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olgaxx
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Duisburg


Hoffnungslos devote Transfrau mit bizarren Neigungen!

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  Ein Schweineleben Datum:12.04.21 19:50 IP: gespeichert Moderator melden


Teil 1


Diese Geschichte ist reine Fiktion und erhebt keinen Anspruch auf wissenschaftliche Korrektheit. Realitäten und Fakten werden insoweit angepasst, dass der Handlungsstrang der Geschichte erreicht werden kann.



Ich war eine TS-Frau, die in den letzten Monaten ziemlich viel erlebt hatte. Mein hoffnungslos devotes Wesen, mein grenzenloses Verlangen nach Kontrollverlust und Machtgefälle hatten mich so weit gebracht, dass ich zunächst eine Zeit als Hündin und dann als Hängebauchschwein gelebt hatte. Mein Bekannter Rolf hatte mich unter anderem durch Hypnose dazu gebracht, mich als Hündin und dann als Schwein zu identifizieren. Nachdem ich vor dem Schlachter gerettet wurde und in das Leben als Trans-Frau zurückkehrte, musste ich mich für meinen weiteren Lebensweg entscheiden. Mein devotes Verlangen übernahm die Kontrolle meines Denkens und ich entschied mich für ein permanentes Leben als Hängebauchschwein und zwar das so authentisch wie möglich. Was authentisch bedeuten sollte, würde ich dann noch erfahren.


So ein Schritt bedeutete neben den ganzen notwendigen medizinischen Maßnahmen auch eine Menge an Papierkram. Das nahmen wir dann in Angriff. Wir, das waren Rolf, seine Freundin Barbara und ich. Rolf war ziemlich bewandert in solchen Dingen und ohne ihn hätte ich das niemals alleine geschafft. Er diente als Ratgeber, Zeuge und auch als kommender Vormund.


Zuerst besuchten wir einen Notar. Dieser beurkundete meinen freien Willen zur Aufgabe der Eigenschaft als Mensch und dem Wunsch, in Zukunft ein vietnamesisches Hängebauchschwein mit Namen Olga zu sein. Mein Schweinealter wurde auf fünf Jahre festgelegt. Vietnamesische Hängebauchschweine leben in der Regel 15, manchmal auch bis 20 Jahre. Demnach hätte ich noch 10 bis 15 Jahre zu leben, wenn ich nicht vorzeitig einen Gang zum Schlachthof antreten müsste, so wie vor kurzem geschehen.


Mit der notariellen Beglaubigung meines Willens ging es dann zum Standesamt um meinen Personenstand zu ändern bzw. den Eintrag für Olga P. zu löschen. Danach war ich also offiziell kein Mensch mehr. Rolf hatte mit der Leiterin der Tierpension vereinbart, dass er mich an sie verkaufen würde, sobald ich in der Lage sei, problemlos mit den anderen Schweinen zusammen zu leben. Bis dahin wurde er für die Übergangszeit als mein Vormund bestimmt. Für mich bedeutete dies, dass ich ab nun keine Ausweispapiere mehr hatte und keinen Schritt mehr ohne Rolf tun konnte. Alle Versicherungen und Verträge wurden gekündigt. Es gab keine Verpflichtungen, aber auch keine Rechte mehr. Von nun an konnte ich mich auf keine begünstigenden Rechte mehr berufen. Menschenrechte galten nicht mehr für mich und ich konnte mich nur noch auf das Tierschutzgesetz berufen. Ein eigenartiges Gefühl. Bis zum Tag an dem ich in der Tierpension leben würde, wäre ich vogelfrei. Wie gut, dass man mir das erstmal nicht ansah und es war beruhigend wenn Rolf in meiner Nähe war. Damit waren zumindest die rechtlichen Schritte erledigt. Vorher würde kein Arzt, kein Veterinär etwas unternehmen. Dafür war aber nun gesorgt.


Rolf hatte einen Bekannten, der im Bereich der Veterinärwissenschaft in einem Versuchslabor tätig war. Es dauerte ein paar Tage und dann hatte ich einen Termin bei Herrn Dr. Tiergarten. Rolf begleitete mich.


„Hallo Rolf, nimm doch bitte Platz“ sagte er ohne mich zu begrüßen oder auch nur eines Blickes zu würdigen.

„Das ist bestimmt Olga“ begann er.

„Also Olga, das ist das erste und einzige Mal, dass ich dich persönlich anspreche. Nimm es mir nicht über, aber du bist kein Mensch mehr und darfst keine Höflichkeiten erwarten. Um dich vertrauter mit deinem neuen Status zu machen und dir den Eintritt in dein neues Leben zu erleichtern, werde ich dich ab jetzt so behandeln, wie ich jedes andere Tier auch behandeln würde.“


Das war es und von jetzt an wandte er sich ausschließlich an Rolf und ich stand einfach nur interessiert und stumm daneben. Sie unterhielten sich über verschiedene medizinische Maßnahmen die an mir vorgenommen werden sollten um mich einem Hängebauchschwein ähnlicher zu machen. Viel hänge vom Verlauf der Eingriffe ab, aber Ziel sollte sein, dass ich zum Schluss tatsächlich ohne Unterschiede ein echtes Schwein sein würde. Das erregte mich schon ganz gewaltig. Ein vollkommenes, echtes und hundertprozentiges Schwein!


Die erste Maßnahme sollte eine Bluttransfusion sein. Ich sollte durch mehrere Transfusionen langsam an das Schweineblut gewöhnt werden. An insgesamt fünf Terminen würde mein Blut durch Schweineblut ausgetauscht werden, so dass sich mein Körper langsam daran gewöhnen konnte. Der erste Termin sollte schon morgen sein.


Am nächsten Tag gingen Rolf und ich ins Labor und dort nahm Dr. Tiergarten die erste Transfusion bzw. Austausch vor. Das dauerte ca. 20 Minuten und anschließend sollte ich mich in einem Nebenraum ausruhen. Bis auf ein leichtes Schwindelgefühl ging es mir gut. Beim Eintritt in den Raum sah ich das dort angebrachte Schild „Versuchslabor“ stand dort, darunter etwas kleiner „Vietnamesisches Hängebauchschwein (Sus scrofa domesticus).“

„Ja, das ist das Labor, das wir für das Schwein benutzen werden. Sie wird auch teilweise einige Zeit hier verbringen müssen, deshalb habe ich das Schild anbringen lassen. Wir könnten sie auch bei den Affen unterbringen aber sind zu unruhig und könnten die Behandlungen stören.“


Nach einer halben Stunde kam der Doktor und meinte, Rolf könne mich nun wieder mit nach Hause nehmen. Ich fühlte mich gut und auch die nächsten Tage verliefen ohne Komplikationen.


Es folgten in den kommenden Tagen noch weitere vier Transfusionen und dann floss nur noch Schweineblut durch meinen Körper. Ich spürte dabei nichts Besonderes außer dass ich etwas schlechter sehen konnte, dafür umso besser riechen. Meine Sinne schienen sich den Schweinesinnen anzupassen.


Dr. Tiergarten gab Rolf noch einige Verhaltenshinweise mit auf den Weg. „Denk bitte daran Rolf, sie hat Schweineblut im Körper. Sie darf auf keinen Fall Blut spenden. Impfungen darf sie auch nicht bekommen. Wenn es unbedingt notwendig sein sollte, gehe mit ihr auf keinen Fall zu einem Arzt, nur zu einem Veterinär. Er weiß dann schon was zu tun ist. Sie wird ab und an einmal etwas eigentümlich reagieren. Diese Reaktionen werden mehr werden. Sei nicht böse auf sie, denn sie wird sich nun langsam auch physisch in ein Tier verwandeln. Du kannst von ihr nur bedingt menschliches Verhalten erwarten.“

„Welche Behandlung kommt denn als Nächstes?“ wollte Rolf wissen.

„Wir müssen jetzt erstmal schauen, wie gut sie das Blut verträgt und wie sich ihre Organe verhalten. Sollte das komplikationslos sein, so werden wir uns im nächsten Schritt an die inneren Organe begeben. Herz, Lunge, Leber und Magen müssen verpflanzt werden. Nachschub gibt es genug vom Schlachthof und dort werden wir schon was Passendes finden. Die Organe müssen ja von weiblichen Tieren im gleichen Alter sein. Sollten die neuen Organe gut angenommen werden, so können wir uns an die orthopädischen Maßnahmen und die Hautverpflanzung machen. Danach sollte sie nach kurzer Zeit soweit sein, dass wir sie zu den anderen Schweinen lassen können.“


Hmm, das hörte sich ja gruselig an. Ich meine die bevorstehenden Eingriffe und Operationen klangen gruselig, nicht das Ergebnis. Ich sehnte das Behandlungsergebnis mittlerweile genauso herbei, wie eine Frau eine gelungene Brust oder Nasen OP. Das wären meine Schönheits OP’s, die ich kaum erwarten konnte.


Dr. Tiergarten gab Rolf noch einige Medikamentenrezepte mit. Hauptsächlich Mittel, die ein schnelles Bauchwachstum förderten. Schließlich war ich ja auf dem Weg ein Hängebauchschwein und nicht ein normales Hausschwein zu werden. Da brauchte die wachsende Bauchschwarte viel Unterstützung.


