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  Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung...
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TMeier
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:20.02.21 09:29 IP: gespeichert Moderator melden


Das Problem ist halt das durch das Schlafmittel ja das Teambuilding und vor allen das Nachdenken warm sitze ich hier jetzt so unbequem.
Gerade Lion/Kara sollen ja darüber nachdenken das die Verweigerung nicht nur für sie selber konsequenzen hat.

Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf die nächste Woche auf Rosengarten.

Diese Woche ist halt nicht so meine mit dem Fokus auf Gummi/Sex/zusammenarbeit der Pferde da werden die Gefühle/Stimmungen der einzelen natürlich weniger wichtig.
Und für Schlachtross als gewohntes Gummipferd ist dies Woche ja schon fast als Urlaubswoche anzusehen.


Achtung:
Das soll jetzt keine Aufforderung sein eure Pläne irgentwie zu ändern ich werden auf jeden Fall hier bis zum Ende sehr gerne weterlesen.

Aber ss gibt halt beim PetPlay immer stärker die 2 Ausrichtungen/Lager den einen geht es halt primär um die kompette aufgabe der sexuellen Selbsbestimmtheit den anderen um das abtauchen von der Realwelt in die Petwelten.



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Blackrubberhorse
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:20.02.21 09:41 IP: gespeichert Moderator melden


Keine Angst- die Geschichte ist fertig geschrieben und daher wird es inhaltlich keine großen Änderungen geben.
Lion und auch Kara werden für ihre 'Leistung' auch noch intern 'gemaßregelt'- soviel sei verraten- was durchaus in dem bereits postulierten Sinn der Baronin bezüglich der 'Pferdehaltung' auf Rosengarten ist.
Gummi/Latex wird auf Rosengarten auch von den 'Pferden' weniger als gewollter Fetisch angesehen- eher als zusätzliche Belastung bei der Zuarbeit für zahlende Gäste bzw. als Opfer für den 'Fetisch' von Augustine. Dabei gibt es später auch eine Erklärung, warum Blacky derart Panik vor einer Arbeit in solchem Outfit hat...
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TMeier
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:24.02.21 20:39 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
Keine Angst- die Geschichte ist fertig geschrieben ...

Wenn das so ist dann mal schneller hier die Teile veröffentlichen und uns nicht solange hängen lassen.

Umso schneller kannst du dich um das nächsten Projekt kümmern.

Ich weiß ich bin unverschämt und frech, aber manchmal ist mir danach, nicht böse meinen

Gruß
Thomas
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Blackrubberhorse
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:24.02.21 20:44 IP: gespeichert Moderator melden


Na na na... nicht gierig werden! Wo bleibt denn da die Vorfreude auf das nächste Kapitel?
In zwei Tagen gibt es doch schon den nächsten Lesestoff!
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Blackrubberhorse
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:26.02.21 15:44 IP: gespeichert Moderator melden


Tag 13, Freitag- Woche zwei (Part 1)



Hengstbox...


Brutus:

"Guten Morgen ihr Pferde...- ich hoffe, die Nacht war angenehm für euch?"

'Als erstes diese vor Sarkasmus triefende und und uns verhöhnende Stimme des Pferdeknechtes hören zu müssen...- das verdarb den ganzen Tag!'

Brutus verstand die am meisten verwendeten Redewendungen der Trainer und auch den überwiegenden Teil der für ihn und alle anderen 'Pferde' bestimmten Kommando's recht gut- an wichtigsten jedoch war für ihn der Klang der Stimmen. Sie gaben ihm Halt- Bestätigung für erbrachte Leistung, Lob, Unzufriedenheit... In Verbindung mit der sich mit ihm beschäftigenden Person war er zudem sehr gut in der Lage zu beurteilen, ob die Worte aufrichtig und ehrlich gemeint oder verhöhnend und voller Falschheit- so wie in diesem Augenblick- an ihn gerichtet waren. Aber es war ehernes Gesetz- er war ein Pferd und dieses spricht weder mit seinen anderen Pferden noch antwortet es den ihn versorgenden Menschen...
Für ihn war es aus diesem Grund ein regelrechter Schock vor vier Tagen im Wald, als Schlachtross gegen das für die Pferde auf dem Hofgut bestehende Sprechverbot verstieß und damit nicht nur für sich eine Bestrafung riskierte- dieser Hengst war aber nur 'Gast' und würde nach dem Rennen wieder zurück auf seinen Hof zurück dürfen...- doch 'seine' Ownerin Mira wollte diesen Pferd die Zeit in Rosengarten so ungemütlich wie nur irgend möglich machen und er als 'ihr' Hengst solle sich nur an das Rennen gegen ihn im vergangenen Jahr erinnern und was für Konsequenzen für ihn dies nach sich gezogen hätte...
Brutus dachte mit Grauen an die Strafen für sein 'Versagen'- Verweigerung von Futter, Training bis zum Zusammenbruch... und immer wieder die Peitsche der Baroness... jeden Abend... er hatte die Tage nicht gezählt! Und doch konnte sie damit nicht die Tatsache ungeschehen machen- es war ihr Fahrfehler, der Sie den Sieg gekostet hatte! Da war er sich ganz sicher- und selbst wenn er da sich täuschen sollte, wäre es nicht die Schuld des Pferdes sondern der ihn lenkenden Jockey. Daher entsprach er zwar dem Wunsch von Mira und hatte sich nicht eingemischt, als Blacky und Lion ihr Spiel mit dem 'Neuen' abzogen- doch als dieser begann sich zu wehren und zuerst Lion und danach noch Blacky in der Rangordnung unter sich verwieß, warum sollte er ihn hindern? Schlachtross hat ihm nicht nur seinen Respekt erwiesen und damit seine Führung nicht in Frage gestellt- dieser hätte nach dem 'Rennen' auf Mira's Hausstrecke, wo er gegen Schlachtross verloren hatte, selbst die Position des Leithengstes für die Zeit, in der er hier war, einnehmen können. Und doch hatte er diese Möglichkeit verstreichen lassen...

'... er hat mich sogar noch in meiner Position bestärkt und trotz seines Sieges über mich zuerst fressen lassen...'

Da hatte er selbst sehr schnell begriffen- dieser Hengst war ein Bollwerk zwischen dem Anspruch von Blacky und seiner Position. Er schirmte ihn mit der Anerkennung als Leithengst de facto gegen diesen ab...- und erwartete offenbar nur, von ihm in Ruhe gelassen zu werden! Das stellte für ihn ein akzeptables Arrangement dar- auch wenn es so nie zwischen ihnen ausgesprochen worden war.
Dessen Eintreten für Miu bei dem Training durch die Baroness war sicher seiner Unwissenheit über die hier herrschenden Regeln geschuldet gewesen- keines der Gestütpferde half hier einander- und doch war dessen Einsatz nicht nur ein 'Dankeschön' für die vorher durchwachte Nacht des jungen Hengstes für den 'Neuzugang'. Die beiden entwickelten eine Freundschaft zueinander...- und er als Leithengst in der Box könnte nur hoffen, keine der Baroness' würde dies bis zu dem Rennen gegen die beiden kehren und ihnen so Schmerz zufügen. Er würde daher sein Möglichstes tun, um auf die beiden aufzupassen...
Jens hatte inzwischen die Fußfesselung so geändert, daß sie mit ihrer Hinterhand nicht mehr miteinander verbunden waren. Dafür hatte er jetzt die Beine von jedem Pferd zusammen gefesselt und mit einem Grinsen sorgte er für ein wenig 'Morgengymnastik'...

"Hoch mit euren Hufen! Beine zieht-an! Streckt-aus!..."

Keinen anderen Halt findend als das Gesäß als den einen Auflagepunkt und die Halsbänder, mit denen sie rund um die Tonne in ihrem Rücken verbunden waren, als zweiten, überwachte der Pferdeknecht die korrekte Ausführung seiner Kommando's und erfreute sich an dem Nebeneffekt des sich gegenseitigen Würgens infolge der von ihm verlangten Übung. Er hatte es besonders auf Kara abgesehen- immer wieder schlug er ihr mit seiner Gerte auf ihre Brüste und rieb sich bei den Schmerzlauten der Stute ungeniert in seinem Schritt. Erst mit dem Auftauchen der Krankenschwester beendete er sein 'Spiel' mit uns und überließ ihr das Feld...
Brutus war trotz allem froh über diese Übung- so konnte er schon sein linkes Knie, was ihm Schmerzen verursachte, bewegen und damit lockern. Er blieb zudem, was das geschlagen werden anging, von Jens verschont; die beiden 'Berührungen' waren im Rahmen dessen, was er hier mehr oder minder jeden Tag zu spüren bekam. Doch die folgenden Berührungen von Annika, die eindeutig darauf ausgerichtet waren ihn zu erregen, gingen ihm gegen den Strich. Für ihn war das, selbst in seinem Verständnis als Hengst, etwas das doch eher intim bleiben sollte. Zumal, das war ihm klar, es jetzt keinen Höhepunkt und damit keine Entspannung geben würde...

"Jens- würdest du dich bitte um die Stuten kümmern? Baroness Augustine legt Wert darauf, daß auch diese belohnt werden... Aber keinen Höhepunkt- nur Erregung! Das gilt besonders für Steel... und bei Kara darf es ruhig ein wenig härter ausfallen! Aber denk daran, die werden beide am Sonntag noch benötigt..."

'Hoffentlich ist er nicht zu grob zu Steel...'

Brutus hatte die letzten beiden Sätze der Krankenschwester unter der Maske nur halb verstanden, doch schienen diese eine Art Anweisung an den Pferdeknecht zu sein. Er selbst wurde nun aber von Annika abgelenkt- ungeniert drückte diese die Atemlöcher seiner Maske in ihren offen unter dem 'Schwesternkittel' getragenen Schritt und so war er gezwungen, ihren Geruch zu inhalieren. Im Wechsel dazu griff sie ihm in seinen Schritt und massierte dabei sein Genital. Dies geschah zu seinem Erstaunen aber verhältnismäßig sanft und nicht auf die Weise, wie er es durch die Schwester gewohnt war. Nach einigen Minuten war er daher erregt und hätte auch nichts dagegen gehabt, mit Annika Sex zu haben- und dies war der Punkt, an dem die Krankenschwester ihn haben wollte. Mit einem leichten Schlag auf die entstandene Beule und den Worten, er müsse sich dafür noch ein wenig gedulden, wandte sie sich Miu zu und ließ den Leithengst 'aufgeheizt' zurück...
Brutus schaffte es langsam, seinen Kopf unauffällig so weit zu drehen, daß er aus seinen Augenwinkeln erkennen konnte, was der Pferdeknecht mit Steel anstellte- und dies verursachte in ihm ohnmächtige Wut. Schon allein die Lautäußerungen 'seiner' Stute zeugten von ihrem Unbehagen, den Berührungen durch Jens hilflos ausgeliefert zu sein. Der Pferdeknecht kniete vor ihr, griff sie recht grob an ihre Brüste und in den Schritt...- dazu kamen noch Ohrfeigen um Steel schreien zu hören!

'Eines Tages... wirst du dafür bezahlen... eines Tages... bekommst du die Rechnung von mir zugestellt...'

Nach einiger Zeit verlagerten sich die Geräusche mit einer kurzen Unterbrechung weg von Brutus- für ihn das Zeichen, daß der Pferdeknecht mit Steel 'fertig' war und sich jetzt mit Kara beschäftigte. Ein Drehen seines Kopfes bestätigte seine Hoffnung darauf und der Leithengst atmete hörbar aus. Seine von den 'Trainern' gewollte Erregung war abgeklungen... Brutus hoffte jetzt auf eine zeitnahe Fütterung und das Verschwinden der beiden Quälgeister- auch wenn dies der Beginn von erneuter, den ganzen Tag andauernder Schinderei wäre.
Endlich schien die Krankenschwester den letzten Hengst 'behandelt' zu haben- doch als I-Tüpfelchen bekam jeder Hengst von Annika aus einer Spritze etwas von ihrem 'Nektar' in das in ihren Mäulern steckende Atemrohr geträufelt.
Endlich betrat der Pferdetrainer zusammen mit Natascha die Box- und sofort fragte Markus seinen Untergebenen, was er hier verloren hätte, während Annika von der Oberschwester zum Allgemeinzustand der Pferde kurz befragt und dann zurück in die Klinik geschickt wurde.

'Hat der Pferdeknecht sich wieder einmal mit uns einen 'Spaß' erlaubt...'

Brutus als Leithengst hatte dies von Jens schon viel zu oft erlebt, als das es ihn wirklich erschüttern täte. Er freute sich einfach nur über die Tatsache, jetzt etwas zu essen zu bekommen- er wäre, sicher nur kurz, die Maske los und sein Hungergefühl wäre danach auch weg. Doch hier wurde er, mit Ausnahme von Schlachtross, dem die Option einer Fütterung über seine Maske bereits bekannt war, enttäuscht. Ihr Futter war püriert und mit Wasser so weit verflüssigt worden, daß es Ihnen wie ein dünnflüssiger Brei von der Oberschwester mit einer Art Tortenspritze über ihr Atemrohr verabreicht wurde. Markus und Natascha wandten dabei aber größte Sorgfalt auf und beachteten peinlich genau, daß sich niemand dabei verschluckte und genug Pausen um Luft zu holen von Ihnen gemacht worden. Beide sparten auch nicht mit Lob für alle Pferde ob der für diese ungewohnten Art der Fütterung- selbst Schlachtross war davon nicht ausgenommen.
Für Brutus und alle anderen Pferde war zudem die Ansage des Pferdetrainers erstaunlich, sie würden heute Vormittag noch ein weiteres Mal auf diese Weise eine Portion bekommen- anstelle des normalen Snacks. Sein Magen fühlte sich gefüllt an, endlich wurde die Fesselung durch Natascha abgenommen und er durfte sich erheben. Zusammen mit allen anderen führte der Weg aber nicht aus dem Stall nach draußen sondern in den Waschraum. Ihm wurde in den Schritt gegriffen und Markus sorgte bei ihm und den anderen Hengsten dafür, daß sein Schlauch und auch sein Anus frei lagen.Natascha übernahm dies derweil bei den Stuten...

"Kommt- keine Scham... oder müsst ihr nicht abäppeln?"

Derart animiert und sich auch hier seiner Rolle als Leithengst bewusst, ging Brutus fast gleichzeitig mit Schlachtross in die Hocke und kam dieser Aufforderung nach. Für ihn war es ungewohnt, dies in einer solchen Aufmachung zu erledigen- und doch war er glücklich über die gebotene Möglichkeit. Er hatte in den Nachtstunden mehrfach das Bedürfnis niederkämpfen müssen, es einfach in den Suit laufen zu lassen...- er wollte deswegen keine Bestrafung für sich riskieren!
Aber bei der nachfolgenden Versorgung durch die beiden 'Menschen' erkannte er, diese Sorge war unbegründet. Beide hatten sich Gummihandschuhe übergezogen..., und sie verlangten von den Pferden sich mit einem Wiehern am Ende ihres 'Geschäftes' bemerkbar zu machen. War dies der Fall wurden sie vom Pferdetrainer zuerst über den zweiten Ablaufrost geführt und ihnen dann mit einem Schlauch der Intimbereich abgespült.
Markus befahl ihm, als er so weit war, sich danach auf den Rücken zu legen und steckte den Schlauch einfach unter das 'Latexfell'. Lauwarmes Wasser umspülte den Körper von Brutus und ob dieses Luxus schnaubte er wohlig. Leider war dieser 'Wellnessmoment' viel zu schnell vorüber, er wurde aufgefordert aufzustehen und Natascha rieb seinen Catsuit außen trocken. Anschließend zog sie den Reißverschluss wieder zu und bedeutete ihm, in einer Ecke des Raumes auf weitere Anweisungen zu warten.

"Natascha- wir haben alle. Danke für deine Hilfe... Brutus- ab zum RoundPen! Du führst..."

Gehorsam übernahm der Leithengst die Spitze der kleinen Herde und lief wie von Markus befohlen an der Oberschwester vorbei zuerst in die Stallgasse und dann durch das offene Tor nach draußen. Erst dort erkannte er, sie waren früher als gewöhnlich unterwegs- doch war für ihn dieser Fakt nur von geringer Bedeutung. Seine 'Herrschaften' hatten dies so entschieden und Widerstand dagegen war so gut wie zwecklos. Warum sollte er zudem gegen Markus opponieren- er war derjenige, der ihn und alle anderen Pferde hier auf Rosengarten am fairsten behandelte! So versuchte er trotz der ständig vorhandenen Schmerzen in seinen Gelenken möglichst 'rund' zu laufen...
Im RoundPen ließ es der Pferdetrainer zu seiner Freude recht ruhig angehen. Kein Galopp, mehr Schritt als Trab- Markus wollte nur, daß sich die Pferde bewegten und nach einem ganzen Tag in ihren ungewohnten 'Fellen' dies auch weiter so hinnahmen. Was Brutus nicht wissen konnte- diese Einheit war primär als Training für Schlachtross gedacht, damit dieser den erreichten Stand seines instinktiven Handelns hielt und vertiefte. So drehten die sechs Pferde Runde um Runde und allein die unregelmäßigen Befehle des Pferdetrainers zu Gang- und Richtungswechseln oder Liegestützen unterbrachen das Laufen. Dieses Training endete erst, nachdem ein LKW mit Kofferaufbau an ihrer Trainingsstätte vorbei gefahren war und vor der Tierklinik anhielt...
Nicht wirklich außer Atem fragte sich Brutus, was da wohl an neuer sadistischer Gerätschaft für die Baroness angeliefert würde. Doch als Markus begann, sie zur Klinik zu führen und aus dieser die beiden 'Würfel', neben vier anderen aus dem Kofferaufbau, durch den Fahrer des LKW geholt wurden...- da war ihm klar, jeder von ihnen würde jetzt in einen der 'Horsekeeper' gesperrt werden!
Unwillkürlich verlangsamte er daher seine Schritte, was ihm die Aufmerksamkeit von Markus einbrachte...

"Brrr- und steht! Brutus, was ist los? Du- und alle anderen auch- werden jetzt einen kleinen Ausflug unternehmen. Ist eine Art Probe für unseren Einsatz am Sonntag... Schlachtross hat ja schon die Bekanntschaft mit dieser Art Transportmöglichkeit gemacht- und lebt auch noch... stimmt doch, oder?"

Hinter der Maske war nicht zu erkennen, wie dessen Mimik zu der Frage von Markus ausfiel, doch nickte er dies mit mehreren langsamen Bewegungen ab.

"Wäre Blacky hier, würde die Antwort auch so ausfallen- die Dinger bringen euch nicht um, ihr habt noch ein paar Stunden Ruhe und wenn ihr wieder heraus kommt gibt es von mir etwas zu fressen und zu saufen... Einstellerniveau... Also...?"

Die letzten Worte vor der Aufforderung ließ der Pferdetrainer als Lockmittel für uns, ohne genauer zu werden, so stehen- aber für besseres Futter und ein paar Leckerchen stieg bei allen die Bereitschaft, sich diesen Würfeln auszuliefern. Auch wusste Brutus, wenn Markus ihnen etwas versprach, dann hielt der Pferdetrainer dies auch. So trat er gleichzeitig gemeinsam mit Schlachtross einen Schritt nach vorn und zeigte so seine Bereitschaft, sich dieser Herausforderung zu stellen.

'Manchmal ist die Position des Leithengstes eine Bürde...- doch ich muss Vorbild für die anderen sein... Gut, daß Schlachtross mit mir vorgetreten ist- da kann es darin nicht so schlimm sein...'

"Fein ihr beiden- ich habe auf euch gebaut..."

Verbunden mit diesen Worten griff der Pferdetrainer in seine Hosentasche, zog einen Energieriegel heraus und teilte diesen in vier kleine Teile.

"Zwei für dich Brutus und zwei für dich Schlachtross..."

Während Markus mir die beiden Teile nacheinander über das Atemrohr in den Mund gleiten ließ, kraulte er meinen Nacken und flüsterte mir noch zu, wie stolz er auf uns wäre. Er selbst hätte auch einen Horror, in so ein 'Ding' eingesperrt zu werden, doch wäre dies explizit der Wunsch der Frau Baronin.

"Annika- dich hat die Baroness in der Bedienung der Basisversion unterwiesen? Ja- gut, dann übernimm den Einschluss von Lion, Kara und Steel! Wir wollen los!"

Der Pferdetrainer winkte den Techniker zu sich, griff sich Brutus und führte ihn zu dem ersten mittlerweile geöffneten Horsekeeper-Superior. Die Fixierung erduldete der Leithengst ohne Widerstand- doch nachdem ihm der Techniker an seinen in der Gummihülle steckenden 'Schlauch' gegangen war und dieser an die Absaugung angeschlossen wurde, hatte Brutus unwillig gewiehert. Doch blieb es bei der Berührung und dem Überstreifen des Extenders und er beruhigte sich kurz. Seine Anspannung stieg aber erneut beim Spüren des Analzapfens. Auch hier erleichterte ihm die Berührung seines noch freien Rückens durch den Pferdetrainer und dessen Aufforderung an Techniker, dieser solle gefälligst erzählen, was er mit dem Hengst gerade mache, Brutus die Situation- auch wenn er nur knapp die Hälfte von allem verstand.

'Entspann dich...- die wollen dir was in dein After schieben... Gleich ist es vorüber..."

Dieses Procedere war doch schmerzhafter als erwartet- hatte dies Schlachtross auch so empfunden? Dem Leithengst war sein Anus schon lange nicht mehr so gedehnt worden und sein Wiehern verkündete dies allen Umstehenden auch. Die von Markus geforderte sofort einsetzende Elektrostimulation trug aber zu seiner Beruhigung bei- auch der Anschluß der Schläuche an seine Maske, die danach beginnende kontrollierte Beatmung und der endgültige Einschluss verursachten kein Gefühl von Beklemmung oder Angst. Es war dunkel, erträglich warm und so dauerte es nicht lange, bis Brutus mit der Gewissheit auf eine ruhige, belastungsfreie Zeit hier in diesem 'Ding' einschlief...


Später Nachmittag...


Markus:

"Pferdetrainer..."

Mit dem leicht ironisch gehaltenen Einschlag in der Benennung seiner Funktion wusste Markus, seine Partnerin- und jetzt zudem auch Vorgesetzte- wollte seine Aufmerksamkeit.

"...komm, lass uns schnell noch das weitere Vorgehen besprechen, ehe du zur Begrüßung der Gäste weg musst...
Wie schätzt du den Stand unserer Bemühungen ein?"

Dem Pferdetrainer war bewusst, die Rittmeisterin hatte sich bereits ihr eigenes Urteil gebildet- wollte aber seine Einschätzung zuerst hören.

"Vanessa- ich denke, wir haben unser Möglichstes gegeben...- mehr werden wir nicht erreichen können. Selbst wenn wir morgen noch einen weiteren Tag dafür aufwenden sollten- das wäre nur noch Kosmetik. Lion und Kara...- da bringt auch mehr Druck nichts und unsere vier anderen haben gezeigt, sie wissen worum es am Sonntag geht. Die Zugkraftmesser lügen nicht...
Wir sollten Sie noch ein wenig in den Horsekeepern belassen und danach aus ihren Fellen holen..."

"Schatz, ich stimme dir zu, was die gezeigte Leistung angeht...- aber im Unterschied zu dir würde ich sie bis morgen früh in ihren Fellen belassen... Ich werde, wenn sie aus den Würfeln heraus geholt wurden, das einfach damit begründen, unsere beiden Faulpelze hätten dies den anderen eingebrockt! Dann regeln die Pferde es nächste Woche untereinander...- wir verbieten ihnen jegliche körperliche Interaktion bis zur Rückkehr am Sonntag... Brutus wird da uns sicher zuarbeiten...
Damit werden Lion und Kara ohne unsere direkte Einwirkung auf Linie gebracht...- ich nehme mir die beiden nachher für ein 'Straftraining' vor und lasse beide zusätzlich danach die Nacht in der Basisversion des Horsekeepers eingeschlossen. Auch wenn ihre Leistung heute eigentlich zufriedenstellend war...
Wenn du mit den Neuankömmlingen fertig bist... schnapp dir Schlachtross und Miu und gönn ihnen eine Einheit Bodenarbeit- aber ganz ohne Druck, mit viel Lob... und was du ihnen dabei an Futter und Leckerchen zukommen lässt liegt in deinem Ermessen! Sei nicht geizig..."

Den letzten Satz begleitete ein Lachen von ihr- sie wusste haargenau, ich hätte mich bei den beiden für ihre Einsatzbereitschaft ohnehin nicht lumpen lassen. Doch jetzt hatte ich das offizielle Okay für eine großzügige Belohnung.

"Um Steel und Brutus kümmere ich mich bevor ich mich Kara und Lion widme...- unser Leithengst darf als Belobigung schon jetzt ein paar Stunden bei seiner Lieblingsstute verbringen- passieren kann ja nichts, so wie sie ausgerüstet sind. Aber das zeigt ihm unsere Zufriedenheit mit seiner Leistung und wird die beiden zusätzlich für den Einsatz am Sonntag motivieren...
Ich denke, dies ist ein guter Ausgleich zu den zusätzlichen Stunden in ihren Gummifellen...- habe ich auch dein Einverständnis?"

Ich wog kurz die Vor und Nachteile ab- aber da hatte meine Partnerin Lob und Strafe für unsere Tiere ausgewogen verteilt...

"Ich bin einverstanden...- und gebe dir Bescheid, wenn ich mit der Begrüßung und allem anderen fertig bin. Bis nachher Schatz..."



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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:26.02.21 20:58 IP: gespeichert Moderator melden


Vielen Dank, jede Folge eine für mich unerwartete überraschung.

Jetzt scheint ja Brutus mehr Raum in der Geschichte zu bekommen, vorallen das du ihn aufmal aus der Ich perspektive erzählen läßt hat mich überrascht.


Ich hoffe das Part1 bedeutet das der Part2 noch diese Woche kommt :P

Gruß
Thomas
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:05.03.21 12:54 IP: gespeichert Moderator melden


Für alle Mitleser, die jetzt den Part II des Freitags der zweiten Woche der Abenteuer von Schlachtross in Rosengarten erwartet haben...- dies muss ich jetzt 'leider' enttäuschen! Der Teil wird erst nächste Woche veröffentlicht...
Da in der Geschichte das Thema 'Einsteller' und die dabei verbundenen Unterschiede in der Behandlung als 'Pferd' bereits erwähnt wurde, hatte Drachenlord zugestimmt, daß es eine Sidestory geben kann, in der ein Besuch in 'Rosengarten' aus der Perspektive eines dieser Gäste beschrieben wird. Ursprünglich war angedacht, die Kapitel dazu parallel zu veröffentlichen- so aber habe ich versucht, diese Geschichte mit in die Hauptstory zu integrieren. Wie ich zum Ende meiner eigenen zweiten Geschichte 'Bestimmung' dies bereits angedeutet hatte, wird mein eigenes AlterEgo somit das 'Vergnügen' haben diesen Ort zu besuchen und mit den Personen auf dem Hofgut zu interagieren. Ich wünsche euch daher beim Lesen dieser Geschichte mit einem Perspektivwechsel auf das Hofgut viel Spaß!
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- Witnere... Datum:05.03.21 12:55 IP: gespeichert Moderator melden


Rosengarten- Wochenende von Witnere... eine Sidestory...


Handelnde Personen:
Freitag: Witnere, Markus, Mira, Annika, Natascha
Samstag: Witnere, Markus, Jens, Mira, Blacky
Sonntag: Witnere, Blacky, Mira, Jens, Augustine, Natascha
Montag: Witnere, Blacky, Schlachtross, Markus, Rittmeisterin, Mira


01 Prolog:


DRACHENLORD


!!! Einladung zum großen Pferdesportfest auf dem Hofgestüt 'Rosengarten' !!!


Liebe Freunde des Fahrsports,


auch in diesem Jahr ist es mir eine große Freude und Ehre, sie alle zu unserem großen Festival des Pferdesports einladen zu dürfen.

Wie in jedem Jahr möchten wir Ihnen ein unvergessliches Wochenende auf einem der größten Güter für humanen Pferdesport, im deutschsprachigen Raum, bieten. Kenner schätzen nicht nur die Lage des Hofes im hohen Norden sondern auch seine vielfältigen Möglichkeiten, die alle Bereiche der Arbeit mit unseren geliebten Mitgeschöpfen umfasst.

Ein ausgesuchtes Rahmenprogramm rundet die breitgefächerten Events ab und sorgt für ein Ambiente in dem sich Ross und Reiter wohl fühlen.
Buchen Sie noch heute und sichern Sie sich einen der limitierten Plätze direkt auf unserem Hof. Sei es in unserem luxuriösen Gästehaus oder, falls Sie es intimer mögen, in einem unserer Hofhäuser. Schnellentschlossene haben sogar noch die Möglichkeit eines der wenigen Häuser mit eigener Stallung zu mieten, so dass Sie auch Nachts ihre Lieblinge um sich haben. Vollständige Rundumversorgung ist selbstverständlich.

Trotz des stetig wachsenden Zuspruchs von Pferdefreunden aus aller Welt sind wir uns auch dieses Jahr sicher all unsere Besucher komfortabel in der Nähe des Gestüts unterbringen zu können.

Aufgrund der begrenzten Kapazität sind die Boxen in unserem modernen Stall für, bei den Wettbewerben gemeldeten, Pferde reserviert. Doch haben wir keine Kosten und Mühen gescheut genügend Stallplätze für alle edlen Tiere zu organisieren. Dies reicht vom rustikalen, naturnahen Standplatz in einem unserer Offenställe über eine gemütliche, kleine Box in einem Kompaktstall bis zum keine Wünsche offenlassenden System Horsekeeper 3000, dessen neueste Version wir auf dem diesjährigen Festival vorstellen dürfen.

Ich freue mich darauf Sie auf meinem Hof willkommen zu heißen.


Ihre,

Amalie, Baronin von Rosengarten


DRACHENLORD ENDE



Es war Mitte Februar, als in der Post an meine Frau und mich sich diese Einladung zu einem der größten Events im Human Pony Play befand...

Meine Frau ist in dieser Community unter dem Namen 'Madame Serval' bekannt; ich selbst als 'Witnere'- ein Schwarzwälder Kaltbluthengst mit der Vorliebe wettkampfmäßig einen Holzstamm durch einen Parcours zu ziehen.
Natürlich bin ich nicht wirklich ein Pferd- aber meine Partnerin und ich leben in der kleinen aber feinen Petplayszene unsere Leidenschaft aus, uns beiden gefällt es in den entsprechenden Rollen zu agieren und unser Können auch auf entsprechenden Veranstaltungen zu präsentieren...
Meine Kollegen und 'normalen' Freunde kennen uns nur unter unseren bürgerlichen Namen- Michael 'Mike' Henrichs, 47 Jahre, und Elena Henrichs, 51 Jahre,- für alle anderen aber eben Witnere und Madame Serval.

Vor vier Jahren gehörte ich mit zu der ersten Gruppe, die als 'Grubenpferde' auf dem Gestüt 'Berggeschrei' dabei waren- dies hat nach dem dazu in der Zeitschrift 'Horses & Owners' doch für einen gewissen Bekanntheitsgrad in der 'Szene' geführt und nachdem ich kurze Zeit später meine jetzige Frau und Eigentümerin kennen- und lieben- gelernt hatte, besuchten wir die Folgeevents dieser Reihe doch regelmäßig. Ich habe dort meine Partnerin auch vor drei Jahren DIE Frage gestellt und im Jahr darauf fand die daraus resultierende Hochzeitsfeier im entsprechenden Ambiente statt. Ja- ich stehe nun mal auf harte Arbeit als Pferd in Heavy Rubber bei gleichzeitiger Atemreduktion und bin so glücklich, dass meine Partnerin diesen Faible von mir entsprechend unterstützt und mit ihrer dominanten Ader so wundervoll verbindet...
Es war auch ihre Idee, mich in der Zeit, in der ich nicht als 'Grubenpferd' aktiv wäre, mit einem Baumstamm als Zuggewicht zu trainieren- dies käme mir als Schwarzwälder Dunkelfuchs entgegen und wäre artgerechte Ausbildung. Daraus hat sich in den vergangenen zweieinhalb Jahren unter ihrer Führung eine Mischung aus Petplay, Show und Workout für mich entwickelt- und dies war auch in dem zusätzlich zu der Standarteinladung beigefügten Schreiben als Grund für unsere Einladung genannt.
Ganz standesgemäß nur an meine Eigentümerin gerichtet, fragte die 'Frau Baronin' nach, ob von unserer Seite her Interesse bestehen würde, unser Können in einer Schauvorführung während ihres Events zu demonstrieren. Wir würden sicher aufgrund der doch eher spezialisierten Ausbildung von Witnere als 'Arbeitspferd' nicht an den Rennverantstaltungen teilnehmen- aber da sie für kommendes Jahr plane, auch einen Wettbewerb in dieser Kategorie zu offerieren, würde sie sich freuen, wenn schon jetzt ein oder zwei Gespanne zu ihrem Event diesen Part showmäßig bewerben würden. Sie könne uns auch bedauerlicherweise kein finanzielles Entgegenkommen gewähren, dafür aber gratis ein verlängertes Wochenende für uns auf ihrem Hofgut mit allem- inclusive der Ausbildung durch ihre versierten Pferdetrainer für mich- offerieren...
Dies roch einerseits natürlich nach Neukundengewinnung- zumal der Teilnahmepreis für den Event doch recht knackig wäre. Dank einiger Gespräche in der Vergangenheit mit anderen Pferden, die bereits einmal Rosengarten besucht oder mit den dort gehaltenen Tieren zu tun gehabt hatten, war meine Meinung über das Hofgut doch recht zwiegespalten. Es wurde von sehr Vielen über die hohe Professionalität bei der Pferdeausbildung berichtet und diese durchaus gelobt- aber die Gerüchte, wie diese erreicht würde, waren wohl jedem Human Pony und auch den meisten Ownern zu Ohren gekommen. Bedenkenswert daran war, diese wollten nicht verstummen- auch wenn es bisher keinen wirklich greifbaren Beweis für vorsätzliche Misshandlungen gab, bei denen sich die Töchter der Baronin besonders hervortun sollten...
Nichts desto trotz war eine Einladung zu diesem Event etwas besonderes- viele hätten bedenkenlos ohne zu zögern zugesagt, denn es war DER gesellschaftliche Event in der Petplay-Community.
Elena und ich sprachen den Abend sehr lange darüber, ob wir dieses Angebot nutzen sollten- wir schauten gemeinsam die entsprechenden Beiträge über die Veranstaltung in den vergangenen Jahren und besuchten natürlich auch die Webseite des Hofgutes mit den entsprechenden Offerten für die verschiedenen Trainingsoptionen. Dank eines im Anhang mitgesendeten Passwortes war es möglich, bisher nicht freigeschaltete Trainingsangebote anzuschauen- ein 'Ampelsystem', was den Kunden angeboten wurde, erklärte und entkräftete einiges an den kursierenden Gerüchten. Es war offenbar möglich die Härte der Ausbildung selbst zu variieren, für Neukunden wäre aber nur das 'grüne' Programm buchbar. 'Gelb' würde mit erheblich mehr Zwang bei gleichzeitigen Einschränkungen in der Haltung zur Erreichung der Trainingsziele arbeiten und 'Rot' wäre eine Option, die nur Kunden angeboten würde, welche bereits mehrfach die Angebote des Hofgutes genutzt hätten und zudem eher masochistisch veranlagt wären...
Mit diesen Aussagen verflüchtigten sich doch einige unserer Bedenken- nicht alle!- und nach einer guten Woche Bedenkzeit, in der wir uns auch noch einmal darüber mit einigen gut befreundeten 'Pferden' und auch mit Raimund (dem Betreiber des Gestütes 'Berggeschrei') unterhalten hatten, tätigten wir die Zusage. Meine Ownerin und ich waren uns auch schnell einig, das Pfingstwochenende für das 'Schnupperangebot' zu nutzen...
Wie das Schicksal aber so will- meiner Partnerin machte es, oder besser deren Brötchengeber sorgten dafür, einen Strich durch die Rechnung. Urlaubssperre hieß das böse Zauberwort- und dies drei Wochen vor Pfingsten! Wir drehten alle sonstigen verfügbaren Termine vor dem Rennen auf Rosengarten- aber da ging nichts mehr, kein Tausch mit einem Kollegen, kein anderes Wochenende vorher...
Elena ermutigte mich schließlich, den Pfingsttermin allein wahrzunehmen und sprach telefonisch sehr lange mit einem Pferdetrainer namens Markus im Vorfeld, wo schon erste Absprachen bezüglich des Trainingsumfangs und der Punkte, auf die bei mir als Pferd besonderes Augenmerkes zu legen wären, geklärt wurden. Signale, verbale Kommandos,...- all dies wurde von diesem Markus sehr professionell abgefragt, auch welche Formen von Belohnung und möglichen Strafen von meiner Besitzerin angedacht wären. Er meinte dazu, je genauer dies im Voraus geklärt wäre, desto weniger Interpretationsspielraum wäre vorhanden. Neben einer zufriedenen Eigentümerin solle das Wochenende mir als Pferd schließlich Freude bereiten und zufriedene Kunden würden schließlich auch eher erneut die Angebote des Hofgutes nutzen als unzufriedene...


Freitag


Die knapp 700 km bis zum Hofgut legte ich an dem Freitag zum Glück ohne Stau zurück- auch wenn der Verkehr dank des verlängerten Wochenendes auf den Autobahnen doch recht dicht war. Ich war sogar eine Stunde vor der angegebenen Zeit vor Ort und war schon beim Eintreffen von der Architektur des Hofgutes begeistert. Ein dreigeschossiges Herrenhaus am Ende des Hofes, links und rechts von liebevoll restaurierten Wirtschaftsgebäuden, die wohl aber jetzt als Büro- und Funktionsgebäude genutzt wurden, eingerahmt. In der Mitte des Hofes stand ein Brunnen, der von einer wuchtigen alten Eiche überschattet wurde. An der linken Seite waren Parkplätze für Pferdeanhänger vorgesehen, davor einige Plätze für Gäste ausgewiesen. Ich parkte dort ein, stieg aus und stand erst einmal ein wenig verloren...


02 Erste Begegnungen...


"Hallo- kann ich Ihnen weiterhelfen?"

Ein Mann in meinem Alter hatte mich angerufen- seine Aufmachung in Arbeitsreitkleidung deutete darauf hin, hier ein Bediensteter des Hofgutes zu sein. Ich nahm meinen Gutschein für das Wochenende mit, ging zu ihm hinüber und zeigte ihm unaufgefordert diesen mit der Frage, ob er wüsste, wo man sich als Gast hier melden könnte.

"Ah- eines der Gastpferde..."- in diesen Worten schwang nach dem Blick auf den Gutschein für mich ein wenig Überheblichkeit in seiner Tonlage mit...- " da werden wir die nächsten Tage sicher miteinander zu tun haben. Ich bin der Jens- einer der Pferdetrainer hier auf dem Hofgut. Es tut mir leid, aber meine Chefin und die Rittmeisterin sind noch beschäftigt..."

