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Jo_the_O
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  RE: Geschichten von Alina und Natalie Datum:01.08.26 00:27 IP: gespeichert Moderator melden


© 2026 by Jo_the_O

Die Dienerin (Part 2, Kapitel 67)

Laura räusperte sich "Charly, Du hast eben bei der Frage, ob Gerrit als Psychologe in der Frontline sein sollte, etwas gemacht, was nicht meinen Prinzipien entspricht. Du hast die Frage zuallererst aus der Managementsicht heraus beantwortet. Du solltest aber erst an den Menschen denken. Erst, wenn die Mitarbeiter sich wohl fühlen, wird ein Team draus. Und nur mit funktionierenden Teams und dem richtigen Teamgeist dahinter, läuft die Sache rund. Du kennst Gerrits Fähigkeiten, gib ihm eine Chance, auch in der Frontline. Im Übrigen könnt Ihr das auch als Team machen, das wäre vom Ergebnis her wohl ohnehin von Vorteil.

Was Deine Ambitionen angeht, seine dritte Herrin zu werden. Ich kann mir das vorstellen, aber der Zeitpunkt ist denkbar ungeeignet. Du hast gerade einen tiefen Zugang zu ihm und da könnte eine Änderung in Eurer Beziehung sich nachteilig auswirken. Nutze diese einzigartige Möglichkeit und bring alles zutage, was wichtig ist." endete sie.

Mittlerweile waren sie im Verwaltungstrakt angekommen und standen vor einem Vortragssaal. Charly hatte sich mit Gerrit etwas abgesetzt und die beiden flüsterten. Laura erklärte, dass sie alle, die in diesen wenigen Tagen bereits im Projekt involviert waren, hier zusammen gerufen habe. Sie ging mit den vieren hinein und zeigte ihnen ihre Plätze. Mehr als ein Dutzend Männer und Frauen waren versammelt. Unter der Decke hing ein Beamer und vor Kopf war eine Leinwand herunter gezogen, aber noch ohne Bild.

Charly ging nach vorn, begrüßte das Auditorium und erläuterte, dass sie später Pläne, Stand heute und eine erste Visualisierung sehen würden. Zuvor würde es noch einen kurzen Vortrag zur Rolle von psychologischer Betreuung im Projektkonzept geben, die im normalen Hotelalltag eher nicht vorkommt. Sie nickte Gerrit zu und der kam nach vorn.

Gerrit begann: "Ich werde einen kurzen Überblick über die verschiedenen Angebote geben, die geplant sind und jeweils die Bedeutung von psychologischer Betreuung erläutern.

Als Erstes ist da das Angebot, Hotelzimmer mit angeschlossenem Spielraum zu mieten. Das ist eigentlich im Grunde klassisches Hotelgeschäft. Räume mit Service. Wer mit wem was spielt, ist Sache der Gäste. Hier ist keine psychologische Betreuung notwendig.

Anders ist das in der zweiten Angebotskategorie 'Parkraum für Subs'. Hier muss eine dezente, aber durchaus regelmäßige psychologische Betreuung stattfinden, um negative Veränderungen frühzeitig zu erkennen und gegensteuern zu können.

Ebenso ist in der Kategorie 'Formen oder Einnorden' psychologische Betreuung notwendig. Hier sogar noch mehr, da ja nicht der Status Quo erhalten, sondern die Konstellation bei der Sub aktiv verändert werden soll, gemäß der Zielvorgabe der Herrin. Dabei müssen dann zusätzlich auch die Mitarbeiter, die an der Veränderungen mitwirken, psychologisch betreut und geführt werden, denn sie agieren ja nicht aus sich selbst heraus, sondern anstelle der Herrin.

Eine Sonderrolle sind die Einführungs-Workshops. Hier ist eine psychologische Betreuung wünschenswert, aber komplizierter. Ich gehe da von Kleingruppen aus, das heißt, da wird es eine Gruppendynamik geben, die dem Psychologen die Steuerung erschwert. Hier sollten zwei Kollegen zum Einsatz kommen, jeweils auf der dominanten und der submissiven Seite der Gruppe.

