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  Abenteuer auf Rosengarten
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Blackrubberhorse
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Du hast alle Waffen die du brauchst- jetzt kämpfe!

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  RE: Abenteuer auf Rosengarten Datum:22.11.16 22:19 IP: gespeichert Moderator melden


Juhu- es geht weiter!
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Pony93
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten Datum:29.11.16 22:49 IP: gespeichert Moderator melden


Super Geschichte...blos nicht aufhören...mein Kopfkino ist gerade voll am Rotieren...

Gruß Pony93
MilkyWay (Pony) sucht gleichgesinnte im Raum PLZ676... Intresse an realen Treffen, Spielen, Interessensaustausch, etc. ...Bei Interesse bitte PN.
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Drachenlord
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten - erste Schritte [Petplay] Datum:25.12.16 10:30 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo liebe Leserschaft,

Um Euch die Weihnachtszeit angenehmer zu gestallten eine kleine Fortsetzung des Berichts von Rosengarten.
So langsam wird es ernst und Schlachtross muss mit dem Training beginnen.

Viele Grüße und einen guten Rutsch,
Schlachtross

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Ich war noch nicht wirklich wach und ich hatte in dieser Nacht auch nicht wirklich gut geschlafen. Lange hatte ich mich von einer Seite auf die Andere gewälzt, da mir jeder Muskel und alle Gelenke weht taten. Deswegen war ich nicht wirklich froh darüber, dass jemand schon so früh am Morgen in meiner Box herumrumorte.
Ich war mir sicher, dass ich bald einen Tritt abbekommen würde, weil ich nicht sofort aufstand, aber dieser blieb aus was mich verwunderte. Neugierig öffnete ich die Augen und sah Markus, der gerade dabei war meine Futterraufe zu füllen und den Tränkeeimer reinigte.

Als er sah, dass ich wach war sagte er freundlich: „Los hoch, du müder Gaul. Es gibt Futter!“

Ich rappelte mich schnell auf und stellte mich, nachdem ich das Stroh abgeschüttelt hatte vor die Raufe. Obwohl meine Vorderhände nicht gefesselt waren fraß ich nach Pferdeart. Ich beugte mich über die Raufe und nahm die Futterstücke mit den Lippen auf bevor ich sie mir ins Maul beförderte und zerkaute. Es gab eine Mischung aus Apfelstücken, Rüben und seltsamen grünen Pellets die verdächtig nach Gras oder besser gesagt Heu rochen und schmeckten. Ich wurde den Verdacht nicht los, dass es sich dabei tatsächlich um Graspellets für Pferde handelte. Trotzdem fraß ich die nicht allzu große Portion bis zum letzten Rest und soff dann noch etwas Wasser.

Markus hatte mittlerweile seinen Rundgang im Stall beendet und kam zu mir zurück. Er legte mir mein Halfter an, verzichtete aber darauf mich aufzutrensen. Dann zog er mich in die Stallgasse und von dort zum Waschraum. Nach der Morgentoilette wurde ich mit kaltem Wasser abgespritzt und eingeseift. Dann wurde der Schaum wieder mit kaltem Wasser abgewaschen. Es viel mir sehr schwer meine Vorderhufe auf dem Rücken zu halten, wie Markus befohlen hatte, da ich mich vor dem kalten Wasser schützen wollte. Kaltes Wasser am Morgen war einfach nichts für mich.

Als er endlich fertig war und ich wie eine begossene Maus vor ihm stand rieb er mich trocken und begann dann mich zu striegeln.
Zunächst sehr vorsichtig, später aber immer kräftiger rieb er mit einer Striegelbürste über meine Vorder- und Hinterhände und meinen Torso. Langsam und gleichmäßig glitt die feste aber dennoch nicht kratzende Bürste über meine Haut. Die ersten Striche schmerzten immer ein wenig, doch nach kurzer Zeit schien die Bürste Wunder zu wirken. Ich genoss wie sich meine Muskeln unter seinen Berührungen lockerten.

Zusätzlich betastete er jedes meiner Gelenke und kontrollierte ob ich irgendwelche Schmerzen oder Einschränkungen hatte und obwohl ich am Vortag regelrecht in Stücke gerissen worden war, hatte ich keine übermäßigen Schmerzen. Ich war noch etwas steif, doch es fühlte sich so an, als würde sich das im Laufe des Tages geben.

Da Markus während der ganzen Prozedur in einem sonoren Singsang irgendetwas Unverständliches vor sich hinmurmelte fiel es mir leicht mich als Pferd zu fühlen. Zunächst versuchte ich krampfhaft zu verstehen was er mir sagen wollte, doch sobald ich nicht mehr nach einem Sinn in seinem Gemurmel suchte konnte ich loslassen. Mein Gehirn schaltete in den Pferde-Modus und ich wurde ruhiger und entspannte mich. Ab jetzt war Markus für mich verantwortlich und ich würde machen was er von mir verlangte.

Als er fertig war, lies er mich allein in der Stallgasse stehen und kam kurz darauf mit meinem Geschirr wieder. Vorsichtig legte er mir das Lederzeug über die Schultern und schloss den Hüftriemen. Jetzt wurden meine Hände in die Hufhandschuhe gesteckt und mittels eines Karabiners am Hüftriemen befestigt. Als er mir meine Trense eingesetzt hatte, lies er mich kurz antraben und ich musste einige Runden in der Stallgasse drehen. Dann stellte er mein Geschirr nach und wiederholte den Vorgang.

Endlich schien er zufrieden und zog mich hinter sich her aus dem Stall. Allerdings gingen wir nicht durch das große Eingangstor sondern er verlies den Stall durch eine kleinere Tür in der Längswand. Ich folgte ihm brav, doch fühlte es sich für mich seltsam an. Ich war Pferd, daran bestand kein Zweifel, doch mir fehlten einige Dinge: Die Enge meines Latexfells, mein Kopf mit seinem charakteristischen, eingeschränkten Sichtfeld und meine Hufstiefel. Die schweren Dinger machten das Laufen nicht einfacher, doch gehörten sie irgendwie dazu. Um nicht einfach stumpf hinter Markus herzulatschen achtete ich darauf nur auf den Fußballen zu laufen. Ich bildete mir ein dass ich so ´richtiger´ aussah.

Die Tür führte direkt hinaus auf das Trainingsgelände. Links lag eine Weide oder besser gesagt eine Art großer Auslauf während rechts ein Dressurviereck eingerichtet war. Wir gingen einige Meter weiter bis zu einem Round Pen. Markus öffnete den Elektrozaun und schob mich hindurch.

Er ging hinter mir selbst hinein und sagte: „So, Schlachtross. Zeig mal was du kannst!“ Er hob die lange Gerte und bewegte sie auf mich zu. Ich setzte mich in Bewegung und schritt immer am Zaun entlang im Kreis. Die ersten Runden lies er mich einfach im Schritt gehen, dann zog er das Tempo ein wenig an, so dass ich in einen leichten Trab fallen musste um vor der Gerte zu bleiben. Mein Atem ging schneller und bald stand mir der Schweiß auf der Stirn.

Mit einem ruhigen „Ho“ brachte Markus mich zum stehen und ging auf mich zu.
Er streichelte mich und sagte sanft: „Braves Schlachtross. Das sah gut aus.“ Ich drehte den Kopf zu ihm und schnaubte. Er sagte wieder: „Brav!“ Jetzt legte er zwei Finger an meinen Hals um meinen Puls zu prüfen. Ich schaute ihn fragend an, doch er murmelte nur: „Alles in Ordnung, Schlachtross. Alles gut!“

Er ging an den Rand des Round Pen und nahm sich eine weitere lange Reitpeitsche. Diese hielt er jetzt vor mich und trieb mich wieder mit der anderen Gerte an.
Jetzt sollte ich ganz konzentriert im Schritt gehen. Ich hatte die Beine so weit zu heben, dass die Knie die Reitpeitsche berührten. Wenn ich das nicht tat, schlug er mir leicht von hinten mit der Gerte gegen den entsprechenden Oberschenkel. Auch achtete er darauf, dass mein Oberkörper gerade blieb. Nahm ich die Schultern nicht weit genug zurück oder hielt ich mich nicht aufrecht korrigierte er mit der Gerte.

Nach einigen Runden spürte ich wie sich mein Rücken verkrampfte und ich wurde nachlässig was das Berühren der Reitpeitsche anging. Erst kamen wieder nur die leichten Hinweise mir der Gerte die Beine weiter zu heben, doch als ich nicht reagierte schlug er kommentarlos zwei Mal kräftig auf mein Hinterteil. Schnell konzentrierte ich mich wieder und hob brav die Hufe.

Nach einer weiteren Runde schnalzte er plötzlich mit der Zunge und die Reitpeitsche entfernte sich von mir. Kurz wusste ich nicht was er von mir wollte doch als er mit der Gerte über meinem Kopf knallte wusste ich, dass ich lostraben sollte. Ich wechselte vom Schritt in den Trab und spürte schnell wie sich meine Muskeln entspannten. Doch auch hier wurden meine Bewegungen schon nach kurzer Zeit wieder mit der Gerte korrigiert. Immer erst als leichte Berührung, nicht viel mehr als ein Hinweis, dass etwas nicht so war wie es sein sollte, doch wenn ich nicht reagierte biss sie kurz darauf schmerzhaft zu.

Ich konnte nicht sagen wie lange wir so miteinander gearbeitet hatten, doch irgendwann lies er mich mit einem letzten „Ho, und steh!“ halten und ging wieder zu mir. Während er mir über den schweißnassen Rücken rieb hakte er einen Führzügel in meine Trense und sagte beruhigend: „Sehr fein gemacht. Braves Schlachtross!“
Ich sah ihn an und schnaubte anerkennend um ihm zu zeigen, dass auch ich mit ihm zufrieden war. Er lächelte nur und zog mich hinter sich her.

Als wir den Round Pen verliesen sah ich dass die Rittmeisterin am Rand stand. Sie war mir die ganze Zeit nicht aufgefallen, doch es schien als hätte sie uns schon länger beobachtet. Ich versuchte aus ihrem Gesichtsausdruck herauszufinden ob ihr das was ich abgeliefert hatte gefallen hatte oder nicht, doch ihr Gesicht verriet mir nichts.

Markus führte mich jetzt auf die kleine Weide und nahm mir die Trense ab. Dankbar lies ich mir das Gebiss entfernen und bewegte meine Kiefer um die Muskeln wieder geschmeidig zu machen. Dann gab er mir einen Klapps auf den Hintern und ich nahm das als Aufforderung mich ein wenig frei zu bewegen. Ich lief los und erkundete die Weide.

Sie war nicht sehr groß. Schon nach wenigen Minuten erreichte ich den Zaun auf der anderen Seite. Dort war eine Tränke. Über dem Trog für die echten, vierbeinigen Pferde hing eine kleine, saubere Schüssel in die ständig ein wenig klares Wasser floss, was dann über den Rand in die große Tränke lief. Ich hielt meinen Kopf in die Schüssel und soff das Wasser mit Genuss. Als ich keinen Durst mehr hatte beugte ich mich herunter um meine Mähne mit dem Wasser zu benetzten um mich ein wenig abzukühlen. Kaum war ich richtig nass hob ich den Kopf wieder und schüttelte mich, dass die Tropfen nur so stoben.

Langsam schritt ich jetzt auf die große Eiche zu, die mitten auf der Weide stand und wollte mich ein wenig in ihren Schatten legen. Doch als ich an dem Baum angekommen war, sah ich dass die Rittmeisterin bei Markus stand und offensichtlich etwas mit ihm besprach.
Neugierig geworden lief ich auf die beiden zu. Doch noch bevor ich sie erreichte sah mich die Rittmeisterin an und verstummte. Ich stutzte kurz, doch irgendwie war es klar, dass sie mir als Pferd nicht erklären würde was sie vorhatte.

Markus drehte sich zu mir um und sagte: „Schlachtross, du bist ja ganz nass! Hast du Hunger, mein Großer?“

Ich wieherte und nickte mit dem Kopf.

„Komm ich gebe dir was zum Fressen und dann machen wir weiter“, sage er fröhlich. Ich bekam meine Trense wieder eingesetzt und er hakte den Führzügel ein um mich zurück in den Stall zu leiten.
Im Stall wurde ich gefüttert und er sagte, während er meine Mähne kraulte: „Friss ordentlich. Heute Nachmittag geht es auf die Rennbahn, da brauchst du Kraft um zu zeigen was für ein tolles Rennpferd du bist!“ Ich drehte den Kopf und wieherte voller Vorfreude.

Nach der Fütterung brachte er mich zurück in meine Box wo ich mich ausruhen und verdauen konnte.


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Drachenlord
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten - erste Einschätzung Datum:01.01.17 19:25 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo liebe Leserschaft,

Zunächst wünsche ich Euch allen ein frohes neues Jahr 2017. Ich hoffe Ihr seit alle gut reingerutscht .
Auch auf Rosengarten geht es weiter, doch zeigen sich Unterschiede in der Bewertung dessen was Schlachtross abgeliefert hat...

Viele Grüße,
Drachenlord

Markus ging aus dem Stall direkt in sein Büro. Dort wartete die Rittmeisterin schon auf ihn. Noch bevor er sich einen Kaffee einschenkte fragte er sie: „Und? Was hälst du von ihm?“

„Sag du es mir“, kam die postwendende Antwort.

„Hm. Er hat eine gute Kondition und Muskelspannung. Reagiert gut auf die Gerte und hat generell eine saubere Technik. Und das wichtigste ist, er willig ist mit mir zu arbeiten. Ich bin, nach dieser kurzen Einheit, recht zufrieden“, sagte Markus.

