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Dirk20050
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Niederrhein


Der Zeitgeist Ist Dem Individuum Sein Untergang

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  Einsamkeit Datum:16.02.21 19:00 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Ihr Lieben,

veilleicht erkennen sich ein paar von Euch darin ja wieder.

Man(n) hat seit der Kindheit "perserve" Ideen oder Vorstellungen, die man(n) sich nicht traut zu outen. Egal zu wem gegenüber.

Über die Jahre hinweg frisst sich das dann in einen hinein und man hat sich damit abgefunden, das der klebrige Spass nur alleine passieren kann.

Im Zuge der technischen Evolution entdeckt durch das InterNet: Hey !!! Ich bin ja gar nicht alleine mit meinen Neigungen. Jetzt werde ich aber schnell jemanden zum Spielen finden !!!

Jahre später schaukelt man(n) immer noch alleine auf dem Spielplatz der Lust, weil sich leider herausgestellt hat, daß es mit dem Finden von Spielkameraden doch nicht so leicht war.

Also verkriecht man sich endgültig in den eigenen Tempel der Selbstlust. Bis sich vielleicht doch noch ein galaktischer ZUFALL ergibt.

Aber daran glaube ich schon lange nicht mehr ...

Liebe Grüße

Dirk
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QueenS
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Niedersachsen


Lieber stehend sterben, als kniend Leben.

Beiträge: 45

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  RE: Einsamkeit Datum:16.02.21 22:20 IP: gespeichert Moderator melden


Ah ja... Das könnte gewisse Frau jetzt gewaltig in den falschen Hals bekommen haben... Absicht
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Agent_CA
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Beiträge: 40

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  RE: Einsamkeit Datum:17.02.21 00:00 IP: gespeichert Moderator melden


Ich habe zwar das Gefühl, dass diese Diskussion einen sehr persönlichen Bezug hat, den ich nicht verstehe...

Aber was das eigentliche Thema betrifft, habe ich deutlich andere Erfahrungen gemacht. Ich kann mich auch noch gut an den Moment erinnern, an dem ich gemerkt habe, dass ich nicht allein mit meinen Neigungen bin (und dass es auch nicht stimmt, dass nur Männer ungewöhnliche Vorlieben haben...)

Aber das war nicht im Internet, sondern über persönliche Kontakte in der schwarzen Szene, und hat dann auch zu der ersten Beziehung in meinem Leben geführt, in der BDSM eine erhebliche Rolle gespielt hat (und nicht nur ein gelegentliches Vorspielchen war). Die Beziehung hat nicht ewig gehalten, aber ich bin damals mit zu einem Stammtisch gekommen und ehrlich gesagt ging es ab da relativ schnell. Schon bald hatte ich Freundschaften in der Szene, ein erheblicher Teil meines Soziallebens hat da stattgefunden, bei Infoveranstaltungen, gemeinsamen Bastelkursen usw.

Und klar, solche Stammtische und Treffs sind normalerweise nicht dazu da, Singles zu vermitteln. Aber man lernt doch Menschen kennen, und mit einigen hat man dann doch mehr gemein als nur die Neigung. Und man entwickelt - im real-Life - eine realistischere Einstellung zu seinen Fetischen, als wenn man sie nur im Internet ausleben kann.

Ich habe danach mehrere Partnerinnen in der Szene gefunden, und auch bei meiner längsten Beziehung, bei der ich meine Partnerin außerhalb der Szene kennengelernt habe, hat der BDSM-Aspekt eine Rolle gespielt. Das lag - glaube ich - auch daran, dass ich kommunizieren konnte, was mir wichtig war.

Ich glaube, es hilft, wenn man seine Neigungen ‚geerdet‘ hat, also mit der Realität irgendwie versöhnt hat. Und ich bin der Meinung, das geht im Real-Life besser als im Internet.

Es ist eine wundervolle Welt da draußen, und nicht zuletzt deshalb, weil praktisch jeder Mensch seine perversen kleinen Vorlieben hat. Man muss sie oft nur entdecken.
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Dirk20050
Erfahrener

Niederrhein


Der Zeitgeist Ist Dem Individuum Sein Untergang

Beiträge: 35

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  RE: Einsamkeit Datum:17.02.21 06:41 IP: gespeichert Moderator melden


Guten Morgen.

Vielleicht hatte ich es gestern Abend zu schnell getippt.

