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| zrx-till |
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Fachmann
   Salzgitter

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2062
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Datum:20.08.26 15:50 IP: gespeichert
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Hallo Liebe Leser!
Ich arbeite schon seit einiger Zeit an einer kleinen Zukunftsgeschichte. Langsam wird sie länger und länger. Um den Leser mit auf eine kleine Reise zu nehmen ist der Start der Geschichte etwas länger, da etwas Zukunftsgeschichte vermittelt werden muss.
Ich muss jetzt mal schauen, dass ich aus der bisherigen Geschichte schon mal 3 oder 4 Teile sinnvoll ausschneiden und posten kann.
Einen richtigen Titel habe ich leider noch nicht.
Aber die Geschicht spielt in der Zukunft. Genauer gesagt im Jahr 2062. Deshalb lasse ich den Titel erstmal so.
Vielleicht fällt später ja jemandem ein besserer Titel ein!?
Also wer Lust auf etwas Lesestoff hat, kann ja mal mit einem kleinen Smiley antworten.
Dann kommt morgen (wenn gewüscht) schon der erste
Teil!
VG Till
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Einsteiger
 Memmingen
 KG ist die eingesperrte Lust
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RE: 2062
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Datum:20.08.26 16:44 IP: gespeichert
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Bin gespannt auf die Einleitung bin Switcher, trage Steelworxx Cero seit 14 Monaten dauerhaft nur mit wöchentlichem Hygiene Aufschluss und Rasur, bin am komplettem Körper auch dauerhaft haarlos und blitzeblank
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| zrx-till |
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Fachmann
   Salzgitter

Beiträge: 43
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RE: 2062
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Datum:21.08.26 09:24 IP: gespeichert
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So, nun geht es los mit dem 1. Teil.
Wie immer gilt: Viel Spaß beim Lesen. Und wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.
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Heute ist der 08.08.2062. Und heute werde ich abgeholt. Wohin? Ich weiß es nicht....
Keiner sagt mir etwas. Deshalb schreibe ich dies hier in mein persönliches Log.
Aber kurz zurück auf Anfang. Ich bin Tom, 24 Jahre alt und lebe aktuell in einem Komplex,
den alle nur 64/-16 nennen.
.
In den letzten Jahren hatte sich einiges auf der Welt verändert. Das haben wir ausführlich
in der Aufbauphase durchgenommen. Ganz früher hieß das wohl mal Schule und Ausbildung.
Aber seit dem letzten Gen-Krieg haben die wenigen Überlebenden aus dem alten Europa
die Gesellschaft total auf das Überleben der Menschheit umgebaut. Ende des letzten Jahrhunderts, so
hatte man uns erzählt, gabs wohl mal eine ernstzunehmende Imunschwächekrankheit an. AHDS, oder AIDS oder
so. Ich konnte mir das noch nie merken. Dann gab es wohl diverse Konflikte in der Welt, die noch
mit Waffen geführt wurden. Einen echten Sieger gab es dabei aber wohl auch nie.
Meistens ging es dann um so eine schwarze Pampe. Öl war das glaube ich. Dann kämpfte man
um Lithium, dann um Helium 3. Zuletzt dann um Promethium. Und ohne Promethium liefe hier
gar nichts mehr. Das kann ich euch sagen.
So vor ca. 30 Jahren kam dann irgendjemand auf die Idee mittels Gen-Viren Krieg zu führen.
Das war dann wohl auch ne ganz schmutzige Sache. Gezielt wurden bestimmte genetischen Merkmale
ins Visier genommen. Die Viren wurden dem Trinkwasser zugesetzt oder den Lebensmittel beigesetzt.
Zu jedem Virus wurde irgendwann auch ein Gegenmittel gefunden. Aber sehr viele fielen diesen
kranken Ideen zum Opfer. Das ganze gipfelte dann 2038 mit dem EOLV, wie er im Volksmund genannt
wird.
Schon Anfang des Jahrhunderts hatte man herausgefunden, dass das sogenannte Spermidin wesentlich
für die Autophagie im Menschlichen Körper zuständig ist. Also dem Selbstreinigungsmechanismus des
menschlichen Körpers. Irgendwie war es wohl gelungen, bei Frauen über diesen Genvirus die körpereigene
Produktion von Spermidin zu verhindern. Das hatte zur Folge, dass der Körper einer Frau, nach der
Infektion mit dem Virus nicht mehr in der Lage war schadhafte Zellbestandteile und Krankheitserreger
abzubauen. Frauen infizieren sich aber nicht direkt. Männer dienen dem Virus als Überträger.
