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  Mara, der Weg in die Sklaverei
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Hans Bell Volljährigkeit geprüft
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OWL


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  Mara, der Weg in die Sklaverei Datum:16.02.26 21:24 IP: gespeichert Moderator melden


Mara

Es begann nicht mit Forderungen, sondern mit scheinbar beiläufigen Bemerkungen über ihren Stil. Er schenkte ihr ein Kleid, ein schlichtes, aber extrem eng geschnittenes Etuikleid in einem kühlen Anthrazit. „Darin wirkst du disziplinierter“, sagte er, während er den Reißverschluss im Rücken hochzog, bis sie gezwungen war, die Schultern zurückzunehmen. Bald darauf waren es keine Geschenke mehr, sondern klare Anweisungen. Er sortierte ihre Garderobe aus und ließ nur noch Stücke übrig, die ihre Bewegungsfreiheit einschränkten oder eine bestimmte Haltung erforderten. „Ich möchte, dass man dir ansieht, dass du zu mir gehörst, auch wenn ich nicht im Raum bin“, erklärte er ruhig, während er zusah, wie sie sich in die überbetonenden Kleider zwang, die er für den Alltag bestimmt hatte.
ie Kontrolle weitete sich aus, als sie am Abend gemeinsam am Esstisch saßen. Er legte das Besteck weg und sah sie schweigend an, bis sie unsicher wurde. „Deine Haltung beim Essen gefällt mir nicht“, sagte er leise. Er forderte sie auf, die Gabel abzulegen und sich kerzengerade hinzusetzen, die Hände flach auf die Oberschenkel, während er weiteratmete. „Du isst erst weiter, wenn ich es dir erlaube, und du wirst dabei den Rücken nicht einmal die Lehne berühren lassen.“ Sie spürte, wie ihre Muskeln unter der Anspannung zitterten, während er seelenruhig seinen Wein trank und sie beobachtete. Das Essen vor ihr wurde kalt, aber das Gefühl der absoluten Beobachtung und der körperlichen Disziplinierung erfüllte sie mit einer beklemmenden, fast schwindelerregenden Intensität, die sie schon bald auch als sexuelle Erregung erkannte.

Im Kopf wehrte sie sich gegen diese Art der Disziplinierung, aber ihr Gefühl sagte ihr etwas ganz anderes. Die Führung, die sie so bewusst nie erlebt hatte, die sie wohl schon in sehr frühen Jahren massiv und deshalb erfolgreich zurückgewiesen hatte, war für sie nie erfahrbar geworden. In der internen Personalbeurteilung ihres Arbeitgebers stand „unführbar“, aber auch kreativ, lösungsorientiert und „sie erarbeitet schnell und effizient ungewöhnliche und erfolgreiche Lösungsansätze.“

Mara war immer ihren Weg allein gegangen. Schon auf dem Weg zum Kindergarten lehnte sie die Hand ihrer Mutter als Führung ab. Anfassen ging gar nicht, bei niemand.

Jetzt war sie eine erwachsene Frau, die ihre körperlichen Impulse einzuordnen wusste und auch kontrolliert andere Entscheidungen treffen konnte. Als er sie zum ersten Mal an die Hand nehmen wollte, war das so ein Moment. Ihre Abwehr konnte sie zwar nicht sofort ersticken, aber nach Bruchteilen einer Sekunde, die andere wahrscheinlich gar nicht wahrgenommen hätten, gelang es ihr seine Berührung zuzulassen. Hätte sie von sich aus seine Hand genommen, wäre es überhaupt kein Problem gewesen. Sie wäre eben nur nie auf die Idee gekommen.

Das Ende vom Anfang
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8ball
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  RE: Mara, der Weg in die Sklaverei Datum:17.02.26 16:13 IP: gespeichert Moderator melden


Ein interessanter Anfang. Bin gespannt, wie es weiter geht
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Hans Bell Volljährigkeit geprüft
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  RE: Mara, der Weg in die Sklaverei Datum:17.02.26 22:29 IP: gespeichert Moderator melden


Mara wird Sklavin

​Es begann alles mit den Kleidern. Es war eine schleichende Veränderung ihrer Garderobe. Er suchte Stücke aus, die ihre Bewegung einschränkten, die sie zwangen, anders zu gehen, anders zu sitzen. Sie spürte, wie ihr Körper sich den Stoffen anpasste, wie sie vorsichtiger wurde in ihren Gesten. Meist hochgeschlossen war da immer das Gefühl, dass der Hals, wenn nicht eingeschnürt, so doch deutlich beengt war.

Dann kamen die Korrekturen bei Tisch. Nicht schmatzen, gerade sitzen, nicht die Unterarme auf den Tisch ablegen. Die Beine durfte sie nicht mehr überkreuzen, die Füße mussten immer parallel zueinander stehen, ob bei Tisch, oder an der Bushaltestelle. Er nannte es klare Haltung und sie genoss seine Aufmerksamkeit, sein Bemühen, seine Führung. Sie ordnete sich gerne ein.
Aus ihrem Vollzeitjob wurde bald eine Halbtagsstelle. Später dann sogar in seinem Unternehmen, wo es dann bald egal war, ob sie am Arbeitsplatz erschien oder nicht.

Bald verlor er die Geduld, sie bei Tisch immer wieder korrigieren zu müssen. Als er ihr erklärte, dass es nicht gut für sie sei beim Essen, das eigentlich ein Genuss sein sollte, sie immer mit seinen Korrekturen zu belästigen, schlug er vor, dass sie in einem anderen Rahmen sich voll und ganz auf ihren Körper und ihre Haltung konzentrieren sollte. Nur zu gerne stimmte sie ihm zu, ohne zu ahnen, was das für sie bedeuten würde.

Zunächst übte sie auf dem Stuhl am Tisch gerade zu sitzen. Den Fokus auf die Fußhaltung und die Hände vor dem gedeckten Tisch, mit leerem Teller und Besteck.
Gabel zum Mund führen, ohne sich mit dem Kopf nach vorn zu beugen. Kauen, ohne die Augen zu senken. Das Glas zum Mund führen. Trockenübungen nannte er das.
Bei Tisch verlegte er sich darauf, sie zu loben, wenn sie die erwünschte Haltung zeigte. Es gab keine Kritik mehr.

Er lobte sie und schlug ihr vor, dass sie, wenn sie es wollte, intensiver üben könnte, ihren Bewegungen, ihrer Haltung eine gute Form zu geben. Sie konnte gar nicht ablehnen, denn zum einen war sie neugierig was er sich für sie überlegt hätte, zum anderen wollte sie ihm unbedingt gefallen, ihn an sich binden.
Im Wohnzimmer wurde eine übergroße Gymnastikmatte ausgerollt.
ann folgten die Haltungen. Haltungen, die sie einzunehmen hatte, die sie zu einem Teil als sehr anstrengen, zum anderen auch als demütigend empfand, was ihr aber nichts ausmachte, solange niemand anderes ihr zuschauen würde. Dass er von ihr heimlich Videoaufnahmen machte, ahnte sie nicht.

Minutenlanges Knien auf der Matte wurde bald zu viertel, dann zu halben und zuletzt zu vollen Stunden. Die „Haltung der Erwartung“, in der sie lernte, ihren Körper vollkommen stillzuhalten, während ihr Geist gegen die aufkommende Ungeduld kämpfte, forderte sie.
ie „Haltung der Erwartung“ – kniend, die Fersen unter dem Gesäß, den Rücken hohl, die Hände, mit den Handflächen nach oben, auf den Oberschenkeln. Mara fand sie zuerst demütigend. Aber weitere Haltungen, die sie erlernte, relativierten das Gefühl sehr schnell.

„Warum tue ich das?“, fragte sie sich, während ihre Knie zitterten. „Ich könnte aufstehen. Die Tür ist nicht verschlossen.“ Dann kam er, korrigierte mit einem sanften, aber unnachgiebigen Druck seiner Hand ihren Nacken. „Such den Frieden in der Haltung, Mara“, flüsterte er. In diesem Moment kämpfte ihr Wunsch nach Selbstbestimmung gegen die seltsame Geborgenheit, die in der absoluten Vorgabe lag. Sie begann zu begreifen: Ihr Körper wurde zu einer Sprache, die sie ihm zu lesen gab.

Bald waren es zehn Haltungen, die ihr in Fleisch und Blut übergegangen waren. In den ersten sechs Monaten erlernte sie die Basis – das Erlernen einer neuen körperlichen Sprache. Sie lernte, die Stille zu ertragen und die Kontrolle über ihre Muskeln abzugeben. Sie spürte, wie die Übung der Haltungen ihr Körperbewusstsein erhöhte, wie wohltuend es war ihre verlangsamte Atmung während der Übungen zu spüren und wie sich ihre innere Wahrnehmung verstärkte. Ruhe breitete sich in ihr aus. Eine Ruhe, die sie fast den ganzen Tag erfüllte.

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  RE: Mara, der Weg in die Sklaverei Datum:24.02.26 01:22 IP: gespeichert Moderator melden


Die Kleider, die er ihr kaufte, trug sie nun nicht mehr wie ein Kostüm, sondern wie eine zweite Haut. Die innere Haltung war, kein Kampf mehr, sondern ihr natürlicher Zustand. In seiner Gegenwart, ihr Zeichen, ihm Respekt und Anerkennung zu zollen.
Es war für sie selbstverständlich geworden, sich in den, bis vor kurzem ungewohnten Kleidern in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Restaurant, Theater, Oper, Ballett, mindestens einmal in der Woche gab es einen Anlass sich öffentlich in der Gesellschaft zu zeigen. Bei Aldi fühlte sie sich immer deplatziert in ihrem Outfit, war es aber ihr Leben lang gewohnt dort einzukaufen und sah auch keinen Anlass das zu ändern. Der Bioladen war optional und eine gute Ergänzung, sonst nichts.

ann kam der Abend der ersten Sex-Party. Er hatte Mara langsam und vorsichtig auf diesen außergewöhnlichen Event in einem sehr privaten Rahmen vorbereitet. Mara hatte auch in einem Buch aus seinem Bücherregal, das gleich neben dem Klassiker, 50 Shades of Grey stand, was ihre Aufmerksamkeit erweckt hatte, da es doch in aller Munde war, die Grundbegriffe des BDSM lernen können. Eine Welt, die für sie neu, erschreckend und doch faszinierend war.