Mit einer Handbewegung forderte er mich auf, ihm zu folgen. Jens steuerte einen der Eingänge des linken Gebäudes an und so gelangte ich in einem Raum, der wohl als Rezeption für Neuanmeldungen diente. Einfach, aber doch gediegen eingerichtet- mehrere Bilder von verschiedenen Pferderassen an den Wänden und mit Holzmöbeln ausgestattet. Auf den drei Tischen standen Karaffen mit Wasser und je eine kleine Schüssel mit Gurken- und Möhrenstücken. Jens meinte, ich könne mich gern bedienen und solle bitte hier warten- Markus, der andere Pferdetrainer, würde sich so schnell wie möglich um mich und die beiden anderen Gäste, die sicher auch gleich eintreffen würden, dann weiter kümmern. Er müsse jetzt aber weiter die anderen Pferde betreuen...
Mit diesen Worten wurde ich erst einmal allein gelassen. Ich verglich diese Begrüßung mit der von 'Berggeschrei'- na gut, ich war etwas zu früh und der Pferdetrainer hatte sicher wirklich zu schaffen. Aber irgend etwas machte ihn mir vom Fleck her unsympathisch...
Die Begegnung war aber schnell vergessen, nachdem das nächste Paar den Raum betrat- die beiden stellten sich als Dennis und 'Nordic' vor und hatten, wie sie mir sagten, eine komplette Woche hier auf Rosengarten als Wettkampfvorbereitung für die Teilnahme am Rennen auf dem 'Westerntrail' gebucht. Sie hätten beide erst letztes Jahr im Frühsommer mit dem Ponyplay angefangen und wären jetzt das zweite Mal hier- letzten Herbst hätten sie, so wie ich jetzt auch, ein 'Schnupperwochenende' gebucht gehabt und wären von den hier gebotenen Trainingsmöglichkeiten wirklich angetan. Im Verlauf des sich entwickelnden Gespräches stutzte Dennis irgendwann und fragte mich, ob ich zu den Pferden gehöre, die auf 'Berggeschrei' die Grubenpferd-Veranstaltung mitgemacht hätten oder ob da nur eine Namensgleichheit vorliegen würde.
Mit einem Grinsen im Gesicht bei der Erinnerung an diese Eventreihe bestätigte ich ihm dies und bekam natürlich die Aufforderung von ihm, ein wenig mehr darüber zu erzählen. Nordic und er hätten die Reportage darüber in der 'Horse & Owner' mit Interesse gelesen und sie würden auch die DVD darüber ihr Eigen nennen. Sein Pferd wäre ja auch eines dieser Tiere, die bei der Kombination von Latexfell und Ponyplay voll abgehen würde- einzig des Thema Atemreduktion hätte die beiden bisher davon abgehalten, sich für einen dieser Events anzumelden.
Ich schilderte daraufhin den beiden, wie ich es empfunden hätte, welche Höhen und Tiefen ich dabei erlebt hatte und empfahl ihnen, die Arbeit unter Maske mit Filter regelmäßig über mindestens 12 Stunden am Stück vorher zu trainieren.
Dabei war die Zeit derart schnell vergangen- wir merkten erst jetzt, zu uns in den Raum hatten sich neun weitere Personen gesellt. Wir kamen aber nicht mehr dazu, uns jetzt mit den anderen Gästen bekannt zu machen, denn neben Jens betraten mit ihm vier weitere Personen den Raum. Eine der beiden jüngeren Damen bat um Ruhe.

"Liebe Gäste- mein Name ist Baroness Mira von Rosengarten und ich möchte sie alle recht herzlich im Namen meiner Mutter hier auf dem von ihr betriebenen Gestüt willkommen heißen...
Meine Mutter lädt all jene, die als Owner hier eingetroffen sind, heute Abend zum Diner zu sich ein- zuvor besteht natürlich für sie die Option, sich um ihre Tiere zu sorgen. Sollten Sie dies uns überlassen haben, bleibt ihnen damit etwas mehr Zeit sich auf das Essen vorzubereiten..."

Komisch- angeblich ist diese Mira der Grund für viele der negativen Gerüchte über das Hofgut hier, aber ihre höfliche Begrüßung aller Gäste verunsicherte mich in meiner Meinung doch. Was war an den Gerüchten dran? Wieviel war davon Wahrheit, was war Übertreibung und schlechtes Gerede von unzufriedenen Gästen? Ich würde es auf mich zukommen lassen...

"... Ich würde all jene bitte, die auf unserem Gestüt die Option des 'freien Trainings' gebucht haben, meinem Mitarbeiter hier zu folgen- er bringt sie zu den für sie vorbereiteten Unterkünften und regelt dabei gleichzeitig den CheckInn. Es müsste sich hierbei um zwei Eigentümer mit ihren Tieren handeln..."

Der Mitarbeiter, der sich mit Handzeichen dafür zu erkennen gab, war jener Jens, der mir so gesehen schon persönlich bekannt war. Die vier angesprochenen Personen erhoben sich und folgten dem Pferdetrainer mit aus dem Raum.

"Um die drei Personen, die sich für einen Aufenthalt in unserer Veterinärstation angemeldet haben, wird sich meine Schwester Augustine kümmern..."

Während die zweite junge Dame sich mit einem knappen Kopfnicken zu erkennen gab, schaute die Baroness zu jenen, die sich nun erhoben. Ein Lächeln sprang auf ihr Gesicht.

"Oh, Herrin Brigitte- entschuldigt, ich habe euch nicht sofort gesehen. Ihr habt für einen eurer Sklaven das 'rote Programm' bei meiner Schwester gebucht?"

Ein herrisches "Bleib"- an ihren 'Sklaven' gerichtet- sorgte dafür, daß dieser in seiner Bewegung erstarrte und automatisch auf die Knie sank und seinen Blick gen Boden richtete. Bei beiden Baroness' entlockte dieses Verhalten ein mehr als zufriedenes Grinsen. Seine 'Herrin' umarmte die beiden Schwestern und auf die Bemerkung, sie hätte dieses Mal ein wirklich prachtvolles Exemplar mitgebracht, lachten alle drei lauthals...
Ein "Auf!" holte den Sklaven zurück auf die Füße- doch kaum daß er stand, bekam er von seiner 'Herrin' eine schallende Ohrfeige. 'Auf' würde nicht bedeuten, daß er das Recht hätte, die Baroness' anzuschauen, war der dazugehörige Kommentar und weil eine Entschuldigung von ihm nicht schnell genug erfolgte, setzte es für ihn gleich noch einen zweiten Schlag.

"Baroness Augustine- ihr versteht, warum ich mit diesem Versuchsvieh hier zu euch komme. Für so einen sturen Ochsen sind meine mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten einfach nicht ausreichend..."

Mit gespielter Wehleidigkeit hob sie ihre Hände über den Kopf.

"Oh, ich bin mir sicher- hier werden wir diesem 'sturen Ochsen' nicht nur Manieren beibringen können. Ich kann Ihnen mein im Vorfeld gegebenes Versprechen nur wiederholen, ihr Sklave wird am Ende seines Aufenthalts hier auf jeden von Ihnen auch nur gedachten Wunsch zu ihrer vollsten Zufriedenheit reagieren...
Würden Sie mit mir jetzt bitte in den Klinikbereich wechseln?"

Wortlos sorgte ein Fingerzeig auf die dritte ihr zugeordnete Person dafür, daß diese Frau ohne irgend eine Äußerung ihrerseits der Baroness und ihren beiden anderen Gästen folgte.
War meine Einschätzung nach dem ersten persönlichen Kontakt mit den Baroness' falsch- und die Gerüchte hatten einen wahren Kern? In den Augen der beiden und auch in dem der sogenannten 'Herrin' hatte ich ein Funkeln gesehen- die so offensichtlich vorgetragenen Bemerkungen und ihr Gehabe waren keine Show für diesen Kunden, sie überdeckten nur mühsam den tatsächlich vorhandenen Sadismus...
Während die Drei mit der Baroness Augustine den Raum verließen, wandte sich Mira erneut den verbliebenen Gästen zu und stellte mit wieder sachlicher Stimme die Madame Simone vor- bei ihr hatten zwei Gäste offenbar ein Sissy-Training für das Wochenende gebucht...
Zum Abschluss galt Ihre Aufmerksamkeit uns verbliebenen Gästen- mit knappen Worten wurde uns der Pferdetrainer Markus vorgestellt, der mit uns gleich die Einzelheiten unseres Aufenthaltes hier besprechen würde. Mit einem Blick auf ihre Uhr entschuldigte sie sich knapp bei uns- ein Gespräch mit ihrer Mütter bezüglich eines wichtigen Termins am Sonntag würde sie daran hindern, dies selbst vorzunehmen...

Markus entpuppte sich für mich als kompetenter Gesprächspartner, der sich die Zeit nahm, mit uns den Ablauf unserer Aufenthalte hier detailliert durchzusprechen- ohne aber alle Überraschungen für uns Pferde offenzulegen. Zuerst beglückwünschte er uns natürlich zu unserer Entscheidung, hier auf Rosengarten ein Training zu absolvieren- gab aber selbstironisch zu, diese Aussage würden wir sicher auf jedem anderen Gestüt auch zu hören bekommen. Mit diesem Satz und der Art, wie er diesen vorbrachte, war eventuell vorhandenes Eis gebrochen und er erläuterte vorzugsweise an mich gerichtet zuerst die Verhaltensregeln für Tiere hier auf dem Hofgut. Als Pferd hätte ich mich wie meine Bio-Artgenossen zu benehmen und dies bedeutete, ich dürfte als einzige unaufgeforderte Sprachoption das Wort 'STOP' als Safesignal verwenden. Ansonsten wäre Wiehern, Schnauben, mit den Hufen scharren,... erlaubt- alles, was ein richtiges Pferd an nonverbaler Kommunikation auch nutzen würde. Dies gälte auch für die Verständigung mit anderen Pferden- ALLE Trainer hier, auch er, würden da sehr großen Wert darauf legen und es würde uns helfen, wirklich tief in das von uns gewünschte 'Pferd sein' einzutauchen. Bei Dennis und Nordic würden daher die Auswertungen der einzelnen Trainingseinheiten grundsätzlich nur mit dem Besitzer stattfinden; das Pferd dürfte in bestimmten Fällen da beiwohnen- aber nur, wenn es darum gehen würde bestimmte gravierende Fehler aufzuarbeiten. Bei mir würde, da meine Besitzerin leider nicht anwesend wäre, dies mit mir direkt besprochen- aber auch da dürfte ich mich nur nach Aufforderung durch den Ausbilder fachbezogen verbal zu der Problemstellung äußern. Ansonsten würde für Nordic und mich gelten, wenn wir gegen diese primäre Regel hier auf dem Gestüt verstießen, würden wir bestraft. Da wir beide in der Kategorie 'Grün' eingetragen wären, würden die Strafen Kürzung der Futterration und noch gemeinsam festzulegende Optionen beinhalten, die er jetzt mit Dennis als Besitzer von Nordic und mir besprechen würde.
Mit diesen Worten rief er auf seinem mitgeführten Tablet eine Seite auf, gab für uns sichtbar den Namen von Nordic ein und tippte auf den Punkt 'Sanktionen' in der Seitenleiste. Für mich zum besseren Verständnis erklärte er dabei, für alle Tiere / Kunden würde eine solche Seite eingerichtet- die grüne Hinterlegung derselben würde jedem Trainer unmissverständlich signalisieren, in welcher Kategorie wir hier eingestuft wären. Während Markus sich mit uns so hinsetzte, daß Nordic keinen Einblick auf die Seite nehmen konnte, scrollte der Trainer diese langsam nach unten. Als Sanktionsmöglichkeiten waren neben dem bereits erwähnten kürzen der Futterration auch die zu erwartenden Optionen wie Straftraining, Verharren in unbequemer Position, Einsatz von Schlaginstrumenten- die als zusätzlicher Unterpunkt noch einmal extra aufgeführt worden waren, Schlafentzug,... Die Auswahlmöglichkeiten umfassten an die fünfzig Punkte und Dennis entschied sich für zehn von ihnen- nicht ohne den Zusatz 'nur nach Rücksprache mit dem Eigentümer' aktivieren zu lassen.
Während ich die aufgeführten Punkte auf mich wirken ließ, überlegte ich, welche 'Strafen' hier für mich akzeptabel wären. Musste man eine Mindestzahl angeben? Wie würden die Körperstrafen ausgeführt- hier kamen mir wieder die Gerüchte in den Sinn. Lange konnte ich nicht darüber nachdenken, denn Markus forderte mich nach dem Aufruf meiner Seite auf, mich für mindestens fünf Optionen zu entscheiden. Er würde mich aber gern dabei beraten da ich das erste Mal hier sei.
Als Entscheidungshilfe fragte er noch einmal gezielt meine Vorlieben und Tabu's ab- gemeinsam legten wir neben der möglichen Verringerung der Rationen- dieser Punkt schien nicht verhandelbar- noch Schlafentzug, Atemreduktion, Restriktive Haltungen, Isolation und Schläge mit der Sprunggerte fest. Bei letztem Punkt gab er mir den Tip, die maximale Anzahl der Schläge zu benennen- ich sollte dabei lieber nicht meine bisherige Grenze benennen sondern darunter bleiben, da diese Strafen jederzeit in kurzen Abständen bei einem Fehlverhalten von uns Pferden angewendet werden könnten.
Dies brachte mich dazu, zu fragen, was der Unterschied der einzelnen Farbkategorien sei. Markus ging darauf ein und erläuterte, grün sei die Kategorie für Einsteiger hier auf dem Hofgut- also für all jene, die eher weniger mit BDSM zu tun hätten und eher ihren Fetisch ausleben wollten.
Die gelbe Kategorie würde voraussetzen, mindestens einmal Rosengarten bereits besucht zu haben- das Training wäre härter, die Unterbringung und das gereichte Futter einfacher als in der grünen Kategorie und der mögliche Strafkatalog umfangreicher. Auch würde zwar auf vorher vereinbarte Tabu's geachtet, aber die Strafen hätten da nicht mehr nur den Zweck der Motivation sondern würden zielgerichtet eingesetzt um persönliche Grenzen zu erreichen und diese auch zu verschieben...
Kategorie Rot wäre nur etwas für ausgemacht Masochisten- hier gäbe es keinerlei Tabus. In dieser Einstufung würden einzig und allein die beiden Baroness entscheiden, was, wieviel und über welchen Zeitraum jemand eine Maßnahme ertragen muss. Um diese Option wählen zu können, müsste man aber vorher mindestens fünf Mal hier auf Rosengarten einen Aufenthalt in der Kategorie Gelb gebucht haben.
Er wolle uns aber auf einen Fakt aufmerksam machen- sollte einer von uns jemals mit einer Person anreisen, die selbst die Option für Rot hätte, so würde diese Einstufung auch für die Begleitperson möglich sein...- jeder würde aber vor Beginn natürlich schriftlich versichern, daß ihm die Einstufung der Kategorien mit den entsprechenden Möglichkeiten zur Kenntnis gebracht wurden, er dies auch verstanden hätte und sich über die daraus ergebenden Konsequenzen im klaren wäre...

Warum musste ich in diesem Moment an diese 'Herrin Brigitte' denken- war ihr Sklave vielleicht eine Person, die einer solchen Möglichkeit unterworfen werden sollte? Hätte dieser wirklich die Option, vorher den Vertrag durchzulesen oder würde seine 'Herrin' da genügend Druck aufbauen, damit er blind unterschriebe? Ich behielt meine Bedenken für mich- obwohl ich dem Pferdetrainer irgendwie vertraute. Hätte er sonst so gehandelt und diesen Fallstrick uns aufgezeigt- vielleicht war er ja mit dieser hier gehandhabten Praxis nicht wirklich einverstanden...
Markus erwähnte dann noch, für Personen, die nur einen Aufenthalt hier auf dem Gelände zwecks privatem Spiel gebucht hätten, gäbe es noch die Kategorie Blau.
Alle Einstufungen der auf dem Hofgut befindlichen Gäste würden durch Armbänder auch visuell angezeigt, die in den entsprechenden Farben gehalten wären. Sollten wir aber einmal ein Pferd ohne Kennzeichnung sehen, sollen wir uns nicht wundern; dies wären Angehörige des Hofgutes, die hier einen Vertrag hätten und auf eigenen Wunsch 24/7 in der Rolle eines Tieres leben- und damit auch so behandelt würden. Wir als 'Einstellpferde' würden aber nur im Rahmen unseres Trainings zeitweise mit ihnen in Kontakt kommen wenn diese die Ausbildung mit unterstützen würden...

Ein Piepen seines Smartphones unterbrach unseren 'Coach' in seinem Redefluss- mit einem leichten Bedauern in der Stimme bat er 'Nordic' und mich mitzukommen; es wäre Zeit für die Eingangsuntersuchung bei Baroness Augustine. Bei mir würde sie, da ich erstmalig hier auf dem Hofgut sei, etwas gründlicher ausfallen als bei meinem Mithengst- aber wir würden beide ja recht gesund aussehen und daher dürfte diese keine große Belastung für uns darstellen. Das Signal würde bedeuten, wir hätten noch in etwa 30 Minuten Zeit- bis dahin könnten wir noch einen kleinen Rundgang durch den Stall machen und so auch gleich unsere Box kennenlernen. Zudem wäre es möglich, daß er uns noch ein paar Informationen zu den wichtigsten Leuten hier auf dem Hof mitteilen könnte. Dennis solle uns doch bitte auch begleiten- ihn würde er nach der Übergabe der Pferde gern seine Unterkunft zeigen...

Mit der Bitte, ihm die Schlüssel für unsere Fahrzeuge auszuhändigen- damit der Transport unseres mitgeführten Equipments organisiert werden könnte- erhob sich der Pferdetrainer und signalisierte uns, ihm doch bitte zu folgen.
Quer über den Hof gehend teilte er uns mit, die nun vor uns liegende Hälfte der ehemaligen Wirtschaftsgebäude wären jetzt Gästeunterkünfte mit angeschlossener Stallung- Dennis und Nordic würden in einer solchen untergebracht sein. Der Bereich, in dem die Begrüßung stattgefunden hatte, würde hingegen sein Büro und das seiner Chefin beherbergen, dazu noch Sattel- bzw. Futterkammern und Remisen für auf dem Hofgut eingesetzte Technik.
Nachdem wir durch einen Durchgang zwischen dem Herrenhaus und den Appartements des Gästebereiches heraus kamen, schwenkten wir nach links, an der links von uns liegenden- vom Pferdetrainer als Festbereich bezeichneten- Wiese vorbei und näherten uns einem Gebäude, das von ihm als Pferdestall bezeichnet wurde. Hier wären die Single-Gastpferde untergebracht- und in einem abgetrennten Bereich auch jene Gestütspferde, die er vorhin erwähnt hätte...

Gespannt betrat ich den Ort, der für die folgenden drei Tage mein Zuhause sein würde. Der erste Eindruck war- sehr sauber! Im Stall roch es, wie sich dies gehörte, ein wenig nach Pferd- dies war auf die vier im gleichen Bereich untergebrachten Bio-Vierbeiner zurückzuführen, die mit einem Schnauben auf unser Eintreffen reagierten. Vor einer der Boxen hielt der Pferdetrainer und zeigte auf die daran angebrachte Tafel-

'Willkommen Witnere- und einen angenehmen Aufenthalt!'

stand darauf mit Kreide geschrieben. Mit einer solchen Aufmerksamkeit hatte ich nicht gerechnet, ich musste regelrecht schlucken um Tränen der Rührung zurückzuhalten. Markus freute es offensichtlich, wie mich diese kleine Geste des Willkommens anrührte. Ich solle mich doch ein wenig schon an die Box gewöhnen...- während er jene Personen, mit denen ich (wahrscheinlich) hier als Pferd in Kontakt kommen würde- dies galt natürlich auch für Nordic- kurz beschreiben würde.

"Mit der Frau Baronin, meiner Chefin, wirst du ja eher nicht zusammen treffen, aber Dennis- für dich zur Erinnerung: Sie legt sehr großen Wert auf Manieren; damit kannst du sie beeindrucken! Die korrekte Anrede ist daher natürlich 'Frau Baronin'... Handkuss kommt auch sehr gut...
Nordic und Witnere- wenn sie zugegen sein sollte, benehmt euch einfach wie Pferde. Sie wird vielleicht euch auch so anfassen- dann handelt ganz natürlich... Kein Nicken, vor allem KEINERLEI MENSCHLICHE LAUTÄUßERUNG! Dies gilt im normalen Übungsbetrieb übrigens gegenüber allen menschlichen Personen- es sei denn, ihr werdet aufgefordert, euch menschlich zu artikulieren. Ansonsten- auf Fragen an euch, die mit einem einfachen 'JA' oder 'NEIN' zu beantworten sind, reicht Kopfnicken oder -schütteln...
Ihre beiden Töchter-Mira und Augustine- sind mit dem Titel 'Baroness' anzusprechen. Die Wahrscheinlichkeit, mit Baroness Mira ein oder zwei Trainingseinheiten zu absolvieren ist vor allem am Sonntag sehr hoch- da weder ich noch meine direkte Vorgesetzte und auch die Frau Baronin hier auf dem Hofgut anwesend sein werden. Nach jeder Einheit wird es eine Ansprache an euch geben, dort kann es sein, daß ihr auf fachbezogene Fragen oder Vorschläge ausführlicher antworten dürft- daher die korrekte Anrede. Die beiden legen wie ihre Mutter da großen Wert darauf und können ungnädig werden, wenn diese nicht erfolgt...
Meine direkte Vorgesetzte ist die Madame Rittmeisterin- oder auch Rittmeisterin Vanessa. Sie ist für eure Trainingspläne zuständig und wird mit dir, Witnere, ganz sicher am Montag ein Training durchführen...
Madame Simone ist ihr hier auf dem Hof gleich gestellt- aber sie ist jene Dame, die sich primär um die 'Sissys' hier kümmert und daher ist der Kontakt zwischen euch und ihr eher unwahrscheinlich. Ab und zu kümmert sie sich aber um andere 'Hoftiere' wie Hunde und Schweine oder unternimmt gemeinsam mit uns Trainingsausfahrten...
Wenn ich mit euch arbeite ist die korrekte Anrede 'Herr Pferdetrainer' oder 'Herr Markus'- wenn ich mit euren Leistungen sehr zufrieden bin, lasse ich mir auch nur mal ein Markus gefallen. Aber auch hier gilt- für Mimimi bin ich ganz sicher nicht zu haben und ein solches führt nur zu schärferem Training.
Jens, der Stallknecht hier auf dem Hofgut, wird- so wie ich- euch auch trainieren. Ihm ist als mein Untergebener der gleiche Respekt zu bezeugen wie allen anderen genannten Personen- daher gilt auch bei ihm die Anrede 'Herr'... Soweit alles verstanden?"

Ich hatte mich in 'meiner' Box umgesehen, während Markus die Hofangehörigen kurz vorstellte- bei letzterem horchte ich kurz auf, da dieser Jens sich mir gegenüber ja als Pferdetrainer vorgestellt hatte... Dieser Stallknecht schien sich wohl zu höherem berufen fühlen- was aber noch nichts über seine tatsächliche fachliche Eignung im Umgang mit uns Pferden aussagte.
Im Gegensatz dazu erinnerte mich Markus in seiner Art ein wenig an meinen Coach Daniel während meines ersten Aufenthalts auf 'Berggeschrei'- fachlich kompetent und menschlich uns Pferden zugetan...

Die Box selbst hätte in ihrer Dimension für ein 'richtiges' Pferd genügend Raum geboten- ohne mit Bestimmungen zum Tierschutz zu kollidieren. Eine Seite war mit Strohballen ausgelegt und bildete damit eine Art Bett für mich; dieser Eindruck wurde durch die darauf liegende Abschwitzdecke unterstrichen. Frieren würde ich daher sicher nicht in der Nacht, selbst wenn ich, was ich nicht glaubte, hier die komplette Zeit in meinem 'Latexfell' stecken sollte.
Der Boden war übrigens auch komplett mit Stroh ausgelegt, gegenüber meiner Ruheseite war an der Boxenwand ein 'Trinkbrunnen'- wie ihn auch 'richtige' Pferde verwendeten- angebracht; dazu kam noch ein Spender mit Desinfektionsmittel und ein Eimer...
Auf meinen doch fragenden Blick feixte Nordic und Markus meinte seelenruhig, ich könne auch wie ein normales Pferd mich einfach in das Stroh erleichtern- der Eimer würde aber die Entsorgung doch vereinfachen, sollte ich in meinen Boxenzeiten das Bedürfnis haben abzuäppeln oder die Blase zu leeren. Das benutzte Stroh zur Reinigung könnte ich dann einfach mit in dem Eimer entsorgen.
Er meinte dann zu Nordic, seine Box wäre identisch- aber da Dennis ja eines der Appartements im Gästetrakt für die beiden gebucht hätte, wäre sein Owner nur durch die Boxentür von ihm getrennt...

Mit dieser Bemerkung deutete er auf die Tür und meinte, es wäre an der Zeit für unseren 'Arzttermin'. Im Hinausgehen schaute ich an die Hallendecke und erkannte diverse Halteösen, die in einen der Träger über der Box eingelassen waren. Mehrere Ösen in den Ecken der Box waren mir bereits aufgefallen- die Möglichkeit einer recht restriktiven Unterbringung war somit vorhanden und ab sofort als Drohung in meinem Hinterkopf präsent...
Aus dem Stall heraus folgten wir den Weg zur Stirnseite der Festwiese und bogen an deren Ende wieder nach links ab- um zu dem Gebäude zu gelangen, über dessen Eingang das Wort 'Veterinärstation' unübersehbar angebracht war.

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TMeier
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:09.03.21 11:06 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo,

Danke für die Fortsetzung.

Sehr intressant das nun das 'Grubenpferd' Witnere einen Stall für das Wochenende bezogen hat.


Ich möchte wetten das Witnere ganz bald statt Holzstämmen eine Hochzeitskutsche ziehen darf vermutlich mit (evtl. sogar mit 'Nordic').

Solangsam bekomme ich Mitleid für Mira und Augustine haben die mit Witnere und Schlachtross gleich 2 ziemlich sture Gäule haben die sich nicht so einfach unterordnen werden.
Da sie beide im Grunde nur Einsteller sind müssen sich die Schwestern auch etwas zurückhalten...


Gruß
Thomas


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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:09.03.21 12:41 IP: gespeichert Moderator melden


Nein, Schlachtross ist eben KEIN Einsteller lt. der Entscheidung der Baronin- was für ihn im Umgang durch die Baroness' und den Pferdeknecht bisher und auch im weiteren Verlauf der Geschichte Konsequenzen bei vermeintlichem oder auch tatsächlichem Verweigern hat, die sich deutlich von jenen unterscheiden, die für 'Einsteller'- zumal welchen in der Kategorie 'Grün'- zur Anwendung kommen...
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TMeier
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:09.03.21 13:57 IP: gespeichert Moderator melden


Ja, er ist kein Einsteller, aber halt auch kein normales Gestütspferd mit dem Sie machen können was sie wollen.

Und durch die zeitlich begrenzte Ausleihe und das Versprechen der Baronin gegenüber Bea müssen sich halt alle zumindest etwas zurückhalten.


Achja wer sich für die zwei Vorgeschichten zum Grubenpferd Witnere intressiert erlaube ich mir mal sie hier zu verlinken:
Grubenpferd
Bestimmung

Gruß
Thomas
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Blackrubberhorse
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Schlachtross & Witnere Datum:12.03.21 10:13 IP: gespeichert Moderator melden


Abenteuer in Rosengarten... Tag 13, Freitag- Woche eins (Part 2)


Abend...


Schlachtross:

Ich war wütend- hatten doch Kara und Lion uns allen eine zweite Nacht in Latex eingebrockt! Selbst ich war gefühlt bereits an meinem Limit... und es war ja nicht so, daß ich ständig als Pferd zwei volle Tage so ausstaffiert verbrachte!

Nach der Verladung in die 'Horsekeeper' am Morgen nutzte ich meine bereits darin gemachte Erfahrung und entspannte in dem Dämmerzustand- ich wurde in Ruhe gelassen und mit Hilfe des in den letzte Tagen durch den Pferdetrainer immer wieder trainierten 'Versenkens' in den Ponyspace war es mir nicht möglich zu sagen, wie die Verteilung zwischen Meditation und Schlaf war. Zumindest wurde ich ausgeruht aus diesem Würfel herausgeholt...

'Was das nachfolgende Futter anging...- auch da hatte der Pferdetrainer sein Wort gehalten...'

Auf einem Waldparkplatz in uns allen völlig unbekanntem Gelände aus den 'Würfeln' entlassen, schirrte uns der Pferdetrainer sofort vor der Kutsche ein. Ich hatte dank der ersten Fütterung vor der Abfahrt noch kein wirkliches Hungergefühl, doch hatte er nicht etwas von einer zweiten Versorgung erwähnt? Meine (irrationalen) Zweifel an ihm waren aber unbegründet- der verabreichte 'Kartoffelbrei' war mit Speckwürfeln versetzt, war von der verabreichten Menge aber nicht dafür gedacht uns satt zu machen...

'Das war definitiv Einstellerniveau gewesen...'

Was dann weniger schön war- die Rittmeisterin befahl uns mit 'Scheuklappen' auszustatten! Wir sollten wohl nicht sehen, wo wir unterwegs wären- doch stellte sich diese Annahme von mir als falsch heraus...
Bis zum Erkennen des wahren Grundes liefen wir blind nach dem Kommando der Rittmeisterin zum anziehen der Kutsche. Unter den Hufstiefeln hallten unsere Schritte- was für mich ein Zeichen von vorzugsweise festem Untergrund war! In Verbindung mit dem gestrigen Training konnten wir nur auf Straßen oder zumindest Waldschneisen gelaufen sein. Ich vermutete letzteres, denn obwohl es mit der Zeit wärmer wurde- die direkte Kraft der Sonne verspürte ich nicht auf unserem 'Fell'...
Was aber sicher nicht nur mich irritierte- außer den Kommando's für Richtungs- oder Gangartwechsel erfolgte keinerlei Ansprache von uns Pferden... Weder Lob, Kritik oder Abmahnung war zu hören- und dies verunsicherte garantiert nicht nur mich.
Einzig die in den beiden Pausen mir beruhigend über den Rücken streichende Hand des Pferdetrainers bot mir einen Anhaltspunkt- während er uns mit Wasser versorgte.

'Gut gemacht...'

Diese Aussage war aber auch alles, was wir an uns gerichtet zu hören bekamen- und von der Stimme war es Markus. In der ersten Pause benutzte er diese Floskel insgesamt fünf Mal...- in der zweiten dafür nur drei Mal. Ich wurde beide Male damit von ihm bedacht... doch wer von uns bekam dies nicht mit auf den Weg? Den Kopf zu drehen wagte ich nicht, so könnte ich unter der Maske nur grob schätzen, wer außer mir noch diese Motivation bekam und wem sie vorenthalten wurde...
Während der dritten Pause bekamen wir neben der Ration Wasser endlich auch die 'Scheuklappen' abgenommen- und nachdem sich meine Augen wieder auf die Helligkeit eingestellt hatten, fluchte ich still als ich meinen Blick einmal gesenkt hatte.
Unsere Trainer hatten hinter jedem von uns wohl einen elektronischen Zugkraftmesser in unsere Einschirrung integriert!
Zumindest erkannte ich hinter Steel und Kara je so ein Teil...

'Daher waren Markus und die Rittmeisterin so schweigsam...'

Weil es einige Zeit vor dieser Pause immer wärmer in meinem Fell wurde, hatte ich die Vermutung gehabt, wir wären jetzt im offenem Gelände unterwegs- und ich lag nicht falsch. Links von uns floß ein breiter Fluss und wir standen auf der Dammkrone, die von einem breiten Weg gesäumt war. Rosengarten lag ja im Norden... das für uns sichtbare Gelände war flach und vor uns ziemlich baumlos- einzig am Horizont erstreckte sich ein größeres Waldstück, was ich rechts von mir aus meinem Blickfeld verlor. Ansonsten waren nur Felder und Wiesen, aber keinerlei Häuser oder Dörfer sichtbar. Wir waren ganz sicher immer im Norden- aber ob wir einen, zehn oder einhundert Kilometer von Rosengarten entfernt waren...- keine Ahnung. Eigentlich interessierte es mich auch nicht...- als Pferd wurde ich an den Ort gebracht, wo ich meine Arbeit verrichten sollte und dann ging es irgendwann zurück in den Stall wo man mich (hoffentlich) versorgen würde. Nach der Sache mit den Zugkraftmessern war ich mir da aber nicht mehr sicher...

'Kommt schon- sagt irgend etwas... Motiviert wenigstens Miu...'

Was ich ganz sicher sagen konnte- mein Freund hatte bisher mich die Arbeit nicht allein auf meiner Seite machen lassen... das hatte ich gespürt! Daher empfand ich es als... nicht ungerecht... aber nicht zielführend durch die Trainer, ihn jetzt bei seinem ersten 'großen' Einsatz nicht zu motivieren.

'Aber vielleicht haben sie es ja doch getan...- wenn sie es leise und für uns andere so nicht hörbar gemacht haben...'

Ich wünschte mir für Miu eine derartige Unterstützung...- zumindest durch Markus!

Mittlerweile hatte ich begriffen, diese 'Pause' hier im freien diente nicht nur der Versorgung mit Wasser- sie war das Äquivalent zum stehen vor der Kirche, von dem der Pferdetrainer gestern auch gesprochen hatte...

'Das würde übermorgen ganz sicher der schwerste Part für uns werden- auch wenn wir regelmäßig zu saufen bekämen...
Und noch immer gab es keinerlei Ansagen...'

Doch endlich begriff ich- es würde ganz sicher keine geben, so lange wir noch unterwegs waren! Es war wie bei dem ersten Test von mir durch die Rittmeisterin... wir waren Pferde und daher würden wir die Einschätzung unserer Trainer ganz sicher nur indirekt durch unsere Behandlung in den kommenden Einheiten bzw. nachher auf dem Hofgut zu spüren bekommen. Der enge Kontakt mit Markus und dessen zumeist sofortige Bewertung meiner Leistung mittels an sich selbst gerichteter Kommentare während der vergangenen Tage hatten mich dahingehend verwöhnt...- unter der Aufsicht der Rittmeisterin würden wir uns daher zumindest bis zur Rückkehr nach Rosengarten gedulden dürfen. Eines konnte ich aber aus diesem Handeln ableiten- bis jetzt waren keine gravierenden Fehler passiert, die ein sofortiges Einschreiten der beiden erfordert hätte!
Mit dieser Gewissheit legte ich die anstehende Strecke bis zu unserem Startplatz zurück, wo wir alle wieder in die Horsekeeper 'verladen' wurden. Der Wunsch, noch einmal davor etwas Futter zu bekommen, erfüllte sich nicht- doch wurden wir mit ausreichend Wasser versorgt...

'Endlich aus dem Würfel raus...- und bitte jetzt auch aus diesem Fell!'

Was mich verwunderte bei meiner Entlassung aus dem Horsekeeper- die Rittmeisterin hielt Lion und Kara an ihren Führleinen und Miu stand bei Markus... doch von Brutus und Steel war weit und breit nichts zu sehen!
Ich erblickte nur die vier Würfel, aus denen wir anwesenden Pferde wohl nacheinander durch den Firmentechniker herausgeholt worden waren...

"Eure Leistung heute... Ihr bleibt alle noch bis zur Abschlussuntersuchung morgen früh in der Tierklinik in euren Fellen!
Markus- du übst wie abgesprochen mit Schlachtross und Miu... Ich kümmere mich selbst um diese beiden Versager hier!"

'Sei nicht enttäuscht Schlachtross...- tief in dir hast du doch damit gerechnet...'

Gemeinsam mit Miu zog der Pferdetrainer mich hinter sich her in Richtung der Rennbahn... auch wenn ich überhaupt keine Lust mehr auf ein weiteres Training hatte- und nach seinen Worten, denen wir, ausdrücklich von ihm dazu aufgefordert, zuhörten, gab es Unterschiede in dem, was uns Pferde jetzt als letzte Einheit des Tages erwartete...

"...Steel und Brutus sind bereits im Stall- ich bin mir sicher, ihr beiden neidet ihnen nicht diese kleine Vergünstigung, eine Einheit gemeinsam miteinander verbringen zu dürfen. Und beide haben ja auch von der Rittmeisterin die Ansage, daß ein Decksprung oder etwas vergleichbares für beide nicht erlaubt ist...- auch wenn sie in der Box ohne Einschränkungen diese Zeit genießen sollen..."

Instinktiv waren Miu und ich stehen geblieben, was der Pferdetrainer durch den Zug der Führleinen in seiner Hand bemerkte. Erstaunt drehte er sich um und sah, wie wir beide unseren Kopf verneinend schüttelten.

'Die beiden haben es wirklich verdient... ich gönne es Ihnen...'

Markus kam bei dieser Reaktion durch uns auf uns zu, zog 'seine' Hengste zu sich heran und umarmte uns kurz, aber intensiv.

"Kommt, lasst uns weitergehen... Kara und Lion...- um die beiden wird sich die Rittmeisterin wie von ihr gesagt persönlich kümmern! Damit das für euch beide klar ist... auch wenn ihr Ihnen diese zusätzlichen Stunden in Gummi verdankt...- von ihr... und auch von mir... ist euch nachher in der Box oder auch den morgigen Tag über verboten, etwas mit den beiden anzustellen, was sie verletzen könnte! Verstanden?!"

Das war deutlich und über sich ergebende Konsequenzen bei einem Verstoß gegen diese Ansage wollte keiner von uns nachdenken. Markus schob die Info nach, auch Brutus und Steel hätten dies so zu hören bekommen...

"... mit euch werde ich jetzt noch ein wenig Bodenarbeit machen. Nichts wildes...- konzentriert euch einfach und arbeitet mit..."

Der Pferdetrainer führte uns auf der Rennbahn in den Bereich vor der Tribüne und nach dem Haltekommando stellte er meinen Freund eine 'Vorderhand'-Länge hinter mich.

"Im Schritt... Miu, denke daran, mit links beginnend...- vorwärts! Links..., rechts..., links..., rechts..."

Kein Highstep, kein Trab...- wir wurden von Markus einfach im Schritttempo geradeaus geschickt. Ab und zu kam eine Korrektur, die aber immer an Miu hinter mir gerichtet war und und ihm mehr Synchronizität abverlangte. Im Prinzip war es simpler Gleichschritt, den Markus uns abverlangte- nur im Unterschied zu dem Drill unter der Aufsicht von Mira vor einigen Tagen war es hier Cover für den Zweck, uns beiden nach jeder aus Sicht unseres Trainers zufriedenstellen ausgeführten Aktion Futter in unser Maul zu stecken!

'Deswegen sahen die Jackentaschen auch derart gestopft aus!'

Unsere Belohnung für die Arbeit heute vor der Kutsche bestand aus 'Leckerchen'- die uns beiden in einer Menge und Vielfalt in die Röhre der Maske geschoben wurden. Dazu jedes Mal mehrere Schlucke Wasser aus zwei großen Flaschen...- um die Wurst-, Käse- und sonstigen Würfel in unseren Mund zu spülen.

"Kommt ihr beiden- Schritt sieht jetzt bei euch gut aus... Noch vier Durchgänge im Trab und dann dürft ihr in die Box! Ihr seid übrigens die beiden Glückspilze, die jetzt etwas zwischen ihre Zähne bekommen- unser Liebespaar hat sich über schwarzen Tee freuen dürfen und die beiden Querulanten werden mit Wasser vorlieb nehmen dürfen!
Wisst ihr was- ich gewähre euch einfach noch ein wenig Futter und ihr schaut den beiden ein wenig zu... Kommt!"

Er führte uns an einen Platz, wo wir durch den Schattenwurf der Tribüne sofort den Temperaturunterschied spürten. Miu und ich drehten uns nach der Aufforderung durch den Pferdetrainer so, daß wir die Rennbahn auf unserer Seite voll überblicken konnten...- ich zerkaute den Brocken des Fruchtriegels, den mir Markus gerade zugesteckt hatte und erfreute mich an dessen Geschmack im Mund.
Jetzt verstand ich auch den letzten Satz, den der Pferdetrainer an uns gerichtet hatte...

"Wer bei der Rittmeisterin und mir Leistung zeigt und bis an sein Limit zu gehen bereit ist...- der wird von uns, so wie ihr jetzt, belohnt! Wer das hier in Rosengarten nicht begreifen kann oder will...- hat... auch mit uns beiden... ein Problem!"

Zwei Pferde, bei denen es sich nur um Kara und Lion handeln konnte, zogen mit sichtbarer Kraftanstrengung den uns Pferden verhassten Wagen des Zugkrafttests in Doppelbespannung- die Rittmeisterin hatte es sich auf dem Tank bequem gemacht und ohne eine Peitsche oder Gerte sichtbar in ihrer Hand reagierten die beiden Pferde ohne Verzug auf ihre verbalen Kommandos.
Auf unserer Höhe erfolgten von ihr kurz hintereinander zwei Richtungsbefehle- und da eines der beiden Pferde nicht sofort reagierte, erfolgte unmittelbar eine Bestrafung!
Beide Tiere wieherten spontan unter ihren Masken und kamen kurzzeitig aus dem Tritt...

"Kara- dein Fehler! Lion- du kannst ihr dafür gern bei Gelegenheit ein paar verpassen... das war jetzt der fünfte Fehler in eurer ersten Runde... eine Runde extra zu den fünf geplanten und für eure Halsbänder- eine Stufe rauf!"

