Restriktive Foren

Thema:
eröffnet von evi.blum am 12.08.26 17:39
letzter Beitrag von kurtbauer am 21.09.26 13:39

1. Lena, die Puppe

geschrieben von evi.blum am 12.08.26 17:39

**Kapitel 1**

Ich heiße Lena, bin 26 und habe schon als Kind mehr mit Puppen gesprochen als mit Menschen. Nicht weil ich schüchtern war, zumindest nicht nur. Sondern weil sie stillhielten. Weil sie taten, was man wollte. Weil sie schön waren, auch wenn niemand hinsah. Später wurde daraus etwas Größeres. Ich sammelte Marionetten, Gliederpuppen, Ball-Jointed Dolls. Ich lernte, sie zu führen, ihre Gelenke zu ölen, ihre Gesichter zu bemalen. Aber irgendwann reichte es nicht mehr, sie zu bewegen. Ich wollte die sein, die bewegt wird.

Der Gedanke ließ mich nicht los. Nachts lag ich wach und stellte mir vor, wie es wäre, wenn mein Körper nicht mehr mir gehörte. Wenn jemand anders die Fäden in der Hand hielt. Wenn ich nur noch Pose, Gewicht und Gehorsam wäre. Ich suchte monatelang. Foren, dunkle Ecken des Internets, Anzeigen, die nach zwei Tagen verschwanden. Die meisten Angebote waren entweder Betrug oder reiner Rollenspiel-Kram ohne echte Absicht. Bis ich auf die Seite stieß.

„Atelier Varn“. Spezialisierte Transformation und Führung. Keine großen Versprechen, keine kitschigen Bilder. Nur eine knappe Beschreibung und eine E-Mail-Adresse. Ich schrieb. Drei Tage später kam die Antwort: ein Termin. Heute.

Das Gebäude lag am Rand der Stadt, zwischen alten Lagerhallen. Kein Schild an der Tür, nur eine Klingel und eine Kamera. Ich drückte, das Schloss surrte, und ich trat ein. Der Flur war kahl, das Licht kühl. Am Ende wartete eine Frau hinter einem schmalen Empfangstisch. Mitte vierzig, strenge Haltung, dunkle Kleidung.

„Lena?“ fragte sie nur.

Ich nickte. Meine Hände waren feucht. Ich steckte sie in die Taschen meiner Jacke, damit sie nicht zitterten.

„Setzen Sie sich.“ Sie deutete auf den einzigen Stuhl vor dem Tisch. „Sie haben geschrieben, dass Sie eine Puppe werden wollen. Erklären Sie das genauer.“

Ich atmete einmal tief durch. Die Worte, die ich mir so oft im Kopf zurechtgelegt hatte, kamen plötzlich schwerer als gedacht.

„Ich will nicht mehr entscheiden müssen“, sagte ich. „Nicht mehr laufen, wann ich will. Nicht mehr sprechen, wann ich will. Ich will, dass jemand anders entscheidet, wie ich stehe, wie ich sitze, wie ich aussehe. Ich will Gelenke haben, die man feststellen kann. Ein Gesicht, das man bemalt. Und ich will… dass es wirklich ist. Nicht nur für eine Stunde.“

Die Frau beobachtete mich, ohne zu nicken. Nur ihr Kugelschreiber bewegte sich leicht zwischen den Fingern.

„Wir machen das hier nicht aus Spaß“, sagte sie schließlich. „Und nicht für Leute, die nach zwei Wochen wieder raus wollen. Wenn Sie hier anfangen, ändern sich Dinge. Körperlich. Mental. Manche kommen damit klar. Andere nicht. Bevor wir überhaupt über den Prozess sprechen, will ich wissen, wie weit Sie bereit sind zu gehen.“

Ich sah ihr in die Augen. Zum ersten Mal seit Wochen fühlte sich etwas in mir ruhig an.

„So weit, wie nötig“, antwortete ich. „Ich habe lange genug gesucht.“

Sie legte den Kugelschreiber beiseite, zog eine Mappe hervor und schob sie zu mir herüber.

„Dann lesen Sie das. Langsam. Und wenn Sie immer noch hier sitzen wollen, wenn Sie fertig sind… dann reden wir weiter.“

Ich schlug die Mappe auf. Draußen fuhr irgendwo ein Lkw vorbei. Drinnen war es still. Und zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass ich am richtigen Ort war.

**Kapitel 2**

Die Mappe war dicker, als sie von außen wirkte. Die Frau, sie hatte sich immer noch nicht vorgestellt, lehnte sich leicht zurück und beobachtete mich, während ich die ersten Seiten umblätterte.

„Lesen Sie erst die Verschwiegenheitserklärung“, sagte sie. „Ohne Unterschrift gehen wir keinen Schritt weiter. Was hier passiert, bleibt hier. Keine Fotos, keine Gespräche, keine Andeutungen. Auch nicht gegenüber Partnern, Freunden oder Ärzten. Verstöße werden juristisch verfolgt.“

Ich las. Die Formulierung war klar, kalt und ohne Schmuck. Ich unterschrieb, ohne zu zögern. Der Stift fühlte sich schwer an in meiner Hand.

Danach schob sie mir den eigentlichen Vertrag hin. „Das ist die Rahmenvereinbarung. Sie regelt nur das Grundsätzliche. Dauer und Kosten. Alles Konkrete, welche Art von Puppe, welche Haltung, welche Einschränkungen, welche Dauer der einzelnen Phasen, das kommt später. Erst müssen wir wissen, ob und wie Sie bezahlen.“

Ich blätterte weiter. Zwei Modelle waren aufgeführt.

„Selbstzahler“, erklärte sie, als sie meinen Blick bemerkte. „Sie tragen die gesamten Kosten selbst. Dafür behalten Sie das Bestimmungsrecht. Sie entscheiden über die Form der Transformation, über die Art der Führung, über die Dauer und auch darüber, was danach mit Ihnen geschieht. Verleih, Verkauf, private Nutzung, Rückführung, alles liegt bei Ihnen. Sie bleiben, in gewisser Weise, Eigentümerin Ihrer selbst.“

Sie machte eine kurze Pause.

„Oder gesponserte Zahlung. In diesem Fall übernimmt ein Dritter die Kosten. Manchmal ein Einzelner, manchmal eine Gruppe, manchmal eine Institution. Sobald Sie sich für eine bestimmte Puppenart entschieden haben, endet Ihr Mitspracherecht. Vollständig. Sie werden hergestellt, ausgebildet und anschließend nach den Wünschen des Sponsors eingesetzt. Keine Verhandlungen mehr. Keine Revision. Keine Rücknahme. Sie gehören dann nicht mehr sich selbst.“

Mein Mund war trocken. Gleichzeitig spürte ich, wie sich zwischen meinen Beinen alles zusammenzog. Die Feuchtigkeit kam schnell und deutlich. Ich presste die Oberschenkel unauffällig aneinander, aber es half nicht viel. Der Gedanke, dass jemand anderes nicht nur über meinen Körper, sondern über meine gesamte weitere Existenz entscheiden würde, ohne dass ich noch ein Wort mitzureden hätte, machte mich so erregt, dass mir kurz schwindlig wurde.

Die Frau sah mich an. Ihr Gesichtsausdruck veränderte sich nicht, aber ich hatte das Gefühl, dass sie genau wusste, was gerade in mir vorging.

„Die meisten, die hier sitzen, reagieren auf eine der beiden Optionen besonders stark“, sagte sie ruhig. „Manche wollen die Kontrolle behalten. Andere wollen sie endgültig abgeben. Beides ist möglich. Beides hat Konsequenzen.“

Ich schluckte.

„Und die Dauer?“ fragte ich heiser.

„Für Selbstzahler frei verhandelbar. Für Gesponserte in der Regel unbefristet, sobald die Transformation abgeschlossen ist. Es gibt Ausnahmen, aber sie sind selten und teuer.“

Sie legte die Hände flach auf den Tisch.

„Sie müssen sich heute noch nicht endgültig entscheiden. Aber Sie müssen mir sagen, in welche Richtung Sie tendieren. Sonst machen wir hier nicht weiter.“

Ich spürte, wie meine Unterwäsche feucht an meiner Haut klebte. Der Gedanke an die zweite Option pulsierte in mir, heiß und klar.

„Ich… möchte mehr über die gesponserte Variante hören“, sagte ich leise.

Die Frau nickte einmal, wie wenn sie das erwartet hätte, und zog ein zweites Dokument aus der Schublade.

**Kapitel 3**

„Sie müssen heute nichts entscheiden“, sagte die Frau. Ihre Stimme blieb gleichmäßig, fast geschäftsmäßig. „Gar nichts. Ich erkläre Ihnen nur die gesponserte Variante, damit Sie verstehen, worauf Sie sich einlassen würden.“

Sie lehnte sich etwas vor.

„Bei der gesponserten Zahlung übernehmen externe Auftraggeber sämtliche Kosten: Transformation, Ausbildung, Haltung, Pflege. Im Gegenzug erwerben sie das vollständige Verfügungsrecht über das fertige Produkt. Sie wählen aus einem Katalog oder lassen nach Maß anfertigen. Sobald die grundlegende Form feststeht und der Prozess beginnt, haben Sie kein Mitspracherecht mehr. Keine Änderungswünsche. Keine Rücktrittsklausel. Keine Möglichkeit, später zu widersprechen. Sie werden hergestellt und anschließend nach den Vorgaben des Sponsors eingesetzt. Das kann Ausstellung sein, private Nutzung, Verleih an Dritte oder dauerhafte Lagerung. Alles, was der Auftraggeber wünscht.“

Mein Herz schlug so heftig, dass ich es in den Ohren spürte. Die Feuchtigkeit zwischen meinen Beinen war mittlerweile unangenehm deutlich. Ich rutschte unwillkürlich auf dem Stuhl hin und her.

Die Frau beobachtete mich einen Moment länger, dann fragte sie:

„Möchten Sie sich ein Bild vom Produkt machen?“

Die Frage traf mich wie ein Schlag. Ich nickte sofort, zu heftig, zu gierig. „Ja. Bitte.“

Sie stand auf, ohne ein weiteres Wort, und ging voraus. Ich folgte ihr durch eine unauffällige Seitentür in einen größeren Raum. Das Licht war hier heller, kühler, beinahe klinisch. Und dann sah ich sie.

Mehrere Puppen standen in einem weiten Halbkreis. Manche auf Sockeln, andere frei. Schlanke, fast knabenhafte Gestalten mit langen Gliedmaßen. Weibliche Figuren mit engen Taillen und betonten Hüften. Andere mit schweren Brüsten, weichen Bäuchen, dicken Schenkeln, richtig fette Körper, die dennoch steif und künstlich wirkten. Alle in verschiedenen Posen erstarrt. Manche mit leeren Gesichtern, andere bereits bemalt. Einige trugen Perücken, andere waren kahl. Die Vielfalt war absichtlich, beinahe demonstrativ.

Mein Atem ging flacher. Ich wollte näher heran, wagte es aber nicht ohne Erlaubnis.

Die Frau blieb vor einer klassischen Schaufensterpuppe stehen. Glatte, elfenbeinfarbene Oberfläche. Ausdrucksloses Gesicht mit leicht geöffneten Lippen. Arme in einer eleganten Verkaufshaltung angewinkelt. Beine parallel, Füße in einer Position, als trüge sie Absätze, obwohl sie barfuß war. Der Körper war schlank, aber nicht übertrieben. Realistisch genug, um menschlich zu wirken – und gleichzeitig so tot, dass der Gedanke absurd erschien.

„Diese hier“, sagte die Frau ruhig und legte eine Hand an die glatte Hüfte der Figur, „ist seit acht Monaten fertig. Der Sponsor lässt sie derzeit in einem privaten Showroom stehen.“

Ich starrte. Die Haut, oder was wie Haut aussah, war makellos. Keine Poren, keine Härchen, keine kleinen Unregelmäßigkeiten. Die Gelenke an Ellenbogen und Knien waren nur als feine Linien angedeutet. Ich wollte etwas sagen, aber mir fehlten die Worte.

„Das… das soll ein Mensch sein?“ brachte ich schließlich hervor. Meine Stimme klang dünn. „Da steckt wirklich jemand drin?“

Die Frau sah mich von der Seite an.

„Nicht mehr in dem Sinne, wie Sie es meinen. Der Körper wurde angepasst, stabilisiert und in dieser Form fixiert. Was übrig ist, dient dem Zweck. Sie atmet. Der Kreislauf funktioniert. Aber sie bewegt sich nicht selbstständig. Sie denkt nicht in dem Umfang, wie Sie es tun. Sie ist Produkt.“

Ich trat einen Schritt näher. Die Puppe roch nach nichts. Kein Parfüm, kein Schweiß, kein Mensch. Nur eine schwache, sterile Note. Mein Unterleib pochte heftig. Der Gedanke, dass in diesem steifen, makellosen Körper einmal jemand gewesen war, der genauso hier gestanden hatte wie ich jetzt, der genauso nass gewesen war vor Aufregung, ließ mich kurz die Augen schließen.

Als ich sie wieder öffnete, sah die Frau mich erwartungsvoll an.

„Fragen Sie ruhig“, sagte sie. „Solange Sie noch fragen können.“
2. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von Glatzkopf am 13.08.26 07:08


Ein sehr interessanter Beginn der Geschichte. Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht.
3. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von MartinII am 13.08.26 09:13

Auch wenn mich mentale Veränderungen an einer Sub immer etwas irritieren: ein toller Anfang. Ich bin schon gespannt, wie es weitergehen wird.
4. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von burli am 13.08.26 13:01

Interessanter Beginn!
Mach was draus!
Grüßli von burli
5. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von evi.blum am 14.08.26 17:06

**Kapitel 4**

„Darf ich sie anfassen?“ Die Frage war raus, bevor ich sie zurückhalten konnte.

Die Frau nickte nur kurz. „Vorsichtig. Und nur das, was ich erlaube.“

Ich streckte die Hand aus. Die Oberfläche war glatt, kühl und leicht nachgiebig, nicht hart wie Plastik, eher wie sehr dichtes, behandeltes Material. Ich umfasste den rechten Unterarm der Puppe und hob ihn vorsichtig an. Er folgte meinem Zug widerstandslos, fast gewichtslos. Als ich ihn in einer neuen Position losließ, den Ellenbogen etwas höher, die Hand nach innen gedreht, blieb er genau dort. Kein Zittern, kein Zurückfedern. Einfach still.

Mein Herz raste. Ich schluckte.

„Wie… wie werden sie versorgt?“ fragte ich leise. „Wie atmen sie? Was ist mit Essen, Trinken, Ausscheidung? Mit Schlaf?“

Die Frau schüttelte kaum merklich den Kopf. „Das sind Betriebsgeheimnisse. Alles, was lebensnotwendig ist, wird gewährleistet. Mehr brauchen Sie an dieser Stelle nicht zu wissen.“

Sie ging ein paar Schritte weiter und blieb vor einer anderen Figur stehen. Diese war schlanker, die Proportionen bewusst aufreizend: schmale Taille, hohe, feste Brüste, lange Beine. Das Gesicht war ausdruckslos, die Augen halb geöffnet, der Mund leicht geöffnet. Die Haut wirkte genauso künstlich glatt.

„Dieses Modell ist empfindungsfähig“, sagte sie. „Nur an ausgewählten Stellen. Brustwarzen und der Bereich um Klitoris und Scheideneingang. Der Rest ist abgestumpft oder vollständig deaktiviert. Sie spürt dort sehr klar, aber sie kann nichts dagegen tun.“

Sie sah mich an. „Berühren Sie sie. Dort.“

Meine Hand zitterte, als ich sie hob. Ich strich mit dem Daumen über eine der festen Brustwarzen. Unter meinen Fingern fühlte es sich an wie glattes Puppenmaterial, kühl, widerstandslos, künstlich. Kein Erwärmen, kein Straffen. Nur die Oberfläche einer Puppe.

Aber in dem leeren Gesicht geschah etwas. Die Augen wurden für einen kurzen Moment größer. Ein winziger, hilfloser Ausdruck, der sofort wieder verschwand. Mehr nicht. Kein Laut, keine Bewegung, kein Versuch, sich abzuwenden. Nur dieses kurze Weiten der Augen, und dann wieder absolute Stille.

Der Anblick schlug mir direkt in den Unterleib. Ich war so nass, dass ich es deutlich spürte.

Die Frau ließ mir einen Moment, dann führte sie mich zu einer dritten Figur. Diese stand mit leicht gespreizten Beinen, der Oberkörper ein wenig nach vorn geneigt. Zwischen ihren Schenkeln war etwas zu sehen, ein schmaler, fest sitzender Einsatz.

„Die Dauergeile“, sagte die Frau sachlich. „In ihr steckt ein speziell angepasster Vibrator. Er läuft auf einer Frequenz, die sie permanent am Rand des Orgasmus hält. Nie ganz darüber. Nie darunter. Der Körper produziert durchgehend Erregung, Feuchtigkeit, Anspannung. Der Geist… nun. Der Geist registriert es. Dauerhaft. Ohne Erlösung.“

Ich starrte auf die Figur. Irgendwo tief in diesem steifen, makellosen Körper war jemand, der seit unbekannter Zeit genau an dieser Grenze hing. Ohne Möglichkeit, es zu beenden. Ohne Möglichkeit, auch nur den Mund zu öffnen und darum zu bitten.

Meine Knie wurden weich.

Die Frau legte den Kopf leicht schief.

„Haben Sie genug gesehen“, fragte sie ruhig, „oder möchten Sie noch etwas genauer betrachten?“

**Kapitel 5**

Ich wollte schon antworten, dass ich genug gesehen hätte, und blieb doch stehen. Mein Blick war an einer der deutlich korpulenteren Figuren hängengeblieben. Schwere Brüste, die auf einem weichen, ausladenden Bauch ruhten. Breite Hüften, dicke Oberschenkel, die sich berührten. Die Arme hingen schwer neben dem Körper. Alles wirkte massig, weich, beinahe unbeholfen, und gleichzeitig absolut starr.

„Die interessiert Sie“, stellte die Frau fest. Keine Frage.

Ich nickte langsam. „Ja. Irgendwie… ja.“

Sie trat neben die Figur und legte eine Hand auf die dicke Hüfte. Das Material gab ein wenig nach, federt zurück, blieb aber in Form.

„Äußerlich wirken sie voluminös. Weich. Manche Sponsoren wünschen genau das, den Kontrast zwischen der massigen Erscheinung und der völligen Bewegungslosigkeit. Aber innen…“ Sie machte eine kleine Pause. „Innen ist es extrem eng. Die Hohlräume wurden bewusst reduziert. Die Scheide ist eng, sehr eng. Der After ebenfalls. Selbst die Mundhöhle wurde angepasst. Was von außen nachgiebig und großzügig aussieht, ist innen auf ein Minimum zusammengedrängt. Jede Einfuhr erzeugt starken Druck. Jede Bewegung reibt stark. Der Körper registriert das alles sehr deutlich.“

Ich starrte auf die schwere, ruhige Gestalt. Der Gedanke war beinahe absurder als alles, was ich bisher gehört hatte, und genau deshalb ließ er mich nicht los.

„Und sie… weiß das?“ fragte ich heiser.

„Nur sie“, antwortete die Frau. „Von außen sieht niemand den Widerspruch. Wer sie benutzt, spürt zwar die Enge, aber er sieht trotzdem diesen dicken, weichen Körper vor sich. Der Kontrast existiert ausschließlich für sie selbst. Sie spürt, wie eng sie innen ist, während sie gleichzeitig fühlt, wie schwer und ausladend ihr Äußeres wirkt. Dieses Wissen gehört allein ihr. Es gibt niemanden, dem sie es mitteilen könnte.“

Mir wurde heiß. Die Feuchtigkeit zwischen meinen Beinen war inzwischen so stark, dass ich sie bei jeder kleinen Bewegung spürte. Ich stellte mir vor, in genau diesem Körper zu stecken, äußerlich groß und weich, innerlich so eng, dass schon der kleinste Eindringling alles ausfüllte. Und niemand außer mir würde jemals wissen, wie sich das anfühlte.

Die Frau beobachtete meine Reaktion aufmerksam.

„Möchten Sie sie anfassen?“ fragte sie. „Nur äußerlich natürlich. Das Innere bleibt den jeweiligen Besitzern vorbehalten.“

Ich hob die Hand, zögerte eine Sekunde und legte sie dann auf den schweren Unterbauch der Puppe. Das Material war kühl und leicht nachgiebig. Unter meinen Fingern lag dieses massive Volumen, das so gar nicht zu der Enge passte, von der die Frau gesprochen hatte.

Nur die Puppe wusste davon.

Nur sie.

Ich zog die Hand langsam zurück. Meine Stimme klang rau, als ich endlich wieder sprach.

„Was… was kommt jetzt?“
6. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von 8ball am 14.08.26 17:35

Ein guter Anfang. Bin gespannt, wie es mit Lena weiter geht - wie wird sie sich entscheiden
7. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von Glatzkopf am 15.08.26 09:59

Das sind schon tolle Dinge, die ihr da gezeigt werden. wie wird sie sich entscheiden, darauf bin ich sehr gespannt.
8. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von MartinII am 15.08.26 18:06

Ob wir die "Betriebsgeheimnisse" hinsichtlich der Körperfunktionen auch noch erfahren werden?
9. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von kurtbauer am 16.08.26 08:09

Die Betriebsgeheimnisse würde man erfahren, wenn Lena umgebaut wird, falls es dazu kommt.
Bodymodifikation ist schon sehr spannend, da gibt's tolle Storys darüber
10. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von evi.blum am 17.08.26 06:43

**Kapitel 6**

Die Frau nahm meine Hand von der dicken Puppe und ließ sie langsam sinken.

