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olgaxx
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Hoffnungslos devote Transfrau mit bizarren Neigungen!

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  RE: Hundephantasie Datum:16.03.21 12:13 IP: gespeichert Moderator melden


Ich mache gerne weiter. Stoff für ein paar Folgen habe ich noch.

Ansonsten nehme ich auch gerne Anregungen von euch auf. Toree hatte mich ja schon auf das langweilige Leben von Schweinen hingewiesen (Fressen, Schlafen, im Matsch liegen). Da kommt auf jeden Fall noch was Aufregendes hinzu. Auch der _ber wird von sich reden machen.
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Toree
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  RE: Hundephantasie Datum:17.03.21 00:10 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
Zitat

Frage: WER ist Lisa, wenn doch immer von Olga die Rede ist?


Lisa ist das Hängebauchschwein, Lizzy ist die Retrieverin ...


Das kommt davon, wenn man 22:00 Uhr ins Bett geht gegen Mitternacht wach wird, nicht einschlafen und ins Net geht.
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olgaxx
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  RE: Hundephantasie Datum:17.03.21 12:11 IP: gespeichert Moderator melden


Hundephantasie Teil 6: Olga das Schwein von Olga

„Na Olga, bist du überrascht“ sagte sie in einem mitleidsvollen Ton. „Du musst dich nicht grämen, die Menschen finden Hängebauchschweine zwar hässlich, aber trotzdem finden sie sie knuddelig. So ein Schäferhund ist ziemlich ästhetisch und es mag dir jetzt ungewohnt vorkommen, so fett und runzelig auszusehen aber das ist für dich nun das neue Normal und du wirst dich bestimmt daran gewöhnen. Denke einfach daran, ein Leben als Schwein ist gar nicht so schlecht. Es hat sogar viele Vorteile gegenüber einem Hund. Als Hund wird von dir immer Gehorsam verlangt, meistens gehst du an der Leine, bekommst dein Fressen nur zu bestimmten Zeiten, wirst ständig gebadet, darfst in den seltensten Fällen bellen, musst in die Hundesausbildung, ständig Befehlen gehorchen. Das alles hast du als Schwein nicht. Du bist frei und es wird trotzdem für dich gesorgt. Außerdem bist du kein Hausschwein und brauchst keine Angst haben, eines Tages als Schnitzel auf dem Teller zu liegen. Okay als Mensch geht es dir noch viel besser, aber das ist für dich keine Option mehr.“
So gesehen hatte sie gar nicht Unrecht. Vielleicht konnte ich mich nun sogar glücklich schätzen, dass ich es so gut getroffen hatte. Langsam beruhigte ich mich wieder und beschloss, von nun an ein glückliches Schwein zu sein. Ich würde von nun an mitleidsvoll auf die Kollegen Hausschweine sehen, denn ihr Schicksal brauchte ich nicht teilen.
„Komm mit Olga, ich zeige dir mal euren Chef, das heißt, ein Herrchen hast du ja nicht mehr, aber der Eber ist jetzt dein Gebieter und bestimmt darüber ob es dir in seinem Harem gut geht oder nicht.“
Jetzt war ich aber gespannt. In unserem Stall hatte ich noch keinen Eber bemerkt. Wo mochte er wohl sein und wie sah er aus? Ich war sehr gespannt.
Janine ging mit mir zu einem Gebäude hinter unserem Stall. Das war ein Gebäude aus Stein und darin schienen sich auch noch Pferde und Kühe aufzuhalten. Da gab es in der hintersten Ecke einen Verschlag und dort schien er zu sein. Über die Holzbegrenzung konnte ich nicht schauen, deshalb führte mich Janine an eine Futterluke wo ich hineinschauen konnte. Da lag ein Hängebauchschwein, aber was für eines! Ein Riesentier. So ein großes Hängebauchschwein hatte ich noch nie gesehen. Auch wenn er dort nur auf dem Boden lag war er einfach imposant. Ein Tier in den besten Jahren, rund, fett und mit schwarzer Haut. Fast doppelt so groß und schwer wie ich. Mit so jemandem legt man sich nicht an und ihm ordnet man sich am besten ohne Kompromisse unter.
Er schien zu erwachen und schaute mich jetzt aufmerksam an. Plötzlich sprang er auf und kam auf die Luke zu. Er begann zu schnüffeln und seine Rüsselschnauze fuhr vor der Luke hin und her. Da kam mir ein eigenartiger Geruch in den Rüssel. War es der Eber? Ein moschusähnlicher, stechender Geruch mit einem Anteil von Salmiak, so schien es. Ich wurde ganz unruhig und schnüffelte ebenfalls an der Luke in den Stall hinein. Was war nur los mit mir?
„Na, das reicht aber zum Kennenlernen ihr beide, ruhig, beruhigt euch“, meine Janine.
„Siehst du Olga, das ist er. Er weiß nun, dass du ein neues Mitglied seines Harems bist. Ab und zu lasse ich ihn mit auf die Wiese zu euch. Dann solltest du vorsichtig sein und ihm sofort zeigen, dass du ihn als deinen Herrn und Meister akzeptierst. Ansonsten wird es bestimmt unangenehm für dich. Mit dem Eber ist nicht zu spaßen. Aber du musst nicht ängstlich sein, Achte einfach auf die anderen Säue, wie sie sich verhalten. Dann kannst du nichts falsch machen. Das gehört ab jetzt zu deinem Leben.“
Wir gingen zurück zu meinem Stall und dann ließ mich Janine wieder allein mit den anderen Säuen. Lisa war dort und immer noch ganz beeindruckt legte ich mich neben sie und kuschelte mich ganz eng an ihren runden Körper.
Nach ein bisschen dösen ging es dann wieder an den Trog und anschließend machten wir es uns in den gefüllten Matschpfützen bequem. Janine hatte recht, das war ein sorgenfreies Leben und ich war dankbar, dass ich es so gut getroffen hatte. Man stelle sich mal vor, ich wäre ein Mensch geblieben, ich müsste nun arbeiten, einkaufen, Entscheidungen treffen, ständig etwas Neues regeln, grausam! Nein, ein Schweineleben ist doch immer vorzuziehen.
Eines Tages ging Janine mit uns an der Leine über den Hof spazieren. Da kamen wir auch an unseren ehemaligen Hundezwinger vorbei. Da schaute uns dann ganz neugierig der große Mastiff an. Sein Geruch kam mir sofort wieder bekannt vor, allerdings beachtete er uns gar nicht. Schweine waren natürlich unter seiner Würde. Trotzdem warf ich ihm einen kleinen verstohlenen Blick zu. Ach, wäre doch schön, für einen Moment mit ihm allein in seinem Zwinger zu sein…
Nichts damit. Dafür ging es dann weiter zur Rezeption. Dort wartete eine Familie mit zwei kleinen Mädchen vor der Tür. „Wir hatten angerufen“, sagte der Mann, „wir suchen einen kleinen Hund“. „Ja, kommen sie mit, wir schauen mal was wir so haben“ meinte Janine. Die kleinen Mädchen waren hellauf begeistert von den zwei Hängebauchschweinen an der Leine. Sie rannten um uns herum und betätschelten uns. „Iiieh, die riechen aber“ riefen sie nach einer Weile aus. „Das ist normal“ meinte die Mutter, „das sind halt Schweine, die riechen immer streng“.
Wir gingen zu den Zwingern mit den kleineren Hunden. Davon gab es reichlich und die kleinen Hündchen kamen sofort an die Gitter und die kleinen Mädchen waren hin und weg von den süßen kleinen Wollknäueln. Sie wollten am liebsten gleich alle Hunde mitnehmen. Das ging natürlich nicht. Plötzlich tätschelte mich ein Mädchen wieder ab und meinte, „so Schweinchen hätte ich aber auch gerne. Die dürfen nur nicht so stinken wie dieses hier.“ „Die sind zu groß Melina, das müssten dann schon kleine Ferkel sein. Haben sie kleine Ferkel Janine?“ fragte die Mutter. „Nein im Moment haben wir keine Ferkel. Sie können welche bestellen, dann lassen wir den Eber mal ein paar Tage zu den Säuen und in vier Monaten ist der ganze Hof voller kleiner Ferkel.“ „Die wollen wir Mama“ riefen die Mädchen. Nach kurzem Familienrat meinte dann die Mutter, „wissen sie Janine, wir haben selbst einen kleinen Hof und neben dem Hund hätten wir auch Platz für ein Schweinchen. Dann schauen sie doch mal, dass der Eber was zu tun bekommt und dann kommen wir im Frühjahr noch mal wieder. Für jetzt nehmen wir den kleinen knuddeligen weißen Hund.“
Das war ja interessant was sich gerade hier abgespielt hatte. Wenn ich das richtig verstanden und gedeutet hatte, würde nun vermutlich Leben in die Schweinegatter kommen. Ich war höchst gespannt.

