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Erin
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Brandenburg


Lebe deine Träume

Beiträge: 263

User ist offline
  RE: Tante Gerdas Geheimnis Datum:02.05.21 19:46 IP: gespeichert Moderator melden


Ja schön das Zwischenspiel .freue mich auch wie es weiter geht.
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K2
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la vita è bella - life is beautiful - la vie est belle - das Leben ist schön

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User ist offline
  RE: Tante Gerdas Geheimnis Datum:02.05.21 22:58 IP: gespeichert Moderator melden


DANKE - 10.000 Lesungen geschafft in 9 Tagen!
Hat mich sehr gefreut!
Ihr alle seid eine Klasse Leserschaft und Eure Rückmeldungen nehme ich dankbar an. Eure K2


@Kittelschürze
es ist mir eine Freude, wenn die Geschichte im "Zusammenhang mit der Fortsetzung nur noch spannender" vorkommt.
Bleib neugierig!

@Klett-max
Deine Ausführungen über die Haltbarkeit von Latexkleidung über 25 Jahre haben mich amüsiert. Später wird klar, dass auch was dazugekauft wurde.
Habe auch mal nachgeschaut, ob Ralph am Ende jeder Woche "Wow! Was für ein Tag!" sagt. Dem ist nicht so, er wird manchmal euphorischer und manchmal ernüchtert.
Bleib neugierig!

@Erin
Du magst offensichtlich das Zwischenspiel, sonst hättest Du es ja nicht gelobt. Ja das ist in der Tat riskant, Zwischenspiele und nicht cronologische Abfolgen können schon mal das Publikum überfordern. Ich spiele damit, siehe das Vorwort, ob das gut ist, wird sich zeigen.
Bleib neugierig!
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K2
Einsteiger



la vita è bella - life is beautiful - la vie est belle - das Leben ist schön

Beiträge: 11

User ist offline
  RE: Tante Gerdas Geheimnis Datum:09.05.21 18:29 IP: gespeichert Moderator melden


Es gibt mal wieder eine kleine Fortsetzung - hoffentlich gefällt es.




Kapitel #4 *** Spiel mit Pause

Nach einer weiteren erfolglosen Woche bezüglich der Wohnungssuche begann der Montag mit folgender Konversation zwischen Gerda und Ralph:
„Ich habe mir was Besonderes überlegt. Wir ergänzen dein Putzoutfit um eine große Kleinigkeit und deine Aufgaben um eine kleine Mühe, etwas was ich seit längerem nicht mehr selber machen mag!“
„Große Kleinigkeit und kleine Mühe?“, Ralphs Stimmlage machte deutlich, er glaubte ihr kein Wort. „Mach es nicht so spannend, das mit dem zweimal klein glaubt dir kein Mensch. Also Vorsicht, sonst sage ich wieder Tantchen zu dir!“
Sie runzelte die Stirn, sagte aber nichts zu dem von ihr so ungeliebten Wort Tantchen und scheuchte Ralph ins Bad. Dort wartete - wie auch in den letzten Wochen - die Latexkleidung auf ihn - fein säuberlich aufgereiht und in tadellosem Zustand. Nachdem er alle Teile angezogen hatte, schloss Gerda wie immer den Rückenreißverschluss des Kleides. Wie erwartet, stellte sich auch diesen Montag bei beiden Vorfreude ein, ihr Katz- und Mausspiel fortzusetzen.

„Heute addieren wir ein Korsett gegen deinen Schwabbelbauch!“
„Ich habe doch gar keinen Schwabbelbauch! Alles Muskeln, Sehnen und Waschbrett!“
Gerda rollte mit den Augen. „Naja, ein Modellathlet sieht anders aus. Aber besonders dick bist du zum Glück nicht, nur nicht gut in Form für 90 – 60 – 90!“
„Du machst Witze, oder 90-60-90 ich glaube du spinnst.“
„Erwischt! Du weißt also schon was die drei Zahlen bedeuten. Habe ich da einen Kenner des weiblichen Idealbildes entdeckt?“ Sie zwinkerte ihm zu. „Und das mit 19 Jahren? Oh je.“
Ralph wurde ein wenig rot, aber lächelte keck zurück. Dann ließ er sich mehr oder weniger bereitwillig das schwarze, etwa 30 Zentimeter hohe Korsett um den Rücken legen und schloss es vorn mit Gerdas Hilfe. Sah etwas unbeholfen aus. Die Gummihandschuhe kamen nicht gut zurecht mit den kleinen Verschlüssen. Das Korsett sah sehr edel aus: Schwarzes, poliertes, recht dickes Latex, schwer in der Hand liegend, mit 14 perfekt eingearbeiteten Korsettstäben. An den Hüften leicht ausgestellt, unter der Brust mit zwei Halbkreissegmenten und einer kleinen Spitze in der Mitte. Die Kanten waren in einem wunderschönen weißen Latex gehalten und mit angedeuteten schwarzen Spitzenmustern abgesetzt. Die Schnürung war in weiß aus dicken Fäden, die wie Schnürsenkel von stabilen Wanderschuhen aussahen. Das Ganze passte farblich perfekt zum dunklen Kleid mit dessen weiten Rock und Besatz am Saum und am Hals.

