Restriktive Foren

Thema:
eröffnet von Hans Bell am 20.01.26 15:08
letzter Beitrag von Hans Bell am 10.02.26 01:44

1. Halsringe

geschrieben von Hans Bell am 20.01.26 15:08




Sie begann ohne großes Pathos, fast nüchtern. Der erste Ring war leicht, kühl,
technisch sauber gearbeitet. Ein Zentimeter im Durchmesser, kaum mehr als ein
Versprechen.

Er lag um ihren Hals wie ein Gedanke, den man noch ignorieren kann. Sie spürte ihn beim Atmen, beim Schlucken, beim Drehen des Kopfes – nicht
schmerzhaft, eher insistierend.

In diesem ersten Monat redete sie sich ein, dass
es eine kontrollierte Entscheidung sei. Ein Projekt. Eine Abfolge von Schritten,
die sie selbst bestimmt hatte.

Jeden Monat kam ein weiterer Ring hinzu. Kein
Ritual im romantischen Sinn, eher ein Termin, der unausweichlich war. Der zweite Ring brachte ein erstes Ziehen, ein dumpfes Gefühl von Enge. Der
dritte veränderte ihre Haltung. Sie musste lernen, den Kopf anders zu tragen, langsamer zu sprechen, bewusster zu schlucken.

Ab da begann das Denken sich zu verschieben. Nicht dramatisch, sondern schleichend. Ihr Hals war kein
selbstverständlicher Teil ihres Körpers mehr, sondern ein Ort ständiger Aufmerksamkeit.


Mit jedem Ring wuchs die Vorfreude und gleichzeitig der Widerstand. Tage vorher
dachte sie daran, wie der nächste Ring sich anfühlen würde, wie er das Gewicht
verändern, den Druck neu verteilen würde. Diese Vorfreude war nicht angenehm.
Sie war angespannt, fast zwanghaft. Als müsste sie den nächsten Schritt machen, um das innere Rauschen zu beruhigen. Und kaum war der Ring angebracht, kam die Ernüchterung.
Die Erkenntnis, dass es jetzt wieder schwerer geworden war. Dauerhaft.


Nach sechs Monaten war Schlucken Arbeit. Kein Schmerz, aber Widerstand. Feste Nahrung erforderte Konzentration, Flüssigkeiten ein vorsichtiges Tempo. Sie begann, Mahlzeiten zu planen, Texturen zu meiden.

Ab dem achten Monat blieb nur
noch Brei. Das war der Punkt, an dem andere aufgehört hätten. Für sie war es der
Beweis, dass es funktionierte. Dass der Körper sich tatsächlich veränderte.

Ihre Gedanken kreisten immer enger. Nicht um Schönheit, nicht um Exotik, sondern um
Durchhalten. Um Zahlen. Zwölf Monate. Zwölf Ringe. Ein Jahr.

Sie wusste, dass ihr Hals nicht länger war, sondern komprimiert. Dass die
Wirbelsäule nachgab, dass Muskeln sich anpassten, dass Organe ausweichen mussten.

Dieses Wissen war nüchtern, fast medizinisch. Es schützte sie davor, emotional zu werden. Das Schlafen wurde zur Qual. Sie konnte den Kopf nicht mehr frei drehen, musste sich auf dem Rücken fixieren, jede Bewegung planen. Nächte wurden fragmentiert, unterbrochen von dem Gefühl, nicht richtig Luft zu bekommen, obwohl sie es objektiv konnte.

Müdigkeit sammelte sich an, schwer und zäh. Mit der Haltung veränderte sich ihr Blick auf die Welt. Sie sah weniger nach unten. Irgendwann stellte sie fest, dass sie ihre Füße nicht mehr sehen konnte. Nicht, weil sie weg waren, sondern weil ihr Körper diese Bewegung nicht mehr zuließ. Beim Duschen vermied sie Spiegel. Nicht aus Scham, sondern aus Entfremdung.

Der Körper war etwas geworden, das funktionierte – oder eben nicht mehr so wie früher. Anschauen bedeutete, sich damit auseinanderzusetzen, und
dafür fehlte ihr die Energie.

Am Ende des Jahres trug sie alle zwölf Ringe. Schlucken war mühsam, Essen reduziert auf das Notwendigste. Sprechen kostete Kraft. Aber aufzugeben kam nicht in Frage. Der Gedanke, die Ringe abzunehmen, erzeugte Panik. Nicht wegen
des Schmerzes, sondern wegen der Leere, die danach kommen würde.

Ohne den Druck,ohne das konstante Gewicht hätte sie sich haltlos gefühlt. Sie wusste, dass sie
sie mindestens ein weiteres Jahr tragen wollte. Nicht, weil es leichter werden würde – sie war nicht naiv –, sondern weil der Zustand selbst zu ihrem Fixpunkt geworden war.

Die Enge, die Einschränkung, die Disziplin. Es war kein Triumph und keine Befreiung. Es war eine Entscheidung, die sie jeden Morgen neu traf,
ohne sie sich schönzureden.

Clara war von Anfang an da, ohne große Gesten. Sie stellte keine Grundsatzfragen, stellte keine Bedingungen. Sie hörte zu, reichte Dinge an,
merkte sich Abläufe. Für sie war es kein Spektakel, sondern Alltagshilfe. Genau
das machte es für die Frau erträglich. Unterstützung ohne Bewertung.

In den ersten Monaten bestand Claras Rolle vor allem aus Anwesenheit. Mitgehen zu Terminen, still daneben sitzen, wenn der neue Ring angebracht wurde. Sie beobachtete genau, wie sich die Bewegungen veränderten, wie der Hals steifer
wurde, wie der Blick sich langsam anhob. Sie sagte wenig, stellte aber präzise Fragen: ob das Atmen gleichmäßig sei, ob das Schlucken schlimmer geworden sei, ob es Schwindel gebe. Keine Dramatisierung, nur Fakten.

Als feste Nahrung wegfiel, übernahm Clara die Zubereitung. Pürieren, sieben,
Konsistenzen anpassen. Sie entwickelte eine Routine, wusste irgendwann, wie fein
es sein musste, damit es nicht hängen blieb. Das fiel ihr erstaunlich leicht. Nicht, weil es ihr egal war, sondern weil sie akzeptiert hatte, dass dies jetzt notwendig war. Widerstand hätte nichts verbessert.

Nachts wurde sie wichtiger. Das Einrichten des Bettes wurde zu einer präzisen Handlung: Kissen unter Schultern, eines seitlich, eines unter den Nacken, damit der Kopf nicht absackte. Clara stand manchmal daneben und wartete, bis die Atmung ruhig wurde, bevor sie selbst schlafen ging.

Wenn es nötig war, stand sie auf, richtete neu
aus, ohne Worte. Monate lang. Sie machte kein Aufhebens darum. Für sie war Durchhalten kein heroischer Akt, sondern Konsequenz.

Im achten Monat kam der Gedanke zum ersten Mal klar und unausweichlich auf: noch
ein weiteres Jahr. Nicht als vage Idee, sondern als Feststellung. Die Frau sprach es aus, sachlich, fast beiläufig, während Clara gerade den Mixer ausspülte. Kein Zittern in der Stimme. Kein Testballon. Clara hielt inne.

Sie sagte nicht sofort etwas. Sie wusste, was das bedeutete: ein weiteres Jahr Einschränkung, Abhängigkeit, Anpassung. Mehr Nächte, mehr Hilfe, mehr Verantwortung. Sie fragte nur, ob die Entscheidung schon feststehe. Als die
Antwort kam – ein knappes Nicken –, atmete sie einmal tief durch und sagte dann: „Dann müssen wir das mitdenken. Langfristig.“ Für die Frau war das entscheidend.

Keine Zustimmung im emotionalen Sinn, aber auch kein Rückzug. Ihre Gedanken waren inzwischen klar strukturiert: Wenn sie die Ringe abnehmen würde, wäre alles, was sie durchgestanden hatte, nicht rückgängig zu machen, aber entwertet.

Die Einschränkungen hatten ihren Alltag neu geordnet, ihre Wahrnehmung verschoben, ihre Grenzen neu definiert. Noch ein Jahr bedeutete Stabilität in diesem Zustand, nicht Eskalation. Sie wusste, dass ihr Körper weiter leiden würde. Sie wusste, dass Schlucken nicht leichter, Schlaf nicht besser, Haltung nicht entspannter werden würde. Aber sie wusste auch, dass Clara da war.

Das jemand bereit war, diese Konsequenzen mitzutragen, ohne sie zu verklären. Das
machte den Gedanken nicht angenehm, aber tragfähig. Ab diesem Moment lief
innerlich eine neue Uhr. Nicht mehr nur bis zwölf, sondern bis vierundzwanzig. Clara begann, vorausschauender zu helfen, Alternativen zu suchen, Belastungen zu verteilen. Und die Frau gewöhnte sich an die Vorstellung, dass das, was für andere eine extreme Phase gewesen wäre, für sie zum längerfristigen Zustand wurde. Ohne Stolz. Ohne Illusionen. Nur mit der nüchternen Entscheidung, weiterzumachen.

Clara formulierte ihre Bedingungen um weiter machen zu können ruhig und ohne
Umschweife. Kein Ultimatum, eher eine technische Korrektur. Sie hatte lange beobachtet, wie sich die Statik verschoben hatte, wie der Druck vorne den Kehlkopf belastete, wie der Kopf trotz allem noch minimal nach oben gezogen werden konnte. Für sie war klar, dass ein weiteres Jahr nicht einfach eine Verlängerung sein durfte, sondern eine Veränderung der Lastverteilung brauchte.

Die Ringträgerin konnte das akzeptieren. Sie schätzte die aufopfernde Hilfe Claras genau so wie ihr klarer Blick auf die Dinge und ihre Weitsicht, die dazu beitrug, dass alles gelingen würde.

Zwei Ringe sollten abgenommen werden, darunter auch der oberste. Nicht als Rückschritt, sondern als Neuordnung. An ihre Stelle sollte ein einzelner Ring treten, konstruiert mit asymmetrischer Höhe: im Nacken deutlich höher, vorne unter dem Kinn flacher. Ein Ring, der nicht nur komprimierte, sondern lenkte. Der den Kopf nicht nach unten zwang, sondern jede Möglichkeit des bewussten Aufblickens nahm. Kein Ausweichen mehr nach oben, kein kurzes Entlasten durch
Strecken. Eine Haltung, die festgelegt war.

Als Clara das erklärte, hörte die
Frau aufmerksam zu. Ihre Gedanken arbeiteten präzise. Zwei Ringe weniger bedeuteten kurzfristig Erleichterung beim Schlucken, minimal mehr Raum.
Gleichzeitig bedeutete der neue Ring etwas anderes: Kontrolle über die Ausrichtung, über den Blick, über das, was noch möglich war.
Sie verstand sofort, dass das keine ästhetische Entscheidung war, sondern eine funktionale. Und sie spürte Widerstand.

Der Gedanke traf sie härter als erwartet. Nicht aus Sentimentalität, sondern weil es eine letzte aktive Bewegung war, die ihr noch geblieben war. Clara nahm das wahr, sagte aber nichts dazu.