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  RE: Hundephantasie Datum:17.03.21 15:03 IP: gespeichert Moderator melden


wieder sehr spannend
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olgaxx
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  RE: Hundephantasie Datum:17.03.21 16:59 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
wieder sehr spannend


Danke Asta. Das motiviert zum Weiterschreiben. Ich gebe mir Mühe, dass es spannend bleibt.

Wieviel Einträge muss man eigentlich machen bis man aufsteigt und seine Einträge editieren kann?
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olgaxx
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  RE: Hundephantasie Datum:19.03.21 12:21 IP: gespeichert Moderator melden


Hundephantasie Teil 7 - Ein Schweineleben
von olga


Am nächsten Tag, als wir uns wieder in der Matsche suhlten, tat sich etwas. Die hintere Gattertüre ging auf und herein kam unser Herr und Meister. Langsam, gemütlich und unendlich stolz schritt er in unsere Richtung. Alle Säue schienen urplötzlich kurz zu erstarren, senkten ihren Kopf nach unten und fast alle Schweinedamen zogen sich mit einem grunzenden, leicht quiekenden Geräusch in die hintere Ecke des Gatters zurück. Ich hatte Janines Worte noch im Ohr und tat es den anderen Säuen gleich.

Unruhig liefen wir untereinander hin und her. Ab und zu wurde herumgezickt, mal kurze Bisse angedeutet, manche mussten auch vor Aufregung unter sich lassen. Ja was war denn hier los? Alles nur wegen einem Eber, einer großen runden, faltigen Leberwurst mit ein paar Borsten auf dem unförmigen Körper?