Soweit der Überblick. Wenn wir genau hinschauen, sehen wie zusätzlich zu den Unterschieden bei der psychologischen Betreuung noch andere Unterschiede in den verschiedenen Angebotskategorien. Hat jemand eine Idee, was ich meine?" fragte Gerrit in den Raum.

Eine Frau im Mittelfeld meldete sich, Gerrit nickte ihr zu. "Die Gäste im klassischen Hotelgeschäft müssen wir nicht kennen, die anderen schon, abgesehen vielleicht vom Workshop. Und wir müssen recht viel über sie wissen, um gute Arbeit zu leisten." warf sie ein.

Während sie sprach, hatte Gerrit kurz fragend zu Charly geschaut. Sie hatte den Daumen gehoben und er setzte fort.

"Danke! Genau das habe ich gemeint. Wir brauchen also unterschiedliche Mitarbeiter-Qualifikationen. Das Pool-Prinzip, 'jeder kann in jedem Zimmer eingesetzt werden' funktioniert nicht mehr.

Außerdem muss es auch unterschiedliche Buchungsabläufe geben. Spontane oder kurzfristige Buchungen kann es nur im Bereich mit klassischem Hotelgeschäft geben. In den anderen Kategorien muss es einen Vorlauf geben, in dem wir alle relevanten Informationen beschaffen und mit der Herrin jeweils auch abstimmen müssen, was konkret mit der Sub bei uns passieren soll. Selbst bei den Workshops ist ein Vorlauf nötig, um uns auf die jeweilige Kleingruppe einstellen zu können.

Und wir haben eine sehr unterschiedliche Zusammensetzung bei den Gästen. Die, die uns vertraut sind, sich vielleicht auch schon untereinander kennen und die anderen, zu denen die Distanz deutlich größer ist.

Hinzu kommt ein Aspekt, der für kaufmännische Aspekte wichtig ist. Die Daten, die wir von den Gästen speichern sollten, um sie bei einem erneuten Besuch passend betreuen zu können, unterscheiden sich grundlegend. Wir benötigen also zwei komplett unterschiedliche IT-Systeme.

Wie können wir diesen komplizierten Knoten lösen?" fragte Gerrit.

Ein Mann in der ersten Reihe meldete sich und regte an, den klassischen Bereich einfach aus dem Konzept heraus zu nehmen.

Gerrit warf ein "Und wie belegen wir dann diese Zimmer?"

Die Frau, die schon auf seine erste Frage geantwortet hatte, meldete sich erneut. "Wir brauchen vielleicht eine Art Klub oder Verein, bei dem man Mitglied werden und dann die Ressourcen nutzen kann. Also keine öffentliche Buchungsmöglichkeit mehr, nur Mitglieder kommen rein. Und das sollte dann für alle Angebotskategorien gelten."

Gerrit nickte "Sehr gute Idee, dann hätten wir nur noch Klubmitglieder als Gäste, die kennen sich schon von den regelmäßigen Versammlungen her und wir haben eine vertraute Atmosphäre. Zudem sollten alle relevanten Daten bereits beim Antrag auf Mitgliedschaft erhoben werden und wir haben alles im System. Das erleichtert uns die Arbeit später sehr und spart Geld."

Eine junge Frau in der letzten Reihe meldete sich und ergänzte "Dann hätten wir bei der Genehmigung der Mitgliedsanträge auch die Möglichkeit, im Bezug auf BDSM-Praktiken unsere Philosophie durchzusetzen. Wer nicht dazu passt, wird nicht aufgenommen!"

"Genau, das macht das ganze noch mal homogener und stimmiger. Guter Gedanke." erwiderte Gerrit.

"So, das war jetzt ein wenig mehr als geplant, aber ich hoffe, dass es nützlich war. Nun bin ich gespannt auf die Visualisierung." endete er und ging zurück zu seinem Platz.

