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Katharina.Z
Sklavenhalterin



Herrin der Lage. Eigentümerin der rechtelosen Sklavin Schlampe_Beate

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  RE: Noras Abenteuer Datum:14.07.22 15:45 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Racoon

Danke für die schönen Zeilen.

Da habe ich wieder Gutenachtgeschichten zum Vorlesen für meinen Lieblingsmenschen.

Wobei mir jetzt schon die Ohren klingeln: "Ich will auch Schandfrau sein. Bitte bitte bitte...."

LG Katharina
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BlackCoon
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  RE: Noras Abenteuer Datum:14.07.22 16:06 IP: gespeichert Moderator melden


Sehr gut! Danke für Deinen Kommentar. Es geht weiter!

LG

Kapitel 7 – Feldwebel Lehmann
In diesem Moment öffnete sich die Tür zu einem Nebenraum, auf dem „Herrichtungszimmer“ stand. Eine Frau in einer blauen Uniform mit Dutt, hohen Stiefeln und wadenlangem Faltenrock blickte sie an. Sie war vielleicht Anfang dreißig. „Ich bin Feldwebel Lehmann. Komm bitte rüber,“ sagte sie und bekräftigte ihre Anweisung mit einer Geste. Ihre Stimme klang höflich, aber bestimmt.
Nora ging auf die Frau zu und trat hinter ihr in den Raum. Dieser war fensterlos und wurde nur durch eine einzelne, elektrische Lampe an der Decke erhellt. Die Einrichtung war überaus karg. Auf Kommode an der Wand lagen verschiedene Kleidungsstücke. Es ist Deine Schandkleidung, dachte sie.
Auf einem Hocker lagen zwei seidene Strümpfe, daneben standen die hohen Stiefel.
Dann gab es noch eine Wanne. „Zieh Dich aus. Kleidung und Handtasche dort in die Wanne.“ Wie durch den Feldwebel geheißen, legte Nora zuerst ihre Handtasche hinein. Darin waren auch ihre Wohnungsschlüssel. Danach zog sie Sneakers, Leggins und Slip aus. Dabei merkte Sie, dass sie verschwitzt war. Und das das Kribbeln zurückkehrte.
Nachdem sie in die Kleidung ordentlich in die Wanne gelegt hatte, stand sie auf und schaute die Assistentin an.

Diese hatte inzwischen eine kurze Reitgerte zur Hand genommen und deutete mit dieser auf Noras Strümpfe. „Leg zuerst die Strumpfhalter an, dann die Strümpfe.“ Sie machte eine kurze Pause. Dann fuhr sie fort. Sie verliert ja doch ein paar Worte, dachte sich Nora. Das kam ihr gut zupass, denn inzwischen war sie ziemlich nervös. „Du kannst mich Frau Feldwebel Lehmann nennen. Wir werden Dich jetzt herrichten. Ein paar Sachen werde ich Dir erläutern. Es muss aber schnell gehen. Ich habe direkt nach Dir noch eine Einkerkerung und weitere Kandidatinnen, welche wohl weniger kooperativ sein werden. Was Deine Strümpfe angeht, sind sie aus einer synthetischen Seide, welche überaus reißfest und robust sein soll.“ Sie hielt kurz inne. „Naja,“ fügte sie dann noch hinzu. „Sie sind in einer Testphase, wir werden sehen, ob sie halten, was sie versprechen.“

Nora bemerkte, dass der Strumpfhalter auf dem Hocker war. Sie legte alles vorsichtig zur Seite, setzte sich auf den Hocker, und begann, die Strümpfe hochzuziehen. Dann stand sie auf und legte den Strumpfhalter an. Anders als andere Strumpfhalter war er vor dem Bauch mit zwei Knöpfen zu schließen. Sie befestigte die Strümpfe sorgfältig.
„Jetzt die Stiefel,“ gab der Feldwebel vor. Ihre Stimme klang weiterhin ruhig, aber bestimmt.

Nora setzte sich abermals auf den Hocker und knöpfte die Stiefel auf. Die Knöpfe waren identisch mit jenen, welche den Strumpfhalter schlossen.
Dann glitt sie mit ihrem Fuß in den Stiefel. Er hatte etwa zehn Zentimeter Absatz, war innen leicht gefüttert und wirkte bequem. Für einen Sommerschuh hätte sie ihn aber nicht ausgewählt. Vorsichtig knöpfte sie ihn zu. Auf die gleiche Weise machte sie es mit dem zweiten Stiefel. Dann stand sie auf und schaute die Assistentin an.
„Ich werde Dir Haltungskragen und Mieder anlegen.“
Feldwebel Lehmann kam auf sie zu, drehte sie um und legte ihr einen schweren und steifen Haltungskragen aus rosanem Leder an, verschloss ihn unangenehm eng und sicherte den Verschluss mit einem Vorhängeschloss. Nora stöhnte.
„Jetzt schon?“ fragte der Feldwebel mit einem Lächeln. Nora bemühte sich, Haltung zu bewahren. An dem Haltungskragen war hinten ein verstellbarer Riemen befestigt, an dem ein Breiter Brustgurt hing, welcher auf seiner Rückseite schnürbar war und auf seiner Vorderseite mit vier goldenen Knöpfen verschlossen wurde. Genau wie bei der Passantin von Samstag.
„Ich lege Dir jetzt das Mieder an,“ kommentierte der Feldwebel. „Es wird hinten verschnürt und modelliert Deine Taille ein wenig.“ Sie legte es unterhalb ihrer Brüste um Noras Bauch und knöpfte es zu. Danach zog sie die Verschnürung auf ihrem Rücken fest. Nora ließ es geduldig über sich ergehen. Dann harrte sie der Dinge, welche nun folgen würden.
„Geschafft,“ sagte der Feldwebel. „Nun bekommst Du Deine Haube. Sie hat verschiedene Funktionen und ist ein wichtiger Teil Deiner Strafe. Sie lässt Dich größer erscheinen und die Glocken klingeln bei jeder Bewegung. Das erzeugt natürlich viel Aufmerksamkeit. Bald wirst Du außerdem merken, dass es unter der Haube schnell warm wird. Das erzeugt ziemlich viel Kopfschweiß. Du wirst sehen müssen, wie Du ihn los wirst.“
Nora war sich nicht sicher, ob sie das gut finden würde. Aber sie traute sich auch nicht, etwas einzuwenden. Vermutlich würde das ohnehin aussichtslos sein. Stattdessen hörte sie sich an, was die Assistentin zu sagen hatte. Einen Moment lang wunderte sie sich, dass sie von Strafe sprach. Aber es ist eigentlich klar, sagte sie sich. Sie war jetzt Schandfrau und würde wie eine solche behandelt.

Frau Feldwebel Lehmann löste sie mit großem Geschick Noras Zopf, kämmte ihr Haar und verknotete es mit einem Haargummi zu einem gefalteten Pferdesch****z. „Sonst hast Du bald jeden Tag einen Bad Hair Day,“ kommentierte sie lächelnd. Nora merkte, dass die Frau bei ihrer gesamten Arbeit äußerst effizient und geübt vorging. Wahrscheinlich war das alles bereits Routine für sie.
Binnen Sekunden war sie wieder zur Kommode gegangen und kam mit der Haube zurück. Nora staunte, wie groß sie aus der Nähe erschien. Die Assistenten setzte sie auf. Sie war erstaunlich schwer und stabil. Überwiegend schien sie aus derbem Leder zu sein, welches ihr die charakteristische, stumpfkegelartige Form gab. Außen dagegen war sie mit rosanem Samt besetzt. Sie trug sich bequem, aber Nora konnte sich sofort vorstellen, dass es darunter bald warm werden würde.

