der Sekretärin ihrer Mutter bekommen hatte, um sich auf die Übernahme der Maschinenbaufirma vorzubereiten. Als sie diese durchgesehen hatte, schaute sie sich die Berichte vom Mrs. Mason, der Architektin an um sich über den Fortschritt in Schottland zu informieren und auch die Vorschläge, die ihr Mr. Fraser, der Leiter und Geschäftsführer der Destille, bezüglich einer Zusammenarbeit zwischen der Farm und der Destille gemacht hatte, sah sie sich an und fand einige der Ideen recht brauchbar. Einige dieser Aufgaben würde sie, wenn erst mal alles zufriedenstellend lief, an Mara abtreten, einerseits damit diese sich nicht unnötig langweilte, andererseits um sich selbst etwas zu entlasten. Denn sie merkte jetzt schon, daß es deutlich mehr Zeit kosten würde, sich um drei Firmen gleichzeitig zu kümmern. Den Gedanken, die Arbeit als Designerin bei MarEmy aufzugeben verwarf sie schnell wieder, doch ihre Arbeitszeit müsste sie sich in Zukunft wohl anders einteilen. Auch hatte sie nach dem Gespräch mit Frau Werner der Geschäftsführerin des Ladens, welches sie vorhin geführt hatte beschlossen, Mara zumindest in Teilzeit erst einmal dort weiter arbeiten zu lassen, denn diese Arbeit schien Mara gut gefallen zu haben, was auch Frau Werner ihr bestätigte.

Ganz nebenbei erstellte sie an diesem Nachmittag noch einen neuen Terminkalender, der sich langsam aber sicher mit Terminen füllte. Sie weitete diesen auf Mara aus und trug auch deren Termine dort ein, allen voran die nächsten Turniere, zu denen sie sie anmelden wollte, inklusive der dafür notwendigen Trainingszeiten. Doch diese Termine waren noch sehr überschaubar, da das Turnier am nächsten Wochenende das Letzte in diesem Jahr sein sollte. Immerhin war bereits Oktober und die Saison neigte sich dem Ende entgegen.
Bei einem Blick auf die Uhr fiel ihr ein, daß sie eigentlich zum Abendessen ins Zentrum gehen wollten. Doch ein kurzer Blick in den kleinen Salon und die noch immer schlafende Mara sagte ihr, daß mit dieser heute nicht mehr viel anzufangen war. Sie gönnte ihr den Schlaf und rief in der Kantine an um das Essen auf morgen Mittag zu verschieben.
Sie sah noch einmal nach Mara und deckte sie wieder richtig zu, da die Decke etwas herunter gerutscht war. Als Mara die Nase kräuselte und sich im Sessel umdrehte kicherte sie leise. Zwar hatte sie selbst nie all zu viel getrunken doch selbst vor zehn Jahren hätten sie drei Cocktails sicher nicht so sehr aus der Bahn geworfen.

Rebecca ging in die Küche und kochte sich eine Tasse Tee, bevor sie wieder in ihr Büro ging. Das, was sie erledigen wollte, war bereits getan, also schaute sie sich etwas im Netz um und kam zufällig auf die Seite eines Juweliers, die sie sich schon des Öfteren angesehen hatte. Sie betrachtete die Schmuckstücke auf der Seite eingehend und suchte dann in dem Teil von Maras Akte, der für sie zugänglich war, nach der entsprechenden Größe.

Als es Zeit zum Abendessen war, überlegte sie kurz, Mara zu wecken, entschloss sich dann aber dafür, sie in Ruhe zu lassen. Doch für morgen früh stellte sie Maras Wecker, so daß sie rechtzeitig zum Morgenlauf mit Isabella und den Anderen aufstehen konnte. Sie aß eine Kleinigkeit und las dann noch eine Weile. Erst als es bereits spät am Abend war, weckte sie Mara auf und ging mit ihr nach oben, wo Mara, nachdem sie ihr Nachthemd angezogen und sich ins Bett gelegt hatte, sehr schnell wieder eingeschlafen war.

- - -

Es war später Nachmittag, als sie am darauf folgenden Freitag auf dem kleinen Gut in der Nähe von Hannover ankamen. Charlotte wies Rebecca ein, als sie den Transporter rückwärts auf der ausgewiesenen Fläche einparkte und half ihr dann, die Stützen herunter zu lassen und die Seiten auszufahren.
Während Charlotte zur Anmeldung ging, ließ Rebecca Sunrise und Madonna aus ihren Sicherheitsschalen heraus und brachte sie in den Paddock auf der gegenüberliegenden Seite des Weges, den der Einweiser ihnen zugeteilt hatte. Dann ging sie wieder in den Transporter und klappte die Schalen herunter um sie nachher als Liegen verwenden zu können.

Sunrise und Madonna sahen sich etwas um. Die Paddocks waren in zwei Reihen angeordnet, die aneinander grenzten. Eine Reihe war von dem Weg auf dieser Seite aus zugänglich und die Tore der anderen Paddocks befanden sich auf der gegenüberliegenden Seite, so daß die Paddocks beider Reihen direkt aneinander grenzten. In allen fünf Paddocks um sie herum waren bereits ein oder mehrere Ponys untergebracht.
Die drei Ponys die in dem Paddock direkt hinter ihrem standen, spielten mit einem großen Ball, den sie sich zu schossen.
Madonna ging zum Zaun, der sie von dem Paddock rechts neben ihrem abtrennte. Dort standen drei Ponys und sahen dem Ballspiel der Anderen zu.
»Hallo«, sagte Madonna freundlich, doch eines der drei Ponys ging darauf hin auf die andere Seite des Paddocks, während die anderen Beiden zwar zu ihr sahen, aber die Köpfe schüttelten.
»Die reden mit niemandem«, rief ihnen ein Pony aus dem rechts hinter ihrem liegenden Paddock zu.
Madonna ging an die Ecke an der die Zäune aneinander trafen. »Wieso reden die mit keinem?«
»Die kommen von Erlersheim. Die dürfen nicht sprechen. Ich hab mal mitbekommen, wie eines sich mit einem anderen Pony unterhalten hatte. Da ist sofort eine Trainerin gekommen und es hat was mit der Gerte gegeben. Übrigens, ich bin Reed. Comtesse du Saint Empire Reed de Nice.«
Madonna sah sie verwundert an. Dann grinste sie und sagte: »Verstehe. Du gehörst dem Verband und kommst aus Nizza?«
»Ja, genau. Aber mir ist es lieber, wenn ich Reed genannt werde«, sagte das Pony lachend.
»Das ist Sunrise von Siebenbergen und ich bin Madonna de Louvre«, stellte Madonna sich und Sunrise vor.
»Du kommst aus Paris?«, fragte Reed.
Darauf hin lachte Madonna. »Nein, ich komme aus einem kleinen Nest in der Nähe von Nantes, direkt an der Atlantikküste. Den Namen hat mir meine erste Trainerin gegeben. Wir haben uns im Louvre kennen gelernt. Sie ist damals über mich gestolpert, als ich mir ein Bild von Helénai Balázs angesehen habe.«
»Sie ist über dich gestolpert?«, fragte Reed.
»Ja. Ich hatte es mir auf einer Bank bequem gemacht und die Beine ausgestreckt. Ich weiß nicht, wie lange ich schon auf dieses Bild geschaut hatte. Es hat fast so ausgesehen als ob die Pferde da drauf lebendig wären«, erklärte Madonna.
»Lovakkal?«, nannte Reed den Namen des Gemäldes, worauf hin Madonna nickte. »Das kenne ich. Das ist ein wunderbares Bild«, sagte sie schwärmerisch. »Ich habe, als ich das gesehen habe, auch lange davor gestanden.«

Während Madonna und Reed sich anfingen über Gemälde zu unterhalten, ging Sunrise etwas im Paddock herum um sich die Beine nach den gut drei Stunden Fahrt zu vertreten, als plötzlich jemand laut »Vorsicht!« rief.
Sunrise drehte sich in die Richtung aus der die Stimme gekommen war und sah nur noch den großen Ball auf sich zu fliegen. Er traf sie genau an Kopf und Brust, worauf hin sie umfiel und mit dem Hintern im Sand landete.
»Entschuldigung«, rief eines der Ponys aus dem Nachbarpaddock und kam an den Zaun. »Das wollte ich nicht. Ist dir was passiert?«
Sunrise stand umständlich auf und schüttelte den Kopf. »Nein, alles in Ordnung«, sagte sie.
»Da bin ich aber froh. Ich hab wohl zu fest getreten. Wirfst du uns den Ball bitte wieder rüber?«, fragte das Pony.
Sunrise brauchte einige Versuche, bis sie den Ball mit dem Huf angehoben hatte, dann trat sie von unten an diesen doch er flog nur fast gerade nach oben. Erst als er wieder herunter kam, schaffte sie es ihn wieder auf die andere Seite des Zaunes zu befördern indem sie ihn mit dem Kopf anstieß.
Madonna, die das mitbekommen hatte, kam zu Sunrise und fragte, ob alles in Ordnung war.
»Ja doch, es ist nichts passiert«, sagte diese.

Wieder flog der Ball über den Zaun, doch dieses Mal war Madonna schneller und stieß ihn mit dem Kopf zurück, noch bevor er den Boden berührte. Eines der Ponys auf der anderen Seite trat ihn wieder in hohem Bogen zu Madonna, doch dieses Mal war Sunrise schneller und trat ihn zurück. Es dauerte nicht lange, bis der Ball auch in den Nachbarpaddock auf der linken Seite flog. Die drei Ponys in diesem beteiligten sich an dem Spiel und kurz darauf auch die beiden Ponys in dem Paddock links gegenüber. So ging es eine ganze Weile hin und her und es entspann sich eine Art Volleyballspiel, welches allen großen Spaß machte.
Allmählich fanden sich auch mehrere Zuschauer ein, die die Ponys anfeuerten und bei jedem Punkt laut klatschten und jubelten.

