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eröffnet von Dark Shadow am 27.01.26 22:38
letzter Beitrag von Roi Danton am 28.01.26 21:42

1. Viktoria und Tim

geschrieben von Dark Shadow am 27.01.26 22:38

Hallo zusammen,

ich bin neu hier im Forum - zumindest was das Schreiben angeht. Viele Jahre war ich stiller Leser und habe eure Geschichten verschlungen. Jetzt habe ich mich endlich getraut, selbst etwas beizusteuern.

Diese Geschichte ist mein Erstlingswerk. Bin gespannt, wie sie euch gefällt und freue mich über Feedback! Ich werde sie kapitelweise veröffentlichen.

Disclaimer: Ich habe bei der Erstellung der Geschichte auf ein KI-Tool zurück gegriffen - natürlich mit manueller Überarbeitung. Ich habe den Thread im Diskussions-Forum verfolgt und bin hin und her gerissen, ob ich der Flut an KI-Stories im Netz eine weitere hinzufügen soll. Ich habe mich dafür entschieden, hoffe aber damit keinen der echten Authoren (die keine KI-Tools verwenden) hier zu verägern.

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Kapitel 1: Die Begegnung

Das Café war fast leer an diesem Freitagnachmittag. Tim saß am Fenster, starrte auf sein Handy und tat so, als würde er arbeiten. In Wahrheit scrollte er ziellos durch Social Media, wie so oft in letzter Zeit. Das Wochenende lag vor ihm wie eine leere Fläche - keine Pläne, keine Verabredungen, nur die übliche Routine aus Netflix und Fertigpizza. Er nahm einen Schluck von seinem lauwarmen Kaffee und verzog das Gesicht.

"Der ist kalt, oder?"
Die Stimme kam von links. Tim drehte sich um und blinzelte überrascht.

Die Frau, die plötzlich neben seinem Tisch stand, war beeindruckend. Nicht auf eine offensichtliche Art - sie trug einen schlichten schwarzen Mantel, darunter eine dunkelblaue Bluse, ihr Haar zu einem lockeren Knoten gebunden. Sie war vielleicht Anfang bis Mitte 30, mit klaren Gesichtszügen und matter, makelloser Haut. Ihr dunkles Haar - kastanienbraun, fast schwarz - fiel in einzelnen Strähnen locker um ihr Gesicht. Sie trug dezentes Make-up, aber ihre Lippen waren dunkelrot, fast bordeaux. Nicht aufdringlich schön, aber fesselnd. Irgendetwas an ihr zog sofort die Aufmerksamkeit auf sich - vielleicht die Art, wie sie ihn ansah, direkt, ohne Verlegenheit, oder die subtile Andeutung eines Lächelns um ihre Lippen.

"Äh... ja, stimmt." Tim lächelte verlegen zurück. "Ich war wohl zu sehr... beschäftigt."
Sie warf einen kurzen Blick auf sein Handy, wo gerade ein Katzenvideo lief, und das Lächeln vertiefte sich. "Sehr wichtige Arbeit, wie ich sehe."
Tim spürte, wie ihm die Röte ins Gesicht stieg, und drehte das Handy hastig um. "Ich, äh... mache Pause."
"Darf ich?" Sie deutete auf den freien Stuhl gegenüber.

Tim nickte, noch immer perplex. *Normalerweise sprachen ihn keine fremden Frauen in Cafés an. Normalerweise passierte ihm überhaupt nicht viel.* Sie setzte sich mit einer geschmeidigen Bewegung, legte ihre Handtasche - teuer aussehend, wie ihm auffiel - auf den Tisch und streckte ihm die Hand entgegen.

"Viktoria."
"Tim." Ihre Hand war kühl, ihr Händedruck fest. Sie hielt seine Hand einen Moment länger als nötig.
"Tim," wiederholte sie, als würde sie den Namen kosten. "Das passt zu dir."
"Äh... danke?" Er wusste nicht genau, was er darauf sagen sollte.