„Was ist?“, fragte Tante Gerda. „Jetzt schon zu viel?“
„Nein, nein! Geht schon“, erwiderte Ralph. „Ich bin mir nur nicht sicher, ob du das richtig machst!“
„Was bitte schön, kann man beim Anlegen eines Korsetts falsch machen?“
„Lasst uns im Internet nachschauen!“ Ralph holte sein Smartphone und tippte die Frage: „Korsett richtig anlegen“ in die Suchmaschine ein, und wurde sofort fündig.
Sie lasen gemeinsam:

Wichtig ist, dass der Untergrund leicht rutschig ist und keine Falten entstehen können. Vermeiden Sie unebene Untergründe, Schnallen, Bündchen oder Bügel von BH- Körbchen. Legen Sie das Korsett sofort so eng wie möglich an, indem sie die Rückenschnürung vorspannen und beim Schließen der Vorderhäkchen tief Luft einziehen. Auch sollte ein enges Korsett nicht direkten auf der Haut getragen werden. Nur wenn es wenig formgebend oder sehr locker getragen wird, ist dies ratsam.

„Siehst du? Da steht, nicht fest anziehen“, sagte Ralph trotzig.
„Lese ich ein wenig anders“, wies Gerda schroff zurück. „Hier steht, Vorbereitung ist alles, dann alles gut. Ein rutschiger Untergrund muss sein und alles drunter weg, was stören könnte. So habe ich das verstanden.“
„Hmm…warum willst du mir denn das Korsett unbedingt antun, du bist ja ganz wild drauf?“
Gerda schaute ihm direkt in die Augen und machte unmissverständlich klar: „Denk doch mal nach! Ich mache das, damit du den Drang verspürst voller Elan nach einer Wohnung zu suchen und bald verschwindest. Wenn die Verschärfungen zu gering ausfallen, kommen wir nicht weiter, und unser Abkommen wird ad absurdum geführt!“
„Du gibst dich wohl nicht mit kleinen Schritten zufrieden“, erwiderte Ralph leicht zornig. „Ich wohne jetzt erst 6 Wochen mit je 4 Nächten bei dir und du verwandelst mich mehr und mehr in eine Latex-Witzfigur!“
Gerda ließ nicht locker: „Stimmt. Jetzt beginnt schon die siebte Woche, das nervt. Ich hatte eigentlich gehofft, dass ich dich nach drei vier Strafstufen vertreiben kann. Jetzt verunsicherst du mich mehr und mehr und ich befürchte fast schon, dir gefallen die Kleidungsstücke.“, sie wirkte nicht unfreundlich aber bestimmt. „Nun stell dich nicht so an. Unser Spiel macht zumindest mir Spaß, entlastet mich und es weiß ja keiner was davon!“
„Tante Gerda, ich weiß beim besten Willen nicht, wohin das führen soll, wenn du mich nach und nach immer mehr für dich schuften lässt und jede Stufe ein wenig bizarrer einkleidest!“
„Ja genau, das ist der Gaudi. Wir haben einen Pakt und ich werde dafür sorgen, dass es dir Stufe für Stufe unangenehmer wird, und mir natürlich angenehmer!“ Sie lächelte verschmitzt und zwinkert ihm zu. „Das Korsett wird dir in der nächsten Woche vorkommen wie ein Witz. Ich habe schon weitere Ideen die dir nicht gefallen werden!“
„Irgendwie machst du mir Angst. Woher hast du nur diese schmutzige, teuflische Phantasie?“
Gerda zuckte die Schulter: „Bestimmt aus dem Fernseher, die Schwedenkrimis sind ein guter Ratgeber.“
Ralph zuckte erschrocken zusammen.
„Ein paar Phantasien sind sicher schon von ganz früher, aber die Einzelheiten erzähl ich dir später mal. Aber erst, wenn du volljährig bist. Lass uns jetzt endlich weitermachen!“
Sie wollte jetzt eine Entscheidung: „Wie jetzt? Die siebte Woche beginnt heute mit Korsett, oder du suchst das Weite und dir eine andere Bleibe.“
„Schon gut, Tante Gerda, machen wir weiter. Ich denke, ich werde diese Woche schon was finden, und dann bleibt das Korsett die letzte Stufe deines teuflischen Plans! Leg los.“

„Okay, ich hole etwas Silikonöl, damit das Korsett auf dem Gummikleid besser rutscht und flutscht. Ziehe es nochmal aus. Du kannst auch mal deine Boxershorts weglassen. Der obere Bund der Hose ist zu dick, der Gummizug gibt bestimmt ein Problem untendrunter und auch unangenehme Abdrücke!“
„Auch das noch?“, er sah ihr böses Stirnrunzeln, „…ok, ok mach ich.“
Er zog die Unterhose unter dem weitgeschnittenen Kleid hervor und legte sie beiseite. In der Tat, die Taille des Kleides lag jetzt besser am Körper an und es waren keine Abdrücke von den Shorts mehr sichtbar. Aber jetzt glitt das Gummikleid direkt mit seiner Oberfläche über das Geschlecht und den Hintern, das könnte Folgen haben.

Tante Gerda kam zurück und hatte eine kleine Flasche Silikonöl in der Hand. Mit viel Gequietsche zog sie sich Gummihandschuh über und wollte loslegen.
„Sag mal Tante Gerda hast du dich gerade umgezogen?“, wollte Ralph erstaunt wissen. Er hatte entdeckt, dass sie jetzt eine Latexleggins trug.
„Nö, die Hose hatte ich vorher schon unter der Jeans an. Gefällt dir wohl, gelle? Ich dachte ich kleide mich ein bisschen wie meine Haushaltshilfe.“, sie grinste breit, stemmte die Hände in die Hüfte, „Können wir jetzt endlich anfangen?“