„Schön, dass du zufrieden bist, ich bin es nämlich nicht!“, antwortete die Rittmeisterin sauer. „Was er gezeigt hat war in Ordnung. Für das was ich von einem Einstellpferd gewöhnt bin sogar gut bis richtig gut. Aber wir reden hier von einem ausgebildeten Rennpferd. Dafür hat es mir nicht gefallen.
Du hast recht, er hat eine gute Muskelspannung. Fast zwei Stunden nur auf den Fußballen zu laufen erfordert schon etwas Übung. Aber seine Konzentration ist mir zu schwach. Er hat alle paar Minuten den Fokus verloren und angefangen zu träumen. Wenn du ihn mit der Gerte motiviert hat war er sofort wieder da. Aber ich finde einem Pferd dieser Kategorie darf das nicht passieren!
Ansonsten ist seine Technik gut, sein Gang ist soweit auch rund und in Ordnung. Im Gegensatz zur Baronin könnte ich ihn mir auch als Dressurpferd vorstellen.
Und dass er willig ist, ist eine Selbstverständlichkeit!
Doch was mich wirklich stört ist seine Fokussierung. Daran müssen wir unbedingt arbeiten. Er muss sich viel mehr auf seinen Jockey konzentrieren und auf seine Befehle achtgeben statt immer seinen Kopf durchzusetzen oder mit seinen Gedanken in den Wolken zu sein.
Das Ziel muss sein, dass er instinktiv auf seinen Jockey achtet. Wenn er das hinbekommt wird er leistungsmäßig noch mal einen Sprung nach vorn machen!“

„Stimmt. So gesehen hast du Recht! Er hat die Gerte regelmäßig nicht nur zur Nachjustierung seiner Haltung gebraucht. Ich musste ihn schon regelmäßig daran erinnern dass wir trainieren“, stellte Markus nüchtern fest.
„Wie wollen wir sein Training ausrichten, dass die Fokussierung besser wird?“, fragte er seine Vorgesetzte.

„Ich bin mir noch nicht sicher. Ich würde es gern vermeiden ihn zu schinden um seinen Willen durch Erschöpfung zu brechen und ihn so dazu zu bringen rein instinktiv zu agieren. Am besten wird es sein regelmäßig Bodenarbeit mit ihm zu machen. Ich denke er ist klug und willig genug um zu verstehen was wir von ihm wollen.
Auch solltest du ihm regelmäßig Scheuklappen anlegen, damit er nicht so leicht abgelenkt wird. Wenn er einmal wieder gelernt hat sich auf seinen Trainer zu konzentrieren werden wir mit zusätzlichen Schwierigkeiten arbeiten um ihm das Training zu erschweren. Ich denke da an Glöckchen und akustische Ablenkungen, strenge Schirrung und im Extremfall Dinge wie einen Zungenstrecker oder Analstimulatoren.“

„Na ja, las bitte mal die Kirche im Dorf“, wandte Markus ein. „Ich glaube dass wir ihn auch so hinbekommen. Solche Trainingsmethoden lehne ich ab.“

„Du kennst ja den alten Spruch: Hartes Training, leichter Wettkampf. Wenn das Pferd es im Training gewöhnt ist ständig mit seinem Brechreiz und dem Drang abzuäppeln zu kämpfen, kommt ihm die gleiche Übung im Wettkampf fiel leichter vor. Und wenn du schon solche passiven Erschwernisse ablehnst, was hälst du dann von Miras aktiv erschwertem Training?“

„Ja, ich weiß. Zum Glück ist die Dressur ja mehr dein Steckenpferd. Mich interessiert vielmehr wie er sich heute Nachmittag auf der Rennbahn schlägt“, sagte Markus etwas eingeschnappt. „Und was Mira angeht, das ist Tierquälerei und nichts anderes!“

„Aber heute nur Techniktraining, also Zügelhilfen, Agilität und ähnliches. Du darfst ihn nicht zu sehr scheuchen, er muss später nämlich noch das Belastungs-EKG über sich ergehen lassen“, wandte die Rittmeisterin ein.

„Oh ja stimmt. Das hätte ich fast vergessen,“ sagte Markus beschämt. Er griff in seine Hosentasche und holte ein kleines Notizbuch heraus und begann darin zu blättern. „Mist! Ich kann später gar nicht mit Schlachtross auf die Rennbahn. Ich habe noch zwei Einsteller mit denen ich Bodenarbeit machen muss“, sagte der Pferdetrainer und sah dabei so aus als hielte sich seine Lust mit diesen beiden Pferden zu arbeiten sehr in Grenzen.

„Ok, dann gehe ich mit Schlachtross raus auf die Rennbahn. Schaue du zu, dass du die Kundschaft beschäftigst!“

Markus war schon fast zur Tür raus und im gehen meinte er: „Ja, ja... Ich muss los. Der eine Einsteller braucht noch ein Latexfell und ich hoffe wir haben eines in XXXL da.“

„Du wirst schon eine passende Pelle für ihn finden“, sagte die Rittmeisterin amüsiert. „Ansonsten hilft kräftig ziehen. Latex ist schließlich sehr dehnbar!“

Ein geknurrtes „Spaßvogel“ war das einzige was von Markus noch zu hören war, bevor die Tür hinter ihm ins Schloss fiel.

Die Rittmeisterin setzte sich an ihren Rechner und begann einen Trainingsplan für Schlachtross auszuarbeiten.
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Blackrubberhorse
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten Datum:01.01.17 20:03 IP: gespeichert Moderator melden


Sehr schön geschrieben- ich bin neugierig, wie es weitergeht...
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Pony93
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten Datum:01.01.17 23:09 IP: gespeichert Moderator melden


Hui, es geht weiter, supi. Bin ebenfalls gespannt wie´s weitergeht...Die Rittmeisterin war ja bei seiner Ankunft recht schroff zu ihm, ob Schlachtross es ihr noch übel nimmt?

Ich freue mich schon auf eine Fortsetzung...

MilkyWay
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Drachenlord
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten - Stillgestanden [Petplay] Datum:22.01.17 16:43 IP: gespeichert Moderator melden


1.Woche – 2.Tag – Stillgestanden!

Ich schreckte auf und wusste zunächst nicht wo ich war. Dann versuchte ich mich zu strecken, doch meine Arme waren fest mit meiner Hüfte verbunden.
„Verdammt warum bin ich in der Box eingeschirrt?“, fragte ich mich kurz. Doch dann wurde mir klar, dass ich ja nicht auf Beas Hof sondern auf Rosengarten war, wo andere Regeln galten. Ich seufzte und rappelte mich mühsam auf.
Das Wasser im Tränkeeimer war pisswarm und schal. Ein Umstand der nicht zu einer besseren Laune meinerseits beitrug, genau wie das Grummeln in meinem Bauch. Ich wurde den Verdacht nicht los, dass daran diese komischen Graspellets schuld waren.

Zum Glück war die obere Hälfte der Boxentür offen und ich konnte auf die Stallgasse sehen. Ich schätzte, dass es später Vormittag war und es waren kaum Pferde im Stall. Niemand nahm Notiz von mir und ich konnte ein wenig vor mich hin träumen.

Plötzlich kam jemand die Stallgasse entlang. Ich schaute auf und erkannte Markus. Freudig wieherte ich ihm zu und er schaute zu mir.
Er kam direkt auf mich zu und während er meine Mähne kraulte sagte er: „Na Schlachtross. Wieder fit?“

Ich nickte und wieherte freudig als Antwort.

Markus setzte mir meine Trense wieder ein und sagte dann: „Ich kann heute Nachmittag leider nicht mit dir arbeiten, aber die Rittmeisterin wird eine Ausfahrt mit dir machen. Zeige dich von deiner besten Seite, denn du weißt ja, dass sie streng ist. Wenn du einen guten Eindruck hinterlässt bekommst du heute Abend auch Leckerlis!“

Ich schnaubte und zeigte ihm so, dass ich ihn verstanden hatte.

Markus kraulte mir, zum Abschied, noch einmal meine Mähne und sagte: „Jens kommt gleich und schirrt dich an. Wie gesagt, streng dich an und mache deiner Jockey keine Schande!“
Er ging in Richtung Sattelkammer und ich sah ihm nach.

„Jetzt hat er mir zweimal gesagt, dass ich mich anstrengen soll. Anscheinend war das was ich heute morgen gezeigt habe nicht wirklich das, was er sehen wollte“, dachte ich mir und nahm mir vor später alles so perfekt wie möglich zu machen.

Nach kurzer Zeit sah ich Markus mit einem Bündel Latexkleidung über dem Arm aus der Sattelkammer kommen und durch eine Seitentür den Stall verlassen. Dann war ich wieder allein.
Schnell wurde mir langweilig und ich rekapitulierte alles, was ich über das richtige Verhalten als Pferd jemals gelernt hatte.

Irgendwann kam jemand zu mir, den ich nur flüchtig kannte. Es war der mittelprächtig freundliche Pferdeknecht, der wohl Jens hieß. Wortlos nahm er mich am Halfter und führte mich aus dem Stall. Vor dem Tor band er mich an einen Pfosten und ließ mich stehen. Bald hörte ich das typische Geräusch von Rädern auf Pflaster und drehte mich um. Jens zog ein einfaches Trainingssulky hinter sich her und stellte es neben mich. Dann machte er mich los und schirrte mich an das Gefährt. Er arbeitete schnell und ordentlich, aber dennoch irgendwie mechanisch und ohne jede Leidenschaft.
Als ich fertig angeschirrt war legte er die Bremse ein und ging wortlos.

„Kein Kraulen, kein nettes Wort, von einem Leckerli nicht zu reden. Was für ein Stoffel!“, dachte ich mir.
Ich lehnte mich ein wenig nach vorn um einen Teil meines Gewichts über die Zugketten abzuleiten und wartete. Normalerweise würde ich jetzt in Tagträumen versinken und mich meines Pferdelebens freuen, doch hier wagte ich es nicht. Ich versuchte fokussiert zu bleiben und achtete auf meine Umgebung.
Doch die Zeit floss wie Honig und es wurde immer schwerer für mich, mit meinen Gedanken nicht abzuschweifen.

Die Rittmeisterin atmete tief durch. Vor ihr stand der neue Hengst. Er war schon fest in ein Trainingssulky geschirrt und wartete offensichtlich auf sie. Sie unterdrückte den Impuls sofort aufzusteigen und beobachtete das Tier.

„Mal sehen ob er wirklich gut ausgebildet ist und Geduld hat“, sagte sie sich während sie ihn genau studierte.
Er hatte sich leicht nach vorne gelehnt und hielt die Ketten unter Spannung. Gleichzeitig hatte er eine Hinterhand aufgestellt, um den Druck von seinem Huf zu nehmen. Ansonsten zeigte sein Körper eine gewisse Grundspannung, die auf eine erhöhte Aufmerksamkeit schließen ließ.

„Das schaut soweit ganz gut aus“, dachte sie sich und ging einige Schritte auf ihn zu. Ihre Stiefel klackten über das Kopfsteinpflaster des Hofes. Sie sah wie sich sein Körper aufrichtete und er den Rücken straffte. Anscheinend erwartete er, dass sie gleich auf den Sulky aufsteigen würde.
Sein Kopf ruckte kurz herum, doch innerhalb eines Lidschlags hatte er sich wieder gefangen und blickte stur geradeaus.

Sie verhielt sich ruhig. Ließ ihn nicht merken ob sie noch da war oder ob sie ihn wieder allein gelassen hatte. Sie liebte dieses Spiel, denn so konnte sie die Selbstbeherrschung ihres neuen Tieres am einfachsten testen.

„Na komm schon, dreh den Kopf und schau dich nach mir um. Tu mir den Gefallen“, sagte sie sich.
Doch er blieb ruhig. Seine Muskeln entspannten sich wieder etwas, aber er war noch immer aufmerksam.

„Verdammt noch mal, wo ist sie?“, dachte ich mir. Ich hatte ihre Schritte auf dem Pflaster gehört und war fest davon ausgegangen, dass sie innerhalb von Sekunden auf den Sulky steigen würde. Doch nichts war geschehen. Ihre Schritte waren verklungen und sie war offensichtlich noch nicht auf dem Sulky.

Ich kämpfte gegen den Impuls den Kopf zu drehen um nach ihr zu sehen.
„Ein gutes Pferd hat ruhig zu warten!“, das war eine der ersten Lektionen die mir Ralf, mein erster Jockey eingebläut hatte. Also wartete ich. Aktiv entspannte ich meine Muskeln und zwang mich dazu tief und gleichmäßig zu atmen. Gleichzeitig strengte ich meine Ohren an und versuchte noch das kleinste Geräusch aufzunehmen. Doch das einzige was ich hörte waren Vögel und die Geräusche des Gestütbetriebs.

Die Zeit schien nicht zu vergehen. Ich verlagerte mein Gewicht von der einen Hinterhand auf die andere und lehnte mich in die Ketten. So schonte ich meine Rückenmuskulatur und verkrampfte nicht so schnell.
Mein Atem ging jetzt wieder tief und gleichmäßig, doch ich verbot meinem Geist den Fokus zu verlieren.
„Irgendwo ist sie und beobachtet mich“, dachte ich mir und war mir sicher, dass das eine Prüfung war.
Wenn ich mich gehen ließ wäre dies gleich ein schlechter Eindruck vor der Rittmeisterin.

Plötzlich fühlte ich eine Hand im Nacken. Von einem Augenblick zum nächsten versteifte sich mein Körper und mein Herz schlug schneller. Doch auch jetzt zwang ich mich dazu stur geradeaus zu blicken.
„Halt dich ruhig!“, sagte ich zu mir selbst. „Ein Pferd hat Berührungen ohne Regung hinzunehmen!“
Wieder kam mir einer dieser Lehrsätze aus der Frühzeit meines Pferdedaseins in den Sinn. Auch wenn ich heute ganz anders darüber dachte, war ich mir sicher, dass die Rittmeisterin jemand war, der auf solche Dinge Wert legte.

Die Hand begann mich zu streicheln. Langsam fuhr sie über meine Mähne, meinen Hals und meinen Nacken. Doch noch immer wagte ich es nicht den Kopf zu drehen.
Sie wanderte weiter über meinen Rücken, erkundete meine Flanken und meine Kruppe.
Ein leichter Klaps auf meine Hinterbacken ließ mich meine Muskeln noch stärker anspannen, doch ein freundliches: „Braves Pony, so ein feines, braves Schlachtross!“ brachte mich dazu wieder ein wenig zu entspannen.