Was das bedeutet sollte ja wohl jedem klar sein. Ein perfider Plan. Nimmt man einer Spezies die Möglichkeit
sich fortzupflanzen stirbt sie irgendwann aus. Ach so. Wieso ich mich damit so gut auskenne?
Ich bin vorgesehen für die Lebensaufgabe "Wissen und Lebenserhaltung". So läuft es halt heute.
Die wenigen Kinder, die noch geboren wurden oder werden, werden gleich nach der Geburt von den
Eltern separiert und bestmöglich aufgezogen. Streng getrennt nach Geschlechtern und in kleinen Gruppen.
Mit dem Einsetzen der Pubertät wurden wir dann alle einem Lebenszweck zugeteilt. Rico und
Michel z.B. wurden der Infrastrukturgruppe zugeteilt. Mein bester Freund Johannes der Gruppe Forschung.
Nicklas der Gruppe Sicherheit. 2 mal im Monat habe ich noch über E-COM Kontakt mit allen.
Wieso ich damals der Gruppe Wissen und Lebenserhaltung zugewiesen wurde, habe ich erst mit meiner
sogenannten Reife erfahren. Es ist mir etwas peinlich zu sagen, aber nach den Tests in der Pubertät
hatte man herausgefunden, dass ich anscheinend ein Produzent von sehr gutem Spermidin war.
Spermidin kann man inzwischen auch schon künstlich herstellen, keine Frage. Aber das funktioniert
leider nicht bei dieser Virusinfektion. Um ein Präparat herzustellen, was bei infizierten Frauen
anschlägt musste das Präparat menschlichen, männlichen Ursprungs sein. Da spiele DNA-Bausteine
und auch bestimmte Eiweiße eine rolle.
Seit meiner Reife vor ca 4 oder 5 Jahren konnte ich mein eigenes kleines Reich in auf Etage 28 in unserem Komplex
beziehen. Es sind zwar nur 10 Quadratmeter, hat aber alles was man braucht. Ein Bett, eine Dusche,
ein E-COM, eine Medientafel und den Extraktor. Manchmal nervt allerdings die Luftreinigung und Versorgung, die
auf unserer Etage untergebracht ist. Wenn die auf voller Kraft läuft gibt sie so ein Brummen ab, was man nicht nur
hört, sondern fast schon spürt. Aber ich beschwere mich nicht. Ich glaube andere sind schlechter dran als ich.
Auf Etage 12 gibt es zudem einen Fitnessraum und ein Bad.
Bislang bin ich in unserem Komplex nur mit Männern in Kontakt gekommen. Eine Frau ist mir in meinem ganzen
Leben noch nicht begegnet. Aber da ich aktiv in unserer Wissensdatenbank arbeite, habe ich Zugriff der Klasse 8.
Damit kommt man schon sehr weit. Ich hatte also die Möglichkeit, den Mensch als Frau genau zu studieren.
Es gab auch sehr detaillierte Bilder und Videos im Bezug auf zwischenmenschliche Beziehungen und Fortpflanzung.
Auf jeden Fall auch ganz interessant mal zu sehen, wie meine Geschlechtsorgane so in echt aussehen würden.
Es wird aber nicht so gerne gesehen, dass man sich in das Thema vertieft. Ich glaube aber sie wissen, dass
ich in dem Thema nicht abgeneigt bin. Aber sie lassen es durchgehen, weil dann nach meinen abendlichen
Studien die Spermizid-Extraktion besonders gut ausfällt.
Ach, dass hatte ich vergessen zu sagen. Dass ich mich unten herum mal ohne die "PS" also "Protection-Shorts" während
meiner Kindheit und nach meiner Reife mit der "Protect-, health monitoring-, extraction- an cleaning unit" gesehen
habe, kann ich mich nicht erinnern. Abgekürzt wird das Teil bei uns mit "PHXC".