Viktoria lehnte sich zurück und musterte ihn offen. "Du siehst aus wie jemand, der ein besseres Wochenende verdient hat als vor einem kalten Kaffee zu sitzen."
Tim lachte nervös. "So offensichtlich?"
"Ich erkenne die Anzeichen." Sie winkte der Kellnerin. "Zwei Espresso, bitte. Und bring ihm einen richtigen Cappuccino." Dann wieder zu Tim: "Du trinkst doch Cappuccino, oder?"
"Ja, schon. Woher-"
"Man sieht es dir an." Ihr Lächeln war rätselhaft. "Du bist jemand, der das Weiche dem Harten vorzieht. Nichts Falsches daran."

Irgendetwas an der Art, wie sie das sagte, ließ Tims Nackenhaare sich leicht aufstellen. Aber es war kein unangenehmes Gefühl - eher aufregend. Er versuchte, das Gespräch auf normalere Bahnen zu lenken.

"Und was machst du hier? Außer einsame Männer vor ihrem kalten Kaffee zu retten?"
Viktoria lachte - ein tiefes, kehlig-warmes Lachen. "Ich war gerade in der Buchhandlung nebenan. Habe ein Buch über Philosophie gesucht. Schopenhauer."
"Wow. Heavy stuff für einen Freitagnachmittag."
"Ich mag es... intensiv." Die Art, wie sie das Wort betonte, ließ Tim schlucken. "Oberflächlichkeit langweilt mich schnell. Ich suche immer nach tieferen Verbindungen, verstehst du?"
Tim nickte, obwohl er nicht ganz sicher war, was sie meinte.

Die Getränke kamen. Viktoria nahm ihren Espresso und trank ihn in einem Zug, ohne mit der Wimper zu zucken. Tim beobachtete fasziniert, wie sich ihre Kehle bewegte.

"Erzähl mir von dir, Tim." Sie stellte die leere Tasse ab und lehnte sich vor. "Was machst du? Außer Katzenvideos schauen?"
Er lachte verlegen. "IT-Support. Nichts Aufregendes. Und du?"
"Ich... manage Investments. Auch nicht besonders spannend im Gespräch." Sie winkte ab, als wäre es unwichtig. "Viel interessanter: Was machst du sonst? Hobbys? Leidenschaften?"
Tim überlegte. Seine Hobbys klangen selbst in seinen eigenen Ohren langweilig. "Gaming, ich lese gerne, manchmal Filme..."
"Beziehungen?"

Die direkte Frage überrumpelte ihn. "Äh... nein. Single. Schon eine Weile."
"Hm." Viktoria neigte den Kopf und studierte ihn. "Warum?"
"Ich... weiß nicht. Es hat sich einfach nicht ergeben."
"Oder du hast nicht gefunden, wonach du suchst." Ihre Augen hielten seine fest. Sie hatte ungewöhnlich dunkle Augen, stellte Tim fest, fast schwarz. "Manchmal wissen wir nicht, was wir wirklich wollen, bis jemand es uns zeigt."

Tims Herz klopfte schneller. *War das Flirten? Es fühlte sich an wie Flirten, aber irgendwie... intensiver.*

"Und... und du?" Seine Stimme klang etwas heiser. "Single?"
"Momentan." Ein geheimnisvolles Lächeln. "Ich bin wählerisch. Ich suche nach jemandem... Besonderem. Jemand, der bereit ist, sich fallen zu lassen. Vertrauen zu geben."
"Das klingt... schön."
"Es kann schön sein. Wenn man den richtigen Menschen findet." Sie griff nach seiner Hand über den Tisch. Ihre Finger waren noch immer kühl von der Espresso-Tasse. "Manchmal begegnet man jemandem und spürt sofort: Das könnte etwas sein. Spürst du das auch, Tim?"

Er nickte, unfähig zu sprechen. Sein Mund war trocken.

"Gut." Viktoria drückte seine Hand leicht. "Ich wohne nicht weit von hier. Ich habe exzellenten Wein zu Hause und würde mich gerne weiter mit dir unterhalten. In... privaterer Atmosphäre."