Ihre Berührung ließ ihn verkrampfen, doch er zuckte sich nicht.
„Anscheinend ist er besser ausgebildet, als es zunächst den Anschein gehabt hatte. 1:0 für das Pferd“, dachte sich die Rittmeisterin. Auch ihre tastende Hand ließ er stoisch über sich ergehen, wobei sie an seinen harten Muskeln spürte, dass ihm ihre Berührung nicht Recht war.
Als sie ihm einen leichten Klaps gab, war es als würde ein Blitz durch seinen Körper fahren und sie entschied sich dazu mit einem verbalen Lob die Spannung aus der Situation zu nehmen.
Sofort war er wieder ruhiger und sie spürte, an seiner Halsschlagader, dass sich sein Puls normalisierte.

„Ganz schön nervös unser neuer Hengst!“, dachte sie sich. „Doch er hat sich unter Kontrolle, das ist gut!“ Wenn sie daran dachte in welchem Zustand und auf welchem Ausbildungsniveau die Einsteller hier meistens antraten, war das eine sehr positive Abweichung von der Norm.

Sie stellte sich jetzt neben ihn, doch achtete sie darauf nicht in sein Blickfeld zu kommen. Dann sagte sie: „Huf!“ und klopfte leicht gegen sein rechtes Sprunggelenk. Sofort verlagerte der Hengst sein Gewicht und hob brav den Huf.
Er hatte noch keine Hufstiefel und so reckte er ihr seinen bloßen Huf entgegen. Sie untersuchte die Sohle genau und erkannte, dass er wohl oft ohne Eisen oder Hufstiefel unterwegs war. Die Haut war hart und ledrig und das ganze Fußgewölbe fest und gut bemuskelt.
Ein Blick zur Seite zeigte ihr, dass der Hengst aktuell sein ganzes Gewicht auf dem Ballen des linken Hufes balancierte. Da er sich weiter in die Ketten des Sulkys lehnte blieb er dennoch ruhig und seine Haltung machte einen stabilen Eindruck.

„Respekt!“, war das einzige was ihr dazu einfiel.

Sie nahm seinen rechten Huf jetzt in beide Hände und bog den Vorderhuf zurück. Geschmeidig ließ sich der Huf bewegen, bis die Sohle senkrecht zum Unterschenkel stand und es war sogar möglich ihn weiter zu strecken ohne das das Pferd eine Reaktion zeigte.
Ein gekonnter Druck auf die Achillessehne zeigte ihr, dass sie gesund und nicht entzündet war.
„Seine Jockey scheint viel Arbeit darauf zu verwenden ihn fit und gesund zu halten“, dachte sie sich und freute sich mittlerweile sehr darauf mit diesem Pferd zu arbeiten.

Sie ließ den Huf los und trat in sein Sichtfeld.
Während sie sein Halfter ergriff schaute sie ihm in die Augen und er erwiderte ihren Blick auf Augenhöhe. Sie streichelte ihm, mit der freien Hand, über die Stirn und fragte leise: „Du bist ein braves Pferd. Wollen wir eine Ausfahrt machen?“

Der Hengst nickte energisch und wieherte freudig.

Die Rittmeisterin ließ das Halfter los und stieg auf den Sulky. Als sie ihre Sitzposition gefunden hatte nahm sie die Zügel kurz.
Kaum ließ sie die Zügel ein wenig locker zog der Hengst an obwohl sie ihn noch nicht einmal mit der Peitsche berührt hatte, geschweige denn, dass sie ein verbales Kommando gegeben hatte.

„Sauber! Du kannst doch, wenn du nur willst!“, dachte sie sich.


Endlich saß die Rittmeisterin auf dem Bock! Die Spannung war für mich fast unerträglich geworden. Als sie dann noch meinen Huf untersuchte musste ich alle Geschicklichkeit aufwenden um sauber stehen zu bleiben.

Wie oft hatte ich das üben müssen, bis meine Körperbeherrschung gut genug war um auf einem Bein zu stehen ohne mich an meinen Jockey anzulehnen. Wenn ich mich während der Ausbildung anlehnte, trat mein Jockey immer zur Seite, hielt meinen Huf aber fest, so dass ich sicher fiel. Noch während ich versuchte mich dann wieder aufzurichten gab er mir kommentarlos zwei, drei Hiebe mit der Gerte und die Übung begann von neuem. So lange bis ich gelernt hatte frei zu stehen.

Jetzt hielt ich die Trense fest im Maul. Ich konnte ja nicht wissen wie sie das Signal zum Losfahren geben würde. Akustisches Signal? Berührung mit der Gerte? Zügelhilfe?
Sie spannte die Zügel an.
„Ok, also über die Zügel!“, dachte ich mir und senkte leicht den Kopf.
Ich konzentrierte mich auf die Spannung der Zügel, die von meiner Trense in mein Maul übertragen wurde. Wieder passierte minutenlang nichts. Ich war mir schon nicht mehr sicher, ob ich vielleicht das Startsignal übersehen hatte, doch plötzlich ließ der Zug an meinen Zähnen nach. Ich stemmte eine Hinterhand in den Boden und zog ruckfrei an.
Leicht und schnell kam der Sulky auf dem Pflaster ins Rollen und mittels leichter aber dennoch sauberer und eindeutiger Zügelhilfen ließ mich die Rittmeisterin wenden und ich ging im Schritt aus dem Gestüt hinaus in Richtung eines großen, freien Areals.

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Drachenlord am 22.01.17 um 16:44 geändert
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Drachenlord
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten - Geprüft [Petplay] Datum:05.02.17 17:43 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo zusammen,

Einer neuer Teil der Geschichte. Schlachtross wird von der Rittmeisterin auf Herz und Nieren geprüft, ob er tatsächlich das Zeug zu einem guten Rennpferd hat.

Grüße,
Drachenlord

Als wir über einen Seitenweg auf die Bahn kamen hatte ich das Gefühl zu schrumpfen, so gewaltig schien mir die Strecke im Gegensatz zu meiner Größe.
Die Laufbahn war perfekt eben und die Luft flimmerte über dem feinen Kies. In einiger Entfernung konnte ich die Biegung zur Gegenrunde gerade noch so ausmachen. Die Fläche innerhalb der Rennbahn war mit Gras bewachsen, was aber maximal kniehoch war.
Das einzige woran sich das Auge festhalten konnte waren zwei Holztürme am Anfang um am Ende der Geraden und eine Tribüne, die ebenfalls aus Holz gezimmert war, rechts von uns.

„Ich bin schon einige Rennen gelaufen, aber auf so einer noblen Bahn war ich noch nie!“, dachte ich mir während ich langsam, im Schritt, an der Tribüne vorbeiging.

Nach einigen Metern zog die Rittmeisterin an den Zügeln und ich hielt. Sie sagte kein Wort, hielt aber die Spannung aufrecht.
Plötzlich ließ die gleichmäßige Spannung etwas nach, war aber noch deutlich fühlbar.

„Das soll wohl Schritt heißen“, dachte ich mir und ging langsam geradeaus. Irgendwann verringerte sich der Zug links weiter, während er rechts zunahm. Also schwenkte ich nach rechts. So ging das einige Zeit und wir schritten im Slalom über die Rennbahn.

Die Sonne stieg höher und ich kam langsam ins Schwitzen. Nicht wegen des Trainings sondern aufgrund der hohen Temperaturen und der ständigen Anspannung. Ich wollte ja auf keinen Fall einen Fehler machen!
Meine Kiefer verkrampften, da ich noch das leiseste Zügelsignal mitbekommen wollte. Tatsächlich wurde es immer schwerer ihre Zügelhilfen zu deuten, da sie immer feiner und mit weniger Kraft gegeben wurden. Manchmal war ich mir nicht sicher, ob das was ich gefühlt hatte auch wirklich ein Befehl war, oder ob ich es mir nur einbildete.

Aber trotz allem hielt die Rittmeisterin perfekt die Balance und arbeitete sehr konzentriert mit mir.
Nach zwei Runden im Schritt ließ sie mich, an der Tribüne wieder halten und ich konnte kurz verschnaufen.
Dann ließ der Zug der Zügel in meinem Maul wieder nach und ich schritt wieder los. Plötzlich war der Zug vollkommen weg und ich ließ mich in Trab fallen. Nach einigen Metern ließ sie die Zügel vollkommen frei und schlug eine Welle, so dass ich einen leichten Schlag auf meinen Schultern spürte. Ich beschleunigte weiter und begann zu galoppieren. Da die Bahn in einem perfekten Zustand war, war das sogar mit dem Sulky im Rücken möglich.
Doch während ich galoppierte sah ich, wie uns das Rund immer näher kam.
„Langsam sollte sie einlenken, sonst renne ich von der Bahn!“, dachte ich mir und versuchte verzweifelt ein Zügelsignal zu spüren, doch da war nichts.
Es waren vielleicht noch 50m bis wir auf der Wiese stünden und ich hatte immer noch keinen Befehl bekommen. Jetzt fühlte ich einen ganz leichten Zug nach links und schwenkte ein wenig ein. Es war zu wenig um auf der Bahn zu bleiben, doch würden wir jetzt erst im Scheitel des Bogens die Rennbahn verlassen. Doch wieder blieben die Zügelhilfen der Rittmeisterin aus.

„Verdammt, was macht die da hinten!“, dachte ich mir während mein Atem pfeifend durch meine Nüstern ging. Dieses Mal lenkte ich nicht ein und lief auf die Bahnbegrenzung zu. Sollte doch die Rittmeisterin schauen wie sie den Sulky auf der Bahn hielt.
Auf einmal spürte ich wieder einen gleichmäßigen Zug an meinem Gebiss und ich ließ mich in Trab fallen. Der Zug wurde stärker und ich fiel in Schritt. Plötzlich bekam ich auch ein Signal nach links zu wenden.
Sogar als ich wieder mitten auf der Bahn war, hielt das Signal an. Also wendete ich vollständig und ging in falscher Bahnrichtung zurück.

Vor der Tribüne ließ mich die Rittmeisterin ein weiteres Mal wenden und wir standen wieder richtig auf der Rennbahn.
Mittlerweile hatte ich Durst. Doch sie machte keine Anstalten mich zu tränken stattdessen ließ sie mich, schweigend wie schon während der ganzen Ausfahrt, antraben und der Sulky nahm wieder Geschwindigkeit auf.
Plötzlich bekam ich ein scharfes Steuersignal nach rechts, gefolgt von einem Signal nach links. Dann das Signal zum Galopp und kurz darauf wurde ich wieder eingebremst.

So ging es einige Zeit und ich kam immer mehr außer Atem, da ich keine Chance hatte einen Rhythmus zu finden.
Wo wir waren und wo wir hinwollten, war mir vollkommen unklar und das einzige was ich noch tat war ihre wirren Zügelhilfen irgendwie umzusetzen.

Zum Glück hörte das Gerupfe an meinem Gebiss irgendwann auf und ich durfte wieder in Schritt fallen. Nach einer halben Runde ließ sie die Zügel wieder locker und ich trabte an.
So ging es noch zwei Runden um die Rennbahn und die Zügelhilfen der Rittmeisterin kamen jetzt wieder perfekt und sauber, als wäre das eben nur ein epileptischer Anfall gewesen.

Nach diesen zwei Abschwitzrunden ging es kommentarlos zurück zum Stall, wo uns Jens schon erwartete. Er nahm mich am Halfter und die Rittmeisterin stieg ab.
Dann kam sie zu mir und streichelte mich. Sie klopfte mir auf die Schulter, sagte aber kein Wort.
Ich sah sie an, doch ihr Gesicht verriet mir nichts!
Dann drehte sie sich wortlos um und ging.

Jens spannte mich aus und führte mich in den Stall. Obwohl ich die Kühle hier genoss war ich total verunsichert.
„Hat ihr gefallen, was ich abgeliefert habe, oder habe ich die Prüfung total vergeigt?“, fragte ich mich.
Selbst als Jens mich in meine Box gebracht hatte und ich an meiner Futterration kaute kam ich aus dem Grübeln nicht heraus. In Gedanken ging ich das komplette Training durch und mir fielen immer mehr Stellen ein, an denen ich anders hätte handeln sollen.

Nachdem ich das bisschen Futter gefressen hatte ging ich in der Box auf und ab und fragte mich noch immer ob ich den Ansprüchen der Rittmeisterin genügt hatte.
Selbst als ich mich ins Stroh legte fand ich nicht wirklich Ruhe und konnte nicht abschalten.
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Blackrubberhorse
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Du hast alle Waffen die du brauchst- jetzt kämpfe!

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  RE: Abenteuer auf Rosengarten Datum:09.02.17 08:15 IP: gespeichert Moderator melden


Happy Birthday Schlachtross- heute vor einem Jahr hast du hier im Forum das Licht dieser Welt erblickt. Möge dir nie dein Wille gebrochen werden...
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Drachenlord
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten - Belastungs EKG [Petplay; BC] Datum:22.02.17 19:11 IP: gespeichert Moderator melden


1.Woche – 2.Tag – Belastungs-EKG

Aus meinem Grübeln war ein unruhiges Dösen geworden als die Boxentür aufgerissen wurde.
Jens blaffte mich sofort an: „Los hoch und abknien, du Gaul!“

Ich sprang auf und Sekunden später kniete ich brav vor dem Pferdeknecht. Er hakte mir einen Führzügel ein und zog mich mit dem Befehl: „Hoch!“ auf die Hufe.
Dann verließen wir den Stall und ich hielt mich knapp hinter ihm. Als er die Krankenstation ansteuerte wurde es mir mulmig und ich blieb weiter zurück. Als Jens merkte, dass sich meine Führleine spannte zog er kurz und kräftig daran, was bei mir als gefühlter Versuch mir die Zähne auszureißen ankam.

In der Krankenstation wurden wir von Natascha aufgenommen und sie hieß Jens ins Wartezimmer zu gehen. Dort ließ er mich abknien und ich machte mich auf eine langweilige Wartezeit gefasst.

Tatsächlich zog sich die Zeit wie Kaugummi und sehr bald taten mir die Knie weh. Doch jeder Versuch eine bequemere Position zu finden zurde von Jens mit einem rüden Zug an der Führleine beantwortet. Er schien regelrecht darauf zu warten mich wieder disziplinieren zu dürfen.