Wie das Teil funktioniert kann ich nicht genau sagen. Dafür ist meine Sicherheitsfreigabe auf der
Wissensdatenbank nicht hoch genug. Es ist halt ein Frontschild welches sich von meinen Hüftknochen über den
gesamten Schambereich, anatomisch geformt, über meine Geschlechtsmerkmale erstreckt. Ich hatte im Trash der
Wissensdatenbank mal einen OP-Bericht gefunden. Dort wurde beschrieben, wie bei jemandem die Haltebolzen
in den Hüftknochen und dem Schambein neu gesetzt wurden. Von außen sehe ich aber keine Verschraubung
oder ähnliches. Das Schild liegt auch so dicht an meiner Haut an, dass man noch nicht einmal mit einem Finger
oder einen kleinen Eingabestift unter den Rand geschoben bekommt. (jeder probiert das doch irgendwann mal aus.)
Auf der Frontplatte gibt es einen eingeätzten QR-Qode und meine Lebensnummer. Ansonsten ist er silber und glatt
poliert. Ach so, das Connector-Dreieck nicht zu vergessen. Daran muss man sich zu auch immer in der Toilette anschließen,
wenn man mal aufs Klo muss. Oder auch, wenn man Duschen gehen will.
Der PHXC ist quasi wie ein Teil von mir. Es stört aber auch nicht. Ist halt so. Alle die ich kenne
haben den gleichen.
Was ich aber weiß ist, dass der PHXC vollgestopft mit Technik ist. In Querverweisen in der Datenbank
habe ich etwas über Herzschlag, Pulsfrequenz, Sauerstoffsättigung, Blutzuckerspiegel, Hormonspiegel,
Cholesterin und anderen Daten gelesen. Eine Ortung und ein Transponder ist wohl auch verbaut. Genau so
wie eine nicht näher bezeichnete Energiequelle. Mehr war nicht zu finden.
Zur sogenannten Extraktion gab es keine Querverweise. Auch unter der Hand kam ich da an keine
Informationen ran.
Ich kann noch nicht einmal den Extraktionsprozess genau beschreiben. Das wird mir alles von meinem Medientablet
vorgegeben. Manchmal morgens, manchmal abends, oder auch mal einen Tag 2 mal, bekomme ich die Anweisung
mich in meinen Extraktor zu legen. Ich stelle mich dann mindestens 10 Sekunden vor den Extraktor, der
dann aus der Wand herausfährt. Ein röhrenartiges Gebilde, welches sich dann im 45 Grad Winkel im Raum positioniert
und die Glasscheibe aufgeht. Ich muss dann meine Hose und mein Shirt ausziehen und kann ganz bequem in die
Röhre einsteigen. Wenn sich dann die Halteschlaufen an meinen Knöcheln und Händen positioniert und festgezogen
haben, fährt die Glasscheibe wieder zu. Wenig später riecht man dann einen etwas süßlichen Geruch und entschwindet
ins Reich der Träume. Irgendwann wacht man dann wieder auf. Dann ist die Glasscheibe aber schon wieder auf
und die Haltebänder sind bereits lose.
Alle die ich kenne konnten auch meine Aussage bestätigen, dass man sich nach einer Extraktion immer frisch,
ausgeruht und euphorisch fühlt.
Jetzt sitze ich hier auf meinem Zimmer und soll mich bereithalten. Einen dick gefütterten blauen Overal und die festen
Stiefel habe ich schon an. Diese Sachen hatte man mir kommentarlos auf mein Bett gelegt.
Auf meinem Tisch habe ich mir schon die wenigen Habseligkeiten zusammengelegt, die ich mitnehmen will.
Die warm gefütterten Handschuhe habe ich noch nicht angezogen. ich wollte ja erst noch diesen Log
hier zu Ende tippen.
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Das wars für heute. Der nächste Teil folgt.
VG Till
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| zrx-till |
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Fachmann
   Salzgitter

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RE: 2062
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Datum:24.08.26 07:05 IP: gespeichert
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Die Tür zu meinem Raum geht auf. 2 Mitarbeiter der Sicherheitsabteilung betreten meinen Raum.
Bist du Tom? Fragt der eine. Ich nicke kurz. Kanns jetzt losgehen? Fragte der andere darauf in einem
harschen Ton. Bin startklar! Erwiderte ich, stand auf und griff meinem persönlichem Log und meinen
Habseligkeiten. Persönliche Gegenstände sind dir nicht erlaubt! Wurde ich von dem unhöflichen Typen
sofort angeblufft. Total perplex legte ich alles, auch mein Log wieder auf den Tisch zurück. In mir
keimte Angst auf. Wo bitte bringen die mich hin, dass ich nichts persönliches mitnehmen kann? Während
ich meine Gedanken und Ängste im meinem Kopf herumkreisten durchquerten wir unser Stockwerk. Meine
anderen Kollegen bzw. Mitbewohner machten alle Große Augen, als sie mich sahen. Der eine oder andere
Nickte mir noch verstohlen zu.