*Das ist verrückt*, dachte Tim. *Man geht nicht mit Fremden nach Hause. Man kennt diese Frau seit zehn Minuten.* Aber gleichzeitig - wann war ihm das letzte Mal etwas Aufregendes passiert? Wann hatte ihn das letzte Mal jemand so angesehen, als wäre er wichtig? Interessant?

"Ich..." Er zögerte.
"Keine Verpflichtung," sagte Viktoria sanft. "Nur ein Glas Wein. Ein Gespräch. Und wenn du dich unwohl fühlst, kannst du jederzeit gehen. Du hast die Kontrolle, Tim."

Das Wort "Kontrolle" beruhigte ihn irgendwie.

"Okay," hörte er sich sagen. "Warum nicht?"

Viktorias Lächeln wurde breiter, und für einen ganz kurzen Moment glaubte Tim, etwas Triumphierendes darin zu sehen. Aber dann war es verschwunden, und sie stand auf, hielt ihm ihren Arm hin. "Wunderbar. Komm."

Tim griff nach seinem Handy und seiner Jacke. Er folgte Viktoria zur Tür und spürte eine Mischung aus Aufregung und einer seltsamen, leisen Unruhe. Draußen war die Sonne bereits tiefer gesunken, die Straße lag im goldenen Licht des späten Nachmittags.

"Es ist nur ein kurzer Spaziergang," sagte Viktoria und hakte sich bei ihm unter. Ihre Nähe war berauschend - sie roch nach einem teuren Parfum, das er nicht identifizieren konnte. "Du wirst es mögen, versprochen."
"Ich bin sicher," murmelte Tim.

Sie gingen die Straße hinunter, und mit jedem Schritt fühlte sich Tim, als würde er weiter von seinem gewohnten Leben weggehen. In etwas Neues hinein. Etwas Unbekanntes.

Hinter ihnen fiel die Tür des Cafés ins Schloss. Die Kellnerin sah ihnen nach und runzelte leicht die Stirn, als würde sie sich an etwas erinnern. Aber dann wandte sie sich ab und begann, den Tisch zu säubern. Tims kalter Cappuccino stand noch da, unberührt.
2. RE: Viktoria und Tim

geschrieben von Gutverpackt am 28.01.26 06:55

Ich mag den Anfang.
KI kann helfen.

Ich freue mich wenn es weiter geht
3. RE: Viktoria und Tim

geschrieben von Dark Shadow am 28.01.26 14:27

Kapitel 2: Freitag Abend

Das Gebäude war beeindruckend - ein modernes Hochhaus aus Glas und Stahl in der besseren Gegend der Stadt. Viktoria führte ihn durch die geräumige Eingangshalle zum Fahrstuhl und zog eine Schlüsselkarte hervor, die sie an das Bedienfeld hielt. "Ohne die Karte kommt man nicht ins Penthouse," erklärte sie.

Der Fahrstuhl war geräumig, mit Spiegeln und Messingbeschlägen. Tim beobachtete ihr Spiegelbild, während sie nach oben fuhren. Viktoria stand entspannt da, eine Hand in der Manteltasche, und beobachtete die Etagenanzahl. "Ich mag die Aussicht," sagte sie. "Und die Privatsphäre."

Der Fahrstuhl hielt mit einem sanften Ruck und die Türen öffneten sich in einen kleinen, elegant gestalteten Vorflur. Nur eine Tür - schwarz, hochglänzend, mit einer diskreten Messingplakette. Viktoria schloss auf und trat zur Seite. "Nach dir."

Tim trat durch die Tür und blieb stehen. "Wow."

Es war keine gewöhnliche Wohnung. Der Raum war riesig, offen gestaltet, mit bodentiefen Fenstern, die einen Panoramablick über die Stadt boten. Die Einrichtung war minimalistisch, aber offensichtlich teuer - dunkle Ledersofas, ein gläserner Couchtisch, abstrakte Kunstwerke an den Wänden. Alles in Schwarz, Grau und tiefem Rot gehalten.

