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Jo_the_O
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  RE: Geschichten von Alina und Natalie Datum:10.07.26 04:03 IP: gespeichert Moderator melden


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Die Dienerin (Part 2, Kapitel 26)

Natalie und Laura saßen in der Lounge, das Büffet war bereits aufgebaut und sie hatten sich gerade über das Gespräch zwischen Alina und Gerrit ausgetauscht. Laura war angetan, wie Alina Gerrit gewarnt hatte, wie sie das uneingeschränkte Vertrauen zum Schlüsselpunkt gemacht hatte und das nicht nur jetzt, sondern auch für die nächste Woche. Und das Ergebnis war für beide zwar überraschend, angesichts Alinas Ablehnung zuvor, aber sehr stimmig. Schließlich hatte Gerrit selbst und sehr eigenständig und voller Vertrauen entschieden, dass das Projekt stattfinden sollte. Führungsqualitäten hatte Alina in jedem Fall, auch über BDSM hinaus, konstatierten sie.

Alina betrat die Lounge und wunderte sich, dass Gerrit nicht da war. "War Gerrit nach unserem Gespräch noch gar nicht da?" fragte Alina. "Nein", antwortete Natalie. "Ich schau mal nach." sagte Alina und ging wieder raus.

Gerrit saß in seinem Zimmer, immer noch im Mieder, auf dem Stuhl und schien bedrückt. Alina fragte, was los sei und erfuhr, dass Gerrit nicht weiter wusste. "Ich habe nach dem Duschen zwar eine frische Unterhose angezogen, dann aber unbedachterweise das von heute Nachmittag durchschwitzte Mieder darüber. Aufgefallen ist mir der Fehler aber erst, als Du schon wieder weg warst. Nun habe ich aber kein zweites Mieder, wollte es aber nicht einfach weglassen. Beim Duschen wollte ich Dich auch nicht stören und so hab ich mir ein Handtuch drunter gelegt, mich auf den Stuhl gesetzt und auf Dich gewartet." erklärte Gerrit. "Dummes Ding" schimpfte Alina schmunzelnd. "Dann dusch dich jetzt mal schnell nochmal untenrum bzw. im Bereich, den das Mieder abdeckt, zieh eine frische Unterhose an und mach Dich fertig - ohne Mieder! Wie viele von Deinen Lieblingshosen hast Du eigentlich mit?" fragte sie. "Alle fünf, mehr gab es nicht mehr in dieser Größe. Eine hatte ich gestern an, die zweite habe ich heute ruiniert, bleiben also drei." erklärte Gerrit. "Na dann reichts ja noch bis Montag - ich frag mal, wie das hier mit dem Waschen funktioniert. Und nun beeile Dich, das Büffet steht schon parat." befahl Alina und ging.

Als Alina in der Lounge Bericht erstattet hatte, mussten alle drei herzlich lachen. "Was für ein verrücktes Huhn." kommentierte Laura und ergänzte "Am Outfit müssen wir noch arbeiten." "Ja, auch an den Schuhen. Die Sneaker mögen zwar bequem sein, elegant sind sie jedoch nicht. Das ist mir gestern auf dem Dancefloor schon aufgefallen" warf Alina ein. "Daran könnte man vielleicht sehr schnell etwas ändern. Unsere Schuhmacherin, ich habe Euch von ihr erzählt, ist Fan von Pretty Pink und wird hier sein. Vielleicht kann sie kurzfristig aushelfen. Ich rufe sie gerade mal an.

Gerrit kam rein, alle grinsten süffisant. "Ist was?" fragte Gerrit. "Nein, nichts, nimm Dir was zu Essen und setz Dich." sagte Natalie.

Laura ergriff das Wort: "So jetzt mal zum Abendprogramm: Wir starten mit 'Pretty Pink' auf Floor 2, später kommt, ein wenig überlappend, 'Paul van Dyk' auf Floor 1 und den Abschluss macht auf Floor 2 'Kölsch'.

Alina war hingerissen "'Pretty Pink', Anne wollte ich immer schon mal live sehen."

"Generell: Backstage-Meetings gibt es heute nicht, dafür ist alles zu eng getaktet." erklärte Laura. Alina war enttäuscht und Laura runzelte die Stirn.

Lauras Telefon klingelte, sie hörte zu, sprach kurz und legte auf. Die Schuhmacherin ist da, wir treffen sie unten. Gerrit war irritiert, Alina meinte knapp "Du bekommst jetzt elegantere Schuhe, komm!".

Sie nahm ihn bei der Hand und alle vier verließen die Lounge.

Unten angekommen, sie standen vor der Tür zum Schuhmacher-Atelier, forderte Laura Natalie auf "Probiere mal!" Natalie brauchte einen Moment, um zu verstehen, was sie meinte und führte dann ihre Schlüsselkarte ein. Die Tür öffnete sich. "Ich habe Dir ja gesagt, Deine Schlüsselkarte kann fast alles, hast Du wohl nicht wörtlich genommen." schmunzelte Laura.