Rebecca, die gerade dabei war, das Abendessen zuzubereiten, wunderte sich über den zunehmenden Lärm, der draußen herrschte. Durch die Fenster konnte sie nicht sehen, warum es so laut war, also ging sie nach hinten und öffnete die Heckklappe des Transporters.
Sie sah die vielen Leute, die um die Paddocks herum standen und die Ponys anfeuerten und stellte sich an den Zaun des Paddocks um alles besser sehen zu können.
Mehrmals wäre sie am liebsten sofort zu Sunrise gelaufen, um ihr aufzuhelfen, wenn sie den Ball nur dadurch erreichen konnte, indem sie ihm hinterher lief, sprang, sich im Sprung nach hinten fallen ließ und den Ball dann zurück trat. Dabei landete sie mehrmals recht schwer auf der Seite oder dem Rücken, stand aber jedes Mal wieder auf und beteiligte sich weiter am Spiel.
Doch gerade diese Sprünge waren es, die die Zuschauer jedes Mal laut jubeln ließen.

»Was wird das denn?«, fragte Charlotte, sie sich unbemerkt neben Rebecca gestellt hatte und dem Spiel nun ebenfalls zuschaute.
»Ich habe keine Ahnung. Ich habe gerade Essen gemacht und den Lärm gehört. Deshalb bin ich raus gekommen. Aber es scheint ja allen Spaß zu machen«, sagte Rebecca.
»Das sieht man«, meinte Charlotte grinsend. »Aber langsam müssen sie mal aufhören. Die Ärztin ist da um die Beiden zu untersuchen.«
Rebecca wandte sich zur Seite und bemerkte erst jetzt die Frau mit dem Arztkoffer, die neben Charlotte stand.
Rebecca nickte und steckte gänzlich undamenhaft Daumen und Mittelfinger der rechten Hand in den Mund und Pfiff laut und rief dann »Abpfiff!«
Darauf hin erklangen mehrere Buhrufe. Doch davon ließ Rebecca sich nicht aus der Ruhe bringen. »Tut mir leid, aber die Beiden hier müssen jetzt rein kommen«, rief sie in die Menge und erntete erneut einige Buhrufe.
Am Rand der Paddocks kletterte eine junge Frau mit einem Megaphon auf den Zaun. »Es ist zwar schade, aber anscheinend müssen noch ein paar der Spielerinnen untersucht werden. Wir haben aber mit gezählt. Der Punktestand ist siebzehn«, sie hob die linke Hand in Richtung der gegenüberliegenden Paddocks, »zu neunzehn«, nun hob sie die andere Hand zu den anderen beiden Paddocks hin.
Die Zuschauer klatschten Beifall und als Rebecca und Charlotte Sunrise und Madonna aus dem Paddock in den Transporter brachten, gingen die Zuschauer und die anderen beteiligten Ponys ließen sich in den Sand fallen oder lehnten sich an den Zaun um wieder zu Atem zu kommen.

»Vielleicht sollte man sowas ja mal als Wettbewerbsdisziplin einführen. Das macht sicher allen Spaß«, sagte die Ärztin. »Wer soll denn zuerst?«
Charlotte warf Rebecca einen kurzen Blick zu.
»Ich würde sagen Sunrise«, sagte Rebecca darauf hin und führte Sunrise zu der Ärztin.
»Dann wollen wir mal. Bitte, setz dich«, sagte diese und deutete auf eine der Liegen.
Sie untersuchte Sunrise gründlich, maß ihren Blutdruck und den Puls und horchte sie mit einem Stethoskop ab. Dann ließ sie Rebecca Sunrise’ Arme voneinander lösen, die sie gründlich untersuchte und tastete auch die Schultern ab. »Also sich so auf den Rücken fallen zu lassen, halte ich mit gefesselten Armen für keine all zu gute Idee. Tu es irgend wo weh?«
Sunrise bewegte die Arme und schüttelte dann den Kopf.
»Gut, aber das nächste Mal bitte die Arme entweder ganz frei lassen oder sie an den Seiten fest machen, am Besten so.« Sie nahm Sunrise’ linken Arm und fasste ihn am Handgelenk. Dieses führte sie an Sunrise’ Seite in Höhe der Brüste, so daß der Ellenbogen nach hinten gerichtet war und die Hand seitlich nach vorne ragte. »Am Besten mit etwas Spielraum, damit sie sich noch abstützen oder die Arme zur Seite nehmen kann, wenn sie auf den Rücken fällt.«
Rebecca schaute sich diese Haltung kurz an und verschwand dann im vorderen Bereich des Transporters. Sie kam kurz darauf mit zwei Ledermanschetten zurück, die sie um Sunrise’ Handgelenke legte und mit zwei kurzen Seilstücken an dem Riemen, der quer oberhalb Sunrise’ Brust verlief, befestigte. Die Haltung die Sunrise dadurch einnahm, sah bequemer aus als die Arme auf dem Rücken zu halten und ließ noch genug Spielraum um die Arme vorne nach oben zu nehmen und so den Rücken komplett frei zu halten.
Die Ärztin untersuchte den Bewegungsspielraum von Sunrise’ Armen. »Etwas kürzer geht noch, aber das sieht schon ganz gut aus.«
Sie fasste Sunrise an den Schultern und setzte sie auf der Liege gerade, so daß ihre Kniekehlen an der Kante anlagen.
»Dann müssen wir noch die Stimulatoren testen«, sagte die Ärztin.
Sunrise schaute sie etwas unwillig an. Sie kannte diese Prozedur und mochte sie nicht besonders, aber sie war notwendig, um allen Ponys die selben Voraussetzungen zu ermöglichen.
Die Ärztin sah sie schmunzelnd an. »Ich kann verstehen, daß dir das nicht gefällt, vor allem bei einer wildfremden Person. Aber danach bist du auch fertig.«
Sunrise nickte und machte sich bereit.
Die Ärztin ließ Rebecca den vorderen Verschluss von Sunrise’ Fell öffnen, so daß sie das Taillenband des Keuschheitsgürtels sehen konnte. Sie nahm ein Pad und scannte die Chips der Vibratoren und des E-stim-Gerätes. Dann drückte sie einen Sensor auf jeder Seite neben Sunrise Schamhügel. Mit einer Berührung ihres Pads startete sie den Prüfablauf. Zuerst begann der Vibrator in Sunrise Scheide, sich bemerkbar zu machen, erst langsam dann immer schneller bis er schließlich für einige Sekunden mit voller Kraft lief und dann abrupt aufhörte. Das Selbe geschah einige Sekunden später auch mit dem Vibrator auf ihrem Kitzler. Obwohl die Ärztin dabei war, konnte Sunrise sich der Erregung durch die beiden Vibratoren nicht entziehen und stöhnte leise auf.
Dann folgte eine Reihe leichter Stromschläge und zum Schluss ein Stromstoß mittlerer Stärke. Sunrise zuckte heftig zusammen und stöhnte laut auf. Damit war diese Prozedur beendet und die Ärztin sah sich die Ergebnisse auf ihrem Pad an. Mit einer Plombe versiegelte sie das Schloss von Sunrise’ Keuschheitsgürtel und wandte sich dann Madonna zu.

Als auch diese untersucht und ihr Keuschheitsgürtel verplombt war, machten Rebecca und Charlotte das Abendessen fertig.
»Willst du den ganzen Abend so rum laufen?«, fragte Charlotte und deutete auf Sunrise’ Arme, die noch immer mit den Handgelenken an der Seite gefesselt waren.
Sunrise schaute an sich herunter. »Was soll ich denn machen? Außerdem, ich finde das ist bequemer als sie auf dem Rücken zu halten.«
»Findest du? Sieht aber ganz schön albern aus.«
»Ach? Genauso albern siehst du auch aus, wenn du für die Leute posierst, die Bilder von dir machen«, erwiderte Mara und äffte Madonna nach indem sie einen Huf nach hinten hob, sie Brust weit vor streckte, den Kopf anhob und zur Seite schaute, wobei sie übertrieben lasziv zwinkerte.
Madonna schaute sie an und fing laut an zu lachen. »Na und? Den Leuten gefällt es eben.«

»Ich weiß ja nicht. Ich an eurer Stelle würde mir das zweimal überlegen«, sagte Rebecca, die gerade aus dem vorderen Teil des Transporters kam lachend. Sie löste Sunrise’ und Madonnas Armfesseln, dann gingen sie zusammen nach vorne um zu Abend zu essen.




[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von HeMaDo am 10.11.18 um 14:05 geändert
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Wölchen Volljährigkeit geprüft
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:03.11.18 13:41 IP: gespeichert Moderator melden


Vielen Dank für die Fortsetzung.
Freu mich schon auf den nästen Teil.

mfg Wölchen
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*Gozar*
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:03.11.18 18:37 IP: gespeichert Moderator melden


Hi HeMaDo

danke wiedereinmal für eine tolle Fortsetzung!!!

Gewohnt kurzweilig, gewohnt schön zu lesen, gewohnte Zeit, kurz gesagt....

gewohnt "SEHR GUT" !!!!!

Mit dem Vorgeschmack auf das kommende Turnier, für mich um so interessanter (ich liebe sunrise), auf den nächsten Teil zu warten, bringt Vorfreude und Spannung.
Hau kräftig in die Tasten.

Gruß Gozar
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Latex ist geil

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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:06.11.18 06:28 IP: gespeichert Moderator melden


Danke für die geniale Geschichte und super geschrieben. Macht immer wieder Spaß sie zu lesen.
Danke an alle Autoren fürs schreiben ihrer Geschichten

Gruß truckercd
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Chrissi1 Volljährigkeit geprüft
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:06.11.18 12:03 IP: gespeichert Moderator melden


Ich muss dir hier auch mal wieder ein Lob für diese großartige Geschichte da lassen.

Du gehörst hier zu einem der besten Autoren in diesem Forum.👍

Danke nochmals für diese Geschichte und ich hoffe auch das es noch viele Fortsetzungen geben wird.

Chrissi
Meine Top 5 der Geschichten hier im Board (nicht nach Platz sortiert):
9 Jahre Feindfahrt , Maria , Neue Horizonte , Neue Horizonte - 2 , Das Haus am See, eine Utopie

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HeMaDo
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Immer wenn mir jemand sagt, ich sei nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin froh darüber.

