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prallbeutel Volljährigkeit geprüft
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Licentia poetica

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  Inkasso Datum:13.10.19 19:55 IP: gespeichert Moderator melden


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Der Mann brüllte und zappelte, aber es half nichts: Die vier Uniformierten fixierten ihn am Boden seines Wohnzimmers und zogen ihm die Hosen runter. Nun kam die Frau mit der Genitalschelle und legte sie ihm an. Das nummerierte Schloss wurde verplombt. Anschließend sagte die Frau: „Bleiben Sie ruhig, Herr Müller. Es hat doch keinen Sinn sich dagegen zu wehren. Sie haben doch das Gerichtsurteil zugestellt bekommen.“ Vorsichtig ließen die Uniformierten den Mann los und gingen mit der Frau aus dem Haus. Der Mann brüllte ihnen noch einige Schimpfwörter hinterher, aber die Gruppe war bereits in ihrem Wagen unterwegs zum nächsten Einsatz.

Seit die Gesetzgebung die Inkassoschellen statt einer Beugehaft eingeführt hatte, gab es kaum noch Schuldner, die sich weigerten, ihre Kredite zu bedienen. Einige Männer brauchten trotz aller Ambitionen manchmal sogar Jahre, bis ihr Konto ausgeglichen war, aber in dieser Zeit schufteten sie in bis zu drei Jobs, um möglichst schnell viel Geld zu verdienen, um wieder an ihr liebstes „Spielzeug‟ zu kommen.

Die Gerichtsvollzieherin Gaby - offiziell Exekutivbeamtin - hatte heute einen besonders schweren Fall zu bearbeiten. Es ging um einen Typen, der 34.000 Euro Schulden angehäuft hatte. Bei dem Standardsatz von zehn Euro Schuldenerlass pro Tag, würde der Mann seine Penisschelle neun Jahre lang tragen, wenn er nichts zurückzahlte. Gaby wusste von einer Kollegin, dass die meisten Schuldner, die zur Inkassoschelle verurteilt worden waren, ihre Verbindlichkeiten dann doch relativ schnell tilgten. Erzwungene Keuschheit war eben eine starke Motivation, Geld zu verdienen. Da staunten die Sachbearbeiterinnen in der Inkassobehörde oft nicht schlecht, wie schnell einige Zahlungsäumige liquide waren.

Aber in diesem Fall war das nicht zu erwarten, da der Schuldner keinerlei Qualifikation aufwies. Leid tat er Gaby allerdings nicht. Er hatte sich selbstverschuldet in die Miesen geritten. Ohne auf seine monetäre Situation zu achten, hatte er das Geld mit vollen Händen ausgegeben. Der Einsatzwagen fuhr an der Wohnung des Schuldners vor. Das Team kam grundsätzlich unangemeldet, damit sich die Zielperson nicht verdünnisieren konnte. Gaby öffnete die Akte: Jonas Becker. Das biometrische Foto zeigte einen jungen blonden Mann mit blauen Augen. Jonas Becker war 23 Jahre alt und war die meiste Zeit arbeitslos gewesen. Als Hilfsarbeiter hatte er kurze Jobs durch eine Zeitfirma bekommen, war aber schnell wieder ausgeschieden.

Innerhalb von fünf Jahren hatte er 34.168 Euro Schulden angesammelt, kaum eine Rechnung bezahlt, Ratenzahlungen ignoriert, Mahnungen weggeworfen. Schließlich waren die Gläubiger vor Gericht gezogen und hatten den neuen Inkasso-Paragrafen genutzt, um endlich an ihr Geld zu kommen. Vier Uniformierte stiegen mit Gaby aus. Es war dunkel, denn das Team war nachts unterwegs. Gaby klingelte Sturm. Es dauerte eine Weile, bis Jonas Becker öffnete. Er trug nur ein zerknittertes T-Shirt und eine Boxershorts. Verärgert und zugleich übermüdet schaute er vor die Tür, wer da so einen Lärm machte. Gaby hielt ihm ihren Ausweis hin. Beckers Schläfrigkeit war in einem Sekundenbruchteil wie weggeblasen.

Er wollte die Tür zuknallen, aber einer der Uniformierten hielt seinen Stahlkappen-Stiefel schnell dazwischen und drängte sich mit seinen Kollegen in die Wohnung. Der junge Mann verzichtete auf weitere Gegenwehr und änderte seine Strategie. Er rannte in ein Hinterzimmer und schloss die Tür ab. Die erfahrenen Männer teilten sich auf: Zwei liefen aus der Wohnung, um das Haus von hinten zu bewachen, damit der Flüchtige nicht aus einem Fenster entfleuchte. Gaby klopfte laut gegen die Zimmertür. „Machen Sie auf, Herr Becker! Es hat doch keinen Zweck.“ Sie klopfte erneut. „Herr Becker! Öffnen Sie die Tür! Sie kommen um die Genitalschelle nicht herum.“

Sie wollte schon ihren Kollegen ein Zeichen geben, die Tür aufzubrechen, da öffnete der junge Mann. Er wirkte resigniert. Gaby: „Ziehen Sie bitte ihre Hose runter, damit ich die Schelle anbringen kann.“ Jonas Becker gehorchte seufzend. Er hatte Tränen in den Augen. Jetzt hatte Gaby doch ein wenig Mitleid. Aber sie musste ihren Job machen. Sie holte aus einem Holster an ihrem Gürtel die Schelle hervor. „Bleiben Sie bitte gerade stehen.“ Sie schob sich einen Hocker vor den Mann und setzte sich. Dann brachte sie den Käfig an und verplombte ihn. „Das war es schon.“

Der frischgebackene Keuschling fragte mit heiserer Stimme: „Wie lange muss ich die denn tragen?“ Gaby antwortete: „Aber das steht doch alles in Ihrem Bescheid.“ Sie blätterte noch mal in der Akte. „34.168 Euro Schuld zuzüglich der Inkassogebühr von 350 Euro macht 34.518. Das ergibt 2.452 Tage. Das sind etwa neuneinhalb Jahre.“ Jetzt liefen ihm die Tränen. Er setzte sich kraftlos auf sein Bett. Gaby betonte: „Das wäre ja nur der Fall, wenn Sie keinen Cent zurückzahlen würden. Haben Sie denn Arbeit?“ Jonas Becker schüttelte den Kopf. Ihm fiel nur eine Möglichkeit ein: als Stricher am Bahnhof seine Dienstleistungen anzubieten. Aber das würde er der Frau mit Sicherheit nicht erzählen. Gaby zuckte mit den Schultern und verabschiedete sich. Sie hatte heute noch drei weitere Schuldner im Terminplan.

Nur eine halbe Stunde später fuhr der Wagen vor. Gaby las die Akte: ein tragischer Fall. Der Typ hatte bis vor Kurzem für zehn Monate eine Genitalschelle getragen und war erst seit einer Woche schuldenfrei. Doch seine Exfreundin hatte auf seinen Namen in der Zwischenzeit massenweise Bestellungen aufgegeben, konnte aber rechtlich nicht zur Rechenschaft gezogen werden, so dass der Mann auf dem Schaden sitzenblieb. Gaby las leise vor sich hin: „...verfügen wir wegen einer Gesamtschuld von 22.813 Euro bei Herrn Tobias Weber die Anbringung einer Genitalschelle...“ Der Mann war mittlerweile erwerbsunfähig und musste daher die Schulden nun in kleinen Raten abzahlen. Trotzdem hatte das Gericht den Inkasso-Paragrafen zur Genitalschelle angewendet, um sicher zu gehen, dass der Schuldner die Raten nicht versäumte.

Gaby rechnete: Das waren dann gute sechs Jahre. Die Raten würden - optimistisch gerechnet – eine maximale Höhe von 200 Euro haben. Damit wären 2.400 Euro pro Jahr getilgt. Zusätzlich würde die Genitalschellentilgung 3.650 Euro betragen. Machte 6.050 Euro im ersten Jahr. Im zweiten waren 12.100 zurückgezahlt; im dritten 18.150. Er musste also etwa dreieinhalb Jahre verschlossen bleiben. Das war die gute Nachricht. Doch auch dieser Zeitraum war natürlich fürchterlich, besonders, wenn man bedachte, dass der Mann zuvor schon zehn Monate eine Schelle tragen musste.

Es war immer wieder spannend zu sehen, wie die Schuldner reagierten. Sie liebte die Arbeit mit Menschen. Einige sackten zusammen, wurden fast bewusstlos oder hyperventilierten; andere waren aggressiv. Für diesen Fall hatte sie ja ihre vier Kollegen dabei. Auch hier öffnete ein verschlafener Bewohner. Als Gaby ihren Ausweis zeigte, sah sie in ein entsetztes Gesicht. „Nein! Nicht wieder! Das halte ich nicht aus! Das kann ich nicht noch mal ertragen! Bitte! Bitte, gibt es keinen anderen Weg?“ Doch alles Betteln nutzte nichts. Er weigerte sich, die Hosen runterzuziehen, aber seine Gegenwehr war nur passiv, so dass ein Uniformierter beim Ausziehen half, und Gaby die Schelle anlegen und verplomben konnte. „Wenn Sie die 200 Euro im Monat irgendwie einsparen können, sind sie in guten drei Jahren wieder frei.“ Sie wollte ihm Hoffnung machen, aber der Mann stöhnte verzweifelt. „Ich kann keine 200 Euro im Monat zur Seite legen. Wovon soll ich leben? Was soll ich essen?“ Gaby sah ihn mitleidig an. Er war auf seine Exffreundin hereingefallen, die mit Luxusurlauben und teuren Shoppingtouren die Kosten verursacht hatte. Wahrscheinlich sogar, um ihn damit zu bestrafen. Wofür auch immer. Das ging Gaby nichts an. Einzelschicksale durfte sie nicht an sich heranlassen. Sie verabschiedete sich und fuhr mit ihrem Team zum nächsten Kunden.

Dieser Mann erwies sich als schwierig. Er musste mit Spezialgriffen überwältigt werden und wehrte sich mit Händen und Füßen, beschimpfte die Frau und schrie und brüllte wie am Spieß, als sollte er nicht nur verschlossen werden, sondern sein Gemächt für immer abgeben. Gaby legte ihm die Genitalfessel an, während er von vier Leuten auf den Boden gedrückt wurde. Sie lächelte ihn an. „War doch gar nicht so schlimm, oder?“ Bei dem Verurteilten ging es nur um 18 Monate – und vermutlich deutlich kürzere Zeit, wenn er seine Schulden beglich. Aber der Mann wütete, als wollten sie ihm ans Leben. Gaby hatte so ihre Menschenkenntnis in ihrem Job erhalten, und daher wusste sie fast sicher, dass der Typ in ein oder zwei Monaten die Gesamtschuld getilgt haben würde.

Nach allen Terminen fuhr Gaby ins Büro und erledigte den Papierkram. Dann fuhr sie nach Hause. Endlich Feierabend! Die Sonne ging schon bald auf. Sie war hundemüde, aber irgendwie hatte sie ihre Arbeit auch geil gemacht. Die Macht, die sie über die Männer hatte, war stimulierend. Bevor sie endgültig einschlief, würde sie sich noch mit ihrem Massagestab verwöhnen – wie so oft, wenn sie eine lange Nachtschicht hinter sich hatte. Und bevor sie kurz nach Mittag aufstand, würde sie sich einen weiteren Orgasmus gönnen.

Ihr ging der Blondschopf nicht aus dem Kopf: Jonas. Das war schon ein süßer Boy, dachte sie grinsend. Den würde sie nicht aus ihrem Bett werfen. Und gut bestückt war er auch noch. Gaby spürte, wie alleine die Vorstellung sie so scharf und feucht machte, dass sie auf den Massagestab verzichtete und es in wenigen Minuten mit den Fingern zum Höhepunkt brachte. Stöhnend spannte sie ihren Leib an und erschlaffte schließlich nach einer Hormonflut aus euphorisierenden Impulsen.

