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  Sklavin in Ostafrika (Auswanderin unter Kontrolle II)
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Neuschreiber63
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  Sklavin in Ostafrika (Auswanderin unter Kontrolle II) Datum:09.07.24 20:23 IP: gespeichert Moderator melden


Guten Abend,
ich bin gerade dabei, nochmals eine kleine historische Geschichte zu schreiben, auch wenn meine letzte jetzt nicht soooo toll anzukommen scheint...
Die Geschichte ist zwar noch nicht ganz fertig, aber schon sehr weit gediegen.
Daher poste ich einfach mal einen kleinen teaser, mal sehen, ob noch Interesse an einem zweiten Historienschinken besteht...
Grüße
Neuschreiber
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Neuschreiber63
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  Sklavin in Ostafrika (Auswanderin unter Kontrolle II) Datum:09.07.24 20:24 IP: gespeichert Moderator melden



Inhaltsverzeichnis

O. Prolog
1. Rückblick
2. Verkauft



O. Prolog

In dieser Geschichte will ich erzählen, wie es mit Isabella aus meiner zweite Geschichte „Auswanderin unter Kontrolle“ weitergeht.

Die Geschichte spielt im 18. Jahrhundert, genauer gesagt im Jahr 1724, in einer Zeit, als es in Amerika, Afrika, Arabien, Südasien und vielen anderen Regionen auf der Welt noch Sklaverei gab.
In besagter Geschichte geht es um eine junge Frau, Clara, aus Hannover, welche mit ihrer Familie nach Batavia, einer niederländischen Kolonie in Ostindien (das heutige Jakarta in Indonesien) auswandern will. Dazu buchen sie eine Seereise von Amsterdam nach Batavia. Auf dem Schiff trifft sie eine etwa gleichaltrige junge Frau, Isabella, aus den Niederlanden. Sie war zur Genesung in den Niederlanden und will zurück zu Ihrem Ehemann nach Ostindien.

Die beiden werden gute Freudinnen, haben sie doch beide ihr altes Leben in Europa hinter sich gelassen um ein neues im fernen Ostindien zu beginnen.

Ihr Schiff wird jedoch vor der Küste des heutigen Ostafrikas von Piraten überfallen und Isabella, Clara und alle anderen Passagiere werden nach Sansibar verschleppt und dort als Sklaven verkauft.

Auf dem Sklavenmarkt in Sansibar trennen sich Claras und Isabellas Wege (Kapitel 9 von „Auswanderin und Kontrolle“). Clara wird von einem arabischen Sklavenhändler gekauft und in eine ungewisse Zukunft weggeführt. Isabella bleibt gefesselt in der Steinhalle zurück.

Hier beginnt diese neue Geschichte.


[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Neuschreiber63 am 17.07.24 um 06:31 geändert
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Neuschreiber63
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  RE: Sklavin in Ostafrika (Auswanderin unter Kontrolle II) Datum:09.07.24 21:07 IP: gespeichert Moderator melden


1. Rückblick


Ich habe schon viele Bilder von der Hölle gesehen. Menschen, Männer, Frauen und Kinder steckten in Kesseln mit heißem Wasser, Teufel mit Dreiecken trieben sie dort hinein und bewachten sie.

Sie lagen alle falsch.

Die Hölle sieht anders aus. In etwa wie eine kahle Steinhalle.

Und die Teufel halten keinen Dreizack, sondern Gewehre, Stöcke und Peitschen.

Man musste auch nicht sterben, um in die Hölle zu kommen.

Es genügte, eine Seereise nach Ostindien anzutreten.

Denn die Hölle, sie ist nicht irgendwo tief unter uns oder in einer anderen Dimension, es gibt sie hier auf Erden, in Sansibar. Und vermutlich vielen anderen Orten hier auf unserem Planeten.
Manche durften diese Hölle auf Erden schon zu Lebzeiten erfahren. So wie ich. Und Clara. Und all die anderen, welche das Pech gehabt hatten, auf dem Schiff zu sein, das vor Lydsaamheid gekapert wurde.


