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eröffnet von IronFist am 07.04.26 19:06
letzter Beitrag von IronFist am 19.05.26 19:24

1. Eine böse Überraschung

geschrieben von IronFist am 07.04.26 19:06

Teil 1


Völlig erschöpft erklomm ich die Stufen zu meiner Wohnung. Es war ein fürchterlicher Tag im Büro gewesen. So gut wie alles war schiefgelaufen und zur Krönung hatte ich zusätzlich noch Überstunden schieben müssen, weil sich eine Kollegin krank gemeldet hatte. Jetzt war aber endlich Wochenende. Als ich im dritten Stock ankam, wartete dort eine Überraschung auf mich. Ein Paket stand vor meiner Wohnungstür. Merkwürdig, ich hatte doch gar nichts bestellt. Ich hob den Karton auf und warf einen Blick auf den Adressaufkleber. Pia Gerstlauer, das Paket war tatsächlich für mich. Absender war eine gewisse CatS GmbH, die mir gar nichts sagte. Hatte mir irgendjemand Tierfutter geschickt? Besonders schwer war der Karton nicht. Ich schüttelte ihn leicht, zu hören war jedoch nichts. Schulterzuckend benutzte ich meinen Wohnungsschlüssel und ging hinein. Nachdem ich den Mantel aufgehängt hatte, entledigte ich mich umgehend meiner Pumps. Ah, welch eine Wohltat!

Ja, es war keine gute Idee den ganzen Tag mit hohen Absätzen herumzulaufen. Aber ich wusste, dass Stefan auf solche Schuhe stand. Er war mein Chef und seit knapp vier Wochen auch mein Freund. Vor gut einem halben Jahr war Stefan aus der Zentrale in Hamburg gekommen, um unsere Abteilung zu übernehmen. Anfangs hatte ich seine unterkühlte norddeutsche Art nicht sonderlich gemocht. Denn er wirkte auf mich distanziert und abweisend. Mit der Zeit taute er jedoch immer mehr auf und ich stellte fest, dass er durchaus charmant sein konnte. Auf der Weihnachtsfeier letzten Monat hatte es zwischen uns gefunkt. Der Chef hatte etwas zu viel getrunken, wodurch er richtig redselig wurde. Aus einem harmlosen Gespräch entwickelte sich ein heftiger Flirt und am Ende landete ich irgendwie in seinem Schlafzimmer. Was total untypisch für mich war, denn normalerweise stieg ich am ersten Abend nie mit einem Mann ins Bett. Zudem hatte ich Beziehungen am Arbeitsplatz stets vermieden, da sie immer nur Ärger bedeuteten. Besonders dann, wenn der Partner auch noch dein Boss war. Alle Prinzipien hatte ich an diesem Tag über Bord geworfen. Was vermutlich meinem „leicht“ erhöhten Alkoholpegel geschuldet gewesen war.

» Vertrau mir! «, waren seine Worte gewesen, als er mit einer Krawatte meine Augen verband.

Sanft liebkosten seine zärtlichen Finger meinen Körper, während er mich Stück für Stück entblätterte. Meine anfängliche Angst verflog und seine Berührungen ließen mich regelrecht erschauern. Schwer atmend wurde ich nackt aufs Bett gelegt. Bevor ich mich versah, war ich auch schon an Armen und Beinen gefesselt. Ganz kurz wollte mein Hirn protestieren. Doch seine Streicheleinheiten erstickten jeden Widerstand bereits im Keim. Es war seltsam, das Gefühl der Hilflosigkeit turnte mich irgendwie an. Hauptsächlich waren jedoch seine Finger dafür verantwortlich, dass ich schon das erste Mal kam, bevor er auch nur die Hose ausgezogen hatte. Bei dem einen Höhepunkt sollte es nicht bleiben, denn danach rammelten wir wie die Karnickel. Nie im Leben hätte ich geglaubt, dass ich bei Fesselspielen mitmachen würde. Und noch viel weniger, dass mir diese auch noch gefallen würden. In dieser Nacht bekamen wir beide wenig Schlaf ab. Weshalb wir am nächsten Tag auch vollkommen übermüdet im Büro aufschlugen. Ich erntete komische Blicke von den Kollegen, denen unsere Anbandelei auf der Weihnachtsfeier natürlich nicht entgangen war. Den ganzen Tag über hatte ich Schwierigkeiten mich zu konzentrieren. Woran der Schlafmangel nicht einmal den größten Anteil hatte. Denn mir spukte der vergangene Abend ständig im Kopf herum. Ich sagte zu mir selbst, dass das nur eine einmalige Angelegenheit gewesen sei. Obwohl ich zu mehr bereit war, sofern Stefan das ähnlich sah. Zwei Tage später hatten wir unser erstes richtiges Date, mit dem unsere Partnerschaft offiziell begann.

Ob Stefan mir wohl dieses Paket geschickt hatte? Falls dem so war, dann befand sich darin bestimmt was Versautes. In Sachen Sex war er nahezu unersättlich. Vor allem steckte er aber voller verrückter Ideen, auf die ich selbst nie gekommen wäre. Und bisher hatte ich es noch nie bereut, mich auf seine ausgefallenen Fantasien einzulassen. Also ging ich mit diesem Paket in die Küche und suchte mir dort ein scharfes Messer. Ruck zuck war der Karton geöffnet. Obenauf lag ein Zettel mit der Überschrift:

SEX UP YOUR LIFE

» Du alter Lüstling! «, sagte ich grinsend.

Ich legte das Blatt Papier zur Seite und nahm mich dem Inhalt des Kartons an. Er war in eine schwarze undurchsichtige Folie verschweißt. Das Innere war irgendwie flexibel.

» Was ist das? «, rätselte ich.

Neugierig zerrte ich an der Folie, aber diese weigerte sich strikt nachzugeben. Also kam auch hier das Messer zum Einsatz. Jetzt hielt ich einen schwarzen Catsuit aus einem glänzenden feinstrumpfartigen Material in Händen. Auf den ersten Blick sah das Teil viel zu klein aus, als ob es für Kinder wäre. Doch vermutlich war das Gewebe extrem dehnbar. Als ich dann etwas genauer hinsah, fiel mir ein kleines schmutziges Detail auf.

» Stefan, du Ferkel! Glaub bloß nicht, dass ich dieses Ding im Büro trage! «

Der Schritt war sperrangelweit offen. Was beim Toilettengang bestimmt hilfreich war, allerdings war ich mir ziemlich sicher, dass bei Stefan da eine ganz andere Absicht dahintersteckte. Sex im Büro war für mich jedoch absolut tabu. Schließlich wollte ich nicht den Ruf der Büroschlampe haben. Einige der Kolleginnen schauten mich ohnehin schon so an, als versuchte ich mich nach oben zu schlafen. Worin ich den puren Neid vermutete, denn unser Boss war ein richtiges Sahneschnittchen.

Ich griff zum Handy um Stefan anzurufen, als mir plötzlich eine andere Idee kam. Er war heute Abend auf dem Junggesellenabschied von einem alten Kumpel, den es ebenfalls nach Stuttgart verschlagen hatte. Eigentlich war mir das nicht so recht, denn die Jungs zogen bestimmt durch die Stripclubs der Stadt. Allerdings war mir klar, dass Stefan bei dieser Veranstaltung nicht fehlen konnte. Die er ohne jeden Zweifel genießen würde. Damit sein Genuss aber nicht zu weit ging, würde ich ihm eine kleine Erinnerung schicken, dass nur zuhause gegessen wurde. Und zwar in Form eines Fotos, auf dem ich den neuen Catsuit trug. Ein kurzer Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich nur noch eine halbe Stunde Zeit hatte, bis sich die Jungs auf die Pirsch machten. Was eigentlich locker ausreichen sollte.

Im Schlafzimmer entledigte ich mich zuerst meiner Kleidung. Danach stellte ich mich völlig nackt vor den Spiegel und hielt mir den Catsuit vor den Körper. Irgendwie bezweifelte ich noch immer, dass ich da wirklich reinpassen würde. Doch wie hieß es so schön, nur Versuch macht kluch. Ich setzte mich aufs Bett und schob mein erstes Bein langsam hinein. Dieses Teil war extrem eng und es kostete mich einige Mühe voranzukommen. Jedes Mal wenn ich das Gewebe ein Stück weiter zog knisterte es. Da musste viel Synthetik drinstecken, hoffentlich bekam ich davon keine Allergie. Normalerweise wusch ich neue Kleidung immer, bevor ich sie das erste Mal anzog. Diesmal fehlte mir dafür jedoch die Zeit. Nach etwa 10 Minuten steckte ich endlich komplett in dem Ding. Die Anstrengung war groß gewesen, doch der Aufwand hatte sich definitiv gelohnt. Wie eine zweite Haut schmiegte sich das transparente schwarze Gewebe fest an meinen Körper. Es fühlte sich so an, als würde ich unter Strom stehen, was eine Gänsehaut bei mir verursachte. In Sachen Tragekomfort war ich mir nicht so sicher, aber der Look war wirklich heiß. Eigentlich war ich ja fast vollständig verhüllt, trotzdem blieb dem Betrachter kaum etwas verborgen. Meine Nippel versuchten Löcher in das dünne Material zu bohren und im Kontrast zu dem schwarzen Catsuit war meine helle Pussy geradezu am Leuchten. Das wirkte beinahe so, als wollte ich speziell auf die intime Stelle hindeuten.

» Ganz schön nuttig! «, sagte ich zu mir selbst.

Aber genau das war ja auch die Intention des Geschenks. Um den Eindruck weiter abzurunden, holte ich mein höchstes Paar Schuhe aus dem Schrank. Die Dinger waren knallig rot und deren Absätze so hoch, dass ich kaum darauf laufen konnte. Stefan hatte sie FUCK ME PUMPS genannt. Eine durchaus zutreffende Bezeichnung, denn außerhalb der eigenen Wohnung hatte ich sie noch nie getragen. Ich stellte mich wieder vor den Spiegel und begutachtete meinen neuen Look. Die Stripperinnen konnten einpacken, dachte ich mir grinsend.

» Da fehlt jetzt nur noch ein passendes Makeup! «, konstatierte ich.

Unbeholfen stakste ich ins Badezimmer. Mein Gang in diesen Pumps wirkte bestimmt alles andere als sexy. Was jedoch unwichtig war, weil ich das Foto auf dem Bett liegend machen wollte. Die grellsten Farben aus dem Kosmetikkoffer waren gerade gut genug. Irgendwie hatte das was von Clown, aber in erster Linie sollte es ja auffällig sein. Und das war es ohne jeden Zweifel. Sehr schön, jetzt konnte das Shooting beginnen. Ich brachte mich in Position und lächelte lasziv in die Kamera.

KLICK!

» Nicht schlecht, aber das geht noch besser! «

Provozierend spreizte ich die Beine und schob einen Finger tief in meine klatschnasse Muschi. Mich aufreizend zu präsentieren, schien mich zu erregen. Komisch, denn dieser Gedanke war mir noch nie besonders reizvoll erschienen. Seit ich allerdings mit Stefan zusammen war, lernte ich ständig neue Dinge über mich selbst. Lüstern fuhr ich mir mit der Zunge über die Lippen.

KLICK!

» Oh Gott, dieses Foto sollte außer Stefan besser niemand zu Gesicht bekommen! «

Ich vertraute meinem Freund, dass er es nicht herumzeigen oder sogar weitergeben würde. Weshalb ich auch keine Bedenken hatte es ihm zu schicken. Wenn er jetzt noch an anderen Frauen interessiert war, dann war ihm nicht mehr zu helfen.

» Bleib anständig! «, schrieb ich als Text dazu.

Es dauerte keine Minute bis ich eine Antwort erhielt.

» Scharfes Teil, wow!!!!! «

» Catsuit oder Inhalt? «, textete ich zurück.

» Beides «

Eigentlich hatte ich ja keine Sorge, dass er mir untreu werden würde. Aber eine kleine Ablenkung von den leichtbekleideten Damen konnte natürlich auch nicht schaden. Mir fiel plötzlich auf, dass ich meine südlichen Regionen immer noch befingerte. Ich war extrem aufgegeilt und sehnte mich nach körperlicher Zuwendung. Doch ausgerechnet in dieser Nacht sollte ich alleine bleiben. So ein Mist! Also musste wohl leider der Ersatzfreund aus meiner Nachttischschublade herhalten. Während ich nach ihm suchte, klingelte mein Telefon. Freudig erregt Stefans Stimme zu hören, griff ich nach dem Handy.

» Unterdrückte Nummer? Seltsam! «

Normalerweise nahm ich solche Anrufe gar nicht erst an. Aber ich vermutete, dass es sich dabei um Stefan handelte. Vielleicht so eine Art Rollenspiel. Der anonyme Telefonsexanrufer?

» Hallo mein Süßer, was kann ich denn Schönes für dich tun? «, hauchte ich lasziv ins Handy.

Vor Schreck blieb mir fast das Herz stehen, als ich am anderen Ende eine Frau schallend lachen hörte. Mein Kopf lief so knallrot an, dass er mit dem kräftigen Makeup spielend hätte konkurrieren können. Wie peinlich!

» Ich … ich dachte es wäre jemand anderes! «, stotterte ich ins Telefon.

» Offensichtlich! Aber ich wusste ja schon immer, dass du nur eine kleine geile Schlampe bist! «

Moment mal, hatte sie mich gerade beleidigt? Prompt verdrängte aufkeimender Ärger mein Gefühl des peinlich berührt seins. Die Stimme dieser Frau kam mir aber nicht bekannt vor.

» Wer sind sie denn überhaupt? «, fragte ich angesäuert.

» Hier spricht Yvonne! «

» Yvonne? Ich kenne keine Yvonne! «

» Hast dir dein Hirn wohl schon komplett rausgevögelt, dass du dich nicht mehr erinnern kannst! «, sagte sie in verächtlichem Ton.

» Jetzt reicht’s mir aber du blöde Kuh! Ich leg jetzt auf! «

» Einen Moment noch. Du hast mir Stefan weggenommen und du sollst wissen, dass ich mir das nicht gefall… «, hörte ich sie noch sagen, bevor ich die Verbindung unterbrach.

Jetzt erinnerte ich mich doch an sie, wir hatten uns nur ein einziges Mal gesehen. Ich war mit Stefan in einem Restaurant gewesen und sie war irgendwann dort aufgetaucht. Sie legte eine Szene hin und beleidigte erst Stefan, dann mich und zu guter Letzt auch noch den Kellner, der sie hinaus begleitete. Hinterher hatte mir Stefan erklärt, dass er schon vor Monaten mit ihr Schluss gemacht hatte. Aber sie wollte das einfach nicht akzeptieren, weshalb sie ihn ständig mit Anrufen belästigte. Dehnte sie ihren Telefonterror jetzt auf mich aus? Und woher zum Teufel hatte sie eigentlich meine Nummer? Gegen diese Irre musste was unternommen werden. Ich würde das morgen mit Stefan besprechen, denn so konnte es nicht weitergehen.

Die erotische Stimmung war ein wenig zerstört, was mich aber nicht daran hinderte meinen Plan mit dem Schubladenfreund in die Tat umzusetzen. Es dauerte nicht lang, bis der dumme Anruf vergessen war und ich mich stöhnend der Lust hingab. Merkwürdig war dabei, dass der Catsuit irgendwie meine Empfindungen zu verstärken schien. Keine Ahnung wie das genau funktionierte, aber ich hatte das Gefühl einen Ganzkörperorgasmus zu erleben. Ich weiß das klingt ziemlich seltsam, aber eine bessere Beschreibung fällt mir für dieses außergewöhnliche Erlebnis nicht ein. Jedenfalls kam ich drei Mal am Stück, bis ich völlig erschöpft einschlief.

Gegen 3 Uhr wachte ich auf, weil ich unglaublich durstig war. Also schlurfte ich in die Küche, um mir ein Glas Wasser zu holen. Nachdem ich den Durst gelöscht hatte, entschied ich mich zum Aufräumen des leeren Kartons, welcher noch immer auf dem Tisch stand. Keine Ahnung warum ich mitten in der Nacht auf so eine Idee kam. Dabei fiel mir der Zettel in die Hände, der oben im Paket gelegen hatte. Fett gedruckt war darauf zu lesen.

Wichtige Hinweise:

• Catsuit niemals direktem Sonnenlicht aussetzen
• Catsuit nie länger als 4 Stunden am Stück tragen


Fortsetzung folgt!
2. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von MartinII am 08.04.26 09:38

Schöne Geschichte
3. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von Toree am 08.04.26 17:14

Zitat

•Catsuit nie länger als 4 Stunden am Stück tragen


Na, da hat ja Pia den ersten Fehler begangen!
4. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von RoteHexe am 08.04.26 20:47

Das fängt ja schon wieder gut an 🫶🏻👍🏻
5. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von windelfohlen am 09.04.26 09:30

Toller anfang oh jetzt bin ich gespannt was passiert wen der Catsuit länger als 4 stunden trägt.
6. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von box am 09.04.26 15:19

Juhu, die neuen Geschichte ist gestartet, tip-top.

Habt ihr eigentlich schonmal gehört, dass jeden Tag irgendwo Dienstag ist 😉
7. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von Tina Sommerwind am 11.04.26 11:19

eine traumhaft schöne Geschichte bitte unbedingt fortsetzen
8. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von Dark Fangtasia am 12.04.26 22:30

Diese böse Überraschung ist ja erstmal eine gute Überraschung - zumindestens für uns.
Schön, dass es mit deiner neuen Geschichte losgeht.

Ab jetzt kann man sich noch einmal besonders auf die Dienstage freuen.