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  RE: Neue Horizonte - 2 Teil 84 Datum:10.11.18 02:28 IP: gespeichert Moderator melden


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Es war warm. Zu warm für ein Bett. Doch dies und die Tatsache, daß ihre Hände auf dem Rücken gefesselt waren, beantwortete die Frage nach dem ’wer bin ich?’ eindeutig. Außerdem war da noch die Knebeltrense in ihrem Maul, das Kopfgeschirr und die Stiefel an ihren Füßen.
Langsam öffnete Sunrise die Augen. Sie lag neben Herrin Rebecca im Bett, zugedeckt mit einer dicken Decke. Das erklärte, warum es so warm war. Die Decke, das Fell und die herrliche Nähe zu Herrin Rebecca sorgten für diese Wärme. Sie kuschelte sich bei Herrin Rebecca an und genoss deren Nähe und den Duft nach purer Lust und nach Sex, der noch im Raum lag eine Weile. Doch schließlich spürte sie, daß sie dringend aufstehen musste. So vorsichtig und leise es eben mit auf dem Rücken gefesselten Armen ging, rollte sie sich aus dem Bett und stand langsam auf. Doch als sie diese öffnen wollte, wartete bereits das nächste Hindernis. Die Tür war zwar nicht verschlossen, den Drehknauf konnte sie aber nicht einfach dadurch öffnen, daß sie sich herunter beugte und einen Riemen des Kopfgeschirres hinter den Griff hakte. Sie drehte sich um und versuchte, den Knauf mit den Händen zu erreichen. Aber auch das war durch die Handschuhe nicht möglich. Wenn sie also nicht in ihr Fell machen wollte, blieb ihr nur die Wahl, Herrin Rebecca zu wecken.
Sie ging wieder zum Bett und kniete sich vor Herrin Rebecca. Mit dem Kopf stieß sie sie vorsichtig an, bis sie endlich die Augen öffnete.
»Guten morgen Sunrise. Warum bist du denn schon wach?«, fragte Rebecca.
Sunrise schaute demonstrativ zur Tür.
»Nee, leg dich noch etwas hin. Der Wecker hat noch nicht mal geklingelt.«
Sunrise schüttelte energisch den Kopf und sah noch einmal zur Tür.
»Meinetwegen«, sagte Rebecca verschlafen. Sie stand auf und setzte sich auf die Bettkante, die Beine rechts und links neben Sunrise. Dann legte sie die Arme um Sunrise Schultern und zog sie zu sich heran, so daß Sunrise’ Kopf sich genau zwischen ihren Brüsten befand.
Etwas mühsam hob Sunrise den Kopf und sah sie vorwurfsvoll an. Rebecca nahm das zum Anlass, Sunrise einen langen Kuss zu geben, den sie erst nach einer gefühlten Ewigkeit löste. Dann endlich stand sie auf und öffnete die Tür.
Sunrise lief darauf hin durch den Wohnbereich und direkt zur Toilette, die sie glücklicherweise ohne Zuhilfenahme ihrer Hände öffnen konnte.
Als sie sich endlich erleichtert hatte, trat sie auf den Schalter neben ihren rechten Huf. Warme Wasserstrahlen reinigten gründlich ihre Scham und den Keuschheitsgürtel, dann wurde alles durch einen warmen Luftstrom getrocknet.
Sie verließ die Toilette und ging zurück in den Wohnbereich, wo Rebecca bereits dabei war, Kaffee zu kochen. Sie ging zu Sunrise, löste die Handschuhe voneinander, nahm den Riemen um ihre Ellenbogen ab und nahm ihr auch die Knebeltrense aus dem Maul.
»Guten Morgen mein Schatz«, sagte sie und gab ihr noch einen Kuss.
»Guten Morgen Herrin«, sagte Sunrise und half ihr dann, den Frühstückstisch zu decken, als es an der Tür klopfte.
Rebecca öffnete diese im Bademantel und nahm die bestellten Brötchen von der jungen Frau, die sie lieferte, entgegen und bezahlte sie.
Sunrise fragte sich, wie Rebecca es immer wieder schaffte, jemanden zu finden, der Brötchen lieferte. Aber vielleicht gab es auch irgendwo eine zentrale Bestellannahme für Brötchen und Frühstücksgebäck, an die man nur eine Nachricht schreiben musste und die dafür sorgte, daß die Bestellungen zur richtigen Zeit am richtigen Ort ankamen. Doch von so etwas hatte sie noch nie gehört. Oder war das vielleicht ein Geheimnis für Herrschaften, von dem sie als Serva nichts wissen durfte?
Sie schüttelte den Kopf über solch unsinnige Gedanken. Es musste eine wesentlich einfachere und vor allem sinnvollere Erklärung dafür geben. Ganz in Gedanken schaute sie der Frau hinterher, die sich auf ihr Lieferfahrrad setzte und an den Paddocks vorbei zu einem anderen Transporter fuhr um dort ebenfalls eine Tüte abzuliefern in der sich wahrscheinlich ebenfalls Brötchen befanden.

Das gemeinsame Frühstück verlief recht ruhig und danach mussten Sunrise und Madonna auch schon nach draußen. Charlotte brachte beide in den Paddock, damit sich die Zuschauer die Teilnehmenden Ponys ansehen konnten, auf die sie eventuell wetten abschließen wollten.
Madonna war heute für beide Bahnrennen angemeldet, einmal für den Sprint und für den darauf folgenden 1000 Meter-Lauf, während Sunrise am Sprint und am 5000 Meter Geländelauf teilnehmen sollte, der am Nachmittag stattfand.

Die Zuschauer, die vorbei kamen, betrachteten sowohl Sunrise als auch Madonna eingehend. Sie unterhielten sich und die Meisten hatten dabei Pads in den Händen auf denen sie immer wieder etwas nachsahen. Während sie sich miteinander unterhielten, deuteten einige immer wieder auf Sunrise und die anderen Ponys.
Madonna machte sich wie immer einen Spaß daraus, für die Zuschauer zu posieren und ihnen zuzuzwinkern. Einmal stellte sie sich sogar mit dem Rücken zu den Leuten und beugte sich so weit vor, daß das Fell in ihrem Schritt zur Seite wanderte und einen Blick auf ihren Keuschheitsgürtel und vor allem ihr von glänzendem Stahl umrahmtes Poloch bot, worauf hin sie einige anzügliche Pfiffe erntete.

Sunrise dagegen die beim ersten Lauf des 400 Meter Sprints antreten sollte, machte unterdessen einige Dehnübungen und lockerte ihre Muskeln.
Doch auch sie wurde oft fotografiert, obwohl sie sich bei weitem nicht so aufreizend wie Madonna präsentierte.

Obwohl es bestimmt noch eine Stunde Zeit war bis zu dem ersten Rennen, ertönte auf einmal eine Lautsprecherdurchsage in der alle Partner, Trainer und Vertreter der Ställe aufgefordert wurden, sich in der Trainingshalle einzufinden.
Zusammen mit den anderen Verantwortlichen gingen auch Charlotte und Rebecca in Richtung der Halle.

Reed, das Pony, mit welchem Madonna sich gestern unterhalten hatte, kam zur Ecke an der sich die Zäune kreuzten. »Wisst ihr, was das soll?«, fragte es, doch weder Madonna noch Sunrise hatte eine Ahnung was los war. Zusammen spekulierten sie, was das zu bedeuten hatte, als Reed auf einmal mit einem Nicken zum Zaun deutete. »Ich glaube, die wollen was von Euch«, sagte sie.
Sunrise und Madonna drehten sich um.
»Nö, ist nicht für mich«, sagte Madonna grinsend, während Sunrise zum Zaun lief. Dort standen ihr Vater mit Melissa und ihre Mutter. Sunrise lief zuerst zu ihrer Mutter und begrüßte sie freudig, indem sie über den Zaun hinweg ihren Kopf an ihrer Schulter rieb. Dies wiederholte sie bei ihrem Vater und auch bei Melissa.
»Hallo Mara, wie geht’s dir denn?«, fragte ihr Vater.
Doch Sunrise schloss demonstrativ das Maul und deutete mit einem Nicken auf das Schild am Zaun, auf dem, wie sie wusste, auch ihr Name stand.
»Aha, du redest also nicht mir jedem«, sagte ihr Vater gespielt beleidigt und verschränkte die Arme vor der Brust, was ihm ein Lachen von Melissa und auch von Maras Mutter einbrachte.
Sunrise hob den Kopf weit an und schüttelte den Kopf.
»Braves Pony«, sagte Melissa darauf hin und holte aus der Tasche, die sie bei sich trug, ein Stück Schokolade, welches sie auspackte und Sunrise hin hielt.
Grinsend nahm Sunrise die Schokolade und bedankte sich bei Melissa, indem sie den Kopf an ihrer Schulter rieb.
Dann kam ihre Mutter zu Sunrise und streichelte ihre Wange. »Wie geht’s dir denn meine Große? Ist bei dir alles in Ordnung?«, fragte sie im typisch besorgten Tonfall einer Mutter. Es fehlte nur noch der Hinweis, sich immer warm anzuziehen.
Sunrise lächelte und nickte.
»Du hältst dich wohl tatsächlich daran, nicht zu reden?«, fragte ihre Mutter, worauf hin Sunrise nickte.
»Na, dann gehen wir am Besten mal los, bevor wir keinen Sitzplatz mehr bekommen. Wir sehen uns dann ja nachher noch«, sagte Maras Vater. Sowohl Melissa als auch Maras Mutter verdrehten die Augen. »Geh du schon mal los und reservier uns ein paar gute Plätze«, meinte Maras Mutter grinsend.
»Männer«, sagte Melissa als Maras Vater außer Sichtweite war, worauf hin Maras Mutter und Melissa anfingen zu lachen.
»Du hast solche Probleme ja nicht«, meinte Maras Mutter.
»Was denn für Probleme?«, fragte Rebecca, die gerade zurück gekommen war neugierig.
Sie begrüßte die Beiden Frauen mit herzlichen Umarmungen.
»Probleme mit Männern«, erklärte Melissa.
»Verstehe. Dafür hat man mit Frauen andere Probleme«, erwiderte Rebecca, worauf hin sie von Sunrise einen kritischen Blick erntete. Sie ging zu ihr, zog sie zu sich heran und gab ihr einen Kuss.

