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HeMaDo
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Nordhessen


Immer wenn mir jemand sagt, ich sei nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin froh darüber.

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  Achadh Uaine Datum:30.03.19 16:51 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo zusammen,

ich habe vor einiger Zeit ja geschrieben, daß ich aufgrund gesundheitlicher Probleme erst einmal nicht zum Schreiben komme.
Diese Phase ist (naja, noch nicht ganz) vorbei und ich wollte mitteilen, daß ich momentan dabei bin die Geschichte grob zu konstruieren und auch die ersten Kapitel schon geschrieben habe.

Also wird es hier in nicht all zu ferner Zukunft mit einer neuen Geschichte los gehen.

HeMaDo
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Du hast alle Waffen die du brauchst- jetzt kämpfe!

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  RE: Achadh Uaine Datum:30.03.19 17:10 IP: gespeichert Moderator melden


Da bin ich mal neugierig, was es mit dem 'grünen Feld' auf sich hat...
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  RE: Achadh Uaine Datum:30.03.19 17:43 IP: gespeichert Moderator melden


Da freue ich mich

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*Gozar*
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  RE: Achadh Uaine Datum:30.03.19 19:41 IP: gespeichert Moderator melden


Na endlich gibt´s wieder guten Lesestoff hier im Forum!

Hi HeMaDo

Ich hoffe es geht Dir wieder besser! Hab schon Entzugserscheinungen gehabt nach deinen Geschichten!
Der Überschrift nach zu Urteilen, hoffe ich mal das wir die Location der Handlung schon kennen gelernt haben.

Oh MAN nu mach es doch nicht so spannend!
Sei gnädig mit meinen Fingernägeln mensch.

Gruß Gozar
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  RE: Achadh Uaine Datum:31.03.19 13:55 IP: gespeichert Moderator melden


HeMaDo hat geschriebn
Zitat
Hallo zusammen,

ich habe vor einiger Zeit ja geschrieben, daß ich aufgrund gesundheitlicher Probleme erst einmal nicht zum Schreiben komme.
Diese Phase ist (naja, noch nicht ganz) vorbei und ich wollte mitteilen, daß ich momentan dabei bin die Geschichte grob zu konstruieren und auch die ersten Kapitel schon geschrieben habe.

Also wird es hier in nicht all zu ferner Zukunft mit einer neuen Geschichte los gehen.

HeMaDo

Drei Monate haben nun nichts mehr von dir lesen können
Jetzt wirdst aber zeit das was neues kommt !


.

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Fehlermeldung am 31.03.19 um 14:00 geändert
95 % der Literatur sind Kopfkino selbst die Bibel denn keiner der Schreiber war dabei

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  RE: Achadh Uaine Datum:13.04.19 10:50 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo HeMaDo,
...gut Ding will weile haben...

Jetzt weiß ich aber nicht:
Bei der Qualität Deiner Geschichten müssten wir bis zum "St. Nimmerleins Tag" warten, auf der anderen Seite will ich aber ab besten sofort in die Welt deiner Storys abtauchen.

Bin gespannt
Gruß elec
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  RE: Achadh Uaine Datum:26.04.19 23:03 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo HeMaDo

Nun warten wir schon fast 4 Monate auf eine Fortsetzung deiner sehr guten Storyś

Klar es wird sich sicher wieder lohnen ,doch es tut weh ,

Bitte , bitte lass uns nicht mehr lange warten , wir brauchen was gutes zu


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HeMaDo
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  RE: Achadh Uaine Datum:27.04.19 21:09 IP: gespeichert Moderator melden


Ich bin ja schon dabei.

Leider hänge ich gerade an einem Punkt etwas fest. Und ich möchte nicht anfangen die schon geschriebenen Teile einzustellen, um dann feststellen zu müssen, daß ich immer noch nicht weiter komme...

Zur Info: Im Moment bin ich bei Kap. 7 und ich will mindestens 10 Kapitel in Reserve haben, bevor ich hier anfange einzustellen, auch wenn ich weiß, daß die Reserve sowieso wieder auf null schrumpfen wird.

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  RE: Achadh Uaine Datum:27.04.19 22:37 IP: gespeichert Moderator melden






[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Fehlermeldung am 27.04.19 um 23:11 geändert
95 % der Literatur sind Kopfkino selbst die Bibel denn keiner der Schreiber war dabei

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  RE: Achadh Uaine Datum:28.04.19 00:55 IP: gespeichert Moderator melden


Immerhin haben wir schon die Ankündigung , das heißt, wir können uns schon auf eine weitere klasse Geschichte freuen. Danke an HeMaDO und alle anderen Schreiber für ihre Arbeit.

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HeMaDo
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  RE: Achadh Uaine - Teil 1 Datum:09.05.19 14:33 IP: gespeichert Moderator melden


Wie einige der anderen Gäste auch, saß Sabine an ihrem Tisch und schaute auf ihr Comm. Von ihrem letzten Geld hatte sie sich gerade einen Kaffee gekauft um nicht zu sehr aufzufallen.
Sie wusste nicht, warum die anderen Gäste auf ihre Comms oder Pads schauten, doch bei ihr hing gerade davon ab, wie es nun weiter gehen sollte. Wenn sich innerhalb der nächsten halben Stunde nichts tat, musste sie zusehen, wo sie etwas Geld her bekommen würde um morgen etwas zu Essen zu haben.
Immer wieder sah sie von ihrem Comm auf und schaute zum Eingang des Terminalgebäudes. Gerade sah sie zwei Frauen herein kommen. Beide waren scheinbar Serva, denn beide trugen Tuniken und Halsbänder. Ihre Tuniken waren aber nicht die einfachen, wie man sie gelegentlich in der Stadt sah sondern sahen schon etwas besser aus. Die Frau mit den leuchtend roten, hüftlangen Haaren, trug eine Tunika aus dunkelgrünem, bestickten Stoff und die Andere mit fast genau so langen, dunkelblonden Haaren, eine beige Tunika mit dunkel abgesetzten Rändern. Diese Frau war etwas kleiner als die rothaarige und sah sich in dem Terminalgebäude um, so als würde sie so etwas zum ersten Mal sehen.