Mittlerweile konnte ich nur noch sehr unscharf sehen. Eine Brille bekam ich nicht, denn Rolf meinte, dass ich sie sowieso nicht mehr lange würde tragen können. Ein Schwein mit einer Brille hätte er noch nie gesehen. Also fand ich mich damit ab, dass ich wenig erkennen konnte. Dafür konnte ich nun umso besser riechen. Ich behalf mir, indem ich mich nun mehr auf das Riechen als auf das Sehen konzentrierte. Da ich sowieso nicht alleine das Haus verlassen konnte, war das auch kein Problem, denn entweder Rolf oder Barbara wussten schon wohin sie mit mir gingen.


Als Barbara mir eines Tages sagte, dass sie nun mit mir zum Labor gehen würde, weil Dr. Tiergarten die Herz OP vorbereitete, wollte ich laut aufjubeln, heraus kam aber nur ein quiekender Grunzlaut. Staunend und freudig schaute ich Barbara an und sie meinte nur „ ja Olga, das wird dir in nächster Zeit noch öfter passieren. Das ist ein gutes Zeichen, dass sich etwas in deinem Körper tut.“


Dann nahm sie mich wie ein kleines Kind an die Hand und dann ging es auf zum Versuchslabor von Dr. Tiergarten.


„Hallo Barbara, lassen sie das Schwein ruhig im Nebenraum, mein Assistent kommt gleich“ meinte Dr. Tiergarten zur Begrüßung.


Da kam auch schon der Assistent Herr Mühlbrenner. Mit mir sprach er gar nicht, er redete nur mit Barbara und bat sie, dass ich mich entkleiden sollte und mich dann auf einem niedrigen Tisch legen sollte. Ich zeigte ihm, dass ich sehr wohl seine Worte verstand und machte das schon bevor Barbara mich dazu auffordern konnte. Meine Güte, was glaubte dieser Kerl von mir? Natürlich verstand ich ihn.


Barbara schien die Situation begriffen zu haben und lächelte nur. Ich legte mich also auf den niedrigen Tisch, der wohl ein OP-Tisch war. Der wurde dann hochgefahren und Dr. Mühlbrenner begann mich zu narkotisieren. Ich sah noch Dr. Tiergarten hereinkommen und dann war ich auch schon weg.


Als ich erwachte, lag ich in einem Krankenbett du fühlte mich matt und schwach. Offensichtlich hatte ich die Operation gut überstanden und jetzt musste abgewartet werden, ob mein Körper das neue Organ auch vertrug. Die Zeit verging, ich erholte mich rasch und Dr. Tiergarten war mit dem Ergebnis und dem Verlauf der Heilung sehr zufrieden. Nach ein paar Tagen wurde ich entlassen und Barbara brachte mich nach Hause.


Nun war ich stolze Besitzerin eines Schweinherzens. Ich fühlte mich dadurch nicht großartig anders aber alleine das Gefühl war sehr befriedigend. Es folgten noch weitere Eingriffe und nach und nach wurden alle inneren Organe ausgetauscht. Erstaunlicherweise gab es niemals Komplikationen. Offensichtlich verstand Dr. Tiergarten sein Handwerk sehr gut und auch mein Körper spielte hervorragend mit.


Im Verlauf von sechs Monaten bestand ich in meinem Inneren zu hundert Prozent aus echtem und originalem Schwein! Das machte sich mittlerweile auch in sehr vielen Bereichen bemerkbar. Ein Humanmediziner war für mich tabu geworden. Ein Veterinär oder Nutztierarzt war nun erforderlich. Mein Körper war nur noch äußerlich menschlich, alles andere benötigte einen Tierarzt. Essen konnte ich auch nicht mehr alles, dafür versorgten mich Rolf und Barbara mit Gräsern, Wurzeln, Eicheln und Bucheckern. Ja mittlerweile schmeckten mir auch Würmer und Maden. Alles in Maßen aber mein Körper zeigte sich dankbar für diese Kost und es ging mir erstaunlich gut. Als ich einmal ein Stück Grillwurst gegessen hatte, wurde mir ganz übel und ich hatte drei Tage eine schwere Magenverstimmung. Da lernte ich dann schnell wieder die Würmer und Maden schätzen. Noch aß ich von Tellern und häufig auch mit Messer und Gabel, obwohl ich langsam keinen großen Sinn mehr darin sah. Rolf und Barbara zuliebe tat ich das aber, denn ich wollte ihre Wohnung nicht versauen. Wäre ja nicht schön gewesen, wenn ich alles auf den Boden gekippt und dann schmatzend und rülpsend alles vom Teppich gefressen hätte.


Die Zeit verging und ich entwickelte mich prächtig. Insbesondere mein Bauch wuchs von Tag zu Tag. Wenn ich mich versuchsweise mal auf alle Viere begab, berührte der Bauch schon fast den Boden. Bei den wöchentlichen Kontrollterminen bei Dr. Tiergarten schien ihm mein Bauchwachstum sehr zu gefallen, denn er meinte, dass wir bald übergehen könnten zu den orthopädischen Eingriffen. Das würde dann enorme äußerliche Änderungen hervorbringen. Ich war euphorisch gespannt auf das, was da jetzt kommen würde.




Teil 2 in Kürze.

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Klett-max
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  RE: Ein Schweineleben Datum:12.04.21 21:00 IP: gespeichert Moderator melden


uiiiH

Das geht ja richtig steil zur Sache mit Olga. Jetzt ist sie ja schon zu mindestens der größeren Hälfte ein Schwein. Das bedeutet ja, daß sie recht bald nur noch an einigen Nähten von Lisa zu unterscheiden sein wird. Dann wünsche ich ihr mal, daß sie mehr Glück mit ihrem Leben hat, als bis vor Kurzem. Schließlich ist ihr neuer "Beruf", öhm ihre Berufung, das Glücksschwein.

Darauf eine große Schüssel Müsli und eine Handvoll Maiskörner zur Nachspeise!

Wird sie in Zukunft auch von Rolf und Barbara besucht werden? Ich hoffe es doch. Mal sehen, wie es mit dem Beiden und Alex weiter gehen wird.


~((((^ö^__^ö^))))~

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Klett-max am 13.04.21 um 21:22 geändert
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Toree
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  RE: Ein Schweineleben Datum:14.04.21 00:46 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Olga,
das ist schon eine straffe Geschichte.
Maximal noch 15 Jahre zu leben?
Nee, das währe nichts für mich!
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olgaxx
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  RE: Ein Schweineleben Datum:14.04.21 06:56 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
Hallo Olga,
das ist schon eine straffe Geschichte.
Maximal noch 15 Jahre zu leben?
Nee, das währe nichts für mich!


Hallo Toree,

ich wollte diese Idee mal zu Papier bringen. Für den weiteren Verlauf lasse ich mich spontan inspirieren. Ich weiß selbst noch nicht, wie es genau weitergeht bzw. wie das Ende sein wird.

Die Idee mit der Lebensdauer kam mir auch spontan. Ich weiß noch nicht, wie ich und ob ich das ausgestalten werde. Allerdings erscheint mir dieser Gedanke im Moment reizvoll, wenn man bedenkt, was Olga alles bereit ist hinzunehmen.
Wenn ich auf der anderen Seite betrachte, dass ich jetzt 58 bin, dann ist das ja nicht unrealistisch.

LG Olga

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olgaxx
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  RE: Ein Schweineleben Datum:14.04.21 20:29 IP: gespeichert Moderator melden


Ein Schweineleben


Teil 2



Es begann die Zeit, dass Dr. Tiergarten sich insbesondere an den Umbau der Knochen begab. Alle Eingriffe fanden in den gleichen Räumlichkeiten statt. Der Nebenraum mit dem Schild „Vietnamesisches Hängebauchschwein (Sus scrofa domesticus)“ wurde ein wenig umgebaut. Dort gab es nun kein Bett mehr, sondern ein ca. 50cm hohes Holzgatter mit Stroh und einer gepolsterten Matte auf dem Boden. Am Gatter hing ein kleiner Metalltrog und daneben gab es einen Wasserspender, der auf Druck mit der Nase bzw. dem Rüssel reagierte. Über dem Stroh hing eine Infrarotlampe, wie man es von Ställen mit kleinen Ferkeln kennt. In der Ecke lehnten ein grober Straßenbesen und eine Schaufel. Das war natürlich alles für mich vorbereitet worden und hier sollte ich mich nach den Eingriffen erholen.


Ich fühlte mich wohl, denn ich merkte, dass man sich viel Mühe um mein Wohlergehen bzw. dem Gelingen des Vorhabens gab. Andererseits merkte ich auch, wie wenig man mich mittlerweile noch als Mensch sah. Offiziell war ich ja sowieso kein Mensch mehr aber auch bei jeder Interaktion merkte ich, dass man mich tatsächlich wie ein Tier behandelte. Ungewohnt, aber für mich ein wundervoll befriedigendes Gefühl. Ich sehnte mich nach dem Tag X, wo alle meine Ziele erreicht wären. Schon jetzt war es für mich unmöglich, jemals wieder ein funktionsfähiger Mensch zu werden, wie würde es sein, wenn es keine Möglichkeit mehr gab, mich von einem geborenen Schwein zu unterscheiden?


