Restriktive Foren

Thema:
eröffnet von Matze23 am 11.02.25 19:07
letzter Beitrag von Ambi.Valentox am 13.03.25 20:33

1. Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 11.02.25 19:07

Die Permanenten

Eine Ponygirl-Geschichte
by Matze23


1.
Ich stand wieder in diesem weiß gefliesten Raum. An der Wand ein Regal aus Edelstahl, in der Mitte an der Decke ein Duschkopf und am Boden ein Abfluss. Sonst nichts außer in kaltes, weißes Licht getauchte Fliesen.

Mir war kalt, aber ich wusste, dass ER gleich kommen würde. Genauso wie die letzten Male, als ich in diesem Raum stand. Ich musste warten. Ich konnte ihm nicht entgegengehen, denn meine Trense, die sich tief in meinen Mund drückte, war mit einer ledernen Leine, die neben dem Duschkopf von der Decke hing, verbunden. Sie war nur locker eingehängt, aber ich kam mit meinen Händen nicht an den Haken heran. Denn diese waren hinter meinem Rücken in einem Ledersack eingeschnürt. Und um es ganz sicher zu machen, hatten sie mir Manschetten um die Knöchel gelegt, die mit einer sehr kurzen Kette miteinander verbunden waren.

So blieb mir nichts anderes übrig, als zu warten.

Das Warten war ich mittlerweile gewohnt. Fast der ganze Tag bestand aus Warten. Darauf, dass man morgens aus der Schlafbox geholt wurde. Dass man zum Pinkeln in einen speziellen Raum gebracht wurde. Dass man gefüttert und anschließend zum Training auf den Exerzierplatz geführt wurde. Dazwischen dann auf die Koppel. Aber ich liebte es. Er war schön, so umsorgt zu werden und sich keine Gedanken um den Alltag machen zu müssen. Ein unbeschreibliches Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.

Aber am Schönsten war es jedoch, wenn ER endlich kam. Mich in den Arm nahm, mich streichelte, mich drückte und festhielt. Meine vier Wochen als Pony waren vorüber. Gleich würde ER kommen, mich von meiner Ausrüstung befreien und mich in seine Wohnung mitnehmen. Und wer weiß, was dann passieren würde…

Eine Tür ging auf.
„Aarg!“ entfuhr es mir und am liebsten hätte ich mich auf ihn gestürzt, doch die Ketten hielten mich zuverlässig zurück. ER, Marc, die Liebe meines Lebens, stand strahlend in der Türe und kam auf mich zu. Wie gerne hätte ich mich jetzt um ihn geschlungen, doch das blieb mir erst noch verwehrt. Schließlich stand Marc vor mir und schloss mich, wie erhofft, in seine Arme. Ein unbeschreibliches Gefühl, seine Wärme, seine Kraft, seine Liebe zu spüren! Er küsste mich auf den Mund und ich versuchte, so gut es mit der Trense ging, seinen Kuss zu erwidern.

Ich drückte mich ihm entgegen und verlor beinahe das Gleichgewicht, doch Marc fing mich auf.
„Wie geht es dir, mein Schatz?“, flüsterte er mir ins Ohr. Ohne Worte dränge ich mich weiter an ihn.
„Soll ich dir die Trense abnehmen?“, fragte er sanft und ich nickte.

Zärtlich öffnete er eine Schnalle nach der anderen von den vielen Lederbändern, die das Harness unverrückbar um meinen Kopf hielten. Zuletzt nahm er mir vorsichtig die gesamte Trense aus dem Mund. Es war fast ein seltsames Gefühl, den Mund wieder komplett frei zu haben und ich musste erstmal meine Kiefer bewegen. In den letzten Wochen wurde mir lediglich zur Fütterung die Zungenplatte, die mich am Sprechen hinderte, aus dem Mund genommen, damit ich fressen konnte. Doch jetzt war mein Mund komplett frei und ich suchte sogleich seine Lippen zu einem tiefen Kuss.

„Soll ich dich weiter befreien?“, fragte er mit einem süffisanten Unterton.
„Ja, bitte“, hauchte ich ihm entgegen.
„Womit?“
„Die Arme, damit ich dich umarmen kann.“

Eigentlich war dieser Dialog eher ein Ritual. Jedes Mal, wenn er mich wieder befreite, lief es gleich ab. Er öffnete mein Kopfharness und befreite dann meine Arme. Aber ich liebte es. Und er genoss es sichtlich. So löste er die Lederriemen, die über meine Schulter und über Kreuz zwischen meinen nackten Brüsten hindurch zu meinem Rücken liefen. Dort hing diese Ledertasche, in der meine Unterarme und Hände lagen. Vier Wochen lang hatten meine Hände nichts andere gespürt als die Ellbogen des anderen Armes sowie das enge Leder, das sie umhüllte. Und jetzt wollte ich wieder IHN spüren. IHN streicheln und umarmen.

Marc öffnete die Tasche und nahm zärtlich meinen Arm. Er bewegte ihn vorsichtig und versuchte, mir dabei nicht weh zu tun, was nicht ganz gelang. Vier Wochen in dieser Zwangshaltung hatten die Gelenke etwas steif werden lassen und die erste Bewegung seit langer Zeit schmerzte. Aber er nahm sich Zeit und massierte mich. Schließlich war ich soweit und konnte ihn umarmen.

Schließlich löste er sich und kniete sich vor mir hin, um die Manschetten von meinen Knöcheln zu entfernen.
„Die Stiefel möchte ich gerne noch anbehalten“, meinte ich nur.
„Wie üblich“, grinste Marc. „Lass dir Zeit, dich wieder an flache Schuhe zu gewöhnen.“ Er wusste, wie schmerzhaft es für mich war, nach so langer Zeit in dieser überstreckten Fußhaltung wieder flach auf der Erde stehen zu können. Und so behielt ich die Stiefel mit den Hufen noch bis zu seiner Wohnung an, um dann zu Stilettos zu wechseln, deren Absätze in den nächsten Tagen immer kleiner werden würden.

„Und jetzt kommen wir zum Wichtigsten.“ Ich sah sein Grinsen, als er seine Hand in meinen Schritt drückte. Der enge Lederriemen, der zwischen meinen Beinen hindurch lief, wurde dabei fest gegen meine Spalte gedrückt. Obwohl ich nichts spürte, lief mir ein Schauer über den Rücken.
„Warst du auch immer schön brav?“, wollte er wissen.
„Natürlich, mein Liebling“, gab ich zurück. „Ich habe mich ganz für dich aufgespart.“
„Das höre ich gerne, mein süßes Fohlen.“

Er löste zwei Schnallen und der Druck zwischen den Beinen ließ nach. Das wurde zwar von den Pferdepflegern mehrmals täglich gemacht, damit ich mich erleichtern konnte, aber im Gegensatz zu Marc vermieden die Pfleger dabei jegliche Reizung. Jetzt hingegen war es Sinnlichkeit pur und ich bedauerte fast, dass er mir den Riemen abnahm. Zum Schluss öffnete er noch den Gurt um meine Taille, der den Riemen an seinem Platz hielt, und ich stand, bis auf die Stiefel, so vor ihm, wie Gott mich geschaffen hatte.

Mark ging zu dem Stahlregal an der Wand und holte von dort einen weißen, bodenlangen Bademantel und legte ihn mir über die Schulter.
„Wollen wir?“, fragt er er lächelnd.
„Oh ja!“, antwortete ich strahlend.
Er legte seinen Arm um meine Schulter und führte mich nach draußen. Ein letztes Mal vernahm ich das Klack-Klack der Hufe auf dem harten Fliesenboden.





2. RE: Die Permanenten

geschrieben von Neuschreiber63 am 11.02.25 19:30

Sehr schön erzählt, danke für diese Geschichte.
3. RE: Die Permanenten

geschrieben von rabe57 am 12.02.25 01:05

Liest sich sehr schön!Bitte weiter so.👍
4. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 12.02.25 07:39

Danke für die netten Kommentare!


2.
Ein Jahr zuvor.

„Sonja, sieh dir diesen Typen an!“
Meine Freundin Anne stieß mich derart heftig, dass ich beinahe mit meiner wackeligen Strandliege umgekippt wäre. Ich folgte der Richtung ihres ausgestreckten Arms und da sah ich ihn, wie er über den Sand zum Meer ging. Gut gebaut, muskulös… Mich faszinierte gleich, WIE er zum Wasser ging. Nicht wie ein aufgeblasener Macho, der die Frauen beeindrucken möchte, sondern eher mit einem festen, fast erhabenen Schritt, der Souveränität und Selbstbewusstsein ausstrahlte. Ich konnte meinen Blick nicht abwenden. Ob er wohl alleine hier war? Oder mit seiner Freundin? Das musste ich herausfinden.

Das interessante Buch und auch meine Freundin Anne waren vergessen. Ich klebte mit meinem Blick auf dem Meer, immer auf der Suche nach IHM. Da, da sah ich ihn, wie er mit kraftvollen Bewegungen gegen die Wellen anschwamm. Und jetzt kam er aus dem Wasser zurück. Wo ging er hin? Ich verlor ihn zwischen all den anderen Touristen, aber hatte zumindest grob seine Richtung.

„Anne, ich muss mal eine Runde spazieren gehen“, meinte ich süffisant beim Aufstehen.
„Alles klar“, grinste Anne mich an. „Petri Heil!“
Gespielt wollte ich mich entrüsten, aber Anne lachte nur. „Wir sind doch hier, um Spaß zu haben. Also, los!“

Ich ging grob in seine Richtung durch den Sand, bis ich ihn entdeckte. Mit einem Handtuch über seinen Lenden, lag er auf seiner Liege. Ob er wohl drunter nackt war? Wie gerne würde ich nachsehen! Doch halt… unter dem gleichen Sonnenschirm stand noch eine zweite Liege, und darauf eine durchaus attraktive Frau. Mein Herz schien im Sand zu versinken. Er war mit einer Frau hier und meine Chancen damit gleich Null. Denn „Ausspannen“ war für mich keine Option. Männer, die für so etwas empfänglich waren, würden mich genauso für die Nächste fallen lassen. Mit hängendem Kopf schlich ich zurück zu Anne.


Zwei Tage später traf ich ihn wieder beim Abendbuffet. Ich griff zu einer Vorlegegabel, als mich eine männliche Hand berührte. „Oh, Entschuldigung“, meinte eine tiefe Stimme.
„Keine Ursache, ist ja nichts passiert“, meinte ich nur, während ich mich in die Richtung drehte, aus der die Stimme kam. Und da stand ER neben mir, und sofort schnürte es mir die Kehle zu.

„Sind Sie neu angekommen?“, meinte er im Plauderton. „Ich habe Sie hier noch gar nicht gesehen.“
„Nein, ich… äh…“, stammelte ich. Sonja, reiß dich zusammen! So nah wirst du ihm nie wieder kommen!
„Ich bin mit einer Freundin hier“, antwortete ich schließlich. „Schon seit ein paar Tagen.“ Warum erzählte ich ihm das? Was ging es ihn an? Und interessierte es ihn überhaupt?

„Und wie lange bleiben Sie noch?“, wollte er wissen.
„Noch zwei Wochen“, presste es aus mir heraus, während mein Herz bis zum Hals schlug.
„Ah ja. Dann werden wir uns sicher noch über den Weg laufen!“
Ich lächelte ihn nur an und so ging er mit seinem Teller an seinen Tisch zurück.

„Hast du ein Gespenst getroffen?“, wollte Anne von mir wissen, als ich wohl leichenblass am Tisch zurück war.
„Nein, IHN!“, entfuhr es mir, doch Anne lachte nur laut.
„Na, dich hat es ja schwer erwischt!“

* * *

Und dann passierte es. Anne und ich waren auf dem Weg zum Frühstücksraum, als aus der anderen Richtung ER mit seiner Begleiterin kam. Wir trafen und genau auf Höhe der Türe.
„Guten Morgen!“, strahlte er uns an. „Sie kenne ich ja schon“, meinte er mit Blick auf mich, „und Sie müssen die Freundin sein?“
Anne sah mich erst etwas seltsam an, aber dann antwortete sie mit einem kurzen „genau.“

ER behielt die Initiative. „Sollen wir uns gemeinsam an einen Tisch setzen?“
Ich bekam kein Wort heraus, aber Anne behielt einen kühlen Kopf. Sie ahnte, wie es um mich stand, also antwortete sie für uns beide. „Ja, gerne! Das ist immer nett, im Urlaub Leute kennen zu lernen! Sollen wir uns ans Fenster setzen?“

„Ich muss mich erst mal vorstellen“, meinte ER, als wir an einem gemütlichen Vierertisch saßen. „Ich bin Marc, und das ist meine Geschäftspartnerin Moni.“
„Ich möchte lieber Monique genannt werden“, warf sie kurz ein.
„Entschuldigung, klar, Monique. Und ihr seid?“

Ich brachte erst mal keinen Ton heraus. Seine Geschäftspartnerin? War er womöglich doch Single? Zum Glück übernahm Anne die Konversation.

„Ich bin Anne. Und das ist meine Freundin Sonja. Morgens braucht sie immer erst ein bisschen, bis sie auf Touren kommt“, meinte sie lächelnd.
„Ja, der fehlende Kaffee“, lachte Marc.
„Und sie sagten, Sie wären Geschäftspartner. Was für ein Geschäft haben Sie?“ Anne, dieses listige Luder! Sie stellte genau diese Fragen, die mir halfen, meine Chancen bei IHM einzuschätzen.

„Wir leiten gemeinsam ein Gestüt.“
„Oh, ich liebe Pferde!“, lachte Anne.
Marc musste lächeln.“Ich denke, alle Frauen lieben Pferde. Sie auch, Sonja?“
Mein Hals war zugeschnürt, mein Kopf hochrot… ich musste ausgesehen habe wie die letzte Idiotin. Ich brachte keinen Ton hervor und so nickte ich nur.

Anne übernahm wieder das Ruder. „Und können Sie den Hof so lange alleine lassen?“
„Ja, das geht schon“, meinte Marc. „Wir haben gutes Personal. Wir hatten einen Geschäftstermin nicht weit von hier, und da haben wir beschlossen, noch ein paar Tage zur Erholung anzuhängen. Monique zieht es allerdings wieder zurück, aber ich denke, dass ich noch ein paar Tage alleine hier bleiben werde.“

Marc. Dieses Miststück. Er hatte mich durchschaut. Und er mochte mich offensichtlich auch.

* * *

Schon am Vormittag lag ich auf der Liege neben Marc. Anne tat mir ein wenig leid, weil sie jetzt das dritte Rad am Wagen war, aber sie schien es gelassen zu nehmen und schaute ständig um sich, ob nicht auch für sie ein knackiger Kerl zu angeln war.

„Du bist wunderschön“, meinte Marc.
Ich wusste, dass ich mich wahrlich nicht zu verstecken brauchte, aber es aus dem Mund dieses Mannes, dieses Superhelden, von IHM zu hören, war dann doch gleich etwas anderes und ließ mich rot werden.
„Danke“, stammelte ich leise.
„Gerne! Komm, lass uns zusammen schwimmen gehen.“


Nach dem Abendessen saß ich gemeinsam mit Marc in der Hotelbar. Monique war bereits am Nachmittag abgereist und Anne hatte sich einen Kerl geangelt, von dem sie zwar wusste, dass er ein Urlaubsflirt bleiben würde, aber so war sie beschäftigt und hatte ebenfalls ihren Spaß.
Meine Nervosität war endlich gewichen und ich konnte mich normal mit Marc unterhalten.

„Darf ich dich mal auf deinem Gestüt besuchen?“, fragte ich direkt.
„Natürlich, jederzeit“, lächelte mich Marc an. Aber du musst wissen, dass das kein ‚normales‘ Gestüt ist.“
„Nicht ‚normal‘? Habt ihr keine Pferde?“ Ich sah ihn etwas irritiert an.
„In gewisser Weise schon…“ Marc überlegte wohl, wie er es mir erklären konnte. „Wir sind ein Dienstleistungsunternehmen für Menschen mit besonderen, oder sagen wir eher, ungewöhnlichen Vorstellungen und Interessen.“
„Du sprichst in Rätseln.“

„Ja, ich weiß.“ Marc musste lachen. „Nun, ich will direkt und ehrlich sein. Es gibt Menschen, die wünschen sich, eine Zeit lang als Pferd zu leben. Und dieses Bedürfnis befriedigen wir und bieten diesen Menschen ein Umfeld, in dem sie sich ausleben können.“
„Menschen, die als Pferd leben wollen?“
„Ja, genau. Es ist, sagen wir… ein Fetisch und daher gesellschaftlich eher verrucht. Daher hängen wir es auch nicht an die große Glocke. Aber wir machen diese Menschen glücklich, und darauf kommt es doch an, nicht wahr?“

Ich war ziemlich verwirrt. „Und was bedeutet das, ‚als Pferd zu leben‘?“
„Nun, du kennst doch sicher Dressurpferde? Die mit Federbäuschen geschmückt bei Festen paradieren? Nun, diese Menschen, die zu uns kommen, genau genommen sind es bei uns nur Frauen, werden genau so als Pferde verkleidet, geschmückt; werden trainiert, die Gangarten eines Pferdes zu erlernen und leben auch eine Zeitlang wie Pferde in einem Stall. Wir versorgen sie und bieten ihnen einen möglichst intensiven und erlebnisreichen Aufenthalt.“

„Das ist alles sehr verwirrend für mich.“
„Das kann ich verstehen. Aber vielleicht magst du mal zu mir kommen und es dir alles ansehen? Ich lade dich ein! Und du wirst sehen“, dabei legte er seine Hand auf meine, „dass wir nichts Verbotenes tun, sondern einfach nur Menschen glücklich machen.“


5. RE: Die Permanenten

geschrieben von Erika2 am 12.02.25 07:58

Hallo Matze,

endlich wieder eine Pferdegeschichte, bin ja so gespannt wie sich die Beziehung entwickelt.
Hoffentlich gibt es bald die nächste Fortsetzung.

Liebe Grüße

Erika
6. RE: Die Permanenten

geschrieben von Glatzkopf am 12.02.25 11:00

Ich muß schon sagen .ein ziemlich guter Anfang dieser Geschichte und man freut sich auf mehr.
7. RE: Die Permanenten

geschrieben von Blackrubberhorse am 12.02.25 11:08

Ein interessanter Einstieg- ich freue mich schon darauf mehr davon zu lesen!
8. RE: Die Permanenten

geschrieben von Aiko Schwarzmeier am 12.02.25 12:44

Servus

das Kopfkino ist gestartet - bitte weiter

gruss Aiko
9. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 13.02.25 07:11

Vielen Dank für die netten Kommentare! Das bedeutet mir viel!



3.
„Ich kann gar keine Ponys sehen“, meinte ich ein wenig enttäuscht, als wir das große Hoftor passiert hatten. Marc hatte mich vom Bahnhof abgeholt und mit einem langen Kuss innig begrüßt. Ich freute mich wie ein kleines Kind auf die Woche, die ich bei ihm verbringen sollte.

„Das wirst du hier auch nicht. Wir legen großen Wert auf Diskretion. Daher werden Ponys von Bereichen, die von der Straße aus einsehbar sind, ferngehalten. Aber“, fügte er mit einem Lächeln hinzu, „du wirst noch welche zu sehen bekommen.“

Nachdem er meinen Koffer aus dem Kofferraum geholt hatte, führte er mich zu einem großen Gebäude. „Das hier ist das Herrenhaus. Ich habe hier eine Wohnung, genauso wie Monique. Und auch einige Angestellten haben hier ein kleines Appartement. So, komm rein.“

Es war merkwürdig. Ich hatte hier einen irgendwie schrägen Ort erwartet. Im Internet hatte ich Bilder von gefesselten Frauen in schwarzen Gummianzügen gefunden, die mit riesigen Pferdemasken auf dem Kopf kleine Kutschen durch die Gegend zogen, und so hatte ich hier irgendwie Wände voller Peitschen und Pferdehalfter erwartet. Aber ich betrat eine geschmackvolle Eingangshalle im Jugendstil, und auch seine Wohnung war ein wenig männlich-karg, aber durchaus stilvoll eingerichtet. Und nichts deutete überhaupt auf ein Gestüt, geschweige denn, auf so ein ‚besonderes‘ hin.

„Soll ich deine Koffer gleich ins Gästezimmer bringen?“, wollte Marc wissen.
„Nein, äh… darf ich bei dir im Zimmer schlafen?“
„Das wäre mir eine besondere Ehre“, lächelte Marc. „Komm mit, dann zeige ich es dir gleich.“
Kaum hatte der Koffer den Boden berührt, lagen wir auch schon auf dem Bett, und ich konnte meine Finger nicht von ihm lassen. Am liebsten hätte ich ihm die Kleider vom Leib gerissen, aber ich war erst ein paar Minuten hier und wollte nicht gleich einen Skandal heraufbeschwören.

Schließlich löste sich Marc grinsend von mir. „Du bist ganz schön stürmisch, gar nicht so verschüchtert wie damals im Hotel… Das gefällt mir! Aber ich denke, wir werden noch viel Zeit füreinander haben. Soll ich dir erstmal das Gestüt zeigen?“
Endlich! Endlich würde ich dieses Geheimnis erfahren! In meinem Bauch kribbelte es regelrecht. Dennoch antwortete ich mit einem eher zurückhaltenden „gerne!“.

So waren wir kurz darauf auf dem Weg zu einem weitläufigen, aber eher flachen Gebäude, das von außen mehr an eine Fabrikhalle denn an einen Hof mit Pferden erinnerte.
„Ich tue es nur ungern, aber ich muss es leider“, fing Marc an, kurz bevor wir die Türe erreichten. „Auch wenn du meine Freundin bist -“ Oh mein Gott, er hat mich gerade ‚seine Freundin‘ genannt! - „darfst du nicht alleine in dieses Gebäude, verstanden?“ Er sah mich streng an, und ich nickte kurz. „Wir legen hier großen Wert auf Diskretion, und es gibt hier Gäste, die möchten nicht von unbekannten Menschen gesehen werden. Also, hilf mit, Ärger zu vermeiden. Ich zeige dir gerne alles, was Unbedenklich ist. Aber alles andere ist für dich erstmal tabu.“
„Ok, verstanden“, gab ich leise zurück.

So gingen wir einen dunklen Gang entlang. Es roch eher staubig, aber nicht im Geringsten nach Pferden oder nach Pferdemist. Links und rechts gingen Türen ab, die alle verschlossen waren und bei denen Marc auch keine Anstalten machte, stehenzubleiben. Schließlich standen wir vor einer größeren Türe, fast ein Tor.
„Warte hier“, meinte er nur kurz und ging alleine hinein. Kurz darauf kam er zurück. „Wir können“, strahlte er mich an.

Der Raum war eine kleine Halle mit hohen, blinden Fenstern und einem Boden aus Sand und Sägemehl. Und dann sah ich es zum ersten Mal in meinem Leben. Ein menschliches Pony!

„Franz, bring sie her!“, rief Marc. Dieser Franz führte die Frau an einer Leine zu uns. Die Frau lief majestätisch, mit ausladenden Schritten und ohne jeden erkennbaren Zwang. Dabei sah sie bizarr aus. Sie hatte einen nackten Oberkörper mit vollen Brüsten, einen breiten Gürtel um die Taille, der auch durch ihren Schritt zu gehen schien, kniehohe Stiefel, und der Kopf war von einem Gewirr von Lederbändern umgeben. In ihrem Mund steckte irgend etwas Metallisches. Aber ich sah keine Arme. Wo hatte sie ihre Arme? Und sie schien keine Scheu zu haben, mir nackt gegenüberzutreten.

„Sonja, das ist ‚Blue‘, ein Pony, das von uns ausgebildet wird. Und das ist Franz, einer unserer Trainer und Pferdepfleger. Und das hier ist Sonja, meine Freundin. Sie wird diese Woche bei uns bleiben.“
‚Blue‘ machte einen Knicks und eine leichte Verbeugung. Dabei konnte ich erkennen, dass sie etwas auf dem Rücken trug, in das ihre offensichtlich doch vorhandenen Arme verschwanden.

„Du scheinst etwas überrascht zu sein, was verständlich ist“, fing Marc an. „Lass es mich erklären.
‚Blue‘ trägt im Maul eine Trense. Einerseits, um sich wie ein Pferd zu führen, andererseits, um das Sprechen zu verhindern, denn Pferde können nun mal nicht sprechen.“
„Außer Jolly Jumper!“, rief ich dazwischen.

Marc musste lachen. „Ja, das Pferd von Lucky Luke ist ja auch ein ganz besonderes! Aber zurück zu ‚Blue‘. Außerdem trägt sie Hufstiefel mit Hufen wie bei einem Pferd. ‚Blue‘, Huf präsentieren!“
‚Blue‘ hob ihren Fuß und ich konnte unter dem Stiefel ein Hufeisen erkennen. Außerdem hatten die Stiefel keinen Absatz oder Stiletto, so dass sie wohl komplett auf dem Huf beziehungsweise auf ihrem Ballen stehen musste.
„Und wie du weißt, haben Pferde auch keine Hände. Deshalb sind die Hände in einer Tasche aus Leder hinter ihrem Rücken gefesselt und versteckt. ‚Blue‘, Pirouette!“

‚Blue‘ drehte sich grazil einmal um ihre Achse und ich konnte den engen, schwarzen Lederschlauch erkennen, der sich um ihre Unterarme schlang, die angewinkelt auf ihrem Rücken lagen.
Ich war erschrocken, irritiert und doch zugleich fasziniert. Warum tat sich eine Frau ein so offensichtlich unbequemes Outfit an? Oder wurde sie dazu gezwungen, obwohl es nicht danach aussah?
„Tragen Sie das freiwillig?“, sprach ich ‚Blue‘ direkt an, doch sie reagierte nicht.
„Ponys werden ihnen nicht antworten“, erläuterte mir Franz das Verhalten. „Und ‚ja‘, sie trägt es freiwillig.“
Ich nickte. „Darf ich Sie anfassen?“

Erneut reagierte ‚Blue‘ nicht.
„Sie dürfen; an allen nicht-sexuellen Körperteilen“, ergriff Franz wieder das Wort.
Erst war ich unschlüssig, doch dann warf mir Marc einen aufmunternden Blick zu. So trat ich hinter Blue und betastete den Armschlauch, aus dem an zwei Öffnungen an den Enden die Oberarme herauskamen. Auch fielen mir erst jetzt die Riemen auf, die den Schlauch über ihren Schultern und um den Oberkörper herum fixierten.

Ich konnte die Arme ertasten und dann auch ihre Hände, die wohl um die Ellenbogen geschlungen waren. ‚Blue‘ zuckte dabei nicht ein einziges Mal.
Ich ging wieder um sie herum und sah mir ihre Trense an, diesmal allerdings ohne sie zu berühren. „Ist das nicht unbequem?“, wollte ich wissen.
„Ich würde mal sagen, ‚Gewöhnungssache‘“, warf Marc ein. „Es gehört nun mal dazu und deshalb wird es von allen akzeptiert.“

Mein Blick wanderte nach unten. „Wie kann das Pony mit dem Lederslip aufs Klo? Und das ohne Arme?“
„Es gibt feste Zeiten für den Klogang. Dazu wird das Band im Schritt abgenommen und das Pony kann sich ungehindert erleichtern.“
Ich schüttelte ungläubig den Kopf.
„Und noch eine letzte Frage. Wie lange muss das Pony dieses Outfit tragen?“
„Immer“, meinte Marc. „So lange, wie es bei uns als Pony zu Gast ist. Tag und Nacht.“
Mir blieb der Mund offen stehen.

„Magst du noch mehr sehen oder hast du schon genug?“, wollte Marc wissen.
Ich stand immer noch wie unter Schock da. Frauen lassen sich freiwillig fesseln, Tag und Nacht, lassen sich herumkommandieren und zu irgendwas dressieren? Doch gleichzeitig kribbelte es in meinem Bauch. Was ich gesehen hatte, schreckte mich ab. Und doch faszinierte es mich zugleich. Ich wollte mehr wissen.

„Nein. Zeig mir mehr“, forderte ich Marc auf. Marc bedankte sich bei Franz und ‚Blue‘ und wir verabschiedeten uns.
„Hier ist der Ausscheidungsraum“, erläuterte er mir den weiß gefliesten Raum, der am Rand in lauter offene, etwa hüfthohe Abteile abgetrennt war. Jedes Abteil hatte zwei höhere Platten, vermutlich um darauf zu stehen, sowie einen Ablauf in der Mitte. Hier gingen die Ponys also aufs Klo!
„Wie du siehst, gibt es keine Privatsphäre. Ponys haben nun mal keine… Die Wände dienen eher als Spritzschutz, um nicht die Nachbarin zu beschmutzen.“

Marc zog mich weiter. „Hier ist unser Ankleideraum. Hier werden frische Ponys eingekleidet, wenn sie zu uns kommen.“
Ich entdeckte alle Teile, die ich auch schon an ‚Blue‘ gesehen hatte. Besonders zog mich die Trense an. Zwischen all den schwarzen Lederriemen, die wohl um den Kopf geschlungen wurden, hing eine dünne Stange aus Metall. Das war sicher lästig, aber wie sollte man damit nicht sprechen können? Marc schien meine Gedanken zu lesen.
„Das ist nur die Trense. Die Tragen die Ponys immer, denn damit können sie auch fressen und sogar vorsichtig kauen. Was hier fehlt, ist die Zungenplatte. Die wird nachträglich eingesetzt.“

Ich sah ihn fragend an.
„Komm her, ich zeig‘s dir. Mund auf!“
Ehe ich mich versah, hatte ich die Trense im Mund und Marc begann damit, all die Lederriemen um meinen Kopf stramm zu verschließen. „So fertig. Sag was.“
„Dach icht unbequem“, stellte ich fest.
„Wart‘s erst mal ab! Mund auf…“ Jetzt schob er mir eine Metallplatte in den Mund, die meine Zunge unbarmherzig nach unten drückte. Irgendwo machte es ‚Klick‘ und Marc trat einen Schritt zurück. „So, sag jetzt mal etwas.“
„Chhhhnnng!“
„Siehst du, jetzt kannst du zwar noch Laute von dir geben, aber nicht mehr artikulieren. Eben wie ein Pferd.“

Es war merkwürdig. Das Ding in meinem Mund war unglaublich unbequem und ich war meiner Sprache beraubt. Aber ich wollte es nicht herausnehmen. Was faszinierte mich daran? War ich ‚krank‘ im Kopf?
Marc trat wieder vor mich und wollte mir das Harness abnehmen, aber ich schüttelte den Kopf.
„Oh, es scheint dir zu gefallen. Magst du noch mehr ausprobieren?“
Stumm ging ich zu dem Regal mit den Armfesseln und reichte ihm eine.
Marc lächelte. „Eine gute Wahl!“, imitierte er einen Sprecher aus der Werbung. „Hände auf den Rücken, so wie du es bei ‚Blue‘ gesehen hast.“

Ich folgte seinen Anweisungen und kurz darauf waren meine Hände außer Gefecht. Ich wand mich, hatte aber keine Chance, den Riemen um meinen Handgelenken, die in dem Schlauch eingearbeitet waren, zu entweichen. So gab ich frustriert auf.
„So, mein Schatz, du bleibst jetzt so, bis ich mit der Führung fertig bin. Das geht eh schneller, wenn du keine Fragen stellst“, stellte er lachend fest.

Marc ging noch mal an ein Regal und kam mit einem Lederriemen zurück. Diesen klinkte er an meiner Trense ein und zog sanft daran. Da der Zug unangenehm auf meine Zunge drückte, ging ich einen Schritt auf ihn zu, um den Zug zu entlasten, worauf er erneut einen Schritt zurück ging. Sofort dämmerte es mir: so werden Pferde gefügsam gemacht! Da ich wehrlos war, musste ich ihm wohl oder übel folgen.

Marc führte mich mit lockerer Leine durch das Gebäude, dennoch versuchte ich um jeden Preis zu vermeiden, dass diese sich straffte. Auf diesem Wege zeigte er mir einen Duschraum („Auch Ponys müssen regelmäßig duschen!“) und die Infirmerie, die über ein gut eingerichtetes Behandlungszimmer sowie ein paar Krankenbetten verfügte, die allerdings alle unbelegt waren.

Und dann kam der krönende Abschluss. „Jetzt zeige ich dir eine Schlafbox.“ In einem Nebengang waren die grauen Wände von lauter halbhohen Türen unterbrochen, hinter denen sich wohl kleine Räume befanden. Ich bemerkte, dass wir hier nicht alleine waren, sah aber niemanden. Wir gingen allerdings nicht weiter in den Gang hinein, sondern blieben gleich an der ersten Türe stehen. Marc öffnete sie und führte mich hinein.

„Hier ‚wohnen‘ unsere Ponys, wenn sie nicht draußen sind. Hier ist ein Lager aus Stroh zum Schlafen und dort ein Trog mir frischen Wasser. Mehr brauchen Ponys nicht“, stellte er lächelnd fest. Marc gab meine Leine frei und so setzte ich mich auf die strohbedeckte Pritsche. Von oben wurde es warm, und ich entdeckte eine Wärmelampe über mir.
„Damit die Ponys nachts nicht frieren. Es gibt schließlich keinen Schlafanzug und keine Decken.“

Ich legte mich zur Probe auf die Pritsche. Sie war hart, unbequem und das Stroh pikste sogar durch mein Shirt hindurch. Und mit den gefesselten Händen hinter dem Rücken fand ich eigentlich keine Position, die nicht unbequem bis schmerzhaft war. Beim Aufsetzen fielen mir diverse Ringe an den Wänden auf. Ich stand wieder auf, deutete auf so einen Ring und sah Marc fragend an.
„Falls ein Pony mal Probleme macht und aggressiv wird, können wir es dort anbinden, bis es sich wieder beruhigt hat“, erklärte mir Marc ganz ruhig.

