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  Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung...
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Pup_Fl Volljährigkeit geprüft
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:19.04.22 22:52 IP: gespeichert Moderator melden


Servus und guten Abend!
Danke wieder für diese Fortsetzung!
Ich habe da ein ungutes Gefühl, wenn SR die Dame erkennt. Hoffentlich kann er gut damit umgehen und findet Unterstützung dabei!
Auf jeden Fall eine spannende Entwicklung!

Freut mich riesig, wenn Blackrubberhorse über Ostern rausdurfte, auch Rico konnte die Tage aktiv genießen! 😊

Freue mich auf das nächste Kapitel, das ist doch auch schön, wenn nicht lange drauf zu warten ist!
Liebe Grüße
Rico
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Blackrubberhorse
Stamm-Gast

Deutschland


Du hast alle Waffen die du brauchst- jetzt kämpfe!

Beiträge: 161

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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:22.04.22 10:59 IP: gespeichert Moderator melden


So- wieder im gewohnten Rythmus... hier das nächste Kapitel!

Miu und Schlachtross genießen die angekündigte Belohnung- und für letzteren bildet diese, wie von Anja und Simone angedacht, eine gute Basis für eine überfällige Aussprache...


Tag 36; Sonntag- Woche 5 (Part 2)


Abend...


Die beiden Hengste waren unangenehm überrascht, von Anja direkt neben dem Pferdeknecht, der augenscheinlich auf sie wartete, bereits an dem Haus, wo, wie sich Schlachtross erinnerte, die 'Sissytrainerin' ihr Domizil zu haben schien, ausgeschirrt zu werden- für Schlachtross ergab dies keinen Sinn und Miu schnaubte nur etwas unwillig... durfte aber nichts sagen. Während Jens die Kutsche mit den beiden Einstellern übernahm, führten Anja und Simone sie in den rechts neben dem Eingang befindlichen Umkleideraum, wo sie von den beiden Frauen zuerst mit von ihren Zuggeschirren und Dauerhalftern befreit und danach mit bereitliegenden feuchten Handtüchern abgerieben wurden. Während sie sich umschauten, erspähte Schlachtross die ihm bekannte Aluminiumbox mit seinem darin gelagerten Outfit und er vermutete richtig, in der zweiten Kiste würde sicherlich eines für seinen Freund vorgehalten sein. Seine Trainerin öffnete beide Boxen und forderte die Hengste auf sich umzuziehen- immerhin wäre in einer Woche das Rennen und beide hätten sich mit ihrem gezeigten Trainingsfleiß eine Belohnung verdient. Simone und sie würden sich im Nachbarraum hübsch machen und ihnen im Anschluss beim Anlegen ihrer Hufe helfen- alles andere könnten die beiden sicher allein schaffen. Mit dieser Ansage wurden Miu und Schlachtross allein gelassen.

Belohnung? Klar- jeder von ihnen hatte die vergangene Woche alles gegeben und Schlachtross war es, vom körperlichen Standpunkt aus gesehen, sogar gelungen, etwa 90% seiner ursprünglichen Leistungswerte vom letzten Jahr zu erreichen- trotzdem waren beide misstrauisch. Nicht ängstlich- Schlachtross hatte sein Vertrauen zu Anja wieder zurückerlangt und war sich absolut sicher, niemals wieder von ihr blauäugig in eine Situation wie nach der verlorenen Wette gelassen zu werden. Dazu kam noch die Aussage seiner Jockey bevor sie verschwunden war, sie hätte sich auch ein 'Ok' von der Oberschwester geben lassen- dem, was für beide Pferde geplant wäre, stünde aus deren Sicht nichts entgegen...
Bei Miu sah es anders aus- wenn die 'Baroness' oder Jens von 'Belohnungen' gesprochen hatten, war damit meistens zusätzliche Qual oder Schmerz verbunden.
Daher ergriff Schlachtross die Initiative, holte seinen Suit heraus und begann sich diesen überzustreifen. Derart animiert und seinem Freund vertrauend, zog Miu nach und beide standen einige Zeit später voll aufgedresst, als Anja in den Raum schaute und zufrieden mit dem gebotenen Bild Miu die noch fehlenden Vorderhufe über seine Hände streifte. Mit den Worten "Ich hole dich auch gleich..." führte sie Miu am Halfter greifend aus dem Raum. Schlachtross blieb allein zurück und war auch mit dem Anblick, den seine Jockey geboten hatte, vollauf beschäftigt. Naja, sie wusste, wie sie ihn triggern konnte- das von ihr getragene Reitoutfit mit der dunkelgrünen Latexjacke, der weißen Reithose und den kniehohen Stiefeln machten es ihm schwer, nicht auszuschaften und so seine Geilheit zu zeigen. Endlich kam seine Jockey zurück, legte ihm noch seine Hufe und Ledermanschetten an Vorder- und Hinterhand an und zog ihn danach an seinem Führhalfter hinter sich her aus dem Raum.

Spätestens mit dem Anlegen der Manschetten war es für Schlachtross klar, die Belohnung wäre eine Art SM-Session- doch auf Schmerz, selbst wenn es Lustschmerz wäre, hatte er nach seinen Erlebnissen hier auf dem Gestüt überhaupt keinen Bock. Einzig die Anwesenheit von Miu und seine bisherigen Erfahrungen mit Anja sorgten dafür, seine Lust und die Neugier auf das Kommende nicht abklingen zu lassen. Das Betreten des Spielzimmers sorgte dann aber für ein unerwartetes DejaVu...
Schlachtross war froh über die Tatsache, daß seine Jockey mit ihrer rechten Hand nach seiner linken Vorderhand gegriffen hatte. Der abgedunkelte Raum, die flackernden elektrischen Kerzen, der Käfig- all dies versetzte ihn für einige Sekunden anderthalb Wochen zurück. Hier war er schon einmal gewesen- im Schweinekostüm, von der Zofe versteckt... Endlich konnte er auch die Stimme von Simone eindeutig zuordnen, die ihm schon die ganze Zeit irgendwie vertraut vorgekommen war. Sie war die Zofe- sie hatte ihn zuerst zusammen mit Mira gefoltert und dann gerettet! Daher hielt sich seine Überraschung in Grenzen, als sie im Blickfeld seiner Maske auftauchte, im gleichen Outfit... nur ohne Maske... wie damals gekleidet und Anja die Führzügel abnahm.
Dem leichten Zug folgend, schritt Schlachtross hinter ihr her bis in die Mitte des Raumes und blieb auf ihr Haltekommando brav stehen. Ein leichtes Tippen an seine Vorderhand durch sie interpretierte er als Aufforderung, diese waagerecht vor sich auszustrecken, was durch die Zofe sofort mit einem Streicheln des Schulterbereiches belohnt wurde. Seine Jockey hatte mittlerweile den von Simone vorher beschriebenen Schalter gefunden, nach dessen Betätigung sich eine Metallstange mit Befestigungsösen an zwei Stahlseilen von der Decke absenkte. Mittels der daran befestigten Karabiner fixierte die Zofe die Ledermanschetten seiner Arme an der Stange- dabei sprach sie beruhigend auf Schlachtross ein, da sie dank ihrer Erfahrung spürte, dem Hengst war ob dieser Vorbereitungen unwohl in seinem Fell. Tatsächlich hatte Schlachtross arg mit sich zu kämpfen, die immer wieder aufsteigenden Panikmomente zu unterdrücken, dank des begrenzenden Sichtfeldes seiner Maske hatte er bisher seinen Freund nicht in dem Raum entdecken können und auch von Anja wusste er nur dank ihrer Aufforderungen an ihn, dass sie sich noch in dem Spielzimmer befand. Das Händepaar, was ihn in Höhe seiner Brustwarzen berührte, gefolgt von dem Gefühl, was er von Anja kannte, wenn sie ihm für gezeigte Leistungsbereitschaft früher gelobt und sich an ihn geschmiegt hatte, gaben jene dringend von Schlachtross benötigte Sicherheit, als er die Zofe nicht mehr sehen konnte und ein Mechanismus begann, die Stange und damit seine Arme nach oben zu ziehen. Unwillig über das damit einhergehende Gefühl der Hilflosigkeit wieherte er- wagte es aber nicht, mit der noch freien Hinterhand auszukeilen, denn er wollte seiner Jockey nicht weh tun.
Simone stoppte die Winde rechtzeitig, daher erkannte Schlachtross, seine Sorge war unbegründet- niemand wollte, das er den Bodenkontakt verliert. Mit kurzen Kettenstücken sorgte sie aber dafür, dass seine Hinterhand leicht gespreizt an zwei Bodenösen befestigt wurde und er in X-Haltung frei von allen Seiten zugänglich in der Mitte des Raumes stand. Während Anja ihren Hengst weiter am Oberkörper und Kopf streichelte, holte Simone Miu aus einer Ecke neben der Tür und fixierte ihn gegenüber von Schlachtross an einem an der Wand befestigen Andreaskreuz. Dermaßen zur Hilflosigkeit verdammt zitterten beide Hengste wider Willen...

"Ruhig- ganz ruhig mein schöner, starker Hengst. Niemand wird hier dir weh tun...- vertrau mir!"

Die leisen geflüsterten Worte von Anja an seinem Ohr gaben ihm endgültig die Sicherheit zurück, die er jetzt dringend nötig hatte und so entspannte sich Schlachtross etwas. Die Unruhe war natürlich noch vorhanden- doch diese war das Resultat der Neugier auf jene Dinge, die jetzt von den beiden Damen für die Hengste geplant waren...
Anja's rechte Hand wanderte an seinem Körper entlang nach unten und umfasste schließlich seinen Schaft, während sie mit der anderen Hand weiter seinen Nackenansatz streichelte. Die sanften aber fordernden Bewegungen an seinem Schaft verfehlten ihre Wirkung nicht- Schlachtross war überrascht, wie schnell sein Schlauch erneut eregierte und nach kurzer Zeit waagerecht von ihm abstand. Scheinbar betrieb die Zofe bei Miu das gleiche Spiel- nur konnte er dank seines Anzuges nicht ausschaften...
Nachdem Simone seinen Freund bis zu einem von ihr gewünschten Punkt angeheizt hatte, wandte sie sich von ihm ab und ging langsam zu Schlachtross und Anja hinüber. Ein Kopfnicken von ihr gab Anja das abgesprochene Signal und ihre Hände beendeten die augenblickliche Stimulation, öffneten die an seinem Suit vorhandenen Brustreißverschlüsse und mit ungewöhnlicher Sanftheit stimulierte seine Jockey diese beiden erogenen Punkte. Die Zofe übernahm die Massage seines Schaftes und mit der noch freien Hand steckte sie zwei Finger in die Öffnung seiner 'Nüstern' an der Maske und sorgte so für eine Erhöhung seines Atemwiderstandes. Zehn Sekunden Atemnot, zwanzig Sekunden normale Luftzufuhr- gepaart mit den anderen Stimulationen konnte Schlachtross nicht anders, seine aufsteigende Geilheit sorgte zwang ihn, seine Hüfte rhythmisch vor und zurück zu bewegen um dem von ihm ersehnten Höhepunkt näher und näher zu kommen.

Genau in diesem Zustand kurz vor seiner Erlösung wollte die Zofe ihn haben, als ihr "Stopp" alle Stimulation abrupt zum Abbruch brachte. Ein letztes Streicheln von Anja reichte nicht, um ihn zur Ejakulation zu bringen- beide Damen gingen gemessen zu Miu hinüber und während Schlachtross Zeit hatte seine Erregung 'abzukühlen', wurde sein Freund auf gleiche Art angeheizt, bis auch er kurz vor seinem Höhepunkt 'ausgebremst' wurde. Dieses Spiel wiederholte sich für beide noch je einmal; bei der dritten 'Behandlung' flüsterte die Zofe an seinem Ohr, sie würde ihn gern wiehern hören, wenn er gleich mit ihrem Einverständnis seinen Höhepunkt haben dürfte.
Diese Worte waren Musik in den Ohren von Schlachtross- er hatte kein Gefühl mehr dafür, wie lange die beiden mittlerweile dieses Spiel mit ihm getrieben hatten und sein Gehirn war nur noch von dem einen Wunsch besessen endlich abzuspritzen...
Als die Zofe sein erstes Wiehern vernahm und sie mit ihrer Hand auch das Zucken der Muskelkontraktionen deutlich spürte, packte sie seine Maske und hielt mit ihrer freien Hand ihm die Atemlöcher seiner 'Nüstern' zu- sein Wiehern wurde schriller und sein Unterleib presste sich voller Geilheit an den von ihr dafür dargebotenen Oberschenkel. Erst als er mit seinem Kopf anfing, diesen wild hin und her zu bewegen, gab sie die Maske frei und Schlachtross durfte sich beruhigen, während Anja ihn weiter streichelte und für die gebotene 'Leistung' lobte. Er beruhigte sich langsam, begann auch seine 'Hinterhand' wieder zu spüren und war nach einigen Minuten in der Lage, das ihm gebotene Schauspiel seines Freundes zu genießen, dem gerade das gleiche Erlebnis gegönnt wurde...


Nachdem Miu dank seines durchdringendem Wiehern auch kundgetan hatte, wie intensiv er seinen Orgasmus erlebt hatte, begab sich Anja zurück zu 'ihrem' Hengst, während Simone bei Miu verblieb. Beide Damen kehrten in ihrer Behandlung zum Beginn der Session zurück- sanftes Streicheln, damit sorgten sie für einen angenehmen Wohlfühlmodus bei ihren Pferden, der aber nicht für ein erneutes 'Aufheizen' bei diesen ausreichte.
Derartiges war durch Simone aber auch nicht angedacht- die Zofe löste, nachdem sie sich sicher war, auch Miu wäre soweit erholt und entspannt, seine Fesselung am Andreaskreuz und führte ihn zu Schlachtross. Er durfte sich direkt ihm gegenüber aufstellen, dann bat sie Anja, kurz auf die beiden 'aufzupassen'. Simone verließ kurz den Raum und kam mit einem der in Rosengarten üblichen Hüftgurte zurück, dem sie Miu anlegte. Schlachtross' Vorderhufe blieben aber weiterhin hochgezogen, statt dessen wurde Miu's Vorderhand an dem Gurt befestigt. Als Belohnung für ihr bisheriges Verhalten wurden beide Hengste mit einem Leckerlie bedacht,
ehe die beiden Damen hinter den Hengsten Aufstellung nahmen und diese erneut, vorzugsweise über ihre Brustwarzen, zu stimulieren begannen. Mit leiser beruhigender Stimme forderte die Zofe die beiden auf, sich aneinander zu reiben- sie hätte von der Rittmeisterin die Information, Schlachtross und Miu wären eng miteinander befreundet und als solche dürften sie sich gern einander helfen, erneut einen Orgasmus zu erleben. Die sei keine Demütigung durch die Damen- die beiden Frauen wollten damit die sich zwischen Miu und Schlachtross entwickelte Loyalität belohnen und es wäre Ihnen eine Ehre und ein Vergnügen, den beiden dabei zur Seite zu stehen...
Miu zeigte nach dieser Aufforderung weniger Hemmungen- sein Schritt suchte den Kontakt zu einem Oberschenkel von Schlachtross und mit reibenden Bewegungen an seinem Freund stimulierte er sich soweit, dass deutlich die Versteifung seines Gliedes trotz des Latexanzuges erkennbar war. Das Reiben an ihm befeuerte wiederum Schlachtross, auch wenn er die Anwesenheit von Anja und Simone bei dem 'Spiel' mit Miu am Anfang nicht so gut wie sein Freund ausblenden konnte. Nach einiger Zeit war es aber auch ihm egal- die Wärme von Miu vor und Anja hinter ihm, die Berührungen und das aneinander Reiben zeigten ihre Wirkung und fast gleichzeitig verkündete das erneute Wiehern die erreichte Befriedigung der beiden...

Schlachtross war irgendwie dankbar dafür, diesen zweiten Höhepunkt mit nach oben gezogenen Armen erlebt zu haben- er war sich sicher, ihm wäre es schwer gefallen, dabei aufrecht stehen zu bleiben. Auf die nach einigen Minuten gestellte Frage von Anja, ob man seine Arme ablassen soll, reagierte er mit einem Kopfnicken- die Session war wohl soweit vorüber... Auch wurde die Fesselung von Miu an seinem Harness gelöst, während seine Vorderhand wieder frei kam. Zuletzt wurden ihm von seiner Jockey die Ketten an den Fussmanschetten abgenommen und während sich Simone mit Anja in eine Ecke des Raumes zurück zogen, blieben Miu und er sich umschlungen haltend in der Mitte zurück.
Ihr Zeitgefühl war ihnen völlig abhanden gekommen- aber beide Hengste begannen nach einigen Minuten wortlos einander zu streicheln, mit einem Lächeln von beiden Damen dabei beobachtet. Sie wussten, 'ihre' Pferde waren gerade ganz weit weg an einem Ort, wo sie nur stören würden; daher stahlen sie sich leise aus dem Raum und Simone begann mit Anja ein leises Gespräch auf dem Flur...


Miu war der erste, dem die Abwesenheit der 'Menschen' auffiel- ein Schnauben und die raumgreifende Handbewegung zeigte Schlachtross diesen Zustand an. Mit leisen Schritten näherten sie sich der offen stehenden Tür und warfen einen Blick nach draußen.
Anja sah, wie der Pferdekopf ihres Hengstes einen zögerlichen Blick in den Flur warf, machte die Zofe darauf aufmerksam; beide begaben sich zurück in das 'Spielzimmer' und übernahmen mit dem Ergreifen der Führzügel wieder die Kontrolle über 'ihre Pferde'.


Verwundert schaute Schlachtross seiner Jockey hinterher- sie hatte sich gezielt die Zügel von Miu gegriffen und verschwand mit seinem Freund aus dem Raum während die Zofe ihn zurück hielt und keine Anstalten machte, den beiden zu folgen. Endlich begriff er und drehte ihr seine Vorderseite zu- Simone wollte noch etwas von ihm und er war neugierig darauf, was dies wohl sein könnte...

"Schlachtross"- hörte er sie ihn leise ansprechen- "würdest du mir erlauben, mich mit Dominic zu unterhalten?"

