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Rubberjesti Volljährigkeit geprüft
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  RE: Projekt PVC Datum:02.09.15 19:07 IP: gespeichert Moderator melden



Da steht Anja wohl eine heiße Plastik-Sommer-Nacht ins Haus. Ich freue mich für sie. Der Anfang eines heißen Wochenendes, denn schließlich steht ja auch noch das Catering an.
Vielen Dank für die Fortsetzung und herzliche Grüße
Rubberjesti
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Brumbear Volljährigkeit geprüft
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Lebe jeden Tag so als ob es der letzte währe

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  RE: Projekt PVC Datum:03.09.15 05:13 IP: gespeichert Moderator melden


Eine Wahnsinnig gute Story und Anja scheint das PVC
ja wirklich geil zu machen.*fg*
Bitte schnell weiter schreiben !!!


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Mithrandir_dg
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  RE: Projekt PVC Datum:03.09.15 14:03 IP: gespeichert Moderator melden


Super Fortsetzung. Jetzt steht auch noch der Nachbar auf Plastik. Ist denn plötzlich die ganze Welt zum Fetisch gewechselt? Schön, wenn‘s so wär.
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aschoeller
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  RE: Projekt PVC Datum:07.09.15 15:55 IP: gespeichert Moderator melden


Kapitel 6

Ich zog meine PVC Sneakers über, griff mir meinen Schlüssel, steckte eine Handvoll Kondome ein und machte mich leise auf den Weg nach oben. Es war niemand sonst im Treppenhaus unterwegs. Mit Herzklopfen stand ich vor Bernds Tür, klopfte und wollte mir gerade die Kapuze zubinden. Dazu kam ich nicht mehr. Er hatte sicher schon auf mich gewartet, so schnell wie die Türe aufging!
Bernd bat mich mit einem leuchten der Vorfreude in den Augen hinein. Er hatte auch eine Regenhose an, auch mit Latz und wie ich vermutet, mit nichts darunter. Er duftete gut und na eben Männlich. Wir küssten uns sofort wild und innig. Er erforschte jeden Zentimeter meines Regenanzugs. Dennoch hielt er plötzlich inne, bat ganz Gentleman -like mich zu setzen und servierte die vor kurzen angelieferte Pizza und einen viel zu kalten Rotwein. Egal, dafür war ich ja nicht da. Verliebt sah ich ihn an und stellte mir eine Partnerschaft mit ihm ernsthaft vor. So mit allem was dazu gehört.
Bevor er sich ebenfalls setzte, zog er sich seine Jacke an, schloss den Reißverschluss und band sich mit einem Zugband die Hüfte enger. Ich wagte nicht mir die Kapuze vom Kopf zu ziehen. Bernd lies mich keine Sekunde aus den Augen.
Nach der eindrucksvollen Pizza führte er mich ins Schlafzimmer. Der kleine Raum war helle erleuchtet. Bernd öffnete eine Seite des Schrankes und zeigte mir seine eindrucksvolle Sammlung an Regenklamotten. Frau Doktor Maran hätte ihre wahre Freude daran gehabt. Ich war schon ein wenig erstaunt, nicht über die Fülle, sondern eher darüber das Bernd einen ausgeprägten Fetisch zu haben schien.

Ich strich über- und betrachtete jedes Stück. Bernd löschte die Beleuchtung so das nur mehr ein paar Kerzen sein Schlafzimmer in schummriges Licht tauchten. Ich ließ mich aufs Bett fallen. Demonstrativ passiv. Jetzt sollte er die Initiative übernehmen, ich wollte nur ganz Frau sein und genießen.
Bernd kam über mich und bedeckte meinen ganzen verpackten Körper mit seinen Küssen. So auf mir liegend konnte ich deutlich spüren, wie er geil wurde. Auch ich wurde feucht, oder nass, je nach dem. Er legte sich neben mich und drückte mich zart in die „Löffelchen-Stellung“ Meine Hände wanderten zu seinem Glied und massierten es durch die Plastikhose. Unsere Anzüge hatten beide an strategisch wichtigen Stellen kurze Reißverschlüsse. Ich öffnete den seinigen und wie erwartet drängte sich sein kleiner Freund ins freie. Sein Glied war schon wieder voll Einsatzbereit! Er oder es kam immer näher an meinem Kopf und bereitwillig öffnete ich den Mund. Ich sollte aber nicht dran lecken oder blasen, er wollte mich in den Mund f.... und ich wollte es auch.
Mit beiden Händen hielt er meinen verpackten Kopf fest und drang behutsam in meinen Mund ein. Immer weiter, immer tiefer. Er testete es aus, wie weit er wohl gehen konnte. Mit der Eichel stieß er dabei schon an meinen Rachen. Ich feuerte ihn an: "Ja, man ist das gut ja, mehr ja, tiefer ja, gibs mir, los ich will deinen Saft spüren."
Er beherrschte sich lange, aber irgendwann ging es nicht mehr und er schoss mir die volle Ladung in den Mund. Genau das hatte ich jetzt gebraucht, genau darauf war ich aus! Ich leckte ihn sauber und wir kuschelten und schmusten noch lange.

Es war wieder einmal schön in den Armen eines Mannes einzuschlafen. Trotzdem schlich ich mich so gegen 3 Uhr Morgens davon. Natürlich nicht ohne eine Nachricht zu hinterlassen.
In meiner Wohnung zog ich mir den geilen Regenanzug aus und ging ins Bett. Schließlich hatte ich Morgen einen sehr langen Tag mit reichlich Arbeit vor mir.
Nach einem kurzen Power-Schlaf duschte ich ausgiebig. Da ich für meinen heutigen Catering-Job ja quasi Arbeitsklamotten gestellt bekam, wählte ich weiße Unterwäsche und jetzt für den Weg die blaue PVC Jeans, ne weiße Bluse und die hellen Sneaker. Wie immer dokumentierte ich alles und machte mich auf den Weg. Zeitgleich mit dem Kühllieferwagen traf ich bei der heutigen Location ein. Eine Mitarbeiterin der Firma nahm mich gleich zur Seite und gab mir mein Outfit für Heute. Es war ein wunderschöner stark glänzender enger Overall aus ganz weicher Folie. Ich zog mich schnell um und kümmerte mich zusammen mit den Kollegen um den Aufbau des Buffet. Die halfen nur beim Auf-und Abbau. Dazwischen war ich allein für alles verantwortlich. Der heutige Auftrag war schon etwas besonderes. Schließlich arbeitet man ja nicht jeden Tag bei einer Fetisch- Firma.
Was die so genau machen würden, wusste ich gar nicht. Naja, vielleicht finde ich jemand der es mir erklärt!
Jedenfalls hatten alle Mitarbeiter Klamotten aus Plastik an, nicht alle die gleichen, es gab Röcke, Hosen und Overalls wie ich ihn trug. Eine hatte sogar eine Art Badeanzug an. Alles war mit dem Firmenlogo Quality Control einheitlich beschriftet.
Nachdem ich fertig aufgebaut hatte und alles doppelt überprüft hatte, studierte ich den Katalog der Firma. Die verkauften gar nix, das war ein Dienstleistungsunternehmen! Man konnte sich hier fesseln und einsperren lassen. Über Stunden oder sogar Tage. Die Preise dafür waren allerdings heftig. Studenten wie ich eine war, gehörten wohl kaum zur Zielgruppe. Von so etwas hatte ich noch nie gehört geschweige denn gelesen. Aber dem bestellten Buffet nach, erwarteten sie ja massig Leute.
Was ich noch nicht ahnte: Heute sollte ich viel zu tun bekommen und sogar nochmal Speisen Nachbestellen müssen!
Nach und nach kamen die ersten Gäste. Nach einer kurzen Ansprache wurde das Buffet eröffnete und von dem Augenblick gab es keine ruhige Minute mehr für mich.
Gegen Nachmittag kam ich mit der Geschäftsführerin ins Gespräch. Sie war sehr nett, alle hier waren sehr nett! Na jedenfalls lud sie mich ein, mal ein paar Stunden hier bei Quality Control zu verbringen. Als Trinkgeld sozusagen!

