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  Das Halsband (mit KI-Unterstützung)
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windelfohlen
Stamm-Gast





Beiträge: 364

User ist offline
  RE: Das Halsband (mit KI-Unterstützung) Datum:23.10.26 18:17 IP: gespeichert Moderator melden


Sehr Spannend.
Mal schauen ob wir Leser Erfahren wer da alles dahintersteckt und was da alles für nette Technik das Halsband machen kann.
Meine Vermutung bei zu hoher Korrekturlevel und oder Eignungswert zu niedrig das dass Halsband sich Deaktiviert und dann Frei wäre.
Es ist nicht im sinne des Herstellers das Zukünftige Sklavinnen und Sklaven sterben, das würde auch viel zu viel Aufmerksamkeit erregen. Viele Tote die das Gleiche Halsband haben.
Mal Schauen ob das jemals vom Schreiber gelüftet wird.
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DarkO
Story-Writer

Nürnberg




Beiträge: 276

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User ist offline
  RE: Das Halsband (mit KI-Unterstützung) Datum:29.10.26 11:31 IP: gespeichert Moderator melden


Kapitel 5 – Der Montag

Ich lag noch lange wach. Zum einen hinderte mich der konstante, unangenehme Druck an meinem Hals daran, einzuschlafen, zum anderen fragte ich mich, was diese komischen Aufgaben zu bedeuten hatten, die ich bekommen hatte. Mal sollte ich gelbe Blumen besorgen, dann ausschließlich zu Fuß gehen und schwarze Kleidung tragen, mal zum Einkaufen, am nächsten Tag wandern und dabei eine fremde Frau küssen. Und dazu immer diese Beweisfotos abschicken. „Will man auf diese Weise etwa herausfinden, wie gut ich mich herumkommandieren lasse?“

Irgendwann übermannte mich dann aber doch der Schlaf.



Als am nächsten Morgen mein Wecker klingelte, fühlte ich mich wirklich hundsmiserabel. In der Nacht war ich immer wieder kurz aufgewacht, weil das Halsband so verflucht eng war. Dennoch blieb mir jetzt nichts anderes übrig, als aufzustehen. Ich musste zur Arbeit. Und danach unbedingt zu einem Schlosser. Dieser schreckliche Metallreif an meinem Hals musste da schleunigst wieder weg.

Also quälte ich mich aus dem Bett, ging duschen, zog mich an und machte mir einen Kaffee. Mit der dampfenden Kaffeetasse in der einen und einem Apfel in der anderen Hand ging ich anschließend raus auf meinen Balkon, um meine Frühstückszigarette zu rauchen.

Ich legte mein Smartphone auf dem Tisch ab und setzte mich auf einen Stuhl. Noch immer hatte ich keine neue Aufgabe bekommen. Dabei hätte ich wirklich gerne eine neue Aufgabe bekommen. Dann hätte ich die Möglichkeit, dafür zu sorgen, dass der Druck an meinem Hals ein bisschen nachließ. Bevor ich die Zigarette anzündete, fasste ich an mein Halsband und versuchte abermals, es ein Stück zu verschieben. Natürlich gelang es mir wieder nicht.



Zehn Minuten später hatte ich fertig geraucht und den Apfel aufgegessen. Bei jedem Bissen, den ich heruntergeschluckt hatte, war der leichte Widerstand des Halsbandes spürbar gewesen. Ich steckte mein Handy in die Hosentasche und ging rein.

Zähne putzen, etwas Make-up, Haare zu einem Zopf binden, Schuhe und Jacke anziehen, danach war ich startklar. Ich öffnete die Wohnungstür und blickte erneut auf mein Smartphone. Noch immer keine neue Nachricht. „Sollte ich vielleicht selbst eine Nachricht an diese Nummer schicken und darum bitten, dass man mir eine Aufgabe gab?“

Ich schüttelte den Kopf. Nein. So schlimm war es noch nicht. Bis zum Nachmittag konnte ich es schon aushalten. Dann würde ich zu einem Schlosser fahren, der mich hoffentlich von diesem fiesen Ding an meinem Hals befreite. Dazu musste ich dem ja nicht erklären, was es mit mir anstellte.