'War das jetzt extra für Miu und mich eine Demonstration eurer Macht? Oder war dies eher für unsere 'Versager' bestimmt...'

Mir war sonst keine Unsauberkeit oder gar ein gravierender Fehler bei der Stute bis auf die nicht erfolgte sofortige Reaktion aufgefallen- doch hatte ich auch nicht wirklich darauf geachtet und die Rittmeisterin legte schon die ganze Zeit sehr hohe Maßstäbe in unserem Training an.

'Miu hatte ganz sicher mehr Unsauberkeiten in seinem Gang als die beiden...'

"Hier... für euch...- sauft noch was. Bereit für die abschließenden Trabsequenzen?"

Ich nickte es automatisch ab- und dachte nicht weiter über den Unterschied zwischen der Beurteilung von uns Pferden durch unsere Trainer nach. Es war so einfach...

'Zeig Markus und der Rittmeisterin einfach, wie du alles aus dir heraus holst und sie werden es honorieren! Die beiden vor der Kutsche jetzt sind nicht dazu bereit- ihr Pech! Das ungerechte hier auf Rosengarten ist einfach nur das System normalerweise uns alle für den Fehler eines einzelnen zu bestrafen...- es ist schade, daß auch die Rittmeisterin und der Pferdetrainer darauf ab und zu zurückgreifen...'

Wir waren fertig nachdem die Rittmeisterin mit ihrem Gespann uns zwei weitere Male passiert hatte- der Pferdetrainer hatte mittlerweile alles aus seinen Taschen an uns verfüttert und doch recht gesättigt führte er uns zurück in den Stall. In unserer Box waren wir beiden Pferde einen Moment allein- dann brachte Markus unseren Leithengst zu uns zurück und hatte für uns drei noch eine letzte Überraschung:

"Hier... für euch drei- sauft langsam... Es ist kalt!"

Was der Pferdetrainer uns drei Hengsten gönnte war eiskalte Orangensaftschorle! Mit Brutus anfangen bekam jeder von uns noch einen guten Liter davon- und ehe Markus unsere Fesselung mit dem Hinweis kontrollierte, dies sei nun mal hier so gefordert und uns danach allein ließ, bezeugten wir ihm unseren Dank und Respekt durch das zeigen der Unterwerfungsgeste...




Witnere in Rosengarten- Freitag Abend...


03 Veterinärcheck...


Der eingeschossige Fachwerkbau hatte automatisch etwas abschreckendes für mich- wohl, weil ich, wie jedes 'Tier', einen Arztbesuch scheute. Hinter dem Empfangstresen befanden sich zwei Frauen, die jüngere- in einer aufreizenden Latex- Schwesterntracht- schien von der älteren gerade etwas gesagt bekommen zu haben, als wir auf die beiden zusteuerten und Markus die Ältere, die eine Statur wie eine russische Kugelstoßerin hatte, anlächelte.

"Na Pferdetrainer- das sind wohl die beiden noch ausstehenden grünen Neuankömmlinge? Wer von ihnen ist der Owner- der hat hier ja nichts zu befürchten..."

Da ich nicht wusste, ob ich bereits jetzt als Pferd agieren sollte, hielt ich mich mit einer Aussage zu meiner Person zurück.

"Hallo Natascha- nimmst du die Untersuchung vor? Die Baroness dürfte sicher beschäftigt sein...- oder täusche ich mich da?"

"Nö- lass mal gut sein. Du hast richtig geraten, meine werte Chefin kümmert sich gerade gemeinsam mit seiner 'Herrin' um den einen 'roten' Neuzugang- und die beiden möchten unter keinen Umständen dabei gestört werden!"

Mir entging nicht, wie der Pferdetrainer dagegen kämpfen musste, nicht allzu angewidert sein Gesicht zu verziehen. Offensichtlich verabscheute er sinnlose Gewaltexzesse...

"Dann wollen wir so höflich sein und den Herrschaften nicht den Spaß am Spiel verderben..."-

Mit kaum verhohlenem Sarkasmus kamen ihm diese Worte über die Lippen- waren sie eine Anspielung auf die kursierenden Gerüchte? War hier wirklich immer alles freiwillig?

"... dies hier ist Dennis, der Eigentümer von 'Nordic'- und den dürftest du schon in den Unterlagen haben, da sie bereits zum zweiten Mal hier Gast auf dem Hofgut sind.
'Witnere' hier ist das erste Mal bei uns- seine Eigentümerin ist bedauerlich dienstlich verhindert. Übrigens- die Frau Baronin hat seine Herrin und ihn zur Ausgestaltung des Rahmenprogramms beim Turnier vorgesehen..."

Es dauerte einen Moment, aber dann überlegte ich. War das ein weiterer Hinweis darauf durch den Pferdetrainer, mich weniger hart anzufassen?

"Markus, ich nehme an, du wirst dem Herrn von Nordic- Dennis?- noch seine Unterkunft zeigen während ich ihn untersuche?"

Ein knappes Nicken bestätigte dies.

"Gut, dann werde ich mich um Nordic in der Eins kümmern und du kannst ihn im Anschluss abholen. Ich schau nach, ob die Angaben zu seiner Fellgröße noch stimmen- da kann der Stallknecht ihm ein passendes für das Training morgen bereits bereitlegen.
Annika- zeig mal was du bisher gelernt hast. Das komplette Programm für einen grünen Neuzugang...- ich denke, du bist in deiner Ausbildung bereits so weit, dies ohne meine Assistenz zu schaffen. Die Drei bietet sich dafür an..."

Der Ton der älteren Schwester hatte etwas kommandotonhaftes an sich- die würde ich nicht gern als Vorgesetzte haben. Aber ich hatte so eine nette Abwechslung für die Augen- als Latexfeti- zugeteilt bekommen...

"Witnere..."- auf die direkte Ansprache der Schwester Natascha machte ich zur Sicherheit einen halben Schritt nach vorn- "...für dich zur Information- zur Erhebung deiner Daten agierst du bis zum Ende der Untersuchung weiter als Mensch. Erst danach wechselst du in den Pferdemodus- aber ab dann gelten die hier herrschenden Regeln... Markus hat sie dir sicher schon genannt. Du bekommst dann auch dein Fell zum überziehen- so schonst du dein eigenes falls du eines dabei haben solltest. Laut den Angaben zu dir magst du es ein wenig dicker- 0,8 mm ist ok für dich? Mit Füßlingen und Handschuhen? Kopfhaube? Hast du zudem irgendwelche Accesoires, die für dich als Pferd wichtig sind? Die dich unverwechselbar machen?"

Während die Oberschwester mit einer bestimmenden Handbewegung einen unausgesprochenen Kommentar von Annika im Keim erstickte, setzte ich zur Antwort an- ich brauchte bei dieser Frage keinerlei Bedenkzeit...

"Die Stiefel für meine Hinterhand mit dem Behang, meine Handhufe mit Behang, die rote 'Satteldecke' mit dem Schweif, die Pferdemaske mit Gebiss und Trense, mein Zuggeschirr und natürlich auch meine Mähne. Dies ist alles in der dunkelblauen Tasche im Kofferraum von meinem PKW..."

"Gut- Markus, veranlasst du, daß Jens die Tasche zeitnah hierher bringt- ah, du hast die Schlüssel schon..."

Mit dem Vorzeigen unserer Kfz-Schlüssel verabschiedeten Markus und Dennis wortlos von uns- Nordic und ich würden ab sofort der 'Obhut' der beiden 'Veterinärschwestern' ausgeliefert sein. Ein spitzes "Hiiieer" von Annika veranlasste mich ihr zu folgen und so trottete ich brav hinter ihr her in den vorgesehenen Untersuchungsraum.
Dieser entpuppte sich entgegen meiner vorhandenen Befürchtungen nicht als medizinische Folterkammer- Bürotisch mit Laptop, zwei Stühle, eine Liege; diese aber tatsächlich mit einer Unzahl an Fixierungsösen; eine Waage, ein Schrank und ein Crosstepper- die Einrichtung erinnerte in etwa an das Untersuchungszimmer eines Hausarztes.

"Dann mach dich mal komplett frei du hübscher Hengst..."

Während 'Schwester Annika' hinter dem Bürotisch verschwand, entledigte ich mich meiner Bekleidung bis ich nackt vor ihr stand. Ihr Blick taxierte mich- ein Rümpfen ihrer Nase beim Abschätzen meines Bauchumfangs; dafür ein Lächeln was meinen Hengstschlauch und den zugehörigen Sack anging...
Routinemäßig begann sie mit der Erhebung der Daten- Name als Mensch, Rufname als Pferd, Alter, letzter Arztbesuch,...- alles ganz unaufgeregt bis sie den Punkt 'gesundheitliche Einschränkungen' nannte. Hier hatte ich mich entschieden bei der Wahrheit zu bleiben und erwähnte den Unfall, der mit eine aufgefaserte Sehne im linken Knie beschert hatte und mir seitdem das Rennen über längere Strecken unmöglich machte...

"Der Gaul lahmt?!" entfuhr es ihr- was mich in meiner Ehre als Pferd doch ziemlich kränkte.

"Nein- das Kaltblut trabt und gallopiert nicht über längere Strecken! Es ist ein Arbeits- und kein Rennpferd- und beim Holzrücken geht es eher um Präzision und nicht um Geschwindigkeit. Wenn MEINE Eigentümerin mit mir ausfahren möchte, reicht ihr mein Tempo im Schritt...- und noch einmal ganz klar zum besseren Verständnis: der 'Gaul' lahmt NICHT!"

Was dachte sich diese Göre eigentlich- mit diesem Satz hatte sie es gerade bei mir richtig verschissen!

Ungerührt von meinem Ausbruch tippte sie irgend etwas in den Laptop- aber von ihr mehr an sich selbst gerichtete Satzfetzen wie "...würde rote Einstufung guttun... Frau Baroness nicht erfreut... Änderung des Tests..." drängen trotzdem an mein Ohr. Auch ihre Augen zeigten, als sie mich kurz taxierte, für einen Moment eine Kälte, die mich frösteln ließ. Danach setzte sie- als wäre nichts gewesen- die Untersuchung fort.
Körpergröße, Umfang der Brust, des Bauches, Taille, Ober- und Unterschenkel,...- dazu noch die Fragen nach Handschuh- und Schuhgröße. Klar- hier wurden die Maße für mein 'Fell' ermittelt!
Nach Eingabe aller Daten teilte sie mir mit gespieltem Bedauern mit, ein Anzug in der von Oberschwester Natascha vorgeschlagenen Stärke von 0,8 mm sei gerade nicht verfügbar- aber es wäre ein 'Winterfell' in meiner Größe mit 1,0 mm im Fundus. So ein gut gebauter Hengst- dem würde dieser Unterschied sicher nichts ausmachen. Auch wäre an dem Suit ein nettes kleines Kondom- falls der Hengst mal Druck verspüren würde, könnte so wesentlich besser Abhilfe geschaffen werden...
Ich brauchte nicht auf meinen Ehering zu schauen- auf das Angebot dieser notgeilen kleinen Schwester würde ich garantiert nicht eingehen! Ich lächelte einfach zurück, nickte den vorgeschlagenen Suit ab und merkte mir ihre Offerte- sicher würde so etwas auch ihre Vorgesetzte, diese Oberschwester Natascha interessieren...
Danach wurden die üblichen Vitalwerte in Ruhe von mir erhoben- Puls, Blutdruck, Atemfrequenz...- wie erwartet alles dem Alter entsprechend im Normbereich. Nun erfolgte die Aufforderung an mich, je fünf Durchgänge mit 25 Liegestützen und 25 Kniebeugen zu absolvieren- danach würde sie die gleichen Werte noch einmal erheben.
Reichlich zehn Minuten später zitterten mir die Arme und ich hatte nicht nur auf der Stirn Schweißperlen, während Annika mir erneut die Vitalwerte abnahm. Als sie diese erhoben hatte, scheuchte sie mich mit einem Gesichtsausdruck, der ihre vermeintliche Überlegenheit mir gegenüber in diesen vier Wänden widerspiegelte, auf den Crosstepper und eröffnete mir, ich dürfte final noch zwanzig Minuten zeigen, wozu das 'Kaltblut' wirklich in der Lage wäre. 200 Watt wären für mich in der Kategorie 'Grün' ein guter Einstieg...
Wenn Sie dem Irrglauben anhing, mich damit an meine Grenzen bringen zu können- da hatte sie sich getäuscht! Klar, die abverlangte Leistung hätte es in sich, aber ich trainierte auf so ein Teil zu Hause- verrückt wie ich nun mal war- zwei Mal die Woche in meinem Pferdeoutfit eine halbe Stunde bei 180 Watt. Diese Selbstkasteiung war brutal, aber meiner Ownerin gefiel dies und ich profitierte körperlich auf alle Fälle davon...- besonders jetzt!
Eine kleine Flüssigkeitslache hatte sich bereits unter dem Gerät gebildet als Oberschwester Natascha mit einem Catsuit über dem Arm und meiner Tasche den Raum betrat. Mein für mich angedachten 'Fell' sah sehr stabil aus- ich hoffte, mir mit der leichtfertigen Zusage für den dickeren Anzug nicht in mein eigenes Fleisch geschnitten zu haben.

"Wie macht sich denn unser Freizeithengst- läuft er sich für den Test warm?" wollte die Oberschwester wissen, während sie auf die erhobenen Werte schaute und mich nicht weiter beachtete.
Ich horchte auf- war das nicht schon der Test? Hatte ich etwas falsch verstanden? Mit einem Schnauben machte ich darauf aufmerksam, ich wäre auch noch mit im Raum.

"Ja Witnere, ich denke, du bist jetzt gut aufgewärmt- ich lege dir jetzt noch dein Kontrollhalsband um und dann zeigst du mir 15 Minuten was du so zu leisten im Stande bist..."

Hatte die Oberschwester durchschaut, daß ihre Untergebene da offenbar mich ein wenig zu schikanieren versuchte? Ich setzte nach.

"Danke Frau Oberschwester- ich hatte ihre Mitarbeiterin so verstanden, daß dies bereits zum Test gehören würde. Auch würde mich interessieren, ob die Teilnahme an einem oder mehreren Decksprüngen Bestandteil des Aufenthaltes hier sind... falls ja, müsste ich dafür das Einverständnis meiner Besitzerin einholen- was sie ganz sicher NICHT geben wird!"

Der Blick der Oberschwester, mit dem sie ihre Untergebene bedachte, war vernichtend, nachdem sie auf meine Antwort den Ehering an meinem Finger bemerkt hatte.

"Nein- so etwas ist definitiv nicht vorgesehen und bedarf zudem die Zustimmung der Frau Baroness in der von dir genutzten Kategorie." Zu Annika gewandt kam von ihr ein knappes "Ich übernehme- du scheinst doch noch nicht in der Lage zu sein, derartiges ohne Aufsicht abzuarbeiten!"

Ich war inzwischen vom Gerät abgestiegen und stand wartend neben demselben. In mir feierte ich einen kleinen Sieg- hier war wohl das gegenseitige gegeneinander Ausspielen zu einer Kunstform gediehen und ich hatte gezeigt, ich würde mitspielen.
Davon völlig unbeeindruckt fragte die 'Frau Oberschwester' nach meinem Halsumfang- was sollte dies nun schon wieder? Da ich nicht sofort antwortete, kam von ihr ein:
"He 'Witnere'- du darfst mir schon noch antworten..."

"Entschuldigung Frau Oberschwester, ich war der Meinung sie hätten ihre Untergebene angesprochen. Mein Halsumfang ist 43 cm..."

"Witnere, du magst hier noch nicht als Pferd zu handeln brauchen- übertreibe es aber nicht. Die beiden Baroness reagieren nicht gut auf Ironie, da fühlen sie sich vorgeführt...- mit dem entsprechenden Echo für dich..."

Dieses Mal beließ ich es bei einem stummen Kopfnicken- beobachtete aber dabei das Mienenspiel der 'Tierarzthelferin'. Annika schien es überhaupt nicht zuzusagen, wie ihre Vorgesetzte mir Tips gab für den Umgang mit den Töchtern der Hausherrin, sie war wohl darauf bedacht, bei Augustine...? sich einen guten Stand zu sichern.
Mittlerweile hatte die Oberschwester ein Kunststoffhalsband aus dem Schrank entnommen und hielt es auffordernd in meine Richtung. Ich sollte wohl damit ausgestattet werden- obwohl ich dessen Zweck (noch) nicht begriff. Auf der Innenseite waren mehrere Metallflächen sichtbar, diese wurden durch Natascha so platziert, daß zwei auf der Nackenmuskulatur zum liegen kamen- die anderen befanden sich im Bereich der Halsschlagadern.
Mit einem leichten Druckgefühl an meinem Hals- es fühlte sich an, als würde ein Paar Hände permanent meinen Hals umschließen- vernahm ich ein leises 'Klack', als würde Metall auf Metall treffen. Das Band hatte kaum Spiel was für die Enge um meinen Hals sprach...

"Witnere- das ist ein Überwachungs- und Kontrollhalsband. Wir überprüfen damit permanent deine Herzfrequenz; Mogeln ist damit kaum möglich...- und wenn du es versuchst müssen wir den vorhandenen Sanktionsmodus aktivieren! Das möchtest du sicher nicht- aber das liegt einzig an dir selbst..."

Die Stimme der Oberschwester hatte etwas mitfühlendes- während Annika kaum verholen fies grinste.

"Wir nutzen hier drei Modi- Aufmerksamkeit, Korrektur und Strafe. Jeder Modus hat drei Stufen, wenn du hier nachher an dem Gerät deinen Test durchführst, ist das Band mit dem Crosstepper gekoppelt. Unterschreitest du dein voreingestelltes Leistungsprofil, werden dich die Elektroden zuerst daran erinnern, dann korrigieren und dann- nun ja..."

Unvermittelt spürte ich im Nacken ein leichtes Kribbeln, dieses steigerte sich zu einem unangenehmen Stechen und zum Schluss fühlte es sich an, als würde ich in schneller Folge mit einem dünnen Rohrstock geschlagen. Unwillkürlich entfuhr mir ein Schmerzlaut- was die Oberschwester veranlasste, die Demonstration zu beenden.

"Du Hengst bist sicher clever- und leistungsbereit- genug, den Einsatz des Halsbandes tunlichst zu vermeiden...
Wenn du nachher in deinem Fell steckst, werden die eingebauten Magneten im Halsbereich es in seiner Position halten. Glaube mir, ich habe keinen Spaß daran, es einzusetzen- aber auch keine Hemmungen um aus dir die geforderten Leistungen herauszuholen. Du wirst am Sonntag übrigens hier einen Test unter der Aufsicht der Baroness und mir auf dem Laufband absolvieren...- und wenn Augustine merkt, du gibst nicht wirklich alles, dann hast du ja gespürt, wie sie dich motivieren wird...
Ab auf den Stepper mit dir- du hast dreißig Sekunden die 200 Watt zu erreichen!"

Mit dieser Aufforderung legte ich mich ins Zeug- und merkte erst jetzt, hier war- so wie auch bei dem Test auf 'Berggeschrei'- keine Anzeige die mir ein Erreichen der abgeforderten Leistung anzeigte. Das war wohl eine Gemeinsamkeit aller Gestüte um uns zu aufzuzeigen welchen Status wir selbst gewählt hatten. Ein Paneel war vor mir an dem Gerät montiert- aber das blieb dunkel. Also wieder nur nach Gefühl...- ich hatte ehrlich keine Lust auf die von der 'Frau Oberschwester' an mir demonstrierte 'Motivation'.
Ich hatte gerade angefangen, eine Drehzahl mir abzuverlangen, von der ich glaubte, sie müsste der abverlangten Leistung entsprechen- da fluchte die Oberschwester hinter dem Laptop unvermittelt und brüllte Annika an, warum sie nichts von meiner 'Einschränkung' mein Knie betreffend gesagt hätte. Noch so eine Aktion von ihr- und sie würde bei der Baronin höchstselbst dafür sorgen, daß sie auf das Niveau einer Hilfskrankenschwester zurückgestuft würde. Völlig eingeschüchtert versuchte diese etwas zu entgegnen- was Natascha mit einer Handbewegung abschnitt. Mit ernstem Gesicht stand die Oberschwester auf, kam zu mir herüber und fragte mich, ob ich unter den vorgegebenen Bedingungen jetzt den Test durchziehen wollte.
Als ich, ohne meine Drehzahl auf dem Stepper zu reduzieren nickte, 'zauberte' sie aus ihrem Schwesternkittel ein Schlüsselbund mit einem kleinen schwarzen Stick, hielt diesen an das Paneel- und ein grünes Licht leuchtete auf.

"Halte diese Leistung- damit bist du safe. Wenn das Licht auf Gelb springen sollte, hast du drei Sekunden Zeit deine Leistung zu steigern- danach springt es auf Rot und es setzt die Stromschläge. Nach drei Überschreitungen bist du automatisch im Korrekturbereich und es gibt keine Warnung mehr, das Gerät zeigt dann sofort Rot mit der dazugehörigen Konsequenz- bis du wieder im grünen Bereich bist..."

Ich nickte halb abwesend ihre Aussage ab denn ich schaute stur gerade aus auf einen imaginären Punkt und konzentrierte mich einzig darauf, die Schwungscheibe am kreisen zu halten- ich war fokussiert wie bei der Arbeit als Rückepferd. Nicht direkt mich betreffende Ansprachen blendete ich in so einem Zustand aus- daher registrierte ich die Abwesenheit der Schwester Annika auch erst, nachdem ich von Natascha die Aufforderung erhalten hatte den Test zu beenden...
Na gut, eine weniger, mit der ich mich beschäftigen müsste. Ich war mir meiner erbrachten Leistung bewusst und auch die Oberschwester schien zufrieden mit den Werten. Sie reichte mir sogar ein paar Papierhandtücher aus dem Spender, damit ich mir den Schweiß aus den Augen wischen konnte.

"Gut gemacht Witnere- du hast die komplette Testzeit dich nicht ein einziges Mal auch nur in der Nähe des kritischen Bereiches für eine Motivation befunden. Deine Herzfrequenz lag auch unter dem, was wir hier häufig zu sehen bekommen- das wird vor allem die Baroness erfreuen. Zeige am Sonntag so eine Performance und du kannst sicher sein, sie wird dich mögen. Wirst du dies auch in deinem 'Fell' und mit Maske so hinbekommen?"

Ich überlegte kurz- sollte ich meine Karten offenlegen? Würde dies die künftigen Anforderungen an mich heraufsetzen? Könnte ich generell der Oberschwester trauen? Ich wählte meine Worte mit Bedacht...

"Frau Oberschwester- ja, ich bin mir sicher, solch eine Belastung auch in meinem Outfit über eine halbe Stunde erbringen zu können. Danach dürfte es aber sicher zu einem Leistungsabfall kommen... Einschränkend muss ich dazu sagen, dies war ein Test, wo mein Knie nicht einer Stoßbelastung ausgesetzt war, wie sie in den von 'Rennpferden' bevorzugten Gangarten Trab oder Galopp auftreten. Sie hatten gesagt, der vorgesehene Test würde auf einem Laufband stattfinden..."

Während die Oberschwester die bejahend abnickte fuhr ich fort

"... dann wäre es für meine Knie am besten, wenn die geforderte Gangart nur Schritt wäre. Ich weiß ja nicht, was die Baroness da von mir verlangen wird, aber mit einer defekten Hinterhand kann ich nicht das von der Frau Baronin gewünschte Showprogramm zum Turnier laufen..."

Die Botschaft war gesendet- und ich hoffte, hier die gewünschte Balance in der Nachricht zwischen freiwilliger Leistungsbereitschaft und einer zu respektierenden Einschränkung getroffen zu haben.
Dies war mir wohl geglückt, den ohne weitere Kommentare bekam ich von ihr jetzt die Aufforderung, mich nun auch äußerlich in Witnere zu verwandeln. Ich fragte die Oberschwester, ob ich die Liege als Ablage für meine Accessoires benutzen dürfte, was für sie kein Problem darstellte.
Das schwarze 'Fell' war dank des stärkeren Materials etwas ungewohnter als mein eigener, den ich gewöhnlich nutzte- aber da ich selbst auch einen weiteren Anzug in dieser Stärke mein eigen nannte, war dies kein wirkliches Problem. Einzig das Material war kein Naturlatex sondern die vulkanisierte Variante davon; ein wenig steifer und nicht ganz so dehnbar, aber vermutlich widerstandsfähiger. Mit den Füßlingen hatte ich Glück- die saßen wie angegossen. Bis zu den Hüften im Suit steckend kamen die Wollsocken von mir als Polster über die Füßlinge, dann die grauweißen Stulpen als Behang für die Hinterhand des Kaltblüters und zum Schluss die Arbeitsschuhe mit den angenähten Hufglocken, welche aber unter dem Behang größtenteils verschwanden. Der 'Hengstschlauch' wanderte in das dafür vorgesehene Kondom...

"Vergiss deinen Ring nicht abzunehmen..."

Keine Angst- das würde ich garantiert nicht. Mit Bedacht zog ich ihn vom Finger und griff nach meiner Maske. Ein schmales Band am zugehörigen Halfter war schnell gelöst, durch den Ring gezogen und wieder in der zugehörigen Schnalle befestigt. Natascha beobachtete wortlos mein Vorgehen und meinte mehr zu sich selbst

"...deine Frau ist auch deine Ownerin? Sie kann ein gutes Pferd ihr eigen nennen..."

Ohne darauf einzugehen zog ich mich weiter um- nachdem ich mir das Oberteil übergezogen hatte und auch die Finger in den Handschuhen ihren Platz gefunden hatten, zog ich mir die Haube über meinen Kopf und bat die Oberschwester, den Anzug zu schließen und die Rückenreißverschlüsse zwischen meinen Schulterblättern zu platzieren. Das Halsband war, wie von der Oberschwester vorausgesagt, durch den Anzug in seiner Lage fixiert, die angearbeitete Haube war für mich dank der drei Öffnungen für Augen und Mund gewöhnungsbedürftig- ich bevorzugte die gesichtsoffenen- aber es würde gehen. Der Anzug selbst lag körperbetont, aber nicht zu eng an, was mir recht war- lieber ein wenig zu weit als zu eng und dann Druck- und Scheuerstellen... Meine rote 'Satteldecke'- ein in der Schnürung voreingestelltes Korsett mit daran befestigtem Schweif folgte als nächstes. Ein wenig den Bauch eingezogen, die Ösen eingehakt und es umschlang meinen Körper...
Langsam spürte ich, wie ich mit dem Anlegen jedes einzelnen Teils meines 'Fells' immer mehr von meinem menschlichen Ich in das von Witnere wechselte. Ich gebe zu, Witnere steckt zwar zu jeder Zeit in mir, aber er fühlt sich besser, wenn er auch nach außen hin wie ein Pferd aussieht.
Mit meinen gummierten Fingern griff ich vorsichtig nach meiner Maske- Natascha schaute interessiert und meinte dann, dies wäre aber keine Standartausführung von AGM. Ihr Blick trog sie nicht- ich war, dank der Freundschaft zu Raimund, dem Eigentümer von 'Berggeschrei', in den Besitz einer der von dem dortigen Gestüt verwendeten Masken gekommen, die ein wenig modifiziert waren. Die Möglichkeit des zu integrierenden Filters machte sie schon zu etwas besonderem, dazu die Trense mit integriertem Trinkschlauch- ich mochte sie wegen der damit verbundenen Möglichkeit der längeren Tragzeit.
Ich bat die Oberschwester, mir ein wenig beim überziehen zu helfen- dann spürte ich die Trense zwischen meinen Zähnen und das herunterziehen des Reißverschlusses. Die ersten Atemzüge waren ein wenig ungewohnt dank des Atemwiderstandes, aber nach einer Minute hatte sich dies gegeben und mein Körper wusste, jetzt hatte Witnere wieder die Oberhand. Ich spürte, wie Natascha ein wenig an den Schlitten der Zipper herumzog- dann ihre gedämpfte Stimme die mir befahl, ich solle mich zur Wand drehen. Sie schien wohl etwas aus einer Schublade zu holen- dann erneut ihre Finger in meinem Nacken. Nachdem ich wieder umdrehen durfte, erklärte sie mir, sie hätte die Schlitten mit einem kleinen Kabelbinder verbunden- selbst wenn ich noch meine Finger frei hätte, ohne Hilfsmittel würde ich mein Fell jetzt nicht mehr verlassen können. Ein knappes Nicken mit meinem Kopf zeigte ihr- ich hatte verstanden. Ohne weitere Aufforderung hielt ich ihr zum Abschluss der Einkleidung meine ausgestreckten Hände hin, aber sie begutachtete erst meine Hufhandschuhe, ehe sie mir diese überzog. Noch die unter dem Behang versteckten Bänder festgezogen- damit war es mir unmöglich, die Vorderhufe abzustreifen und ich war in meinem Outfit eingeschlossen.
Kritisch betrachtend umrundete mich Frau Oberschwester einmal- dann nickte sie mir zu...

"Man kann ja zu euch Latexpferdchen geteilter Meinung sein- aber du hast dir um dein Aussehen Gedanken gemacht. Wir haben ja derzeit noch so einen Verrückten hier auf dem Hof zu Gast..."

Ohne weiter darauf näher einzugehen hielt sie mir mein Zuggeschirr hin- na klar, ich könnte es hier nicht liegen lassen, daher ließ ich es mir auch noch anlegen. So fertig ausgerüstet griff sie mit einer Hand nach meinem Halfter und zog mich neben sich her aus dem Untersuchungsraum.


04 Nachtruhe


Den Hauptgang entlang führte sie mich bis zu einer Tür, die in Brusthöhe mit einem grünen Längsstreifen gekennzeichnet war, öffnete diese und dann standen wir auch schon in dem Raum, der heute Nacht meine Stallbox sein würde.
Vielleicht 6m x 5m in den Ausmaßen war eine Seite mit zwei übereinander liegenden Reihen von je drei Boxen belegt- zwischen diesen je ein schmaler Gang, damit die seitlichen Abdeckungen erreichbar blieben. Das System war augenscheinlich identisch mit jenem, was ich von 'Berggeschrei' her kannte- aber der Kreis der Anbieter für solch 'spezielle' Unterbringungen war auch sehr überschaubar. Die Boxen schienen mir auch etwas schmaler, aber dies könnte auch täuschen...
Dazu kam noch der obligate Bürotisch und auch wieder ein Laptop- dazu aber noch eine Art Lesegerät, aber da war ich mir nicht sicher.

"Oben oder untere Reihe- was ist dir lieber?"

Natürlich war die Frage der Oberschwester rein rhetorisch- und so schnaubte ich einfach nur. Jetzt war ich Witnere und der konnte nicht sprechen...

"Fein gemacht- du scheinst mir ein umgänglicher Hengst zu sein. Willig UND intelligent, das werden deine Trainer mögen...-Steh!"

Was blieb mir auch anderes hier übrig? Daher schaute ich einfach nur zu, wie die Frau Oberschwester sich hinter den Schreibtisch setzte, aus einem der Schubfächer ein grünes Armband entnahm und damit an dem 'Lesegerät' hantierte, nachdem der Laptop von ihr aktiviert worden war. Wenige Minuten später war sie mit ihrer Arbeit fertig- ich wurde von ihr aufgefordert, meine linke Vorderhand auszustrecken und bekam das Armband übergestreift. Das dünne Latex war sehr dehnbar und ich spürte es kaum, nachdem es am Oberarm durch Natascha in die richtige Position gebracht worden war.

"Jetzt bist du vollständig bereit für deinen Aufenthalt hier auf Rosengarten. In deinem Armband, was ja schon dank der Farbe signalisiert in welcher Kategorie du hier unser Gast bist, ist ein Chip eingegossen, auf dem alle relevanten Daten über dich eingelesen sind. So kann jeder Trainer ohne Probleme abrufen, was mit dir machbar ist: deine Tabus, mögliche Strafen, dein Futterplan- und natürlich auch deine gezeigten Leistungen nach den einzelnen Einheiten eintragen..."

Nach dieser Erklärung ging die Oberschwester zu der rechten oberen Box, öffnete deren Metalltür und zog die darin befindliche Liege bis zum Anschlag heraus.
Auf dieser lag eine dicke, mit gummiertem Stoff überzogene Matratze und ich erkannte zusätzlich noch jede Menge an Klettbändern zur Fixierung eines Nutzers.
Die 'Frau Oberschwester' löste jedes der Klettbänder, klopfte dann als Zeichen ich solle jetzt mich zu ihr begeben, auf die Auflage und half mir, mich richtig hinzulegen. Sie brachte meinen Schweif in Ordnung, korrigierte meine Lage und dann begann sie jedes der Bänder zu schließen- oberhalb der Fußgelenke, beidseitig des Kniegelenks, Leiste,... Nachdem sie damit fertig war, lag ich zwar weich aber bewegungslos von Hals bis Fuß fixiert. Mein Blick war dank der Maske bereits auf den Bereich über mir beschränkt, aber Natascha sorgte mit zwei Headblocks auch da für fast völlige Bewegungslosigkeit. Wenn jetzt die nächsten Stunden mich irgendein Juckreiz in den Wahnsinn treiben sollte- ich würde absolut nichts dagegen unternehmen können. Einzig Blinzeln mit den Augen war mir übrig geblieben- und mit meiner Zunge an der Trense zu lecken...
Totale Bewegungslosigkeit- der Grat vom feuchten Traum zum absoluten Alptraum war für mich ab sofort sehr schmal. Dumpf hörte ich, wie die Oberschwester außerhalb meines Blickfeldes noch herumwerkelte. Dann spürte ich ihre Hand an meinem Schaft- der steil abstand, da mich die Situation doch massiv kickte. Diese Berührung dauerte jedoch nur wenige Wimpernschläge, dann traf mich der mit mäßiger Kraft ausgeführte Schlag auf meinen Hodensack- der Schmerz und noch mehr die Überraschung sorgten für ein Aufbäumen was aber durch die Bänder wirkungsvoll im Keim erstickt wurde.
Mit dem erzielten Ergebnis zufrieden tastete sie nach meinen Brustwarzen- und nachdem Natascha diese gefunden hatte, drückte sie auf diese mit immer stärkerer Kraft.

"Mein lieber Hengst- du wirst doch wohl die Zeit hier ohne Deckakt überstehen, nicht wahr? Deine Besitzerin würde das, wie du ja angedeutet hast, ganz sicher nicht gutheißen..."

Dank ihrer beiden Finger und dem dadurch hervorgerufenen Schmerz zwang sie mich mit aller Kraft in die Trense zu beißen. Ich hatte ja keine Möglichkeit, ihre Aussage abzunicken. Einzig Schnauben und Wiehern war mir geblieben- und mit Tränen in den Augen griff ich zu der mir einzigen verbliebenen Option.

"Gut so- unterwirf dich! Das ist der einzige Weg für euch Pferde hier und je schneller du dies verinnerlichst- auch als 'grünes Tier'- desto weniger Angriffsfläche wirst du bieten! Hast du dies verstanden?"

Sie erhöhte noch einmal ihren Druck auf meine Brustwarzen, daher wieherte ich mit aller Kraft um ihr mein Einverständnis zu zeigen und daraufhin ließ sie von mir ab. Ihr Gesicht schob sich wieder in mein Blickfeld...

"Ich mache das nicht, weil ich Freude dabei empfinde dich hübschen Hengst zu peinigen...- im Gegenteil! Ich will dir nur aufzeigen, hier gibt es auch Leute die dich gern etwas härter anfassen würden- eben weil du als 'Grubenpony' gezeigt hast, wozu du in der Lage bist...
Du kannst ehrlich froh sein, daß die Baroness gerade anderweitig beschäftigt ist und du 'nur' das verkürzte Programm der Eingangsuntersuchung bekommen hast. Eigentlich hätten da noch mal zwei Einläufe dazu gehört und die Fixierung in dem 'Lieblingsspielzeug' von meiner Chefin. Sollte sie dies vor dem Test mit dir am Sonntag anbieten- sage Nein! Du bist in der Position, so eine Offerte ohne weitergehende Konsequenzen ablehnen zu dürfen- wärst du in Kategorie 'Gelb' würde dies anders aussehen..."

Durch meine Augengläser sah ich, wie die Decke anfing sich zu bewegen- die Oberschwester schob mich in meine 'Box' und ich musste über den Inhalt ihrer Worte nachdenken. Was bewog sie, zumindest einige der kursierenden Gerüchte indirekt zu bestätigen?
Meine 'Liege' hatte in der 'Leichenbox'- wie ich meinen Schlafbereich für heute Nacht bereits getauft hatte- den Endanschlag erreicht und verriegelt. Ich würde in absoluter Dunkelheit liegen- was für mich aber nichts Neues war. Bevor aber von Natascha die 'Boxentür' geschlossen wurde, bekam ich noch ein paar Worte von ihr zu hören, die ihr Handeln teilweise erklärte.

"... Witnere- das mag für dich jetzt vielleicht komisch klingen... ich mag, im Gegensatz zur Baronin hier, euch Latexpferdchen. Sie ist jemand, die mehr mit den 'Nacktponys' anfangen kann- ist wohl eine Frage ihres persönlichen Geschmacks...
Ihre Tochter Augustine und auch meine Untergebene sind Latexfetischisten in Reinkultur- bei der Baroness kommt aber noch ein ausgesprochenes Faible für Atemreduktionsspiele und eine gehörige Portion Sadismus hinzu... was dich zu einem idealen Kandidaten für sie macht! Sie würde sicher gern mehr mit dir anstellen- aber ich schätze dich so ein, du bist weniger Masochist als Fetischist... und du verlierst nicht den eigentlichen Grund deines Aufenthalts hier aus dem Sinn. Du hast Pflichtbewusstsein und das gefällt mir.
Zudem hast du nicht den Test auf dem Stepper abgebrochen, obwohl du die Chance dazu hattest. Du scheinst ein Kämpfer zu sein- und solche Pferde imponieren mir..."

Mit diesen abschließenden Worten sah ich ihr Gesicht und eine Hand in meinem Blickfeld- dann spürte ich beim nächsten Atemzug, wie nichts mehr ging. Ihre Stimme zählte langsam von zehn bis Null, während ich krampfhaft versuchte nicht panisch zu werden. Sie beobachtete mich sehr genau, wie ich mit meinen Augen förmlich begann stumm um Luft zu betteln- und meinen Willen in diesen, dies nicht als Mensch zu tun.

"Du bist tatsächlich ein Kämpfer- deine Augen lügen nicht..."

Mit diesen Worten gab sie meine 'Nüstern' frei, schloss die Boxentür und löschte das Licht im Raum. Ich war allein in völliger Dunkelheit mit meinen Gedanken gefangen...
Zuerst hieß dies Ordnung in das Chaos der Informationen zu bringen- der Input war ja wirklich reichhaltig gewesen. Natascha und Markus schätzte ich als so glaubwürdig ein, da alles, was sie vor mir zum Besten gegeben hatten, irgendwie in die über Rosengarten aufgeschnappten Gerüchte passte. Ich verstand nur ihre Motive nicht- ihre Loyalität zu dem Gestüt war nach diesen Äußerungen mehr als zweifelhaft. Mit bösen Absichten hätte man es auf den ersten Blick sogar als geschäftsschädigend bezeichnen können. Aber je mehr ich darüber nachdachte- die beiden könnten auch sehr loyal um den Ruf des Gestütes besorgt sein und mit der Weitergabe von solchen Infos an Kunden dafür sorgen, daß die wirklichen Sadisten hier ein wenig ausgebremst würden....
Nach den gemachten Andeutungen fielen die beiden Töchter definitiv in diese Kategorie- was auch mit den Gerüchten übereinstimmen würde... Bei der Schwester Annika glaubte ich auch einen gewissen Grundsadismus bemerkt zu haben- aber war der nur gespielt, um bei der Baroness Augustine einen guten Stand zu haben? Sexsüchtig war sie auf alle Fälle- und bei einer Zurückweisung dürfte sie ihrer latenten Grausamkeit sicher freien Lauf lassen...
Bei dem Stallknecht war ich mir nicht sicher- wie und was war dieser Jens? Offenbar der Stallknecht und damit dem Pferdetrainer unterstellt- aber mit Ambitionen zu höherem. Wie sich dies auf den Umgang mit Kunden- nein Pferden- wie mir auswirken würde...- ich würde es merken. Sicher wäre es besser, erst mal zu allem, was mit meinem Training zusammenhing, ja und Amen zu signalisieren.
Ich war wirklich neugierig, was meine Besitzerin für mich hier vereinbart hatte und wie dies umgesetzt würde. Ich wünschte, sie wäre mit mir zusammen hier auf dem Hofgut- aber ich würde es auch so durchziehen und sie mit meiner gezeigten Leistung stolz machen!
Mit diesem Gedanken fiel ich nach einiger Zeit in einen unruhigen Schlaf...