Dann kam der zweite Teil der Bedingung. Die zwei abgelegten Ringe würde Clara selbst tragen wollen. Um ihren eigenen Hals. Nicht als Symbol, nicht aus Neugier, sondern als Konsequenz. Sie sagte es
sachlich: Wenn sie Verantwortung übernehme, wolle sie einen Teil der Last selbst
tragen.

Nicht dieselbe Wirkung, nicht dieselbe Dauer, aber sichtbar und spürbar. Das brachte die Frau aus dem Gleichgewicht. Nicht körperlich, sondern
gedanklich. Der Gedanke, dass Clara die Ringe anlegte, die sie selbst abgelegt hatte, erzeugte eine Mischung aus Erleichterung und Unruhe. Es fühlte sich nicht wie Teilen an, sondern wie Spiegeln. Ihre eigenen Zwänge wurden dadurch
plötzlich extern sichtbar. Nicht mehr nur etwas, das sie selbst betraf.

Sie schwieg lange, bevor sie zustimmte. Die Zustimmung war nicht enthusiastisch.
Sie war abgewogen. Zwei Ringe weniger bedeuteten nicht Freiheit. Der neue Ring
würde sie anders einschränken, subtiler, nachhaltiger. Die Haltung würde sich weiter verfestigen, der Blick nach vorne fixiert, der Raum enger definiert.

Aber Claras Bedingung bedeutete auch, dass sie nicht allein weiterging.

Als die Änderung vollzogen wurde, war das Gefühl fremd. Der Nacken trug mehr Last, der Kopf fand keinen neutralen Punkt mehr. Jede Versuchung, nach oben zu schauen, lief ins Leere. Kein Schmerz, sondern ein klares Nein des Körpers.

Gleichzeitig spürte sie vorne eine minimale Entspannung beim Schlucken, gerade genug, um den Unterschied wahrzunehmen.

Clara legte sich später die zwei Ringe um. Sie sagte nichts dazu. Keine Erklärung, keine Versicherung. Die Frau sah es und wandte den Blick ab, weil sie ihn nicht länger heben konnte. In diesem Moment wurde ihr klar, dass sich etwas verschoben hatte. Nicht nur an ihrem
Hals, sondern in der Dynamik zwischen ihnen.

Es war kein Verlust an Kontrolle und auch kein Gewinn. Es war eine neue Form von Bindung, die nicht emotional verhandelt wurde, sondern über Material, Gewicht und Haltung. Und sie wusste,
dass sie diese Bedingung akzeptiert hatte, weil sie tief innen bereits verstanden hatte: Weiterzumachen bedeutete nicht nur, mehr zu ertragen, sondern auch, Verantwortung teilen zu müssen.

Clara legte die zwei Ringe an einem Morgen an, an dem nichts Zeremonielles lag. Zwei schlichte, jeweils einen Zentimeter hohe Ringe, klar sichtbar, nicht versteckbar unter Kleidung. Als sie den Verschluss schloss, spürte sie sofort
den Unterschied. Nicht dramatisch, aber eindeutig. Der Hals war weniger frei, die Bewegung leicht gedämpft. Beim Drehen des Kopfes kam ein sanfter Widerstand, ein permanentes Erinnern daran, dass da etwas war, das nicht hingehörte – und
gerade deshalb da war.

Abfinden geschah bei ihr nicht emotional, sondern
praktisch. Sie testete, wie sie schlafen konnte, welche Kragen nicht mehr passten, wie sie den Kopf beim Arbeiten hielt. Sie stellte fest, dass sie
langsamer sprach, bewusster atmete. Es war kein Leiden, aber auch kein Schmuck. Es war ein Zeichen, das sie nicht erklären konnte, ohne viel zu erklären.

In der Öffentlichkeit kam das Echo sofort. Beim Bäcker blieb der Blick der Verkäuferin
einen Tick zu lange am Hals hängen. In der Straßenbahn musterten Menschen sie offen. Einige schauten schnell weg, andere nicht.

Clara hielt den Blick meist neutral. Sie hatte keine Lust, sich zu rechtfertigen, aber sie wollte auch nicht so tun, als sei es belanglos.

Am Arbeitsplatz war es nicht zu übersehen. Schon beim Betreten des Großraumbüros hob eine Kollegin die Augenbrauen. „Ähm … Clara?“, sagte Jana vom Nachbartisch. „Ist das neu?“ „Ja“, antwortete Clara ruhig. „Darf ich fragen … warum?“ Clara
ließ sich Zeit. „Weil ich mich entschieden habe, etwas sichtbar mitzutragen, das bisher unsichtbar war.“ Jana verzog das Gesicht, unsicher.

„Tut das weh?“ „Nein“, sagte Clara. „Es schränkt ein.“ Das Gespräch versandete. Aber die Blicke
nicht. In Meetings wanderte der Blick immer wieder nach oben, besonders wenn Clara sprach. Ein Kollege fragte in der Kaffeeküche halb im Scherz, halb ernst: „Ist das irgendein Kunstprojekt?“ Clara antwortete sachlich: „Nein.“ Mehr sagte sie
nicht. Das Schweigen danach war schwerer als jede Erklärung.

Mit ihrer besten Freundin Miriam war das Gespräch direkter. Sie saßen sich gegenüber, Miriam beugte sich leicht vor. „Du meinst das ernst“, sagte sie. „Du trägst die jetzt wirklich.“ „Ja.“ „Für sie?“ „Auch für mich.“ Miriam schüttelte
den Kopf. „Das ist… viel, Clara. Du weißt, wie das von außen aussieht.“ „Ja“, sagte Clara. „Und ich weiß auch, wie es sich von innen anfühlt.“

„Und wie fühlt sich das an?“ Clara überlegte kurz. „Wie Verantwortung. Nicht heroisch. Eher
unbequem.“

Bei ihren Eltern war es komplizierter. Beim ersten Besuch blieb ihre Mutter stehen, kaum dass Clara die Jacke ausgezogen hatte. „Was hast du da um den
Hals?“, fragte sie scharf. „Ringe.“ „Das sehe ich. Warum?“

Der Vater setzte sich, verschränkte die Arme. „Ist das gesundheitlich unbedenklich?“ Clara
antwortete ruhig, aber bestimmt. „Es ist keine medizinische Maßnahme. Und ja, ich habe mir das gut überlegt.“ Die Mutter ließ nicht locker. „Machst du das aus Zwang? Aus Schuldgefühl?“ „Nein“, sagte Clara. „Ich mache es aus Entscheidung.“ „Und wie lange?“, fragte der Vater. Clara zögerte einen Moment. „So lange es
nötig ist.“ „Für wen?“, fragte die Mutter leise.

Clara sah sie an. „Für jemanden, den ich nicht alleine lassen will.“ Es folgten viele Fragen. Ob sie manipuliert werde. Ob sie sich selbst aufgebe. Ob sie sich nicht schäme, so herumzulaufen.

Clara blieb ruhig, aber innerlich erschöpft. Sie merkte, wie sehr diese zwei Zentimeter Höhe am Hals mehr erklärten, als Worte es je könnten – und
wie sehr sie genau deshalb provozierten.

Mit der Zeit gewöhnte sie sich an die Reaktionen. Nicht daran, dass sie ausblieben, sondern daran, dass sie kamen.

Die Ringe wurden Teil ihrer Präsenz. Sie stand aufrechter, nicht aus Stolz, sondern weil der Hals es verlangte. Sie lernte, Fragen abprallen zu lassen, ohne hart zu werden. Und abends, wenn sie
der Frau half, das Bett zu richten, wenn sie die Kissen platzierte und selbst den leichten Druck der eigenen Ringe spürte, wusste sie, warum sie diese Blicke, diese Gespräche, diese Irritationen aushielt. Nicht aus Loyalität im
romantischen Sinn. Sondern weil sie entschieden hatte, dass Begleiten nicht nur
im Privaten stattfinden durfte, sondern sichtbar sein musste. Auch dann, wenn es unbequem war.

Die neue Haltung wirkte nicht abrupt, sondern schrittweise, fast unmerklich. Der
Ring im Nacken verhinderte kein Sehen, aber er definierte, wohin ihr Blick natürlicherweise fiel. Nach unten. Nicht in einem devoten Knick, sondern in einem klar begrenzten Winkel. Alles oberhalb dieses Rahmens erforderte Anstrengung, bewussten Widerstand – und den gab sie sich immer seltener.

Psychisch war das zunächst irritierend. Ihr Denken war lange daran gewöhnt gewesen, sich nach vorne zu öffnen: planen, antizipieren, vergleichen. Der
Horizont war ein inneres Bild gewesen, auch wenn sie ihn körperlich kaum noch erreicht hatte. Nun fiel dieser Referenzpunkt weg. Nicht dramatisch, sondern still.

Gedanken, die ins Abstrakte drifteten, verloren an Zugkraft. Sie blieben hängen, unfertig, weil ihnen der Raum fehlte. Stattdessen rückte das Nahe in den Vordergrund. Der Boden vor ihr. Die Kanten von Möbeln. Hände, Schalen, Stoffe. Dinge, die unmittelbar waren und keine Interpretation verlangten.

Ihre Aufmerksamkeit wurde enger, aber auch klarer. Weniger Szenarien, weniger Wenn dann-Ketten. Mehr Jetzt. Mit der Zeit stellte sie fest, dass sich etwas veränderte, das sie früher als Selbstverständlichkeit betrachtet hatte: der Anspruch, Überblick zu haben.

Früher hatte sie geglaubt, Orientierung entstehe aus Weitsicht. Jetzt lernte sie, dass Orientierung auch aus Begrenzung entstehen konnte. Wenn der Blick nicht ausweichen konnte, musste sie akzeptieren, was da war, statt zu überlegen,
was sein könnte.

Daraus wuchs Demut, aber nicht im religiösen oder moralischen Sinn. Es war eine körperlich verankerte Demut. Das Wissen, dass sie nicht über
den Dingen stand, sondern zwischen ihnen. Dass ihr Körper nicht mehr Werkzeug ihres Willens war, sondern dessen Grenze. Diese Erkenntnis war nicht tröstlich, aber stabil.

Sie begann, Entscheidungen anders zu treffen. Nicht langfristig, sondern sequenziell. Der nächste Schritt. Der nächste Handgriff. Der nächste Atemzug. Das reduzierte nicht ihre Intelligenz, aber es veränderte ihre Prioritäten.

Ambitionen, die sich früher wichtig angefühlt hatten, verloren Gewicht, weil sie keinen unmittelbaren Bezug mehr zu dem hatten, was vor ihr lag.

Auch emotional wurde sie ruhiger. Nicht glücklicher, nicht zufriedener – ruhiger. Weniger
innere Unruhe, weniger Vergleiche mit einem imaginären Außen. Der Blick nach unten ließ wenig Raum für Neid oder Sehnsucht. Was sie nicht sah, drängte sich auch gedanklich weniger auf.

Der Horizont, der früher Möglichkeiten symbolisiert hatte, war jetzt abstrakt.
Und Abstraktionen hatten in ihrem Alltag keinen Halt mehr.

