Restriktive Foren

Thema:
eröffnet von IronFist am 06.06.17 19:36
letzter Beitrag von sebi am 09.04.19 05:30

1. XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 06.06.17 19:36

Teil 1


» Endlich Feierabend! «, sagte ich zu mir selbst.

Seit knapp 2 Jahren arbeitete ich jetzt beim Bankhaus Schreiber in Düsseldorf. Ich liebte meinen Job, aber der heutige Arbeitstag gehörte mit Sicherheit zur schlimmeren Sorte. Erst hatte ich einen sehr unfreundlichen Kunden am Telefon, dessen Wertpapiere „nur“ um 6 % gestiegen waren, obwohl er mindestens 10 % erwartet hatte. Dann hatte ich mir Kaffee über meinen nagelneuen teuren Rock gekippt. Auf der Toilette hatte ich zwar mein Möglichstes versucht, aber der hässliche Fleck war nicht mehr rauszukriegen. Ich konnte nur hoffen, dass die Reinigung dabei erfolgreicher wäre. Zur Krönung gab es dann am Nachmittag auch noch Netzwerkprobleme. Der Monatsbericht für meinen Chef musste dringend fertig werden und ich war gezwungen 2 Stunden lang Däumchen zu drehen. Abends musste ich dann Überstunden machen, um meine Arbeit noch fertig zu bekommen. Es war mittlerweile halb acht und ich machte mich nun auf meinen gewohnten Weg zur U-Bahn. Nach etwa 5 Minuten Fußweg stand ich plötzlich vor einer Polizeiabsperrung.

» Hier können sie nicht weiter, es gibt dort ein Gasleck und es besteht Explosionsgefahr! «, teilte mir ein freundlicher Beamter mit.

Irgendwie passte das zum heutigen Tag. Also wich ich auf eine parallel verlaufende schmale Gasse aus, in der ich noch nie zuvor gewesen war. Ich war wirklich überrascht, denn hier standen hübsche Fachwerkhäuser und es reihte sich ein kleines Geschäft an das andere. Vor einem Tante Emma Laden blieb ich stehen und bewunderte die große Auswahl an Obst und Gemüse, welche vor dem Geschäft aufgebaut war. Die Äpfel sahen köstlich aus.

» Kann ich ihnen irgendwie helfen? «

Eine alte Frau kam aus dem Laden geschlurft und setzte ein breites Lächeln auf. Ich fühlte mich sofort an meine Kindheit erinnert, denn ich war auf dem Land aufgewachsen und in unserem Dorf gab es ebenfalls einen solchen Laden. Eigentlich hatte ich ja nur die Äpfel bewundert, aber irgendwie endete es darin, dass ich viel zu viel Obst kaufte und ich mich danach mit drei schweren Tüten auf den Weg zur U-Bahn machen musste. So war das eigentlich nicht geplant gewesen.

Ich kam an einem altmodischen Schustergeschäft vorbei und das Schild über der Tür bestätigte den ersten Eindruck mit dem Schriftzug „seit 1891“. Laden und Einrichtung sahen so aus, als ob sie seit 50 Jahren nicht verändert worden wären. Die Schuhe im Schaufenster hingegen waren alles andere als altmodisch. Dort standen wunderschöne schwarze Stiefel mit hohem Absatz, ein paar weiße Pumps mit einer neckischen Schleife an der Ferse und sogar ein paar ultrahohe rote Stilettos, an denen kleine Vorhängeschlösser baumelten. Sowas hatte ich in diesem Laden nun wirklich nicht erwartet. Leider hatten diese Schuhe im Fenster keinerlei Preisschilder und ich vermutete, dass sie handgefertigt und deshalb extrem teuer waren.

Direkt neben dem Schuster war ein Geschäft mit dem Namen „Magic Glamour“. Die Schaufenster waren von innen mit einer schwarzen Folie beklebt und alles was man sehen konnte, waren zwei kreisrunde faustgroße Aussparungen in der Folie. Ich schaute durch die erste Aussparung und blickte auf einen Monitor mit dem Schriftzug:

NEUGIERIG ?

Was sollte das denn? So ein Blödsinn, dachte ich mir. Aber neugierig war ich tatsächlich. Also schaute ich auch durch die zweite Aussparung. Wieder war ein Monitor zu sehen, diesmal mit der Aufforderung:

KOMM REIN !

Also ehrlich, das war ja nun wirklich zu dämlich. Man wusste ja nicht einmal, was hier überhaupt verkauft wurde. Was für ein Geschäft würde man wohl „Magic Glamour“ nennen? Vielleicht einen Friseurladen? Oder ein Nagelstudio? Meine Neugier siegte und ich erklomm die zwei Stufen zur Eingangstür, welche aber leider verschlossen war. Ein kleines Schild an der Tür verkündete:

Öffnungszeiten 10:00 – 19:00 Uhr

Schade! Das war nun wirklich eine sehr seltsame Art für seinen Laden zu werben. Aber andererseits musste ich zugeben, dass die Methode bei mir funktioniert hatte. In der U-Bahn kostete ich dann einen meiner Äpfel und nahm mir vor, später nach diesem Laden im Internet zu suchen. Zuhause angekommen schlüpfte ich zuerst einmal in einen bequemen Jogginganzug, machte mir was zum Essen und lümmelte danach auf meinem Sofa herum. Im Fernsehen kamen mal wieder nur irgendwelche amerikanischen Serien und so holte ich mir meinen Laptop. Meine Recherche blieb allerdings erfolglos, denn ich konnte in Düsseldorf nichts zu „Magic Glamour“ finden. Dafür wusste ich nun, dass es in Taiwan einen Nagellack mit diesem Namen gab. Das machte die Sache irgendwie noch mysteriöser, denn welcher Laden hatte heutzutage keine eigene Webpage. Vielleicht hatte das Geschäft ja auch schon Pleite gemacht und es gab deshalb keine eigene Internetseite mehr. Aber würde man in einem solchen Fall die Monitore im Schaufenster weiter laufen lassen? Vermutlich nicht.

Da klingelte mein Handy, es war meine beste Freundin Lisa. Wir kannten uns schon ewig, denn wir sind im gleichen Dorf aufgewachsen und hatten schon im Sandkasten miteinander gespielt. Nach der Schule hatten wir uns aus den Augen verloren, bis wir uns letztes Jahr in der Fußgängerzone wieder über den Weg gelaufen waren. Die Freude war riesig gewesen als wir feststellten, dass wir nun beide in Düsseldorf wohnten. Seither waren wir unzertrennlich und sahen uns fast jeden Tag. Der Zufall machte manchmal selbst das Unwahrscheinliche wahr, denn unser Dorf lag über 300 Km von Düsseldorf entfernt.

» Hallo Lisa, na alles klar bei dir? «, begrüßte ich sie.

» Hi Marie, ja alles in Ordnung. Was hältst du davon, wenn wir noch was trinken gehen? Es gibt da diese neue Bar „Flamingo“. Ich habe gehört, dass dort ein paar süße Jungs nur auf dich warten sollen. «

Dieser kleine Seitenhieb auf mein Singledasein gehörte mittlerweile zu ihrem Standardrepertoire. Dabei war auch sie zurzeit allein, allerdings hielt sie das nicht davon ab, mich weiterhin damit zu necken. Ich hatte nie große Probleme gehabt Männer kennen zu lernen, aber an einer festen Beziehung war ich nicht interessiert. Zumindest noch nicht. Eine gemeinsame Nacht mit gutem Sex war mir völlig ausreichend. Lisa hatte mir deshalb sogar den Spitznamen Sex-Hexe verpasst. Zum Geburtstag hatte sie mir dann einen Kaffeebecher mit genau dieser Aufschrift geschenkt und dazu angemerkt, dass dieser fürs Büro sei. Ich habe es aber vorgezogen, diesen Becher lieber zuhause zu nutzen.

» Ich hatte heute einen anstrengenden Tag und bin ziemlich müde. Wie wäre es denn, wenn wir morgen zusammen um die Häuser ziehen? An einem Freitag lässt es sich doch auch viel besser feiern, wenn man am nächsten Morgen nicht früh raus muss. «

Diesmal hatte ich eine kleine Spitze gesetzt, weil ich genau wusste, dass Lisa an diesem Samstag arbeiten musste.

» Was, unsere Sex-Hexe lässt eine Gelegenheit zum Trinken aus? Bist du krank? Oder wirst du alt? «, fragte sie mich weiter neckend.

» Also wenn ich alt werde, was bist dann du? Du bist drei Monate älter als ich! «, grinste ich ins Telefon.

» Aber ich jammere wenigstens nicht herum, dass ich am nächsten Tag früh aufstehen muss. «

» Na ja, ältere Leute brauchen nun mal weniger Schlaf! «, konterte ich.

So ähnlich liefen unsere Telefonate häufig ab. Wir zogen uns gegenseitig auf, aber keiner nahm dem anderen einen Spruch übel. Am Ende hatten wir vereinbart, am nächsten Tag gemeinsam in den goldenen Schwan zum Essen zu gehen.

Der Freitag verlief im Büro wesentlich besser als der Tag zuvor. Mein Chef hatte mich sogar ausdrücklich dafür gelobt, dass ich den Monatsbericht trotz IT-Problemen fertig bekommen hatte. Um kurz nach drei machte ich dann fast pünktlich Feierabend. Ich hatte mir vorgenommen noch ein wenig in der Stadt bummeln zu gehen und so schlenderte ich langsam Richtung Fußgängerzone. Als ein Polizeiwagen mit Blaulicht an mir vorbeiraste, erinnerte ich mich an die Absperrung vom Tag zuvor und an dieses seltsame Geschäft. Sofort wurde wieder meine Neugier geweckt und ich machte kehrt, um diesem Laden einen Besuch abzustatten. Die alte Frau aus dem Tante Emma Laden war gerade dabei Gemüse einzusortieren und begrüßte mich freundlich als ich vorbei ging. Ich schaute mir noch einmal die schönen Schuhe im Schaufenster des Schusters an und überlegte ob ich hineingehen und nach den Preisen fragen sollte. Allerdings war es im Laden ziemlich voll und ich wollte eigentlich nicht längere Zeit warten. Irgendwie schon erstaunlich, denn ich hätte nicht gedacht, dass ein solch altmodisches Geschäft so gut lief. Jetzt stand ich vor der Tür von „Magic Glamour“ und stellte überrascht fest, dass ich nervös war. Warum eigentlich? Ich kam mir vor wie ein kleines Kind kurz vor der Bescherung an Weihnachten.

Ich wischte den Gedanken beiseite und öffnete die Tür. Ein angenehmer Klingelton erschallte und ich wurde eingehüllt von einer Duftwolke. Der Blütenduft war überwältigend und ich hatte das Gefühl gerade über eine Blumenwiese zu spazieren. Neugierig schaute ich mich um. Es schien sich um eine Boutique zu handeln. Ich konnte jede Menge Kleiderständer sehen, aber da waren auch Regale mit Kosmetika. Dieser Laden war eine Mischung aus Boutique und Parfümerie. Eine interessante Kombination. Plötzlich kam eine große schwarzhaarige Frau auf mich zu. Sie war eher konservativ gekleidet mit schmalem dunklem Rock und einer glänzenden weißen Seidenbluse. Ihre Schuhe passten jedoch nicht zu diesem konservativen Outfit, denn die Pumps waren deutlich höher als normal. Als sie näher kam bemerkte ich auch, dass sie keinen BH zu tragen schien, denn ihre Nippel versuchten gerade Löcher in die Bluse zu bohren. Ein Namensschild über ihrer rechten Brust besagte „Fr. Markheim“.

» Herzlich willkommen bei Magic Glamour! Herzlich willkommen in der Welt des Ungewöhnlichen! Sie haben ausgefallene Wünsche, wir können sie erfüllen! «

Na das war aber mal eine Begrüßung, auch wenn sie mir ziemlich abgehoben vorkam.

» Hallo! Äh… ich weiß nicht ob ich hier so ganz richtig bin. Eigentlich war ich nur neugierig, was sich hinter diesem Schaufenster verbirgt. «, stotterte ich herum.

» Neugier ist der erste Schritt in ein interessantes Leben. Kommen sie näher und schauen sie sich um. Ich bin sicher sie werden bei uns etwas finden was ihnen gefällt. «

Sie nahm meinen linken Arm und zog mich sanft weiter in den Laden hinein. Irgendwie wirkte diese Frau ziemlich überdreht.

» Äh… ja danke. Ich denke ich werde mich einfach mal etwas umsehen. «

Wofür bitte hatte ich mich gerade bedankt? Glücklicherweise ließ die Frau mich nun allein und stolzierte hüftenschwingend davon. Diese Frau Markheim hatte eine ganz seltsame Ausstrahlung. Sie erinnerte mich an eine dieser strengen Gouvernanten aus alten Filmen, aber gleichzeitig war sie übertrieben freundlich und irgendwie auch sexy. Mit ihrem seltsamen Auftritt hatte sie mich überrascht und völlig aus dem Konzept gebracht. Aber so langsam sammelte ich mich wieder.

Ich stand jetzt vor einem Regal mit Lippenstiften und bewunderte die riesige Auswahl. Es gab unzählige verschiedene Rottöne und auch eher ungewöhnliche Farben wie Grün, Blau oder Schwarz. Ich suchte nach einem dunklen Rot, denn mein Lippenstift mit diesem Farbton war irgendwo verloren gegangen. Leider konnte man den Stift nicht ausprobieren, weil die Verpackung versiegelt war und es kein Probeexemplar gab. Ich beschloss Frau Markheim später danach zu fragen und steckte den Lippenstift erst einmal ein.

Der Laden war hell beleuchtet, bis auf eine dunkle Ecke, in der ein Glaskasten mit sanftem rotem Licht ausgeleuchtet wurde. Ich näherte mich dem Kasten und konnte einen Ring erkennen, der auf einem kleinen Sockel ruhte. Er sah aus wie ein schlichter Goldring ohne irgendwelche Edelsteine. Warum dieser eher einfache Ring so präsentiert wurde, erschloss sich mir nicht so ganz.

» Das ist etwas ganz Besonderes! «, ertönte eine Stimme hinter mir.

Ich drehte mich um und erblickte eine Blondine. Sie sah aus wie die Frau, die mich vorhin begrüßt hatte. Aber warum sollte sie jetzt eine blonde Perücke tragen? Um mich zu vergewissern schaute ich auf ihr Namensschild. Fr. Markheim stand dort groß und breit. Sie bemerkte meine Irritation.

» Verblüffend nicht wahr! «

Sie trat einige Schritte zurück in den hell erleuchteten Bereich und aus der Blondine wurde wieder eine Schwarzhaarige. Nun war ich wirklich verblüfft.

» Das ist unser neues Haarspray. Je nach Beleuchtung verändert sich die Haarfarbe. «

Von sowas hatte ich noch nie gehört, aber das war wirklich ein cooler Effekt. Ich hatte mich an meine braune Haarfarbe gewöhnt, aber gemocht hatte ich sie noch nie. Mit der Chemiekeule wollte ich meine Haare aber auch nicht färben. Vielleicht wäre dies ja eine Möglichkeit die Haare sanft zu färben ohne sie dabei kaputt zu machen.

» Ist dieses Haarspray teuer? «, fragte ich interessiert.

» Es kostet etwas mehr als gewöhnliches Haarspray, aber es ist jeden Euro wert. «

Eigentlich hatte ich jetzt einen präzisen Preis erwartet und keine ungenaue Floskel. Aber ich nahm an, dass es ziemlich teuer war und sie ihre Kundschaft nicht gleich verschrecken wollte. Daher beschloss ich nicht weiter darauf einzugehen.

» Was ist denn an diesem Ring so besonders? «, fragte ich stattdessen.

» Nun am besten führe ich es ihnen vor! «

Sie kramte einen Schlüssel aus der Tasche und schloss den Glaskasten auf. Dieser Ring sah auch aus der Nähe noch völlig unscheinbar aus und sie steckte ihn mir über den Ringfinger meiner linken Hand. Wenn sie erwartet hatte, dass ich nun in Begeisterung ausbrechen würde, dann musste ich sie enttäuschen.

» Wie ist ihr Name? «, fragte sie mich nun.

» Ich heiße Marie Schmidt! «, antwortete ich.

Wieso wollte sie meinen Namen wissen? Und warum hatte ich auch noch darauf geantwortet?

» Wie finden sie meine Bluse? «, fuhr sie fort.

» Völlig unangebracht, wie sie hier ihre Nippel präsentieren! «, platzte ich heraus.


Fortsetzung folgt!
2. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 06.06.17 20:40

Hallo IronFist,

wie erwartet spannend, rätselhaft und toll geschrieben!

Irgendwie fängst Du mich ein, lässt mich Deine Geschichten erleben.
Ein goldener Ring, der vom Gegenüber die Wahrheit erzwingt?

Wird es ein Ring sein, sie zu knechten, nein ich glaube nicht, dass Gandalf in der Nähe ist.
Mittelerde ist auch weit, muss ich eben warten, was Du dir ausgedacht hast.

Ach ja, noch eins, wo ist die Bank, hab noch ein paar Euros, bei einer sicheren Anlage bin ich mit 6 % voll zufrieden.

Vielen Dank
Ihr_joe
3. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Trucker am 07.06.17 09:18

Super schöner Anfang,spannend wie immer und super schön geschrieben. Freue mich schon auf nächste Woche,wenn der nächste Teil kommt.
4. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von bison100 am 07.06.17 10:55

Klasse Anfang
schreib bitte schnell weiter
5. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Dark Fangtasia am 07.06.17 22:22

Ein schöner Anfang.

Mit dem Ring kann es ja scheinbar schnell passieren, dass man seine geheimsten Wünsche ausplappert. Und wenn die Geschichte so weiter geht, wie die anderen, dann kann man sicher nicht nur die Haarfarbe verändern.

Ich freue mich auf mehr.
6. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 09.06.17 19:30

Hallo Ihr_joe,

zuerst einmal danke für deine netten Worte.

An den Herrn der Ringe hatte ich noch gar nicht gedacht.
Deshalb kann ich auch deinen Verdacht bestätigen, dass Gandalf keine Gastrolle in meiner Geschichte haben wird (vermutlich könnte ich die Gage von solch einem prominenten Darsteller auch gar nicht bezahlen).

Du kennst das weltberühmte Bankhaus Schreiber noch nicht?
Das könnte vielleicht daran liegen, dass sie in Mittelerde keine eigene Filiale haben.
Vielleicht ließe sich ja daraus ein guter Werbeslogan machen: Bankhaus Schreiber - weniger Mittelerde, mehr Niederrhein


Hallo Trucker,

danke für dein Lob (wie immer )


Hallo bison100,

freut mich, dass es dir gefallen hat.
Die Geschichte ist bereits komplett fertig geschrieben und die neuen Teile werden jeweils Dienstags erscheinen.


Hallo Dark Fangtasia,

ich bin immun gegen die Wirkung des Rings und werde nichts ausplappern.
Allerdings ist deine Vermutung natürlich nicht so ganz falsch.

Auch dir natürlich ein Dankeschön für deine netten Zeilen.


LG
Fist
7. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von AaliyahJennifer am 09.06.17 22:22

Ein schöner Anfang ich hoffe es geht bald weiter
8. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von FE am 09.06.17 23:16

...und wieder ein echter "IronFist"...
9. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Kettenmann am 10.06.17 11:46

Ein sehr schöner Start mal sehen wie es weitergeht ich freu mich auf Dienstag.
10. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von cuirin am 11.06.17 10:17

Hallo IronFist,

uii, das ist ja schon wieder ein erstklassiger Anfang!
Ich bin ja noch gespannt, was dieser Schuhladen mit der ganzen Sache zu tun hat...
11. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 13.06.17 19:09

Hallo AaliyahJennifer,

freut mich, dass es dir gefallen hat.
Und es wird gleich weitergehen.


Hallo FE,

da muss ich wohl einen uralten Werbeslogan zitieren.
Nur wo IronFist draufsteht ist auch IronFist drin. Was anderes kommt gar nicht in die Tüte.


Hallo Kettenmann,

schön zu hören, dass es dir gefallen hat und du dich auf die Fortsetzung freust.


Hallo cuirin,

dann hoffe ich mal, dass es nicht nur bei einem erstklassigen Anfang bleibt.
Zum Schuster kann ich nur sagen "no comment".


LG
Fist
12. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 13.06.17 19:37

Teil 2


Ich erschrak über mich selber und hielt mir die Hände vor den Mund. Sie aber lachte nur darüber.

» Wir nennen es den Lügendetektor Ring, aber das ist natürlich nicht die offizielle Bezeichnung. Wer ihn trägt, der antwortet immer ehrlich. Hatten sie schon einmal Sex mit einer Frau? «

» Nein, aber ich fantasiere schon länger davon! «

Oh Gott, was hatte ich da gesagt. Ich merkte wie mein Kopf knallrot anlief. Hektisch versuchte ich mir den Ring vom Finger zu ziehen, bevor ich noch mehr intime Details ausplauderte. Aber mein Finger schien angeschwollen zu sein, denn der Ring bewegte sich kein Stück.

» Sie sehen sicher wie hilfreich dieser Ring sein kann. Wenn sie vermuten, dass ihr Ehemann fremd geht, dann können sie ihn einfach danach fragen. «

» Ja wirklich sehr hilfreich. Aber würden sie mir jetzt bitte helfen, ich bekomme ihn nicht mehr runter. «

Ich zerrte noch immer an dem Ding und betete, dass sie mir nicht weitere intime Fragen stellen würde. Sie hielt einen Gegenstand an den Ring und ich spürte wie er sich leicht weitete.

» Damit ihr Ehemann den Ring nicht einfach ablegt, können sie ihn auch mit diesem Magnetschloss verriegeln. Er zieht sich dann leicht zusammen und kann nicht mehr entfernt werden. «

» Ja wirklich sehr überzeugend! «, mit diesen Worten zog ich erleichtert den Ring von meinem Finger.

» Sind sie interessiert? «

Es wäre sicher amüsant Lisa diesen Ring zu schenken und ihr damit ein paar intime Geheimnisse zu entlocken. Aber ein Preisschild in dem Glaskasten besagte 1.500 € und das war mir für einen kleinen Spaß dann doch zu viel.

» Nein ich denke nicht, dass dieser Ring das Richtige für mich ist! «

Ich gab ihr den Ring zurück und sie platzierte ihn wieder auf seinem Sockel und verschloss den Glaskasten. Abrupt wechselte sie das Thema.

» Übrigens meine Bluse ist aus unserer „Softer than Satin“ Kollektion. Dieser Stoff ist so weich, dass sie glauben ihr Liebhaber würde sie den ganzen Tag liebkosen. Fassen sie doch mal an! «

Mit diesen Worten streckte sie mir ihre Brüste entgegen. Sie erwartete doch jetzt nicht wirklich, dass ich ihren Busen anfasste, oder? Diese Bluse mochte ja noch so weich sein, aber ich würde doch nicht öffentlich meine Nippel präsentieren, indem ich den ganzen Tag ohne BH und mit steifen Brustwarzen durch die Weltgeschichte lief.

» Äh… nicht nötig, ich glaube ihnen auch so! «

» Unsinn! Ich war schon immer der Meinung, dass man Ware auch anfassen und ausprobieren sollte. Deshalb verkaufen wir auch nicht Online. «

Sie griff nach meiner rechten Hand, legte sie auf ihre Brüste und bewegte sie langsam hin und her. Ich konnte ganz deutlich ihren harten Nippel an meiner Handfläche spüren und unwillig musste ich auch zugeben, dass sich dieser Stoff wirklich extrem gut anfühlte.

» Wollen sie vielleicht mal eine Bluse anprobieren? «, fuhr sie nun fort. Mir war dieses Thema peinlich. Vermutlich weil ich fürchtete, dass meine Nippel ganz ähnlich reagieren würden. Deshalb wechselte ich das Thema.

» Äh… Nein danke! Äh… Aber ich denke ich werde diesen Lippenstift hier nehmen! «, dabei zeigte ich ihr den dunkelroten Stift.

» Äh… Im Regal gab es kein Testexemplar… Äh… Könnte ich den vielleicht auch mal ausprobieren? «, stotterte ich herum. Ich kam mir vor wie ein junges Mädchen beim ersten Date. Jetzt reiß dich endlich mal zusammen, mahnte ich mich selbst.

» Aber natürlich! Am Tresen habe ich einen Spiegel, bitte kommen sie mit! «

Sie führte mich quer durch den Laden und ich bewunderte, wie sie mit diesen hohen Absätzen leicht wippend dahinschwebte. Wir kamen an einer Art Alkoven vorbei, in dem eine Schaufensterpuppe mit einem langen schwarzen Abendkleid stand. Daneben war ein Preisschild mit dem Betrag 4.480 €.

» Puh, ist das teuer! «, rutschte mir so heraus. Frau Markheim drehte sich um und verkündete dann stolz.

» Oh, das ist unsere W-Line! Haben wir gestern erst neu hereinbekommen. Auf den ersten Blick mag das sehr teuer erscheinen. Aber wenn sie bedenken, dass sie dafür 50 verschiedene Kleider bekommen, dann ist dieser Preis durchaus angemessen. Zudem können sie auch noch Farbe und Oberflächentextur verändern, so dass man insgesamt auf fast 5000 verschiedene Kombinationen kommt. «

Ich hatte nur Bahnhof verstanden und nicht die geringste Ahnung wovon sie da gerade sprach. War dieses Abendkleid nur Teil einer ganzen Kollektion? Man konnte meinem Gesicht die Ratlosigkeit wohl ansehen, denn nun fuhr sie fort.

» Am besten zeige ich es ihnen. Warten sie hier bitte kurz, ich bin gleich wieder zurück! «

Als sie davon stöckelte bewunderte ich ihre schönen schlanken Beine. Sie trug Nahtstrümpfe, die ziemlich Retro aussahen. Aber ich musste zugeben, dass ihre Waden dadurch sehr attraktiv betont wurden. Vielleicht sollte ich ja auch mal solche Strümpfe tragen? Da kam sie auch schon mit einem Smartphone in Händen zurück.

» Die Steuerung funktioniert ganz einfach über eine Handy-App! «, erklärte sie.

Sie wischte auf ihrem Handy herum und der Alkoven begann leise zu brummen. Urplötzlich war das Abendkleid verschwunden und vor mir stand eine nackte Schaufensterpuppe. Wie hatte sie das gemacht? Sie fummelte wieder an ihrem Telefon herum und der Brummton verstärkte sich leicht. Dann, wie aus heiterem Himmel, hatte die Puppe plötzlich ein schwarzes Minikleid aus Leder an. Ich kam mir vor wie bei einer Zaubershow, bei der ein Magier Dinge auftauchen und verschwinden ließ. Das musste doch irgendein Trick sein.

» Aufregend, nicht wahr? «, fragte Frau Markheim begeistert. Ich presste meine Lippen zusammen, als ich bemerkte, dass ich staunend mit offenem Mund dastand.

» Wie funktioniert das? «, fragte ich noch immer verblüfft.

» Also bei den technischen Details bin ich leider etwas überfragt. Aber man muss ja eigentlich auch nur wissen, wie man es richtig bedient. Bei einem Auto wissen doch wohl auch nur wenige wirklich über die Technik Bescheid. «

An der Argumentation war durchaus was dran, aber bei einem Auto hatte ich wenigstens ungefähr eine Idee was passierte. Hier jedoch war ich völlig ahnungslos. Sie begann wieder auf ihrem Handy herumzudrücken und begleitet von diesem Brummton wechselte das Lederkleid langsam seine Farbe von Schwarz zu Weiß.

» Wow! Das ist ja Irre! «, zeigte jetzt auch ich offen meine Begeisterung.

» Fassen sie das Kleid ruhig einmal an! «, offerierte sie. Ich stieg zwei kleine Stufen zu dem Alkoven empor und strich mit der Hand über das Kleid. Es sah aus wie Leder und fühlte sich auch genauso an. Dann spielte Frau Markheim auch schon wieder an der App herum und direkt vor meinen Augen verwandelte sich die Oberfläche des Kleides. Was zuvor noch stumpf gewirkt hatte, begann langsam einen seidigen Glanz anzunehmen. Innerhalb kürzester Zeit hatte sich das Lederkleid in ein Satinkleid verwandelt. Ich konnte es kaum glauben und strich erneut mit meiner Hand über den Stoff. Und wie zuvor wurde der optische Eindruck von meinem Tastsinn bestätigt. Mit einer Mischung aus Unglauben und Faszination stieg ich die beiden Stufen wieder hinunter.

» Das Ding ist wirklich klasse und sicherlich auch sein Geld wert, aber leider kann ich mir das im Moment nicht leisten. Kann man an dem Preis vielleicht noch was machen? «, fragte ich hoffnungsvoll.

» Ich fürchte nein. Wie gesagt, ist dieses Produkt brandneu und der Hersteller gewährt bisher keinerlei Rabatte. «

Wie Schade. Diesen Alkoven hätte ich wirklich gerne gehabt, aber einen Großteil meiner Ersparnisse hatte ich kürzlich in eine neue Einbauküche investiert. Etwas enttäuscht ging ich zusammen mit Frau Markheim weiter Richtung Tresen, als mir wieder ihre Beine ins Auge stachen.

» Tolle Strümpfe haben sie da an, gibt es die hier auch zu kaufen? «

» Aber natürlich, wir führen eine große Auswahl an Strumpfwaren. Suchen sie ebenfalls Nahtstrümpfe oder haben sie sich ein bestimmtes Muster vorgestellt? «

» Also ihre gefallen mir eigentlich ganz gut, aber vielleicht schaue ich zuerst einmal was sie sonst noch so alles haben. «

Sie führte mich zu einem Regal im hinteren Bereich des Ladens und ich wurde von der riesigen Auswahl geradezu erschlagen. Mir war gar nicht bewusst gewesen wie viele verschiedene Muster es dabei gab, weil ich normalerweise nur einfarbige Strumpfhosen trug. Da gab es Punkte, Karos, Streifen in allen möglichen Richtungen und auch ausgefallenere Designs wie Notenschlüssel, Herzchen oder Kussmünder. Ich fühlte mich etwas überfordert und beschloss die hautfarbenen Strümpfe mit breiter schwarzer Naht zu nehmen. Die Gleichen, die auch Frau Markheim trug.

» Möchten sie dazu auch einen passenden Strumpfgürtel? «, fragte sie freundlich. Oh, daran hatte ich noch gar nicht gedacht und sowas besaß ich auch gar nicht.

» Muss man die denn mit Strapsen tragen? «

» Nun, wir haben auch halterlose Strümpfe. Aber meiner Meinung nach passen Strapse zu diesem klassischen Design einfach am Besten. «

Ich war unsicher und zögerte. Auch wenn ich sexuell kein Kind von Traurigkeit war, so hatte ich Strapse doch immer als nuttig empfunden. Sie bemerkte meine Unsicherheit und machte etwas völlig Unerwartetes.

» Damit sie sich ein besseres Bild machen können! «, mit diesen Worten öffnete sie den Reißverschluss von ihrem Rock, ließ ihn sanft zu Boden gleiten und ging dann mit leicht angehobener Bluse auf und ab. Mit diesem Auftritt hatte sie ihre vorherige Blusenaktion locker getoppt. Mir blieb fast die Luft weg, denn sie trug unter ihrem Rock keinen Slip. Ihre Scham war blank rasiert und ein kleines Vorhängeschloss baumelte an ihren intimsten Stellen. Und als ob solch ein Piercing noch nicht genug wäre, konnte man knapp unterhalb ihres Strumpfgürtels auch noch ein Tattoo mit der Zahl 143 erkennen. Ich weiß nicht wie lange ich da fassungslos gestanden hatte, aber mir war die Situation unangenehm. Verstohlen blickte ich mich um, ob uns irgendjemand sehen konnte. Auf der gegenüber liegenden Seite war ein junges Pärchen gerade dabei Sonnenbrillen auszuprobieren. Hoffentlich drehten die sich nicht um. Ich wollte diese Szene so schnell wie möglich beenden und sagte Frau Markheim, dass ich den gleichen Strumpfgürtel nehmen würde wie sie ihn trug. Am Tresen angekommen wollte ich nur noch bezahlen und so schnell wie möglich raus hier.

» Was schulde ich ihnen? «, fragte ich nervös.

» Aber wollen sie denn nicht mehr ihren Lippenstift ausprobieren? «

Ach ja, das hatte ich mittlerweile völlig vergessen. Sie öffnete die Verpackung, reichte mir den Stift und zeigte zu einem schwenkbaren Spiegel, der auf dem Tresen stand. Ich wollte den Stift auf meinem Handrücken ausprobieren um das Ganze so schnell wie möglich zu beenden.

» Nein nein, den sollten sie auf ihren Lippen ausprobieren. Nur so können sie wirklich beurteilen ob ihnen der Farbton auch gefällt. «

Ich ließ mich von ihr überreden und stand nun, mit dem Lippenstift in der Hand, vor dem Spiegel. Meine Finger zitterten leicht und ich hatte Schwierigkeiten mich zu schminken. Was war nur los mit mir? Ich atmete einmal tief durch und versuchte mich zu beruhigen.

» Warten sie, ich helfe ihnen! «, mit diesen Worten nahm sie mir den Stift aus der Hand und begann meine Lippen zu schminken. Ich war mental nicht mehr in der Lage zu widersprechen und ließ sie einfach machen.

» So fertig! Wie finden sie ihn? «, fragte sie begeistert. Ich blickte in den Spiegel und war zuerst einmal geschockt. Sie hatte den Lippenstift leicht über den Rand meiner Lippen hinaus aufgetragen und nun hatte ich einen riesigen Schmollmund. Zudem war die Farbe wesentlich kräftiger, als ich vermutet hatte. Aber ich wollte jetzt einfach nur raus hier.

» Den nehme ich! «, sagte ich um die Sache abzukürzen.

» Das ist wirklich eine ganz ausgezeichnete Wahl! Ich finde auch, dass dies der schönste Farbton aus unserer Permanent-Makeup Reihe ist. «

» Permanent-Makeup? «, fragte ich geschockt.

» Na ja, permanent ist eher eines dieser Werbeversprechen. Ich denke lange haltend trifft es wohl besser. Nach etwa einer Woche werden sie ihr Makeup wieder auffrischen müssen. «

Die Gedanken rasten durch meinen Kopf. Musste ich jetzt eine Woche mit dieser knalligen Farbe herumlaufen? Oh Gott, ich konnte doch so nicht zur Arbeit gehen. Aber das mussten die doch dran schreiben, wenn sich das Zeug nicht so einfach wieder entfernen ließ. Ich drehte mich um zu dem Regal mit den Lippenstiften und sah darüber ein riesiges Schild „Permanent-Makeup“. Verdammt, das hatte ich vorhin gar nicht gesehen.

» Gibt es ein Mittel mit dem man den Lippenstift wieder entfernen kann? «, fragte ich hoffnungsvoll.

» Mag sein, dass Reinigungscremes funktionieren. Aber wer kauft sich schon Permanent-Makeup, wenn er es nicht dauerhaft tragen will? «

Tja wer nur, fragte ich mich selbst ironisch. Restlos bedient, bezahlte ich mit meiner Kreditkarte und verließ fluchtartig den Laden. Der Stadtbummel war jetzt gestorben, denn so wollte ich nicht in der Fußgängerzone herumlaufen. Ich machte mich auf den Weg zur U-Bahn und hatte den Eindruck, dass ich immer wieder seltsame Blicke erntete. Aber vielleicht bildete ich mir das auch nur ein, denn ich kam mir vor als hätte ich auf der Stirn ein Schild mit der Aufschrift „Ich bin eine Tussi!“. In der Bahn setzte ich mich in die hinterste Ecke und hoffte dort nicht weiter aufzufallen. Völlig aufgewühlt wälzte ich meine Gedanken hin und her. Was, wenn sich die Farbe nicht entfernen ließ? Sollte ich dann nächste Woche Urlaub nehmen? Was würde wohl Lisa zu meinem Lippenstift sagen? Warum trug Frau Markheim ein Vorhängeschloss im Schritt? Und was hatte dieses 143 Tattoo zu bedeuten?


Fortsetzung folgt!
13. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von christoph am 13.06.17 20:05

jetzt lass uns mit dem nächsten Teilen nicht so lange warten.
Gruß christoph
14. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Kettenmann am 13.06.17 22:14

Es geht zwar langsam aber dafür um so spannender weiter. Ob der Lippenstift ach noch andere Wirkungen hat ?

Ich freu mich auf den nächsten Dienstag
15. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 13.06.17 22:16

Lass es mich auch mit einem oder zwei Werbesprüchen sagen:

Wenn einem soviel Gutes wird beschert, dann war einem das einen IronFist wert.
Warum den gleich in die Luft gehen, lese lieber IronFist.
Komm Brüderchen les! IronFist 100% Genuss!

Sodele, das reicht, nur noch:

Ich komm wieder, keine Frage...

... genug gealbert, vielen
Dank, es freut sich Ihr_joe






16. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Modilover am 14.06.17 20:26

Es wird ja immer interessanter und interessanterer!
17. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Dark Fangtasia am 15.06.17 17:59

Wenn die Tattoo-Nummer für eine chronologisch vergebene Reihe steht, dann haben da bestimmte Leute schon viel erreicht und gearbeitet.

Steckt auch hier wieder eine mysteriöse Person im Hintergrund? Ich glauube nicht, dass das Schloss da ganz freiwillig sitzt.

Und ich denke, dass die liebe Protagonistin bald schon ganz andere Sorgen hat, als nur übertriebenen Lippenstift verstecken zu müssen.

Ich rätsel ehrlich gesagt noch ein wenig über den Titel. Er klingt ja so, als gäbe es eine absehbare Reihe von Dingen und etwas was doch noch dazu kommt.
Geht es um Veränderungen die durchgezählt werden? Ich freue mich auf die Überraschungen die noch kommen.
18. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Trucker am 16.06.17 11:36

Super genial weiter geschrieben und wieder super spannend. Warte gespannt auf nächste Woche.
19. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 18.06.17 19:23

Hallo christoph,

leider werde ich nicht mehr als einen Teil pro Woche veröffentlichen können.
Das verschafft mir die nötige Zeit um meine nächste Geschichte zu schreiben.


Hallo Kettenmann,

traditionell haben meine Geschichten einen langsamen Start. Umso schöner, dass dies trotzdem als spannend empfunden wird.
Ist irgendwie schon erstaunlich, dass jetzt schon über die Wirkung von Lippenstift spekuliert wird.


Hallo Ihr_joe,

seltsam dass alle deine Werbesprüche zu Zigaretten oder Alkohol gehören.
Welche Schlüsse kann man daraus ziehen?

Lass mich ein kleines Quiz daraus machen:
A) Man kann die Geschichten von IronFist nur unter dem Einfluss von Drogen lesen.
B) Ihr_joe hatte beim Verfassen seines Kommentars zu tief ins Glas geschaut.
C) Gar keine, aber alle übrigen Leser amüsieren sich über den Blödsinn von uns beiden.

Aber ich will noch mit einem weiteren Werbespruch abschließen, der meine Geschichten wohl ganz gut beschreibt. Vorsprung durch Technik!


Hallo Modilover,

das ist ja ein interessanter Kommentar. Oder ist er gar interessanterer?


Hallo Dark Fangtasia,

da hast du ja gleich eine ganze Reihe von Thesen aufgestellt.
Vielleicht machen wir zu einem späteren Zeitpunkt mal einen Faktencheck, um festzustellen wie gut du dabei warst.

Du hast natürlich Recht, dass der Titel im Moment noch völlig rätselhaft ist. Und das wird auch noch ein paar Folgen so bleiben.
Der Titel sollte interessant sein, ohne dabei zu viel über den Inhalt zu verraten. Ich hoffe das ist mir gelungen.


Hallo Trucker,

schön dass es dir gefallen hat.
Und das obwohl noch gar nicht viel passiert ist.


LG
Fist
20. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 18.06.17 20:01

@ IronFist
Ich hoffe doch C

Aber was hab ich da angestellt,
ein weißblauer Werbespruch -
Darauf kann ich nur antworten:
Leidenschaft verbindet.

Ich muss doch im Ländle bleiben!

Genug gealbert
Ihr_joe

21. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 20.06.17 19:04

Hallo Ihr_joe,

ich wusste ja gar nicht, dass du eine Bayern Allergie hast.
Dann versuche ich es eben mit einem Werbespruch aus Fernost: Nichts ist unmöglich!

Übrigens kann man nie genug albern, solange man Spaß daran hat.

LG
Fist
22. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 20.06.17 19:36

Teil 3


Endlich zuhause angekommen, ging ich schnurstracks ins Badezimmer um diesen blöden Lippenstift wieder zu entfernen. Leider musste ich aber feststellen, dass er sich mit meiner Reinigungsmilch nicht abwischen ließ. Verdammt! Und was jetzt? Ich beschloss im Internet zu recherchieren, denn es musste doch auch noch andere Kundinnen geben, die den Lippenstift nicht dauerhaft tragen wollten. In einem Beauty-Blog äußerte sich eine Tracy begeistert über die Langlebigkeit der Farben und erwähnte dabei eher beiläufig, dass sie zum Abschminken „Lip-Love“ benutzte. Sofort suchte ich nach diesem Lip-Love. Das war eine ziemlich teure Reinigungscreme, die vom gleichen Hersteller stammte, der auch die Permanent-Makeup Lippenstifte produzierte. Die Firma warb damit, dass dies das einzige Produkt sei, mit dem man zuverlässig ihre Lippenstifte entfernen konnte. Was für eine perfide Marketingstrategie, zuerst verschafften sie dir relativ günstig ein Problem und dann boten sie dir eine teure Lösung dafür an. Notgedrungen machte ich mich daran, dieses Lip-Love zu bestellen. Aber da tauchte auch schon ein neues Problem auf. Das Unternehmen war aus Japan und die Lieferzeiten ins Ausland betrugen 7 – 10 Tage. Und nun? Bis dahin dürfte die Farbe auch von alleine wieder ab sein. Daher verzichtete ich absichtlich auf eine Bestellung, denn ich fühlte mich von dieser Firma zum Kauf genötigt und wollte sowas nicht auch noch unterstützen.

Ich rief meinen Chef an und erzählte ihm, dass meine Mutter einen Unfall hatte und ich nächste Woche Urlaub bräuchte um sie in der Heimat zu besuchen. Er war von meinem kurzfristigen Urlaubswunsch zwar wenig begeistert, genehmigte ihn aber trotzdem. So, eine Sorge weniger. Hoffentlich lief ich meinem Chef nächste Woche nicht irgendwo zufällig über den Weg. Blieb noch die Verabredung mit Lisa im goldenen Schwan. Sollte ich ihr absagen? Vielleicht weil ich krank wäre? Das würde sie nicht einfach so akzeptieren, da ich ja bereits am Vortag abgesagt hatte. Vermutlich würde sie dann einfach bei mir vorbeikommen um einen Krankenbesuch zu machen. Daher entschied ich mich für eine offensive Strategie. Ich wollte mich so richtig aufbrezeln, damit es so aussah als gehöre ein kräftiger roter Lippenstift einfach zum Outfit.

Ich hatte lange anprobiert und meinen Kleiderschrank regelrecht auf den Kopf gestellt, bis ich endlich das richtige Outfit gefunden hatte. Meine Wahl fiel schließlich auf ein knielanges schwarzes Kleid, das ich mit einem breiten weißen Gürtel kombinierte. Das Kleid besaß einen großzügigen Ausschnitt und die transparenten langen Ärmel verliehen ihm gleichzeitig eine gewisse Eleganz. Ich hatte mir dieses wunderschöne Kleid vor ein paar Jahren für eine Hochzeitsfeier gekauft. Allerdings hatte ich es danach nur noch selten getragen, da mir immer irgendwie die richtige Gelegenheit gefehlt hatte. Es war sexy ohne dabei nuttig zu wirken. Apropos nuttig. Natürlich trug ich dazu auch meine nagelneuen Nahtstrümpfe mit dem zugehörigen Strumpfgürtel. Ich hatte ewig mit diesen Strapsen gekämpft und an den Strümpfen herum gezupft, bis die Naht endlich gerade saß. Aber die Mühe hatte sich wirklich gelohnt. Meine Beine wurden dadurch wunderbar betont und ich hatte den Eindruck, dass sie sogar etwas länger wirkten. Diese Strapse waren wirklich unpraktisch und ich hielt sie noch immer für nuttig, aber unter meinem Kleid würde man sie ja glücklicherweise nicht sehen können. Dazu trug ich schwarz-weiße Lack-Pumps mit einem 5 cm Absatz. Frau Markheim würde über diese Absatzhöhe vermutlich nur müde lächeln, aber dies waren die höchsten Schuhe, die ich besaß. Ich drehte mich vor meinem Spiegel und war äußerst zufrieden mit dem was ich sah. Der Abend konnte kommen.

Da ich kein Auto besaß, nutzte ich normalerweise nur Bus und Bahn. Heute gönnte ich mir aber den Luxus eines Taxis, da ich in meiner Aufmachung nicht alleine in der U-Bahn herumspazieren wollte. Es wurde eine eher ruhige Fahrt, da der Fahrer nur gebrochen Deutsch sprach. Am goldenen Schwan angekommen bezahlte ich den Taxifahrer und öffnete schwungvoll die Beifahrertür. Dabei übersah ich ein älteres Ehepaar und hätte sie beinahe mit der Tür getroffen.

» Nicht so hastig junge Frau! «, begann die ältere Dame zu keifen.

» Oh, entschuldigen sie bitte, ich habe sie nicht gesehen. «

Ich war inzwischen ausgestiegen und sie musterte mich eingehend von oben bis unten.

» Die Jugend von heute, immer in Eile. Typisch! «, äußerte sie leicht abfällig.

Mir war nicht nach einer Diskussion mit ihr zumute, deshalb drehte ich mich um und machte mich daran die Straße zu überqueren. Meine Absätze klackerten dabei laut über den Asphalt.

» Herbert, hör endlich auf so zu stieren. Das ist ja schon peinlich! «, hörte ich von hinten.

» Entschuldige Schatz! «, antwortete eine männliche Stimme kleinlaut.

Ich musste schmunzeln und sah mich darin bestätigt, dass ich heute Abend verdammt heiß aussah. Ohne mich nach dem Pärchen umzudrehen, steuerte ich weiter direkt auf den goldenen Schwan zu. Da sah ich Lisa, wie sie gerade aus ihrem Auto ausstieg. Sie hatte mich ebenfalls gesehen und winkte mir zu. Lisa arbeitete im Einzelhandel und hatte eher ungünstige Arbeitszeiten. Sie kam daher direkt von der Arbeit und trug noch ihre Arbeitsklamotten, flache braune Schuhe, eine eng anliegende Jeans und eine weiße Bluse mit Spitzenapplikationen. Wir umarmten uns zur Begrüßung, so wie wir das immer machten.

» Wow, das ist aber mal ein scharfes Outfit. Wenn ich gewusst hätte wie du hier auftauchst, dann wäre ich vorher noch nach Hause gefahren und hätte mich umgezogen. «

» Gefällt es dir? «, fragte ich mit einer Drehung um die eigene Achse.

» Sieht wirklich klasse aus! Ist extrem sexy! Will unsere Sex-Hexe heute Abend etwa den süßen Francesco verführen? «, begann sie mich zu necken. Francesco arbeitete als Kellner im goldenen Schwan und ich musste zugeben, dass er wirklich schnucklig war.

» Mir war heute einfach danach mich zu stylen! «, ignorierte ich ihre Spitze.

Wie immer war das Essen im goldenen Schwan mal wieder köstlich gewesen und Francesco zeigte sich heute von seiner charmantesten Seite. Es wurde ein langer Abend und nach einigen Gläsern Wein erzählte ich Lisa ausführlich von meinem kleinen Abenteuer bei Magic Glamour. OK, die Episode mit dem Ring ließ ich aus, weil mir das zu peinlich war. Ich erzählte ihr von dem verrückten Haarspray, von diesem coolen Alkoven und auch wie seltsam sich Frau Markheim benommen hatte. Vermutlich lag es am Alkohol, dass ich nun gemeinsam mit Lisa auch über mein Permanent-Makeup Missgeschick lachen konnte. Wir lästerten noch eine Weile genüsslich über Frau Markheim, bis Lisa plötzlich auf die Idee kam, dass wir am nächsten Tag gemeinsam den Laden besuchen sollten. Eigentlich hatte ich nicht vorgehabt, noch einmal einen Fuß in dieses Geschäft zu setzen.

Lisa hatte mich am Vortag aber solange bearbeitet, bis ich schließlich zustimmte mit ihr zu Magic Glamour zu fahren. So saßen wir nun in ihrem Wagen und hatten sogar das Glück nicht weit entfernt einen Parkplatz zu finden. An meine knallroten Lippen hatte ich mich mittlerweile gewöhnt und ich hatte heute auch ein insgesamt kräftigeres Makeup aufgelegt als sonst. Vielleicht weil mir Francesco gestern so viele Komplimente gemacht hatte? Als wir an dem Schuster vorbei kamen war Lisa über die Schuhe im Schaufenster genauso überrascht wie ich gestern. Heute gab es dort auch noch ein paar hochhackige knallrote glänzende Stiefel zu sehen, die der Trägerin bis weit zum Oberschenkel hinauf reichen mussten.

» Schau mal, die passen doch farblich wunderbar zu deinem Lippenstift! «, witzelte Lisa.

» Klar! Und dann stöckele ich damit direkt zum Straßenstrich! «

» Wo du einen Milliardär in einem Sportwagen kennenlernst, mit dem du dann glücklich bis ans Ende deiner Tage lebst. «

Diese Anspielung auf meinen Lieblingsfilm „Pretty Woman“ ließ uns beide in schallendes Gelächter ausbrechen. Dabei waren wir wohl so laut, dass die Kunden im Laden sich nach uns umdrehten. Schnell gingen wir weiter und standen jetzt, noch immer kichernd, vor Magic Glamour. Wir betraten den Laden und sofort wurde ich wieder von dem Blütenduft überwältigt. Ich schaute mich um und entdeckte Frau Markheim hinter ihrem Tresen, wie sie sich gerade mit einer Kundin unterhielt. Ansonsten sah ich im Laden nur noch eine weitere Kundin mittleren Alters, die sich gerade in dem Permanent-Makeup Regal umschaute. Sollte ich sie vielleicht warnen? Andererseits hatte sie das große Schild vermutlich gesehen und wusste ganz genau wonach sie suchte. Ich drehte mich nach Lisa um und musste feststellen, dass sie gar nicht mehr neben mir stand, sondern bereits zwischen den Kleiderständern herumwanderte. Eigentlich hätte ich mir denken können, dass das so ablaufen würde. Denn beim Shoppen benahm sich Lisa immer wie ein kleines Kind. „Schau mal hier, schau mal das dort, ja das will ich haben!“ Ich steuerte direkt auf Lisa zu und riss dabei versehentlich eine Lederjacke herunter, die nur locker über einen Kleiderständer gehängt worden war. Und weil ich ein ordentlicher Mensch war, bückte ich mich um die Jacke wieder aufzuheben. Ratsch! Was war das für ein Geräusch gewesen? Ich tastete mit der Hand an meiner Hose und musste entsetzt feststellen, dass sie am Hintern nun ein großes Loch hatte. Verdammt! Beschämt blickte ich mich um, aber es schien niemand mein Malheur bemerkt zu haben. Nicht so schlimm, beruhigte ich mich selbst, denn ich war ja in einer Boutique. Ich würde mir einfach eine neue Hose kaufen. Direkt neben den Lederjacken gab es einen Ständer mit Lederhosen und genau dort begann ich meine Suche nach einem Ersatz. Das war eigentlich gar nicht so schlecht, denn ich hatte schon länger mit dem Gedanken gespielt mir eine elegante Lederhose zu kaufen. Nach einer Weile hatte ich eine schicke schwarze Lederhose gefunden, die mir extrem gut gefiel. Und ich hatte sogar Glück, denn das Modell „Revenge“ gehörte zu den preisgünstigeren auf dem Ständer. Die Hose über dem Arm steuerte ich wieder auf Lisa zu, die gerade ein weiß glänzendes Etwas vor ihren Körper hielt.

» Ist das nicht ein heißes Teil, das toppt sogar dein gestriges Outfit! «, erklärte mir Lisa mit glänzenden Augen.

» Ist das aus Latex? «, fragte ich verwundert.

» Ja! Und es fühlt sich ganz wunderbar an. Ich muss das einfach mal anprobieren! «

» Wie du willst! Hier, ich habe auch was Schönes gefunden! «, dabei zeigte ich ihr meine Lederhose.

In diesem Moment kam Frau Markheim den Gang entlang auf uns zu. Sie trippelte mit winzigen Schritten auf uns zu, weil ihr langer Rock derart eng war, dass sie kaum vom Fleck kam. Irgendwie sah das unfreiwillig komisch aus und ich musste mir ein Grinsen verkneifen. Aber das war noch nicht alles. Wie gestern trug sie eine Bluse und auch diesmal zeichneten sich ihre Nippel wieder deutlich ab. Aber heute ragte unter dem Kragen zusätzlich noch ein Lederdings heraus, welches ihren Hals eng umschloss und sie zwang das Kinn leicht nach oben zu recken. Auch wenn Lisa bereits von ihr gehört hatte, so starrte sie jetzt doch mit offenem Mund auf diese merkwürdige Erscheinung.

» Wie schön sie so schnell wieder hier begrüßen zu dürfen. Und wie ich sehe, haben sie sich heute noch eine Verstärkung mitgebracht. «

» Hallo Frau Markheim, dies ist meine Freundin Lisa. Ich habe ihr gestern von ihrem außergewöhnlichen Laden erzählt und sie wollte unbedingt einmal selbst herkommen. Nun, hier sind wir also! «

» Wunderbar, freut mich auch sie kennenzulernen! Herzlich willkommen bei Magic Glamour! Herzlich willkommen in der Welt des Ungewöhnlichen! Sie haben ausgefallene Wünsche, wir können sie erfüllen! «, diesmal hatte sie ihre abgehobene Begrüßungsformel direkt an Lisa gerichtet.

» Äh… Ja danke, freut mich wirklich ihren schönen Laden zu sehen! «, stammelte Lisa etwas verwirrt.

» Dieses Latexkleid würde ihnen sicherlich ganz ausgezeichnet stehen, denn sie haben genau die richtige Figur dafür. Wenn sie möchten können sie es gerne einmal anprobieren. Die Umkleidekabinen sind gleich dort drüben! «, fuhr Frau Markheim fort.

Wir verschwanden beide in benachbarten Kabinen. Ich hatte mich gerade in die enge Hose gequetscht als plötzlich Lisas Handy klingelte. Natürlich, das konnte eigentlich nur ihre überfürsorgliche Mutter sein, die ständig bei ihr anrief. Sie war nach ihrer Scheidung sogar extra nach Düsseldorf gezogen um näher bei ihrer erwachsenen Tochter zu sein.

» Schönen Gruß an deine Mutter! «, rief ich leicht sarkastisch in die andere Kabine hinüber.

» Ja, mach ich! «, kam fröhlich zurück, so als ob sie meinen Sarkasmus gar nicht bemerkt hätte.

Ich wollte mir ihr „Ja Mami, mach ich Mami“ Gespräch nicht anhören und verließ meine Kabine. Auf und ab gehend bewunderte ich meinen in enges Leder verpackten Po im Spiegel. Das sah echt klasse aus, auch wenn diese Hose wirklich verdammt eng war. Klatschend haute ich mit der flachen Hand auf meinen strammen Hintern und musste dabei grinsen.

» Diese Hose scheint wie für sie gemacht zu sein! «, meldete sich Frau Markheim zu Wort.

» Ja, sie sieht wirklich gut aus. Aber sie ist extrem eng, vielleicht sollte ich sie mal eine Nummer größer probieren. «

» Nein, das muss so sein. Das Modell Revenge ist ja genau dafür gemacht worden. «

Diese Hose war zwar definitiv nichts für den Alltag, aber zum Ausgehen wäre sie mit Sicherheit eine interessante Alternative zu einem Rock. Außerdem war ich ja mehr oder weniger gezwungen mir eine neue Hose zu kaufen. Warum also nicht diese.

» Vermutlich haben sie Recht! Ich denke ich werde diese Hose nehmen, kann ich sie gleich anbehalten? «

» Aber natürlich! «, antwortete Frau Markheim überschwänglich.

Ich ging zurück zu meiner Kabine um meine Sachen zu holen. Lisa hatte ihr Telefonat mittlerweile beendet, aber ich konnte jetzt ein Ächzen und Stöhnen aus ihrer Kabine vernehmen.

» Alles klar bei dir? «, fragte ich besorgt.


Fortsetzung folgt!
23. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von cuirin am 20.06.17 20:46

Arghhh, an so einer spannenden Stelle einfach aufhören!?!
Da frag ich mich nur: XYZ - Und wie geht´s weiter?
24. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 20.06.17 21:37

Schön, könnte mir auch gefallen, so ne Hose hat was, nicht für mich, aber bei meiner Herrin!

Aber ihr steht auch Latex, da bin ich schon bei Deinem Cliffhanger, böse schimpf, lieb guck, es nützt nichts, muss warten.

Aber Deine Geschichte ist
Das Beste,
oder nichts. (Nichts ist unmöglich)

Nee hab auch nichts gegen Japaner, fahre selber einen Reiskocher.

Danke für die schöne Geschichte.
Ihr_joe
25. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Dark Fangtasia am 20.06.17 22:21

Zwei Frauen = doppelte Überraschung = doppelter Spaß?

Gibt es bei Lisas Outfit etwas, was sie nicht bedacht hat? Und ´rächt´ es sich noch einmal, dass Marie sich ausgrechnet für diese Hose entschieden hat?

Für mich scheint es immer klarer, dass es jemanden gibt, der die Verkäuferin dominiert. Ist er (oder sie) der Kopf hinter all den tollen Sachen, die es im Laden gibt?

Ich bin gespannt was die beiden Freundinnen noch zusammen erleben. Und ich warte auf die eine oder andere Überraschung.

Und dann ist ja noch das Titel Rätsel. Auch wenn du sagst, dass es noch eine Weile rätselhaft bleiben soll Iron Fist, so versuche ich doch so chnell wie möglich dahinter zu kommen. Das macht doch den Spaß aus. Aber momentan bin ich wirklich ahnnugslos und das wurmt einen dann doch.

Ich freue mich schon auf nächste Woche.
26. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Rowdypiper am 21.06.17 07:44

Hallo Iron_Fist,

wie es aussieht, kann ich wohl mein Haus an der Klippe wieder beziehen (kleiner Insider).

So wie du uns hier wieder hängen lässt, nach 3 Teilen, musste ich das Haus erstmal entstauben.

Aber kommen wir mal wieder zurück zum Thema.
Bis jetzt weiß ich noch nicht so recht, wo das alles hinführen soll.
Ich bin jedenfalls gespannt.

Dein Rowdypiper
27. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Kettenmann am 21.06.17 11:43

Und spannend geht´s weiter.
Der Modellname der Hose wird ja sicher bewusst gewählt worden sein, und ich würd jetzt gern mal in die Kabine luschern.
Mak schauen wann es weitergeht.

Lg Kettenmann
28. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 23.06.17 19:47

Hallo cuirin,

ich bin für meine Cliffhanger berühmt, wenn nicht gar berüchtigt.
XYZ - Und was kommt nun?


Hallo Ihr_joe,

vielleicht sprechen wir nach dem nächsten Teil noch einmal darüber, ob du diese Lederhose oder das Latexkleid als geeignet für deine Herrin hältst.
Wäre interessant zu wissen wie sie darüber denkt.


Hallo Dark Fangtasia,

ich weiß nicht, ob deine Gleichung so ganz aufgeht. Hat Marie ihren ersten Besuch bei "Magic Glamour" als Spaß empfunden?
Aber vielleicht hast du ja deshalb das Fragezeichen hinter deine Gleichung gesetzt.

Überraschungen wird es sicher noch ein paar geben. Nicht nur für euch sondern auch für unsere beiden Freundinnen.

Zum Titel kann ich schon mal so viel verraten, dass in Teil 5 aufgeklärt wird, woher der Titel stammt. Aber natürlich wird des Rätsels Lösung noch ein wenig länger auf sich warten lassen.


Hallo Rowdypiper,

schön mal wieder von dir zu hören.
Im Sommer ist es an der Küste doch auch viel schöner, oder?

Du hast natürlich Recht es ist noch völlig unklar, wohin die Geschichte einmal steuern wird. Bisher war das Ganze nur eine große Shoppingtour.


Hallo Kettenmann,

also du solltest dich wirklich was schämen, du möchtest in die Kabine spannen?
Was sagt wohl deine Frau dazu?

Natürlich ist der Modellname der Hose rein zufällig gewählt worden.


LG
Fist
29. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Rubberjesti am 23.06.17 19:59


Hallo IronFist,

vielen Dank für Deine neuerliche Story. Sie gefällt mir gut, auch weil sie spannend geschrieben ist und man bislang wirklich nicht erkennen kann, wohin die Shoppingreise führen wird. Wie bitte kann eine Hose denn Rache ausüben? und vor allem an wen? An der Käuferin oder der Verkäuferin? Würde Dir jetzt gerne den Ring aus Teil 1 an den Finger stecken und von Dir diese Fragen beantwortet bekommen. Oder ich warte einfach bis nächste Woche Dienstag...

Herzliche Grüße
Rubberjesti
30. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 23.06.17 20:05

Zitat

Hallo Ihr_joe, vielleicht sprechen wir nach dem nächsten Teil noch einmal darüber, ob du diese Lederhose oder das Latexkleid als geeignet für deine Herrin hältst. Wäre interessant zu wissen wie sie darüber denkt.


Irgendwie sagt mir mein Gefühl, dass das nicht unbedingt angenehm für mich werden würde.
Aber Gefühle können ja täuschen...
... warum glaube ich jetzt nicht mehr daran?

Liebe Grüße
Ihr_joe
31. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 25.06.17 19:08

Hallo Rubberjesti,

es freut mich, dass dir meine Geschichte bisher gefällt.
Vielleicht kann so eine Hose ja ein gewisses Eigenleben entwickeln?

Mit dem Ring wirst du mich nicht zum Sprechen bringen, denn ich habe ihn entwickelt und weiß wie man die Wirkung umgehen kann.


Hallo Ihr_joe,

vielleicht hast du ja eine kleine Strafe verdient.
Es gibt Gerüchte, dass du versucht haben sollst mich mit Teilen von 20.000 Wörtern zu überlisten.


LG
Fist
32. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 27.06.17 19:34

Teil 4


» Ich schaffe es einfach nicht in dieses verdammte Kleid hineinzukommen! «, antwortete sie völlig außer Atem.

» Oh, das ist mein Fehler! Sie tragen bestimmt zum ersten Mal Latex. Sie müssen dafür den Puder in der Kabine benutzen. Warten sie ich helfe ihnen! «, mit diesen Worten schob Frau Markheim den Vorhang zur Seite.

Mit erschreckten Augen starrte uns Lisa halbnackt an. Das Kleid reichte ihr bis zur Hüfte und sie zerrte daran herum um es weiter nach oben zu bekommen. Frau Markheim hoppelte mit ihren Minischritten in Lisas Kabine und zog den Vorhang von innen wieder zu. Schade, dass ich mein Handy nicht für einen Schnappschuss zur Hand gehabt hatte, denn Lisas Gesichtsausdruck war zum Schießen gewesen. Ich hatte sie gewarnt, dass man bei dieser Frau mit allem rechnen musste. Schmunzelnd sammelte ich meine Sachen zusammen und wartete darauf, dass die Beiden aus der Kabine kamen. Etwa 10 Minuten später öffnete sich der Vorhang und vor mir stand eine völlig veränderte Lisa. Das lange weiße Kleid saß eng wie eine zweite Haut, das Licht spiegelte sich darin und es umschmiegte sanft Lisas Kurven. Hinten gab es eine kleine Schleppe. Wäre dieses Kleid nicht aus Latex gewesen, dann hätte man es auch für ein elegantes aber schlichtes Brautkleid halten können. Lediglich Lisas Frisur passte nicht so ganz zu einer Braut, denn sie sah jetzt etwas zerzaust aus und man konnte winzige Schweißperlen auf ihrer Stirn erkennen. Sie schritt graziös aus der Kabine heraus und die Schleppe raschelte leise hinter ihr her. Fasziniert bewunderte sie sich selbst im Spiegel.

» Wow, sowas hätte ich nicht erwartet! «, platzte ich heraus.

» Wie heißt denn der Glückliche? «, fügte ich noch hinzu.

Lisa antwortete nicht auf meine Bemerkung und drehte sich mit glänzenden Augen vor dem Spiegel hin und her. Stattdessen richtete sie eine Frage an Frau Markheim.

» Was hat es denn mit diesem Knopf hier auf sich? «, sie zeigte auf einen großen Hemdknopf, der auf Höhe ihres Bauchnabels aufgeklebt zu sein schien. Ich hatte das nur für eine Verzierung gehalten, denn eine tatsächliche Funktion hatte ein Knopf an dieser Stelle nicht.

» Oh, das ist für unsere Kunden mit einem etwas spezielleren Geschmack! «, antwortete Frau Markheim kryptisch. Auf unseren Gesichtern waren daraufhin wohl nur große Fragezeichen zu sehen. Sie schnappte sich eine Patrone aus einem Regal und setzte diese direkt auf den Knopf.

» Sie erlauben? «, ohne eine Antwort abzuwarten drehte sie die Patrone und ein Zischen ertönte. Was nun passierte, verblüffte mich erst und ließ mich danach in Gelächter ausbrechen. Das musste eine Gaspatrone gewesen sein, denn das Kleid begann sich langsam aufzublähen wie ein Luftballon. Nach kurzer Zeit trug Lisa kein hautenges Kleid mehr, sondern zwei aufeinander gestapelte weiße Gummibälle, aus denen oben ihr Kopf herausragte.

» Und so wird aus einer heißen Latexbraut das Michilen-Männchen! «, kicherte ich. Lisa schien das allerdings nicht so komisch zu finden wie ich. Aber ich konnte einfach nicht anders und musste noch einen drauf setzen.

» Oder man könnte auch sagen, die heiße Braut trägt jetzt zwei heiße Reifen! «

Ich kugelte mich förmlich vor Lachen und Lisa funkelte mich nur böse an. Diesmal hatte ich mein Handy bereit und machte ein Foto von ihr als Luftballon.

» Bitte recht freundlich lächeln! «

Es kostete mich richtig Mühe mich wieder zu beruhigen und ich verkniff mir einen weiteren Spruch zum Thema Rettungsringe. Aber allein der Gedanke an diesen Spruch ließ mich schon wieder heraus prusten.

» Bist du bald fertig? «, fragte Lisa verärgert.

» Entschuldige bitte, Lisa! Aber wenn ich jetzt an deiner Stelle wäre, dann hättest du doch auch gelacht, oder? «, ich versuchte dabei nicht wieder loszulachen. Sie antwortete nicht darauf, aber ich konnte den Ansatz eines Grinsens in ihren Mundwinkeln erkennen. Selbstverständlich hätte sie auch gelacht.

Ohne dieses Luftballon Erlebnis hätte Lisa das Kleid vielleicht gekauft. Aber nun war ihr wohl klar, dass sie mit diesem Kleid immer Gefahr lief von mir veräppelt zu werden. Nachdem Lisa wieder in ihren eigenen Klamotten steckte, fragte sie Frau Markheim, ob sie vielleicht auch mal den Alkoven in Aktion sehen könnte. Selbstverständlich war das möglich. Während Lisa und ich zu dem Alkoven gingen, hoppelte Frau Markheim durch den gesamten Raum bis zu ihrem Tresen. Sie hatte bestimmt 3 Minuten gebraucht, bis sie schließlich mit ihrem Handy bei uns angekommen war.

» Sagen sie mal, ist es nicht ziemlich unpraktisch diesen engen Rock bei der Arbeit zu tragen? «, fragte ich interessiert.

» Ich habe einen Fehler gemacht! «, erwiderte sie schlicht, so als ob dies alles erklären würde.

Warum zog sie sich dann nicht einfach um, wenn sie heute Morgen einen Fehlgriff im Kleiderschrank gemacht hatte? Und warum trug sie diesen steifen Lederkragen, hatte sie vielleicht einen Unfall gehabt? Diese Frau war einfach merkwürdig und vermutlich konnte man ihre Handlungen mit logischem Denken auch nicht erklären. Also fragte ich nicht weiter nach.

Während Frau Markheim Lisa ausführlich die Möglichkeiten des Alkovens zeigte, stellte ich fest, dass die Hose langsam anfing an meiner Haut zu kleben. Ich hatte zu Schwitzen begonnen und nun fühlte es sich so an, als ob diese Hose immer enger werden würde. An den Hosenbeinen herum zupfend machte ich ein paar Schritte, allerdings verbesserte sich dadurch nichts. So langsam fühlte sich das wirklich unangenehm an und ich bekam den Eindruck, dass diese Hose ein Fehlkauf wäre. Sollte ich Frau Markheim sagen, dass ich es mir anders überlegt hätte? Aber wäre das nicht ziemlich dreist? Zuerst zu behaupten man kaufe die Hose, sie dann 30 Minuten zu tragen und danach zu sagen, sie sei nicht das Richtige. Da riss mich Lisa plötzlich aus meinen Gedanken.

» Sag mal Marie, hättest du was dagegen, wenn wir jetzt gehen würden? Ich habe meiner Mutter versprochen, noch Besorgungen für sie zu machen. «

» Klar, kein Problem! «, erwiderte ich.

Frau Markheim forderte mich auf ihr zur Kasse zu folgen. Irgendwie hatte ich den Moment verpasst zu sagen, dass ich die Hose gar nicht mehr wollte. Aber nun war auch keine Zeit mehr, um mir eine andere Hose auszusuchen. Und meine kaputte alte Hose wollte ich auch nicht wieder anziehen. Also biss ich in den sauren Apfel und kaufte hier erneut etwas, was ich eigentlich gar nicht wollte. Und nicht nur das, denn als gute Kundin bekam ich jetzt den zu meinem Lippenstift passenden knallroten Nagellack aus der Permanent-Makeup Reihe geschenkt. Hurra!

» Möchten sie zu der Hose auch noch ein Eisspray? «, fragte Frau Markheim.

» Eisspray? «

» Durch ihre Körperwärme zieht sich das Leder zusammen, wodurch die Hose nun so gut sitzt. Allerdings kann man sie deshalb ohne Kälte auch nur schlecht wieder ausziehen. Sie können sie auch unter kaltes Wasser halten, aber Eisspray funktioniert wesentlich besser. «

Lisa sagte kein einziges Wort, aber ihr schadenfrohes Grinsen war nicht zu übersehen. Also kaufte ich zusätzlich auch noch ein Eisspray das ich nicht wollte. Ich schwor mir, dass dies mein letzter Besuch bei Magic Glamour gewesen war. Draußen sollte es sogar noch schlimmer für mich kommen. Es war Frühling, aber der heutige Tag war für diese Jahreszeit ungewöhnlich warm. Die Sonne knallte vom Himmel herunter und ließ Sommergefühle aufkommen. Als die Sonne direkt auf das schwarze Leder traf wurde die Hose so eng, dass ich kaum noch meine Knie abwinkeln konnte. Wie ein Roboter stakste ich zu Lisas Auto, während es nun meine Freundin war, die sich vor Lachen bog. Vermutlich hatte ich das verdient. Die alte Frau aus dem Tante Emma Laden grüßte freundlich als wir vorbei kamen, aber auch sie hatte ein breites Grinsen auf dem Gesicht. Das Auto hatte in der Sonne geparkt und war nun zu einem Backofen geworden. Lisa klappte meine Rückenlehne so weit wie möglich zurück und ich musste sogar das Eisspray einsetzen, nur um überhaupt in den Wagen einsteigen zu können. Da lag ich nun auf dem Beifahrersitz, starrte den Himmel des Wagens an und hatte das Gefühl, dass meine Beine einbetoniert wären.

» Ich rufe nur schnell meine Mutter an und sage ihr, dass wir jetzt losfahren! «, verkündete Lisa während sie in ihrer Handtasche kramte.

» Verdammt, mein Telefon ist weg! «

» Ich habe es bestimmt in der Umkleidekabine liegen gelassen! Am besten du wartest hier und ich geh noch mal rein. Bin gleich wieder da und lauf mir inzwischen nicht weg! «, fuhr sie schmunzelnd fort.

Ich konnte weder Türgriff noch Fensterheber erreichen und meine Handtasche mit dem Eisspray hatte Lisa vorne im Fußraum abgestellt. Na klasse, jetzt saß ich hier in dieser Sauna und schmorte in meinem eigenen Saft. Wie treffend doch der Modellname dieser Hose war. Revenge! Lisa hatte ihre Rache jedenfalls bekommen. Könnte man diese Hose überhaupt irgendwie tragen, ohne dabei wie ein Trottel auszusehen? Vielleicht im Winter. Aber auch dann würde es schwierig werden sobald man einen warmen Raum betrat. Ich stellte mir das Gesicht von Männern vor, wenn ich in einem Club zu ihnen sagen würde „Ich gehe mal eben auf die Toilette meine Hose auffrischen“. Der Gedanke ließ mich schmunzeln. Es schien eine Ewigkeit zu dauern bis Lisa endlich zurückkehrte.

» Warum hast du so lange gebraucht? «, fragte ich.

» Mein Handy war nicht in der Kabine und wir haben den ganzen Laden danach abgesucht. Aber gute Neuigkeiten, wir haben es gefunden! «, stolz präsentierte sie mir ihr Telefon. Ich war nicht an weiteren Details interessiert und wollte jetzt nur noch nach Hause. Während der Fahrt erzählte Lisa von einer neuen Arbeitskollegin, aber ich war in Gedanken versunken und hörte nur mit einem Ohr zu. Sie setzte mich Zuhause ab und half mir aus dem Wagen zu steigen. Als ich auf die Haustür zu stakste hörte ich Lisa sagen.

» Damit du nicht auf die Idee kommst, mein Luftballon Foto ins Internet zu stellen! «

Ich drehte meinen Kopf zu ihr und sah, dass sie mich gerade filmte. Hätte ich ihr Foto ins Internet gestellt? Tja vielleicht, aber natürlich nicht böse gemeint. Sondern nur um sie ein wenig zu necken. Als Bestätigung nickte ich Lisa kurz zu und beeilte mich danach aus der Sonne zu kommen. Im Haus angekommen nutzte ich das Eisspray, denn ein Treppensteigen wäre ohne überhaupt nicht möglich gewesen. Natürlich musste genau in dem Moment Herr Müller mit seinem Hund die Treppe herunter kommen. Er grüßte mich freundlich und runzelte die Stirn darüber, dass ich meine Hose einsprühte. Bevor er irgendwelche dummen Fragen stellen konnte, machte ich mich auf den Weg in meine Wohnung im zweiten Stock. Dort angekommen zog ich sofort diese blöde Hose aus, was selbst mit Hilfe des Sprays gar nicht so einfach war.

In meiner Urlaubswoche erledigte ich all die Arbeiten, die sonst immer liegen blieben. Ich putzte die Fenster, ich wusch meine Vorhänge und ich hängte endlich das neue Regal auf, welches seit drei Wochen nutzlos bei mir herumgestanden hatte. Zudem hatte ich auch endlich mal wieder Zeit zum Lesen gehabt und ich beendete den Roman, der seit fast einem halben Jahr auf meinem Nachttisch lag. Auch wenn dieser Urlaub so nicht geplant gewesen war, so hatte er mir doch gut getan. Der Auslöser für meinen Urlaubsantrag war zum Glück inzwischen deutlich verblasst, so dass ich anstatt dem knalligen Rot nun ein sanftes Rose auf meinen Lippen trug.

Am Freitag war ich mit Lisa verabredet. Wir wollten zum Tanzen gehen und ich sollte vorher bei ihr vorbei kommen. Eigentlich war das eher ungewöhnlich, denn normalerweise holte Lisa mich ab, weil sie ein Auto besaß. Aber diesmal hatte sie darauf bestanden, dass ich zu ihr kommen sollte. Sie hätte eine Überraschung für mich. Worum es sich dabei wohl handelte? Hatte sie vielleicht einen neuen Freund? Den hätte sie mir aber überall vorstellen können. Ich hatte ehrlich gesagt nicht die geringste Ahnung was es war. Für den heutigen Abend hatte ich mich für ein langes blaues Kleid entschieden, dass ich noch nie getragen hatte. Vor ein paar Jahren wurde es mir von einem Verehrer geschenkt, aber ich hatte weder an ihm noch an dem Kleid näheres Interesse gehabt. Auf beiden Seiten hatte das Kleid einen langen Schlitz, so dass ich beim Gehen sehr viel Bein zeigen würde. Gleichzeitig gewährte es auch noch tiefe Einblicke auf meine Oberweite. Da ich keine passenden Schuhe dafür besaß, hatte ich mir am Nachmittag extra noch ein paar blaue Pumps mit ziemlich hohen Absätzen gekauft. Keine Ahnung was mich geritten hatte heute dieses extrem freizügige Kleid zu tragen. Und ich hatte sogar kurz mit dem Gedanken gespielt, das knallige Permanent-Makeup wieder aufzufrischen. Aber letztendlich hatte sich doch die Vernunft durchgesetzt, so dass ich die kommende Arbeitswoche beruhigt angehen konnte.

Ich hatte mir eine Jacke übergezogen und rief mir ein Taxi. Der Fahrer war äußerst charmant und überschüttete mich während der Fahrt mit Komplimenten. Aber gleichzeitig bereitete er mir auch ein wenig Sorgen, denn er schien mehr auf meine Beine zu achten als auf die Straße. Deshalb hätte er auch fast einen Fußgänger auf einem Zebrastreifen umgefahren. Es wäre wohl wesentlich sicherer gewesen, wenn ich mich nach Hinten gesetzt hätte um ihn nicht abzulenken. Aber vermutlich hätte er dann ständig in den Rückspiegel geschielt. Wer weiß, ob das besser gewesen wäre. Beim Bezahlen drückte er mir noch seine Visitenkarte in die Hand, mit dem Hinweis ich könnte ihn zu jeder Tages- und Nachtstunde anrufen. So langsam schauderte mir ein wenig, denn das hatte sich nicht so angehört, als ob er damit eine Taxifahrt gemeint hätte. Auch wenn er sehr charmant war, so war er doch mindestens 30 Jahre älter als ich.


Fortsetzung folgt!
33. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 27.06.17 20:13

Hm, schöne Fortsetzung, noch ist nichts passiert oder doch?
Sie hat ja noch das Höschen. Oder ist es das Eisspray? Oder der Lippenstift? Oder ...

Ach ja was soll ich? Leise pfeifend als könnte ich kein Wässerchen trüben, behaupte ich: Ich weiß von nichts! Pa, 20.000 Worte! Niemals hätte ich das nicht versucht!
Warum nur glaubt mir das keiner! Dabei ist mein Name doch nicht Hase!

Oh Schreck, die Prügel meiner Herrin werde ich wohl einstecken müssen, dabei weiß ich wirklich von nichts. Am allerwenigsten wie diese tolle Geschichte weiter geht.

Lieben Dank
schreibt Ihr_joe
34. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Kettenmann am 28.06.17 12:39

Ob Lisa wohl ohne ihre Freundin nochmal shoppen war ?
35. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 30.06.17 19:06

Hallo Ihr_joe,

vielleicht solltest du deiner Herrin doch die Lederhose schenken. Ein Weglaufen sollte dann wesentlich einfacher sein.
Oder du versuchst es selbst mal mit dem Latexkleid. Im aufgeblasenen Zustand sollte man vor Schlägen eigentlich ziemlich sicher sein.


Hallo Kettenmann,

wer weiß schon so genau, was Lisa während der Urlaubswoche von Marie so alles getrieben hat.


LG
Fist
36. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 30.06.17 23:44


Zitat

vielleicht solltest du deiner Herrin doch die Lederhose schenken. Ein Weglaufen sollte dann wesentlich einfacher sein. Oder du versuchst es selbst mal mit dem Latexkleid. Im aufgeblasenen Zustand sollte man vor Schlägen eigentlich ziemlich sicher sein.


Irgendwie glaube ich, Du hast Dich mit meiner Herrin zusammengetan, vermutlich soll ich die Hose anziehen, dann kann ich nicht weglaufen und sie behandelt meinen Oberkörper, nein, nein!

Oder das Latexkleid, womöglich denkt ihr, da lassen sich die Fußsohlen wunderbar bearbeiten, wenn ich wie in Käfer auf dem Rücken liege. Na, na, so böse war ich doch nicht. Oder?

Schade, dass der Ring nicht bei Dir wirkt, dann würde ich es herausbekommen!

Ich muss unbedingt Frau Markheim sprechen, ich vermute es gibt einen weiteren Ring, der auch bei Dir wirkt, er soll in so einem Tabernakel sein.

Ein schönes Wochenende wünscht
Ihr_joe
37. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 02.07.17 19:03

Hallo Ihr_joe,

ich sehe schon meine Marketingmaßnahmen haben bei dir keinen Erfolg.
Anscheinend muss ich wohl auf meine Verkaufsprovisionen von Magic Glamour verzichten.

LG
Fist
38. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 04.07.17 19:38

Teil 5


Die Schuhe waren ungewohnt hoch und ich kämpfte noch immer ein wenig mit dem Gleichgewicht. Aber mir war jetzt schon klar, dass mir bald furchtbar die Füße wehtun würden. Lisa war noch im Bademantel als sie mir die Tür öffnete.

» Hallo Marie, schön dass du da bist! Komm doch rein! «, begrüßte sie mich.

» Hallo Lisa! Bin ich zu früh? «, äußerte ich im Hinblick auf ihren Bademantel.

» Nein, nein! Ich wollte nur, dass du mir bei der Auswahl meines heutigen Outfits hilfst. Aber wie ich sehe, werde ich mich heute ganz besonders anstrengen müssen um mit dir mitzuhalten. «

Nach der Begrüßungsumarmung schloss Lisa die Tür und ich hängte meine Jacke an einen Haken.