Die Behandlungen gingen weiter und Dr. Tiergarten begann zunächst mir Armen und Beinen. Dafür setzte er mit Vorder- und Hinterläufe von echten Schweinen ein. Es waren komplizierte Eingriffe, die er aber beherrschte und wieder spielte mein Körper gut mit. Es wirkte sich günstig aus, dass mein Blut bereits ausgetauscht war und so verlief der Heilungsprozess gut. Nach jedem Eingriff wurde ich in das Nebenzimmer gebracht und konnte mich erholen. Da ich ja mit einem Bett nichts mehr anfangen konnte, war das Stroh für mich der ideale Untergrund. Manchmal musste noch die Matte benutzt werden, wenn Schnitte verheilen mussten. Es dauerte auch nicht lang, bis ich ganz normal auf allen Vieren laufen konnte und meine Vorder- und Hinterläufe mit allen Nerven und Sehnen so reagierten wie ich es benötigte. Bald wurde solches Laufen für mich zur Normalität.


Es stellte sich heraus, dass es langsam zu kompliziert für Rolf und Barbara wurde, mich ständig hin- und herzutransportieren. Außerdem machte ich einen etwas merkwürdigen Anblick, denn ich war ja noch nicht perfekt. Man wollte den anderen Menschen meinen Anblick ersparen. So beschloss man, mich bis zum Abschluss der Behandlungen im Nebenzimmer zu belassen, wo ich mich auch in meinem Stall im Stroh wohl fühlte.


Als nächstes folgte die Wirbelsäulentransplantation, die aufgrund einer neuen Technik erstaunlich schnell und komplikationslos verlief. Danach konnte ich mich, auch wenn ich es gewollt hätte, auf keinen Fall mehr aufrichten. Ein weiterer grandioser Fortschritt. Es gab sogar ein kleines Schw***nzchen dazu, mit dem ich ein wenig wackeln konnte.


Dann kamen die Kiefer und anderen Bestandteile des Kopfes an die Reihe, inklusive der Schnauze , der Ohren und des Rüssels an die Reihe. Dr. Tiergarten war ein Meister seines Faches und bediente sich neuester Technologie, so dass alles zu seiner größten Zufriedenheit ausfiel. Der letzte Schritt war eine komplette Hautverpflanzung und als diese vernünftig angewachsen und vom Körper akzeptiert worden war, schien nun alles geschafft. Als mir der Doktor nach ein paar Tagen der Erholung den Spiegel vorhielt, war ich sprachlos. Nun, ich konnte ja sowieso nicht mehr sprechen, das neue Stimmband erlaubte mir das nicht mehr, aber mich schaute ein Hängebauchschwein an, das nicht besser so geboren worden sein konnte. Ich war überwältigt und wenn ich hätte weinen können, ich hätte dies vor Rührung und Glück getan. Ich war tatsächlich eine originale Sau. Alles an mir war original Schwein und voll funktionsfähig. Ich hatte eine Vagina, eine Gebärmutter und konnte sogar Ferkel austragen. Die Zitzen, zwölf an der Zahl, waren vorhanden und würden jungen Ferkeln Milch geben. Alles vorausgesetzt, ich würde auch durch einen potenten Eber gedeckt werden. Meine Schweineaugen waren schwach, dafür konnte ich mit meinem Rüssel umso besser riechen. Die umgeklappten Ohren funktionierten gut und so sehr ich mich auch anstrengte, aus meinem Maul kamen nur Quiek- und Grunzlaute. Meine Haut war borstig, grau, fett und runzelig, genau wie es bei einer anständigen Hängebauchsau auch sein sollte. Der Bauch schleifte knapp über dem Boden und mein Körper strömte den typischen Schweingeruch aus.


„Ein Problem haben wir noch“ meinte Dr. Tiergarten. Ich horchte auf, genauso wie Rolf und Barbara die gekommen waren. Was war das wohl?


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olgaxx
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  RE: Ein Schweineleben Datum:15.04.21 19:41 IP: gespeichert Moderator melden


Ein Schweineleben


Teil 3



„Welches Problem gibt es denn Herr Doktor“ fragte Rolf.

„Nun, das Schwein bekommt mit was um es herum passiert, es empfindet, denkt und fühlt zwar alles, aber das passiert alles mit seinem menschlichen Gehirn. Wir haben alles modifiziert, so dass nichts menschliches mehr an ihr ist. Sogar die DNA konnten wir umprogrammieren, nur eins ist noch geblieben, das Gehirn!“

„Ah ich verstehe,“ sagte Rolf „das Gehirn ist noch menschlich. Kann man das ändern?“

„Ja, ich habe vor, die Informationen des ‚Gehirns zu speichern, ein neues Schweinegehirn einzusetzen und die benötigten Informationen wieder zurückzuspielen. Wohl gemerkt, nur die benötigten Informationen. Die Kapazität eines Schweinehirns ist nämlich bedeutend kleiner als das eines Menschen. Deshalb können wir nicht alle Informationen zurückspielen. Manches Wissen und manche Fähigkeiten braucht ein Schwein halt nicht. Wenn der Mensch Klavierspielen gelernt hat, hilft das einem Schwein überhaupt nicht. Ein Schwein wird nie Klavier spielen müssen und braucht deshalb auch diese Fähigkeiten nicht. Genauso wie die Beherrschung von Fremdsprachen. Sowieso braucht eine Sau kein Sprachverständnis weil es nicht sprechen kann auch wenn es das wollte. Genauso gut braucht das Schwein aber erlerntes Schweinewissen, welches es als Mensch nie erlernt hat. Deshalb werden wir nur teilweise die gespeicherten Daten auf das Schweinehirn zurückspielen. Wir haben das bisher zweimal gemacht und es hat funktioniert, obgleich es passieren kann, dass die ein oder andere Information verloren geht.“

„Das klingt spannend Herr Doktor, wann werden sie damit beginnen?“

„Gleich heute und ich denke, dass wir bis zum Wochenende fertig sein werden.“


Das hörte sich ja extrem spannend an. Ich sollte also ein neues, ein echtes Schweinehirn bekommen. Ich war neugierig, wie das funktionieren würde. Was würde ich da noch denken können, welche Fähigkeiten würde ich noch oder welche neu haben? Würde da etwas durch das hin- und her Übertragen verloren gehen, und falls ja, was denn? Von nun an war ich mächtig aufgeregt auf das was da käme.


Bevor es erneut unter das Messer ging, verkabelte der Doktor meinen Kopf mit allen möglichen Sensoren und er begann meine Gehirninformationen auf ein Speichermedium aufzuzeichnen. Das dauert so ca. zwei Stunden. Alle Infos landeten auf einem Speicherstick, den er in seine Tasche steckte. Anschließend holte er eine Kühlbox, in der das neue Gehirn steckte. Ich weiß nicht, wo er das Gehirn besorgt hatte aber ich vermutete, dass es ebenfalls vom Schlachthof kam. Hätte ich das Spenderschwein kennen wollen? Ich weiß es nicht. Ich begnügte mich damit, dass Doktor Tiergarten und sein Assistent mich narkotisierten und ich langsam einschlief.


Als ich erwachte, lag ich auf meiner Seite auf der Matte in meinem Stall im Nebenzimmer. Die Gegenstände im Raum erschienen ziemlich unscharf, was aber mittlerweile normal war, denn Schweineaugen sind nicht sehr scharf. Ich musste mich erstmal sammeln um zu verstehen wo ich war und warum überhaupt. Nach einigen Minuten bekam ich langsam wieder alles beisammen. Dr. Tiergarten hatte mit ein neues Gehirn mit den notwendigen Schweineinformationen verpasst. Nicht notwendige menschliche Dinge wurden dabei vernachlässigt. Auch wenn ich es gewollte hätte, das meiste Schulwissen war verschwunden und ersetzt worden. Ersetzt durch lebensnotwendiges Schweinewissen und –gefühle. Ich wusste auf Anhieb was ich fressen durfte und was nicht. Was giftig war, welches Wasser man trinken durfte, welche Insektenlarven und welche Maden Schweine am liebsten fressen. Ich konnte sofort die meisten Gerüche unterscheiden und ich würde sofort merken, wenn ein Eber in der Nähe wäre. Ich hätte sofort ein unstillbares Verlangen von einem Eber gedeckt zu werden und ich würde auch alles dafür tun. Die stärksten Muttergefühle würden aufkommen, sobald zehn kleine Ferkel an meinen Zitzen saugen würden. Dafür würde ich kein einziges menschliches Wort mehr verstehen und ich würde auch nicht in der Lage sein, jemals auch nur das kleinste Wort oder dem einfachsten Befehl zu gehorchen. Diese Gedanken, dieses Wissen machte mich euphorisch. Ich schien mein Ziel, mein Verlangen, meine große Sehnsucht, erreicht zu haben. Ein Mensch hätte vielleicht vor Freude geweint oder laut gejubelt. Das konnte ich nun nicht mehr, dafür quiekte ich in den lautesten Tönen.