Es gab Applaus und Charly ging nach vorn.

"Danke Gerrit, das war wirklich sehr nützlich. Da die Zeit knapp geworden ist, lassen wir die Pläne mal weg. Das ist eh etwas trocken und wir steigen gleich in die Visualisierung ein. Hier sind wenige, aber wichtige Bereiche digital in 3D gerendert und werden uns einen Eindruck geben, wie es aussehen wird. Ab dafür!" sagte Charly und setzte sich wieder.

Auf der Leinwand empfing sie ein mit Musik untermalter Rundgang, vom Eingangsbereich in den langen Gang, rechts in einen Raum mit Bett, Schrank und Schreibtisch samt Stuhl. Dann ging es virtuell ins Bad und zurück ins Zimmer.

Die dritte Tür führte ins Spielzimmer, mit Andreaskreuz und einem Bett mit Fesselriemen. An einem herabhängenden Gestell waren Korsetts, Lederfesseln und Augenbinden zu sehen. Nach einem Schwenk kam ein Schuhregal ins Bild, hochhackige Pumps, Plateau-Stiefel und versteifte Ballerina-Stiefel.

Es folgte eine schnelle Kamerafahrt in ein anderes, kleineres Spielzimmer in dessen Mitte ein kleiner Käfig stand. Die Helligkeit dimmte runter und die Musik endete.





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Jo_the_O
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  RE: Geschichten von Alina und Natalie Datum:01.08.26 03:20 IP: gespeichert Moderator melden


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Die Dienerin (Part 2, Kapitel achtundsechzig - die Ziffer acht streikt wieder und ergibt ein Symbol)

Charly hatte Gerrit an der Hand, sie waren auf dem Rückweg in ihre Lounge. Alina und Natalie folgten. Laura wollte noch eine Feedback-Runde mit ihren Mitarbeitern machen.

"Das war wirklich großartig. Du hast die psychologischen Aspekte gut erklärt. Und dann hast Du die Schwachstellen im Konzept bestens herausgearbeitet und Alternativen angeboten. Wusstest Du bei Deinen Fragen an die Kollegen schon die Lösung?" fragte Charly.

"Ja, ich wollte aber ein 'Wir-Gefühl' und hab ihnen die Bälle zugeworfen. Sie haben mitgedacht und die Antworten selbst gefunden." entgegnete Gerrit.

"Du bist echt ein guter Dozent." lobte Charly.
Gerrit entgegnete "Das hab ich auch mehr als zehn Jahre gemacht, funktioniert offenbar auch außerhalb der IT."

Charly kicherte "Du weißt schon, dass Dir das auch wieder in irgendeiner Weise auf die Füße fallen wird."

"Du hast mir mit dem 'Daumen hoch' zwar das Ok gegeben, aber ich wusste, dass dieses spontane Seminar für mich auch Folgen haben wird. Mir war das aber egal. Die Besichtigung des Bunker-Kellers war einfach überwältigend und ich wollte mich einbringen, egal was es kostet." meinte Gerrit.

"Ziemlich mutig, wieso machst Du das?" fragte Charly. Gerrit seufzte "Ich möchte, dass wir vier zusammen bleiben, und dafür tu ich im Moment alles, was im Bereich meiner Möglichkeiten liegt. Und das war heute eine Riesen-Chance und die hab ich genutzt, so gut es ging."

"An wen war diese Aktion adressiert?" fragte Charly.

"Zunächst an Laura und ihr Team. Ich wollte dazu beitragen, das Konzept stimmiger und damit tragfähiger zu gestalten."

"Darüber hinaus war meine Herrin Natalie das Ziel. Ich wollte sie soweit in das Konzept hineinziehen, dass sie bereit ist, sich zu bewegen und es möglich zu machen." antwortete Gerrit.