Zur Geschichte:
Strategisch hätte es von Yvonne ja ein Fehler sein können, dass sie Pia so früh angerufen hat, bevor diese die Chancwe hatte zu realsiseren, dass sie einen Fehler gemacht hat.
Zum Glück (für uns) ist Pia aber nicht auf die Idee gekommen, dass es eine Falle sein könnte und jetzt hat sie vermutlich den Salat.


Ich freue mich auf weitere Teile,
liebe Grüße
9. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von plit am 14.04.26 18:27

Eine neue Geschichte. Endlich haben Dienstage wieder einen Sinn.

Ich würde die Weihnachtsüberraschung noch nicht ganz abschreiben, denn wie heißt es so schön: Wer Ostern mit den Eiern spielt, hat Weihnachten Bescherung. Oder so ähnlich.
10. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von IronFist am 14.04.26 19:30

Hallo MartinII,

es freut mich, dass es dir gefallen hat.


Hallo Toree,

sowas kann passieren, wenn man die Anleitung erst hinterher liest.
Aber ihr Fehler lässt sich doch bestimmt leicht korrigieren, oder?

Andererseits, so wie ich diesen IronFist kenne ...


Hallo RoteHexe,

vielen Dank für dein Lob.
Irgendwie bezweifele ich jedoch, dass Pia das ebenfalls gut findet.


Hallo windelfohlen,

danke für deine lobenden Worte.

Wenn man so einen Catsuit länger als 4 Stunden trägt, dann ist ein Umtausch ausgeschlossen.
Was hast du denn gedacht?


Hallo box,

schön, dass dir der Anfang gefallen hat.

Soso jeden Tag ist irgendwo Dienstag.
Ich habe schlechte Neuigkeiten für dich, Zeitzonen funktionieren so nicht.

Für diesen plumpen Versuch mich zu häufigeren Veröffentlichungen zu verleiten, verurteile ich dich zu einer Woche Enthaltsamkeit.
Moment, in diesem Forum ist das vielleicht keine besonders geeignete Bestrafung.

Stattdessen musst du dann eben den folgenden Buchstabensalat in die richtige Reihenfolge bringen: TCHENPUKSUE


Hallo Tina Sommerwind,

ich bedanke mich herzlich für dein Lob.

Keine Sorge, diese Geschichte ist bereits komplett fertig.
Deshalb erscheint zuverlässig jede Woche eine neue Folge (sofern die Technik hier mitspielt).


Hallo Dark Fangtasia,

ich will doch mal hoffen, du freust dich auf meine Geschichte und nicht den Dienstag an sich.

Es steht doch gar nicht fest, ob dieses Paket von Yvonne geschickt wurde.
Vielleicht wollte sie auch einfach nur etwas Dampf gegenüber ihrer Konkurrentin ablassen.


Hallo plit,

ist dein Leben so traurig, dass Dienstage sonst keinen Sinn für dich haben?

Ok, meine Geschichte wird auch zur Weihnachtszeit erscheinen.
Wenn ich mich richtig erinnere, dann war ursprünglich die Rede von 2024.

Shame on me!


LG
Fist
11. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von IronFist am 14.04.26 20:04

Teil 2


Oh Shit! Schnell überschlug ich im Kopf, wie lange ich das Ding schon anhatte. Etwa doppelt so lang wie empfohlen. Was passierte, wenn man ihn länger trug? Ängstlich suchte ich auf dem Papier nach Antworten. Bei Sonneneinstrahlung veränderte sich angeblich die chemische Struktur, wodurch das Gewebe mit der Haut reagieren konnte. Das klang überhaupt nicht gut, warum war sowas erlaubt? Zum Glück war es schon dunkel gewesen, als ich nach Hause kam. In diesem Punkt sollte ich also auf der sicheren Seite sein. Mehr Sorgen bereitete mir aber ohnehin der zweite Warnhinweis. Irgendeine unaussprechliche chemische Verbindung sorgte für eine sehr starke elektrostatische Aufladung des Gewebes. Die dabei auftretende Adhäsion bewirkte einen perfekten Sitz. Je länger man den Catsuit jedoch trug, umso stärker wurden die auftretenden Adhäsionskräfte. Meine Schulzeit war schon ein Weilchen her. Wenn ich mich aber richtig erinnerte, dann hatte Adhäsion irgendwas mit Anziehung zu tun. Verdammt!

Hektisch versuchte ich den linken Ärmel des Catsuits nach unten zu ziehen. Aber ich bekam nicht einmal einen Finger unter das Gewebe, wodurch es sich einfach nicht greifen ließ. Das Scheißding war wie festgeklebt. Panik kam in mir auf. Ich musste da schnellstens raus, nur wie? Meine Versuche den Catsuit auszuziehen wurden immer verzweifelter. Allerdings ohne jeden Erfolg. Mir kamen die Tränen. Der Großteil meines Makeups hing vermutlich längst in der Bettwäsche. Und der klägliche Rest begann nun zu verlaufen, wodurch ich noch mehr wie ein Clown aussah. Was mir im Moment aber vollkommen egal war. Ich brauchte sofort Hilfe, also rief ich bei Stefan an.

» Hallo Schatzi, du bist so spät noch wach? «, sagte er lachend.

Er wirkte betrunken und im Hintergrund hörte ich seine Kumpel „ausziehen“ grölen. Wie ironisch, denn genau hierin lag mein Problem. Eigentlich wollte ich ihm ja nicht den Abend ruinieren, aber dies war ein Notfall.

» Bitte komm zu mir, du musst mir helfen! «, heulte ich ins Telefon.

» Was denn, hast du schon solche Sehnsucht nach mir? «, fragte er neckend.

» Du hast mir diese Scheiße eingebrockt, also komm gefälligst auf der Stelle hierher! «, kreischte ich hysterisch.

» Ok ok, ich mach mich gleich auf den Weg! «, meinte er beschwichtigend.

Endlich hatte der Idiot begriffen, dass es mir todernst war. Ob er in seinem Zustand eine große Hilfe sein würde, das stand aber noch in den Sternen. Etwa 25 Minuten später sah ich durchs Fenster ein Taxi vorfahren. Als Stefan durch meine Tür trat, fiel ich ihm in die Arme und klammerte mich fest an seinen Körper.

» Gut, dass du endlich da bist! «, sagte ich erleichtert.

Stefan roch nach Alkohol und war sichtlich angetrunken. Aber er spürte, dass ich in diesem Moment seine Unterstützung benötigte. Also drückte er mich an sich und strich mir mit der Hand beruhigend über den Kopf. Das half natürlich nicht bei meinem Problem. Trotzdem fühlte ich mich dadurch etwas besser.

» Was ist denn los? «, fragte er besorgt.

» Ich hab dein Geschenk zu lange getragen, weil ich die blöde Beschreibung nicht gelesen habe. Und jetzt kann ich es nicht mehr ausziehen! «, jammerte ich.

» Langsam, was für ein Geschenk? «, meinte er verwirrt.

» Na diesen Catsuit hier! «

Man konnte die Gehirnwindungen in seinem Kopf förmlich rattern hören. Wegen des vielen Alkohols arbeitete alles aber etwas langsamer.

» Also von mir ist der nicht, hast du etwa noch einen Verehrer? «, fragte er grinsend.

» Jetzt ist nicht die Zeit für dumme Witze! «, schalt ich ihn mit ernster Miene.

» Schon gut, du hast natürlich recht. «

» Ich versteh nicht so ganz, wieso du den Catsuit nicht mehr ausziehen kannst. Was ist das Problem? «, fuhr er nach einer kurzen Pause fort.

» Versuchs doch mal selbst, dann wirst du‘s schon sehen! «, erwiderte ich.

Mit unbeholfenen Fingern probierte er den Catsuit am Kragen zu fassen. Doch auch er war nicht in der Lage eine Stelle zu finden, an der man ihn richtig greifen konnte.

» Hast du das Ding in Klebstoff getaucht? «, meinte er ungläubig.

Um keine längeren Erklärungen abgeben zu müssen, zeigte ich ihm den Zettel, welcher in dem Karton gelegen hatte. Stirnrunzelnd las er aufmerksam die Beschreibung durch. Bis sich irgendwann seine Augen erschreckt weiteten.

» Ach du Scheiße, das ist ein Nyldosuit! «, sagte er bestürzt.

» Ein was? «

Meine Frage bereitete ihm sichtlich Unbehagen. Was mich befürchten ließ, dass die Lage sogar noch ernster war, als ich gedacht hatte. Mit großer Sorge verlangte ich eine Erklärung von ihm. Nach etwas Rumdruckserei kam Stefan schließlich mit der Sprache heraus.

» Diese Catsuits sind berühmt berüchtigt. In Fetischkreisen nennt man sie salopp Nyldosuits, was für Nylon Doll steht. Sie bescheren einem angeblich extrem gute Orgasmen. Allerdings stehen sie unter dem Verdacht süchtig zu machen. Auch wenn das noch nicht wissenschaftlich bewiesen ist. Jedenfalls hat schon so manche Frau die maximale Tragedauer überschritten und sich dadurch unfreiwillig, und manchmal sogar freiwillig, in ein permanentes Nylon Püppchen verwandelt. Ich fürchte wir haben ein ernsthaftes Problem! «, erklärte mir Stefan.

Vollkommen schockiert starrte ich ihn mit offenem Mund an. Das konnte doch wohl nicht wahr sein. Diese Anzüge gehörten verboten!

» Und … und … was jetzt? «, stotterte ich herum.

Als Antwort nahm mich Stefan in den Arm. Was mir zeigte, dass er auch keine Lösung parat hatte. Jetzt überwältigten mich die Emotionen völlig. Ich heulte mir schluchzend die Augen aus und krallte mich an meinem Freund fest. Es dauerte fast 10 Minuten bis ich mich soweit gefangen hatte, dass ich wieder halbwegs klare Gedanken fassen konnte.

» Da muss es doch eine Möglichkeit geben. Was haben denn die anderen Frauen gemacht, denen das Gleiche vor mir passiert ist? «, fragte ich verzweifelt.

» Mir ist nichts bekannt, wie man das wieder rückgängig machen könnte. Aber wir können ja mal im Internet danach suchen! «, schlug er vor.

» Sag mal, woher weißt du eigentlich so viel über diese Catsuits? «, erkundigte ich mich.

» Yvonne wollte so ein Teil unbedingt mal ausprobieren. Nach ausgiebiger Recherche haben wir die Idee aber verworfen. Das Risiko einer Sucht war uns einfach zu groß. «

» Obwohl Yvonne ein Leben als Nylon Püppchen vielleicht sogar gefallen hätte, sie war schon immer etwas verrückt! «, schob er kopfschüttelnd nach.

» Yvonne? Dann hat sie mir also das Paket mit dem Catsuit geschickt! «, schlussfolgerte ich.

» Wie kommst du denn darauf? Warum sollte sie? «, erwiderte Stefan ungläubig.

» Weil sie mich gestern Abend angerufen hat. Sie will mich aus dem Weg haben, damit sie wieder mit dir zusammenkommen kann. «

» Yvonne hat bei dir angerufen, was wollte sie? «, fragte er überrascht.

» Mich beleidigen. Und sie hat irgendwas von nicht gefallen lassen gefaselt. Was sie damit meinte, sollte jetzt ja wohl klar sein. Dieses elende Miststück, ich werde sie umbringen! «, tobte ich.

Stefan schien noch nicht überzeugt zu sein, dass seine Ex hinter dem Ganzen steckte. Dabei hatte er selbst gesagt, dass sie eine Verrückte ist. Doch wer sollte es denn sonst gewesen sein? Gemeinsam machten wir uns daran, im Internet nach einer Lösung für das Problem zu suchen. Wir fingen mit der Herstellerseite an. Dort war natürlich keinerlei Rede von einer Suchtgefahr. Genauso wurde auch mit keiner Silbe erwähnt, dass man dauerhaft in so einem Anzug feststecken konnte. Stattdessen gab es jede Menge Fotos von gutaussehenden Frauen in mehr oder weniger transparenten Catsuits. Einige Modelle schlossen sogar den Kopf der Trägerin mit ein. Wozu sollte das gut sein? Überall wurde auf ein unvergleichliches Tragegefühl dieser Teile hingewiesen. Und auch der Firmenslogan SEX UP YOUR LIFE war sehr oft zu lesen. Auf dieser Werbeseite war jedenfalls keine Hilfe zu erwarten. Als nächstes zeigte mir Stefan ein Fetisch Forum, in dem er häufiger unterwegs war. Ich war erstaunt, was es alles für bizarre Vorlieben gab. Adult Baby, Ponyplay oder auch Bimbofication. Auf sowas Merkwürdiges standen die Leute? Mir war schleierhaft was daran reizvoll sein sollte. Dieses komische Bimbo Ding musste eine reine Männerfantasie sein. Denn bei sowas machte doch keine Frau mit, oder?

» Was zum Geier ist Forniphilia? «, fragte ich, als ich den Begriff las.

» Lebende Möbel! «, antwortete Stefan lachend.

Da konnte ich nur verständnislos mit dem Kopf schütteln. Bezüglich meines Problems war leider nicht viel zu finden. Es gab zwar ein paar Erfahrungsberichte mit den Catsuits, doch in diesem Forum hatte offenbar noch keiner die gleiche böse Überraschung erlebt wie ich.

» Vielleicht suchen wir mal nach Nylon Dolls! «, lautete Stefans Vorschlag.

Ganz oben kamen jede Menge Einträge, die zu Fotos von weiblichen Promis in Strumpfhosen führten. Ein Stück weiter unten fanden wir dann aber den Blog einer Frau die sich „Nylon Doll Suzy“ nannte. Sie lebte in Dänemark, ihre Texte waren aber zum Glück in Englisch. Suzy berichtete ausführlich von ihren ersten Erfahrungen mit so einem Catsuit. Dadurch sei ihr gesamter Körper zur erogenen Zone geworden und sie hätte unglaublich intensive Gefühle erlebt. Angesichts dieser Schilderung klang der Kauf eines weiteren Catsuits sogar nachvollziehbar. Diesmal inklusive Kopf, für ein Kompletterlebnis. Wodurch sich ihr Sexleben wesentlich verbesserte. Bis sie eines Tages von einem Fall las, bei dem eine Frau durch so einen Catsuit permanent zu einem Nylon Püppchen geworden war. Der Schreck fuhr ihr mächtig in die Glieder und sie wollte nie wieder so ein Ding tragen. In den folgenden Tagen spukte jedoch ständig der Gedanke in ihrem Kopf herum, wie es wohl wäre an der Stelle dieser Frau zu sein. Derart wunderbare Gefühle täglich erfahren zu dürfen, übte einen starken Reiz auf sie aus. Allerdings war die Vorstellung auch gleichzeitig ziemlich erschreckend. Es gäbe dann kein Zurück mehr, was ihr Leben komplett auf den Kopf stellen würde. Durch ihre angstbedingte Enthaltsamkeit vermisste sie relativ schnell das geniale Tragegefühl. Aber das Risiko war ihr einfach zu hoch. Zudem quälte sie ein innerer Zwiestreit, ob es denn schlimm wäre ein permanentes Nylon Püppchen zu sein. Allein die Idee ließ sie feucht werden. Gleichzeitig warnte ihr Verstand aber eindringlich, dass sowas ziemlich dumm sei. Unverhofft schlug dann das Schicksal zu. Ihr langjähriger Freund hatte sich in eine gemeinsame Kollegin verliebt und Schluss gemacht. Für Suzy brach eine Welt zusammen. Schon der Gedanke mit den beiden Turteltäubchen weiter arbeiten zu müssen war unerträglich, weshalb sie in einer Kurzschlussreaktion ihren Job kündigte. Über Nacht hatte ihr Leben eine höchst unerfreuliche Wendung genommen. Alles hatte sich schlagartig verändert und sie war gezwungen einen Neuanfang zu starten. Natürlich war ihr emotionaler Ausnahmezustand für eine gut durchdachte Entscheidung nicht gerade hilfreich. Beherrscht von dem Wunsch ihre Fehler nicht zu wiederholen, beerdigte sie symbolisch die alte Suzy. Und zwar durch die Transformation zu einer völlig neuen Person, nämlich einer Nylon Doll. Dieser radikale Schritt brachte ihr jedoch nicht die erhoffte mentale Stabilität. Ganz im Gegenteil, denn danach geriet ihre geistige Verfassung noch mehr aus der Balance. Infolgedessen schwankte sie ständig zwischen bitterlichem Weinkrampf und unendlicher Lust. Insgesamt dauerte es fast zwei Monate bis sie sich endlich in den Griff bekam. Die finanzielle Lage war nun angespannt und sie brauchte dringend einen neuen Job. Als Bankkauffrau würde sie so aber niemand mehr einstellen, da sie für ihre Verwandlung ausgerechnet den Ganzkörperanzug gewählt hatte. Wahllos verschickte sie Bewerbungen für jeden auch nur halbwegs passenden Job. Doch die Rückmeldungen waren mehr als ernüchternd. Personaler schienen ihren neuen Look so überhaupt nicht zu schätzten. Aus purer Verzweiflung bewarb sie sich irgendwann sogar als Servicekraft in einer dubiosen Nachtbar. Der Chef des Schuppens stutzte, als sie sich dort vorstellte. Zum wiederholten Male hatte ihr Ersteindruck also abgeschreckt. Außerdem konnte sie im Service null Erfahrung vorweisen. Entgegen ihrer Erwartung bekam sie den Job jedoch nach nicht einmal 10 Minuten. Irgendwie hatte sie den Verdacht, dass sie diese Stelle wegen und nicht trotz ihres ungewöhnlichen Aussehens erhalten hatte.