Auch diese Veranstaltung war mal vorbei und ich denke, es war für die Firma mehr als Erfolgreich. Gleich 5 meiner Kollegen kamen zum abräumen und die Mitarbeiter des Kunden halfen ebenfalls. So war das fix erledigt. Von der Chefin, also vom Auftraggeber, wurde ich gebeten die nächsten Tage nochmal zu kommen. Sie wollte irgendwas mit mir besprechen.
So blieb mir nur mich zu verabschieden und im Namen meiner Firma alles gute zu wünschen. Von Frau Dr. Körner bekam ich überraschenderweise noch ein Kuvert und eine herrliche Umarmung. Ich glaube sie war sehr zufrieden mit mir.

Auf der gegenüber liegenden Straßenseite wartete Bernd mit seinem Motorrad. Er hatte einen stark glänzenden Regenkombi an und stand unter einer Markise um sich vor dem leichten Regen zu schützen. Als er mich sah winkte er mit seinem Helm. Insgeheim hatte ich ja gehofft das er mich abholt. Er konnte wohl Gedanken lesen. Ich lief über die Straße und umarmte ihn stürmisch. "Na du!"Sagte er. "Wie wäre es mit einer Mitfahrgelegenheit? Oder hast du schon was vor?" "Gerne." Antwortete ich: "Aber ich habe keinen Helm!" Betont cool öffnete er den Seitenkoffer und zeigte mir einen Helm und einen Regenkombi. Den gleichen den er trug nur eben in einer kleineren Damengröße. "Na gut." Sagte ich: "Dann hilf mir mal mit dem Ding!"
Das ließ sich Bernd nicht zweimal sagen. Er nahm den Kombi und öffnete ihn. Nun kniete er sich vor mich und half mir in die Hosenbeine. Bernd zelebrierte das förmlich! Er zog mir den Anzug über den Po und half mir in die Ärmel. Langsam und genüsslich zog er den Reißverschluss nach oben. Der Overall hatte an den Beinen, den Ärmeln und in der Taille Gummizüge und passte dadurch sehr gut. Nun drückte er die silbernen Knöpfe über den Reißverschluss zu.
Einen nach den anderen. Zärtlich berührte er dabei meinen Busen. Als letztes setzte er mir die enge Kapuze auf, schob mir vereinzelte Locken unter die Kapuze und band sie mir zu. Selbst der Helm schien wie für mich gemacht.

Bernd startete sein Moped. Ich setzte mich hinter ihm und rückte ganz nahe an ihn heran. Meine Hände umfassten seine Hüfte, mein Oberkörper schmiegte sich ganz dicht an seinem. Ich war im siebten Himmel und bis über beide Ohren verliebt.
Bernd fuhr los, einfach so in die Nacht hinein. Der Regen prasselte dabei auf unsere Anzüge. Momentan gab es keinen Platz an dem ich jetzt lieber wäre, als hier auf dem Motorrad mit ihm, in einem ganz und gar wasserdichten Regenkombi mit ihm durch die Nacht zu fahren. Ich kämpfte allerdings mit der Müdigkeit. Schließlich war ich fast 14 Stunden auf den Beinen.
Bernd dachte sich das wahrscheinlich auch und fuhr uns heim. Ich stieg ab und er verstaute das Motorrad. Ich wollte nur unter die Dusche und danach würde ich zu Bernd hoch kommen, falls er das auch wollte! Er wollte.

Ich gab ihm den Helm und versprach ihm den Overall danach zurück zubringen. Bei mir in der Wohnung betrachtete ich mich nochmal im großen Spiegel. Ich öffnete die Kapuze und zog den Anzug aus. Meine Jeans und die anderen Klamotten flogen gleich in die Ecke.
Man tat das gut! Das warme Wasser prasselte auf mich nieder und erweckte einige meiner totgeglaubten Lebensgeister wieder.

In meiner Wohnung betrachtete ich mich nochmal im großen Spiegel. Der Overall passte wirklich gut und glänzte stark! Ich öffnete die Kapuze und zog den Anzug aus. Meine Jeans und die anderen Klamotten flogen gleich in die Ecke.
Man tat das gut!
Das warme Wasser prasselte auf mich nieder und erweckte einige meiner Lebensgeister wieder. Anschließend wickelte ich mich in großes Badetuch und ging zum Kleiderschrank. Ich wählte einen sexy String und den passenden BH aus, im strengen Dresscode natürlich, trocknete mich ab und zog die Unterwäsche an. Darüber nur schnell den Bademantel und Schlappen, Schlüssel, Handy und Kondome. Fertigt!
Eine Minute später stand ich vor Bernds Türe und klopfte. Er öffnete fix. Man sah der gut aus! Er hatte nur ein Handtuch um die Hüfte geschlungen und präsentierte mir so seinen perfekten Oberkörper. Er bat mich herein. Ohne Umweg ging ich direkt ins Schlafzimmer streifte den kuscheligen Bademantel ab und legte mich ins Bett. Bernd trat neben mich und fuhr mir zärtlich durch die Haare. Ich streifte ihm das Handtuch ab und sagte zu ihm: "Genau darauf hab ich jetzt Lust!"
Er kniete sich zwischen meine Beine und begann mich durch den Tanga zu lecken. Meine Finger vergruben sich dabei in seinem sportlichen Haarschnitt. Ich vergaß alles um mich herum. Irgendwann holte ich ihn hoch zu mir. Ganz zärtlich schob er mir den String zur Seite und drang in mich ein. Langsam und liebevoll f..... Er mich zu einem nicht enden wollenden Höhepunkt. So und nicht anders sollte ein arbeitsreicher Tag enden.
Es ist ja sonst nicht so meine Art und bei den Typen mag ich es gar nicht, aber ich muss wohl sofort nach dem Sex eingeschlafen sein. Jetzt lag ich allein hier in Bernds Bett und orientierte mich ein wenig. Wo war er, was war passiert?
Er war in seiner kleinen Küche und bereitete Frühstück für uns. Wie aufmerksam von ihm! Der kleine Esstisch war schon hübsch eingedeckt, Kaffee und Toast dufteten um die wette. Ich musste nur schnell noch aufs Klo.
Zwischenzeitlich hatte mir Bernd den Bademantel bereitgelegt. Ich zog ihn an und setzte mich an den Frühstückstisch. So wie es der Wetterbericht versprochen hatte, war es auch. Es regnete und das sollte sich Heute auch nicht ändern. Umso schöner war dieses Frühstück mit Bernd in romantischer Stimmung hier in der trockenen Bude. Da fiel es mir wieder ein: Ich hatte ja für Heute noch Karten für ein Jazz-Festival am Olympiasee!

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von aschoeller am 16.09.15 um 17:33 geändert
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SteveN Volljährigkeit geprüft
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Latex ist cool

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latex_steven  
  RE: Projekt PVC Datum:07.09.15 17:16 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Aschoeller !

Wieder eine schöne Fortsetzung. Aber ein kleiner
Auslassungsfehler ist dir hier untergekommen. Und
zwar bei Anja Stein:

Ich streifte ihm das Handtuch ab und sagte zu ihm:

Nix, da fehlt leider etwas ... ... ... Kannst es ja noch
einfügen, wenn du magst.

Viele Grüße SteveN





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aschoeller
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  RE: Projekt PVC Datum:16.09.15 17:35 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo SteveN,

hat ein wenig gedauert, aber....tatatata. Hier die richtige Version!

Gruß, Andreas
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aschoeller
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  RE: Projekt PVC Datum:16.09.15 21:35 IP: gespeichert Moderator melden


Kapitel 7

Spontan fragte ich Bernd ob er nicht mitkommen würde. "Na klar." Sagte er: "Ich steh auf Jazz und sowieso auf open air. Bei dem Regen sind sicher jede menge Mädels in geilen Regenklamotten unterwegs! Also nix wie hin."
Na Moment mal, so war das aber nicht gedacht. "Du wirst natürlich nur Augen für mich haben, sonst lass ich dich zuhause!" Bernd zog eine Schnute. "Also gut." Ergänzte ich: "Appetit darfst du dir holen, aber gegessen wird nur hiervon!" Mit meinen Händen umfasste ich die seinigen und führte sie zu meinem PVC-verpackten Busen den ich übertrieben raus streckte.
Er nickte. "Klar doch, ich bin froh das ich dich gefunden habe. Ich....ich liebe dich!"
Dieser Schmelz in der Stimme, diese Ehrlichkeit in den Augen, diese unglaubliche Aura die er ausstrahlte. Wenn das mal nicht der Mann meiner Träume war.