Im Büro bemerkte offenbar niemand meinen neuen Halsschmuck. Zumindest hörte ich diesbezüglich keine Kommentare und Fragen stellte auch niemand. Während ich versuchte, mich auf meine Arbeit zu konzentrieren, lenkte mich der unangenehme Druck an meinem Hals immer wieder ab.

In der Mittagspause suchte ich auf Google Maps nach einer Schlosserei in der Gegend. Zufällig gab es eine in demselben Gewerbegebiet, in dem sich die Firma befand, wo ich arbeitete. Lediglich drei Querstraßen weiter. Geöffnet von 7:00 bis 16:30 Uhr; Mittagspause von 12:00 bis 13:30 Uhr. Ich fragte meinen Vorgesetzten, ob ich ausnahmsweise zwei Stunden früher Feierabend machen dürfte und er stimmte zu.



Kurz nach halb vier sprang ich in mein Auto und fuhr zu der Adresse, die ich mittags im Internet gefunden hatte. Drei Minuten später war ich bereits an meinem Ziel angekommen: Ein breites Gebäude mit einem großen Rolltor und daneben einer Glastür und zwei Fenstern. Davor standen ein Lastwagen und ein Transporter, beide weiß und mit dem Namen und der Anschrift der Firma beklebt.

Ich parkte mein Auto neben dem Bordstein, stieg aus und lief über den Hof zu der Glastür. Gerade, als ich diese öffnen wollte, spürte ich einen stechenden Schmerz in meinem Hals. Der Elektroschock war so heftig, dass ich mich an der Tür abstützen musste. Gleichzeitig schnürte mir das Halsband fast die Kehle zu.

Mein Handy vibrierte. Zweimal. Panisch zog ich es aus der Tasche und schaute auf das Display.

Die erste Nachricht lautete:


Unerlaubten Aufenthaltsort erkannt.

Eignungswert: 12 %

Korrektur-Level der Einheit: 8


„Korrektur-level acht?“ Sofort las ich die zweite Mitteilung:


Neue Aufgabe zugewiesen:

Verlassen Sie unverzüglich diesen Ort.

Entfernen Sie sich mindestens 100 Meter weit.


So schnell ich konnte, rannte ich zurück zu meinem Auto, riss die Fahrertür auf, warf das Handy auf den Beifahrersitz, setzte mich hinter das Lenkrad, startete den Motor und trat auf das Gaspedal. Mit quietschenden Reifen raste ich davon.

Wenige Sekunden später ließ der Druck an meinem Hals zum Glück spürbar nach und mein Smartphone vibrierte erneut. Nachdem ich am Straßenrand angehalten hatte, nahm ich das Gerät in die Hand und las die neue Nachricht:


Aufgabe korrekt abgeschlossen.

Eignungswert: 14 %

Korrektur-Level der Einheit: 6


Korrektur-Level sechs. Das war immer noch schrecklich hoch, aber trotzdem deutlich besser als der vorherige Wert, acht. Der Edelstahlreif drückte weiterhin schmerzhaft gegen meinen Hals; Schlucken war immer noch nur unter deutlicher Anstrengung möglich. Aber wenigstens war es nun überhaupt wieder möglich. Mit den Fingerspitzen der rechten Hand fuhr ich über das Metall unterhalb meines Kinns und atmete erleichtert einige Male tief durch. Nachdem sich mein Herzschlag wieder etwas beruhigt hatte, legte ich den Sicherheitsgurt an und fuhr nach Hause.



Zuhause in meiner Wohnung angekommen, lief ich direkt in die Küche, um ein Glas kaltes Wasser zu trinken. Erst, nachdem ich das Glas geleert hatte, merkte ich, wie sehr ich schwitzte. Dann wollte ich auf dem Balkon eine Zigarette rauchen, doch plötzlich vibrierte wieder mein Smartphone. Die neue Nachricht lautete:


Neue Aufgabe zugewiesen:

Legen Sie Ihre Kleidung ab.

Vermessen Sie Ihren gesamten Körper.

Tragen Sie die ermittelten Werte in die angehängte Tabelle ein.

Schicken Sie die Tabelle anschließend an die bekannte Nummer.