» Wow, heute willst du es aber wissen. Wo hast du denn dieses scharfe Kleid her? «, fuhr sie fort.

» Keine Ahnung wo man sowas kriegt, es war ein Geschenk. «

» Und was hat er dafür von dir gekriegt? «, fragte sie mit einem Grinsen.

» Also hör mal, ich bin doch keine Nutte! «, antwortete ich empört. Natürlich hatte sie mich nur aufziehen wollen und ich war auch noch darauf angesprungen. Genau genommen hatte ich tatsächlich Sex mit dem Kerl gehabt. Zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen, dass das eine einmalige Sache war und vor dem Geschenk stattgefunden hatte. Hätte ich das Kleid damals besser wieder zurückschicken sollen? Vielleicht. Aber was hätte er schon damit anfangen können, vielleicht selbst tragen? Dieser Gedanke ließ mich schmunzeln.

» Komm mit, ich muss dir unbedingt was zeigen! «, sagte Lisa aufgeregt. Sie nahm mich an der Hand und führte mich in ihr Schlafzimmer. Meine Überraschung war riesig, als ich in einer Ecke den Alkoven von Magic Glamour stehen sah.

» Nein, du hast doch nicht … «

» Doch! «, verkündete Lisa stolz.

» Aber das Ding ist doch schweineteuer. «

» Stimmt schon. Weißt du ich … Also, ich habe dir doch erzählt, dass meine Oma vor zwei Monaten gestorben ist. Jedenfalls hat sie mir 20.000 Euro vermacht mit dem Hinweis, dass ich mir was Schönes dafür kaufen soll. Eigentlich wollte ich mir davon ein neues Auto kaufen, aber als ich letzten Samstag nochmal in den Laden zurück gegangen bin, da konnte ich einfach nicht widerstehen. «

Ich war verblüfft. Auch wenn Lisa zu Spontankäufen neigte, so hätte ich nicht gedacht, dass sie so viel Geld für Kleidung ausgeben würde. Jedenfalls erklärte das, warum sie mich so lange in ihrem heißen Auto hatte schmoren lassen. Dann fuhr Lisa fort.

» Gestern wurde das Teil geliefert und zwei Mechaniker haben es aufgebaut. Danach habe ich dann noch mehrere Stunden damit herumgespielt. Würdest du mir vielleicht helfen, das richtige Outfit für heute Abend zu finden? «, fragte sie mit einem verschmitzten Lächeln.

» Na logisch, lass uns anfangen! «

Jetzt war auch ich aufgeregt. Wir benahmen uns wie zwei kleine Kinder mit einem neuen Spielzeug. Wie im Flug waren zwei Stunden vergangen und wir hatten von dem Alkoven alle 50 Modelle erstellen lassen. Lisa präsentierte einige unserer Kreationen wie ein Model auf dem Catwalk. Sie schritt in ihrem Schlafzimmer auf und ab, drehte sich und ließ dabei ihre Röcke schwingen. Wir hatten viel Spaß dabei und kicherten herum wie die Teenager. Als ich selbst auch ein Kleid präsentieren wollte musste ich leider feststellen, dass es mir nicht passte. Lisa war etwas schmaler gebaut als ich und alle Kleider schienen ihr geradezu auf den Leib geschneidert zu sein. Wofür es auch eine logische Erklärung gab. Lisa erzählte, dass Frau Markheim sie beim Kauf des Alkovens genau vermessen hatte. Daher blieb mir leider nur die Zuschauerrolle, aber das tat dem Vergnügen keinen Abbruch. Ich spielte mit der App herum, während Lisa gerade in ein ziemlich kurzes Minikleid schlüpfte.

» Sag mal, weißt du was diese ausgegrauten Optionen sind? «, fragte ich Lisa.

» Das habe ich mich auch schon gefragt. Vielleicht sind das zukünftige Kollektionen, die noch nicht freigeschaltet sind. «

» X-Line, Y-Line, Z-Line! «, las ich vor.

» Vielleicht steht ja im Handbuch was darüber! «, schlug Lisa vor.

» Es gibt ein Handbuch für Kleidung? «, fragte ich überrascht.

» Ja, es müsste auf dem Wohnzimmertisch liegen. Ich hab aber noch nicht reingeschaut. «

Ich holte das Handbuch und war erstaunt wie dick es war. In der ersten Hälfte ging es nur um den Aufbau des Alkovens und ich blätterte darüber hinweg. Danach kamen Pflegehinweise für den Alkoven bis ich endlich bei einer Beschreibung der App angelangt war. Die ausgegrauten Optionen waren aber auch hier nicht wirklich ausführlich beschrieben.

X-Line: für die mutige Frau
Y-Line: für die selbstlose Frau
Z-Line: für die mächtige Frau

Dahinter stand dann jeweils eine Internetadresse. Besonders hilfreich war das nicht gerade. Ich vermutete, dass es sich bei der X-Line um sexy Kleidung handelte und die Z-Line hörte sich nach Business Outfits an. Bei der Y-Line hatte ich allerdings keine Ahnung, was sich dahinter verbergen könnte.

» Und, steht was drin? «, kam neugierig von Lisa.

» Nicht viel! «, antwortete ich und las die drei Zeilen vor.

» Irgendwie ziemlich mysteriös. XYZ und was kommt danach? «, fragte Lisa scherzhaft.

Wir rätselten gemeinsam, was das wohl bedeuten könnte und suchten danach die Internetseite von X-Line auf. Aber auch dort gab es nur vage Informationen, worum es sich genau handelte. Man konnte damit 50 weitere Modelle freischalten und musste dafür 9,99 € pro Monat bezahlen. Nicht genug damit, dass dieser Alkoven extrem teuer war, nein man versuchte auch noch mit einem Abo weiteres Geld zu machen. Ich wollte gerade die Seite verlassen, als Lisa einen Probezugang zu X-Line entdeckte. Man konnte für 24 Stunden kostenlos ein Modell aus der X-Line ausprobieren. Natürlich siegte unsere Neugier und Lisa registrierte sich bei X-Line.

» Und kannst du jetzt die Option auswählen? «, fragte ich Lisa neugierig, während sie an ihrem Handy herumfummelte.

» Ja, aber im Untermenü ist bloß ein Punkt auswählbar. «

» Na dann los, mach schon! «, forderte ich sie ungeduldig auf.

Lisa hatte ihr Minikleid inzwischen wieder ausgezogen und es auf die Schaufensterpuppe des Alkovens zurückgehängt. Das Gerät begann leise zu brummen und das Minikleid verschwand. Kurze Zeit später starrten wir beide sprachlos auf das neu erschaffene Kleid. Es handelte sich um ein langes schwarzes Schlauchkleid mit Ärmeln. Was dieses Kleid so außergewöhnlich machte war die Tatsache, dass es fast komplett transparent war. Nur die intimsten Stellen wurden von undurchsichtigem Stoff bedeckt. Im Schritt war ein glänzendes Herz zu sehen und die Brüste wurden von zwei großen Händen verdeckt.

» Die Beschreibung war nicht übertrieben, das ist wirklich was für die mutige Frau! «, äußerte sich Lisa ein wenig geschockt.

» Los, probier mal an! «, forderte ich sie mit einem Schmunzeln auf.

» Spinnst du? Ich ziehe doch nicht so ein Kleid an, da könnte ich ja gleich nackt durch die Gegend laufen. Trag du es doch, wenn es dir so gut gefällt! «

» Tja, mir dürfte dieses Kleid leider nicht passen! «, dabei setzte ich künstlich ein enttäuschtes Gesicht auf.

» Jetzt stell dich nicht so an, hier sieht dich ja sonst keiner! «, fuhr ich fort. Etwas wiederwillig nahm Lisa das Kleid von der Puppe und betrachtete es stirnrunzelnd von allen Seiten.

» Den Slip wirst du wohl ausziehen müssen, den würde man sonst sehen! «, neckte ich weiter als Lisa gerade in das Kleid steigen wollte. Sie setzte kurz zu einer Erwiderung an, überlegte es sich dann anders und funkelte mich stattdessen warnend an. Ohne ein weiteres Wort zog sie ihren Slip aus und schlüpfte völlig nackt in das Kleid hinein. Das kannte ich schon von ihr. Sie war an einem Punkt angelangt, an dem sie aus Trotz alles Mögliche machen würde. Mal sehen, wie weit ich dieses Spielchen treiben konnte.

» Wow, wenn ich dich so sehe, dann komme ich mir selbst in diesem freizügigen Kleid wie ein Mauerblümchen vor! «, äußerte ich anerkennend, als sich Lisa vor einem Spiegel in alle Richtungen drehte. Sie bewunderte ihre Kehrseite im Spiegel und ich musste zugeben, dass ihr knackiger Hintern in diesem Kleid zum Anbeißen aussah. Wenn wir so gemeinsam in unseren üblichen Club gehen würden, dann wäre ich heute wohl nur das fünfte Rad am Wagen. Die Aufmerksamkeit der Männer wäre Lisa jedenfalls gewiss.

» Vielleicht sollten wir heute mal woanders hingehen. Ich habe gehört in Kaarst soll es einen Fetisch Club geben. «

Mit diesem Spruch wollte ich sie noch ein wenig ärgern, aber sie funkelte mich nur an und stimmte dann überraschend zu. Jetzt war ich es plötzlich, dem das Herz in die Hose rutschte. Ich hatte das Necken wohl ein wenig zu weit getrieben. Wollte ich wirklich zu lauter Perversen in einen Fetisch Club gehen? Nein, natürlich nicht. Aber jetzt konnte ich nicht mehr zurück. Lisa bemerkte meine Unsicherheit und nutzte ihre Chance.

» Ich denke auch du solltest heute Unten ohne gehen, schließlich ist das ja ein Fetisch Club! «

Geschockt starrte ich sie an und konnte den Ansatz eines Grinsens in ihrem Gesicht erkennen. Wie hatte das nur so außer Kontrolle geraten können? Ich hätte jetzt einfach sagen sollen, dass ich mit dem Fetisch Club nur einen Scherz gemacht hatte. Aber ich wollte auch nicht wie ein Feigling dastehen. Verärgert griff ich nach meinem Slip und zog ihn meine Beine hinunter. Mir schauderte, denn die beiden langen Schlitze in dem Kleid würden beim Gehen mit Sicherheit tiefe Einblicke gewähren. Und meine Jacke würde mich dort unten ebenfalls nicht vor neugierigen Blicken schützen, weil sie viel zu kurz war. Das war weit über meine Komfort Zone hinaus.

Auf dem Weg nach Kaarst kam ich mir vor, als würde ich gerade zu meiner eigenen Hinrichtung fahren. Wir saßen beide schweigend in unseren Sitzen und das Radio dudelte leise vor sich hin. Ich stellte mir vor, dass die Männer dort über uns herfallen und uns vergewaltigen würden. Ob Lisa wohl ähnliche Gedanken hatte? In ihrem Gesicht konnte ich aber keinerlei Regung erkennen. Sie schien einfach nur auf den Verkehr konzentriert zu sein. Das flaue Gefühl in meinem Magen hatte sich mittlerweile zu einer leichten Übelkeit gewandelt und ich bemerkte, dass meine Hände feucht waren. Am liebsten wäre ich jetzt auf der Stelle umgekehrt. Der Club lag in einem Industriegebiet und der Parkplatz war gut gefüllt. Ich schaute mich ängstlich um und konnte zwei Paare sehen, die auf eine hell beleuchtete Tür zustrebten. Mein Herz pochte so stark, dass ich glaubte es müsste jeder hören. Da standen wir nun vor Eingangstür und darüber hing ein großes Schild.

CLUB FANTASY

Die Tür öffnete sich und ein riesiger Mann in einem Smoking forderte uns freundlich lächelnd zum Eintreten auf. Lisa war vor mir hinein gegangen und ich hatte deutlich gesehen, wie ihr der Kerl auf den Hintern gestarrt hatte. Meinen ganzen Mut zusammen nehmend schlüpfte ich ebenfalls an dem Türsteher vorbei und schloss zu Lisa auf. Wir befanden uns jetzt in einem Vorraum von dem zwei Türen weiter ins Innere führten. Die eine Tür war mit „Umkleiden“ beschriftet, während die andere wohl in den eigentlichen Clubbereich führte. Laute Musik drang durch diese zweite Tür, nur noch übertönt durch das laute Pochen meines eigenen Herzschlags. Neben dieser Tür stand eine Theke, hinter der eine junge Frau den Eintritt kassierte. Sie trug ein knappes Lack Oberteil, welches ihre beeindruckende Oberweite mehr präsentierte als bedeckte. An den Wänden hingen zahlreiche Fotos von Männern und Frauen in ausgefallenen Fetisch Outfits. Vermutlich waren das alles Gäste dieses Clubs und auf einem glaubte ich sogar die Hollywood Schauspielerin Martha James erkannt zu haben.

Der Türsteher wies uns darauf hin, dass wir in der Umkleide unsere Jacken in Spinde verschließen konnten. Etwas überrascht mussten wir aber feststellen, dass es hier keine getrennten Umkleiden für Männer und Frauen gab. Denn als wir den Raum betraten, waren die beiden Pärchen, die wir zuvor gesehen hatten, gerade dabei sich umzuziehen. Einer der Männer war komplett in schwarzes Leder gehüllt und schnürte seine Partnerin gerade in ein enges Korsett. Sie stützte sich an der Wand ab während ihre Taille immer weiter schrumpfte. Ich schätzte diese Frau auf Mitte vierzig, aber sie hatte noch immer eine unglaubliche Figur. Ihre langen bestrumpften Beine endeten in einem straffen Po, mit dem man Nüsse hätte knacken können. Die festen Brüste waren eher etwas kleiner und ihre abstehenden Nippel waren mit Piercings verziert, an denen goldene Ringe mit glitzernden Steinen hingen. Ehrlich gesagt bewunderte ich diese Frau und hoffte in ihrem Alter einmal ähnlich gut auszusehen. Der zweite Mann war noch völlig nackt und kramte in einer großen Sporttasche. Er war extrem muskulös und gut gebräunt. Allerdings stellte ich mit einem Schmunzeln fest, dass seine Bestückung untenrum weniger beeindruckend war. Hatte ich diesem Kerl etwa gerade auf sein Gehänge geschaut? Seine Begleiterin stand ihm in Statur kaum nach, denn auch sie war sehr muskulös und hatte einen schon fast maskulinen Touch. Vermutlich betrieben die beiden Bodybuilding. Sie zwängte sich gerade in einen engen weißen Latexanzug. Wir ignorierten die beiden Pärchen und packten unsere Jacken in einen Spind. Erfreulicherweise war die Nutzung des Spinds kostenlos und ich ließ den zugehörigen Schlüssel in meiner Handtasche verschwinden.


Fortsetzung folgt!
39. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Darktail am 04.07.17 21:23

Bin ja mal gespannt was da noch so alles Kommt auf der Party.. Pferdchen? Wassernixen?
40. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von FoG am 04.07.17 21:42

Cool! Fehlt nur noch, dass sie das Kleid jetzt für die gesamte Testzeit nicht ausziehen und verändern kann.

41. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Mistress Danielle am 05.07.17 19:59

Hallo,

fängt ja gut an

Die Bedienungsanleitung nicht zu lesen wäre jetzt aber eher typisch Mann.
Für den Alkoven stehen die Marktchancen nicht schlecht, allerdings würde dies den Einzelhandel vollständig ruinieren.

Und wo ist der Fetish Club - vielleicht sollte ich dort auch mal vorbei schauen.
42. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 05.07.17 20:13

Hallo IronFist,

wieder eine tolle Fortsetzung,
es waren ja bisher nur ein paar Einkäufe, noch nichts, ist geschehen außer, dem Gefühl es muss noch was passieren!
Die Kleinigkeiten mal abgesehen. Es sind ja so tolle Produkte! Fast hätten sie mir Prügel von meiner Herrin eingebracht, na ja, das zählt wohl nicht?
Ich verkneif mir vorsichtshalber auf die Z-Line hinzuweisen!
Wie war doch der Titel XYZ, was kommt danach?

Z womöglich steht mächtig nicht für das wofür ich es halte - Nein, Du bekommst mich nicht!
Noch nicht, villeicht...

Vielen Dank
Ihr_joe
43. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 05.07.17 20:22

@ Mistress Danielle,
da Du keinen Spiegel hast, wer weiß was Du bist?

Wobei Mistress ... eher bedeutet, ach wer weiß es schon.

Von wegen männlich, hast Du etwa die Bedienungsanleitung Deines Autos gelesen?
Ich auch nicht!

So unterschiedlich sind wir doch nicht?

Liebe Grüße
sendet Dir Ihr_joe

PS.:
Für den Alkoven stehen die Marktchancen nicht schlecht, allerdings würde dies den Einzelhandel vollständig ruinieren.

Da bin ich mir nicht so sicher! Das Ding hat sicher einen Haken, der nicht in der Bedienungsanleitung steht.


44. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Akramas am 05.07.17 21:04

Hallo IronFist
Vielen Dank für diese außergewöhnliche Geschichte. Es macht riesigen Spaß, sie zu lesen und das Kopfkino anzustellen. Deine Ideen sind wunderbar Phantasievoll, aber trotzdem recht "real greifbar". Diese Geschichte "nimmt einen (mich) mit" und überrascht immer wieder auf ein Neues.
Dafür VIELEN DANK
Ich freue mich auf weitere Teile

Und mal ein kleines Lob an einen Kommentator:

@Ihr_joe
Vielen Dank für Deine wunderbaren, meist treffende Kommentare. Ich freue mich immer wieder diese zu lesen.

z.B. könnte ich mich über Sätze wie
Von wegen männlich, hast Du etwa die Bedienungsanleitung Deines Autos gelesen? Ich auch nicht!
Text

kaputtlachen. Einfach Wunderbar. Und einfach mal Danke, für dieses "Salz an der Suppe"
45. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Mistress Danielle am 05.07.17 21:47

Hallo,

ja die Bedienungsanleitung zum Auto habe ich gelesen - liegt aber daran, dass ich aus "Spass am Fahren" selber fahre und auf einige Funktionen des Autos gerne verzichte.

Ich hoffe die Bayern Allergie kommt damit nicht wieder zum tragen.

46. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 06.07.17 14:55

@ Mistress Danielle

Ich gebe mich geschlagen! (Wollte ich das nicht? Doch nicht so!)

Nee, allergisch bin ich da nicht:

So ein Ding mit 3 Buchstaben hatte ich auch einmal, gebraucht, da war nix mit Bedienungsanleitung!* 4 Gang - 26 PS, bei vernünftiger Fahrweise 3 bis 4 Liter! Lach, bei 130 warens schon 7!

Ich musste nicht mal selber fahren, das hat mein Motorrad gemacht, meine R50/2.

Dinge gibt´s ich "fahre selber!", mach das nicht Dein Auto?

Nicht böse sein, dass passt mal eben gerade so gut.



* Das Ding hieß Handbuch und begann "Lieber BMW-Freund ... ich glaube das Heftchen hatte knapp 100 Seiten, selbst das Reinigen des Vergasers war aufgeführt.
Das habe ich wohl gelesen und gebraucht.

Vorsichtshalber:
mein Name ist Hase ich weiß von nichts!

Lächelnd Ihr_joe

@ Akramas

Danke! Ich muss doch die Wartezeit etwas überbrücken ...

Einen schönen Tag wünscht
Ihr_joe
47. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Trucker am 08.07.17 17:42

Super spannend weiter geschrieben.Freue mich schon auf nächsten Dienstag.
48. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Dark Fangtasia am 10.07.17 13:51

Ich denke, dass Lisa nach und nach alle drei Outfit-Kategorien ausprobieren wird.
Welche mag sie wohl am liebsten? Mutig, devot oder dominant?

Und legt ich Marie auch noch dieses Wunder an Kleid(ung) zu?

Jetzt bin ich aber erstml gespannt was morgen im Club passiert...

49. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 11.07.17 19:35

Teil 6


Der Eintritt war allerdings alles andere als günstig, denn einen Betrag von 100 € fand ich schon ziemlich happig. Zumindest waren in diesem Preis bereits alle Getränke inbegriffen. Wir traten durch die Eingangstür auf eine Empore und wurden sofort von den wummernden Bässen lauter Hip Hop Musik eingehüllt. Von hier oben hatte man einen wunderbaren Überblick über den gesamten Club, der wohl früher mal eine Fabrikhalle gewesen war. Es stellte sich heraus, dass ich eine völlig falsche Vorstellung von einem Fetisch Club gehabt hatte. Erwartet hatte ich ein dunkles Verlies mit Peitschen schwingenden Dominas und Ketten an den Wänden. Aber das hier sah auch nicht viel anders aus, als der Club den wir normalerweise besuchten. Es gab eine spärlich gefüllte Tanzfläche, ein paar Bars und eine ganze Reihe von Sitzecken. Lediglich die hier vorhandenen Bondage Gerätschaften, die gab es in unserem Stammclub nicht. Aber selbst diese wirkten bei weitem nicht so bedrohlich, wie ich sie mir ausgemalt hatte. Diese Feststellung war irgendwie beruhigend und ich entspannte mich ein wenig. Eine Treppe führte hinunter in den Club, wo ein großer hölzerner Pranger stand. Man hatte eine Frau in einem schwarzen Zofenkleidchen in diesen Pranger gesteckt. Sie war vornüber gebeugt und ihr nackter Hintern reckte sich neckisch in unsere Richtung. Ihre schwarzen Strümpfe bildeten einen wunderbaren Kontrast zu der hellen Haut ihres Pos und die extrem hohen Schuhe zwangen sie zu einem kleinen Balanceakt. In diesem Moment kam ein Mann an ihr vorbei und versetzte ihr mit der flachen Hand einen heftigen Hieb auf den Hintern. Ohne sie weiter zu beachten setzte der Kerl einfach seinen Weg fort, während sie hin und her tänzelte um ihr Gleichgewicht wiederzufinden. Und schon war meine Anspannung, im wahrsten Sinne des Wortes, schlagartig wieder da. Mit einem unguten Gefühl im Bauch stieg ich zusammen mit Lisa die Treppe hinunter. Irgendein Scherzbold hatte dort an dem Pranger doch glatt eine Gedichtzeile angebracht.

LASS NUN HIER IHREN HINTERN ERKLINGEN
VIEL GLÜCK SOLL DIR DAS HEUTE BRINGEN

Lisa begann zu kichern und versetzte der Frau einen leichten Klaps auf den Po. Mir tat sie jedoch leid, denn man konnte noch immer den Handabdruck des Mannes auf ihrem Hintern erkennen. Ich ging um den Pranger herum, um mich zu vergewissern, dass es ihr gut ging. Sie hatte ihren Kopf gesenkt und ich konnte nur einen blonden Wuschelkopf erkennen. Als ich mich zu ihr hinunter beugte sah ich, dass man ihr einen großen roten Ball in den Mund gestopft hatte und sie ihre Augen geschlossen hielt.

» Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen es geht ihr gut. Vermutlich sogar sehr gut! «, sprach mich ein junger Mann an.

» Wie können sie sowas behaupten, der Schlag vorhin hat bestimmt weh getan! «, erwiderte ich entrüstet. Der junge Mann begann jetzt zu lachen.

» Genau darum geht es ja dabei. Sie steht drauf. «

Ich starrte ihn entgeistert an. Er verpasste ihr noch einen Schlag und ich konnte sehen, wie ihr gesamter Körper zu zittern begann. Als ich ansetzte ihm zu widersprechen, zog er mich sanft am Arm, führte mich zu ihrer Kehrseite zurück und legte dann meine Hand direkt in ihren Schritt. Die Frau war klatschnass und als meine Hand ihre Muschi berührte begannen ihre Muskeln wild zu zucken. Hatte sie etwa gerade einen Orgasmus? Erschreckt zog ich ruckartig meine Hand zurück und erntete dafür ein schallendes Lachen, sowohl von dem jungen Mann als auch von Lisa.

Nach dieser Begegnung musste ich erst einmal die Toilette aufsuchen, um mir ihren Lustsaft wieder von den Fingern zu waschen. Die Sitzecken waren leider alle belegt und so suchten wir uns einen freien Platz an einer der Bars. Allerdings war mit meinem Kleid das Sitzen auf einem Barhocker gar nicht so einfach. Durch die langen Schlitze klafften immer große Lücken in meinem Rock. Schlussendlich setzte ich mich leicht breitbeinig hin. Dadurch zeigte ich zwar sehr viel Bein, aber zumindest blieben meine intimsten Stellen so bedeckt. Nach zwei leckeren Cocktails merkte ich, wie die Anspannung langsam von mir abfiel. Der Alkohol zeigte seine Wirkung und ich begann den Abend zu genießen. Inzwischen war ich ganz froh, dass wir keine eigene Sitzecke mehr bekommen hatten. Denn von unseren Plätzen hatte man einen hervorragenden Blick auf die Tanzfläche und all die Paradiesvögel, die es dort zu sehen gab. Besonders beeindruckt hatte mich ein Pärchen, das gekonnt einen Lambada hinlegte. Sie tanzten im Partnerlook, nämlich beide nackt, bis auf ein paar schwarze Strümpfe und Pumps. Vermutlich machten sie das nicht zum ersten Mal, denn auch der Mann bewegte sich sehr geübt auf den hohen Absätzen. Wenn sie ihre Körper aneinander rieben, dann war das wie eine Mischung aus Tanz und Sex. Mir wurde richtig warm dabei die zwei zu beobachten.

Meine Befürchtungen hier vergewaltigt zu werden, stellten sich als völliger Unsinn heraus. Die Leute schienen hier sogar respektvoller miteinander umzugehen, als das in unserem Stammclub der Fall war. Ein attraktiver Mann in Lederkluft, der mich zum Tanzen auffordern wollte, akzeptierte klaglos meine Ablehnung. Sein einziger Kommentar dazu war „wie Schade“. Da hatte ich schon ganz andere Reaktionen erlebt, von endlosem Anbaggern bis hin zu Beleidigungen. Plötzlich verstummte die Musik und das Licht wurde herunter gedimmt.

» Ladies und Gentlemen, bitte einen Applaus für unsere Clubchefin Mistress Daniela! «, verkündete eine Stimme durch die Lautsprecher. Ein Scheinwerfer schwenkte in den hinteren Bereich des Clubs. Die Leute begannen zu applaudieren und ich machte mit, obwohl ich Mistress Daniela noch gar nicht sehen konnte. Kurz darauf hatte sie die Tanzfläche erreicht und der Anblick ließ meinen Unterkiefer herunter klappen, weil ich noch nie etwas Vergleichbares gesehen hatte. Sie war nicht allein und was ich zu sehen bekam das war … ja was war das eigentlich? Am besten könnte man es wohl als ein Pferdegespann mit Wagen beschreiben. Allerdings waren die Pferde in Wirklichkeit zwei junge Frauen. Die Beiden trugen schwarze Stiefel, die ihnen bis zu den Knien reichten. Diese Stiefel hatten allerdings keinerlei Absätze und ihre Fersen schienen einfach in der Luft zu schweben. Die Laufflächen waren geformt wie ein paar Pferdehufe und verursachten beim Gehen ein klackerndes Geräusch weil sie mit Hufeisen beschlagen waren. Ansonsten waren die beiden Frauen aber so gut wie nackt. Nur zwei Ledergeschirre umspannten ihre Körper, welche die intimeren Körperstellen aber eher betonten als verdeckten. Zur Krönung hatte man an ihren Brustwarzen noch kleine Glöckchen befestigt, deren Klingeln mit in das Klackern der Stiefel einstimmten. Auch die Köpfe der Beiden steckten in schweren Ledergeschirren. Daran befestigt waren durch den Mund gezogene Stangen, an denen seitlich ein paar Zügel hingen. Auf der Oberseite der Geschirre ragten noch ein paar pinke Federbüschel heraus, welche beim Gehen sanft hin und her schwangen. Ich bemerkte, wie mir plötzlich richtig heiß wurde und ich zu schwitzen begann. Konnte das vielleicht an dem Alkohol liegen? Das Gespann drehte eine Runde auf der Tanzfläche. Nun konnte ich die Pferdchen auch von der Seite aus sehen. Die Arme der beiden Frauen waren in schwarzen Ledersäcken auf dem Rücken verpackt und machten sie völlig wehrlos. Warum machten die das mit? Oder wurden sie etwa dazu gezwungen? Dann erinnerte ich mich an die Frau in dem Pranger. Vermutlich galt auch diesmal die Aussage, dass sie drauf standen. Aber warum nur? Und wie würde es sich wohl anfühlen als Pferd präsentiert zu werden? Ich war verwirrt. Es kam mir lächerlich vor sich öffentlich als Pferdchen vorführen zu lassen. Andererseits war der Gedanke etwas völlig Ungewöhnliches zu tun auch irgendwie reizvoll. War das vielleicht der Reiz des Verbotenen?

Plötzlich ertönte ein lauter Peitschenknall und ließ mich zusammenzucken. Ich hatte bisher nur auf die Pferdchen geachtet, aber jetzt richtete sich meine Aufmerksamkeit auf Mistress Daniela. Sie saß auf dem Wagen und hielt die Zügel der beiden Pferde in ihrer linken Hand. Mit der rechten Hand schwang sie eine lange Peitsche, die sie nun ein zweites Mal knallen ließ. Erneut zuckte ich erschreckt zusammen. Diese Frau kam meiner Vorstellung von einer Domina ziemlich nahe. Sie trug hochhackige lange Stiefel, die bis zum Oberschenkel reichten. Dazu einen glänzenden Body, der ihre Oberweite nach oben presste und so ein üppiges Dekolleté erzeugte. Und über diesem Body trug sie noch ein sehr enges Korsett, welches eine schöne Wespentaille formte. Abgerundet wurde ihre strenge Erscheinung noch durch lange schwarze Lackhandschuhe und eine Mütze, die mich an eine Militäruniform erinnerte. Dann wurde ihr ein Mikrofon gereicht.

» Ich möchte alle Gäste hier im Club Fantasy herzlich willkommen heißen! «

Höflicher Applaus erklang.

» Nächste Woche wird unser Club sein 3-jähriges Bestehen feiern, was ohne unsere zahlreichen Stammgäste kaum möglich wäre. Daher möchte ich ein großes Dankeschön an alle richten, die uns in den vergangenen Jahren die Treue gehalten haben. «

Erneut wurde höflich applaudiert.

» Aber natürlich bedeutet das nicht, dass uns nicht auch Neulinge stets willkommen sind. Gibt es hier heute Gäste, die zum ersten Mal hier sind? «

Lisa und ich schauten uns gegenseitig an, aber wir trauten uns beide nicht uns zu melden. Von der gegenüber liegenden Seite der Tanzfläche ertönte aber ein „Hier“.

» Ah, es gibt doch einen Mutigen. Keine Sorge, ich beiße nicht! Zumindest meistens nicht! «

Gelächter ertönte.

» Bitte einen besonderen Applaus für unseren mutigen jungen Gast und natürlich auch für alle anderen Neulinge, die sich jetzt nicht getraut haben. «

Der Applaus brandete diesmal etwas stärker auf und aus der Richtung, aus der das „Hier“ gekommen war, ertönten auch laute Pfiffe.

» Heute ist ein ganz besonderer Tag, denn unsere Manuela hier hat ihre Ausbildung abgeschlossen und wird heute Abend ihre Kennzeichnung bekommen. Deshalb möchte ich jetzt einen ganz besonders großen Applaus für unsere neueste Haussklavin Manuela haben! «

Sie zog an den Zügeln eines ihrer Pferde, welches daraufhin begann den Kopf zu schütteln und laut zu wiehern. Jetzt gab es kein Halten mehr, es wurde applaudiert, laut gepfiffen und auch heftig mit den Füßen getrampelt.

» Im späteren Verlauf des Abends wird es dann eine Sklavenauktion geben. Wir haben heute drei Freiwillige für eine Versteigerung gefunden. Die Sklaven werden ihren neuen Besitzern dann für den Rest des Abends zur freien Verfügung stehen. Zwei wunderschöne Sklavinnen könnten noch heute zu ihren Füßen liegen. Und den Ladys hier sei gesagt, dass unser allseits beliebter Markus heute das dritte Kaufobjekt sein wird. «

Die Frauen im Raum begannen laut zu johlen. Nun war meine Neugier auf Markus geweckt. Denn wenn allein die Nennung seines Namens eine solche Reaktion hervorrief, dann musste er wohl ein außergewöhnlich attraktiver Mann sein.

» Doch jetzt genug geredet, lasst uns einfach etwas Spaß haben! «, nach diesen Worten ließ sie ihre Peitsche ein drittes Mal knallen und das Pferdegespann trabte langsam von der Tanzfläche. Der DJ startete die Musik und schon bevölkerten die ersten Paare auch wieder die Tanzfläche. Ich versuchte noch immer zu verarbeiten, was ich soeben gehört und gesehen hatte.

» Glaubst du, dass die hier wirklich Menschen versteigern? «, fragte mich Lisa etwas ungläubig.

» Nach dem was ich gerade gesehen habe, traue ich denen eigentlich alles zu. «

» Stimmt auch wieder! Aber wie soll das aussehen? Kannst du dann Sex mit deinem neuen Sklaven haben? «

» Vermutlich nicht nur das. Bist du vielleicht an Markus interessiert? «, begann ich sie scherzhaft zu necken. Mein Scherz schien aber voll ins Schwarze getroffen zu haben, denn ich hatte den Eindruck, dass sie leicht errötete. Aber natürlich konnte das auch täuschen, denn bei dieser Beleuchtung war das schwer zu sagen.

» Äh … Ja also … Nein! Wie kommst du nur auf sowas? «, fragte sie ertappt.

» Kein Grund zum Schämen! Bei dieser Reaktion der anderen Frauen, freue ich mich auch schon auf Markus! «

Und dann kicherten wir beide herum wie ein paar Teenager, die sich über eine Boyband unterhielten. Unser kindisches Verhalten war sicherlich auch ein wenig dem Alkoholpegel geschuldet. Nichtsdestotrotz genehmigten wir uns gleich noch einen weiteren Cocktail. So langsam musste ich aber wirklich aufpassen oder ich würde es am nächsten Morgen bitter bereuen. Nach etwa 15 Minuten verstummte die Musik wieder und Mistress Daniela kehrte zurück. Sie hatte ihre Pferdchen inzwischen ausgespannt und führte eines davon an den Zügeln hinter sich her. Begleitet wurde sie von einem Mann mit einer großen Tasche. Der Kerl war völlig in schwarzes Leder gekleidet und sogar sein Kopf steckte in einer Ledermaske, was ihm irgendwie ein bedrohliches Aussehen verlieh. Mistress Daniela führte ihr Pferd auf der Tanzfläche im Kreis herum, wobei es die Knie weit anhob, laut wieherte und dabei den Kopf hin und her warf. Dieses Verhalten des Pferdchens erzeugte bei den Gästen allgemeine Erheiterung. Ich wunderte mich über mich selbst, dass ich diese Frau jetzt als „es“ ansah. Und irgendwie schämte ich mich auch ein wenig dafür. Mistress Daniela führte ihr Pferd zu einem Holzbock und ließ es direkt davor anhalten. Das Pferd musste zuerst die Beine spreizen und dann wurden seine Stiefel an dem Holzbock festgezurrt. Was sollte das werden? Der Oberkörper des Pferdchens wurde über den Bock gebeugt, so dass seine Brüste frei in der Luft baumelten und die Glöckchen wild zu bimmeln begannen. An dem Sack, in dem die Arme steckten, befestigte Mistress Daniela ein Seil und fädelte es dann durch einen Ring oberhalb des Bocks. Dann zog sie so lange an dem Seil, bis die Federbüschel auf dem Kopf des Pferdchens den Boden berührten und seine Arme fast senkrecht nach oben gezogen wurden. Als sie damit zufrieden war, knotete sie das Seilende an einem Ring im Boden fest. Das Pferd hing nun völlig hilflos über dem Bock und reckte dabei seinen Po weit in die Höhe. Das Wiehern hatte mittlerweile aufgehört, nur noch das Bimmeln der Glöckchen war zu hören. Diese Position sah ziemlich unbequem aus und ich beneidete das Pferd nicht darum.


Fortsetzung folgt!
50. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 11.07.17 23:17

Danke!

Schön spannend!
Du lässt uns doch tatsächlich eine Woche warten, für die Beiden geht es doch auch gleich weiter.

Noch sind wir ja keinen Schritt weiter, was kommt nach Z?!

Wenn ich jetzt schreibe, der Club könnte mir gefallen, dann tappe ich bestimmt wieder in eine Falle, dabei trage ich die Spuren meiner letzen, ach lassen wir das lieber!

Vielen Dank für die vielen Fantasien, mit denen Du Deine Geschichte würzt,
fast war ich in dem Club, so schön ist er beschrieben.

Einmal mehr freut sich Ihr_joe
51. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Rowdypiper am 12.07.17 08:46

Hallo IronFist,

so langsam nimmt deine Geschichte fahrt auf. Aber noch bin ich gespannt, wo die Reise wohl hingeht. Die beiden sind ja jetzt "ganz neu" in der Szene, da müssten die erstmal richtig angeleitet werden.

Ich bin gespannt und warte in meiner Klippenhütte auf nächste Woche.

MfG
Dein Rowdypiper
52. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von jonnyf am 12.07.17 09:43

Hallo IronFist,

ich bin echt gespannt wie weit Marie am diesem Abend gehen wird - wird sie vielleicht mit steigern, wird sie vielleicht herausfinden, dass sie selbst auf Schläge steht?

Tolle Geschichte

jonnyF
53. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 12.07.17 19:52

Zur Zeit bin ich ziemlich beschäftigt und ich komme erst jetzt dazu, die Kommentare von letzter Woche zu beantworten. Sorry dafür!
Auf die Kommentare zum 6. Teil werde ich zu einem späteren Zeitpunkt eingehen.


Hallo Darktail,

mit den Pferdchen bist du ja gar nicht so schlecht gelegen.
Mal schauen, was wir bei den Wassernixen tun können.


Hallo FoG,

du bist ja richtig gemein, wenn du möchtest, dass sie das Kleid nicht mehr ausziehen kann.
Sowas Fieses würde ich doch niemals machen.


Hallo Mistress Danielle,

schön dass dir der Anfang gefallen hat.

Der Fetisch Club liegt für dich nicht unbedingt vor Haustür. Es ist aber erstaunlich, dass du ihn schon besuchen möchtest, wo doch erst ein Vorzimmer und eine Umkleide zu sehen (oder lesen) war.

Der Alkoven hätte sicherlich Marktchancen. Genauso wie auch Ring, Haarspray und Lippenstift. Lediglich bei der Lederhose würde es wohl Reklamationen hageln. Ich bezweifel allerdings, ob er gleich den Einzelhandel ruinieren würde. Vermutlich wäre das dann so, wie heutzutage im Buchhandel. Ein Teil der Kunden kauft die Software Variante, während der Rest klassisch bei der Hardware bleibt. Zudem wären die hohen Anschaffungskosten sicherlich auch ein Hindernis für viele potentiellen Kundinnen.

Mit der Bedienungsanleitung hast du ja gleich mal ein Klischee bedient. Nun eigentlich haben die beiden ja die Anleitung gelesen. Sie sind nur nicht so recht schlau daraus geworden (was bei Bedienungsanleitungen ja durchaus mal vorkommen kann).

Zitat:
... ja die Bedienungsanleitung zum Auto habe ich gelesen - liegt aber daran, dass ich aus "Spass am Fahren" selber fahre und auf einige Funktionen des Autos gerne verzichte.

Ehrlich gesagt verstehe ich diese Aussage nicht so ganz. Liest man eine Bedienungsanleitung nicht eigentlich um die Funktionen zu nutzen? Oder ist das weibliche Logik?


Hallo Ihr_joe,

es freut mich, dass dir auch dieser Teil gefallen hat.
Du hast Recht, dass noch nicht so viel passiert ist, aber ich kann dir versprechen, dass sich das noch ändern wird.

Wie kommst du eigentlich darauf, dass dieser Alkoven einen Haken haben könnte?

Übrigens schieb es nicht auf meine Geschichte, wenn du Prügel von deiner Herrin beziehst. Diese wirst du dir schon redlich selbst verdient haben.


Hallo Akramas,

freut mich, dass meine Geschichte dein Kopfkino anregt.
Auch ich bin der Meinung, dass die Science Fiction Elemente nicht zu abgehoben werden dürfen. Das Ganze muss noch irgendwie einen Sinn ergeben.

Wenn du von meiner Geschichte immer wieder überrascht wirst, dann kann ich nur sagen: Ziel erreicht!


Hallo Trucker,

hoffentlich war der sechste Teil für dich genauso spannend.


Hallo Dark Fangtasia,

deine These, dass sie alle drei Outfit-Kategorien ausprobieren wird ist bei dem Titel der Geschichte nicht unbedingt sonderlich gewagt.

Aber vielleicht gibt es ja doch noch ein paar Überraschungen. Vielleicht sogar im Fetisch Club?


LG
Fist
54. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Moira am 12.07.17 20:29

Hallo IronFist,

Deine Dialoge mit Deinen Fans finde ich ganz großartig!

Gruß ~~ M

P.S.
Und die Geschichte gefällt mir auch ausnehmend gut - danke dafür ..-


55. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 12.07.17 21:18

Hallo IronFist,

Zitat

Übrigens schieb es nicht auf meine Geschichte, wenn du Prügel von deiner Herrin beziehst. Diese wirst du dir schon redlich selbst verdient haben.

Warum erwischt Du mich immer, wollte Dir doch nur ein schlechtes Gewissen machen! Na ja, hat mal wieder nicht geklappt.
Wieder ein misslungener Versuch, ach wenn ich Dich doch auch so leicht durchschauen könnte.

Lachend
Ihr_joe
56. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Darktail am 12.07.17 22:30

Ich habs gesehen allerdings ohne Schweif :P

Na wir werden sehen hehe
57. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 14.07.17 19:27

Hallo Ihr_joe,

hast du etwa in der Schule dein Alphabet nicht gelernt, so dass du nicht weißt was nach Z kommt.
Leider bin ich zu beschäftigt, um dir hierbei Nachhilfe zu geben.

Das man in eine Falle tappt, dass kann einem in diesem Fetisch Club schon mal passieren. Kein Grund sich zu schämen.

Übrigens, warum sollte ich ein schlechtes Gewissen haben wenn du Prügel bekommst? Gibs zu, du stehst doch drauf!


Hallo Rowdypiper,

vielleicht findet sich in dem Club ja jemand für eine "Anleitung".
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende am Meer.


Hallo jonnyf,

wer weiß schon so genau, was im Kopf einer Frau vorgeht. Von uns Männern vermutlich keiner!
Daher kann ich dir leider nicht sagen, was Marie tun wird.


Hallo Moira,

du bist glaube ich die erste, die meine Kommentare lobt.
Ich danke dir dafür und reiche das Lob gleich an meine Leser weiter. Ohne die Steilvorlage von zum Teil humoristischen Kommentaren wären diese Dialoge überhaupt nicht möglich.

Natürlich freut es mich sogar noch mehr, dass dir meine Geschichte gefällt. Denn das ist es doch, worauf es eigentlich ankommt.

Jetzt hast du deine 40 Beiträge ja fast voll und du kannst voller Elan bei den Diskussionen zu den Stories einsteigen.


Hallo Darktail,

eine beeindruckende Leistung.
Werfe doch noch einmal einen Blick in deine Kristallkugel und kläre die anderen Leser über den weiteren Verlauf auf.


LG
Fist
58. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 14.07.17 19:48

Ich armer Tropf,
ich glaube einfach nicht, dass Du ÄÜÖ und ß meinst, wobei es letzteres seit neustem auch in GROß gibt, damit es nicht so blöd aussieht.

So, Du meinst also dass ich auf Prügel stehe? Nein, unter meinen Füßen befindet sich nur der Boden des Zimmers!
Vermutlich hast Du das aber anders gemeint, ja, aber nur auf die meiner Herrin.

Merci
Ihr_joe
59. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 16.07.17 19:09

Hallo Ihr_joe,

da würdet ihr vermutlich ziemlich dumm aus der Wäsche schauen, wenn die Antwort auf die Frage im Titel Ä lauten würde.
Und vermutlich würden mir dann die Beschwerden darüber links und rechts um die Ohren fliegen.

Schön das du weiter "bodenständig" bleibst.

LG
Fist
60. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Jalana am 18.07.17 01:33

Wow, tolle Geschichte
61. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 18.07.17 19:36

Teil 7


Jetzt wanderte meine Aufmerksamkeit von dem Pferdchen zu dem Lederkerl. Er hatte inzwischen einen Gasbrenner aus der Tasche geholt und diesen entzündet. Im Moment hantierte er mit einer Metallstange, an deren Spitze er irgendwas montierte. Dann nahm er die Stange an einem Holzgriff und hielt die Spitze direkt in die Flammen des Gasbrenners. Wie ein Schock durchfuhr es mich, als ich begriff was hier vorging. Mistress Daniela hatte vorhin von einer Kennzeichnung für Manuela gesprochen und nun wurde mir klar, dass damit wohl ein Brandzeichen gemeint war. Aber das konnten die doch nicht wirklich vorhaben? Sowas ging doch viel zu weit. Wie konnte Manuela dabei nur mitmachen? Wohl durch den Schock war in meinem Kopf aus dem Pferd wieder eine Frau geworden. Sie würde ihr Leben lang mit diesem Brandzeichen herumlaufen, warum machte sie das nur? Selbst wenn man auf Schmerzen stand, würde man sich doch trotzdem nicht freiwillig entstellen, oder? Ich blickte auf Lisa und sie sah genauso schockiert aus wie ich.

» Aber … aber … das geht doch nicht! «, stammelte sie erschrocken.

Mit weit aufgerissenen Augen beobachteten wir, wie der Kerl die Stange aus dem Feuer holte und die Rot glühende Spitze begutachtete. Er nickte kurz zu Mistress Daniela und baute sich dann direkt hinter seinem Opfer auf. Mistress Daniela ging auf die Knie, küsste ihr Pferdchen auf die Wange und gab dem Kerl dann ein Zeichen. Jetzt ging alles blitzschnell, der Kerl setzte die Stange auf Manuelas Hintern und zog sie nach ein paar Sekunden sofort wieder weg. Manuela schrie zuerst kurz auf und dann breitete sich eine unheimliche Stille in dem Raum aus. Bis irgendwann die ersten anfingen zu applaudieren. Ich war noch immer in Schockstarre und konnte einfach nicht glauben, was ich gerade gesehen hatte. Nachdem Mistress Daniela ihr Pferdchen wieder befreit hatte, führte sie es im Kreis herum, um allen Anwesenden das neue Zeichen zu präsentieren. Auf Manuelas Hintern prangte jetzt ein rotes Hufeisen mit einem großen D in der Mitte. Noch immer ungläubig blickte ich in Manuelas Gesicht und war überrascht, dass sie irgendwie glücklich aussah. Über ihre Wange kullerte eine Träne, aber ich konnte nicht sagen, ob das vor Glück oder vor Schmerz passierte.

Dieses Erlebnis hatte mich emotional mitgenommen und ich war in ein tiefes Grübeln verfallen, während ich mir den nächsten Cocktail genehmigte. Der wievielte war das eigentlich inzwischen? Auf alle Fälle zu viele, denn ich war inzwischen ziemlich betrunken. Warum hatte sich Manuela nur dieses Brandzeichen verpassen lassen? Ihr musste doch klar sein, dass dies peinliche Fragen verursachen würde, wenn sie einen neuen Partner kennenlernen sollte. Oder falls ihre Eltern das irgendwie zu Gesicht bekämen. Mir schauderte bei diesem Gedanken. Doch dann erinnerte ich mich, dass ich selbst mal etwas Ähnliches vorgehabt hatte. Ich war gerade einmal 15 Jahre alt gewesen und als Liebesbeweis zu Bastian wollte ich mir seinen Namen auf den Arm tätowieren lassen. Die Romanze endete ein halbes Jahr später und glücklicherweise hatte meine Mutter mir damals das Tattoo verboten.

Wir wollten gerade nach Hause gehen, als Mistress Daniela wieder mit einem Mikrofon auf die Tanzfläche trat. Die Sklavenauktion sollte nun beginnen und sie erklärte die Regeln dazu. Man durfte den Club mit seinem Kaufobjekt nicht verlassen und man war verpflichtet ein Safeword zu vereinbaren und auch zu respektieren. Eigentlich hatten wir Gehen wollen, weil sich durch den vielen Alkohol eine gewisse Müdigkeit bei uns gezeigt hatte. Doch nun überwog unsere Neugier und wir waren beide gespannt auf Markus. Mistress Daniela gab ein Zeichen und der Lederkerl führte eine schlanke Blondine, die in Ketten gelegt worden war, auf die Tanzfläche. Das war die Frau, deren gute Figur ich bereits in der Umkleide bewundert hatte. Ihr Korsett war inzwischen derart eng geschnürt worden, dass ihre Taille beinahe schon künstlich schmal wirkte. Plötzlich sah ich bei ihr etwas, was mir in der Umkleidekabine noch nicht aufgefallen war. Direkt über ihrer Scham trug sie ein Tattoo mit der Nummer 98. Ganz ähnlich wie ich es auch schon bei Frau Markheim gesehen hatte. War das vielleicht irgendeine Mode aus der Fetisch Szene? Bevor ich weiter darüber nachdenken konnte, begann Mistress Daniela mit der Versteigerung.

» Unser erstes Kaufobjekt ist heute unsere reizende Clarissa. Sie liebt es streng gefesselt zu werden und sich ihrem Herrn völlig zu unterwerfen. Auch wenn sie nur leicht belastbar ist, so ist sie doch sehr geschickt mit ihrer Zunge. Das Eröffnungsgebot beträgt 100 Euro. «

» 100 «, rief ein noch sehr junger Mann, der ziemlich lüstern dreinblickte.

» 200 «, erhöhte eine Schwarzhaarige mit einer Gerte in der Hand.

» 300 «, kam irgendwo aus dem Dunkeln.

» 1000 «, rief nun wieder der junge Mann.

Schweigen breitete sich aus. Mit einer solchen Steigerung hatte anscheinend niemand gerechnet.

» Keine weiteren Gebote? «, fragte Mistress Daniela in die Runde.

» 1000 zum Ersten, 1000 zum Zweiten und 1000 zum Dritten. Verkauft an den jungen Herrn in der ersten Reihe. Herzlichen Glückwunsch! «

Der junge Mann, höchstens 20 Jahre alt, trat auf die Tanzfläche und überreichte Mistress Daniela das Geld. Dann ging er zu seiner Neuerwerbung und fasste ihr völlig ungeniert in den Schritt. Clarissa schloss ihre Augen und stöhnte leise auf. Was für ein seltsames Pärchen diese beiden abgaben, denn Clarissa könnte locker seine Mutter sein. Nun führte er Clarissa von der Tanzfläche und verschwand mit ihr irgendwo in der Menge. Ich war ziemlich irritiert. Eine Sklavenauktion müsste doch eigentlich etwas völlig Skandalöses sein, aber hier wirkte sie irgendwie wie die normalste Sache der Welt. So als müsste das einfach so sein.

Inzwischen hatte der Lederkerl eine Schwarzhaarige auf die Tanzfläche geführt. Auch sie war in Ketten gelegt worden, aber ansonsten wirkte sie überhaupt nicht wie eine Sklavin. Sie trug hohe Pumps und ein langes schwarzes Lackkleid mit einem engen silbernen Gürtel. Am Ausschnitt war das Kleid transparent und gewährte Einblick auf zwei üppige Brüste. Sie trug einen knallroten Lippenstift, ein kräftiges Rouge auf ihren Wangen und ihre Augen waren in dunklen Brauntönen geschminkt. Für mich sah diese Frau eher wie eine Domina aus.

» So dann wollen wir nun zu unserem zweiten Kaufobjekt Lady Devil kommen. Das besondere bei ihr ist, dass sie eine Wette gegen mich verloren hat und deshalb heute hier versteigert wird. Vermutlich war ich noch nie so froh wie in diesem Moment, euch eine SKLAVIN präsentieren zu dürfen. Denn ansonsten wäre ich jetzt an ihrer Stelle und würde ein wenig dumm aus der Wäsche schauen. «

Sie hatte das Wort Sklavin ganz besonders betont und es ertönte dabei schwaches Gelächter. Es gab aber auch ein paar anfeuernde Pfiffe. Lady Devil stand völlig ruhig da und in ihrem Gesicht zeigte sich nicht die geringste Regung. Vermutlich wollte sie damit Stärke zeigen.

» Zu ihren passiven Vorlieben lässt sich noch nicht allzu viel sagen, da sie bisher immer nur kräftig ausgeteilt hat. Diese Vorlieben herauszufinden wird also die Aufgabe des neuen Besitzers sein. Und auch ich bin begierig, mehr darüber zu erfahren. «

Den letzten Satz hatte sie mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht hinzugefügt.

» Richtig so, schert ihr eine Glatze! «, rief ein Mann im mittleren Alter. Er trug selbst eine Glatze und ich fragte mich, ob er diese vielleicht Lady Devil zu verdanken hatte. Ich versuchte im Gesicht von Lady Devil zu ergründen ob an meiner Vermutung etwas dran sein könnte, aber sie zeigte weiterhin ihr Pokerface.

» Natürlich kann man sie auch einfach nur ihre eigene Medizin kosten lassen. Ich denke in diesem Fall wäre ein Startgebot von 500 Euro angebracht. «

» 500 «

» 800 «

» 1500 «

Ich konnte gar nicht so schnell schauen wie die Angebote herein prasselten. War diese Lady Devil so beliebt, oder unbeliebt?

» 5000 «, rief jetzt eine Frau in einem langen goldenen Latexkleid. Sie saß auf dem Rücken eines nackten Mannes, der auf allen Vieren auf dem Boden kniete. Lady Devil wirkte plötzlich nicht mehr ganz so gelassen. Im Gegenteil, sie sah sogar ziemlich erschrocken aus. Mit Sicherheit kannten sich die beiden und vielleicht waren sie sogar Rivalinnen.

» Sechs … «, setzte der Mann mit der Glatze an. Die Frau im goldenen Latexkleid drehte ihm den Kopf zu und funkelte ihn böse an. Augenblicklich brach er ab.

» Habe ich da 6000 gehört? «, fragte Mistress Daniela nach.

» Äh … Nein, ich habe kein neues Gebot abgegeben! «, versicherte der Glatzkopf eingeschüchtert.

Die Frau im Latexkleid begann zufrieden zu Lächeln. Irgendwie hatte ihr Ausdruck etwas leicht Diabolisches. Wer war diese Frau? Sie war zweifellos eine Domina, aber das Verhalten der anderen Gäste deutete daraufhin, dass sie wohl die Königin der Dominas war. Es traute sich jetzt niemand mehr ein weiteres Gebot abzugeben.

» 5000 zum Ersten, 5000 zum Zweiten und 5000 zum Dritten. Der Zuschlag geht an Mistress Kaiser! «

Meine Vermutung mit der Königin war wohl gar nicht so falsch gewesen. Nur dass sie eigentlich eine Kaiserin war, stellte ich leicht amüsiert fest. Aber Lady Devil fand das Ganze wohl überhaupt nicht amüsant, denn ich glaubte jetzt sogar Furcht in ihrem Gesicht erkennen zu können. Mistress Kaiser schnippte mit den Fingern und ein junger Mann eilte mit einer Schatulle herbei. Sie öffnete die Schatulle, nahm ein Bündel Geldscheine heraus und schritt dann majestätisch auf Mistress Daniela zu. Ohne ein Wort zu sagen, überreichte sie das Geld, wand sich dann Lady Devil zu und deutete bestimmt mit dem Zeigefinger auf den Boden. Sofort fiel Lady Devil auf die Knie und begann hastig die Schuhe von Mistress Kaiser zu küssen. Diese schnippte ein zweites Mal mit den Fingern und stolzierte dann hüftenschwingend von der Tanzfläche. Die Menge öffnete eine Gasse für sie und ihre männliche Sitzbank sowie Lady Devil krochen auf allen Vieren hinter ihr her. Der Auftritt dieser Mistress Kaiser hatte mich in ein Gefühlschaos gestürzt. Denn ich fühlte mich irgendwie von ihr angezogen, aber sie machte mir gleichzeitig auch Angst. Ihre ausladenden Hüften und die große Oberweite wurden durch das enge goldene Latexkleid wunderbar betont und strahlten puren Sexappeal aus. Und ich fand sogar ihre langen silbergrauen Haare äußerst attraktiv. Das verlieh ihr einen besonders distinguierten Ausdruck. Allerdings war ich mir nicht sicher, ob das wirklich ihre natürliche Haarfarbe war, denn ich schätzte diese Frau auf höchstens Vierzig. Aber da war eben auch noch ihre selbstsichere arrogante Art, die mich verunsicherte und einschüchterte. Und dem Verhalten der anderen Gäste nach zu urteilen, ging das nicht nur mir so.

» Ladies and Gentlemen! Es wird Zeit, dass wir zum Höhepunkt unserer heutigen Auktion kommen. Bitte begrüßen sie jetzt unser letztes Kaufobjekt Markus! «

Der gesamte Raum schien jetzt laut zu johlen und vor mir waren alle Leute aufgestanden, so dass ich die Tanzfläche nicht mehr sehen konnte. Lisa und ich standen ebenfalls auf und gingen näher an die Tanzfläche heran. Als ich Markus dann zum ersten Mal erblickte, blieb mir fast die Luft weg. Er hatte die Figur eines professionellen Schwimmers. Schmale Hüften, breite Schultern und mit Muskeln bepackte Arme, Beine und Oberkörper. Schwer zu sagen, ob er einen Sixpack hatte, denn auch seine Bauchregion schien nur aus Muskeln zu bestehen. Was allerdings eine Schnappatmung bei mir verursachte, das war seine Ausstattung zwischen den Beinen. Und ein großer Teil dieser Ausstattung stand bereits waagerecht von seinem Körper ab. Ein sehr großer Teil um genau zu sein. Wie alle anderen starrte auch Lisa völlig fasziniert auf Markus.

» Ich will jetzt nicht zu viele Worte verlieren, denn Markus Qualitäten sind wohl ziemlich offensichtlich. Wir wollen auch hier mit einem Startgebot von 500 Euro beginnen. «

» 500 «, brüllte Lisa augenblicklich. Das ließ mich Schmunzeln, denn ich hätte ihr gar nicht zugetraut, dass sie hier mitbieten würde. Ich bezweifelte allerdings, dass sie überhaupt so viel Geld dabei hatte. Die Gebote stiegen jedoch rasend schnell in astronomische Höhen. Am Ende bekam dann eine unscheinbar aussehende Frau den Zuschlag für sagenhafte 9300 Euro. Sie sah so aus, als ob sie direkt von einem Business Meeting kommen würde und wirkte hier leicht fehl am Platz. Vielleicht war das ja tatsächlich so, jedenfalls schien sie eine Menge Geld zu haben.

» Komm lass uns gehen! «, meinte Lisa enttäuscht. Meine Handtasche hing noch an einem Haken an der Bar und so gingen wir noch einmal dorthin zurück.

» Dieses riesige Teil hätte bei dir doch sowieso nicht gepasst! «, versuchte ich Lisa humorvoll aufzumuntern.

» Woher willst du das denn so genau wissen? «, gab sie schnippisch zurück und wir brachen beide in schallendes Gelächter aus. Ich schnappte mir meine Tasche und suchte nach dem Schlüssel für den Spind.

» Dann biete ich meine 500 Euro eben einfach für dich! «, scherzte sie weiter.

» Aber das wird auch für mich nicht reichen. Du weißt ja, so ein Alkoven ist teuer! «, machte ich ihr Spiel mit.

» Dann erhöhe ich auf 600 Euro! «, verkündete eine Stimme von links. Ich blickte mich um und vor uns stand Mistress Daniela.

» Nein, wir haben nur Spaß gemacht! «, antwortete ich.

» 700 «, kam jetzt von Lisa.

» 800 «, erhöhte Mistress Daniela sofort.

Was machten die beiden da? Lisa mochte nur scherzen, aber ich befürchtete, dass das Mistress Daniela ganz anders sah. Inzwischen waren sie schon bei 1500 Euro angekommen und steigerten munter weiter. Ich musste das auf der Stelle beenden.

» Lisa hör sofort auf damit! «, fuhr ich sie an.

» Also schön, wie du willst. Dann bin ich raus! «, verkündete sie vergnügt.


Fortsetzung folgt!
62. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 18.07.17 22:20

Danke, gefällt mir ausnehmend gut!

Also, schön ich will mehr, mehr, mehr!

Zitat

Über ihre Wange kullerte eine Träne...


Tja, es ist sicher das Glück, richtig gemacht leidet sie kein Schmerz, später vielleicht. Nicht an dem Branding, rund herum. Ja, es ist ein Privileg, so gezeichnet zu werden.

Du weißt doch, eine Herrin sucht ihre(n) Sklaven, nicht umgekehrt!
Da sind wir schon dabei, wer hat doch gleich den Zuschlag bekommen. Nur 1.500 €, fast ein Snäpchen, oder gibt es da noch mehr, mehr Bieter?

Fragen über Fragen und Du, Du bist raus!
Eine lange Woche, freust Du Dich, wie wir darben.
Nach Lösungen und Antworten gieren, es ist fast eine Sucht, nur ist es Deine oder meine?
Wer weiß!

Meinen lieben Dank,
Ihr_joe
63. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von lot am 20.07.17 17:49

Sehr schöne und spannende Geschichte. Leider dauert es nun wieder eine ganze Woche.....

Bin ein begeisterter Leser, auch wenn ich mich nicht immer melde.


lot
64. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 20.07.17 19:03

Hallo Jalana,

da ist mir dein Kommentar am Dienstag doch glatt durchgerutscht.
Daher danke ich dir nun ganz exklusiv für deine netten Worte.

LG
Fist
65. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 22.07.17 19:19

Ich wurde darüber aufgeklärt, dass das Branding in der letzten Folge technisch falsch durchgeführt wurde. Der Kontakt sollte unter einer Sekunde sein.
Also liebe Leser, bitte nicht nachmachen!!!


Hallo Ihr_joe,

mangels eigener Erfahrung vertraue ich hier deiner Aussage mit den Schmerzen. Also war Manuela wohl glücklich.

Ob Marie ein Schnäppchen ist, wer weiß?

Es ist eine Sucht, wonach?
Ich weiß ja, dass moderne Designerdrogen ungewöhnliche Namen tragen. Aber von einer Droge namens IronFist habe ich noch nie gehört.
Wie ist denn die Wirkung dieser Droge, vielleicht ähnlich wie bei den kleinen blauen Pillen?

Wer behauptet denn, dass ich raus wäre? Ich will die Droge nur nicht überdosieren.


Hallo lot,

es freut mich, dass du ein begeisterter Leser meiner Geschichte bist.
Regelmäßig zu kommentieren ist ja keine Pflicht. Andererseits muss ich sagen: SCHÄM DICH!!

Inzwischen dauert es ja nur noch eine halbe Woche.


LG
Fist
66. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 25.07.17 19:36

Teil 8


» Wunderbar, dann gehörst du jetzt also mir für 2000 Euro! «, erklärte Mistress Daniela.

» So war das nicht gem … «

Weiter kam ich nicht mehr, denn Mistress Daniela legte mir ihren Zeigefinger auf den Mund. Sie fasste sich in den Ausschnitt und zog eine Rolle Geldscheine heraus. Dann zählte sie 2000 Euro ab und steckte diese in meine Handtasche. Auf ein Zeichen von ihr wurden meine Hände auf den Rücken gezogen und bevor ich es richtig realisiert hatte, klickte es hinter mir und meine Arme steckten in ein paar Handschellen fest. In diesem Moment erwachte ich aus meiner Lethargie und drehte mich um, um die Person hinter mir zu beschimpfen. Aber als ich erkannte, dass der Kerl mit der Ledermaske hinter mir stand, rutschte mir mein Herz tief in die Hose. Ich spürte Panik in mir aufkommen.

» Bitte, ich möchte kein Brandzeichen! «, flehte ich Mistress Daniela mit einer weinerlichen Stimme an. Sie bemerkte meine Furcht vor dem Kerl mit der Maske und schickte ihn deshalb fort. Auch wenn mich das ein klein wenig beruhigte, so war ich doch noch immer in ihrer Hand.

» Wie ist dein Name Schätzchen? «, fragte sie mich. Ich überlegte, ob ich ihr einen falschen Namen nennen sollte.

» Sie heißt Marie! «, kam lachend von Lisa. Warum machte Lisa das nur? Das war jetzt kein Spaß mehr, hatte sie das denn nicht begriffen?

» Also Marie, ich erkläre dir jetzt, wie das hier abläuft. Ich werde dir ein Safeword geben mit dem du alles stoppen kannst was mit dir geschieht. Du behältst also die volle Kontrolle darüber, wie weit du gehen möchtest. Aber überlege dir genau wann du dieses Wort einsetzt. Denn sobald du es tust, ist die Session augenblicklich beendet. Hast du das verstanden? «

Ich nickte. Das hörte sich eigentlich gar nicht so schlimm an, aber konnte ich mich auf ihr Wort wirklich verlassen?

» Was möchtest du als Safeword verwenden? «, fragte sie mich. Bevor ich antworten konnte platze aber schon Lisa heraus.

» Sex-Hexe «

Mistress Daniela musste darüber lachen und Lisa erklärte ihr, dass sie mir diesen Spitznamen wegen meiner häufigen One-Night-Stands verpasst hatte.

» So unsere Marie ist also eine kleine Schlampe. Na dann wollen wir doch mal sehen, ob vielleicht auch eine kleine Sklavin in dir steckt. Dein Safeword lautet also Sex-Hexe. Möchtest du es jetzt sofort nutzen? «

Ich schüttelte verneinend den Kopf, weil ich nun neugierig war was passieren würde. Als erstes zog mir Mistress Daniela eine Augenbinde übers Gesicht. Blind und mit gefesselten Händen fühlte ich mich völlig hilflos. Aber diese Hilflosigkeit war nicht unangenehm, sondern ich befand mich eher in einem Zustand freudiger Erwartung. Irgendwas Kaltes wurde um meinen Hals gelegt und dann hörte ich ein Klicken. Dieses Ding um meinen Hals war relativ schwer und ich hielt es für einen Metallring. Dann wurde an der Vorderseite des Rings herumgefummelt und plötzlich verspürte ich einen starken Zug. Überrascht stolperte ich einen Schritt vorwärts.

» Viel Spaß! «, hörte ich die Stimme von Lisa sagen.

Ich wurde jetzt von Mistress Daniela herumgeführt und mir kam wieder die Pferdenummer in den Sinn. Vermutlich würden mich in diesem Moment alle Leute anstarren, genauso wie es vorhin bei den Pferdchen der Fall gewesen war. Seltsamerweise war dieser Gedanke aber gar nicht mehr so erschreckend für mich. Ohne genau zu wissen warum, turnte mich das sogar an. War ich etwa eine Exhibitionistin? Oder steckte tatsächlich eine Sklavin in mir? Irgendwann befahl mir Mistress Daniela stehen zu bleiben. Und ohne groß darüber nachzudenken, tat ich es einfach. Es war wirklich komisch. Ich war gefesselt, fühlte mich aber befreit. Vermutlich war das ein psychologischer Effekt. Ohne eigene Verantwortung musste ich einfach nur das tun, was mir gesagt wurde. Und alles was nun geschah und sei es auch noch so peinlich, war deshalb nicht mein Fehler.

Mistress Daniela machte an meinem Hinterkopf irgendwas mit meinen Haaren. Plötzlich wurden meine Haare nach oben gezogen, so dass ich meinen Kopf nach vorne neigen musste. So stellte sich eine Mistress wohl eine demütige Haltung vor. Erneut wurde an meinem Halsring herumgefummelt, woraufhin das Gewicht des Rings abnahm. Vermutlich hatte Mistress Daniela gerade die Führungsleine gelöst. Ich hörte wie sich ihre Absätze entfernten und alles in mir schien zu schreien „Nein, nicht weggehen“. Und ganz besonders laut kamen diese Rufe aus meinem Schambereich. Diese Reaktion überraschte mich selbst. Mir fiel auf wie heftig ich am Atmen war und ich versuchte mich wieder zu beruhigen. Dieser Versuch wurde allerdings von meinem eigenen Kopfkino sabotiert, weil ich mir plötzlich vorstellte, dass Markus vor mir stehen würde. Bevor dieser Gedanke allerdings tiefer in mich eindringen konnte kehrte Mistress Daniela wieder zurück. Sie begann sanft meine Brüste zu kneten und ich fühlte mich wie im siebten Himmel. Ich schloss meine Augen, obwohl das wegen der Binde eigentlich völlig sinnlos war und gab mich völlig meinen Gefühlen hin. Sie zwirbelte meine Brustwarzen mit ihren Fingern und ich schmolz unkontrolliert dahin. Noch nie zuvor hatte es jemand geschafft, mich an meinen Brüsten derart zu stimulieren. Sie schob irgendwas über meine Nippel und ich spürte dort einen leichten Zug, der meine Lust noch weiter steigerte. Ich wünschte sie würde sich endlich meiner Muschi annehmen, denn ich war inzwischen so nass, dass mein Saft schon an meinen Beinen herunter lief. Und mein Wunsch schien Wirklichkeit zu werden, denn nun wurde die Vorderseite meines Rocks angehoben. Lüstern wartete ich darauf, dass etwas in mich eindringen würde, aber stattdessen verstärkte sich nur der Zug an meinen Nippeln. Ich wurde fast wahnsinnig, aber für einen Höhepunkt reichte das einfach nicht. Innerlich flehte ich förmlich nach einer Erleichterung. Und dann passierte es endlich, etwas ziemlich Großes drang in mich ein und schob sich immer weiter nach oben. Zufrieden stöhnend ließ ich mich einfach gehen. Aber meine Zufriedenheit war nur von kurzer Dauer. Dieses Ding rührte sich jetzt nicht mehr vom Fleck. Warum? Ich versuchte meine Hüften auf und ab zu bewegen, aber dieses Teil war so tief in mich eingedrungen, dass es mich regelrecht fixierte. Verzweifelt versuchte ich mich seitlich zu drehen, um mich an dem Eindringling zu reiben. Aber es war vergeblich, trotz meines aufgegeilten Zustands war das nicht genug für einen Orgasmus. Das war sowas von gemein, aber vermutlich auch genau so geplant. Frustration breitete sich in mir aus, als plötzlich die Augenbinde entfernt wurde.

Meine Augen waren noch geschlossen und ich wollte in diesem Moment überhaupt nicht in die Realität zurückkehren. Etwas wiederwillig öffnete ich meine Augen und erblickte nur die Stiefel von Mistress Daniela. So wie es aussah, stand ich mitten auf der Tanzfläche. Ich versuchte meinen Kopf anzuheben, aber es gelang mir nicht Mistress Daniela ins Gesicht zu schauen. Allerdings konnte ich meinen Kopf immerhin soweit heben, dass ich auf die verspiegelte Wand gegenüber schauen konnte. Wenn mir jemand vorher erklärt hätte, dass ich mich öffentlich so vorführen lassen würde, dann hätte ich ihn für verrückt erklärt. Ein Seil war um meine Haare gewickelt worden und es verschwand irgendwo nach oben aus meinem Blickfeld. Dann hatte man zwei Ringe über meine Nippel inklusive Kleid gezogen. Jetzt hatte ich zwei steife blaue Brustwarzen, die von dicken silbernen Ringen umrahmt wurden. Und zwischen diesen beiden Ringen baumelte an zwei dünnen Ketten ein ovales Schild. Auf diesem Schild stand irgendein Text und ich versuchte die Spiegelschrift zu entziffern. Geschockt stellte ich fest, dass dort SKLAVIN zu lesen war. Warum hatte mich das überrascht? Es war doch wohl kaum etwas anderes zu erwarten gewesen. Vielleicht lag es daran, weil mir jetzt klar wurde, dass sich dies nicht in meiner Fantasie abspielte sondern völlig real war. Unten an dem Schild hing ein großer Metallring, durch den die Vorderseite meines Rocks gefädelt worden war. Im wahrsten Sinne des Wortes stand ich nun Unten ohne da und präsentierte allen Anwesenden meine intimste Stelle. Aber nicht genug damit, denn aus dem Boden ragte eine Metallstange, die direkt in meinem Schritt verschwand. Was für ein bizarrer Anblick. Ich war auf dieser Stange aufgepflockt und konnte weder vor noch zurück.

» Ladies and Gentlemen! Unsere reizende Marie hier hat sich für eine kleine Bonus Show zur Verfügung gestellt. Bitte geben sie ihr einen kräftigen Applaus! «

Anhaltender Applaus stellte sich ein und so langsam bekam ich das Gefühl als Attraktion in irgendeiner Freak Show aufzutreten. Diese Leute bekamen so doch einen völlig falschen Eindruck von mir. Ich glaubte vor Scham im Boden versinken zu müssen. Und hatte Mistress Daniela denn unbedingt meinen Namen verraten müssen? War meine aktuelle Lage nicht schon peinlich genug? Sie entfernte sich drei Schritte von mir und ich spürte, wie sich mein Eindringling ein kleines Stück zurückzog. Anfangs etwas irritiert, wartete ich jetzt darauf, dass sich mein Eindringling weiter bewegte. Aber nichts geschah. Mistress Daniela stand jetzt in einer Entfernung, in der ich sie komplett sehen konnte. Sie hielt ein Mikrofon in der Hand und wurde von rotem Scheinwerferlicht angestrahlt.

» Ich denke unsere Sklavin hier hat sich eine kleine Belohnung verdient. Deshalb möchte ich jetzt alle Gäste um Unterstützung bitten. Hier in diesem rot ausgeleuchteten Bereich befinden sich Drucksensoren im Boden, welche den Dildo der Sklavin steuern. «

Um ihre Worte zu unterstreichen, trat sie aus dem Lichtkegel heraus und augenblicklich fuhr mein Eindringling wieder tiefer in mich hinein. Mir entwich unbewusst ein Stöhnen, das zu allgemeiner Erheiterung führte.

» Also Leute, auf geht’s! Let’s Dance! «

Die Leute strömten in Scharen auf die Tanzfläche und aller Augen schienen nur noch auf mich gerichtet zu sein. Auf der Tanzfläche war den ganzen Abend noch nie so viel Betrieb gewesen wie in diesem Moment. Und wenig überraschend war der rot ausgeleuchtete Bereich ganz besonders gut gefüllt. Mein Eindringling legte mit einem Stakkato von auf und ab Bewegungen los. Bevor ich so richtig wusste wie mir geschah, wurde ich auch schon von einem Orgasmus überrollt. Ich schloss wieder meine Augen und sperrte den ganzen Trubel um mich herum aus. Mein Kopf schien völlig leer zu sein. Alles was ich noch wahrnahm waren die Wellen der Lust, welche meine Muschi aussandte und die mich immer weiter fortspülten. Es dauerte gar nicht lange, bis ich zuckend von einem zweiten Höhepunkt überwältigt wurde. Eine tiefe Zufriedenheit stellte sich jetzt bei mir ein. Aber gleichzeitig auch eine gewisse Erschöpfung. Nun war es eigentlich genug. Ich versuchte an etwas völlig anderes zu denken und erstellte in meinem Kopf eine Einkaufsliste. Anfangs klappte das auch ganz gut, aber nach einiger Zeit spürte ich, wie mein Lustpegel langsam wieder zu steigen begann. So konnte das nicht endlos weiter gehen. Ich musste das irgendwie stoppen, aber wie? Vermutlich lag es an meinem erregten Zustand, dass ich nicht sofort auf die naheliegendste Lösung gekommen war. Das Safeword.

» Sex-Hexe «, brüllte ich förmlich heraus. Ich öffnete meine Augen und sah mich nach Mistress Daniela um. Sie war nirgendwo zu sehen, dafür kamen aber jetzt ein paar hochhackige weiße Stiefel auf mich zu.

» Wie hast du mich gerade genannt, Sklavin? «, fragte mich eine Frauenstimme drohend.

» Ich habe sie gar nichts genannt! «, antwortete ich erschreckt.

» Du sprichst mich gefälligst mit Herrin an, wenn du mit mir redest. Hast du mich verstanden Sklavin? «

» Ja Herrin! «, erwiderte ich kleinlaut.

» Also nochmal, wie hast du mich eben genannt? «

» Wie ich schon sagte, ich habe sie gar nichts genannt. Ich … «

In diesem Moment klatschte ihre Gerte auf meine linke Pobacke und ein stechender Schmerz breitete sich in mir aus.

» Aua «, schrie ich empört auf.

» Was habe ich dir gerade gesagt, wie du mich nennen sollst? «

» Ich wollte doch nur sagen, dass ich nicht sie damit gemeint habe. «

» Herrin «, fügte ich noch schnell hinzu.

» Erzähl mir nichts, ich habe doch ganz deutlich gehört, dass du Sex-Hexe zu mir gesagt hast. «

» Aber verstehen sie doch, das war ein Missverständnis, ich … «

Erneut klatschte ihre Gerte auf meinen Hintern und diesmal sogar noch ein wenig heftiger als beim ersten Mal. Ich schrie laut auf und mein Hinterteil brannte jetzt wie Feuer. Hektisch schaute ich mich nach Hilfe um, aber ich konnte weder Lisa noch Mistress Daniela entdecken. Plötzlich fiel mir auf, dass die Stimulation in meiner Muschi aufgehört hatte, weil alle Leute das Tanzen eingestellt hatten. Alle starrten nun in meine Richtung, um zu erleben was weiter geschehen würde. Und es passierte tatsächlich etwas. Etwas ziemlich Seltsames, auch wenn die Zuschauer das nicht sehen konnten. Das Feuer in meinem Hintern schien sich langsam in meine Muschi auszubreiten und irgendwie geilte mich das noch weiter auf.

» Jetzt habe ich aber genug von deinen schlechten Manieren und deinen Ausflüchten. «


Fortsetzung folgt!
67. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 25.07.17 22:26

Ja, ja, immer auf den kleinen Ihr_joe,
so jung und unverdorben, dann wird man mit der Droge angefüttert,
ich glaube, nicht dass sie IronFist heißt, ich denke, es sind die großen, roten, grünen und blauen, ach was! Nennen wir es einfach Deine Fantasie, die mich, die uns mitreißt.
Sie sprengt die Ketten der tristen Umgebung, führt uns in den Club und gerade wenn wir uns eingelebt haben, ist es auch schon zu Ende.

Gefesselt (von deiner Story) lässt du uns hängen und behauptest einfach: »Ich will die Droge nur nicht überdosieren!«

Noch einmal Danke
Ihr_joe

68. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 27.07.17 19:13

Hallo Ihr_joe,

ich bin mir nicht sicher, ob du so klein bist. Jung und unverdorben halte ich allerdings für ein Gerücht.
Du scheinst dir ja Pillen in allen möglichen Farben reinzuziehen, da benötigst du meine Drogen ja gar nicht. Vielleicht sollte ich meinen Turnus dann auf alle 14 Tage ändern.
Von einem Ende kann bei meiner Geschichte aber noch gar keine Rede sein. Sie wird euch noch eine ganze Weile erhalten bleiben.

Zitat:
Gefesselt (von deiner Story) lässt du uns hängen und behauptest einfach: »Ich will die Droge nur nicht überdosieren!«

So ein Hängebondage kann doch auch sehr reizvoll sein.

LG
Fist
69. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 29.07.17 20:18

Schon wieder erwischt!
Nein klein bin ich nicht, nicht wirklich! Na ja, über unverdorben müsste man noch sprechen. Jung, jung ist relativ, noch fühle ich mich nicht alt, natürlich bin ich längst kein junger Spund mit 50 seit 2, 3 Jahren bin ich Anfang sechzig! Fühlen, fühlen mag ich mich noch wie vierzig, aber egal.
Zitat

So ein Hängebondage kann doch auch sehr reizvoll sein.


Wow (Ausruf des Erstaunens und nicht World of Warcraft) um nicht zu schreiben wau! Das könnte etwas hart werden, die ganze Zeit für mich Weichei!

Ach ja ich bevorzuge körpereigene Drogen, meine bunten Pillen sind höchsten Smart oder die mit den doppelten Buchstaben! Nicht mal die mag ich wirklich!

Irgendwie immer noch schmunzelnd,
freue ich mich auf die nächste Fortsetzung
Ihr_joe
70. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 31.07.17 19:12

Hallo Ihr_joe,

ich denke ich muss dir Recht geben. Nach einer Woche Hängebondage hat man wohl ein Weichei.
Oder war das vielleicht anders gemeint?

Die Wirkung der bunten Schokolinsen ist doch wohl eher gering. Obwohl ein gewisser Langzeiteffekt stellt sich dann doch irgendwann in der Bauchregion ein.

LG
Fist
71. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Moira am 31.07.17 19:22

ja, ist denn nicht

heute
vielleicht
ausnahmsweise
doch schon
Dienstag?

*rumhibbel und *lach
72. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 01.08.17 19:30

Der neue Teil wird diese Woche wohl ausfallen müssen, denn der Error 520 blockt erfolgreich alle meine Versuche zu posten.

SORRY !!!
73. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 01.08.17 22:59

Hm, langsam sind wohl fast alle betroffen.
Ich weiß, dass Du nichts dafür kannst!

Bleibt nur zu hoffen, dass der GAU bald zu ende ist und nicht zum Super-GAU wird.
Ihr_joe
74. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Moira am 01.08.17 23:18

... es ist doch grad zum "rumpelstilzeln" -
für die Schreiber UND für die LesenWoller auch *kruzifümferlnocheins

Lieben Gruß ~~ M

75. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Trucker am 02.08.17 06:24

Na dann hoffen wir mal das die Admins das Problem in den Griff bekommen und bald die Fortsetzung gepostet werden kann.
76. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 02.08.17 19:26

Hallo Moira,

da warst du so ungeduldig und dann musste ich dich auch noch enttäuschen. Das tut mir leid!
Um auszuschließen, dass ich mich im Datum geirrt habe, werde ich meinen Kalender befragen.