Das mit der Einsamkeit bezog sich auf den Zustand innerhalb einer Partnerschaft. Das man(n) zwar einen Partner gefunden und geheiratet hat, ein Kind bekommen usw. aber trotzdem so ganz und gar nicht glücklich geworden ist.

Und da die Zeit ja nun einmal nicht still steht, schwimmen einem so langsam die Felle weg.

Meine Partnerin und ich hatten vor zwölf Jahren das letzte Mal. Blümchen. Sie HASST Sex. Was soll ich denn da bitteschön mit Bizarrem um die Ecke kommen?

Leider bin ich durch ein schweres Tinnitusleiden nicht mehr in der Lage zu arbeiten und mir dadurch eventell ein zweites Leben aufzubauen. Ich bin finanzell abhängig und dieser Zustand wird auch weiterhin bestehen.

Und durch diesen Umstand entsteht sexuelle Einsamkeit. Jedenfalls für mich. Und diese nagt immer stärker.

Und zwischen einer realen Partnerschaft und einen anderen Zustand einer Bekanntschaft liegen Welten. Die Person aus der zweiten kann ich ja nicht beführen oder fühlen. Nur über den Austausch am Monitor können leider nicht die gleichen Umstände entstehen, als wenn ich in Wirklichkeit die Gerte niedersausen HÖRE und wenig später den Aufschlag VERSPÜRE.

Das ich mich mit jemanden auf anderen Wege über diese Dinge austauschen kann, ändert aber nichts an meinem persönlichen Zustand. Bitte nicht böse sein. Obwohl ich natürlich dem Schöpfer für immer dankbar sein werde, das er mir die Gelegenheit geschenkt hat, zumindest auf diesem Wege eine Seelenverwandte gefunden zu haben.

Das ist ein gewaltiger Unterschied. Jedenfalls für mich. Ich bin sexuell zweisam einsam. Und daran wird sich auch nichts mehr ändern. Ich habe bestimmte Vorlieben und werde diese durch einen diesbezüglich falschen Partner und körperliches Unglück nicht mehr real aus- bzw. erleben können.

Dieses wollte ich nur zum Ausdruck bringen. Wenn das jetzt wieder falsch rübergekommen ist, erklärt dieser Kommentar es vielleicht.

Dirk
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Dirk20050
Erfahrener

Niederrhein


Der Zeitgeist Ist Dem Individuum Sein Untergang

Beiträge: 35

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  RE: Einsamkeit Datum:17.02.21 06:52 IP: gespeichert Moderator melden


Danke für Deine Nachricht. Agent_CA

Das was Du geschildert hat, hätte ich vielleicht in jungen Jahren ebenfalls unternehmen können. Aber ich war damals unfassbar schüchtern gewesen ( aus meiner heutigen Sicht zurückbetrachtet ).

Dieses hat mir absolut alles verbaut und verhindert, einen vielleicht besser geeigneteren Partner zu finden. Oder zumindest sexuell LEBEN zu können.

Natürlich hatte ich auch die entsprechenden Magazine mit den Treffpunkten in der Nähe gehabt, aber niemals hätte ich mich in eine Szenekneipe getraut oder ähnliches.

Jetzt wo ich keine Angst mehr habe, mit Frauen zu sprechen und die Zeit für solche Vorlieben eine andere geworden ist ...

Meinen Zustand, der dieses nun verhindert, habe ich oben geschildert. Ich stand mir offenbar selbst immer im Weg.

Nochmals Danke für Deine Antwort und Grüße

Dirk
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Bulli31
Forum-Ingenieur



Das Morgen gehört denen, die sich heute darauf vorbereiten
¡Átame!

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  RE: Einsamkeit Datum:17.02.21 09:01 IP: gespeichert Moderator melden


Antwort auf den ersten Beitrag des TE:

> Man(n) hat seit der Kindheit "perserve" Ideen oder Vorstellungen,
> die man(n) sich nicht traut zu outen.

Das ist ein Thema, von dem man den Umgang damit nicht in der Familie oder der Schule lernt oder vom Leben dazu gezwungen wird damit umzugehen.

Sex ist die schönste Nebensache der Welt, sagt man. Letztendlich gilt das auch für Fetisch und BDSM.