Ich merkte sehr schnell, dass ich alle menschlichen Fähigkeiten verloren hatte. Diesmal ging es nicht darum, etwas nicht zu wollen, etwas vorzugeben, sondern darum, dass es schlichtweg einfach nicht mehr ging. Auch wenn ich gewollte hätte, ich konnte nicht auf zwei Beinen gehen, nicht mal mehr aufrichten, nicht reden oder zuhören. Welchen Sinn machte es, Menschen zuzuhören wenn man sie sowieso nicht mehr versteht? Alle menschliche Genüsse und Vorlieben waren mir fremd geworden. Eine attraktive Frau, ein attraktiver Mann bedeuteten mir nichts mehr. Viel anziehender war ein großer grunzender und sabbernder Eber, der testosterongesteuert und übel riechend auf der Suche nach der nächsten paarungsbereiten Sau ist. Ein Gulasch oder ein Steak widerten mich an. Viel appetitlicher waren ein paar angefaulte Äpfel im Schlamm und eine Handvoll kriechender Maden im Gemüse. Kann man als Mensch noch tiefer sinken? Wenn es noch extremer geht, dann hatte ich die falsche Wahl getroffen, ansonsten hätte ich genau das richtige getan.


Ich freute mich darauf, mit anderen Schweinen zusammenzuleben, mich mit ihnen im Schlamm zu suhlen, gemeinsam um das Futter zu streiten. Die Tage nicht zu zählen, mir keine Sorgen um irgendwelche Probleme machen zu müssen. Ja ich freute mich darauf, mich vollkommen einem Eber unterzuordnen, mich ihm anzubieten und von ihm geschwängert zu werden. Hochschwanger mit meinen Ferkeln zu sein um sie anschließend im Liegen auf einer Strohlage zu gebären, ihnen meine prallgefüllten Zitzen anzubieten. Ich freute mich auf das hocherotische Gefühl, wenn zehn kleine Ferkel gleichzeitig an meinen Zitzen saugen. All das waren so wundervolle Vorstellungen, dass mir vor Aufregung fast die Vorderläufe einknickten. Mein Rüssel wurde feucht und ich begann zu sabbern, während ich laute Grunzlaute von mir gab.


Ein paar Tage später erschienen Rolf und Barbara mit zwei Tierpflegern und man brachte mich in einen Viehtransporter. Dann ging es los und wir hielten an der Tierpension an.



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Klett-max
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  RE: Ein Schweineleben Datum:15.04.21 20:40 IP: gespeichert Moderator melden


Öff!

Die Verwandlung hat ja nahezu reibungslos geklappt. Jetzt höffe ich mal, daß Olga sich noch an Liisa erinnert und die auch noch da ist. Dann dürfte dem erotischsten Moment im Sauenleben auch kaum noch Etwas (außer der Stalltür des Herren Ebers) im Wege stehen.

Ich wünsche der, jetzt saugut aussehenden, Olga viel Glück und daß sie jetzt nicht in der Herde zum "Underpig" wird, sondern immer mittendrin ist.


Jetzt brauchen wir natürlich auch noch einige "echte" Schweineabenteuer, um den Alltag nicht zu eintönig werden zu lassen. Nur immer fressen, dösen, suhlen und wieder fressen wird auch bald langweilig.

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  RE: Ein Schweineleben Datum:16.04.21 13:54 IP: gespeichert Moderator melden


Na ich denke, Lisa und der Eber kommen nicht zu kurz. Außerdem holt der Eber sich ja sowieso das, was ihm zusteht. Ohne Erotik, sei sie noch so robust, kommt nicht zu kurz. Da setzen nur die Forenregeln Grenzen.

Und nur faulenzen wird wahrscheinlich auch der Olga zu langweilig. Außerdem komme ich ja dann auf wenige geschriebene Zeilen. Also irgendwas muss da schon kommen. Der Schreiberinnengeist gibt sich Mühe.
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  RE: Ein Schweineleben Datum:17.04.21 15:55 IP: gespeichert Moderator melden


Ein Schweineleben

Teil 4


Natürlich verstand ich jetzt die Menschen nicht mehr. Wie sollte auch ein Schwein die Menschen verstehen? Dann wäre ich ja eine große Sensation im Tierreich. So etwas gab es nicht und wird es auch nie geben. Da ich jetzt ein einhundert prozentiges Schwein war, hatte ich diese Fähigkeit natürlich auch nicht. Für mich gaben die Menschen irgendwelche Laute von sich wenn sie ihren Mund aufmachten. Manchmal lauter, manchmal leiser. Vielleicht konnte ich noch erkennen ob etwas fordernder gemeint war oder ob man beruhigend auf mich einsprach. Das war es dann aber schon. Schweine gelten zwar als durchaus intelligent, aber das reichte trotzdem nicht, es intellektuell mit einem Affen oder einem Papagei aufzunehmen. Mir reichte es vollkommen, wenn ich mit den anderen Säuen kommunizieren konnte. Trotzdem werde ich die Sprache der Menschen weiter mit in die Geschichte einbringen, sonst wäre die Geschichte ja nicht lesbar.


Wir kamen also an der Tierpension an und da trat neben Rolf und Barbara auch noch eine Frau auf uns zu. Ach ja, es dämmerte mir, das war Janine, die Chefin. Nun, meine Erinnerung funktionierte anscheinend noch. Das war gut. Ich hatte Janine als nette Pflegerin kennengelernt und hatte somit auch keine Angst vor ihr. Sie würde mich gut behandeln. Mir war bewusst, dass mich nicht alle Menschen nett behandeln würden, aber Janine gehörte nicht dazu. Vor ihr brauchte ich keine Angst zu haben.


Man holte mich aus dem Transporter und führte mich den Weg entlang zur Scheune mit dem Viehgatter. Sie öffneten mir die Tür und schon trottete ich hinein. Hier waren wieder ganz viele Tiere. Die Gänse, die großen Kaninchen, die Ziegen und Schafe und dort in einer Ecke lag auch Lisa, die ich sofort wiedererkannte. Ich ging auf sie zu und sie schaute mich mit einem leisen Grunzen mit großen Augen an. Jetzt soll noch mal einer sagen, dass Tiere keine Emotionen haben. Lisa und ich beschnüffelten uns mit unseren Rüsseln und es war nicht viel anders, als wenn sich zwei Menschen nach langer Zeit wieder begegneten. Wir konnten uns natürlich nicht umarmen aber wir beschnüffelten uns ausgiebig an Rüssel, Zitzen und natürlich an unseren Hinterteilen. Das waren uns bekannte Gerüche und das gab uns ein beruhigendes Gefühl. Lisa biss sogar einmal scherzhaft in mein kleines Schw***nzchen. So ein Schweinesch****z ist nämlich nicht einfach nur ein gefühlloses Anhängsel, sondern besteht aus Fleisch und Muskeln, man spürt da schon das ein oder andere.


Lisa und ich hatten uns also wieder aneinander gewöhnt und zur Feier des Tages machten wir uns sofort gemeinsam über eine Sonderration Würmer und Maden her, die uns Janine gerade in einem Eimer vor die Nase gekippt hatte. Das war ein Festmahl. Ich hätte nie gedacht, dass dies mal zu einem meiner Lieblingsfressen werden würde. Aber Dank Dr. Tiergarten waren meine Sinne und Geschmacksnerven nun so weit entwickelt, dass ich alles andere dafür hätte stehen lassen. Außerdem sind Maden und Würmer sehr proteinreich und somit gesund. Ich fragte mich, warum ich als Mensch nicht schon auf diesen Geschmack gekommen war.


„Seht ihr, Barbara, Rolf, ich wusste dass sich die Schweine wiedererkennen würden. Das habe ich schon oft genug erlebt. Schweine haben da ein ganz gutes Gedächtnis. Menschen erkennen sie schlecht wieder, aber ihre Artgenossen, die erkennen sie.“

„Ja das ist erstaunlich“ meinte Barbara, „dass Tiere solch ein Vermögen haben. Sie haben doch manchmal menschliche Züge. Das hätte ich Schweinen nicht zugetraut.“

„Nun Barbara, Schweine sind eben nicht nur dumme, stinkende Fleischlieferanten. Manche von ihnen könnte man fast als Haustier halten. Natürlich möchte keiner von uns so ein Tier im Haus haben, schließlich verpesten sie die Luft, aber das ein oder andere Tier kann einem doch ans Herz wachsen.“

„Ja das fällt es bestimmt schwer, sie zum Metzger zu bringen?“

„Das stimmt, aber unsere Hängebauchschweine bringen wir selten zum Schlachthof und das Malheur vor Kurzem war ja eigentlich nur ein Versehen des Zoos. Da konnten wir die Tiere ja gerade noch retten. Wenn die Tiere keine Probleme in der Haltung machen, dann landen sie mit Sicherheit nicht beim Metzger.“

„Was meinen sie mit Problemen in der Haltung?“ fragte Rolf.

„Nun, wenn die Tiere sehr streitsüchtig sind. Wenn sie anfangen andere Tiere zu beißen Das kommt aber zum Glück nicht so häufig vor.“

„Olga ist ja sehr friedfertig und da brauchen wir keine Angst zu haben.“

„Das denke ich auch. Zum Glück ist sie kein Eber. Die sind schon mal ziemlich frech. Auch unser Eber Hugo kann sehr unangenehm werden. Der geht mit den Säuen sehr brutal um und da kann schon mal eine Sau verletzt werden. Trotzdem stehen die Säue total auf ihn. Das weiß er auch und nutzt es hemmungslos aus. Die Säue trauen sich nicht, ihm nicht zu Diensten zu sein. Das wird auch Olga bald merken. Es wird nicht lange dauern, da hat sie sich ihm vollkommen untergeordnet und es wird für sie kein größeres Vergnügen geben, ihm ihr Hinterteil zu darzubieten.“

„Oh das ist ja schön“, meinte Barbara entzückt. „Da wird unsere Olga ja ein bisschen Spaß haben. Das muss auch sein und da wird so ein Schweineleben ja auch mal ganz amüsant.“ Sie lächelte verschmitzt, dreht sich aber angewidert um als sie sich das bildlich vorstellte.