Endlich ging die Tür auf und Schwester Annika kam herein.
„Ah da ist unser Rennpferd ja“, sagte sie betont jovial und nahm Jens offensichtlich die Führleine ab. Jedenfalls änderte sich der Zug an meinem Gebiss. Ich selbst wagte es nicht aufzusehen, da ich Angst hatte, dass Jens wieder versuchen würde mir die Zähne auszureißen.
Annika baute sich vor mir auf und befahl mich auf die Hufe.

Sie führte mich in einen Raum in dem ein Laufband mit einem Computer stand. Offensichtlich war diese Maschine dafür gedacht Belastungs EKGs aufzunehmen.

„Ok, ich hätte euch auch die Daten von meiner letzten Messung beim Sportarzt geben können, ist noch nicht lange her“, dachte ich mir. Dann viel mir aber auf, dass dieses Laufband etwas anders war als jenes auf dem ich einmal im Jahr bei meinem Arzt antreten musste.
Bei ihm hing kein Stahlseil in Höhe des Bandes von der Decke und die Maske, die ich zur Bestimmung meines Sauerstoffumsatzes aufsetzen musste war auch bequemer und sah nicht so arg nach Gasmaske aus.
Die Schwester brachte jetzt ein einfaches Geschirr aus Stoff, was mehr ein Klettergurt oder eine Absturzsicherung war als ein echtes Geschirr. Schnell war ich darin eingeschirrt und sie befestigte meine Hände am Hüftgurt.

„So ist es bequemer für dich. Aber ihr Pferde könnt eure Maximalleistung ja auch abliefern wenn eure Hände auf dem Rücken sind, behauptet zumindest Baroness Mira!“ Sie lächelte hinterhältig während sie das sagte. Sie begann all die Kabel mit meinem Körper zu verbinden die es braucht um ein EKG aufzunehmen.
Als sie mir etwas in den Hintern schob war mir klar dass das hier anders als beim Arzt werden würde. „Das ist nur ein Thermometer, damit ich weiß wann du zu heiß wirst mein lieber Hengst!“, sagte sie kichernd.

„Aber mein Sensor...“, wandte ich gedankenverloren ein und war sofort ruhig als ich merkte, dass ich gegen das Sprechverbot verstoßen hatte.

„Sensor?“ fragte sie nach. Und als ich nichts antwortete, sagte sie: „Oh man, du darfst reden! Blödes Pferd, blödes.“

„In mir steckt oder steckte ein Sensor der meine Vitaldaten aufnimmt. Wahrscheinlich wurde der mit dem Einlauf aus mir rausgespült. Das ist ein ca. 5 cm langer und 2 cm dicker weißer Plastikzylinder“, sagte ich schnell und schwieg dann wieder schüchtern.

„Mir ist nichts aufgefallen, aber ich sage dem Putzsklaven bescheid und wenn er nichts findet darf er in der Güllegrube tauchen gehen...“, sage sie gleichgültig.
„Wenn wir den Sender finden bekommst du ihn später wieder rein, wenn du unbedingt willst.“
Sie hantierte weiter mit den Kabeln und fragte plötzlich neugierig: „Kommt dieser Sender oben oder unten rein?“

„Oben“, antwortete ich kurz angebunden.

Sie machte sich die Größe des Zylinders mit den Fingern klar und grinste hinterhältig.
Als sie endlich fertig war befestigte sie mein Geschirr an dem Stahlseil und ließ eine Winde anlaufen bis das Seil sich straffte. Dann trat sie in mein Blickfeld und begann mir den Apparat zu erklären: „Zum Belastungs EKG muss ich dir sicher nichts mehr sagen, das kennst du schon von deinem Arzt. Ich erkläre dir nur die Unterschiede, die wir hier anwenden.
Das EKG geht immer bis zum Versagen. Deswegen bist du auch mit dem Geschirr gesichert. Du kannst nicht fallen also mache dir darüber keine Gedanken und laufe einfach.
Ein Mensch ruft nur selten mehr als 80% seiner Maximalleistung ab, für den Rest bin ich zuständig. Glaube mir ich kenne die Tricks dich wirklich an dein Limit zu bringen und das ist genau der Punkt wo ich hin will.
Die Leine an deinem Rücken simuliert die Kutsche. Wenn du zurückfällst und der Zug geringer wird, wird das Licht vor dir rot. Wenn du nicht innerhalb von drei Sekunden den Zug wiederaufbaust passiert das.“
Sie drückte einen Knopf und wie aus dem Nichts schlug mich etwas hart auf die Seite des rechten Oberschenkels. Ich fuhr herum um den Übeltäter zu sehen doch das einzige was ich wahrnahm war ein senkrechter Stahlstab an dem waagerecht eine dünne Gerte befestigt war.

„Unser automatischer Jockey“, sagte sie amüsiert. „Der trainiert dich ganz vorzüglich und kennt auch keine sentimentalen Anwandlungen wie menschliche Trainer. Trotzdem variiert er die Härte der Schläge und den Ort an dem sie auftreffen, so dass du bald glaubst einen sehr übel gelaunten Jockey im Kreuz zu haben. Ihr Pferde legt ja immer viel Wert darauf, dass das Training möglichst unter Rennbedingungen stattfindet.“
Sie sagte es so belustigt und von ihrer Aussage überzeugt, dass ich mir sicher war, dass sie es wirklich glaubte.

Ich lasse dich jetzt allein und wenn die Lampe auf grün springt geht es los. Viel Spaß!“

„Viel Spaß!? Die haben hier ein anderes Verständnis von Spaß als ich“, dachte ich mir sarkastisch.

Zu guter Letzt setzte sie mir die Gasmaske auf und fragte mich ob ich gut Luft bekäme. Ich nickte und sie streichelte mir über meinen in Gummi verpackten Kopf. Dann verließ sie den Raum und ich war allein.


Augustine kam in den Kontrollraum in dem Schwester Annika schon dabei war Daten in den Computer einzugeben.
„Können wir anfangen, Schwester“, fragte ihre Vorgesetzte ungeduldig.

„Ja, Frau Doktor, ich habe nur auf Sie gewartet“, antwortete Annika pflichtschuldig.

„Dann mal los. Bringen Sie ihn auf Temperatur und dann wollen wir mal sehen was er kann!“, befahl die rothaarige Herrin der Krankenstation als sie sich auf einen Stuhl setzte.

Sofort startete Annika das Programm und die Anzeigen erwachten zum Leben.

„Fünf Minuten einlaufen und dann hoch“, kam der Befehl von hinten und Annika stellte die entsprechenden Werte ein.



Plötzlich riss mich das anlaufende Band aus meinen Tagträumen. Zunächst ging ich im Schritt, doch dann musste ich mich schnell in den Trab fallen lassen um mit dem Band mitzuhalten. Noch ging es locker dahin, doch ich wusste, das würde sich schnell ändern.
Bald waren meine Muskeln warm und ich schnaufte schon kräftig durch meine Atemmaske.
Da wurde das Band plötzlich schneller und noch bevor ich beschleunigen konnte wurde das Licht vor mir rot, begleitet von einem schrillen Warnton.
Ich zog sofort an und spürte wie der Zug an meiner Hüfte wieder stärker wurde. Das Licht wechselte auf grün und alles war gut.
Schritt für Schritt wurde das Band immer schneller und bald sprintete ich mit voller Kraft. Mein Atem ging keuchend durch die Maske und trotz des geringen Atemwiderstands hatte ich das Gefühl keine Luft zu bekommen. Da ertönte wieder der Alarmton und bevor ich mich versah klatschte die Stahlgerte des automatischen Jockeys auf meinen Oberschenkel. Ich stöhnte auf und beschleunigte wieder bis die Lampe grün wurde. Doch kaum hatte ich das geschafft wurde das Band abermals schneller und ich musste ein weiteres Mal beschleunigen. Ich hetzte dahin und mittlerweile glaubte ich man müsse meinen Herzschlag bis in den Kontrollraum hören, so pumpte es mir in der Brust.
Ich zwang mich so tief wie möglich zu atmen um genügend Luft in meine Lungen zu bekommen, da traft mich wieder ein Schlag. Ich versuchte die Lampe wieder dazu zu bringen auf Grün umzuschalten, doch es gelang mir erst nach dem vierten Schlag und auch dann nur für Sekunden. Ich war am Ende meiner Kräfte. „Wann hat das hier endlich ein Ende?“, fragte ich mich verzweifelt.



„Schaut gut aus, was er da abliefert!“, sagte Augustine anerkennend. Sie beugte sich über den Monitor und erklärte der, mittlerweile anwesenden Rittmeisterin die Werte.
„Der Typ ist ein echter Ausdauersportler. Wir sind jetzt bei über 350 Watt und er kann sich noch halten. Seine Herzfrequenz ist bei 180 Schlägen pro Minute aber das EKG Signal ist noch sauber. Seine Atemfrequenz ist mit 37 Zügen pro Minute nicht zu hoch, aber seine Körpertemperatur steigt stetig an.“

„Frau Doktor, meinen Sie nicht es wäre an der Zeit abzubrechen?“, fragte die Rittmeisterin besorgt.

„Ah ja. Schwester Annika, bringen sie ihn wieder auf 120 Puls dann Atemreduktion. Wenn wir schon dabei sind machen wir das heute auch gleich mit.“

„Jawohl Frau Doktor“, kam vom Bedienpult.

Während Augustine der Rittmeisterin die Feinheiten von Schlachtross´ EKG erklärte drosselte ihre Helferin langsam das Tempo.



Ich spürte wie das Band langsamer wurde und ich genoss es wieder zu Atem zu kommen. Zunächst wunderte ich mich, dass es nicht anhielt, doch dachte ich sie würden mich abschwitzen lassen.
Irgendwann fiel mir auf, dass das Atmen schwerer geworden war. Erst hatte ich gedacht, es läge an meiner Erschöpfung, doch mittlerweile war es ganz klar dass ich kräftiger ziehen musste um Luft aus der Maske zu bekommen.
Ich stellte meine Atmung auf langsame, tiefe Atemzüge um und trabte gemächlich weiter. Doch Schritt um Schritt wurde es immer härter Luft zu bekommen. Bald musste ich meinen Brustkorb aktiv mit dazu nehmen um überhaupt noch Luft ansaugen zu können. Dazu kam ein immer stärkeres Gefühl der Atemnot. Ich glaubte immer stärker nicht mehr genügend Luft zu bekommen.
Als ich mich deswegen nicht mehr auf das Laufen konzentrierte klatschten in schneller Folge mehrere Hiebe auf meine Oberschenkel und meinen Arsch.
Ich zog wieder an, doch tanzten mittlerweile Sterne vor meinen Augen. Ich keuchte und war kurz davor zu hyperventilieren. Doch wenn ich damit anfing würde ich sehr bald umfallen, dass wusste ich. Trotz des Gefühls zu Ersticken atmete ich so tief wie möglich. Aber es war nicht genug, was ich an meinen schnell schwerer werdenden Beinen merkte.
Panisch suchte ich nach einem Not-Aus Knopf doch ich fand nichts und so musste ich weiter traben. Mit aller Kraft konzentrierte ich mich auf das Atmen und darauf eine aufsteigende Panik zu unterdrücken. Wenn ich jetzt die Kontrolle verlor würde es bald dunkel werden.
Mit aller Kraft sog ich die kostbare Luft in meine Lunge, stoppte dann kurz um tief auszuatmen. Dann begann der Kampf um das lebenspendende Elixier von neuem. Alles in mir schrie danach mehr Luft zu bekommen, doch es ging nicht. Aus der Maske strömte nur ein ganz schwacher Luftstrom, der sich nicht verstärken lies egal wie fest ich sog.
Ein Stakkato an Hieben rissen mich aus meinem Delirium und ich stolperte, doch konnte ich mich gerade so noch abfangen.
Als die Sterne vor meinen Augen immer mehr wurden und ich das Gefühl hatte nur noch Sekunden laufen zu können geschah etwas unerwartetes. Plötzlich strömte wieder Luft in die Maske und ich konnte frei Atmen. Gleichzeitig wurde das Laufband langsamer. Gierig zog ich mir dieses lebenspendende Elixier in die Lungen. Ich widerstand der Versuchung in Schritt zu fallen und trabte locker weiter. Und bald kehrte auch meine Kraft zurück.


„Schön, mit wenig Luft kommt er auch zurecht“, sagte Augustine anerkennend. „Schwester Annika, tragen sie ihm Maskentauglichkeit ein.“
Zur Rittmeisterin gewandt sagte sie: „Den können Sie mit einer normalen Maske auf dem Kopf arbeiten lassen, der hält das aus! Für Masken mit stärkerer Atemreduktion muss ich noch weitere Tests vornehmen, aber für allgemeine Pferdemasken gebe ich ihn frei.“
Sie sah auf den Bildschirm auf dem das trabende Schlachtross zu sehen war und murmelte: „Der macht das nicht zum ersten Mal, aber da steckt noch mehr Potential drin, das nur darauf wartet gehoben zu werden!“
Die drei Frauen blickten jetzt auf den Bildschirm auf dem ein sich offensichtlich erholendes Schlachtross zu sehen war und nach einigen Minuten sagte die Rittmeisterin: „Gut. Ich denke wir sollten den Test hier abbrechen, oder gibt es noch etwas was wir testen müssten“

Augustine antwortete: „Nein! Schwester Annika, lassen Sie ihn fliegen!“



Ich hatte gerade meinen Rhythmus gefunden und trabte vor mich hin, als das Band plötzlich beschleunigte. In das schrillen des Alarm mischte sich schon das Pfeifen der Gerte und dieses verdammte Stahlding schlug schon wieder auf mir ein.
Ich sprintete wieder los. Doch egal wie sehr ich beschleunigte das Licht wurde nicht mehr grün. Während die Hiebe auf mich einprasselten rannte ich wie ein Irrer, doch plötzlich passierte es. Ich verlor mein Gleichgewicht und machte mich darauf gefasst auf das Laufband zu fallen. Doch ich spürte einen starken Zug in meinem Rücken und meine Beine berührten das Band nur noch leicht.
„Das Stahlseil! Das hatte ich komplett vergessen!“, schoss es mir durch den Kopf.