In den 80ern war noch alles klar.
Wer das starke Bedürfnis hatte sich persönlich über perverses auszutauschen, ist dorthin, wo die "Szene" sich traf.
Wer homosexuell war (Frauen wie Männer), ist nach Köln gezogen. Wer auf SM stand, ist nach Hamburg abgehauen.

Wer den harten Bruch mit der Vergangenheit vermeiden wollte und lieber einen Spagat von Zuhause versuchen wollte, hat auf Kontaktanzeigen geantwortet oder selber welche aufgegeben. Aber irgendwann, wenn die Sehnsucht nach dem/der Brieffreund/in (später Telefonfreund/in) groß genug war, kam die Frage ... springen oder Abbruch.

Im Idealfall verliebte man sich so sehr, dass es der Person ganz natürlich vorkam, wenn man sein bisheriges Leben hinter sich lässt, um einem Traum eine Chance zu geben.

Es gibt keine Garantie. Nur Chancen.

Die Leute, die dabei helfen eine Chance zu ergreifen, kennt man heute als Psychiotherapeuten ... oder auch Motivationsguru.

Allerdings gibt es unter der Sonne keine unbekannten Gründe den Sprung nicht zu wagen. Somit sind Psychiotherapeuten eher Historiker, die ergründen wie früher Menschen psychische Krisen gemeistert haben, passen diesen Modulbaukasten auf den Kunden an und bestärken die Kunden sich darauf einzulassen.

Es sind also eher Bewältigungshistoriker und erstellen kundenspezifische Motivationslösungen oder allgemeinen Selbstmotivationsdruck.

Edit:
Sorry, habe deine Beiträge von heute Morgen nicht in die Antwort mit eingebunden.
Habe aber keine Zeit um den Beitrag zu überarbeiten.

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Bulli31 am 17.02.21 um 09:11 geändert
Viele Grüße
bulli

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  RE: Einsamkeit Datum:17.02.21 12:19 IP: gespeichert Moderator melden


@Bulli31

"Wer homosexuell war (Frauen wie Männer), ist nach Köln gezogen. Wer auf SM stand, ist nach Hamburg abgehauen."

war das so? Ich dachte immer wir Schwulen sind nach Berlin gefahren..

Naja das mit der Einsamkeit, ich komme aus Hannoer hatte mein Coming out 1996 aber da vor war diese BDSM leidenschaft in mir wo ich dachte ach kacke..

dann 96 schwulsein dazu und ich war echt überfordert BDSM und Schwul in Hannover? Ich werde einsam sterben, weil in dieser Stadt gibt es so garnichts für mich ..

Falsch gedacht aber um auf Berlin zurück zu kommen da fand ich alles freier und schöner als in Hannover..

@Dirk20050 kannst du mit deiner Frau nicht reden über sehnsüchte oder was dich berührt?

Du wirst eingehen wie eine Blume die kein Wasser bekommt ..

Kannst du was Ändern?

Gruß Dennis
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Dirk20050
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  RE: Einsamkeit Datum:17.02.21 12:52 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Dennis,

ich hatte ihr von Anfang an meine Wünsche geschildert und durfte sie dann auch einmal auf dem Bett liegend fesseln. Im leichten Hogtie. Wenn ich Dir jetzt ein Bild von ihrem damaligen Gesichtsausdruck zeigen könnte, wüßtest Du, warum ich es danach nicht weiter probiert habe.

Bis auf einmal noch. Vier oder fünf Jahre später. Ich werde wuschig, wenn eine Frau ein Kopftuch auf altmodische Art und Weise trägt. Also habe ich sie trotz meiner Bedenken dazu aufgefordert, beim Sex eines zu tragen. Sie hat sich dann auch eines umgebunden, aber die emotionale Kälte die dann von ihr ausging war so stark spürbar, das mein kleiner Kerl vollkommen versagt hat.

Ich habe mich dann damit arrangiert. Erst recht, nachdem der Tinnitus mein Leben vollkommen zerstört hatte. Jetzt nachdem ich mich einigermaßen wieder zurückgekämpft habe, ist es für Veränderungen leider zu spät.

Liebe Grüße

Dirk
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  RE: Einsamkeit Datum:17.02.21 13:01 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Dirk,

also wasdu beschreibst und nein ic brauche das Bild nicht weil ich weiß was es aussagt..

Bäh ! Das mit den Kopftuch ist doch für sie nicht schlimm aber anscheinend doch ..

und zu spät? SAGT WER?

wie abhängig bist du von ihr?