Gerda rieb den Bereich des Kleides, der vom Korsett bedeckt sein würde, reichlich mit dem Öl ein. Danach bat sie Ralph: „Zieh' mal den Bauch ein!“
Sie vermaß den Taillenumfang mit einem Bandmaß. „Ich denke, es werden 74 Zentimeter als Vorgabe ganz gut zu passen!“
Am Korsett stellte sie die Schnürung enger ein, 2% Skonto geht immer, ohne ihm davon zu sagen. „So, das müsste in etwa passen, wenn wir deinem allwissenden Internet glauben. Jetzt kann es losgehen!“
„Mein Internet! Dir ist schon klar, dass das nicht mein Internet ist!“
„Klappe halten, rumdrehen!“
Sie legte das Korsett von hinten um seinen Körper, stellte sich dann vor ihm hin und zog mit beiden Händen die beiden Häkchen- Leisten aufeinander zu.
„So! Jetzt den Bauch tief einziehen!“, rief sie.
Ralph tat wie ihm geheißen wurde und spürte wie sein Bauch ganz flach und klein wurde, während Gerda geschickt die beiden Leisten an den sechs Punkten zusammenhakte.
„Geschafft!“
Ralph versuchte normal zu atmen.
„Das ist zu eng“, nörgelte er.
„Papperlapapp! Das wirst du schon aushalten für heute Montag. 74 Zentimeter ohne Nachziehen, das ist doch genau richtig für den Anfang, kann gar nicht zu eng sein!“
Das Korsett bewegte sich leicht auf dem glitschigen Kleid und ließ sich mühelos perfekt arrangieren. Sie fummelte hinten noch ein wenig an den Schnüren rum und korrigierte die eine oder andere Schlaufe eine wenig nach, bis alles perfekt saß. Gerda war zufrieden und legte mit einer Stimme die keinen Widerspruch duldete fest: „Passt!“

Ralph sah das anders, traute sich aber nicht, erneut zu rebellieren.
„Und jetzt los. Es ist schon viertel nach sechs, sonst sind wir bis acht nicht fertig mit unserem täglichen Programm.“
Ralph schnaufte tief und folgte ihr in die Küche. Das neue Gefühl durch die Enge um die Taille, und vor allem die fehlenden Shorts und das dadurch ständig über seinen Hintern und Schritt gleitende Latex, irritierte ihn. Er war ungewöhnlich aufgewühlt und unsicher ob der neuen Eindrücke und fühlte sich wie elektrisiert.
„Hey! Was ist? Los! Los geht's! Mach' den Salat sauber und schneide ihn klein!“
Gerda hatte bemerkt, dass dieses Korsett seine Gefühlswelt verändert hatte, wollte ihn aber bewusst wieder auf den Boden der Tatsachen stellen und trieb ihn weiter an.
„Im Kühlschrank sind Tomaten, Feta und Oliven. Wir machen heute einen Griechischen Salat! Ich habe das Dressing schon fertig.“
Ralph konzentrierte sich auf das Gesagte und tat wie ihm geheißen.
„Im Kühlschrank ist Fladenbrot, das muss in den Ofen bei 160 Grad.“
„Okay.“
„Und den Tisch decken wie immer. Und bitte heute mit Wasser- und Weingläser. Eine Flasche Riesling findest du unten im Keller, im Regal gleich rechts!“

„Hmm…“, nickte er nachdenklich ohne richtig zuzuhören und spülte den Salat gründlich und bereitete alles wie gewünscht vor.
Gerda saß im Wohnzimmer und lass Zeitung, oder tat zumindest so, als ob sie es tun würde. Sie genoss die Gesellschaft des Jungen in vollen Zügen nach dem langen und einsamen Wochenende, auch wenn sie das nie zugegeben hätte. Sie beobachtete ihn über die Zeitung hinweg, wie er hin und her lief, um alles recht zu tun. Er sah bezaubernd aus in den glänzenden Sachen, den schwarzen Latexhandschuhen und der transparenz- schwarzen Hijab. Es war gut die orangen Spülhandschuhe gegen die langen schwarzen auszutauschen und vom anfänglichen einfachen transparenten Kopftuch auf die wunderschöne Hijab zu wechseln. Mit dem bezaubernden Kleid, das erst mit dem Korsett voll zur Geltung kam, war es fast schon perfekt.
Sie dachte nach und fand Unstimmigkeiten: ‚Der flache Hintern passt nicht ganz ins Bild. Oben um die Brust rum alles leer und unausgefüllt, und auch das Gesicht ist noch nicht perfekt!'
Dann seufzte sie kurz und hatte erstmals in den 7 Wochen ein wenig Angst, dass er in den nächsten Tagen eine Wohnung finden könnte. ‚Mein Meisterwerk sieht toll aus', dachte sie mit einem träumerischen Blick.

„Alles in Ordnung, Tante Gerda?“
„Ja. Warum fragst du?“
„Ich hatte den Eindruck, ich hätte ein schwermütiges Seufzen vernommen.“
„Nein, nein. Schon gut. Ich hatte nur einen traurigen Zeitungsartikel gelesen.“
„Worum ging es denn?“
Gerda fühlte sich ertappt und reagierte ein wenig unwirsch um die Situation zu retten: „Mach' hin! Beeil dich, sonst sind wir nicht rechtzeitig fertig. Plappern können wir später noch!“
„Das klappt schon. Wir haben doch heute nur Salat. Und das Brot ist in zehn Minuten fertig!“

