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  „Omega“ – Der Widerstand
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DarkO
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  „Omega“ – Der Widerstand Datum:09.01.26 00:05 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Forengemeinde!

Hier ist eine weitere Geschichte von mir, die bereits seit dem Jahr 2018 auf meiner Festplatte herumdümpelt. Ich dachte mir, ich sollte sie euch zum Lesen geben, solange sie noch Fiktion und nicht Tatsachenbericht ist. Denn diese Geschichte spielt in einer hoffentlich in dieser Form niemals eintreffenden Zukunft.

Viel Spaß beim Lesen!
DarkO



„Omega“ – Der Widerstand


Prolog

Es war die Zeit, einige Jahrzehnte nach dem Großen Knall.

Vor dem Großen Knall waren viele Menschen in ihrer Naivität noch davon überzeugt, dass die irgendwann bevorstehende Katastrophe, die die Welt für immer verändern sollte, mit Sicherheit die Folge eines politischen Kräftemessens sein würde, welches schließlich in einem militärischen Schlagabtausch mit Nuklearwaffen mündete.

Das Problem war, dass die Leute damals viel zu sehr auf ihr eigenes Wohlergehen fokussiert waren, um zu begreifen, welche weitreichenden ökologischen Folgen ihr einzig auf ökonomischen und machtpolitischen Prinzipien basierendes Handeln in Wirklichkeit hatte.

Als in einer steigenden Anzahl an Köpfen dann doch langsam die Erkenntnis heranreifte, dass da etwas ganz gehörig falsch lief in der Welt, war es längst zu spät. Denn da hatte der Planet Erde bereits zu einem gewaltigen Gegenschlag ausgeholt, der einen Großteil der Weltbevölkerung von seiner Oberfläche fegen sollte.

Naturkatastrophen wie Überflutungen, Dürren, Erdbeben und Vulkanausbrüche – schließlich führte die stetige Erwärmung der Erdkruste letztlich dazu, dass auch der Energiehaushalt im Erdinneren gehörig aus den Fugen geriet – ereigneten sich immer häufiger und nahmen dabei immer drastischere Ausmaße an. Durch die stetig steigenden Temperaturen schmolzen die Polkappen, der Meeresspiegel stieg dramatisch an und als indirekte Folge des extremen Klimawandels wurden auch noch Erreger an die Luft gesetzt, die bis dahin tief unten im arktischen Eis eingeschlossen waren. Dies hatte zur Folge, dass eigentlich längst als ausgerottet geltende Krankheiten wieder auftraten und sich immer weiter ausbreiteten. Kurz: Die Erde zog sämtliche Register.

Natürlich war die Bezeichnung „Großer Knall“ in diesem Zusammenhang etwas irreführend. Man verwendete sie trotzdem, denn immerhin war es ein kurzer und einfacher Begriff, wenngleich der Vorgang, den er benennen sollte, in Wahrheit weder das eine noch das andere war. Es handelte sich viel mehr um einen über mehrere Jahrzehnte langsam dahinschreitenden Prozess.

Auf der anderen Seite: Was sind selbst einhundert Jahre aus der Sicht eines Planeten?

Als Termin für den Großen Knall wurde daher schlicht der Zeitpunkt definiert, ab welchem mehr als die Hälfte sämtlicher ehemals bevölkerter Landmassen der Welt als unbewohnbar eingestuft worden war; wobei der Rest auch nicht gerade bequeme Lebensbedingungen aufwies. Auch wenn der Planet allmählich wieder zu Ruhe kam, ob nun von allein oder durch künstliche Gegenmaßnahmen: Nur noch relativ wenige Gebiete waren dazu geeignet, dort zu leben.

Infolgedessen zog sich der überwiegende Teil der verbliebenen Bevölkerung – zumindest jener, der es sich leisten konnte – nach und nach in die Habitate innerhalb der erdbebensicheren Gebiete zurück. Bei den Habitaten handelte es sich um gewaltige Kuppeln aus Stahl und Glas, die man in Windeseile errichtet hatte und die ihre neuen Bewohner nun mit sauberen Jobs, sauberem Trinkwasser und sauberer Atemluft anlockten.

Was die Leute innerhalb der Kuppeln ständig nebenbei noch so alles einatmeten, interessierte sie nicht. Genau diesen Effekt wollte deren Erbauer mit dem besonderen Gasgemisch, welches neben der reinen Atemluft nahezu sämtliche Bereiche der Habitatkuppeln ausfüllte, auch erreichen. Ein erhöhtes Maß an allgemeiner Gleichgültigkeit in der Gesellschaft sorgte schließlich dafür, dass es friedlich blieb. Eine existenzielle Voraussetzung, wenn man vorhatte, eine kontinuierlich wachsende Anzahl an Personen unterschiedlicher Herkunft und Weltanschauung gemeinsam auf begrenztem Raum einzupferchen.

Zudem hatte das Ganze den nicht ganz unerwünschten Nebeneffekt, dass die Mächte, die alles auf der Welt organisierten (eine Mischung aus Politikern, Bankern und Industriellen), endlich nach Belieben schalten und walten konnten, ohne lästige Fragen, Beschwerden oder gar Proteste aus der Bevölkerung befürchten zu müssen.

Besagte Mächte formierten sich bald zu einer ‚Die Organisation‘ genannten Vereinigung, um die zwar jetzt weitgehend klimaschonende, aber ansonsten dennoch weiterhin skrupellose Ausbeutung des Planeten und der übrigen Bevölkerung möglichst effizient zu gestalten. – Sicherlich gab es Rivalitäten unter den Mitgliedern der Organisation. Aber man achtete dennoch meistens darauf, dass jeder von ihnen sein Stück des Kuchens abbekam.

Dafür betrieb man im Umkreis der Glaskuppeln überall gigantische Fabrikkomplexe. Wobei sich niemand daran störte, dass es keine hundertprozentig genauen Umweltvorgaben mehr gab, nach denen man sich hätte richten müssen.

Die Versorgung mit Nahrungsmitteln übernahmen ein paar Agrarkonzerne, deren Leiter natürlich ebenfalls Mitglieder der Organisation waren. So gut wie alle ökologischen Erzeugnisse gingen vor dem Verkauf an den Endkunden zunächst an weiterverarbeitende Betriebe. Mithilfe chemischer Zusätze erhöhte man dort zum einen die Nährstoffausbeute und zum anderen die Auswahl an verfügbaren Geschmacksrichtungen.

Hochwertige, unveränderte Nahrungsmittel standen nur noch den Mitgliedern der Organisation – und davon auch längst nicht allen – zur Verfügung.

Dass trotzdem stets alle Menschen glücklich waren, dafür sorgten die der Atemluft beigemischten Substanzen zuverlässig.

