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eröffnet von BGlife am 05.05.26 13:33
letzter Beitrag von BGlife am 27.05.26 19:01

1. Der Apparat - Teil 2

geschrieben von BGlife am 05.05.26 13:33

Teil 1 der Geschichte eröffnet viele Möglichkeiten für eine Fortsetzung. Ich hatte auf ein paar Ideen aus euren Kommentaren gehofft. In welche Richtung die Geschichte weitergehen sollte und hoffe diese gut verarbeitet zu haben.

Danke für die über 10000 Lesungen des ersten Teils. Deshalb habe ich mich entschieden jetzt Teil 2 zu beginnen. Es kann allerdings etwas dauern, da dieser Teil aktuell noch in der Entstehung ist.

Viel Spaß beim Lesen.


Kapitel 1

Jonas hatte schnell sein Tablet geholt und sich die Aufzeichnungsdaten angesehen.
Offenbar hatte es eine fehlerhafte Verbindung zwischen der Smartwatch und dem Apparat gegeben.

Der Apparat hatte daraufhin vorsorglich die Verriegelung aller Einsätze angefordert und sämtliche Bewegungsfunktionen abgeschaltet und arretiert. Damit sollte sichergestellt werden, dass die Beatmungsfunktion so lange wie möglich weiterlief, bis das Problem behoben war.

Die Smartwatch hatte zwar noch die Anzeige aktualisieren können, aber alle Steuerungsfunktionen waren ausgefallen.

Nach wenigen Minuten hatte Jonas den Fehler behoben.
Verstehen konnte er es dennoch nicht, denn die Smartwatch hätte während Sophias Nutzung niemals außerhalb der Reichweite des Apparats sein können.

Der Schreck saß Sophia noch in den Knochen. Doch nun konnte sie sich wieder bewegen, und ihre Beatmung war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen.

Kurz darauf holte die Ärztin sie zum täglichen Lauftraining ab, und Sophia musste sich von Jonas verabschieden. Beide gaben sich einen Kuss.

Da sie so lange in der Eisernen Lunge gelegen hatte, musste sie das Laufen fast neu lernen und zunächst ihre Muskulatur wieder aufbauen.

Der Apparat konnte mit einer Seilwinde an der Decke verbunden werden, um Sophia aus dem Rollstuhl in eine stehende Position zu heben.
Durch die korsettartige Taille des Apparats wurde ihr Körpergewicht gut verteilt und nicht nur auf den Schrittbereich übertragen.

Über Deckenschienen wurde sie zu einem Laufband bewegt, auf dem sie langsam wieder beginnen konnte zu gehen. Anfangs fühlte sie sich noch wie eine Marionette.

Das tägliche Training zeigte jedoch erste Erfolge. Sie konnte bereits einige Minuten auf ihren eigenen Füßen stehen. Nur das Laufen ohne Unterstützung der Seilwinde funktionierte noch nicht zuverlässig.

Jonas hatte ihr vorgeschlagen, den Apparat um ein Exoskelett für die Beine zu erweitern.

„Du spinnst wohl!“, hatte sie ihm damals entgegnet. Doch gerade das hatte ihre Motivation gesteigert, wieder selbstständig laufen zu können.

Nach dem Training war Sophia immer stark verschwitzt. Daher gehörte es zur Routine, anschließend gewaschen zu werden.

An den frei zugänglichen Körperstellen war das problemlos möglich. Doch wie sollten die Bereiche gereinigt werden, die vom Apparat bedeckt waren?

Auch dafür hatten die Techniker eine Lösung entwickelt.

Am Rücken etwas oberhalb der Nieren befand sich ein verdeckter Anschluss für einen Schlauch. Während des Waschvorgangs musste Sophia zusätzlich eine Beatmungsmaske tragen, da die reguläre Atemfunktion des Apparats in dieser Zeit nicht aufrechterhalten werden konnte.

Aus hunderten kleiner Öffnungen strömte Wasser und massierte ihren Körper regelrecht. Ein spezieller Zusatz sorgte dafür, dass auch die bedeckten Körperpartien gründlich gereinigt wurden.

Das Gefühl erinnerte fast an einen Tauchgang – so stark war der Druck des Wassers auf ihrer Haut. Das Atmen durch die Maske war anstrengend, da auch dort mit erhöhtem Druck gegengewirkt werden musste.

Im Anschluss wurde durch denselben Anschluss warme Luft geleitet, um die Haut zu trocknen. Für Sophia war das ein angenehmes Gefühl, denn ihr Körper war sonst die meiste Zeit von jeglichen Berührungen abgeschirmt.
2. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von DarkO am 05.05.26 15:58

Das ist eine schöne Fortsetzung. Toll, dass es - nach dem Abschluss des ersten Teils - so schnell weitergeht! Dass du dir Anregungen wünschst, wie es weitergehen könnte, habe ich wohl bisher leider übersehen.

Also, was mich interssieren würde - abgesehen davon, wie es generell mit Sophia (und Jonas?) weitergeht:
- Mit welchen Einschränkungen hat Sophia aufgrund des Apparats täglich zu kämpfen und wie geht sie damit um?
- In was für einem "Krankenhaus" ist sie da eigentlich gelandet?
- War es womöglich gar kein Unfall, als sie von dem weißen Transporter überfahren worden ist?
- Falls es doch ein Unfall war: Wird der Unfallverursacher irgendwann gefunden?
- Wird Sophia später einmal ein "normales" Leben führen können?
- Wird sie regelmäßig (z.B. einmal pro Woche) in dieses "Krankenhaus" gehen müssen? Gerade der beschriebene Reinigungsprozess lässt dies zumindest vermuten. Oder wird sie dort als Versuchskaninchen gehalten?
- Womit beschäftigt sich Sophia (oder Jonas) eigentlich, wenn es mal nicht um ihren Apparat geht?
- Nachdem es sich bei dem Apparat offensichtlich um einen Prototypen handelt: Wird es weitere Fehlfunktionen bzw. Situationen geben, wo das System wieder in einen Notfallmodus wechselt?
- Wie reagiert(e) Sophias bisheriges Umfeld auf ihre"Veränderung" - oder gar ihr Verschwinden? Also Familie, Freunde, Arbeitgeber (falls vorhanden)?
- Muss ihr Apparat in der Zukunft noch modifiziert oder erweitert werden?
- Gibt es vielleicht noch andere Patienten/Versuchsobjekte in diesem "Krankenhaus", die in anderen oder ähnlichen Apparaten stecken?

Reicht das vorerst als konstruktive Rückmeldung?
3. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von BGlife am 05.05.26 16:40

Vielen Dank DarkO.
Ich bin froh, daß ich bereits an die meisten deiner Fragen in Teil 2 gedacht habe.
Aber alles wird definitiv noch nicht geklärt.
4. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von KK 2 am 05.05.26 22:20

Vielleicht musste ja, aus Kostengründen, für die nicht Lebenwichtigen Funktionen, ein Preiswertes Gebrauchtprogramm genutzt werden, das dann noch irgendwo einige Programmierungen hat, die Sporadisch anlaufen und wieder Verschwinden, die Verschlüsse und Gelenke mit Sperrzeiten versehen...
5. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von MartinII am 06.05.26 13:43

Schöne Fortsetzung
6. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von BGlife am 07.05.26 08:01

Kapitel 2

Zu ihrem Geburtstag wurde sie von Jonas abgeholt.
Es war eine Überraschung: Zum ersten Mal seit langer Zeit würde Sophia das Krankenhaus verlassen.

Doch als sie vor das Gebäude kam, erschrak sie.
Vor dem Eingang stand ein weißer Lieferwagen – genau wie der, mit dem sie damals kollidiert war.

Als sie sich umsah, bemerkte sie, dass das Gebäude, aus dem sie gekommen waren, gar nicht wie ein Krankenhaus aussah, sondern eher wie eine große Villa oder sogar ein Schloss.

„Was ist hier los?“, fragte sie Jonas.
Doch er war mit der Laderampe des Lieferwagens beschäftigt und antwortete nicht.

Nach einer gefühlten Ewigkeit schob Jonas den Rollstuhl mit Sophia in den Lieferwagen und sicherte ihn mit mehreren Gurten. Auch Sophia selbst wurde sorgfältig angeschnallt.

Da der Lieferwagen eine geschlossene Ladefläche hatte, konnte sie nur durch einen schmalen Spalt zwischen den Sitzen nach vorn sehen. Erkennen, wohin die Fahrt ging, war unmöglich. Sie sah lediglich Bäume und Grünflächen vorbeiziehen.

Nach kaum zehn Minuten hielten sie wieder an.

Als Sophia aus dem Lieferwagen herausgerollt wurde, sah sie es sofort: Pferde.

Jonas, der bisher nichts über das Ziel gesagt hatte, erkannte die Freude in ihrem Gesicht. Die Überraschung war gelungen.