Vorne an ihrer Haube begannen die Glocken bei jeder Bewegung zu klingeln. Feldwebel Lehmann befestigte sie mit dem Kinnriemen, schloss diesen ebenfalls mit einem kleinen Schloss ab. „Nun kommt Dein Armbinder,“ kommentierte Sie „Es ist der letzte und wichtigste Teil Deiner Uniform. Er funkioniert vom Prinzip her wie ein einziger, großer Handschuh. Deine Arme werden darin unentrinnbar verschlossen und vollkommen unbrauchbar. Du wirst Deinen Alltag ohne ihre Hilfe gestalten und mit Kopf, Torso und Beinen arbeiten müssen. Wobei Deine Füße in den Stiefeln natürlich nur eingeschränkt nutzbar sind. Sie sind nur zur Fortbewegung gedacht und nicht als Ersatz für die Hände.“
Frau Lehman legte den Armbinder zunächst auf dem Hocker ab. Nora spürte wie sie anschließend etwas an dem Mieder hinter ihrem Rücken durchzog, dem Gefühl und Geräusch nach eine Art Riemen oder auch Gürtel. Sie hörte das Klingeln ihrer Glocken bei jeder Bewegung.
Anschließend führte der Feldwebel Noras Arme auf dem Rücken zusammen und ging akribisch ans Werk, ihr den Armbinder anzulegen.
Sie schnürte ihn dermaßen fest, dass die Unterarme der Schandfrau schmerzhaft zusammengedrückt wurden. Nora stöhnte vor Schmerz. Dann legte der Feldwebel ihr die Riemen über die Brust, befestigte sie und sicherte die Befestigung wieder mit Schlössern. Einen weiteren Riemen befestigte er über den Handgelenken, sodass es noch schwerer sein würde, die Arme herauszuziehen. Zuletzt legte er den an Noras Mieder befestigten Gurt um ihren Armbinder. Er verhinderte, dass Nora ihre Arme weit abwinkeln konnte. Auch diese beiden Riemen wurden festgezogen und abgeschlossen.
Nora spürte Schmerzen in ihren Unterarmen. Dennoch war sie gespannt, wie sie in der Schandkleidung aussah. Leider gab es keinerlei Spiegel im Raum. Sie drehte sich um, hörte das Geräusch ihrer Absätze und das Klingeln ihrer zahlreichen Glocken.
Das war es schon, dachte sie. Deine Schandkleidung ist komplett. „Du bist fertig! Gestiefelt und gespornt!“ bestätigte Feldwebel Lehmann. Im Gleichen Augenblick spürte sie einen Schlag auf dem Hintern. „Und jetzt raus hier!“ Die Stimme des Feldwebels klang energisch. Er öffnete die Tür und komplimentierte Nora mit einigen weiteren Hieben seiner Gerte nach draußen.
Nora blickte abermals in den sonnigen Festungshof.
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Katharina.Z
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  RE: Noras Abenteuer Datum:14.07.22 16:25 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Racoon.

Das ging ja fix.

Die Fortsetzung UND das Einkleiden.

Ganz lieben Dank. Nun bin ich gespannt auf die Hürden des Alltags.

LG Katharina
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BlackCoon
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  RE: Noras Abenteuer Datum:14.07.22 16:47 IP: gespeichert Moderator melden


Es muss schnell und effizient gehen, denn es stehen ja noch weitere Kandidatinnen an
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BlackCoon
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  RE: Noras Abenteuer Datum:14.07.22 17:11 IP: gespeichert Moderator melden


Kapitel 8 – Ungewohnte Pfade
Endlich! Es war geschafft. Nora atmete durch. Sie war eine Schandfrau. Und niemand konnte das ändern! Sie beschloss zunächst ein paar Schritte nach vorne zu gehen und zu versuchen, sich auf die Eindrücke ihrer neuen Lage zu konzentrieren. Die Soldaten, welche auf dem Festungshof unterwegs waren, schauten entweder kurz zu ihr rüber oder würdigten sie keines Blickes.
Sie versuchte, ihre Eindrücke, Gedanken und Gefühle zu ordnen. Nach und nach realisierte sie, dass Teile ihrer Kleidung recht unbequem waren. Die Haube war schwer, und schon begann es, unter ihr warm zu werden. Der Haltungskragen war steif und schränkte die Bewegungsfreiheit ihres Kopfes stark ein. Schon lief ihr eine Schweißperle über die Stirn. Sie versuchte, sie abzuschütteln – vergebens. Dann versuchte sie sie instinktiv, mit der Hand abzuwischen – vergebens. Sie hatte keine andere Wahl, als den Schweiß zu ertragen. Der Rest ihres Aufzugs war zwar bequemer und in den Stiefeln konnte sie als Geübte auch recht gut laufen. Aber zweifellos würde sie auch in ihnen bald schwitzen. Was half es, da musste sie durch. Das war nichts, was sie nicht aushalten würde. Und sicher würde sie für die Strapatzen entschädigt, wenn sie sich erstmal im Spiegel betrachten konnte.
Sie überquerte den Festungshof und wandte sich Richtung Hauptor. Erst jetzt fiel ihr ein, dass sie ja gar kein Ziel hatte. Wohin sollte sie gehen? In ihre Wohnung? Dort kam sie nicht rein und die würde bald liquidiert.
Zu Dési? Sie war elegant, kultiviert, anspruchsvoll. Ihr stand besserer Umgang zu. Nora wollte ihre Freundin nicht in Verlegenheit bringen. Zumindest nicht ohne Not.
Zu ihren Eltern? Zu denen hatte sie nur sporadisch Kontakt. Außerdem waren die viel zu weit weg. Und was würden sie sagen, wenn sie Nora auf diese Weise, als Schandfrau, erblickten? Sie wären nicht begeistert.
Zu ihren anderen Freundinnen? Zu denen hatte sie kein besonders enges Verhältnis. Und sie war sich nicht sicher, ob sie von ihnen als Schandfrau gesehen werden wollte. Der Gedanke, von ihnen verhöhnt zu werden, erregte sie. Die Vorstellung, auf sie zuzugehen und sie um etwas bitten zu müssen, gefiel ihr weniger. Da fiel ihr noch etwas ein, dass sie beunruhigte. Früher oder später würde sie von Kommilitonen, vielleicht sogar von Dozenten gesehen werden. Andererseits, war das jetzt nicht egal? Sie würde doch ohnehin exmatrikuliert werden? Würde sie? Sie wusste es nicht.