Ich sah mir die Tabelle an und fragte mich im nächsten Moment, wofür sie all diese Maße brauchten und was wohl als Nächstes auf mich zukommen würde. Weil ich aber wollte, dass mein Halsband weniger stark drückte, hielt ich es für das Beste, einfach zu tun, was man von mir verlangte. Also zog ich erst meine Jacke und die Schuhe aus, anschließend auch Bluse, Jeans und meine Unterwäsche, und holte mein Maßband aus der Werkzeugschublade.

Nachdem ich alle geforderten Maße millimetergenau in die Tabelle eingetragen hatte, maß ich sämtliche Werte noch einmal nach. Drei oder vier korrigierte ich vorsichtshalber noch um ein paar Millimeter nach oben beziehungsweise unten. Daraufhin schickte ich die Tabelle zurück.

Die Antwort kam prompt:


Aufgabe korrekt abgeschlossen.

Eignungswert: 16 %

Korrektur-Level der Einheit: 5


Der Druck an meinem Hals wurde etwas geringer. Er war nach wie vor schmerzhaft, aber dennoch ein kleines bisschen besser zu ertragen als zuvor. Das Schlucken war weiterhin erheblich erschwert, wenn auch vielleicht eine Spur weniger anstrengend. Ich legte das Maßband zurück in die Schublade und zog mich wieder komplett an. Daraufhin nahm ich mein Telefon und ging auf meinen Balkon.

Dort zündete ich mir eine Zigarette an und sah auf die Uhr. Es war kurz nach vier. Mein Freund war höchstwahrscheinlich noch bei seiner Arbeit. Ich rief ihn trotzdem an. Es dauerte einige Sekunden, bis er ranging.

„Hallo Maus“, begrüßte er mich gut gelaunt. „Und, warst du beim Schlosser?“

„Hi Schatz. Ja und nein“, erwiderte ich mit leicht krächzender Stimme.

„Oh! Das hört sich aber nicht gut an“, sagte er ernst. „Erzähl, was ist passiert?“

Ich schluckte schwerfällig, zog an meiner Zigarette und berichtete ihm dann ausführlich von dem außerordentlich kurzen Besuch bei der Schlosserei, dem äußerst heftigen Elektroschock und meiner anschließenden Flucht. Dann las ich ihm noch alle fünf Nachrichten vor, die ich an dem Tag bis dahin erhalten hatte, inklusive der Tabelle.

„Das heißt, dein Halsband ist gerade auf Korrektur-Level fünf? Das ist heftig. Ich frage besser nicht, wie sich das anfühlt. Am Klang deiner Stimme kann ich schon erkennen, dass es verdammt schlimm ist.“

„Verdammt schlimm ist leicht untertrieben“, erwiderte ich und nahm einen weiteren Zug. „Es tut schrecklich weh, vor allem, wenn ich schlucke. Wäre es möglich, dass du gleich nach der Arbeit zu mir kommst? Am liebsten wäre es mir, wenn du vorher noch kurz bei dir daheim vorbeifährst und dir ein paar Klamotten einpackst, damit du die nächsten zwei bis drei Tage bei mir übernachten kannst.“

„Klar, mach ich. Ich versuche, bald Feierabend zu machen. Bis gleich!“

„Danke! Bitte beeil dich. Bis gleich.“

Ich rauchte die Zigarette zu Ende, drückte sie aus und ging dann in den Flur, um Jacke und Schuhe auszuziehen. Danach legte ich mich im Wohnzimmer auf die Couch und schloss die Augen.

Die Ruhe währte leider nicht lange. Mein Smartphone vibrierte wieder. Ich nahm es zur Hand und las die neue Nachricht.


Neue Aufgabe zugewiesen:

Legen Sie Ihr Mobiltelefon im Wohnzimmer auf den Boden.

Stellen Sie sich im Vierfüßlerstand vor das Telefon.

Verweilen Sie 60 Minuten in dieser Position.