„Das reicht für heute“, sagte sie bestimmt. „Sie gehen jetzt nach Hause.“

Ich blinzelte, plötzlich aus dem Bann gerissen. „Jetzt? Aber ich…“

„Jetzt.“ Ihre Stimme ließ keinen Widerspruch zu. „Sie haben genug gesehen und gehört, um sich ein Bild zu machen. Mehr Informationen bekommen Sie erst, wenn Sie eine grundsätzliche Entscheidung getroffen haben. Selbstzahlerin oder gesponsert. Welche Richtung. Ob überhaupt.“

Sie ging zurück zum Eingang des Raumes. Ich folgte ihr wie ferngesteuert. Die Puppen blieben hinter mir zurück, schlank, kurvig, fett, empfindungsfähig, dauergeil. Alle starr. Alle hilflos. Alle real.

Im vorderen Büro angelangt, reichte sie mir einen schmalen Umschlag.

„Darin finden Sie die wichtigsten Rahmenbedingungen noch einmal schriftlich. Und die Kontaktdaten für Rückfragen, die allerdings erst nach Ablauf einer Bedenkzeit entgegengenommen werden.“ Sie sah mich an. „Ihr nächster Termin ist in genau zwei Wochen. Gleicher Tag, gleiche Uhrzeit. Bis dahin erwarten wir keine Nachricht von Ihnen. Nutzen Sie die Zeit. Überlegen Sie in Ruhe, was Sie wirklich wollen. Und was Sie bereit sind, aufzugeben.“

Mein Körper pulsierte noch immer. Die Feuchtigkeit in meiner Unterwäsche war deutlich spürbar, und jeder Schritt erinnerte mich daran. Trotzdem nickte ich.

„Zwei Wochen“, wiederholte ich.

„Zwei Wochen“, bestätigte sie. „Wenn Sie kommen, bringen Sie eine Entscheidung mit. Keine halben Sachen. Entweder Sie sind bereit oder Sie sind es nicht.“

Sie begleitete mich zur Tür. Bevor sie öffnete, hielt sie mich noch einmal mit dem Blick fest.

„Und Lena…“ Zum ersten Mal benutzte sie meinen Namen. „Was auch immer Sie entscheiden: Ab dem Moment, in dem der Prozess beginnt, gibt es kein Zurück in das Leben, das Sie jetzt führen. Behalten Sie das im Kopf.“

Die Tür schloss sich hinter mir. Draußen war es heller, lauter, normaler. Ich stand einen Moment auf dem Bürgersteig und atmete tief durch. Zwischen meinen Beinen war ich immer noch nass. In meinem Kopf drehten sich die Bilder der Puppen.

Zwei Wochen.

Ich steckte den Umschlag ein und machte mich auf den Weg nach Hause.

**Kapitel 7**

Der Weg nach Hause war eine Qual.

Jeder Schritt rieb den nassen Stoff meiner Unterwäsche gegen mich. Die Straßen, die Bahnen, die anderen Menschen alles kam mir unwirklich vor. Ich spürte nur noch den Puls zwischen meinen Beinen, das pochen, das Ziehen, die Feuchtigkeit, die sich mit jeder Bewegung neu verteilte. So etwas war mir noch nie passiert. Nicht bei Filmen, nicht bei Büchern, nicht bei echten Begegnungen. Diese Mischung aus Hilflosigkeit, Ausgeliefertsein und der absoluten, klinischen Endgültigkeit hatte etwas in mir ausgelöst, das ich nicht mehr abstellen konnte.

Meine Beine zitterten, als ich die Wohnungstür hinter mir zuschlug. Ich ließ Jacke und Tasche einfach fallen, schaffte es gerade noch ins Schlafzimmer und sank auf die Bettkante. Die Hände zitterten so stark, dass ich den Reißverschluss der Hose kaum öffnen konnte. Ich schob die Hose und die durchnässte Unterwäsche hinunter, spreizte die Beine und legte die Finger direkt dorthin, wo ich sie am dringendsten brauchte.

Nass. Extrem nass. Meine Finger glitten mühelos.

Ich schloss die Augen und suchte mir eine der Puppen aus.

Zuerst die Schaufensterpuppe. Glatte, steife Haltung. Arme in einer festen Position. Ich stellte mir vor, wie jemand meinen Arm anhob und ihn einfach dort ließ, wo er ihn hinlegte. Wie mein Körper gehorsam blieb. Wie ich nichts tun konnte, außer zu spüren.

Meine Finger kreisten schneller.

Dann die empfindungsfähige. Nur Brustwarzen und Klitoris noch aktiv. Der Rest stumm. Ich massierte mich härter und stellte mir vor, dass jemand genau dort an mir spielte, während der Rest meines Körpers nichts als kaltes, unbewegliches Material war. Nur die Augen durften kurz größer werden. Mehr nicht. Kein Laut. Keine Gegenwehr. Absolute Hilflosigkeit.

Ein Stöhnen entkam mir.

Und dann die Dauergeile. Der Gedanke an den fest sitzenden Vibrator, der nie aufhörte, der mich endlos am Rand hielt, ohne Erlösung, ließ meine Hüften sich von allein bewegen. Ich rieb schneller, fester, atemlos. In meiner Vorstellung war ich bereits eine von ihnen. Steif. Zur Schau gestellt. Benutzt oder einfach nur hingestellt. Mein Körper gehörte nicht mehr mir. Meine Erregung gehörte nicht mehr mir. Alles war Produkt.

Der Orgasmus kam heftig und plötzlich. Ich krümmte mich, pressierte die Beine zusammen, stöhnte in das Kissen und kam in Wellen, die länger anhielten, als ich es gewohnt war. Als es vorbei war, lag ich mit zittrigen Schenkeln da, die Finger noch immer zwischen den Beinen, den Blick an die Decke gerichtet.

Zwei Wochen.

Ich wusste jetzt schon, dass diese zwei Wochen die längsten meines Lebens werden würden.

**Kapitel 8**

Die erste Woche war ein einziger Schwebezustand.

Morgens wachte ich auf und spürte sofort den Druck zwischen meinen Beinen, als hätte der Traum die Erregung einfach mitgenommen. Tagsüber versuchte ich, normal zu funktionieren. Arbeit, Einkaufen, Mails beantworten, den Haushalt irgendwie am Laufen halten. Aber ich brachte kaum etwas ordentlich zu Ende. Mitten im Tippen blieb ich hängen, weil vor meinem inneren Auge plötzlich die Schaufensterpuppe stand, den Arm noch genau in der Position, in die ich ihn gelegt hatte. Beim Kochen vergaß ich das Salz, weil ich an die enge, dicke Puppe dachte. Außerlich weich und massig, innen so eng, dass jeder Eindringling sie vollständig ausfüllte. Im Bad blieb ich vor dem Spiegel stehen und musterte meinen eigenen Körper, als würde ich bereits prüfen, wie er sich verändern ließe.

Die Angst war da. Klar und kalt.

Für immer.

Kein Zurück.

Kein Mitspracherecht mehr, sobald ich mich für die gesponserte Variante entschied. Der Gedanke ließ mir manchmal das Blut in den Adern gefrieren. Was, wenn es zu viel wurde? Was, wenn ich es mir anders überlegte, wenn es zu spät war? Was, wenn ich in einem dieser steifen Körper gefangen war und nur noch spüren konnte, ohne jemals wieder selbst zu handeln?

Doch jedes Mal, wenn die Angst hochkam, folgte unmittelbar die Lust hinterher. Heißer, stärker, unnachgiebiger. Die Vorstellung, endgültig abzugeben. Nicht mehr entscheiden zu müssen. Einfach nur noch Produkt zu sein. Die Feuchtigkeit kam dann so schnell, dass ich mich manchmal auf der Toilette einschließen und die Beine zusammenpressen musste, bis der Impuls nachließ.

Abends hielt ich es nicht mehr aus.

Jeden einzelnen Abend.

Kaum war die Tür hinter mir geschlossen, landeten Hose und Unterwäsche auf dem Boden. Manchmal schaffte ich es noch bis zum Bett, manchmal nicht. Ich legte mich hin, spreizte die Beine und griff zwischen sie, während die Bilder kamen.

Mal war ich die empfindungsfähige Puppe, die nur an zwei Stellen noch etwas spürte und deren Augen kurz größer wurden, wenn man sie berührte. Mal die Dauergeile, endlos am Rand gehalten, ohne jemals ankommen zu dürfen. Mal die dicke, deren Inneres so eng war, dass nur sie selbst von dem Widerspruch wusste. Und immer wieder die Schaufensterpuppe. Steif, elegant, absolut willenlos, einfach hingestellt und vergessen oder benutzt, ganz wie es dem Besitzer gefiel.

Ich kam heftig. Manchmal mehrfach. Danach lag ich da, mit feuchten Fingern und einem leeren Kopf, nur um festzustellen, dass die Erregung schon nach einer Stunde wieder leise im Hintergrund zu pulsieren begann.

Die Tage vergingen, ohne dass ich wirklich etwas erledigt hätte. Die Wohnung wurde unordentlicher. Die Arbeit blieb liegen. Ich funktionierte gerade so weit, dass niemand etwas merkte. Aber in Wahrheit kreiste alles nur um einen einzigen Punkt:

Die Puppen.

Und die Frage, ob ich in zwei Wochen wirklich zurückgehen und Ja sagen würde.
11. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von Glatzkopf am 17.08.26 09:54


Da bahnt sich offensichtlich etwas ganz Entscheidendes an.
12. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von CupC am 18.08.26 14:46

ist es vernünftig, dass sich Lena zwischen die Beine greift, wenn sie davon fantasiert, eben dies nicht mehr tun zu können?
Aber wer hat schon jemals etwas vernünftiges getan, wenn einen der Rausch der Gefühle überwältigt?
diese Vorstellungen hier machen einen ziemlich heißen Rausch, da kann viel passieren!

Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt ...
13. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von powo01 am 18.08.26 15:00

eine für das Kopfkino sehr anregende Geschichte
14. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von evi.blum am 19.08.26 07:35

**Kapitel 9**

Es war mitten in der Nacht, als der Satz mich wieder einholte.

Ich lag wach, die Bettdecke nur bis zur Hüfte, eine Hand schon wieder zwischen den Beinen, obwohl ich vor wenigen Stunden erst gekommen war. Die Gedanken kreisten wie immer um die Puppen, bis plötzlich die Stimme der Frau ganz klar in meinem Kopf erklang:

„Das kann Ausstellung sein, private Nutzung, Verleih an Dritte oder dauerhafte Lagerung. Alles, was der Auftraggeber wünscht.“

Der Satz traf mich wie ein Stromstoß.

Ich stöhnte leise auf, die Finger glitten von allein fester. Plötzlich war ich nasser als je zuvor in dieser Woche. Die Erregung kam so heftig, dass mir kurz schwindlig wurde.

Ausstellung.

Ich stellte mir vor, in einem hellen Raum zu stehen, auf einem Sockel, das Licht kalt und professionell. Menschen gingen vorbei. Manche blieben stehen. Manche musterten meinen Körper, als wäre ich ein Objekt, weil ich eines war. Niemand fragte, ob ich einverstanden war. Niemand musste es. Ich stand einfach da. Steif. Zur Schau gestellt. Stunden, Tage, Wochen.

Private Nutzung.

Ein Wohnzimmer. Oder ein Schlafzimmer. Oder ein abschließbarer Raum. Jemand, der die Tür öffnete, wann immer er Lust hatte. Der meinen Arm anhob, meine Beine spreizte, mich in eine Pose brachte und mich benutzte. Oder mich einfach nur hinstellte und ansah. Ich konnte nichts sagen. Nichts verweigern. Nicht einmal den Kopf wenden.

Verleih an Dritte.

Der Gedanke ließ meine Hüften sich heben. Ich wurde weitergegeben. An Fremde. An Gruppen. An Leute, die ich nie gesehen hatte und nie wieder sehen würde. Jeder durfte mich in eine andere Haltung bringen, mich anders benutzen, mich für eine Nacht oder ein Wochenende ausleihen wie ein Objekt. Und danach kam ich zurück. Wurde gereinigt. Aufbewahrt. Bis zum nächsten Mal.

Dauerhafte Lagerung.

Dunkelheit. Stille. Ein Regal oder eine Kiste oder ein abschließbarer Schrank. Wochen, Monate, vielleicht Jahre, in denen niemand mich berührte. In denen ich einfach nur existierte, steif, empfindungsfähig an den Stellen, die man mir gelassen hatte, oder endlos erregt, falls mein Sponsor das so angeordnet hatte. Eingelagert. Vergessen. Oder auch nicht. Irgendwann würde die Tür wieder aufgehen. Oder auch nie.

Alles, was der Auftraggeber wünscht.

Ich rieb mich schneller, härter, atemlos. Die verschiedenen Versionen überschlugen sich in meinem Kopf. Mal war ich ausgestellt, mal ausgeliehen, mal privat benutzt, mal einfach nur weggestellt. In jeder Version gehörte ich nicht mehr mir. In jeder Version war ich Produkt. Der Orgasmus baute sich so heftig auf, dass ich die freie Hand in den Mund stopfte, um nicht laut aufzuschreien.

Als ich kam, war es stärker als alles, was ich in den Tagen zuvor erlebt hatte. Mein ganzer Körper verkrampfte sich, die Schenkel zuckten, und ich stöhnte gegen meine Hand, während die Bilder weiterliefen: Ausstellung, Nutzung, Verleih, Lagerung. Immer wieder. Endlos.

Danach lag ich zitternd da, die Finger nass, den Satz der Frau immer noch wie ein Echo im Kopf.

Alles, was der Auftraggeber wünscht.

Und zum ersten Mal seit dem Besuch in dem Atelier hatte ich das Gefühl, dass die Angst kleiner wurde.

Und die Lust größer.


**Kapitel 10**

Die zweite Woche war schlimmer.

Deutlich schlimmer.

Am Montagmorgen saß ich noch einmal kurz auf der Bettkante und starrte auf die Arbeitsunterlagen, die ich am Abend zuvor aufgeschlagen hatte. Die Buchstaben verschwammen vor meinen Augen. Ich las denselben Satz dreimal und verstand ihn trotzdem nicht. Stattdessen sah ich die Schaufensterpuppe vor mir. Den Arm, den ich bewegt hatte. Die Augen der empfindungsfähigen Puppe, die kurz größer geworden waren. Den Satz der Frau über Ausstellung, Verleih und dauerhafte Lagerung.

Ich klappte den Laptop zu.

Es brachte nichts.

Auf der Arbeit hätte ich sowieso nur physisch anwesend sein können. Mein Kopf war nicht mehr dort. Also blieb ich zu Hause. Meldete mich krank, ohne genau zu wissen, was ich schreiben sollte. Irgendeine grippale Geschichte. Niemand hinterfragte es.

Von da an gab es keinen festen Tagesablauf mehr.

Ich lag stundenlang im Bett oder saß auf dem Sofa, die Beine angezogen, und dachte. Immer nur dachte. Selbstzahlerin, Kontrolle behalten, bezahlen, mitbestimmen. Oder gesponsert, alles abgeben, kein Mitspracherecht mehr, sobald die Form feststand. Für immer. Ausstellung. Private Nutzung. Verleih. Lagerung. Der Gedanke kreiste und kreiste und ließ mich nicht los.

Und darunter, unablässig, die Erregung.

Sie ging nicht mehr weg.

Morgens wachte ich feucht auf. Tagsüber pulsierte es leise zwischen meinen Beinen, egal ob ich versuchte, etwas zu essen, eine Serie anzuschauen oder einfach nur aus dem Fenster zu starren. Jede kleine Bewegung erinnerte mich daran. Manchmal reichte schon der Druck des Hosenbunds oder das leichte Reiben des Stoffes, um mich so weit zu bringen, dass ich die Augen schließen und die Luft anhalten musste. Abends, nachmittags, mitten in der Nacht, ich fasste mir immer wieder zwischen die Beine. Nicht mehr nur aus bewusster Lust, sondern weil der Druck unerträglich wurde. Und jedes Mal waren es die Puppen. Immer die Puppen.

Ich aß unregelmäßig. Schlief unruhig. Die Wohnung sah aus, als hätte tagelang niemand richtig hier gelebt. Ich registrierte es und schob es beiseite. Es war egal. Alles war egal, außer der Entscheidung, die in wenigen Tagen anstand.

Manchmal packte mich die Angst so heftig, dass mir übel wurde. Für immer. Kein Zurück. Ein Körper, der nicht mehr mir gehörte. Ein Wille, der nichts mehr zu sagen hatte. Dann wieder überrollte mich die Erregung so stark, dass ich keuchend auf dem Teppich kniete und mich berührte, bis ich kam, nur um festzustellen, dass die Leere danach kaum noch Entspannung brachte. Die nächste Welle baute sich schon wieder auf.

Am Freitagabend saß ich unter der Dusche, das Wasser lauwarm, die Stirn gegen die Fliesen gelehnt, und wusste, dass ich so nicht mehr lange weitermachen konnte.

Noch drei Tage.

Dann würde ich wieder vor dieser Frau sitzen.

Und ich musste eine Antwort haben.


**Kapitel 11**

Der nächste Termin war morgen.

Ich saß am Küchentisch, den Umschlag der Frau vor mir, daneben ein leeres Blatt und einen Kugelschreiber. Seit Stunden versuchte ich, sachlich zu bleiben. Ruhig. Vernünftig. Die Erregung war trotzdem da, ein ständiges, leises Pulsieren, aber ich zwang mich, sie beiseitezuschieben.

Geld.

Ich öffnete meine Banking-App, obwohl ich die Zahlen bereits kannte. Der Kontostand war ernüchternd. Miete, Versicherungen usw. selbst wenn ich alles zusammenkratzte, würde es bei Weitem nicht reichen. Die Selbstzahlervariante war eine Illusion. Ich konnte sie mir nicht leisten. Nicht jetzt, nicht in absehbarer Zeit.

Blieb also nur die gesponserte Variante.

Der Gedanke allein ließ meinen Unterleib wieder enger werden. Ich atmete tief durch und starrte auf das leere Blatt. Tief in mir wusste ich bereits, dass mir diese Option nicht nur aus finanziellen Gründen näherlag. Die Vorstellung, die Entscheidung endgültig abzugeben, nichts mehr mitbestimmen zu müssen, einfach nur noch Produkt zu sein, das war es, was mich die letzten zwei Wochen so heftig erregt hatte. Kontrolle behalten klang vernünftig. Kontrolle abgeben fühlte sich richtig an.

Trotzdem zwang ich mich, eine Liste zu schreiben.

Dinge, die ich wissen musste.
Dinge, die für mich nicht verhandelbar waren.

Meine Hand zitterte leicht, als ich anfing:

-Amputationen?
-Chirurgische Eingriffe über die reine Formveränderung hinaus?
-Sterilisation?
-Medikamentöse Eingriffe, die nicht rückgängig zu machen sind?
-Experimentelle Verfahren / „Versuchskaninchen“-Status?
-Dauerhafte Schädigung von Sinnesorganen (Augen, Gehör, Stimme)?
-Möglichkeit einer späteren Rückführung, auch wenn unwahrscheinlich, gibt es sie theoretisch?
-Wer entscheidet über die konkrete Nutzung, wenn der Sponsor wechselt oder stirbt?
-Gibt es harte Ausschlusskriterien von Seiten des Ateliers (Dinge, die sie ablehnen)?

Ich legte den Stift beiseite und las die Liste noch einmal durch. Die Wörter wirkten hart auf dem Papier. Amputationen. Sterilisation. Experimente. Allein der Gedanke, dass so etwas überhaupt im Raum stehen könnte, ließ mir den Magen zusammenziehen. Das waren Grenzen. Klare Grenzen. Wenn die Frau morgen auch nur bei einem dieser Punkte ausweichend antwortete, musste ich gehen. Das sagte ich mir jedenfalls.

Gleichzeitig spürte ich, wie sich meine Schenkel unwillkürlich aneinanderpressten. Die Liste war vernünftig. Die Erregung darunter war es nicht. Sie flüsterte mir zu, dass ich bei den meisten Punkten vielleicht doch verhandlungsbereit sein würde, wenn der Rest nur stimmt. Dass „für immer“ und „kein Mitspracherecht“ genau das waren, was mich nass machte.

Ich faltete das Blatt zusammen und steckte es in die Tasche der Jacke, die ich morgen tragen würde.

Dann saß ich noch lange im Dunkeln und starrte auf die gegenüberliegende Wand.

Morgen würde ich wieder in diesem kahlen Büro sitzen.

Und diesmal würde ich nicht nur zuhören.
15. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von Dark Fangtasia am 19.08.26 13:47

Hallo evi.blum,

mir gefällt deine Geschichte sehr.

Ich bin gespannt, was für eine Puppe Lena genau wird.

16. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von Glatzkopf am 20.08.26 09:49


Welche Entscheidung wird sie treffen und was geschieht weiter mit ihr?
17. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von kurtbauer am 21.08.26 08:52

Jetzt hört das auf? Das ist ja grausam, lass mich bitte nicht zu lange auf die Fortsetzung warten, da geht es mir schon fast wie Lena
18. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von evi.blum am 24.08.26 06:27

**Kapitel 12**

Endlich war der Tag da.

Meine Beine zitterten, als ich die Klingel drückte. Nicht vor Kälte. Vor Anspannung. Der Puls schlug mir bis in den Hals, und zwischen den Beinen war ich bereits feucht, obwohl noch gar nichts geschehen war. Zwei Wochen. Vierzehn Tage, in denen ich kaum an etwas anderes hatte denken können.

Die Tür surrte. Ich trat ein.

Die Frau erwartete mich im Flur. Derselbe kühle Blick, dieselbe knappe Haltung. „Lena. Pünktlich.“ Mehr sagte sie nicht. Sie drehte sich um und ging voraus. Ich folgte ihr mit weichen Knien zurück in das Besprechungszimmer.