Gleichzeitig wurde sie empfindlicher für Details. Unebenheiten im Boden, kleine Bewegungen,
minimale Veränderungen im Raum. Diese Sensibilität hatte etwas Erdendes. Sie fühlte sich weniger bedeutend, aber auch weniger zerrissen. Nicht im Zentrum eines großen Zusammenhangs, sondern Teil eines konkreten Gefüges.

Manchmal dachte sie noch daran, wie es gewesen war, den Kopf zu heben. Der Gedanke kam selten und ohne Nostalgie. Eher wie eine Information aus einem früheren Leben. Wichtig war jetzt nicht, was sie nicht mehr sehen konnte, sondern dass sie gelernt hatte, dem zu vertrauen, was direkt vor ihr lag.

Die Demut, die daraus entstand, war kein Ziel gewesen. Sie hatte sie nicht gesucht. Sie war das Resultat einer Haltung, die keinen Spielraum ließ. Und genau deshalb war sie dauerhaft. Nicht als Tugend, sondern als Zustand.

Mit der Verlagerung ihres Blicks nach unten entstand etwas, das sie zunächst
nicht benennen konnte. Ein Drängen, aber kein unruhiges. Eher ein stiller Zug hin zu Tätigkeiten, die genau dort stattfanden, wo ihr Blick ohnehin verweilte. Ihre Hände rückten in den Mittelpunkt. Nicht als Werkzeuge, sondern als Ort von Sinn.

Nadelarbeiten boten sich fast zwangsläufig an. Nähen, Sticken, feine Bewegungen, die Präzision verlangten und Geduld.

Stoffe lagen direkt vor ihr, Farben in klaren Feldern, Fäden, die geführt werden wollten. Sie musste den Kopf nicht heben, nicht suchen, nicht überblicken. Alles war in Reichweite, sowohl
körperlich als auch geistig. Der Rhythmus von Einstechen, Durchziehen, Spannen strukturierte ihre Zeit besser als jede Uhr.

Psychisch wirkte diese Arbeit stabilisierend. Sie schuf Dinge, die klein waren, aber abgeschlossen. Keine großen Konzepte, keine Visionen. Ein Blatt, eine Fläche, ein Muster. Das Entstehen war sichtbar, greifbar, unumkehrbar. Fehler blieben sichtbar, konnten integriert werden. Das entsprach ihrem inneren Zustand mehr als jede abstrakte
Beschäftigung.

Farben wurden nicht dekorativ, sondern funktional: Kontraste zur Orientierung, Nuancen zur Beruhigung. Je mehr sie sich darin vertiefte, desto klarer wurde ihr, dass die Haltung, die sie nun hatte, diese Konzentration begünstigte – aber nicht vollständig trug. Es gab noch Momente, in denen der Kopf minimal ausweichen konnte, in denen der Blick sich löste.

Diese Momente empfand sie zunehmend als störend. Nicht schmerzhaft, sondern zerstreuend. Der
Wunsch entstand nicht aus Unzufriedenheit, sondern aus Konsequenz: ein zweiter asymmetrischer Ring, um den Fokus weiter zu bündeln.

Als sie Clara davon erzählte, tat sie es ohne Dramatik. Sie saßen nebeneinander, Stoff und Garn lagen auf dem Tisch. „Ich merke“, sagte sie ruhig, „dass ich noch tiefer arbeiten kann, wenn ich weniger Spielraum habe.“ Clara hörte zu, ohne
sofort zu reagieren. Sie kannte diesen Ton inzwischen. Keine Flucht, kein Trotz.
Eine nüchterne Beschreibung eines inneren Zustands.

„Ein weiterer Ring“, sagte Clara schließlich. „Asymmetrisch.“ „Ja.“ Clara dachte
länger nach als sonst. Sie ging die Konsequenzen durch, nicht nur für die Frau, sondern auch für sich selbst. Mehr Einschränkung bedeutete mehr Abhängigkeit, mehr Begleitung, mehr Verantwortung. Und gleichzeitig spürte sie in sich einen
vertrauten Impuls: Wenn sich die Last veränderte, wollte sie wieder einen Teil davon übernehmen.

„Wenn wir das machen“, sagte sie schließlich, „dann nicht einseitig.“ Die Frau sah sie nicht an, konnte es nicht. Aber sie hörte die Bedeutung. „Ich würde wieder zwei Ringe von dir übernehmen“, fuhr Clara fort.

„Nicht aus Pflicht. Sondern weil ich merke, dass ich sonst nur zuschaue, wie du dich weiter verengst.“ Das Wort blieb im Raum hängen. Verengen. Nicht wertend, aber treffend. Für die Frau war das kein Trost, sondern eine Bestätigung. Dass ihr Wunsch gesehen wurde. Und dass Claras Wunsch nicht aus Anpassung entstand, sondern aus einer eigenen Bewegung heraus.


Die Vorstellung eines zweiten asymmetrischen Rings bedeutete für sie nicht Verlust, sondern Klarheit. Noch weniger Horizont, noch mehr Nähe. Noch weniger Möglichkeit, sich gedanklich zu entziehen.

Für Clara bedeutete der Gedanke an zwei weitere Ringe etwas anderes: Sichtbarkeit, erneute Fragen, erneute Irritationen. Aber auch eine innere Stimmigkeit. Sie hatte gelernt, dass Begleiten für sie nur dann tragfähig war, wenn es nicht abstrakt blieb. Wenn es sich im Körper manifestierte. Sie vertagten die Entscheidung nicht lange. Beide
wussten, dass dieser Wunsch nicht verschwinden würde, sondern sich verhärten, wenn er ignoriert wurde.

Es ging nicht um Steigerung um der Steigerung willen.
Es ging um eine weitere Präzisierung dessen, was bereits begonnen hatte: Konzentration statt Ausblick, Tiefe statt Weite, Nähe statt Überblick. Und während die Frau weiter stach, Faden für Faden, Bild für Bild, wurde ihr klar, dass dieser Wunsch kein Ausbruch war, sondern eine Fortsetzung. Kein Mehr, sondern ein engeres. Und genau darin lag für sie Ruhe.

Für Clara markierten die zwei neuen Ringe keinen symbolischen Schritt, sondern einen realen Einschnitt. Anders als bei der Frau wirkten sie bei ihr nicht ordnend, sondern störend. Der Druck lag ungünstig, direkt auf der Speiseröhre.
Essen wurde zu einer bewussten Handlung, jeder Bissen verlangte Aufmerksamkeit. Kauen war nicht mehr beiläufig, sondern Vorbereitung. Schlucken ein Akt, zu dem sie sich jedes Mal innerlich sammeln musste. Kein Schmerz, aber ein permanentes
Hindernis. Das Reden fiel ihr zunehmend schwer. Nicht, weil sie es nicht mehr konnte, sondern weil jeder Satz Kraft kostete. Die Stimme kam leiser, langsamer.

Sie begann, Worte abzuwägen, dann wegzulassen. Gespräche verkürzten sich. Small Talk verschwand vollständig. Was blieb, war Funktionales. Antworten, wenn nötig. Schweigen, wenn möglich. Mit der körperlichen Zurückhaltung entwickelte sich eine innere Haltung. Nicht geplant, nicht bewusst angestrebt. Aber sie merkte, dass sie weniger Raum einnahm, weniger widersprach, weniger initiierte.

Im Zusammensein mit der Frau mit den Ringen nahm sie zunehmend eine dienende Rolle
ein. Sie richtete, reichte, half, ohne das Bedürfnis, gesehen zu werden. Diese
Haltung war nicht erotisch aufgeladen, nicht inszeniert. Sie war das Resultat von Erschöpfung, von Reduktion, von einem Körper, der nicht mehr nach außen drängte.

Die Eltern reagierten heftig. Beim nächsten Besuch war die Stimmung gespannt, noch bevor Clara den Mantel ausgezogen hatte.

„Das wird jetzt zu viel“, sagte die Mutter unvermittelt. „Erst diese Ringe, dann noch mehr. Du verschwindest darin.“
Der Vater sprach leiser, aber nicht weniger ernst: „Du isst kaum noch normal. Du redest kaum. Glaubst du wirklich, das hat keine Folgen?“ Clara antwortete langsam. „Es hat Folgen. Ich nehme sie in Kauf.“ „Für wen?“, fragte die Mutter scharf. „Für eine Entscheidung“, sagte Clara. „Nicht für eine Person allein.“ „Das glauben wir dir nicht mehr“, entgegnete die Mutter. „Du verlierst
dich.“

Mit der besten Freundin eskalierte es schneller. Miriam hielt sich nicht zurück. „Clara, das ist nicht mehr Begleitung. Das ist Selbstaufgabe.“ „Nein“, sagte Clara ruhig. „Es ist eine Verschiebung.“ „Du redest kaum noch!“, fuhr Miriam
fort. „Du ziehst dich zurück, du lässt alles über dich ergehen. Das bist nicht du.“

Clara sah sie lange an. Dann sagte sie: „Vielleicht war das, was du kanntest, nur eine Phase.“ Miriam schwieg. Tränen standen ihr in den Augen. „Ich glaube, du rutschst da in etwas rein, aus dem du nicht mehr rauskommst.“ „Ich bin nicht hineingerutscht“, antwortete Clara. „Ich bin gegangen.“

Am Arbeitsplatz blieb es nicht beim Tuscheln. Anfangs waren es Blicke, dann Kommentare hinter vorgehaltener Hand. „Hast du gesehen, wie still sie geworden ist?“ – „Sie wirkt völlig verändert.“

Schließlich kam die Einladung zum Gespräch. Der Vorgesetzte formulierte vorsichtig. „Uns ist aufgefallen, dass Sie sich körperlich verändert haben. Und dass Sie sich in Meetings weniger beteiligen.“ Clara nickte. „Das stimmt.“ „Wir
machen uns Sorgen“, fuhr er fort. „Nicht aus ästhetischen Gründen, sondern im Hinblick auf Ihre Arbeitsfähigkeit.“ „Leidet meine Arbeit?“, fragte Clara. Er wich aus. „Sie liefern noch. Aber anders. Weniger präsent.“ Clara überlegte.
Dann sagte sie: „Präsenz ist nicht gleich Leistung.“

Es blieb bei einer Beobachtungsphase. Keine Sanktionen, aber ein klarer Hinweis. Clara verließ das Gespräch erschöpft. Nicht wegen des Inhalts, sondern wegen des Redens. Abends, bei der Frau, war es still. Clara richtete Kissen, bereitete
Essen vor, wartete, bis der Atem ruhig wurde. In dieser Rolle fühlte sie keinen Widerstand. Keine Rechtfertigung. Nur Klarheit. Die Welt draußen verlangte Erklärungen, Positionen, Verteidigung. Hier wurde nichts verlangt außer Verlässlichkeit. Sie wusste, dass ihr Leben enger geworden war. Dass sie weniger sprach, weniger aß, weniger sichtbar war. Aber sie wusste auch, dass diese
Reduktion kein Kontrollverlust war, sondern eine Entscheidung gegen das Zuviel. Gegen das ständige Behaupten. Die Ringe nahmen ihr Lebensqualität im klassischen Sinn. Komfort, Leichtigkeit, soziale Unbeschwertheit. Was sie ihr gaben, war
etwas anderes: eine eindeutige Rolle, eine klare Grenze, ein Schweigen, das nicht leer war. Und auch wenn die Welt um sie herum das nicht verstand, wusste Clara, dass sie nicht ausgerastet war. Sie hatte sich entschieden, weniger zu
sein – und genau das trug sie jetzt. Sichtbar. Spürbar. Ohne Beschönigung.