Sie traten ein und kurz drauf stand die Schuhmacherin vor ihr. "Um wen geht es?" fragte sie. Alina deutete auf Gerrit. Die Schuhmacherin betrachtete ihn von oben bis unten, schloss die Augen, atmete tief durch und sagte "Weibliche Schuhe und damit der Schwung der Hose erhalten bleibt, würde ich Stiefeletten aus Glattleder vorschlagen." Alina nickte. "Größe 41?" fragte die Schuhmacherin, Gerrit nickte und sie verschwand. Als sie wieder kam, hatte sie zwei Kartons in der Hand und erklärte "Dieses Modell dürfte im Stil gut passen, ich habe mal 41 und 42 mitgebracht, in der Damenkollektion fällt 41 oft kleiner aus als in der Herrenkollektion. Probiere mal!" fordert sie Gerrit auf. Gerrit zog die Stiefel an, hoher Keilabsatz, sehr dezent aber elegant und verstand Alina. Nach dem kurzen Catwalk konstatierte die Schuhmacherin "wie ich dachte, probiere mal die 42!" Gerrit wechselte die Stiefeletten und sie hatte recht. Diese Größe passte besser.

Er ging auf und ab, das fühlte sich gut an, Erinnerungen kamen auf. Alina war erstaunt und begeistert, die Schuhe betonten die durch die Hose bereits sehr feminine Ausstrahlung noch deutlich. "Du kannst sie gleich anbehalten, aber Du musst Dich noch ein wenig wieder daran gewöhnen. Dass Du Erfahrung hast, sehe ich, lauf mal ein bisschen quer durchs Haus, bevor Du auf die Tanzfläche gehst." empfahl die Schuhmacherin und sah sich sein T-Shirt an. Alina reagierte sofort und warf ein "Wir hatten oben bei der Schneiderin schon eine schöne Bluse gekauft, die aber heute bei einem Ausflug ins Gebüsch gelitten hat und im Moment nicht einsatzbereit ist." "Wann war das?" fragte sie. "Gestern Nachmittag, kurz vor Geschäftsschluss." antwortete Alina. "Möglicherweise kann ich helfen, gehen wir mal hoch." sagte die Schuhmacherin, hielt die Tür auf, machte das Licht aus und schloss ab.

"Geh mal voran!" sagte sie zu Gerrit und blieb hinter ihm. Laura setzte sich an die Spitze, denn sie kannte, im Gegensatz zu Gerrit, den Weg. Alina lief mit Natalie neben der Schuhmacherin. "Wollt Ihr auch zu 'Pretty Pink'?" fragte die Schuhmacherin. "Oh ja!" antwortete Alina. "Dann können wir ja gemeinsam hingehen. Übrigens, Deine Sub, sorry Dein Sub ist gut. Das Gangbild hat sich auf den paar Metern schon deutlich verbessert." merkte die Schuhmacherin an. Alina staunte "Du bist echt gut, Gerrit fühlt wirklich weiblich, insofern ist sie tatsächlich meine Sub."

"Ja, das ist das faszinierende an Laura. Sie lebt den Diversitätsgedanken total. Hier gibt es alles, hetero, lesbisch, schwul, transsexuell, non-binär, sie ist offen für Alles und hält das Team zusammen. Ich habe noch nie so einen Teamgeist erlebt, wie hier." erklärte die Schuhmacherin. Natalie pflichtete ihr bei "Ihre Offenheit und der Teamzusammenhalt hier sind mir auch extrem positiv aufgefallen." Die Schuhmacherin unterbrach "Schau mal, sie ist wieder drin. Du kannst direkt mit ihr auf die Tanzfläche. Sieh Dir mal die Flüssigkeit und Eleganz ihres Gangbilds an. Perfekt. Ich glaube sie wird einen Tollen Abend haben. Ich stimme mich mal kurz mit Laura ab."

Alina beobachtete Gerrit und war beeindruckt. Seine Bewegungen waren so harmonisch und ausdrucksstark, als hätte er nie etwas anderes getragen. Das war wirklich ein Mädchen und sie bereute es fast, ihren Wunschnamen 'Johanna' heute noch kaum verwendet zu haben.

Die Schuhmacherin hatte sich wieder zurückfallen lassen und war jetzt wieder neben Natalie und Alina. "Laura reserviert mir einen Platz neben Euch. Wir werden den Abend gemeinsam genießen. Übrigens, ich bin Charlotte." verkündete sie zufrieden." Alina stellte ihr die anderen vor.

Kurz drauf hatten sie das Atelier der Schneiderin erreicht. Charlotte öffnete die Tür und sie traten ein. Sie ging zur Kasse und checkte die Buchungen und fand etwas, was von der Artikelbezeichnung und der Uhrzeit des Kaufs her passen könnte. Sie notierte sich die Daten und ging ins Lager.

Sie kehrte mit einer Bluse zurück und gab sie Gerrit. Der ging in die Umkleide und kam kurz drauf wieder. Die anderen begutachteten das Teil. "Das ist exakt die Bluse, die wir gestern gekauft haben." sagte Alina. Natalie und Laura waren der selben Ansicht. "Dann buchen wir das mal", sagte Charlotte, Alina zahlte, packte das T-Shirt ein und sie verließen gemeinsam das Atelier.