Einige Sekunden lang starrte ich einfach nur auf die Nachricht. Dann ließ ich das Handy sinken und sah zur Decke. „Das kann doch nicht deren Ernst sein.“

Der Vierfüßlerstand war zweifellos die bisher merkwürdigste Aufgabe, die man mir gestellt hatte. Was man mit dieser Aufgabe bezwecken wollte, war mir völlig schleierhaft. Trotzdem verspürte ich keinen spontanen Widerstand. Meine Finger wanderten unwillkürlich zu dem Halsband, das noch immer schmerzhaft eng an meinem Hals lag. Korrektur-Level fünf.

Wenn ich die Aufgabe erfüllte, würde mein Halsband vielleicht wieder ein Stück weiter werden. Nach dem Schock in der Schlosserei und den anschließenden Stunden mit diesem verfluchten Druck war allein der Gedanke daran eine ausreichende Motivation. Also legte ich das Telefon auf den Teppich und öffnete die Stoppuhr. Dann ging ich auf die Knie und nahm die verlangte Position ein. Die Hände standen etwas vor meinem Körper auf dem Boden, das Smartphone lag direkt vor mir.

Für einen kurzen Moment kam ich mir ausgesprochen lächerlich vor. Noch am Morgen war ich ganz selbstverständlich zur Arbeit gefahren. Jetzt stand ich mitten in meinem eigenen Wohnzimmer auf allen Vieren und wartete darauf, dass jemand unbekanntes mir erlaubte, wieder aufzustehen. „Eine Stunde. Das sollte eigentlich zu schaffen sein.“



Die ersten Minuten waren noch problemlos. Ich versuchte, möglichst ruhig zu bleiben und mein Gewicht gleichmäßig auf Hände und Knie zu verteilen. Allerdings dauerte es nicht lange, bis sich die ungewohnte Haltung bemerkbar machte. Zunächst waren es nur die Handgelenke, die langsam zu schmerzen begannen. Danach meldeten sich die Schultern, und auch in den Knien entstand ein unangenehmer Druck. Immerhin schien das Halsband ruhig zu bleiben. Solange ich die grundsätzliche Position beibehielt, durfte ich mich offenbar ein wenig bewegen.

Nach ungefähr einer Viertelstunde begann es in meiner rechten Hand unangenehm zu kribbeln. Vorsichtig verlagerte ich das Gewicht und setzte die Hand ein kleines Stück anders auf. Sofort hielt ich inne und wartete angespannt auf eine Reaktion. Doch nichts geschah. Kein Elektroschock, keine neue Nachricht. Erleichtert atmete ich aus und erlaubte mir, auch die andere Hand etwas zu entlasten.

So verging die Zeit quälend langsam. Immer wieder wechselte ich vorsichtig die Belastung zwischen den Händen und versuchte, meine Knie ein wenig anders auf dem Boden zu positionieren. Viel brachte das nicht. Die Schultern wurden schwerer, die Handgelenke schmerzten zunehmend, und nach einer Weile begann auch mein Rücken zu protestieren. Dazu kam der ohnehin noch vorhandene Druck des Halsbandes, der mich bei jedem Schlucken daran erinnerte, dass ich mich nicht einfach auf die Couch legen und diese unsinnige Aufgabe ignorieren konnte.

Als ungefähr eine halbe Stunde vergangen war, fiel es mir zunehmend schwerer, diese Position beizubehalten. Ich musste noch zweiunddreißig Minuten ausharren. Das erschien mir in diesem Moment beinahe unerträglich lang. Schließlich kam mir der Gedanke, mich wenigstens für ein paar Sekunden aufzurichten. Nur um die Arme und Schultern zu entlasten. Vielleicht war das System überhaupt nicht dazu in der Lage, eine so kleine Bewegung überhaupt zu registrieren. Als ich meine Hand etwas versetzt hatte, war ich deshalb schließlich auch nicht bestraft worden. Ganz langsam verlagerte ich das Gewicht nach hinten.

Der Elektroschock kam so unvermittelt, dass ich erschrocken zusammenzuckte und sofort wieder in die ursprüngliche Position zurückkehrte. Gleichzeitig vibrierte das Smartphone auf dem Boden. Mit klopfendem Herzen sah ich auf das Display.


Unerlaubte Bewegung erkannt.

Timer zurückgesetzt.

Stellen Sie sich im Vierfüßlerstand vor Ihr Telefon.