Während sie über all diese wichtigen Punkte nachdachte, war Nora vorangekommen und hatte die Festung verlassen. Sie beschloss, sich erst einmal Richtung Stadtzentrum aufzumachen. Dadurch war die Antwort auf die Frage, wo sie denn hin wollte, freilich nur aufgeschoben. Aber vielleicht würde ihr unterwegs noch eine Idee kommen.
Sie wandte sich die Straße hinab und ging an der Seilbahn vorbei. Hier bemerkte sie, dass sie die Soldaten und einzelne Passanten ihr strenge, teilweise abfällige Blicke zuwarfen. Sie würde bestimmt nicht in die Seilbahn gelassen. Also beschloss sie, die Straße zu nehmen, welche erst gerade, dann in mehreren Serpentinen herabführte. Über die Kesselringbrücke würde sie dann zurück in die Stadt kommen. Da die meisten die Seilbahn nahmen, waren hier auf dieser Strecke kaum Menschen entgegen. Ein paar mal überholten sie Fahrzeuge oder Motorräder des Militärs. Dann erblickte sie eine Fußgängerin, welche die Straße heraufkam. Sie erkannte sofort die Passantin von heute morgen.
Sichtlich verausgabt und schweren Schrittes kam die junge Frau ihr entgegen. Ihre schweren Brüste bebten bei jedem Schritt hin und her. Wahrscheinlich musste sie zur Meldung hinauf auf die Festung. Als die andere Schandfrau näher kam, bemerkte Nora, das sie stark schwitzte. Das mochte mit der schweren Haube zu tun haben, und auch damit, dass die Arme den Berg hinauf musste. Sie war korpulenter als Laura. Ihr Gesicht war puterrot, auf Dekolletee und Schultern begann sich ein Sonnenbrand breit zu machen.
Außerdem war sie teilweise von Flecken und Schmutz bedeckt. Nora erkannte Überreste von Tomaten, Joghurt und ähnlichem. Offenbar hatte die Schandfrau heute schon einiges mitgemacht.

Nora war immer noch neugierig. „Hey“ sagte sie und schaute Sie freundlich an. Die andere warf ihr einen ängstlichen Blick zu, sagte aber nichts und ging schnell vorbei. Nora drehte sich, blickte ihr nach. „Hey, warum antwortest Du nicht?“ Aber die Frau ging weiter, ohne sich umzudrehen. Schade, dachte Nora. Es wäre eine tolle Gelegenheit gewesen, mehr über sie zu erfahren. Ob sie sich noch ein drittes Mal treffen würden? Und warum hatte sie nicht geantwortet? Schämte sie sich? Oder wollte sie sich nicht unterhalten? Für den Augenblick gab es keinerlei Antwort.

Sie ging weiter zum Fluss herab. Langsam merkte sie, dass sie Durst bekam. Tatsächlich hatte sie seit heute morgen nichts mehr getrunken, aber die Anspannung hatte das Durstgefühl unterdrückt.
Dieses Problem zu lösen, war noch relativ einfach. Am Domplatz und in der Paracelsusstraße gab es öffentliche Brunnen. Du kannst jederzeit einen von denen benutzen, dachte sie sich. Was aber war mit dem Hunger? Langsam spürte sie ihn. Sie würde nichts kaufen können und ob sie von den Bürgern etwas bekommen würde, war zweifelhaft. Sie dachte nach.
Du hast Zeit, sagte sie sich. Das war ein Trost. Sie hatte nun unglaublich viel Zeit und konnte sich den ganzen Tag darum kümmern, etwas zu essen zu suchen. Ein paar Ideen hatte sie schon.

Ohne besondere Vorkommnisse erreichte sie schließlich die Ruhr und passierte die Brücke. Hier gab es außer ihr keine Fußgänger, nur Autoverkehr. Nora merkte, dass einige der Fahrer zu ihr herüberschauten. Ihr Hunger war inzwischen schon stärker geworden. In der Oststraße erblickten sie erste Passanten. Manche schauten sie an, aber nicht alle. Ein junges Pärchen kam ihr direkt entgegen. Ob willkürlich oder reflexhaft- der Mann mustere sie eingehend und sehr offensichtlich. Sie wich auf die Straße aus, weil sie sich sagte, dass es für sie als Schandfrau wahrscheinlich angemessen sei und hörte noch, wie die Frau oder Freundin ihren Partner zu rügen begann. „Du schaust jeder Schandfrau nach! Manchmal glaubt man, dass Du nur aus Sch****z und Augen bestehst! Musst Du mich auf diese Art demütigen?“ schimpfte sie.
Dann kam ihr eine Gruppe junger Männer entgegen. „Hey, Schandfrau, was geht? Heute schon in die Hände geklatscht?“ rief ihr einer von ihnen zu, die anderen lachten. Nora merkte, wie das Kribbeln nach dem langen Abstieg allmählich zurückkehrte. Durst und Hunger waren jedoch stärker. Sie musste etwas gegen sie unternehmen.

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von BlackCoon am 14.07.22 um 17:37 geändert
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Katharina.Z
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  RE: Noras Abenteuer Datum:14.07.22 19:37 IP: gespeichert Moderator melden


Guten Abend Racoon,

nun wird es spannend. Hilfe wird sie wohl benötigen.

Danke bis hierher.

Bin gleich auf die Reaktionen von jemandem gespannt.

LG Katharina
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BlackCoon
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  RE: Noras Abenteuer Datum:15.07.22 00:13 IP: gespeichert Moderator melden


Guten Abend,

hier das nächste Kapitel meiner zweiten Geschichte

LG, Racoon


Kapitel 9 – Der Tumult
Endlich hatte sie einen öffentlichen Brunnen erreicht. Er war mit Stein eingefasst und rund um ihn befand sich eine steinerne Bank. Eine Frau mittleren Alters saß auf der Bank und telefonierte. Drei junge Leute, ein Mann und zwei Frauen, saßen ebenfalls dort. Sie wirkten wie Studenten. Nora kniete sich auf die Bank und beugte sich über das Becken. Zum Glück war es voll genug, das sie mit dem Mund daran kam. Sie nahm ein paar tiefe Schlucke. Erschöpft setzte sie sich auf die Steinbank, die angenehme Kühle des Brunnens im Rücken.
Sie atmete durch. Die erste Herausforderung war geschafft. Da hörte sie eine Stimme.
„Hey, wir möchten Dich gern mit Tomaten bewerfen!“
Sie blickte auf. Es waren die Studenten. Sie war verdutzt. Vor allem, weil sie fragten. Wahrscheinlich wollten sie nicht unhöflich sein. Nora musste innerlich schmunzeln. Sie waren gut erzogene junge Leute. Wollten aber mal ausprobieren, wie es ist, jemanden zu demütigen. Dafür fragten sie dann ganz artig um eine Erlaubnis. Ein paar Meter weiter erkannte sie am Rand einer kleinen Grünfläche einen Aushang und daneben zwei Eimer. Die drei schauten sie freundlich und erwartungsvoll an.
Offenbar sollte sie etwas sagen.
„Also… äh, ja,“ meinte sie schließlich. Sie wusste nicht, was sie sonst sagen sollte.
„Super,“ sagte der Student. Seine beiden sommerlich mit Jeans, kurzem Rock und kurzen Oberteilen bekleideten Kommilitoninnen kicherten. Er ging los, um den Eimer zu holen. Alle drei postierten sich ein paar Meter vor Nora, welche nach wie vor auf der Bank saß. Die Mädels kicherten wieder.
Dann nahm der Student die erste Tomate, zielte und warf. Der erste Wurf ging fehl und das Nachtschattengewächs fiel in den Brunnen. Die zweite Tomate traf Noras Haube, wo sie zerplatzte.
Schnell hatte das Schauspiel weitere Schaulustige angelockt. Passanten begannen, sich um Nora und die Gruppe zu sammeln. Ein Vater wurde von seinem Sohn angestiftet, es ebenfalls zu versuchen. Ein paar Halbstarke kamen dazu. Die nächste Tomate traf Nora an der Schulter, platzte aber nicht. Eine weitere traf sie am Bauch, platzte auf. Sie spürte, wie ihr inneres an ihr herunterzulaufen begann.
Binnen kurzem hatte sie weitere Treffer erhalten. Die Leute riefen und lachten bei jedem Treffer. Das Kribbeln hatte sich immer weiter gesteigert. Nora merkte, wie sie zunehmend geil wurde. Exponiert und hilflos vor einer Menschenmenge, verhöhnt und verspottet. Das war, was sie sich vorgestellt hatte. Für den Moment bereute sie nichts. Zweifellos standen ihr harte Stunden und Tage bevor. Sie musste sich an ihre neue Situation erst gewöhnen. Aber sie würde ihren Weg gehen. Ganz so, wie es Dési gesagt hatte.