"So, nachdem wir das nun erledigt haben und Gerrit für den Abend bestens gerüstet ist - die Stiefeletten sind übrigens toll, Charlotte - trinken wir jetzt alle im privaten Bereich noch etwas, wer Hunger hat, kann auch noch etwas essen. Und dann genießen wir 'Pretty Pink'!" rief Laura und sie machten sich auf den Weg.

Zurück in der Lounge stellte sich heraus, alle hatten noch Hunger, getrunken wurde eher weniger. Als die Teller leer waren, bildeten sich kleine Grüppchen, die miteinander redeten.

Charlotte kam auf Natalie zu und fragte, "ich muss mich noch umziehen. Wo kann ich das machen?" Natalie führte sie in ihr Zimmer und ließ sie allein.

Als Charlotte zurück kam in die Lounge verstummten die Gespräche. Alle Blicke richteten sich auf sie. Wallende lange schwarze Haare, ein Oberteil mit weiten langen Ärmeln. Der untere Saum des Oberteils reichte bis zu den Oberschenkeln, dazu enge Leggings und Over-Knee-Rauh-Leder-Stiefel mit hohen Keilabsätzen. Alles in schwarz, ergänzt durch Lippenstift und Nagellack in Schwarz, ergab sich eine beeindruckende Erscheinung.

"Wow, Charlotte, Du rockst uns wieder mal." rief Laura und ergänzte "Die Zeit ist reif, 'Pretty Pink' wartet. Let's go!"


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Jo_the_O
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  RE: Geschichten von Alina und Natalie Datum:10.07.26 22:12 IP: gespeichert Moderator melden


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Die Dienerin (Part 2, Kapitel 27)

Das ausgelassene Quintett hatte gerade im Lounge-Bereich an ihrem Tisch Platz genommen, als Lauras Telefon klingelte. Sie ging dran, hörte kurz zu, legte wieder auf und bedeutete Alina ihr zu folgen.

"Keine Backstage-Meetings hatte ich gesagt und dabei bleibt es grundsätzlich auch. Allerdings möchte ich Dich Pretty Pink kurz vorstellen, wirklich nur kurz. Und das läuft folgendermaßen: Wenn wir den Raum betreten haben, stellst Du dich vor sie, gerader Rücken, Kopf hoch, die Arme entspannt an den Seiten und siehst sie lächelnd an. Schau ihr tief in die Augen und zähle bis zehn. Dann senkst Du erst die Augen, dann den Kopf, machst einen Knicks, drehst Dich auf dem Absatz und schreitest elegant zurück zur Tür, die ich Dir aufhalten werde. In weniger als einer Minute sollten wir wieder raus sein. Genau das habe ich ihr nämlich versprochen, ich habe ihr gesagt, sie solle, nachdem sie Tür geöffnet hat, einfach drei Schritte zurück gehen und schauen, bis wir wieder weg sind. Alles klar?" erklärte Laura.

"Im Prinzip ja, aber kann ich den Knicks vorher nochmal üben, ich weiß nicht, wann ich das das letzte Mal gemacht habe?" sorgte sich Alina. "Bevor wir anklopfen, kannst Du kurz üben. Und: Konzentriere Dich ganz auf die Aufgabe, erstarre nicht zur Salzsäule, sieh ihr tief in die Augen, ohne Scheu, aber nicht herausfordernd und vergiss nicht zu zählen, Time is the Key!" ermahnte Laura.

Sie hatten die Garderobe erreicht und stoppten. Alina übte den Knicks, der erste misslang, Laura demonstrierte in Zeitlupe den Ablauf und dann nochmal in Echtzeit. Alinas zweiter Versuch saß. Laura schaute fragend, Alina nickte.

Die Tür öffnete sich und die Vorstellung begann. Alinas Aufregung war verschwunden, sie war voll konzentriert, tat exakt das, was Laura gesagt hatte. Der Blick in die Augen von Pretty Pink war überwältigend, sie stockte beim Zählen, erreichte aber irgendwie doch die zehn und senkte die Augen. Der Rest verlief wieder genau nach Drehbuch und kurz drauf standen beide vor der Garderobe, Laura hatte die Tür geschlossen.

"Was war das? Eigentlich ein ganz einfacher Ablauf und ich stehe hier und zittere, wie Espenlaub." fragte Alina mit bebender Stimme. Laura nahm sie in den Arm und wartete, bis sich Alina etwas beruhigt hatte. Sie nahm sie an der Hand und die beiden kehrten zum Lounge-Bereich zurück.

"Was war eigentlich Deine Absicht hinter dieser Performance?" fragte Alina. "Warte ab, Liebes, vielleicht funktioniert es und dann wirst Du es wissen." antwortete Laura.

Die beiden setzten sich auf ihre Plätze. Die anderen sahen sich fragend an.