Aufgrund dessen, dass die Mitglieder der Organisation bei klarem Verstand bleiben wollten, und sie es zudem nicht nötig hatten, ihrem Glück künstlich nachzuhelfen, besaßen deren Wohnungen und Fahrzeuge entsprechende Filteranlagen. Zudem enthielt ihr Trinkwasser vorsorglich ein Gegenmittel.

Leider wurde dieses idyllische Bild einer „heilen Welt“ getrübt durch die Existenz der vereinzelten Rebellengruppen, die außerhalb der Habitate unentwegt ihr Unwesen trieben.

Die Rebellen hatten sich den Namen ‚Omega’ gegeben. Schließlich war dieser griechische Buchstabe schon immer das Symbol für die Einheit des Widerstands gewesen. Diese starrsinnigen Widersacher waren nicht von ihrer Überzeugung abzubringen, dass die Organisation alles nur noch schlimmer machte und das künstlich erschaffene System irgendwann kollabieren musste.

Für all jene, welche es sich nicht leisten konnten oder wollten, in eines der Habitate zu ziehen, gab es wenig Alternativen. Viele wurden als Arbeiter in den Fabriken wie Sklaven ausgebeutet. Einige Mutige schlossen sich dem Widerstand an, um für ihre Ideale zu kämpfen. Der Rest fand über kurz oder lang unweigerlich den Tod. Für ein Leben draußen in der Natur waren die Atmosphäre und das Wasser noch immer zu sehr mit Schadstoffen belastet.

Zur Bekämpfung der Widerständler hatte man innerhalb der Organisation eine eigene Abteilung gegründet: die ARA.

Innerhalb der ARA wiederum gab noch eine weitere spezielle Gruppierung, deren Aufgabe darin bestand, die Ursachen des sich in der Bevölkerung stetig weiter ausbreitenden Phänomens der Unfruchtbarkeit bei Frauen und Männern gleichermaßen zu untersuchen, und ein Gegenmittel zu entwickeln. Alles streng vertraulich, versteht sich. Es gab nicht einmal eine offizielle Bezeichnung für diese besondere Abteilung.

Wegen der zweifellos notwendigen Geheimhaltung gab es anfänglich enorme Schwierigkeiten, ausreichend für die Forschung notwendige Testpersonen zu gewinnen. Glücklicherweise fand sich schon sehr bald eine äußerst elegante Lösung, um den andauernden Bedarf an ‚freiwilligen‘ Probanden zu decken. Auf brillante Weise war im gleichen Zuge auch die Frage nach einem geeigneten Ort für die dauerhafte Unterbringung der gefangengenommenen Rebellen und anderer Taugenichtse vom Tisch.

--Fortsetzung folgt--

DarkO

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von DarkO am 09.01.26 um 02:12 geändert
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Neuschreiber63
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  RE: „Omega“ – Der Widerstand Datum:09.01.26 06:38 IP: gespeichert Moderator melden


Oh, du bist aber momentan fleißig!

Das Szenario mit dem Weltuntergang ist nicht ganz neu (aber welches ist das schon), aber immer wieder spannend. Und inwieweit das Szenario dann zu einer bondage/kg oder sonstwas Geschichte wird, finde ich auf jeden Fall spannend.

Danke, freue mich auf weitere Teile!
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DarkO
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  RE: „Omega“ – Der Widerstand Datum:09.01.26 09:04 IP: gespeichert Moderator melden


@Neuschreiber63:
Naja, fleißig... Ich habe mir halt gedacht, wenn ich schon in dem Literatur-Ordner auf meiner Festplatte unterwegs bin, dann kann ich auch gleich mal alles rauskramen. Wie ich eingangs erwähnt habe, stammt dieses Werk aus dem Jahr 2018 und stellt somit den Beginn meiner Autorenlaufbahn dar. Alle meine anderen Geschichten sind neueren Datums.

Ich wollte diese Geschichte jetzt endlich einmal online-stellen, bevor wir das tatsächliche Ende der Welt direkt vor Augen haben. Zu der Zeit, da ich diese Geschichte geschrieben habe, gab es jedenfalls noch keinen Ukraine-Krieg und auch keine Corona-Pandemie.

Das im Prolog beschriebene Weltuntergangsszenario dient einfach als Erklärung dafür, warun die in den folgenden Kapiteln beschriebenee Welt so ist wie sie ist: Die Organisation=Gut gegen Die Rebellen=Böse (oder war es anders herum?)

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von DarkO am 09.01.26 um 09:14 geändert
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Neuschreiber63
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  RE: „Omega“ – Der Widerstand Datum:09.01.26 19:04 IP: gespeichert Moderator melden


Manchmal ist es gut, wenn eine Geschichte reift.

War der Weltuntergang nicht schon 2012? Habe ich aber irgendwie auch verpasst... Ansonsten ist der Ukrainekrieg natürlich schlimm, für die Ukrainer und auch für die Russen, die für Putins Ego sterben. Aber global dreht sich die Erde weiter. Und jeder Coronatote war natürlich einer zuviel. Am weltweiten Bevölkerungswachstum hat Corona aber auch nichts geändert...

Tja, wer gut und böse ist, ist oft eine Frage der Sichtweise... Wobei bei dir die Fronten klar verteilt zu sein scheinen...


[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Neuschreiber63 am 09.01.26 um 19:04 geändert
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DarkO
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  RE: „Omega“ – Der Widerstand Datum:18.01.26 23:25 IP: gespeichert Moderator melden


Liebe Leser,

wie ich bereits erwähnt habe, handelt es sich bei dieser Geschichte um mein erstes Werk. Vor der Veröffentlichung hier habe ich zwar ein paar Formulierungen überarbeitet, aber den Inhalt nicht verändert. Daher habt bitte ein Bisschen Nachsicht. - Falls ihr jedoch etwas lest, bei dem ihr denkt "Och nee, so ein Blödsinn, das geht ja mal gar nicht", dann immer raus damit!

DarkO



Erstes Kapitel – Der Kundschafter

Tomas trank einen Schluck heißen Kaffee aus seiner Thermoskanne. Er war froh, dass Melanie ihm diese vor seiner Abfahrt noch in die Hand gedrückt hatte. „Es ist bestimmt frisch da draußen. Außerdem wird es eine lange Nacht“, hatte sie ihn gewarnt. Anschließend hatte sie ihm einen Klaps auf den Hintern gegeben und ihn dazu ermahnt, bloß wieder heil zurückzukommen.

Noch war ihm nicht kalt. Aber die Sonne war auch erst vor knapp einer Stunde untergegangen. Die dicke Isomatte, auf welche er sich gerade legte, würde ihn zwar vor der Kälte des felsigen Bodens darunter schützen, aber die leichte Brise, die ihm um die Nase wehte, dürfte schon bald abkühlen.