Gefesselt, angebunden, auf einer harten Pritsche, in einer engen Betonzelle ohne Tageslicht? Das soll das erstrebenswerte Leben eines Ponys sein? Und das freiwillig? Und doch kribbelte es in mir. Hätte ich jetzt die Hände frei gehabt, wären sie vermutlich in meinen Schritt gewandert. Oder ich hätte Marc besprungen. Das waren Gefühle, die ich nicht kannte…

Als Marc mich schließlich von der Ausrüstung befreit hatte, fragte er mich, wie es mir gehen würde; doch statt einer Antwort schlang ich mich um ihn und drückte meinen Mund auf seinen. Ich musste meine angestaute Energie loswerden! Schließlich fing ich an, an seinem Gürtel herumzunesteln, doch Marc schob mich weg und lachte.
„Ich habe es geahnt! Diese Pony-Führung hat dich angemacht! Wir können gerne die angestauten Hormone abbauen, aber nicht hier. Komm mit ins Herrenhaus.“

* * *

Wir lagen noch eine Weile erschöpft und ausgepowert nebeneinander im Bett. Endlich ging es mir besser! Der Druck war weg und ich lag neben meinem Liebsten. Auch er schien nicht unglücklich zu sein.
„Wie war das jetzt für dich vorhin im Stall?“, wollte er wissen.
„Es war beängstigend, ‚Blue‘ so zu sehen; mit den ganzen Fesseln, diesem absoluten Gehorsam... Und gleichzeitig war es so erregend. Ich kann es gar nicht beschreiben…“

„Klar, das ist alles neu für dich. Aber du wirst es sicher noch besser kennenlernen und auch lernen, damit umzugehen. Doch bei aller Erregung: Sex ist im Stall absolut tabu, für alle und für jeden! Sogar für uns beide.“ Marc konnte sein Grinsen nicht verbergen. „Deswegen tragen die Ponys auch diesen festen Lederriemen im Schritt, um sich möglichst nicht befriedigen zu können.“
„Also wie einen Keuschheitsgürtel?“
„Oh, du scheinst dich ja auszukennen.“
„Ein wenig, alles angelesen. Eigene Erfahrungen habe ich keine, wenn du das meinst.“

Marc schien das Thema nicht vertiefen zu wollen. So musste ich meine Fragen loswerden.
„Was sind das eigentlich für Frauen, die hier Pony sein wollen?“, wollte ich wissen.
„Nun, das können ganz unterschiedliche Frauen sein. Also generell, die Frauen bezahlen für einen vorher bestimmten Zeitraum, um hier Pony sein zu können. In dieser Zeit kleiden wir sie ein, betreuen sie, und je nach Vereinbarung durchlaufen sie ein Training oder eine Art Ausbildung. Und nach Ablauf der Zeit gehen sie wieder in ihr normales Leben zurück.“

„Ja, aber was genau sind das für Frauen?“
„Wie gesagt, ganz unterschiedlich. Wir haben hier Gäste, die sind einfach nur neugierig. Die haben darüber gelesen, fanden es interessant und wollen es einfach mal am eigenen Leib erfahren, was sich dahinter verbirgt und wie es sich anfühlt, ein menschliches Pony zu sein.

Dann gibt es Paare, die in einem besonderen Verhältnis miteinander leben. Die Frau beispielsweise unterwirft sich ihrem Mann, und dieser bestimmt fortan über alle Aspekte ihres Lebens. Das ist kein Zwang, sondern die Frau will es so, weil es ihre sexuell-devote Neigung ist. Und da kann es vorkommen, dass der Mann sie zu einer Pony-Ausbildung zu uns schickt, um hier Disziplin und Gehorsam zu lernen. Diese Frauen sind also nur halb-freiwillig bei uns, aber akzeptieren es so, weil ihr Mann, oder Herr, es so bestimmt hat.“

Jetzt musste Marc schmunzeln. „Und dann hatten wir mal einen ganz besonderen Fall. Eine Frau hatte einen Burnout im Job und kam zu uns, um endlich ganz abzuschalten und wieder zu Kraft und innerer Ruhe zu kommen. Die Frau war ganze zwei Jahre als Pony bei uns! Heute ist sie wieder eine erfolgreiche Geschäftsfrau und wir haben immer noch einen engen Kontakt. Gelegentlich nimmt sie sich ein paar Wochen Auszeit und kommt dann wieder zu uns.“

„Und alle bezahlen dafür, hier inhaftiert, gefesselt und dressiert zu werden?“
„So negativ würde ich es nicht beschreiben. Aber im Kern hast du recht. Wir erfüllen die geheimen Wünsche dieser Frauen und verschaffen ihnen eine unvergessliche Zeit. Und wir leben davon, das ist unser Business. Aber dass viele der Frauen immer wieder zu uns kommen, zeigt uns, dass sie diese Zeit nicht als ‚Inhaftierung‘ empfinden, so wie du es gerade beschrieben hast, sondern als etwas Positives.“

„Mir raucht der Kopf…“
„Verständlich. Lass uns etwas essen. Und morgen stelle ich dich einigen Mitarbeitern vor.“



10. RE: Die Permanenten

geschrieben von Darktail am 13.02.25 07:23

Haben die Ponys keine Schweife?
11. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 14.02.25 08:17

@Darktail: Nein, diese Ponys haben keine Schweife.


4.
„Heute möchte ich dir noch ein paar mehr Räume hier zeigen“, verkündete Marc nach einem ausgiebigen, gemeinsamen Frühstück. „Bereit?“
„Klar“, meinte ich. Ob wieder was Aufregendes dabei sein würde? Ich hatte das Gefühl, dass hier hinter jeder Ecke ein Geheimnis lauerte, was darauf wartete, entdeckt zu werden.
„Also los“, riss mich Marc aus meinen Gedanken.

„Das hier ist mein Büro, in dem ich die meiste Zeit des Tages verbringe.“ Der Raum lag im Erdgeschoss, mit hohen Decken und reichlich Stuck. Irgendwie wollten der moderne Schreibtisch, die Couchgarnitur aus Leder im Bauhausstil und die elektronischen Geräte nicht richtig zu den historischen Tapeten und hohen Sprossenfenstern passen.

„Und das ist Moniques Büro. Monique kennst du ja schon.“
„Hallo Sanja, richtig?“
„Nein, Sonja.“
„OK, Sonja. Willkommen hier in unserem Gestüt.“

Monique schien etwas unterkühlt zu sein, denn damit war unser Gespräch auch schon beendet. Dabei hatte mir ihr Büro deutlich besser gefallen. Es war geschmackvoller eingerichtet und mit reichlich Bildern und Blumen vollgestellt.

„Und hier möchte ich dir Michelle vorstellen“, meinte Marc, als wir in einem dritten Büro standen, das allerdings ein wenig kleiner war. „Und das ist Sonja.“
Michelle kam mit einem strahlenden Lächeln auf mich zu und reichte mir die Hand. „Willkommen hier auf dem Hof! Marc redet von nichts anderem mehr als von dir.“

„Michelle ist die Leiterin der Trainer und Pfleger und selbst auf die Ausbildung unserer Neulinge spezialisiert. Du wirst sie sicher noch besser kennenlernen.“ Jetzt drehte sich Marc zu Michelle und sie tauschten einen merkwürdigen Blick aus, den ich nicht deuten konnte. „Sollen wir? Was meinst du?“
„Ich denke, wir sollten“, antwortete Michelle, „nachdem, was du mir über gestern erzählt hast.“
„Also gut.“ Jetzt wandte sich Marc wieder mir zu. „Also, Sonja, wir möchten dir ein Angebot machen. Du darfst für einen Tag ein Pony sein, mit allem Drum und Dran. Wenn du möchtest, ab sofort bis morgen Mittag. Michelle wird dich einführen und betreuen. Und, was sagst du?“

Sofort fing es in meinem Leib an zu kribbeln. Einen ganzen Tag so zu verbringen wie ‚Blue‘? Und wohl auch eine Nacht? Ich konnte es nicht glauben. Natürlich wollte ich es!

„Ja!“, platzte es aus mir heraus.
„Oh mein Gott, du strahlst ja über alle vier Backen!“, meinte Michelle. „Ich glaube, Marc, wir haben richtig entschieden.“
„Also gut, Sonja, ich gebe dich jetzt in die Obhut von Michelle. Wir sehen uns dann morgen zum Mittagessen wieder!“

* * *

Kurz darauf stand ich in dem Ankleideraum, den mir Marc schon mal gezeigt hatte. Ich wurde immer nervöser. Ich durfte ein Pony werden! Doch Michelle bremste mich.
„So, Sonja. Bevor wir starten, müssen wir uns erst mal in Ruhe unterhalten. Setz‘ dich dort auf die Bank!“
Etwas irritiert setzte ich mich.
„Also gut. Erste Frage: hast du gesundheitliche Einschränkungen? Erkrankungen? Probleme mit den Gelenken? Herz-Kreislauf? Lebensmittelunverträglichkeiten?“
„Nicht dass ich wüsste.“
„Das ist schon mal gut. Welche Schuhgröße?“
„38.“
„Und hast du Erfahrungen mit High Heels?“
„Eher nicht. Ich trage am liebsten Sneakers.“
„Das sehe ich.“ Michelle musste lachen. „Aber Ponys tragen nun mal keine Sneakers…“

Michelle wurde wieder ernst. „Das klingt schon mal alles gut. Dann werde ich dir erst mal ein paar Regeln erläutern. Regeln sind das A und O hier bei uns. Wer sich daran hält, kann die Zeit hier genießen. Wer gegen sie verstößt, muss mit Konsequenzen rechnen. Verstanden?“

„Was heißt ‚Konsequenzen‘?“
„Nun, das ist breit gefächert. Das kann der Entzug von Privilegien bedeuten, oder zusätzliche Fixierungen, oder auch, dass du Bekanntschaft mit der Peitsche machen wirst.“
„Ihr schlagt eure Ponys?“ Ich sah sie entsetzt an.
„Keine Sorge, wir prügeln euch hier nicht krankenhausreif. Unsere Ponys sind schließlich unsere zahlenden Gäste! Aber eine kleine, schmerzhafte Erinnerung an die Regeln kann schon vorkommen. Aber nur, wenn das Pony sich renitent verhält.“

Jetzt wurde mir doch ein wenig mulmig. „Und was sind das für Regeln?“
Michelle versuchte, mich mit einem Lächeln zu beruhigen. „Also, die erste, eher harmlose Regel: Alle Ponys hier tragen Farbnamen, um die Anonymität unserer Gäste zu wahren. Ich werde dich ab sofort ‚Purple‘ rufen. Und du wirst sofort auf diesen Namen reagieren. Verstanden, ‚Purple‘?“
„Ja, Michelle.“

„Sehr gut! Die nächste Regel: Du wirst auf jedes Kommando sofort und ohne Zögern reagieren und jeden Befehl ohne Widerstand befolgen. Kein Trainer wird von dir etwas fordern, was du nicht leisten kannst oder was dich überfordert. Also musst du deinem Trainer blind vertrauen, er wird dich immer beschützen. Aber auch fordern und dich an deine Grenzen führen, denn du sollst dich hier ja weiterentwickeln. Verstanden, ‚Purple‘?“
„Ja, Michelle.“

„Gut. Und die vorerst letzte Regel: es wird nicht gesprochen. Niemals und unter keinen Umständen! Du trägst zwar diesen Knebel, den du ja schon kennengelernt hast, aber während der Fütterung wird er dir entfernt, damit du fressen kannst. Auch dann kein Wort! Verstanden?“
„Ja, Michelle.“
„Prima! Dann lass uns loslegen. Zieh dich aus!“

Ich zögerte. Ich sollte mich vor einer fremden Frau ausziehen?
„Na, du fängst ja gut an. Willst du gleich gegen Regel 2 verstoßen?“
„Nein, nein!“ Also streifte ich mir Shirt und Rock ab und legte es neben mich auf die Bank.
„Alles!“, legte Michelle nach.
Widerwillig öffnete ich meinen BH und streifte den Slip ab. Sogleich versuchte ich, meine Blöße mit der Hand zu verbergen.

Michelle griff nach meinem Arm und zog ihn nach hinten weg. „Als Pony bist du meistens nackt, gewöhn‘ dich möglichst schnell daran! Und glaub mir, du bist nicht die Erste, die hier nackt vor mir steht.“

Kaum hatte sie meinen Arm wieder losgelassen, zog ich ihn wie im Reflex wieder vor meine Scham.
„‘Purple‘, Hände auf den Rücken, sofort!“
Ich zuckte bei ihrem scharfen Ton zusammen und folgte schließlich.
„Entschuldigung, Michelle!“
„Regel 3: kein Reden mehr, verstanden?“
Jetzt erst wurde mir die Konsequenz dieses eigentlich einfachen und überschaubaren Regelwerks bewusst. Um nicht gleich zu Beginn eine Strafe zu riskieren, nickte ich nur stumm.

Michelles Blick entspannte sich. „Siehst du? Wenn du folgst, wird alles viel einfacher. So, fangen wir mit den Stiefeln an.“
Sie reichte mir ein kniehohes Exemplar mit einem mittelhohen Absatz, damit ich mich an Absätze gewöhnen könne. Sie passten erstaunlich gut und die Absatzhöhe bereitete mir keine Schwierigkeiten.
„Jetzt der Gürtel. Musst du vorher nochmal auf die Toilette?“
Ich presste meine Lippen zusammen, um keinen weiteren Fehler zu machen, und schüttelte den Kopf. Michelle legte mir einen breiten Gürtel um und zog ihn fest zusammen, bis ich fast keine Luft mehr bekam und einen kurzen Schrei ausstieß.
„Der Gürtel muss stramm sitzen, sonst reibt er und der Schrittgurt sitzt nicht richtig. Du wirst dich schnell daran gewöhnen.“

Als nächstes nestelte sie etwas in meinem Rücken, griff mir durch die Beine und zog einen Lederstreifen hervor, wie ich ihn bereits bei ‚Blue‘ gesehen hatte. Auch diesen Riemen zog sie sehr stramm und befestigte ihn vorne an meinem Gürtel.
Ich wackelte ein wenig mit den Hüften und bewegte die Beine. Das Leder fühlte sich sehr weich an, und doch war da etwas Festes, fast Steifes, was sich über meine intimen Stellen legte und für einen permanenten Druck sorgte. Was war das für ein Teil? Fast wie im Reflex löste sich meine Hand im Rücken, um das Teil zu betasten, doch Michelle erkannte mein Vorhaben bereits im Ansatz.
„Hände bleiben auf dem Rücken, verstanden?“
Ich zog die Hand wieder zurück und nickte nur stumm.

„Jetzt werden wir uns mal um deine neugierigen Finger kümmern. Den Armbeutel kennst du ja schon, richtig?“
Ich nickte stumm und kurz darauf waren meine Arme wie gestern mit Marc verschnürt.
„Und jetzt der krönende Abschluss.“ Sie hielt mir, genau wie gestern Marc, die Trense vor den Mund und ich ließ sie herein. Michelle sortiere all die Lederbänder und mein Kopf wurde immer fester eingeschnürt, bis ich die Trense mit der Zunge keinen Millimeter mehr bewegen konnte. Wie sollte ich mit dem Stab quer im Mund essen können? Ich würde es wohl erfahren…
„So, jetzt noch die Zungenplatte“, meinte Michelle und hielt eine silbrig glänzende Platte vor mein Gesicht. „Letzte Worte?“, meinte sie eher ironisch, ich verneinte und öffnete bereitwillig meinen Mund. Wieder dieser Druck auf der Zunge, ein ‚Klick‘ und ich war meiner Sprache beraubt.

Michelle trat hinter mich und ich spürte, wie sich etwas Weiches um meinen Hals legte und es erneut ‚Klick‘ machte. Hatte sie mir soeben ein Halsband umgelegt? Das war mir bei ‚Blue gestern gar nicht aufgefallen!

Michelle trat einen Schritt zurück. „Du bist ein schönes Pony. Magst du dich im Spiegel sehen?“
Ich nickte und Michelle führte mich an eine Wand gegenüber. Ich sah eine schlanke Frau mit festen, nach vorne gedrückten Brüsten und in bizarrer Ausstattung, jedoch praktisch nicht als ‚Sonja‘ zu erkennen. Um meinen Hals schmiegte sich ein schwarzes Band, an dem eine Metallplakette hing. Darauf konnte ich im Spiegelbild ‚Purple‘ entziffern.


12. RE: Die Permanenten

geschrieben von goya am 14.02.25 14:37

Hallo Matze23,

vielen Dank für die tolle Geschichte...

Liebe Grüße

goya
13. RE: Die Permanenten

geschrieben von Erika2 am 14.02.25 15:06

Hallo Matze,

so wunderbar die Umwandlung beschrieben, wie gerne würde ich das auch erleben.

Liebe Grüße

Erika
14. RE: Die Permanenten

geschrieben von wisa am 14.02.25 16:59

Wow, das ist eine echt tolle Geschichte, lieben Dank. Ich freu mich schon auf die Fortsetzung.

Danke und Gruss
wisa
15. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 15.02.25 08:49

Vielen Dank für eure netten Kommentare!



5.
Genau wir Marc klinkte sie mir eine Leine an der Trense ein und sofort folgte ich ihr. Michelle sah mich anerkennend an. „Du bist meine folgsamste Novizin, seit ich hier bin! Man merkt, dass du gestern schon mal Bekanntschaft mit der Trense gemacht hast. Und jetzt zeige ich dir deine Box.“

Wir gingen den mir bereits bekannten Gang entlang. Wieder bemerkte ich, dass wir nicht alleine waren, aber Michelle ließ mir keine Gelegenheit, in die Boxen hineinzusehen. Schließlich kamen wir zu einem Raum, dessen Türe einladen offen stand. Auf der Türe konnte ich ein kleines Schild mit ‚Purple‘ erkennen.
„Willkommen zuhause“, meinte Michelle mit einem Schmunzeln. Soll ich dich anbinden?“
Irgendwie im Reflex nickte ich, obwohl ich es eigentlich nicht wollte, da ich lieber neugierig alles erkundet hätte. Mit geübtem Griff verknotete Michelle meine Leine mit einem der Ringe und forderte mich auf, mich zu setzen.
„So, du bleibst jetzt einen Moment hier, um dich zu akklimatisieren. Gleich ist Fütterung, und danach beginnen wir mit unserer ersten Trainingseinheit. Also bis gleich!“

Ich hörte noch, wie ein Riegel an der Türe vorgeschoben wurde und dann war ich alleine. War es das wirklich, was ich mir so erträumt hatte? Und doch kribbelte es in meinem Unterleib, genau wie gestern. Es machte mich an. Der Druck stieg wieder, ich musste mich dort unbedingt berühren. Aber wie? Meine Arme waren gefesselt, ich war an der Wand angebunden… So testete ich meinen Spielraum. Bis zur Tränke kam ich, bis zur Türe nicht. Da, die Tränke hatte eine hervorstehende Ecke. Ich stellte mich davor und drückte meinen Schritt dagegen. Nichts. Ich spürte nichts! Ja, ich spürte den zusätzlichen Druck, aber kein Kontakt zu meiner Klitoris! Keine Reizung! Was war das für ein Teufelsgürtel? Wie sollte ich da den ganzen Tag überstehen? Frustriert ließ ich mich wieder auf die Pritsche sinken.

Nach einer Weile hatte ich mich wieder etwas beruhigt und bekam Durst. In der Tränke stand etwas Wasser in einer Schale. Wie sollte das gehen mit der Trense? Ich tauchte erst mein Gesicht hinein und musste prusten. Und Schlucken konnte ich auch nicht richtig. Doch dann bekam ich den Dreh heraus. Mund öffnen, etwas Wasser aufnehmen, Kopf nach hinten und hinunterlaufen lassen. Mühsam, aber erfolgreich. Ich war stolz auf mich!

Kurz darauf hörte ich Schritte im Flur, mein Riegel wurde zurückgeschoben und Michelle kam mit einem Blechnapf herein.
„Hier, dein Mittagessen. Und keine Sorge, ich nehme dir jetzt die Platte heraus, dann kannst du fast normal essen, nur nicht kauen. Nicht wie eben beim Trinken.“
Ich sah sie fragend mit großen Augen an. Woher wusste sie das? Hatte sie mich beobachtet?
Michelle lächelte, während sie mit einem ‚Klick‘ die Platte löste und aus meinem Mund herausnahm. „Ich weiß, was du gerade denkst. Ja, wir überwachen euch rund um die Uhr. Es ist zu eurer Sicherheit, ihr seid schließlich wehrlos. Stell dir vor, die Leine verheddert sich um deinen Hals und du kannst dich nicht selbst befreien. Das wäre gefährlich für dich. Aber wir sehen das und können dir schnell helfen.“ Und dann wurde ihr Grinsen noch breiter.

„Und ja, deinen Versuch, dich zu stimulieren, habe ich auch gesehen. Du kannst es weiter versuchen, aber es wird erfolglos bleiben. Vor deinen empfindlichen Stellen unter dem Gürtel liegt eine kleine Metallschale, die alles abschirmt. Also konzentriere dich auf deine Pony-Ausbildung und nicht auf deine sexuelle Befriedigung! Aber jetzt erst mal ‚Guten Appetit‘.“

Ich brauchte eine Weile, um den ersten Bissen herunter zu bekommen. Es waren lauwarme, in Milch eingeweichte Cerealien und sehr klein geschnittenes, weich gekochtes Gemüse. Es schmeckte eigentlich erstaunlich gut, allerdings gehörte lauwarme Milch nicht unbedingt zu meinen Favoriten. Kauen war wegen der Trense wirklich unmöglich, aber ohne die Platte konnte ich wenigstens normal schlucken und sogar am Schluss den Napf auslecken.

* * *

Ich war kaum mit dem Essen (oder nannten sie es hier ‚Fressen‘?) fertig, als Michelle wieder in der Türe stand, die Platte wieder einsetzte und meine Leine löste. Sie wischte mir den Mund sauber und führte mich aus der Box.
„Zuerst gehen wir aufs Klo und dann wird trainiert“, verkündete sie mir. Den ‚Ausscheidungsraum‘, wie Marc ihn nannte, kannte ich ja schon. Wir gingen auf eine Nische zu, Michelle machte die Leine an einem Haken unter der Decke fest, öffnete meinen Schrittgurt und hängte ihn irgendwo hinten ein.
„So, stell dich hier drauf und lass es laufen. Ich komme gleich wieder und mache dich dann sauber.“

Ich drehte mich um, um mich auf die beiden Platten zu stellen, als ich sie sah. Andere Ponys! In der Nische rechts stand eine etwas rundlichere Frau, vermutlich schon etwas älter, weil ihre Brüste sichtbar hingen. Und links eine schlanke, große Frau, die recht jung zu sein schien, vielleicht sogar jünger als ich, aber gut durchtrainiert. Sie waren zu weit weg, um ihre Plaketten mit den Namen lesen zu können. Beide waren leicht in der Hocke und ließen sich von mir nicht stören. Die ältere Frau ließ es einfach laufen und bei der jüngeren sah ich sogar Stuhl in die Bodenwanne fallen.

Ich erinnerte mich an Marcs Worte ‚Hier gibt es keine Privatsphäre‘. Dabei konnte ich noch nicht mal pinkeln, wenn in der Nachbarkabine jemand saß! Wie sollte ich hier je aufs Klo können?
Die Jüngere schien fertig zu sein und richtete sich auf. Dann stampfte sie zweimal mit dem rechten Fuß auf und kurz darauf erschien eine mir unbekannte Pflegerin, die mit einem Schlauch ihren Schritt und die Nische abspritzte, sie vortreten ließ, den Gürtel wieder schloss und die Leine losmachte.

Ich wusste mir nicht anders zu helfen, als die Augen zu schließen und mich ganz auf mich selbst zu konzentrieren. Schließlich schaffte ich es tatsächlich, meine Blase zu entleeren. Ich tat es der jungen Frau gleich, stampfte zweimal auf und kurz darauf erschien Michelle. „Du lernst schnell“, lobte sie mich.

* * *

Die Trainingshalle war ein Raum, den ich noch nicht kannte. Nicht sehr groß, aber ebenfalls mit Sand und Sägemehl ausgelegt. In der Mitte stand eine stabile Stange, zu der mich Michelle führte und gleich meine Leine befestigte.
„So, ‚Purple‘, jetzt beginnen wir mit deinem Pony-Training. Das Erste ist ein anmutiger Gang. Lauf los!“
Ich lief mit meinem gewohnten Gang los, wobei mich die Leine an der Stange zu einer Kreisbahn zwang. Kaum war ich wieder bei Michelle, hielt sie mich an.
„Du schlurfst hier durch die Halle, als wärst du 80! Hast du schon mal gesehen, wie anmutig ein Pferd geht? Nein? Also gut. Rücken gerade und leicht durchgestreckt. Das rechte Bein bis auf Kniehöhe anheben, dann der Schritt. Gerade aufsetzen. Dann das linke Bein. Los!“

Also lief ich wieder los und versuchte, Michelles Anweisungen nachzukommen. Es war ungewohnt, ja, unglaublich anstrengend, so zu gehen, doch Michelle drängte mich immer weiter und korrigierte mich mit ihrem kurzen Stock, den sie in der Hand hielt. Ich wurde immer müder; der Gang war anstrengend und langsam fingen auch meine Arme von der ungewohnten Zwangshaltung an zu schmerzen. So wurde ich unkonzentrierter und hob die Beine nicht mehr so hoch an.

Plötzlich durchfuhr mich ein scharfer Schmerz an meiner rechten Pobacke und ich schrie durch meinen Knebel auf. Ich sah zu Michelle, die mir ihren Stab drohend entgegen hielt.
„Wir sind hier nicht beim gemütlichen Schuhe shoppen, sondern beim Pony-Training! Immer, wenn ich mit deiner Leistung nicht zufrieden bin, weil ich denke, dass du es besser könntest, wirst du diese Gerte zu spüren bekommen. Verstanden?“
Ich nickte eingeschüchtert.
„Also los, weiter!“

So langsam war ich am Ende meiner Kräfte und Michelle ließ mich anhalten. Sie hielt mir eine Flasche mit einem Schlauch vor den Mund und spritzte Wasser hinein. Schließlich legte sie ihren Arm mütterlich um meine Schulter.
„Bis auf diesen kleinen Durchhänger hast du dich für das erste Training hervorragend geschlagen. Ich bin sehr stolz auf dich! Und Marc wird es auch sein! Ich bring dich jetzt in deine Box zurück, damit du dich ein wenig ausruhen kannst. Und nachher gibt es eine zweite Runde. Was dir fehlt, ist Kraft und Kondition, aber da werden wir dran arbeiten. So, und jetzt komm.“

* * *

In meiner Box ließ ich mich auf die harte Pritsche fallen, aber ich fand keine Entspannung. Die Arme taten weh, den Hintern spürte ich immer noch von der Gerte und meine Beine waren wir Gummi. Egal, wie ich mich legte, irgendwas war im Weg oder wurde schmerzhaft gedrückt. Wie hielten zahlende Ponys das über mehrere Wochen oder gar Monate aus? Waren die am Schluss total abgestumpft? Aber Marc hatte erzählt, dass viele sogar wieder kommen würden. Warum? Um sich diesen Qualen auszusetzen?

Schließlich musste ich wohl doch eingeschlafen sein, denn ein Ruck an der Trense weckte mich.
„Aufstehen, ‚Purple‘“, hörte ich eine Stimme sagen. Instinktiv wollte ich mir die Augen reiben, stellte aber schnell fest, dass das nicht ging; und mir wurde sofort wieder klar, wo ich gerade war.

Michelle führte mich erst aufs Klo (diesmal war ich alleine) und dann in den bekannten Trainingsraum. Zuerst musste ich den Gang von der ersten Runde wiederholen, dann sollte ich einfach nur im Kreis joggen, was mit hohen Stiefeln und ohne Armausgleich ziemlich anstrengend war. Kurz bevor ich am Ende meiner Kräfte war, ließ mich Michelle anhalten, gab mir wieder Wasser und nahm mich erneut in den Arm.
„Ich erkenne ein großes Talent in dir“, begann sie. „Du würdest ein fantastisches Pony werden! Schade, dass wir nur diesen einen Tag miteinander haben. Sonst würde ich aus dir ein Spitzenpony machen, mit dem wir jeden Wettbewerb gewinnen würden.“

Michelle sprach zwar in Rätseln, aber ihr Lob erfüllte mich mit Stolz. Obwohl mir jede Faser des Körpers weh tat, war ich irgendwie zufrieden. Ich musste kein einziges Mal ihre Gerte spüren! Endorphine durchströmten mich, ließen alle Qualen in den Hintergrund treten, und irgendwas tief drin in mir freute sich schon auf den nächsten Morgen. War das nicht ein Gefühl wie nach einem guten Sex, wenn auch ohne Höhepunkt?

* * *

Den restlichen Abend verbrachte ich in meiner Box. Ich bekam erneut zu fressen, wurde noch einmal in den ‚Ausscheidungsraum‘ geführt (der diesmal gut besucht war und ich mich sehr konzentrieren musste, um zu können), und dann für die Nacht angebunden. Dabei deutete nichts auf die Nacht hin. Es wurden keine Fesseln abgenommen, keine Decken verteilt, nichts. Irgendwann ging das Licht aus, und damit war klar, dass jetzt geschlafen würde. Dafür nahm ich deutlich die Wärme des Strahlers unter der Decke wahr, der leicht rötlich glomm. So gut es ging, rollte ich mich ein und, kaputt wie ich war, sank ich trotz der schmerzenden Arme in einen tiefen Schlaf.

* * *

Der nächste Morgen verlief genauso wie der Nachmittag gestern. Wecken, Entleerung (was diesmal schon besser ging; ich konnte mit Interesse viele neuen Ponys entdecken und sogar Namen wie ‚Green‘ oder ‚Crimson‘ entziffern), anschließend Frühstück (die gleiche, wenn auch wohlschmeckende Pampe wie am Vortag) und Einzeltraining. Wieder war ich total fertig danach, aber ich wurde überschwänglich gelobt, und das sorgte wieder für dieses euphorische Gefühl.

Diesmal führte mich Michelle nach dem Training jedoch nicht in meine Box, sondern in den Duschraum, den mir Marc bereits gezeigt hatte, stellte mich in die Mitte unter die Dusche und hängte meine Leine in den Deckenhaken ein. So ließ sie mich stehen, und ich wartete auf das Nass von oben, das jedoch nicht kam.

Die Türe öffnete sich und herein kam -


16. RE: Die Permanenten

geschrieben von Gutverpackt am 15.02.25 09:59

Tolle Story, gerne mehr davon.
17. RE: Die Permanenten

geschrieben von goya am 15.02.25 10:20

Vielen Dank für die Fortsetzung...

Liebe Grüße

goya
18. RE: Die Permanenten

geschrieben von marmas71 am 15.02.25 11:09

Hallo Matze23,

schöne Geschichte Danke fürs schreiben.

Freue mich auf den nächsten Teil.


Viele Grüße

marmas71
19. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 16.02.25 08:13

Wieder vielen Dank für die netten Kommentare!



6.
„Aarg!“, entfuhr mir ein Freudenschrei.
Ich war erstaunt, dass ich trotz der Zungenplatte etwas fast Erkennbares artikulieren konnte. Marc jedenfalls wusste, dass ich ihn meinte.
Er kam gleich auf mich zu, umarmte mich und küsste meinen metallgefüllten Mund.
„Soll ich dich losmachen?“, fragte er mit seiner warmen Stimme.

Überraschend schüttelte ich den Kopf. Was war das? Wollte mein Unterbewusstsein weiter ein Pony sein? Trotz all der Qualen und Entbehrungen, die ich an nur dem einen Tag ertragen musste? Vielleicht war ich wirklich zum Pony geboren, wie Michelle es mir ja prophezeit hatte. Oder ich war eine unentdeckte Masochistin?

Marc sah mich mit einem Lächeln an. „Du verblüffst mich. Nach dem ersten Tag wollen praktisch alle Novizinnen aus ihren Fesseln heraus, und wir müssen sie quasi mit sanfter Gewalt dazu bringen, ihre Situation zu akzeptieren und durchzuhalten. Du hingegen willst gerade NICHT befreit werden, obwohl du die einmalige Gelegenheit dazu bekommst… Ich glaube, das war Vorsehung, dass das Schicksal uns beide zusammengeführt hat. Ich denke, du gehörst hier her.“

Irgendwas in mir fing an zu jubeln. Ich darf weiter ein Pony bleiben! Doch Marc holte mich auf den Boden der Tatsachen zurück.
„Ich werde dich jetzt trotzdem befreien. Du bist hier bei mir auf dem Hof, damit wir uns besser kennenlernen und du einen besseren Eindruck davon bekommst, was ich hier eigentlich so mache. Aber ich biete dir an, dass du vier Wochen lang Pony sein darfst, auf meine Kosten und wann immer du willst und kannst. Ich werde dann auch, wenn es die Aufgaben zulassen, einen Teil deines Trainings übernehmen, aber wie alle Ponys wirst du in dieser Zeit auf Sex und Zärtlichkeiten verzichten müssen. Einverstanden?“

Der Gedanke, volle vier Wochen Pony sein zu dürfen, ließ mich in Ekstase geraten. Ich zappelte, nickte wie wild mit dem Kopf, und stieß Freudenschreie aus, die trotz des Knebels eindeutig zu erkennen waren.
Marc lächelte und nahm mich erneut fest in den Arm.
„Ich liebe dich“, flüsterte er mir ins Ohr.
„Iich iich aach“, gab ich ihm kehlig zurück.