Dies war überraschend- sie sollte ja wissen, er war als Pferd hier auf dem Gestüt untergebracht- sie selbst hatte mitgeholfen, ihn wegen der von ihm begangenen 'Verfehlungen' zu 'bestrafen'. Und jetzt wollte sie mit seinem 'menschlichen' Teil sprechen? Perplex nickte er und drehte ihr seinen Rücken zu- offensichtlich hatte Simone sich bei Anja kundig gemacht, denn ohne große Verzögerung öffnete sie die notwendigen Verschlüsse, zog ihm die Maske vom Kopf und legte diese vorsichtig auf dem ihm bekannten Käfig ab.
Dominic lief auf seinen Hufen neben ihr her, lehnte sich mit seinem Gesäß ebenfalls an den Käfig und drehte seinen Kopf so weit, bis sich beide direkt ansahen.
Es dauerte eine gute Minute, ehe die 'Zofe' ihr Schweigen brach- er hatte gesehen, wie sie nach einer passenden Eröffnung des Gesprächs suchte und ihr daher die Möglichkeit eingeräumt, die richtigen Worte zu finden. Wie von ihm erwartet ging sie auf ihre Handlungen von vor zwei Wochen ein:

"Es tut mir leid- und ich bedauere zutiefst, was ich mit dir angestellt habe...- auch ich bin von der Baroness über deine Position hier auf dem Gestüt getäuscht worden. Mira hat mir sehr glaubhaft vermitteln können, was sie mir dir in der ersten Nacht anstellte, sei Teil eines größeren Spiels zwischen euch und du wärst jemand, der bei ihr das Paket "extraharte Behandlung' geordert hätte. Du wärst nicht der erste Kunde, der dies verlangt hätte, seit ich hier auf dem Gestüt mein Studio eingerichtet habe. Ich habe auch mehrfach schon der Baroness bei derartigen Kunden in deren Behandlung assistiert- ich frage mich gerade selbst, wieviele dies wirklich wollten und wievielen es so ging wie dir... Als ich dich den übernächsten Abend dann erneut in ihrer Folterkammer antraf... bekam ich erste Zweifel. Ich hatte dich die drei Wochen vorher schon gesehen, aber meine Frage nach dir hatte die Rittmeisterin dermaßen beantwortet, du wärst kein Gestütpferd, sondern nur zum Training bis zum Rennen hier. Mit der von der Baroness mir gegenüber gegebenen Aussage, du wärst extrem masochistisch veranlagt, ergab diese... deine Behandlung hier für mich einen Sinn- aber ich war einer gezielten Lüge aufgesessen! Es tut mir leid was ich dir, Dominic und Schlachtross, angetan habe..."

Ihre Worte klangen für mich glaubhaft- ich erkannte die Pein, mir gestehen zu müssen, getäuscht worden zu sein. Auch hatte Anja sich ja schon mit ihr unterhalten während Miu und ich vorhin als ihre Kutschpferde agiert hatten- wäre meine Jockey nicht von ihr überzeugt, hätte sie mich ganz sicher nicht jetzt mit ihr allein gelassen. Mir fiel als Geste meiner Vergebung ihr gegenüber nur ein, sie in meine Arme zu nehmen- die spontanen Eingebungen sind oft die besten. Schweigend umarmte ich sie; ich spürte, wie ich sie damit überraschte, denn ihre Augen füllten sich mit Feuchtigkeit und sie hatte schwer zu kämpfen, diese zurück zu halten.

"Lass sie einfach laufen und schäm dich nicht..."

Meine Worte erstaunten mich selbst. Hatte ich ihr am ersten Abend nicht die Pest an den Hals gewünscht und war sie nicht mit Schuld an meinen Alpträumen? Jetzt hielt ich sie mit meinen Armen und sorgte mich um sie- die Situation hatte etwas surreales...

Simone waren wohl mit den gleichen Gedanken beschäftigt- zwischen ihrem Schluchzen kamen Satzfetzen wie: "Eigentlich ist das meine Aufgabe...", "...ich sollte eher dich auffangen...", "...bitte halte mich..."
Nach einer Weile schien sie ihr Gedankenwirrwar wieder so weit unter Kontrolle zu haben- sie löste sich aus meiner Umarmung, nahm sich eines der Kleenex-Tücher aus einer Box und wischte sich ihr Gesicht ab. Einigermaßen gefasst nahm sie die unterbrochene Unterhaltung mit mir erneut auf.

"Dominic, wie du dir sicher denken kannst, ich hatte schon vor dieser Session hier mit Anja gesprochen- das erste Mal etwas unfreiwillig auf Anordnung und im Beisein der Baronin. Sie fragten beide mich über deine Misshandlung und meinen Anteil daran sowie über mein Verhalten in der dritten Nacht aus. Ich bin wirklich froh darüber, dass Markus nach meiner Nachricht dich gefunden hat; ich schäme mich auch für den Fakt, dich nicht direkt zu ihm gebracht zu haben... Ich hatte aber auch um mein Leben Angst, nachdem ich die Ernsthaftigkeit von Mira's Plan dank dir erkennen musste. Ich war eine Zeugin ihrer Pläne und sie hätte in ihrem Wahn sicher auch versucht, mich und meinen Kunden zu beseitigen... Deine Jockey und die Baronin haben mir vergeben- ist es dir möglich, das gleiche zu tun?"

Wie abwesend nickte ich- ihre Furcht war mir durchaus nachvollziehbar. Wie hätte ich reagiert, wenn die Rollen vertauscht gewesen wären? Ich fand keine befriedigende Antwort darauf- daher unternahm ich den notwendigen Schritt und nahm sie in meine Arme. Schweigend hielten wir beide uns umschlungen, bis die Spannungen in uns so weit abgebaut waren und wir weiter miteinander reden konnten.

Es war an der Zofe, die das Thema wechselte und mich erneut überraschte. "Du-Dominic- hättest du Lust, die Session noch ein wenig fortzuführen?" Noch ehe ich diese direkte Frage verarbeitet hatte, fuhr sie fort: "Ich muss gestehen, ich halte dich für einen attraktiven Hengst... Mann... Ich habe vorhin während der Ausfahrt mit deiner Jockey mich mit ihr über dich unterhalten- daher ist mir bekannt, Anja trainiert dich, aber sonst besteht keine wie auch immer geartete Verbindung zwischen euch. Nach allen, was sie mir erzählt hat, bist du auch ungebunden... und vielleicht gefällt es dir, was ich vorhabe. Ich verspreche dir, es wird nichts sein, was dir Schmerzen bereitet- und du kannst jederzeit abbrechen..."

Nachdem sie diese Worte an mich in den Raum gestellt hatte, war ich zuerst sprach- und auch ratlos. Ihr Angebot war recht eindeutig und mit meinem momentanen Beziehungsstatus lag sie auch nicht falsch. Anja war 'nur' meine Jockey- eine sehr gute Freundin, der ich mich als ihr Hengst auch bedingungslos unterordnete, aber dank ihres Interesses am gleichen Geschlecht würde da nie mehr sich entwickeln können. Schlecht sah die Madame zudem auch nicht aus- und ihr Outfit triggerte mich irgendwie...

"Keine Schläge, keine Schmerzen!" hörte ich mich selbst sagen- war ich verrückt? Stau sollte eigentlich auch nicht mehr vorliegen und menschliche Nähe hatte ich zumindest von Miu und die letzten Tage auch von Anja genug bekommen. War es meine Lust, immer wieder etwas Neues auszuprobieren...?

Simone nickte zufrieden- hatte sie mich so gut trotz meines Felles 'gelesen' und daher keine Absage von mir erwartet? Zärtlich strich sie über mein Gesicht, beschied mir, kurz zu warten und ließ mich einen Moment allein. Bei ihrer Rückkehr hielt sie eine lederne Isolationsmaske mit einem in Mundhöhe befestigten Dildo in ihrer Hand. Ohne dazu aufgefordert worden zu sein, kniete ich ab und nach einem letzten Streichen ihrer freien Hand über meinen Kopf bekam ich von ihr die Maske übergezogen. Ich merkte sofort- diese hatte ein Innenleben und öffnete meinen Mund um den Innendildo aufzunehmen. Bis auf die Nasenlöcher war ich von der Außenwelt isoliert- das Fixieren der Riemen war das einzig wahrnehmbare Gefühl und ich atmete ruhig und gleichmäßig durch die Nase um keine Panik aufkommen zu lassen. Simone war mit meinen gezeigten Reaktionen sichtlich zufrieden, ihre Hände sorgten dafür, daß meine erneut mittels Karabiner- doch dieses Mal vorn- verbunden wurden. Ein leichter Druck nach oben in der linken Achselhöhle gab mir zu verstehen, ich solle mich erheben- die Zofe dirigierte mich vorsichtig an einen ihr genehmen Punkt im Zimmer und ich musste mich erneut abknien. Danach vernahm ich eine Weile nichts mehr- bis plötzlich mein Kopf gepackt und leicht nach vorn gezogen wurde. Ich rutschte dem Zug weichend nach vorn- bis ein Hindernis meine Bewegung stoppte und ich durch die Maske links und rechts ihre Schenkel spüren konnte. Diese legte sie über meine Schultern und jetzt roch ich auch Ihre Lustgrotte... Mit einer sanften Vorwärtsbewegung schien sie sich meine 'lange Nase' in ihre Scham einzuführen- allein diese Vorstellung sorgte für ein erneutes Versteifen meines Schaftes! Ihr langsames Vor und Zurück meines Kopfes machte mir klar, sie hatte begonnen, sich mit meiner Hilfe Befriedigung zu beschaffen. Auch als die Berührung ihrer Hände nicht mehr spürbar war, fuhr ich mit dieser Bewegung meines Kopfes fort- ab und zu korrigierte sie meine Geschwindigkeit und Eindringtiefe mit einer Hand... Dieses Spiel dauerte einige Zeit- dann begannen ihre Beine zu klammern und zu guter Letzt presste sie meinen Kopf in ihren Schoß. Durch die Atemlöcher war ihr Geruch überdeutlich wahrnehmbar und ich wünschte mir nichts sehnlicher, als mit meinem Hengstsch****z in sie einzudringen...
Meine Erregung klang langsamer ab als mir lieb war- Simone hatte mich aus ihrer Umklammerung 'entlassen' und ich kam wieder zu Atem. Irgendwie war es mir peinlich, mit meinem voll eregierten Schaft vor ihr zu knien, doch das Gefühl, von ihr erneut gestreichelt zu werden brachte mich schnell auf andere Gedanken. Ich spürte, wie sie die Bänder meiner Maske öffnete und dies mir vom Kopf zog.

"Hat es dir Freude bereitet?"

Ihre Frage war definitiv retorisch gemeint- ihr Blick lag auf meinem besten Stück, während sie mir auf meine Füße half und die Fixierung meiner Vorderhand auf dem Rücken beendete. Mit ihrer rechten Hand packte sie meinen Sch****z, rieb die Gummihülle und stimulierte mich so erneut. Ich hatte dank ihrer Fertigkeiten nicht den Hauch einer Chance 'abzukühlen'- ich wollte es auch nicht wirklich. Mit ihrer sanften Stimme fragte sie mich, ob es mir recht wäre, wenn sie noch eine Runde auf Schlachtross 'reiten' dürfte. Ein leichter Druck ihrer Hand machte unmissverständlich klar, welche Art Ritt sie meinte. Ich hielt ihr nur wortlos meine Vorderhand ausgestreckt hin...

"Soll ich dir deine Hufe abnehmen?"

"Wenn du möchtest, dass ich meine Maske dabei trage, wäre dies sehr nett..."

Ohne weitere Worte wurden meine Hände befreit und ich setzte mir meine Maske auf. Nachdem ich sicher war, alle Schläuche hatten die richtige Position und nichts drückte oder lag falsch, wieherte ich kurz und die 'Zofe' schloss die Verschlüsse. Zuletzt zog sie mir erneut die Hufe über meine Hände, legte wieder die Lederfesseln an und verband sie dieses Mal wieder auf meinem Rücken.

"Leg dich auf deinen Rücken!"

Sie stützte mich ab, während ich ihrer Aufforderung nachkam- die Hände drückten mir natürlich in der Wirbelsäule, aber sie unterbaute mir meine Auflage an der Hüfte und zwischen den Schulterblättern mit einigen Kissen...- so war für mich diese Position dann doch recht erträglich. Ich beugte meinen Kopf soweit nach vorn, dass ich meinen voll eregierten Schaft durch die Linsen meiner Maske erkennen konnte- ja, ich war auf dieses Bild stolz, ich war ein Hengst und zeigte es in diesem Moment überdeutlich. Simone kniete sich über meiner Hüfte hin, packte mein Teil und ich spürte durch die Gummihülle, wie dieser immer tiefer von ihr aufgenommen wurde.
Ich war noch nicht vollständig triebgesteuert in diesem Augenblick, aber es war einfach schön- für uns beide! Dies war vollkommen unterschiedlich zu dem, was diese Annika mit uns Hengsten veranstaltet hatte- hier war ich zwar auch gefesselt, aber dieser 'Ritt' bereitete mir auch sinnlich Lust. Meine Penishülle dämpfte das Gefühl ihrer Bewegungen auf mir, doch ich spürte noch genug von ihrer Wärme und der vermittelte Reiz war so stark meine Gier derart zu pushen- mit einem kräftigen Wiehern tat ich erneut kund, dass ich einen Höhepunkt hatte. Simone hatte den ihrigen schon vorher erlangt und saß erschöpft von mir ab. Auch ich hatte nun einen Punkt erreicht, wo ich mir wünschte, aus meinem Outfit befreit zu werden- aber hier hatte meine Jockey, Simone und auch Miu wohl anderes geplant...

Meine 'Reiterin' zog meinen Oberkörper hoch, löste die Armfesseln und forderte mich auf, wieder auf meine Hufe zu kommen. Ein leichter Zug an meinem Führzügel brachte meine Kopf wieder neben den ihrigen und ich hörte, sie würde mich jetzt auf die an ihr Haus angrenzende Koppel bringen. Mein Freund würde dort auf mich warten- Anja hätte ihn gefragt, was Miu sich für den Rest des Abend wünschen würde und seine Antwort war, diesen mit mir zusammen in unseren Pferdeoutfits verbringen zu dürfen.
Ich konnte meinem jungen Hengst für diese Bitte nicht böse sein- wusste ich doch genau, was dies für ihn bedeutete, derart als Pferd ausstaffiert auf der Weide mit mit zusammen seine Zeit verbringen zu dürfen. Meine Enttäuschung hielt sich auch wegen der Zusicherung von Simone, wir dürften bevor wir wieder in unsere Paddockbox gebracht würden, die Dusche in ihrem Haus benutzen, in Grenzen. So folgte ich als Schlachtross ihr ohne Widerstand nach draußen und verbrachte gemeinsam bis zum Beginn der Dämmerung die Zeit mit meinem Freund Miu...



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Blackrubberhorse
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Du hast alle Waffen die du brauchst- jetzt kämpfe!

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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:29.04.22 12:37 IP: gespeichert Moderator melden


Neuer Freitag- neues Kapitel!
Für Schlachtross beginnt die letzte Woche seines vereinbarten Aufenthalts in Rosengarten...- eine Woche, die ihm sicher noch einmal alles abverlangen wird. Er darf sich gleich einem von der Rittmeisterin vorgeschlagenen und von seiner Jockey befürworteten Leistungstest mit Brutus messen- und ihm werden dabei noch eventuell vorhandene Illusionen bezüglich des großen Rennens genommen!


Rosengarten Woche 6



Tag 37; Woche 6- Montag (Part 1)



Paddockbox...- morgens...


Schlachtross:

Das Klappern des Wagens mit dem Futter war unüberhörbar- es blieb aber noch Zeit, sich ein paar Minuten im Stroh zu räkeln und die Berührungen von Miu zu genießen. Die Kontrolle bei Natascha lag bereits hinter mir- und sie meinte, so gut, wie der Abszess abheilen würde, hätte ich richtig Glück gehabt. Auch hatte sich mein Verhältnis zu ihr seit dem ersten Gespräch nach der Öffnung desselben gebessert- ihr Handeln und die Beweggründe wurden in den mit den Kontrollen einhergehenden Wortwechseln für mich immer nachvollziehbarer. Ich hatte sie vorgestern sogar schon gegenüber Anja einmal in Schutz genommen...

'Der Pferdeknecht wird jetzt gleich die Einsteller versorgen, dann die Stuten und zum Schluss würde Markus uns das Frühstück bringen, denn Jens hat keinen Zutritt in unsere Box...'

Ich war so froh darüber, darauf bei der Modifikation der Absprache mit der Rittmeisterin bestanden zu haben- seine Art und Weise, wie er wieder versuchte, bei den Einstellern den Trainer raushängen zu lassen, ekelte mich. Zu meinem Bedauern hatte ich bis jetzt noch keine Idee, welche Strafe ich bei ihm anwenden wollte, auch die Unterhaltungen mit Miu darüber hatten mich bisher nicht weiter gebracht...
Miu- die Gedanken an den gestrigen Abend auf der Weide und dann in der Box brachten mich auf andere Gedanken und ich schämte mich kein bisschen dabei auszuschachten. Das Spiel im Gras und die vorherige Session mit Simone, meiner Jockey und Miu in meinem 'Latexfell' war der pure Urlaub von all dem (Wiederaufbau)- Training, was ich in der Woche davor geleistet hatte.
Das moralische Dilemma, was sich für mich gegenüber Miu wegen der separaten Fortsetzung des 'Spiels' mit Simone danach aufgetan hatte...- ich war froh darüber, mit meinem Freund darüber heute Nacht noch gesprochen zu haben. Seine Reaktion, ich wäre ein Hengst und als solcher hätte ich... so wie er auch... da Bedürfnisse... und so etwas würde die 'Freundschaft' zwischen ihm und mir nicht belasten...- hatte mir aufkommende Ängste nehmen können.

'Bleibt nur noch mein Verhältnis zum Stallknecht auf 'Waldsee' nach meiner Rückkehr dorthin... Wie gehe ich damit um? Mit Miu verbindet mich durch die Zeit hier jetzt viel mehr als mit ihm...'

Noch eine Woche lag vor mir, um darüber nachzudenken und auch eine Lösung zu finden...
In der musste ich mich zudem noch meiner Feindin hier stellen und ihr zeigen, das ich meinen Namen 'Schlachtross' nicht ohne Grund trug. Mir ging es- im Moment- nicht mehr wirklich um das Gewinnen des Rennens, mein Ehrgeiz bestand darin, Mira einfach nur ihr Scheitern in ihrem Versuch, mich brechen und psychisch vernichten zu wollen, aufzuzeigen. Ich wollte natürlich vorn mitspielen und dank des zielgerichteten Wiederaufbaus meiner Konstitution- und vor allem meiner Psyche-in den vergangenen Tagen durch die Rittmeisterin, Markus und meiner Jockey hätte ich auch eine Chance dazu...