Noch hatten sie nicht darüber gesprochen, dass es eine etablierte und vertiefende Form der Beziehung geben würde, so wie sie sie jetzt lebten. Mara genoss die Führung, die Abwesenheit von Verantwortung und vor allem auch, dass sie sich keine Sorgen machen musste, wie sie ihre Miete bezahlen sollte. Als sie bei ihm einzog, reduzierte sie auf seinen Wunsch ihre Stelle auf halbe Tage, obwohl es sich ihr nicht wirklich erschloss, wofür das gut sein würde. Schließlich hatte er weder die Putzfrau gekündigt, noch musste sie täglich für ihn Kochen. Sogar die Wäsche wurde außer Haus gereinigt und kam schrankfertig zurück ins Haus.

Sie nutzte die Zeit für ihre körperliche Fitness und auf seinen Wunsch übte sie intensiver ihre Haltungen. Bald verbrachte sie täglich drei Stunden damit, ihre 10 Haltungen durchzuwechseln, ohne wirklich wahrzunehmen, wie die Zeit verrann. Er hatte ihr einen Zufallsgenerator geschenkt, der ganz willkürlich durch einen Glockenklang anzeigte, wann sie in eine andere Haltung zu wechseln hatte. Mit jedem Tag, wuchs der Zeitraum für ihre Übungen um eine Minute, bis sie zuletzt 3 Stunden auf der Matte verbrachte.

Als sie einmal erwähnte, dass sie einen Wunsch hätte, hatte er sie schroff zurückgewiesen. Er war nicht in der Stimmung zu reden, dachte sie sich und schluckte ihre Enttäuschung, ihre Wut herunter. Nach der Abfuhr hatte sie sich in das Studierzimmer zurückgezogen, wo auch das Bücherregal stand, in dem sie den SM-Leitfaden gefunden hatte. Dann fand sie unweit von diesen Büchern das Buch über die sexuellen Fantasien der Frau von Nancy Friday. Sie hatte sich gerade eingelesen und ihre Hand war nicht nur einmal zwischen ihre Beine gefahren, als es leise an der Tür klopfte. Sie fühlte es, dass es nicht ihre Rolle war „herein“ zusagen, tat es dann aber nach einem kurzen Zögern trotzdem.

Er stand vor ihr, schaute etwas betroffen. Sie hoffte schon, dass er sich jetzt bei ihr entschuldigen würde, aber sie und er wussten, denn sie hatten erst kürzlich darüber gesprochen, man kann sich nicht entschuldigen. Man kann nur um Entschuldigung bitten. Das wäre so ziemlich das Letzte, was sie von ihm erwarten konnte, oder er tun würde.

Er überreichte ihr ein Buch, mit einem wertvollen Ledereinband mit goldenen Verzierungen und einem geschwungenen Schriftzug: „Mein Wunschbuch“, stand da zu lesen. „Ich wollte es dir eigentlich erst zu unserem einjährigen Jubiläum geben, aber ich denke, es ist an der Zeit, das Buch einzuführen.
Du schreibst vorne in das Buch deine Wünsche, deine Hoffnungen auf. Wir legen es hier auf den Schreibtisch und so kann ich es jederzeit einsehen. Dann weiß ich, was dich bewegt, wonach du dich sehnst.

Auf der letzten Seite stehen meine Wünsche an dich, meine Gedanken, meine Hoffnungen für uns. Du beschreibst das Buch von vorn, ich schreibe es von hinten. Mit diesen Worten überreichte er ihr noch einen Füller in einem schönen Schmuckkästchen. Wenn du deine Wünsche mit diesem Füller schreibst, dann können sie wahr werden.
Mit diesen Worten verließ er das Zimmer genauso leise wie er gekommen war.

Sie war ganz gerührt, wusste sie doch, dass er sie sehen wollte, mit allen ihren Bedürfnissen und Wünschen. Sie nahm den Füller, übte auf einem Blatt Papier ein paar Sätze zu schreiben und die Feder kennenzulernen, die zunächst kratzend über das Papier strich. Sie wusste, dass er ein großer Liebhaber der Kalligrafie ist und es zu schätzen wüsste, wenn sie ihre Wünsche, eigentlich war es nur einer, in entsprechender Schönheit eintragen würde.

Sie übte bestimmt 20 Mal, „Ich möchte dreimal in der Woche, morgens, vor der Arbeit ins Schwimmbad gehen.“ Dann traute sie sich, den Satz in das Buch zu schreiben. Dann legte sie das Buch auf den Schreibtisch. Sie verlor sich noch eine längere Zeit in die Fantasien, die Nancy Friday zu Papier gebracht hatte, bevor sie das Buch zurück in das Regal stellte.
Dabei fiel ihr auf, dass gleich daneben von der gleichen Autorin auch ein Buch über die sexuellen Fantasien der Männer stand. Gespannt, neugierig nahm sie das Buch aus dem Regal damit sie wenigstens das Inhaltsverzeichnis nur kurz überfliegen könnte, denn die Zeit für einen abendlichen Imbiss war herangerückt und sie wollte ihn nicht warten lassen.
Sie hatte die Türklinke schon in der Hand, als sie noch einmal zurück zum Schreibtisch ging und das Wunschbuch auf der letzten Seite aufschlug.
Dort stand: „Ich wünsche, dass du mich nur noch ansprichst, wenn ich dich dazu aufgefordert habe.“ Es war eine wunderbare geschwungene und gleichförmige Schrift, in der dieser Wunsch geschrieben war. Trotzdem empfand sie das, was sie da sah als absolut übergriffig und anmaßend, ja sogar als abwertend, beleidigend.

Wütend ging sie ins Esszimmer, wo er bereits am Tisch saß. Er musste wohl die Tafel selbst gedeckt haben. Die Speisen auf den Tabletts erkannte sie als die aus dem Chinarestaurant an der Ecke, die oft ihren Lieferdienst zu ihnen schickten.

Wortlos nahm sie Platz. Er hatte sie mit einer Geste aufgefordert, obwohl sie sich schon immer wie selbstverständlich auf den Platz ihm gegenüber gesetzt hatte. Die Wut kochte in ihr und machte sie sprachlos. Der Appetit war vergangen. Die Tränen, die aufsteigen wollten, konnte sie so gerade noch unterdrücken. Er reichte ihr den Teller mit den Riesengarnelen im Teigmantel und schaute sie auffordernd an. Im Grunde wollte sie trotzig sein, ihn in seinem Bemühen einfach ignorieren, besann sich dann aber doch im letzten Moment anders und nahm zwei Garnelen vom Plat de Ménage auf ihren Teller. Dann reichte er ihr den Korb mit dem frisch gerösteten Toast, dessen Duft sie schon an der Tür zum Speisezimmer in Empfang genommen hatte. Er reichte ihr ein Kännchen mit frisch gepresstem Zitronensaft und als sie es entgegennahm, spürte sie, wie ihre Wut sich langsam verflüchtigte. Als sie ihm das Kännchen zurückreichte, schaute er ihr tief in die Augen, bis sie den Blick abwandte.

Er gab vor, den Salat in der Küche vergessen zu haben und verließ das Speisezimmer. Als er zurückkam, legte er ihr, rechts von ihr stehend, ungefragt und ohne um Erlaubnis zu bitten, eine ordentliche Portion Salat auf den Teller. Als er mit dem Vorlegebesteck zum zweiten Mal in die Schüssel fuhr, sagte er, dass es ihm wichtig sei, dass sie sich gesund ernähren würde und auch ausreichend Bewegung haben sollte.

Es schien Mara schier zu zerreißen. Zuwendung und Restriktion, das unglaubliche Wechselspiel spiegelte sich in ihren Gefühlen wieder, die sie vollkommen aus der Fassung brachten. Zuerst hielt sie sich an der Tischkante fest, um wenigstens ein bisschen Halt zu haben. Aber dann konnte sie sich nicht mehr zurückhalten. Ein Zittern durchfuhr ihren Körper. Der Gedanke, der in ihr wie eine Plakatwand stand, jetzt aufzustehen und einfach zu gehen, zerfiel in tausende Teile. Stattdessen ergoss sich eine riesige Flut von Tränen vor ihrem geistigen Auge, riss die Trümmer der Plakatwand und dann sie selbst mit sich fort.
Mit der Flut wurde nicht nur sie fortgerissen, ohne jegliche Kontrolle, sondern mit ihr schwammen die Scham, die sie ihr Leben lang mit sich herumtrug, die Angst vor Ablehnung, die viel zu oft erfahrene Ungerechtigkeit davon. Kurz bevor sie sich rettungslos verloren glaubte, spürte sie die Hand von ihm zwischen ihren Schulterblättern. Sanft, stärkend und halt gebend, sah sie ihre Hilflosigkeit, ihre Frustration und Überforderung auf der Flutwelle der Wut davonschwimmen. Was blieb, als sie nicht mehr das Gefühl hatte fortgerissen zu werden, war das Bewusstsein von dem großen Schmerz, den sie in sich trug, aber nie in der Lage war, mit Worten zu benennen. Da war eine Narbe aufgerissen, eine Narbe, von der sie nicht wusste, woher sie stammte. Eine Verletzung, die der, die sie heute erlebt hatte, sehr ähnlich sein musste, aber tief im Nebel verborgen lag. Er stand jetzt ganz nah neben ihr. Die Hand immer noch zwischen ihren Schulterblättern, waren es nur Millimeter, die sie zur Seite hätte kippen müssen, um sich an ihn anzulehnen.

Sie blieb aufrecht, fasste sich, nahm das Besteck und begann den Salat zu essen. Als er sich auf seinen Platz zurückzog, nahm sie die Stoffserviette und trocknete sich ihre Tränen.

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Angela.
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  RE: Mara, der Weg in die Sklaverei Datum:24.02.26 11:18 IP: gespeichert Moderator melden


Sehr schön geschrieben, man kann die Spannungen zwischen den Beiden richtig nachvollziehen..... Bin gespannt in welche Richtung sich diese Beziehung weiter entwickelt. LG
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  RE: Mara, der Weg in die Sklaverei Datum:24.02.26 11:37 IP: gespeichert Moderator melden


Führung und Fürsorge, so schön
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  Mara, der Weg in die Sklaverei Datum:24.02.26 14:53 IP: gespeichert Moderator melden


„Ich weiß, dass es jetzt nicht so der richtige Moment ist,“ begann er, „aber ich möchte, dass du dich auf das kommende Wochenende vorbereiten kannst. Wir werden von Freitag bis Sonntagabend auf einem sehr besonderen Event sein. Es sind viele gute und langjährige Freunde von mir dabei und ich würde mich freuen, wenn du ein paar Kontakte knüpfen würdest, vielleicht neue Freundinnen finden könntest".