Mit dem zweiten asymmetrischen Ring änderte sich die Qualität der Einschränkung
grundlegend. Sie verstand sofort, dass das keine ästhetische Entscheidung war, sondern eine
funktionale. Und sie spürte Widerstand.

Der Horizont – der bisher noch ein Fixpunkt
im Raum sein konnte, etwas, zu dem sie den Kopf noch hatte heben können, wenn sie
ihren Rumpf nach hinten überstreckte, wenn auch sehr mühsam – würde verschwinden. Nicht physisch, sondern aus ihrer erreichbaren Wahrnehmung.
Was zuvor als Führung empfunden worden war, wurde nun zu Fixierung.

Der Kopf fand keinen Ausgleichspunkt mehr. Entweder lag er auf dem obersten Ring vorne
auf und schränkte die Atmung massiv ein, oder er musste von den Muskeln gehalten werden, mit seinem ganzen Gewicht, in jeder Sekunde. Jede Bewegung endete abrupt, nicht weich, nicht verhandelbar. Selbst kleine Korrekturen – ein minimaler Positionswechsel, ein unbewusstes Ausrichten – waren nicht mehr möglich. Der Körper musste nehmen, was vorgegeben war.

Zunächst versuchte sie, das als Vertiefung zu begreifen. Mehr Fokus. Mehr Nähe zum Werk. Weniger Ablenkung. Sie setzte sich an den Tisch, legte Stoff und Garn vor sich, ordnete Farben. Aber der Körper spielte nicht mehr mit. Die Schultern
zogen nach vorne, der Nacken spannte ununterbrochen. Die Haltung, die Konzentration hatte ermöglichen sollen, begann, sie zu zermürben.

In ihr regte sich etwas Neues. Kein klarer Gedanke, sondern ein dumpfer Impuls. Widerstand.
Nicht gegen Clara, nicht gegen die Ringe als solche, sondern gegen den Zustand, der keinen Ausweg mehr kannte. Sie spürte ihn besonders deutlich in Momenten, in denen sie sich bewegen wollte und es schlicht nicht ging.

Der Körper blieb stehen, wo der Wille weiter wollte. Diese Diskrepanz erzeugte Ärger, dann Frustration, dann eine stille Form von Wut. Sie ließ sich davon nichts anmerken. Nach außen blieb sie ruhig, funktional, angepasst. Sie wollte sich nicht beschweren, nicht zurückrudern, nicht das Bild zerstören, das sie selbst mit aufgebaut hatte. Stattdessen zwang sie sich immer wieder in die Haltung des Fokussierens zurück. Sie sagte sich, dass das nur eine Phase sei. Dass der
Körper sich anpassen müsse. Dass sie das schon aushalten könne. Aber es wurde nicht leichter. Die Nackenschmerzen kamen zuerst, tief sitzend, konstant. Dann die Schultern, ein brennendes Ziehen, das bis in die Arme reichte. Kopfschmerzen
setzten ein, regelmäßig, pulsierend, oft ohne klaren Auslöser. Sie versuchte, sie zu ignorieren, arbeitete weiter, Stich für Stich.

Doch die Freude, die sie früher in den Farben gefunden hatte, verblasste. Die Näharbeiten veränderten sich. Weniger Komplexität. Weniger Kontraste. Die Muster wurden einfacher, fast schematisch. Nicht aus Absicht, sondern aus
Erschöpfung. Entscheidungen kosteten Kraft, die sie nicht mehr hatte.

Wo sie früher experimentiert hatte, wiederholte sie nun. Wo sie Ausdruck gesucht hatte,
suchte sie nur noch Durchhalten. Innerlich wuchs die Leidrebellion weiter. Sie äußerte sich nicht laut, sondern als innere Gegenbewegung. Ein Teil von ihr wollte sich aufrichten, den Kopf heben, Raum einnehmen. Ein anderer Teil hielt
dagegen, erinnerte an die Gründe, an die Ordnung, an die Bedeutung der Begrenzung.

Dieser innere Konflikt fraß Energie. Konzentration wurde anstrengend, nicht beruhigend. Manchmal saß sie einfach nur da, die Hände reglos auf dem Stoff, und starrte auf eine Stelle, ohne wirklich zu sehen.

Der Fokus, den sie hatte vertiefen wollen, zerfiel. Er war nicht mehr gesammelt, sondern
verengt. Nicht mehr klar, sondern stumpf. Die Arbeit, die ihr Halt gegeben hatte, begann, sie zu überfordern.

Sie reduzierte weiter. Kürzere Sitzungen. Weniger Farben. Kleinere Flächen. Am Ende blieb oft nur ein einzelner Faden, eine monotone Bewegung, ohne Gestaltung. Ausdruck wich Funktion. Und selbst das fiel schwer. Die größte Belastung war nicht der Schmerz selbst, sondern das Gefühl, dass sie sich gegen ihren eigenen Körper behaupten musste, um die innere Ordnung aufrechtzuerhalten. Dass das, was ihr Ruhe hatte bringen sollen, nun Kraft kostete.

Sie fragte sich nicht offen, ob sie zu weit gegangen war. Diese Frage blieb unausgesprochen, irgendwo unter der Oberfläche. Stattdessen hielt sie fest. An der Haltung. An der Idee. An dem Anspruch, sich nicht zu widersetzen. Doch je
mehr sie sich reduzierte, desto deutlicher wurde, dass der Widerstand nicht verschwand, sondern nur nach innen wanderte. Und dort wuchs er weiter, leise, beharrlich, ohne Ventil.

Die Entscheidung fiel der Frau nicht leicht, aber sie war klar. Der Körper hatte Grenzen gesetzt, die sie nicht länger ignorieren konnte. Der unterste symmetrische Ring war für sie der logische Ansatzpunkt. Er lastete auf den
Schultern, verdichtete den Druck nach unten, verschlechterte die Durchblutung im Nacken. Sie formulierte den Wunsch nüchtern, ohne Rechtfertigung: eine Entlastung, um wieder beweglicher zu werden, um die Spannung aus den Schultern zu nehmen, um der Hoffnung Raum zu geben, dass die Kopfschmerzen nachlassen könnten.

Als sie Clara darum bat, tat sie es ruhig, fast sachlich. Kein Bitten, kein Zögern. Für sie war es eine notwendige Korrektur, kein Rückzug. Clara nahm den Wunsch entgegen, ohne ihn zu hinterfragen. In ihrem inneren Koordinatensystem war er kein Vorschlag, sondern ein Auftrag. Wenn die Frau
entlastet werden musste, dann musste die Last woanders hin. Für Clara war das nicht verhandelbar.

Der Ring, der abgenommen wurde, legte sie sich selbst zusätzlich um den Hals. Der fünfte. Die körperlichen Auswirkungen waren unmittelbar. Der Hals war nun deutlich fixiert, die Beweglichkeit stark reduziert. Der Druck auf die Speiseröhre nahm spürbar zu. Schlucken wurde nicht nur bewusst, sondern schwierig. Essen war ohne Vorbereitung kaum mehr möglich.

Clara begann, ihre Mahlzeiten zu pürieren, nicht aus Prinzip, sondern aus Notwendigkeit. Jeder Löffel verlangte Konzentration, jede Bewegung Zeit. Die
Schmerzen kamen schleichend. Kein akuter Punkt, sondern eine diffuse Belastung, die sich über den Tag verteilte. Nacken, Schultern, Kiefer. Reden wurde noch anstrengender als zuvor. Sie reduzierte es weiter, fast vollständig. Kommunikation beschränkte sich auf das Nötigste. Nicht aus Trotz, sondern weil der Körper keinen Spielraum ließ.

Innerlich nahm sie das mit Demut auf. Nicht als Tugend, sondern als Haltung. Sie akzeptierte die Einschränkungen, ohne sie zu kommentieren. Auch gegenüber der Frau sagte sie nichts darüber, dass dieser Schritt für sie möglicherweise einer zu viel war. Dass die Grenze, die sie bislang getragen hatte, nun überschritten war. Diese Gedanken blieben bei ihr, unausgesprochen.

Am Arbeitsplatz verschärfte sich die Situation. Vier Ringe hatten bereits massive Irritation ausgelöst, fünf machten sie unübersehbar. Die Gespräche
wurden kühler, die Blicke härter. Das vorherige Gespräch mit dem Arbeitgeber hing wie eine offene Akte im Raum. Clara wusste, dass der Widerstand nun kaum noch lösbar war. Dass ihre reduzierte Sprache, ihre körperliche Präsenz, ihre veränderte Haltung als Problem gelesen wurden. Sie nahm auch das hin. Ohne Verteidigung. Ohne Erklärung. Für sie war klar: Das Außen durfte nicht schwerer wiegen als das, was sie als notwendig empfand. Auch wenn der Preis hoch war.

Auch wenn sie innerlich spürte, dass sie sich weiter von dem entfernte, was früher als selbstverständlich gegolten hatte. Abends, bei der Frau, richtete sie wie immer das Bett, platzierte die Kissen,
bereitete das Essen vor. Sie tat es langsamer, vorsichtiger. Der eigene Hals meldete sich bei jeder Bewegung. Aber sie sagte nichts. Die Entlastung der Frau war sichtbar. Die Schultern etwas freier, der Atem ruhiger. Dass sie selbst dafür einen Preis zahlte, thematisierte sie nicht. Für Clara war das kein Opfer im dramatischen Sinn, sondern eine Konsequenz. Und auch wenn sie tief innen
wusste, dass dieser fünfte Ring ein Schritt war, der sie an ihre Grenze brachte, hielt sie daran fest. Nicht aus Blindheit, sondern aus der Überzeugung, dass sie diesen Weg nicht halb gehen konnte. Sie trug die Last weiter. Still. Sichtbar. Und mit einer Haltung, die keinen Anspruch mehr auf Verständnis erhob.

Mit dem fünften Ring, der die Frau entlastete, begann sich für sie ein alter Rhythmus wieder einzustellen. Die Nacken- und Schulterschmerzen waren geringer, der Druck auf die Speiseröhre nach unten aufgehoben, und mit jedem Atemzug
konnte sie wieder tiefer in ihre Arbeit eintauchen. Die Handarbeiten, die Nadel und der Stoff, wurden wieder zu Ausdrucksfläche ihrer Empfindungen. Farben
leuchteten kräftiger, Kontraste schärfer, Muster und Motive erhielten eine Intensität, die ihre innere Welt auf den Stoff übertrug. Was vorher reduziert,
vorsichtig, fast schematisch war, wurde nun wagemutig und leidenschaftlich.