Es dauerte länger als gewöhnlich, bis der Pferdetrainer an unserer Boxentür erschien und wir unsere morgendliche Portion endlich aus den Futterschüsseln in uns stopfen konnten. Fast entschuldigend informierte Markus uns, er hätte diesen Morgen sehr lange gebraucht, um Brutus sein Knie für heute fit zu bekommen- es wäre aber beschlossene Sache, er würde nach dem Rennen einem externen Orthopäden vorgestellt werden. Egal, was Mira als seine Besitzerin dazu sagen würde, die Frau Baronin hätte dies gestern Abend so entschieden...
Bei dieser Neuigkeit verschluckte ich mich fast, so beiläufig hatte Markus diese Info erwähnt- Miu, das zeigte mir der Blick, den wir dabei tauschten... und ich freuten uns unheimlich für Brutus. Der Pferdetrainer machte in diesem Moment aber ein etwas bedröppeltes Gesicht- es vergingen einige Momente bis ich begriff, da war ihm etwas herausgerutscht, was wir so eigentlich nicht wissen dürften. Ein "... ihr habt nichts gehört- und Pferde reden gewöhnlich auch nicht untereinander..." machte uns unmissverständlich klar, wir hätten zu schweigen. Daher wieherte Miu nur kurz, während ich mich auf ein schnauben beschränkte und Markus dabei noch nicht einmal ansah. Wie sehr ihn unsere pferdegemäße Reaktion darauf erfreute, zeigte er uns mit der Gabe von einigen Nüssen, die wir zum Abschluss aus der Hand von ihm gefüttert bekamen. Mit der Kontrolle meiner Rückenverletzung- Markus freute sich über das schnelle Verheilen des Abszess in den vergangenen Tagen- mit dem Anlegen des Harness, der Führzügel und dem Versetzen des Medaillon's darauf verdeutlichte er mir, ein weiterer Trainingstag hätte jetzt begonnen...

"Komm Schlachtross- noch ist es nicht zu warm... Nein Miu, du wirst gleich von der Rittmeisterin abgeholt, diese Einheit ist dein Freund hier nicht bei dir..."

Ein sanfter Ruck und ich folgte dem Pferdetrainer widerspruchslos zur Hengstbox, wo Brutus und Lion fertig aufgezäumt und mit auf dem Rücken fixierter Vorderhand davor angebunden standen. Markus griff nach meinen beiden Armen und verband diese auf die gleiche Weise, dann löste auch deren Führleinen und zog uns drei nach draußen, vorbei an dem Pferdeknecht, der damit beschäftigt war, eine Wagonette als Vierspänner vorzubereiten. Die Nähe von Markus gab mir die Sicherheit die ich benötigte, um ohne mich zu ängstigen zum Knecht zu schauen. Da weder die Rittmeisterin noch irgendwelche Einsteller sich aber in seiner Nähe befanden, blieb für mich unklar, ob er die Kutsche für Miu und die drei anderen Gestütpferde vorbereitete oder für 'Freizeitpferde', die sich die letzten Tage vor dem Rennen hier an die Umgebung gewöhnen wollen...

Ein "Hooo" als Haltesignal ließ uns neben einem an einen Weidezaun gelehnten Fahrrad verharren- unser Trainer nahm die darüber hängenden Longierleinen und hakte diese an den Handgelenksfesseln auf unserem Rücken ein. Danach entfernte er unsere Führleinen von den Halftern und begab sich hinter uns zu dem Fahrrad. Meinen neugierigen Blick nach hinten zu ihm unterband er mit der Aufforderung an mich, gefälligst nach vorn zu schauen, wenn ich nicht gleich über meine Füße- oder schlimmer noch, über die Leinen- stolpern wollte. Daher war es mir nicht möglich zu sehen wie Markus sein Smartphone an der Lenkerhalterung befestigte und die App mit meinem Chip aufrief...

"Brutus, Schlachtross, Lion- ihr lauft vor mir her. Und antraben!"

Die Aufforderung zum loslaufen war klar und deutlich- daher legten wir uns ins Zeug und begannen den befestigten Weg in Richtung Waldstück zu joggen. Meine doch vorhandene Befürchtung, daß unsere Arme überdehnt würden, wenn Markus zu sehr zurückfiele, verringerte sich mit jedem gelaufenen Meter- ich war, wie ich feststellte, noch immer nicht ganz frei von meinen Ängsten. Hätten wir Mira oder Jens im Schlepptau gehabt- die beiden hätten diese Möglichkeit garantiert genutzt um uns zusätzlich zu quälen...
Nach einigen Minuten hatten wir Pferde unseren gemeinsamen Rhythmus gefunden, unser Trainer gab klare Richtungskommandos und forderte uns auf, noch ein wenig das Tempo zu erhöhen.
Vorbei an dem Weiher, wo ich vor über einer Woche Miu wieder seit langer Zeit für ihn ins Wasser locken konnte und weiter auf den Feld- und Waldwegen rund um das Gestüt- Markus schickte uns fast jeden Trail entlang, der wohl, so vermutete ich, auch Bestandteil des Langstreckenrennes sein könnte. Er forderte uns auch abwechselnd auf, die Rolle des Tempomachers zu übernehmen- dies galt weniger für Lion, aber Brutus und ich durften uns in dieser Rolle mehrfach abwechseln...
Für mich war wichtig, Markus schien offenbar mit meinem Tempo zufrieden und bis auf eine Aufforderung durch ihn, etwas langsamer einen Anstieg anzugehen, konnte ich auch wieder meinem Körpergefühl trauen. Auch verführte mich die Anwesenheit meines schärfsten Mittbewerbers nicht dazu, mich vollständig auszupowern- ich spürte in mir bei dem letzten halben Kilometer vor Laufende, ich hätte noch genug Reserven um diesen in einem Endspurt zurückzulegen...

Nach dem Haltesignal durch Markus hatte ich nur einen Moment Zeit mir die Hinterhand ein wenig auszuschütteln- er war wohl nur vom Fahrrad gestiegen- dann kam auch schon das Kommando "Im Schritt- vorwärts!" von ihm. Bis zu seiner erneuten Aufforderung an uns, neben einem Weidetor stehenzubleiben, hatten wir so die Möglichkeit, bereits ein wenig Erholung zu finden und ich spürte, wie mein Puls auf Normalwert sank. Der Pferdetrainer öffnete das Tor, dirigierte uns hindurch und befreite danach unser Vorderhand von der Fixierung auf dem Rücken. Zu meinem Bedauern wurde diese aber seitlich am Harness erneut fixiert- was Markus mit dem lapidaren Wort "Rennvorbereitung" kommentierte. Derart versorgt wurden wir von ihm in die erste Weidepause entlassen und suchten daher recht schnell die für uns vorgesehene Tränke auf.
Ein Blick über die umzäunte Wiese zeigte uns, wir waren die ersten hier- auch auf den Nachbarweiden war noch keine anderen 'Pferde' zu sehen... Dies änderte sich aber nach wenigen Minuten- jeder von uns hatte sich gerade an der Tränke gütlich getan- denn der Pferdeknecht brachte zusammen mit zwei Einstellern auch Blacky zu uns. Ich konnte zwar nicht verstehen, was er zu diesen sagte, aber allein seine Stimmlage und der Gestus seiner Bewegungen widerten mich an. Das er überhaupt mit dem Rappen ein Gestütpferd führen durfte wunderte mich- aber als Erklärung kam ja vielleicht der gemeinsame Weg der Einsteller auf unsere Weide hier in Frage. Anders konnte ich mir es nicht erklären und einen bewussten Verstoß von Seiten der Rittmeisterin oder des Pferdetrainers gegen unsere Absprache konnte ich mir nicht mehr vorstellen.
Jens führte die drei direkt zur Tränke- und obwohl die Einsteller bei weitem nicht so fertig aussahen wie Blacky, sollten diese seinem Willen nach zuerst ihren Durst stillen dürfen. Brutus, Lion und ich nickten uns wortlos zu und dann galoppierten wir auf die beiden zu und drängten diese wiehernd kurz von der Tränke weg. Der Knecht warf uns bitterböse Blicke zu, aber ihm waren die Hände schon allein durch die Anwesenheit der 'Freizeitpferde' gebunden. Stinksauer hakte er die Führleine bei Blacky aus dessen Halfter und stampfte von der Weide ohne sich weiter um die ihm anvertrauten 'zahlenden Pferde' zu kümmern...


Schon von weitem war die markante Gestalt der Rittmeisterin für uns erkennbar- auch ihr Gang unterschied sie von jenen Gästen, die als Owner bereits für das Rennen angereist waren und vielleicht einen Spaziergang zu den Koppeln unternommen hätten. So standen wir 'Gestütpferde' bereits am Tor bereit zur zweiten Trainingseinheit ohne daß sie uns hätte rufen müssen. Meine geheime Hoffnung auf eine Leckerei erfüllte sich zwar nicht- wir waren halt doch keine zahlenden Einsteller- aber unser Wohlverhalten wurde doch von ihr mit einigen Streicheleinheiten für uns honoriert. Immerhin etwas...- aber wozu führte sie eine Peitsche mit sich?
Nach dem Anlegen der Führleinen trotteten wir ob dieses 'Hilfsmittels' ein wenig unruhig hinter ihr her- da der eingeschlagene Weg nicht in Richtung Stall führte, war die Wahrscheinlichkeit einer Ausfahrt als Ein- oder Mehrspänner recht gering. Natürlich- sie bog auf den Weg ein, der uns zum 1000-Meter Rundkurs führte... Also entweder Sprinttraining oder Arbeit an einem Parcours. Beim Einbiegen auf die Bahn erkannte ich am Sprungparcours neben Markus und Miu auch meine Jockey, die Steel und Kara an den Führleinen hielt und sich angeregt mit der Baronin zu unterhalten schien... Würde sie sich etwa diese Trainingseinheit anschauen wollen?
Hinter ihnen standen neben zwei Rennsulkys ein einachsiger Wagen, wie ich ihn aus Filmen wie 'Ben Hur' kannte- konnte mir aber nicht wirklich einen Reim darauf machen. Gab es zum Rennen vielleicht eine Demonstration durch das Gestüt oder gar einen Wettbewerb im Wagenrennen als Quadriga und war dies der Grund für das doch eher ungewöhnliche Erscheinen der Baronin bei einem 'normalen' Training?
Auf der Bahn selbst waren drei Abschnitte mit Warnkegeln abgesteckt- je einer auf den Geraden und einer in einem Kurvenradius...

Die Rittmeisterin begrüßte zuerst ihre Chefin und dann auch Anja herzlich, übergab dann Lion und Blacky an den Pferdetrainer, gleiches tat meine Jockey mit den beiden Stuten. So war die Verteilung klar- Miu blieb bei Anja, Brutus und ich bei der Rittmeisterin, Markus würde jetzt alle anderen trainieren und die Baronin war wegen Brutus, mir oder uns beiden anwesend...

Während der Pferdetrainer begann, seine vier Pferde zu einer Quadriga einzuspannen, führte die Rittmeisterin Brutus und mich zu den Rennsulkys und befahl uns dort zu stehen. Noch bevor sie uns einschirrte, nickte ihr die Baronin zu und mit dieser Aufforderung gab sie eine an uns beide gerichtete Erklärung über das geplante Training- was ja hier für uns Gestütpferde eher ungewöhnlich war...

"Ihr beiden fahrt jetzt gleich eine Rennsimulation über fünf Runden, dann werden die Rollen getauscht. Schlachtross, ich werde mit dir anfangen- während Brutus durch die Frau Baronin gelenkt wird, wirst du versuchen sie in den abgesteckten Abschnitten zu überholen. Brutus- deine Aufgabe wird sein dies zu verhindern! Wenn wir erfolgreich sind, lassen wir danach euch wieder vor für den nächsten Abschnitt. So wird jeder von euch insgesamt fünfzehn Versuche haben, an dem anderen vorbeizukommen- ihr solltet mindestens zehn Mal Erfolg haben.
Noch etwas Schlachtross; wenn wir nachher laufen, werden die Baronin und auch ich mit Brutus zeitweise wie die Baroness... hoffentlich nicht... agieren- sei daher auf ALLES gefasst..."

Mein Gesicht zeigte wohl im ersten Moment Unglauben und wechselte vermutlich in Entsetzen ob ihrer Worte- daher nahm sie mich in den Arm und strich mir über die Mähne.

"Ganz ruhig- das ist auch mit Anja abgesprochen. Ich muss- und will- dich auch auf die Möglichkeit vorbereiten, daß sie versucht, mit unfairen... regelwidrigen... Methoden deine Jockey und dich zu besiegen...
Glaube mir- ich habe garantiert keine Freude daran..."

Ihr Blick sagte mir, sie sprach die Wahrheit...- und ich war bis jetzt immer noch naiv genug gewesen, an ein... halbwegs faires Rennen zu glauben.

Mit Sorgfalt begann sie zuerst Brutus einzuspannen, kontrollierte den Sitz aller Verbindungen, legte Brutus die 'Scheuklappen' an und strich ihm danach noch einmal über den Rücken.

"Entschuldige Brutus- ich weiß nicht, wie oft du hier ohne Sinn geschlagen wurdest... Ich hoffe, dies wird ein Ende finden- aber jetzt dient es der Rennvorbereitung... Ich bin mir sicher, deine Besitzerin wird keine Rücksicht auf die Vorgaben der Jury über den Einsatz von Hilfsmitteln während des Rennens nehmen wenn ihr in den Bereichen seid die nicht Kameraüberwacht sind... Du wirst es aushalten... -müssen."

Inwiefern ihre leise gesprochenen Worte von Brutus in ihrer Gesamtheit verstanden wurden erschloss sich mir nicht- doch der Inhalt war ihn ganz sicher klar. Seine Haltung versteifte sich etwas und er nickte der Rittmeisterin langsam zu.

'War das dein Einverständnis zu dem, was jetzt folgen sollte?'

Nach diesen Worten zur Einstimmung meldete Vanessa ihrer Chefin die Einsatzbereitschaft des vorbereiteten Gespanns, wechselte danach zu mir, schirrte mich ein und richtete dabei noch ein paar leise Worte an mich.

"Schlachtross- ich hoffe für uns alle, daß Mira sich an die Rennregeln halten wird; weder Markus noch ich rechnen aber wirklich damit. Du hast der Baroness hier die Stirn geboten, mehrfach- das wird sie dir niemals verzeihen... Und sie hat dich nicht brechen können... Sie hasst dich... und wird keinerlei Rücksichten walten lassen wenn sie euch vernichten kann... Das ist zumindest die Einschätzung von Markus und mir...- und daher ist dieses Training jetzt notwendig! Die Baronin hat diesem... auf meinen Vorschlag hin... nach einigem Zögern zugestimmt. Ich würde- nach allem was hier geschehen ist- aber liebend gern darauf verzichten..."

Ihr Konflikt, mir weh tun zu müssen ohne daß dies durch meine Leistung irgendwie gerechtfertigt wäre, stand ihr in ihr Gesicht geschrieben- daher wieherte ich ihr aufmunternd zu obwohl ich keinerlei Lust verspürte geschlagen zu werden. Eine letzte Berührung meiner Mähne, dann legte sie auch mir die für das Rennen vorgeschriebenen Augengläser um und befestigte die Trense an meinem Halfter; ich spürte, wie sie hinter mir aufsaß und mit einigen Kommandos dirigierten beide Brutus und mich hintereinander auf die Bahn in Startaufstellung.

Ich hörte nur einen Knall der ein wenig von dem einer Startpistole abwich- spürte den Zügelschlag und rannte los. Da ich nicht von der Rittmeisterin gebremst wurde, musste Brutus vor mir ebenso mit voller Leistung gestartet sein... Ein leichter Zügelzug links- wir hatten die erste Kurve erreicht. Nach dem Startsprint zeigte mir ein geringfügiger Ruck meiner Trense an, ich könnte jetzt in den Langstreckentrab wechseln- ich muss zugeben, vor Rosengarten hätte ich dies, ohne auf ein Kommando meiner Jockey zu warten, getan. Hier hatte mein Aufenthalt und das Training doch positive Ergebnisse hinterlassen...
Ein kaum spürbares Korrektursignal rechts zeigte mir das Erreichen der gegenüber liegenden Gerade an, gefolgt von einem heftigeren Zügelschlag und der Ankündigung "Passage" durch die Rittmeisterin. Ich sprintete los- ein leichter Zug links und rechts im Maul, ich scherte aus und gab bei dem Versuch, Brutus zu überholen, alles.
Da ich nicht sehen konnte, ob ich erfolgreich war, beruhigten mich die Worte meiner Jockey hinter mir enorm nach den wieder einscheren...

"Sauber reagiert und gelaufen Schlachtross...- Baronin, bitte zieht wieder nach vorn!"

Gleichzeitig wurde ich leicht abgebremst und fiel zurück in den Trab...
Dieses Spiel wiederholte sich mehrfach- ich hatte mir hier als Pferd inzwischen abgewöhnt die gelaufenen Runden zu zählen, wie ich es früher unter Anja sicher getan hätte- daher kam das Geräusch der neben meinem Ohr knallenden Peitsche bei dem jetzt von mir verlangten Überholmanöver umso überraschender...

"Brutus, du Scheißgaul- beweg dich!"

Die Stimme der Baronin gellte in meinen Ohren, gefolgt von erneutem Peitschenknallen. Ich litt mit meinem Mitbewerber, denn ganz sicher hatten ihm die beiden Treffer weh getan. Ich beschleunigte weiter und gab alles, damit ich es schaffen würde, trotzdem an ihm vorbei zu kommen. Von hinten wurde ich von der Stimme der Rittmeisterin getrieben und ihre Drohung, die nächsten Hiebe könnten mich treffen wenn ich nicht anfangen würde zu laufen, ließ mich alles aus mir heraus holen. Dazu kamen von ihr jetzt abrupte Zügelkommandos- ich musste jetzt zusätzlich noch scharfe Ausweichmanöver fahren, so als würde unser Gespann unfair von dem zu überholenden attackiert. Weitere Peitschenhiebe folgten- die mich nicht trafen, aber knapp neben mir auf der Zuggabel zu spüren waren...
Endlich spürte ich die Zügelsignale zum Einscheren und die Stimme der Rittmeisterin motivierte mich mit einem

"Gut gemacht Schlachtross- du bist an Brutus vorbei gekommen..."

Es dauerte nicht lange und ich spürte ein doch recht heftiges Zügelrucken- gefolgt von einem für Rosengarten-Verhältnisse sanften Schlag mit der Peitsche. Ich verstand- die Baronin hatte mit meinem Rivalen eine Attacke begonnen und ich sollte alles daran setzen, ihn nicht an mir vorbei zu lassen. Wieder erfolgten abrupte Kommandos, die mich auf eine Art Slalomkurs zwangen- bei einem richtigen Rennen wäre meine Jockey ob solchen Verhaltens garantiert mit mindestens einer Zeitstrafe belegt oder vom Rennen disqualifiziert worden. Hier kam noch das Geräusch des Peitscheneinsatzes hinzu. Obwohl ich bereits sprintete, erhielt ich zwei weitere leichte Treffer- eher Berührungen mit der Peitsche- bevor ich abgebremst wurde und auch Brutus das Kommando erhielt, in den Schritt zu wechseln. Mein Puls sank und unmittelbar danach bekamen wir beiden Hengste ein verbales Haltekommando. Die Rittmeisterin stieg ab und entfernte meine Sichteinschränkung- mein erster Blick in ihr Gesicht sagte mir, sie war mit sich und der Welt ganz und gar nicht im reinen...