"Na komm schon her." Sagte ich: "Und lass deinen Worten Taten folgen!......"
Später in meiner Wohnung konnte ich es immer noch nicht glauben. Ich hatte mich Hals über Kopf in den Kerl verliebt. So schnell und so tief. Es war unglaublich.
Nun wurde es aber Zeit zu duschen und mich für das Festival anzuziehen. Ich wählte eine der noch frischen Unterwäsche Kombinationen aus und zog sie an. Danach startete mein Videotagebuch. Aber was genau sollte ich anziehen. Den Regenanzug und Gummistiefel, ja klar. Aber was darunter? Nur der Anzug? Dafür war es dann doch zu kalt.
Normalerweise würde ich ein Kapuzen-Sweatshirt und ne olle Leggins darunter tragen. Vielleicht könnte ich stattdessen den Trainingsanzug anziehen. Das sollte doch funktionieren. So zog ich mir also erst Socken über und dann die Trainingshose an. Die Trainingsjacke folgte und anschließend die Gummistiefel. Ich setzte mir gleich die Kapuze auf und verschloss die Jacke. Nun kam die recht steife und hohe Latzhose über alles. Die rauchblaue Hose hatte diese praktischen Stege unter den Stiefeln und enge Gummizüge an den Knöcheln und um die Taille. Der hohen Latz musste mit drei silbernen Druckknöpfen geschlossen werden. Nun packte ich mein restliches Zeug wie Geld, Schlüssel, was zu trinken und mein Handy in einem kleinen Eastpack, griff mir die dazugehörige Regenjacke und lief ein Stockwerk rauf zu Bernd.

Ich hörte Stimmen. Eine weibliche und die von Bernd. Vorsichtig schaute ich um die Ecke. Unglaublich was ich da sah. Die junge wirklich gutaussehende Frau die da an Bernds Wohnungstüre stand, trug einen teuflisch eng sitzenden Lackanzug mit mordshohen Stiefeln. Sie schienen sich gut zu kennen. Etwas vertrautes lag in der Luft. Ich konnte nicht jedes Detail Hören. Nur so viel: Sie freute sich auf ihn! Dieser Schuft, ich hatte mich schon wieder in den falschen verliebt.
Nun musste ich auch noch mit ansehen wie sie ihn herzte. Diese Schlange, diese Ratte, dieses......dieses Schwein.
Mir schossen die Tränen in die Augen. Wie konnte er nur. Ich lief in meine Wohnung und warf mich aufs Bett. Wieder ein Schlag ins Gesicht, in mein Gesicht! Ich heulte Rotz und Wasser. Ich war zu tiefst getroffen. Gerade von ihm hätte ich das nie geglaubt. Wie konnte ich mich auch Hals über Kopf in den Scheißkerl verlieben. Wie konnte ich es zulassen, dass er so auf mir herum trampelt. Ich könnte kotzten oder........ sterben. Oder beides!

10 Minuten später klopfte es an meiner Wohnungstüre. Sicher war er das. Ich rührte mich kein bisschen, wagte kaum zu atmen, weinte nur still in mein Kissen. Irgendwann war er weg. Durch den Türspion konnte ich ihn nicht mehr sehen. Er war weg! Verschwunden wie so viele vor ihm. Warum war ich immer das Opfer?
Mir wurde ganz schlecht, ich bekam richtig Atemnot, ich musste raus hier. Sofort! Ich nahm mir die Jacke und lief die zwei Stockwerke hinunter auf die Straße. Noch im Hausflur zog ich die Jacke an und setzte die Kapuzen auf. Ich lief unachtsam über die Fahrbahn in den Regen. Bam, mir riss es die Beine weg. Ich schlug irgendwo auf, dann wurde es still!

Ich erwachte mit unerträglich Kopfschmerzen und einem kompletten Filmriss. Ich lag in einem Bett und hatte nur so ein komisches Krankenhaus- Nachthemd an. Mir tat jeder Gräte weh und ein Venenzugang steckte in meinem Arm. Was war passiert? Bevor ich eine Antwort fand, döste ich wieder ein. Etwas später weckte mich eine Schwester: "Hallo, Frau Stein, aufgewacht!" Zaghaft öffnete ich die Augen. "Sie hatten einen Unfall und wurden von einem Auto angefahren. Die gute Nachricht, außer einer Gehirnerschütterung und ein paar blauen Flecken ist ihnen nichts passiert. Wenn sie jemand haben der sie abholt, können sie heute nach der Visite noch Nachhause."
Ich bat um meinen Rucksack und rief Elise an. Sie war entsetzt von dem was ich ihr berichtete und versprach sofort zu kommen.

Zwischenzeitlich war Visite. Ein Oberarzt mit seinem Tross verordnete mir eine Woche Bettruhe und unterzeichnete schließlich meine Entlassung.
Wenig später kam Elise: "Mensch Anja, was machst du denn für Sachen? Wie ist das den passiert?"
Ich berichtete ihr die Kurzfassung, soweit ich es selbst wusste.
Nun musste ich erst dieses Schreckliche Krankenhaushemdchen loswerden. Dabei brauchte ich Elises Hilfe. Da ich ohne Bewusstsein eingeliefert wurde, haben die mich komplett ausgezogen! Ich war sehr wackelig auf den Beinen, fast so als hätte mich ein Bus gestreift. Sie half mir in die Unterwäsche und in den Trainingsanzug. Der Regenanzug hatte bei dem Unfall einiges abgekriegt und viel von seinem ursprünglichen Glanz verloren. Da würde ich sicher noch Ärger bekommen!

Im Auto fing ich dann hemmungslos zu heulen an. Elise hatte keine Ahnung was eigentlich mit mir los ist. Langsam und unter schluchzen begann ich mein Leid zu berichten. Elise war eine gute Freundin, genaugenommen meine beste. Liebeskummer hatte sie nie. Elise war eher eine die sich nahm was sie wollte, kaute den Typen durch und spuckte ihm unverdaut wieder aus. Aber ich? In Sachen Liebe war ein absolutes Sensibelchen und jetzt gerade bis ins Mark getroffen und am Boden zerstört. Zudem hatte ich einen Unfall verursacht. Dafür musste ich die nächsten Tage auch noch meine Aussage machen. Na gut, wenigstens hatte ich eine gute Versicherung.
Nun hatte ich mich wieder etwas gefangen und Elise fuhr mich nach Hause.
Dort angekommen rief ich gleich meine Eltern an. Meine Mutter war entsetzt und wollte sofort nach München kommen. Ich konnte sie schnell beruhigen und sie davon überzeugen, dass soweit alles in Ordnung ist. Trotzdem war sie natürlich beunruhigt und ich musste ihr versprechen, sofort anzurufen wenn ich etwas brauche. Das tat gut!

Danach verkroch ich mich ins Bett, nahm eine der Tabletten die mir der Oberarzt gab und versank in einem tiefen traumlosen Schlaf.
Es war schon nach 11:00 als ich am nächsten Tag wieder erwachte. Auch nur weil mein Handy klingelte. Er war es! Ich meine Bernd war es. 7 Anrufe und 3 SMS alle von ihn, alle die letzten 24 Stunden. Was bildet der sich bloß ein. Ich schaltete den blöden Anruf auf stumm und verkroch mich wieder unter der Decke.
Am Nachmittag klingelte es wieder. Dieses mal war es Elise die sich Sorgen um mich machte. Sie kündigte ihren Besuch an und wollte gleich vorbei kommen. "Brauchst du irgendwas?" Fragte sie Fürsorglich. Ich bat sie mir eine Breze mitzubringen.
Später klingelte und klopfte es an der Tür. Ich schlich mich in den Flur. Es war Bernd! Was sollte ich machen? Ich konnte mich nicht ewig verstecken.
Nun kam auch noch Elise dazu und sie hatte, …....sie hatte meine Mutter im Schlepptau. Irgendwie mussten die sich unten getroffen haben.
Mir blieb keine andere Wahl, ich musste diese verdammte Tür öffnen. Ich holte tief Luft und riss zum erstaunen aller die Türe auf. "Elise!" Sagte ich: "Das ist Bernd." Dabei deutete ich bedeutungsschwanger auf ihn. Die reagierte wie erhofft und nahm diesen Arsch zur Seite. Es war offensichtlich das er keine Ahnung hatte was da gerade abging. Ich zog meine Mutter, die ebenfalls wie ein Fragezeichen dastand in die Wohnung und schmiss die Türe zu. Ich umarmte meine Mutter und heulte gleich los. Sie stand nur da und tröstete mich.
Langsam entspannte sich die Situation und ich begann mit weinerlicher Stimme zu erzählen. Von dem Unfall, von meinem Liebeskummer und von dem ganzen Scheiß halt, der mir die letzten Tage passiert ist. Meine Mutter stand nur da, hörte sich geduldig alles an und strich mir dabei durchs Haar.
Währenddessen verpasste meine Freundin vor der Türe Bernd einen gewaltigen Einlauf. Der stand total auf dem Schlauch. Irgendwann reichte es ihm und er sagte zu ihr: "Stopp mal, wir gehen jetzt am besten zu mir rauf. Du bist wahrscheinlich Elise. Ja? Gut also ich bin Bernd, freut mich trotzdem."
In seiner Wohnung redeten sie weiter. "Also was genau ist denn nun passiert und was hab ich gemacht?" Fragte Bernd. Elise erzählte von dem Unfall und davon, dass er daran Schuld war. Das ich beobachtet habe, wie er eine geile Tussy geküsst hätte und das er damit ein Schwein sei. Bernd schüttelte den Kopf. "Ich habe da nichts Nebenbei laufen. Die .....die Tussy war meine kleine Schwester. Sie freute sich mit mir, dass ich endlich jemand kennengelernt habe. Ich habe ihr erzählt, dass ich total verliebt bin. Und wir haben uns nicht geküsst sondern uns nur Umarmt!"
Nun war es Elise die mit offenen Mund dastand und beide Hände peinlichst berührt über dem Kopf zusammen schlug. Ja das ergab alles Sinn! Bernd ergänzte: "Wir haben beide den gleichen Fetisch, also Geli steht mehr auf Latex und ich mehr auf Lack und so aber sie ist meine Schwester!" Nun saßen sie beide nebeneinander auf der Couch und starrten ins leere.