Aus der Akte hatte sie erfahren, dass dieser Jonas Single war. Und sie, Gaby, war auch Single. Sollte sie mal Kontakt mit ihm aufnehmen? Oder war das unprofessionell? Außerdem war Jonas für die nächsten Jahre außer Gefecht gesetzt... obwohl er ja eine Zunge hätte, kicherte Gaby vor sich hin. „Oh, was bin ich für ein böses, ungezogenes Mädchen!“ Sie kuschelte sich ins Bett und stellte sich vor, wie sich der junge Body von Jonas an sie kuschelte. Leider war das nur in ihrer Fantasie. Sie schlief ein und träumte davon, wie sie Jonas für seine täglichen Leckdienste belohnte, indem sie ihm für jeden Orgasmus eine Woche von seiner Verschlusszeit abzog.

In der kommenden Nacht war sie wieder beruflich unterwegs mit ihrem Team. Der erste Fall war besonders interessant. Da der Schuldner keine offizielle Meldeadresse hatte, mussten ihn Zivilfahnder aufspüren. Gaby fuhr nun zu der angegebenen Örtlichkeit, wo er sich gerade aufhielt. Das Einsatzteam klingelte an einer Wohnung, in der eine Party stattfand. Etwa 20 Personen hielten sich dort auf, hörten Musik und tranken aus Flaschen. Schnell hatte Gaby die Zielperson identifiziert und sich ausgewiesen.

Der Mann wollte flüchten, wurde aber von ihren Kollegen schnell fixiert. Vor den staunenden anderen Gästen, musste er die Hosen runterlassen, wurde eingeschlossen und verplombt. Gaby las ihm den Bescheid vor, in dem er für 9.125 Euro die Genitalfessel innerhalb der nächsten zweieinhalb Jahre tragen müsste, wenn er die Verbindlichkeiten nicht frühzeitig zurückzahlte. Der Arbeitslose schimpfte. „Und wo soll ich das Geld herzaubern ohne Job?“ Drei oder vier Leute zückten ihre Smartphones und machten von dem entblößten Mann mit der Genitalschelle Fotos. Endlich merkte er es und zog sich hastig die Hosen hoch. Gaby verabschiedete sich mit: „Schöne Feier noch!“

Als nächstes ging es zu einem extremen Fall: Der Schuldner hatte vorsätzlich im Rahmen einer Straftat einen Schaden von über 150.000 Euro angerichtet. Mit allen Kosten waren es 164.974 Euro. Das würden rund 45 Jahre im Gentialverschluss sein. So etwas hatte Gaby auch noch nicht erlebt. Da der Typ mittellos war, bedeutete das quasi lebenslänglich. Entsprechend intensiv war die Gegenwehr der Person, aber die vier Kollegen sicherten ihn professionell am Boden, so dass Gaby den Bescheid verlesen und die Schelle anbringen konnte.

Sie konnte nichts dafür, als sie beim Verplomben ein prickelndes Gefühl in ihrem Unterleib spürte. Geilheit. Sie liebte ihren Job. Dieses Gefühl war unbeschreiblich, wenn den Männern bewusst wurde, was sie erwartete in den nächsten Monaten oder sogar Jahren. Diese Mimik aus Entsetzen und Angst. Sie konnte sich einen Kommentar nicht verkneifen: „Vielleicht gewinnen Sie ja mal in einer Lotterie. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Schönen Tag noch!“

Sie ging zum Wagen zurück, atmete die frische Nachtluft ein und sah auf ihre Akten, wer als nächster dran war: Ein gerade 18-Jähriger musste für die nächsten sieben Monate in eine Inkasso-Schelle. In so jungen Jahren war es besonders hart. Gaby hatte schon junge Männer erlebt, die heulten und schluchzten, bettelten und jammerten. Einer hatte sich vor ihr auf Knie begeben und um Gnade gefleht. Zum Glück blieb so ein Theater heute aus. Der Jüngling nahm den Verschluss fast gleichgültig hin. Erst am Ende des Besuches verlor er ein wenig die Contenance, als ihm wohl die Konsequenzen klar wurden. Er zitterte und blickte nervös hin und her.

Im Büro erledigte sie die Unterlagen. Ihre Kollegin Isabell, die für die Öffnung von Inkasso-Schellen zuständig war, wirkte ein wenig bedrückt. Gaby fragte sie, was los sei. Isabell erzählte von ihrem gestrigen Einsatz bei einem jungen Mann, der ziemlich schief gelaufen war. „Wir waren bei einem Typen, der laut meiner Daten schuldenfrei war und entplombt werden sollte. Wie meistens hatte ich natürlich mit einem beinahe euphorischen Kunden zu tun. Die Männer sind ja bei der Entfernung der Genitalfessel immer extrem happy. Tja, und ich hatte gerade die Zange gezückt, als ein Funkspruch reinkam, dass wohl eine Schuld in der Berechnung vergessen worden war. Da mussten wir ihn verschlossen lassen. Wenn er weiter so fleißig abzahlt, muss er jetzt trotzdem noch fast sechs Monate warten.“

Gaby nickte. „Das ist bitter für ihn.“ Isabell kicherte. „Kann man so sagen. Und er kann noch von Glück sagen, dass er nicht wegen falschen Angaben bei der Schuldauskunft angezeigt wird. Sonst hätte sich die Tragezeit verdoppelt.“ Gaby lächelte. „Ist schon Wahnsinn, welche Risiken manche Kerle eingehen, nur, um an ihren Freudenspender zu kommen. Stell dir vor, letzte Woche hat einer die Plombe eigenständig geöffnet. Der Funkalarm hat das sofort übermittelt, und keine zehn Minuten später standen die Kollegen bei ihm. Jetzt muss er die Zeit in einer Haftanstalt unter Videoüberwachung absitzen.“

Einige Tage später, einige Straßenzüge entfernt: Eine Frau in enger Jeans und knackigem Oberteil begüßte die Runde aus sieben Männern, die in einem Stuhlkreis Platz genommen hatten. „Schönen Vormittag und herzlich willkommen zur Selbsthilfegruppe Inkasso-Fessel. Ich bin Ramona und betreue Inkassoschellenträger seit drei Jahren. Am besten stellen wir uns alle mal kurz vor.“ Sie zeigte auf den links von ihr sitzenden Mann, ein blässlicher und gertenschlanker Jüngling mit brünettem Lockenkopf und blauen Augen.

„Ich bin Ingo, 24 Jahre, und bin seit 14 Wochen und drei Tagen verplombt. Wahrscheinlich habe ich noch etwa vier Monate vor mir, wenn es mit meinem Job klappt und ich Doppelschichten fahren kann.“ Der zweite Betroffene war 35, nannte sich Chris und trug die Genitalfessel seit einem Jahr. Vor ihm lagen noch zwei weitere Jahre – mindestens. Ihm brach die Stimme. Die Frau dankte ihm und zeigte auf die dritte Person, einen blonden Mann Mitte 20. Der stellte sich kurz als Patrick vor und verstummte dann. Leise jammerte er: „Ich kann das nicht...“ Die Frau fragte: „Was kannst du nicht?“ Patrick seufzte. „Ich bin vor vier Wochen eingesperrt worden. Wenn ich wie bescheuert schufte, bin trotzdem erst in fünf Monaten frei. Das halte ich nicht aus!“ Den letzten Satz brüllte er plötzlich und rutschte unruhig auf dem Stuhl umher.

Betroffenes Schweigen im Raum. Dann meinte die Frau: „Du musst lernen, dich damit abzufinden. Schneller wirst du die Inkassoschelle nicht wieder los.“ Patrick sah sie mit aufgerissenen Augen an. „Aber ich habe übelsten Druck! Druck auf meinen Eiern, Alter! Das ist ätzend! Ich will das nicht! Ich will das Scheißding nicht!“ Die Frau hob den gestreckten Zeigefinger. „Zu unseren Regeln gehört, dass niemand ausfallend wird. Patrick, beruhige dich, oder ich muss das melden.“ Der Mann wusste was das bedeutete: Eine Anzeige wegen Störung der öffentlichen Ordnung. In seinem Fall würde das ein Bußgeld bedeuten, das er natürlich nicht zahlen konnte, also würde seine Verschlusszeit verlängert. Das war das Letzte, was er wollte! Er schluckte mit aller Willenskraft, die er aufbringen konnte, all seinen Ärger, seinen Frust und die Wut auf die Gesellschaft runter in seinen Bauch und presste die Lippen zusammen. Seine Fäuste lagen auf seinen Oberschenkeln und hätten am liebsten irgendwas kaputtgeschlagen.

So stellte sich jeder Betroffene der Reihe nach vor. Der siebte Mann war eingeladen worden, obwohl er keine Genitalfessel trug. Er hieß Robert und erzählte: „Ich war bis vor drei Wochen verplombt. Für insgesamt acht Monate und sechs Tage. Aber ich habe fleißig gearbeitet und alle meine Schulden getilgt.“ Ramona nickte. „Das wird hier den meisten Mut machen. Ihr könnt es alle schaffen. Je schneller ihr die Schulden zurückzahlt, desto eher seid ihr wieder völlig frei.“ Robert grinste. „Ja, und jetzt kann so oft ich will... Na, ihr wisst schon was. Es ist unglaublich! Vor allem in der ersten Woche war ich nur dran... Also... Aber ich weiß es jetzt echt zu schätzen! Wie geil, morgens vor dem Aufstehen... Ein Orgi am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen... Na ja. Ihr wisst schon.“

Die anderen Männer rutschten unruhig auf ihren Stühlen umher. Plötzlich klopfte es an der Tür. Ein schüchterner junge Mann steckte den Kopf herein. „Ist hier die Selbsthilfegruppe Inkassofessel?“ Ramona stand auf, ging ihm entgegen und lud ihn mit einer weiten Armbewegung ein. „Ja, komm rein. Herzlich willkommen.“ Ramona stolzierte in ihren hohen Stiefeln, die sie über der hautengen Jeans trug, zu einem Stapel Stühle und brachte ein Möbel für den Neuankömmling mit, der nun die Runde ergänzte. Ramona forderte ihn auf, sich vorzustellen.

Der Blondschopf erzählte: „Ich heiße Jonas und bin 23. Ich, äh, bin erst seit ein paar Tagen verschlossen. Aber es sind neuneinhalb Jahre zu tilgen.“ Ein Raunen ging durch die Runde. Einige Männer fassten sich reflexartig schützend zwischen die Beine. Ramona hob die Augenbrauen. „Hast du denn gute Verdienstmöglichkeiten?“ Jonas sah bekümmert zu Boden und schüttelte den Kopf. „Hab keine Ausbildung gemacht. Die meinten, ich wäre zu dumm. Aber das stimmt nicht! Ich bin nicht dumm!“ Ramona hob die Stimme: „Natürlich bist du das nicht. Du siehst mir aus wie ein aufgeweckter, gesunder, junger Bursche.“ In Gedanken ergänzte sie: „Nur, dass du deinen Trieb erst mal vergessen kannst. Nix mit Sex. Nix mit Wichsen. Ha! Arme Sau!“

Laut sagte sie mitfühlend: „Das können hier alle mitfühlen, Jonas. Aber es gibt für alles eine Lösung. Du wirst es schaffen.“ Einer der Männer fragte skeptisch in die Runde: „Wie soll der das denn schaffen? Ohne Qualifikation? Der wird die volle Zeit verplombt bleiben. Heftig!“ Sein Sitznachbar nickte. „Richtig übel!“ Die Gespräche in der Selbsthilfegruppe setzten sich noch eine Weile fort. Ramona fragte nach den Optionen, die die einzelnen Betroffenen hatten, um ihre Verbindlichkeiten zu bedienen und stellte weitere Möglichkeiten vor, die man mit den Gläubigern verhandeln konnte.