Die Beiden gingen zur Theke des Cafés und bestellten irgend etwas. Kurz darauf bekamen sie zwei Pappbecher und die rothaarige schaute auf die große Tafel mit den Wegweisern.
Sabine überlegte, ob sie den Beiden folgen sollte um zu versuchen, ihnen etwas zu klauen. Sie wusste zwar, daß Serva normalerweise kaum eigenes Geld hatten, doch diese Beiden sahen irgendwie so aus, als würden sie nicht ohne einen Cent aus dem Haus gehen.
Gerade, als sie aufstehen und den Beiden folgen wollte, vibrierte ihr Comm. Sie schaute auf dieses und eine gewisse Aufregung machte sich in ihr breit.
Auf dem Comm stand eine Meldung des Scanners, der sich in ihrem Rucksack befand. Dieser hatte ein Comm erkannt, mit dem ein Auto gesichert war und den Code zum Öffnen und Starten des Autos abhören und entschlüsseln können.

Sie war viel zu nervös um jetzt in Hektik zu verfallen. Es war das erste Mal seit einem halben Jahr, daß der Scanner einen solchen Code gefunden hatte. Alle neuen Autos waren besser gesichert und ihr Scanner somit ohne ein Update nutzlos, doch dieses sollte sie 100 Dollar kosten, die sie nicht hatte.
Sie trank ihren Kaffee aus und verließ das Terminalgebäude. Jetzt musste sie nur noch dieses Auto finden. Mit ihrem Comm in der Hand, ging sie langsam, um nicht aufzufallen, an der Reihe der parkenden Autos entlang. Weit entfernt konnte es nicht sein, also konnte es eigentlich nur in dieser Parkreihe hier direkt vor dem Gebäude stehen. Es dauerte einige Minuten, bis sie das Auto endlich gefunden hatte. Es war eine ziemlich große, etwas ältere Limousine. Ein Auto mit dem man ziemlich gut angeben konnte und auch ansonsten etwas auffällig mit seiner dunkelroten Lackierung und den schwarzen Zierstreifen.
Wäre es nicht ihre letzte Chance, würde sie so ein Auto niemals versuchen zu klauen, doch jetzt ging es nicht anders. Sie hoffte nur, daß Nico es ihr abnehmen würde. Und noch viel mehr hoffte sie im Moment, daß der Code, den der Scanner gefunden hatte, überhaupt funktionierte.

Sie tippte auf ihrem Comm auf die Fläche, die mit ’öffnen’ beschriftet war. Erst tat sich nichts, doch nach zwei oder drei Sekunden blinkten die Blinker des Wagens einmal auf. Sie ging zur Fahrertür und versuchte, diese zu öffnen. Diese sprang, als sie den Griff anfasste, auf und ließ sich weiter öffnen.
Innerlich jubelte Sabine und setzte sich in den Wagen. Schnell schnallte sie sich an und schaltete mit einem Knopfdruck die Elektronik ein. Die Armaturen leuchteten auf und zeigten an, daß der Wangen fahrbereit war. Sie schaltete auf Rückwärtsfahrt und trat vorsichtig das Gaspedal nieder. Der Wagen bewegte sich langsam aus der Parklücke heraus und hinter ihr hupte es auf einmal. Sofort trat sie auf die Bremse und sah sich um. Um ein Haar wäre sie mit einem anderen Wagen zusammen gestoßen, der anscheinend einen Parkplatz suchte. Der Fahrer des anderen Wagens machte einige ziemlich unfreundliche Gesten, setzt dann aber etwas zurück.
Sabine wartete kurz, bis die Straße frei war und fuhr dann aus der Parklücke. Sie fuhr langsam die Straße entlang und sah im Rückspiegel, wie der andere Wagen in die nun freie Parklücke fuhr. Erleichtert fuhr sie in Richtung Autobahnzubringer und dort auf die Autobahn, die sie bei der nächsten Abfahrt wieder verließ. Sie fuhr die Landstraße entlang und steuerte den Wagen auf einen Ausflugsparkplatz, der um diese Zeit, am Montag Morgen noch einsam und verlassen war. Dort schaltete sie den Wagen ab und stieg aus.
Sie schaute in den Kofferraum, der wie zu erwarten leer war, doch auf dem Rücksitz befanden sich zwei Sporttaschen, die sie eben in der Aufregung gar nicht bemerkt hatte.
Auf beiden Taschen befanden sich auffällige Namensschilder. ’Sunrise’ stand auf der einen und ’Silke – Mara Winter’ auf der anderen Tasche.
In die größere der beiden Taschen hätte sie vermutlich selbst herein gepasst, wenn sie Arme und Beine angezogen hätte. In dieser fand sie einige Anzüge aus einem seltsamen Fell, zwei Paar sehr seltsame Stiefel und andere Dinge, hauptsächlich aus Leder, die sie nicht genau zuordnen konnte. Vielleicht waren diese Sachen ja etwas wert, so daß sie sie noch verkaufen konnte. Sie schloss diese Tasche wieder, nachdem sie sie noch einmal eingehend untersucht hatte und öffnete dann die kleinere Tasche in der sich aber nur eher normale Kleidung befand. Drei Hosen, einige Oberhemden, Lederhandschuhe, die ihr etwas zu klein waren und zwei Paar schwarze Stiefel aus dunkelbraunem Leder. Diese waren schon ziemlich hoch und an der Seite mit Reißverschlüssen zu schließen. Sie schaute unter die Sohlen, doch eine Größenangabe stand dort nicht. Also legte sie sie ebenfalls zurück in die Tasche und schloss auch diese wieder.
Sie stellte die Taschen zurück auf den Rücksitz und setzte sich wieder auf den Fahrersitz, wo sie begann, alle Ablagen zu durchsuchen. Zu ihrer Freude fand sie unter einer Ablage unter dem Lenkrad ein kleines Etui. ’Für Notfälle’ stand auf diesem.
Als sie dieses öffnete, grinste sie breit. In dem Etui befanden sich ein Comm und mehrere größere Geldscheine, insgesamt fast 2000 Dollar.
Wenn jemand so viel Geld für Notfälle im Auto aufbewahrte und dazu noch ein Comm einer ohnehin schon teuren Marke, dann hatte sie wenigstens niemanden beklaut, der arm war.
Sie erlag der Versuchung, das Comm einfach ein zu schalten und hielt es an ihren rechten Oberarm, dort wo sich ihr ID-Chip befand. Es piepste und zeigte nun alle Programme, die sich auch auf ihrem alten Comm befanden an.
Das Comm und das Geld steckte sie in ihre Jackentasche und schaute sich weiter um. Doch außer einer Tüte Fruchtgummis und zwei Flaschen Wasser fand sie nichts weiter.
Aber alleine für das Comm und das Geld hatte es sich schon gelohnt, dieses Auto zu klauen.
Zufrieden setzte sie ihre Fahrt fort und fuhr zu einem Fastfoodrestaurant, welches sich auf ihrem Weg befand, wo sie erst einmal ausgiebig satt aß.