Es gab einen angeschlossenen Bordellbetrieb und die Mädchen warteten in der Bar auf Kundschaft. Suzy arbeitete hinter der Theke und bediente die Ladies und ihre „Begleiter“. Sie war überrascht wie viel Geld Männer für den sogenannten Champagner ausgaben, bei dem es sich in Wahrheit nur um einen mittelmäßigen Sekt handelte. Wahrscheinlich war es aber die weibliche Gesellschaft die einen Großteil des Preises ausmachte. Zu Beginn hatte Suzy Probleme mit ihrer neuen Arbeitskleidung. Korsett, Strapse und High Heels waren mit den Business Anzügen ihres alten Jobs kaum vergleichbar. Allmählich gewöhnte sie sich immer mehr an sexy Outfits. Im Vergleich zu den restlichen Ladies war sie noch ziemlich züchtig unterwegs. Die Zeit in der Bar richtete Suzy seelisch wieder auf. Regelmäßig bekam sie von den männlichen Gästen nette Komplimente. Und es gesellte sich auch so manch ein unmoralisches Angebot dazu, welche sie jedoch allesamt ablehnte. Selbst bei völlig abgehobenen Summen wie umgerechnet 2.000 € die Stunde. Manche Männer schienen einfach zu viel Geld zu haben. Der rege Zuspruch in der Bar motivierte Suzy dazu, einen Blog über ihr Leben als Nylon Doll zu starten. Was dann folgte, hätte sie in ihren kühnsten Träumen nicht erwartet. Begeisterte Zuschriften kamen aus aller Welt. Hauptsächlich von Männern, die sich Fotos von ihr wünschten. Allerdings auch von einigen Frauen, die mit dem Gedanken spielten selbst zur Nylon Doll zu werden. Offenbar gab es hier einen Markt. Also erstellte Suzy eine eigene Webseite, auf der sie Fotos und Videos von sich verkaufte. Mit überwältigendem Erfolg. In den ersten 3 Monaten machte sie damit mehr Geld als in der Bank im ganzen Jahr. Damit war das Ende ihrer Karriere als Barfrau gekommen. Denn jetzt fokussierte sie sich voll auf ihr eigenes Geschäft.

» Wow, was für eine Geschichte. Auch wenn sie nicht bei meinem Problem hilft! «, stellte ich fest.


Fortsetzung folgt!
12. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von windelfohlen am 14.04.26 21:23

Zitat

Hallo windelfohlen,

danke für deine lobenden Worte.

Wenn man so einen Catsuit länger als 4 Stunden trägt, dann ist ein Umtausch ausgeschlossen.
Was hast du denn gedacht?


OK der war gut, hat mich schon zum lachen gebracht, aber jetzt weiss ich wirklich was passiert.
Tolle Fortsetzung, so kann man aus einer Not eine Tugend machen.
Was der Freund jetzt macht da sehr wahrscheinlich seine EX schuld an dem Zustand von unserer Protagonistin. Ist dann halt nur die Frage was die Yvonne damit bewirkt.
Schön die verschiedenen nicht typischen Fetische als aufzählung.
13. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von MartinII am 15.04.26 09:13

Entspricht voll meinem Fetisch. Vielleicht lieber ohne Kopfhaube, aber eine Frau an der Seite zu haben, die dauerhaft vollständig in so einen Bodysuit mit Handschuhen und Füßlingen gehüllt ist - eine großartige Fantasie. Es müsste nur eine Möglichkeit gefunden werden, wie frau das Problem der Finger- und Fußnägel löst...
14. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von Toree am 15.04.26 17:19


UND DAS HAST DU SELBST GESCHRIEBEN!

Zitat


Hallo Toree,

sowas kann passieren, wenn man die Anleitung erst hinterher liest.
Aber ihr Fehler lässt sich doch bestimmt leicht korrigieren, oder?

Andererseits, so wie ich diesen IronFist kenne ...


DA du die Geschichte, welche wie immer, schon gut anfängt, geschrieben hast weiß du ja, was passiert.
HM, dass Yvonne dahinter steckt, hätte man sich, durch den Anruf denken können.

->->-> Ich könnte mir sogar vorstellen, das Pia sich an ihr rechen könnte?
15. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von DrSimon am 16.04.26 13:13

Sehr schöne Geschichte!

Vielen Dank.
Toller Spannungsbogen.

Ich freue mich auf weitere Fortsetzungen.
16. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von IronFist am 18.04.26 19:22

Hallo windelfohlen,

meine Aussage war ja nicht falsch.
Ich hab nur irgendwie vergessen zu erwähnen, warum ein Umtausch ausgeschlossen ist.

Yvonne ist sicher eine offensichtliche Verdächtige.
Doch bisher ist ihre Schuld noch nicht erwiesen.

Generell stellt sich nun die Frage, was zu tun ist.
Darauf habe ich aber leider auch keine Antwort.

Zumindest noch nicht!


Hallo MartinII,

du wärst also an so einem Nyldosuit interessiert.
Was würde wohl deine Partnerin dazu sagen?


Hallo Toree,

dieser IronFist ist wirklich ein schlimmer Finger ... äh eine schlimme Faust.
Aber mein Name ist Hase und ich weiß von Nichts.


Hallo DrSimon,

ich danke dir für deine lobenden Worte.
Und ich freue mich auf weitere Kommentare.


LG
Fist
17. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von Boss am 19.04.26 14:42

Ich mag die Geschichte und trage manchmal auch eine Catsuit mit eingearbeiteten Brüsten ... und ich freue mich auf die Fortsetzung ... danke
18. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von plit am 19.04.26 22:20

Hallo IronFist

Zitat
ist dein Leben so traurig, dass Dienstage sonst keinen Sinn für dich haben?


Ok, vielleicht war das etwas überdramatisiert aber ein Dienstage mit Geschichte ist besser als einer ohne.

Mal schauen wie das mit den dreien weitergeht. Vielleicht trägt Yvonne ja auch so einen Anzug abseits der Gebrauchsanweisung. Ich hoffe Pia wir ihren wieder los. Nicht das es die einzige Überraschung bleibt.

Beste Grüße
Plit
19. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von IronFist am 21.04.26 21:49

Hallo Boss,

würdest du auch so einen Catsuit tragen?
Scheint ja nicht ganz ohne Risiko zu sein.


Hallo plit,

du bist ganz schön gemein.
Ich denke Pia ist von der einen Überraschung mehr als bedient.


LG
Fist
20. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von IronFist am 21.04.26 22:20

Teil 3


» Schreib doch dieser Suzy einfach mal eine Mail, sie scheint eine Expertin für Nylon Dolls zu sein. Wenn jemand weiß wie man das rückgängig machen kann, dann vermutlich sie! «, schlug Stefan vor.

Das war eine sehr gute Idee. Konzentriert versuchte ich mein Anliegen in englische Worte zu fassen, als direkt neben mir plötzlich Stefans Kopf nach vorne kippte. Na großartig, ich befand mich in einer Krisensituation und mein Freund schlief dabei ein. Zu seiner Verteidigung muss ich aber anerkennen, dass er die gesamte Nacht nicht geschlafen hatte. Und der Alkohol dürfte sicher auch seinen Anteil daran haben. Nach etwa 30 Minuten war ich mit dem Text zufrieden und schickte ihn ab. Neugierig klickte ich in dem Blog auf einen Link zu Suzys Webseite. Für die meisten Fotos musste man bezahlen, es gab allerdings auch ein paar kostenfreie Beispielbilder. Fasziniert starrte ich auf ein Foto von Suzy in einem Business Dress. Ob dieses Outfit noch aus ihrer Zeit in der Bank stammte? Ich hatte mir eine vollbusige Sexbombe vorgestellt, doch stattdessen war die gute Suzy ein zierliches Persönchen. Mein Irrtum beruhte wahrscheinlich auf dem Klischee, dass im Sexgeschäft alle Frauen stark vergrößerte Brüste besaßen. Aber war dies überhaupt eine Sexseite? Die Antwort lautete wohl „Jein“. Dieses Foto hatte etwas Irritierendes. Man konnte die Gesichtszüge von Suzy zwar durchaus erkennen, aber alle Konturen wirkten irgendwie verschwommen. Als wäre ein Weichzeichner benutzt worden. Natürlich könnte das Bild bearbeitet worden sein, doch ich hatte eher den Eindruck, dass dieser Effekt ihrem Ganzkörper Catsuit geschuldet war. Tatsächlich verlieh ihr die einheitlich schwarz-graue Färbung das ausdruckslose Gesicht einer Puppe. Darin Emotionen zu erkennen, war ein Ding der Unmöglichkeit. Es war nicht mal zu erkennen, ob sie lächelte. Oder in welche Richtung ihre dunklen Augen blickten. Irgendwie spooky! Oben auf ihrem glänzenden Nylonkopf thronte eine strohblonde Wuschelfrisur. War das eine Perücke oder wuchsen ihre Haare durch den Catsuit hindurch? Seltsam über was man sich so Gedanken machte. Extrem auffällig waren zudem die langen roten Fingernägel, die sich am besten mit Krallen beschreiben ließen. Zu einer seriösen Geschäftsfrau, die sie auf diesem Foto wohl darstellen sollte, passten die Dinger gar nicht. Sondern viel mehr zur Männerfantasie der versauten Chefin. Plötzlich erwischte ich mich dabei, wie ich mir vorstellte so auszusehen. Stopp, so einen Weg würde ich niemals beschreiten. Da ich hungrig war, ging ich in die Küche um mir etwas zum Essen zu machen. Erst kochte ich Kaffee und danach schmierte ich uns ein paar Brote. Im Anschluss weckte ich meinen Freund, damit wir zusammen frühstücken konnten. Während wir genüsslich aßen, erzählte ich von Suzys Foto.

» Zeig mal! «, meinte Stefan.

Also brachte ich meinen Laptop in die Küche.

» Sieht irgendwie komisch aus. Auf eine bizarre Weise aber auch sexy! «, lautete sein Urteil.

» Findest du? Warum? «

» Schwer zu erklären. Im Karneval stellt man im Schutz der Anonymität schon mal verrückte Sachen an. Wie hemmungslos agiert dann wohl eine Frau, die dauerhaft ohne Gesicht lebt? «, ließ er seinen sexuellen Fantasien freien Lauf.

» Sie hat ein Gesicht! «, widersprach ich.

» Schon, aber könntest du sagen wie alt sie ist? Oder wie sie vorher ausgesehen hat? «

» Suzy ist 24! «, antwortete ich.

» Das weißt du aber nur, weil es dort oben im Text so steht. Was ich meine ist, dass dies genauso gut eine Nachbarin oder sogar deine Mutter sein könnte. Man kann es schlicht nicht erkennen. «

» Turnt dich dieses Foto an? «, fragte ich neugierig.

» Hm … zu einem gewissen Grad, ja! «

Hatte dieser Trottel denn nie gelernt, dass man so eine Frage niemals ehrlich beantwortete. Welche Frau hörte schon gerne, dass ihr Freund eine andere begehrte. Zur Strafe gab ich ihm einen heftigen Knuff auf den Arm. Und danach spielte ich solange die Beleidigte, bis er endlich versuchte mich zu verführen. Was ich gütig zuließ. Ehrlicherweise musste ich zugeben, dass mich das Foto auch erregte. Auch wenn ich nicht wirklich sagen konnte warum. Jedenfalls führte dies zum ersten richtigen Sex im neuen Catsuit. Seine Finger schienen überall gleichzeitig auf meinem Körper aktiv zu sein. Ich wusste gar nicht, auf was ich mich zuerst konzentrieren sollte. Innerhalb kürzester Zeit war ich das erste Mal gekommen. Stefan tat sein Bestes um mit mir mitzuhalten, aber an diesem Morgen war ich einfach viel zu schnell. Mein zweiter Höhepunkt folgte direkt im Anschluss. Dieser fiel derart heftig aus, dass ich dabei sogar ohnmächtig wurde. Was bei Stefan zu einem unfreiwilligen Coitus interruptus führte. Sorry!

Ein paar Stunden später wachte ich wieder auf. Stefan schlummerte noch tief und fest. Dieses Mal würde ich ihn nicht wecken, denn er hatte einiges an Schlaf nachzuholen. Direkt nach dem Aufstehen checkte ich aus reiner Gewohnheit meinen Posteingang. Suzy hatte bisher noch nicht geantwortet, doch das war auch nicht zu erwarten gewesen. Leider konnte ich nur abwarten, was mir in meiner prekären Lage richtig schwer fiel. Draußen war es inzwischen hell geworden. Beim Blick aus dem Fenster stellte ich fest, dass es über Nacht geschneit hatte. Die Sonne glitzerte hell über einer weißen Winterlandschaft. Geblendet kniff ich die Augen zusammen und genoss die Wärme auf meiner Haut. Ah, das war richtig angenehm! Bei so schönem Wetter sollte ich mit Stefan später einen Spaziergang machen. Bis der Faulpelz aus dem Bett kroch, konnte ich ja noch ein wenig im Internet recherchieren.

Die Suche war extrem mühsam. Denn die meisten Einträge unter „Nylon Dolls“ hatten gar nichts mit diesen Catsuits zu tun. Und wenn ich nach „Nylon Doll Catsuit“ suchte, dann bekam ich jede Menge Shops für Kostüme angezeigt. Genervt klickte ich mich durch. Irgendwann stieß ich dabei auf einen zwei Jahre alten Zeitungsartikel. Eine gewisse Silvia S. verklagte einen Hersteller von Catsuits in den USA auf Schadenersatz. Leider war der Artikel ziemlich vage. Weder wurde gesagt, warum diese Frau genau geklagt hatte, noch wurde der Name der Firma erwähnt. Aber eigentlich konnte es sich dabei doch nur um diese CatS GmbH handeln, oder? Ob diese Klage inzwischen verhandelt worden war? Zu meinem Bedauern konnte ich aber keinen weiteren Artikel dazu finden. Vermutlich kam die Frau aus Hannover, denn die Zeitung stammte aus dieser Stadt. Was mir aber nicht half, denn Silvia S. gab es dort bestimmt hunderte. Mit derart dürftigen Informationen würde ich die Frau wohl kaum ausfindig machen können. Warum hatte sie eigentlich nicht in Deutschland geklagt? Vermutlich weil man in Amerika deutlich mehr Geld erstreiten konnte. Doch musste das Unternehmen dafür nicht auch in den USA aktiv sein? Eine schnelle Suche bestätigte meinen Verdacht. Die CatS GmbH war nur die deutsche Tochter eines großen US Konzerns mit dem Namen „Trust“. Ein besserer Name war denen wohl nicht eingefallen, das war Ironie pur. Deren Slogan „We know what‘s good for you“ setzte dem Ganzen aber noch die Krone auf.

» Ja von wegen! «, bemerkte ich dazu kopfschüttelnd.

Zu dem Konzern gehörten eine ganze Reihe von Firmen. Alle produzierten Waren, die irgendwie mit Sex zu tun hatten. Der eine verkaufte Kleidung, ein anderer Sexspielzeug und ein dritter SM Möbel. Für jeden Geschmack war was dabei. Chef von dem Ganzen war ein gewisser Michael Dunford. Ein international bekannter Playboy, der in seiner Villa in Florida regelmäßig Sex Partys veranstaltete. Bis zu mir war sein „Ruhm“ noch nicht vorgedrungen. Ich fand jede Menge Fotos von dem Kerl. Etwa Mitte 40, mit kräftiger Statur und braungebrannter Haut. Eigentlich nicht unattraktiv. Gleiches galt auch für die stets wechselnden weiblichen Begleitungen, jedoch waren diese nur maximal halb so alt. Warum überraschte mich das nicht? Die Überschrift einer deutschen Boulevardzeitung erregte meine Aufmerksamkeit.

Homestory mit Michael Dunford

» Mal schauen wie der Typ so lebt! «, dachte ich mir.

Das erste Foto verschlug mir gleich die Sprache. Aber nicht weil sein Heim so prachtvoll gewesen wäre. Dunford lehnte lässig in einem großen Ledersessel. Zu seinen Füßen knieten zwei angeleinte nackte Frauen, deren Hinterteile hoch in die Luft gereckt und mit kleinen Schwänzchen dekoriert waren. Und zwischen den beiden Frauen stand ein gefüllter Hundenapf mit der Aufschrift „Petslut“.

» Was ist das denn für ein Arschloch! «, rief ich entsetzt aus.

Wie blöd musste man sein, um sich von einer Zeitung derart frauenverachtend ablichten zu lassen. Der anschließende Shitstorm war bestimmt riesig gewesen. Versuchte er zu provozieren? Oder teilte er der Welt so mit, dass ihm deren Meinung scheißegal war. Wie auch immer. Irgendwas musste bei dem im Oberstübchen falsch verkabelt sein. Jedenfalls wunderte es mich nicht, dass ich wegen so einem perversen Schwein in Schwierigkeiten steckte. Diesen Typen turnte es wahrscheinlich sogar noch an, wenn er das Leben anderer ruinieren konnte. Ich könnte kotzen! Mehr wollte ich von dem Scheiß gar nicht sehen. Plötzlich klingelte es an der Tür. Hm … vielleicht die Post. Hoffentlich kein neues Überraschungspaket, denn ich war vom gestrigen noch vollauf bedient. Nachdem ich mir einen Bademantel übergezogen hatte, ging ich zur Sprechanlage.

» Wer ist da? «, fragte ich.

Als Antwort klopfte es direkt an meiner Wohnungstür, die Person war also schon im Treppenhaus. Ich entdeckte eine junge Frau, als ich durch den Türspion blickte. Das war doch diese Yvonne? Die hatte vielleicht Nerven hier aufzukreuzen.

» Na dir werd ich was erzählen! «, sagte ich so richtig in Fahrt.

Schwungvoll riss ich die Tür auf, packte Yvonne am Arm und zog sie wortlos in meine Wohnung hinein. Danach gab ich der Tür einen kräftigen Tritt, so dass sie krachend ins Schloss fiel. Voller Wut packte ich meinen „Gast“ am Kragen und drückte sie gegen die Wand.