Die Bewegungen ihrer Hände waren präzise, bewusst, aber gleichzeitig frei im Ausdruck, eine Form von Befreiung innerhalb der körperlich gegebenen
Begrenzungen. Clara hingegen verschob sich immer weiter in die Rolle der stillen Dienerin. Die Reduktion ihres eigenen Lebens hatte einen Höhepunkt erreicht: Essen pürieren, Schlucken mit Mühe, kaum noch sprechen, den Kopf gesenkt, um nicht aufzublicken, jede Bewegung durch die Last der fünf Ringe gehemmt.

Beruflich trat sie kaum noch in Erscheinung. Aufgaben, die einst selbständig und
aktiv ausgeführt wurden, waren nun mechanisch, angepasst, ohne Initiative.

In der Familie, in Freundschaften, selbst in alltäglichen Begegnungen war sie kaum mehr psychisch präsent.Bei Zusammenkünften saß sie schweigend dabei, wenn auch ihre Blicke, Mimik und Gestik Anteilnahme verrieten. Die Begegnungen mit
ihrer Mutter wurden körperlicher. Etwas, was sie nie gekannt hatte. Ihre Mutter nahm sie in den Arm. Hielt sie, schwieg mit ihr, oft mit Tränen in den Augen.

Ihre Rolle war klar, aber dabei fast schattenhaft – sie war da, funktionierte, trug Verantwortung, doch ohne eigene Farbe, ohne Ausdruck, ohne Anspruch auf
Anerkennung.

Das Nebeneinander der beiden wurde scharf sichtbar: Die Frau, durch die Entlastung in ihrem kreativen Ausdruck wieder auflebend, die Intensität der
Farben spiegelte ihre innere Lebendigkeit; Clara, physisch und psychisch
eingeengt, stumm, dienend, als hätte sie alle eigenen Impulse zugunsten des Wohlbefindens der Frau abgetreten.

Sie war ein Schatten ihrer selbst, gleichzeitig notwendig, gleichzeitig unsichtbar im Glanz der wiederauflebenden Kreativität der Frau. Die Dynamik
zwischen ihnen war still, aber deutlich.

Die Frau spürte die Energie, die aus der Befreiung des Körpers entstand, in jeder Faser, in jeder Linie, die sie auf den Stoff brachte. Clara hingegen spürte die eigene Auflösung in Grenzen, die sie selbst akzeptierte, aber innerlich schwer belasteten.

Es war keine offene Rebellion, kein Streit; es war ein Nebeneinander, das sich in Kontrasten und
stiller Spannung ausdrückte. Die Freude der einen war untrennbar verbunden mit der Selbstaufgabe der anderen. Jede Linie auf dem Stoff, jede Farbe, jeder Kontrast war gleichzeitig ein Echo dessen, was Clara aufgab.


Diese Story wurde mit Unterstützung von KI erstellt.

Mehr dazu in der Rubrik Diskussionen zu Geschichten
2. RE: Halsringe

geschrieben von Figo am 20.01.26 16:29

Warum sind denn da lauter random gesetzte Zeilenümbrüche drinnen? Das ist so echt schwer zu lesen.
3. RE: Halsringe

geschrieben von Hans Bell am 20.01.26 19:16

@ Figo

einer motzt immer.

Warum? Weil Neuschreiber zu wenig Absätze benörgelt hat.
4. RE: Halsringe

geschrieben von marpsp am 20.01.26 23:06

Sorry, aber diese Geschichte funktioniert nicht für mich.

Und das liegt nicht an der Formatierung, sondern am Inhalt.

Zu viel passt nicht zusammen im Detail.
Zu viel scheint Ausschmückung/Wortsalat anstatt Sinn und Zweck.
5. RE: Halsringe

geschrieben von Figo am 21.01.26 02:28

Hat für mich nichts mit motzen zu tun, wenn ich dich darauf Hinweise, dass deine Formatierung die Geschichte kaputt macht.

Ich finde auch das das Minimum an Aufwand dazugehört, den Text nicht einfach ohne die Vorschaufunktion zu nutzen reinzukopieren. Besonders, wenn du ja eben bei deiner letzten Geschichte schon drauf hingewiesen wurdest.

Aber dein Thread ist dein Wohnzimmer. Von daher halte ich mich jetzt natürlich mit Rückfragen und Verbesserungsvorschlägen in deinen Geschichten zurück.
6. RE: Halsringe

geschrieben von CSA23 am 21.01.26 16:43

Hallo Hans Bell

Ich finde die Geschichte interessant geschrieben, vor allem auch in Hinblick auf das Thema KI.

Natürlich könnte man inhaltlich Dinge kritisieren, aber ich empfinde das gar nicht so schlimm, weil in meinen Augen doch ein schlüssiger und auch etwas tiefgründigerer Plot entstanden ist, der hier sehr unaufgeregt und eher nachdenklich erzählt wird. Es muss in meinen Augen nicht immer nur höher schneller weiter sein sondern gerade auch andere Arten der Erzählung können mal erfrischend Abwechslung ins Leben bringen.
Und Formatierungen „kann man auch korrigieren“ deshalb für mich unkritisch.

VG CSA
7. RE: Halsringe

geschrieben von KinkyInB am 22.01.26 07:42

Mir gefällt die Idee der Geschichte, die Umsetzung durch eine KI ist allerdings wirklich schlecht. Und das die Halsringe so einschnüren das sie nur noch Brei zu sich nehmen kann geht mir persönlich zu weit.

Man könnte aus der Grundidee, den Halsringen, einen Contest machen: Wer schreibt die beste nicht-KI Geschichte dazu. Ich bin schon am überlegen wie ich das schreiben würde.
8. RE: Halsringe

geschrieben von Sandalenboy am 24.01.26 08:23

Mir gefällt die Geschichte sehr, bitte schreib weiter. Besonders gefällt mir wie du die Gefühle beschreibst. Ich bin ein grosser fan von Halsbändern das beginnt beim Hundehalsband und geht bis zu Halskorsetts die den Kopf streng nach oben drücken und bewegungslos fixieren. Die Story mit den Ringen finde ich besonders geil.
9. RE: Halsringe

geschrieben von Boss am 24.01.26 10:46

Moin … ich finde die Geschichte auch sehr interessant. Beschreibt sie doch Schritt für Schritt und eindringlich, wie die Ringe, die Haltung und Charakter der beiden Frauen verändert. Bin sehr gespannt, wie es weitergeht.
10. RE: Halsringe

geschrieben von SlaveDragon am 24.01.26 17:35

Ich habe jetzt zwei Tage überlegt, ob ich auch antworte ...

Loben muss ich die (von den völlig willkürlichen Zeilenumbrüchen abgesehen) gute Rechtschreibung und Grammatik. Das macht das Lesen angenehm, wenn die Autokorrektur im Kopf nicht ständig auf Voll-Last arbeiten muss.

Hab es auch in einem Stück gelesen.

Die Geschichte geht nett los mit der kurzen Erläuterung des Ansinnens und lässt dann deutlich und auch sehr gleichmäßig nach.
Sie ist nicht rund - am Anfang geht es um 12 Monaten, dann werden es 24 Monate, am Ende ohne jede Erklärung scheint es unbefristet zu sein. Häh?

An einer Stelle hatte ich echt Probleme, den "Rücksprung" von Clara zu der Frau zu finden ... hab mehrere Kapitelchen erneut gelesen, den Wechsel trotzdem nicht gefunden, aber irgendwie wurde es dann dennoch klar, dass es nun ab einer (nicht sonderlich wichtigen) Stelle wieder um die Frau ging. Mag jetzt doof klingen, aber diese Irritation war in etwa die einzige Überraschung.

Und Clara - sie will entlasten, aber nachdem `die Frau` dann am Ende um einen Ring reduziert und sich selbst entlastet und irgendwie in ein sie selbst offenbar zufriedenstellendes Leben zurück findet, zieht Clara nicht nach und reduziert nicht ebenfalls. Ergibt nicht wirklich Sinn. Und wieso sie sich von einer Hilfe zur Selbstaufgabe bewegt, bleibt für mich auch rätselhaft. Irgendwie keine Geschichte, sondern ein viel zu langatmiges Kapitel von irgendwas ohne Anfang und ohne Ende.

Dass diese offenkundig zu engen Ringe auch nicht wirklich Sinn ergeben, wurde ja bereits geschrieben. Die Protagonistinnen laufen jederzeit Gefahr zu ersticken, auch dies senkt den anregenden Charakter ganz enorm.

Unendlich viele kurze Absätze, auch ohne die willkürlichen Umbrüche, das streckt die Geschichte sowohl optisch als auch beim Lesen, aber halt ohne dass wirklich etwas passiert. Quasi wie eine ausführlicher Bericht, wie eine Schnecke laaangsam eine unbefahrene Straße überquert ... ereignislos und sich hinziehend ...


Alles in allem sehe ich den Sinn von KI in Bearbeitung, ggf. Hilfe bei stilistischen Dingen, aber als "creator" sehe ich sie nicht und diese insgesamt farblose Geschichte ohne jeden Hauch von Inspiration bekräftigt das einmal mehr. Leider stand der Hinweis auch erst am Ende, sonst hätte ich das garnicht erst gelesen.

Für mich hoffe ich, dass KI-Geschichten hier Ausnahmen bleiben (geht auch ganz ohne).
Wäre das Forum noch aktiv betreut und gewartet, würde ich ja ein separates Unterforum für KI-Content vorschlagen.
11. RE: Halsringe

geschrieben von Bulli31 am 25.01.26 14:39

Hallo,

für einen Langsamleser ist die Geschichte eher zu langsam.

Für Schnellleserinnen, glaube ich, hat sie das richtige Tempo.

Es fehlt ein dicker roter Faden, die Andeutung der Auflösung am Ende, das Schema nach drei Akten, wo sich im dritten Akt alles aufklärt, löst oder zerstört, ohne Sachlichkeit, Einfachheit in getragener Emotionalität und einzigartig anmutender Kraft.

Äh.
Der Schreibstil ist lustig.
12. RE: Halsringe

geschrieben von Ihr_joe am 26.01.26 00:21


Zitat

Wäre das Forum noch aktiv betreut und gewartet, würde ich ja ein separates Unterforum für KI-Content vorschlagen.


Ich würde ablehnen! Wer soll so was moderieren? Und wie?

Soll ein Mod schreiben, dass die KI Fehler gemacht hat. Oder der Bediener bei der Eingabe?

Erstaunlich ist, dass die Geschichten zur Zeit mehr Kommentare bekommen als andere Geschichten, die Autoren oder zumindest Schreiberlinge kreierten.
Leider …

Ihr_joe






13. RE: Halsringe

geschrieben von IronFist am 26.01.26 08:21

Zitat

Zitat

Wäre das Forum noch aktiv betreut und gewartet, würde ich ja ein separates Unterforum für KI-Content vorschlagen.


Ich würde ablehnen! Wer soll so was moderieren? Und wie?

Soll ein Mod schreiben, dass die KI Fehler gemacht hat. Oder der Bediener bei der Eingabe?