"Und, was ist mit Alina?" fragte Charly. "Nein, sie war kein Ziel. Wir ticken da ohnehin gleich, und ich wollte ihr keinen zusätzlichen Druck machen. Ich hoffe, dass sie das gemerkt hat und entspannt geblieben ist." erklärte Gerrit.

"Mit welchen Folgen rechnest Du für Dich?" fragte Charly.

"Ich weiß nicht genau, aber ich rechne damit, dass meine körperliche Beweglichkeit eingeschränkt werden wird. Immerhin habe ich heute, ganz selbstbewusst, ein Seminar vor Lauras Mitarbeitern gehalten. Und das ohne jede Rücksprache mit meinen Herrinnen oder mit Laura."

"Bereust Du Deine Aktion?" fragte Charly. "Nein, ich habe getan, was ich für richtig gehalten habe, und ich halte es immer noch für richtig. Mit den Folgen werde ich leben müssen." antwortete er.

"Ist Dir klar, was gerade passiert ist?" fragte Charly.

Gerrit überlegte kurz und antwortete "Ja, das war wohl die zweite Sitzung, obwohl wir gelaufen sind, bei der mein Psychologe still geblieben ist."




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Jo_the_O
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  RE: Geschichten von Alina und Natalie Datum:02.08.26 01:00 IP: gespeichert Moderator melden


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Die Dienerin (Part 2, Kapitel 69)

Zurück in ihrer Lounge schaute Charly zu Natalie und Alina, die schon auf der Couch saßen. Sie hatte Gerrit erstmal in sein Zimmer gebracht. Sie setzte sich zu ihnen.

"Wieso hast Du das gemacht?" fragte Natalie. "Das war sehr spontan. Ich hab mich vor dem Vortragssaal dazu entschieden, aber es war im Einklang mit Laura. Sie wird es Euch später erklären." antwortete sie.

"Du hättest uns vorher fragen müssen." konstatierte Alina. "Völlig korrekt, aber es war schlicht keine Zeit mehr, Laura hatte schon die Tür geöffnet. Das war einfach Hals über Kopf und ich entschuldige mich dafür." gab Charly zu bedenken.

"Gerrit hatte keine Vorbereitungszeit?" hakte Alina nach. Charly schüttelte den Kopf. "Beachtlich, dass er sich so schnell sammeln und einen Vortrag halten konnte. Er wirkte souverän und hatte zu Lauras Mitarbeitern einen guten Draht." meinte Alina nachdenklich.

Charly atmete tief durch und fragte "Wird das Folgen für ihn haben?" Natalie und Alina sahen sich an und Natalie antwortete "Er hat eben auch uns nicht um Erlaubnis gebeten, ich weiß, er hatte keine Zeit. Wenn das jetzt einmalig gewesen wäre, würden wir sagen 'Schwamm drüber'. So, wie ich das erlebt habe, wird das aber nicht die letzte Begegnung mit Lauras Mitarbeitern gewesen sein. Er hat immer 'wir' gesagt und sich ins Team geholt."

Charly warf ein: "Vorsicht, da gibt es zwei Seiten. Zunächst wollte er die Kollegen abholen, dort wo sie stehen, sie in seine Gedankengänge hineinholen. Da ist ein 'wir' sehr hilfreich. Euer Aspekt entwickelte sich erst etwas später."

"Danke für die Details, aber fest steht wohl, dass es öfter Meetings geben wird, an denen er teilnimmt. Und ich denke, wir sollten ihm etwas mitgeben, das ihn groundet. Ich möchte, dass er sich immer bewusst ist, dass er uns gehört. Was denkst Du, Alina?" fragte Natalie. Alina nickte und ergänzte "Ich denke, er sollte bei diesen Treffen immer die Orthesen tragen. Arme und Hände braucht er dabei nicht."