Am Lift angekommen, stiegen wir ein. Der unhöfliche Sicherheitsmann Schaltete mit einem Transponder die
Tasten für die oberen Stockwerke frei. Danach drückte er die Taste 18 und Roof. Wenig später öffnete
sich die Tür der 18. Etage. Den Rest schaffst du alleine? Fragte der unhöfliche Typ seinen Kollegen.
Na klar doch! Antwortete der. Noch während sich die Türen schlossen bekam er dann noch ein "Aber versau es nicht!"
hinterher gerufen.
Ich stand nun direkt von dem ersten Sicherheitsmann, der mich nochmal von oben bis unten Anschaute.
Dann griff er langsam in die Jacke seiner Uniform und hielt kurz etwas in seiner Hand verborgen.
Unvermittelt griff er dann nach dem Reißverschluss meines Overalls und öffnete ihn. Mit den Worten
"Junge, wie siehst du aus? Lass dich mal richtig anziehen!" steckte er mir etwas in mein Overall
und schloss den Reißverschluss wieder. Ich glaube, er hatte mir eben mein pers. Log zugesteckt.
Vermutlich gab es auch hier im Fahrstuhl eine Kamera, genau so wie fast überall sonst.
Wenige Sekunden später öffnete sich die Tür des Fahrstuhls. Ein etwa 20 Meter lange Flur lag vor mir.
Etwa 2,5m breit. Links und rechts verspiegelte Scheiben. Der Sicherheitsmann stupste mich an. Immer der
Nase nach und dann da auf den gelben Punkt stellen. Gesicht nach links. Sagte er. Wir müssen dich noch
Auschecken. Ich sah mich im Spiegelbild. Dick verpackt in einem gefütterten Overall, kurze Haare,
grünbraune Augen, vorhin noch frisch rasiert. Der Wachmann tippt noch etwas auf seinem Tablet ein
und hielt es dann direkt vor meinem PHXC. Ach verdammt! Meckerte er und drückte sein Tablet fest
gegen den Overall, bis er endlich 2 kurze Pieptöne hörte.
Nur noch ein paar Meter, sagte er zu mir und zeigte auf die Tür. Ach, und die wirst du brauchen...
Er hielt eine rot getönte Brille in der Hand. Ich nahm sie und setzte sie auf. Wenig später hielt er seinen
Transponder an die Kontaktfläche der Tür und sie öffnete sich.
Als allererstes kam mit eine Eiseskälte entgegen. Je weiter sich die Tür öffnete, desto heller und
gleißender wurde das Licht. Deine Augen müssen sich erst an echtes Tageslicht gewöhnen! Hörte ich von
hinten. Von hier ab übernehmen die Anderen. Ich bin jetzt raus. Sagte der Sicherheitsmann und nickte
mir nochmal zu. Ich wollte noch etwas sagen, doch der Wachmann hielt sich den Finger vor den Mund
und zischte leicht die Zähne. Ich verstand sofort und dreht mich um. Es war so hell, dass ich mir
gar nicht orientieren konnte und hielt mir Hand vor die Augen. Plötzlich bemerkte ich einen Festen
Händegriff an meinem linken Arm. Hier lang! Sagte jemand zu mir und zog mich in eine Richtung.
Wir gingen ein paar Schritte. Langsam konnte ich grobe Umrisse erkenn. Vorsicht Treppe hörte ich
wieder von meiner Begleitung. Ich setzt einen Fuß nach vorne, stolperte und konnte mich gerade
noch am Handlauf der Treppe festhalten.