Er zog das Nachtsichtgerät aus seiner Tasche und blickte hindurch. Seine Augen benötigten einen kurzen Moment, um sich an die Helligkeit der Anzeigen zu gewöhnen. Daraufhin begann er, sämtliche Bewegungen und Gepflogenheiten der Wachleute zu studieren, welche das Gebäude unterhalb des Hügels, auf dem er sich versteckt hielt, sichern sollten. Diesen fensterlosen Bau hatte man als das nächste Ziel seiner Rebellengruppe ausgewählt.

Um seine Beobachtungen zu protokollieren, hatte er eine elektronischen Organizer dabei. Hin und wieder blickte er sich in alle Richtungen um. So wollte er vermeiden, von einer vorbeikommenden Patrouille oder Überwachungsdrohne überrascht zu werden.

Dadurch erkannte er den dreieckigen Umriss des ‚fliegenden Auges‘, das sich ihm lautlos von Süden her näherte, gerade noch rechtzeitig. Rasch, aber gleichzeitig jede auffällige Bewegung vermeidend, zog er die mitgebrachte Tarndecke über sich. Er wartete geduldig, bis die Drohne in nördlicher Richtung verschwand, bevor er seine Observierung fortsetzte.

So verging Stunde um Stunde. Wie erwartet sank die Umgebungstemperatur währenddessen stetig weiter. Glücklicherweise blieb wenigstens Mels Kaffee heiß, wärmte ihn und hielt ihn wach.



Durch den die im Osten gelegenen Fabrikanlagen umgebenden grauen Dunst hindurch erkannte Tom, dass der Sonnenaufgang demnächst bevorstand. Es war Zeit, aufzubrechen. Also sog er den letzten Tropfen aus seiner Kaffeekanne, verstaute sämtliche Ausrüstungsgegenstände wieder in seinem Rucksack, setzte diesen auf die Schultern und bahnte sich einen Weg durch das dichte Gebüsch, bis zu seinem Fahrzeug. Dieses hatte er einige Stunden zuvor gut getarnt auf einer winzigen Lichtung, inmitten mehrerer hohen Bäume und Sträucher abgestellt.

Bald darauf rollte der elektrisch angetriebene Geländewagen nahezu geräuschlos und unsichtbar durch die Nacht. Mit der Zeit wurde es zunehmend heller, sodass Tom die Geschwindigkeit entsprechend erhöhen konnte. Trotzdem benötigte er fast anderthalb Stunden, bis er den verborgenen Höhleneingang schließlich erreichte.

Sobald die Barriere aus Sträuchern per Knopfdruck zur Seite geschwenkt war, lenkte er seinen Wagen die geschwungene Rampe hinab in das zunächst auf natürliche Weise entstandene Gewölbe tief unter der Erdoberfläche. Dieses war im Laufe der Jahre von Menschenhand Stück für Stück erweitert worden. Früher einmal hatte die Höhle wohl irgendeine militärische Einrichtung beherbergt, aber diese war längst in Vergessenheit geraten.

Er parkte neben den übrigen Fahrzeugen, die seiner Widerstandszelle gehörten, und stieg aus. Nachdem er das bereitliegende Ladekabel mit der entsprechenden Buchse an der Vorderseite seines Wagens verbunden hatte, durchquerte er die Luftschleuse und lief den dahinterliegenden schmalen Durchgang entlang, bis in die Versammlungshalle.

Hier war die Luft mindestens so sauber wie in den weit entfernten Habitatkuppeln. Dafür sorgte ein sehr leistungsfähiges Filtersystem, welches man nahezu unsichtbar in die äußere Felswand integriert hatte, hinter welcher der Stützpunkt der Rebellen verborgen war. Im Gegensatz zu den Habitaten wurden der Atemluft hier jedoch keine Chemikalien beigemischt.

Erleichtert atmete Tomas durch. „Mission erfüllt!“, rief er durch den nur spärlich beleuchteten Raum, während er seinen Rucksack auf einem der Tische ablegte. Er blickte sich suchend um. “Hallo? Ist jemand da?“

Zwar konnte er nicht wirklich damit rechnen, zu dieser Uhrzeit schon viele Mitglieder seiner Einheit anzutreffen, aber dass überhaupt niemand da war, um ihn zu begrüßen und sich nach dem Status seines Auftrags zu erkundigen, enttäuschte ihn nun doch etwas.

Seine Miene erhellte sich schlagartig, als er Melanie aus einem der dunklen Gänge auf ihn zukommen sah. Wie meistens hatte sie ihren schlanken Körper in einen engen schwarzen Overall gezwängt und ihre Füße in die klobigen Kampfstiefel gesteckt. Ihr schulterlanges blondes Haar war zu einem strengen Zopf zusammengebunden, so wie es ihm am besten gefiel.

„Hallo mein Schatz“, begrüßte sie ihn fröhlich, während sie sich so schnell sie konnte näherte. „Schön, dich wiederzusehen!“

Tom lief ihr ein paar Schritte entgegen. „Guten Morgen, mein Engel!“ Als sich einander erreicht hatten, beugte er sich zu ihr hinunter und umarmte sie herzlich.

Nach einem längeren Kuss schob Melanie ihren Freund eine Armlänge von sich weg. Erwartungsvoll blickte sie ihm in die Augen. „Wie sieht’s aus? Meinst du, wir kommen da rein? Und auch gefahrlos wieder raus?“

„Einige kleine Details müssen wir vorher sicherlich noch ausarbeiten, aber meiner Meinung nach steht der Ausführung unseres Plans grundsätzlich nichts mehr im Wege“, erklärte er ihr überzeugt.

„Sehr gut!“ Mel lächelte. „Das heißt, ich bin nicht mehr lange an dieses blöde Ding hier gefesselt. Mit beiden Fäusten schlug sie ein paar Mal auf die Armlehnen des Rollstuhls, in dem sie saß, und auf den sie seit ihrem Beitritt zu den Rebellen leider angewiesen war.

„Ganz genau! Ich habe dir schließlich versprochen, dass wir dich so schnell wie möglich von deinem Gürtel erlösen werden.“

Sie nickte, und fasste sich dabei unterbewusst an die Hüften.

Unter ihrem Kampfanzug verborgen trug Melanie eine Art Keuschheitsgürtel, der jedes Mal, wenn sie ihre Beine bewegte, je nach Stärke der Bewegung mehr oder weniger heftige Elektroschocks abgab. Wenn sie also versuchen sollte, ein paar Schritte zu laufen, würde sofort ein Blitz aus dem Gürtel in ihren Unterleib schießen, der sie auf der Stelle lähmte, und sie nur noch sich vor Schmerz krümmend auf dem Boden liegen konnte. Daher war sie gezwungen, sich im Rollstuhl sitzend vorwärts zu bewegen, seit man sie vor einigen Monaten aus den Fängen der ARA befreit hatte.