Natürlich wusste ich, dass diese Reise nicht ungefährlich war. Bereits als ich das erste Mal den weiten Weg von Amsterdam nach Batavia auf mich genommen hatte, hatten Reisende von Piraten erzählt, welche Schiffe überfielen. Die Reichtümer, die von Ostindien, China, Indien und anderswo in Asien nach Europa gebracht wurden, hatten sich schnell herumgesprochen und so zwielichtige Gestalten in den Indischen Ozean gelockt. Dazu kamen noch die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Arabern, Portugiesen, Niederländer, Engländern und Franzosen. Nein, sicher war dieser Seeweg auf keinen Fall. Und doch der einzige, der nach Batavia führte. Dorthin, wo mein Mann Mats inzwischen ein kleines Handelsunternehmen aufgebaut hatte und mit gerade einmal 30 Jahren bereits einen gewissen Wohlstand erlangt hatte.
Sonst hätte er mich auch kaum zur ärztlichen Behandlung zurück in die Niederlande schicken können, kaum waren wir in Ostindien angekommen.

Das Schicksal hatte es nicht besonders gut mit mir gemeint.



Dabei hatte eigentlich alles ganz gut begonnen.

Meine Familie hatte einen guten Mann für mich gefunden, Mats, einen Niederländer, der vor 8 Jahren nach Batavia ausgewandert und dort erfolgreich ein kleines Handelsunternehmen aufgebaut hatte. Meine Familie war nicht reich, aber auch wohlangesehen in Amsterdam und so war wohl auch Mats der Meinung gewesen, dass ich eine gute Partie für ihn war. Als Mats dann vor drei Jahren wieder seine Heimat besucht hatte, hatten unsere Familien die Hochzeit organisiert. Da war ich gerade zarte neunzehn Jahre alt gewesen, was aber durchaus ein gutes Alter zum Heiraten war. Ich war auch nicht unglücklich über die Hochzeit, Mats war ein charmanter und hübscher junger Mann. Auch wenn ich eigentlich nicht weg aus Amsterdam wollte, so war ich doch gespannt auf das neue Leben mit Mats in diesem fernen Ostindien gewesen. Mats hatte oft von den Möglichkeiten dort geschwärmt, die so viel größer waren als in den kleinen Niederlanden.

So reiste ich nach der Hochzeit zusammen mit Mats in unsere neue Heimat, Batavia.

Ich war heil froh gewesen, nach der monatelangen anstrengenden und gefährlichen Reise endlich meine neue Heimat Ostindien zu erreichen. Mein Mann besaß dort tatsächlich ein großes Haus und ein Sklave und zwei Sklavinnen kümmerten sich um den Haushalt.

Mein Mann war die meiste Zeit unterwegs und meine Aufgabe bestand im Wesentlichen nur darin, unsere drei Sklaven zu beaufsichtigen. Daneben half ich auch ein wenig in seinem Unternehmen mit.
Sicherlich gab es schlimmere Schicksale. Wirklich ausgelastet war ich nicht und mein Mann kam auch erst immer spät nach Hause. So hatte ich auch Zeit, mich mit anderen niederländischen Frauen, denen es ähnlich ging, auf eine Tasse Tee zu treffen. Es gab wirklich ausgezeichneten Tee dort.
Auch wenn wir uns nicht so oft sahen, meist nur am Abend und nachts, so waren wir doch glücklich miteinander.



Doch dann verließ mich mein Glück.

Ich war gerade erst seit ein paar Monaten in Batavia, dann wurde ich krank, schwer krank. Ganz genau konnte mir das niemand sagen, aber vermutlich handelte es sich um eine Tropenkrankheit, der schon viele Europäer in Ostasien zum Opfer gefallen waren. Man nannte sie wohl „Malaria“. Zum Glück erholte ich mich wieder einigermaßen, das war alles andere als selbstverständlich. Dennoch empfahlen mir die Ärzte, erst einmal zurück nach Amsterdam zu reisen und mich dort auszukurieren. Eine erneute Ansteckung in Batavia hätte ich eventuell nicht überlebt.