Inzwischen war die Stimmung der Menge auf ihrem Höhenpunkt angekommen. Nora wurde ausgebuht. „Gib ihr saures!“ rief einer. Weitere Tomaten flogen. Schließlich traf eine Noras Gesicht. Sie erschrak sich und merkte, dass sie rot anlief, während der Matsch dem Gesetz der Schwerkraft allmählich Folge zu leisten begann. Für einen Moment spürte sie Schreck und Scharm. Kurz danach wieder Geilheit.

Die Menge begann, sich zu beruhigen. Erste Passanten gingen schon weiter. Schließlich holte der Student den zweiten Eimer hervor.
„Was ist da drin?“ fragte ein Schaulustiger. „Joghurt mit vergorenen Erdbeeren. Lockt Fliegen an. Dann ist sie später nicht so alleine!“ antwortete der Student. Seine Stimme klang hämisch. Er kam auf Nora zu und tunkte einen langen Pinsel in den Eimer. Zuerst schmierte ihr etwas von der süßlich riechenden Flüssigkeit auf den Bauch, verteilte sie anschließend auf ihrem Dekolletee platzierte schließlich kleinere Tupfer auf Noras Wangen und Stirn. Nora blieb ruhig dabei sitzen. Sie ließ sich alles gefallen. „Umdrehen,“ befahl der Student und gab ihr einen leichten Hieb mit dem Pinsel, um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen.
Nora stand kurz auf, drehte sich um und streckte ihm ihr Gesäß zu, welches er ebenfalls mit dem Joghurt bestrich. Der Joghurt fühlte sich kalt an. An einigen Stellen mischte er sich mit dem Tomatensaft. Der Student war zufrieden. Er stellte die Eimer zurück. Nora setzte sich wieder.
Die Schandfrau spürte, wie man allmählich das Interesse an ihr verlor. Die Studentinnen warfen ihr noch ein paar höhnische Blicke zu, dann drehten sie sich um und begannen eine lebhafte Unterhaltung. Als ihr Kommilitone zurückgekehrt war, entfernten sie sich lebhaft plauschend und kichernd. Auch die anderen Schaulustingen begannen, sich zu zerstreuen.
Nora war mit der Verarbeitung ihrer Eindrücke noch zu beschäftigt, um aufzustehen. Da sitzt Du nun, dachte sie sich. Verhöhnt, besudelt, und schließlich von der Masse allein gelassen. Da sitzt Du nun, und findest es geil. In Nora kam der Wunsch auf, sich zu erleichtern. Noch war ihr nicht klar, dass es dazu kaum Möglichkeit gab. Sie hatte fast keinerlei Zugriff auf sich. Auch das war Teil ihrer Strafe. Allerdings hatte Feldwebel Lehmann davon nichts erwähnt.

Nora spürte die Mischung der Flüssigkeiten auf ihrer Haut und wollte wissen, wie sehr sie besudelt war. Außerdem hatte sie bislang keine Gelegenheit, sich in ihrer Schandkleidung zu bewundern. Daher beschloss sie, ein Schaufenster als Spiegel nutzen und entlang der Arkaden im Schatten Richtung Bahnhof zu gehen. Sie hoffte, dort etwas Essbares aufzutreiben.

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von BlackCoon am 26.07.22 um 12:51 geändert
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Katharina.Z
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  RE: Noras Abenteuer Datum:15.07.22 12:41 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Racoon.

Ja der Alltag ist schwer.
Erstaunt war ich über die ziemlich höfliche Art der Bewerfung. Toll

Danke für den Text.

LG Katharina
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BlackCoon
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  RE: Noras Abenteuer Datum:26.07.22 13:08 IP: gespeichert Moderator melden


Kapitel 10 – Die Nahrungsbeschaffung
Der sommerliche Nachmittag nahm in der Stadt an der Ruhr seinen Lauf. Es war angenehm warm, aber nicht drückend. In den Straßen herrschte nach wie vor reges Treiben. Spatzen und Tauben mischten sich unter die Fußgänger, um vielleicht im richtigen Moment zur Stelle zu sein und etwas aufzuklauben, wenn es zu Boden fiel.

Nora saß immer noch auf der Bank auf dem Brunnen. Dann atmete sie tief durch und stand auf. Als sie die Arkaden erreicht hatte, blieb sie vor einem Schaufenster stehen und musterte sich. Sie staunte. Zuerst fiel ihr auf, was der Feldwebel bereits andeutete. Sie wirkte größer. Das kam durch die Absätze und die Haube. Es machte sie auffälliger.
Die Kombination aus Armbinder, Mieder, Strumpfgürteln und Strümpfen setzte Noras Kurven sehr gut in Szene und wirkte aufgrund der Knöpfe und Glöckchen wie eine Uniform. Aber genau das ist sie, dachte sie dann. Es ist Deine Schanduniform. Sie betrachtete ihre nackten Brüste und ihre Scham, welche nun ebenfalls sichtbar war.
Ihre Brüste wurden aufgrund des Armbinders wirkungsvoll nach vorne gedrückt und betont. Sie standen auf geradezu obszöne Weise hervor. Dann blickte sie auf ihre Beine. Trotz des Tumult hatten ihre Strümpfe noch keine Laufmaschen. Sie stellte sich vor, wie sie wohl auf andere wirken würde. Ihr Outfit war gleichzeitig frivol und grotesk. Es lud geradezu ein, sie zu verhöhnen und zu verspotten.