Maras Gesicht hellte sich auf, und das, was sie die ganze Zeit unterdrückt hatte, weil sie wusste, dass es zutiefst unschicklich ist, traute sie sich jetzt zu tun, da sie das Gefühl wiedergewonnen hatte, er würde sie und ihre Bedürfnisse sehen und akzeptieren. Mara nahm die Stoffserviette und schneutze sich die Nase mit einem lauten Trompeten. Wortlos, ohne sie eines Blickes zu würdigen, verließ er das Zimmer. Noch drei mal trompetete Mara ihren Schnodder in die Serviette, bis endlich ihre Nase wieder frei war und sie sie zum Atmen benutzen konnte. Egal was jetzt kommen würde, sie würde es nicht mehr ändern können. Ob er ihr jetzt den Koffer vor die Tür stellen würde, sie einfach die nächsten Tage ignorieren und nicht mit auf das Wochenendevent nehmen, oder sie mit Setzung einer Frist aus dem Haus werfen würde und bis dahin nicht mehr in Erscheinung treten würde, alles war in ihren Gedanken möglich.

Es dauerte nicht lange bis er wieder durch die Tür kam. Er hatte den SM-Leitfaden in der Hand und überreichte ihn Mara mit den Worten: „Die Leute am Wochenende sind alle mehr oder weniger aktiv in der Szene. Ich erwarte von dir, dass du weißt was da vor sich geht, nicht urteilst und dich angemessen und zurückhaltend benimmst.“
Mara nickte nur, nahm das Buch entgegen und blätterte einmal kurz darin, um den Eindruck zu erwecken, dass sie so etwas noch nie gesehen hätte.

„Ich habe noch einen Abendtermin,“ kündigte er an. „Am besten schläfst du im Gästezimmer, damit ich dich nicht wecke, wenn ich spät nach Hause komme und du mich nicht weckst, wenn ich morgen früh ausschlafen werde.“ Das war nicht das erste mal, dass sie im Gästezimmer, genau mit dieser Begründung schlafen musste. Eine Distanz, eine Ablehnung, die sie empfand, die er aber auch wohlwollend schützend meinen könnte. Sie ignorierte ihre feinen Sensoren für Zurücksetzungen und freute sich auf einen ruhigen Abend, an dem sie die Bücher von Nancy F. und diesen Leitfaden studieren wollte. Drei mal rubbelte sie sich an diesem Abend zum Höhepunkt, nachdem sie sich der Gemütlichkeit wegen zuerst den kleinen Kaminofen im Gästezimmer angemacht hatte und dann vom bequemen Ohrensessel in das französische Bett gewechselt war. Die Ruhe im Gästezimmer, vom Knistern des Feuers im Kaminofen abgesehen, war etwas was sie zu schätzen gelernt hatte. Das Schnarchen von ihm hatte sie schon oft manche Nacht wach gehalten.

In einem ruhigen Moment, kurz nach ihrem ersten Höhepunkt überlegte Mara, wie „kindisch“ es war, wie sie sich heute ihren Gefühlen ausgeliefert hatte. Hätte sie ihre Wut gelebt, dann wäre ihre Beziehung wahrscheinlich am Ende gewesen. Ihr war klar, dass dieser erfolgreiche Geschäftsmann sich nicht auf Kleinemädchenallüren einlassen würde. Sie wollte ihn nicht verlieren. Nicht wegen der materiellen Sicherheit, die er ihr bieten konnte, sie war selber gut zurechtgekommen in ihrer Vollzeitstelle, und selbst mit dem was sie jetzt verdiente, könnte sie sich jederzeit eine kleine Wohnung leisten. Sie schätzte die Ruhe, die er ausstrahlte. Die Klarheit die sein Handeln bestimmte. Die Verlässlichkeit die sie bisher erfahren hatte. Und zunehmend, konnte sie auch seine Fürsorge annehmen, die sie am Anfang zuerst als Kompliment aufgefasst hatte, sie aber dann auch zunehmend zu erdrücken schien. Die Kleider, die er ihr mitbrachte, kosteten sie Überwindung zu tragen. Nicht, weil sie etwa obszön kurz und aufreizend waren, sondern weil der konservative Stil ihrer Meinung nach nicht zu ihr passte und der Schnitt oftmals einengend, ja begrenzend auf sie wirkte.

Nach dem dritten Höhepunkt verließ sie das Bett, holte sich ein Glas Portwein aus der Bar und setzte sich, nach dem sie Holz nachgelegt hatte, vor den Kaminofen. Ihre Gedanken waren bei Bondage und Disziplin, Unterordnung und Dominanz. Schon als sie den Leitfaden das erste mal in der Hand hatte, hatte sie die Parallelen wahrgenommen, die ihre Beziehung zu diesem, wesentlich älteren, Mann hatte.

Noch waren sie an der Oberfläche. Der Schnittstelle zwischen einer „normalen“ Beziehung und einem Verhältnis, das sich über Dominanz und Unterwerfung definierte. Sicher waren sie hier und da schon mal tiefer eingetaucht, in das was man D/S nennen könnte. Einmal hatte er ihr zwei mal ins Gesicht geschlagen. Verdienter maßen, wie Mara dachte. Sie hatte sich, ohne zu fragen sein Auto ausgeliehen, das oft vor dem Haus stand, während er mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren war. Sie hatte das akzeptiert, als hilflose Reaktion auf eine deutliche Grenzüberschreitung. An anderen Stellen hatte sie manchmal den Verdacht bekommen, es bei Ihm mit einer narzistischen Persönlichkeit zu tun zu haben. Sie hatte sogar eine Beratungsstelle aufgesucht, die, nach ihren Schilderungen der Situationen, eine solche tiefgreifende Persönlichkeitsstörung nicht ausschließen wollte und vor den Gefahren solcher kranken Persönlichkeiten gewarnt hatte.

Trotzdem war sie sich jetzt sicher, sie wollte sich mit ihm auf die Reise, auf die Tauchfahrt in die Tiefen der Unterwerfung begeben, sollte er sie jemals formal fragen. Sie wäre bereit „Ja“ zusagen, wenn er sie in das Korsett eines entsprechenden Vertrages schnüren würde. Als sie aufstand, um noch einen Scheit Holz nachzulegen, nahm sie die Gelegenheit wahr und schenkte sich noch ein Glas Portwein ein. In dem bequemen Sessel hing sie ihren Gedanken nach, rieb ihre kleine Clit ohne dabei noch wesentliche Erregung bewirken zu können. Gedanklich versuchte sie sich in die Bondage einzufühlen, wobei ihr klar wurde, dass die Kleider die sie heute trug, schon eine Art der Bondage bedeuteten.

Abermals musste sie einen Scheit Holz nachlegen. In dem Weinglas war nur noch eine kleine Pfütze und sie ging zur Bar, um das für diesen Abend noch einmal zu ändern. Als sie das Glas abgestellt hatte, ging sie aus einem inneren Impuls ins Studierzimmer, nahm den Füller und ein neues Blatt Papier und schrieb: „Ich wünsche mir einen Sklavenvertrag.“ 20 Zeilen schrieb sie, bis die Form ihrem kritischen Geist entsprach. Dann zerriss sie den Bogen Papier und warf ihn in den Papierkorb. Zurück an der Bar, nahm sie ihr halbvolles Glas und ging zu ihrem Sessel. Wohin ihre Gedanken reisten, erfasste sie nicht mehr wirklich. Das Feuer brannte herunter und im Glas war nur noch eine Pfütze, als sie eingeschlummert war. Sie erwachte von den Geräuschen, die er machte, als er nach Hause kam. Als wieder Stille eingetreten war, schlich sie ins Studierzimmer, nahm den Füller und schrieb ihren Satz in das Buch.
Dann ging sie ins Bett und schlief bis zum Morgen, beinahe zu lange, um noch pünktlich zu ihrer Arbeit zu kommen.

Die Zeit bis zum Wochenende verflog wie im Fluge.
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  RE: Mara, der Weg in die Sklaverei Datum:26.02.26 19:44 IP: gespeichert Moderator melden


Mein Autorenherz braucht Rückmeldungen, um wirklich motiviert zu schlagen.


Die Zeit bis zum Wochenende verflog wie im Fluge.

Sie bemühte sich seinem Wunsch, ihn nicht unaufgefordert anzusprechen, nachzukommen. Und er sprach nicht über die Wünsche, die er im Wunschbuch gelesen hatte.
Freitag 13:00 Uhr startete sie den Wagen. Bis zum Veranstaltungsort wären es 300 Kilometer, eine Strecke, die sie sich teilen wollten. Er mochte es, wenn sie den Wagen lenkte, er sie beobachten konnte, wie sie konzentriert nach vorn schaute. So war sie einfach wunderschön. Es brauchte keine Schminke oder Lippenstift, übermäßig gezupfte Brauen oder angeklebte Lider.

Mara war nervös, ihre Finger nestelten an dem Saum ihres hautengen, bordeauxroten Kleides. Als sie den Raum betraten, hielt sie den Blick gesenkt, genau so, wie sie es auf der Matte geübt hatte.
er Raum roch nach schwerem Parfum und teurem Leder. Überall sah sie Frauen, die ihre Devotion wie Juwelen trugen. Einige knieten bei ihren Partnern, andere standen in vollkommener Symmetrie im Raum. Was Mara den Atem raubte, waren die Halsbänder. Schwere, polierte Stahlreifen, in deren Mitte ein massiver Ring glänzte.
​„Das ist das Ziel?“, schoss es ihr durch den Kopf. Ein innerer Dialog flammte auf: „Dort draußen sieht jeder, wem ich gehöre. Da gibt es kein Verstecken mehr.“ Sie sah eine Frau, die an einer kurzen Kette geführt wurde, und deren Blick vollkommen ruhig und klar war – als hätte sie in der totalen Unterwerfung eine Freiheit gefunden, die Mara noch suchte. Ihr Mann legte seine Hand auf ihre Schulter. Sie spürte den Druck und wusste: Die Zeit der Vorbereitung war vorbei.