Natürlich war sie dennoch froh, dass Toms Leute sie da rausgeholt hatten. Schließlich hatte sie bemerkt, dass es vereinzelt vorkam, dass Testobjekte, wie die Leute von der ARA ihresgleichen nannten, nicht wieder zurück in ihre Zellen gebracht worden waren. Ohne die Hilfe des Widerstands hätte Mel es nie geschafft, zu fliehen. Dazu war der Mechanismus in ihrem stählernen Begleiter unter anderem auch konzipiert worden. Leider ließ sich dieser mit dem verfügbaren Werkzeug nicht so ohne Weiteres öffnen oder ausschalten. Schließlich bestand die Gefahr, dass sie bei einem derartigen Versuch ihr Leben verlor.

Denn für die Spannungsversorgung des Gürtels steckte in ihrer Intimzone eine Plasmazelle. Diese besondere Stromquelle war in Wirklichkeit nichts anderes als eine tickende Zeitbombe, da sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit explodierte, sobald das Eindämmungsfeld, welches momentan die darin ablaufende Kettenreaktion kontrollierte, bei abnehmender Leistung immer schwächer wurde, bis sie irgendwann völlig zusammenbrach. Es bestand ein nicht unerhebliches Risiko, dass dieser Effekt durch ein gewaltsames Öffnen des Tugendwächters vorzeitig ausgelöst wurde.

Die Erfahrung mit diesen Plasmazellen hatte nämlich gezeigt, dass jene am Ende ihrer Lebensdauer dazu neigten, zu explodieren und dabei in jeder beliebigen Oberfläche, auf welcher sie sich bis dahin befunden hatten, qualmende Krater teils beachtlichen Ausmaßes hinterließen.

Das war der Grund, weshalb Toms dringendste Aufgabe darin bestand, Melanie aus dieser tödlichen Falle an ihrem Unterleib zu befreien. Schließlich konnte niemand mit Sicherheit sagen, wie lange genau die Energiezelle in ihrem Keuschheitsgürtel noch durchhalten würde.

Der passende Schlüssel dafür befand sich irgendwo im Inneren des bestens gesicherten Versuchszentrums der Organisation. Daher musste der geplante Überfall unbedingt ein Erfolg werden.



Eben zu diesem Versuchszentrum hätte Mel damals eigentlich von der ARA gebracht werden sollen, als mehrere Rebellengruppen ihren gepanzerten Konvoi gemeinsam überfallen hatten. Die Aufrührer hatten ziemlich irritiert geguckt, als sie in dem LKW anstatt der erhofften Waffen oder Versorgungsgüter ein paar seltsam bekleidete Menschen vorfanden. Da die sie begleitenden Wachleute sofort das Feuer auf die Angreifer eröffneten, blieb den zahlenmäßig deutlich überlegenen Widerständlern nichts anderes übrig, als diese umgehend auszuschalten und deren Gefangenen mitzunehmen.

Melanie war demnach nicht das einzige Mitglied bei Omega, das in Unterwäsche aus Edelstahl eingesperrt war. Allerdings hatte man entschieden, dass sie aufgrund ihrer aktuellen Stellung innerhalb dieser Rebellengruppe die Erste sein sollte, bei der ein Versuch, den Gürtel zu öffnen, unternommen würde. Außerdem leuchtete von den vier grünen LEDs an dem Metallband, welches durch ihren Schritt verlief, seit ein paar Tagen nur noch eine einzige. Das war ein eindeutiger Hinweis darauf, dass ihrem Gürtel in den nächsten Wochen langsam aber sicher der Saft ausging.

Unter den Mitgliedern dieser Rebellengruppe gab es noch ein Paar, Jessica und Victor, die ebenfalls beide einen Keuschheitsgürtel am Leib trugen. Wie alle übrigen Leidensgenossen wollte man sie ebenfalls erlösen, sobald man eine sichere Methode zum Öffnen der Gürtel gefunden und das nötige Equipment in den Besitz des Widerstands gebracht hatte.



Damit ihre Beine nicht steif wurden und die Muskulatur sich nicht zu stark zurückbildete, mussten Mel und die anderen täglich für eine Stunde Physiotherapie zu Ralph. Andernfalls wären sie auch nach der Befreiung von ihren stählernen Tugendwächtern weiterhin auf einen Rollstuhl angewiesen.

Ralph war der Doc in ihrer Vereinigung. Ein junger, bei der Organisation ausgebildeter Arzt, der deren üble Machenschaften schon immer zutiefst missbilligte. Sobald sich ihm die Gelegenheit dazu geboten hatte, war er zu Omega übergelaufen. Jetzt kümmerte er sich um sämtliche medizinische Belange seiner Einheit.


--Fortsetzung folgt--

DarkO
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Fazer-Tom
Freak

DL


Nie einen Schritt zurück.

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  RE: „Omega“ – Der Widerstand Datum:18.01.26 23:47 IP: gespeichert Moderator melden


Gute Geschichte macht Spaß zu lesen bitte weiter so.

Ciao Tom
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Neuschreiber63
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  RE: „Omega“ – Der Widerstand Datum:19.01.26 06:30 IP: gespeichert Moderator melden


"Abgespacte" Geschichte gefällt mir.

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MartinII
Sklavenhalter

Norddeutschland


Versklavung einer Frau geht nur freiwillig.

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  RE: „Omega“ – Der Widerstand Datum:20.01.26 10:52 IP: gespeichert Moderator melden


Schon recht extrem - aber spannend!
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DarkO
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  RE: „Omega“ – Der Widerstand Datum:01.04.26 16:46 IP: gespeichert Moderator melden


Zweites Kapitel – Der Überfall

Während sich die meisten ihrer Kameraden ausruhten, um sich auf den für kommende Nacht angesetzten Überfall auf die ARA-Forschungseinrichtung vorzubereiten, lag Melanie auf ihrem Bett und brachte kein Auge zu. Seit so vielen Monaten – es waren insgesamt fast fünf Jahre vergangen, seit ihr dieses scheußliche Folterinstrument um die Taille gelegt worden war – hatte sie sehnsüchtig auf diesen Tag gewartet. Endlich sollte sie dieses Ding wieder loswerden!

Alle Mitglieder der Widerstandszelle hatten die zurückliegenden Tage in erster Linie damit zugebracht, den kürzlich erbeuteten Gebäudeplan und die von Tom gesammelten Informationen über die dort stationierten Wachleute zu studieren. Dabei war Mels Ungeduld schier bis ins Unermessliche gestiegen.

Dafür hatten sie nun einen bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten Plan vorbereitet, sodass ihrer Befreiung aus diesem nervigen Stahlgefängnis um ihre Hüften absolut nichts mehr im Wege stehen sollte.