Dann musste sie feststellen, dass die Meute ganze Arbeit geleistet hatte. Sie war gründlich mit den Resten von Tomaten besudelt, welche sich zudem noch mit Joghurt und Schweiß mischten. Während sich Nora noch eingehend betrachten war, kam plötzlich ein untersetzter Mann aus dem Geschäft. Wahrscheinlich war es der Inhaber. Er wirkte erbost. „Mach Dich fort, Schandfrau!“ rief er, vermutlich um seine Einnahmen fürchtend. Nora setzte ihren Weg fort Richtung Bahnhof.
Dort gab es mehrere Schnellrestaurants amerikanischer Machart. Und eine große Treppe, auf der Jugendliche Burger, Pommes und Eis verzehrten. Nicht selten waren die Augen größer als der tatsächliche Appetit und sie ließen halbvolle Tüten zurück. Nora hoffte darauf. Schwitzend und hungrig erreichte sie schließlich die Treppe. Da sie auf Anhieb nicht Genießbares ausmachen konnte, setzte sie sich auf die oberste Treppenstufe und beobachtete das Geschehen. Bald gerieten zwei Studentinnen, vielleicht waren sie auch noch Schülerinnen, in das Zentrum ihrer Aufmerksamkeit.
Neben ihnen erspähte sie eine große Papiertüte. Jede von ihnen hatte zudem eine große Portion Pommes mit Ketchup und Mayo in ihrer Hand. Da sie schon mehr redeten, als sie aßen, hatten sie sich vielleicht übernommen.
Und tatsächlich. Sie hatte Glück. Kurz darauf standen die beiden auf und ließen die Pommes auf den Stufen zurück. Eigentlich eine Schweinerei, war es für Nora die Rettung. Dadurch, dass sie den beiden beim Essen zugeschaut hatte, war sie nur noch mehr hungrig geworden. Die beiden hatten die Treppe noch nicht verlassen, da war Nora schon aufgestanden und hastete die Stufen herab. Sie setzte sich und nahm zuerst die große Tüte mit dem Mund auf, um sie zu Seite zur stellen. Danach beugte sie sich nach vorn, um die Pommes aus ihren kleineren Papiertüten zu kommen. Sie merkte, dass das mit dem steifen Haltungskragen und ohne Arme sehr schwierig war. Sie kam nicht nahe genug heran. Also setzte sie sich eine Stufe weiter nach unten, nahm die Tüten mit dem Mund und leerte sie aus. Danach versuchte sie im Knien oder Sitzen, die Pommes mit dem Mund aufzulesen, was unter Schwierigkeiten gelang. Gierig kaute und schluckte sie jede einzelne. Schließlich leckte sie die Reste von Ketchup und Majo aus den Papierumschlägen.
Erst als sie fertig war, merkte sie, dass sie erneut Schaulustige angelockt hatte.
Besonders fielen ihr zwei Passantinnen auf. Beide waren vielleicht Anfang zwanzig. Besonders eine von ihnen schien sie gebannt zu beobachten. Sie war zierlich gebaut, trug ein knielanges Sommerkleid mit einem Muster aus lindgrünen Punkten und eine Perlenkette.
Ihr ebenes Gesicht mit braunen Augen war eher rundlich und sie trug eine Brille mit rechteckigen Gläsern und schwarzem Rahmen. Ihre schulterlangen, offenen Haare waren von brauner Farbe.
Sie schien Nora gebannt zu beobachten und sich zwischendurch mit ihrer Begleiterin, offenbar einer Freundin, über ihre Beobachtungen auszutauschen. Diese war blond und einen halben Kopf größer. Sie trug eine blaue Jeans und ein schwarzes, bauchfreies Top.
Nora merkte, dass sie noch Hunger hatte. Die Pommes waren nur ein Tropfen auf den heißen Stein gewesen. Sie nahm die große Tüte zwischen die Zähne und drehte sie um, um zu prüfen, ob noch etwas dort drin war. Ein paar frittierte Kartoffelkrümel fielen heraus. Rasch hatte sie auch die aufgelesen.

Um satt zu werden, musste sie mehr finden. Sie dachte an die Mülleimer. Vor dem Eingang zum Hauptbahnhof standen mehrere. Sie waren aus Metall und besaßen Deckel, die einen Zwischenraum freiließen. Vielleicht hatte sie hier eine Chance. Sie stand auf und begann, sie zu kontrollieren. Der erste war eine Enttäuschung. Der zweite war in der Nähe zum Eingang eines bestimmten Fastfoodrestaurants und tatsächlich hatte sie Glück. Die große rote Schachtel eines Burgers lag so, dass sie sie mit einem ihrer Stiefel herausbekam. Sie fiel auf den Boden und öffnete sich. Ein großes Stück eines Burgers, nahezu die Hälfte, war noch darin. Nora versuchte es zu erreichen, indem sie sich hinkniete, merkte jedoch bald, dass sie sich legen musste, um an die erhoffte Mahlzeit heranzukommen. Also legte sie sich flach auf den Boden und verzehrte den Burger, indem sie Stücke aus ihm herausbiß. Als sie fertig war, bemerkte sie erneut Schaulustige, welche ihren Weg unterbrochen hatten, um die Prozedur ihrer Nahrungsbeschaffung zu observieren.
Obwohl sie sich gut dabei fühlte und das Kribbeln ein fast ständiger Begleiter geworden war, verzichtete sie einstweilen darauf, am Bahnhof weiterzusuchen.

Ihr erster Heißhunger war gestillt. Was sie nun brauchte, waren ein paar Vitamine.
Glücklicherweise hatte sie vor ein paar Tagen an einem Waldrand im Südpark eine fruchtende Felsenbirne gesehen und ebenso glücklicherweise war dieser nicht sehr weit entfernt. Also machte sie sich auf den Weg. Sie nahm den nächsten Eingang zum Park, welcher eine angenehme Abwechslung zum Rummel am Bahnhof war. Hier sangen Amseln und Rotkehlchen. Unter den Bäumen war die Luft angenehm kühl.
Zu ihrer Freude stellte sie fest, dass der Strauch nach wie vor voller Beeren war und begann, sie mit dem Mund abzuzupfen. Die Beeren waren reif und besaßen einen dezenten, leicht säuerlichen Geschmack, ähnlich wie Heidelbeeren. Obwohl sie Übung bekam und noch reichlich da waren, hörte sie nach einiger Zeit auf, um keine Bauchschmerzen zu bekommen. Vielleicht war es auch klüger, einige für morgen an dem Strauch zu belassen.
Erschöpft nahm sie auf einer nahen Bank platz. Nach einem Moment des Verschnaufens begann sie, über ihre Situation nachzudenken. Der Tag war voller intensiver Eindrücke und Erkenntnisse gewesen. Die letzte Stunde hatte gezeigt, dass sie in der Lage sein würde, zurechtzukommen. Zumindest war es möglich, ohne größere Probleme Wasser und Nahrung zu finden. Andererseits wurde ihr klar, dass es nicht immer so schnell gehen würde. Wahrscheinlich würde sie einen Teil jedes Tages mit der Nahrungssuche beschäftigt sein. Sie begann, weitere Möglichkeiten zu überlegen. Plötzlich hörte sie in ein Geräusch. Sie blickte auf.
Da sah sie wieder die beiden jungen Damen vom Bahnhofsvorplatz. Sie standen auf einem Weg. Etwa fünfzehn, vielleicht zwanzig Meter entfernt. Die Brünette schaute zu ihr herüber, dann rasch zu Seite. Sie machte den Eindruck, als fühlte sie sich ertappt.
Schnell drehten die beiden sich um und entfernten sich langsam. Waren sie Nora gefolgt? Und wenn ja, warum? Sie schienen nicht daran interessiert, sie zu verhöhnen. Es wirkte eher, als wollten sie sie aus anderen Gründen beobachten.
Nora ruhte noch einen Moment auf der Bank aus. Die Luft im Park war sehr angenehm. Aber hier gab es auch mehr Insekten. Eine große Fliege landete auf Noras Dekolletee und kitzelte unangenehm. Es gelang ihr, sie durch heftige Bewegungen einstweilen loszuwerden. Aber sie würde wiederkommen. Daher war es keine gute Idee, hier lang zu verweilen. Nora beschloss, sich wieder Richtung Stadtzentrum aufzumachen. Noch ehe sie den Park verlassen hatte, kam die Fliege zurück. Sekunden später gesellte sich eine zweite dazu. Ihre streng gebundenen Arme würden ihr keinerlei Hilfe sein. Sie waren durch den Armbinder völlig funktionslos geworden.
Also versuchte Nora erneut, die Insekten durch heftige Bewegungen ihres Rumpfs in die Flucht zu schlagen. Sie führte allerlei Drehungen und Windungen aus und stöhnte vor Anstrengung. Ihre Glöckchen klingelten unaufhörlich. Schaulustigen hätte sich zweifellos ein bizarres Schauspiel geboten. Jedoch schien niemand in der Nähe zu sein, um ihre Vorstellung zu bewundern. Zumindest wirkte es so. Nora merkte nicht, dass sie von weitem beobachtet wurde.