Erstaunlich ist, dass die Geschichten zur Zeit mehr Kommentare bekommen als andere Geschichten, die Autoren oder zumindest Schreiberlinge kreierten.
Leider …

Ihr_joe



Also ich halte ein separates Unterforum ebenfalls für eine gute Idee.
Moderiert werden müssen die KI Geschichten doch sowieso, egal ob nun in einem eigenen oder verteilt auf die bisherigen Unterforen.

LG
Fist
14. RE: Halsringe

geschrieben von MartinII am 26.01.26 14:27

An sich finde ich es überflüssig, solche Geschichten mit KI zu schreiben. Aber irgendwie spannend ist das Thema ja doch...
15. RE: Halsringe

geschrieben von SlaveDragon am 30.01.26 19:24

Zitat

Zitat

Wäre das Forum noch aktiv betreut und gewartet, würde ich ja ein separates Unterforum für KI-Content vorschlagen.


Ich würde ablehnen! Wer soll so was moderieren? Und wie?

Soll ein Mod schreiben, dass die KI Fehler gemacht hat. Oder der Bediener bei der Eingabe?

Im Zweifelsfall stammt der Fehler doch immer von der die Geschichte einstellenden Person bzw. diese hat doch ohne Frage die Verantwortung, was sie ins Forum tippt oder kopiert.
Das sollte nichts darin ändern, wie ein Forum moderiert wird, oder?
16. RE: Halsringe

geschrieben von Ihr_joe am 30.01.26 23:45

Das Unterforum wäre ein Sammelsurium von Geschichten jeder Richtung, da ist es doch besser, sie in den schon vorhandenen Unterforen zu posten. Von mir aus mit KI Hinweis im Titel.

Ich habe immer festgestellt, dass nicht der Ersteller Fehler macht. Die meisten Fehler macht die Interpretation durch die Ki.

17. RE: Halsringe

geschrieben von IronFist am 31.01.26 13:34

Zitat
Das Unterforum wäre ein Sammelsurium von Geschichten jeder Richtung, da ist es doch besser, sie in den schon vorhandenen Unterforen zu posten. Von mir aus mit KI Hinweis im Titel.


Das funktioniert solange, bis die KI ihre wahre Stärke zeigt, nämlich die Produktion von Masse.
Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis die Unterforen irgendwann mit KI Geschichten geflutet sind.

Wenn ich an einer bestimmten Richtung Geschichten nicht interessiert bin, dann vermeide ich das entsprechende Unterforum.
Doch was tut man, wenn man kein Interesse an KI Geschichten hat?

LG
Fist
18. RE: Halsringe

geschrieben von Total am 31.01.26 16:55

Zitat
Wenn ich an einer bestimmten Richtung Geschichten nicht interessiert bin, dann vermeide ich das entsprechende Unterforum.
Doch was tut man, wenn man kein Interesse an KI Geschichten hat?


Die Antwort ist: gehen. Als Autor und als Konsument. Es werden nur noch KI-Texte besprochen. Das ist einfach eine tote Nummer.

Liebe Grüße,
Total
19. KI Halsringe

geschrieben von Ihr_joe am 01.02.26 12:12

Zitat

Das funktioniert solange, bis die KI ihre wahre Stärke zeigt, nämlich die Produktion von Masse. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis die Unterforen irgendwann mit KI Geschichten geflutet sind.


Na ja, das ist besser als auf vielen Seiten, wo KI Geschichten nicht deklariert werden.
Bislang war keine der Geschichte wirklich überzeugend. Es gab meist logische Fehler. Erstaunlicherweise auch Fehler bei Rechtschreibung und in der Grammatik.

Und eine eigene Rubrik KI-Geschichten würde sie deutlich aufwerten. Es würde indirekt eine Förderung bedeuten.
Der Nachteil der KI ist schließlich sie versteht nicht, was sie schreibt.

Zur Frage der Überflutung … es muss zumindest ein User etwas eingeben um einen Output zu erhalten.

Der Versuch der Sperrung von KI Geschichten hat bei Literotica zu einer Abwanderung von realen Autoren geführt, die Probleme mit der KI Sperre hatten.

@ Total, dass nur noch KI-Texte besprochen werden liegt daran, dass Gegner und Befürworter von KI-Geschichten bislang immer Kommentare abgegeben haben.

Es besteht kein Urheberrecht für reine KI-Outputs. Geschichten die rein durch eine KI ohne kreativen Einfluss eines Menschen erzeugt wurden, sind gemeinfrei.

Das bedeutet, jeder kann sie ohne Rückfrage kopieren und selbst veröffentlichen.

Ab August 2026 müssen KI-generierte Texte laut Gesetz klar als solche gekennzeichnet werden. Das werde ich sofort in die NUB aufnehmen.

Das bedeutet in der Überschrift muss ab sofort der Hinweis vorhanden sein!

12. Geschichten, die mit AI/KI geschrieben wurden sind im Titel als solche zu kennzeichnen. Beispiel: KI Reifen. Das KI immer als erstes!

Ihr_joe
20. RE: KI Halsringe

geschrieben von IronFist am 01.02.26 16:58

Zitat

Und eine eigene Rubrik KI-Geschichten würde sie deutlich aufwerten. Es würde indirekt eine Förderung bedeuten.

Zur Frage der Überflutung … es muss zumindest ein User etwas eingeben um einen Output zu erhalten.

Der Versuch der Sperrung von KI Geschichten hat bei Literotica zu einer Abwanderung von realen Autoren geführt, die Probleme mit der KI Sperre hatten.


Wieso sollte eine Trennung denn KI Geschichten aufwerten?
Sie werden dadurch ja weder besser noch schlechter. Man kann sie als Leser in dieser Form nur leichter vermeiden.

Ja, es benötigt einen User um Output zu erhalten.
Mit Hilfe von KI kann ein User aber mit relativ wenig Input ziemlich viel Output generieren. Womit wir wieder bei der Masse angelangt wären.

Ich habe hier noch niemanden über eine Sperrung von KI Geschichten sprechen hören. Es ging lediglich um den Vorschlag einer Separierung.

LG
Fist
21. RE: Halsringe

geschrieben von Ihr_joe am 01.02.26 20:19

1. Sind die Texte hier nicht öffentlich zugänglich.
2. Es dreht sich um Texte die vorwiegend durch eine KI erzeugt werden.
Die Texte die hier bislang besprochen wurden sind zu fast 100 % KI generiert.
3. Wenn das bei Deinen Texten nicht so ist, also Dein Schöpfungsanteil über 75 % ausmacht, dann bist Du nicht betroffen.
4. Der Forenbetreiber und dessen Gehilfen können bei unkorrekter Angabe nicht in Regress genommen werden.
5. Es liegt in der Verantwortung jedes einzelnen zu entscheiden, ob es notwendig ist eine Geschichte zu kennzeichnen.

Ich kann nicht und will nicht bestimmen ob ein Werk ein Werk ist oder bloßer Text von einer KI erzeugt.

Es ist keine Hexenjagd auf die KI sondern eine bewusste und notwendige Abgrenzung auch zum Schutz von Autoren.

Man kann die KI durchaus benutzen, aber nicht für sich schreiben lassen! Selbst in Word ist ja eine KI eingebaut, die hin und wieder schreckliche aber auch brauchbare Vorschläge macht.

Aber je mehr menschlicher Inhalt die Ausgabe einer KI verändert, desto weniger trifft die Einschränkung zu.

Die Aussage in der NUB betrifft nur wie vorgeschrieben, Geschichten die von einer KI geschrieben wurden.

Klar die Pflicht gilt ab August aber müssen wir wirklich bis zum letzten Tag warten?

Auf Social Media müssen KI-generierte Inhalte schon jetzt gekennzeichnet werden. Auf Facebook, TikTok und YouTube gelten entsprechende Regelungen.

Zitat

Ich werde meine Geschichten aber ganz sicher nicht mit einem KI im Titel versehen.

Bevor ich das mache, werde ich meine Geschichten hier löschen und das Forum verlassen.


Siehst Du, Du bezeichnest es als DEINE Geschichten, wären sie von der KI geschrieben wären es nicht DEINE! Sie würden allen gehören.

Ich hoffe Du verstehst den Unterschied.


Ihr_joe
22. RE: KI Halsringe

geschrieben von Moira am 01.02.26 21:56

Zitat

Ich werde meine Geschichten aber ganz sicher nicht mit einem KI im Titel versehen.


Ich finde diese Bezugnahme "unsäglich" und würde mir dringlichst wünschen, dass diese vom Postenden selbst oder vom Moderator bitte entfernt wird.

Danke!
23. RE: Halsringe

geschrieben von Total am 01.02.26 22:49

Relativierungen durch dumme Vergleiche sind abstoßend (und antisemitisch)! Und danke für das selbstständige Entfernen. Selbst der Vergleich mit der Hexenjagd ist schräg. Denn beispielsweise ich suche keine KI-Inhalte, ich will sie einfach nicht lesen.

Den Vorschlag den Hinweis in den Titel zu packen hat einen praktischen Vorteil. Auf den ersten Blick ist erkennbar, um welche Art von Text es sich vor dem Konsum handelt. Selbst Produkte im Handel geben Hinweise über den Inhalt (Label wie vegan/vegetarisch). Es ist also kein Stigma, sondern lediglich eine Angabe. Die Bewertung, also das Urteil über das Label, machst du. Ein Label kann kein Werturteil implizieren.

Du lässt dir zu viele Fragen vom Sprachmodell beantworten.

Liebe Grüße,
Total
24. KI Halsringe

geschrieben von Ihr_joe am 01.02.26 22:55

@ Neuschreiber63
Zitat

12. Geschichten, die mit AI/KI geschrieben wurden sind im Titel als solche zu kennzeichnen. Beispiel: KI Reifen. Das KI immer als erstes!


Ich gebe Dir recht, dass Du es falsch verstehen wolltest, deshalb habe ich den Text unmissverständlich abgepasst.
Oder ich hatte es nicht bedacht, dass es anders als gedacht ausgelegt werden könnte.

Zitat

12. Geschichten, die von AI/KI geschrieben wurden, sind im Titel als solche zu kennzeichnen. Beispiel: KI Reifen. Das KI immer als erstes!

Eine Kennzeichnung muss nicht erfolgen, wenn ein Mensch den KI-Text massiv überarbeitet, korrigiert und die Verantwortung dafür übernimmt!


Somit müssen alle deine Wünsche berücksichtigt sein.

Die KI im Titel bleibt aber, es ist eine Information und nicht Diskriminierend.
So muss man nicht im Text nachlesen.

Was zutrifft mag jeder Schreiber selbst entscheiden.

Bei der Lösung mit einem gemeinsamen KI Content waren auch alle Geschichten betroffen gewesen.
Da sie auch über Suchmaschinen gefunden werden, wäre eine Kennzeichnung im Titel auch sinnvoll gewesen.

Überlege selbst, ist es nicht fair dem Leser mitzuteilen, dass eine Geschichte von einer KI generiert wurde.

Das entfällt natürlich wenn die KI nur ein Werkzeug war.

Ihr_joe
25. RE: Halsringe

geschrieben von Total am 01.02.26 23:36

Zitat
Aber ich bin gegen Stigmatisierung und auf das läuft diese Art von Kennzeichnung hinaus.