* * *

Drei Wochen später stand ich bereits wieder auf dem Hof. Ich hatte allen Urlaub zusammengekratzt und überraschenderweise auch genehmigt bekommen, da alle kritischen Stichtage verstrichen waren und somit eine gewisse temporäre Flaute in der Branche herrschte.

Die letzten Tage damals mit Marc bei meinem ersten Besuch waren der Hammer. Er zeigte mir immer mehr vom Gestüt, wir machten auch kurze Ausflüge in die Umgebung, alberten herum, aßen vornehm und vorzüglich, kochten aber auch gemeinsam, hatten heiße Nächte miteinander, und doch sehnte ich mich tief in meinem Inneren nach dem kargen, anstrengenden und monotonen Leben als Pony, wie ich es zumindest für einen Tag lang bislang kennengelernt hatte.

Nach einem romantischen Abend mit Marc und nach einer erneut heißen Nacht stand ich wieder mit Michelle in diesem Umkleideraum.
Michelle strahlte mich an. „Toll, dass du wieder hier bist! Ich freue mich ehrlich! Und diesmal können wir richtig zusammen arbeiten. Du wirst sehen, am Ende deiner Zeit hier wirst du ein anderes Pony sein als im Augenblick. Stolz, anmutig, und durch und durch fit. Du wirst sehen!“

Doch kurz wurde ihr Blick ernster. „Doch eines muss ich dir sagen. Du wirst hier wieder nur ‚Purple‘ sein und behandelt werden wie alle anderen Ponys hier auch. Niemand weiß, dass du die Gefährtin des Chefs bist und niemand wird dich deshalb ‚anders‘ behandeln. Ist das klar für dich?“
„Ich will auch keine Sonderbehandlung“, meinte ich fast trotzig.

Michelle blickte fast erleichtert. „Das ist super! Dann können wir loslegen. Hast du noch Fragen, bevor ich dich wieder stumm mache?“
„Bekomme ich diesmal höhere Stiefel?“
„Nein“, lachte Michelle, „erstmal nicht. Wir starten mit den niedrigen Absätzen. Aber nach einer Woche werden wir wohl die Stiefel wechseln.“
„Und gelten wieder die gleichen Regeln wie letztes Mal?“
„Exakt die gleichen Regeln. Können wir starten?“
Ich nickte nur stumm.


20. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 17.02.25 06:55

7.
Nach einem mehr als anstrengenden Tag lag ich müde auf meiner Pritsche und wartete darauf, dass das Licht ausgehen würde. Es war merkwürdig. Noch vor ein paar Tagen lag ich mit Marc in seinem weichen, warmen Bett und wir vögelten uns gegenseitig das Hirn heraus. Es war himmlisch!

Und jetzt lag ich hier, gefesselt, geschunden, kaputt, einsam, sexuell frustriert, auf einer harten Pritsche und fand keine schmerzfreie Position zum Schlafen. Und doch wollte ich in diesem Moment nicht tauschen. Michelle brachte mich Tag für Tag an meine Grenzen, aber sie überschritt sie nie. Und nach jeder Einheit war ich komplett ausgepowert, aber unglaublich glücklich und von Endorphinen geflutet.

Selbst, als ich sie einmal provozierte und dafür die Gerte zu spüren bekam, erregte mich das. Was war los mit mir? War ich wirklich eine Masochistin? Und in der Summe musste ich feststellen, dass ich trotz aller Qualen, Schmerzen und Entbehrungen in diesem Augenblick glücklich war, vielleicht sogar so glücklich wie noch nie in meinem Leben. Das machte mir irgendwie Angst. Aber es erregte mich auch. Wie gerne würde ich jetzt meine Perle massieren! Aber darauf musste ich noch viele weitere Wochen verzichten. Auch dieser Gedanke erregte mich.

Das Licht ging aus und glücklich schlief ich ein.

* * *

„Heute darfst du zum ersten Mal raus auf die Weide“, verkündete mir Michelle, als ich nach einer Trainingseinheit wieder komplett ausgepowert an den Posten mit der Leine lehnte und von Michelle Wasser bekam. Sie machte meine Leine vom Pfosten los und ich folgte ihr durch eine Türe, die wir noch nie benutzt hatten.

Draußen war es warm und ein leichter Wind blies über meinen verschwitzten Körper. Obwohl mir Marc schon vieles gezeigt hatte, kannte ich diesen Anblick nicht. Hinter den Hallen erstreckte sich ein ausgedehntes, idyllisches Tal mit Grasflächen und einzelnen Bäumen, die in einiger Entfernung in einen Wald übergingen. Die Fläche vor uns war von einem stabilen, brusthohen Zaun umgeben und erstreckte sich sicher einige hundert Meter. Michelle öffnete das Tor und schob mich sanft hinein.

„Wenn ich dich rufe, kommst du bitte, ok?“
Ich nickte und trottete zu der Baumgruppe in der Mitte. Eine Ankündigung, als Bitte formuliert? Wurde sie jetzt weich? Nun, ich würde sie nicht fragen können. So langsam wurde die Sonne auf der nackten Haut unangenehm und so beschleunigte ich meinen Schritt, um in den Schatten zu kommen. Dort sah ich bereits mehrere Ponys.

Was mir sofort auffiel: jedes Pony war für sich. Es gab keinerlei Grüppchen, die Ponys schienen sich nicht zu kennen und hatten wohl auch kein Interesse, dies zu tun. Ich erkannte die ältere Frau von der Toilette bei meinem ersten Mal, aber sie ignorierte mich. Die meisten Ponys schauten kurz zu mir und drehten sich dann sofort wieder weg.

Ich hatte verstanden. Dies war keine ‚Herde‘, nur eine Ansammlung von Individuen. So suchte ich mir einen freien Baum mit Blick über das Tal und setzte mich. Es tat immerhin gut, zu sitzen, den Blick über die Weite streifen zu lassen und den warmen Wind um die Nase zu spüren. Besser als die engen, grauen Betonwände in der Box!

Ich ließ meinen Blick über das Tal wandern. Jenseits der Talsohle, mehrere hundert Meter entfernt, erkannte ich eine weitere Koppel. Auch dort waren erkennbar menschliche Ponys unterwegs. Sie trugen allerdings eine metallisch in der Sonne glitzernde Ausrüstung und schienen miteinander zu spielen. Ich müsste Marc mal bei Gelegenheit danach fragen.

* * *

Ich musste eingeschlafen sein, denn eine Hand weckte mich.
„Du hast mein Rufen nicht beachtet“, funkelte mich eine wütende Michelle an. „Jetzt musste ich wegen dir den weiten Weg zu den Bäumen machen. Das wird Konsequenzen haben!“

Ich wollte mich gegen den Vorwurf wehren, wusste aber nicht wie. Sie forderte mich bis kurz vor der Erschöpfung, und giftet mich dann an, wenn ich deshalb einschlafe. Aber ich konnte nicht sprechen und hatte keine Hände zum Gestikulieren. Ich musste erkennen, dass die Trainer absolute Macht hatten, der ich mich nur fügen konnte. Mir blieb einzig, auf ihre Fairness und Empathie zu hoffen.

Zurück im Stall führte sie mich in den Ankleideraum.
„Stehenbleiben!“, befahl sie und hängte meine Leine in einen Haken an der Decke. Für deine Befehlsmissachtung wirst du für eine Woche diese Fußfesseln tragen. Nur beim Training werde ich sie dir abnehmen. Verstanden?“

Ich hätte mich gerne verteidigt, konnte aber nicht. So blieb mir nur übrig, stumm zu nicken und ein betroffenes Gesicht zu machen. Kurz darauf hatte ich Manschetten um die Stiefel, die mit einer vielleicht zwanzig Zentimeter langen Kette verbunden waren, die nur kleine Schritte zuließ. Langsam schlurfte ich in meine Box.

* * *

Diese Fußfesseln waren eine Qual. Nun waren auch die Beine, die einzigen freien Extremitäten, gefesselt und ich konnte nachts kaum eine halbwegs bequeme Position finden. Alle Wege dauerten ewig und waren anstrengend, so dass ich schon müde im Trainingsraum ankam. Und in der Klo-Nische konnte ich meine Füße nicht mehr auf die Podeste stellen, so dass ich mir ständig über die eigenen Füße pinkelte und anschließend in der Brühe stehen musste.

Schließlich war meine Strafzeit vorüber. Michelle band mich wie üblich an den Pfosten im Trainingsraum fest, bevor sie mir die Schellen abnahm. Doch statt gleich mit dem Training zu beginnen, suchte sie zuerst das Gespräch.

„Ich weiß, ‚Purple‘, dass diese Strafe in deinen Augen ungerecht war. Und ich weiß auch, dass du eigentlich nichts dafür kannst, dass du auf der Weide eingeschlafen bist. Aber das ist ohne Bedeutung. Du hast eine Regel verletzt. Eine wichtige Regel! Du hast meinem Rufen und meiner Aufforderung zum Kommen nicht Folge geleistet. Ein schwerer Verstoß gegen die Disziplin! Daher musste ich dich bestrafen.“

Sie sah mich mit einem fast mütterlichen Blick an und legte ihre Hand auf meine Schulter. „Du siehst, es spielt keine Rolle, ob Absicht oder Versehen. Ob schuldig oder unschuldig. Regelverstöße, egal ‚warum‘, werden IMMER geahndet. Das ist so im Leben eines Ponys. Aber jetzt ist die Strafe abgeleistet und vergessen. Also lass uns mit dem Training beginnen und nach vorne blicken!“


21. RE: Die Permanenten

geschrieben von goya am 17.02.25 07:17

Mega...

Kann kaum die nächste Fortsetzung erwarten... 👍🏻

Vielen Dank...

Liebe Grüße

goya
22. RE: Die Permanenten

geschrieben von Erika2 am 17.02.25 08:43

Ja, bitte nach vorne blicken, bitte bald fortsetzen.
23. RE: Die Permanenten

geschrieben von ball am 17.02.25 16:50

Hallo
Sehr schön geschrieben. Dankeschön dafür ich bin gespannt wie es weiter gehen wird.
24. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 18.02.25 07:56

Ich will euch nicht zu lange auf die Folter spannen. Hier das nächste Kapitel...


8.
Die Tage zogen in ihrer Eintönigkeit so dahin. Jeder Tag war praktisch gleich. Wecken, Toilettengang unter den Blicken vieler anderer Ponys (woran ich mich langsam gewöhnte), dann Fütterung (das Wort ‚Frühstück‘ wollte ich dabei vermeiden, jede Mahlzeit war schließlich gleich), Training, Erholung, zweites Training, Fütterung, Toilettengang, drittes Training, Erholung (bei schönem Wetter auf der Koppel), viertes Training, Fütterung, Toilettengang, Nachtruhe.

Es gab praktisch keine Abwechslung, außer gelegentlich einem anderen Trainer, weil der ‚persönliche‘ einen freien Tag hatte, und die Erholungsphasen, die je nach Wetter innen oder draußen stattfanden. In dieser gesamten Zeit wurde nicht ein einziges Mal der Schlauch um meine Arme geöffnet oder der Gürtel abgenommen (außer der Öffnung zum Toilettengang). Aber meine Arme waren eh für mich praktisch nicht mehr existent, da ich nichts mit ihnen anfangen konnte, außer schmerzhaft darauf zu liegen. Alles, wofür ich früher meine Hände gebrauchte, wurde von den Trainern erledigt, sogar die Reinigung nach dem Toilettengang.

Und doch war ich irgendwie glücklich. Ich bemerkte eine Veränderung an mir. Neben der physischen Veränderung, die sich in verbesserter Ausdauer, besserer Beweglichkeit und mehr Kraft äußerte, bemerkte ich auch eine Veränderung in mir. Ich war viel ruhiger, mich regte eigentlich nichts mehr auf, und ich dachte auch nicht mehr so viel nach. Der Trainer sagte mir, was ich tun sollte, und ich tat es. Er entschied, wann und was ich essen sollte und wann ich mich erleichtern durfte. Mein Geist wurde irgendwie frei. Ich spürte zwar immer noch dieses Brennen in der Körpermitte, diese ständige Erregung, aber sie dominierte und bestimmte mein Leben nicht mehr.

Und so merkwürdig es klang: ich dachte manchmal an Marc, aber ich vermisste ihn nicht. Er war Teil meiner Vergangenheit und womöglich auch meiner Zukunft, aber definitiv nicht meiner Gegenwart. Und ich lebte derzeit ausschließlich in der unmittelbaren Gegenwart, zwischen Training, Fütterung und Nachtruhe.

So klopfte es eines Tages an die Türe des Trainingsraums und Michelle rief „herein“. Und da stand Marc in der Türe. Sofort schaltete mein Hirn um. Ich rannte ihm entgegen, wurde aber bereits nach wenigen Metern abrupt von der Leine an der Trense schmerzhaft gestoppt. Kurz darauf stach es zweimal besonders scharf an meinen Pobacken. Michelle hatte mit aller Kraft die Gerte über meinen Hintern gezogen.
„‘Purple‘, wer hat dir erlaubt, das Training zu unterbrechen und dich von mir wegzubewegen? Sofort auf die Knie!“

Wie im Reflex sank ich in dem weichen Sandboden auf die Knie.
„Blick senken und verharren!“, befahl Michelle und ich gehorchte, während Michelle auf Marc zuging und sich leise mit ihm unterhielt. Schließlich kam sie zurück.
„Aufstehen!“, befahl sie. „Wie begrüßt man den Leiter und Inhaber dieses Gestüts gebührend?“

Wie ich es zig Male trainiert hatte, neigte ich den Blick zu Boden und machte einen Knicks.
„Danke, ‚Purple‘, für die würdige Begrüßung“, hörte ich Marc sagen, aber ich wagte es nicht, ihn anzusehen. Die Angst vor Michelles Bestrafung war größer als die Sehnsucht, meinen Geliebten anzublicken.
„Du darfst ihn ansehen, ‚Purple‘“, meinte Michelle. „Aber du rührst dich nicht von der Stelle.“

War ich inzwischen zu einer willenlosen, dressierten Puppe geworden? Immerhin hatte ich verinnerlicht, dass unbedingter Gehorsam das zentrale Element eines Ponys war und über jeglichen persönlichen Wünschen stand. Und dennoch war ich irgendwie stolz auf mich. Ich hatte, zumindest teilweise, meine Bewährungsprobe bestanden und Gehorsam bewiesen.

Und noch etwas Seltsames geschah in mir. Ich sah Marc an und war stolz darauf, mich ihm so präsentieren zu können. Klar, diese heißen Nächte mit ihm waren toll, aber tief in meinem Inneren war ich wohl wirklich ein Pony. Eines, das jetzt strahlend vor seinem Besitzer stand und ihn hoffentlich stolz machte.

„Ich lass euch dann mal weitermachen“, verabschiedete sich Marc.
„Verabschiede dich gebührend, ‚Purple‘“, befahl Michelle und wieder senkte ich den Blick und machte einen Knicks.
„Danke, ‚Purple‘, danke Michelle! Bis bald mal wieder!“ Und schon war er aus meinem Blickfeld verschwunden und ich hörte die Türe schlagen. Innerlich jubelte ich. ER hatte mich zuerst genannt. Ich stand in seinen Augen über Michelle!

Doch noch war nicht alles überstanden.
„Für dein ungebührliches Verhalten vorhin erhältst du vier Schläge mit der Gerte. Beuge dich vor!“ Und ohne weitere Vorwarnung stach es vier mal äußerst heftig auf meinem Hintern. Heute Nacht würde ich kaum schlafen können!
„So, hiermit ist der Vorfall vergessen“, meinte Michelle, „aber erinnere dich zukünftig immer daran. Ohne meine Erlaubnis machst du keinen einzigen Schritt alleine. Auch nicht, wenn dein Geliebter in der Türe steht.“



25. RE: Die Permanenten

geschrieben von goya am 18.02.25 14:37

Danke für den neuen Teil...

Liebe Grüße

goya
26. RE: Die Permanenten

geschrieben von Erika2 am 18.02.25 16:07

So liebevoll, wenn auch sehr streng umsorgt zu werden ist doch so schön, da folgt pony doch gerne auf`s Wort und ist für Strafen bei Ungehorsam dankbar.
27. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 19.02.25 07:47

Vielen Dank für eure Kommentare!


9.
Endlich wurde die Routine durchbrochen, oder jedenfalls fühlte es sich für mich so an. Michelle hatte mir offenbart, dass ich vor dem ersten Training heute meine endgültigen Hufstiefel bekommen würde. Ich war aufgeregt wie früher als Kind an Weihnachten. Ich würde endlich zu einem vollwertigen Pony werden! Die Zeit der Trainingsstiefel war endlich vorbei, auch wenn die Absätze von Woche zu Woche immer höher und das Gehen immer schwieriger wurde. Aber ich sah es als Herausforderung, der ich mich stellen musste. Bei meiner Pony-Ehre!

So konnte ich es kaum erwarten, als Michelle nach dem ‚Frühstück‘ kam und mir wieder die Zungenplatte einsetzte. Sie erkannte das Leuchten in meinen Augen und strich mir über den Kopf.
„Freust du dich?“
Ich nickte überdeutlich.
„Dann lass uns gehen!“

Im Umkleideraum nahm sie mir meine Trainingsstiefel ab und ließ mich einen Moment so stehen. Es war schmerzhaft, mich wie früher flach auf den Boden zu stellen, da sich meine Füße bereits an die überstreckte Stellung gewöhnt hatten. So stellte ich mich auf meine Zehenspitzen, auch wenn das auf Dauer anstrengend war und ohne Arme zum Ausgleich viel Balance erforderte. Würde ich nach meiner Zeit als Pony jemals wieder meine geliebten Sneakers tragen können? Unwichtig, sich Gedanken um ‚später‘ zu machen. Ich lebte schließlich ‚jetzt‘.

Dann legte mir Michelle die Hufstiefel an. Die Fußhaltung war die gleiche wie bei den letzten Stiefeln, aber es fehlte die hintere Stütze. Michelle stand bei meinen ersten Schritten hinter mir, um mich im Notfall aufzufangen.
„Du musst das Gewicht mehr nach vorne verlagern. Probier‘s mal.“
Ich ging wieder ein paar Schritte. „Ja, so klappt das. Ab in den Trainingsraum.“

Alle Gangarten, alle Figuren, alle Verbeugungen musste ich nun mehrfach wiederholen, um sie auch in den neuen Stiefeln zu bewältigen. Ich platzte fast vor Stolz, als Michelle mich zur Pause in meine Box führte. Und ich sah es ihr an. Sie war ebenfalls stolz auf ihre Schülerin. Doch dann kam der Schock. Michelle befahl mir, mich auf die Pritsche zu setzen, ging aber nicht wie üblich.

„Mit dem Anlegen der Hufstiefel ist deine Novizen-Ausbildung abgeschlossen. Das heißt, ich bin nicht mehr für dich zuständig. Ab sofort wird Paul dich weiter trainieren. Mach‘s gut! Ich denke, wir sehen uns nach deiner Zeit hier als Pony im Herrenhaus wieder.“
Ich sah sie traurig an. Michelle war streng, aber gerecht und eine gute Lehrerin. Ich mochte, ja, ich liebte sie. Und jetzt ging sie einfach.

„Komm her“, meinte Michelle plötzlich. Ich stand auf und Michelle umarmte mich zum ersten Mal. „Mach‘s gut, meine Kleine“ flüsterte sie, den Tränen nahe.
Dann ließ sie abrupt ab, drehte sich um und schloss die Türe hinter sich. Eine neuer Abschnitt begann.

Zum Glück dauerte die Zeit mit Paul nicht allzu lange. Paul war ebenfalls streng wie Michelle, genauso fair wie sie und eigentlich auch ganz nett. Aber er war ein Mann! Ich wollte keinen Mann an mich heranlassen, der nicht Marc war. Aber Ponys hatten kein Recht (und auch keine Möglichkeit) zu entscheiden. So entschied er über meine Fesseln, mein Essen, mein Training und putzte mir auch den Hintern, was ich als besonders demütigend empfand. Wie es wohl für ihn war, ständig eine junge, hübsche Frau um sich zu haben, der er zu guter Letzt auch den Intimbereich reinigte, ohne sie je haben zu können? Diese Gedanken machten es mir leichter, mich auf das nahende Ende meiner Pony-Zeit vorzubereiten.

* * *

Paul führte mich in den Duschraum und befestigte meine Leine an dem Haken an der Decke und ließ mich allein. Es dauerte allerdings nicht lange, bis die Türe aufging und Marc hereinkam. Ich strahlte, und Marc ging direkt auf mich zu und nahm mich in seine Arme.

„Wie geht es dir, mein Schatz? Du hast mir so gefehlt.“
Ich drückte mich an ihn.
„Soll ich dir die Trense abnehmen?“, fragte er sanft und ich nickte.
Zärtlich öffnete er alle Schnallen und nahm mir die Trense samt Platte aus dem Mund. Ich wollte etwas sagen, aber es fiel mir schwer, da meine Zunge so lange stillgelegt worden war. So suchte ich einfach nur seinen Mund zu einem Kuss.

„Soll ich dich weiter befreien?“, flüsterte er mir ins Ohr.
„Ja, bitte“, flüsterte ich.
„Womit soll ich anfangen?“
„Die Arme, damit ich dich umarmen kann.“

Er öffnete den Schlauch und befreite mein Handgelenk, doch dann schrie ich auf vor Schmerz. Marc reagierte sofort und legte die Hand wieder zurück in den Schlauch.
„Oh mein Schatz, entschuldige! Ich habe ganz vergessen, dass deine Arme jetzt etwas steif geworden sind von der langen Fesselung. Ich versuche es jetzt noch einmal, aber vorsichtiger. Es wird immer noch etwas wehtun, aber das wirst du aushalten.“

Er massierte meine Arme und hob sie langsam und bedächtig aus dem Beutel heraus. Es tat immer noch weh, aber nicht mehr so stechend wie vorhin. Schließlich hingen sie an meiner Seite und Marc bewegte sie vorsichtig, um die Muskeln wieder zu aktivieren.
„Kannst du meine Arme um deine Schultern legen?“, fragte ich ihn zärtlich.
„Natürlich, mein Schatz.“
Endlich konnte ich ihn umarmen, wenn auch nicht ganz aus eigener Kraft.

Noch mit meinen Armen um seine Schultern öffnete er mir den Gürtel und ließ ihn einfach fallen. Er griff mir einfach in den Schritt und streichelte meine Klitoris.
„Und wie geht es dir da unten?“
„Besser als gedacht. Am Anfang habe ich es kaum ausgehalten, aber irgendwann hatte ich meinen Frieden mit dem Gürtel geschlossen. Aber jetzt freue ich mich trotzdem auf dich.“
„Das ist schön“, grinste Marc mich an. „Und jetzt noch die Stiefel.“

„Nein, Marc!“ Ich sah ihn etwas entsetzt an. „Ich kann ohne hohe Absätze nicht mehr laufen. Kann ich sie anbehalten, bis wir neue Stilettos für mich gekauft haben?“
„Ich denke, es reicht, wenn du sie bis zum Herrenhaus anbehältst. Dann leihe ich von Michelle ein Paar für dich, die müssten dir passen. Und morgen fahren wir einkaufen. Aber jetzt noch eine letzte Dusche für dich, um das Pony-Leben von dir abzuwaschen, und dann gehen wir. Okay?“

Ich blieb stehen, währen Marc die gesamte Ausrüstung beiseite schaffte, und dann kam auch schon das Wasser aus dem Duschkopf. Heißes Wasser! Welcher Luxus nach all den kalten bis allenfalls lauwarmen Duschen der letzten Wochen! Inzwischen konnte ich meine Arme wieder so kontrollieren, dass ich mir in die Haare greifen und das Shampoo, das Marc mir reichte, einmassieren konnte. Schließlich kam Marc mit einem Handtuch und rubbelte mich ab, bevor er mich in einen langen, weißen Bademantel hüllte.
„Lass uns gehen, mein Schatz.“
„Gehen wir diesmal zu dir“, grinste ich ihn an. Hatte ich mein Leben als Pony so schnell abgeschüttelt?



28. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 20.02.25 07:12

10.
Der Alltag war zurückgekehrt. Nach einem letzten romantischen Abend im Herrenhaus und einer leidenschaftlichen Nacht musste ich wieder zurück in mein ‚altes‘ Leben. Obwohl es eigentlich meine Heimat war, kam mir meine kleine Wohnung irgendwie leer und kalt vor. Dazu jeden Tag Akten bearbeiten, die cholerischen Anfälle meines Chefs aushalten und mich mit bornierten Kunden herumärgern.

Marc und ich telefonierten täglich und besuchten uns an den Wochenenden wann immer es ging. Marc war auch einige Male bei mir, aber es war nicht ansatzweise so bequem und romantisch wie in seinem Herrenhaus. Uns wurde klar, dass sich etwas ändern musste.

Ein paar Wochen später kam er erlösende Anruf.
„Ich möchte dir ein Angebot machen“, fing Marc geheimnisvoll an. „Doch ich weiß jetzt schon, was du sagen wirst!“
„Mach‘s nicht so spannend.“
„Gut. Eine Mitarbeiterin bei uns hat gekündigt. Unsere Buchhalterin. Und ich wollte dich fragen, ob…“
„Ich will!“, unterbrach ich ihn sofort freudestrahlend.
Marc lachte. „Du weißt doch noch gar nicht, was ich sagen will.“
„Doch! Ich nehme den Job!“

„Das ist super. Du wirst aber Monique unterstellt sein. Einerseits ist es ihr Zuständigkeitsbereich, andererseits ist es wichtig für die Trennung von Geschäft und Privatem.“
„Ich nehme ihn trotzdem!“, verkündete ich überglücklich. Obwohl ich mit Monique nicht so recht klar kam, wollte ich den Job haben. Ich wäre ständig in Marcs Nähe. Und in Nähe der Ponys!
„Ab wann?“, fragte ich ungeduldig.
„Ab nächstem Monat, wenn das mit deiner Kündigung klappen würde.“
Ich konnte kaum an mich halten. „Ich kündige sofort und nehme unbezahlten Urlaub bis zum offiziellen Termin!“
„Super! Möchtest du ein eigenes Appartement oder bei mir einziehen?“
„Natürlich bei dir!“
„Gut! Dann erwarte ich dich am Wochenende mit samt deiner wichtigsten Habseligkeiten. Den Rest lasse ich später mal holen.“

* * *

Die kommenden Tage waren angefüllt mit Organisatorischem. Den Job kündigen, dem Chef klarmachen, dass ich sofort aufhören würde (was ihm gar nicht gefiel), die Wohnung kündigen, ebenso Telefon, Strom und so weiter. Und natürlich packen. Am Samstag hatte mir Marc einen Angestellten mit einem kleinen Lieferwagen vorbeigeschickt, in dem ich die wichtigsten Dinge verstaute. Dafür war ich ihm dankbar, denn ich besaß kein eigenes Auto und wollte nicht alles mit der Bahn transportieren.

Marc erwartete mich bereits und wir begrüßten uns innig. Doch diesmal war es anders. Es war nicht nur ein Besuch, sondern ein neuer Schritt in eine gemeinsame Zukunft. Mein zeitweises Bett würde nun mein ständiges werden und mein temporärer Schrank mein endgültiger. Ich war ein wenig nervös, aber die Vorfreude überwog.


Gleich am folgenden Montag hatte ich mein erstes Gespräch mit Monique. In meinem Bauch machte sich eine gewisse Nervosität breit, weil unserer bisheriger Kontakt immer eher distanziert-kühl verlaufen war. Doch ich wurde überrascht.
„Guten Morgen Sonja. Komm herein und setzt dich“, empfing sie mich. „Kaffee?“
„Gerne, Frau Monique.“
„Wir sind hier alle auf ‚du‘, also nur Monique, okay?“
„Gerne.“ Der Knoten in meinem Magen schien sich bereits ein wenig zu lösen.
„Also, du bist gelernte Steuerfachangestellte, wie mir Marc berichtete, richtig?“
„Richtig.“

„Du kennst dich also mit Buchhaltung, Steuern und so weiter aus?“
„Ja, genau.“
„“Prima. Unsere Buchhalterin wird uns verlassen. Sie hat sich um diese Finanzangelegenheiten gekümmert, mich beraten und unterstützt, war also fast ein wenig meine persönliche Assistentin. Traust du dir das zu?“
„Ich denke schon.“

„Hervorragend. Katrin, deine Vorgängerin, ist noch diese Woche hier. Du kannst also gleich anfangen und dich von ihr einarbeiten lassen. Ich stelle euch gleich vor und zeige dir dein Büro.“
„Prima.“

„Eine Sache wäre da allerdings noch“, fügte Monique mit einem etwas ernsteren Blick zu. „Wie du weißt, sind wir hier ein etwas, ähm, sagen wir ‚besonderes‘ Unternehmen mit sehr speziellen Kunden und Dienstleistungen.“ Jetzt musste sich doch ein wenig lächeln und ich sah sie erwartungsvoll an.

„Ich weiß nicht, ob Marc dir schon etwas davon erzählt hat. Aber jeder, wirklich jeder Mitarbeiter hier muss wissen, was wir hier machen und welche Bedürfnisse unsere Kundinnen haben. Daher muss jeder zu Beginn seiner Anstellung vier Wochen lang eine Ausbildung zum Pony durchlaufen.“
„Die Männer auch?“, fragte ich neugierig dazwischen.

„Ja, die Männer auch. Die schicken wir zu einem befreundeten Gestüt, das sich auf die Ausbildung von Hengsten spezialisiert hat. Aber zurück zum Thema. Da du ja bereits eine Ausbildung durchlaufen hast, könnten wir dir diese Zeit anrechnen.“

Alle Nervosität war verflogen und das Kribbeln im Bauch war schlagartig wieder da. Jetzt musste ich mich zusammenreißen.
„Nein, ich möchte keine Sonderbehandlung. Ich werde, wie alle anderen, vier Wochen als Pony absolvieren.“
Jetzt lachte Monique laut auf. „Genau das hatte mir Marc prophezeit! Du scheinst dieses Leben als Pony zu mögen. Gut, dann soll es so sein. Diese Woche Einarbeitung, dann vier Wochen als Pony und dann steigen wir richtig ein. Einverstanden?“ Sie erhob sich und reichte mir ihre Hand über den Schreibtisch.
„Einverstanden!“, meinte ich strahlend und drückte ihre Hand.

* * *

Am Abend kuschelte ich mit Marc im Bett und ließ den Tag Revue passieren.
„Als ich Moniques Büro verlassen hatte, fiel mir ein, dass wir überhaupt nicht über Dinge wie Gehalt oder Urlaub gesprochen hatten“, meinte ich nachdenklich. „Und eine Arbeitsvertrag unterzeichnet habe ich auch nicht.“
„Das holen wir nach. Keine Sorge, wir werden dich nicht über den Tisch ziehen. Das Gehalt wird deutlich besser sein als dein bisheriges und der Urlaub ist eh gesetzlich geregelt.“
„Da bin ich beruhigt. Aber ich hätte noch eine Bitte.“
„Ja, welche?“

„Wenn ich wieder als Pony in den Stall gehe, könnte ich dort eine weibliche Trainerin bekommen? Mit Männern fühle ich mich unwohl. Weißt du, ich möchte, dass du der einzige Mann bist, der mich da unten berührt.“
„Oh, das ehrt mich“, meinte Marc mit einem Schmunzeln. „Ich werde sehen, was sich machen lässt. Immer wird es nicht klappen; zumindest an den Wochenenden wirst du auch mal einen Mann akzeptieren müssen, aber deine Haupttrainerin wird eine Frau sein. Ich habe da schon eine im Auge, die zu dir passen wird.“
„Danke, Marc!“




29. RE: Die Permanenten

geschrieben von goya am 20.02.25 07:28

Da haust du ja einen Teil nach dem anderen raus...

Respekt und vielen Dank...

Liebe Grüße

goya
30. RE: Die Permanenten

geschrieben von Blackrubberhorse am 20.02.25 16:17

Oh- ein 'Hengstgestüt'...
Würde mich freuen, wenn es dazu ein paar Infos mehr in der Story oder sogar einen Besuch der Protagonisten dort gäbe.

Freue mich schon auf alle noch kommenden Teile der Story!
31. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 21.02.25 07:14

Vielen Dank für eure Kommentare!

@Goya: Ja, ich haue einen Teil nach dem anderen raus, aber die meiste Arbeit liegt bereits hinter mir. Die Geschichte ist bereits komplett fertig geschrieben, und jetzt werde ich, soweit möglich, jeden Tag ein Kapitel veröffentlichen.

@Blackrubberhorse: Ich kann dein Interesse für die Hengste nachvollziehen, aber die Geschichte wird aus Sicht der weiblichen Protagonistin erzählt. Wie wahrscheinlich wird es sein, dass diese als Frau je ein Gestüt für Hengste betreten wird, geschweige denn, von innen sieht?