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von BlackCoon am 26.07.22 um 14:32 geändert
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BaldJean
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Mein Geschmack ist einfach: Ich bin nur mit dem Besten zufrieden (Oscar Wilde)

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JeanisBald  JeanisBald  
  RE: Noras Abenteuer Datum:26.07.22 14:16 IP: gespeichert Moderator melden


An die Fliegen wird sie sich wohl gewöhnen müssen. Sie werden bald ein ganzer Schwarm sein.
BaldJean
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Katharina.Z
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  RE: Noras Abenteuer Datum:26.07.22 15:35 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo BlackCoon.

Vielen Dank für die sehnsüchtig erwartete Fortsetzung.
Über die Nahrungsaufnahme haben wir uns hier nach dem letzten Teil Gedanken gemacht. Auch ein wenig experimentiert. Ohne Hände essen zu wollen ist viel schwerer als gedacht. (Im Gegensatz zu meiner Mitstreiterin konnte ich danach unter die Dusche)

Im Sommer mag die Art der Nahrungsbeschaffung noch funktionieren. Was wird im Herbst und Winter? Weniger Mensche, die draußen Speisen und Getränke verzehren... Wir sind sehr gespannt.
Auch auf die Folgen vom Armbinder. Wie lange bleiben die Arme funktionsfähig? Die müssen doch verkümmern. Oder irre ich da?

Du hast einen Menschen (sicher sehr viele) sehr glücklich gemacht mit der Geschichte und ein paar Tränen getrocknet.

LG Katharina
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BlackCoon
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  RE: Noras Abenteuer Datum:26.07.22 16:02 IP: gespeichert Moderator melden


Vielen lieben Dank für das Feedback. Für alles das habe ich mir zwar einige Gedanken gemacht, aber ich denke, die Geschichte wird nicht so lang sein/werden, dass ich alle Ideen/Konzepte anwenden werde. Und sie spielt in einer alternativen Realität. Sie ist nicht als eine ultra - realistische Geschichte gedacht. Alles hier ist Fantasie und es ist eine Fantasiewelt fern unserem Alltag und unserer Realität.

LG
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Katharina.Z
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  RE: Noras Abenteuer Datum:26.07.22 17:14 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo BlackCoon

Danke.

LG Katharina
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BlackCoon
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  RE: Noras Abenteuer Datum:26.07.22 17:19 IP: gespeichert Moderator melden


Gerne! Und herzlichen Dank allen Leserinnen und Lesern!

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von BlackCoon am 26.07.22 um 21:31 geändert
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MartinII
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Versklavung einer Frau geht nur freiwillig.

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  RE: Noras Abenteuer Datum:14.08.22 10:42 IP: gespeichert Moderator melden


Tolle Geschichte, passend zu den "Ladies of Confinement".
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  RE: Noras Abenteuer Datum:20.01.23 11:07 IP: gespeichert Moderator melden


Ich möchte diese Geschichte nochmal nach oben schieben, da sie ja thematisch auch in einer anderen Geschichte wiederfindet.

Vielleicht gibts ja auch hier noch eine Fortsetzung??

Falls nicht in diesem Forum, evtl. ja woanders??
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BlackCoon
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  RE: Noras Abenteuer Datum:20.01.23 12:30 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo, ich hatte die Kapitel rausgenommen und überarbeitet, stelle sie gelegentlich auch hier wieder rein. Es gibt alle Geschichten auf DA. LG und Bitte um etwas Geduld.
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BlackCoon
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  RE: Noras Abenteuer Datum:25.01.23 00:18 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo, ich ergänze nach und nach die fehlenden Kapitel, weil jemand gefragt hatte. Von der Geschichte "Die Assistentin" folgen auch weitere. Muss nur Zeit zum Hochladen finden. LG


Kapitel 11 – Goldene Morgenstunde
Ihren Hunger hatte Nora erfolgreich bekämpft. Aber das war noch nicht alles. Noch ehe sie den Park verlassen hatte, begann sich ein bestimmtes Bedürfnis bemerkbar zu machen. Als Schandfrau war sie gezwungen, sich in die Büsche zu schlagen. Endlich fand sie eine passende Stelle und bückte sich. Während sie versuchte, sich möglichst entspannt zu entleeren, spürte sie einen kurzen Schmerz auf ihrer rechten Brust. Sie blickte nach unten, aber der Haltungskragen verhinderte, dass sie erkennen konnte, was genau los war. Sie vermutete eine Bremse, stand ruckartig auf und versuchte, sie abzuschütteln. Doch sie konnte den Erfolg ihrer Bemühungen nicht kontrollieren. Nach ein paar weiteren heftigen Bewegungen beschloss sie daher, sich wieder zu hin zu bücken und das beste aus der Situation zu machen. Der Schmerz wich einer Art Brennen und die Bremse flog ab.


Nora versuchte erneut, sich auf ihr Bedürfnis zu konzentrieren. Nachdem sie endlich erfolgreich war, brach sie in Richtung Innenstadt auf.

Die Schandfrau brachte den Rest des Nachmittags damit zu, durch die Straßen des Zentrums zu ziehen. Wenn sie Lust hatte, nahm sie in einem Hauseingang oder auf einer Bank platz.

Von dort aus beobachtete die Menschen, welche vorbeizogen. Das machte ihr mehr Spaß als das Studium von Ludwig Thieks Phantasus oder Friederike Mayröckers Lyrik. Sie vermisste ihr Studium nicht. Ohnehin hatte sie es mehr aus Verlegenheit, denn aus Überzeugung betrieben.

Erstmals erblickte sie eine Passantin, welche stolz und erhobenen Hauptes oben ohne flanierte. Würden es mehr werden? Nora nahm sich vor, darauf zu achten. In welche Richtung würde sich die Gesellschaft entwickeln? Das war eine faszinierende Frage und interessant zu beobachten. Nora wollte im Zentrum der Ereignisse sein und auf keinen Fall etwas verpassen. Würde sie weitere Schandfrauen sehen? Vielleicht sogar kennenlernen? Sie war gespannt darauf, dass zu erfahren.

Doch die Fliegen und Wespen hatten auf Dauer wenig Interesse, sie zu verschonen. Auf Dauer wurde sie selbst hier von ihnen gefunden. Daher musste sie mehrfach aufstehen, um die lästigen Plagegeister zu verscheuchen. Sie ging so schnell sie konnte im Kreis. Half dies nicht, führte ruckartige Bewegungen oder Drehungen aus. Dabei wurde sie von manchen Passanten beobachtet. Viele andere ignorierten sie und gingen vorbei. Das Schauspiel einer halbnackten, gefesselten und sich verzweifelt windenden Schandfrau schien sie komplett kalt zu lassen.