Doch eigentlich wusste sie, dass die Schuldner jetzt nur noch Arbeitssklaven waren. Manche für lange Zeit. Und dieser Jonas... Tja. Wenn der sich nur kleine unbezahlte Rechnungen in den Folgejahren erlaubte, würde der Bewährungsparagraf greifen: Während der Inkassoschellenzeit durfte keinerlei neue Verbindlichkeit entstehen, sonst würde die Verschlusszeit drastisch erhöht. Ramona verabschiedete nach einer guten Stunde ihre Besucher. Sie sah dem jungen Jonas hinterher und dachte: „Was für ein Knackarsch! So schade um den jungen Bengel!“

Schließlich fuhr sie nach Hause. Sie teilte sich mit ihrer alten Freundin eine Wohnung. Sie sahen sich trotzdem selten, weil Gaby oft Nachtdienst hatte. Heute war sie früher zu Hause, und da sie morgen frei hatte, würde sie noch nicht ins Bett gegangen sein. Ramona nahm unterwegs zwei Portionen vom Asia-imbiss mit und überraschte Gaby mit den gebratenen Nudeln und Garnelen. „Hey, Gaby. Wie war deine Schicht? Wieder Zahlungsverweigerer eingesperrt?“ Gaby schnaubte. „Manchmal tun sie einem leid. Manchmal auch nicht. Du glaubst nicht, wen ich heute hatte.“ Ramona sah sie fragend an und packte ihre Holzstäbchen aus.

Gaby berichtete von ihrem letzten Einsatz in der Nacht: „Erinnerst du dich noch an diesen Mirko?“ Ramona runzelte die Stirn. Wer sollte das denn sein? Gaby half ihr auf die Sprünge: „Wir waren kurz vor dem Abi. Mirko? Tatjana?“ Ramona öffnete weit den Mund. „Ach du heilige... DER Mirko? Der Typ, der Tatjana geschwängert hat und sich dann wie ein Arschloch benommen und sie als Nutte dargestellt hat? Der Mirko, der seine Hände am liebsten unter jedem Rock gehabt hätte? Der Mirko, der mich auf der Abschlussparty angegrabbelt hat?“ Gaby nickte grinsend. „Genau der!“ Ramona: „Echt? Und den hast du heute verplombt? Wie geil ist das denn?!“ Gaby hob die Hände. „Ich bin nur die ausführende Kraft. Entscheidungen treffen andere. Mirko wird auf jeden Fall erst mal keinem Weib mehr hinterherjagen. Der hat nämlich einen ganz dicken Bock geschossen. Konkursverschleppung. Es geht um eine halbe Million. Muss er als Gesellschafter alleine haften.“

Ramona grinste breit. „Sag mir, wie hoch die gesamten Schulden genau sind! Sag mir... oder nein. Sag mir einfach, wie lange sein dämlicher Pimmel sicher verpackt ist.“ Gaby schmunzelte. „Das habe ich mir gemerkt. Es sind 148 Jahre.“ Ramona kicherte. Gaby wusste: „Sein Ruf in der Branche ist ebenso ruiniert. Der wird kein Bein mehr reinkriegen. Also wird er auch nur wenig zurückzahlen können. Dem nehmen wir die Genitalfessel erst ab, wenn er im Sarg liegt.“ Ramona nickte. „Geschieht dem Wichser recht! Wer weiß, wie viele Frauen der schon unglücklich gemacht hat.“

Dann meinte sie: „Einige Idioten haben es echt nicht anders verdient! Aber es gibt auch ein paar arme Schweine. Heute noch in meinem Stuhlkreis. Da war ein Blondschopf... verdammt lecker. Echt schade drum. Jonas hieß er, glaub ich.“ Gaby horchte auf. „Ein blonder Jonas? Blaue Augen? Knackiger Arsch?“ Ramona schaute überrascht. „Ja, woher weißt du...?“ Gaby: „Jonas Becker. Den habe ich selbst vor ein paar Tagen verplombt. War ein heftiger Fall. Der verdient nicht viel Geld und muss sonst über neun Jahre schmoren.“ Ramona atmete tief aus. „Mann, Gaby! Du bist ja hart drauf. Der Arme!“ Gaby warf ihre Hände in die Luft: „Was kann ich denn dafür? Willst du mir Vorwürfe machen?“ Ramona beschwichtigte: „Nein, natürlich nicht. Aber da müssen wir doch was tun können.“ Gaby sah ihre Freundin und Mitbewohnerin verschmitzt an. „Oh, könnte es sein, dass die Dame sich in Jonas verguckt hat?“
Viele Grüße von prallbeutel
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Moira
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im wilden Südwesten


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  RE: Inkasso Datum:13.10.19 21:08 IP: gespeichert Moderator melden


Gefällt mir sehr gut, die Story - toll, wie Du die Reaktionen der diversen Männertypen beschreibst - auch die Beschreibung vom "Stuhlkreis" äußerst realitätsnah, konnte mir direkt alles "bildlich" vorstellen ... hoffentlich gibts eine Fortsetzung?

Würde nämlich gerne lesen, ob und wie das mit Gaby und Jonas oder aber vielleicht doch Ramona mit Jonas ... oder aber womöglich mit den beiden Ladies und Jonas weitergeht ...

Interessierte Grüße ~ Moira
FRAU und männchen verlassen gemeinsam das Haus. Sie: "Hast Du alles?" er - nimmt IHRE Hand - und sagt leise: "Jetzt - JA!"
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Gummimaske
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  RE: Inkasso Datum:14.10.19 07:08 IP: gespeichert Moderator melden


Dies ist wirklich eine interessante Art der Keuschhaltung.Es wär nicht schlecht,wenn es so etwas in der Wirklichkeit geben würde.Da würden sich einige schon in acht nehmen,keine Schulden zu machen.
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Veronice Volljährigkeit geprüft
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Seelze




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  RE: Inkasso Datum:14.10.19 14:10 IP: gespeichert Moderator melden


Tolle Story, da freue ich mich auf die Fortsetzung
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Spaßdaran
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  RE: Inkasso Datum:14.10.19 14:52 IP: gespeichert Moderator melden


Kreativ. Gefällt mir sehr gut. Gerne mehr

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onkelb Volljährigkeit geprüft
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  RE: Inkasso Datum:14.10.19 18:24 IP: gespeichert Moderator melden


Geniale Idee für eine Geschichte, hoffe es geht bald für lange weiter
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Sir Dennis Volljährigkeit geprüft
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S/M ist eine spezielle Form vom Zärtlichkeit

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0  0  Dungeondogmaster  
  RE: Inkasso Datum:14.10.19 19:51 IP: gespeichert Moderator melden


also Prallbeutel von dir erwartet man immer.. nichts denn die Story ist genial.. geschrieben und ich hoffe auch auf eine Fortsetzung!!!
S/M ist eine spezielle Form vom Zärtlichkeit (mein exsklave H.F.B.)

wo immer du auch bist, es ist okay so wie es ist

Das Avatar zeigt meinen Huddel im Kg :-D

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prallbeutel Volljährigkeit geprüft
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Licentia poetica

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  RE: Inkasso Datum:16.10.19 18:56 IP: gespeichert Moderator melden


FORTSETZUNG

Ramona winkte ab. „Quatsch!“ Gaby hob eine Augenbraue. „Und warum willst du ihm dann helfen?“ Ramona hob trotzig ihr Kinn. „Ich will ihm ja nicht einfach die Freiheit schenken. Aber neun Jahre! Das finde ich unmenschlich. OK, er hat es sich selbst eingebrockt. Aber vielleicht finden wir eine Lösung, um ihm schneller die Freiheit wieder zu geben.“ Gaby fragte überrascht: „Wir? Wie denn das?“ Ramona kniff verschwörerisch die Augen zusammen und sprach leiser wie in einem Verschwörertonfall: „Ich weiß doch, wie das bei euch läuft. Du bräuchtest nur in dem Datensatz von Jonas ein paar Zahlen zu ändern...“ Gaby sah empört auf. War Mona wahnsinnig geworden? Sie sollte für den Bengel ihre Arbeitsstelle und eine Strafanzeige riskieren? Ramona meinte: „Wir hätten ja auch was davon.“ Gaby stutzte. „Wir? Was denn?“ Die Freundin kam näher und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Gabys Augen wurden immer größer.

Eine Woche später trafen sich wieder acht Männer zur Selbsthilfegruppe Inkasso-Fessel. Als die Stunde beendet war, rief Ramona Jonas zu sich. „Ich möchte noch etwas mit dir besprechen.“ Der Blondschopf kam zögerlich näher. Hatte er was Falsches gesagt? Ramona lächelte ihn freundlich an. „Ich würde dir gerne auch noch auf anderem Weg helfen, damit du schneller wieder aus der Inkassoschelle rauskommst.“ Jonas machte große Augen. „Und wie? Haben Sie eine Arbeit für mich?“ Ramona schmunzelte. „So in der Art. Hast du Zeit? Jetzt? Ich würde dir gerne jemanden vorstellen.“ Jonas war verwundert, als er eine Adresse genannt bekam, zu der er in einer Stunde kommen sollte. Aber er wollte jede Chance nutzen, die sich ihm auftat.

Um Punkt 13.30 Uhr fand er sich an der angegebenen Hausnummer ein. Als sich die Tür öffnete, starrte er die attraktive Frau sprachlos an: Das war ja diese Inkasso-Tussy! Oder offiziell hieß es Exekutivbeamtin für behördliches Inkasso. So hatte es damals auf seinem Bescheid gestanden. Er wusste nicht, was er sagen sollte. Gaby lächelte ihn freundlich an. Sie trug eine weit geöffnete Bluse, und in ihrem Ausschnitt lugten ein kleines Stück weit zwei herrliche Brüste hervor. In der knackigen Jeans wurde ihm zum ersten mal ihre fantastische Figur bewusst. Sein Puls hatte sich beschleunigt. Er wusste nicht so recht, wie er reagieren sollte. Hatten sich da zwei Frauen einen Scherz mit ihm erlaubt?

Gaby winkte ihm zu und bat ihn herein. Mit einem seltsamen Gefühl folgte er der Frau in das Haus. Ein bisschen so, als würde ein Lamm einem Wolf folgen. Irgendwas schnürte ihm den Hals zu. Was würde ihn hier erwarten? Gaby führte ihn in ein geräumiges und modern eingerichtetes Wohnzimmer. Jonas sah sich unsicher um. Die Dame des Hauses bot ihm einen Sessel an. Der Jüngling sackte tief in das weiche Möbel und fühlte sich unwohl wie eine Fliege, die in den Kelch einer fleischfressenden Pflanze gerutscht war.

Er wagte eine Frage. „Woher kennen Sie meine Kursleiterin von der Selbsthilfegruppe?“ Gaby lächelte und wollte gerade antworten, da erschien Ramona in persona in der Tür. „Na, wir wohnen zusammen.“ Jonas schaute, als hätte er einen Geist gesehen. Er blickte zwischen den beiden Frauen hin und her. Sein Körper war angespannt, wie der eines Kaninchens, das kurz davor war, aufzuspringen und vor dem bissigen Jagdhund wegzurennen.

Ramona sprach mit ihrer für sie typischen warmen und ruhigen Art: „Wir wollen dir helfen, Jonas.“ Der Jüngling sah skeptisch drein. „Und wie? Mir Eisspray für meine vollen Eier verkaufen?‟ Eine Sekunde später erschrak er über seine Wortwahl. Hatte er das wirklich gerade gesagt? Aber die Frauen reagierten nicht empört. Gaby schlug etwas vor. „Wenn du bei uns wohnst, den Haushalt machst, dann sorge ich dafür, dass du viel früher aus der Schelle kommst.‟ Jetzt war es raus. Ramona wurde heiß. So direkt hatte Gaby ihm dieses illegale Angebot gemacht. Wenn er nun ging und sie anzeigte?