Und dann sah ich sie.

In der Ecke stand die Schaufensterpuppe.

Genau dieselbe. Das ausdruckslose Gesicht, die glatte elfenbeinfarbene Oberfläche, die elegante Haltung. Mein Blick fiel sofort auf den rechten Arm. Er war noch immer so positioniert, wie ich ihn vor zwei Wochen hingelegt hatte, Ellenbogen leicht angehoben, Hand nach innen gedreht. Niemand hatte ihn zurückbewegt. Niemand hatte die Pose korrigiert. Er war einfach so geblieben.

Der Anblick schlug mir direkt in den Unterleib.

Ein heißer, heftiger Schub Feuchtigkeit, so plötzlich, dass ich kurz die Luft anhielt. Meine Konzentration geriet ins Wanken. Für einen Moment hörte ich nur noch mein eigenes Blut in den Ohren und sah nur diesen einen Arm, der gehorsam in der Stellung verharrte, in die ich ihn gebracht hatte. Der Gedanke, dass in diesem Körper jemand war, der das alles mitbekam und nichts dagegen tun konnte, ließ meine Knie noch schwächer werden.

Ich riss mich zusammen.

Mit aller Kraft löste ich den Blick von der Puppe und setzte mich auf den Stuhl, den die Frau mir zuwies. Meine Hände legte ich im Schoß zusammen, damit das Zittern nicht so auffiel. Die Feuchtigkeit zwischen meinen Beinen war inzwischen deutlich spürbar, aber ich ignorierte sie so gut es ging.

Die Frau setzte sich mir gegenüber, legte die Hände gefaltet auf den Tisch und sah mich ruhig an.

„Nun“, sagte sie. „Zwei Wochen sind um. Haben Sie eine Entscheidung?“

Ich schluckte, spürte noch einmal den Zug der Erregung und zwang meine Stimme, fest zu klingen.

„Ich habe Fragen“, antwortete ich. „Bevor ich mich endgültig entscheide.“


**Kapitel 13**

Wir gingen die Liste Punkt für Punkt durch.

Amputationen? „Nein. Wir verändern Form und Funktion, aber wir entfernen keine Gliedmaßen.“

Chirurgische Eingriffe über die notwendige Formanpassung hinaus? „Nur das, was für die gewählte Puppenart erforderlich ist. Nichts Experimentelles.“

Sterilisation? „Nein. Wird nicht durchgeführt.“

Versuchskaninchen-Status oder ungetestete Verfahren? „Nein. Wir arbeiten mit erprobten Protokollen.“

Dauerhafte Schädigung von Sinnesorganen? „Nur wenn der Sponsor es ausdrücklich wünscht und es in der gewählten Kategorie vorgesehen ist. Standardmäßig nicht.“

Rückführung? „Bei der gesponserten Variante theoretisch möglich, praktisch äußerst selten. Darauf sollten Sie sich nicht verlassen.“

Jede Antwort war klar. Keine Ausflüchte. Am Ende der Liste saß ich da und spürte, wie sich der Knoten in meinem Magen langsam löste und gleichzeitig die Erregung darunter noch stärker wurde.

Die Frau legte den Stift beiseite.

„Damit wären Ihre Fragen beantwortet. Nun brauche ich Ihre Entscheidung.“

Ich sah kurz zur Schaufensterpuppe in der Ecke. Der Arm war noch immer genau dort, wo ich ihn hingelegt hatte. Der Anblick reichte, um mich erneut heftig spüren zu lassen, wie nass ich war.

„Gesponsert“, sagte ich. Die Stimme klang fester, als ich erwartet hatte. „Ich entscheide mich für die gesponserte Variante.“

Die Frau nickte nur einmal, zog eine einzelne Seite aus einer Mappe und schob sie mir hin. Darauf stand im Grunde nur das: meine Entscheidung, das Datum, zwei Unterschriftenfelder. Keine weiteren Details. Ich unterschrieb. Sie unterschrieb.

Dann lehnte sie sich zurück und zum ersten Mal seit unserem Kennenlernen veränderte sich etwas in ihrer Haltung. Die Strenge wich einer ruhigeren, fast freundlichen Offenheit.

„Nun, da Sie sich entschieden haben“, sagte sie, „kann ich mich vorstellen. Mein Name ist Frau Reinhardt. Willkommen im Atelier Varn.“

Der Wechsel war spürbar. Plötzlich wirkte sie zugänglicher, weniger wie eine Prüferin und mehr wie jemand, der mit mir auf derselben Seite stand. Wir sprachen ein paar Minuten. Über den Ablauf im Allgemeinen, über das, was als Nächstes kommen würde. Ich stellte Fragen, sie antwortete geduldig.

Vor allem zwei Dinge ließen mich nicht los.

„Das mit dem fehlenden Mitspracherecht…“, begann ich.

„Ist absolut“, entgegnete Frau Reinhardt ruhig. „Sobald die grundlegende Form feststeht und der Prozess beginnt, haben Sie nichts mehr zu sagen. Keine Revision, keine Einwände, keine Verhandlungen. Das ist der Kern der gesponserten Variante.“ Sie sah mich einen Moment länger an. „Und wenn ich Ihre Reaktion in den letzten Wochen richtig gelesen habe, ist genau das ein wesentlicher Teil dessen, was Sie antreibt.“

Ich schluckte und nickte.

„Und das 'für immer'?“

Frau Reinhardt verschränkte die Finger.

„Darüber habe ich beim ersten Gespräch bewusst nicht alles gesagt. Bei der gesponserten Variante gibt es zwei Wege.“

Sie erklärte.

Der erste: die echte Endgültigkeit. Man versetzt die Person in ein künstliches Koma. Sie wacht erst wieder auf, wenn der Körper bereits fertig transformiert ist. Es gibt kein Zurück. Kein späteres Befragen. Kein Erinnern an den Übergang in dem Sinne, wie man ihn bewusst erleben würde.

Der zweite Weg: Sie bleibt bei Bewusstsein. Sie erlebt die Umwandlung, die Einschränkungen, die ersten Einsätze. Viele Sponsoren legen Wert darauf, dass ihre Puppe die Veränderungen spürt und darüber berichten kann. Schriftlich, mündlich, je nach Zustand. Als Ausgleich gibt es festgelegte Überprüfungspunkte. Nach einem Jahr wird gefragt, ob sie fortfahren möchte. Entscheidet sie sich dafür, folgt nach weiteren zwei Jahren eine letzte Nachfrage. Erst wenn sie auch dann zustimmt, wird der Status unwiderruflich.

„Die meisten, die den bewussten Weg wählen“, fügte Frau Reinhardt hinzu, „bleiben. Aber die Möglichkeit, vorher aufzuhören, existiert. Einmal. Und dann ein letztes Mal.“

Ich saß still da und spürte, wie mein Herz schlug. Beide Varianten hatten ihren eigenen, schweren Reiz. Das vollständige Erlöschen der Entscheidungsmöglichkeit. Oder das bewusste Erleben und trotzdem die drohende Endgültigkeit nach den Jahren.

Frau Reinhardt beobachtete mich.

„Sie müssen sich heute noch nicht für einen der beiden Wege entscheiden“, sagte sie. „Aber bald. Als Nächstes geht es um die konkrete Form. Welche Art von Puppe Sie werden sollen. Erst wenn das feststeht, suchen wir den passenden Sponsor oder der Sponsor sucht sich Sie.“

Sie legte eine neue Mappe auf den Tisch.

„Bereit, weiterzumachen?“


**Kapitel 14**

„Ja“, sagte ich sofort. „Ich bin bereit.“

Frau Reinhardt musterte mich einen Moment, dann nickte sie langsam. Es lag etwas anerkennendes in ihrem Blick, das vorher nicht da gewesen war.

„Gut“, sagte sie. „Dann erkläre ich Ihnen noch etwas, bevor wir für heute schließen.“

Sie lehnte sich leicht zurück.

„Beim ersten Gespräch habe ich bewusst nur von ‚für immer‘ gesprochen. Ohne die Abstufungen, ohne die Überprüfungspunkte, ohne den bewussten Weg. Das war Absicht. Ich lege die Hürde absichtlich hoch. Viele kommen hierher mit einer vagen Fantasie. Sie finden den Gedanken erregend, solange er unverbindlich bleibt. Sobald sie hören, dass es wirklich endgültig sein kann, springen die meisten ab. Das ist gewollt. Wir haben weder Interesse an Unentschlossenen noch an Leuten, die nach drei Monaten wieder raus wollen. Wer trotz dieser ersten Härte wiederkommt und sich entscheidet, meint es in der Regel ernst.“

Ich verstand. Der kalte Schlag ins Gesicht beim ersten Termin war ein Filter gewesen. Und ich war durch diesen Filter gegangen.

Frau Reinhardt öffnete die Mappe vor sich und schob mir ein einzelnes Blatt hin.

„Es gibt noch eine Entscheidung, die Sie treffen müssen. Eine, die ich Ihnen bewusst erst jetzt anbiete.“

Sie erklärte.

Normalerweise würde ich in der nächsten Phase aus verschiedenen Kategorien wählen: Körpertyp, Grad der Beweglichkeit, Empfindungsfähigkeit, äußere Gestaltung. Der Sponsor bekäme dann eine Puppe, die innerhalb dieses Rahmens lag.

Es gab jedoch eine andere Möglichkeit.

Ich konnte die Wahl der Puppenart vollständig dem Sponsor überlassen. Keine Vorgaben von meiner Seite. Kein Mitspracherecht bei Figur, Haltung, Einschränkungen oder äußerem Erscheinungsbild. Der Sponsor würde bekommen, was er wollte und ich würde werden, was er bestellte.

Als Ausgleich für diese vollständige Abgabe der Entscheidung hätte ich einen einzigen, fest verankerten Wunsch bei der Gestaltung frei. Einen Punkt, der in den Vertrag aufgenommen und verbindlich umgesetzt würde. Ein Detail, das mir wichtig war und das der Sponsor akzeptieren musste.

„Das ist die einzige Möglichkeit, bei der gesponserten Variante noch Einfluss zu nehmen“, sagte Frau Reinhardt klar. „Entweder Sie wählen die grundlegende Art selbst und haben danach nichts mehr zu sagen. Oder Sie geben auch diese Wahl ab und behalten dafür einen einzigen, geschützten Wunsch.“

Sie sah mich ruhig an.

„Sie haben genau eine Woche Zeit, sich zu entscheiden. Für oder gegen diese Variante. Erst wenn Ihre Antwort vorliegt, machen wir weiter. Bis dahin ruht alles.“

Ich nickte langsam. Der Gedanke, selbst die Art der Puppe noch abzugeben, ließ meinen Puls erneut hochschlagen. Gleichzeitig fühlte sich der eine freie Wunsch an wie ein schmaler, kostbarer Faden inmitten der sonst vollständigen Aufgabe.

Frau Reinhardt erhob sich.

„In einer Woche erwarte ich Ihre Antwort. Schriftlich oder persönlich, wie Sie möchten. Danach geht es an die konkrete Umsetzung.“

Sie begleitete mich zur Tür. Beim Hinausgehen blieb mein Blick noch einmal an der Schaufensterpuppe hängen. Der Arm war noch immer in der Position, die ich ihm gegeben hatte.

Draußen auf der Straße stand ich einen Moment still.

Eine Woche.

Und eine letzte, schwere Entscheidung.
19. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von Glatzkopf am 24.08.26 09:49


Da bin ich ja mal gespannt, für welche Variante sie sich entscheidet.
20. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von evi.blum am 26.08.26 06:19

**Kapitel 15**

Die Woche wurde zur Qual.

Fest stand nur eines: Die gesponserte Variante. Daran ändert sich nichts mehr. Der Rest aber drehte sich unablässig in meinem Kopf.

Sollte ich die Art der Puppe selbst wählen und danach wirklich gar nichts mehr zu sagen haben? Oder sollte ich auch diese letzte Entscheidung abgeben und dem Sponsor alles überlassen? Die zweite Möglichkeit zog mich an, stärker als mir lieb war. Vollkommen hingeben. Nicht einmal mehr die Form bestimmen. Einfach werden, was jemand anderes bestellte. Der Gedanke machte mich nass, jedes Mal aufs Neue. Gleichzeitig graute mir davor. Kein Mitspracherecht mehr. Gar keins. Nur noch dieser eine, geschützte Wunsch als winziger Anker.

Und genau an diesem Wunsch haperte es.

Was sollte ich mir überhaupt wünschen?

Etwas, das man mir als Puppe erfüllen konnte. Etwas, das Bestand hatte. Etwas, das mich nicht irgendwann in den Wahnsinn trieb.

Ich wollte nicht keusch sein. Das wusste ich. Ein restliches Leben ohne jede sexuelle Empfindung oder Erfüllung war für mich undenkbar. Gleichzeitig schreckte mich die Dauererregung an der Kante ab, so sehr sie mich in den letzten Wochen auch erregt hatte. Endlos am Rand gehalten zu werden, ohne jemals ankommen zu dürfen - das klang in der Fantasie unglaublich. Auf Dauer, ehrlich betrachtet, wäre es Folter. Ich würde daran zerbrechen.

Also was dann?

Ich lag stundenlang wach, die Hand oft zwischen den Beinen, weil die ständige Erregung einfach nicht nachließ, und dachte nach. Was konnte man einer Puppe geben, das sie spürte, das sie brauchte, das sie nicht zerstörte?

Irgendwann, mitten in einer dieser nassen, unruhigen Nächte, tauchte der Gedanke auf.

Orgasmen.

Regelmäßige Orgasmen.

Nicht dauernd. Nicht unkontrolliert. Sondern… festgelegt. Einmal die Woche zum Beispiel. Zuverlässig. Als Teil der Haltung, der Pflege, der Nutzung. Ein fester Anspruch, der in den Vertrag aufgenommen würde. Egal, welche Form der Sponsor wählte, egal, ob ich ausgestellt, verliehen, privat benutzt oder eingelagert wurde, einmal in der Woche würde ich kommen. Müssen. Dürfen.

Je länger ich darüber nachdachte, desto mehr Raum nahm die Idee ein.

Es war nicht die absolute Hingabe der Dauergeilen. Es war auch nicht die vollständige Verweigerung. Es war ein Mittelweg, der mir erlaubte, mich vollkommen abzugeben und trotzdem etwas zu behalten, das mich als empfindendes Wesen anerkannte. Ein kleiner, fester Rhythmus inmitten der sonstigen Machtlosigkeit.

Ich stellte mir vor, wie das sein würde. Eine Woche lang steif stehen, benutzt werden, gelagert werden, angeschaut werden und dann, zu einem festgelegten Zeitpunkt, die Erlaubnis, die Welle zu spüren. Oder die Anordnung. Je nachdem, wie der Sponsor es auslegte. Der Gedanke ließ mich heftig zittern.

Am nächsten Morgen saß ich am Küchentisch und starrte auf ein leeres Blatt. Die Tendenz war klar: Ich würde die Wahl der Puppenart dem Sponsor überlassen. Und mein Wunsch würde lauten: einmal pro Woche ein Orgasmus.

Noch war ich nicht ganz sicher. Noch drehte sich alles weiter. Aber die Idee hatte sich festgesetzt. Und je öfter ich sie durchging, desto richtiger fühlte sie sich an.

Noch ein paar Tage.

Dann musste ich antworten.


**Kapitel 16**

Die Woche verging wie im Flug.

Je länger ich mich mit dem Wunsch beschäftigte, desto mehr nahm er Besitz von mir. Was anfangs nur ein einfacher Gedanke gewesen war, einmal pro Woche ein Orgasmus, wuchs in meiner Fantasie zu etwas Komplexerem, Verlockenderem.

Zu regelmäßig, fand ich irgendwann. Einmal die Woche, immer am selben Tag, wie eine Pflichtterminierung. Das wirkte beinahe… administrativ. Schöner wäre eine Art Kontingent. Ein festes Maß, das über einen bestimmten Zeitraum verteilt werden musste. Eine Woche ohne, die nächste dafür mit zwei. Oder drei Wochen sparsam, und dann eine intensivere Phase. Der Unsicherheitsfaktor blieb erhalten. Ich wüsste nie genau, wann es soweit war, nur dass es innerhalb des Rahmens geschehen würde. Der Gedanke, die Erwartung, das Warten und dann die plötzliche Erfüllung, erregte mich so sehr, dass ich mitten am Tag die Beine zusammenpressen musste.

Aber je genauer ich versuchte, den Wunsch zu formulieren, desto klarer wurde, wie schwierig es war.

Ein Kontingent klang gut. Doch was hinderte einen Sponsor daran, mich jahrelang ohne jeden Orgasmus zu halten und mir dann auf einmal die gesamte „Schuld“ auf einmal zu geben? Technisch wäre der Vertrag erfüllt. Der Sinn der Sache, ein regelmäßiger, erlebbarer Ausgleich, wäre damit jedoch pervertiert. Das wollte ich nicht. Also brauchte es Grenzen. Mindestabstände. Höchstabstände. Formulierungen, die Missbrauch verhinderten, ohne den Reiz der Ungewissheit zu zerstören.

Und dann war da noch die andere Möglichkeit.

Was, wenn der Sponsor sich für eine benutzbare Puppenart entschied? Für etwas, das regelmäßig verwendet wurde, privat oder im Verleih? Dann könnte ich ohnehin weit mehr Orgasmen bekommen als nur das festgeschriebene Minimum. Würde mein Wunsch dann zur Untergrenze oder würde er irgendwie kollidieren? Musste ich festlegen, dass zusätzliche Orgasmen erlaubt waren? Oder dass das Kontingent nur greifen sollte, wenn ich sonst zu kurz käme?

Ich saß stundenlang über Notizen gebeugt, strich Formulierungen durch, schrieb neue. Jeder Versuch, den Wunsch wasserdicht zu machen, erzeugte neue Lücken. Jede Lücke eröffnete neue Szenarien, die mich gleichzeitig ängstigten und nass machten.

Am Abend lag ich oft mit dem Laptop oder dem Notizblock auf dem Bauch im Bett, die Schenkel feucht, und starrte auf Sätze wie:

„Mindestens ein Orgasmus pro Kalenderwoche, verteilt nach Ermessen des Sponsors, jedoch mit einem Höchstabstand von zehn Tagen…“

oder

„Ein monatliches Kontingent von vier Orgasmen, das nicht kumuliert über mehr als zwei Wochen hinausgeschoben werden darf…“

Nichts klang richtig. Nichts fühlte sich gleichzeitig sicher und erregend an.

Es war so schwer.

Ich wollte mich vollkommen hingeben und trotzdem etwas bewahren, das mich nicht zerbrach. Ich wollte die Kontrolle abgeben und trotzdem eine Grenze ziehen, die hielt. Je näher der Tag der Entscheidung rückte, desto klarer wurde mir, dass dieser eine Wunsch das Einzige sein würde, was von mir als verhandelnder Person übrig blieb.

Und genau deshalb musste er stimmen.


**Kapitel 17**

Irgendwann schob ich die genauen Formulierungen beiseite.

Es brachte nichts, mich weiter in Klauseln und Höchstabständen zu verheddern. Im Kern wusste ich, was ich wollte: ab und an einen Orgasmus. Nicht nie. Nicht ständig. Sondern in einem Maß, das mich spüren ließ, dass ich noch etwas war, das Empfindungen haben durfte und gleichzeitig die Machtlosigkeit nicht aufhob.

Die wirklich wichtige Frage war eine andere.

Wie viele reichten mir?

Einer pro Woche? Das hatte zuerst verlockend geklungen. Regelmäßig, verlässlich, ein fester Rhythmus. Doch je länger ich darüber nachdachte, desto mehr kam es mir vor wie zu viel Sicherheit. Zu wenig von dem, was mich eigentlich erregte: dem Warten, dem Nicht-Wissen, der Frustration.

Ich stellte mir vor, wie es wäre, über Tage oder Wochen hinweg nichts zu bekommen. Steif zu stehen, benutzt zu werden oder einfach nur gelagert zu sein, die Erregung irgendwo im Hintergrund, ohne Erlösung. Und dann, irgendwann, die Erlaubnis. Oder die Anordnung. Der Körper, der endlich kommen darf.

Auf der anderen Seite wollte ich die Keuschheit spüren aber nicht in ihr ertrinken. Absolute Verweigerung über Monate hinweg schreckte mich ab. Ich brauchte den Kontrast, nicht die Auslöschung.

Zwei bis drei Orgasmen im Monat.

Ich wiederholte die Zahl immer wieder in Gedanken. Manchmal schrieb ich sie auf Zettel und legte sie wieder weg. Zwei bis drei. Das bedeutete im Durchschnitt alle zehn bis fünfzehn Tage einen. Manchmal vielleicht dichter beieinander, manchmal weiter auseinander. Restriktiv genug, um die Frustration spürbar zu machen. Häufig genug, damit die Sehnsucht nicht in Verzweiflung kippte.

Je länger ich damit lebte, desto mehr fühlte es sich richtig an.

Ja, dachte ich irgendwann klar. Das würde reichen.

Nicht üppig. Nicht großzügig. Aber ausreichend, um mich nicht zu verlieren. Und genau so begrenzt, dass jeder einzelne Orgasmus Gewicht bekommen würde. Etwas, das man mir gewährte, oder auferlegte, innerhalb der sonst vollständigen Verfügungsmacht des Sponsors.

Ich atmete tief aus und legte den Stift beiseite.

Die genaue vertragliche Formulierung konnte ich später finden. Zusammen mit Frau Reinhardt, falls nötig. Der Kern stand.

Ich würde die Wahl der Puppenart dem Sponsor überlassen.

Und mein Wunsch würde lauten: zwei bis drei Orgasmen pro Monat.

Nicht mehr. Nicht weniger.