Davon abgesehen verlief der Tag ohne besondere Vorkommnisse. Im Laufe der kommenden Stunden wurde Nora zwar noch ein paar Mal verhöhnt, geriet aber nicht mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit einer ganzen Ansammlung von Passanten und wurde auch nicht wieder beworfen. Weder erblickte sie die Schandfrau von heute morgen, noch ihre beiden Verfolgerinnen ein weiteres mal.

Gegen Abend wurde es kühler. Der Tag war aufregend und auch anstrengend gewesen. Nora wurde allmählich müde. Aber wohin sollte sie sich zum Schlafen zurückziehen? Kurz zog sie einen Hauseingang in Erwägung, in dessen innerem eine Art Anti-Schmutz-Matte lag. Aber sie glaubte, dass das zu kühl würden werde.

Daher beschloss sie, es in einer U-Bahn-Station zu versuchen. Hier war es deutlich wärmer. Sie fand eine ruhige Ecke. Allerdings war der Boden gefliest und würde zu kühl sein. Daher hielt sie nach etwas Ausschau, auf dass sie sich setzen konnte. Schließlich fand sie ein großes Stück Plastikfolie, welche aus einem Mülleimer quoll.

Mit Hilfe von Stiefeln und Zähnen zog sie die Folie aus dem Behälter, nahm sie zwischen die Zähne und schleifte sie in die Ecke. Dort machte sie sie mit ihren Stiefeln zurecht, setzte sich darauf, lehnte sich an die Wand und schlief ein.

Ihr Schlaf war tief, traumlos und fest.

Als sie aufwachte, versuchte sie sich zu strecken. Vergebens. Binnen Sekunden wurde sie ihrer Situation gewahr. Ihre Arme waren eingeschlafen. Sie bewegte sie im Armbinder hin und her, um die Durchblutung in Gang zu bringen.


Dann erblickte sie eine Tüte vor sich. Und einen Schokoriegel. Irgendwer hatte s ihr ein Frühstück spendiert. Darum war sie dem anonymen Spender freilich nicht böse. Denn sie hatte ziemlichen Hunger.

Gekonnt nahm sie die Brötchentüte zwischen die Zähne und schüttelte sie. Zwei belegte Brötchen fielen heraus. Sie verschob die Plastikfolie, legte sich auf den Bauch und begann mit dem Frühstück. Als sie mit den Brötchen fertig war und ein Meer aus Krümeln erzeugt hatte, fragte sie sich, was ihr Wohltäter sich bei dem Schokoriegel gedacht hatte. Wie sollte sie den bitte öffnen?

Sie betrachtete ihn und bemerkte, dass die Packung angerissen war. Also verschlang sie auch ihn. Dann verließ sie ihr Nachtlager Richtung Brunnen. Nachdem sie ein paar gierige Schlucke genommen hatte, setzte sie sich auf die steinerne Bank und überlegte, wie sie den Tag planen sollte. Gefrühstückt hatte sie ja bereits.


Da war noch eine Frage, die ihr unter den Nägeln brannte. Was war das Geheimnis der anderen Schandfrau, welche sie zuerst gestern morgen gesehen hatte? Warum hatte sie ihr gestern Nachmittag nicht geantwortet?

Nora beschloss, sie heute zu suchen und zur Rede zu stellen. Jetzt, wo sie satt war, war dass eine Aufgabe, der sie nachgehen konnte. Aber wo anfangen?

Da war natürlich die Festung. Wie sie selbst, würde sich auch die andere Schandfrau regelmäßig dort melden müssen. So gestern. Die beste Idee würde es sein, sie auf dem Weg zur Festung abzupassen und dort zur Rede zu stellen. Es war offenes Gelände und ausweichen war im Grunde nicht möglich. Aber wenn sie – und davon ging Nora aus – sich nur alle zwei Tage dort melden musste, wäre es heute nicht aussichtsreich. Freilich, sie konnte bis morgen warten. Aber dazu fehlte ihr jede Geduld.

Gestern hatte die Geheimnisvolle, wie sie die andere Schandfrau inzwischen nannte, die Nachtigallengasse durchquert. Vielleicht würde sie dort nochmals entlangkommen und es wäre sinnvoll, sie dort zu erwarten. Einen Moment lang fand Nora das eine gute Idee.

Doch dann verwarf sie diesen Gedanken. Was gab es in der Nachtigallengasse, was eine Schandfrau anziehen sollte? Eigentlich nichts. Es gab weder Fastfoodrestaurants noch Imbissstände und dadurch auch keinerlei besonders vielversprechende Mülleimer. Auch Grünflächen und bequeme Sitzgelegenheiten, welche zum Aufenthalt dienen konnten, waren dort nicht vorhanden. Nein, sie in der Nachtigallengasse zu erwarten, würde vermutlich Zeitverschwendung und keine gute Idee sein.


Sie dachte weiter nach und kam auf die Lösung, welche wohl einfach zu nahe lag, als das sie sofort darauf kommen konnte. Die Treppe am Bahnhof! Jede Schandfrau würde darüber nachdenken, wo es etwas zu essen gab und geradezu zwangsläufig auf den Gedanken kommen, am Bahnhof zu suchen.

Also ging sie zum Bahnhof, und suchte sich eine Bank aus, welche oberhalb der großen Treppe unter dem Schatten eines größeren Baumes lang.

Von dort aus hatte Nora einen hervorragenden Blick auf die Treppe und den unterhalb von ihr liegenden Bahnhofsvorplatz. Sie beobachtete lebhaftes Treiben. Obwohl es Sonntag war, erwachte die Stadt. Viele würden ein hastiges Frühstück in einem der Schnellrestaurants einnehmen, bevor sie in einen Zug stiegen oder sich Richtung Stadt aufmachten. Sie hoffte, dass die geheimnisvolle Schandfrau am Bahnhof vorbeikommen würde. Oder, dass sie der Hunger dort hin treiben würde.


Kapitel 12 - Maren
Die erste halbe Stunde ihres Wartens verlief vergebens. Sie erblickte zwei weitere Passantinnen oben ohne, aber die Schandfrau ließ sich nicht blicken. Danach bekam sie zunehmend Bewegungsdrang und beschloss, ihre Beine etwas zu vertreten. Sie wechselte auf die oberste Treppenstufe. Der Schatten des Baumes war inzwischen dorthin gewandert, die Treppenstufe war jedoch angenehm warm.

Irgendwann endete ihr Sitzfleisch und sie durchstreifte die Innenstadt. Nichts. Außer höhnischen Blicken. Und weiteren Plagegeistern.

Gegen Mittag beschloss sie, sich erneut auf die Treppe zu setzen. Der Schatten war weitergewandert, sodass sie einen anderen Platz einnahm. Ein paar Minuten passierte abermals nichts.

Dann hörte sie Geräusche, welche ein heftiges Déjà Vu in ihr auslösten. Es war das Klingeln von Glöckchen. Solchen Glöckchen, wie sie selbst trug. Sie drehte sich um. Dazu musste sie ihren ganzen Körper bewegen, denn eine Drehung des Kopfes war durch die Strenge des Halskragens ausgeschlossen. Ihre Glöckchen bimmelten dabei ebenfalls lebhaft.