"Investment Management muss sich wirklich lohnen," murmelte Tim.
Viktoria lachte leise, während sie ihren Mantel ablegte. "Ich hatte Glück. Richtige Investments zur richtigen Zeit." Sie hängte den Mantel an einen Garderobenständer. "Komm, mach es dir bequem. Ich hole uns den Wein."

Tim zog seine Jacke aus und legte sie über die Armlehne des Sofas. Während Viktoria in der offenen Küche verschwand, ging er zum Fenster. Die Stadt erstreckte sich unter ihm, die Lichter begannen gerade im Dämmerlicht zu flackern. Seine Blicke wanderten durch den Raum. An einer Wand hing ein großes abstraktes Gemälde - rote und schwarze Streifen, die irgendwie an Seile erinnerten. Fesseln? Tim schüttelte den Kopf. *Er sah Dinge, die nicht da waren.* Sein Blick blieb an einer Reihe geschlossener Türen im Korridor hängen. Fünf, sechs Stück? Für eine einzelne Person schien die Wohnung riesig.

"Gefällt es dir?"
Viktoria war zurück, zwei große Weingläser in der Hand. Sie hatte die Bluse gegen einen weichen schwarzen Pullover getauscht, der ihre Figur betonte.
"Das Bild? Ja, es ist... interessant."
"Ein japanischer Künstler. Spezialisiert auf Shibari-Motive." Sie reichte ihm ein Glas. "Kennst du Shibari?"
Tim schüttelte den Kopf.
"Japanische Bondage-Kunst. Sehr ästhetisch, sehr... präzise." Sie nahm einen Schluck Wein. "Es geht um Kontrolle. Um Vertrauen. Um das Loslassen."
"Oh." Tim trank auch, mehr um etwas zu tun zu haben. Der Wein war hervorragend, vollmundig, teuer.

"Setz dich." Viktoria deutete auf das Sofa.
Tim ließ sich auf das weiche Leder sinken. Viktoria setzte sich neben ihn, nicht zu nah, aber nahe genug, dass er die Wärme ihres Körpers spüren konnte.
"Hast du Hunger?" fragte sie.
"Ja, schon."
"Gut. Ich habe vorhin im Fahrstuhl schon bestellt - ich hoffe, du magst italienisch?" Sie zog ihr Smartphone hervor und zeigte ihm den Bildschirm. "Sie kennen meine Präferenzen dort. Sollte in zwanzig Minuten da sein."
"Du hast im Fahrstuhl bestellt? Ich habe gar nicht..."
"Ich bin diskret." Ihr Lächeln war rätselhaft. "Und ich plane gerne voraus."

Sie tranken und sprachen. Viktoria stellte Fragen - über seine Familie, seine Vergangenheit, seine Beziehungen. Tim fand sich dabei wieder, mehr zu erzählen als er normalerweise würde. Sie war eine gute Zuhörerin, stellte die richtigen Fragen, beugte sich vor, berührte gelegentlich seinen Arm.

"Deine Eltern?"
"Wohnen in einer anderen Stadt. Wir telefonieren ab und zu, aber..." Tim zuckte mit den Schultern. "Nicht besonders eng."
"Geschwister?"
"Nein. Einzelkind."
"Enge Freunde?"
Tim dachte nach. "Ein paar Kollegen, mit denen ich manchmal etwas trinke. Aber niemand... wirklich Enges."
"Also verbringst du Wochenenden meistens für dich allein?" Es klang beiläufig, fast mitfühlend.
Tim nickte. "Ja, meistens schon."
"Mmh." Viktoria nippte an ihrem Wein, nachdenklich. "Wie schade. Du verdienst mehr als das."
Tim wusste nicht, was er darauf sagen sollte, also schwieg er.

Pünktlich, zwanzig Minuten später, läutete es an der Tür. Viktoria ging zur Gegensprechanlage und drückte einen Knopf. "Kommen Sie hoch." Sie öffnete die Wohnungstür und wartete. Einen Moment später erschien ein junger Mann in schwarzer Uniform mit einer großen Tasche und lächelte professionell.