Kalender, Kalender an der Wand
welcher Tag wird heut genannt?

77. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 02.08.17 19:27

Da antwortete der Kalender:

Her König, heut kann nur Mittwoch sein
aber Moira über den Bergen
bei den sieben Zwergen
stellte ihren Kommentar Montags ein

Wie du siehst muss dir da ein kleiner Fehler unterlaufen sein.
Den sprechenden Kalender gibt es übrigens auch bei Magic Glamour.

LG
Fist
78. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 04.08.17 19:12

Hallo Ihr_joe,

ich weiß nicht, ob der Super GAU nicht schon eingetreten ist, wenn nahezu alle User davon betroffen sind.
Dann müssen wir uns wohl die Zeit solange mit humoristischen Kommentaren vertreiben.

LG
Fist
79. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 04.08.17 19:12

Hallo Moira,

erst Schneewittchen und nun Rumpelstilzchen.
Du hast anscheinend was Märchenhaftes.

LG
Fist
80. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 04.08.17 19:13

Hallo Trucker,

ja das hoffe ich auch. Aber ehrlich gesagt bin ich nicht sehr optimistisch was eine schnelle Lösung angeht.

LG
Fist
81. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von confused am 04.08.17 19:19

Wie ist die Option vorübergehend auf pastebin oder ähnlichem zu posten und später zu editieren?
82. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Moira am 04.08.17 20:23

Hi Fist, "böse Hexe" bin ich nur für den "Nick im Glück", wenn er (sich) auszog, um das Fürchten zu lernen ... und dann auch nur - vielleicht
Gruß ~~ M
83. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von HeMaDo am 04.08.17 20:24


Zitat

Wie ist die Option vorübergehend auf pastebin oder ähnlichem zu posten und später zu editieren?


Die Idee halte ich für recht brauchbar. Aber ob das alle so sehen?
84. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 04.08.17 20:48

@ Moira
Doch eines Nachts schüttet ihm seine Frau kaltes Wasser mit Fischen ins Gesicht – und da gruselt es ihn.
Ach dass warst Du , dabei war er noch ausgezogen!
@ IronFist, ja müssen wir ...
Ihr_joe
85. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Moira am 04.08.17 21:28

no-no, ihr_Joe, ICH hätte die Fische fürs Tischlein deck Dich zubereitet, ihm eiskaltes Wasser "wirkungsvoll" wo anders hingeschüttet, ihn zum "Eisennick" gemacht, hätte den goldenen Schlüssel behalten ...
86. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Moira am 04.08.17 21:32

... und dann nix wie mit dem Knüppel auf den Sack, bis dem Schneeweißchen ganz blümerant bzw. rosenrot zumute geworden wär und er Sterntaler gesehen hätte
87. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 04.08.17 22:14

Ach du Schreck die große Moira,
die ich rief, die Geister,
Werd ich nun nicht los!
Schließe, schließe auf,
du goldner Schlüssel, kleines Schloss


88. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 04.08.17 22:18

des armen Nicks,
Freiheit du ihm schenken werdest,
Zauber du gebrochen bist.

oder so Ihr_joe
89. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 06.08.17 19:17

Hallo confused,

es besteht natürlich immer die Möglichkeit woanders zu posten und den Text hier nur zu verlinken.
Ich persönlich möchte allerdings nicht auf mehreren Plattformen veröffentlichen.

LG
Fist
90. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 06.08.17 19:18

Hallo Moira,

eine Hexe bist du also.

Knusper, knusper Knäuschen, wer knuspert an deinem Häuschen?
Der Nick, der Nick mit himmlischem Geschick

Sei bloß vorsichtig, für die Hexe endet das in der Regel unschön.

LG
Fist
91. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 06.08.17 19:18

Hallo HeMaDo,

ich fürchte nur, dass diese Notlösung zur Dauerlösung werden wird.
Diesen Fehler gibt es schon seit über 7 Monaten und ich sehe noch keinen Silberstreif am Horizont.

LG
Fist
92. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 06.08.17 19:19

Hallo Ihr_joe,

wer bist du, dass du mit der bösen Hexe argumentierst.
Hast du denn überhaupt keine Angst vor Konsequenzen?

LG
Fist
93. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 06.08.17 19:37

Nee, habe ich nicht, nicht vor bösen Hexen!
Außerdem war ich nur der Lehrling, besser ein Sklave,
da ist noch Platz für die Meisterin!
94. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Moira am 06.08.17 22:41

mit manchen männchen manchmal ... können vermeintlich "böseste" Hexen ganz zauberhaft, wenn nicht gar ungemein BEZAUBERND sein *wimpernklimpert und to-tal glaubwürdig lächelt
95. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 08.08.17 19:06

Hallo Ihr_joe,

da ist noch Platz für eine Meisterin?
Steht nicht schon in der Bibel: Du sollst keine andere Meisterin haben neben mir! (oder so ähnlich)
Was wohl deine Frau dazu sagt?


Hallo Moira,

dein letzter Kommentar erinnert mich irgendwie an die Schlange Kaa aus dem Dschungelbuch.
"Vertrau mir!", mit einem Augen rollenden hypnotischen Blick.


LG
Fist
96. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 08.08.17 19:20

Leider wird es auch auch diese Woche keinen neuen Teil geben.

The same procedure as last week!

BUT

I´ll do my very best!
97. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von FE am 08.08.17 20:45

....oh Manno, was ist denn das für ein Sch*iss? Wieso bekommen die das hier nicht gebacken...?
98. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Moira am 08.08.17 21:45

perfekter Tages-Tease plus Denial! Also wieder kein "Aufschluss" - über den Fortgang der Story natürlich, was dachtet Ihr denn
*kryptische leise Flüche vor sich hinmurmelnd frustriert wieder von dannen stöckeltrippelklackert
99. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 08.08.17 21:59

Ja, Du hast recht, nun in dem Fall ist die Meisterin nicht gleich der Herrin, wobei bei mir ist alles etwas komplizierter.
Oder eben doch einfach, zweifach!
Wobei, wenn es erst wäre, armer Ihr_joe...
Ihr_joe
100. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 08.08.17 22:11

Auf nächste Woche...
Ich hoffe nicht:
the same procedure as every time
Sondern:
it´s now and ever

Ihr_joe
101. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Nimrot am 09.08.17 03:33

Hallo Ihr_joe

falls der fehler nächste woche behoben ist (worauf wir alle hier hoffen) bekommen wir dann einen neuen teil oder drei?
102. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 09.08.17 07:44

So wie ich IronFist kenne bleibt es bei einem Teil, es ist seine Geschichte, seine Fantasie, ich bin nur Leser und helfe ein kleinwenig über die 520 er Zeit hinweg, quasi Pausenunterhaltung
Ihr_joe
103. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Miststück(m) am 09.08.17 08:54

Wow! Was für eine tolle Geschichte bis hier hin. Da spürt man das Knistern beim lesen. Auch der Schreibstil, dass sich die Handlung ganz langsam aufbaut gefällt mir sehr. Hoffentlich ist der Fehler bald vorbei und die Geschichte wird fortgesetzt.
104. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 11.08.17 19:25

Hallo FE,

dazu kann man wohl nur eins sagen: Shit happens!
Was aber passiert, wenn man die braune Masse in den Backofen packt, dass möchte ich lieber nicht wissen.

LG
Fist
105. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 11.08.17 19:25

Hallo Moira,

es soll Leute geben, die auf "Tease and Denial" stehen.
Offensichtlich gehörst du da (für dich) nicht dazu.

LG
Fist
106. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 11.08.17 19:25

Hallo Ihr_joe,

nach deinen Worten bist du also ein komplizierter Pausenclown. Was für eine interessante Mischung.

Ich hoffe ebenfalls, dass bald mal jemand das Tigerfell aus dem Weg räumt, über das ich jede Woche stolpere. Drüber hüpfen hat bei mir jedenfalls nicht funktioniert.

LG
Fist
107. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 11.08.17 19:26

Hallo Nimrot,

genau wie bei Eva werde ich es auch hier bei einem Teil pro Woche belassen.
Sieh es mal so, dann habt ihr länger was davon.

LG
Fist
108. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 11.08.17 19:26

Hallo Miststück(m),

ich danke dir für dein Lob.
Für eine langsame Handlung bin ich berühmt-berüchtigt. Nein falsch, berüchtigt bin ich für meine Cliffhanger.

Ich kann dich beruhigen die Geschichte wird auf alle fortgesetzt. Die Frage ist nur wann.

LG
Fist
109. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 11.08.17 20:17

Wenn Du meinst, du weist Doch, es ist wie beim Zirkus, die Jungs überbrücken die Zeit, in der der Käfig aufgebaut wird, sind berühmter als die Domteuse und leben weniger gefährlich.
Vielleicht sind es auch die Magier...
110. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Moira am 11.08.17 21:15

doch, Iron Fist,

T&D kann schon eine "spannende Geschichte" sein,
aber doch nicht mitten in der "fesselnden Story" *jammer, außerdem bin ich doch eher auf den aktiven als auf den passiven Part "fixiert"
111. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 13.08.17 19:11

Hallo Ihr_joe,

dann Frage ich mich, was meine Rolle in diesem Zirkus ist.
Vielleicht der Direktor, der die Auftritte ankündigt? Und später die Vorstellung wegen technischer Probleme wieder absagen muss.

LG
Fist
112. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 13.08.17 19:11

Hallo Moira,

wie oft hat Nick zum Thema T&D wohl schon den Satz "aber doch nicht mitten in der fesselnden Story" zu dir gesagt?


LG
Fist
113. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 15.08.17 19:08

Überraschung, es gibt schon wieder keinen neuen Teil!

Es scheint ein ziemlich langer Abend im Fetisch Club zu werden. Die arme Marie wird jetzt schon seit 3 Wochen von einem Dildo bearbeitet.

114. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Moira am 15.08.17 20:02

I tell you why ... I don´t like Tuesdays .... (( *sing

(in Abwandlung eines allseits bekannten Songs von The Boomtown Rats)

betrübte Grüße ~~ M

115. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 15.08.17 20:19

@ IronFist
So was nennt man BDSM Urlaub im Club...
@ Moira
Wird wohl an der Twitter Eigenschaft liegen...

Ihr_joe
116. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 17.08.17 19:09

Hallo Moira,

dann singe ich mal zurück (auch wenn Cindy und Bert nicht unbedingt meinen Musikgeschmack wiederspiegeln).

Immer wieder Dienstags kommt die Erinnerung ...


Hallo Ihr_joe,

ein Erholungsurlaub ist das aber nicht gerade.
Eher ein Aktivurlaub oder bei Marie sogar noch eher ein Passivurlaub im Club.


LG
Fist
117. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 19.08.17 09:53

Dann singe ich doch gleich mal weiter: Sing Halleluja!

Ich konnte den nächsten Teil erfolgreich in der Vorschau anzeigen lassen. Also kann es am Dienstag weiter gehen.

LG
Fist
118. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Moira am 22.08.17 07:42

DIENSTAG...

... ist schon seit 00:00:01 Uhr *fingertrommel und *lach

Erwartungsvolle Grüße ~ M
119. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Rubberjesti am 22.08.17 08:41


Ich freue mich auch auf den heutigen Abend mit einer neuerlichen Fortsetzung von Dir, IronFist!

Herzliche Grüße
Rubberjesti
120. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 22.08.17 19:06

Hallo Moira,

es gibt da so eine lästige Sache, die man Arbeit nennt.
Aus unerfindlichen Gründen möchte mein Arbeitgeber nicht mein Gehalt überweisen, ohne dass ich dort erscheine.

Wie sagt man so schön: Geduld ist eine Tugend!


Hallo Rubberjesti,

es freut mich, dass du dich auf die Fortsetzung freust.
Dann wollen wir mal mit freudigem Vergnügen deine freudige Erwartung erfüllen.


LG
Fist
121. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 22.08.17 19:33

Teil 9


Sie stopfte mir einen großen roten Ball in den Mund und zurrte ihn an meinem Hinterkopf fest. Verdammt, das geriet hier völlig außer Kontrolle. Und noch immer konnte ich Mistress Daniela nirgendwo entdecken. Ich begann wie wild herumzuzappeln, soweit das mit meiner Fixierung überhaupt möglich war. Da traf mich auch schon ein dritter Schlag, diesmal auf meine andere Pobacke. Und kurz darauf ein Vierter. Ich schrie meinen Schmerz in den Knebel hinein. War es vorhin eine Welle gewesen, die mich erfasst hatte, so war es diesmal eher ein Feuersturm. Meine Muskeln spannten sich unkontrolliert an und urplötzlich befand ich mich mitten in einem weiteren Orgasmus. Der Club um mich herum verschwand und ich tauchte in eine Traumwelt ab. Ich driftete dahin und mein Geist schien sich irgendwie von meinem Körper zu lösen. Keine Ahnung wie lange ich in diesem Zustand verbracht hatte, aber als ich wieder zu mir kam, war diese Herrin zum Glück verschwunden. Mein Po fühlte sich jetzt an, als ob ich auf einer heißen Kochplatte sitzen würde. Und der Eindringling bearbeitete wieder meine Muschi, weil die Leute erneut am Tanzen waren. Jetzt war es aber wirklich genug und ich war erleichtert endlich Mistress Daniela sehen zu können. Sie war am anderen Ende der Tanzfläche und führte eine Sklavin an einer Leine hinter sich her. Man hatte der Sklavin eine weiße Latexmaske über den Kopf gezogen und auf dieser Maske war ein ziemlich künstlich aussehendes Puppengesicht zu sehen. Das sah irgendwie ziemlich lächerlich aus. Um den Hals trug die Sklavin eine schwere Eisenschelle, die seitlich mit zwei Stangen verbunden war. An den Enden der beiden Stangen gab es weitere Schellen, in denen ihre Hände steckten. Auch wenn diese Sklavin nicht wie ich fixiert war, so war sie doch stark in ihrem Bewegungsspielraum eingeschränkt. Um mit ihrem unhandlichen Halseisen unfallfrei zwischen den Tanzenden hindurch zu kommen, musste sie ihren Oberkörper ständig hin und her drehen. Vermutlich würde sie bestraft werden, falls sie einen Tänzer mit einer der Stangen treffen würde. Ich versuchte nun Mistress Daniela auf mich aufmerksam zu machen.

» Mmpfff «, schrie ich so laut ich konnte.

Das war bei der lauten Musik natürlich völlig umsonst. Und dieser blöde Ball in meinem Mund war auch alles andere als hilfreich. Was konnte ich nur tun? Ich behielt Mistress Daniela fest im Blick und immer wenn sie in meine Richtung zu schauen schien, schüttelte ich meinen Kopf wild hin und her. Und es schien zu klappen, denn die zwei kamen langsam näher. Als sie auf halbem Weg waren, bekam ich die Sklavin zum ersten Mal ganz zu sehen. Sie hatte eine tolle Figur und ihr transparentes Kleid zeigte, bis auf Scham und Brüste, alles was sie hatte. Moment mal, war das nicht Lisas Kleid? Ich schaute rüber zu der Bar, an der wir gesessen hatten, aber eine Gruppe von Leuten versperrte mir dabei die Sicht. Mein Blick wanderte wieder zurück zu der Sklavin und jetzt war ich mir sicher, dass dies Lisas Kleid war. Konnte vielleicht noch eine zweite Frau mit dem gleichen Kleid hier sein? Möglich, aber doch sehr unwahrscheinlich. Schließlich kamen sie bei mir an und Mistress Daniela strich mir mit der Hand über den Kopf.

» Na Marie, geht’s dir gut? «

» Mmpfff «

» Du warst wohl ein unartiges Mädchen, wenn dir jemand einen Knebel verpasst hat. «

» Mmmpfff, nrrrrg «, dabei schüttelte ich mit dem Kopf, was ein Lachen bei ihr erzeugte.

» Wie findest du meine neue Sklavin? Ich würde sie dir ja gerne vorstellen, aber im Moment ist sie genauso gesprächig wie du! «, Mistress Daniela lachte über ihren kleinen Scherz. Vermutlich wollte sie damit andeuten, dass die Sklavin unter ihrer Maske ebenfalls nicht sprechen konnte. Ich betrachtete diese Sklavin jetzt noch einmal aus der Nähe. Auch wenn ich nur ihren Unterkörper sehen konnte, so war ich mir jetzt doch ziemlich sicher, dass dies Lisa war, weil ich ihre Schuhe wiedererkannt hatte. Wie hatte sie nur in diese Situation geraten können? Was für eine blöde Frage, vermutlich ganz ähnlich wie ich. Durch eine Mischung aus Neugier und Geilheit.

» Nnrrg, iissaa «

» Ah ich sehe schon, eine Vorstellung ist gar nicht mehr nötig, du hast deine Freundin bereits wiedererkannt. Da war meine ganze Mühe mit der Maske doch glatt umsonst. Wirklich zu Schade! «

» exxx-hxxx «

Mistress Daniela runzelte die Stirn.

» Sollte das gerade Sex-Hexe heißen? «, fragte sie nach und ich nickte bestätigend. Sie beugte sich runter, fuhr mit einem Finger die nasse Innenseite meines Beins entlang und lächelte mich dann breit an.

» Bist du sicher? Denn so wie es aussieht, hattest du eine Menge Spaß. «

Ich nickte erneut.

» Wie du willst! «

» Vielleicht machen wir hier einfach einen fliegenden Wechsel! «, fügte sie mit einem Grinsen an.

Sie machte sich an dem Seil an meinen Haaren zu schaffen und kurz darauf konnte ich endlich wieder meinen Kopf heben. Als nächstes wurde der Knebel aus meinem Mund entfernt und Mistress Daniela wischte meinen Mund mit einem Taschentuch ab. Ich hatte gesabbert, was mir bisher noch gar nicht aufgefallen war, weil mich andere Dinge zu sehr abgelenkt hatten.

» Ah, danke! «, krächzte ich erleichtert heraus.

Sie gab ein Zeichen in Richtung DJ. Mein Eindringling zog sich plötzlich komplett aus mir zurück und verschwand danach im Boden. Ich stand leicht breitbeinig da und fühlte ein Pochen in meiner Muschi, so als ob ich dort noch immer bearbeitet würde. Mistress Daniela machte nun die Leine bei Lisa los und hakte sie wieder an meinem Halsreif ein. Dann zog sie mich damit sanft zu sich.

» Hat es dir gefallen? «, fragte sie mit einem schelmischen Lächeln. Es war mir peinlich das laut auszusprechen und so nickte ich einfach nur. Jetzt platzierte sie Lisa an der Stelle, an der ich zuvor gestanden hatte. Die Metallstange samt Dildo kam wieder aus dem Boden und versenkte sich diesmal in Lisas Schritt. Ich beobachtete Lisas Gesicht, aber durch diese Maske war keinerlei Gemütsregung zu erkennen. Nur das leicht dämlich wirkende Puppengrinsen war zu sehen. Aber natürlich verfehlte dieser Eindringling auch bei Lisa nicht seine Wirkung. Sie zappelte erst etwas herum, danach öffneten sich ihre Hände und krampften sich schließlich wieder zu Fäusten zusammen. Doch plötzlich wurden meine Beobachtungen jäh unterbrochen. Ein Ruck an der Leine zog mich von meiner Freundin fort. Meine Beine fühlten sich etwas wacklig an und ich hatte Schwierigkeiten mit Mistress Daniela Schritt zu halten. Sie führte mich von der Tanzfläche wieder zurück zu unserem alten Platz an der Bar. Dort entfernte sie zuerst die Leine und danach meine Handschellen. Ich hatte rote Striemen an meinen Handgelenken, welche leicht schmerzten als ich darüber strich. Warum hatte ich diesen merkwürdigen Abend eigentlich genossen? Das machte überhaupt keinen Sinn. Mein Po brannte wie Feuer, meine Handgelenke schmerzten, die Füße taten mir inzwischen höllisch weh und im Schritt hatte ich jetzt ein leicht wundes Gefühl. Aber trotz alledem merkte ich eine tiefe Zufriedenheit in mir. So als ob ich genau das Richtige getan hätte.

» Setz dich! «, forderte mich Mistress Daniela auf. Doch bevor ich auf den Barhocker klettern konnte, hob sie meinen Rock hinten an.

» Eine Sklavin sitzt immer mit dem nackten Hintern direkt auf dem Stuhl! «, klärte sie mich auf.

» Aber ich fürchte, dann würde ich den Stuhl einsauen! «, erwiderte ich peinlich berührt. Sie musste über meine Bemerkung lachen.

» Das macht nichts, das Polster ist abwaschbar. Aber wir können sicher auch einen Sklaven für dich finden, der dich vorher trocken leckt. «

» Nein, danke! Ich glaube für heute hatte ich schon genug Stimulation! «, winkte ich ab.

Ich setzte mich mit nacktem Hintern auf den Barhocker. Es fühlte sich irgendwie komisch an direkten Kontakt mit dem Leder des Stuhls zu haben. Aber dieses Leder war auch angenehm kühl und tat so meinem brennenden Po gut. Mistress Daniela ließ meinen Rock wieder los und dieser umflutete nun meinen Hocker auf allen Seiten. Jedem Beobachter musste so eigentlich klar sein, dass ich mit blankem Hintern auf diesem Hocker saß. Aber irgendwie machte mir das überhaupt nichts mehr aus.

» Ich hatte heute wirklich viel Spaß mit dir und ich hoffe es ging dir ebenso. Es würde mich wirklich freuen, wenn du auch in Zukunft mal wieder in meinem Club vorbeischauen würdest. Den Halsreif und das Schild darfst du als Andenken an die heutige Nacht behalten. «

Erst beim Blick auf das Schild fiel mir auf, dass die Vorderseite meines Rocks noch immer durch den Ring gefädelt war und ich somit allen meine Muschi präsentierte.

» Ruf mich vorher an, wenn du mal wieder Lust verspürst am Showprogramm teilzunehmen. Ich bin mir sicher, dass wir was Interessantes für dich finden werden! «, mit diesen Worten überreichte sie mir ihre Visitenkarte und war kurz darauf verschwunden.

Was für ein Abend. Ich hatte heute eine völlig neue Seite von mir kennengelernt. Und ich war mir nicht sicher, ob mir diese Seite gefiel oder ob sie mir Angst machte. Ein Kerl starrte mich schon die ganze Zeit an, aber er versuchte keinen Blickkontakt mit mir aufzunehmen, sondern seine Augen blieben auf meine südlicheren Regionen geheftet. Ich fädelte meinen Rock wieder aus dem Ring heraus und sah danach seinen enttäuschten Gesichtsausdruck. Hoffentlich fühlte er sich dadurch nicht genötigt zu mir herüber zu kommen. Für einen aufdringlichen Verehrer hatte ich heute wirklich keinen Nerv mehr. Aber zum Glück zog er einfach wortlos ab. Nun versuchte ich das Schild zu entfernen, das an meinen Nippeln hing. Das stellte sich jedoch als schwieriger heraus, als ich gedacht hatte. Diese Ringe waren ziemlich eng und ließen sich nicht so ohne weiteres von meinen steifen Nippeln herunterziehen. Ich knetete fast fünf Minuten an meiner rechten Brustwarze herum bis ich endlich den ersten Ring abgestreift hatte. Beim Zweiten ging es dann etwas schneller, weil ich nun wusste wie es am besten funktionierte. Jetzt versuchte ich mein Kleid dort wieder glatt zu streifen, aber die Abdrücke meiner Nippel blieben weiterhin deutlich sichtbar. Also schob ich meine Brüste wieder in die richtige Position, damit es zumindest nicht so aussah, als hätte ich nun zwei paar Nippel auf jeder Seite. Nun untersuchte ich das Schild etwas genauer. Der Schriftzug Sklavin war leicht eckig, so wie es bei den alten Römern üblich war. Sollte ich ein solches Schild wirklich mit nach Hause nehmen? Das könnte peinliche Fragen aufwerfen, wenn es dort die falschen Leute zu Gesicht bekämen. Andererseits wäre es aber ziemlich unhöflich ein Geschenk einfach hier zurückzulassen. Ich steckte das Schild in meine Handtasche, denn entsorgen könnte ich es Zuhause immer noch.

Meine Kehle war völlig ausgetrocknet und so bestellte ich mir etwas zum Trinken. Der Barkeeper war ziemlich überrascht, dass es diesmal kein Cocktail sein sollte. Aber gegen meinen Durst brauchte ich zuerst einmal etwas ohne Alkohol. Das Schorle kippte ich fast in einem Zug hinunter. Als ich dann wieder etwas zur Ruhe gekommen war, merkte ich wie langsam meine Müdigkeit durchkam. Am liebsten wäre ich jetzt nach Hause gegangen. Ich blickte auf die Tanzfläche, um zu sehen was Lisa gerade machte. Ihr Kopf kippte erst nach hinten und fiel dann wieder nach vorn. Die Beine zitterten leicht und ihre Finger streckten sich verkrampft in alle Richtungen. Dann schüttelte sich ihr ganzer Körper und ließ ihre Brüste erbeben. Mit anderen Worten, es ging ihr im Moment verdammt gut. Nach etwa einer halben Stunde wurde Lisa schließlich von Mistress Daniela befreit und von der Tanzfläche geführt. Auch Lisa schien jetzt wacklige Beine zu haben, denn ihr Gang wirkte etwas unsicher. Auf dem Weg zu mir passierte dann das Unglück. Lisa war unachtsam und rammte einem Gast eine der Stangen vor den Kopf. Nachdem der Kerl den unbeabsichtigten Schlag verdaut hatte, dauerte es nicht allzu lange bis er sich bei ihr revanchierte. Er bat erst Mistress Daniela um Erlaubnis, packte dann gleichzeitig beide Stangen und drückte damit Lisas Kopf nach unten. Ihr Kopf klemmte jetzt zwischen seinen Beinen fest und ihr Po ragte aufreizend in die Luft. Dann begann er mit beiden Händen ausgiebig auf Lisas Hintern herum zu trommeln. Lisa hüpfte herum wie ein junges Känguru, aber es gab kein Entkommen für sie. Vermutlich fühlte sich ihr Po jetzt ganz ähnlich an wie meiner. Nach dieser Abreibung wurde sie schließlich zur Bar geführt, wo Mistress Daniela ihr das schwere Halseisen abnahm. Danach kam die Latexmaske an die Reihe und Lisas Kopf erblickte wieder das Licht der Welt. Etwas derangiert sah sie nun aus, denn ihre Haare klebten wild an ihrem Kopf. Sie war völlig verschwitzt, hatte eine knallrote Birne und strich sich ständig mit der Zunge über die Lippen. Vermutlich war sie jetzt genauso durstig, wie ich es vorhin gewesen war. Deshalb bestellte ich für Lisa einen großen Orangensaft, während sie noch mit Mistress Daniela sprach. Als wir wieder alleine waren reichte ich ihr den Saft, den sie sofort gierig hinunter stürzte.

» Wie geht es dir? «, fragte ich interessiert. Lisa schien zuerst ihre Empfindungen sortieren zu müssen, denn sie schwieg eine ganze Weile auf meine Frage.

» Gut. Zumindest glaube ich, dass es mir gut geht. Aber, ich weiß nicht ob ... Ähm … Also … «, zögerte sie.

» Schon gut, ich kann mir schon vorstellen wie es dir geht. Du bist völlig erledigt, dir tut alles weh und trotzdem hast du es genossen. Ging mir auch nicht anders! «, gestand ich grinsend.

» Wirklich? «, fragte sie mit einem erleichterten Unterton.


Fortsetzung folgt!
122. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 23.08.17 14:45

Tja, so schnell geht es und der Zirkusdirektor muss die Show nicht absagen!

Vielen Dank auch für diesen Teil, wiederum spannend und gehaltvoll!

Zitat

Aus unerfindlichen Gründen möchte mein Arbeitgeber nicht mein Gehalt überweisen, ohne dass ich dort erscheine.


Ach ja, wenn man(n) noch erscheinen muss um sein Geld zu verdienen wie Anfang des 21. Jahrhunderts, schrecklich.

Das hat sich doch schon 2087 geändert vor über 100 Jahren! Mit der Einführung des persönlichen Roboservas! Du solltest das einklagen in Rotterdam-Brüssel beim Welt-Arbeitsgericht, heute muss keiner der in den Weltstaaten lebt, mehr selber arbeiten. Nur in Teilen des rückschrittlichen nordamerikanischen Staatenbundes (vormals Trumpsche-USA) ist so was noch gefragt!

So weit so gut,
Ich freue mich auf Deine Fortsetzung!

Ihr_joe
123. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Dark Fangtasia am 24.08.17 12:52

Wieder eine schöne Fortsetzung IronFist.

Hoffentlich ist das Forum in den nächsten Wochen wieder stabiler, so dass wir nicht wieder ewig warten müssen.

Das Lisa mitmachen würde war ja keine große Überraschung, nachdem sie sich schon das Alkoven-Kleid gekauft hat. Diese Anschaffung muss sich natürlich auch lohnen, von daher müssen die beiden wohl häufiger in den Club Fantasy und auch noch mehr Kleidungsvarianten ausprobieren...

Ich denke, dass Mistress Daniela es sich nicht nehmen lässt immer etwas mit Marie zu spielen wenn diese wieder vorbei kommt. *freu*

Aber bei aller (Vor-)Freude über den Club dürften wir die arme Frau Markheim doch nicht vergessen! Ihr Geschäft muss doch auch Umsatz machen. Da sollten Marie und Lisa bald noch mehr einkaufen.

Ich bin gespannt welche tollen und fantastischen Erfindungen du noch für uns auf Lage hast. Ich hoffe (und denke), dass da noch einiges kommt.

Ich warte schon wieder auf den nächsten Dienstag und den nächsten Teil. Schreib bitte so weiter, denn es macht echt Spass deine Geschichten zu lesen. (Auch wenn ich es lange nicht mehr geschafft habe zu kommentieren).
124. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 25.08.17 19:33

Hallo Ihr_joe,

vielen Dank für die Blumen. Da kann ich als Direktor dann wohl nur sagen: The Show must go on!

Erstaunt musste ich aber feststellen, dass du wohl im Geschichtsunterricht nicht so richtig aufgepasst hast. Das Welt-Arbeitsgericht wurde doch nach der Regenbogen-Affäre im Jahr 2093 aufgelöst. Daher wird mir eine solche Klage wohl nicht mehr möglich sein.

Das Schicksal des Nordamerikanischen Staatenbundes ist sogar ein noch traurigeres Kapitel der Geschichte. Lass mich die damaligen Ereignisse zusammenfassen:
Im Jahr 2017 kam dort ein extrem unfähiger Präsident an die Macht. Durch ein veraltetes Wahlsystem gewann er die Wahlen, obwohl er weniger Stimmen erhalten hatte als seine Kontrahentin. Wegen seines irrationalen und kindischen Verhaltens wurde er schnell „Child in Chief“ (CiC) genannt. Dies gefiel dem neuen Präsidenten überhaupt nicht und er nannte deshalb alle kritischen Medien „Fake-News“. Aufgrund seiner großen Inkompetenz wechselte sein Stab wie beim Staffellauf und seine Umfragewerte fielen ins Bodenlose.

Im Jahr 2019 sah er seine Wiederwahl akut gefährdet und ließ sich mit Hilfe von nationalistischen Kräften zum Präsident auf Lebenszeit ernennen. Dies war zwar gegen die Verfassung, aber seiner Meinung nach stand er ohnehin über dem Gesetz. Da das Land aber offiziell noch eine Demokratie war, fanden auch im Jahr 2020 Wahlen statt. Bei diesen Wahlen wurde allerdings kein Gegenkandidat mehr zugelassen, weshalb er mit über 80% der Stimmen gewann. Stolz verkündete er, dass noch kein Präsident vor ihm ein solches Ergebnis erreicht hätte. Es gab jedoch Gerüchte, dass die Wahlbeteiligung extrem niedrig gewesen sein soll. Aber diese Gerüchte stammten natürlich aus den Kreisen der Fake-News, welche inzwischen verboten waren.

Nach etlichen gescheiterten Versuchen einer Gesundheitsreform, wurde im Jahr 2021 die Krankenversicherung seines Vorgängers ersatzlos gestrichen. Millionen von Bürgern verloren ihre Krankenversicherung, aber die Oberschicht zeigte sich über die daraus resultierenden Steuersenkungen sehr erfreut. Wie viele Bürger damals starben, weil sie sich keine ärztliche Behandlung leisten konnten, ist bis heute unbekannt. Als Folge davon kam es zu landesweiten Protesten gegen das CiC. Das gefiel dem na(r)zistischen Präsidenten ganz und gar nicht, weshalb diese „unpatriotischen“ Demonstrationen sofort verboten wurden und unzählige Menschen im Gefängnis landeten. Irgendwann gab es dort keinen Platz mehr für weitere Gefangene und der Präsident beschloss ein Infrastrukturprogramm für neue Gefängnisse. Allerdings konnte der Bau neuer Gefängnisse nie mit der immer größer werdenden Unzufriedenheit Schritt halten. Die Demonstrationen wuchsen immer weiter und im Jahr 2022 versammelten sich 2 Millionen Menschen in der Hauptstadt, um gegen den Präsidenten zu demonstrieren. Als der Protestzug sich seinem Amtssitz näherte, ergriff er panisch die Flucht. Der Präsident stieg in sein Flugzeug um sich auf seine Residenz im Süden zurückzuziehen. Allerdings wurde seiner Maschine auf allen Flugplätzen des Landes die Landeerlaubnis verweigert, weshalb er entrüstet zu einem Freund ins Exil gehen musste. Das CiC hatte die Nation tief gespalten und das Land versank im Chaos. Anarchie breitete sich aus und der Nordamerikanische Staatenbund zerfiel.

Auf diese Weise wurde aus dem „größten Präsidenten aller Zeiten“ auch der letzte Präsident aller Zeiten. Er verbrachte seine letzten Lebensjahre in einem goldenen Schloss in Moskau und beklagte sich bitterlich darüber, extrem unfair behandelt und das Opfer einer linken Verschwörung geworden zu sein. Schließlich hatte er sich keinerlei Fehler vorzuwerfen.

Deshalb dient er bis heute als mahnendes Beispiel!



Hallo Dark Fangtasia,

zunächst einmal ein Dankeschön für dein Lob.
Ich denke wir haben die Error 520 Zeiten hinter uns gelassen, so dass es keine weiteren Verzögerungen mehr geben dürfte.

Vermutlich hast du Recht, dass es keine große Überraschung war, dass Lisa in das Spiel mit eingebunden wurde. Aber vielleicht kann ich dich im weiteren Verlauf der Geschichte ja doch noch überraschen.
Auch wenn ich nicht spoilern möchte, so kann ich dir doch versichern, dass du dir um Frau Markheim keine Sorgen zu machen brauchst.

Schließlich sind wir ja erst beim X angekommen. Daher fehlen also noch Y und Z. Und vor allem, was kommt danach?
Rätsel über Rätsel!

Mach dir keine Sorgen über den Turnus deiner Kommentare, denn Qualität ist immer besser als Quantität.


LG
Fist
125. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von rubfish am 26.08.17 00:19

Hallo ironFist

Bleib lieber bei deinen tollen Latex- und Keuschheitsgeschichten als bei deiner politischen Schreckensvision des CiC. Ich hoffe nicht, dass dieses bis 2022 an der Macht ist, sondern dass er 2019 über ein Impeachement stolpert, obwohl es ja keine Fehler gemacht hat.

Also bitte bald die Fortsetzung von XYZ. Danach kommt sicher nicht das CiC.
126. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 26.08.17 01:22

@ rubfish

Da ich nicht ganz unschuldig an der/dem SF Rückblende/Gesichtsunterricht bin. Ja ein Amtenhebungsverfahren, wäre wünschenswert, dabei zündelt Mr. Seltsam doch so gerne. Hoffen wir, dass ein paar vernünftige ihm auf die Finger hauen, rechtzeitig, sonst ist die CiC Geschichte wenn auch als Satire gedacht, noch untertrieben.
Aber Du hast recht bleiben wir besser bei den Geschichten die hier her passen. Was schreiben die neusten Fake News?

Zitat

Donald Trump hat Anweisungen zusammengestellt, wonach Transgender nicht mehr ins Militär dürfen.


Schande auf mein Haupt, aber das hat gerade so gut gepasst, dann freuen wir uns auf die Geschichte von IronFirst, wobei Regenbogen-Affäre, die war doch schon weit vorher, ich erinnere da an den Weg über den Redenbogen ins Land Oz, da wurde doch der Zauberer entlarvt? Oder war das eine andere Geschichte...

@ IronFist
Du hast mich zum schmunzeln gebracht, merci!

So genug, lass uns wider in das Land Deiner Fantasie versinken, in der es Damen wie Mistress Daniela, Marie und Lisa gibt, in der phantastische Materialien, zu noch tolleren Kleidung werden. Es einen Laden gibt, in dem man die tollsten Dinge bekommt und in das Land Deiner Überraschungen...

Danke schreibt
Ihr_joe
127. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 26.08.17 11:17

Hallo rubfish,

über den Idioten im Weißen Haus könnte ich mich jeden Tag aufregen, weshalb mir bei meinem letzten Kommentar wohl etwas die Gäule durchgegangen sind. In der ursprünglichen Fassung endete das Ganze in einem Atomkrieg. Da mir dieses Szenario allerdings etwas zu düster war habe ich es noch geändert.

Ich hoffe nicht, dass es bis 2019 dauert, bis es zu einem Impeachment kommt. Dieser Mann ist völlig unberechenbar und das ist eine Eigenschaft, die sich nur äußerst schlecht mit der Kontrolle über Atomwaffen verträgt.
Man kann den Idioten ignorieren, aber leider nicht sein Amt!

Und ja, ich kann bestätigen, dass nach XYZ nicht das CiC kommt.



Hallo Ihr_joe,

die Transgender Geschichte sollen die neuesten Fake-News sein?
Das ist doch schon 2 bis 3 Wochen alt. Bei der Geschwindigkeit, in der das CiC Unsinn von sich gibt, könnte man es als bereits verjährt ansehen.

Nein, mit dem Zauberer in der Smaragdstadt hat die Regenbogen-Affäre nichts zu tun. Also verlängere ich meine Geschichtsstunde mal noch ein wenig:
Beat Regenbogen war der Vorsitzende des Welt-Arbeitsgerichts. Im Jahr 2092 wurde publik, dass er und 6 weitere Richter Gefälligkeitsurteile gefällt hatten. Gegen ein kleine „Spende“ konnten Arbeitgeber gewünschte Urteile erreichen. Die 7 Richter wurden nach dem Skandal abgelöst und später wegen Korruption verurteilt. Allerdings hatte das Welt-Arbeitsgericht durch die Regenbogen-Affäre jegliches Vertrauen bei den Arbeitnehmern verloren, wodurch es in der Folge kaum noch zu Klagen vor diesem Gericht kam. Als Konsequenz wurde es schließlich im Juni 2093 aufgelöst.

Ich glaube es hat gerade geläutet, also ist der Unterricht jetzt wohl beendet.

LG
Fist
128. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 29.08.17 19:36

Teil 10


Wir riefen uns ein Taxi weil wir zum Fahren viel zu betrunken waren. Auf der Heimfahrt diskutierten wir ausführlich unsere Erlebnisse und Gefühle. Es hatte uns beide überrascht, dass wir die Rolle der Sklavin genießen konnten. Der Taxifahrer drehte das Radio immer leiser, vermutlich um nur nichts von unserem Gespräch zu verpassen. Aber mir war das mittlerweile völlig egal. Nun vielleicht doch nicht. Denn als ich ihn fragte ob er auch alles gut verstehen könne, drehte er peinlich berührt die Lautstärke wieder hoch. Und es amüsierte mich, dass er mir beim Bezahlen nicht einmal mehr in die Augen schauen konnte. Um halb fünf lag ich dann endlich in meinem Bett. Aber trotz meiner großen Müdigkeit dauerte es noch eine ganze Weile bis ich schließlich einschlief. Denn ich hatte den vergangenen Abend noch einmal in meinem Kopf Revue passieren lassen.

Das ganze Wochenende lang ging ich diesen Abend immer wieder durch. Warum hatte ich das genossen? Machte mich das zu einer Perversen? Würde ich sowas noch einmal machen? Oder würde ich dann sogar noch einen Schritt weiter gehen? Ehrlich gesagt hatte ich keine Antworten auf all diese Fragen. Aber es gab auch noch eine weitere Frage, die mich beschäftigte. Ich hatte im Club Fantasy unverhofft 2000 Euro verdient, sollte ich mir damit ebenfalls einen Alkoven gönnen? Natürlich fehlten mir dafür noch knapp 2500 Euro, aber immerhin hatte ich jetzt schon einen beträchtlichen Anteil zusammen. Ich überlegte wie ich zu dem fehlenden Geld kommen könnte. Auch wenn ich mit meinem Gehalt gut zurecht kam, so würde es doch eine ganze Weile dauern diesen Betrag zu sparen. Mistress Daniela hatte erwähnt, dass ich sie anrufen sollte, falls ich mal wieder an ihrem Showprogramm teilnehmen möchte. Wäre das vielleicht eine Möglichkeit? Aber würde ich mich dann nicht prostituieren? Und hatte ich das nicht bereits getan? Nun ich hatte kein Geld dafür verlangt, sondern war da eher ungewollt rein geschliddert. Und sehr wahrscheinlich hätte ich da auch ohne Geld mitgemacht. Ich kam zu dem Schluss, dass ich mich bisher noch nicht prostituiert hatte. Aber natürlich wäre es etwas völlig anderes, wenn ich Mistress Daniela anrufen und um Geld bitten würde. Dieser moralische Zwiespalt beschäftigte mich noch ein paar Tage, bis ich schließlich am Dienstag beschloss bei Mistress Daniela anzurufen.

» Ich mache das nur ein einziges Mal! «, sagte ich zu mir selbst.

Leider verlief dieser Anruf mehr als enttäuschend. Ich hatte Mistress Daniela meine Situation erklärt und auch wofür ich die 2500 Euro benötigen würde. Aber sie hatte nur gemeint, dass sie ihre Sklavinnen niemals bezahlen würde, denn dann seien sie ja keine Sklavinnen mehr. Diese Argumentation leuchtete irgendwie ein, aber sie half mir nicht wirklich weiter. Dann machte mir Mistress Daniela den Vorschlag, dass ich mich freiwillig für die nächste Sklavenauktion melden könnte. Sie würde mir ausnahmsweise den vollen Erlös überlassen. Letzten Freitag war das zwar OK für mich gewesen, aber wohl nur deshalb, weil dort lediglich Lisa und Mistress Daniela gesteigert hatten. Was wenn mich irgendein alter Sack mit Bierbauch ersteigern würde? Es schüttelte mich bei diesem Gedanken. Nein, das war definitiv auch keine Lösung. Als nächstes bot mir Mistress Daniela an mit Mistress Kaiser zu sprechen. Sie wäre immer sehr großzügig, wenn man bereit wäre an ausgefallenen Sessions teilzunehmen. Diese Mistress hatte ohne Zweifel eine sexy Ausstrahlung, aber ich hatte auch noch den ängstlichen Blick von Lady Devil in Erinnerung. Und was sie unter einer ausgefallenen Session verstand, das wollte ich mir besser gar nicht vorstellen. Nein, auch dies war keine Option für mich. Und so endete unser Telefonat leider ohne ein Ergebnis.

Es war eine hektische Woche im Büro und ich hatte dieses Gespräch bereits wieder verdrängt, als am Donnerstag mitten in einer Besprechung mein Handy klingelte. Ich hatte vergessen es auszuschalten und es war mir furchtbar unangenehm dadurch das Meeting gestört zu haben. Aber nach einem kurzen Blick aufs Display wechselte meine Gefühlslage schlagartig. Es war Mistress Daniela und plötzlich kam es mir so vor, als müsste jeder hier im Raum über meine jüngsten Erlebnisse im Fetisch Club Bescheid wissen. Ich fühlte mich ertappt und bemerkte wie mir warm wurde. Mich entschuldigend verließ ich mit meinem Handy schnell den Raum. Mir war klar, dass mir das einen Tadel meines Chefs einbringen würde, aber ich konnte einfach nicht anders und musste das Gespräch annehmen. Nach anfänglichem Smalltalk kam Mistress Daniela schließlich zur Sache.

» Also Marie, weshalb ich eigentlich anrufe, ist Folgendes. Ich habe am kommenden Wochenende einen Stand auf der Fetisch Convention in Köln. Leider hat eines meiner Models kurzfristig abgesagt. Was hältst du davon, wenn du für sie einspringen würdest? «

Ich war zuerst einmal sprachlos. Würde ich so vielleicht doch noch zu dem fehlenden Geld kommen? Aber was passierte auf so einer Fetisch Convention überhaupt?

» Ich … Ich war noch nie auf so einer Convention, wie läuft sowas denn ab? «, fragte ich unsicher.

» Im Prinzip ist das gar nicht so viel anders, wie bei sonstigen Messen. Die Aussteller haben Stände und präsentieren dort ihre Waren. Nur sind die Waren hier eben Fetisch Artikel, also sowas wie Kleidung, Filme oder Sexspielzeug. In der Regel gibt es auch eine Bühne für Liveshows, aber damit wirst du nichts zu tun haben, denn du sollst nur Werbung für den Club Fantasy machen. «

Das hörte sich eigentlich ganz OK an. Aber es gab doch einen Punkt, der mir etwas Sorgen bereitete. Vermutlich würde ich öffentlich ein Fetisch Outfit tragen müssen, was wenn mich dort jemand erkennen würde? Schließlich lag Köln nicht wirklich weit weg.

» Aber … Aber wenn ich dort jemanden treffen würde, den ich kenne … Also ich weiß nicht … «

» Keine Sorge Marie, ich verspreche dir dafür zu sorgen, dass dich niemand wiedererkennen wird. Und wenn du mir an beiden Tagen zur Verfügung stehst, dann bekommst du von mir die benötigten 2500 Euro. «

Boom, jetzt war es raus. Ich würde das fehlende Geld bekommen, wenn ich zustimmte. Allerdings waren 2500 Euro eine Menge Geld für zwei Tage Arbeit, gab es da vielleicht irgendeinen Haken? Mistress Daniela wollte mir aber keine Einzelheiten verraten, angeblich weil sie mir nicht die Überraschung verderben wollte. Mir kam das zwar etwas komisch vor, andererseits vertraute ich ihr aber. Und so sagte ich schließlich zu. Mein Herz raste wie wild. Zurück in der Besprechung hatte ich Schwierigkeiten mich zu konzentrieren. Es gab sogar einen peinlichen Moment als ich von meinem Chef angesprochen wurde, während ich geistesabwesend aus dem Fenster starrte. Als Folge davon wurde ich später noch ins Büro von meinem Chef gerufen. Er erkundigte sich besorgt, ob ich schlechte Nachrichten bekommen hätte und ob er irgendetwas für mich tun könne. Natürlich wollte ich ihm nicht wirklich sagen was mich bewegte. Aber es war schön zu wissen, dass man einen verantwortungsvollen Chef hatte. Ich sagte ihm es sei alles in Ordnung und entschuldigte mich für mein unprofessionelles Verhalten in der Sitzung. In den verbleibenden zwei Stunden meines Arbeitstags agierte ich nur noch mechanisch, denn mein Kopf war bereits auf dieser Convention. Am Abend telefonierte ich mit Lisa und erzählte ihr von der Neuigkeit. Sie zeigte sich sofort begeistert und wollte mich auf der Convention besuchen kommen. Auch sie war noch nie zuvor auf einer Fetisch Convention gewesen und war neugierig was es dort zu sehen gab. Lisa erzählte mir, dass sie am Tag zuvor die X-Line abonniert hatte und dies nun die perfekte Gelegenheit sei, um eins der aufreizenden Outfits zu tragen.

Am Samstag holte mich Mistress Daniela kurz vor Mittag mit ihrem Wagen ab. Ich hatte mir eine kleine Reisetasche mit dem nötigsten gepackt, denn wir würden in Köln übernachten. Der Kofferraum ihres großen Geländewagens war mit jeder Menge Kartons vollgestellt und ich quetschte meine Tasche irgendwo dazwischen. So ganz in Zivil wirkte Mistress Daniela gar nicht mehr wie eine Domina sondern eher wie die liebe Nachbarin von Nebenan. Genau wie ich trug sie eine Jeans, ein einfaches Shirt und dazu ein paar flache Schuhe. Eben einfach bequeme Reisekleidung. Die Fahrt dauerte nicht besonders lang und wir erreichten das Messegelände. Direkt neben den Hallen befand sich ein luxuriöses Hotel, in dem Mistress Daniela zwei Zimmer für uns gebucht hatte. Ich ging auf mein Zimmer und hatte meine paar Habseligkeiten ruck zuck ausgepackt. Mistress Daniela hatte mir gesagt, ich sollte mich schon mal ausziehen und sie würde dann zu meinem Zimmer kommen. Da saß ich nun nur mit Bademantel bekleidet auf dem Bett und wartete. Mir wurde langweilig und ich schaltete den Fernseher ein. Schon wieder eine Kochsendung. Ich schaltete um und landete bei einer politischen Diskussion über Amerika. Aber auch das interessierte mich nicht wirklich. Plötzlich klopfte es an der Tür und ich schaltete den Fernseher wieder aus. Sofort hatte sich mein Herzschlag wieder erhöht und ich war gespannt was mich nun erwarten würde. Nach dem Öffnen der Tür staunte ich nicht schlecht wie schnell sich die liebe Nachbarin wieder in eine Domina verwandelt hatte. Sie trug ein langes eng geschnittenes Latexkleid. Das Kleid war rauchgrau und leicht transparent, so dass ihre Brüste leicht hindurch schimmerten. Dazu trug sie ein wild gemustertes Korsett und ein paar lange ebenfalls graue Latexhandschuhe. Ihre langen blonden Haare waren hinten hochgesteckt, sie war stark geschminkt und auf ihrer Nase ruhte eine dunkle Hornbrille. Im Club Fantasy hatte sie jedenfalls keine Brille getragen. Nun vielleicht trug sie ja normalerweise Kontaktlinsen oder aber die Brille war einfach nur Fake und sollte ihr einen strengeren Ausdruck verleihen. Bei mir hatte dieser Effekt jedenfalls funktioniert, denn ich fühlte mich eingeschüchtert. Ich hatte eine langwierige Ankleide erwartet, aber alles was mir Mistress Daniela zum Anziehen gab, das war ein winziger Latexslip mit einem Innendildo für meine Muschi. Und dieser Dildo hatte es wahrlich in sich, denn er war nicht nur ziemlich groß, sondern in dem Ding rührte sich auch irgendwas, wenn ich mich bewegte. Na das konnte ja lustig werden, wenn ich dieses Teil den ganzen Tag tragen sollte. Damit war die ganze Ankleideaktion auch schon abgeschlossen. Mistress Daniela half mir den Bademantel überzuziehen und dann ging es gemeinsam zu den Aufzügen. Ich fühlte mich gar nicht wohl in meiner Haut und fürchtete, dass jeden Moment irgendwo eine Tür aufgehen könnte. Natürlich hätte ein neutraler Betrachter nur eine Frau in einem Bademantel gesehen, aber direkt daneben stand eben auch eine Frau, die ganz deutlich eine Domina war. Welche Schlüsse hätte dieser neutrale Betrachter dann wohl über mich gezogen? Glücklicherweise war der Aufzug leer und es ging damit direkt ins Untergeschoss. Die Aufzugtür öffnete sich und wir blickten in einen langen hell erleuchteten Tunnel. Vermutlich dürfte uns dieser Tunnel direkt zu den Messehallen führen. Mistress Danielas Absätze klackerten extrem laut auf dem harten Holzfußboden, während meine Badelatschen ein eher schlappendes Geräusch erzeugten. Mit jedem Schritt schien sich der Dildo in mir selbständig zu machen. So als ob er ein eigenständiges Leben führen würde. Waren da vielleicht ein paar Kugeln drin, die sich durch mein Gehen hin und her bewegten? Meine Nervosität stieg an und ich hatte plötzlich das Gefühl einen Fehler zu machen. Als ob Mistress Daniela meine Gedanken gelesen hätte, legte sie mir ihre Hand auf den Arm und redete beruhigend auf mich ein.

Am Ende des Tunnels saß ein junger Mann vor einer Stahltür. Seine Aufgabe war es sicherzustellen, dass sich niemand unbefugt in die Messehallen schleichen konnte. Mistress Daniela zeigte ihre Identifikationskarte als Aussteller und er ließ uns passieren. Wir öffneten die Stahltür und standen sofort in der ersten Halle. Die Convention schien noch nicht geöffnet zu haben, denn es waren keine Besucher zu sehen. Ich schaute mich ein wenig bei den umliegenden Ständen um. Eine Blondine baute gerade bunte Vibratoren in einer Vitrine auf, ein Kerl in einem Blaumann eilte mit einem Werkzeugkoffer an uns vorbei und ein junger Mann klammerte sich an eine Leiter und versuchte gerade ein Transparent mit Bonda … aufzuhängen. Mehr war von dem Transparent noch nicht zu lesen, weil es sich zum Teil gedreht hatte. Mistress Daniela führte mich quer durch die Halle, bis wir schließlich an ihrem Stand angekommen waren. Dort stand Lady Devil ganz in schwarzes Leder gekleidet und mit einer Gerte in der Hand. Sie erklärte einer halbnackten Sklavin mit Halsband, wie sie die Flyer auf einem Tischchen zu platzieren hätte und fuhr nebenbei noch zwei Handwerker an, dass diese endlich ihre Sachen aufräumen sollten. Anscheinend würde Lady Devil heute wohl wieder die dominante Rolle spielen. Die Rückwand des Stands war großflächig mit Fotos des Clubs beklebt, an der Seite stand ein leerer Pranger und an der Ecke zu zwei Gängen befand sich ein rundes Wasserbecken mit einer kleinen Insel und einer einzelnen Palme darauf. Oberhalb der Palme drehte sich ein Schild mit dem Schriftzug CLUB FANTASY. Auch hier schienen die Vorbereitungen noch nicht ganz abgeschlossen zu sein, denn in dem Becken war bisher noch kein Wasser. Ich fragte mich, was heute wohl meine Aufgabe sein würde. Sollte ich vielleicht an den Pranger gestellt werden? Die Frau im Club hatte das definitiv genossen, aber würde es mir genauso ergehen? So ganz sicher war ich mir dabei nicht. Es wäre auf Dauer vermutlich ziemlich unbequem und mein Hinterteil dürfte darunter ebenfalls leiden. Beim letzten Mal hatte ich nach zwei Tagen immer noch Schmerzen beim Hinsetzen. Ganz so leicht war das viele Geld wohl doch nicht verdient. Aber hatte Mistress Daniela mir nicht versprochen, dass mich niemand erkennen würde? Vermutlich würde ich genau wie Lisa eine Maske aufgesetzt bekommen. Hoffentlich nicht auch mit so einem lächerlichen Puppengesicht. Ich wurde von Mistress Daniela auf einen Klappstuhl gesetzt und dann brachte ihr Lady Devil ein paar neongelbe Schwimmflossen und eine Taucherbrille in derselben Farbe. Wozu sollte das denn dienen?


Fortsetzung folgt!
129. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 29.08.17 21:30

Ups so kurz!
Ach nee, ist es ja nicht, habs nur verschlungen, weggeputzt, quasi als Appetithappen.
Und jetzt, jetzt muss ich wieder eine Woche davon zehren.

Dabei ist das Neuland, Messen kenn ich wohl, aber eine Convention wie diese...
Nun ich lass mich überraschen nächste Woche um die selbe Zeit...

Danke Ihr_joe
130. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Rubberjesti am 30.08.17 19:51

Hallo IronFist,
einfach mal die Macht abgeben und die Ohnmacht geniessen.
Lisa und Marie sind nicht die letzten die Blut geleckt haben. Darf Marie jetzt eine Mehrjungfrau spielen? Eine gute Prise Latex würde ihr sicher gut stehen, oder enges Neopren?
Wir werden es zu gegebener Zeit hier lesen...
Hab vielen Dank für Deine Fortsetzung.

Herzliche Grüße
Rubberjesti
131. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 01.09.17 19:18

Hallo Ihr_joe,

die letzte Folge wirkte nur kürzer, weil relativ wenig direkte Rede darin vorkam. Tatsächlich war sie sogar minimal länger als die Folge zuvor.

Weißt du denn nicht, dass Schlingen ungesund sein soll?
Obwohl die letzte Folge eigentlich mehr Diät als Völlerei war. Eben eine Übergangsfolge von Fetisch Club zu Fetisch Convention. Und jetzt muss der arme Ihr_joe auch noch eine Woche von dieser Diät zehren, manchmal bin ich aber auch wirklich sadistisch!

Aber ich kann dir versprechen, dass es nächste Woche mehr Action geben wird.


Hallo Rubberjesti,

einfach mal die Macht abgeben, das würde ich gerne auch zum CiC sagen. Denn bei dieser Ohnmacht gibt es gar nichts zum Genießen.

Ich will jetzt nicht spoilern, welche Rolle Marie einnehmen wird, aber ich denke, dass ich alle Leser damit überraschen werde. Aber ich bin für alle Spekulationen offen!


LG
Fist
132. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Trucker am 02.09.17 14:40

Wow super, es kann weiter gehen. Super Fortsetzungen und wieder super spanend.
133. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 04.09.17 19:03

Hallo Trucker,

vielen Dank für die Blumen.
Dann muss ich morgen wohl einen bunten Strauss voller Fantasien zurücksenden.

LG
Fist
134. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 05.09.17 19:39

Teil 11


» Probier mal, ob die Flossen passen! «, forderte mich Mistress Daniela auf. Ich schlüpfte aus meinen Badelatschen und zwängte meine Füße in die Flossen. Sie passten eigentlich sehr gut, auch wenn sie mir ungewöhnlich lang erschienen. Als nächstes sollte ich die Taucherbrille aufsetzen, wodurch mein Gesichtsfeld etwas eingeengt wurde. Aber würde man mich wegen einer Taucherbrille nicht mehr wiedererkennen können? Da war ich mir nicht so sicher. Als nächstes hantierte Mistress Daniela mit einem Schnorchel und sprühte das zugehörige Mundstück mit einem Spray ein. War das ein Desinfektionsspray? Im Mund wäre so ein Spray sicher weniger gesund.

» Was ist das für ein Spray? «, fragte ich.

» Keine Sorge, das ist nur ein Mentholspray. Taucher nehmen das um besser atmen zu können. «

Davon hatte ich noch nie gehört, allerdings hatte ich vom Schnorcheln auch keinerlei Ahnung. Ich steckte mir das Mundstück zwischen die Zähne und Mistress Daniela befestigte den Schnorchel irgendwo an der Taucherbrille. Sie hatte Recht, es schmeckte tatsächlich nach Pfefferminz.

» Bekommst du gut Luft? «, fragte sie mich. Da ich nicht mehr Sprechen konnte nickte ich. Mistress Daniela ließ mich jetzt aufstehen und half mir dann aus meinem Bademantel heraus. Ich blickte mich besorgt um, weil ich jetzt fast nackt in der Gegend herumstand. Aber ich wurde eigentlich von niemandem weiter beachtet. Vermutlich würde es hier heute so viel nackte Haut zu sehen geben, dass ich dabei nicht groß auffiel. Was mich wiederum beruhigte. Mistress Daniela führte mich an der Hand zu dem Wasserbecken und ich musste gehörig aufpassen, um nicht über meine Flossen zu stolpern. Wie eine tollpatschige Ente watschelte ich mit den Dingern herum. Nun sollte ich über den Beckenrand klettern und mich dann auf die kleine Insel stellen. Und auch das war mit diesen langen Flossen gar nicht so einfach. Ich würde heute wohl die halbnackte Badenixe auf der einsamen Insel spielen. Ehrlich gesagt hätte ich es wirklich schlechter treffen können. Der Beckenrand war weit genug entfernt, so dass mich die Besucher nicht betatschen konnten und mein Po bliebe heute wohl auch vor allzu großer Zuwendung verschont. Ich war mir aber noch immer unsicher, ob man mich nicht doch erkennen könnte. Um kein Risiko einzugehen, würde ich bei einem bekannten Gesicht einfach meinen Kopf in eine andere Richtung drehen. Irgendwas stimmte nicht mit dem Mundstück des Schnorchels. Das Ding haftete jetzt an meinen Zähnen. Ich griff danach und stellte entsetzt fest, dass es sich nicht mehr bewegen ließ. Und meinen Mund konnte ich jetzt auch nicht mehr öffnen.

» Mmmmmh! «, machte ich zu Mistress Daniela, die inzwischen ebenfalls in das Becken gestiegen war. Mit den Händen deutete ich dabei auf meinen Mund.

» Ruhig Marie, das ist nur zu deiner eigenen Sicherheit. Wir haben ein Lösungsmittel mit dem sich der Klebstoff später problemlos wieder entfernen lässt. «

Klebstoff? In meinem Mund? Waren die noch zu retten? So langsam wurde mir klar, warum Mistress Daniela keine Einzelheiten hatte verraten wollen. Ich sollte mich jetzt mit dem Oberkörper gegen die Palme lehnen und meine Arme weit nach vorne strecken. Mir war inzwischen gar nicht mehr wohl in meiner Haut und ich streckte Mistress Daniela meine Hände eher wiederwillig entgegen. Nun sprühte Mistress Daniela auch meine Finger mit diesem Spray ein. Das hatte nichts Gutes zu bedeuten. Sie verschränkte ihre Finger ineinander und wollte damit wohl andeuten, dass ich es ihr gleichtun sollte. Ich schüttelte heftig meinen Kopf.

» Marie, es wird dir hier überhaupt nichts passieren! Du vertraust mir doch, oder? «

Ich nickte zaghaft.

» Und du möchtest doch auch dein Geld bekommen, oder? «

Ich nickte erneut.

» Also dann verschränke bitte einfach deine Finger! «

Ich seufzte vor mich hin und schob dann meine Finger ineinander. Oh Mann, worauf hatte ich mich hier nur eingelassen. In ein paar Minuten würde ich meine Finger nicht mehr voneinander lösen können. Und dann würde ich diese Palme solange umarmen, wie es Mistress Daniela gefiel. Streng genommen war das gar nicht so viel anders wie mit den Handschellen. Letzte Woche wurden meine Arme auf dem Rücken fixiert und heute wurde ich lose an eine Palme gefesselt. Beim letzten Mal hatte ich es am Ende genossen, warum also nicht auch heute. Mistress Daniela kletterte ebenfalls auf meine kleine Insel, öffnete über mir eine Klappe in der Palme und zog einen langen schwarzen Schlauch heraus. Das Ende dieses Schlauchs steckte sie auf meinen Schnorchel und umwickelte die Verbindung danach mit mehreren Lagen Klebeband. Was sollte das werden? Atmen konnte ich noch immer gut, aber ich hatte zunehmend ein ungutes Gefühl. Mistress Daniela ließ mich jetzt allein auf meiner Insel zurück und kletterte wieder über den Beckenrand. Sie beobachtete mich lächelnd.

» Du machst dich richtig gut. Wollen wir doch mal sehen, wie du in Aktion aussiehst. «

Was hatte sie damit gemeint? Allzu viel Aktion war auf meiner kleinen Insel doch gar nicht möglich. Plötzlich traf mich etwas Warmes an der rechten Schulter. Ich drehte meinen Kopf und sah dort einen braunen zähflüssigen Klecks. Igitt, was war denn das für ein Zeugs. Der Klecks rutschte langsam nach hinten und ich merkte, wie mir die warme Masse den Rücken hinunterlief. Als nächstes wurde ich am Hinterkopf getroffen und irgendwas verfing sich in meinen Haaren. Ich schaute nach oben und sah, dass sich an der Unterseite der Palmwedel kleine braune Tropfen bildeten. Die Tropfen wuchsen langsam an und irgendwann fiel dieses braune Zeug dann auf mich herab. Das war ja eklig. Ich versuchte den Tropfen auszuweichen, aber es wurden immer mehr. Schon bald begann es leicht zu regnen. Meine Arme waren inzwischen mit braunen Klecksen übersät und ich blickte hilfesuchend zu Mistress Daniela.

» Das ist nur flüssige Schokolade, alles ganz harmlos! «, versicherte sie mir.

Konnte das wirklich Schokolade sein? Ich blickte auf meine Arme, von wo dieses Zeugs bereits auf den Boden tropfte. Ja, es sah tatsächlich wie Schokolade aus. Leider konnte meine Nase diesen optischen Eindruck aber nicht bestätigen, weil ich durch meine Taucherbrille nichts riechen konnte. Also war ich heute wohl die Schokoladenprinzessin auf der Insel. Das musste ein völlig neues Märchen sein, sagte ich scherzhaft zu mir selbst. Der Regen wurde immer stärker und meine Arme waren inzwischen komplett bedeckt. Ich spürte die Wärme an meinem Rücken und auch wie mir die Schokolade langsam die Beine herunterlief. Um nicht noch mehr Tropfen ins Gesicht zu bekommen senkte ich jetzt meinen Kopf. Mit meinem linken Auge konnte ich kaum noch etwas sehen, weil dort ein fetter Tropfen direkt auf die Brille getroffen war. Ich klammerte mich mit den Händen an dem Baumstamm fest. Inzwischen waren es schon keine Tropfen mehr, sondern es regneten durchgängige Schokoladenstrahlen auf mich herab. Meine Haare waren vollkommen mit Schokolade durchsetzt und klebten mir am Kopf. Die Ohren waren mir einer Mischung aus Haaren und Schokolade bedeckt und ich konnte meine Umwelt nur noch gedämpft hören. Aber fast alles wurde ohnehin von dem klatschenden Geräusch der auftreffenden Schokolade überdeckt. Die einzigen noch nicht völlig bedeckten Körperteile waren jetzt mein Gesicht und ein winziger Teil meines Oberkörpers. Mittlerweile war schon so viel Schokolade auf mich herunter geregnet, dass sich in dem Becken ein kleiner See gebildet hatte. Erst jetzt begriff ich, was hier wirklich abging. Das war ein überdimensionierter Schokoladenbrunnen und ich war quasi die Gallionsfigur. Na Klasse, das konnte ja ein lustiger Arbeitstag werden. Andererseits war die wohlige Wärme die mich umhüllte auch ganz angenehm. Meine Insel war nach außen hin leicht abschüssig und der Boden unter meinen Flossen wurde immer glitschiger. Ich rutschte ständig weg und musste meine Füße immer wieder in die Ausgangsposition bringen. Und bei jeder Flossenbewegung spritzte die Schokolade unkontrolliert durch die Gegend. Aber nicht nur das, denn durch meine ständigen Ausgleichsbewegungen erwachte auch mein Eindringling zum Leben. Es fühlte sich nun so an, als ob dieses Ding in mir pulsieren würde. Und das verfehlte nicht seine Wirkung auf mich. Meine braunen Nippel standen inzwischen ziemlich prominent ab.

Auch wenn es etwas schwer auszumachen war, aber ich hatte den Eindruck, dass der allgemeine Geräuschpegel angestiegen war. Hatte die Convention jetzt geöffnet? Ich hob meinen Kopf leicht an und konnte vereinzelte Besucher umherwandern sehen. Ja, sie musste soeben begonnen haben. Da traf mich ein Schokoladenstrahl mitten ins Gesicht. Ich senkte sofort wieder meinen Kopf. Aber es war bereits zu spät, denn jetzt konnte ich überhaupt nichts mehr sehen. So ein Mist. Meinen Kopf bei einem bekannten Gesicht wegzudrehen, diesen Plan konnte ich nun wohl vergessen. Andererseits würde mich inzwischen wohl nicht einmal mehr meine Mutter wiedererkennen. Daher wäre es wohl das Beste, wenn auch mein Gesicht komplett bedeckt wäre. Also hob ich meinen Kopf wieder an und ließ mich nun komplett beregnen. Das ständige Korrigieren meiner Füße wurde mit der Zeit ziemlich anstrengend. Ich musste irgendwie eine bequemere Position finden. Als Erstes versuchte ich näher an die Palme heranzurücken. Aber dadurch rutschten meine Flossen nun zur Seite weg und ich wurde in eine breitbeinige Position gezwungen. Das war sogar noch schlechter als zuvor. Dann hatte ich die Idee mich hinzuknien. Die Umsetzung stellte sich allerdings als ziemlich schwierig heraus. Um meine Flosse umdrehen zu können, musste ich mein Bein weit nach hinten strecken. Als ich das versuchte rutschte mein Standbein weg und ich knallte mit dem Oberkörper auf die Insel. Autsch! Zum Glück gab der Boden der Insel leicht nach, aber weh getan hatte es trotzdem.

» Bist du OK? «, hörte ich dumpf eine Stimme rufen.

Ich konnte die Stimme nicht eindeutig zuordnen, aber ich nahm an, dass sie zu Mistress Daniela gehörte. Zur Bestätigung nickte ich kurz. Jetzt lag ich auf dem Bauch und meine Beine schwammen in dem Schokoladensee. Ungewollt hatte ich eine bequeme Position gefunden. Es war sogar ziemlich entspannend in dem warmen Becken zu liegen und so ließ ich mich noch ein Stück weiter hinein gleiten. Nur Kopf und Arme ruhten jetzt noch auf der Insel. Ich genoss die wohlige Wärme und döste leicht vor mich hin. Plötzlich bemerkte ich, wie mich eine Hand an der Wade streichelte. Verdammt, nun war ich in Reichweite für die Besucher. Ich zog mich mit den Armen näher zu der Palme und unterstützte meine Bewegung mit Flossenschlägen. Ein Aufschrei erklang und dann folgte Gelächter. Vermutlich hatte ich gerade den aufdringlichen Besucher mit Schokolade eingesaut. Das geschah ihm Recht. Ich wollte mich hier nicht begrapschen lassen, daher musste ich wohl wieder auf meine Insel zurück. Es war relativ schwierig sich aus der zähflüssigen Masse heraus zu ziehen, aber schließlich gelang es mir und ich kniete auf meiner Insel. Auch wenn das Knien deutlich besser war als das Stehen, so war aber auch diese Position immer noch ziemlich ermüdend. Denn selbst auf meinen Knien rutschte ich ständig weg. Wie wäre es denn, wenn ich mich einfach hinsetzen und die Palme zwischen meine Beine nehmen würde? Das sollte doch eigentlich funktionieren. Nur müsste ich dafür wieder meine Flossen umdrehen. Wie würde sich das diesmal ohne einen Unfall bewerkstelligen lassen? Ich spreizte meine Unterschenkel nach außen und setzte meinen Hintern auf die Insel. Jetzt musste ich nur noch meine Füße nach vorne ziehen und schon war die Sache geschafft. Allerdings war das gar nicht so einfach. Weil die Flossen jetzt in den Schokoladensee eingetaucht waren verursachten sie einen starken Wiederstand. Ich wendete meine ganze Kraft auf und zog meine rechte Flosse langsam durch die Schokolade nach vorn. Irgendwann schnellte die Flosse dann aus der Masse heraus und ein erneuter Aufschrei ertönte. Wenn ich dazu in der Lage gewesen wäre, dann hätte ich jetzt wahrscheinlich geschmunzelt. Sollten die Besucher doch ruhig auch einen Anteil an dem süßen Vergnügen haben. Danach machte ich die gleiche Bewegung auf der anderen Seite, allerdings ohne einen finalen Aufschrei. Es dürfte beim zweiten Mal kaum weniger gespritzt haben, aber vermutlich hatte sich bei den Zuschauern ein Lerneffekt eingestellt. Oh ja, diese Position war wesentlich besser. Ich rückte noch ein Stück näher an die Palme heran, um mich mit den Beinen daran festklammern zu können. Als ich mit meinem Schritt den Baumstamm berührte, fuhr mein Eindringling tiefer in mich hinein und schwang dort sanft hin und her. Oh ja, diese Position war sogar viiiiel besser. Es war ursprünglich gar nicht meine Absicht gewesen mich an dem Stamm zu reiben, aber nun konnte ich nicht mehr widerstehen. Ich bewegte meine Hüfte leicht vor und zurück und der Dildo in mir begann einen wilden Tanz. Vermutlich standen rund um das Becken jede Menge Leute herum und beobachteten wie ich mich selbst befriedigte. Aber in diesem Moment störte mich das nicht im Geringsten. Es dauerte nicht lang und ich explodierte in einem Orgasmus. Ein paar laute Pfiffe ertönten. Galt das etwa mir? Egal. Mein Kopf lehnte an dem Baumstamm und ich gab mich zufrieden meinen abklingenden Gefühlen hin.


Fortsetzung folgt!
135. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Darktail am 06.09.17 10:48

Nett, mir war nur nicht klar wieso Flossen, aber wenn sie als Wassernixe in dem Schokobrunnen geschwommen wäre..
136. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Rubberjesti am 06.09.17 15:12

Hallo IronFist,

vielen Dank für Deine Fortsetzung von gestern, sie hat die allgemein gültige These bestätigt, dass Schokolade direkt oder indirekt glücklich macht und aufgezeigt, dass es berechtigt ist zu behaupten, dass auch Frauen sich einen von der Palme wedeln (lassen) können...

Weiter so, gefällt mir sehr gut.

Herzliche Grüße
Rubberjesti
137. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 06.09.17 22:54

Wie gewöhne ich "Die Lust an Schokolade" ab?

Nun jedem das Seine, sie ist also ein Schokofrüchtchen.
2 Tage, in warmer, klebriger Schokolade, da bekommt der Begriff "Schokohäschen" genau so wie "Schokomassage" eine neue Bedeutung.

Danke Ihr_joe
138. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von rubfish am 07.09.17 13:18

Eine wunderschöne Fortsetzung, danke IronFist. Einen Schokoladebraunen haben wir auch, nur nicht so einen grossen und die Früchtchen, die wir darunter halten, sind auch nicht so speziell.

Ich hoffe, die Besucher der Messe dürfen jetzt in das Becken steigen und dem Früchtchen auf der Insel die Schokolade vom Leib lecken.
139. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von rubfish am 07.09.17 13:18

Eine wunderschöne Fortsetzung, danke IronFist. Einen Schokoladebraunen haben wir auch, nur nicht so einen grossen und die Früchtchen, die wir darunter halten, sind auch nicht so speziell.

Ich hoffe, die Besucher der Messe dürfen jetzt in das Becken steigen und dem Früchtchen auf der Insel die Schokolade vom Leib lecken.
140. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 09.09.17 19:37

Hallo Darktail,

natürlich hätte Marie auf dieser Convention auch die Wassernixe spielen können.
Da ich dieses Szenario aber bereits in meiner letzten Geschichte verwendet habe, habe ich Marie diesmal zum Schnorcheln auf die einsame Insel geschickt. Und dazu gehören eben auch ein paar Flossen.

Der Bondagefaktor durch den eingeschränkten Bewegungsspielraum ist natürlich rein zufällig!


Hallo Rubberjesti,

an diese Wortspiele hatte ich noch gar nicht gedacht. Gefallen mir sehr gut!
Obwohl der Urheber der Äußerung "Schokolade macht glücklich" vermutlich Anderes im Sinn hatte.

Und natürlich auch ein Dankeschön für dein Lob!


Hallo Ihr_joe,

deine Frage ist schnell beantwortet: GAR NICHT!
Ein bisschen Schokolade kannst du dir auch durchaus erlauben, nachdem ich dich letzte Woche auf Diät gesetzt hatte.

Aber welches Früchtchen wächst wohl unter dieser Palme? Vielleicht die Kokosnuss?
Da kann ich nur sagen Tutti Frutti lässt grüßen. CHIN CHIN!


Hallo rubfish,

danke für deine netten Worte.

Nun einen einfachen Schokoladenbrunnen kann ja jeder haben.
Dieser ist wohl nur im gut sortierten Fachgeschäft (Magic Glamour?) zu bekommen. Und das dazugehörige Früchtchen gibt es wohl auch nicht beim Obsthändler um die Ecke.


LG
Fist
141. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 12.09.17 19:40

Teil 12


Ich hatte inzwischen jegliches Zeitgefühl verloren. Nachdem ich mich irgendwann zu einem zweiten Höhepunkt getrieben hatte, begann ich langsam vor mich hin zu dösen. Nur am Rande nahm ich war, dass mich jemand ein Schokoladenmonster genannt hatte. Lautes Kettenrasseln hatte sich an mir vorbei bewegt und eine Zeit lang hörte ich auch das rhythmische Knallen einer Peitsche. Aber all das drang nicht wirklich bis zu meinem Gehirn vor, sondern versank bedeutungslos irgendwo im Nichts. Bis mir irgendwann auffiel, dass sich etwas verändert hatte. Ich holte mein Gehirn aus dem Ruhemodus zurück. Was war passiert? Der Schokoladenregen hatte aufgehört. Könnte die Convention etwa schon vorbei sein? Genau, ich hörte um mich herum auch kein Stimmengewirr mehr. Da traf mich plötzlich wieder ein Strahl im Rücken. Diesmal war der Strahl aber wesentlich kälter und es war auch mehr Druck dahinter. Dieser Strahl wanderte über meinen ganzen Körper und urplötzlich fiel wieder Licht durch meine Brille. Kurze Zeit später konnte ich wieder sehen. Die halbnackte Sklavin, die ich heute bei Lady Devil gesehen hatte, ging mit einem Wasserschlauch um mich herum und spritzte mich von allen Seiten ab. Ich drehte meinen Körper zu ihr, damit sie auch alle Stellen gut erreichen konnte. Das Becken sah jetzt nicht mehr allzu appetitlich aus, denn dort schwamm jetzt eine braune Brühe mit weißem Schaum. Als die Sklavin mit ihrer Arbeit zufrieden war, legte sie den Schlauch beiseite und stieg dann barfuß in die Brühe. Sie hatte ein kleines Fläschchen und einen Pinsel dabei.

» So jetzt hast du es gleich überstanden. Streck mal deine Hände zu mir. «

Sie pinselte meine Finger mit der Flüssigkeit ein und nach ein paar Minuten konnte ich meine Hände wieder voneinander lösen. Ah, das fühlte sich gut an. Danach stieg sie zu mir auf die Insel und machte sich an dem Klebeband zu schaffen, mit dem der Schlauch an meinem Schnorchel befestigt war. Kurze Zeit später war ich auch von der Taucherbrille befreit. Jetzt steckte nur noch dieser Schnorchel in meinem Mund.

» Also, jetzt wird folgendes passieren. Du atmest durch deine Nase und ich schütte diese Flüssigkeit in deinen Schnorchel. Danach wirst du dir damit den Mund ausspülen. Aber schlucke das Zeug nicht runter. Hast du das alles verstanden? «

Ich nickte zustimmend. Dieses Zeug schmeckte ekelhaft und es war unglaublich bitter. Aber es wirkte, denn kurz darauf konnte ich meinen Mund endlich wieder öffnen und den Schnorchel entfernen. Sofort danach spuckte ich die ekelhafte Flüssigkeit wieder aus.

» Danke! «, krächzte ich heraus.

» Keine Ursache! «, sagte die Sklavin lächelnd.

» Sag mal, was wäre eigentlich passiert, wenn ich das Zeugs verschluckt hätte? «

» Keine Sorge, es ist nicht giftig. Aber wahrscheinlich hättest du davon Durchfall bekommen. Ich bin übrigens Ivanka! «, dabei reichte sie mir ihre Hand.

» Freut mich! Ich heiße Marie! «, antwortete ich händeschüttelnd.

» Am besten du ziehst zuerst deine Flossen aus, bevor du durch das Becken steigst. Dort drüben haben wir dann auch was zum Trinken für dich. «

Sie hüpfte zurück in die Brühe, kletterte über den Beckenrand und spritze sich danach ihre Füße mit dem Wasserschlauch ab. Also schön, Zeit die Flossen loszuwerden. Ich setzte mich auf die Insel und zerrte an meinen Flossen. Diese Dinger hatten sich regelrecht an meinen Füßen festgesaugt und es erforderte einige Mühe sie auszuziehen. Schließlich schaffte ich es aber doch und stapfte danach durch die ekelhafte Brühe. Auch rund um das Becken sah es aus wie auf einem Schlachtfeld. Alles war mit Schokolade beschmiert. Stammte das etwa alles von mir? Das konnte ich mir kaum vorstellen, wahrscheinlich hatten heute auch die Besucher ihren Spaß mit der Schokolade gehabt. Nachdem ich meine Füße gereinigt hatte, zog ich mir zuerst meinen Bademantel über und gönnte mir danach einen kräftigen Schluck aus einer Mineralwasserflasche. Ah, das tat gut. Wo war eigentlich Mistress Daniela abgeblieben? Ich konnte sie nirgendwo sehen. Genauer gesagt, konnte ich überhaupt niemanden sehen. Der Stand war völlig verlassen, selbst Ivanka war jetzt verschwunden. Und nun? Ich kippte den Rest des Mineralwassers hinunter und wollte gerade eine zweite Flasche öffnen, als Mistress Daniela und Lady Devil den Gang entlang kamen. Im Schlepptau hatten sie eine fünfköpfige Putzkolonne. Mann war ich froh, dass ich diese Sauerei nicht beseitigen musste. Das war mit Sicherheit eine Heidenarbeit. Lady Devil teilte der Putzkolonne ihre Aufgaben zu und Mistress Daniela kam direkt zu mir.

» So, ist unser Schokoladenmonster wieder zu den Menschen zurückgekehrt? «, fragte Mistress Daniela scherzhaft.

» Ja, scheint so. Und offensichtlich hat es eine riesen Sauerei gemacht! «, antwortete ich lachend.