Die Zeit der Vorbereitung war vorbei.
Der Lärm der Party war gedämpft, ein Summen aus tiefer Musik und leisen Gesprächen. Mara stand in der „Haltung der Erwartung“, die Hände hinter dem Rücken verschränkt, den Blick vorschriftsmäßig leicht gesenkt. Doch ihre Ohren waren weit offen.
​Nur wenige Meter entfernt stand ihr Mann mit einem älteren Herrn, der eine Frau an einer kurzen, schweren Lederleine führte. Die Frau trug einen massiven Edelstahlreifen um den Hals.
​„Sechs Monate?“, hörte Mara den anderen Mann sagen. Er lachte leise.„Ein guter Anfang. Aber der Stahl kommt erst, wenn der Widerstand im Kopf zu einer Form von Stolz geworden ist. Elena hat drei Jahre gebraucht, bis sie den Ring nicht mehr als Fessel, sondern als Krone begriffen hat. „Am Anfang hat sie gegen jedes Kleid gekämpft, jede Haltung auf der Matte war eine Verhandlung", bemerkte er.
​Mara spürte ein Zittern in ihren Waden. „Drei Jahre?“, dachte sie. Der innere Dialog flammte auf: „Ich kämpfe erst seit sechs Monaten. Bin ich überhaupt bereit für das, was ich mir da gewünscht habe?“ Sie sah zu Elena auf, die vollkommen unbeweglich neben ihrem Herrn stand. Ihre Augen wirkten nicht leer, sondern fokussiert, fast schon hoheitsvoll in ihrer Unterordnung.
​Als die Männer sich tiefer in ein Gespräch über Ausbildungsmethoden vertieften, nickte Elenas Herr ihr kurz zu. Es war die Erlaubnis, sich zu bewegen. Elena trat einen Schritt auf Mara zu.
​„Das Zittern in deinen Beinen wird vergehen“, sagte Elena leise. Ihre Stimme war fest. „Am Anfang suchst du nach Fluchtwegen in deinem Kopf. Du denkst an die Freiheit, die du draußen hattest. Aber schau dich um. Die Freiheit draußen ist laut und formlos. Hier drinnen... hier bist du eine Skulptur, die er erschafft.“
​Eine zweite Frau, die ein schmaleres Halsband mit eingraviertem Namen trug, gesellte sich dazu. „Das Schwierigste war für mich das erste Mal im Außen“, gestand sie Mara. „Wenn du weißt, dass jeder diesen Ring sieht. Dass jeder weiß: Ich entscheide nichts mehr selbst. Aber genau in diesem Moment, wenn du dich vor allen anderen klein machst, spürst du seine ganze Stärke hinter dir. Du bist nicht mehr allein verantwortlich für dein Leben. Das ist das Geschenk.“
​Mara schluckte. Der Wunsch nach Selbstbestimmung, der sie monatlich auf der Matte gequält hatte, fühlte sich hier, im Angesicht dieser Frauen, plötzlich klein und kindisch an.
​„Vielleicht ist es kein Verlust von Freiheit“, flüsterte ihr innerer Dialog nun vorsichtiger, „sondern ein Tausch. Meine Freiheit gegen seine Sicherheit.“
​Sie sah wieder zu ihrem Mann. Er beobachtete sie, während er dem anderen Mann zuhörte. In seinem Blick lag eine Erwartung, die Mara früher erschreckt hätte. Jetzt aber, umgeben von dem glänzenden Stahl der anderen Frauen, spürte sie zum ersten Mal eine dunkle, ziehende Sehnsucht: Sie wollte auch diesen Ring. Sie wollte, dass der Kampf in ihrem Inneren endlich durch das kalte Metall im Außen besiegelt wurde.

Früh, gleich nach dem Abendbrot, brachte er sie auf ihr Zimmer. Dort ließ er sie mit ihren Gedanken allein. „Drei Jahre hat Elena gebraucht“, hallte es in ihrem Kopf wider. „Drei Jahre Kampf, bis der Stahl zur Krone wurde.“ Sie fühlte sich erschöpft, aber seltsam hellwach. Die Bilder der anderen Frauen, die so ruhig und fest in ihrer Unfreiheit gewirkt hatten, brannten noch vor ihrem inneren Auge.

Am zweiten Tag, dem Samstag, gab es nach dem späten Frühstück, was am späten Abend und in der Nacht alles vor sich ging, erschloss sich Mara nicht, eine Vorführung. Drei Frauen zeigten syncron ihre Haltungen in einem schnellen Wechsel. Es sah sehr ästhetisch aus, beinahe wie Ballett. Danach brachte er Maja wieder auf das Zimmer.
​„Setz dich, Mara“, sagte er ruhig. Es war kein Befehl, eher eine Einladung in die „Haltung der Erwartung.“
​Sie sank auf die Knie, die Fersen unter dem Gesäß, den Rücken gerade, die Hände flach mit den Handflächen nach oben auf den Oberschenkeln. Die Übung der letzten sechs Monate zahlte sich aus; ihr Körper fand die Position fast von selbst, auch wenn ihre Knie noch etwas zitterten.
​Er trat vor sie und blieb stehen. Er berührte sie nicht, aber seine bloße Anwesenheit lastete schwer auf ihr. „Du hast die Frauen gesehen“, begann er. „Du hast den Stahl gesehen. Du hast den Ring gesehen, der zeigt, dass sie nicht mehr sich selbst gehören.“
​Mara hob den Blick ein wenig, gerade so weit, dass sie seine Knie und den unteren Teil seines Hemdes sah. „Ja“, flüsterte sie. Ihr innerer Dialog war ein Chaos aus Angst und einer fast schmerzhaften Sehnsucht. „Will ich das wirklich? Will ich dieses Zeichen? Will ich diesen Vertrag, der einem solchen Ring unweigerlich vorausgehen muss?“
​„Das halbe Jahr der Kleider und der Haltung war nur die Skizze“, fuhr er fort. Er trat einen Schritt näher, bis seine Schienbeine fast ihre Knie berührten. „Ein Halsband ist kein Schmuckstück, Mara. Es ist ein Ende. Das Ende der Verhandlungen. Das Ende der Ausreden auf der Matte. Wenn ich dir diesen Ring anlege, dann gibt es kein 'Ich möchte heute nicht' oder 'Das ist mir unangenehm' mehr.“
​Er bückte sich leicht zu ihr herunter. „Bist du bereit, den letzten Rest deines Widerstands in Metall gießen zu lassen? Oder brauchst du noch ein weiteres halbes Jahr, in dem wir die Haltungen so lange wiederholen, bis du vergisst, wie man anders existiert?“
​Mara spürte, wie ihr Atem flacher wurde. Die Vorstellung, noch Monate in diesem Zwischenzustand zu verbringen – im Kopf frei und im Herzen halb gebunden –, erschien ihr plötzlich unerträglicher als die totale Hingabe. Der Gedanke an das kalte Metall auf ihrer Haut, das sie für alle sichtbar als sein Eigentum markieren würde, löste einen Schauer aus, der nichts mit Kälte zu tun hatte.
​„Ich will nicht mehr kämpfen“, gestand sie sich selbst ein. „Ich will, dass er die Verantwortung für uns trägt.“
​Sie sah zu ihm auf, ihre Augen feucht, aber entschlossen. „Ich will nicht mehr warten“, sagte sie mit festerer Stimme, als sie es selbst erwartet hätte. „Ich will, dass jeder sieht, was ich für dich bin.“
​Er lächelte nicht, aber sein Blick wurde tief und dunkel. „Gut. Dann werden wir heute beginnen. Ein Halsband muss perfekt sitzen – eng genug, damit du es in jedem Moment spürst, aber weit genug, damit du darin atmen kannst. Denn du wirst darin viel atmen müssen, Mara.“




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  RE: Mara, der Weg in die Sklaverei Datum:26.02.26 19:47 IP: gespeichert Moderator melden


Die folgenden Stunden wurden zu einer Studie über Druck, Gewicht und Präsenz. Es gab nicht ein Halsband, sondern eine ganze Auswahl, als wollte er ihre Belastbarkeit und ihren Geschmack gleichermaßen testen.
​Zuerst war da ein schwerer, runder Torques aus Bronze. Er war massiv und kühl. Als er ihn ihr anlegte, sackten ihre Schultern unwillkürlich nach unten.
„Es ist so schwer“, dachte sie, während sie versuchte, die „Haltung der Erwartung“ einzunehmen. Das Metall drückte gegen ihre Schlüsselbeine. In ihrem inneren Dialog kämpfte die Bewunderung für die Handwerkskunst mit dem beklemmenden Gefühl der Last. Nach kurzer Zeit fühlte sie sich physisch erschöpft. Es war eine ständige Erinnerung: Du bist nicht mehr leicht. Du bist beschwert durch seinen Willen.
ann kam das ovale Halsband, ein breiter Reifen aus poliertem Edelstahl, der extrem eng anlag. Es ließ keinen Spielraum für unbedachte Kopfbewegungen. Wenn sie den Kopf senkte, bohrte sich der Rand in ihr Kinn.
„Das ist zu eng“, flüsterte ihr Widerstand. Doch jedes Mal, wenn sie im Spiegel sah, wie das Metall ihre Halspartie betonte und sie zwang, den Kopf hoch und stolz zu tragen, spürte sie einen Funken Erregung. Es war eine paradoxe Freiheit: Die Enge nahm ihr die Wahl der Bewegung, schenkte ihr aber eine vollendete Haltung, die sie mit dem eigenen Willen nie so lange hätte halten können.
ie größte Herausforderung war die Halsbandage – ein breites Lederband, das fast vom Kinn bis zu den Schlüsselbeinen reichte. Es war unmöglich, den Hals darin zu beugen. Sie trug es während des Mittagessens.
„Ich kann kaum schlucken“, war ihr erster Gedanke. Sie fühlte sich wie ein ausgestelltes Objekt. Der Dialog mit ihrem Mann während dieser Zeit war einseitig; so wie er es sich wünschte. Sie konnte nur kurz nicken oder den Kopf leicht wiegen. Er sprach über die Ästhetik der aufrechten Haltung und wie das Äußere nach innen wirkt und die Persönlichkeit formt. „Siehst du, Mara?“, sagte er, während er ihre unbewegliche Silhouette betrachtete. „Das Leder nimmt dir die Möglichkeit, wegzusehen. Du bist ganz bei mir.“
​Nach vier Stunden des Testens, des Tragens immer nur für weniger als eine Stunde und des anschließenden Ablegens, fühlte sich ihr nackter Hals seltsam leer und schutzlos an.
„Wer bin ich ohne den Druck?“, fragte sie sich. Sie begann zu verstehen, dass jedes Modell eine andere Facette ihrer Unterwerfung betonte: Die Schwere forderte ihre Kraft, die Enge förderte ihre Disziplin, die Höhe ließ ihren Stolz, den sie nach außen demonstrierte nach innen wachsen. ​Am späten Nachmittag legte er alle Varianten vor ihr auf den Tisch. Er wartete auf ihre Entscheidung, wohl wissend, dass am Ende er die Entscheidung treffen würde welchen Ring sie dauerhaft tragen würde. Ihr war nun klar: Sie wollte nicht mehr nur probieren, sie sollte den Ring den ganzen Abend und die Nacht bis zum späten Nachmittag des folgenden Tages tragen. Als er den Raum betrat, deutete sie auf den schlichten, hochglanzpolierten Edelstahlring – oval, schwer genug, um präsent zu sein, aber auch hoch genug, um seine Sichtbarkeit immer zu gewährleisten.
​„Dieser hier“, sagte sie leise. „Ich will ihn für dich tragen.“