Verweilen Sie 60 Minuten in dieser Position.


Ich brauchte einen Moment, bis ich begriff, was gerade passiert war. Eine halbe Stunde hatte ich bereits durchgehalten. Jetzt musste ich noch einmal komplett von vorn anfangen. Ein leiser Fluch entfuhr mir. Danach blieb mir allerdings nichts anderes übrig, als mich wieder möglichst bequem in die vorgeschriebene Position zu bringen. Diesmal würde ich keinen weiteren Versuch unternehmen, mich aufzurichten. Wenn das Halsband tatsächlich jede noch so geringe Veränderung meiner Körperhaltung registrieren konnte, würde ich diese sechzig Minuten eben irgendwie durchstehen müssen, ohne mich zu bewegen.

Allerdings stellte sich schon nach wenigen Minuten heraus, dass „durchstehen“ nicht bedeutete, vollkommen bewegungslos zu verharren. Irgendwann begann das Gewicht auf meinen Händen und Knien unangenehm zu werden. Vorsichtig verlagerte ich es ein wenig, erst zur einen, dann zur anderen Seite. Solange ich dabei meine grundsätzliche Position beibehielt, blieb das Halsband ruhig. Also tastete ich mich langsam an die Grenzen dessen heran, was offenbar erlaubt war.

Die Zeit verging quälend langsam. Als ich einen Blick auf die Anzeige meines Smartphones warf, stellte ich fest, dass weniger Minuten vergangen waren, als ich angenommen hatte. Dabei fühlte es sich bereits nach einer halben Ewigkeit an. Inzwischen machte sich vor allem ein unangenehmes Ziehen in meinen Oberschenkeln bemerkbar. Schließlich hielt ich es nicht mehr aus, streckte ein Bein vorsichtig nach hinten aus und zog es anschließend wieder unter meinen Körper. Als nichts geschah, wiederholte ich die Bewegung mit dem anderen Bein.

Es kam kein Elektroschock, keine Nachricht. Und dementsprechend erfolgte auch kein Zurücksetzen des Timers. Offenbar war das kurze Strecken meiner Beine erlaubt. „Puuh“, murmelte ich erleichtert.

Daher versuchte ich anschließend dasselbe mit meinen Armen. Zunächst verlagerte ich mein Gewicht auf die rechte Seite und hob die linke Hand wenige Zentimeter vom Boden ab. Danach drehte ich erst das Handgelenk und dann den angewinkelten Arm einmal langsam im Kreis. Dann setzte ich die Hand wieder auf und machte die gleiche Übung mit dem rechten Arm.

Ein kurzer Blick auf die Stoppuhr auf meinem Handy. Vierzig Minuten hatte ich bereits überstanden. Meine Schultern fühlten sich inzwischen so an, als hätte ich bereits mehr als eine Stunde in dieser Position verbracht. „Das schaffst du“, redete ich mir leise zu. „Nur noch zwanzig Minuten.“

Die darauffolgenden Minuten zogen sich trotzdem schier endlos dahin. Ich versuchte, mich auf alles Mögliche zu konzentrieren: auf das gleichmäßige Atmen, auf die Geräusche von draußen, auf die Zahlen des Timers. Schließlich begann sogar mein Nacken zu schmerzen. Ganz vorsichtig bewegte ich den Kopf zunächst ein wenig nach links und anschließend zur anderen Seite. Auch diese Aktion ließ das Halsband unbeachtet.

Noch fünfzehn Minuten. „Durchhalten!“

Gerade als ich mich fragte, ob das Halsband tatsächlich jede noch so kleine Veränderung meiner Körperhaltung registrierte, klingelte es plötzlich an der Haustür. Erschrocken zuckte ich zusammen. Glücklicherweise nur ganz leicht, sodass es nicht von der Elektronik in dem Halsreif registriert wurde. Mein Blick wanderte sofort zu der Stoppuhr auf meinem Smartphone. Ich durfte mich auf keinen Fall bewegen. Wer auch immer gerade etwas von mir wollte, würde sich noch ein paar Minuten gedulden müssen.

--Fortsetzung folgt--

DarkO

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von DarkO am 29.10.26 um 12:33 geändert
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