Weng später war alles bereit und Gerda nahm am Tisch Platz.
„Wo ist der Wein?“ fragte sie bestimmt und ein wenig unhöflich spitz.
„Ähm, du meintest, der ist im Keller im Regal gleich rechts.“
„Ja. Und soll dieser vielleicht von allein hierher fliegen?“
„Wie meinst du das? Soll ich etwa…“, er zeigte auf sein Outfit. „…so in den Keller gehen?“
„Ja“, sagte sie und grinste breit von einer Wange zur anderen. „Ich habe von sechs bis acht frei!“
„Aber das geht doch nicht“, stammelte er verwirrt. „Wenn mich so einer sieht.“
„Zieh' halt meinen Wintermantel über wenn es dir peinlich ist. Aber da kommt eh niemand.“
Ralph knurrte und ging missmutig zur Garderobe und suchte den langen Mantel. Er zog diesen drüber und freute sich, dass dieser das Gröbste verdeckte. Er nahm dazu ein breites farbenfrohes Stofftuch und wickelte es geschickt um den Gummikopf und den Hals. Es sah zwar immer noch irgendwie unpassend aus mit den Gummistiefeln, fand er, aber für den kurzen Weg durch den Flur zum Keller, war das Omaoutfit viel besser als in Latex. Mit dem Kellerschlüssel und einem kurzen Seufzer „Dann geh ich mal, wird schon gutgehen“, verschwand er nach draußen. Er lauschte in den Hausflur hinein. Alles still und so beeilte Ralph sich die 4 Etagen lautlos nach unten zu huschen. Nicht ganz einfach mit den Stiefeln, die mit ihrer speziellen Sohle auf der Steintreppe ein deutlich hörbares Quietschen erzeugten.

Gerda lächelte kurz schelmisch, huschte zur Wohnungstür und siehe da, Ralph hatte die Tür nur angelehnt, um nachher gleich wieder reinzuschlüpfen. Jetzt stand sie da und wartete genüsslich auf das, was jetzt geschehen wird. Wenn im Keller das Fenster offen ist, das war es eigentlich immer, dann müsste, wenn Ralph die Tür unten öffnete, ein Luftzug durch das ganze Haus bis hier oben gehen. Dieser reichte aus, um oben die Wohnungstür zu zuschlagen. Diese überaus negative Erfahrung hatte sie selbst schon einmal gemacht. Gerda hörte wie die Kellertür geöffnet wurde und spürte wenig später den Lufthauch. Und „plopp“ war die Tür zu. Sie freute sich diebisch.
Dann verschwand sie schnell im Schlafzimmer, um dort offensichtlich ohne sein Wissen noch etwas zu erledigen.

Zwei Minuten später klingelte es wie wild an der Tür. Gerda saß gemütlich im ihrem Sessel, legte besonders langsam die Zeitung beiseite, stand gemächlich auf und schlurfte zur Wohnungstür. Jetzt läutete es zum zweiten Mal Sturm, schnell ein paar Mal hintereinander.
„Na mach mal langsam“, sagte Gerda. „Eine alte Frau ist kein D-Zug.“
„Du bist gemein“, erwiderte Ralph, als er ängstlich wie ein Blitz an ihr vorbei in die Wohnung reinhuschte.
„Mach' mal halblang. Warum bist du so sauer? Hättest halt einen Schlüssel mitnehmen müssen!“
„Du bist gemein! Ich hatte extra die Tür angelehnt und du hast sie mit Absicht zugemacht, du alte Hexe!“
Das war nun offensichtlich einen Schritt zu weit und „klatsch“ hatte Tante Gerda ihm eine Ohrfeige verpasst.
„Autsch!“
„Was soll das, mich so anzufauchen! Wenn du in den Keller gehst, zieht es durchs ganze Haus. Und dann schlägt schon mal hier oben die Tür zu. Ich bin nicht verantwortlich für deine Blödheit. Haben wir uns verstanden?“
„Ja“, schluchzte er kleinlaut und fügte nach ein paar Sekunden „Tschuldigung, war nicht so gemeint,“ hinzu. Ein Schauer von Verzweiflung schüttelte seinen Körper und ein Weinkrampf stellte sich ein. „Das ist alles so ungerecht! Keine Wohnung, der Stress und dann das hier alles!“

Tante Gerda dachte nach. Irgendwie schien ihr die Situation zu entgleiten. Hatte sie zu viel riskiert? Mit dem Korsett war sie eigentlich sehr behutsam vorgegangen. 72 Zentimeter waren keine allzu harte Restriktion, und sie hatte damit gar nicht allzu viel riskiert. War der Weg in den Keller eine Mutprobe zu viel?
„Komm“, sagte sie mitfühlend und nahm ihn in den Arm. „Das mit deiner Wohnung wird schon bald klappen. Da bin ich mir sicher!“
Er schluchzte noch einmal laut auf und genoss die Umarmung und die Nähe seiner Tante. Sie verströmte das schwere Parfümaroma von Rosenöl und Narzissen. Es war wie die Wärme eines Sommertages, gepaart mit der Wärme einer Frau. Gerda drückte ihn ganz herzlich an sich, löste ihn erst nach zwei Minuten von sich, und schaute ihm tief in die Augen.
„Alles ist gut. Manchmal braucht man mal einen privaten Moment für die Seele!“ Sie schüttelte ihn ein wenig. „Ich hab dich lieb, mein Neffe Ralph“, zwitscherte sie und küsste ihn kurz auf den Mund. „Jetzt aber schnell Abendessen, sonst werden wir es nie bis acht schaffen.“
Sanft halft sie ihm aus ihrem langen Mantel, nahm das Extrakopftuch ab, so dass er wieder im Latexkleid vor ihr stand, und schob ihn ins Wohnesszimmer zum Tisch.