"Schlachtross- du hast es sicher gemerkt, aber ich konnte nicht wie Mira agieren... Ich bin für eure Ausbildung zuständig und meine Aufgabe ist es, euch für das Rennen fit zu machen- nicht euch zum Sieg zu prügeln..."

Ein verstohlener Blick zu Brutus nach rechts neben mir ließ mich erkennen, was sie damit wirklich meinte. Der Leithengst stand schwer atmend und schweißglänzend neben mir- aber ohne einen neu hinzugekommenen Striemen. Alle von mir vernommenen Peitschenhiebe der Baronin hatten wohl nur das Gestänge getroffen oder waren gezielt neben Brutus platziert worden.
Ich war dermaßen perplex- ein Schnauben und das Abknien zu einer Unterwerfungsgeste vor ihr waren alles, was ich spontan dazu auf Pferdeart entgegnen konnte. Auch Brutus setzte gleichzeitig mit mir dazu an- bekam aber von der Baronin ein deutliches "Steh!" angesagt.

Wieder gefasst stemmte ich mich hoch, Brutus und ich bekamen von der Rittmeisterin ein paar Züge aus einer Trinkflasche mit Wasser zugestanden- dann tauschten die Baronin und sie die Gespanne. Befestigen der Sichteinschränkungen bei uns Pferden und erneut wurden wir auf die Bahn dirigiert. Ich befand mich jetzt in vorderer Position und würde den ersten Angriff abwehren müssen...

Die Baronin zeigte mir mit einem Peitschenknallen und der Weisung anzuziehen, die zweite Hälfte des Trainings hatte begonnen.
Da dies immer noch eine Rennvorbereitung und ich noch von der ersten Hälfte aufgewärmt war, begann ich sofort mit einem respektablen Trab, was Brutus hinter mit die Aufforderung einbrachte an mir dran zu bleiben. Mit Erreichen der ersten Sprintstrecke kam von ihr wieder die Ankündigung "Passage!" gefolgt von der Aufforderung, ich solle weiter nur meine Geschwindigkeit halten.
Brutus zog daher recht zügig und ohne motivierendes Peitschenknallen an mir vorbei.
Während meines danach folgenden nach vorn Ziehens hörte ich die Rittmeisterin, unser Gespann solle im nächsten Abschnitt gegenzuhalten und alle darauffolgenden Versuche würde sie so unfair wie es möglich wäre agieren. Unbewusst nickte ich dies als Zeichen, ich hätte verstanden, ab...- was mir eine Berührung mit der Peitsche durch die Baronin einbrachte.

Bei der Ankündigung der Rittmeisterin, ihr Gespann würde jetzt angreifen, gab es von hinten Zügelsignale, die gegen alles verstießen, was mir an Rennetiquette beigebracht worden war und ich beschleunigte, so gut ich konnte. Brutus schaffte es aber dank des geringeren zu ziehenden Gewichts seiner Jockey Meter für Meter aufzuschließen und rechtzeitig vor dem Ende des Abschnitts an mir vorbei zu ziehen. Ich hörte davon aber nur seinen Atem, wie er aufschloss und sich Stück für Stück an mir vorbei arbeitete... Danach verringerte die Rittmeisterin ihr Tempo und wir setzten uns wie besprochen erneut vor ihr Gespann.
Die nun folgenden 'Angriffe' hatten es wirklich in sich- Peitschenhiebe dicht neben mich und auf die Gabelstangen, scharfes Einscheren vor unserem Gespann, Beschimpfungen und auch mehrfach der Versuch, uns von der Bahn zu drücken. Dies nicht nur bei ihren Überholmanövern- auch wenn ich jedes Mal wieder nach vorn ziehen sollte, erfolgte die eine oder andere Hinterfotzigkeit. Einige Situationen kannte ich bereits aus anderen gelaufenen Rennen, aber ihr Einfallsreichtum zwang die Baronin, mich mehrfach aus vollem Galopp heraus abzubremsen damit Brutus nicht mir in die Seite fuhr.


Irgendwann hatte ich aber genug davon und wollte bewusst gegen die Signale der Baronin handeln. Ich ignorierte einen Moment ihrem erneuten Versuch mich abzubremsen und ohne meine Geschwindigkeit zu drosseln blieb ich 'auf Kurs'...

'Nein...- das ist falsch! Ich bin das Pferd und im Rennen ist es Anja, die mich lenken wird! Ich würde sie gefährden...'

Mit Verzögerung, doch dem Befehl der Baronin gehorchend, führte ich ihr Kommando aus. Der mir und der Baronin geltende Fluch der Rittmeisterin brach ab und ich hörte, wie Brutus an mir vorbei zog...

"Schlachtross- langsamer Trab!"

Das Kommando der Baronin erstaunte mich- ich hatte jetzt mit meiner Reaktion auf ihre permanent unfaire Fahrweise natürlich... wenn auch nur einen Augenblick... 'unpferdig' reagiert. Aber kein Antippen mit der Peitsche- nicht einmal eine verbale scharfe Verwarnung? Eine Runde lief ich beunruhigt hinter dem Gespann der Rittmeisterin her, dann befahl Amalie mir an den Rand der Bahn zu fahren und gab das Haltekommando. Ich hörte, wie ich neben Brutus zum Stehen kam- Vanessa kam zu uns, nahm uns beiden die Sichteinschränkung ab und rieb uns zuerst wortlos mit einem Handtuch trocken. Dann gönnte sie uns erneut ein paar Schlucke aus einer Flasche ehe wir von ihr UND der Baronin für die gezeigte Leistung gelobt wurden. Zum Abschluss wurde der Blick der Rittmeisterin aber noch einmal ernst. Sie griff mit beiden Händen mein Halfter und zwang mir ihren Blick auf...

"Schlachtross, ich würde dich für dein Verhalten bei meinem letzten Überholmanöver gern loben- aber da war ein Moment... Gib zu...- da hat in dir Dominic die Kontrolle über deine Entscheidung übernehmen wollen... aber Schlachtross hat ihn daran gehindert! War doch so...?"

Was sollte ich ihr antworten- ihre Beurteilung der Situation stimmte zu 100%! Daher nickte ich stumm, hielt ihrem Blick aber stand...

"Du bist ein Pferd- und wolltest... gegen die Anweisung Deiner Jockey... agieren... Von Mira hättest du jetzt dir Prügel eingehandelt, denn du wolltest die 'Machtfrage' stellen...- was sie niemals toleriert hätte!
Ich habe es bewusst darauf angelegt dich zu reizen und werde dies auch deiner Jockey noch einmal sehr deutlich sagen...- wenn ihr beiden so auf eine Provokation, egal durch wen, reagieren würdet, dann seid ihr nicht besser... Hier zu siegen ist nicht alles! Auch wenn dies für euch ein Nachteil ist- bleibt fair und haltet euch an die Rennregeln!
Ich habe dich absichtlich derart mit meinem Verhalten unter Druck setzen wollen um zu sehen, wann es dir zu viel wird- und du hast wirklich alle fünf Runden... wenn auch mit diesem einem 'Ausrutscher'... durchgehalten. Du hast dich letztendlich unter Kontrolle gehabt- das allein zählt! Aber das ist nur die Hälfte der Gesamtstrecke... Egal was es Anja und dich kosten mag- ihr reagiert nicht auf unfaires Verhalten und brecht lieber einen Angriff ab oder lasst wen auch immer zügig an euch vorbei. Hast du mich verstanden? Das ist wirklich wichtig!"

Ihre an mich gerichteten Worte waren derart eindringlich- auch die Baronin schaute mich deswegen sehr streng an- ich konnte dies nur abnicken. Beide merkten wohl, die Ansprache wäre bei mir angekommen und bauten mich zuletzt noch ein wenig auf:

"Wenn diese Kontrolle über dich selbst nur das Einzige wäre, was du aus Rosengarten mitnehmen würdest...- aber es dürfte sehr viel mehr sein! Du solltest stolz auf dich sein- eine derartige Selbstkontrolle nach allen, was dir hier passierte... Ich bin mir sicher, du wirst auf mögliche Provokationen während der Rennen genau so gelassen reagieren...- wir sind stolz auf dich!"

Was mir sehr wichtig war- und das war sicher nicht abgesprochen- die Baronin nickte diese Worte ihrer Cheftrainerin ohne ein Zögern ab.

"Ich werde mit Anja in Bezug auf eine mögliche Renntaktik noch ein paar Worte wechseln...- und du reagierst einfach auf ihre Signale... Das machst du überwiegend bereits wieder instinktiv... Ihr beiden seid ein gutes Team..."

Ohne weitere Worte hakte die Rittmeisterin unsere Führzügel ein, zog uns den Weg zum Stall und spannte uns dort aus. In der Paddockbox stand der Mittagssnack bereits fertig portioniert und so wurden wir noch aus ihrer Hand gefüttert, ehe sie Brutus und mich allein ließ.


'Paddockbox'


Noch waren Brutus und ich allein- und wir beide hatten damit zu tun, das gerade gelaufene Training zu verarbeiten. Ich vermutlich mehr als mein Mitbewerber...- nach fünf Wochen hier auf Rosengarten war ich immer noch von dem Irrglauben ausgegangen, hier in einem halbwegs fairen Rennen antreten zu können. Die Ansagen der Baronin und der Rittmeisterin hatten mir aber endgültig die Augen geöffnet- nur verstand ich deren Motiv dahinter nicht wirklich. Ich konnte- und wollte mir nach all den Ereignissen hier- nicht vorstellen, daß Amalie ihrer Tochter damit eine Art Vorteil verschaffen wollte. Bei der Rittmeisterin schloss ich dies inzwischen ohnehin aus...- doch was war es dann? Ich begriff es nicht. Auch ärgerte ich mich... trotz der Entscheidung durch mich, dem nicht nachzugeben... darüber...- so 'menschlich' in diesem Moment handeln zu wollen. Warum hatte ich mich derart leicht aus meinem Pferde-Ich- trotz all des Trainings hier und der damit verbundenen Schläge- reißen lassen?
Brutus kam zu mir herüber- er schaute mich ein wenig besorgt an...

"Are you ok Schlachtross?"

Erstaunt schaute ich ihn an- das war das erste Mal, daß Brutus von sich aus ein Gespräch suchte. Als ich nicht antwortete, fragte er erneut nach.
Was sollte ich antworten?

"Sorry Brutus- all is well..."

"Don't lie- meanwhile I... know you... enough..."

Dies lockte mir nur ein müdes Grinsen hervor.

"Yes, you're right. I have some worries about your future... What happen next after the race? I will go back to my home-stable... but you and all others of the herd here? I feel fear about all of you..."

"All is well, I will protect them...- don't worry!"

Ich verstand nicht- wie wollte er die anderen beschützen? Mein Gesichtsausdruck schien meine Frage wie ein Spiegel zu reflektieren, denn Brutus setzte an, ohne das ich sie verbal formulieren konnte, sie zu beantworten.

"Schlachtross, I understand... you suspect- after all your days here, this place is a hell for us- but you must know, I stay here since fife years and since this time I'm the prime stallion. The baroness Amalie buyed me at the same time like Steel- we were gifts for her daughters but they had never owned us her. My biggest hope at the moment is Mira's suspected acting against her mother and their vision for this horse-farm..."

Schlagartig schwieg er, das Wiehern von Lion in der Stallgasse ließ uns besser beide verstummen- auch wenn ich das Recht hatte in meinen Pausen als Mensch zu handeln, für Brutus galt dies definitiv nicht!
Markus brachte Blacky und Lion vorbei- er gab mir dabei mit einem gemurmelten "Strohwechsel in der Hengstbox" den Grund für das Einstellen der anderen Hengste zu verstehen. Einzig Miu fehlte noch- aber vielleicht hatte Anja mit ihm noch etwas anderes vor...


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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:06.05.22 11:11 IP: gespeichert Moderator melden


Schlachtross findet eine Lösung für ein Problem...- und hat dabei mit einem Lachflash zu kämpfen! Zudem bekommt er das Versprechen der Rittmeisterin, ihm bei einem weiteren Problem zu helfen...


Tag 37; Woche 6- Montag (Part 2)


Nachmittag...


Schlachtross:


Die Pause in der Box war zu meinem Bedauern schneller vergangen als mir lieb gewesen ist- auch vermisste ich meinen Freund Miu, den ich aber bei Anja in guten Händen wusste. Dank der Anwesenheit der beiden anderen Hengste nahm ich das Gespräch mit Brutus nicht wieder auf und döste unter der Weide, denn ich war mir recht sicher, weder Blacky noch Lion würden so kurz vor dem Rennen es noch einmal auf eine Machtprobe anlegen wollen...


Anja stand im Durchgang der Box zur Freifläche, hielt bereits Miu am Führzügel und ich hörte ihre Aufforderung an Blacky und mich, zu ihr zu kommen. Die beiden Einheiten bei Markus und der Rittmeisterin am Vormittag hatten mich gefordert und so hoffte ich auf eine ruhigere Lektion mit meiner Jockey. Wortlos deutete ich Blacky an, er solle keine Show abziehen und es wäre besser für ihn, wenn er gleich mit mir zu Anja laufen würde. Ein von ihm auf mich gemünztes, ironisch geflüstertes "Freizeitpferd..." blieb seine einzige Reaktion darauf und wir beide gingen ruhig zu meiner Jockey.
Anja war ganz Trainerin für uns alle- sowohl ich als auch Blacky bekamen zwar kein Leckerlie, aber selbst das gekrault werden durch sie war für den Rappen noch immer ungewohnt. Miu versuchte gleichfalls noch ein paar Streicheleinheiten zu ergattern, wurde aber von ihr mit dem Hinweis, er hätte schon genug Aufmerksamkeit erhalten, zurückgewiesen. Das Anlegen der Führzügel war Routine, dann wurden wir von ihr in die Stallgasse geführt, wo Jens dabei war, eine Wagonette als Dreispänner aufzurüsten. Bei unserem Erscheinen hatte er nur ein gemurmeltes "Alles ist vorbereitet..." für Anja übrig, dann verzog er sich wortlos in den Bereich der Einsteller. Ich konnte gut auf seine Anwesenheit verzichten, auch wenn meine Jockey dadurch uns allein einschirren musste- sein Anblick hatte mich aber daran erinnert, ich hatte für seine Bestrafung noch immer keine Idee...
Nachdem ich bereits in der Mitte und Blacky rechts von mir eingespannt war-Anja hatte gerade Miu in seine Position geführt- betrat Simone die Stallgasse. Hinter sich zog sie an einer Kette eine Person hinter sich her, die von ihrer Aufmachung einem Hausmädchen aus der Kaiserzeit entsprach und zwei Picknickkörbe in ihren Händen hielt. Damit war klar, es wäre keine weitere Trainingseinheit für uns- eine lockere Ausfahrt mit drei Personen wäre unser Nachmittagsprogramm. Die Zofe wartete mit ihrer Begleitung ruhig, bis Anja auch mit mit Miu fertig war, dann umarmten sich beide Frauen und Simone stelle meiner Jockey die 'Anna' vor, welche die Ehre hätte, mit uns an dieser Ausfahrt teilnehmen zu dürfen. Natürlich hätte 'Anna' nichts bei Ihnen oben auf dem Wagen verloren- sie würde neben diesem her laufen dürfen...

Während Anja und Simone sich noch ein wenig unterhielten, hatte ich Zeit mir Simone's Begleitung ein wenig näher zu betrachten. Die Person war eindeutig ein Mann- aber unter der Maske mit dem Frauengesicht als solcher nicht erkennbar. Unter den von 'ihr' getragenen knöchellangen schwarzen Kleid und der weißen Schürze war ein üppiger 'Vorbau' versteckt- ein Häubchen auf der Perücke, Absatzschuhe und weiße Handschuhe vervollständigten ihr Outfit...
Ich hatte während meiner Zeit hier schon mehrfach solche Damen in der Obhut von Simone gesehen, aber bisher noch keinen engeren Kontakt zu diesen gehabt. Daher war ich neugierig, wie 'Anna' an einem Picknickplatz sich verhalten müsste- irgend etwas machte mich neugierig, sie agieren zu sehen.

Hinter uns hatten Anja und Simone die Kutsche bestiegen- ein mittlerweile bekanntes ziehen der Zügel links und rechts- und dann das Kommando, im Schritt mit der Ausfahrt zu beginnen.
Routiniert lenkte uns meine Jockey zuerst aus dem Stall und später vom Gestüt- die Zofe gab ihr, wie ich noch mitbekam, Hinweise, die uns auf die Wege zum Weiher führten.
Anja hetzte uns nicht- im gemütlichen Schritt war es für mich Erholung von den beiden Vormittagseinheiten- ich schaltete einfach ab und war erstaunt, wie 'schnell' wir doch unser Ziel erreicht hatten. Auch nahm ich hier erst wieder die Anweisungen unserer 'Menschen' untereinander bewusst wahr- während des Ziehens hatte ich deren Anwesenheit völlig ausgeblendet.

Mich erstaunte vor allem ein Fakt- Simone wurde von ihrer Begleitung stets als 'Madame' angesprochen. Dies war für mich in dieser Form bisher nur in Verbindung mit der Rittmeisterin relevant gewesen- Markus hatte dies als Pferdetrainer ihr gegenüber ab und an mehr ironisch verwendet, der Pferdeknecht und einige Einsteller bei Auswertungen stets mit Respekt. Hatte Simone hier auf dem Gestüt eine vergleichbar hohe Stellung wie die Rittmeisterin? War die von mir vorgenommene Bewertung als 'Zofe' eher der Tatsache geschuldet gewesen, wie sie von Mira gegen mich eingesetzt wurde? Immerhin hatte sie hier auf dem Gestüt hier ihren eigenen Arbeitsbereich. Dominic würde sie in einem passenden Moment danach fragen müssen...