"Dann ist das jetzt beschlossen. Übrigens, Charly: Wenn die mal verschlissen sind, kann man die nachkaufen?" fragte Natalie. Charly seufzte "Leider nein, es gibt Hand-Orthesen und Arm-Orthesen. Diese einheitliche Kombination ist eine Einzelanfertigung, die eine Mitarbeiterin der Herstellerfirma mal für mich gemacht hat. Wir haben uns bei einer Szene-Veranstaltung getroffen und es hat sich so ergeben. Leider ist der Kontakt abgerissen."

"Das ist schade." seufzte Natalie.

Laura kam rein und war richtig in Fahrt. "Das Feedback auf Gerrits Vortrag war sehr positiv. Ich habe für heute Abend kurzfristig ein Arbeitsessen organisiert, dort, wo wir gestern auch waren. So kann man sich näher kennen lernen, die Ergebnisse von vorhin noch mal durchsprechen und gepflegt speisen. In zwei Stunden ist alles parat. Noch Fragen?"

Natalie antwortete "Fragen nicht, aber wir haben gerade eine Entscheidung gefällt: Gerrit muss bei jedem Meeting mit Deinem Team die Orthesen tragen und ein Arbeitsessen ist eigentlich auch ein Meeting."

Laura schmunzelte "Das ist kein Problem, aber Charly ist fachlich ausgelastet, wer füttert ihn?"
Alina meinte "Das werde ich machen, ich hoffe, dass ich das hinbekomme." Charly regte an "Wir sollten uns so setzen, dass ich notfalls helfen oder Ratschläge geben kann, lernen musst Du das sowieso.

Übrigens Laura: Erklärst Du den beiden mal Deine Kritik an mir vorhin, denn die war ja die Grundlage dafür, Gerrit kurzerhand in die Frontline zu schicken, auch wenn er völlig unvorbereitet war."

Laura schilderte die Abläufe und lobte Charly dafür, Gerrit direkt danach eine Chance gegeben zu haben. Der Erfolg gab ihr Recht. Sie verabschiedete sich "Also dann, bis später

Charly war in Gedanken versunken. Natalie und Alina sahen sie an und warteten.

"Mir ist gerade eine Idee gekommen, was die Orthesen angeht. Man könnte die auch maßgeschneidert aus Leder fertigen, der Aufbau wäre ziemlich ähnlich, mit integrierter Schiene aus Aluminium. Aufgrund des Materials sind sie dann noch zwingender. Wenn sie auf Maß gemacht sind, kann man Verschlüsse aus Leder passgenau gestalten. Das ergibt auch die Möglichkeit, dort flache Magnetschlösser einzubringen. Ich hab einen ganzen Karton davon. Die Schlösser sind nur mit dem passenden Schlüssel zu öffnen." erklärte Charly.

"Wow, dann kann niemand außer uns sie wieder abnehmen." meinte Alina anerkennend. Charly nickte und ergänzte "Meine Azubine ist wirklich sehr fit und sie will bei der Prüfung noch etwas als Kür machen, was nicht verlangt ist. Vielleicht möchte sie das umsetzen. Die Frage ist, ob sie sich wirklich traut, das dann auch vor der Kammer zu präsentieren. Ob die Prüfer damit klar kommen, ist gelinde gesagt, fraglich. Aber ich würde ihr dann auf jeden Fall Rückendeckung geben und auch vor Ort sein. Gerrit müsste ebenfalls mitkommen, denn an ihm würden sie schließlich vorgeführt. Viele Unwägbarkeiten, aber die Idee ist nicht schlecht."






[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Jo_the_O am 02.08.26 um 01:08 geändert
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Jo_the_O
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  RE: Geschichten von Alina und Natalie Datum:02.08.26 05:00 IP: gespeichert Moderator melden


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Die Dienerin (Part 2, Kapitel 70)

Charly öffnete die Tür zu Gerrits Zimmer, er lag auf dem Bett und setzte sich auf.

"Noch eine Sitzung?" fragte sie. Er nickte und Charly führte ihn in die Lounge.

Sie setzten sich an einen Tisch.