Plötzlich erschien Pretty Pink am Bühnenaufgang, zögerte ein wenig und blickte sich im Lounge-Bereich um.
Sie sah Alina mit ihrer Maske, lächelte ihr zu und nickte.

Sodann eilte sie zielstrebig an ihr Pult, wurde vom frenetischen Jubel des Publikums begrüßt und das Set begann.


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Jo_the_O
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  RE: Geschichten von Alina und Natalie Datum:11.07.26 01:20 IP: gespeichert Moderator melden


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Die Dienerin (Part 2, Kapitel achtundzwanzig - die Ziffer acht streikt wieder und ergibt ein Symbol)

"Sie hat mich angelächelt und mir zugenickt." staunte Natalie an Laura gewandt. "Ja, ihr hat Deine Performance offenbar gefallen. Insofern gehe ich davon aus, dass die kleine Überraschung, die ich vorbereitet habe, Wirklichkeit wird. Und die ist nicht nur für Dich gedacht. Nun aber Schluss mit dem Thema, warten wir ab." entschied Laura.

Gerrit beobachtete Alina, die sich wieder mit der Maske und einem Strohhalm an ihrem Mineralwasser zu schaffen machte. "Eigentlich ist das ungerecht, meine Herrin muss sich mit der Maske herumplagen und ich sitze hier ohne." merkte Gerrit an. "Wir haben darüber geredet und Deine Beweggründe sind einleuchtend, für mich ist das kein Problem. Außerdem ist sie für mich ein Schutz, wo ich doch nun keinen Schleier mehr trage." konterte Alina. "Aber vielleicht sollte ich mich überwinden und mich etwas warm laufen, mit Blick auf die nächste Woche." gab Gerrit zu Bedenken.

Laura unterbrach das Gespräch. "Kleines, Du hast jetzt drei Gläser Mineralwasser in der letzten halben Stunde getrunken, wir wollen gleich auf die Tanzfläche. Vom Floor aus ist der Weg deutlich länger. Geh doch grad mal Pippi machen, dann können wir los."

Alina war etwas irritiert, fand das aber letztlich logisch und stand auf.

"Sorry Gerrit, ich musste dazwischen gehen. Warm laufen ist nicht schlecht, der Zeitpunkt ist aber denkbar schlecht. Ich brauche Deine Maske, wenn Du sie mir leihst. Und da ich sie sicherheitshalber vorher noch in unserem UV-Gerät für Textilien desinfizieren lassen möchte, brauch ich sie jetzt. Du bekommst sie auch desinfiziert zurück. Mehr kann ich im Moment nicht sagen. Darf ich sie abholen lassen?" fragte Laura. "Kein Problem." sagte Gerrit und erklärte ihr, wo sie liegt. Laura stand auf, entfernte sich ein Stück und telefonierte.

Alina war wieder da und fragte Gerrit, ob er seine Maske holen wolle. "Mir ist noch ein wenig unwohl, vielleicht verschieben wir das auf später. Das Set von Kölsch läuft mitten in der Nacht, da ist das Risiko geringer." entgegnete er.

"Wieso heißt der eigentlich Kölsch, das ist doch eine Biersorte?" fragte Alina. Gerrit erklärte, dass das ein dänischer DJ ist, dessen bürgerlicher Name einen Buchstaben enthält, den es in der deutschen Sprache nicht gibt. Um keinen reinen Kunstnamen erfinden zu müssen, hat er diesen Buchstaben durch das 'ö' ersetzt, das in Deutschland geläufig ist. Und damit war sein neuer Künstlername geboren, der hier und auch in anderen europäischen Ländern keine Probleme macht.

Laura war wieder da. "Sorry, ich musste noch etwas regeln, jetzt sollten wir aber tanzen. Alina, möchtest Du mit mir tanzen?" fragte Laura. Alina war überrascht. "Ich hab Dich noch nie tanzen sehen." sagte sie und sah Natalie fragend an. Die nickte und kurz drauf waren die beiden auf dem Weg.

"Und, darf Gerrit mit mir tanzen?" fragte Charlotte Natalie. Die nickte wieder und kurz drauf war sie allein am Tisch und bestellte sich einen Sekt.

Sie schloss die Augen und tauchte in die Musik ein. Dieses Wochenende hatte es in sich, dachte sie und die Dynamik hier war schlichtweg berauschend.

Sie dachte an den Abend zuvor und den Tanz allein in der Menge. Das war sehr erfrischend. Sie hatte sich aber nicht so richtig gehen lassen können, da sie ja eigentlich zu Alina und Gerrit hin tanzen wollte, was gründlich schief ging.

Jetzt waren ihre beiden in guten Händen. Sie vertraute Charlotte bereits, obwohl sie sie noch nicht so gut kannte. Aber Laura kannte sie sehr gut und Laura hatte ihr Vertrauen schon seit langer Zeit. Und die Überwachungseinheit war sicher auch auf dem Posten.

Warum nicht, ganz unbelastet von Verantwortung, noch einen freien Tanz allein wagen?.

