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Jo_the_O
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Lebe Deine Träume und träume nicht Dein Leben...

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User ist online
  RE: Geschichten von Alina und Natalie Datum:03.07.26 23:20 IP: gespeichert Moderator melden


© 2026 by Jo_the_O

Die Dienerin (Part 2, Kapitel acht - die Ziffer acht mag das System nicht)

Alina hatte geduscht, sich für den Abend angezogen und stand vor dem großen Spiegel an ihrem Kleiderschrank. Das Outfit, das ihre Herrin ausgewählt hatte, war noch etwas knapper geschnitten. Das Kleid war aus Seide, mit deutlich dezenterer Spitze und hoch geschlossen. Sie hatte eben im Bad noch die Augenbrauen nachgezogen, etwas Kajal aufgelegt und die Lippen dezent in pastellfarbenem Lila geschminkt. Die schwarze Spitzenmaske durfte sie auch am Abend tragen und das war ihr sehr recht.

Natalie hatte Alina vorhin noch über das Ergebnis des Telefonats mit der Hotel-Chefin informiert. Alina war nicht überzeugt, dass die Verwendung von "Gerrit" auch in ihrem privaten Bereich eine gute Idee ist. "Johanna möchte doch gerade aus ihren bisherigen Zusammenhängen ausbrechen, da könnte die Verwendung des Alltagsnamens hier hinderlich sein, auch wenn "Gerrit" ebenso als weiblicher Vornamen verwendet wird" hatte sie zu Bedenken gegeben. Natalie schien unschlüssig und vertagte die Entscheidung.

In 15 Minuten sollte Gerrit kommen. Alina nahm ihre Schlüsselkarte und wechselte in Natalies Zimmer. "Gut, dass du kommst, wir müssen raus hier. Ich hab' für die Ankunft von Gerrit etwas besonderes vorbereitet. Folge mir." befahl Natalie. Die Beiden eilten zum Fahrstuhl, Natalie schob die Schlüsselkarte ein, die Tür öffnete sich und sie stiegen ein.

Auf der Ebene "Verwaltung - Technik" stiegen sie aus. "Was hast du denn für eine Schlüsselkarte?" wunderte sich Alina. "Ja, die kann fast Alles" grinste Natalie und die beiden eilten durch den Flur bis zu einer Tür, über der "Security-Bereich" stand. Wieder nutzte Natalie ihre Schlüsselkarte, die Tür öffnete sich und schnellen Schrittes erreichten sie schließlich eine Tür mit der Raumnummer 007 und der Beschriftung "Überwachung". "Laura verteilt die Raumnummern manchmal sehr kreativ!" schmunzelte Natalie und mit ihrer Schlüsselkarte hatten sie auch hier Zutritt. Die Hoteldirektorin kam direkt auf die Beiden zu, begrüßte sie und meinte "Ihr seid aber echt spät". Laura führte Alina und Natalie zu einer Wand mit Bildschirmen, auf denen die Live-Bilder der Überwachungskameras zu sehen waren. Alina staunte.

"Gerrit hat von uns telefonisch einen Parkplatz zugewiesen bekommen und auf den richten wir jetzt mal unser Augenmerk, der Page steht schon bereit." erklärte Laura. Noch war außer ihm und seinem Gepäckwagen nichts zu sehen. Gelegenheit für die Direktorin ihnen einen Sekt anzubieten. "Schön dass Ihr hier seid und ich freue mich schon sehr auf unsere Moguai-Privat-Party bei Euch oben." sagte Laura und verteilte die Gläser während ihr Mitarbeiter die Bildschirme im Auge behielt.

"Kommt Moguai wirklich zu uns hoch?" fragte Alina verdutzt. "Nein, natürlich nicht, das wäre unbezahlbar. Aber Ihr habt oben noch eine Lounge mit Tanzfläche, großem Bildschirm und einer Mega-Soundanlage. Moguais Auftritt wird in alle Lounges im Haus live übertragen, aber tanzen kann man nur bei Euch, da der Raum noch nicht voll möbliert ist" erklärte die Chefin. "Aber ich hätte ihn doch so gern mal richtig aus der Nähe gesehen" warf Alina ein.

Der Techniker meldete sich und teilte mit, ein Fahrzeug nähere sich dem beobachteten Parkplatz. Alle drei verstummten und starrten auf den Bildschirm.
Ein Audi parkte ein und die Tür öffnete sich. Der Techniker zoomte heran. Jemand stieg aus, ganz in schwarz gekleidet, eine weite damenhafte Hose, die die Beine umschmeichelte und ein XXL-T-Shirt. Die Kamera wurde gewechselt und nun war die Person von vorn zu sehen. Eindeutig ein Mann mit hoher Stirn, aber weichen Gesichtszügen und einem Bauch, den auch das weite T-Shirt nicht ganz verbergen konnte. "Gibt es den Schador eigentlich auch in Umstandsgröße?" fragte Alina und musste lachen. Auch Natalie und Laura mussten lachen, der Techniker blieb cool und zoomte wieder. Jetzt wurde ein Zopf sichtbar, der in Korkenzieher-Form über die linke Schulter fiel. "Der ist nicht frisiert" dachte Alina und Natalie nickte.

Der Page hatte inzwischen das Gepäck auf den Wagen geladen und ging voran. Wieder ein Wechsel der Kamera und es wurde deutlich, dass die Schritte dieser Person kurz, aber auch nicht zu kurz und vor allem sehr feminin waren. Selbst in diesen Überwachungsaufnahmen mit wenig Licht war die weibliche Aura zu erkennen. Aber Alles in Allem war der Eindruck schlüssig. Die beiden verschwanden im Fahrstuhl.

Der Techniker hatte sich kurz mit den Überwachungskameras in den Aufzügen verheddert und so kam das nächste Bild bereits aus ihrem Privatbereich. Auf den letzten Metern bis zum Zimmer zog Alina ein Fazit. Gerrit war eindeutig ein Mann mit sehr weiblichen Zügen, den Zopf fand sie sehr süß, wie er über die linke Schulter bis fast zur Brust hing und die Bewegungen waren selbstbewusst feminin, aber nicht übertrieben. Sie mochte ihn - oder sie.


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