11.
Nach einer eher langweiligen Woche mit Einarbeitung, Schreibtisch beziehen, Kollegen kennenlernen und so weiter freute ich mich wie ein kleines Kind auf die kommenden vier Wochen. Warum eigentlich? Mich erwarteten ein langweiliger Tagesablauf, ein anstrengendes Training, eintöniges Essen und eine harte Pritsche, von den diversen Fesselungen und Einschränkungen ganz schweigen. Und doch kribbelte es unentwegt in meinem Unterleib. Vier Wochen in ständiger Erregung, ohne Chance auf Erlösung… Der Gedanke daran verstärkte dieses Kribbeln immer weiter.

So war ich regelrecht hibbelig, als mich Marc in den Umkleideraum begleitete. Dort wartete bereits eine Frau mittleren Alters auf mich.
„Hallo, das ist Helena“, stellte mir Marc die Frau vor, „deine Betreuerin für die nächsten Wochen. Und das ist ‚Purple‘.“
Helena reichte mir die Hand. „Ich habe schon gesehen, du bist bereits ausgebildet.“
„Genau“, antwortete Marc für mich. „Sie bekommt die fortgeschrittene Ausbildung. Volle Ausrüstung vom ersten Tag an, und keinerlei Sonderprivilegien, nur weil sie mit dem Chef liiert ist.“
Ich sah, wie Marc grinsen musste, aber Helena blieb ernst.
„Verstanden“, meinte sie nur kurz und wandte sich zu mir. „Na, dann wollen wir mal.“

Marc gab mir noch einen letzten Kuss auf die Backe und drehte sich um.
„Ich habe schon alles vorbereitet. Noch irgendwelche letzten Fragen?“
„Nein. Ich bin bereit.“
„Prima!“

In kürzester Zeit war ich voll ausgerüstet. Die Hufstiefel waren noch ein wenig ungewohnt, aber nach ein paar Minuten konnte ich wieder sicher laufen. Helena klinkte die Führungsleine ein und führte mich in den Flügel mit den Ställen. Diesmal bekam ich eine andere Box, die sich aber in keinem einzigen Detail von der letzten Box unterschied.

Mit den Worten „Dein erstes Training beginnt nach der Mittagsfütterung“ ließ sie mich alleine in der Box und verschloss die Türe. Jetzt hatte ich einen halben Tag alleine hier in der Box, um mich in meinem neuen Leben zu akklimatisieren.

Das erste Training diente dazu, meinen Leistungsstand und meine Fitness zu testen und auszureizen. Und es fühlte sich anders an als mit Michelle. Während von Michelle eine gewisse Wärme und Empathie ausging, war Helena ausgesprochen kühl und sachlich. Und sie forderte mehr. Bereits in der ersten Trainingseinheit bekam ich mehrfach ihre Gerte zu spüren, was ich allerdings nicht als Strafe, sondern als Ansporn empfand. Vom ersten Moment an versuchte ich, einhundert Prozent zu geben und wurde am Ende wieder mit dieser Endorphinausschüttung belohnt, diesmal allerdings ohne lobende Worte von Helena.

* * *

Das Wetter war herrlich und so durften wir fast jeden Nachmittag auf die Weide. Wie bereits beim letzten Mal waren alle anderen Ponys mit sich selbst beschäftigt und nicht an einem Kontakt interessiert, aber das war mir gleichgültig. Mein Blick klebte jedes mal an dieser Koppel am Hang gegenüber, auf der sich andere Ponys tummelten.

Im Gegensatz zu dem traurigen Haufen um mich herum schienen sie fröhlich zu sein, berührten sich und schienen miteinander zu toben. Auch sie hatten keine Arme wie wir, aber ihre Ausrüstung unterschied sich, selbst auf diese Entfernung, optisch eindeutig von der unsrigen. Wer waren diese Ponys? Warum hatte mir Marc nie etwas von weiteren Ponys hier auf dem Hof erzählt? Und warum waren sie so anders als wir, nicht nur optisch, sondern auch vom Verhalten? So sehnte ich mich nach jedem Freigang und hoffte, vielleicht nur durch Beobachtung mehr zu erfahren.




32. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 22.02.25 07:47


12.
Als ich diesmal die Trainingshalle betrat, war ich überrascht, dass ich nicht alleine war. „Das ist ‚Orange‘, und das ‚Purple‘“, stellte uns die mir unbekannte Trainerin vor. ‚Orange‘ hatte ich schon mal auf der Koppel gesehen, aber sie hatte sich damals weggedreht wie alle anderen auch.
„Wir werden heute erstmals eine Zweier-Dressur probieren“, verkündete sie.

Wir mussten uns nebeneinander stellen und dann mit Paradeschritt durch die Halle stolzieren, während sie uns mit Kommandos dirigierte. Spätestens am Ende der Halle, wo wir einen Bogen beschreiben sollten, war es mit dem Gleichtakt vorbei. Ich spürte, dass ‚Orange‘ mich nicht mochte und nur hier mit mir zusammen war, weil sie es musste. Und ehrlich gesagt ging es mir genauso. Dass das schlechte Voraussetzungen für ein ‚Team‘ waren, lag auf der Hand.

Doch die Trainerin wusste sich zu helfen. Sie stellte sich hinter uns, und sobald eine von uns aus dem Takt oder dem Tritt kam, bekam sie mit der Gerte eine übergezogen. Das wirkte, und schließlich schafften wir es wirklich, zwei Runden durch die gesamte Halle zu paradieren. Schließlich band sie uns beide an dem zentralen Pfosten an und verließ die Halle. ‚Orange‘ versuchte gleich, auf die maximal mögliche Distanz zu gehen, doch diese Blöße wollte ich mir nicht geben und blieb einfach stehen, wo ich war.

Kurz darauf ging die Türe wieder auf und die Trainerin zog eine Art Karren hinter sich her. Was das ein Sulky? Der Breite nach zu urteilen, war es für zwei Ponys gebaut, was auch das gemeinsame Training erklärte. Noch mit unseren Leinen am Pfosten dirigierte sie uns vor das Sulky, befestigte die Zugstangen irgendwo an unserem Ledergürtel (jetzt wusste ich auch, wofür diese Laschen seitlich benötigt wurden), löste die Führungsleinen und befahl uns, loszutraben.

Wieder zuerst nur verbal, was erneut scheiterte, dann mit der Motivationshilfe der Gerte, was gleich besser klappte. Schließlich traute sie sich sogar, sich auf den Sitz zu setzen und uns durch die Halle zu dirigieren, wobei sie jetzt eine Peitsche benutzte, die wohl zum Sulky dazu gehörte.

Die nächste Stufe war die Befestigung von Zügeln an unseren Trensen. Erst demonstrierte sie uns vorsichtig, welche Befehle es gab, und schon ging es los. Die Steuerung war schmerzhaft und schnitt in meinen Mundwinkeln ein, aber ich hatte keine Wahl. Immerhin ging es besser als nur mit verbalen Kommandos.

Am Nachmittag würde ich wieder mit ‚Orange‘ vor das Sulky gespannt, doch diesmal ging es raus auf die Koppel. Erst gemächlich, doch dann immer schneller fuhren wir über die gesamte Länge der Koppel fast bis zum Waldrand. Dort ließ uns die Trainern kurz ausruhen und gab uns sogar Wasser aus einer Spritzflasche. Dann ging es wieder zurück. Ich erkannte in der Ferne die Koppel auf der anderen Talseite. Diesmal schien sie leer zu sein, aber dennoch wuchs meine Neugier, was sich dort verbarg. Es fühlte sich fast wie eine Sehnsucht an, diesen Ort zu besuchen, der für mich vermutlich unerreichbar bleiben würde.

Doch diese Ablenkung und Träumerei brachte mich aus dem Tritt und ich wäre sogar beinahe gestürzt, was mir einige heftige Hiebe mit der Peitsche einbrachte. Ich befürchtete bereits, das ich diese Nacht nicht würde schlafen können… Wieder in der Halle musste ich mir noch zusätzlich eine Standpauke anhören, dass ich als Pony gefälligst permanent konzentriert zu sein habe und ich hatte den Eindruck, als würde ‚Orange‘ meine Demütigung genießen.

* * *

Trotz der Eintönigkeit der Tage versank ich wieder in meinem Leben als Pony. Ich verschwendete keinen Gedanken an den neuen Job oder das zukünftige gemeinsame Leben mit Marc, sondern genoss die innere Ruhe, die sich in mir ausbreitete. Es machte mir nichts aus, dass mein Leben als Pony allerlei Restriktionen unterlag und komplett fremdbestimmt wurde.

War es das im Grunde nicht auch im zivilen Leben so? Montag bis Freitag Akten bearbeiten und die Dinge tun, die der Chef vorgab. Dabei immer unter Zeitdruck, und wenn es mal nichts zu tun gab, musste man zumindest so tun als ob man schwer beschäftigt war. Hier hingegen gab es nur das ‚Jetzt‘. Wenn mein Training beendet war, war es beendet und der nächste Punkt, die Fütterung stand an. Und danach das Klo. Und so weiter. Niemals zwei Dinge gleichzeitig. Trotz aller körperlicher Herausforderungen gab es keinen Stress. Alles hatte seine Ordnung und seinen festen Platz im Gefüge. Das gab mir eine unglaubliche Sicherheit und inneren Frieden.

Doch leider wusste ich auch, dass mein Leben als Pony zeitlich befristet war und ein definiertes Ende hatte. Obwohl ich jegliches Gefühl für die Zeit verloren (oder verdrängt?) hatte, war mir spätestens im dem Moment klar, dass es wieder vorbei war, als meine Trainerin mich in dem Duschraum unter der Dusche festmachte. Ich wusste nicht warum, aber diesmal fesselte sie noch zusätzlich meine Beine. Wohin hätte ich denn rennen können, mit der Leine im Haken unter der Decke? Oder ahnte sie, dass ich versuchen würde, IHM, meinem geliebten Marc, entgegenzulaufen?

ER. Mein Hirn schaltete bei dem Gedanken sofort um. Ich freute mich auf seine starken Arme, die mich halten würden. Auf die fast schon rituelle Entfesselung. Der Abend mit IHM. Die Zeit als Pony war für mich in diesem Moment abgeschlossen, als ich IHN hereinkommen sah.

„Aarg!“



33. RE: Die Permanenten

geschrieben von Neuschreiber63 am 22.02.25 07:59

Gibt es jetzt eine böse Überraschung für unser Pony...?
Ich habe keine Ahnung, was das sein könnte...
34. RE: Die Permanenten

geschrieben von Fazer-Tom am 22.02.25 09:35

Jetzt erst gelesen und ich muß sagen es macht Spaß die Geschichte zu verfolgen.


Tom
35. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 23.02.25 08:20

Vielen Dank für eure Kommentare!

@Neuschreiber63: Nein, ich werde nichts spoilern...


13.
Am Abend, nachdem mich Marc aus dem Ankleideraum abgeholt hatte, lagen wir wieder in seinem Bett, aber meine Neugierde war größer als das Bedürfnis, den fehlenden Sex der vergangenen Wochen nachzuholen. So kuschelten wir und ich spielte mit seinem Brusthaar, bis ich meine Neugier schließlich nicht mehr zurückhalten konnte.

„Marc, sag mal, wer sind eigentlich diese Ponys auf der Koppel gegenüber im Tal?“
„Das sind die ‚Permanenten‘“, gab Marc kurz und ohne zu zögern zurück.
„Die Permanenten? Von ‚permanent‘ wie ‚dauerhaft‘?“
„Genau.“
„Und was sind das für Ponys? Und warum weiß ich als Partnerin des Chefs nichts davon?“

Jetzt drehte sich Marc zu mir und lächelte mich an. „Wenn ich sagen würde, ‚das geht dich nichts an‘, würdest du mich pausenlos löchern, bis ich weich würde, richtig?“
„Richtig“, grinste ich zurück.
„Also gut, du hast gewonnen. Nun, für eine Antwort muss ich ein wenig ausholen. Es gibt immer wieder Frauen, die nach einem oder mehreren Aufenthalten hier bei uns fragen, ob es nicht eine Möglichkeit gäbe, dauerhaft als Pony zu leben. Und dafür haben wir das Programm der ‚Permanenten‘ geschaffen. Die ‚Permanenten‘ sind erfahrene Ponys, die sich für ein ständiges Leben als Pony entschieden haben. Weil ‚dauerhaft‘ ein wenig andere Anforderungen stellt als die normalen ‚temporären‘ Ponys, gelten für sie etwas andere Bedingungen.“

Ich sah ihn nur fragend an.
„Und warum ich dir nichts davon erzählt habe? Nun, dieses Programm könnte in der Öffentlichkeit falsch verstanden werden. Man könnte in der Zeitung schreiben, dass wir hier Frauen lebenslang einsperren oder so, auch wenn das absolut nicht stimmt. Daher erfahren auch ‚normale‘ Ponys nichts von diesem Programm. Und je weniger Leute davon wissen, umso besser.“

„Okaaay“, meinte ich nachdenklich, „aber was muss ich mir unter ‚etwas anderen Bedingungen‘ vorstellen?“
„Ich wusste, dass diese Frage kommen würde“, lachte Marc. „Also gut. Diese Ponys haben gefesselte Arme und Hufstiefel wie alle anderen Ponys auch. Aber sie tragen keinen Ledergurt um die Hüfte, sondern einen pflegeleichteren Gürtel aus Edelstahl, der praktisch nie geöffnet wird. Das heißt, dass sie praktisch die gesamte Zeit enthaltsam leben müssen.“

Ich klebte förmlich an seinen Lippen und in meinem Leib fing es wieder an zu kribbeln. Was war los mit mir?

„Ebenso tragen sie einen sehr speziellen Zungenknebel, der ihre Zunge nicht nur herunterdrückt, sondern in einer Tasche fixiert. Damit können sie keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen und bekommen daher flüssige Astronautenkost mit allen Nährstoffen und Vitaminen. Damit entfällt auch die Sauerei, die normale Ponys bei der Fütterung verursachen, du erinnerst dich?

Und ihre Lebensweise ist eine andere. Wir möchten, dass die Ponys auch mental gesund bleiben. Daher leben sie nicht in Einzelboxen, sondern als Herde zusammen, sogar nachts im Stall. Sie können und dürfen sich berühren und kommunizieren, was sie auch ausgiebig tun. Wobei ich mir eine Kommunikation ohne Sprache und Arme schwierig vorstelle, aber sie schaffen es irgendwie.“

„Damit ich es richtig verstehe: diese Ponys sind also noch strenger gefesselt als wir? Und wie lange?“
„Wie der Name schon sagt: permanent. Bei der Aufnahme werden ihnen die Fesseln angelegt und praktisch nie mehr abgenommen, im Extremfall bis zu ihrem Lebensende.“

Das Kribbeln in meinem Unterleib wurde immer stärker. Was war bloß los? Ich musste den Druck abbauen. Also meinte ich nur lakonisch „das ist interessant, aber jetzt brauche ich dich“, und stürzte mich auf Marc.




36. RE: Die Permanenten

geschrieben von goya am 23.02.25 09:39

Vielen Dank...

Was unsere Protagonistin wohl noch alles erleben wird?

Liebe Grüße

goya
37. RE: Die Permanenten

geschrieben von ball am 23.02.25 10:13

Dankeschön
Ich freue mich schon wie es mit der Geschichte weiter gehen wird.
38. RE: Die Permanenten

geschrieben von Neuschreiber63 am 23.02.25 14:55

Zwei Herzen schlagen ach in meiner Brust:
Das eine sagt, ich liebe ihn, das andere sagt, ich will ein Pony sein - für immer...
39. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 24.02.25 07:39

Vielen dank für eure Kommentare!


14.
Nach einem eher langweiligen Arbeitstag lagen wir wieder zusammen kuschelnd im Bett.
„Marc, diese Sache mit den ‚Permanenten‘ lässt mir keine Ruhe.“
„Das dachte mich mir schon, dass ich gestern die Büchse der Pandora geöffnet habe.“
„Darf ich weiter fragen?“
„Ja du darfst. Ich hoffe, dass ich dir nichts Verbotenes erzähle.“
„Prima. Wie viele ‚Permanente‘ gibt es eigentlich? Und wie lange sind die schon da?“

„Derzeit sind es, glaub ich, fünf ‚Permanente‘. Die neueste ist seit einem Jahr bei uns, und die längste sicher schon über fünf. Das wechselt immer wieder, wenn neue kommen und ältere gehen.“
„Wenn ältere gehen? Ist es möglich auszusteigen?“
„Selbstverständlich. Wir wollen ja niemanden gegen seinen Willen festhalten, und schon gar nicht lebenslang.“
Und wie können die Ponys aussteigen, wenn sie nicht sprechen können und permanent gefesselt sind?“

„Dazu muss ich ein wenig ausholen, wie der Prozess abläuft, um eine ‚Permanente‘ zu werden. Also, eine Frau erklärt, dauerhaft als Pony leben zu wollen. Weil das eine schwerwiegende Entscheidung mit weitreichenden Konsequenzen ist, müssen diese Probanden, wir nennen sie Postulanten…“
„Wie die angehenden Nonnen im Kloster?“
„Genau, wie im Kloster. Also, diese Postulanten durchlaufen eine mehrstufige, insgesamt halbjährige Probezeit. Dabei werden sie immer weiter an das ‘permanente‘ Leben herangeführt. Dann kommt der Tag der Entscheidung. Hier legen sie vor der Gestütsleitung und ihren Mitponys ein Versprechen ab, dass sie sich den Regeln unterwerfen und als ‚Permanente‘ leben wollen. Danach bekommen sie die finalen Fesselungen, die sich nicht wieder ablegen können.“

Ich klebte wieder an seinen Lippen, und in meinem Bauch fing es wieder an zu kribbeln. Wir würden später wieder fantastischen Sex haben!

„So, und nach genau einem Jahr müssen die ‚Permanenten‘ ihr Versprechen erneuern. Lehnen sie es ab, werden sie sofort entkleidet, mit einer Startpackung für das zivile Leben ausgestattet und müssen den Hof für immer verlassen. Wenn sie es erneuern, erhalten sie ein Geburtstagsgeschenk und verbringen ein weiteres Jahr bis zu ihrem nächsten Jahrestag als ‚Permanente‘.“

„Ein Geburtstagsgeschenk?“
„Oh je, das hätte ich nicht erwähnen dürfen. Ja, ein besonderes Geschenk. Den Jahrestag bezeichnen wir als ‚Geburtstag‘. Nach der Erneuerung des Versprechens wird der ‚Permanenten‘ der Gürtel abgenommen und sie auf einer Vibrationsmaschine, sie heißt glaub ich ‚Sybian‘, festgeschnallt. Für eine gewisse Zeit werden sie so sexuell stimuliert und die meisten erleben dabei mehrere Orgasmen. Nach Ablauf der Zeit wird der Gürtel wieder verschlossen und sie müssen ein weiteres ganzes Jahr absolut enthaltsam verbringen.“

Marc sah mich an. „Ich sehe das Glühen in deinen Augen. Ich glaube, das Thema macht dich an. Soll ich dich von deiner Wäsche befreien?“



40. RE: Die Permanenten

geschrieben von goya am 24.02.25 07:48

👍🏻

Vielen Dank...

Liebe Grüße

goya
41. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 25.02.25 08:16

@goya: Gerne!


15.
Da ich mittlerweile Zugriff auf das Archiv hatte, machte ich mich auf die Suche nach Unterlagen über die ‚Permanenten‘, fand aber absolut nichts. Diese Daten mussten woanders abgelegt sein; vielleicht dort, wo die Permanenten wohnten? Das war für mich leider unerreichbar. So blieb mir wohl weiterhin nichts anderes übrig, als Marc weiter zu löchern.

So lagen wir abends wieder im Bett und ich bemerkte, dass Marc nur darauf wartete, dass ich wieder meine Fragen auf ihn ablud. Er kannte mich mittlerweile zu gut!
„Wie läuft eigentlich so eine Probezeit ab?“, wollte ich diesmal wissen. „Und, kann jedes Pony eine ‚Permanente‘ werden?“

„Du bist unersättlich, stelle ich fest. Aber du wirst eh nicht locker lassen… also gut. Bei der ersten Einkleidung bekommen die Novizin, so nennen wir die Postulantin der ersten Phase, die Arme wie gewohnt gefesselt, dazu einen provisorischen Keuschheitsgürtel aus Edelstahl sowie ein Kopfharness angelegt, so ähnlich, wie du es ja bereits kennst. Nur, dass statt der Platte diese Zungentasche aus Metall angebracht ist. Mit dem Gürtel aus Metall kann sie sich auch entleeren, ohne dass er abgenommen werden muss. Ab diesem Zeitpunkt lebt die Novizin mit den ‚Permanenten‘ zusammen und teilt ab sofort das gesamte Leben mit ihnen.

Nach genau einem Monat wird ihr der Knebel abgenommen, und sie muss ausdrücklich erklären, dass sie weiter eine ‚Permanente‘ werden möchte. Wenn sie ja sagt, wird ihr Körper gescannt und ihre Maße genommen. Jetzt kommt Phase zwei, die jetzt zwei Monate dauert und eigentlich der ersten Phase entspricht. Nach Ablauf der zwei Monate wird sie erneut befragt, und wenn sie weitermachen möchte, beginnt Phase drei.

Hierzu wird ihr der maßgeschneiderte Keuschheitsgürtel angelegt, der sich jetzt wie eine zweite Haut an sie schmiegt und jegliche sexuelle Stimulation verhindert. Diesen wird sie tragen, bis sie uns verlässt, auf welchem Weg auch immer. Dazu bekommt sie einen ebenfalls maßgeschneiderten BH aus Edelstahl umgelegt, der ihr die letzte Möglichkeit nimmt, sich über die Brustwarzen zu stimulieren. Auch diesen BH wird sie im maximalen Falle nie mehr ablegen.

Nach drei Monaten als Postulantin kommt die Profess, also das feierliche Ablegen des Versprechens als ‚Permanente‘. Dazu wird ihr der Knebel ein letztes Mal abgenommen, sie erklärt feierlich und mit klaren Worten, dass sie ab sofort als ‚Permanente‘ leben und sich allen Regeln unterwerfen möchte, und dann bekommt sie als äußeres Zeichen ein neues Kopfharness aus Metall, das ebenfalls genau nach ihren Maßen gefertigt ist. Das sieht eher aus wie ein großmaschiger Käfig und ist luftiger als das Harness, das du kennst, aber eben auch restriktiver und unerbittlich, da es nicht nachgibt. Der Knebel ist darin unverrückbar befestigt und wird sie ihr restliches Leben begleiten. Als letztes wird das neue Harness vernietet und im Idealfall niemals mehr abgenommen. Anschließend begeht sie ihren ‚Geburtstag‘ und sie darf zum ersten Mal das Geschenk erleben.

Und was deine letzte Frage anbelangt… Ja, im Prinzip kann jedes Pony eine ‚Permanente‘ werden. Wer die Probezeit übersteht und sich der Profess aus freien Stücken stellt, ist für das Leben als Pony geeignet, ja, vielleicht sogar dafür geschaffen. Aber wir hatten auch schon mal einen Fall, dass eine Postulantin nur Unruhe und Zwietracht in die Herde gebracht hat. Da haben wir beschlossen, ihr die Profess zu verweigern und haben sie nach Hause geschickt.“

Marc sah mich an. „Oh mein Gott, ich muss aufhören, die bist ja schon wieder komplett spitz.“



* * *

Am nächsten Abend überraschte mich Marc. „Ich weiß, du willst mich sicher erneut mit Fragen löchern. Aber heute machen wir Anschauungsunterricht. Komm her!“
Er hielt mir etwas vors Gesicht, was mich an das Pony-Kopfharness erinnerte.
„Das ist der Zungenknebel der Permanenten. Die Zunge muss hier in diese Tasche rein. Also, Mund auf.“

Bereitwillig öffnete ich ihn und Marc schob mir den Knebel in den Mund. Es war ein merkwürdiges Gefühl. Der Mund war weniger ausgefüllt als bei der Zungenplatte, und doch konnte ich nichts mehr bewegen. Die Zunge lag wie festgesaugt in dieser Tasche. Eine perfide Konstruktion! Marc zog noch alle Riemen stramm und lächelte mich an. „Welche Ruhe! Keine permanenten Fragen über die ‚Permanenten‘ mehr!“

Ich wollte mit der Hand das Harness und den Knebel betasten, doch Marc bremste mich gleich und drückte meine Hand nach unten.
„Keine ‚Permanente‘ wird jemals ihren Knebel mit den Fingern berühren, also du jetzt auch nicht. Wenn du nicht selbst willensstark genug bist, muss ich deine Hände hinter dem Rücken fesseln.“

Ich sah meine Chance, mich von Marc fesseln zu lassen, und so streckte ich sie ihm wie zur Aufforderung entgegen. Marc verstand den Hinweis und legte mir Handschellen an, die er ‚zufällig‘ in seinem Nachttisch liegen hatte. Vermutlich ahnte er schon, was kommen würde… So übersprangen wir die Fragerunde und gingen direkt zum Sex über. Das erste Mal für mich, dass ich gefesselt und geknebelt genommen wurde! Ich hatte den Eindruck, dass ich in dieser Nacht Marc an seine physischen Grenzen gebracht hatte, so scharf und unersättlich wie ich war.

* * *

So langsam stillte sich mein Wissensdurst über die Permanenten. Marc hatte mir noch erklärt, dass das ‚Permanente‘ gar nicht ganz so permanent war. Den Ponys würden regelmäßig die Gürtel abgenommen und auf Sauberkeit und Krankheiten überprüft, ebenso würden die Arme regelmäßig bewegt, damit die Gelenke nicht komplett versteiften. Allerdings wären die Ponys zu diesem Zeitpunkt immer unter dem Einfluss starker Schlafmittel, so dass sie nichts davon mitbekämen und es sich für sie anfühlte, als würden sie wirklich permanent den Gürtel und die Armfesseln tragen.

Ich hatte aufgehört, Marc mit Fragen zu löchern, jedoch in meinem Inneren arbeitete es. Mein ‚temporäres‘ Leben als Pony hatte mich stark beeindruckt und ich konnte mir durchaus vorstellen, ständig so zu leben. Und meine Spalte, die bei diesen Gedanken regelmäßig feucht wurde, bestätigte mich.

Wie sollte mein zukünftiges Leben hier auf dem Hof aussehen? Tagsüber Akten bearbeiten, abends Sex mit Marc? Irgendwann heiraten, schwanger werden und Kinder großziehen als brave Mama? Vielleicht zwischendurch mal aus diesem Leben ausbrechen und erneut eine Zeit als Pony verbringen? Oder gleich den großen Schritt wagen, und mich für ein dauerhaftes Leben als Pony entscheiden?

So verkündete ich eines Tages Marc meine Entscheidung.
„Marc, ich möchte eine ‚Permanente‘ werden.“





42. RE: Die Permanenten

geschrieben von goya am 25.02.25 18:50

Wau...

Mega-Fortsetzung... 👍🏻

Vielen Dank...

Liebe Grüße

goya
43. RE: Die Permanenten

geschrieben von Glatzkopf am 26.02.25 07:57

Ich muß ehrlich zugeben, daß ich von dieser Geschichte fasziniert bin. Im Moment kann ich mir allerdings nicht vorstellen, daß sie es durchhält, sondern vorher abbricht eine Permanente zu sein.
44. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 26.02.25 08:27

Vielen Dank für eure Kommentare. Und nein, ich werde nichts spoilern



16.
Marc erstarrte. „Du möchtest eine ‚Permanente‘ werden?“
„Ja, ich möchte.“ Ich versuchte, ihn zu streicheln, aber er schob meine Hand zurück.

So langsam sammelte er sich. „Bist du dir dieser Entscheidung bewusst? Und der Tragweite? Du wirst nie mehr ein Wort sprechen. Nie mehr etwas Festes essen. Nie mehr tun können, was du möchtest. Und du wirst auch nie mehr Sex haben. War unser Sex so schlecht?“

„Nein, Marc, es hat absolut nichts mit dir zu tun. Unser Sex ist großartig und ich werde ihn vermissen! Aber ich habe diesen Drang in mir, diese Sehnsucht, die immer nur dann verschwindet, wenn ich ein Pony bin. Als ich ein Pony auf Zeit war, freute ich mich jedes Mal wieder darauf, mit dir zusammen zu sein, aber schon nach kurzer Zeit kam dieser Drang zurück. Kannst du so etwas verstehen?“

Marc schien in seiner eigenen Welt und hatte offensichtlich gar nicht wahrgenommen, was ich gerade gesagt hatte. „Wir werden nie wieder Zärtlichkeiten miteinander austauschen können. Und ich werde mich von dir trennen müssen. Ich kann nicht mit einer ‚Permanenten‘ zusammen oder gar verheiratet sein.“

„Ich weiß, Marc. Aber ich kann diesen Drang nicht ignorieren. Oder ihn mein restliches Leben lang beiseite schieben.“
Marc sah mich an. „Lass uns eine Nacht darüber schlafen. Ich muss das erst mal verarbeiten; lass uns morgen weiter reden. Und könntest du heute Nacht im Gästezimmer schlafen?“
„Natürlich, Marc.“ So schnappte ich mir meine Decke und Kissen und verließ das große Schlafzimmer.

* * *

Am nächsten Morgen kam Marc gleich in mein Zimmer.
„Ich habe nachgedacht. Es ist eine verflixte Situation. Wenn ich dir verbiete…“
„Du kannst es mir verbieten?“
„Nein, nicht direkt, aber ich kann verhindern, dass du aufgenommen wirst, was letztendlich auf das Gleiche hinausläuft. Also, wenn ich es dir verbiete, bist du unglücklich und ich werde dich auf Dauer verlieren. Und wenn ich dich gehen lasse, verliere ich dich in jedem Fall. Also ein klassisches Lose-Lose für mich… Aber ich hatte schon so eine Vorahnung, als du dich so brennend für das Thema interessiert hast.“

Er machte eine Pause und sah mich eindringlich an.
„Also, ich werde dich ziehen lassen. Vielleicht kannst du aber noch ein paar Tage oder Wochen warten, bis ich alles mit Monique geregelt habe. Und vielleicht kann ich dich auch gelegentlich dort besuchen, auch wenn es nie mehr sein wird, wie es einmal war. Du weißt, keine Zärtlichkeiten, kein Sex… Für dich für immer.“


* * *

Ein paar Tage später war es dann so weit. Wir hatten meine Habseligkeiten in einen Lagerraum verfrachtet, für den Fall, dass ich irgendwann aussteigen oder die Probezeit nicht überstehen würde. Monique war wenig begeistert, mich zu verlieren, verstand aber erstaunlicherweise meine Beweggründe besser als Marc.

Auf dem Weg in mein neues ‚Zuhause‘ durch Gänge, die ich zuvor noch nie betreten hatte, wurde mir dann doch mulmig. Alles hatte diese Aura der Endgültigkeit. Den Gang den wir entlanggingen; ich würde ihn wohl nie mehr betreten. Das Kleid, das ich trug, mein Lieblingskleid, würde ich nie mehr tragen. Die Ställe, das Herrenhaus… alles würde nur noch eine Erinnerung an frühere Zeiten sein. Und dennoch freute ich mich auf das Kommende. Ich hatte jedes Mal das Leben als Pony genossen und geliebt und konnte nicht genug davon bekommen. Und jetzt würde ich mich diesem Leben für immer hingeben.

Schließlich betraten wir einen Raum, der dem mir bekannten Umkleideraum ziemlich glich. Eine ältere Frau erwartete uns bereits.
„Das ist Sonja, die neue Novizin“, begann Marc.
„Ja, du bist mir bereits angekündigt“, meinte die Frau mit einer rauchigen, kratzigen Stimme. „Wie ich sehe, hast du schon einige Pony-Erfahrung? Deine Trainer sind zumindest voll des Lobes über dich.“
„Das wissen Sie...?“
„Natürlich. Über jedes Pony wird eine Akte angelegt. Und deine letzte Pony-Phase ist erst ein paar Wochen her, das ist gut.“

Bislang schaute sie fast nur in ihre Akten, doch jetzt sah sie mich direkt an.
„Bist du dir darüber bewusst, auf was du dich hier einlässt?“
„Ja, voll und ganz. Wir haben wochenlang über nichts anderes gesprochen und Marc hat mir sehr viel erzählt.“
„Na, immerhin eine Quelle aus erster Hand. Und du weißt auch, dass es nur ganz wenige Wege zurück gibt?“
„Ich habe nicht vor, zurück zu gehen.“
„Gut, wir werden sehen. Das Leben als ‚Permanente‘ ist hart, mein Kind. Nicht alle schaffen das.“
„Ich schon“, meinte ich fast trotzig.
„Das befürchte ich leider auch“, ergänzte Marc mit einem sarkastischen Unterton.

„Gut Marc, ab jetzt übernehme ich. Danke fürs Bringen.“
„Gerne.“ Jetzt wandte er sich zu mir und umarmte mich, vermutlich das letzte Mal. „Mach‘s gut, mein süßes Fohlen. Ich wünsche dir, dass du alles das findest, was du dir erträumt hast.“
„Danke, Marc.“
Er gab mir noch einen schnellen Kuss, ließ mich los und ging, ohne zurück zu blicken.