Mein Mann war nicht gerade begeistert gewesen, aber die Sorge um mich war wohl doch so groß, dass er der Empfehlung der Ärzte zustimmte. So konnte ich dann auch gleich einige Waren mit nach Europa nehmen und ihm im Rückweg ein paar Dinge aus den Niederlanden mitbringen. Wir schätzten, dass es etwa 1 1/2 Jahre dauern würde, bis wir uns wiedersehen könnten, als wir uns am Hafen von Batavia verabschiedet hatten, damals im Oktober 1722.

Nun waren es bereits fast zwei Jahre geworden, es hatte doch etwas länger gedauert, bis ich mich vollständig von meiner Krankheit erholt hatte. Aber letztlich hatte ich mich doch mit einer Mischung aus Anspannung von Vorfreude auf ein Wiedersehen im März 1724 in Amsterdam eingeschifft.

Ich muss aber doch zugeben, dass ich mehr als einmal mit dem Gedanken gespielt hatte, in den Niederlanden zu bleiben. Das Leben in Ostindien war nicht unangenehm gewesen, aber irgendwie war Ostindien halt doch nicht die Heimat, wir Niederländer waren dort nur eine kleine Minderheit in einem Völkergemisch aus Chinesen, Indern und Einheimischen. Gerade mit den Chinesen gab es auch immer wieder Streitigkeiten, die oft blutig endeten. Dazu kamen die Krankheiten, von denen mich eine auch bereits erwischt hatte. Nein, ein Paradies war auch Batavia nicht. Dazu kam die lange, anstrengende und gefährliche Reise. Meine Familie war nicht reich, aber doch wohlhabend genug gewesen, dass ich auch in meiner Heimat nicht verhungern musste. Jedoch, ich hatte dem Bund der Ehe zugestimmt und so war es meine Verpflichtung, nun zu meinem Mann zurückzukehren. Daran ließ auch meine Familie keinen Zweifel, als ich sie ganz vorsichtig eines Tages darauf angesprochen hatte, ob ich nicht vielleicht doch in Amsterdam bleiben konnte. Vermutlich hätte es unserer Familie in Amsterdam große Schande eingebracht, wenn ich mich meinen ehelichen Verpflichtungen dadurch entzogen hätte, dass ich nicht mehr nach Batavia zurückgekehrt wäre.



Das alles war Vergangenheit.

Ich war in Amsterdam auf dieses Schiff gegangen, welches dann von den arabischen Piraten überfallen worden war.

Nun stand ich hier in einer Steinhalle in Sansibar.

Viele meiner Mitreisenden waren bereits verschwunden. Auch Clara, eine junge Frau aus Hannover war vor ein paar Minuten von einem arabischen Sklavenhändler gekauft und mitgenommen worden. Zumindest musste sie nicht weiter hier in dieser Hölle auf Erden stehen. Allerdings erwartete sie wohl eine neue Hölle als Sklavin, irgendwo in Arabien.

Der Piratenhauptmann hatte mir gesagt, dass ich gute Chancen hätte, nicht wie Clara in die Sklaverei verkauft zu werden, sondern gegen ein Lösegeld freigekauft zu werden. Denn Niederländer hatten Geld, das hatte sich anscheinend bis nach Ostafrika herumgesprochen.

Aber ob es so kommen würde?


Momentan blieb mir nichts Anderes übrig als zu warten und diesen Horror zu ertragen.

Meine Hände waren mit Handschellen in schmerzhafter Position an den Eisenring gefesselt, den mir die Piraten nach dem Überfall um den Hals geschlossen hatten. Damit nicht genug war der Eisenring um meinen Hals mit einer Kette mit der Wand verbunden, so dass ich mich nicht von dieser wegbewegen konnte, selbst wenn die Piraten mich für einen Moment aus den Augen ließen.

Kleider hatte ich auch nicht mehr an, diese lagen gegenüber von mir auf dem Boden, nur zwei Meter vor mir und doch unerreichbar.

Ich war gezwungen, allen Männern, welche die Steinhalle betraten, meinen nackten Körper zu präsentieren.

Es sah auch so aus, dass sich viele Männer für mich und meinen nackten Körper interessierten. Viele Männer berührten mich auf obszöne Weise dort, wo mich außer meinem Mann niemand zu berühren hatte. So behandelte man doch keine junge Dame.