»Es geht gleich los. Ich muss Sunrise mal fertig machen. Am Besten, ihr sucht euch schon mal ein paar Plätze auf der Tribüne«, meinte Rebecca.
»Ach wo. Bernd hält uns beiden Plätze frei. Wir gehen dann mit euch rüber«, sagte Melissa.
»Wie ihr wollt.« Rebecca holte zwei Führleinen und befestigte diese an den Trensen der beiden Ponys. Sie öffnete das Tor und brachte beide zum Transporter, wo bereits die Sulkys bereit standen.
Während sie Charlotte an einem Haken am Transporter festband, spannte sie Sunrise vor ihren Sulky und befestigte die Scheuklappen mit je drei Druckknöpfen an ihrem Kopfgeschirr.
Gerade, als sie damit fertig war, kam Charlotte zurück. Sie signalisierte Rebecca etwas mit erhobenem Daumen und begrüßte dann Saskia und Melissa. Dann half sie Rebecca, das Gewicht, welches auf die Anzen drückte, einzustellen. Rebecca half Charlotte noch, Madonna anzuspannen und das Zuggewicht einzustellen, dann setzten sie sich auf die Sulkys und fuhren langsam, von Saskia und Melissa begleitet, zur Rennbahn, die sich am anderen Ende des Gutes befand. Diese gingen direkt zu der Tribüne auf der gegenüberliegenden Seite, wo sie sich zu Bernd setzten, während Charlotte und Rebecca quer über die Rennbahn auf die Rasenfläche in deren Inneren fuhren und sich zu den anderen Gespannen stellten, die dort bereits standen und warteten.

In einem Paddock an einer der Kurven der Rennbahn befanden sich einige Ponys, die an diesem Wettbewerb nicht teilnahmen aber zuschauen wollten.
Bis alle Gespanne eingetroffen waren, dauerte es noch einige Minuten. Als dann das letzte Gespann eintraf, jubelten die Zuschauer begeistert. Sunrise, die sich bisher umgesehen hatte, schaute in die Richtung aus der sie gekommen waren und sah sofort, warum die Zuschauer so jubelten. Dieses Gespann hatte sie bereits mehrmals auf verschiedenen Turnieren gesehen. Happy, das Pony mit dem weißen Fell, den beiden charakteristischen, grauen Flecken auf der Hinterbacke und gelber Mähne und Schweif, war zwar nicht das schnellste, doch es war aufgrund seiner oft ziemlich lustigen Einlagen bei den Zuschauern recht beliebt.

»Meine Damen und Herren, hiermit begrüße ich Sie alle zum letzten Turnier dieses Jahres auf Gut Degensen«, erklang die Stimme eines Mannes aus den Lautsprechern. »Ich will auch nicht lange herum reden, aber bevor wir gleich zum ersten Lauf des 400 Meter Sprints kommen, habe ich noch eine Mitteilung zu machen. Normalerweise dauert dieses Turnier nur einen Tag, aber wir haben uns, in Absprache mit den beteiligten Mannschaften, dazu entschlossen, morgen Vormittag noch einen weiteren, inoffiziellen Wettbewerb auszutragen. Wer etwas genaueres darüber erfahren möchte, kann dies auf unserer Infoseite im Netz tun. Für die beteiligten Mannschaften endet dieses Turnier daher erst morgen Mittag.
Und nun möchte ich noch den Ablauf des heutigen Tages bekannt geben. Zuerst findet der 400 Meter Sprint statt, zu dem zwölf Gespanne gemeldet sind. Daher wird es drei Läufe geben, zwei Auswahlläufe und einen Entscheidungslauf, bei dem die jeweils drei besten Gespanne der beiden Auswahlläufe gegeneinander antreten. Im Anschluss daran findet der 1000 Meter Lauf statt, zu dem sich dieses Jahr nur 5 Gespanne angemeldet haben. Zwar hat es noch eine weitere Meldung gegeben, aber leider musste dieses Gespann verletzungsbedingt absagen.
Um 14 Uhr startet dann der 5000 Meter-Geländelauf und nach der Siegerehrung um 16 Uhr findet auf dem Sandplatz eine Rodeovorführung statt. Alle, natürlich auch die Ponys, sind herzlich eingeladen, sich diese anzusehen. Da aber der morgige Tag dadurch noch als Turniertag gilt, gilt zumindest für alle Ponys, welche am morgigen Wettbewerb teilnehmen, das Gebot, bis nach der Siegerehrung morgen Mittag, in der Ponyrolle zu bleiben.«
Viele der Ponys nahmen dies anscheinend nicht so gut auf und sie trampelten unwillig auf oder machten durch unartikulierte Lautäußerungen klar, daß ihnen dies nicht gefiel. Sunrise hingegen, machte das nichts aus. Einerseits nahm sie ja nicht an diesem zusätzlichen Wettbewerb teil, das hätte Rebecca ihr sicher schon gesagt, andererseits war es ihr aber auch lieber, so lange es ging, in der Ponyrolle zu bleiben.

Als sich die Ponys schließlich beruhigt hatten, sprach der Mann weiter: »Ich rufe jetzt alle Gespanne, die am ersten Lauf teilnehmen werden dazu auf, sich auf ihre Startposition zu begeben. Die Anderen bitte ich, sich zum Warteplatz zu begeben.«
Sunrise wusste nicht, zu welchen Wettbewerben sie angemeldet war, dies hatten sie und Rebecca vor einer ganzen Weile so abgesprochen. Zwar klappte das nicht immer, doch vermied sie es außerdem, soweit es ging, sich die Anzeigetafeln anzusehen. Doch es wunderte sie nicht, daß sie unter den ersten Gespannen waren, die aufgerufen wurden und sich auf ihren Startplatz auf der Rennbahn begaben. Sie liefen auf der dritten Bahn von innen und starteten auf der Gegengeraden, ungefähr auf Höhe der Ziellinie.
»Zeig’s denen«, sagte Rebecca leise. Sie hatte die Hand in Sunrise’ Nacken gelegt, nachdem sie sie zu ihrer Startlinie geführt hatte und kraulte sie dort ausgiebig.
Sunrise schloss die Augen und genoss diese Berührung, die viel zu schnell wieder aufhörte, als Rebecca den Sulky bestieg und die Bremse betätigte.
Durch die Scheuklappen konnte Sunrise nur wenig vor sich sehen, ohne den Kopf zu bewegen. Da die Startlinien um jeweils gut drei Meter versetzt waren, sah Sunrise die drei Gespanne auf den äußeren Bahnen nur von hinten.
Die Unterhaltungen im Publikum drangen wegen der Entfernung nur leise zu ihr und sie machte sich für den Start fertig, indem sie sich etwas vor lehnte. Durch die versetzen Startpositionen gab es hier keinen Start mit einem Gummiband sondern der Starter stand vor dem ersten Gespann auf einem Podest an dem mehrere Lampen leuchteten. In der Hand hielt er eine Startklappe, eigentlich nur zwei Latten mit Griffen, die mit einem Scharnier miteinander verbunden waren. Er sah zu den Fahrerinnen und eine nach der Anderen hob diese die rechte Hand zum Zeichen, daß sie bereit waren. Dann nahmen alle die Hände herunter und die Zügel in die Hände. Auch Sunrise spürte, daß Rebecca die Zügel nun in den Händen hielt und leicht daran zog.
Der Starter hob die Klappe weit über seinen Kopf und rief, durch Lautsprecher verstärkt: »Auf die Plätze«, wobei er die Klappe weit öffnete. Dann rief er: »Fertig!« und schloss die Klappe etwa zur Hälfte. Sunrise machte sich bereit und schaute gerade aus.
Als er »Los!« rief und die Klappe zusammen klappte, so daß es einen lauten Knall gab, zog Sunrise an, so fest sie konnte. Sie spürte, wie die Bremse gelöst wurde und lief los.
Sofort fing der Vibrator in ihrer Scheide an, zu laufen. Das lenkte sie allerdings kaum ab, also beschleunigte sie immer weiter, bis es nicht mehr schneller ging. Sie kam dem Gespann vor ihr immer näher und als sie etwa auf Höhe der Räder des Sulkys war, fing der Vibrator an, schneller zu laufen und der Kitzlervibrator machte sich plötzlich bemerkbar doch sie versuchte, das einfach zu ignorieren, was ihr bis zur Hälfte der Geraden auch ganz gut gelang. Allerdings bewegte sich der nicht gerade dünne Vibrator in ihr bei jedem Schritt etwas auf und ab, was sie zwar noch schaffte, auszublenden aber ganz kalt ließ sie dies nicht. Dann hatte sie das nächste Gespann eingeholt und wieder machte sich der Kitzlervibrator heftig bemerkbar und der andere Vibrator lief noch schneller. Zwar war es noch nicht all zu heftig, aber es kostete sie einiges an Konzentration, um einfach weiter zu laufen.

Dann ging es in die Kurve. Weit vor deren Mitte bemerkte sie, daß der Vibrator nun langsamer lief. Also hatte ein anderes Gespann sie überholt. Durch die nun nicht mehr so heftige Ablenkung schaffte sie es, sich wieder besser aufs Laufen zu konzentrieren. Sie setzte einen Huf vor den Anderen und atmete immer drei Schritte lang tief ein und drei Schritte lang aus. So schnell sie konnte, setzte sie ihre Schritte und holte mit den Beinen weit aus. Bei jedem Schritt zog sie die Knie weit an, um die Beine dann mit aller Kraft wieder auszustrecken, wenn sie den Boden wieder berührten. Am Ende der Kurve hatte sie eines der Gespanne, sie liefen nun fast gleich auf, wieder eingeholt, während das Gespann, welches auf der Innenbahn lief, in ihr Blickfeld geriet und immer mehr Vorsprung bekam. Sie verlor das Gespann auf der äußeren Bahn am Anfang der Zielgeraden aus dem Blickfeld und kurz darauf machten sich wieder die beiden Vibratoren bemerkbar, womit sie nicht gerechnet hatte. Dies geschah gerade, als sie den rechten Huf aufsetzte und sie kam dadurch etwas aus dem Tritt. Als sie das erste Drittel der Zielgeraden hinter sich gebracht hatte,
sah sie daß das Gespann rechts neben ihr immer weiter zurück fiel und spürte erneut die Vibratoren einsetzen. Dieses Mal war sie zwar darauf vorbereitet, doch die zunehmende Erregung, welche sich in ihr ausbreitete, lenkte sie immer mehr ab. Trotzdem schaffte sie es, die Zielgerade ohne größere Probleme hinter sich zu bringen und hoffte auf einen erlösenden Höhepunkt, als sie die Ziellinie überschritt.
Als sie schließlich das Ziehen an den Zügeln spürte, hörte der Vibrator allerdings schlagartig auf, zu laufen und noch im Auslaufen stieß sie einen enttäuschten Seufzer aus. Es hatte nicht mehr viel gefehlt und sie hätte Erlösung gefunden. Und es war ihr vollkommen egal, ob die Zuschauer das mitbekommen hätten oder nicht, doch so schaffte sie es, trotz ihrer Schritte, die den Vibrator weiterhin auf und ab bewegten, nicht mehr über diese Klippe zu springen.