- - -

Zusammen mit Silke stand Mara am Ausgang, der zu den Abstellflächen für Privatflugzeuge führte und wartete auf Rebecca. Sie hatten eben beobachtet, wie das rot-schwarze Flugzeug gelandet und zu einer der Abstellflächen gerollt war.
Kurz darauf deutete Silke auf den Durchgang zum Nebengebäude des Terminals, durch den Rebecca gerade herein kam. Beide liefen auf sie zu und knicksten erst einmal vor ihr, bevor sie sie begrüßten.

Mara und Silke waren vor einer Woche mit dem Auto zu Maras Vater gefahren, da Mara sich hier mit einigen alten Freundinnen treffen wollte, während Rebecca nach Nürnberg zu ihrer Firma geflogen war um dort noch einmal nach dem Rechten zu sehen. Heute Nachmittag wollten sie zusammen nach Schottland fliegen, da nächste Woche dort das Stadtfest stattfand, an dem sie selbst teilnehmen wollten.

Nach der Begrüßung, die nicht ohne einige Umarmungen und Küsse ablief, nahm Silke Rebeccas Reisetasche und sie gingen zusammen zum Ausgang, wo Mara Rebeccas Wagen abgestellt hatte, um dann zu Maras Vater und Melissa zu fahren.

-

Mara schaute mit offenem Mund auf das fremde Auto, welches in der Parkbucht stand. Die Freude, Rebecca, die fast eine Woche in Nürnberg gewesen war, wieder zu sehen, war mit einem Schlag verflogen.
»Verdammter Mist«, rief sie laut aus. »Ich habe das Auto genau hier hin gestellt.« Sie stand vor der Parkbucht und deutete auf den Platz der nun von einem anderen Auto besetzt war. »Genau hier. Platz Nummer 451. Ich habe mir das extra noch gemerkt.«
Wütend ballte sie beide Hände zur Faust. »Genau hier«, rief sie wütend.
»Jetzt beruhig dich erst mal«, sagte Rebecca und fasste Mara an der Schulter.
»Nein, ich will mich jetzt nicht beruhigen. Da waren alle Sachen von Sunrise drinne. Einfach alles. Und Silkes Ausrüstung war auch drinne«, schrie Mara nun. »Wie soll ich mich denn da beruhigen.«
»Wieso waren Sunrise’ Sachen denn noch im Auto?«, fragte Rebecca.
»Warum sollte ich sie denn raus nehmen? Da stören sie doch keinen!«, schrie sie laut.
»Mara!«, sagte Rebecca laut und schaute Mara streng an.

»Entschuldigung, Herrin«, sagte Mara in einem normalen Ton. »Es tut mir leid, ich wollte dich nicht anschreien. Aber ich bin einfach so wütend, daß das Auto weg ist.«
»Schon gut, darüber können wir später reden. Bist du denn sicher, daß du das Auto hier abgestellt hattest?«, fragte Rebecca.
»Ja, ganz sicher, Herrin. Genau hier«, sagte Mara und deutete erneut auf den Parkplatz.
»Vielleicht ist es abgeschleppt worden?«, fragte Rebecca.
Mara schüttelte den Kopf. »Wieso denn? Ich habe die Parkgebühren bezahlt und hier ist auch kein Parkverbot.« Sie holte ihr Comm heraus und zeigte Rebecca die Quittung für die Parkgebühren.

»Entschuldigung, dürfte ich mal?«, fragte eine Männerstimme hinter Mara.
Die Drei drehten sich um und machten dem Mann Platz, der nun zu dem Auto ging, welches jetzt auf dem Platz stand.
»Verzeihung, haben Sie das Auto gesehen, das vorher hier gestanden hat?«, fragte Mara den Mann, der gerade in sein Auto einsteigen wollte.
»Ja, habe ich. Die wäre mir fast vorne rein gefahren, als sie rückwärts raus ist«, sagte der Mann.
»Die?«, hakte Mara nach.
»Ja, das war eine junge Frau. Die hat den Führerschein anscheinend noch nicht lange«, sagte der Mann. »Sie ist da lang gefahren.« Er deutete die Straße entlang und stieg dann in sein Auto ein.

Die Drei machten dem Auto platz und beobachteten den Mann, wie er aus der Parklücke heraus und in die selbe Richtung weg fuhr, in die er eben gedeutet hatte.
»Was machen wir denn jetzt?«, fragte Silke leise.
»Was sollen wir denn machen? Wir gehen zu Polizei«, sagte Mara und wandte sich um, um zurück in das Terminalgebäude zu gehen.
»Nein. Bitte nicht zur Polizei«, rief Silke erschrocken aus.
»Vor der Polizei brauchst du keine Angst zu haben«, sagte Rebecca und nahm Silke an der Hand. »Aber wenn es dir lieber ist, setzen wir uns in das Café dort drüben und Mara geht alleine zu der Polizeistelle hier im Flughafen«, sagte Rebecca.

Zusammen gingen sie zurück in das Terminalgebäude. Rebecca setzte sich zusammen mit Silke an einen der Tische in dem Café, während Mara zu der Polizeistelle ging, die sich einige Meter weiter befand.