Als ich an diesem Abend die Hand zwischen meine Beine legte, war die Erregung diesmal von einer merkwürdigen Ruhe unterlegt. Zum ersten Mal seit Tagen fühlte sich die Entscheidung nicht nur aufregend an.

Sondern beinahe… tragfähig.


**Kapitel 18**

Endlich war es soweit.

Meine Hände waren feucht, als ich die Klingel drückte. Die Erregung, die mich die ganze Woche begleitet hatte, saß mir noch immer tief im Körper, aber darüber lag eine merkwürdige, angespannte Klarheit. Heute würde ich den letzten Schritt gehen.

Frau Reinhardt empfing mich mit einem knappen Nicken und führte mich direkt ins Besprechungszimmer. Die Schaufensterpuppe stand noch immer in der Ecke. Ich warf ihr nur einen kurzen Blick zu, der Arm war unverändert, und setzte mich.

„Ich habe mich entschieden“, begann ich, ohne Umschweife. „Ich überlasse die Art der Puppe vollständig dem Sponsor. Und mein Wunsch…“ Ich stockte kurz, suchte nach Worten. „Ich möchte ab und an Orgasmen. Nicht dauernd, nicht nie. Irgendwo zwischen Frustration und Ausgleich. Zwei bis drei im Monat, ungefähr. Aber ich weiß nicht, wie man das so formuliert, dass es hält. Dass niemand mich jahrelang warten lässt und mir dann alles auf einmal gibt. Oder dass es zu starr wird.“

Frau Reinhardt hörte ruhig zu. Als ich fertig war, neigte sie leicht den Kopf.

„Diesen Wunsch höre ich öfter, als Sie denken“, sagte sie. „Die meisten, die sich vollkommen hingeben wollen, behalten genau an dieser Stelle einen Rest Bedürfnis nach erlebbarem Ausgleich. Wir haben dafür bereits Formulierungen.“

Sie öffnete eine Schublade, zog ein einzelnes Blatt hervor und legte es vor sich. Mit ruhiger Hand füllte sie zwei Stellen aus: *2–3 Orgasmen pro Monat* und *maximale Pause von 21 Tagen*. Dann drehte sie das Blatt und schob es mir hin.

„Lesen Sie.“

Ich nahm das Blatt. Die Schrift war klar, sachlich, ohne Schnörkel:


Zusatzvereinbarung – Regelmäßiger Ausgleich

- Die Puppenhaltung beinhaltet keine dauerhafte oder ununterbrochene Keuschhaltung. Ein vollständiger Verzicht auf Orgasmen über längere Zeiträume ist ausgeschlossen.
- Der Puppe steht ein regelmäßiger, erlebbarer Ausgleich in Form von Orgasmen zu. „Regelmäßig“ bedeutet hierbei nicht einen festen Terminplan, sondern eine durchschnittliche Häufigkeit, die dem Sponsor weiterhin spontane Entscheidungen ermöglicht.
- Als Orientierung und Untergrenze gilt: Im Durchschnitt mindestens 2 und höchstens 3 Orgasmen pro Monat (bzw. pro 30 Tage). Dieser Wert ist eine Mindestvorgabe. Zusätzliche Orgasmen über dieses Maß hinaus sind jederzeit erlaubt und werden nicht auf das Mindestkontingent angerechnet.
- Das Mindestmaß darf nicht durch Anhäufung und spätere Massenerfüllung erfüllt werden. Eine längere Phase ohne Orgasmus mit anschließender „Nachholung“ mehrerer Orgasmen in kurzer Zeit gilt nicht als Erfüllung des regelmäßigen Ausgleichs. Der Sinn der Regelung ist ein fortlaufend erlebbarer, zeitlich verteilter Ausgleich.
- Die maximale Pause zwischen zwei Orgasmen beträgt 21 Tage. Wird diese Frist überschritten, gilt der regelmäßige Ausgleich als nicht mehr gewährleistet.
- Der Sponsor behält die volle Entscheidungshoheit über Zeitpunkt, Art und Umstände der Orgasmen. Die oben genannten Regelungen schränken diese Entscheidungshoheit nur insofern ein, als sie den regelmäßigen Charakter des Ausgleichs sicherstellen und eine zu lange oder dauerhafte Verweigerung ausschließen.


Ich las den Text zweimal. Jeder Satz setzte sich in mir fest. Die Zahlen, die ich gewählt hatte, standen schwarz auf weiß da. Die maximale Pause von 21 Tagen. Das Verbot der Anhäufung. Die ausdrückliche Erlaubnis zusätzlicher Orgasmen. Und trotzdem: Die volle Entscheidungshoheit des Sponsors über das Wann, Wie und unter welchen Umständen.

Meine Finger zitterten leicht, als ich das Blatt wieder absenkte.

Frau Reinhardt beobachtete mich.

„Passt das so?“ fragte sie ruhig. „Oder möchten Sie etwas ändern?“

Ich schüttelte den Kopf. Die Formulierung war besser, als ich sie selbst je hingekriegt hätte. Klar. Begrenzt. Und trotzdem weit genug, um den Reiz der Machtlosigkeit nicht zu zerstören.

„Es passt“, sagte ich heiser.

Frau Reinhardt nickte und legte einen Füllfederhalter bereit.

„Dann unterschreiben Sie. Danach geht es an den nächsten Schritt.“
21. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von kurtbauer am 26.08.26 07:03

Puh war das eine schwere Geburt, aber es ist schon klar, das muss wohl überlegt werden,
Bitte bitte schnell weiter
22. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von evi.blum am 31.08.26 06:02

**Kapitel 19**

Ich zögerte.

Nur einen kurzen Moment. Der Füllfederhalter lag schwer in meiner Hand, die Tinte schien mich anzusehen. Dann setzte ich die Spitze auf das Papier und unterschrieb.

Mein Name stand da. Klar. Endgültig.

In dem Augenblick, in dem ich den Stift wieder ablegte, wurde mir bewusst, was ich getan hatte. Ich hatte die Kontrolle über mein Leben aus der Hand gegeben. Nicht teilweise. Nicht auf Probe. Sondern jetzt, hier, mit dieser Unterschrift. Eine Welle der Erregung erfasste mich so heftig, dass mir kurz schwindlig wurde. Hitze schoss durch meinen Unterleib, meine Schenkel zitterten unter dem Tisch, und alles in mir schrie danach, sofort aufzustehen, nach Hause zu fahren, mich unter die Bettdecke zu verkriechen und die Hand zwischen meine Beine zu schieben, solange ich es noch konnte.

Aber Frau Reinhardt erhob sich nicht.

„Setzen Sie sich wieder“, sagte sie ruhig. „Wir sind noch nicht fertig. Es gibt noch ein paar wichtige Punkte.“

Ich sank zurück auf den Stuhl. Die Erregung pulsierte weiter, unerbittlich.

„Erstens: Ihre Angelegenheiten. Niemand darf Sie vermissen. Niemand darf anfangen, nach Ihnen zu suchen. Sie klären in den nächsten Tagen, was geklärt werden muss: Freunde, Familie, Arbeit. Saubere Abschlüsse. Keine offenen Fäden. Wenn jemand nachfragt, gibt es eine plausible Erklärung. Wir unterstützen Sie dabei, falls nötig.“

Sie machte eine kurze Pause.

„Zweitens: Persönliche Gegenstände und Andenken, die Ihnen wichtig sind. Die packen Sie in spezielle Boxen, die wir Ihnen stellen. Diese Boxen bleiben bei der Puppe, die Sie werden. Für immer. Alles andere wird aufgelöst.“

Ich nickte stumm. Die Worte drangen nur mühsam durch den Nebel der Erregung.

„Drittens: Ihre Wohnung. Der Sponsor übernimmt Miete und Unterhalt für maximal drei Jahre. In dieser Zeit bleibt sie unangetastet, falls eine Rückkehr noch im Rahmen der Überprüfungspunkte möglich sein sollte. Erst wenn Sie wirklich dauerhaft Puppe sind, nach der letzten Zustimmung oder bei Wahl des sofortigen Weges, wird die Wohnung aufgegeben.“

Frau Reinhardt schloss die Mappe und sah mich direkt an.

„Und jetzt das Wichtigste.“

Sie stand auf und deutete zur Seitentür.

„Kommen Sie bitte mit ins Nebenzimmer.“

Ich folgte ihr auf unsicheren Beinen. Der Raum war kleiner, heller, beinahe klinisch. In der Mitte stand eine schlichte Liege. Daneben lag etwas Metallisches, schmal und zweckmäßig.

„Seit dem Moment Ihrer Unterschrift“, sagte Frau Reinhardt sachlich, während sie Handschuhe anzog, „haben Sie alle Rechte an Ihrem Körper abgegeben. Dazu gehört auch das Recht, sich selbst zu einem Orgasmus zu bringen. Ab sofort entscheiden ausschließlich wir, und später der Sponsor, darüber, ob, wann und wie Sie kommen. Deshalb legen wir Ihnen jetzt einen vorläufigen Keuschheitsgürtel an. Er bleibt, bis der eigentliche Prozess beginnt.“

Mein Herz hämmerte. Die Erregung, die mich eben noch fast überwältigt hatte, mischte sich mit einem scharfen Stich aus Verlust und Hilflosigkeit. Ich hatte gerade eben noch davon geträumt, nach Hause zu eilen und mich zu berühren. Jetzt wurde mir genau das genommen.

Frau Reinhardt deutete auf die Liege.

„Ablegen. Hose und Unterwäsche. Dann legen Sie sich hin.“

Mit zitternden Fingern gehorchte ich. Die kühle Luft auf meiner nassen Haut ließ mich zusammenzucken. Als das Metall sich schloss, hörte ich das leise, endgültige Klicken. Es saß fest. Unnachgiebig. Zwischen meinen Beinen war plötzlich nichts mehr erreichbar.

Frau Reinhardt prüfte den Sitz, nickte knapp und reichte mir meine Kleidung zurück.

„Sie können sich wieder anziehen. Der Gürtel ist auf den Übergang ausgelegt. Er erlaubt die notwendige Hygiene, nichts weiter. Versuchen Sie nicht, ihn zu manipulieren. Das würde Konsequenzen haben.“

Ich stand da, angezogen, das Metall spürbar bei jedem Schritt, und wusste, dass ich das Atelier nicht mehr so verlassen würde, wie ich es betreten hatte.

Die Kontrolle war weg.

Und zum ersten Mal war das nicht nur ein Gedanke.


**Kapitel 20**

Der Rest im Atelier und der Weg nach Hause existierten in meiner Erinnerung kaum noch.

Ich weiß noch, dass Frau Reinhardt etwas sagte, dass ich nickte, dass ich irgendwann wieder draußen stand. Aber die Worte, die Straßen, die Bahn, alles war hinter einem dichten Schleier aus Erregung und dem ungewohnten Druck zwischen meinen Beinen verschwunden. Ich war nur noch auf zwei Dinge fixiert: die Feuchtigkeit, die sich nicht abbauend ließ, und den Gürtel, der sie einschloss.

Ich hatte noch nie einen Keuschheitsgürtel getragen. Nicht einmal zum Ausprobieren. Und jetzt saß mir sofort einer, der keinen Spielraum ließ. Hart. Passgenau. Ohne Kompromiss. Jeder Schritt erinnerte mich daran, dass ich keinen Zugriff mehr hatte. Der Schlüssel war irgendwo im Atelier, unerreichbar, und mir gehörte er nicht mehr. Seit der Unterschrift gehörte ich nicht mehr mir.

Die Erregung schien überzulaufen.

Sie steigerte sich mit jeder Bewegung, mit jedem Gedanken an das, was ich gerade unterschrieben hatte, mit jeder Erinnerung an die Puppen. Doch es gab kein Ventil mehr. Keine Möglichkeit, die Hand hinunterzuschieben, keinen Druck, den ich selbst erzeugen konnte, nichts. Der Gürtel ließ mich spüren, wie nass ich war, wie sehr ich es brauchte und verweigerte mir gleichzeitig jede Erleichterung.

Zu Hause angekommen, schloss ich die Tür hinter mir ab und ging direkt ins Schlafzimmer. Jacke, Hose, alles fiel achtlos zu Boden. Ich setzte mich auf die Bettkante, spreizte die Beine und untersuchte den Gürtel ausgiebig.

Die Hände glitten über das glatte, warme Metall. Ich suchte nach einem Spalt, einer Schwachstelle, einer Möglichkeit unter ihn zukommen. Nichts. Der vordere Teil saß so eng, dass ich nicht einmal einen Fingerkuppe dazwischen bekam. Hinten ebenso. Die Verriegelung war bündig, ohne vorstehende Teile, an denen man hätte ansetzen können. Ich zog, drehte, drückte aber der Gürtel rührte sich nicht. Er war einfach da. Unnachgiebig. Endgültig.

Nur die Frustration blieb.

Die unerfüllte Erregung pulsierte hinter dem Metall, heiß und hilflos. Ich legte mich auf den Rücken, starrte an die Decke und versuchte, die Beine zusammenzupressen, zu wiegen, irgendeine Reibung zu erzeugen. Es reichte gerade so, um die Qual zu verstärken, aber nicht, um sie zu lösen. Mein Körper wollte kommen. Mein Körper durfte es nicht.

Ich lag lange so da, die Hände hilflos auf dem Bauch, und spürte, wie die Realität sich festsetzte.

Seit heute Nachmittag gehörte mir dieser Teil von mir nicht mehr.

Und es gab keinen Schlüssel in meiner Reichweite, der das ändern konnte.


**Kapitel 21**

Irgendwann, mitten in der Nacht, versuchte ich es trotzdem.

Ich streichelte meine Brüste, langsam zuerst, dann fester, die Daumen über die harten Nippel. Der Körper reagierte sofort. Die Erregung, die hinter dem Metall bereits unerbittlich pulsierte, schwoll noch weiter an. Hitze breitete sich aus, mein Atem wurde flacher, die Hüften versuchten sich zu bewegen und stießen gegen den Gürtel. Nichts. Keine Reibung, kein Druck an der richtigen Stelle, keine Möglichkeit, die Spannung zu lösen. Jede Berührung an den Brüsten machte es nur schlimmer. Die Lust stieg und stieg und fand keinen Ausweg.

Ich ließ die Hände sinken und starrte in die Dunkelheit.

Zum ersten Mal in meinem Leben schlief ich in einem Keuschheitsgürtel ein. Gefangen. Das Metall war warm von meiner Haut geworden, aber es blieb fremd und endgültig. Während ich langsam in einen unruhigen Schlaf glitt, war mir bewusst, dass ich vielleicht nie wieder frei darüber entscheiden würde, ob und wann ich kommen durfte. Die Unterschrift hatte das geregelt. Der Gürtel setzte es um.

Die nächsten Tage vergingen in einer seltsamen, gedämpften Effizienz.

Meine Angelegenheiten zu klären, kostete überraschend wenig Zeit. Ein paar Nachrichten, ein kurzes Gespräch mit meinem Chef, eine plausible Geschichte von einem längeren Auslandsaufenthalt, der sich kurzfristig ergeben habe. Niemand hakte besonders nach. Die wichtigsten Andenken - ein altes Foto, ein Schmuckstück von der Großmutter, ein abgewetztes Notizbuch mit Gedanken aus früheren Jahren - packte ich in die Boxen, die mir das Atelier geschickt hatte. Der Rest war nur Zeug. Es fiel mir leichter als erwartet, ihn loszulassen.

Zwei Tage nach dem Termin saß ich am Küchentisch, den Gürtel bei jeder Bewegung spürbar, und starrte auf mein Handy.

Die Erregung war nicht weg. Sie war nur zu einem ständigen, dumpfen Hintergrundgeräusch geworden. Dahinter lag eine merkwürdige Ruhe. Die Entscheidungen waren getroffen. Die Boxen standen gepackt in der Ecke. Die Wohnung fühlte sich bereits an, als gehörte sie mir nicht mehr ganz.

Ich wählte die Nummer.

Frau Reinhardt hob nach dem zweiten Klingeln ab.

„Atelier Varn.“

„Hier ist Lena“, sagte ich. Meine Stimme klang rau, aber fest. „Ich habe alles erledigt. Die Angelegenheiten sind geklärt. Die Boxen sind gepackt. Ich bin bereit.“

Am anderen Ende der Leitung war einen Moment Stille. Dann sagte Frau Reinhardt nur:

„Gut. Kommen Sie morgen früh um neun. Wir holen Sie ab.“
23. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von devota2 am 31.08.26 06:53

Vielen Dank für diese Geschichte. Bin schon gespannt in welche Richtung Ihre Verwandlung geht.
24. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von evi.blum am 31.08.26 07:23

**Kapitel 22**

Die Nacht wurde unruhig.

Die Erregung ließ nicht nach. Der Gürtel hielt sie gefangen, ließ sie weder abklingen noch sich entladen. Dazu kam die Aufregung über das, was vor mir lag: ein ganzes Leben, das ich abgeben würde, Stunde um Stunde, Entscheidung um Entscheidung. Ich wälzte mich, spürte das Metall bei jeder Bewegung, und schlief nur in kurzen, flachen Abschnitten.

Um 8:30 Uhr klingelte es.

Vor der Tür standen eine Frau und ein Mann, beide in schlichter, unauffälliger Kleidung. Kurze Begrüßung, keine überflüssigen Worte. Der Mann nahm die Box. Es war nur eine, mehr hatte ich nicht gebraucht. Ich warf einen letzten Blick zurück in den Flur, dann legte ich der Frau die Wohnungsschlüssel in die Hand. Die Tür fiel ins Schloss. Etwas in mir registrierte, dass ich sie vielleicht nie wieder öffnen würde.

Die Fahrt zum Atelier dauerte nur kurz. Kaum saß ich im Wagen, spürte ich schon wieder den Druck des Gürtels und die Feuchtigkeit, die sich nicht lösen konnte. Als wir ankamen, empfing Frau Reinhardt mich persönlich. Sie musterte mich kurz, nickte, und führte mich erneut in das Besprechungszimmer.

Die Schaufensterpuppe war verschwunden.

Mein Blick blieb an der leeren Ecke hängen. Frau Reinhardt bemerkte es.

„Sie war nur eine Leihgabe“, erklärte sie sachlich. „Für Demonstrationszwecke. Inzwischen steht sie wieder in der Ausstellung ihres Sponsors.“

Ich schluckte und setzte mich.

„Es gibt noch eine Entscheidung“, fuhr Frau Reinhardt fort. „Ob Sie den Weg bewusst erleben wollen oder nicht. Sobald Sie sich festgelegt haben, suchen wir den passenden Sponsor.“

Ich brauchte nicht lange.

„Bewusst“, sagte ich. „Ich will erleben, wie ich umgewandelt werde.“

Frau Reinhardt neigte leicht den Kopf. „Dann werde ich ehrlich sein. Für diesen Weg stehen die Sponsoren regelrecht Schlange. Ich kann aus einem größeren Pool wählen. Das erleichtert die Sache.“

Sie lehnte sich etwas vor und wechselte den Ton.

„Bevor wir weitergehen: Wie steht es um Ihre Erregung? Kommen Sie mit dem Gürtel zurecht? Reibt er? Tut er weh?“

Ich spürte, wie mir Hitze ins Gesicht stieg, aber ich antwortete trotzdem.

„Ich stehe wirklich an der Kante“, gestand ich. „Ich war noch nie so abhängig und hilflos. Es lässt nicht nach. Aber reiben oder wehtun tut er nicht. Er sitzt nur… absolut.“

Frau Reinhardt musterte mich einen Moment länger, als würde sie meine Worte gegen meine Haltung und meinen Atem abgleichen. Dann nickte sie langsam.

„Das ist zu erwarten. Und es ist in Ordnung. Ab jetzt gehört auch das nicht mehr in Ihre Entscheidung.“

Sie erhob sich.

„Dann machen wir den nächsten Schritt.“


**Kapitel 23**

Frau Reinhardt blieb stehen und sah mich ruhig an.

„Das Atelier ist nicht der Ort der Umwandlung“, erklärte sie. „Hier wird nur vorbereitet und entschieden. Der eigentliche Prozess findet an einem anderen Standort statt. Sie werden jetzt dorthin gebracht.“

Ich nickte, obwohl mein Puls bereits wieder schneller schlug. Der Gürtel saß fest, die Erregung hatte die ganze Nacht und den Morgen über nicht nachgelassen. Jetzt kam die nächste Stufe.

„Drehen Sie sich bitte kurz um“, sagte Frau Reinhardt.

Ich gehorchte. Der Stoff meiner Hose spannte sich leicht, als ich mich wandte. Einen Moment später spürte ich kühle Metallringe an meinen Handgelenken. Ein leises Klicken. Dann ein zweites.

Handschellen.

Ein kurzer Schauer lief mir über den Rücken. Ich hatte noch nie welche getragen. Nicht einmal zum Spiel. Das Metall war glatt, eng, aber nicht schmerzhaft. Die Bewegung meiner Arme war sofort eingeschränkt. Ich registrierte, was geschah, dass man mich jetzt auch äußerlich festsetzte, und gleichzeitig schlug die angesammelte Erregung wie eine Welle über mir zusammen.

Das Einrasten der Schellen war zu viel.

Meine Gefühle liefen über. Ein Stöhnen entkam mir, die Knie wurden weich, und etwas, das ich nie zuvor in dieser Form erlebt hatte, durchzuckte meinen Körper. Es war ein Orgasmus, ja - aber ein seltsamer, gestaute, hilfloser. Er kam in kurzen, heftigen Wellen, die sich gegen den Gürtel und die gefesselten Hände pressten, ohne dass ich irgendetwas dagegen tun oder ihn lenken konnte. Kein freies Pulsieren, keine echte Entladung. Eher ein Überlaufen unter Zwang.