Komischerweise ließ ich mich aber von der allgemeinen Aufregung anstecken und nach kurzer Zeit verhielt ich mich, ob ich es wollte oder nicht, genauso wie meine Sau-Kolleginnen. Lag es vielleicht an dem Geruch, den der Eber verströmte? Den konnte ich jetzt auf jeden Fall ganz deutlich vernehmen.

Dann ging es auch schon los. Der Eber lief den Säuen hinterher und vergnügte sich mal mit der Einen mal mit einer Anderen. Dabei grunzte der Eber mit einer tiefen, beeindruckenden Stimme, die Sau quiekte aufgeregt vor sich hin. So ging das den ganzen Morgen und ich schätze, hinterher waren bestimmt ein dutzend Säue entspannt und vergnügt. Dann schien der Eber aber langsam keine Lust mehr auf Vergnügen zu haben. Auf jeden Fall legte er sich mitten in eine große Pfütze, schnaufte und grunzte ein wenig vor sich hin und schlief ein. Lisa und ich hatten an dem lustigen Zeitvertreib nicht teilgenommen weil uns der Eber nicht aufgefordert hatte mitzuspielen. Darüber waren wir ein wenig traurig, denn uns gefiel der Schweinemann extrem gut. Unser Ego litt nun ein bisschen unter seinem Desinteresse. Naja, vielleicht würde er sich um uns kümmern nachdem er sich ausgeruht hatte. Wir gaben auf jeden Fall die Hoffnung nicht auf.

Am Nachmittag brachte Janine den Eber wieder zurück in seine Stallung und wir schauten enttäuscht hinterher. Wir ahnten jetzt noch nicht, dass dies auch direkte Auswirkungen auf uns haben würde.

Die nächsten Wochen vergingen ohne besondere Vorkommnisse. Ich gewöhnte mich mehr und mehr an das Schweineleben und Lisa und ich verbrachten die meiste Zeit gemeinsam. Ich lernte viele nützliche Dinge von ihr und genoss es besonders, wenn wir gemeinsam nebeneinander in der Matsche liegen konnten. Mittlerweile konnte ich nicht mehr verstehen, warum Hunde und auch Menschen keinen Gebrauch von so einem nützlichen Zeitvertreib machten. Ein Fliegen- und Mückenproblem hatten wir nicht wenn eine dicke Schlammschicht an unserem Körper klebte. Unangenehm wurde es erst, wenn Janine uns mal wieder mit einem Wasserschlauch abspritzte. Das tat sie alle zwei Tage. Wir waren dann zwar ihrer Meinung nach sauber und stanken auch nicht mehr so, aber dafür hatten wir es dann wieder mit einer Armada an Fliegen und stechenden und saugenden Mücken zu tun. Wir grunzten dann zwar missmutig, konnten aber nichts dagegen tun, wenn uns Janine auf dem Hof mit kaltem Wasser wie das Auto und den Traktor abspritzte. Nun, wir waren doch kein dreckiger Traktor, fühlten uns aber so.

Die Zeit verging und die ehemaligen Spielgefährtinnen des Ebers hatten mittlerweile runde, dicke Bäuche. Jetzt haben Hängebauchschweine ja schon von Natur aus dicke und runde Bäuche, aber diese waren nun besonders rund und dick. Da konnten Lisa und ich nicht mehr mithalten. Voller Neid schauten wir auf ihre Bäuche, war uns doch klar, was das bedeutete. Die glücklichen Säue würden bald Mütter werden und eine Reihe von kleinen Ferkeln würde an ihren geschwollenen Milchzitzen saugen. Welche Sau wünscht sich so etwas nicht? Auch ich hätte mir gut vorstellen können, Mutter zu werden und meine kleinen Ferkel an meinen Zitzen säugen zu lassen.

Da kam Janine in Begleitung einer fremden Frau auf uns zu. Sie meinte dann zu Lisa und mir, „nun ihr beiden knuddeligen Fleischrollen, das ist Frau Winter vom Tierpark. Lisa kennt sie ja schon. Das ist Olga unser neues Hängebauchschwein. Sie lebt sich noch ein, ist aber sehr bemüht, ein tolles Schwein zu werden.“
„Hallo ihr Beiden“, meinte die freundliche Frau Winter „ich komme jedes Jahr und leihe mir für das Frühjahr zwei Schweine für den Streichelzoo aus. Hängebauchschweine eignen sich sehr gut für das Freilaufgehege und sie sind bei den Kindern beliebt.“
Janine fügte dann hinzu „ihr seid die beiden einzigen Säue die nicht trächtig sind, deshalb müsst ihr dieses Jahr die Aufgabe übernehmen. Ich bin mir sicher, die Kinder werden viel Spaß mit euch haben.“

Janine hielt Frau Winter noch ein Papier zum Unterzeichnen hin. Das war ein Mietvertrag über zwei vietnamesische Hängebauchschweine für den Zeitraum von drei Monaten.
So weit war es also schon gekommen. Ich wurde als Hängebauchschwein vermietet! Vermietet für drei Monate an einen Tierpark. Für den Streichelzoo. Mehr oder weniger als ein Spielzeug für die Kinder! Sollte ich jetzt wieder anfangen die positiven Seiten dieser neuen Situation zu suchen? Das fiel mir jetzt schwer, also ließ ich es und wartete ab.