Vor einem der Gebäude stand bereits ein gesatteltes Pferd.
Der Sattel wirkte ungewöhnlich – er glänzte metallisch in der Sonne. Daneben stand ein Gerät, das wie ein kleiner Kran aussah.

Jonas steuerte mit dem Rollstuhl direkt darauf zu.
Der Kran wurde mit dem Apparat verbunden und hob Sophia über das Pferd. Beim Absenken rastete der Apparat irgendwo an ihrem Hintern im Sattel ein. Jonas schloss auf beiden Seiten breite Metallschellen um ihre Oberschenkel.

„Muss das sein?“, fragte Sophia.
„Wir wollen doch nicht, dass du herunterfällst“, antwortete Jonas.

Der Apparat und der Sattel bildeten nun eine stabile Einheit.

Jonas führte das Pferd im Schritt im Kreis.
„Wie fühlt es sich an?“, fragte er.
„Gut. Der Apparat reagiert, wie er soll. Ich fühle mich sicher.“

Nach einer weiteren Runde war auch Jonas zufrieden. Die Werte auf seinem Tablet zeigten keine Auffälligkeiten.

Sophia erinnerte sich an ihre früheren Reitstunden und gab dem Pferd leichte Kommandos. Es reagierte genauso, wie sie es kannte. Sie fühlte sich wie Jeanne d'Arc in ihrer glänzenden Rüstung auf dem Pferd.

Jonas schwang sich ebenfalls auf ein Pferd, und sie ritten langsam los.

Die Bewegungen ihres Körpers und ihrer Organe erzeugten ein wohliges Gefühl in Sopias Unterleib.

Davon erzählte sie Jonas zunächst nichts.

"Können wir etwas schneller reiten?"

"Gern. Aber sag sofort Bescheid, wenn der Apparat die Bewegungen nicht mehr schnell genug befolgen kann."

"Ja, Meister." scherzte Sophia.

Je schneller sich das Pferd bewegte, umso intensiver wurden auch die Gefühle in Sophias Unterleib.

Sie trieb ihr Pferd an schneller und schneller zu galopieren.

Jonas konnte mit seinem Pferd kaum Folgen.

Schnell kam Sophia ihrem Ziel näher und hatte nach kurzer Zeit den ersten Orgasmus seit ihrem Unfall.

Gern hätte sie ihr Pferd noch weiter und schneller angetrieben, aber der Apparat konnte und wollte vielleicht den Bewegungen nicht mehr folgen. So mußte Sophia ihr Pferd stoppen.

"Was ist denn mit dir los?" fragte Jonas nachdem er sie endlich eingeholt hatte.

"Ich wollte nur testen, wie schnell der Apparat die Bewegungen ausgleichen kann." antwortete Sophia, die doch ziemlich außer Atem war.

Also kehrten sie um und ritten langsam wieder in Richtung Stall.

"Ich hoffe wir können bald wieder einmal ausreiten. Das war wirklich eine tolle Geburtstagsüberraschung.

In der Entfernung erblickte Sophia zwischen den Bäumen wieder das Schloss. Sie hatten das Gelände um das Schloß noch nicht einmal verlassen.

"Jonas sag mal, das ist doch kein normales Krankenhaus?" fragte sie ihn vorsichtig.

"Nein, das ist das Anwesen von Graf von Schneckenberg."

Sophia musste lachen.

"Den möchte ich kennenlernen."

"Wirst du, wirst du." erwiderte Jonas
7. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von Fazer-Tom am 08.05.26 09:01

Gute Fortsezung, es entwickelt sich und ich freue mich auf eine weitere Folge. Danke fürs Schreiben.

ciao Tom
8. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von BGlife am 09.05.26 04:18

Kapitel 3

Als sie später zum Schloss zurückkehrten, bemerkte Sophia auf ihrer Smartwatch ein neues Symbol. Sie konnte jedoch nicht erkennen, was es bedeutete.

Sie zeigte es Jonas.
Er verschwand kurz und kam mit einem kleinen Gerät zurück, das er zwischen ihren metallenen Brüsten befestigte. Es verband sich automatisch mit dem Apparat.

Dann stellte Jonas etwas an ihrer Smartwatch ein, wofür er das gesperrte Menü öffnete. Sophia konnte nicht erkennen, was er genau tat.

Kurz darauf sah sie, wie eine weißliche Flüssigkeit durch einen Schlauch in das Gerät floss.

„Ist das Milch?“, fragte sie überrascht.
„Ja“, antwortete Jonas. „Durch den ständigen Wechsel von Druck und Unterdruck um deinen gesamten Brustkorb produzieren deine Brüste etwas Milch. Nicht viel, aber wir müssen sie regelmäßig abführen, damit es nicht zu Problemen kommt. - Den gleichen Effekt gab es auch schon in der Eisernen Lunge, jedoch ist dies jetzt im Apparat um einiges intensiver."

Sophia dachte nach.
„Aber würde die Milch nicht einfach im Inneren des Apparats landen?“
„Wir haben kleine Kappen an deinen Brustwarzen angebracht, die die Flüssigkeit über Schläuche in einen kleinen Sammelbehälter leiten.“

„Das erklärt das merkwürdige Gefühl, wenn sich meine Brüste bewegen.“, meinte Sophia. „Ich hatte schon vermutet, dass da etwas ist.“

"Wie jetzt befestigt? Etwa auch wieder dieser stoff-irgendwas Mist?"

"Du meinst stoffschlüssig! Nein das nicht - nur gepierct. Das kann man später wieder entfernen.“
Sophia war irritiert.
„Was sagst du da? Bedeutet das, dass man das mit dem Keuschheitsgürtel nicht mehr rückgängig machen kann?"

Jonas sah sie mit diesem nachdenklichen Blick an. Sie fand es niedlich, wenn er so wirkte, als würde er jedes Wort sorgfältig abwägen.

„Wir gehen nicht davon aus, dass du irgendwann wieder ohne Atemunterstützung und ohne Hilfe für deine Rumpfmuskulatur auskommen wirst. Deshalb wird der Apparat auf absehbare Zeit ein fester Begleiter für dich sein.

Dieser Prototyp macht dich zu etwas Besonderem.

Wenn es nötig ist, können wir Anpassungen am Design vornehmen, aber die grundlegende Form muss bleiben.“

Sophia hatte auf eine andere Antwort gehofft. Mit diesem Keuschheitsgürtel konnte sie sich einfach nicht anfreunden.

Nachdem Jonas gegangen war, konnte sie ihre Tränen nicht länger zurückhalten. Irgendwann schlief sie erschöpft ein.

So hatte sie sich das Ende ihres Geburtstags nicht vorgestellt.
9. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von BGlife am 10.05.26 07:34

Kapitel 4

Am nächsten Morgen meldete die Smartwatch, dass eine der Batterien erschöpft war.

Doch so sehr sich Sophia auch bemühte, sie konnte die Batterie nicht erreichen.

„Wer kommt auf die Idee, die Batterien unerreichbar auf dem Rücken anzubringen?“

Ohne den Apparat war Sophia so beweglich, dass sie jede Stelle auf ihrem Rücken hätte erreichen können. Doch nun, da sie in diesem stählernen Kokon steckte, konnte sie kaum noch ihre Hände nach hinten bringen.

Bei jedem Batteriewechsel war sie nun auf fremde Hilfe angewiesen.

Sie würde Jonas bitten, den Teil um ihren Brustkorb und, wenn möglich, die Position der Batterien zu verändern.

Ebenso beschäftigte sie die Sache mit der missglückten Entriegelung von Einsatz 2 – jetzt ertappte sie sich schon dabei, in diesen merkwürdigen Begrifflichkeiten zu denken. Deshalb hatte sie bisher keinen weiteren Versuch unternommen. Doch ihre Erfahrung auf dem Pferderücken hatte ihr gezeigt, dass ihr Körper noch funktionierte.

Sie bat Jonas, vorbeizukommen, um ihre Änderungswünsche zu besprechen und sicherzustellen, dass beim zweiten Versuch, den mittleren Einsatz zu entriegeln, nichts schiefgeht.

"Aber bitte keine Geheimnisse mehr." flehte Sophia.

"Versprochen."

Nachdem Jonas die Batterie auf ihrem Rücken ausgetauscht hatte.

"Du kannst den Einsatz 2 jetzt entriegeln. Ich schaue mir die Daten auf dem Tablet an."

Sophia ließ sich nicht zweimal bitten und hatte ihre Hand schon im Schritt bevor die Entriegelung überhaupt erfolgt war.

Dieses Mal gab es keine böse Überraschung. Die Verbindung zwischen Smartwatch und Apparat funktionierte perfekt.

Nach dem Entfernen der Abdeckung positionierte sie sich so, daß er einen guten Blick auf ihren größtenteils von Stahl bedeckten Unterleib hatte und spreizte die Beine.