Leider konnte man mich kaum mehr als solche bezeichnen. In Batavia war ich eine Dame gewesen, die Frau eines durchaus wohlhabenden Händlers. Aber hier in dieser Steinhalle war ich nicht mehr als eine Sklavin. Mir schauderte.

Auch die vielen Männer, schwarze und braune, Araber, aber auch ein paar Afrikaner und Inder sahen in mir anscheinend keine Dame mehr, sondern eine Ware, die zum Verkauf stand.

Und das war ich auch, das war leider die harte Realität.

Wer mich wohl kaufen würde?

Irgendjemand, der ein Lösegeld für mich erpressen würde?
Oder doch jemand der mich als seine Sklavin halten wollte?
Würde ich Batavia und meinen Mann irgendwann wiedersehen?
Oder stand mir so wie Clara ein Leben als Sklavin in Arabien bevor?



[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Neuschreiber63 am 09.07.24 um 21:45 geändert
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Neuschreiber63
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  RE: Sklavin in Ostafrika (Auswanderin unter Kontrolle II) Datum:09.07.24 21:09 IP: gespeichert Moderator melden



Soweit fürs erste.
Ihr könnt mir gerne Bescheid geben, ob diese kleine Historiengeschichte noch fortgesetzt werden soll.

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jonnyf
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  RE: Sklavin in Ostafrika (Auswanderin unter Kontrolle II) Datum:10.07.24 09:55 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Neuschreiber63,

ich wünsche mir eine Fortsetzung dieser Geschichte.
Der Anfang macht Lust auf mehr.

Grüße
jonny
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powo01
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  RE: Sklavin in Ostafrika (Auswanderin unter Kontrolle II) Datum:10.07.24 10:26 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo, von mir aus darfst du gerne weiter machen
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Figo
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Figo89

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  RE: Sklavin in Ostafrika (Auswanderin unter Kontrolle II) Datum:10.07.24 11:28 IP: gespeichert Moderator melden


Ich finde den Start erstmal ganz interessant.

Die Situation einer ungeschützen nacken Frau, die zur Schau/Verkauf gestellt wird, spricht mich auf erotischer Ebene durchaus an.

Ich finde gut, dass du versucht hast ein wenig deinen Schreibstil auf den einer Dame im historischen Kontext anzupassen (oder zumindest so, wie ich mir das in etwa vorstelle. Ich hab jetzt noch nicht allzu viele historische Romane gelesen.)

Auch toll auch, dass es offensichtlich schon eine abgeschlossene Schwestergeschichte gibt, in die ich mich mal einlesen kann. Das werde ich auf jeden Fall machen

Irgendwas soll man ja als Verbesserungsvorschlag mit auf den Weg geben, daher:

Der Plot ist großteilig doppelt erzählt. Ich würde mich entscheiden, entweder zur Einleitung unter der Legende so eine kleine Einführung zu schreiben, oder die Protagonistin diese in Teil 1 erzählen zu lassen. Wenn man unbedingt möchte, dass alles das Szenario nochmal in Ich-Perspektive erzählt wird (was ich aus damaturgischen Gründen verstehen kann), würde ich das eher als Rückblick zur Auffrischung in spätere Teile einbauen, da ja beim episodenhaften Lesen immer was verloren geht.
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Neuschreiber63
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  RE: Sklavin in Ostafrika (Auswanderin unter Kontrolle II) Datum:10.07.24 13:28 IP: gespeichert Moderator melden


@jonnyf:
Danke für die Motivationshilfe .
Da kommt auch noch mehr...



@Powo01:
Freut mich, wenn Du wieder an Bord bist. Der zweite Teil der erste Auswanderer-Geschichte scheint Dir ja nicht mehr so zugesagt zu haben.
Könnte mir tatsächlich gut vorstellen, dass Dir diese Geschichte wieder mehr zusagt.