Da kam dann auch schon Frau Winter mit einem jungen Tierpfleger. Sie brachten uns in einen Pferdetransporter, zurrten uns mit Bändern und Riemen an den Ringen fest und ab ging es in Richtung Tierpark.



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  RE: Hundephantasie Datum:23.03.21 10:25 IP: gespeichert Moderator melden


schön das es weitergeht ich freue mich über jede zeile die ich lesen darf
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  RE: Hundephantasie Datum:23.03.21 11:24 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
schön das es weitergeht ich freue mich über jede zeile die ich lesen darf


Das freut mich sehr. Du bist leider Einer der Wenigen. Ich bin schon ein wenig über den geringen Zuspruch enttäuscht und wollte schon aufhören. Aber du gibst mir Mut.
LG Olga
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  RE: Hundephantasie Datum:25.03.21 14:43 IP: gespeichert Moderator melden


schreib bloss weiter bitte
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  RE: Hundephantasie Datum:25.03.21 19:23 IP: gespeichert Moderator melden


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schreib bloss weiter bitte

Na da bleibt mir ja nichts anderes übrig. Gerne schreibe ich weiter. Kann aber noch zwei, drei Tage dauern. Ich muss da ein wenig meine Ideen umdisponieren.

LG Olga
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  RE: Hundephantasie Datum:26.03.21 19:58 IP: gespeichert Moderator melden


Schreibe bitte auf jedenfall weiter.
Ist eine gute Geschichte
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  RE: Hundephantasie Datum:29.03.21 19:37 IP: gespeichert Moderator melden


Hundephantasie Teil 8 – Der Streichelzoo
von Olga


Als der Wagen anhielt, ging hinten die Klappe auf und der Tierpfleger kam herein. Er machte uns von den Zurrgurten los und dann ging es über die Rampe hinaus an die frische Luft. Mit der Hand scheuchte er uns in Richtung einer großen Scheune. Dort angekommen sahen wir, dass es hier verschiedene Holzgatter gab, die teilweise belegt und teilweise leer waren. Er öffnete eines und dort schauten uns viele Augen staunend an. Hier gab es eine Reihe von Tieren aller verschiedener Arten und Größen. Ziegen, Schafe, große Stallkaninchen, Enten, Gänse und sogar ein Alpaka. Die Enten und Gänse wurden unruhig, die anderen schauten uns nur neugierig an. Der Tierpfleger schloss das Tor und nun waren wir mit den anderen alleine. Das schien nun unser neues Zuhause zu sein.

Ein paar Hühner und Gänse liefen nervös hin und her aber die meisten gaben sich Mühe uns zu zeigen, dass sie schon länger hier wohnten und dass wir uns gefälligst unterzuordnen hatten. Natürlich wollten wir keinen Ärger und wir wussten, dass wir auf Dauer gegen die Mehrheit hier keine Chance hatten. Also nahmen wir den Kopf herunter und versuchten niemanden zu provozieren. Alpakas hatten starke Hufe und damit wollten wir nicht in Kontakt kommen. Gänse konnten unangenehm frech werden und sogar das Riesenstallkaninchen klopfte einmal bedrohlich mit seinen Hinterpfoten vor meiner Nase. Also zogen wir uns in eine freie Ecke neben einem Strohballen zurück ohne auf irgendwelche Provokationen zu reagieren. Das schien zu wirken und alle Tiere hatten wohl verstanden, dass wir keine Bedrohung für ihren Status darstellten.

Na das hätte ich mir ja in meinen kühnsten Träumen nicht ausmalen können. Ich, als fettes rundes Hängebauchschwein teile mir einen Stall mit Hühnern, Ziegen und Kaninchen und diese sonst so knuddeligen Haustiere haben mich in ihrer Hackordnung weit hinter sich gelassen. Kann man als Mensch tiefer sinken oder kann man daran auch etwas Gutes erkennen? Und tatsächlich, je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr konnte ich mit der Situation anfreunden. Wenn ich dann bedachte, dass ich mir über nichts mehr Gedanken machen musste, dass ständig für Fressen gesorgt wurde, dass ich einfach in den Tag hinein leben konnte, dann sah ich doch die vielen Vorteile dieses Lebens und genoss diesen Zustand sogar. Ich war mir sicher, solange ich die Hackordnung im Stall berücksichtigte, solange würde es mir gut gehen.

Am Abend kam dann der Tierpfleger und füllte unsere Tröge mit Obst und Gemüse und auch Körnern wieder auf. Uns Schweinen warf er noch ein paar vergorene Kartoffeln und Salate hin. Die mochten wir gerne und die anderen Tiere wollten die nicht. Das war gut denn an das andere Futter ließen sie uns nicht heran. Sogar das Kaninchen schaffte es uns von dem Körnerfutter zu verjagen. Deshalb konzentrierten wir uns auf die Kartoffeln und den mittlerweile braunen Salat.