Während Miu und ich von Anja nach dem Ausspannen zum 'Grasen' freigelassen wurden, beschäftigte sich meine Jockey mit Blacky- genauer gesagt zog sie mit ihm mit Longe und Doppelzügel eine Einheit Bodenarbeit durch. Für mich erstaunlich arbeitete der Rappe ohne herumzubocken trotz der von Anja ab und an zur Korrektur seiner Leistung verwendeten Fahrpeitsche mit- vielleicht lag es daran, meine Jockey belohnte seine perfekten Sequenzen und die Peitschenschläge waren eher Berührungen um seine Aufmerksamkeit zu steigern...
Miu und ich hatten vorerst Zeit uns miteinander auf Pferdeart zu beschäftigen- nur schob Simone meiner Annäherung an das Wasser mit einem deutlichen "Schlachtross- Neeeiiin!" einen Riegel vor. So nutzte ich die Möglichkeit und beobachtete aus meiner Pferdeperspektive, wie Simone ihre Begleitung auf Trab hielt. 'Anna' hatte nach ihren Anweisungen einen Picknickplatz aufzubauen- die Lage der Decke, die Anordnung des Geschirrs,...- alles wurde penibel kontrolliert und bei Fehlern war sich die Zofe nicht zu schade, 'Anna' zu sich zu zitieren und sie für die unzureichende Leistung mit Ohrfeigen zu bestrafen. Erst danach war eine Korrektur erlaubt- da 'Anna' jedes Mal nur nickte und nicht sprach, trug sie jetzt entweder einen Knebel unter ihrer Maske oder ihr war eine verbale Kommunikation verboten...
Für mich war es eine völlig neue Spielart einer Unterordnung, mit der ich mich vorher noch nie beschäftigt hatte- ich verglich sie mit meinem Pferdedasein und konnte doch einige, wenn auch sehr entfernte, Parallelen erkennen. Das nicht sprechen dürfen, ständige Korrekturen der Handlungen bis zur Perfektion- es erinnerte an Dressur, nur halt auf einer menschlichen Ebene. Ich weiß nicht, wie ich dabei wieder an Jens denken musste- vielleicht waren es die Ohrfeigen, die er von Mira in meinem Beisein erhalten hatten- aber meine Jockey unterbrach meine Gedanken, indem sie Simone bat, 'Anna' solle mich doch zu ihr bringen. In dem Moment überlagerte sich das Bild des Pferdeknechtes mit dem von 'Anna'- und bei der Vorstellung bekam ich einen Lachflash!
Wer so etwas schon mal erlebt hat, weiß, dabei wird einem schnell der Atem knapp- ich krümmte mich vor Lachen, während ich gleichzeitig hilflos um Luft rang. In den Phasen wo ich ein paar Atemzüge schaffte, sah ich zuerst Miu und 'Anna' über mir; dann auch Simone und Anja- selbst Blacky schaute mich völlig irritiert an.
Meine Jockey schaffte es nach einiger Zeit- ich kann wirklich nicht sagen, wie lange ich in diesem Zustand verblieben war- zu mir durchzudringen und mich zu beruhigen. Ich schaffte es irgendwie auf die Hinterhand, schaute sie und auch Simone an- wieherte mehr instinktiv als bewusst drei Mal und wunderte mich nur über die verständnislosen Gesichter, ehe ich bei einer erneuten Attacke dagegen kämpfte, wieder in die Knie zu gehen. Dabei begriff ich, die beiden waren über die Vereinbarung zwischen der Rittmeisterin und mir ja gar nicht informiert- und Anja fragte mich schon mit einem leicht unduldsamen Unterton, was denn so witzig wäre und ob ihr Hengst sich überhaupt noch einkriegen würde...
Ich vermied tunlichst den Blickkontakt zu 'Anna'- daher bockte ich auch ein wenig, wo Anja mich weiter in deren Nähe versuchte zu trainieren. Sie unterbrach meine Übungen und fragte mich, was mit mir los wäre- ich versuchte aber unter allen Umständen auch weiter als Schlachtross zu agieren. Endlich begriff sie und fragte mich, ob es etwas mit 'Anna' zu tun hätte und ob es besser wäre, wenn ich sie nicht sehen würde. Dankbar nickte ich ihre Fragen ab und befreite mich damit aus dieser Zwangslage.

"Schließ deine Augen und halte sie geschlossen!"

Anja's Stimme half mir und auch das noch einmal kurz aufblitzende Bild des Pferdeknechtes in Sissyoutfit lösten keinen weiteren Lachflash aus. Wortlos und im gewissen Sinn dankbar spürte ich die Trense, die mir meine Jockey zwischen die Zähne schob und am Halfter befestigte. Augenblicklich fokussierte ich mich auf die Zügelkommandos und gab mein bestes.
Die Übungen halfen mir, mich wieder als Pferd zu fühlen und ich handelte schnell wieder rein instinktiv. Wendungen, Tempowechsel, Sprünge- ich schaltete einfach ab und dies führte zu einer Einheit, mit der Anja zum Schluß mehr als zufrieden war. Ihre Einschätzung, Markus und die Rittmeisterin hätten es hier geschafft mich jetzt wirklich ständig wie ein Pferd denken und handeln zu lassen, erfüllte mich mit Stolz...

Während Miu bei Anja zum Abschluss eine Mischung aus Bodenarbeit und Springtraining absolvierte, schaffte ich es, ohne erneut lachen zu müssen, in der Nähe von Simone und 'Anna' zu bleiben. Blacky schaute mich zwar nach meiner Rückkehr vom Training fragend an- er würde es aber früh genug sehen und ich wollte allen anderen Pferden die Überraschung nicht verderben. Daher wieherte ich nur kurz und beknabberte ihm die Mähne- wobei ich ein leises "Später" unterbrachte. Mit dieser Aussage zufrieden zog er ab und ich versuchte die Aufmerksamkeit der Zofe zu gewinnen.
'Anna' schien dies zuerst zu bemerken, denn sie fragte Simone mit Handbewegungen, ob sie mich streicheln dürfte. Nach deren Erlaubnis- und der Bemerkung, manche Pferde, besonders Hengste, wären zeitweise ein wenig eigen- waren es erst vorsichtige Berührungen, dann entwickelte sich aber ein Spiel zwischen uns. Ich versuchte sie über Anstubsen und arbeiten mit meinem Kopf zu 'erkunden', wie es unter ihrem Outfit aussehen würde- sie gab dabei Laute von sich die eindeutig auf einen Knebel Rückschluss gaben. Ich würde von ihr im Gegenzug gekrault und auch ein wenig gekitzelt und zum Abschluss half sie Anja bei meinem Einspannen vor dem Wagen.
Den Weg zum Gestüt liefen wir alle mit den 'Scheuklappen'- ich mag dies eigentlich, war aber froh wenn Sie mir dieses Mal abgenommen würden. Ich war gespannt auf die Reaktion der Rittmeisterin zu meiner Idee, wie ich mich an Jens revanchieren wollte...

Die Stimme von Jens unmittelbar nach dem Haltesignal durch Anja verursachte bei mir zum ersten Mal seit seiner Vergewaltigung am vierten Tag hier auf Rosengarten keine Angst- es war eher ein Gefühl der Überlegenheit, denn ich würde von meiner Forderung keinerlei Abstriche dulden.
Meine Jockey war so nett, mich zuerst auszuspannen und die Scheuklappen erst danach zu entfernen- nach mehrmaligem Blinzeln sah ich auch Markus neben Simone und 'Anna' stehen. In die Antwort von Anja auf die Frage des Pferdetrainers, wie die Ausfahrt und das Training ausgelaufen wären, wieherte ich erneut drei Mal laut und deutlich mit zu Markus zugewandtem Gesicht.
Anja meinte sofort, ich hätte genau dieses Verhalten nach einem Lachflash unmittelbar vor meinem Training gezeigt- selbiges wäre aber sehr gut verlaufen und ich hätte mich verdammt angestrengt. Der Pferdetrainer schaute mich daraufhin an, dann sah ich das Erkennen meines Wunsches mit der Rittmeisterin zu sprechen, er nahm mich am Führzügel zur Seite und ließ mich dieses mit einem Kopfnicken auf seine zur Sicherheit verbal gestellte Frage bestätigen.

"Lass uns hier zuerst fertig werden- ich rufe sie danach zu uns her."

Mit dieser Aussage führte er mich zurück zu Anja, befahl Jens, sich weiter um Blacky und die Kutsche zu kümmern und bat alle anderen ihm zu folgen.
Ich wunderte mich, warum wir in Richtung der Unterkunft von Simone und nicht in unsere Box geführt wurden- es passte aber sehr gut, denn die 'Zofe' bei meinem Gespräch dabei zu haben wäre mit ihrem Detailwissen sehr nützlich. Während dessen rief Markus seine Vorgesetzte an...
Nach dem Betreten von Simone's Reich war es an mir zu staunen- der Nachbarraum des Spielzimmers war als Pferdebox eingerichtet. Miu grinste mir in mein Gesicht und mit einer übertriebenen Geste seiner Vorderhand forderten er, Anja und Simone mich auf, einzutreten.

"Bis nach dem Rennen ist dies eure Box..."- mehr brauchte Anja auf meine noch nicht gestellte Frage zu antworten.
"Miu hat mir heute in der Mittagspause tatkräftig geholfen all dies heranzukarren- ich hoffe, es gefällt euch beiden. Simone hatte die Idee dazu und war so freundlich, euch und mir zwei Räume zur Verfügung zu stellen- im Stall wird es ab Morgen recht eng werden mit all den anreisenden Turnierpferden. Wir glaubten, ihr würdet dies der Hengstbox und dem generellen Trubel im Stall vorziehen... Ihr habt übrigens die Erlaubnis, die gegenüberliegende Toilette selbstständig zu benutzen- aber denkt daran, ihr seid sonst weiterhin Pferde. Ich schlafe übrigens im Nachbarzimmer...- nur wenn etwas sein sollte.
Füttern und Fellpflege findet weiterhin im Stall statt, ich führe euch beide immer nach dem Wecken rüber und Abends nach dem Training bzw. den Wettkämpfen wieder hier her. Ansonsten bleibt alles gleich...- auch alle getroffenen Absprachen zwischen dir und allen Anwesenden gelten weiter."

Miu, der neben mir stand, beugte sich ein wenig nach vorn und fragte leise flüsternd ob es mir gefalle. Völlig überwältigt konnte ich nur mit meinem Kopf nicken- ich umarmte meine Jockey 'unpferdig', kniete dann aber vor Simone ab und zeigte ihr meinen Dank als Hengst mit einer Unterwerfungsgeste. Mein Freund schloss sich spontan an- ich stellte mir gerade vor, wie schwer es ihm fallen dürfte nach dem Rennen wieder in die Hengstbox zurück zu wechseln. Es dürfte gerade wie Urlaub für ihn sein...
Nach meinem Aufstehen tat es mir etwas leid, aber da ich meinen Freund nicht in meinen Plan bezüglich Jens einweihen wollte, stupste ich ihn an und dirigierte ihn sanft zu der immer noch bei uns stehenden 'Anna'- dann deutete ich mit dem Kopf auf die Tür. Simone verstand sofort und 'bat' ihre Sissy, mit Miu doch noch einen kleinen Spaziergang zu unternehmen. Passend zum Verlassen des Raumes durch die beiden traf die Rittmeisterin ein und damit waren alle Personen vollzählig, die ich zur Umsetzung meines Wunsches benötigte. Anja wollte ich nicht bitten, sich Miu und 'Anna' anzuschließen- ich hoffte auch darauf, in ihr einen Fürsprecher bei der Durchsetzung meiner Forderung zu haben. Meine Jockey hatte sicher nicht vergessen, warum und wie ich hier auf Rosengarten von dem Knecht behandelt worden war...

"Madame Rittmeisterin, wir hatten vor einigen Tagen ein Gespräch, in dem wir ein Agreement schlossen... - der erneute Einsatz von Mira und Jens als Trainer von Einstellerpferden und dem damit verbundenen Entgegenkommen durch euch. In Bezug auf den Pferdeknecht hatte ich mir ja eine Entscheidung vorbehalten, da ich zu dem Zeitpunkt noch keine Idee hatte, wie ich mit diesem Sadisten angemessen verfahren könnte...
Anja- ich muss mich bei dir für das Verhalten von Schlachtross zu Beginn deiner Trainingseinheit entschuldigen, aber deine Bitte, mich von Simone's Kunden zu dir bringen zu lassen, geschah im richtigen Moment. Du hast ja erlebt, was du damit bei mir ausgelöst hast..."

Während mich meine Jockey und auch Simone als Zeugen dieser Szene noch einmal verständnislos ansahen, schaute ich der Rittmeisterin direkt in ihre Augen und formulierte meine Forderung.

"Ich möchte, daß Jens von morgen an als 'Sissy' eingekleidet die Morgen- und Abendfütterungen bis zum Ende der Rennen durchführt!"

Markus war der erste, der laut losprustete- Anja schaute mich an, dann fielen sie, Simone als auch die Rittmeisterin in das Gelächter ein.
Nachdem sich alle wieder etwas beruhigt hatten führte ich meine Gründe für diesen Wunsch aus- das, nun ja, schon als kriecherisch zu bezeichnende Verhalten des Pferdeknechtes vor der Baroness; seine Ambitionen, Markus als Pferdetrainer abzulösen wenn Mira das Gestüt übernehmen würde; seine immer noch vorhandenen Allüren, die im Umgang mit den Einstellpferden auch nach meiner Freigabe für ihn zutage traten;...
Es hatte sich einiges angesammelt- und wie in dem Gespräch mit der Rittmeisterin sagte ich ganz klar, ihm körperlichen Schmerz zuzufügen käme für mich nicht in Frage, da ich dann nicht besser als Mira wäre.

Nachdem ich zum Ende meiner Ausführungen gekommen war, herrschte Schweigen. Ich hatte die Gründe für meine Entscheidung dargelegt und war selbst erstaunt, dies doch einigermaßen emotionslos geschafft zu haben. Die Erinnerung an den Sadismus des Pferdeknechtes hatte aber sprichwörtlich für ein kaltes Raumklima gesorgt, denn die Rittmeisterin und- wenn auch weniger- Markus hatten diesen doch lange Zeit zumindest zeitweise toleriert...

Simone ergriff schlussendlich das Wort: "Vanessa- zeitlich und von der dafür notwendigen Bekleidung her stellt dies für mich kein Problem dar. Ich hätte für die Abendveranstaltungen ohnehin noch ein oder zwei Personen als Bedienpersonal für Getränke oder das Buffet benötigt. Würde der Pferdeknecht seine originären Aufgaben während des Rennens weiterhin erfüllen können?"

Derart direkt gefragt nickte diese, schaute aber zur Sicherheit noch einmal zu Markus. Dieser war noch ein wenig am überlegen, kam aber zu einem Ergebnis.

"Jens müsste alle Pferde füttern- wenn er sich nicht jedes Mal nur für unsere Gestütpferde umziehen soll. Er sollte auch zumindest mit einer abwaschbarem Schürze versehen sein, denn wenn er danach noch Gäste bedienen soll, muss sichergestellt sein, daß er nicht nach Stall stinkt..."

"Da muss er halt aufpassen!" fiel ich dem Pferdetrainer ins Wort.

"Ruhig Schlachtross- ich finde die Idee ja auch brillant. Nur darf sie nicht den Rennbetrieb behindern... Wenn er die Gastpferde derart mit versorgen müsste, wäre der erzieherische Effekt noch größer- die Geschichte würde auch auf allen anderen Gestüten erzählt werden und sollte er dann bei einem unserer Einsteller hier über seine fachliche Arbeit hinaus großkotzig agieren, würde sich jeder daran erinnern..."

Ich musste im stillen zugeben- so umfassend hatte ich es noch nicht gesehen. Der Aspekt hatte etwas für sich. Jens wäre auch mit einem derartigen Backround künftig hier an Rosengarten gebunden- jedes andere Gestüt würde ihn wohl ablehnen mit ein paar gestreuten Details über die Hintergründe für sein derartiges Auftreten.

"Madame Simone..."- ich wollte jetzt irgendwie ihr gegenüber die Form wahren, wusste aber nicht Ihre hier auf Rosengarten gebräuchliche korrekte Bezeichnung.

"Ist schon gut Schlachtross- bleib einfach bei Simone hier im Haus- und wenn du draußen bist sollst du als Pferd eh nicht mit mir sprechen..."

"Danke Simone- wenn es dir nichts ausmacht... Was glaubst du, wieviel Zeit benötigst du für sein Training- bis er zumindest nicht über seine eigenen Füße fällt, wenn er laufen soll?"

"Wenn ich noch heute Abend damit anfange und vor bzw. nach den Fütterungen je eine Stunde mit ihm übe, ist er- denke ich- am Freitag fit genug für die Gäste..."

"Was wäre zusätzlich mit seinen Mittagspausen?" merkte ich an. "In der dritten Woche hier hat er mir in dem Zeitraum auch keine Ruhe gegönnt- und jetzt ist halt Zahltag!"

Meine Stimme hatte vielleicht etwas zuviel Schärfe bekommen- alle schauten mich etwas betreten an, aber in diesem Moment war es mir egal. Ich hatte die Möglichkeit, an dem Pferdeknecht Vergeltung zu üben...- und ich gab diesem Gefühl bewusst nach. Wie viele Momente hatte ich darauf gewartet; diesen Augenblick mir immer und immer wieder ausgemalt. Ich wäre ein Narr hätte ich jetzt Vergebung gewährt...

Markus nickte leicht- offensichtlich verstand er am besten, welches Gefühl ich gerade auskostete. Daher unterstützte er meinen 'Vorschlag' indem er meinte, dies würde den allgemeinen Betrieb an den nächsten beiden Tagen nicht beeinträchtigen...
Ein stummes "Danke" mit meinen Augen war jetzt das einzige, was ich ihm zukommen ließ- er wusste, ich würde mich später noch für diese Unterstützung erkenntlich zeigen...

"Ich denke, wir haben ein Ergebnis- Schlachtross, du wirst deinen Willen bekommen. Ich muss zugeben, mir gefällt das Ganze nicht wirklich..."- die Rittmeisterin drückte auch über ihre Körperhaltung eine gewisse Mißbilligung aus- "aber wir hatten eine Vereinbarung und wie du so schön gesagt hast- jetzt ist Zahltag.
Dein Verhalten letzte Woche an der Rennbahn bei der Begegnung mit ihm habe ich auch aus diesem Grund durchgehen lassen...- aber denke daran, du bist hier bis zu deiner Abfahrt nach den Wettkämpfen noch immer Pferd..."

"Madame Rittmeisterin- auch Pferde lernen zu hassen wenn sie zu oft geschlagen werden..."

Vanessa und alle anderen im Raum schauten mich nach dieser Entgegnung mit unterschiedlichen Blicken an- doch die Rittmeisterin bestätigte mir diese Aussage mit einem bedächtigen Nicken:

"Da kann... und will ich dir nicht widersprechen... Ich hoffe, er wird dabei niemals die Oberhand behalten!"