Sie lief langsam aus und hielt dann schließlich an. Sie spürte deutlich, wie Rebecca die Bremse trat und der Sulky sich nicht mehr weiter bewegte.
Das Publikum jubelte und viele der Zuschauer lachten auch. Neben sich hörte sie ein lautes Stöhnen und ein erneutes Lachen war von der Tribüne zu hören. Dieses Pony hatte es anscheinend geschafft und Sunrise beneidete es in diesem Moment sogar.
Dann trat Rebecca vor sie und legte die Hand auf ihre Schulter. »Alles in Ordnung?«, fragte sie.
Sunrise stand im Moment so dicht vor einem Höhepunkt, es fehlte nur noch eine Kleinigkeit zu ihrer Erlösung. Sie schüttelte den Kopf und rieb ihren Schritt an Rebeccas Oberschenkel, während sie sie verlangend anschaute. Doch unter dem Gelächter der Zuschauer trat diese einen Schritt zurück und schaute sie schmunzelnd an. Sie nahm die Zügel und führte sie von der Rennbahn in den Wartebereich, während die anderen sechs Gespanne bereits Aufstellung für den zweiten Lauf nahmen.

Rebecca wand die Zügel um die Querstange des Zaunes, vor dem Sie nun stand und jemand kam und reichte ihr eine Flasche. Rebecca nahm diese entgegen und flößte Sunrise etwas daraus ins Maul. Sie schluckte die seltsam schmeckende Flüssigkeit und trank so langsam die Flasche halb leer, bevor Rebecca sie zurück zog.
»Geht’s wieder?«, fragte Rebecca und trat nah zu ihr heran. Sunrise legte den Kopf auf Rebeccas Schulter und schüttelte diesen zweimal. »Was ist denn?«, wollte Rebecca wissen.
»Bitte, mach sie wieder an«, sagte Sunrise leise und undeutlich, während sie ihren Schritt versuchte, an Rebeccas Bein zu reiben.
»So schlimm?«, fragte diese.
Sunrise nickte leicht.
»Du weißt, daß das jetzt nicht geht. Versuch einfach, dich zu beruhigen. Der nächste Lauf ist erst in zehn Minuten. Versuch bis dahin etwas runter zu kommen.«
Sunrise nickte und stellte sich dann gerade hin. Mit gleichmäßigem, tiefen Atmen versuchte sie, ihrer Erregung Herr zu werden. Zwar hatte sie während des Laufens schon des Öfteren Höhepunkte gehabt, doch die waren jedes Mal nicht sehr intensiv aber danach fühlte sie sich immer sehr gut und konnte ohne Probleme weiter laufen. Dieses Mal aber hatte sich die Erregung immer weiter aufgestaut und ihr Körper brauchte nur noch einen kleinen Auslöser um Erleichterung zu bekommen. Doch genau dieser Auslöser fehlte ihr nun. Sie spürte, wie es ihr feucht und warm zwischen den Beinen herab lief.
Rebecca gab ihr noch etwas zu trinken und begann dann, ihr die Beine abzubürsten. Die Stelle zwischen ihren Beinen, die sie durch den Keuschheitsgürtel sowieso nicht erreichen konnte, vermied sie dabei allerdings.
Während die Partner der anderen Ponys sich den nächsten Lauf ansahen, blieb Rebecca die ganze Zeit über bei Sunrise und versuchte, ihr so gut es ging zu helfen, sich wieder zu beruhigen. Mit einem feuchten Lappen wischte sie ihr durchs Gesicht.

»Ich glaube, wir müssen gleich wieder los. Wir starten vom fünften Platz und Madonna und Charlotte von Platz zwei«, sagte Rebecca, nachdem sie einen Blick um die Ecke auf die große Anzeigetafel geworfen hatte.
Tatsächlich erklang kurz darauf wieder die Stimme aus den Lautsprechern und bat darum, daß die Ponys für den dritten Lauf auf die Rennbahn kommen sollten. Rebecca gab Sunrise noch etwas zu trinken und löste dann die Zügel von dem Zaun. Am Tor des Wartebereiches trafen sie auf Madonna und Charlotte sowie die anderen vier Gespanne, die an diesem Lauf teilnahmen.
Sie gingen zur Rennbahn und wurden vom Publikum mit lautem Applaus begrüßt. Sunrise schaute, während Rebecca sie führte, kurz zur Tribüne. Ihre Eltern und Melissa sah sie sofort in der zweiten Reihe sitzen. Melissa und ihre Mutter unterhielten sich anscheinend prächtig, während ihr Vater, der zwischen Melissa und einem recht fülligen Mann saß, zu ihr herüber schaute und winkte.

Sie nahmen Aufstellung auf den Startplätzen und Rebecca ging noch einmal zu Sunrise. »Denk dran, wenn es nicht mehr geht, gibst du mir ein Zeichen«, sagte diese leise zu Sunrise.
Sunrise nickte knapp und wedelte weit ausholend mit ihrem Schweif. Dies war das Zeichen, welches sie für solche Fälle vereinbart hatten. Rebecca gab ihr einen Klaps auf den Hintern, worauf hin Sunrise mit diesem herum wackelte, währen Rebecca den Sulky bestieg.

Rechts vor sich sah Sunrise vier der anderen Gespanne. Auf der zweiten Bahn von außen erkannte sie Madonna und Charlotte. Sie nahm sich fest vor, dieses Mal vor Madonna ins Ziel zu kommen.
Trotz ihrer noch immer recht starken Erregung lehnte sie sich fest in die Anzen, als sie spürte, wie Rebecca die Bremse nieder trat.
Sie atmete noch einmal tief durch um ihre Lungen mit Sauerstoff zu füllen, als der Starter »Auf die Plätze« rief.
Bei »fertig«, spannte sie die Muskeln in ihrem Beinen an und zog kräftig an, als sie den Knall der Startklappe hörte, der das »Los« übertönte.
Noch als der Sulky gerade anfing, los zu rollen, spürte sie das Einsetzen des Vibrators in ihrer Scheide. Obwohl er wahrscheinlich genau so schwach einsetzte wie beim vorherigen Lauf, waren die Auswirkungen doch um einiges heftiger und sie stöhnte leise auf, als sie ausatmete.
Doch schon nach ein paar Schritten wurde das Vibrieren schlagartig heftiger und auch der Kitzlervibrator setzte für einige Sekunden lang ein.
Die Erregung breitete sich in ihr aus, doch noch schaffte sie es, diese im Zaum zu halten.

Als sie sich etwa in der Mitte der ersten Geraden befanden, hatte sie das vor ihr auf der nächsten Bahn laufende Pony eingeholt und sofort lief der erste Vibrator schneller und auch der Kitzlervibrator machte sich für einige Sekunden erneut bemerkbar. Nun spürte sie auch überdeutlich, wie der Vibrator sich bei jedem Schritt in ihre Scheide hinein und wieder hinaus bewegte. Vor ihr befanden sich nun nur noch Madonna und ein weiteres Pony und sie hatte noch nicht einmal die Kurve erreicht.
Das andere Gespann fiel immer weiter zurück und als es auf der selben Höhe wie Madonna war, zuckte diese heftig zusammen und fiel so weit zurück, daß sie aus Sunrise’ Sichtbereich verschwand.
In der Mitte der Kurve verschwand nun auch dieses andere Gespann aus ihrem Sichtbereich und die beiden Vibratoren machten sich wieder bemerkbar. Der Vibrator in ihrer Scheide mit voller Geschwindigkeit, was nur bedeuten konnte, daß sie nun auf dem ersten Platz lag. Der Kitzlervibrator begann zu laufen und schien nicht mehr aufhören zu wollen. Sofort machte sich die bisher nur mühsam zurück gehaltene Erregung in ihr wieder voll bemerkbar und sie stöhnte bei jedem Ausatmen laut auf.
Dabei bekam sie nur am Rande ihres Bewusstseins mit, daß neben ihr ein lautes, lustvolles Stöhnen zu hören war, welches schnell leiser wurde, so als ob es sich von ihr entfernte.

Endlich hatte der Kitzlervibrator aufgehört zu laufen, doch allein der andere Vibrator, zusammen mit dem schnellen hinein und hinaus Gleiten, bewirkte, daß ihre Erregung immer weiter anstieg.
Sie stöhnte nun bei jedem Schritt leise auf und begann zu keuchen, doch noch schaffte sie es, sich zusammen zu nehmen. Am Ende der Kurve ließ der erste Vibrator plötzlich nach und sie hörte einen spitzen Aufschrei neben sich. Darauf hin lief er auf einmal wieder mit voller Kraft und der Vibrator an ihrem Kitzler setzte erneut ein. Nun war es um sie geschehen. Ihr Atem wurde unregelmäßig und die Erregung trommelte auf ihren Unterleib ein, wurde immer intensiver und ein heftiger Höhepunkt überkam sie ohne Vorwarnung. Sie schrie ihre Erregung aus sich heraus, schaffte es aber, noch immer, einen Huf vor den anderen zu setzen und weiter zu laufen.
Mühsam versuchte sie, die Kontrolle über ihren Körper zu behalten, doch der Höhepunkt riss sie mit sich und sie wurde mit jedem Schritt langsamer.
Als der Höhepunkt endlich nachließ und ihr Kopf wieder die Kontrolle über ihren Körper übernahm, hatte sie bereits die Hälfte der Zielgeraden hinter sich gebracht und keuchend vor Anstrengung nahm sie ihren Schritt wieder auf. Dabei ignorierte sie das Ziehen an der Trense und lief so schnell sie noch konnte weiter auf das Ziel zu, welches mit jedem Schritt näher kam. Doch vor sich sah sie zwei Gespanne. Eines davon waren Madonna und Charlotte, das Andere war das Gespann auf der äußeren Bahn. Dieses Gespann war schon weit vor ihr, aber sie nahm wieder Tempo auf und erreichte Madonna kurz vor der Ziellinie. Doch sie schaffte es nicht mehr, sie zu überholen und lief als dritte ins Ziel. Sofort ließ sie sich auslaufen und hielt schließlich erschöpft an. Nicht nur vor Anstrengung zitterte sie am ganzen Körper. Ihr Atem ging schwer und sie fühlte sich erschöpft. Von der Tribüne her ertönte ein lauter Applaus, der sich jedes Mal steigerte, wenn eines der verbleibenden drei Gespanne ins Ziel fuhr.