Die Nacht verbrachten Lisa und ich eng aneinander gekuschelt nebeneinander in unserer Ecke. Wir ließen uns auch nicht von dem aggressiven Schnattern und Zischen des Gänserichs stören, der ab und zu dicht an uns vorbei watschelte. Wir schauten Konflikt vermeidend auf den Boden und rückten ein wenig nach hinten. Damit schien er dann zufrieden zu sein. Sicher waren wir als Hängebauchschweine größer und massiger als er, aber seine Aggressivität machte schon einen großen Einruck auf uns. Ach so ein Gänserich ist doch schon ein interessantes Tier. So stolz, dominant und er kann sogar fast ein wenig fliegen. Genauso gefiel mir mittlerweile der klopfende Riesen Rammler. Was waren das nur für Gedanken? Weg damit, das geht doch alles nicht. Gab es hier nicht standesgemäße potentielle Partner für mich?

Es stellte sich heraus, dass die größeren Tiere alle weiblich waren. Die Böcke befanden sich nebenan. Ein Alpakahengst, ein Ziegenbock und ein Schafswidder. Man hatte uns wohl vorsorglich getrennt damit es nicht zu ungeplanten Aufeinandertreffen kommt. Das war auch besser so, denn ein umtriebiger Bock oder Widder konnte schon sehr aufdringlich werden und uns Säuen ziemlich viel Stress bereiten. Zumal sie häufig nicht großartig zwischen Weibchen ihrer Art und anderen Arten unterschieden. Wenn, dann wollte ich doch bitte einen Spielkameraden meiner Art haben. Schließlich konnte ein Ziegenbock oder Schafswidder doch nicht mit einem anständigen Hängebauchschwein Eber mithalten.

Eigentlich war ich jetzt auf das Streichelzoo Gehege gespannt, doch es tat sich nichts. Tag für Tag blieben wir in der Scheune und kamen nicht raus. Eines Tages kamen dann zwei Tierpflegerinnen die wir kaum kannten. Sie wussten auch nicht, wer ich war bzw. woher Lisa und ich kamen. Beide unterhielten sich offen und ungezwungen. Sie wussten ja nicht, dass ich sie zu einem Teil verstehen konnte. Die Menschensprache hatte ich ja noch nicht ganz verlernt.

„Es ist schon schade, dass wir den Zoo wegen der Pandemie nicht öffnen können.“
„Ja, ich hoffe, dass dieser Lockdown bald vorbei ist, wir haben keine Besucher, es kommt kein Geld rein und die Tiere brauchen auch Unterhaltung.“
„Ich habe gehört, dass die Zooleitung manche Tiere abgeben will, weil langsam das Geld ausgeht.“
„Nicht nur das, die wollen unrentable Tiere zum Schlachter, unverwertbare zum Abdecker bringen.“
„Naja, das wird wahrscheinlich nicht die wertvollen Tiere wie Löwen, Affen und Bären treffen, aber ein paar Hühner, Gänse und hier diese komischen fetten Schweine. Die würden uns eine Menge Futter einsparen. Mal sehen, was die Zooleitung entscheidet.“

Hups, das war ja interessant. Mir wurde plötzlich ganz mulmig. Könnte das etwas bedeuten…..? Ich musste schnell was unternehmen. Doch was konnte ein dickes unförmiges Hängebauchschwein wie ich schon machen um einem Besuch beim Schlachter oder Abdecker zu entgehen? Oder sollte ich mich meinem Schicksal ergeben und so teilnahmslos herumliegen wie meine Kollegin Lisa? Auch das Kaninchen und die Gänse schienen den Ernst der Lage nicht verstanden zu haben. Nun, ich war jetzt ein Schwein und von einem Schwein erwartete man, dass es sich klaglos in sein Schicksal ergibt.


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  RE: Hundephantasie Datum:31.03.21 14:17 IP: gespeichert Moderator melden


wundervoll....Danke für deine Zeilen
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  RE: Hundephantasie Datum:31.03.21 17:04 IP: gespeichert Moderator melden


Da bekommt Olga aber ein SAUdummes Gefühl in der Magengegend. Eventuell hat sie ja mit Lisa das Glück, den Unausweichlichen noch irgendwie zu entkommen. Eine Flucht aus dem Transport zum Schlachter kann lebensrettend sein...

Oder Ihr Herr und Meister verwandelt sie erneut...
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  RE: Hundephantasie Datum:31.03.21 18:21 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
Da bekommt Olga aber ein SAUdummes Gefühl in der Magengegend. Eventuell hat sie ja mit Lisa das Glück, den Unausweichlichen noch irgendwie zu entkommen. Eine Flucht aus dem Transport zum Schlachter kann lebensrettend sein...

Oder Ihr Herr und Meister verwandelt sie erneut...


Ich hoffe Mal, dass nicht noch irgendeine Sauerei geschieht und vielleicht können beide ja noch im Schweinsgalopp entkommen. Naja, vielleicht haben sie ja noch Schwein!
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  RE: Hundephantasie Datum:31.03.21 19:05 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
... vielleicht können beide ja noch im Schweinsgalopp entkommen. Naja, vielleicht haben sie ja noch Schwein!