Der gewählte Edelstahlreif lag auf dem kleinen Holztisch zwischen ihnen. Er glänzte kalt im gedämpften Licht des Zimmers. Das Werkzeug – ein kleiner, unauffälliger Inbusschlüssel – lag daneben.
​„Komm her, Mara“, sagte er. Seine Stimme war nicht streng, aber von einer Ruhe, die keinen Widerspruch duldete.
​Sie kniete sich vor ihn hin. Ihr Herz klopfte so heftig, dass sie es im Hals spürte – genau dort, wo das Metall bald sitzen würde. Ihre Gedanken rasten: „Das ist der Moment. Wenn die Schraube festgedreht ist, gibt es keinen schnellen Weg zurück. Ich werde damit schlafen, ich werde damit aufwachen. Ich werde damit ich selbst sein – oder das, was er aus mir macht.“
​Er nahm den Reif in beide Hände. Das Metall fühlte sich zunächst eiskalt an, als er es ihr um den Hals legte. Er passte die beiden Hälften des Ovals zusammen. Mara hielt den Atem an. Sie spürte seine Finger an ihrem Nacken, konzentriert und präzise.
ann hörte sie das leise, metallische Klicken, gefolgt von dem kratzenden Geräusch der Schraube, die er langsam eindrehte. Der Reif saß, unnachgiebig, fest, wurde ein Teil ihrer Anatomie.
​„Es ist zu“, sagte er leise. Sie ließ ihre Haare herunter, die sie die ganze Zeit über mit beiden Händen hochgehalten hatte.
​Mara schluckte. Das Metall bewegte sich mit ihrem Kehlkopf. Es war ein seltsames Gefühl, eine Mischung aus Beklemmung und einer tiefen, fast erschreckenden Erleichterung. Der Kampf der letzten sechs Monate – das Zögern bei den Kleidern, der Widerstand auf der Matte – schien mit diesem einen Verschluss seine Krönung zu erfahren.
​„Ich bin gezeichnet“, dachte sie. Sie hob die Hand, um das Metall zu berühren, doch er hielt ihr Handgelenk fest. „Nein. Berühr es nicht. Es gehört dir nicht. Es ist mein Zeichen an dir.“

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  RE: Mara, der Weg in die Sklaverei Datum:26.02.26 19:50 IP: gespeichert Moderator melden


Der Abend war heiter. Lockere Spiele in kleinen Gruppen, dann und wann gab es sogar etwas zu gewinnen, verkürzten die Stunden ungemein. Drei Subs hatten diese Nacht in Fesseln gewonnen und wurden im öffentlichen Raum angekettet. Oder hatten drei Herren oder Herrinnen für eine Nacht ihre Begleitung verloren? Es lag an der Betrachtungsweise.

ie Nacht war eine Herausforderung für Mara. Jedes Mal, wenn sie sich im Schlaf drehen wollte, erinnerte sie der Druck des Stahls daran, wer sie war. Es gab keine Position, in der sie das Halsband vergessen konnte. Als sie am nächsten Morgen vor dem Spiegel stand, sah sie das glänzende Band an ihrem Hals. Es passte nicht zu ihrem Schlafanzug, es passte nicht zu ihrem alten Ich. Es war ein Fremdkörper.

​Ihre Gedanken beim Zähneputzen waren fast schon surreal: „Ich sehe aus wie die anderen Frauen auf der Party. Ich bin jetzt eine von ihnen. Ich trage die Verantwortung nicht mehr allein.“
​Als er den Raum betrat und sie im Spiegel ansah, legte er seine Hand flach auf ihre Brust, direkt unter den Ring. „Guten Morgen, Mara. Wie fühlt sich deine neue Haut an?“
​Sie sah ihn durch den Spiegel an, den Kopf durch den Stahlring leicht erhoben. „Sie ist... schwer“, antwortete sie ehrlich. „Und sie erinnert mich bei jedem Atemzug an dich.“

Der Vormittag war schnell verflogen. Frühstück, ein kurzes Gespräch mit Elena, die dann einen festen Termin hatte, bei einem Event, der nur einem besonderen Kreis von handverlesenen Personen zugänglich war. Ihr Mann gehörte dazu. Bevor er sie verließ, stellte er ihr Emma an die Seite. Emma war eine kleine, drahtige Person von etwa 25 Jahren. Sie trug einen Halsreif ohne Ring. Zierlich, in sich verdreht und wie Gold schimmernd. Ein Torques von erlesener Schönheit und Leichtigkeit, durch die große Öffnung scheinbar jederzeit abnehmbar. „Emma wird sich um dich kümmern, so lange ich anderweitig beschäftigt bin,“ sagte er und ließ die beiden einfach stehen.

Emma trug eine einfache beige Tunika, war barfuß und ihre Taille war durch einen dünnen braunen Gurt aus drei verdrillten Kardeelen, mit einem einfachen Knoten vor dem Bauch betont. Ein Muster, dass sich auch in ihrem Halsreif wiederfand.
„Lass uns in den Garten gehen,“ schlug sie vor und richtete ihre Schritte auf die großen Terrassentüren ohne eine Rückmeldung abzuwarten. Als sie die große Freitreppe vor dem Haus erreicht hatten, hatte Mara zu ihr aufgeholt. Emma dreht sich zu ihr um und sah sie direkt in die Augen. „Wir werden uns nicht unterhalten,“ sagte sie. „Ich darf und möchte nicht mit dir sprechen,“ ihr Ton war ernst, aber nicht abweisend. „Genieße den Garten, die Blumen und die Ruhe.“ Mara staunte nicht schlecht, war aber bereit die Situation so anzunehmen. „Wenn du die Schuhe aus ziehst, dann wirst du den Garten noch viel intensiver erfahren“, sagte Emma und schwieg von diesem Moment an. Mara lief neben ihr her. Bei der ersten Bank, die am Rand des breiten Kiesweges stand, hielt sie an und zog sich die Schuhe und Strümpfe aus. Emma honorierte diesen Entschluss mit einem anerkennenden Blick.

Im Gegensatz zu Emma setzte Mara ihren Weg auf dem schmalen Grasstreifen neben dem Kiesweg fort. Sie spürte den Tau zwischen ihren Zehen, den die Morgensonne noch nicht abgetrocknet hatte. Mara war noch nie wirklich barfuß gelaufen. Sie versuchte ein paar Schritte auf dem Kies, rettete sich dann aber wieder schnell auf den Grasstreifen, dessen weicher Boden ihren Füßen schmeichelte. Irgendwann nahm Emma Maras Hand. Keine vorsichtig tastende Berührung, die um Erlaubnis bat, sondern ein festes Zugreifen und festhalten, das keinen Widerstand zulassen würde. Mara wunderte sich über sich selbst, dass sie nicht die Spur eines inneren Widerstands spürte und es sogar als hilfreich und angenehm empfand, als Emmas Hand ihr Halt gab, da der Grasstreifen neben dem Weg durch einen kreuzenden Pfad unterbrochen wurde. Das Laufen auf den spitzen kleinen Steinchen fiel Mara schwer. Emma nahm Maras Kampf war. Sie maß dem Schmerz an den Fußsohlen einfach zu viel Beachtung zu, dachte Emma. Trotzdem, oder vielleicht auch gerade deswegen führte sie sie nicht gleich wieder an den Rand des Weges zurück, wo sie dann wieder auf dem Grasstreifen hätte laufen können. Emma hielt Maras Hand und führte sie und Mara fügte sich.
Mara hatte ihre Schuhe an der Bank zurückgelassen. Es gab also auch keinen einfachen Ausweg. Der nächste Weg, der nach rechts abbog, war mit feinstem Sand belegt. Emma führte Mara direkt dort hin. „Es wird jetzt einfacher, sogar einfach schön werden,“ sagte Emma, als sie sah wie sich die Gesichtszüge von Mara auf dem Sandweg entspannten. Der Weg schlängelte sich zwischen den Beeten und Rabatten, kleinen Busch- und Baumgruppen. Der Bodenbelag änderte sich alle 50 Meter. Sand, Moos, Gras, sogar feuchten Lehm gab es, wo die Füße deutliche Abdrücke hinterließen.
Zwischen zwei Buschgruppen setzte Emma sich ins Gras und nahm eine Haltung ein. Mara tat es ihr gleich. Jetzt erinnerte Mara sich, dass sie Emma bereits bei der Performance der Haltungen gesehen hatte. Als Emma ihre Haltung änderte, tat sie es ihr gleich. Sie wechselten alle zehn Haltungen nacheinander durch, um dann wieder mit der Haltung der Erwartung zu beginnen und die Haltungen mit wesentlich kürzeren Abständen zu wiederholen. Mara kam ziemlich schnell außer Atem, so schnell wechselte Emma die Haltungen beim dritten Durchlauf. Dann verharrte sie in der Haltung der Erwartung für eine lange Zeit. Irgendwann, dachte Mara, ob Emma wohl erwartete, dass sie den Anstoß geben sollte, wieder einen Wechsel zu vollführen oder weiter zu gehen.