Diesmal kein Tipp, was passieren wird?
(wobei ich auch nicht weiß, ob ich es gut fände, wenn Du wieder die halbe Geschichte verrätst…)



@Figo
Freut mich, wenn ich einen neuen Leser gewonnen habe, noch dazu einen, der selbst schöne Geschichten schreibt

Mit der Doppelung hast Du natürlich Recht.
Der Prolog war allerdings als Einführung für diejenigen gedacht, welche die „Schwestergeschichte“ nicht gelesen haben. Also mehr oder weniger als Zusammenfassung der ersten 8 Kapitel der anderen Geschichte, damit niemand gezwungen ist, diese zu lesen.

Die eigentliche Geschichte beginnt dann mit dem 1. Kapitel (logischerweise…).

Die beiden Geschichten kann man sich als eine Gabel vorstellen, bis zum Kapitel 8 sind diese gleich, danach gibt es zwei Wege. Die ganze Seereise von Amsterdam nach Sansibar (sozusagen den Stiel der Gabel) aus Isabellas Sicht nochmals zu erzählen, wäre aber langweilig und voller Wiederholungen, drum bin ich nach der kurzen Einführung direkt „in medias res“, an der Gabelung, eingestiegen.

Die andere Geschichte ist noch nicht ganz abgeschlossen, allerdings gibt es keine Berührungspunkte mehr zwischen diesen, Isabella kommt nicht nach Al Kharsun, soviel sei verraten.
Heute würden die Freundinnen vielleicht per whatsApp oder Instagram in Kontakt bleiben, damals war das eher schwierig… Daher werden Isabella und Clara auch nicht mehr erfahren, was mit der jeweils anderen passiert, nachdem sich ihre Wege in Sansibar getrennt haben. Damit sind auch die beiden Geschichten unabhängig voneinander.

Die Demütigung, nackt als Sklavin verkauft zu werden, habe ich bereits recht ausführlich in der anderen Geschichte in mehreren Kapiteln beschrieben (z.B. Kapitel 7, 8, 16-18, 21a, 22), daher habe ich das hier relativ kurzgehalten um nicht das gleiche nochmals zu erzählen.

Auf Isabella werden andere Demütigungen zukommen, auch das sei verraten…


[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Neuschreiber63 am 19.07.24 um 09:37 geändert
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  Sklavin in Ostafrika (Auswanderin unter Kontrolle II) Datum:17.07.24 06:30 IP: gespeichert Moderator melden


2. Verkauft


Es wären unterschiedlichste Personen – allerdings ausschließlich Männer -, welche mich begutachten.
Schwarze Afrikaner, Inder, aber vor allem Araber. Der Sklavenhandel hier auf Sansibar schien fest in ihrer Hand zu sein, die Afrikaner und Inder waren eher die Ausnahme. Manche der Interessenten schienen ausschließlich an meinem Körper interessiert zu sein und begrapschten mich schamlos. Anderen schien ein gewinnbringendes Geschäft wichtiger zu sein.

So auch einem älteren arabischen Herrn, der zu mir kam und mich in schlechtem Englisch fragte:
„Do you have money? Do your family have money? “

Natürlich war mir klar, worauf er hinauswollte. Er wollte wissen, ob er für mich ein Lösegeld bekommen würde. Ein Lösegeld, das höher war als der Preis, den die Piraten für mich verlangten.

Ich überlegte. Konnte ich es meiner Familie zuhause in den Niederlanden oder meinem Mann in Batavia antun, dass sie ein Lösegeld für mich zahlten?

Meine Familie zuhause in Amsterdam hatte nicht viel Geld, daher hatte ich Zweifel, ob diese die geforderte Summe überhaupt aufbringen konnten. Sie hatten ja auch erst vor drei Jahren eine nicht ganz kleine Mitgift an Mats bezahlt. Und letztes Jahr hatten sie eine weitere Mitgift für meine kleine Schwester bezahlt. Nach allem, was ich in der letzten Stunde erleben musste, ging ich davon aus, dass die Piraten eine hohe Summe für mich forderten. Sowohl bei mir als auch bei Clara hatten sich viele „Interessenten“ wieder abgewendet, weil ihnen der geforderte Preis anscheinend zu hoch gewesen war. Also müsste jemand, der mich kaufen würde, auch ein hohes Lösegeld für mich fordern müssen. Gut möglich, dass meine Familie die Summe gar nicht aufbringen konnte, selbst wenn sie es wollte.