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Blackrubberhorse
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Schlachtross & Witnere Datum:19.03.21 17:11 IP: gespeichert Moderator melden


Samstag:



Witnere in Rosengarten



05 Tier-Mensch...


Keine Ahnung, wie oft ich in den vergangenen Stunden dank der Fixierung aus dem Schlaf geschreckt bin- ich erinnere mich nur an vier Mal. Bewegungslosigkeit mag ein geiles Kopfkino sein, aber nach mehreren Stunden wird es selbst mit der bequemsten Unterlage zur Qual. Mein Zeitgefühl war völlig im Eimer- andererseits interessierte es ein Pferd nicht, wie spät es war.
In meiner 'Box' war es pechschwarz und das einzige vernehmbare Geräusch waren meine Atemzüge. Ich fühlte mich aber trotz allem irgendwie aufgeputscht- die an mir vorgenommenen Restriktionen sorgten für eine wellenförmige Geilheit. Das ich zudem auch noch wie in einem Bratenschlauch in meinem eigenen Schweiß ausharrte, steigerte dieses Gefühl noch einmal.
Mein Hengstschlauch stand wieder steif aufrecht, ich kaute ein wenig auf meiner Trense und versuchte erneut wegzudösen- da signalisierten mir meine Sinne ich wäre nicht mehr allein! Um dies zu überprüfen wieherte ich auf Verdacht und hoffte auf eine Reaktion...
Nichts! Nach einiger Zeit glaubte ich schon, meine angespannten Nerven hätten mir einen Streich gespielt, doch...

"Guten Morgen du Hengst...- immer noch oder schon wieder geil?"

Ich war froh die Stimme der Oberschwester zu vernehmen- wer weiß, was diese Annika in so einem Moment mit mir angestellt hätte.

"Schließ deine Augen- ich schalte die Beleuchtung ein..."

Dank meiner Erfahrungen aus dem Bergwerk wusste ich, was sie damit meinte. Trotz der geschlossenen Augenlieder und der Tatsache, daß ich in meiner Box nicht direkt in eine startende Leuchtstoffröhre schauen musste- ich merkte die aufflammende Helligkeit.

"Lass sie geschlossen bis ich dich losgemacht habe..."

Ihre Stimme hatte etwas beruhigendes- auch wenn ich keine Ahnung hatte, wie sie es geschafft hatte, so leise sich mir im Dunkeln anzunähern. Das war mir irgendwie unheimlich...
Ein Ruck zeigte mir an, meine Liege bewegte sich aus der 'Box'; dann das unverkennbare Geräusch von sich öffnenden Klettverschlüssen. Eine Hand griff nach meinem linken Unterarm und zog leicht daran, begleitet von der Aufforderung, ich könne mich jetzt aufrichten und dann auch die Augen öffnen. Beides tat ich wie geheißen- froh darüber, aus diesem Gefängnis befreit zu sein. Erst jetzt kam mir der Gedanke, so hilflos mit Stromstößen meines Halsbandes gequält zu werden- diese Vorstellung war alles andere als erregend und ich war für den Moment dankbar, dies nur als böse Vorstellung in meinem Kopf zu haben. Erleichtert schnaubte ich, was mir von Natascha die Frage einbrachte, ob alles mit mir in Ordnung wäre.
Ja, das war es...- nur spürte ich meine Blase und wünschte mir, mich erleichtern zu können. Mit meinem linken Vorderhufe tippte ich kurz gegen mein Glied und stellte mich dann so hin, als würde ich urinieren. Die Oberschwester nahm dies wahr- machte aber keine Anstalten darauf einzugehen...

"Reiß dich ein bisschen zusammen- zuerst wirst du gefüttert und getränkt... Wir sind hier schließlich nicht bei 'Wünsch dir was' und herauslaufen könnte es eh nicht. Also kneif mal ein wenig die Schenkel zusammen und hab dich unter Kontrolle!"

Mit einem Schnauben signalisierte ich ihr mein Wohlverhalten- ich wollte keinerlei Verschärfung der Bedingungen für mich noch vor dem ersten Training riskieren... Natascha packte mich am Halfter und führte den ihr anvertrauten Hengst zurück in den Untersuchungsraum Eins, wo Schwester Annika mit dem Frühstück bereits auf mich wartete. Auf der Untersuchungsliege war schon das Tablett bereitgestellt, auf dem mehrere abgedeckte Schüsseln standen- und eine Spritze mit größerem Fassungsvermögen um mich über den Maskenanschluss zu füttern.
Was aber mich ängstigte- da lagen auch zwei Paar Fesseln bereit, drapiert von einer Spreizstange. Annika begann auch sofort nach Aufforderung durch die 'Frau Oberschwester' mir diese anzulegen- breitbeinig und mit auf meinem Rücken fixierter Vorderhand stand ich kurze Zeit später in der Raummitte...
Auf ein Zeichen der Oberschwester hin packte Annika meine Vorderhand und zwang mich mit deren Hochziehen in eine nach vornüber gebeugte Position- meine Schultergelenke fingen sofort an zu schmerzen und dank des Korsetts fiel mir auch das Atmen schwerer.

"Nicht ganz so hoch mit der Vorderhand- das ist keine Strafmaßnahme... Witnere, deine Ownerin hat uns mitgeteilt, du würdest diese Haltung mögen- das ist doch richtig?"

Während meine Schultern ein wenig entlastet wurden, nickte ich langsam mit meinem Kopf- ja, ich mochte diese Haltung, nur war sie aus meiner Sicht jetzt etwas unpassend... Aber was hatte die Oberschwester mir gestern Abend mit auf den Weg gegeben- 'unterwirf dich und pass dich an, du bist jetzt nur ein Pferd...'
Ich versuchte mich daher zu entspannen und hoffte insgeheim, jetzt nicht auch noch mit Atemkontrollspielen belästigt zu werden. Natascha hatte inzwischen die erste Futterspritze aufgezogen und angeschlossen- ich spürte, wie ein Brei aus der Öffnung in meiner Trense in meinen Mund tröpfelte und ich begann zu saugen. Schien süßer Griesbrei zu sein- war also passend.
Während ich so zwei weitere Portionen verabreicht bekam, instruierte Natascha ihre Untergebene für den anstehenden Tagesablauf.

"...heute Vormittag nimmst du dir die drei 'Gelben' und lässt diese die Eins, Drei und Vier säubern- das muss bis 10:00 Uhr erledigt sein. Augustine möchte, daß unsere Gäste dies nackt in Ketten mit Atemreduktion ausführen. Danach ist der Trainingsraum Zwei vorzubereiten- da werden heute nach der Mittagspause unsere vier 'Roten' durch die Baroness trainiert und du sollst ihr da zur Hand gehen... Sie möchte dich da in deinem Suit mit Maske und deiner Schwesterntracht dabei haben. Das Ganze soll bis ca. 20:00 andauern..."

Ich bekam mittlerweile durch Natascha noch zwei Spritzen voll mit Milchkaffee verabreicht und danach noch zwei weitere mit Wasser zum Reinigen des Futterschlauches. Danach wurde- nach einem Handzeichen von Natascha-meine Vorderhand freigegeben und ich durfte mich wieder aufrichten- während die Frau Oberschwester Annika aufforderte, die 'gelben' Patienten zu versorgen und für die Visite vorzubereiten.
Mit diesen Instruktionen zog Schwester Annika ab und meine Fesselungen wurden von der Frau Oberschwester entfernt. Auch begann sie mir meine Maske abzunehmen mit dem durchtrennen des Kabelbinders an den Zippern...

"Denke daran- Pferde sprechen nicht... Solltest du das nicht beherzigen, bleibst du in deinem Fell bis heute Abend und das Abäppeln jetzt ist dann für dich auch gestorben- klar?"

Ich war glücklich, die Trense aus dem Maul zu haben, nachdem die Maske nicht mehr vor meinem Gesicht war- machte einige Kaubewegungen, um meine eingeschlafene Kiefermuskulatur wieder zu entspannen und schnaubte als einzige Antwort auf die Erinnerung an mein erwartetes Verhalten hier auf Rosengarten. Dies brachte mir einige Streicheleinheiten ein- und Natascha fuhr fort, mich temporär aus meinem 'Latexfell' zu holen. Hufhandschuhe ab, das Zuggeschirr entfernt und dann den Zipper geöffnet... Meine Blase machte sich schon wieder unangenehm bemerkbar.
Ohne die Hilfe der 'Frau Oberschwester' befreite ich meine Arme und den Oberkörper aus dem Suit, dann sollte ich ihr folgen und im Eingangsbereich schloss sie eine Tür auf hinter der sich der Ort für meine Erlösung befand. Ich hätte fünfzehn Minuten Zeit- in einer halben Stunde würde mich Markus zu meinem ersten Training abholen und er wartete nicht gern...
Die Ansage war klar- ich hatte definitiv keine Lust eine der Personen ohne Grund zu verärgern, die potentiell auf Seiten der Pferde hier auf Rosengarten stand. Daher forcierte ich das Abäppeln und genoss die letzte Möglichkeit für zweieinhalb Tage, als Mensch eine Toilette benutzen zu können. Mit erneutem Einkleiden stand ich fünf Minuten vor der geforderten Zeit bereit und harrte der Dinge die auf mich zukommen würden. Natascha war sogar noch so freundlich gewesen, mir mit einem Hinweis auf die zu erwartende Temperatur draußen noch ein extra Glas Wasser inclusive einer Vitamintablette zu gönnen.

Der Pferdetrainer erschien pünktlich und war sichtlich erfreut, ein Pferd zu sehen, was offensichtlich sich auf die anstehende Einheit freute. Ob es mit mir irgendwelche Probleme gegeben hätte wollte er wissen, während er mich in meinem Outfit inspizierte. Natascha verneinte dies und lobte sogar meine angeblich gezeigte Einsatzbereitschaft bei dem Test auf dem Crosstepper. Sie wäre der Meinung, Markus würde sicher mit mir gut arbeiten können- für einen Einsteller wäre ich wirklich fit...

"...ach so- für morgen wenn ihr unterwegs seid... hab ein Auge auf Annika, ich würde von dir gern eine Einschätzung haben, wie sie ihre Aufgabe erledigt hat..."

Da war was gewesen- hatte der Pferdetrainer nicht gesagt, er wäre am Sonntag nicht auf dem Gestüt? Dazu noch die Info, mein Test hier an diesem Tag würde von der Baroness Augustine und Natascha durchgeführt... Da schien eine größere Sache außerhalb zu laufen- die Frage war nur, wäre dies gut oder schlecht für mich?
Ein leichter Druck unter dem Maul meiner Maske holte mich in die Wirklichkeit zurück. Markus war dabei, mir eine Führleine einzuhängen- nachdem er damit fertig war, wünschte er der Oberschwester einen ruhigen Tag und ein schonend ausgeführter Ruck war für mich das Signal ihm zu folgen. Mit einem Nicken meines Kopfes und einem kräftigen Wiehern verabschiedete ich mich für heute von Natascha und folgte Markus aus der 'Tierklinik'...



Abenteuer in Rosengarten... Tag 14, Samstag- Woche zwei (Part 1)



Klinikkoppel- morgens...


DRACHENLORD


Schlachtross:

Ich stand auf der Weide bei der Tierklinik. Markus hatte Miu, mich und die anderen für das Ziehen der Kutsche bestimmten Hengste nach einem sehr frühen finalen Morgentraining ohne nachfolgende Fütterung auf diese Koppel geführt, einfach stehen gelassen und war in der 'Klinik' verschwunden. Anscheinend war es ihm heute Morgen egal, dass wir seit zwei Tagen vollständig in Latex aufgeraffelt waren und mir der Schweiß im 'Fell' bis an die Knie hoch stand. Ich versuchte mir einzureden, der Pferdetrainer hätte irgendwelche Vorgaben für diese, unsere Behandlung bekommen und würde so etwas nicht aus eigenem Antrieb machen. Für diese schwache? Hoffnung stand sein bisheriges Verhalten...- hatte er nicht Miu und mir gestern Abend eine sicher nicht in dem Umfang angedachte Fütterung gewährt? Der Geschmack der Orangenschorle war ja auch noch irgendwie in meinem Mund präsent...

'Allerdings hat er ja auch seine... wenn auch recht gut kontrollierte... brutale Ader...'

Während ich versuchte meine schmerzenden Waden ein wenig zu entlasten und einen Huf aufstellte blickte ich durch die kleinen Gläser meines Kopfes den Weg zur 'Klinik' entlang. Mein Freund schlief, es war nichts zu sehen und mir wurde langweilig. Ich kaute ein wenig auf meiner Trense herum und meine Stimmung sank. Es war nicht so, dass ich gleich wieder trainieren wollte, da Markus uns alle noch einmal gut gescheut hatte, aber mir fehlte die Nähe von anderen Pferden oder Menschen.
Da erkannte ich eine Bewegung im Augenwinkel. Ich ruckte herum und schaute auf das Pferd, dass von dem Pferdetrainer aus der Klinik geführt wurde.

'Ah- er wird sich wohl um diesen Einsteller kümmern müssen...'

Es war ein Hengst, der wie ich ein schwarzes Latexfell trug und dazu ein rotes Korsett mit dem daran befestigten hellen Schweif sowie ein darüber liegendes Zuggeschirr an hatte. Sein Schädel war mit einem Latex-Pferdekopf mit weißer Mähne bedeckt, der eindeutig von AGM stammte. Als die beiden auf meiner Höhe waren hörte ich, die charakteristischen Atemgeräusche des Hengstes. Anscheinend hatte er tatsächlich einen integrierten Filter in dem Pferdekopf- was bei den Fabrikaten dieses Herstellers ja eine wählbare Option darstellte.

'Spinner!'

Mich schüttelte es bei dem Gedanken so arbeiten zu müssen...- aber jeder wie er es will.
Da fiel mir ein, dass Anja mich eine Zeitlang mit einer sogenannten Höhentrainingsmaske traktiert hatte. Diese Maske behinderte meine Atmung und sollte durch die Bildung neuer roter Blutzellen meine Leistung erhöhen. Ich hatte das Teil gehasst, da ich immer das Gefühl hatte zu wenig Luft zu bekommen und zum Glück hatte Anja irgendwann das Training damit beendet.
Ich schaute mir diesen Hengst genauer an und erkannte, dass er zwar etwas älter war, aber offensichtlich gut in Form.

'Mit dem dürfte es Spaß machen im Gespann zu arbeiten...'

Dies war mein erster Gedanke...- doch dann sah ich das grüne Latexband an seiner Vorderhand.
In diesem Moment sank der Hengst, gegen meinen Willen, in meiner Achtung. Das war also auch wieder nur einer dieser 'Einsteller'. 'WünschDirWas-Pferd!'- schoss es mir in den Kopf. Obwohl ich noch nicht lange auf Rosengarten war, hatte ich begriffen, dass diese Art Pferde etwas ganz anderes waren als wir Gestütpferde.
Einsteller wurden ja generell anders behandelt... Nur nicht zu fest anpacken... vor allem die 'Grünen' nicht- die waren ja wie aus Porzellan- und ja nichts machen was schlechte Presse bedeuten könnte. Dagegen wurden wir behandelt wie Inventar. Wir waren dazu da den Laden am Laufen zu halten und wenn wir mal nicht mehr konnten oder wollten gab es Schläge. Ob wir darauf standen Schmerzen zugefügt zu bekommen interessierte hier niemanden. Die Schläge waren Mittel zum Zweck und wurden von 'manchen' mit Freuden verabreicht...
Ich drückte meinen Rücken durch und hob den Kopf. Egal was sie uns antaten, wir hielten es aus und lieferten eine gute Leistung ab. Auch damit diese Hobbypferde einen schönen Urlaub haben konnten. Hätte es meine Trense zugelassen, hätte ich diesem Einsteller vor die Füße gespuckt. Es war nichts persönliches, aber dieser Hengst stand für alles was ich auf Rosengarten verachtete. Dieses doppelte Spiel, dieses Messen mit zweierlei Standards, einfach diese verfluchte abgrundtiefe Verlogenheit!

'Wärst du wenigstens ein 'Gelber'...'

Der Hengst bemerkte mich nicht einmal beim Vorbeilaufen- gut, Markus hielt ihn kurz an der Führleine und gab ihm offenbar ein paar Instruktionen für das anstehende Training...

'Zeig erst mal im Gespann was du kannst und dann erkenne ich dich... vielleicht... als gleichwertig an. Aber nur wenn du was drauf hast und deine Leistung bringst.'

Selbst auf Waldsee hatte ich zu oft Kunden im Doppelsulki gehabt die ich mehr gezogen hatte als dass sie selber liefen. Dort war es mir egal. Ich nahm es als sportliche Herausforderung. Aber hier kostete es jedem von uns unnötig Kraft diese Pferdespieler zu bespaßen und ich spürte langsam, auch wenn Markus oder die Rittmeisterin mich zum Glück bisher nicht für das Training mit diesen 'Hobbypferden' eingesetzt hatten, dass Kraft etwas war mit dem ich hier haushalten musste.

'Trotzdem...- ich war Schlachtross das Rennpferd!'

Ich hatte nicht so viele Rennen gewonnen weil ich wehleidig war oder mich ausgeruht hatte. Ich hatte gelernt zu laufen egal wie sehr mein Körper nach Wasser schrie oder wie sehr meine Muskeln brannten. Das einzige was zählte war der Wille meiner Jockey und wenn sie bestimmt, dass ich noch Laufen kann tat ich es, da ich ihr vertraute.

'Und nur wenn du bereit bist, dich für deinen Jockey oder Owner so aufzugeben... dann und nur dann... erkenne ich dich als Pferd an...' -dachte ich mir und gab dem anderen Hengst einen verachtenden Blick mit auf seinen Weg...

DRACHENLORD ENDE


Mit einem Pfiff und ihrer unverkennbaren Stimme riss mich das 'Urviech' aus meinem Dämmerzustand- ich hatte mich nach der recht einseitigen Begegnung mit Markus und dem Einsteller noch einmal hingesetzt und mit dem Rücken an einen Pfosten gelehnt gedöst, doch jetzt schien endlich die vom Pferdetrainer angekündigte 'Visite' stattzufinden.

'Endlich aus dem Latex raus...'

Die zwei Tage darin eingeschlossen stellten die Grenze des derzeit mir zumutbaren dar. Ich wusste, Brutus, Lion und Miu wären noch glücklicher über diesen Fakt, aber selbst mir wäre jede zusätzliche Stunde jetzt zu viel.

"Muss ich euch Gäulen Beine machen? Seid froh, daß ihr mit mir vorlieb nehmen dürft...- oder wollt ihr hier warten, bis Baroness Augustine sich um euch kümmern möchte?"

Das wollte natürlich keiner von uns und so standen wir binnen Sekunden bei ihr, um in die 'Klinik' geführt zu werden.

"Muss man euch Gäulen immer erst drohen...- je besser ihr jetzt gehorcht, desto eher seid ihr mit dem Check für morgen fertig, bekommt euer Futter und dürft auf die Koppel..."

Futter... Koppel...- das klang nach Ruhe und Erholung! Hatte unser Trainer nicht so etwas für heute erwähnt? Wir drängten uns nach diesen Worten vor der Oberschwester richtiggehend um in die Klinik zu kommen...

"Geht doch...- ihr müsst nicht drängeln! Ab mit euch in den Waschraum..."

Mit einer Sprunggerte in der Hand dirigierte Sie uns in den fensterlosen, gefliesten Raum- was mich einigermaßen beruhigte war die Tatsache, weder Augustine noch Annika waren irgendwo zu sehen. Es schien so zu sein, wie die Oberschwester angekündigt hatte- sie allein würde sich um uns kümmern...

'Schwacher Trost...- deren Laune kann umschlagen und dann macht sie uns fertig...'

Dieser Gedanke war bei näherer Überlegung zwar unlogisch- die Baronin wollte ja für morgen ein frisches einsatzfähiges Gespann...- doch logisches Handeln war ganz sicher bei der Hälfte der hier uns 'betreuenden' Menschen eher selten gegeben.
Die Oberschwester hatte mittlerweile eine abwaschbare Schürze, ärmellange Gummihandschuhe und einen Mundschutz angelegt und begann mit Brutus uns die Masken abzunehmen. Auch wenn wir dank Markus selbst derart ausstaffiert unsere gewohnten Zeiten zum Abkoten eingehalten hatten, sie ging auf Nummer sicher. Nach dem Leithengst kam ich dran, dann Miu und zum Schluss befreite sie Lion aus seinem ungeliebten Fell. In unser aller Gesichtern war die Freude darüber überdeutlich abzulesen...

"Rüber an die Wand! Eure Vorderhufe brusthoch nach vorn und dann abgestützt! Und keinen Ton- das kommt aber nicht von mir, das hat eure Rittmeisterin befohlen! So bleibt ihr und wehe wenn einer meint, er dürfe an sich herum spielen...
Die 'Sissys' werden sich über den Haufen Latex sicher freuen- die werden zu tun haben, das alles bis Morgen sauber zu bekommen..."

Ich verstand zwar nicht, was sie mit dem letzten Satz meinte, doch Natascha's auf uns bezogene Ansage war unmissverständlich- und mit einem Hieb ihrer Gerte auf die Kruppe von Lion unterstrich sie diese überdeutlich! Mir kam es so vor, als hätte unser Trainer ihr gesteckt, wer in den letzten Tagen Leistung gezeigt hat und auf wen die Rittmeisterin und er nicht so gut zu sprechen waren. Jeder von uns starrte daher die Wand vor sich an und harrte der kommenden Ereignisse...
Gerade als bei mir das Gefühl aufkam, sie hätte uns allein gelassen, hörten wir erneut Schritte und die Stimme von 'Schwester Annika'- sie meldete zu meiner Erleichterung ihrer Vorgesetzten aber nur, sie hätte, wie ihr befohlen, Steel und Kara dabei... Von der Oberschwester wieder weggeschickt, damit sie ihren 'befohlenen Aufgaben' nachkommen könne, erlaubte ich mir ein leises Schnauben, womit ich meiner Erleichterung darüber Ausdruck verlieh...

"Halt dein Maul Schlachtross!"

Klar doch...- damit bot ich ihr einen Anlass, doch es blieb bei dem Anranzer und der befürchtete Hieb blieb mir erspart. Endlich waren die beiden 'Stuten' auch aus ihren Anzügen befreit und wir kamen nacheinander wie schon gestern in den Genuss, mit lauwarmen Wasser von unserem Schweiß und allen anderen Rückständen auf unserer Haut befreit zu werden. Ich konnte, bis ich von ihr angesprochen wurde, nichts wirklich sehen, doch ihre Anweisungen waren klar- sie duschte jedes Pferd einzeln ab, dann durfte sich das Pferd abseifen und danach wurde es erneut abgespült. Trödeln war in dieser Abfertigung nicht vorgesehen- da sie mit den Stuten angefangen hatte, kassierte Kara von ihr einen Hieb, der uns dank des Begleitkommentars klar machte, dies sei keine Badeanstalt und sie könne gern die Temperatur des Wassers auf 'Kalt' herunter regulieren, wenn wir nicht nach ihren Vorgaben mitmachen würden...
Kara kreischte kurz nach dieser Ansage auf und mehrere Spritzer Wasser, die mich trafen, zeigten mir, die Oberschwester hatte ihren Worten Taten folgen lassen und die Temperatur nach unten reguliert. Zum Glück für uns korrigierte sie dies bei Steel, die neben mir stand, wieder auf das Ausgangsniveau- aber keiner von uns hatte danach Lust, sich erneut ihren Unmut zuzuziehen...
Für mich war das gesäuert werden eine Wohltat- trotz der Kürze der Zeit und der Begleitumstände. Viel lieber hätte ich es mir jetzt in einer Badewanne bequem gemacht und warmes Wasser genossen...- doch den jetzt offerierten 'Luxus', sich zumindest kurzzeitig sauber zu fühlen, wollte ich auch nicht auf's Spiel setzen...
So wie ich dachten wohl alle anderen auch und daher waren wir recht schnell fertig- Natascha gönnte allen mit der Herausgabe eines Handtuches für jeden von uns ein weiteres Stück Normalität- danach befahl sie uns erneut in die Ausgangsstellung und legte jedem Einzelnen seine Hufschuhe, Hufhandschuhe, den Harness und nach der Fesselung der Vorderhand die Keuschheitsschelle bei uns Hengsten an. Steel und Kara bekamen dafür einen Komplett-KG verpasst- dafür verzichtete die Oberschwester auf den Harness bei beiden und nutzte die vorhandenen Fixierösen des KG zu deren Fesselung. Ohne Dauerhalfter wurden wir von ihr nun in den vordersten Untersuchungsraum getrieben, wo wir erneut an der Wand Aufstellung nehmen durften.

"Brutus- ich fang mit dir an! Komm her und steh hier..."

Ich wusste seit dem eigentlich verbotenem Gespräch mit ihm, sein Sprachverständnis war ja eher eingeschränkt, doch er reagierte sofort und daher war meine Annahme, dies wäre ein ihm vertrautes Procedere. Natascha machte es ihm eindeutig ein wenig leichter- einige der Anweisungen, die sie ihm gab, waren ein Sprachgemisch aus deutschen und englischen Begriffen! Ich war mir recht sicher, wenn Augustine oder Annika jetzt dabei wären, hätte die Oberschwester nicht so gehandelt- doch warum tat das 'Urviech' dies? Lag ich mit meiner Einschätzung ihrer Person falsch?

'Keine falsche Hoffnung Schlachtross...-enttäusch dich nicht selbst und freu dich, wenn sie dich fair behandelt...'

Mit diesem Denken würde ich ihr gegenüber sicher am besten fahren...
Nachdem sie mit Brutus fertig war, rief Natascha mich zu sich. Auch ich hatte zuerst still zu stehen- sie untersuchte meine Haut sorgfältig, meinte aber eher zu sich selbst, aufgrund meiner Vorgeschichte als Pferd dürfte ich eigentlich keine allergische Reaktion auf das Tragen eines Latexoutfits zeigen...
Danach wies sie mich an mich zu setzen- und es erfolgte durch sie eine ganz gewöhnliche Kontrolle meiner Vitalwerte! Ich fragte mich zwar, warum die Daten meines Chips, den ich hier trotz allem noch immer im ungefähren Drei-Tages-Rhythmus ausschied und danach gesäubert zum schlucken serviert bekam, nicht einfach auswertete, doch offenbar legte man hier darauf keinen Wert...
Puls, Blutdruck, Gewicht,...- und dann wurde noch meine Lungenfunktion getestet. Durch einen Schlauch in ein Gerät so weit wie es mir möglich wäre ausatmen, kurz die Luft anhalten und danach so tief einatmen, bis ich nichts mehr in den Lungen unterbringen könne. Die sofortige graphische Auswertung des Tests war wohl für mich zufriedenstellend, denn die Oberschwester schickte mich zurück an die Wand und holte sich mit Miu das nächste Pferd...
Wir verharrten still in der befohlenen Haltung, bis Natascha mit Steel auch das letzte Pferd geprüft hatte- dann befahl sie uns sich umzudrehen und weiter still zu stehen.

"Baroness- die Grundüberprüfung ist positiv abgeschlossen! Erlauben sie, ihre Mutter nach der Analkontrolle von dem Resultat in Kenntnis zu setzen? ...- jawohl, vielen Dank!"

Was jetzt kommen würde...- Analkontrolle klang schon unangenehm! Frau 'Urviech' zog sich demonstrativ ein Paar neue Handschuhe über, zog eine Schublade auf und entnahm dieser eine Tube Gleitgel und einen kegelförmig zulaufenden Analplug mit Griffstück.

"Das hätte eigentlich vor eurer Generalprobe gestern stattfinden müssen...- aber da ihr euch eh gegenseitig bespringt und es gestern bei den 'Horsekeepern' auch keine Komplikationen gab... Zumindest bei denen im 'Superior'..."

Diese nur an sich gerichteten Worte beruhigten mich ein wenig für das jetzt anstehende Procedere- doch waren sie ein erneuter Beweis für das hier ständige aneinander vorbei arbeiten von Training und Klinikbereich. In der gleichen Reihenfolge wie vorhin begann Natascha bei Brutus erst mit ihren Fingern den Anus etwas zu dehnen, trug Gleitgel auf den Plug auf und schob diesen dann mit leichten Drehbewegungen in das geweitete After des Leithengstes. Wir anderen hatten dabei das Vergnügen, der 'Untersuchung' zuschauen zu dürfen- und ich war der nächste Probant!
Das 'Urviech' machte sich bei mir nicht mal mehr die Mühe meinen Namen zu nennen- nur ein Wink mit der Hand und ich würde mit genau dieser gleich in meinem After Bekanntschaft schließen. Die Oberschwester hielt aber zu meiner Erleichterung die Hygienestandarts ein und zog sich neue Handschuhe über. Ein leichter Druck mit ihrer linken Hand zwischen meinen Schulterblättern... ich sollte mich etwas nach vorn beugen und dann spürte ich schon das kalte Gel an ihrem Finger!

'Zärtlich geht anders...'

Mit erst einem, dann zwei und zum Schluss drei Fingern in mir wurde ich vorgedehnt, dann kam der Plug zur Anwendung... Die Prozedur dauerte keine zwei Minuten, aber bevor ich nach Rosengarten kam, hatte jedes Eindringen in diesem Bereich bei mir etwas mit Zärtlichkeit und Rücksichtnahme zu tun gehabt. Dieses 'geschäftsmäßige' empfand ich daher immer wieder als Demütigung- vermutlich war es auch so gedacht...

"Standartweitung ohne Einschränkungen erreichbar..."

Die Oberschwester setzte einen Haken auf ein Formblatt, dann hieß es für mich zurück in die Reihe und Miu durfte als nächster diese nach dem gestrigen Test für uns unnötige Untersuchung über sich ergehen lassen.
Das die Oberschwester noch ruppiger konnte- Lion und danach Kara bekamen es zu spüren. Die beiden waren aber auch die einzigen von uns, die nur in der 'Basic'-Version transportiert waren.

'Stimmt- da war ja keine 'Analsonde' verbaut... Oder doch?'

Im totalen Unterschied dazu erfolgte die Penetration bei Steel durch 'Frau Urviech' geradezu zärtlich...- war das nur weibliche Solidarität oder mehr? Sie informierte wie schon angekündigt die Gestütschefin und natürlich auch noch einmal Augustine- letztere schien aber kein Interesse daran zu haben uns zu inspizieren. Sie hatte daher wohl der Oberschwester die Erlaubnis erteilt, Markus bescheid zu geben- wir dürften abgeholt werden!


Endlich auf der Koppel- der Pferdetrainer hatte unser Futter in einem Eimer dabei und nachdem er Lion die Fesselung seiner rechten Vorderhand gelöst und den Hufhandschuh entfernt hat, verdonnerte er ihn, unser Fressen zu tragen. Brutus agierte als unser Leithengst und vertrieb jeden von uns frei laufenden Hengsten und Stuten bei dem Versuch, auch nur einen Blick in den Eimer zu werfen. Markus achtete nur darauf, daß die beiden von ihm an der Leine geführten Stuten keinen Versuch unternahmen, sich einem der Hengste zu nähern...- auch wenn wir 'dank' der uns in der Klinik verpassten Schellen eh nicht hätten aufreiten können!
So blieb uns nach dem Betreten der Koppel nur das in der Raufe verteilte Futter als unmittelbar bevorstehendes Highlight- doch benahm sich Brutus hier auch sonderbar! Das Futter wartete auf uns... aber er verweigerte uns allen den Zugang zur Raufe. Immer wieder schaute er, ob Markus noch zu sehen sei- und erst, nachdem er sich sicher war, daß unser Pferdetrainer auch wirklich weg wäre, erlaubte er mir als erster sein Futter zu sich zu nehmen...

'Warum fraß er nicht selbst als erster? Was bezweckt Brutus mit diesem handeln? Er müsste doch sicher auch Hunger haben...'

Die Rationen für uns waren weder mehr oder weniger als normal...- und es war ja so, wenn genug Platz an der Raufe war, fraßen wir gemeinsam. Warum also wich unser Leithengst von der Routine ab?
Immer wieder trieb er Lion von der Raufe weg- und endlich verstand ich sein agieren!

'Lion wird jetzt kein Fressen bekommen- das ist die Quittung für die zusätzliche Zeit in den Outfits, die er uns zusammen mit Kara eingebrockt hat!'

Ich schaute kurz in Richtung von Brutus, wieherte um seine Aufmerksamkeit zu bekommen und überprüfte meine Vermutung auf ihre Richtigkeit. Unser Leithengst bemerkte meine pantomimische Frage und nickte sie ab. Damit war jetzt auch Lion klar, er würde jetzt von uns um seine erhoffte Mahlzeit gebracht- und das wollte er nicht kampflos hinnehmen!
Allein war er aber uns in jeder Hinsicht unterlegen- und sein Hunger war jedem von uns herzlich egal! Er und Kara waren schuld an unserer verlängerten Zeit in Latex... Selbst wenn er es schaffen sollte an die Raufe zu gelangen- er würde von uns keine Sekunde gewährt bekommen sich nach vorn zu beugen um zu fressen!
Lion schien zu dem gleichen Ergebnis in seinen Überlegungen gekommen zu sein- unsere Entschlossenheit ihn nicht fressen zu lassen war für ihn unüberwindlich. Daher beließ er es bei bösen Blicken - trollte sich aber und beobachtete uns aus gebührendem Abstand.
Nachdem ich mit meiner Ration XXL fertig war, gab es von mir gegenüber unserem Leithengst die gängige Dankesgeste, Brutus nickte nur und schickte Miu mit einem Schnauben zum fressen. Zum Schluss schlug sich unser 'Alpha' den Magen voll während Miu und ich Brutus abschirmten. Erst nachdem dieser fertig war, gaben wir den Futterplatz wieder frei- doch Lion würde nur noch Wasser zum löschen seines Durstes vorfinden....
Die vergangenen Tage hier auf Rosengarten hatten mir in der Hinsicht jeglicher Hemmungen entledigt-Markus hatte es mir bei meinem Verstoß gegen das Redeverbot hier auf dem Hofgut überdeutlich klar gemacht... Hier war sich selbst der Nächste, daher hielt ich mich an mein selbst gegebenes Versprechen, nur noch fair gegenüber jenen zu sein, die auch mich fair behandelten...- und Lion fiel ohne jeden Zweifel nicht in diese Kategorie! Daher war mir sein ganz sicher vorhandenes Hungergefühl herzlich egal...
Miu und ich suchten uns einen Platz im Schatten und lehnten uns aneinander...- ich war so froh über seine Anwesenheit! Wie hätte ich nur ohne ihn hier die Tage auf Rosengarten durchhalten können?

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Blackrubberhorse
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Witnere Datum:26.03.21 16:38 IP: gespeichert Moderator melden


Während Schlachtross und die übrigen für den 'Hochzeitseinsatz' eingeteilten 'Gestütpferde' die ihnen gewährte Ruhe auf der Koppel genießen dürfen...- begleiten wir jetzt weiter Witnere und einige für ihn vorgesehene Trainingseinheiten...


Witnere in Rosengarten- Samstag...



06 Erstes Training...


Während ich seitlich neben dem Pferdetrainer her trottete, fragte er mich unvermittelt, ob Natascha mich heute Morgen erschreckt hätte. Im ersten Moment wusste ich mit seiner Frage nichts anzufangen- bis ich verstand, er spielte auf die kleine 'Gruseleinlage' von ihr beim Wecken an. Daher nickte ich bejahend und Markus erzählte mir, dies sei ein kleiner Faible der Oberschwester, den sie sich gern mit neuen Pferden, die sich das erste Mal in ihrer Tierklinik befänden, erlauben würde. Licht im Gang dimmen, Tür zum Ruheraum auf damit die Griffe an den Boxen genug Licht zum nachleuchten aufnehmen können- dank der Konstruktion der Boxentür bekämen deren Insassen dies nicht mit- dann die Tür zum Raum schließen und die Boxentür öffnen...
Ah- deswegen habe ich nicht bemerkt, wie die Frau Oberschwester in den Raum gelangt war.
Während ich durch ein kleines Waldstück geführt wurde, sah ich einen Weg abzweigen, an dessen Ende eine mannshohe Bretterwand erkennbar war. Markus bekam mit, wie ich den Kopf drehte...

"Das ist die persönliche Trainingsanlage von Baroness Mira..."

Auch wenn er sich um einen neutralen Tonfall bemühte; es klang für mich so, als solle ich mich dafür nicht weiter interessieren...- wenn ich sie nicht selbst kennenlernen wolle! Wieder eine Anspielung auf kursierende Gerüchte? Ich konnte es nicht einordnen...

Mittlerweile hatten wir die mir aus der Webpräsentation bekannte Rennbahn erreicht- aber die Bilder wurden der Anlage überhaupt nicht gerecht. Die Bahn war riesig! Flutlichtmasten für Nachtrennen, eine Tribüne mit Platz für sicher 500 Personen, ein Innenraum der Bahn, auf dem gut und gern Platz für mehrere gleichzeitig ablaufende Wettkämpfe war...- ich war beeindruckt und auch eingeschüchtert. Rosengarten hielt- in Bezug auf die angebotenen Trainingsmöglichkeiten- tatsächlich was es versprach!
Während Markus mit mir auf der breiten Bahn die der Tribüne gegenüber liegende Gerade ansteuerte, ließ ich noch ein wenig die Anlage auf mich wirken und schaute mich um. Das Gras in der Mitte war zur Hälfte schon gemäht worden, am Bahnrand aufgeschichtet und sollte wohl zu Heu verarbeitet werden; neben dem Aussenstreifen der Bahngerade war ein breiter Sandstreifen auf dem ein mit einer Plane abgedeckter Wagen neben einem Wasseranschluss stand, diverse Markierungsstangen mit unterschiedlich farbigen Wimpeln,...
Mein Trainer steuerte auf einen Bereich neben der Bahn zu, wo das gemähte Gras auf einem Areal bereits zur Seite gezogen war und damit Platz für einen Slalomparcours und eine Grasbahn ergab. Ein Metallschlitten mit zwei breiten Kufen, mehrere Gewichte und eine Kühlbox standen bei letzterer an einem Pfahl der mit einem roten Wimpel markiert war. Im Gras neben diesem Pfahl lag eine Gerte- in von mir als regelmäßig eingeschätzten Abständen befanden sich weitere Pfähle mit grünen Wimpeln und am Ende der Strecke ein Pfahl mit einem blauen Wimpel...

"Das sind 100 Meter bis zum blauen Wimpel- deine Besitzerin hat uns auf Nachfrage mitgeteilt, sie würde dich mit 80 Kilogramm im Schlepptau trainieren...
Ich würde mit dir gern zuerst austesten, was maximal mit dir möglich ist. Dies bedeutet für dich, die Last je einmal hin und wieder zurück zu ziehen- keine Pause, hin, wenden und zurück! Ich denke, wir fangen mit 90 Kilogramm an; zehn Kilogramm mehr wirst du sicher schaffen... Danach gehen wir es in Schritten von 10 kg an- zwischen den einzelnen Versuchen lass ich dir genug Zeit zur Regeneration. Ich bin mir sicher, du schaffst mehr als dein Körpergewicht...
Alles klar?"

An den Ausführungen zu der vom Pferdetrainer geplanten Übung war nichts unklar- simples Ziehen einer Last über eine definierte Strecke. Daher schnaubte ich kurz und nickte seine Erklärung ab. Zufrieden dreinblickend führte Markus mich aber nicht sofort zum Zugtest sondern zurück auf die Rennbahn. Dort hakte er meine Führleine aus dem Halfter aus und ein Ende eines Langzügels ein...

"Nicht so schnell mit dem alten Gaul- du willst doch nicht kalt den Test laufen?"

Natürlich nicht und war froh, daß Markus mir einige Runden an der Longe zum Aufwärmen ermöglichte.

"Wenn ich 'Turn' sage drehst du nach innen und läufst in die entgegengesetzte Richtung- verstanden? Wenn ja- auf geht es..."