Sie ließen uns alleine und Lisa und ich legten uns in den Schlamm während wir uns immer noch gegenseitig ab schnüffelten und dabei zufrieden grunzten.


Am Nachmittag ging es dann hinaus auf die freie umzäunte Fläche. Hier gab es ja eine große Wiese und viele schöne Matschkuhlen. Es beruhigt mich, dass das Gelände umzäunt war denn da fühlte man sich sicher. Ganz im Freien hätte ich mich relativ unsicher gefühlt, denn da wusste man nicht einem passieren könnte. Hier hatten die Menschen einen Zaun errichtet und bestimmt sorgten sie auch dafür, dass uns Schweinen nichts Unangenehmes passieren könnte.


Hier waren wir auch in der Nähe des Eberstalles. Man konnte ihn schon von weitem riechen und ich müsste lügen, wenn mir dieser Geruch nicht angenehm war. Er machte mich sogar richtig an, dieser Geruch. Ich wurde ein wenig nervös und wenn der Eber jetzt herausgekommen wäre, ich hätte mich ihm sofort mit Leib und Seele hingegeben. Die ganze Zeit hatte ich diese Vorstellung vor Augen, wie mich der Eber ohne Wenn und Aber nehmen würde. Da war ein menschliches Liebesspiel nichts dagegen. Ich war so froh, dass ich dieses elendige menschliche Leben eingetauscht hatte. Ich würde es jederzeit wieder machen, nur allein um von dem Eber als seinesgleichen begehrt zu werden. Ich konnte mir durchaus vorstellen, mein Leben an der Seite des großen und starken Ebers zu verbringen. Ihm jederzeit zu Diensten zu sein und nicht mehr von seiner Seite zu weichen. Leider sind Eber nicht monogam und interessieren sich auch für die anderen Säue seines Harems. Aber alleine das Gefühl, eine von seinen zahlreichen Säuen zu sein war unbezahlbar und zeigte mir, dass ich auf jeden Fall die richtige Entscheidung getroffen hatte.


Lisa ging auf seinen Verschlag zu und schnüffelte an den Holzplanken. Dort konnte man teilweise hindurch sehen und dann erblickten wir ihn. Er schien uns auch zu bemerkten und kam auf der anderen Seite auf uns zu. Sein Grunzen war unüberhörbar und es klang nicht wie unseres. Es war viel tiefer und lauter. Es war schon ein sehr beeindruckendes Grunzen, dass einem die Vorderläufe erzittern ließen. Ich wusste nicht, ob ich ängstlich war oder einfach nur beeindruckt. Auf jeden Fall konnte man seinen unnachahmlichen Duft ganz deutlich in der Luft spüren. Lisa schaute mich an und wir waren uns einig, für diesen Traumeber würden wir alles mit uns machen lassen. Er merkte sofort, dass ihn hier zwei weibliche Tiere bewunderten und er ließ eine Menge beeindruckender Grunzer hören. Das machte uns nur noch wilder und wir stießen mit unseren dicken Körpern gegen den Zaun. Auf der anderen Seite tat er das Gleiche und der Zaun fing bedrohlich an zu wackeln.


Sein Grunzen wurde immer lauter, er rannte wild umher und stieß immer wieder gegen den Zaun. Wir wurden regelrecht hysterisch und sein Geruch machte uns rasend. Wir grunzten und quiekten ohne Unterlass. Es war ein großes Palaver und wir schaukelten uns gegenseitig hoch. Wir waren nun mal Tiere und Tiere reagieren halt nicht rational sondern sie geben sich ganz ihren Instinkten hin. Ich war allerding stolz, dass mich kein menschliches Denken mehr leitete, sondern nur noch die animalischen Schweineinstinkte, das war jetzt meine Welt.


Ich weiß nicht, wie lange das ganze Schauspiel ging, aber immer wieder warfen wir uns laut quiekend vor den Zaun. Der Eber raste in seinem Gatter. Er roch unsere weiblichen Hormone regelrecht. Bis plötzlich…

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  RE: Ein Schweineleben Datum:20.04.21 11:38 IP: gespeichert Moderator melden


Ein Schweineleben


Teil 5


Ich weiß nicht, wie lange das ganze Schauspiel ging, aber immer wieder warfen wir uns laut quiekend vor den Zaun. Der Eber raste in seinem Gatter. Er roch unsere weiblichen Hormone regelrecht. Bis plötzlich lautes Geschrei ertönte. Janine kam angelaufen und hielt einen großen Besen in der Hand. Wild mit dem Besen fuchtelnd versuchte sie uns von dem Zaun zu vertreiben.

„Ihr blöden Schweine, was soll das? Verschwindet hier, zurück in eure Ecke!“ rief sie aufgeregt und ziemlich sauer.

Mit dem Besen schlug sie auf uns ein und vertrieb uns in die andere Richtung. Den ein oder anderen Hieb bekamen wir ab und das war nicht angenehm. Laut quiekend wabbelten wir zurück in unsere Ecke des Verschlages und trauten uns gar nicht, sie anzuschauen.

„Ihr könnt doch den Eber nicht so anmachen. Der dreht ja völlig durch. Es hat nicht viel gefehlt und da hättet ihr den Zaun zerstört und Hugo wäre in euer Gehege gekommen. Dann hättet ihr nichts zu lachen gehabt. Der hätte sich mit aller Gewalt genommen was ihm zusteht und der wäre nicht zimperlich gewesen. Außerdem hätte er Panik bei allen anderen Tieren ausgelöst. Bis wir den wieder beruhigt hätten, wäre eine Ewigkeit vergangen.“

Natürlich verstanden wir nicht, was Janine das gesagt hatte, aber uns war schon klar, dass sie stinksauer war und ich glaube, das hat uns zumindest so weit konditioniert, dass wir für die Zukunft wussten, dass wir uns vom Eberzaun fernhalten sollten. Leider sind wir als Tiere ja triebgesteuert und es war anzunehmen, dass uns beim nächsten Mal wieder einmal der Sexualtrieb überkommen würde. Wir Säue würden jede Strafe in Kauf nehmen um von einem stattlichen Eber geschwängert zu werden. Gibt es etwas Schöneres? Ich konnte mir das nicht vorstellen und alleine deshalb lohnte es sich schon, ein Schwein geworden zu sein. Natürlich gab es noch tausend andere Gründe für diese glückliche Lebensentscheidung. Hätte ich als Mensch jemals die Möglichkeit gehabt, im Feld nach Engerlingen und Würmern zu wühlen? Man hätte mich für verrückt erklärt. Jetzt konnte ich das ohne Vorbehalte tun, ja man erwartete das geradezu von mir. Hätte ich als Mensch jemals die Möglichkeit gehabt, auf einem Haufen Stroh zu liegen, so dass zehn kleine Ferkel an meinen Zitzen saugen würden? Niemals, jetzt hatte ich aber die begründete Aussicht, dass es bald mal so weit kommen würde. Ich sah nur Vorteile und war Dr. Tiergarten unendlich dankbar.

Jetzt aber wieder zurück zur verärgerten Janine. Sie stieß uns noch ein paar Mal den Besen in die fettgepolsterte Seite und hofft anscheinend, dass wir unsere Lektion gelernt hatten. Dann verließ sie uns laut schimpfend.

Wir ließen uns aber nicht großartig beeindrucken und machten uns über den ausgeschütteten Eimer mit angefaulten Früchten her. Zwar nicht ganz so schmackhaft wie die Würmer und Maden aber immerhin. Anschließend ließen wir uns wieder in der Schlammkuhle nieder und ließen uns die Sonne auf den Pelz brennen. Dabei überlegten wir, was wir als Nächstes erkunden wollten. Natürlich überlegten wir nicht richtig, denn wir waren ja Schweine aber uns war klar, dass wir uns unseren nächsten aufkommenden Instinkten hingeben würden. An den Eber trauten wir uns erstmal nicht ran, aber irgendetwas anderes würde uns schon einfallen.

So machten wir uns nach einer Weile auf und erkundete die große Wiese, die im rückwärtigen Bereich lag. Dort gruben wir mit unseren Schnauzen im weichen Boden und erschnüffelten uns dabei eine Menge Schnakenlarven und Regenwürmer. Besonders die Regenwürmer waren eine Delikatesse. Sie waren feucht, dick und sehr lang. Sie versuchten zwar immer wieder in Erdlöchern zu verschwinden, aber es machte Spaß, sie herauszuziehen, auch wenn sie dann manchmal auseinander gerissen wurden. Die Arbeit lohnte sich und ich war nicht schlechter darin als Lisa, obschon sie sich sehr geschickt anstellte.