An der Beule in seiner Hose erkannte sie, daß sie die erwünschte Wirkung bei ihm erzielte.

"Möchtest du mit mir Schlafen?"

Man könnte sagen, er hatte bereits auf diese Frage gehofft.

Vorspiel benötigte er nicht.

Er drang langsam in sie ein. Leicht spürte er den Gegendruck des Analrohres.

Er wußte nicht so recht wo und wie er sie berühren sollte, fast überall trafen seine Hände nur auf Stahl, der viele ihrer erogenen Zonen bedeckte.

Er hätte gern mehr von ihrem Körper gespürt. Der Stahl unter ihm fühlte sich kühl an.

Sie wiederum war nie der Typ Frau, die durch Penetration allein zum Orgasmus kommen konnte.

So war es für beide nur ein begrenztes Vergnügen.

"Jonas, kannst du nicht auch noch etwas erfinden, damit meine Liebesperle mehr Zuwendung bekommt?"

Zuerst verstand er nicht so recht, was sie meinte.

"So eine Art Klitorisstimulator" fügte sie hinzu.

Jonas überlegte kurz: "Ja, das sollte möglich sein."
10. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von MartinII am 11.05.26 11:01

Großartige Geschichte - ich bin auf jede Fortsetzung gespannt!
11. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von BGlife am 12.05.26 05:09

Kapitel 5

Jonas hatte inzwischen ihren Wunsch erfüllt und im Halter des Blasenkatheters einen Klitorisstimulator integriert.

Dies ging nach Sophias Meinung doch erstaunlich schnell. Auf den Apparat hatte sie ein halbes Jahr warten müssen. Und jetzt waren gerade einmal ein paar Tage vergangen.

Die Funktion wollte sie aber allein testen - ohne Jonas.

Sie hatte sich die neue Funktion auf ihrer Smartwatch erklären lassen.

Viel gab es da nicht zu wissen. Es waren 10 verschiedene Vibrationsmodi und 10 Intensitätsstufen. Beides konnte zusätzlich auf Zufall gestellt werden.

Sie begab sich in ihr Zimmer.

Mittels Rollstuhl konnte sie im Erdgeschoß inzwischen jeden Raum erreichen. Aufstehen und ein paar Schritte freihängig gelangen ihr ohne fremde Hilfe.

Sophia entschied sich den Test im Bett durchzuführen.

Sie wählte einen der Vibrationsmodi aus und setzte die Vibration auf Stärke 1.

Die Vibration war ganz leicht in ihrer Knospe zu spüren. Sie erhöhte die Stärke auf 3.

'Oh, das soll erst Stärke 3 sein?'

Der Blasenkatheter hatte gleichzeitig zu vibrieren begonnen. Das brachte sie schon gewaltig auf Touren.

Für einen Orgasmus hätte es in dieser Einstellung sicher noch nicht gereicht. Aber die Vibrationen in ihrem Intimbereich konnte sie nicht mehr ignorieren.

Ihre Hand war wieder in die vibrierende Region gewandert, traf dort aber nur auf unnachgiebigen Stahl. Die Vibrationen waren aber auch dort zu fühlen.

Sie testete die verschiedenen Vibrationsmodi durch. Einige davon waren eher lahm. Sophia fand aber sofort einige, die ihr wirklich gut gefielen.

Jonas hatte gute Arbeit geleistet.

Sie erhöhte die Intensität auf 4.

'Uh ... war das gut.'

Jetzt hätte sie gern Jonas in sich gespürt.

'Noch nicht...'

Sie wollte die Intensität wieder herunterstellen. Doch was war das?

Die Intensität stand nun auf 5.

'Nein, nein, nein - ich ...'

'Ich ... komme!'

Wieder versuchte sie die Intensität zu verringern "6" - "7" - 'Oh, Gott!'

Endlich stoppte die Vibration.

Sie schaute auf die Anzeige - "RANDOM"

Nun reagierte die Intensitätseinstellung garnicht mehr.

'Da stimmt etwas nicht' - 'Ich muß Jonas holen...'

Sophia versuchte aus dem Bett aufzustehen und zum Rollstuhl, der direkt daneben stand zu kommen.

Doch dann begannen die Vibrationen erneut.

Ihre Beine gaben nach und sie landete sehr unsanft auf dem Boden.

Der Apparat hatte den Sturz registriert und die Ärztin informiert. Diese kam auch sofort und fand die inzwischen verschwitzte Sophia auf dem Fußboden.

Sie half ihr auf und setzte sie in den Rollstuhl.

Zunächst verstand die Ärztin nicht, was mit Sophia passiert war. Doch als diese auf ihren Unterleib deutete, konnte die Ärztin auch das Geräusch der intensiven Vibrationen vernehmen.

Auch der Ärztin gelang es nicht die Einstellungen der Smartwatch zu ändern.

Es blieb nichts weiter übrig, als Jonas zu holen.

Bis dieser endlich erschien und mit seinem Tablet die Vibrationen abstellen konnte, hatte Sophia unzählige Orgasmen ertragen müssen und wäre beinahe wieder aus dem Rollstuhl gefallen. Nur kurze Erholunsphasen wurden ihr gegönnt, wenn die zufällige Vibrationsintensität unter vier lag.
12. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von BGlife am 14.05.26 08:16

Kapitel 6

Eine ihrer täglichen Beschäftigungen war der Toilettengang.

Seit der Erweiterung um den Klitorisstimulator vibrierte dieser auf Stufe 2 während der Entleerung vorn. Ob dies von Jonas beabsichtigt war oder wieder eine Fehlfunktion wusste Sophia nicht. Es störte sie aber nicht. Denn sonst war nur zu spüren, wie der Druck in ihrer Blase langsam nachließ.

Es war einfach eine saubere Sache. Nur ein paar Tropfen an der Öffnung aus Edelstahl abtupfen und fertig. Normal fühlte es sich dennoch nicht an. Aktuell hatte sie noch ein unangenehmes Gefühl nach der Tortur durch den Klitorisstimulator.

Ein wenig anders verhielt es sich mit der Entleerung hinten.

Sie hatte das Darmrohr von Anfang an in sich gespürt. Sie konnte sich an das Gefühl, daß dort etwas in ihr steckte nicht gewöhnen.

Die Öffnung fühlte sich groß an. Die Abdeckung verschloss es so genau, dass es von außen kaum zu ertasten war. Nach dem Entriegelungsbefehl blieb die Öffnung jedoch zunächst verschlossen, damit nichts Fremdes eindringen sollte.

Sie benötigte eine besondere Vorrichtung, die ziemliche Ähnlichkeit mit einem Dildo besaß, und die mit einem Schlauch in der Toilette verbunden war. Erst mit dieser wurde die Abdeckung freigegeben und verschwand irgendwie in ihrem Inneren. Der Mechanismus war ihr nicht klar.

Ihr bisheriger Rollstuhl hatte Aussparungen in der Sitzfläche. Doch bald würde der nicht mehr benötigt werden, hoffte Sophia.

Würde sie überhaupt irgendwo ohne diese Vorrichtung ihr Geschäft verrichten können? Sie nahm sich vor, Jonas danach zu fragen.

Der Entleerungsvorgang funktionierte auch hier mit leichten Vibrationen und etwas vorgewärmtem Wasser - ähnlich wie der Waschvorgang ihres Körpers - nur nicht mit soviel Druck. Gleichzeitig massierte der bewegliche Teil des Apparats leicht ihre Körpermitte. Glücklicherweise funktionierte Sophias Darm noch normal.

Beim Herausziehen des Dildos verriegelte sich die Abdeckung wieder komplett. Mit dem natürlichen Prozess hatte es aber nichts mehr zu tun. Zudem dauerte die Entleerung lange 15 Minuten.

Probleme hatte es bisher keine gegeben - kein Durchfall - keine Verstopfung - keine Infektion. Nicht so wie es wahrscheinlich bei Keuschheitsgürteln war, die es im Mittelalter gegeben haben soll.

Für einen Prototypen funktionierte der Apparat fast schon zu perfekt.
13. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von BGlife am 17.05.26 05:04

Kapitel 7

Von Zeit zu Zeit musste Sophias vom Apparat eingeschlossene Haut kontrolliert werden.

Sophia hatte sich darauf gefreut, endlich eine Möglichkeit zu haben, ihren eigenen Körper zu sehen. Doch als sie sah, in welchen Raum sie gebracht wurde, schwand ihre Hoffnung wieder.

Es war der Raum mit der Eisernen Lunge, in der sie so viel Zeit hatte verbringen müssen. Sie war geöffnet, sodass Sophia hineingelegt werden konnte. Die Glaskuppel über dem Kopfbereich war bereits angebracht; sie wurde für die Beatmung benötigt, solange die Röhre der Eisernen Lunge nicht luftdicht verschlossen war.