» Hallo Pia, du scheinst ein wenig erregt zu sein! «, begrüßte sie mich scheißfreundlich.

» Du blödes Miststück! Warum hast du mir das angetan? «, tobte ich.

» Ich weiß gar nicht wovon du sprichst! «, erwiderte sie mit einem hämischen Grinsen.

» Und ob du das weißt! Ich rede von dem Paket mit dem vermaledeiten Catsuit! «

» Was denn für ein Catsuit? «, fragte sie mit Unschuldsmiene.

Hatte sie wirklich keine Ahnung? Nein, sie spielte mir hier Theater vor, um mich noch mehr auf die Palme zu bringen. Und leider funktionierte es. Wutentbrannt machte ich einen Schritt zurück und öffnete meinen Bademantel.

» Dieser hier! Nur deinetwegen kann ich das Ding nicht mehr ausziehen! «

» Soso, da hat wohl jemand die Gebrauchsanweisung nicht gelesen. Eine ganze Seite ist für eine Schlampe wie dich aber auch zu viel verlangt. Steht dir allerdings sehr gut. Ganz besonders gefällt mir das verlaufene Nuttenmakeup! «, antwortete sie herablassend.

Ihre Worte ließen mich komplett ausrasten und ich bekam das Bedürfnis sie zu schlagen. Da sie aber meine Arme festhielt, wurde daraus mehr ein Ringkampf. Völlig außer Rand und Band, schob ich sie vor mir her. Im Rückwärtsgang trat Yvonne auf meine Pumps, die ich am Vorabend dort abgestellt hatte. Sie verlor das Gleichgewicht, wodurch wir beide hart auf dem Fußboden aufschlugen. Weil ich aber mit Adrenalin vollgepumpt war, spürte ich den Schmerz kaum. Ich versuchte mich auf meine Kontrahentin zu setzen, aber das Biest war wendig wie ein Aal. Ständig entglitt sie mir, weshalb wir uns nur auf dem Boden herumwälzten.

» Was ist denn hier los? «, dröhnte plötzlich eine tiefe Stimme.

Unser Krach hatte Stefan geweckt. Mit einer mächtigen Morgenlatte stand er nackt im Türrahmen zum Schlafzimmer.

» Hallo Stefan! «, schmachtete Yvonne meinen Freund mit säuselnder Stimme an.

» Halt die Klappe, du Miststück! «, mit diesen Worten warf ich mich erneut auf sie.

» Schluss jetzt! «, ging Stefan dazwischen.

Er packte mich an den Schultern und zog mich von Yvonne herunter. Weil ich aber nicht aufhören wollte, zerrte mich Stefan zwei Meter zur Seite. Und danach platzierte er sich genau zwischen den Streithähnen, äh … Streithennen. Ich saß auf dem Boden und hatte nun sein bestes Stück genau vor der Nase. Unwillkürlich musste ich an Sex denken, dabei war das letzte Mal gerade ein paar Stunden her. Die Blickrichtung von Yvonne verriet mir, dass sie ganz ähnliche Gedanken haben musste.

» Was ist denn los mit dir? So kenne ich dich gar nicht! «, fragte Stefan.

» Dieses Miststück ist nur hier, um sich an meinem Schicksal zu ergötzen! «, beschwerte ich mich.

» Bitte keine Beleidigungen mehr! «, wurde ich von Stefan gescholten.

» Also Yvonne, was willst du hier? «, fuhr er fort.

» Ich möchte dich heute Abend zum Essen einladen, damit wir uns mal richtig aussprechen können. Es gibt Königsberger Klopse, die magst du doch so gern. «

» Nicht schon wieder Yvonne. Wir haben nichts mehr zu bereden. «

» Doch das haben wir! «, erwiderte sie trotzig.

» Diese Schlampe dort ist doch kein Umgang für dich. Sie scheint ja nicht einmal in der Lage zu sein, dich ordentlich zu befriedigen. Das kann ich besser, wie du weißt! «, erklärte Yvonne und fuhr sich dabei lüstern mit der Zunge über die Lippen.

Fragte sich, wer von uns beiden hier die Schlampe war. Am liebsten hätte ich mich sofort wieder auf sie gestürzt. Ein strenger Blick von Stefan hielt mich jedoch davon ab.

» Das mit den Beleidigungen gilt auch für dich! «, bekam nun auch Yvonne ihr Fett ab.

» Dieses Thema hatten wir doch schon tausend Mal. Für eine Beziehung benötigt es ein beidseitiges Einverständnis, welches bei mir nicht mehr vorhanden ist. Was ist daran so schwer zu verstehen? «

» Aber das kann sich doch wieder ändern! «, wandte Yvonne ein.

Stefan legte eine Hand über seine Augen und seufzte kopfschüttelnd.


Fortsetzung folgt!
21. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von Dark Fangtasia am 22.04.26 08:10

Stefans Vorlieben werden ja immer deutlicher.
Mal sehen, was da noch kommt..
Hoffentlich ist Yvonnes Beteiligung nur von kurzer Dauer und Stefan steht ganz auf Pias Seite. Zu dritt kann ich mir die drei nicht so wirklich gut vorstellen.

Ich freue mich schon auf den nächsten Teil. Aber bis Dienstag dauert es so lange...
22. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von windelfohlen am 22.04.26 21:55

Oh man die Eifersucht kann ganz gefährlich werden. Da hat sich Yvonne ja schon ein wenig verplappert mit der Hinweis auf Gebrauchsanweisung.
Die ist auch mutig einfach so bei Pia und Stefan aufzutauchen.
Gespannt wie es weiter geht.
23. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von IronFist am 24.04.26 19:45

Hallo Dark Fangtasia,

die Entstehung einer Dreiecksbeziehung sehe ich ehrlich gesagt auch nicht.
Nur, wie wird man eine verrückte Stalkerin wieder los?

Wobei Yvonne ja noch nicht einmal das Hauptproblem ist.
Denn eigentlich geht es ja mehr um die Frage, wie man so einen Catsuit wieder loswird.

Wenn es nur jemanden geben würde, der die Antwort darauf kennt.


Hallo windelfohlen,

ich habe nicht den Eindruck, dass Yvonne sich verplappert hat.
Für mich sieht das nach einer bewussten Provokation aus.

Was sie mit der ganzen Aktion bezweckt, ist mir jedoch ein Rätsel.
Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass sie Stefan auf diese Weise zurückgewinnen wird.

Aber wer bin ich schon, um das beurteilen zu können.


LG
Fist
24. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von IronFist am 28.04.26 19:29

Teil 4


» Also für dich ein allerletztes Mal zum Mitschreiben. Wir zwei werden weder heute, noch morgen oder irgendwann in der Zukunft jemals wieder zusammenkommen. Es ist vorbei und zwar endgültig. Solltest du mich oder Pia noch ein einziges Mal belästigen, dann werde ich rechtliche Schritte gegen dich einleiten. Und die Sache mit dem Catsuit wird auch noch Folgen haben, das verspreche ich dir. Ist die Message angekommen? «, erklärte er ernst.

» Aber … «

» Kein aber! HAST DU VERSTANDEN? «

Eingeschüchtert nickte Yvonne. In diesem Moment sah sie richtig jämmerlich aus. Ohne die unschöne Vorgeschichte hätte ich vielleicht sogar Mitleid mit ihr gehabt.

» Gut, dort ist der Ausgang! «, Stefan zeigte mit dem Finger auf die Tür.

Yvonne kämpfte sich zurück auf die Füße. Man konnte ihr ansehen, dass sie noch nicht aufgeben wollte. Doch Stefans strenger Blick unterdrückte jeden Widerspruch. Nur sehr zögerlich bewegte sie sich in Richtung Ausgang. Mein Freund blieb direkt hinter ihr und blockierte mit seinem Körper den Flur. Als Yvonne die Tür fast erreicht hatte, drehte sie sich noch einmal um.

» Offenbar hast du ein Sonnenbad genommen. Ich wünsch dir noch viel Spaß mit deinem Catsuit! «, erklärte sie mir gehässig.

Gefolgt von einem dämonischen Kichern. Diese Frau hatte wirklich einen an der Klatsche. Bevor ich etwas erwidern konnte, war sie auch schon verschwunden. Wie kam sie bloß darauf, dass ich diesen Catsuit Sonnenlicht ausgesetzt hätte? Ich war damit ja gar nicht außer Haus gewesen. Wahrscheinlich wollte sie mir einfach nur Angst machen. Doch dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen, heute Morgen am Fenster. Wie hatte ich nur so sorglos sein können. Konnte man an dem Anzug etwa eine Veränderung sehen? Panisch sprang ich auf und eilte zum großen Spiegel im Schlafzimmer. Auf den ersten Blick konnte ich nichts erkennen. Also schnappte ich mir mein Handy und verglich das gestrige Foto mit dem Istzustand. Die Ärmel erschienen mir jetzt ein klein wenig länger, aber das konnte auch an der veränderten Position liegen.

» Ist alles in Ordnung? «, fragte Stefan verwirrt.

» Ich hab Mist gebaut. Draußen war es so schön winterlich, weshalb ich eine Weile am Fenster stand, um den Anblick zu genießen. Leider schien dabei die Sonne herein. Direkt nach dem Aufstehen habe ich einfach nicht an die Warnhinweise gedacht. Was mache ich denn jetzt? «

» Die Situation hat sich dadurch doch nicht groß verändert. Das Ziel bleibt immer noch das gleiche, wir müssen dich so schnell wie möglich aus dem Catsuit herausbekommen! «, versuchte er mich zu beruhigen.

» Und wie? «, schluchzte ich.

Mehr als eine tröstende Umarmung konnte mir Stefan im Moment leider nicht bieten. Dabei spürte ich deutlich sein noch immer steifes Glied. Wodurch mir bewusst wurde, wie geil ich schon wieder war. Was war nur los mit mir? Anscheinend beeinflusste der Anzug auch meine Libido. Es kam so wie es kommen musste. Wir landeten erneut zusammen im Bett. Und dieses Mal kam auch mein Liebster auf seine Kosten.

Die Wartezeit auf eine Antwort von Suzy war fast unerträglich. Vielleicht reagierte sie generell nicht auf die Zuschriften von irgendwelchen Unbekannten. Diese Möglichkeit machte mir Angst, weshalb ich sie besser schnell verdrängte. Sex war die wirksamste Ablenkung von meinen Sorgen. Denn der Anzug hielt mich in einem Zustand der Dauergeilheit. Allerdings wurde ich dabei von Stefan ein wenig ausgebremst.

» Gönn mir mal eine Pause! «, japste er.

Nie hätte ich gedacht, dass sich unsere Rollen komplett vertauschen könnten. Meine Lust war nahezu unersättlich. Wer weiß was ich alles Dummes angestellt hätte, wenn mir in der Situation ein anderer Mann begegnet wäre. Darüber wollte ich lieber nicht nachdenken, denn die Antwort würde mir nicht gefallen. Nach einer unruhigen Nacht mit Sex plus Selbstbefriedigung, wartete am nächsten Morgen eine weitere Überraschung auf mich.

» Der Anzug wächst! «, kreischte ich panisch.

» Er wächst? Wovon redest du? «, erwiderte Stefan verschlafen.

» Die Ärmel, sie reichen mir jetzt bis zum Handgelenk. Das war gestern noch nicht so! «

» Bist du dir da sicher? «, zweifelte mein Freund.

Ich holte mein Handy und zeigte ihm noch einmal das Foto, welches ich ihm geschickt hatte.

» Siehst du, da sind bestimmt 5 Zentimeter frei zwischen Ärmel und Handgelenk! «

» Auf dem Bild könnten die Ärmel ein Stück nach oben gerutscht sein! «, wandte er ein.

» Das habe ich auch zuerst geglaubt. Aber ich schwöre dir, dass die Ärmel gestern noch nicht bis zum Handgelenk gingen. «

» Seltsam. Passiert das nur an den Armen oder sind deine Beine auch betroffen? «, wollte er wissen.

Diese Frage hatte ich mir noch gar nicht gestellt. Hektisch blickte ich an mir herunter. Jetzt reichte mir der Catsuit bis zu den Knöcheln.

» Ganz sicher bin ich mir da nicht, aber ich glaube der Anzug war gestern auch dort unten kürzer! «, sagte ich.

» Oh Gott, passiert das etwa auch an meinem Hals? «, kam mir plötzlich eine böse Vorahnung.

Panisch rannte ich zum Spiegel. Da der Catsuit einen Ausschnitt besaß, war es dort noch nicht so gut sichtbar. Doch das Vergleichsfoto bewies eindeutig, dass der Anzug auch hier ein Stückchen zugelegt hatte.

» Ich will nicht zu einer Gesichtslosen werden! «, heulte ich.

Diese Erkenntnis hatte mich wie ein Keulenschlag getroffen. Würde ich bald so wie Suzy aussehen? Schon der Gedanke erschreckte mich. Dagegen musste ich sofort was unternehmen. Nur wusste ich leider nicht wie. Aus purer Verzweiflung lief ich Rillen in den nicht vorhandenen Teppich. Ich fühlte mich wie ein Tiger im Käfig, für den es keinerlei Entkommen gab. Das sinnlose Herumgerenne hatte vor allem einen Effekt. Ein stetig wachsendes Bedürfnis nach körperlicher Zuwendung, weil mich der Catsuit dabei stimulierte. Hörte das denn gar nicht mehr auf? So mussten sich Personen fühlen, die sexsüchtig waren. Um Stefan nicht kollabieren zu lassen, versuchte ich mich zu beherrschen. Was mir unglaublich schwer fiel.

Am Sonntagnachmittag traf dann endlich die lang ersehnte Antwort von Suzy ein. Sie versicherte mir ihr Mitgefühl und versprach nach besten Kräften zu helfen. Da sie selbst noch nie versucht habe ihre Transformation rückgängig zu machen, sei ihr Wissen zu diesem Thema jedoch begrenzt. Bei älteren Catsuits bestand angeblich die Möglichkeit eines Bads in Salzwasser. Durch die reduzierte Adhäsion ließe sich der Anzug dann ganz normal ausziehen. Diese simple Methode funktioniere allerdings nicht mehr bei den neueren Modellen. Es gäbe Gerüchte, dass diese Anzüge absichtlich verändert wurden, damit der Hersteller in den USA hohe Summen für die „Problemlösung“ verlangen konnte. Von der Firma sei allerdings nie bestätigt worden, dass so ein Rücktransformationsprozess existiere. Und Suzy sei auch kein Fall bekannt, in dem sowas erfolgreich durchgeführt worden war. Sie bedaure mir nicht mehr Informationen geben zu können. Falls ich aber noch andere Fragen hätte, dann dürfte ich mich jederzeit an sie wenden.

Wut stieg in mir auf. Ich hatte keinen Zweifel, dass diese Gerüchte einen wahren Hintergrund hatten. Bestimmt war die Modifizierung der Catsuits auf dem Mist von diesem Michael Dunford gewachsen. Womöglich hielt er sich zuhause einen ganzen Harem voller Nylon Dolls. Sollte ich diesem Arschloch jemals über den Weg laufen, dann würde ich ihn umbringen. Es war unwahrscheinlich, dass es sich bei meinem Catsuit um ein älteres Modell handelte. Nichtsdestotrotz musste ich die beschriebene Methode natürlich ausprobieren. Entgegen den Erwartungen könnte mir das Glück ja auch hold sein. Also eilte ich ins Bad, um warmes Wasser einlaufen zu lassen. Danach suchte ich in der Küche nach dem Speisesalz. Die Packung war noch etwa dreiviertelvoll und ich kippte sie komplett in die Wanne. Getreu dem Motto, dass mehr auch mehr hilft.

Wie zu erwarten, war mir nicht zu helfen. Zumindest nicht auf diese Weise. Außer einer angenehmen Entspannung kam nichts dabei heraus. Welche mir auch nicht lange erhalten bleiben sollte. Denn der trocknende Catsuit verursachte bei mir erotische Schockwellen, die sich pulsierend durch den Körper ausbreiteten. Lüstern fiel ich über Stefan her, der sich meinem Angriff kaum erwehren konnte. Nicht, dass er es wirklich versucht hätte. Doch meine animalischen Triebe hätten ihn bestimmt auch dann überwältigt.

» Du bringst mich noch um! «, hechelte er einen gemeinsamen Orgasmus später.

Das wollte ich natürlich nicht, weshalb ich mein unersättliches Verlangen zügelte. Aufgegeilt bis zum Anschlag stieg ich aus dem Bett und ging auf die Toilette. Wo ich mir eine zweite Erleichterung selbst verschaffte. Ich verhielt mich tatsächlich wie eine Süchtige, denn meine Gedanken drehten sich fast nur noch um Sex. So konnte das nicht weitergehen.

» Und was machen wir jetzt? «, fragte ich, als ich wieder halbwegs zu Verstand gekommen war.

» Wir schreiben natürlich die Firma in den USA an! «, lautete seine Antwort.

» Meinst du wirklich das bringt was? «, erwiderte ich skeptisch.

» Das weiß ich nicht. Zu verlieren haben wir aber auch nichts. Oder hast du eine bessere Idee? «

Natürlich hatte ich die nicht, woher auch? Also suchte ich auf der Homepage des Unternehmens nach einer Mailadresse, an die ich mein Anliegen schicken konnte. Was schwieriger war als erwartet, denn zu dem Großkonzern „Trust“ gehörten gleich zwei Firmen, welche Catsuits herstellten. Da gab es eine „CatS inc.“ und eine „Cat-Meow inc.“. Worin bestand hier der Unterschied? Verwirrt durchforstete ich deren Webseiten, doch beide Firmen schienen nahezu identische Produkte anzubieten. Allerdings konnten die Zielgruppen kaum unterschiedlicher sein. CatS richtete sich an den Normalverbraucher, während die Klientel von Cat-Meow eine eindeutige SM Orientierung besaß. Ein Bild unter der Rubrik Kundenfotos verdeutlichte dies sehr gut. Darauf abgelichtet waren ein Mann, eine junge Frau im Catsuit, sowie eine süße graue Katze. Die zugehörige Bildunterschrift lautete Cat-Me-Ow(ner). Nettes Wortspiel mit dem Firmennamen!