Als es vorbei war, zitterte ich. Die Erregung war nicht weg. Im Gegenteil. Sie schien dichter geworden zu sein, unerfüllter, als hätte der erzwungene Höhepunkt nur gezeigt, wie wenig Kontrolle mir noch blieb.

Frau Reinhardt stand hinter mir und prüfte den Sitz der Handschellen mit einem kurzen Ruck. Sie kommentierte meinen Zustand nicht. Nur ihre Stimme war wieder sachlich, als sie sagte:

„Die Fesseln bleiben bis zur Ankunft. Danach entscheiden die Kollegen vor Ort über den weiteren Ablauf.“

Ich atmete flach und starrte auf den Boden. Das Metall an meinen Handgelenken war warm geworden. Der Gürtel ebenfalls. Und irgendwo zwischen beidem lag ich selbst. Immer noch erregt, immer noch gefangen, und einen Schritt weiter entfernt von dem Leben, das ich noch vor wenigen Tagen geführt hatte.
25. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von Glatzkopf am 31.08.26 09:36


Ich bin nun wirklich sehr gespannt, wie es weiter geht.
26. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von kurtbauer am 01.09.26 09:48

Auf die Art und Weise der Verwandlung in eine Puppe bin auch ich sehr gespannt.
Du machst es wirklich sehr spannend.
Ich kann mir gar nicht vorstellen,dass jemand sein ganzes Leben aufgibt um in eine Ausstellungspuppe verwandelt zu werden.
Ich hoffe ja diese Verwandlung wird genauso ausführlich dargestellt wie die Vorgeschichte dazu
27. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von burli am 01.09.26 12:02

Sehr spannende Geschichte mit viel Potential! Bin schon auf die nächsten Kapitel gespannt!

Grüßli von burli
28. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von evi.blum am 02.09.26 07:45

**Kapitel 24**

Frau Reinhardt legte eine Hand an meinen Oberarm und führte mich zum Auto. Ich war dankbar dafür. Die heftige Reaktion meines Körpers hatte mich verwirrt zurückgelassen, die Knie waren noch immer weich, und ohne die leichte Führung hätte ich unsicherer gewirkt, als mir lieb war.

Am Wagen half sie mir, hinten Platz zu nehmen. Die Handschellen im Rücken machten jede Bewegung unbeholfen. Ich rutschte auf den Sitz, während Frau Reinhardt um das Auto herumging und sich neben mich setzte. Vorne saßen bereits der Mann und die Frau, die mich an der Wohnung abgeholt hatten. Niemand sagte viel.

Ich versuchte, mit den gefesselten Händen eine halbwegs gemütliche Stellung zu finden. Es gelang nicht richtig. Die Schultern wurden schnell angespannt, der Rücken konnte sich nicht anlehnen, wie er wollte. Aber es war in Ordnung. Erträglich. Ein weiteres Stück Aufgabe, das ich hinnahm.

Als Frau Reinhardt über mich griff, um mir den Sicherheitsgurt anzuglegen, spürte ich erneut, wie vollständig hilflos ich inzwischen war. Die Arme im Rücken, der Gürtel zwischen den Beinen, jemand anderes, der den Gurt über meine Brust zog und einrasten ließ. Ich konnte nichts tun außer stillhalten. Der kurze Kontakt, die Nähe, das Metall an meinen Handgelenken, alles verstärkte die Erregung, die nach dem seltsamen Orgasmus vorhin keineswegs nachgelassen hatte.

Die Fahrt begann.

„Etwa sechzig Minuten“, sagte Frau Reinhardt neben mir, bevor sie sich nach vorne wandte und mit dem Mann und der Frau über die Abholung sprach. Stimmen, sachliche Details, Dinge, die mich betrafen und doch nicht mehr mir gehörten.

Ich nutzte die Zeit, um in mich hineinzuhorchen.

Vor allem anderen war da die Erregung. Hochgradig, unablässig, gestaut hinter dem Gürtel. Das Wissen um meine Hilflosigkeit - die Handschellen, der Gurt, den ich nicht selbst öffnen konnte, die Tatsache, dass man mich gerade an einen unbekannten Ort brachte - verstärkte sie extrem. Jede Kurve, jedes leichte Rucken des Wagens erinnerte mich daran, dass ich festsaß. Dass ich nichts entscheiden konnte. Dass ich bereits unterwegs war.

Gleichzeitig merkte ich etwas anderes.

Ich hatte mir diese Zukunft selbst ausgewählt. Und jetzt, in diesem Moment, mit den Schellen im Rücken und dem Metall zwischen den Beinen, spürte ich nicht nur Angst oder Überforderung. Ich spürte Vorfreude. Eine merkwürdige, ruhige Neugier darauf, was aus mir werden würde. Wie der Körper sich verändern würde. Wie es sich anfühlen würde, Stück für Stück weniger Lena und mehr Produkt zu sein. Wie der Sponsor aussehen würde, der mich bestellte. Wie die ersten Tage als Puppe sein würden.

Die Landschaft zog am Fenster vorbei. Ich sah sie nur am Rande.

Hauptsächlich spürte ich mich selbst: erregt, gefesselt, unterwegs und zum ersten Mal seit der Unterschrift nicht nur ausgeliefert, sondern auch erwartungsvoll.


**Kapitel 25**

„Wir sind gleich da“, sagte Frau Reinhardt.

Ihre Stimme riss mich aus den Gedanken. Ich blinzelte und sah aus dem Fenster und spürte einen kurzen Stich der Enttäuschung.

Ich hatte viele Geschichten im Internet gelesen. In fast jeder davon wurde die Hauptfigur auf einen abgelegenen Landsitz gebracht, mit weitläufigen Parks, alten Bäumen, hohen Mauern und einer Villa, die irgendwie geheimnisvoll und endgültig wirkte. Die Realität sah anders aus.

Ein Industriegebiet.

Lagerhallen an Lagerhallen. Firmen in allen Größen. Weite Asphaltflächen für Lastwagen, Zäune, Rolltore, hier und da ein Imbiss oder ein kleiner Laden. Nüchtern. Funktional. Völlig normal. Kein romantischer Übergangsritus, kein verstecktes Anwesen. Nur grauer Beton und Metall unter einem bewölkten Himmel.

Wir fuhren eine Weile an einer besonders großen Lagerhalle entlang. Irgendwann bog der Wagen ab und steuerte direkt darauf zu. Mein Herz begann sofort schneller zu schlagen. Die Enttäuschung über die Umgebung trat in den Hintergrund. Stattdessen breiteten sich Neugier und eine merkwürdig ruhige Vorfreude aus. Die Erregung war noch da, irgendwo unter der Oberfläche, aber für den Moment überwog die Frage: Was würde jetzt kommen? Was würde man mit mir machen, sobald die Türen hinter mir geschlossen waren?

Das hier war tatsächlich das Ziel.

Ein Pförtner in einer kleinen Kabine musterte den Wagen und öffnete die Schranke. Wir rollten auf das Gelände. Vor uns stand ein bereits geöffnetes Rolltor. Der Fahrer steuerte geradewegs darauf zu und fuhr hinein.

Es war eine Art Schleuse.

Das äußere Tor senkte sich hinter uns mit einem schweren, metallischen Geräusch. Erst als es vollständig geschlossen war, öffnete sich das innere. Helles, künstliches Licht fiel herein. Der Wagen setzte sich wieder in Bewegung, rollte noch ein paar Meter über glatten Betonboden und hielt an.

Wir waren da.

Frau Reinhardt löste ihren Gurt. „Bleiben Sie sitzen, bis man Ihnen sagt, dass Sie aussteigen sollen.“

Ich nickte stumm. Die Handschellen drückten im Rücken, der Gürtel saß unverändert fest. Vor dem Auto sah ich eine schlichte Tür, daneben zwei Personen in neutraler Arbeitskleidung, die bereits warteten.

Mein Puls hämmerte.

Gleich würde ich erfahren, wie der nächste Schritt aussah.


**Kapitel 26**

Ich befolgte die Anweisung von Frau Reinhardt und blieb sitzen. Was hätte ich auch sonst tun sollen, dachte ich. Die Handschellen im Rücken und der Gürtel zwischen den Beinen ließen mir ohnehin wenig Spielraum.

Kurze Zeit später sah ich eine Gestalt auf das Auto zukommen. Auf den ersten Blick eine junge Frau, doch je näher sie kam, desto klarer wurde, dass diese Beschreibung nicht stimmte. Der Körper und der Kopf waren puppenartig: glatte, makellose Oberfläche, ausdrucksloses Gesicht, steife Haltung im Rumpf. Die Arme und Beine dagegen bewegten sich frei und natürlich. Eine Halbpuppe.

Sie öffnete die Wagentür und griff mir sanft, aber bestimmt an den Oberarm. Ich ließ mich heraushelfen. Als ich sie etwas fragte, wohin wir gingen, wie lange es dauern würde, kam keine Reaktion. Weder ein Blick noch ein Laut. Entweder konnte sie nicht sprechen, oder es war ihr nicht erlaubt.

Sie führte mich zur Tür. Als ich hindurchtrat, blieb ich unwillkürlich stehen.

Vor mir lag eine erstaunlich große Plaza.

In der Mitte plätscherte ein Springbrunnen. Kleine Baumgruppen und Beete mit Blumen lockerten die Fläche auf. Ringsum luden kleine Cafés und Bäckereien zum Verweilen ein. Der Brunnen selbst bestand aus mehreren Meerjungfrauen an der Basis, die eine zentrale Frauenstatue umringten. Die Häuser, die den Platz umgaben, wirkten mittelalterlich und zugleich gemütlich. Fachwerk, warme Farben, Fensterläden.

Es war das absolute Gegenteil des Industriegebiets draußen. Fast unwirklich.

Die Halbpuppe zog mich sanft weiter, Richtung eines der Häuser. Ich folgte, noch immer mit den Handschellen im Rücken, und betrat einen kleinen Wartebereich.

Drinnen war es still und gediegen. Eine Seite des Raumes wurde von einer lebensgroßen Statue eingenommen, die ein Tablett mit Erfrischungen in den Händen hielt, Wasser, kleine Gläser, etwas Obst. Gegenüber standen bequeme Sessel, deren Bezüge nach hochwertigem Stoff aussahen. Alles wirkte durchdacht, teuer und absichtlich behaglich. Man sah sofort, dass hier Geld keine Rolle gespielt hatte.

Die Halbpuppe deutete auf einen der Sessel. Ich setzte mich, so gut es mit den gefesselten Händen ging. Das Metall an meinen Handgelenken und der Gürtel zwischen den Beinen erinnerten mich daran, dass die gemütliche Umgebung nichts an meinem Status änderte.

Ich war hier drinnen.

Und draußen, hinter den Kulissen dieser Plaza, wartete der eigentliche Prozess.


**Kapitel 27**

Die Tür öffnete sich, und Frau Reinhardt trat ein. Sie setzte sich in den Sessel neben mir, als wäre dies ein ganz gewöhnliches Gespräch.

„Wie geht es Ihnen bis hierher?“, fragte sie in einem Ton, der beinahe smalltalkartig klang. „Die Fahrt, die Ankunft, der Gürtel?“

Ich antwortete knapp, dass ich zurechtkam, dass die Erregung nicht nachließ, dass alles sich noch unwirklich anfühlte. Frau Reinhardt hörte zu, nickte hier und da, und ließ den Blick dann zu der Statue an der Wand wandern, die das Tablett mit den Erfrischungen hielt.

„Haben Sie sie sich schon richtig angeschaut?“, fragte sie. „So könnten Sie vielleicht bald aussehen.“

Ich folgte ihrem Blick und begriff erst in diesem Moment.

Das war keine Nachbildung. Kein Kunstobjekt. In dieser vollkommen stillen, steinern wirkenden Gestalt steckte ein lebendiger Körper. Jemand, der atmete, der empfand, der für immer in dieser Haltung festgehalten wurde. Keine Puppe, die man bewegen oder in neue Posen bringen konnte. Eine Statue. Bewegungslos. Für immer.

Frau Reinhardt fügte beiläufig hinzu: „Die Figuren am Springbrunnen draußen sind auf die gleiche Weise gemacht. Die Meerjungfrauen und die zentrale Gestalt. Alle lebendig. Alle endgültig in ihrer Form.“

Die Gefühle stiegen so schnell in mir hoch, dass ich sie nicht ordnen konnte.

Da war Erregung, heftig, fast schockartig, über diese extremste Form von Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein. Kein Handeln mehr. Kein Verändern der Haltung. Nur noch Sein. Ausgestellt, angeschaut, beregnet vom Wasser des Brunnens, Jahr um Jahr. Der Gedanke ließ meinen Unterleib erneut pochen, trotz des Gürtels.

Gleichzeitig regte sich klarer Widerstand. Ich wollte eine Puppe sein. Etwas, das man positionieren, benutzen, vielleicht sogar verleihen konnte. Nicht eine Statue. Wie würde es sich anfühlen, jahrelang, vielleicht für immer, nur noch als Figur zu existieren? Ohne jede Handlung, ohne jede Möglichkeit, auch nur einen Finger zu krümmen? Ich konnte es mir nicht vorstellen. Es war zu endgültig, zu starr, zu weit weg von dem, was mich hierhergebracht hatte.

Frau Reinhardt beobachtete mein Gesicht und schien zu lesen, was in mir vorging.

„Beruhigen Sie sich“, sagte sie ruhig. „Es wäre falsch, Sie in eine Statue zu verwandeln. Das sehe ich. Und das wird auch nicht geschehen.“

Die Erleichterung war sofort spürbar, gemischt mit der anhaltenden Erregung über das, was ich gerade gesehen und verstanden hatte.

„Die Liste der möglichen Sponsoren wird dadurch konkreter“, fuhr sie fort. „In etwa vier bis fünf Tagen werde ich Ihnen sagen können, wer Ihr Sponsor sein wird. Bis dahin bleiben Sie hier im Haus. Man wird sich um Sie kümmern.“

Sie erhob sich.

„Ruhen Sie sich aus, so gut es geht. Der Gürtel bleibt. Die Handschellen kommen später ab. Und versuchen Sie nicht, die Statue zu berühren. Sie ist nicht dafür da.“

Ich nickte stumm und starrte noch einmal zu der Gestalt mit dem Tablett.

Lebendig.

Bewegungslos.

Für immer.

Und ich würde das nicht werden.
Trotzdem ließ mich der Anblick nicht los.
29. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von Glatzkopf am 02.09.26 08:16


Da bin ich mal gespannt, wie es weiter geht.
30. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von evi.blum am 09.09.26 06:59

**Kapitel 28**

Die Halbpuppe erschien erneut in der Tür des Wartezimmers. Ohne ein Wort griff sie mir erneut sanft an den Oberarm und führte mich durch einen kurzen Flur in ein anderes Zimmer desselben Hauses.

Es war mehr als nur ein Zimmer. Fast eine kleine Wohnung. Ein Wohnbereich mit bequemem Sofa und Sesseln, ein Schlafbereich mit einem breiten Bett, ein eigenes Bad. Nur eine Küche fehlte. Wahrscheinlich gibt es eine Art Kantine, dachte ich.

Die Halbpuppe blieb an der Tür stehen und bewegte sich nicht mehr. Ich ging langsam durch die Räume, so gut es mit den Handschellen im Rücken ging. Schränke, ein kleiner Schreibtisch, Vorhänge vor den Fenstern, die auf die Plaza hinausgingen. Alles hochwertig, alles durchdacht. Mein kleines Reich für die nächsten Tage.

Da ich die Hände nicht benutzen konnte, blieb mir irgendwann nichts anderes übrig, als mich auf das Sofa zu setzen und zu warten. Mein Blick wanderte immer wieder zu der Gestalt an der Tür.

Am Hals sah ich eine feine Naht. Ich vermutete, dass man den Kopf bewegen konnte. Vielleicht drehen oder neigen. Der Rumpf dagegen war eine glatte, nahtlose Fläche mit ausgesprochen weiblichen, sexy Kurven. Brüste, Taille, Hüften, alles betont und gleichzeitig künstlich starr. Die Arme und Beine schienen in einer Art Latex zu stecken. Dieselbe Farbe und Struktur wie der Torso, aber erkennbar flexibler. Sie konnte damit greifen, gehen, führen. Der Rest ihres Körpers blieb Puppe.

Ich weiß nicht, wie lange ich sie angestarrt habe. Irgendwann muss ich eingeschlafen sein.

Plötzlich spürte ich eine Berührung an der Schulter.

Frau Reinhardt stand neben mir. Ich blinzelte, noch verschlafen, und brauchte einen Moment, bis ich verstand, dass sie etwas von mir wollte. Die Arme und Hände schmerzten inzwischen deutlich, die Handschellen hatten sich über die Stunden unangenehm eingegraben.

„Stehen Sie auf“, sagte sie ruhig.

Ich gehorchte. Mit geübten Handgriffen löste sie die Schellen. Das Metall fiel ab, und ein stechendes Kribbeln lief durch meine Handgelenke und Finger, als das Blut wieder ungehindert floss. Ich rieb mir die Handgelenke, noch immer etwas benommen.

„Sie dürfen sich ab sofort frei auf der Plaza bewegen“, erklärte Frau Reinhardt. „Die Halbpuppe dort, ihre Bezeichnung ist 34-2, steht Ihnen zur Verfügung. Sie wird Ihnen helfen, wo es nötig ist.“

Sie deutete auf die stille Gestalt an der Tür.

„Um 18 Uhr wird 34-2 Sie für das Abendessen einkleiden und Sie anschließend zum Essen führen. Wehren Sie sich nicht dagegen. 34-2 hat genaue Instruktionen und wird sie umsetzen.“

Frau Reinhardt sah mich prüfend an.

„Haben Sie noch Fragen?“

Ich schüttelte den Kopf. Die Erleichterung über die entfernten Handschellen war groß, aber der Gürtel saß unverändert, und die Gegenwart der Halbpuppe ließ mich nicht wirklich zur Ruhe kommen.

„Gut“, sagte Frau Reinhardt. „Dann lasse ich Sie jetzt allein. 34-2 bleibt hier.“

Sie ging. Die Tür schloss sich leise hinter ihr.

Ich saß wieder auf dem Sofa, rieb mir die schmerzenden Handgelenke und sah zu 34-2 hinüber, die noch immer unbeweglich an ihrem Platz stand.

Ab 18 Uhr würde sie mich anziehen.

Und ich sollte mich nicht wehren.


**Kapitel 29**

Es war noch viel Zeit bis 18 Uhr, und die Neugier auf meine neue Umgebung war stärker als die Müdigkeit. Ich beschloss, die Plaza zu erkunden.

Zuerst musste ich jedoch etwas anderes ausprobieren.

Ich ging zu 34-2, die noch immer unbeweglich an der Tür stand, und legte vorsichtig beide Hände an ihren Kopf. Er ließ sich erstaunlich leicht drehen, seitlich, fließend, ohne Widerstand. Eine Nickbewegung war nicht möglich. Der Kopf blieb in der horizontalen Achse gefangen. Ich drehte ihn bewusst zur Seite, ließ ihn in dieser Position und trat einen Schritt zurück. 34-2 regte sich nicht. Der Kopf blieb genau so, wie ich ihn hingestellt hatte. Kein Versuch, ihn zurückzubewegen. Keine Reaktion.

Der Anblick ließ meinen Puls erneut schneller werden.

Als Nächstes die Kleiderschränke.

Ich öffnete die Türen und starrte. Die Auswahl war überwältigend. Ballkleider in schweren Stoffen neben knappen, glänzenden Latexkleidern. Elegante Abendroben, strenge Kostüme, durchsichtige Negligés. Die Schubladen darunter boten Unterwäsche in jeder erdenklichen Variante. Von biederer weißer Baumwolle bis zu aufreizenden Dessous aus Spitze und Riemchen. Alles neu, alles in meiner Größe, alles bereit. Ich schloss die Schränke wieder. Später. Jetzt wollte ich raus.

Beim Hinausgehen streifte mein Blick noch einmal 34-2. Der Kopf war noch immer seitlich verdreht. Sie stand unverändert da, als hätte ich sie nie berührt.

Draußen auf der Plaza ging ich zuerst zum Springbrunnen.

Aus der Nähe wirkte er wie jeder andere auch: plätscherndes Wasser, glatte Figuren, die Meerjungfrauen an der Basis, die zentrale Statue in der Mitte. Ich streckte die Hand aus und berührte eine der Figuren am Rand. Die Oberfläche war warm. Nicht sonnenwarm, sondern körperwarm. Ich zog die Finger zurück, legte sie erneut auf, an einer anderen Stelle. Dieselbe Wärme.

Ich wollte es nicht glauben, und doch war es offensichtlich: Die Statuen waren bewohnt. In ihnen steckten Menschen. Ob für immer, wusste ich nicht. Aber sicher für lange Zeit. Wochen. Monate. Vielleicht Jahre. Mit untergeschlagenen Beinen am Rand eines Brunnens zu sitzen, ohne jede Möglichkeit, die Position zu ändern, ohne Erleichterung, ohne Bewegung, ich konnte es mir nicht vorstellen. Der Gedanke allein ließ mich gleichzeitig erschaudern und erneut spüren, wie eng der Gürtel saß.

Ich schlenderte weiter über die Plaza. Der Hunger meldete sich, und ich trat in eines der kleinen Cafés. Die Bedienung, menschlich, so weit ich erkennen konnte, lächelte höflich und erklärte, dass ich wählen könne, was ich wolle. Es sei kostenlos. Ich bestellte etwas Leichtes, aß langsam und spürte, wie sich die Anspannung der letzten Stunden ein wenig legte.

Gestärkt ging ich weiter. Vor einer Boutique blieb ich stehen. Im Schaufenster hingen Kleider, die selbst von außen erkennbar edel und hochwertig waren. Die Schaufensterpuppen, die sie trugen, wirkten makellos und ich vermutete sofort, dass auch sie ein Innenleben hatten. Steif. Warm. Für unbestimmte Zeit in ihrer Pose festgehalten, während Passanten an ihnen vorbeigingen.