Irgendwann sagte Elise: "Das kommt wieder in Ordnung, ich rede mit Anja!" "Dann warte noch einen Moment, meine Schwester wird gleich hier sein. Also falls du mit ihr reden willst!" Antwortete Bernd.
Augenblicke später klingelte es. Bernd öffnete und begrüßte seine Schwester. Sie war außergewöhnlich hübsch und groß. Sie hatte eine glänzende Leggins und ein Bauchfreies Top an. Bernd machte uns bekannt und umriss schnell die Situation.
Geli konnte sich ein schmunzeln nicht verkneifen und bestätigte alles. "Ja, ich gestehe. Ich bin seine Schwester, seine hübsche Schwester!"
Sie diskutierten noch ein wenig und Bernds Schwester machte sich wieder auf den Weg. Weder Bernd noch Elise wollten die Zweisamkeit mit meiner Mutter stören, trotzdem wollte sie mich irgendwie Informieren und tippte hastig eine SMS mit folgendem Text: Alles ist gut! Rufe mich an.

Ein Stockwerk höher bei mir hörte ich zwar die eingehende Nachricht, ignorierte sie aber. Stattdessen kochte ich zusammen mit meiner Mutter, die mit dem Eilzug aus Lindau gekommen war eine Hühnersuppe. Das war genau das, was ich jetzt brauchen würde.
Meine Mutter blieb über Nacht und wollte mich Morgen noch zur Polizei begleiten um meine Aussage zu machen. Ein wenig Bammel hat ich ja schon davor. Aber wie meine Mum immer sagt: Es wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wurde.
Meine Aussage am nächsten Vormittag war kurz und schmerzlos. Ich erfuhr, dass mich eine Ältere Dame mit ihrem Elektro BMW erwischt hatte. Die würde sich nun große Vorwürfe machen. Ihr Auto hatte aber nix abgekriegt!
Da der Personenschaden bei mir lag, würde man die Sache sowieso einstellen. Darüber war ich dann doch recht froh! Auch meine Kopfschmerzen waren schon viel besser. So brachte ich meine Mutter noch zum Bahnhof und versprach ihr mich zu schonen.
Ich winkte ihr noch lange nach. So, nun musste ich noch meine Plastik-Klamotten abgeben. Eigentlich schon einen Tag zu spät. Aber Frau Dr. Maran würde für meinen Unfall Verständnis zeigen und naja, den Regenanzug müsste ich halt ersetzten. Hoffentlich schmiss sie mich deswegen nicht aus der Studie!
Elise hatte im Institut wohl schon Bescheid gesagt. Jedenfalls wusste Petra von meinem Unfall und war ernsthaft beunruhigt. Sie umarmte mich gleich und ich musste genau berichten. So konnte ich auch gleich den kaputten Anzug beichten
"Ach, den brauchst du nicht zu ersetzen! Die Plastikklamotten gehen halt nun mal kaputt." Sagte sie: "Und hier hab ich noch deinen Scheck." Ich wollte den Koffer mit den Plastik-Sachen zurück geben.
Petra meinte aber: "Nene, das behalt mal alles, ich brauch nur die Videokamera wieder. Im Nebenraum sind nochmal verschiedene Sachen in deiner Größe gekommen. Wenn du was mitnehmen willst, nur zu. Bitte trag es nur in die Liste ein die dabei liegt!"
Frau Dr. Maran, also Petra, hatte noch einen Termin und verabschiedete sich mit einem: "Alles Gute und viel Glück, ich meld mich mal!

Neugierig und ganz entspannt ging ich ins Nachbarzimmer. Im Gegensatz zu meinem letzten Besuch hier, war jetzt alles richtig voll. Da hingen und lagen die tollsten Sachen. Vielleicht würde ich mir ja noch etwas Unterwäsche mitnehmen oder einen Badeanzug. Der Regenanzug in hellblau mit den gelben Muster war auch nicht schlecht. Ich stellte mir ein paar Sachen zusammen. 2 Garnituren Unterwäsche, einen Badeanzug und einen Bikini und den süßen Regenanzug. Ich trug alles fein säuberlich in die Liste und verstaute es in dem kleinen Koffer. Der war nun deutlich schwerer.
Vorm Institut traf ich Elise die sofort auf mich einredete: "Hast du mich vergessen? Warum rufst du nicht zurück? Ich muss dir was wichtiges sagen!" Ich blickte auf mein Handy, tatsächlich war da die Nachricht von gestern und ja, ich hatte es vergessen. Elise schleppte mich in die Mensa. Etwas abseits begann sie mir zu berichten: "Bernd ist unschuldig! Das Mädel das du da gesehen hast, ist seine Schwester. Ich hab sie Kennengelernt, sie ist echt nett! Du hast ihm Unrecht getan. Aber sowasvon! Der Typ ist total in dich verknallt, zu mindestens war er das bis Gestern."

Mir viel buchstäblich die Kinnlade runter. Konnte das sein? Hatte ich mich getäuscht, ich meine, habe ich ihn zu Unrecht verurteilt? Hat der gar nix gemacht? Wie krieg ich das bloß wieder geregelt. Meine Gedanken rasten in meinen angeschlagenen Kopf hin und her. Elise nickte zu allem, fast so als würde sie verstehen was in meinem Kopf vor sich geht. "Scheiße!" "Ja Scheiße!"
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AaliyahJennifer
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  RE: Projekt PVC Datum:16.09.15 22:43 IP: gespeichert Moderator melden


Die Fortsetzung ist super bin schon gespannt wie es weitergeht, ich hoffe doch es geht weiter.
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Rubberjesti Volljährigkeit geprüft
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  RE: Projekt PVC Datum:17.09.15 15:45 IP: gespeichert Moderator melden


Da war Anja wohl ein bisschen voreilig mit ihren Deutungen und nun ist ein klärendes Gespräch und anschließender hemmungsloser versöhnlicher Sex zwingend notwendig.
Muss Anja nicht auch noch zum Catering-Kunden?
Da gibt es doch sicher auch noch eine Überraschung, oder?
Vielen Dank für die tolle Fortsetzung.
Herzliche Grüße

Rubberjesti
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Trucker Volljährigkeit geprüft
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Latex ist geil

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  RE: Projekt PVC Datum:18.09.15 14:10 IP: gespeichert Moderator melden


Schade, dass die Eröffnung des Ladens hier noch nicht vorgekommen ist. Die Geschichte ist trotzdem genial und spannend.
Danke an alle Autoren fürs schreiben ihrer Geschichten

Gruß truckercd
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Mithrandir_dg
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  RE: Projekt PVC Datum:21.09.15 12:00 IP: gespeichert Moderator melden


Sehr schöne Fortsetzung Aschoeller! Was werden wohl die Leute im Krankenhaus gedacht haben, als sie der bewusstlosen Anja ihre Plastikkleidung ausgezogen haben?