45. RE: Die Permanenten

geschrieben von Glatzkopf am 26.02.25 08:42

Da hat Sonja eine wirklich schwere Entscheidung getroffen. Diese sollte gut überlegt werden. Noch könnte sie die ganze Sache abbrechen ,bis Stufe drei erreicht ist. Ich bin sehr gespannt, was bis dahin noch alles passiert. Danke.
46. RE: Die Permanenten

geschrieben von burli am 26.02.25 16:41

Hallo Matze23

sehr gute und spannende Geschichte die du uns da präsentierst. Sehr kurzweilig und bei der Geschwindigkeit, wie du jeden Tag ein neues Kapitel postest komme ich selber nicht immer dazu meine aktuelle Geschichte "die Hostess" weiter zu schreiben und dann auch mal zu beenden!
Und trotzdem freue ich mich auf den nächsten Teil!
Danke und weiter so!

Grüßli von burli
47. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 27.02.25 08:19

Vielen Dank für eure Kommentare! Es freut mich sehr, wenn meine Geschichte gefällt!




17.
„So, jetzt zu uns, mein Kind. Du weißt Bescheid über die Phasen des Noviziats und Postulats?“
„Ja, ich weiß Bescheid.“
„Gut. Heute als Novizin bekommst du von mir nur eine provisorische Ausrüstung. Der Gürtel sitzt nicht perfekt und ist daher nicht so ganz sicher, aber da du deine Hände nicht gebrauchen kannst, wirst du mit dem bisschen ‚Freiheit‘ nicht viel anfangen können. Das Gleiche gilt für das Kopfharness. Also, fangen wir an. Zieh dich bitte aus.“

Ich hatte schon extra wenig angezogen und so stand ich kurz darauf nackt vor ihr.
„Ich fange gerne mit den Armen an, dann kann ich danach ungestört arbeiten. Also, du weißt ja, was zu tun ist.“
Kurz darauf waren meine Hände hinter meinem Rücken in diesem Lederschlauch verschwunden und nutzlos, vermutlich für immer. Ob ich sie vermissen würde? Aber wofür sollte ich sie brauchen? Ich war jetzt ein Pony. Und Ponys haben keine Hände. Und alles hier war auf ein Leben ohne Hände ausgelegt.

Ohne mich zu fragen oder zu informieren, fing die Frau an, mir einen stählernen Reif um die Hüfte zu legen. Sie zog ihn eng an; enger als früher den Ledergürtel. Dann forderte sie mich auf, die Beine auseinander zu stellen, um das Schrittband zwischen meinen Beinen hindurch zu ziehen.

„In dem Band ist hinten ein großes Loch für das große und vorne viele kleine für das kleine Geschäft. Du musst den Gürtel also nicht ablegen, wenn du mal musst. Und in den Entsorgungsnischen sind Wasserdüsen, damit kannst du dich reinigen. Aber das werden dir die Ponys dort sicher zeigen.“
Dann wurde es richtig eng. Sie zog mit aller Kraft am Band, hakte es vorne am Gürtel ein und betätigte einen Verschlussmechanismus.
„Das ist ziemlich eng“, bemerkte ich.
„Du gewöhnst dich schnell daran. Das muss so sein, sonst nützt er nichts. Immerhin kannst du dich schon mal auf später freuen; dein nächster, individueller Gürtel ist zwar genauso eng, aber viel bequemer zu tragen.“

Kurz darauf trug ich auch die Stiefel mit den Hufen, die genauso waren wie meine letzten, und dann kam der Abschluss.
„Hast du noch eine letzte Frage?“, wollte sie wissen.
„Werden sie meine Trainerin sein?“
Sie lachte kurz kehlig auf. „Nein mein Kind. Deine Trainerin wird sich in Kürze selbst vorstellen. So, Mund auf.“

Ich kannte den Knebel ja bereits, und so war es keine Überraschung mehr, die Zungentasche zu spüren. Schließlich zog sie alle Riemen um den Kopf stramm und ich war bereit für mein neues Leben.
„Ein Letztes noch“, meinte sie plötzlich und hielt mir ein breites Metallband vor das Gesicht. Darauf war etwas graviert. „Ab sofort wirst du ‚Daisy‘ heißen, mein Kind. Viel Glück!“ Sie legte es mir um, es machte ‚Klick‘ und dann verließ sie den Raum.

‚Daisy‘? Hießen die Ponys hier nach Figuren aus der Micky Maus? Aber mir blieb nicht viel Zeit zum Sinnieren, denn schon betrat eine andere Frau den Raum.
„Hallo, da ist ja unsere neue Novizin. Hallo ‚Daisy‘.“
Ich machte einen Knicks, wie ich es bei Michelle gelernt hatte.
„Die Höflichkeiten sind hier überflüssig. Ich bin übrigens deine neue Betreuerin, Carla, auch wenn du mich nie so rufen wirst.“ Sie schien über den gelungenen Witz mit sich selbst zu lachen. „Gehen wir deine neuen Schwestern kennenlernen.“

Sie hängte wie gewohnt eine Führungsleine ein und wir gingen einige Gänge entlang, die teilweise mit schweren Eisentüren verschlossen waren. Jetzt kommen wir zum Stall, deinem neuen Zuhause“, erläuterte sie mir. „Hier darfst du dich frei bewegen.“
Sie öffnete eine Stahltüre und wir gingen in einen kleinen Raum hinein. Hinter uns schloss sie wieder ab und öffnete die Türe auf der gegenüberliegenden Seite. Eine Schleuse! Hier wollte wohl jemand, dass niemand abhaut.

Ich betrat einen relativ großen Raum, den ich auf die Schnelle nicht erfassen konnte, da Carla meine Aufmerksamkeit sofort auf die anderen Ponys lenkte.
„Mädels, hier kommt eure neue Schwester, ‚Daisy‘!“, rief sie. Sofort kamen fünf Frauen angerannt und rieben gleich ihre Schultern an meiner. War das die hier übliche Begrüßung? Ebenso drückten sie sich an mich und legten ihren vergitterten Kopf an meine Schulter. Was für ein Kontrast zu den Frauen in der normalen Pony-Station!

„Erdrückt sie nicht, Mädels“, ermahnte sie die Trainerin. „Sie ist noch ganz neu! So, ‚Daisy‘, das ist jetzt dein Zuhause. Wie du siehst, ist hier nicht viel zu sehen. Da drüben sind die Pritschen für die Nacht; es gibt keine festen Plätze und du darfst dich ankuscheln, an wen du möchtest, sofern es deine Schwester eben auch möchte.

An dieser Wand ist die Futterstation für Wasser und dein flüssiges Futter. Wie das funktioniert, wird dir sicher eine Schwester gerne zeigen. Und hier gegenüber sind die Klo-Boxen, die kennst du ja im Prinzip schon. Hier wird dir allerdings niemand sagen, wann du gehen musst und dir den Hintern abwischen. Wenn du es versäumst zu gehen, wirst du es den halben Tag einhalten müssen. Also gehe immer dann, wenn es sich anbietet. Und eine Schwester wird dir sicher auch gerne zeigen, wie das mit der Reinigungsdüse funktioniert.

Wir haben viermal täglich Training, allerdings immer alle gemeinsam, auch das wird neu für dich sein. Alles andere wirst du schnell lernen. So und jetzt viel Spaß beim Kennenlernen.“

Damit ließ sie mich stehen und ich war wieder von den Mädels umringt. Irgendwie sahen sie bizarr aus, noch bizarrer als ich. Alle trugen neben dem Gürtel auch einen silbern glänzenden, ausladenden BH, dazu das ebenfalls glänzende Halsband, auf dem ich auf die Schnelle ‚Tulip‘ und ‚Lily‘ erkennen konnte. Englische Blumennamen! Mein ‚Daisy‘ hieß also nur ‚Gänseblümchen‘ und hatte zum Glück nichts mit Disney zu tun.

Ihre Harnesse sahen ungewohnt aus. Eigentlich wie ein stabiler, grobmaschiger Käfig aus mehrere Millimeter dicken Stahlstäben um den Kopf und den oberen Halsbereich herum, vorne mit der Kontur des Gesichts und Aussparungen für die Augen. Die Augen hatten allerdings links und rechts große Scheuklappen aus stabilem Blech, so dass die Sicht wohl ziemlich eingeschränkt war. Die untere Gesichtshälfte war komplett von einem Blech verdeckt, welches die Form des Gesichts nachzeichnete und bis unter das Kinn ging. Nur direkt vor den Lippen befand sich ein kreisrundes Loch, nicht ganz so groß wie ein Cent-Stück. Eigentlich waren nur direkt von vorne die Augen frei zu erkennen, die mich wachsam und mit viel Mimik um die Augenwinkel anblickten. Ich sollte noch lernen, dass auf diesen Augenbewegungen die gesamte Kommunikation untereinander aufbaute.

Sie drängten mich zu der großen Pritsche, und als ich endlich saß, wollte jede mit mir Kuscheln, soweit das ohne Arme und mit den Metallpanzern vor der Brust eben ging. Vom ersten Moment an fühlte ich mich wohl und willkommen. Alle Restriktionen, die ich trug, waren ohne Bedeutung. Ich war eine von ihnen, egal, ob Novizin oder nicht.

Was mir sofort auffiel, war, das keine einen Ton von sich gab, obwohl der Knebel ja nur die Artikulation unterband. Ich wollte es probieren und gab ein kurzes Krächzen von mir, was mir sofort sorgenvolle Blicke einbrachte. Also niemals ein Geräusch von sich geben! Das war schon deutlich mehr als nur ‚nicht sprechen‘. Ob wir für mein Krächzen bestraft würden?

Schließlich ertönte ein kurzer Gong. Die Mädels sprangen auf und drängten mich zur Futterstation.



48. RE: Die Permanenten

geschrieben von Glatzkopf am 27.02.25 10:44

Es bleibt weiterhin spannend. Der erste Schritt ist getan und ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht?
49. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 28.02.25 08:32

@Glatzkopf, ich hoffe, ich kann deine Neugier ein wenig befriedigen




18.
Auf ungefährer Kopfhöhe ragten mehrere Rohre aus der Wand, die Hälfte davon mit blauer Markierung, die andere rot. Ein Pony schob mich neben so ein Rohrpaar und stellte sich selbst davor. Sie schob sich das rote Rohr durch das Mundloch in den Mund und drückte mir dem Huf auf einen Knopf am Boden. Ich hörte etwas rauschen, dann ließ sie wieder ab, zog den Kopf zurück und legte ihn in den Nacken. Das Trinken ohne Zunge! Ich erinnerte mich an meine Versuche an der Tränke in der Box.

Jetzt trat sie einen Schritt zurück und forderte mich mit einer Kopfbewegung auf, es ihr nachzutun. Ich schob ebenfalls das Rohr in den Mund, trat auf den Kopf und es rann eine undefinierbar bis nach nichts schmeckende Flüssigkeit in meinen Mund. Ich spürte die Füllung, ließ dann ab, zog ebenfalls meinen Kopf zurück und ließ es in meine Kehle rinnen. Das war also das ‚Essen‘, vor dem mich Marc so eindringlich gewarnt hatte! Nun, ich würde es wohl bis an mein Ende ertragen müssen und so akzeptierte ich es sogleich. Immerhin schmeckte es nicht eklig.

Jetzt trat wieder die Schwester, die es mir gezeigt hatte, vor das Rohr und wiederholte den Vorgang mehrmals, bis sie mit einem Nicken abließ und mich vor das Rohr schob. Aus den Augenwinkeln heraus konnte ich erkennen, wie sich die Schwestern die beiden anderen Rohrpaare teilten. Keine hatte Ekel vor der anderen und so tauschten sie die Rohre, ohne darüber nachzudenken.

Schließlich wollte ich noch einen ‚Nachschlag‘, aber es kam nichts mehr. Die Fütterung war vorbei! Meine Schwester zog die Augenbrauen und die Schultern hoch. ‚Pech gehabt‘, wollte sie wohl sagen. Dann drängte mich diese Schwester, es musste ‚Tulip‘ sein, zur Klo-Wand. Dort befanden sich drei Nischen, wie ich sie bereits kannte. ‚Tulip‘ stellte sich rückwärts auf die Podeste und ließ es laufen. In ihrem Schritt tröpfelte es aus vielen Löchern, bis sie fertig war. Schließlich ging sie einen Schritt zurück. Ich erkannte zwei weitere Podeste, und als sie kaum darauf stand, spritzte hinter ihr Wasser aus der Wand in ihren Schritt. Jetzt war sie fertig und forderte mich auf, es ihr gleich zu tun.

Erst hatte ich Probleme, es unter den aufmerksamen Blicken meiner neuen Schwestern laufen zu lassen, doch dann plätscherte es auch bei mir. Ich versuchte es ebenfalls mit dem Schritt zurück und wurde von unten mit lauwarmen Wasser geduscht. Erst zuckte ich zusammen, doch dann genoss ich es sogar ein Stück weit.

Während die anderen Mädels nach und nach die Toilette benutzten, hatte ich einen kurzen Moment, um meinen Blick schweifen zu lassen. Der Raum, oder der Stall, wie er wohl genannt wurde, war relativ groß, aber absolut leer. An einer Wand die große Pritsche mit den bekannten Wärmelampen darüber, dann diese Klo-Nischen, und sonst nichts. Kein Tisch, kein Stuhl, keine Schränke, keine Deko. Nur grauer Steinboden und grau verputzte Wände, die auch mal wieder einen neuen Anstrich vertragen könnten, ohne Bilder oder irgendwas Persönliches. ‚Gemütlich‘ war anders! Aber das war sicher auch nicht das Ziel, den ‚Permanenten‘ ein gemütliches Zuhause zu schaffen. Nach allem, was Marc mir erzählt hatte, ging es um Verzicht, Selbstdisziplin und darum, ein möglichst pferdeähnliches Leben zu führen. Dabei wurde mir bewusst: wozu würden wir auch einen Tisch brauchen? Was sollten wir darauf abstellen, ohne Hände, ohne jegliche Möglichkeit, irgend etwas zu greifen?

Kurz, nachdem die letzte Schwester mit dem Klo fertig war, kam eine mir unbekannte Frau herein.
„Auf Mädels, ab in die Trainingshalle. Oh, die Neue! Hallo. Ich bin Susan, eine Betreuerin. Schließ‘ dich einfach den anderen an.“

Mich beeindruckte die Lockerheit hier. Keine Führungsleine, keine strengen Worte… Obwohl, der Tagesablauf hier genauso streng reglementiert war wie bei den normalen Ponys. Nur dass die Ponys selber wissen mussten, wann was zu tun war, um nichts zu versäumen. So verließen wir unseren Stall durch einen zweiten Eingang (nicht den, durch den ich gekommen war), der über keine Schleuse verfügte. Vermutlich war das alles ‚Pony-sicheres‘ Terrain und daher nur schwach gesichert. Die Halle am Ende des Gangs war wie alle Hallen hier, vielleicht etwas größer. In der Mitte ein Pfosten, auf dem Boden eine Streu aus Sand und Sägemehl. Diesmal war wohl bloß Konditionstraining auf dem Programm und wir liefen eigentlich nur im Kreis. Und dennoch bemerkte ich, dass die Trainerin eine Schwester mit der Gerte ‚motivierte‘. Also wurde auch hier unser Bestes von uns gefordert.

Zur Erholung durften wir auf die Koppel und ich fand mich auf einmal auf der anderen Seite des Tales wieder; der Seite, die ich beim letzten Mal so sehnsüchtig beobachtet hatte. Jetzt sah ich die Ponys auf der anderen Koppel, wieder jede für sich. Hier stattdessen wurde ich gleich mit Kuscheleinheiten bedacht und trauerte der anderen Koppel keine Sekunde nach. Wie gerne hätte ich jetzt meinen Schwestern von meinen Erlebnissen auf der anderen Seite des Tales erzählt, aber diese Geschichten würde ich vermutlich mit in mein Grab nehmen.

* * *

Nach den ganzen Abendritualen (Füttern, Entleeren, auf die Pritsche legen) lag ich inmitten meiner Schwestern. Alle kuschelten sich aneinander und ich sah, wie zwei Schwestern gegenseitig die Oberschenkel verschränkten und aneinander rieben. War das eine Form der gerade noch möglichen gegenseitigen Erregung? Ich würde es mit der Zeit herausfinden.

Schließlich ging das Licht aus. Bislang war ich immer ausgepowert, aber glücklich in meiner Box eingeschlafen. Aber das hier hatte ich nicht erwartet. Ich war noch glücklicher als zuvor. Dieses liebevolle Miteinander, diese Gemeinschaft… Ich hatte noch nicht mal einen ganzen Tag als ‚Permanente‘ hinter mir und war mir bereits sicher, die genau richtige Entscheidung getroffen zu haben. Und was, bitteschön, sollte dieses ‚harte Leben‘ sein, vor dem mich immer alle warnten?




50. RE: Die Permanenten

geschrieben von Glatzkopf am 28.02.25 10:07

Ich bin ein wenig skeptisch , ob in Zukunft alles Bei ihr Begeisterung erzeugt, was so antrainiert werden soll?
51. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 01.03.25 08:22

@Glatzkopf, ich denke, in diesem Kapitel wird schon manches klarer...



19.
Ich erwachte, weil sich irgendwas an meinen Brustwarzen merkwürdig anfühlte. Eigentlich schön, aber doch wieder unbekannt. Ich sah auf und erkannte, dass eine Schwester die Stäbe um die Nase ihres Kopfkäfigs an meinen Nippeln rieb. Alle standen drum herum und schienen sich zu amüsieren. Das schien etwas zu sein, was sie wohl gerne mit Novizinnen machten, denn spätestens mit Postulantinnen war das ja nicht mehr möglich.

So schön wurde ich schon lange nicht mehr geweckt! Doch dann sollte ich auch die unangenehmen Seiten kennen lernen. Nach der Morgenfütterung machte sich Unruhe breit, und kurz darauf erfuhr ich wieso. Eine mir wieder unbekannte Frau mit strengem Blick betrat den Raum.
„‘Permanente‘, im Paradeschritt in den Trainingsraum.“ Die Mädels formierten sich zu Paaren, doch ich wusste nicht, was ich tun sollte. Und schon hörte ich ein Pfeifen und kurz darauf ein Stechen an der Schulter.
„In Reih und Glied, aber dalli! Oder möchtest du erneut meine Peitsche spüren?“ Die alleine stehende Schwester blickte mich an und ich beeilte mich, mich neben sie zu stellen. „Neu zu sein ist kein Grund zum Faulenzen“, hörte ich die Frau mit scharfer Stimme rufen. „Und los!“

Zum Glück hatte ich alle Schrittarten bis zum Abwinken geübt, und so konnte ich mich gleich eingliedern. In absolutem Gleichtakt hallten die Hufe über den Flur. Als die Frau „Halt!“ rief, gab es noch einen einzigen Tritt zum Stillstand, bis auf das Tock-tock meiner Hufe, da ich nie den Paradeschritt in Formation geübt hatte. Sogleich spürte ich einen beißenden Schmerz an Oberschenkel und Hintern. Ich war wieder das Ziel ihrer Peitsche geworden.
„Dir werde ich auch noch Disziplin beibringen!“, schrie sie mich an und ich senkte nur den Kopf.

Am Ende der Trainingseinheit war ich von Striemen übersät und den Tränen nahe. ‚Tulip‘ stellte sich neben mich, rieb mir die Schulter und wollte mich trösten und auch ‚Lily‘ kam hinzu. Die Pause mussten wir in der Halle verbringen, wobei alle Schwestern versuchten, mir nahe zu sein. Ich stellte fest, dass ich in der Vergangenheit bislang immer Glück mit meinen Trainerinnen hatte. Zum ersten Mal war es anders. Hatte das etwas damit zu tun, dass wir keine ‚Normalen‘ mehr waren?

In der zweiten Trainingsrunde wurde es nicht besser. Meine solo vorgeführten Paradefiguren fanden keinerlei Zustimmung in ihren Augen und so bekam ich den ganzen Zorn und weitere Peitschenhiebe ab, bis es wieder im Paradeschritt in unseren Stall ging. Und nach der Mittagsfütterung ging die Quälerei genauso weiter.

Am Abend auf der Pritsche kuschelten sich alle Schwestern an mich und versuchten mich mit dem Necken meiner Nippel aufzuheitern. Ich war froh, meine Schwestern zu haben, auch wenn sie mich nicht vor dem Zorn der Trainerin beschützen konnten. Aber meine erste Einschätzung von gestern musste ich revidieren. Eine ‚Permanente‘ zu sein, war doch kein Zuckerschlecken, von den sonstigen ‚normalen‘ Restriktionen mal ganz abgesehen.

* * *

Mittlerweile hatte der Tagesablauf sich auch bei mir eingeschliffen. Aufstehen, Klo mit Dusche, Fütterung, Training und so weiter. Ich hatte jegliches Zeitgefühl verloren, da es, anders als bei den ‚normalen‘ Ponys, ja auch kein definiertes Ende gab. War ich schon drei Wochen hier? Oder vier? Daher war ich erstaunt, als Carla in der Türe stand und mich rief.
„‘Daisy‘! Her zu mir!“

Wie ich es gelernt hatte, lief ich schnell zu ihr und stellte mich aufrecht mit gesenktem Blick vor sie hin. Sie klinkte wieder eine Leine ein und führte mich durch die Schleuse hinaus in eine Art Besprechungsraum.
„Setz dich“, forderte sie mich auf. Ein Stuhl! Wann hatte ich zuletzt auf einem Stuhl gesessen? Und wie sollte ich überhaupt darauf sitzen? Die gefesselten Arme im Rücken verhinderten ein Anlehnen, und so setzte ich mich aufrecht auf die Sitzkante.

„Weißt du, warum wir hier sind?“
Ich schüttelte den Kopf.
„Das ist gut. Dann zählst du wohl nicht die Tage. Heute ist deine erste Phase als Novizin beendet. Ich werde dir jetzt das Kopfharness und den Knebel abnehmen.“ Ich wollte dazu aufstehen, wie ich es gewohnt war, aber sie drückte mich zurück auf den Stuhl.
„Wie geht es dir? Sei bitte ehrlich.“

Ich krächzte erst ein wenig, doch dann kam die Stimme wieder. „Es geht mir gut, Carla.“
„Prima. Wie kommst du mit den ganzen neuen Dingen klar?“
„Ich liebe meine Schwestern, sie sind mir ein großer Halt. Das tägliche Leben macht mir keine Probleme, nur das Training ist manchmal hart bis brutal.“
„Ja, da die Permanenten keine zahlenden Gäste sind, müssen sie mehr aushalten. Du hast einige Striemen; hat dich Gerda hart rangenommen?“
„Diese strenge Trainerin? Ja, ich glaube, sie hat an mir einen Narren gefressen.“
„Das macht sie immer mit Neulingen, aber das wirst du durchstehen. Kommst du mit dem Knebel und dem Essen klar? Und hast du Fragen zu deinem ersten Monat?“

„Den Knebel nehme ich schon gar nicht mehr wahr. Und diese Brühe schmeckt zwar nach nichts, aber ich habe keine Probleme mit dem Trinken. Das ist wohl eine der Einschränkungen, die ich als ‚Permanente‘ zu ertragen habe. Aber ich ertrage sie gerne.“
„Das klingt super! Und hast du noch Fragen an mich?“
„Ja. Warum schweigen alle Ponys? Der Knebel verhindert doch nur die Artikulation beim Sprechen.“
Carla fing an zu grinsen. „Es ist dir aufgefallen! Das ist löblich. Nun, es ist so. Bei der Profess, also der endgültigen Aufnahme zu den Permanenten, geloben die Kandidatinnen, sich allen Regeln strikt zu unterwerfen. Es gibt hier eine Regel, die du wohl noch nicht kennst. Sie verbietet nicht nur das Sprechen, sondern jegliche akustische Kommunikation, also auch Raunen, Räuspern oder ähnliches. Und Regelverstöße werden auch hier streng geahndet!“

„Und wie sehen solche Strafen hier aus?“
„Ganz unterschiedlich. Das kann von leichten, zusätzlichen Fesselungen über Isolation, zum Beispiel Schlafen in einer abgeschlossenen Box, bis hin zu Körperstrafen und als schwerste Strafe Ausstoß aus der Gemeinschaft gehen. Über kleine Strafen entscheiden die Trainer und vollziehen sie auch gleich, bei schweren Verstößen entscheidet ein Gremium aus Trainern und Hofleitung.“

„Werden wir hier auch überwacht?“
„Nein, nicht direkt, dafür fehlt schlicht das Personal. Aber Mikrofone zeichnen alles auf, und ein KI-Computerprogramm wertet die Geräusche aus. Das Geschrei von Gerda wird akzeptiert, das Raunen von Schwestern dagegen löst einen Alarm aus.“

„Noch weitere Fragen?“
„Nein, im Augenblick nicht.“
„Gut. Kommen wir zum eigentlichen Punkt dieses Gesprächs. Du hast den ersten Abschnitt deines Weges erfolgreich absolviert. Bist du bereit und willens, weiter eine ‚Permanente‘ zu werden und den Weg dorthin konsequent zu gehen?“
„Ja, ich bin bereit. Ich möchte weiterhin eine ‚Permanente‘ werden.“

„Das freut mich. Wir gehen jetzt nach nebenan und scannen dich dort. Dann setze ich dir den Knebel wieder ein und wir unterhalten uns erneut nach Abschluss der zweiten Phase in zwei Monaten. Ab sofort gilt wieder das Schweigegebot, auch wenn du noch keinen Knebel trägst. Verstanden?“
Ich nickte stumm.

Im Nebenraum musste ich mich auf einen Drehteller stellen und die Beine leicht öffnen. Carla nahm mir den Gürtel ab und legte ihn neben sich. „Augen zu!“, befahl sie und der Teller fing an sich zu drehen. Durch die Lider hindurch sah ich dieses grüne Licht, das mich abtastete.
Carla forderte mich auf, herunter zu treten und legte mir wieder den Gürtel sowie den Knebel und das Harness an. Dann führte sie mich zurück in den Stall, wo ich freudig begrüßt wurde.

Nachdem Carla wieder gegangen war, drängte mich ‚Tulip‘ zur Pritsche, bis ich auf dem Rücken, oder besser auf meinen Armen lag. Sofort kamen zwei Ponys und beugten sich über meine Brüste, um mit ihren metallenen Nasen meine Nippel zu reizen. Das blieb nicht ohne Folgen, den diese richteten sich deutlich auf. Auf einmal stülpten beide Schwestern ihr Mundloch über meine Nippel. Und auch dabei blieb es nicht. Ich spürte ihre Lippen, wie sie über meine Nippel feucht hin- und herrieben. Ich war kurz davor, vor Wonne laut aufzuschreien, doch dann fiel mir rechtzeitig das Stillegebot wieder ein und ich genoss die Liebkosung schweigend. Zum Zeichen, dass es mir gefiel, schloss ich die Augen und entspannte mich, so gut es eben mit den Fesselungen ging, und genoss die Zuwendung.

War dies das Ritual oder gar die ‚Belohnung‘ für alle Novizinnen, die sich für die zweite Phase entschieden hatten? Ich würde es beobachten, falls ich einmal selbst eine Novizin erleben würde, und bedauerte es schon jetzt, dass mir diese Möglichkeit zur Zärtlichkeit und Erregung in zwei Monaten genommen werden würde.




52. RE: Die Permanenten

geschrieben von Neuschreiber63 am 01.03.25 08:52

Vielen Dank für diesen neuen Teil.
Gibt es eigentlich eine Idee, wie sich der Unterhalt der Permanenten finanziert?
53. RE: Die Permanenten

geschrieben von Fazer-Tom am 01.03.25 09:02

Dankeschön für die Fortsetzung, es macht Spaß diese zu lesen und manchmal habe ich den Verdacht dass du dich an manchen Stellen von HeMaDo hast inspirieren lassen.

Ciao, Tom
54. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 01.03.25 10:02

Vielen Dank für eure Kommentare!

@Neuschreiber63: Ja, die Finanzierung wird noch mehrfach thematisiert; das erste Mal gleich im übernächsten Kapitel. Also, stay tuned!


@Fazer-Tom: Definitiv nein. Ich habe zwar die Geschichten von HeMaDo gelesen, aber das ist Jahre her und ich kann mich an den Inhalt nicht mehr erinnern.

Die meisten meiner Inspirationen stammen von Gromets Plaza, so auch hier. Ich lese dort eine Geschichte und denke mir, 'Nette Geschichte, aber bei dem Thema wäre mehr drin gewesen'. Und dann fängt meine Maschine an zu arbeiten...

Das Thema 'Ponyplay' hat natürlich ein paar Standardelemente, da werden sich ungewollte Parallelen nicht immer vermeiden lassen.

Grüße, Matze
55. RE: Die Permanenten

geschrieben von ball am 01.03.25 10:07

Guten Morgen
Eine schön spannende Geschichte.
Ich bin gespannt wie es mit den Ponys weiter geht und welche schönen Aufgaben noch auf sie zukommen werden.
56. RE: Die Permanenten

geschrieben von Glatzkopf am 01.03.25 10:52

Ich lese weiterhin sehr interessiert. Die Ausbildung wird härter. Hoffentlich ist es nicht mit einem Hintergedanken verbunden. Schließlich wird sie bald auf jegliche Zärtlichkeiten verzichten müssen. Ich weiß echt nicht, wie ich mich entschieden hätte.
57. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 02.03.25 08:52

Vielen Dank für eure Kommentare!



20.
Jeder Tag war gleich. Der Tagesrhythmus wurde bestimmt vom automatischen Licht und dem Signal für die Fütterung, das bei uns fast schon pawlowsche Reflexe auslöste. Begriffe wie ‚Sonntag‘ oder ‚Feiertag‘, die früher ein zentrales Element meiner Wochengliederung darstellten, hatten hier ihre Bedeutung verloren. Und doch bemerkte ich immer wieder Störungen im Zeitgefüge. Wenn ein Trainer kam, der uns nur äußerst selten trainierte, musste ‚Wochenende‘ sein. Früher ein Element der Woche, auf das ich fünf Tage lang hin fieberte, und das heute jeglichen Sinn verloren hatte und für uns nicht mehr existierte.

Und heute war wieder so ein Tag der ‚Störung‘. Eine Trainerin kam, rief ‚Rose‘ und ‚Lavender‘ zu sich und führte beide an der Führungsleine aus dem Stall. Den ganzen Tag über blieben sie weg und auch das Training fand ohne sie statt. Mir fiel auf, dass dies auch noch mit einem selten anwesenden Trainer zusammenfiel. Hatten wir wieder ‚Wochenende‘? Und was war mit meinen beiden Schwestern?

Ich würde sie gerne danach fragen, wusste aber natürlich, dass dies immer nur ein Wunsch bleiben würde; unsere Mittel zur Kommunikation ließen eine solch komplexe Unterhaltung nicht zu. Immerhin hatte ich noch eine einzige, letzte Chance, meine Betreuerin danach zu fragen, wenn meine zweite Phase abgeschlossen war und ich mich ein letztes Mal in meinem Leben richtig mit einem anderen Menschen unterhalten konnte. Das musste ich nutzen und durfte es unter keinen Umständen vergessen!

Vor der Abendfütterung waren beide wieder zurück und wurden überschwänglich von den Mitschwestern begrüßt. Ich konnte keine optische Veränderung an ihnen feststellen und auch ihr Verhalten war in keiner Weise anders oder gar auffällig. Obwohl ich dachte, schon alles in unserem monotonen, gleichförmigen Alltag gesehen zu haben, musste ich doch immer wieder neue Elemente erkennen.

Und kurz darauf war wieder so ein Ereignis.

Nach der Morgenfütterung wurde ‚Orchid‘ abgeholt und an der Führungsleine aus dem Stall geführt. Diesmal bemerkte ich bei meinen Schwestern jedoch eine gewisse Unruhe, oder war es Vorfreude? Ich konnte zumindest nichts Negatives feststellen; anders als diese ängstliche Stimmung, wenn die strenge Gerda mit dem Training an der Reihe war.

Kurz darauf kam eine Trainerin und legte uns allen Fußmanschetten an. Die Kette dazwischen war länger als damals bei meiner Strafe, ließ aber dennoch nur vergleichsweise kleine Schritte zu. Wir mussten uns hintereinander aufstellen und die Führungsleinen wurden jeweils bei der Vorderfrau eingehakt. Dann führte die Trainerin die Erste in der Reihe aus dem Stall und wir folgen im Gänsemarsch.

Wir betraten einen kleinen Raum, der auf einer Seite hin offen, aber von einem deckenhohen, engen Gitter vom restlichen Raum abgetrennt war. Die Trainerin löste jeweils die Leine von der Vorderfrau und hängte sie an einem Haken unter der Decke ein, ohne die Fußfesseln zu lösen.
Jenseits des Gitters war ein Raum, der mich an einen Gerichtssaal aus amerikanischen Justiz-Serien erinnerte, die ich früher gerne geschaut hatte. Auf einem Podest stand ein langes, massives Möbelstück, vermutlich ein nach vorne geschlossener Tisch, in der Mitte leicht erhöht. Davor ein zentral stehender Pfahl, wie ich ihn aus den Trainingsräumen kannte, und noch ein paar vereinzelte Stühle.

Meine Mitschwestern waren irgendwie aufgeregt, es musste also jetzt etwas Besonderes passieren. Eine Türe ging auf und eine Reihe von Leuten kam herein. Ich erkannte Carla, meine Betreuerin, und Marc! Mein Herz fing an, wie wild zu schlagen, aber er würdigte mich keines Blickes, ja, er suchte noch nicht mal nach mir. Er setzte sich auf den erhöhten Platz in der Mitte, während die vier weiteren Personen links und rechts davon Platz nahmen.

