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Daniels vierzigster Geburtstag
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Datum:02.11.26 10:22 IP: gespeichert
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Hallo
hier folgt meine zweite Geschichte. Ich werde sie Abschnittsweise veröffentlichen. Feedback ist willkommen. Ich hoffe, sie gefällt euch.
Disclaimer: Ich habe bei der Erstellung der Geschichte auf ein KI-Tool zurück gegriffen - natürlich mit starker manueller Überarbeitung.
Teil 1
Daniel hatte sich den Abend seines vierzigsten Geburtstags anders vorgestellt. Er saß im Auto neben Nina. Ausnahmsweise fuhren sie mit ihrem Auto, sie hatte darauf bestanden. Vor ihnen wuchs am Stadtrand ein rot-weißes Zelt aus dem Abenddunst, groß genug für ein kleines Fußballstadion.
„Ein Zirkus!?", sagte er.
„Mein Geburtstagsgeschenk für dich", sagte Nina und bog auf den Parkplatz. „Ich dachte, es wäre mal was anderes."
„Ich hätte mir eher ein gutes Steak gewünscht."
„Das kriegst du morgen."
„Morgen ist Donnerstag. Da bin ich beim Squash."
„Dann halt Freitag." Sie stellte den Motor ab und lächelte ihn an. „Heute Abend kriegst du das hier."
Normalerweise war er es, der die Abende plante, das Restaurant aussuchte, den Tisch bestellte, die Uhrzeit festlegte. Am Einlass hielt eine Frau in einer roten Weste zwei Tickets gegen den Scanner in ihrer Hand und winkte sie durch.
Drinnen roch es nach Popcorn und Sägemehl. Ein Ordner wies ihnen den Weg zur dritten Reihe. „Logenplätze. Extra für dich", sagte Nina.
An seinem Handgelenk piepte die Uhr, zweimal, hell und dünn.
„Kannst du das nicht endlich mal ausstellen?", fragte Nina.
„Wieso? Stört doch keinen."
Nina seufzte und verdrehte die Augen.
Die Vorstellung begann pünktlich. Ein Trommelwirbel, das Licht ging aus bis auf einen einzelnen Kegel über der Manege, und eine Frau in Silber schwang sich an zwei Tüchern unter das Zeltdach, drehte sich, ließ los, fing sich eine Handbreit über dem Boden wieder auf. Daniel klatschte mit, ehrlich beeindruckt, und legte den Arm um Nina. Sie lehnte sich an.
Nach der Artistin kam ein Jongleur mit brennenden Keulen. Daniel entsperrte das Handy und warf einen Blick darauf. Kein Empfang. Er steckte es wieder weg, als er merkte, dass Nina es gesehen hatte.
„Was denn", sagte er.
„Nichts." Sie sah wieder nach vorn. „Genieß einfach den Abend."
Die Musik wechselte. Aus den Lautsprechern kam eine Stimme.
„Meine Damen und Herren! Wir freuen uns, Ihnen heute zwei Meisterinnen der guten Laune präsentieren zu können. Begrüßen Sie: Coco und Mimi!"
Aus zwei Seiten kamen zwei weibliche Clowns hereingerannt, aneinander vorbei, blieben in der Mitte stehen und verbeugten sich, jede zur anderen Seite des Publikums. Die Große trug ein violettes Kostüm mit Rüschen an Kragen und Manschetten, das Gesicht kalkweiß geschminkt, ein rotes Grinsen, das bis zu den Ohren reichte, und Augenbrauen, die zu hoch gemalt waren, sodass sie ständig überrascht wirkte. Das war Coco. Neben ihr, einen Kopf kleiner und doppelt so rund, stand eine zweite Frau in Gelb und Türkis, orangefarbene Perücke, eine winzige Melone schief auf dem Kopf, die bei jeder Bewegung herunterzufallen drohte und es doch nie tat. Mimi stolperte über die eigenen Füße, fing sich am Kostüm ihrer Kollegin fest, riss dabei fast die Rüschen ab, und das Publikum lachte, bevor noch ein Wort gefallen war.
„Mimi", sagte Coco und löste sich von ihr, „wir haben heute eine wichtige Aufgabe."
„Wichtiger als gestern?"
„Wichtiger als gestern." Coco drehte sich zum Publikum, hob eine Hand über die Augen. „Wir suchen nämlich ein Geburtstagskind."
Mimi klatschte in die Hände, so heftig, dass die Melone endlich fiel. Sie hob sie nicht auf. „Ein Geburtstagskind! Wie alt?"
„Das wissen wir noch nicht, Mimi. Deshalb suchen wir ja."
Sie gingen los, jede eine Zeltseite, Coco mit großen, staksigen Schritten, Mimi trippelnd, und blieben vor wahllosen Zuschauern stehen. Mimi kletterte über die Absperrung auf ihre Seite.
„Bist du ein Geburtstagskind?", fragte sie einen alten Mann in der zweiten Reihe.
„Ich habe in zwei Monaten Geburtstag."
„Passt nicht ganz!"
Drüben zog Coco einen Mann an der Krawatte hoch, der so tat, als würde er unter seinem Sitz verschwinden, und ließ ihn wieder fallen. Gelächter. Dann ging weiter hinten bei ihr ein Arm nach oben, ein junger Mann, seine Freunde johlten und klopften ihm auf die Schultern. Der Scheinwerfer fand ihn.
„Wie alt?", rief Coco.
„Achtundzwanzig!"
Mimi stieg die Stufen zur dritten Reihe herauf. Daniel rutschte ein Stück tiefer in seinen Sitz. Als sie an ihnen vorbeiwollte, griff Nina nach ihrem Ärmel und zeigte auf ihn.
„Der hier!", rief sie. „Wird heute vierzig!"
„Nina!" Daniel schüttelte den Kopf, aber Nina lachte nur und zeigte weiter.
Mimi drehte sich zur Manege. „Coco! Ich hab einen Vierziger!"
„Ich hab einen Achtundzwanziger!"
„Vierzig ist rund!"
Coco wiegte den Kopf hin und her. „Achtundzwanzig ist nichts Halbes und nichts Ganzes." Sie rief zu ihrem jungen Mann hinauf: „Du kommst in zwölf Jahren wieder!" Das Zelt lachte, seine Freunde am lautesten.
Der Scheinwerfer schwenkte herum, fand Daniel im Licht.
„Nein, nein", sagte er und hob abwehrend beide Hände.
„Und er will nicht." Mimi strahlte. „Das sind die Besten." Sie packte seine Hand und zog ihn hoch. „Komm, komm, das Publikum wartet nicht gern."
„Nina...", sagte Daniel und suchte ihren Blick.
„Geh schon." Sie lächelte und gab ihm einen sanften Schubs Richtung Gang. „Ist doch dein Geburtstag."
Mimi zog ihn die Stufen hinunter, über die niedrige Absperrung, in den Sand der Manege. Hinter ihm brandete Applaus auf, irgendwo darin klatschte auch Nina.
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