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aschoeller
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  RE: Projekt PVC Datum:25.09.15 20:57 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo zusammen,

ja, die Geschichte geht bald weiter. Die Eröffnung des Ladens kommt in meiner anderen Story bei den "Damen" vor.
Also viel spaß damit,

aschoeller
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aschoeller
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Kapitel 8

Elise hatte noch was wichtiges vor und ließ mich in meinem Elend alleine. Jetzt war guter Rat teuer. Ich hatte ihn für etwas abgeurteilt ohne das er sich verteidigen konnte. Ich hatte ihn einfach nicht gefragt! Wenn Elise recht hatte und Bernd tatsächlich so sensibel war, würde er mir wohl nicht so schnell verzeihen. Oder und das wäre das schlimmste, er würde mir überhaupt nicht verzeihen! Auf Grund meiner Erfahrung mit Männern hatte ich einfach angenommen das wieder einer mich betrügt und ausnutzt, dass mich wieder einer belügt und demütig. Dieses mal lag ich damit falsch! Ich war nicht das Opfer, ich war der Täter. Bernd wird mir das nie Verzeihen. Ich brauche einen Plan, nein besser einen Rat. Aber von wem?
Ich zog die neue Regenjacke an und machte mich auf den Heimweg. Zwischenzeitlich hatte es passend zu meiner Stimmung angefangen zu regnen, wiedermal! Ich zermarterte mir das Hirn und rang nach einer Lösung. Es zog mich so gar nicht Heim, immer wieder hing ich einen Umweg dran, immer wieder bog ich entgegengesetzt ab, nur um nicht zu Hause anzukommen. Wenigstens hatte der schwere Koffer leichtgängige Rollen.

Was wäre wenn er mich sehen würde? Wie würde er, jetzt da er wusste was los war, auf mich reagieren? Er konnte mich nur hassen, ich hasste mich ja selbst. "Seine Schwester!" Rief ich laut. Vielleicht war die meine Rettung. Sie würde mich vielleicht verstehen, so von Frau zu Frau. Aber warum sollte ausgerechnet sie die Kastanien für mich aus dem Feuer holen. Wo sie doch quasi der Stein des Anstoßens war. Ich könnte heulen und die letzten Meter bis zu meiner Haustüre machte ich es auch, so leid tat ich mir. Ich betrat den Hausflur. Meine Hose war nass, die Socken und Schuhe, einfach alles. Das bisschen Make-up das ich benutzte zerlief in meinem Gesicht und im Briefkasten war auch nichts drin außer eine Reklame eines Beerdigungsinstituts. Ich setzte mich heulend auf die Treppe und wollte sterben. Ich hörte nichts um mich herum. Auch nicht Gabriele, also Geli, ich meine Bernds Schwester die nun die Stufen herab lief.

Ich erschrak zu Tode als sie sich neben mich setzte und mich ansprach: "Na du Held, wie gehts dir denn? Was macht die Gehirnerschütterung? Ich bin übrigens Gabriele, aber alle nennen mich Geli." Ich riss mich zusammen und stellte mich vor: "Ja und ich bin Anja, die blöde Kuh!" Kaum gesagt heulte ich auch schon wieder los. Geli gab sich einen ruck und tröstete mich in dem sie mir über den Kopf streichelte. "Das ist wirklich blöd gelaufen, aber mein Bruder würde niemals ein Mädchen betrügen. Ich kenne niemanden der ehrlicher ist als Bernd. Sowas hätte er nie gemacht und sowas hat er nicht verdient!"
Damit hatte sie wahrscheinlich recht und so vergrub ich mein Gesicht noch mehr unter den Händen. "Nanana, jetz is aber mal gut, du zitterst ja schon. Was meinst du, eine Tasse Tee, trockene Klamotten und dann lass uns ein wenig quatschen!" Ich nickte und Geli half mir auf die Beine. Sie trug auch den Koffer hinauf zu mir. Ich sperrte mit zitternder Hand auf und während ich mich umzog, nahm sie in der Küche, also in meiner kleinen Küchennische platz.
Mein Gott, wie sah ich denn aus? Erst jetzt vor dem Spiegel wurde mir mein ganzes optisches Elend bewusst. Die augenscheinlich nicht wasserfeste Schminke hatte mich in einen Zombi verwandelt. Nachdem ich das meiste davon entfernt hatte kamen dafür die verheulten Augenringe zum Vorschein. Auch nicht besser. Ich zog rasch etwas trockenes über und stellte Wasser für den Tee auf. Nun hatte ich auch Gelegenheiten meinen Gast mal etwas genauer zu betrachten.

Bernds Schwester war wirklich außergewöhnlich hübsch und stand offenbar genauso wie Bernd auf PVC und sowas. Zu mindestens interpretierte ich ihre heutige Garderobe so. Sie hatte eine knallenge dunkelbraune glänzende Leggins an und der BH der unter ihrer weißen Bluse zu erkennen war, bestand aus dem gleichen Material. Darüber hatte sie eine glasklare Regenjacke an deren Säume ebenfalls dunkelbraun abgesetzt waren. Dazu trug sie farbig passende Highheels. Da konnte man schon neidisch werden!
Ich stellte ihr den aufgebrühten Tee hin. "Nur ein Stück Zucker bitte!" Sagte sie: "Wahrscheinlich erwartest du jetzt, das ich mit Bernd rede und das ganze wieder ins Lot kommt. Da würde ich dir ja gerne helfen, aber ganz so einfach ist das nicht. Wie schon gesagt, mein Bruder ist ein ganz ehrlicher und es ist nicht fair, dass er den Mist den deine Extypen verbockt haben nun ausbaden muss.
Lass im etwas Zeit, im Moment würdest du es nur schlimmer machen." Damit hatte sie 100 prozentig ins schwarze getroffen. Ich hatte nur schlechte Erfahrungen gesammelt und Bernd wurde dadurch gleich zum Schuldigen. Ohne Verhandlung abgeurteilt. "Das beste wird sein, du schreibst ihm ein paar Zeilen. Vielleicht liest er es ja und sucht wieder den Kontakt zu dir."
Ja das war eine gute Idee, gleich nachher werde ich ihm schreiben! Geli trank aus und ging wieder. Sie hatte mir aber etwas Mut gemacht. Ich setzte mich hin und schrieb, ganz alte Schule einen Brief mit der Hand.
Stunden später hatte ich bis auf ein "Hallo Bernd" nichts wesentliches aufs Papier gebracht. Ich tat mir schwer die richtigen Worte zu finden. Wenn ich erklären würde warum und weshalb, musste ich zugeben, dass ich ihn für einen potentiell Schuft hielt. Das wollte ich natürlich nicht so darstellen, auch wenn es genaugenommen stimmte. Am besten wird sein, ich entschuldige mich und hoffe auf seine Vergebung. Vielleicht gelingt es mir ja, mich selbst in ein positives Licht zu stellen.
Wie gerne würde ich ihm meine Liebe gestehen, aber genau das könnte er jetzt in den falschen Hals bekommen. Man war das schwer.
Die Typen die mich reihenweise verarscht und betrogen hatte, die hatten sich einfach entschuldigt, mir das blaue vom Himmel versprochen und genauso weitergemacht. Mano, hoffentlich wird er mir vergeben!
Bis spät in der Nacht saß ich über dem Brief. Schließlich wurden es doch drei ganze Seiten! Nun schlich ich mich auf leisen Sohlen zu Bernd und steckten das Schreiben durch den alten Briefschlitz der schon längst nicht mehr benutzt wurde. Wir hatten ja unten gleich hinter der Haustüre Briefkästen. Ganz leise und vorsichtig schloss ich die schwere Messingklappe wieder zu und machte mich vom Acker. Streng genommen hatte ich ja noch 3 Tage Bettruhe vor mir, aber ich würde Morgen doch wieder in die Uni fahren.
Blitz und Donner weckten mich schließlich auf. Es wurde irgendwie gar nicht richtig Hell draußen. Ich duschte erst mal und Frühstückte minimalistisch. Danach zog ich mich an. Ein Kapuzenpulli und ne olle Jeans mussten reichen. Wenn ich die U-Bahn nehmen würde, blieb ich einigermaßen trocken. Oder ich ziehe meinen neuen hellblauen Regenanzug an.
Der war mir dann doch lieber und so zog ich als erstes die Gummistiefel an und die Latzhose drüber. Die Hose hatten einen ähnlichen Schnitt wie die bei meinem Unfall geschrottete. Nur fehlte der Reißverschluss und die Taille konnte mit Druckknöpfen enger gestellt werden. Unten an den Beinen gab es auch die praktischen Stege und elastische Gummizüge. Das Material hatte einen extremen Glanz, was mir aber sehr gut gefiel. Die Jacke reichte mir bis unter dem Hintern, hatte dort im Saum und an der Kapuze zum binden eine gelbe etwas dickere Kordel. Vorne gab es einen Reißverschluss der hoch bis zum Hals reichte und darüber eine Patte die mit diversen Drückern verschlossen wurde. Die Kapuze hatte oben einen festen Schirm wie von einer Basecap der das Gesicht optimal schützte. Ich zog die Jacke über zog den Reißverschluss bis oben hin und band mir den Saum der Jacke zu. Im Rucksack war alles verstaut was ich für Heute benötigen werde.
Ich lauschte im Hausflur, nichts zu hören! Also ging ich hinunter zu meinem Rad und fuhr zur Uni. Die Kapuze band ich mir fest und drückte alle Knöpfe zu. Der Helm passte über der Kapuze getragen wunderbar und so fuhr ich zügig los. Am Universitätsgelände hatten wir viele Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder. Direkt dort zog ich mich auch aus. Ich meine natürlich, ich zog den Regenanzug aus. Die Latzhose rollte ich klein zusammen und die Jacke hing ich mir über. Die paar Schritte bis zum Hörsaal ging das schon. Dem Wetter entsprechend war wenig los. Und der Vormittag verging zäh!