Natalie schrieb eine entsprechende Nachricht und gab als nächsten Treffpunkt ihre private Lounge an, um vor dem Set von Paul van Dyk noch einen kleinen Imbiss nehmen zu können. Sie legte den Zettel auf den Tisch, beschwerte ihn mit einem Glas und ging Richtung Dance-Floor.

"Concentrate, Concentrate" tönte es aus den Boxen.



[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Jo_the_O am 11.07.26 um 04:13 geändert
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  RE: Geschichten von Alina und Natalie Datum:11.07.26 20:59 IP: gespeichert Moderator melden


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Die Dienerin (Part 2, Kapitel 29)

Gerrit begriff sehr schnell, was Charlotte unter Tanzen verstand. Kaum hatten sie die Tanzfläche betreten, machte sie einen Ausfallschritt, wirbelte um ihn herum und verpasste ihm von hinten einen Stoß mit ihrer Hüfte. Er hatte sich mit der Einschätzung ihrer musikalischen Wurzeln nicht geirrt, Punk und Pogo. Wie sie zum Deep House gekommen war, musste sie ihm später mal erklären. Wieder war sie außer Sicht und er bekam den nächsten Stoß.

Das wiederholte sich etliche Male, bis Gerrit sich sagte "Jetzt geht mir das aber wirklich auf den Senkel!"

Gerrit konzentrierte sich auf ihre Augen und versuchte, ihre nächste Aktion zu erahnen, vor allem die Richtung. Gleichzeitig vollführte er mit Armen und Händen eine Art Ausdruckstanz, rhythmisch und melodisch mit der Musik synchronisiert. Es musste für Außenstehende so aussehen, als wolle er eine Schlange beschwören.

Charlotte täuschte einen Ausfallschritt nach links an, aber wechselte nach rechts. Er hattes es erahnt, und drehte sich mit. Immer wieder versuchte sie, ihn auszukurven, es gelang ihr aber nicht mehr oft. Also schien sie sich entschieden zu haben, ihn auch frontal anzugehen. Als seine Hände sich fließend in Kopfhöhe befanden, sah sie ihre Chance, drehte die Hüfte und versuchte es. Gerrit konnte noch so eben eine Vierteldrehung machen und den Stoß mit seiner Hüfte abfangen. "Gerade nochmal gut gegangen, das wäre sonst richtig schmerzhaft geworden" dachte Gerrit. Sie belauerten sich weiter.

Sie waren so mit sich beschäftigt, dass sie nicht mitbekommen hatten, dass die anderen Tänzer um sie herum sich ihnen zugewandt hatten und das Schauspiel amüsiert betrachteten.

Laura und Alina unterdessen waren ganz nah an der Bühne geblieben, um möglichst viel von Pretty Pink sehen zu können. Alina war - wie gestern - sehr exaltiert, Laura hingegen deutlich gesetzter. Trotzdem war da eine tiefe Harmonie zwischen den beiden.

"Schauen wir mal, was die anderen machen?" fragte Laura. Alina nickte und sie tanzten dem Aufgang zum Lounge-Bereich entgegen.

Sie fanden den Zettel auf dem leeren Tisch, gingen zurück zum Floor und überblickten die feiernde Menge.
Alina hatte Gerrit und Charlotte zuerst gesehen, deutete für Laura in die Richtung und fragte erstaunt "Was machen die denn da?" Laura erwiderte lachend "Das nennt sich Pogo, aber das hier ist eine Variante. Normal geht es Hüfte gegen Hüfte und zwar synchron. Charlotte versucht aber, hinter Gerrit zu kommen und zielt mit ihrem Hüftstoss auf seinen Po. Er wiederum versucht, zu verhindern, dass sie hinter ihn kommt. Er dreht sich mit und hält sie mit seinen sehr anmutigen und auf die Musik abgestimmten Arm- und Hand-Bewegungen auf Distanz." erklärte Laura.

Sie schauten noch eine Weile zu und versuchten dann, Natalie zu finden, ohne Erfolg. Laura rief bei ihrer Überwachungscrew an und erfuhr, dass sie beiläufig gesichtet wurde, bester Laune war, ausgelassen tanzte - und wieder abdriftete. Sie informierte Alina, die fragte, ob sie etwas unternehmen würde.

"Nein, Liebes, heute nicht. Sie weiß jetzt, dass ihre Schlüsselkarte fast alle Türen im Haus öffnet. Deshalb hab ich sie bei Charlotte aufgefordert, es dort doch mal zu probieren. Gesagt hatte ich es ihr schon mehrmals, sie hat sie auch schon auf dem Weg in die Überwachungszentrale genutzt, aber so ganz hatte sie die Reichweite der Berechtigungen wohl noch nicht begriffen. Also, egal wo sie strandet, ich denke, sie wird mit Hilfe der Karte den Rückweg in Eure Lounge finden." erklärte Laura.

"Wieso hast Du ihr denn diese ganzen Rechte erteilt?" fragte Alina weiter. "Weil ich möchte, dass sie spürt, dass ihr hier alle Türen offen stehen." antwortete Laura. "Und warum?" insistierte Natalie. "Um das zu beantworten, müsste ich vorher ihre Zustimmung einholen. Ich weiß nicht, wieviel Du weißt und wissen darfst." entgegnete Laura.