Mit diesen abschließenden Worten war für sie das Gespräch mit mir beendet- ohne dies zu sagen erwartete sie von mir, daß ich wieder als Hengst verhalten solle bis alle anderen den Raum verlassen hätten. Markus und Simone hatten im Gehen ein Gespräch über die notwendigen Details zur Abstimmung des Arbeitsplanes von Jens begonnen und meine Jockey hatte den Raum verlassen um Miu in diesen zurück zu bringen. So blieben nur noch die Rittmeisterin und ich übrig- und ehe auch sie meinen neuen Stall verlassen wollte, fiel mir noch ein Punkt ein, an den mich Anja vorgestern erinnert hatte.
Ich wieherte daher und als sie im sich daraufhin im Türrahmen noch einmal umdrehte, zeigte ich schnell auf meinen Mund- auch wenn dies laut Vereinbarung in meiner Box nicht notwendig gewesen wäre.

"Was gibt es denn noch Schlachtross?" Ihr Stimme unterdrückte eine gewisse Gereiztheit... "Ja, auch wenn du hier in deiner Box bist... du darfst sprechen."

"In dem Fall möchte nicht Schlachtross sondern Dominic eine Bitte äußern dürfen- meine Gestütschefin Bea feiert in drei Tagen Geburtstag und Anja hat mir gesagt, sie würde hier vor Ort sein. Ich hatte es immer so gehandhabt, ihr aus diesem Anlass einen Kuchen zu backen... Dies ist aber dieses Jahr nicht möglich- ich möchte so weit wie nur irgend möglich als Rennvorbereitung nicht mehr als Mensch agieren müssen. Auch würde ich das in der von mir dieses Mal geplanten Form nicht hinbekommen- daher möchte ich die Madame Rittmeisterin bitten, diesen bei einem ortsansässigen Bäckermeister in Auftrag zu geben..."

Ihr Gesicht hellte auf- "Danke für diese Information Dominic. Ich werde alles notwendige in die Wege leiten..." Dann stutzte sie kurz- "...was würdest du nicht hinbekommen? Hast du an eine besondere Art von Verzierung gedacht?"

Mein Nicken machte sie neugierig- ich holte bei der Beschreibung meiner Idee etwas weiter aus, damit die Rittmeisterin meine Überlegungen dazu besser verstehen könnte und bekam nach dem Ende meiner Erklärung ihre Zusicherung, mir gleich noch die Nacht über einen Schreibblock und Stifte in der Box zu lassen. Sie selbst würde aber- aus Loyalität zu ihrer Chefin- nie so etwas entwerfen...- sie sei aber auch noch niemals als Wetteinsatz an jemanden verloren worden. Unter diesem Blickwinkel verstünde sie mich und sie bewundere auch meine Loyalität zu Bea. Trotz des ihr durchaus bekannten schlechten Rufes von Rosengarten für die Wettschuld seiner Gestütsleiterin einzustehen und hier trotz allem, was mir widerfahren ist, nicht aufzugeben- dafür hätte ich mir mehr nur als ihren Respekt erarbeitet. Die Torte würde rechtzeitig fertig sein- sie würde dafür sorgen...


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Blackrubberhorse
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:13.05.22 12:27 IP: gespeichert Moderator melden


Allen Lesern der Geschichte hier ein schönes Wochenende!
Schlachtross lernt in seiner Mittagspause 'Heidi' kennen- bemerkt aber noch nicht den Fehler, den er dabei gemacht hat...


Tag 38, Woche 6- Dienstag (Part 1)



Außenkoppel... mittags...


Schlachtross:

Endlich Mittagspause- die Rittmeisterin hatte Brutus und Anja mich doch recht intensiv rangenommen... Die gemeinsam gelaufenen Runden auf der 1000-Meter Bahn spürte ich deutlich in den Oberschenkeln und auch mein Rivale war wohl bis an seine Leistungsgrenze gebracht worden. Die Arbeit an der Longe die letzten Minuten zum Auslaufen war dank der von ihr geforderten Präzision bei der Umsetzung der gegebenen Kommandos durch uns zwar körperlich weniger anstrengend- aber erforderte die volle Konzentration, zumal jeder Fehler von uns mit fünfzehn Liegestützen bestraft wurde. Zum Glück reagierte ich dank des Trainings, seit ich auf Rosengarten war, inzwischen (wieder) instinktiv auf ihre Befehle- daher waren die dreißig Liegestütze eine vertretbare Fehlerquote und auch meine Jockey war mit der Beurteilung durch die Rittmeisterin zufrieden...
Von Vanessa mit der üblichen Fesselung unserer Vorderhand zu den anderen Gestütpferden auf die uns vorbehaltene Weide gebracht, begrüßte mich Miu mit einem Wiehern, während er, Blacky, Lion, Steel und Kara am Tor standen und nun mit uns gemeinsam auf den Pferdeknecht warteten, der den Snack für uns vorbeibringen sollte.
Kara bemerkte zuerst die beiden Personen, die sich unserer Weide näherten, und wieherte um uns aufmerksam zu machen. Obwohl niemand weiter in der Nähe war, flüsterte sie nur leise, es wäre die Zofe mit einer weiteren Person im Schlepptau, die etwas tragen würde...- aber nicht der Knecht...
Leichte Entäuschung machte sich unter uns breit, denn wir hatten gehofft, das Futter wäre bereits in der Raufe wenn wir auf die Weide gebracht wurden und wollten uns bereits einen Platz irgendwo im Schatten suchen- da hörten wir deutlich das an uns gerichtete "Hiieer!" von Simone, die damit wohl doch unsere Fütterung ankündigte. Aber wer war die Person, die sie offenbar an einer Leine mit sich führte?
Komplett in ein bis knapp über die Knie reichendes rosa Outfit gekleidet, auf schwarzen Plateaustiefeln und mit einer weißen Schürze versehen, stöckelte da eine Person ungelenk mit zwei Taschen in den Händen hinter Simone her. Inzwischen waren auch weitere Einzelheiten erkennbar- zwei blonde Zöpfe, die vermutlich zu einer Perücke gehörten; eine männliche Statur...
Ich begann zu ahnen, wen die 'Zofe' da mit sich führte, wollte aber meine Vermutung noch nicht teilen um den anderen die Überraschung nicht zu verderben. Aber meine Zurückhaltung war unbegründet- Steel wieherte ihr Erkennen lauthals aus sich heraus...

"Jeeehhnnnss!"

Ja- es war der Pferdeknecht, der bei den Gestütpferden fast oder sogar genau so verhasst war wie die beiden Baroness. Aber jetzt bot er ein Bild, was wirklich heftig mit seinem Selbstverständnis als von Mira protegierter zukünftiger Pferdetrainer hier auf Rosengarten kollidieren musste. Simone hatte ihn, wie ich es mit der Rittmeisterin vereinbart hatte, als 'Sissy' bis zur Karikatur überzeichnet hergerichtet, was ihm natürlich einen wiehernden Gelächter von uns Pferden aussetzte. Neben dem Kleid aus Lackstoff in grellem Rosa, den daran befestigten Rüschen und den Stiefeln waren es jene kleinen Details, die uns bei deren entdecken immer wieder zum Lachen reizten.
Der Pferdeknecht war von Simone mit einer Maske für seinen Kopf ausgestattet worden die im Mangastil gehalten war- die überzeichneten Kulleraugen, die Perücke mit den beiden Zöpfen und weiße Handschuhe waren einfach zuviel um ernsthaft bleiben zu können...
Mit ein paar energischen Handbewegung schaffte es die Zofe, sich Aufmerksamkeit zu verschaffen und uns wieder ein wenig zu beruhigen- zumindest soweit, um das Wort an uns zu richten.

"Dies hier ist... 'Heidi'..."- begann sie uns den vermeintlich seltsamen Aufzug von Jens zu erklären- "...sie wird bis zum Ende des Rennens anstelle des Pferdeknechtes die Morgen- und Abendfütterung von euch und auch von den Einstellpferden übernehmen, da dieser in diesem Zeitraum mit anderen Arbeiten beschäftigt ist."

Man sah Simone an- auch sie musste ernsthaft mit sich kämpfen, um nicht selbst in Gelächter auszubrechen...

"Heidi wird euch jetzt füttern, ich hoffe nur für sie, daß sie sich dabei nicht so schmutzig macht...- nicht wahr Heidi?"

War dies jetzt eine versteckte Aufforderung an uns, sie so zu bedrängen, bis sie im Gras oder besser noch in einer Schlammpfütze lag? Ich suchte den Blickkontakt zu Brutus und sah, wie er leicht den Kopf schüttelte, was ich mit einem Nicken quittierte... Die Demütigung, uns die nächsten Tage derart aufgedresst füttern zu müssen, würde jedem Pferd, was ihn zu Gesicht bekommen würde, unvergesslich bleiben und die Runde über alle Gestüte machen. Sollte Jens in Zukunft jemals wieder Allüren zeigen, die über seine fachliche Arbeit hinausgingen- er wäre wohl jedes Mal mit einem gewiehertem 'Heidi' konfrontiert...

Auf seinen Rang in der Herde bestehend, drängte Brutus nach vorn und baute sich vor 'Heidi' auf- Neugier vortäuschend, stieß er zuerst leicht mit seiner Hinterhand an die beiden Taschen, dann immer fordernder. Simone ließ es sich nicht nehmen, ihre Gehilfin mit recht bissigen Kommentaren anzutreiben, damit wir endlich unsere Zwischenmahlzeit bekämen- wenn dies in den nächsten Tagen nicht schneller geschehen würde, könne 'Heidi' dies auch noch über das Rennen hinaus üben. Ich hoffte nur, sie würde dies auch in Zusammenarbeit mit der Rittmeisterin wirklich durchsetzen können...
Mittlerweile war unser Leithengst mit seinem Snack fertig und hatte auch die Wasserflasche leergetrunken. Brutus stellte sich danach- auch weil er keine anderweitige Anweisung von Simone erhielt, neben 'Heidi' und drückte allein über seine Körperhaltung aus, er würde keinerlei Interaktion durch uns mit ihr dulden. Clever- er war smart genug um an die Zeit nach dem Rennen zu denken und hatte instinktiv die Möglichkeit einkalkuliert, die Zustände hier würden vielleicht in altgewohnten Bahnen weiterlaufen...
Mit einem Kopfnicken forderte er zuerst Steel und Kara auf, ihre Ration abzuholen, danach mich und Miu und zum Schluss Blacky und Lion. Während das jeweilige Pferd von 'Heidi' versorgt wurde, hatten wir zu tun, um bei den dabei einhergehenden 'Ermahnungen' durch die Zofe, 'Sie' solle sich nicht so ungeschickt anstellen und und wir würden 'Ihr' schon nicht die Hand abbeißen, nicht aus unserem Pferdedasein zu fallen. Ich war wirklich dankbar, daß Simone hier mitspielte und mir meine Rache an Jens zu einem Genuss veredelte...

Für mich im ersten Moment erstaunlich, aber im Nachhinein durchaus logisch war die Reaktion von Miu bei Ende der Fütterung. Unbemerkt von Simone und ihrer 'Begleitung' hatte er sich eine der jetzt leeren Taschen mit seinem Maul geschnappt und war damit in die Mitte der Weide geflohen. Der Zofe fiel es schwer, ernsthaft die 'Schusseligkeit' von 'Heidi' zu kritisieren und sie aufzufordern, sich die Tasche zurück zu holen. Miu wäre ja so süß- und 'Sie' solle ja nicht daran denken, ihn für sein Verhalten in irgend einer Art zu bestrafen. Dies würde auch Beschwerden beim Pferdeknecht oder seinen Vorgesetzten mit einschließen...
Daher war- zu unser aller Gaudi- unsere neue Pflegerin gezwungen, unserem Junghengst in ihrem Plateaustiefeln auf der Weide hinterher zu laufen, was natürlich nicht von Erfolg gekrönt war- 'Ihr' aber den Eindruck unseres tagtäglichen Bewegens in den Hufstiefeln vor Augen führte. 'Ihre' Versuche, mit Miu mitzuhalten waren für uns Pferde wiederum ein Grund, mit Gelächter nicht zu sparen- nach einigen Minuten rief Simone daher sowohl Miu als auch 'Heidi' zu sich und der Junghengst begab sich ohne weitere Aufforderung zu ihr. Dies führte zu einer finalen Belehrung durch die Zofe gegenüber ihrer Begleitung, wie einfach es doch wäre ein Pferd zu händeln, wenn dieses Vertrauen in den betreuenden Menschen haben würde. Derart vorgeführt war der Pferdeknecht wohl seit seiner Zeit als Hengst? auf diesem Gestüt nicht mehr worden- als Abschluss verlangte Simone noch, 'Heidi' solle als erstes Zeichen zum Aufbau eines wirklichen Vertrauensverhältnisses zwischen ihr und uns vor jedem Pferd einen Knicks vollführen- dies wäre gleichzeitig ein Training für ihren Einsatz als Bedienung während der Abendveranstaltungen des Rennens...

'Oh mein Gott- sie ziehen es wirklich durch... der Pferdeknecht würde als 'Heidi' gedresst die Gäste bedienen dürfen...'-

Mit dieser Neuigkeit für die anderen Gestütpferde verabschiedete sich Simone von uns und begab sich mit ihrer Begleitung auf den Rückweg; nicht ohne sich darüber zu mokieren, wie schmutzig sich 'Heidi' doch auf der Weide gemacht hätte...


Nachmittag


Etwas später erschienen unsere Trainer und holten uns von der Weide zu den anstehenden Einheiten des Nachmittagstrainings. Miu und ich kamen wieder unter die Obhut des Pferdetrainers- Markus führte uns zurück zum Stall, band uns für einen Moment an den in der Mauer eingelassenen Ringen fest und holte, während wir warteten, eine zweispännig ausgelegte Wagonette aus der dafür vorgesehenen Remise.

'Gut so- das schaut nach einer Ausfahrt zusammen mit meinem Freund aus...'

Der anstrengende Teil des heutigen Trainings lag daher wohl hinter mir und jetzt stand aktive Erholung auf dem Plan...

'Miu, dein Sprungtraining heute Vormittag sah recht gut aus- du hast echt Talent dafür. Morgen übt die Rittmeisterin das ein letztes Mal mit dir eine Einheit lang- kein Elementtraining... du wirst sechs Durchgänge unter ihrer Führung laufen, so wie in den gemeldeten Disziplinen... drei als Springen mit Sichteinschränkung und drei im Elementespringen mit Sicht. Sie wird mit dir simulieren, du hättest beide Male die Vorausscheidung geschafft und im Finale ein Stechen erreicht... Vanessa und ich trauen dies dir inzwischen zu- daher habe ich mit dir auch heute morgen eher Wert auf die Feinheiten vor und nach dem eigentlichen Springen bezüglich deines Verhaltens vor der Jury gelegt...'

Markus hatte dabei nicht die Vorbereitungen unterbrochen, er war sich aber sicher, wir hörten ihm zu. Auch das war eine spürbare Veränderung zu dem, was ich hier zu Beginn meines Aufenthalts erleben durfte- unser Status glich sich immer mehr denen anderer 'Human Horses' außerhalb von Rosengarten an. Pferde- aber mit Intelligenz und schneller Auffassungsgabe! Und jetzt zeigte das hier praktizierte Prinzip des schnellen Wechselns zwischen humanoider Auffassung der Worte des Trainers und dem sofortigen erneuten hinübergleitens in den Ponyspace seine volle Stärke. Ich registrierte die Worte des Trainers- brauchte aber nicht mehr bewusst über sie nachzudenken! Sie wurden dank der Konditionierung sofort im Unterbewusstsein verarbeitet und ich würde, was die für mich relevanten Informationen betrifft, diese instinktiv hervorholen und umsetzen können...

"Schlachtross- Vanessa ist zufrieden mit dir! Du hast alles gegeben, um dich in der verbliebenen Zeit bis zu den Rennen in die dir bestmögliche Form zu bringen! Wenn die 'Einmischungen' nicht gewesen wären...- dann wärst du noch weiter... doch die Rittmeisterin sieht dich mit dem jetzigen Stand unter den Top fünf! Alles was jetzt in den kommenden Tagen auf dich an Belastung zukommt... das wird nicht mehr über Konstitution sondern nur noch über deinen Willen zum Sieg entschieden! Und da hat meine Partnerin keinerlei Zweifel an dir! Daher heute und morgen nur noch leichtes Training für dich- und auch Brutus...
Komm- lass uns anfangen!"

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TMeier
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:16.05.22 10:29 IP: gespeichert Moderator melden


Nochmals vielen Dank das du so extrem konsequent die Geschichte hier fortsetzt und seit fast 1,5 Jahren hier jede Woche einen Teil postest !!!

Ich lese jeden Freitag sehr gerne den neuen Teil.

Und bin jetzt wirklich gespannt wie unfangreich das Turnier beschrieben wird.

gruß
Thomas
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Blackrubberhorse
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:17.05.22 06:52 IP: gespeichert Moderator melden


@ Thomas- Danke für das Lob von dir. Über Rückmeldungen dieser Art freut sich sicher jeder 'Geschichtenschreiber'...

Ich kan dir- und allen anderen Lesern der Story- versprechen, die Wettkämpfe, an denen Brutus, Schlachtross und auch Miu teilnehmen werden, sind (aus meiner Warte als Autor) sehr lebendig beschrieben. Natürlich wird auch das ganze Ambiente und - nicht zu vergessen- der immer noch vorhandene Konflikt zwischen Mira und Schlachtross thematisiert. Aber lasst euch überraschen...
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Blackrubberhorse
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:20.05.22 08:52 IP: gespeichert Moderator melden


Neuer Freitag...- neues Kapitel!

Schlachtross bemerkt während der Abendfütterung, welchen 'Fehler' er in Bezug auf den Pferdeknecht gemacht hat- und gemeinsam mit Anja erlebt er eine Baronin, die absolut gar nichts mit der, von der ihr seine Jockey berichtet hatte, gemein hat...


Tag 38, Woche 6- Dienstag (Part 2)


'Abendfütterung...- Hengstbox'


Markus beendete endlich das Training mit uns...- wie von ihm angekündigt war es nicht übermäßig anstrengend gewesen..., führte Miu und mich in den Waschraum und duschte uns nach dem Ablegen unserer 'Pferdeausrüstung' ab. Hier blieb er, was die Linie der Behandlung von uns Pferden anging, konservativ...- das Wasser war bestenfalls lauwarm. Nach dem Laufen und Ziehen der Wagonette hätte ich mir, als Mensch, ein paar Grad mehr Temperatur gewünscht, doch da er zu diesem täglichen Luxus für uns Pferde auch die drei anderen Hengste beiholte, wäre ein 'Mimimi' von meiner Seite von ihm sicher unpassend aufgenommen worden...
Wenn ich an die ersten drei Wochen hier zurück dachte...- war diese tägliche Prozedur einer der sicht- und auf der Haut spürbaren Fortschritte zum besseren in unserer Haltung. Wir genossen sogar das Privileg uns selbstständig gegenseitig trocken reiben zu dürfen; jedem von uns war natürlich klar, dies stellte auch für den Pferdetrainer eine Arbeitserleichterung dar...