Rebecca stieg vom Sulky und ging zu Sunrise. Sie gab ihr etwas zu trinken und schaute ihr ins Gesicht. »Alles in Ordnung?«, fragte sie leise, worauf hin Sunrise, noch immer etwas abwesend, nickte.
»Kannst du gehen?«
Sunrise sah sie an und obwohl sie sich nur noch schwer auf den Beinen halten konnte, grinste sie breit und schüttelte den Kopf.
Rebecca beugte sich ganz nah zu ihr. »Du musst mich tragen, Herrin«, sagte Sunrise leise.
»So weit kommt’s noch«, sagte Rebecca und war erleichtert, daß es Sunrise trotz ihrer Erschöpfung noch so gut ging, daß sie Scherze machen konnte. Sie nahm Sunrise’ Zügel in die Hand und führte sie von der Rennbahn herunter. Dabei gingen sie, wie auch die anderen Gespannen, direkt vor der Tribüne entlang, wobei die Zuschauer noch einmal Beifall Klatschten.

Am Transporter angekommen, spannten Rebecca und Charlotte die Beiden Ponys ab. Charlotte brachte Madonna in den Paddock, wo sie sie abbürstete und ihr etwas zu Trinken gab. Rebecca führte Sunrise in den Transporter, nahm ihr die Trense aus dem Maul, löste ihr die Handschuhe voneinander und nahm den Ellenbogenriemen ab, bevor sie begann, sie gründlich ab zu bürsten.
»Ist wirklich alles in Ordnung?«, fragte Rebecca, während sie Sunrise’ Rücken bürstete.
»Es geht, Herrin. Aber ich glaube, ich brauche ein frisches Fell.« Sunrise schaute an sich herab und tatsächlich glänzte das Fell an den Innenseiten ihrer Oberschenkel feucht.
»Na denke auch. Warum sagst du das denn nicht, bevor ich hier anfange dich abzubürsten?«
»Das fühlt sich gut an«, sagte Sunrise verlegen grinsend.
Rebecca musste lachen und gab Sunrise einen Klaps auf den Hintern, bevor sie damit begann ihr das Geschirr abzunehmen. Dann folgten die Stiefel und zu guter Letzt das Fell, welches sofort in dem Fach für Schmutzwäsche landete. Nur das Kopfgeschirr und die Fellhaube blieben an Ort und Stelle.

Sunrise trat zu Rebecca, legte beide Arme um ihre Schultern und begann sie, leidenschaftlich und verlangend zu küssen. Dabei rieb sie das Schrittblech ihres Keuschheitsgürtels an Rebeccas Bein.
Es dauerte nicht lange, bis Beide, sich in den Armen haltend und noch immer küssend, in den vorderen Teil des Transporters gingen. Dort gingen sie gleich in das Schlafzimmer und Sunrise riss Rebecca förmlich die Hose und die Bluse vom Leib.
»Hey, was soll das denn? So hab ich dich ja noch nie erlebt«, sagte Rebecca erstaunt, als Sunrise ihren Kopf zwischen Rebeccas Beinen vergrub.

-

»Geht’s dir gut?«, fragte Rebecca vollkommen erschöpft. Maras Kopf ruhte auf ihrer Schulter und auch ohne Knebel sabberte diese ein wenig auf Rebeccas Schulter.
»Ja Herrin, jetzt geht’s wieder«, sagte Mara leise. »Das war so fies, was die gemacht hat. Die hat sich doch absichtlich zurück fallen lassen. Ich konnte ja kaum noch laufen. Aber jetzt soll sie das mal beim Geländelauf probieren. Der werd ich zeigen, wie sich das anfühlt.«
»Du meinst das Pony auf der Außenbahn?«, fragte Rebecca.
»Ja«, war Maras knappe Antwort. Sie richtete sich auf und sah Rebecca mit wild entschlossenem Blick an.
»Na, wir werden es nachher sehen. Aber wenn du es übertreibst, dann bekommst du Ärger. Und zwar mit mir mein Schatz. Hast du das verstanden?«
»Ja Herrin«, sagte Mara und senkte den Blick.
Sie stand auf und nahm Rebecca das Spielzeug ab. Sie wischte es mit einigen Feuchttüchern ab um es dann wieder in den Nachttisch zu legen.
Rebecca, die mittlerweile auch aufgestanden war, nahm Mara in die Arme und gab ihr einen Kuss.
»So, jetzt ab unter die Dusche mit dir. Ich mache schon mal das Mittagessen. Das brauchst du nämlich, wenn du nachher beim Geländelauf nicht vollkommen entkräftet umfallen willst«, sagte sie.
Mara öffnete die Tür des Schlafzimmers, drehte sich noch einmal um, um Rebecca einen Kussmund zuzuwerfen und schloss dann die Tür hinter sich.

»Na, fertig?«, hörte sie eine Stimme hinter sich. Sie drehte sich um und sah außer Madonna und Charlotte auch ihre Mutter, ihren Vater und Melissa am Tisch sitzen.
»Ähm… Ja… Ich… Ähm… muss duschen«, sagte sie mit feuerrotem Gesicht und verschwand sofort in der Dusche. Dort realisierte sie, daß sie ihren Eltern eben abgesehen von ihrem Gürtel, vollkommen nackt gegenüber gestanden hatte.

Sie duschte sich zuerst kalt ab, um wieder eine normale Gesichtsfarbe zu bekommen und wusch sich dann ausgiebig. Mit einem Handtuch um ihre Brust gewickelt ging sie nach hinten. Dort nahm sie ein frisches Fell aus dem Schrank und begann, es anzuziehen. Kurz darauf kam Rebecca mit ihrem Kopfgeschirr zu ihr und half ihr, sich wieder fertig anzuziehen.
Dieses Mal in komplettem Outfit mit Stiefeln, Fell, Haube, Geschirr und Kopfgeschirr, nur ohne Handschuhe und Trense, ging sie zusammen mit Rebecca wieder nach vorne. Ohne ein Wort zu sagen, setzte sie sich neben Madonna an den Tisch und wagte es nicht, jemanden anzusehen.

Das Essen verlief recht ruhig, dann auch Rebecca schien es ein wenig peinlich zu sein, daß Maras Eltern mitbekommen hatten, was sie im Schlafzimmer getrieben hatten und Madonna musste mehrmals grinsen, als Sunrise sie ansah, was die Situation auch nicht besser machte. Doch als schließlich alle aufgegessen hatten, wurden Sunrise und Madonna nach draußen, in den Paddock gebracht.
Im Paddock sahen Sunrise und Madonna dann das Pony, welches ihnen beiden so übel mitgespielt hatte. Es war eines der Ponys von Gut Erlersheim, welche im Nachbarpaddock standen. Am Liebsten hätte Sunrise diesem Pony gesagt, was es von ihm hielt, doch sie hielt sich zurück und warf ihm lediglich einen bösen Blick zu, worauf hin das Pony, zu Sunrise’ Erstaunen, ihr einen entschuldigenden Blick zu warf. Sunrise nahm das, etwas verwirrt, zur Kenntnis.

Schließlich war es an der Zeit, sich für den Geländelauf fertig zu machen. Rebecca kam heraus und legte ihr die Schienentrense an. Sie bürstete sie noch einmal gründlich ab und holte sie dann aus dem Paddock, um sie vor den Sulky zu spannen. Als dann die Lautsprecherdurchsage kam, daß die Gespanne, die beim Geländelauf antreten wollten, sich zum Start begeben sollten, führte Rebecca sie an den Paddocks vorbei und vom Gut herunter. Über eine Wiese ging es direkt zum Start, der sich auf einem Feldweg, direkt neben einem Fluss befand.
Am Start angekommen führte Rebecca Sunrise, mitsamt dem Sulky, in ein Zelt. Dort befand sich die Ärztin und Rebecca öffnete den vorderen Verschluss von Sunrise’s Fell, so daß die Ärztin das Siegel an ihrem Keuschheitsgürtel kontrollieren konnte. Außerdem bekam Rebecca noch eine Flasche mit dem Sunrise schon bekannten Sportgetränk. Die Vibratoren und das E-Stim wurden aktiviert und noch einmal getestet.
Dann ging es, auf der anderen Seite, aus dem Zelt heraus zum Start. Eine Helferin brachte sie schließlich zu ihrer Startposition.
Während sie bei ihrem ersten Geländelauf auf Gut Marshagen noch ganz vorne starten durften, mussten sie nun ziemlich genau aus der Mitte starten. Dies war, soweit Sunrise wusste deshalb, weil sie durch die Turniere, an denen sie bisher teilgenommen hatte, bereits nicht mehr als Neuling galt und auch in der regionalen Rangliste für Deutschland bereits einige Plätze weit aufgestiegen war.

Es dauerte noch einige Zeit, bis sich endlich alle beteiligten Gespanne am Start eingefunden hatten. Auch das Pony, welches sie heute Morgen ausgetrickst hatte, sah Sunrise am Start, einige Plätze vor sich.
Sie stupste Rebecca vorsichtig mit dem Huf an und deutete mit einer Kopfbewegung auf dieses Pony.
»Ich hab es gesehen«, sagte Rebecca leise. »Lass dich nicht provozieren. Hier kommt es nicht nur drauf an, schnell zu laufen sondern auch darauf, daß wir deine Kraft gut einteilen. Und wenn es dazu kommt, daß wir sie überholen müssen, dann lass dich einfach nicht aus der Ruhe bringen. Ich denke, daß du das Ganze jetzt etwas entspannter angehen kannst. Oder sollen wir noch mal kurz hinter den Büschen da verschwinden?« Rebecca deutete auf ein Gebüsch, welches sich nah am Fluss befand und sehr dicht aussah, so daß man sicher nicht dahinter sehen konnte.
Sunrise sah Rebecca erschrocken an. Das meinte sie doch nicht etwa ernst?
Rebecca lachte leise. »Das würde ich nie machen. Versuch einfach, dich zu konzentrieren.«
Sunrise trat einmal kräftig auf und verfehlte dabei Rebeccas Stiefel nur knapp.
»Hey, das hab ich gesehen«, sagte diese, lachte erneut und kraulte Sunrise im Nacken.