Das Laufband war zum Stillstand gekommen und ich hing immer noch über ihm, als Schwester Annika herein kam. Sie ließ mich herunter und als sie mir die Maske abgenommen hatte sagte sie: „So du hast es geschafft. Ruhe dich ein paar Minuten aus und trinke einige Schlucke Wasser, dann darfst du wieder raus. Wir sehen uns spätestens zur Leistungskontrolle in vier Wochen!“
Sie hielt mir eine Trinkflasche vor´s Maul und während sie mir das Wasser ins Maul spritzte lief es mir kalt den Rücken runter mir das in vier Wochen noch einmal antun zu müssen.

Bald hielt mich die Schwester wieder für soweit hergestellt, dass sie meinen Führzügel einhängte und mich aus dem Raum zog. Im Flur übergab sie mich an die Rittmeisterin und diese brachte mich schweigend in den Stall.
Auch dieses Mal war ich verwundert warum sie mir nicht sagte, ob ihr meine Leistung gefallen hatte oder nicht, aber ich war körperlich so fertig, dass ich mir keine Gedanken mehr darum machte.

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  RE: Abenteuer auf Rosengarten - Zugkrafttest [Petplay] Datum:09.04.17 20:51 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo zusammen,

Nach längerer Zeit geht es endlich weiter.
Für Schlachtross beginnt der Ernst des Lebens auf Rosengarten.

----

1. Woche – 3. Tag:
Zugkrafttest

Markus führte mich auf die Rennbahn. Ich schritt langsam hinter ihm her über den harten Sandboden während mir die Sonne bereits früh am morgen auf den Kopf brannte. Ich schüttelte mich ab und zu, denn mein Geschirr war sehr streng und unangenehm angelegt worden und ich versuchte die Riemen ein wenig besser an ihren Platz zu ruckeln. Auch meldete sich mein Magen, da ich nach dem Aufstehen nur wenig Futter bekommen hatte.

„Halt dich ruhig!“, fauchte er mich an.

Ich erstarrte sofort in der Bewegung, den so eine harte Ansprache war ich von ihm nicht gewöhnt.

Endlich kamen wir zum Ende der Bahn und er band mich an einen Pfosten. Dann ging er ein paar Schritte weiter und zog eine Plane von einem seltsamen Gefährt. Es war ein kleiner vierrädriger Wagen. Statt einer Ladefläche hatte er einen seltsamen Aufbau, der aussah wie ein großer Zylinder unter dem eine gebogene Stahlplatte hing die auf dem Boden auflag.

Er ging an einen Wasserhahn, griff sich den Schlauch der dort lag und verband ihn mit dem Zylinder. Dann drehte er den Hahn auf und der Zylinder schien sich mit Wasser zu füllen wobei sich die schwere Platte anhob. Als das Wasser oben aus einem kleinen Loch herausschoss stoppte er den Wasserfluss und schloss einen Hahn am Zylinder.

Nachdem er alles wieder aufgeräumt hatte kam er wieder zu mir und erklärte mir das Gerät: „Das ist das, von euch Pferden, wohl am meisten gehasste Teil hier auf dem Hof. Der Zugprüfer! Damit testen wir eure Zug- und Sprintkraft. Ich schirre dich jetzt davor und wenn ich ´Hü´ rufe gibst du Vollgas. Ich öffne dann den Hahn am Zylinder und wenn durch das geöffnete Ventil das Wasser ausläuft senkt sich die Platte. Sobald sie den Bode berührt wird es schwer für dich. Siehst du die rote Fahne da vorn? Bis dahin musst du den Zugprüfer ziehen. Je schneller du das hin bekommst desto weniger muss ich dich schlagen!“

Ich sah die Rennbahn entlang und tatsächlich war in mehr als 150 m Entfernung eine kleine rote Fahne. Ich sah zu dem Wagen und dann wieder zu der Fahne und mir schwante Böses.
„Das Ding ist sausschwer, es überhaupt in Bewegung zu bringen kostet viel Kraft und dann noch beschleunigen. Wenn die Platte erst mal satt auf dem Sand liegt ist es vorbei“, dachte ich mir.

Markus führte mich jetzt zum Zugprüfer, doch statt mit dem Wagen verband er mein Geschirr mit einem alten Autoreifen.
„Ich will fair zu dir sein, da es deine erste Zugprüfung ist. Du darfst dich eine Runde warmlaufen. Mache bitte keinen Blödsinn, ich warte hier auf dich!“

Ich zog an und trabte los. Der Reifen war nicht übermäßig schwer und ich konnte die 1000 m auf der Rennbahn gut nutzen um meinen Kreislauf auf Touren zu bringen. Ich war Markus sehr dankbar, dass er mir diese Sprintprobe nicht mit kalten Muskeln abverlangte. Als ich wieder bei ihm war schirrte er mich um und ich stand da wie ein Läufer vor dem Start.
Plötzlich rief er „Hü! Zieh an!“

Ich warf mich mit aller Kraft in die Riemen und langsam begann der schwere Wagen sich zu bewegen. Meine Füße bohrten sich in den Sand und ich bog meinen Oberkörper weit nach vorn um mehr Zugkraft zu haben. Der Wagen beschleunigte, zäh aber stetig. Schon war aus dem schweren Schritt ein Traben geworden und nach wenigen Metern war ich fast auf Galopptempo.

In diesem Moment traf mich die Gerte zum ersten Mal zwischen die Schulterblätter. „Zieh, du müder Gaul!“, bellte mich Markus an und ich trat noch kräftiger in den Sand.

Meine Beine flogen mittlerweile nur so und mein Atem ging pfeifend durch meine Nüstern. Der Wagen war wirklich schnell geworden, doch ein kurzer Blick nach vorn machte mir deutlich dass es noch sehr weit war.
„Nicht gucken, laufen!“, schalt ich mich selbst und erhöhte meine Anstrengungen. Plötzlich spürte sich wie sich der Zug der Riemen an meinen Schultern verstärkte.
„Die Platte!“, fuhr mir der Gedanke durch den Kopf. Ich versuchte noch einmal zu beschleunigen doch ich konnte mit aller Kraft nur noch das Tempo halten. Aus meinem rasselnden Atem war ein stoßweises Keuchen geworden.

Markus schlug wieder zu: „Zieh! Verdammt noch mal!“

Normalerweise hätte ich mich über einen so kräftigen Schlag geärgert doch er bewirkte nur, dass ich meine letzten Reserven mobilisierte. Obwohl meine Oberschenkel und Waden brannten trat ich mit aller Kraft in den Sand und schaffte es tatsächlich noch einmal etwas schneller zu werden. Doch schon nach kurzer Zeit holte mich der wachsende Widerstand ein und ich wurde wieder langsamer. Ich keuchte und meine Beine brannten.

„Zieh!“, brüllte mich Markus an und schlug mir mit aller Kraft auf den Hintern. Ich versuchte noch ein paar Meter weiter zu traben, doch der Kraftaufwand war zu groß geworden. Ich musste mich in Schritt fallen lassen. Trotzdem zog ich weiter was meine Beine hergaben. Der Wagen fühlte sich mittlerweile so an als müsste ich ein Auto abschleppen.

„Zieh! Oder willst du gleich zum Abdecker?“, hörte ich Markus Stimme direkt in mein Ohr brüllen begleitet von einem Hieb auf die Oberschenkel. Ich gab alles doch fühlte ich mich als hätte man mich an ein Haus gekettet und verlangte von mir es wegzuziehen. Mein Oberkörper war fast waagerecht und mein unterer Rücken lieferte sich ein Gefecht mit meinen Waden wer die schlimmeren Schmerzensreize aussenden konnte.

Es ging nicht mehr! Der Wagen rutschte noch ein oder zwei Meter müde über den Sand und stand dann still. Egal wie sehr ich zog er bewegte sich keinen Zentimeter mehr! Ich brach in die Knie und war ganz kurz davor zu kotzen.

„Herr im Himmel, welcher Sadist hat sich diese Prüfung ausgedacht!“, fragte ich mich und ließ mich zur Seite kippen. Wellen von Schmerz rollten über mich hinweg und ich fühlte mich elend. Irgendwann merkte ich wie mein Halfter gelöst und mir die Trense entfernt wurde. Ich schaute auf und sah, dass Markus mir eine Trinkflasche vors Maul hielt.

„Ganz langsam trinken und nur kleine Schlucke“, sagte er. „Du kotzt mir sonst alles voll!“
Ich tat wie befohlen und nachdem ich mein Maul angefeuchtet hatte ging es mir bald besser. Nach einiger Zeit war ich wieder fit genug um mich auf die Knie aufzurichten. Markus deutete nach vorn und ich sah kein zwei Meter von mir entfernt eine blaue Fahne.

„Das ist dein nächstes Ziel! Vergiss erst einmal die rote Fahne. Die blaue ist deine! Falle nie hinter diese Fahne zurück, hörst du? NIE!!“, sagte er sehr eindringlich.

Als ich mich endlich wieder aufrappeln konnte schirrte er mich los und führte mich zurück zum Gestüt. Ich stolperte mehr als dass ich lief und Markus schien zu spüren dass ich fertig war denn er ließ mich müde hinter sich herschlurfen und sagte nichts.

Kurz bevor wir wieder im Stall ankamen sprach er mich an: „Glaub es mir oder nicht, aber das war gerade nur ein Test. Unter Mira wirst du die blaue Fahne um mindestens fünf Meter hinter dir lassen!“ Ich schaute ihn mit großen Augen an und er nickte nur ernst. Da verließ mich jede Lust es je herausfinden zu wollen.

Markus führte mich am Stall vorbei zu einem schattigen Plätzchen. Als wir unter die alten Eichen kamen sah ich eine längliche Grube, die aussah wie eine jener Gruben zum Reparieren von Autos. An einer der Schmalseiten war eine grobe Treppe angebaut und Markus befahl: „Runter mit dir!“

Ich ging in die Grube, die so tief war, dass ich nur noch gerade so über den Rand sehen konnte und Markus hantierte etwas an der anderen Stirnseite. Plötzlich schoss kaltes, klares Wasser in die Grube. Der Wasserspiegel stieg schnell und ich scheute.
Da spürte ich seine Hand an meinem Halfter und er sagte ruhig: „Keine Angst, ich will dich nicht ersäufen. Das kalte Wasser wird deinen Muskeln gut tun. Tritt langsam auf der Stelle!“

Ich begann auf der Stelle zu laufen und tatsächlich, das Brennen in meinen Oberschenkeln ließ nach und meine Schmerzen verschwanden fast auf der Stelle. Ich fühlte mich sogar erfrischt durch das kalte Wasser. Da Markus meine Zügel locker hielt konnte ich mich nach unten beugen und soff einige Schlucke des klaren Quellwassers.
Da zog er meinen Kopf hoch und schalt mich: „Pass auf! Wenn du dein Gleichgewicht verlierst kommst du, eingeschirrt wie du bist, nicht mehr hoch. Ich habe keine Lust dich irgendwo verscharren zu müssen.“
Sofort richtete ich mich wieder auf, doch dieser Satz hallte in meinem Hirn nach. Es hatte sich nämlich nicht so angehört als wäre es dass erste Mal, dass ein Pferd einen ´Unfall´ gehabt hatte.

Nach einigen Minuten begannen meine Beine gefühllos zu werden und ich hörte auf zu laufen. Da band er meinen Zügel an einen Ring und ging wieder zur Stirnseite der Grube und drehte an einem Ventil. Der Wasserfluss stoppte und langsam sank der Wasserspiegel. Als ich auf dem Trockenen stand befahl er mir aus der Grube zu steigen.

Statt mich abzutrocknen ließ er mich einige Runden im Kreis gehen und ich konnte es kaum glauben, aber ich war wieder relativ frisch. Ich wollte zwar auf keinen Fall noch mal vor dieses Foltergerät, aber eine Runde leichtes Training wäre sicher noch drin.
Als ich wieder warm war band er mich mit einer langen Leine an eine Eiche und sagte: Ruh dich noch ein bisschen aus. Ich hole dich später wieder zum Training.“ Bevor er ging lockerte er die Riemen meines Geschirrs und löste sogar meine Vorderhände. „Sag es aber keinem weiter“, raunte er mir verschwörerisch zu.

Ich tat wie geheißen und machte mich unter der Eiche lang. Hier war die Luft angenehm warm und die Sonne knallte mir nicht so auf den Kopf wie auf der Rennbahn. Während ich so dalag dachte ich darüber nach wie lange ich denn nun hier bleiben müsste. „Es war Samstag als die Rittmeisterin mich abgeholt hat und dann hat es geheißen dass Rennen wäre in sechs Wochen. Normalerweise ist immer Sonntag ein Renntag. Also sechs Wochen plus ein Tag, macht 43 Tage!“ Ich schnaubte resigniert, das war ganz schön lang!