» Nun, es hat vielleicht den Anfang gemacht, aber für die folgende Schokoladenschlacht war es eigentlich nicht verantwortlich. «

Mistress Daniela erzählte, dass sie mit sowas überhaupt nicht gerechnet hatte. Sie hatte den Schokoladenbrunnen zuvor schon einmal im Club aufgestellt, aber dort war es nicht zu solch einem Exzess gekommen. Wir machten uns zusammen auf den Weg ins Hotel und Mistress Daniela erzählte, dass der Spitzname Schokoladenmonster ursprünglich von Lisa stammte. Richtig, Lisa wollte mich ja besuchen kommen. Und anscheinend war sie ja auch hier gewesen. Oh je, diesen Spitznamen würde ich wohl so schnell nicht wieder los werden. Sex-Hexe und Schokoladenmonster, beides nicht unbedingt besonders schmeichelhaft. Wieso hatte ich eigentlich keinen Spitznamen für Lisa? Zurück in meinem Zimmer stellte ich mich zuerst unter die Dusche, orderte mir danach etwas zu Essen und schlief schließlich völlig erschöpft ein. Kurze Zeit später wurde ich vom Klingeln eines Telefons aus dem Schlaf gerissen. Es war aber nicht mein Handy sondern das Zimmertelefon. Schlaftrunken tastete ich nach dem Hörer.

» Aufstehen du Schlafmütze, es ist bereits 9 Uhr. Ich erwarte dich in einer halben Stunde im Frühstücksraum. «

Bevor ich richtig wach war und antworten konnte, hatte Mistress Daniela auch schon wieder aufgelegt. Was sagte sie da, 9 Uhr? Ich war doch gerade erst ins Bett gegangen. An den Rändern des Vorhangs schimmerte Tageslicht in mein Zimmer. Ich musste die letzte Nacht wohl wie eine Tote geschlafen haben. Noch etwas benommen kämpfte ich mich aus dem Bett. Meine Haare rochen noch immer leicht nach Schokolade. Ich torkelte ins Badezimmer und nahm erst mal eine kalte Dusche um wach zu werden. Danach ging es mir deutlich besser. Mistress Daniela saß im Frühstücksraum an einem Fenstertisch mit direktem Blick auf den Rhein. Gut gelaunt begrüßte ich sie und bediente mich danach an dem reichhaltigen Frühstücksbüffet. Neben Käse und einem frischen Brötchen, holte ich mir auch noch ein Müsli. Das Essen war köstlich, nur der Kaffee schmeckte hier etwas komisch. Mistress Daniela erklärte mir, dass die Convention heute um 14 Uhr öffnen würde und ich deshalb um 13 Uhr zur Ankleide in meinem Zimmer sein sollte. Bis dahin könnte ich tun was immer ich wollte. Auch diesmal wollte sie mir keine Einzelheiten verraten, aber wegen der längeren Ankleidezeit würde ich heute wohl nicht das Schokoladenmonster spielen. Und eigentlich war ich auch ganz froh darüber. Es war nicht so, dass mir der gestrige Tag nicht gefallen hätte, aber ich war einfach neugierig auf etwas Neues. Mistress Daniela schenkte sich noch eine Tasse Tee ein und griff dann nach der Thermoskanne mit dem Kaffee.

» Noch eine Tasse Kaffee? «, fragte sie mich.

» Nein danke. Der Kaffee schmeckt mir hier irgendwie nicht! «, winkte ich ab.

Aber Mistress Daniela schenkte mir trotzdem eine neue Tasse ein. Hatte sie mich nicht richtig verstanden? Sie griff nach ihrer eigenen Tasse, streckte sie mir entgegen und verkündete.

» Auf einen erfolgreichen zweiten Convention Tag! «

Anstoßen mit Kaffee und Tee? Ich wollte nicht unhöflich sein und so griff ich nach meiner Kaffeetasse.

» Auf einen erfolgreichen zweiten Convention Tag! «, wiederholte ich.

Ich nippte an meinem Kaffee und auch diese Tasse schmeckte nicht besser als die erste. Keine Ahnung was die in ihren Kaffee taten, aber bei einem derart luxuriösen Hotel hätte ich besseres erwartet. Mistress Daniela erzählte, dass sie mit dem gestrigen Tag sehr zufrieden gewesen war. Vielleicht mit Ausnahme der Schokoladenschlacht.

» Trink aus! «, forderte mich Mistress Daniela auf, als wir mit dem Frühstück fertig waren.

» Nein ich habe genug, den Kaffee lass ich stehen! «, erwiderte ich.

» Du trinkst gefälligst aus, wenn deine Herrin dir das befiehlt! «, fuhr sie mich urplötzlich an. Ihr Ton hatte mich völlig unvorbereitet getroffen und erschreckt leerte ich die Tasse in einem Zug. Ich bemerkte wie andere Hotelgäste entgeistert zu uns herüber starrten. Mann war das peinlich. Hitze stieg in meinen Kopf und vermutlich lief ich gerade knallrot an. Dann begann Mistress Daniela laut zu lachen. Hatte sie sich etwa gerade einen Scherz mit mir erlaubt? Und ich war auch noch so blöd gewesen und darauf hereingefallen. Ich sah zu, dass ich so schnell wie möglich Land gewann und verkroch mich erst mal auf meinem Zimmer. Lisa hatte am Telefon ebenfalls herzlich über den kleinen Streich gelacht und mittlerweile konnte ich auch selbst darüber lachen. Wer sich mit einer Domina einließ, der durfte sich nicht wundern, wenn sie sich auch so verhielt. Ich fühlte mich etwas unwohl und ich fröstelte auch leicht. Hoffentlich wurde ich nicht krank. Vielleicht würde ja etwas frische Luft helfen und so beschloss ich einen kleinen Spaziergang am Rheinufer zu machen. Leider war das Wetter nicht mehr ganz so gut wie am Vortag. Der Himmel war stark bewölkt, aber es war zumindest trocken. Ich zog mir meine Lederjacke über und machte mich auf den Weg. Allerdings musste ich ziemlich schnell feststellen, dass meine dünne Jacke für den heutigen Tag nicht so gut geeignet war. Es wehte ein böiger kalter Wind und ich merkte wie ich eine Gänsehaut bekam. Aber schließlich fand ich neben einer Brücke eine windgeschützte Stelle und beobachtete von dort die Vögel. Eine Möwe kämpfte in der Luft mit den Windböen und einige Enten stritten sich um ein paar Brotreste, die eine Frau mit Kind ins Wasser geworfen hatte. Ich fühlte mich an meine eigene Kindheit erinnert, als ich noch mit meinem Vater die Enten füttern ging. Eine leichte Wehmut ergriff mich. Aber nun wurde es wirklich Zeit zurück zu gehen. Mittlerweile hatte ich nicht nur eine Gänsehaut, sondern ich spürte auch ein merkwürdiges Kribbeln auf meiner Haut. Vermutlich war da tatsächlich irgendein Infekt im Anmarsch. Eingewickelt in eine warme Decke vertrieb ich mir bis 13 Uhr die Zeit mit Fernsehen. Heute hatte Mistress Daniela wohl größeres mit mir vor, denn sie hatte Lady Devil als Verstärkung mitgebracht. Die Zwei schienen im Partnerlook zu gehen, denn sie trugen beide hautenge schwarz glänzende Latexanzüge und dazu Stiefel mit extrem hohen Absätzen. Sie hatten zwei große Taschen dabei und schleppten diese in mein Zimmer.

» Alles OK mit dir? «, fragte Mistress Daniela. Vermutlich weil ich noch immer die Decke um meine Schultern gewickelt hatte.

» Ja, alles in Ordnung. Mir ist nur etwas kalt. «

» Und du verspürst ein leichtes Kribbeln auf deiner Haut? «, fragte sie weiter. Woher zum Teufel wusste sie das?

» Ja? «, antwortete ich unsicher.

» Alles bestens. Das ist nur die Wirkung des TS 317 in deinem Kaffee heute Morgen. «

Was, sie hatte mir irgendwas in den Kaffee gemischt? Das erklärte zumindest den komischen Geschmack. Und vermutlich auch warum sie darauf bestanden hatte, dass ich austrinke. Sie hatte doch keinen Scherz mit mir gemacht. Zumindest nicht in der Art, wie ich es vermutet hatte. Ich wurde sauer, denn es gefiel mir ganz und gar nicht unter Drogen gesetzt zu werden.

» Was fällt ihnen eigentlich ein mir irgend so ein Zeugs in den Kaffee zu kippen. Ihnen ist schon klar, dass sie sich damit strafbar gemacht haben. Ich lasse mir sowas nicht gefa … «

» RUHE!!!! «, brüllte mich Lady Devil an. Ich fuhr zusammen, denn ich hätte dieser Frau überhaupt kein so lautes Organ zugetraut. Danach fuhr Mistress Daniela in aller Seelenruhe fort.

» Hör zu Marie, dieses Mittel ist ganz harmlos. Es verstärkt lediglich die Sensibilität deiner Haut und als Nebenwirkung kann es zu einem leichten Frösteln kommen. Um das Frösteln werden wir uns kümmern und ich versichere dir, dass du die Hautsensibilität lieben wirst. Habe ich dir denn schon einmal Schaden zugefügt? «

Es verstärkte die Sensibilität meiner Haut? Aber wozu? Natürlich hatte sie mir bisher noch keinen Schaden zugefügt, aber ich hatte auch kein Bedürfnis das am heutigen Tag zu ändern.

» Aber … also … «, mir fiel nichts Gescheites ein, was ich darauf antworten könnte. Sie hatte auch zuvor schon Dinge mit mir angestellt, bei denen ich wohl nicht mitgemacht hätte, wenn ich vorher gewusst hätte was passieren würde. Aber am Ende hatte ich es trotzdem immer genossen. Zudem war ich auch unglaublich neugierig, was sich da wohl in den beiden Taschen verbergen würde. Und Mistress Daniela hatte mir gerade versprochen, dass ich es auch diesmal lieben würde.

» Also schön! Womit fangen wir an? «, seufzte ich.


Fortsetzung folgt!
142. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 13.09.17 16:37

Hm, jetzt bin ich wieder am Anfang...
Ich weiß von nichts, obwohl mein Name sicherlich nicht Hase ist.
Andererseits gibts das Zeug sicher im gutsortierten Fachhandel, Magic Glamour, schade dass ich gerade die Telefonnummer nicht zur Hand habe.

Bleibt nur eine Lösung, ich nur auf die Fortsetzung warten, alternativ bliebe noch bei Professor Charles Xavier anzufragen, aber da fehlt mir auch die Rufnummer.

Wo hab ich nur mein Telefonbuch gelassen? Muss alles nachtragen, aber womit fangen wir an?

Danke schreibt einmal mehr
Ihr_joe

143. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von padis am 13.09.17 22:44

Ich bin auch unglaublich neugierig, was sich da wohl in den beiden Taschen verbirgt.

Das ist Folter an dieser Stelle aufzuhören.

Ich freue mich auf die Fortsetzung, vielen Dank.
144. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von FoG am 13.09.17 23:14

Das ist keine Folter. Das ist seelische Grausamkeit!

145. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Sklave Jenny am 14.09.17 12:10

Ich muss mich meinem Vorredner anschließen an der aufhören ist grausam

Tolle Geschichte
146. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von mpwh66 am 15.09.17 05:44

Moin eine klasse Geschichte da baut immer wieder ein neuer Spannungsmoment auf der nach einer steigerung ruft da liest man sehr gerne weiter
147. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 17.09.17 19:31

Hallo Ihr_joe,

irgendwie kann ich den Gedankengängen in deinem letzten Post nicht so ganz folgen.
Ob es am Zuckermangel durch den langen Verzicht auf Schokolade liegt, dass er etwas wirr wirkt?

Und du nutzt noch Telefonbücher? Kein Wunder, dass dir die Rufnummern fehlen.


Hallo padis,

du kommst doch aus der Schweiz, also dem besten Ort für einen Cliffhanger.
Gönne dir etwas frische Alpenluft und genieße das schöne Panorama.


Hallo FoG,

manche nennen es Folter, andere hingegen seelische Grausamkeit.
Ich würde es Sadismus nennen! (und ich habe auch noch meinen Spaß daran )


Hallo Sklave Jenny,

freut mich, dass dir meine Geschichte gefällt.
Aber ich warne dich bereits jetzt vor, es wird auch in Zukunft grausame Cliffhanger geben.


Hallo mpwh66,

schön das von dir zu hören.
Dabei war ich persönlich der Meinung, dass der letzte Teil eher etwas lahm war, weil er nur einen Übergang zwischen den beiden Tagen der Fetisch Convention enthält. So kann man sich täuschen!


LG
Fist
148. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 17.09.17 20:17


Zitat

Aber am Ende hatte ich es trotzdem immer genossen. Zudem war ich auch unglaublich neugierig, was sich da wohl in den beiden Taschen verbergen würde.


Damit du meine Gedankengäge besser verstehst, wie Du oben selbst geschrieben hast, es ist ein neuer Anfang... Natürlich hast Du außer den beiden Taschen keinen Hinweis gegeben, als weiß ich von nichts.

Immer diese Schreiberlinge, die verstehen die einfachen Gedanken von uns Sklaven nicht. Zu einfach, keine Cliffhanger...

Meine Telefonbücher sind nicht auf Papier gedruckt, sondern natürlich digital und synchronisiert!

Jetzt wird es etwas ominös, aber das kennst Du ja aus Deiner Geschichte, als ich die Telefonnummer von Magic Glamour eingegeben habe, da kam doch glatt die Nachricht:
Diese Nummer ist geheim, sie wird deswegen verschlüsselt und versteckt. Wenn Du sie wirklich brauchst wirst Du sie finden, als besonderer Service haben wir alle wichtigen Nummern gleich mitverarbeitet.

Wir danken Magic Glamour

Anscheinend brauche ich sie doch nicht ... oder alles ist gelogen?

Und da schreibst Du, ich benutze noch Telefonbücher... Handgeschriebene vermutlich...

Ihr_joe
149. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 18.09.17 19:24

Hallo Ihr_joe,

hoffentlich hast du nicht zu intensiv nach der Nummer von Magic Glamour gesucht.
Nach unbestätigten Gerüchten soll Magic Glamour Kontakte zu Kreisen haben, die es nicht besonders schätzen, wenn ihre Geschäfte zu genau beobachtet werden. Dann kann es auch durchaus passieren, dass die dich finden. Oder hattest du vielleicht schon Besuch von ein paar gut gekleideten Herren in dunklen Anzügen?

Wenn schon Telefonbücher in Papierform, dann auf alle Fälle Handgeschriebene. Dieser Geschäftszweig der Mönche hat enorm gelitten, seit vor einigen Jahrhunderten ein Kerl aus Mainz ein Verfahren entwickelt hatte, mit dem sowas viel schneller ging. Seither müssen sich diese armen Mönche auf ihre Kernkompetenz das Bierbrauen beschränken. Da heutzutage Bibeln nicht mehr so gefragt sind, wären Telefonbücher vielleicht ein gute Alternative. Du könntest also dieser verlorenen Branche wieder einen Schub geben, indem du den Vorreiter spielst und in Zukunft nur noch handgeschriebene Telefonbücher verwendest.

So ein handgeschriebenes Telefonbuch ist zwar schon bei der Veröffentlichung veraltet, aber dafür bekommst du auch ein ganz besonderes Kunstwerk mit Goldverzierungen. Und das für nicht einmal ein Jahresgehalt! (inkl. einer kleinen Provision für mich )

LG
Fist
150. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 19.09.17 19:32

Teil 13


Die Stimmung entspannte sich und Mistress Daniela wies mich an mich auszuziehen. Da stand ich nun mit meiner Gänsehaut, völlig nackt in einem Hotelzimmer. Lady Devil hatte in einer der Taschen gekramt und kam nun mit zwei kleinen Halbkugeln zu mir. Außen auf den Halbkugeln waren zwei große Kulleraugen aufgemalt, die mich stark an Manga Figuren erinnerten. Lady Devil entfernte eine Folie vom Rand und setzte dann eine Halbkugel direkt auf meine rechte Augenhöhle. Kurz darauf geschah dasselbe auf der anderen Seite und es wurde Schwarz um mich herum. Jetzt hatte ich wohl zwei große Kulleraugen. Sollte ich heute etwa eine blinde Manga Figur spielen? Ich wurde aufs Bett gesetzt und man zog mir eine Strumpfhose an. Allerdings fühlte sich diese Strumpfhose irgendwie merkwürdig an, denn ich hatte den Eindruck als würde meine Haut mit dem Stoff verschmelzen. Eine Hand strich über meinen Oberschenkel und ein angenehmes Gefühl breitete sich bis hin zu den Zehenspitzen aus. Also wenn das die Wirkung von diesem TS irgendwas war, ja dann mochte ich es tatsächlich. Ich musste aufstehen und es stellte sich heraus, dass diese Strumpfhose in Wirklichkeit ein Ganzkörperanzug war. Als der Reißverschluss geschlossen war, steckte ich bis zum Hals in diesem Ding. Was mich aber am meisten irritierte, dass waren die Ärmel dieses Anzugs. Meine Hände wurden zu Fäusten geballt, weil es dort keine Öffnungen gab. Das Material war zwar elastisch, aber es verhinderte trotzdem sehr effektiv, dass ich meine Finger ausstrecken konnte. Somit waren meine Hände schon wieder unbrauchbar geworden. Eine Berührung strich sanft meine Wirbelsäule entlang und sofort strahlte wieder dieses angenehme Gefühl in alle Ecken meines Körpers. Unwillkürlich schloss ich meine bereits blinden Augen und ließ mich treiben. Meine Nippel pochten und ein ganzer Ameisenstaat schien auf meiner Haut herumzulaufen. Das war schon jetzt wesentlich besser als mein gesamter gestriger Tag. Nun wurde es allerdings etwas seltsam. Es schien so, als würde eine Metallstange gegen mein Rückgrat gehalten. Und an dieser Metallstange schien irgendetwas zu baumeln, das gerade meinen Po berührte. Plötzlich umschloss etwas Hartes meine Brüste von beiden Seiten. Mein Busen wurde zusammengequetscht und nach oben gepresst. Dann klickte es. Ich hatte nun den Eindruck, als hätte man mir einen Metall BH angelegt. Er schien irgendwie mit der Stange hinter mir verbunden zu sein, denn diese wurde nun fester gegen meinen Rücken gepresst. Ein paar Finger drückten jetzt sanft gegen die Innenseite meiner Knie und ich öffnete die Beine. Plötzlich schnitt sich ein dünner Riemen tief in meine Pospalte und teilte danach meine Schamlippen. Er wurde an meinem Bauch entlang nach oben gezogen, danach ruckte es einmal kurz und dann schien dieser Riemen vorne an dem BH befestigt zu sein. Ich japste, denn der Stoff des Anzugs hatte sich nun tief in meine empfindlichsten Stellen gegraben. Mein Atem beschleunigte sich und die Ameisen auf meiner Haut waren noch aktiver geworden. Gerade einmal halb angezogen war ich bereits auf 180. Wie sollte das erst einen ganzen Tag lang werden? Der heutige Convention Tag würde sicher noch einige Höhepunkte für mich bereit halten. Jetzt wurde eine breite Metallschelle um meinen Hals geschlossen und es klickte erneut. Nun war ich gezwungen meinen Kopf aufrecht zu halten und diese Metallstange presste sich auf ganzer Länge fest gegen meinen Rücken.

» Lauf mal ein paar Schritte, um zu sehen ob es passt! «, forderte mich Mistress Daniela auf.

Ich streckte meine Hände, oder besser gesagt meine Fäuste nach vorne, um nicht gegen irgendeine Wand zu laufen. Dieses Metallgestell auf meinem Rücken schränkte mich nur wenig ein, allerdings verstärkte sich beim Vorbeugen deutlich der Druck auf meinen Schritt. Und auch die Ameisen wurden immer schneller, je mehr ich mich bewegte.

» Sieht gut aus! «, stellte Mistress Daniela zufrieden fest. Ich wurde am Arm gepackt und wieder zurück geführt.

» Und jetzt den Mund weit öffnen! «, kam die nächste Anweisung.

Irgendetwas wurde über meine Zähne gestülpt und ich schmeckte Pfefferminz. Oh nein, nicht schon wieder dieser blöde Klebstoff in meinem Mund. Ich schloss ganz vorsichtig meinen Mund und befürchtete, dass er sich danach nicht mehr öffnen ließe. Aber ich hatte mich geirrt, denn alles funktionierte noch völlig normal. Allerdings drückte jetzt bei geschlossenem Mund irgendwas auf meine Unterlippe. Irritiert tastete ich mit meiner Zunge im Mund herum. Es fühlte sich so an, als ob man mir ein künstliches Gebiss verpasst hätte. Aber wozu das Ganze? Danach spürte ich plötzlich wie Finger durch mein schönes langes Haar strichen. Immer und immer wieder. Es fühlte sich eigentlich ganz angenehm an, aber ich sah darin keinen tieferen Sinn. Schließlich wurden mir meine Haare oben um den Kopf gewickelt und sie schienen in dieser Position zu verharren. Jetzt kam mir ein furchtbarer Gedanke. Hoffentlich hatten die diesen Klebstoff nicht auch in meinen Haaren verteilt. Vor meinem geistigen Auge sah ich bereits eine große Schere, die das verklebte Knäuel später wieder auflösen musste.

» Ist das Klebstoff in meinen Haaren? «, fragte ich ängstlich. Die beiden Dominas fingen an zu lachen.

» Nein, das ist nur Haargel! Aber vielleicht sollten wir es wirklich mal mit Klebstoff versuchen. Dürfte sogar noch besser halten! «, jetzt lachten die beiden noch lauter.

Ich kam mir dumm vor, eine so dämliche Frage gestellt zu haben. Da war wohl meine Fantasie mit mir durchgegangen. Nein, Fantasie war der falsche Ausdruck, es müsste eher Horrorvorstellung heißen. Jetzt legte sich irgendwas Weiches über mein Gesicht und umhüllte schließlich meinen ganzen Kopf. Eine Maske. Wie Lisa letzte Woche hatte ich nun vermutlich irgendeinen befremdlichen Gesichtsausdruck. Vielleicht den einer Manga Figur? Mit Manga hatte ich noch nie viel anfangen können, denn die Figuren sahen immer so künstlich aus. An meinem Hinterkopf wurde herumgefummelt, wodurch sich der Druck auf die Maske verstärkte. Ich streckte meine Zunge aus dem Mund und fuhr damit über die Maske. Fühlte sich glatt an, könnte aus Latex sein. Den Geschmack konnte ich nicht zuordnen, aber ich hatte auch keine Ahnung wie Latex schmeckte. Nun hörte ich das Geräusch einer Spraydose und danach verstärkte sich der Druck an meinem Hinterkopf noch weiter. Diesmal war es vermutlich der Klebstoff und die Maske wurde dadurch wohl verschlossen. Ein zweites Mal wollte ich aber nicht danach fragen. Als nächstes wurde an dem Metallreif um meinen Hals herumgefummelt. Ich hatte keine Ahnung was die da gerade machten, aber ich konnte dabei ein Klingeln hören. Wenn ich jetzt meinen Kopf leicht drehte, dann spürte ich, wie irgendwas die Unterseite meines Kinns berührte. Und auch dieses Klingeln ertönte wieder. Was zum Teufel hatten die da gemacht?

» Du gefällst mir wirklich gut Marie. Wie findest du dein Outfit? «, fragte mich Mistress Daniela. Diese Frage war nicht viel intelligenter, als meine von vorhin. Wie sollte ich denn mein Outfit beurteilen, wenn ich mich gar nicht sehen konnte?

» … «, antwortete ich.

Moment mal, ich hatte meine Antwort gar nicht gehört. Nur dieses Klingeln, wenn ich meinen Kopf bewegte. Ich öffnete meinen Mund um den Satz zu wiederholen, aber auch diesmal blieb ich stumm. Was ging hier vor?

» Wie ich sehe funktioniert der Suppressor ganz wunderbar! «, konstatierte Mistress Daniela.

Suppressor? Was auch immer ein Suppressor genau machte, jedenfalls konnte ich jetzt nicht mehr sprechen. Ich fluchte so laut ich konnte, aber alles was ertönte, das war ein lustiges Bimmeln. Jetzt war ich Blind und Stumm, wohin sollte das noch führen. Was mich aber am meisten irritierte, diese Hilflosigkeit erregte mich sogar noch mehr als das Dildohöschen vom Vortag. Vielleicht lag es auch an dieser Hautsensibilität, jedenfalls war mein Schritt bereits kurz vorm Auslaufen. Abschließend wurden mir noch ein paar hohe Schuhe angezogen, die mit einem Riemchen um meine Knöchel geschlossen wurden. War ich jetzt endlich fertig angezogen? Wie würde ich wohl aussehen und was sollte ich darstellen? Meine Vermutung lag noch immer bei Manga, aber ich kannte mich damit einfach zu wenig aus, um auf eine bestimmte Figur zu tippen. Allerdings hatte ich mich getäuscht, denn ich war doch noch nicht fertig. Irgendetwas Schweres wurde mir knapp unterhalb der Brüste um den Bauch geschnallt und danach wurden meine Arme an dem Ding festgezurrt. Ich hatte meine Hände zuvor schon nicht mehr nutzen können, aber jetzt waren gleich meine gesamten Arme nutzlos geworden.

» So, fast fertig! Dann wollen wir mal die Kamera einschalten! «, verkündete Mistress Daniela.

Wollten die mich etwa in meiner derzeitigen Lage filmen? Ich hörte wie sich die Zimmertür öffnete und wieder schloss. Wer war da gerade gekommen? Plötzlich wurde es wieder hell um mich. Nach ein paar Sekunden hatte ich mich wieder an das Licht gewöhnt. Nun erkannte ich das gerahmte Bild, welches in meinem Hotelzimmer an der Wand hing. Hatten sie mir meine Kulleraugen wieder abgenommen? Das hätte ich doch merken müssen, oder? Und meine Sicht wirkte irgendwie auch leicht verzerrt. Die Seiten schienen wesentlich näher zu sein, als das was direkt vor mir lag. So als ob ich durch einen Tunnel blicken würde. Doch dann begriff ich was passiert war. Die Innenseiten der Halbkugeln waren mit kleinen Monitoren ausgestattet und durch deren Wölbung hatte ich jetzt diese verzerrte Sicht. Ich drehte mich langsam und mein Blick schwenkte zum Fenster. Die zugehörige Kamera musste also irgendwo an meinem Körper befestigt sein. Dann drehte ich nur den Kopf zur Seite, aber mein Kamerabild verharrte auf dem Fenster. Somit war diese Kamera also nicht an meinem Kopf befestigt. Aufgrund der Perspektive der Bilder, vermutete ich meine Halsgegend oder knapp darunter. Bei einer kompletten Drehung um die eigene Achse bemerkte ich nun, dass Mistress Daniela inzwischen allein mit mir im Raum war. Also war vorhin niemand gekommen, sondern Lady Devil gegangen.

» Ich bin sicher, du bist schon gespannt auf deinen neuen Look! «, verkündete Mistress Daniela.

Sie hielt mir ihre Hand in den Rücken und schob mich sanft auf die Zimmertür zu. An der Tür hing ein großer Spiegel und ich konnte jetzt erstmals einen Blick auf mich werfen. Ich war sprachlos. Das war absolut nicht das, was ich erwartet hatte. Mein Anzug glänzte in einem hellen metallischen Gelbgold. Meine Maske hatte die gleiche glänzende Farbe und auf meinem Kopf standen zwei lange goldene Ohren senkrecht in die Luft. Aus der Maske blickten mich zwei große starre Kulleraugen an und aus meinem Mund ragten zwei lange weiße Schneidezähne. Um den Hals trug ich eine große rote Schleife, an der eine silberne Schelle hing, die das ständige Gebimmel verursachte. Es gab auch noch weitere Farbtupfer. Meine Schuhe erstrahlten in einem grellen Silber, genauso wie auch mein Metall BH. Dieser pushte meine Brüste mehr nach oben als das er sie bedeckte. Besonders auffällig war der silberne Riemen, der von meinem BH nach unten verlief und dann zwischen meinen Beinen verschwand. Dieser Riemen leitete den Blick geradezu auf meine südlicheren Regionen. Man hatte mir zusätzlich auch noch ein silbernes Tablett vor den Bauch geschnallt, an dessen Seiten nun meine Arme fixiert waren. Meine Fäuste ragten ein Stück über das Tablett hinaus und sahen wie ein paar silberne Pfoten aus. Mein gesamtes Outfit erinnerte mich an einen dieser Schokoladenhasen, die es an Ostern zu kaufen gab. Aber natürlich, nächste Woche war Ostern. Irgendwie schien auf dieser Convention Schokolade mein Motto zu sein. Vom Schokoladenmonster zum Schokoladenhasen. War das ein Aufstieg oder ein Abstieg? Und damit auch jeder wusste für wen ich arbeitete, leuchtete quer über meinem Ausschnitt in großen roten Lettern der Schriftzug CLUB FANTASY.

» Ich sehe schon, du bist genauso begeistert wie ich. Aber eine Kleinigkeit fehlt noch! «

Ob Begeisterung der richtige Ausdruck bei mir war? Ich war eher gespannt, was mich heute als Osterhase erwarten würde. Daher war es wohl mehr Neugierde als Begeisterung. Es klopfte und Mistress Daniela öffnete die Tür. Lady Devil stand auf dem Gang und überreichte ihr einen großen Korb voller bunter Schokoladeneier. In der Mitte des Korbs war ein Ständer mit Flyern vom Club Fantasy und dahinter stand ein hoher Eierbecher mit einem großen goldenen Ei. Kurz darauf war Lady Devil auch schon wieder verschwunden und Mistress Daniela platzierte den Korb lächelnd auf meinem Tablett.

» Du wirst heute über die Convention gehen und ein paar Flyer und Schokoladeneier für mich verteilen! «, kündigte sie mir an.

Ich bekam große Augen und mir wurde plötzlich ganz anders. Hoffentlich wollte sie mich da nicht alleine losschicken. In meiner derzeitigen Aufmachung wäre ich wohl Freiwild für alle aufdringlichen Kerle. Wie sollte ich mich dagegen schützen, wenn ich weder meine Arme bewegen noch mündlichen Protest erheben konnte. Und auch diesmal schien Mistress Daniela wieder meine Gedanken zu lesen.

» Aber keine Sorge, Lady Devil wird dabei auf dich aufpassen. «

Einerseits beruhigte mich das etwas, andererseits kannte ich diese Lady Devil aber auch kaum. Jedenfalls hätte die Lautstärke, mit der sie mich vorhin angeschrien hatte, Tote aufwecken können. An Durchsetzungskraft mangelte es ihr ganz sicher nicht. Ich beschloss bei ihr vorsichtig zu sein und sie besser nicht zu verärgern.

» Als Osterhase sollst natürlich auch du deinen Spaß haben. Deshalb habe ich noch ein kleines Ostergeschenk für dich. «

Sie griff nach dem goldenen Ei, hob es aus dem Eierbecher heraus und legte es auf ihre flache Hand. Dann rieb sie das Ei sanft zwischen ihren Händen. Seit ich diesen Anzug trug war das Frösteln verschwunden gewesen, aber nun kam mit einem Schlag wieder die Gänsehaut zurück. Allerdings geschah das nicht weil mir kalt war. Ich hatte plötzlich das Gefühl, als würde ich von tausenden Händen am ganzen Körper gestreichelt werden. Und dieses Streicheln erschien im gleichen Rhythmus wie Mistress Daniela über das Ei strich. Meine Schelle begann wild zu bimmeln und ich beugte mich leicht nach vorn, um den Druck auf meinen Schritt zu erhöhen. Wie aus dem Nichts wurde ich von einer Ohrfeige getroffen und war schlagartig wieder in der Realität zurück.


Fortsetzung folgt!
151. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von FE am 19.09.17 21:59

...also so ein Osterhäschen hätte ich auch gerne. Meine sind leider immer nur aus Schokolade oder rotem Zucker...
152. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von mpwh66 am 20.09.17 06:35

Moin na das hat doch was ganz was süsses da ist man doch gleich auf darauf gespannt wie es weiter geht besten dank und weiter hin kreative stunden 😉
153. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von lot am 20.09.17 09:32

Vielen Dank für die tolle Fortsetzung.

Ist doch schön wenn unser Bunny die Geschenke verteilen darf
154. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 20.09.17 22:14

Schöne Fortsetzung!
Aber bevor ich mir wieder einen Vortrag über Herr Gensfleisch, bekomme, dessen Erfindung und deren Auswirkung.
Belasse ich es noch mit dem Lob für Deine Geschichten.

Dir annotare die Zunge rausstrecke, vonwegen Provision!

Ihr_joe

155. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Rowdypiper am 21.09.17 07:48

Ich denke, ich sollte mich auch mal wieder bei dir melden, IronFist.

Mittlerweile hat die Geschichte über die letzten Teile ja richtig Fahrt aufgenommen. Finde ich persönlich sehr lobenswert, wusste man am Anfang doch nicht sorecht, wo es hingeht.

Dem entsprechend bin ich mal wieder gespannt wie ein Flitzebogen, wie es weitergeht.

Ich könnte nun auch wieder in Bitten und Betteln verfallen, dass die Teile länger und doch häufiger gepostet werden sollten. Aber ich kennen ja deine Art der Dienstagsveröffentlichung.

Da hilft kein Schreien, da hilft kein Mosern. Und der allseits bekannt Dackelblick blickt hier auf Granit.

Also heißt es wieder warten. Natürlich in meinem Wochenendhaus an der ganz großen Klippe (für die Insider )

MfG
Der Rowdypiper
156. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 23.09.17 19:33

Hallo FE,

da befindest du dich in guter Gesellschaft, denn ein solches Häschen hat wohl niemand.
Dann besser doch ein Schokohäschen als gar keines.


Hallo mpwh66,

vielen Dank für deine netten Worte und einen süßen Gruß zurück.
Nein besser doch nicht, solche Grüße klingen irgendwie etwas schwul.


Hallo lot,

gern geschehen!
Hoffentlich hat da nicht ein gewisses Herrenmagazin was dagegen wenn unser Bunny die Geschenke verteilt.


Hallo Ihr_joe,

dann danke ich dir doch ganz einfach für dein Lob.

Das Rausstrecken der Zuge kann ich mir allerdings nicht gefallen lassen, deshalb kontere ich mit einem bekannten Bild von Albert Einstein.
Wenn du schon keinen Vortrag über Johannes Gutenberg hören möchtest, wie wäre es dann mit einer kurzen Abhandlung über Einsteins allgemeine Relativitätstheorie?

Obwohl ich will dich jetzt nicht mit ausufernder Theorie langweilen (und natürlich würde ich auch niemals zugeben es nicht verstanden zu haben ).


Hallo Rowdypiper,

schön mal wieder von dir zu hören.
Irgendwann musste die Geschichte ja auch mal Fahrt aufnehmen. Obwohl man vermutlich noch immer nicht weiß, wohin die Reise einmal gehen wird. Und das ist auch so beabsichtigt!

Du kennst mich gut genug um zu wissen, dass alles Bitten und Flehen vergeblich ist.
Es bleibt bei einem Teil pro Woche, dies allerdings zuverlässig jeden Dienstag (sofern nicht wieder irgendwelche technischen Probleme auftauchen).

Ich wünsche dir noch ein schönes WE in deinem Häuschen!


LG
Fist
157. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Trucker am 25.09.17 12:52

Ich warte gerne auf deln nächsten Teil dieser super Geschichte. Mir ist es egal wenn sie nur einmal die Woche weiter geht,es dafür aber regelmäßig ist.
158. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 25.09.17 19:27

Hallo Trucker,

ich danke dir für dein Kompliment.
Nach meiner ersten Geschichte habe ich meine Leser mal um ihre Meinung gebeten, ob sie lieber einen Teil pro Woche in gewohnter Länge oder zwei Teile pro Woche in halber Länge hätten.
Das Ergebnis damals war, dass ich einen Teil pro Woche beibehalten sollte und der Dienstag nun zu so etwas wie einer Tradition geworden ist.

LG
Fist
159. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 26.09.17 19:26

Teil 14


» Du sollst ja deinen Spaß haben, aber du darfst dich nicht zu weit nach vorne lehnen, weil sonst die ganzen Schokoladeneier aus dem Korb kullern. Hast du das verstanden? «

Ich nickte betroffen und merkte wie Wärme in meiner linken Wange aufstieg. Wie war sowas nur möglich? Irgendwie übertrugen sich Berührungen direkt von dem goldenen Ei auf meinen Anzug. Das hatte sich ja so gut angefühlt. Aber leider war es einfach viel zu kurz gewesen. Und anstatt weiter zu machen, stellte Mistress Daniela das Ei jetzt wieder in den Becher zurück. Das war ja so unfair. Mich erst aufzugeilen und mich danach einfach stehen zu lassen.

Im Aufzug trafen wir auf zwei Männer in dunklen Anzügen. Einer von ihnen musterte mich von Kopf bis Fuß und er hatte ein breites Grinsen auf dem Gesicht. Ich sollte mich wohl besser an solche Blicke gewöhnen, denn das würde mir heute bestimmt noch öfter passieren. Im Erdgeschoss stiegen die beiden aus und eine Frau im mittleren Alter wollte den Fahrstuhl betreten. Als sie uns sah, überlegte sie es sich rasch anders. Wie hätte ich wohl reagiert, wenn ich in einem Hotelaufzug nichtsahnend auf eine Latex Domina und einen gefesselten Osterhasen getroffen wäre? Vermutlich wäre auch ich lieber nicht zu den Freaks in den Lift gestiegen. Freaks, ja so könnte man uns wohl durchaus beschreiben. Und ich hatte für die Verwandlung von einer Bankangestellten zu einem Freak nur knapp eine Woche gebraucht. Wie hatte das so schnell passieren können? Geplant hatte ich das jedenfalls nicht. Ich wollte doch nur das Geld für diesen Alkoven verdienen. Und was hatte ich dann später mit diesem Alkoven vor, vielleicht die X-Line abonnieren? Mir wurde klar, dass ich mich bisher selbst belogen hatte. Es waren hier ganz eindeutig meine Triebe, die mein Handeln bestimmten.

Der lange Fußmarsch zum Stand hatte wieder die Ameisenarmee aktiviert. Meine Haut kribbelte und gierte geradezu nach Aufmerksamkeit. Aber leider sollte ich diese vorerst noch nicht bekommen. Die Convention hatte noch nicht geöffnet und so stand ich etwas verloren in der Gegend herum. Heute sollte anscheinend Ivanka das Schokoladenmonster spielen, denn Lady Devil stattete sie gerade mit Flossen und Taucherbrille aus. Und genau wie ich am Vortag watschelte auch Ivanka ziemlich unbeholfen zu ihrem heutigen Arbeitsplatz. Der Putztrupp hatte gestern einen verdammt guten Job gemacht, denn heute war der Schokoladenbrunnen wieder blitzblank. Ich beobachtete interessiert, wie Ivanka auf ihrer Insel platziert wurde und sich danach Stück für Stück in ein Schokoladenmonster verwandelte. Inzwischen war sie komplett bedeckt und der Schokoladensee begann sich langsam zu füllen. Die Beobachterposition hatte auch seinen Reiz und ich merkte wie mir langsam warm wurde. Erste Besucher wanderten jetzt vorbei und eine junge Frau schrie entzückt auf als sie bemerkte, dass sich die Figur auf der Insel bewegte. Langsam bildete sich eine Menschentraube um den Schokoladenbrunnen herum und die Besucher begannen mit ihren Handys Aufnahmen zu machen. Oh Gott, mit Sicherheit kursierten im Internet schon jede Menge Videos von meinem gestrigen Auftritt. Hoffentlich war ich darauf nicht zu erkennen. Aber eigentlich war ein Wiedererkennen völlig ausgeschlossen, denn auch Ivanka war jetzt nur noch eine braune Gestalt unter einer Palme. Plötzlich fuhr ein stechender Schmerz durch meine linke Pobacke. Lady Devil hatte sich angeschlichen und mir einen Hieb mit ihrer Gerte verpasst.

» Genug gegafft! Es wird Zeit, dass auch du an die Arbeit gehst. Also Abmarsch! «, mit der Hand zeigte sie die Richtung an, in die ich mich bewegen sollte. Ich war bisher kaum beachtet worden, aber jetzt starrten mich alle an. Hatten die mich bisher vielleicht nur für eine Osterhasenfigur gehalten? Lady Devil lotste mich zu einem offenen Bereich vor einer großen Bühne. Es herrschte hier großes Gedränge, obwohl es auf der Bühne noch nichts zu sehen gab.

» Besuchen sie den Club Fantasy in Kaarst! Nächste Woche feiern wir unsere große Osterparty und sie sind herzlich dazu eingeladen. Unsere entzückenden Häschen werden ihnen dabei ein frohes Osterfest bescheren! «, erklärte Lady Devil einem elegant gekleideten Mann in den Dreißigern. Auf mich machte dieser Mann einen ziemlich konservativen Eindruck, vielleicht ein Anwalt oder Banker. Irgendwie wirkte er auf dieser Fetisch Convention etwas fehlplatziert. Aber man sollte sich ja bekanntlich niemals vom Äußeren täuschen lassen.

» Greifen sie zu, nehmen sie sich einen Flyer und ein Schokoladenei! «, fuhr Lady Devil fort. Der Mann bediente sich aus meinem Korb und starrte mir dabei lüstern auf die Brüste. Natürlich! Auch in konservativ aussehenden Kerlen konnte ein Lüstling stecken.

» Und wenn sie auf Überraschungen stehen, dann empfehle ich ihnen mal das goldene Ei zu reiben! «, flüsterte ihm Lady Devil in einem verschwörerischen Ton zu. Das ließ sich dieser Kerl natürlich nicht zweimal sagen und schnappte sich das Ei. Er strich mit seinem Daumen sanft über das Ei, aber er konnte dabei keine große Überraschung entdecken. Deshalb blickte er Lady Devil etwas verständnislos an. Diese zeigte aber nur wortlos mit dem Finger auf mich. Ich versuchte mich zusammenzureißen, aber ich konnte ein leichtes Zittern nicht unterdrücken. Der Mann runzelte seine Stirn und beobachtete mich genau. Plötzlich schien er begriffen zu haben, dass es einen Zusammenhang zwischen seinen Aktionen und meinen Reaktionen gab. Nun fuhr er mit seinen Fingernägeln das Ei entlang. Es schüttelte mich und ich beugte mich nach vorn, um meine Muschi an dem Riemen zu reiben. Aber sofort fiel mir wieder die Ohrfeige von Mistress Daniela ein und ich richtete mich wieder auf. Ich würde auch so zu einem Höhepunkt kommen und das dürfte auch gar nicht mehr so lange dauern.

» So genug! Wenn sie mehr von unserem Häschen sehen wollen, dann besuchen sie uns doch im Club Fantasy! «, mit diesen Worten nahm Lady Devil das Ei aus seinen Händen und platzierte es wieder in dem Eierbecher. Neiiiiin! Das konnte sie doch nicht mit mir machen. Ich war so kurz davor. Diese Domina war ein sadistisches Miststück. Der Mann machte ein verblüfftes und auch ein wenig enttäuschtes Gesicht. Dann schob mich Lady Devil weiter durch die Menschenmenge. Eine ganze Zeit lang trieb sie dieses Spiel weiter mit mir. Jedes Mal wenn ich kurz vor einem Orgasmus stand, brach sie das Gespräch ab und stellte das Ei wieder an seinen Platz zurück. Aber irgendwann gelang es mir sie zu überlisten. Ich bewegte meine Hüften schnell vor und zurück. Und bevor sie rechtzeitig eingreifen konnte, stöhnte ich meine Erleichterung bereits heraus. Nun es wäre ein Stöhnen gewesen, hätte ich mich artikulieren können. So wurde es aber nur ein heftiges Gebimmel. Wie auch immer, endlich hatte ich es geschafft. Allerdings hatte ich die Rechnung wohl ohne den Wirt gemacht. Lady Devil war von meinem Erfolg weniger begeistert und ich sollte das noch zu spüren bekommen. Als erstes verpasste sie mir ein paar Hiebe auf den Hintern. Auch wenn nun mein Po brannte, so war es das doch Wert gewesen. Ich verspürte sogar eine gewisse Genugtuung, dass ich mich gegen Lady Devil durchgesetzt hatte. Allerdings führte sie mich nun wieder zum Stand zurück und sie hatte mir zur Strafe eine Modifikation angekündigt. Was immer sie damit gemeint hatte, es war ganz bestimmt nicht gut.

» Rühr dich nicht von der Stelle, bis ich wieder zurück bin! «, drohte sie mir und verschwand durch eine Tür in der Rückwand des Stands.

Ich hatte ein mulmiges Gefühl bei dieser Sache. Ob mir Mistress Daniela wohl helfen würde? Sie hatte gerade einen Besucher an den Pranger gestellt und verspottete ihn direkt vor seinen Freunden, welche großen Spaß daran hatten. Mistress Daniela verpasste dem Kerl am Pranger einen Klaps auf den Hintern und seine Freunde johlten auf und kicherten herum wie ein paar Teenager. Von dieser Seite konnte ich wohl keine Hilfe erwarten, denn sie schien gerade beschäftigt zu sein. Was machte eigentlich Ivanka inzwischen? Sie versuchte wohl sowas wie einen Poledance an ihrer Palme hinzulegen. Aber auch sie rutschte ständig weg und mit den langen Flossen wirkten ihre Bewegungen eher unbeholfen. Dem Publikum schien es aber zu gefallen, denn Ivanka wurde kräftig angefeuert. Plötzlich spürte ich eine Hand auf meinem Hintern und eine männliche Stimme raunte mir zu.

» Na, wie wär‘s denn mit uns beiden? «

Ich drehte mich um und ein schmieriger Kerl mit einem dicken Bierbauch grinste mich an. Instinktiv wich ich einen Schritt zurück und schüttelte heftig mit dem Kopf. Aber das konnte ihn nicht aufhalten. Er kam auf mich zu und grabschte mir ungeniert an den Busen. Ohne groß darüber nachzudenken trat ich ihm heftig gegen das Schienbein. Er jaulte auf, fluchte und packte mich dann an den Schultern.

» Was geht denn hier vor? «, hörte ich die laute Stimme von Lady Devil.

» Dieses Miststück hat mich getreten! «, beklagte sich der Kerl.

» So! Und was ist vor dem Tritt passiert? «, fragte sie wie bei einem Verhör.

» Nichts! «, mimte der Kerl das Unschuldslamm.

» Sieh bloß zu, dass du Land gewinnst. Wer sich nicht benehmen kann, der hat auch nichts Besseres verdient! «

Der Kerl trollte sich und murmelte noch etwas von einem Scheißladen. Lady Devil wirkte jetzt richtig verärgert. Hoffentlich musste ich das am Ende nicht ausbaden. Sie hatte eine Kiste mitgebracht. Als erstes füllte sie daraus die Flyer und Schokoladeneier in meinem Korb wieder auf. Doch dann sollte es ernst werden. Sie zog ihr Smartphone heraus und erzählte irgendwas von Deaktivierung. Dann schnappte sie sich das goldene Ei und strich zärtlich darüber. Ich spürte aber überhaupt nichts, also hatte sie wohl dieses Ei deaktiviert. Wie Schade! Aber ich war mir ziemlich sicher, dass dies noch nicht die Strafe war von der sie vorhin gesprochen hatte. Sie hatte mit Sicherheit irgendetwas Gemeineres im Sinn. Und ich sollte Recht behalten. Lady Devil packte nun ein schwarzes Ei aus einer Schachtel aus und stellte es in meinen Eierbecher. Dann spielte sie wieder mit ihrem Handy herum und ich vermutete, dass sie jetzt das schwarze Ei aktiviert hatte. Nicht gut, gar nicht gut.

» Wollen wir doch mal sehen, wie dir dieses Ei gefällt! «, verkündete sie hämisch.

Sie legte es auf ihre Handfläche und strich mit den Fingern darüber. Autsch, autsch, autsch! Ich hüpfte herum, als ob ich auf einer heißen Herdplatte laufen würde. Es fühlte sich an, als ob ich mit tausenden heißer Nadeln traktiert würde. Lady Devil stoppte ihre Bewegungen und die Tortur hörte sofort auf. Meine Atmung hatte sich beschleunigt und ich hatte zu schwitzen begonnen.

» Ich kenne ein paar Sklavinnen, die von diesem schwarzen Ei noch mehr angetörnt werden als von dem Goldenen. Wie steht es mit dir, bist du auch eine schmerzgeile Sklavin? Oder möchtest du lieber das goldene Ei behalten? «

Auch wenn mich Hiebe auf den Hintern letzte Woche überraschenderweise zu einem Höhepunkt gebracht hatten, so war das goldene Ei doch bei weitem angenehmer. Ich nickte mit dem Kopf.

» Also bist du eine schmerzgeile Sklavin? «, fragte sie lächelnd. Nein, so war das nicht gemeint, ich wollte das goldene Ei behalten. Also schüttelte ich heftig meinen Kopf.

» Ja was denn nun. Entscheide dich mal! «, mit einem hämischen Grinsen fuhr sie mit ihren Fingern wieder über das Ei. Auuuuutsch! Wieder führte ich einen wilden Tanz auf und diesmal verlor ich sogar soweit die Kontrolle, dass einige Schokoladeneier aus dem Korb purzelten. Erneut hörte Lady Devil auf das Ei zu streicheln. Ich japste, so als ob ich gerade einen Marathon gelaufen wäre. Mein Herzschlag raste und in meinem Schritt breitete sich wohlige Wärme aus. Das war einfach nur furchtbar gewesen, also warum spürte ich nun Wärme in meiner Muschi?

» Also nochmal, bist du eine schmerzgeile Sklavin? «, ich schüttelte heftig den Kopf. Auch wenn mein Schritt das offensichtlich anders sah.

» Du möchtest also das goldene Ei behalten? «, diesmal nickte ich. Was auch immer dieses schwarze Ei in mir ausgelöst hatte, das andere Ei war jedenfalls tausendmal besser.

» Also schön, wie du willst! Dann muss ich mir wohl was anderes einfallen lassen, denn Strafe hast du auf alle Fälle verdient. Du hast dir ohne meine Erlaubnis einen Orgasmus verschafft und Mistress Daniela hat dich ermahnt auf die Eier aufzupassen. Auch das hast du gerade missachtet. «

Lady Devil tauschte die beiden Eier wieder gegeneinander aus und ich war heilfroh darüber. Dann sammelte sie die Schokoladeneier vom Boden auf und legte diese zurück in meinen Korb. Besorgt über meine bevorstehende Strafe beobachtete ich, wie sich Lady Devil aus der mitgebrachten Kiste bediente. Dann zwirbelten ihre Finger zärtlich an meinen Nippeln, was diese schließlich zur vollen Größe erblühen ließ. Hm, so durfte sie mich gerne bestrafen. Aber bevor ich ihre Liebkosungen so richtig genießen konnte, setzte sie ein paar böse Klammern auf meine Brustwarzen. Die beiden Nippelklemmen waren mit einer dünnen Kette miteinander verbunden und bissen heftig zu. Ein ziehender Schmerz breitete sich in meinen Brüsten aus. Er war nicht so unangenehm wie bei dem schwarzen Ei, aber er schien sich langsam in meinem Gehirn einzubrennen. So als ob er mich an meine Untaten erinnern wollte.

» Steht dir richtig gut! Die Kette betont wunderbar deine schönen Brüste! «, resümierte Lady Devil.

» Wir machen uns jetzt wieder auf den Weg. Solltest du dir noch einmal, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis, einen Orgasmus verschaffen, dann werde ich deine Muschi ebenfalls mit einer solchen Klemme verzieren. Hast du das verstanden? «


Fortsetzung folgt!
160. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Rubberpaar am 26.09.17 20:25

Und wieder eine geniale Fortsetzung. Freuen uns auf jeden Dienstag, wenn es weiter geht.
LG
161. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 28.09.17 00:06

Auch von mir, ein kleines Lob, ja es geht toll weiter.
Wenn mir nicht immer der Kerl namens Albert die Zunge, egal. Lassen wir dass!

Zitat

» Steht dir richtig gut! Die Kette betont wunderbar deine schönen Brüste! «, resümierte Lady Devil.


Ja, wer den Schaden hat spottet jeder Beschreibung! Egal, selber Schuld.

Ein Danke an Dich für die spannende Geschichte.
162. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von maximilian24 am 29.09.17 20:38

Auch ich zähle mich zu den fleissigen Lesern die nur allzu selten ein Lebenszeichen abgeben. Höchste Zeit daher für zweierlei:
1) Entschuldigung für mein Schweigen und
2) Bedanken für die spannende Story.
Maximilian
P.S.:
Die Regelmäßigkeit der Fortsetzungen haben ihren besonderen Reiz. Da wird man so unauffällig automatisch zum devoten Untertan. Sozusane SM pur
163. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 01.10.17 19:22

Hallo Rubberpaar,

schön zu hören, dass euch meine Geschichte gefällt.
Und noch schöner zu hören, dass ihr euch auf Dienstags freut, weil dann ein neuer Teil erscheint.

Ich danke euch dafür!


Hallo Ihr_joe,

ein kleines Lob? Da bin ich aber besseres von dir gewöhnt.

Trägt man nicht fast immer zumindest einen Teil der Schuld selbst?
Erinnert mich irgendwie an den Kommentar eines Arbeitskollegen, als ich einen Monat zu Fuß gehen durfte, weil mein Auto den Fehler gemacht hat zu schnell zu fahren.


Hallo maximilian24,

dann antworte ich mal im gleichen Stil:

1) Es gibt überhaupt nichts wofür du dich entschuldigen müsstest. Trotzdem, Entschuldigung akzeptiert!
2) Gern geschehen!

Wenn das regelmäßige Erscheinen zur Folge hatte, dass du zum regelmäßigen Leser geworden bist, dann kann ich nur eine bekannte elektronische Stimme zitieren. Sie haben ihr Ziel erreicht!


LG
Fist
164. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 03.10.17 19:35

Teil 15


Ich nickte sofort. Das Ziehen in meinen Brüsten war zwar unangenehm, aber man konnte es gut aushalten. Wie würde sich sowas wohl an einer noch empfindlicheren Stelle anfühlen? Vermutlich noch unangenehmer, daher wollte ich es lieber nicht provozieren. Wir stürzten uns wieder ins Getümmel und Lady Devil begann erneut ihr perfides Spiel mit dem goldenen Ei. Aber diesmal schienen ihre Gespräche und dadurch auch meine Stimulation deutlich länger zu dauern. Versuchte sie mich etwa absichtlich in einen unerlaubten Höhepunkt zu treiben? Das sähe diesem Miststück ähnlich. Ich beschloss sie zu sabotieren und versuchte an möglichst unverfängliche Dinge zu denken. Lange Zeit klappte das recht gut, aber ich spürte auch, dass ich einem Orgasmus mit jedem weiteren Mal immer näher kam. Die Nippelklemmen merkte ich kaum noch, da sich inzwischen ein Taubheitsgefühl in meinen Brüsten eingestellt hatte. Und dann passierte das, was ich schon das ganze Wochenende befürchtet hatte. Mir begegnete ein bekanntes Gesicht. Vor mir stand Michael, ein Arbeitskollege aus dem Bankhaus Schreiber. Ich kannte ihn nicht näher und wusste nur, dass er in der EDV Abteilung arbeitete. Er war ein typischer Nerd und ich hätte nicht erwartet ihn auf einer Fetisch Convention zu treffen. Lady Devil begann wieder mit ihrem Promo Gespräch und deutete dabei mehrfach auf mich. Sein Gesicht zeigte dabei aber keinerlei Anzeichen, dass er mich wiedererkannt hätte. Auch schien er wesentlich stärker an Lady Devil interessiert zu sein als an mir. Ohne genau zu wissen warum kränkte mich das. Als er das goldene Ei in seine Hände nahm hatte ich plötzlich das Bedürfnis, seine Aufmerksamkeit stärker auf mich zu lenken. Ich ließ mich gehen und in kürzester Zeit hatte mich mein Arbeitskollege befriedigt. Das Kuriose dabei war, dass er noch nicht einmal wusste, dass er mich kannte. Und ich würde es ihm mit Sicherheit auch niemals verraten. Als er bemerkte was in mir vorging, musterte er mich etwas irritiert.

» Sieh an, unser geiles Osterhäschen hat sich gerade verbotenerweise einen Orgasmus gegönnt. Was meinen sie, sollte sie dafür bestraft werden? «, fragte Lady Devil an Michael gerichtet.

Michael schien von Lady Devil fasziniert zu sein und starrte sie wortlos an. Als er begriff, dass er jetzt wohl eine Vorführung zu sehen bekommen würde, nickte er begeistert. Lady Devil präsentierte ihm lächelnd ein weiteres Paar Klammern, diesmal mit einer deutlich längeren Kette. Sie befestigte die erste Klemme in meinem Schritt und ein gemeiner Schmerz breitete sich in meinem Unterleib aus. Kurz darauf packte die zweite Klemme zu und ich verlagerte unbewusst mein Gewicht auf das rechte Bein. Die Kette begann zu schwingen und schlug gegen die Innenseite meines rechten Beins. Die Erschütterung übertrug sich direkt auf meine Muschi. Ich wurde jetzt von den unterschiedlichsten Reizen überflutet. Da war der unangenehme sich langsam ausbreitende Schmerz, da war ein von der Kette verursachtes Kribbeln im Schritt und gleichzeitig stieg auch noch eine unglaubliche Hitze in mir auf. Unfähig alle Eindrücke auf einmal zu verarbeiten versuchte ich mich zu beruhigen. Nachdem ich mich wieder etwas gesammelt hatte bemerkte ich, dass sich ein Kreis von Zuschauern um uns herum gebildet hatte. Michael hatte jetzt einen hochroten Kopf und es zeigte sich eine deutliche Beule in seiner Hose. Also Aufmerksamkeit hatte ich jedenfalls erregt und nicht nur die seine. Das geriet hier völlig außer Kontrolle, was war nur los mit mir? Ich präsentierte mich hier selbst als geiles Sex Objekt. Mein Geld hätte ich sicher auch mit etwas weniger körperlichem Einsatz bekommen. Die Erklärung dafür war furchtbar simpel, auch wenn ich sie nicht mochte. Die Behandlung gefiel mir.

Der Tag schien nicht enden zu wollen und irgendwann fühlte sich mein Schritt ähnlich taub an wie meine Brüste. Ich war unglaublich froh als Lady Devil verkündete, dass wir jetzt zum Stand zurückkehren und Feierabend machen würden. Mein Körper fühlte sich geschunden an und ich war völlig erledigt. Aber es wartete noch eine unangenehme Überraschung auf mich. Denn diese Klemmen wieder zu entfernen schmerzte noch viel mehr als sie aufzusetzen. Mistress Daniela hatte mir meine 2500 Euro überreicht und mir gesagt, dass ich einen sehr guten Job gemacht hätte. Ich freute mich ehrlich über das Lob, aber ich freute mich mittlerweile sogar noch mehr auf mein Bett. Der Tag war anstrengend gewesen und ich war hundemüde. Auf der kurzen Heimfahrt war ich sogar in Mistress Danielas Auto eingeschlafen.

Am Montagmorgen fuhr ich gutgelaunt ins Büro. Die Sonne schien und ich hatte endlich das nötige Geld für den Alkoven zusammen. Ich hatte mir vorgenommen nach Feierabend zu Magic Glamour zu gehen und mir die W-Line zu bestellen. Allerdings bescherte mir dieser Arbeitstag auch eine schlechte Nachricht. Mister Turnbull würde am nächsten Tag bei uns im Hause sein und ich bekam die „ehrenvolle“ Aufgabe einen Vortrag für ihn zu halten. Turnbull war Amerikaner und einer der Vorstände aus unserer Zentrale in Frankfurt. Er hatte den Ruf gern unangenehme Fragen zu stellen. Letztes Jahr war ich als Protokollführerin bei einer Sitzung dabei gewesen, in der Mister Turnbull unseren Standortleiter mit detaillierten Fragen regelrecht auseinandergenommen hatte. Kurz gesagt, mir graute vor meiner bevorstehenden Aufgabe. Ich ließ all meine sonstige Arbeit ruhen um mich gründlich auf den morgigen Vortrag vorzubereiten. In der Mittagspause lief mir in der Kantine Michael über den Weg. Er nahm mich überhaupt nicht wahr und irgendwie störte mich das. Warum eigentlich? Ich hatte überhaupt kein Interesse an diesem Nerd. Bei Dienstschluss war ich mir relativ sicher, dass ich auf alle erdenklichen Fragen von Mister Turnbull antworten konnte. Aber trotzdem hielt sich meine böse Vorahnung, dass ich am nächsten Tag bloßgestellt werden würde.

Auf dem Weg zu Magic Glamour kam ich natürlich auch wieder an dem Schusterladen vorbei. Und immer noch wunderte ich mich über die ungewöhnlichen Auslagen im Schaufenster. Aber heute war nur eine einzige Kundin in dem Laden und ich überlegte, ob ich mich vielleicht doch mal nach den Preisen erkundigen sollte. Fragen kostete ja schließlich nichts. Also betrat ich den Laden, in dem es sehr stark nach Leder roch. Etwa fünf Minuten später zog die Kundin mit einem Paar weißer Brautschuhe zufrieden ab. Sie hatte ein kleines Vermögen dafür bezahlt, aber ich musste zugeben, dass ihre Schuhe wirklich ausgesprochen schön waren. Leider waren die Preise des Schusters sogar noch höher als ich befürchtet hatte. Ein Paar schwarze Pumps, welche neu im Schaufenster standen, kosteten 900 Euro und für die langen roten Stiefel musste man sogar über 2000 Euro hinblättern. Das war weit über meinen Möglichkeiten und ich verließ enttäuscht den Laden. Aber die Aussicht auf meinen eigenen Alkoven hob meine Stimmung schlagartig wieder.

Bei Magic Glamour war heute mehr los als sonst und Frau Markheim war beschäftigt. Also schaute ich mich zuerst einmal etwas um. Ich kam an den Lederhosen vorbei und schüttelte nur den Kopf. Oh nein, kein zweites Mal. Irgendwann stand ich vor einem Ständer mit Blusen und ein Schild verkündete „Softer than Satin“. Ja genau, Frau Markheim hatte bei meinem ersten Besuch eine solche Bluse getragen. Schmunzelnd erinnerte ich mich an meine Antwort mit dem Lügendetektor Ring. Ich hatte es als völlig unangebracht bezeichnet, wie sie ihre Nippel präsentiert hatte und ihre Busengrabsch Aktion hatte mich damals regelrecht geschockt. Heute fand ich ihr Verhalten zwar noch immer seltsam, aber schockiert war ich darüber nicht mehr. Schließlich hätte man auch meine Aktionen am vergangenen Wochenende durchaus als seltsam bezeichnen können. Ich strich mit der Hand über den Stoff und musste sagen, diese Blusen fühlten sich wirklich sehr angenehm auf der Haut an. Ob ich mir für den morgigen Vortrag vielleicht eine schicke neue Bluse kaufen sollte? Aber natürlich würde ich dann einen BH darunter tragen. Warum eigentlich nicht? Im Moment hatte ich einen grauen Rock und eine schwarze Strumpfhose an. Aber ich hatte mir überlegt am nächsten Tag einen knielangen dunkelblauen Rock zu tragen. Welche Farbe würde wohl gut dazu passen? Mit einer weißen Bluse zu einem dunklen Rock konnte man eigentlich nichts falsch machen. Ich musste nur darauf achten, dass die Bluse bei starkem Lichteinfall nicht transparent wurde. Nach einigem Suchen fand ich endlich eine weiße Bluse in meiner Größe. Manschetten und Kragen waren mit einem blauen Wellenmuster verziert. Hübsch! An einem Spiegel hielt ich mir die Bluse vor meinen Oberkörper. Passte nicht so ganz zu dem grauen Rock, aber das war ja auch unwichtig. Ich suchte mir eine Umkleidekabine um die Bluse anzuprobieren. Plötzlich wurde ich vom Teufel geritten und zog mir auch den BH aus, um den Stoff direkt auf meinen Brüsten zu spüren. Das fühlte sich richtig gut an. Vielleicht nicht ganz so gut wie bei meinem gestrigen Osterhasenkostüm, aber das war auch ganz gut so. Denn schließlich wollte ich ja damit einen Vortrag halten. Trotzdem verfehlte der Stoff aber nicht seine Wirkung auf mich. Genau wie damals bei Frau Markheim zeichneten sich jetzt auch meine Nippel deutlich durch das Material ab.

» Kommen sie klar, oder benötigen sie Hilfe! «, hörte ich die Stimme von Frau Markheim vor der Kabine.

» Alles wunderbar! «, antwortete ich, damit sie nicht wie bei Lisa in die Kabine gestürmt kam.

» Zeigen sie doch mal! Vielleicht kann ich ihnen ja doch noch behilflich sein! «

Mir war klar, dass Frau Markheim den Vorhang zur Seite ziehen würde, wenn ich nicht freiwillig aus der Kabine kam. Also öffnete ich den Vorhang und trat so selbstbewusst wie möglich heraus. Durch die Bewegung rieb der Stoff sanft an meinen Brustwarzen, was diese noch weiter versteifte. Frau Markheim begrüßte mich erst herzlich und musterte mich danach von allen Seiten.

» Passt farblich nicht so ganz zu ihrem Rock. Wollen sie stattdessen vielleicht mal eine dunkelblaue Bluse probieren? «

Ich war positiv überrascht, denn normalerweise wurde einem von Verkäufern ja immer erzählt, dass es gut aussehen würde. Schließlich wollten sie ihre Ware ja auch an den Mann bringen. Aber für Frau Markheim schien das nicht die oberste Priorität zu sein. Ihr Verhalten war ja generell etwas ungewöhnlich, warum also nicht auch in dieser Beziehung.

» Nein, das ist kein Problem, denn ich möchte die Bluse zu einem dunkelblauen Rock tragen. Aber ich bin unsicher, ob die Bluse bei starker Beleuchtung nicht vielleicht durchsichtig werden könnte. «

» Wie ich sehe, haben sie sich entschlossen die Bluse ohne ihren BH zu tragen. Eine wirklich kluge Entscheidung! «, sagte sie mit einem verschmitzten Lächeln. Dann fuhr sie fort.

» Ich denke nicht, dass sie sich Sorgen über ihre Brüste machen müssen. Die Männer werden es lieben einen Blick darauf zu erhaschen. «

» Das mag sein, aber mein Chef würde es vermutlich weniger lieben, wenn ich im Büro eine Peepshow abliefern würde. «

» Wenn ihr Chef ein Mann ist, dann würde er es privat ganz sicher lieben. Beruflich vielleicht etwas weniger, da gebe ich ihnen Recht. Aber ich kann ihnen versichern, dass diese Bluse blickdicht ist solange sie nicht nass wird. Warten sie, ich beweise es ihnen. «

Frau Markheim eilte schnellen Schrittes zu ihrem Tresen und kehrte kurz darauf mit einer großen Taschenlampe wieder zurück. Sie war heute wesentlich konservativer gekleidet als sonst. Ein eng geschnittener dunkler Hosenanzug mit feinen Nadelstreifen verlieh ihr einen edlen Look. Dazu trug sie eine glänzende weiße Bluse, die vielleicht ebenfalls aus der „Softer than Satin“ Kollektion stammte. Aber es wäre eben einfach nicht Frau Markheim, wenn ihr Outfit nicht auch eine ungewöhnliche Variante aufgewiesen hätte. Ihre Schuhe hatten derart hohe Absätze, dass sie wie eine Ballerina auf den Zehenspitzen laufen musste. Sie schien darin sehr geübt zu sein, denn sie bewegte sich in den Schuhen völlig natürlich. Als Kind hatte ich selbst ein paar Jahre Ballettunterricht gehabt und wusste daher, wie schwierig das tatsächlich war. Ihre Schuhe verschwanden unter den Hosenbeinen und ließen ihre Beine unendlich lang erscheinen. Meine Blicke folgten den Hosenbeinen nach oben und ich ertappte mich dabei, wie ich in ihrem Schritt nach einem Anzeichen für das Vorhängeschloss suchte. Was zur Hölle war nur los mit mir? Jetzt verhielt ich mich schon genauso seltsam wie diese Frau. Um mir zu zeigen, dass meine Bluse nicht durchsichtig wurde, strahlte sie mich von hinten mit der Taschenlampe an während ich mich vor dem Spiegel drehte.

» Ja sie haben Recht Frau Markheim, man sieht tatsächlich nichts. Ich denke ich werde diese Bluse nehmen. «

» Wunderbar! Möchten sie vielleicht noch irgendwas dazu? Vielleicht einen passenden Rock, ein paar Strümpfe oder wie wäre es mit neuen Schuhen? Wir haben gerade wunderschöne neue Pumps hereinbekommen. «

Eigentlich war ich ja nur wegen des Alkovens hier, aber Frau Markheims Schuhe hatten mich neugierig gemacht. Würde ich auf sowas auch laufen können?

» Ihre Schuhe sehen sehr ungewöhnlich aus. Ist es schwer damit zu gehen? «, fragte ich interessiert.

» Nun es erfordert schon etwas Training. Anfangs muss man sich normalerweise irgendwo festhalten um nicht umzufallen. Aber wenn man es erst einmal erlernt hat, dann gibt es einem ein richtig erhabenes Gefühl. Und diese Schuhe der Marke „Solar-Boots“ haben noch den großen Vorteil, dass die eingearbeiteten Gelpads Schmerzen in den Füßen verhindern. Wollen sie vielleicht mal ein Paar anprobieren? «

» Ich weiß nicht. Als Kind habe ich mal Ballett getanzt, aber das ist schon verdammt lange her. Vermutlich würde ich in solchen Schuhen nur herum stolpern. «

» Unsinn, das ist wie Radfahren, das verlernt man nicht. Warten sie hier, ich hole ihnen einfach mal ein Paar! «


Fortsetzung folgt!
165. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Rubberpaar am 03.10.17 21:48

Hallo IronFist
Was sollen wir groß sagen, das warten auf Dienstag hat sich wieder gelohnt.
166. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Moira am 03.10.17 22:04

Die Sequenzen im Club und auf der Convention haben mir auch gefallen, aber jetzt freue ich mich besonders, dass es bei Magic Glamour und vielleicht auch dem "Sonder-Schuster" weitergeht ...
Hoffen wir mal für sie, dass während sie beim Vortrag die neue "softer than Satin"-Bluse trägt, kein Defekt des Wassersprudlers oder gar der Sprinkleranlage vorkommt *kicher
167. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 03.10.17 22:56

Ja, ein gefährlicher Laden, dieses Macic Glamour, jedes Produkt hat einen Haken, ist aber toll.
Zu der Bluse kommen och die Schuhe, mit der nächsten Überaschung.

Nur so am Rande, wenn Du die Ehre hattest so nette Klämmerchen so lange zu tragen (ohne Übung), dann sind die Nippelchen so empfindlich, dass so eine Bluse nicht soft genug sein kann.

Danke!
Einmal mehr warte ich auf die Fortsetzung, auf die nächsten Überraschungen Ihr_joe


168. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 05.10.17 19:36

Hallo Rubberpaar,

schön das zu hören.
Dann hoffe ich mal, dass ihr auch wieder sehnsüchtig auf die nächste Woche wartet.


Hallo Moira,

zuerst einmal danke ich dir für dein Lob.
Es überrascht mich überhaupt nicht, dass du dich besonders auf Magic Glamour und den Schuster freust. Shopping war für Frauen ja schon immer äußerst interessant.

Vielleicht braucht es ja gar keinen defekten Wassersprudler oder eine Sprinkleranlage. Auch eine gut geschüttelte Mineralwasserflasche könnte einen durch(scheinenden)schlagenden Erfolg haben.


Hallo Ihr_joe,

eigentlich würde man ein solches Geschäft wohl einen Ramschladen nennen, wenn alle Produkte einen Haken hätten. Es sei denn man steht auf böse Überraschungen.
Aber vielleicht macht die Perspektive als Leser den Laden attraktiver, als wenn man selbst davon betroffen wäre.

Wie kommst du nur auf die abwegige Idee, dass diese Schuhe eine Überraschung nach sich ziehen würden?
Diese sind natürlich die Ausnahme von der Regel und einfach nur ein gewöhnliches paar Schuhe.


LG
Fist
169. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 05.10.17 21:10

Lach, so, so die Schuhe, keinen Haken. Warum sollte das ein Ramschladen sein.
Es ist wie im Leben, du kaufst einen modernen Wagen, mit einem modernen Motor, sparsam und sauber, plötzlich gibt es da einen Haken. Das Auto ist eine Dreckschleuder..
Sind denn alle Autohäuser Ramschläden?

Nun es ist Deine Geschichte, vielleicht hast Du ja an einen Ramsch- oder Saftladen gedacht, bei einem Geschäft, das ins Deutsch übersetzt in etwa magischer(weiser) Zauber(spruch), moderner vielleicht zauberhafter Glanz bedeutet.

Verwirrt am Kopf kratze und Dir einen schönen Abend bei einem Glas Reben- oder Gerstensaft wünsche,
Ihr_joe
170. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Rainman am 05.10.17 22:49

Hallo IronFist.

Schöne Geschichte bisher.
Bin ja mal gespannt, wie es ausgeht und ob es deiner Probandin danach überhaupt gu geht.


MfG Rainman
171. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 07.10.17 19:18

Hallo Ihr_joe,

irgendwie habe ich den Eindruck, dass du mir bei den Schuhen nicht so ganz glaubst.

Bei den Autohäusern kommt es wohl stark auf deine Erwartungen an ein Auto an. Und ich bin mir nicht so sicher, ob Sparsamkeit und Sauberkeit bei der Mehrheit der Käufer eine Priorität sind. Es soll doch tatsächlich Kunden geben, für die Geräumigkeit, Komfort, Geschwindigkeit oder Aussehen wichtiger sind.

Auf den Reben- oder Gerstensaft werde ich an dieser Stelle lieber verzichten. Don't drink and drive!


Hallo Rainman,

ich danke dir für dein Lob.

Aber wieso sollte es meiner Protagonistin am Ende nicht gut gehen? Hältst du mich etwa für einen Sadisten?
Was für ein absurder Gedanke!


LG
Fist
172. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 08.10.17 00:07


Zitat

Es soll doch tatsächlich Kunden geben, für die Geräumigkeit, Komfort, Geschwindigkeit oder Aussehen wichtiger sind.


Ja und die freuen sich, wenn ihr SUV oder Luxusmodellen mit dem tollen Diselmotor, ein Auslaufmodell ist, das binnen Jahresfrist von dem innovativen Trendmodell zu Ladenhüter mit bis zu 70% Wertverlust wurde und sie immer noch darauf hoffen, dass es kein Diselverbot in unseren Städten geben möge. Das so großzügig angebotene Softwareupdate war oder ist ja auch nur ein Blendwerk.

Da ist ja Dein Lädelchen, man vermut es ist ein Haken dabei, freut sich aber umsomehr, wenn wie bei den Schuhen nur der Arzt die Nase rümpft und etwas von ungesund murmelt, insgeheim aber beschließt doch auch einmal bei Magic Glamour rein zu schauen.

Was, Du verzichtest auf den wunderbar noch nicht gegorenen Traubensaft, dieses wunderbare Tröpfchen Heimat, welches ich Dir, so gesundheitsbewust wie Du bist, zugetraut habe. Du denkst gleich an die Rebensäfte, die schon einen zu einem herrlichen Wein oder Sekt veredelt wurden, die den Feierabend für die Genießer zu einem Geschmackserlebnis werden lassen.

Ach hab ich schon geschrieben, dass ich normalerweise nur im Urlaub ein Gläschen und dann meist auch noch schnöden Gerstensaft trinke.

Ihr_joe

173. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Moira am 08.10.17 07:34

Zitat
Entschuldige ***ten, das war meine Rechtschreibkorrektur, die Dich zu TomTom umgeschrieben hat, das perfekte iPad eben.


sonnenklar - ist 100pro heimlich bei Magic Glamour gekauft, der Tablet von Ihr_Joe *feix
174. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Dark Fangtasia am 08.10.17 11:54

Hoffentlich behält die liebe ihren Job, wenn sie mit dieser Bluse auf der Arbeit auftaucht.
Ich habe irgendwie das Gefühl, dass die Bluse aus versehen nass werden könnte...

Naja wenn sie keinen Job mehr hat muss sie vielleicht dauerhaft im Club arbeiten um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Aus unserer Sicht könnte es Schlimmeres geben

Freue mich auf den nächsten Teil und auf die Special-Features des Alkoven.
175. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von lot am 08.10.17 16:44

Wenn sie ihren job verliert bekommt sie mit Sicherheit bei Madam eine Anstellung

176. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 09.10.17 19:34

Hallo Ihr_joe,

ich fahre zwar keinen Diesel und wäre von einem Fahrverbot deshalb nicht betroffen, aber ich bin mir noch gar nicht so sicher, ob es überhaupt soweit kommt.
Das ist ein heikles Thema und die Politik könnte sich dadurch bei sehr vielen Wählern schnell unbeliebt machen.

Wenn der Arzt bei den Schuhen die Nase rümpft, dann könnte das aber vielleicht auch am Geruch liegen.

Du hast also an unvergorenen Saft gedacht. Dann erkläre mir doch bitte mal was ein unvergorener Gerstensaft ist. Der ist mir bisher nicht bekannt.


Hallo Moira,

du irrst dich beim Tablet von Ihr_joe.
Wäre sein Tablet von Magic Glamour, dann wäre es mit der Software des Lügendetektor-Rings ausgestattet und alle Unwahrheiten würden autokorrigiert.

Deren Slogan lautet: Weniger Lügen im Internet, gehen sie mit gutem Beispiel voran!

Vom Versenden wichtiger E-Mails, etwa an Ehefrau oder Chef wird jedoch abgeraten.


Hallo Dark Fangtasia,

irgendwie lese ich aus deinem Kommentar heraus, dass du dir wünscht, dass sie ihren Job verliert.
Schäm dich!!


Hallo lot,

ich bin mir nicht so sicher, ob Mistress Daniela eine Stelle für sie hätte.
Sie hat Marie ja schon einmal gesagt, dass sie Sklavinnen nicht bezahlt, weil sie dann keine Sklavinnen mehr wären.

Was hast du denn für einen Job im Sinn?


LG
Fist
177. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 09.10.17 19:58

@ IronFist
Zitat

Dann erkläre mir doch bitte mal was ein unvergorener Gerstensaft ist. Der ist mir bisher nicht bekannt.


Wenn Du schon eine Erklärung haben magst, bitteschön:

Gerstengrassaft ist grasgrün und schmeckt ein bisschen wie Spinat.

Es handelt sich um einen modernen Powerdrink (igit)! Nun, wie er wirkt, das ist ein Geheimnis! Es wäre kein Geheimnis mehr, wenn man es lüften würde. (Woher kenne ich nur solche Sätze?!)

Aber den Saft gibt es tatsächlich, er ist nicht vergoren, ob es den wohl auch bei Magic Glamour gibt, kann ich nicht schreiben, denn es ist ja eigentlich kein Saftladen? Aber irgend ein Haken muss so ein Saft doch haben!

Ihr_joe
Nachtrag: Es gibt etwa 40 bis 50 Seiten, die die Gerstensaft, ist... verwenden. Darunter auch einige Blogger, wobei ich keine Werbung für das Zeug machen möchte!
Es ist mir zu suspekt, deshalb auch keine Quelle. Anscheinend kann man den Saft auch in verschieden Apotheken kaufen, was auch kein Garrant für die Wirkung ist.

178. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von lot am 09.10.17 21:40

Kost und Logie...
Und bei guter Führung so wie als Bunny gibt es was oben drauf an Geld.Und bei guter Führung so wie als Bunny gibt es was oben drauf an Geld.

Natürlich auch Verschluss im KG. Denn wenn sie heiß ist soll sie ja nicht an sich rumspielen können. Dann kann sie vielleicht verliehen werden für etwas extra Zubrot....

aber ich glaube dir fällt da schon noch was passendes ein.


liebe Grüße
lot

Verschlossen ist schön




179. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 09.10.17 22:19

Hallo Ihr_joe,

hast du nicht eine Quellenangabe vergessen, wenn du Texte aus dem Internet kopierst?

Zitat

Gerstengrassaft ist grasgrün und schmeckt ein bisschen wie Spinat.


Obwohl hier ist es vielleicht auch besser so, denn diese Seite wirkt höchst unseriös.
Angeblich schützt dieses Zeugs sogar gegen Krebs und radioaktive Strahlung.


Hallo lot,

nicht gerade besonders lukrativ dein Job. Ob das das richtige für eine Bankerin ist?

Allerdings brauche ich über die weitere Geschichte nicht groß nachzudenken. Sie ist bereits fertig.


LG
Fist
180. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 10.10.17 19:33

Teil 16


Sie erkundigte sich nach meiner Schuhgröße und verschwand dann durch eine Tür hinter ihrem Tresen. Ich schwor mir, diese Schuhe nur anzuprobieren und nicht zu kaufen. Mit der Bluse hatte ich ohnehin schon wieder mehr gekauft als ich eigentlich vorgehabt hatte. Kurze Zeit später kehrte Frau Markheim mit einer Schachtel zurück. Die schwarzen Schuhe waren mehr ein paar Halbstiefel. Sie reichten bis zur Wade, waren vorne geschnürt und endeten oben in einer Schnalle die leicht bläulich schimmerte. Hier im Karton wirkten die Absätze sogar noch höher, als an Frau Markheims Füßen. Ich setzte mich und Frau Markheim begann die Schuhe zu schnüren. Diese Schnürerei war ziemlich aufwändig und Frau Markheim benötigte dafür mehrere Minuten. Nicht unbedingt alltagstauglich, aber das waren hohe Absätze ja eigentlich nie. Frau Markheim schloss die Schnallen und ich stand vorsichtig auf. Anfangs noch etwas wacklig stolzierte ich mit Unterstützung von Frau Markheim durch den Raum. Das Laufen ging erstaunlich gut und bereits nach kurzer Zeit konnte ich die stützende Hand von Frau Markheim loslassen. Ich ging immer sicherer auf und ab und kam mir dabei einen ganzen Kopf größer vor. Ganz so falsch war das ja auch nicht, denn ich war jetzt tatsächlich 18 Zentimeter größer.