Jonas blieb stumm. Das war alles ein bisschen viel auf einmal, um es in wenigen Sekunden zu verarbeiten. Ramona erklärte es ihm langsam und ausführlich. Das Gespräch dauerte fast eine halbe Stunde, und die Frauen konnten sein Vertrauen gewinnen. Jonas runzelte die Stirn. „Nur ein Jahr? Und dann hat die Behörde nichts mehr in der Hand gegen mich? Ich meine, ich bin schuldenfrei, ohne was zurückgezahlt zu haben?‟ Gaby nickte. Jonas dachte nach. Ein Jahr in Keuschheit war zwar brutal. Aber was war das im Vergleich zu der Hölle von über neun Jahren, die sein Leben zerstört hätten?

Die Putze für die beiden zu spielen war zwar nicht das, was er sich erwünscht hätte, aber er bekam dafür ja auch etwas extrem Wertvolles: seine Freiheit! Gaby schlug ihm auf die Schulter. „Super! Dann machen wir das. Es gibt da noch ein paar Hausregeln, aber das klären wir morgen. Kannst du morgen bei uns einziehen? Dein Vermieter ist bestimmt eh froh, wenn er dich endlich los ist, oder?‟ Jonas lächelte gequält. Ja, das war wohl so. Kein Wunder, denn er hatte die Miete seit über einem halben Jahr nicht mehr zahlen können. Der Typ gehörte ja auch zu der Gläubigervereinigung. Als er nach Hause ging, stießen Ramona und Gaby mit einem Glas Sekt an. Gegen 23 Uhr musste Gaby die Wohnung verlassen, denn die nächste Nachtschicht stand an.

Am nächsten Tag wartete Jonas ungeduldig auf 17 Uhr, wenn er zu seiner neuen Wohnung kommen sollte. Ramona arbeitete in einer Privatbank und hatte zu dieser Zeit Feierabend. Gaby stand gerade auf und gähnte. „Was habe ich lange geschlafen. Aber das war auch eine höllische Schicht letzte Nacht!‟ Die Freundin sah sie mitleidig an. „Wieder schwere Fälle dabei?‟ Gaby schüttelte ihren Pferdesch****z. „Nein, aber wir hatten sieben Männer! Sieben!‟ Sie kicherte. „Da war so ein Macho dabei, arrogant und selbstverliebt. Der hat vielleicht dumm aus der Wäsche geguckt, als ich den Genitalverschluss vorgenommen habe. Er musste von allen vier Jungs gehalten werden.‟ Sie erinnerte sich an das wütende und zutiefst beschämte Gesicht des Schuldners. Gaby bewahrte normalerweise ihre besonnene Art, aber bei dem Typen hatte sie hämisch gekichert und mit den Augenbrauen gewackelt. Drei Jahre würde er wohl die Inkasso-Fessel tragen – seine Zahlkraft schon eingerechnet.

Die beiden Frauen saßen gerade beim Abendbrot, da klingelte es. Gaby war sich sicher. „Jonas.‟ Ramona grinste. „Unser Boy.‟ Gaby lachte. „Das hast du gesagt.‟ Jonas wurde begrüßt, dann erhielt er gleich seine erste Aufgabe. Ramona zeigte auf den Tisch. „Du darfst den Tisch abräumen. In der Küche spülst du dann und räumst alles weg. Du siehst ja, wo die Sachen stehen. Und die Pfanne nicht vergessen.‟ Die beiden Frauen, die früher gemeinsam die Küche aufgeräumt hätten, gingen ins Wohnzimmer, um zu chillen. Gaby raunte ihrer Freundin zu: „Mal sehen, wie er sich anstellt.‟

Bei einem Kontrollgang mussten die Damen feststellen, dass es nichts zu bemängelt gab. Gaby fragte ihn nach seinen Kochkünsten. Als Single hatte er zwar selten aufwendig gekocht, aber er hielt sich schon für ganz gut. Das würde das weibliche Duo bald überprüfen. Gaby schlug vor: „Dann wirst du jetzt noch die Bude putzen. Staubwischen und -saugen. Das Bad nicht vergessen.‟ Jonas nickte gehorsam und machte sich sofort ans Werk, nachdem Ramona ihm gezeigt hatte, wo die Utensilien standen, die er benötigte. Gaby hatte die Füße auf den Wohnzimmertisch gelegt, und Ramona saß neben ihr auf dem Sofa in einem bequemen Jogginganzug. Sie schauten ihre Lieblingsserie im Fernsehen.

Jonas war gründlich und zugleich flott. Schnell hatte er die ganze Wohnung fertig. Nur im Wohnzimmer hatte er nicht gestaubsaugt, um nicht zu stören, aber dafür gefegt, denn der Boden war aus Laminat. Es fehlte allerdings noch das Badezimmer. Dort hielt er sich verdächtig lange auf. Als schließlich die Doppelfolge ihrer Serie zu Ende war, schaute Gaby mal nach, wo Jonas blieb. Und sie traute ihren Augen kaum, als sie das Bad betrat. Jonas kniete auf dem Boden und schrubbte jede einzelte Fuge zwischen den Fliesen. Die meisten hatte er schon bearbeitet. Der Unterschied war deutlich zu sehen. Sofort stahl sich ein breites Lächeln in Gabys Gesicht. Nicht nur wegen der Fleißarbeit, sondern auch wegen ihrer Sicht auf einen knackigen Hintern.

Sie beobachtete ihn noch eine Weile, dann fragte sie ihn, wie lange er etwa noch benötigen würde. Der Putzmann schätzte auf eine halbe Stunde. „Gut‟, sagte sie und betrachtete ihn weiterhin. Übertrieben nice, der Arsch. Es wird Zeit, dass er seine Hose auszieht... Am liebsten würde sie den Wonderboy ein bisschen befummeln und seine Zungenkünste testen, bevor sie zur Nachtschicht aufbrach. Seufzend kehrte sie ins Wohnzimmer zurück.

Als er endlich fertig war, musste Gaby zur Arbeit. Die nächste Nachtschicht für die Exekutivbeamtin der Inkassobehörde stand an. Eigentlich könnte er mich ja fahren, fiel ihr ein. Aber Ramona kam ihr dazwischen. Sie nahm Jonas kameradschaftlich in den Arm und meinte: „Wir zwei wünschen dir einen schönen Tag. Beziehungsweise eine schöne Nacht.“ Gaby brummelte. Ramona wollte den Buben wohl für sich alleine haben. Das fing ja gut an! Sie verabschiedete sich.

Ramona schlug vor: „Nach so viel Putzerei hast du dir echt Ruhe verdient. Lass es uns ein wenig gemütlich machen.“ Es war schon recht spät, und Ramona musste so langsam mal schlafen gehen, aber Jonas hielt sie wach, denn die Vorstellung, das der keusche Jüngling ihre Venus verwöhnte... einfach zu geil! Jonas fragte, wo er denn schlafen könne. Die Frau lächelte und führte ihn ins Schlafzimmer, wo ein großes Doppelbett stand. Jonas runzelte die Stirn. Ramona zeigte aufs Bett. „Da! Wenn wir schlafen, ist Gaby eh bei der Arbeit. Es ist also Platz genug vorhanden.“ Der Mund des jungen Mannes stand auf. „Ah ja? Äh, also, ich soll... hier... mit dir...?“ Ramona kam näher und streichelte seine Brust. „Warum denn nicht? Magst du mich nicht?“ Jonas schluckte schwer. „D...d...d...doch...“ Ramona lächelte. „Freut mich. Dann komm. Zieh dich aus. Es ist schon spät.“

Sie zog ihre Sachen aus und stand kurz darauf in schwarzem BH und Slip vor ihm. Jonas starrte sie an. Ramona winkte ihm zu. „Worauf wartest du? Zieh deine Sachen aus!“ Jonas bedauerte: „Ich habe keinen Pyjama. Ich schlafe normalerweise nur in meiner Boxer.“ Ramona nickte. „Ja, dann! Runter mit der Hose! Oder willst du da Wurzeln schlagen?“ Jonas nestelte umständlich an seiner Jeans und stieg schließlich heraus, legte sie gefaltet über eine Stuhllehne und näherte sich dem Bett. Ramona winkte ihn herbei. „Komm schon. Ich beiße nicht.‟ Der Jüngling setzte sich auf den Rand der Matratze und legte sich dann auf seine Seite des Bettes.

Das französische Doppelbett bot auch nur ein Laken. Schüchtern klappte er seine Seite auf und legte sich darunter. Ramona drehte sich zu ihm und rutschte näher. Jonas verspannte. Die Frau fühlte unter dem Laken nach seinem Körper und strich an seiner Seite entlang. Sie erreichte den Saum der Boxershorts. „Weißt du, was auch in unseren Hausregeln steht?‟ Jonas sah sie fragend an. Was für Hausregeln? Ramona grinste. „Männer schlafen ausschließlich nackt.‟ Das letzte Wort hatte sie besonders betont. Jonas versteifte noch mehr. Und zu allem Übel versteifte sich auch noch sein gefangener Freund – oder versuchte es zumindest unter Inkasso-Fessel.

Mit schalkhaft funkelnden Augen forderte sie ihn auf: „Gib mir dein Höschen! Los! Her damit!‟ Jonas räusperte sich und stieg unter dem Laken langsam aus seiner Unterhose. Ihm wurde warm. Er reichte ihr das Textil. Ramona warf es auf ihrer Seite zu Boden. „Das brauchst du nicht mehr. Auch morgen nicht. Und übermorgen nicht. Wir werden dir ein paar hübsche Spitzenslips besorgen.‟ Jonas zog die Stirn kraus. „Spitzen... Das gibt es für Männer nicht.‟ Ramona lachte auf. „Du trägst keine Männerslips mehr.‟ Jonas war empört. „Aber... Ich bin doch keine Frau. Ich bin ein Mann.‟ Ramonas Blick wurde kalt und hart. „Wo bist du denn ein Mann?‟ Sie warf das Laken zur Seite und zeigte auf die Genitalschelle. „Wo ist dein Sch****z? Du kannst ihn nicht benutzen, nicht mal sehen. Du bist kein Mann.‟

Die Worte kränkten und erniedrigten ihn sehr. Aber sie hatte recht. Ein Jahr lang war er... Was war er? Auf jeden Fall trug er diesen Peniskäfig für die nächsten zwölf Monate. Plötzlich sah er, wie Ramona in ihrem Schritt... Sie hatte ihren Slip ein wenig zur Seite geschoben und spielte mit einem Finger an ihrer Klitoris. Sein Blick wurde davon magisch angezogen; trotzdem zwang er sich, zur Decke zu starren. Ramonas Atem wurde lauter und schneller. Dann wisperte sie plötzlich: „Komm her! Du weißt doch, wie man eine Frau glücklich macht, auch ganz ohne dein Ding, oder?‟ Jonas durchfuhr es wie eine scharfe Schneide. Was meinte sie? Sollte er sie etwa fingern? Oder gar... lecken?

Er drehte sich zu ihr um und schaute zwischen ihren Augen und ihrer Venus hin und her. Ramona winkte ihm zu. „Komm zwischen meine Beine!‟ Jonas legte sich passend hin und war nur noch bis zur Hüfte auf der Matratze. Er kniete fast am Fußende. Ramonas Stimme war heiser: „Zieh es mir aus!‟ Jonas griff nach dem Spitzenslip der Frau und zog ihn die Beine hinab und über die Füße hinweg. Dann beugte er sich wieder vor und näherte sich mit seinem Gesicht der nackten und nassen Scham. So etwas hatte er noch nie gemacht. Er kannte Videos... Er roch ihren Duft. Ihre Begierde. Ihre Weiblichkeit. Er leckte los. Ramona gab ihm Hinweise, wo und wie er seine Zunge einsetzen sollte. „Machst du das zum ersten Mal?‟ Ein gurgelndes „Ja‟ ertönte, während er seine Tätigkeit fortsetzte.