Als sie es geschafft hatte, erblickte Nora – zu ihrem Erstaunen – ihre Verfolgerin von gestern. In der kompletten Montur einer Schandfrau. Ihre kleinen und festen Brüste standen keck hervor und ihre zierliche Figur wurde durch die Größe ihrer Haube nur noch betont.

„Hey! Endlich hab ich Dich gefunden! Wie geht es Dir?“ fragte die Brünette und setzte sich zu ihr.

Nora war ganz schön verdutzt. „Ich… also mir geht es gut, sagte sie. Ich habe Dich doch schon gestern gesehen?“ fragte sie dann. „Ja, Du bist mir gestern in der Stadt aufgefallen. Ich war mit meiner Freundin dort unterwegs. Wir haben Dich beobachtet. Meine Freundin und ich. Naja und irgendwie hat mich das alles… total … fasziniert. Es hat mich gar nicht mehr losgelassen. Du wirkst so stolz… und so glücklich. Naja und ehrlich gesagt. Ich meine, ich hoffe, Dir kann ich es sagen. Also, ehrlich gesagt… hat mich das ganze auch unglaublich erregt. Heute Nacht konnte ich dann nur noch daran denken, wie es wäre, selbst eine Schandfrau zu sein. Hilflos und gefesselt durch die Straßen zu ziehen. Naja und heute morgen bin ich dann sofort hoch zur Festung. Erst wollten sie mich abwimmeln. Sie sagten, gestern sei schon so eine Verrückte da gewesen. Und das es eigentlich als Strafe gedacht sei. Aber als sie merkten, dass ich es ernst meinte. Und mich nicht abwimmeln lassen würde. Ehrlich, dass hätte ich nicht. Zur Not hätte ich vor der Festung ausgeharrt und wäre in Hungerstreik gegangen. Sie hätten mich mit Gewalt entfernen müssen. Aber ich wäre wiedergekommen.

Ich glaube, dass war ihnen dann auch klar. Also gaben sie nach. Und auf einmal ging alles ganz schnell. Sie haben mein Vermögen eingezogen und mich dann hergerichtet.

Jetzt habe ich nur noch meine Schandkleidung, was ich hier an habe. Bin richtig streng gefesselt und gezwungen, hilflos auf der Straße zu leben,“ erzählte sie freudestrahlend.

„Dann hab ich mich aufgemacht, Dich zu suchen. Ich bin übrigens Maren. Also ich dachte, wir könnten vielleicht zusammen die Straßen unsicher machen. Jede Heldin braucht einen Sidekick!“ Maren schaute Nora erwartungsvoll an.

Nora musste innerlich schmunzeln. „Du bist total verrückt!“ sagte sie. „Aber darf ich das überhaupt sagen?“ fügte sie lachend hinzu. „Ich bin Nora. Ich würde Dich ja gern in den Arm nehmen, aber das ist gerade schlecht,“ meinte sie schmunzelnd und gab Maren einen Kuss auf die Wange.

„Hast Du Dich denn entschlossen, dauerhaft eine Schandfrau zu sein?“ fragte Nora.

„Ja! Auf jeden Fall! Ich glaube, anders hätte es mir nichts gegeben!“ Nora lächelte.

„Ich kann das verstehen. Was hat Deine Freundin eigentlich dazu gesagt?“ „Kristin? Die steht hinter mir! Sie hat mich in meinem Entschluss noch bestärkt.“

„Dann ist sie eine echte Freundin,“ meinte Nora und dachte an Dési. Was sie wohl gerade treiben würde? Sie musste sich eingestehen, dass sie froh war, dass sie Maren gefunden hatte. Oder das Maren Sie gefunden hatte. Die junge selbstbewusste Frau war ihr sympathisch. Auch wenn Dési sie vermutlich nicht aus den Augen verlieren würde, würden sie ihre Freundschaft aufgrund der sozialen Schranken wohl nicht in der selben Weise fortführen können, wie bisher. Und es war einfach schöner, eine Gefährtin zu haben.

„Wir sollten etwas für Dich zum frühstücken finden, Maren,“ schlug Nora vor. „Ich könnte mir irgendwie denken, dass Du heute noch nichts gegessen hast.“ „Nein, also ehrlich gesagt, habe ich das vergessen. Ich war zu aufgeregt,“ bestätigte Maren verlegen. Nora stand auf und bedeutete ihr, dass sie die Treppe herunter wollte.

Binnen kurzem wurden sie fündig. „Wie wollen wir das eigentlich in Zukunft machen?“ fragte Maren. „Also ich meine, ab heute. Wenn wir etwas finden. Schwesterlich teilen oder wer findet, dem gehört es?“ „Wer es findet, dem gehört es!“ schlug Nora vor. „Ist motivierender,“ fügte sie grinsend hinzu. „Abgemacht,“ meinte Maren. „Und was haben wir heute für Schandtaten vor?“ fragte sie lachend.

Nora erzählte ihrer neuen Freundin von der Begegnung mit der Geheimnisvollen. Maren hörte gespannt zu. Sie beschlossen, noch eine Zeitlang auf den Stufen zu warten. Währenddessen berichtete Nora Maren von den Ereignissen des gestrigen Tages und von ihrem Leben „davor“. Maren war es ähnlich gegangen wie Nora. Sie hatte letztes Jahr ihr Abitur gemacht und war Studenten für Geschichte und Kunstgeschichte im zweiten Semester, bevor sich ihr Leben schlagartig änderte.

Leider ließ sich die Geheimnisvolle nicht blicken. Da ihnen allmählich langweilig wurde, beschlossen die Schandfrauen, langsam Richtung Domplatz zu gehen. Vielleicht würden sie Glück haben und die Gesuchte kam ihnen entgegen. Doch nichts.

Sie vertrieben sich die Zeit durch Plauschen und in dem sie die Passanten beobachteten. Gegen elf Uhr bemerkte Nora, eine Gruppe von jungen Leuten, die auf sie zukam. Sie erkannte den Tomatenwerfer von gestern und seine Kommilitoninnen. Nora schwante, dass es nun wieder saures setzte. In der Tat ergriffen der Anführer und ein weiterer Student die Eimer beim Aushang und kamen dann auf sie zu. „Schandfrauen! Wir werden Euch jagen!“ rief der Tomatenwerfer.

Nora und Maren standen instinktiv auf und versuchten, sich möglichst schnell zu entfernen. Die Gruppe verfolgte sie dicht und begann, sie über den Platz und durch die Straßen des Zentrums zu jagen. Während die beiden Schandfrauen bimmelnd zu flüchtend versuchten, wurden sie ausgebuht und abermals mit Tomaten beworfen. Ein paar Mal kam ein Student von hinten und verpasste ihnen einen Klecks mit dem Pinsel auf ihren Hintern. Die wilde Jagd ging ein paar Runden, ohne dass jemand ernsthaft versuchte, Nora oder Maren zu ergreifen oder ihnen wirklich etwas böses geschah. Dann begannen ihre Verfolger allmählich abzulassen. Als sich die Menge zerstreut hatte, flüchteten die beiden zunächst in eine Seitengasse, um dort zu verschnaufen. Als sie sich in einen Hauseingang setzten, bemerkte Nora die Geheimnisvolle, welche in einem Eingang schräg gegenüber Zuflucht gesucht hatte.

Sie saß dort und schien traurig ins Nichts zu starren. Von ihren beiden Mitschandfrauen nahm sie keine Notiz.
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