Alina ließ nicht locker. "Ich weiß, dass ihre frühere Herrin sie hierhin geschickt hat, um kochen zu lernen. Und dass sie in dieser Zeit unter Deiner Obhut stand. Das hat sie mir gestern auf der Fahrt erzählt."

Laura war erfreut. "Dann bist Du ja im Bilde. Also, im Moment gibt es viele offene Fragen bei Euch und Natalie hat alle Hände damit zu tun, die ungeheure Dynamik im Griff zu behalten. Ich versuche, mich so wenig wie möglich einzumischen, aber soviel wie möglich zu helfen. Und ich habe den Eindruck, dass es für sie entlastend sein kann, wenn sie spürt, dass ihr hier alle Türen offen stehen, egal, was passiert".

Alina war gerührt, dachte nach und fragte besorgt "Gilt das auch für mich?" Laura strich ihr übers Haar "Aber natürlich. Ich bin sicher dass ihr beide zusammen gehört. Möglicherweise bekommst Du auch eine so mächtige Schlüsselkarte, aber das hängt von Eurer künftigen Konstellation ab. Du bist gerade auf einem sehr aufregenden Weg. Du bist Herrin geworden. Noch bist Du auch Sub, vielleicht wirst Du aber mit Natalie bald Seite an Seite herrschen und ihre Partnerin sein. Damit wäre auch das Problem der Macht-Kaskade gelöst und dann bekommst Du auch eine so mächtige Schlüsselkarte."

Alina war ergriffen und atmete tief durch.

Laura ergriff ihre Hand und sagte zärtlich "Komm wir gehen nach oben und schauen mal in der Überwachung, wohin sie gedriftet ist.




[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Jo_the_O am 11.07.26 um 22:29 geändert
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  RE: Geschichten von Alina und Natalie Datum:11.07.26 23:36 IP: gespeichert Moderator melden


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Die Dienerin (Part 2, Kapitel 30)

Natalie hatte bereits gemerkt, dass sie wieder abgedriftet war, aber es hatte sie nicht gestört. Irgendeinen Ausgang würde sie wohl finden, die anderen waren ja informiert. Sie tanzte weiter, interagierte unterwegs immer mal wieder mit Tänzerinnen, denen sie begegnete und die sie interessant fand.

Langsam wurde sie durstig und schaute sich um. Sie fand eine Bar, etwa 30 Meter weiter und tanzte drauf zu. Sie bestellte sich ein Bier, nippte daran und blickte entspannt auf die feiernden Menschen. Es war eine tolle Atmosphäre hier und sie freute sich schon auf Paul van Dyk.

Dann wurde ihr bewusst, dass sie sich ja noch mit den anderen in ihrer Lounge treffen wollte und blickte auf die Uhr. Sie war erstaunt, wie spät es schon war, trank ihr Bier aus und fragte an der Bar nach dem Ausgang. Als sie den Dance-Floor verlassen hatte, versuchte sie, sich zu orientieren.

'Notausgang' war nicht sinnvoll, der führt am schnellsten Weg aus dem Gebäude heraus, 'Rezeption' war schon besser, aber sie wusste nicht, wie weit die von hier entfernt ist, 'Verwaltung' fand sie auch noch. Da waren wir schon, dachte sie und machte sich auf den Weg. Die Karte öffnete die Tür und sie befand sich in einem auf Nachtbeleuchtung abgedunkeltem Flur. Zunächst mal kam ihr nichts bekannt vor und sie ging einfach weiter. Sie hatte sich schon gefragt, ob das wirklich eine gute Idee gewesen war, als sie schließlich eine Aufschrift 'Verwaltung - Technik' fand. Und die kam ihr bekannt vor, sie nahm ihre Schlüsselkarte und betrat den Flur. Etwa 30 Meter weiter gab es eine weitere Zwischentür, über ihr stand 'Security-Bereich'. Natalie dachte sich: "Gleich müsste die Überwachung kommen." und setzte ihren Weg fort. Und so war es auch, sie schob ihre Schlüsselkarte ein und die Tür öffnete sich. "Hi, Jungs! begrüßte sie die beiden Techniker und fragte "Wo sind denn meine Mädels?"

"Alina und Laura waren eben auf dem Weg nach oben, ich denke sie müssten schon da sein. Gerrit und Charlotte waren eben noch auf dem Dance-Floor. Zoom mal ran." bat er seinen Kollegen.

Natalie schaute sich das Schauspiel fasziniert an und fragte "Wie lange machen die das schon?" Der zweite Techniker antwortete lachend "Schon den ganzen Abend. Aber das, was Du hier siehst, hat erst vor einer Viertelstunde begonnen. Anfangs hat Charlotte die Oberhand gehabt und Gerrit angebounced. Der schien zunächst ein wenig hilflos und hat dann auf Abwehr geschaltet, sodass Charlotte kaum noch zum Bounce kam. Jetzt ist sie offenbar etwas erschöpft, sie hat sich viel mehr bewegt, als er. Und nun kontert Gerrit und landet einen Bounce nach dem anderen." Natalie amüsierte sich "Das ist kein Tanz, sondern ein Kampf, nein, besser ein Tanzkampf, denn ästhetisch und im Rhythmus ist es allemal. Macht Charlotte das immer?" fragte Natalie. "Ja, das ist ihre Spezialität, aber Gerrit hält sich hervorragend und das nicht nur angesichts des Alters. Es könnte sein, dass sie bald die weiße Fahne hisst." antwortete der Techniker.