Da mein Problem von der spezielleren Sorte war, entschied ich mich dazu Cat-Meow anzuschreiben. Während der Suche nach einem passenden Ansprechpartner stolperte ich über ein Foto von Michael Dunford. Sofort kochte meine Wut wieder hoch. Wodurch die wenig später formulierte Mail einen ziemlich aggressiven Unterton bekam. Stefan wies darauf hin, dass es wahrscheinlich besser wäre demütig als Bittsteller aufzutreten. Schließlich sei diese Firma unsere letzte Hoffnung. Natürlich hatte er damit recht. Also schluckte ich meinen Ärger hinunter und änderte den Text entsprechend. Und da ich schon am Mailschreiben war, verschickte ich hinterher gleich noch eine zweite an Suzy. Vielleicht kannte sie ja eine Methode, wie ich wenigstens das Wachstum meines Anzugs stoppen konnte. Denn damit wäre mir ja auch schon etwas geholfen.

Eigentlich wollte ich am Montag gar nicht ins Büro gehen, aber Stefan überredete mich dazu. Er wolle ein Auge auf mich haben, damit ich keine Dummheiten machte. Jetzt war es also schon so weit, dass man auf mich aufpassen musste. Einerseits war ich froh, dass sich mein Freund um mich kümmerte. Gleichzeitig widersprach es aber auch meinem Selbstverständnis als emanzipierter Frau. Der Anzug bedeckte inzwischen bereits die Hälfte meiner Handflächen. Das sah ein wenig so aus, als würde ich fingerlose Handschuhe tragen. Also würde ich bei Nachfragen kalte Hände vorgeben. Ein Pullover mit hohem Kragen und eine lange Hose verdeckten meine restlichen kritischen Körperstellen. Sabine, die Kollegin die mir direkt gegenüber saß, schaute zwar etwas komisch, aber sie sagte nichts zu meinen neuen „Handschuhen“. Beim Arbeiten stellte sich jedoch schnell heraus, dass ich mich weniger um andere Leute sorgen sollte. Denn das eigentliche Problem lag bei mir. Es fiel mir unglaublich schwer, mich länger zu konzentrieren. Ständig schweiften meine Gedanken in eine erotische Richtung ab. Ich erwischte mich sogar dabei, wie ich lüstern auf den knackigen Hintern unseres Praktikanten starrte. Hoffentlich hatte das sonst keiner bemerkt. In der Folge spielte mein Kopfkino völlig verrückt. Ohne es zu wollen, stellte ich mir vor den jungen Mann zu vernaschen. Sofort schämte ich mich für meinen Wunsch zum Fremdgehen. Zeitgleich flossen in meinem Schritt jedoch die Säfte in Strömen. Um nicht auf eine richtig dumme Idee zu kommen, ging ich zum Masturbieren auf die Toilette. Doch auch dort musste ich mich beherrschen, obwohl ich meine überbordende Lust am liebsten laut herausgebrüllt hätte. Als ich hinterher erleichtert zu meinem Platz zurückkehrte, fühlte ich mich beschämt. Was war nur aus mir geworden?

Damit sowas nicht nochmal passierte, versuchte ich mich ganz auf den Bildschirm zu fokussieren. So einigermaßen funktionierte das auch und es gelang mir sogar etwas Arbeit zu erledigen. Kurz nach 13 Uhr hatte ich jedoch mein zweites Schlüsselerlebnis. Noemi kam hereingeschneit und zeigte uns, was sie in der Mittagspause erworben hatte. Sie war eine richtige Frohnatur und teilte nur zu gerne ihr Privatleben. Ihr Freund war Soldat und kehrte von einem längeren Auslandseinsatz zurück. Deshalb hatte sie sich für das ersehnte Wiedersehen ein paar sexy Dessous gekauft. Eigentlich hätte nur noch gefehlt, dass sie uns diese auch vorführte. So weit ging Noemi natürlich nicht, aber in meinem Hirn verselbständigte sich der Gedanke. Eine Unterwäschemodenschau lief plötzlich vor meinem geistigen Auge ab. Direkt hier im Büro und mit mir als sexy Model. Bisher hatte ich noch nie exhibitionistische Neigungen gehabt. Trotzdem geilte mich diese Vorstellung auf. Verzweifelt bemühte ich mich normal weiterzuarbeiten. Die völlig ausgeflippte Idee ließ sich in meinem Kopf aber nicht mehr einfangen. Irgendwie hatte ich das starke Bedürfnis mich auszuziehen, um den Kollegen meinen heißen Catsuit zu präsentieren. War ich noch ganz bei Trost? Es gab nur eine Methode den Supergau zu verhindern, ich musste einen weiteren Ausflug zur Toilette machen. Dieses Mal war ich dort so beschäftigt, dass ich meine Umgebung gar nicht mehr wahrnahm.

» Ist alles in Ordnung da drin? «, hörte ich eine Stimme von außerhalb der Kabine sagen.

» Ja … ja … alles Ok! «, stammelte ich.


Fortsetzung folgt!
25. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von MartinII am 29.04.26 14:45

Bin gespannt, wie es weitergeht. Für mich wäre eine Frau in einem permanenten Catsuit der Traum. Wie gehen eigentlich die Ernährung und die Ausscheidungen, wenn der Catsuit komplett ist? Oder habe ich das überlesen?
26. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von Dark Fangtasia am 29.04.26 23:24

Wieder ein sehr schönes Kapitel.

Auch ich bin gespannt, wie weit der Anzug noch wächst.
Und ob er Pia einfach nur immer weiter einschließt, oder ob er noch die ein oder andere Gemeinheit auf Lager hat...
27. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von plit am 30.04.26 22:36

Hallo IronFist,

Zitat
Hallo plit,

du bist ganz schön gemein.


Wenn du das sagst, vertraue ich deinem Urteil. Schließlich bist du Experte auf diesem Gebiet, wenn ich an den einen oder anderen Cliffhanger denke.

Welch unangenehme Situation für Pia. Jetzt läuft sie auch noch Gefahr, die Vorurteile ihr gegenüber zu bestätigen.

Beste Grüße
Plit
28. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von IronFist am 02.05.26 19:18

Hallo MartinII,

du stellst da eine sehr gute Frage.

Ich habe so einen Catsuit noch nie in natura gesehen, von daher kenne ich mich damit auch nicht aus.
Vielleicht werden Körperöffnungen ja vom Wachstum ausgespart. Aber frag mich bitte nicht, wie das technisch funktionieren soll!


Hallo Dark Fangtasia,

freut mich, dass es dir gefallen hat.

Glaubst du etwa, dass noch weitere Warnhinweise auftauchen?
So ein Zettel hat ja auch eine Rückseite ...


Hallo plit,

in Sachen Gemeinheiten bin ich vielleicht auch nicht völlig unschuldig. Touche!

Bisher hat sich aber noch keine meiner Protagonistinnen darüber beschwert.
Und ihr Leser ebenfalls nicht!

Ehrlich gesagt weiß ich nicht, welche Vorurteile du meinst.
Dass sich Pia hochschlafen möchte?


LG
Fist
29. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von MartinII am 03.05.26 12:27

[quote]Hallo MartinII,

du stellst da eine sehr gute Frage.

Ich habe so einen Catsuit noch nie in natura gesehen, von daher kenne ich mich damit auch nicht aus.
Vielleicht werden Körperöffnungen ja vom Wachstum ausgespart. Aber frag mich bitte nicht, wie das technisch funktionieren soll!


Ist ja leider sowieso nur eine Fantasie - da könnte der Catsuit schon so "programmiert" sein, dass er Poloch und Mund offen lässt. Urin könnte ja durch das Material durchdringen, aber aus ästhetischen und hygienischen Gründen wäre da vielleicht auch eine kleine Öffnung sinnvoll.
30. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von IronFist am 05.05.26 18:39

Hallo MartinII,

Pia ist offenbar zur Geisel von moderner Technik geworden.
Nicht nur sprichwörtlich, sondern ganz real.

Wie sieht dann wohl das Lösegeld aus?


LG
Fist
31. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von IronFist am 05.05.26 19:10

Teil 5


Die unerwartete Frage hatte mich richtig erschreckt. Ich hatte gar nicht mitbekommen, dass jemand hereingekommen war. Mein Stöhnen war offenbar so laut gewesen, dass sich eine Kollegin Sorgen gemacht hatte. Mit rasendem Puls versuchte ich mich so ruhig wie möglich zu verhalten. Die andere Person brauchte jedoch unendlich lange für ihr Geschäft. Wodurch meine Frustration immer weiter wuchs. Lauschte sie vielleicht was ich tat? Irgendwann hielt ich die Warterei einfach nicht mehr aus. Wie von selbst fanden meine Hände den Weg zurück in den Schritt.

» Haaah! «, entwich meinen Lippen.

Das hatte sie bestimmt gehört. Auf sowas konnte ich aber keine Rücksicht mehr nehmen, denn ich brauchte einen Orgasmus. Und zwar sofort! Also verstärkte ich mein Fingerspiel, wodurch sich auch mein Geräuschpegel erhöhte. Was mir inzwischen aber völlig egal war.

» Viel Spaß noch! «, sagte die Stimme irgendwann amüsiert.

Danach öffnete sich eine Kabinentür. Meine Zuhörerin wusch sich die Hände und war wenig später verschwunden. Endlich war ich wieder alleine. Jetzt gab es kein Halten mehr und ich überschritt in kürzester Zeit die Schwelle zur Glückseligkeit. Hinterher spürte ich eine tiefe Zufriedenheit. Ich fühlte mich aber auch ein wenig ausgelaugt. Während ich vor dem Spiegel meine Frisur wieder in Ordnung brachte, fragte ich mich, wer das wohl gewesen war. Es hatte nach Noemi geklungen, ganz sicher war ich mir aber nicht. Hoffentlich hatte sie das nicht schon rumerzählt. Auf dem Weg zurück zu meinem Schreibtisch hatte ich das Gefühl, als würden mich alle anstarren. Wahrscheinlich war das aber nur Einbildung. Noemis breites Grinsen bestätigte, dass ich mit meiner Vermutung richtig gelegen hatte. Im Vorbeigehen legte ich einen Finger auf meine Lippen, was sie mit einem fast unmerklichen Nicken bestätigte. Jetzt hatte sie etwas gut bei mir.

Kurz vor Feierabend erreichte mich die Antwort von Suzy. Hoffnungsvoll öffnete ich ihre Mail. Von einem wachsenden Catsuit habe sie noch nie gehört, das müsse etwas völlig Neues sein. Nun war sie es, die Fragen stellte. In welchem Tempo wachse der Anzug und wie fühle sich das an? Und ob ich ihr vielleicht ein Bild davon schicken könnte. Deprimiert schloss ich meinen privaten E-Mail Account. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Anstatt besser fühlte ich mich jetzt sogar noch schlechter. Hatte mir diese Yvonne etwa einen Catsuit Prototypen geschickt und mich als Versuchskaninchen benutzt? Das machte irgendwie keinen Sinn, denn ich bezweifelte, dass sie an sowas überhaupt herankommen konnte. Blieb eigentlich nur noch die Möglichkeit, dass diese CatS GmbH beim Versand einen Fehler gemacht hatte. Und ausgerechnet ich „Glückspilz“ hatte das High-Tech Produkt bekommen müssen. Verdammte Scheiße noch mal!

Nach Dienstschluss fuhren wir mit meinem Auto zu Stefan. Während der Fahrt überlegte ich, ob ich Suzy wirklich ein intimes Foto von mir schicken sollte. Ich glaubte zwar nicht, dass sie böse Absichten verfolgte. Trotzdem war sie aber doch eine Fremde. Mein Freund war richtig gut gelaunt. Unterwegs erzählte er, dass er als Nachfolger des Standortleiters vorgesehen war, sobald dieser am Jahresende in Rente ging. Das war ein wirklich großer Karrieresprung. Aufgrund meiner prekären Lage konnte ich mich jedoch nicht richtig für ihn freuen.

» Gratuliere! «, war alles was ich dazu sagte.

» Danke! Und mach dir keine Sorgen, aus dem Catsuit kriegen wir dich schon irgendwie raus. «

Deshalb liebte ich ihn. Auch in einem Moment des persönlichen Triumphs dachte er an mich. Nach einem gemeinsamen Abendessen schoss ich für Suzy ein paar Fotos. Denn irgendwie hatte ich das Gefühl in ihrer Schuld zu stehen, welche ich auf diese Weise begleichen wollte. Allerdings ohne dass mein Gesicht darauf erkennbar war. In der folgenden Nacht schlief ich extrem schlecht. Die Ursache war jedoch nicht der unvermeidliche Sex, sondern weil meine Gedanken Kreise drehten. Was machte ich, wenn die Firma in den USA nicht antwortete? Oder sie behauptete, eine Rücktransformation sei nicht möglich? Natürlich könnte ich die vor Gericht zerren, trotzdem wäre ich zu einem dauerhaften Leben als Nylon Doll verurteilt. Eine Aussicht, bei der mir schauderte. Gleichzeitig erschien sie mir auf eine bizarre Art aber auch attraktiv. Dieser offensichtliche Widerspruch machte mir Angst. Wünschte ich mir unterbewusst so ein Püppchen zu sein? Mein Verstand sagte nein, doch ich befürchtete, dass er sich irren könnte.

Über Nacht war der Anzug erwartungsgemäß weiter gewachsen. Nur die letzten Fingerglieder waren jetzt noch unbedeckt. Überraschend war jedoch, dass sich meine Finger nicht mehr spreizen ließen. Das sah aus wie bei einem Fausthandschuh. So konnte ich doch niemals tippen. Am Tag zuvor wollte ich noch Blau machen, nun war ich tatsächlich arbeitsunfähig. Die Erkenntnis im Job zukünftig nutzlos zu sein, deprimierte mich. Stefan versuchte zwar mich wieder aufzubauen, aber seine Bemühungen blieben vergeblich. Denn ich hatte den Blues und ertrank im Selbstmitleid. Aus Sorge, dass ich mir etwas antun könnte, blieb auch er am Dienstag zuhause. Seine Angst war natürlich unbegründet, denn für einen Selbstmord war ich viel zu feige. Ich schätzte allerdings sehr, dass er immer für mich da war. Trotz der Trübsal war ich jedoch spitz wie Nachbars Lumpi, weil der Catsuit meine Libido befeuerte. Und so wurde aus einem normalen Werktag ein Tag voller sexueller Ausschweifungen. Während einer kurzen Verschnaufpause untersuchte ich meinen Anzug etwas genauer. Am Kragen schien das Wachstum langsamer voranzuschreiten, denn zum Glück reichte der Catsuit dort erst bis zum Halsansatz. Bisher konnte man das unter der Kleidung verstecken, aber wie lange noch? An den Füßen war der Fortschritt ähnlich wie bei den Händen. Nur meine Zehen schauten jetzt noch heraus. Mir fiel jedoch auf, dass das Material unterhalb der Ferse etwas fester zu sein schien. Vielleicht war das eine notwendige Anpassung, damit man das dünne Gewebe nicht einfach durchlief.

Am Mittwoch ging Stefan wieder ins Büro, da ich ihn überzeugen konnte, dass ich keine Dummheiten machen würde. Kurze Zeit später verfluchte ich jedoch schon meine Überredungskünste, denn nun musste ich auf schnöde Selbstbefriedigung zurückgreifen. Meine Hände und Füße waren inzwischen komplett zugewachsen. Fasziniert begutachtete ich meinen schwarzen Körper im Spiegel. Es sah fast so aus, als wäre meine Taille schmaler geworden. Der Catsuit lag an dieser Stelle extrem eng an und wirkte wie eine Korsage. Das sah richtig gut aus. Vom eigenen Anblick berauscht, wanderten meine Finger wie von selbst zum Schritt. Und es dauerte auch nicht lange, bis ich mich im ersten Höhepunkt wandte. Weitere sollten im Verlauf des Tages folgen. Die dumme Firma hatte bislang nicht reagiert. Stattdessen erhielt ich am Nachmittag eine äußerst dubiose Mail aus den USA. Ein gewisser Steve Miller behauptete von meiner Notlage gehört zu haben und er böte mir seine Hilfe an. Angeblich hätte er eine Methode entwickelt, mit der sich so ein Catsuit wieder „ausziehen“ lasse. Warum stand das Ausziehen in Anführungszeichen? Und wer war dieser Kerl überhaupt, gehörte der zu Cat-Meow? Es machte für mich nicht den Eindruck, als würde er im Auftrag dieser Firma schreiben. Weshalb ich sofort einen Betrüger vermutete. Stellte sich dann aber die Frage, woher er von meinem Problem wusste. Ich versuchte im Internet mehr über den Mann herauszufinden. Was eine ziemlich mühsame Angelegenheit war, da ich ja nur mit den Mittelfingern tippen konnte. Ständig erwischte ich mehr als eine Taste. Zudem war auch der Allerweltsname nicht gerade hilfreich. Sofern Steve Miller überhaupt sein richtiger Name war. Meine Recherche blieb am Ende ergebnislos. Also leitete ich die Mail an Stefan weiter und rief ihn kurz darauf an.

» Schau dir mal die Mail an, die ich dir gerade geschickt habe! «, erklärte ich.

» Hmm .. merkwürdig! «, lautete sein erster Kommentar.