"Kommt- nicht trödeln! Rüber in die Box mit euch! Die Abendfütterung wartet...- und ich muss noch die Stuten waschen!"

Natürlich waren wir alle nicht nur darauf gespannt, was wir in unsere Futterraufe bekommen würden... Madame Simone hatte ja zu unserer Mittagsfütterung für alle anderen Pferde die 'Bombe' mit 'Heidi' platzen lassen! So waren wir neugierig, wie der Pferdeknecht in seiner neuen Rolle uns versorgen dürfte...
Da unsere Versorgung aber noch auf sich warten ließ, trollten wir uns in die angestammten Ecken der Box- und auch wenn Miu und ich 'ausgezogen' waren, die geltende Rangordnung wurde weiterhin ohne diese in Frage zu stellen von allen in der Hengstbox anerkannt. Da herrschte eine Art Burgfriede... Miu und ich würden nach der Fütterung verschwinden, da hätte jeder der drei anderen Hengste wieder seine eigene Ecke...
Doch anstatt zu dösen horchten wir neugierig auf die Geräusche, die undeutlich aus dem Bereich der Einsteller zu uns herüber drangen. Wenn wir es richtig einordneten dann klang es nach einer Mischung aus Wiehern und Lachen...
Brutus war der erste der begriff, was da passierte.

"Heeeidiiiee..."

Auch wenn er dies sehr leise tat, wir nickten seine Vermutung automatisch ab- klar doch, es könnte sich darum handeln! Nun war unsere Neugier erst recht angestachelt und wir könnten es kaum erwarten, seinen Auftritt bei uns zu erleben...
Doch mussten wir uns noch ein wenig gedulden...- nach einer Unterbrechung des Gelächters schien die neue 'Magd' ihr Futter erst bei Steel und Kara zu verteilen. Und hier wurde sie von beiden mit lautstarkem Gewieher begrüßt wobei der neue Name des Pferdeknechtes unzweifelhaft zu verstehen war.

"Heeeidiiiee..., Heeeidiiiee..."

Brutus wieherte kurz um unsere Aufmerksamkeit zu bekommen- dann deutete er mit seiner noch immer an den Hüften fixierten Vorderhand an, wir sollten uns für die Pferdemagd in einer Art Spalier aufstellen...
Endlich öffnete sich die Schiebetür...- doch zu unserer Enttäuschung betrat erst die Rittmeisterin unsere Box und schaute sich um...

"Heidi- unsere Hengste warten bereits auf dich... Morgen früh geht das ein wenig flüssiger!"

Im Unterschied zu heute Mittag war die 'Pferdemagd' von Simone ein wenig praktischer eingekleidet worden- Gummistiefel, ein über die Stiefelschäfte reichendes, hochgeschlossenes langärmliges Kleid aus schwarzem Industriegummi und darüber die für so ein Outfit obligate hellgraue Gummischürze. Was von seinem ersten Erscheinungsbild beibehalten wurde, war seine Mangamaske und die Perücke mit den beiden Zöpfen!
'Ihre' Hände steckten in einem Paar gummierter Arbeitshandschuhe, mit denen sie den Kanister mit Wasser für uns und den Eimer mit dem Futter schleppen durfte...

"Ihr dürft eure Pferdemagd ruhig begrüßen..."

Auf diese Aufforderung hin durch Vanessa wurde Jens/Heidi auch von uns Hengsten lautstark begrüßt- aber nach dem ersten Wiehern verschluckte ich mich fast!

'Herzlichen Glückwunsch du Idiot- das hast du ja fein hinbekommen... Fuck!'

Hatte ich mir nicht ausbedungen, vom Pferdeknecht bis zum Rennen nicht mehr in irgend einer Art mehr betreut zu werden? Streng ausgelegt war er ja nicht vor Ort und interagierte auch nicht mit mir...- es war ja 'Heidi', die mich zusammen mit allen anderen versorgte! Warum war mir dies nicht bereits heute Mittag aufgefallen?
Die Rittmeisterin grinste mich über beide Ohren an- auch sie wusste daher um den Bock, den ich bei meinem Wunsch für die Bestrafung des Pferdeknechtes 'geschossen' hatte... Jetzt herum zu motzen war aber eindeutig zu spät!
Miu schien die schlagartige Verschlechterung meiner Laune mitbekommen zu haben denn er stubste mich an und schenkte mir für diese Wiederholung dessen, was er- und alle anderen Pferde- bereits heute Mittag empfunden haben mussten, sein gewinnendes Lächeln.

'Immerhin war es sein sein Vater... und ich hätte ihn auch von der Polizei vom Hof holen lassen können... Komm- gib dir einen Ruck und genieße den Anblick... '

Mit diesem Gedanken stubste ich Miu spielerisch zurück und dann machten wir uns über das Futter in der Raufe her...


Später Abend- Dämmerung


Die Fütterung lag mit all ihren Highlights und lows hinter uns und ich freute mich darauf, gleich wieder zusammen mit Miu von Anja zurück in unsere neue Box geführt zu werden. Doch war ich erstaunt, wie stattdessen Markus zuerst Brutus und Blacky aus der Hengstbox holte und nach einiger Zeit auch Miu und mich. Aus dem Stall geführt sahen wir beide sofort den Grund- eine Wagonette, bei der bereits Brutus als Stangenpferd und Blacky vor ihm auf der rechten Seite eingeschirrt standen. Letzterer war zudem in das von ihm sicher immer noch verhasste Latexoutfit gesteckt- und doch stand er still und hielt, ohne das irgend ein Druck auf ihn durch eine weitere Person ausgeübt werden musste, seine Position.
Unser Pferdetrainer schob Miu leicht neben Brutus an den für ihn vorgesehenen Platz, verband die Zugstränge sehr sorgfältig und schirrte mich danach neben dem in Latex gesteckten Pferd mit der gleichen Sorgfalt ein. Meine Vermutung, für wen wir derart vorbereitet wurden, bestätigte sich mit dem Erscheinen der Baronin- sie wollte wohl in dieser Vollmondnacht eine Ausfahrt geboten bekommen und wir hatten das 'Privileg' sie ziehen zu dürfen...

'Oder steckt da mehr dahinter? Anja schien da irgendwie mit involviert zu sein- sonst hätte sie uns sicher schon geholt...'

"Markus...- wie abgesprochen! Du kennst den Weg..."

Erst jetzt fiel mir das Detail auf...-unser Trainer hatte zwar die für seine Arbeit mit uns übliche Kleidung an, aber sie schien frisch aus dem Wäscheschrank zu sein. Die Anweisung der Baronin an Markus legte auch nahe, er war in das, was jetzt stattfinden würde, zumindest teilweise eingeweiht. Das Nachmittagstraining durch ihn war, wenn ich es jetzt so rekapitulierte, auch nicht übermäßig anstrengend gewesen... Hatte er da schon seine Anweisungen gehabt? Hing die von ihm angesagte Absenkung der Trainingsintensität auch mit der jetzt geplanten Ausfahrt zusammen?

Bald war klar, wohin wir unterwegs waren- die Herrin von Rosengarten schien zu dem Weiher zu wollen, wo Miu seine Angst vor dem Wasser so gut niedergekämpft hatte. Doch was uns dort erwartete...- ich war... irritiert... und beeindruckt!
Ein gutes Dutzend Ölfackeln tauchte den ausgewählten Platz in flackernd angenehmes Licht, meine Jockey bewachte eine Decke, auf der neben zwei Kühltaschen auch vier Futterschüsseln standen, die bei unseren Fütterungen zur Anwendung kamen...- dazu der Vollmond, der in seiner Pracht über dem Weiher stand.
Es war still- kein Zirpen von Insekten... nichts außer unseren Schritten und den Geräuschen des Wagens, doch auch dies erstarb einen Augenblick nach dem über die Zügel gegebenen Haltesignal. Ein perfekter Moment, den Anja mit einem Photo einzufangen versuchte...
Wortlos, um die Stille nicht zu stören, stieg Markus nach einiger Zeit vom Kutschbock und schirrte uns nacheinander aus, während Anja und auch die Baronin uns in das mit den Fackeln abgegrenzte Geviert führten. Dort standen wir dann durch den Duft des verbrannten Öles recht gut vor möglichen Stechmücken geschützt und während Anja Miu und mich am Halfter hielt, übernahm dies Markus bei Brutus und Blacky. Die beiden flankierten jeweils die Baronin in der Mitte der Aufstellung und so blickten wir über den Weiher und, auch wenn ich dies nur für mich sagen kann, genossen den sich uns bietenden Blick...

"Steehht..."

Das Kommando der Baronin war eher ein Flüstern...- sie wollte den Zauber des Momentes nicht zerstören. Doch drehte sie sich nun zu uns und, beginnend mit ihrem Leithengst, strich sie jedem von uns über Vorderhand und Flanke, ehe sie begann, zu uns Pferden zu sprechen. Markus hatte Blacky dafür sogar die seinen Kopf umschließende Maske abgenommen...

"Blacky...- ich fange mit dir an..."

Für mich im ersten Moment unverständlich, hätte ich doch mit Brutus als Leithengst begonnen...

"..., du bist das hier einzig anwesende Pferd, was jetzt bei dem Turnier nicht für einen der Wettkämpfe gemeldet ist. Dies ist für dich keine Zurücksetzung- auch wenn dies durch dich so im ersten Moment durchaus so verstanden werden kann. Du wärst gut genug um, gelenkt von Markus als deinem Jockey, unter den Top 10 in der Rangliste bei den Kurz- und Mittelstreckenrennen zu erscheinen... Ich habe für dich jedoch anders entschieden, da ich dich, trotz deiner Aggressivität in den Rennen, nicht unter den möglichen drei besten Gespannen sehe. Du wirst- und dies ist für die Präsentation des Hofgutes genau so wichtig- von mir bei allen Demonstrationsschauen eingesetzt! Daher auch dein verstärktes Training in der Aufmachung, die du jetzt trägst... du wirst da sowohl als Einzelpferd unter der Führung von Markus eingesetzt als auch als Unterstützung für externe Teilnehmer. Deine Zusammenarbeit mit dem Hengst von Madame Serval beim Showholzrücken hat die beiden Trainingstage sehr gut geklappt und ich erwarte von dir bei den anstehenden Vorführungen ein mindestens genau so harmonisches Bild. Die Madame reist mit ihrem Hengst morgen im Lauf des Tages an- du stehst daher ab Nachmittag für mindestens eine Trainingseinheit ihr und ihrem Tier zur Verfügung. Sie wird in dieser Zeit verantwortlich für dich sein- dies ist mit ihr so vereinbart... Über die drei Tage sind je zwei Vorführungen pro Tag in dieser Sparte eingeplant... Wenn sie der Meinung ist, du benötigst Extratraining...- dann wird sie dieses mit dem Pferdetrainer abstimmen... Dazu kommen pro Tag noch je eine Vorführung mit Basics in der Bodenarbeit und am Freitagabend das Showrennen mit der Quadriga. Markus wird dich bei all dem präsentieren und im Unterschied zum Holz rücken und der Showfahrt im römischen Stil arbeitest du dabei ohne diese Gummipelle..."

Ein leichtes Drehen meines Kopfes bestätigte mir meine Ahnung- Anja war von dieser Ansprache der Baronin völlig überrascht. Hatte sie mir doch in einem Vier-Augen-Gespräch über das Auftreten der Baronin, als sie an jenem Abend, als ich von Waldsee hierher gebracht wurde, über deren Sicht auf uns 'Pferde' Dinge berichtet, die völlig konträr zu dem waren, was ich hier gerade erlebte. Sie schien in den vergangenen fünf Wochen da einen tiefgreifenden Wandlungsprozess hinter sich gebracht haben...

'... oder zieht sie hier die große Show für jeden von uns ab und lullt uns ein?'

Der vorsichtige Blick aus dem Augenwinkel zu Blacky und Brutus zeigte auch deren kaum unterdrückte Verunsicherung- selbst der Pferdetrainer schien sichtlich überrascht...

"...Miu- zu dir! Ich möchte dir zuerst Danke dafür sagen, daß du Schlachtross hier während seines Aufenthalts auf Rosengarten nicht nur eine Stütze warst... sondern daß sich zwischen euch eine tiefe Freundschaft entwickelt hat...- das gilt auch für dich Brutus! Ihr beide habt es ihm ermöglicht, in sehr kurzer Zeit seinen Platz innerhalb eurer Herde zu finden und diesen... als Hengst... auch zu verteidigen...
Miu, im speziellen kann ich mich nur bei dir entschuldigen, was die Ausbildung und Förderung deiner Talente angeht...
Ja, es war meine Entscheidung, zugunsten des Fahrsports den Bereich der Dressur aufzugeben... wo du Talent dafür gezeigt hast! Damit habe ich dir etwas genommen, worin du bei entsprechendem Training heute sicher auch sehr weit vorn mitmischen könntest... und auch stolz darauf wärst...- ich hatte dir damit auf diesem Gebiet deine Zukunft verbaut! Ich hoffe, du kannst meine Entschuldigung dafür akzeptieren..."

Während sich ein Moment des Schweigens auftat, spürte ich mehr als daß ich es sah, wie mein Freund seine Hinterhand nur leicht einknickte und den Kopf beugte.

'Miu war eindeutig zu lange mit mit zusammen...'

Innerlich tanzte ich vor Freude- hier zeigte sich ein junger Hengst nicht unterwürfig sondern, im Unterschied zu unserem kennenlernen, generös und mit einem Selbstbewusstsein, das es ihm ermöglichte, diese Einlassung seiner Besitzerin- und Mutter- zu akzeptieren.

"Ich bin wirklich froh, daß dein Talent im Springen... gepaart mit deinem Willen, dies in der wirklich kurzen Zeit bis zu dem Wettbewerb in allen Feinheiten zu trainieren, dir in der Hinsicht eine weitere Chance auftut, die ich nicht ein weiteres Mal dir verbauen werde...
Du wirst dieses Jahr ganz sicher noch nicht mit ganz vorn dabei sein- so ehrlich solltest du auch zu dir selbst sein- aber nutze die Wettkämpfe...um dein bestes zu geben... und zu lernen! Ich sehe dich, so wie die Rittmeisterin und auch dein Trainer hier, im nächsten Jahr unter den Top 5 bei entsprechendem Training. Du hast zudem, wie mir Vanessa und Markus berichteten, eine gewisse Affinität zu einem arbeiten in dem Fell, wie es auch Schlachtross normalerweise trägt... Auch wenn ich so einer Staffage nichts abgewinnen kann...- würde dir dies wirklich zusagen?"

Mein Freund nickte einfach- nicht nur ich war vom Auftreten der Baronin verwirrt. Dies war eine Mischung aus Entschuldigung bei einigen von uns und Einschwören auf die vor uns liegenden Wettkämpfe. Sollte sie für meinen Freund aber wirklich darüber nachdenken, ihm ein gleichartiges Fell, wie ich es auch normalerweise trug, zuzugestehen?
Ich war jetzt auch neugierig, was sie für Worte Brutus und mir gegenüber wählen würde...- doch ihre nächsten Worte waren erneut für Miu bestimmt, auch wenn sie diese an Markus richtete.

"Pferdetrainer..." die Baronin wählte hier die förmliche Bezeichnung und nicht die eher matriarchalische Nutzung seines Vornamens- "... ich übertrage euch hiermit die persönliche Verantwortung für das künftige Wohlergehen dieses Hengstes als sein Eigentümer! Das entsprechende Schriftstück ist bereits aufgesetzt und von mir unterschrieben. Ihr kommt nachher mit in mein Büro- dort erfolgt die förmliche Übergabe...
Euch allein obliegt damit in Zukunft sein Training, die Meldung und der Einsatz bei entsprechenden Wettkämpfen... Eine Nutzung durch dritte Personen obliegt ab sofort des weiteren... grundsätzlich und ohne Ausnahme... eurer Zustimmung- dies schließt damit auch mich ein! Die Unterbringung und alle sonstigen Obliegenheiten erfolgt weiterhin auf dem Hofgut hier- damit sind auch alle anfallenden Kosten für Versorgung, Ausrüstung und Pflege nach eventuellen Verletzungen gemeint. Euch steht in Bezug auf letzten Punkt auch die freie Wahl eines Veterinärs eures Vertrauens offen..."

Ich brauchte eine Weile, ehe ich begriff was ich soeben aus dem Mund der Baronin vernommen hatte...- wenn Miu als 'Hengst' über Markus auch weiterhin an Rosengarten gebunden war, so hatten ab sofort weder Mira noch irgend jemand anders weiter Zugriff auf ihn! Mein Freund war ab sofort das 'Eigentum' des besten Menschen, den er sich als Pferd wünschen könnte...
Stumm vor Glück drehte ich mich zu ihm, rieb meinen Kopf an seinem und schämte mich nicht, meinen Freudentränen freien Lauf zu lassen. Anja erging es ähnlich- doch wahrte sie die Form und nach ihrem Kommando an mich stehen zu bleiben, führte sie Miu hinüber zu Markus und nahm statt seiner Brutus am Halfter. So stand mein Freund jetzt neben seinem neuen Eigentümer und beide drückten ihrer Chefin ohne ein gesprochenes Wort ihren Dank aus- Markus mit einer Verbeugung und Miu mit der typischen Geste der Unterwerfung...

'Wenn Mira hier trotz allem irgendwann das Hofgut übernehmen sollte...- dann könnte der Pferdetrainer immer noch zu Bea nach 'Waldsee' wechseln... UND MIU MIT IHM!'

Die Erkenntnis verschlug mir fast den Atem- mein Freund war zwar als Pferd an seinen Trainer, doch nicht mehr hier an das Hofgut gebunden! Instinktiv ging ich auch zu einer pferdegemäßes Verbeugung auf mein Knie, Anja war durch mein Handeln überrascht, doch ließ sie mich gewähren und ihr Arm an meinem Halfter hinderte mich nicht.

"Schlachtross- hoch mit dir! Du hast keinen Grund, dich für etwas zu bedanken, was dich nicht betrifft!"

'Hatte die Baronin selbst nicht begriffen, was sie gerade tat oder wollte sie nicht, daß ihre anderen Pferde zu der gleichen Erkenntnis wie ich gelangten? Der Rahmen hier war doch nicht umsonst so gestaltet...'

Natürlich erhob ich mich sofort wieder nach der direkten Aufforderung durch die Chefin des Hofgutes- warum sich jetzt bockig anstellen und damit dies alles hier stören?