Ein Schnauben und erneutes Kopfnicken- dabei lief ich schon los und während der Pferdetrainer mir mehr und mehr Leine gab, vergrößerte ich den Radius meiner Runde bis ein Zug über den Langzügel mir signalisierte, ich könne diesen Abstand zu ihm halten und bräuchte nur noch auf sein Kommando zu achten...

"Turn!"

Dank meines Atems, der unter meiner Maske mir in den Ohren hallte, hätte ich beinahe sein Kommando überhört- aber ich drehte sauber nach innen ein, zog mit zwei, drei Schritten wieder nach außen bis ich erneut den Zug der Leine an der Maske spürte und bewegte mich nun in die entgegengesetzte Richtung.
Ich habe nicht mitgezählt- denke aber, Markus hat mich so an die zwanzig Runden so laufen lassen. Mit einem 'Easy' und dem einholen der Leine verkleinerte er meinen Abstand zu sich, bis ich neben ihm ein 'Hooo!" als Aufforderung zum Halten bekam.
Ohne weitere Pause führte er mich jetzt zum Zugschlitten, befestigte die Karabiner der beiden Zugketten an meinem Geschirr, hakte die Langzügel aus meinem Halfter aus und an meinen Trensenringen ein und dirigierte mich dann allein mit über diese gegebene Kommandos in die Ausgangsposition.

"Fein gemacht Witnere! Das Aufwärmen sah super aus- da hat deine Besitzerin gute Vorarbeit mit dir geleistet und die Umsetzung meiner Befehle jetzt mit den Zügeln klappt auch recht gut- auch wenn ich bei dir ein wenig stärker als ich es mit den Gestütpferden gewohnt bin ziehen muss. Ich pack dir jetzt das noch notwendige Gewicht auf den Schlitten und dann geht es los."

Ich verdaute die gerade erhaltene Information, während mein Trainer die Gewichte in die Halterungen auf den Schlitten stapelte. Also trainierte zumindest Markus mit den Gestütpferden hier auch Rückearbeit- warum wollte dann aber die Frau Baronin meine Ownerin und mich als Showact? Für mich ergab dies keinen Sinn- es sei denn, hier auf Rosengarten nutzten sie die 'Pferde' tatsächlich zum Ziehen von Stämmen und sie wollten uns, weil wir es als Show und nicht als reale Arbeit darstellten. Oder meinte er dies generell auf die Arbeit mit den Gestütpferden bezogen?

"Bereit?"

Ein wiehern von mir, ein Zügelschlag meines Trainers- und ich stemmte mich im mein Geschirr. Endlich spürte ich, wie ich die Haftreibung der Schlittenkufen auf dem Gras überwunden hatte und sich das Gefährt hinter mir in Bewegung setzte. Einmal im Rutschen zog es sich mit fast dem gleichen Kraftaufwand wie der Stamm, den meine Besitzerin für mich im Training verwendete. Der erste Pfahl mit dem grünen Wimpel lag hinter mir und Markus feuerte mich mit der Info an, ich hätte die ersten 25 Meter geschafft. Mein Atem lag- von mir so empfunden- noch in einem guten Bereich...- 50 Meter, 75 Meter. Ich zog nicht schnell aber stetig und mein Trainer motivierte mich mit lobenden Worten.
An der Stange mit dem blauen Wimpel vorbei; noch drei, vier Meter- dann das Haltesignal. Wie gelernt trat ich automatisch einen Schritt zurück- da spürte ich das Ziehen auf der linken Seite der Trense. Also links herum über die Hand gewendet und den Schlitten dabei fast auf der Stelle gedreht...- ein weiterer Zügelschlag schickte mich auf den Rückweg...
Das gleiche Spiel wie beim Start- nur benötigte ich dieses Mal schon ein wenig mehr Kraft um den Schlitten in Bewegung zu bringen... nur nicht an die Strecke denken, die noch vor mir lag. Schritt, Schritt, Schritt...- Markus motivierte mich mit seiner Stimme.

"Komm- noch zwei Pfähle... noch einer... Du machst jetzt noch zehn Schritte, neun, acht,...- Brrr."

'Mein lieber Hengst- das war nur der erste Durchgang...' dachte ich bei mir und versuchte meine Atmung unter Kontrolle zu bekommen. Mein Trainer war so fair und gönnte mir diese Zeit- forderte mich dann mit einem Zügelsignal unmissverständlich auf, den Schlitten erneut in Startposition zu ziehen. Er fasste sogar mit an und verkündete, als ich erneut die Ausgangsstellung eingenommen hatte, ich hätte jetzt noch zwei Minuten Zeit bis zum nächsten Start und würde von ihm nach der Rückkehr mir meine erste Flasche Wasser verdient haben...
Oh ja- die könnte ich dann sicher gut gebrauchen. Mein 'Fell' klebte dank des bisher abgesonderten Schweißes nicht mehr an der Haut und ich fühlte mich in diesem gerade richtig wohl. Aber wenn ich nicht dehydrieren wollte, wäre diese Flasche dann genau richtig...

"Und los Witnere!"

Ich hatte nicht mitbekommen, wie Markus die nächsten zehn Kilogramm auf den Schlitten geladen hatte- aber vom ersten Gefühl her war der Kraftaufwand gleich dem ersten Durchgang. Mir war warm, mein Körper hatte sich auf die Belastung eingestellt und ich bekam trotz meiner Maske noch genug Luft ohne dass ich übersäuerte. Mit jedem Schritt stemmte ich meine Hinterhand in das Gras der Bahn und bewegte mich vorwärts.
100 Meter- Halbzeit! Markus gab mir dieses Mal, noch bevor ich den einen gewohnten Schritt zurück machen konnte, mit seinem "Steh!" eine klare Anweisung- dann erst die Zügelsignale zum Drehen des Schlittens.
Ok- er war der Trainer und wenn er es so möchte bekommt er es auch so...
Mit einem beidseitigen Schlagen der Langzügel war das Wendemanöver beendet und es ging auf die Rückreise. Markus hielt sich erneut neben mir und seine Stimme trieb mich vorwärts bis ich es zum zweiten Mal geschafft hatte...

"Fein gemacht, 100 kg- komm, halt dich aufrecht! Das tut im Moment weh, hilft dir aber dich schneller wieder zu erholen..."

'Du hast gut reden' dachte ich bei mir- trotzdem zwang ich mich aufrecht zu halten, auch wenn die Atemzüge schwer fielen. Mein Trainer hatte inzwischen die erste Ladung Wasser in die Futterspritze aufgezogen und setzte diese an den Stutzen meiner Maske. Ich hielt instinktiv still- jedes Herumhampeln von mir hätte jetzt nur für Verzögerung gesorgt und ich wollte ja das Wasser!
Markus hatte definitiv Erfahrung mit Pferden wie mir- er drückte mir das Wasser nicht schwallartig in mein Maul sondern langsam, daß ich mich nicht verschlucken konnte und auch noch genug Luft zum Atmen bekam.
Jeder einzelne Schluck tat gut! Das kalte Wasser war noch mit Brausetabletten versetzt- vermutlich Magnesium und Kalzium um Krämpfen vorzubeugen. Für mich war aber nur wichtig, mein Durst wurde gestillt- und ich hatte es mir mit meiner gezeigten Leistung verdient! Ohne weiter nachzufragen zog Markus eine zweite und dritte Spritze für mich auf und hatte mir damit einen halben Liter gegönnt. Mag blöd klingen- aber Witnere war ihm dafür dankbar...

"Komm- weiter geht es... Ich bin mir sicher, du schaffst mindestens noch weitere zwei Durchgänge."

Das Wort des Trainers war Gesetz- so war ich es von meiner Besitzerin gewohnt und daher zickte ich auch nicht herum als Markus mich zu weiterer Arbeit rief. Schlitten drehen- Markus half wieder dabei- ein weiteres Gewicht aufgelegt bekommen und zum dritten Mal auf die Strecke geschickt werden... Er hatte recht, denn auch die 110 und danach 120 kg zog ich unter seiner fordernden und mich doch motivierenden Stimme hin und zurück.
Ich war stolz auf mich- vier Durchgänge und jedes Mal zehn Kilogramm mehr gezogen! Ich war vielleicht alt, aber definitiv kein Alteisen- auch wenn ich ganz sicher auf den letzten von mir geleisteten 100 Meter wie Lord Vader himself geklungen haben muss. Ich bekam, bis sich mein Atem wieder stabilisiert hatte, keinerlei Umgebungsgeräusche mit, ich stand einfach nur da, schaute durch die beschlagenen Augenlinsen ins Nichts und schnaufte wie eine defekte Dampfmaschine. Was mir aber noch wichtiger war- mein Knie zeigte keine Ermüdungserscheinungen trotz der Belastung...

"Komm Witnere- einen Durchgang schaffst du noch! Danach gibt es wieder etwas zu saufen und du darfst dich dann auch auf einer Koppel erholen..."

Markus holte mich mit diesen Worten aus meinem momentanen '...ich habe rundum alles vergessen...'- Zustand und so nickte ich diese zwar instinktiv aber doch bewusst ab. Noch einmal zehn Kilogramm mehr...
Erneut den Schlitten und mich in die Startstellung gebracht- auch wenn mir in dem Anzug jetzt bereits der Schweiß über den Knöcheln stand und sich die Sonne auf dem Latex auch unangenehm bemerkbar machte...- ich war bereit!

"Los!"

Die Stimme meines Trainers hatte an Schärfe gewonnen- sie klang jetzt noch einen Tick fordernder. Was ich auch nicht gesehen hatte- Markus hatte dieses Mal die Gerte mit dabei...
Gegenüber dem ersten Durchgang spürte ich nun das um 50 kg erhöhte Gewicht auf dem Schlitten- der Kraftaufwand um ihn in Bewegung zu setzten war deutlich größer, was wohl Folge der unausweichlichen Ermüdung meines Körpers war. Zudem begann dieser nach der ersten Viertel der Strecke mehr Sauerstoff einzufordern als durch den Filter bei mir in den Lungen ankam. Ich riss mich, so gut es ging, zusammen- 100 Meter hin, Drehung und erneutes Anziehen- aber nach 75 Metern auf dem Rückweg war der Wunsch, einfach stehen zu bleiben, übermächtig geworden. Mein Sehfeld hatte sich auch schon eingeengt; ohne dies zu bemerken war meine Schrittfolge langsamer geworden und auch die Stimme von Markus kam nicht mehr wirklich an...

"Nicht aufgeben!"

Diese Forderung an mich wurde mit zwei kräftigen Schlägen der Gerte auf meinen Hintern ziemlich deutlich bekräftigt- vor Schmerz und noch mehr vor Schreck zog ich wieder an und jetzt brüllte mein Trainer neben mir die noch zurückzulegenden Meter und trieb mich allein damit bis über die 'Ziellinie'

"Hoooo...- ruh dich aus und komm wieder zu Atem."

Seine letzten Worte kamen nur noch halb bei mir an, ich sackte auf die Knie und stützte mich mit meiner Vorderhand ab.
'Ich habe es geschafft- es ist vorbei...' sagte ich mir immer wieder wie eine Mantra auf...
Nach einiger Zeit realisierte ich, in meinem Blickfeld befanden sich mehr als nur ein Paar Beine- ich war mittlerweile wieder soweit erholt, daß ich versuchte auf meine Füße zu kommen. Bei meinem Versuch dies zu bewerkstelligen, hakte eine Hand sich unter meine linke Achsel und half mir auf. Auch wenn es mir noch schwer fiel- ich wendete meinen Kopf nach links und sah das Gesicht meines Trainers, der sehr zufrieden wirkte. Nachdem dieser sich sicher war, ich würde auch ohne Hilfe auf meiner Hinterhand stehen, strich er mir einige Male über die Schultern ehe er mich aufforderte still zu stehen. Die Futterspritze in seiner Hand war Motivation genug diesem Wunsch sofort nachzukommen.
Meine Geschmacksnerven begannen zu jubeln bei dem ersten Kontakt mit der Flüssigkeit- Markus flößte mir kalten süßen Kaffee ein. Das tat so gut...!
Mit der Frage, ob ich noch eine Portion möchte, rannte er offene Scheunentoren ein. Ich hatte inzwischen auch erkannt- Dennis und Nordic standen um mich herum; der Stallknecht ein wenig abseits mit einem für mich angespannten Gesichtsausdruck in Richtung von Markus blickend. Während ich noch eine weitere Ladung Kaffee durch meine Kehle rinnen ließ- gefolgt von einem halben Liter Wasser- sagte mein Trainer, zu Jens gewand nur "130"...
Der Stallknecht verzog noch mehr das Gesicht, kramte in einer seiner Taschen und drückte Markus daraufhin etwas in seine Hand. Hatten die beiden etwa gewettet wieviel ich schaffen würde? Ich glaubte es nicht...
Dieser Gedanke wurde aber schnell überlagert von meiner Überlegung, wie ich mich bei dem Pferdetrainer für die Einheit bei ihm bedanken könnte. Ich würde es so versuchen, wie ich es von meiner Besitzerin beigebracht bekommen hatte- so schnaubte ich deutlich vernehmbar und als ich die Aufmerksamkeit von Markus hatte, schob ich ein Bein leicht nach vorn und hielt dies gestreckt, während ich mit dem anderen leicht abknickste.

"Witnere- soll dies ein Dankeschön sein? Das ist nicht nötig, mir hat es Spaß gemacht, mit dir zu trainieren..."

Ich nickte trotzdem mit meinem Kopf- auch wenn ich von Markus bis hart an meine Leistungsgrenze getrieben worden bin, seine Art war extrem fair und ich verstand nach diesem Training noch weniger, was an Gerüchten über Rosengarten kursierte.
Hier auf dem Gestüt wurde man als Pferd gefordert- sollte dies aber nicht so sein?

"He du Hengst- die hier praktizierte Form eines Dankeschöns ist ganz einfach: mit dem linken oder rechten Knie auf den Boden und den Kopf beugen. Das ist übrigens auch die Geste, mit der ein rangniederes Pferd seinen Respekt gegenüber einem höherstehenden ausdrückt... Wieder fit genug?"

Nachdem ich diese Frage mit einem 'Ja' abgenickt hatte, wurde Jens von Markus aufgefordert, mich auf die Koppel Nummer Drei zu schaffen- bis zum nächsten Training hätte ich jetzt eine Einheit Pause, ehe sich Jens um mich kümmern würde. Der Stallknecht hakte die Führleine unter meiner Maske ein und zog mich hinter sich her. Mir erschien er ein wenig angesäuert- aber wenn er mich unterschätzt und dadurch Geld verloren hatte war dies sein und nicht mein Problem...
Ich war froh, als wir an einer kleinen Koppel Halt machten und er mich durch das Tor auf diese in meine Pause entließ- nicht ohne vorher die Leine zu entfernen. Mein 'Pausenbereich' umfasste einen knappen halben Hektar- zur Hälfte im Wald gelegen mit einem Unterstand auf dem Wiesenteil. Da dieser aber außer ein paar Strohballen zum darauf legen nichts weiter bot, suchte ich mir in der Nähe des Tores einen schattigen Platz und legte mich in das darunter befindliche Gras. Als Latexfetischist genoss ich das Gefühl, in meinem eigenen Saft zu liegen, ruhig wieder genug Luft durch den Filter meiner Maske zu bekommen und ohne direkt in der Sonne zu sein, die angenehme Temperatur des späten Vormittags zu genießen. Mir gingen eine Menge Gedanken zu Rosengarten durch den Kopf aber ich kam nicht dazu, diese systematisch abzuarbeiten- nach der Nacht in der 'Tierklinik' war mein Körper der Meinung noch ein wenig Schlaf nachholen zu müssen und jetzt wäre eine gute Gelegenheit dazu...



07 Parcourstraining...


"Witnere- Hieeerrher!"

Ich schreckte hoch, als ich die Stimme des Stallknechtes hörte, von der ich aus meinem Traum gerissen wurde. Vom Gefühl her war ich vor nicht einmal fünf Minuten weggedämmert- und dank meines Traumes, bei dem ich gerade als Pferd über eine Wiese gelaufen war, war es für mich völlig natürlich, mit Maske vor dem Gesicht und Trense im Mund aufzuwachen...

"Hiiieeerrr..."

Der Ruf klang jetzt ein wenig unduldsamer- ich stemmte mich hoch und wieherte zur Sicherheit, damit mein jetziger Trainer wusste, ich hätte sein Rufen gehört. Mit ein paar Schritten stand ich sichtbar auf der Weide und bewegte mich ruhig 'auf Pferdeart' in Richtung des Koppeltores. Der Pferdeknecht schien noch immer sauer auf mich zu sein- ich sei ein fauler Gaul und auch wenn ich hier Gast auf Rosengarten wäre, pennen könnte ich in meinem Heimatstall.
Ohne große Begeisterung hakte er wieder die Führleine unter meiner Maske ein, öffnete das Tor der Koppel und begann mich zurück in Richtung der Rennbahn hinter sich her zu ziehen. Ich war ja nicht unwillig, aber irgendwie sehnte mich bereits nach dem nächsten gemeinsamen Training mit Markus- und wenn das so weitergehen sollte mit dem Stallknecht, dann hätte ich kein Problem, meine Meinung dazu auch öffentlich zu äußern.
Beim Eintreffen auf der Bahn erkannte ich Markus mit Dennis und Nordic beim Gespanntraining, dazu war noch ein 'blaues' Team dabei selbstständig auf der Rennbahn zu trainieren. Eingedenk dessen, daß ich als Hengst nicht irgendwer war, wieherte ich den anderen zu- was mir von dem Stallknecht sofort einen Hieb auf meine Kruppe einbrachte.

"Ruhe- und steh!"

Die Anweisung kam harsch- so folgte ich lieber dieser ohne zu zögern. Jens nahm nun einen Scanner aus seiner Hosentasche, hielt ihn an mein grünes Band und murmelte dabei etwas von 'mal schauen, was mit dir angestellt werden soll...'
Nach den ersten Zeilen, die er anscheinend überflogen hatte, stutzte er, musterte mich eindringlich von oben bis unten- und fragte mich unvermittelt, ob ich Durst hätte!
Ich war völlig verwirrt- was war denn in meinen Trainer gefahren? Natürlich nickte ich die Frage ab- der Innenbereich der Rennbahn bot keinerlei Schatten und ich spürte inzwischen die Sonne auf meinem 'Fell'.

"Hier du Hengst- eine Portion vor dem Training reicht aber..."

War der Stallknecht schizophren- oder was war mit ihm los? Zuerst der leibhaftige Stoffel und mit einem Mal um mein Wohlergehen besorgt? Nach kurzem Nachdenken begriff ich- es müsste etwas mit den Daten zu tun haben, die er aus meinem Chip ausgelesen hatte. Ich war zwar neugierig, was da eingetragen war, aber als Pferd würde ich es garantiert nicht erfahren und wollte ich es denn auch wirklich wissen? Im Moment war ich glücklich über das Wasser in meinem Maul und den Stimmungswechsel meines Trainers zum positiven hin...

"Nur damit wir nicht aneinander vorbei arbeiten- 'Vorwärts' und du beginnst zu ziehen, bei 'Brrrr' bleibst du stehen, mit 'Easy' schaltest du einen Gang runter und wenn ich ein 'Steh' gebe bleibst du sofort stehen..."

Richtig, so hatten meine Besitzerin und ich es eintrainiert und der Stallknecht hatte gerade seine Hausaufgaben nachgeholt- so nickte ich seine Ansprache an mich ab.

"Ah, das 'Wist' und 'Hot' für rechts bzw. links kommt nur zur Anwendung wenn du Holz rückst, normales Training läuft bei dir auch über die Zügel...- dann kommen wir jetzt ohne dies aus."

Ein erneutes leichtes Schnalzen mit der Führleine veranlasste mich ihm zu folgen- Jens führte mich in den Bereich, der augenscheinlich noch nicht gemäht war. Aber nach gut dreißig Schritten erkannte ich eine mannsbreite Schneise kurz gemähten Grases, die sich gewunden durch den stehengelassenen Bewuchs zog. Als der Stallknecht stehen blieb, hielt ich es für ratsam, dies gleichfalls zu tun- warum sollte ich ihn provozieren, wo er sich wohl doch durchgerungen hat, mich vernünftig zu behandeln...

"Witnere- das ist dein persönlicher Trainingsparcours. Meine Herrin legt wohl größeren Wert auf ein ordentlich vorgetragenes Showprogramm durch deine Besitzerin und dich...- wir fangen jetzt mit langem Zügel an und die zweite Hälfte läufst du hier vor einem Sulky. Du kannst dir sicher denken, das Ganze findet ohne die Möglichkeit für dich, etwas zu sehen, statt- ansonsten wäre es Spielerei und kein Training..."

Aha- daher wehte der Wind. Seine Chefin, die Baronin, hatte dafür gesorgt, daß ihr Wunsch nach einer guten Show in meiner 'Pferdeakte' vermerkt worden war. Das garantierte, ich würde sicher weiterhin intensiv trainiert werden, aber ich bräuchte mir wegen des Wahrheitsgehaltes irgendwelcher Gerüchte über das Hofgut keine Sorgen zu machen- ich würde diese ganz sicher nicht bestätigt bekommen...
Jens zog währenddessen meinen Kopf ein wenig nach vorn.

"Bleib so!"

Er kramte mit seiner Hand in der linken Jackentasche, holte zwei zu meiner Maske passende Einsätze aus dieser und befestigte sie geschickt nacheinander in den dafür vorgesehenen Vertiefungen neben meinen Augengläsern. Schon war ich blind- und meinem Trainer damit richtiggehend ausgeliefert denn in meinem jetzigen Zustand würde ich die Abdeckungen nicht ohne fremde Hilfe wieder abbekommen.
Ich spürte das übliche 'Gefummel' an der Maske und über die Trense- die Zügel waren nun befestigt und die Führleine ab- dann ertönte auch schon 'Vorwärts!' und ich setzte in normalem Tempo einen Huf vor den anderen.
Was mich erstaunte- die Zügelsignale erfolgten nicht ruppig oder zu schwach. Ich musste mir eingestehen, auch wenn ich Jens, nach den aufgeschnappten Bemerkungen, bis jetzt nur als 'Stallknecht' eingestuft hatte- er hatte Ahnung und auch das notwendige Gefühl um jemanden wie mich zu führen.
'Urteile nicht zu schnell...' sagte ich mir- und richtete meine ganze Konzentration auf das Gefühl zwischen meinen Zähnen. Unheimlich schnell hatte ich jegliches Gefühl für irgendeine Richtung verloren- ich spürte nur die Sonne auf meinem Latexfell, die Signale, die mir der Stallknecht über die Trense gab und den Schweiß, der sich in meiner Hinterhand sammelte. Mein Zeitgefühl war gleichfalls weg, auch wenn ich versucht war einfach meine Schritte zu zählen- das wäre aber unnütz, da ich ja keine Strecke lief. So ließ ich mich einfach fallen und war erstaunt, nach gefühlt wenigen Minuten ein 'Brrr...' zu bekommen.

"Halbzeit! Ich muss sagen, deine Basics sitzen, deine Hinterhand ist für einen Einsteller sauber gehoben worden und die Schritte kamen flüssig- nicht tastend. Einzig deine Haltung der Vorderhand gefällt mir noch nicht. Eine halbe Stunde solltest du diese vernünftig angewinkelt halten können- oder wäre es dir lieber, wenn du sie auf dem Rücken fixiert bekommst?"

Ich hörte wohl nicht richtig unter meiner Maske- 30 Minuten waren vergangen, ich war nicht außer Atem und es hatte sich richtig gut angefühlt. Auch wenn es meiner Skepsis im Vorfeld wirklich zuwider lief- auch Jens verstand sein Geschäft als Trainer...

"Nicht träumen Witnere- Vorderhand auf den Rücken? Ist sonst alles in Ordnung mit dir?"

Ach klar- seine Fragen sollten beantwortet werden. Deutlich wendete ich meinen Kopf bis ich glaubte in seine Richtung zu 'blicken'; dann schüttelte ich drei Mal diesen und nach einer kleinen Pause nickte ich drei Mal.

"Gut du Hengst- ab in den Schatten mit dir. Deine Pause hast du dir wirklich verdient. Markus wird dir gleich etwas zu saufen geben und du kannst dich erholen bis ich zurück bin. Deine Vorderhand bekommt jetzt vor dem Gig ein wenig Unterstützung..."

Mit diesen Worten führte er mich langsam- da ich ja immer noch blind war- mit Zügelsignalen vor sich her. Ich spürte zuerst das hohe Gras an meiner Hinterhand, dann den festen Boden der Bahn und kurz vor dem Haltesignal durch meinen Trainer ein Temperaturgefälle- wir hatten den Pausenplatz im Schatten erreicht. Ich vernahm die Stimmen von Dennis, Markus und Jens- dazu noch eine weitere mir unbekannte, die wohl zu dem Besitzer des 'blauen' Gespanns gehören musste. Der Inhalt der Gespräche war für mich als Pferd aber irrelevant da ich nicht direkt angesprochen war- so verschwammen diese, nachdem mich Markus erneut mit Wasser ausgiebig versorgt hatte. Im Stehen dämmerte ich ein wenig vor mich hin, ab und zu die Vorder- und Hinterhand ausgeschüttelt, aber nie mehr als einen Schritt vor oder zurück bewegt...

"Dir geht es gut und bei dir ist alles in Ordnung Witnere?"

Die Stimme von Jens sagte mir, meine Pause wäre vorüber und das Training vor dem Sulky stände nun an. So war es auch- über meine Zügel geführt durfte ich ein gutes Dutzend Schritte mache, eh Jens mich erneut halten ließ und ich von ihm in den Gig eingespannt wurde. Nachdem mein Trainer offenbar mit dem Bild, was ich abgab, zufrieden war, befahl er mir meine Arme anzuwinkeln. Ich war es zwar gewohnt, in so einer Situation die Hufe meiner Vorderhand auf der Zuggabel abzulegen, doch wenn es so gewünscht würde...

"Wie ich dir gesagt hatte- deine Vorderhand benötigt ein wenig Training..."

Mit dieser Ansage spürte ich, wie mir zuerst links ein Metalloval über den angewinkelten Arm geschoben wurde bis ein zweites, kleineres Oval an der Armbeuge dies begrenzte, dann fühlte ich, wie eine Metallstange zuerst zwischen meinen Armen sich ihren Weg suchte und dann auch in meinem Rücken spürbar war. Jens schien dann die Seiten zu wechseln, denn ein Antippen meiner rechten Vorderhand war wohl als Aufforderung zu verstehen, meine Haltung dieser der linken anzugleichen. Dann spürte ich, wie die Stange weitergeschoben wurde und sich ihren Weg durch die rechten angewinkelten Arme suchte. Mir wurde klar, ich hätte es hier mit einer metallenen Ellenbogenfessel zu tun- eine doch recht perfide Fesselung wenn man diese über Stunden angelegt bekam. Ich konnte für mich nur hoffen, sie nach dem Training wieder abgenommen zu bekommen...
Der Stallknecht schien mit dem Gesamtbild zufrieden- er saß auf und mit einem Zügelschlag gab er mir das Startsignal.
Seine Fahrkommandos führten mich, vom gefühlten Untergrund her, zuerst wohl auf die Bahn. Rechts, Links- Abbiegen in allen möglichen Winkeln, Kehren und auch Vollkreise; er sorgte für den Verlust jeglicher Orientierung bei mir. Ich wusste nur noch, ich befand mich auf der Rennbahn, mir war dank der Mittagssonne jetzt richtig warm in meinem Fell und zu meinem Missvergnügen kribbelte mit einem Mal auch noch mein elektronischer 'Halskragen'...

"Witnere- höher mit deiner Hinterhand! Du kannst das sauberer..."

Ist ja gut- ich riss mich zusammen und konzentrierte mich stärker auf meine Beinarbeit. Nach einigen weiteren Zügelkommandos veränderte sich der Untergrund- er wurde weicher, sandiger- und ich durfte einfach eine Strecke gerade aus laufen. Nach einem Halbkreis ging es offenbar den gleichen Weg zurück, wieder auf die Rennbahn und dann fühlte ich erneut die Wiese unter meinen Hufen.

"Du kannst es doch Witnere- jetzt war das Bild mit deiner Hinterhand ansprechend. Behalte es so bei bis wir mit der Trainingseinheit fertig sind und du hast dir einen Snack verdient..."

Ich fühlte das noch nicht gemähte Gras an meinen Unterschenkeln entlangstreichen, aber diese Wahrnehmung verschwand nach ein paar Schritten wieder. Der Eindruck, ich würde weiterhin auf Gras laufen, unterstützte meine Vermutung, wir wären wieder auf dem Parcours und ein wortloses Zügelschlagen meines Jockeys war an mich die Aufforderung ein wenig mehr Geschwindigkeit aus mir herauszuholen. Mittlerweile spürte ich die Eisenstange mehr als deutlich in meinem Rücken- aber wenn ich meine angewinkelten Arme ein wenig nach hinten zog, verschwand der Druckschmerz.
Ich war mir nicht sicher, aber es dürfte nach zwei Runden im Parcours gewesen sein, als ich von Jens ein Haltesignal bekam. Die Entlastung der Deichselstangen sagten mir, er war abgestiegen- dann fühlte ich, wie die Eisenstange in meinem Rücken herausgezogen wurde und er mir die Metallovale von den angewinkelten Armen zog.

"Halt deine Vorderhand weiter in dieser Haltung- ich möchte sehen, ob du verinnerlicht hast, wie es hier auf dem Hofgut von den Pferden verlangt wird. Wenn du es zu meiner Zufriedenheit hinbekommst, läufst du den Rest des Tages ohne diese 'Hilfe'..."

Mit diesen an mich gerichteten Worten bestieg er wieder den Sulky und gab mir dieses Mal verbal das Startkommando. So zog ich darauf bedacht, die Haltung meiner Vorderhand nicht zu verändern, noch mehrere Runden ehe ich wieder mit der Ansage 'Zeit für eine Futterpause' wieder an den Rennbahnrand in den Schatten gelenkt wurde.
Der Stallknecht entfernte die Abdeckungen meiner Augenlinsen und dank der morgendlichen Erfahrung in der 'Tierklinik' kniff ich meine Augen zu. Auch erlaubte er mir, die bisher eingeforderte Haltung meiner Vorderhand aufzugeben und diese zu lockern...
Wie gut dies tat- meine Arme hatten kurz vor dem Verkrampfen gestanden und freuten sich regelrecht über die ihnen erlaubte Bewegung. Das momentane Highlight waren aber die beiden Portionen Malzbier, die mir jetzt zugestanden worden. Kaltes Malzbier- das tat einfach nur gut! Dazu die übliche Portion Wasser zum nachspülen- und mit der Ansage, in meiner Box würde ich dann den versprochenen Snack bekommen, saß Jens wieder auf und so zog ich ihn zurück zum Stall, wo ich dann ausgespannt und in meine Box geführt wurde.


08 Mira


Der versprochene Snack entpuppte sich als gekühlter Gemüsebrei- süßlich und mit dem dominierenden Geschmack von Karotten. Vermutlich war es Babynahrung, die hier serviert wurde- aber der kühle Geschmack, die für ein Pferd artgerechte Unterbringung und das in mir vorhandene Gefühl, eine gute Leistung in den ersten beiden Trainingseinheiten gezeigt zu haben verwoben sich zu einem Konglomerat in mir. Keines der gehörten Gerüchte in Bezug auf den vermeintlichen Umgang mit Pferden hier hatte sich bisher bestätigt, im Gegenteil- wenn man nicht seinen Masochismus in den Kategorien Gelb oder gar Rot ausleben wollte, war dieses Hofgut ein Paradies für Ponyplayer. Markus als Pferdetrainer war ein Traum und auch Jens hatte sich als überaus kompetent gezeigt. Dazu die Anlagen mit ihren Möglichkeiten- ich war einfach nur begeistert!
Nach meiner Fütterung nickte ich dem Stallknecht freundlich zu, schnaubte und wollte es mir gerade auf den Strohballen bequem machen, als Jens mich stoppte.

"Steh Witnere!"

Seine Ansage kam nicht gebellt sondern wie ein freundlicher Hinweis- aber fordernd genug um sofort dieser besser nachzukommen. Er ließ mich kurz in meiner Box allein, kam aber nach einigen Minuten mit einer Putzkiste und vier Lederfesseln zurück- und seine Erklärung ließ keinen Zweifel daran, was folgen würde.

"Die Baroness Mira wird nachher hier vorbeischauen und einige Fragen zu den anstehenden Einheiten mit dir stellen- besonders was das Training mit einem unserer Gestütpferde angeht. Daher werde ich dich vorher ein wenig hübsch machen... Du hast ja angegeben, die Fixierung in Strappado-Haltung würdest du mögen...- und der Baroness wird das Bild eines hübschen, fixierten Hengstes sicher auch zusagen. Du kannst da wirklich bei ihr Sympathien gewinnen, die sich später sicher zu deinen Gunsten auswirken können..."

'Hätt ich das mit meiner Vorliebe für diese Haltung mal lieber nicht erwähnt...' dachte ich in diesem Moment, '... aber gesagt ist gesagt und jetzt bekomme ich eben, was ich mir gewünscht habe.'

So blieb ich ruhig stehen während ich die Fesseln angelegt bekam und diese entsprechend mit je einem Karabiner verbunden wurden. Eines von zwei an der Seite der Box befestigte Seilen, welche durch eine der Deckenösen liefen, wurde gelöst- 'die waren aber gestern noch nicht da gewesen...'- mit den Ledermanschetten auf meinem Rücken verbunden und dann von dem Stallknecht langsam hochgezogen.

"Du wieherst, wenn du der Meinung bist es ist genug..."

Danke- die Entscheidung, wie stark ausgeprägt diese Maßnahme mit mir wäre, blieb in meinen Händen. Daher ging ich nicht bis an mein Limit sondern wieherte bereits, als ich vornübergebeugt stand und meine Vorderhand noch nicht ganz waagerecht war.

"Komm komm komm Witnere, wenn du die Baroness beeindrucken willst, sollte deine Vorderhand mindestens waagerecht sein- das geht noch..."

Ich nickte dies ab... 'blöder, aber wirkungsvoller Appell an meinen Ehrgeiz...' und gab damit mein Einverständnis dazu. In dieser Haltung würde ich, das wusste ich, etwa eine Stunde durchhalten ohne danach größere Schmerzen in den Schulterblättern zu haben- und bis dahin würde die Mittagspause sicher vorüber sein.
Vornüber gebeugt mit dem Kopf zur Boxenwand spürte ich als nächstes, wie Jens das zweite Seil durch die Rückenöse meines Zuggeschirrs zu fädeln schien. Mit den Worten "zu deiner eigenen Sicherheit..." bestätigte er meine Vermutung- und irgendwie war diese Behandlung etwas, was meine Maso-Seite in mir ansprach.
Mit einer weichen Bürste wurde ich nun von oben bis zu dem Behang meiner Hinterhand ausgiebig bearbeitet- ein Gefühl unter Latex, als würde man gestreichelt werden... Ich konnte und wollte nicht verhehlen, dieses betütelt werden machte mich an- was man an der Versteifung meines Hengstschlauches in seiner Latexhülle sehr deutlich sehen konnte.

"Ihr Hengste seid doch alle gleich- egal ob Einsteller oder Gestütpferde... Einmal nur in die Nähe eurer besten Stücke gekommen und schon protzt ihr damit vor allen Anwesenden- egal, ob eine Stute in der Nähe ist oder nicht!"

Mit diesem Kommentar des Stallknechtes kümmerte dieser nun um die 'Verschönerung' meines Fells- Latexpflegemittel wurde mit einem weichen Lappen aufgetragen und und ich kam erneut in den Genuss einer Ganzkörpermassage. Mit dem Ergebnis seiner Arbeit nach einiger Zeit zufrieden, schoss Jens noch ein paar Photos von mir in meiner Haltung.

"Die Bilder sind als kleine Erinnerung an deinen Aufenthalt hier gedacht- da kommen noch weitere mit dir beim Training hinzu.
Nicht weglaufen- und sei höflich zu der Baroness. Sie wird dich nämlich losmachen..."

Eine letzte Berührung durch den Stallknecht- dann verließ er meine Box und ich stand allein in dieser. Die einzigen vernehmbaren Geräusche waren mein Atem und ab und zu im Hintergrund ein Wiehern oder Schnauben des einzelnen in seiner Box stehenden Bio-Pferdes.
Dieser Zustand der angespannten Aufmerksamkeit, kombiniert mit meiner eingeschränkten Körperhaltung forderte nach einiger Zeit ihren Tribut und ich konzentrierte mich mehr auf mich selbst als auf meine Umgebung. Die Monotonie meiner Atemzüge und das Fehlen jeglicher weiterer Abwechslung versetzte mich in eine Mischung aus Tagtraum und Schlaf...
...aus der mich zwei mäßig ausgeführte, aber dennoch in dieser Situation als schmerzhaft empfundene Gertenhiebe auf meine Kruppe heraus holten. Die ausführende Person war aus meiner Haltung nicht zu sehen, von dieser erfolgte auch keine Ansprache an mich- einzig die Berührung der Gerte an meiner rechten Hinterhand nahm ich wahr. Ein unwillkürliches Zittern derselben war nicht durch mich zu unterdrücken- die Gerte fuhr an mir entlang, es erfolgte aber kein weiterer Schlag mit ihr. Statt dessen schoben sich zwei hochwertige schwarze Damenreitstiefel in mein Blickfeld, eine dunkelrote Reithose mit Lederbesatz und eine weiße Bluse. Ich strengste mich an, meinen Kopf noch ein wenig weiter in den Nacken zu legen und sah endlich das zur Person gehörige Gesicht- es war die Baroness Mira, die auch die einführenden Worte bei unserer Begrüßung gestern gesprochen hatte.
Ihr schmales Gesicht mit den glatt nach hinten zu einem Pferdesch****z gebundenen schulterlangen Haaren war nicht unattraktiv- ihr Gesichtsausdruck war freundlich, drückte aber gleichzeitig eine Überlegenheit mir gegenüber aus, die mich in Alarmbereitschaft versetzte. Diese wurde von der an einer Gürtellasche hängenden Peitsche noch verstärkt.
'Wer die Dame zum Feind hat- der hat hier als Tier definitiv nichts zu lachen...' Ich konnte nichts dafür, die Berührung ihrer Hand auf meinem Rücken jagte mir einen Schauer über denselben.

"Du bist also Witnere...- und meine Mutter hat deine Besitzerin und dich als Showact zu dem Turnier eingeladen? Du bist ein hübsches Kaltblut und es freut mich, dich kennenzulernen...
Der Pferdetrainer und mein Stallknecht haben mir mitgeteilt, du wärst willig und von deiner Herrin zudem gut trainiert. Ich werde mir morgen davon selbst ein Bild machen können- aber wenn beide an dir nichts auszusetzen haben, war meine Entscheidung, bei meiner Mutter darauf zu drängen, deine Herrin für den Showteil einzuladen, nicht falsch..."

Während sie dies erzählte, spürte ich, wie meine hochgezogenen Arme ein wenig mehr Spiel erhielten und ich diese etwas entlasten konnte. Ich war, ehrlich gesagt, dankbar für diese Geste- ich wäre aber selbst dem Teufel in dieser Situation dankbar gewesen und nickte daher ihre Ausführung rein prophylaktisch ab.

"... Meine Mutter tut sich in letzter Zeit manchmal ein wenig schwer mit Neuerungen- daher wäre es nicht von Nachteil für deine Besitzerin, wenn euer Auftritt bei dem Rennen ein Erfolg wäre. Zumal die Leitung des Gestüts demnächst von meiner Mutter abgegeben wird."

Auch ohne weiter auszuholen war klar, was sie damit meinte- sie würde die Leitung übernehmen und dabei nicht vergessen, wer ihr Steine in den Weg nach oben gelegt oder diesen geebnet hatte...
Die Baroness setzte sich jetzt auf einen der Strohballen, die mein 'Bett' bildeten und machte es sich bequem- aber bedacht darauf, daß sie in meinem Blickfeld blieb.

"Zu meinem Bedauern ist deine Besitzerin verhindert- ich kann das aber gut verstehen. Nicht jeder hat die Möglichkeit, sich rund um die Uhr um sein Tier kümmern zu können und ich weiß auch, wieviel Herzblut man in ein gutes, williges Tier steckt- zumal, wenn eine derart enge Bindung wie zwischen euch besteht...
Mir wäre es zwar lieber, mit ihr die anstehenden Fragen abzuklären- aber Dienst ist Dienst und ich bin mir sicher, du als Hengst wirst mir sicher gleichfalls die Fragen beantworten können. Kopfnicken oder-schütteln ist dir ja möglich- wenn eine Frage von mir zu unklar formuliert ist, wieherst du einfach..."