» Sie machen das ganz ausgezeichnet. Man sieht ganz deutlich, dass sie mal Ballett getanzt haben. Aber lassen sie mich ihnen noch den besonderen Kniff dieser Schuhe zeigen. «

Frau Markheim beugte sich zu meinen Schuhen hinunter und drückte auf einen kleinen Knopf an den Schnallen. Mir war nicht so ganz klar, was der besondere Kniff daran sein sollte. Es hatte sich eigentlich nichts verändert.

» Weil sie so gut in den Schuhen laufen können, habe ich gerade die Solar Panel aktiviert. An den Schnallen befinden sich kleine Solarzellen, die jeweils einen Akku speisen. Und die Energie dieser Akkus reicht aus, um die Schuhe für vier Stunden zu verschließen. Ist das nicht eine ganz wunderbare Idee? «

Wie bitte? Sie hatte mich gerade in die Schuhe eingeschlossen. Aber das konnte sie doch nicht machen. Wie sollte ich denn jetzt nach Hause kommen? Und noch viel schlimmer, ich konnte doch morgen nicht so zur Arbeit gehen. Oh Gott! Warum lernte ich eigentlich nie dazu, denn bisher hatte noch jeder Besuch hier in einer Peinlichkeit geendet. Ich musste mich zuerst einmal hinsetzen und den Schock verdauen. Meine Einwände tat Frau Markheim als unbedeutend ab. Da ich so gut in den Schuhen laufen konnte, würde ich keine Probleme damit haben nach Hause zu kommen. Und über den morgigen Arbeitstag bräuchte ich mir auch keine Gedanken zu machen, denn ich könnte die Schuhe ja am nächsten Morgen wieder ausziehen. Dafür müsste ich nur sicherstellen, dass über Nacht kein Licht an die Solarzellen kommen würde. Sie empfahl dafür schwarze Latex Leggings, die man leicht über die Solarzellen ziehen konnte. Natürlich bot mir Frau Markheim auch gleich die Leggings zum Kauf an, aber ich war sauer und wollte mich nicht schon wieder abzocken lassen. Deshalb lehnte ich ihr Angebot ab. Restlos bedient wollte ich nur noch weg von hier. Aber der eigentliche Grund für meinen Besuch bei Magic Glamour, war ja die Bestellung eines Alkovens gewesen. Und das hatte ich bisher noch nicht gemacht. Wie schon die letzten beiden Male machte ich auch heute gute Miene zum schlechten Spiel. Ich orderte die W-Line und ließ eine gründliche Vermessung meines Körpers über mich ergehen. Selbst intime Stellen blieben davon nicht verschont. Wegen der bevorstehenden Osterfeiertage war eine Lieferung allerdings erst in der kommenden Woche möglich. Beim Bezahlen wies mich Frau Markheim noch darauf hin, dass ich die Schuhe innerhalb von drei Tagen kostenlos zurückgeben konnte. Danach würde sie einen Betrag von 1200 Euro meiner Kreditkarte belasten.

Auf dem Weg zur U-Bahn merkte ich schnell, dass das etwas völlig anderes war, als im Laden ein paar Meter zu gehen. Auch wenn ich einigermaßen gut laufen konnte, so ging ich doch sicherheitshalber immer in der Nähe von Hauswänden. Denn sollte ich mit diesen Schuhen hinfallen, dürfte ein Aufstehen auf freier Fläche ziemlich schwierig werden. Die Schuhe waren extrem auffällig und passten überhaupt nicht zu meinem restlichen Outfit. Natürlich erntete ich dafür jede Menge seltsame Blicke und auch ein paar blöde Kommentare. Eigentlich war die nächste U-Bahn Station nur 300 Meter entfernt, aber ich fürchtete dort auf Kollegen aus der Bank zu treffen. Deshalb ging ich in die entgegengesetzte Richtung, was aber fast die doppelte Wegstrecke für mich bedeutete. Ich versuchte nach außen so zu wirken, als wäre es die normalste Sache der Welt derart hohe Schuhe zu tragen. Aber in mir sah es völlig anders aus und ich wünschte mir bereits zu Hause zu sein. Die Strecke zog sich, da ich deutlich langsamer gehen musste als normal. Und jetzt hatte ich auch noch das Gefühl, dass mir jemand folgen würde. Angst kam in mir auf, denn Weglaufen wäre diesmal keine mögliche Option. Ich kramte hektisch in meiner Handtasche um im Notfall das Pfefferspray zur Hand zu haben. An einer roten Fußgängerampel drehte ich mich um. Mein Verfolger war eine junge Frau so um die 20. Sie trug ein paar ausgebleichte Jeans, ein einfaches Sweatshirt und dazu ein paar Sneakers. Unter den Arm hatte sie sich eine Tasche mit einem Laptop geklemmt. Für mich sah sie wie eine Studentin aus und sie wirkte auch nicht gerade bedrohlich. Vermutlich hatte sie einfach nur den gleichen Weg wie ich und meine Fantasie hatte mir einen Streich gespielt. Erleichtert fiel die Anspannung von mir ab. Ein Stück weiter saßen viele Gäste vor einem Cafe und genossen die abendliche Frühlingssonne. Das Stakkato meiner Absätze musste ganz unweigerlich die Aufmerksamkeit auf mich lenken. Und es gab die unterschiedlichsten Reaktionen. Eine junge Frau runzelte die Stirn während eine andere fasziniert auf meine Schuhe starrte. Einige junge Männer riefen mir Obszönitäten zu. Diese Jungs waren noch grün hinter den Ohren und markierten hier den starken Mann. Als einer von ihnen mich eine Hure nannte, platzte mir der Kragen. Ich ging auf den Kerl zu, verpasste ihm eine schallende Ohrfeige und erteilte ihm danach eine Lektion.

» Sobald du erwachsen bist, darfst du mir vielleicht die Stiefel küssen, du Wurm! «

An den Tischen waren alle Gespräche verstummt und wirklich jeder blickte mich nun an. Die Frau, die vorhin fasziniert auf meine Schuhe geschaut hatte, grinste erst breit und begann dann laut loszulachen. Der geohrfeigte Kerl und seine Kumpanen starrten mich einfach nur entgeistert an. Ich drehte mich um und setzte unbeirrt meinen Weg fort. Dabei konnte ich so Kommentare vernehmen wie „Das war schon lange mal fällig“, „Geschieht ihm Recht“ und „Richtig so“. Diese Auseinandersetzung hatte mir Selbstvertrauen gegeben und jetzt fühlte ich mich deutlich besser. Frau Markheim hatte es ein erhabenes Gefühl genannt und diese Beschreibung war gar nicht so verkehrt. Es hatte mir sogar Spaß gemacht diesen unverschämten Kerl zurechtzustutzen. In der U-Bahn erntete ich natürlich weiterhin seltsame Blicke, aber das machte mir nun überhaupt nichts mehr aus. Was kümmerte mich die Meinung von irgendwelchen fremden Leuten. Von der U-Bahn Station aus stolzierte ich wie eine Königin erhobenen Hauptes nach Hause und ignorierte dabei sämtliche Passanten. Im Treppenhaus schallten meine Schuhe derart laut, dass das ganze Haus zu beben schien. Aber diesmal begegnete mir dort niemand, nicht einmal Herr Müller mit seinem Hund. Diese Schuhe waren definitiv nicht für den Alltag geeignet, aber im Nachhinein musste ich zugeben, dass ich durchaus meine Freude an ihnen gehabt hatte. Sie abzuschließen ergab für mich zwar immer noch keinen Sinn, aber man konnte sie ja auch ohne diese Option tragen. Allerdings waren sie viel zu teuer und ich würde sie deshalb wieder zurückbringen. Ich wollte über Nacht auf Nummer sicher gehen, dass kein Licht an die Solarzellen kommen konnte. Deshalb fuhr ich im Schlafzimmer meinen Rollladen ganz nach unten und trug zusätzlich noch meinen langen Pyjama mit Gummizug an den Beinen. Wenn ich jetzt auch noch meine Bettdecke darüber zog, konnte eigentlich nichts schief gehen. Weil ich den Straßendreck nicht in meinem Bett haben wollte, zog ich zusätzlich auch noch zwei Plastiktüten über die Schuhe.

Es wurde eine unruhige Nacht und ich wachte irgendwann auf, weil mir zu warm war. Das Fenster war zwar geöffnet, aber durch den geschlossenen Rollladen kam keine frische Luft herein. Ich schob die Bettdecke zur Seite und mir fiel auf, dass das Rascheln der Plastiktüten verschwunden war. Vermutlich waren sie inzwischen von den Schuhen gerutscht und ich hätte sie wohl besser mit einem Gummiband fixieren sollen. Egal, dann musste ich eben morgen mein Bettzeug wechseln. Am Morgen wurde ich vom Klingeln meines Weckers aufgeschreckt. Ich lag verschwitzt auf meinem Bett und blickte aus dem Fenster. Wolken zogen rasch über den Himmel und es sah nach Regen aus. Moment, warum war der Rollladen oben? Das war bestimmt diese verdammte Automatik gewesen, die den Rollladen bei zu starkem Wind hochfuhr. Erschreckt schaute ich auf meine Beine. Ein Hosenbein meines Schlafanzugs war nach oben gerutscht und legte die Solarzellen frei. Hastig zog ich die Bettdecke über meine Beine, aber es war bereits zu spät. Ein Schuh ließ sich problemlos öffnen, aber der Zweite verweigerte sich mir. Oh Gott, was sollte ich denn jetzt machen? Mich krank melden? Das würde mir mein Chef sicher nicht verzeihen. Aber ich konnte doch mit diesen Schuhen nicht ins Büro gehen und erst recht keinen Vortrag halten. Verzweiflung machte sich in mir breit. Mit nur einem Schuh humpelte ich in die Küche um mir einen Tee zu kochen. Ich musste mich beruhigen und meine Situation logisch durchdenken. Welche Möglichkeiten hatte ich?


1. Zuhause bleiben

Telefonisch Urlaub zu beantragen brauchte ich gar nicht erst zu versuchen, denn das würde am heutigen Tag zu 100 Prozent abgelehnt werden. Blieb also nur eine Krankmeldung. Diese würde meinen Chef aber mit Sicherheit ziemlich verärgern. Auch wenn ich dadurch keine unmittelbaren Konsequenzen fürchten müsste, so wäre es für meine weitere Karriere aber sicher schädlich. Zumal ich dadurch auch noch Mister Turnbull negativ auffallen würde.

2. Schuhe mit Gewalt öffnen

Vielleicht ließ sich der Riemen an der Oberseite des Schuhs ja mit einem Messer durchtrennen. Oder ich könnte die Schnalle selbst mit einer Zange bearbeiten. Allerdings war ein Erfolg dieser Maßnahmen ungewiss und zusätzlich müsste ich die Schuhe dann auch bezahlen. Ich konnte es mir schlicht nicht leisten 1200 Euro einfach aus dem Fenster zu werfen.

3. Mit den Schuhen ins Büro gehen

Gestern hatte es mir am Ende gar nichts mehr ausgemacht mit diesen Schuhen durch die Stadt zu laufen. Allerdings traf ich gestern auch nur auf Fremde, bei denen es völlig egal war, was sie über mich dachten. Im Büro könnte das aber durchaus berufliche Folgen haben. Ließen sich die Schuhe vielleicht irgendwie verstecken? Anstatt den dunkelblauen Rock zu tragen, könnte ich es auch mit einer langen Hose versuchen. Ich durchforstete meinen Kleiderschrank und kam zu der Erkenntnis, dass die lange schwarze Stoffhose wohl noch meine beste Wahl wäre. Diese Hose hatte ich nur selten getragen, weil sie mir etwas zu lang war und ich immer Gefahr lief auf den Saum zu treten. Mit diesen Schuhen würde das aber sicher nicht passieren.


Von drei schlechten Möglichkeiten war die dritte Option aber noch die beste. Auch wenn ich nicht wirklich von der Vorstellung erbaut war, so ins Büro zu gehen. Wegen des blöden Schuhs konnte ich mich weder duschen, noch konnte ich meine Strumpfhose wechseln. Also beließ ich es notgedrungen bei einer Katzenwäsche mit zusätzlichem Haare waschen. Ich zog meine neue Bluse an, natürlich mit BH darunter und schlüpfte unwillig wieder in den zweiten Schuh. Auf das Verschließen verzichtete ich natürlich. Jetzt noch ein dunkles Sakko und fertig war mein Business Look. Wenn man nicht so genau hinsah, dann wirkte ich im Spiegel tatsächlich wie eine Bankerin. Aber auf den zweiten Blick sahen die Schuhspitzen und hohen Absätze, welche unter der Hose hervor lugten, ziemlich unpassend aus. Es half ja nichts, ich musste da jetzt durch.

Im Büro wurde ich wie üblich von meinen Kollegen freundlich begrüßt. Den meisten waren meine Schuhe gar nicht aufgefallen, aber zwei meiner Kollegen hatten deutlich gestutzt, auch wenn sie nichts dazu gesagt hatten. Ich war halbwegs glimpflich zu meinem Schreibtisch gelangt und fuhr meinen Computer hoch. Da kam meine Kollegin Erika zu mir und fragte mich flüsternd nach den Schuhen. Wir waren gut befreundet und ich wusste, dass sie nichts weitererzählen würde. Also berichtete ich ihr die Wahrheit. Dass ich die Schuhe nicht mehr ausziehen konnte und auch wie ich bei Magic Glamour unfreiwillig dazu gekommen war. Sie schüttelte den Kopf und kicherte leise.

» Also deinen Mut hätte ich nicht, hier so aufzutauchen. Viel Glück nachher bei deinem Vortrag! «


Fortsetzung folgt!
181. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von *Gozar* am 10.10.17 21:56

Hallo Eisenfaust

Deine Story ist wirklich Gut und ich erwarte mit Spannung die nächste Fortsetzung.

Schreib fleißig weiter damit es nächsten Dienstag wieder "viiiel" zu lesen gibt.

Es wäre doch nett wenn sie Mr turnbull gerade durch ihre Schuhe überzeugen würde!


Cheff:
(peinlich Berührt)

"Es tut mir leid Mr Turnbull, ich muß mich für den Aufzug meiner Mitarbeiterin entschuldigen. Das ist das erste mal das Sie sich so etwas erlaubt!"


Turnbull:
(mit rotem Kopf und dem gestreckten Zeigefinger tief in Cheffchens Schultergelenk pieksend)

"Herr *Cheff* sein sie doch froh das sie wenigstens eine Angestellte hier aufweisen können die ein wenig frischen Wind in dieses angestaubte Haus bringt.
Würde es mehrere von dieser mutigen Frau geben die mit hoch erhobenem Kopf, voller Stolz und auf solchen Schuhen, in solch einen Vortrag geht, bräuchte ich mir um die Representation dieses Unternehmensbereiches keine Sorgen mehr zu machen!
Über weiteres unterhalten wir uns nachher unter vier Augen in Ihrem Büro!"

Cheffchens Antwort bei jedem Piekser

"au au au au au au au au......"


Turnbull dreht sich breit grinsend zu Marie...

"Marie... wie war doch der Name, wir sollten uns einmal über eine berufliche Neuorientierung in unserem Unternehmen durch Sie verständigen..... !"

Das wäre doch auf jeden Fall eine überraschende Wendung der Dinge.
Es könnte Marie auch den ein oder anderen Euro aufs Konto bringen um noch mehr der magic glamour-Produkte zu testen.
Das Sie durchaus auch Dominant kann, hat sie schließlich im Straßencafe gezeigt. Da kann Sie Turnbull bestimmt auch beeindrucken!

Nur eine von tausend möglichen Varianten. Ich denke Du findest bestimmt noch eine viel viel viel bessere als die meine.

Deshalb.

Rann an die Tasten und fleißig weiter...

Dickes Lob für die Geschichte
Und Gruß

Gozar
182. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 11.10.17 21:52


Zitat

Hallo Ihr_joe, irgendwie habe ich den Eindruck, dass du mir bei den Schuhen nicht so ganz glaubst.


Nö, die haben sich auch als total problemlos herausgestellt, nur gut, dass Du nie flunkerst.

Danke für die Geschichte
Ihr_joe
183. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Dark Fangtasia am 12.10.17 12:12

Und wieder ein Kleidungsstück mehr welches ihr Ärger auf der Arbeit einbringen kann.

Schön, dass sie den Alkoven geordert hat, allerdings bin ich ein wenig unsicher in welcher Ausführung sie ihn bekommt.

Ist die W-Linie von der du sprichts die Standart Ausführung die auch Lisa hat?

Bislang sagt mir ja nur

X-Line: für die mutige Frau
Y-Line: für die selbstlose Frau
Z-Line: für die mächtige Frau

etwas von denen du mal ganz am Anfang gesprochen hast. Und Lisas Kleid auf der Party im Club stammt dann ja auch aus der X-Linie.
184. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 14.10.17 19:25

Hallo *Gozar*,

zuerst einmal ein Dankeschön für dein Lob.
Aber ich muss dich auch noch tadeln. Du kannst doch nicht einfach den nächsten Teil eine Woche im Voraus veröffentlichen!

Mal sehen wie es Marie beim Vortrag ergehen wird und was Chefchen und Mr. Turnbull zu sagen haben.


Hallo Ihr_joe,

da muss ich wohl glatt den Hinweis "Ironie an" vergessen haben.


Hallo Dark Fangtasia,

ob sich der Ärger mit den Schuhen nur auf die Arbeit beschränkt? Wir werden sehen.

Deine Vermutung ist richtig, die W-Line ist das Basismodell des Alkovens ohne alle Upgrades.
In Teil 2 hat Frau Markheim Marie den Alkoven unter der offiziellen Bezeichnung W-Line vorgestellt.

Es war allerdings nicht sonderlich geschickt von mir das Gerät als W-Line vorzustellen, es danach nur noch den Alkoven zu nennen und dann viiiiel später wieder zu W-Line zurückzukehren.
Das hätte ich sicherlich deutlich besser lösen können. Dies war mal wieder ein typisches Beispiel der Dinge, die einem als Autor selbst nicht auffallen, weil man ja weiß was gemeint ist.


LG
Fist
185. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von *Gozar* am 14.10.17 23:26

*verlegenzuBodenschau*


"tschuldigun"




"Ach wenn es doch schon Dienstag wär'!"

Gruß Gozar
186. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 16.10.17 19:01

Ego te absolvo
187. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von *Gozar* am 16.10.17 20:21

multos gratiarum actione
188. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 17.10.17 19:44

Teil 17


Erika kehrte zu ihrem Platz zurück und ich verbarg meine Schuhe unter dem Schreibtisch. Solange ich nicht aufstand war ich eigentlich relativ sicher. Als erstes checkte ich meine E-Mails. Mein Chef teilte mir mit, dass mein Vortrag um 10 Uhr im Konferenzraum angesetzt war. Das war gut, denn dort gab es ein Rednerpult hinter dem ich mich verstecken konnte. Ich machte mich frühzeitig auf den Weg zu meinem Vortrag. Einerseits um die Technik zum Laufen zu bringen, aber vor allem weil ich als erste da sein wollte. Der Konferenzraum lag im obersten Stockwerk und gewährte eine schöne Aussicht auf die Düsseldorfer Altstadt. Das Glück war mir holt, denn weder im Aufzug noch auf dem Flur der Chefetage begegnete mir irgendjemand. Ich schloss von innen die Tür zum Konferenzraum und atmete erst einmal tief durch. Bisher war alles gut gegangen. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich meinen Laptop auf dem Rednerpult platziert und an den Beamer angeschlossen. Schließlich bediente ich mich noch bei den Getränken und nahm einen tiefen Schluck Wasser gegen meinen trockenen Mund. Eigentlich war ich jetzt bereit, aber es waren noch 20 Minuten bis zum Vortragsbeginn. Es wäre vermutlich einladender, wenn die Tür zum Konferenzraum offen stehen würde. Ich schlich zur Tür und horchte, ob ich auf dem Gang Schritte hören konnte. Alles ruhig. Also öffnete ich die Tür und eilte dann wieder hinter mein Rednerpult zurück. Langsam tröpfelten die ersten Zuhörer ein und nahmen an dem großen Konferenztisch Platz. Das waren alles Leute aus der mittleren Führungsebene. Der Raum füllte sich langsam und pünktlich um 10 Uhr erschienen der Standortleiter und unser hoher Gast. Mister Turnbull wurden der Reihe nach alle Anwesenden vorgestellt und ich spürte wie meine Nervosität langsam anstieg. Mein Vortragsbeginn mit einem Scherz kam allgemein ganz gut an und das verlieh mir Sicherheit. Selbstbewusst präsentierte ich nun meine Zahlen und die daraus resultierenden Schlussfolgerungen. Und selbst die regelmäßigen Zwischenfragen von Mister Turnbull meisterte ich mit Bravour. Meine sorgfältige Vorbereitung zahlte sich nun aus. Bis etwas Unerwartetes geschah. Ich hatte eine Zukunftsprognose aufgestellt und dazu ein paar aussagekräftige Grafiken an die Wand projiziert. Mister Turnbull bat mich allerdings um eine Prognose mit veränderten Grundvoraussetzungen. Jetzt hatte er mich erwischt, denn damit hatte ich nicht gerechnet.

» Vielleicht könnten sie ihre neue Prognose am White-Board verdeutlichen! «, bat er höflich. Ich schluckte und spürte eine leichte Panik in mir aufsteigen. Nicht nur musste ich mir eine völlig neue Prognose aus den Fingern saugen, nein jetzt sollte ich auch noch meinen sicheren Hafen das Rednerpult verlassen. Mich zur Ruhe mahnend versuchte ich die neue Aufgabe logisch anzugehen. Langsam ging ich zum White-Board hinüber und bemerkte dabei, wie einige Anwesende große Augen bekamen. Mein Geheimnis war aufgeflogen und mit Sicherheit würde das noch Folgen für mich haben. Ich verdrängte diese Gedanken und konzentrierte mich jetzt voll auf meine neue Aufgabe. Und ich schien das gar nicht so schlecht gelöst zu haben, denn Mister Turnbull nickte zu meinen Ausführungen. Als ich nach 70 Minuten meinen Vortrag beendet hatte, erntete ich höflichen Applaus, bis sich Mister Turnbull noch einmal zu Wort meldete.

» Frau Schmidt, ich danke ihnen für den wirklich informativen Vortrag! Aber eine Frage beschäftigt mich noch. Tragen sie immer solche Schuhe oder haben sie die extra für den heutigen Tag gewählt? «

Oh verdammt, sowas hatte ja kommen müssen.

» Tut das irgendwas zur Sache? «, fragte ich schnippisch zurück.

» Nun, ich habe mich gefragt, ob sie mich mit ihren Schuhen vielleicht von dem Vortrag ablenken wollten. «

» Ich habe nicht gewusst, dass sie einen Schuh Fetisch haben und sie das ablenken würde! «, antwortete ich ohne groß darüber nachzudenken. Die Gesichter meiner Chefs versteinerten mit einem entsetzten Ausdruck. Oh Gott, wie hatte ich nur sowas sagen können. Mister Turnbull verzog keine Miene und eine unheimliche Stille entstand. Nach ein paar Sekunden lachte er lauthals los.

» So frech hat mir schon lange keiner mehr geantwortet. Behalten sie das bei, wenn ihnen jemand eine unangemessene Frage stellt. Im Übrigen fand ich ihren Vortrag ganz ausgezeichnet und ich werde sie im Auge behalten. «

Das Lob ging runter wie Butter und eine große Erleichterung machte sich in mir breit. Diese unüberlegte Bemerkung hätte aber auch leicht nach hinten losgehen können. Mein Chef hatte mich noch am gleichen Tag darauf angesprochen und mich auch gebeten, in Zukunft nicht mehr mit solchen Schuhen zur Arbeit zu kommen. Abends telefonierte ich noch kurz mit Lisa und erzählte ihr von meinem Abenteuer. Lisa hatte herzlich über mein Missgeschick mit den Schuhen gelacht. Sie wollte endlich mal wieder ausgiebig mit mir quatschen und lud mich deshalb am nächsten Tag zu sich nach Hause zum Essen ein. Lisa wollte für uns kochen und ich freute mich darauf, weil sie eine exzellente Köchin war. Leider waren meine eigenen Fähigkeiten in diesem Bereich eher beschränkt.

Am Mittwoch machte ich im Büro Überstunden. Einerseits weil ich noch die Rückstände vom Montag aufarbeiten musste, aber hauptsächlich deshalb, weil es sich nicht mehr lohnte vor der Verabredung mit Lisa nach Hause zu fahren. Kurz vor Ladenschluss machte ich noch einen Abstecher zu Magic Glamour um die Schuhe wieder zurückzubringen. Frau Markheim bedauerte es sehr, dass ich die Solar-Boots zurückgeben wollte. Ihrer Meinung nach waren diese wie für mich geschaffen. Und zum ersten Mal gelang es mir sogar, den Laden ohne einen ungewollten Zwischenfall wieder zu verlassen.

Lisa hatte Königsberger Klopse mit Reis gemacht. Sie waren köstlich und fast so gut wie die von meiner Oma. Dazu gab es dann noch eine schöne Flasche Wein. Wir tratschten ausgelassen über unsere Jobs und so kamen wir schließlich auf mein Aufeinandertreffen mit Mister Turnbull. Lisa zog mich damit auf, dass ich seinen Schuh Fetisch ausgenutzt hätte um meine Karriere voranzutreiben. Ich musste zugeben, dass ich ihm wegen der Solar-Boots mit Sicherheit in Erinnerung bleiben würde, aber in erster Linie hatte ich doch einfach einen guten Job gemacht. Vermutlich hatten wohl beide Faktoren eine Rolle dabei gespielt, dass er mich im Auge behalten wollte. Ob sich dieser Moment aber positiv auf meine Karriere auswirken würde, da war ich mir noch nicht so sicher. Meine Chefs hatten das Ganze weniger gut gefunden und bei einem möglichen beruflichen Aufstieg würden die Entscheidungen zuerst einmal in Düsseldorf gefällt werden. So langsam schwenkte unser Gespräch in die erotische Richtung ab. Lisa erzählte mir, was sie auf der Fetisch Convention so alles erlebt hatte. Sie hatte jede Menge Aufnahmen davon gemacht und so bekam ich mich selbst zum ersten Mal als Schokoladenmonster zu sehen. Ein braunes Etwas, das sich an einem Baumstamm rieb. Ich musste unweigerlich grinsen, weil die ganze Szenerie irgendwie komisch wirkte. Und schon bekam ich den nächsten Spott von Lisa ab. Mein nächstes Geburtstagsgeschenk wäre ein Kaffeebecher mit einem Foto von mir auf der Insel und der Aufschrift „Sex-Hexe goes Schokoladenmonster“.

» Untersteh dich! «, warnte ich sie scherzhaft.

Danach berichtete ich ihr von meinem zweiten Tag als Osterhase und wir kicherten beide vergnügt, während wir die zweite Flasche Wein köpften. Schließlich erzählte ich Lisa, dass ich mir ebenfalls einen Alkoven bestellt hatte. Begeistert von dieser Nachricht überlegte sich Lisa alle möglichen Szenarien, zu denen wir im Partnerlook gehen könnten. Irgendwann verlagerten wir unser Treffen von der Küche in Lisas Schlafzimmer. Denn nun wollte sie mir die vielen neuen Möglichkeiten der X-Line vorführen. Der Abend wurde jetzt zu einer Modenschau mit äußerst knappen und freizügigen Outfits. Ich erinnerte mich dabei an unseren letzten gemeinsamen Abend mit dem Alkoven und fragte Lisa.

» Sag mal, hast du eigentlich auch schon die Y-Line ausprobiert? «

» Ja, direkt nachdem wir im Club Fantasy waren wollte ich mich da anmelden. Aber da kam eine Fehlermeldung, dass ein Zugang nur bei abonnierter X-Line möglich ist. «

» Aber du hast doch die X-Line abonniert? «

» Jetzt schon, damals aber noch nicht! «, antwortete Lisa. Wir schauten uns gegenseitig an und ohne ein Wort zu sagen, wussten wir beide sofort, was nun zu tun war. Lisa eilte in einem ultrakurzen Röckchen aus dem Zimmer und kehrte kurz darauf mit ihrem Laptop wieder zurück. Die Y-Line kostete pro Monat 19,99 Euro und es gab diesmal auch keinen Testzugang. Das war wirklich eine unglaubliche Abzocke, denn zusammen mit der X-Line kostete der Spaß jetzt schon 30 Euro pro Monat. Mal ganz abgesehen von dem unverschämten Kaufpreis. Ich hätte jetzt meine Finger davon gelassen, aber Lisa kannte einfach kein Halten mehr, wenn sie etwas unbedingt wollte. Bei der Anmeldung wurden ihre Daten komplett von der X-Line Registrierung übernommen. Allerdings gab es diesmal noch ein zusätzliches Feld „Steuerndes Gerät“, welches befüllt werden musste.

» Was soll das sein? «, fragte Lisa ratlos.

» Vielleicht dein Handy! «, schlug ich vor. Lisa tippte ihre Handynummer in das Feld und eine Fehlermeldung erschien.

Steuerndes Gerät Y-Line muss abweichen von steuerndem Gerät X-Line !

» Und was soll mir diese Meldung jetzt sagen? «, fragte Lisa leicht genervt.

» Du brauchst für die Y-Line vielleicht ein zweites Handy? «, vermutete ich. Jetzt tippte Lisa meine Handynummer in das Feld und bestätigte dann die Eingabe. Die Fehlermeldung verschwand und Lisa wurde als neue Kundin bei Y-Line begrüßt.

» Ich kann die Y-Line aber immer noch nicht auswählen! «, bemerkte Lisa enttäuscht als sie auf ihrem Handy herumtippte.

» Du hast mein Handy als steuerndes Gerät eingegeben, vielleicht geht es dann auch nur mit meinem Telefon. «

» Das wäre aber doch ziemlich unpraktisch. Wozu sollte denn jemand anders meinen Alkoven steuern können? «

Was auch immer der Grund dafür war, ich installierte die App auf meinem Handy und konnte danach tatsächlich die Y-Line auswählen. Allerdings blieben mir sämtliche anderen Auswahlmöglichkeiten verwehrt. Ich aktivierte die Y-Line und bekam als erstes eine Meldung, dass die X-Line noch aktiv sei. Lisa schlüpfte sofort aus ihrem knappen Röckchen und hängte es zurück auf die Kleiderpuppe des Alkovens. Bei meinem zweiten Versuch begann der Alkoven zu brummen und das Röckchen verschwand direkt vor unseren Augen. Ich hatte das inzwischen unzählige Male gesehen, aber ich war immer noch fasziniert davon und wüsste nur zu gerne wie das funktionierte. Dann änderte sich der Brummton zu einem mechanischen rattern und urplötzlich schwenkte die Kleiderpuppe zur Seite und verschwand hinter einer Klappe des Alkovens. „Y-Line bereit“ verkündete nun eine Meldung auf meinem Handy.

» Und jetzt? «, fragte Lisa verständnislos. Ich konnte mir auch keinen Reim darauf machen und tippte in der App einfach auf weiter. „Plattform leer“ hieß nun die nächste Meldung.

» Soll das etwa heißen, dass ich mich auf die Plattform stellen soll? «, fragte Lisa jetzt in einem besorgten Ton. Ich teilte Lisas Sorge, denn wenn dieses seltsame Gerät in Aktion trat, dann wollte auch ich nicht unbedingt in Reichweite sein. Was wenn dieses Ding nicht nur Kleidung sondern auch Menschen verschwinden lassen konnte. Wir stellten testweise zuerst einen Stuhl auf die Plattform, aber leider ließ sich der Alkoven nicht so einfach überlisten.

» Was solls, wird schon nichts Schlimmes passieren! «, verkündete Lisa schließlich und stellte sich auf die Plattform.

» Bist du dir da sicher? «, fragte ich nach.

Lisa nickte und ich aktivierte den Alkoven. Wieder ertönte dieses Brummen und dann erschienen plötzlich grüne Lichtstrahlen die Lisa zu scannen schienen. Die Strahlen wanderten über ihren gesamten Körper. Doch dann verstummte das Brummen wieder und die Lichter erloschen. Ich betrachtete Lisa von Kopf bis Fuß, aber es hatte sich nichts verändert. Dann blickte ich auf mein Handy, „Modell ist nicht nackt“ blinkte dort auf.

» Was ist los? «, wollte Lisa wissen.

» Wie es aussieht, hast du zu viel an! «, prustete ich heraus.

» Was soll das denn heißen, ich trage doch nur meinen Slip! «

» Eben, der Alkoven scheint männlich zu sein und will dich lieber ganz nackt sehen! «, lachte ich über meinen eigenen Scherz. Lisa funkelte mich an, zog sich den Slip über die Beine und warf ihn dann aufs Bett. Ich startete den Alkoven erneut und wieder brummte das Ding los und scannte Lisas Körper von Kopf bis Fuß. Danach wurde es wieder still. Noch immer hatte sich nichts verändert. Allerdings waren auf meinem Handy nun vier Schieberegler erschienen, die mit den Buchstaben M, F, S und D beschriftet waren.

» Und wo liegt jetzt das Problem? «, kam genervt von Lisa.

» Das Scannen hat vermutlich funktioniert. Hier sind jetzt vier Schieberegler zum Einstellen, aber ich habe keine Ahnung was die machen! «, zur Bestätigung drehte ich mein Display zu Lisa. Sie runzelte nur die Stirn.

» Nimm einfach irgendwas, wir wollen ja nur mal ausprobieren! «, forderte sie mich auf.

Mir schien ein derart sorgloses Vorgehen riskant zu sein. Vielleicht bedingt durch meine bisherigen unangenehmen Erfahrungen mit den Einkäufen von Magic Glamour. Ich bewegte die Regler wahllos hin und her und bestätigte dann meine Eingabe. Eine Sicherheitsabfrage erfolgte, ob ich diese Einstellungen tatsächlich wollte. Das bestärkte mich nur darin, dass wir besser zuerst herausfinden sollten, was diese Regler eigentlich bewirkten. Lisa drängte mich aber fortzufahren und so bestätigte ich schließlich meine Einstellungen. Das Brummen verstärkte sich langsam und urplötzlich gab es einen Knall und ein helles Licht blitzte auf. Ich hatte direkt in den Lichtblitz geschaut und sah nur noch Sternchen.

» Oh Gott, oh Gott! «, hörte ich Lisa jammern.

» Was ist passiert? Geht es dir gut? «, fragte ich in den Raum hinein.

» Ich weiß nicht, meine Augen … und mit meinen Armen stimmt auch irgendwas nicht! «


Fortsetzung folgt!
189. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Moira am 17.10.17 19:54

hachjaaa, solch blühende Phantasie wie IronFist hätte ich auch gern - einfach beneidenswert!

Herzlichen Dank für die schöne neue Folge ...
190. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Trucker am 18.10.17 09:11

Wow super weiter geschrieben. Und wie immer spannend. Mal sehen wie es Lisa geht und was sie an hat wenn beide wieder sehen können.
191. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 18.10.17 19:54


Zitat

Und wo liegt jetzt das Problem? «, kam genervt ...


Ist doch klar, dass wir wieder eine Woche warten müssen!


Danke auf für diese Fortsetzung,

Ihr_joe
192. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von lot am 18.10.17 20:18

du bist ganz schön fies.

die Story ist soooo spannend und du hörst immer mitten drin auf.

Trotzdem, oder gerade deshalb vielen Dank!

193. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 20.10.17 19:21

Hallo Moira,

in der Regel ist es ja kein gutes Zeichen, wenn einem eine blühende Fantasie attestiert wird.
Hier ist es aber wohl ein ernst gemeintes Kompliment und ich danke dir dafür.


Hallo Trucker,

danke für deine netten Worte.
Natürlich geht es Lisa gut, du kennst mich doch.


Hallo Ihr_joe,

ein Software Entwickler würde jetzt wohl sagen, dass diese Schleife ganz bewusst im Programm ist.
Mit anderen Worten: Es ist kein Bug sondern ein Feature!


Hallo lot,

meinst du nicht, dass es völlig natürlich ist, dass ich immer mittendrin aufhöre? Am Ende kann ich schließlich nur einmal aufhören.
Ich gebe aber zu, dass dieser Cliffhanger von der fieseren Sorte ist.


LG
Fist
194. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von *Gozar* am 20.10.17 22:02

Von der fieseren Sorte...

Ich hab nicht einen Fingernagel mehr du alter Folterknecht....


Na gut "alter" nehm ich zurück.

Wie kannst du es wagen uns mit strampelnden Beinen in der Luft hängen zu lassen ohne das wir wissen wie Lisa aussieht, ausstaffiert ist, verschnürt ist, mein Kopfkino spielt mir gerade 1000 Bilder die Minute vor und Du sagst,
"bis nächst Woche"
tirilie mööp boing rumms klingel, wie jetzt Werbung?!?!?
Fernseher erschieß, kann doch nicht...

Blechhand, schreib weiter *kreisch*

iss aaauch gaga nich schlimm wenn die nächste Fortsetzung gestern schon kommt


Also rann an die Tastaturtata und fleißig Buchstabenknöpfe gequält!!!




Gruß Gozar

PS. um noch mal auf die strampelnden Beine zurück zu kommen...
Du könntest uns wenigstens eine Spreizstange dazwischen schnallen *kicher*
195. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 20.10.17 22:37


Zitat

Hallo Ihr_joe,

ein Software Entwickler würde jetzt wohl sagen, dass diese Schleife ganz bewusst im Programm ist.
Mit anderen Worten: Es ist kein Bug sondern ein Feature!


Immer diese Ausreden, ne, ne, da ist ein Käfer in der Lüftung, das führt zu Überhitzung, die Gedanken der eisernen Faust bleiben hängen, da nützt der gestählte Körper nichts.
Das Feature, zu deutsch Eigenschaft, ist wohl doch ein Bug! Du willst doch nicht sagen, dass das ein sadistisches Schleiflein ist, das nur nach einer Woche ein brake kennt?

Oder doch, Dir trau ich so was zu...
...
warum denn nur? Ihr_joe
196. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Moira am 20.10.17 22:40

einfach - WEIL ER ES KANN?!
197. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 22.10.17 19:20

Hallo *Gozar*,

ich denke nicht, dass eine Spreizstange für dich das Richtige ist.
Ein paar Handschellen dürften viel besser geeignet sein. Hinter dem Rücken angelegt, verhindern diese sehr effektiv das Kauen an den Fingernägeln.

Aber sieh es doch mal so, durch die Cliffhanger hast du zwei mal was von meiner Geschichte. Einmal durch dein Kopfkino und einmal wenn der neue Teil erscheint.


Hallo Ihr_joe,

ich bin überrascht, dass du den Sadisten Loop noch nicht kennst.

Besonders beliebt ist dieser bei Telefon-Hotlines: "Leider sind zur Zeit alle Mitarbeiter im Gespräch, bitte haben sie noch einen Augenblick Geduld!"
Wenn du diesen Spruch zum zwanzigsten Mal gehört hast, dann kannst du förmlich das sadistische Grinsen des Sprechers vor deinem geistigen Auge sehen.

(Klugscheißer-Modus an) Das Wort Feature würde ich im Zusammenhang mit Software eher mit Funktion übersetzen. (Klugscheißer-Modus aus)


Hallo Moira,

du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.
Wie sagen unsere bajuwarischen Nachbarn immer so schön: Wer ko, der ko!

Aber diesen Spruch nehme ich natürlich sofort wieder zurück, weil Ihr_joe eine akute Allergie gegen das Bergvölkchen aus dem Osten hat.


LG
Fist
198. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von BaldJean am 23.10.17 05:27

Zu "Feature" und dem Klugscheißer-Modus: Nicht notwendigerweise. Wenn z.B. ein Computerspiel eine neue Game Engine hat, dann ist das ein neues Feature, aber keine neue Funktion; das Spiel funkitioniert noch genauso wie vorher, nur intern anders, z.B. schneller und ruckelfreier. Von einer neuen Funktion würde man sprechen, wenn es sich um etwas Aktives handelt, etwa ein erweiterteter Chat-Modus.
199. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 23.10.17 19:16

Hallo BaldJean,

ich denke du hast kein gutes Beispiel gewählt.

Die Game Engine bildet das Gerüst, auf das ein Spiel aufgebaut wird. Dieses Gerüst bei einem bereits erschienenen Spiel zu ersetzen macht wenig Sinn, weil man dadurch nur hohe Kosten erzeugen und kaum zusätzliche Einnahmen generieren würde. Viel eher würde man die neue Game Engine dazu nutzen, um damit einen zweiten Teil des Spiels zu entwickeln. So könnte man damit auch Geld verdienen. Abgesehen davon besteht aber auch eine Game Engine aus einer Ansammlung von Funktionen, wie etwa Datenverwaltung oder grafische Darstellung.

Bei der Performance Verbesserung werden in der Regel Programmabläufe verändert. Dies fällt aber eher unter die Rubrik Optimierung.

LG
Fist
200. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von *Gozar* am 23.10.17 20:12

Hey IronFist

Verstricke Dich nicht in Diskussionen, sondern schreib an der Geschichte Weiter !!!

*Himmisackragrutzitürkennochamolsogi*

Denk doch mal an meine Fingernägel

*Verdomminochamol*

Fietscher oder Funzion oder Änjing odda watt auch imma

*Lurjasogi* also *Hale* sozusogn

Tastenquälen ist angesagt....

So nu hab ichs dir abba gegeben watt

Gruß und Kuss
Gozar

201. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Rowdypiper am 23.10.17 21:25

@Gozar,

Hier muss ich mich mal einschalten.

1. Er hat die Geschichte bereits fertig, behält Sie uns aber vor. Daher wird er auf deinen Vorschlag, in die Tasten zu tippen, nicht eingehn. Dies ist nicht böse gemeint, zumindest nicht in deine Richtung. (JA IronFist, das geht an dich )

2. Ich wäre ja dafür, ihn aufzuspüren und ihn dann zu zwingen, mehr als einen Teil der Geschichte pro Woche zu veröffentlichen. Aber da ich nicht abschätzen kann, was das für Folgen hat (ggf. sogar gar keine Geschichten mehr ) ist auch das keine Option.

Also was will man machen.

Wir müssen warten, und warten ... und warten ... und warten ... und warten ...

Ich will nicht mehr warten ...

MfG
Rowdypiper
202. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von *Gozar* am 24.10.17 00:23

Das der uns hinhält und sich mit diabolischem Grinsen die Hände reibt ist mir schon klar!
Eigendlich müsste man Ihn dafür ja mal, auf einer Streckbank für 10 Minuten, 5cm in die Länge ziehen!!!!
Oder Ihn mal 25 Nymphomaninen vorwerfen!!!
Aber auch dann kämen keine Fortsetzungen mehr.
Also Kriegsrat, was machen wir mit Ihm?
Ich erwarte Vorschläge!

Gruß Gozar


PS. Nehmt mich bloß nicht zu ernst!
203. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von BaldJean am 24.10.17 02:57

Zitat
Hallo BaldJean,

ich denke du hast kein gutes Beispiel gewählt.

Die Game Engine bildet das Gerüst, auf das ein Spiel aufgebaut wird. Dieses Gerüst bei einem bereits erschienenen Spiel zu ersetzen macht wenig Sinn, weil man dadurch nur hohe Kosten erzeugen und kaum zusätzliche Einnahmen generieren würde. Viel eher würde man die neue Game Engine dazu nutzen, um damit einen zweiten Teil des Spiels zu entwickeln. So könnte man damit auch Geld verdienen. Abgesehen davon besteht aber auch eine Game Engine aus einer Ansammlung von Funktionen, wie etwa Datenverwaltung oder grafische Darstellung.

Bei der Performance Verbesserung werden in der Regel Programmabläufe verändert. Dies fällt aber eher unter die Rubrik Optimierung.

LG
Fist

Im Gegenteil, ich habe ein sehr gutes Beispiel gewählt. Blizzard, einer der führenden Gameproduzenten (World of Warcraft, Starcraft, Diablo), hat bei seinen Spielen mehrfach die Game Engine ausgetauscht, ganz einfach weil die Spiele so erfolgreich sind dass sie jahrelang laufen, wobei allerdings die Game Engine veraltet.
204. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 24.10.17 07:18

Zitat

Ich erwarte Vorschläge! Gruß Gozar PS. Nehmt mich bloß nicht zu ernst!



Kein Problem, dem Schreiberling schicken wir einfach meine Herrin vorbei!
Nach einigen Streicheleinheiten mit einem von Ihrer Lieblings-Instrumenten, gibt er isicher alles gleich preis...

Einen kleinen Haken gibt es wohl doch, sie könnte uns auch quälen wollen und die Veröffentlichungsfrequenz auf 2 oder gar 4 Wochen erhöhen.

Ihr_joe

PS
Danke BaldJean, wenn ich mag, bin ich dem kleinen Besserwisser schon gewachsen, wir kloppen uns gerne verbal, wobei ich ja auch nichts gegen unsere lieben Nachbarn im Osten habe!
Zz, zz, da wird mir dann womöglich noch Fremdenfeindlichkeit unterstellt... Dinge gibts.
205. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Moira am 24.10.17 07:39

... es gibt halt nicht nur das "Schlagwort: Migrationshintergrund", sondern besonders in gewissen Gebieten Deutschlands auch den sogenannten "Emigrationsgrund" *kicher
206. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Billyboy am 24.10.17 16:42

warum deklarieren wir nicht einfach jeden Tag zum Dienstag? Dann bekommen wir jeden Tag eine Fortsetzung!
Die Bedeutung von Kalendern wird vooolkommen überbewertet!!
Grüße
Billyboy
207. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 24.10.17 19:04

Was geht denn hier ab?

Ich wittere eine VERSCHWÖRUNG !!!

Vielleicht sollte ich besser ein Weilchen abtauchen, bis Gras über die Sache gewachsen ist.


@BaldJean
Bei den von dir genannten Spielen wurden über Jahre hinweg immer neue Erweiterungen verkauft. Dies ist nur eine andere Marketingstrategie, als wenn man einen komplett neuen Teil entwickelt. In beiden Fällen wird neuer Inhalt entwickelt und verkauft. Die Weiterentwicklung der Game Engine ist dabei wohl eher den Anforderungen des neuen DLC bzw. Teils geschuldet.
208. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 24.10.17 19:48

Teil 18


Noch immer konnte ich nichts sehen. Was war gerade passiert? War das eine Fehlfunktion gewesen und irgendwas war explodiert. Ich streckte meine Arme nach vorne und ging auf den Alkoven zu. Dabei rannte ich mit dem Schienbein gegen den Stuhl, den wir vorhin ausprobiert hatten. Autsch! Jetzt schmerzte zwar mein Bein, aber dafür verschwanden langsam die Sternchen vor meinen Augen. Auch Lisa zwinkerte und schien langsam wieder sehen zu können. Sie trug jetzt ein schulterfreies metallicblaues Kleid, das bis knapp oberhalb der Knie reichte. Das Kleid saß hauteng und modellierte aufreizend ihre Brüste. Es war extrem sexy, aber irgendwas war seltsam. Dann fiel mir auf, dass Lisas Arme seitlich am Körper angelegt waren und mit in diesem Kleid steckten. Ihre Hände zeichneten sich durch das Kleid an den Außenseiten der Oberschenkel ab. Lisas Arme wurden sehr wirkungsvoll am Körper fixiert.

» Schau mich nicht so blöd an, sondern helf mir lieber! «, forderte sie mich auf.

» Vermutlich hättest du deine Arme vom Körper weghalten sollen! «, analysierte ich.

» Was du nicht sagst! Jetzt helf mir endlich hier raus! «

Das Kleid schien Lisa im wahrsten Sinne des Wortes auf den Leib geschneidert zu sein. Ich betrachtete es näher und konnte weder Knöpfe noch Reißverschluss sehen. Wie sollte man dieses Kleid eigentlich wieder ausziehen? Jetzt packte ich den Rocksaum und versuchte ihn nach oben zu ziehen. Was jedoch völlig vergebens war, weil das Kleid dafür viel zu eng saß. Was konnte ich nur tun? Dann schalt ich mich selbst eine Närrin. Man konnte dieses Kleid mit Hilfe des Alkovens ja auch wieder ausziehen.

» Keine Sorge, das haben wir gleich. Ich starte einfach nochmal den Alkoven und lasse dein Kleid wieder verschwinden. «

Leider war mein Plan nicht umsetzbar. Ich bekam die Meldung „Funktion erst wieder in 7:26 Stunden möglich“. Auch mein zweiter Versuch endete in derselben Meldung, allerdings mit 7:25 Stunden. Was hatte das zu bedeuten? Da schien eine Art Timer zu laufen. Lisa wurde langsam ungeduldig und ich erklärte ihr, dass es ein kleines Problem gäbe. Ich schaute mir auf dem Laptop noch einmal die Seite von Y-Line an und fand dort eine Beschreibung, die wir besser vorher gelesen hätten. Ich las Lisa laut vor:

Y-Line, für die selbstlose Frau!

Sie haben Spaß an Bondage Spielen, dann bietet ihnen die Y-Line unbegrenzte Möglichkeiten sich von ihrem Partner fesseln zu lassen. Allein ihr Partner wird entscheiden, wie lange sie die Y-Line tragen werden. Vom Kompletteinschluss bis hin zur modischen Abendgarderobe ist alles möglich. Lassen sie sich vom Reiz des Unbekannten fesseln.


Danach kam noch ein Abschnitt über die App mit einer Erklärung der einzelnen Schieberegler.

M = Material
F = Farbe
S = Schnitt
D = Dauer

Lisa stand mit offenem Mund da. Gestern hatte sie noch darüber gelacht, dass ich meine Solar-Boots nicht mehr ausziehen konnte. Jetzt erging es ihr ganz ähnlich. Aber mir bot sich jetzt die Chance heute Abend ein wenig mit Lisa zu spielen.

» Wie es scheint, bist du für die nächsten 7 Stunden meine Sklavin! «, schussfolgerte ich lachend.

» Aber … aber ich wollte doch nur ein neues Kleid ausprobieren! «, stammelte sie.

» Und es steht dir ganz ausgezeichnet! Weißt du was, du solltest dein neues Kleid auch zeigen. Wir gehen heute Abend noch aus! «

» Spinnst du? «, fragte sie entrüstet.

» Doch, das ist eine gute Idee. Ich bin mit meinen Schuhen einen ganzen Tag durch die Stadt gelaufen, da wirst du es in deinem Kleid doch wohl ein paar Stunden am Abend aushalten. «

» Ich denke gar nicht daran mitzukommen! «, verkündete Lisa trotzig. Ich überlegte kurz und machte dann ein paar Fotos von ihr.

» Schade, dann muss ich wohl diese Fotos von dir ins Internet stellen. «

» Das wagst du nicht! «, giftete Lisa nun. Sie starrte mich erst wütend an und erkannte dann an meinem Grinsen, dass ich sie auf den Arm genommen hatte. Nun musste auch sie grinsen.

» Mann hast du mir aber einen Schrecken eingejagt! «, lachte sie.

» Natürlich würde ich das nicht gegen deinen Willen tun, wir sind schließlich Freundinnen. Aber denk doch noch mal darüber nach. Du hast doch im Club Fantasy auch deinen Spaß daran gehabt, dich von Mistress Daniela vorführen zu lassen, oder? «

» Schon, aber da kannte mich ja auch niemand! «, gab sie zögernd zu.

» Dann fahren wir eben wieder irgendwohin, wo uns keiner kennt. Was hältst du davon? «

Lisa blieb anfangs zögerlich, stimmte aber schließlich doch zu. Ich durchwühlte ihren Schuhschrank und fand ein paar blaue Pumps, die farblich erstaunlich gut zu dem Kleid passten. Als ich Lisa die Schuhe anziehen wollte, mussten wir aber feststellen, dass sie sich mit diesem Kleid gar nicht hinsetzen konnte. Dadurch ergab sich natürlich ein Problem, denn so konnte sie auch nicht im Auto sitzen. Mir war klar gewesen, dass sie nicht selbst hätte fahren können, aber dass sie jetzt nicht einmal auf dem Beifahrersitz Platz nehmen konnte war ernüchternd. Nun wollte Lisa einen Rückzieher machen, aber ich konnte sie mit viel Überredungskunst davon überzeugen, dass wir wenigstens einen Spaziergang machen sollten. Ich hatte ihr versprochen einen Mantel über ihr Kleid zu ziehen, damit die Nachbarn nichts bemerken würden. Wir machten uns zusammen auf den Weg und gingen gemächlich durch das nächtliche Düsseldorf. Ihr Mantel war etwas zu kurz und unterhalb blitzte das blaue Kleid hervor. Dazu hingen die Ärmel schlaff herunter und ein aufmerksamer Beobachter hätte sicherlich bemerken können, dass irgendwas nicht ganz normal war. Aber es waren nur wenige Passanten unterwegs und von denen wurden wir nicht weiter beachtet. Ich hatte meinen Arm um Lisas Hüfte gelegt und merkte wie sie sich langsam entspannte. Wir plauderten ein wenig über eine Sitcom, die wir beide regelmäßig schauten und fanden uns urplötzlich in einem Kneipenviertel wieder. Hier waren schon deutlich mehr Leute auf der Straße und wir ernteten auch ein paar interessierte Blicke. Lisa wurde wieder unruhiger und ich überlegte, ob wir umkehren sollten. Da standen wir plötzlich vor dem „Riverside“, an dessen Tür ein Schild mit „Ladies only“ hing. Ich hatte schon von dieser Lesben Bar gehört und wurde neugierig.

» Komm, lass uns rein gehen! «, forderte ich Lisa auf.

» Was? Ist das nicht eine Lesben Bar? «

» Richtig! Erwartest du dort etwa bekannte Leute zu treffen? «

» Nein, aber … «

Ohne mir ihre Ausflüchte anzuhören schob ich Lisa sanft durch die Tür. Keine Ahnung warum, aber ich hatte etwas Verruchteres erwartet. Es stellte sich aber heraus, dass der Laden einfach wie eine gewöhnliche Bar aussah. Nur dass es hier eben keine Männer gab. Die Luft war stickig und es war ziemlich laut, weil die Bar gerammelt voll war. Alle Tische waren bereits besetzt, aber das wäre für Lisa ja ohnehin keine Option gewesen. Also kämpften wir uns bis zum Tresen durch. Auch dort gab es keine freien Plätze mehr und so standen wir etwas verloren in der Gegend herum.

» Lass uns wieder gehen, du siehst doch hier ist alles besetzt! «, jammerte Lisa.

» Jetzt sei kein Hasenfuß, hier tut dir doch keiner was. Ich hole uns jetzt was zum Trinken und danach suchen wir uns ein ruhiges Plätzchen. «

» Ruhiges Plätzchen, hier? «, erwiderte Lisa kopfschüttelnd.

Die Barkeeperin war ziemlich beschäftigt und hetzte von einer Ecke zur anderen. Es dauerte eine ganze Weile bis sie auf mich aufmerksam wurde und ich unsere Drinks bestellen konnte. Ich bestellte zwei Colas, für Lisa extra mit einem Strohhalm, damit sie auch ohne meine Hilfe trinken konnte. Als ich mich wieder umdrehte konnte ich Lisa zuerst nicht entdecken. Ein riesen Schrank mit einer Lederjacke stand direkt vor ihr und redete auf sie ein. Lisa wirkte ängstlich und blickte hilfesuchend zu mir. Was hatte dieser Kerl denn hier zu suchen? Ich hastete zu den beiden und es stellte sich heraus, dass der Kerl gar kein Kerl war. Sie war wohl die größte Frau, der ich jemals begegnet war.

» Sorry, aber sie gehört zu mir! «, verkündete ich selbstbewusst.

Die Riesin hatte kurz geschnittenes schwarzes Haar und ihre stahlblauen Augen musterten mich von oben bis unten. Ich musste schlucken und fürchtete, dass es Ärger geben könnte. Aber ohne Vorwarnung murmelte sie eine Entschuldigung und zog dann einfach ab. Puh, das war gerade noch einmal gut gegangen. In einer Ecke gab es einen Stehtisch, der zumindest teilweise frei war. Ein Pärchen lehnte dort an der Wand und war heftig am knutschen. Wir platzierten uns auf der gegenüber liegenden Seite des Tisches und hatten jetzt zumindest die Möglichkeit unsere Getränke abzustellen. Das Pärchen war aber derart beschäftigt, dass es keinerlei Notiz von ihren neuen Tischnachbarn nahm. Lisa standen inzwischen die Schweißperlen auf der Stirn. Kein Wunder, denn hier drin war es unerträglich heiß und sie trug noch immer ihren Mantel. Anfangs sträubte sie sich noch das Ding auszuziehen, aber irgendwann hielt sie es einfach nicht mehr aus. Ich half ihr aus dem Mantel heraus und hängte ihn auf einen Haken an der Wand. Wie ein Leuchtfeuer zog jetzt ihr strahlend blaues Kleid die Blicke auf sich. Sie war hier vielleicht ein wenig Overdressed. Aber auch ich passte mit meinem Business Look hier nicht so wirklich hin. Denn im Riverside war eher Freizeitkleidung angesagt. Lisa versuchte der Aufmerksamkeit zu entgehen und versteckte sich so gut es ging hinter dem Tisch. Es dauerte aber nicht allzu lange, bis eine attraktive Schwarzhaarige zu uns an den Tisch kam.

» Hallo ihr zwei Hübschen, ich habe euch noch nie hier gesehen, seid ihr neu in Düsseldorf? «, raunte uns die Frau mit einer rauchigen Stimme zu. Lisa war von unserem Besuch wenig erbaut und versteckte sich jetzt hinter meinem Rücken.

» Ebenfalls ein Hallo! Wir sind zwar heute zum ersten Mal hier, allerdings nicht neu in Düsseldorf! «, antwortete ich möglichst selbstbewusst.

» Freut mich, ich bin Elisabeth! «, dabei streckte sie mir ihre Hand entgegen.

» Angenehm, mein Name ist Marie und das ist Lisa! «, erwiderte ich, während ich ihre Hand schüttelte. Elisabeth runzelte die Stirn darüber, dass Lisa ihr nicht die Hand geben wollte.

» Kann es sein, dass Lisa ein wenig schüchtern ist? Sie versteckt sich die ganze Zeit vor mir und besonders gesprächig scheint sie auch nicht zu sein. «

Ich trat einen Schritt zur Seite, so dass Elisabeth einen näheren Blick auf Lisa werfen konnte. Ihre Augenbrauen hoben sich, als sie bemerkte, dass Lisa ihren Händedruck gar nicht erwidern konnte.

» Sie ist nicht schüchtern, sondern nur meine Sklavin. Es steht ihr nicht zu ohne meine Erlaubnis zu sprechen. Aber ich entschuldige mich für ihr schlechtes Benehmen, das ist unentschuldbar und wird eine Strafe nach sich ziehen. «

Ich hatte vorgehabt Elisabeth zu schockieren, damit sie uns wieder allein ließ. Allerdings hatte ich wohl genau das Gegenteil bewirkt. Sie strich sich mit der Zunge über die Lippen und musterte Lisa lüstern. Der Kopf meiner Freundin war inzwischen knallrot angelaufen, aber sie sagte kein Wort.

» Interessantes Kleid trägt sie da, darf ich mal anfassen? «, fragte Elisabeth an mich gewandt. Ich nickte zustimmend. Elisabeth begann mit den Händen über die gefangenen Arme von Lisa zu streichen. Dabei blieb es allerdings nicht lange, denn schon wanderten ihre Hände nach hinten und kneteten kräftig Lisas Po. Sie ging um Lisa herum und ließ ihre Finger über den Rücken nach oben wandern. Dann liebkoste sie zärtlich Lisas nackte Schultern. Spitze rote Fingernägel strichen langsam den Hals entlang. Lisa entwich jetzt ein leises Stöhnen. Sie hatte mittlerweile ihre Augen geschlossen und die Nippel zeichneten sich deutlich durch das Kleid ab. Kein Zweifel, Lisa genoss die momentane Situation. Elisabeth ließ ihre Hände über die Brüste gleiten, walkte diese kräftig durch und klemmte dabei die steifen Warzen zwischen ihren Fingern ein. Lisas Atem hatte sich jetzt deutlich beschleunigt. Doch urplötzlich ließ Elisabeth von Lisa ab und wandte sich dann wieder mir zu.

» Da hast du eine richtig geile kleine Sklavin, Marie. Ich beneide dich dafür. Darf ich deiner Sklavin noch ein Geschenk machen? «

» Natürlich! «, antwortete ich neugierig.

Elisabeth kramte in ihrer Handtasche und zog plötzlich einen Dildo heraus. Ich musste schmunzeln. Welche Frau trug bitteschön einen Dildo in der Handtasche herum? Offensichtlich Elisabeth. Sie drehte an der Basis des Dildos und er begann zu vibrieren. Das war gar kein Dildo sondern ein Vibrator. Bevor ich richtig realisierte was geschah, ging Elisabeth auf ein Knie, drückte Lisas Schenkel leicht auseinander und führte das Teil dann langsam ein. Lisa legte den Kopf in den Nacken und schien ihre Umwelt völlig vergessen zu haben. Nicht nur das knutschende Pärchen war inzwischen auf sie aufmerksam geworden sondern der halbe Laden blickte jetzt in unsere Richtung.

» Pass auf, dass er nicht rausrutscht, Sklavin! Sonst wirst du bestraft werden! «, hauchte Elisabeth in Lisas Ohr. Ich bezweifelte aber, dass Lisa diese Warnung wirklich wahrgenommen hatte. Denn sie bewegte bereits ihre Hüften vor und zurück und stöhnte dabei leise.

» Also Mädels, ich wünsche euch noch eine schöne gemeinsame Nacht! «, mit diesen Worten verabschiedete sich Elisabeth und verschwand wieder in der Menge. Lisa kam jetzt erst richtig auf Touren. Sie lehnte sich mit den Schultern gegen die Wand und ihre Beine begannen zu zittern. Immer schneller bewegte sie ihre Hüften, bis sich plötzlich ihr ganzer Körper verkrampfte und sie ihre Erleichterung laut herausschrie. Mir fiel auf, dass der Geräuschpegel in der Bar mittlerweile deutlich gesunken war. Alle starrten jetzt auf Lisa, die das aber noch gar nicht mitbekommen hatte, weil ihre Augen geschlossen waren. Sie entspannte sich langsam wieder und plötzlich landete der Vibrator klappernd auf dem Boden. Lisa riss entsetzt die Augen auf und um uns herum erschallte Gelächter. Erst jetzt realisierte sie, dass sie gerade eine öffentliche Showeinlage geboten hatte. Peinlich berührt schaute sich Lisa um. Dann ruhte ihr flehender Blick schließlich auf mir. Sie hatte ihren Spaß gehabt, aber jetzt war es wohl tatsächlich Zeit nach Hause zu gehen.


Fortsetzung folgt!
209. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von *Gozar* am 24.10.17 19:50

Du verstehst das falsch Blechhand...

...das ist keine Verschwörung sondern eine Beschwörung!

Wir beschwören Dich uns nicht so lange warten zu lassen!!!



"Jahwohl" *kopfnick*

Nicht das wir irgendwie Druck aufbauen wollen.



Gruß Gozar

210. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von BaldJean am 24.10.17 22:37

Zitat
Was geht denn hier ab?

Ich wittere eine VERSCHWÖRUNG !!!

Vielleicht sollte ich besser ein Weilchen abtauchen, bis Gras über die Sache gewachsen ist.


@BaldJean
Bei den von dir genannten Spielen wurden über Jahre hinweg immer neue Erweiterungen verkauft. Dies ist nur eine andere Marketingstrategie, als wenn man einen komplett neuen Teil entwickelt. In beiden Fällen wird neuer Inhalt entwickelt und verkauft. Die Weiterentwicklung der Game Engine ist dabei wohl eher den Anforderungen des neuen DLC bzw. Teils geschuldet.


Oh nein. Nehmen wir das Beispiel Starcraft. Es gibt schon seit einigen Jahren ein Starcraft 2, mit mehreren Erweiterungen. Trotzdem hat das originale Starcraft, also quasi Starcraft 1, vor 3 oder 4 Monaten eine neue Game Engine bekommen, die nun (im Gegensatz zur alten) 3D-fähig ist.
211. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 24.10.17 23:14

Zuerst einmal, ein Dankeschön für die neue Episode, geht sich doch recht gut an.
Was mir auffällt der Alkoven, ist ja nur für Damen, wir Jungs werden wiederum vergessen.

Wehe Du verschwindest in der Versenkung, lässt uns noch länger warten...

... O weh, jetzt fällt mir nicht ein, was ich mit Dir machen würde, hast Du ein Glück!
Ich schwanke noch zwischen Wasserbad, damit das Blechhändle rostet oder Dich mit der Bonus-DVD von Raumschiff Enterprise mit über 3 Stunden nie gezeigter Special Features ärgere, mal sehen.

Es freut sich auf die nächste Folge
Ihr_joe



212. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von jonnyf am 25.10.17 13:08

Hallo IronFist,

der Alkoven erweist sich ja mittlerweile fast als eierlegende Wollmichsau.

Vielleicht bekommen wir noch die ein oder andere Überraschung präsentiert ?!

Gruß
jonnyf
213. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 27.10.17 19:26

Hallo *Gozar*,

lass mich mal kurz die Vorschläge für eure „Beschwörung“ zusammenfassen:

Ihr_joe hat vorgeschlagen mir seine Herrin zu schicken. Er hat aber auch gleich die Schwäche dieses Plans erläutert. Nämlich das diese Methode sogar den Turnus verlängern könnte, weil seine Herrin vielleicht andere Pläne hätte.

Billyboy hat vorgeschlagen jeden Tag zum Dienstag zu erklären. Ich bin mir nicht sicher, ob er das ganz durchdacht hat. Er würde damit auf seine Wochenenden verzichten und müsste jeden Tag zur Arbeit gehen.

Dein Vorschlag lautete mich 25 Nymphomaninnen vorzuwerfen. Wirklich, eine Beschwörung mit Nymphomaninnen? Gehörst du vielleicht irgendeinem obskuren Kult an?
Ich bin keine 20 mehr und 25 Frauen könnten mir vielleicht den Rest geben. Und dann würden überhaupt keine neuen Teile mehr erscheinen.


Hallo BaldJean,

im August kam Starcraft Remastered heraus, eine grafisch verbesserte Version des originalen Starcraft. Mag sein, dass bei dessen Entwicklung aus Kompatibilitätsgründen auch ein paar Updates für das Originalspiel abgefallen sind. Der Grund für die investierte Arbeit dürfte allerdings der Verkauf der Remastered Version sein.

Ich denke wir sollten hier unsere Computerspiel Besprechung beenden, weil sie komplett offtopic ist.


Hallo Ihr_joe,

zuerst einmal ein Dankeschön für dein Lob.
Du hast Recht die W-Line ist nur für die weibliche Kundschaft gedacht. Frag doch einfach mal bei Magic Glamour nach, ob es nicht vielleicht auch eine M-Line für die Herren der Schöpfung gibt.

Meinst du nicht, dass ich mit verrosteten Blechhänden schlecht tippen könnte?
Das scheint mir wieder ein Plan zu sein, der noch nicht so ganz ausgereift ist.


Hallo jonnyf,

ich gebe zu, dass es als Autor recht praktisch ist ein solches Universalgerät zu haben.
Und ich kann dir auch versichern, dass es noch die ein oder andere Überraschung in der Geschichte geben wird.


LG
Fist
214. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von *Gozar* am 29.10.17 09:01

Hi IF

Na dann wären das doch die besten Aussichten Eisenfaust.
Wenn ich mir vorstelle mit 25 Mädels im Bett, und dann nach dem "letzten Tropfen" glücklich und zufrieden abtreten,....was kann schöner sein.

Gruß Gozar
215. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 29.10.17 19:05

Hi *Gozar*,

es gibt sicher unangenehmere Tode als diesen.
Ich beabsichtige aber noch ein Weilchen zu leben. Also, lass mal stecken!

LG
Fist
216. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von *Gozar* am 29.10.17 21:32

Hi If

Wie würde Spock sagen...

"Friede und ein langes Leben"

Letzteres sei Dir wohl vergönnt.

Und allzeit ausreichend Tinte auf Deiner Feder, die uns in festem und verlässlichem Intervall erfreut!

Nun frisch ans Werk und nicht getrödelt, auf das Deine Mühe uns allen schöne Stunden bereitet!

Gruß Gozar
217. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 30.10.17 19:06

Hi Gz,

ich denke nicht, dass ich das Alter von Mister Spock erreichen werde.
Deiner Aufforderung bin ich aber bereits im Vorhinein nachgekommen. Am letzten Wochenende hatte ich tatsächlich etwas Zeit und habe an meiner vierten Geschichte weiter geschrieben. Allerdings bin ich damit leider noch immer ziemlich am Anfang.

LG
Fist
218. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 31.10.17 19:36

Teil 19


» Trink aus, wir gehen! «, sagte ich in einem gespielt herrischen Ton.

Lisa beugte sich etwas unbeholfen über den Tisch und schlürfte den Rest ihrer Cola aus. Währenddessen hob ich den Vibrator vom Boden auf und legte Lisa ihren Mantel um die Schultern. Sie drehte sich zu mir und erwartete wohl, dass ich ihren Mantel zuknöpfte.

» Ich finde es wäre unhöflich, wenn du dein Geschenk nicht mitnehmen würdest! «, mit diesen Worten beförderte ich den Vibrator wieder an seinen Bestimmungsort. Lisa bekam große Augen und um uns herum breitete sich allgemeines Grinsen aus. Dann knöpfte ich ihren Mantel zu und schob sie in Richtung Ausgang. Auf der Straße traute sich Lisa dann endlich wieder ihren Mund zu öffnen.

» Sag mal, was sollte das denn? Mich öffentlich als deine Sklavin zu betiteln. «

» Wieso? Hat doch funktioniert. Und du hast deine Rolle wirklich gut gespielt! «, lachte ich fröhlich.

» Aber … du kannst mich doch nicht in so eine peinliche Situation bringen. «

» Hättest du eine bessere Erklärung für dein Kleid gehabt? Und es sah übrigens nicht so aus, als hättest du keinen Spaß gehabt. «

Darauf hatte Lisa keine passende Antwort. Wir machten uns auf den Rückweg zu ihrer Wohnung und ich merkte wie sie mit der Zeit wieder unruhiger wurde. Der Vibrator verrichtete seine Arbeit noch immer sehr effektiv und ich sah wie Lisa gegen ihre Gefühle ankämpfte. Sie hielt sich tapfer und hatte es erfolgreich vermieden auf der Straße einen Orgasmus zu bekommen. Es war inzwischen kurz nach Mitternacht und ich schloss die Haustür zum Treppenhaus auf. Auf halbem Weg zur Wohnung passierte es dann doch noch. Lisa schüttelte sich und ich musste sie festhalten, damit sie nicht die Treppe runter fiel. Sie versuchte ihr Stöhnen so gut es ging zu unterdrücken. Aber erneut rutschte der Vibrator aus ihrer Muschi, polterte ein paar Steinstufen hinunter, drehte sich und blieb dann direkt neben einer Strebe des Metallgeländers liegen. Jetzt versetzte der Vibrator das Geländer in Schwingungen und verursachte dadurch einen Heidenlärm. Was nun? Sollte ich zuerst den Krach abstellen und dadurch riskieren, dass Lisa die Treppe herunterfiel? Ich entschied mich dafür, Lisa zuerst in ihre Wohnung zu bringen. Als ich sie in ihr Schlafzimmer beförderte, brabbelte sie wirres Zeugs während ich sie auf dem Bett ablegte. Danach hastete ich ins Treppenhaus zurück. Von oben war bereits eine verärgerte männliche Stimme zu hören, die sich über den Krach beschwerte. Ich eilte die Stufen hinunter, schnappte mir den Vibrator und verschwand dann so schnell wie möglich wieder in Lisas Wohnung. Was hätte der Nachbar wohl gedacht, wenn er herunter gekommen wäre und einen arbeitenden Vibrator auf der Treppe gefunden hätte? Dieser Gedanke amüsierte mich. Als ich ins Schlafzimmer zurückkehrte, war Lisa bereits eingeschlafen. Sie hatte einen seligen Gesichtsausdruck. Vor den frühen Morgenstunden würde ich Lisa nicht aus ihrem Kleid herausholen können, also beschloss ich bei ihr zu übernachten und legte mich neben sie aufs Bett.

Am nächsten Morgen wachte ich auf, weil mir irgendwas durchs Gesicht fuhr und ich geschubst wurde. Lisa hatte sich zu mir herüber gelehnt und stupste mich mit dem Kopf an, so dass mir ihre Haare im Gesicht hingen.

» Endlich wachst du auf. Ich muss dringend aufs Klo! «, jammerte sie.

Lisa war noch immer völlig hilflos und sie konnte ohne meine Hilfe nicht einmal aufstehen. Mit diesem Kleid wäre ein Toilettengang wohl schwierig gewesen, deshalb befreite ich sie zuerst mit Hilfe des Alkovens aus ihrem Gefängnis. Ohne ein Wort des Dankes rannte sie sofort zum WC. Beim Frühstück erzählte mir Lisa dann von ihrer Gefühlslage am Abend zuvor. Es hatte ihr einerseits Angst eingejagt, aber auf der anderen Seite hatte es sie auch angemacht. Das hörte sich zwar seltsam an, aber ich konnte das durchaus nachvollziehen. Vermutlich wäre es mir an ihrer Stelle nicht anders ergangen.

Über das Osterwochenende fuhr ich zu meinen Eltern nach Hause. Auch wenn ich mittlerweile viel zu alt dafür war, so hatte ich immer noch meine Freude daran Ostereier im Garten zu suchen. Und mein Vater war beim Verstecken der Eier noch genauso kreativ wie früher. Das war einfach eine alte Familientradition und weckte bei mir Kindheitserinnerungen. Meine Mutter machte für mich extra ihren himmlischen Sauerbraten. Mit anderen Worten, ich hatte ein tolles verlängertes Wochenende. Im Zug zurück nach Düsseldorf plante ich schon einmal die kommende Woche. Meine Kollegin Erika hatte Urlaub und deshalb würden Teile ihrer Arbeit an mir hängen bleiben. Das bedeutete vermutlich Überstunden. Aber am Mittwoch würde auch mein Alkoven geliefert werden und ich musste deshalb früher nach Hause gehen. Irgendwie würde ich das aber schon auf die Reihe kriegen. Ich telefonierte mit Lisa und lud sie am Mittwochabend zu einer Alkoven Einweihungsfeier zu mir ein. Anstatt Königsberger Klopse würde es bei mir aber wohl eher Tiefkühlpizza geben.

Die Monteure benötigten fast drei Stunden um den Alkoven in meinem Schlafzimmer aufzubauen. Aber nun war es endlich soweit, ich hatte meine eigene W-Line. Bevor Lisa bei mir eintraf experimentierte ich bereits mit einigen Möglichkeiten herum. Ich kam mir vor wie eine kleine Prinzessin mit ihrem neuen Spielzeug. Ein kleines Schwarzes gefiel mir besonders gut und ich beschloss Lisa in diesem Kleid zu empfangen. Es war knielang, zeigte etwas Ausschnitt und wurde durch schmale Träger gehalten. Der Rock legte sich in sanfte Falten, glänzte leicht und passte ganz wunderbar zu einem paar Pumps, die ich normalerweise zur Arbeit trug.

Pünktlich um 8 Uhr klingelte Lisa bei mir. Sie hatte eine Flasche italienischen Wein mitgebracht, als hätte sie meinen Pizzaplan geahnt. Na gut, sie kannte meine kaum vorhandenen Kochkünste. Unser Weg führte sofort ins Schlafzimmer und Lisa schien genauso aufgeregt zu sein wie ich. Sie hatte sich selbst in ein scharfes Teil geschmissen, dass nur aus ein paar Bändern zu bestehen schien. Die schwarz roten Streifen liefen diagonal über ihren Körper und bedeckten alle intimeren Stellen von ihr. Allerdings zeigten die transparenten Zwischenräume auch jede Menge Haut. Mit anderen Worten, sie sah extrem sexy aus. Leider war dies ein Modell aus der X-Line, welche mir nicht zur Verfügung stand. Mein kleines Schwarzes landete ruck zuck wieder auf der Kleiderpuppe und Lisa zeigte mir ihre Favoriten aus der W-Line. Wir verbrachten fast eine Stunde auf diese Weise, bis mir auffiel, dass ich eine verdammt schlechte Gastgeberin gewesen war. Ich hatte Lisa noch gar nichts zu Trinken angeboten. Lisa lachte nur darüber und scherzte, dass sie genau deshalb den Bardolino mitgebracht hatte. Peinlich berührt führte ich Lisa in die Küche und schob die Pizza in den Ofen. Sie hatte einen ganz hervorragenden Wein mitgebracht und ich befürchtete, dass meine Tiefkühlpizza da nicht so ganz mithalten konnte. Wir unterhielten uns über den Alkoven und Lisa drängte mich, dass ich doch ebenfalls die X-Line abonnieren sollte. Dann könnten wir im Partnerlook in den Club Fantasy gehen. Und ich sollte auch gleich die Y-Line nehmen, denn sie hätte noch eine Rechnung mit mir zu begleichen. Damit spielte sie wohl auf unseren kleinen Ausflug ins Riverside an. Ja, vermutlich hätte auch ich an einem Rollentausch meinen Spaß, aber ich war mir nicht sicher, ob mir das 20 Euro pro Monat wert war.

» Warum nicht auch gleich die Z-Line? «, fragte ich sarkastisch.

» Tolle Idee, also los! «, mit diesen Worten schob sie mir meinen Laptop über den Tisch. Plötzlich klingelte die Uhr an meinem Ofen.

» Die Pizza ist fertig! «

Ich stand rasch auf, um unser Essen aus dem Ofen zu holen.

» Jetzt lenk hier nicht ab! Du hast gesagt, dass du dich bei Z-Line registrieren willst. Kneifen gibt’s nun nicht mehr! «

Nichts dergleichen hatte ich gesagt. Lisa hatte meinen Sarkasmus nur ganz bewusst überhört. Ich zerteilte die Pizza mit einem scharfen Messer in mundgerechte Stücke und hoffte, dass Lisa das Thema wieder vergessen würde. Aber sie hatte überhaupt nicht die Absicht mich wieder vom Haken zu lassen. Sie bearbeitete mich während unserer gesamten Mahlzeit und ich stimmte irgendwann zu mich bei X-Line zu registrieren. Meine Hoffnung nach der X-Line Registrierung in Ruhe gelassen zu werden war natürlich naiv gewesen. Jetzt drängte mich Lisa sogar umso stärker zur Y-Line. Und natürlich sollte ihr Handy das steuernde Gerät werden, denn das sei schließlich nur fair. Ich zierte mich noch eine Weile, gab dann aber schließlich nach. Natürlich war auch ich neugierig, was dieses Gerät noch alles zu bieten hatte. Deshalb ging ich dann auch den letzten Schritt, den mich bei Z-Line zu registrieren.

Die Z-Line Seite bot kaum nützliche Informationen, lediglich den kurzen Hinweis auf eine Mitgliedschaft in einer „Society Zero“. Nicht einmal ein Preis wurde dafür genannt. Ich war skeptisch, konnte das vielleicht irgendeine Betrugsmasche sein? Aber würde man für einen Betrug einen derart komplizierten Weg wählen? Unsicher ob diese Z-Line wirklich eine gute Idee wäre, beschlossen wir zuerst im Internet nach dieser Society Zero zu suchen. Das Ergebnis war mehr als überraschend. Die Society Zero war ein Geheimbund über den es jede Menge Gerüchte gab. Ganz ähnlich wie bei der Freimaurerloge, nur eben für Frauen und nicht ganz so alt. Angeblich seien einflussreiche Frauen aus Politik und Wirtschaft dort Mitglied. Sogar Angehörige aus europäischen Königsfamilien sollten in der Society Zero aktiv sein. Es gab über diesen Geheimbund aber auch etliche Verschwörungstheorien, von der angestrebten Weltherrschaft bis zur geplanten Unterwerfung aller Männer. Die abstruseste Theorie beinhaltete die Anbetung einer Gottheit Namens Zambana. Durch ausschweifende sexuelle Orgien sollten die Anhänger übernatürliche Fähigkeiten von Zambana empfangen können. Ich war noch nie ein großer Freund von solchen Theorien gewesen. In erster Linie dürfte es bei dieser Society Zero um das knüpfen von Kontakten gehen. Schließlich hatte Vitamin B im Berufsleben noch nie geschadet.

» Uh, unsere Marie wird zur Jüngerin von Zambana! «, kicherte Lisa.

» Ja und dann fliege ich wie Supergirl durch die Gegend und übernehme mittels Gedankenkontrolle die Macht über alle Männer. Was für ein ausgemachter Blödsinn! «, kicherte ich mit.

So ein Zusammenschluss einflussreicher Frauen ergab durchaus Sinn, aber was hatte das Ganze mit diesem Alkoven zu tun? Warum sollte die Society Zero auf diesem Weg neue Mitglieder werben? Nun dieser Alkoven war derart teuer, dass ihn vermutlich eher die wohlhabenderen Frauen kaufen würden. Vielleicht war das so eine Art finanzielle Vorselektion. Denn wer Geld hatte, der hatte häufig auch Einfluss. Schließlich wurde meine Skepsis von der Neugier überwogen und ich fuhr mit der Z-Line Registrierung fort. Wie schon bei den vorherigen Lines wurden auch diesmal meine Daten automatisch übernommen. Und auch das Feld „steuerndes Gerät“ war erneut vorhanden. Allerdings wurde in diesem Fall nicht Lisas Handynummer von der Y-Line übernommen, sondern das Feld war mit schwarzen Kreisen befüllt und ließ sich auch nicht verändern. Was hatte das zu bedeuten? Würde ich dieses Feld vielleicht erst später befüllen können? Oder würde mein Alkoven bei der Z-Line etwa fremdgesteuert werden?

» Was hältst du davon? «, fragte ich Lisa und zeigte auf das Feld.

» Das wird schon seine Richtigkeit haben, los mach weiter! «

Lisas Sorglosigkeit konnte ich nicht so ganz teilen. Ich versuchte erneut das Feld zu befüllen, aber noch immer ohne Erfolg. Schließlich dauerte es Lisa zu lange, sie nahm mir die Maus aus der Hand und klickte einfach auf den OK Button.