„Gibt es denn keine andere Möglichkeit, den Apparat öffnen zu können?“

„Die Beatmungsmaske reicht nicht aus, wenn wir den Apparat entfernen. Du weißt, dass es sein muss.“, erwiderte die Ärztin.

Ganz sicher war sich Sophia dabei nicht. Dennoch ließ sie sich etwas widerwillig auf die Liegefläche helfen und steckte ihren Kopf durch die Dichtung für den Hals. Diese wurde anschließend ziemlich straff um ihren Hals geschlossen. Damit war Sophias Sicht auf ihren eigenen Körper wieder vollständig unterbunden.

Die Geräusche der arbeitenden Eisernen Lunge ließen ihr einen Schauer über den Rücken laufen.

Nachdem die Beatmung vom Apparat auf die Eiserne Lunge umgestellt worden war, begannen die Techniker sofort, verschiedene Teile des Apparats zu öffnen und zu entfernen. Wie dies bewerkstelligt wurde, konnte Sophia natürlich nicht sehen.

Zuerst wurde das Vorderteil oberhalb der Hüfte entfernt. Danach folgte das Rückenteil, indem die Liegefläche in diesem Bereich abgesenkt wurde. Sophia konnte dies nur durch die kühle Luft an ihrem Körper spüren.

Sie versuchte, ihren Körper mit den Händen zu ertasten. Das gelang jedoch nicht, weil ihre Handgelenke fixiert worden waren. Sophia war dies während des Öffnens des Apparats gar nicht aufgefallen.

Ihre Haut wurde mit etwas eingerieben. Zunächst fühlte es sich kühl an, doch kurz darauf verwandelte sich das Gefühl in ein leichtes Brennen.

Die Ärztin schien zufrieden zu sein, denn nach kurzer Zeit begannen die Techniker, Rückenteil und Brustteil des Apparats wieder um Sophias Oberkörper zusammenzusetzen.

Danach wurde zuerst der Blasenkatheter vorsichtig entfernt. Dann folgte die Abdeckung über ihrer Scheide und zuletzt auch noch das Analrohr.

Die Ärztin untersuchte den freigelegten Bereich sehr intensiv.

Die nun zugängliche Klitoris erhielt eine Spezialbehandlung. Nach der erlebten Überstimulation war das eine Wohltat. Glücklicherweise wurde hier anscheinend eine andere Salbe eingesetzt, als am Oberkörper.

Sophia war es peinlich, weil die Techniker alles mit ansehen konnten. Doch etwas dagegen tun konnte sie nicht.

Als die Ärztin auch mit dem Intimbereich fertig zu sein schien, wurde das verhasste Analrohr wieder eingesetzt. Sophia wehrte sich kaum noch dagegen. Es hätte ihr nur sinnlos Schmerzen bereitet. Sie wusste selbst, dass sie nicht um eine vollständige Installation herumkam.

Es folgte das Einsetzen des Blasenkatheters und zuletzt die Abdeckung über ihren Schamlippen und der Vaginalöffnung.

"So fertig. Bis zum nächsten Mal." verkündete die Ärztin.

Die Chance, ihren eigenen Körper zu sehen, war wieder vorbei.

Sophia überlegte, sie könnte die drei Abdeckungen in ihrem Intimbereich über das Menü ihrer Smartwatch doch selbst entriegeln.

Nachdem sie aus der Eisernen Lunge befreit und wieder in ihr Zimmer gebracht worden war, musste sie dies unbedingt ausprobieren.

Sowohl bei Abdeckung 1 als auch bei Abdeckung 3 erhielt sie die Anzeige:
„Nur im Beisein medizinischen Personals möglich!“

Sie schlug mit der Hand auf den Apparat, doch dies führte nur dazu, daß ihre Hand schmerzte.

Woher wußte dieser dämliche Apparat, ob ein Arzt in der Nähe ist?
14. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von Fazer-Tom am 17.05.26 08:54

Du machst es mit jeder Folge immer spannender, was ist wohl der Hintergrund des Ganzen?

Ciao Tom
15. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von MartinII am 17.05.26 17:45

Spannend weitergeschrieben - schön!
16. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von BGlife am 18.05.26 23:09

Kapitel 8

Da sie beim Zugriff auf ihren eigenen Körper nicht weiterkam und ihre Beinmuskeln inzwischen so gestärkt waren, dass sie sich auf ihrer Etage bereits ohne Rollstuhl frei bewegen konnte, beschloss Sophia, das Schloss weiter zu erkunden.

Nur das Treppensteigen bereitete ihr noch Schwierigkeiten.

Auf diesem Erkundungsgang stieß sie auf einen Aufzug.
Wie konnte es sein, dass sie ihn bisher nicht bemerkt hatte?

Sie betätigte den Rufknopf und hörte kurz darauf ein Motorengeräusch.
Als sich die Aufzugstür öffnete, erschrak sie beinahe.

Die Aufzugskabine bestand rundherum nur aus Spiegeln.

Wann hatte sie sich zuletzt in einem Spiegel betrachtet? In ihrem Zimmer gab es keinen.
Ja, als sie in der Eisernen Lunge lag, befand sich einer über ihrem Kopf. Doch darin hatte sie nie sich selbst gesehen, sondern nur ihre Umgebung.

Es war ein unglaublicher Anblick, sich mit dem Apparat vollständig sehen zu können.

Sie trat in die Kabine und betrachtete sich von allen Seiten.
Fast hätte Sophia den Zweck der Kabine vergessen.
Ihr Anblick war so faszinierend.

Erst jetzt wurde ihr bewusst, dass der Apparat sie nahezu nackt darstellte.
Sie hatte nie Kleidung darüber getragen – nicht während sie im Schloss umherlief und nicht einmal beim Reiten.

Sie stand nackt in einer verspiegelten Aufzugskabine.

Sophia schaute sich nach der Bedienung des Aufzugs um.
Es gab Tasten für Keller, Erdgeschoss, ersten, zweiten und dritten Stock sowie für die Turmstube.

Für welche sollte sie sich entscheiden?
Das war einfach.

Turmstube – das klang interessant.

Sie drückte den Knopf, und der Aufzug setzte sich in Bewegung. Die Tür hatte sich bereits geschlossen, nachdem sie eingetreten war, und bot ihr so einen spiegelnden Rundblick auf sich selbst in ihrem Apparat.

Oben angekommen öffnete sich die Aufzugstür und gab den Blick in einen ziemlich großen Raum frei, der ringsherum Fenster besaß.

Sophia genoss den Ausblick auf Wald, Wiesen und ein großes Gewässer.
Was für ein toller Ausblick. Hier könnte ich Stunden verbringen, dachte sie.

Ein Geräusch hinter ihr ließ sie zusammenzucken.
Jemand hatte ein Buch zugeschlagen und abgelegt.

Sie drehte sich um und erblickte einen älteren Herrn, der in einem gemütlichen Sessel saß.

Reflexartig wollte sie ihre Blöße bedecken. Ihre Arme und Hände stießen jedoch nur auf festen Stahl.

Der ältere Herr sah sie freundlich an.

„Ich bin Graf von Schneckenberg. Es ist schön, Sie endlich persönlich zu treffen.“
„Darf ich Sie Sophia nennen?“, fuhr er fort.

Sophia nickte.

„Mein Sohn Jonas hat mir schon viel von dir erzählt.“

Das traf sie unerwartet.
Jonas war der Sohn des Grafen von Schneckenberg.

JONAS VON SCHNECKENBERG!

In diesem Moment fiel ihr Blick auf einen weiblichen Torso ganz aus glänzendem Edelstahl in einer Vitrine zwischen zweien der vielen Fenster.

Fast so wie der den sie aktuell trug, jedoch komplett starr. Auch waren Schultern und der obere Bereich der Oberschenkel mit integriert.

Konnte man sich darin überhaupt bewegen, fragte sie sich.
17. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von BGlife am 19.05.26 17:54

An dieser Stelle wäre die Geschichte ursprünglich zu Ende gewesen.
Aber die Anregungen von DarkO und der Spaß am Schreiben, haben bereits zu ein paar weiteren Kapiteln geführt.
Viel Spaß also weiterhin,
BGlife

P.s. ein paar Anregungen bekomme ich sicher noch unter - schon einmal vielen Dank
18. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von Fazer-Tom am 19.05.26 19:29

Sehr gut, wir sind gespannt und gleichwohl neugierig.


Ciao, Tom
19. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von BGlife am 20.05.26 10:12

Kapitel 9

Sophia war so fasziniert von dem Ausstellungsstück. Sie konnte erkennen, dass es aus nur zwei Teilen bestand. Es war makellos – jede Rundung perfekt, die Trennung zwischen den Teilen nur ein winziger Spalt. Bisher hatte sie nur ihren Apparat gesehen und nun dies.