Nach einer guten halben Stunde kam Mara zurück. Sie zog sich einen Stuhl heran und ließ sich sehr unelegant auf diesen fallen, wobei sie etwas genervt aussah und leise seufzte.
»Abgeschleppt worden ist das Auto nicht. Die haben eine Anzeige aufgenommen, und das Auto auf eine Suchliste gesetzt. Mehr können sie auch nicht machen. Wir können nur hoffen, daß das Auto irgend wo an einer Kontrollstelle vorbei kommt und da erfasst wird. Aber die gibt’s nur auf der Autobahn. Wenn die nicht über die Autobahn fährt, dann sieht es schlecht aus«, erklärte Mara und bestellte sich dann bei einer vorbeikommenden Bedienung einen Milchkaffee.
»Und was machen wir jetzt?«, fragte Silke noch einmal. »Müssen wir jetzt laufen?«
Mara schaute sie an und lachte bitter. »Nein, wir müssen nicht laufen«, sagte Mara und beugte sich etwas vor, um ihre Hand auf Silkes zu legen und sie zu streicheln. Ich habe Papa angerufen. Er und Melissa kommen vorbei um uns abzuholen. Und nachher bringen sie uns wieder her.«
Nun sah Silke erleichtert auf.
»Wieso kommen denn Beide?«, fragte Rebecca. »Es würde doch reichen, wenn Melissa her kommt um uns abzuholen.«
Mara seufzte kurz und schaute Rebecca dann an. »Weil ich gerne noch etwas versuchen möchte, um das Auto wieder zu bekommen. Bitte frag nicht, was das ist, Herrin. Ich kenne jemanden in der Nähe, der etwas darüber wissen könnte und den möchte ich besuchen.«
»Ich weiß nicht, ob ich das gut finden soll. Wenn Melissa dich begleitet, dann bin ich damit einverstanden, aber du musst mir versprechen, nichts zu tun, was dich in eine gefährliche Situation bringen könnte«, sagte Rebecca.
»Das verspreche ich dir, Herrin«, sagte Mara. »Ich weiß ja nicht einmal, ob er überhaupt noch etwas macht oder ob er nicht inzwischen vielleicht sogar im Gefängnis ist.« Mara sah Rebecca an und wusste sofort, daß sie etwas falsches gesagt hatte.
»Im Gefängnis?«, fragte Rebecca und sah Mara mit kritischem Blick an. »Ich denke, wenn das so ist, dann werde ich es dir lieber nicht erlauben.«
»Bitte Herrin. Ich werde ganz bestimmt nichts verbotenes tun«, sagte Mara flehentlich.
Es dauerte etwas, bis Mara Rebecca davon überzeugt hatte, daß sie zusammen mit Melissa doch fahren durfte und Rebecca stimmte, wenn auch etwas widerstrebend, zu.

Maras Vater und Melissa kamen kurz darauf zu ihnen und setzten sich an den Tisch. Mara erklärte, was passiert war und bat ihren Vater, mit Melissa zu einem alten Bekannten fahren zu dürfen, um vielleicht noch etwas über das Auto herauszufinden.

-

»Wieso bist du dir so sicher, hier euer Auto zu finden?«, Melissa steuerte Kiras Kleinwagen eine verfallene Straße in der Nähe eines Güterbahnhofes entlang und sah sich kritisch um. »Und wer sagt dir denn, daß es ausgerechnet hier her gebracht werden wird?«
»Ich bin mir nicht sicher«, sagte Mara mit einem Anflug von Resignation. »Aber früher gab es hier nur drei Leute, die so Autos wie Rebeccas kaufen würden und Olaf ist der Einzige, den ich näher kenne.«
Melissa wich einem Schlagloch aus und schaute kurz zu Mara. »Ich nehme an, du hast ihm selbst das ein oder andere Auto verkauft?«
Mara nickte nur knapp und schaute sich die Gegend an, die sich in den letzten sieben Jahren kaum verändert hatte.
»Na sieh einer an. Mara war früher mal eine Kleinkriminelle«, sagte Melissa lachend.
»Und du hast für das organisierte Verbrechen gearbeitet und kannst einem Mann ohne mit der Wimper zu zucken beide Arme brechen. Was denkst du denn, warum ich Serva geworden bin? Bestimmt nicht, weil ich eine schlechte Verkäuferin war«, erwiderte Mara.
»Du hast Recht, lassen wir das lieber.« Melissa deutete auf das Schild einer Autoverwertung, bei der der Name des ursprünglichen Besitzers mit roter Farbe übermalt war. »Ich denke, hier sind wir richtig, oder?«
Mara sah sich das Schild an und nickte lediglich, worauf hin Melissa den Kleinwagen in die Einfahrt steuerte und vor einer heruntergekommenen Lagerhalle abstellte.

Die Beiden sahen sich um und gingen auf das halb geöffnete Tor der Halle zu. Von drinne hörten sie leise Musik und das gelegentliche Klopfen von Metall auf Metall. Als sie die Halle betraten, erklang das laute Kreischen einer Schleifmaschine und hinter der Motorhaube eines Autos, welches zwischen den Pfosten einer Hebebühne stand, flog ein heller Funkenregen durch die ansonsten fast leere Halle.

Als der Funkenregen erlosch und das Kreischen der Schleifmaschine verstummte, schlug Melissa fest mit der Faust gegen das Tor, was ein lautes Scheppern verursachte.
»Ich hab geschlossen«, rief eine Frauenstimme, deren Besitzerin sich nicht die Mühe machte, ihren Kopf aus den Innereien des Autos zu nehmen.
Mara legte einen Finger auf die Lippen um Melissa zu deuten, daß sie selbst sprechen wollte. »Wir wollen zu Olaf«, rief sie, nachdem Melissa genickt hatte.