Ich stand eine Weile dort und sah sie an.

Irgendwann würde jemand entscheiden, wie ich aussehen und stehen sollte.

Bis dahin blieb mir die Plaza, der Gürtel und 34-2, die in meinem Zimmer mit seitlich verdrehtem Kopf auf mich wartete.


**Kapitel 30**

Ich ging zurück in mein Zimmer.

Es wurde langsam Zeit. Vor dem Abendessen wollte ich noch kurz duschen, und vor allem war ich neugierig, wie es sich anfühlen würde, sich ankleiden zu lassen. Würde es sein wie in früheren Zeiten, als die Zofe die adlige Frau vollständig ankleidete? Oder eher wie selbst anziehen, nur mit Unterstützung durch 34-2? Ich würde es bald sehen.

Unter der Dusche ließ ich das warme Wasser über mich laufen, länger als nötig. Der Gürtel blieb natürlich an, aber allein die Möglichkeit, den Rest meines Körpers zu waschen und die Anspannung der letzten Stunden abzuspülen, tat gut. Ich trocknete mich ab, föhnte mir die Haare und fühlte mich danach deutlich klarer.

Im Schrank fand ich bequeme, schlichte Unterwäsche. Ich zog sie an, so weit der Gürtel es zuließ, und trat dann vor 34-2.

„Ich bin bereit“, sagte ich.

34-2 bewegte sich sofort. Der Kopf war noch immer seitlich verdreht, genau so, wie ich ihn hingelegt hatte. Trotzdem ging sie zielstrebig zu den Schränken, öffnete Türen und Schubladen und holte ein schlichtes Businesskleid sowie ein Paar mittelhohe Pumps hervor. Ich beobachtete sie dabei mit einer Mischung aus Bewunderung und Unbehagen. Sie erledigte alles, obwohl sie durch die verdrehte Kopfhaltung sicher nur eingeschränkt sehen konnte, was sie tat. Der steife Torso bot ihr keinerlei Hilfe beim Bücken oder Ausbalancieren. Trotzdem arbeitete sie ruhig und präzise.

34-2 kam zu mir herüber und ging vor mir in die Knie, das Kleid geöffnet in den Händen. Ich verstand und stieg hinein. So weit ich konnte, zog ich den Stoff selbst nach oben, bis 34-2 ihn greifen und den Rest übernehmen konnte. Sie streifte das Kleid über meine Hüften und Schultern, richtete es und schloss den Reißverschluss am Rücken. Alles ohne Eile, ohne Worte.

Ich empfand plötzlich Mitleid.

Vorsichtig legte ich beide Hände an ihren Kopf und drehte ihn zurück in die neutrale, nach vorn gerichtete Position. 34-2 ließ es geschehen. Keine Reaktion, kein Widerstand. Als der Kopf wieder gerade saß, wirkte sie irgendwie… vollständiger.

Als Nächstes die Schuhe.

34-2 deutete mit einer Handbewegung an, dass ich mich setzen und ein Bein ausstrecken sollte. Ich gehorchte. Sie kniete erneut, nahm den ersten Pumps und streifte ihn mir über den Fuß. Dann das andere Bein. Die Schuhe saßen perfekt. Als sie fertig war, richtete sie sich auf und blieb einfach vor mir stehen, den Blick geradeaus gerichtet, bereit für den nächsten Befehl oder die nächste Aufgabe.

Ich sah an mir hinunter.

Das Kleid war schlicht, aber elegant. Die Pumps gaben mir ein paar Zentimeter. Der Gürtel darunter blieb unsichtbar und doch allgegenwärtig.

34-2 wartete.

In wenigen Minuten würde sie mich zum Essen führen.

Und ich würde folgen.


**Kapitel 31**

Plötzlich bewegte sich 34-2.

Ihre Hand legte sich behutsam um meinen Oberarm, fest genug, um zu führen, aber ohne Druck. Ich folgte ihr aus dem Zimmer, über die Plaza, Richtung eines Tores an der Seite. Offenbar besaß 34-2 eine Zutrittsberechtigung, das Tor öffnete sich automatisch, als wir näher kamen.

Hinter dem Tor setzte sich die mittelalterliche Gestaltung fort. Eine schmale Straße führte tiefer in die Halle hinein, gesäumt von den gleichen liebevoll gestalteten Fassaden wie auf der Plaza. Laternen, kleine Erker, warme Farben. Es wirkte fast wie eine eigene kleine Stadt unter dem Dach der Lagerhalle.

34-2 brachte mich zu einem Gebäude, das unverkennbar ein Restaurant war. An der Tür wartete bereits Frau Reinhardt. Sie musterte mich kurz von oben bis unten, nickte knapp und wandte sich dann an 34-2.

„Stellplatz“, sagte sie nur.

34-2 löste die Hand von meinem Arm, ging ein paar Schritte zur Seite und erstarrte an einer markierten Stelle an der Wand. Der Kopf geradeaus, die Arme leicht angewinkelt, vollkommen still. Wieder nur Objekt.

Frau Reinhardt öffnete die Tür und deutete mir, ihr zu folgen. Gemeinsam betraten wir das Restaurant.

Innen wirkte alles vollkommen normal. Gedämpftes Licht, gedeckte Tische mit weißer Wäsche, leise Gespräche von anderen Gästen. Soweit ich erkennen konnte, alles Menschen. Keine offensichtlichen Puppen, keine Statuen. Ein gutes, gehobenes Restaurant, wie man es auch draußen hätte finden können. Nur dass wir uns mitten in einer Industriehalle befanden.

Wir setzten uns an einen Tisch in einer ruhigeren Ecke. Die Bedienung kam, wir bestellten, und Frau Reinhardt begann ein leichtes Gespräch, nichts Belastendes, nur Smalltalk über die Plaza, das Essen, wie ich den Nachmittag verbracht hatte. Ich antwortete, so gut ich konnte. Das Essen war ausgezeichnet. Für eine Weile konnte ich fast vergessen, warum ich hier war. Fast. Der Gürtel unter dem Kleid erinnerte mich bei jeder Bewegung daran.

Als die Teller abgeräumt waren, lehnte sich Frau Reinhardt etwas vor.

„Morgen beginnt Ihre Umwandlung“, sagte sie ruhig. „Es gibt zwar noch mehrere Kandidaten für das Sponsoring, aber die grundlegenden Dinge können bereits jetzt gemacht werden. Vorbereitungen am Körper, erste Anpassungen. Nichts Endgültiges, solange der Sponsor nicht feststeht. Aber der Prozess startet.“

Ich schluckte und nickte. Die Vorfreude und die Anspannung mischten sich erneut.

Später, als wir aufbrachen, fühlte ich mich trotz allem recht wohl. Nur der Gürtel blieb ein ständiger, unnachgiebiger Druck. 34-2 löste sich auf ein Zeichen von Frau Reinhardt aus ihrer Starre, legte mir wieder die Hand an den Arm und führte mich zurück durch die mittelalterliche Straße, über die Plaza und in mein Zimmer.

Die Tür schloss sich hinter uns.

34-2 ging an ihren gewohnten Platz und erstarrte erneut.

Ich setzte mich auf das Sofa, streifte die Pumps ab und starrte eine Weile auf den Boden.

Morgen würde es beginnen.


**Kapitel 32**

Bevor ich schlafen ging, trat ich vor 34-2.

„Hilf mir beim Ausziehen“, sagte ich.

Sie gehorchte sofort. Ruhig und präzise öffnete sie den Reißverschluss und streifte mir das Kleid von den Schultern, ließ den Stoff zu Boden gleiten. Als ich nur noch in Unterwäsche und dem Gürtel dastand, deutete ich auf ihren Platz.

„Ruhezustand.“

34-2 ging zurück an die Tür und erstarrte. Ich blieb noch einen Moment stehen und sah sie an. Dann siegte die Neugier. Ich trat näher, nahm ihre Arme und bewegte sie vorsichtig nach vorn, leicht angewinkelt, sodass ich das gerade abgelegte Kleid darüber drapieren konnte. Der Stoff hing nun an ihr, als wäre sie ein stummer Kleiderständer. Der Anblick ließ mich schlucken. Ich ließ sie so stehen und legte mich ins Bett.

Trotz allem schlief ich tief und fest. Der Tag hatte mich ausgelaugt.

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, stand 34-2 noch immer genau so da, wie ich sie am Abend arrangiert hatte. Das Kleid hing über ihren Armen, der Kopf geradeaus, der Körper starr. Ich duschte kurz, trocknete mich ab und ging dann zu ihr.

„Kleide mich für den Tag an.“

34-2 legte das Kleid beiseite, ging zum Schrank und holte zuerst die Unterwäsche hervor: ein recht knappes Höschen und eine Corsage. Ich war erstaunt, wie gut beides saß selbst über dem Gürtel. Kein Falten, kein unangenehmes Einschneiden. Danach griff sie zu einer hellen Jeans und einem Paar Sandalen. Den Absatz schätzte ich auf etwa acht Zentimeter. Nichts, was ich nicht schon getragen hätte.

Sie half mir in die Sachen, schloss die Corsage, knöpfte die Jeans und kniete sich hin, um mir die Sandalen anzuziehen. Als sie fertig war, legte sie mir erneut die Hand an den Arm und führte mich aus dem Zimmer, über die Plaza, zu einem der kleinen Cafés.

Frau Reinhardt saß bereits an einem Tisch. Ich wunderte mich über das gute Timing, als hätte jemand meine Schritte vorhergesehen. 34-2 wurde mit einem kurzen Befehl auf eine Parkposition an der Wand geschickt und erstarrte dort. Ich setzte mich zu Frau Reinhardt.

Das Frühstück war einfach und gut. Nach ein paar Minuten wagte ich die Frage, die mich am meisten beschäftigte.

„Wie sieht es mit den Sponsoren aus?“

Frau Reinhardt stellte die Tasse ab.

„Noch drei. Sie überbieten sich derzeit stündlich. Sie können stolz sein. Das Interesse ist ungewöhnlich hoch.“ Sie machte eine kurze Pause. „Zwei Künstler und ein Industrieller. Ich hoffe, dass Vane das Rennen macht. Vane ist auf Mode spezialisiert, arbeitet aber auch in anderen künstlerischen Bereichen. Bei ihm würden Sie voraussichtlich einiges erleben. Die beiden anderen suchen vor allem Puppen für ihre privaten Puppenstuben. Das kann ebenfalls schön sein - ruhiger, kontrollierter, weniger öffentlich.“

Ich hörte zu und spürte, wie sich die Erregung und die Anspannung wieder meldeten. Drei Namen. Drei mögliche Zukünfte. Und morgen, nein, heute, würde die Umwandlung beginnen.

Ich trank meinen Kaffee und sah zu 34-2 hinüber, die reglos an der Wand stand.

Bald würde jemand entscheiden, was aus mir wurde.


**Kapitel 33**

Frau Reinhardt schaute auf die Uhr und erhob sich.

„Wir müssen los.“

34-2 ließen wir einfach stehen. Frau Reinhardt legte mir die Hand an den Arm und führte mich durch ein weiteres Tor. Hinter dem Tor endete das romantische Städtchen abrupt. An seine Stelle trat ein nüchterner Zweckbau. Auf den ersten Blick hätte man ihn für ein Krankenhaus halten können. Weiße Wände, lange Flure, das typische Geräusch von Türen und leisen Schritten.

Wir gingen durch unübersichtliche Gänge, bis Frau Reinhardt vor einer Tür stehen blieb und mich hineinbat. Der Raum sah aus wie bei jedem Frauenarzt: Untersuchungsstuhl, helles Licht, metallische Instrumententische, alles steril und funktional. Sie deutete auf einen Stuhl.

„Setzen Sie sich. Ich lasse Sie jetzt allein.“

Kaum war die Tür hinter ihr geschlossen, erschien eine andere Frau. Sie stellte sich nicht vor. Ihre Stimme war sachlich.

„Ich bin Ihre begleitende Ärztin für den Prozess. Ein Großteil der Technik, die Sie später in sich tragen werden, braucht Platz. Deshalb werden alle angehenden Puppen vaginal und anal gedehnt. Immer in kleinen Schritten, damit es nicht schmerzhaft wird.“

Sie forderte mich auf, mich untenherum so weit wie möglich zu entkleiden und mich in den Stuhl zu setzen. Ich gehorchte, spürte aber deutliche Angst. Hintenrum war ich noch Jungfrau. Ich wusste nicht, was genau auf mich zukam.

Kaum saß ich, öffnete die Ärztin meinen Keuschheitsgürtel. Das Metall fiel ab. Die plötzliche Freiheit nach so langer Zeit war überwältigend. Instinktiv wollte ich die Hand zwischen meine Beine führen, die aufgestaute Erregung schrie danach.

„Hände weg.“ Die Stimme der Ärztin war scharf. „Das ist nicht mehr Ihre Entscheidung.“

Ich ließ die Hände sinken, zitternd.

„Ich führe Ihnen jetzt einen speziellen Dildo vaginal ein“, erklärte sie ruhiger. „Achten Sie darauf, dass Sie eine deutliche Dehnung spüren, aber keinen Schmerz. Wenn irgendetwas wehtut, sagen Sie sofort Bescheid.“

Sie begann sehr sanft. Die Spitze drang in mich ein, langsam, millimeterweise. Die lange Keuschheit und die ständige Erregung der letzten Tage forderten ihren Preis. Kaum war der Dildo ein Stück in mir, durchfuhr mich ein Orgasmus, wie ich ihn noch nie erlebt hatte. Heftig, unkontrolliert, fast schmerzhaft intensiv. Mein ganzer Körper verkrampfte sich, ich stöhnte auf, die Beine zitterten im Bügel des Stuhls.

Die Ärztin wartete geduldig, ohne den Dildo zurückzuziehen. Erst als mein Atem wieder ruhiger wurde und die Wellen nachließen, schob sie ihn weiter. Zentimeter für Zentimeter. Ich hatte das Gefühl, noch nie so ausgefüllt gewesen zu sein. Es dehnte, es füllte, aber es tat nicht weh. Im Gegenteil, am liebsten wäre ich sofort wieder gekommen.

Dann kam der Plug.

Das Gefühl war fremd und unangenehm. Ein dumpfer Druck, das klare Signal, dass dort etwas eindrang, wo noch nie etwas gewesen war. Die Ärztin arbeitete langsam und mit viel Gleitgel. Es blieb unangenehm, aber es blieb unter der Schmerzgrenze. Als der Plug vollständig saß, hatte ich das anhaltende Gefühl, dringend auf Toilette zu müssen, ein Druck, der nicht verschwand.

Kaum war alles an Ort und Stelle, legte die Ärztin mir den Keuschheitsgürtel wieder an. Das Metall schloss sich mit dem vertrauten Klicken. Der Dildo und der Plug waren jetzt eingeschlossen. Unerreichbar für mich.

Mir wurde schlagartig bewusst, dass ich mich nicht selbst davon befreien konnte. Die Fremdkörper saßen in mir, dehnten mich, erinnerten mich bei jeder kleinsten Bewegung an ihre Anwesenheit und ich hatte keine Möglichkeit, sie zu entfernen.

Die Erregung, die gerade erst entladen worden war, stieg erneut in ungeahnte Höhen. Heißer, hilfloser, intensiver als zuvor.

Die Ärztin streifte die Handschuhe ab.

„Für heute reicht das. Die Dehnung wird in den nächsten Tagen schrittweise erhöht. Stehen Sie auf und ziehen Sie sich wieder an.“

Ich gehorchte mit zitternden Beinen. Jeder Schritt ließ mich die beiden Eindringlinge spüren. Der Gürtel hielt sie fest.

Und ich konnte nichts dagegen tun.
31. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von kurtbauer am 11.09.26 06:51

Meine Erregung steigt auch in gewisse Höhen
32. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von evi.blum am 14.09.26 07:33

**Kapitel 34**

Ein plötzliches Antippen an meiner Schulter ließ mich zusammenzucken.

Ich zuckte so heftig zusammen, dass die Ärztin die Hand zurückzog. Für einen Moment starrte ich sie nur an, das Herz pochte bis in den Hals. Ich hatte kein Wort von dem mitbekommen, was sie nach dem Schließen des Gürtels noch gesagt hatte. Meine gesamte Aufmerksamkeit war bei den beiden Eindringlingen gewesen, dem Dildo und dem Plug, die jetzt fest in mir saßen, eingeschlossen, unerreichbar. Jeder Atemzug, jede kleinste Verschiebung meines Gewichts erinnerte mich an sie. Die Dehnung, der Druck, das Gefühl, ausgefüllt und gleichzeitig hilflos zu sein, hatten alles andere überlagert.

„Haben Sie mich gehört?“, fragte die Ärztin ruhig, aber bestimmt.

Ich schüttelte den Kopf, noch immer atemlos. „Nein... Entschuldigung. Ich war... abgelenkt.“

Sie musterte mich einen Moment, ohne sichtbare Ungeduld. „Ich habe gesagt, dass Sie sich jetzt wieder anziehen sollen. Danach warten Sie hier. Frau Reinhardt holt Sie ab. Die Dehnung bleibt bis zur nächsten Sitzung. Versuchen Sie nicht, irgendetwas zu manipulieren. Der Gürtel protokolliert Bewegungen.“

Ich nickte stumm und griff nach meiner Kleidung. Die Jeans fühlte sich enger an als zuvor. Jeder Schritt, den ich machte, während ich mich anzog, ließ den Plug und den Dildo sich spürbar verschieben. Die Erregung, die gerade erst so heftig entladen worden war, baute sich bereits wieder auf. Dichter, gestaute, ohne Ventil.

Als ich fertig war, setzte ich mich auf den Rand des Stuhls und wartete. Die Hände im Schoß, die Beine eng beieinander, und den ständigen, unnachgiebigen Druck in mir.

Die Tür öffnete sich.


**Kapitel 35**

Frau Reinhardt trat ein und musterte mich kurz.

„Wir gehen zurück.“

Sie machte eine Notiz auf ihrem Tablet. „Der Orgasmus vorhin wird als einer der vereinbarten Ausgleichsorgasmen protokolliert.“

Ich öffnete den Mund, wollte widersprechen. In meinen Augen war das kein wirklicher Ausgleich gewesen, eher ein unkontrolliertes Überlaufen unter Zwang. Aber ich sagte nichts. Es hätte nichts geändert.

Wir gingen langsam zurück in Richtung Plaza. Jeder Schritt löste in mir einen Feuersturm aus. Der Dildo und der Plug verschoben sich minimal, dehnten, drückten, rieben von innen. Die Erregung, die gerade erst entladen worden war, flammte sofort wieder hoch. Heißer, dichter, ohne jede Möglichkeit der Erleichterung. Mir wurde bewusst, dass ich dieses Feuer nicht löschen konnte. Nicht selbst. Nicht jetzt.

Mit jedem weiteren Schritt hatte ich den Eindruck, die Dehnung würde größer. Als würde der Körper die Fremdkörper erst jetzt richtig registrieren. Ich wusste nicht, wohin mit den Gefühlen. Lust, Überforderung, Hilflosigkeit und eine dumpfe Angst vermischten sich zu etwas, das mich atemlos machte.

Auf der Plaza stand 34-2 noch immer unverändert am Café. Frau Reinhardt gab ihr nur einen kurzen Befehl:

„Bringe sie in ihr Zimmer.“

34-2 löste sich aus der Starre, legte mir die Hand an den Arm und führte mich zurück. Sobald die Tür hinter uns geschlossen war und 34-2 an ihrem Platz erstarrte, ließ ich mich auf das Bett fallen.

Ich versuchte alles.

Die Beine zusammenpressen. Die Hüften bewegen. Druck von außen gegen den Gürtel erzeugen. Die Brüste berühren. Nichts half. Die Erregung blieb gefangen hinter dem Metall und um die beiden Eindringlinge herum, stieg und stieg und fand keinen Ausweg. Irgendwann, obwohl es noch Vormittag war, kippte die Erschöpfung über mich. Ich schlief ein, mitten in dem fortwährenden Feuer.

Als ich aufwachte, war es die Scheidenmuskulatur, die mich weckte.

Sie verkrampfte sich in unregelmäßigen, schmerzhaften Wellen. Mein Körper war eine so dauerhafte, unnachgiebige Dehnung einfach nicht gewöhnt. Der Dildo saß zu fest, zu lange, zu fremd. Die Krämpfe waren unangenehm, fast schmerzhaft und ausgerechnet das senkte die Erregung schlagartig ab. Der Feuersturm wurde zu einem dumpfen, schweren Druck. Noch immer präsent, noch immer ausweglos, aber nicht mehr so überwältigend.

Ich lag da, keuchte leise und starrte an die Decke.

Die Dehnung blieb.

Der Gürtel blieb.

Und ich konnte nichts daran ändern.


**Kapitel 36**

Ich hatte gar nicht gemerkt, wie schnell die Zeit vergangen war.

Plötzlich stand 34-2 neben dem Bett und hielt mir ein Kleid hin. Abendbrotzeit. Ich stöhnte leise auf. Lust hatte ich keine, weder aufs Essen noch darauf, wieder aufzustehen und die Eindringlinge bei jedem Schritt zu spüren. Aber mein Magen meldete sich jetzt deutlich. Den ganzen Tag hatte ich nichts gegessen.

Also ließ ich mir helfen.

34-2 streifte mir ein helles, leichtes Sommerkleid über. Der Stoff war dünn und fiel weich. Dazu diesmal Sandaletten mit etwas höheren Absätzen. Als ich den ersten Schritt machte, merkte ich sofort den Unterschied. Die Absätze veränderten meine Haltung, das Becken kippte minimal, der Rücken richtete sich anders aus und plötzlich spürte ich Dildo und Plug sehr viel intensiver. Tiefer. Präsenter. Jede Bewegung schob sie ein Stück gegen empfindliche Stellen.