Am Anfang ihrer Gefangenschaft hatte Melanie es schon unerträglich gefunden, in ihrem Schritt keinerlei Berührungen mehr zu spüren. Doch als sie, nachdem man sie vor einigen Monaten aus den Fängen der Organisation befreit hatte, auch noch erfahren musste, dass sie bis auf Weiteres nicht mehr in der Lage sein würde, ihre Beine zu benutzen, war das beinahe zu viel für sie gewesen. Aber irgendwann hatte sie es doch akzeptiert. Es sollte ja nicht für immer sein, hatte man sie beruhigt. Irgendwann würde man sie aus ihrem Keuschheitsgürtel befreien, woraufhin sie wieder würde laufen können.

Innerhalb der von der ARA kontrollierten Gebäude und auf dem Gelände darum herum sorgte ein – im Normalfall – ständig aktives Funksignal dafür, dass sich sämtliche Keuschheitsgürtelträger dort völlig uneingeschränkt bewegen konnten. Natürlich nur in den für sie zugänglichen Bereichen. Falls einer von ihnen einmal eine unerlaubte Aktion unternahm, wurde der Sender kurzerhand deaktiviert, woraufhin jeder, dessen Unterleib in Stahl eingeschlossen war, auf der Stelle zu Boden ging. Das Gleiche passierte natürlich auch mit jedem, der zu fliehen versuchte, sobald er den Bereich des Senders verließ.

Ein lautes Klingeln ertönte, was das Signal dafür war, dass sich nun alle in der Halle versammeln sollten. Endlich stand der so lang herbeigesehnte Zeitpunkt unmittelbar bevor. Mel freute sich darauf, sich unten herum endlich wieder vernünftig sauber machen und rasieren zu können. Und natürlich auf den Sex, der ihr schon so lange verwehrt geblieben war. Vor Aufregung kribbelte es überall an ihrem Körper. Zudem merkte sie, dass sie im Schritt immer feuchter wurde, und sie hoffte, dass aufgrund des schwarzen Overalls, den sie trug, niemand davon Notiz nehmen würde. Sie machte sich auf den Weg zum Treffpunkt.

Die Hoffnung, dass ihre momentane sexuelle Erregung ihr eigenes kleines Geheimnis blieb, schwand dahin, als sie sah, dass Tom weiter vorne im Gang auf sie wartete und ihren Fallschirm hinhielt.

„Hier. Ich nehme an, du benötigst Hilfe beim Anlegen?“, meinte er lächelnd, nachdem sie ihn erreicht hatte.

Im ersten Moment wollte Melanie ihn wegschicken. Doch was hätte sie ihm sagen sollen? „Lass nur, ich kann das alleine“? – Sie wusste so gut wie jeder Andere, dass sie unmöglich dazu im Stande wäre, die Riemen des Fallschirms selbst durch ihren Schritt zu fädeln, solange sie im Rollstuhl saß. Zumindest nicht, wenn sie ihrem Unterleib die äußerst schmerzhaften Stromschläge ersparen wollte, die jede Bewegung ihrer Beine unvermeidbar zur Folge gehabt hätte. Auf den Fallschirm verzichten konnte sie bei der geplanten Aktion jedenfalls schlecht.

Also versuchte sie, sich zu entspannen, so gut es ging, während ihr Freund an und zwischen ihren Oberschenkeln herumhantierte, um die Riemen ihres Fallschirms festzuziehen. Aus den Augenwinkeln beobachtete sie Tomas Gesicht, um festzustellen, ob ihm auffiel, dass ihre Hormone soeben verrückt spielten. Aber entweder er bemerkte davon nichts, oder er ließ es sich nur nicht anmerken.

Aufgrund ihrer inneren Unruhe konnte Mel der darauffolgenden Missionsbesprechung nur mit äußerster Mühe folgen. Sie musste endlich aus diesem stählernen Höschen raus!



Kurz vor dreiundzwanzig Uhr versammelte sich das Überfallkommando, bestehend aus Sophia, Melanie, Paul, Ralph, Tom und Hans, vor dem Hinterausgang des Rebellenstützpunktes, welcher von mehreren großen Hügeln umgeben war. Alle trugen einen schwarzen Overall, Schutzweste, Helm und Stiefel. Zudem hatte jeder einen Fallschirm auf dem Rücken.

Der dunkelgraue Schweber landete wie vereinbart. Tom hob seine Freundin aus ihrem Rollstuhl, um sie auf einen der vorderen Sitze zu setzen. Dann drückte er sich auf den Platz neben sie und ergriff ihren Unterarm. Er schnüffelte kurz an den Fingern seiner rechten Hand, bevor er ihr diese unter die Nase hielt. „Weshalb bist du denn so aufgeregt, mein Engel?“, fragte er scheinheilig. „Das ist doch nicht das erste Mal, dass wir der Organisation eins auswischen wollen!“

Melanie befreite ihren Arm aus Toms Griff und schlug ihm leicht auf den Oberschenkel. „Ach, lass mich in Ruhe“, schimpfte sie gespielt gereizt. „Wenn du mich nicht verstehst, sollten wir als nächstes vielleicht mal dich für fünf Jahre in einen Keuschheitsgürtel stecken.“ Nach einer kurzen Pause fügte sie resigniert hinzu: „Leider geht das nicht, weil ich dich nach dieser elendig langen Warterei endlich einmal in mir spüren möchte. Und ich denke dabei jetzt weder an meinen Hintern noch an meinen Rachen!“

Tomas grinste. „Ich liebe dich, wenn du wütend bist.“

Als seine Freundin daraufhin zu einer Erwiderung ansetzen wollte, hielt er sanft ihren Kopf fest und küsste sie auf den Mund. Ihre Zungen trafen sich.

Die übrigen Mitglieder ihrer Widerstandszelle verstauten derweil noch ein paar sperrige Ausrüstungsteile im Laderaum des Luftfahrzeugs, und verteilten sich anschließend nacheinander auf die noch freien Sitzplätze. Nachdem sie sich angeschnallt hatten, kontrollierten sie ein letztes Mal ihre Waffen, sowie ihre übrige Ausrüstung, vor allem die Dichtheit ihrer Gasmasken, die sie für alle Fälle eingepackt hatten.