„Der Salat war gut, du wirst von Mal zu Mal besser mit deinen Kochkünsten!“
„Danke für das Kompliment, du Charmeur. Einen Salat zuzubereiten, bei dem du das Dressing vorher gemacht hast, ist keine Kunst, oder?“
„Doch, ist es“, sagte sie grinsend über das Weinglas hinüber. „Prost!“
Sie stießen an und schauten sich dabei in die Augen.
„Wo soll das nur enden?“ Eine berechtigte Frage von Ralph.
„Ganz einfach, du findest eine Wohnung und dann ist alles wie vorher. Du bist der junge Mann der nicht kochen kann, und ich bin die Tante die allein in ihrer Wohnung alt wird und zwischen sechs und acht alles selber machen muss!“ Sie lächelte dabei und steckte ihn an.
„Stimmt“, erwiderte er und trank den letzten Schluck aus seinem Glas. Die Flasche war leer.
„Geht es dir wieder gut? Kann ich dir was zeigen?“
Er dachte kurz nach und erinnerte sich des unangenehmen Weges in den Keller. Sollte er über seine Tante noch sauer sein? Ein Schaudern durchlief ihn erneut. Wahrscheinlich war es nicht böse gemeint von ihr, ihn den kurzen Weg in den Keller zu schicken. Und es schien da was Wahres dran zu sein. Die Wohnungstür hatte sich wahrscheinlich von allein geschlossen. Er hatte schließlich den Luftzug selbst verspürt, als er die Kellertür geöffnet hatte. Er schaute ihr in die Augen. Ein wenig war die Wirkung des Weines schon zu sehen. Andererseits waren da auch der Schalk hinter den Ohren und gleichzeitig die Wärme einer erfahrenen Frau Ende 40 beobachtbar. Sie lächelte ihm ermutigend zu und trank auch den letzten Schluck des Glases aus.

„Okay, was möchtest du mir zeigen?“, fragte Ralph jetzt ganz entspannt.
„Komm mit!“
Sie gingen in das Schlafzimmer und er nahm wahr, dass direkt gegenüber der verspiegelten Schranktür ein kleiner Hocker stand, den er bisher nicht dort gesehen hatte. Sie schob ihn vor den Spiegel, stellte sich leicht hinter ihn, und wartete ein paar Sekunden, bis sie gewahr war, dass er sich selbst betrachtete.
„Was siehst Du?“
Er war verwirrt. Mit der Situation konnte er gar nichts anfangen, warum jetzt diese Frage? Zögerlich antwortete er: „Meine Tante und mich.“
„Und was siehst du in dir und in mir?“
Es verwirrte ihn mehr und mehr. Was wollte sie von ihm? Jedoch der Wein verströmte eine innere Gelassenheit und löste seine Zunge.
„Eine schöne Dame mit Seidenbluse und sexy Leggins und ein Gummi-…“, er zögerte und suchte nach Worten. „Gummiwesen, eine Latexhaushaltshilfe?“
Sie lachte und gab ihm einen Klapps auf den Hintern.
„Die ‚schöne Dame‘ ist sehr charmant von dir. Du bist ein Schatz.“
Wieder küsste sie ihn. Dieses Mal auf die Wange und etwas länger als vorhin.
„Dein Kleid ist bezaubernd und das Korsett ist die perfekte Ergänzung.“
Sie lächelte ihn an und strich wie beiläufig über seinen flachen Bauch und ließ die Hand über den vorderen Rock ausgleiten. Mit Freude bemerkte sie, dass dieser kleine Handstreich und die letzte Minute Selbstbetrachtung von ihm vor dem Spiegel, blieben nicht ohne Reaktion. Er wirkte verzückt.

Auch Ralph verspürte eine innere Wärme und fragte sich kurz: ‚Von zu vielen Wein? Andererseits muss ich mir eingestehen, dass der direkte Kontakt des Latexkleides auf meinen Körper und die unbeabsichtigte Berührung von Gerda auf mein bestes Stück sehr angenehm sind. Meine leichte Erregtheit ist nicht mehr zu verbergen. Im Spiegel schaut mir eine - nach meinem persönlichen Empfinden – recht schöne Gestalt entgegen. Ein schönes, weit ausgestelltes Kleid mit Stehkragen, ein passender Anschluss mit dem Hijab und dem Kopftuch. Auch das Korsett betont den Körperbau schön wie eine Sanduhr. Ich wirke etwas flachbrüstig aber nicht männlich, die Latexbeine, die Handschuhe, alles ein wenig wie ein Wesen von einem anderen Zeitalter oder von einem anderen Sern? Sie hat mich gekleidet, um zu dienen, so viel steht fest!
Wow! Es schaudert mich. Meine Tante daneben wirkte wie eine perfekte Ergänzung, wie die passende Herrschaft zu mir. Sie wirkt wie eine Dame von Welt mit einer natürlichen Ausstrahlung die Umwelt zu formen, den Ton anzugeben. Die Bluse und die Gummihose, einfach nur rattenscharf das Tantchen.‘
Er lächelte sie freundlich im Spiegel an.

„Setz Dich!“ Sie hatte so lange gewartet, bis sie spürte, jetzt ist er so weit. Er tat wie gewünscht, setzte sich auf den Hocker, ohne den Blick vom Spiegel zu wenden. Sie kniete sich hinter ihm auf das Bett und überragte ihn nun leicht und schaute von über ihn hinweg in den Spiegel. Wieder küsste sie ihn von hinten leicht und lange auf die Wange.
„Du siehst gut aus…“ wie zufällig eine Pause. „…ganz mein Typ.“
Langsam strich sie mit der Hand von der Wange, die sie gerade geküsst hatte, über den Hals, die Brust hinunter über den jetzt schlanken Bauch.
„Sehr gut“, sagte sie und freute sich wie stark die Beule im Kleid wuchs.
Er schaute in den Spiegel und konnte den Blick von sich und Gerda nicht abwenden. Er mochte seine Tante - nein, das war nicht richtig, es war mehr als man normalerweise seine Tante ‚mochte'! Er ‚achtete' sie - nein, das traf es auch nicht, sie war nicht die angebetete Heilige! Er stellte fest, dass er sie gern hatte. Das traf es gut. ‚Gern haben' passte zu der Gefühlswelt, die er seiner Tante Gerda zugedenken bereit war. Sie sah so toll aus. Sie war perfekt. Die Dame von Welt, die wusste was gut war und was nicht. Die wusste wo es lang geht, der man vertrauen konnte…