Es war für beide extrem erregend. Ramona kulminierte schon nach wenigen Minuten und bog sich vor Lust durch. Im ersten Augenblick hatte Jonas Angst, ihr wehgetan zu haben, aber das Gegenteil war der Fall. Sie genoss einen fulminanten Orgasmus. Als ihre heftigsten Beben abgeebbt waren, zog sie ihn über sich zu sich hoch. Schmunzelnd wischte sie ihm die Feuchte von Mund, Nase und Wange. Dann verschränkte sie ihre Arme hinter seinem Nacken und küsste ihn innig. Schließlich meinte sie: „Das war wunderschön.“ Jonas fühlte sich in diesem Augenblick stolz. Aber er war durch Ramonas Nähe und ihre Liebesspiel auch wahnsinnig erregt. Frustriert warf er sich neben sie.

Gaby hatte schon zwei Schuldner heute Nacht aus dem Bett geholt und ihnen ihre Träume geraubt. Nun stand sie vor der dritten Tür. Sie gehörte zu einem abgelegenen Einfamilienhaus mit einem kleinen ehemaligen Bauernhof. Der Mann öffnete nicht. Gaby klingelte Sturm und rief laut: „Hallo! Machen Sie auf! Die Exekutive der Inkassobehörde! Sie müssen uns hereinlassen. Sonst brechen wir die Tür auf.“ Keine Reaktion. Ihr Kollege holte bereits den Rammbock aus dem Bus. Zwei der vier Männer gingen um das Haus herum. Nicht selten versuchten Leute durch den Hinterausgang zu flüchten. Und da hatten sie mal wieder den richtigen Riecher: Der Gesuchte wollte sich absetzen und wurde von den zwei kräftigen Männern abgefangen und zurück ins Haus gebracht.

Sie öffneten von innen. Gaby trat ein. „Markus Simon? Exekutive der Inkassobehörde. Wir sind hier, um die rechtskräftige Verurteilung zu 34 Monaten Inkassofessel durchzuführen. Bitte kooperieren Sie mit uns.‟ Gaby lächelte unverbindlich. „Machen Sie sich unten herum bitte frei, damit ich Ihnen die Genitalschelle anlegen kann.‟ Der 29jährige Mann ächzte. Zögerlich folgte er der Anweisung, ließ sich damit aber sehr viel Zeit. „Kann man das nicht irgendwie anders regeln? Ich will ja zahlen.‟ Gaby las in ihrer Akte. „Laut meiner Unterlagen haben Sie mehrere Raten platzen lassen und auch auf eine letzte Zahlungsaufforderung nicht reagiert. Es tut mir Leid. Die Inkassoschelle ist rechtskräftig. Sie lässt sich nicht mehr abwenden. Versuchen Sie so schnell wie möglich, die Schulden zu tilgen. Dann wird die Schelle wieder entplombt.‟

Markus Simon seufzte tief. „Ich... ich... bin...‟ Gaby wartete darauf, wie der Satz weiterging. Der Mann stotterte herum. Gaby verlor die Geduld. „Erst mal sind Sie hoffentlich bald mal ohne Hosen. Oder sollen wir nachhelfen?‟ Mit einer Jammermiene zog er Jeans und Slip hinab, hielt aber verschämt die Hände vor seine Männlichkeit. Gaby holte eine Inkasso-Fessel hervor und schob seine Hände geduldig zur Seite. Der Schuldner schaute verzweifelt zur Decke. Die Beamtin legte die Schelle an und verplombte sie. „Das war es schon. Was wollten Sie sagen, was Sie sind?‟ Markus Simon konnte ihr nicht in die Augen sehen. „Ich bin... spielsüchtig. Ich werde niemals die ganzen Schulden zurückzahlen können. Wahrscheinlich häufe ich eher noch mehr an.‟ Gaby machte ein gleichgültiges Gesicht. „Tja, so werden Sie wohl die volle Zeit absitzen müssen. Und falls sich neue Gläubiger melden, verlängert sich die Tragedauer.‟ Sie drehte sich um und ließ den Mann stehen, der immer noch seine Hosen um die Füße liegen hatte. „Schönen Abend noch.‟

Einer ihrer Kollegen meinte im Bus: „Wenn ich darüber nachdenke... Aber die sind selbst schuld. Ich könnte es nicht ohne Sex aushalten. Maria und ich treiben es jeden Tag.‟ Gaby hielt die Hände hoch und verzog das Gesicht. „Zu viele Informationen!‟ Der Mann und alle drei Kollegen kicherten. Die nächste Adresse führte das Team zu einem Mann, der mit seinem Lebensgefährten zusammenlebte. Wenn weitere Personen im Haushalt des Schuldners lebten, war das nicht immer problemlos, denn die Exekutivbeamten mussten dann gegebenenfalls mehrere Leute unter Kontrolle halten. Gaby hatte schon überlegt, per Funk ein zweites Team zu rufen, aber sie wollte sich die Situation zunächst anschauen. Viele Einsatzkräfte hieß unter Umständen auch, dass die Lage erst recht eskalierte. Vielleicht war es nicht nötig.

Gaby stieß dann auch glücklicherweise auf einen einsichtigen und ruhigen Genossen, der sich mit seinem Schicksal abgefunden zu haben schien. Sein Partner kam aus dem Schlafzimmer. Wie würde er reagieren? Von besonnen bis gewalttätig war alles möglich. Gabys Puls stieg. Doch der zweite Mann überraschte sie. Mit dessen Reaktion hätte sie nun wahrlich nicht gerechnet. Er lachte schadenfroh und neckte seinen Freund. „Ich hab es dir tausend Mal gesagt. Eines Tages kommt die Inkassofessel. Und jetzt ist es so weit.‟ Er schien es regelrecht zu genießen, als Gaby dem Freund die Genitalschelle umlegte und verplombte. In diesem Fall waren es 22 Monate. Vermutlich würde er, wenn er sich bemühte, seine Schulden schon nach einem halben Jahr getilgt haben, aber dazu müsste er richtig Vollgas geben.

Als Gaby mit ihrem Team wieder im Bus saß, schüttelte sie den Kopf. Seltsames Pärchen, sinnierte sie. Der letzte Schuldner für heute ging ihnen tatsächlich durch die Lappen: Sie brachen die Tür auf, als er nicht öffnete, aber der Mann war offenbar abgereist, hatte kaum noch Sachen dagelassen. Er wurde zur polizeilichen Fahndung ausgerufen. Früher oder später kriegen wir alle an den Eiern, dachte Gaby grimmig. Sie konnte heute also früher Schluss machen und nach Hause fahren. Vielleicht war Ramona sogar noch zu Hause. Sonst war sie manchmal schon zu ihrer Arbeitsstelle unterwegs.

Als Gaby nach Hause kam, traf sie Ramona und Jonas beim Frühstück an. Aber wie sah der Jüngling aus? Er trug nur einen Slip, aber das war nicht seiner, sondern einer von Ramona. Gaby stand da mit offenem Mund und wartete auf eine Erklärung. Jonas sah zu Ramona, die aber tat völlig normal. „Schon zurück? Frühstückst du mit uns?‟ Gaby verschränkte die Arme vor der Brust. „Sag mal... Wieso sitzt Jonas da in einem Spitzenhöschen von dir? Ich hoffe, es ist von dir und nicht von mir!‟ Ramona lachte keckernd. „Bleib mal locker, Liebe. Natürlich ist die von mir. Bei Jonas sitzt sie ein bisschen eng, aber das betont seinen Knackarsch, oder stimmt das etwas nicht? Steh mal auf und zeig Gaby, wie gut du gebaut bist.‟ Jonas gehorchte sofort, obwohl es ihm sichtlich unangenehm war, so vorgeführt zu werden.

Gaby setzte sich an den Tisch und goss sich einen Tee ein. „Aber das erklärt das Outfit trotzdem nicht. Was geht hier ab, Mona?‟ Die Freundin zuckte mit den Achseln. „Nichts. Das gehört zu den Hausregeln. Hier trägt Jonas nur den Slip oder gar nichts. Und seine Männerunterhosen werden entsorgt.‟ Gaby staunte. „Du hast schon sehr genaue Vorstellungen.‟ Ramona nickte grinsend. „Tja, so sieht es aus. So, ich muss los.‟ Sie schnappte sich ein Jäckchen und den Autoschlüssel. Zum Abschied warnte sie Jonas: „Dass mir keine Klagen zu Ohren kommen.‟

Gaby begann mit dem Frühstück, das eigentlich eher ihr Nachtmahl war, denn in ein oder zwei Stunden würde sie müde ins Bett fallen. Sie fragte sich, ob zwischen Ramona und Jonas etwas gelaufen war... zumindest, was laufen konnte. Die Plombe war unversehrt. Da kam der Inkassofrau eine Idee. Was wäre, wenn... Sie hatte zahlreiche Plomben. Niemand sonst führte Buch darüber, und sie gab die Nummer und den dazugehörigen Schuldner in ihrer Datenbank ein. Sie könnte Jonas jederzeit öffnen und später mit einer neuen Plombe verschließen... War das ungehörig?

Auf jeden Fall war das illegal. Gaby sinnierte und grinste vor sich hin, während ihr Keuschling den Tisch abräumte und mit der Hausarbeit begann. Nachdem sie sich ihr Schlafkleid angezogen hatte, rief sie den jungen Mann zu sich. „Bevor ich gleich pennen gehe, möchte ich, dass du mir eine Massage gibst. Ist das OK? Mein Rücken ist total verspannt.‟ Jonas nickte gehorsam und folgte ihr ins Schlafzimmer. Während Gaby auf dem Bauch lag, kniete sich der Keuschling in seinem Spitzenhöschen über sie und knetete die Rückenpartie. Gaby stöhnte genussvoll. „Auch tiefer!‟ Er widmete sich dem Lendenbereich, aber Gaby forderte: „Noch tiefer!‟ Joans stutzte. Tiefer? Er starrte auf den saftigen Po. Wie zum Zeichen zog sie ihr Kleidchen hoch und legte das Sitzfleisch frei. Sie trug kein Höschen! Meinte sie etwa...? Vorsichtig begann er dort mit Lockerungsübungen. Ihr schien es zu gefallen. Schließlich arbeitete er sich noch die Beine hinab und kümmerte sich auch um die Füße. Gaby drehte sich auf den Rücken und griff nach seiner Hand. „Das hast du ausgezeichnet gemacht, mein Hausboy.‟

Sie winkte ihn neben sich und robbte sich ganz eng an ihn heran, um zu kuscheln. Sie streichelte über den trainierten, gut aussehenden jungen Körper. „Ich bin noch gar nicht müde.‟ Jonas sah sie überrascht an. „Hat dich die Massage nicht entspannt?‟ Gaby schmunzelte. „Sie war schön... Aber sie hat mich eher... scharf gemacht.‟ Jonas schaute sie mit großen Augen an. Die Frau lachte. „Was glaubt du, was deine... talentierten Hände mit dem Körper einer Frau machen?‟ Ihre Finger erreichten die Lenden des Jünglings. Er versteifte ein wenig, als Gaby über seine Inkasso-Fessel strich und dann seine Hoden streichelte und mit ihnen sanft spielte. Jonas merkte erst nach fast einer halben Minute, dass er die Luft angehalten hatte.