Sehr laut und durchdringend brüllte jemand von oben "Mann... passt doch auf! Investiere hier Unsummen
und ihr macht den schon nach 20 Sekunden kaputt! Na wird's bald? Helft dem Jungen mal! Wenige Sekunden
später sah ich 2 Personen die Treppe herunterkommen und halfen mir auf. Scheiße, das hängt uns jetzt ewig
nach, zischte der eine anderen an. Ach halt die Schnauze zischte dieser zurück. Als wir das oberste
Ende der Treppe erreicht hatte, konnte ich schon wieder fast gut sehen. Mir stockte der Atem. 2 silbrig
glänzende Antischerkraft-Gleiter. Sowas hatte ich nur auf Bildern gesehen. Nie im Traum hätte ich gedacht
sowas mal in Echt zu sehen. Während man mir deutete, in den rechten Gleiter einzusteigen, sah ich wie
2 andere Personen in den linken Gleiter einstigen. Eine sehr große und kräftige Person und eine kleinere,
dünnere, fast schon weiblich wirkende Person. Die kleine Person schaute mich noch einmal flüchtig an,
bevor sich im linken Gleiter die Türen schlossen.
Ich nahm auf dem mittleren der 3 Plätze in der hinteren Reihe platz. So konnte ich gut auf das Cockpit
und alle Instrumente schauen. Tom? Richtig? Fragte jemand von vorne. Einer der beiden, die mir eben
geholfen hatten drehte sich zu mir um. Das war keine Absicht vorhin! Wir haben einfach zu spät geschaltet.
Alles OK? Ich nickte. Kein Problem sagte ich leise. Bitte anschnallen! Und mach es dir bequem.
Bist du schon mal geflogen? Fragte der andere. Ich schüttelte den Kopf. Nein, noch nie! Aber ich habe
auch eben das erst mal im meinem Leben Tageslicht gesehen.
Dämpfung auf 95% sagte der Linke von beiden. Wir lassen es langsam angehen. Es kribbelt jetzt vielleicht
etwas. Ich einem Display konnte ich den Ausschnitt einer Weltkarte erkennen. Ein roter Punkt markierte
anscheinend unseren Standort. Unter den Punkt waren die Zahlen 64.46/15.74 zu erkennen. Mit dem Finger gab er
in einem Eingabefenster die Zahlen 27.72/-18.00 ein. Wenige Sekunden später Zeigte der Bildschirm
einen rot gestrichelte Linie an. Das macht sinn! Dachte ich zu mir selbst. Orts- und Länderbezeichnungen hatte man
bestimmt durch Koordinaten ersetzt.
64/-16 wüscht guten Flug, konnte ich leise aus dem Kopfhören der Piloten hören. Danke für die Gastfreundschaft.
Man sieht sich. War seine Antwort. Und gleich darauf hob der Gleiter ab. Es kribbelt leicht im Bauch. Wir wurden
immer schneller und der Gleiter stieg immer höher. Ich konnte aus dem Fenster schauen und sah unter mir
alles kleiner werden. Es dauerte nicht lange, bis sich das Geräusch des Gleiters änderte. Die Piloten schnallten
sich beide ab und setzten auch die Kopfhörer ab. Beide drehten sich zu mir um. Na, wir wars? Fragte der linke von
beiden. Ich brachte nur ein Wort heraus: "Fantastisch".
Zieh das hier bitte an, sagte der rechte von beiden und warf mich eine dünne, weiße Leinenhose und ein weißen
Leinenhemd zu. Schlappen liegen da hinten unter dem Sitz. Für Snacks ist leider keine Zeit, außerdem sollen wir
dich nüchtern zum Einchecken bringen. Und deine Frau will dich heute bestimmt auch nochmal sehen. Während dieser
Satz mit Einchecken und Frau nicht mehr losließ, versuchte ich mich so gut es ging von dem Overall zu befreien.
Mein Log, das mir der Wachmann vorhin zugesteckt hatte, versuchte ich erstmal zu verbergen. Ich wurde aber anscheinend
aufmerksam durch eine verspiegelte Fläche im Cockpit beobachtet.
Keine Sorge hörte ich von vorne. Ist kein Problem für uns! Innerlich atmete ich auf. Inzwischen saß ich quasi
unbekleidet im Gleiter. Ich konnte sehen, wie mich beide Piloten beobachteten, während ich die Leinenhose und
das Hemd anzog. Mein PHXC funkelte deutlich im Licht. Barbarisch! Sagte der rechte von beiden. Und der andere schüttelte den Kopf.
Ich begann mich etwas zu entspannen. So schlecht schien es um mich ja nicht gestellt zu sein. In 64/-14 hätte dir niemand
geholfen, wenn du gestolpert wärst. So ein lockeres Gespräch hätte auch nie stattgefunden.