"Brutus, Schlachtross... und dies gilt vor allem für dich Anja... als die Jockey deines Hengstes! Den beiden Tieren hatte ich es gestern schon einmal gesagt- egal was in irgend einem der Rennen von Dritten passieren sollte... kämpft fair um den Sieg! Ihr seid beide in der Lage, in dem großen Rennen am Sonntag den ersten Platz zu erringen... ich sehe von euch mindestens einen auf einem Podestplatz! Die gemeldete Konkurrenz ist wieder erstklassig und es wird vor allem für dich, Schlachtross, hart werden- dein Trainingsausfall wurde zwar so gut wie nur möglich kompensiert...- doch ich glaube, mit einer weiteren Woche ständest du noch besser da. Anja- dies ist so mit Lady Bea abgesprochen und war ein Teil ihrer verlorenen Wette- du startest mit Schlachtross für Rosengarten und ich habe euch, wie Brutus auch, zu den Rennen über 1000, 5000 und 10000 Meter gemeldet.
Was Rennvorgaben durch mich angeht...- Anja, ich denke, dein Hengst ist über die 5 km besser als Brutus...das sagen zumindest die Trainingsergebnisse der direkten Vergleiche aus... du solltest in diesem Rennen ganz klar um den Sieg kämpfen. Vanessa und nicht Mira wird Brutus lenken, daher sollte es da keine Überraschungen geben...- sie wird mit ihrem Hengst in dieser Hinsicht taktisch für euch fahren. Die Rittmeisterin wurde dahingehend von mir schon eingewiesen...- und mit dir hat sie, soweit ich unterrichtet bin, sich bereits unterhalten...
Brutus hat dafür bessere Chancen auf der Distanz über eine Runde- und ja, dies ist eine 'Stallorder'... Bitte halte dein Gespann hinter dem von Mira- egal, wie schnell ihr tatsächlich sein und welchen Platz ihr belegen könntet!
Was das große Rennen angeht... ich habe es vorhin schon einmal gesagt... kämpft fair! Ihr beide seid da gleich stark und gut vorbereitet- möge der bessere von euch gewinnen und der 'unterlegene' den zweiten Platz belegen...
So- und jetzt genießt den Abend und das für euch vorbereitete Futter!"


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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:20.05.22 10:49 IP: gespeichert Moderator melden


Wow! Zunächst mal danke für die Fortsetzungen! Und die weiter stimmige und tolle Entwicklung!
Ansonsten kann und will ich hier gar ned mehr sagen, weil ich von dieser Entwicklung sowas von beeindruckt und begeistert bin! 😊
Danke dafür!
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
Rico
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Blackrubberhorse
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:27.05.22 08:59 IP: gespeichert Moderator melden


Guten Morgen euch allen- Witnere schreibt euch von einem lokalen Turnier...

Der Beginn des Hoffestes mit all seinen Herausforderungen rückt näher und Schlachtross wartet auf die Ankunft von Bea...
Nach deren Eintreffen versorgt sie ihn mit einigen Infos über einen Mittbewerber- und bei Schlachtross kommt noch einmal 'etwas hoch'...


Koppel der Gestütpferde...- später Vormittag...


Schlachtross:


'Was für ein Chaos...'

Von unserer temporär eingerichteten Koppel hatten wir einen guten Überblick auf alle ankommenden Aussteller, Lieferanten und natürlich auch auf eintreffende Teilnehmer der Wettkämpfe. Simone mit ihren 'Sissys', der Pferdeknecht und auch Natascha hatten alle Hände voll zu tun, damit der Strom der Gäste und Lieferanten mit all den Fahrzeugen nicht vollends ausuferte. Markus hatte uns 'Pferden'- bis auf Miu- die versprochene 'Freizeit' gewährt... er hatte sogar den Versuch von Jens, Blacky und Steel als Zugpferde zur Unterstützung seiner 'Arbeiten' heranzuziehen, im Keim erstickt und ihm- vor unseren Augen- einen Einlauf allererster Güte dafür verpasst!

'Gut so Markus- unser Agreement war für dich bindend...'

Nicht das ich Zweifel an dem Pferdetrainer und seinem gegebenen Wort in Bezug auf unsere Vereinbarung bezüglich des Pferdeknechts gehabt hätte- ich war nur über den Versuch von Jens, trotz des durch die Baronin ausgesprochenen Verbotes für ihn, mit uns Gestütpferden irgendeine Arbeit zu erledigen, überrascht... So hatten wir das Vergnügen, nicht nur als Hengste und Stuten gemeinsam Zeit auf der Koppel zu verbringen- auch wenn Kara und Steel neben der Ansage durch Vanessa, sich uns zu verweigern, einen Keuschheitsgürtel zu ihrem 'Schutz' tragen durften...
Ein besonderer Bonus- die Rittmeisterin hatte uns, bevor sie uns auf diese Koppel führte und danach Miu zu einem letzten Training mitnahm, die Erlaubnis der Baronin übermittelt- wir dürften uns untereinander 'verbal' unterhalten! Dies würde aber nur in Bezug auf uns Pferde gelten- gegenüber Dritten wäre diese Möglichkeit für uns von ihr 'nicht erwünscht...' und somit, ohne dies so zu benennen, verboten!
Nachdem sie wieder weg war suchte Brutus meine Nähe.

"Come on Schlachtross...- let's watch the incomming Guests. Vielleicht we see some of our..."- hier suchte er wohl für einen Moment nach dem richtigen deutschen Wort- "...Konkurrenz? Correct word?"

"That's the right word Brutus. I'm glad to talk with you without the fear of punishment. Let's walk to the fence..."
"...Brutus...- your race preparation with Mira..."

"...was all time superviced! She hadn't wipped or hurt me- all is well. Please...- let's talk about other things..."

"Steel...?"

Wir beide grinsten über meinen Vorschlag- den die Stute auch mitbekommen hatte. Sie gesellte sich zu uns und so standen wir in drei Gruppen am Zaum und beobachteten die eintreffenden Fahrzeuge sowie die Personen, die auf dem Weg an uns vorüber liefen. Kara und Lion standen mit etwas Abstand zu uns und Blacky zog es vor, allein zwischen uns seinen Platz einzunehmen. Wir ließen ihn in Ruhe- er wollte offenbar für sich allein sein und hatte dies ohne Worte mit einem Schnappen nach Kara zum Ausdruck gebracht...
Allzu lange brauchten wir auch nicht warten...- und DER Anblick ließ uns Hengste unruhig werden! Ein Mann mit seiner jüngeren, zierlichen Partnerin lief an uns vorüber... genauer- er führte sie mit kurzer Leine an uns vorbei.

"Da würdet ihr wohl gern aufreiten? Vergesst es- diese Dressurstute ist nichts für euch Hengste...- auch wenn ihr vielleicht gut rennen könnt!"

Ein Schnauben von ihr unterstützte die Aussage ihres 'Menschen'...- und setzte dem durchaus anzüglichen Wiehern von uns ein Ende. Mit dieser Aussage verschwanden beide in Richtung des Dressurplatzes...
In einem der nachfolgend an uns vorbei fahrenden Taxis glaubte ich ein, zwei mir bekannte Gesichter von anderen Rennen erkannt zu haben- war mir aber nicht sicher. Es folgten erneut ein paar 'Teams' zu Fuß... zwei davon gaben uns Anlass zur Heiterkeit- sie outeten sich als Teilnehmer über die Rennwettbewerbe, aber vom Aussehen und der durch uns vorgenommenen Einschätzung ihrer möglichen Leistung passte Anspruch und Realität ganz sicher nicht zusammen. Der Owner/Händler/Jockey des einen zeigte auf uns, bezeichnete uns als die Mitbewerber in dem Rennen, für das er sein 'Pferd' gemeldet hätte...- und sprach davon wie sie beide uns schlagen und auf die Plätze verweisen würden!
Steel hatte mit Lachtränen zu kämpfen als sie Brutus diese Aussage dolmetschte- das 'Pferd' war eher ein Allrounder als ein Rennpferd... wenn wir nachsichtig mit seiner Erscheinung waren.
Die andere Stute wurde bei näherem Hinschauen von Steel erkannt- und ihr Lachen wich einer realistischeren Einschätzung...

"...Amerikanerin... gegen die bin ich schon mal gelaufen...- die ist nicht schlecht. Verdammt zäh! Kann sein, daß ich gegen sie antreten werde..."

Auf meinen verwunderten Blick- ihre stämmige Erscheinung passte ganz und gar nicht zu der eines Rennpferdes- antwortete Steel in einem Mix aus deutsch und englisch damit Brutus es auch verstünde, sie wäre in einem Rennen schon einmal gegen sie angetreten, hätte sie auch geschlagen...- aber dieses Team hätte recht knapp hinter ihr die Ziellinie passiert...

"... der Pferdetrainer... Markus... hatte mich damals gelenkt und war überrascht, wie lange die beiden uns den dritten Platz streitig gemacht hatten... Die sollten nicht unterschätzt werden!"

In den Minuten nach diesen Begegnungen passierte eine Weile nichts- ein paar weitere Aussteller mit ihren Fahrzeugen und ein Pkw, dessen Insassen ich aber nicht zuordnen konnte. Einzig das Auftauchen von 'Heidi', die Miu zu uns zurück brachte, war so gesehen erwähnenswert.
Mein Freund gesellte sich sofort zu uns...- und mit einem 'Kompliment' begrüßte er uns ein wenig übertrieben und selbstironisch. Seine finale Einheit auf dem Sprungparcours war, der Aussage der Rittmeisterin ihm gegenüber, so berichtete er uns stolz, zu Ihrer Zufriedenheit verlaufen. Mir teilte er gesondert mit, Anja würde noch die Rittmeisterin bei einigen Aufgaben unterstützen...- sie hätte jetzt auch bei seiner Trainingseinheit mitgeholfen...
Zwei weitere Fahrzeuge trafen mittlerweile ein... in dem einen glaubte ich 'Nordic' und seinen Partner Dennis erkannt zu haben...- doch wartete ich auf meine Jockey und Lady Bea!

'Ruhig Schlachtross...- erinnere dich an deine Anreise... Da bin ich auch am frühen Abend von der Rittmeisterin eingeladen worden und wir kamen mitten in der Nacht an. Selbst ohne Verzögerungen... und wenn sie sehr früh losgefahren sind...- gedulde dich einfach... Bleib einfach Pferd- da spielt Zeit keine Rolle!'

Als könnte Miu diese... meine Gedanken erraten...

"Du hälst nach Bea Ausschau...- ich hab doch recht... Deine Blicke verraten dich."

"Ja Miu...- aber ich habe mir selbst gerade klar gemacht... Es ist ein gutes Stück Weg von 'Waldsee' bis hier nach 'Rosengarten'. Ich musste an meine Fahrt-"

Ich brach ab- bei dem Kombi, der gerade auftauchte, stimmte die Farbe und der Typ...

'...wenn er jetzt noch das richtige Kennzeichen hat...'

Ich wieherte meIne Freude heraus- das war der Wagen von Mike und Klaus! Ein sanfter Stoß mit der Hand an die Hüfte von meinem Freund- ja, das waren die beiden... Und auf den Rücksitz saß Bea...
Zumindest eine Person im Wagen musste mich gesehen haben- ein kurzer Hupton und ein Aufblenden mit den Scheinwerfern waren Signal für mich dies wäre der Fall! Ich ließ es mir nicht nehmen, mit einem Sprint entlang des Zaunes meiner Freude über ihr Eintreffen Ausdruck zu verleihen...


Eine Stunde später...


"Schlaaacchhtross..."

Das war unverkennbar die Stimme von Lady Bea...- die über die Koppel vernehmbar war, auf deren gegenüberliegender Seite ich gerade stand.
Auch wenn ich noch bis zum Ende der Woche 'Rosengarten' zugeordnet blieb- sie ist und bleibt die Person, auf deren Hofgut ich trainierte... für die ich in der Vergangenheit meine Erfolge erzielt hatte...- sie war, ist und bleibt... auch wenn sie mich hierher verzockt hatte... 'meine' Gestütschefin!
Ich hatte aber nicht erwartet, sie so schnell nach ihrem Eintreffen hier wieder zu Gesicht zu bekommen... Offensichtlich hatte Sie Mike und seinen Partner nur kurz bei den notwendigen Formalitäten vor einem Rennen auf einem 'fremden' Hofgut geholfen und ist dann sofort hierher gekommen.
Ihr Anblick erfreute mich... aber warum war sie nicht in Begleitung meiner Jockey? Ich hatte Anja doch kurz gemeinsam mit ihr gesehen...
'Dank' des Koppelzaunes und der immer noch gültigen Fixierung der Vorderhand an den Hüften konnte ich sie nicht so begrüßen, wie ich es in diesem Moment gern getan hätte- mit einer Umarmung- doch lehnte ich mich so weit wie möglich nach vorn und wurde von ihr umarmt...
Miu und Brutus, die mir gefolgt waren aber Abstand hielten, wurden nach dieser ersten Begrüßung durch Bea mit ein paar Handbewegungen von ihr weggeschickt- meine Chefin wollte mit mir allein sein...

"Schlachtross...- zuerst dreh dich bitte einmal... Ich möchte sehen, wie weit deine Verletzungen abgeheilt sind!"

Nach der langsamen Drehung um meine eigene Achse schaute Bea ein wenig zufriedener aus...

"Das sieht wesentlich schöner aus als vor meiner Rückfahrt nach Waldsee... auch wenn du ganz sicher einige Narben behalten wirst. Der Abszess auf deinem Rücken...- da hat die Oberschwester gute Arbeit geleistet. Tut der noch weh? Hast du sonst noch Schmerzen?
Komm- lass uns ein wenig abseits gehen..."

Ich ließ mich nicht zu einer verbalen Antwort verleiten- ich unterstand derzeit noch Amalie und diese hatte etwas anderes heute Morgen für uns verfügt! Hier war ich auf der Koppel im freien und nicht in meiner Box...- daher verneinte ich beide Fragen mit einem Kopfschütteln...und folgte ihr bis zum Ende der Koppel.

"Ich weiß, die Baronin handhabt es auf ihrem Hof hier anders... und noch bist du ihr unterstellt...- aber du kannst und darfst dich jetzt mit mir auch normal unterhalten wenn du Fragen oder Anmerkungen zu dem hast, was ich dir sage...- das ist mit Amalie abgesprochen und aus dem Grund habe ich auch deine Freunde weggeschickt..."

Hier nickte ich nur, antwortete trotzdem noch nicht.

"Zuerst- Anja ist jetzt noch bei Mike und 'Kristall'...- seinem Hengst. Du weißt, die beiden haben bei weitem noch nicht so viel Rennerfahrungen wie du... und meine Freundin hier kann, was die hier geforderten Umgangsformen angeht, sehr steif und unnahbar erscheinen. Daher werde ich mich überwiegend um die beiden... besonders um Mike... kümmern... Wenn etwas mit dir sein sollte... ich werde es über Anja oder deine Trainer hier zeitnah erfahren. Das geht doch so für dich in Ordnung?"

"Alles gut Bea...- das geht schon klar. Ich weiß doch noch, wie du Anja und mich als 'Fohlen' unterstützt hast...- nachdem sie mich 'übernommen' hatte."

Meine wirklich eher geflüsterten Worte zauberten ihr ein Lächeln in ihr Gesicht.

"Noch etwas zu 'meinem' Team...- Mike und sein Hengst haben die letzten drei Wochen verdammt hart trainiert..."- hier zögerte Bea sichtlich, als ob sie kurz überlegen müsste- "...und sie sind schnell...
Du wirst gegen sie über die 1000 Meter im Sprint und im Überlandrennen antreten... Anja und du...- ihr werdet euch anstrengen müssen wenn ihr sie schlagen wollt. Ich wünsche euch dabei trotzdem allen Erfolg!"

Mit diesen Worten, so war es für mich erkennbar, hatte meine Gestütschefin alles gesagt was sie dazu preisgeben wollte. Bevor sie aber sich zum Gehen abwandte schnaubte ich vernehmlich- und drückte damit aus... ich würde ihr gern noch etwas sagen. Warum auch musste diese Szene mir gerade jetzt wieder durch den Kopf gehen?

"Bea..."

Meine Mimik konnte es nicht verbergen...- und ihre Gesichtszüge wechselten sichtbar über ernst zu besorgt.

"Was ist los... Schlachtross... Kommt da bei dir etwas hoch?"

Anstatt einer Antwort beugte ich mich so weit wie nur möglich über den obersten Querbalken und drückte meinen Kopf so fest es mir möglich wegen ihre Brust. Bea erwiderte dies, hielt mich in ihren Armen und stockend begannen die Worte meinem Mund zu entweichen...

"Mira... wenn es nach ihr gegangen wäre... Ich würde jetzt nicht hier stehen... Sie wollte... daß ihr beiden... Anja und du... mich in einer Box findet... nach eurer Ankunft heute... Zu spät... um mir helfen zu können...
Sie wollte mich gemeinsam... mit ihrer Schwester so lange quälen... bis ich es nicht mehr... ausgehalten hätte... Sie wollte... daß ich... mir selbst die... meinen Schlauch abschneide... und so verblute... Und sie wollte... dabei zuschauen...
Ich habe das bisher... nur der Baronin und Anja erzählt..."

Ich konnte meine Tränen nicht länger zurück halten und zitterte an ganzen Körper, während Bea mich an sich drückte.

"Es ist vorbei Schlachtross... es ist vorbei... es ist vorbei... Alles ist gut... es ist vorbei..."

Erst nachdem sich Bea sicher war, der Hengst in ihren Armen hätte sich mental wieder gefangen, sprach sie weiter:

"Amalie hat es mir berichtet... letzten Freitag- vor einigen Tagen..."- ich musste sie wohl verwirrt angesehen haben, da Wochentage für mich hier keinerlei Bedeutung mehr hatten- "... sofort nach der Rückkehr von Madame Simone hier auf das Hofgut. Die Baronin hat sie recht eingehend zu all dem... befragt... Alles, was du ihr darüber erzählt hast, wurde so bestätigt...
Dieser Hass kann doch nicht nur aus der angeblichen Behinderung bei diesem Rennen herrühren..."

"Sie ist sadistisch... und ich... glaube... sie ist ein Soziopath..."

"Schlachtross...-wenn du das möchtest... dann sorge ich dafür, daß du mit Anja sofort zurück nach Waldsee fahren kannst. Ich werde die volle Verantwortung dafür übernehmen...- und auch jegliche Konsequenzen akzeptieren!
Ich möchte dicht trotzdem bitten... hier noch die Rennen durchzuhalten... Wirst du das schaffen?"

Langsam löste ich mich von ihr... und nickte ihre Bitte an mich bedächtig und sehr bewusst ab. Ich war 'nur' ein Rennpferd... doch ich würde es durchhalten und zu siegen versuchen!

Während Bea mich noch hielt und ich die Welt um uns herum ausblendete...- bekamen wir nicht mit, daß gleichzeitig am Koppelzaun eine weitere Begegnung stattfand...


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