Jetzt fiel mir auf, das Anjas Zügelleine auf meiner Brust lag und ich nahm sie in die Hand. „Ach Anja...“, seufzte ich und wünschte mir, dass sie bei mir wäre. Ich war kaum drei Tage hier und vermisste sie schon.
Während ich die Leine in meinen Händen drehte viel mir auf, dass sie auf der ganzen Länge gelocht war. „Komisch“, dachte ich mir und untersuchte die Leine genauer. Der schmale Lederstreifen war tatsächlich vom unteren Ende, wo die Handschlaufe war bis an mein Halfter mit Löchern versehen. Am unteren Ende war zusätzlich ein kleines Medaillon in Form eines Pferdekopfs in eines der Löcher gesteckt worden. Neugierig wie ich war, löste ich die Leine von meinem Halfter, doch erst nachdem ich mich versichert hatte, dass niemand meine Selbstbefreiung mitbekam. Ich schaute mir die Leine genau an und zählte die Löcher, da ich einen Verdacht hatte. Tatsächlich waren es 43 Löcher.
„Anja, du bist ein Schatz!“, dachte ich mir. Sie hatte mir einen Kalender mitgegeben, damit ich abschätzen konnte wie lange ich noch auf Rosengarten bleiben musste. Vor Rührung stiegen mir ein paar Tränen in die Augen und ich ließ das Pferd auf dem Medaillon um zwei Löcher nach vorne galoppieren.
Gerade als ich die Leine wieder an meinem Halfter befestigen wollte fielen mir seltsame Kreise auf, die neben einigen der Löcher angebracht waren. Es waren drei verschiedene Sorten. Einer war nur ein Ring, einer war halb gefüllt und einer komplett. Ich grübelte einige Zeit darüber nach was diese Kreise zu bedeuten hätten und wieso sie mir bekannt vorkamen und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Mondphasen! Anja, oder war auch immer mir diese Leine gemacht hatte, hatte die Mondphasen mit eingebaut. Mit zittrigen Händen schaute ich was die letzte Eintragung vor dem Rennen war und sah, dass es vom Zeichen für den vollen Mond bis zum letzten Loch nur fünf Tage waren. „Eine Hand nach Vollmond!“, dachte ich mir und versuchte mir dieses Datum genau zu merken für den Fall, dass man mir die Leine wegnahm oder ich sie verlor.
Selig hakte ich mich die Leine wieder an mein Halfter und legte mich ins trockene Laub.
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten - Besprechung bei der Rittmeisterin Datum:18.04.17 21:06 IP: gespeichert Moderator melden


Der Pferdetrainer Markus kam in sein Büro wo die Rittmeisterin schon am Schreibtisch saß. Sie sah auf und fragt ihn: „Und?“

„Was und?“, fragte er zurück während er sich eine Tasse Kaffee einschenkte.

„Du weißt worauf ich hinaus will: Wie hat sich Schlachtross beim Zugkrafttest geschlagen?“

„Gut! Ich habe ihm die rote Fahne irgendwo ins Nirvana gestellt und er hat tatsächlich versucht sie zu erreichen. Du kannst ihm 104 m Zugstrecke in die Akte eintragen.“

„104 m? Respekt, fürs erste Mal ein richtig guter Wert“, sagte sie anerkennend. „Oder hast du es ihm bewusst ein wenig leichter gemacht?“

„Hör mal Schatz, ich kenne auch alle Tricks mit denen man die Messung manipulieren kann, aber was hat es für einen Wert die Pferde vor dem Zugprüfer zu schinden wenn wir nur Hausnummern messen?“

„Och, ich kenne da Leute deren Messungen haben immer was von Lottozahlen...“, orakelte sie.

„Mag sein, aber ich prüfe so wie es sein soll“, sagte er eingeschnappt.

„Ist ja gut“, sagte sie versöhnlich. „Ich wollte dich nicht angreifen! Ist dir sonst was aufgefallen?“

Markus nahm einen tiefen Schluck aus seiner Kaffeetasse und sagte: „Ich glaube wir müssen mit Schlachtross aufpassen. Der scheint mir ohne Netz und doppelten Boden zu arbeiten.“

„Wie meinst du das?“

„Unsere anderen Gestüthengste haben die Angewohnheit freiwillig nur so viel Leistung abzuliefern wie unbedingt nötig, aber Schlachtross gibt alles, wenn ich es ihm befehle.“

„So soll es auch sein“, fiel sie ihm ins Wort.

„Ja, klar, aber wenn ich jetzt versuche mit Schlägen noch mehr aus ihm herauszuholen kommt da nicht mehr viel und das wird einige Leute ärgern.“

„Du meinst Mira, nicht?“

„Genau die!“

„Ich weiß, dass du sie nicht magst, aber sie ist unsere Herrschaft und wir müssen uns danach richten wie sie die Pferde behandelt.“

„Behandeln ist noch sehr nett ausgedrückt. Schinden trifft es besser! Du schonst unsere Pferdchen auch nicht und ich möchte nicht wissen, was sich unsere Hengste in ihrer Box alles ausmalen, was sie mit dir anstellen könnten, wenn sie dich in die Hufe bekämen. Aber Mira schlägt sie weil es ihr Spaß macht. Und wenn wir nur so fest zuschlagen wie nötig, ohne sie ernsthaft zu verletzten, drischt sie auf die Pferde ein bis Blut fließt.“
Markus hatte sich sichtlich in Rage geredet und hielt seine Kaffeetasse so fest, dass die Knöchel seiner Hand weiß hervortraten.

„Beruhige dich“, redete seine Freundin jetzt auf ihn ein. „Ich weiß wie Mira zuschlagen kann. Ich will das nicht gutheißen, aber bis jetzt ist noch kein Pferd ernsthaft zu Schaden gekommen. Und was unsere Pferde über mich denken kümmert mich nur in sofern als es ihnen hilft ihre Leistungsziele zu erreichen. Entweder das geschieht freiwillig oder ich helfe nach.“

„Wenn du den vernarbten Körper von Brutus als keinen ernsthaften Schaden ansiehst...“, warf Markus bitter ein.

„Brutus ist ein spezieller Fall. Und ja, das ist kein ernsthafter Schaden. Er bringt noch seine Leistung und ist soweit gesund! Was Mira mit ihrem Eigentum macht ist mir relativ egal, solange sie die Einstellpferde in Ruhe lässt. Und ich gebe dir, nicht zum ersten Mal, den dringenden Rat dich nicht mit ihr anzulegen. Sonst hängst, auch du, schneller mal in ihrem privaten Folterkeller als dir liebt ist und es gibt Zeiten in denen ich dich nicht schützen kann. Oder die Baronin wirft dich doch noch vom Hof und wo willst du dann hin?“

„Ich weiß“, knurrte er. „Aber ich kann und will mich mit ihrem Sadismus nichts abfinden!“ Er trank aus und wandte sich zum Gehen.

„Wohin willst du?“, fragte ihn die Rittmeisterin.

„Schlachtross holen. Ich habe ihn an der Wassertretanlage angebunden. Er sollte sich soweit erholt haben, dass ich noch ein wenig Grundlagentraining mit ihm machen kann.“

„Lass Jens das machen und kümmere dich lieber um den neuen Einstellhengst. Der ist so fit wie ein Mehlsack und will trotzdem beim großen Rennen mitlaufen.“

Markus verzog das Gesicht und die Rittmeisterin fuhr fort: „Hör auf Schlachtross ständig zu bemuttern und kümmere dich um deine Arbeit! Auch ich arbeite lieber mit fitten, willigen Pferden als dem durchschnittlichen Einstellgaul. Aber Schlachtross und die Gestütpferde sind Hobby, die Einstellpferde Geschäft!“

Er knurrte etwas unverständliches und verließ das Büro. Die Rittmeisterin rief ihm noch ein „Sturkopf“ hinterher, was er aber geflissentlich überhörte.

Als er weg war murmelte sie zu sich selbst: „Schlachtross ist zäh und intelligent. Das sind gute Voraussetzungen hier über die Runden zu kommen. Ich hoffe nur, dass er merkt wann er zurückstecken muss.“
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten Datum:21.04.17 00:06 IP: gespeichert Moderator melden


Klasse Story!!


Zitat

kümmere dich lieber um den neuen Einstellhengst. Der ist so fit wie ein Mehlsack und will trotzdem beim großen Rennen mitlaufen.“


Da bin ich mal gespannt ob sie ihn zum Rennen Fit kriegen.

Danke Drachenlord

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Gruß vom Zwerglein
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten - Training auf dem Reitplatz [Petplay] Datum:23.04.17 19:15 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo zusammen,

Zum Welttag des Buches eine kleine Fortsetzung meiner Geschichte.
Für Schlachtross scheint heute mal die Sonne und er darf einfach Pferd sein. Hoffen wir dass dieser Zustand lange anhält.

Grüße,
Drachenlord

......

Training auf dem Reitplatz

Markus ging zurück zu den Eichen und fand Schlachtross dösend in ihrem Schatten. Er stieß ihn leicht mit dem Fuß an und der Hengst sprang, kaum dass er die Augen geöffnet hatte, auf und sah ihn tatendurstig an. Er schirrte ihn wieder ein und führte ihn zum großen Reitplatz auf dem Jens schon zwei Stuten trainierte. Am Reitplatz angekommen band er Schlachtross an einen Pfahl und rief Jens zu sich und instruierte ihn:
„Jens, schau mal dass du Schlachtross beschäftigst. Ich habe leider keine Zeit mich um ihn zu kümmern. Mache ein wenig lockeres Trabtraining mit ihm. Aber lass es ruhig angehen, er hat schon einen Zugkrafttest in den Beinen.“

„Jawohl, Herr Pferdetrainer“, sagte der alte Pferdeknecht unterwürfig.
Bevor Markus ging tätschelte er mich kurz und sagte:
„Lass dir den Tag nicht zu lang werden.“

Ich schnaubte und sah ihm hinterher. Da kam auch schon Jens und fasste mich am Halfter.
„Komm mein Großer, ein bisschen Bewegung wird dir guttun“, sagte er munter, als er mich zu den beiden Stuten führte. Bei bei ihnen angekommen, erkannte ich, dass es die beiden Stuten von heute Morgen waren.

Jens hatte die beiden an einen Zugschlitten geschirrt der so ähnlich aussah wie derjenige an dem ich vorgestern getestet worden war. Doch das Gewicht das auf dem Schlitten lag war recht überschaubar. Er befestigte meine Zügel jetzt an einem Ring am hinteren Ende des Schlittens und ließ die beiden Stuten antraben.
Ich genoss es einmal kein Gewicht am Geschirr hängen zu haben sondern einfach nur laufen zu dürfen.

Die beiden Mädels schienen recht fit zu sein denn sie legten ein ordentliches Tempo vor. Ich achtete darauf, dass meine Leine immer ein bisschen durchhing. Einerseits weil ich keinen Zug an meinem Halfter spüren wollte, andererseits weil ich es den beiden nicht schwerer machen wollte als es schon war.
Während ich so locker vor mich hin trabte sah ich den beiden Stuten auf den Hintern. Es war ein schönes Bild! Zwei junge, knackige Stuten vor mir, deren Schweif verführerisch auf und ab wippte dazu das Spiel der Muskeln in ihren langen schlanken Beinen und ihrem Apfelhintern.
„Was für eine Aussicht, so könnte ich den ganzen Tag laufen“, dachte ich selig.

Plötzlich durchfuhr mich ein brennender Schmerz an meinem Schlauch und ich scheute. Ich riss an meinem Halfter und brachte so auch die Stuten aus dem Tritt.
„Ho! Und steh!“, rief Jens jetzt. Die beiden Stuten blieben stehen und sahen sich nach mir um. Es war mir peinlich das Gespann gestört zu haben und ich schaute auf den Boden. Da merkte ich dass ich immer noch einen halb steifen Schlauch hatte. Da trat Jens zu mir und schlug mir mit der Gerte auf den Schlauch, dass ich vor Schmerz in meine Trense biss.

„Unterstehe dich geil zu werden! Und denke noch nicht einmal im Traum daran dich über die Stuten her zu machen“, herrschte er mich an.

Ich sah ihn mit einem ´Ich bin doch nur ein Hengst, was soll ich denn machen´, Blick an und er erhob wieder die Gerte so dass ich zurück zuckte.

„Unterstehe dich oder dein Gemächt wird weggeschlossen! Dass sich die meisten Hengste dann einen Wolf laufen muss ich dir nicht extra sagen, oder?“, raunzte er mich an.

Ich sah ihn so unschuldig wie möglich an und er ließ uns wieder antraben. Ich konnte die Situation jetzt nicht mehr genießen. Statt auf den Apfelhintern der Stuten starrte ich auf den hässlichen Schlitten und versuchte alles um meinen Schlauch am Ausschachten zu hindern.
„Die gönnen mir hier auch gar keinen Spaß!“, dachte ich und war sauer.

Nach einiger Zeit ließ Jens uns halten und führte uns in den Schatten eines Unterstands. Dort machte er mich in einiger Entfernung von den Stuten fest und gab uns allen Wasser und etwas Hafer zu fressen. Während ich noch kaute begann er mich einzucremen. Anscheinend erinnerte er sich an den Befehl der Baronin was meine Haut anging.

Nach einer ausreichenden Pause ging es wieder auf den Reitplatz. Doch jetzt wurden die Rollen vertauscht. Ich musste den Schlitten ziehen und die beiden Stuten trabten hinterher. Das war anstrengender als vorher aber immer noch gut machbar. Allerdings störte mich das unterdrückte Gekicher und Gegluckse von hinten. Die beiden Stuten schienen die Aussicht zu genießen und im Gegensatz zu mir wurden sie nicht bestraft.
„Tolle Gleichberechtigung!“, dachte ich mit gespielter Empörung. „Dann will ich den Mädels mal eine kleine Show bieten“, dachte ich mir noch und trabte extra so, dass mein Muskelspiel schön zu sehen war.

„Oh Mann! Schlachtross laufe normal, du eitles Showpony!“, rief Jens belustigt. Er klatschte mit der Gerte leicht auf meine Schultern und rief: „Hü, nicht ganz so gemütlich. Das soll schließlich ein Training und kein Schaulaufen sein!“

Ich tat wie befohlen und zog das Tempo ein wenig an. Jetzt begann ich zu schwitzen und musste intensiver atmen, doch es war noch sehr gut auszuhalten und ich genoss es hier auf dem Reitplatz meine Runden drehen zu dürfen.

Langsam schaltete mein Hirn ab und ich trabte immer an der Begrenzung des Reitplatzes entlang. Das klirren der Ketten des Schlittens mischte sich mit meinem Atemgeräusch zu einem Klangteppich, der mich mehr und mehr in Trance versetzte. Ich hörte auf aktiv zu denken sondern reagierte nur noch auf die seltenen Zügelhilfen oder leichten Gertenhiebe von Jens.
„Das ist es was ich am Pferdsein genieße“, dachte ich, kurz bevor auch dieser Gedanke in meinem leeren Hirn versandete.

Als es über Mittag sehr warm wurde ließ uns Jens im Schatten rasten und gab jedem Wasser und Futter. Leider wurde ich wieder weit entfernt von den Stuten angepflockt, was ich mit sehnsüchtigen Blicken kommentierte.