Meinem Mann in Batavia war dies wohl eher möglich. Sein Unternehmen dort lief nicht schlecht und er gehörte zu den wenigen Glücklichen, welchen der Ostasienhandel Wohlstand eingebracht.

Allerdings war mein Mann Mats bereits nicht glücklich gewesen, dass er die teure Schiffsreise für mich zurück nach Amsterdam bezahlen musste. Dabei hatte ich den größten Teil des Preises für die Reise sogar wieder reinverdient, indem ich ein paar Waren, vor allem Gewürze, mit nach Amsterdam genommen hatte und diese dort gewinnbringend verkauft hatte. Begeistert war er trotzdem nicht gewesen, so hatte er sich seine Ehe wohl nicht vorgestellt.

Und nun würde er statt seiner Gattin einen Brief mit einer Lösegeldforderung erhalten. Glücklich würde er darüber bestimmt nicht sein. Und all das Geld, das ich für die Gewürze in Amsterdam bekommen hatte, war natürlich genauso weg wie die Dinge, welche ich in den Niederlanden für Batavia gekauft hatte. All diese hatten sich die Piraten unter den Nagel gerissen. Bestimmt würde ihn auch das nicht erfreuen.

Aber was sollte ich machen? Ich hatte mich ja nicht freiwillig mit der Tropenkrankheit angesteckt, welche mich fast das Leben gekostet hätte. Und genauso wenig war es meine Wahl gewesen, von Piraten entführt zu werden und nun nackt hier in dieser Hölle auf Sansibar zu stehen.

Was also sollte ich anderes tun als zu hoffen, dass mein Mann erneut für mich tief in Tasche greifen würde.

Die Alternative kannte ich. Mit Schrecken erinnerte ich mich, wie Clara vor ein paar Minuten von einem arabischen Sklavenhändler gekauft und weggeführt wurde. Eine lange Seereise hinauf nach Arabien stand ihr bevor, um dort weiterverkauft zu werden. Eine Reise vermutlich ohne Wiederkehr.

Dieses schreckliche Schicksal drohte auch mir, wenn niemand für mich ein Lösegeld zahlen würde.

Ein Schicksal als Sklavin, vermutlich als Sklavin irgendeines reichen Herren in Arabien.

Was für eine Horrorvorstellung.

Das wollte ich auf keinen Fall.

So antwortete ich dem Araber:
„Ja, mein Mann hat ein kleines Unternehmen in Batavia und er hat auch ein wenig Geld.“

Der ältere Herr war anscheinend zufrieden:
„That is good. So, I will buy you. “

Tatsächlich fing der ältere Araber mit dem Piratenhauptmann zu Verhandeln an.

Es wurden zähe Verhandlungen, von denen ich nichts verstand. Mehr als einmal dachte ich, dass die Verhandlungen an den unterschiedlichen Preisvorstellungen gescheitert wären. Aber dann begannen sie doch wieder von neuem und irgendwann, ja irgendwann waren sich die Männer doch handelseinig geworden.

Ein Säckchen mit Münzen wechselte seinen Besitzer und mir war klar, dass ich soeben verkauft worden war.

Verkauft an den älteren Herren, welcher für mich ein Lösegeld fordern würde.

Was für ein schrecklicher Tag.

Aber vermutlich immer noch das kleinere Übel als wie Clara nach Arabien gebracht und dann dort als Sklavin verkauft zu werden.

Im Gegenzug zu dem Säckchen gab der Piratenanführer dem Araber den Schlüssel zu dem Vorhängeschloss, welches mich mit dem Ring an er Wand verband.


Er kette mich jedoch nicht los, sondern steckte den Schlüssel in seine Tasche und ging weiter, um noch weitere Gefangene zu befragen, ob sie bzw. ihre Familie Geld hätten.

Stattdessen kam der Piratenanführer zu mir und malte mir weitere Zeichen auf die Stirn.
Mit einem Grinsen im Gesicht teilte er mir mit: „Das heißt verkauft.“

Ich schämte mich und hätte die Zeichen am liebsten sofort weggewischt. Wenn ich es denn irgendwie gekonnt hätte.