» Was hältst du davon? Riecht für mich verdächtig nach einem Hochstapler! «

» Gut möglich. Hast du mal im Internet nach dem Kerl gesucht? «, wollte Stefan wissen.

» Klar, ich konnte aber nichts zu ihm finden. Für mich sieht das jedenfalls nicht nach einer Mail von Cat-Meow aus. «

» Stimmt, aber … «, zögerte er plötzlich.

» Was aber? «

» Nun … ich könnte mir vorstellen, dass er sich ganz bewusst nicht als Mitarbeiter von Cat-Meow zu erkennen gibt. Diese Firma wird doch bestimmt regelmäßig verklagt. Und wenn dieser Steve Miller in offizieller Funktion agieren würde, dann könnte das wie ein Schuldeingeständnis aussehen. «

» Du bist also der Meinung, dass er zu Cat-Meow gehört? «, fragte ich etwas ungläubig.

» Nein! Ich wollte damit nur sagen, dass es auch diese Möglichkeit geben könnte. «

Natürlich war das möglich, auch wenn ich es für eher unwahrscheinlich hielt. Andererseits würde dies jedoch erklären, woher dieser Steve von meiner Notlage wusste.

» Und was machen wir jetzt? «, fragte ich ratlos.

» Vielleicht stellen wir Steve zuerst mal ein paar Fragen. Zum Beispiel nach seinem Background oder welche Referenzen er vorzuweisen hat. Sowas in der Art. Mal schauen ob er glaubwürdig antworten kann! «, schlug Stefan vor.

Während ich überlegte was ich dem Mann schreiben wollte, fiel mir eine Ungereimtheit auf. Seine Mail war in grammatikalisch einwandfreiem Deutsch verfasst. Was mir sofort verdächtig vorkam, da Amerikaner ja nicht unbedingt für ihre Fremdsprachkenntnisse berühmt waren. Natürlich gab es die Möglichkeit, dass hier ein gutes Übersetzungsprogramm benutzt wurde. Oder eine andere Person den Text formuliert hatte. Mir erschien es jedoch wahrscheinlicher, dass dieser Steve hinter einem deutschen Rechner saß und in Wirklichkeit Anton hieß. Nichtsdestotrotz versuchte ich bei meiner Antwort sachlich zu bleiben.

Sehr geehrter Herr Miller,

ich möchte Ihnen für ihr Angebot sehr herzlich danken. Um eine Entscheidung treffen zu können, bräuchte ich jedoch detailliertere Informationen. In Ihrer Mail haben Sie von einer selbst entwickelten Methode zum „Ausziehen“ geschrieben. Mir ist unklar, was ich mir darunter vorstellen muss. Handelt es sich um eine kurze Prozedur oder steckt da ein komplizierter längerer Prozess dahinter? Es wäre nett, wenn Sie das etwas genauer erläutern könnten. Außerdem würde mich noch interessieren, ob Sie diese Methode schon erfolgreich angewendet haben und ob es Belege dafür gibt.

Da dies eine ziemlich heikle Angelegenheit für mich ist, würde ich es begrüßen, wenn ich auch etwas mehr über ihre Person erfahren könnte. Ihre Kenntnis meines Problems lässt darauf schließen, dass Sie für Cat-Meow arbeiten. In welcher Funktion sind Sie dort tätig und was verlangt ihr Unternehmen für die angebotene Hilfe?

Ich würde mich freuen zeitnah von Ihnen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen

Pia Gerstlauer


Den Satz mit Cat-Meow hatte ich ganz bewusst als Test mit aufgenommen. Ein Betrüger würde sicher bestätigen, dass er für diese Firma arbeitete. Sollte Stefan jedoch mit seiner Vermutung recht haben, dann würde es stattdessen verneint werden. Wodurch dann automatisch eine gute Erklärung für das Wissen von meinem Problem fällig wäre. Ich erwartete die erste Variante inklusive einer sehr hohen Geldforderung, welche natürlich im Voraus zu bezahlen war. Aber vielleicht würde ich ja überrascht werden.

Für das Schreiben dieser kurzen Mail hatte ich über eine Stunde benötigt. Hauptsächlich weil ich den Text mehrfach umformuliert hatte. Aber auch die ständigen Tippfehler hatten mich so einiges an Zeit gekostet. Im Büro war ich stets eine der schnellsten beim Tippen gewesen. Jetzt stellte ich mich an wie eine blutige Anfängerin. Es nervte mich ungemein, dass ich dieser Fähigkeit beraubt worden war, denn ich gehörte zur ungeduldigen Sorte Mensch. Die größten Schwierigkeiten bereiteten mir jedoch weiter die sexuellen Gelüste, welche zu einem ständigen Begleiter geworden waren. Dadurch wurde mein Hirn so stark vernebelt, dass ich sogar kurz überlegt hatte, die Mail erst gar nicht abzuschicken.

» Du möchtest eine Nylon Doll sein! «, hatte mir eine verführerische Stimme suggeriert.

Zum Glück besaß ich noch genug Verstand, um der Einflüsterung zu widerstehen. Allerdings fürchtete ich, dass sich das ändern könnte. Eine dauerhafte Existenz als Püppchen war eine saudumme Idee, welche mir aber gleichzeitig attraktiv erschien. Sollte das Pendel irgendwann in die andere Richtung ausschlagen, dann wäre ich geliefert. Vielleicht sollte Stefan besser die Entscheidungen treffen, wenn ich zu rationalen Schlüssen nicht mehr fähig war. Andererseits hatte er zugegeben, dass ihn das Foto von Suzy anturnte. Also stand mein Freund auf Nylon Dolls. Ich könnte seine Fantasien wahr werden lassen. STOPP! Um der Feedbackschleife ins Verderben zu entkommen, fing ich an unser Abendessen zu kochen. Dies brachte mich erst einmal auf andere Gedanken. Ein Messer zu benutzen, war mit den Fausthandschuhen gar nicht so einfach. Als ich unverhofft abrutschte stellte sich jedoch heraus, dass so ein Catsuit vor Schnittverletzungen schützte. Wenigstens etwas Positives.

Am Donnerstagmorgen staunte ich vor dem Spiegel nicht schlecht. Denn ich besaß nun eine richtige Wespentaille. Fasziniert strich ich mit den Händen über meine schmale Körpermitte. Wodurch sich prompt meine Nippel aufrichteten. Ein Korsett zu tragen wäre mir niemals in den Sinn gekommen. Aber ich musste zugeben, dass meine jetzige Silhouette extrem heiß aussah. Wie eine kleine Ballerina drehte ich Pirouetten, um meinen Anblick von allen Seiten genießen zu können. Dabei fiel mir etwas Merkwürdiges auf. Unter den Fersen hatte sich das Material weiter verdickt, wodurch meine Füße leicht angehoben wurden. Bildeten sich da etwa Absätze? Ein Catsuit mit integrierten Schuhen, wie cool war das denn bitte. Erst als ich intensiver darüber nachdachte, begriff ich was das bedeutete. Sollte dieser Anzug stetig weiterwachsen, dann würde ich irgendwann High Heels tragen. Was wenn diese zu hoch für mich wurden? Ausziehen war keine Option, also müsste ich dann auf allen Vieren herumkriechen. Mit Schrecken dachte ich an das Foto von Michael Dunford. Es fehlte dann nur noch die Leine und schon mutierte ich zum menschlichen Hündchen. Bei dem Gedanken wurde mir richtig mulmig zumute. Hoffentlich antwortete dieser Steve Miller bald, denn so ein Schicksal wollte ich nun wirklich nicht erleiden. Als ich wenig später meinen Posteingang checkte, stellte ich erfreut fest, dass mitten in der Nacht eine Mail aus Amerika eingetroffen war. Hektisch öffnete ich die Nachricht.


Fortsetzung folgt!
32. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von windelfohlen am 05.05.26 19:52

Oh schöne Fortsetzung,
*schnippst mit Finger und hofft es ist schon wieder nächsten Dienstag, Mist nicht geklappt*

Jetzt bin ich gespannt was Miller für eine Antwort liefert.
Du macht es echt spannend, freue mich auf jedenfalls wie es weitergeht.
33. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von MartinII am 06.05.26 13:48

Bin gespannt, wie sich der Bodysuit weiterentwickelt...
34. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von Dark Fangtasia am 07.05.26 19:26

Wieder ein schöner (gemeiner) Cliffhanger.

Das mit den Fingern finde ich unpraktisch.
Hoffentlich lässt sich dieses Problem durch das "Ausziehen" lösen, auch wenn ich Pia sonst im Anzug belassen würde.
35. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von IronFist am 09.05.26 19:29

Hallo windelfohlen,

ich danke dir für dein Lob.
Wenn du dich auf die nächste Folge freust, dann habe ich alles richtig gemacht. Denn genau so soll es sein.

Schnipp! Das mit dem Fingerschnippen funktioniert bei mir ebenfalls nicht.
Kann es sein, dass dein Konzept einen kleinen Fehler im System hat?


Hallo MartinII,

ich hoffe doch mal, dass sich der Catsuit in die "richtige" Richtung entwickelt.
Auch wenn ich sicher eine andere Vorstellung davon habe als Pia.

Mal schauen, wer sich am Ende durchsetzen wird.


Hallo Dark Fangtasia,

du würdest Pia also im Anzug belassen.
Mir scheint, dass du mindestens genauso gemein bist wie ich.

Wer hat denn behauptet, dass Bondage praktisch sein soll?
Da ich nicht für Cat-Meow arbeite, kann ich nur spekulieren. Aber ich vermute mal, dass es sich hier nicht um einen Bug sondern um ein Feature handelt.


LG
Fist
36. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von CupC am 10.05.26 16:21

sollte der Bodysuit unaufhörlich weiter wachsen,
würde ich mir weniger Sorgen wegen extrem hoher Absätze machen,
sondern, dass die Wespentaille immer "wespiger" wird (mit Problemen bei Stabilität und generellem "Zusammenhalt" von Ober- und Unterkörper).

Weil Pia jetzt ihre Wespentaille gefällt, vermute ich, dass sie in in Stunden bis Tagen wieder vor dem Spiegel steht und ihre eleganten Stöckelschuhe bewundert,
die dann neben 10 bs 12cm hohe Pfennigabsätzen auch eine sehr spitze Zehenkappe haben (diese Spitze drückt aber ebensowenig wie die eingeschnürte Taille ...);
diese elegante Form törnt Pia an und bleibt erstmal länger so bestehen,
während sich der Bodysuit um weitere Körperteile Pias "kümmert" ...

Noch bedenklicher finde ich, dass ihre Hände immer weniger brauchbar werden, während ihre Gelüste steigen:
derzeit kann sie diese Begierden ein Stück weit durch Selbstbefriedigung kontrollieren, doch was, wenn sie diese Erregung gar nicht mehr ableiten kann und sie dauernd von sich selbst als Nylon Doll denkt?

Jetzt kommt aber erstmal die Antwort-Mail dran;
ich hoffe auf eine Einladung in eine Cat-Meow-Niederlassung,
wo Pia weitere Opfer/Nutznieserinnen solcher Bodysuits kennenlernt ...
37. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von plit am 11.05.26 20:02

Hallo IronFist,

Zitat

Ehrlich gesagt weiß ich nicht, welche Vorurteile du meinst.
Dass sich Pia hochschlafen möchte?

Zitat

Zudem hatte ich Beziehungen am Arbeitsplatz stets vermieden, da sie immer nur Ärger bedeuteten. Besonders dann, wenn der Partner auch noch dein Boss war. [...] Ich erntete komische Blicke von den Kollegen, denen unsere Anbandelei auf der Weihnachtsfeier natürlich nicht entgangen war.


Das scheint schon eine Sorge zu sein, die Pia hat, aber wohl erst einmal ihre kleinste. Der letzte selbstwachsende Anzug hat seine Trägerin den Löwen zum fraß vorgeworfen.

Ich hege ja meine Zweifel, das dieser Michael Dunford Pia wirklich hilft. Bei Menschen aus dem Internet sollte man skeptisch sein. Vielleicht steckt hinter dieser Mali ja auch jemand ganz anderes. Zum Beispiel eine Frau, die auffällig viele Informationen über unsere Protagonistin hat.

Beste Grüße
Plit
38. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von IronFist am 12.05.26 18:49

Hallo CupC,

die Taille wird "wespiger", was für eine schöne Wortschöpfung.
Dann werden die Absätze wahrscheinlich irgendwann "stöckliger".

Du sprichst allerdings einen sehr guten Punkt an. Neben den körperlichen Veränderungen treten auch die mentalen Auswirkungen immer stärker bei Pia zutage.
Ob das Gerücht, dass solche Catsuits süchtig machen können, womöglich der Wahrheit entspricht?


Hallo plit,

dann hat Pia ja Glück, dass es in Florida keine Löwen gibt.
Alligatoren können allerdings auch ziemlich gefräßig sein.

Michael Dunford hat doch nie seine Hilfe angeboten, sondern nur dieser dubiose Steve Miller.
Ob man diesem aber vertrauen kann, das sei mal dahingestellt.

Pia scheint aber mindestens genauso skeptisch zu sein wie du.
Sie vermutet hinter der Mail einen "Anton" und du eine "Antoinette".

Mal schauen, was wirklich dahinter steckt!


LG
Fist
39. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von IronFist am 12.05.26 19:25

Teil 6


Hallo Frau Gerstlauer,

die gewünschten Informationen lasse ich Ihnen natürlich gerne zukommen. Beginnen wir mit meiner Person. Ich bin 43 Jahre alt, verheiratet und habe 2 Kinder. Nach meinem Studium war ich 13 Jahre als Ingenieur für die NASA tätig. Hauptsächlich im Bereich der Materialforschung. Danach gründete ich das Biotechnologie Unternehmen MITEC, welches ich nun seit 7 Jahren erfolgreich leite.

Bevor ich mein selbst entwickeltes Verfahren näher erläutere, möchte ich Ihnen erklären, wie es dazu gekommen ist. Vor 9 Jahren befand sich meine Frau in genau der gleichen Situation wie Sie heute. Bei der Problemlösung zeigte sich der Hersteller dieser Catsuits wenig kooperativ, weshalb ich die Sache selbst in die Hand genommen habe. Gemeinsam mit einem befreundeten Chemiker habe ich im ersten Schritt das Material analysiert. Mit einem überraschenden Ergebnis. Analoge Gewebe werden für die Wundversorgung genutzt, weil sie mit der Haut verwachsen. So ein Anzug lässt sich also nicht mehr ausziehen, weil er zu einem festen Bestandteil des Körpers wird. Damit war die Ursache des Problems gefunden, doch wie sah die Lösung aus? Die in der Medizin verwendeten Gewebe lösen sich mit der Zeit durch körpereigene Säuren auf. Also experimentierten wir zuerst in diese Richtung. Dabei stellte sich das Material der Catsuits als extrem widerstandsfähig heraus. Es wäre eine sehr starke Säure nötig gewesen, was der menschlichen Haut nicht gut bekommen wäre. Also war dies keine Option. Ein altes NASA Programm für Stasiskammern führte uns schließlich auf den richtigen Weg. Darin sollten sämtliche Körperfunktionen auf nahezu Null heruntergefahren werden. Was nie richtig funktionierte, weshalb das Projekt auch aufgegeben worden war. Den Wissenschaftlern gelang es jedoch ein Fluid zu entwickeln, um akute Hautprobleme nach einer langen Stasis zu verhindern. Diese Flüssigkeit sollte den Astronauten zwei Wochen vor dem Aufwachen verabreicht werden und so die Hautregeneration verbessern. Mit Genehmigung der NASA habe ich dieses Fluid weiterentwickelt, so dass sich die Haut nun innerhalb von nur 3 Tagen vollständig erneuern kann.

Für das Catsuit Problem hat dies den Effekt, dass so ein Anzug nicht mehr schnell genug verwachsen kann. Wodurch man ihn mitsamt der äußersten Hautschicht abstreifen kann. Unser Fluid ist extrem effektiv, es benötigt allerdings eine lange Einwirkzeit. Für eine erfolgreiche Behandlung müssten Sie 3 Tage in einem unserer Spezialtanks verbringen. Wir werden Ihnen diese Zeit aber so angenehm wie möglich gestalten. Viele Kundinnen haben mir hinterher versichert, dass der Aufenthalt eine erotische Erfahrung gewesen sei. Es gibt also keinen Grund besorgt zu sein.

Bisher konnten wir den Prozess 122-mal positiv abschließen. Unabhängige Referenzen kann ich Ihnen leider nicht nennen, weil wir die Namen unserer Kundinnen vertraulich behandeln. Was sicher auch in ihrem Interesse sein dürfte. Allerdings kann ich Ihnen 2 Fotos von meiner Frau schicken. Das erste ist direkt vor und das zweite nach der Behandlung aufgenommen worden.

Unser Verfahren ist unglücklicherweise sehr kostenintensiv, weshalb wir gezwungen sind einen Betrag von 100.000 $ zu berechnen. Wir können Ihnen allerdings attraktive Finanzierungsmodelle anbieten. Und auch ein Sponsoring durch einen unserer Partner ist möglich.

Hoffentlich konnte ich alle Fragen zu ihrer Zufriedenheit beantworten. Ich wäre erfreut, wenn ich Sie bald als Kundin hier bei uns in Miami begrüßen dürfte.