Vielleicht lässt sich das mit Gentechnik vergleichen: Manche lehnen Gentechnik ab. Andere nicht. Ich bin durchaus für eine Kennzeichnung. Aber dem Produkt vorzuschreiben: GENTECHNIK Tierfutter - das wäre Stigmatisierung pur.
(Ich hoffe dieser Vergleich ohne Nazis und Hexen ist jetzt politisch korrekt genug).

@total: Es ist dein gutes Recht, keine ki lesen zu wollen.

Ich halte es aber für zumutbar, mehr als den Titel zu lesen. Oder gibt es demnächst Bücher: GEWALT: Hannibal Lector? EROTIK: 50 shades of grey?


Ich wiederhole mich. Du selbst urteilst über eine Kennzeichnung. Kennzeichnung der Gentechnik sollte zwingend sein, damit ein Konsument überhaupt die Entscheidung treffen kann.

Dein Vorschlag an mich bedeutet, dass ich erst konsumieren muss, um eine Feststellung machen zu können. Damit stellst du dein Interesse über das des Konsumenten.

Es geht nicht um politische Korrektheit, sondern in dem konkreten Fall um Antisemitismus. Aber das hatte Jana aus Kassel und andere damals auch nicht verstanden. Und diese Debatte ist recht haltlos, da es nicht um Argumente geht.

Viel Spaß noch,
Total
26. RE: Halsringe

geschrieben von IronFist am 02.02.26 09:57

@Neuschreiber63

Du schießt hier ganz gewaltig übers Ziel hinaus. Und deine abfälligen Bemerkungen gegenüber Total kannst du dir sparen, er hat ganz sachlich mit dir diskutiert.

Auch ich finde deine Einstellung etwas merkwürdig. Du bist für eine Kennzeichnung, aber nicht so, dass man sie sofort erkennen kann. Der Hinweis KI ist eine Information für den Leser und keine Stigmatisierung. Und dein Vergleich mit der Wurst hinkt ganz gewaltig. Die Zutatenliste kann ich vorab lesen, also bevor ich das Glas öffne. Bei einer Geschichte wäre das nicht möglich, wenn der Hinweis nicht im Titel steht.

LG
Fist
27. RE: Halsringe

geschrieben von marpsp am 02.02.26 10:26

Der Vergleich von Nahrungsmitteln mit den Resultaten künstlerischer Schöpfung ist meiner Meinung nach sehr schief (ganz egal wer damit angefangen hat)...

Generative KI stellt eben genau diese künstlerische Schöpfung teilweise in Frage, falls ganze Geschichten generiert werden.

Ganz anders wenn GenKI für Übersetzungen oder für grammatikalische und syntaktische Verbesserungen verwendet wird.
Also wenn GenKI nicht den gesamten Inhalt generiert, sondern die textliche Beschreibung überarbeitet ohne den Inhalt selbst maßgeblich zu verändern.

Dass man dies gekennzeichnet haben möchte ist nun wirklich nicht außergewöhnlich (machen viele andere Seiten auch so - immer orientiert daran was die jeweilige Technik der Seite hergibt).

Den EU AI Act gibt es nicht umsonst - und so in der Form für wenig andere Sachverhalte außerhalb generativer KI.
Nirgends steht dass der Act die einzige Regelung unter anderem zu Kennzeichnungen ist.
Eine Seite wie diese kann sich eigene Regeln geben, so wie das viele andere Seiten auch schon für GenKI Inhalte getan haben.

Aus einer Kennzeichnung direkt eine Stigmatisierung abzuleiten ist mehr als komisch, einige deiner Vergleiche dazu unsäglich.

Keine Ahnung was dich hier so triggert - ich empfehle mal tief durchzuatmen.
Einfach mal gedanklich 10 Schritte zurück gehen, um Abstand und Perspektive zu gewinnen.

28. RE: Halsringe

geschrieben von IronFist am 02.02.26 10:32

@Neuschreiber63

Du verwendest Nazi Vokabular, welches korrekterweise angeprangert und von dir anschließend wieder gelöscht wurde. Und dann wunderst du dich, dass sowas als antisemitisch empfunden wird.
Vielleicht solltest du deinen eigenen Ratschlag befolgen und Selbstreflektion betreiben.

LG
Fist
29. RE: Halsringe

geschrieben von Neuschreiber63 am 02.02.26 10:49

Wird man zum Nazi indem man Wörter aus der NS-Zeit verwendet? Insbesondere, wenn man diese in - für mich - negativem Zusammenhang verwendet? Wenn man sagt: Judensterne waren Stigmatisierung - ist man dann ein Nazi?

Ansonsten versuche ich mich jetzt an marpsp vorschlag zu halten und tief durchzuatmen.
Alles weitere wird man sehen.
30. RE: Halsringe

geschrieben von Ihr_joe am 02.02.26 14:34

Dieser Stern ist nur in falsch gewählt worden. Wenn Du das ihn so nennst, vergleichst Du eine einfache Kennzeichnung mit dem gelben Stern, der oft mit der Aufschrift "Jude" versehen war! Er wurde den Juden aufgezwungen, um sie in der Gesellschaft zu isolieren und zu diskriminieren. Er ist ein Zeichen der Schande und Verfolgung! Insbesondere ist er eng mit den Gräueltaten des Holocaust verbunden.

In unserem Zusammenhang kann das kein Vergleich sein! Es sind keinerlei Nachteile zu erwarten. Die Leser werden offen informiert.
Ich weiß nicht, mit wie viel KI Deine Geschichten entstanden sind.

Die Formulierung in der NUB - Nutzungsbedingungen für unser Forum ist jetzt eindeutig!

Nachtrag:
Übrigens, Stigmatisierung bedeutet nicht, dass es negativ ist! Es kann auch im positiven verwendet werden.

31. RE: Halsringe

geschrieben von Neuschreiber63 am 02.02.26 15:21

Zitat
Dieser Stern ist nur in falsch gewählt worden. Wenn Du das ihn so nennst, vergleichst Du eine einfache Kennzeichnung mit dem gelben Stern, der oft mit der Aufschrift \"Jude\" versehen war! Er wurde den Juden aufgezwungen, um sie in der Gesellschaft zu isolieren und zu diskriminieren. Er ist ein Zeichen der Schande und Verfolgung! Insbesondere ist er eng mit den Gräueltaten des Holocaust verbunden.

In unserem Zusammenhang kann das kein Vergleich sein! Es sind keinerlei Nachteile zu erwarten. Die Leser werden offen informiert.
Ich weiß nicht, mit wie viel KI Deine Geschichten entstanden sind.

Die Formulierung in der NUB - Nutzungsbedingungen für unser Forum ist jetzt eindeutig!

Nachtrag:
Übrigens, Stigmatisierung bedeutet nicht, dass es negativ ist! Es kann auch im positiven verwendet werden.




@IhrJoe:

Ich weiß, was ein Judenstern war. Ein aufgezwungenes Zeichen, um Menschen (Juden) zu diskriminieren. Dass der Vergleich unpassend war und ich in meinem ersten Ärger gestern über das Ziel hinausgeschossen bin, habe ich so zugegeben. Damit war die Sache für mich erledigt – eigentlich. Dass ich danach trotzdem mit Antisemitismusvorwürfen konfrontiert werde und diese auch noch verteidigt werden… Aber gut die Sache ist erledigt.

32. RE: Halsringe

geschrieben von Total am 02.02.26 18:55

Bei der Kennzeichnung durch den gelben Stern ging es nicht nur um Diskriminierung, sondern um diese Gruppe von Menschen von dem ideologischen Begriff des Volkes zu trennen mit Wirkung nach innen und außen. Erst sprachlich, dann tatsächlich bis hin zur industriellen Vernichtung. Hier überhaupt auf den Gedanken zu kommen, diesen Fakt aus der Geschichte mit einer Kennzeichnung von Beiträgen in einem Forum in einen Zusammenhang zu bringen, zeugt von der mangelnden Auseinandersetzung. Die Gleichsetzung von Beitragsmarkierung und dem gelben Stern ist antisemitisch. Ich weiß, was ich wie schreibe! Ganz bewusst habe ich nicht gesagt, dass du Antisemit seist. Dein Vergleich ist es.

Zitat
Wird man zum Nazi indem man Wörter aus der NS-Zeit verwendet? Insbesondere, wenn man diese in - für mich - negativem Zusammenhang verwendet? Wenn man sagt: Judensterne waren Stigmatisierung - ist man dann ein Nazi?


Auch hier kommt es auf den Gebrauch an. Wenn damit eine Gleichsetzung von Belanglosigkeiten mit einem industriellen Massenmord erfolgt, der von der Bevölkerung bewusst getragen wurde, dann ist ein Vergleich, der sich verbietet. Deine Frage zeigt, dass das Problem daran noch nicht verstanden wurde. Und das finde ich traurig als Mensch.

„Keiner weiß wie der Schuh drückt, nur wer ihn trägt.“

Entsetzte Grüße,
Total
33. RE: Halsringe

geschrieben von Moira am 02.02.26 23:03

EY LEEEUUUTEEEEE ...

ich hatte meinen Post extra "gering" gehalten, zwar zitiert, aber das hat ja Ihr_joe auch nachgelagert noch sehr seriös und diskret bereinigt.

Ich habe absichtlich GAR nicht über irgendwelchen Antisemitismus oder Holocaust, Massenvernichtung und Nazis gesprochen, sondern nur ANGEDEUTET, es mit einem Wort "umschrieben" ... nämlich mit "unsäglich" ... also warum walzt Ihr meinen subtilen Hinweis nun hier so grässlich aus, dass ein AUTOR und ja, so nenne ich Neuschreiber SEHR WOHL ... bedauerlicherweise sich genötigt sieht, dieses Forum zu verlassen ... ICH FASS ES NICHT ... MÄNNER ... müsst Ihr Euch denn immer "bis aufs BLUT kloppen" noch ... über Dinge, die längst von Ihr_joe mit absolutem Einverständnis und Bitte um Verzeihung von Neuschreiber ... doch nun ERLEDIGT SEIN KÖNNTEN?
Neuschreiber, überleg Du auch nochmal ... wie auch die Hackhähne, die auf Dich noch "nachgetreten" haben.

Seid nicht ALBERN ... die Sache mit der Formulierung WAR und IST "geritzt" ... bisschen mehr Sachlichkeit und CONTENANCE nun wieder, OK?

DANKE! Eure Moira
34. RE: Halsringe

geschrieben von Total am 02.02.26 23:38

Obwohl ich mich nicht mehr zum Sachverhalt äußern wollte, sehe ich mich nun verpflichtet doch zu antworten.

Ich habe die Shoah in den Ausmaßen konkret angesprochen, um nichts zu verdecken und um das Problem deutlich zu umreißen. Du hast dich für die Andeutung entschieden, ich mich für (erschreckende) Klarheit. Einige Tage nach dem Jahrestag der Befreiung von Auschwitz, als Mitglied in einer Vereinigung der Überlebenden, habe ich nicht den Anspruch problematische Aussagen in Watte zu packen. Es sollte beachtet werden, dass ich ausschließlich die Aussage beurteilt habe in ihrer Funktion und nicht die Person, die sie geäußert hat. Ich sehe hier keinen Streit, nur klare Worte, die ohne Angriff auskommen.