Klar sind da Kinder im spiel usw.. aber du solltest anfangen zu leben auch wenn es scheiße klingt aber DU hast Sehnsüchte und die werden nicht kleiner..

wie würde sie reagieren wenn du ihr sagst das was fehlt?

Gruß

Dennis
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Dirk20050
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  RE: Einsamkeit Datum:17.02.21 13:41 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Dennis,

natürlich ist es mit Kopftuch aus unserer Sicht der Dinge nicht schlimm, aber sie assoziiert es mit dem Islam und als Zeichen der Unterdrückung der Frauen. ( Wenn ich das jetzt hier so posten kann, ohne das es gleich bei mir an der Haustür klingelt ... )

Und obwohl sie keine Emanze ist, brauchen wir uns darüber nicht weiter zu unterhalten. Sie WILL es einfach nicht und damit basta.

Ich kann seit fast zwölf Jahren nicht mehr in meinem Beruf dank des Tinnitusses arbeiten. Ich halte Bildschirme jeglicher Art und Geräusche unterschiedlicher Lautstärke nicht für eine längere Zeit mehr aus. Denn ganzen Tag Bildschirmarbeit und Telefonterror überlebe ich buchstäblich nicht mehr. Ich kann auch nur abends gut zwei Stunden Fernsehen, sonst bringen mich Bild und Ton fast um. Das Geräusch ähnelt dem eines Starkstrommastes und füllt ununterbrochen meinen ganzen Kopf aus. Ein HNO hat mal irgendwas zwischen 70 und 80 Dezibel gemessen anhand von hochfrequenten Tönen, die sich über die im meinem Kopf vorhandenen gelegt haben und darauf die Lautstärke ermittelt.

Arbeiten und ein für selbst eigenes geregeltes Leben ist damit nicht mehr möglich. Und Jobs, wie leere Hallen fegen, gibt's nicht mehr. Und würden finanzell sowieso nicht reichen.

Grüße

Dirk
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  RE: Einsamkeit Datum:19.02.21 22:29 IP: gespeichert Moderator melden


Hi Dirk,

Es steht mir nicht zu, Dir mal gehörig in den Allerwertesten ... also Dir zu nahe zu treten. Man kann von außen ohnehin schwer ermessen, was in einer fremden Person vorgeht (noch dazu als Ferndiagnose anhand weniger Zeilen Text). Zumeist schließen wir dabei nur von uns selbst auf andere - es ist der Versuch, eigene Erfahrungen irgendwie in Beziehung zu setzen. Aber einen Tinnitus kann ich mich zum Glück nicht wirklich vorstellen.

Was ich mir dagegen durchaus vorstellen kann, ist dieser Zustand, mit dem eigenen Leben und der Einsamkeit zu hadern - war das schon alles? Das fällt dann unter die Rubrik Selbstmitleid! Und sich darin zu suhlen, hört man allenthalben, hilft so wirklich gar nicht weiter.

Du definierst Dich (wie leider viele in unserer Gesellschaft) zu sehr über den Job und das Geld-Verdienen. Und weil Du am Ende des Monats keinen fetten Gehaltsscheck vorzuweisen hast, leitest Du daraus Deine eigene Wertlosigkeit ab. Ja, Geld beruhigt, aber es ist nicht alles. Andersherum würde ein Lottogewinn den Tinnitus auch nicht ungeschehen machen, oder?

Deine Berufsunfähigkeit ist eine Tatsache. Das musst Du akzeptieren. Wehmütig daran zurück zu denken tut Dir nicht gut. Und überhaupt solltest Du davon Abstand nehmen. Beschäftige Dich nicht mit dem, was Du ohnehin nicht kannst. Einem ehemaligen Leichtathleten, der z.B. durch einen Unfall in den Rollstuhl gezwungen wird, wird man wohl auch nicht ständig auf den Sportplatz rollen, damit er vor Augen geführt bekommt, was er nicht mehr kann (ja, von einigen Ausnahmen abgesehen, die das dann aber selber so wollen).

Sieh es doch mal so: Du hast all die schöne Freizeit, die wir anderen so gerne hätten. Also, was fängst Du mit Deinem Tag an? Fernsehen und Computer-Spielen offensichtlich nicht - ohne das schlecht reden zu wollen, aber es ist gesellschaftlich nicht besonders hoch angesehen. Drum stelle Dich der Frage: Welche Hobbys habe ich? Was macht mir Spaß? Wo kann ich mich drin vertiefen und alles um mich herum vergessen?