Gaby zog ihn zu sich und küsste ihn. Nach anfänglichem Zögern genoss Jonas die Liebkosung immer mehr. Dann schwand seine Hemmschwelle mehr und mehr, und bald streichelte und küsste er Gaby schier zügellos voller Begierde. Und dann war der Augenblick gekommen, als die Erregung unbeherrschbar wurde, und Gaby seinen Kopf zwischen ihre Schenkel dirigierte. Stöhnend und windend genoss sie euphorisch und voller Lust die Zunge des jungen Mannes, die sie immer weiter trieb auf der Leiter zu einer fulminanten Ekstase, steil und ihr doch grausam zu flach, so dass sie bald wahnsinnig wurde vor Geilheit und es nicht mehr aushielt, endlich in einer Explosion der Lust zu kulminieren.
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  RE: Inkasso Datum:16.10.19 19:39 IP: gespeichert Moderator melden


Ich finde diese Geschichte bisher etwas einseitig. Rechtlich dürfte so etwas sicher gegen den Gleichstellungsgrundsatz verstoßen, deshalb plädiere ich dafür, daß nicht nur männliche Schuldner auf diese Weise diszipliniert werden sondern auch weibliche.

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  RE: Inkasso Datum:16.10.19 20:07 IP: gespeichert Moderator melden


Die haben es versucht. Aber bei allen Tests sind die Peniskäfige an den Frauen abgerutscht. Hält da nicht.
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  RE: Inkasso Datum:16.10.19 21:24 IP: gespeichert Moderator melden


hihi *lol*
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Immer wenn mir jemand sagt, ich sei nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin froh darüber.

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  RE: Inkasso Datum:16.10.19 23:08 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
Die haben es versucht. Aber bei allen Tests sind die Peniskäfige an den Frauen abgerutscht. Hält da nicht.


Auch für Frauen gibt es passende Keuschheitsvorrichtungen...
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  RE: Inkasso Datum:17.10.19 07:15 IP: gespeichert Moderator melden


Da haben sich die zwei Frauen aber etwas Schönes ausgedacht.Damit scheinen ihre Sorgen,was die eigene Befriedigung anbelangt,beseitigt zu sein.Es könnte nun zu einem Konkurrenzkampf zwischen den Frauen kommen.Zudem wird die Potenz des jungen Mannes auf eine harte Probe gestellt.
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  RE: Inkasso Datum:18.10.19 18:18 IP: gespeichert Moderator melden


Tolle Story, bitte bald weiter schreiben
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  RE: Inkasso Datum:20.10.19 16:28 IP: gespeichert Moderator melden


FORTSETZUNG

Jonas brachte sie wieder und wieder bis kurz vor die süße Krönung, ließ sie hilfslos zurück, holte sie herbei, und schickte sie erneut bis kurz vor die Ziellinie. Gaby atmete schwer und gab Laute von sich, die sie von sich nicht kannte. Und endlich nach einer Ewigkeit übertrat sie den Scheitelpunkt, explodierte in einer Eruption aus Ekstase, Beben und Überflutung von Glücksgefühlen in einer Intensität, die sie ebenfalls nie zuvor erlebt hatte. Sie presste das verschmierte Gesicht des Jünglings gegen ihre Scham und schrie und schrie und sackte schließlich erschöpft und befriedigt und prickelnd zusammen.

Ihr Keuschling betrachtete sie neugierig. Er war ein bisschen stolz auf sich, einer Frau so große Gefühle bereiten zu können. Wenn da nicht der grausame Druck in seinen Hoden gewesen wäre. Und sein bestes Stück presste sich von innen gegen die Schelle, als wollte sie sie bersten lassen. Jonas war noch in Gedanken, als er endlich bemerkte, dass Gaby eingeschlafen war. Er deckte sie vorsichtig zu und verließ das Schlafzimmer. Bis zum Mittag würde sie schlafen. Bis dahin wollte er sich um die Hausarbeit kümmern. Ramona hatte ihm Geld dagelassen, um Einkäufe zu erledigen.

Als er von seiner Shoppingtour zurück war, fand er Gaby wach vor. „Oh, du bist wach. Du brauchst nur wenig Schlaf.‟ Gaby gähnte. „Geht so. Wenn du alles weggeräumt hast, mach das Mittagessen. Ramona kommt gleich in ihrer Pause.‟ Jonas bemühte sich, den perfekten Hausmann zu mimen, zauberte ein leckeres Gericht und war sogar pünktlich fertig damit, als die zweite Frau erschien. Ramona schnupperte. „Jonas, ich entdecke immer mehr Talente an dir.‟

Am Tisch erzählte sie dann Gaby: „Da war heute echt ein komischer Kauz bei mir. Der wollte Kredit. Konnte ich ihm aber nicht zusagen, weil er keinerlei Sicherheiten hatte – außer einem schlecht bezahlten Job.‟ Gaby: „Und was wollte der mit dem Geld?‟ Ramona: „Umschulden. 45.000 Euro. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, der hat eine Inkassofessel getragen.‟ Gaby gluckste. „Vielleicht kenne ich ihn sogar.‟ Ramona nannte den Namen, aber bei Gaby klingelte nichts. „Ich bin ja nicht die einzige Exekutivbeamtin der Behörde.‟

Jonas hatte sich nach seinem Einkauf wie selbstverständlich ausgezogen und trug nun nur das Spitzenhöschen. Gaby meinte: „Wir sollten ihm wirklich eigene Pantys und Strings besorgen.‟ Ramona schaufelte die letzte Gabel in den Mund und schaute auf die Uhr. „Muss schon wieder los. Da ist gleich ein Meeting.‟ Jonas räumte ab, spülte und kehrte dann zurück ins Wohnzimmer, wo Gaby an ihrem Smartphone klickte. „Wir zwei fahren jetzt mal in die Stadt und kaufen dir ein paar schöne Sachen zum Anziehen.‟ Jonas streifte sich flugs seine Hose und ein Shirt über.

Gaby fuhr einen Kleinwagen mit drei Türen. Sie winkte Jonas zur Fahrertür und klappte den Sitz um. „Du sitzt hinten.‟ Jonas krabbelte in das Auto. Gaby stellte ihre Handtasche auf dem Beifahrersitz ab. Dann ging es los. In einem Kaufhaus betraten sie die Dessousabteilung. Eine Verkäuferin kam herbeigeeilt. „Guten Tag. Kann ich etwas für die Dame tun? Suchen Sie etwas Bestimmtes?‟ Gaby fragte nach diversen Textilien: Strings, Miederhöschen, Brazilslips, Spitzenhöschen. Sie betonte: „Sie sind nicht für mich. Ich brauche sie in einer größeren Größe.‟ Die Frau fragte: „Welche Größe soll es denn sein?‟ Gaby drehte sich zu Jonas. „Sag schon. Was brauchst du?‟

Der Jüngling wurde rot wie eine Tomate und druckste herum. Er nannte seine Konfektionsgröße. Die Angestellte schaute ihn stumm an. Sie musste erst irgendwie verarbeiten, was sie da gehört hatte. Die Höschen sollten für... ihn sein? Nach der Schrecksekunde lief die Frau zu den einzelnen Regalen und holte die gewünschten Schnitte, nachdem sie vorher nach den Farben gefragt hatte. Gaby hatte sich für pink und schwarz entschieden. Die Kundin bedankte sich und nahm die Ware entgegen, um damit zur Kasse zu gehen. Der Verkäuferin erklärte sie: „Er trägt so eine von diesen neuen Inkassofesseln. Sie wissen schon. Da braucht er auch keine Männerunterwäsche mehr, oder?‟ Sie zwinkerte der Frau zu.

Jonas trottete hinter ihr her, die neuen Sachen in der Hand. Als sie bezahlt waren, schaute Gaby ihren Boy an. „Und? Willst du dich nicht bei mir bedanken? Immerhin schenke ich sie dir.‟ Jonas antwortete: „Danke. Vielen Dank für die neuen Klamotten.‟ Er konnte sich immer noch nicht so recht vorstellen, in den nächsten Monaten ausschließlich Frauenwäsche zu tragen.

Zu Hause musste Jonas alles anprobieren. Gaby knipste mit ihrem Smartphone fleißig Fotos von dem Unterwäschemodel. Bei allen Slips war die Inkassofessel sehr gut sichtbar unter dem dünnen Stoff. Gut, dass er in der Öffentlichkeit eine Jeans tragen durfte.

Am Abend gab es wieder den fliegenden Wechsel: Kurz nach Ramonas Ankunft, musste Gaby zum Dienst. Ramona ließ sich zunächst bedienen, dann massieren und schließlich im Bett verwöhnen – sozusagen das „Rund-um-sorglos-Paket‟, das sie die nächsten Wochen und Monate jeden Abend erwartete. Zufrieden und glücklich schlief sie ein, an den jungen Burschen gekuschelt. Und auch am nächsten Morgen ging es gleich weiter: Jonas weckte sie zärtlich mit einer Tasse frischem Kaffee und kümmerte sich danach um einen morgendlichen Orgasmus für seine verehrte Ramona. So entspannt und gut gelaunt war sie noch nie aus dem Haus zur Arbeit gegangen.

Gaby hatte in der Nacht vier Schuldner verplombt. Die Verschlusszeiten beliefen sich von 278 Tagen bis zu 2.882 Tagen. Sie hatte dem hochverschuldeten Mann nicht ganz ohne Schadenfreude gesagt: „So weit hätte es nicht kommen müssen, wenn Sie sich mal eher um ihre Finanzen gekümmert hätten. Jetzt ist ihr Liebesleben wohl vorbei – vorerst.‟ Später im Bus fragte einer der Kollegen: „Hey, Gaby. Was ist eigentlich mit deinem Liebesleben? Gibt es da einen Romeo?‟ Gaby räusperte sich. „Marc, das geht dich wirklich nichts an. Aber keine Sorge. Ich bin versorgt.‟ Ein anderer Kollege drehte sich um und fragte: „Hast du gesagt, dir wird es besorgt?‟ Die Männer lachten. Gaby verzog das Gesicht. „Oh, meine Güte! Wie alt seid ihr? Fünfzehn?‟ Sie schmunzelte. „Seid lieber artig, sonst stecke ich euch mal in eine Inkassofessel.‟ Schnell wechselten die Männer das Thema.

Doch im Büro wurde Gaby von einem ihrer Teamkameraden angesprochen. „Du, so ganz unter uns. Ich hätte schon Interesse... Wenn du mich mal zum Ausprobieren... Also so eine Inkassofessel.‟ Den letzten Satz hatte er geflüstert. Gaby grinste ihn an. „Aber sicher doch. Können wir gerne machen. Es bleibt unter uns. Versprochen.‟ Jetzt wurde der Mann nervös. So schnell? So einfach? „OK... Soll ich... die Hose...‟ Er sah sich um. „Keiner mehr da, aber ich traue der Videoüberwachung nicht. Können wir das in der Umkleide machen?‟ Gaby holte bereits eine Genitalschelle hervor. „Na logo. Ladies first.‟ Sie zeigte vor sich, um ihm den Vortritt zu lassen.

Die anderen Kollegen waren schon im Feierabend. Tom zog sich aus. Er wirkte ein wenig zögerlich oder verschüchtert, was so gar nicht zu dem muskelbepackten ausgebildeten Nahkämpfer passen wollte. Gaby schmunzelte. „So dicke Muskeln, aber so ein kl... ich meine...‟ Toms Gesicht nahm eine rötliche Farbe an. Er wusste, dass er nicht sonderlich gut bestückt war. Er vergewisserte sich: „Gaby, dass bleibt alles völlig unter uns.‟ Gaby nickte. „Logo.‟ Sie steckte ihm die Inkassofessel an, während Tom aufstöhnte. Dann machte es KLICK, und die Exekutivbeamtin verplombte sogar professionell die Schelle wie bei einem Schuldner.