»Olaf? Den gibt’s hier schon seit drei Jahren nicht mehr«, rief die Frau und richtete sich langsam auf. Sie lehnte sich auf den Kotflügel des Wagens und schaute zu Mara und Melissa herüber.
»Kennen wir uns?«, fragte sie nachdem sie die Beiden einen Moment lang angeschaut hatte.
»Nico?« fragte Mara. »Wo ist denn Olaf?«
»Mara?« Die Frau kam nun auf die Beiden zu und betrachtete sich Mara eingehend. »Meine Fresse, wie lange ist das jetzt her? Und eine schicke Tunika hast du da an.« Sie umrundete Mara und Melissa und schaute sie sich genau an. »Gut schaust du aus. Ich nehme an, Autos klaust du keine mehr.« Sie schaute nun Melissa an und musterte sie von oben bis unten. »Und eine hübsche Freundin hast du auch.«
Sie holte eine Zigarette aus der Brusttasche ihrer ölverschmierten Latzhose und zündete sie sich umständlich an. »Und Olaf, tja, da wirst du noch ein paar Jahre warten müssen, wenn er überhaupt wieder kommt. Der trägt jetzt wahrscheinlich auch so eine schicke Tunika, oder was auch immer männliche Serva so tragen. Die Bullen waren hier und haben ihn mitgenommen. Er war anständig genug, um mich nicht mit rein zu ziehen und als die Richterin ihm das Angebot gemacht hat, einer der ersten Servio zu werden, statt in den Bau zu gehen, hat er nicht lange überlegt.« Sie zog an ihrer Zigarette, legte den Kopf zur Seite und schaute aus dem Tor heraus. »Und was wollt ihr hier? Braucht ihr Ersatzteile für euer kleines Auto?«

Mara, die wie Melissa mit hinter dem Rücken verschränkten Armen in der Halle stand, schüttelte den Kopf. »Mit dem ist alles in Ordnung. Wir suchen ein anderes Auto. Es ist mir vor ein paar Stunden am Flughafen irgendwie abhanden gekommen.«
»Sowas mache ich nicht mehr. Als sie Olaf geschnappt haben, habe ich beschlossen, lieber ehrlich zu werden, bevor die mir auch so ein schickes Halsband anlegen«, antwortete die Frau.

In diesem Moment war von draußen das Geräusch von Reifen auf dem Schotter zu hören und ein greller Lichtblitz schien durch das Tor herein, als die Sonne sich in der Seitenscheibe eines Autos spiegelte, welches vor das Tor fuhr.
Mara drehte sich nur kurz um und schüttelte dann den Kopf. »Soso, sowas machst du also nicht mehr?«, fragte sie ruhig, nachdem sie aus dem Tor geschaut hatte.
»Nein. Ist mir zu heiß geworden. Ich verdiene mein Geld jetzt mit ehrlicher Arbeit.«
Mara trat ins Dunkel neben dem Tor und Melissa folgte ihr in den Schatten, als draußen eine Autotür zugeworfen wurde und Schritte sich dem Tor näherten.

-

Sabine stieg gut gelaunt aus dem Auto und holte die große Sporttasche von der Rückbank. Sie ging mit einem breiten Grinsen im Gesicht durch das halb offen stehende Tor in die Werkstatt, wo Nico stand und sie bereits zu erwarten schien.
»Das musst du dir unbedingt ansehen. Manche Leute tragen echt komische Sachen«, rief sie und warf Nico die Sporttasche vor die Füße.
»Ich habe dir gesagt, daß du nicht am helllichten Tag hier her kommen sollst, du blöde Kuh«, fuhr Nico sie an, doch bevor sie noch etwas erwidern konnte, spürte sie eine Bewegung hinter sich und ehe sie sich versah, drehte ihr jemand die Arme schmerzhaft auf den Rücken, warf sie zu Boden und drückte ihr Gesicht in den Dreck. Sie hatte nicht einmal Gelegenheit zu schreien, als sie ein Knie im Rücken spürte und ihr jemand die Hände zusammen band.

»Also das nenne ich mal Glück. Ich hätte nicht gedacht, daß es so einfach werden würde«, sagte die Frau, die sie trotz heftiger Versuche, sich zu befreien am Boden hielt.
»Was soll das? Lassen Sie mich los«, rief sie nun laut und versuchte, sich zu befreien.
»Ganz bestimmt nicht Herzchen. Ich würde an deiner Stelle still halten, sonst muss ich dir noch weh tun«, sagte die Frau hinter ihr und bog ihre Arme weiter nach oben, so daß es in ihren Schultern schmerzte. Sofort hörte sie auf, zu zappeln.
Mit dem Kopf am Boden, sah sie nicht all zu viel. Doch dann sah sie ein Paar nackte Füße, die in ihr eingeschränktes Blickfeld traten und hörte eine weitere Frauenstimme: »Ich glaube, das gehört mir.« Die Füße gingen in Richtung der Sporttasche.
Sie spürte wie die Frau, die sie noch immer fest am Boden hielt in ihren Jackentaschen herumwühlte und alles, was sie dort hatte, heraus holte und ihr anschließend ein Comm, an den arm hielt, welches kurz piepste. »Sabine Achter, geboren am 22. Juli 2406 in Aachen. Zur Zeit ohne festen Wohnsitz«, las die Frau anscheinend aus dem öffentlichen Teil ihrer Bürgerakte vor. »Was sollen wir mit ihr machen?«
»Ich weiß nicht. Was schlägst du denn vor Melissa?«, fragte die andere Frau wieder.
Die Frau in ihrem Rücken schob ihr ganz ohne Grund die Arme noch weiter nach oben,was ihre Schultern mit einem heftigen Schmerz quittierten. »Sind wir nicht vorhin an einem Fluss vorbei gekommen? Ich glaube kaum, daß sie jemand vermissen würde«, sagt sie.
»Nein! Bitte nicht«, presste Sabine schmerzerfüllt hervor und versuchte erneut, sich zu befreien, was ihr aber nicht gelang.
»Sowas machen wir nicht Melissa«, sagte die andere Frau. »Aber ich denke schon, daß die Polizei sich für sie interessieren würde.«

»Hallo? Könntet ihr das bitte irgend wo anders austragen?«, rief Nico laut dazwischen.
Plötzlich ließ die Frau sie los und zog sie an den Armen nach oben, so daß sie wieder auf ihren eigenen Füßen stand. Doch statt sie wieder gehen zu lassen, zog sie sie an eine der Metallsäulen die das Dach der Halle trugen und band ihre Arme hinter ihrem Rücken an diesem fest.
Nun sah Sabine die beiden Frauen das erste Mal. Die Frau, die vor ihr herumgelaufen war, hatte lange, rote Haare und ein eigentlich ziemlich freundliches Gesicht. Die andere Frau, die nun in ihr Gesichtsfeld trat, war offenbar schon etwas Älter, Sabine schätzte sie auf Mitte vierzig, sie hatte schulterlange, braune Haare. Beide Frauen trugen Tuniken, wie sie normalerweise Serva trugen. Dazu passte auch, daß beide stählerne Halsbänder trugen.