So bemerkte sie nicht einmal, wie sich Herr von Schneckenberg verabschiedete und die Turmstube verließ. Erst als sie es schließlich merkte, riss sie ihren Blick von dem Kunstwerk los, genoss noch einen Moment lang die großartige Aussicht und machte sich dann selbst auf den Weg nach unten.

Bei der nächsten Gelegenheit musste Sophia unbedingt mit Jonas sprechen. Es gab so viele Themen, dass sie gar nicht wusste, womit sie anfangen sollte.

„Jonas … oder muss ich dich jetzt mit Sie anreden … oder gar Herr von Schneckenberg?“

„Jonas reicht völlig.“

„Warum hast du mir das nicht gesagt?“

„Du hast mich doch als einen der Techniker kennengelernt. Dann macht ‚von Schneckenberg‘ doch gar keinen Sinn.“

„Aber …“

Jonas unterbrach sie. „Nix aber. Jeder hat einen Namen. Was macht das für einen Unterschied? Ich bin dieselbe Person, die du von Anfang an kennengelernt hast.“

„Na gut.“

Sophia zögerte kurz, dann wechselte sie das Thema. „Seit ich mich in dem Aufzug gesehen habe, fühle ich mich irgendwie … nackt. Hast du nicht etwas für mich, das ich darüber anziehen kann?“

Jonas, der ihren Anblick im Edelstahl-Apparat eigentlich mochte, überlegte kurz.

„Ja, es gibt hier noch Kleidung, die du dir anschauen könntest. Vielleicht ist etwas dabei, das dir gefällt“, erwiderte er.
„Ich zeige sie dir gleich. Und dort gibt es auch andere Schuhe, falls du welche probieren möchtest.“

Sie begaben sich wieder zu dem verspiegelten Aufzug und fuhren diesmal in den zweiten Stock.

Die Räumlichkeiten, die sie betraten, wirkten eher wie ein Schloss als wie das klinikartige Erdgeschoss.

Jonas führte Sophia, die am liebsten die gesamte Etage erkundet hätte, direkt zu einem Raum, der wohl früher als Ankleidezimmer einer Dame gedient hatte. Ein begehbarer Kleiderschrank wäre eine maßlose Untertreibung.

Sophia sah Kleider aus allen Zeitepochen: schlicht, pompös, elegant oder modern. Das Besondere war, dass alle aussahen, als wären sie neu oder kaum getragen.

Natürlich hätte Sophia gern ein ausladendes Ballkleid probiert. Doch im Moment interessierte sie sich eher für etwas Praktisches. Also ging sie zu den Schränken mit moderner Kleidung.

Ihr fiel sofort ein anthrazitfarbener Jumpsuit auf – schlicht, aber elegant.

„Jonas, was meinst du?“

„Der wird dir sicher fantastisch stehen.“

„Darf ich?“

„Du kannst gern alles benutzen, was du hier findest.“

„Ich ziehe mich schnell um.“

Jonas hielt sie kurz zurück. „Einen Moment noch – ich habe noch etwas für dich.“

Sophias Smartwatch signalisierte, dass der Einsatz 2 entriegelt worden war. Sie runzelte die Stirn. Sie hatte keinen Befehl gegeben.

Jonas hatte schnell die Abdeckung entfernt und war dabei eine neue einzusetzen.

"Wenn du mir schon deinen Anblick verwehren möchtest, dann verlange ich eine Gegenleistung."

Im selben Augenblick spürte sie, wie sich etwas den Weg in ihr Inneres bahnte. Auch durch Anspannen ihrer Muskeln konnte sie es nicht verhindern.

Sophia war perplex. Und schon signalisierte die Smartwatch, daß der Einsatz 2 wieder verriegelt wurde.

„Nun geh dich anziehen“, sagte Jonas mit einem Tonfall, den Sophia so noch nicht von ihm kannte.

Sie folgte seiner Anweisung.

Als Sophia kurze Zeit später wieder erschien, war der Apparat nur noch leicht durch das Material zu erkennen. Der Stoff des Jumpsuits fiel glatt herab. Jonas legte ihr noch einen Gürtel in Edelstahloptik um.

Die Hosenbeine reichten bis zum Boden. Jonas erkannte sofort, dass Sophia passende Schuhe fehlten.

„Schuhe findest du hier. Ich hoffe, es sind welche dabei, die dir gefallen.“

Sophia war noch ganz von dem neuen Gefühl im Unterleib abgelenkt und folgte ihm automatisch zur anderen Seite des Raumes. Dort standen hunderte Schuhe und Stiefel mit verschieden hohen Absätzen.

Da sie bezweifelte, dass sie auf hohen Absätzen laufen konnte, wählte sie ein Paar in Edelstahloptik mit einem kleinen Plateau, sodass die Hosenbeine nicht mehr den Boden berührten.

Beim Anziehen stellte sie fest, dass sie perfekt passten. Wie konnte das sein? Hatten alle Schuhe die gleiche Größe – und zufällig ihre?

Jonas schien zufrieden mit ihrer Wahl.

Vor ihm stand eine Frau, schlicht und doch elegant gekleidet.

Und zu seiner eigenen Überraschung gefiel ihm der verhüllte Apparat an ihr mehr, als er erwartet hätte.

Das Ding in Sophia begann sich nun auch noch zu bewegen.
20. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von MartinII am 20.05.26 13:35

Schön, dass Du weiterschreiben willst. Mir gefällt die Entwicklung des Plots.
21. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von Fazer-Tom am 20.05.26 22:40

Tolle Folge,
hat Spaß gemacht diesen Teil zu lesen. Bitte mehr davon.


ciao, Tom
22. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von BGlife am 21.05.26 14:31

Kapitel 10

Am Abend musste sie feststellen, dass sie mit ihrer Smartwatch den Einsatz 2 nicht mehr entriegeln konnte. Am entsprechenden Bedienfeld erschien jetzt zusätzlich ein kleines symbolisiertes Vorhängeschloss.

'Dieser Schuft' dachte sich Sophia.

Die Bewegungen von dem Teil in ihr hatten irgendwann aufgehört.

'Wann war das eigentlich passiert?'

Als sie noch mit Jonas und seinem Vater beim Abendessen war, hatte es sich noch bewegt. Sie hatte der Unterhaltung nur teilweise folgen können.

Doch nun - Nichts

Sie gönnte sich noch ein paar Vibrationen vom Klitorisstimulator, der sich jetzt noch intensiver anfühlte und schlief dann glücklich ein.

Am nächsten Morgen wurde sie von sanften Bewegungen in ihrem Schritt geweckt.

Nur einen Moment später erschien Jonas mit dem Frühstück.

Schnell zog sie sich die Sachen vom Vortag über und wollte gerade zum gedeckten Tisch gehen.

Doch was war das? Die Schuhe fühlten sich anders an als noch am Vortag. Vielleicht passten sie doch nicht richtig.

Sie würde sich nach dem Frühstück ein anderes Paar aussuchen.

"Kannst du mir das Ding wieder rausmachen?"

Jonas stellte sich dumm. "Wovon redest du? Das kannst du doch selbst machen, oder etwa nicht?"

Sophia schaute ihn grimmig an. Sie wusste, dass er wusste, dass es ihr nicht möglich war. Sie müsste einen anderen Weg finden ihn zu überzeugen.

Nach dem ausgiebigen Frühstück begab sie sich wieder ins Ankleidezimmer. Grundsätzlich war umziehen keine schlechte Idee. Sie könnte Jonas überraschen.

Nach kurzer Suche hatte sie gefunden, was sie suchte.

Es war ein kurzes Kleid mit mehreren Cutouts. Die ihr wichtigen Stellen waren mit Stoff bedeckt, aber man konnte auch recht viel Edelstahl des Apparats sehen.

Der Farbkontrast war atemberaubend. Sophia war sich sicher, es würde Jonas gefallen.

Nun noch nach anderen Schuhen schauen.

Als sie sich die gestrigen noch einmal anschaute, fiel ihr auf, dass sie zusätzlich zum Plateau einen erhöhten Absatz hatten. Sie konnte sich nicht erinnern, dass dies am Vortag so gewesen war.

Sophia schaute sich nach flachen Schuhen um. Doch obwohl es gestern definitiv etliche gegeben hatte, konnte sie heute keine finden.

„Schon wieder so eine Gemeinheit von Jonas“, dachte sie sich.

Also wählte sie ein Paar mit kleinem Absatz, das besser zum Kleid passte.

So begab sie sich auf die Suche nach Jonas. In dem riesigen Gebäude war das garnicht so einfach.

Sie war gerade im Erdgeschoß angekommen, als das Ding in ihr wieder anfing, sich zu bewegen.