Dann heißt es "Schwein gehabt" für beide Parteien...^Ö^))))~
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  RE: Hundephantasie Datum:01.04.21 14:54 IP: gespeichert Moderator melden


Bin gespannt

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  RE: Hundephantasie Datum:03.04.21 14:10 IP: gespeichert Moderator melden


Hundephantasie Teil 9 – Ein Zoospaziergang
von Olga


Die nächsten Tage verliefen nicht anders als die vorherigen. Besucher gab es nicht und wir Tiere verbrachten unsere Zeit in der Scheune. Bis auf ein paar kleine unbedeutende Streitereien mit den Gänsen und dem aggressiven Kaninchen passierte auch nichts Bedeutendes.
An einem der Tage kamen dann die beiden jungen Tierpflegerinnen und machten mit uns einen Spaziergang durch den Zoo. Das war ja mal etwas anderes als immer in diesem dummen Stall herumzuliegen. Zumal wir den Zoo ja noch gar nicht kannten. Wir gehörten zwar zum Tierbestand des Zoos, hatten aber keine Ahnung wer hier noch so alles wohnte.

„Die Schweine brauchen mal ein bisschen Bewegung“, sagte die eine, „die werden sonst immer fetter. Schau sie dir mal an, Der Bauch schleift schon über den Boden!“

Da hatte sie leider recht. Das ständige Faulenzen machte sich deutlich bemerkbar. Hängebauchschweine heißen ja nicht von ungefähr so, doch wir machten dem Namen mittlerweile alle Ehre. Unsere Schwabbelbäuche schleiften tatsächlich die meiste Zeit über den Boden. Das tat unserer Haut natürlich nicht gut obwohl wir ja eine dicke Schwarte hatten. Aber auch unsere Zitzen machten oft genug Bekanntschaft mit dem Untergrund und das war sehr unangenehm. Ach wie sehnte ich mich nach den Zeiten zurück wo man doch einen BH tragen konnte. Aber ein Schwein mit BH? Was für ein Anblick wäre das gewesen? Zumal wir ja zwölf Zitzen und nicht zwei wie die Menschen hatten. Hatte ich wirklich zwölf Zitzen? Das war aber komisch, als Transfrau war ich froh, dass ich durch Hormone zwei C-Körbchen erreicht hatte und nun hatte ich auf einmal ZWÖLF Zitzen! Ich nahm mir vor nach der Rückkehr von unserem Ausflug noch mal in Ruhe nachzuzählen. Das Zählen funktionierte ja noch einigermaßen. Wenigstens bis zehn ging es einigermaßen.

So trotteten wir also vorsichtig und gehorsam den Pflegerinnen hinterher und waren auf die anderen Bewohner des Zoos gespannt. Zwischendurch konnten wir es nicht lassen, grunzend und schnaufend jeden zweiten Busch und Strauch zu untersuchen. Meistens roch das nach Hund, leider schien hier noch kein Eber vorbeigekommen zu sein. So schade.

Wir sahen die obligatorischen Zebras, Nashörner, Kamele und Nilpferde. Alles Tiere, die uns eine Nummer zu groß waren. Welches Hängebauchschwein würde sich schon für ein Kamel interessieren? Da waren dann die Tapire und die Wasserschweine schon interessanter. Leider zeigten sie kein Interesse an uns.

Dann wurde es aber wirklich interessant. Wir kamen auf die Affeninsel. Hier gab es ein großes Affenhaus in das wir aber nicht hinein durften. Allerdings waren viele Affen in den Außengehegen und vergnügten sich dort miteinander. Die kleineren Affen wie Löwenköpfchen, Seidenäffchen und die Meerkatzen schauten uns zwar neugierig an aber die waren uns zu klein um uns mit diesen zu beschäftigen. Reizvoller wurde es da schon bei den Menschenaffen. Hier gab es Gorillas, Orang-Utans und Schimpansen. Die schienen aber genau zu wissen, dass es Menschenaffen waren, so stolz und abweisend benahmen sie sich. Ich hatte den Einruck, dass sie auf alle anderen Tiere sehr geringschätzig hinab blickten. Sie waren den Menschen am ähnlichsten, sie waren intelligent und hatten ein ausgeprägtes Sozialleben. Deshalb waren die anderen Tiere weit unter ihrem Entwicklungsstand, natürlich und ganz besonders wir Schweine. Selten habe ich mich so minderwertig gefühlt. Ach wie beneidete ich diese stolzen und schlauen Affen. Sie waren nur eine kleine Stufe vor den Menschen und wurden von ihnen auch viel würdevoller behandelt. Ein Menschenaffe zu sein, das wäre schon etwas. Menschsein war für mich keine Option mehr aber wenn ich denn wenigstens so ein edles und stolzes Tier geworden wäre. Stattdessen war ich ein wabbelndes, unförmiges, stinkendes Tier, dessen schwabbelnder Bauch über den Boden schleifte. Meine Zukunft war dagegen noch sehr ungewiss. Es war sehr gut möglich, dass ich in den nächsten Tagen dem Schlachter in die Augen schauen würde.

Also alles nur ein Traum! Ich hätte sofort zugestimmt, mein restliches Leben als Affe zu verbringen im Gegensatz zur unbestimmten Hoffnung, jemals wieder als Mensch zu leben. Doch das war ja wohl unmöglich.