Hans, der Mechaniker, war gerade dabei, Melanies Rollstuhl zusammenzuklappen, um ihn ebenfalls in den Schweber zu laden, als die blonde Frau ihm von ihrem Sitz an Bord des Luftfahrzeugs aus zurief: „Lass nur, Hans! Innerhalb der Anlage werde ich mich ganz normal bewegen können. Und wenn wir erst einmal dort fertig sind, werde ich dieses doofe Teil auch sonst nie wieder brauchen. Du kannst den Rolli von mir aus gerne gleich da drüben ins Gebüsch werfen.“

Der Tech mit dem Vollbart zuckte mit den Schultern, ließ den Rollstuhl stehen und stieg ein. Per Knopfdruck verschloss er die Einstiegsluke. Schließlich klappte seinen Sitz neben Tom und Mel herunter und setzte sich. „Wie du meinst. Dann können wir bloß hoffen, dass alles gut läuft“, brummte er.

Melanie lachte. „Ach Hans. Ich finde deinen grenzenlosen Optimismus immer so herrlich erfrischend!“

Anstatt darauf etwas zu erwidern, hielt er lieber seinen Mund und konzentrierte sich darauf, seinen Sicherheitsgurt anzulegen.

Der Flug dauerte kaum mehr als eine Stunde. Kurz vor dem Erreichen der Zielkoordinaten aktivierte der Pilot das Signal für den Ausstieg.

Hans erhob sich von seinem Klappsessel, und öffnete die Ausstiegsluke. Diese fuhr lautlos zur Seite. Durch die Öffnung strömte nun eiskalte Luft ins Innere des Schwebers. Sofort zogen alle ihre über den Kopf.

Als Erstes wurden die schweren Gerätschaften aus dem Gepäckraum – mit einem Fallschirm versehen – hinaus in die Dunkelheit geworfen. Dann hakte einer nach dem anderen die Leine an seinem Fallschirm in die Schiene oberhalb der Öffnung ein und sprang der Ausrüstung hinterher.

Sämtliche Fallschirme verfügten über ein GPS-System, welches dafür sorgte, dass sie automatisch an der für sie vorgesehenen Position auf dem Boden auftrafen. Sophia und Martin steuerten auf den letzten Metern allerdings dennoch manuell, um mit dem gezielten Aufprall gleich den ihnen zugewiesenen Wachmann auszuschalten.

Während es Paul gelang, seinen Kontrahenten sofort kampfunfähig zu machen, wollte sich der Gegner der Frau mit den langen braunen Locken nach seinem Sturz zunächst wieder aufrappeln. Also verpasste sie ihm mit dem Griff ihrer Waffe umgehend einen kräftigen Hieb in den Nacken. Sie traf ihn genau an der Lücke zwischen Helm und Oberkörperpanzerung, woraufhin ihr Opfer bewusstlos im Gras landete.

Für das Wachpersonal kam der Angriff vollkommen überraschend, bestand dessen ursprünglicher Auftrag doch darin, die Leute im Inneren des Forschungskomplexes am Entkommen zu hindern. Wieso sollte denn auch jemand versuchen, hier einzubrechen?

In der Zwischenzeit hatten auch Melanie, Tomas und Hans ihre jeweiligen Gegner mit je einer Salve Betäubungsgeschosse außer Gefecht gesetzt, noch bevor diese überhaupt realisieren konnten, was um sie herum gerade passierte. Bei Omega galt die oberste Regel, im Kampf niemanden zu töten, sofern es nicht unbedingt erforderlich war, um das eigene Leben oder das eines anderen Widerständlers zu schützen. Auch wenn die Organisation dazu neigte, die Geschehnisse in den Medienberichten anders darzustellen.

Melanie machte sich darauf gefasst, dass ihr Gürtel ihr einen lähmenden Stromstoß verpasste, sobald sie mit ihren Füßen den Boden berührte, aber nichts dergleichen geschah. Stattdessen konnte sie sich, wie sie es gelernt hatte, über die Schulter abrollen. Sie kam sofort wieder auf die Beine und eröffnete das Feuer auf die herannahenden Wachleute. Offensichtlich war der Sender im Inneren der Einrichtung stark genug, um auch den umzäunten Bereich, wo sie sich im Moment aufhielt, mit seinem Signal abzudecken. Auch wenn sie merkte, dass sie nicht mehr ganz so viel Kraft in den Beinen hatte wie früher, tat es gut, wieder einmal normal laufen zu können. Wenigstens machte sich das tägliche schmerzhafte Training bei Ralph nun endlich einmal bezahlt.

Sie hoffte, dies würde sich nicht abrupt ändern, nachdem ihre Kameraden den mitgebrachten Störsender aufgestellt und aktiviert hatten. Dieser Sender sollte eigentlich genau auf die Kommunikationsfrequenzen der Wachmannschaft in dem Gebäude vor ihnen justiert sein und somit keine anderen Funksignale beeinträchtigen. Dennoch atmete sie erleichtert aus, als sie, auch nachdem Ralph den Sender eingeschaltet hatte, weiterhin keine Elektroschocks bekam.

Als Arzt war es Ralph zuwider, eine Waffe anzufassen, selbst wenn diese nicht tödlich war. Schließlich war es auch mit Betäubungsgeschossen zweifellos möglich, einen Menschen ernsthaft zu verletzen. Stattdessen beschäftigte er sich nun damit, die zu Boden gegangen Wachleute mit Kabelbindern zu fesseln, und deren Chipkarten einzusammeln.



Mithilfe dieser Karten, sowie der bereits erbeuteten Gebäudepläne, war es für die Gruppe anschließend ein Leichtes, immer tiefer in den Forschungskomplex einzudringen. Dabei trafen sie fortwährend auf weitere vereinzelte Wachen, die jedoch alle nicht lange genug bei Bewusstsein blieben, um ihre Kammeraden warnen zu können.

Im zweiten Untergeschoss gelangten sie endlich in einen langen Korridor, der in dem auf ihrem Tablet-Computer dargestellten Plan mit ‚Forschung / KG‘ bezeichnet war. Zufällig hing an der Decke über ihnen ein Schild, welches dasselbe aussagte. Weitere Schilder an den Türen trugen Aufschriften wie ‚Untersuchung’, ‚Röntgen‘, ‚Ultraschall‘, ‚Labor‘ oder ‚Personal‘.

„Eigentlich sollten wir auf dieser Etage fündig werden“, verkündete Paul nach einem Flüchtigen Blick auf Plan in seiner Linken. „In den beiden unteren Stockwerken befinden sich laut Karte lediglich die Zellen, in denen die Forschungsobjekte untergebracht sind.“

Sophia meinte enttäuscht: „Schade, dass wir niemanden befreien können.“

Paul erwiderte: „Ja. Zumindest nicht heute.“

Nachdem man sichergestellt hatte, dass sich in den besagten Räumen niemand aufhielt, untersuchte man auch die übrigen Zimmertüren. In die Metalltafel an der letzten Tür schließlich war die Bezeichnung ‚KG-I‘ eingraviert.