Im Gang um die nächste Ecke fand sie Jonas, der seinerseits Sophia zu suchen schien.

Er blieb mit offenem Mund stehen.

"Gefalle ich dir?" fragte sie und drehte sich, so daß sich der Rock ausbreitete.

"WOW"

"Können wir wieder reiten gehen?"

In diesem Moment hätte Sophia vermutlich jeden Wunsch von ihm erfüllt bekommen.

Er brachte nur ein einfaches Nicken zustande.

Bloß warum hatte sie ihn nicht gebeten, das Ding aus ihr wieder zu entfernen.
23. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von BGlife am 22.05.26 18:13

Kapitel 11

Dieses Mal hatte Jonas die Pferde direkt zum Schloss bringen lassen.

Anstelle des Krans wurde nun eine Treppe verwendet. Sophia konnte sie inzwischen problemlos hinaufsteigen, fragte sich jedoch, ob dies beim Absteigen ebenso gut funktionieren würde. Doch mit den breiten Metallschellen um ihre Oberschenkel war es ihr unmöglich, allein wieder vom Pferd herunterzukommen.

Während sie gemeinsam ausritten, bewegte sich das Ding in ihr zusätzlich. Schon bei einem ruhigen Tempo löste das ein angenehmes Gefühl in ihr aus.

Sie ritten an dem Gewässer entlang, das Sophia bereits aus der Turmstube gesehen hatte. Früher war sie gern schwimmen gegangen, doch nun bezweifelte sie, mit so viel Stahl am Körper überhaupt noch an der Oberfläche bleiben zu können – selbst wenn der Apparat dafür ausgelegt wäre.

„Könnte ich mit dem Apparat auch schwimmen gehen?“

„Das sollte durchaus möglich sein. Alle Komponenten sind absolut wasserdicht, ebenso die Energieversorgung. Mit der eingeschlossenen Luft um deinen Brustkorb sollte es wie eine Schwimmweste funktionieren. Vielleicht solltest du es zuerst im Schwimmbad ausprobieren, statt hier im See.“

„Ihr habt ja an alles gedacht. Dann bin ich am Ende wohl auch noch kugelsicher?" beide mussten lachen.

"Du, Jonas, was hat es denn mit diesem Edelstahlteil in der Turmstube auf sich?“

"Mein Vater hat bereits Korsetts und Kleidungsstücke aus Edelstahl hergestellt. Dies ist sein Meisterstück. Es wurde alles von Hand geformt. Nicht mit so viel Technik wie ich heutzutage."

"Und wem hat es gehört?"

"Er hat es für meine Mutter angefertigt."

"Und hat sie es auch getragen." wollte Sophia wissen

"Ja, aber nur ein paar Mal. Sie konnte sich damit kaum bewegen."

"Wo ist deine Mutter jetzt?" Sophia fragte ganz vorsichtig, denn sie konnte sich die Antwort schon denken.

"Sie ist vor ein paar Jahren gestorben." und er fügte hinzu "Ich kann immernoch nicht darüber sprechen."

Sophia merkte wie es Jonas schmerzte.

"Also bin ich nicht die erste Person, die hier Kleidung aus Edelstahl trägt?"

"Nein, das haben schon mehrere."

"Dann ist mein Apparat garkein Prototyp?"

Jonas schwieg.

Es war diese Frage, die Sophia beschäftige, seit sie die Vitrine in der Turmstube gesehen hatte.

"Naja, mit der vielen Technik, die in deinem Apparat steckt, ist es schon ein Prototyp. Als Kleidungsstück aus Edelstahl ist es nicht das erste."

"Was für Funktionen hatten die anderen?" bohrte Sophia nach.

"Die Bewegungsfähigkeit einschränken oder gar unterdrücken, hatten wir schon in anderen Modellen."

"Das hat sich doch sicher niemand freiwillig anlegen lassen, oder?"

In diesem Moment waren sie bereits so weit geritten, dass sie auf ein Tor mit steinernen Säulen zuritten. Das Gitter darin stand offen.

"Nicht da lang..." wollte Jonas noch sagen. Doch Sophia war schon ein Stück voraus und gerade dabei das Tor zu durchqueren.

Kurz spürte sie noch, wie sich der bewegliche Teil des Apparats versteifte und ein Weiterreiten fast unmöglich machte. Doch dann gab es plötzlich stechende Schmerzen an ihrer empfindlichsten Stelle und in ihren Brustwarzen.

Sie schaute sich panisch zu Jonas um. Dieser schmunzelte sie an, wissend was soeben passiert war.

"Welche Gemeinheit hast du dir jetzt wieder einfallen lassen?"

Sie hatte den Satz kaum ausgesprochen, als sie schon der nächste schmerzhafte Impuls ereilte.


24. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von windelfohlen am 22.05.26 20:19

Interessante Geschichte, tja jetzt ist unsere Protagonistin auf dem Anwesend gefangen.
Langsam hab ich das Gefühl der Unfall ist kein Zufall gewesen sondern mit Absicht
25. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von Fazer-Tom am 22.05.26 22:01

Genau mein Gedankengang, der Unfall war gestellt.
Wird immer besser und spannender.

ciao, Tomy
26. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von BGlife am 23.05.26 21:42

Kapitel 12

Sophia versuchte, so schnell wie möglich ihr Pferd zu stoppen und zurück durch das Tor zu gelangen.

Das war gar nicht so einfach. Mit ihrer unbeweglichen Taille war es eine äußerst unbequeme Angelegenheit, und die weiterhin anhaltenden Impulse machten es nicht leichter.

Als sie endlich wieder bei Jonas war, hörten die schmerzhaften Impulse auf.

„Jonas, was war das? Es scheint, als dürfte ich nicht durch das Tor reiten.“

„Ich hatte gehofft, du würdest es nicht auf diese Weise erfahren.“

„Ich kann das Schlossgelände nicht verlassen?“

„Leider nein.“

„Aber warum denn?“

„Wir müssen die Technologie schützen, die in deinem Apparat steckt.“

„Ich bin also auf dem Schlossgelände eingesperrt. Aber …“ Sophias Gedanken rasten.

„... was würde passieren, wenn ich das Gelände trotzdem verlassen müsste? Oder wenn ich entführt würde?“

„Diese Sicherheitsmaßnahme lässt sich natürlich auch abschalten.“

„Aber wenn sie nicht abgeschaltet wird?“

„Ich glaube, das möchtest du nicht erfahren. Lass uns zurückreiten“, forderte Jonas sie auf.

Der Apparat machte ihr plötzlich Angst. Doch sie war darin gefangen und hatte keine Möglichkeit, sich daraus zu befreien.

Im wahrsten Sinne des Wortes trug sie ihr Gefängnis am Körper.

Aus dem lebenserhaltenden Apparat war ein Gefängnis geworden.

Sophia hatte im Moment keine andere Wahl, als mit Jonas zum Schloss zurückzureiten. Dabei gingen ihr die Merkwürdigkeiten der vergangenen Tage durch den Kopf. Vielleicht konnte sie noch mehr in Erfahrung bringen. Vielleicht war es gar kein Unfall gewesen, der sie in diese Lage gebracht hatte.

Konnte sie Jonas noch vertrauen? Konnte sie überhaupt jemandem vertrauen?

Der Weg zurück zum Schloss verlief schweigend. Jonas ritt dicht neben ihr, doch Sophia spürte die Distanz zwischen ihnen wie eine unsichtbare Mauer.

„Du hättest es mir früher sagen müssen“, sagte sie schließlich, ohne ihn anzusehen.

„Wir hatten keine Wahl. Der Apparat war die einzige Möglichkeit, dich wieder eigenständig zu machen.“

„Und mich gleichzeitig einzusperren.“

„So war es nicht gemeint.“

„Aber so ist es.“
Ihre Stimme war ruhig, aber hart. „Du hast entschieden, was mit mir geschieht. Nicht ich.“

Jonas’ Hände verkrampften sich um die Zügel. „Ich habe getan, was nötig war.“

„Für wen? Für mich? Oder für die von Schneckenbergs? Jonas, ich bin kein Kind. Ich habe ein Recht zu wissen, was mit mir passiert ist.“

„Sophia…“, begann er, doch sie hob die Hand.

„Nein. Sag mir lieber eines: War es ein Unfall oder nicht?“

Er schwieg. Das Schweigen war schwerer als jede Antwort.

Sie ritten weiter, und das Schloss kam in Sicht. Die Mauern wirkten höher als zuvor, dunkler, massiver.
Wie ein Ort, der Menschen nicht beherbergte, sondern festhielt.

27. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von DarkO am 23.05.26 23:36

Wow! Einfach wow!

Es ist schön, dass meine Fragen allmählich beantwortet werden. Auch wenn ich das eine oder andere bereits vermutet hatte, so hatte ich doch gehofft, dass ich falsch liege.