"Schaltet Ihr uns das Live-Bild hoch, ich muss etwas essen?" fragte Natalie. "Kein Problem. Dann guten Appetit und viel Spaß noch" wünschte der Techniker. "Euch auch!" returnierte Natalie schmunzelnd. "Werden wir haben!" sagten die beiden im Chor und grinsten.

Natalie hatte es sich verkniffen, nach dem Weg zu fragen. Da musste sie jetzt allein durch und erinnerte sich, dass sie beim letzten Mal aus der anderen Richtung gekommen waren. Also jetzt rechts, durch zwei Zwischentüren und dann müsste der Aufzug kommen, dachte sie sich und verfolgte die Marschroute. Am Aufzug war sie erleichtert.
"Doch nicht ganz so verpeilt." konstatierte sie und führte ihre Schlüsselkarte ein. Die Tür öffnete sich.



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  RE: Geschichten von Alina und Natalie Datum:12.07.26 03:17 IP: gespeichert Moderator melden


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Die Dienerin (Part 2, Kapitel 31)

Als Natalie aus dem Aufzug kam, stand Laura vor ihr. "Ganz kurz, ich habe vorhin etwas Unbedachtes zu Alina gesagt. Wir haben über Deine Schlüsselkarte gesprochen und sie hat gefragt, warum ich Dir all die Berechtigungen gegeben habe. Ich habe ihr gesagt, dass ich möchte, dass Du weißt, dass Dir hier alle Türen offen stehen. Sie hat gefragt, ob das auch für sie gilt. Ich habe das bestätigt, weil sie ohnehin zu Dir gehört, aber auch angedeutet, dass sich Eure Konstellation vielleicht ändern könnte und sie zu Deiner Partnerin auf Augenhöhe werden könnte und nur dann ebenfalls eine so mächtige Schlüsselkarte bekäme. Es stand mir nicht zu, diese Andeutung zu machen. Wie hat schon Erich Kästner gesagt 'gut gemeint ist schlecht gemacht' und das trifft in diesem Fall eindeutig auf mich zu. Ich bitte Dich vielmals um Entschuldigung." sagte Laura.

Natalie dachte nach und meinte "Im Grunde war es ein Fehler, aber die Tatsache, das Du es gesagt hast, hat für mich sogar einen Vorteil. Mit der Unterwerfung von Gerrit hat sie bereits als gefühlte Assistentin von mir agiert und ich habe sie dafür zusammengestaucht. Später habe ich aber auch schon gedacht, dass sie als solche vielleicht besser klar käme, die Macht-Kaskade ist keine optimale Konstellation. Und inzwischen freunde ich mich selbst langsam mit dem Gedanken an, sie wirklich partnerschaftlich und nicht als Sub an meiner Seite zu haben, bin aber noch nicht ganz soweit. Du hast mir eben Zeit verschafft, meine Position zu finden und auch zu beobachten, wie sie mit der von Dir angedeuteten Perspektive umgeht. Und ich kann ihr gegenüber solange konsistent bleiben, bis ich weiß, was ich will. Und damit kann sie sich weiterhin sicher fühlen. Ich denke, ich sollte Dir Danke sagen."

"Ich bin immer wieder sehr bewegt, wie weise Du die Zusammenhänge analysierst und wie verantwortungsvoll Du als Herrin agierst. Dass Dir hier alle Türen offenstehen, war eine richtige Entscheidung und sie kommt aus tiefstem Herzen." seufzte Laura.

"Du, und gewirkt hat es durchaus. Ich bin eben unter Nutzung der Karte in die Überwachungszentrale und habe ganz selbstverständlich gesagt 'Hi Jungs, wo sind denn meine Mädels?'. Und die haben mir alles erzählt, auch über Charlotte und Gerrit und mich zuschauen lassen, Gerrit hat im Moment übrigens 'Advantage'.

"Dann lass uns schauen, wie der Spielstand ist." sagte Laura grinsend und sie verließen den Flur.

"Kommt schnell, Gerrit hat sie gerockt!" rief Alina aufgeregt, als die beiden die Lounge betraten. "Er hat solange auf Abwehr gespielt, sie mit vollster Konzentration aber ohne großen Kraftaufwand ausgetrickst, während sie mit viel Power versucht hat, Angriff auf Angriff zu fahren und dabei immer wieder gescheitert ist. Vor einer halben Stunde hat er auf Angriff umgeschaltet, sie ist inzwischen erschöpft, reagiert nicht mehr so schnell und er landet Treffer auf Treffer." erklärte Alina begeistert.