Melanie, die als Erste am Ende des langen Flurs angelangt war, deutete erleichtert auf Beschriftung. „Hier muss es also sein“, sagte sie leise, aber dennoch laut genug, um sicher zu sein, dass jeder ihrer Begleiter sie verstand. Vorsichtig drückte sie die Klinke nach unten. Zu ihrer Enttäuschung passierte nichts. „So einMist! Abgeschlossen.“

Als Ralph ein paar Augenblicke später seine komplette Sammlung an Chipkarten erfolglos an den Kartenleser gehalten hatte, trat Melanie mit ihrem Stiefel gegen die Tür. „Das darf doch nicht wahr sein!“, schimpfte sie wütend.

„Möchtest du jetzt ernsthaft versuchen, die Stahltür einzutreten? Oder darf ich es vorher erst noch mit meinem Elektro-Dietrich versuchen?“, fragte Hans, der sich bemühen musste, seine Stimme ernst klingen zu lassen.

„Na gut. Du hast zehn Sekunden“, meinte Mel mürrisch. Sie ging zur Seite und verschränkte missmutig die Arme.

Hans hielt das kleine Kästchen in seiner Hand an das Lesegerät und betätigte darauf eine Taste. Mehrere Leuchtdioden an dem Elektro-Dietrich begannen hektisch zu blinken. Bald darauf wich das Blinken einem konstanten Leuchten. Mit einem resigniert klingenden Piepton gab das Schloss auf.

Hinter der Tür lag ein mit weißen Fliesen gekachelter Raum, der nur darauf gewartet zu haben schien, dass Melanie – oder jemand anderes, der in derselben Situation war, wie sie – vorbeikam, um sich hier seines stählernen Höschens zu entledigen.

Im Schein der flackernd zum Leben erwachenden Leuchtstoffröhren an der Decke erkannte sie einen mit Lederriemen versehenen Gynäkologenstuhl, einen Rolltisch mit allerlei Werkzeug, sowie ein raumhohes Regal, welches, neben einigen Kartons voller Energiezellen, eine beachtliche Anzahl an Keuschheitsgürteln, in der gleichen Art, wie sie einen am Leib trug, in unterschiedlichen Größen und Ausführungen, enthielt.

Mel stockte der Atem. Zögerlich ging sie ein paar Schritte auf den Metallwagen zu, um sich die darauf ausgebreiteten Gerätschaften genauer anzuschauen. „Sind wir wirklich schon am Ziel? War es das, was wir gesucht haben?“ fragte sie sich.

Als sie den kleinen unscheinbaren schwarzen Kasten mit dem dünnen Metalldorn an der Seite auf dem Wagen erblickte, machte ihr Herz einen Satz. Dies musste der gesuchte Schlüssel zu ihrem verhassten Tugendwächter sein.

Auch Tomas war der seltsame Gegenstand aufgefallen. Er grinste seine Freundin an. „Na dann zieh dich mal aus, und mach es dir auf dieser schicken Sitzgelegenheit hier bequem, damit wir dir endlich deine stählerne Unterwäsche ausziehen können“, forderte er sie grinsend auf.

Das musste er Melanie nicht zweimal sagen. In Windeseile hatte sie Kampfstiefel und Overall abgelegt und war auf den Behandlungsstuhl geklettert. Außer ihrem Edelstahlhöschen trug sie nur noch einen schwarzen Stoff-BH. „Los, hör auf, so zu glotzen und fang endlich an“, verlangte sie ungeduldig.

Tom steckte den glänzenden Stift langsam und vorsichtig in die schmale Öffnung an der Vorderseite von Melanies Keuschheitsgürtel, so als wäre er gerade dabei, einen Sprengsatz zu entschärfen. Wobei der Vergleich mit einer Bombe genau genommen gar nicht so weit hergeholt war, stellte die in dem Gürtel eingebaut Energiezelle doch im Grunde nichts anderes dar.

Begleitet von einem leisen Klicken sprang das obere Ende des Metallstreifens, welcher zwischen Melanies Beinen verlief, ein Stück weit nach vorne.

Behutsam klappte Tomas ihn weiter nach unten. In diesem Moment wurde die kleine Kammer erfüllt von einem schrillen Pfeifton. Sofort hielt Tom in seiner Bewegung inne. Dieser Ton, der aufgrund seiner Frequenz und seiner Lautstärke nichts anderes als ein Warnsignal sein konnte, stamme eindeutig von dem dunklen Zapfen, welcher noch immer bis zur Hälfte in Melanies Vagina steckte, denn er blinkte im selben Augenblick einmal gelb auf.

Während sich alle Anwesenden noch fragten, was dies zu bedeuten hatte, ertönte ein weiteres ein Pfeifen, gekoppelt mit einem gelben Lichtblitz.

Nervös zerrte Tomas an dem Stahlreifen, der nach wie vor unverrückbar fest um Melanies Taille saß.

Auch Mel hatte beide Daumen zwischen das Metall und ihren Bauch gezwängt. Sie schob und drückte mit aller Kraft.

Beides half nichts. Ein weiterer Verschlussmechanismus war allerdings nicht zu erkennen.

Abermals erklang der schrille Warnton.

„Tom! Tu endlich was! Ich will aus diesem verfluchten Ding raus!“, schrie Melanie verzweifelt, während sie wie wild an ihrem Gürtel rüttelte.

Tomas zog das Schrittblech weiter nach unten, bis der seltsame Kunststoffzapfen vollständig aus Mels Scheide herausgeglitten war. Der milchig-weiße Stab war absolut glatt, abgesehen von einer sternförmigen Vertiefung an seiner Spitze und einem Metallring in der Mitte.

Erneut das Piepsen und Blitzen. Dabei fiel Tom auf, dass sich die zeitlichen Abstände zwischen den einzelnen Warnsignalen von Mal zu Mal ein Bisschen verkürzten. Diese Erkenntnis trug nicht gerade dazu bei, dass er sich entspannte. Obwohl er die Rückseite von Mels stählernem Gefängnis bereits unzählige Male betrachtet hatte, beugte er sich nach unten, um nachzusehen, ob es dort irgendeinen Verschluss gab, den er bisher übersehen hatte. Doch leider: Fehlanzeige.

Das darauffolgende Warnsignal machte auch Melanie bewusst, dass hier gerade ein Countdown ablief, dessen Ende für sie nur „Game Over“ bedeuten konnte. „Tom! Das Teil explodiert gleich!“ kreischte sie entsetzt.

Tomas sah sich nervös um. Sein Blick fiel auf ein seltsames Gerät auf dem Metallwagen. Dieses hatte die Form eines herkömmlichen Schraubenziehers, jedoch besaß es ein sternförmiges Ende mit sechs Zacken, welches genau in das kleine Loch an der Oberseite des Dildos, den Melanie die letzten Jahre zwangsweise in sich getragen hatte, zu passen schien. Außerdem war der Griff relativ dick und besaß zwei große Tasten, eine grüne und eine rote.