Viele Grüße

Steve Miller


Seine Mail hatte mich regelrecht erschlagen und zwar gleich in mehrfacher Hinsicht. Über den Part mit dem Verwachsen war ich richtig geschockt. Wenn das stimmte, dann war Steve Miller tatsächlich meine allerletzte Hoffnung. Und natürlich war auch der Preis der absolute Hammer. Das konnte ich mir niemals leisten. Am meisten verblüffte mich jedoch, dass das Ganze sogar nachvollziehbar klang. Irgendwie hatte ich wohl eine hanebüchene Story erwartet. Angefügt war eine Bilddatei, über die ich zuerst meinen Virenscanner jagte. Aber es schien alles sauber zu sein. Zu sehen war eine bildhübsche Blondine um die 30. Das „Vorher“ Bild erinnerte stark an Suzy, denn ich bekam eine Gesichtslose zu sehen. Offenbar hatte auch Frau Miller einen Catsuit getragen, welcher den Kopf mit einschloss. Es war zwar etwas schwer zu sagen, aber ich hatte schon den Eindruck, dass die beiden Fotos auch die gleiche Frau zeigten. Bei ihr schien diese Behandlung gewirkt zu haben. Sofern das „Vorher“ nicht eigentlich ein „Nachher“ Bild war. Nur weil es so draufstand, musste es noch lange nicht so sein. Den Satz mit Cat-Meow hatte Miller geflissentlich ignoriert. Wodurch noch immer unklar war, woher er von meiner Notlage wusste. Zudem kam mir die Formulierung „kein Grund zur Sorge“ verdächtig vor. Sowas schrieb man doch nur, wenn es auch einen Anlass dafür gab. Besonders fishy fand ich jedoch das Angebot eines Sponsorings. Wer die Behandlung einer Unbekannten bezahlte, der wollte sicher auch eine Gegenleistung haben. Welche vermutlich aus sexuellen Diensten bestand.

» Was hältst du davon? «, fragte ich Stefan als er aus dem Badezimmer kam.

Seine Reaktion beim Lesen sprach Bände. Anfangs nickte er, doch dann zeigten sich ein Stirnrunzeln und eng zusammengezogene Brauen. Er schien genauso skeptisch zu sein wie ich.

» Wirkt insgesamt zwar stimmig, doch irgendwie auch unseriös! «, lautete sein Urteil.

» Du glaubst jetzt also auch, dass das ein Betrüger ist? «

» Das habe ich so nicht gesagt. Die Beschreibung des Verfahrens klingt für mich glaubhaft, allerdings halte ich seine Motive für sehr fragwürdig. Den helfenden Samariter nehme ich ihm jedenfalls nicht ab. Dieser Mann profitiert eindeutig von der Not anderer! «

» Also sollten wir ihm absagen! «, schlussfolgerte ich.

» Und welche Alternativen haben wir? «

Genau das war die Krux, denn es gab keine. Abgesehen von einem dauerhaften Leben als Nylon Doll natürlich. Steve war auf seinem Gebiet ein Monopolist, weshalb er auch diese unverschämten Preise verlangen konnte.

» Hast du mal nach dieser Firma MITEC gesucht? «, wollte Stefan wissen.

» Noch nicht! «, gab ich zu.

Das sollte sich umgehend ändern. Danach wussten wir, wie dieser Steve Miller aussah. Er besaß eine athletische Figur und hatte dunkles leicht grau meliertes Haar. Seine schneeweißen Zähne leuchteten wie die Sterne am Nachthimmel. Gepaart mit der Sonnenbräune ergab das einen richtigen Sonnyboy. Von den Fotos mal abgesehen war die Homepage jedoch nur wenig informativ. Dieses Unternehmen bot „Technical Solutions for aging Bodies“ an. Was immer das auch heißen sollte. Vielleicht so eine Art moderner Jungbrunnen?

» Wir sollten das machen! «, verkündete Stefan aus heiterem Himmel.

» Bist du dir sicher? Soviel Geld habe ich aber nicht! «, wandte ich ein.

» Mach dir mal wegen der Kosten keinen Kopf. Indirekt ist es ja meine Schuld, dass Yvonne dir diesen Catsuit geschickt hat. Da werd ich dich doch jetzt nicht hängenlassen! «

» Besitzt du denn so viel? «

» Ich verkaufe meine Aktien, die müssten so um die 70.000 € bringen. Und den Rest treibe ich schon irgendwie auf. «

Mein Freund war also bereit seine Ersparnisse für mich zu opfern. Dieser Liebesbeweis machte mich glücklich. Erleichtert umarmte ich ihn und schmiegte mich fest an seinen starken Körper. Bald würde mein Trauma ein Ende haben. Stefan war spät dran. Was ihn aber nicht an einem Quickie hinderte, gegen den ich natürlich nichts einzuwenden hatte. Schließlich war ich schon wieder geil. Oder immer noch? Nachdem mein Liebster ins Büro verschwunden war, machte ich mich sofort ans Schreiben der Antwortmail. In meiner Zusage wies ich auf die große Dringlichkeit hin. Ich benötigte diesen Termin so früh wie irgendwie möglich. Am besten schon gestern. Denn ansonsten müsste ich als Gesichtslose nach Florida reisen. Bei der Passkontrolle ließ man mich so womöglich erst gar nicht ins Land. Ganz zu schweigen von den Blicken anderer Passagiere, denen ich in einem Flugzeug nicht entkommen könnte. Das aufkommende Getuschel müsste ich dann über viele Stunden ertragen. Eine grauenvolle Vorstellung.

Ich saß wie auf heißen Kohlen und schaute stündlich in meinen Posteingang. Dabei war mir klar, dass noch gar keine Antwort da sein konnte, weil es in Amerika noch Nacht war. Da ich nichts Besseres zu tun hatte, surfte ich im Internet. Vielleicht fand ich ja doch noch eine billigere Methode um meinem Schicksal zu entrinnen. Auch wenn ich keine großen Hoffnungen hegte. Über etliche Umwege landete ich irgendwann auf der Seite eines Nachtclubs, welcher mit „Real Nylon Dolls“ warb. Erstaunt stellte ich fest, dass dort anscheinend nur gesichtslose Ladies zu arbeiten schienen. Der Laden befand sich in einem Ort mit dem Namen „Fort Myers“. Was mir überhaupt nichts sagte. Aus reiner Neugier suchte ich die Stadt auf der Karte. Schon wieder Florida! Genau wie bei Cat-Meow und der Firma von Steve Miller. Das konnte doch kein Zufall mehr sein. Dieser Bundesstaat schien das Nylon Doll Epizentrum zu sein. Offenbar hatte sich dort eine richtige Lieferkette gebildet. Die erste Firma „produzierte“ die Püppchen und die anderen „verarbeiteten“ danach das Rohmaterial weiter. Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Vor allem dann, wenn es ums Geld machen ging. Widerlich!

Am Nachmittag traf die sehnlichst erwartete Mail von Steve ein. Mit einer richtig guten Nachricht. Einer der Spezialtanks sei im Moment frei. Sie müssten noch ein paar Vorbereitungen treffen, aber er könne mir einen Termin in zwei Tagen anbieten. Das war sogar früher als ich gehofft hatte. Aufgeregt griff ich zum Telefon und rief Stefan an.

» Stell dir vor, ich kann schon diesen Samstag in Miami behandelt werden! « jubelte ich los.

» Wirklich? Das ging jetzt aber fix! «, antwortete Stefan überrascht.

» Ist das nicht klasse? «, meinte ich euphorisch.

» Schon, nur stehe ich jetzt mächtig unter Druck. Ich brauche Urlaub und muss kurzfristig das Geld auftreiben. Aber das krieg ich schon irgendwie hin. Wie wäre es, wenn du dich inzwischen um die Flüge und ein Hotel kümmerst? «

» Geht klar! «, stimmte ich zu.

Nachdem ich den Termin bestätigt hatte, machte ich mich sofort an die neue Aufgabe. Dabei stellte ich fest, dass es von Stuttgart keine Direktflüge nach Miami gab. Unschön, denn ich war nicht scharf darauf mehrere Stunden auf irgendeinem Flughafen herumzuhängen. Aber es ließ sich nun mal nicht ändern. Dann sollte es wenigstens nur ein Zwischenstopp sein. Der Preis erschien mir ziemlich hoch, was wohl an der kurzfristigen Buchung lag. Verglichen mit den Behandlungskosten fiel das aber kaum noch ins Gewicht. Unser Abflug war am nächsten Morgen um 7:51 Uhr. Wir hatten knapp 2 Stunden Aufenthalt in Frankfurt und kamen dann am frühen Nachmittag in Miami an. Ein Hotel zu finden war schwieriger als ich erwartet hatte. Aufgrund einer großen Bootsmesse war fast alles ausgebucht. Entweder nahm ich eine Unterkunft außerhalb von Miami oder ich buchte eine sündhaft teure Suite. Ich entschied mich für die zweite Variante, denn darauf kam es jetzt auch nicht mehr an.

Gegen 21 Uhr kam mein Liebster völlig abgehetzt nach Hause. Sein Vater, ein wohlhabender Reeder, hatte ihm mit dem Geld ausgeholfen. Das war insofern bemerkenswert, weil die beiden zerstritten waren. Doch Stefan war meinetwegen zu Kreuze gekrochen. Der Stress war aber noch längst nicht vorbei. Jetzt galt es zuerst seinen Koffer zu packen und danach mussten wir zu mir fahren, damit ich das gleiche tun konnte. Etwa gegen Mitternacht gingen wir bei mir zuhause ins Bett. Aufgegeilt wie ich war, hätte ich gerne noch etwas Matratzengymnastik betrieben. Allerdings hielt ich mich zurück und gönnte meinem Freund die wohlverdiente Ruhe. Die Nacht würde ohnehin schon sehr kurz sein, da wir ja morgen früh raus mussten.

Während Stefan unter der Dusche stand, überlegte ich was ich anziehen sollte. Hier war es eisig kalt, doch in Florida erwarteten uns bestimmt sommerliche Temperaturen. Normalerweise zog man in so einem Fall warme Sachen an, die man leicht ausziehen konnte. Wegen des Catsuits kam diese Option für mich aber nicht in Frage. Welcher über Nacht natürlich weiter zugelegt hatte. Inzwischen reichte mir das Ding schon bis zum Halsende. Mit einem Rolli könnte ich das zwar verdecken. Ich befürchtete jedoch, dass das im Flieger zu warm sein würde. Meine bestrumpften Hände würde man im Flugzeug ohnehin sehen können. Schließlich konnte ich nicht die ganze Zeit Fausthandschuhe darüber tragen. Also war es auch egal, ob man am Hals den Anzug erkennen konnte. Zusätzlich gab es allerdings noch eine Schwierigkeit, mit der ich so gar nicht gerechnet hatte. Die Sohlen des Anzugs hatten sich weiter verdickt, so dass ich inzwischen auf einem 4 Zentimeter Absatz stand. Das bedeutete, dass ich keine Schuhe mehr tragen konnte und ich quasi barfuß auf die Reise gehen musste. In Florida mochte das ja vielleicht noch gehen, aber hier in Deutschland könnte ich mir dabei die Zehen abfrieren. Ganz zu schweigen von der Verletzungsgefahr durch Glassplitter oder spitze Steine. Andererseits hatte mich dieser Anzug vor einer Schnittverletzung mit dem Küchenmesser geschützt. Daher konnte man wohl annehmen, dass es an den Füßen auch so sein würde. Nach längerem Überlegen fiel meine Wahl auf ein schwarz-weißes Lederkleid mit langen Ärmeln. Meine Reisegarderobe war richtig elegant. Auch wenn höhere Schuhe natürlich besser dazu gepasst hätten. Mit der Zeit würde sich das aber von ganz alleine ändern. Bereits in Miami sollte ich ein Stückchen gewachsen sein.

» Wow, du siehst richtig sexy aus! «, war Stefans Kommentar dazu.

Liebend gern hätte ich sein Kompliment mit einer spontanen Nummer belohnt. Wofür aber keine Zeit blieb, wenn wir nicht den Flug verpassen wollten. Der erste Teil unserer Reise verlief ziemlich normal. Im Flieger saßen nur wenige Passagiere, weshalb auch niemandem meine Hände aufgefallen waren. In der Abflughalle von Frankfurt bekam ich allerdings einen ersten Vorgeschmack was mich erwarten würde. Uns gegenüber saß ein älterer Herr, der zu mir herüber schielte. Er tat zwar so, als ob er eine Zeitung lesen würde. Doch ich hatte seine heimlichen Blicke längst bemerkt. Nach etwa 30 Minuten wurde mir die Sache zu blöd. Ich stand auf um ihn zur Rede zu stellen. Erschreckt versteckte sich der Kerl sofort hinter seinem Käseblatt. Was für ein Feigling! Wenn ich ihn ansprach, dann zog ich damit die Aufmerksamkeit aller Umsitzenden auf mich. Wollte ich das? Eigentlich nicht, also klemmte ich den Schwanz ein und ging stattdessen zur Toilette. Wohl wissend, dass mich seine Augen den ganzen Weg verfolgen würden. Diese Situation war mir unangenehm. Irgendwie hatte sie mich gleichzeitig aber auch angeturnt. Weshalb ich mir auf dem stillen Örtchen eine Erleichterung verschaffen musste. Für die Reaktion meines Körpers hatte ich keine Erklärung, denn altersmäßig hätte der Mann locker mein Vater sein können. Hatte ich vielleicht sowas wie einen Ödipuskomplex?


Fortsetzung folgt!
40. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von windelfohlen am 12.05.26 20:56

Hmm das wirkt schon alles suspekt, alle 3 Firmen sitzen in Miami, sind doch einige frage noch offen.

Ob diese Schnelle Entscheidung doch ein Fehler war und man hätte doch etwas mehr Recherchieren sollen?
Zum glück ich bin ja auch nicht in dieser
Situation.
Dank KI und Photoshop Skill kann man ja solche vorher nachher Bilder auch Faken.
Wen die beiden von der Reise erfolgreich zurückkehre, wen überhaupt, können Sie ja das Geld ja von der Ex zurückholen-

*schnipp* Zweiter versuch mit den Fingerschnippsen zum nächsten Dienstag zu springen, aber immer noch erfolglos
41. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von IronFist am 14.05.26 19:25

Hallo windelfohlen,

ja die Entscheidung war vielleicht etwas überstürzt.
Es ist halt problematisch, wenn man keine Alternativen besitzt und gleichzeitig unter Zeitdruck steht.

Selbstverständlich könnten die Fotos gefälscht sein.
Aber in einer Notlage verfährt man halt leicht mal nach dem Prinzip Hoffnung.

Ob das ein Fehler war, muss sich erst noch herausstellen.
Allerdings bin ich skeptisch, ob bei Yvonne so viel zu holen ist. Von daher werden die beiden wohl eher auf ihren Kosten sitzenbleiben.

Das Fingerschnippen hat bereits zweifach versagt.
Warum erwartest du beim dritten Mal ein anderes Ergebnis?


LG
Fist
42. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von KK 2 am 14.05.26 19:37

Dürfte Interessant werden, Fingerabdrücke bei der US-Einreise ...
43. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von IronFist am 16.05.26 19:08

Hallo KK 2,

dazu kann ich nur sagen, ups!

Du weist auf einen Logikfehler hin, der in einer späteren Folge auftreten wird. Dies zeigt, wie lange meine letzte Reise in die USA mittlerweile her ist, denn damals gab es das noch nicht.

Um den Fehler korrigieren zu können, habe ich über Ausnahmeregelungen recherchiert. Diese gibt es jedoch nur für Diplomaten oder bei Handverletzungen, welche das Abnehmen von Fingerabdrücken unmöglich machen. Beides trifft auf Pia nicht zu. Zumindest glaube ich nicht, dass so ein Catsuit als Verletzung durchgehen würde.

Normalerweise versuche ich meine Geschichten, abgesehen von den Science-Fiction Elementen, so realistisch wie möglich zu halten. In diesem Fall sehe ich mich jedoch gezwungen eine nicht existente Einreiseregelung für die USA zu erfinden, da ich keinen anderen Ausweg aus dem Dilemma erkennen kann.

Es ärgert mich, dass ich hier auf eine Schummelei zurückgreifen muss. Wenn mir dieser Logikfehler beim Korrekturlesen aufgefallen wäre, dann hätte ich das Wachstum des Anzugs vermutlich so weit verlangsamt, dass eine Abnahme von Fingerabdrücken noch möglich gewesen wäre. Weil ich die Handlung von bereits veröffentlichten Teilen aber nicht nachträglich ändern möchte, war dieser Weg leider keine Option mehr.

Jedenfalls möchte ich dir ganz herzlich für deinen Hinweis danken. Dadurch ermöglichst du mir, diese Sache zumindest halbwegs geradezubiegen.


LG
Fist
44. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von BGlife am 17.05.26 10:25

Hallo IronFist,
Vielleicht können die Fingerabdruckscanner inzwischen durch den Anzug scannen. Das wäre doch vielleicht mit der Hoffnung verbunden, doch nicht im Anzug komplett isoliert zu werden.
Gruß BGlife
45. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von CupC am 17.05.26 19:18

Zitat
die Taille wird \"wespiger\", was für eine schöne Wortschöpfung.
Dann werden die Absätze wahrscheinlich irgendwann \"stöckliger\".

Du sprichst allerdings einen sehr guten Punkt an. Neben den körperlichen Veränderungen treten auch die mentalen Auswirkungen immer stärker bei Pia zutage.
Ob das Gerücht, dass solche Catsuits süchtig machen können, womöglich der Wahrheit entspricht?

Danke,
und deine Wortschöpfung "stöckeliger" fände ich auch sehr passend,
wenn Pias Absätze immer höher und schlanker werden und die Zehenkappe immer spitzer wird, als Kurzform für "der Look wird klassischen Stöckelschuhen immer ähnlicher".
Gegenanzeigen wären dann breite Blockabsätze, Plateau-Sohlen auch unter den Zehen oder Barfuß-Look ...