Überhaupt Lisa – ich bewunderte sie. Sie war so schön rund und wohlgeformt. Ich wusste natürlich nicht, wie ich aussah, aber ich hoffte, dass ich ihr ähnlich sah. Da ich ja die gleichen Schweinegene wie sie hatte, war damit zu rechnen, dass ich nicht viel anders aussah. Lisa hatte diese tolle runzlige Haut mit vereinzelten Warzen und ein paar wenigen Borsten. Dazu die dunkelgraue bis schwarze Färbung der Haut mit ihren wabbeligen Fettrollen. Der hängende Bauch, der ein rasches Laufen unmöglich machte und der wohlgeformte Schweinerüssel. Wenn ich nicht schon längst so aussehen würde, ich hätte mich verliebt und den unbändigen Wunsch gehabt, so zu werden wie sie. Nun sah ich so aus und das würde bis zu meinem Lebensende auch so bleiben. Ich würde diese Gene und dieses Aussehen auch an meine Ferkel weitervererben und das machte mich unglaublich stolz. Ein Mensch würde das niemals verstehen, aber so ein vietnamesisches Hängebauchschwein war für mich die Krone der Schöpfung geworden. Wenn alle Menschen dieser Welt meine Erfahrungen gemacht hätten, bin ich mir sicher, bald würde die Menschheit nicht mehr existieren und stattdessen würden sie die Welt nur noch als Hängebauchschweine besiedeln.

Wir vergnügten uns weiter auf der unendlich großen Wiese. Ab und zu begegneten uns ein paar Gänse und Enten und auch der ein oder andere Hase ließ sich mal zwischen dem hohen Gras blicken. Die anderen Tiere zeigten aber kein großes Interesse an uns. Vielleicht waren wir ihnen zu groß oder vielleicht stanken wir auch zu sehr nach Schweinestall. Das war für mich mittlerweile ein vollkommen normaler und angenehmer Geruch geworden. Damit konnte ich Lisa schon von weitem identifizieren und für mich war es inzwischen ein durchaus angenehmes Aroma geworden.

Mitten durch die Wiese führte die asphaltierte Straße, die man auf dem Weg zur Tierpension entlangfahren musste. Als wir diese überquerten, erlebte ich zum ersten Mal die Gefahren, die Tiere hierbei ausgesetzt sind. Ein Auto kam schnell angefahren, der Fahrer erblickte mich im letzten Augenblick und konnte soeben noch zum Stillstand kommen. Fast wäre ich von der Stoßstange erwischt worden und dann wäre mein kurzes Glück als Olga das Hängebauchschwein auch schon wieder vorbei gewesen. Der Fahrer, bzw. die Fahrerin stieg aus und kam auf uns zu. Es war, Janine.

„Ihr schon wieder! Wo treibt ihr euch denn rum? Müssen wir euch an die Kette legen? Nichts als Unsinn machen diese Schweine! Bald wäre es mit euch vorbei gewesen.“

Sie trieb uns nun wieder zurück in Richtung Scheune. Dort sperrte sie uns in einen kleinen Verschlag aus dem wir erstmal nicht mehr heraus konnten.

Am nächsten morgen kam Janine mit einem jungen Pfleger.

„Schade, dass der Streichelzoo geschlossen hat. Ich würde euch erstmal ein paar Monate dahin abgeben. Da ihr aber in den beiden letzten Tagen genug Probleme gemacht habt, müssen wir euch erstmal eine Zeit an die Kette legen.“

Und so brachten sie uns in unser gewohntes Gatter, legten uns aber die Ketten um den Hals und banden sie an in die Mauer eingelassene Eisenringe. Damit konnten wir uns nur noch ein paar Zentimeter bewegen. Und so verbrachten wir die nächsten Tage. Das Fressen wurde uns vor die Pfoten gekippt und jeden Tag wurden wir einmal abgespritzt. Keine angenehme Situation aber Janine meinte wir hätten das verdient und sie war der Mensch und Menschen hatten immer Recht.

Eines Tages erschienen Rolf und Barbara. Sie schienen wissen zu wollen wie es mir geht. Sie kamen mit Janine an unseren Stall und erschraken, als sie uns angekettet wie Hofhunde sahen.

„Was ist passiert Janine?“ meinte Barbara.

„Die Schweine haben zu viel Ärger gemacht. Erst haben sie den Hugo wild gemacht, so dass sie fast den Zaun eingerissen hätten. Dann sind sie einfach über die Wiese weggelaufen und dann liefen sie vor mein Auto, so dass ich sie fast überfahren hätte. Sie entwickeln sich zu Problemschweinen.“

„Oh, das ist nicht gut“, sagte Rolf. „Sie haben uns doch erzählt, was sie mit Problemtieren machen.“

„Ja, wenn sich das nicht bessert, bleibt mir keine andere Wahl.“

„Ja das kann ich verstehen. Es sind schließlich Nutztiere und wir dürfen nicht den Fehler machen und meinen, es wäre da noch was Menschliches in Olga vorhanden. Sie ist durch und durch ein Schwein, sogar die DNA entspricht einem Hängebauchschwein. Aber bevor wir sie jetzt zum Metzger bringen und Olga zu Schnitzel, Schweinebauch und Sülze verarbeitet wird, können wir da nicht noch was anderes versuchen?“

„Was meinen sie Rolf?“

„Wie wäre es, wenn man Olga zur Schweinezucht verwendet?“

„Hm, das wäre eine Möglichkeit. Aber sie wissen schon, dass das Leben einer Zuchtsau sehr hart ist? Diese Tiere sind einem enormen Stress ausgesetzt. Ihr Leben besteht aus Decken, Schwangerschaft, Milch geben, Aufzucht der Ferkel. Dann sofort wieder das Gleiche von vorne. Die Säue sind lebenslangen Strapazen ausgesetzt. Andererseits ist das wahrscheinlich besser, als auf dem Grill zu landen.“

„Das stimmt Janine, lassen sie uns das doch mal versuchen.“



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Klett-max
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  RE: Ein Schweineleben Datum:20.04.21 21:12 IP: gespeichert Moderator melden


Üiiiieh!

Da ist unsere Olga ja noch etwas zu freiheitsliebend, wenn sie schon in den ersten Tagen alle Lücken im Zaun ausprobiert und sich, Würmer und Engerlinge suchend, durch die Gegend pflügt. Zu dumm, daß sie dabei auf die Zufahrt gelangt sind.

Dann könnten die Beiden recht bald Bekanntschaft mit dem Eber machen. Bin mal gespannt, wie es den Dreien gefällt, schließlich ist es ja eine Art "Nachschlag" für den Eber, was die aktuelle Decksaison angeht. Und für die Damen könnte es das sagenumwobene "erste Mal" werden.

Der Eber bemüht sich redlich und die Sau meint immer "noch noch noch"... ;--)*
* Kleines Wortspiel am Rande.


~((((^ö^-o-o-#-o-o-^ö^))))~
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  RE: Ein Schweineleben Datum:21.04.21 10:10 IP: gespeichert Moderator melden


Unser Klett-Max ist ein echter Wortakrobat und geborener Lyriker, während ich gerne das geborene Schwein wäre.


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  RE: Ein Schweineleben Datum:22.04.21 17:42 IP: gespeichert Moderator melden


Ein Schweineleben


Teil 6


Natürlich konnte ich das Gespräch nicht verstehen, doch hier war nun abgemacht worden, dass ich eine reine Zuchtsau werden sollte, weil ich zuvor zu viele Probleme gemeinsam mit Lisa verursacht hatte. Ich war zu einem Problemschwein geworden und eigentlich hätte man mich zum Metzger bringen wollen. Rolf hatte aber die Idee, dass ich nun zum Zuchtschwein umfunktioniert werden sollte. Es war klar, dass solche Schweine kein einfaches Leben haben. Sie dienen einzig und allein dazu, so schnell wie möglich, so viel wie möglich kleine Ferkel zu gebären. Bei einer Tragezeit von knapp vier Monaten und 8 bis 14 Ferkeln pro Wurf, kommt eine Sau im Durchschnitt auf 30 Ferkel im Jahr. Wenn ich dieses Leben noch acht Jahre durchhalten würde, könnte ich für über 300 Ferkel an Nachwuchs sorgen. Ich könnte dann für die Menschen durchaus sehr nützlich sein. Dann hätte ich meine Bezeichnung als Nutztier alle Ehre bereitet.

Würde mir so ein Leben gefallen? Ich war mir nicht sicher. Solange ich ein Schwein war, war es mir ziemlich egal, wie mein Leben im Einzelnen aussah. Natürlich war es bequemer gemeinsam mit Lisa im Matsch zu liegen, gleichzeitig war es für mich schon ein großes Privileg für Schweinenachwuchs zu sorgen und dadurch ständig Kontakt mit dem Eber zu haben. Der Ebergeruch machte mich wahnsinnig und ich wäre dem Eber auch bis ins Schlachthaus gefolgt, so abhängig war ich von diesem Geruch. Das sind halt tierische Instinkte und dagegen kann sich kein Tier wehren. Dafür muss man noch nicht mal Schwein sein. Diese Instinkte hatte Dr. Tiergarten in mir in irgendeiner Art und Weise implantiert und deshalb war ich ihm so dankbar.

Wo ich nicht mit gerechnet hatte war, dass man mich zu einem Schweinezuchtbetrieb brachte. Es ging mit dem Anhänger zu einem riesig großen Mastbetrieb in der Nähe. Überall aus vielen Scheunen grunzte und quiekte es in allen Tonlagen. Hier schien es hunderte, wenn nicht tausende von Schweinen zu geben. Hier sollte ich also den nächsten Lebensabschnitt verbringen. Würde das vielleicht sogar bis zu meinem Lebensende sein?