» Hey, was soll das? «, beschwerte ich mich. Die aufpoppende Nachfrage wurde umgehend von Lisa bestätigt und schon gab es kein Zurück mehr. Der folgende Text erschien auf dem Bildschirm:

Vielen Dank für ihr Interesse an der Society Zero!

Wir haben ihre Bewerbung erhalten und werden den Antrag prüfen.
Innerhalb der nächsten 2 Wochen werden sie eine Nachricht von uns erhalten, ob sie für die Society Zero geeignet sind. Bei einem positiven Ergebnis erhalten sie eine Einladung zu ihrer Initiation.

SZ


» Warum hast du das gemacht? «, fragte ich angesäuert.

» Anders werden wir ja nie fertig. Los schau schon nach, ob du jetzt mit deinem Handy die Z-Line auswählen kannst! «, kam ungeduldig von Lisa.

Natürlich konnte ich die Z-Line mit meinem Telefon nicht auswählen und das gleiche galt auch für Lisas Handy. Das war auch nicht verwunderlich, schließlich war das nichts weiter als ein Antrag auf Mitgliedschaft in der Society Zero gewesen. Solange meinem Antrag nicht zugestimmt wurde, würde da gar nichts passieren. Ich war aber immer noch besorgt. Was wenn da hohe Mitgliedsbeiträge anfallen würden? Und auch das Rätsel mit dem steuernden Gerät war noch nicht gelöst.

» Das ist aber wirklich Schade! Na dann müssen wir uns für heute eben mit der Y-Line behelfen. Ich habe ohnehin noch ein Hühnchen mit dir zu rupfen! «, verkündete Lisa lachend.

Klar, dass sie sich für unseren Abstecher ins Riverside revanchieren wollte. Und ich war mir sicher, dass sie auch schon einen Plan dafür hatte. Es hatte mir letzte Woche viel Spaß gemacht die Sklavin Lisa zu kontrollieren. Aber ich konnte mir ebenso gut vorstellen, als Sklavin Marie mein Vergnügen zu haben. Wir gingen zurück in mein Schlafzimmer und ich schlüpfte aus unserer letzten Kreation um diese wieder auf die Kleiderpuppe zu hängen. Lisa aktivierte mit ihrem Telefon meine Y-Line, was das Kleid verschwinden und die Puppe zur Seite schwenken ließ. Jetzt war alles bereit und meine Aufregung stieg. Was würde mich heute wohl erwarten? Zuerst entledigte ich mich meines Slips und stellte mich danach splitterfasernackt auf die Plattform.

» Aber nicht zu lange, du weißt, dass ich Morgen früh zur Arbeit muss! «, mahnte ich Lisa.

» Schon klar, keine Sorge! «


Fortsetzung folgt!
219. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von *Gozar* am 31.10.17 22:27

"amüsant, spannend, erotisch, erregend..." soll ich weiter machen?!

Kurz gesagt "***GUT***"

Echt Klasse IF, Chapeau

Gruß Gozar
220. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 31.10.17 23:45

Ja, da schließe ich mich *Gonzar* an,
schrecklich, furchtbar, grausam...

... Spannend

Danke für die exzellente Fortsetzung
Ihr_joe
221. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Moira am 01.11.17 00:34

ehm ... diese Geschichte hat, je länger man sie liest - einen immer widerlicheren, penetranteren Beigeschmack ...


nach "MEHR"



verbindlichsten Dank, dass ich nun wieder bis kommenden Dienstag an akuten, unsaturierbaren Neugieranfällen leiden werde ...

Iron Fist - Du bist soooo "gut" zu mir/uns
222. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Trucker am 01.11.17 09:07

Endlich komme ich auch mal wieder zum kommentieren. Super genial weitergeschrieben und wie immer an der spannendsten Stelle aufgehört.
223. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 03.11.17 19:18

Hallo *Gozar*,

was für eine Frage, natürlich sollst du weiter machen.
Kurz gesagt "***DANKE***"


Hallo Ihr_joe,

auch dir ein Dankeschön.
Es geht bald, in Kürze, Dienstag ...

... weiter


Hallo Moira,

wie es scheint stehst du auf einen widerlichen Beigeschmack. Nennt man sowas nicht eine Geschmacksverirrung?
Dazu leidest du auch noch an Neugiersanfällen. Warst du mit deinen Beschwerden schon mal beim Arzt?

Zitat
Du bist soooo \"gut\" zu mir


Hach, dass ich sowas mal von einer Frau zu hören bekomme!


Hallo Trucker,

ich danke dir für dein Kompliment.
Aber war das wirklich die spannendste Stelle? Mal schauen, ob ich mich in dieser Hinsicht noch verbessern kann.


LG
Fist
224. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 07.11.17 19:39

Teil 20


Mit einem Brummen erschienen die grünen Lichtstrahlen und tasteten Stück für Stück meinen Körper ab. Damit ich nicht wie Lisa endete, streckte ich meine Arme waagerecht nach vorne und spreizte zur Sicherheit auch noch meine Finger ab. Der Scann war anscheinend erfolgreich verlaufen, denn jetzt war Lisa dabei auf ihrem Handy die Schieberegler hin und her zu bewegen.

» Fertig? «, fragte Lisa abschließend.

Ich nickte und kniff meine Augen zu, um nicht wieder von dem Lichtblitz geblendet zu werden. Obwohl ich diesmal auf den Knall gefasst war, zuckte ich trotzdem zusammen. Und selbst mit geschlossenen Augen konnte ich den Lichtblitz noch wahrnehmen. Irgendwas hatte sich definitiv verändert. Vorsichtig öffnete ich meine Augen und als erstes bekam ich meine pechschwarzen Arme und Hände zu sehen. Sie waren nun in hochglänzendes schwarzes Latex gehüllt. Fasziniert bewunderte ich den ungewohnten Anblick, bis ich erschreckt feststellte, dass ich meine Finger nicht mehr bewegen konnte. Meine Ellenbogen ließen sich problemlos beugen, aber meine Finger waren völlig steif. In dieser abgespreizten Form sah das mehr als seltsam aus. Und auch mit meinem Mund stimmte irgendwas nicht, denn ich konnte ihn nicht mehr öffnen. Lisa hatte nun einen leuchtenden Blick und grinste mich breit an. Sie holte meinen großen Spiegel und platzierte ihn direkt vor mir. Ich trug jetzt einen schwarzen Latex Body mit hohem Beinausschnitt. Der Body hatte lange glänzende Ärmel mit integrierten Fingerhandschuhen. Der Kragen endete aber nicht an meinem Hals, sondern reichte mir fast bis zur Nase. Dadurch wurden meine Lippen effektiv versiegelt, was natürlich erklärte warum ich den Mund nicht mehr öffnen konnte. Am auffälligsten waren allerdings meine Brüste. Der Body hatte dort zwei Öffnungen und mein weißer Busen quoll aus dem tiefen Schwarz heraus. An der Basis waren diese Öffnungen verengt und verlängerten sich in einem kurzen schlauchartigen Stück. Meine Brüste zogen sich durch diesen Schlauch und zwei große straffe Globen ragten am Ende heraus. Das sah irgendwie aus, als würden zwei Pilze aus meinem Oberkörper wachsen. Ich strich mit der Handfläche über meinen rechten Busen und meine Nippel zeigten eine sofortige Reaktion. Meine Brust fühlte sich nun extrem sensibel an.

» Wow! «, kam bewundernd von Lisa.

» Ich denke wir sollten genau wie letzte Woche einen kleinen Spaziergang machen! «, fuhr sie fort.

Waaas? So konnte ich doch nicht auf die Straße gehen. Ich schüttelte heftig mit dem Kopf und versuchte mit undeutlichen Lauten mein Missfallen auszudrücken. Eigentlich hätte ich mir aber denken können, dass Lisa so etwas vorhatte.

» Du scheinst anderer Meinung zu sein? «, fragte sie scheinheilig. Ich nickte bestätigend.

» Tja weißt du, eine Sklavin hat sowas aber nicht zu entscheiden. «

Ich stampfte bockig mit dem Fuß auf den Boden und funkelte sie böse an. Lisa grinste, zückte ihr Handy und machte ein Foto von mir. Oh nein! Letzte Woche, als ich gedroht hatte ihre Bilder ins Netz zu stellen, hatte ich doch nur Spaß gemacht. Sie sagte kein Wort sondern schaute mir nur direkt in die Augen. Ihr Gesichtsausdruck verriet ganz deutlich, dass auch sie nicht vorhatte mich im Internet zu blamieren. Aber die Vorstellung, in dieser Aufmachung meine Wohnung zu verlassen, machte mir Angst. Und wie lange würde ich eigentlich diesen Body tragen müssen? Leider konnte ich Lisa nicht danach fragen.

» Aber du hast natürlich Recht, ich sollte dir besser etwas überziehen! «, kommentierte Lisa meine zögerliche Haltung. Erleichtert atmete ich erst einmal tief durch. Dann nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und sprang über meinen eigenen Schatten indem ich zustimmend nickte.

» Klasse! «, freute sich Lisa.

Sie durchsuchte meinen Kleiderschrank und stellte ein Outfit für den Spaziergang zusammen. Ihre Wahl fiel auf einen engen schwarzen Bleistiftrock, der mir knapp übers Knie reichte und natürlich auch auf meine neue weiße Bluse aus der „Softer than Satin“ Kollektion. Unter dieser Bluse würden meine Brüste in ihrer jetzigen Form regelrecht nach Aufmerksamkeit schreien. Passend dazu suchte sich Lisa meine schwarz-weißen Pumps mit moderatem Absatz aus. Quasi als krönenden Abschluss zog sie noch eine Packung schwarzer halterloser Nahtstrümpfe aus ihrer Handtasche. Das war der Beweis, dass sie den Ablauf des heutigen Abends schon vorher geplant hatte. Denn Lisa wusste ganz genau, dass ich eigentlich nur Strumpfhosen besaß.

Mir die Bluse anzuziehen war bei meinen abgespreizten Fingern gar nicht so einfach. Aber Lisa hatte es irgendwann dann doch geschafft meine Hände durch die Ärmel zu fädeln. Strümpfe, Rock und Schuhe waren danach schnell angezogen. Eigentlich hätte ich in diesem Outfit locker zur Arbeit gehen können, wäre da nicht das ungewöhnliche darunter gewesen. Und genau dieses verlieh einem normalen Business Outfit einen kräftigen Fetisch Touch. Meine abgespreizten schwarzen Latexfinger waren unter der weißen Bluse extrem auffällig. Aber im Vergleich zu meinem Hals und meiner pechschwarzen unteren Gesichtshälfte wirkten sie sogar noch harmlos. Eigentlich musste jedem doch sofort mein Latex Mund auffallen. Krönend kamen auch noch meine Brüste hinzu, die waagerecht nach vorne abstanden und so versuchten die Bluse zu sprengen. Das weiche Material der Bluse hatte meine Nippel bereits steinhart werden lassen. Die Art und Weise wie meine Oberweite jetzt präsentiert wurde, die hätte wohl jeden Bimbo vor Neid erblassen lassen. Und selbst mit diesen Nahtstrümpfen könnte ich wohl noch Blicke auf mich ziehen. Verglichen mit dem Rest meiner Aufmachung war das aber eher bieder. Meine steifen Finger durch die Ärmel des Mantels zu bekommen wurde zu einem harten Kampf. Aber am Ende war Lisa siegreich. Sie klappte den Kragen nach oben und schon wurde mein Latex Hals größtenteils verdeckt. Im Dunkeln würde man meinen schwarzen Mund dann hoffentlich nicht mehr sehen können. Und meine Hände würde ich einfach in den Manteltaschen verstecken. Blieben also nur die Nahtstrümpfe sichtbar. Diese würden aber noch am ehesten als extravaganter modischer Trend durchgehen.

Nun wirkte unser Spaziergang nicht mehr ganz so bedrohlich auf mich und irgendwie freute ich mich sogar darauf. Beim Gehen rieb die Bluse an meinen sensiblen Brüsten. Das hatte mich schon in der Wohnung angeturnt. Im Treppenhaus ging mein Puls aber schlagartig wieder nach oben. Hier war es taghell und jeder würde sofort meinen Latex Knebel sehen können. Glücklicherweise begegnete uns aber niemand und wir kamen unbehelligt auf die Straße. Es war dunkel und kein Mensch war zu sehen. Die Straßenlaternen spendeten zwar etwas Licht, aber solange wir nicht direkt unter einer Lampe jemanden trafen, dürfte mein Zustand wohl unbemerkt bleiben. Lisa wollte unbedingt rechts herum gehen, obwohl die entgegengesetzte Richtung eigentlich in ein schöneres Viertel führte. Das bestätigte meinen Verdacht, dass sie irgendetwas vorhatte. Zum Glück war das Riverside von meinem Zuhause zu weit entfernt um es zu Fuß erreichen zu können. Es wäre mir wirklich peinlich gewesen, wenn Elisabeth gesehen hätte, dass aus der Herrin Marie jetzt eine Sklavin geworden war. Das hätte mir mit Sicherheit einigen Spott eingebracht. Plötzlich sah ich wie auf unserer Straßenseite eine Person auf uns zukam. Ich versuchte meine Schritte zu verlangsamen, damit wir uns zwischen zwei Laternen begegneten. Aber Lisa bemerkte meinen Versuch und zog mich sanft weiter. Der Passant war ein junger Mann, der summend näher kam. Meinen Kopf so weit wie möglich eingezogen und leicht nach vorn geneigt, beschleunigte ich jetzt meinen Gang um so schnell wie möglich an ihm vorbei zu kommen. Und wieder griff Lisa ein und hielt mich diesmal zurück. Ich bemerkte, dass ich die Luft angehalten hatte bis der Kerl endlich weg war. Keine Ahnung ob er etwas bemerkt hatte. Lisa kicherte nur leise wegen meines lächerlichen Verhaltens.

Wir gingen jetzt in Richtung der Universum Shopping Mall. Die Läden waren zwar schon geschlossen, aber trotzdem waren dort deutlich mehr Leute unterwegs. Es gab in der Nähe ein chinesisches Restaurant, ein altes Kino und auch eine Diskothek. Lisa steuerte direkt auf die Mall zu und ich wurde immer nervöser. Ich sah zwei Pärchen, welche die Auslagen in den Schaufenstern betrachteten. Eine Gruppe Jugendlicher hatte sich auf einer Bank niedergelassen und grölte lautstark herum. Und vor einem Seiteneingang stand ein Geldtransporter mit laufendem Motor. Bisher schien sich aber noch keiner für uns zu interessieren. Jetzt hakte sich Lisa bei mir ein, vermutlich damit ich nicht weglaufen konnte. Wir kamen den Schaufenstern immer näher, wodurch es auch immer heller wurde. Die Teenager waren jetzt auf uns aufmerksam geworden und riefen uns zu, dass wir uns zu ihnen setzen sollten. Aber wir ignorierten sie und hielten weiter auf das Schaufenster von „Mode Geiwitz“ zu. Lisa hatte uns zu einem der Pärchen geführt und wir standen jetzt direkt neben ihnen vor dem Schaufenster. Es war hier taghell und ich konnte in der Spiegelung des Fensters deutlich meinen Knebel erkennen. Die Frau neben mir erklärte ihrem Begleiter, dass sie die braunen Schuhe mochte. Ich drehte meinen Kopf von den beiden weg und gab vor, etwas auf der anderen Seite des Schaufensters zu betrachten. Aber Lisa hatte mich sofort durchschaut und sabotierte mich.

» Schau mal, was hältst du von dem Faltenrock dort drüben! «, mit diesen Worten zeigte sie in die entgegen gesetzte Richtung. Aus den Augenwinkeln heraus konnte ich sehen, dass das Pärchen jetzt ebenfalls nach dem Rock Ausschau hielt. Ich funkelte Lisa böse an und sie revanchierte sich dafür mit den folgenden Worten.

» Obwohl, er ist ein bisschen spießig. Wäre er transparent würde er bestimmt viel besser zu dir passen. «

Jetzt drehte sich das Pärchen zu uns um und ich glaubte im Boden versinken zu müssen. Lisa wandte sich den beiden zu und drehte mich gleich mit, weil ihr Arm noch immer bei mir eingehakt war. Nach einer kurzen Schrecksekunde zeigten die Gesichter des Pärchens eine deutliche Reaktion. Der Mann runzelte die Stirn, während die Frau mich mit großen Augen und offenem Mund anstarrte. Womit hatte ich das nur verdient? Schließlich setzte Lisa noch einen drauf.

» Nein, für eine Sklavin wie dich ist das einfach nicht der richtige Laden! «

Dann führte sie mich von dem Pärchen weg. Die beiden blieben sprachlos zurück und starrten uns hinterher. Als wir ein Stückchen entfernt waren, begann Lisa leise zu kichern. Mir hingegen war durch ihre Aktion mächtig warm geworden und in meinen Handschuhen sammelte sich bereits der Schweiß. Aber Lisa ließ mir keine Zeit zum Verschnaufen, denn jetzt schob sie mich weiter zu dem alten Kino. Eine Tafel verkündete, dass heute der Film „La Licorne“ im Rahmen der französischen Filmwoche gezeigt wurde. Lisa öffnete die Eingangstür und bedeutete mir einzutreten. Im Foyer war keine Menschenseele zu sehen, lediglich ein Kartenverkäufer saß hinter einem Tresen. Er hatte in einem Magazin gelesen und blickte jetzt zu uns auf. Schon wieder die gleiche Situation. Ich drehte mich schnell weg und tat so, als würde ich ein Filmplakat bewundern. Gleich würde mich Lisa sicherlich in nächste peinliche Lage bringen. Aber überraschenderweise ließ sie mich diesmal in Ruhe und kaufte für uns nur zwei Eintrittskarten. Danach hakte sie sich wieder bei mir ein und führte mich eine Treppe hoch. Oben angekommen wartete aber schon die nächste brenzlige Situation auf mich. Vor dem Kinosaal stand ein junger Mann um die Karten zu kontrollieren. Meine Vermeidungsstrategie mit Kopf wegdrehen dürfte hier schlecht funktionieren. Daher versuchte ich mich so gut es ging hinter Lisa zu verstecken. Allerdings klappte auch das nicht besonders gut, denn er würdigte unsere Eintrittskarten kaum eines Blickes. Stattdessen schien er zu erforschen, was mit meinem Gesicht nicht stimmte. Ich senkte meinen Kopf und betete, dass er uns endlich in den Saal lassen würde.

» Bitte entschuldigen sie das schlechte Benehmen meiner Sklavin! «, bemerkte Lisa und schob mit ihrem Finger mein Kinn nach oben. Sie hatte es schon wieder getan und mich öffentlich eine Sklavin genannt. Langsam schien bei ihm der Groschen zu fallen und es zeigte sich ein leichtes Grinsen auf seinem Gesicht. Wortlos starrte er mich eine Weile an, bis er sich schließlich an seine Pflichten erinnerte und uns die Tür zum Saal aufhielt.

» Ich wünsche ihnen und ihrer Sklavin einen angenehmen Abend! «, erklärte er freundlich und zwinkerte mir dabei verschwörerisch zu. Sofort huschte ich durch die Tür in die vermeintlich sichere Dunkelheit des Kinos. Der Film hatte bereits begonnen und die Sitzreihen waren nur spärlich gefüllt. Das war gut, denn so bestand eine größere Chance, dass ich unentdeckt blieb. Lisa führte mich ein paar Stufen nach unten und wählte dann eine Sitzreihe in der Mitte aus. In dieser Reihe saß nur eine junge Frau. Am liebsten hätte ich mich gleich hier am Rand hingesetzt, aber Lisa wollte auf die andere Seite und zog mich hinter sich her. Die junge Frau hatte ihre Beine ausgestreckt und blockierte dadurch den Weg. Lisa räusperte sich kurz und die Frau schaute uns leicht genervt an. Dann seufzte sie leise und zog ihre Beine ein. Schon hatten wir uns unbeliebt gemacht. Ehrlich gesagt mochte ich es auch nicht, wenn Leute erst zu spät kamen und sich dann auch noch durch die Reihen quetschten. Aber wenigstens schien dieser Frau nichts Ungewöhnliches an mir aufgefallen zu sein. Wir gingen noch ein kleines Stück weiter bis Lisa entschied, dass hier unser Platz sein sollte. Ich ließ mich auf dem durchgesessenen Sitz nieder und schaute mich erst einmal vorsichtig um. Die junge Frau saß 5 Plätze weiter und blickte jetzt wieder auf die Leinwand. In den Reihen vor uns saßen 3 Pärchen und eine größere Gruppe mit 8 Leuten. Umdrehen wollte ich mich nicht, aber ich hatte vorhin schon gesehen, dass hinter uns vereinzelte kleinere Gruppen saßen. Ich schätzte, dass insgesamt vielleicht 40 bis 50 Leute in dem Kino waren. Lisa hatte sich inzwischen ihrer Jacke entledigt und fragte mich, ob ich ebenfalls meinen Mantel ausziehen wollte. Natürlich nicht, war sie verrückt geworden? Ich konnte mich doch in meinem aktuellen Outfit nicht öffentlich zeigen. Was wenn die junge Frau herüber schauen und meine Bimbo Titten bemerken würde? Im Club Fantasy und auf der Fetisch Convention hatte ich mich zwar schon ganz anders präsentiert, aber da war ich unter Gleichgesinnten gewesen. Hier unter den Normalos würde man mich doch sofort als Perverse abstempeln.


Fortsetzung folgt!
225. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 08.11.17 19:25

Ha, so spät und noch kein Kommentar!?

Geil, die Geschichte ist so schlecht, dass keiner was zu dazu schreiben möchte! Endlich mal erwischt es diesen ...

Alles Blödsinn! Sie ist natürlich wie (fast immer) spannend und Ideenreich geschrieben. Neue Begriffe tauchen auf Bimbo Titten, lach, da kommt ja glatt die Verbindung zu einem Thread hier auf (Nippel wie Traktorventile möchte einer da bekommen), mit so einem Body könnte sein Traum war werden.

Danke für die gelungene neue Folge
Ihr_joe
226. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Moira am 08.11.17 21:43

Also diesem Ihr_joe sollte man doch echt mal das frozzlige Tippsel-Handwerk legen - vielleicht passend zum neuesten Teil der Geschichte (weit gespreizte Latexfinger) erfolgt streng geheime Empfehlung an Iron Fist *tuschel

https://www.amazon.de/Hand-Fingerfesseln...tag=forennet-21

plus einem Paar zierlicher Daumenschellen on top



Dankeschön, IF, für diese wieder so bildhafte Episode, die uns erneut komplett in die von Dir geschaffene MagicGlamour-Welt entführt, wenn nicht gar "spannend fesselt" ...
227. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von HeMaDo am 08.11.17 22:34

Zitat

https://www.amazon.de/Hand-Fingerfesseln...tag=forennet-21 plus einem Paar zierlicher Daumenschellen on top


Ich frage mich sowieso, warum es diese Fingerfesseln immer nur ohne Daumen gibt.


@IronFist
Du schaffst es immer wieder einen schönen Spannungsbogen aufzubauen und diesen dann einfach überstehen zu lassen. Bin ich froh, daß ich so ein geduldiger Mensch bin. Sonst wären meine Fingernägel sicher schon ziemlich derangiert.

*Mal eben schnell eine neue Tüte Pistazien holen gehe*

HeMaDo
228. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Moira am 08.11.17 22:49

wahrscheinlich eben aus dem Grund, damit sie einfach "vielseitiger und freier kombinierbar" sind, mit diversem anderem und in unterschiedlichen Haltungen bzw. Ausrichtungen der Hände/Arme...

~~

tu nicht so, als ob die Tüte bis nächsten Dienstag reichen tät, HeMaDo
229. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 10.11.17 19:36

Hallo Ihr_joe,

ich kann keinen Grund sehen, warum ich immun gegen fehlende Kommentare sein sollte. Hier gibt es jede Menge andere Geschichten und sicherlich auch bessere Autoren als mich.
Aber wie es scheint hast du mit deinem Post die Sache ein wenig in Schwung gebracht. Daher also danke!

Traktorventil Nippel? Kann man damit die Brust aufpumpen?
Ungünstig bei einer Busenpanne, wenn man wegen eines undichten Ventils einen Platten bekommt.


Hallo Moira,

vielleicht sollte ich speziell für Ihr_joe tatsächlich noch die M-Line bei Magic Glamour einführen. Der Logik folgend wäre das Bondage Upgrade dann die O-Line.
Das würde bestimmt eine interessante Story ergeben: "Die Geschichte des O" oder "Die Abenteuer von Ihr_joe auf Schloss Roissy"

Warum glaubst du eigentlich, dass eine Tüte Pistazien nicht ausreichen würde? Vielleicht hat HeMaDo ja einen 50 Kg Sack im Keller stehen.
Vermutlich kann er dann aber nächste Woche keine Pistazien mehr sehen.


Hallo HeMADo,

zuerst einmal ein Dankeschön für dein Lob.
Du bist schon der zweite der von Problemen mit seinen Fingernägeln berichtet. Da muss irgendein ansteckender Virus in der Luft liegen!

Wie sagt man immer so schön: Geduld ist eine Tugend!
Damit hast du wenigstens eine Tugend, wenn du dich schon in diesem Forum herumtreiben musst.


LG
Fist
230. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 10.11.17 22:16

Pu, endlich sind die Fesseln ab, und ich kann antworten, lächle ob Deiner Vorstellung IronFist,
Denk einmal an die Ventile die beim Zylinder* eingebaut sind, dann weißt Du was gemeint war. Erinnert die Form (Dich) nicht an etwas.
Wo willst Du mich hinschicken, nach Frankreich auf ein Schloss, geil! Obwohl wie es dort aussieht, 64 Jahre sind vergangen. Da werden meine Abenteuer wohl auf das entfernen von Staub reduziert sein.

* nicht den von MC, der anstelle von Hasen, die bei mir angewandten Daumenschrauben hervorzaubert! Sondern der im Motor bei dem die Dinger den Verbrennungraum abdichten.

Ihr_joe

231. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 12.11.17 19:25

Hallo Ihr_joe,

auf ein Motorventil wäre ich von selbst nicht gekommen, da fehlt mir wohl einfach die Assoziation zu einem Nippel.
Aber auch im Motor kann ein undichtes Ventil sehr unschöne Auswirkungen haben. Ich frage mich allerdings, was es wohl für einen Busen bedeutet, wenn die Kompression nicht mehr richtig funktioniert?

Staub wischen ist für einen Haussklaven ja keine so ungewöhnliche Tätigkeit. Und man könnte diese Aufgabe ja auch noch um ein paar Renovierungsarbeiten im Schloss erweitern. Mit Hilfe der O-Line ließe sich da sicher eine interessante Arbeitskleidung erzeugen. Etwa Malerarbeiten im Latex Ganzanzug oder Fliesen legen mit zusammen geketteten Armen und Beinen. Ich denke deiner Herrin würde da schon etwas Passendes einfallen.

LG
Fist
232. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 14.11.17 19:43

Teil 21


Mit der Zeit entspannte ich mich, da niemand Notiz von mir nahm. Aber der Film war leider unglaublich langweilig und in dem Kino schien es auch immer wärmer zu werden. Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus und ich stupste Lisa mit der Hand an. Sie schaute mich verständnislos an und ich deutete auf meinen Mantel. Grinsend half sie mir aus dem warmen Teil heraus und legte es zu ihrer eigenen Jacke auf den Nachbarsitz. Das Ausziehen war wesentlich einfacher als das Anziehen gewesen. Ja so war das deutlich besser, allerdings merkte ich auch wie mir eine Schweißperle die Wange hinunter lief. Lisa war das ebenfalls aufgefallen und sie tupfte mir mit einem Taschentuch den Schweiß ab.

» Warte, ich helfe dir! «, flüsterte sie mir ins Ohr.

Dann öffnete sie die obersten zwei Knöpfe an meiner Bluse. Verdammt noch mal Lisa, was sollte das? Kühlung würde das kaum bringen wenn sich ein Latex Body darunter versteckte. Nur mein Risiko erwischt zu werden stieg dadurch deutlich an. Natürlich war ihr das völlig bewusst und Teil ihres perfiden Racheplans. So sehr mir das Ganze missfiel, so war ich mir doch bewusst, dass die Feuchtigkeit in meinem Schritt nicht nur aus Schweiß bestand. Vermutlich gehörte ich tatsächlich zu den Perversen. Warum machte mich sowas eigentlich an? Plötzlich hörte ich ein lautes Brummen. Lisa hatte den Vibrator von Elisabeth mitgebracht und ihn soeben eingeschaltet. Das würde sie nicht wagen mich hier mit diesem Teil zu bearbeiten. Die Antwort darauf war aber eindeutig. Sie würde! Und allein der Gedanke daran verursachte ein Kribbeln in meinem Schritt. Allerdings blieb das Geräusch auch im Kino nicht unbemerkt, denn in den Reihen vor uns drehten sich jetzt ein paar Köpfe zu uns um. Oh Gott, nein! Ich schaute nach links und sah, dass mich auch die junge Frau verärgert anstarrte. Bevor ich richtig begriff was geschah, steckte mir Lisa den Vibrator zwischen meine Brüste. Das dämpfte zwar das Geräusch, aber es schickte auch gleichzeitig einen wohligen Schauer meinen Rücken hinunter. Meine Nippel wurden in Vibrationen versetzt und rieben sich jetzt heftig an dem weichen Stoff der Bluse. Das ließ sie noch weiter erblühen und ich merkte wie ich langsam die Kontrolle verlor. Die junge Frau schüttelte nur den Kopf, stand auf und setzte sich demonstrativ in eine andere Reihe. Offensichtlich wollte sie mit uns Perversen nichts zu tun haben. Ich war definitiv aufgeflogen und hörte jetzt auch von hinten leises Gemurmel. Aber im Moment war mir das egal. Mit meinen Oberarmen presste ich leicht meine Brüste zusammen, was die erzeugten Gefühle noch weiter verstärkte. Mein Lustpegel stieg immer weiter und ich schloss meine Augen um die Situation richtig genießen zu können. Ich rutschte tiefer in meinem Sitz hinein und stemmte die Beine gegen die Rückenlehne vor mir. Langsam spannten sich meine Muskeln an und ich begann zu zittern. Und dann passierte es endlich, in wilden Zuckungen überrollte mich ein Orgasmus. Heftig atmend genoss ich den Moment und ließ mich dabei gehen. Hier in aller Öffentlichkeit präsentierte ich mich in einem meiner privatesten Momente. Aber das kümmerte mich überhaupt nicht mehr. Ganz im Gegenteil, es hatte den Reiz des Verbotenen und steigerte meine Lust sogar. War ich nicht nur eine Perverse sondern auch noch eine Exhibitionistin? Ich war nicht in der richtigen Verfassung für eine Analyse und ließ mich einfach nur dahintreiben.

Irgendwann hatte sich mein Puls wieder soweit beruhigt, dass ich meine Umwelt wieder klar wahrnehmen konnte. Vermutlich hatte ich dem Film die Show gestohlen. Was zugegebenermaßen auch keine große Kunst war, denn der Film war einfach furchtbar. Der Vibrator verrichtete noch immer seine Arbeit zwischen meinen Brüsten und ich versuchte ihn mit meinen Handflächen einzuklemmen und so herauszuziehen. Aber er entglitt mir dabei und landete vor meinem Bauch innerhalb der Bluse. Jetzt brummte das Ding wieder deutlich lauter vor sich hin.

» So langsam reicht es dann aber! «, beschwerte sich eine Stimme hinter uns.

Lisa kicherte leise und versuchte meine Bluse aus dem Rock zu ziehen, um so an den Vibrator zu gelangen. Um sie dabei zu unterstützen hob ich meine Hüfte an und zog den Bauch ein. Schließlich hatte sie das Teil erwischt und endlich zum Schweigen gebracht. Noch immer kichernd stopfte Lisa meine Bluse zurück in den Rock und verstaute danach den Störenfried in ihrer Handtasche. Es dauerte ein paar Minuten bis sich die Empörung im Kino wieder gelegt hatte. Dann blickten aber wieder alle Besucher auf die Leinwand, so als ob nichts passiert wäre. Eine kitschige Liebesszene ließ vermuten, dass sich der Film langsam dem Ende näherte. Und ich war wirklich froh darüber. Bisher hatte ich den Abend genossen, auch wenn er seine peinlichen Momente gehabt hatte. Aber jetzt war ich verschwitzt und müde. Ich freute mich einfach auf eine Dusche und mein bequemes Bett. Da fiel mir ein, dass ich immer noch nicht wusste, wie lange ich diesen Latex Body tragen musste. Ich vermutete jedoch, dass mich Lisa ebenfalls bis zum nächsten Morgen schmoren lassen wollte. Also würde die Dusche wohl noch warten müssen. Das Paar im Film wanderte händchenhaltend in den Sonnenuntergang und dann war es endlich geschafft.

FIN

Zu rührseliger Musik lief der Abspann des Films. Die ersten Besucher erhoben sich aus ihren Sitzen und verließen den Saal. Eine Mehrzahl blieb allerdings noch sitzen und wartete ab. Vermutlich wollten sie die störende Perverse mal im Hellen sehen. Deshalb wäre es wohl eine gute Idee, meinen Mantel anzuziehen bevor das Licht anging. Da erinnerte ich mich daran, dass dies schon beim ersten Mal eine schwierige Angelegenheit gewesen war. Ich stupste Lisa an und zeigte auf meinen Mantel.

» Warte noch einen Moment, bei Licht geht das besser! «, flüsterte sie mir ins Ohr.

Aber genau das wollte ich doch vermeiden. Lisa lächelte mich an und ich konnte erkennen, dass sie meine Gedankengänge durchschaut hatte. Sie machte das mit voller Absicht. Ihre Rache für den Abend im Riverside hatte Lisa jedenfalls erhalten. Und irgendwann würde auch wieder mein Moment kommen, um mich für heute zu revanchieren. Dann kam das Ende des Abspanns und das Licht ging an. Ich schaute mich um und wirklich jeder blickte zu mir. Am besten blieb ich erst mal sitzen bis alle den Saal verlassen hatten. Aber Lisa hatte erneut andere Pläne. Sie stand mit meinem Mantel vor mir und hielt ihn für mich offen. Also gut, dies sollte wohl meine heutige Abschlussvorstellung werden. Ich erhob mich und versuchte etwas unbeholfen meinen rechten Arm in den Ärmel zu schieben. Ein junger Mann wurde von seiner Freundin aus dem Saal gezerrt, als er lüstern auf meine Oberweite schielte. Getuschel machte sich breit und ein vorwitziger junger Mann rief mir von hinten zu.

» Komm zu mir du Schlampe, dann besorge ich es dir mal so richtig! «, dabei machte er eine obszöne Geste. Gelächter und ein paar Schmährufe waren zu hören. Am liebsten hätte ich diesem Scheißkerl jetzt die Meinung gegeigt, aber leider ließ mein Knebel das nicht zu. Dafür sprang aber Lisa für mich in die Bresche.

» Zu einem Loser wie dir kommt keine Frau freiwillig. Du wirst schon weiter in den Puff gehen müssen, wenn du dein Minischwänzchen nutzen willst. Sofern du es überhaupt hoch bekommst! «

Erneut ertönte Gelächter, diesmal allerdings etwas lauter. Der Kerl bekam einen knallroten Kopf und sah aus, als würde er gleich explodieren.

» Mein Schwanz ist größer als du jemals einen gesehen hast und ich habe auch keine Probleme damit! «, schrie er empört zurück.

» Ja die blauen Pillen sollen wahre Wunder bewirken! «, erwiderte Lisa knapp.

Wieder Gelächter, was ihn vor Wut schäumen ließ. Er wurde hier lächerlich gemacht und überlegte was er dagegen tun konnte. Aber Reden gehörte offensichtlich nicht zu seinen Stärken.

» Ich habe diese Pillen noch nie gebraucht! «

» Sicher! «, bemerkte Lisa sarkastisch.

In seinen Gehirnwindungen konnte man es rattern hören. Er begriff langsam, dass er dieses Duell nicht gewinnen konnte und er sich nur immer weiter blamierte. Schließlich kam er wohl zu der Erkenntnis, dass Rückzug die bessere Strategie war. Ohne ein weiteres Wort stapfte er wütend davon. Nachdem mich alle Anwesenden ausgiebig bewundert hatten, verließen dann auch die letzten Besucher den Saal. Wir waren jetzt allein und kämpften noch mit meinem zweiten Ärmel. Als wir es endlich geschafft hatten mich in den Mantel zu bekommen, machten auch wir uns auf den Weg. Der Kartenkontrolleur wartete schon sehnsüchtig auf uns und wünschte zum zweiten Mal einen schönen Abend. Wieder mit einem Augenzwinkern.

Der Heimweg war unspektakulär, weil kaum noch jemand unterwegs war. Diesmal wollte Lisa bei mir übernachten, denn sie musste mich ja am nächsten Morgen wieder aus meinem Body befreien. Ich schälte mich aus den restlichen Klamotten, fiel müde in mein Bett und schlief augenblicklich ein. Tief und fest hatte ich durchgeschlafen. Aber bevor am Morgen mein Wecker klingelte wachte ich auf weil ich auf die Toilette musste. Schon wieder eine Parallele zur letzten Woche. Hoffentlich würde mich Lisa auch genauso schnell von dem Body erlösen. Sonst könnte es eine ziemliche Sauerei geben. Schlaftrunken murmelte Lisa sowas wie „Nur noch eine halbe Stunde“, aber ich rüttelte sie solange bis sie wach war.

» Was ist denn los? Wie spät ist es? «, grummelte sie. Ich deutete erst auf den Body und dann in Richtung Toilette.

» Das geht nicht, du wirst heute so zur Arbeit gehen müssen! «

Waaas? Sie hatte mir versprochen, dass ich rechtzeitig aus dem Teil herauskommen würde. Wütend schlug ich mit meinen flachen Händen auf sie ein. Lisa lachte nur und meinte irgendwann.

» Schon gut! Keine Sorge alles OK, ich wollte nur mal sehen wie du reagierst. Stell dich doch schon mal auf die Plattform, ich hole nur schnell mein Handy! «

Für ihren üblen Streich verpasste ich Lisa noch einen letzten Hieb. Zum Glück war es aber nur ein Scherz gewesen. Beim letzten Mal war ich mit meinem Fetisch Auftritt im Büro ungeschoren davongekommen. Aber bei einem weiteren derartigen Vorfall würde das wohl Konsequenzen haben. Insbesondere weil mich mein Chef explizit vor sowas gewarnt hatte. Nun ging alles blitzschnell. Der Alkoven ließ meinen Latex Body verschwinden und ich rannte sofort aufs Klo um mich zu erleichtern. Meine Brüste sahen noch ein wenig lädiert aus, aber ansonsten hatte ich den gestrigen Abend gut überstanden. Nach einer erfrischenden Dusche warf ich mich dann wieder in ein Business Outfit. Diesmal allerdings in der konservativen Variante für einen ganz gewöhnlichen Tag im Büro.

Knapp zwei Wochen später erhielt ich eine Mail, dass ich von der Society Zero akzeptiert worden war. Per Post sollte ich in den kommenden Tagen einen schriftlichen Antrag erhalten, den ich unterschrieben zurücksenden sollte. Diesem Antrag seien dann auch weitere Informationen über meine Initiation beigefügt. Diese Zusage hatte mich überrascht. Denn kürzlich hatte ich noch einmal intensiver nach der Society Zero recherchiert und dabei herausgefunden, dass pro Jahr nur sehr wenige neue Mitglieder aufgenommen wurden. Ob es Lisa auch geschafft hatte? Sie hatte sich einen Tag nach unserem gemeinsamen Kinoabend ebenfalls bei Z-Line angemeldet. Ich war neugierig und rief sie sofort an. Lisa freute sich zwar für mich, war aber doch etwas enttäuscht, dass sie keine solche Mail erhalten hatte. Schade, ich hätte dieses Abenteuer gerne mit ihr zusammen erlebt.

Aber zwei Tage später rief mich eine total aufgeregte Lisa an und erzählte mir, dass auch sie akzeptiert worden sei. Juchu, wir würden das gemeinsam machen! Mir kamen jetzt allerdings Zweifel, ob die Mitgliedschaft wirklich so exklusiv war. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass wir beide gleichzeitig akzeptiert wurden, wäre dann doch ziemlich gering. Im Internet kursierten viele Gerüchte über die Society Zero und die Exklusivität gehörte vielleicht zu den Unwahren. Aber bereits am nächsten Tag stellte sich Ernüchterung bei mir ein. Ich hatte die schriftlichen Unterlagen erhalten und mir wurde klar, dass wir noch keineswegs am Ziel waren. Man musste zwei Prüfungen überstehen um Mitglied zu werden und eine dritte Prüfung entschied anschließend darüber, ob man ein aktives oder passives Mitglied wurde. Aktives oder passives Mitglied? Was sollte das bedeuten? In einem Sportverein waren passive Mitglieder diejenigen, die den Sport selbst nicht ausübten sondern einfach nur die Beiträge bezahlten. Aber was zum Teufel machte ein passives Mitglied in einem Geheimbund? Ebenfalls nur Beiträge bezahlen? Ich wurde skeptisch und beschloss den 20 seitigen Papierwust aufmerksam zu lesen. Es gab dort jede Menge juristisches Kauderwelsch. Bei einem Verstoß gegen die Verschwiegenheitsklausel wurde man etwa mit einer Million Euro belangt. Keine Ahnung ob diese Klausel vor einem Gericht bestehen würde. Ich wollte es aber lieber nicht testen. Allerdings konnte ich kein Wort über irgendwelche Mitgliedsbeiträge finden. Wie finanzierte sich dieser Geheimbund dann? Gab es vielleicht irgendwelche versteckten Kosten? Sicherheitshalber las ich das Ganze noch ein zweites Mal. Aber es gab hier tatsächlich keinerlei ausgewiesene Kosten. Das kam mir zwar etwas spanisch vor, aber ich fühlte mich jetzt sicher genug um das Dokument zu unterschreiben. Anschließend schickte ich es dann an die angegebene Postfachadresse in Frankfurt am Main. Auch Lisa hatte ihre Papiere umgehend zurückgesandt. Wir unterhielten uns ausgiebig über die Society Zero und ich hoffte, dass ich damit nicht bereits gegen die Verschwiegenheitsklausel verstieß. Aber unter zwei Bewerberinnen sollte dies doch eigentlich kein Problem sein. Hoffentlich! Von der einen Million Strafe war Lisa noch gar nichts bekannt. Natürlich hatte sie das Zeug mal wieder nicht richtig gelesen. Beide waren wir aufgeregt und wir freuten uns auf dieses erotische Abenteuer. Eigentlich stand nirgendwo explizit geschrieben, dass es erotisch sein würde. Aber die Steigerungen von der W-Line bis zur Y-Line ließen einfach darauf schließen. Allerdings mussten wir uns zuerst einmal in Geduld üben, denn unsere Initiation sollte erst im August stattfinden. Unsere Z-Lines würden am Tag der Initiation freigeschaltet werden und am Tag zuvor würden wir eine Mail mit weiteren Instruktionen erhalten.


Fortsetzung folgt!
233. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von lot am 14.11.17 20:40

huhu, hatte schon sehrsüchtig auf die Fortsetzung gewartet. Und vielen Dank.....


234. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von HeMaDo am 14.11.17 20:48

Wieder mal eine tolle Fortsetzung von dir IronFist.

Aktives Mitglied / passives Mitglied.
Wird nicht auch eine dominante Person als aktiv und eine submissive Person als passiv bezeichnet?

In Anbetracht dessen, wie deine beiden vorherigen Geschichten ausgegangen sind, schwant mir hier einiges.

Aber ich lasse mich einfach überraschen, wie es weiter geht.

Auf jeden Fall bin ich sehr gespannt darauf.


Zitat

Du bist schon der zweite der von Problemen mit seinen Fingernägeln berichtet.

Ich habe nie behauptet, Probleme mit den Fingernägeln zu haben.
Dafür gibt's doch Pistazien.

HeMaDo
235. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Moira am 14.11.17 22:16

hm ... also meine Fingernägel leiden immer beim Pistazien öffnen

Lieber IF,

halte bittebitte nicht so sehr lang "geheim" was genau es mit dem mysteriösen Bund auf sich hat, bislang ist ja noch nicht klar, ob wir es schon an dem nächsten TAG erfahren, an dem Du uns mit weiteren Infos DIENSt
236. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 14.11.17 22:37

Auch meinen Dank nachschieb!
Nach dem ich den meisten Staub entfernt habe, in dem Schlößchen, komme ich natürlich zu spät. Ein Glück, dass meine Herrin hier nicht mitliest!
Die hätte sonst noch auf die Idee, mich als Schalenentfern-Sklave einzusetzen!

Nö, nö mit mir nicht!

Auf den nächsten Teil freut sich Ihr_joe


237. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Moira am 14.11.17 22:47

Zitat

Die hätte sonst noch auf die Idee, mich als Schalenentfern-Sklave einzusetzen!


Schalen einzeln auflesen UND ABER SAMMELN, die eignen sich nämlich ganz hervorragend, um darauf zu knien oder wahlweise auch unter den nackten Füßen im Stehen *kicher
238. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 14.11.17 22:55

So genau wollte ich meine Tätigkeit nicht beschreiben. Daran hab ich wohl gedacht Bio-Spike, die machen viel Aua.

Ihr_joe
239. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Trucker am 15.11.17 09:16

Geniale Fortsetzung und wie immer mit super Cliffhanger. Warte auf nächste Woche.
240. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von *Gozar* am 16.11.17 19:25

Hi Blechhand

Zum wiederholten Male eine tolle Fortsetzung!
Die öffentliche Vorführung ist zwar nicht so mein Ding, was aber Geschmackssache ist.
Meiner Meinung nach kann das, Einbeziehen normal denkender (andersdenkender) dritter, zu schnell Ärger und Handgreiflichkeiten bedeuten!

Das soll aber dein geschreibsel nicht schmälern!
Gut geschrieben, schlüssig und kurzweilig.
Herz was willst du mehr.

Bis dann (Mach hinne)
Gruß Gozar
241. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 18.11.17 19:52

Huhu lot,

dann hoffe ich mal, dass deine Sehnsüchte erfüllt wurden.


Hallo HeMaDo,

zuerst einmal ein Dankeschön für dein Lob.
Um herauszufinden was aktive bzw. passive Mitglieder machen, müssen die beiden zuerst einmal 2 Prüfungen überstehen. Auch dabei könnten vielleicht ein paar Probleme auftauchen.

Ach ja Pistazien, die Lösung aller Probleme (da steht sogar der Smiley Kopf).


Hallo Moira,

leider darf ich hier nicht über die Society Zero sprechen.
Auch ich bin an die Verschwiegenheitsklausel gebunden und ich habe im Moment gerade keine Million übrig um die Strafe bezahlen zu können. SORRY!

Aber als kleine Entschädigung kann ich vielleicht verraten, dass die Z-Line in der nächsten Folge zum Einsatz kommen wird.


Hallo Ihr_joe,

wenn du mit dem Staubwischen fertig bist, warum hast du dann noch nicht mit den Malerarbeiten begonnen? Worauf wartest du noch? Auf geht's! Und die Pistazienschalen kannst du bei der Gelegenheit auch gleich wegräumen!
Es ist doch immer das gleiche mit diesen Haussklaven. Wenn man nicht ständig Druck macht wird nur gefaulenzt.


Hallo Trucker,

auch dir danke ich für dein Lob.
Bei den Cliffhagern muss ich mal schauen, ob ich in Zukunft nicht noch gemeinere Stellen dafür finden kann.


Hallo *Gozar*,

auch dir ein Danke für deine netten Worte.
Das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert und es geschehen ständig Dinge, die einem nicht so liegen. Vielleicht kam hier aber auch nur meine sadistische Ader durch und ich wollte dich ein bisschen ärgern!

Ich gebe dir aber Recht, dass sexuelle Handlungen in der Öffentlichkeit immer ein gewisses Konfliktpotential in sich bergen. Was für den einen ganz harmlos ist, empfindet ein anderer eventuell als skandalös.
Vor ein paar Wochen gab es bei uns in der Fußgängerzone eine Schlägerei, weil sich ein schwules Pärchen geküsst hatte und sich ein Passant davon provoziert fühlte. Es sind also nicht einmal sexuelle Handlungen nötig, damit es zu Handgreiflichkeiten kommen kann.


LG
Fist
242. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 18.11.17 20:54

Hallo IronFist,

Man sieht dass Du nur den Kurzkursus „Dominanz für Anfänger“ gebucht hast.
Ein Sklave handelt nur auf Befehl, natürlich nur den seiner Herrschaft!
Da kann kein dahergelaufener Geschichtenerzähler kommen und den großen Zampano spielen!

Immer diese Neudominanten! (Tanten würde jetzt passen!)

Also Mal so geschrieben, Erzähler bleib bei deinem Alkoven, schreib bald was es mit der SZ auf sich hat, pa 1 Mio. das waren schon vor Jahren Peanuts und wir sind schon bei Pistazien!

So kenn ich Dich nicht Held (aus) der Feder - haben da die Mönche aus K'un-L'un versagt?

Nun gut, sehen wir was die Z-Line bringt.

Ihr_joe
243. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 20.11.17 19:19

Hallo Ihr_joe,

ich glaube du hast da irgendwas durcheinander gebracht. Ja ich war im Kurs "Dominanz für Anfänger", allerdings als Dozent und nicht als Student.
Bisher war ich immer der Meinung, dass du deine Ausbildung als Sklave bereits abgeschlossen hast. Jetzt bin ich mir da aber nicht mehr so sicher. Denn dann solltest du eigentlich wissen, dass man einem Sklaven auch mehr als einen Befehl auf einmal geben kann. Oder gehörst du etwa zu diesen renitenten Sklaven, die absichtlich Fehler machen, nur um bestraft zu werden?

Natürlich wäre eine Million für mich normalerweise überhaupt kein Problem. Ich habe allerdings kürzlich, zusammen mit deiner Herrin, ein Schlösschen in Frankreich gekauft um dort ein SM-Hotel zu eröffnen. Solange die Renovierungsarbeiten aber nicht abgeschlossen sind, kommen auch noch keine Einnahmen herein. Vermutlich war es aber ein Fehler die Fortbildung der Haussklaven vom Heimwerker King Tim Taylor durchführen zu lassen.

Du willst wissen was es mit der SZ auf sich hat? Dann empfehle ich dir den nächsten Zeitungskiosk aufzusuchen und die neueste Ausgabe zu kaufen.

LG
Fist
244. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Moira am 20.11.17 19:44

Zitat

Solange die Renovierungsarbeiten aber nicht abgeschlossen sind, kommen auch noch keine Einnahmen herein.


Der Stolperstein war/ist, dass sich die sklaven selbstredend erst nach Zollung eines angemessenen Tributes überhaupt mitgestalterisch in die Renovierungsarbeiten einbringen dürfen, wie kann einem IF solch fataler betriebswirtschaftlicher Lapsus unterlaufen ...

245. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 21.11.17 19:10

Ja die Sklaven sollen die Renovierungsarbeiten ausführen. Aber mitgestalten? Niemals. Wie konnte Moira nur solch ein Lapsus unterlaufen?

Wie es scheint unterlaufen uns allen hin und wieder ein paar Fehler.
246. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Moira am 21.11.17 19:39

"bis zum Umfallen malochen" kleidet man in unseren modernen Zeiten sehr gerne euphemistisch in die Floskel "sich mitgestalterisch einbringen" - ein recht bekanntes und vielfach genutztes Lockmittel im Bereich "Human Resources", so zu tun, als hätten "die sklaven" auch "irgendwas zu melden"
247. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 21.11.17 19:46

Teil 22


In den Monaten bis zu unserer Initiation nutzten wir ausgiebig die Y-Line. Es machte uns Spaß gegenseitig unsere Grenzen auszuloten. Jede Woche tauschten wir dabei die Rollen und dachten uns immer neue Lokations und Spiele aus. Wir waren zum Beispiel mal im Zoo gewesen, wo ich Lisas Brüste mit Honig eingeschmiert hatte. Eine Hirschkuh hatte das äußerst attraktiv gefunden und ausgiebig daran geleckt. Oder auch der Nachmittag im Fußballstadion war mir noch in guter Erinnerung. Lisa hatte mich in eine Zwangsjacke gesteckt und einen Vibrator in meiner Muschi versenkt. Bei jedem Tor aktivierte sie das Ding mit einer Fernsteuerung. Das Spiel endete 4:3 und ich war hinterher völlig erledigt. Aber am aufregendsten war wohl das Rockkonzert von einer Band namens Iron Fist. Obwohl Heavy Metal nicht unbedingt zu unserer Lieblingsmusik gehörte, mussten wir diese Gruppe einfach einmal Live spielen sehen. Wir hatten von einer aufregenden Bühnenshow gehört und wurden nicht enttäuscht. Diese Show stellte alles in den Schatten was wir bis dahin gesehen hatten. Selbst unsere regelmäßigen Besuche im Club Fantasy konnten da nicht mithalten. Als der Sänger irgendwann nach einer Freiwilligen suchte, war ich schon geneigt meine Sklavin zur Verfügung zu stellen. Aber Lisa flehte mich jämmerlich an das nicht zu tun. Eine lebende schwarze Gummipuppe war Teil der Bühnenshow gewesen und hatte ihr einen riesigen Schreck eingejagt. Lisa befürchtete wohl, dass sie dann ebenfalls so enden könnte. Ich konnte ihre Sorge nicht so ganz teilen, denn mit einer Zuschauerin würden die sowas wohl kaum anstellen. Aber irgendwie hatte ich da wohl meinen schwachen Tag und ließ mich von meiner Sklavin erweichen. Obwohl der Gedanke an Lisa als Gummipuppe durchaus etwas Reizvolles für mich hatte. Leider meldete sich aber auch sonst keine Freiwillige, so dass meine Neugier an diesem Abend unbefriedigt blieb.

Endlich war es soweit. Am morgigen Samstag würde die Initiation stattfinden und heute würden wir unsere Anweisungen erhalten. Ich freute mich wie ein kleines Kind auf Weihnachten. Meine Kollegin Erika fragte mich im Büro ob alles in Ordnung sei, weil ich ziemlich geistesabwesend wirkte. Damit hatte sie nicht ganz Unrecht, denn meine Gedanken kreisten tatsächlich nur um den nächsten Tag. Aber trotz unserer Freundschaft wollte ich ihr nichts von der Society Zero erzählen. Und das lag nicht nur an der Verschwiegenheitsklausel. Sie hätte mich wohl kaum verstanden, denn ich verstand mich noch nicht einmal selbst. Eine warnende innere Stimme mahnte mich, dass ich eine Dummheit beging. Gleichzeitig konnte ich es aber kaum erwarten diese Dummheit endlich zu machen. Man konnte wohl sagen Ratio konkurrierte mit Libido. Und meine Libido gewann eindeutig die Oberhand. Immer wieder checkte ich meine privaten Mails, bis ich kurz nach Mittag endlich die ersehnte Nachricht erhalten hatte. Ich zog mich auf die Toilette zurück um ungestört meine Instruktionen lesen zu können.

Sehr geehrte Bewerberin,

sie werden morgen zwischen 12:00 Uhr und 12:30 Uhr Zuhause abgeholt werden. Die Z-Line wird ihnen ab 6:00 Uhr zur Verfügung stehen und für die nötige Reisekleidung sorgen. Diese dient dazu ihre Anonymität zu wahren und darf nicht verändert werden. Seien sie bereit, wenn der Fahrer bei ihnen eintrifft. Übergeben sie ihre Hausschlüssel an den Fahrer und lassen sie alles andere Zuhause. Handys sind nicht erlaubt und Geld wird keines benötigt.

SZ

Ein Schauer lief mir den Rücken hinunter. Reisekleidung für die Anonymität? Das konnte doch eigentlich nur Masken bedeuten. Damit hatten wir in den letzten Monaten kaum experimentiert, denn der Reiz unseres Spiels lag ja auch immer im Risiko erwischt zu werden. Dies würde eine völlig neue Erfahrung werden und ich freute mich darauf. Was mich allerdings ziemlich störte war der Part mit den Hausschlüsseln. Warum sollte ich einem Unbekannten meine Schlüssel übergeben? Damit könnte man mir meine Wohnung komplett ausräumen. Und es machte auch keinen Sinn. Also mailte ich meine Bedenken zurück und merkte an, dass ich meine Schlüssel keinesfalls aus der Hand geben würde. Die Antwort kam postwendend. Dies sei notwendig, weil ich während meiner Initiation keinerlei Gegenstände am Körper tragen könnte. Man würde meine Schlüssel sicher verwahren und ich würde sie nach der Initiation wieder zurück bekommen. Aber natürlich stünde es mir frei meine Bewerbung wieder zurückzuziehen. Boom das hatte gesessen. Das war eine klassische „Mach es oder lass es“ Antwort. Was hatte ich eigentlich anderes erwartet? Es war naiv zu glauben, dass die wegen mir ihre Regeln ändern würden. Also würde ich diese Kröte wohl schlucken müssen, denn ein Rückzieher kam für mich nicht in Frage.

Ich hatte extrem schlecht geschlafen, weil ich die ganze Nacht gegrübelt hatte. So quälte ich mich am nächsten Morgen müde aus dem Bett. Es würde ein schöner Sommertag werden, denn draußen lachte mich ein blauer Himmel mit vereinzelten Wölkchen an. Aber eigentlich war das Wetter am heutigen Tag doch völlig unwichtig. Auf meinem Handy war jetzt die Z-Line auswählbar und ich war versucht diese sofort auszuprobieren. Allerdings war es gerade einmal 8 Uhr und vermutlich würde ich meine Reisekleidung alleine nicht wieder ausziehen können. Daher sollte ich damit besser noch ein wenig warten. Stattdessen rief ich bei Lisa an. Sie erzählte mir, dass sie ihre Z-Line bereits aktiviert hatte, aber sie hatte sich bisher noch nicht auf die Plattform gestellt. Auch Lisa hatte die gleichen Überlegungen angestellt wie ich. Sie sollte erst zwischen 12:30 Uhr und 13:00 Uhr abgeholt werden. Höchstwahrscheinlich würden wir also vom gleichen Wagen abgeholt werden. Es war ein beruhigendes Gefühl an diesem Tag eine gute Freundin an meiner Seite zu wissen.

Um 10:30 Uhr hielt ich es nicht länger aus und aktivierte meinen Alkoven. Eigentlich hatte ich noch eine halbe Stunde länger damit warten wollen, aber ich redete mir ein, dass ich ja auch noch Zeit zum Schminken benötigen würde. Bei einer zu erwartenden Maske war das aber natürlich völliger Blödsinn. Ich aktivierte die Z-Line und mein Alkoven brummte los. Die App bot diesmal keinerlei Auswahlmöglichkeiten, lediglich einen Button mit „Start“. Mein Bademantel landete auf dem Bett und ich drückte den Startknopf. Ein Timer lief jetzt von 30 Sekunden herunter. Nach einem tiefen Durchatmen stellte ich mich auf die Plattform. Wie schon so oft zuvor tasteten jetzt die grünen Lichtstrahlen meinen nackten Körper ab. Als der Scann beendet war schloss ich meine Augen um nicht geblendet zu werden. Diese Prozedur war inzwischen zur Routine für mich geworden. Danach ertönte wieder der laute Knall und sofort bemerkte ich eine einschneidende Veränderung. Meine Taille wurde stark zusammengepresst und ich bekam etwas schlecht Luft. Und zum ersten Mal hatte mir der Alkoven auch ein paar Schuhe verpasst. Denn ich spürte sofort, dass ich nun auf hohen Absätzen stand. Mein Zimmer war plötzlich seltsam dunkel und ich konnte nur noch schemenhafte Umrisse erkennen. Was war passiert? War ich trotz geschlossener Augen wieder geblendet worden? Ich schaute an mir hinunter, konnte aber nur verschwommene Grautöne sehen. Das Licht vom Fenster konnte ich hingegen ganz deutlich erkennen. Es war als würde ich eine extrem dunkle Sonnenbrille tragen. Mit meiner rechten Hand wollte ich nach der Brille greifen, stieß aber zuvor auf etwas Hartes. Was zur Hölle war denn das? Ich tastete mit beiden Händen danach. Etwas großes Kugelförmiges umgab meinen Kopf. Das war eindeutig ein Helm. Wozu das denn, wollte man mich etwa mit einem Motorrad abholen? Nein, natürlich konnte man auch mit einem Helm die Anonymität bewahren. Meine Augen hatten sich langsam an die veränderten Lichtverhältnisse gewöhnt und ich konnte inzwischen etwas mehr erkennen. Ich beschloss den Rollladen ganz nach oben zu fahren, um so mehr Licht ins Zimmer zu lassen. Vielleicht wäre ich dann in der Lage einen Blick auf mein neues Outfit zu erhaschen. Und tatsächlich, im prallen Sonnenlicht konnte ich nun sehen, dass ich ein rotes Kleid trug. Es war lang und reichte fast bis zum Boden. Der Rock war weit ausgestellt und verjüngte sich stark bis zu meiner Taille. Um den Rest besser sehen zu können drehte ich mich jetzt zu meinem Spiegel. Das Kleid pushte meine Brüste nach oben und ein herzförmiger Ausschnitt gewährte tiefe Einblicke. Die kurzen Ärmel reichten nur bis zu den Oberarmen, allerdings war trotzdem keinerlei nackte Haut zu sehen, weil ich dazu ein paar besonders lange weiße Handschuhe trug. Am Hals war das Kleid hochgeschlossen und der Kragen ging nahtlos in den Helm über. Womit wir auch beim außergewöhnlichsten Teil dieses Outfits angekommen wären. Denn das war kein gewöhnlicher Motorradhelm sondern er ähnelte eher dem Helm eines Astronauten. Eine große verspiegelte Glaskugel bildete jetzt meinen Kopf. Offenbar war das einer dieser Spiegel, durch die man von einer Seite hindurchsehen konnte. Was war das für ein bizarrer Anblick. Durch den glockenförmigen Rock und meine stark hervorgehobene Oberweite wirkte meine Taille geradezu zerbrechlich. Dazu thronte obenauf ein spiegelnder Ball und verlieh mir das Aussehen einer Außerirdischen. Also so würde mich ganz sicher niemand wiedererkennen können. Ich raffte jetzt den Rock, um einen Blick auf meine Schuhe werfen zu können. Besser gesagt musste ich eigentlich insgesamt 5 Röcke raffen, denn erst die 4 Unterröcke verliehen dem Kleid die schöne Glockenform. Als ich mich endlich bis zu meinen Beinen durchgekämpft hatte, stellte ich fest, dass ich halterlose rote Strümpfe trug, die farblich zu dem Kleid passten. Und meine Füße steckten in schwarzen hochhackigen Stiefeln, die bis zur Wade reichten. Es gab an diesen Dingern aber weder Schnürsenkel noch irgendwelche Schnallen zum Öffnen. Wie bei meinen Spielen mit Lisa, würde ich wohl auch hier warten müssen, bis mich irgendjemand wieder aus den Klamotten befreite. Denn ich bezweifelte stark, dass ich ohne fremde Hilfe diesen Helm oder die Stiefel loswerden könnte. Ich schob die 5 Röcke noch ein Stück weiter hoch und stellte fest, dass mein Schritt unter dem vielen Stoff völlig nackt geblieben war. Und an meiner Muschi konnte ich auch schon wieder die Feuchtigkeit glitzern sehen. Wohin sollte das mit mir noch führen? Die Initiation hatte noch nicht einmal angefangen und ich war schon wieder spitz wie Nachbars Lumpi.

Es schien ewig zu dauern, bis ich endlich abgeholt wurde. Ich hatte den Hausschlüssel von meinem Schlüsselbund entfernt, denn ich hatte nicht vor mehr als diesen einen Schlüssel zu übergeben. Dann klingelte es und ich fragte durch die Sprechanlage wer da sei.

» Society Zero! Bleiben sie in ihrer Wohnung ich komme zu ihnen hinauf! «, sagte eine weibliche Stimme. Nachdem ich unten die Haustür geöffnet hatte, ging ich zu meinem Türspion. Ich wollte zuerst einmal einen verstohlenen Blick auf meine Fahrerin werfen. Allerdings hatte ich dabei nicht bedacht, dass ich einen Helm trug. Deshalb knallte ich beim Versuch durch den Spion zu schauen, erst einmal mit dem Helm gegen die Tür. Verdammt, ich konnte mein Auge nicht nah genug an den Spion heran bringen, um irgendetwas erkennen zu können. Also gab ich mein Vorhaben auf, öffnete meine Wohnungstür einen Spalt und wartete danach hinter der Tür. Ich hörte Schritte die Treppe heraufkommen. Das war eindeutig das Klappern von hohen Absätzen. Kurz darauf trat eine atemberaubende Blondine ein und schloss die Tür wieder hinter sich. Sie trug eine Art Smoking und hatte eine dunkelblaue Mütze auf ihrem Kopf. Das sah aus wie die Uniform eines Chauffeurs, nur ihre extrem hohen Pumps passten nicht so ganz dazu. Ah nobel nobel, man holte mich mit Chauffeur und Limousine ab.

» Sie sind Marie Schmidt? «, fragte meine Chauffeurin.

» Ja, das ist richtig! «, bestätigte ich.

» Und sie sind gewillt sich den Aufnahmeprüfungen der Society Zero zu stellen? «, fragte sie weiter.

» Auch das stimmt! «

» Dann darf ich jetzt um ihre Schlüssel bitten! «, sie streckte mir ihre rechte Hand entgegen. Auch wenn mir das nicht gefiel, so überreichte ich ihr trotzdem meinen Wohnungsschlüssel. Sie nickte kurz und legte dann den Schlüssel in ein Kästchen mit meinem Namen darauf. Danach zog sie irgendein Gerät aus ihrer Tasche. Ich erschrak, denn dieses Ding sah aus wie ein Elektroschocker. Bevor ich reagieren konnte, hatte sie das Gerät gegen meinen Helm gedrückt und sofort ausgelöst. Ich sah kleine Lichtblitze über die Oberfläche meines Helms zucken. Dann steckte sie das Ding wieder ein.

» Also dann, lass uns gehen! «, forderte sie mich auf.

» Was haben sie da gerade gemacht? «, fragte ich verwirrt.

Aber die Frau ignorierte mich und öffnete die Tür. Dann zeigte sie mir mit der Hand an, dass ich ins Treppenhaus treten sollte. Ich war irritiert, ging aber trotzdem durch die Tür. Sie schloss hinter mir ab, hakte sich bei mir ein und führte mich dann die Treppen hinunter. Noch einmal fragte ich sie nach diesem komischen Gerät, aber offensichtlich wollte sie diese Frage nicht beantworten. Was auch immer dieses Ding gemacht hatte, ich konnte jedenfalls keine Veränderung feststellen. Draußen angekommen sah ich allerdings keine Limousine, sondern es stand ein großer Bus direkt vor unserem Haus. Und in dem Bus war eine Gruppe seltsamer Wesen mit farbenprächtigen Kleidern und spiegelnden kugelrunden Helmen. Einige Nachbarn hatten sich um den Bus herum versammelt und starrten diese außerirdischen Wesen ziemlich verblüfft an. Sie drehten sich alle um, als nun ein weiteres dieser Aliens zu dem Bus geführt wurde. In den vergangenen Monaten hatte ich zwar häufiger öffentliches Aufsehen erregt, aber in diesem Moment war ich ganz froh darüber, dass mich niemand erkennen konnte. Ich stieg durch die Hintertür in den Bus und stellte überrascht fest, dass es hier überhaupt keine Sitze gab. Diese Aliens standen alle und hielten sich an waagerechten Stangen fest, die sich quer durch den ganzen Bus zogen. Na Klasse, erst ein Bus anstatt einer Limousine und jetzt musste ich auch noch stehen. Nichts wars mit nobel nobel. Ich griff ebenfalls nach einer dieser Stangen und plötzlich schlossen sich meine Finger wie von selbst. Was zur Hölle? Es war fast so, als wäre diese Stange magnetisch. Meine Finger wurden davon angezogen und ich konnte sie jetzt auch nicht mehr lösen. Anscheinend waren in meine Handschuhe dünne Metallstreifen eingearbeitet, denn nur so ließ sich diese Wirkung erklären. Inzwischen hatte unsere Fahrerin ihren Platz am Steuer eingenommen und startete den Motor. Es fiel mir nicht sofort auf, aber jetzt konnte ich auch meine Füße nicht mehr vom Boden lösen. Verdammt noch mal. Vermutlich arbeiteten die mit Elektromagneten und das Ganze war wohl so eine Art Transportsicherung. Warum man aber nicht wie üblich Sitze verwendete, das erschloss sich mir nicht so ganz.


Fortsetzung folgt!
248. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von jonnyf am 21.11.17 22:03

Hallo IronFist,

schöne Fortsetzung mit viel Platz für Phantasie.
Warum wohl steht Marie und warum sind ihre Röcke unten rum offen?

Wie lange muss ich jetzt wieder warten.......? vermutlich viel zu lange

Grüße
jonnyf

249. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 21.11.17 22:51

Ja, schöne Story,
das kann er unser Eisenhändle!

Aber sich zu meinem Meister aufschwingen zu wollen, gar zu denken er hätte etwas zu bestimmen. Dann noch diesen Tölpel zu berufen, Heimwerkerkönig, von wegen, hat er nicht Binford in den Ruin getrieben? Da bleiben von dem sauberen Schlösschen nur noch Ruinen über. Tim macht’s möglich!
Und Wilson Wilson jr. ist sich schon sicher, dass die Versicherung nur an meine Herrin bezahlt.
Denn Tand, Tand, sind die Gebilde von Eisenhand, oder so ähnlich.

Also lieber IronFist,
Schreiberling bleib bei deinen Tasten,
Noch einmal bedankt sich Ihr_joe

@ Moira,

so geht man hier mit Sklaven um, zuerst wird ein Tribut verlangt und dann will man uns auch noch über den Foltertisch ziehen!
Wenn das so ist, beschwere ich mich bei den Tributen von Panem!
Waren da nicht auch Tölpel? Ach ja Mockingjay, sind das nicht Spotttölpel, egal, das ist ein Job fürs Händle, so ein Ding.
Wobei, dann kann er ja nicht weiterschreiben, schade. Immer diese Haken.

Ihr_joe
250. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 23.11.17 19:42

Hallo Moira,

benötigst du wirklich euphemistische Floskeln um Human Resources anzulocken?
Ich dachte immer eine Herrin hätte da ganz andere Möglichkeiten.


Hallo jonnyf,

zuerst einmal Danke für deine netten Worte. Aber dein Kommentar hat mich auch ein wenig irritiert.
Ist es nicht völlig normal, dass Röcke untenrum offen sind? Ansonsten wäre das Laufen wohl schwierig und würde eher wie Sackhüpfen aussehen.

Aber dafür musst du wenigstens nicht mehr so lange warten. Schon in 1,4 % eines Jahres geht es weiter!


Hallo Ihr_joe,

ich brauche mich gar nicht zu deinem Meister aufzuschwingen. Dafür habe ich ja meine Geschäftspartnerin, die du deine Herrin nennst.

Das der Heimwerker King ein Fehler war habe ich ja bereits zugegeben. "Mehr Power" verträgt sich wohl einfach nicht so gut mit einem alten Schlösschen.
Sich bei den Tributen von Panem zu beschweren halte ich allerdings für keine gute Idee. Diese haben vermutlich sogar eine kürzere Lebenserwartung, als du unter der Anleitung von Tim Taylor.


LG
Fist
251. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Moira am 23.11.17 19:52

Lieber IF,

ich sprach mitnichten von MIR persönlich als mutterseelenallein ständig Selbstiger, sondern vielmehr von tatsächlich am Arbeitsmarkt fabelhaft fungierenden FlauschKonsortien, KuschelUnternehmen, GutmenschenGesellschaften, FirlefanzFirmen, SinnstifterStipendiengeberStiftungen and "vice versa" *rauslach
252. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von jonnyf am 23.11.17 20:08

Hallo IronFist,

man (du) kann(st) alles auslegen und/oder verstehen wie es einem / dir selbst gefällt / einfällt

Was mir bei dir besonders gefällt sind die Schlagabtausche mit deinen geneigten Lesern und Kommentatoren (hoffentlich genüge ich dir mit meiner Grammatik und Rechtscheibung).

Ach ja, mit welcher Hand schreibst du denn - oder sind beide aus Metall?

LG jonnyf
253. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 23.11.17 20:30

Lach, du hast gewonnen!
Meine Herrin als Deine Geschäftspartnerin, na ja Befehle kanst Du mir trotzdem keine geben, es sei denn, sie würde es wiederum mir befehlen.
Das Leben kann so einfach sein!

Na ja bei Tim kann ich gut und gerne 100 Jahre alt werden, er ist ja immer selbst das Opfer seines Wahnsinns.

Na ja mit den Tributen gebe ich dir recht, einmal darfst Du auch dieses köstliche Erlebnis genießen, Recht zu haben.

Andererseits ich erinnere mich da an einen Herrn, der das auch dachte, Präsident Snow, er existiert nicht mehr, aber das war ja nur eine Geschichte, ein Buch. Mochte er nicht so komische Rosen?

Aber was weiß ein Sklave davon, nichts!

Etwas grinsend Ihr_joe
254. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 25.11.17 19:25

Hallo Moira,

nachdem du das so schön formuliert hast, will ich das mal durchgehen lassen.


Hallo jonnyf,

ich gestehe, dass ich Kommentare manchmal bewusst missverstehe. Bei den unten offenen Röcken konnte ich einfach nicht widerstehen.

Ich habe Spaß am Austausch mit meinen Lesern.
Sofern es der Inhalt eines Leserkommentar hergibt, antworte ich dann auch gerne mal mit einem humoristischen Spruch. Und wenn sich dann ein Schlagabtausch daraus entwickelt umso besser.

Normalerweise ziehe ich die Metallhandschuhe zum Schreiben aus.
Aber ich will es mal ausnahmsweise mit Handschuhen versuchen: kiodokjokopcijuhbdwjko
Ne, klappt nicht so gut!

PS: Mach dir mal keinen Kopf wegen Rechtschreibung und Grammatik. Meine Geschichten sind sicher auch weit entfernt von fehlerfrei.


Hallo Ihr_joe,

kein Problem, dass du auf meine Befehle nicht reagieren willst. Eine indirekte Kontrolle reicht mir völlig.

Sei dir bei Tim besser mal nicht zu sicher, auch wenn er meistens selbst das Opfer seiner Taten ist. Wenn du in seiner Nähe bist, dann besteht doch immer die Gefahr, dass du zum Kollateralschaden wirst. Wer möchte schon gerne neben einem explodierenden Toaster oder einem Rasenmäher mit Düsenantrieb stehen.

Du gibst mir einfach Recht? Wie langweilig!!!


LG
Fist
255. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von jonnyf am 26.11.17 11:54

Hallo IronFist,

Zitat
Normalerweise ziehe ich die Metallhandschuhe zum Schreiben aus.
Aber ich will es mal ausnahmsweise mit Handschuhen versuchen: kiodokjokopcijuhbdwjko
Ne, klappt nicht so gut!


Da kann ich nur zustimmen. Ist, denke ich, doch besser in der bisherigen Form zu bleiben.

Somit können dann auch wir deine tollen Stories ohne Benutzung der Enigma lesen.

Apropos Schlagabtausch, Humor und Sarkasmus - da stehe ich auch drauf.

Grüße
jonnyf
256. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 27.11.17 19:09

Hallo jonnyf,

eine kodierte Geschichte wäre wohl etwas völlig Neues hier im Forum. Ich fürchte allerdings, dass das Leserinteresse daran ziemlich dürftig wäre.

Hast du etwa eine Enigma zuhause stehen?
Dann entschlüssele doch mal, was ich mit meinen Handschuhen geschrieben habe.

LG
Fist
257. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von HeMaDo am 27.11.17 19:17

Ich fürchte, mit einer Enigma kommt man bei deinem Getippsel nicht weiter. Da fehlen wichtige Angaben wie Walzenlage, Ringstellung und Steckverbindungen.


Und selbst mit einer Turing-Bombe dürfte es unmöglich sein aus so wenigen Zeichen etwas zu entschlüsseln.

Allerdings dürfte eine mit einer Enigma verschlüsselte Geschichte wohl tatsächlich nur wenige ansprechen, obwohl man mittlerweile im Netz genügend nachprogrammierte Maschinen findet, denen man ganze Textblöcke zum Fraß vorwerfen kann.

Und mit einer echten Enigma ist es vermutlich eine einzige Qual mehrere hunderttausend Buchstaben eingeben zu müssen.

Oder würdest du gerne deine Geschichten mit einer alten, mechanischen Schreibmaschine tippen wollen?

HeMaDo
258. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von jonnyf am 28.11.17 10:55

Hallo zusammen,

die Zeichen von IronFist mit Handschuhe sehen aus wie wenn ich nach einer langen Nacht mit dem Gesicht auf der Tastatur lande - einfach nur sinnlos und prägend (im Gesicht)

Auf einen Nenner gebracht: bitte in leserlichen Lettern weitermachen - Danke

jonnyf

P.S. Machen wir eine Umfrage, wieviel Leser überhaupt wissen was eine Enigma ist?
259. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 28.11.17 19:15

Hallo HeMaDo,

mein Getippsel ist ja auch nur der kodierte Funkspruch. Die technischen Einstellungen der Maschine muss man natürlich den Schlüsseltabellen entnehmen.

Vermutlich wäre es deutlich weniger qualvoll eine kodierte Geschichte zu schreiben als zu lesen.
In meiner Jugend habe ich tatsächlich noch auf einer mechanischen Schreibmaschine getippt. Ups, jetzt habe ich wohl zugegeben alt zu sein.


Hallo jonnyf,

warum setzt du dich nach einer langen Nacht noch an den Computer? Es gibt da eine uralte Erfindung die sich Bett nennt.

Dann muss ich meinen Text eben selbst dekodieren: NÄCHSTER TEIL DIENSTAG

Alle die "Das Boot" gesehen haben, wissen vermutlich was eine Enigma ist. Obwohl vielleicht bringen sie diese Schreibmaschine auch nicht unbedingt mit dem Begriff Enigma in Verbindung.


LG
Fist
260. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 28.11.17 19:45

Teil 23


» Hallo, ich bin Marie! «, sagte ich zu meiner Nachbarin.

Sie antwortete mir allerdings nicht. Hatte sie vielleicht Angst gegen die Verschwiegenheitsklausel zu verstoßen? Oder war sie einfach nur unhöflich?

» Freust du dich genauso wie ich? «, fragte ich jetzt meine Nachbarin auf der anderen Seite.

Aber auch sie reagierte nicht. Hatten die hier alle eine Schweigegelübde abgelegt? Erst jetzt merkte ich, dass hier tatsächlich niemand sprach. Ich konnte von vorne das Radio dudeln und den Motor laufen hören, aber ansonsten herrschte hier eine Totenstille. Egal, denn wir waren ja auf dem Weg zu Lisa. Mit ihr würde ich mich ohnehin besser unterhalten können. Als ich mich im Bus genauer umsah bemerkte ich, dass unsere Kleider alle identisch waren. Nur farblich unterschieden sie sich, denn es gab sie in Rot, Blau und Gelb. Hatten die Farben irgendwas zu bedeuten? Bevor ich darüber nachdenken konnte, musste der Bus scharf bremsen und ich griff reflexartig mit meiner freien Hand nach einer Stange. Und schon war es passiert, jetzt saß auch meine zweite Hand fest. Verdammt, verdammt. Eigentlich hatte ich Lisa zuwinken wollen, damit sie mich erkennen konnte. Aber jetzt brauchte ich dringend einen anderen Plan. Allerdings blieb mir für die Planung nicht viel Zeit, denn in diesem Moment hielten wir vor Lisas Haus. Unsere Fahrerin stoppte den Motor, stieg aus und verschwand kurz darauf im Haus. Ich würde einfach Lisas Namen rufen, das müsste eigentlich genauso gut klappen. Hoffentlich stieg sie nicht vorne ein, damit ich nicht quer durch den ganzen Bus brüllen musste. Plötzlich fiel mir auf, dass ich meine Füße wieder bewegen konnte. Anscheinend arbeiteten die Elektromagneten im Boden nur bei laufendem Motor. Also nutzte ich meine Chance und stellte mich so bequem wie möglich hin. Auch hier bildete sich langsam eine gaffende Menge um den Bus. Ein kleiner Junge klopfte gegen den Bus und winkte uns lachend zu. Wenn ich gekonnt hätte, dann hätte ich jetzt zurück gewunken. Dann hatte Lisa ihren Auftritt. Sie schwebte aus der Haustür und ihre Röcke wallten sanft hin und her. Lisa trug ein gelbes Kleid und sie steuerte direkt auf die Vordertür des Busses zu. Natürlich vorne, das war ja nicht anders zu erwarten gewesen.

» Lisa, hier bin ich! «, rief ich so laut ich konnte, als sie durch die Tür trat. Lisa schien sich im Bus umzuschauen, aber sie zeigte keinerlei Anzeichen, dass sie mich erkannt hatte.