Tom blies die Wangen auf. „Fühlt sich heftig an! Ich kriege fast Platzangst.‟ Gaby verzog den Mund. „Stell dich mal nicht so an.‟ Tom ächzte und fasste sich an den Schritt. Er zog die Hosen hoch und nestelte vorne zwischen seinen Beinen herum. „Ziemlich eng, das Ding.‟ Gaby grinste ihn höhnisch an. Für den kleinen Wurm war die Schelle zu eng? Na, Einbildung ist auch eine Bildung, mein lieber Tommy, dachte sie und sagte mit einem Blick auf die Uhr: „Ich fahre nach Hause. Wir sehen uns morgen. Bis dahin bleibt der KG dran.‟ Tom keuchte. „Was? Ne, ich dachte, du holst mich jetzt wieder raus.‟ Gaby schnaubte. „Für eine Minute der ganze Aufwand? Samt Plombe? Weißt du, was die den Steuerzahler kostet? Morgen Abend! Keinen Moment früher, mein Lieber. Du wolltest es. Du hast es bekommen.‟ Sie war so schnell aus der Tür hinaus, dass Tom ihr nur sprachlos hinterher starren konnte. Er sah an sich hinunter: „So eine Scheiße! Ich werde nicht schlafen können. Was ist, wenn ich Panik bekomme? Ich... Verdammt! Das war eine Schnapsidee!‟

Gaby wurde zu Hause vom Hausboy Jonas begrüßt. Er zog ihr die Stiefel aus und half ihr aus dem Mantel. Er wusste mittlerweile schon recht gut, was von ihm erwartet wurde. Das Frühstück hatte er bereits vorbereitet. Ramona saß im Wohnzimmer und las in ihrem E-Book einen erotischen SM-Roman. Das Trio aß bei Tisch, und Gaby erzählte brühwarm von Toms Einschluss. Ramona schüttelte den Kopf. „Freiwillig? Was für ein Depp! Den würde ich noch mehrere Tage schmoren lassen.‟ Gabys sardonische Miene bestätigte ihre nächsten Worte: „Genau das habe ich vor, Mona.‟ Ramona schaute auf die Uhr: „Muss zum Dienst. Bis heute mittag, wenn ich es schaffe, aus dem Büro rauszukommen.‟

Gaby frühstückte noch zu Ende und gab Jonas das Zeichen, dass er aufräumen und spülen konnte. Sie machte sich kurz im Bad frisch und zog sich ein neues Schlafkleidchen an. Der weiche Stoff umschmeichelte ihre weibliche Figur. Bevor sie sich hinlegte, hatte sie noch etwas ganz Besonderes vor. Sie rief Jonas zu sich, der schon ahnte, dass seine Zunge zum Einsatz kommen sollte, aber Gaby überraschte ihn. Sie kraulte seine Hoden unter der Inkassofessel und fragte: „Wäre es für dich nicht schön, auch mal wieder abzuspritzen? Oder vermisst du das nicht?‟ Dem Jüngling sah sie die Qualen an. Er wand sich und stöhnte hervor: „Doch! Ich habe tierisch Druck. Ich würde sooo gerne.‟ Verzweifelt sah er auf seine verplombte Genitalsperre.

Seine Herrin strich über seinen Körper. „Ich kann dich jederzeit befreien, ohne, dass es jemand merkt.‟ Sie verwaltete das Datenprogramm der Inkassofesselträger und damit auch das Alarmsystem der Plomben. Gaby hatte die Schelle deaktiviert, so dass sie unbemerkt geöffnet werden konnte. Sie griff neben sich und hatte eine Spezialzange in der Hand, mit der sich die Plombe lösen ließ. Ebenfalls konnte sie damit die Schelle öffnen. Jonas sah staunend zu und konnte noch gar nicht glauben, was da gerade geschah. Plötzlich spürte er die Freiheit. Er merkte, sie sich sein bester Freund aufrichtete, groß und größer streckte. Was für ein Gefühl! Jonas stöhnte auf. Er unterdrückte den starken Drang, sofort zu onanieren.

Gabys Finger streckten sich nach der Erektion aus und strichen sanft darüber. Das schwächte seinen Drang nicht gerade! Der junge Mann stöhnte und atmete tief. Unglaublich, was so ein paar Tage in Keuschheit mit ihm anstellte! Es war ein Karussell der Gefühle. Jonas hatte sich eigentlich schon damit abgefunden, ein Jahr lang sein liebstes Teil nicht mehr berühren zu können. Und jetzt das! Gaby schob ihr Schlafkleidchen nach oben: Sie trug darunter nichts. Die Frau winkte ihren Lover herbei und zog ihn zwischen ihre Schenkel. Sie drückte ihn nach unten. Sollte er jetzt doch nur lecken? Aber...

Gaby spielte zunächst vor seinen Augen selbst mit ihren Fingern an ihrer wundervollen Knospe. Nach einer Weile forderte sie seine Zunge ein, während unter dem Jüngling eine stahlharte Stange an der Matratze rieb und am liebsten geplatzt wäre vor Geilheit. Kurz vor Gabys Orgasmus, winkte sie ihn hoch und dann... Er durfte in sie eintauchen! Langsam aber bestimmt senkte er sich tiefer in sie, in das enge Paradies...

Da kam Gaby zu einem heftigen Höhepunkt. Sie wand und strampelte unter ihm. Er wollte gerade den Takt der Liebe aufnehmen, da zog sie ihn eng über sich und verbot ihm, sich zu bewegen. Jonas ächzte, seine Geilheit war zum Bersten brutal aufgestiegen. Und nun spürte er auch noch, wie Gabys Vagina ihn knetete, in einem Rhythmus, der ihn fast wimmern ließ vor lauter Reizung und Frustration. Es pulsierte so stark in seinem Lustspender, dass er jeden Augenblick glaubte, seine Sahne verschießen zu können, aber die Stimulation blieb wie durch schwarze Magie knapp unter der Schwelle, die nötig gewesen wäre.

Nach grausamen Minuten – er konnte beim besten Willen nicht sagen, wie viel Zeit vergangen war – entließ die Femme fatale ihren Gefangenen aus der Lustfolter und drehte sich auf den Bauch. „Massier mir den Rücken. Und meinen Po. Und meine Beine und meine Füße.‟ Jonas wirkte kraftlos und resigniert. Sein Soldat stand immer noch stramm wie beim Appell. Tropfend bearbeitete er gekonnt Gabys Rückseite. Die Frau seufzte leise und zufrieden. Was könnte es schöneres geben, als einen Orgasmus und eine Massage durch einen hübschen Jüngling?

Nach einer halben Stunde betrachtete sie den zumindest noch halbsteifen kleinen Bruder von Jonas und konnte ihn in die Inkassofessel stopfen und neu verplomben. Die Schelle sah nun viel zu klein aus, aber das würde sich geben. Sie strahlte ihn an. „Oh, Jonas. Das war einfach... wunderbar!‟ Der Hausboy seufzte. Noch schöner wäre es gewesen, wenn er auch zum Zuge gekommen wäre, dachte er bedauernd. Aber schließlich war er Schuldner und müsste normalerweise viele Jahre verschlossen bleiben. Die Strafe war eh schon auf ein Jahr begrenzt, und in dieser Zeit musste er wohl seinen Tribut leisten.

Während Gaby einschlummerte, verließ Jonas das Zimmer und grübelte darüber nach. Hatte er einen guten Tausch gemacht? Oder würde das Jahr so brutal heftig werden, dass er lieber zehn in Ruhe abgesessen hätte? Und mit der Arbeit als Callboy wäre er früher rausgekommen. Vermutlich hätte es trotzdem länger als ein Jahr gedauert. Und als Callboy hatte er keinerlei Erfahrungen. Wollte er die überhaupt machen? Wäre nur diese grausame Geilheit nicht da. Bei den hübschen Frauen war es doch gar nicht so schlecht. Er musste zwar einiges an Arbeit verrichten, aber er hatte gleich zwei Damen im Bett! Welcher Typ konnte das schon von sich behaupten?

Ramona war in einem Meeting über die neuesten Gesetze und Bestimmungen im Bankenwesen gebrieft worden. In Zukunft konnte der Staat die Schuldtitel der Inkassofesselträger frei verkaufen. Der Handel mit ihnen war legalisiert, und es gab schon erste Finanzinvestoren, die Interesse an größeren Mengen der Schuldtitel hatten. Die Titel wurden zwar extrem günstig auf den Markt gebracht, aber es bestand ein großes Risiko für den Käufer: Tilgte der Schuldner während seiner Verschlusszeit seinen Kredit nicht, so ging auch der Eigentümer des Titels leer aus, denn nach Ablauf der Verplombungszeit war der Schuldner offiziell schuldenfrei. Die Investoren gingen aber davon aus, dass fast jeder Mann versuchen würde, möglichst schnell aus der Genitalsperre zu gelangen.

Die Bank, bei der Ramona angestellt war, handelte nun auch mit den Titeln und bot sie wie Aktien an. Dazu mussten die Mitarbeiter geschult werden. Ramona rauchte bald der Kopf vor lauter Bestimmungen. Die Mittagspause fiel aus, und sie musste gleich einen Termin mit einem interessierten Kunden machen. Ramona wurde ins kalte Wasser geworfen. Etwas unsicher begrüßte sie den Mann. Er trug einen glänzenden Seidenanzug, eine luxuriöse Golduhr, die mindestens eine fünfstellige Summe kostete, italienische und maßgeschneiderte Schuhe aus Italien und duftete dezent nach einem teuren Eau de Cologne.

Sie bat ihn zu einem Polsterstuhl vor ihrem Tisch. „Herr Krüger, wie mein Kollege erzählte, möchten Sie groß in den Inkassotitelhandel einsteigen?‟ Der Mann räusperte sich. „Nun, zunächst würde ich mich mit, sagen wir, zehn Titeln begnügen. Aber sie müssten ein Gesamtvolumen von, sagen wir, 500.000 Euro abdecken.‟ Ramona nickte. Klar, hochverschuldete Kreditnehmer waren motivierter, ihr Minus abzutragen. Bei kleineren Defiziten war die Gefahr größer, dass die Betroffenen die Sache einfach aussaßen. Ramona sah in ihrem Rechner nach. Die Behörde für die Ausführung von Verplombungen der rechtskräftig Verurteilten hatte bereits eine ganze Liste an Titeln mit den entsprechenden Daten übermittelt.

Ramona verkaufte gegen die Bankgebühr dem Mann zehn Titel, die insgesamt ein Volumen von 501.224 Euro ausmachten. Der Staatspreis betrug lediglich zehn Prozent. Die Bankgebühr belief sich auf nur 1,5 Prozent. Die Idee hinter dem Handel war, dass die ursprünglichen Gläubiger ihre Titel sozusagen zurückkauften. Denn wer dies nicht tat, der erlitt einen Totalverlust, sobald der Schuldner auf dem freien Markt an jemand Dritten verkauft wurde, denn von den zehn Prozent, die der Staat einnahm, flossen nur 50 Prozent an die Gläubiger. Der Rest ging an den neuen Eigentümer. Sie ursprünglichen Gläubiger waren damit ihre ganzen Forderungen los. Einzige Option war also, die Schuldnertitel zu kaufen und dann den getilgten Betrag einzunehmen. So verdiente der Staat ohne eigene Leistung – bis auf die Anbringung der Inkassofessel und eine damit verbundene Motivationsspritze für die Schuldner – an den Privatschulden von Bürgern.

Ob Herr Krüger ebenfalls ein Gläubiger war, oder einfach nur mit den Titeln ein neues Geschäftsmodell ausprobieren wollte, wusste Ramona nicht. Kaum war der Kunde weg, war sie in Gedanken schon bei der Selbsthilfegruppe Inkassofessel, die heute Abend wieder stattfand. Als sie Feierabend hatte, aß sie noch mit Gaby und Jonas zu Abend und fuhr anschließend sofort zu dem Kurs, den sie ehrenamtlich leitete. Jonas nahm nicht mehr teil. Was sollte er auch dort berichten? Die Abmachung zwischen ihm und den beiden Damen sollte geheim bleiben.