Was ich nicht machen werde ist eine Entscheidung einer anderen Person in meine Verantwortung zu ziehen. Ich bedauere den Verlust von Neuschreiber vor allem für das Forum, da er als Moderator eine wichtige Aufgabe im Ehrenamt übernommen hat. Dafür verdient er Anerkennung, da es Arbeit für die Allgemeinheit ist. Die Entscheidung zu gehen hat er getroffen. Ob nun übereilt oder überlegt, es ist seine Entscheidung.

Sachlichkeit kommt ohne Schreien aus. Und ohne geschlechtliche Zuschreibungen.

Liebe Grüße,
Total
35. RE: Halsringe

geschrieben von Neuschreiber63 am 03.02.26 06:44

Zitat
EY LEEEUUUTEEEEE ...

ich hatte meinen Post extra \"gering\" gehalten, zwar zitiert, aber das hat ja Ihr_joe auch nachgelagert noch sehr seriös und diskret bereinigt.

Ich habe absichtlich GAR nicht über irgendwelchen Antisemitismus oder Holocaust, Massenvernichtung und Nazis gesprochen, sondern nur ANGEDEUTET, es mit einem Wort \"umschrieben\" ... nämlich mit \"unsäglich\" ... also warum walzt Ihr meinen subtilen Hinweis nun hier so grässlich aus, dass ein AUTOR und ja, so nenne ich Neuschreiber SEHR WOHL ... bedauerlicherweise sich genötigt sieht, dieses Forum zu verlassen ... ICH FASS ES NICHT ... MÄNNER ... müsst Ihr Euch denn immer \"bis aufs BLUT kloppen\" noch ... über Dinge, die längst von Ihr_joe mit absolutem Einverständnis und Bitte um Verzeihung von Neuschreiber ... doch nun ERLEDIGT SEIN KÖNNTEN?
Neuschreiber, überleg Du auch nochmal ... wie auch die Hackhähne, die auf Dich noch \"nachgetreten\" haben.

Seid nicht ALBERN ... die Sache mit der Formulierung WAR und IST \"geritzt\" ... bisschen mehr Sachlichkeit und CONTENANCE nun wieder, OK?

DANKE! Eure Moira


Danke für deine warmen Worte.

Allerdings - es wäre schön gewesen, wenn gestern Vormittag jemand die Diskussion eingefangen hätte. Irgendjemand. Ich habe 3x versucht, die Diskussion wieder auf eine sachlichere Ebene zu bringen - mit den Büchern, der Gentechnik, dem Schweinefleisch. Hat nicht geklappt. NIEMAND wollte in eine sachliche Diskussion einsteigen. Stattdessen ging es nur um Antisemitismus auf - aus meiner Sicht - persönlicher Ebene. Ohne dass irgendjemand die Muße gehabt hätte, das zu beenden. Das Leben als Geisterfahrer ist verdammt einsam.
Die neue NUB hätte ich akzeptieren können. Im RL, in der Arbeit oder in der Familie hätte ich auch die Diskussion weggesteckt. Aber hier sehe ich wirklich keinen Grund, das alles zu schlucken und weiterzumachen wie bisher. Wüsste nicht wofür. Vielleicht sind ein paar froh, wenn ein KI-Unterstützer weg ist, tut aber auch nichts zur Sache.
Ich wünsche dir und allen anderen alles gute.
36. RE: Halsringe

geschrieben von SlaveDragon am 03.02.26 19:30

Na da habe ich ja eine Lawine losgetreten mit der vagen Idee, KI-generierten Inhalt in ein separates Unterforum zu packen.

Und ich kann der Diskussion schwer folgen, weil da offenkundig Einiges wieder gelöscht wird, was der einen oder anderen Antwort den Kontext entzieht.

Aber ganz am Ende fiel mir etwas auf, was ich meinerseits kurz beantworten will:
Zitat
Vielleicht sind ein paar froh, wenn ein KI-Unterstützer weg ist

Da stellst du dich schon ziemlich in eine selbst konstruierte Opfer-Ecke - und vermutlich nicht ganz unbewusst vermengst du auch die mehrfach mit sachlichen Argumenten begründeten Einwände gegen KI-generierte Geschichten (mit keiner oder kaum Bearbeitung!) mal eben mit Personen, welche KI wofür auch immer befürworten.
Du projezierst also sachliche Meinungen gegen KI-Geschichten auf deine Person, wobei auch die Sachlichkeit abhanden kommt.

Das ist schade, denn nachdem du ausdrücklich so sehr Sachlichkeit einforderst, wirst du damit selber maximal unsachlich :-/

Irgendwo hast du offenbar erwähnt, dass du gehen willst, jedenfalls lese ich das aus verschiedenen Reaktionen heraus. Dazu habe ich keinerlei Meinung, will dich (wie auch sonst Niemanden hier) also weder loswerden noch halten ... dazu respektiere ich deine (bzw. euer aller) Meinung zu sehr. Außerdem kenne ich niemanden von euch allen persönlich, kann und werde also die Personen hinter den Nicknamen weder be- noch verurteilen.
Aber schade ist, dass du dem Anschein nach irgendwelche konstruierten Vorwände vorschiebst und dich als Opfer hinstellst. Nötig hast du das eigentlich nicht, Anderen eine solchermaßen konstruierte Verantwortung zuzuschieben für dein Gehen ... und ich erinnere an die von dir so vehement eingeforderte Sachlichkeit, welche du auch hier selber missen lässt
Echt schade sowas.

Zurück zu KI:
Ich für meinen Teil habe nichts gegen KI als Werkzeug, aber als "Creator" halte ich sie für völlig untauglich.

Wer gute Idee hat, aber Schwächen beim Formulieren hat: immer mal Teile via KI umbauen lassen. So kann man Stile vorgeben á la "erzähle diese Passage sehr blumig nach; oder sehr sachlich, oder im Stil von [Lieblingsautor*in] oder im Umfang reduzieren (oder um 20% ausbauen) oder wie auch immer. Experimentieren ist dabei durchaus keine schlechte Idee.
Die deutsche Sprache erlaubt auch mehr Variation bei der Grammatik. Wo die englische Sprache einigermaßen auf "SPO" festgelegt ist, kann man im Deutschen viel umstellen, ohne dass ein Satz falsch oder unverständlich wird.

Die Ergebnisse werden auch nicht perfekt, aber meiner Erfahrung nach kommt man dabei immer wieder mal zu recht gelungenen Ansätzen - und wenn man die adaptiert, also mal eine Charakterisierung oder ein gut passendes Adjektiv o.ä. übernimmt oder den eigenen Text wiederum im Stile des KI-Ergebnisses umformuliert (also weitestgehend bei eigenen Worten bleibt), entwickelt man sich vielleicht auch selber weiter als Autor*in ...

Und was auch ohne KI geht, mit KI aber möglicherweise noch etwas einfacher (habe ich nicht ausprobiert): Erzählungen werden langweilig durch Wiederholung - auch von Begriffen und Formulierungen!
Synonyme helfen da ... also andere Worte mit gleicher Bedeutung. Und deren gibt es häufig weit mehr, als der/die unerfahrene Autor(in) vermutet. Sicher sind einige der gefundenen Synonyme nicht geläufig oder nicht mehr gebräuchlich, aber ziemlich oft wird man denken "kenne ich doch, hätt' ich auch selber drauf kommen können!"


Aber ein längerer KI-generierten Text ... nicht oder kaum bearbeitet ... das ist wie Suppe ohne Salz. Füllt Magen oder Gedächtnis, aber bleibt durch und durch unbefriedigend.

Wie gesagt: als Werkzeug, als Unterstützung, nur zu. Aber nur anwerfen und erzeugen lassen und Ergebnis in Foren kippen, finde ich ... Bäh!


PS: danke an @Ihr_Joe für die offenbar sehr zeitgemäße Anpassung der Nutzungsbedingungen - ausdrücklich inklusive der Nachbesserung der Ergänzung nach konstruktiver Kritik, wenn ich das aus den nicht gelöschten Beiträgen/Passagen korrekt interpretiere
37. RE: Halsringe

geschrieben von Neuschreiber63 am 03.02.26 20:33

@slavedragon: ich habe durchaus Selbstkritik geübt - siehe meinen Post im Forum "Stories über Damen".

Mehr will ich dazu nicht sagen, ich will deiner Kritik auch ausdrücklich NICHT widersprechen. Ebenso wenig muss die ganze Diskussion nochmals aufgerollt werden. Die Sache ist erledigt. Ich habe Fehler gemacht und gehe (auch) deswegen. Ob andere (auch) Fehler gemacht haben, lasse ich an dieser Stelle ausdrücklich offen. Sofern der Rest mit sich im reinen ist, ist das für mich auch ok.
38. RE: Halsringe

geschrieben von Ihr_joe am 03.02.26 20:53

@ SlaveDragon,

die meisten User haben freiwillig gelöscht, was meiner Meinung nach auch nicht geschrieben gehört hätte.

Es wäre schön wenn alle Anschuldigungen freiwillig verschwinden würden - ich möchte sie nicht löschen.

Im Grunde war und ist Neuschreiber63 nicht einmal ein Unterstützer reinen KI generierten Geschichten. Deshalb ist es für mich unerklärlich, wie es sich so hochschaukeln konnte.

Aber gut, damit müssen wir alle leben.

Ich kann und will nicht jede Geschichte durchlesen ob sie von einer KI geschrieben wurde oder nicht, eine Automatik funktioniert nicht. Also muss die Verantwortung bei Veröffentlichter liegen.

Ich möchte auch nicht, dass irgend jemand eine Schuld zugesprochen wird. Es ging glaube ich nicht einmal mehr um die KI.

Es ist unendlich schade, wie es gelaufen ist.
Ich hoffe wir belassen es dabei und geben keinem die Schuld!


Dankeschön
Ihr_joe


39. RE: Halsringe

geschrieben von SlaveDragon am 08.02.26 13:51

Danke euch beiden für die kurzen Antworten; wie erwähnt ist durch die diversen Löschungen nicht alles nachvollziehbar und für diverse (verbliebene) Antworten oder teile davon fehlt der Kontext.
Aber wenn es ohnehin unangebracht gewesen ist und die Autoren das selber entfernt haben, ist ja am Ende hoffentlich kein Groll mehr im Spiel, so dass der Meinungsaustausch durchaus etwas gebracht hat.

Grüße an alle
40. RE: Halsringe

geschrieben von Hans Bell am 10.02.26 01:44

Uuups, was ging denn hier ab?

Nach Tagen des Stromausfalls und der Überlutungen hier im zentralen Portugal schaue ich mal wieder ins Internet, dass jetzt zum Glück wieder funktioniert und sehe ein Schlachtfeld in den Kommentaren zu meinem Ki generierten Text.

Im Grunde hätte das doch im Forum zu Diskussionen zu Geschichten stattfinden sollen, denke ich mal.




Impressum
© all rights reserved, 2026