» Lisa hier! Ich bin‘s Marie! «, rief ich noch einmal und unterstützte mein Rufen mit einem Wippen meines Helms. Aber Lisa suchte sich einen Platz im vorderen Teil des Busses und griff dann nach einer der Stangen. Nein, verdammt! Wie konnte sie mich denn nicht gehört haben? Ich rief noch ein weiteres Mal, aber Lisa nahm noch immer keinerlei Notiz von mir. War es vielleicht möglich, dass überhaupt kein Schall durch meinen Helm nach außen drang? Aber ich konnte doch ganz deutlich das Radio hören. Wenn Töne in den Helm eindringen konnten, dann musste das doch eigentlich auch in die andere Richtung funktionieren. Und die Fahrerin hatte mich doch vorhin auch verstanden. Moment mal, der Elektroschocker! Könnte der vielleicht diesen Effekt bewirkt haben? Ich testete meine Theorie indem ich meine Nachbarin übel beleidigte. Aber sie reagierte nicht im Geringsten darauf. Ein zweiter Test mit der anderen Nachbarin brachte genau das gleiche Ergebnis. Tatsächlich, obwohl wir hier in einer großen Gruppe waren, so waren wir doch voneinander isoliert. Das war eine wirklich effektive Methode um die Verschwiegenheitsklausel durchzusetzen. Na das konnte ja eine langweilige Fahrt werden. Hoffentlich dauerte sie nicht zu lange. Es ging quer über die Dörfer in Richtung Süden. Wir hielten regelmäßig an und immer mehr Aliens kamen zu uns in den Bus. Irgendwann war es dann so voll im Bus, dass ich Schwierigkeiten hatte Lisa im Blick zu behalten. Ich konnte nur noch eine Masse runder spiegelnder Helme sehen.

Die durchfahrenen Orte sagten mir nichts, aber die Straßenschilder deuteten an, dass wir uns immer weiter Frankfurt näherten. Das machte Sinn, denn schließlich hatte ich meine Unterlagen ja auch nach Frankfurt zurück geschickt. Vermutlich war dort auch der Sitz der Society Zero. Wir fuhren noch etwa eine halbe Stunde bis der Bus schließlich mitten in einem Waldgebiet in eine schmale Seitenstraße einbog. Die Straße schlängelte sich einen Berg hinauf und endete dann vor einer mittelalterlichen Burg. Wow, was für ein Anblick. Die Burg hatte eine hölzerne Zugbrücke, welche eine steile Schlucht überspannte. Dahinter lag ein großes Tor, welches von zwei Wachen bewacht wurde. Hohe Mauern erstreckten sich beiderseits des Tors und endeten schließlich in zwei gewaltigen Türmen. Es war ein beeindruckendes Bauwerk. Unsere Fahrerin hatte inzwischen den Motor abgestellt und machte jetzt eine Durchsage, dass wir durch das Burgtor gehen sollten. Im Burghof würden wir dann weitere Anweisungen erhalten. Danach öffnete sie die Türen des Busses. Urplötzlich konnte ich meine Finger wieder von den Stangen lösen. Mein rechter Arm war eingeschlafen und ich bewegte meine Hand um die Blutzirkulation wieder in Gang zu bekommen. Doch dann fiel mir siedend heiß ein, dass ich Lisa nicht aus den Augen verlieren durfte. Etliche der Aliens waren bereits ausgestiegen und versammelten sich jetzt vor dem Bus. Auch ich drängte nach Draußen und hielt sofort nach Lisa Ausschau. In der Nähe der Vordertür standen insgesamt 5 Frauen mit einem gelben Kleid und ich hatte keine Ahnung, welche von ihnen Lisa war. Ich winkte in ihre Richtung, aber lediglich eine Frau in einem blauen Kleid winkte mir zurück. So brachte das nichts! Und ich konnte mir noch nicht einmal sicher sein, dass Lisa unter diesen Frauen war, denn eine ganze Reihe von Aliens waren bereits auf dem Weg zum Burgtor. Wie sollte ich Lisa nur finden? Frustriert trottete ich jetzt ebenfalls in Richtung Burg, denn die Gruppe an der Vordertür hatte sich geschlossen in Bewegung gesetzt. Die Zugbrücke war mit unseren hohen Absätzen tückisch, denn es gab dort Ritzen, in die man leicht hineingeraten konnte. Zudem wusste ich wegen der vielen Röcke auch nicht, wohin ich genau meine Füße setzte. Die Frau vor mir hob ihre Röcke an, um die Stiefel sehen zu können. Das war eine wirklich gute Idee und ich kopierte sie sofort. Endlich hatte ich die Zugbrücke hinter mir gelassen und die beiden Wachen erreicht. Sie trugen Kettenhemden, eiserne Helme und waren mit Hellebarden bewaffnet. Und natürlich waren auch die beiden Wachen weiblich. Die Brücke über den Abgrund und meine Höhenangst hatten sich nicht besonders gut miteinander vertragen. Aber nicht genug damit, denn nun hing ein schweres Fallgitter drohend über unseren Köpfen. Sollte es herunterkommen könnte es einen mit Leichtigkeit zerquetschen. Der Durchgang durchs Torhaus war ziemlich dunkel und ich konnte so gut wie nichts erkennen. Erschwerend kam auch noch hinzu, dass der Boden mit Kopfsteinpflaster bedeckt war. Unbehaglich stolperte ich so schnell wie möglich hindurch, immer auf das helle Licht des Burghofs zu.

Die Burg war wesentlich größer, als es von außen den Anschein hatte, denn sie erstreckte sich einen Bergrücken entlang. Hübsche Gebäude umrahmten einen gartenähnlichen Burghof. Diese Burg war mit Sicherheit einmal zu militärischen Zwecken gebaut worden, aber nun machte der Innenhof mit dem vielen Grün einen ziemlich idyllischen Eindruck. Und mittendrin stand ein uralter Brunnen mit einem hölzernen Eimer. Auf der gegenüber liegenden Seite lag das größte und prachtvollste aller Gebäude in der Burg. Eine Pferdekutsche parkte vor dem Haus und zwei livrierte Bedienstete warteten neben einer breiten Treppe, die zur großen Eingangstür hinauf führte. Vermutlich war das die Residenz des Burgherrn. Verzeihung, der Burgherrin.

Jetzt sah ich im Burghof drei Frauen in schwarzen Lederoveralls und langen Stiefeln. Ihre Gesichter wurden von Ledermasken verdeckt und in den Gürteln steckte jeweils eine lange Peitsche. Die drei wirkten zwar etwas bedrohlich, aber sie forderten uns sehr höflich auf in eines der Gebäude auf der linken Seite zu gehen. Also setzte sich unser ganzer Tross wieder in Bewegung. Wir kamen in einen großen Saal, in dem noch mehr Aliens auf uns warteten. Unser Bus schien nicht der Einzige gewesen zu sein, denn hier waren bestimmt 200 Anwärterinnen versammelt. Wenn nicht noch mehr. Aber die große Stille in diesem vollgepackten Raum wirkte irgendwie gespenstisch. Natürlich war das nicht weiter verwunderlich, weil wir ja alle nicht sprechen konnten. Aber es waren auch sonst kaum irgendwelche Geräusche zu hören, weil die dicken Teppiche auf dem Boden alles schluckten. Ich schaute mich im Saal um. Die Wände waren mit mittelalterlichen Wappen geschmückt und auf der Stirnseite hingen zwei gekreuzte Flaggen an der Wand. Unterhalb stand leicht erhöht ein großer Schreibtisch, auf dem sich jede Menge Papiere stapelten. Und auf beiden Seiten des Tisches sah ich weitere maskierte Frauen mit Lederoverall, Stiefeln und Peitsche. Sie standen leicht breitbeinig in Reih und Glied und musterten uns aufmerksam. Mir kamen diese Frauen wie eine kleine Privatarmee vor, aber vermutlich bildeten sie hier in der Burg einfach die Security.

Etwa 10 Minuten später öffnete sich eine Tür und vier weitere Security Lederfrauen traten ein, gefolgt von einer großen Frau, die wie eine Bankerin aussah. Sie trug ein teuer aussehendes Kostüm und hatte ihre blonden Haare zu einem Pferdeschwanz gebunden. Aber auch ihr Gesicht war nicht zu erkennen, denn es wurde von einer venezianischen Karnevalsmaske verdeckt. Sie stellte sich vor den großen Schreibtisch und sprach dann mit einem Mikrofon zu uns.

» Ladies, ich möchte sie ganz herzlich bei der Society Zero willkommen heißen! «

Die ersten Aliens begannen höflich zu applaudieren, aber die Bankerin würgte das sofort mit einem Handzeichen ab.

» Bitte keinerlei Unterbrechungen, denn was ich ihnen zu sagen habe ich wichtig. Ich fungiere als Anwältin für die Society Zero und möchte sicherstellen, dass keine von ihnen negative Konsequenzen erfahren wird. Sicherlich kennen sie alle bereits unsere Verschwiegenheitsklausel. Aber ich möchte an dieser Stelle trotzdem noch einmal darauf hinweisen, dass sie unter keinen Umständen mit Außenstehenden über die Society Zero sprechen dürfen. Das gilt auch dann, falls sie in den Prüfungen scheitern und kein Mitglied bei uns werden sollten. Ein Verstoß gegen diese Klausel wird mit einer Strafzahlung von einer Million Euro geahndet! «

Sie legte eine kurze Pause ein und ließ ihre Worte einwirken.

» Aber jetzt wollen wir zum eigentlichen Grund dieser Versammlung kommen. Insgesamt 238 Bewerberinnen haben sich heute hier versammelt um Mitglied in der Society Zero zu werden. Die Society Zero ist die weltweit größte Vereinigung erfolgreicher Frauen. Und so manche Managerin aus der Top-Elite hat genau hier ihre große Karriere begonnen. Auch sie können eine große Zukunft vor sich haben, sofern sie unsere Prüfungen erfolgreich bestehen. Genau wie im Berufsleben werden auch in unseren Prüfungen einige wesentliche Talente am Ende zum Erfolg führen. Im Einzelnen sind das Durchsetzungswillen, Intelligenz und Risikobereitschaft. Ohne diese elementaren Eigenschaften werden sie es nicht schaffen Mitglied bei uns zu werden. Und seien sie gewarnt, … «

Sie machte wieder eine künstlerische Pause. Plötzlich ließ mich ein lauter Knall zusammenzucken. Einige der Lederfrauen hatte gerade ihre Peitschen knallen lassen.

» … falls sie sich entscheiden die Prüfungen anzugehen, werden wir diese auch mit allen Mitteln durchsetzen! «

Wieder eine kurze Pause, wieder begleitet von Peitschenknall.

» Ich gebe ihnen jetzt etwas Zeit darüber nachzudenken und werde später fragen, ob irgendjemand seine Bewerbung zurückziehen möchte. Haben sie keine Hemmungen sich zu melden, denn das ist absolut keine Schande. Niemand wird ihnen deshalb einen Vorwurf machen. Sie ersparen sich damit so manche Mühe und nur die wenigsten von ihnen werden es am Ende tatsächlich schaffen, ein Mitglied in der Society Zero zu werden. «

Sie legte ihr Mikro zur Seite und setzte sich hinter den Schreibtisch. Dann zog sie eine Akte aus den Papierstapeln und machte sich auf einer Liste eine Notiz. Kurz darauf landete die Akte in einem Reißwolf. Und genau so fuhr sie mit weiteren Akten fort. Was machte sie da? Aber die eigentliche Frage sollte wohl eher lauten, was machte ich jetzt? Diese Peitschen sahen wirklich gefährlich aus und ich wollte keine nähere Bekanntschaft mit ihnen machen. Auf der anderen Seite war ich mir aber auch ziemlich sicher, dass uns diese Anwältin nur Angst einjagen wollte. Das gehörte vermutlich schon zum Aussortieren von ungeeigneten Bewerberinnen. Was würde wohl Lisa machen? Normalerweise dachte Lisa nicht großartig darüber nach, was sie als nächstes tun würde. Daher würde sie wohl einfach weitermachen. Also kam ein Ausstieg auch für mich nicht in Frage. Nach ungefähr 5 Minuten erhob sich die Anwältin wieder von ihrem Stuhl.

» Also Ladies, wer es sich von ihnen anders überlegt hat, der komme jetzt bitte zu mir nach vorne! «

Und tatsächlich hatten sich ein paar Frauen von den Worten der Anwältin abschrecken lassen. Oder waren es eher die Peitschen gewesen? Jetzt standen insgesamt 8 Aliens bei ihr und zwei davon trugen gelbe Kleider. Sollte Lisa vielleicht doch gekniffen haben? Nein, das konnte ich mir bei ihr nicht vorstellen. Die Aussteigerinnen wurden aufgefordert ihre Namen auf ein Blatt Papier zu schreiben und kurz darauf verschwanden 8 weitere Akten im Reißwolf. Offensichtlich lagen dort auf dem Tisch alle unsere Akten. Sie waren ziemlich dick und ich fragte mich, was wohl in meiner Akte stand. Schließlich wurden die 8 Aussteigerinnen von einer der Lederfrauen aus dem Raum geführt. Danach griff die Anwältin wieder zu ihrem Mikrofon.

» Ich denke jetzt wird es langsam Zeit, dass ich ihnen erkläre, was sie heute Abend erwarten wird. Wir haben insgesamt 250 Bewerberinnen eingeladen, von denen 12 nicht erschienen sind und 8 zurückgezogen haben. Also werden nun 230 von ihnen unsere erste Prüfung angehen. Diese Prüfung ist schnell erklärt. Sie müssen ein 20 Meter langes Wasserbecken auf einer 1 Meter breiten Planke überqueren. «


Fortsetzung folgt!
261. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von *Gozar* am 28.11.17 23:48

Hi Iron

Ich bin auch mal wieder da.
Klasse geschrieben!!!

*RESPEKT*

Cool das man sich auf den Dienstag abend verlassen kann.

Ich mach keine großen Worte heute, hab nicht viel Zeit!

Tolle Fortsetzung


Gruß Gozar
262. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Trucker am 29.11.17 09:29

Super dass jeden Dienstag diese schöne Geschichte weiter geschrieben wird. Wie immer super spannend und super geschrieben.
263. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von jonnyf am 29.11.17 11:43

Hallo IronFist,

das finde ich nicht nett, dass du über die Enigma Details verraten hast.

Dafür werde ich (vielleicht) den Fortgang deiner Geschichte preisgeben.

Spaß beiseite - interessante Entwicklung deiner Geschichte.

jonnyf
264. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von maximilian24 am 29.11.17 17:54

Hallo IronFist!
Vorweg Dank für die konstruktive Fortsetzung. Jetzt geht es sozusagen ans Eingemachte. Der Anfang ist ja ganz pomali, dafür kann es nur gesteigert werden. Wir werden sehen, ob es noch recht grauslich wird! Auf alle Fälle spannend!
Maximilian
P.S.: Ich finde nirgends, wie hoch die Planke über dem Wasser ist und wie tief das Wasser im Fall des Falles wäre.
265. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 29.11.17 19:01

Hallo IronFist,

heute nur Mal ein kurzes Danke für Deine Veröffentlichung.
Immer noch spannenden und ohne ENIGMA sogar gut zu lesen!

Nicht dass es uns so geht wie in Ken Folletts Roman "Der Schlüssel zu Rebecca" und wir erst ein Buch zum dechiffrieren benötigen!

Ihr_joe
266. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 01.12.17 19:30

Hallo *Gozar*,

danke für die Blumen.
Und noch viel Vergnügen bei dem was du kurz vor Mitternacht vorhast.


Hallo Trucker,

auch dir ein Dankeschön.
Obwohl ich persönlich die letzte Folge eher etwas lahm empfand. Es war doch mehr eine Übergangsfolge.


Hallo jonnyf,

ich dachte die Details über die Enigma wären schon seit 70 Jahren bekannt.
Aber bitte tue dir keinen Zwang an und erzähle den Fortgang der Geschichte. Ich bin gespannt wie nahe du dem Original kommst.


Hallo maximilian24,

vorweg Danke für deinen Kommentar.
Ich musste zuerst einmal nachschlagen was pomali überhaupt bedeutet. Das Wort hatte ich noch nie gehört und ich vermute, dass es hauptsächlich in Österreich gebräuchlich ist.
Aber du hast natürlich Recht damit, dass meine Geschichten immer eher langsam starten. Das ist wohl in gewisser Weise ein Markenzeichen von mir. Nachdem wir nun aber das Z hinter uns gelassen haben, können wir vielleicht bald herausfinden was danach kommt.

PS: Die Prüfung klingt irgendwie ziemlich einfach, nicht? Vielleicht war die große Exklusivität der Society Zero ja auch nur ein Internet Mythos.


Hallo Ihr_joe,

heute nur mal ein kurzes Danke für dein Lob.
Psssst, sag mal bist du verrückt geworden!! Du kannst doch nicht einfach die Marketingstrategie von meiner vierten Geschichte verraten.


LG
Fist
267. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 05.12.17 19:34

Teil 24


Wieder legte sie eine ihrer Pausen ein. Die Aufgabe klang irgendwie nicht besonders schwierig, wo lag dabei der Haken?

» Damit das Ganze aber nicht zu einfach wird, werden sie dabei ein Kostüm tragen. Dieses Kostüm dient einerseits ihrer Anonymität, es soll sie aber auch ein wenig bei der Prüfung behindern. Schließlich muss man auch im Berufsleben widrige Umstände meistern um Erfolg zu haben. Es gibt drei verschiedene Kostüme und jedes von ihnen hat seine ganz speziellen Herausforderungen. Welches Kostüm sie tragen werden wird von der aktuellen Farbe ihres Kleides bestimmt. Wir werden sie gleich draußen im Burghof in die 3 Farbgruppen aufteilen. Bitte stellen sie sich dann zu der Gruppe, die der Farbe ihres Kleides entspricht. «

Und schon wieder eine ihrer Pausen. Da lag also der Haken. Was konnten das nur für Kostüme sein? Aber selbst mit Behinderung durch ein Kostüm wäre diese Aufgabe doch noch immer leicht machbar. Vielleicht musste man ja mit verbundenen Augen über die Planke gehen? Aber selbst dann könnte man sich seinen Weg doch mit dem Fuß ertasten. Ich musste mich wohl einfach überraschen lassen.

» Also auf geht’s Ladies, viel Erfolg! «

Der Saal leerte sich und die Aliens strömten zurück auf den Burghof. Dort standen 3 der Lederfrauen jeweils mit einem großen farbigen Schild. Also stellte ich mich zu der roten Gruppe. Ich schaute mich im Burghof um und mir fiel auf, dass das Eingangstor jetzt geschlossen war. Auch standen nun deutlich mehr dieser Lederfrauen um uns herum. Anscheinend gab es jetzt wohl kein Entkommen mehr. „Wir werden die Prüfungen mit allen Mitteln durchsetzen“, hatte die Anwältin vorhin gesagt. Vielleicht war das doch keine leere Drohung gewesen. Nun wurde mir schon etwas mulmig zumute.

Plötzlich kam Bewegung in die blaue Gruppe und sie marschierte zu dem prächtigen Haus auf der anderen Seite. Nachdem die erste Gruppe komplett durch einen Seiteneingang im Haus verschwunden war, bewegte sich nun auch die gelbe Gruppe auf diesen Eingang zu. Jetzt wurde ich also auch räumlich von Lisa getrennt. Vielleicht hätte ich ja später bei den Kostümen eine bessere Chance Lisa wiederzuerkennen. Schließlich marschierte auch meine Gruppe los. Nach etwa 20 Metern ließ mich ein Peitschenknall erneut zusammenzucken. Ich drehte mich um. Eine Frau aus unserer Gruppe hatte wohl geträumt und unseren Abmarsch nicht mitbekommen. Von zwei Peitschen schwingenden Lederfrauen bedroht, eilte sie nun schleunigst hinter uns her. Was passierte wohl, wenn man sich tatsächlich widersetzte? Eigentlich wollte ich das lieber gar nicht wissen. War es vielleicht doch ein Fehler gewesen hierher zu kommen? Diese Frage würde sich wohl erst am Ende des Tages beantworten lassen. Im Haus angekommen stiegen wir eine Treppe in den Keller hinab. Dort ging es dann im Gänsemarsch einen Gang entlang bis zu einer roten Tür, welche zu einem geräumigen aber schmucklosen Kellerraum führte. Am Eingang des Raums stand eine dieser Lederfrauen und ließ jede von uns eine kleine Kugel aus einem Säckchen ziehen. Was sollte das? Ich hielt jetzt eine rote Kugel mit der Nummer 23 in meinen Händen. Als alle roten Aliens in dem Raum versammelt waren, krachte die Tür scheppernd zu. Danach folgten ein schabendes Geräusch und ein Klicken. Oh je, die hatten gerade die Tür von außen verriegelt. Ich kam mir vor als wäre ich Teil einer Schafherde, die für die Nacht in den Stall getrieben worden war. Plötzlich kamen mir sogar noch düsterere Gedanken. Hoffentlich sollte diese Schafherde nicht geschoren werden oder noch schlimmer zur Schlachtbank geführt werden. Bevor ich in Panik verfallen konnte, schob ich diese Gedanken ganz schnell beiseite. Der Raum besaß auch noch eine zweite Tür. Sollte ich vielleicht versuchen diese zu öffnen? Nein, besser nicht. Selbst wenn diese Tür nicht verriegelt sein sollte, ständen dahinter bestimmt diese Lederfrauen mit Peitsche.

In diesem Moment öffnete sich die Tür und eine rote Gestalt trat ein. Sie trug einen hautengen roten Ganzanzug aus Latex, der jede Kontur ihres Körpers zeigte. Ihre Nippel zeichneten sich äußerst prägnant durch das dünne Material ab und auch ihre intimsten Stellen zwischen den Beinen waren mehr als deutlich zu sehen. Dazu trug sie pechschwarze Stiefel, die ihr fast bis zum Schritt hinauf reichten. Die Pfennigabsätze ihrer Stiefel hämmerten auf den harten Steinboden und verursachten dabei einen Heidenlärm. Natürlich durfte auch bei ihr die obligatorische Maske nicht fehlen. Durch das schwarze Latex blickten uns zwei durchdringende grüne Augen an und ein knallrot geschminkter Mund begann zu sprechen.

» Ladies, ich bin die Teamleiterin des roten Teams und ich werde sie heute für ihre Prüfungen vorbereiten. Sie alle haben vorhin eine Kugel mit Nummer gezogen. Diese bestimmt wann sie an die Reihe kommen werden. Ich werde sie nacheinander mit ihrem Kostüm ausstatten und unsere Mitarbeiterinnen werden sie anschließend zu ihrer Prüfung geleiten. Und jetzt bitte ich die Nummer 1 gleich zu mir! «

Eine Frau schob sich durch die Reihen, zeigte unserer Teamleiterin ihre Kugel und verschwand dann mit ihr durch die Tür. Wow, das war aber mal ein scharfes Fetisch Outfit gewesen. Wie sich ein solcher Anzug wohl anfühlen würde? Anstatt mir solche Gedanken zu machen, sollte ich mich lieber seelisch auf die Prüfung vorbereiten. Aber wie konnte ich mich am besten auf diese Prüfung vorbereiten? Jedenfalls nicht mit erotischen Ablenkungen, schalt ich mich selbst. Hier im Raum dürften insgesamt etwa 80 Frauen sein. Ich hatte die Nummer 23 gezogen und würde also im ersten Drittel an die Reihe kommen. Mein Gedankengang wurde unterbrochen, weil sich die Tür noch einmal öffnete und unsere Teamleiterin herein lugte.

» Ach ja, eins noch! Sollten sie sich während der Wartezeit erleichtern müssen, dann dürfen sie sich gerne an diesen Eimern dort drüben bedienen! «

Uh, der Gedanke in einen Eimer zu pinkeln stieß mich ab. Sowas wollte ich unter allen Umständen vermeiden. Aber einige der Frauen hatten wohl keine andere Wahl mehr, denn die ersten schoben verschämt einen Eimer unter ihre Röcke. Alle paar Minuten wurde eine weitere Frau in den Nachbarraum gerufen. Gerade war die Nummer 8 hinter der Tür verschwunden. Das Ganze würde sicherlich Stunden dauern und ich war heilfroh, dass ich nicht ganz am Schluss drankam. Ich versuchte mich mit autogenem Training zu entspannen. Nach einiger Zeit kam es allerdings zu einem Zwischenfall, der mich aus meiner Meditation riss.

» Nummer 20! «, rief unsere Teamleiterin in den Raum hinein. Keiner rührte sich.

» NUMMER 20! «, wiederholte sie deutlich lauter. Aber noch immer reagierte niemand darauf.

» Muss ich erst die Security rufen um alle Nummern überprüfen zu lassen? Wenn ihnen das lieber ist, dann kann ich sie auch gerne mit der Peitsche zu ihrer Prüfung treiben lassen. Also jetzt zum letzten Mal, wer hat die Nummer 20? «, fragte sie verärgert in die Runde. Eine zierliche Frau hob diesmal schüchtern ihre Hand.

» Na also, geht doch! Los, komm mit! «

Sie packte die Nummer 20 am Arm und zog sie durch die Tür. So langsam wurde ich nervös. Bald wäre auch ich an der Reihe. Kurze Zeit später war es dann soweit.

» Nummer 23! «

Ich atmete einmal tief durch und begleitete unsere Teamleiterin in den Nachbarraum. Auch dieser Raum sah ziemlich spartanisch aus. An der Decke hing eine Überwachungskamera, die auf einen Alkoven in der Ecke gerichtet war. Dieser Alkoven war ein ganzes Stück größer als der, den ich Zuhause hatte. War das vielleicht eine Spezialanfertigung mit zusätzlichen Kostümoptionen? Eigentlich hätte ich mir etwas in der Art denken können, denn ohne einen Alkoven würde man mich wohl nicht mehr aus dem Helm herausbekommen. An der Wand hing ein Monitor, der das Bild der Überwachungskamera zeigte, zurzeit einen leeren Alkoven. Auf Anweisung meiner Teamleiterin stellte ich mich nun auf die Plattform des Alkovens. Hatten die hier ebenfalls die Z-Line, schoss mir durch den Kopf. Oder gingen die hier noch einen Schritt weiter? Aber was kam nach der Z-Line? Wie gewohnt kniff ich meine Augen zusammen um nicht geblendet zu werden. Auch dieser Alkoven brummte, aber der erwartete Knall blieb bisher aus. Dafür hatte ich jetzt das seltsame Gefühl in einer Flüssigkeit zu schwimmen. Mein ganzer Körper wurde sanft von dieser warmen Flüssigkeit umströmt. Konnte ich meine Augen schon wieder öffnen, oder würden Knall und Lichtblitz noch kommen? Plötzlich schien diese Flüssigkeit auch in Muschi und Anus einzudringen. Das fühlte sich seltsam an und war völlig anders als bei meinem Alkoven Zuhause. Hier schienen die Veränderungen schleichend voranzuschreiten. Ich wagte es nun und öffnete vorsichtig meine Augen um zu sehen was vor sich ging. Aber auf der Stelle wurde ich von einem Lichtblitz geblendet. Sofort kniff ich meine Augen wieder zu, aber es war bereits zu spät, denn ich sah schon wieder Sternchen. Verdammt nochmal! Diese komische Flüssigkeit schien auch irgendwie elektrisch geladen zu sein, denn ich spürte wie sich meine Haare langsam aufstellten. Was passierte hier nur?

» Streck deine Arme jetzt bitte zur Seite! «, hörte ich die Stimme meiner Teamleiterin.

Nachdem ich ihre Anweisung befolgt hatte, verwandelte sich die ruhige Flüssigkeit plötzlich in einen reißenden Strom. Ich glaubte jeden Moment hinweg gespült werden. Die Flüssigkeit drückte mich nach oben und ich bekam den Eindruck zu schweben. Oh Mann, worauf hatte ich mich hier nur eingelassen? Aber schließlich schien sich die Flüssigkeit irgendwie zu verfestigen und das Brummen des Alkovens klang langsam ab. Kurze Zeit später herrschte wieder absolute Stille. Konnte ich jetzt meine Augen öffnen? Ich traute mich noch nicht so recht und sortierte zuerst einmal meine Gefühle. Die Arme fühlten sich so an, als ob sie zwischen zwei Plastikfolien gefangen wären. Meine Beine wurden zusammengepresst und meine Füße waren komplett durchgestreckt. Allerdings spürte ich keinerlei Gewicht auf meinen Zehen. Wie war das möglich? Mein gesamter Körper fühlte sich ziemlich steif an und ich konnte meinen Kopf auch nicht mehr richtig drehen. Aber am meisten irritierte mich, dass in meiner Muschi irgendwas pulsierte und zwar genau im Rhythmus meines Herzschlags.

» So, du kannst deine Augen jetzt wieder öffnen! «, hörte ich die Stimme der Teamleiterin.

Ich zwinkerte zwei Mal, bis ich wieder einigermaßen sehen konnte. Meine Sicht blieb aber irgendwie komisch, so als ob ich durch ein engmaschiges Sieb schauen würde. Ich wollte an mir hinunter blicken, aber ich konnte meinen Kopf nicht weit genug senken. Also schaute ich auf den Monitor an der Wand. Aber dort lief jetzt irgendein Naturfilm über Insekten. Warum hatten die umgeschaltet? Ich versuchte die rechte Hand zu bewegen, aber ich konnte meine Finger nicht mehr zur Faust ballen. Auf der anderen Seite war es genau das gleiche. Ebenso war auch die Bewegungsfreiheit meiner Arme stark eingeschränkt. Meine Ellenbogen ließen sich nicht mehr beugen. Und ich konnte meine Arme auch nur mühsam vor und zurück bewegen. Da fiel mir plötzlich auf, dass der rote Schmetterling auf dem Monitor seine Flügel zur gleichen Zeit vor und zurück bewegte wie ich meine Arme. Nein das konnte nicht sein, oder? Jetzt bewegte ich einen Arm vor und den anderen zurück. Der Schmetterling auf dem Monitor kopierte perfekt meine Bewegungen. Wow, ich war jetzt ein großer roter Schmetterling. Das erklärte wohl auch meine merkwürdige Sicht, denn an meinem Kopf saßen jetzt zwei riesige Facettenaugen. Und an meiner Stirn standen zwei lange Fühler senkrecht nach oben ab. Der Farbe nach zu urteilen, bestanden diese Fühler aus meinen eigenen Haaren. Mein Körper schien vom Kopf bis zu den Knien in einem engen schwarzen Schlauch zu stecken. Ich konnte meine Beine nicht mehr auseinander bringen und mir wurde klar, dass das während der Prüfung ein Problem werden würde. Unterhalb des Knies steckten meine Füße in schwarzen Stiefeln. Die Absätze dieser Stiefel waren aber derart hoch, dass ich damit nur noch auf den Zehenspitzen laufen konnte. Auch das würde meine spätere Aufgabe nicht unbedingt erleichtern. Und dann fiel mir erst auf, dass meine Stiefel im Moment den Boden gar nicht berührten. Ich hing sprichwörtlich in der Luft.

» Na wie gefällt dir dein heutiges Kostüm? «, fragte die Teamleiterin. Konnte ich endlich wieder sprechen? Ich versuchte zu antworten und etwas Schwarzes bewegte sich vor meinem Gesicht. Was war das gewesen? Kein einziger Laut war meinem Mund entfleucht, dafür hatte sich aber ein langer schwarzer Rüssel ausgerollt. Was zum Geier? Die Teamleiterin schmunzelte.

» Nettes Gimmick, nicht wahr? Hat für die Prüfung zwar keinerlei Auswirkungen, sorgt bei den Zuschauern aber immer für einen großen Lacher. «

Zuschauer? Auch das noch. Die Aufgabe würde ohnehin schon schwierig genug werden, da brauchte ich nicht auch noch eine johlende Menge. Wie sollte ich mit diesen Schuhen nur eine 20 Meter lange Planke überqueren, wenn ich meine Beine kaum bewegen konnte? Das konnte ja lustig werden.

» Ich werde gleich das Kraftfeld ausschalten. Danach wirst du auf deinen eigenen Beinen stehen. «

Sie rief zwei Lederfrauen in den Raum, die mich stützen sollten, sobald ich umzufallen drohte. Danach deaktivierte sie das Kraftfeld. Ich schwankte leicht nach vorn und machte einen Schritt um das wieder auszugleichen. Dann hatte ich mein Gleichgewicht gefunden und stand einigermaßen stabil.

» Lauf mal ein bisschen herum! «, wurde ich von der Teamleiterin aufgefordert.

Vorsichtig setzte ich erst meinen rechten Fuß nach vorn, danach meinen linken. Das funktionierte erstaunlich gut, obwohl ich nur sehr kleine Schritte machen konnte. Die Lederfrauen blieben immer an meiner Seite um im Notfall eingreifen zu können. Zum Glück, denn kurz darauf passierte genau so ein Notfall. Ich kam leicht aus dem Gleichgewicht und riss zum Ausgleich meinen rechten Arm nach vorn. Der große Luftwiderstand meines Flügels verschlimmerte die Sache aber noch und ich kippte zur Seite. Allerdings ohne größere Folgen weil zwei starke Hände zupackten und mich festhielten. Ich hatte daraus gelernt, dass ich keine hektischen Bewegungen mit meinen Flügeln machen durfte. Auch durfte ich nicht zu schnell gehen, denn dann wurde ich vom Luftwiderstand nach hinten gezogen. Nachdem ich den Raum einmal durchquert hatte, meldete sich meine Teamleiterin wieder zu Wort.

» Ich glaube du trägst solche Schuhe heute nicht zum ersten Mal. Du könntest tatsächlich eine Chance haben die Prüfung zu überstehen. «


Fortsetzung folgt!
268. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von *Gozar* am 05.12.17 20:13

Oooocchhh, das war ja viiiieell zu kurz!!!
Na da musste aber spätestestens am Donnerstag nachlegen!

Abba schee wors!!! *schawolll*

Supi Setzfortung! Klecht Asse!

Oki bis Donnerstag!!!


Gruß Gozar
:-×
269. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von jonnyf am 06.12.17 09:13

Wow,

treffen in Kürze auf dem Burghof die drei Gruppen aufeinander und fighten als unterschiedliche Insekten gegen einander?

Wann ist wieder Dienstag - nee! erst in 6 Tagen, Mist aber auch.

jonnyf
270. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 08.12.17 19:12

Hallo *Gozar*,

da habe ich doch glatt dein Ultimatum verpasst. Sorry!
Aber lass mich zu diesem Thema doch einfach mal einen Leser zitieren.

Zitat
Cool das man sich auf den Dienstag abend verlassen kann.


Zum zweiten Teil deines Kommentars kann ich nur sagen: KANITVASTAN


Hallo jonnyf,

wer wird denn gleich so gewalttätig sein und sich einen Insektenkrieg wünschen?
Da kommt doch nur ein kleiner Spaziergang über eine Planke. Also alles ganz harmlos!

Wann ist wieder Dienstag? Schon in 4 Tagen, so ein Glück aber auch.


LG
Fist
271. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 09.12.17 21:24

Endlich weiß ich, was es mit den Alkoven auf sich hat, sie sind die Weiterentwicklung des Materientransmitters, wie wir ihn aus „die Fliege“ kennen.

Die Damen aus der Society Zero sind die sogenannten Eszet Schnitten oder verwechsle ich da wieder was?

Nun aber zu Deinem Geschreibsel, das war einfach gesagt Megamaxiultimativgeil um nicht zu schreiben Hyperinfraextrasonderhervorragend, damit ich mich auch in die kanitverstan Riege einordne.

Danke und liebe Grüße Ihr_joe
272. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 11.12.17 19:15

Hallo Ihr_joe,

an den Film "Die Fliege" kann ich mich nur noch dunkel erinnern. Ich weiß aber noch, dass dieser Film ziemlich unappetitlich war.
Sowas möchte ich Marie dann doch nicht antun, schließlich ist das ja keine Horrorstory.

Deinen Gedankensprung zu diesen Schokoladenplättchen kann ich irgendwie nicht so ganz nachvollziehen. Habe ich da irgendeinen Zusammenhang nicht kapiert?

Abschließend möchte ich mich noch megamaxiultimativgeil bei dir bedanken.

LG
Fist
273. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von tombot am 11.12.17 22:18

"Damen aus der Society Zero sind die sogenannten Eszet Schnitten"
=
"S"ociety "Z"ero = SZ = Eszet
Damen = Schnitten



274. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von BaldJean am 12.12.17 17:01

Zitat
Hallo Ihr_joe,

an den Film \"Die Fliege\" kann ich mich nur noch dunkel erinnern. Ich weiß aber noch, dass dieser Film ziemlich unappetitlich war.
Sowas möchte ich Marie dann doch nicht antun, schließlich ist das ja keine Horrorstory.

Fist


Das Remake von "Die Fliege" mit Jeff Goldblum von 1986 war allerdings sehr unappetitlich, aber das Original von 1958 ist ein Horroklassiker und ganz und gar nicht unappetitlich.

Aber du hast natürlich recht; dies soll keine Horrorstory sein.
275. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 12.12.17 19:08

Hallo tombot,

lass mich mal eben von meiner Leitung herunter treten.
Ah, jetzt hab auch ich es begriffen!
Danke für die Klarstellung.


Hallo BaldJean,

dann habe ich vermutlich die 86 er Version gesehen.
Ich muss aber gestehen, dass ich ganz allgemein kein großer Fan von Horrorfilmen bin.


LG
Fist
276. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 12.12.17 19:10

@ BaldJean und IronFist
Natürlich will ich keinen Horrorklassiker, in dem Film/Buch geht es um die Entmaterialisation und die Materialisation von Gegenständen, später Menschen. Die Fliege war ein Unfall.

Aber was anderes als ein Transmitter ist der Alkoven – Passgenau – natürlich könnte es auch ein 3D-Printer sein, wie banal.
Was die Änderungen an/zu unserem lieben Schmetterling anbelangt, noch sind es ja vermutlich nur Kleidungsstücke…
Im Perry-Rhodan-Universum (Meister der Insel) gab es ein Gerät das Lebewesen dupliziert hat, wenn ich mich recht erinnere aus/mit einer Matrize, bei Star Wars ähnliches bei den Trupplern (Stormtrooper). Alles Geräte die das auch könnten! Lach…

Ihr_joe

PS
Horrorfilme mag ich auch nicht!
277. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 12.12.17 19:42

Teil 25


Sollte das bedeuten, dass meine Vorgängerinnen allesamt gescheitert waren? Hoffentlich gab es bei dieser Prüfung nicht noch einen weiteren Haken. Denn eigentlich war ich optimistisch die Planke erfolgreich überqueren zu können. Meine Teamleiterin verabschiedete sich und die beiden Lederfrauen geleiteten mich nun zu einer Doppeltür, welche zu einem Lastenaufzug gehörte. Es ging nach oben und wir landeten schließlich in einem Raum, in dem alles mögliche Zeugs herumstand. Einiges war eindeutig als Bondage Equipment erkennbar, beim Großteil hatte ich allerdings keinerlei Ahnung wozu es dienen könnte. Ich hörte jetzt ein Raunen und dann einen Aufschrei mit anschließendem Beifall. Das waren wohl die Zuschauer, von denen meine Teamleiterin vorhin gesprochen hatte. Dem Geräusch nach zu urteilen waren das ziemlich viele. Das war überhaupt nicht gut, denn ich litt schon immer unter Lampenfieber. Mein Puls erhöhte sich und sofort steigerte sich auch dieses pulsierende Gefühl in meinem Schritt. Bisher hatte ich das recht erfolgreich ignoriert, aber nun drängte sich dieses Pulsieren stark in den Vordergrund. Eine ziemlich perfide Methode war das. Man wurde stimuliert, dadurch erhöhte sich der Puls, wodurch man noch mehr stimuliert wurde. Hoffentlich bekam ich nicht mitten auf der Planke einen Orgasmus. Die beiden Lederfrauen führten mich nun zu einer kurzen Treppe. Oberhalb konnte ich helle Scheinwerfer sehen, also dürfte es hier wohl zur Bühne gehen. Plötzlich merkte ich, dass ich gar nicht in der Lage war eine Treppe zu steigen. Allerdings war das auch gar nicht notwendig, denn eine der beiden Lederfrauen hakte irgendwas an meinen Schultern ein und kurz darauf verlor ich den Boden unter meinen Füßen. Ich hing an zwei Stahlseilen, die mich langsam in die Höhe zogen. Wie ein Schmetterling flog ich nun durch die Luft. Nur das dieser Schmetterling ironischer Weise Höhenangst hatte. Noch weiter erhöhte sich mein Pulsschlag, natürlich auch mit dem bekannten Symptom in meinem Schritt. Ich musste mich unbedingt wieder beruhigen, sonst würde ich diese Prüfung nie überstehen. Mit geschlossenen Augen sagte ich immer wieder zu mir selbst „Alles gut, kein Grund zur Aufregung“. Plötzlich hatte ich wieder Boden unter den Füßen und ich öffnete meine Augen. Man hatte mich auf diese Weise die kurze Treppe hinauf befördert und jetzt konnte ich auch das Wasserbecken und die Planke vor mir sehen.

Die Lederfrauen befreiten mich von den Stahlseilen und führten mich dann bis an den Rand des Beckens. So langsam wurde es ernst. Aber mein Puls war noch immer viel zu hoch und ich spürte meine Geilheit überhand nehmen. Noch einmal schloss ich die Augen und versuchte mich nur auf meine Aufgabe zu konzentrieren. Ich würde das Publikum einfach ignorieren und mich nur auf die Planke fokussieren. Ganz vorsichtig und keine hektischen Bewegungen, dann konnte überhaupt nichts schiefgehen. Als ich meine Augen wieder öffnete, wartete aber eine Überraschung auf mich. Auf der anderen Seite des Beckens standen jetzt ebenfalls zwei Lederfrauen und diese stützten eine schwarz gelb gestreifte Gestalt. Diese Gestalt trug ein ähnliches Kostüm wie ich, aber sie sollte wohl eine Wespe darstellen. Sie balancierte genau wie ich auf turmhohen Absätzen, aber ihre Beine hatten wesentlich mehr Bewegungsspielraum als meine. Denn ihr schwarz gelber Schlauch schien bereits an den Oberschenkeln zu enden. Dafür wurde allerdings ihre Taille auf brutale Weise komprimiert. Das nannte man dann wohl im wahrsten Sinne des Wortes eine Wespentaille. Vermutlich dürfte sie dadurch Schwierigkeiten haben anständig Luft zu bekommen. Auf ihrem Kopf ragten zwei lange blonde Fühler nach oben und ihre Facettenaugen wirkten sogar noch größer als die meinen. Anstatt eines Rüssels hatte sie zwei gefährlich aussehende Beißwerkzeuge vor ihrem Mund. Und auch ihre Arme steckten in ein paar Flügeln, die allerdings deutlich kleiner waren als bei mir.

Die Anwältin hatte von drei verschiedenen Kostümen gesprochen und dies war, nach dem Schmetterling, offensichtlich die zweite Variante. Schön und gut, aber warum stand diese Frau dort drüben? Jetzt war doch erst einmal ich an der Reihe. Dann hörte ich eine Lautsprecherstimme die das nächste Duell ankündigte, Wespe gegen Schmetterling. Duell? Sollten wir etwa gleichzeitig auf die Planke? Davon war vorher aber nicht die Rede gewesen. Und das war auch nicht fair, denn meine Gegnerin hatte viel mehr Beinfreiheit als ich. Oh Gott, nein! Ein Signal ertönte und ich spürte wie mich eine Hand sanft nach vorne schob. Also gut ganz langsam vorwärts. Meine Konkurrentin war jetzt ebenfalls auf die Planke getreten. Sie wankte bedenklich hin und her und ruderte wild mit ihren Flügeln in der Luft. Vielleicht hatte ich ja doch keinen Nachteil, denn diese Wespe schien erhebliche Probleme mit ihren Schuhen zu haben. Mein unfreiwilliger Tag in den Solar-Boots hatte mir doch tatsächlich einen unerwarteten Vorteil verschafft. Trotz meines Handicaps mit der Beinfreiheit stand ich deutlich sicherer auf diesen Schuhen als meine Gegnerin. Ich setzte meinen Weg sehr langsam fort und hoffte, dass sich das Wespenproblem von alleine lösen würde. Als ich etwa ⅔ des Weges zurückgelegt hatte, kamen wir uns schließlich gefährlich nahe. Die Wespe schwankte noch immer wie ein Grashalm im Wind, aber sie war auch noch immer auf den Beinen. Was jetzt? Sollte ich versuchen sie ins Wasser zu stoßen? Bei einem schnellen Flügelschlag würde ich aber nur selbst ins Straucheln geraten. Oder könnten wir vielleicht irgendwie aneinander vorbeikommen? Das Ziel lautete ja eigentlich nur die andere Seite zu erreichen. Diese Idee hatte was, war aber auch ziemlich riskant. Ich bewegte mich noch einen Schritt auf die Wespe zu. Plötzlich traf mich ihr Flügel am Kopf. Ah verdammt, dieses Miststück! Ich taumelte und setzte meinen rechten Fuß ein Stück zurück um mich wieder zu fangen. Im Reflex hatte ich aber auch meinen rechten Flügel nach hinten gerissen. Dadurch wurde ich um 90 Grad gedreht und ich musste meinen zweiten Fuß nachziehen um nicht umzufallen. Durch den Schwung dieser Drehung war ich gezwungen noch zwei kurze Trippelschritte zu machen. Jetzt stand ich mit dem Gesicht direkt zum Publikum und ich merkte, wie ich ganz langsam nach vorn in Richtung Wasser kippte. Verzweifelt schlug ich mit meinen Flügeln und zu meiner Überraschung funktionierte das sogar. Der starke Luftwiderstand der Flügel zog meinen Oberkörper wieder nach hinten und ich konnte mich stabilisieren. Plötzlich hörte ich ein lautes Platschen. Die Wespe hatte sich anscheinend nicht mehr halten können. Das geschah diesem Biest Recht! Ihr Scheitern wurde vom Publikum mit lauten Jubelrufen quittiert.

Aber auch ich war noch lange nicht gerettet, denn meine Füße standen jetzt bedrohlich nahe am Rand der Planke. Ich würde mich drehen müssen, um meinen Weg fortsetzen zu können. Zusätzlich hatte diese ganze Aktion meinen Puls bis zum Anschlag getrieben und ich merkte wie sich bei mir langsam ein Höhepunkt anbahnte. Noch nie war mir ein Orgasmus so unwillkommen gewesen wie diesmal. Erneut versuchte ich mich zu beruhigen, um die Kontrolle zu behalten und die Prüfung zu beenden. Aber ich musste auch vom Rand dieser Planke weg. Vorsichtig machte ich einen Schritt zurück. Und dann noch einen. Das sah schon wesentlich besser aus. Jetzt musste ich mich nur noch irgendwie drehen. Sollte ich dazu wieder einen Flügel einsetzen? Das war mir zu gefährlich, denn ich konnte die dafür nötige Kraft nur schwer einschätzen. Deshalb drehte ich mich mit Minischritten ganz langsam auf der Stelle. Ich hatte es tatsächlich geschafft, jetzt stand ich wieder in die richtige Richtung und hatte nur noch 5 Meter Planke vor mir. Das konnte ich schaffen! Aber mir war auch klar, dass ich mich beeilen musste, denn allzu lange würde der Orgasmus nicht mehr auf sich warten lassen. So schnell es meine kurzen Schritte zuließen eilte ich auf die andere Seite zu. Meine Flügel zerrten mich zurück und ich lehnte mich weiter nach vorne um das auszugleichen. Die Wespe planschte hilflos in dem Becken herum und beobachtete mich mit ihren riesigen Facettenaugen. Nur noch zwei Meter, dann noch einer und dann passierte es. Ich verlor die Kontrolle über meinen Körper, meine Muskeln begannen unkoordiniert zu zucken und ich fiel nach vorne. Aber vier kräftige Lederarme fingen mich auf.

» Gratulation, du hast es geschafft! «, hörte ich durch einen Nebel hindurch. Jubelstürme erschallten, was ich aber auch nur noch am Rande mitbekam. Von irgendwoher ertönte Gelächter, aber das alles kümmerte mich nicht. Denn ich versank jetzt völlig in meiner Gefühlswelt. Selten hatte mich ein Orgasmus derart heftig erwischt wie diesmal. Nach einer halben Ewigkeit kam ich wieder zu mir. Mein Herzschlag hämmerte und meine Muschi wurde in einem wahren Stakkato bearbeitet. Aber ich fühlte nur eine tiefe Zufriedenheit.

» Na, wieder zurück unter den Lebenden? «, fragte mich eine freundliche Stimme.

Ich öffnete meine Augen und blickte in ein lächelndes Ledergesicht. Dann nickte dieses Gesicht einer zweiten Lederfrau zu und ich wurde wieder auf meine Beine gestellt. Meine Knie fühlten sich butterweich an und ich war ziemlich erschöpft. Es kam mir vor, als wäre ich gerade einen Marathon gelaufen. Nach einer kurzen Stahlseil Flugeinlage führten mich die beiden Lederfrauen schließlich in einen luxuriös eingerichteten Raum. Es gab dort eine üppig ausgestattete Bar, an der eine Lederfrau gerade einen Drink zubereitete. An den Wänden hingen prächtige alt aussehende Gemälde. Und ein riesiges Panoramafenster erlaubte einen atemberaubenden Ausblick über ein malerisches Tal in der Abendsonne. Lediglich eine ganze Batterie von Liegen schien hier nicht so recht reinzupassen. Einige dieser Liegen waren auch schon belegt, denn dort relaxten gerade 3 Wespen und 1 Libelle. Dies schien ein Warteraum zu sein und er gefiel mir wesentlich besser als der im Keller. Das Kostüm dieser Libelle war insofern außergewöhnlich, dass ihr Kopf fast nur aus riesigen Augen bestand. Ihr Hals wirkte ungewöhnlich lang und schmal und es machte fast den Eindruck, als ob sie dort ein Korsett tragen würde. Der Schlauch in dem sie steckte schimmerte in einem prächtigen Blau und reichte ihr bis zu den Waden hinunter. Du liebe Güte, ihre Schrittlänge war sogar noch weiter eingeschränkt als meine. Natürlich trug auch sie ein paar ultrahohe Schuhe und ihre schillernden Flügel lagen größenmäßig irgendwo zwischen Schmetterling und Wespe.

» Das ist die Siegerlounge! Du kannst dich hier erst einmal ein Weilchen ausruhen! «, erklärte mir eine der Lederfrauen bevor sie mich zu den Liegen geleitete.

Ich war geschockt, dass es bisher nur so wenige Frauen geschafft hatten. Andererseits hätte ich diese Prüfung ohne den Solar-Boots Trainingstag vielleicht auch nicht überstanden. Und ehrlich gesagt war es auch bei mir verdammt knapp gewesen. Man legte mich auf den Bauch und ganz langsam entspannte ich mich. Irgendwie steckte man einen Strohhalm durch meine Maske und ich sog das erfrischende Wasser gierig ein. Das tat wirklich gut, denn mein Mund war schon völlig ausgetrocknet. Plötzlich stoppte das Pulsieren in meinem Schritt. Wie schade! Anscheinend gab es sogar ein Ventil in meinem Kostüm, denn kurze Zeit später konnte ich mich vom Druck auf meiner Blase befreien. Zufrieden schaute ich aus dem Fenster und beobachtete, wie ein Raubvogel seine Kreise am Himmel zog. Ich fühlte mich pudelwohl, schloss meine Augen und lauschte dezenter Hintergrundmusik. Eine tiefe Entspannung breitete sich in mir aus. So tief, dass ich dabei wohl eingeschlafen bin.

Als ich von meiner Liege gezogen wurde wachte ich wieder auf. Die Siegerlounge hatte sich inzwischen deutlich gefüllt. Der ganze Insektenstaat musste nun vor einer Wand antreten und dann warteten wir. Aber worauf? Urplötzlich dachte ich an Lisa. Hatte sie die Prüfung ebenfalls geschafft? Wenn die Kostüme die gleichen Farben hatten wie die Kleider vorher, dann müsste Lisa jetzt eine Wespe sein. Ich schaute mich im Raum um und zählte insgesamt 12 Wespen. War Lisa vielleicht eine von ihnen? Schwer zu sagen, denn die sahen alle gleich aus. Dann kam die Anwältin durch eine Tür und postierte sich vor uns.

» Von den ursprünglichen 230 Bewerberinnen sind jetzt noch 32 übrig geblieben. Herzlichen Glückwunsch Ladies, denn sie sind dieser erlesene Kreis! «

Wie gewohnt legte sie wieder eine Pause ein. Mein Bankerhirn konnte einfach nicht anders und ich begann sofort zu rechnen. Das waren etwa 14 %. Wenn die zweite Prüfung eine ähnliche hohe Durchfallquote hätte, dann dürften gerade einmal 4 bis 5 von uns durchkommen.

» Ich werde ihnen nun die Regeln für die zweite Prüfung erklären. Jeweils 2 von ihnen werden in einem Kartenspiel gegeneinander antreten. Jede Spielerin bekommt einen Kartensatz von 1 bis 5 und sie spielen pro Runde eine ihrer Karten aus. Wer die höhere Karte ausspielt, der bekommt in dieser Runde einen Punkt. Sobald eine Spielerin 3 Punkte hat, gewinnt sie die Partie und hat somit die Prüfung bestanden. Sollten die Spielerinnen allerdings zwei Mal die gleiche Karte ausspielen, so haben beide verloren und scheitern in der Prüfung. Endet das Spiel am Ende 2:2 so gilt die Prüfung für beide Spielerinnen als bestanden. «

Und schon wieder ein Pause. Bei dieser Prüfung müsste die Erfolgsquote eigentlich deutlich höher sein als bei der ersten. Sofern es nicht wieder irgendeinen Haken an der Sache gab. Und wie zum Teufel sollten wir eigentlich mit unseren Flügeln Karten spielen?

» Haben sie die Regeln alle verstanden? Bitte treten sie einen Schritt vor, wenn es noch Unklarheiten gibt! «

Eine Wespe und eine Libelle machten einen Schritt nach vorn. Ich bezweifelte, dass es tatsächlich nur diese zwei gab, die nicht alles verstanden hatten. Vermutlich traute sich der Rest einfach nicht nach vorne zu treten. Die Anwältin nahm die zwei beiseite und erklärte ihnen mit Hilfe eines Laptops noch einmal die Regeln. Alle die noch Unklarheiten hatten und nicht vorgetreten waren, die hatten jetzt im wahrsten Sinne des Wortes schlechte Karten. Ich überlegte, wie man dieses Spiel wohl am besten gewinnen konnte. Das war eine psychologische Angelegenheit und man musste einschätzen, was die Gegnerin wohl spielen würde. Äußerst schwierig wenn man die Gegnerin nicht persönlich kannte und auch nicht in ihrem Gesicht lesen konnte.


Fortsetzung folgt!
278. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 12.12.17 22:11

@ IronFist

Ich klau das einfach mal!

Zitat

Und schon wieder ein Pause. Bei dieser Prüfung ...


... haben die Leser mal wieder schlechte Karten.
Bleibt nichts anderes übrig, als auf nächsten Dienstag zu warten!

Danke für die gelungene Fortsetzung
Ihr_joe
279. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von jonnyf am 13.12.17 13:27

Hallo IronFist,

soooo weit war ich mit meiner Version dann auch nicht weg.

Da ist die 2. Prüfung echt mickrig - Karten spielen, ist doch was für Kinder .

Auf Ben Campbell aus dem Film 21 kann sie jetzt nicht zurück greifen um sein Talent gewinnbringend einzusetzen!?

Hähä - jetzt kann ich mal wieder klugsch....en.

Bis (spätestens) Dienstag.

jonnyf
280. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 15.12.17 19:36

Hallo Ihr_joe,

ich denke nicht, dass der Alkoven ein Transmitter ist. Schließlich transportiert er keine Materie von einem Ort zu einem anderen. Es sei denn es existiert irgendwo ein großes Lagerhaus für die ganzen Kleidungsstücke, aus dem dann alles zu den verschiedenen Alkoven transportiert wird. Vermutlich funktioniert er eher wie ein Nahrungsreplikator aus Star Trek. Sind wir zwei eigentlich solche Nerds, dass wir jetzt schon über die Funktionsweise einer fiktiven Maschine diskutieren?

Aber davon einmal abgesehen, hast du beim letzten Teil etwas anderes erwartet als eine Pause? Oder wäre dir das Wort ENDE am Schluß lieber gewesen?
Und warum sollen die Leser eigentlich schlechte Karten haben? Sie sitzen doch quasi in der ersten Reihe.

Fragen über Fragen!

Jedenfalls freut es mich, dass dir der letzte Teil gefallen hat.


Hallo jonnyf,

es wäre doch wirklich unklug von mir gewesen, wenn ich nach deinem letzten Kommentar geschrieben hätte, dass du richtig liegst. Wer mag schon Spoiler?

So so, die zweite Prüfung ist also mickrig und für Kinder. Würdest du an einem Kartenspiel teilnehmen, wenn dir die Folgen einer Niederlage unbekannt sind und es vielleicht auch noch irgendeinen Haken an der Sache gibt?
Oder redest du dann damit raus, dass du kein Kind mehr bist?

Ich bezweifel allerdings, dass die Talente von Ben Campbell hier sehr hilfreich wären. Das ist kein Black Jack und das Zählen von Karten bringt dir wohl auch keinen Vorteil.

Bis (genau am) Dienstag!


LG
Fist
281. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von jonnyf am 16.12.17 06:35

Hallo IronFist,

wir wissen alle wer Spoiler mag: Manta-Fahrer.

Wir haben doch alle was von Kindern in uns - würden wir sonst immer wieder mit feuchten Händen Dienstags vorm PC sitzen und auf die nächste Fortsetzung warten - fast wie beim Geburtstag oder Weihnachten. Nach dem Motto: Was ist wohl diesmal drin?

Ich mag deine Geschichte.

Hoffentlich noch oft Dienstags vor dem PC sitzend - jonnyf

P.S: ich verrate jetzt nichts mehr aus deiner Geschichte - versprochen
282. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 16.12.17 10:27

@ IronFist

Zitat

Sind wir zwei eigentlich solche Nerds, das...


Aber nicht doch!
Warum bin ich so vergeßlich hieß das jetzt:
Wissen ist Macht! oder Wissen macht an!, egal...

Natürlich haben die Leser schlechte Karten, sie müssen ja bis Mittwoch aussetzen...
Immer und immer wieder...


... Lach, Ihr_joe
283. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Moira am 16.12.17 10:55

GENAU, besonders die LeserINNEN warten jetzt nicht nur mehr nur auf IF am Dienstag, sondern auch auf I_j am Mittwoch
284. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 18.12.17 19:25

Hallo jonnyf,

freut mich, dass dir meine Geschichte gefällt.

Dein Manta Witz war allerdings ziemlich flach. Und ich meine damit nicht den zugehörigen Spoiler.
Ob da nur die Hände feucht sind, wenn du Dienstags vor dem Computer sitzt?

Du kannst gerne weiterhin über den Fortgang der Geschichte spekulieren. Allerdings darfst du nicht erwarten, dass ich vorzeitig irgendwas davon bestätige oder dementiere.


Hallo Ihr_joe,

Wissen macht dich also an. Ist dein richtiger Name vielleicht Sheldon Cooper?
Und macht mich das dann zu Leonard Hofstadter? Oh verdammt, wir sind tatsächlich Nerds!

So schlecht ist die Karte mit einmal aussetzen doch gar nicht.
Wäre dir diese hier lieber? Gehe in das Gefängnis, begib dich direkt dort hin, ziehe nicht über Los und ziehe keine 4000 ein!


Hallo Moira,

da haben sich IF und Ij wirklich schlecht miteinander abgesprochen, dass die Verteilung über die Woche so ungünstig ist. Sorry!
Aber vielleicht finden sich ja noch ein paar I... für die restlichen 5 Wochentage.


LG
Fist
285. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von HeMaDo am 18.12.17 19:37


Zitat

» Haben sie die Regeln alle verstanden? Bitte treten sie einen Schritt vor, wenn es noch Unklarheiten gibt! «


*vortrete*

Werden die Karten verdeckt ausgespielt oder abwechselnd offen?

Ich denke, das ist für den Ausgang eines solchen Spieles nicht unerheblich.


HeMaDo
286. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 18.12.17 22:05

Oh bitte dann aber richtig
Dr. Dr. Sheldon Lee Cooper B.Sc., M.Sc., M.A., Dr.rer.nat., Dr.phil.

Wenn ich das lese, finde ich Ihr_joe, doch etwas passender:
Hier bin ich Mensch hier darf ich sein!

Ihr_joe

PS
An anderer Stelle war es für mich ein Fehler, , böser Ihr_joe.
287. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von BaldJean am 18.12.17 23:52

Zitat


Hallo Ihr_joe,

Wissen macht dich also an. Ist dein richtiger Name vielleicht Sheldon Cooper?
Und macht mich das dann zu Leonard Hofstadter? Oh verdammt, wir sind tatsächlich Nerds!


Mir ist Douglas R. Hofstadter (unter Anderem Gewinner des Pulitzerpreises) wesentlich lieber als Leonard Hofstadter. Und um Douglas R. Hofstadter voll zu verstehen muss man wirklch ein Nerd sein.
288. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von jonnyf am 19.12.17 13:26

Hallo IronFist,

ich überlege ob ich den Beleidigten spielen soll, erstens ist dir mein Manta-Witz zu flach und dann unterstellst du mir noch andere Feuchtgebiete zu haben.

Zum spekulieren: ich spekuliere nicht - ich phantasiere (ich liebe die Zweideutigkeiten in der deutschen Sprache).

@Ihr_joe und BaldJean
Könnt ihr bitte auch noch Penny und die anderen Damen in eure Diskussion einbinden?

jonnyf

P.S. auch mal meinen Dank an die anderen Autoren


289. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 19.12.17 19:16

Hallo HeMaDo,

spielst du etwa auch mit?

Aber du hast natürlich Recht, dass nicht explizit beschrieben wurde wie die Karten ausgespielt werden.
Daher stelle ich das nun klar. Die Karten werden verdeckt ausgespielt und danach gleichzeitig aufgedeckt.

Das abwechselnd offen ausspielen hätte wohl einen ganz großen Nachteil. Denn wer damit beginnt hat keine Chance zu gewinnen, falls der Gegner keinen Fehler macht. Im besten Fall wäre dann ein 2:2 Unentschieden möglich.


Hallo Sheldon,

war ja klar, dass du auf deinen akademischen Titeln herumreitest.
Du weißt aber schon, dass auch Leonard einen Doktortitel hat. Nicht wie Howard, der bloß ein Ingenieur ist.


Hallo BaldJean,

beide sind Physiker und beide dürften für uns Normalos schwer zu verstehen sein, wenn sie über ihr Fachgebiet sprechen.
Warum ist dir Douglas R. Hofstadter lieber? Weil er eine reale Person ist?


Hallo jonnyf,

meinst du nicht, dass Manta Witze ein wenig aus der Mode gekommen sind?
Natürlich habe ich nur die Schweißperlen auf deiner Stirn gemeint, keine Ahnung von welchen Feuchtgebieten du da sprichst.

Machen wir einen Kompromiss und nennen deinen Fortgang meiner Geschichte eine "phantasievolle Spekulation". Einverstanden?


LG
Fist
290. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von BaldJean am 19.12.17 19:45

Zitat

Hallo BaldJean,

beide sind Physiker und beide dürften für uns Normalos schwer zu verstehen sein, wenn sie über ihr Fachgebiet sprechen.
Warum ist dir Douglas R. Hofstadter lieber? Weil er eine reale Person ist?

Nein, sondern weil ich seine Bücher mag, in denen es um die Natur von Intelligenz, Erkenntnis und dem Selbst geht.

Berühmt geworden ist er mit seinem ersten Buch "Gödel, Escher, Bach - An Eternal Golden Braid", in dem er auf originelle Weise auf die verschiedensten Wissensgebiete eingeht (Stanislaw Lem nannte so etwas "Eine allgemeine Theorie von Allem"). Die einzelnen Gebiete werden zunächst in spielerischen Dialogen zwischen Achilles, einer Schildkröte und einer Krabbe sowie gelegentlichen Gästen (etwa einem Ameisenbär oder Charles Babbage und Alan Turing)dargestellt und anschließend eingehend erörtert. Dies ist übrigens das Buch, für das er den Pulitzerpreis erhielt. Das Buch ist überaus witzig geschrieben.

Da ich die ersten 24 Jahre meines Lebens in den USA gelebt habe (ich bin erst 1993 nach Deutschland gekommen) habe ich das Buch natürlich im englischsprachigen Original gelesen.

Mit der Fernsehsendung kann ich hingegen nichts anfangen; das ist nicht meine Art von Humor.
291. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 19.12.17 19:49

Teil 26


Die Reihenfolge blieb die gleiche wie bei der ersten Prüfung. Somit kam ich im dritten Duell an die Reihe. Und meine Kontrahentin war schon wieder eine Wespe. Wobei das Kostüm bei dieser Prüfung eigentlich keine Rolle spielte. Hoffentlich trat ich nicht gegen Lisa an. Und dann kam mir ein schrecklicher Gedanke. Vielleicht hatte mir Lisa ja schon in meiner ersten Prüfung gegenüber gestanden. Jetzt bekam ich ein schlechtes Gewissen. Schluss mit solchen Gedanken! Sowas würde mir nicht helfen.

Kurze Zeit später wurde ich zusammen mit meiner Gegnerin auf die Bühne gebracht. Es hatte sich hier einiges verändert, denn das große Wasserbecken war inzwischen verschwunden. Als erstes stachen mir zwei Quader ins Auge, die am hinteren Rand der Bühne standen. Sie waren durchscheinend und hatten eine gelbbraune Farbe. Im Innern dieser Quader steckten eine Wespe und eine Libelle. Lediglich ihre Köpfe ragten oben heraus. Irgendwie erinnerte mich dieser Anblick an Insekten, die in Bernstein eingeschlossen waren. Waren das vielleicht die Verliererinnen der ersten beiden Duelle? Wie würde sich sowas wohl anfühlen? Verdammt nochmal, ich sollte mich endlich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren.

Mitten auf der Bühne standen zwei große Glasquader. Sie waren bestimmt 3 Meter hoch und oben offen. Von hinten mündeten zwei Rohre in diese Quader. Es gab für mich keinen Zweifel, damit wurden diese Bernsteininsekten produziert. Eine Lederfrau öffnete mir die Tür zu einem der Quader und machte dann eine Handbewegung, dass ich eintreten sollte. Es war gar nicht so einfach meine großen Flügel durch diese schmale Tür zu bringen. Danach klickte es und ich war in meinem Quader eingeschlossen. Irgendwie fühlte ich mich wieder völlig hilflos. Und irgendwie erregte mich das sogar. War es die Aussicht als Bernsteininsekt enden zu können? Stopp! Warum schweiften meine Gedanken eigentlich ständig in diese Richtung ab? Die Wespe stand jetzt in dem anderen Glasquader und musterte mich durchdringend. Ich wollte nicht zurückstehen und starrte eindringlich zurück. Unser kleines Blickduell wurde allerdings jäh unterbrochen. Ein Vorhang senkte sich zwischen unseren Quadern und blockierte so die Sicht. Also gut, genug mit diesen psychologischen Spielchen, jetzt wurde es Zeit sich auf die Prüfung zu konzentrieren. Auf die vordere Glaswand wurde jetzt der Spielstand 0:0 projiziert und ich erblickte 5 Karten mit den Werten von 1 bis 5. Direkt darunter waren noch 5 verdeckte Karten zu sehen und ich vermutete, dass dies die Karten meiner Gegnerin waren.

» Spielerinnen machen sie ihre erste Wahl! «, verkündete eine unbekannte Stimme über die Lautsprecher.

Wie sollte ich denn bitte irgendetwas auswählen? Vielleicht funktionierte das ja so wie ein Touchscreen. Ich verrenkte mich um meinen rechten Flügel nach vorn zu führen und berührte dabei versehentlich die Karte mit der Nummer 3. Die Karte leuchtete sofort rot auf. Moment, das wollte ich doch gar nicht! Aber es war bereits zu spät. Verdammt! Dann leuchtete bei den verdeckten Karten die 4 gelb auf und der Spielstand sprang auf 0:1. Verdammt, verdammt! Was für ein besch… Start.

» Die erste Runde geht an Gelb. Bitte wählen sie jetzt ihre zweite Karte aus! «, dröhnte es aus den Lautsprechern.

Ich musste diese Runde unbedingt gewinnen, denn einen 0:2 Rückstand könnte man wohl kaum noch aufholen. Und vor allem musste ich aufpassen nicht wieder irgendwas aus Versehen zu wählen. Meine großen Flügel waren hier einfach viel zu unhandlich, also beschloss ich diesmal mit meinen Kopf gegen die Glaswand zu drücken. Um diese Runde sicher zu gewinnen würde ich jetzt die 5 ausspielen. Ich senkte meinen Kopf in Richtung der Karte und kurz bevor ich die Wand berührte leuchtete die 5 auch schon rot auf. Der Fühler oben auf meinem Kopf hatte die Karte berührt und ich hatte Glück gehabt, dass es diesmal die richtige Nummer gewesen war. Kurz darauf leuchtete die gelbe 1 auf und der Spielstand veränderte sich auf 1:1. Gut Ausgleich geschafft, aber ich musste die nächsten Runden strategischer angehen.

» Die zweite Runde geht an Rot. Bitte wählen sie ihre Karte! «

Also mal sehen, ich hatte noch 4, 2 und 1. Und die Wespe besaß noch 5, 3 und 2. Mir rutschte das Herz in die Hose als mir klar wurde, dass ich nur noch mit der 4 punkten konnte und ein Sieg somit gar nicht mehr möglich war. Meine letzte Chance war ein 2:2 Unentschieden. Und das war nur dann möglich wenn ich meine 2 zur gleichen Zeit spielte wie sie. Oh Gott, meine Chancen standen wirklich schlecht. Jetzt bedurfte es schon hellseherischer Fähigkeiten. Was würde ich an ihrer Stelle spielen? Die 5 war ein sicherer Punkt und ich würde sie erst dann spielen wenn ich bereits 2 Punkte hatte. Daher schloss ich die 5 aus. Blieben also noch 2 und 3. Ich würde wohl mit der 2 beginnen um mir mehr Möglichkeiten offen zu halten. Die Entscheidung war gefallen. In der Hoffnung auf ein Unentschieden würde auch ich in dieser Runde die 2 spielen. Aber bloß keine versehentliche Auswahl mehr. Ich senkte meinen Kopf in Richtung 2 als mir eine Idee kam. „Jetzt“ brüllte ich still, wodurch sich mein Rüssel ausrollte und zielsicher die Nummer 2 auswählte. Wie meine Teamleiterin angekündigt hatte, erzeugte dies Gelächter im Publikum. Bitte, bitte, bitte, bangte ich. Dann leuchtete auch die gelbe 2 auf. Gott sei Dank!

» Unentschieden. Bitte wählen sie ihre vorletzte Karte! «

Puh, nun hatte ich eine fifty-fifty Chance. Würde sie wohl die 5 oder die 3 spielen? Letzte Runde hatte ich die 5 als erstes ausgeschlossen, aber meine Intuition sagte mir, dass sie diesmal genau diese Karte spielen würde. Daher wählte ich mit meinem Rüssel die 1 aus. Und wieder kam dadurch Erheiterung bei den Zuschauern auf. Mein Herzschlag hämmerte, als ich auf die Karte der Wespe wartete. Da leuchtete tatsächlich die gelbe 5 auf und der Spielstand veränderte sich auf 1:2. Unglaublich, ich hatte es tatsächlich geschafft die Züge der Wespe richtig vorherzusehen.

» Die Runde geht an Gelb. Bitte wählen sie ihre letzte Karte aus! «

Der Rest war natürlich reine Formsache. Wenig überraschend gewann ich die letzte Runde und das Spiel endete mit 2:2. Ich freute mich unglaublich darüber. Wir hatten beide die Prüfung erfolgreich bestanden. Jetzt kam mir wieder Lisa in den Sinn und ich wünschte mir, dass sie in diesem Wespenkostüm stecken würde. Dann realisierte ich aber, dass ich nun tatsächlich ein Mitglied in der Society Zero war. Kaum zu glauben!

Meine Gegnerin und ich wurden aus den Glasquadern herausgelassen und dann mit Hilfe einer hydraulischen Bühne zum Zuschauerraum heruntergefahren. Es gab dort einen abgeteilten Bereich, in dem bereits zwei Wespen auf uns warteten. Ich vermutete, dass dies die Siegerinnen aus den ersten beiden Duellen waren. So wie es aussah, durften wir von hier die restlichen Duelle mit ansehen. Diese Perspektive war wesentlich angenehmer, als selbst in einem der Glasquader zu stecken. Und irgendwie war ich auch neugierig auf die Entstehung eines neuen Bernsteininsekts. Das nächste Duell wurde angekündigt und es kam erneut zum Kampf Wespe gegen Schmetterling. Obwohl ich in meinen zwei Duellen eine gewisse Abneigung gegen die Spezies Wespen entwickelt hatte, würde ich trotzdem der gelben Spielerin die Daumen drücken, weil sie ja theoretisch auch Lisa sein könnte. Die beiden Spielerinnen wurden in ihre Glasquader verfrachtet und dann ging es los. Allerdings verlief dieses Duell ziemlich einseitig, denn bereits nach drei Spielrunden hatte die gelbe Spielerin gewonnen. Während die Wespe nun zu uns gebracht wurde, durfte ich die Entstehung eines neuen Bernsteininsekts Live miterleben.

Eine bräunliche Flüssigkeit strömte in den Quader des Schmetterlings. Das Insekt zappelte herum und fuhr immer wieder den Rüssel aus. Rief sie etwa gerade um Hilfe? Als die Flüssigkeit ihre Hüfte erreicht hatte kapitulierte sie schließlich und ergab sich ihrem Schicksal. Der goldbraune Pegel stieg immer weiter an. Bis knapp unter ihr Kinn, dann stoppte er. Ich hatte den Eindruck, dass dieser Schmetterling etwas zitterte. War das aus Angst oder war der Eindringling in ihrem Schritt wieder aktiv? Sie legte den Kopf leicht nach hinten und ihr Rüssel rollte sich erneut aus. Also für mich sah das eher nach Höhepunkt als nach Angst aus. Ihr Zittern verstärkte sich und ich ertappte mich dabei, dass ich sie sogar für ihr Scheitern beneidete. Ich verstand mich selbst nicht mehr. Da hatte ich ein schwieriges Ziel erreicht und wünschte mir sattdessen gescheitert zu sein? Es sprach wohl die pure Lust aus mir. Aber warum hatte ich ständig sexuelle Gedanken? Vor einem halben Jahr war das noch ganz anders gewesen. Inzwischen hatte ein Deckenkran den Glasquader neben den beiden anderen Bernsteininsekten abgestellt. Die Flüssigkeit schien sich verfestigt zu haben, denn sie reagierte nicht im Geringsten auf die Bewegungen des Krans. Am Boden des Glasquaders wurde eine Verriegelung gelöst und dann hob der Kran das Glas von dem festen gelbraunen Quader fort. Nun hatte sich ein roter Schmetterling in die Sammlung von Bernsteininsekten eingereiht. Was das wohl für ein Material war? Ich bezweifelte stark, dass es wirklich Bernstein war. Es wäre wohl extrem schwierig die Insekten da wieder unbeschadet herauszubekommen. Auch hatte ich noch nie von einer künstlichen Herstellung von Bernstein gehört. Wie dem auch sei, es sah zumindest sehr echt aus. Der Glasquader wurde wieder auf seine alte Position gestellt und danach an einer neuen Bodenplatte befestigt. Keinerlei Flüssigkeitsreste hafteten an dem Glas und der Quader sah noch immer völlig unbenutzt aus. Wie war das möglich? Vielleicht durch eine Lotus Beschichtung?

Das nächste Duell zwischen einem Schmetterling und einer Libelle verlief für beide Spielerinnen ziemlich unglücklich. Gleich zu Beginn spielten sie zwei Mal die gleichen Karten aus. Und kurz darauf hatten sich zwei weitere Insekten unter den Dekorationsobjekten eingereiht. Während das nächste Duell stattfand, schaute ich mich genauer im Zuschauerraum um. Nicht nur die handelnden Personen waren maskiert, nein auch die Zuschauer hatten allesamt Masken vor ihren Gesichtern. Hier wurde Anonymität tatsächlich großgeschrieben. Wir befanden uns in einem großen Saal und ein Stück oberhalb verlief eine beleuchtete Empore. Es war relativ dunkel in diesem Saal, aber an den Seitenwänden konnte ich die Umrisse von Ritterrüstungen ausmachen. Schließlich konzentrierte ich mich aber wieder auf die Bühne. Eine Wespe lag bereits hoffnungslos mit 0:2 gegen eine Libelle zurück. Allerdings gelang es dieser Libelle trotzdem nicht zu gewinnen, denn am Ende hatten wieder beide verloren. Ich fragte mich, wie spät es wohl inzwischen geworden war. Schwer zu sagen, denn ich hatte durch mein Nickerchen in der Siegerlounge völlig mein Zeitgefühl verloren. Aber ich vermutete, dass es bereits spät in der Nacht war.

Als das letzte Duell vorüber war, standen auf der Bühne insgesamt 18 Bernsteininsekten. Und im Publikum gab es 14 neue Mitglieder der Society Zero. Ich war stolz darauf, dass ich es geschafft hatte. Wie es wohl Lisa ergangen war? Die Wahrscheinlichkeit, dass wir beide die zwei Prüfungen überstanden hatten, dürfte wohl sehr gering sein. Unter den neuen Mitgliedern waren allerdings auch 6 Wespen und ich wollte die Hoffnung einfach noch nicht aufgeben. Auf der Bühne fanden gerade Umbauarbeiten statt. Die Glasquader wurden abgebaut und man schaffte Stück für Stück die Bernsteininsekten von der Bühne. Etwa 20 Minuten später betrat die Anwältin die Bühne.

» Ladies, bitte geben sie unseren neuesten Mitgliedern einen großen Applaus! «

Scheinwerfer strahlten uns an und eine Woge der Begeisterung brandete über uns hinweg. Ich kam mir vor, als hätte ich gerade Wimbledon gewonnen.

» Als ich unsere Bewerberinnen gestern gebrieft habe, da habe ich ihnen erklärt, dass man Durchsetzungswillen, Intelligenz und Risikobereitschaft benötigt, um bei uns Mitglied zu werden. Die ersten beiden Eigenschaften haben unsere 14 Siegerinnen bereits bewiesen. Wollen wir also mal sehen wie es mit ihrer Risikobereitschaft bestellt ist! «

Sie legte mal wieder eine ihrer Kunstpausen ein. Erst jetzt begriff ich, dass sie mit diesen Eigenschaften die 3 Prüfungen beschrieben hatte. Um auf der Planke erfolgreich zu sein benötigte man Durchsetzungswillen. Und für das Kartenspiel Intelligenz. Aber wie würde dann wohl eine Prüfung aussehen, bei der man Risikobereitschaft benötigte? Jetzt sprach die Anwältin direkt uns Neumitglieder an.

» Sie alle sind theoretisch bereits Mitglieder in der Society Zero. Aber ich möchte ihnen noch einmal die Gelegenheit geben zurückzuziehen. Damit sie die richtige Entscheidung für ihre Zukunft treffen können, möchte ich ihnen kurz den Unterschied zwischen aktiven und passiven Mitgliedern in der Society Zero erläutern. Unsere aktiven Mitglieder sind die wahren Herrinnen dieser Burg. Sie haben sämtliche Rechte und ihre Befehle sind jederzeit zu befolgen. Sie dürfen mit passiven Mitgliedern frei nach eigenem Ermessen verfahren. Das schließt ganz explizit Bestrafungen, sexuelle Dienste oder die Modifikation des Körpers mit ein. Als passives Mitglied werden sie die ersten 4 Wochen hier auf der Burg verbringen, um in unsere Gepflogenheiten eingeführt zu werden. Nach dieser Eingewöhnungsphase werden sie jeden Monat zwei Tage lang ihren Dienst hier auf der Burg verrichten. «

Ich musste schlucken, denn das war wirklich harter Tobak. Meine Bondage Spielchen mit Lisa waren ziemlich amüsant gewesen, aber das hier schien weitaus ernster zu sein. Und was verstanden die unter Modifikation des Körpers. Silikontitten?

» Sowohl aktive, als auch passive Mitglieder profitieren von den Kontakten unserer Society Zero. Ihre Chance beruflich Karriere zu machen steigt mit der Mitgliedschaft deutlich an. Allerdings gehen sie damit eine Verpflichtung ein, andere Mitglieder der Society Zero beruflich zu fördern, sofern es ihnen möglich ist. «

Aha, eine Hand wusch die andere. Aber eigentlich war das nicht weiter überraschend.


Fortsetzung folgt!
292. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von FE am 19.12.17 21:49

...wieder einmal eine tolle Fortsetzung.
Frage: Der nächste Dienstag ist Feiertag. Dürfen wir uns trotzdem auf eine neue Episode freuen..?
293. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Trucker am 20.12.17 09:31

Super weiter geschrieben und danke fürs schreiben.
294. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von HeMaDo am 20.12.17 10:08


Zitat

Unsere aktiven Mitglieder sind die wahren Herrinnen dieser Burg. Sie haben sämtliche Rechte und ihre Befehle sind jederzeit zu befolgen. Sie dürfen mit passiven Mitgliedern frei nach eigenem Ermessen verfahren.


Da kann ich für Marie und Lisa ja nur hoffen, daß sie aktive Miglieder werden. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, daß das nicht eintritt.


Zitat

Hallo HeMaDo,

spielst du etwa auch mit?


Das war mir einfach nicht ganz klar. Auch mit offenen Karten kann man ja mit etwas Glück und Nachlässigkeit der Gegnerin gewinnen.


HeMaDo
295. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von jonnyf am 20.12.17 13:37

Wow, coole Fortsetzung.

was nicht nur mich interessiert - was passiert mit den Bernstein-Kandidatinnen? Ist vielleicht sogar Lisa unter ihnen?

Hoffentlich werden jetzt nicht übermäßige Modifikationen auftauchen - wie z.B. Monster-Titten.

Bin gespannt, wie immer, wie es weiter geht.

jonnyf
296. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 22.12.17 19:47

Zuerst einmal möchte ich allen meinen Lesern ein frohes Weihnachtsfest wünschen. Genießt die Feiertage und lasst es euch gut gehen!


Hallo BaldJean,

ich finde "The Big Bang Theory" ziemlich amüsant und schaue die Sendung sehr gerne.
Das von dir beschriebene Buch spricht mich hingegen thematisch überhaupt nicht an. Vermutlich hätte ich wenig Freude daran.