Er schloss die Augen und ließ es einfach geschehen, als sie mit der rechten Hand an seinem Rock spielte. Sie drehte behutsam mit der zweiten Hand seinen Kopf halb über die rechte Schulter und küsste ihn auf die Stirn und dann auf die Augen und dann die Nase. Sie spürte wie er sich entspannte, und auch sie begann loszulassen und sich zu entspannen. Sie griff sich, ohne dass er es merkte, kurz in den Schritt, drückte ein Knöpfchen und ein kleines Brummen bestätigte ihr, dass sie den Schalter richtig betätigt hatte. Ihre weibliche Intuition sagte ihr, das tut mir gut, alles richtig, alles wird gut, ich habe es vorhin nicht übertrieben.

Auch er spürte es aus dem tiefsten Innersten. Ihm ging es gut und er entspannte sich mehr und mehr und sehnte sich schon fast danach, als es nach und nach passierte. Fast hätte er sich den weiteren Verlauf gewünscht oder, falls es nicht geschehen würde, darum gebettelt.

Sie ergriff beherzt von außen durch den Rock sein bestes Stück und rieb es ganz zärtlich. Das kam jetzt nicht unerwartet für ihn, die Liebkosungen der letzten Minuten hatten darauf hingearbeitet. Für einige wenige Sekunde war es zu viel für ihn, aber just in diesem Moment der leichten Verwirrung und Abwehr küsste sie ihn auf den Mund. Gerda öffnete ihre Lippen und schob ihre Zunge nach vorn. Er erschauderte und erwiderte den Kuss voller Inbrunst. Mit geschickten Griffen schob sie den Rock nach oben, und ihre Gummihände schoben die Vorhaut zurück. Sie schaffte es binnen wenigen Augenblicken, dass er den Stress der letzten Stunden hinter sich ließ, in den Augenblick eintauchte. Ralph taktete sein tun, mal schloss er die Augen und genoss des Gefühl. Dann öffnete er diese wieder bewusst, blickte in den Spiegel und schaute dem munteren Treiben zu.

Auch Gerda entrückte mehr und mehr. Das Brummen und Vibrieren in ihrem Schritt vollbrachte den gewünschten Effekt. Sie war ohne sein Zutun nahe am gewünschten Ergebnis und auch seine Körpersprache war eindeutig.
Er kam mit einer jugendlichen forschen Freude, impulsiv mit voller Wucht – sie nicht minder stark mit erfahrener Reife - nahezu zur gleichen Zeit. Sie umschlang ihn mit all ihrer Kraft und beide wogen sich im Rhythmus eines synchronen Orgasmus, der länger wehrte als erwartet. Seine erotische Erlösung ergoss sich seinem Alter entsprechend in einem pulsierenden Strom, der in den ersten Stößen den Spiegel mit einem Plattschuss erreichte und vier fünf Mal nicht abebben wollte. Sie schien eher dem inneren reifen Gefühl verpflichtet, ruhte in sich selbst und steuerte ihre wolligen Schübe fast nach Belieben in die Länge ziehend. Als sie nach zwei Minuten den taumelten Höhepunkt abebben spürte, kippte sie ihn und sich nach hinten auf das Bett. Sie kannte die Kunst des Nachspiels, streichelte seinen Schritt liebevoll und liebkoste seine Hoden wie ein liebevoller Bauer das Euter seiner Lieblingskuh. Dabei küsste sie ihn mit voller Wucht auf den Mund, so dass sie eins waren für die nächsten Momente der Unendlichkeit.

Sie löste sich von ihm und half ihm aufstehen ihn auf, damit er beide im Spiegel betrachten konnte.
„Ich hab dich lieb, meine Raphaela“, sagte sie und küsste ihn nochmals für eine Minute voller Inbrunst. Dann löste sie sich von ihm und flüsterte zärtlich in sein Ohr: „Das meine ich wirklich so.“

Sie entschwand ins Bad und er blieb allein im Schlafzimmer.
Wow! Was für ein Abend! Er schaute auf sein Spiegelbild, auf seine Körperflüssigkeit, die langsam den Spiegel nach unten rann, und hörte in sich hinein. Aus seinem tiefsten Innern vernahm er nur die eine Stimme: ‚Wow! Was für eine Wow!'
Als er Minuten später aus dem Schlafzimmer in den Flur trat, vernahm er aus dem Fernseher: „... nun die Wettervorhersage für die nächsten Tage.........“, und von Tante Gerda den Zuruf: „Kommst du mal kurz?“
„Ja.“
„Wir haben die Tagesschau verpasst“, sagte sie in einem feststellenden Ton, der aber nicht missbilligend war.
„Was meinst du? Ich mache heute mal eine Ausnahme und den Abwasch selbst. Du duschst dich jetzt, ziehst dich um und setzt dich ganz schnell an den Schreibtisch. Bitte beginn unverzüglich mit dem Lernen, ich will nicht schuld sein, an schlechten Uninoten.“
Beide grinsten breit und Ralph würde sie am liebsten knuddeln dafür, wie sie die peinliche Situation „danach“ mir nichts dir nichts entspannt hat.