Emma saß mit geschlossenen Augen und Mara traute sich nicht wirklich Emmas Ruhe zu zerstören, aber als sich ein Krampf in ihrer Wade ankündigte, blieb ihr nichts anderes übrig, als sich auf ihre Pobacke abzurollen. Das genügte, dass Emma die Augen öffnete und auch ihre Haltung aufgab.

Vom Weg aus konnten sie die Bank sehen, wo Maras Schuhe warteten. Es waren nur wenige Meter durch die Wiese, dann ein kleiner Sprung über einen Bachlauf und schon wären sie nach ein paar Schritten bei der Bank. Mara nickte mit dem Kopf in die Richtung der Bank und Emma nickte ihr zu und kam ganz nahe zu ihr und fasste sie an der Hand. Sie waren nur wenige Schritte auf den Bach zugegangen, als aus dem weichen Gras ein Teppich aus jungen Brennnesseln wurde. Bei der ersten Berührung schreckte Mara zurück, aber Emma, die einen halben Schritt vor ihr lief, hielt sie fest an der Hand.
„Den Weg, den man einmal eingeschlagen hat“, sagte sie,„sollte man nicht wegen ein paar Schwierigkeiten gleich aufgeben. Sprach´s und zog Mara weiter bis zu dem Bach, wo sie erkannte, dass die Nesseln auf der anderen Seite über knöchelhoch standen. Als sie die Bank erreichten setzten sich beide darauf und Mara wollte gleich beginnen sich zu kratzen, als Emma ihr beide Hände festhielt und leise „sch sch sch“, machte und dabei den Kopf schüttelte. Die weißen Kniestrümpfe waren schnell übergestreift und die Spangenballerina schützten ihre Fußsohlen zuverlässig vor den spitzen Steinen auf ihrem Rückweg zum Haus.

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  RE: Mara, der Weg in die Sklaverei Datum:26.02.26 19:53 IP: gespeichert Moderator melden


Pünktlich zum Mittagessen waren sie wieder zurück am Haupthaus der Anlage. Emma verabschiedete sich von Mara, indem sie sich vor ihr aufstellte und ihr beide Hände drückte. „Ich wünsche dir viel Geduld, Zuversicht und Kraft auf deinem Weg“, sagte sie und verschwand in der Menge der Leute, die dem Speisesaal zuströmten. Als Mara Emma noch hinterher sah, spürte sie schon die Hand ihres Mannes auf ihrem Rücken. „Ich hoffe, du konntest die Ruhe des Vormittags genießen“, sagte er und Mara wurde klar, dass sie nicht einmal an ihn und auch nicht im Geringsten an ihren Halsreif gedacht hatte. Sie war von den Eindrücken des Gartens, den Düften der Blumen, und dem Barfußlaufen auf den verschiedenen Untergründen so eingenommen, dass weder die Enge des Halsrings noch die Gedanken an ihren Herren sie erreichen konnte.

Das Mittagessen war der Abschluss der Veranstaltung. Es gab eine kurze Rede des Veranstalters und den Hinweis, dass die Einladungen zu weiteren Events im In- und Ausland sich bereits in den Mailboxen der Teilnehmer befinden würden, die dort willkommen seien. Mara hätte sich gerne von Elena verabschiedet, aber ihr Tisch lag in ihrem Rücken und so konnte sie sie weder sehen noch in irgendeiner Weise auf sich Aufmerksam machen. Als sie sich vom Tisch erheben durfte, war der Tisch, an dem Elena gesessen haben musste, bereits verlassen. Was ihr blieb, war die Hoffnung, sie beim nächsten Event wieder zu sehen.

Der Halsreif wurde ihr abgenommen, während er die Koffer aus dem Zimmer zum Auto trug.

Auf der Heimfahrt, Mara fuhr die erste Etappe, regnete es. Nachdem sie gewechselt hatten wiegte sie das Singen der Reifen, auf der nassen Fahrbahn, schnell in einen tiefen Schlaf. Sie träumte von Elena.
„Drei Jahre hat Elena gebraucht“, hallte es in ihrem Kopf wieder. „Drei Jahre Kampf, bis der Stahl zur Krone wurde.“ Sie fühlte sich erschöpft, aber seltsam hellwach. Die Bilder der anderen Frauen, die so ruhig und fest in ihrer Unfreiheit gewirkt hatten, brannten noch vor ihrem inneren Auge.
​Zuhause angekommen, legte er seinen Mantel ab. Die gewohnte Umgebung der Wohnung wirkte plötzlich anders – wie eine Bühne, die nun zu klein für das große Spiel geworden war, das sie draußen gesehen hatte.
​„Setz dich, Mara“, sagte er ruhig. Es war kein Befehl, eher eine Einladung in die „Haltung der Erwartung“ auf der Matte im Wohnzimmer.
​Sie sank auf die Knie, die Fersen unter dem Gesäß, den Rücken gerade, die Hände flach auf den Oberschenkeln. ​Er trat vor sie und blieb stehen. Er berührte sie nicht, aber seine bloße Anwesenheit lastete schwer auf ihr. „Du hast die Frauen gesehen“, begann er. „Du hast den Stahl gesehen. Du hast den Ring gesehen, der zeigt, dass sie nicht mehr sich selbst gehören. Du durftest fühlen wie es ist einen solchen Ring zu tragen“.
​„Ja“, flüsterte sie. Ihr Innerstes war ein Chaos aus Angst und einer fast schmerzhaften Sehnsucht. „Will ich das wirklich? Will ich dieses Zeichen für immer?“
​„Ein Halsband ist kein Schmuckstück, Mara. Es ist ein Ende. Das Ende der Verhandlungen. Das Ende aller Ausreden. Wenn ich dir einen solchen Ring anlege, dann gibt es keine Ausflüchte mehr. Nur noch Gehorsam". ​Er bückte sich leicht zu ihr herunter. „Bist du bereit?“, fragte er, „den letzten Rest deines Widerstands mit meiner Hilfe aufzugeben, zu bekämpfen? Denn es ist ein Kampf. Oder brauchst du noch Zeit, in dem wir die Haltungen so lange wiederholen, bis du vergisst, wie man anders existiert?“
​Mara spürte, wie ihr Atem flacher wurde. Der Gedanke an das kalte Metall auf ihrer Haut, das sie für alle sichtbar als sein Eigentum markieren würde, löste einen Schauer aus, der nichts mit Kälte zu tun hatte. ​„Ich will nicht mehr alleine kämpfen“, gestand sie sich selbst ein. „Ich will, dass er mithilft meine inneren Widerstände zu überwinden, Verantwortung für mich trägt.“

​Sie sah zu ihm auf, ihre Augen feucht, aber entschlossen. „Ich will nicht mehr warten. Ich will, dass jeder sieht, wozu ich mich entschlossen habe.“
​Er lächelte anerkennend. „Gut. Dann werden wir dir einen Ring anlegen der zeigt, dass du auf dem Weg bist. Mit diesen Worten holte er einen Ring heraus, der so wie ihn Emma getragen hatte, eine große Öffnung und kein kleines Auge für eine Leine oder ähnliches hatte. „Dieser Torc symbolisiert, dass du auf dem Weg bist. Drei Stränge gedreht zu einem festen Ring mit Löwenköpfen die die Öffnung bewachen. Die Löwenköpfe symbolisieren die Stärke mit der du kämpfen wirst. Jeder Strang hat eine eigene Bedeutung. Der Erste steht für dich und deine Identität. Der Zweite steht für deine inneren Widerstände, die dir nur zum Teil bewusst sind. Widerstände, die du erst erkennen musst, bevor du sie bewältigen und integrieren kannst. Erst dann können sie mit deinem Ich verschmelzen. Und der Dritte Strang steht für deinen Herren mit dem dein Ich zuletzt zu dem einen Ring verschmelzen wird,“ beendete er seine Erklärungen.


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  RE: Mara, der Weg in die Sklaverei Datum:26.02.26 19:55 IP: gespeichert Moderator melden


Der erste Gang in die Öffentlichkeit war kein Gang zu einer Party, sondern eine einfache Einkehr in einem gut besuchten Restaurant. Es war die erste Prüfung für Mara. Was sie natürlich völlig falsch einschätzte war, dass niemand der zufällig anwesenden Gäste auch nur die Spur einer Idee haben könnte, was es mit diesem keltisch anmutenden Schmuckstück auf sich haben könnte.
​Sie trug ein hochgeschlossenes Kleid aus dunkelgrüner Seide. Der Stoff war fein, und der golden schimmernde Torc hing in einem weiten Bogen über ihrem Collierbereich und die Löwenköpfe hingen rechts und links neben ihrer Wirbelsäule und sahen aus, als hätten sie sich in der hell schimmernden Haut festgebissen.

​Während sie im Restaurant saßen, fühlte Mara sich nackt, obwohl sie sehr züchtig bekleidet war.
„Sieht es jemand?“, fragte sie sich, während sie den Blick über die anderen Gäste schweifen ließ. „Wissen sie die Bedeutung dieses Reifs?“ Ihre Gedanken war nun geprägt von einer neuen Form der Verunsicherung. Da war noch kein Raum für Stolz. Der anfängliche Widerstand gegen das Halsband war einer intensiven Wahrnehmung gewichen. Sie spürte das Gewicht des Rings. Er korrigierte ihre Haltung immer wieder, sie zwang sich den Rücken gerade zu halten und die Bewegungen ihrer Hände beim Essen zu kontrollieren, genau so, wie sie es in den unzähligen Stunden auf der Matte geübt hatte.