"Guten Abend, Frau Viktoria."
"Danke, Marco." Sie nahm die Tasche entgegen und reichte ihm einen Schein. "Der Rest ist für Sie."
"Sehr großzügig. Einen schönen Abend noch." Der Lieferant warf einen kurzen Blick zu Tim, dann war er verschwunden.

Viktoria schloss die Tür ab - Tim hörte deutlich, wie sie zweimal umdrehte. Ein schwerer Riegel. "Sicherheit," sagte Viktoria, als sie seinen Blick bemerkte. "In dieser Gegend kann man nicht vorsichtig genug sein."

Sie trug die Tasche zum gläsernen Esstisch und begann auszupacken. Der Duft von Basilikum, Knoblauch und frischen Tomaten erfüllte den Raum. "Tagliatelle mit Trüffel für mich," sagte sie und stellte einen Teller hin. "Und für dich Ravioli mit Ricotta und Salbei. Dazu Bruschetta zum Teilen."
"Das sieht fantastisch aus."

Sie setzten sich. Viktoria zündete zwei Kerzen an, die auf dem Tisch standen, obwohl noch Licht durch die Fenster fiel. Die Atmosphäre wurde intimer, gedämpfter. Tim nahm den ersten Bissen. Die Ravioli waren perfekt - leicht, zart, die Füllung cremig.

"Gut?" Viktoria beobachtete ihn.
"Unglaublich gut."

Sie aßen schweigend für einen Moment. Dann sagte Viktoria: "Darf ich dich etwas Persönliches fragen?"
"Sicher."
"Bist du jemals... experimentell gewesen? In Beziehungen?"
Tim zögerte, die Gabel auf halbem Weg zum Mund. "Was meinst du?"
"Rollenspiele. Machtverhältnisse. Dominanz und Unterwerfung." Ihre Stimme war sachlich, als würde sie über das Wetter sprechen, während sie eine Bruschetta nahm. "Hast du dich jemals gefragt, wie es wäre, die Kontrolle abzugeben?"
Tim spürte, wie sein Puls sich beschleunigte. "Ich... habe darüber nachgedacht. Manchmal."
"Aber nie ausprobiert?"
"Nein. Meine früheren Beziehungen waren... konventionell."
"Langweilig?"
Er lachte verlegen. "Vielleicht."

Viktoria legte ihre Gabel ab und griff nach ihrem Weinglas. "Es ist nichts Falsches daran, Fantasien zu haben. Die meisten Menschen haben sie. Aber nur wenige haben den Mut, sie auszuleben."
"Und du?" Tim nahm einen Schluck Wein. "Hast du... Erfahrung damit?"
"Ja." Direkt, ohne zu zögern. "Ich weiß, was ich mag. Und ich bin gut darin, zu erkennen, was andere mögen - selbst wenn sie es selbst noch nicht wissen."
Tims Gesicht wurde warm. "Und was denkst du, mag ich?"

Viktoria lehnte sich zurück und musterte ihn mit diesem intensiven Blick. "Du möchtest, dass jemand die Entscheidungen trifft. Dass jemand die Führung übernimmt. Dein ganzes Leben besteht aus kleinen Entscheidungen, die niemanden interessieren. IT-Support - du löst Probleme anderer Leute, aber niemand dankt dir wirklich. Du bist unsichtbar." Sie machte eine Pause. "Aber hier, mit mir, bist du sichtbar. Wichtig. Und wenn du mir die Kontrolle gibst, musst du nicht mehr nachdenken. Nur fühlen."

Es war, als hätte sie direkt in seinen Kopf gesehen. Tim starrte sie an.

"Ich... woher..."
"Ich lese Menschen gut." Viktoria stand auf und nahm ihren Teller - noch halb voll. "Bist du fertig?"
Tim nickte stumm, obwohl noch Ravioli übrig waren.

Sie räumte die Teller ab und stellte sie in der Küche ab. Dann kam sie zurück und blieb hinter seinem Stuhl stehen.

"Steh auf, Tim."

Es war kein Vorschlag. Es war eine Anweisung. Tim stand auf.