Mittags hatte ich wieder beginnende Kopfschmerzen, vielleicht auch einfach weil ich so wenig gegessen hatte. Also ab die Mensa. Lasagne, Salat oder Grünkernauflauf, das war hier die Frage. Nein, nicht wirklich! Ich nahm mir die Lasagne und einen kleinen Beilagensalat. Hier in der Mensa war auch nicht besonders viel los uns so las ich neben dem Essen noch ein wenig in einem Buch. Multitasking quasi.
Draußen tobte ein Unwetter. Tief Xenja hieß das Ding, brachte viel Regen und Windgeschwindigkeiten bis zu 120 km pro Stunde. Egal, die Woche war eh schon für die Tonne.
Ich wollte gerade gehen als mein Handy klingelte. Es war Bernd! Diesen Anruf sehnte ich herbei und gleichzeitig fürchtete ich ihn wie der Teufel das Weihwasser. Schlagartig begannen meine Hände zu zittern und mein Bauch verkrampfte sich. Nur mit mühe traf ich das entsprechende Feld meines Smartphones um das Gespräch anzunehmen. "Ja Anja hier!" Flüsterte ich. "Hi hier ist Bernd, ich hoffe dir geht es entsprechend gut. Was machst du denn für Sachen? Ich mein deinen Unfall und so."
Er klang jetzt ja nicht besonders sauer. "Vielleicht hast du ja Heute Abend Zeit, wir sollten reden!" Sprach er weiter. Ich nickte, was er natürlich nicht sehen konnte und rang mir ein: "Ja das wäre schön" ab. Er würde mich um 8 sowas erwarten. Ich kämpfte mit den Tränen und verlor als das Gespräch beendet war. Wie ein Häufchen Elend muss ich da gesessen haben. Sogar der Putzfrau tat ich leid, sie gab mir ein paar Einweg Servietten.

Bis 8:00 Uhr hatte ich Zeit. Was würde er mir sagen, was wird er mir vorwerfen? Sicher wird er mir den Laufpass geben, hoffentlich nicht! Ich liebe ihn doch.
langsam beruhigte ich mich wieder und zog mich gleich in der Mensa wasserdicht an. Mir ging es gar nicht gut. Dauernd hatte ich das Gefühl mich zu übergeben. An fahren war nicht zu denken. So schob ich mein Rad nach Hause. Ich wurde immer Langsamer und hatte mittlerweile unerträgliche Kopfschmerzen. In einer Seitenstraße übergab ich mich schließlich. Mir wurde schwarze vor Augen und bei diesem Siffwetter war fast niemand unterwegs. Ich bräuchte Hilfe. Jetzt!
Wem konnte ich anrufen. Meine Augen tränten ich wurde orientierungslos. Mit mühe wählte ich die letzte Nummer. Es war Bernd. "Hilfe, Theresienstr, ich glaube ich........... werde ohn............ Schon knallte ich auf den nassen Bürgersteig.
Bei Bernd klingelten sämtliche Alarmglocken und er rief die Rettungsleitstelle. Die orteten mein Handy und schickten einen RTW los. Bernd setzte sich aufs Motorrad und fuhr ebenfalls los. Die Theresienstraße ist zwar etwas länger, aber er hatte so eine Ahnung auf welcher Höhe ich mich befand. Er traf gleichzeitig mit dem Rettungswagen ein. Ich lag noch immer bewegungslos unter meinem Rad begraben. Die Sanitäter hoben mich ins Auto und zogen mir die nassen Sachen aus. Mit irgend einem infernalischen Geruch holten sie mich zurück.
Bernd erklärte dem Sanitäter, dass ich vor zwei Tagen einen Unfall hatte und in welchem Krankenhaus ich da war. Das genügte dem erst mal. Er fragte in der Leitstelle nach und sie brachten mich genau wieder ins selbe Krankenhaus. Bernd kümmerte sich zwischenzeitlich um mein Rad und wollte dann nachkommen.
Bis wir im Krankenhaus ankamen, war ich wieder stabil und konnte klar denken. Der Sani sagte: "Mit einer Gehirnerschütterung ist nicht zu spaßen. Eine Woche Bettruhe bedeutet auch eine Woche Bettruhe!"
Bei meinem Ohnmachtsanfall hatte ich mich nicht weiter verletzt. Trotzdem wollten sie mich hier behalten. Ich bekam etwas starkes gegen die Kopfschmerzen und dieses Zeugs beamte mich weg.

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Rainman
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Das Leben ist sch...., aber die Graphik ist geil!

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  RE: Projekt PVC Datum:27.09.15 16:07 IP: gespeichert Moderator melden


Hi aschoeller.


Nette Fortsetzung. Bin ja schon gespannt wie es weitertgeht.

Lass uns bitte nicht zu lange warten!^^


MfG Rainman
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SteveN Volljährigkeit geprüft
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latex_steven  
  RE: Projekt PVC Datum:28.09.15 09:18 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo aschoeller !

Das war das klassische Beispiel etwas auf die leichte
Schulter zu nehmen !
Hat sie sich bei dem Plautz auf den Straßenboden
nicht schon wieder die PVC-Kleidung ruiniert ?
Jetzt ist es an Bernd sie für eine Woche im Bett zu
behalten. Wenn nicht gar zu fixieren ... ... ...

Viele Grüße SteveN



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Rubberjesti Volljährigkeit geprüft
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  RE: Projekt PVC Datum:28.09.15 09:59 IP: gespeichert Moderator melden



Hai aschoeller,
jetzt wird´s aber spannend. Bernd kann sich um Anja kümmern und sie gesund pflegen. Jetzt wo sie wohl wieder Bettruhe hat, haben sie genügend Zeit um sich auszusprechen.
Die Idee mit der Fixierung am Bett finde ich gar nicht schlecht... Mal sehen wie Du das siehst.

Herzliche Grüße
Rubberjesti
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aschoeller
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  RE: Projekt PVC Datum:10.10.15 11:48 IP: gespeichert Moderator melden


Kapitel 9

Ich träumte von meiner großen Liebe, wie er gemeinsam mit mir eine Zukunft aufbaut, wie er mir Liebe und Geborgenheit gibt und sich um mich kümmert in guten wie in schlechten Tagen. Wie seine Hände die meinigen hielten und er mir zärtlich jede widerspenstig Strähne aus dem Gesicht streifte. Fast konnte ich seinen Atem spüren, so real war mein Traum.
Langsam kam ich zu mir. Mein Wangen kuschelten mit seinem Arm. Er roch so gut! Ich spürte wie seine Finger zärtlich durch mein Haar fuhren. Ich schreckte hoch, das konnte doch gar nicht sein. War er hier, ich meine war er wirklich bei mir? War es möglich das alles doch nicht nur ein Traum war und Bernd mir verziehen hatte. Bittebittebitte!