Es piepste und blitzte abermals.

Toms Vermutung bewahrheitete sich, als sich der weiße Zapfen nach einer dreiviertel Umdrehung gegen den Uhrzeigersinn bei gleichzeitigem Drücken des grünen Knopfes abziehen ließ. Beziehungsweise dessen äußere Hülle. Darunter kamen zwei kleine, längliche Platinen zum Vorschein, neben der zu erwartenden Plasmabatterie.

Ein weiteres Pfeifen ertönte und ein gelbes Aufblitzen erhellte den Raum. Inzwischen waren die Intervalle zwischen den Warnsignalen beunruhigend kurz geworden.

Hastig zog Tomas die Batterie aus ihrer Halterung. Doch entgegen seiner optimistischen Erwartung hörte das regelmäßige Pfeifen deshalb nicht auf. Nur dessen Länge und Tonhöhe änderten sich. Während es sich vorher nach einer eindringlichen Warnung anhörte, klang es nun eher wie eine Art tödliches Ultimatum.

Außerdem wurde das gelbe Blinken durch ein hektisches rotes Flackern ersetzt.

In diesem Moment steckte Hans seinen Kopf zur Tür herein. „Keine Ahnung, worum es hier gerade geht, aber es hat den Anschein, dass diese behelmten Vollidioten langsam wieder aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen. Zwei Stockwerke über uns wurde vor wenigen Sekunden ein Alarm ausgelöst. Wir sollten also besser schauen, dass wir hier schleunigst wieder rauskommen!“

Ralph hielt Tom eine neue Energiezelle vor die Nase. „Hier. Setz die hier da ein und dann sieh zu, dass du dieses verdammte Höllending wieder zusammenbaust und dort hinsteckst, wo es hingehört! Wir nehmen einfach das ganze Material mitsamt dem Werkzeug mit in unsere Basis. Dort können wir in aller Seelenruhe weiter an deiner Liebsten herumbasteln, ohne dass wir dabei befürchten müssen, von sämtlichen Soldaten der Organisation erwischt zu werden!“

Während sich Tomas damit beeilte, den Keuschheitsgürtel seiner Freundin zusammenzusetzen und zu verschließen, erklärte Ralph Hans in zwei Sätzen die gegenwärtige Situation in de Anlage.

Erfolgreich unterdrückte Melanie das instinktive Verlangen, zu protestieren und sich gegen den erneuten Verschluss ihres Intimbereichs zur Wehr zu setzen, wusste sie doch, dass es in der aktuellen Situation für sie keine Alternative gab.

Daraufhin nahm der Tech anscheinend wahllos verschiedene Gegenstände aus den Regalen vor ihm und stopfte sie in seinen Rucksack. Was dort nicht mehr hinein passte, drückte er den übrigen Leuten in dem Raum in die Hand.

„Jetzt aber los!“, riefen gleich mehrere Stimmen. Die Dissidenten stürmten der Reihe nach den Gang entlang. Einige der im Treppenhaus herumliegenden Wachleute waren gerade im Begriff, das Bewusstsein wiederzuerlangen und aufzustehen. Sie wurden mit je einem gezielten Betäubungsschuss kurzerhand erneut ins Reich der Träume geschickt.

„Los! Alle rauf aufs Dach! Beeilung!“, befahl Tomas, der an der Tür zum Aufgang stehen geblieben war, um den Rückzug seiner Leute zu decken.

Oben auf dem Dach fanden sie mehrere Leinen, die der Pilot des Schwebers über ihnen heruntergelassen hatte. Sobald der letzte an dem Überfall beteiligte Rebell sicher an einem Seil hing, senkte sich die Nase des Luftfahrzeugs leicht nach unten und sie flogen mit aufheulenden Rotoren davon.



Nachdem sämtliche Mitglieder des Teams ins Innere des Luftfahrzeugs geklettert waren und der Schweber seine vorgesehene Flughöhe erreicht hatte, entspannten sich alle und atmeten erleichtert aus. – Alle außer Melanie.

„Kann mir bitte jemand sagen, warum diese Chaoten von der ARA in ihre Keuschheitsgürtel Energiezellen einbauen, welche die Neigung haben, in die Luft zu fliegen?“, fragte sie aufgebracht. „Das ist doch total bekloppt!“

Hans war als erster bereit, eine Antwort auf diese Frage zu geben: „Nun, auf der einen Seite genießt wohl das Leben eines Testobjekts nicht denselben Stellenwert wie das des Managers, der diese Entscheidungen trifft. Und auf der anderen Seite existieren aus technischer Sicht eigentlich auch gar keine brauchbaren Alternativen.“

„Warum nicht? Es gibt doch auch noch viele weitere Arten von Batterien“, hakte Mel nach.

„Das ist richtig. Jedoch muss man die eine Kategorie in regelmäßigen Abständen immer wiedr aufladen, was die menschlichen Versuchskaninchen dazu ermutigen könnte, sich aus ihrer Lage zu befreien, indem sie sich mit ihrem Gürtel eben nicht an die Steckdose hängen. Sämtliche Energiequellen der anderen Kategorie, die eine ähnliche Leistung und Lebensdauer haben, wie eine Plasmazelle, wären dermaßen groß und schwer, dass du und deine Leidensgenossen euch aus eigenerer Kraft überhaupt nicht mehr von der Stelle bewegen könntet, oder zumindest nur unter großer Anstrengung und auch starken Schmerzen, wenn man bedenkt, wo die Teile üblicherweise verstaut werden. Dann wärt ihr wahrscheinlich von vorne herein im Rollstuhl gesessen. Dementsprechend wäre der Mechanismus, der eine Flucht der Keuschheitsgürtelträger verhindern soll, aber kaum mithilfe von lähmenden Stromschlägen realisiert worden, sondern…“ Anstatt weiterzusprechen fuhr er mit dem Zeigefinger einmal quer über seinen Hals.

Melanies Augen weiteten sich. „Na toll! Jetzt soll ich meinen Peinigern von der ARA auch noch dankbar sein, dafür, dass ich auf – oder besser – in einer tickenden Zeitbombe sitze?

Zärtlich legte Tomas einen Arm um ihre Schultern. „Beruhige dich, Schatz. Sobald wir zurück daheim sind, suchen wir nach einem Weg, dich da rauszuholen.“ Deutlich leiser, sodass nur seine Freundin ihn verstehen konnte, fügte er hinzu: „Du musst Hans verzeihen. Er ist halt ein Tech. Diese Menschen sind nicht gerade für ihr Einfühlungsvermögen bekannt.“

Dieser Ausspruch zwang Mel zu einem Grinsen. „Tja, das stimmt wohl leider.“

--Fortsetzung folgt--

DarkO
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