Viktorias Hände legten sich auf seine Schultern und begannen sanft zu massieren. "Du bist so verkrampft. So viel Anspannung." Ihre Finger fanden die Knoten in seinen Muskeln, drückten zu. Es tat weh, aber auf eine gute Art. Tim ließ den Kopf nach vorn sinken und gab nach. "Gut," sagte Viktoria leise. "Siehst du? Du kannst loslassen. Du willst es sogar."

Ihre Hände wanderten zu seinem Nacken, streichelten, dann wieder fester. Eine Hand legte sich leicht um seine Kehle - nicht drückend, nur eine Andeutung. Tims Atem stockte.

"Spürst du das?" Ihre Stimme war direkt an seinem Ohr. "Wie dein Körper darauf reagiert? Das ist keine Angst, Tim. Das ist Erregung."
Sie hatte recht. Sein Herz raste, aber nicht aus Furcht. Und sein Körper reagierte unmissverständlich.

Viktoria ließ los und trat um ihn herum, stellte sich vor ihn. Ihr Blick wanderte kurz nach unten, ein wissendes Lächeln umspielte ihre Lippen. "Ich möchte dir etwas zeigen. Aber nur, wenn du willst. Du kannst jederzeit nein sagen. Verstehst du?"
"Ja."
"Gut." Sie nahm seine Hand und führte ihn durch den Raum zu einem Korridor. Mehrere Türen, alle geschlossen bis auf eine am Ende.

Viktorias Schlafzimmer.

Es war groß, dunkel eingerichtet. Ein massives Bett dominierte den Raum. Aber was Tims Blick fing, waren die Details: die dicken Vorhänge an den Fenstern, die schweren Metallringe an allen vier Bettpfosten, eine Kommode mit mehreren verschlossenen Schubladen.

"Keine Sorge," sagte Viktoria, als sie seinen Blick bemerkte. "Wir fangen langsam an."

Sie öffnete die Kommode und nahm etwas heraus. Seide - schwarze, glänzende Seidentücher. Mehrere davon.

"Hast du jemals jemandem erlaubt, dich zu fesseln?" fragte sie.
Tim schüttelte den Kopf.
"Möchtest du es versuchen?"

*Er sollte nein sagen. Das war zu schnell, zu intensiv, zu...*

"Ja," hörte er sich sagen.

Viktorias Lächeln war warm, fast zärtlich. "Zieh dich aus."

Tim zögerte nur einen Moment, dann gehorchte er. Das Hemd zuerst, dann die Hose, die Socken. Er stand in Boxershorts vor ihr, unsicher, verletzlich.
"Alles," sagte Viktoria leise.
Tim schluckte und schob die Boxershorts herunter. Sein Herzschlag hämmerte in seinen Ohren.

"Gut." Viktoria trat näher und strich mit einer Hand über seine Brust. "Leg dich aufs Bett. Auf den Rücken."

Tim kletterte aufs Bett und legte sich hin. Das Laken war kühl gegen seine nackte Haut. Viktoria kniete sich neben ihn und nahm seine rechte Hand. "Entspann dich. Atme." Sie begann, das Seidentuch um sein rechtes Handgelenk zu wickeln - sanft, aber fest. Dann band sie es an den Bettpfosten.
"Zu fest?"
"Nein."

Sie wiederholte es mit der anderen Hand, dann mit seinen Knöcheln - ein Tuch um jeden, ausgestreckt zu den unteren Bettpfosten. Tim lag jetzt gefesselt da, die Gliedmaßen weit gespreizt. Völlig exponiert. Völlig hilflos.

Viktoria stand auf und betrachtete ihn. Ihr Blick wanderte langsam über seinen Körper, und Tim spürte, wie er darauf reagierte. "So schön," murmelte sie. "So verletzlich." Sie zog ihren Pullover aus, dann den Rock. Darunter trug sie einen schwarzen Spitzen-BH und passenden Slip. "Ich möchte dir etwas zeigen."

Sie ging zur Kommode und kam mit einem weiteren Seidentuch zurück - dieses dunkler, dicker.

"Vertraust du mir?" fragte sie.
"Ja."
"Dann schließ die Augen."