Neben den eindrucksvollen Schimpansen befand sich noch ein Gehege mit etwas kleineren Schimpansen, das waren die Bonobos. Sie zählen ebenfalls zu den Menschenaffen, sind aber nicht ganz so groß und massig wie die Schimpansen. Die gefielen mir auch sehr gut und insbesondere ein junges Männchen wirkte ganz besonders auf mich. Es war stolz, kräftig und hatte wunderbares Fell. Er kam auch sofort ans Gitter und schaute uns aufmerksam an. Es machte den Einruck, dass er sehr gerne mit uns spielen würde, leider waren die Gitterstäbe dazwischen. Ach, wie sehr wünschte ich mich nun auf die andere Seite des Gitters. Wenn ich eine Bonobodame wäre, dann…

Dann trieben uns die Pflegerinnen auch schon weiter. Mit einer Rute schlugen sie kurz auf unsere dicken Hinterteile und wir wussten, dass wir jetzt weiterlaufen sollten. Die Menschen brauchen nicht mit uns sprechen aber wir wussten sofort was gemeint ist, wenn wir die Rute spüren. Besonders weh tat das ja auch nicht, da unsere Schwarte ziemlich dick war. Ich lernte, beim Anblick der Rute ziemlich schnell zu erraten, was die Pflegerin von mir erwartete. So eine Rute war schon eine tolle Erfindung.

Weiter ging es durch den Zoo und wir sahen noch eine Menge anderer Tiere. Nirgendwo war es aber so interessant wie zuvor bei den Affen.

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  RE: Hundephantasie Datum:04.04.21 11:03 IP: gespeichert Moderator melden


Hundephantasie Teil 10 – Eine Fahrt des Grauens



Immer noch schwer beeindruckt von den tollen Menschenaffen legte ich mich zufrieden auf die faule Schwarte. Ich war wohl gerade eingeschlafen als ich durch lautes Gespräch aufschreckte. Die Pflegerinnen und ein Mann von der Zooverwaltung standen in der Scheune und unterhielten sich laut miteinander.

„Also die Gänse gehen mit und auch die Hühner. Dazu noch die weiße Ziege und die beiden Schafe. Das sind noch nicht so alt und das Fleisch kann man noch verwerten.“ Meinte der Verwaltungsmann.
„Und was ist den beiden Schweinen?“ fragte eines der Mädchen.
„Ja, die gehen auch mit. Das Fleisch taugt zwar nichts, es ist zu fett, aber sie werden portioniert und sollen dann als Futter für die Geparden dienen.“

Ein Schreck durchfuhr mich und mein Herz rutschte mir in die Hose. Also nicht ganz so, eine Hose hatte ich ja nicht, doch dafür rutschte etwas anderes aus meinem Darm durch mein Hinterteil. Mit einem lauten Quieken sprang ich auf und drängte mich in Richtung Gatterausgang. Nun half auch die Rute nicht mehr. Zwei junge Helfer drängten mich zum Eingang und schafften es irgendwie mich über eine Rampe in einen Hänger zu bugsieren. Dort wurde ich dann wieder mit Seilen festgezurrt so dass es kein vor oder zurück mehr gab. Neben mir ging es Lisa ganz genauso. Wir schauten uns beide mit angsterfüllten Augen an und es schien so als ob wir beide genau wussten, was uns jetzt bevorstand. Tiere haben da so eine Art siebten Sinn und können schon einiges im Voraus ahnen.

Es war einer jener LKW, die man öfters auf der Autobahn sieht. Ein Schweinetransporter mit Holzbeplankung und vielen kleinen Öffnungen hinter denen man die quiekenden Schweinchen auf dem Weg zum Schlachthof beobachten kann. Wenn so ein Wagen an einem vorbeifährt, dann stinkt das ganz gewaltig nach Schweinen und jeder Mensch kann sich genau vorstellen wie es den Schweinen gleich ergeht und was ihnen widerfahren wird.

Es war eine grausam lange Fahrt. Wir quiekten ohne aufzuhören und unsere kleinen Schweinaugen füllten sich mit Tränen. Bald würde es soweit sein und mittlerweile verfluchte ich alle Neigungen, denen ich mich in den letzten Monaten hingegeben hatte. Als Mensch, als Mann, hatte ich diese große Sehnsucht eine Frau zu sein. Ein Leben als Frau zu führen. Nichts Besonderes, keine außergewöhnliche Frau, einfach nur eine ganz normale Durchschnittsfrau. Als Frau wollte ich wahrgenommen werden, als Frau wollte ich meinen Alltag leben. Als ich dann die ersten zaghaften Anfänge wagte, erwuchs in mir langsam das Verlangen, auch wie eine Frau geliebt zu werden, wie eine Frau zu lieben. Niemals hatte ich mir vorstellen können, ein Verlangen nach einem Mann zu haben. Als Frau war das auf einmal für das Normalste der Welt. Ich wollte Sex als Frau haben, mit einem Mann. Mit einer Frau unvorstellbar. Dann kam noch dieses unglaublich starke Verlangen nach Demütigung aller Art hinzu. Ich wurde hoffnungslos devot und keine Erniedrigung und Schmach konnte zu groß sein. Ja, eine devote und unterwürfige Frau wollte ich sein und genauso wollte ich leben. Deshalb hatte ich mich auch mit Rolf getroffen. Er war sehr dominant und gab mit das Gefühl, eine kleine, wehrlose und hilflose, aber auch begehrenswerte Frau zu sein. Ein wunderbares Gefühl, davon konnte ich nicht genug bekommen. Aber irgendetwas geschah dann als ich Rolf sah. Ich weiß nicht was, aber plötzlich entwickelte sich bei mir noch ein weiteres Gefühl.