Es war wahr! Bernd war die ganze Nacht bei mir, wie der edle Retter in einem schnulzigen Film. Vielleicht hatte er mir nicht ganz verziehen, aber wir konnten wieder miteinander reden. Es gab für mich Hoffnung und Hoffnung bedeutete Zukunft. Weg waren alle trüben Gedanken, verscheucht alle Ängste und Sorgen. Bernd war da, mein Bernd!
Gleich war Visite. Vielleicht dürfte ich danach heim! Der Oberarzt kam alleine und schaute wenig begeistert als er mich sah. Er nahm sich das Patienten- Datenblatt, guckte über den Rand seiner Brille und sagte: "Das ist jetzt das letzte mal, das ich hier Unterschreibe!
Bleiben sie einfach ein Woche im Bett. Keine Uni, kein Sport, kein Fahrrad, kein nix! Verstanden!" Ich nickte gehorsam. "Und sie!" Ermahnte er Bernd: "Sorgen bitte dafür das sie sich auch daran hält!"
Bernd zögerte, nickte aber schließlich doch noch. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Klar, mir war das schon bewusst, dass das noch nicht aus der Welt ist, aber ein Anfang war gemacht.
"Wie willst du das mit der Heimfahrerei jetzt machen, ich bin mit dem Moped da! Einen zweiten Helm hab ich zwar mit, aber ob das so gut ist. Ich meine, in deinem Zustand!" Sagte Bernd in besorgten Ton zu mir. "Außerdem ist es recht kalt draußen und es regnet mal wieder."
Das war jetzt kein großes Problem. Ich wurde ja in meinem neuen Hellblauen Regenanzug eingeliefert. Der muss doch irgendwo sein. Er fand sich im Schrank wieder. Bernd half mir in die Gummistiefel und die Hosenbeine. Er packte den Rest zusammen und wir verließen das Krankenhaus.
Er hatte sein Motorrad in einer Seitenstraße untergestellt und zog sich seinen Kombi über. Mir half er in die Jacke, verschloss sie ordentlich, zog mir vorsichtig die Kapuze über und setzte mir den Helm auf. Ich schmiegte mich ganz eng an ihm. 30 Minuten später waren wir zu Hause. Er begleitete mich bis zur Wohnungstüre. Ich sperrte sie auf und bat ihn herein. Bernd zog sich seinen Kombi aus und setzte sich aufs Sofa. Ich zog den Anzug und die Gummistiefel ebenfalls aus und legte mich zu ihm. Meinen Kopf auf seinen Schoss. Ich war glücklich ihm wieder so nahe zu sein. Minuten später bin ich wohl wieder eingeschlafen.

Als ich wieder erwachte war Bernd bei mir und las ein Buch. Nun war es an der Zeit zu reden, sich zu entschuldigen und alles auf Anfang zu drehen. Bernd hatte mir schon längst vergeben und wir versprachen uns, immer ehrlich zu sein. Wir quatschten noch lange. Fast den ganzen Nachmittag. Ab und zu versuchte ich ihn ein wenig anzuspitzen. Aber er Bestand darauf mich zu schonen, eine ganze Woche lang! So ein Mist!
Am nächsten Tag ging Bernd zur Uni und ich hatte Bettruhe. Dieses mal würde ich mich daran halten, auch wenn es schwerfiel. Am Abend wollte Bernd für mich und seine Schwester kochen. Da könnte ich sie noch besser kennenlernen. Ganz wohl war mir bei dem Treffen ja nicht gerade, immerhin hatte ich mich wie ein Idiot aufgeführt. Naja, neues Spiel neues Glück!
Um 19:00 Uhr sollte ich bei ihm sein. Nervös klopfte ich. Seine Schwester öffnete und begrüßte mich wie eine alte Freundin. Gott sei Dank! Sie sah umwerfend aus. Geli trug eine blaue Latexjeans die ihr fast schon obszön zwischen die Beine kroch. Dazu hatte sie ein Bauchfreies Top in weiß an. Beides war auf Hochglanz poliert. Kurioserweise hatte sie dazu rosa Plüsch- Hausschuhe an. Es roch schon nach leckerem Essen. Geli fragte gleich: "Na, wie geht es dir, was macht der Kopf!" "Dem geht´s gut. Unkraut vergeht nicht!" Antwortete ich.

Wir hatten einen Wunderschönen Abend. Bernd hatte einen ausgezeichneten Nudelauflauf selbst gezaubert. Geli erzählte jede Menge peinliche Anekdoten von Bernd, zog sich selbst aber auch durch den Kakao. Sogar ihr gemeinsamer Fetisch wurde zum Thema. Sie erzählten mir von einem verregneten Sommer so vor ungefähr 10 Jahren. Geli war 15 und Bernd 14. Beide also noch Kinder. Sie waren wie schon so oft mit ihren Eltern an der Nordsee und spielten mit den Nachbarskindern bei schlechtem Wetter meist Monopoly. Geli und Bernd mussten immer für das Frühstück Semmeln holen. Der Weg war eigentlich nicht weit, so 2-3 km etwa. Aber bei strömenden Regen zog sich das. Natürlich hatten sie so unpraktische Nylonjacken und Gummistiefel. Das Zeugs war aber nur bedingt Wasserdicht. Vielmehr lief der Regen von der Jacke ab und saugte sich in die Stoffhose. Das war nix.
So beschlossen sie sich selbst Regensachen zu nähen. Geli und die Nachbarstochter waren begnadete Näherinnen. Bernd konnte gut mit Klebstoff und Werkzeug umgehen.
So überredeten sie ihre Eltern durchsichtige Plastikplanen zu kaufen die es billig in einem Geschäft an der Uferpromenade gab. Dazu noch 2 Tuben PVC- Kleber, ein paar Reißverschlüsse, Knöpfe, etwas Gummiband und eine Kordel. Im Ferienhaus war auch jede Menge Platz, sodass sie kurzerhand ein Zimmer zum Atelier umfunktionierten.

Geli übernahm die Rolle der Designerin und hatte auch wirklich gute Ideen. Für den Anfang brauchten sie Hosen. Alle waren ja etwa gleich groß und kamen deshalb mit nur einem Schnittmuster aus. Bernd war die lebende Kleiderpuppe und wurde mit Küchenrollen und reichlich Thesa umwickelt. Nachdem das alles soweit passte, entfernte Geli das "Schnittmuster" und zerteilte es. Die Nachbarskinder machten sich nun daran die Folie mit Hilfe der Schnittmusterbögen und etwa einem Zentimeter Zulage zurechtzuschneiden. Von der Herbergsmutter bekamen sie eine einfach alte Nähmaschine und los ging es.

Die erste Hose ging in die Hose! Das war nix. Beim zweiten Versuch klappte es besser, nur die Beine waren zu kurz. Beim dritten Versuch verlängerte Geli die Hosenbeine und kürzte sie erst am Schluss nach Maß. Bernd war der erste. Oben am Bund war ein Gummizug. Unten an den Beinen sollte ebenfalls einer eingearbeitet werden. Einer nachdem anderen bekam seine Hose so angepasst. Während Geli nähte, verklebte Bernd alle Nähte von innen zusätzlich mit PVC Kleber. Dieser Ferientag verging so zügig, das alle fast das Abendessen verpassten. Die Eltern hatten sich schon gesorgt!
Am nächsten Morgen gingen alle Vier die Strecke um die Semmeln zu holen. Natürlich hatten alle die neuen selbstgemachten Hosen an. Die Nylonjacke waren immer noch nicht dicht, aber der Regen der von der Jacke nach unten lief saugte sich nicht mehr in die Hosen. Während des ganzen Weges wurde überlegt welche Art von Jacken oder Mäntel angefertigt werden. Immerhin sollte es ja auch eine große Modenschau geben.
Also wurde entschieden, jeder sollte sich einen eigenen Schnitt ausdenken, welcher dann zusammen umgesetzt wurde. Bernd wollte unbedingt eine enge Kapuze, Geli eine Jacke mit Handschuhen dran. Der Nachbarsjunge hatte einen alten Friesennerz als Muster und die vierte im Bunde wollte eine geschlossen Haube die auch das Gesicht vor Regen schützte. Die Ideen sprudelten nur so, wie alles umzusetzen war, das war dann eine andere Frage!