Dies kam etwas von oben herab- ihre Aussprache und auch ihre Körperhaltung drückten zwar augenscheinlich Jovialität aus- allein ihr Blick sagte mir, ihr war es unangenehm sich mit einem Pferd wie mir unterhalten zu müssen. Es passte einfach nicht in ihr Weltbild...

"Die beiden ersten Trainingseinheiten waren in Ordnung für dich?"

Ich nickte ohne groß zu überlegen.

"Dein Leihfell macht dir keine Schwierigkeiten?"

Ja- das war aber Konversation- es folgten dann von ihr auch noch einige weitere Fragen zu meinem Befinden...

"Würdest du sagen, die 130 kg Zugleistung wären das obere Limit für dich- oder glaubst du, da ginge noch mehr bei entsprechend längerem Training?"

Vorsicht-Falle! Ich hatte keine Ahnung, wohin die Baroness mit dieser Frage zielte- aber ich wieherte lieber, denn ich war mir sicher, ein Nein würde sie garantiert nicht als letztes Wort ansehen und mit einem Ja würden die Anforderungen an mich sofort hoch gesetzt.

" Gut, ich frage dich anders- glaubst du, es wäre möglich, wenn du mit einem weiteren Pferd im Doppelzug arbeitest, mehr als 250 kg zu ziehen?"

Auch hier wieherte ich- nickte dann aber langsam einmal mit meinem Kopf. Natürlich wäre dies möglich, wenn das zweite Pferd gesund und seine Gelenke in Ordnung wären.
Die Baroness schien meinen Gedankengang gelesen zu haben, denn ihre folgende Frage formulierte diesen fast wortwörtlich, den ich dann auch bewußt abnickte.
Weitere Fragen bezogen sich darauf, ob ich es mögen würde, auch mal an ein oder zwei Ausfahrten in einem Gespann teilzunehmen- natürlich meine Einschränkung dahingehend beachtend, wie ich mit dem Futter zufrieden wäre und ob es meine Besitzerin gut finden würde, wenn sie in dem angedachten Showprogramm zwei zumindest ähnlich aussehende Pferde im Doppelgespann führen könnte. Diese letzte Frage von ihr erfolgte beiläufig und ja- von der Optik machen zwei gleich aussehende Pferde mehr her als unterschiedliche. Daher bejahte ich auch diese Frage mit einem Nicken.
Offensichtlich zufrieden mit dieser doch recht einseitigen Form der Unterhaltung stand die Baroness auf- ich spürte ihren Körper an meiner Seite und dann ihre Finger, die mit einigem Druck über meine Arme und meinen Rücken strichen. Dies begann sie mit dem Zuhalten meiner 'Nüstern' zu kombinieren- sie legte es ganz offensichtlich darauf an, mich zu erregen. Wollte sie sehen, wie ich darauf als Hengst reagierte? Oder war es einfach nur für sie eine Bestätigung, mir ihre Überlegenheit als Mensch gegenüber dem gefesselten 'Tier' aufzuzeigen?
Ich reagierte wie sie es wohl erwartete- mein Hengstschlauch versteifte sich. Zum Glück respektierte sie aber das Besitzverhältnis, in dem ich mich mit meiner Partnerin befand- es erfolgte kein Griff an mein steifes Stück Fleisch, was in seiner Gummihülle deutlich sichtbar abstand...
Auch schien die Baroness offenbar genug von mir zu haben. Ihre Berührungen endeten, meine Fesselung wurde gelöst und mit der Bemerkung, der Stallknecht würde mit mich die nächste Einheit dann gemeinsam mit einem Gestütpferd trainieren, trat sie aus meiner Box in die Stallgasse. Ohne weitere Beachtung für mich rief sie Jens an und erteilte ihm herrisch den Auftrag, einen 'Blacky' entsprechend vorzubereiten- er solle ruhig auch die geschlossene Maske mit den kleinen Nüstern angelegt bekommen. Ein wenig Training damit würde ihm gut tun...
Da ich mittlerweile für die Baroness Luft war, legte ich mich auf mein Stohbett und genoss die Minuten der Ruhe vor meiner nächsten Einheit. Ich freute mich darauf, nun gemeinsam mit einem anderen Pferd trainiert zu werden- und war ehrlich neugierig, wie ich mit einem der Gestütpferde agieren würde. Einzig der morgige Tag- und da auch nur die Ankündigung, von der Baroness selbst trainiert zu werden- sorgte in mir für Unruhe. Ihr Besuch in meiner Box hatten meine im Vorfeld gehörten Vorbehalte der Baroness gegenüber nicht verkleinert...
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Witnere & Schlachtross Datum:02.04.21 14:56 IP: gespeichert Moderator melden


09 Blacky...


Es dauerte doch ein wenig länger als ich vermutet hatte, ehe der Stallknecht an meiner Box auftauchte um mich zum nächsten Training abzuholen. Mir war es recht, denn so erholten sich meine Schulterblätter von der leichten Überdehnung, die ein Hochziehen der Vorderhand auf die eben praktizierte Art unweigerlich mit sich brachte.
Vom Zeitgefühl dürfte es jetzt früher Nachmittag sein- selbst im Stall war die draußen herrschende Wärme dieses Frühsommertages nun mit jedem Atemzug spürbar. Ich vermutete, die beiden anstehenden Einheiten würden sicher hart werden- selbst wenn diese im Schatten abgehalten würden- aber sollte das Training auf der Rennbahn stattfinden, würde ich in meinem Fell weichgekocht. Tja- das ist das selbst gewählte Schicksal eines Latexpferdes...
Jens fixierte meine Vorderhand dieses Mal an den Hüftseiten, ehe er mich aus meiner Box holte und aus dem Stall führte. Zum Glück war er darauf bedacht, mit mir, so gut es möglich war, im Schatten zu bleiben, während er mich um das Gebäude führte. Nach der ersten Ecke bewegten wir uns auf der Längsseite und ich konnte erkennen, es stand eine Ausfahrt in einem Zweispänner an. Ein gleichfalls komplett in Latex gehülltes 'Pferd' stand bereits in Fahrtrichtung rechts eingeschirrt vor einer Wagonette und tänzelte unruhig auf seinen Hufstiefeln. Unter der Maske am Halsansatz verlief um diesen eine leichte Wulst, 'trug er gleichfalls ein Halsband?', seine Vorderhand war im Gegensatz zu mir auf dem Rücken verbunden, ihm fehlte auch das Farbband an dieser...- so erkannte ich, es müsste sich um eines der Gestütpferde handeln, da bei ihm auch sonst keinerlei farbliche Kennzeichnung zu sehen war.
Das es sich um einen 'Hengst' handelte, war an der Beule im Schritt sichtbar, ansonsten war dieser ein wenig größer und wesentlich schlanker als ich. Die Muskeln, vor allem an der Hinterhand, zeichneten sich deutlich unter dem Suit ab und ich konnte mir zusammenreimen, er würde wohl hier vorzugsweise als Zugpferd vor diversen Wagen eingesetzt...

"Na Blacky, freust du dich auf das gemeinsame Training mit Witnere? Du siehst, wie immer, sehr hübsch in deinem Fell aus..."

Der Hengst nickte dies mit einer übertriebenen Bewegung seines Kopfes ab- ich konnte mich täuschen, aber da fehlte ein wenig echter Freude über die Bemerkung des Stallknechtes. Dieser Moment des Zweifels wurde aber im nächsten Augenblick überlagert durch das 'für Pferde übliche' Tätscheln des Hengstes an seiner oberen Flanke durch unseren Trainer. Ein durchaus als wohlig zu beschreibendes Schnauben war die Folge davon und so tat ich mein Bedenken als Voreingenommenheit ab...

"...und Witnere- wie sieht es mit dir aus? Du freust dich sicher auch. Hast du eigentlich Erfahrung im zweispännig gefahren werden oder ist das neu für dich?"

Kopf nicken; Kopf schütteln- es ist schwierig, die richtige Antwort zu geben, wenn man in einem Satz unmittelbar hintereinander zwei Fragen gestellt bekommt, die entgegengesetzte Antworten verlangen. Der Stallknecht bemerkte aber unmittelbar seinen Fehler in der mir geltenden Ansprache und wiederholte daher noch einmal den ersten Teil seiner Frage, die ich jetzt klar mit einem Nicken, verbunden mit einem Schnauben beantworten konnte.
Ich wurde daher von Jens an der Führleine mit einigen leichten Berührungen seiner mitgeführten Gerte in die entsprechende Position zum anschirren dirigiert, er löste meine Vorderhand von den Hüften, verband mein Zuggeschirr mit der Deichsel und hängte die Zugketten ein. Dann noch die Zügel an der Trense befestigt- eine Überprüfung, ob die Signale von ihm damit auch bei uns beiden gleichzeitig ankommen- und dann gab es mit dem "Hü, ihr beiden...", unterstützt durch ein Zügelschnalzen, das Startsignal.

"Witnere- denk an deine Vorderhand! Zeig mir, was du vorhin gelernt hast...- oder muss ich dich korrigieren?"

Mannoman- der Stallknecht strietzte mich mit seiner Forderung aber ganz schön... Ich musste ihm aber recht geben wenn er auf eine korrekte Haltung meiner Vorderhand bestand- ich könnte diese auch wie mein Partner neben mir auf dem Rücken gefesselt haben. Da ich einige Pferde kannte, die es vorzogen derart fixiert zu laufen, erschien mir dies nicht ungewöhnlich...
Unser Weg führte uns an der Reithalle und dem RoundPen vorbei in Richtung der Rennbahn- auf die wir dann aber nicht einschwenkten. Wir blieben auf dem geschotterten Fahrweg zwischen dieser und einem Waldstück auf der anderen Seite, bis wir ganz in den Wald eintauchten. Ich war glücklich über die Tatsache, nicht in der prallen Nachmittagssonne unterwegs zu sein, das von Jens gewählte Tempo war den von mir gemachten Vorgaben angepasst und ich versuchte, meine Vorderhufe so zu halten, daß der Stallknecht keine Veranlassung hätte, mich zu korrigieren. Ein leichtes Mitschwingen derselben wurde offenbar toleriert- ich legte mich dafür in mein Zuggeschirr und so rollte der Wagen hinter uns ohne Probleme, die von Jens hätten angemahnt werden müssen. Das Abbiegen an Wegkreuzungen stellte gleichfalls keine Herausforderung dar, entweder machte Blacky oder ich größere Schritte, wenn das jeweilige Pferd in der Außenposition lief.
Nach einiger Zeit erreichten wir den Waldrand und der Stallknecht lenkte uns aus diesem heraus und folgte einem Weg zwischen zwei Weiden. Sofort merkte ich, wie die Sonne auf meinem Fell ihre Wirkung entfaltete. Durchhalten lautete die Parole- ich war ein Pferd und das hatte es nicht zu interessieren, wo es hingelenkt wurde. Trotzdem wurden meine Schritte wohl ein wenig kürzer und dies schien Jens zu bemerken.

"Witnere, auch wenn dir warm sein sollte- ich will sehen, was du hier im freien drauf hast! Eineinhalb Kilometer in der Sonne wirst du wohl hinbekommen...- dann geht es zurück in den Wald."

Damit war wieder mein Ehrgeiz geweckt- die läppischen 1,5 Kilometer würde selbst ein 'alter' Gaul wie ich schaffen! Daher zog ich an, bis ich der Meinung war, die gleiche Geschwindigkeit wie vorhin im Wald zu laufen. Auch wenn der Weg in diesem Stück leicht bergan führte, dies war kein Grund langsamer zu werden. Blacky neben mir zog gleichfalls ohne nachzulassen- von der Verteilung harmonierte es aus meinem Empfinden heraus.
Etwas außer Atem überquerten wir die Hügelkuppe und ich konnte endlich vor mir den Waldrand erkennen, in dem unser vor uns liegender Weg verschwand. Das Gefälle sorgte für ein fast selbstständiges Rollen des Wagens hinter uns- ich konzentrierte mich darauf, meine Haltung der Vorderhand wie von Jens gewünscht beizubehalten und auch meine Hinterhand entsprechend zu präsentieren. Mit wenigen Seitenblicken hatte ich mich der Gangart von Blacky angeglichen- dieser tänzelte zwar ab und an ein wenig neben mir, doch mit den Hufschuhen, die er trug, hätte ich auch permanent mein Gleichgewicht auszubalancieren gehabt.
Endlich war der Wald wieder erreicht- und der Stallknecht legte, wie von mir erhofft, eine Pause ein.

"Deine Haltung der Vorderhand war in Ordnung Witnere- ein wenig übertrieben, das wird sich aber mit der Zeit geben. Mir hat gefallen, du versuchtest die ganze Zeit über das heute Vormittag gelernte umzusetzen...
Deine Hinterhand sah wieder gut aus- manche Pferde 'schlürfen' ja regelrecht mit ihren Hufen über den Boden. Behalte deinen Laufstil bei, das soll die Rittmeisterin lobend deiner Besitzerin mitteilen- da hat diese wirklich gute Vorarbeit geleistet!"

Die Lobeshymne tat mir gut und streichelte mein Ego- doch ein zügiges Tränken wäre mir im Augenblick noch lieber gewesen. Zum Glück holte Jens eine Trinkflasche vom Wagen und verabreichte jedem von uns eine vernünftige Portion Wasser. Während ich zuerst meinen Anteil gereicht bekam, wieherte mein Partner mehrfach ungeduldig, tänzelte und warf seinen Kopf dabei unruhig hin und her. Der Stallknecht forderte Blacky daher nach einigen Malen auf, dies sein zu lassen- wenn er weiter so drängeln würde, könnte er auch ohne Wasser zurück zum Stall laufen. Worauf ich in dem Moment nicht wirklich achtete- der Stallknecht hielt mit einer Hand meine Flasche, hatte die andere Hand aber in seiner Hosentasche...
Nach dieser Ansprache herrschte neben mir Ruhe- ich muss sagen, ohne Wasser zu bekommen die restliche Strecke laufen zu müssen wäre eine recht harte Strafe für meinen Partner, nur weil er ein wenig unruhig ist. Zum Glück für ihn setzte der Stallknecht seine Drohung nicht um- worüber ich froh war- und mit einigen Streicheleinheiten für uns beide nahm er auch die Schärfe aus der Situation.

"Kommt, es ist Zeit weiterzufahren. Markus möchte sicher nicht auf euch warten..."

Mit diesen Worten war unsere Erholungsphase jetzt beendet- der Stallknecht saß auf und mit einem Zügelschlag zogen wir wieder an. Der Waldweg zurück zum Hofgut war ein wenig 'wellig'- immer wieder ging es mal drei, vier Meter hoch und wieder runter. Dank dieser 'Waschbrettstrecke' spürte ich meine Hinterhand und war froh, als wir den Wald verließen und die Rennbahn vor uns lag. Ich schätzte, die von uns gerade zurückgelegte Runde hatte eine Länge von mindestens sechs Kilometern...
Die letzten Meter lenkte uns Jens die Zielgerade an der Tribüne vorbei- und in diesem Moment verstand ich die Gefühle der 'Rennpferde' besser als je zuvor. Ich stellte mir die Kulisse vor, wenn diese vor ihren Rennsulkys hier Kopf an Kopf um den Sieg kämpften- angefeuert von der Zuschauermenge! Dieses Gefühl dabei muss unbeschreiblich sein...
Ich selbst hatte dies für mich als Pferd immer ausgeschlossen, da ich mich ohnehin als Kaltblüter sah- und auch nie wirklich als Rennpferd trainiert wurde. Einen Wagen oder eine Last ziehen- das liebe ich über alles, aber ich war als 'Pferd' zufrieden wenn ich im Ziel ankam oder meine Arbeit fristgerecht erledigt hatte.
In diesen Gedanken verloren spürte ich mit einem Mal das Ziehen der Trense in meinem Maul- der Pferdetrainer stand keine fünf Meter vor mir und hätte Jens mich nicht eingebremst, wäre ich mit ihm kollidiert. Während dieser absaß, kam Markus auf mich zu und strich mir über die Maske.

"Na du Hengst, du scheinst mir aber gerade ganz weit weg gewesen zu sein. Wenn mein Assistent dich nicht gezügelt hätte, wärst du über mich drüber gelaufen..."

Was blieb mir anderes übrig, als dies mit einem Schnauben und Kopfnicken zu bestätigen- ich hoffte nur, nichts falsch gemacht zu haben.

"Gut so. Wenn du so tief in den Ponyspace eintauchst, dann fällt dir vieles hier leichter.
Jens- wie haben denn unsere beiden Pferdchen harmoniert? Gab es da irgendwie Unstimmigkeiten, die einer Feinarbeit bedürfen? Wie hat Witnere sich geschlagen?"

Während Jens und Markus sich leise unterhielten- und der Stallknecht wohl auch einige Videosequenzen dem Pferdetrainer zeigte, die er wohl während der Ausfahrt aufgenommen hatte- schnaubte Blacky mehrfach, wie um meine Aufmerksamkeit zu erregen. Nachdem ich sein vermutetes Ansinnen verstanden hatte, schaute ich zu ihm hinüber und er deutete mir einem leichten Beugen seines Knies jene Geste an, die von Markus mir als Unterwerfungsgeste unter ein ranghöheres Pferd, aber auch als 'Danke' vermittelt worden war. Ich war überrascht von dieser, seiner Reaktion- Ranghöher war ich garantiert nicht und 'Danke' wofür? Ich hatte doch nur, so gut ich es konnte, gemeinsam mit ihm den Wagen gezogen...
Einen Teil zum besseren Verständnis dieser Geste lieferte der Stallknecht, der nach seiner Auswertung meiner Leistung mir mitteilte, ich wäre ein gutes Zugpferd was auch ordentlich Leistung zeigen würde. Er hätte als Trainer da schon ganz andere Tiere zu sehen bekommen- ich würde da locker zum oberen Drittel gehören. An meiner Haltung der Vorderhand hätte er nichts auszusetzen gehabt, da hätte ich mich sehr bemüht...
Markus würde im Anschluss mit uns das Training mit Schwerpunkt Zügelarbeit im Zweiergespann fortsetzen- danach dürfte ich auf die Weide und Blacky mit den anderen Gestütpferden in den Stall.
Mit diesen Worten verabschiedete er sich von mir- er würde uns neben der Baroness Mira morgen wieder mehrere Einheiten trainieren dürfen. Ich wieherte und deutete, so wie Blacky vorhin bei mir, ein 'Danke' für ihn an.

"Witnere, lass dies- du bist doch kein Zirkuspferd..."

Diese Zurechtweisung von Markus- nicht unfreundlich, aber bestimmt, an mich gerichtet, kam unerwartet. Hatte ich etwas falsch gemacht- vor dem Schlitten heute Vormittag hatte er mir doch noch gesagt, wie es hier auf Rosengarten korrekt wäre, sich als Pferd zu bedanken... Auch Blacky schüttelte unmerklich zu den Worten des Pferdetrainers seinen Kopf und so bezog ich seine Reaktion auch darauf. Vermutlich sollte ich nicht jedes Mal versuchen, als Pferd hier Danke zu sagen- das war wohl zu 'menschlich'...


10 Drill


Während der Stallknecht mit Dennis und 'Nordic', deren Anwesenheit ich bei unserer Ankunft gar nicht bemerkt hatte, abzog, bekamen wir von Markus eine weitere Ration Wasser, ehe mir ohne Vorwarnung durch den Pferdetrainer wieder meine 'Scheuklappen' vor den Augenlinsen befestigt wurden und ich so die nächste Einheit wieder blind absolvieren dürfte.

"Ganz ruhig Blacky- noch dieses Training, dann bringe ich Witnere auf die Koppel und dich mit den anderen zurück in den Stall. Dann kommst du aus deinem Fell..."

Mhh- drückte Markus damit indirekt aus, mit meinem Wunsch nach Gleichartigkeit hatte ich meinen 'Partner' in eine für ihn unangenehme Situation gebracht? Oder wie sollte ich das gesagte verstehen?
Ein Zügelschlag als nonverbales Signal, uns in Bewegung zu setzen, befreite mich aus der Lage, darüber weiter nachzudenken- ich hatte so viel Vertrauen zu Markus, daß meine Schritte normal und nicht tastend ausfielen und ich daher das Ziehen des Wagens nicht Blacky allein überließ. Der Boden unter meinen 'Hufen' wechselte auch schnell vom weicheren auf härteren Untergrund- Markus lenkte uns wohl auf die Rennbahn. Lief Blacky jetzt genau so blind wie ich- ich konnte es nicht sagen...
Was mich etwas verunsicherte- wir waren auf der Bahn und doch spürte ich trotz der damit verbundenen Abwesenheit von Schatten nicht die Sonne auf meinem Fell. Erst nach einigen Minuten kam mir die Erkenntnis, eine Wolke könnte sich vor diese geschoben haben und uns so ein wenig Erleichterung verschaffen. Da hatte der Pferdetrainer aber bereits mit seinem Programm für uns begonnen...
'Links, rechts, links, rechts,...'- so hörte ich monoton seine Stimme hinter mir. Blacky und ich sollten jetzt wohl darauf trainiert werden, im Gleichschritt zu laufen. Zuerst nur geradeaus, dann immer wieder ein leichtes Zügelsignal was uns wohl durch das erste Halbrund der Bahn dirigierte, erneut stures geradeaus laufen...- bis wir ohne Ankündigung Signale von hinten erhielten, die nur zu einem Slalomkurs passten. Dazu auch weiterhin die Ansagen von Markus, mit welchem Bein der Hinterhand wir gerade auftreten sollten. Seine Stimme war aber schon leiser, wir Pferde hatten wohl dank seiner Vorgabe unseren gemeinsamen Rhythmus gefunden.
Von einfachen Fahrkommandos hin zu schwierigeren Figuren- Markus führte mich dank Blacky peu a peu hin zu 'neuen Ufern'- nachdem es wohl mit unserem Gleichschritt zu funktionierte und auch der Slalom wohl zu seiner Zufriedenheit ausfiel, folgten Kehren, Achten und weitere Figuren aus dem Fahrsport, die ich bisher nur von Bildern und Videosequenzen kannte.
Ein kurzes Stück gerade Strecke, dann eine neue Figur mehrfach wiederholt, dann in Kombination mit den vorherigen Figuren...- einzige verbale Anzeige für mich war die Aufforderung des Trainers, die Figur noch einmal zu versuchen, wenn er noch nicht damit zufrieden war wie ich sie lief oder sein Lob für uns beide, wenn diese seinen Vorstellungen entsprach.
Markus gönnte uns keine Pause, die Bahn war sein Areal auf dem ich jetzt gedrillt wurde und er nahm auch keinerlei Rücksicht, ob wir dies in der Sonne oder im Schatten von Wolken trainierten. Seine Ansagen- ob verbal oder über die Zügel- waren jetzt Gesetz und wir hatten diese so lange umzusetzen, bis er damit zufrieden war! Wir waren seine Pferde und er bestimmte, was wir wie lang zu üben hatten...
Wie schon beim ersten Training durch Markus mit 'Scheuklappen' hatte ich längst jegliche Orientierung verloren- daher war ich nicht wirklich überrascht als unser Trainer entschied, wir hätten eine Pause verdient. Meine Füße standen seit Stunden in meinem eigenen Schweiß, fühlten sich aber nicht irgendwie wundgelaufen an. Meine Atmung war auch auf normalem Level- auch wenn ich mich auf den Moment freute, wenn ich die Pferdemaske absetzen dürfte.
Im Augenblick war ich aber nur glücklich, wenn auch ohne Sicht, von Markus mit Wasser versorgt zu werden.Jeder Schluck stillte mein Verlangen nach dem Nass und ich musste zugeben, auch wenn ich von ihm jetzt bis fast an meine Leistungsgrenze gebracht worden war, das Training heute bot für mich als 'Einsteiger' einen guten Querschnitt über die Möglichkeiten, die Rosengarten Pferden wie mir bot. Auch andersherum war das breitgefächerte Abfordern meiner Leistung eine gute Sache- meine Trainer waren dadurch in der Lage, mein Leistungsspektrum umfassend zu bewerten.
Nachdem ich mein Wasser erhalten hatte, hörte ich neben mir, wie Markus Blacky versorgte- danach hörten die Geräusche auf und während wir vor dem Wagen angespannt blieben, hatte ich das Gefühl, unser Pferdetrainer wäre nicht mehr bei uns. Vorsichtshalber wieherte ich mehrfach- doch allein Blacky neben mir antwortete auf mein rufen.

"Blacky, Witnere- ganz ruhig! Ich spanne euch beide jetzt um, dann trainieren wir noch ein wenig mit dem Schlitten..."

War Markus jetzt die ganze Zeit hier bei uns gewesen und hatte nur beobachtet, wie ich eingespannt mit seiner vermeintlichen Abwesenheit zurecht kam oder hatte er uns tatsächlich allein gelassen und bereits den von uns jetzt zu ziehenden Schlitten präpariert? Ich konnte es beim besten Willen nicht sagen...- spürte aber, wie er meine Ketten von meinem Zuggeschirr löste und dann auch die anderen Befestigungen, die mich mit der Wagonette verbunden hatten. Der Pferdetrainer führte mich dann hinüber zu dem Schlitten und spannte mich wie schon heute Vormittag davor. Ich hörte ihn dann noch ein wenige hinter mir herum werkeln- dann war eine Zeit nichts in meinem Umfeld zu vernehmen, bis Markus Blacky zu mir brachte und ihn neben mir einschirrte. Auch hier wieder zum Abschluss die Überprüfung der Zügelsignale- und für mich nebenbei die Information, Blacky würde nun auch blind laufen...
Also hatte dieser mir vorhin als Begleitpferd sehend zuarbeiten können und Markus war nun der Überzeugung, wir wären beide soweit aufeinander eingespielt, daß er uns beide unter gleichen Bedingungen trainieren könnte.

"Ihr beiden habt jetzt eine Last von 250 Kilogramm hinter euch und ich bin mir sicher, ihr werdet zusammen diese Last bewältigen. Witnere, wir nutzen wieder den Parcours von vorhin und eure Aufgabe wird es sein, den Schlitten insgesamt drei Mal durch diesen zu ziehen ohne damit in das hohe Gras zu geraten. Wir üben dies in kurzen Teilstücken- Last anziehen, ein zwei Zügelbefehle- dann ein Halt und das nächste Anziehen... Wie im richtigen Leben im Wald!
Da es die letzte Einheit heute für euch ist, will ich noch einmal richtig Leistung sehen! Witnere- dies gilt vor allem für dich, auch wenn du den ganzen Tag bereits in deinem Fell stecktest. Von deiner Performence heute würdest du gut in das Gespann für morgen passen- du hättest den notwendigen Biß dafür...
Kommt, lasst uns anfangen- und Hü!"

So stemmte ich mich mit meinem Partner in mein Geschirr und war über jedes Mal glücklich, wenn der Schlitten endlich zu rutschen anfing. Diese von Markus von uns abgeforderte Leistung hatte es in sich- einerseits die Mobilisierung unserer Kraftreserven, aber auch das ständige Umschalten vom sturen Ziehen auf das Umsetzen seiner verbalen- und Zügelsignale. Seine angeordneten kurzen Momente des Haltens stellten auch keine Möglichkeit zum Durchatmen dar, sie waren- wie mit mir von meiner Ownerin trainiert- eher als Phasen gedacht, wo wir als Pferde im Wald vor einem Stamm neu positioniert würden, ehe es den nächsten Befehl zu erneuten Anziehen gäbe.
Akribisch kamen von Markus die Ansagen, wenn wir mit unserer Last den Rand der Strecke touchierten- jeder dieser Fehler würde nach den drei Runden für uns bedeuten, diesen abzuarbeiten; auch wenn er als Gespannführer diesen verursacht hätte. Mit dieser Aussage trieb er kurzzeitig mir die Angst in meinen Nacken- wenn er bewusst Mist baute, würden wir hier ewig üben dürfen. Im folgenden Satz nahm er mir diese aber sofort; wir hätten zwar schon vier Fehler angesammelt- von denen drei eindeutig sein Verschulden wären- aber wir hätten die Hälfte geschafft und seit einer halben Runde keinen Fehler mehr gemacht...
Mit dieser Motivation durch unseren Trainer und dem Versprechen auf eine weitere Ration Wasser schindeten wir uns ab, um diese Einheit endlich zu Ende zu bringen.

"Wir haben die drei Durchgänge- noch die fünf Fehler, dann habt ihr es geschafft!"

Diese Ansage beflügelte uns und mit einer finalen Kraftanstrengung zogen wir den Schlitten hinter uns noch die geforderten fünf Mal an- dann hörten wir von Markus das uns erlösende Kommando "Hooo"...
Noch ein wenig Ruhe und Entspannung auf der Koppel- dann in den Stall, raus aus meinem Fell, säubern und Futter fassen. Ich war glücklich und auch stolz auf mich- natürlich war mir klar, hier wurde bei mir mit positiver Motivation gearbeitet um mich bei Laune zu halten, doch ich empfand, Markus und Jens hatten mich als Pferd recht nah an meine Leistungsgrenzen gebracht. Dies wurde mir nach unserem ausspannen und in den Schatten verbringen durch meinen Trainer durchaus bestätigt. Markus nahm mir vorher die Scheuklappen ab, hielt meinen 'Kopf' mit beiden Händen und zwang mir so seinen Blick auf.

"Witnere, die Oberschwester hatte heute Morgen gemeint, du wärst eine Kämpfernatur- und sie hat nicht falsch gelegen. Du hast als Einsteller heute an deinem ersten Trainingstag eine Leistung gezeigt- die sehen wir von anderen Pferden nicht nach einer Woche Training hier. Deine Ownerin hat da verdammt gute Vorarbeit geleistet, ich werde dies ihr in deiner Gesamtbeurteilung lobend bestätigen. Diesen letzten Durchgang habe ich daher auf ein Niveau gehoben, der einer Ausbildung im gelben Bereich entspricht. Falls du mir dies nicht glauben möchtest- ich werde mich von dir gleich kurz wegdrehen und deine Beurteilung deinem Partner hier überlassen..."

So gesagt, ließ er mich los und drehte mir den Rücken zu. Ich suchte den Blick zu Blacky und sah ihn bereits auf ein Knie gehen und den Kopf senken. Ein Blick zurück zu Markus bestätigte mir, er hielt sich an seine Aussage und nahm keinen Einfluss auf das, was sich zwischen Blacky und mir abspielte.
Erst als ich von diesem hinter mir ein Wiehern vernahm, drehte sich unser Trainer wieder zu uns- aber da stand Blacky bereits wieder und nichts deutete auf seine gezeigte Reaktion hin.

"Kommt ihr beiden- ihr bekommt jetzt noch etwas zu saufen, dann nehme ich euch an eure Führstricke. Ihr habt euch euren Feierabend verdient..."



Abenteuer auf Rosengarten... Tag 14, Samstag- Woche zwei (Part 2)


Schlachtross:


Die 'Freizeit' und die damit verbundenen Stunden der Ruhe auf der Koppel tat uns allen gut- auch wenn wir nach dem Willen der Rittmeisterin noch bis morgen 'verschlossen' blieben. Uns allen war aber klar, dies war die Ruhe vor dem Sturm... oder die bessere Metapher wäre, wir waren im Auge des Orkans! Für mich waren die zwei Tage als Latexpferd belastend... so etwas machte ich schließlich auch nicht jedes Wochenende... aber insgesamt mental beherrschbar- doch nachdem Miu, Lion und auch Brutus endlich von Markus aus ihren Anzügen geholt wurden, war die Erleichterung darüber und noch stärker die Angst vor dem morgigen Tag in ihren Gesichtern deutlich sichtbar!

'Mit Gewalt bekommt man zwar Ergebnisse, aber wird nie jemanden dazu bekommen, irgend etwas freiwillig zu leisten...- dies galt auch für das arbeiten in so einem Outfit!'

Auch wenn es mich in diesem Fall weniger betraf...- es war ein klassisches Beispiel für die Perversion jeglichen lustvollen Auslebens irgendeines Fetisches hier auf dem Hofgut. Rosengarten war nicht nur an den beiden Baroness und den ihn zuarbeitenden Personen festzumachen- das System selbst zog jeden gut gemeinten Ansatz sofort in den Dreck und pervertierte ihn!
Miu, der sich neben mir an mich gelehnt hatte, zog mit einem Wiehern unsere Aufmerksamkeit erst auf sich, dann richteten sich unsere Blicke auf den Weg zu unserer Koppel. Er hatte unseren Trainer entdeckt, der mit zwei in Latex gekleideten Pferden im Schlepp uns wohl von der Weide holen wollte.

'Den einen hast du heute Morgen doch schon mal gesehen...'

Das andere Pferd trug das gleiche Outfit wie wir die letzten beiden Tage...- und während wir uns langsam dem Tor der Koppel näherten, erkannten wir alle das Fehlen jeglicher Kennzeichnung...

'Hat Blacky es dir zu verdanken, daß er für dich in diesem Aufzug dir zuarbeiten muss? Hast du überhaupt eine Vorstellung, was du ihm damit zumutest?'

Ein Blick in die Gesichter der Gestüthengste bestätigte mir, ich war mit diesen Gedanken nicht der einzige, der gerade so empfand. Meine drei Begleiter schienen ähnlich zu denken- es war kollektive Wut und Verachtung für dieses 'Freizeitpferd' in ihren Gesichtern zu lesen!
Blacky zählte wahrhaftig nicht zu meinen Freunden...- doch hier war ich bei ihm! Hatte ich nicht erst vor wenigen Minuten über das verachtenswerte System 'Rosengarten' sinniert? Schon wurde mir erneut ein Beispiel dafür frei Haus- oder besser Koppel- geliefert!
Brutus bekundete mit seinem Schnauben seine Position als unser Leithengst- gut, ich würde sehen, wie er mit diesem 'Hobbypferd' interagiert und seinen Vorgaben folgen.
Markus befahl dem Einsteller still stehen zu bleiben, drehte sich mit seinem Rücken zu uns und bot damit die Möglichkeit diesem Gaul zu zeigen, was wir von ihm und seinesgleichen hielten! Unser Leithengst fixierte ihn mit seinem Blick... ich hielt mich nah bei Brutus...- und als er sicher war, dieser 'Gast' schaute zu uns... spuckte er demonstrativ auf die Erde. Lion und Miu kannten wohl dieses Zeigen von Verachtung bereits und folgten fast synchron- ich tat es ein wenig zeitverzögert Ihnen gleich...

Wow- ich war nah genug, um die Augen des 'Einstellers' hinter seiner Maske sehen zu können... Unsere Reaktion auf ihn schien richtig gesessen zu haben... da war die pure Wut erkennbar! Seine Reaktion überraschte uns aber- der wich nicht zurück... der wieherte eine Herausforderung!
Unser Pferdetrainer wurde deswegen wieder auf uns aufmerksam und stellte sofort, auch ohne genau zu wissen, was vorgefallen war, die Ordnung wieder her. Brutus und ich drehten zur Sicherheit einen Kreis, weg vom Tor der Koppel und schauten erst danach wieder zu Markus und seinen Begleitern. Dieser forderte den Einsteller auf, still zu stehen- was von diesem doch recht kreativ ausgelegt wurde. Der Einsteller blieb an dem ihn zugewiesenen Ort, doch drehte er uns den Rücken zu.

'Dafür hätte dir Mira ein paar Hiebe verpasst...'

Seine Reaktion war die Antwort auf unser Verhalten und entgegen meinem ersten Gedanken dazu hätte es die Baroness vielleicht sogar belustigt, wie wir uns als Pferde hier gegenseitig an die Gurgel gingen...

'Du bist stolz...- das würde dir hier als Gestütpferd verdammt schnell abgewöhnt werden! Was würde nach ein paar Runden auf Mira's Bahn unter ihrer Obhut davon bei dir übrig bleiben?'

Wie stolz dieser Hengst wirklich war, zeigte er uns nach der Aufforderung von Markus an ihn, sich auf die Koppel zu begeben- er schlug trotz seines Latexoutfits UND seiner Maske das Angebot des Pferdetrainers aus, vorher noch ein paar Schlucke zu sich nehmen zu dürfen. Der Hengst ging sogar so weit, ohne eine Andeutung, uns ausweichen zu wollen, gerade durch uns hindurch zu laufen.

'Bist du nur so stark, weil du Markus hier dabei hast? Würdest du die Konfrontation auch suchen, wenn wir allein wären? Warum, verdammt, wieherst du den Namen von Blacky?'

Diese Fragen schossen mir durch den Kopf und letztere bewog mich, zu meinem Rivalen zu schauen. Der Pferdetrainer wollte uns von dieser Koppel herunter haben und sicher in den Stall bringen- daher rief er uns zu sich. Als Brutus durch das Tor auf den Weg zum Stall heraus treten wollte, staunte ich nicht schlecht...- Blacky stellte sich ihm in den Weg! Noch besser- er wieherte zwar leise, aber verständlich den Namen 'Witnere', blickte dem Einsteller-Hengst nach und schüttelte dann seinen Kopf!

'Werd einer aus diesem Gaul schlau...'

Die Botschaft von Blacky an uns war eigentlich unmissverständlich- er drückte uns gegenüber aus, er wäre mit der Reaktion von uns gegenüber diesem 'Hobbypferd' ganz und gar nicht einverstanden!
Ich begriff nur nicht warum...- Blacky war von ihm sicher gezwungen worden, in dem ihm Angst machenden Outfit zu arbeiten, die Rittmeisterin hatte mir zudem bei dem Gespräch mit ihr vor einigen Tagen indirekt zu verstehen gegeben, daß ich meinen Rivalen durchaus ernsthaft vermöbelt hatte und er jetzt noch immer mit ziemlicher Sicherheit Schmerzen haben dürfte...- was zum Teufel bewog Blacky daher, diesen Gaul in Schutz zu nehmen?
Die Anwesenheit des Pferdetrainers spielte dabei offenbar keine Rolle- Markus beobachtete uns zwar, hielt sich aber zurück. Er sorgte nur für unsere Rückkehr in den Stall und daß Blacky aus seiner Aufmachung kam. In der Box schauten wir zwar ab und an zu Blacky, doch ging er mit keiner Geste mehr auf sein Verhalten ein- er zeigte aber ziemlich aggressiv, er wolle in Ruhe gelassen werden...

Ich war froh über die Ruhe- Miu lehnte sich an mich und zitterte leicht. Ganz sacht schob ich meinen Mund neben sein Ohr und tat so, als wollte ich daran knabbern...

"Morgen?"

Mein Wort war mehr gehaucht als gesprochen...- zum Glück reagierte Miu nicht sofort sondern wartete, bis ich wieder meinen Kopf etwas von ihm entfernt hatte. Dann nickte er- und suchte erneut engen Kontakt zu mir. Ich hätte ihn am liebsten umarmt und so versucht, ihm Sicherheit zu geben- doch die übliche Fesselung verhinderte leider auch solche Gesten der Zuneigung. Ich bedeutete ihn aber, er solle sich vor mich setzen und dann seinen Rücken an meine Brust lehnen...- so konnten sich unsere Hände berühren und er spürte mein Heben und Senken des Brustkorbes. Nach ein paar Minuten legte er seinen Kopf zurück und lehnte ihn an meinen..., ich spürte, wie er entspannte...
Gemeinsam warteten wir so auf unsere ausstehende Fütterung und ich hoffte, diese würde durch Markus erfolgen. Lion grinste ein paar Mal dreckig zu uns herüber und zeigte anzügliche, recht eindeutige Gesten, doch ging ich nicht auf sein Verhalten ein. Brutus schickte ihm ein mißbilligendes Wiehern und die von ihm erhoffte Unterstützung durch Blacky blieb auch aus. So stellte er sein provozierendes Verhalten nach einiger Zeit ein und sehnte, deutlich hungriger als wir, das Erscheinen eines Menschen mit Futter für uns herbei...
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TMeier
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:06.04.21 14:11 IP: gespeichert Moderator melden


Vielen Dank das du so fleißig die Geschichte weiter schreibst!!!

Hier lerne ich zum erstenmal hier im Forum mich wirklich in Geduld zu üben.