Zwei Helfer mit hohen schwarzen Gummistiefeln holten mich aus dem Anhänger und führten mich in eine der gemauerten Scheunen. Dort gab es wenig Licht, gerade so viel, dass man einander schemenhaft erkennen konnte. Mit meinen schlechten Schweineaugen konnte ich erkennen, dass es hier ganz viele niedrige Boxen gab. Dahinter schienen Schweine zu sein, jedenfalls konnte ich das riechen und man hörte es auch an den Geräuschen. Es schienen alles Säue zu sein. Hier gehörte ich wohl von nun an auch hin.

Die Pfleger öffneten eine Tür zu einer Box und schoben mich hinein. Am Eingang stand nur eine Nummer, 436, mehr nicht. Ich vermutete, dass ich nun das Schwein 436 war, obwohl ich ja nicht zählen oder lesen konnte.

Janine kam noch mit und sagte „so Olga, jetzt bist du die Sau 436, mach’s gut und viel Spaß bei der Ferkelzucht.“ Dann ging sie.

Ich war nun allein und ein wenig mulmig war es mir schon. Wie sollte es denn nur weitergehen?

Mehrere Tage lang geschah nichts. Ich bekam täglich mein Fressen in den Trog geschüttet. Es bestand aus geschrotetem Mais und Körnern. Jeden Morgen wurde mein Stall ausgemistet anschließend gab es neues Stroh und Wasser. Ansonsten waren die Tage in dem gut 6qm großen Stall ziemlich langweilig. Ich konnte die anderen Schweine hören, sehen konnte ich aber nichts. Bis auf den Pfleger hatte ich keinen Kontakt. Das war ziemlich eintönig und wenn nun mein Leben ständig so aussehen sollte, so war das nicht unbedingt ein Glückslos. Trotzdem war ich immer noch froh, ein Schwein zu sein. Ich hätte dieses Leben trotz allem niemals gegen ein Leben als Mensch eintauschen wollen. Dies waren die Bedingungen unter den Schweine zumeist leben mussten und je authentischer das Leben war, umso mehr genoss ich es.

Dann kam eines Morgens ein Pfleger und zog mich aus dem Stall heraus. Er redete keinen Ton, das machte ja auch keinen Sinn. Wer unterhält sich schon mit einem Schwein?

Es ging quer durch den Stall und wir blieben vor einer etwas größeren Box stehen. An der Tür war ein Schild angebracht, darauf stand „optat aprum 047.1.“ Das sagte mir nichts, aber der Geruch der aus der Box kam sagte mir alles. Hier wohnte die Nr. 47, Namen wurden hier nicht vergeben. Der Eber 47 sollte es also sein, mit dem ich es zu tun bekam. Ob ich wollte oder nicht, meine Instinkte überkamen mich wieder. Ich wurde ganz aufgeregt und nervös und begann zu quieken. Da begann es hinter der Tür auch schon laut zu grunzen und der Duft verstärkte sich. Ein zweiter Pfleger kam hinzu und beide lachten über die Schweine, die völlig hemmungslos ihre Geilheit zeigten. Man stelle sich Menschen vor, die so enthemmt ihre Instinkte zeigen würden.

Nun sollte es soweit sein und denken konnte ich jetzt nicht mehr. Der Eberduft, sein hormongetränkter Schweiß lag in der Luft und ließ mich nichts sehnlicher wünschen, als mich ihm mit Leib und Seele hinzugeben.

Dann ging die Tür auf und ich wurde hinein geschoben. Wow! Was für ein Anblick. Ein riesiggroßer Eber, stolz, heiß und paarungsbereit. Ein selbstbewusstes, Testosteron triefendes Bild von einem männlichen Schwein. Der Traum jeder Sau auf diesem Planeten. Mir zitterten die Läufe vor Aufregung, mein Schw***nzchen wackelte hin und her und mir blieb fast das Herz stehen. Schweineherz, was willst du mehr. Er baute sich vor mir auf, schnüffelte mich ab und drückte mich fest in eine Ecke, Ich gab nur noch ein seufzendes Quieken von mir. Das war das Zeichen für ihn, dass ich bereit war. Er hätte aber auch gar nicht auf meine Zustimmung gewartet. Ich war sein, egal was kommen sollte. Für ihn war es selbstverständlich, dass ich geboren war um ihm zu gehören, ihm zu Willen zu sein und nichts anderes.

Hätte ich mir das jemals als Mensch vorstellen können, dass ich geboren war um einem Schwein zu gehören, dem Eber hörig und absolut willig zu sein? Noch vor einem Jahr wäre mir diese Idee niemals in den Sinn gekommen. Nun schien mir diese Bestimmung das Normalste der Welt zu sein. Nicht nur das, es war mein größter Wunsch ihm zu gehören – für immer.



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  RE: Ein Schweineleben Datum:24.04.21 17:12 IP: gespeichert Moderator melden


Ein Schweineleben


Teil 7


Der Eber war nicht zärtlich, er war grob und fast brutal. Aber das liebte ich. So waren Schweine und so war auch ich. Ich ließ alles mit mir geschehen und ich wehrte mich gegen nichts. Ich nahm es hin, wie er mich behandelte, gewährte ihm jeden Wunsch ohne auch nur im Geringsten zu zögern. Das war eine einmalige Erfahrung. Eine Erfahrung, von der jede Sau träumt. Eine Erfahrung, wie sie von nichts übertroffen werden kann. Der Eber hatte mein Herz, meine Sinne, meine ganzes Sein erobert. Ich würde ihm immer wieder mit größtem Verlangen zu Diensten sein.

Mit zitternden Läufen verließ ich die Box und wurde von den beiden Pflegern zurück in meine Stallung gebracht. Beide lachten und machten Scherze über die Sau, die nun glücklich gemacht worden war. Bald würde sie dick und kugelrund werden und ihre Ferkel austragen. Ja, das stimmte. Genau das würde jetzt passieren. Ich würde trächtig werden nach dieser Erfahrung und es würden sich prächtige Ferkel in mir entwickeln.

Glückselig kehrte ich in meine Box zurück und die nächsten Tage verbrachte ich wie in Trance. Das Erlebnis mit dem Eber ging mir nicht mehr aus dem Kopf und alle meine Gedanken drehten sich um das Geschehene.

Mehrere Tage passierte nichts aber dann merkte ich doch, dass in meinem Körper Veränderungen vorgingen. Instinktiv wusste ich was das bedeutete. Ich war trächtig! Der Eber hatte es geschafft. Er hatte für seinen Nachwuchs gesorgt. Ich war nun nur noch ein williges Werkzeug um seine Nachkommen zur Welt zu bringen.

Genau das war es, was ich gewollt hatte. Dem Eber zu Diensten zu sein und nur sein Hilfsmittel sein um seine Triebe zu befriedigen, um anschließend seinen Nachwuchs auszutragen. Kann es eine schönere Aufgabe für eine Sau geben? Wieder einmal hatte sich mein Schritt in die Tierwelt zu wechseln als richtig erwiesen. Ach, hätte ich das doch schon viel früher in meinem Leben getan. Menschen wissen gar nicht, was sie verpassen. Ich war so glücklich über meine Entscheidung. Natürlich war ich als Schwein in diesem Schweinemastbetrieb auf Menschen angewiesen, aber sie waren für mich nur nützliche Idioten. Sie bedienten mich, gaben mir Futter, misteten meinen Stall aus, sorgten für meine Gesundheit. Damit relativierte sich die Beziehung zu den Menschen und mir erschienen die Rollenverteilung und der soziale Status plötzlich in einem ganz anderen Licht. Die Menschen wussten es nur nicht.

In den nächsten Wochen wurde ich immer runder und ich merkte deutlich, dass sich die Ferkel in mir entwickelten. Mein an sich schon runder Körper und mein fast am Boden schleifender Bauch legten noch einmal kräftig zu und ich konnte mich kaum noch vernünftig bewegen. Viel konnte ich mich in der der engen Box sowieso nicht bewegen, so dass das kaum auffiel.

Nach guten dreieinhalb Monaten schien es dann langsam so weit zu sein. Eines Nachts drängten die kleinen Ferkel dann ans Tageslicht. Es wurde ein Veterinär gerufen und gemeinsam mit einer Pflegerin unterstützte man mich dann bei der Geburt. Es dauerte nicht lang und dann lagen zehn kleine Hängebauchferkel im Stroh vor mir. Nun war es an mir, mich um sie zu kümmern, insbesondere dafür zu sorgen, dass sie jederzeit genug Milch an meinen Zitzen saugen konnten. Ich legte mich auf die Seite in das tiefe frische Stroh und sofort kamen die Kleinen. Jeder suchte sich eine Zitze aus und begann sofort zu saugen. Das war der tierische Instinkt und es musste ihnen niemand extra beibringen.

Es war ein wunderbares Gefühl als diese zehn kleinen Ferkel an meinen Zitzen saugten. Es war eine Mischung aus Stolz, Erregung und Wohlbefinden. Zum einen war ich die stolze Mutter dieser Neuschweine, zum anderen rief das Saugen eine Erregung im Körper hervor. Ich musste sofort wieder an den Vater dieser kleinen Ferkel denken.