»Meine Damen und Herren«, ertönte es nun aus mehreren Lautsprechern. »Ich begrüße alle Anwesenden noch einmal recht herzlich zum heutigen Geländelauf hier auf Gut Degensen. Es treten heute 28 Gespanne an. Der Lauf ist in drei Abschnitte unterteilt. Im ersten, gut 1100 Meter langen Abschnitt geht es überwiegend über Asphalt und Schotter bis zum ersten großen Hindernis, der Brücke über die Leine. Der zweite Abschnitt führt über Gras und ist etwa 2900 Meter lang. Hier kann auf einem Großteil der Strecke gut überholt werden. Besonders interessant dürften die Engstellen zwischen den Grasabschnitten sein, da hier nur ein Gespann Platz hat. Allerdings gehe ich davon aus, daß sich das Feld bis dahin weit genug gestreckt haben wird, um es an diesen Engstellen nicht stocken zu lassen.
Der letzte Abschnitt führt anfangs wieder über Asphalt, dann kommt das wohl anspruchsvollste Stück mit gut 500 Metern Sand und einer Wasserdurchfahrt oder einem Steg, je nachdem, wo die Gespanne laufen, bevor die letzten hundert Meter wieder über Asphalt führen und es kurz vor dem Ziel wieder auf Gras weiter geht.
Das Zeitlimit liegt bei 60 Minuten. Gespanne, welche bis dahin noch nicht das Ziel erreicht haben, werden aus der Wertung genommen.
Ich bitte jetzt alle Gespanne, sich bereit zu machen. Der Start erfolgt in genau fünf Minuten.«

»Bereit?«, fragte Rebecca.
Sunrise sah zu ihr und nickte entschlossen. Dieses Mal würde sie sich nicht so aus der Ruhe bringen lassen, wie heute Morgen. Außerdem glaubte sie kaum, daß dieses Pony von heute Morgen so eine Möglichkeit gehabt hatte, sich zu entspannen, so wie sie selbst. Und sollte sich die Möglichkeit ergeben, würde sie es diesem Pony zurück zahlen. Sie scharrte mit den Hufen und machte sich bereit für den Start.
Rebecca bestieg den Sulky und so warteten sie auf den Start.

Der Starter kletterte auf das Podest auf dem wieder mehrere Lampen als Signalisierung dienten.
Vor sich hatte Sunrise eine Lücke zwischen zwei Gespannen ausgemacht, die sie nutzen konnte, wenn diese nicht schnell genug los laufen würden. Sie signalisierte dies Rebecca, die darauf hin mit einem kurzen, lockeren Zug am rechten Zügel signalisierte, daß sie das ebenso sah.

Der Starter hob die Startklappe über den Kopf und rief »Auf die Plätze!«
Als er »Fertig!« rief, lehnte Sunrise sich so weit es ging vor und spannte die Muskeln an um bei »Los« und dem Knall der Startklappe los zu laufen. Die beiden Gespanne vor ihr hatten tatsächlich Probleme, los zu laufen, da es vor ihnen auch nicht schnell genug ging. Sunrise nutzte diese Gelegenheit und setzte sich zwischen diese Beiden, was ihr, noch bevor sie die Startlinie überquert hatte, mindestens einen Platz einbrachte.
Doch allmählich liefen endlich auch die anderen Gespanne los und als sie die Startlinie überquerte, setzte der Vibrator auch schon recht heftig ein. Doch dieses Mal war sie darauf vorbereitet und ließ sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen.
Durch den recht langsamen Start, offenbar waren hier einige Gespanne dabei, die noch keine Erfahrung mit dieser Art Rennen hatten, hatte sich das Feld ein wenig in die Länge gezogen. Aber balde schon waren die ganz vorne laufenden Gespanne nach links gewichen und hatten so den schnelleren Gespannen Platz gemacht.
Als die Strecke eine weite Linkskurve machte, hatte hatte Sunrise ein weiteres Gespann überholt und sich zusammen mit einer Gruppe aus mindestens fünf weiteren Gespannen daran gemacht, die Gruppe aus langsamen Gespannen eines nach dem Anderen zu überholen.
Dies brachte ihr zwar einige Aktivität auf ihrem Kitzlervibrator ein, doch endlich konnte sie schneller laufen und hielt in der Gruppe den Platz hinter dem Gespann aus Erlersheim bis zur Brücke, ohne überholt zu werden oder selbst zu überholen.
Dann kamen sie zu der Brücke. Diese war eigentlich nur ein schmaler Steg aus Holz, gerade einmal breit genug für ein einzelnes Gespann. Nach einer scharfen Rechtskurve ging es auf diesen Steg, der mindestens 25 Meter lang war und aus roh behauenem Holz mit einem nicht gerade sehr vertrauenerweckendem Geländer bestand.
Auf der anderen Seite ging es eine gut 20 Zentimeter hohe Stufe herab, die den Sulky merklich durchschüttelte.
Es ging gut zehn Meter über eine Wiese auf der einige Schafe standen, zu einer schmalen Durchfahrt zwischen einigen Bäumen auf eine langgezogene Wiese, die einen weiten Linksbogen machte.

Auf dieser Wiese blieb Sunrise so nah es ging, hinter dem vor ihr fahrenden Gespann. Gerade noch rechtzeitig bemerkte sie, daß dieses Gespann abrupt langsamer wurde, wobei die Räder des Sulkys sogar anhielten und über den Boden schlidderten, als es an zwei mit Sand gefüllten Gruben entlang ging. Nach links konnte Sunrise wegen der Bäume nicht ausweichen, also blieb ihr nichts anderes übrig, als mitten durch diese beiden Gruben zu fahren. In diesen Gruben war der Sand offenbar recht tief und so war es sehr schwer, überhaupt weiter zu kommen.
Als sie diese Gruben endlich hinter sich gelassen hatte, lief Sunrise so schnell es ging, um wieder zu dem Gespann aufzuholen. Zwar spürte sie einen leichten Zug an den Zügeln, doch sie schüttelte energisch den Kopf.

Sunrise war wütend. Sie wollte es diesem Pony und der Fahrerin unbedingt zeigen. Das war heute schon das zweite Mal, daß diese sie ausgetrickst hatten. Zum Glück hatte noch keines der hinter ihnen fahrenden Gespanne geschafft, zu überholen, vermutlich waren einige ebenfalls durch diese Sandgruben gefahren.
Als sie zu dem Gespann aufgeschlossen hatte, sah sie, daß die Strecke in etwa hundert Metern erneut durch ein Stück Wald führte. Sie schaffte es, bis zu dieser Durchfahrt das Gespann zu überholen. Den einsetzenden Vibrator an ihrem Kitzler ignorierte sie einfach. Sie blieb mit voller Absicht etwas rechts von dem Gespann und Rebecca half ihr sogar dabei, nicht zu weit vor zu fahren.
Kurz vor der Engstelle drehte sie den Kopf nach rechts und erkannte, daß sie gerade einmal einen Meter vor dem anderen Pony war und grinste es breit an, als sie sich direkt vor der Engstelle zurückfallen ließ und diese hinter dem anderen Gespann durchfuhr. Sie vernahm deutlich ein lautes Stöhnen, als das Pony an ihr vorbei zog. Es lief ziemlich langsam vor ihr her, so daß die vor ihnen laufenden Gespanne schon einen beträchtlichen Vorsprung hatten, als sie die Engstelle wieder verließen und erneut auf eine langgezogene Wiese liefen. Auf dieser blieb Sunrise hinter dem Gespann, da es in nur etwas hundert Metern nach links und erneut durch eine Engstelle ging. Bis zu dieser hatte sich das Pony anscheinend wieder etwas erholt und lief nun wieder schneller, so daß der Vorsprung zu den anderen Gespannen wieder schrumpfte. Aber auch von hinten mussten irgend wann die Verfolger kommen.

Hinter dieser Engstelle ging es schon wieder auf eine solche langgezogene Wiese in der sich mehrere Gruben, welche mit Sand gefüllt waren, befanden. Irgend wo her kamen ihr solche Sandgruben bekannt vor. Das Bild eines Golfplatzes schoss ihr durch den Kopf.
Am Ende der Wiese versuchte Sunrise es erneut damit, diesem Pony eine Ablenkung zu verpassen und fing, wieder kurz vor der nächsten Engstelle damit an, erneut zu überholen. Der Vibrator machte ihr deutlich, daß sie das sogar geschafft hatte, doch aus irgend einem Grund trieb Rebecca sie nun mit den Zügeln an und so lief sie, so schnell sie konnte, durch diese Engstelle. Es ging quer über die nächste Wiese auf eine, dieses Mal etwas breitere Durchfahrt zu. Genau in der Mitte dieser Durchfahrt stand ein ziemlich großer, weit ausladender Baum unter dem eine Menge herabgefallener Blätter lagen. Rebecca zeigte ihr an, daß sie diesen Baum links umrunden sollte. Doch kurz vor dem Baum zog Sunrise einer Eingebung folgend ein wenig nach rechts, mit dem Erfolg, daß sie ein lautes, metallisches Scheppern und einen lauten Aufschrei, der ganz sicher nicht von dem Pony kam, vernahm. Der zweifelhafte Erfolg dieser Aktion machte sich sofort bemerkbar. Zum Einen durch einen stechenden Schmerz in ihrem Unterleib, den das E-Stim ihr bereitete, als es ihr einen ziemlich heftigen Stromschlag verpasste und zum Anderen durch ein wütendes, »Sunrise!« von Rebecca.
Doch das machte ihr nichts aus und so lief sie um die nächsten Sandgruben herum nach rechts auf die nächste Wiese. Die strecke führte mehrere hundert Meter geradewegs über diese Wiese, direkt auf eine weitere Durchfahrt zwischen den Bäumen zu.
Sie sammelte sich und beschleunigte ihre Schritte. Auf dieser Wiese konnte sie frei laufen, denn hier gab es weit und breit keine Hindernisse. Die vor ihr laufenden Gespanne hatten bereits ein gutes Drittel dieser Wiese hinter sich gebracht und so lief Sunrise nun so schnell sie konnte.
Doch anscheinend war das nicht schnell genug, denn links neben sich vernahm sie allmählich lauter werdende Schritte. Sie schaute sich kurz um und sah, daß es das Gespann war, von dem sie gerade noch gedacht hatte, es abgehängt zu haben, welches langsam näher kam.
Doch viel schneller wollte sie nicht laufen und auch Rebecca machte ihr klar, daß sie dieses Tempo einhalten sollte.