„Wenn dein Schlauch ausschachtet, gibt’s wieder was auf den Zipfel!“, ermahnte mich Jens und da ließ ich von den Stuten ab und legte mich ins Gras um zu dösen.

Nachmittags trainierten wir noch ein wenig im Schritt wobei das Gewicht des Schlittens erhöht wurde und Jens einen großen Wert auf einen sauberen, runden Gang legte. Das brachte mir den einen oder anderen Gertenhieb ein da das was ich als Schritt gelernt hatte nicht das war, was Jens sehen wollte.
Um es zu lernen wurde ich wieder hinter die Stuten gespannt und obwohl ich nach kurzer Zeit sichtlich erregt war wurde ich nicht bestraft.

„Zumindest die Trainer scheinen auf Rosengarten keine Unmenschen zu sein“, dachte ich mir und war gegen Ende des Tages zwar müde aber irgendwie auch glücklich und zufrieden.
Die Sonne neigte sich und ich war erschöpft von dem langen Tag auf dem Reitplatz. Mir taten die Beine weh und ich wollte in meine Box und mich endlich lang machen. Auch wenn es ein schöner Trainingstag gewesen war, war ich doch froh das er endlich einem Ende entgegen ging.

Da kam Mira auf den Reitplatz. Jens ging sofort zu ihr und benahm sich sehr unterwürfig. Die beiden unterhielten sich kurz und dann kam er zu mir. Er griff an mein Halfter und sagte:
„Die Herrin Baroness will dich testen. Reiß dich zusammen und mache mir keine Schande!“

„Hat die was an der Waffel? Ich habe den ganzen Tag trainiert und bin froh noch stehen zu können“, dachte ich mir und meine Gedanken schienen mit Neonfarbe auf meine Stirn geschrieben zu sein, denn Jens sagte sofort: „Wenn Herrin Baroness Mira nach dir verlangt hast du sofort zu kommen. Sie wünscht immer vollen Einsatz, egal wie erschöpft du bist!“
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten Datum:25.04.17 23:48 IP: gespeichert Moderator melden



Zitat

„Zumindest die Trainer scheinen auf Rosengarten keine Unmenschen zu sein“, dachte ich mir und war gegen Ende des Tages zwar müde aber irgendwie auch glücklich und zufrieden.


Tja, leider hat die Freude nicht lange angehalten.

Wird er jetzt wenigstens die Baroness zufrieden
stellen, oder macht er, nach dem langen Trainingstag, einfach schlapp

Mensch Drachenlord, das ist für uns wieder eine UNNGÜNSTIGE Stelle um einfach aufzuhören!!!!

Aber ich kann dich ja verstehen, so erhält man die Spannung.

DANKE Drachenlord

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Gruß vom Zwerglein

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  RE: Abenteuer auf Rosengarten - Auf der Hindernisbahn [Petplay, Femdom] Datum:07.05.17 17:20 IP: gespeichert Moderator melden


Auf der Hindernisbahn

Er führte mich jetzt zu ihr und sie übernahm meine Zügel. Wortlos zog sie mich hinter sich her. Wir gingen über den Hof zu einer abgelegenen Ecke des Gestüts. Dort öffnete sie ein Gatter und schob mich hindurch. Ich sah dass vor mir eine Art Hindernisbahn aufgebaut war. Um einen kreisförmigen Weg gruppierten sich verschiedene Stationen. Das ganze war von einem hohen Bretterzaun umschlossen der den Einblick von außen verwehrte und alle die drin waren sicher an der Flucht hinderte.

„Willkommen auf meiner persönlichen Trainingsbahn“, sagte sie nun. „Komm ich zeige dir die Aufgaben die ich für dich vorgesehen habe.“
Sie zog mich in die Mitte der Bahn und begann mit dem Rundgang. Dabei wirkte sie fröhlich und fast ein bisschen aufgekratzt.
„Die Bahn beginnt mit dem Schwebebalken, das trainiert deine Trittsicherheit.“
Sie zeigte auf einen dicken Holzbalken der ungefähr in Kniehöhe angebracht war. Rechts und links des Balkens befand sich eine üble Schlammkuhle die nicht allzu einladend roch.
„Dann geht es zum Slalomparcours, hier trainierst du das seitliche Ausweichen“, erklärte sie.
Bei dieser Station hingen dicke Holzstämme an Eisenketten so dass sie seitlich schwingen konnten.
„Als nächstes kommt, nach einer scharfen Kurve eine Sprintstrecke, hier kannst du deine ganze Kraft und Schnelligkeit zeigen“, führte Mira den Rundgang fort.
„Als Abschluss des Sprints ein keines Hindernis zum Überspringen“, dozierte sie.
Bei dem ´kleinen Hindernis´ handelte es sich um eine Hindernis wie es beim Springreiten gebräuchlich war, also zwei Böcke mit dazwischen gelegten Balken. Das Teil war nicht ganz hüfthoch. Der Pferdemist auf der Rückseite des Sprunghindernisses lag sicher nur dort weil sich auf dem Gestüt kein anderer Platz mehr finden ließ.

„Ein wenig zu kurz gesprungen und ich stehe im Dreck!“, dachte ich mir.

„Zurück geht es über die Schreithindernisse und die Trittsteine zum Schwebebalken. Und dann auf zu einer neuen Runde.“
Mira lächelte mich höhnisch an und ich drehte mich im Kreis um diese Ansammlung von sadistischen Ideen auf mich wirken zu lassen. Es war keine Station auf dieser Hindernisbahn dabei die nicht extra schwer, dreckig oder schmerzhaft eingerichtet war.
Selbst die Schreithindernisse waren so gemacht, dass ich leicht mit den Füßen in den alten Reifen hängen bleiben konnte und dann fast sicher fiel. Dass die Trittsteine ungleichmäßige Abstände hatten und in einer trüben Brühe schwammen wunderte mich nicht mehr wirklich.

„Du glaubst doch nicht, dass ich mich mit meinen müden Muskeln da noch drüber hetzen lasse?“, dachte ich mir und schaute sie ungläubig an.

Sie sage nichts und hakte stattdessen eine lange Bullwhip vom Gürtel und ließ sie theatralisch knallen. Das Geräusch ließ mir das Blut in den Adern gefrieren und ich wollte auf keinen Fall herausfinden wie es sich anhörte wenn dieses Mordinstrument auf mir einschlug.

„Du hast zwei Runden um dich an die Bahn zu gewöhnen dann geht es auf Zeit. Und los!“
Zu diesem Befehl knallte sie mit der Peitsche und ich lief los.

Der Schwebebalken war trocken und ziemlich breit, der machte mir keine Sorgen, den schwingenden Hindernissen konnte ich gut ausweichen, sah aber dass die Stämme nicht glatt waren sondern teilweise noch Äste oder Knoten hatten die sehr schmerzhaft sein konnten wenn ich sie zufällig berühren sollte. Die Kurve war ausgetreten und voller Sand auf dem ich wegrutschte. Auch waren auf der Sprintstrecke überall Sandlöcher die einen runden Lauf unmöglich machten. Es wunderte mich, dass das Springhindernis gut zu nehmen war und der Mistgraben doch so schmal war, das ich ihn leicht überspringen konnte. Die Schreithindernisse waren, wie ich es mir schon gedacht hatte mit Vorsicht zu genießen wenn ich keine blutigen Füße haben wollte und die Trittsteine waren nicht wirklich sicher und fest verankert.
Nach den zwei Runden wollte ich gerade anhalten als sie rief: „Los jetzt! Nicht so müde.“ Sie knallte mit der Peitsche kurz hinter mich, dass der Sand aufspritze und ich beschleunigte aus Angst vor einem Treffer.

„Mit dem Ding kann sie mir das Fleisch bis auf die Knochen wegreißen“, dachte ich voller Schrecken während ich über den Schwebebalken hetzte, dann durch die Hindernisse und auf die Sprintstrecke. Hier traf mich der erste Peitschenhieb Miras begleitet von einem gebellten: „Schneller!“
Ich war in meinem Leben schon oft mit Schlaginstrumenten bearbeitet worden, doch die Schmerzen dieser Peitsche waren barbarisch. Das erste Gefühl war als würde mir eine glühende Klinge durch das Fleisch schneiden. Doch dieser erste Schmerz wurde schnell von einem Gefühl der Hitze und des Brennens abgelöst das sich schnell von dem schmalen Striemen seitlich ausbreitete. Unwillkürlich beschleunigte ich und hetzte in einem großen Sprung über das Hindernis. In den Schreithindernissen ließ sie mich in Ruhe doch schon auf den Trittsteinen klatschte ihre Bullwhip zwei Mal knapp hinter mir ins Wasser.
Bei der nächsten Runde traf mich ihr Folterwerkzeug auf dem Schwebebalken und der Schmerz hätte mich fast aus dem Gleichgewicht gebracht.
Nach der dritten Runde keuchte ich und mir lief der Schweiß in die Stirn. Da rief sie: „Ho, langsamer. Du darfst dich nicht so schnell erschöpfen!“

Ich war froh ein wenig langsamer laufen zu dürfen und macht mir Hoffnungen, dass sie ein Einsehen mit meinem ermüdeten Zustand hatte. Doch schon nach einer Runde zog sie das Tempo wieder an. Sie spielte mit mir wie eine Katze mit einer Maus und ich hatte keine Chance etwas daran zu ändern.

Jetzt passierte es, ich stolperte am Ende des Schwebebalkens und schaffte es gerade so auf festen Grund, doch jetzt war ich nicht mehr sicher genug in der Bewegung um den Hindernissen auszuweichen und einer der Stämme berührte mich hart an der rechten Schulter. Ich schrie auf doch hetzte ich weiter, immer verfolgt von Mira´s Peitsche. Auf der Sprintstrecke hatte sie mich wieder eingeholt und klatschte unerbittlich zwischen meine Schulterblätter. Ich stolperte und nahm das Hindernis nicht richtig, so dass ich mit dem Fuß hängen blieb. Der oberste Balken löste sich und viel in den Mist. Ich hinterher. Ich schaffte es gerade so meinen Körper abzufangen dass ich nicht komplett im Pferdemist lag doch mein linkes Bein war bis zum Knie verdreckt.

Doch die wilde Hatz ging gnadenlos weiter. Alles in mir schrie nach einer Pause doch ich trieb meinen Körper in wilder Panik voran. Mein logisches Denken hatte mittlerweile ausgesetzt und ich war nur noch auf der Flucht. Dass sich diese Flucht im Kreis drehte und mich nirgendwohin und ganz sicher nicht in Sicherheit bringen würde realisierte ich nicht mehr.

Die nächste Runde überstand ich ohne Fehler doch schon in der darauffolgenden hatte ich eine unsanfte Berührung mit einem der Stämme auf der Slalomstrecke. Dadurch dass sie an einem gemeinsamen Stahlseil hingen hatte der Stamm, den ich getroffen hatte, mittlerweile alle anderen in Schwingung versetzt und einer kam jetzt hart gegen meine Hüfte. Obwohl der breite Hüftriemen meines Geschirrs einen Teil der Wucht abfing, stöhnte ich auf und humpelte weiter.
Generell war mein Laufen schon mehr ein Stolpern und Taumeln als ein geschmeidiger Galopp. Mein Atem ging stoßweise und meine Lungen brannten. Ich wusste dass ich kurz vor dem Zusammenbrechen war doch die Angst vor Mira und ihrer Peitsche trieb mich weiter. Gerade als ich soweit war mich fallen zu lassen traf sie mich auf die Arschbacken und ich heulte auf. Ich wollte noch einmal beschleunigen doch da kam nichts mehr.
Meine Kraft war unwiderruflich verbraucht. Ich stolperte auf den Schwebebalken und in der Mitte des Balkens geschah es. Der Balken war mittlerweile durch den Dreck, an meinen bloßen Füßen, nass geworden wodurch mein linker Fuß abglitt und ich sah mich in Zeitlupe vom Balken kippen. Ich landete unsanft in der lehmigen Dreckbrühe. Ich versuchte mich aufzurichten doch rutschte ich zwei Mal weg und blieb dann liegen. Ich hörte wie Mira auf mich zukam und überraschend freundlich sagte: „Bring die Runde zu Ende und dann ist es gut.“

Ich wuchtete mich irgendwie hoch und wieder auf den Balken und stolperte weiter. Mir lief der Schlamm in die Augen und ich war fast blind, deswegen war es kein Wunder, das zwei der Stämme mich hart an der Schulter trafen. Ich spürte es doch war ich so erschöpft, dass ich einfach weiter taumelte. Dass Hindernis konnte ich nur noch im Hechtsprung nehmen. Natürlich war ich zu schwach um es zu überwinden und blieb mit dem Huf hängen. Ich fiel der Länge nach in den Mist und blieb jetzt endgültig liegen.
Aus Erschöpfung und Frust stiegen mir Tränen in die Augen, aber ich wusste dass ich, wenn ich jetzt anfing zu weinen, heulen würde wie ein Schlosshund.
Ich war komplett im Arsch, aber diesen Triumph wollte ich Mira nicht gönnen, zumindest nicht am ersten Tag.
Irgendwie rappelte ich mich wieder auf und stolperte die letzten Meter durch die Hindernisbahn.

Dort wartetet Mira auf mich und schaute mich angeekelt an: „Augustine hatte recht, du bist ein Schwein und kein Pferd! Du suhlst dich ja im Dreck!“ Sie schaute auf ihre Armbanduhr und meinte: „Deine Rundenzeiten waren teilweise akzeptabel, aber die meisten Runden warst du viel zu langsam! Wenn das alles ist was du kannst mache dich auf scharfes Training gefasst. Irgendwie müssen wir dich ja bis zum großen Rennen in Form bringen!“
Bei diesen Worten sank mir der Mut. Ich war schon nach einem Tag am Ende meiner Kräfte und das sollte volle sechs Wochen so weitergehen?