Also begannen sie nach dem Frühstück mit dem einfachsten. Dem Friesennerz. Dafür gab es ja direkt eine Vorlage. Es klappte alles Super, sogar der relativ komplizierte Reißverschluss. Ein bisschen Probleme gab es mit den aufgesetzten Taschen. Von den Eltern kam schließlich der Tipp, die Ecken mit Nieten zu verstärken. Das und die Druckknöpfe war die richtige Aufgabe für Bernd. Währenddessen machten sich die Mädels Gedanken über den nächsten Jackentyp. Eine enge Kapuze wollte beide, also sowohl Geli wie auch Bernd. Geli löste das Problem mit einem Tunneldurchzug in dem sie die Kordel einarbeitete. So konnte man die Kapuzen fest binden.
Das mit den Handschuhen dran erwies sich als undurchführbar. Soweit waren die Nähkünste noch nicht fortgeschritten. Aber Fäustlinge, das war möglich!
Wie schon erwähnt, Geli und Bernd waren zwar gleich groß, aber Geli hatte für ihr Alter bereits eine beachtliche Oberweite. So wurde eine Jacke normal und eine zweite Jacke mit Platz für den Busen und entsprechenden Abnähern zusammen genäht.
Bernd wollte den Reißverschluss bis oben zum Hals haben und eine zusätzlich Sturmleiste mit Druckknöpfen um den Zipper abzudecken. Geli nähte beide Jacken gleichzeitig, zumindest soweit wie sie auch gleich waren. Die Jacken waren nach unten noch ungekürzt und reichte so noch bis zu den Knien. Bernd wollte sie aber nur bis unter dem Po.

In der Taille wurde je ein Gummizug eingebaut und unten am Saum ein Durchzug für eine Kordel. Die Jacke war bald fertig vernäht und passte prima. Es fehlten nur mehr zwei schräg aufgesetzte Taschen, die Druckknöpfe und die Kordeln. Natürlich musste noch alle Nähte von innen abgedichtet werden. Die zweite Jacke hatte an den Enden der Ärmel fest angenähte Fäustlinge. Trotzdem aber auch ein Bündchen am Handgelenk. Die Fäustlinge waren etwas größer, so das Geli darunter eventuell mal noch Handschuhe anziehen konnte. Bei der ersten Anprobe stellte Geli fest, dass es gar nicht so einfach war mit den Fäustlinge daran die Jacke zu schließen oder gar eine Kapuze zu binden. Das erledigte gerne der Nachbarsjunge.
Geli´s Jacke bekam auch nur einen Tasche, dafür reichte sie bis unterhalb der Knie. Aber selbst der längste Reißverschluss den sie hatten reichte nicht, so blieben die letzten 15 cm ohne und waren nur zum binden.

Nach einem elterlich verordnetem Strandspaziergang in einer Regenfreien Stunde ging es weiter. Da wurde genäht, geklebt und gehämmert. Alle beteiligten waren Stolz auf drei fertiggestellte Jacken. Die Vierte und letzte folgte am nächsten Tag.
Mal zur Abwechslung war der Tag ohne Regen, aber mit ordentlichen Wind! Nach dem Frühstück ging es weiter. Die komplett geschlossene Haube klappte natürlich nicht! Erstens beschlug sie durchs bloße Atmen und zweitens bekam man keine Luft. Mal ganz abgesehen davon, dass man das Ding nicht anziehen konnte!
Zusammen grübelten sie nach. Es gab nur einen Kompromiss. Eine lange Jacke wie die von Geli mit einer Kapuze die erst von vorne übergezogen wurde und einer Schirmkapuze welche dann normal darüber getragen wurde. Die vordere hatte dabei für das Gesicht einen entsprechenden Ausschnitt, ging dabei aber nur bis zur Nase.
Fasziniert hörte ich den beiden zu. Ich konnte mir alles genau vorstellen und wünschte ich wäre dabei gewesen. Geli war die geborene Erzählerin!

Es wurde also vom Schnitt her wieder in etwa die gleiche Jacke hergestellt, ebenso lang wie die von Geli und Gummizüge an den Ärmeln und in der Taille. Die vordere Kapuze war ein extra Teil, praktisch nur eine Haube mit Tunnelzug hinten und offenem aber gesäumten Gesichtsfeld. Die Haube passte perfekt. Trotzdem testete Bernd immer wieder den Sitz aus. Man konnte sie hinten sehr fest binden ohne das sie vorne irgendwo drückte oder so. Testhalber probierte die schöne Nachbarstochter die bereits fertige Jacke von Geli darüber. Da diese aber die Fäustlinge dran hatte war es wieder Bernd der half. Klar, ihr eigener Bruder fingerte lieber an Geli herum, als an seiner eigenen Schwester!
Es passte alles perfekt und wenn man nur durch die freie Nase ein- und ausatmete, beschlug auch nix. Nun machte sich die Gruppe daran alles fertig zu stellen und die letzten Druckknöpfe anzubringen. Fertig! Die Vier waren mächtig Stolz auf ihre Leistung und luden die Eltern und alle anderen die sich dafür interessierten zu einer abendlichen Modenschau ein.

Bernd gestand, dass ihm damals schon beim Herstellen der Klamotten ziemlich eng in der Hose geworden ist. Für den Laufsteg musste er sich tierisch zusammenreißen! Geli bestätigte das und auch sie war damals recht spitz.
Für die Vorführung probten sie den ganzen Nachmittag. Sie hatten verschiedene Accessoires vorbereitet. Zum Beispiel einen regenbogenfarbigen Schal und ebensolche Handschuhe, diverse Mützen und Basecap´s und natürlich Taschen und Rucksäcke.
Neben den Eltern mischten sich noch ungefähr 20 Leute und natürlich die Vermieter unter die Zuschauer. Alle saßen wettergeschützt unter dem Terrassendach und die Vorführung fand dann unter freiem Himmel statt. Der etwas schüchterne Nachbarsjunge war der erste. Er trug eine Jeans und ein T-Shirt, darüber die durchsichtige Regenhose und offen und lässig getragen den Friesennerz mit aufgesetzter Kapuze.
Die Leute waren begeistert! Nun war seine Schwester an der Reihe. Auch sie mit Jeans und Shirt darunter. Sie hatte die Regenhose an und die Spezial-Jacke darüber. Über ihren Mund lag unter der Jacke locker gebunden der bunte Schal, darüber die vordere Haube und wiederum darüber die normale Kapuze fest gebunden. Zusätzlich hatte sie die passenden Handschuhe an und in der Jackentasche, gut sichtbar eine bunte Wanderkarte.
Geli hatte nur einen Badeanzug darunter an. Auch ihre Jacke war am Saum und an der engen Kapuze fest gebunden. Zusätzlich trug sie einen Rucksack. Sie drehte sich wie ein Wirbelwind im Kreis. Als letztes war Bernd dran. Lässig ein Basecape auf dem Kopf, darüber die enge Kapuze und drunter ebenfalls Shirt und Jeans. Zum Abschluss nahmen nochmal alle Aufstellung und ließen sich beklatschen.
So kamen die beiden also zu ihrem Fetisch. Ich war Dankbar und ein wenig stolz, dass sie mich eingeweiht hatten.
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  RE: Projekt PVC Datum:10.10.15 12:05 IP: gespeichert Moderator melden


Diese Szene kann ich mir sehr gut vorstellen. Irgendwie und igendwann fühlt wohl jeder das erste Mal seine Neigungen. Leider bin ich mir bei mir selbst nicht so deutlich bewusst wann was das erste Mal war. Aber anderen wird es eben dabei anders gehen. Danke daher für diese nette Szene.
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  RE: Projekt PVC Datum:15.10.15 13:43 IP: gespeichert Moderator melden


Lieber Aschoeller!
Der Ausflug in die Kindheit der Drei ist dir sehr gut gelungen und hat mir gefallen. Aber eines stört mich an deiner Gesichte, und das ist das andauernde Sauwetter! Wir wär’s mal mit einem Wetterumschwung und Temperaturen über 30 Grad? Es wäre sicher interessant, wie Anja und ihrem Freund eine kleine Schwitzkur in Plastikkleidung bekommen würde.
Liebe Grüße Günter

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  RE: Projekt PVC Datum:18.10.15 02:42 IP: gespeichert Moderator melden


ja wie gut ist das denn... eine in alle Richtungen Luftige story...ich mag deinen schreibstil... er ist nicht überfüllt mit nebensächlichkeiten aber bietet auch den nötigen backround.... der ausflug in die Kindheit ist die krönung.. zur letztendlich super gelungenen story.
Ich habe sie eher nebensächlich gelesen begonnen. aber finde sie sie super...... würde mich echt freuen wenn du sie so fortsetzen könntest.

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