„Okay, Tante Gerda“, er flüchtete ins Bad, um schnell aus seinem verschwitzen Outfit auf normale Kleidung zu wechseln. Wie immer wollte er das Latex in die Badewanne werfen, überraschenderweise war die aber nicht leer. Darin lagen schon ihre Handschuhe, die Latexleggins und ein transparenter Damenslip. Den nahm er voller Neugierde in die Hand, er roch herrlich nach Frau. Oder sollte er besser sagen, nach ‚Frau mit ganz viel Liebe'? Er wurde rot, denn jetzt entdeckte er, der Slip hatte auf der Innenseite seine Geheimnise: einen schwarzer Dildo mit Eichel, fast so groß wie eine Coladose und ein… - er wurde noch eine Spur röter – kleineren Dildo, der weiter hinten angebracht war.
Ralph grübelte kurz und realisiert mit einem frivolen Lächeln: ‚Sie war in der Tat sehr gut vorbereitet. Das Schlafzimmerabenteuer ist wohl doch nicht Holter die Polter ausversehen passiert. Mit diesem Mordsding in ihrer Scheide erklärte sich das Beben in ihrem Becken fast selbstverständlich'.
Er lächelte und schaltete den Vibrator an, und schreckte ein wenig von der Heftigkeit der Mechanik zurück.
‚Da ist ja richtig „Bums“ dahinter!‘, stellte er fest und schaltete es schnell wieder aus. Dann warf er alles wieder in die Badewanne, entkleidet sich selbst Stück für Stück, duschte kurz und zog seine Jogginghose und das T-Shirt an.

Anschließend ließ er die Wanne mit warmem Wasser halb volllaufen - die Spülaktion war wie immer Tante Gerdas Job. Er ging derweil rüber ins Schlafzimmer zum Lernen. Dieses Mal fühlte es sich anders als sonst an, innerlich stimmiger, beschwingt, fast ausgelassen. Der Raum hatte trotz offenem Fenster noch das Aroma von Schweiß, Gummi und Liebe. Mit ein paar Lagen Klopapier und Glasreiniger entfernte Ralph schnell noch seine Spuren am Spiegel, bevor er sich an den Schreibtisch setzte um der beste Jurist aller Zeiten zu werden.

Erst Dienstag eröffnete Gerda ihm, was die zusätzliche Hausarbeit sein sollte. „Natürlich war es die Mutprobe zum Keller zu gehen. Das ist für mich eine sehr große Entlastung, die vielen Treppen sind ein Trauma.“, seufzte sie. „Schade, dass das Haus keinen Fahrstuhl hat.“
„Tante, du übertreibst. Du siehst aus wie 39, bist gerade mal 53, und jammerst wie eine Rentnerin. Wo soll das nur enden?“
Sie lachten beide, jedoch eher künstlich und zu laut, weil sie sich jetzt Dienstag bewusst wurden, dass sie beide nicht wirklich wussten wie weiter. Nach dem gestrigen Abend war alles anders und unklar, wo das alles hinführen würde.

*****

Irgendwie kam es Gerda nicht richtig vor und sie schämte sich ob ihres Tuns. Aber die Yvi in ihr war ganz anders drauf. Immer wieder spulte sie die Filmaufnahmen vor und zurück und betrachtete jede Szene wieder und wieder. Sie fühlte sich jung, sie fühlte sich gemein, sie fühlte sich gut und schlecht zugleich. Immer wieder diese Bilder, authentisch, echt und frei von jeglicher Schauspielkunst. Jene zwei ungeschnittenen Sequenzen zweier Kameras betrachtete sie ausgiebig und prüfte die Eignung. Eine Großaufnahme von Kopf bis Fuß von einem liebevollen Paar. Eine Gummigestalt auf einem Hocker, und eine zweite, Yvi selbst, kniend auf dem Bett dahinter. Dann noch die zweite Einstellung, diese zeigte ein Detailausschnitt des selben Paars. Der Ausschnitt war unterhalb der Gürtellinie, ein Penis und eine Hand in einem Gummihandschuh. Wie nicht anders zu erwarten endeten beide Sequenzen damit, dass ein weißer pulsierender Strahl aus der Eichel auf die Kameras schießt. Danach ist die Detailaufnahme unklar und verschwommen, offensichtlich ein unbeabsichtigter Volltreffer auf das Objektiv oder einer davorliegenden Scheibe. Ab dem Zeitpunkt sind alle Bilder wie durch einen Nebelschleier, dann kommt kurz darauf die zweite Ladung und das Bild verschwimmt in Unkenntlichkeit.

Yvi wusste intuitiv, in den Händen eines talentierten Schnittmeisters und eines guten Regisseurs ergibt das gute 2 bis 3 Minuten in einem erstklassigen Porno. Vielleicht sogar den Höhepunkt in einem guten Gesamtfilm, mit einem hochwertigen Wechsel von Großaufnahme und Detail. Je länger sie darüber nachdachte, desto klarer wurde das Zielbild. Würde man die geschnittenen Szenen mit guter Musik unterlegen und die eine oder andere Zeitlupe einfügen, dann könnte das der Bahnhofsszene von „Spiel mir das Lied vom Tod“ nahekommen. Sie schmunzelte bei diesem abwegigen Gedanken. Andererseits, in den Händen eines Dilettanten zerflösse dasselbe Rohmaterial zu nichts. Eine Pfeife könne es ohne Probleme versauen. Sie schaute die Aufnahmen noch ein letztes Male an und entschied: Das gehörte nicht gelöscht, so sehr sie auch bedauerte wie hinterhältig es entstanden war.
Die Unentschlossenheit dauerte nun schon mehr als eine Stunde, jetzt war sie klar und Yvi griff zum Telefonhörer.