Sie gab mir jetzt einen Stoß in den Rücken so dass ich nach vorne auf mein Gesicht fiel. Ich versuchte noch mich auf die Seite zu drehen doch landete ich auf ganzer Länge im Schlamm. Sie griff jetzt schnell zu und drehte mich auf den Rücken. Mit einer geschmeidigen Bewegung löste sie die Fesseln meine Vorderhände und drehte mich wieder auf den Bauch. Innerhalb von Sekunden waren meine Vorderhände fest auf dem Rücken verschnürt.

„Los auf!“, bellte sie mich an und gab ihrem Befehl mit einem harten Tritt in die Rippen Nachdruck.
Ich rappelte mich mühsam auf und als ich schwankend stand sah ich wie sie sich einen Holzstock aus dem Gebüsch suchte und mich damit vor sich her zurück zum Gestüt prügelte.
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Du hast alle Waffen die du brauchst- jetzt kämpfe!

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  RE: Abenteuer auf Rosengarten Datum:04.06.17 08:42 IP: gespeichert Moderator melden


Herzlichen Glückwunsch zu einem Jahr deiner genialen Geschichte- mögen noch viele Teile folgen...
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Drachenlord
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten - Willkommen in der Hengstbox Datum:15.06.17 18:45 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo zusammen,

Es geht endlich weiter!
Schlachtross lernt seine neue Herde kennen, doch das Vergnügen hält sich sehr in Grenzen...

Viele Grüße,
Drachenlord

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Willkommen in der Hengstbox

Sie trieb mich in den Stall und als ich zu meiner Box gehen wollte bekam ich ohne Vorwarnung den Stock ins Kreuz. Sie dirigierte mich mit dem Ding in Richtung des Waschraums, doch die Hoffnungen gereinigt zu werden zerstoben sofort. Vor einer großen Boxentür musste ich halten und sie schob die Tür auf. Mit einem derben Stoß wurde ich in die Box geschleudert und während sie die Tür wieder schloss sagte sie grinsend: „Willkommen in der Hengstbox. Ich wünsche dir viel Spaß mit deinem Mithengsten und eine gute Nacht.“
Ich war durch ihren Stoß gestolpert und lag lang auf dem harten Betonboden. Ich wollte mich aufrappeln doch es fehlte mir die Kraft und erst nachdem die Tür ins Schloss gefallen war schaffte ich es mich auf den Rücken zu drehen und was ich sah gefiel mir nicht wirklich. Ich sah in die Augen von vier weiteren Hengsten, die mich mit einer Mischung aus Ekel, Neugier und Angriffslust musterten.
Im Gegensatz zu mir hatte man diese Hengst teilweise ausgeschirrt und ihnen die Trensen entfernt. Die Vorderhände waren ihnen am Hüftgurt befestigt worden. Ich selbst hatte meine Vorderhände ja noch auf dem Rücken festgeschnallt.
Ich lag vor meinen zukünftigen Mithengsten und gab gleich ein denkbar schlechtes Bild ab. Ich war von Kopf bis Fuß verdreckt, stank nach Pferdemist und war vollkommen wehrlos. Auch war ich so erschöpft dass ich mich einfach irgendwohin legen wollte um zu sterben.
Da niemand Anstalten machte mir zu helfen stemmte ich mich mühsam auf die Beine und wollte mir in der geräumigen Box einen Platz suchen. Es war offensichtlich, dass jeder der Hengste sich eine Ecke eingerichtet hatte. Ich torkelte also auf einen anscheinend unbenutzten Strohhaufen zu und wollte mich grade hineinlegen da trat mir ein Rappe in den Weg und schüttelte den Kopf. Als ich an ihm vorbei wollte fletschte er die Zähne und trat mir kraftvoll gegen das Schienbein. Ich stöhnte auf und machte mich wieder auf die Suche nach einem Schlafplatz. Als Abschiedsgeschenk bekam ich von dem Rappen noch einen Tritt in den Hintern der mich fast wieder auf den Boden befördert hätte.

Auch an einer anderen Ecke wurde ich weggebissen. Der sandfarbene Hengst der mein Nachbar geworden wäre trat ohne Vorwarnung in Richtung meiner Genitalien und nur durch Glück traf er bloß meinen Oberschenkel. Ich taumelte von ihm weg und auch er gab mir zum Abschied einen kräftigen Arschtritt mit.

Meine Verzweiflung wuchs. Nicht wurde war ich von Mira bis auf´s Blut geschunden worden, nein sogar meine Mitpferde zeigten keinerlei Mitleid mit mir. Ich fühlte mich einsam und schutzlos und ich konnte meine Tränen nicht mehr zurückhalten. Gerade als ich mich auf den bloßen Boden in der Mitte der Box legen wollte fühlte ich eine Hand an der Hüfte. Ich drehte mich um und sah in die Augen eines jungen Hengstes. Der kleine Hengst deutete in eine Richtung aus der es vernehmbar nach Urin stank. Dann ging er neben die Pissecke und legte sich ins Stroh.
Mir war mittlerweile alles egal, ich war so fertig, dass ich auch auf dem Misthaufen geschlafen hätte und ich ging zu ihm. Er rückte ein wenig zur Seite und ich ließ mich ins Stroh fallen. Dank der Trense war an Kommunikation nicht zu denken und ich war auch nicht in der Stimmung mich ihm mitzuteilen. Deswegen drehte ich mich von ihm weg und versuchte zu schlafen.
Nach wenigen Minuten spürte ich wie sich der Junghengst an mich kuschelte und das obwohl ich stank wie ein Misthaufen.
„Du musst es ja echt nötig haben“, dachte ich mir, aber da er mir einen Schlafplatz besorgt hatte ließ ich ihn gewähren. Auch war ich froh das sich wenigstens einer mit mir abgab, auch wenn es offensichtlich der rangniedrigste der Hengste war.

Irgendwann hörte ich im Halbschlaf, dass die Boxentür geöffnet wurde. Ich schaute auf und sah, dass Jens mit einem Futterkübel in die Box kam. Schnell kam Bewegung in die Hengste und alle drängten sich an der Futterraufe. Ich dagegen blieb liegen, erstens weil ich mich nicht mehr hochquälen wollte und zweitens hätte ich mit der Trense im Maul eh nichts fressen können.
Während die Hengste um das Futter rangelten wollte Jens gehen ohne mich eines Blickes gewürdigt zu haben, doch da trat ihm Brutus in den Weg. Der Leithengst stellte sich breitbeinig vor die Boxentür und schüttelte den Kopf. Dann deutet er mit dem Kopf auf mich und es war klar, dass er wollte dass Jens mir die Trense aus dem Maul nimmt.
Jens wollte erst nicht, doch Brutus gab den Weg nicht frei und schließlich kam Jens zu mir. Ich hatte mich bereits aufgesetzt und schaute ihn freudig an. Aber im Gegensatz zu heute Nachmittag bekam ich von ihm kein freundliches Wort oder überhaupt eine Reaktion. Er tat so als würde er mich nicht kennen.
Grummelnd nahm er mir grob die Trense aus dem Maul und hängte sie an einen Haken. Das Geschirr und meine Vorderhuffesseln blieben an ihrem Platz. Dann verließ er schnell die Box.

Jetzt rappelte ich mich doch auf und ging zur Futterraufe um meinen Hunger zu stillen. Wie ich es erwartet hatte machten mir die anderen Hengste keinen Platz. Ich musste warten bis sie fertig gefressen hatten und erst dann konnte ich schauen ob noch etwas übrig war. Viel war es nicht, aber ich hatte mittlerweile großen Hunger und so versuchte ich die Reste aus dem Trog zu lecken. Dass ich mich mit diesem Verhalten vollständig zum Tier machte kümmerte mich nicht, ich war schon so weit unten da kam es auf das bisschen auch nicht mehr an. Doch diese verdammte Raufe war ziemlich tief und es war sehr schwer an die Futterreste da unten zu kommen, vor allem wenn man keine Hände einsetzen konnte. Ich beugte mich tief über die Raufe um an die letzten Rübenschitzel zu kommen da spürte ich wie sich etwas gegen mein Hinterteil drückte. Ich schreckte hoch und drehte mich schnell um doch statt seines ausgefahrenen Schlauchs hatte der sandfarbene Hengst hinter mir nur eine schlappe Gurke im Vorderhuf, die er anscheinend im Futter gefunden hatte. Er machte jetzt eindeutige Bewegungen und dann rümpfte er die Nase. Die Hengste brachen in wieherndes Gelächter aus.

„Arschlöcher, blöde!“, dachte ich mir. Jetzt war mir aber klar, dass mein Arsch in dieser Box keine Sekunde sicher war und nur mein bestialischer Gestank mich momentan davor schützte von der ganzen Herde gedeckt zu werden. Demonstrativ machte mich mich wieder über das Futter in der Raufe her und plötzlich langte ein Vorderhuf in den Trog und schob die Futterreste zusammen und nahm dann sogar die Futterflocken und Rübenschnitzel auf und fütterte mich damit. Ich sah auf und es war der junge Hengst, der mir schon den Schlafplatz gegeben hatte. Er musste sich zwar kräftig verrenken, da auch seine Vorderhufe am Geschirr befestigt waren, doch war er in der Lage mir Futter zu geben. Ich nickte dankbar und fraß gierig das bisschen Futter das mir die anderen übrig gelassen hatten.
Als die Raufe bis zum letzten Krümel ausgeleckt war soff ich noch einiges an Wasser und wollte mich wieder in meine stinkende Ecke legen, doch fiel mir ein was ich Brutus zu verdanken hatte. Er hatte sich ins Stroh gelegt und beobachtete mich interessiert. Ich ging in erkennbar demütiger Haltung auf ihn zu. „Wie soll ich ihm zeigen, dass ich mich ihm unterordne?“, fragte ich mich. Körperkontakt schied aufgrund meines Gestanks aus, Sprechen war verboten aber was blieb dann noch?
Ich war jetzt bei ihm angekommen und kniete mich vor ihm hin. Er stand auf und stellte sich breitbeinig vor mich. Da begann ich, einer Eingebung folgend ihm die Hufe abzulecken. Das war etwas, das ich sonst nur nach übelsten Schlägen gemacht hätte, doch jetzt kam es mir angemessen vor. Plötzlich spürte ich wie mir etwas warmes über den Rücken rann. Brutus hatte seinen Schlauch gepackt und markierte mich mit seinem Urin. Ich hätte heulen können obschon dieser weiteren Demütigung aber ich spürte dass er mir so meinen Platz in der Rangfolge zeigte und es nicht als persönliche Demütigung meinte. Zum Glück waren es nur ein paar Tropfen und dann beugte er sich zu mir herunter, biss in mein Nackenfell und zog mich hoch. Ich hielt meinen Blick demütig gesenkt doch er stubste mich mit seinem Kopf am Kinn an und ich hob den Kopf damit er mir in die Augen sehen konnte. Er lächelte und nickte. Er schien mich und meine Unterwerfung akzeptiert und mich in seine Herde aufgenommen zu haben, was auch immer das bedeuten sollte.
Ich ging, besser gesagt ich schlurfte zurück ins Stroh und legte mich wieder hin. Bald kam auch mein neuer Freund und kuschelte sich an mich.

Jetzt wo mein Hunger gestillt war machten sich meine Schmerzen wieder bemerkbar. Nicht nur tat mir jeder Muskel weh auch die tiefen Peitschenstriemen von Miras Folter auf der Hindernisbahn brannten wie Feuer. Das angepisst werden hatte die Sache nicht verbessert.
Trotzdem döste ich langsam weg.

Plötzlich spürte ich etwas am Rücken und schreckte auf. Ich sah dass der Rappe gerade sein Wasser abschlug und zwar so, dass ich angespritzt wurde. Ich warf mich wieder ins Stroh und mir stiegen Tränen der Scham in die Augen. Ich merkte dass ich grade dabei war in der Box auf den letzten Platz der Rangordnung durchgereicht zu werden.

„Vom gefeierten Rennpferd zum angepissten Klepper in nicht mal drei Tagen. Was für eine Leistung!“, dachte ich mir. Wieder stieg mein Selbsthass in mir auf und ich biss mir auf die Lippen um nicht loszuheulen.

Später kam dann noch der sandfarbene Hengst, doch er beließ es nicht bei ein paar Tropfen. Er leerte seine gesamte Blase über mir aus. Selbst als ich mich herumwarf und ihn böse ansah grinste er nur und mein Gesicht bekam jetzt auch seinen Teil ab. Bevor er ging spukte er mich an und stolzierte dann wieder zu den anderen.

„Du stehst jetzt ganz oben auf der Abschussliste“, dachte ich mir. „Entweder sie bringen mich hier in den nächsten Tagen um oder sie lassen mich wieder zu Kräften kommen und dann Gnade dir Gott!“
Mein Trotz und meine Wut auf alles und jedes waren zurück und ich begrüßte sie wie zwei alte Bekannte.
Da berührte mein Strohgenosse meinen Vorderhuf und ich drehte mich um und sah ihn an. Als er erst den Kopf schüttelte und mich dann anlächelte verflog meine Wut zum größten Teil.
„Wenigstens zwei von vier Hengsten behandeln mich anständig. Die Quote ist doch gar nicht so schlecht!“, dachte ich mir, während ich mich an ihn drückte und seinen warmen Atem an der Schulter spürte.
Schon im Halbschlaf, spürte ich seinen ausgeschachteten Schlauch an meinem Bauch und dachte mir: „Du bist der einzige hier den ich freiwillig ranlassen werde!“
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Drachenlord
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  Einladung zum Petnick Datum:01.08.17 07:26 IP: gespeichert Moderator melden


Aufgrund der Serverprobleme nur ein Link zu Fetlife. Genaueres wenn ich hier wieder posten kann.

https://fetlife.com/events/576669

Datum: Saturday, August 26, 2017 ·11:00 AM – 9:00 PM

Viele Grüße,
Schlachtross
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Drachenlord
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten - Neuer Teil verschoben Datum:05.08.17 07:44 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo zusammen,

Ich wollte gerade einen neuen Teil der Geschichte posten aber leider komme ich, aufgrund der Serverprobleme, nicht weiter. Aber sobald das Forum wieder läuft gibt es auch wieder was zum Lesen.

Viele Grüße,
Schlachtross
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