Der Fortschritt in der Geschichte ist jede Woche sehr minimal mir eigentlich schon deutlich zu langsam.
Dabei halte ich mich eigentlich eher für geduldig und mag die auch die langsammeren Geschichten.

Ich hatte mich schon gewundert das es so langsam voran geht.
Du brauchst für den Samstag schon 4 Wochen und das ist ja eigentich ein normaler Tag in der Geschichte.

Allerdings habe ich mir dann nochmal die Geschichte als ganzes durchgelesen und da lies sie sich sehr gut und die gefühlten längen in der Geschichte kommen nur dadurch das ich es nicht gewohnt bin die Geschichen während des veröffentlichen in häppchen zu lesen.


Also bitte mach weiter so!!!

Gruß
Thomas

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Blackrubberhorse
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Du hast alle Waffen die du brauchst- jetzt kämpfe!

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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:09.04.21 13:47 IP: gespeichert Moderator melden


Witnere in Rosengarten... Samstag


11 Vorurteile, Fehleinschätzungen und Erklärungen...


Noch war ich mit meinen Gedanken bei der gerade beendeten Doppeleinheit im Zweierzug mit Blacky und freute mich auf meine Weidepause. Das Gestütpferd war immer noch irgendwie unruhig in seiner Art, wie wir hinter Markus hertrotteten, aber diese erste Zusammenarbeit vor einem Wagen mit ihm bei der Ausfahrt und im Parcours hatte meiner Meinung nach recht gut funktioniert... Dieser Blacky hat meiner Meinung nach Potential und ich freute mich schon auf die weiteren Einheiten, die morgen zusammen mit ihm anstehen würden- auch wenn er auf mich von seinem Charakter etwas scheu, aber auch aggressiv wirkte. An seiner gezeigten Leistung war definitiv nichts auszusetzen, was für seine gute Ausbildung hier auf dem Gehöft sprach...
Durch die Sichtscheiben meiner 'Augen' sah ich die Koppel vor mir auftauchen, auf der ich die Zeit bis zum Stallgang mich jetzt erholen dürfte- wie vom Trainer vorher gesagt, standen die Gestütpferde in der hier auf dem Gehöft wohl üblichen Fixierung der Vorderhand am Harness seitlich in Hüfthöhe bereits am Tor der Koppel und warteten darauf, von Markus in ihren Stall gebracht zu werden. Alles Hengste- das war bei dem 'Naturfell' nicht zu übersehen-, ich zählte vier Stück und ein 'Rappe' schien der Leithengst zu sein. Er war vom Alter her, so schätzte ich, etwa zehn Jahre jünger als ich, aber es hätten auch fünfzehn sein können. Ich war aber auch noch nie gut darin gewesen, das genaue Alter von anderen Personen zu schätzen...
Neben einem deutlich jüngeren Hengst waren die beiden anderen- der eine ein 'Fuchs' von der Haarfarbe her und den anderen stufte ich für mich als 'Haflinger' ob seiner Mähne ein- etwa im gleichen Alter wie der Rappe.
Während Markus meinen Begleiter mit dessen Führleine an einem der Längsbalken neben dem Tor festband, spürte ich, wie die Blicke der vier auf mir ruhten. Was mich sichtlich irritierte- das war etwas anderes, was ich trotz meiner Maske und des Felles direkt auf meiner Haut spürte...
Der Pferdetrainer stand mit dem Rücken zu uns- ich blickte den Rappen in sein Gesicht, denn ich vermutete, hier ging es um eine Machtprobe und um Rangverhalten. Nachdem dieser sich sicher war ich würde ihn ansehen- spuckte er deutlich vor mir aus und die anderen drei taten es ihm gleich.
Das war keine Machtprobe- das war Verachtung! Was für Arschlöcher! Ich hatte den Vieren ganz sicher nichts getan- warum also so ein Verhalten? Hätte 'Blacky', wenn er jetzt keine Maske getragen hätte, auch so gehandelt? Immerhin war er auch eines dieser Gestütpferde...
Mein erster Schockmoment verwandelte sich in Wut- nein, vor diesen Idioten würde ich ganz sicher nicht kuschen! Instinktiv wieherte ich herausfordernd, was Markus dazu brachte, seinen Blick wieder uns zuzuwenden.

"Ruhig Witnere! Brutus, Schlachtross- zurück!"

Da dieses Kommando doch recht scharf von ihm in der Tonlage kam herrschte sofort Ruhe und beide angesprochenen Pferde in der Koppel drehten in einem kleinen Kreis ab und kamen einige Meter vom Tor zum stehen.
Brutus, Schlachtross? Letzterer hatte doch für ein anderes Gestüt letztes Jahr bei einem der großen Rennen gewonnen- Moment... das war auf Felsenstein, wo meine 'Besitzerin' Elena und ich unsere erste Showvorführung gezeigt hatten...- war der jetzt unter die 24/7 Pferde hierher gewechselt? Und Brutus hatte ich auch schon mal gehört...- klar, der Artikel in der 'Horse & Owner'! Da hatte ja gestanden, Rosengarten wäre seine neue Heimat und eine der Baroness die neue Eigentümerin...

"Witnere steh- oder muss ich dich auch festbinden?"

Die an mich gerichteten Worte holten mich aus meinen Überlegungen und ich schüttelte sicherheitshalber mit meinem Kopf. Eine Reaktion auf die Geste der Gestütpferde war aber angebracht wenn ich diese Frechheit nicht durchgehen lassen wollte- ich drehte mich demonstrativ von diesen arroganten Gäulen weg und widmete Ihnen meine Rückseite als Zeichen meiner Ignoranz ihrem Verhalten gegenüber. Dazu blieb ich noch mitten auf dem Weg stehen und machte keinen Zentimeter platz. Sollten sie doch um mich herum laufen...

"Ab auf die Koppel mit dir oder willst du Wurzeln schlagen?"

Diese wieder in einem ruhigen Ton vorgebrachte Aufforderung des Pferdtrainers sorgte für Bewegung durch mich. Ohne die anderen Pferde eines Blickes zu würdigen stolzierte ich regelrecht an ihnen vorbei, verzichtete auch auf die von Markus mir noch angebotene Möglichkeit, ein paar Schlucke aus der Trinkflasche zu nehmen- versuchte aber, mit einem gewieherten "Blaaacky" ihm zu sagen, er soll es bitte meinem Trainingspartner geben. Die Koppel lag vor mir und ich könnte hier mich ausruhen oder herumtollen bis ich entweder von dem Stallknecht oder Markus in den Stall geholt würde, wo ich dann Dusche und Futter bekommen würde...
Was ich in meinem Stolz und gekränkter Ehre nicht mehr wahrnahm- Blacky stellte sich Brutus in den Weg daß dieser anhalten musste, schaute mir nach und schüttelte dann mit dem Kopf. Markus hielt sich klugerweise heraus, er hatte begriffen, hier klärten 'seine' Hengste gerade etwas unter sich- und solange sie sich nicht dabei gegenseitig verletzten war dies ihm egal.
Ich bekam dies alles nicht mit- sollten diese arroganten Scheißgäule mit wem auch immer ihre Machtspiele treiben. Ich erwischte mich sogar bei dem Wunsch, wenigstens einige der kursierenden Gerüchte über Rosengarten wären in Bezug auf diese vier wahr...
Im nächsten Moment schämte ich mich aber ob dieses Gedankens- egal, ob wahr oder übertrieben; kein Pferd sollte so etwas einem anderen wünschen. Während ich mich an einen Baumstamm lehnte und sich der Schweiß an meiner Kruppe unter dem Latexfell sammelte, versuchte ich das heute hier gesehene und erlebte zu ordnen und mit dem, was ich nur vom Hörensagen kannte, in Übereinstimmung zu bringen.
Sicher- als Pferd oder anderer Kunde auf Rosengarten könnte man hart angefasst werden und ich war mir auch im klaren darüber, meine Vorstellungskraft würde nicht ausreichen um mir einen Aufenthalt hier in der Kategorie 'Rot' auszumalen. Aber dies war ja etwas, was (fast?) jeder hier beeinflussen könnte.
Doch wie verhielt es sich mit den Gestütpferden? Bis auf Blacky, mit dem ich trainieren durfte, waren mir nur die vier anderen Hengste begegnet und ganz offen- ich verspürte keine Lust mehr, sie näher kennenzulernen. Die hatten sich doch freiwillig für ein Leben als Vollzeitpferd entschieden- ich hatte kein Problem mit denen, also sollten sie mich mit ihren Rangordnungsspielen in Ruhe lassen. Ich empfand Achtung vor Blacky, aber der hatte mit mir zusammen auch etwas geleistet...- der Rest soll das erst mal nachmachen!
Wie nah ich mit diesem Denkmuster an den Gedankengängen der Gestütpferde war ahnte ich nicht im geringsten! Doch wie sollte ich mit dem gezeigten Verhalten der vier umgehen? Als Pferd hatte ich mich ja wie ein solches auch in der Box zu verhalten- aber vielleicht wäre der Pferdetrainer oder die Oberschwester morgen nachsichtig genug, wenn ich ihn danach fragte. Im Unterschied zum Stallknecht und der Baroness traute ich den beiden- warum konnte ich nicht genau sagen. Markus und Natascha hatten etwas an sich, was sie wie nur wenige andere Menschen zu Vertrauenspersonen machte. So hoffte ich, den Pferdetrainer heute Abend noch einmal zu begegnen- vielleicht im Rahmen einer Tageszusammenfassung...
Während ich diesen Gedanken nachhing, merkte ich nicht, wie die Zeit verging- bis ich die Stimme des Stallknechtes hörte wie er nach mir rief. War meine Zeit auf der Koppel schon vorüber und sollte ich jetzt zurück in den Stall? Zumindest war es als Pferd vernünftig, auf die Stimme des Stallknechtes zu hören- ich wollte ja nicht unnötig den Zeitpunkt hinauszögern, an dem ich aus meinem Fell heraus dürfte. So erhob ich mich und ging langsam auf das Tor zur Koppel, an der mich Jens in Empfang nahm.
Doch statt zurück in den Stall führte er mich zurück an die Rennbahn. Ich war verwirrt- aber als Jens mich vor der Wagonette einschirrte, war mir klar, ich sollte diese sicher zurück zum Stall ziehen. So war es auch- zum Glück für mich saß Jens nicht auch noch auf sondern führte mich an meinem Führstrick zurück zum Stall.
Nach dem Ausspannen waren es nur noch wenige Schritte bis zum Duschraum, vorbei an anderen belegten Boxen. Der Stallknecht begann mich zu entkleiden- ich war jetzt wirklich froh, aus meinem 'Fell' heraus zu dürfen, genoss die ungefilterte Stallluft und auch mein Magen signalisierte mir, er wollte nach dem heutigen Training gefüllt werden.
Doch zuerst stand ich im Sprühstrahl der Brause, mit der Jens mir den Schweiß von der Haut spülte und freute mich über jede Sekunde, die das warme Wasser auf mich herab prasselte. Viel zu schnell war dieses Vergnügen jedoch vorüber, der Stallknecht rieb mich mit einem Handtuch trocken, ich bekam von ihm auch Badeschlappen, mein grünes 'Armband' und wurde dann von ihm in meine Box geführt. Jens nahm mir die Schlappen ab, sagte mir, mein Outfit würde morgen früh gereinigt mir wieder zur Verfügung stehen und erinnerte mich noch einmal an die Verhaltensregeln, die auch für mich galten- mit der Zusage von ihm, in spätestens einer halben Stunde mit dem Futter zurück zu sein, blieb ich in der Box zurück.
Die Strohschicht unter meinen Fußsohlen spürend, gab ich dem aufsteigenden Drang nach und äppelte wie selbstverständlich in den Eimer ab. Die nachfolgende Reinigung mit dem Stroh war ungewohnt- doch mit dem bereitgestellten Desinfektionsmittel aus dem Spender war ich in der Lage, mich zu meiner eigenen Zufriedenheit zu säubern. Entspannt machte ich es mir auf den Strohballen, die mein Bett bildeten, bequem und rekapitulierte meinen Tag- Markus als mein Pferdetrainer hatte ja angekündigt, ihn eingehend mit mir besprechen zu wollen und ich war neugierig, wie er meine Leistung einschätzte. Er hatte mich ja schon nach seinen Einheiten mit mir gelobt- doch würde es ganz sicher auch Punkte geben, die es zu verbessern gäbe. Auch würde ich versuchen, das Verhalten der Gestütpferde zur Sprache zu bringen...
Schneller als erhofft war der Stallknecht zurück und mit ihm eine gute Portion 'Futter' für meine Raufe.
Ich muss zugeben- an die Verpflegung auf 'Berggeschrei' reichte es bei weitem nicht heran, doch war es wesentlich 'artgerechter'. Zum überwiegenden Teil bestand es aus kleingeschnittenen Kohlrabi, Möhren und Gurken- aber angereichert mit gerösteten Brot-, Wurst- und Käsewürfeln. Ein kleiner grüner Beutel mit 'Witnere' war aber nach dem Tag das personalisierte Highlight: in diesem befanden sich neben einem Bild von mir, wie ich heute Mittag fixiert hier in der Box stand, auch ein Schraubglas mit einer Mischung aus Nüssen, Rosinen und Schokoladenstücken und mehrere Portionspäckchen mit Zitronensaft.

"Die hast du dir heute redlich erarbeitet- wer hier auf Rosengarten Leistung zeigt wird auch belohnt... Teile sie dir ein, dann hast du zur Morgenfütterung auch noch etwas übrig."

Ich konnte mich gerade noch bremsen, ihm verbal meine Freude darüber kund zu tun- aber ein Schnauben und reiben des Kopfes an ihm sollte meine Dankbarkeit darüber gleichfalls ausgedrückt haben. Mit einem freundlichen Klopfen auf meine Schulter und der Bemerkung, er müsse auch noch die anderen Pferde versorgen, würde sich aber auf das morgige Training mit mir freuen, verließ er meine Box.
Die von Jens ausgesprochene Mahnung bezüglich meines Verhaltens im Hinterkopf begann ich die einzelnen Würfel nur mit meinem Mund aus der flachen Raufe zu angeln- es hatte ein wenig von 'Teller ablecken' aus Kindertagen. Nach einiger Zeit hatte ich den Dreh raus und mein Hungergefühl schwand zusehends. Einzig die Leckerei im Glas und die Päckchen stellten mich vor ein Problem- dürfte ich da meine Vorderhand zu Hilfe nehmen oder würde dies mir negativ ausgelegt? Der Stallknecht hatte dazu überhaupt nichts gesagt...
Markus befreite mich mit seinem Erscheinen und der an mich gerichteten Frage, ob ich meine Belohnung verschmähen würde, aus diesem Dilemma. Ich wieherte und zuckte mit meinen Schultern, während ich mit meinen Händen in Richtung des Beutels zeigte.

"Ach so Witnere- alles klar. Du bist dir nicht sicher, ob du in diesem Fall deine Vorderhand benutzen darfst- richtig? Hat der Stallknecht wohl vergessen, aber in deiner Einstufung ist dir so etwas innerhalb der Box erlaubt...
Komm, setz dich auf dein Nachtlager- so hast du etwas zu knabbern, während ich mit dir deinen Tag durchspreche."

Mit dem Rücken an die Boxenwand gelehnt hörte ich Markus zu, wie er die einzelnen Einheiten mit mir noch einmal durchsprach. Anhand von Photos und auch kurzen Videosequenzen auf seinem Smartphone zeigte er mir, wo ich seiner Meinung nach gut war und wo ich morgen noch an mir arbeiten müsste. Letzteres betraf vor allem das synchrone Agieren mit Blacky- das würde den Hauptanteil des anstehenden Trainings umfassen. Von meiner körperlichen Leistungsfähigkeit und auch dem Willen, in meinem Outfit trotz der Temperaturen an meine Grenzen zu gehen, wäre nicht nur er positiv überrascht gewesen. Ich könnte stolz auf mich sein- und auf meine Besitzerin, die mich wirklich gut trainieren würde. Vom Leistungsprofil könnte sich mancher in 'gelb' hier trainierender Einsteller eine gute Scheibe abschneiden.
Ohne es zu wissen, baute er mir mit seiner Frage nach Blacky und der dazu gehörenden Erlaubnis, wie ein Mensch zu sprechen, eine Brücke um nach dem Verhalten der Gestütpferde mir gegenüber zu fragen.
Ich druckste zuerst ein wenig herum- schließlich hatte das Thema, was ich jetzt ansprechen wollte, nicht direkt mit meinem Training zu tun. Der Pferdetrainer gab mir aber das ok nach meiner Versicherung, die Frage würde mit dem Betrieb hier auf dem Gestüt in Zusammenhang stehen.
Markus war erstaunt, wie ich ihm diese Szene beschrieb- ich schilderte ihm meine Verwirrung und Wut über ein solches Verhalten und fragte ihn direkt, ob Blacky auch so gehandelt hätte, wenn ihm dies möglich gewesen wäre. Seine Antwort hätte ich nicht so erwartet- er bejahte das mögliche Verhalten meines Trainingspartners, schilderte mir aber auch die Szene, wo Blacky sich dem Rappen, Brutus, in den Weg gestellt und auszudrücken versucht hatte, ich hätte diese Verachtung nicht verdient. Er wüsste, die Gestütpferde hätten aufgrund der Tatsache, was sie hier leisteten, eine Art 'Elitebewusstsein' gegenüber den meisten 'Einstellern' entwickelt...- was nicht falsch wäre, da nur wenige wie ich eine so gute körperliche Voraussetzung mitbringen würden und sie, ob in Hitze oder Kälte, diesen zuarbeiteten ohne eine wie auch immer geartete Form von Dank von den meisten zu erhalten.
Mit diesen Worten erinnerte er mich auch an die Frage, ob es ein Fehler war, mir zu wünschen, daß mein 'Partner', so wie ich auch, ein Latexoutfit tragen sollte. Ich hätte da, ohne weiter nachzudenken, von mir auf andere geschlossen und Blacky vielleicht etwas zugemutet, was dieser nicht mag...
Der Pferdetrainer antwortete darauf, das würde in Ordnung gehen- Blacky hätte zwar tatsächlich Probleme damit, in so einem Outfit zu laufen, doch als Gestütpferd, das zudem mit mir für die Vorführung als Teampartner geplant sei, hätte er es ohnehin tragen müssen. Ich bräuchte mir Darüber! keine Gedanken zu machen...
Auch wolle er offen mit mir sprechen- meine Fragen legten eine gewisse Empathie für meine 'Artgenossen' hier auf Rosengarten nahe- ich hätte sicher einige Gerüchte über die Behandlung der Pferde hier gehört. Ich nickte dies wortlos ab und Markus meinte darauf, das Leben als Gestütpferd hier wäre ganz sicher kein Urlaub auf dem Ponyhof... Ich solle aber so weitermachen wie bisher- so wie mein Partner gehandelt hätte, würde dies seine Achtung mir gegenüber ausdrücken. Zu seinem Bedauern, diesen Fakt betreffend, würde ich wohl die gesamte Zeit allein mit Blacky trainieren- aber als mein Partner hier für die Vorführung zum Hoffest wäre dies anders nicht möglich. Wir sollten dann ja eine perfekte Vorstellung geben...
Bevor er das Gespräch mit dem Hinweis auf noch zu erledigende Arbeiten beendete, bedankte er sich bei mir und bat mich, den Vorfall im Beisein anderer Personen nicht noch einmal zu erwähnen- er würde sich darum kümmern.

"Gute Nacht Witnere- ich wünsche dir morgen einen erlebnis- und erfolgreichen Tag..."

Mit diesen Worten blieb ich in meiner Box zurück. Ich wickelte mich in die Abschwitzdecke und obwohl ich versuchte, noch ein wenig über seine Worte nachzudenken, schlief ich erschöpft ein...


Abenteuer auf Rosengarten... Tag 14, Samstag- Woche zwei (Part 3)


Schlachtross:


Endlich war das Geräusch von klappernden Eimern zu vernehmen, unsere Boxentür wurde zur Seite geschoben und der Pferdetrainer trat ein. Entgegen unserer Hoffnung, er würde unsere Abendmahlzeit in der Raufe verteilen, stellte er die beiden Eimer ab und forderte Brutus mit einer Handbewegung auf, zu ihm zu kommen.

"Vorhin an der Koppel...- das war ganz mies... Von dir als Leithengst und allen anderen... Der einzige von euch, dem ich so ein Verhalten zugebilligt hätte... das ist Blacky!"

Markus musterte jeden von uns..., seine Stimmlage zeigte deutlich, er war mit dem, was wir da getan hatten, nicht einverstanden!

'Hat sich dieser Einsteller etwa bei dem Pferdetrainer beschwert? Würde zu so einem Hobbygaul ja passen...'

"Eigentlich geht es mich nichts an, was ihr hier über Gastpferde denkt und welche Meinung ihr über sie habt...- aber ich werde Blacky jetzt die Möglichkeit geben, euch ohne eine Beeinflussung durch mich seine Meinung über seinen heutigen Partner zu vermitteln.
Blacky- komm her..., ich befreie jetzt deine Vorderhand... dann drehe ich mich von euch weg und schau mir die Boxenwand an. Wenn du fertig bist wieherst du einmal- bis dahin kannst du ihnen zeigen... und nur das!... was du empfunden hast!
Von euch allen will ich danach keine Reaktion auf das hören oder sehen bis ich mit eurer Fütterung fertig bin und ihr wieder allein seid... Das ist, wie vorhin gesagt, eine Sache unter euch Pferden...
Und noch etwas...- der Einsteller hat nur nach eurem Verhalten gefragt um es besser zu verstehen...- sich aber nicht beschwert. Er hätte es ohne Probleme auch Jens oder der Baroness Mira mitteilen können... er hat es aber bewusst nur mir zur Kenntnis gebracht! Denkt mal darüber nach warum das so ist!"

Nicht nur ich war über diese Ansage des Pferdetrainers erstaunt- doch nachdem er sich zur Wand gedreht hatte, zeigte Blacky mir eine Seite seines Charakters, die ich bei ihm ganz sicher nicht vermutet hätte. Er nahm diesen Einsteller wiederum in Schutz!
Erst zeigte er uns pantomimisch, wie er wieder durch den Pferdeknecht in das Latexoutfit gezwungen wurde- er wieherte dessen Namen. Dann war klar, er und das andere Pferd machten eine Ausfahrt... und der Einsteller schien nicht nur einfach mitgelaufen zu sein. Blacky wieherte auch hier wieder dessen Namen... doch seine Geste dazu zeigte eindeutig, der hatte sich richtig in die Zugstränge gelegt und Blacky nicht allein die Arbeit überlassen! Mit einem Blick zu Markus hinüber wiederholte er dies Geste... dann trat er vor Brutus, spuckte auf den Boden und schaute uns alle an. Langsam und deutlich schüttelte er danach den Kopf- und die Botschaft war ganz klar- er stellte sich gegen den Leithengst und uns, er verteidigte erneut den Einsteller!
Danach ging er zu Markus, wieherte direkt neben ihm und ließ sich ohne Widerstand wieder seine Vorderhand fesseln. Unser Pferdetrainer füllte unsere Raufe und mit den Worten, wir sollten nach dem Fressen besser Ruhe halten und zu schlafen versuchen, morgen wäre... für jeden von uns... ein harter Tag, schloss er die Boxentür von außen...

Was hatte Markus dazu bewogen, Blacky diese Möglichkeit einzuräumen? Unser Trainer war fair- keine Frage, doch hier ging er über alles hinaus, was ich von ihm erwartet hätte! Noch weniger verstand ich Blacky- und den anderen Hengsten erging es genau so! Sein bisheriger Charakter, den ich kennenlernen durfte, widersprach allem soeben erlebten! Das war nicht nur das Ausleben ungestraften Opponierens gegenüber Brutus...- Blacky stand zu seiner an der Koppel gezeigten Aussage und verteidigte diesen 'Einsteller'... mit einer Vehemenz, die ich ihm niemals zugetraut hätte!
Nicht nur ich war verblüfft und verwirrt- doch hielt ich mich an den von Markus uns gegebenen Rat und versuchte nach dem Fressen an Miu gekuschelt einzuschlafen...


Büro der Baronin...- abends...


"Madame Rittmeisterin...- wie ist eure Meinung zu dem, was uns morgen erwartet...?"

Die Baronin hielt sich nicht lange mit Formalitäten auf und kam nach dem Betreten ihres Büros durch die Rittmeisterin sofort zur Sache.

"Frau Baronin, bitte gestattet mir zuerst eine Einschätzung unserer gestern eingetroffenen Gäste, zumindest derer, die den Arbeitsbereich meiner Untergebenen betreffen... Diese Pferde sind ja gemeldet für die Teilnahme an den Wettkämpfen bzw. auf eure Einladung hin für das Rahmenprogramm vorgesehen."

Nach einer kurzen Überlegung nickte die Baronin den Vorstoß ab und forderte ihre Untergebene auf, mit ihrem Rapport fortzufahren.

"Das Pferd 'Nordic' und sein Besitzer sind ja bereits zum zweiten Mal bei uns Gast- ich denke, die beiden harmonieren als Team... Ihnen ist durchaus bewusst, ihre Teilnahme an dem Trailrennen wird sie vermutlich nicht auf einen Podestplatz führen... beide gehen aber sehr engagiert ihre Trainingswoche hier an. Sowohl der Pferdetrainer als auch der Pferdeknecht sehen in beiden ein gutes Potential...- wenn dies von ihnen durchgehalten wird, dann können sie bereits nächstes Jahr ernsthafte Kandidaten für die Top 5 sein. Ihnen fehlt es noch an Übung-nicht an Willen!
Was das von Ihnen eingeladene Pferd 'Witnere' angeht...- mein Partner war einen Moment versucht, Ihnen den Vorschlag zu machen, diesen Hengst statt Lion morgen mit in das Gespann zu integrieren! Der ist willig, so wie Schlachtross die Arbeit in Latex gewohnt und hätte physisch die Voraussetzung, so einen Einsatz ohne Problem durchzuhalten. Natürlich war dies nur ein reines Gedankenspiel- doch bestätigt es ihre Einschätzung bezüglich dieses Pferdes. Zutiefst bedauerlich ist die Abwesenheit seiner Besitzerin... ich bin mir aber sicher, eure Tochter wird beim Elementetraining morgen mit ihm keinerlei Probleme haben. Das erste Agieren vor der Kutsche zusammen mit Blacky ist auch ohne Probleme vonstatten gegangen... unser Pferd hatte sich trotz seiner bekannten Probleme mit dem geforderten Outfit soweit unter Kontrolle, daß es da keinerlei Auffälligkeiten gab. Nach der Einschätzung meines Partners herrschte zwischen den beiden sogar so etwas wie ein gesunder Respekt...- beruhend auf der gezeigten Mitarbeit des Gastes. Für ein nicht 24/7-Pferd hat das Tier Potential... Wenn er unter der Führung seiner Besitzerin so die Vorführung im Holz rücken wie letztes Jahr auf dem Gestüt 'Felsenstein' vollführt, dann war ihre Einladung an die beiden goldrichtig..."

Mit einem kurzen Luft holen wechselte die Rittmeisterin zum Hauptthema des Rapports.

"Frau Baronin- ich melde das Gespann für morgen einsatzbereit! Ich weiß, meine Zweifel bezüglich der Kürze der Zeit zu Beginn der Woche hatte ich deutlich zum Ausdruck gebracht... ich bin aber überzeugt, die von Ihnen geforderte Qualität bezüglich Gespann und Kutsche garantieren zu können. Ich muss zugeben, die schnellen Fortschritte, die wir in den Tagen gemacht haben... ich war selbst davon überrascht...
Der Techniker von 'Horsekeeper' kennt seine Aufgaben bezüglich des Transportes unserer Pferde... die Generalprobe gestern verlief insgesamt zu meiner vollen Zufriedenheit... Lion und Kara mussten zwar wiederholt durch über die Halsbänder motiviert werden, doch dürften den beiden die damit aufgezeigten Konsequenzen ihres Agierens einen positiven Lerneffekt gehabt haben. Von medizinischer Seite liegt, meinem Wissensstand nach, gleichfalls ein 'go' vor..."

Eine Handbewegung der Baronin unterbrach sie.

"Madame, danke für die allgemeine Einschätzung... Ein, zwei Sätze zu jedem Pferd...- wo haben sich Schwächen aufgetan..., wo sollte individuell nachgesteuert werden?"

Einen Moment herrschte Schweigen- doch sah die Baronin am Mimenspiel der Rittmeisterin, sie überlegte um eine möglichst präzise Antwort geben zu können...

"Frau Baronin... zuerst noch etwas allgemeines. Unsere Pferde sind die Arbeit in Latex über längere Zeiträume nur unzureichend gewohnt... Ich weiß, sie als deren Besitzerin bevorzugen Naturfell..., doch hat sich dies hier zu unserem Nachteil ausgewirkt. Blacky ist da das perfekte Beispiel für diesen Mangel. Bei den anderen Pferden ist dies nicht so stark ausgeprägt... doch auch hier war Ablehnung und Unsicherheit im Agieren an den ersten beiden Tagen erkennbar. Ich gehe, was eine solche Ausstattung betrifft, mit ihrer Auffassung konform- auch ich halte von so einem Aufzug nicht allzuviel... Das Bild, was das Muskelspiel bei der Arbeit angeht, kann so unter einer Kunsthaut sich nur unzureichend abbilden...
Was offensichtlich aber auch einen großen Einfluss ausübt- und auch da muss ich noch einmal auf Blacky zurück kommen- ist, wie das Verhältnis zwischen einem zugeordneten Einsteller und unseren Pferden. Blacky ist am Dienstag von uns in Latex gesteckt worden und, wie von mir befürchtet..., durchgegangen... Heute am ersten Trainingstag mit diesem Witnere war die Rückmeldung, er hätte am Anfang auch ein paar Schwierigkeiten gehabt, doch dann hätte er sehr gut harmoniert. Markus und auch Jens waren der Meinung, dies hätte an dem Fakt gelegen, der Einsteller wäre ohne forcierte Unterstützung durch uns bis an seine mögliche Leistungsgrenze gegangen und das ist ein Punkt, den unsere Pferde durchaus honorieren...
Verstehen Sie mich nicht falsch- aber jedes Pferd arbeitet williger und nimmt eher Einschränkungen in Kauf, wenn es merkt, seine Partner lassen sich nicht nur bedienen sondern tragen ihren Teil zur Arbeit bei. Es wäre eine Überlegung wert, ob da nicht durch uns eine Art Prämiensystem einzuführen wäre...- ich bin mir sicher, das würde die Leistungsbereitschaft unserer Tiere steigern... Eine erhöhte Futterration oder einige zusätzliche Leckerchen in der Qualität für Einsteller würden sicher zu einer erhöhten Bereitschaft, ohne Zwang mehr Leistung zu zeigen, führen...
Ich würde aber auch anregen, mindestens einen Tag im Monat für alle Pferde einen gemeinsamen Trainingstag in Latex durchzuführen- so erreichen wir eine bessere Desensibilisierung unserer Tiere... Auch hier wäre als Lockmittel eine in Aussicht gestellte Belohnung hilfreich. Für die Hengste könnte dies ein garantierter Decksprung auf Steel und Kara sein..."

Die Baronin hörte interessiert zu, machte sich auch ein paar Notizen...- merkte aber, die Rittmeisterin war dabei abzuschweifen. Einer unverblümt durch sie formulierten Bitte, doch mit der Einschätzung fortzufahren, wurde sofort nachgekommen.

"Bitte entschuldigt- ich bin vom Thema etwas abgewichen...
Ich möchte mit den Stuten beginnen- sowohl Steel als auch Kara hatten mit dem geforderten Outfit keine Probleme. Bei Steel mag es daran liegen, daß eure Tochter Augustine, deren Pferd sie ist, diese regelmäßig in so einem Fell trainieren lässt. Von der Leistung ist Steel weiterhin einer der Aktivposten im Gespann- da gibt es nichts auszusetzen...
Kara...- hatte mit der Arbeit in so einem Fell infolge der regelmäßigen Zuarbeit für Gastpferde, die solch eine Aufmachung verlangen, auch nicht wirklich Probleme damit. Das Leistungsniveau lässt aber zu wünschen übrig- hier halfen bei der Vorbereitung nur Druck und Strafe! Die Stute ist dauerrossig... was für die Hengste als versprochene Belohnung, sie bespringen zu dürfen, sicher ein Motivator ist... doch ihre Performance hat während der Vorbereitung des Gespanns für mehrfache Bestrafungen wegen Leistungsmangels geführt... Dieser Fakt wird aber durch das Tragen einer 'Motivationshilfe' in Form eines Elektrohalsbandes am morgigen Tag ausgeglichen. Die Stute hat in der Vorbereitung des Gespanns zudem unsere Bereitschaft, sie damit zu maßregeln, zu spüren bekommen und die Angst vor einer Kombination aus dessen Einsatz während der Fahrt und der Drohung, sie in der Klinik in die Obhut eurer Tochter Augustine zur Hebung ihres Leistungslevels zu überstellen wird für zufriedenstellende Ergebnisse sorgen...
Bei den Hengsten trifft diese Einschätzung eins zu eins auch auf Lion zu! Gleiches Leistungslevel, identische Maßnahmen zu dessen Hebung... Zusätzlich wird dies in der Hengstbox natürlich auch durch die Pferde in ihrem Verhalten untereinander thematisiert- aber Markus hat den Tieren klar gemacht, Interaktionen, die zu Einschränkungen bei Lion führen könnten, wären durch uns erst nach der Rückkehr auf den Hof autorisiert. Vorher würde dies Konsequenzen nach sich ziehen, die keines der Tiere auf sich nehmen wolle. Es hat heute aber bereits eine Maßregelung innerhalb der Herde stattgefunden...- nachdem die Hengste auf die Koppel gebracht und dort versorgt wurden, haben diese untereinander dafür gesorgt, daß Lion nichts zu fressen bekam. Sie haben sich wohl unbeobachtet gefühlt und ich sah keinen Anlass, bei so einem Niveau mich da einzumischen..."

"Das geht durchaus in Ordnung...- da funktioniert das System unserer Gruppenhaltung selbstregulierend... Glauben sie, da wird noch mehr erfolgen?"

"Nein Frau Baronin...- wir können da aber trotzdem auf Nummer sicher gehen und Lion die Belohnung des Decksprungs mit Kara verweigern. Dieses Signal würde durchaus durch die Hengste verstanden und auch so als korrigierendes Eingreifen durch ihre Besitzer akzeptiert..."

"Gut...- führen Sie es so durch! Keine Leistung- keine Belohnung! Es sei denn, seine Performance morgen gleicht die bisher gezeigten Mängel aus..."

"Zu Brutus brauch ich nicht viel zu sagen- das Tier ist nicht umsonst Leithengst in der Box. Die Arbeit in diesem Outfit mag ihn nicht behagen, doch er weiß um seine Stellung und geht daher als Vorbild voran. Er führt so gesehen durch persönliches Vorbild... Neben Steel ist er der zweite Leistungsträger im Gespann- Der Decksprung mit der Stute, die er ohnehin mag, ist daher mehr als gerechtfertigt!
Schlachtross...- mit seinem Gummispleen und seinem Leistungsniveau bin ich persönlich froh, ihn im Gespann zu haben. Als sie mich über diesem Auftrag in Kenntnis setzten, hatte ich zuerst die Vermutung, aufgrund seines Outfits wäre die Entscheidung gefallen, unser Gespann so zu kostümieren...- aber das würde erneut vom Thema wegführen. Er diente in den vergangenen Tagen unseren Pferden als Vorbild- sowohl, was das Arbeiten in solch einem Outfit angeht, als auch von der gezeigten Leistung her. Wie ich schon hier mehrfach erwähnen durfte, er lebt das vor, was wir versuchen, von unseren Pferden einzufordern...- Leistungsbereitschaft bis an seine persönlichen Grenzen! Die kleinen Macken, die er mitgebracht hat, sind fast nicht mehr vorhanden- da hat es noch nicht einmal wirklich Druck von unserer Seite her bedurft um dies zu unterbinden. Er wird morgen mein dritter Aktivposten sein, auf den ich mich zu einhundert Prozent verlassen kann. Wenn er sich weiterhin so entwickelt, wäre es sogar angebracht, ihm ein oder zwei Vergünstigungen, die er von seinem Hofgut her gewohnt ist, einzuräumen..."

Auf das Verfinstern der Mimik ihrer Vorgesetzten nach diesen Worten reagierend, führte die Rittmeisterin weiter aus:

"Ich dachte jetzt nicht an solche Dinge wie einen Salon mit Leseecke oder derartigen Mist- er ist Pferd und wird auch weiterhin so behandelt! Aber wir sollten über die Möglichkeit zumindest nachdenken, ihm vom angebotenen Futter her auf das Niveau unserer Gastpferde zu heben und vielleicht auch das Privileg einer eigenen Box zu gewähren... Das mit dem Hinweis der jederzeitigen Widerrufbarkeit...
Zuckerbrot und Peitsche- letztere kennt er dank eurer Tochter bereits und von seiner Bereitschaft zur Mitarbeit ist diese unnötig. Mit ersterem kommen wir jetzt bei ihm weiter..."

"Madame- eure Vorschläge sind interessant...- doch er ist hier nur Pferd und läuft auch weiterhin mit unseren Pferden. Da ist eine Bevorzugung nur Grund für Unruhe in der Gemeinschaftsbox... Ich halte ehrlich gesagt nicht allzu viel davon..."

Die Rittmeisterin merkte am Tonfall, mit ihrem Vorschlag war sie gescheitert...- doch hatte sie noch ein Argument, was für die Umsetzung dessen sprach.

"Frau Baronin, gestatten Sie mir, mit Miu zum letzten Pferd im morgigen Gespann zu kommen- dann wird mein Vorstoß zugunsten von Schlachtross vielleicht etwas greifbarer... Unserem Gast haben wir es zu verdanken, daß wir überhaupt ein Gespann mit den angedachten sechs Pferden stellen können! Zwischen unserem jüngsten Hengst und ihm hat sich in den vergangenen Tagen eine sehr enge Freundschaft heraus gebildet- wenn man dies unter Pferden so bezeichnen kann. Miu bewundert diesen Hengst nicht nur...- er ist für ihn Vorbild und Inspiration! Er eifert ihm nach...
Schlachtross hat sich auf meine Bitte hin ohne zu zögern bereit erklärt, zusätzlich zu seinem eigenen Training seit Dienstag vor der Morgen und nach der Abendfütterung je eine weitere Einheit abzuleisten, damit Miu fit für das Gespann wird. Das sollte honoriert werden..."

"Rittmeisterin- seit wann bittet ihr Pferde? Bekommt euch der Umgang mit ihm nicht?"

"Frau Baronin- ich hielt es für angemessener, hier seine vorhandene Dankbarkeit gegenüber Miu zu nutzen. Unser Junghengst hat ihm die ersten Tage hier sehr geholfen, sich einzugewöhnen...- da wäre es weniger effektiv gewesen, mit Druck zu versuchen, was mit Ausnutzung von Ehrgefühl leichter erreichbar war..."

"Ja...- unter dem Blickwinkel... Ihr habt da durch euer intensiveres Interagieren mit ihm da sicher die optimale Variante gewählt... Aber ein einmaliges Lob reicht da- er hat sich Lorbeeren verdient, er soll sich aber nicht darauf ausruhen. Das kann er, wenn er wieder in 'Waldsee' ist..."

Damit war es endgültig, hier lohnte sich kein weiterer Kampf... Die Art der Belohnung schien die Baronin aber der Rittmeisterin zu überlassen, denn diesbezüglich erfolgten keine Vorschläge.

"Wie schon gesagt, Miu hat sich gesteigert. Ich bin sogar der Überzeugung, wir können ihn in der Zukunft ohne Befürchtungen weiter in größeren Gespannen mit laufen lassen. Unsere Aufgabe ist es, bei ihm einfach darauf zu achten, wer an seiner Seite und vor ihm läuft. Ich glaube nicht mehr, daß seine Fehler in der Vergangenheit bei solchen Gelegenheiten bewusst von ihm begangen wurden- seine Arbeit als Stangenpferd hinter Schlachtross und neben Brutus war ohne Fehl... selbst, was seine Zugleistung anging, hat er besser als Lion und Kara gearbeitet. Die Auswertung der Zugkraftmesser belegt dies eindeutig...
Mein Partner und auch ich sind sich einig, dies lässt sich nicht nur auf den Einfluss von Schlachtross zurück führen- Miu scheint es nicht mehr wirklich etwas auszumachen, in einem Gummifell arbeiten zu müssen... Er ist vielmehr versucht, da seinem Vorbild nachzueifern...- auch wenn ich glaube, wir würden perspektivisch mehr mit ihm erreichen, wenn wir da den Schwerpunkt erneut auf die Ausbildung zum Dressurpferd legen würden. Mit intensivem Training könnte er ihr Hofgut auf den diversen Veranstaltungen dafür sicher erfolgreich vertreten!"