Die drei verfolgten noch eine Weile die Szenerie, bis Charlotte stoppte, sich vor Gerrit aufbaute, den Kopf sinken ließ, die Arme vor der Brust kreuzte und sich vor ihm verneigte. Gerrit verschränkte ebenfalls seine Arme vor der Brust und verneigte sich vor ihr.

"Wow, die beiden haben wirklich Respekt voreinander und sie zeigen ihn auch" meinte Natalie. Die umstehenden Tänzerinnen und Tänzer applaudierten minutenlang.

"Es wird Zeit. Etwas essen, frisch machen und dann müssen wir zu Paul van Dyk" mahnte Laura und ergänzte "Ich hoffe, die beiden sind rechtzeitig hier".

Es dauerte nicht lange, bis die Tür auf ging und sie herein kamen. "Ich vermute, Ihr müsst duschen, oder sehe ich das falsch?" fragte Laura. "Nein, das siehst Du richtig." antwortete Charlotte. "Hast Du Sachen zum Wechseln dabei?" fragte Laura. Charlotte nickte. "Natalie, bring sie mal ins Spielzimmer, dort kann sie sich duschen." Die beiden verschwanden. Gerrit folgte direkt und ging in sein Zimmer. "Alina, musst Du auch duschen oder geht's eine Nummer kleiner?" fragte Laura. "Geht auch kleiner." antwortete sie und huschte durch die Tür. Als letzte verließ Laura die Tür und traf Natalie auf dem Flur. "Lässt Du mich mal kurz vor, ich muss gleich noch ein paar Telefonate führen. Darf ich Dein Bad benutzen?" fragte Laura. Natalie nickte und ging etwas essen. Sie war noch nicht ganz fertig, als Laura bereits zurück kam. Natalie fragte "Warum die Eile?" "Ich habe eine Überraschung vorbereitet, eigentlich für Alina aber ich denke, wir werden alle unsere Freude dran haben. Nun geh, mach Dich parat." antwortete Laura.

Sie stand in der Lounge, telefonierte mehrere Male, steckte dann ihr Telefon weg und widmete sich dem Büffet. Die erste, die zurück kam, war Alina. Sie nahm sich etwas vom Büffet und setzte sich zu Laura. "Fändest Du es schlimm, wenn Du nicht mehr Sub, sondern Partnerin von Natalie wärest?" fragte Laura. Alina dachte lange nach und antwortete schließlich: "Das ist vielschichtig. Ich muss mich zumindest als ihre Assistentin gefühlt haben, als ich Gerrit unterworden habe, da war eindeutig ein wir und kein ich. Deswegen hat mich die Standpauke auch so getroffen. Aber das, was ich verursacht habe, muss ich auch ausbaden und so bin ich, eigentlich unbeabsichtigterweise selbst Herrin geworden. Als Partnerin von Natalie, auf Augenhöhe, sehe ich mich definitiv nicht. Eigentlich würde ich gern Sub bleiben, aber angesichts der Ereignisse könnte ich mir Assistentin auch vorstellen. Aber dazu sollte sie den Vertrag, den ich unbedachterweise in ihrem Namen mit Gerrit geschlossen habe, auch selbst ratifizieren. Eine erfahrene und eine unerfahrene Herrin ist für Gerrit in jedem Fall besser, als nur eine unerfahrene Herrin." "Stehst Du, ganzheitlich gesehen, zu Gerrit?" fragte Laura. "Mittlerweile kann ich sagen: Eindeutig ja. Da ist inzwischen eine Vertrautheit und ein gegenseitiges Vertrauen gewachsen, das es mir moralisch und auch vom Herzen her verbietet, ihn fallen zu lassen oder sie." antwortete Alina. "Ist Gerrit für Dich eher Frau oder Mann?" fragte Laura. "Mann sicher nicht, vielleicht einmal vor Urzeiten, aber die Weiblichkeit ist einfach zu präsent, Frau sicher auch nicht. Gerrit ist ein Mädchen im männlichen Körper und zudem absolut lesbisch. Vom Mädchen zur Frau wird man offiziell durch Sex. Wie soll das funktionieren, wenn man im falschen Körper steckt. Geht einfach nicht. Insofern wird Gerrit wohl auch Mädchen bleiben und ehrlich gesagt, diese Mädchenhaftigkeit liebe ich sehr. Sie entspricht mir und das ist wohl auch der Grund für die Tiefe unserer Vertrauensbeziehung. Ich habe auch noch nie normalen Sex gehabt und das soll auch so bleiben." erwiderte Alina tiefgründig.

Natalie, Charlotte und Gerrit kamen fast gleichzeitig zurück.

"So, Mädels!" hob Laura an. "Fürs Essen bleibt keine Zeit mehr, denn unten wartet eine Überraschung auf uns und die wollen wir doch nicht warten lassen. Wer noch Hunger hat, kann sich unten im Lounge-Bereich noch etwas bestellen. Ich hab schon alles vorbereitet." verkündete Laura und beendete ihre Ansage mit "Cleared for takeoff and go". Das Quintett hob ab.



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