Jetzt hoffe ich, dass die Geschichte ein Happy End hat. Irgend jemand aus ihrem früheren Leben/Umfeld muss sie doch vermissen. Und gab es keine Zeugen bei dem Unfall? Wobei es inzwischen ja viel mehr eine Entführung ist.

Natürlich tauchen nun auch andere Fragen auf:
- War Sophia nur zur falschen Zeit am falschen Ort?
- Hatte ihm sein Daddy aufgetragen, ein Testobjekt zu organisieren?
- Oder: Warum ausgerechnet Sophia? Entspricht sie einfach nur Jonas‘ Beuteschema?
- Hat Jonas tatsächlich gewusst, wie heftig der Zusammenstoß sein muss, dass Sophia zwar überlebt, aber fortan auf diesen Apparat angewiesen ist?
- Wenn ja, dann könnte das bedeuten, dass er vorher geübt hatte… 😬
- Wenn nein, dann könnte das wiederum bedeuten, dass Sophia vielleicht in Wirklichkeit gar nicht auf das Ding angewiesen ist.
- Birgt der Apparat noch weitere Details in sich, bei denen Jonas dann sagt: „Ich hatte gehofft, du würdest es nicht auf diese Weise erfahren.“
- Neben dem Apparat scheint Jonas ja auch noch andere Interessen zu haben. Welche Schuhe und Kleidungsstücke werden denn noch vorgeschrieben?

Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie es gerade nach dieser Folge weitergeht.
28. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von BGlife am 24.05.26 04:26

Vielen Dank DarkO und den recht zahlreichen Lesern.
Es freut mich, daß bisher noch einige Fragen unbeantwortet geblieben sind.
Die Geschichte entwickelte sich hier in eine extrem düstere Richtung. Nun habe ich etwas Sorge, daß ich sie zu sehr entschärft habe.
@DarkO auf jeden Fall werden noch einige deiner Fragen beantwortet.
Weiterhin viel Spaß beim Lesen.
29. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von windelfohlen am 24.05.26 07:03

Das Schweigen ist ja schon eine Antwort.
Jetzt hat Sophia einiges zu verdauen.
Jetzt hilft da aktuell Familie und Freunde, da müsste Sophia nur ein Telefon haben/finden, und auch noch eine Telefonnummer auswendig können, oder dann die Polizei rufen.
Gespannt was der Apparat noch alles für Geheime und Gemeinheiten drauf hat und was Sophia sonst noch alles erfährt.
30. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von MartinII am 24.05.26 13:37

Es geht spannend weiter - Danke
31. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von BGlife am 25.05.26 05:19

Kapitel 13

Jonas musste Sophias Beine aus den Schellen befreien und ihr aus dem Sattel helfen. Sie konnte kaum stehen, so sehr hatten ihr die schmerzhaften Impulse zugesetzt. Doch sie wollte sich nicht von Jonas stützen lassen.

„Ein Unfall ... in gewisser Weise“, begann er und sah sie ernst an.

„Du erinnerst dich an Rafael. Den, mit dem du dein kleines Verführungsspielchen gespielt hast.“

Jonas’ Stimme blieb ruhig, fast zu beherrscht. „Er ist ein Bekannter von uns. Und er wollte dir keinen Schaden zufügen. Wirklich nicht. Er wollte dich nur zum Anhalten bringen. Dich zur Rede stellen. Verstehen, warum du ihn verlassen hast.“

Er atmete schwer aus, als würde die Erinnerung ihn selbst belasten.

„Es ging alles viel zu schnell. Der Unfall… das war keine Absicht. Nur ein verdammt schlechter Moment, in dem alles schiefgelaufen ist.“

Ein kurzer Blick zu ihr — entschuldigend, bittend, aber ohne sich aufzudrängen.

„Du hättest nicht so schwer verletzt werden sollen. Niemand wollte das.“

Er fuhr sich mit der Hand über den Nacken.

„Damit die Sache nicht noch schlimmer wird, haben wir uns um dich gekümmert. So gut wir konnten.“

„Das nennst du dich darum kümmern?“, schrie Sophia und deutete mit zitternder Hand auf den Apparat — kühler Edelstahl, der sich wie eine Fessel anfühlte.

Jonas’ Gesicht wurde hart. „Für die Öffentlichkeit giltst du als bei dem Unfall verstorben.“

Sophia öffnete den Mund, doch kein Wort kam heraus. Ihre Erinnerung an den Unfall war zu lückenhaft und verschwommen. 'Konnte es sein …?'

Die Stille zwischen ihnen wurde schwer wie Blei.

„Das ist auch einer der Gründe, weshalb du das Schloss nicht verlassen darfst.“

„Du hast dich doch sicher gewundert, weshalb niemand aus deinem früheren Leben bisher Kontakt zu dir aufgenommen hat.“

Das war für Sophia zu viel. Glücklicherweise wurde sie von Jonas aufgefangen, als ihre Beine den Dienst versagten.

Als sie wieder zu sich kam, war sie von Jonas wieder ins Schloss getragen worden.

Sie spürte die Bewegung des Dings in ihr. Also musste Jonas in der Nähe sein. Soweit hatte sie die Funktion inzwischen erkannt.

"Mach dieses dämliche Ding in mir aus." äußerte sie empört.

Jonas kam ihrer Forderung nach. Dabei konnte Sophia sehen, dass auch er eine Smartwatch trug.

Sophia war wütend auf Jonas. Wie konnte er das tun? Und doch war sie froh noch am Leben zu sein.

"Wie hast du dir das mit mir vorgestellt? Hast du gedacht, ich lasse mir das alles gefallen? ... Wieso redest du nicht mit mir?"

"Es tut mir leid. Weil wir die medizinischen und technischen Möglichkeiten hatten, haben wir etwas aus den Augen verloren, was das mit dir macht."

"Ich hatte gehofft, du würdest dich an den Apparat gewöhnen und vielleicht gern hier auf dem Schloss leben."

"Wie würde es dir gefallen, in einem Gefängnis zu stecken und dies ständig mit dir herumtragen zu müssen?", fragte Sophia mit inzwischen heiserer Stimme.

"Es war nicht meine Absicht, dass du den Apparat als Keuschheitsgürtel oder gar als Gefängnis empfindest."

Jonas wirkte besorgt.

"Sag mir was ich tun kann?"

"Lass mich allein!"
32. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von Fazer-Tom am 25.05.26 07:08

Eine für mich unerwartete Wendung aber es bleibt spannend bitte weiterschreiben.

Ciao Tom
33. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von windelfohlen am 25.05.26 07:57

Das erklärt natürlich warum Familien und Freunde sich nicht melden.
Ein goldener Käfig ist dennoch ein Käfig.
Tja wen man nur an sich denkt und nicht wirklich mit dem eigentlichen Opfer auseinandersetzt.
Mal schauen was aus den beiden wird.
Wie weit ist da der Graf involviert? War es sogar seine Idee oder hat er einfach das ganze einfach nur abgesegnet und hält sich da raus?
34. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von BGlife am 25.05.26 22:47

Kapitel 14

Der Apparat fühlte sich an, als würde er sie kontrollieren. Es dauerte lange, bis Sophia einschlafen konnte.

Am nächsten Morgen hatte die Wut auf Jonas etwas nachgelassen.

Es klopfte an der Tür.

Jonas wollte das Frühstück nur abstellen und war schon wieder dabei zu gehen.

„Bleib doch … bitte.“ hauchte sie, kaum laut genug, dass er es hören konnte.

Jonas setzte sich zu ihr und sah ihr beim Frühstück zu, sagte aber nichts.

Irgenwann brach Sophia das Schweigen: „Wenn ich schon hierbleiben muss, dann zeige mir alles, was es hier noch gibt.
Ich habe das Gefühl, bisher nicht wirklich viel gesehen zu haben.

Wie wäre es, wenn du mir die Werkstatt zeigst, wo der Apparat gebaut wurde? Die ist doch sicher auch hier im Schloss, oder?“

„Von mir aus.“

Jonas’ Blick verriet nichts, als er vorausging. Sophia spürte, wie sich in ihr eine Mischung aus Neugier und Unbehagen regte, während sie ihm in den Keller folgte. Die Schritte hallten von den Steinwänden wider, und je weiter sie gingen, desto kühler wurde die Luft. Schließlich blieb Jonas vor einer schweren Tür stehen, legte die Hand auf den Griff und öffnete sie ohne ein Wort.

Es gab riesige Maschinen, die bis zur Decke reichten. Jonas erklärte jede einzelne davon. Es war faszinierend, was für ihren Apparat alles benötigt wurde. Bisher hatte Sophia nur die Außenhaut aus Edelstahl gesehen.