​Ihr Mann beobachtete sie mit einem amüsierten Glanz in den Augen. Er sprach über belanglose Dinge, das Wetter, die Arbeit, doch seine Hand lag flach auf dem Tisch, und seine Finger trommelten einen Rhythmus, den nur sie als Signal verstand: „Haltung bewahren“.
​„Du wirkst heute so... gefestigt, Mara“, sagte er laut, sodass es wie ein Kompliment für jeden Außenstehenden klang. Doch sie hörte die tiefere Bedeutung.
„Ich fühle mich gefestigt“, antwortete sie und spürte, wie das Metall bei diesen Worten gegen ihre Haut drückte.
​Plötzlich bemerkte sie, wie eine Kellnerin beim Einschenken des Weins kurz stutzte. Ihr Blick war für einen Sekundenbruchteil an Maras Hals hängen geblieben, dort, wo das harte Oval sich über Seide spannte. Mara spürte, wie ihr das Blut in die Wangen schoss.
„Sie weiß es nicht, aber sie ahnt es“, dachte sie. In diesem Moment wurde ihr klar: Das Halsband war kein privates Spielzeug mehr. Es war eine Identität, die sie nun überallhin begleitete. „Ich bin nicht mehr die Frau, die vor sechs Monaten hier saß“, gestand sie sich ein. Der Wunsch nach Selbstbestimmung fühlte sich jetzt fern an, fast wie eine Erinnerung an eine Sprache, die sie nicht mehr fließend sprach. Das Halsband war die neue Grammatik ihres Lebens. ​Sie sah zu ihrem Mann hinüber. Er hatte sie auf den Weg in die Sklaverei gebracht, aber sie fühlte sich nicht als Verliererin. Sie fühlte sich wie ein Werkstück, das seine endgültige Form am Ende des Prozesses finden wird.

​Auf dem Heimweg, während die Lichter der Vorstadt an ihnen vorbeizogen, legte sie ihre Hand an ihren Hals, auf den harten Ring. Ihr Mann gab ihr einen leichten Klapps auf den Hinterkopf und zischte leise: „Nicht anfassen“.
Zu Hause angekommen, führte er sie ins Studierzimmer. Der kleine Spaziergang vom Restaurant nach Hause hatte beiden gutgetan. Im Kaminofen brannte ein Feuer, das der Hausengel, so wird die Putzhilfe in diesem Haus wohlmeinend und anerkennend genannt, auf Weisung entzündet hatte bevor sie ging.

Zwei schwere Ledersessel, die sonst vor dem Schreibtisch standen, waren auf die Glastüre des Kaminofens ausgerichtet. Neben jedem stand ein kleiner Beistelltisch. Einer mit einer Karaffe Wasser und einer mit einem Dekanter in dem der Rotwein. Funkelte. Das eine war ein Weinglas, das andere ein Wasserglas. Er wies ihr mit einer Handbewegung den Sessel mit dem Wasserglas an, der nahe bei der Stehlampe stand. Viel lieber hätte sie sich vor ihn hingekniet, während er im Sessel saß, aber was sie gerne mochte, war jetzt nicht mehr Programm. Als sie schon saß, dreht er sich vom Sessel weg und ging zum Bücherregal. Zielsicher holte er das Buch über sexuellen Fantasien der Frau heraus. Nur war es diesmal nicht das Buch was Mara schon kannte, sondern eine englische Ausgabe von „The secred garden“.

„Lies mir die Episode vor, die dir am besten gefallen hat“, forderte er sie auf, als er ihr das Buch gab. Dann ließ er sich geräuschvoll in seinen Sessel fallen.
„Ich weiß nicht, gab sie zurück, wie das auf englisch heißt und sowieso ist mein Englisch nicht so wirklich gut, gab sie zurück und hielt im sogar das Buch hin, um es ihm zurückzugeben.“ Er ignorierte die Geste und fuhr fort: „Ich werde deine Performance heute Abend gemeinsam im Anschluss zu deinem Vorlesen mit dir auswerten, also reiß dich zusammen und mach was ich dir antrage.“
Im Grunde war ihr eher zum Heulen zu Mute, aber sie zog ihre Hand mit dem Buch zurück und suchte verzweifelt nach dem, was sie in dem deutschen Text zwei Mal zum Höhepunkt hatte kommen lassen. Sie war sich unsicher, ob sie das richtige gefunden hatte, aber nach dem sie die ersten Zeilen gelesen hatte, wollte sie auch nicht abbrechen und die Suche vom Neuem beginnen. Die Androhung den Abend auszuwerten, stand für sie eindrucksvoll im Raum. Was das bedeuten könnte, war ihr nicht im Geringsten klar. Sie stotterte sich über weite Strecken durch den Text was zum einen daran lag, dass ihr Englisch wirklich nicht gut und der Text ein unbekannter war. Viel mehr aber, resultiert ihr Gestotter daraus, dass ihre Gedanken rasten. Ihr erster Abend mit dem Ring in der Öffentlichkeit, zum Teil unter den Augen der Nachbarn, die dieses Restaurant auch regelmäßig frequentierten, hatte sie schon sehr verunsichert. Was sie alles nicht zur Zufriedenheit ihres Mannes gemachte hatte erschloss sich ihr aber nicht wirklich. Sie wusste, seit sie den Ring trug, würde er ihr helfen besser zu werden. Bisher war da nur der kleine Klapps auf den Hinterkopf gewesen.

Nachdem sie die zweite Seite umgeblättert hatte, begriff sie, dass der Text kein Ende nehmen wollte. Den Inhalt hatte sie sowieso nicht mehr wirklich erfasst, sondern las einfach nur die Worte nacheinander vor. Jetzt gab sie sich einen Ruck und senkte das Buch in ihren Schoß und sah ihn an. Er erwiderte ihren Blick auffordernd. „Das ist nicht das, was ich schön fand“, eröffnete sie. „Ich habe die Fantasie, die ich präferiere im Englischen nicht wiedererkannt. Diese hier ist es nicht“, stellte sie fest. Er sah es in ihrem Blick. Sie war den Tränen nahe. Sie musste sich wie ein verängstigtes Tier fühlen, dass in eine Enge getrieben wird und spürt, wie die blanke Panik in ihm aufsteigt.

„Geh, schau dort in der Ecke stehen die Gerten, die Rohrstöcke und auch zwei drei Peitschen. Geh und such dir was passendes aus“. Mara wusste, dass sie jetzt nicht zögern durfte. Aber, dass seine Hilfe und Unterstützung jetzt solche Formen annehmen würde, war ihr doch erst einmal zu viel.
Sie griff einfach einen der Rohrstöcke und reiche ihn ihm. Er hatte sich ein weiteres Glas Wein eingeschenkt und saß seelenruhig in seinem Sessel. Mara wusste nicht was sie tun sollte. Die Panik in ihr wuchs weiter. Sie hielt ihm den Stock hin. Er schaute sie nicht einmal an. Sie ging auf die Knie, legte sich den Stock auf die Oberschenkel und zeigte die Haltung der Erwartung. Noch nie hatte sie Schläge bekommen. Und sie hatte eine solche Behandlung auch nicht auf ihrem Horizont.

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  RE: Mara, der Weg in die Sklaverei Datum:26.02.26 19:58 IP: gespeichert Moderator melden


Trotzdem war es für sie jetzt undenkbar wegen dieser Entwicklung ihre ganze Beziehung zur Disposition zu stellen. War da auch etwas Neugier in ihr, sie wusste es nicht.
„Wie viel Schläge braucht es?“, fragte er. Sie schaute unschlüssig, biss sich auf die Lippen. Sicher, ihr Vortag in Englisch war grottenschlecht, aber deswegen waren sie auch nicht zusammen. Sie wusste, dass sie eigentlich eine gute Vorleserin war, jedenfalls waren ihre Nichten und Neffen sehr davon überzeugt. Aber hier und jetzt half ihr das überhaupt nicht weiter.

„Wieviel Schläge braucht es“, fragte er abermals in einem ruhigen Ton. „Ich weiß es nicht“, brachte sie leise stammelnd heraus. Sie war in ihrer Haltung, für sie unmerklich, zusammengesackt. Aus der stolzen Präsenz, die Bereitschaft signalisieren sollte, war ein jämmerliches Häufchen geworden.

„Haltung,“ korrigierte er sie. Sofort ordnete sie sich, was aber in ihrem Gesicht kaum eine Veränderung bewirkte. Die Panik sprang ihr förmlich aus den Augen.
„Wieviel Schläge braucht es“, wiederholte er sich und machte eine Kunstpause, „dass du keine Angst mehr vor dem Stock haben würdest. Keine Angst mehr, sondern nur noch Respekt?“ „Ich weiß es nicht“, gab sie zurück, sackte in sich zusammen und begann zu weinen. Dabei hielt sie aber den Sitz und die Hände blieben auch dort wo sie hingehörten. Maras Anspannung war in sich zusammengebrochen. „Wie viele Schläge, bis ich keine Angst mehr haben würde“, fragte sie sich selbst. Sie hatte keine Erfahrung damit ihre Angst zu bezwingen. Meistens hatte sie keine Angst, sondern machte einfach die Dinge die sich ergaben und konnte auch Rückschläge gut wegstecken. Misserfolge stachelten sie an es wieder zu versuchen. In den wenigsten Fällen konnten sie sie entmutigen. Jetzt war es Wut und Entschlossenheit, die in ihr Raum nahm.

Mara hatte die Haltung ohne Anweisung eingenommen und wie selbstverständlich erhob sie sich jetzt, denn es war ihre Entscheidung gewesen in die Haltung zu gehen. Sie trat hinter den Sessel, in dem Sie gesessen hatte, schlug ihren Rock hoch und legte sich über die Rückenlehne. Ihre Arme stütze sie auf der Sitzfläche ab und ihre Beine hingen in der Luft. Das war Mara, so wie er sie kennengelernt hatte. Eine unglaublich mutige und stolze Frau, die er gerne an seiner Seite haben wollte, für immer.

Er blieb noch immer in seinem Sessel sitzen und nippte an seinem Weinglas. Würde er Pfeife rauchen, dann hätte er sich jetzt eine gestopft. So, musste er die Zeit anders verstreichen lassen. Die Zeit, die er ihr geben wollte, würde nur sehr sehr langsam verstreichen. Als er keinerlei Anstalten machte, gab Mara ihre Postion auf und setzte sich wieder in den Sessel.