Ich bekam unerklärlicherweise dieses starke Verlangen eine Hündin zu sein. Ja, eine echte Hündin, ein Tier. Die Partnerin von Alex dem Schäferhund. Ich beneidete die echten Hunde und wollte zu ihnen gehören und irgendwie übernahm dieses animalische Gefühl und Verlangen immer mehr Besitz von mir. Mehr und mehr gehörte ich dazu und ich genoss dieses Gefühl. Das Gefühl ein Tier zu sein, ein Tier abhängig von einem Menschen der sich um einen kümmerte. Abhängigkeit war eine Sucht, eine Droge. Je mehr, desto besser. Je unselbständiger, desto attraktiver. Dann kam noch hinzu, dass ich die Partnerin eines männlichen Individuums wurde. Es gab einen Beschützer, einen Herrn und Meister für mich. Jemanden, dem ich mich voll und ganz hingeben konnte.

Unerklärlicherweise kam dann auf einmal dieses Begehren hinzu, noch weiter die Leiter hinab zu steigen. Ein Schwein! Das wäre es. Ein Schwein steht in der Hierarchie noch weit unter einem Hund und ist gekennzeichnet durch ein unattraktives Aussehen, durch Schmutz und grunzende Laute. Wenn dann teilweise ein Hausschwein noch als imposant gilt, dann ist ein Hängebauchschwein doch nichts weiter als eine dicke verschrumpelte Leberwurst, bestehend aus Fett, ein paar vereinzelten Borsten und einem unförmigen hin und her schwabbelnden Bauch, der fast über den Boden schleift. Konnte man da als Mensch noch tiefer sinken? Ich glaube kaum, es sei denn ich werde eines besseren belehrt. Das war es doch was ich wollte. Nur das Unvermeidliche, was mir nun bevorstand, damit hatte ich nicht gerechnet. Das wollte ich dann doch nicht. Gab es da noch eine Möglichkeit dem Ganzen zu entkommen?

Der Wagen fuhr, hielt, fuhr wieder an, es schien durch den Stadtverkehr zu gehen. Lisa und ich schauten uns zwischendurch immer mal wieder an. Ich sah ihre Unsicherheit, die Angst in ihren Augen. Sie wusste zwar weniger als ich, aber sie fühlte, dass etwas Großes, etwas Bedrohendes vor uns lag. Sie tat mir leid. Aber ich tat mir auch leid und ich wollte uns beide nicht verlieren. Immer wieder hatte ich die Blaupause meiner Phantasien vor Augen. Es war eine Fetischgeschichte mit dem Titel „The contract“. Da hatte eine Frau Unmengen an Geld bezahlt um ihren Status, ihre soziale Rolle unwiederbringlich zu verlieren. Am Ende wurde sie von ihrem Hund an der Leine im Garten herumgeführt. Das hatte in mir einen Trigger ausgelöst und so etwas wollte ich auch erleben. Nun war es aber auch bald vorbei mit allen wilden Phantasien. Ich sah mich schon bald als Leckerbissen für einen hungrigen Geparden zu dienen.

Da hielt der Wagen an und wir schienen an unser Zeil angekommen zu sein. Türen schlugen und es schienen mehrere Menschen außerhalb zugegen zu sein. Es war laut. Man hörte lautes Quieken von Schweinen, das Muhen von Kühen, Kälbern oder Bullen. Zwischendurch gab es lautes Rufen, Fluchen oder Anweisungen die gegeben wurden. Wir schienen auf dem Schlachthof angekommen zu sein. Der letzte Gang für so viele Nutztiere. Ein Nutztier, ja das war auch ich jetzt. Eigentlich eines meiner Ziele, ein Leben als Nutztier, aber doch nicht hier!

Lisa schien zu ahnen, dass dies ein ganz entscheidender Ort für uns war. Sie quiekte aufgeregt und zog wie wild an ihren Spanngurten herum. Ich begann auch zu quieken. Etwas anderes konnte ich ja nicht mehr von mir geben. Ich hätte gerne laut gerufen und meine Situation erklärt, aber das ging nicht mehr. Quieken und Grunzen waren die einzigen Laute, die ich noch konnte. Wenn ich doch wenigstens sprechen könnte.

Da ging die Klappe auf und zwei Männer mit einem langen grau-weißen Kittel kamen zu uns und lösten die Zurrgurte. Sie führten uns laut quiekenden Schweine hinaus und da sahen wir wieder das Tageslicht. Draußen vor dem LKW standen eine Menge Leute und nun traf mich fast der Schlag!

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  RE: Hundephantasie Datum:04.04.21 14:20 IP: gespeichert Moderator melden


immer diese Pausen wenn es spannend wird...-)
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