In einem Regal an der Wand lagen etliche Teile aus Edelstahl und verschiedenen anderen Materialien, die zu ihrem Apparat gehören könnten. Hier gab es auch ein Korsettteil und es erstaunte sie, wie dick das Gewebe war und wie sehr es die Taille einschnürte. Einige Teile mussten aufgrund ihrer Größe und Proportionen für andere Frauen gemacht worden sein und anderes vielleicht sogar für einen Mann.

Daneben stand auf einem Ständer ein Exoskelett, wie Jonas erklärte.

Es war deutlich zu erkennen, dass es für Arme und Beine vorgesehen war. Dort, wo der Körper sein müsste, befand sich ein komplett freier Bereich. Bei den Armen waren Schultern, Ellenbogen und die Handschuhe aus dem Gewebe gefertigt, das sie vom Korsettteil ihres Apparates kannte. Bei den Beinen war dieses Material ganz oben und an den Knien ebenfalls vorhanden. Die übrigen Bereiche bestanden aus glänzend poliertem Edelstahl.

Doch was war das – das konnte man doch nicht Schuhe nennen. Die Füße hätten, wenn überhaupt, komplett ausgestreckt hineingesteckt werden müssen. Und es gab nicht einmal einen Absatz, sodass man darin nur auf den Zehenspitzen stehen könnte, wie eine Ballerina.

„Und das hättest du alles noch bei mir angebaut?“

Sie hatte ihn ertappt.

„Wenn es nötig gewesen wäre und deine Arm- und Beinmuskeln sich nicht wieder erholt hätten, dann schon.“

„Du magst es, mich in Edelstahl zu sehen, stimmt’s?“

Und wieder hatte Sophia recht. Sie war froh, dass sie dieses Exoskelett, wie er es nannte, nicht auch noch angelegt bekommen hatte – falls das überhaupt möglich gewesen wäre. Sie fragte sich, warum es angefertigt worden war, obwohl sie es schon vor Längerem abgelehnt hatte.

Sophia meinte inzwischen, alles in der Werkstatt gesehen zu haben.

„In so einem alten Schloss … gibt es da nicht auch ein Verlies?“

„Da wäre deine Gefangene doch sicher am besten aufgehoben“, sagte Sophia und überkreuzte spielerisch ihre Handgelenke.

Fast hätte sie vergessen, dass sie eigentlich noch böse auf Jonas war, und zog ihre Hände schnell wieder zurück.

„Nein, das Schloss ist nicht so alt, wie du vielleicht denkst.“
35. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von Gernekeusch247 am 26.05.26 06:11

Guten Morgen

Spannende Geschichte.

Ich bin mir sicher, Sophia wird irgendwann rebellieren und ausbrechen wollen. Als Folge könnte ich mir vorstellen, daß es ganz zufällig einen weiteren Unfall geben wird. Der sie dann komplett uneigenständig und komplett bewegungslos machen wird. Vielleicht fällt sie ja irgendwann so ganz rein zufällig vom Pferd? Was muß dann von ihr selbst noch sichtbar bzw. übrig bleiben? Eine Flucht wäre ja schließlich sehr fatal für Jonas.

wird sie das Vertrauen das sie bei Jonas genießt verieren?

Wird sie weiter als Versuchkaninchen benutzt? Wie weit geht die Technik noch? Funktioniert ihr Kopf und ihr Verstand irgendwann auf einem kompletten Roboterkörper aus glänzendem Edelstahl?

Wie weit kann Willen und Verstand beeinflusst werden, daß sie nicht doch irgendwann gefährlich wird?

Vieleicht macht irgendwann ein nach außen willenloser Roboter Führunge durch das Schloss. vielleicht wird sie von potentiellen Kunden ausgiebig getestet und benutzt.... Vielleicht wird sie auf Messen gezeigt?

Oder verbringt sie den Rest ihres Lebens als Statue komplett in Edelstahl im Büro von Jonas. Wer weiß. Vielleicht lebt die Frau von seinem Vater als Statue in seinem Büro.

Da ist noch sehr viel Kopfkino drin.

Herr von Gernekeusch.
36. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von BGlife am 26.05.26 07:15

Hallo Gernekeusch,
Es freut mich, daß meine Geschichte bei dir so lebhaftes Kopfkino auslöst.
Danke für deinen Kommentar.
37. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von BGlife am 27.05.26 05:29

Kapitel 15

"Und was möchtest du als nächstes sehen?"

"Hattest du nicht von einem Schwimmbad gesprochen?"

"Das ist eine ausgezeichnete Idee."

Bei dem, was sie erblickte, wäre Sophia der Begriff Schwimmbad nicht in den Sinn gekommen.

Es war eine Badelandschaft, die einem großen Hotel gerecht geworden wäre.

Ein Teil des Sees war abgetrennt worden und wirkte wie ein natürliches Freibad.

Etwas oberhalb befanden sich mehrere Becken – teilweise überdacht, sodass man selbst bei Regen baden konnte.

Es gab einen Wasserfall, eine Grotte und einen riesigen Whirlpool. Außerdem fanden sich dort Teiche mit exotischen Fischen, kleine Bachläufe, verschiedene Liegeflächen und sogar eine Bar.

In einigen Becken stieg Dampf auf, als handele es sich um heiße Quellen.

Sophia konnte kaum glauben, was sie sah. Am auffälligsten waren jedoch mehrere lebensgroße Statuen aus glänzendem Edelstahl, die in verschiedenen, aufreizenden Posen dargestellt waren. Auf den ersten Blick konnte Sophia keine Unregelmäßigkeiten an den allesamt weiblichen Körpern erkennen. 'Obwohl ... War da nicht auch eine echte Nixe?'

„Möchtest du vielleicht schwimmen gehen?“, riss Jonas sie aus ihrer Starre. Er hielt ihr bereits einen cremeweißen Badeanzug hin.

Sophia musste nicht lange überzeugt werden; zu sehr wollte sie herausfinden, wie sich Baden mit dem Apparat anfühlt.

Sie zog ihr Kleid aus und schlüpfte in den Badeanzug. Jonas half ihr, den Reißverschluss am Rücken zu schließen. Der Badeanzug passte perfekt und bedeckte den Apparat vollständig.

Sie begab sich zum Thermalbecken, denn kaltes Wasser mochte sie nicht besonders.

Schwimmen mit dem Apparat war erstaunlich einfach. Sie lag fast so im Wasser, als hätte sie gar nichts an.

Auch die Schwimmbewegungen wurden durch den Apparat kaum behindert. Sie schwamm zur Bar, ließ sich einen Cocktail mixen und begab sich damit zum Bereich mit den Massagedüsen. Es war völlig ungewohnt für Sophia, dass sie, obwohl sie komplett im Wasser war, dieses nur an ihren Armen und Beinen spüren konnte. Vielleicht könnte Jonas die Waschfunktion mit den Massagedüsen koppeln.

Mit derartigen Annehmlichkeiten könnte sie ihr jetziges Leben vielleicht akzeptieren.

Die angenehme Wärme des Wassers hatte sich längst auf ihren gesamten Körper übertragen, sodass sie beinahe eingeschlafen wäre. Nur das Piepen ihrer Smartwatch hatte sie davon abgehalten. Das Menü sah jetzt etwas verändert aus. Sicher nur ein Update, dachte sie.

Auch Jonas hatte sich inzwischen umgezogen und kam, in einen Bademantel gehüllt, an das Thermalbecken. Je näher er kam, desto intensiver bewegte sich wieder das Ding in ihr.

Sophia positionierte sich gut sichtbar im Becken und ahmte dabei eine der Edelstahlstatuen nach, um seine Aufmerksamkeit zu gewinnen.

„Du bist unmöglich – das hast du doch mit Absicht gemacht“, sagte Sophia empört, denn ihr nasser Badeanzug war fast durchsichtig geworden und der Apparat deutlich zu erkennen.

Jonas sagte nichts und entledigte sich des Bademantels.

Zum Vorschein kam sein komplett von Edelstahl bedeckter Torso, der in der Sonne glänzte.

„Ich dachte, du wärst nicht gern die Einzige, die in Edelstahl eingeschlossen ist.“



Ende zweiter Teil
38. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von KK 2 am 27.05.26 06:14

Evtl.wird sie Testerin für Jonas Ideen und einiges davon macht ihr so viel Freude, das sie das eine oder andere in ihren Apparat Integriert haben möchte...
48 Stunden Stählerne Nixe im Thermobecken, 12 Stunden Vollstahlstatue bei einer Familienfeier der von und zu...
Und sicher gibt es auch noch die eine oder andere nicht Lebensgefährliche, Fehlfunktion bei den Prototypen Tests...
Das Kopfkino rotiert
39. RE: Der Apparat - Teil 2

geschrieben von BGlife am 27.05.26 19:01

Vielen Dank KK 2.
Unser Kopfkino ist schon ziemlich ähnlich.
Das freut mich sehr.
Gruß BGlife


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