Tim gehorchte. Einen Moment später spürte er das Tuch über seinen Augen - weich, aber absolut lichtdicht. Viktoria band es hinter seinem Kopf fest.

Dunkelheit.

"Wie fühlst du dich?" Ihre Stimme kam von irgendwo rechts.
"Hilflos," flüsterte Tim.
"Gut." Schritte. Das Bett gab nach, als sie sich darauf kniete. "Wenn du etwas nicht siehst, fühlst du es umso intensiver."

Ihre Finger strichen über seine Brust, leicht wie Federn. Tim keuchte. Dann ihre Lippen - an seinem Hals, seiner Schulter, seiner Brust. Sie arbeitete sich nach unten. Tim zog an den Fesseln, aber sie hielten. Er war ihr völlig ausgeliefert.

"Geduld," murmelte Viktoria. Dann verschwand sie.

Tim hörte ihre Schritte, das Öffnen einer Tür - das Badezimmer? Wasser lief. Dann kam sie zurück. Etwas Kaltes berührte seine Brust und Tim zuckte zusammen, keuchte.

"Nur Eis," sagte Viktoria amüsiert. Sie ließ den Eiswürfel über seine Haut gleiten - über seine Brust, seinen Bauch, tiefer. Die Kälte war schockierend, fast schmerzhaft, aber gleichzeitig erregend. "Siehst du?" Ihre Stimme war direkt an seinem Ohr. "Dein Körper weiß, was er will."

Sie spielte mit ihm - Eis, dann ihre warmen Hände. Kalt, warm. Berührungen, dann nichts. Küsse, dann Kratzer mit ihren Nägeln. Tim verlor das Zeitgefühl. Alles war nur noch Empfindung. Irgendwann spürte er ihre Hand um seine Erektion und stöhnte laut.

"Shh." Ihre Bewegungen waren langsam, kontrolliert. "Nicht zu schnell." Sie brachte ihn an den Rand, nur um dann aufzuhören.
"Viktoria... bitte..."
"Noch nicht." Sie ließ los. "Wir haben noch viel Zeit."

Sie spielte weiter - Minuten? Eine Stunde? Tim wusste es nicht mehr. Sein Körper bebte, sein Atem ging schwer. Die Dunkelheit, die Fesseln, die Berührungen - alles verschmolz zu einer überwältigenden Erfahrung.

Schließlich hörte er, wie sie die Fesseln löste. Erst die Füße, dann die Hände. Die Augenbinde blieb.

"Bleib liegen," befahl sie sanft.

Tim gehorchte. Er hörte Rascheln - sie zog etwas aus? Dann gab das Bett nach. Viktorias Hand legte sich auf seine Brust.

"Du warst sehr brav, Tim."
"Danke," murmelte er, noch benommen.
"Aber jetzt," ihre Stimme wurde fester, "bist du dran."
"Was... was meinst du?"
"Ich habe dir Vergnügen gegeben. Jetzt gibst du mir welches." Sie nahm die Augenbinde ab.

Tim blinzelte ins gedämpfte Licht. Viktoria saß neben ihm auf dem Bett und lehnte sich gegen das Kopfteil. Sie hatte BH und Slip ausgezogen - völlig nackt. Ihre Beine waren ausgestreckt.

"Komm her," sagte sie. "Fang bei meinen Füßen an."

Tim setzte sich auf und kroch zu ihr. Sein Körper fühlte sich schwer an, noch zitternd von ihrem Spiel. Er kniete sich ans Fußende und nahm ihren rechten Fuß in die Hände. Begann zu massieren - die Ferse, das Fußgewölbe, die Zehen.

"Mmh, gut." Viktoria lehnte sich zurück und schloss die Augen. "Benutze deinen Mund."
Tim zögerte nur kurz. Dann beugte er sich vor und küsste ihren Fußrücken. Ihre Haut war warm, glatt, roch nach ihrem Parfum.
"Weiter."
Er küsste ihre Zehen, saugte sanft an ihnen. Viktorias Atem vertiefte sich.
"Gut. Jetzt das Bein hoch."