Ramona begrüßte die Teilnehmer. Heute waren nur fünf Männer gekommen. Als erster sprach Ingo, der vergangene Woche auch schon da war. Er trug seine Inkassofessel seit über 15 Wochen und hatte – optimistisch gerechnet – noch knapp vier Monate vor sich, obwohl er jeden Cent für die Tilgung nutzte, den er aufbringen konnte und Doppelschichten fuhr. Mit seinen 24 Jahren war das schon sehr hart. Er war aber guten Mutes: „Ich kann es schaffen. Obwohl es übelst brutal ist! An manchen Tagen da... fass ich mich ständig an und... dann ist da nur diese harte Hülle.‟

Ramona nickte mitfühlend. „Ich glaube auch, dass du es schaffen wirst. Du gibst dir Mühe und tust alles dafür. Du bist auf dem richtigen Weg.‟ Ingo seufzte. „Eines weiß ich sicher: Nie wieder Schulden! Das habe ich mir geschworen!‟ Die kleine Runde applaudierte.

Dann kam der 35jährige Chris an die Reihe, der über ein Jahr lang bereits die Inkassofessel trug. Und er hatte noch zwei Jahre vor sich. Er lamentierte mit seinem Schicksal und betonte immer wieder, dass er unverschuldet in die Miesen gekommen war. Ramona hob eine Augenbraue. „Chris, du musst dir deine Eigenverantwortung eingestehen. Sonst wirst du es nie schaffen.‟ Abrupt rannte Chris aus dem Raum.

Der dritte Betroffene war Patrick, 25, verplombt seit fünf Wochen, der in der vorigen Sitzung fast ausgeflippt war, denn seine unbefriedigte Geilheit machte ihn aggressiv. Heute wirkte er etwas ruhiger, aber er rutschte wieder unruhig auf seinem Stuhl umher. Ramona fragte, wann er frei sein würde. Patrick berichtete von fünf Monaten, die er noch brauchen würde. „Und ich schufte wie ein Schwein, aber es geht einfach nicht schneller! Das ist doch totale Scheiße! Was ist das denn für ein Leben?‟ Ramona beruhigte: „Es nützt nichts, sich aufzuregen. Nimm das Urteil an und mache das Beste daraus.‟ Patrick ruckelte laut mit seinem Stuhl.

Ramona bemerkte, dass sich jeder Muskel in seinem Körper verkrampft hatte. Der junge Mann war kurz vor einer Explosion. Und tatsächlich schrie er: „Ich will raus! Sofort! Jetzt! Ich halte es nicht mehr aus!‟ Er stampfte an den Boden. Ingo und die anderen Männer sahen ihn überrascht an. Patrick schlug Ingo unwirsch an die Brust. „Der Typ hat nur ein paar Wochen. Aber ich? Wieso muss ich so lange dieses Käfigteil tragen? Wieso? Wieso ich? Das ist nicht fair!‟ Ramona: „Bleiben Sie ruhig, bitte. Sie haben mehr Schulden angehäuft. Deshalb.‟ Patrick brüllte: „Schwachsinn! Ich hasse diese Schlampe, die mich eingeschlossen hat! Und ich hasse alle, die keine Inkassofessel tragen und behaupten, sie könnten sich in mich hineinversetzen! Die wissen gar nichts! Die wissen nicht, was in mir vorgeht! Die besorgen es sich jeden Tag oder treiben es miteinander, wenn sie Lust haben. Und ich? Was ist mit mir?‟

Ramona angelte nach ihrem Smartphone und aktivierte auf einer App den Alarm. Patrick steigerte sich immer mehr in seine Wut hinein und boxte auf Ingo ein, der schützend die Hände als Deckung hochhielt. Patrick stand auf und marschierte wild hin und her, trat gegen seinen Stuhl, so dass er über den Boden rutschte und dann laut scheppernd umkippte. Der junge Mann schien eine Art Nervenzusammenbruch zu haben. Er war außer sich. Da erschienen endlich zwei Sanitäter. Patrick ging gleich in Abwehrstellung. „Packt mich nicht an!‟ Die Sanitäter mussten zum Schutz des Patienten und zur Eigensicherung dem jungen Mann eine Zwangsjacke anlegen und ihn dann auf einer Trage fixieren. Ramona bedauerte: „Es tut mir so Leid. Aber hier können wir nichts mehr für dich tun, Patrick. In der Anstalt wirst du gut versorgt werden. Dort kannst du zwar keine Schulden abarbeiten, aber die Zeit wird auch dort irgendwann vergehen.‟ Patrick schrie. „Nein, ihr Arschlöcher! Ich will nicht da hin! Das dauert ja dann noch länger!‟ Als einer der Sanitäter dem Liegenden einen Mundschutz umlegte, verstand man das Geschrei nicht mehr. Auf ein Kommando hoben sie die Trage an und brachten den Mann nach draußen.

Ramona atmete tief aus. „Was für ein Tag. Wo waren wir stehengeblieben? Ach ja, was ist mit Ihnen? Sie kennen wir noch gar nicht.‟ Sie nickte einem Mann zu, der heute zum ersten Mal bei der Selbsthilfegruppe dabei war. „Ich heiße Norman und bin 33. Trage die Inkassofessel seit nun zwei Monaten. Habe noch sechs vor mir, wenn es gut läuft. Bin aber guten Mutes.‟ Ramona lächelte. „Das freut mich zu hören, Norman. Wie geht es dir bisher damit?‟ Norman wackelte mit dem Kopf. „An manchen Tagen ist es echt heftig. Aber dann dusche ich kalt. Tja, irgendwie muss man sich ja behelfen.‟ Ramona wollte wissen, ob er alleine lebte. Norman schüttelte den Kopf. „Ich lebe mit meiner Partnerin seit drei Jahren zusammen. Es ist nicht einfach für uns. Jetzt, mit der Inkassofessel.‟ Ramona: „Möchtest du uns mehr erzählen? Wie funktioniert euer Liebesleben?‟ Norman sah ein wenig misstrauisch in die Runde. Sollte er das sagen?

Warum nicht, dafür war er ja gekommen. Vielleicht hatte jemand einen Tipp für ihn. „Na ja, meine Freundin ist natürlich nicht begeistert, dass sie jetzt nicht mehr... Ihr wisst schon. Aber es gibt ja viele Alternativen. Ich kann sie auch so zum Höhepunkt bringen. Letzte Woche hat sie sich einen Vibrator gekauft. Seitdem haben wir kaum noch Sex. Leider. Sie ist ganz begeistert von dem Gerät.‟ Ramona fragte: „Fühlst du dich überflüssig?‟ Norman überlegte. „Tja, ein bisschen schon.‟ Sie stand auf und nahm ihn kurz in den Arm und streichelte ihm über den Rücken.

Die Leiterin sprach den fünften Kursteilnehmer an. „Willst du dich auch vorstellen?‟ Der Mann war früher schon mal dagewesen, aber einige Wochen nicht gekommen. „Ich bin Maurice, 32 Jahre, seit 229 Tagen eingeschlossen. Bei meiner Planung bin ich in 113 Tagen frei. Ach so, und ich lebe in einer schwulen Beziehung, falls das jemand interessiert.‟ Ramona fragte nach: „Was sagt denn dein Partner zu der Inkassofessel?‟ Maurice antwortete: „Es ist mittlerweile schon fast normal. Ich verwöhne meinen Benny gern. Oder er nimmt mich... Wir haben schon unseren Spaß.‟ Ramona wollte wissen: „Dein Benny sicherlich. Aber was ist mit dir?‟ Maurice zuckte mit den Schultern. „Ich war nie der Aktive. Also... Ich kann sogar so...‟ Ramona half ihm auf die Sprünge: „Du kommst zum Orgasmus, wenn er dich nimmt?‟ Maurice gab zu: „Nicht direkt so ganz. Aber ich laufe aus. Und es ist schon ein gewisses Kribbeln da.‟

Ramona lächelte in die Runde. „Nun gut. Da wir uns nun alle kennen, möchte ich mit euch eine Entspannungsübung machen. Immer, wenn ihr meint, dass euch die aufgestaute Geilheit übermannt, müsst ihr folgende Atemübung machen.‟ Sie demonstrierte sie und ließ die Männer üben. Angeblich sollte sie eine ungewollte Erektion dezimieren. Hatte sie mal gelesen. Irgendwo. Ramona musste vor sich selbst zugeben, dass die Teilnehmer der Gruppe in gewisser Weise Versuchskaninchen waren. Zumindest würde das ihre Geilheit ja nicht erhöhen. Vielleicht half ja der Placeboeffekt.

Als Ramona nach Hause kam, war Gaby bereits zu ihrer Nachtschicht aufgebrochen. Sie sah Jonas erschrocken an. „Wie siehst du denn aus?‟ Jonas druckste herum. „Ich... Gaby hat mich angemalt.‟ Ramona betrachtete den Hausboy. Jonas war geschminkt worden. Grell und übertrieben. Ramona schüttelte den Kopf. „Du siehst aus wie eine Mischung aus Straßennutte, Clown und Zombie.‟ Sie schüttelte immer noch den Kopf. „Wasch das sofort ab!‟ Jonas flitzte in seinem neuen Spitzenhöschen ins Bad, als wäre der Teufel hinter ihm her.

Als er zurückkehrte, hatte sich Ramona schon umgezogen und war bettfertig. Sie winkte ihn herbei. Was hatte sie da in der Hand? Jonas starrte ängstlich auf den langen Schuhanzieher. Die Herrin zeigte aufs Bett. „Leg dich da bäuchlings hin und streck deinen Arsch hoch! Du hast ein paar Hiebe verdient für dein Outfit.‟ Jonas schluchzte. „Aber ich habe doch gar nichts...‟ Schon versetzte sie ihm den ersten Schlag auf das Gesäß. „Ruhe! Zähl mit!‟ Immer weinerlicher kamen die Zahlen: 1, 2, 3,4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12... 18, 19, 20. Ramona warf ihr Züchtigungsinstrument zur Seite und strich über das knallrote Hinterteil vor ihr. „Das hast du jetzt davon.‟ Sie legte sich ins Bett. Dann meinte sie: „Wo bleibt deine Zunge, Jonas? Muss man dir alles sagen?‟ Jonas rutschte herum und zwischen ihre Schenkel, um die köstliche Venus zu verwöhnen. Schon eine halbe Stunde später war das Licht gelöscht, Ramona schief den Schlaf der Gerechten, und auch Jonas lag neben ihr. Zwar mit brennendem Hintern, aber doch irgendwie glücklich.
Viele Grüße von prallbeutel
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+++ Die gemeine Miriam +++ Das Unzuchts-Komplott +++ Im Reich der Megara +++ Die Nachtschicht seines Lebens +++ Optional Genetics +++ Venus +++ Regina +++ Inkasso +++
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Seelze




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  RE: Inkasso Datum:20.10.19 17:12 IP: gespeichert Moderator melden


Tolle Fortsetzung
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habbedich
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  RE: Inkasso Datum:20.10.19 18:28 IP: gespeichert Moderator melden


Super Idee und super geschrieben, bin gespannt wie's weitergeht
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Slaveforyou
Stamm-Gast

München


Männer sind da um denn frauen zu dienen nur wissen das die meisten Männer noch nicht ;-)

Beiträge: 163

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  RE: Inkasso Datum:20.10.19 19:51 IP: gespeichert Moderator melden


Klasse Geschichte und super geschrieben , bin sehr gespannt wie es weitergeht .?

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Gummimaske
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Beiträge: 166

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  RE: Inkasso Datum:21.10.19 06:50 IP: gespeichert Moderator melden


Da hatten die beiden Frauen ja eine tolle Idee.Ihr Leben hat sich durch Jonas schlagartig zum Positiven verändert,was beider Liebesleben anbelangt.Sie legen auch einige tolle Einfälle an den Tag.Da Beide in unterschiedlichen Schichten arbeiten,gibt es ungeahnte Möglichkeiten.
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Veronice Volljährigkeit geprüft
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Seelze




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  RE: Inkasso Datum:24.10.19 08:33 IP: gespeichert Moderator melden


Bitte bald weiter schreiben
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