Ich begann mich etwas zu entspannen. Ein flaues Gefühl im Bauch hatte ich aber nach wie vor. Lange Zeit zum
Nachdenken gab es aber nicht. Es dauerte nicht lange bis ich von vorne "Anschnallen bitte!" hörte. KG2 an 27/-18. Wir kommen
manuell reich. Das Wetter sieht gut aus. Dämpfung 65%, Trägheit 10, N1 auf 2%. Schlagartig wurde die Welt unter mir
wieder größer. Hätte ich heute Früh noch etwas gegessen wäre es jetzt bestimmt wieder ausgekommen. Nicht 10 Sekunden später
wurden wir langsamer und ich konnte eine Insel erkennen. Die Landung merkte ich gar nicht. 4.000 Kilometer in 14 Minuten
und 33 Sekunden. Die neuen Gleiter sind echt klasse! Hörte ich von vorne und beide Piloten klatschen mit einem High-Five ab.
Kurze Zeit später wurde die Tür des Gleiters von außen geöffnet. Schon wieder stockte mit der Atem. Das war definitiv eine
Frau, die mir die Hand entgegenstreckt. Zum erstem mal im Leben hatte ich eine echte Frau gesehen. Und sie war wunderschön!
Tom, richtig? Komm, ich helfe dir raus. Ich nahm die Hilfe gerne an. Hier entlang bitte, sagte die Frau und zeigte auf eine
Glastür eines großen Gebäudes. Ich wollte noch schnell nach der Sonnenbrille greifen, doch da wurde mir die Hand zurückgezogen.
Setz bitte diese hier auf. Sagte die Frau zu mir und reichte mir eine gräulich gefärbte Brille, die ich daraufhin auch gleich
aufsetzte.
Ich konnte mich an der neuen Umgebung gar nicht sattsehen. Vor allem schaute ich mir jedes Detail der Frau an, die
jetzt etwas 2 Meter von mir ging. Ich glaube sie schmunzelte leicht, als sie meine Blicke bemerkte. Im Gebäude angekommen
wurde ich in einen etwas 4m x 4m großen Raum geleitet. Nicht so nüchtern und funktionell, wie ich es gewohnt war. Ich fühlte mich
gut aufgehoben. Bitte einmal ablegen. Sagte die Frau zu mir und schob mir einen Stuhl hin, auf dem ich meine Sachen ablegen sollte.
Während ich mich auszog, beobachtete musterte mich die frau von oben bis unten. Gar nicht mal schlecht hörte ich sie sagen, während
sie leicht den linken Mundwinkel nach oben zog. Gar nicht mal schlecht....
Neben den Sandalen, der Hose und dem Hemd legte ich auch mein Log auf dem Stuhl ab. Das schien die Frau aber nicht zu interessieren.
Sie ging zu einem Tablet an der Wand. Einmal Dekontamination bitte! Hörte ich die Frau sagen. Kurz darauf betraten 2 Personen
in einem Schutzanzug den Raum. Verwirrt schaute ich die Frau an. Keine Sorge sagte sie dann, noch bevor ich eine Frage stellen
konnte. Ich bin schon infiziert. Ist also egal bei mir. Einer öffnete einen mitgebrachten Beutel und griff man meinen Klamotten
um sie in den Beutel zu stopfen. Das nicht! Sagte die Frau und griff schnell nach meinem Log. Darum kümmere ich mich. Während
die beiden im Vollanzug wegbrachten ging die Frau zu einer weiteren Tür und öffnete sie. Bitte einmal komplett duschen bitte.
Ganz wichtig... bitte gründlich und nichts auslassen. Stumm blickte ich nur auf meinen PHXC und sie verstand sofort. Ja, ich weiß...
warte kurz. Sie kramte kurz in einer Wandschublade und hielt mir daraufhin einen etwas 1,5m langen, dünnen Schlauch hin. Das
Ende hier drückst du zuerst in die obere Öffnung an deinen Connector. Das andere Ende dann hier, neben der Dusche auf den Stutzen.
Das kannst du jetzt gleich machen, oder nachher nach dem Duschen. Wie du willst.
Dann ging sie wieder zu der Tür zurück, aus der wir das Bad betreten hatten. Lass dir Zeit. Keiner treibt dich. Drück bitte
den grünen Knopf da hinten, wenn du fertig bis. Ich wünsche dir alles gute Tom. Ich glaub´s war nicht, aber vielleicht sehen wir uns
irgendwann mal wieder. Noch bevor ich etwas sagen konnte, war die Tür auch schon zu.
VG Till
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