Tim arbeitete sich nach oben - Knöchel, Wade, Knie. Er küsste, leckte, knabberte sanft. Viktorias Hand legte sich auf seinen Kopf und strich durch sein Haar.

"Höher."

Ihre Oberschenkel. Tim spürte, wie seine Erregung zurückkehrte, stärker als zuvor. Er war so nah an ihrer Intimität, spürte ihre Hitze.

"Jetzt zeig mir, wie dankbar du bist," murmelte Viktoria. Ihre Beine öffneten sich.

Tim brauchte keine weitere Anweisung. Er positionierte sich zwischen ihren Schenkeln und senkte seinen Kopf. Seine Zunge fand sie - bereits feucht, bereit. Viktoria keuchte leise. Tim arbeitete vorsichtig am Anfang, unsicher. Aber Viktorias Hand in seinem Haar führte ihn, drückte ihn näher, lenkte ihn.

"Da... ja, genau da..."

Er leckte, saugte, erkundete sie mit seiner Zunge. Viktoria begann zu stöhnen - leise zuerst, dann lauter. Ihre Hüften bewegten sich gegen sein Gesicht.

"Nicht aufhören," keuchte sie. "Genau so..."

Tim steigerte das Tempo und konzentrierte sich auf die Stelle, die sie am meisten reagieren ließ. Seine Hände umfassten ihre Oberschenkel, hielten sie fest. Viktorias Atem wurde unregelmäßig. Ihre Hand in seinem Haar verkrampfte sich.

"Ja... ja... oh Gott..."

Ihr Körper spannte sich an, dann kam sie - mit einem lauten Stöhnen, das durch das Schlafzimmer hallte. Ihre Schenkel pressten sich gegen Tims Kopf. Sie bebte, Wellen der Lust durchliefen sie. Tim leckte weiter, sanfter jetzt, bis sie seine Haare zog.

"Genug," keuchte sie.

Tim hob den Kopf und wischte sich über den Mund. Sein Gesicht glänzte. Viktoria lag da, entspannt, ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen. "Sehr gut," murmelte sie. "Sehr, sehr gut." Sie öffnete die Augen und sah ihn an. "Komm her."

Tim kroch zu ihr nach oben. Sie zog ihn in einen Kuss - tief, langsam, ohne Eile.

"Du bleibst heute Nacht," sagte sie. Keine Frage.
"Ja," antwortete Tim.

Sie standen auf und zogen sich minimal an - Viktoria reichte Tim ein frisches T-Shirt aus ihrem Schrank, ein Männer-Shirt, wie er bemerkte, aber er fragte nicht. Sie selbst zog nur ein dünnes Nachthemd über. Tim behielt seine Boxershorts an.

Sie legten sich ins Bett. Viktoria schmiegte sich an ihn, eine Hand auf seiner Brust.

"Schlaf gut, Tim," murmelte sie. "Morgen wird... noch intensiver."

Tim lag im Dunkeln und spürte ihren Atem an seinem Hals. Die Stadt glitzerte draußen hinter den halb geöffneten Vorhängen. Er dachte an die Augenbinde. An die Eiswürfel. An den Geschmack von ihr. *Er sollte überwältigt sein. Vielleicht verängstigt. Stattdessen fühlte er nur eins: Er wollte mehr.*

Irgendwann schlief er ein, während Viktoria wach blieb und im Dunkeln lächelte.
4. RE: Viktoria und Tim

geschrieben von muensterpony am 28.01.26 17:33

Schöner Anfang, gefällt mir…
5. RE: Viktoria und Tim

geschrieben von ChasHH am 28.01.26 19:45

Das finde ich sehr ansprechend.
Aber was verbirgt sich hinter dem Lächeln der Viktoria?
6. RE: Viktoria und Tim

geschrieben von Gutverpackt am 28.01.26 20:02

Schöner einfühlsamer Start, gerne in dem Tempo weiter
7. RE: Viktoria und Tim

geschrieben von Roi Danton am 28.01.26 21:42

Deine Geschichte beginnt echt toll, bin sehr gespannt, wie es weiter geht.


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