Wir gingen deutlich langsamer als zuvor zum Tor. 34-2 passte ihren Schritt an meinen an, ohne zu drängen. Hinter dem Tor, auf dem Weg zum Restaurant, wurde jeder Schritt zur Qual und gleichzeitig zur Erregung. Ich atmete flach und versuchte, möglichst gleichmäßig zu gehen.

Frau Reinhardt erwartete uns bereits an der Tür. Sie musterte mich kurz, sagte nichts zu meinem Zustand und schickte 34-2 wieder auf den Stellplatz. Gemeinsam betraten wir das Restaurant.

Als ich mich setzen wollte, drückte der Dildo beim Beugen der Hüften noch tiefer in mich hinein. Ein kurzes, unwillkürliches Stöhnen entkam mir. Am liebsten wäre ich sofort wieder aufgestanden. Stattdessen blieb ich sitzen, die Hände fest um die Stuhllehnen geklammert, und versuchte, normal zu atmen.

Das Essen war wieder gut. Aber ich fand keinen Augenblick Ruhe. Jedes minimale Verrücken auf dem Stuhl, jedes Vorlehnen, jedes Durchatmen ließ den Dildo sich spürbar verschieben. Es war erregend und erniedrigend zugleich. Die ständige, unnachgiebige Füllung, die ich nicht kontrollieren konnte, und das Wissen, dass Frau Reinhardt genau sah, wie schwer ich atmete und wie rot meine Wangen waren.

Sie tat jedoch so, als bemerkte sie nichts.

Sie führte ein ruhiges Gespräch, aß mit Appetit und ignorierte meine flachen Atemzüge und die gelegentlichen, unterdrückten Geräusche, die mir entkamen. Ich aß mechanisch, den Blick meist auf den Teller gerichtet, und zählte innerlich die Minuten, bis ich wieder aufstehen und noch langsamer zurück in mein Zimmer gehen dürfte.

Der Gürtel hielt alles fest.

Und ich konnte nichts dagegen tun.


**Kapitel 37**

Endlich war das Abendessen vorbei.

Frau Reinhardt legte das Besteck beiseite und sah mich ruhig an.

„Genau in diesem Augenblick sind die Änderungen in Ihrem Zimmer abgeschlossen“, sagte sie. „Ab jetzt übernimmt 34-2 Ihre Hygiene. Auch, dass Sie auf Toilette gehen können. Setzen Sie sich bitte nicht gegen 34-2 zur Wehr. Sie hat klare Anweisungen und wird sie ausführen.“

Damit war das Essen beendet. Frau Reinhardt begleitete mich noch bis vor die Tür des Restaurants, legte mir kurz die Hand auf den Arm und sagte nur: „Gute Nacht, Lena.“ Dann trennten sich unsere Wege für den Abend.

34-2 löste sich aus ihrer Starre, fasste mich behutsam am Oberarm und führte mich zurück. Der Weg erschien mir länger als zuvor. Ich ging immer langsamer. Jeder Schritt schob Dildo und Plug minimal, ließ sie gegen empfindliche Stellen drücken, dehnen, reiben. Die Erregung, die während des Essens schon unerträglich gewesen war, steigerte sich mit jedem Meter.

Ich musste häufig stehen bleiben.

Einfach stehen, die Augen schließen, flach atmen und warten, bis die Welle etwas abebbte. 34-2 wartete geduldig, ohne zu drängen, die Hand weiterhin an meinem Arm. Sobald ich weiterging, begann das Spiel von vorn. Der Druck, die Füllung, das ständige, unnachgiebige Spüren. Ich war kurz vorm Kommen, mehrmals. Die Kante war so nah, dass mir die Knie weich wurden. Doch jedes Mal, wenn ich dachte, jetzt, gleich, rutschte ich wieder zurück. Der Gürtel und die feste Position der Eindringlinge verhinderten den letzten, entscheidenden Reiz.

Als wir endlich vor meinem Zimmer standen, zitterte ich am ganzen Körper. 34-2 öffnete die Tür, führte mich hinein und schloss hinter uns ab.

Ich sank auf das Bett, die Beine eng zusammengepresst, und stöhnte leise in die Stille.

Die Eindringlinge meldeten sich weiter.

Und ich kam nicht darüber.


**Kapitel 38**

34-2 half mir aus dem Kleid und den Sandalen, dann führte sie mich ins Bad.

Die Veränderung fiel mir sofort ins Auge. An den Wänden der Dusche waren vier Schellen angebracht worden. Zwei oben, zwei unten. Bevor ich genauer hinsehen konnte, schob 34-2 mich jedoch zur Toilette.

Sie drehte mich so, dass ich mit dem Rücken zu ihr stand. Ich spürte, wie sie etwas am Gürtel tat, ein leises Klicken, ein kurzes Lösen. Dann drehte sie mich wieder und setzte mich auf die Toilette. Für einen Moment verschwand sie und kam mit einem Bildschirm zurück. Darauf war schematisch dargestellt, dass der Plug hohl war. Ich konnte mich erleichtern, ohne dass er entfernt werden musste.

Die Erleichterung war körperlich und peinlich zugleich. Als ich fertig war, half 34-2 mir auf und führte mich in die Dusche.

Sie positionierte mich und schloss nacheinander die Schellen. Zuerst die Handgelenke, dann die Knöchel. Ich stand gespreizt, die Arme leicht angehoben und zur Seite gezogen, die Beine weit auseinander, fest mit der Wand verbunden. Keine Möglichkeit, die Haltung zu verändern oder die Hände zu benutzen.

Erst als alles gesichert war, öffnete 34-2 den Gürtel vollständig. Dildo und Plug glitten aus mir heraus.

Der plötzliche Verlust der Füllung und der langanhaltenden Dehnung reichte. Ich kam sofort - heftig, unkontrolliert, die Beine zuckten in den Fesseln, ein Stöhnen, das ich nicht zurückhalten konnte. Wieder fühlte es sich ungewollt an. Nicht wie etwas, das ich mir genommen hatte, sondern wie etwas, das mir einfach passierte, weil der Körper nicht mehr anders konnte.

34-2 wartete, bis die Wellen abgeklungen waren. Dann begann sie zu waschen.

Sehr gründlich. Sehr intensiv. Ihre Hände, oder das, was bei ihr Hände waren, glitten über jede Stelle. Brüste, Bauch, den sensiblen Bereich zwischen den Beinen, den sie besonders sorgfältig reinigte. Keine Stelle blieb aus. Das Wasser war warm, die Berührungen sachlich und dennoch unerträglich erregend nach dem gerade erzwungenen Höhepunkt. Ich zitterte, stöhnte, konnte mich nicht abwenden.

Als sie mit mir fertig war, reinigte sie den Gürtel, den Dildo und den Plug. Sorgfältig, fast ritualhaft. Dann führte sie beides wieder in mich ein. Zuerst den Dildo, der mich erneut ausfüllte, dann den Plug. Der Druck kehrte zurück, vertraut und doch immer noch fremd. Zum Schluss schloss sie den Gürtel wieder. Das metallische Klicken klang in der Dusche besonders laut.

Die Schellen an meinen Handgelenken und Knöcheln blieben noch einen Moment geschlossen, bevor 34-2 sie löste. Ich sank fast in mich zusammen, als die Spannung aus den Gelenken wich.

34-2 trocknete mich ab, führte mich zurück ins Zimmer und half mir in ein einfaches Nachthemd. Danach ging sie an ihren Platz und erstarrte.

Ich legte mich aufs Bett, die Beine eng zusammen, und spürte die erneute Füllung bei jedem Atemzug.

Die Hygiene war erledigt.

Und ich war wieder vollständig eingeschlossen.
33. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von Glatzkopf am 14.09.26 21:31


Wunderbar geschrieben.
34. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von evi.blum am 16.09.26 17:12

**Kapitel 39**

Ich wachte in der Nacht immer wieder auf.

Leichte Krämpfe durchfuhren mal meinen Po, mal meine Scheide. Kurze, unangenehme Wellen, die mich aus dem Schlaf rissen. Jedes Mal lag ich dann still, atmete flach und versuchte, mich bewusst zu entspannen. Der Gürtel und die Eindringlinge taten das Ihre: Der Druck blieb, die Dehnung blieb, und darunter brodelte die Erregung weiter, ohne sich entladen zu können.

Irgendwann wurde ich nervlich so gereizt, dass ich den Blick von 34-2 nicht mehr ertragen konnte. Sie stand unbeweglich an ihrem Platz und schien mich anzustarren. Ich stand auf, ging zu ihr und drehte ihren Kopf zur Seite. Als mir das nicht reichte, warf ich ihr noch ein Handtuch über den Kopf. Danach legte ich mich wieder hin.

Die Nacht wollte nicht vergehen. Krämpfe, Erregung, kurze Phasen von Schlaf, alles wechselte sich ab. Als es endlich hell wurde, fühlte ich mich wie gerädert. Die Augen brannten, der Körper war schwer und gleichzeitig überempfindlich.

34-2 stand noch immer mit dem Handtuch über dem Kopf da. Ich nahm es ab und drehte ihren Kopf zurück nach vorn.

„Mach mich für den Tag fertig“, sagte ich.

Sie führte mich ins Bad und wiederholte die Prozedur vom Vorabend: Toilette, Fesseln in der Dusche, Entfernen von Gürtel und Eindringlingen, gründliches Waschen, Reinigen der Teile, erneutes Einführen und Verschließen. Diesmal schaute ich genauer hin. Die beiden Gegenstände wirkten, wenn man sie in der Hand sah, gar nicht so groß. Kaum waren sie jedoch wieder in mir und der Gürtel geschlossen, spürte ich sie sehr wohl. Deutlich, unnachgiebig, bei jeder Bewegung präsent.

34-2 kleidete mich an und führte mich anschließend zu einem der Cafés auf der Plaza. Frau Reinhardt saß bereits an einem Tisch und winkte uns zu. 34-2 wurde auf die Parkposition geschickt.

„Gut, dass wir uns treffen“, sagte Frau Reinhardt, nachdem wir bestellt hatten. „Mir ist noch eine Frage eingefallen, die ich vergessen habe. Macht es Ihnen etwas aus, dauerhaft komplett enthaart zu werden? Außer Kopfhaar, Augenbrauen und Wimpern?“

Ich überlegte nur kurz. Im Vergleich zu allem anderen, was bereits geschehen war und noch geschehen würde, erschien mir das fast belanglos.

„Nein“, antwortete ich. „Das macht mir nichts aus.“

Frau Reinhardt nickte und machte eine Notiz.

„Dann machen wir den Termin direkt nach dem Frühstück. Es ist ein unkomplizierter Vorgang, aber er braucht ein paar Stunden. Danach haben Sie den Nachmittag frei.“

Ich aß mechanisch und spürte bei jedem leichten Verrücken auf dem Stuhl die Eindringlinge. Die Nacht hatte mich erschöpft, aber die Erregung war nicht weg. Sie lag nur tiefer, gestaute, und wartete.

Gleich würde der nächste Schritt kommen.


**Kapitel 40**

Nach dem Frühstück verabschiedete sich Frau Reinhardt mit einem knappen Nicken. 34-2 legte mir die Hand an den Arm und führte mich erneut zum Zweckbau, den ich inzwischen nur noch „Krankenhaus“ nannte. Die Gänge wirkten wieder unübersichtlich, aber irgendwann blieben wir vor einer Tür stehen, hinter der alles anders aussah.

Kein steriler Behandlungsraum diesmal. Eher ein normales Kosmetikstudio: warme Beleuchtung, eine gepolsterte Behandlungsliege, Regale mit Geräten und Flaschen, ein großer Spiegel. Eine junge Frau kam herein. Sie musterte mich kurz und sagte nur:

„Machen Sie sich nicht die Mühe, mit mir zu sprechen. Sie sind eine Puppe. Puppen sprechen nicht. Ich werde nicht auf Sie reagieren. Aber Sie werden jeden meiner Befehle befolgen.“

Die klare, dominante Art traf mich unerwartet. Ein warmer Schub Erregung lief durch mich, obwohl ich mich noch immer ausgelaugt fühlte.

„Ausziehen.“

Ich gehorchte. Kleid, Unterwäsche, alles landete auf einem Stuhl. Der Gürtel und die Eindringlinge blieben sichtbar.

„Auf die Liege.“

Kaum lag ich, schloss sie Schellen um meine Handgelenke und Knöchel und fixierte mich an der Liege. Dann öffnete sie den Gürtel, ließ Dildo und Plug jedoch in mir. Eine Weile passierte nichts. Sie stellte irgendetwas an einem Gerät ein, prüfte immer wieder Stellen an meiner Haut, tippte auf Displays. Die Wartezeit und die erzwungene Bewegungslosigkeit ließen meine Gedanken kreisen und die Erregung wieder ansteigen.

Ich muss kurz weggedämmert sein. Ein kurzer, heller Schmerz riss mich hoch. Es dauerte einen Moment, bis ich begriff: Laserbehandlung. Immer wieder dieser kurze, stechende Impuls. Nicht stark, aber präsent. Stelle für Stelle arbeitete sie sich vor. Als sie den Intimbereich erreichte, wurde es deutlicher unangenehm. Der Laser setzte näher an den empfindlichen Stellen an, und immer wieder streifte sie dabei den Dildo oder brachte ihn minimal zum Verrücken. Es war ein Wechselbad: Schmerz, Dehnung, Erregung, Hilflosigkeit.

Irgendwann muss ich Geräusche von mir gegeben haben. Kleine, unterdrückte Laute. Die junge Frau hielt inne.

„Still. Oder Sie werden geknebelt.“

Ich biss die Zähne zusammen und blieb stumm. Die Zeit kroch. Der Laser wanderte weiter, Pause, erneutes Prüfen, weiter. Irgendwann löste sie die Schellen.

„Auf den Bauch.“

Ich drehte mich um. Die Schellen wurden erneut geschlossen, diesmal mit dem Gesicht zur Liege. Nun behandelte sie meinen Rücken, den Po, die Beine von hinten. Der Plug war in dieser Lage besonders spürbar. Wieder die kurzen Impulse, wieder das ständige Bewusstsein, ausgeliefert und gefüllt zu sein.

Irgendwann war es vorbei.

Sie legte mir den Gürtel wieder an, entfernte die Schellen und befahl mir, mich anzukleiden. Ich tat es mit zitternden Fingern. Die Haut fühlte sich seltsam und empfindlich an, besonders untenherum.

34-2 wartete bereits und nahm mich in Empfang. Der Rückweg in mein Zimmer verlief nur schleppend. Meine Erregung fuhr Achterbahn, hochgeschaukelt durch die dominante Behandlung, die erzwungene Stille, die ständige Präsenz der Eindringlinge und das Wissen, dass mein Körper jetzt dauerhaft glatt bleiben würde. Jeder Schritt schob Dildo und Plug, und ich musste mehrmals stehen bleiben, die Augen schließen und atmen, bis die Welle wieder etwas abebbte.

Als die Zimmertür hinter uns fiel, war ich außer Atem und gleichzeitig viel zu wach.

34-2 half mir aus den Sachen und erstarrte an ihrem Platz.

Ich legte mich aufs Bett, die Hände flach auf dem Bauch, und spürte meine Haut unter meinen Fingern, soweit der Gürtel es zuließ.

Ein weiterer Schritt war getan.


**Kapitel 41**

Kurze Zeit später kam Leben in 34-2.

Sie ging ins Bad, kam mit einer Tube zurück und bedeutete mir, liegen zu bleiben. Ruhig und gründlich verteilte sie eine kühlende Creme auf meiner geröteten Haut. Überall dort, wo der Laser gearbeitet hatte, fühlte es sich an wie nach einem leichten Sonnenbrand. Angespannt, empfindlich, warm. Die Creme lindert das sofort ein Stück weit. 34-2 behandelte jede Stelle, auch die intimsten, sachlich und ohne Eile. Danach erstarrte sie wieder.

Die nächsten Tage vergingen in einem seltsamen Rhythmus aus Gewöhnung und Unruhe. Die Haut beruhigte sich. Die Rötung verschwand, und nach und nach zeigten sich die ersten Erfolge der Laserbehandlung: feine Härchen fielen aus, die Haut wurde glatter, ungewohnt glatt. Der Dildo und der Plug fühlten sich noch immer nicht normal an. Sie waren präsent, dehnten, erinnerten, aber sie standen nicht mehr ständig im Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit. Mein Körper begann, sie als neuen Zustand zu akzeptieren.

Eines Morgens beim Frühstück setzte sich Frau Reinhardt unangekündigt an meinen Tisch.

„Heute lernen Sie die beiden verbliebenen Sponsoren kennen“, sagte sie. „Genauer: Die Sponsoren wollen Sie sehen. Dafür müssen Sie entsprechend hergerichtet werden.“

Sie trank einen Schluck Kaffee.

„Cupsy ist für die Produktpräsentation verantwortlich. Er ist der Beste in seinem Fach. Er wird Sie gleich abholen.“

Kaum hatte sie den Satz beendet, erschien ein schlanker Mann in schlichter schwarzer Kleidung. Cupsy. Er musterte mich kurz, nickte Frau Reinhardt zu und bedeutete mir, ihm zu folgen. 34-2 blieb zurück.

Der Weg führte auf verschlungenen Pfaden durch Bereiche der Anlage, die ich noch nicht gesehen hatte. Irgendwann traten wir auf einen offenen Platz vor einem modernen Glasgebäude - eine Art Besucherzentrum. Vor dem Gebäude dominierte ein großer, glasklarer Würfel den Platz.

In dem Würfel sah man eine Frau.

Es wirkte, als wäre sie gerade in einen Pool gesprungen und die Szene in diesem Moment eingefroren worden. Haare und Kleidung schienen noch in Bewegung, der Körper in einer dynamischen, fast tänzerischen Haltung, Wasser (oder etwas, das wie Wasser aussah) umgab sie in erstarrten Tropfen und Wellen. Alles war von einer unwirklichen, kristallinen Klarheit.

Cupsy blieb neben mir stehen.

„Ein Meisterstück“, sagte er leise. „Die Frau ist natürlich lebendig. Die Versorgung so zu integrieren, dass sie fast unsichtbar bleibt, war extrem kostenintensiv. Aber das Ergebnis spricht für sich.“

Ich konnte mich nicht sattsehen.

Die Gestalt im Würfel atmete – ganz leicht, wenn man genau hinsah. Die Haut wirkte warm unter dem Glas. Jemand hatte sie in diesem einen Augenblick festgehalten, für immer oder zumindest für sehr lange Zeit, und sie zur lebenden Skulptur gemacht. Der Gedanke ließ meinen Puls erneut schneller schlagen. Gleichzeitig spürte ich die vertraute, ständige Präsenz von Dildo und Plug und den Gürtel, der alles zusammenhielt.

Cupsy legte mir leicht die Hand an den Rücken.

„Kommen Sie. Wir müssen Sie vorbereiten. Die Sponsoren erwarten eine einwandfreie Präsentation.“

Ich löste den Blick von dem Würfel nur widerwillig und folgte ihm in das Glasgebäude.


**Kapitel 42**

Wir blieben direkt in der Eingangshalle stehen.

Die Halle war schlicht gehalten. Helle Wände, klarer Boden, kaum Möbel oder Dekoration. Ich vermutete, dass das Absicht war, ein Gegenpol zum dramatischen Würfel draußen. Cupsy bestätigte meinen Eindruck.

„Hier ist der beste Platz, um Sie zu präsentieren“, sagte er. „Keine Ablenkung. Nur Sie in der Mitte der Halle.“

Er führte mich in ein kleines Nebenzimmer. „Ziehen Sie sich aus.“

Ich gehorchte. Als ich nackt bis auf den Gürtel dastand, kam er mit dem Kleid zurück. Ich traute meinen Augen kaum: ein schulterfreies weißes Ballkleid mit schwarzen Verzierungen, elegant und zeitlos, wie es Audrey Hepburn hätte tragen können. Dazu lange weiße Handschuhe.

Zuerst bekam ich ein leichtes Korsett angezogen. Der Druck um die Taille war ungewohnt. Ich brauchte ein paar Atemzüge, bis ich mich an die veränderte Atmung gewöhnt hatte. Flacher, bewusster, eingeschränkter. Dann wurde das Kleid übergezogen. Der Stoff glitt kühl über meine Haut, setzte sich, wurde geschlossen. Ich fühlte mich plötzlich wie eine Prinzessin und gleichzeitig wie etwas, das gerade verpackt wurde.

Zum Schluss die Handschuhe. Sie wurden am Oberarm geschnürt, sodass sie nicht herunterrutschen konnten. An den Handgelenken bemerkte ich dünne Bänder. Irgendetwas daran wirkte funktional, nicht nur dekorativ.

Cupsy richtete noch schnell meine Frisur und frischte das Make-up auf. „Fertig“, murmelte er.

Zurück in der Halle sah ich die Schuhe bereits auf dem Boden stehen, mittelhohe Absatzschuhe, weiß, passend zum Kleid. Als ich hineinsteigen sollte, merkte ich, dass sie fest mit dem Boden verbunden waren. Cupsy ordnete die Riemchen und schloss sie. Ich konnte die Füße nicht mehr herausziehen. Ich war an dieser Stelle gefangen.

Eine Welle der Erregung schwappte sofort über mich.

Doch Cupsy war noch nicht fertig. Er nahm die Bänder an den Handgelenken der Handschuhe, führte sie durch verborgene Schnallen im Kleid und zog alles fest. Meine Hände wurden vor der Taille fixiert, unbeweglich mit dem Kleid verbunden. Ein kleiner Blumenstrauß wurde mir in die gefesselten Hände gelegt und verdeckte die letzten sichtbaren Spuren der Fesselung.