Marc blickte nur starr nach vorne, wo aus einer ihm gegenüber liegenden Türe ‚Orchid‘ von der Trainerin, die sie bereits abholte, in den Saal geführt wurde. Die Trainerin befestigte die Führungsleine an dem Pfosten und ging zu einem Stuhl.

„Setzen wir uns“, fing Marc an und alle, außer uns Ponys natürlich, setzten sich.
„Wir sind hier zusammengekommen, um das Versprechen von ‚Orchid‘ zu erneuern und ihren Geburtstag zu begehen“, verkündete er. „‘Orchid‘, du warst im vergangenen Jahr ein gutes Pony und eine würdige ‚Permanente‘. Es erfüllt mich mit Stolz, dich in unseren Reihen zu haben. Heute ist dein vierter ‚Geburtstag‘, und es ist wie immer an der Reihe, dass du eine Entscheidung über deine Zukunft treffen sollst.“

Er blickte ‚Orchid‘ direkt an und meine Schwester senkte den Blick.
„‘Orchid‘, bist du gewillt, ein weiteres Jahr als ‚Permanente‘ zu leben und deine Fesselungen und Restriktionen in Demut zu ertragen? Bist du gewillt, dich alle Regeln bedingungslos zu unterwerfen, jede Strafe für eine Verletzung der Regeln klaglos zu akzeptieren und unseren Trainern und Betreuern unbedingten Gehorsam zu leisten?
Bist du bereit, den ‚Permanenten‘, mit denen du zusammenlebst, eine gute Mitschwester zu sein?“

Marc nickte der Trainerin auf dem Stuhl kurz zu. Diese ging zu ‚Orchid‘ und löste die Leine vom Pfosten.
Marc fuhr fort. „Jetzt ist es an der Zeit, dass du dich entscheidest. Wenn du das Versprechen, das du uns bei deiner Profess gegeben hast, erneuern möchtest, dann knie dich hin. Wenn du das Leben als ‚Permanente‘ beenden möchtest, dann verlasse den Saal durch die Türe, durch die du gekommen bist. Entscheide dich bitte jetzt.“

Die Spannung bei meinen Mitschwestern war deutlich zu spüren. Würde sie bleiben? Oder uns verlassen? ‚Orchid‘ zögerte. Zweifelte sie? Oder traute sie sich nicht? Sie schien doch eine erfahrene ‚Permanente‘ zu sein, denn dies war offensichtlich ihre vierte Erneuerung. Da, sie bewegte sich. Sie ging auf die Knie! Ja! Am liebsten hätten wir laut gejubelt, aber durch das Stillegebot hüpften wir nur stumm in unserem Käfig auf der Stelle.

Auch auf dem Podest war eine Erleichterung zu verspüren und alle fünf lächelten.
„Es freut uns sehr, dass wir dich weiter im Kreise der ‚Permanenten‘ haben dürfen“, meinte Marc, diesmal in fast väterlichem Ton. Doch dann wurde er wieder förmlich.
„Bist du bereit, dein Geburtstagsgeschenk zu empfangen?“

‚Orchid‘, die immer noch kniete, nickte deutlich.
„Gut“, meinte Marc. „Dann bringt den Rahmen herein.“
Ein Mitarbeiter, den ich bislang noch nicht gesehen hatte, rollte ein größeres Brett mit einem rohrartigen Gestell darüber hinein. In der Mitte des Bretts war etwas Schwarzes, Halbrundförmiges montiert. An einem Ende dieses Teils konnte ich eine kleine Platte mit vielen Noppen erkennen. War das dieser ‚Sybian‘, oder wie er hieß, den Marc damals erwähnte?

„Erhebe dich“, forderte Marc ‚Orchid‘ auf und nickte der Trainerin zu. Diese stellte sich vor ‚Orchid‘, nestelte am Verschluss ihre Gürtels herum, und kurz darauf war das Schrittblech entfernt. Zum ersten Mal sah ich die Scham einer meiner Mitschwestern! Doch jetzt ging alles schnell. ‚Orchid‘ wurde auf das Brett geführt und musste sich auf dieses schwarze Ding setzen. Ihre Scham lag dabei genau auf dieser Noppenplatte. Um ihre Knöchel wurden Manschetten gelegt und die Füße hochgezogen; so konnte sie nicht mehr aufstehen, und der Oberkörper wurde mit Gurten an dem sie umgebenden Gestell gesichert, so dass sie nicht umfallen konnte.

‚Orchid‘ schien nervös zu sein. Oder war es freudige Erwartung? Wegen der Bleche ihres Kopfkäfigs konnte ich ihre Mimik nicht so richtig deuten.
Die Trainerin fragte ‚Orchid‘, „bereit?“, diese nickte und dann ging es los.
Dieser Kasten fing an zu brummen. Erst fing ‚Orchid‘ an, sich etwas zu winden, dann hörte ich ihren Atem, der sich immer mehr beschleunigte. Es dauerte nicht lange, bis sie den Kopf zurückwarf und lauf aufschrie. Das war der erste Laut, den ich jemals von einer meiner Mitschwestern hörte! Aber es schien keinen der Anwesenden zu stören.

‚Orchid‘ ließ sich in die haltenden Gurte fallen, aber der Kasten brummte unentwegt weiter. Wieder beschleunigte sich ihr Atem und wieder warf sie den Kopf mit einem lauten Schrei zurück, diesmal noch lauter und länger. Meine Mitschwestern starrten gebannt auf sie sich bietende Szene und ich spürte eine unbändige Freude bei ihnen. Wussten sie, dass sie irgendwann demnächst selbst auf diesem Kasten sitzen würden? Oder hofften sie es zumindest?

Es hörte und hörte nicht auf. Wie oft hatte ‚Orchid‘ bereits geschrien? Vier mal? Fünf mal? Sie schien langsam der Erschöpfung nahe. Dann stoppte der Kasten endlich und ‚Orchid‘ hing regelrecht in den Gurten, vollkommen ausgepowert.
Die Trainerin ließ ihr noch ein wenig Zeit zur Regeneration (und vielleicht auch, um die Nachwehen nach diesen vielen Orgasmen noch ein wenig zu genießen?), bevor sie anfing, die Gurte zu lösen.
‚Orchid‘ blickte zu uns Schwestern und es war offensichtlich, dass sie glücklich lächelte. Schließlich erhob sie sich, die Trainerin legte ihr wieder das Schrittblech an und umarmte sie anschließend. Dann wurde sie durch die Türe, durch die sie gekommen war, abgeführt.

Wir wurden ebenfalls wieder im Gänsemarsch zurück in unseren Stall gebracht, und als endlich die Fußfesseln abgenommen waren, stürzten sich alle auf ‚Orchid‘, um sie zu drücken und sie auf diese Weise zu beglückwünschen.

Diese Geburtstage schienen wirklich so etwas wie Feiertage zu sein. Kein Trainer ließ sich blicken und ich hatte den Eindruck, dass unsere Futterbrühe heute sogar Geschmack hatte und ein wenig süßlich schmeckte. Statt des Trainings kuschelten wir den gesamten Nachmittag, ich bekam sogar mehrmals meine Nippelmassage von wirklich jeder Schwester und durfte auch erste Erfahrungen mit den sinnlichen Berührungen der ‚Permanenten‘ machen.

Als ich auf der Pritsche lag, kam eine Schwester, schob mir mit dem Kopf die Beine auseinander und strich mit ihrem Kopfkäfig sanft über die Innenseiten meiner Schenkel. Mir lief ein Schauer über den Rücken. Auch mit einer Hand hätte sie mich nicht zärtlicher streicheln können!
Ich wusste, dass diese Art der Zärtlichkeit mich nie bis zu einem Höhepunkt bringen würde, aber es erzeugte wieder dieses Kribbeln im Bauch, das ich vor meiner Zeit als ‚Permanente‘ dauernd verspürte und das während der Zeit hier als Novizin leider etwas verloren ging.




58. RE: Die Permanenten

geschrieben von MartinII am 02.03.25 12:32

Großartige Geschichte - Dankeschön!
59. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 03.03.25 08:39

Danke, Martin, für deinen Kommentar!



21.
Und wieder saß ich auf dem Stuhl in dem Besprechungsraum. Diesmal hatte es mich nicht überrascht, als Carla mich rief; ich war nur etwas verwundert, wie schnell diese zwei Monate vergangen waren. Bereits drei Monate am Stück ein Pony… das war dreimal so lange wie jemals zuvor!

„Wie erging es dir die letzten zwei Monate?“, fragte mich Carla gleich, als sie meinen Knebel entfernt hatte.
„Prima“, meinte ich ehrlich.
„Und, durftest du auch die Nippelmassage genießen?“, fragte sie mit einem Grinsen.
Ich sah sie mit großen Augen an. „Woher weißt du…“
„Wir Betreuer sind weder blind noch blöd. Natürlich wissen wir, was in der Freizeit oder nachts im Stall so abgeht. Aber ihr ‚Permanenten‘ habt ein hartes und entbehrungsreiches Leben, und so lassen wir euch das bisschen Spaß, solange ihr nicht gegen die Regel der sexuellen Enthaltsamkeit verstoßt. Und ein bisschen Erotik und Zärtlichkeit wird dabei toleriert. Also, hattest du?“

„Ja, sie haben mich mehrmals massiert und es war sehr schön.“
„Bedauerst du es, dass das ab heute nicht mehr gehen wird?“
„Bedauern vielleicht nicht, aber ein wenig vermissen werde ich es schon.“
„Das ist in Ordnung. Es ist einfach eine Einschränkung, die zu eurem Leben dazu gehört.“
„So sehe ich das auch.“

„Und was ist mit den Striemen? Hat dich Gerda immer noch so im Visier?“
„Es wird weniger und so langsam erträglich.“
„Habe ich ja gleich gesagt. Wenn Gerda der Ansicht ist, dich ‚auf Kurs‘ gebracht zu haben, lässt sie auch von dir ab.“

„Und du hast zum ersten Mal eine Erneuerung mitbekommen. Wie war das für dich?“
„Es war natürlich interessant, auch die Reaktion meiner Schwestern. Aber der Gedanke an das ‚Geschenk‘ macht mir ein wenig Angst. Mich vor anderen Leuten auszuziehen oder alberne Figuren zu tanzen macht mir nichts mehr aus. Aber mich öffentlich befriedigen zu lassen bereitet mir etwas Bauchschmerzen.“

„Verständlich. Aber erstens haben Ponys keine Privatsphäre.“
„Das hatte mir Marc auch schon gesagt.“
„Genau. Und zweitens passiert das viele Male im Jahr. Wir Offiziellen haben das schon so oft gesehen, wir sind da keine Voyeure, sondern allenfalls Zeugen. Es redet auch nachher niemand darüber. Es gehört zum Ritual dazu und damit gut. Und für euch ist es die einzige Möglichkeit innerhalb eines ganzen Jahres, sexuelle Befriedigung zu erfahren. Also freue dich darauf und, vor allem, genieße es!“

„Gut, ich werde daran denken.“
„Sehr gut! Und hast du noch weitere Fragen?“
„Nein. Äh, doch!“
„Und?“
„Immer wieder werden zwei meiner Schwestern mitgenommen und bleiben den ganzen Tag weg. Nachher kann ich keine Veränderung feststellen. Was passiert da?“

„Du bist eine gute Beobachterin. Schade, dass du bald deine Beobachtungen mit niemandem mehr teilen kannst… Nun, die Mädels gehen zum ‚Arbeiten‘. Ihr ‚Permanenten‘ zahlt ja kein Geld für den Aufenthalt, sondern kostet dagegen eine ganze Menge, was teilweise mit den Zahlungen der temporären Ponys ausgeglichen wird. Aber das reicht nicht aus. Doch zum Glück gibt es eine sehr zahlungskräftige Klientel, die gerne dafür bezahlt, mit menschlichen Ponys etwas zu erleben, zum Beispiel eine Kutschfahrt oder eine Fotosession. Dafür bezahlen sie gut, was das Budget für euch etwas auffüllt. Und für euch ‚Permanente‘ ist es harmlos. Es ist nichts Sexuelles dabei und außerdem seid ihr ja rundherum gegen Übergriffe gut geschützt.“

„Das ist alles?“
„Im Großen und Ganzen schon.“
„Dann bin ich beruhigt. Danke!“
„Gerne. Noch weitere Fragen? Nein? Dann kommt wieder die Standardfrage. Möchtest du den Weg zur ‚Permanenten‘ weitergehen und in die Phase als Postulantin eintreten? Mit allen bekannten Einschränkungen, Regeln und auch den Dingen, die heute neu hinzukommen?“
„Ja, ich will. Unbedingt!“

Sie strahlte mich an. „Ich schätze deinen Willen und deinen Ehrgeiz! Dann werden wir jetzt deine Phase als Postulantin beginnen. Ich werde dir jetzt wieder den Knebel einsetzen und dann gehen wir nach nebenan. Dort tauschen wir die Gürtel und du bekommst deinen schicken neuen BH. Bereit?“
Ich nickte nur.

Ich war das Tragen des Gürtels schon so gewöhnt, dass es mir nichts mehr ausmachte, als Carla den neuen Gürtel wieder stramm zuzog. Er war sogar noch ein wenig enger, doch ich spürte gleich, dass er genau auf mich zugeschnitten war. Keine Ecke Blech, die irgendwie vorstand oder sich von der Haut abhob; er saß wie auf dem Körper festgeklebt. Er sollte ja auch meine zweite Haut werden. Je nachdem, was die Zukunft brächte, würde ich ihn womöglich nie mehr ablegen… Und ich ahnte, dass ich in diesem Gürtel wohl keine Chance haben würde, mich irgendwie mechanisch zu erregen. Trotz der Enge, in der er im Schritt saß, spürte ich dort keinerlei Kontakt zur Haut. Meine Klitoris würde keine Chance haben, sich irgendwo dran zu reiben. Also würden die Geburtstage, wie Carla ja sagte, wirklich meine einzige Möglichkeit im Jahr sein…

Auch der BH überraschte mich. Bei meinen Schwestern sah der BH einfach nur wie silberne Halbkugeln aus, die vor den Brüsten hingen. Im Inneren jedoch war eine Form eingearbeitet, die exakt der Kontur meiner Brüste, einschließlich meiner Nippel entsprach. Alles saß millimetergenau, nichts wackelte und nichts konnte sich reiben. Aber bei aller Faszination über die Handwerkskunst wurde mir doch wehmütig, als ich meine schönen, festen Brüste zum letzten Mal in meinem Leben sah, bevor sie in den Schalen verschwanden.

Carla konnte wohl meine Gedanken lesen und nahm mich kurz in den Arm. „Da ist das Leben einer ‚Permanenten‘, auch wenn es für dich im Moment schwer ist. Der BH gehört untrennbar dazu, also solltest du nicht trauern, sondern stolz darüber sein, diese Ausrüstung tragen zu dürfen, und das sogar, bevor du eine vollwertige ‚Permanente‘ geworden bist.“



Carla führte mich an der Leine zurück in den Stall und ich war gespannt, ob wieder ein Ritual auf mich wartete. Sie verabschiedete sich für mich überraschend mit den Worten „Wir sehen uns dann wenige Tage vor deiner Profess ein letztes Mal wieder. Bis dahin alles Gute“, und kaum war sie weg, stürzten sich alle Schwestern auf mich. Jede stellte sich vor mich und knallte ihre stählernen Brüste mit einem lauten ‚Klong‘ gegen meine neuen. Das war es also diesmal! Und dieses Geräusch schien keine Wärter auf den Plan zu treiben.

Diese Füllung des BHs schien eine perfekte Isolation und Dämpfung zu sein. Von all den harten Schlägen, die ich soeben einstecken musste, spürte ich praktisch nichts. Also würde es wohl auch keine Möglichkeit mehr geben, durch Druck oder Bewegung meine Nippel zu reizen. Mein Leben als angehende ‚Permanente‘ war erneut ein bisschen schwerer geworden. Aber ich hatte es selbst so gewollt…



60. RE: Die Permanenten

geschrieben von Glatzkopf am 03.03.25 09:38

Sonja hat eine schwere Entscheidung getroffen und ich bin sehr gespannt, wie sie den neuen Abschnitt bewältigt. Nun muß auf fast alle arten von Zärtlichkeiten verzichten. das wird nicht leicht werden für sie.
61. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 04.03.25 08:36

Vielen Dank, Glatzkopf, für deinen Kommentar!



22.
Das Leben als Postulantin unterschied sich eigentlich in Nichts vom Leben als Novizin, außer dass die regelmäßigen ‚Nippelmassagen‘ jetzt nicht mehr möglich waren. Ich musste mich noch an den etwas ausladenden BH gewöhnen, da meine frühere Körbchengröße eher klein war. Durch die gefesselten Arme hinter meinem Rücken streckte ich meine Brust eh weiter raus als vor meiner Zeit als Pony, und so blieb ich immer mal wieder irgendwo hängen, was bei meinen Mitschwestern Erheiterung hervorrief. Vermutlich ging es ihnen zu Beginn ihres Postulats genauso…

Dafür vertiefte sich die Verbindung zu meinen Schwestern. Es wurde immer klarer, dass ich eine von ihnen werden würde und auch werden wollte. Auch vorher waren wir uns nahe, aber jetzt kamen die täglichen Zärtlichkeiten dazu. In der Nacht schliefen wir mit gegenseitig verschränkten oder umschlungenen Beinen, oder wir rieben zärtlich die wenige freie Haut aneinander, die uns noch verblieben war. Ich konnte ihnen derzeit noch einen besonderen Service bieten und sie mit meiner noch ‚nackten‘ Nasenspitze streicheln, was auch ich sehr genoss, da auch dieser kleine Rest an Freiheit in wenigen Monaten Geschichte sein würde.

Was mich verblüffte und was ich nicht erwartet hatte, war, dass ich keine Lieblingsschwester hatte. Wir waren alle gleich und jede stand jeder gleich nahe. ‚Tulip‘ als offensichtlich dienstälteste Schwester hatte zwar eine gewisse Führungsrolle, aber weniger als Hierarchie, sondern eher, um den jüngeren Schwestern ihre Erfahrungen weiterzugeben. So kuschelte ich mich fast jede Nacht an eine andere Schwester, und auch untereinander hielten es die anderen Schwestern so. Ich deutete es für mich so, dass diese extremen Restriktionen, denen wir alle gleichermaßen unterworfen waren, uns so zusammenschweißten, dass für Hierarchien oder Vorlieben kein Raum blieb oder es uns allen schaden würde.

* * *

Dann passierte etwas Schlimmes, was ich noch nicht erlebt hatte. Das Licht ging an und wir standen auf, doch ‚Lavender‘ blieb liegen. Wir konnten nicht viel erkennen, doch es war klar, dass sie hohes Fieber haben müsste. Ich hatte keine Ahnung, was ich in diesem Falle tun sollte. Bis nach dem Frühstück auf die Trainerin warten, dass sie Maßnahmen ergreifen konnte? Anders als in den Boxen früher gab es hier keine Videoüberwachung.

‚Tulip‘ als erfahrenste ‚Permanente‘ ergriff die Initiative. Sie zeigte mir an der Wand, dicht über dem Boden, einen Kasten mit einer milchigen Glasscheibe. Ich hatte den Kasten zwar schon gesehen, aber da er in einer Ecke hing, in der wir sonst nichts zu tun hatten, hatte ich ihn nicht weiter beachtet. ‚Tulip‘ forderte mich auf mitzukommen und so gingen wir gemeinsam hin. ‚Tulip‘ zerschlug mit dem Huf die Scheibe und sofort ging irgendwo im Gebäude ein Alarm los, den wir bis in den Stall hören konnten.

Es dauerte nur Minuten, bis eine Betreuerin den Stall betrat. Sie erkannte sofort, dass ‚Lavender‘ wohl krank sein müsste und holte ihr Smartphone aus der Tasche und telefonierte. Kurz darauf betraten zwei Sanitäter den Raum, hoben ‚Lavender‘ auf eine Trage und brachten sie hinaus. Wir standen alle betreten da und schauten ihr nach. Jede hätte gerne gewusst, was jetzt mit ihr passieren würde, aber wir konnten nicht fragen. Beinahe hätten wir darüber den Gong zur Morgenfütterung überhört. Trotz aller Betroffenheit und Sorge um ‚Lavender‘ hatte der Tagesplan absoluten Vorrang und wir waren bereits spät dran. In dem Moment, als ‚Lily‘ als Letzte die Klodusche betätigte, kam unsere heutige Trainerin herein. Sie wusste allerdings um den Vorfall und beruhigte uns. ‚Lavender‘ sei auf der Krankenstation und würde versorgt, und wir sollten uns keine Sorgen machen.

Erst als ‚Lavender‘ einige Tage später wieder in der Türe stand und von uns fast erdrückt wurde, waren unsere Sorgen restlos verflogen.

* * *


Die Tage plätscherten so dahin. Eine zentrale Eigenart (oder war es gar ein Problem?) unseres Lebens war die Monotonie. Jeder Tag war gleich, es gab keine Wochenstrukturierung und die einzige Abwechslung waren die täglich wechselnden Trainer und die gelegentlichen Feiertage.

Nach ‚Orchid‘ war zwischenzeitlich ‚Rose‘ mit ihrer Erneuerung dran gewesen und diese lief exakt gleich ab wie die vorherige, sogar der Wortlaut war identisch, soweit ich mich noch erinnern konnte. Wir standen natürlich wieder in dem Käfig und freuten uns mit ihr, und ‚Rose‘ genoss ihren jährlichen Orgasmus (eigentlich waren es mehrere hintereinander). Ich hatte inzwischen komplett das Zeitgefühl verloren, rechnete aber eigentlich jeden Tag damit, dass mich Carla zur Vorbereitung auf meine Profess abholen kommen würde.


So saß ich tatsächlich kurze Zeit später in diesem Besprechungsraum. Wieder beschlich mich dieses Gefühl der Endgültigkeit. Vermutlich würde ich heute das letzte Mal in meinem Leben auf diesem Stuhl (und vielleicht überhaupt auf einem Stuhl?) und in diesem Raum sitzen. Denn der Termin meiner Profess rückte unerbittlich näher. Irgendwie beschlich mich schon ein mulmiges Gefühl. Aber war es nicht genau das, was ich mir wünschte und für das ich die letzten sechs Monate mit all ihren Entbehrungen darauf hin gearbeitet hatte? Ich war so weit gekommen; jetzt würde ich nicht mehr kneifen und meine Schwestern im Stich lassen.

„Bist du schon nervös wegen der Profess?“, fragte mich Carla gleich als erstes, nachdem sie mir den Knebel entfernt hatte.
„Schon ein wenig, aber ich werde nicht kneifen.“
„Das hätte ich bei dir auch nicht vermutet. Aber ich schon hatte Kandidatinnen, die hier kurz vor dem Herzinfarkt standen. Bei dir mache ich mir keine Sorgen. Aber ist dir bekannt, wie eine Profess abläuft und was dabei auf dich zukommt?“
„Vielleicht nicht im Detail, aber im Groben schon“, meinte ich. „Marc hat es mir ziemlich genau und plastisch erzählt.“

„Gut, dann spar‘ ich mir die Ausführung. Brauchst du beim Lesen normalerweise eine Brille?“
„Nein, wieso?“
„Du musst die Formel für das Gelöbnis vorlesen. Da Ponys aber keine Brille tragen und sie normalerweise auch nicht brauchen, müsste dir bei Fehlsichtigkeit jeweils der Satz zum Nachsprechen vorgesagt werden. Aber so ist es einfacher.“
„Da habe ich noch gar nicht drüber nachgedacht… Sind einige meiner Schwestern denn fehlsichtig?“
„Oh ja. Aber solange ihr nicht so blind seid, dass ihr gegen Wände lauft, ist eine Brille unnötig. Als ‚Permanente‘ müsst ihr jemals weder lesen, noch schreiben noch irgendwelches filigranes Zeugs fertigen. So, und jetzt die Standardrunde: hast du Fragen? Denke daran, das wird vielleicht das letzte Mal in deinem Leben sein, dass du irgendjemanden etwas fragen kannst, zumindest artikuliert.“

„Daran habe ich auch schon gedacht… Es ist schon ein komisches Gefühl, diese drohende Endgültigkeit. Also, meine erste Frage. Als ‚Lily‘ krank war, was ist da mit ihr passiert?“
„Ich weiß es nicht genau. Sie kam auf die Krankenstation, wo sie paar Tage blieb und ärztlich versorgt wurde, bis sie wieder gesund und bei Kräften war.“
„Bekam sie dort ihre Fesseln abgenommen?“
„Ich weiß es nicht, wäre aber möglich. Mit den Fesseln können keine Infusionen gelegt werden und mit dem Kopfkäfig ist keine Intubation oder eine Magensonde möglich. Was genau bei ‚Lily‘ passierte, weiß ich nicht. Und ich befürchte, du wirst es auch nie mehr erfahren.“

„Gut. Und noch eine Frage. Seit ich Novizin bin, hatte ich keine Periode mehr. Bekommen wir mit der Nahrung Hormone verabreicht?“
Carla musste lachen. „An dir ist wirklich eine gute Detektivin verloren gegangen! Leider ist diese Chance in Kürze vertan… Nun, es wäre möglich. Die Hygiene mit den Gürteln ist schon so nicht ganz einfach. Und wenn ihr auch noch eure Tage bekämt, würdet ihr vermutlich irgendwann gesundheitliche Probleme unter dem Gürtel bekommen. Von daher halte ich es für möglich, dass die Hofleitung diese Maßnahme ergriffen hat. Aber du wirst es einfach akzeptieren müssen. Du kannst es nicht ändern, du kannst den Hormonen nicht entgehen, ohne zu verhungern, und als ‚Permanente‘ hast du alle Entscheidungsbefugnis und Verantwortung in die Hände deiner Betreuer gegeben. Also grübel nicht darüber nach.“

Sie hatte recht, aber dennoch blieb es für mich unbefriedigend, auch wenn ich bereits ein halbes Jahr damit lebte und es wohl für den Rest des Lebens so bleiben würde. Niemand würde uns etwas erklären oder uns gar nach unserer Meinung fragen. Es wurde entschieden und so gemacht. Punkt. Das war Teil des Lebens einer ‚Permanenten‘, auch wenn es mir als denkendem Menschen manchmal schwerfiel, das zu akzeptieren.

„Noch weitere Fragen?“, meinte Carla und sah mich aufmunternd an.
„Nein“, antwortete ich mit einem leichten Gefühl von aufkommender Frustration.

„Gut. Dann stelle ich erneut die entscheidende, letzte Frage. Bist du weiter bereit, eine ‚Permanente‘ zu werden und übermorgen deine Profess abzulegen?“
Trotz meiner aufkommenden Gedanken stand mein Entschluss fest. Ich riss mich zusammen. „Ja, ich bin immer noch bereit dazu“, meinte ich mit fester, überzeugter Stimme.
„Gut. Dann bedanke ich mich für diese offenen Gespräche mit dir, ‚Daisy‘. Es wird keine weiteren mehr geben; du wirst jetzt, vielleicht für immer, einen Knebel und diesen Kopfkäfig tragen, der im Idealfall niemals mehr abgenommen wird. Apropos Knebel, genieße die beiden letzten Tage mit dem alten. Der neue, den du den Rest deines Lebens tragen wirst, ist deutlich unbequemer.“
„Danke für die ehrlichen Worte.“

„Gerne. Oh, das hätte ich fast vergessen. Bevor ich dir den Knebel wieder anlegen werde, müssen wir deinen Schädel rasieren, damit der neue Käfig perfekt passt. Keine Sorge, das ist nur dieses eine Mal so. Nach der Profess dürfen deine Haare wieder wachsen. So, und ab sofort gilt wieder das Stillegebot.“
Ich nickte wieder stumm. Immer mehr Abgründe taten sich auf, was ‚Permanente‘ alles ertragen mussten. Aber wie Carla schon sagte, es blieb mir nicht viel anderes übrig als mich zu fügen.

Es war ein seltsames Gefühl, als diese elektrische Schneidemaschine über meinen Kopf glitt. Zum Glück blieb mir der Anblick mangels eines Spiegels erspart, aber aus den Augenwinkeln heraus sah ich meine blonden Haare fallen. Streng genommen war es so eh praktischer. Wann hatte ich meine Haare das letzte Mal gepflegt? Oder auch nur gekämmt? Ohne Hände ging das nicht mehr. Eine Glatze war dagegen pflegeleicht; zumindest redete ich es mir ein.

Schließlich war Carla fertig und ich bekam wieder mein Harness übergestülpt und verzurrt, was sich jetzt ohne die Haare dazwischen ebenfalls neu und restriktiver anfühlte. Und wie gerne hätte ich mir mal mit der Hand über meine Glatze gestrichen. Schon wieder so eine blöde Sache, die ich nie mehr in meinem Leben können würde!




62. RE: Die Permanenten

geschrieben von Glatzkopf am 04.03.25 10:07

Sonja zieht das Ganze erbarmungslos durch. Das hätte ich ehrlich gesagt nicht für möglich gehalten . Nun
bin ich sehr gespannt, wie es weiter geht.
63. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 05.03.25 07:30

Vielen Dank, Glatzkopf, für deinen Kommentar!


23.
Obwohl immer noch der eine oder andere Zweifel in mir nagte, stand es für mich außer Frage, jetzt auf den letzten Metern abzuspringen. Eigentlich freute ich mich darauf, endlich wirklich wie meine Schwestern zu sein. Genau so, wie sie jeden Tag leben und alles ertragen mussten. Ich war zwar schon länger eine der ihren, aber der allerletzte Schritt fehlte noch. Und der stand mir in wenigen Stunden bevor.

Trotz der flüssigen Brühe hatte ich keinen Hunger. Ich ließ es dennoch lustlos in meine Kehle laufen, denn eine alternative Möglichkeit würde es nicht geben. Schließlich kam Carla und holte mich ab. Sie führte mich in einen Raum, den ich noch nie gesehen hatte und ließ mich dort angebunden warten. Bekamen die Postulantinnen im Kloster zur Profess nicht einen Blumenkranz auf den Kopf? Und ein festliches Gewand? Ich bezweifelte, dass hier Ähnliches passieren würde. Auch die Verwandten, die dort einer Profess beiwohnten (immerhin gaben sie ebenfalls ihr Kind für immer an das Kloster ab), würden heute sicher nicht beiwohnen. Ich wurde nie gefragt, ob ich überhaupt Verwandte hätte…

So wurde ich durch die große Türe geführt und vorne am Pfosten festgemacht. Die Prozedur leitete Monique, von Marc war nichts zu sehen, worüber ich nicht ganz unglücklich war. Was mich freute, war, dass alle meinen alten Betreuer, Michelle und Helena, anwesend waren, um mich auf dem Schritt zu begleiten. Und hinter dem Gitter an der Seite erkannte ich alle meine Schwestern, die eng an eng nebeneinander standen.

„Setzen wir uns“, fing Monique an, wobei das wohl nicht für mich galt, denn es gab keinen Stuhl.
„Wir sind hier zusammengekommen, und die Profess, das feierliche öffentliche Gelöbnis, von ‚Daisy‘ abzunehmen. Die Betreuerin von ‚Daisy‘ während ihres Noviziats und des Postulats, Carla, hat mir bestätigt, dass ‚Daisy‘ ausdrücklich den Wunsch geäußert hat, endgültig in den Kreis der ‚Permanenten‘ aufgenommen zu werden. ‚Daisy‘, entspricht dies den Tatsachen?“

Ich nickte deutlich.

„Es ist vorgeschrieben, dass ich jetzt alle Regeln verlesen werde, die für dein künftiges Leben als ‚Permanente‘ gelten werden und deren Befolgung du anschließend geloben wirst“, fuhr Monique fort.

„Erste Regel. Es gilt ein absoluter Gehorsam gegenüber Trainern und Betreuern. Das beinhaltet auch das unmittelbares Befolgen aller Befehle und Anweisungen, ohne jegliches Zögern.

Zweite Regel. Es gilt die absolute sexuelle Enthaltsamkeit und der Verzicht auf jegliche sexuelle Befriedigung. Ausnahmen von dieser Regel erfolgen nur auf Anordnung der Hofleitung.

Dritte Regel. Es gilt die bedingungslose Akzeptanz aller dauerhaften Fesselungen und Einschränkungen, beispielsweise Fixierung der Arme, Tragen des Knebels und des Kopfkäfigs, Tragen des Keuschheitsgürtels und des BHs sowie weiterer, vorübergehend oder dauerhaft angeordneter Restriktionen.

Vierte Regel. Es gilt das absolutes Stille-Gebot. Das beinhaltet das Verbot jeglicher akustischer Kommunikation, seien es Worte oder stimmlich erzeugte Geräusche.

Fünfte Regel. Es gilt ein absolutes Verbot von Kommunikations- oder Unterhaltungsmitteln wie Telefone, Smartphones, Computer, Radios, Fernseher.

Sechste Regel. Die Lebensführung beschränkt sich auf das absolut Minimale. Dazu gehört eine einfache Basis-Ernährung, das Tragen der vom Gestüt gestellten Kleidung (sofern erforderlich), sowie der absolute Verzicht auf jegliche Genussmittel.