Sie war gerade noch etwa fünfzig Meter von der nächsten Durchfahrt zwischen den Bäumen entfernt, als die Spitzengruppe diese schon durchquerte. Vor sich sah Sunrise eine weitere Grube mit Sand und viel schlimmer noch, das andere Gespann war schon auf gleicher Höhe mit ihr und holte noch weiter auf.
Als der andere Sulky ungefähr auf ihrer Höhe war, spürte sie plötzlich in schneller Folge mehrere sehr schmerzhafte Berührungen auf ihrem linken Oberschenkel und auf ihrem Bauch. Als sie an sich herab schaute, sah sie gerade noch einen Schemen vor ihrem Bauch und ein erneuter Schmerz durchzuckte diesen. Sie wandte sich nach links und sah, daß die Fahrerin gerade ihre Peitsche zurück nahm.
Hatte diese Frau sie etwa gerade mit ihrer Peitsche geschlagen? Daß von dem Pony ein spitzer Schmerzensschrei kam, bestätigte ihre Vermutung.
Der Schmerz verblasste unter ihrer aufsteigenden Wut und sie lief nun schneller. Zwar würde sie dieses Tempo nicht für den Rest der Strecke aufrecht halten können, aber um dieser Irren zu entkommen sollte es reichen.
Mit vollem Tempo lief sie in die nächste Engstelle und achtete nicht darauf, weit genug in der Mitte zu laufen. Doch dies merkte sie erst, als sie einen heftigen Ruck in den Anzen spürte, als der Sulky anscheinend an einem Baumstamm hängen blieb.
Die Engstelle war sehr lang und sie spürte noch mehrere Male einen heftigen Ruck, bis sie es endlich geschafft hatte, in der Mitte der Durchfahrt zu bleiben. Doch schon spürte sie einen erneuten, heftigen Ruck, dieses Mal an den Zügeln, der ihren Kopf schmerzhaft nach hinten zog. Trotz der gefederten Zügel spürte sie einen starken Schmerz in ihrem Mundwinkel und ohne die Schienentrense hätte sie jetzt vermutlich sogar einen oder mehrere Zähne eingebüßt.
Doch der Ruck war nur sehr kurz und es kam auch kein weiteres Kommando über die Zügel, also lief sie einfach weiter.

Der Weg machte nach der Engstelle auf der nächsten Wiese eine scharfe Rechtskurve. Mitten auf der Wiese, hinter der Bahnabsperrung, standen jede Menge Leute. Sie meinte auch ihre Eltern und Melissa dort zu erkennen, doch das war ihr im Moment egal. Sie lief so schnell sie konnte, und vernahm die Anfeuerungsrufe der Zuschauer nur leise und wie durch Watte.
Was sie hörte, war aber ein lautes »Hü Sunrise!« von Rebecca.
Sie hatte es gerade geschafft, das letzte Gespann der führenden Gruppe einzuholen, als die Strecke eine enge Linkskurve machte, die um die Zuschauer herum, und auf die andere Seite dieser Wiese führte, so daß sie ein großes U beschrieb.
Sie hörte mehrmals ein lautes »Har Sunrise!«, doch das war eigentlich überflüssig, was sollte sie auch anderes tun, als dieser Kurve zu folgen?
Noch immer drangen die Anfeuerungsrufe der Zuschauer wie durch Watte zu ihr, als sie das Gespann vor ihr überholte. Den einsetzenden Vibrator an ihrem Kitzler spürte sie kaum und sie schaffte es, das Tempo bis zum Ende der Wiese zu halten. Sie warf einen Blick nach links und sah tatsächlich ihre Eltern. Doch dann schaute sie wieder nach vorne und sah die nächste Engstelle, die es zu durchqueren galt. Der Weg führte auf eine asphaltierte Straße und vor sich sah sie das nächste Gespann, welchem sie sich recht schnell näherte. Der Weg war zwar breit genug um problemlos zu überholen, doch aus irgend einem Grund kam sie, gerade als der Vibrator ihr sagte, daß sie dieses Gespann überholt hatte, nach rechts vom Weg ab und streifte mit dem Oberarm und der Brust einige Zweige. Doch das war bei weitem nicht so schmerzhaft, wie sie gedacht hatte, also lief sie einfach weiter.
Der Weg machte eine langgezogene Rechtskurve und sie sah das nächste Gespann gerade um diese Kurve verschwinden.
Sie wunderte sich, warum Rebecca ihr schon seit einiger Zeit keine Anweisungen über die Zügel gegeben hatte sondern statt dessen die Kommandos rief. Als sie selbst um diese kurve lief, sah sie das Gespann erneut und kam diesem schnell näher.
Doch dann verließ dieses Gespann die Straße. Etwa hundert Meter weiter sah sie dann, daß die Strecke hier nach rechts auf einen geschotterten Weg führte. Dieser führte etwas bergab auf einen See zu und endete auf einer Art Strand. Hier hatte sie es deutlich schwerer und sie schaffte es nicht, das vor ihr fahrende Gespann einzuholen. Auf Sand war sie bisher nur selten gelaufen und so war sie froh, daß sie nicht auch noch langsamer wurde sondern den Abstand zu dem vor ihr fahrenden Gespann halten konnte.
»Hott Sunrise, hott«, rief Rebecca nun mehrmals hintereinander. So lief sie etwas nach rechts und als sie im flachen Wasser lief, ließ es sich wesentlich leichter laufen, da der Sand hier durch das Wasser viel fester war als der trockene Sand auf dem Strand.
Sie folgte der Wasserlinie und kam dem Gespann vor sich immer näher.

Statt eines Kommandos hörte sie von Rebecca auf einmal ein »Au Scheiße!«. Sie sah nach vorne und erkannte einen flachen Bachlauf, der den Strand querte. Das andere Pony lief weiter links im Sand und überquerte diesen Bachlauf auf einem schmalen Steg, der lediglich aus einigen Bohlen zu bestehen schien, doch sie selbst würde es nie schaffen, noch schnell genug nach links zu ziehen und so versuchte sie statt dessen wieder schneller zu laufen und schaffte es, den Bachlauf, dessen Bett aus Pflastersteinen bestand, so zu erreichen, daß sie genau an dessen Kante abspringen konnte. Durch ihr Tempo und den Schwung des Sulkys, der sie nun noch schob, schaffte sie es, die andere Seite zu erreichen, ohne zu stolpern, doch der Ruck, den es gab, als der Sulky durch den Bachlauf fuhr, war schon recht heftig und sie hörte einen leisen Schmerzensschrei von Rebecca. Sie wollte langsamer werden doch dann hörte sie ein »Hü Sunrise, zeig es ihnen!«
Also lief sie wieder schneller und schaffte es sogar, das andere Gespann einzuholen. Doch dann machte die Strecke eine Biegung nach links, so daß sie erneut durch den trockenen Sand laufen musste. Hier wurde sie wieder langsamer und das andere Gespann gewann dadurch einige Meter, bis sie selbst zu dem Schotterweg kam, der von dem Strand weg nach oben führte und wieder auf der asphaltierten Straße mündete.

Vor sich sah sie schon die Ziellinie, die von einem Transparent überspannt war auf dem groß »ZIEL« stand. Doch bis da hin waren es noch etwa zweihundert Meter. Sie nahm alle ihre Kräfte zusammen und mit jedem Schritt holte sie ein wenig zu dem anderen Gespann auf.
Der Weg endete nun und es ging nun die letzten fünfzig Meter auf Gras weiter.

Das Ziel erreichte sie nur wenige Meter hinter dem Gespann, welches sie eben erfolglos versucht hatte, einzuholen. Als sie einige Meter hinter dem Ziel war, hörte sie ein »Brr Sunrise und spürte einen heftigen Ruck an den Anzen. Sie lief aus und hielt direkt neben einem offenen Zelt an, in dem einige Leute an Tischen saßen und sie ansahen.

Als der Sulky angehalten hatte, spürte sie einen weiteren Ruck und es dauerte nur Sekunden, bis Rebecca vor ihr stand, ihr die Scheuklappen ab nahm und ihr die Trense aus dem Maul entfernte. Dies tat ziemlich weh und auch ihre Beine schmerzten ungewöhnlich stark.
Sie versuchte, wieder zu Atem zu kommen und spürte, wie das Adrenalin in ihren Adern sich langsam verflüchtigte. Langsam machten sich weitere Schmerzen bemerkbar. Ihre rechte Wange brannte wie Feuer und auch ihr Oberarm und ihre Brust schmerzten. Außerdem spürte sie nun deutlich die Stellen an ihrem linken Bein, ihrem Bauch und ihrem Rücken, wo sie die Peitsche der Fahrerin von Erlersheim getroffen hatte.

Rebecca löste die Anzen von ihrem Geschirr, als sie hinter sich vielstimmige Buh-Rufe vernahm. Sie wandte sich um und sah, daß genau dieses Gespann gerade über die Ziellinie fuhr.
Rebecca führte sie am Arm in Richtung eines weiteren Zeltes, doch so weit wollte sie nicht mehr gehen. Sie musste sich unbedingt setzen. Sie ging geradewegs auf das Zelt mit den Schiedsrichtern zu und setzte sich dort einfach auf einen unbesetzten Stuhl.
»Sunrise, wie geht es dir?«, hörte sie Rebeccas noch sagen, dann spürte sie, wie müde sie auf einmal war. Sie nickte Rebecca noch grinsend zu und lehnte sich in den Stuhl. Sie schloss die Augen und ließ es einfach zu daß die Müdigkeit sie übermannte.


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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:12.11.18 20:36 IP: gespeichert Moderator melden


Hi HeMaDo

Ich hör mich bestimmt bald an als hätte ich einen Sprung in der Schallplatte
aber ich lese deine Geschichte immer noch sehr sehr gerne. Bitte werde es nicht müde, sie fort zu setzen.
Für mich ist sie mit eine der besten Geschichten, die ich bis jetzt hier gelesen habe.
Also nochmals vielen Dank für das bisher geschriebene und eine doppelte Portion Motivation für das kommende!!!

Gruß Gozar
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