Ich bin gespannt, wie sich die mentalen Änderungen entwickeln;
meine Erwartung ist, dass sie bald Probleme bekommt, sich selbst Erleichterung zu verschaffen mit zusammengewachsenen Fingern und/oder Bodysuit-überzogenen Fingerspitzen - das scheint (noch?) zu gehen ...
46. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von IronFist am 19.05.26 18:47

Hallo BGlife,

ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass so ein Lesegerät Fingerabdrücke durch das Gewebe des Catsuits hindurch erkennen könnte.
Insofern wäre dieser Weg ebenfalls eine Schummelei, wenn auch besser getarnt als Science-Fiction.

Egal von welcher Seite man diese Sache betrachtet, ich habe mich hier einfach in eine blöde Situation manövriert.


Hallo CupC,

du erwartest also, dass Pia bald neue Probleme bekommt.
Dabei fliegt sie ja eigentlich nach Amerika, um ein altes Problem loszuwerden.

Offenbar hast du nicht allzu viel Vertrauen in die Fähigkeiten von Steve Miller.
Warum bloß, wo er doch so "seriös" erscheint.


LG
Fist
47. RE: Eine böse Überraschung

geschrieben von IronFist am 19.05.26 19:24

Teil 7


Mein Freund hatte von dem Ganzen gar nichts mitbekommen, weil er am Laptop arbeitete. Sein Chef war über den kurzfristigen Urlaubswunsch wenig begeistert gewesen. Weshalb die beiden vereinbart hatten, dass Stefan auch weiterhin ansprechbar blieb. Eine dumme Idee, denn es war ja klar, dass das dann so laufen würde. Ohne das weitreichende Zugeständnis hätte mein Freund seinen Antrag aber wohl nicht genehmigt gekriegt. Als unser Flug schließlich aufgerufen wurde, war ich heilfroh. Denn so langsam wurde mir der Kerl gegenüber unheimlich. Inzwischen hatte er jegliche Scham abgelegt und starrte mich ganz unverhohlen an. Hoffentlich flog der nicht ebenfalls nach Miami. Im Flugzeug hätte mir ein Stalker gerade noch gefehlt.

Ich hatte einen Fensterplatz und rechts von mir saß Stefan. Den dritten Sitz am Gang belegte eine aufgetakelte Blondine, welche ihr Alter unter einer dicken Schicht Makeup zu verstecken versuchte. Man konnte ihr trotzdem ansehen, dass sie um die 40 Jahre alt sein musste. Als sie ihre Jacke auszog, fielen mir fast die Augen aus dem Kopf. Wow, das war aber mal eine Oberweite. Die wohlgeformten Globen quollen förmlich aus ihrer tief ausgeschnittenen Seidenbluse heraus. Mein Freund bemühte sich nicht hinzuschauen, aber eine Beule in seiner Hose bewies, dass auch ihm diese riesigen Brüste aufgefallen waren. Kein Wunder, denn sie waren ja auch kaum zu übersehen. Allerdings zweifelte ich deren Echtheit an. Ihre Parfumwolke wehte sogar bis zu mir herüber. Diesen Duft kannte ich, das war „Ultimate Passion“. Meine beste Freundin Ella hatte mal einen Flacon geschenkt bekommen. Von ihr wurde das Zeug scherzhaft „Nuttenwasser“ genannt, weil es extrem aufdringlich roch. Zudem war es auch noch schweineteuer. Zu dieser Frau passte der Duft allerdings bestens, denn er unterstrich ihr auffälliges Aussehen. Aus Neugierde beugte ich mich ein Stück nach vorn, um mehr von ihr sehen zu können. Sie trug einen eleganten schwarzen Lederrock, der knapp oberhalb der Knie endete. Dazu dunkle Strümpfe und ein paar weiße Pumps mit schwindelerregend hohen Absätzen. Warum zog man solche Schuhe auf einer langen Reise an? Man könnte ja fast meinen sie wäre auf Männerfang. Und mein Freund saß den ganzen Flug direkt neben dieser Frau. Shit!

» Hi, ich heiße Veronica! «, stellte sie sich in diesem Moment vor.

» Ich bin Stefan und das hier ist meine Freundin Pia! «

» Freut mich! «, antwortete sie.

Nach einem kurzen Handshake mit meinem Freund, streckte sie nun auch mir ihre Hand entgegen. Erschreckt starrte ich auf ihre Finger mit den langen roten Nägeln. Jetzt saß ich in der Klemme, denn bisher hielt ich meine Hände noch unter den Oberschenkeln versteckt. Es wäre allerdings ziemlich unhöflich, wenn ich ihre freundliche Geste zurückweisen würde. Früher oder später würde sie meine Hände ohnehin zu sehen bekommen, also konnte ich mich auch gleich outen. Ich setzte ein Lächeln auf und schüttelte die dargebotene Hand. Veronica stutzte erst kurz, doch dann zeigte sich auf ihrem Gesicht ein verschmitztes Grinsen.

» Steht ihr zwei auf Bondage Spielchen? «, fragte sie ganz unverblümt.

» Oh ja, wir lieben sie! «, antwortete Stefan genauso offen.

Geschockt verschluckte ich mich und musste husten. Hatte mein Freund den Verstand verloren, einer Fremden derart intime Details zu verraten. Verärgert stieß ich ihm den Ellenbogen in die Seite. Mit dem Effekt, dass er nochmal nachlegte.

» Wir sind noch nicht lange zusammen. Aber ich bin guter Hoffnung, dass Pia bald eine gute Sklavin sein wird! «

» Spinnst du! «, rief ich entsetzt.

» Ja ich sehe schon, da ist noch Training nötig! «, meinte Veronica lachend.

Vor Scham wäre ich am liebsten im Boden versunken. Ich fühlte mich gedemütigt, was mein Schritt seltsamerweise mit aufkommender Feuchtigkeit quittierte. Dieser Widerspruch der Gefühle irritierte mich. Was war nur los mit mir? Den Begriff „Sklavin“ hatte Stefan mir gegenüber noch nie benutzt. Er widersprach meinem Selbstverständnis als emanzipierter Frau. Gleichzeitig sprach er aber auch eine dunkle Sehnsucht in mir an. Es war fast so, als würde mein Verstand mit der Libido wetteifern. Und ich war mir unsicher, welche Seite dabei gewinnen würde.

Zum Glück unterbrach der Start dieses peinliche Gespräch. Was meine Gedanken aber nicht daran hinderte verrückt zu spielen. Ob diese Veronica im SM Bereich unterwegs war? Ihr Look ließ sowas vermuten. Vielleicht war sie ja eine professionelle Domina. Vor meinem geistigen Auge lief ein Film ab, in dem ich nackt ans Kreuz gefesselt war. Veronica zwirbelte sanft meine Brustwarzen, wodurch diese voll erblühten. Plötzlich stieß die Frau eine Nadel durch meine steifen Nippel und verschönerte sie mit riesigen Ringen. Dies war schon kein normaler Intimschmuck mehr sondern ausgewachsene Sklavenringe. Natürlich sollten auch meine südlichen Regionen nicht zu kurz kommen. In kürzester Zeit war ich auch dort unten mit reichlich Edelmetall bestückt. Schwere Ketten baumelten zwischen meinen Beinen und zogen die Schamlippen mächtig in die Länge.

» Ah! «, stöhnte ich lustvoll.

» Hast du was gesagt, Schatz? «, wollte Stefan wissen.

Seine Frage riss mich unsanft aus dem Tagtraum heraus. Leicht verwirrt antwortete ich mit einem Kopfschütteln. Was zum Teufel war das gerade gewesen? Ich hatte bisher doch noch nie lesbische Tendenzen gehabt, warum fantasierte ich dann ausgerechnet von dieser Veronica. Und solche Ringe waren komplett daneben. Irgendwas stimmte nicht mit mir. Um auf andere Gedanken zu kommen, stöpselte ich die Kopfhörer ein und durchforstete das Musikangebot des Fliegers. Meine Wahl fiel auf „Air“ von Johann Sebastian Bach. Klassik hatte eine beruhigende Wirkung auf mich und genau sowas brauchte ich jetzt. Mit geschlossenen Augen genoss ich die magischen Klänge. Was mich schon nach kurzer Zeit einnicken ließ. Stefans Hand an meiner Schulter holte mich irgendwann wieder in die Welt zurück. Eine Stewardess lächelte mich breit an, also nahm ich die Ohrhörer ab.

» Möchten Sie das Kalbsrahmgulasch mit Karotten und Spätzle oder lieber die Penne mit Pesto und Gemüse? «, fragte sie.

» Ich denke ich nehme die Penne! «, antwortete ich nach kurzer Überlegung.

Mein Freund entschied sich für das Gulasch, während Veronica ebenfalls die vegetarische Variante wählte. Beim Essen bemerkte ich, wie vertraut Stefan inzwischen mit seiner Sitznachbarin umging. Die beiden duzten sich. Was war passiert, während ich geschlafen hatte? Eigentlich war die Frau viel zu alt für meinen Freund. Trotzdem spürte ich Eifersucht in mir aufkommen. Ihr Sex-Appeal war zwar etwas schrill, in Stefans Hose hatte er jedoch auch schon Wirkung gezeigt. Um zu verhindern, dass die beiden noch vertraulicher wurden, versuchte ich meine Nebenbuhlerin in ein harmloses Gespräch zu verwickeln. Dabei verwendete ich ebenfalls das persönlichere Du, um einen Eindruck von Normalität zu erwecken.

» Veronica erzähl doch mal, warum fliegst du nach Miami? «, erkundigte ich mich.

» Ich brauche ein neues Upgrade! «, meinte sie und hob dabei ihren enormen Busen an.

Zuerst verstand ich nicht was sie meinte, doch dann fiel auch bei mir der Groschen.

» Was noch größer? «, rutschte mir so raus.

» Brüste können doch nie groß genug sein. Nicht wahr Stefan? «

» Das stimmt! «, bestätigte mein Freund grinsend.

Diese Unterhaltung lief gerade in eine Richtung, die mir gar nicht gefiel. Aber ich hatte ja nicht ahnen können, dass diese Frau für eine Brustvergrößerung in die USA flog. Andererseits wunderte es mich bei ihrem Aussehen auch nicht sonderlich. Nun galt es sofort das Thema zu wechseln. Allerdings kam mir Veronica zuvor.

» Wie ich gehört habe, hast du auch eine Behandlung in Miami! «, fuhr sie fort.

Ich war wie vor den Kopf gestoßen. Was hatte Stefan ihr denn noch alles erzählt? Das ging diese Tussi überhaupt nichts an. Angesäuert funkelte ich meinen Freund böse an.

» Ach nichts Großes! «, bagatellisierte ich die Sache.

In der Hoffnung, dass Stefan keine genaueren Details verraten hatte. Veronica lächelte wissend, was mir den Eindruck vermittelte, dass ihr längst mehr bekannt war. Wenigstens beließ sie es dabei und bohrte nicht tiefer in meiner Wunde. Nach unserer Ankunft würde ich mit meinem Liebsten mal ein ernstes Wörtchen reden müssen. Denn sowas ging ja mal gar nicht. Vermutlich hatte er dabei mit seinem Schwanz gedacht.

» Schatz ich muss leider noch etwas arbeiten. Wie wäre es, wenn wir die Plätze tauschen würden? Du kannst dich dann besser mit Veronica unterhalten! «, schlug Stefan aus heiterem Himmel vor.

Auf ein Gespräch mit dieser Dame war ich nicht besonders scharf. Als Puffer zwischen den beiden zu sitzen, begrüßte ich dagegen sehr. Also stimmte ich zu. Dadurch stieg mir ihr aufdringlicher Duft noch stärker in die Nase. Wie hielt man dieses Zeugs nur den ganzen Tag aus? Da ich noch etliche Stunden neben der Frau sitzen musste, würde ich es wohl herausfinden.

» Tolles Kleid! «, machte sie mir ein Kompliment.

» Danke, dein Outfit sieht aber auch klasse aus! «, log ich.

» Ich verrate dir ein Geheimnis, so bieder laufe ich sonst nicht herum! «, flüsterte sie mir zu.

Was? Ihr Look war doch nun wirklich alles andere als bieder. Wie sah denn dann ihre Alltagskleidung aus? In diesem Moment erinnerte ich mich an Fotos aus dem Internet. Frauen in Latex Ganzanzügen, die wie lebendige Gummipuppen aussahen. Vor meinem geistigen Auge stellte ich mir Veronica in so einem Anzug vor. Mit ihrer gewaltigen Oberweite würde sie so ein Teil vermutlich sprengen. Dieser Gedanke ließ mich schmunzeln.

» Zum Ausgleich trage ich aber nichts drunter! «, legte sie nach.

Eine Information, die ich nun wirklich nicht brauchte. Was antwortete man auf sowas?

» Du bist aber mutig! «, sagte ich, weil mir nichts Besseres einfiel.

» Ach, was soll schon groß passieren! «, wiegelte sie ab.

» Vielleicht ein Zöllner, der dich filzt? «

» Das könnte doch ganz interessant sein! «, meinte sie grinsend.

Natürlich! Vermutlich würde sie den Mann einfach verführen, um ihr Schmuggelgut über die Grenze zu bringen. Und sollte sie an eine Frau geraten, dann würde sie wohl auch davor nicht Halt machen. Jedenfalls schätzte ich Veronica so ein. Was gleichzeitig bedeuten würde, dass auch ich nicht vor ihr sicher war. Hatte sie vielleicht Absichten bei mir? Direkt angebaggert hatte sie mich noch nicht, doch ihre Worte hatten immer einen gewissen sexuellen Touch gehabt. Bei Veronica sollte ich wohl besser Vorsicht walten lassen. Also versuchte ich unsere Unterhaltung in eine unverfänglichere Richtung zu lenken.

» Warst du schon mal in Florida? «, erkundigte ich mich.

» Oh ja, vor 40 Jahren habe ich sogar mal dort gelebt. Ich hatte mich in einen Amerikaner verliebt und als ich volljährig wurde, bin ich zu ihm gezogen. Hat aber nicht lange gehalten, ich war einfach noch zu unreif. «

» Wie alt bist du denn? «, fragte ich verblüfft.

» 59! «, verkündete sie mit Stolz.

Jetzt war ich tatsächlich beeindruckt. Ihr Look war zwar nicht mein Fall, aber Attraktivität konnte man der Frau nicht absprechen. Wenn ich in ihrem Alter noch so gut aussehen würde, dann wäre ich mehr als froh. Sie musste einen extrem guten Schönheitschirurgen haben, der vermutlich richtig teuer war. So langsam begriff ich, weshalb sie den Eingriff in den USA durchführen ließ.

» Respekt! «, bekundete ich nickend.

» Vielen Dank! «, erwiderte sie erfreut.

Es war komisch, aber mittlerweile empfand ich sogar Sympathie für Veronica. Solange sie ihre Finger von Stefan ließ. Bisher hatte ich noch keine andere Frau getroffen, die so offensiv mit ihrer Sexualität umging. Was mich irgendwie neugierig machte. Auf dem Gebiet konnte man bestimmt sehr viel von ihr lernen. Also sprang ich über meinen eigenen Schatten.

» Darf ich dich mal was Persönliches fragen? «

» Klar, schieß los! «, meinte sie lächelnd.

» Wie ist das, wenn man so große Brüste hat? Ich hätte da Angst, dass mich alle nur für ein Sexobjekt halten würden. «

» Das ist doch nur eine Frage des Selbstbewusstseins. Mich kümmert es nicht, was andere über mich denken. Wichtig ist nur, dass du dir selbst gefällst. Und deinem Partner natürlich auch. Es kann sogar von Vorteil sein, wenn du unterschätzt wirst. Männer, die mich nur auf die Brüste reduzieren, haben hinterher schon so manches Mal ihr blaues Wunder erlebt! «, erklärte sie lachend.

Daran hatte ich keinen Zweifel. Ihre Argumentation hatte durchaus etwas für sich. Ich glaubte jedoch nicht, dass ich für so eine Haltung stark genug war. Mit dem Alter wurde man sicher gefestigter. Aber im Moment konnte ich mir nicht vorstellen, als Nylon Doll auf die Straße zu gehen.

» Stefan hat vorhin von einem wachsenden Catsuit gesprochen. Das klingt interessant und ich stelle mir die Frage, ob das auch was für meine Sklavin sein könnte. Kannst du mir vielleicht mehr darüber erzählen! «, drehte sie den Spieß auf einmal um.

» Du hast eine eigene Sklavin? «, war der erste Gedanke, der aus meinem Mund poppte.

» Eigentlich sogar zwei. Marie weiß aber noch nicht, dass sie eine Sklavin ist. Ganz ähnlich wie du! «

» Du hältst mich für eine Sklavin? Wie kommst du denn darauf? «, fragte ich völlig verblüfft.

» Menschenkenntnis! «, lautete ihre Antwort.

Jetzt war ich doch einigermaßen baff. Zugegeben, ich hatte im Bett durchaus Spaß an der passiven Rolle. Für mich war das aber nur ein erotisches Spiel. Und zur Sklavin brauchte es doch sicher mehr. Verhielt ich mich irgendwie auffällig, dass Veronica zu so einem Schluss kam? Eigentlich konnte es doch nur die Körpersprache sein. Es wäre mir allerdings neu, dass ich unterschwellig devote Signale sendete. Dieses Thema gefiel mir gar nicht. Also beantwortete ich lieber ihre Frage nach dem Anzug.

» Allzu viel kann ich über den Catsuit gar nicht sagen. Offenbar verwächst er langsam mit der Haut, so dass man ihn nicht mehr ausziehen kann. Deshalb fliegen wir ja auch nach Miami, denn dort gibt es eine Firma, die das rückgängig machen kann. Die aphrodisierende Wirkung des Anzugs ist jedoch das schlimmste. Seit ich das Ding anhabe bin ich ständig geil! «, gestand ich leise.


Fortsetzung folgt!


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