»Können wir uns mal irgendwo unterhalten?«, fragte die Brünette nun.
Nico sah sie kurz an und deutete dann auf das Büro, welches sich in einer Ecke der Halle befand. Die Drei gingen in das Büro und schienen sich dort zu unterhalten.
Durch das Fenster sah Sabine, daß Nico den Beiden anscheinend einen Kaffee kochte.

Als sie meinte, unbeobachtet zu sein, drehte Sabine sich um und versuchte, das Seil, mit dem sie am Träger gefesselt war, zu lösen, doch genau in diesem Moment öffnete sich die Tür des Büros und die Brünette steckte den Kopf heraus. »Ich bin schneller als du. Und wenn ich dich kriege, ich finde die Idee mit dem Fluss noch immer ziemlich passend!«, rief sie.
Sabine blieb nichts anderes übrig und so blieb sie einfach stehen und wartete, bis die drei Frauen wieder aus dem Büro heraus kamen.

-

Wie lange die Drei in Nicos Büro gewesen waren, konnte Sabine beim besten Willen nicht sagen. Die einzige Uhr in der Werkstatt zeigte bereits als sie das erste Mal hier gewesen war, halb acht an und war ihr keine große Hilfe.
Erst nach einer gefühlten Ewigkeit kamen die beiden ihr unbekannten Frauen aus dem Büro. Nico folgte ihnen mit einem ziemlich missmutigen Gesicht in einigen Schritten Abstand.
Ihr fiel auf, daß die Tunika der Brünetten offen war und bei jedem Schritt ihre Scham entblößte, was diese aber nicht im Geringsten zu stören schien. Obwohl sie eigentlich andere Sorgen hatte, kam sie nach kurzem Nachdenken darauf, daß es sicher der Gürtel dieser Tunika war, mit dem sie selbst gerade an diese Säule gefesselt war. Die Beiden stellten sich vor ihr auf und nun löste auch die Rothaarige den Gürtel ihrer Tunika. Beide öffneten ihre Tuniken und knieten sich dann auf den schmutzigen Boden vor ihr hin. Ihre Knie ruhten nun, ohne daß die Tuniken an diesen Stellen schmutzig wurden, auf dem nackten, ölverschmierten Boden.
»Nimm bitte Platz«, sagte die rothaarige leise aber gut verständlich und schob ihr eine Kiste zu, auf die sie sich setzen konnte, ohne sich selbst die Arme zu sehr nach oben zu ziehen. Der Blick der Brünetten strafte den freundlichen Ton der anderen Frau allerdings lügen und so kam diese Bitte einem direkten Befehl gleich, dem sich Sabine nicht zu widersetzen traute. Umständlich setzte sie sich auf die Kiste.
»Melissas Idee mit dem Fluss kommt nicht in Frage«, sagte die Rothaarige und schaute zu der Brünetten, die darauf hin ein etwas beleidigtes Gesicht machte. »Also, was sollen wir jetzt mit dir machen?«
Sabine hob den Kopf und schaute der Frau ins Gesicht. Sie hatte nicht damit gerechnet, daß sie diese Frage ernst meinte, doch der Ausdruck im Gesicht dieser Frau sagte ihr, daß sie diese Frage vollkommen ernst meinte.
In Sabine regte sich etwas wie Trotz, als sie antwortete: »Lasst mich einfach gehen, dann rufe ich nicht die Bullen, weil ihr mich hier festhaltet«, sagte sie trotzig und schaute hilfesuchend zu Nico, die, mit einer Zigarette im Mundwinkel, hinter den beiden Frauen stand und sie eher unbeteiligt anschaute.
Die Beiden Frauen sahen sich an und schienen zu grinsen.
»Ja, die Polizei zu rufen wäre eine Möglichkeit.« Bei diesen Worten der Rothaarigen zuckte Sabine zusammen. Sie wollte auf keinen Fall etwas mit den Bullen zu tun haben. Was dann passieren würde, war ihr nur zu deutlich bewusst. »Da du das Auto geklaut hast, ist das, was wir hier machen, vollkommen legal. Wir halten dich hier nur so lange fest, bis die Polizei hier ist. Und was dann mit dir passiert, das kannst du dir sicher selbst ausrechnen.«
Die Frau atmete tief ein und ließ die Luft langsam wieder heraus, dann sprach sie weiter: »Weißt du, ich war selbst mal in genau der selben Situation wie du. Ich habe auf der Straße gelebt und habe mich mit kleinen Diebstählen und mit geklauten Autos über Wasser gehalten. Ich glaube, sich nur im Fluss oder ab und zu mal auf irgend welchen öffentlichen Toiletten waschen zu können, ist heute noch genau so unangenehm wie es früher war.«
Unbewusst nickte Sabine zustimmend. Die Frau hatte Recht. Im Sommer im Fluss, das war nicht all zu schlimm, aber im Winter hatte sie nur die öffentlichen Toiletten und obwohl diese regelmäßig gereinigt wurden, war allein der Geruch dort alles Andere als angenehm.
»Aber ich war nie so blöd gewesen, am helllichten Tag mit einem geklauten Auto hier her zu kommen. Olaf hätte mich zusammen geschlagen und ich hätte nie wieder her kommen zu brauchen. Du hast Glück, daß nicht die Polizei hier ist sondern wir.«
Sabine wusste, daß diese Frau vollkommen Recht hatte. Obwohl Nico ihr mehrmals eingeschärft hatte, nicht tagsüber hier her zu kommen, hatte sie genau das trotzdem getan. Nun erkannte sie, wie dumm das gewesen war. Kleinlaut fragte sie: »Was habt ihr mit mir vor?«