Siebte Regel. Es gilt ein stets sorgsamer, rücksichts- und respektvoller sowie hilfsbereiter Umgang mit den Mit-Ponys, auch ‚Schwestern‘ genannt.


Eine Verletzung dieser Regeln zieht eine unmittelbare Bestrafung nach sich, welche die Delinquentin reumütig, klaglos und widerspruchslos annimmt.

Im Gegenzug verpflichtet sich das Gestüt, stets das Wohl und die Gesundheit ihrer Bewohner zu gewährleisten, den Bewohnern keinen Schaden zuzufügen, sie zu beschützen und ihnen ein angemessenes und dauerhaftes Leben als menschliches Pony zu ermöglichen.“

Jetzt sah mich Monique direkt an. „Hast du diese Regeln verstanden?“

Ich nickte deutlich, obwohl ich bei der Verlesung beinahe eingeschlafen wäre.

„Dann wollen wir mit den Gelöbnis beginnen. Carla, nimm ‚Daisy‘ den Harness und den Knebel ab.“
Es fühlte sich fast schon falsch an, ohne Knebel und Harness vor den Trainern und Mitschwestern zu stehen. Aber mir war klar, dass dies nur von kurzer Dauer sein würde.
„Kannst du lesen?“, fragte mich Monique und ich nickte. „Dann trage uns das Gelöbnis vor, mit lauter und klar verständlicher Stimme.“

Carla kam zu mir und hielt mir einen Zettel vors Gesicht. Ich begann vorzulesen.

„Ich gelobe vor dem Leiter dieses Hofes, den anwesenden Trainern und Betreuern, meinen Mitschwestern und allen anderen Anwesenden, dass ich mich bedingungslos den soeben verkündeten Regeln unterwerfen und jede Strafe für die Verletzung dieser Regeln klaglos akzeptieren werde. Ich gelobe weiter absoluten Gehorsam gegenüber allen Betreuern, Trainern und den Leitern dieses Hofes. Mir ist bewusst, dass ich meine derzeitigen Fesselungen nie wieder ablegen werde und akzeptiere diese und zukünftige Einschränkungen uneingeschränkt. Ich gelobe, dass ich stets bemüht bin, allen ‚Permanenten‘ dieses Hofes eine gute Mitschwester zu sein.“

Jetzt stand noch ‚persönliche Worte, falls gewünscht‘ auf dem Blatt. Ja, ich wollte noch ein paar persönliche Worte loswerden, bevor ich für immer schweigen musste.

„Ich weiß, dass dies vielleicht die letzten Worte sind, die ich jemals sprechen werde. Deshalb möchte ich meinen Pony-Mitschwestern hinter diesem Gitter sagen, dass ich euch liebe und dass ich dankbar bin, eure Schwester sein zu dürfen. Und ganz besonders gelten meine letzten Worte meinem geliebten Marc, der dieser feierlichen Profess leider nicht beiwohnt. Ich werde immer an ihn denken und ihm einen Platz in meinem Herzen sichern.“

Carla nahm das Blatt wieder an sich und ich blickte zu Boden. Im Raum herrschte eine ergriffene Stille. Meine letzten Worte schienen sie wohl erreicht zu haben. Dann ergriff Monique wieder das Wort.

„Danke für diese ergreifenden Worte… Du hast das Gelöbnis abgelegt und und bereit, in den Kreis der ‚Permanenten‘ aufgenommen zu werden. Bist du, ‚Daisy‘, bereit, den Kopfkäfig zu empfangen?“

Damit meine ‚letzten Worte‘ auch die letzten blieben, nickte ich nur deutlich. Eine Beisitzerin stand auf und kam auf mich zu. Sie hielt mir den geöffneten Käfig vors Gesicht und ich wusste, was ich tun musste. Sie schob den Käfig über meinen Kopf, bis der Knebel direkt vor meinem Mund lag. Ich öffnete den Mund und schob meine Zunge in die metallene Tasche, und die Frau schob den Käfig weiter, bis die Gesichtspartie direkt auf meiner Haut auflag. Dann spürte ich, wie hinten ein Werkzeug angesetzt wurde, der Käfig sich um meinen Kopf zusammenzog und schließlich schloss. Zuletzt gab es noch ein knirschendes Geräusch und die Frau trat zurück. Ich war für den Rest meines Lebens in diesem Käfig gefangen.

Der Käfig drückte nirgends, aber dennoch spürte ich seine eiserne Präsenz. Meine Sicht war deutlich verengt; die Augenlöcher waren zwar relativ groß, aber seitlich waren große Scheuklappen angebracht und unten begann das Blech, dass sich über meinen gesamten Mund bis hin zum Kinn erstreckte. Erstaunlicherweise konnte ich meinen Mund und meine Lippen fast frei bewegen, auch wenn mir dies nicht wirklich etwas nützte. Lediglich zwei dünne Stäbe liefen im Bogen über meine Unterlippe in den Mund hinein, um den Zungenknebel unverrückbar festzuhalten. Ich versuchte meinen Mund zu öffnen, aber der Kiefer wurde schon nach kurzem Weg vom Stahl, der unter meinem Kinn entlang lief, gebremst. Mir wurde klar, das Rohr für die Futterbrühe würde ich in den Mund bekommen, mehr aber auch nicht.

Monique ließ mir einen Moment Zeit, um mich an den Käfig zu gewöhnen. Dann sprach sie weiter.
„Hiermit bist du bis an das Ende deiner Tage in der Gemeinschaft der ‚Permanenten‘ aufgenommen. Herzlichen Glückwunsch! Heute ist der erste Tag einer neuen Zeit für dich und das alte Leben existiert nicht mehr. Daher werden wir diesen Tag zukünftig als deinen Geburtstag begehen. An jedem Geburtstag werden wir dir ein Geschenk anbieten. Bist du bereit, dieses Geschenk jetzt zum empfangen?“



64. RE: Die Permanenten

geschrieben von Glatzkopf am 05.03.25 09:04

Wieder sehr interessant geschrieben. Ich hoffe nur, daß sich damit diese Geschichte ihrem Ende nähert. Es wäre zu schade.
65. RE: Die Permanenten

geschrieben von Fazer-Tom am 05.03.25 09:23

Schön geschrieben und angenehm zu lesen. Ich hoffe es geht in diesem Stil weiter.


Ciao, Tom
66. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 06.03.25 09:06

Danke für eure Kommentare! Und keine Sorge, es geht noch weiter.



24.
Ich nickte deutlich und sollte aufstehen. Wie schon bei ‚Orchid‘ wurde diese Maschine hereingerollt und ich hingeführt. Eigentlich hatte ich mir Sorgen um diesen Moment gemacht, aber ich war durch den neuen, erbarmungslosen Käfig um meinem Kopf in einer solchen Trance, dass es mir in diesem Augenblick egal war, vor aller Augen zur Befriedigung gezwungen zu werden.

Der Gürtel wurde das erste Mal seit drei Monaten geöffnet, ich musste mich auf die Maschine setzen und spürte gleich diese Noppen, die sich auf Höhe meiner Klit tief in meine Vulva eingruben. Als mir die Beine hochgebunden wurden, lastete jetzt mein gesamtes Gewicht auf dem Damm und der Vulva. Und als schließlich die Gurte um meinen Oberkörper fixiert waren, startete die Maschine.

Es traf mich wie ein Dampfhammer. Es gab kein zärtliches Vorspiel, kein sich aufbauendes Kopfkino, was für eine vorherige Erregung, für dieses Kribbeln im Bauch und reichlich Feuchtigkeit im Schritt gesorgt hätte, nein, es war nur eine maximale Reizung meiner Klitoris. Die Nervenenden in dem empfindlichen Körperteil spielten verrückt unter der Wucht dieser Vibrationen und so baute sich in kürzester Zeit ein gewaltiger Orgasmus auf. Ich konnte es nicht mehr steuern und erst recht nicht bremsen. Ich schrie meinen ersten Orgasmus heraus und sackte zusammen.

Normalerweise würde ich jetzt die Nachwehen genießen und dann vielleicht neue Energie aufbauen, doch die Maschine war unerbittlich und hämmerte immer weiter gegen meine Klitoris. Ich konnte nicht anders, als den zweiten Orgasmus herauszuschreien. Und den dritten. Vierten. Oh mein Gott, wann hörte das bloß endlich auf? Ich konnten nicht mehr, ich wollte nicht mehr! Ich liebte Sex, ich genoss meine Orgasmen, aber nicht so! Und noch einer! Bitte hört auf! Doch das wollte oder konnte keiner hören. Und endlich wurde ich erlöst; die Maschine stoppte.

Ich ließ mich einfach nur in die Gurte fallen. Sollte so mein Leben jetzt aussehen? Nur noch einmal im Jahr einen Orgasmus, und dann so, auf diese Weise? Hatte ich mich vielleicht doch falsch entschieden? Aber jetzt war es zu spät. Und ich würde mit niemandem über meine Erlebnisse reden können. Ich hatte geschworen, für immer zu schweigen. Meine Hoffnung waren meine Schwestern, die vermutlich genauso empfanden wie ich und mich, so gut es ihnen möglich war, auffangen würden.

Ich bekam nicht mit, wie ich abgeschnallt wurde. Plötzlich spürte ich wieder diesen Druck im Schritt, es machte ‚klick‘ und vermutlich war der Gürtel jetzt für das gesamte nächste Jahr zu. Carla führte mich nach einer kurzen Umarmung schweigend zurück in meinen Stall, wo ich mich nur noch auf die Pritsche fallen ließ. Meine Schwestern verstanden. Statt mich euphorisch zu drücken und zu beglückwünschen, schmiegten sich zwei Schwestern links und rechts an mich, während mich drei weitere zärtlich an allen erreichbaren Stellen mit ihren metallenen Nasen streichelten.






67. RE: Die Permanenten

geschrieben von Glatzkopf am 06.03.25 09:14

Ich hoffe nur eines, daß es das noch nicht war .Die Geschichte muß doch weiter gehen.
68. RE: Die Permanenten

geschrieben von Wicki am 06.03.25 11:55

Tolle Geschichte. Danke fürs Schreiben ✍️
69. RE: Die Permanenten

geschrieben von goya am 06.03.25 14:45

Vielen Dank Matze23 👍🏻

Liebe Grüße

goya
70. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 07.03.25 07:49

Vielen Dank für eure Kommentare!
Und keine Sorge, es kommen noch ein paar Kapitel. Vorbei wird die Geschichte erst sein, wenn unter dem letzten Abschnitt "ENDE" steht



25.
Am nächsten Morgen wachte ich mit höllischen Kopfschmerzen auf. Die ganze Nacht musste ich auf den harten Stäben des Käfigs liegen und musste erkennen, dass dieser Kopfkäfig wohl zur schlimmsten aller Fesseln werden würde. ‚Tulip‘ erkannte als Erste, dass es mir nicht gut ging. Sie sah mich fragend an, aber wie sollte ich ihr erklären, was mir fehlte? So machte ich ein schmerzverzerrtes Gesicht und versuchte mit den Augen nach oben zu zeigen. Sie schien zu verstehen und klopfte sanft mit ihrer Nase gegen meinen Käfig, worauf ich nickte.

Die anderen Schwestern mussten wohl zugesehen haben, denn sofort sprangen zwei auf und rannten zur Nahrungsstation. Sie kamen zurück und beugten sich über meinen Kopf und auf einmal wurde es feucht. Sie hatten Wasser in ihrem Mund mitgebracht, um meinen Kopf zu kühlen! Mir stiegen die Tränen in die Augen. Ich hatte schon viel Aufmerksamkeit und Liebe von meinen Schwestern erfahren, aber diese Aktion toppte bislang alles. Wir konnten nicht reden, uns kaum verständigen, aber Zuneigung, Aufmerksamkeit und absoluter Altruismus schweißten uns zusammen und ließen uns eine Lösung finden, damit es jeder so gut ging wie irgend möglich.

Nach der Morgenfütterung kam die Trainerin und wollte uns in die Halle führen, doch ‚Tulip‘ machte sich bei ihr bemerkbar, ging auf mich zu und klopfte wieder auf meinen Kopfkäfig.
„Hast du Kopfschmerzen?“, fragte sie mich und ich nickte. „Ja, das kommt häufig nach der Profess vor. Der Körper muss sich erst an den neuen Käfig gewöhnen. Warte, ich hole dir ein Mittel.“

Kurz darauf kam sie mit einer Spritze und einer langen, stumpfen Kanüle zurück. „Beuge dich zurück“, forderte sie mich auf, führte die Kanüle in mein Mundloch und drückte den Inhalt in meinen Mund. Ich bedankte mich mit einem Nicken und dann ging es zum Training, bei dem ich heute etwas geschont wurde.
„Geht es besser?“, fragte sie mich am Ende des Trainings und ich nickte. „Das ist gut. Du könntest aber noch ein paar Tage lang Probleme haben. Wenn es wieder kommt, gib der Trainerin morgen Bescheid.“

* * *

Am nächsten Tag kamen die Schmerzen zum Glück nicht wieder, auch wenn ich wegen der harten Stäbe nicht sonderlich gut geschlafen hatte. ‚Tulip‘ sah mich gleich mit dem ‚Alles ok?‘-Blick an und ich nickte, worauf sie lächelte und ihren Kopf an meinem rieb. Wieder diese unbedingte Aufmerksamkeit! Was würde ich nur ohne meine Schwestern machen?

Beim Training wartete diesmal eine Überraschung auf mich. Die Trainerin band uns alle am Pfosten fest und kam kurz darauf mit einem Sulky wieder. Mein erstes Sulky-Training bei den ‚Permanenten‘!

Sie kam gleich auf mich zu. „Hast du schon mal ein Sulky gezogen?“, wollte sie von mir als der ‚Neuen‘ wissen. Es war zwar eine Ja-Nein-Frage, wie wir sie immer gestellt bekamen, aber eigentlich wollte ich ihr differenziert antworten: prinzipiell ja, aber noch nicht hier. Doch wie sollte ich das anstellen? So entschied ich mich für den Mittelweg und wiegte mit dem Kopf.
„Also schon mal gemacht, aber nicht oft?“, fragte sie nach und diesmal nickte ich. „Sehr schön, dann wollen wir sehen, was du kannst.“

Sie löste meine und ‚Rose‘s Leine, spannte uns vor das Sulky und legte uns die Zügel an. Auch unsere stählernen Gürtel hatten seitliche Ösen für wohl genau diesen Zweck. Und jetzt zeigte sich unser blindes Vertrauen und gegenseitige Aufmerksamkeit. Vom ersten Schritt an waren wir im Einklang. Wir achteten auf einander und korrigierten sofort, wenn es aus dem Tritt kam. Was ein Unterschied zu damals mit ‚Orange‘! Und ebenfalls im Gegensatz zu damals bekam ich heute nicht ein einziges Mal die Peitsche zu spüren, sondern sogar ein seltenes Lob für den gelungenen ersten Versuch.

Nach einigen Runden in der Halle öffnete die Trainerin das Tor und lenkte uns nach draußen auf die Koppel. Es war Herbst geworden und seit Längerem sah ich mal wieder die Welt außerhalb der Mauern, die sich in ein herbstliches Farbenmeer verwandelt hatte. Mir kamen meine früheren ausgedehnten Herbstspaziergänge in den Sinn; schön warm eingepackt und mit Gummistiefeln, mit dem Geruch feuchten Laubes in der Nase und dem Nebel im Gesicht.

Wir fuhren allerdings nicht sonderlich weit, denn es war ziemlich kühl und wir praktisch nackt, und so endete unsere Fahrt bereits nach wenigen Minuten wieder in der Halle.

Dabei wurde mir erneut ein Punkt so richtig bewusst, auf den ich als ‚Permanente‘ verzichten musste. Andere entschieden, was ich von der Welt draußen sehen sollte, und ob überhaupt etwas. Meine Welt war auf den fensterlosen Stall, die Trainingshallen und ein paar Gänge dazwischen zusammengeschrumpft.



71. RE: Die Permanenten

geschrieben von Fazer-Tom am 07.03.25 08:15

Eine schön zu lesende Fortsetzung. Dein Schreibstil macht es einem leicht der Geschichte zu folgen. Besonders gefällt mir die Beschreibung der zwischenmenschlichen Interaktionen der Permanentem untereinander.

Ciao, Tom
72. RE: Die Permanenten

geschrieben von Glatzkopf am 07.03.25 13:09

Ich hatte schon befürchtet , daß die Geschichte nun zu Ende ist.Nun bin ich erfreut, daß nes erst einmal weiter geht .Vielen Dank.
73. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 08.03.25 07:47

Vielen Dank für eure Kommentare!
Ja, gerade das Zwischenmenschliche ist mir wichtig, und die sich daraus ergebenden Entwicklungen.



26.
Irgendwann musste es passieren.

Ich rutschte in der feuchten Klo-Nische aus und konnte mich, dank meines gut trainierten Gleichgewichts, gerade noch so abfangen ohne mich zu verletzen. Doch vor Schreck entfuhr mir ein lauter Schrei.

Oh nein! Egal, ob Absicht oder Versehen, Schuld oder Unschuld, ich hatte eindeutig gegen das Stille-Gebot verstoßen und würde dafür schwer bestraft werden. Und so dauerte es auch nicht lange, bis eine Betreuerin herein kam.
„Wer war das?“, rief sie gleich in die Runde.


Ich wollte schon vortreten, doch ‚Orchid‘ blickte mich an und machte mit den Augen eine ‚Nein‘-Bewegung. Ich sollte mich nicht bekennen!
„Also niemand, wie üblich?“, legte sie lautstark nach. „Ihr wisst, dass ihr alle gemeinsam bestraft werdet, wenn sich die Schuldige nicht bekennt!“

Alle Schwestern senkten den Kopf. Ich hielt mich an ‚Orchid‘s Weisung, und keine Schwester verpfiff mich.
„Letzte Chance!“, rief sie in die Runde. „Niemand? OK. Ihr werdet mit zwei Wochen Fußfesseln für euer Vergehen bestraft. Alle! Die Kette wird euch ausschließlich zum Training abgenommen. So, hier stehenbleiben. Alle!“

Keine Schwester bewegte sich oder hob den Kopf. Kurz darauf kam die Trainerin wieder und legte uns diese Straffesseln mit der kurzen Schrittkette an, mit denen ich schon mal Bekanntschaft machen durfte. Unser Leben würde die nächsten Wochen noch härter werden, da wir uns nur noch langsam bewegen konnten und sicher auch nicht mehr so einfach kuscheln konnten.

Kaum war die Trainerin verschwunden, trippelten alle Schwestern auf mich zu und trösteten mich, in dem sie ihren Kopf auf meine Schulter legten. Dabei war ich doch die Verursacherin ihrer Strafe! Aber spätestens jetzt war mir klar: wir waren nicht sechs Schwestern, wir waren wie eine. Eine für alle, alle für eine, oder wie es im Roman bei Alexandre Dumas hieß. Wir würden alles gemeinsam durchstehen, egal, was passierte und kommen würde. Keine würde alleine zurückbleiben.

Das wurde spätestens beim Toilettengang deutlich. Durch die Kette konnte ich nicht mehr auf die Podeste treten und somit die Dusche auslösen. Sofort kam eine Schwester, dränge sich mit mir in die Nische und stellte sich auf das zweite Podest, damit ich mich säubern konnte, auch, wenn sie dabei selbst ziemlich nass wurde.

Bei aller Härte des Lebens hier: wäre so eine Gemeinschaft außerhalb dieser Mauern, in der ‚zivilen‘ Welt draußen, jemals möglich?


* * *


Kaum war unsere Strafe abgegolten, wurden ‚Lavender‘ und ich herausgerufen. Hatten wir schon wieder gegen etwas verstoßen? Doch ‚Lavender‘ blieb gelassen, sie schien zu wissen oder zumindest zu erahnen, was es damit auf sich hatte.

Wir wurden an der Leine in einen Bereich gebracht, den ich noch nie zuvor gesehen hatte. Schließlich standen wir in einem Raum, der mich an einen englischen Club erinnerte. Schwere Sessel und Zweisitzer im viktorianischen Stil, dunkle Vertäfelung an der Wand und ein Geruch von kalten Zigarren in der Luft; und auf den Tischchen irgendwelches teures Whisky-Zeugs.

Auf einem der Sofas saß ein korpulenter mittelalter Mann, und daneben ein Junge, vielleicht gerade achtzehn. Der Mann war mir auf Anhieb unsympathisch. Ich kannte diese Typen aus meiner Zeit als Steuerfachangestellte. Über Geld sprach man nicht, man hatte es, und konnte damit alles bekommen und natürlich auch alle Probleme lösen. Und der Sohn strahle Arroganz pur aus, dabei war vermutlich das einzig Vorzeigbare in seinem Leben Papas dickes Bankkonto, mit dem man prahlen konnte.

„Meine Pony-Täubchen!“, rief der Fettsack mit einem slawischen Akzent, stand auf und öffnete seine Arme, als ob er uns umarmen wollte.
„Das sind ‚Lavender‘ und ‚Daisy‘“, erläuterte die Betreuerin. „‘Daisy ist zum ersten Mal hier.“
Sie pries uns an, als wären wir Nutzvieh, aber vielleicht waren wir das in ihren Augen ja auch. Fehlte nur noch die Fleischbeschau und die Kontrolle der Zähne, wobei uns letzteres durch unseren Kopfkäfig zum Glück erspart blieb.

„Lasst euch anschauen, meine Püppchen“, rief er weiter. Unsere Betreuerin befahl uns darauf „Präsentieren“, und wir stellten uns mit geradem Rücken, geschlossenen Beinen und gesenktem Blick auf.
Mir wurde immer mulmiger bei dem Gedanken, was jetzt kommen würde, doch ‚Lavender‘ schien vollkommen gelassen zu bleiben und strahlte regelrecht eine stoische Ruhe aus. Schließlich ergab sich eine Gelegenheit, wo wir uns ansehen konnten. Sie hob ihr Kinn nur wenige Millimeter und zog leicht die Augen hoch, doch ich hatte verstanden. Wir können es nicht verhindern, wir sind gezwungen mitzumachen, aber lassen wir ihn unsere ganze Verachtung spüren!

Jetzt kam der Fettsack auf uns zu, trat zwischen uns, drehte uns um und legte seine speckigen Hände auf unsere Schultern. Ich zog meine Schulter zurück, was der Typ jedoch nicht bemerkte oder es ihn nicht interessierte. „Wir werden jetzt zusammen eine wundervolle Schlittenfahrt machen!“, verkündete er uns. „Schwester“, damit meinte er wohl unsere Betreuerin, „können Sie die beiden Täubchen vorbereiten?“

Er übergab uns in die Obhut unserer Betreuerin, die uns in eine mir unbekannte Halle führte. Dort waren einige Kutschen aufgereiht, die vermutlich alle von ‚Permanenten‘ gezogen wurden. Doch abfahrbereit vor dem Tor nach draußen stand ein Schlitten. Lag draußen etwa Schnee? Und wir sollten den Schlitten durch den Schnee ziehen? Wie sollten wir das überleben, nur mit BH und Gürtel bekleidet?

Sie ließ uns kurz stehen und kam kurz darauf mit einem weißen Bündel zurück. Sie legte es kurz auf dem Schlitten ab. ‚Lavender‘, vortreten.“ Sie nahm so ein weißes Teil, schob es auf und stülpte es ‚Lavender‘ über. Es war ein Kleid oder so was ähnliches aus Teddyfutter und reichte ‚Lavender‘ bis an die Hufe. Hinten hatte es eine angedeutete Mähne und einen Schweif. Und vorne nestelte die Betreuerin am Kopf herum und bugsierte irgendwie die metallenen Scheuklappen durch die beiden Augenlöcher. Der Kopf hatte noch angenähte Pferdeohren und eine eine angedeutete Pferdeschnauze, war sonst aber komplett geschlossen. Es sah einfach nur albern und lächerlich aus!

Dann war ich an der Reihe und sofort wurde mir warm. Wir waren es schließlich gewohnt, ausschließlich nackt herum zu laufen. Die Betreuerin stellte uns in die Zugstangen und befestigte die Ringe an unserem Gürtel durch wohl vorhandene Öffnungen am Schlitten und wir bekamen Zügel angelegt.
„Mein, Herr, Ihr könnt einsteigen!“, rief sie. Sie kennen sich mit der Steuerung aus?“, fragte sie noch sicherheitshalber, doch der Fettsack lachte nur. Ich konnte nicht sehen, wer alles einstieg, doch unsere Betreuerin öffnete das Tor und der Fettsack knallte mit einer Peitsche.
„Los, Ponys!“

Ein paar Meter ging es wohl auf Gleitschienen durch die Halle, doch dann waren wir draußen. Zum ersten mal als Pony überhaupt stand ich im Schnee! Ich liebte den Schnee. Früher war ich bei der ersten Flocke draußen, fuhr Schlitten, später Ski und liebte Schneeballschlachten. Doch diesmal hatte ich weder Zeit, dies zu genießen noch darüber zu sinnieren, dass mir all dieser Spaß mein restliches Leben lang verweigert werden würde.

Der Schlitten war schwer und ‚Lavender‘ und ich mussten schwer schuften, um das Ding in Bewegung zu halten. Der Fettsack trieb uns immer mehr an und ziemlich schnell wurde mir zu warm. Doch es gab keine Abkühlung, keine Erholung, keine Pause. Unerbittlich ging es über eine verschneite Wiese und ich konnte bei einem kurzen Seitblick in einiger Entfernung unsere Koppel erkennen. Wir waren also außerhalb des eigentlichen ‚Permanenten‘-Geländes! Immerhin verschafften mir die Hufeisen im Schnee einen erstaunlich guten Grip.

Wir konnten bald nicht mehr, als wir am Waldrand ankamen, doch statt einer Pause zog uns der Fettsack die Peitsche über den Rücken. Diesmal war ich froh über das dicke Flauschkleid, denn ich spürte davon fast nichts. Dann endlich hatte er ein Einsehen und ließ uns anhalten. Sein Sohn stieg aus und warf Schneebälle nach uns, aber das war mir vollkommen egal. ‚Lavender‘ und ich waren uns stillschweigend einig, ihn zu ignorieren, und zuckten nicht mal, als er uns traf. Eine dritte Person, die ich bislang noch nicht gesehen hatte (vermutlich sein Bodyguard), stieg vom Schlitten ab und reichte uns etwas Wasser. In der komischen Pferdeschnauze schien ein Loch passend zu unserem Mundloch zu sein…


* * *


Als wir wieder an der Halle ankamen, war ich mit meinen Kräften am Ende. Jetzt wurde mir klar, warum ich bislang nicht zum ‚Geldverdienen‘ eingesetzt wurde. Nur wirklich austrainierte Ponys waren dieser Aufgabe gewachsen!

Unsere Betreuerin hatte wohl ein Einsehen und half mit, den Schlitten in die Halle zu bugsieren, nachdem die drei Männer ausgestiegen waren. Noch bevor sie uns losmachte und uns von unseren Fellen befreite, bekamen wir Wasser und eine wässrige Brühe zu trinken, welche vermutlich unsere Mittagsfütterung war.

Schließlich standen wir wieder in dem Raum mit den Plüschsesseln. Der Junge kam auf uns zu und fing an, uns ungeniert zu befingern. Ich erinnerte mich an ‚Lavender‘s Worte, hob mein Kinn und ließ sein Tun stoisch über mich ergehen, ohne auch nur ein mal zu zucken. Er griff mir an die Brust und versuchte, natürlich erfolglos, meinen BH zu entfernen. Dann griff er mir in den Schritt, konnte aber ebenfalls den Stahl nicht überwinden. Und auch sein Finger in meinem Mundloch kam nicht sehr weit.

„Papuschka, mit den Tussen kann man ja gar nichts anfangen“, beschwerte sich der Schnösel bei seinem Vater.
„Das sind auch keine Nutten, Michaijl“, gab der zurück. „Sondern Ponys. Und mit Tieren hat man keinen Sex.“
Jetzt hatte ich es ‚schriftlich‘, wir waren keine Menschen mehr. Sondern Tiere; exakt so, wie ich es bereits vermutet hatte. Aber wollte ich es nicht genau so?
„Aber was willst du dann mit denen?“
„Ein wenig die Zeit vertreiben. Mir hat die Schlittenfahrt Spaß gemacht. Dir nicht?“
„Nö, langweilig. Und kalt.“

Schließlich forderte der fette Typ uns auf, uns links und rechts von ihm auf das Sofa zu setzen.
Auf das Sofa setzen? Wann hatte ich das letzte mal überhaupt auf einer menschlichen Sitzgelegenheit gesessen? Das war kurz vor der Profess. Und ein Sofa? Zuletzt bei Marc… Sofas waren nicht für Ponys gemacht, wie ich feststellen musste. Ich spürte, wie sich meine nutzlosen oberen Extremitäten, die früher einmal meine Arme waren, sich schmerzhaft in die Lehne drückten. Aber der Fettsack bemerkte mein Unbehagen nicht. Unbekümmert legte er seinen speckigen Arm um meine Schulter und den anderen vermutlich um ‚Lavender‘.

„Mach ein Foto, Michaijl“, forderte er seinen Sohn auf, der widerwillig sein Smartphone zückte und uns knipste. Ob das Bild später irgendwo im Internet landen würde? Ich würde es wohl nie erfahren.
„Ihr Pferdchen dürft ja nichts trinken, sonst bekomme ich Ärger mit eurer Aufseherin“, stellte er fest. „Also trinke ich jetzt auf euer Wohl. Sa Sdoróvwje!“, worauf er einen großen Schluck aus dem Glas mit der bräunlichen Flüssigkeit nahm.




74. RE: Die Permanenten

geschrieben von Glatzkopf am 08.03.25 10:08

Das sind sicher die unangenehmen Dinge, die diese Ausbildung mit sich bringen.Schließlich ist man nicht bei"Wünsch dir etwas".
75. RE: Die Permanenten

geschrieben von Fazer-Tom am 08.03.25 14:49

Nur jemand mit richtig Geld kann und will sich so etwas leisten. Wenn man da nicht zwingend auf die Guten der Spezies Mensch trifft dann ist das, der Stimme beraubt, maximal akzeptabel wenn sonst keine Alternativen bleiben.


ciao, Tom


Hoffend dass dies die Ausnahmen sind.
76. RE: Die Permanenten

geschrieben von MartinII am 08.03.25 16:16

Interessante Story - bin gespannt, wie es weitergeht.
77. RE: Die Permanenten

geschrieben von Neuschreiber63 am 08.03.25 19:12

Du badest auch jedes Vorurteil voll aus?
Der fette reiche Slawe (Russe?) mit seinem missratenen Sohn...
Aber gut, so bierernst ist die Geschichte ja nicht, von daher sind Vorurteile hier erlaubt, Gesinnungspolizei gibt es in anderen Lebensbereichen schon genug
78. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 09.03.25 08:11

Vielen Dank für eure Kommentare!

@Neuschreiber63: Klar, ich hätte auch den narzistischen, machtverliebten, sportlichen Jungmilliardär als Kunden nehmen können, der uns gerade so oft in der Welt begegnet. Dann wäre die Geschichte vermutlich anders verlaufen... Es musste halt jemand mit Geld im Überfluss sein. Wer sonst könnte (bzw. wollte) sich so ein teures, sinnloses Vergnügen leisten?
Und dass es ein "Russe" sei, ist ausschließlich deine persönliche Interpretation


27.
Dieser Morgen war seltsam. Direkt nach dem Aufwachen fühlte ich mich irgendwie komisch; leicht benommen, unausgeschlafen, verkatert. So wie früher nach einer durchzechten Nacht. Aber wir bekamen hier keinen Alkohol, denn dieser war als Genussmittel strengstens verboten.

Ich blickte mich um, und meinen Schwestern schien es ähnlich zu gehen. Und dann war da dieser Traum, an den ich mich in Bruchstücken noch erinnern konnte. Ein weiß gekleideter Mann, der mich auf den Rücken legte und meinen stählernen Gürtel öffnete. Nein, ich kannte diesen Mann nicht und es war definitiv nicht Marc. Aber wer war es dann? Interessanterweise wurde mir gerade bewusst, dass ich seit dem Betreten des Stalls der ‚Permanenten‘ noch nie einen Mann in unseren Räumen gesehen hatte. Keinen Trainer, keinen Betreuer, nicht mal einen Hausmeister oder ähnliches. Wollten sie uns so von irgendwelchen sexuellen Gedanken schützen oder fernhalten?

Aber das Wesen in meinem Traum war definitiv ein Mann. Er betastete meine intimsten Stellen und schob mir sogar irgendetwas ziemlich kaltes, metallisches in meine Vagina. Eigentlich ein schöner Gedanke, aber die Bilder verschwammen. Ich konnte mich dabei an nichts Erregendes erinnern.

Dann durchfuhr mich ein Gedanke. Mein Gespräch mit Marc vor vielen, vielen Monaten. Hatte er mir nicht erzählt, dass die ‚Permanenten‘ regelmäßig aufgeschlossen und untersucht würden? Aber das war mein erster Traum dieser Art und ich war schon seit über einem Jahr eine ‚Permanente‘. War diesmal mit der Dosierung der Schlafmittel etwas schief gegangen und ich hatte mehr mitbekommen, als vorgesehen war? Oder war es das falsche Mittel, was das komische Gefühl erklären würde?