Zumindest entfernte der Piratenhauptmann danach die Kette zwischen meinen Handschellen und dem Halseisen, so dass ich meine Hände wieder herunternehmen und meine Scham bedeckten konnte.
Immerhin.

Das war auch bitter nötig, denn immer noch kamen Männer vorbei und betrachteten mich, wie ich gefesselt an der Wand stand. Sie schienen nicht sehr erfreut, dass ich meine Blößen so gut es ging mit meinen Händen bedeckte. Aber nachdem sie die Zeichen auf meiner Stirn gesehen hatten, gingen sie wortlos weiter zu den anderen Frauen, welche noch zum Verkauf standen.


Schreckliche weiter Minuten vergingen. Langsam lichteten sich die Reihen. Immer mehr Gefangene wurden verkauft, die meisten an arabische Männer, nur bei drei oder vier Frauen kamen die Inder zum Zug. Die schwarzen Afrikaner hatten dagegen irgendwann die Halle verlassen, nachdem sie gemerkt hatten, dass der Piratenhauptmann andere Preisvorstellungen als sie hatte. Allerdings verließen sie die Halle nicht, ohne den Piraten nochmals übelst zu beschimpfen. Dieser grinste jedoch nur genüsslich, es schien ihm egal zu sein, was die schwarzen Männer über ihn dachten. Für ihn liefen die Geschäfte nach allem, was ich sehen konnte, hervorragend.


Irgendwann kam auch der ältere Araber wieder vorbei, mein neuer Besitzer, wie ich mit einem Schaudern feststellen musste. Er hatte nunmehr zwei junge Männer im Schlepptau, vielleicht seine Söhne. Und diese zogen wiederum an einer Kette zwei Frauen hinter sich her. Ich kannte die beiden, es waren Niederländerinnen, Antje und Lieke, beide ein paar Jahre älter als ich, vielleicht Mitte 30. Wie ich waren auch sie auf Heimatbesuch in den Niederlanden gewesen und wollten nun zurück zu ihren Ehemännern in Batavia. Wollten.


Anscheinend hoffte der ältere Araber auch bei ihnen, dass ihre Ehemänner in Batavia ein Lösegeld für sie zahlten.

Sodann öffnete mein neuer Besitzer das Schloss, das mich mit der Wand verband, und übergab die Kette zu meinem Halseisen an einen der jüngeren Männer. Auch durfte ich wieder mein Kleid anziehen, was für eine Wohltat. Die beiden jüngeren Männer hatten durchaus auch einen interessierten Blick auf meinen nackten Körper geworfen und schienen fast ein wenig enttäuscht, dass ich nun mein Kleid wieder anhatte.


Dann zogen die zwei jungen Männer uns aus der Halle hinaus auf die Straße. Hier draußen war es wieder sehr heiß, vor allem in der Sonne. Im Schatten ging es noch einigermaßen.

Die Männer führten uns drei über den Marktplatz. Dort standen ein paar Palmen herum und auf der einen Seite des Marktplatzes konnte ich eine große Moschee sehen. Viele Leute sahen uns dabei zu, wie wir gefesselt über den Platz gezogen wurden. Wiederum machte niemand auch nur die geringsten Anstalten, uns zu helfen. Auch in dieser Stadt schien es viele Sklaven zu geben, ich sah jedoch ausschließlich afrikanische. Abgesehen von Lieke und Antje. Und mir selbst. Hinter dem Marktplatz führten uns die Männer in das Gassengewirr Sansibars, in dem ich schnell die Orientierung verlor.

Irgendwann hielten wir vor einem Grundstück, das von einer bestimmt drei Meter hohen Mauer umgeben war. Einer der Männer öffnete eine Tür und zog uns hinein. Wir standen in einem Innenhof. Links von uns konnte ich ein hübsches Haus im arabischen Stil erkennen, rechts von uns ein eher heruntergekommen aussehendes Gebäude.

Meine Befürchtung, dass wir nicht nach links, sondern nach rechts gehen mussten, bestätigte sich auch schnell. Einer der Männer öffnete mit einem Schlüssel die Tür zu dem Gebäude und führte uns hinein.