»Mara hat vollkommen Recht«, mischte Nico sich jetzt ein. »Ich will den Scanner wieder haben und dann will ich dich nie wieder hier sehen.«
»Der ist im Rucksack«, sagte Sabine und deutete mit einer Kopfbewegung nach draußen, wo das Auto stand. Die Brünette stand darauf hin auf und verließ die Halle.
»Du hast die Wahl«, sagte die Rothaarige. »Entweder wir bringen dich jetzt zur Polizei oder nach Straßburg in die Schule.«
»Was?«, rief Sabine entsetzt aus. »Ich gehe nicht in die Schule, das könnt ihr vergessen.«
»Dann eben zur Polizei. Was dann mit dir passiert, kann ich dir ziemlich genau sagen. Du kommst ein paar Tage in Untersuchungshaft und wirst dann von einem unerfahrenen Pflichtverteidiger vor Gericht vertreten. Der Richter wird eine ziemlich hohe Strafe verhängen und dir die Wahl lassen, entweder ins Gefängnis zu gehen oder in die Schule. Ich schätze, unter zehn Jahren wirst du für Autodiebstahl nicht weg kommen. Wenn wir dich nach Straßburg bringen, dann bist du zwei Jahre in der Schule und bekommst dort eine vernünftige Ausbildung zur Serva. Danach wirst du versteigert und bleibst fünf Jahre Serva bei einer Herrschaft und kannst danach neu anfangen. Das würde auch passieren, wenn du verurteilt wirst. Der Unterschied ist nur, die Zeit, die du Serva bleiben musst. Ich nehme an, ins Gefängnis willst du nicht gehen. Also hast du jetzt noch die Wahl zwischen fünf und zehn Jahren als Serva und kannst dir sogar aussuchen, ob du nach Straßburg in die Schule gehen willst, von der ich dir aus eigener Erfahrung sagen kann, daß sie ziemlich gut ist oder in eine Schule, die das Gericht bestimmt, vielleicht kommst du ja nach Montreux, die Schule da soll auch sehr gut sein, aber du kannst auch nach Hamburg kommen. Da soll es ziemlich streng zu gehen, habe ich mir sagen lassen.«

»Wir könnten sie auch immer noch in den Fluss werfen«, sagte die andere Frau, die gerade mit Sabines Rucksack wieder herein kam, nun.
»Könnt ihr mich nicht einfach gehen lassen?«, fragte Sabine flehend. »Ich mache sowas auch nie wieder.«
»Damit ganz sicher nicht«, sagte die Brünette, die den Scanner aus dem Rucksack geholt hatte und ihn sich eingehend betrachtete. »Das Teil ist so alt, das du Glück hattest, damit überhaupt irgend ein Auto knacken zu können.« Sie holte mit der Hand, in der sie den Scanner hielt, weit aus und warf ihn mit voller Wucht gegen das Tor der Halle, wo er in hunderte Einzelteile zersprang.
»Ja, wir könnten dich auch einfach gehen lassen. Aber bevor wir das tun, will ich dir erzählen, was dann passiert«, sagte die Frau, die gerade die einzige Möglichkeit zerstört hatte, ohne all zu großes Risiko an Geld zu kommen. »Du gehst zurück in die Stadt und angenommen, wir lassen dir das Geld und das Comm, die du aus dem Handschuhfach genommen hast, irgend wann wird das Geld alle sein. Du wirst erst dein altes Comm verkaufen um an Geld zu kommen und dann das, welches du aus dem Auto genommen hast. Aber irgend wann wird das Geld auch alle sein und du hältst dich mit Taschendiebstählen über Wasser oder mit kleinen Einbrüchen oder Ladendiebstählen. Aber das wird nicht reichen, um dir genug zu Essen zu kaufen und vielleicht fängst du, wenn es draußen kalt wird, an zu trinken oder nimmst Drogen und das Geld wird immer weniger reichen. Irgendwann wirst du auf den Strich gehen und du wirst Drogen nehmen, damit du das, was die Freier mit dir anstellen, nicht mit bekommst. Und wenn du Glück hast, erwischen dich die Bullen, bevor du an einer Überdosis stirbst.« Die Frau schloss für einen Moment die Augen und schüttelte dann den Kopf. »Du fragst dich sicher, woher ich das so genau weiß. Genau so ist es mir damals gegangen. Ich hatte das Glück, daß die Bullen mich erwischt haben. Ich war ein ganzes Jahr in einer Entzugsklinik, bevor mich der Richter in die Schule geschickt hat. Und ich habe andere gesehen, die dieses Glück nicht hatten. Die Meisten lagen irgend wann steif und kalt in irgend einer Nebenstraße oder auf einem Hinterhof, bevor der Leichenwagen sie abgeholt hat. Und viele von denen waren nicht viel älter als du.«
Die Frau schaute zu der Rothaarigen die sie fragend ansah.
»Ja, Bernd weiß davon«, sagte sie, worauf hin die Rothaarige knapp nickte.

Sabine sah die Frau nachdenklich an. Sie schien wirklich zu wissen, wovon sie da redete, ihre Augen sprachen in diesem Moment Bände. So wollte sie auf keinen Fall enden.
»Also, was ist jetzt?« Die Frage der Rothaarigen riss Sabine aus ihren Gedanken.
Sabine musste Schlucken, bevor sie antwortete. »Die Schule«, sagte sie leise.
Die Rothaarige nickte, worauf hin die andere Frau hinter sie trat und ihr den Gürtel abnahm, mit dem ihre Handgelenke gefesselt waren. Sie rieb sich diese und schaute fragend zu den Beiden.
Die Rothaarige ging zu Nico um sich von ihr zu verabschieden. Als sie die Halle verlassen wollten fragte Nico: »Ist es wirklich so schlimm?«
Die Brünette sah zu Nico und nickte. »Ja, ist es«, sagte sie. Dann gingen sie nach draußen. Die Rothaarige legte die riesige Sporttasche in den Kofferraum der Limousine und stieg ein, während Sabine zusammen mit der Brünetten, nachdem diese ihre Tunika wieder mit ihrem Gürtel verschlossen hatte, in den Kleinwagen stieg. Zusammen fuhren sie in Richtung Flughafen.