„Hallo Paul, ich bin es!“
„Ich freu mich wie Bienchen.“ Das kam spontan und ehrlich.
„Es ist fast wie Weihnachten.“
„Ich weiß.“ Der Regisseur konnte es einschätzen. Diese vage Idee, von der sie im Oktober sprach war nicht mehr vage.
„Kann ich dir ein wenig Rohmaterial schicken. Ich brauche einen Profiblick, bevor ich mich in was verrenne!“
„Gerne. Kennst ja meine Adresse. Ist unverändert. Ich freue mich drauf zu sehen, was du dir ausgedacht hast.“ Er wartete noch einen Augenblick, wusste aber schon, dass dem Gespräch nichts mehr hinzuzufügen war. Er hielt das Telefon noch für ein paar Sekunden am Ohr und wartete auf das „Klick“, welches jedoch nicht kam. Daher schaltete er den Lautsprecher am Handy ein. Er ging zum Kühlschrank, nahm sich Tomatensaft und Eiswürfel, sowie 4cl Wodka. Er lauscht ihren Atem seit Minuten und war glücklich ihr beim Nichtstun zuzuhören. Glücklich wie seit langem nicht mehr.
„Ich liebe Dich!“, gab er unumwunden zu.
Dann legte Paul auf.

Sie saß noch ein paar Minuten nachdenklich im Sessel, raffte sich auf und packte die SIM-Karte in einen gepolsterten Briefumschlag. ‚Paul wird mir schon verraten, ob es richtig oder falsch ist, was Yvi da tut.', dachte sie dabei, verschloss das Couvert und brachte es zur Post.

*****

Eine Woche später am darauffolgenden Montagmorgen, gegen zehn und nicht erst 14:00 Uhr, rief Ralph an und räusperte sich. Dann plapperte er aufgeregt los: „Hallo Tante Gerda, gute Nachrichten!“
„Du hast eine Wohnung gefunden?“ Seine spontane Freude übertrug sich auf Gerda.
„Ja! Du glaubst es nicht! Ein Kommilitone gibt auf. Jura ist nicht das richtige für ihn. Er geht spontan zu seinem Vater in die USA und hat ein gutes Wort beim Vermieter eingelegt, mich zu nehmen. Ich war gerade bei ihm; Aufnahmeprüfung bestanden! Ich habe die Bude.“
„Toll.“ Nur klang sie jetzt gar nicht mehr so begeistert. „Wie teuer?“
„640 kalt für 33 Quadratmeter. Fast schon ein Schnäppchen!“ sein Glücklich- Sein spürte man. Auch ein wenig den Stolz eines Jägers, der nach langem Warten einen großen Fang gemacht hatte.
„Aber ich bin ja nicht aus der Welt und komme bald mal wieder vorbei. Versprochen. Aber eben nicht heute um 18:00 Uhr. Ralph spürte ihr Zögern und fügte hinzu: „Hätte auch nicht gedacht, dass es auf einmal so schnell geht.“
„Schon gut. Ich freu' mich. Echt. Endlich geht es voran.“ Sie schluckte hörbar. Hatte sie sich bereits auf eine weitere Woche gefreut?
„Tante Gerda, es war wirklich richtig lieb von dir mich so lange aufzunehmen und zu ertragen! Du bist ein Engel.“
„Na, dann melde dich mal wieder und viel Spaß beim Einziehen und Einrichten…,“ Sie zögerte noch einen Augenblick, denn da schwang in seiner Stimme ein Hochgefühl mit, welches nicht mit der Wohnung im Zusammenhang stand, „…und in Garmisch alles in Ordnung?“
„Ja, nichts Besonderes nur…“ Er zögerte einen Augenblick. „Eine neue Studienbekanntschaft aus Ettal fährt seit zwei Wochen mit mir hin und her, und damit werden die Fahrkosten wohl geringer.“
„Ach so…,“ Sie ahnte an seiner Stimmlage, wo der Wind her wehte. „…ist sie hübsch?“
„Glaube ja.“, antwortete er mit verträumter Stimme und doch kurz angebunden. Das ging seine Tante nun wirklich nichts an.
„Gut. Dann mach' mal alles gut, und ich geh mal schnell einkaufen.“ Sie wollte es sich nicht eingestehen, aber irgendwie war es ihr nicht recht ihren Neffen so schnell zu verlieren.
„Na, dann mal los. Sonst gibt's heute Abend zu spät Essen, musst ja deinen Zeitplan bis zur Tagesschau einhalten. Tschüss dann, und ich melde mich. Versprochen.“

Tante Gerda legten auf und sackte in ihrem Sessel missmutig zusammen. Sie saß noch zehn Minuten unbeweglich dort, horchte traurig in sich hinein. Ihr blieb keine Wahl, sie musste sich eingestehen, der Erfolg bei der Wohnungssuche ihres Neffen war ihr nicht recht.
„Schade“, seufzte sie erhob sich und machte sich betrübt auf den Weg zum Supermarkt, das Abendessen würde heute ganz anders verlaufen als erhofft.

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So das war es für heute, freu mich auf Euer Feedback.

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Erin
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Brandenburg


Lebe deine Träume

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User ist offline
  RE: Tante Gerdas Geheimnis Datum:10.05.21 15:05 IP: gespeichert Moderator melden


Na so ein Pech das er eine Wohnung gefunden hat, ich hoffe das die Geschichte noch weiter geht . Mich interesiert vor allen seine weitere Entwicklung welche seine Tante mit ihm vorhat. Also lass uns nicht so lang warten!!!
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Klett-max
Stamm-Gast

NRW




Beiträge: 202

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Tante Gerdas Geheimnis Datum:10.05.21 22:12 IP: gespeichert Moderator melden


Jetzt hat die Geschichte eine (un)vorhersehbare Wendung genommen. Zunächst müssen beide wohl für einige Zeit ihr Leben neu sortieren. Aber es gibt ja noch Wege, einander zu besuchen und...

Im gut sortierten Schreiberbedarf gibt es viele Sorten an Cliffhangern. Bin mal gespannt, welche weitere Wendung das Verhältnis von Gerda und Ralph noch nimmt.
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