Ja, Du sollst Dir selbst klar werden, was Deine Stärken sind, denn daraus ziehst Du ein positives Selbstbild. Nichts ist so sexy wie Erfolg - also suche Dir etwas, was Du realistisch schaffen kannst. Krieg Dich in den Griff, setze Dir Ziele, kommuniziere die Ziele, um Dir selbst etwas Druck zu machen und feiere wenn Du Deine Ziele erreichst.

Deine Frau ist eine weitere Tatsache, die schon in der Vergangenheit festgelegt wurde. Wenn Du an ihr zweifelst, wird sie das merken und spiegeln. So setzt Du eine Abwärtsspirale in Gang. Aber es muss doch auch mal anders zwischen Euch beiden gewesen sein? Beziehung ist Arbeit - das läuft nicht von alleine. Also bemühe Dich um sie und versuche Ihr etwas gutes zu tun, ganz altruistisch ohne Hintergedanken. Es soll kein Tauschhandel mit minutiöser Abrechnung werden: "Aber ich hab Dir doch das gegeben und nur wegen Dir hab ich darauf verzichtet ..." Verkneif Dir dieses Anspruchsdenken. Du gibst und Du liebst - bedingungslos. Und vertraue darauf, sie wird auch das spiegeln, Dich in einem anderen Licht sehen und Dir etwas zurückgeben wollen.

Nur so kann aus dem "Gnadenfi**k", dem "geduldeten Stillhalten" ein aktives Liebesleben werden. Vielleicht ist es "nur" Blümchensex? Aber hüte Dich davor, es schlecht zu reden. Intimität mit der Partnerin ist der Kitt, der Eure Beziehung zusammen hält. Es sollte die Basis sein, auf der Du dann weiter aufbauen kannst. Und wenn erst mal keine Penetration dabei ist, dann ist es so. Freue Dich auch ehrlich über Kuscheln oder auch nur eine liebevolle Berührung.

So, jetzt hast Du sicher einiges zum Nachdenken. Aber grübel nicht zu lange und fang einfach mit einige Kleinigkeiten an. Sieh das Positive und lächle!

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Dirk20050
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Der Zeitgeist Ist Dem Individuum Sein Untergang

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  RE: Einsamkeit Datum:20.02.21 12:21 IP: gespeichert Moderator melden


Gruss Gott Private Lock,

Du darft ruhig treten, keine Sorge. Den Sachverhalt durch andere Blickwinkel zu betrachten ist doch nur förderlich.

Selbstmitleid. Wenn Du mir gegenüber äußerst, ich würde im Selbstmitleid versinken, so stehe ich durchaus dazu und weise den "Vorwurf" nicht zurück. Es zeichnet sich immer deutlicher ab, das ich meine eigenen sexuellen Wünsche und Bedürfnisse nicht mehr werde ausleben können. Darauf bezog sich auch die Einsamkeit. Und wenn man, für sich etwas sehr Schönes, am Horizont für immer verschwinden sieht, dann kann man schon ein bißchen Mitleid mit einem selbst haben.

Wie bereits erwähnt, es hat keinerlei Sinn mit meiner Frau über die drei Buchstaben zu reden. Sex is nich. Punkt. Auch kein Blümchen. Der würde mir aber auch nichts bringen. Ich denke, alle Gummiliebhaber hier werden dem reinen Blümchen auch nichts mehr abgewinnen können. Ohne den Fetisch ist es auch kein richtiger Sex. Deshalb gibt es ja den persönlichen Fetisch. ( Vielleicht etwa umständlich ausgedrückt. Aber Ihr versteht mich schon ... )

Arbeit. Arbeit war für mich immer nur Mittel zum Zweck. Geld.Kohle. Ein Arbeitstier war und bin ich nie gewesen. Nur ohne Geld geht's ja nun einmal auch nicht. Und darauf wollte ich hinweisen.

Du kannst ja einmal, wenn Du möchtest nach hochfrequenten Tönen im Netz suchen und sie Dir anhören. Stelle Dir dann so einen Ton mitten in Deinem Kopf vor, den Du durch nichts und niemanden übertönen kannst. Tag und Nacht.

Liebe Grüße

Dirk
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