„Möchtest du auch ein Glas Wein, fragte er sie. Mara nickte nur. Er stand auf und holte ein Glas von der Bar im Wohnzimmer. Er blieb außergewöhnlich lange weg. Mara versuchte das Chaos in ihrem Kopf, in ihrem Herzen zu ordnen. Für sie war klar, wenn es Schläge gibt, dann ist das so. Sie würde sie hinnehmen, wenn sie gerecht und verdient wären. Einfach nur so, aus bloßer Willkür, das wäre für sie nicht so einfach. Wie viel Schläge wären für ihre Performance heute Abend angemessen, überlegte sie. So wie sie sich fühlte, wäre das ein Maßstab, müssten es hundert sein. Sie war überzeugt davon, dass sie ihm heute in keinster Weise hatte gerecht werden können. Alle schönen Moment der Zweisamkeit waren in ihrem Kopf gelöscht. Für den Gedanken, dass er eventuell zu einer ganz anderen Auffassung kommen könnte, war in ihrem Kopf überhaupt kein Platz.

„Wie viel Schläge bräuchte es, dass sie keine Angst mehr vor dem Stock haben würde“, klang es in ihr wieder an. Jetzt stand ihre Antwort fest und sie hatte es ihm ja auch schon gezeigt. Sie hatte keine Angst vor dem Stock. Sie würde es nur nicht ertragen Ungerechtigkeit und Willkür ausgesetzt zu sein. „Was wäre, wenn er aber Spaß daran hätte sie zu schlagen?“ fragte sie sich. Dann wäre für sie die Sache klar. Er müsste es sich nur wünschen und sie würde es mit sich machen lassen. Aber wenn er „Gründe“ erfinden würde, dann wäre sie raus. Sie würde ihre sieben Sachen nehmen und gehen.

Mara spürte, dass sie mal müssen musste und als er gerade wieder ins Zimmer kam entschuldigte sie sich und nach einem verständnisvollen Kopfnicken von ihm verließ sie das Zimmer. Er stellte die Sessel so zu einander, dass sie sich jetzt beide anschauen konnten. Er legte Holz nach und schon bald erhellte das flackernde Licht des Feuers den Raum. Das Licht der Stehlampe hatte er herunter gedimmt als Mara den Raum betrat. Er stand dem Kamin zu gewandt in der Mitte des Raumes und hatte zwei volle Weingläser in der Hand. Er drehte sich Mara zu hielt ihr das Glas entgegen. „Ich möchte mit dir anstoßen, auf den wichtigsten Moment in meinem neuen Leben, den Moment, wo ich dich kennenlernen durfte“, sprachs und erhob sein Glas. Mara hatte sich von dem Wechselbad der Gefühle der letzten Stunde noch immer nicht erholt und stellte jetzt einfach alle Wahrnehmungen in Parkposition. „Einfach nur noch funktionieren“, dachte sie sich. Schaute ihm in die Augen und erhob ihr Glas. Der Portwein hatte ihr letztens ziemlich zugesetzt und sie hatte leichte Bedenken, jetzt in dieser labilen Gefühlslage Alkohol zu trinken. Aber der leichte Rotwein überzeugte sie schnell, dass nicht wirklich Gefahr bestand sich zu verlieren. Er setzte sich und sie setzte sich auch. Es dauerte nicht lange, bis er begann. „Ich hatte dir angekündigt, dass ich diesen Abend mit dir auswerten würde und ich bitte dich jetzt, ganz aufmerksam zuzuhören“.
Er stutzte kurz. Schaute etwas orientierungslos im Raum umher während in Maras Kopf wieder das Chaos Oberhand gewann. „War das der Anfang vom Ende“, fragte sie sich. In Ihrem Kopfkino packte sie schon wieder die Koffer, stand nachts alleine draußen auf der Straße und wartete auf ein Taxi, dass irgendwann aus der Stadt hier eintreffen sollte.

Draußen hatte es zu regnen angefangen und so passte alles zu Maras düsterstem Szenario.

Er stand auf und ging zum Schreibtisch, holte den Block, auf dem Mara ihre Schreibübungen gemacht hatte, ein Klemmbrett und den Füller, von dem Mara dachte, dass der nur für das Wunschbuch reserviert sein würde.

Er reichte ihr den Block mit dem Klemmbrett und den Füller und sagte: „Ich möchte, dass du das mitschreibst. Ich möchte, dass du das nie wieder vergisst, was ich dir zu sagen habe“. Anderen wäre das Herz in die Hose gerutscht, wenn sie so eine Ansage bekommen würden. Mara las daraus, dass es ihm wichtig war, was sie dachte und er Wert darauf legen würde, dass die Botschaft nicht durch die Zeit verblassen könnte. Sie hoffte, war sich sogar fast sicher, dass er sie doch nicht weg schicken würde. Jedenfalls nicht heute, nicht heute Nacht.

„Mara“, sagte er und machte eine Pause. „Du sollst mitschreiben, Mara“, forderte er sie auf.


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  RE: Mara, der Weg in die Sklaverei Datum:26.02.26 20:02 IP: gespeichert Moderator melden


Mara schrieb:“Mara..“. „Dies war ein wundervoller Abend mit dir“, fuhr er fort. Mara zögerte wieder, bis sie sich besann und schnell versuchte den Text auf das Papier zu bringen. „Ich bin so wunderbar stolz und berührt, dich in meiner Gegenwart zu wissen, dass ich es gar nicht richtig ausdrücken kann“. Er machte eine Pause, beobachtete Mara wie sie schrieb und setzte erneut an: „..gar nicht richtig ausdrücken.. kann“. „Trotzdem, machst du fatale Fehler… machst du fatale Fehler..“, wiederholte er sich wie ein Grundschullehrer beim Diktat. „Punkt“. Mara erfasste den Inhalt kaum, jedenfalls nicht in seiner Tragweite und Qualität. Hätte er ihr diese Wort ins Gesicht gesagt, wären sie an ihr vorbeigerauscht. „Der erste Fehler, den du heute Abend begangen hast, war“, er brach ab, weil Mara ihn anglotzte wie eine Kuh wenns donnert. „Du sollst mitschreiben, sagte er etwas genervt und als Mara die Feder über das Blatt schob und „du sollst mitschreiben..“ auf das Papier brachte, verdreht er nur die Augen und goss sich noch ein Glas Wein ein. Es brauchte einen Moment, bis Mara wieder bei sich war und durch einen Blick signalisierte, dass es weitergehen könnte. „Der erste Fehler, den du heute Abend begangen hast, war, dass du deinen Ring berührt hast. Das ist vollkommen verzeihlich und auch kein Wunder, da du ihn ja erst wenige Stunden trägst“. Mara schobt die Feder emsig über das Papier. Im Dikat war sie immer sehr gut in der Schule gewesen und jetzt hatte sie den Modus wieder aktivieren können. „Der kleine Klapps hat als Korrektur wunderbar funktioniert… wunderbar funktioniert. Deine Haltung bei Tisch war tadellos und du hast mich auch nicht einmal unaufgefordert angesprochen. Deine Disziplin hat sich wirklich sehr gut entwickelt. Dein Schweigen ist weder aufdringlich, noch nutzt du die Gelegenheiten dich mitzuteilen auf unangenehme Art und Weise aus. ...auf unangenehme Art und Weise aus“, wiederholte er sich.
Beim Vorlesen hast du allerdings einen wirklich schlimmen Fehler gemacht...schlimmen Fehler gemacht, Punkt.“ Wieder schaute sie ihn an, als ob er sie jetzt rauswerfen würde. „Nicht mitschreiben“, sagte er und Mara hatte das „Nicht“, schon auf dem Papier als sie begriff, dass das eine Anweisung und kein Diktiertext war.

„Mach bitte drei Vorschläge, worin dein Fehler bestanden haben könnte“. Mara machte drei Punkte auf das Papier.
- Ich habe die richtige Geschichte nicht gefunden.
- Ich habe schlecht vorgelesen.
- Ich habe aufgehört vorzulesen.

„Bitte mitschreiben“, war die Anweisung von Ihm. „Mein größter Fehler war die Anweisung nicht kommentarlos und ohne zu zögern umzusetzen“, diktierte er. „Ein kleiner Fehler war, dass ich mir nicht genug Zeit genommen hatte meine Lieblingsphantasie zu finden. Ein weiterer kleiner Fehler war, dass ich zu lange den falschen Text vorgelesen hatte, Punkt“, diktierte er weiter.

„Weißt du“, fragte er, als sie den Block auf ihrem Schoß abgelegt hatte, warum du den Torc bekommen hast und nicht einen geschlossenen Halsreif?“ Sie nickte: „Weil ich noch nicht reif dafür bin. Elena hat drei Jahre gebraucht, um dem Reif würdig zu sein“, antwortete sie. „Das ist ein Grund“, antwortete er, „aber“, fuhr er fort, „man kann auch im Halsreif reifen“, und dabei zeigte er auf den Rohrstock und die Tonne in der Ecke, wo die anderen Schlaginstrumente auf ihren Einsatz warteten. Mara nickte, mit einem sehr resignierten Ausdruck in den Augen.

Du aber trägst den Torc aus einem weiteren, sehr wichtigen Grund. Denn du sollst ihn abnehmen können… Mara hört ihn nicht mehr. Ihr Kopfkino raste schon wieder in Richtung Totalzusammenbruch. „Nein,“ schrie es in ihr. „Nein, ich will ihn nicht abnehmen, ich will ihn nicht verlieren, niemals darf das geschehen“. Eine Flut von Tränen wollte sie schon wieder mit sich reißen und am Ende würde sie irgendwo, ganz weit weg, ohne Chance auf eine Rückkehr irgendwo an einem Ufer angespült liegen. „… damit du ab nächster Woche regelmäßig ins Schwimmbad gehen kannst.“ Die Worte drangen nur sehr gedämpft und bruchstückhaft zu ihr vor. „Mit einer Halsfessel lässt dich kein Bademeister in ein Schwimmbad“, ergänzte er noch als Mara bereits aufgesprungen war und sich vor ihn hinkniete und ihren Kopf auf seinen Schoß legte. Er ließ sie eine Weile gewähren, ohne sie zu berühren, obwohl er eigentlich viel zu gerne ihren Kopf gekrault hätte. Aber er wusste, dass seine Macht auch ein Stück weit in der Distanz liegt die er versuchte aufrecht zu erhalten.

„So“, holt er er sie aus ihrer Trance des Glücks, „jetzt liest du mir die Fantasie auf Deutsch vor,“ befahl er in einem strengen Ton. Mara erhob sich blitzschnell und lief zum Bücherregal und fand das Buch mit sicherem Griff. Sie setzte sich in ihren Sessel, drehte den Dimmer der Stehlampe auf und begann zu lesen.

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