Ich konnte die Arme nicht mehr heben. Ich konnte die Füße nicht mehr bewegen. Ich stand fest an meinem Platz, öffentlich, hilflos, unfähig, irgendetwas zu tun.

Wärme und Erregung durchfluteten mich so heftig, dass mir kurz schwindlig wurde. Ich war ausgestellt. Gefesselt. Ungewiss, wie lange ich so bleiben würde. Ich war eine Puppe.

Um es noch puppenhafter zu machen, ließ Cupsy einen gläsernen Kasten von der Decke herunterfahren. Das Glas senkte sich langsam um mich herum, bis es den Boden berührte. Ich stand in einer Art Vitrine. Isoliert. Betrachtbar. Ausgestellt.

Für wie lange, wusste ich nicht.

Endlich war ich eine Puppe.

Mein Traum wurde wahr und gleichzeitig spürte ich in jedem Atemzug den Gürtel, die Eindringlinge und die absolute Unfähigkeit, auch nur einen Finger zu rühren.

Ich war Produkt.

Und jemand würde mich gleich betrachten.
35. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von RoteHexe am 16.09.26 20:22

Danke, wieder eine tolle Fortsetzung.
36. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von asta am 17.09.26 10:51

Grandios geschrieben bitte gerne weiter so. Und vielen Dank dafür
37. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von kurtbauer am 18.09.26 06:43

Endlich! Doch ist das doch nur vorübergehend und nicht endgültig?
Die Sponsoren wünschen also eine hübsche Vintagedame in einer Vitrine und dient das auch nur als Beispiel?
Sehr spannend, freue mich
38. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von fwwd am 18.09.26 10:38

Mhhh....

Ich glaube ich bin der Geschichte verfallen!
39. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von burli am 18.09.26 13:46

Fantastisch, lass uns nicht zu lange auf die Fortsetzung warten!

Grüßli von burli


Geduld kann ich, wenn es nicht zu lange dauert!
40. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von CupC am 19.09.26 15:57

ich mag es, dass Nena jetzt gefesselt ist, aber nicht irgendwie mit Seilen oder Tape, sondern mit Sachen, die sie als Schaufensterpuppe präsentieren kann!
Selbst wenn ein unwissender Passant sie sehen würde, wären Schuhe auf dem Boden (bzw. auf einer Standplatte für Deko-Figuren) ganz normal ... !

Damit kann sie schon mal erleben, wie es ist, nur noch dekorativ herumzustehen, und kann uns trotzdem darüber berichten!

und während ich einerseits gespannt bin, die Sponsoren kennenzulernen, ist der Reiz der Geschichte, dass Nena jetzt (vermutlich, hoffentlich) erstmal wieder eine Phase des einfach-nur-da-seins erlebt, in der sie Ware, Produkt ist und nicht mal betrachtet oder inspiziert wird, sondern in der sich ihre Gefühlswelt entwickelt - und wir dürfen dabei sein ...?!?
41. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von MartinII am 20.09.26 14:42

Interessante Geschichte
42. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von evi.blum am 21.09.26 08:00

**Kapitel 43**

Ich versuchte, die überbordenden Gefühle zu ordnen.

Da war ein kleines bisschen Platzangst in der engen Vitrine. Das Glas so nah, die Luft still, kein Entkommen. Gleichzeitig überwog ein großes Gefühl von Freude und Angekommensein. Endlich. Ich war eine Puppe. Nicht mehr nur in Gedanken oder hinter verschlossenen Türen, sondern hier, sichtbar, festgehalten, ausgestellt. Der Traum, der mich monatelang getrieben hatte, stand plötzlich greifbar vor mir und ich steckte mittendrin.

Dazu kam die stark steigende Erregung. Nicht nur durch die Eindringlinge, die bei jeder kleinsten Gewichtsverlagerung in mir drückten und dehnten. Sondern durch die gesamte Situation: gefesselt in der Öffentlichkeit, unfähig, auch nur die Hände zu heben, den Blumenstrauß als einzige Tarnung vor dem Bauch. Dass ich nicht wusste, wie lange ich so verharren musste, triggert mich enorm. Die Ungewissheit lag wie ein zusätzliches Band um mich.

Ich stand in meiner Vitrine und sah, wie die Leute draußen ihrer Arbeit oder ihren Geschäften nachgingen. Ich war nicht mehr Teil davon. Manche warfen mir einen Blick zu, die meisten jedoch betrachteten nur das Kleid. Ich war die Puppe, die das Kleid präsentierte und wurde ganz natürlich nicht als Person beachtet. Das Gefühl war demütigend und erregend zugleich.

Ich wusste nicht mehr, wie lange ich schon so stand, als Frau Reinhardt mit zwei Männern die Eingangshalle betrat. Alle drei hielten direkt auf mich zu. Das mussten die Sponsoren sein.

Plötzlich gingen in den Kanten der Vitrine Lichter an. Ich wurde hervorragend ausgeleuchtet. So stark, dass ich die Sicht nach außen verlor. Statt der Halle sah ich nur noch mein eigenes Spiegelbild in der Glaswand: das weiße Kleid, die schwarzen Verzierungen, die langen Handschuhe, den kleinen Strauß vor der Taille, die aufrechte Haltung, die ich nicht mehr verlassen konnte. Ich sah, wie schön ich aussah. Wie fertig. Wie Produkt.

Gleichzeitig versuchte ich, die kurzen Eindrücke der beiden Männer festzuhalten, bevor das Licht sie verdrängte. Beide waren gut gebaut, wirkten sportlich und waren elegant gekleidet. Allerdings auf unterschiedliche Weise. Der Ältere könnte vom Alter her mein Vater sein, eher konservativ in Anzug und Krawatte. Der Jüngere war moderner, locker-elegant gekleidet. Bei ihm hatte ich den flüchtigen Eindruck, er könnte in meinem Alter sein.

Meine Gefühle fuhren erneut Achterbahn.

Ich stand fest, ausgeleuchtet, gespiegelt, und wartete darauf, dass die drei näher kamen und mich begutachteten.

Endlich Puppe.

Und jetzt würde entschieden werden, wem ich gehörte.


**Kapitel 44**

Ich wusste, oder bildete es mir ein, dass die drei vor meiner Vitrine standen und mich begutachteten. Vielleicht gingen sie sogar langsam um mich herum, betrachteten mich von allen Seiten. Das Glas und das grelle Licht ließen mich nichts sehen, aber die Vorstellung allein reichte.

So ausgestellt und ausgeliefert zu sein, brachte mich fast um den Verstand. Es war eine Art Demütigung, die ich noch nie erfahren hatte. Nicht das klassische Runtermachen oder bewusste Erniedrigen. Sondern etwas anderes: das schlichte Nicht-Beachten als Mensch. Ich war die Puppe im Kleid. Ein Objekt, das man prüfte, dessen Haltung, dessen Erscheinung, dessen mögliche Verwendung man einschätzte. Mehr nicht.

Mein Atem beschleunigte sich spürbar. Mit dem leichten Korsett war das keine gute Idee. Die Luft wurde knapper, der Druck um die Taille unangenehmer. Ich zwang mich, langsamer zu atmen, die Erregung im Zaum zu halten, die Haltung nicht zu verlieren. Schultern zurück, Kopf gerade, Hände ruhig am Strauß, Beine stabil in den festgeschraubten Schuhen.

Nach gefühlten zehn Sekunden ging das Licht wieder aus.

Frau Reinhardt und die beiden Männer waren verschwunden. Die Halle lag wieder im normalen Licht vor mir. Es mussten real deutlich länger als zehn Sekunden gewesen sein. Ich merkte es sofort daran, wie sehr meine Füße inzwischen schmerzten. Die Absätze, die starre Position, das lange Stillhalten forderten ihren Preis.

Ein kleiner Stich der Enttäuschung meldete sich. Ich hatte so wenig von meinen potenziellen Sponsoren gesehen. Nur flüchtige Eindrücke, bevor das Licht mich isoliert hatte. Gleichzeitig war genau das der Reiz. Als Puppe hatte ich keinen Einfluss mehr auf die Dinge um mich herum. Ich wurde betrachtet oder nicht betrachtet. Entschieden über mich oder weitergegangen. Ich war nicht mehr Teilnehmerin.

Plötzlich und völlig unvorhergesehen kam der Orgasmus.

Er brach ohne Vorwarnung über mich herein. Heftig, kurz, von außen auferlegt. Meine Beine gaben für einen Moment nach, die Knie wurden weich, und nur die enge Vitrine bewahrte mich davor, tatsächlich umzuknicken. Ich keuchte, der Blumenstrauß zitterte in meinen gefesselten Händen, und ich kämpfte darum, die Haltung so schnell wie möglich wieder einzunehmen. Schultern zurück. Rücken gerade. Gesicht möglichst neutral.

Wieder ein Orgasmus, der sich nicht wie etwas anfühlte, das aus mir selbst kam. Sondern wie etwas, das mir auferlegt worden war, durch die Situation, die Fesselung, die ständige Dehnung, die absolute Hilflosigkeit.

Während ich versuchte, wieder ruhig zu stehen und den Schmerz in den Füßen zu ignorieren, stellte sich die Frage ganz leise und hartnäckig:

Würde das meine Zukunft sein?

Orgasmen, die kamen, wann der Körper oder die Umstände es wollten und nicht aus einer tiefen, selbstbestimmten Lust?

Ich atmete flach gegen das Korsett und starrte geradeaus.

Die Vitrine blieb geschlossen.

Und ich blieb Puppe.


**Kapitel 45**

Ich zitterte vor Anstrengung.

Die Haltung zu halten, die ich so lange schon einnahm, war ungewohnt und forderte ihren Tribut. Die Schultern brannten, die Füße schmerzten in den festgeschraubten Schuhen, und die Hände am Strauß waren taub geworden. Jede Faser in mir wollte nachgeben, und doch blieb ich stehen, weil ich es musste.

Irgendwann, ich konnte nicht sagen, nach wie langer Zeit, wurde die Vitrine nach oben gezogen. Das Glas verschwand über mir. Frische Luft strömte heran. Cupsy trat an mich heran und löste zuerst die Bänder an meinen Handgelenken. Die Hände fielen mir kraftlos an die Seiten. Ich konnte sie nicht sofort wieder kontrollieren; sie baumelten schwer und fremd, als gehörten sie mir nicht. Dann kniete er sich hin und öffnete die Riemchen der Schuhe. Auch meine Beine gehorchten nur widerwillig. Die Knie wollten nachgeben, die Muskeln zitterten unkontrolliert.

Zum Glück hatte Cupsy einen Hocker mitgebracht. Er half mir, mich trotz des aufwändigen Kleides darauf zu setzen. Die Erleichterung war so groß, dass mir für einen Moment schwindlig wurde. Ich murmelte ein dankbares Wort, das er nur mit einem knappen Nicken quittierte.

Ich war körperlich und emotional fix und fertig.

Dass Cupsy mich danach zurück in den kleinen Nebenraum führte, mir das Kleid und das Korsett auszog und mich wieder in meine normale Kleidung steckte, bekam ich nur noch bruchstückhaft mit. Die Bewegungen geschahen an mir, nicht mit mir. Ich funktionierte, mehr nicht.

Auf dem Rückweg blieb mein Blick noch einmal am gläsernen Würfel hängen. Die Frau darin, eingefroren im Sprung, lebendig und doch für immer in diesem einen Moment gehalten. Ich bewunderte sie erneut, mit einer Mischung aus Faszination und einem neuen, tieferen Verständnis.

Danach wurde alles unscharf.

Das Nächste, was ich wirklich wahrnahm, war, dass ich in meinem Bett lag. In einem leichten, angenehmen Pyjama. Das Zimmer war still. 34-2 stand an ihrem Platz. Und es war Morgen.

Licht fiel durch die Vorhänge. Irgendwo in der Ferne hörte ich gedämpfte Geräusche von der Plaza.

Ich starrte an die Decke und spürte den vertrauten Druck des Gürtels und der Eindringlinge.

Was für ein Erlebnis, dachte ich.

Ich war Puppe gewesen.

Ausgestellt.

Begutachtet.

Und ich hatte es überlebt. Erschöpft, überwältigt und gleichzeitig hungrig nach mehr.


**Kapitel 46**

Ich lag noch eine Weile im Bett und ließ es mir gut gehen.

Die Erschöpfung vom Vortag lag noch in den Gliedern, aber darunter brodelte bereits wieder eine leise Unruhe. Der Gürtel und die Eindringlinge waren vertraut geworden, ohne jemals wirklich in den Hintergrund zu treten. Ich starrte an die Decke und ließ die Bilder der Vitrine, des Lichts und der beiden Männer noch einmal an mir vorbeiziehen.

Es klopfte.

Ich warf mir schnell den Morgenmantel über, ging zur Tür und öffnete. Frau Reinhardt stand davor und bat um Einlass. Ich trat zur Seite und ließ sie herein.

„Wie geht es Ihnen?“, fragte sie, während sie sich setzte.

„Gut“, antwortete ich und meinte es auch so. Dann berichtete ich von gestern, der Vorbereitung, dem Kleid, den festgeschraubten Schuhen, der Vitrine, dem Licht, dem Gefühl, nur noch Produkt zu sein. Frau Reinhardt hörte aufmerksam zu, stellte zwischendurch kurze Fragen, und irgendwann unterhielten wir uns richtig angeregt darüber. Zum ersten Mal seit Tagen fühlte sich das Gespräch beinahe normal an.

Schließlich lehnte sie sich zurück.

„Ich bin hier, weil es heute Abend einen Ball gibt. Eher einen Tanzabend. Ihre beiden Sponsoren werden ebenfalls anwesend sein. Sie sollen die Möglichkeit erhalten, beide kennenzulernen und mit ihnen zu sprechen.“

Mein Herz setzte einen Schlag aus.

„Außerdem“, fuhr sie fort, „sollen Sie ab jetzt alle Ihre Gedanken, Erlebnisse und Gefühle für die Sponsoren festhalten. Am besten beginnen Sie mit dem Moment, in dem Sie hier eingetroffen sind. Schreiben Sie regelmäßig. Die Aufzeichnungen werden Teil Ihrer Akte und dem Sponsor zur Verfügung gestellt.“

Ich nickte langsam. Das machte Sinn – und gleichzeitig war es wieder ein Stück Kontrolle, das ich abgab.

„Für den Tanz heute Abend erhält 34-2 genauste Anweisungen“, sagte Frau Reinhardt. „Die Kleidung können Sie sich nicht selber auswählen.“ Sie hielt kurz inne und sah mich direkt an. „Und ab heute auch sonst nie wieder.“

Sofort schossen mir die Hitze in die Wangen. Ich spürte, wie sie rot wurden. Der Satz war klar und endgültig. Keine eigene Wahl mehr. Nicht heute Abend. Nie wieder.

Frau Reinhardt beobachtete meine Reaktion mit einem kleinen, kaum merklichen Lächeln.

„34-2 wird Sie rechtzeitig vorbereiten. Ruhen Sie sich aus. Heute Abend wird anstrengend.“

Sie erhob sich, nickte mir noch einmal zu und verließ das Zimmer.

Ich blieb stehen, die Hand unwillkürlich an die heiße Wange gelegt, und starrte auf die geschlossene Tür.

Ab heute nie wieder selbst entscheiden, was ich trug.

Der Gedanke setzte sich fest und ließ die Erregung, die seit dem Aufwachen nur gedämpft vorhanden gewesen war, wieder deutlich ansteigen.


**Kapitel 47**

34-2 begann mich für den Tag fertig zu machen.

Es folgte die gleiche Prozedur wie jeden Morgen: Bad, Hygiene, erneutes Verschließen. Danach legte 34-2 die Kleidung bereit, ein Bustier, ein knappes Unterhöschen und ein helles Sommerkleid, das locker und weit geschnitten war. Dazu Sneaker und einen Strohhut. Als ich fertig angezogen vor dem Spiegel stand, kam ich mir ungewohnt bequem und beinahe normal vor. Endlich ging es zum Frühstück. Nach dem gestrigen Erlebnis hatte ich richtig Hunger.

Das Frühstück verlief ruhig. 34-2 stand in ihrer Parkposition an der Wand, während ich aß und den Kaffee genoss. Anschließend schlenderte ich über die Plaza. Wieder blieb ich länger am Springbrunnen stehen und betrachtete die Figuren. Die Wärme unter der Oberfläche, das Wissen, dass in ihnen Menschen steckten - es ließ mich nicht los.

Irgendwann erschien 34-2 neben mir und legte mir sanft die Hand an den Arm. Sie führte mich zurück in mein Zimmer. Dort wurde ich ausgezogen und in der Dusche an den Schellen fixiert. Das war neu, mitten am Tag, ohne dass es Abendhygiene gewesen wäre. 34-2 entfernte den Gürtel, ließ Dildo und Plug jedoch an Ort und Stelle. Sie reinigte mich gründlich untenherum und kam dann mit einer Art großem Pflaster zurück. Es war so zugeschnitten, dass es meine gesamte Scham bis zum Steißbein abdeckte und die beiden Eindringlinge fest in mir hielt. Kein Metall mehr, nur dieser eng anliegende, hautfarbene Schutz.

Als die Schellen gelöst waren und ich die neue Kleidung sah, verstand ich warum. Für mich lag ein Bikini bereit. Mit dem Gürtel wäre das kein schöner Anblick geworden. Ein T-Shirt, eine Bluejeans und mittelhohe Sandalen vervollständigten das Outfit. Ich zog mich an und spürte bei jeder Bewegung, wie Dildo und Plug unter dem Pflaster weiterhin präsent blieben, nur eben unsichtbarer.

34-2 führte mich durch Gänge und Türen in einen Bereich, den ich noch nicht kannte: eine Art kleines Erlebnisbad. Nicht groß, aber liebevoll gestaltet. Ein künstlicher Sandstrand, ein Pool, der sanfte kleine Wellen an den Strand schickte, warme (künstliche) Sonne von oben. 34-2 breitete eine Decke aus und begann, mir T-Shirt und Jeans auszuziehen, bis ich nur noch im Bikini dastand.

Den Nachmittag verbrachte ich dort.

Ich ging zwei- oder dreimal ins Wasser. Die Wellen plätscherten gegen meine Beine, das Wasser war angenehm warm. Dazwischen lag ich auf der Decke und ließ mich von der künstlichen Sonne verwöhnen. Die Eindringlinge meldeten sich bei jeder Bewegung, aber sie beherrschten nicht mehr jeden Gedanken. Zum ersten Mal seit Tagen fühlte ich so etwas wie leichte Unbeschwertheit.

Irgendwann meldete sich der Hunger. Ich setzte mich auf und sah zu 34-2, die reglos am Rand der Decke stand.

„Hol mir bitte ein paar Pommes“, sagte ich.

34-2 drehte sich um und ging. Ich blieb zurück, die Arme um die Knie geschlungen, und spürte den warmen Sand unter den Füßen und den stillen, ständigen Druck in mir.

Ein seltsam normaler Nachmittag.

Und doch war nichts mehr normal.


**Kapitel 48**

Ich fragte mich, ob dieser ungewöhnliche Strandaufenthalt etwas mit den Sponsoren zu tun hatte.

Würde ich in genau dieser Sekunde beobachtet und begutachtet? Wahrscheinlich schon, musste ich mir grinsend eingestehen. Die Vorstellung, dass einer der beiden oder vielleicht beide irgendwo hinter verspiegeltem Glas oder über Kameras zusahen, wie ich im Bikini im Sand lag und ins Wasser ging, ließ meine Erregung erneut ansteigen. Der Druck der Eindringlinge unter dem Pflaster wurde bewusster.

Wenn das ein Spiel war, konnten auch zwei mitspielen.

Ich musste aufpassen, es nicht zu übertreiben. Billig wirken wollte ich nicht. Es war ein schmaler Grat: aufreizend, aber nicht vulgär. Selbstbewusst, aber nicht aufdringlich. Zum Glück hatte ich als junges Mädchen mit meinen Freundinnen bestimmt tausendmal geübt, wie Halle Berry aus dem Wasser steigt. Langsam, die Haare zurückwerfend, den Körper strecken, den Blick geradeaus. Ich nutzte eine der nächsten Wellen, ging tiefer hinein und kam dann genau so wieder heraus. Nicht übertrieben. Nur bewusst. Die künstliche Sonne lag warm auf meiner Haut, das Wasser tropfte, und ich spürte, wie das Pflaster und die Dinge darunter sich bei jeder Bewegung an mich erinnerten.

Später berührte 34-2 mich am Arm.

Zeit aufzubrechen.

Sie hatte die ganze Zeit, bis auf die kurze Zeit, in der sie mir etwas zu essen geholt hatte, in der warmen Sonne neben meinem Handtuch gestanden. Unbeweglich. Wie musste sie sich fühlen, dachte ich kurz. Doch es blieb keine Zeit für längere Überlegungen. 34-2 half mir zurück in T-Shirt und Jeans und führte mich zurück in mein Zimmer.

Dort angekommen, wurde mir klar, dass die Vorbereitung für den Tanzabend beginnen würde. Die Nervosität setzte ein, leise zuerst, dann deutlicher. Wie würden die Sponsoren wirklich sein, wenn man mit ihnen sprechen konnte? Was sollte ich fragen? Was durfte ich fragen? Und vor allem: Welche Kleidung würde 34-2 für mich herauslegen?

Ich hatte keine Wahl mehr.

Ab heute nie wieder.

34-2 stellte mich in die Mitte des Zimmers und begann, die Schränke zu öffnen. Ich stand still und wartete darauf zu sehen, was für den Abend aus mir gemacht werden sollte.
43. RE: Lena, die Puppe

geschrieben von kurtbauer am 21.09.26 13:39

Puppe mit immer wechselnden Kleidern? Sehr schön, bin gespannt was sie heute tragen darf


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