"Kannst Du mir schildern, wie Deine erste richtig bewusste Auseinandersetzung mit der Frage deiner geschlechtlichen Identität ablief." begann Charly.

Gerrit antwortete "Da war ich schon eine Weile im ersten Job tätig. Ich habe, vor allem durch die erotischen Fantasien, aber auch durch Alltagskontakte gemerkt, dass ich mich dort, wo ich physisch stand, emotional nicht zuhause gefühlt habe. In meinen Fantasien war ich fast nie Mann, sondern Frau. Nur dann wurde ein Schuh draus. Trotzdem war mein Joystick Mittel zum Zweck, ich hatte ja nichts anderes.

In den Alltagskontakten waren mir Frauen sehr nahe, aber auf Augenhöhe 'side by side'. Mit den Kolleginnen gab es Harmonie, mit den Kollegen Konkurrenz. Und die Harmonie mit den Frauen war auch gegenseitig. Bei so manchen Gesprächen mit ihnen ging es auch um sehr private Dinge und sie waren mir gegenüber sehr offen. Ich hatte ihnen gegenüber auch keine Vorbehalte und habe auch offen von mir erzählt. Da war ein echtes 'Wir-Gefühl'. Nur, gemeinsam aufs WC gegangen sind wir nicht. Da wäre ich dann wohl auch verwirrt gewesen."

Charly kicherte.

Gerrit fuhr fort "Und dann die Sache mit meiner besten Freundin. Ich war da schon tief drin in der Frage meiner geschlechtlichen Identität und sie war sehr offen. Ich habe mit ihr über alles gesprochen, auch über BDSM und sie hat sich auch damit auseinander gesetzt, obwohl ihr das anfangs ziemlich fremd war.

Sie hat mir sehr geholfen, indem sie mich im weiblichen Outfit mit in die Öffentlichkeit genommen hat. Es war zwar noch zurückhaltend, objektiv könnte man es androgyn nennen. Aber für mich war es emotional schon weiblich.

Sie war eine leidenschaftliche Tango-Tänzerin und hat mich oft mit in ihren Club genommen. Ich war in der Jugend in der Tanzschule, aber das war lange her. Und ich wollte auch eigentlich nicht. Aber wenn sie mich mit dem Tango-Glühen in ihren Augen aufgefordert hat, konnte ich mich nicht entziehen. Sie hat geführt und sie hat mich so gut geführt, dass wir häufig von den anderen Club-Mitgliedern Applaus bekommen haben. Dabei habe ich eigentlich nur losgelassen, alles andere hat sie gemacht.

Und nach solchen Events sind wir in ein Restaurant gegangen, haben gespeist und geredet. Die Lokalitäten waren von ihr sehr bewusst so gewählt, dass ich mich um mein Outfit nicht sorgen musste, es war akzeptiert und meine weibliche Ausstrahlung auch.

Sie hat mich begleitet, aber auch geführt und letztlich ebenso geprägt. Ich bin ihr zu großem Dank verpflichtet." endete er.

"Das war sehr bewegend und hier endet diese Sitzung jetzt auch, wir müssen uns parat machen für das Arbeitsessen."
sagte Charly.

Gerrit fragte "Könntest Du Dir vorstellen, auch zum Kreis meiner Herinnen zu gehören?" "Möchtest Du das?" fragte Charly. Gerrit antwortete "Wir vier gehören zusammen, aber Du hast Deine Position noch nicht so richtig gefunden. Vielleicht ist diese für Dich und uns passend."

Charly setzte an "Und es wird ..", Gerrit setzte fort "mir wieder auf die Füße fallen. Ja das wird es wohl, aber ich möchte in sich schlüssige Lösungen und das erscheint mir schlüssig.

"Ok, ich spreche mit Alina und Natalie. Und nun bringe ich Dich schnell aufs Zimmer, damit Du Dich parat machen kannst.

Kurz drauf schloss sich die Tür hinter ihm und er war wieder eingesperrt.






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