"Rittmeisterin...- sie wissen aber schon, hier auf dem Hofgut ist der Schwerpunkt aber auf die Disziplinen im Fahrsport gesetzt... Auch besteht die Zuarbeit unserer Pferde für die Gäste hier bevorzugt im ziehen von Kutschen- daher wurde der Dressurbereich, auf ihren Vorschlag hin!, zurückgefahren...
Wir bieten diese Sparte natürlich für jeden Kunden an...- doch ist das nicht wirklich von unseren Stammgästen gewünscht. Die Eignung als Zuarbeiter für jene Kunden, die auf diese Gummipellen stehen, sollte natürlich von uns berücksichtigt werden...- da habt ihr recht...
Ich denke aber, wir sollten erst einmal schauen, wie der morgige Tag verläuft... Wenn alles zu unserer Zufriedenheit klappen sollte... Behalten Sie Ihre Vorschläge bezüglich Miu bitte im Hinterkopf- wenn er die Erwartungen morgen und auch die nächsten Wochen bis zum Rennen erfüllt, dann... würde ich mir ihre detaillierten Ideen dazu gern noch einmal anhören. Das gleiche gilt im übrigen auch für die zu Beginn von ihnen gemachten Vorschläge zum Training in diesen 'Kunstfellen' und dem Prämiensystem...
Ich danke Ihnen für die Einschätzung...- wir sehen uns in einigen Stunden bei der Abfahrt..."

Derart entlassen begab sich die Rittmeisterin zurück in ihre Unterkunft und grübelte dabei über den Gesprächsverlauf.

'Was bewog die Baronin nur dazu, derart reserviert im Umgang mit Schlachtross zu sein? Ohne ihn... das war sicher... würde es kein Gespann morgen geben!
Zumindest war ihr die Form der einmaligen Belobigung freigestellt worden- neben dem für alle Hengste angedachten Decksprung... Extrafutter und etwas freie Zeit... wenn es machbar ist zusammen mit seinem Freund Miu...das würde sicher möglich sein!
Was die Entwicklung des jungen Hengstes anging...- da standen die Chancen besser, da war nicht sofort eine Ablehnung erfolgt. Wenn Miu dazu bereit wäre...- Markus würde ihm sicher mit ihr zusammen die Grundlagen für Dressur in zusätzlichen Einheiten erneut beibringen können...- und eine Vorführung des erlernten wäre dann das beste Argument um diesen Weg weiter zu verfolgen...'

Das ist aber Zukunftsmusik und sie würde dies erst nach dem Turnier in Angriff nehmen können...
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Blackrubberhorse
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:16.04.21 15:33 IP: gespeichert Moderator melden


Abenteuer auf Rosengarten... Tag 15, Sonntag- Woche zwei (Part 1)


Hengstbox- Morgendämmerung...


Miu:

Es war soweit- weit vor dem üblichen Wecken wurden wir durch das Aufschieben der Tür zu unserer Box aus dem Schaf gerissen! Schlachtross hatte an mich gekuschelt geschlafen und auch ich vermisste sofort, nachdem Markus uns auf unsere Hufe befohlen hatte, die Wärme seines Körpers.

"Reißt euch ein wenig zusammen- wenn ihr in die 'Horsekeeper' verladen seid, könnt ihr weiter schlafen bis wir am Ziel angekommen sind! Ich kann das nicht- ich muss euch dort hin fahren...
Los, stellt euch auf- oder wollt ihr nichts zu fressen haben? Blacky, das gilt auch für dich...- du kannst nachher hier weiter schlafen bis Jens dich zum Training holt! Ihr könnt nach dem Fressen Abäppeln und dann mache ich euch sauber... eh ich euch in eure 'Felle' helfe..."

Sprache und Gestik zeigten es überdeutlich- Markus stand unheimlich unter Druck! Er brüllte nicht wie Jens in solch einer Situation, noch schlug er uns- was für den Knecht und jede der Baroness' das normalste auf der Welt im Umgang mit uns wäre. Doch trödeln würde sicher ungnädig von ihm vermerkt werden und hätte in den folgenden Tagen garantiert Konsequenzen!
Die Ration war größer als üblich- aber der Hinweis, wir würden erst nach Rückkehr hier auf das Hofgut erneut gefüttert- dazwischen gäbe es nur Wasser für uns- war nicht gerade geeignet, Begeisterung in unsere Augen zu zaubern. Ich hielt mich neben Schlachtross und schlang meinen Anteil in mich hinein- ein leichter Druck seiner Hüfte gegen meine Vorderhand zeigte, er war bei mir und seine Nähe gab mir Sicherheit für alles, was heute vor uns lag!

'Bitte lass es nicht zu anstrengend werden... bitte lass keinen von uns versagen... bitte gib mir die Kraft, auch heute durchzuhalten...- ich werde es schaffen!'

Mit dieser Art 'Gebet' schluckte ich die letzten Brocken hinunter, trat von der Raufe zurück und wurde sofort vom Pferdetrainer aufgefordert, rüber in den 'Sanitärbereich' zu laufen- Jens würde uns dort aus den Hufstiefeln befreien und säubern!
Ich stand hinter Brutus und Schlachtross schien wohl gewartet zu haben, damit er mich von hinten abschirmen könnte- er war mir unmittelbar gefolgt und ich glaubte nicht an einen Zufall. Markus, das hatte ich noch wahrgenommen, hatte genickt- doch ich war mir nicht wirklich sicher, ob er damit meinem Freund ein Zeichen gegeben hat...

"Los Miu- da ist dein Eimer! Hock dich hin und drück ab...- oder brauchst du einen Einlauf?"

Mit einem Grinsen bekam nicht nur ich vom Knecht gezeigt, was er meinte- auf dem Ende des Wasserschlauches war der uns bekannte Dildo für diese 'Behandlung' auf dem Schnellwechselsystem aufgesteckt. Zum Glück forderte er mich, bevor ich mich hinhocken konnte, auf, still zu stehen und entfernte die Schelle von meinem Schlauch. Achtlos schepperte sie auf den Boden und ich setzte alles daran, ohne Zuhilfenahme des garantiert kalten Wassers als Einlauf mich zu erleichtern...

"Wer fertig ist- wiehert!"

Zu unser aller Erstaunen hielt Jens eine Rolle mit Toilettenpapier sichtbar in die Höhe und signalisierte, wir wären heute dieses Luxus würdig. Inzwischen war auch Markus im Waschraum erschienen und gab Anweisung, um welche Pferde er sich selbst kümmern würde und welche der Knecht bis zum Einschluss in die Keeper zu betreuen hätte. Steel, Schlachtross und mich nahm er unter seine Obhut- und mit der Bemerkung, die beiden Teile wären für Lion und Kara, drückte er Jens zwei der gefürchteten Schockhalsbänder in die Hand. Das Grinsen des Knechtes zeigte uns allen- er wünschte sich deren Nutzung...
Unter der Oberaufsicht von Markus wurde jedes Pferd nach dem Toilettengang gesäubert- seine Anwesenheit sorgte wohl gleichzeitig dafür, daß Jens nicht allzu übergriffig mit Steel und Kara verfuhr. Jeder von uns wurde von Markus mit einem Handtuch trocken gerieben und nach einer peniblen Kontrolle der Füße 'durften' wir unsere zum Glück erneut gesäuberten Felle überstreifen. Schlachtross stand direkt neben mir- seine Gelassenheit übertrug sich auf mich und auch die von Markus mir zugedachte Motivation, ich würde es schaffen- er wäre sich da ganz sicher..., taten so gut. Ich schaute ihm kurz aber intensiv in seine Augen und mit einem Nicken und schnauben zeigte ich ihm, ich würde Markus und ganz sicher auch meinen Freund nicht enttäuschen...
Hufstiefel, Hufhandschuhe, Zuggeschirr- nach einem tiefen Luft holen zog Markus mir die Maske über und schloss mich so vollständig in Latex ein.

'Miu- du hast zwei ganze Tage am Stück in diesem Fell durchgehalten... Du schaffst das auch bis zur Rückkehr hier auf den Hof...'

Ich motivierte mich selbst und ein gedämpftes Schnauben neben mir, verbunden mit einer kurzen Berührung, war eine erneute Bestätigung...- nur kam diese von Steel! Das tat so gut- drei Pferde und Markus glaubten daran, ich würde meinen Teil jetzt und sicher auch in Zukunft in solchen Gespannen leisten können!
Der Pferdetrainer hatte sich, nachdem er mit uns drei Tieren fertig war, noch um Blacky gekümmert- dessen Unwohlsein, erneut einen weiteren Tag in der ihm Angst machenden Verpackung für einen Einsteller zuarbeiten zu dürfen, war unübersehbar. Markus befahl Jens, schon die anderen drei Pferde zum LKW zu bringen- er würde noch Blacky komplett ausrüsten und wieder in die Box bringen...
Nachdem der Knecht weg war, richtete er das Wort an den zurück bleibenden Hengst:

"Horch zu- dein Trainingspartner möchte dir etwas ausrichten. Es tut ihm leid, dich mit seinem Wunsch gegenüber Mira nach gleichem Aussehen in diese Lage gebracht zu haben. Die Baroness hat ihn da wohl ein wenig manipuliert um dich in dieses Outfit zu bekommen... Es ist nicht wirklich seine Schuld- du wärst so oder so derart eingekleidet worden... Die Baronin selbst hat das so gewünscht und eigentlich hätte es Miu getroffen, da du jetzt normal mit im Gespann gewesen wärst und er hier auf dem Hof...
Komm, zurück in die Box mit dir...- dieses Mal ohne Halsband. Das war auch keine Idee von mir..."

Der Pferdetrainer brauchte kein Wort zu verlieren, was unser Verhalten anging...- wir warteten geduldig seine Rückkehr ab. Von ihm aufgefordert, folgten wir ihm nach draußen und sahen in der Morgendämmerung den Kasten-LKW von gestern, davor die Horsekeeper-Boxen, den Techniker, der uns darin einschließen würde...- und Annika!
Markus hatte uns nicht gesagt, diese notgeile Sadistin würde uns auch den Tag über betreuen! Ihre Aufgabe schien auch nicht darin zu bestehen, uns eventuell bei einem Notfall zu versorgen...- so, wie sie gerade an Brutus herumspielte, war sie wohl eher dafür gedacht, uns die ganze Zeit über möglichst geil zu halten. Kara war schon durch den Techniker in der Box eingeschlossen, bei Lion lief der Vorgang und so beschäftigte sich die 'Schwester' noch ein wenig mit dem Leithengst. Sie rieb sich an ihm, massierte seinen Schlauch und spielte an seinen Brustwarzen- hörte aber immer nach kurzer Zeit auf und hielt dann Brutus die 'Nüstern' seiner Maske zu. Aufgeilen- aber unbefriedigt lassen!
Endlich wurde der Leithengst zu seiner Transportbox abgerufen, dafür holte Annika jetzt mich zu sich. Markus schien dieses Vorgehen abgesegnet zu haben...- er schaute einfach zu, wie sie zuerst mir zwischen die Schenkel griff und meine Hoden ein wenig drückte. Dann tastete sie nach meinen Brustwarzen und rieb diese... Wider meinem Willen brachte Annika mich dazu mir zu wünschen, sie jetzt auf mir sitzend zu spüren- ich wäre auch mit der Position zwischen ihren Schenkeln zufrieden gewesen um ihren Duft in mich aufzunehmen und sie zu schmecken...

"Heute Abend...- so wie du bist! Ich freu mich darauf, dich zu reiten... Vielleicht reite ich aber zuerst auch auf Schlachtross und habe Spaß mit ihm, während du zuschaust? Ich werde mit euch beiden auf alle Fälle meinen Spaß haben..."

Hier kniff sie mir recht heftig in meine Hodensack und sorgte mit dem von ihr gewollt hervorgerufenen Schmerz für ein schlagartiges 'Abkühlen' meiner Lust. Ihre Ankündigung, Schlachtross und mich bei unserem gemeinsamen 'Spiel' miteinander beobachten zu wollen, vertrieb jegliche Lust darauf aus mir. Schade- hinter der Maske waren die Augen von Schlachtross nicht zu erkennen, doch schüttelte er sich demonstrativ, während der Pferdetrainer ihn streichelte...
Der Techniker rief Markus zu, das nächste Pferd könne verladen werden- das war dann ich... Ich wollte nicht in diese Box, jede Faser sträubte sich nach der Erfahrung von vor zwei Tagen in mir- doch mich zu weigern wäre völlig unnütz!
Markus befahl Steel still zu stehen, nahm mich am Halfter und führte Schlachtross zudem mit sich. Während er mich übergab, stellten er und Schlachtross sich so auf, daß ich beide bis zum endgültigen schließen der Box sehen könne.

'Danke Schlachtross... danke Trainer- das macht es so viel leichter...'

Markus hatte dank seiner Erfahrung wohl instinktiv gespürt, wie er mir ein wenig leichter machte...- und schon allein für diese Geste würde ich bis an mein maximales Limit gehen! Mit dem Absenken des Deckels schloss ich die Augen, schnaubte noch einmal und wartete auf den Moment, wo ich dieses Monstrum von Maschine wieder verlassen dürfte- auch wenn dann die Arbeit im Gespann vor mir lag...


Witnere in Rosengarten... Sonntag


12 Augustine...


"Aufstehen Witnere, Baroness Augustine freut sich schon darauf, mit dir zu arbeiten."

Unwillig schnaubte ich und wünschte den Stallknecht zum Teufel- hatte er mich doch aus einem 'Gummitraum' mit meiner Eigentümerin gerissen...

"Komm, hoch mit dir und abgeäppelt, ist deine letzte Chance, bevor du dein Fell wieder überziehen darfst. Ich mache die Bio's noch fertig- dann putze ich dich für den Test mit der Baroness heraus. Bis dahin solltest du deinen Darm geleert haben...
Ach so- deine Morgenfütterung ist erst nach dem Test in der Klinik und die Futtermenge richtet sich nach deinen erreichten Leistungswerten..."

Mit diesen Worten motiviert forcierte ich meine 'natürlichen Bedürfnisse', schlang dabei auch den Rest Schokolade und Rosinen in mich hinein und war bereit, als Jens mit mich aus der Box abholte und in die 'Sattelkammer' führte, wo ich mein über Nacht gereinigtes Outfit vorfand. Jens säuberte mir peinlich genau meine Fußsohlen, ehe ich erneut in den Suit steigen durfte- sein Kommentar, ich hätte sicher kein Bedürfnis, mir wegen übersehenen Fremdkörpern Blasen zu laufen, war mehr als einleuchtend. Nachdem ich auch äußerlich wieder Witnere-inclusive dem Disziplinarhalsband- war, führte er mich aus dem Stall und in Richtung der Tierklinik. An der Abbiegung gab es von ihm ein kurzes "Hooo"- gefolgt von der Ansage, wenn ich zum täglichen Eingewöhnen an meine Maske noch etwas Bewegung bräuchte, ich könnte jetzt zum 'Warmwerden' noch ein paar Runden im RoundPen drehen.
Kopfschüttelnd verneinte ich sein Angebot- ich war mir sicher, der Tag an sich würde anstrengend genug werden und die Baroness oder Natascha würden mir sicher ein paar Minuten zum Aufwärmen zugestehen...
In der Klinik erwartete mich die Oberschwester bereits und mit der rhetorischen Frage, ob ich bereit für den Test sei, übernahm sie mich vom Stallknecht. Sie würde ihn wegen meiner Fütterung hier in der Klinik rechtzeitig informieren...
Wie ich schon vermutete- die Baroness war wohl noch nicht anwesend und so würde ich noch ein wenig warten dürfen...

"Komm mein Hengst- und Schritt!"

Mit dieser Aufforderung zog Natascha mich hinter sich her zu einer mit einem roten Streifen gekennzeichneten Tür, öffnete diese und führte mich mit in den Raum.

"Witnere- schön stehen bleiben! Ich muss noch diese 'Patientin' versorgen, dann geht es mit dir weiter..."

Durch die Augengläser schaute ich mich um und mein Blick wurde gebannt durch das 'Gestell' und die darin eingeschlossene Person. Das, was Natascha verharmlosend als einen 'Untersuchungsstuhl' bezeichnete, war eindeutig dem Alptraum eines kranken Hirns entsprungen.
Arme und Beine der Frau waren mittels Fixierung in unnatürliche Stellungen gezwungen, die ganz sicher schon nach kürzester Zeit zum Verkrampfen der Muskulatur führten- von der Überdehnung der Sehnen ganz zu schweigen. Dazu waren ihr Brust- und Schambereich, gut zugänglich, mit Klammern und Elektroden bestückt- die Apperatur ließ ihr aber im Rumpfbereich kaum Platz für Atembewegungen, was bei den ganz sicher verabreichten Stromstößen zusätzlich zu Schmerzen führen musste. Ihr Kopf war unter einer Maske versteckt, dessen angebrachte Schläuche zu einem Behälter führten, aus dem bei jedem Atemzug der Frau blubbernde Geräusche drangen. Sicher musste sie daher durch irgendeine Flüssigkeit atmen...
Was sonst noch an Haut zu sehen war, wies Hämatome und Striemen auf. Ich vermutete anhand des roten Armbandes, daß es sich um die Frau handelte, die mit mir zusammen angereist und zusammen mit dieser 'Herrin Birgit' und ihrem 'Ochsen' mit Baroness Augustine in die 'Tierklinik' hier verschwunden war.

'Wie gestört muss man sein, so etwas freiwillig zu buchen...'- der Anblick würde mir sicher noch Wochen später Horrorphantasien verursachen, doch im gleichen Moment dachte ich an den Anblick, den ich bot und den Restriktionen, die ich mir selbst auferlegt hatte- war das wirklich etwas anderes? Fand es eine andere Person nicht auch zumindest befremdlich, wenn sie sah was ich tat? Rosengarten erfüllte gegen Bezahlung halt die bizarrsten Wünsche und Phantasien- und wenn diese Frau dank dieser 'Behandlung' hier glücklich war, warum sollte ich sie verurteilen...
Bei dem anderen Paar war ich im Zweifel, ob es dort auch der Fall war- vielleicht hätten die negativen Gerüchte über dieses Gestüt da ihren Ursprung- doch wäre dies ja nicht der Fehler der hier agierenden Personen...
Während meiner Überlegungen hatte Natascha völlig leidenschaftslos einige Daten der Frau überprüft und ihr, wie sie es nannte, 'Frühstück' verabreicht- eine Kombination aus Schlägen und Stromstößen, was der Person aber zu meiner Verwunderung nur ein dumpfes Stöhnen und keine Schreie entlockt hatte. Mit der Ankündigung, sie in zwei Stunden zu einer weiteren 'Behandlung' aus diesem Gestell zu entlassen, nahm die Oberschwester meinen Führstrick und zog mich wieder aus dem Raum...
Ich war von dem eben erlebten noch völlig aufgewühlt- wie konnte sich jemand freiwillig so einer Behandlung unterziehen? Wie schmerzgeil müsste man sein um dies als angenehm zu empfinden? Was hatte Natascha zu der Frau gesagt- sie würde später von ihr zu einer weiteren 'Behandlung' aus dieser Foltermaschine geholt werden? War dies etwa die 'Erholungsphase' für diese Person...?
Die Oberschwester bugsierte mich zwei Türen weiter in einen Raum, in dem sich zentral ein Laufband befand- mit den üblichen technischen Gerätschaften, die wohl zu so einem auf die Erfassung von Dauerbelastungen ausgelegten Raum gehörten. Am rechten hinteren Ende des Laufbandes ragte ein brusthoher Stahlstab auf, dessen Bedeutung sich mir verschloss und im Frontbereich konnte ich neben den zwei Atemschläuchen, die sicher gleich an meine Maske angeschlossen würden, die drei Lichter erkennen, deren Bedeutung mir schon von der Initialen Untersuchung her bekannt waren. Von der Decke hing ein Stahlseil mit Karabiner und hinter dem Laufband befand sich ein etwa taillenhoher Stahlschrank, aus dem gleichfalls ein Metallseil mit Öse durch eine Öffnung lief. Natascha schaute sich mein Zuggeschirr an, schüttelte den Kopf und begann, dieses mir abzunehmen.

"Für diesen Test ist deines nicht geeignet- ich lege dir gleich eines von den hier für euch vorgesehenen an..."

Mit diesen Worten verschwand sie mit meinem Geschirr aus dem Raum und brachte kurze Zeit später eines mit, was mich an mein erstes Zuggeschirr erinnerte- ich hatte es aus einem alten Klettergurt gebaut, nur waren an diesem hier die Beinschlaufen noch vorhanden. Mit einigen Handgriffen von ihr war ich wenig später darin eingeschirrt, das Seil von der Decke wurde in eine Öse zwischen meinen Schulterblättern eingehangen und ich wurde von der Oberschwester auf das Laufband geführt. Wie schon in der ersten Nacht hier in der Klinik wurden von ihr an meiner Maske die beiden Atemschläuche angeschlossen- meine Atmung war dadurch trotzdem in keiner Weise eingeschränkt. Zum Abschluss spürte ich noch, wie sie mir das zweite Stahlseil in Hüfthöhe einhängte. Mit zufriedenem Blick nickte sie offenbar für sich selbst das Bild, was ich nun abgab, für sich ab und holte ihr Smartphone aus dem Kittel.

"Baroness- unser Gast ist für den Leistungstest vorbereitet. Ich denke, sie möchten ihm selbst die notwendigen Instruktionen geben..."

Mit einem Kopfnicken, was wohl bedeutete, die Baroness würde gleich erscheinen, beendete Natascha das Gespräch und schoss noch ein paar Bilder von mir, ehe ich hörte, wie sich die Tür öffnete und die Baroness Augustine den Raum betrat. Noch ehe sie etwas sagte, baute sich die Oberschwester auf.

"Baroness- Patientin Rot drei hat ihr 'Frühstück' erhalten. Ihre Parameter liegen innerhalb der von ihnen vorgegebenen Toleranzschwellen- einer weiteren Behandlung nach ihren vorgegebenen Plan steht aus medizinischer Sicht nichts im Weg.
Die Patienten Rot eins und zwei sind entsprechend ihren Vorgaben gleichfalls noch in ihrer Erholungsphase- bei Nummer eins war aber eine Herzfrequenz am oberen Limit die letzten beiden Stunden registriert worden.
Alle gelben Patienten befinden sich noch in ihren Boxen- deren Fütterung ist für nach dem Testende hier vorgesehen.
Witnere hier ist bereit für den Test..."

"Danke Oberschwester. Da die meisten unser Pferdchen mit meiner Mutter heute unterwegs sind, steht uns vermutlich ein ruhiger Tag bevor. Wir werden dies nutzen und uns daher neben unseren roten Patienten auch ein wenig intensiver mit unseren gelben Gästen beschäftigen können.
Im Moment werden sie sich aber hier im Raum während des Test um unser Pferd hier kümmern- motivieren sie ihn entsprechend den möglichen Vorgaben...
Witnere- ich freue mich, dass du diesen Leistungstest in deinem Fell absolvieren möchtest. Entsprechend deinen festgelegten Einschränkungen wird dieser nur in der Gangart 'Schritt' erfolgen, du bist schließlich auch ein Arbeits- und kein Rennpferd. Ich habe mir vor Erstellung des zu testenden Leistungsprofils ein Video mit deiner Eigentümerin und dir angesehen- bei dir geht es vorrangig um Zugleistung in unterschiedlicher Stärke. Bei deiner Arbeit musst du schließlich den Baumstamm erst in Bewegung setzen und dann ein Stück schleppen. Dazu kommen unterschiedliche Anstiege und Gefälle und du arbeitest ja auch in größeren Höhenlagen. Natürlich sind die von dir erbrachten Ergebnisse der gestrigen Einheit vor dem Schlitten mit dem Pferdetrainer hier eingeflossen.
Daher hast du hier jetzt über 30 Minuten eine Dauerleistung von 100 kg Zugkraft in einer simulierten Ebene zu erbringen, es erfolgen mehrere Leistungsanstiege von 40 Prozent über 30 Sekunden- als wenn du den 'Stamm' einen Weg hinauf ziehst- und du wirst auch Leistungsspitzen von 200 kg ziehen müssen- da hat sich der 'Stamm' an einem Hindernis verhakt...
Zudem wird die dir zur Verfügung stehend Luftmenge zwei Mal für jeweils fünf Minuten auf 75 Prozent reduziert- aber zu deiner Beruhigung, da werden keine anderen Belastungen für dich eingespielt. Du hast vor dem eigentlichen Test 5 min Zeit zum Warmlaufen und nach dem Test wirst du zum Abschwitzen noch 10 min mit einem Zug von 50 kg laufen...- danach bekommst du hier dein Frühstück und darfst im Anschluss eine Einheit auf die Weide zur Erholung...
Natascha- ich bin im Kontrollraum."

"Witnere- unmittelbar vor Anlaufen des Bandes wird die grüne Leuchte fünf Mal kurz aufblinken und wenn deine Einlaufzeit vorüber ist, wird das gleiche noch einmal mit den gelben Leuchten passieren. Am Ende des Tests leuchten dann erneut die gelben Lichter wieder fünf Mal- dann darfst du die zehn Minuten auslaufen. Ich werde dich vorwiegend verbal motivieren- aber wenn du das rote Licht zum Aufleuchten bringst..."

Das Ende des Satzes offen lassend hielt die Oberschwester die Fernbedienung meines Halsbandes mir vor meine Augenlinse und damit war von ihr alles gesagt. Ich nickte ihre Ansage stumm ab und konzentrierte mich auf den vor mir liegenden Test...

Augustine überprüfte ein letztes Mal die Anzeigen der angezeigten Vitalwerte. Atemfrequenz und-volumen, Sättigung, Herzfrequenz- alles funktionierte. Warum nur war dieses Pferd in der 'grünen' Kategorie unterwegs? Auch wenn es von der Gangart auf 'Schritt' beschränkt war- es war allein durch sein vollständiges Latexoutfit in Verbindung mit der selbst gewählten Masken-Filter-Kombination ein hervorragendes Untersuchungsobjekt, mit den sie in der Kategorie 'gelb' oder noch besser 'rot' aufzeigen könnte, wozu der menschliche Körper in Extremsituationen leistungsmässig in der Lage wäre. Trotzdem war dieser 'Witnere' als Probant nicht unnütz...- seine Werte und das damit ermittelte Leistungsprofil waren, auch dank seines Alters, ein weiterer guter Vergleich unter Normbedingungen im Unterschied zu Ihren mit den Gestütpferden gewonnenen Erkenntnissen für ihre derzeitige Studie.
Mit Freude dachte sie an die Möglichkeit, noch einige gleichartige Tests mit dem Schlachtvieh ihrer Schwester durchzuführen- da war sie zum Glück an keine Limits gebunden und dieser Gaul war ja gleichfalls einer, dem beim Tragen von seinem Latexfell einer abging...
Mit ein wenig Bedauern, daß ihr dies jetzt nicht möglich wäre, drückte sie den Startknopf und lehnte sich zurück in ihren Sessel.

Das grüne Licht blinkte fünf Mal kurz, ehe es dauerhaft zu leuchten anfing und ich merkte, wie sich das Laufband in Bewegung setzte. Gleichzeitig mit meinen ersten Schritten spürte ich das Straffen des Zugseiles- aber noch war dieser Widerstand leicht überwindbar. Dies änderte sich jedoch mit jedem Schritt, langsam aber stetig erhöhte sich der notwendige Kraftaufwand und noch bevor das 'Warmlaufen' überhaupt beendet war, bekam ich von 'Frau Oberschwester' den ersten verbalen Anpfiff. Zehn Schritte später flackerte das gelbe Licht und ab jetzt galt es- mein Test hatte begonnen...

Augustine war neugierig, wie ihr Probant auf die angekündigte Maximalbelastung reagieren würde- noch war er frisch und seine Werte spiegelten dies auch wider. Sie gab ihm zwei Minuten im Testmodus und erhöhte dann zur ersten von drei von ihr geplanten Spitzen die Zugbelastung schlagartig auf 200 kg.

Ich merkte es sofort, wie das Seil mich mit brutaler Kraft zurückzuhalten versuchte- sei ein Pferd und reagiere einfach! Die Anzeige vor mir sprang von Grün auf Gelb, ich stemmte mich wie irre in das Zuggeschirr und versuchte krampfhaft wieder die grüne Lampe zum leuchten zu bringen. Natascha brüllte neben mir , ich solle den verdammten Stamm ziehen, ich bekam auch von ihr einen Schlag mit der flachen Hand auf meine Kruppe und mir gelang es irgendwie zu verhindern, daß die rote Lampe aufleuchtete. Die Sekunden wurden zu Stunden- aber mit dem Aufleuchten der grünen Lampe verringerte sich die Zugbelastung wieder auf die 'normalen' 100 kg und ich konnte durchschnaufen...

Die Baroness war zufrieden- die erste Leistungsspitze hatte der Gaul recht gut hinbekommen. Sie würde ihm jetzt weitere zwei Minuten 'Erholung' gönnen, dann dürfte er den ersten 'Anstieg' ziehen- unmittelbar gefolgt von den ersten fünf Minuten Atemreduktion...

Nach dieser ersten Kraftspitze verfluchte ich diesen Test schon innerlich- und dies war nur der Anfang! Dank der Einweisung wusste ich ja, was noch vor mir lag, ich konnte nur hoffen, die Baroness würde mir zwischen den einzelnen Blöcken genug Zeit lassen wieder zu Luft zu kommen. Jetzt verstand ich auch, warum ich mit dem Stahlseil von der Decke gesichert war- ich lief 'nur' im grünen Modus und hatte bereits zu kämpfen. Hier könnte man eine Person- ganz sicher auch gegen ihren Willen- bis zum körperlichen Zusammenbruch treiben und das war einfach eine Maßnahme zur Sicherheit...
Mein Puls und meine Atmung stabilisierten sich spürbar, ich schaffte es, den Zug gleichmäßig zu halten...- aber diese Phase war zu schnell vorüber. Die Belastung stieg nicht ganz so brutal wie beim ersten Mal an, zog sich dafür länger... Natascha brüllte mich an, meinen Arsch diesen 'Scheißanstieg' hochzubewegen- oder sie müsste mich halt zusätzlich motivieren! Dabei hielt sie mir dieses Mal nicht die Fernbedienung vor die Nase- sie hielt mittlerweile eine Sprunggerte in ihrer Hand. Noch stand die Anzeige auf Grün, mir war klar, sollte sie auf Gelb springen, würde ich dies mit Schlägen vergolten bekommen. So war es dann auch- die letzten Sekunden brachte sie mich mit drei Hieben dazu, das aufgeflammte gelbe Licht wieder in grün umzuwandeln.
Ich war glücklich als die Belastung sich wieder verringerte- merkte aber unmittelbar darauf, wie mit jedem Atemzug meine Luft knapper wurde. Damit hätten dann wohl die ersten fünf Minuten unter Atemreduktion begonnen- keine Chance, nach dem 'Anstieg' zu Atem zu kommen... Wenn das so weiter gehen würde, hätte ich ernsthafte Bedenken, den Tag durchzuhalten.
Ich kroch fast in die Maske um noch eine Kubikzentimeter Atemluft mehr zu ergattern und irgendwie schaffte es mein Körper, sich mit dem verringerten Angebot an Luft zu arrangieren. Aber die Auswirkungen spürte ich doch- meine Bewegungen wurden Träger und die Ränder meines Sichtfeldes begannen sich zu verengen...

Zehn Sekunden..., fünf Sekunden..., geschafft- die Baroness war positiv überrascht. Die Hälfte ihrer Probanten zeigten beim ersten Mal deutliche Anzeichen von Panik, hier aber war, abgesehen von den üblichen Anzeichen einer beginnenden Unterversorgung mit Sauerstoff, dies nicht erkennbar gewesen. Dieser Witnere hatte sich gut unter Kontrolle- ihr nicht ganz abgestumpftes Gefühl für Gerechtigkeit ließ sie daher als 'Belohnung' zusätzlich sechs Liter reinen Sauerstoff/min der Atemluft zumischen, bis seine Sauerstoffsättigung im Blut wieder 100 Prozent erreicht hätte. Damit würde sie ihn etwas schneller wieder fit machen- und könnte den zweiten Zyklus der Atemreduktion schon in fünf Minuten starten...

Den Zeitrahmen nach der ersten Atemreduktion empfand ich wie einen Urlaub nach diesen höllischen fünf Minuten ohne genügend Luft- die Zugbelastung war auf den Normalwert zurückgefahren, trotz des Filters in meiner Maske bekam ich mehr als genug Luft in meine Lungen und auch das Schwindelgefühl, was sich durch den Mangel an Atemluft eingestellt hatte, war verschwunden. Ich hielt mich im grünen Bereich, Natascha lobte mich für meine bisher gezeigte Leistung und ich hatte das Gefühl, diesen Test ohne eine 'Motivation' durch mein Halsband schaffen zu können. Trotz meines Gummioutfits wollte ich der Baroness zeigen, ich gehörte noch nicht zum alten Eisen- und könnte allemal mit den Gestütpferden hier mithalten...
Der einsetzende zweite Zyklus holte mich doch recht schnell zurück auf den Boden der Tatsachen. Erneut hatte ich nach kurzer Zeit das Gefühl ersticken zu müssen- ich durfte aber nicht langsamer werden! Aber mein Organismus musste der bisher erbrachten Anstrengung Tribut zollen- ich pendelte nach drei Minuten unter der verminderten Atmung zwischen Grün und Gelb, was für mich Schläge mit der Gerte durch Natascha bedeutete. Ich wollte mich eigentlich nur noch fallen lassen- doch die Ansage der Oberschwester, mich dann sofort mit Stromschlägen wieder auf die Beine zu bringen, sorgten für mein Weiterlaufen. Zu meiner positiven Bestärkung zählte sie aber die letzten 30 Sekunden herunter und trieb mich damit über die Linie dieses Zwischenzieles.

'Genug Luft...'- das war mein einziger Gedanke nach diesem zweiten Durchgang. Alles, was jetzt noch kommen würde, wäre Kindergeburtstag im Gegensatz zu dieser Brutalität...
Ich hatte diese Gedanken noch nicht zu Ende geführt- als mich das Zugseil brutal nach hinten riss und mir gerade drei tiefe Atemzüge zur Erholung gegönnt waren. Das Licht vor mir sprang von Grün über Gelb auf Rot ehe ich reagieren konnte- und Natascha verpasste mir mit der Gerte einen richtig heftigen Hieb, der mich aus meinem taumeln heraus vorwärts trieb. Die dabei von mir aufgewandte Kraft reichte aber um die Lampe zurück auf Grün springen zu lassen. Erst ein paar Schritte später merkte ich den Schmerz im Nacken- der niedrig dosierte Elektroschock war von mir 'dank' des Gertenhieb's der Oberschwester nicht wirklich wahr genommen worden...

'Für einen Einsteller hat der Gaul aber richtig Kampfgeist...' Die Baroness schaute durch die Sichtscheibe zu, wie ihr 'Probant' nach dieser Belastungsspitze sich wieder fing und es schaffte, die normalen 100 kg weiter zu ziehen. Noch reichlich zehn Minuten hätte er zu überstehen- sie würde ihn jetzt sechs Minuten im normalen Modus gönnen und dann die beiden 'Anstiege' mit einer Erholungsphase von drei Minuten abfordern. Sollte ihr Testobjekt dies überstehen, würde sie guten Gewissens die Anforderungen mit Bezug auf ihn für ihre Gäule hier vom Gestüt heraufsetzen können.
Dafür hätte sich dieser Witnere auch eine Belohnung verdient- sie nahm ihr Telefon und fragte den Stallknecht ab, was als morgendliche Fütterung für die Einsteller vorgesehen war. Mit der Antwort zufrieden ergänzte sie die vorgesehenen Rationen, befahl alles zu pürieren und drohte dem Stallknecht, wenn er nicht in 20 Minuten mit dem Futter hier in ihrer Klinik stehen würde, wäre er der nächste Kandidat auf dem Laufband...

Keine Ahnung, wieviel Zeit jetzt seit den Schlägen der Oberschwester vergangen waren- ich hatte das Gefühl dafür verloren und zog nur noch mechanisch Schritt um Schritt und hoffte, es hätte bald ein Ende. Irgendwie verstand ich Natascha- sie hatte mit ihren Hieben mich gezwungen, alles aus mir heraus zu holen und damit ganz sicher auch einige Stromschläge erspart. Auch war mir vor dem Test gesagt worden, welche Leistungswerte hier zu Grunde lagen- aber derart gefordert zu werden, darauf war ich nicht vorbereitet! Ich war mir nur sicher- ein 'Anstieg' würde garantiert noch eingespielt werden...

Aus dem Kontollraum heraus signalisierte die Baroness Natascha, es wären noch fünf Minuten und zwei 'Anstiege'- und sie dürfte diese Info an das Tier weitergeben...

"Komm Witnere- du hast es bald geschafft! Noch zwei Mal bergauf ziehen und dann darfst du auslaufen..."

'Oh Gott- ich spüre doch jetzt schon kaum noch meine Beine...' Die Ansage der Oberschwester zeigte mir ein Ende meiner Schinderei auf- doch der Preis wäre das sichere über meine bisherigen Grenzen des körperlich machbaren gehen...
Mit dem erneuten Ansteigen der Belastung hatte ich jetzt aber eine 'Brücke' über die ich mich mental hangeln könnte- nur dreißig Schritte, die würde ich schaffen! Die Oberschwester stand hinter mir und trieb mich mit ihrer Stimme und leichten Schlägen vorwärts- auch wenn das Licht noch grün leuchtete. Ich war ihr in diesem Augenblick sogar für die mäßig ausgeführten Hiebe dankbar, sie hielten mich davon ab, einfach stehen zu bleiben. Zu meiner völligen Verwunderung sank die Belastung nach zweiunddreißig Schritten ohne das ich Gelb verwarnt worden wäre. Mir war jetzt auch klar, der letzte Anstieg wäre auch die letzte halbe Minute des Tests- mit tiefen gleichmäßigen Atemzügen versuchte ich meinen Körper darauf vorzubereiten. Die Stimme der Oberschwester nahm ich nur noch gedämpft wahr, mir war es auch egal, ob sie mich anbrüllen oder schlagen würde- ich hatte einen Punkt erreicht, wo ich ganz tief in mir war. Kein Nachdenken über Nebensächlichkeiten, nur noch diesen Anstieg ziehen! Das letztmalige Erhöhen des Zugwiderstandes begrüßte ich daher mit einem Wiehern, ich sah nur noch das grüne Licht und setze einen Fuß vor den anderen...

'Warum flackerte das Licht...?' Erst nach einigen Sekunden drang Natascha mit ihrer Stimme zu mir durch.

"Komm Witnere- nicht stehenbleiben! Ganz langsam weiterlaufen, du hast es geschafft! Das war eine richtig gute Leistung..."

Infolge meines Schnaufens und des Trommelwirbels, den mein Puls in meinem Kopf veranstaltete, bekam ich nur Bruchstücke von ihrem gesagten mit- ich hatte wohl den Test überstanden und sollte einfach noch weiter laufen. Stimmt- das war mir ja vor Testbeginn so gesagt worden...
Die Zugbelastung war so gut wie nicht mehr spürbar, ich bekam Stück für Stück auch wieder Einzelheiten des Raumes mit- offenbar war ich rein mechanisch gelaufen. Die Baroness tauchte irgendwie in meinem Blickfeld auf und besprach wohl etwas mit der Oberschwester- aber das interessierte mich nicht wirklich. Ich wartete nur auf eine einzige Ansage...

"Hooo du irrer Gaul...- du hast es geschafft!"

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TMeier
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Beiträge: 30

User ist online
  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:16.04.21 18:24 IP: gespeichert Moderator melden


Ich freue mich jeden Freitag auf den neuen Teil.

Wie immer sehr einfühlsam geschrieben.

Vielen dank für das posten.

Gruß
Thomas



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