Es waren sieben Säue und drei Eber, die dort heranwuchsen. Die größte Freude machte mir das Säugen der Kleinen. Sie wurden größer und größer und nach zehn Wochen erschien der Pfleger und nahm mir die Kleinen ab.

Nun war ich wieder alleine. Interessanterweise belastete es mich nicht, dass mir die Ferkel abgenommen wurden. Es schien ein ganz normaler Vorgang zu sein. Ich begann mich wieder mehr auf meine Instinkte zu konzentrieren und hatte mehr und mehr Lust auf eine neue Begegnung mit dem Eber. So kam es dann auch, dass ich dem Eber nach kurzer Zeit einen neuen Besuch abstattete. Es war ein Gesetz der Viehzüchter, dass die Sau zum Eber geht und daran hatte auch ich mich zu halten. Nach einem erneuten hocherotischen Vergnügen wurde ich erneut trächtig und die ganze Prozedur begann von vorne. So ging das nun ständig hin und her. Hin zum Eber, Ferkel austragen, Säugen und dann war ich wieder allein. Ich weiß nicht wie lange sich das hinzog, aber ich gebar eine Menge an kleinen Ferkeln und hatte mich in dem Mastbetrieb als zuverlässige Sau etabliert.

Nach einiger Zeit merkte ich, dass die Anzahl der geborenen Ferkel weniger wurde. Zuerst waren es noch acht, dann fünf und dann nur noch drei. Ich wusste nicht woran das lag oder was das zu bedeuten hatte. Auf jeden Fall erschienen zwischendurch öfters der Veterinär und die Pfleger, untersuchten mich und gaben mir die ein oder andere Spritze. Bis dann eines Tages der Tierarzt meinte, „es hat keinen Zweck mehr, die Sau ist durch.“ Ich konnte mir keinen Reim darauf machen, doch bald erschienen die Pfleger und holten mich aus der Box.

„Bring die Sau zum Gnadenhof Peter,“ meinte ein Pfleger „die hat ihre beste Zeit hinter sich und die wird keine Ferkel mehr zur Welt bringen. Zum Schlachten ist sie zu zäh und ein Ehepaar hat sie uns abgekauft. Sie soll ihren Lebensabend auf dem Gnadenhof verbringen.“

Das war es also, ich war zu alt, zu unproduktiv für die Schweinezucht geworden. Man wollte mich loswerden. Normalerweise bringt man solche Tiere zum Abdecker aber hier schien jemand ein gutes Wort für mich eingelegt zu haben. Ich sollte in ein Altersheim für Tiere, einen Gnadenhof.



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  RE: Ein Schweineleben Datum:27.04.21 17:32 IP: gespeichert Moderator melden


Jetzt habe ich die tolle Geschichte gelöscht.
Mist war nicht meine Absicht.
Hoffe das Olga noch lange und glücklich auf dem Gnaden Hof leben kann.
Gruß Christoph
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  RE: Ein Schweineleben Datum:27.04.21 17:40 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
Jetzt habe ich die tolle Geschichte gelöscht.
Mist war nicht meine Absicht.
Hoffe das Olga noch lange und glücklich auf dem Gnaden Hof leben kann.
Gruß Christoph


Er hat es tatsächlich gemacht. Ich werde schwach! Christoph ist ein Saboteur und Attentäter!!!!!


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  RE: Ein Schweineleben Datum:27.04.21 17:41 IP: gespeichert Moderator melden


Ein Schweineleben


Teil 8


Wieder ging es in einen Anhänger. Festgeschnallt und dann ging es los zum Gnadenhof. Dort angekommen wurde ich vom Pfleger des Mastbetriebes ausgeladen und dann warten dort auch schon mehrere Personen. Es waren, wie ich später erfahren sollte, Marina, die Leiterin des Hofes, eine Helferin namens Susanne und da standen auch Rolf und Barbara. Beide hatte ich mehrere Jahre nicht gesehen. Sie waren etwas älter geworden aber ich erkannte sie sofort.

„Hallo Olga, da bist du ja“ rief Barbara aus. Sie schien sich zu freuen, mich wiederzusehen.

„Marina, das ist Olga. Sie hat jahrelang als Zuchtsau gedient. Jetzt ist sie nicht mehr so fruchtbar und liefert nicht mehr so viele Ferkel ab. Ich hoffe, Sie können ihr hier noch ein schönes Zuhause geben.“

„Natürlich Barbara, darauf sind wir ja spezialisiert. Wir werden von der Stadt unterstützt und bieten einer ganzen Reihe von Tieren eine letzte Heimat. Schauen Sie, da hinten stehen ein paar Kühe, die kaum noch Milch geben. Dahinter sind die Gänse, die zu alt zum Schlachten sind. Die Esel dort wurden schlecht behandelt und die Schafe dort sind schon älter und geben weder gutes Fleisch noch gute Wolle. Eine Sau wie Olga wird hier auch ihren Platz finden. Wir bemühen uns, dass die Tiere keinen Stress haben und gut versorgt sind. Deshalb gibt es hier auch keinen Eber, der würde bei Olga nur Strapazen und Aufregung verursachen. So etwas brauchen wir hier nicht.“

Na, da war ich ja mal gespannt, was es hier auf dem Hof so zu sehen und zu erleben gab. Einen Eber gab es nicht, aber ich hatte in den letzten Jahren genug Erfahrung mit den Jungs gemacht. Das war mir mittlerweile nicht mehr so wichtig. Außerdem machten die es sich ziemlich einfach. Die haben einen bestiegen, ihren Spaß gehabt und waren nachher entspannt. Ich zwar auch, aber ich hatte hinterher die Last mit der Trächtigkeit, dem Übelsein und den kleinen Ferkeln. Das war am Anfang schön aber wenn sich das ständig wiederholte, war das doch schon ziemlich anstrengend und eintönig geworden.

Susanne legte mir ein Halsband um führte mich quer über den Hof. Die Pferde und Kühe schauten mich mit großen Augen an und auch die Gänse schienen neugierig auf die neue Bewohnerin zu sein.

„Komm hierher Olga“ meinte Susanne „dort zu den anderen Schweinen.“

Aha, hier gab es wohl noch andere Schweine. Wie schön, dachte ich, da wird es nicht so langweilig. Es ging die Ecke herum und da war dann auch ein Holzgatter. Susanne öffnete die Tür und ich wabbelte hinein. Guten Tag hätte ich normalerweise gesagt, aber das ging jetzt ja nicht mehr, also grunzte ich freundlich den anderen Schweinen zu. Da gab es ein zwei Minischweine, ein Wollschwein und ein Hängebauchschwein. Was? Das war ja eine Überraschung, mit gegenüber stand Lisa, meine Lisa!

Sie schaute mich erstaunt an. Klar, besonders gut können wir Schweine ja nicht sehen, aber ich merkte, dass sie meinen Geruch auf jeden Fall erkannte. Sofort kam sie zu mir und beschnüffelte mich mit ihrem Rüssel. Am Kopf, am Bauch und am Hinterteil schnupperte sie ausgiebig um dann ein lautes Quieken hören zu lassen. Ich musste sie nicht erst beriechen um zu wissen ob es Lisa war. Ich quiekte auch und gemeinsam stimmten wir ein lautes Grunz- und Quiekkonzert an. Susanne war sichtlich berührt von den zwei Tieren, die so menschliche Gefühle zeigten.

Da kamen auch Rolf und Barbara herbei. Barbara hatte sogar eine kleine Träne im Auge als sie die Begrüßung der Säue zuschaute. Das war schon eine bewegende Szene, die sich dort abspielte. Das hätte man zwei Tieren, zwei Schweinen doch nicht zugetraut. Jahrelang nicht gesehen und dann sofort wiedererkannt und dann noch solche fast menschlichen Regungen gezeigt.

„Ja da staunst du Olga. Nicht wahr“ sagte Rolf. „Lisa ist auch älter geworden und langsam ein bisschen zu alt für die jungen Hüpfer in der Tierpension. Außerdem kann sie jetzt nicht mehr an den Streichelzoo verliehen werden. Deshalb ist sie hier gut aufgehoben und ich denke, ihr beide könnt hier noch schön eine Weile miteinander verbringen.“

Und genau das haben wir dann auch unsere letzten verbliebenen Jahre getan. Lisa und ich verbrachten jede freie Minute zusammen und trotz unseres fortgeschrittenen Alters waren wir immer noch neugierig und machten viele neue Entdeckungen auf dem Gnadenhof. Rolf und Barbara kamen noch ein paar Mal vorbei und wir genossen die Zeit auf dem Hof bei guter Pflege und Futter. Eines war uns sicher, der Schlachthof sollte uns erspart bleiben und damit endet die Geschichte von einem Schweineleben für Olga.



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  RE: Ein Schweineleben Datum:27.04.21 17:42 IP: gespeichert Moderator melden


Dann wollen wir mal hoffen, dass Christoph nicht wieder aus Versehen alles löscht.
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  RE: Ein Schweineleben Datum:27.04.21 17:43 IP: gespeichert Moderator melden


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christoph
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  RE: Ein Schweineleben Datum:27.04.21 18:23 IP: gespeichert Moderator melden


Nee gebe mir mühe, Hoffe Du lässt uns nicht zulange warten.
Gruß Christoph
cb2000 träger seit 9.1.01 & Gerecke The Shut - Rondo 2.4.08

Schaut doch mal bei uns vorbei :
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