Schnell musste ich erkennen, dass dies hier ein kleines Gefängnis war. Es gab eine kleine Küche und einen größeren Vorraum, in dem ein alter Tisch und ein paar wackelige Stühle standen. Hinter dem Vorraum lagen aber auch fünf kleinere Räume, welche durch ein Gitter verschlossen waren. Gefängniszellen, das sah man auf den ersten Blick. Diese waren auch nicht besonders groß, vielleicht 4 auf 3 Meter, darin lagen ein paar alte Matratzen, ein paar Kissen und ein Nachttopf. In der ganz rechten Zelle saßen zwei Afrikanerinnen, die anderen vier Zellen waren leer.

Jedenfalls noch, denn die beiden Männer zogen uns unsanft zu der Zelle neben den Afrikanerinnen. Sie lösten die Kette von unseren Halseisen und befahlen uns dann hineinzugehen. Ohne Widerstand folgten wir diesem Befehl. Den Eisenring um unseren Hals entfernten sie jedoch ebenso wenig wie die Eisenschellen an unseren beiden Händen. Ich hätte nicht gewusst, wofür wir in dieser Zelle auch noch diese Fesseln tragen mussten. Die Männer machten jedoch keine Anstalten, uns diese abzunehmen.

Auch in Batavia war es durchaus so gewesen, dass man widerspenstigen Sklaven derartige Schellen nicht abnahm, um sie schnell wieder fesseln zu können. Aber weder hatten wir Widerstand geleistet noch hätte ich gewusst, warum man uns in nächster Zeit noch fesseln sollte. Meine Meinung interessierte die jungen Männer aber vermutlich nicht im Geringsten.

Dann schlossen die Männer wortlos das Gitter und sperrten uns so in der kleinen Zelle ein.

Vermutlich für eine sehr lange Zeit.


Wir saßen eine Weile in unserer Zelle und sahen betrübt drein. Nach Reden war momentan keinem von uns zu Mute, wir waren zu geschockt. Auch war uns irgendwie bewusst, dass wir noch Zeit zum Reden haben würden. Viel Zeit. Sehr viel Zeit.

Irgendwann würde unser Trübsal jedoch dadurch unterbrochen, dass die Tür geöffnet wurde und die zwei jungen Männer wieder hereinkamen. Diesmal in Begleitung von drei Männern, die ich ebenfalls noch vom Schiff kannte. Einem niederländischen Kaufmann, der in Batavia ein Geschäft hatte, sowie zwei jungen Brüdern, deren Vater auf Ceylon eine Plantage besaß. Sie waren nach Europa gereist, um dort die Feldfrüchte der Plantage zu verkaufen. Dann hatten auch sie die schlechte Entscheidung getroffen, mit unserem Schiff zurück nach Asien zu segeln.

Den Männern hatte man die Hände auf den Rücken gefesselt, erst hier wurden sie von diesen befreit. Die drei Männern wurden zusammen in die Zelle neben uns gesperrt.

Dabei hätte es noch zwei weitere „freie“ Zellen gegeben. Vermutlich wäre es uns aber nicht gut bekommen, wenn wir versucht hätten zu verhandeln. Vielleicht war es sogar besser so, zumindest konnten wir uns so ein wenig unterhalten in den vielen Tagen, Wochen und vermutlich Monaten, welche unsere Gefangenschaft wohl dauern würde.

Viele Monate würden vergehen, bis das Lösegeld für uns Sansibar erreichen würde.

Wenn mein Mann und die anderen potentiellen Geldgeber in Batavia und Ceylon überhaupt bereit waren ein solches zu zahlen.

Diese Frage beschäftigte uns natürlich wie keine andere.

Würde irgendwann ein Lösegeld hier in Sansibar eintreffen, sodass wir diese Stadt wieder als freie Menschen verlassen konnten?
Würde der Araber überhaupt zu seinem Wort stehen und uns dann freilassen?
Oder würde er das Lösegeld kassieren und uns danach trotzdem als Sklaven verkaufen?



[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Neuschreiber63 am 19.07.24 um 09:39 geändert
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