-

»Es tut mir leid Herrin, ich habe die Polizisten angelogen«, sagte Mara.
Sabine hatte, seitdem sie in dem hübschen, zweistöckigen Einfamilienhaus angekommen waren, kaum ein Wort geredet. Mara, so hieß die Rothaarige, und Melissa, das war die Brünette, hatten den Anderen, ziemlich ausführlich erzählt, was passiert war.

Nachdem sie am Flughafen angekommen waren, hatte Mara den Wagen auf einem Parkstreifen vor einem anderen Eingang des Flughafens abgestellt und war dann zu der Polizeistation des Flughafens gegangen. Sie hatte den Polizisten erklärt, daß der Wagen doch nicht gestohlen war, sondern sie sich im Ausgang geirrt und ihn deshalb nicht gefunden hatte. Die Polizisten hatten ihr das sogar abgenommen, da die beiden Straßen sich sehr ähnlich sahen und sogar die Ausgänge des Flughafens unterschieden sich nur in den Bezeichnungen, die in großen Lettern über diesen standen. Sie hatten nicht einmal mit ihr geschimpft sondern sie nur ermahnt, das nächste Mal besser darauf zu achten, wo sie den Wagen abstellte.
Dann waren sie fast 50 Kilometer weit, bis nach Wiesbaden gefahren, wo Bernd, Rebecca und Silke bereits ungeduldig auf sie warteten.

Rebecca und Bernd hatten den Ausführungen Maras und Melissas mit ernster Mine und ohne Zwischenfragen zugehört, während Silke Sabine eine Kleinigkeit zu Essen brachte.
»Du weißt aber, daß wir es nicht mehr schaffen, sie nach Straßburg zu bringen«, hatte Rebecca gesagt, nachdem die Beiden ihren Bericht beendet hatten. »Wir müssen spätestens heute Abend da sein.«
»Warum nehmt ihr sie nicht einfach mit? Soweit ich weiß, ist die nächste Einschulung in Straßburg doch sowieso erst nächsten Monat. Und ob sie so lange bei euch bleibt oder in der Schule nichts tut, ist doch egal«, hatte Bernd vorgeschlagen.
Mara, Rebecca und Silke hatten sich darauf hin kurz angesehen und ohne sie zu fragen entschied diese Rebecca mit einem einfachen Nicken über Sabines weiteres Schicksal. Doch sie hatte es nicht gewagt, zu widersprechen, zu tief hatte Melissas Bericht über ihr eigenes Schicksal sich ihr ins Gedächtnis eingebrannt. So wollte sie auf keinen Fall enden und so nahm sie einfach hin, daß nun andere über ihr Schicksal entschieden.

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von HeMaDo am 10.05.19 um 15:00 geändert
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Blackrubberhorse
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Du hast alle Waffen die du brauchst- jetzt kämpfe!

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  RE: Achadh Uaine Datum:09.05.19 15:56 IP: gespeichert Moderator melden


Freut mich, dass die neue Story von dir jetzt startet und du bereits bekannte Figuren nutzt- so entsteht Kontinuität...
Bin neugierig, was du dir ausgedacht hast!_
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der suchende Volljährigkeit geprüft
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  RE: Achadh Uaine Datum:09.05.19 20:23 IP: gespeichert Moderator melden


Gratulation zur (Fortsetzung) neuen Geschichte. Sie macht wie bei dir üblich Lesesüchtig .
Danke für´s Schreiben
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Wölchen Volljährigkeit geprüft
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  RE: Achadh Uaine Datum:10.05.19 05:01 IP: gespeichert Moderator melden


Und der Beginn einer neuen Geschichten.

Freue mich schon zu lesen wie es weiter geht.

mfg Wölchen
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jonnyf
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  RE: Achadh Uaine Datum:10.05.19 12:19 IP: gespeichert Moderator melden


wann kommt der nächste Teil?

jonnyf
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HeMaDo
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Immer wenn mir jemand sagt, ich sei nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin froh darüber.

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  RE: Achadh Uaine Datum:10.05.19 14:40 IP: gespeichert Moderator melden



Zitat

wann kommt der nächste Teil?

Nicht so ungeduldig.

Ich beabsichtige, die neuen Teile jeweils Donnerstags zu veröffentlichen.


HeMaDo
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fiasko Volljährigkeit geprüft
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  RE: Achadh Uaine Datum:10.05.19 20:15 IP: gespeichert Moderator melden


Faszinierend!!!
Homepage besuchenE-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
*Gozar*
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  RE: Achadh Uaine Datum:10.05.19 20:18 IP: gespeichert Moderator melden


Hi HeMaDo

Was lange währt währt endlich gut!
Lange hat es gedauert und so lange wie es gedauert hat, so gut fand ich den ersten Teil deiner neuen Geschichte.
Und genauso brenne ich darauf sie weiter zu verfolgen

Gruß Gozar

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Stamm-Gast

N R W


Alles was im Einvernehmen passiert , ist Normal

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  RE: Achadh Uaine Datum:10.05.19 22:27 IP: gespeichert Moderator melden


Danke das es nun weiter geht
95 % der Literatur sind Kopfkino selbst die Bibel denn keiner der Schreiber war dabei

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Trucker Volljährigkeit geprüft
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Latex ist geil

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  RE: Achadh Uaine Datum:12.05.19 12:10 IP: gespeichert Moderator melden


Danke für die geniale Geschichte und super geschrieben. Super das es mit Rebecca und Mara weiter geht.
Danke an alle Autoren fürs schreiben ihrer Geschichten

Gruß truckercd
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