Ich wollte schon laut aufschreien über diese Erkenntnis und es meinen Schwestern mitteilen, als mir im letzten Augenblick sowohl mein Knebel als auch unser Schweigegebot in den Sinn kam. Einer der wenigen Momente, wo ich meinen Knebel verfluchte. Ich würde es ihnen nie mitteilen können! Ob sie jemals davon unterrichtet wurden, dass sie solche Dinge mit uns machen würden?

* * *

Diesmal war ‚Tulip‘ mit ihrer Erneuerung ihres Versprechens an der Reihe und es überraschte mich eigentlich nur, wie schnell sie sich entschied. Marc als Vorsitzender hatte noch nicht zu Ende gesprochen, da sank sie bereits unter unserem lautlosen Jubel auf die Knie. ‚Tulip‘ war am längsten bei den ‚Permanenten‘. Ich wusste nicht genau wie lange, aber Marc sprach damals von fünf Jahren bei der Dienstältesten, also dürften es jetzt wohl sechs oder mehr Jahre bei ihr sein. Sie schien dieses Leben, genau wie ich, zu lieben, denn anders konnte ich mir ihre schnelle Entscheidung ohne das geringste Zögern nicht erklären.

Ein schöner Nebeneffekt dieser ansonsten für uns Zuschauer eher langweiligen Erneuerung war der freie Tag ohne Training. So kuschelten wir den ganzen Tag miteinander, nur unterbrochen von der Fütterungsglocke und persönlichen Entsorgungsbedürfnissen.

Ich brauchte mal eine kurze Pause und so saß ich nur daneben auf der Pritsche und beobachtete ‚Lily‘ und ‘Rose‘ beim gegenseitigen Austausch von Zärtlichkeiten. Unsere Möglichkeiten waren durch den Stahl an den strategischen Stellen und die nutzlosen Hände arg beschränkt, aber noch hatten wir freie Haut an Bauch und Beinen, die wir aneinander reiben oder mit den Knien, den Hufen oder dem Kopfkäfig sanft streicheln konnten.

‚Lily‘ und ‘Rose‘ lagen sich kopfüber, jede auf ihrer Seite liegend, gegenüber, so dass sie sich gegenseitig mit der metallenen Nase die Innenseiten der Oberschenkel, ganz nah am Schritt streichelten. Besonders ‚Rose‘ schien das zu gefallen. Sie drängte sich regelrecht ‚Lily‘ entgegen und konnte offenbar nicht genug bekommen.

Plötzlich beschleunigte sich ‚Rose‘s Atem. Alle anderen Schwestern verharrten in ihrem Tun und starrten auf ‚Rose‘, die mittlerweile ihren Kopf zurückwarf; so, wie ich es auf der Höllenmaschine während der Erneuerung schon mehrfach gesehen hatte. Allerdings gab sie, vom schnellen Atem abgesehen, keinen Laut von sich.

Hatte sie da etwa gerade einen Orgasmus? So ganz ohne Berührung der unter Stahl verborgenen Geschlechtsteile? Wenn ja, wie schaffte sie das? War das jahrelanges Training oder ‚Umkonditionierung‘ auf andere empfindliche Zonen, da eine direkte Reizung der empfindlichsten Stellen ja nicht mehr möglich war? Oder war es einfach nur der unglaublich harte, jahrelange Entzug, der sich jetzt auf einen Schlag entlud? Ich musste mir eingestehen: ich war ein wenig auf ‚Rose‘ neidisch. Und logische Konsequenz daraus war die spannendste Frage von allen: würde ich das eines Tages auch hinbekommen?

Jetzt sah ‚Rose‘ uns an und ihre Augen leuchteten. Wir stürzten uns alle auf sie, freuten uns mit ihr und kuschelten uns an sie an. Wir alle wussten: das war gerade ein extrem schwerer Verstoß gegen die Regeln, der sicher heftigere Konsequenzen als nur ein paar Wochen Fußfesseln nach sich ziehen würde. Aber wenn es wirklich stimmte und wir nicht per Video überwacht würden, wer sollte es je erfahren? Zu hören gab es schließlich nichts. Und wir Schwestern würden keine von uns verpfeifen.

Nachdem sich die erste Freude gelegt hatte, blieben wir einfach ruhig liegen und lauschten. Keine Betreuerin oder Trainerin ließ sich blicken. Carla schien damals während meines Postulats die Wahrheit gesagt zu haben, dass wir hier im Stall nicht überwacht würden. Und ich spürte die Freude bei ‚Rose‘. Sie hatte es geschafft, das System auszutricksen!




79. RE: Die Permanenten

geschrieben von MrSteel69 am 09.03.25 12:51

Eine schöne Geschichte und wundervoll geschrieben. Freue mich auf die weiteren Fortsetzungen...
80. RE: Die Permanenten

geschrieben von MartinII am 09.03.25 18:08

Manchmal kommen mir ja ganz praktische Gedanken: wie ist mit den Helmen eigentlich Zahnpflege möglich? Was, wenn sie mal Zahnschmerzen haben?
81. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 09.03.25 18:52

@MartinII:
Die Frage ist nicht ganz unberechtigt...

Wir müssen uns natürlich darüber im Klaren sein: diese Geschichte ist reines Kopfkino und hält nicht der geringsten kritischen Hinterfragung stand, wie ja deine Frage nach der Zahnpflege zeigt.

Oder nehmen wir das Thema Hygiene: Da leben mehrere Frauen auf engem Raum zusammen, die sich nicht duschen (Lederfesseln, Stiefel!), nicht waschen und auch kein Deo benutzen können (keine Hände!). In dem Stall muss es also stinken wie in einer mittelalterlichen Gasse oder am Hof des Sonnenkönigs (die haben sich auch nicht gewaschen).

Aber wer will schon Geschichten über einen Haufen müffelnder und aus dem Mund riechender Frauen lesen, auch wenn diese als Ponys verkleidet sind? Also bleiben wir lieber in unserer idealisierten, sauberen Welt.

Grüße, Matze

82. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 10.03.25 08:31

Vielen Dank für eure Kommentare und die lobenden Worte!



28.
„Alle Ponys her zu mir!“
Die Trainerin, die gerade den Stall betrat, hatte ein Bündel an Fußfesseln über dem Arm und ich befürchtete schon das Schlimmste. Schließlich testeten wir ständig unsere Grenzen aus und übertraten sie auch gelegentlich, was meistens gut ging, aber manchmal eben auch nicht.

So sprangen wir alle von der Pritsche und stellten uns in Reih und Glied vor der Trainerin auf, die sofort anfing, die Manschetten mit der Kette dazwischen um unsere Beine zu legen. Doch sogleich war ich erleichtert, denn es war die etwas längere Kette, wie wir sie immer trugen, wenn wir unseren Wohn- und Trainingsbereich verließen, so zum Beispiel zur Erneuerung der Versprechen einer Schwester. Wie gewohnt wurden wir mit Führungsleinen verbunden und im Gänsemarsch durch die Eingangsschleuse aus unserem Stall geführt.

Schließlich standen wir in einem komplett weiß gekachelten Raum, den ich noch nie gesehen hatte und der den Duschräumen ähnelte. Allerdings sah ich keinen Duschkopf, sondern einen Hocker, der in der Mitte des Raumes stand, und darüber einen elektrischen Langhaarschneider, der an einer Schnur von der Decke hing.

Wir wurden an eine Wand geführt und dort einzeln angebunden. Meine Schwestern schienen entspannt zu sein, also kannten sie das, was jetzt folgen würde, und es war offensichtlich nichts Schlimmes oder Unangenehmes. ‚Lavender‘ war die erste, die angewiesen wurde, sich auf den Hocker zu setzen. Sofort fing die Trainerin an, ihr mit der Schneidemaschine alle Haare abzurasieren, die aus dem Käfig herauswuchsen.

Das, was dabei entstand, konnte man nicht unbedingt als ‚Haarschnitt‘ bezeichnen. Je nachdem, wie sie durch die Stäbe an die Haare herankam, waren sie mal länger, mal kürzer, aber das schien keine Rolle zu spielen. Hauptsache, es war so viel wie möglich ab. So ging es reihum, wobei bei ‚Lily‘, die einen starken Haarwuchs auch am Körper hatte, auch die Oberschenkel grob rasiert wurden, was ich sehr bedauerte, da ihre Haare dort beim Kuscheln immer so nett an der Nase kitzelten.

Schließlich ging es im Gänsemarsch weiter. Ich kannte diesen Gang. Das war doch der Weg zu dieser Polsterlounge und der Halle mit den vielen Kutschen! Es ging tatsächlich in die Halle, wo eine größere Kutsche bereits vorbereitet stand. Das Gefährt erinnerte mich an diese offenen Kutschen, in denen die britischen Royals zu ihren offiziellen Anlässen fuhren, mit den großen Rädern und den Polsterbänken vis á vis, wenn auch weniger ausgeschmückt und vermutlich auch deutlich leichter. Lange konnte ich die Kutsche nicht betrachten, denn ohne weitere Erklärung wurde ich als erste angeschirrt, mein Gürtel in die Zugstangen eingehakt und die Kette zwischen meinen Beinmanschetten entfernt. Neben mich kam dann ‚Rose‘, davor ‚Lavender‘ und ‚Lily‘ und in die erste Reihe ‚Tulip‘ und ‚Orchid‘. Ich wusste nur grob, welche Schwester wie lange schon bei den ‚Permanenten‘ war, aber es schien mir wie eine Altersreihenfolge zu sein, mit mir als Jüngste mit weniger als einem Jahr in der letzten Reihe.

Endlich erläuterte die Trainerin, was es mit dieser Kutsche auf sich hatte. „Wir werden heute zum ersten Mal das Ziehen einer großen Kutsche üben. ‚Tulip‘ hat die Führung und erhält von mir die Lenkbefehle mit den Zügeln. Ihr anderen Mädels achtet genau auf sie und macht alle Befehle synchron mit. Verstanden?“
Alle Schwestern nickten.
„Also los.“ Sie öffnete das Tor, vor dem die Kutsche stand, setzte sich auf den Bock und gab ‚Tulip‘ den Befehl zum loslaufen. „Im Paradeschritt!“, rief sie, und wir paradierten los. Hinter dem Tor befand sich eine Trainingshalle und so zogen wir die Kutsche über den weichen Boden immer im Kreis durch die Halle, was zwar ziemlich anstrengend war, aber dank unseres guten Trainings und der gegenseitigen Aufmerksamkeit von Anfang an gut klappte.

Die gesamte Trainingszeit über blieben wir angeschirrt und mussten alle möglichen Schrittfolgen und Tempi durchspielen, bis alles wie ein perfektes Uhrwerk funktionierte. Ziemlich erledigt wurde uns schließlich wieder die Beinkette angelegt und wir durften zurück in unseren Stall.
„Dann Mädels, bis morgen!“, verabschiedete sich die Trainerin geheimnisvoll und wir sahen uns etwas fragend an.

* * *

Es musste etwas ganz Besonderes anstehen, denn zum ersten Mal wurden wir von zwei Trainerinnen abgeholt. Nach der bekannten Prozedur mit den Beinfesseln standen wir schließlich wieder vor der Kutsche von gestern, die allerdings vor einem anderen Tor aufgestellt war.

Ich war wieder als Erste an der Reihe. Mir wurde ein braunes Leibchen übergestreift, das wie üblich keine Arme hatte und bis knapp an den Gürtel reichte. Vermutlich würden wir gleich nach draußen gehen, denn das Leibchen war aus einem wärmenden Stoff. Dann hantierte eine Trainerin an meinem Kopfkäfig und hinten an meinem Gürtel, jedoch konnte ich durch die Scheuklappen nicht erkennen, was da passierte. Schließlich stand ich wieder an meinem Platz vor der Kutsche, aber die Verbindungshaken von meinem Gürtel und der Zugstange wurde diesmal mit Schlössern gesichert, bevor mir die Beinketten abgenommen wurden.

Jetzt konnte ich zusehen, wie ‚Rose‘ vorbereitet wurde. Sie bekam das gleiche Leibchen übergestreift, das von der Ferne wie ein Pferdefell aussah. An ihrem Gürtel hinten wurde ein Schweif aus Kunsthaar befestigt und das Ding am Kopfkäfig erwies sich als ein Gestell, an dem Pferdeohren aus Leder, eine Mähne passend zur natürlichen Haarfarbe des Ponys sowie ein steil aufstehender roter Federbusch angebracht waren. Wir wurden zu ziemlich albern aussehenden Paradepferden ausstaffiert!

Dann passierte erneut etwas Ungewöhnliches. Eine der beiden Trainerinnen trat vor die Kutsche und sah uns an.
„Hübsch seht ihr aus“, fing sie an. „Ich möchte, dass ihr wisst, was jetzt passiert. Eine alte, wohlhabende Freundin des Gestüts hat sich schon immer eine Ausfahrt in einem Sechsspänner gewünscht, wobei wir ihr diesen Wunsch bislang nie erfüllen konnten. Jetzt, dank ‚Daisy‘“, sie sah mich dabei sogar direkt an, „sind wir in der Lage dazu. Und daher werden wir heute einen längeren Ausritt mit dieser Kutsche machen. Wir möchten, dass ihr nicht nur die geübten Schritte perfekt ausführt, sondern dass ihr Stolz und Würde zeigt. Ihr seid unsere besten Pferde im Stall und wir sind stolz auf euch! Also, zeigt euer Bestes.“

So eine Ansprache hatten wir noch nie erhalten. Bislang bekamen wir immer das Gefühl vermittelt, eher Vieh als Mensch zu sein, Nutzvieh eben, das man auch als solches behandelte. Jetzt auf einmal waren wir edle Rösser, die umhegt und bewundert wurden. Ob sich das auch auf unseren Alltag auswirken würde? Ich hatte da so meine Zweifel…

Ich konnte nicht sehen, was hinter mir passierte. Die Kutsche schaukelte, als wohl jemand aufstieg und hörte leises Gemurmel; dabei glaubte ich, die Stimme einer älteren Dame zu vernehmen. Dann schwankte es erneut, eine der beiden Trainerinnen öffnete das Tor nach draußen und wir bekamen den Befehl zum loslaufen.

Draußen war mittlerweile Frühling. Es war noch etwas kühl, aber mit den wärmenden Leibchen ganz gut auszuhalten. Ähnlich wie mit dem Schlitten ging es weit an unserer Koppel vorbei zu dem Wald am Ende des Tals. Ich sog diese Frühlingsluft tief in meine Nase. Das vermisste ich als ‚Permanente‘ vielleicht am meisten (natürlich neben dem fehlenden Sex): die Natur um mich zu spüren und die Jahreszeiten erleben zu dürfen. Trotz der Anstrengung kostete ich diese Tour aus und war fast traurig, als wir am Waldrand ankamen. Aber diesmal ging es weiter, in den Wald hinein. Zum ersten Mal seit über einem Jahr wieder in einem Wald! Überall frisch sprießendes Grün, der Duft des noch feuchten Mooses, die Stille des Morgens!

Wir hielten an einer Lichtung und ich spürte die Kutsche hinter mir schwanken. Plötzlich legte sich etwas Kaltes auf meinen Kopf.
„Ihr seid tolle Ponys“, meinte eine Stimme neben mir und ich drehte meinen Kopf in die Richtung. Neben mir stand eine ältere, sehr gepflegt aussehende Dame, ihre Hand immer noch an meinem Kopf.
„‘Daisy‘, richtig?“, fragte sie mich nach einem Blick auf mein stählernes Halsband. Ich nickte und versuchte in meinem Geschirr einen höflichen Knicks.
„Bist du gerne ein Pony?“, wollte sie dann weiter von mir wissen und ich nickte erneut, nur diesmal deutlicher.
„Ich bedauere, dass es so etwas damals zu meiner Zeit noch nicht gab“, meinte sie, als sie meinen Kopf losgelassen und einen Schritt weiter zu ‚Lily‘ vor mir gegangen war und jetzt ihren Kopf berührte. „Ich wäre auch gerne ein Pony geworden. Aber stattdessen habe ich einen reichen Mann geheiratet, Kinder bekommen und großgezogen. Jetzt, wo ich alt bin, versuche ich diese immer noch vorhandene Sehnsucht in mir zumindest damit zu stillen, dass ich gelegentlich auf dieses Gestüt komme, um anderen Ponys ein wenig nahe zu sein.“

Mittlerweile war sie ganz vorne angekommen. „‘Orchid‘, richtig?“ Diese nickte. „Wie sehr habe ich mich nach diesem einfachen, strukturierten Leben gesehnt. Stattdessen musste ich ein Anwesen leiten, Mitarbeiter führen, Kinder großziehen… Ich weiß, euer Leben ist kein Zuckerschlecken, aber ihr strahlt eine Würde aus, wie ich sie nur selten sehe. Ich bewundere euch!“

Ich konnte sehen, wie ‚Orchid‘ ihre Haltung noch ein wenig straffte und ihre Brust ein wenig weiter herausdrückte. Die Worte schienen auch sie zu berühren. Die ältere Dame war mittlerweile bei ‚Tulip‘ und streichelte auch sie. Auch ‚Lavender‘ und ‚Rose‘ erhielten noch diese anerkennende Berührung und dann stieg die Dame wieder in die Kutsche. „Lasst uns einen Umweg zurück fahren, Kutscherin. Ich möchte meine Ponys noch ein wenig genießen.“


Wir standen immer noch mitten im Wald, einem Ort, den ich früher so liebte. Doch diesmal konnte ich nirgends verweilen, nicht meinen Gedanken nachhängen, keine Blumen für die Vase pflücken oder Tannenzapfen sammeln; wir waren ohne Freiheit, an der Kutsche festgekettet, dem Willen der Kutscherin unbedingt ausgeliefert und mussten dabei immer voll konzentriert bleiben. Aber ich genoss es dennoch in vollen Zügen. Mit meinen Schwestern im vollkommenen Einklang, prachtvoll geschmückt und als Stolz des Gestüts präsentiert. Ich tat nicht nur so, ich war es wirklich. Stolz darauf, eine ‚Permanente‘ zu sein.




83. RE: Die Permanenten

geschrieben von Blackrubberhorse am 10.03.25 09:49

Dieser Teil kommt sehr gut rüber- sowohl was die Gefühlslage von Gast & Ponys betrifft als auch das 'technische' (Kutschgewicht incl. zu ziehenden Personen im Verhältnis zu den dazu benötigten 'Pferden')...
Freue mich schon auf die nächsten Teile!
84. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 11.03.25 06:59

Danke, Blackrubberhorse, für deine anerkennenden Worte!

Doch jetzt, liebe Leser, müsst ihr stark sein, denn dieses ist das letzte Kapitel!
Ich danke allen treuen Lesern, dass ihr bis jetzt durchgehalten und mir zu meinem Ponyplay-Erstlingswerk überdurchschnittlich viel Feedback und Zustimmung gegeben habt.



29.
Gleich würde ich zu meiner ersten ‚Erneuerung‘ abgeholt werden. Für mich eigentlich nur eine Formsache. Ich freute mich auf meinen ersten Orgasmus seit genau einem Jahr und fürchtete mich zugleich vor dieser Höllenmaschine, die mir diesen Orgasmus schenken würde. Das letzte Jahr ohne jegliche sexuelle Befriedigung war hart, und ohne die Liebe und die Nähe meiner Schwestern hätte ich es nicht durchgestanden.

Allerdings hatte ich ein mulmiges Gefühl, wenn ich an Marc dachte. Würde er dabei sein und gar den Vorsitz haben? Wie würde es mir dabei ergehen? Ich war jetzt eigentlich so weit, dass ich das ganze Leben vor meiner Profess als Kapitel meiner Vergangenheit abgehakt hatte, das keine Bedeutung für mein aktuelles Leben mehr besaß und zu dem ich auch nie wieder zurück wollte. Doch mit Marc würde auf einen Schlag alles wieder hervorgeholt werden, was ich eigentlich bereits zu den Akten gelegt hatte.

Ich schritt durch die Türe in den ‚Gerichtssaal‘ und sah Monique in der Mitte sitzen. Doch daneben… Marc! Meine Schritte wurden bleiern und ohne die Führung von Carla wäre ich vermutlich stehen geblieben. Sie band mich fest und ich versuchte, meinen Blick auf Monique zu konzentrieren.

Monique begann mit der Eröffnung und dem Blabla, was für eine tolle ‚Permanente‘ ich doch das letzte Jahr gewesen sei. Doch dann war ich hellwach.
„Bevor wir mit dem offiziellen Teil fortfahren, möchte ich das Wort an Marc übergeben“, hörte ich sie sagen.

„‘Daisy‘“, begann er, „dir sind deine Optionen des heutigen Tages bekannt und vermutlich hast du schon für dich eine Entscheidung getroffen. In Absprache mit Monique möchte ich dir jedoch eine weitere Option eröffnen, die wir einer ‚Permanenten‘ bei der ‚Erneuerung‘ normalerweise nicht anbieten.

Dein Schritt, eine ‚Permanente‘ zu werden, hat uns alle sehr getroffen. Mich ganz besonders; ich musste feststellen, dass du die Liebe meines Lebens warst und noch immer bist, und dass es mir jedesmal das Herz bricht, wenn ich dich in deinen strengen Fesseln bei den ‚Permanenten‘ sehe. Ich möchte dich weiterhin glücklich machen und ich hoffe, dass du dir auch ein Glück auch mit mir und nicht nur bei deinen Schwestern vorstellen kannst.

Daher möchte ich dir folgendes Angebot unterbreiten. Du kannst dich natürlich dafür entscheiden, weiter eine ‚Permanente‘ zu bleiben und ich würde deine Entscheidung akzeptieren. Würdest du allerdings von den ‚Permanenten‘ fortgehen, müsstest du, anders als alle Ponys vor dir, nicht den Hof verlassen, sondern dürftest wieder im Herrenhaus einziehen. Du bekämst eine Anstellung und dürftest dich auch weiterhin auf dem Gestüt bewegen. Lediglich dich den ‚Permanenten‘ zu nähern, wäre dir auf immer verboten.

Ich bitte dich, ‚Daisy‘, oder darf ich ‚Sonja‘ sagen?, auch diese Option in deiner Entscheidung, die Monique gleich von dir einfordern wird, zu berücksichtigen.“

Ich stand regungslos an meinem Pfosten. Damit hatte ich nicht gerechnet! Während Monique die ganzen Formalitäten herunter leierte, tobte es in meinem Kopf.


Es brach mir fast das Herz, ihn so sitzen zu sehen. Grau, eingefallen, verzweifelt. Wie lange war es her, dass ich IHN verlassen hatte? Anderthalb Jahre…
Anderthalb Jahre, ohne einmal wieder etwas gekaut zu haben. Oder überhaupt etwas mit Geschmack gegessen zu haben. Seit anderthalb Jahren kein Kino mehr, kein Fernsehen, keine Musik. Kein Kleid mehr getragen, geschweige denn meine geliebten Sneakers. Und seit anderthalb Jahren keinen Sex mehr gehabt. Nicht mehr in seinen starken, aber dennoch zärtlichen Armen gelegen. IHN nicht mehr in mir gespürt, überhaupt irgend etwas in meiner Vagina gespürt.

Mein derzeitiges Leben war hart. Ständige Fesseln, die mich behinderten und meine Möglichkeiten extrem einschränkten. Ein geschmackloses ‚Essen‘, das seinen Namen nicht verdiente. Ein strenges Tagesregiment fast ohne Freiräume, dafür mit einem anstrengenden, fordernden Training, in dem wir alberne Schrittfolgen und Dressurfiguren lernen mussten. Und wie oft hatte ich die Peitsche oder die Gerte gespürt?

Ich besaß nichts mehr. Nicht mal die stählerne Wäsche, die ich zwar permanent tragen musste, aber nicht selbst ablegen konnte, gehörte mir. Ich durfte nichts reden, keine Gespräche führen, keine Meinung äußern. Alles entschieden andere für mich; was, wann und wie ich es zu tun hatte. Was war eigentlich meine letzte freie Entscheidung? Es war vor genau einem Jahr die Entscheidung für dieses Leben. Also eine Entscheidung dafür, zukünftig nicht mehr entscheiden zu dürfen.

Aber ich hatte etwas gefunden, was ich davor in dieser Form noch nie erlebt hatte. Gemeinschaft. Nähe. Zärtlichkeit trotz aller erzwungener Einschränkungen. Unbedingte Liebe. Nicht körperlich, aber mental. Alles, was meine Schwestern für mich taten, war ohne Hintergedanken, ohne eigene Ziele, nur aus reiner Liebe. Meine Schwestern würden sich für mich aufopfern, genau wie ich mich auch für sie. Ich würde nie ein gutes Gespräch mit ihnen führen können oder mit ihnen auf eine Party gehen, und doch verstanden wir uns blind und hatten trotz allem unsere Freude miteinander.

Draußen warte ein Mann auf mich, der mich unendlich liebte, mit dem ich viel Spaß und unglaublichen Sex hatte; aber auch ein Leben voller Langeweile und voller Fremdbestimmung (auch wenn sie nicht so genannt wurde). Mit täglichem Stress, aber auch der Möglichkeit, in Grenzen zu entscheiden und meinen Weg zu beeinflussen.

Hier drin wartete viel Monotonie auf mich, mit extremen Einschränkungen durch Regeln und Fesseln, die kaum alle aufzuzählen waren. Ein hartes, entbehrungsreiches Leben ohne jegliche Freiheit. Aber auch mit einer unglaublichen Gemeinschaft und der unendlichen Liebe meiner Schwestern.


Jetzt machte Carla die Leine los und es war Zeit, sich zu entscheiden.

Mich hinknien und bei meinen Schwestern bleiben? Oder mich umdrehen und in ein Leben mit Marc zurückzugehen?

Ich glaube, ich habe mich entschieden. Ich werde - - -


E N D E








85. RE: Die Permanenten

geschrieben von Glatzkopf am 11.03.25 07:18

Ein anderes Ende war für mich eigentlich undenkbar.Alles aufzugeben ist schon sehr hart.Auf immer auf echte Liebe zu verzichten , ist noch schwerer nachvollziehbar. Ich denke , daß sie sich richtig entschieden hat. Eine sehr interessante Geschichte , danke.
86. RE: Die Permanenten

geschrieben von MartinII am 11.03.25 08:45

Aber ein großartiges Ende der Geschichte - Danke!

Zitat
@MartinII:
Die Frage ist nicht ganz unberechtigt...

Wir müssen uns natürlich darüber im Klaren sein: diese Geschichte ist reines Kopfkino und hält nicht der geringsten kritischen Hinterfragung stand, wie ja deine Frage nach der Zahnpflege zeigt.

Oder nehmen wir das Thema Hygiene: Da leben mehrere Frauen auf engem Raum zusammen, die sich nicht duschen (Lederfesseln, Stiefel!), nicht waschen und auch kein Deo benutzen können (keine Hände!). In dem Stall muss es also stinken wie in einer mittelalterlichen Gasse oder am Hof des Sonnenkönigs (die haben sich auch nicht gewaschen).

Aber wer will schon Geschichten über einen Haufen müffelnder und aus dem Mund riechender Frauen lesen, auch wenn diese als Ponys verkleidet sind? Also bleiben wir lieber in unserer idealisierten, sauberen Welt.

Grüße, Matze

87. RE: Die Permanenten

geschrieben von Falciformis am 11.03.25 09:22

Super spannenden Geschichte
Danke dafür
88. RE: Die Permanenten

geschrieben von burli am 11.03.25 11:00


Chapeau!

Vielen Dank für diese erstklassige Geschichte! Wie Du geschrieben hast, ist das alles Kopfkino und wird bestimmt alle Leser weiter beschäftigen!
Mich auf jeden Fall.


Grüßli von burli
89. RE: Die Permanenten

geschrieben von Gutverpackt am 11.03.25 11:24

Danke für diese Geschichte mit ihren lebhaften Beschreibungen, Spannungsbögen und dem Ende.

Ich hoffe wieder von dir zu lesen.
90. RE: Die Permanenten

geschrieben von Neuschreiber63 am 11.03.25 17:25

Auch von meiner Seite aus vielen Dank für diese spannende Geschichte.
91. RE: Die Permanenten

geschrieben von ball am 11.03.25 17:31

Hallo einen schönen Tag
Das war eine sehr unterhaltsame Geschichte .
Dankeschön dafür.
Ich bin gespannt ob du noch eine Fortsetzung schreibst. Es gibt da ja so einige Möglichkeiten in alle Richtungen sowohl als Pony aber auch als Ausbilderin zum Beispiel
92. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 11.03.25 21:47

@alle: Vielen Dank für eure tollen Rückmeldungen, das bedeutet mir viel!

@ball: Nein, es wird definitiv keine Fortsetzung geben. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen und jede Fortsetzung birgt die Gefahr, bereits Erzähltes nur zu variieren oder gar zu wiederholen.
Und: mit einer Fortsetzung würde ich den Schluss der Geschichte zerstören. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir selbst nicht sicher bin, wie sich Sonja entschieden hat... Und so soll es auch bleiben.

Grüße, Matze




93. RE: Die Permanenten

geschrieben von Blackrubberhorse am 12.03.25 06:48

Ich bedauere zwar, daß die Geschichte bereits vorüber ist- bin aber, was das Ende derselben angeht, einer Meinung mit dem Autor. Jede Fortsetzung würde das mit den aus dem offen gelassenen Abschluss resultierende Kopfkino jedes Lesers zerstören.
Das Marc ein Jahr gewartet hat und damit 'Dais'es ermöglichte ihr Jahr als 'Permanente' zu vollenden zeigt deutlich welchen Stellenwert er ihr und ihrem Wunsch, als Ponygirl zu leben, einräumt. Es hätte für ihn als Eigentümer des 'Gestüts' sicher noch weitere Optioonen gegeben, die er hätte anbieten können- auch im Umgang mit den anderen 'Permanenten'- aber beide Protagonisten werden mit der Entscheidung, die durch Sonja/Daisy getroffen wird, leben müssen- da eine Seite 'gewinnen' und die andere 'enttäuscht werden wird...
94. RE: Die Permanenten

geschrieben von DarkO am 12.03.25 10:05

Vielen Dank für die schöne Geschichte. Du hast einen guten Schreibstil. Ich würde mich freuen, in Zukunft weitere Geschichten von dir zu lesen.

Grüße
DarkO
95. RE: Die Permanenten

geschrieben von Total am 12.03.25 17:28

Vielen Dank für diese sensible Geschichte. Auch wenn der Text fernab meiner Präferenzen liegt, so ist es doch eine Geschichte mit einem eigenen Fokus. Und das macht sie so besonders, da es weniger um die Fetisch/SM-Aspekte ging, sondern um Wärme in Trostlosigkeit. Auch der Schreibstil wirkt nahbar und kann vermitteln.

Das offene Ende ist gut gewählt. So entscheidet jeder selbst über den Weg.

Totale Grüße
96. RE: Die Permanenten

geschrieben von Matze23 am 13.03.25 15:21

Vielen Dank für die guten Analysen meiner Geschichte!

Ich bin wirklich überrascht, was ihr für Aspekte in dieser Geschichte entdeckt habt. Vieles davon war von mir gar nicht explizit vorgesehen, aber es ergibt durchaus einen Sinn, z.B. warum Marc ein Jahr mit seinem Geständnis der Liebe wartet.

Mir geht es in allen meinen Geschichten nie um SM oder den ganzen Fetisch-"Kram" an sich, sondern immer darum, was diese Sachen mit den Personen, die damit hantieren oder dem ausgesetzt sind, machen, und wie sich diese Personen (dadurch?) weiterentwickeln.

Eure Ideen haben mir einige Impulse gegeben, die ich vielleicht mal in spätere Geschichten einbauen werde. Danke dafür!

Grüße, Matze


97. RE: Die Permanenten

geschrieben von goya am 13.03.25 17:42

Vielen Dank für die tolle Geschichte...

Habe sie richtig gehend verschlungen und jeden Morgen dem nächsten Teil entgegen gefiebert.

Ich hoffe auf viele, neue Geschichten

Liebe Grüße

goya
98. RE: Die Permanenten

geschrieben von Ambi.Valentox am 13.03.25 20:33

Zitat

Mir geht es in allen meinen Geschichten nie um SM oder den ganzen Fetisch-\"Kram\" an sich, sondern immer darum, was diese Sachen mit den Personen, die damit hantieren oder dem ausgesetzt sind, machen, und wie sich diese Personen (dadurch?) weiterentwickeln.


Auch von mir ein dickes Lob. Du hast es geschafft, die bizarre Story so sehr auf das persönliche Erleben zu setzen, dass es nicht mehr ganz so abgedreht wirkt. Auch wenn mir persönlich die Pony-Übungen und Zeremonien etwas lang wurden, so sehen das andere begeisterte Leser sicher anders.

Aber dein Ansatz ist wohl ziemlich ähnlich wie meiner. Wenn Männer sich nur für Frauen interessieren und sich vorstellen, was so in ihnen vorgeht, mag das für echte Frauen immer etwas belustigend sein. Aber das ist eher eine Selbstkritik als eine an deiner tollen Geschichte.

Eine kleine Anmerkung aus der 'richtigen' Literatur. Ich las vor vielen Jahren Honoré de Balzac "Zwei Frauen" - das hat zwar nichts Anrüchiges wie unsere Geschichten, sondern ist ein Briefwechsel, der für mich so authentisch weiblich wirkte, dass meine Bewunderung für Balzac ins Unermessliche stieg. Natürlich kann ich das als Mann nicht wirklich beurteilen, aber ...

Wo ich das so schreibe: Ich sollte Balzac noch mal lesen ... es lohnt sich.


Impressum
© all rights reserved, 2025