So unterschiedlich können Geschmäcker manchmal sein.


Hallo FE,

freut mich, dass dir der letzte Teil gefallen hat.
Natürlich wird es auch eine Weihnachtsausgabe meiner Geschichte geben. Allerdings ohne Weihnachtsmann oder Christkind.


Hallo Trucker,

ich danke dir für dein Lob.


Hallo HeMaDo,

wie sich die beiden (oder vielleicht auch nur Marie?) in der letzten Prüfung schlagen werden, das werde ich jetzt natürlich nicht verraten.
Also musst du noch bis zur Bescherung warten, um zu erfahren, ob sie aktive Mitglieder werden. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass du dir wünscht, dass das nicht eintritt.

Mit offenen Karten zu spielen wäre wohl nicht besonders fair! (ohne den Zusammenhang klingt dieser Satz irgendwie merkwürdig)
Aber ist Fairness überhaupt eine Tugend, die von der Society Zero hochgehalten wird? Wer weiß, wer weiß!


Hallo jonnyf,

schön das es dir gefallen hat.

Was geschieht mit den Bernstein Insekten? Eine verdammt gute Frage!
Einerseits sind diese Kandidatinnen bereits ausgeschieden und somit für die Society Zero uninteressant. Andererseits merkst du richtig an, dass Lisa eine von ihnen sein könnte.

Soll ich mal ein vorweihnachtliches Präsent machen und deine Frage beantworten? Also, da wäre ...
Du hast doch nicht wirklich erwartet heute mehr zu erfahren, oder?

Du scheinst fest davon auszugehen, dass Marie in der dritten Prüfung scheitern wird. Warum eigentlich?


LG
Fist
297. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von HeMaDo am 22.12.17 20:46

Zitat

wie sich die beiden (oder vielleicht auch nur Marie?) in der letzten Prüfung schlagen werden, das werde ich jetzt natürlich nicht verraten. Also musst du noch bis zur Bescherung warten, um zu erfahren, ob sie aktive Mitglieder werden.

Das habe ich mir schon gedacht/befürchtet.


Zitat

Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass du dir wünscht, dass das nicht eintritt.

Eigentlich nicht.

Besonders dieser Satz stößt mir etwas auf den Magen:
Zitat

Das schließt ... die Modifikation des Körpers mit ein.

Das ist einfach etwas, was nicht gerade mein Fall ist, wenn es erzwungen wird und/oder eine gewisse Grenze überschreitet.

Da schließe ich mich ganz der Meinung von jonnyf an.


Zitat

Was geschieht mit den Bernstein Insekten? Eine verdammt gute Frage! Einerseits sind diese Kandidatinnen bereits ausgeschieden und somit für die Society Zero uninteressant. Andererseits merkst du richtig an, dass Lisa eine von ihnen sein könnte.

Als Dekoobjekte eignen sie sich ganz sicher sehr gut. Die Frage ist nur, wie soll das auf Dauer funktionieren?

Außerdem dürfte es auffallen, wenn auf einmal fast 200 Frauen einfach so verschwinden.


HeMaDo
298. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von jonnyf am 23.12.17 10:41

Hallo IronFist,

das mit der 3. Prüfung habe ich irgendwie nicht realisiert. Ich will/möchte dass Marie auch als Lederfrau in der Story einmal auftaucht.

Aus deinen Anworten schließe ich jetzt, dass die 3. Prüfung die Vorentscheidung zu aktiven und passivem Mitglied sein könnte.

Die Mädels in den Bernsteinquadern werden als Schmuck-Anhänger ins Land der Riesen verkauft - auch unter Brobdingnag bekannt.

jonnyf

299. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 23.12.17 13:37

An Dich IronFist und alle Mitleser die besten Weihnachtsgrüße.

Ein weiteres Mal Danke für die Geschichte und für die Kommentare.

Schade, dass Du dabei immer die Handlung der Geschichte (nicht)verrätst, dabei bin ich sicher, mit den Anhängern in dem Land, das Gulliver einst besuchte werden die Anhänger nicht verkauft, hast Du doch unter der Bevölkerung genug Anhänger, Deiner Geschichte.
Quasi Riesenfans!

Lieber HeMaDo,
Fast 200 Frauen fehlen nicht, sie kommen zurück und wissen nichts über die Zeit, nicht mal das es die SZ gab.
Den sie wissen nicht was sie tun, sorry taten.

Lieber jonnyf

Die 3. Prüfung, das Duell der beiden Freundinen oder oder wie oder was!

Ihr_joe


300. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von jonnyf am 23.12.17 17:38

Hallo Ihr_joe,

auch von mir an alle meine Weihnachtsgrüße.

hast du heute bereits am Glühwein genippt? Deine Kommentare sind diesmal, entschuldige, etwas außergewöhnlich.

jonnyf

P.S.: ich hebe mir den Glühwein für etwas später auf
301. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von *Gozar* am 23.12.17 21:08

Hallo Eisenfaust,

Hey Leute....

...es ist eine Geschichte!!!

Da gewinnen natürlich beide Hauptprotagonistinnen!
Damit sie befähigt sind die Rolle der Herrinnen zu übernehmen müssen Sie natürlich erst erfahren
was eine Sklavin/Bedienstete ertragen soll/muss/kann.
Heißt, sie müssen durch eine harte Schule.
Das einzige was Ihnen an der Ausbildung erspart bleibt sind die extremen Bodymod´s
Sie müssen selber Ihren Dienst im Schloss verrichten und erst dann dürfen sie als eine der Lederladies auftreten.


Dann ABER.....

Wunschdenken von mir?
Persönliches Kopfkino?
Überbrückung der Wartezeit auf das nächste Kapitel?
Ich weiß nicht.....

Schreib einfach schnell weiter Blech Hand dann wissen wir es!

Liebe Grüße an Dich

Gozar
302. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 25.12.17 19:42

Hallo HeMaDo,

du wünscht dir nicht, dass Marie in der Prüfung scheitert. So kann man sich täuschen!

Zitat
Zitat
Das schließt ... die Modifikation des Körpers mit ein.

Das ist einfach etwas, was nicht gerade mein Fall ist, wenn es erzwungen wird und/oder eine gewisse Grenze überschreitet.


Das ist etwas was uns allen sicher schon passiert ist. Auch bei Geschichten, die man eigentlich mag, gibt es manchmal Passagen, die einem nicht so liegen. Und manchmal driftet so eine Geschichte sogar in die komplett "falsche" Richtung ab. In solchen Fällen habe ich mir schon etliche Male überlegt, wie ich diese Geschichte wohl weitergeschrieben hätte. Unter anderem war dies auch mit ein Grund, warum ich angefangen habe Geschichten zu schreiben. Wir alle unterscheiden uns wohl in gewisser Weise bei unseren Vorlieben. Kürzlich habe ich beispielsweise eine PN von einem anderen Leser erhalten, der sich mehr Modifikationen gewünscht hat. Man kann nie allen gerecht werden und ehrlich gesagt will ich das auch gar nicht.

Die Bernstein Insekten sind auch sicherlich nur als Kurzzeit Dekoobjekte zu gebrauchen.
Genau genommen würden mit den Bernstein Insekten jedoch "nur" 18 Frauen verschwinden. Aber natürlich würde auch das auffallen.


Hallo jonnyf,

ja die dritte Prüfung entscheidet darüber, ob eine Kandidatin ein aktives oder passives Mitglied in der Society Zero wird. In Teil 21 wurde das beschrieben (ist somit natürlich schon ein Weilchen her).

Die Bernstein Insekten sollen also verkauft werden. Hältst du die Society Zero etwa für einen Sklavenhändler Ring?
Oder hast du dir an Heilig Abend etwa die volle Dröhnung Glühwein gegeben?


Hallo Ihr_joe,

ein weiteres Mal danke für deinen Kommentar.

Ich wusste noch gar nicht, dass ich Riesenfans in Brobdingnag habe.
Wie diese Riesen wohl meine winzige Schrift entziffern? Vielleicht mit einer Lupe. Oder vielleicht vergrößern sie den Text auch einfach nur auf Schriftgröße 200.

Die Frauen kehren wieder zurück und wissen von nichts mehr. Sie wurden quasi geblitzdingst. Eine interessante Idee.


Hallo *Gozar*,

muss die Geschichte denn ein Happy End haben?
Und ist es überhaupt ein Sad End wenn die Hauptprotagonistinnen nicht gewinnen?

Fragen über Fragen!

Aber vielleicht kommt ihr des Rätsels Lösung ja schon Morgen einen Schritt näher. Wer weiß das schon?
Die letzte Frage war natürlich rein rhetorischer Natur, denn ich weiß es natürlich schon.


LG
Fist
303. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von HeMaDo am 25.12.17 21:01

Hallo IronFist,

Zitat

du wünscht dir nicht, dass Marie in der Prüfung scheitert. So kann man sich täuschen!


Das kommt eigentlich nur von den möglichen Auswirkungen der Bodymodifikations, nicht einmal von denen selbst her.
In gewisser Weise wären diese ja (zumindest theoretisch) ein möglicher Grund für negative Auswirkungen auf das "zivile" Leben der Frauen.


Zitat

Und manchmal driftet so eine Geschichte sogar in die komplett \"falsche\" Richtung ab. In solchen Fällen habe ich mir schon etliche Male überlegt, wie ich diese Geschichte wohl weitergeschrieben hätte. Unter anderem war dies auch mit ein Grund, warum ich angefangen habe Geschichten zu schreiben.

Geschrieben habe ich, bevor ich hier angefangen habe, Geschichten zu posten auch schon, aber diese hier einzustellen, rührt ebenfalls da her.


Zitat

Wir alle unterscheiden uns wohl in gewisser Weise bei unseren Vorlieben.

Es wäre schlimm, wenn das nicht so wäre. Und im Endeffekt ist es deine Geschichte und du entscheidest, wo es lang geht. Wünsche haben viele. Ob und in wie weit diese einfließen, ist allein deine Sache.


Zitat

muss die Geschichte denn ein Happy End haben? Und ist es überhaupt ein Sad End wenn die Hauptprotagonistinnen nicht gewinnen?

Ich sage jetzt mal ganz ketzerisch, daß die Geschichten die ich bisher von dir gelesen habe, keine ein Happy End in dem Sinne was ich darunter verstehe hatte.


HeMaDo
304. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von *Gozar* am 26.12.17 11:59

Das reale Leben ist scheiße genug, da möchte ich hier lieber etwas schön endendes lesen!
Ist nun mal so bei mir.
*schulterzuck*


Gruß Gozar
305. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 26.12.17 19:13

Hallo HeMaDo,

Wünsche dürfen natürlich gerne geäußert werden, einen Einfluss auf meine Geschichten werden sie allerdings nicht haben, da diese bei Veröffentlichung immer komplett fertig sind.
Nun zu 100% stimmt das auch nicht, denn es gab tatsächlich mal einen Leserkommentar, nach dem ich meine Geschichte noch angepasst habe. Durch diesen Kommentar wurde mir klar, dass ich im späteren Verlauf meiner Geschichte einen Logikfehler habe. Da diese Stelle aber noch nicht veröffentlicht war, konnte ich hier Änderungen vornehmen, ohne das es aufgefallen ist.

Ein klassisches Happy End (und sie lebten glücklich bin ans Ende ihrer Tage) haben meine Geschichten sicherlich nicht. Es sind aber auch keine klassischen Liebesgeschichten.
Bei Eva waren die beiden Freundinnen am Ende vereint, in gewisser Weise könnte man das schon als Happy End bezeichnen.


Hallo *Gozar*,

ich wollte mit meinem Kommentar auch eher andeuten, dass die Definition eines Happy Ends für verschiedene Menschen auch unterschiedlich ausfallen kann.
Ist vielleicht ähnlich wie bei der Jobwahl. Für den einen ist ein Bürojob eine Horrorvorstellung, während ein anderer nicht bei jedem Sauwetter draußen arbeiten möchte. Wie so häufig hängt das von persönlichen Vorlieben ab.


LG
Fist
306. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 26.12.17 19:43

Teil 27


» Sie können zwischen 3 verschiedenen Möglichkeiten wählen. Da wäre zunächst einmal der Rückzug ihrer Bewerbung. In diesem Fall werden sie nach Hause gebracht und nie wieder von uns hören. Ich weise allerdings darauf hin, dass die Verschwiegenheitsklausel auch dann noch verpflichtend ist. Die zweite Möglichkeit ist ein freiwilliger Verzicht auf die dritte Prüfung und dadurch automatisch eine passive Mitgliedschaft. Wer lieber unterwürfig anstatt dominant ist, für den dürfte dies die richtige Wahl sein. Als letzte Möglichkeit bleibt dann noch die dritte Prüfung. Wenn sie diese erfolgreich bestehen, dann werden sie als aktives Mitglied in der Society Zero aufgenommen. Sie haben dann das Recht jederzeit unsere Burg zu besuchen und von den sich bietenden Annehmlichkeiten zu profitieren. Seien sie aber gewarnt, nach einem Scheitern in der Prüfung gibt es kein Zurück mehr und sie werden ein passives Mitglied mit allen zugehörigen Pflichten. «

Ich fragte mich, ob diese Entscheidung vielleicht schon ein Teil der dritten Prüfung war. Allein der Entschluss sich der dritten Prüfung zu stellen benötigte schon Risikobereitschaft.

» Damit sie sich ein besseres Bild von einer passiven Mitgliedschaft machen können, möchte ich ihnen kurz Anna vorstellen. Sie stand vor einem Jahr genau vor der gleichen Entscheidung wie sie jetzt. Anna entschloss sich freiwillig ein passives Mitglied zu werden und ging nach den ersten 4 Wochen auf der Burg noch einen Schritt weiter. Sie verpflichtete sich als dauerhafte Burgsklavin. «

Auf der Bühne erschien nun eine Gestalt, die direkt aus einem Herrenmagazin entstiegen zu sein schien. Sie trug einen engen roten Bunny Suit, der die Taille formte und ihre nackten Brüste nach oben pushte. An ihrem Hinterteil befand sich ein weißes plüschiges Schwänzchen und auf ihrem Kopf thronten zwei rote leicht nach vorn abgewinkelte Hasenohren. Dazu trug sie schwarze Manschetten an ihren Handgelenken und um den Hals einen schwarzen Kragen mit einer roten Fliege. Vervollständigt wurde ihr Outfit noch mit einer schwarzen glänzenden Strumpfhose und einem Paar roter extrem hochhackiger Pumps. Neben ihrem Outfit gab es aber noch weitere Auffälligkeiten. Da war zum einen die Farbe ihrer Haut. Sie war schneeweiß und schien völlig makellos zu sein. Dazu glänzte sie auch noch stark im Scheinwerferlicht. Irgendwie wirkte das ziemlich künstlich. Zuerst vermutete ich, dass sie einen Latex Anzug trug. Aber als sie etwas näher kam änderte sich mein erster Eindruck. Denn es sah viel mehr so aus, als ob sie mit einer weißen Farbe eingesprüht worden wäre. Besonders auffällig war das Farbenspiel in ihrem Gesicht. Ihre Lippen waren knallrot gefärbt und sie hatte kreisrunde rosa Bäckchen, so als ob sie eine Überdosis Rouge abbekommen hätte. Ihre Augen waren in einem dunklen Blau geschminkt und ihre Pupillen funkelten in einem feurigen Rot. In Kombination mit ihrer weißen Haut wirkte das wie eine Mischung aus Clown und Püppchen.

Abgerundet wurde ihr bizarres Aussehen auch noch durch ein paar Piercings. Sie trug ein paar große goldene Ohrringe, die durch ein dünnes Kettchen miteinander verbunden waren. Dieses Goldkettchen umrahmte ihr schneeweißes Kinn und baumelte sanft vor ihrem Hals. Auch ihre Nase war geschmückt worden. Im Septum trug sie einen kleinen Ring mit einem rot leuchtenden Stein. An beiden Nasenflügeln funkelten ebenfalls rote Steine, von denen jeweils ein dünnes Goldkettchen nach unten verlief und dann in ihrem Mund verschwand. Wo diese Kettchen wohl endeten? Vielleicht in einem Zungenpiercing? Natürlich waren auch ihre Nippel nicht verschont geblieben. Es sah aus wie kleine spiralförmige Federn, was da auf ihren Brustwarzen saß. Ihre Nippel wurden damit in die Länge gezogen und zwei große goldene Ringe bildeten den Abschluss an der Spitze. Selbstverständlich gab es auch zwischen diesen beiden Ringen ein dünnes Verbindungskettchen. Aber das war noch immer nicht genug, denn auch zwischen ihren Beinen baumelte ein Kettchen bis zu den Knien hinunter. Die oberen Enden des Kettchens verschwanden auf beiden Seiten unter ihrem Bodysuit. Es bedurfte nicht allzu großer Phantasie um zu vermuten, wo diese wohl hinführen würden.

Puh, wenn so eine passive Mitgliedschaft aussah, dann war diese letzte Prüfung wirklich ein riskantes Unterfangen. Und so langsam wurde mir auch klar, was hier unter Körpermodifikationen verstanden wurde. Mit solch einem Aussehen würden beruflich auch die besten Kontakte durch die Society Zero nichts nützen. Kein Mensch würde einen so einstellen und in der Bankenbranche schon mal gar nicht. Seriös sah definitiv anders aus. Vermutlich würde man dann als das Dummchen abgestempelt werden. Andererseits konnte es in einer Verhandlung aber durchaus von Vorteil sein, wenn man unterschätzt wurde. Schließlich sagte Aussehen ja nichts über die Fähigkeiten aus. Aber vermutlich würde man einfach keine Chance bekommen seine Fähigkeiten überhaupt zu beweisen. Jedenfalls wäre es wohl keine gute Sache, später so wie diese Anna auszusehen. Auch wenn sie eigentlich ein recht glückliches Gesicht machte. Sofern man das bei ihrem künstlichen Aussehen überhaupt beurteilen konnte. Ich befand mich in einer Zwickmühle und meine Entscheidung würde vermutlich einen großen Einfluss auf meine Zukunft haben. Dann fuhr die Anwältin mit ihrer Moderation fort.

» So Ladies, nun haben sie einen Eindruck, was eine passive Mitgliedschaft bedeuten kann. Ich denke wir sind jetzt so weit, dass sie eine Entscheidung fällen können! «

Auf ein Handzeichen von ihr kamen 3 Lederfrauen mit großen Tafeln auf die Bühne. Sie hielten die Schilder in die Höhe und bauten sich dann nebeneinander auf. Auf diesen 3 Tafeln stand:

• Rückzug Bewerbung
• Passive Mitgliedschaft
• Prüfung

» Sie werden gleich nacheinander auf die Bühne gerufen und stellen sich dann bitte zu der Gruppe, zu der sie gehören möchten. Ich weise sie noch einmal darauf hin, dass diese Entscheidung endgültig ist. Wählen sie also weise! «

Die Reihenfolge blieb anscheinend noch immer die gleiche. Als erstes wurde eine Wespe auf die Bühne geholt und sie zögerte nicht lange und stellte sich sofort vor das Schild Rückzug. Und auch die zweite Wespe machte einen Rückzieher, auch wenn sie anfangs ein wenig zögerte. Oh Mann, als nächstes war ich an der Reihe und ich wusste noch immer nicht, wie ich mich entscheiden sollte. In meinem Schritt merkte ich ganz deutlich, dass mich die Aufmachung von Anna angemacht hatte. Aber gleichzeitig warnte mich mein Verstand eindringlich, bloß die Finger von dieser Prüfung zu lassen. Ich wurde mit der Hydraulik auf die Bühne gefahren und stand jetzt unschlüssig vor diesen 3 Schildern.

» Prüfung, Prüfung, Prüfung! «, hörte ich aus dem Publikum.

Das baute auch noch zusätzlichen Druck auf. Aber sollte ich das wirklich riskieren? Die ersten beiden Bewerberinnen hatten sich jedenfalls schon abschrecken lassen. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Ich würde diese Prüfung machen und sie bestehen, Punkt! Schließlich hatte ich ja auch die ersten zwei Prüfungen geschafft. Alles würde gut werden. Ich stellte mich vor das Schild Prüfung und ein Jubelsturm brach im Publikum aus. Hoffentlich würde ich diese Entscheidung nicht noch irgendwann bereuen.

Auch die restlichen Bewerberinnen wirkten teilweise ziemlich unentschlossen. Eine Libelle stellte sich vor das Prüfungsschild und als das Publikum anfing zu applaudieren entschied sie sich schnell wieder anders und zog zurück. Was mich aber am meisten beeindruckte war eine Wespe, die sich tatsächlich freiwillig für eine passive Mitgliedschaft entschied. Wow, was für eine Courage. Am Ende hatten sich 5 Bewerberinnen für die Prüfung entschieden, eine wurde freiwillig ein passives Mitglied und 8 hatten kurz vor dem Ziel noch aufgegeben.

Alle die nicht zurückgezogen hatten wurden nun in einen Raum hinter der Bühne gebracht. Dort stand mal wieder einer dieser Alkoven. Vermutlich würden wir für diese letzte Prüfung alle neu eingekleidet werden. Als erstes stellte man die Wespe in den Alkoven, die sich freiwillig für eine passive Mitgliedschaft entschieden hatte. Allerdings wurde ich überrascht, denn die Wespe bekam überhaupt keine neue Kleidung, sondern sie stand nun splitterfasernackt in dem Alkoven. Und meine Überraschung wandelte sich zu völliger Verblüffung. Denn diese Wespe war tatsächlich Lisa. Ich hatte nicht mehr damit gerechnet, aber wir hatten es tatsächlich beide geschafft. Große Freude kam in mir auf. Bis mir wieder bewusst wurde, dass Lisa diese Prüfung ja gar nicht machen würde. Warum hatte sie sich so entschieden? Das konnte doch nicht wirklich ihr ernst sein, oder? Plötzlich machte ich mir Sorgen um meine Freundin. Eigentlich etwas merkwürdig, denn das gleiche Schicksal konnte mir ja auch noch drohen. Ich musste diese Prüfung nun unbedingt bestehen, denn als aktives Mitglied könnte ich Lisa vielleicht schützen. Eine der Lederfrauen ging zu Lisa und setzte irgendein Gerät an ihrem Nacken an. Lisa zuckte zusammen und fasste sich dann mit der Hand an ihren Nacken. Was hatten die da gerade mit ihr gemacht? Gleich im Anschluss wurde Lisa aus dem Raum geführt. Kaum dass ich sie wiedergefunden hatte, hatte ich sie auch schon wieder aus den Augen verloren. Aber zumindest wusste ich jetzt, dass es ihr gut ging. Noch! Als nächstes kam ich an die Reihe mich auf die Plattform zu stellen. Wie ich es gewohnt war kniff ich im Alkoven meine Augen zu. Ich merkte diesmal überhaupt nichts, bis ich plötzlich einen Stich in meinem Nacken verspürte. Aua, das hatte weh getan! Als ich meine Augen wieder öffnete war ich nackt und sah eine lächelnde Lederfrau neben mir stehen. Endlich war ich dieses Schmetterlingskostüm los und konnte wieder sprechen. Mir kamen ein paar passende Worte in den Sinn, die ich dieser Lederfrau sagen wollte. Aber ich schaffte es nicht meine Gedanken auch auszusprechen. Meine Worte erreichten irgendwie nicht meinen Mund. Verwirrt versuchte ich zu begreifen was hier gerade geschah. Ob das durch den Stich im Nacken verursacht wurde? Ich tastete mit den Fingern an meinem Genick. Da war irgendwas unter meiner Haut. Hatten die mich etwa gechipt wie ein Haustier? Jetzt wurde ich wütend, aber leider konnte ich meinem Ärger verbal keinen Ausdruck verleihen. Und handgreiflich zu werden traute ich mich nicht. Also funkelte ich die Lederfrau stattdessen nur böse an. Sie quittierte meinen Blick mit einem hämischen Grinsen.

Kurze Zeit später waren alle Insekten aus ihren Kostümen geholt und frisch gechipt worden. Die anderen Frauen schienen darüber genauso irritiert zu sein wie ich. Eine Schwarzhaarige mit einem südländischen Aussehen machte abfällige Handbewegungen in Richtung einer der Lederfrauen. Als diese ihr aber mit der Peitsche drohte, hörte sie sofort damit auf. Nun ging es für uns Prüfungsteilnehmerinnen wieder zurück auf die Bühne. Ich fühlte mich unbehaglich, so völlig nackt vor einem Publikum aufzutreten. Aber warum eigentlich? Bei meinen Ausflügen mit Lisa hatte ich mich doch auch freizügig vor anderen präsentiert. Auf der Bühne standen 5 große Holzwände mit aufgemalten farbigen Ringen. Es gab daran Schlaufen um jemanden in X-Form fixieren zu können. Irgendwie erinnerten mich diese Dinger an die Zielscheiben von Messerwerfern. Oh Gott, hoffentlich sollten wir in dieser Prüfung nicht das Ziel für eine solche Vorführung geben. Wie nicht anders zu erwarten wurden wir kurz darauf auf diesen Zielscheiben festgeschnallt. Ich fühlte mich gar nicht wohl in meiner Haut. Musik ertönte und dann trat die Anwältin wieder auf die Bühne und sprach zum Publikum.

» Ladies, der öffentliche Teil des Abends ist vorbei. Jetzt sind wir unter uns und wir können die Masken fallen lassen! «

Mit diesen Worten zog sie sich die Maske von ihrem Gesicht. Die Anwältin durfte etwa Mitte vierzig sein und sie hatte ziemlich markante Gesichtszüge. Und irgendwie kam mir diese Frau bekannt vor, auch wenn ich nicht wusste woher. Im Dunkel des Zuschauerraums konnte ich schemenhaft Bewegungen ausmachen. Vermutlich hatte sich jetzt auch das Publikum demaskiert. Damit waren wir wohl offiziell Mitglieder in der Society Zero.

» Bevor wir gleich mit der dritten Prüfung anfangen, sollten wir unsere Novizinnen noch mit dem Begrüßungsgeschenk ausstatten! «

Im Publikum brach zustimmender Jubel aus. Novizinnen? Das hörte sich ja fast so an als wären wir gerade einem Kloster beigetreten. Aber die Frauen in diesem Raum waren alles andere als Klosterschwestern. Und auch die Formulierung „mit Geschenk ausstatten“ war etwas merkwürdig. Würde man ein Geschenk nicht eher überreichen? Mich beschlich ein ungutes Gefühl bei diesem Geschenk. Plötzlich klappte meine Zielscheibe nach hinten und ich lag auf einer Art fahrbaren Trage. Irgendein Kasten wurde auf Höhe meiner Hüfte auf die Trage aufgesetzt. Er blockierte die Sicht auf meine untere Körperhälfte und brummte leise vor sich hin. Es fühlte sich seltsam an, denn meine Haut begann dort unten leicht zu kribbeln. Nicht unangenehm, aber leider breitete sich dieses Kribbeln nicht bis in meine Muschi aus. Schon wieder wünschte ich mir erotische Gefühle, ich war wohl inzwischen zu einem hoffnungslosen Fall geworden.

» Dauerhafte Epilation beendet! «, verkündete eine elektronische Stimme aus meinem Kasten.

Wie bitte, die hatten mich gerade dauerhaft enthaart? Dem hatte ich nicht zugestimmt! In gewisser Weise hatte ich das eigentlich schon. Ich hatte zugestimmt an der Prüfung teilzunehmen und war ganz bewusst das Risiko von Modifikationen eingegangen. Aber ich war davon ausgegangen, dass sowas erst bei einem Scheitern in der Prüfung passieren würde. Nachdem meine erste Entrüstung verraucht war, sah ich auch die positiven Aspekte. Meine Bikinizone zu enthaaren war schon immer eine mühsame Angelegenheit gewesen, diese Arbeit konnte ich mir zukünftig sparen. Ja man konnte das wohl tatsächlich als Geschenk bezeichnen. Aber dieser komische Kasten brummte noch immer. Und jetzt erzeugte er kein Kribbeln mehr sondern Wärme. Sollte da noch irgendein weiteres Präsent kommen? Meine Frage wurde kurz darauf beantwortet.

» Kennzeichnung abgeschlossen! «, verkündete die elektronische Stimme diesmal.

Kennzeichnung? Das hörte sich nicht gut an. Was zum Geier sollte das bedeuten? Wenigstens hatte dieser Kasten nun aufgehört zu brummen und es drohte hoffentlich kein weiteres Ungemach mehr. Das Gerät wurde wieder entfernt und ich reckte meinen Hals, um zu sehen was passiert war. Aber leider konnte ich nichts erkennen, weil meine Brüste im Weg waren. Nachdem alle Novizinnen von diesen Kästen befreit waren, wurden die Zielscheiben wieder aufgerichtet. Ich musterte nun neugierig die anderen Frauen, aber ich konnte noch immer nichts sehen, weil wir in einer Reihe nebeneinander aufgestellt waren.


Fortsetzung folgt!
307. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von *Gozar* am 26.12.17 21:05

Wunderbar IF!!!


Ganz großes Kino!
Wenn auch im Moment noch die Komödie der Erotik den Rang abläuft, glaube ich dich genug zu kennen, das wir für unserer Geduld belohnt werden.

Den cliffhanger haste mal wieder perfekt hinbekommen!!!! *GRUMMEL*

Immmma wennet ann schöönsten wiät machse widda den Haan zu !!!
JaNäIssKlaa Immmma datt sälbe mitteen Käarl Ey



Gruß Gozar
308. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von HeMaDo am 26.12.17 21:17

H**@** *ɸ** *n* **Ω** **@*******n *¶*h **l

Immer wenn es spannend wird hört er auf.

Jetzt heißt es, bis nächstes Jahr zu warten...


Ich drücke Ihr auf jeden Fall die Daumen, daß sie diese Prüfung mit Pauken und Trompeten besteht.


309. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von *Gozar* am 27.12.17 10:29

Jepp HeMaDo Du sagst es....

Damit wären wir wieder bei meinen Wunschgedanken!
Erst Prüfung bestehen dann selber leiden und dann austeilen dürfen.

Übrigens IF.... das ich Sie vor Bodymods verschonen will heiß nicht das Sie nicht gepierct werden darf..........*bösegrins*

Weiter wunschgedänkle ich mir eine Beziehung zwischen Marie und Lisa die sich ja schon für die devote Siete entschieden hat.
Und wenn Lisa ihren Dienst im Schloss antritt Hat Marie ja dann auch die möglichkeit dort auf Ihre Sklavin auf zu passen.
(Ähnlicher Gedanke wie bei Mara HeMaDo, was fällt Dir ein mein Pony zu schlagen)

Eine weitere Variante der
Wohngemeinschaft-Doppelspalt
wäre es, das beim Schlossdienst, Lisa wirklich verliehen wird und das auch möchte, sich aber erst unter der Kontrolle von Herrin Marie in fremde Hände fallen lassen kann. Weil Sie genau weiß das Marie, zwar gnadenlos HART ist, aber nie zulassen würde das Sie wirklich schaden nimmt.

So nun hab ich genug "wunschdedänklet"

Bis bald

Gruß Gozar
310. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von jonnyf am 27.12.17 13:42

Wieder mal mittendrin den Cliffhanger gesetzt - toll.

Dann warten wir mal wieder gemeinsam auf den nächsten Teil.

jonnyf
311. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 28.12.17 22:41

@ IronFist ...
... the same procedure as every week

Schön, schön, warten wir wieder!
Es lohnt sich!

@ HeMaDo

Mir wäre lieber sie besteht, problemvoll, aber mit den Dingern heißt dass ja: Durchgefallen, mit einer sehr schlechten, indiskutablen Leistung... -

Ihr_joe
312. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 30.12.17 19:24

Ich möchte euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen. Feiert schön und trinkt nicht zu viel!


Hallo *Gozar*,

ich war mir noch gar nicht bewusst, dass ich eine Komödie geschrieben habe.
Auch gut, denn ich mag Komödien. Vielleicht gestehst du mir ja die Bezeichnung Erotik-Komödie zu?

Du behauptest mich gut genug zu kennen.
Dann solltest du doch eigentlich auch wissen, dass Cliffhanger zu meinem Standardrepertoire gehören.

Ich danke dir für deine Wunschgedänkle.
Aber du weißt ja bereits, dass ich zu zukünftigen Ereignissen keine Stellung beziehe.


Hallo HeMaDo,

da kann ich nur eindeutig widersprechen.
N**=** Ü***$**%&**!

Vielleicht tröstet es dich ja, wenn ich dir verrate, dass das neue Jahr bereits sehr nah ist.
Oh verdammt, jetzt habe ich doch gespoilert.

Wie man diese Prüfung am Ende besteht ist doch völlig unerheblich. Und sei es nur mit einem Unentschieden wie auch schon zuvor.


Hallo jonnyf,

natürlich setze ich den Cliffhanger mittendrin. Wo denn sonst?
Bist du etwa neugierig auf die Kennzeichnung der Neumitglieder?

Wie heißt es immer so schön: Wir warten aufs Christkind!
Ach nein, das ist ja bereits vorbei. Dann warten wir eben stattdessen auf Dienstag.


Hallo Ihr_joe,

du kommst mit deinem Kommentar ein paar Tage zu früh.
Hättest du noch ein wenig gewartet, dann hättest du mit der Originalfrage aufwarten können.

The same procedure as last year? Wie hätte ich darauf wohl geantwortet?

Es freut mich natürlich, dass sich die Wartezeit für dich lohnt. Also dann bis zum nächsten Jahr!


LG
Fist
313. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von *Gozar* am 30.12.17 20:33

Hallo IF...

das mit der Komödie war in keinster Weise abwertend gemeint. Einer guten erotischen Geschichte darf oder sollte, eine gehörige Portion Humor nicht fehlen. Es ist doch schöner, beim Sex zu lächeln, auch wenn in manchen Situationen nur der/die Top lächeln kann, als griesgrämig drein zu schauen!

Und das mit den cliffhangern kennt man von dir mittlerweile zu Genüge.

Also "hangern" wir noch ein wenig und freuen uns auf den nächsten Teil.


Gruß Gozar
314. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 01.01.18 19:10

Hallo *Gozar*,

ich habe den Begriff Komödie auch nicht als abwertend verstanden. Ich war nur etwas überrascht über diese Bezeichnung.

Das mit dem Lachen über eine Situation kann sehr stark von der Perspektive abhängig sein.
Böse Zungen bezeichnen das auch gerne als Schadenfreude. Ein Begriff der mir natürlich völlig fremd ist.

Das mit den Cliffhangern musst du dir nur als Running Gag vorstellen.
Ich kann mich jede Woche darüber amüsieren. Aber auch hier mag die Perspektive eine kleine Rolle spielen.

LG
Fist
315. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von HeMaDo am 01.01.18 19:38

Zitat

Ich kann mich jede Woche darüber amüsieren. Aber auch hier mag die Perspektive eine kleine Rolle spielen.


Hmm... Da diese Belustigung anscheinend recht einseitig ist,sollten wir, die Leser, vielleicht einfach aufhören uns darüber zu echauffieren. Vielleicht hört das dann ja irgend wann auf.


HeMaDo
316. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Rainman am 02.01.18 18:51

Hi IronFist.

Super tolle und schöne Story. Ich warte mit Spannung jeden Dienstag auf den neuen Teil.

Allerdings dein letzter Teil war irgend wie mit vielen nichts aussagendem Müll gefüllt. Viel heise Luft um gar nichts.

Trotz allem ist das eine sehr, sehr gute Geschichte.


LG Rainman.
317. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von HeMaDo am 02.01.18 19:07

Zitat

Allerdings dein letzter Teil war irgend wie mit vielen nichts aussagendem Müll gefüllt.

Eine ziemlich böse Ausdrucksweise, wie ich finde.
Es ist nun mal so, daß in einer Geschichte nicht immer 100% Handlung stattfindet. Auch das Dazwischen muss ja irgendwie beschrieben werden.


Was mir noch einfällt:
Zitat

• Rückzug Bewerbung
• Passive Mitgliedschaft
• Prüfung


Auch wenn die Geschichte schon fertig geschrieben ist, aber hier gibt es ja theoretisch sogar noch die Möglichkeit einer vierten Option.
Wenn man die passive Mitgliedschaft in zwei Optionen aufteilt, kann die einfache passive Mitgliedschaft die man durch eigene Wahl erreicht, etwas "freundlicher" und angenehmer sein als die verschärfte passive Mitgliedschaft, die eine Probandin erreicht, wenn sie die Prüfung nicht besteht.

Jaa, ich weiß, das steht meiner eigenen Vorstellung sehr entgegen, aber immerhin bestünde diese Möglichkeit ja.

HeMaDo
318. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 02.01.18 19:09

Hallo HeMaDo,

natürlich besteht die Möglichkeit, dass die Leser aufhören sich über Cliffhanger zu beklagen.
Ich kenne diesen sturköpfigen Autor jetzt aber schon viele Jahre und möchte daher bezweifeln, dass er sich davon beeinflussen lassen wird.


Hallo Rainman,

es freut mich, dass dir meine Geschichte gefällt.
Da diese Geschichte aber nicht nur eine Ansammlung erotischer Szenen ist, sondern eine Handlung besitzt, erfordert das eben manchmal auch eine gewisse Übergangsphase. Wenn du solche "Übergangsfolgen" als nichtssagenden Müll empfindest, dann tut mir das leid.


LG
Fist
319. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Moira am 02.01.18 19:17

manche schätzen halt nicht mal die wertvolle "Eiserne Faust", die ihnen statt eines kleinen Fingers gereicht wird, nö, die verlangen gleich noch zuerst den Arm bis zum Ellenbogen und dessen einmal habhaft geworden, reißen sie ihn gleich bis zum Schultergelenk raus ... empörend find ich das!
320. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 02.01.18 19:36

Teil 28


» Ihr seid sicher neugierig auf eure Kennzeichnung? «, fragte uns die Anwältin.

Natürlich antwortete keiner auf ihre Frage. Wie auch? Also nickte ich ihr zur Bestätigung zu. Auf ein Handzeichen der Anwältin wurde ein Monitor auf die Bühne gebracht und direkt vor uns Novizinnen platziert. Dann kam eine Lederfrau mit einer Kamera und begann zu filmen. Sie filmte mein Gesicht und mir fiel auf, dass meine Frisur ziemlich zerzaust aussah. Vermutlich eine Folge des Kostüms. Die Kamera schwenkte weiter zum Gesicht der zweiten Frau und danach zur Dritten. Was sollte das? Diese Kameraausschnitte halfen nicht im Geringsten bei der Aufklärung des Rätsels unserer Kennzeichnung. Als die Lederfrau bei der fünften Novizin angekommen war zoomte sie etwas heraus, so dass man auch die untere Körperhälfte sehen konnte. Knapp oberhalb ihrer privatesten Stelle prangte jetzt in dunklem Schwarz die Zahl 189. Nein, die hatten sie doch wohl nicht wirklich tätowiert? Oh Gott, hatte ich jetzt auch sowas über meinem Schritt? Die Kamera schwenkte langsam wieder zurück in meine Richtung und die aufgedruckten Zahlen verkleinerten sich. 188, 187, 186 und bei mir dann die Nummer 185. Dieses Miststück von Anwältin hatte mich gerade zu einer Nummer degradiert. Ich schäumte vor Wut. Wenn ich gekonnt hätte, wäre ich ihr jetzt wohl an die Gurgel gesprungen. Hoffentlich ließ sich das später wieder abwaschen. Aber der Name „Kennzeichnung“ ließ eher vermuten, dass diese Zahlen von dauerhafter Natur waren. Wie bitte sollte man einem neuen Partner ein solches Tattoo erklären? Zumal man von der Society Zero noch nicht einmal sprechen durfte. Ich wusste zwar noch nicht wie, aber ich würde mich dafür an der Anwältin rächen. Plötzlich erinnerte ich mich, dass ich bei Frau Markheim ebenfalls ein solches Tattoo gesehen hatte. Natürlich, sie verkaufte diese Alkoven. Da war es nicht weiter verwunderlich, dass sie ebenfalls ein Mitglied in der Society Zero war. Und jetzt fiel mir auch wieder ein, woher ich diese Anwältin kannte. Auch sie trug so eine Nummer und bei unserem ersten Besuch im Club Fantasy wurde sie auf der Auktion versteigert. Ich hatte damals ihre tolle Figur bewundert.

Fünf schwere thronähnliche Stühle wurden auf die Bühne geschafft und direkt vor uns aufgestellt. Metallschellen an Armlehnen und Vorderbeinen zeigten allerdings auf den ersten Blick, dass diese Throne nicht für Königinnen gemacht waren. Eigentlich machte es kaum einen Unterschied ob man an einem Holzbrett oder einem Stuhl festgeschnallt war. Aber ich war froh über eine Veränderung der Position, weil mir bereits meine Hände eingeschlafen waren. Kurze Zeit später saßen wir fest fixiert auf unseren bequemen Stühlen und blickten ins Publikum. Jetzt konnte ich in der ersten Reihe auch die Gesichter der Zuschauer erkennen. Und ich entdeckte dort noch eine weitere mir bekannte Person. Mistress Kaiser saß in der Mitte der ersten Reihe. Auch sie hatte ihren eigenen Thron, aber ich bezweifelte, dass sie ebenfalls daran festgezurrt war. Eigentlich würde es mich nicht wundern, wenn sie hier die Burgherrin war.

Eine kleine Rothaarige betrat nun die Bühne. Sie trug ein langes silbernes Kleid, welches eng geschnitten war und sehr elegant aussah. Ihr ausladender Vorbau wippte beim Gehen auf und ab und schien überhaupt nicht zu solch einem zierlichen Persönchen zu passen. Vermutlich hatte sie bei der Größe ein wenig nachgeholfen. Oder ihr war nachgeholfen worden? Diese Frau schnappte sich ein Mikrofon und ergriff das Wort. Sie begrüßte erst alle Zuschauer und stellte sich uns danach als Psychologin vor. Ich würde wohl genau aufpassen müssen, was ich nachher bei dieser Prüfung sagte. Blödsinn, ich konnte ja gar nicht sprechen. Diese Psychologin hatte eine sehr angenehme warme Stimme, die irgendwie eine beruhigende Wirkung auf mich hatte.

» Und nun schließen sie bitte ihre Augen! «, forderte sie uns auf.

Ich tat wie geheißen, lehnte meinen Kopf gegen die Rückenlehne und entspannte meine Finger, die bisher die Armlehne umklammert hielten. Sanfte Harfenklänge ertönten und dazu sprach flüsternd die Stimme der Psychologin.

» Sie sitzen ganz bequem und genießen Ruhe und angenehme Entspannung. «

Kurze Pause.

» Gedanken, die immer noch da sind lassen sie ganz einfach davon ziehen. Sie beachten sie nicht mehr. «

Noch eine kurze Pause.

» Arme und Beine fühlen sich jetzt angenehm schwer an und sind vollkommen entspannt. «

Moment mal, versuchte die uns etwa zu hypnotisieren. Ich sollte bei dieser Prüfung besser einen klaren Kopf bewahren. Also öffnete ich wieder meine Augen, aber es blieb weiterhin völlig dunkel um mich herum. Was war passiert, hatten die das Licht ausgeschaltet? Dann kam mir plötzlich ein böser Verdacht. Was wenn mich dieser Chip nicht nur stumm sondern auch blind machen konnte? Bevor ich darüber nachdenken konnte, berührte mich eine Hand an der Stirn und flüsternde Worte drangen an mein Ohr.

» Sie lassen die Entspannung am Haarschopf in der Kopfhaut beginnen. Sie geht weiter zur Stirn, zu den Augen, zur Nase und zu den Wangen. Die Entspannung erreicht nun Ober- und Unterkiefer und senkt sich dann über die Lippen zum Hals. «

In diesem Moment kippte mein Kopf nach vorne und ich versank in einem merkwürdigen Traum. Frau Markheim saß in einem knallengen Lederanzug auf dem Bock einer prächtigen Kutsche. Sie ließ ihre Peitsche knallen und trieb 8 Ponygirls zu einem strengen Galopp an. Diese Ponygirls hatten an Händen und Füßen Hufe und galoppierten auf allen Vieren dahin. Aus ihren Hinterteilen ragten lange Pferdeschweife heraus und wehten flatternd im Fahrtwind. Die Köpfe dieser Pferde waren seitlich rasiert, nur ein kurzer Irokesenschnitt bildete ihre Mähne. Aber eines dieser Pferde war anders. Es trug einen gelbgold glänzenden Anzug, hatte zwei lange Ohren und hoppelte wie ein Häschen herum. Eine silberne Schelle um den Hals bimmelte wild und machte einen Mordskrach. Ich war dieses andere Pferd und ich trug mein Fetisch Convention Osterhasen Outfit, diesmal allerdings ein wenig aufgepeppt durch die Piercings und Kettchen von Anna. Der wilde Ritt führte uns schließlich zu einem Iron Fist Konzert, wo Mistress Kaiser gerade eine nackte Sklavin in einen Tank absenken ließ. Diese Sklavin war Lisa und sie wurde als schwarze Gummipuppe wieder aus dem Becken herausgezogen.

Dann hörte ich ein Fingerschnippen und kehrte wieder in die Realität zurück. Im ersten Moment war mir nicht klar, wo ich mich befand. Aber zum Glück konnte ich nun wieder sehen. Die anderen 4 Novizinnen wirkten genauso verwirrt wie ich. Was war passiert? Ich konnte mich noch an diesen bizarren Traum erinnern und spürte deutlich wie in meinem Schritt die Säfte flossen. Erotische Träume hatte ich zwar öfter, aber einen derart real wirkenden Traum hatte ich noch nie gehabt. Das Publikum war ziemlich erheitert und ich fragte mich warum.

» So Ladies, die Entscheidungen sind gefallen. Drei von ihnen werden ein aktives Mitglied in der Society Zero werden! «, erklärte uns die Psychologin.

Die Entscheidungen waren gefallen? Wie konnte das sein, die Prüfung hatte doch noch gar nicht angefangen. Oder etwa doch?

» Die Implantate haben es uns erlaubt ihre Träume auf den Monitoren Live mitzuerleben. Ich habe ihnen vorhin suggeriert, dass sie ihre sexuellen Fantasien völlig frei ausleben können. Und zwei von ihnen hatten ganz eindeutig submissive Träume. Deshalb ist eine passive Mitgliedschaft in diesen beiden Fällen auch das Richtige. «

Oh verdammt, ich hatte versagt. Meine eigenen Fantasien hatten mich hintergangen. Ich war in meinem Traum ein Pferdchen gewesen und jetzt wussten auch noch alle von meinen perversen Fantasien Bescheid. Oh Gott war das peinlich. Plötzlich wurden mir schlagartig die Konsequenzen bewusst. Aber ich konnte doch nicht die nächsten 4 Wochen auf dieser Burg verbringen. Was war mit meinem Job? Die würden mich feuern, wenn ich da 4 Wochen lang nicht auftauchte.

» Unsere Nummer 185 hier hat ganz besondere Fantasien. Ich bin mir sicher, dass wir bestimmt etwas finden werden, was ihren speziellen Neigungen entspricht. Und vielleicht bekommt unsere Anna ja bald eine neue Gefährtin als Burgsklavin. «

Na Klasse, jetzt wurde ich auch noch als Vorzeigeperverse geoutet. Und die Anrede als Nummer 185 gefiel mir ebenfalls nicht. Ich bin ein Individuum und keine Nummer! Zudem würde ich mich ganz bestimmt nicht als dauerhafte Burgsklavin verpflichten. Vielleicht hatte ich ein paar seltsame sexuelle Vorlieben, aber ich war ganz sicher nicht verrückt.

Zwei Lederfrauen schnallten mich von meinem Thron los und führten mich danach von der Bühne. Was würde jetzt wohl als nächstes passieren? Leider konnte ich nicht danach fragen. Ich wurde eine Wendeltreppe hinauf geführt bis wir schließlich in ein hübsches Turmzimmer kamen. Tageslicht fiel durch ein Fenster, also musste die Nacht bereits vorüber sein. Die Einrichtung des Zimmers war schlicht aber zweckmäßig. Ich sah einen einfachen Stuhl, einen Tisch, eine große Kommode und ein rosa Himmelbett. Dieses Bett wirkte ziemlich kitschig, wie aus einem Mädchentraum. Die Lederfrauen führten mich zu dem Bett und befahlen mir mich darauf zu legen. Das war eine Anweisung der ich nur zu gerne nachkam, denn ich war inzwischen wirklich müde. Plötzlich hörte ich ein Fingerschnippen und fiel augenblicklich in einen tiefen Schlaf.

Wieder befand ich mich mitten in einem komischen Traum. Mistress Daniela hatte mich wieder als Schokoladenmonster ausgestattet. Ich watschelte mit meinen langen Flossen hinter ihr her und alle Passanten starrten mich mit großen Augen an. Wir waren im Zoo und ich konnte eine Frau auf allen Vieren in einem Käfig auf und ab wandern sehen. Ihre Haut hatte die Zeichnung eines Leoparden und aus ihrem Mund ragten zwei lange Fangzähne. Sie fauchte mich böse an und ich schreckte vor ihr zurück. Als nächstes erreichten wir ein Gehege mit einem großen Wasserbecken. Mitten in dem Becken gab es eine kleine Insel und darauf thronte eine Meerjungfrau. Die Nixe hatte einen riesigen blauen Fischschwanz und auch ihr nackter Oberkörper war dunkelblau gefärbt. Es war Lisa und sie winkte mir lächelnd zu. Ich wollte sofort zu ihr und sprang kopfüber in das Wasserbecken. Aber irgendwie konnte ich in diesem Wasser nicht schwimmen und ging langsam unter. Hilfe, ich ertrank! Dann stellte ich allerdings fest, dass ich wunderbar atmen konnte. Das Wasser wusch die Schokolade von meinem Körper und umhüllte mich in einem seidigen Griff. Meine Kopfhaut wurde sanft gestreichelt und ein wohliger Schauer durchfuhr mich. Dann drang das Wasser in meine Muschi ein und verschaffte mir wunderbare Gefühle. Ich wurde ausgiebigst stimuliert und versank schließlich in einer nicht enden wollenden Folge von Höhepunkten.

Plötzlich hörte ich ein Fingerschnippen und öffnete meine Augen. Verwirrt starrte ich die Decke eines rosa Himmelbetts an. Dann fiel mir wieder ein wo ich war.

» Dusch dich! Wir kommen in 10 Minuten zurück und bringen dich dann zu Mistress Kaiser! «, sagte eine der Lederfrauen zu mir. Kurz darauf wurde die Zimmertür wieder von außen verschlossen. Ich brauchte definitiv eine Dusche, denn dieser Traum hatte mich mächtig ins Schwitzen gebracht. Und nicht nur das, denn meine Lustsäfte hatten auch das Bettlaken ziemlich eingesaut. Diese bizarren Träume waren genauso irritierend wie anregend. Würde ich zukünftig ständig solche Träume haben? Mir blieb nur wenig Zeit bis die Lederfrauen wiederkommen würden. Also hüpfte ich schnell aus dem Bett und stellte mich unter die Dusche. Das warme Wasser tat gut, auch wenn es nicht die gleiche Wirkung erzielte wie das aus meinem Traum. Wie lange ich wohl geschlafen hatte? Meine Müdigkeit war jedenfalls verschwunden. Kurze Zeit später tauchten die beiden Lederfrauen wieder in meinem Zimmer auf. Anscheinend hielt man es für unnötig mir Kleidung zu geben, denn ich musste völlig nackt durch die halbe Burg spazieren. Schließlich kamen wir in einen großen Speisesaal. Eine lange Tafel stand mitten im Raum und Anna wuselte herum und bediente fleißig. An der Kopfseite des Tisches saß Mistress Kaiser und an den Seiten zählte ich 18 weitere Frauen. Vermutlich allesamt aktive Mitglieder in der Society Zero.

» Ah 185, bitte komm doch näher! «, rief mir Mistress Kaiser freundlich zu. Die beiden Lederfrauen packten mich an den Armen und zogen mich zu Mistress Kaiser. Eine völlig überzogene Reaktion der Lederfrauen, denn das hätte ich gerade noch alleine geschafft.

» Wie hast du geschlafen mein Schatz? Hast du angenehme Träume gehabt? «, fragte mich Mistress Kaiser. Das war wohl eine rein rhetorische Frage, denn mit Sicherheit hatte sie mein letztes Abenteuer im Zoo beobachtet. Im Übrigen konnte ich ihr doch gar nicht antworten. Ich deutete mit den Händen auf meinen Mund, um anzuzeigen, dass ich nicht sprechen konnte.

» Du hast natürlich Recht 185, es war dumm von mir dich zu befragen solange du nicht antworten kannst. Aber ich kann dich beruhigen, wir können deine Sprachfähigkeit jederzeit wieder herstellen. Aber im Moment möchte ich, dass du zuerst einmal mir zuhörst. In den nächsten 4 Wochen wirst du lernen eine gute Dienerin zu sein. Du musst dir dabei keine Sorgen um deinen Job machen, denn unsere Ärztin hat dich für diese 4 Wochen krankgeschrieben. Ganz offensichtlich hat dich ein ziemlich schwerer Fall von Dauergeilheit erwischt. «

Gelächter ertönte am Tisch. Natürlich sollte das nur ein Witz sein, aber hoffentlich hatten die sich nicht den gleichen Scherz auf meiner Krankmeldung erlaubt. Außerdem gefiel es mir auch nicht, dass ich nicht zuvor gefragt worden war. Ich hätte im Büro ja auch unabkömmlich sein können. Andererseits nahm eine Krankheit auch keine Rücksicht darauf, ob es gerade unpassend war. Zumindest wusste ich nun, dass ich nicht dauerhaft Stumm bleiben würde.

» Wir haben vorhin über dich gesprochen und du hast wirklich einige interessante Fantasien auf Lager. Es ist aber noch keine Entscheidung gefallen, was wir genau mit dir anstellen werden. Schau doch bitte mal aus diesem Fenster dort! «


Fortsetzung folgt!
321. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 02.01.18 21:55

Hallo IronFist!

So, so, du kennst also diesen sturköpfigen Autor!

Kannst Du dem Kerl ausrichten, dass es so nicht geht!
Stell Dir vor, der würde jeden Tag die Geschichte weiterführen, wo blieben da die vielen netten Kommentare!

Wobei ich muss auch sagen, die nichtssagenden Müllfolgen suche ich leider vergeblich, nichts zu schimpfen, langweilig!

Also bleibt nur lass mich den eisernen Kerl zitieren:

Plötzlich wurden mir schlagartig die Konsequenzen bewusst. Aber ich konnte doch nicht
schon wieder eine Woche auf die Fortsetzung warten!

Danke auch für diese Folge
Ihr_joe
322. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von HeMaDo am 03.01.18 13:39

Tja, da hat ihr ihr eigenes Unterbewusstsein ja mal einen schönen Streich gespielt.

Aber diese Art der Prüfung ist ja auch alles Andere als fair. Wirklich selbst etwas tun um das Ergebnis zu beeinflussen konnte sie ja nicht.

Wenn diese Vorgehensweise die gesamte Gesellschaft wiederspiegelt... Na dann gute Nacht Marie

HeMaDa
323. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 03.01.18 15:44

Hallo lieber HeMaDo,
gestatte, dass ich einmal antworte:

Zitat

Aber diese Art der Prüfung ist ja auch alles Andere als fair. Wirklich selbst etwas tun um das Ergebnis zu beeinflussen konnte sie ja nicht.


Was könnte fairer sein, als die eigenen Gedanken und Wünsche und Neigungen zu berücksichtigen! Wobei die Gedanken sind frei... (noch)!

Wer sagt denn, dass es in Iron-Land keine Switcher gibt? Aber auf meinen Kommentar wird der, der angeblich eine eiserne Faust hat, sicher gekonnt antworten.
Sozusagen mit eiserner Faust re(a)gieren!
Oh, was habe ich jetzt wieder geschrieben, armer Marveljunge!

Ihr_joe

324. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von *Gozar* am 03.01.18 21:49

Hallo Eisenhand

Ich glaube ich muß mich korrigieren! Natürlich kann es für 185 auch ein happyend sein, die Prüfung nicht zu bestehen.
Was ich meinte war das ich es lieber lese das die Protagonistin/en in Ihren jeweiligen Rollen Aufgehen, Ihre Erfüllung finden, Glücklich sind, ...ach Du weißt was ich meine!
Ich denke das, selbst wenn Marie über die ein oder andere Situation schimpft wie ein Kesselflicker,
auch für Sie die Einsicht kommen wird, das Ihr die unterwürfige Seite besser gefällt, als Ihr im Moment bewusst ist.
Sei es nun durch mindcontrol (den Chip) oder durch Überzeugung, was ich schöner fände (Wünschgedänkle).
Somit wären wir ja wieder bei meinem happyend.

Auf jeden Fall hast Du mal wieder eine supertolle Fortsetzung abgeliefert!

Die Sache mit den cliffhangern sei Dir gegönnt. Das treibt die Spannung bis zum nächsten Teil in die höhe.
Achtung, es kann aber auch den Zusammenhang der Geschichte gefährden. Was aber, meiner Meinung nach, bis jetzt überhaupt noch nicht passiert ist.

Also.... Oh Herr lass Dienstag werden, ....Samstag, Sonntag, Dienstag, Samstag, Sonntag, Dienstag........!

Das wäre es doch oder nicht?

hihihi

Gruß Gozar


325. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 05.01.18 20:10

Hallo HeMaDo,

ich denke die von dir angesprochene vierte Option ist nicht wirklich eine Option.
Denn die passive Mitgliedschaft ist eigentlich auf beide möglichen Weisen eine Freiwillige. Mal bewusst, mal unterbewusst gewählt. Aber natürlich konntest du das zum Zeitpunkt deines Kommentars noch gar nicht wissen.

In Sachen Fairness kann Ihr_joe eigentlich nur zustimmen. Vermutlich war diese dritte Prüfung sogar wesentlich fairer als die Erste.

Gute Nächte wird Marie mir ihren erotischen Träumen zukünftig wohl haben.


Hallo Moira,

als einarmiger IronFist würde ich wohl ziemlich dumm aus der Wäsche schauen.
Und das Tippen stelle ich mir so auch ziemlich beschwerlich vor.

Auch wenn die Wortwahl von Rainman etwas fragwürdig war, so würde ich ihn trotzdem nicht gleich ans Kreuz nageln. Jeder hat das Recht seine Meinung zu äußern, sei es nun positiv oder negativ.
Schauen wir uns seine Kritik doch mal etwas genauer an. Ich interpretiere seine Worte jetzt einmal so. dass er den Teil 27 langweilig fand.

Also was war die Handlung in diesem Teil: Fetisch Auftritt von Anna, Entscheidungsfindung der Kandidatinnen, Umkleide und chippen der Neumitglieder, Ausstattung mit Begrüßungsgeschenk
Ehrlich gesagt finde ich das in Bezug auf die Erotik gar nicht einmal so schlecht. Da gab es am Anfang sicherlich Teile in denen fiel weniger passiert ist. Aber natürlich ist das auch immer Geschmackssache.

Nehmen wir nun einmal an, wir beurteilen den Übergang zwischen der 2. und 3. Prüfung als langweilig. Wie könnte man das verbessern?
- Komprimierung der Handlung: Natürlich wäre das eine Möglichkeit. Ich finde allerdings, dass die Geschichte als Ganzes darunter leiden würde, weil die Storyline dadurch zu sprunghaft wird.
- In Übergangsphasen längere Teile veröffentlichen: Auch das wäre natürlich eine Option und vermutlich hätten die wenigsten Leser etwas gegen längere Teile einzuwenden. Allerdings müsste ich dann vorhersagen können, was die Leser als langweilig empfinden und was nicht. Dies dürfte ein Ding der Unmöglichkeit sein, weil das vermutlich jeder anders sieht.

Fazit: Der Teil war langweilig? Sorry!


Hallo Ihr_joe,

natürlich gibt es in Iron-Land Switcher. Das sind doch die Leute, die einen Schalter betätigen, oder?
Mit eiserner Faust sollte man diese Schalter aber besser nicht drücken. Da ziehe ich dann doch lieber ganz dezent an den Story-Strippen!


Hallo *Gozar*,

dann sind wir in Sachen Happy End ja einer Meinung.

Das die Cliffhanger den Zusammenhang der Geschichte gefährden, das kann bei mir eigentlich gar nicht passieren. Ich schreibe die Story eigentlich immer am Stück und entscheide erst wenn sie fertig ist, wo die gemeinsten Stellen für einen Cliffhanger sind.
Leider bin ich bei dieser Wahl ein wenig durch meine eigene Längenvorgabe (2000-2500 Worte) eingeschränkt. Sonst wären an manchen Stellen sogar noch fiesere Cliffhanger möglich.
Diese Art zu schreiben hat aber den Nachteil, dass man als Leser vermutlich zuerst das Ende des letzten Teils lesen muss, um den Zusammenhang zum neuen Teil nicht zu verlieren.

Also wenn ich eine drei Tage Woche wählen könnte, dann würde ich Freitag, Samstag und Sonntag wählen. Somit bliebe nur noch ein verkürzter Arbeitstag übrig.
Aber was würde ich dann nur mit meinen Geschichten machen?


LG
Fist
326. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von *Gozar* am 05.01.18 22:44

Freitag's posten!!!
327. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 06.01.18 12:41


Zitat

Hallo Ihr_joe, natürlich gibt es in Iron-Land Switcher. Das sind doch die Leute, die einen Schalter betätigen, oder?


Da Switcher ein Scheinanglizismus ist, war mir schon klar, dass er in Iron-Land eine andere Bedeutung hat.

Ah ja, richtig alter Strippenzieher!
Genau so war das NICHT gedacht, mir schwebte eher so was vor: Herrin/Sklavin oder Dom/Sub oder Top/Bottom!

Mit Dom ist nicht die Kirche und mit Sub die Bassbox gemeint, mal so einfüg!

Ihr_joe, wieder mal grinsend ob Deiner Antwort.
328. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 08.01.18 19:01

Hallo *Gozar*,

du möchtest also, dass ich anstatt morgen erst am Freitag einen neuen Teil veröffentliche?
Sei vorsichtig was du dir wünscht, es könnte in Erfüllung gehen.


Hallo Ihr_joe,

jetzt nimm mir doch nicht alle Begriffe weg, die ich völlig (un)absichtlich falsch verstehen könnte.

Aber eine Frage wirft dein Kommentar zum Thema Top/Bottom dann doch auf.
Was hat ein Kleidungsstück für den Oberkörper mit dem Hintern zu tun?


LG
Fist
329. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Mistress Danielle am 08.01.18 19:21

bei sub denke ich eigentlich immer an das belegte Sandwich von Subway - die machen doch Werbung mit Sub des Tages. Oder verstehe ich dabei auch etwas falsch?
330. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 08.01.18 22:18

@ Mistress Danielle

Natürlich hast Du recht, ist nicht der aktuelle Sub der Woche Ihr_joe (weichgeklopftes Fleisch alt und zäh), oder täusche ich mich auch.

@ IronFist

Da handelt es sicher um die Übergröße, die sogar den Hintern bedeckt. Eine andere Erklärung ist absolut nicht denkbar. Oder? Nei(se)?

Ihr_joe
331. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von *Gozar* am 08.01.18 22:55

Nee Nee! Nur unter der Premisse das die Woche nur aus Freitag Samstag und Sonntag besteht!
Und ich glaube die Chancen stehen schlecht?!!!

Gruß Gozar
332. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 09.01.18 19:09

Hallo Mistress Danielle,

da habe ich wohl die Subway Werbung immer falsch verstanden.
Aber möchte ich wirklich einen Sub auf meinem Sandwich? Uhhh, lieber nicht.


Hallo Ihr_joe,

nennt man so ein Top, dass auch den Hintern bedeckt, nicht einfach ein Kleid?
Oder verwechsle ich da schon wieder irgendwas?


Hallo *Gozar*,

man kann es ja mal probieren.
Da du unbedingt darauf bestehst, veröffentliche eben doch heute den nächsten Teil.

Aber bilde dir nicht ein, dass das in Zukunft immer so funktionieren wird.


LG
Fist
333. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Mistress Danielle am 09.01.18 19:17

Ich bin mir nicht sicher, ob man dort nicht nur Sandwiches bekommt.

334. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 09.01.18 19:40

Teil 29


Mit mir anstellen? Das klang nicht gut. Und auch nicht danach, dass mir irgendeine Wahl gelassen würde. Ich hatte mich der Society Zero völlig ausgeliefert. Ein erschreckender Gedanke, der aber gleichzeitig sexuell anregend auf mich wirkte. Es war nicht das erste Mal, dass ich diesen Zwiespalt in mir entdeckte. Und ich hatte bisher auch noch keine logische Erklärung dafür gefunden. Von dem Fenster aus hatte man einen guten Blick auf den Burghof. Er wirkte ziemlich verlassen, nur eine schwarze Gestalt schöpfte Wasser aus dem alten Brunnen. Diese Gestalt trug einen Latexanzug, der den Kopf mit einschloss. Es war vermutlich kein großes Vergnügen mitten in der prallen Sonne in diesem Ding zu stecken.

» Das ist Nummer 184! Sie hat diese Woche Stalldienst und muss die Pferde tränken. «

» Unsere richtigen Pferde! «, fügte Mistress Kaiser noch augenzwinkernd hinzu.

Warum erzählte sie mir das? Dann wurde mir plötzlich klar, dass Nummer 184 eigentlich nur Lisa sein konnte. Wussten die etwa, dass wir befreundet waren? Aber natürlich, Mistress Kaiser war damals auch im Club Fantasy gewesen und vermutlich hatte sie uns zusammen gesehen. Ich versuchte Lisa in diesem schwarzen Wesen wiederzuerkennen, aber das war völlig unmöglich. Zum einen war ich zu weit entfernt und zum anderen gab es keinerlei individuellen Merkmale mehr.

» Gefällt dir deine Freundin? Ihre Fantasien sind sogar noch ein Stück weit extremer als deine. Aber vielleicht entwickelst du dich ja noch weiter! «, verkündete Mistress Kaiser mit einem Lächeln.

Lisa sollte noch extremere Fantasien haben als ich? Das konnte ich kaum glauben. Wir hatten uns eigentlich immer alles erzählt und sie hatte nie sowas erwähnt. Andererseits hatte sich Lisa aber auch freiwillig zum passiven Mitglied gemacht. Also steckte tief in ihr verborgen vielleicht doch ein sehr perverser Kern.

» Du wirst jetzt als erstes zum Frisör gehen und danach sehen wir weiter! «, beschloss Mistress Kaiser. Davon war ich nicht besonders begeistert, denn bei meinen Haaren war ich eigen. Aber ich würde mich wohl in nächster Zeit daran gewöhnen müssen, dass Entscheidungen einfach für mich gefällt wurden. Die beiden Lederfrauen führten mich wieder aus dem Speisesaal hinaus. Dann ging es ein Stockwerk nach unten und über einen langen Flur. Schließlich landeten wir in einem Raum mit einem drehbaren Frisörstuhl. Dort wartete bereits eine platinblonde Frisörin auf uns, die jeden Barbie-Look-Alike Wettbewerb locker gewonnen hätte. Ihre Haare waren auftoupiert, das kurze Kleidchen zeigte aufreizend Busen und ihre ellenlangen Beine endeten in einem paar High Heels. Ihr zartrosa Outfit passte farblich „wunderbar“ zum Lippenstift und dem Nagellack auf ihren langen Krallen. Eine solche Frisörin hatte ich bisher noch nie gesehen. Hoffentlich hatte sie mit mir nicht ähnliches vor. Ich wurde auf den Stuhl gesetzt und sofort wurden meine Handgelenke mit zwei Schlaufen fixiert.

» Bitte nur die Spitzen schneiden! «, schoss mir durch den Kopf, aber aussprechen konnte ich das natürlich nicht. Plötzlich wurde es schlagartig dunkel. Offensichtlich sollte ich nicht sehen, was man mit mir vorhatte. Dass man mein Augenlicht einfach so ausschalten konnte beunruhigte mich. Dieser Chip in meinem Nacken war eine unheimliche Sache. Wenn die Verschwörungstheoretiker davon Wind bekommen würden, dann würde das Internet wohl vor Gerüchten überquellen. Ob an der Weltherrschaftstheorie vielleicht doch etwas dran war? Könnte man Staatschefs mit diesen Chips wie Marionetten steuern? Jetzt ging meine Fantasie wohl endgültig mit mir durch. Was für ein Blödsinn! Mein Kopf wurde in ein Waschbecken zurückgelehnt und dann hörte ich das Rauschen von Wasser. Angenehm warmes Wasser strömte über meinen Kopf und kurz darauf roch ich den Duft von Mandarinen. Auch wenn diese Frisörin vielleicht auf den ersten Blick nicht so aussah, so verstand sie doch ihr Handwerk. Während sie das Shampoo in meinen Haaren verteilte massierte sie sehr gekonnt meine Kopfhaut. Die zarten Berührungen ihrer Fingernägel erzeugten bei mir eine Gänsehaut. Und sie beschränkte sich nicht nur auf meine Kopfhaut, denn jetzt bekam ich auch noch eine Gesichtsmassage. Es war herrlich und ich schmolz einfach so dahin. So verwöhnt hatte mich bisher noch kein Frisör.

Leider musste alles einmal enden und so wurde mein Kopf irgendwann wieder aufgerichtet. Meine Haare wurden ausgiebig gebürstet und dann wurde mir eine Trockenhaube über den Kopf gestülpt. Das Gebläse dieser Haube war unglaublich laut und holte mich nun endgültig aus der Tiefenentspannung meiner Massage. Wozu eigentlich diese Haube? Außer Waschen und Bürsten hatte sie doch noch gar nichts mit meinen Haaren gemacht. Wäre es nicht deutlich besser sie im nassen Zustand zu frisieren? Aber vermutlich wusste die Frisörin schon, was sie da tat. Endlich wurde diese lärmende Haube entfernt. Doch das Geräusch schien in meinen Ohren noch weiter zu dröhnen. Die Frisörin strich mit der Handfläche über meinen Kopf und ihre Berührung erzeugte einen Schauer der prickelnd meinen Rücken hinunter lief. Die Hände dieser Frau konnten wirklich ganz außergewöhnliche Gefühle hervorrufen. Plötzlich ging das Licht wieder an und ich blinzelte überrascht. Nach zweimal Zwinkern konnte ich wieder klar sehen. Aber was mich da im Spiegel anblickte erzeugte eine Schockstarre bei mir. Ich hatte jetzt eine Glatze! Das erklärte, warum ich auf die Berührung ihrer Handfläche so sensibel reagiert hatte. Sie hatte dabei direkt über meine Kopfhaut gestrichen. Aber sowas konnten die doch nicht mit mir machen! Mir war zum Heulen zumute und ich fühlte mich ganz elend. In 4 Wochen würde ich wieder ins Büro gehen, da konnte ich doch nicht mit einer Glatze aufkreuzen. Verzweiflung machte sich in mir breit. Wie hatte ich nur so dumm sein können, um mich auf diesen Mist einzulassen. Als ich langsam eine Panikattacke aufkommen fühlte, steuerte ich hart gegen. Die Haare würden schließlich wieder nachwachsen und ich müsste mir solange eben eine Perücke besorgen. Gerade als ich mich wieder etwas gefangen hatte, wurde mir schließlich klar, was mich beim Blick in den Spiegel noch irritiert hatte. Ich hatte nicht nur eine Glatze, nein ich hatte auch keine Augenbrauen und Wimpern mehr. Man könnte auch sagen, ich hatte nun eine Gesichtsglatze. Das sah ziemlich seltsam aus. Wie bitte sollte ich sowas später im Büro verbergen? Augenbrauen könnte ich zur Not noch mit Makeup aufmalen, aber bei näherem Hinsehen würde das bestimmt trotzdem auffallen. Bei Wimpern war es aber vermutlich unmöglich ein Fehlen zu kaschieren. Falsche Wimpern wurden auf die echten aufgeklebt und waren daher keine Option. Gab es da vielleicht noch andere Möglichkeiten? Und wie lange dauerte es eigentlich normalerweise bis Augenbrauen und Wimpern wieder nachgewachsen waren? Ich hatte keine Ahnung, aber es würde mit Sicherheit länger als 4 Wochen dauern.

» Komm mit, wir sind hier fertig! Mistress Kaiser hat uns angewiesen dich auch gleich zum Beringen zu bringen! «, mit diesen Worten löste eine der Lederfrauen die Schlaufen um meine Handgelenke.

Den Schock meiner neuen Frisur, wenn man das überhaupt so nennen konnte, hatte ich noch nicht einmal verdaut und schon drohte mir die nächste Katastrophe. Mich beringen? Ich war doch kein Stück Vieh, dem man nach Belieben einen Ring durch die Nase ziehen und ein Brandzeichen verpassen konnte. Oh Gott, ein Brandzeichen! Dem Pferdchen im Club Fantasy hatte man damals auch sowas verpasst. Jetzt wurde mir das Ganze zu viel. In einer Kurzschlussreaktion riss ich mich von den Lederfrauen los, schubste die Frisörin zur Seite und rannte dann durch die Tür nach draußen. Allerdings kam ich nicht allzu weit. Auf dem Flur verweigerten plötzlich meine Beine den Gehorsam und ich blieb einfach stehen. Was zur Hölle? Oh verdammt, dieser blöde Chip. Die konnten mich wie einen Roboter ein und ausschalten. Ich blickte ängstlich über meine Schulter und sah zwei grinsende Lederfrauen im Türrahmen stehen.

» Einen Fluchtversuch hat jeder frei. Jetzt weißt du, dass es zwecklos ist. Beim nächsten Mal wirst du dafür aber bestraft werden! «

Die Gelassenheit mit der sie das sagte, machte mir Angst. Es wäre wohl wesentlich besser für mich, nicht herauszufinden worin diese Strafe bestand. Das war wirklich eine ziemlich blöde Aktion von mir gewesen. Was hätte ich denn gemacht wenn mich der Chip nicht gestoppt hätte? Das Burgtor war sicherlich bewacht und nackt über die Mauer zu klettern war bestimmt auch keine gute Idee. Zumal ich mit meiner Höhenangst dabei wahrscheinlich zur Salzsäule erstarrt wäre. Mir blieb wohl keine andere Wahl, als die Konsequenzen aus meiner gescheiterten Prüfung zu tragen. Die beiden Lederfrauen packten mich an den Armen und zogen mich den Gang entlang. Wie durch ein Wunder arbeiteten meine Beine nun wieder tadellos. Diesmal ging es zwei Stockwerke nach oben. Eine der Lederfrauen klopfte an eine Tür und kurz darauf öffnete eine große schwarzhaarige Frau mit einer dicken Hornbrille. Sie sah aus wie eine Ärztin. Natürlich mit den hier unvermeidlichen Fetisch Elementen. Ihr weißer Kittel glänzte stark und war vermutlich aus Latex. Und auch die hohen Schuhe und ihr stark geschminktes Gesicht passten nicht so ganz zu einer gewöhnlichen Hausärztin. Aber auf dieser Burg sollte ja wohl auch nichts gewöhnlich sein. Auf Anweisung der Ärztin schnallten mich die Lederfrauen auf einer Liege fest.

Während die Ärztin ihre Instrumente zusammensuchte bemerkte ich ein seltsames Taubheitsgefühl in meinen Fingern. Und dieses Gefühl breitete sich schnell aus. Kurze Zeit später spürte ich unterhalb meines Halses gar nichts mehr. Dies war wohl die High-Tech-Chip Variante einer lokalen Betäubung. Die Ärztin kam lächelnd mit einem kleinen Wagen auf mich zu, als es plötzlich Nacht wurde. Natürlich wurde es mir auch diesmal nicht erlaubt bei meiner eigenen Modifikation zuzusehen. Aber diesmal war es ganz besonders merkwürdig, wenn man dabei überhaupt nichts spürte. Gelegentlich konnte ich Metall klappern hören und einmal strich der Latexkittel der Ärztin sanft über meinen Kopf, als sie um die Liege herumging. Ich sog diesen kurzen Moment förmlich in mir auf. Das Latex fühlte sich so gut auf meiner Kopfhaut an.

» So, geschafft! «, verkündete die Ärztin kurze Zeit später.

Mein Licht ging wieder an und ich blickte in zwei strahlende grüne Augen. Die Ärztin lächelte mich breit an. Sie war verdammt fix gewesen mit meiner Beringung. Ich hatte allerdings noch keinerlei Erfahrung mit Piercings und wusste daher auch nicht, wie lange sowas normalerweise dauerte. Man schnallte mich wieder los und die Lederfrauen halfen mir auf die Beine. Es war sehr gewöhnungsbedürftig dazustehen, aber keinerlei Gefühl in den Beinen zu haben. Und es wurde sogar noch merkwürdiger, als ich ein paar Schritte zu einem Spiegel gehen sollte. Ein normales Gehen war gar nicht so einfach, wenn man keine Rückmeldung mehr bekam, wann der Fuß auf dem Boden aufsetzte. Also starrte ich auf meine eigenen Füße um das auszugleichen. Etwas wacklig erreichte ich mit Hilfe der Lederfrauen den Spiegel. War ich bei der Glatze noch geschockt gewesen, so war ich nun sogar etwas enttäuscht. An meinen Nippeln waren keinerlei Ringe zu sehen. Zwei kurze Stäbe mit kleinen Kugeln an den Enden waren durch meine Brustwarzen gestoßen worden. Und in meinem Schritt sah es ganz ähnlich aus. Jeweils zwei dieser Stäbe waren durch meine Schamlippen gezogen worden. Insgesamt sah das eher unspektakulär aus. Moment, beschwerte ich mich etwa gerade darüber, dass es nicht extrem genug aussah?

» Hier, nimm das! «, forderte mich die Ärztin auf. Sie hielt mir ein Glas Wasser und eine Pille hin.

» Das beschleunigt den Heilungsprozess dramatisch. In etwa einer Woche können wir dir dann größere Ringe einsetzen! «

Wie sagte dieses Sprichwort so schön. Sei vorsichtig was du dir wünschst, es könnte in Erfüllung gehen. Natürlich würde ich nicht so billig davonkommen. Was diese Ärztin wohl unter größeren Ringen verstand? Hoffentlich würden sich diese Ringe dann nicht durch einen BH abzeichnen. Denn das könnte mir im Büro Probleme bereiten. Oder könnte man diese Ringe später einfach wieder herausnehmen? Skeptisch blickte ich jetzt auf die dargebotene Tablette. Wollten die mich vielleicht unter Drogen setzen? Eigentlich war das unnötig, denn mit diesem Chip konnten sie mich doch ohnehin schon kontrollieren. Sogar mehr als mir lieb war. Und genau dieser letzte kurze Satz war Teil meines Problems. Denn ich liebte es tatsächlich die Kontrolle zu verlieren. Ich war dann für nichts mehr verantwortlich und konnte mich sexuell völlig gehen lassen. Aber es war eben auch schwierig das richtige Maß für diesen Kontrollverlust zu finden. Vermutlich hatte die Ärztin die Wahrheit über die Wirkung dieser Pille gesagt. Also spülte ich sie mit dem Wasser runter.

Die beiden Lederfrauen führten mich zu meinem Turmzimmer zurück. Es wurde ein ziemlich beschwerlicher Weg, da ich meine Beine noch immer nicht spürte. Das Treppensteigen war dabei ganz besonders problematisch. Ich wurde die Stufen mehr raufgeschleift, als dass ich sie wirklich erklomm. In meinem Zimmer wurde ich aufs Bett gesetzt und dann verließen die Lederfrauen den Raum. Das Türschloss klickte und schon war ich wieder eingeschlossen. Und jetzt? Ich blickte mich um. Die Sonne schien durch das Fenster herein. Etwas wacklig machte ich mich auf den Weg zum Fenster. Ich hatte von meinem Zimmer aus einen wunderschönen Blick auf einen bewaldeten Bergrücken und ich konnte auch einen kleinen Teil des Burghofs einsehen. Ob Lisa da unten wohl noch Wasser schöpfte? Den Brunnen konnte ich von hier leider nicht sehen und hinauslehnen ging nicht, weil sich das Fenster nicht öffnen ließ. Vielleicht war das bei meinen tauben Beinen aber auch besser so, damit ich nicht aus dem Fenster fiel. Da klickte wieder mein Türschloss und kurz darauf trat Anna mit einem Tablett in den Raum. Sie stellte das Tablett auf dem Tisch ab, wobei die vielen Kettchen an ihren Piercings leise vor sich hin klimperten. Zum ersten Mal sah ich ihre makellose glänzende weiße Haut aus nächster Nähe. Jetzt war ich mir unsicher, ob sie wirklich nur mit Farbe eingesprüht worden war. Es sah künstlich aber gleichzeitig auch irgendwie gut aus. Jedenfalls war Anna eine sehr attraktive Frau mit einem ziemlich ungewöhnlichen Look. Ob ich vielleicht bald so ähnlich aussehen würde? Ohne ein Wort zu sagen verließ sie den Raum und schon war ich wieder allein und eingeschlossen. Auf dem Tablett standen ein Teller mit Schinkennudeln und eine Schale Tomatensalat. Dazu hatte mir Anna noch eine Flasche Mineralwasser und ein Glas gebracht. Erst jetzt merkte ich wie hungrig ich war. Ich setzte mich an den Tisch und begann zu essen. Auch wenn dieses Gericht von eher einfacher Natur war, so schmeckte es doch ganz ausgezeichnet.


Fortsetzung folgt!
335. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 09.01.18 21:57

Zitat

Könnte man Staatschefs mit diesen Chips wie Marionetten steuern?


Ach jetzt weiß ich, was da immer nicht so ganz funktioniert!

Und wer schon fragt, soll auch eine Frage zurückbekommen! Eine, ach was viele: Was ist dann ein Beinkleid? Oder ein Etuikleid? Aber dass, was Du meinst, ist sicher ein Shirtkleid. Ach, Fragen über Fragen...

Da ist es doch viel einfacher, Dir einmal mehr zu einer exorbitant tollen Fortsetzung zu graduieren ä gratulieren!

Merci Ihr_joe

336. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von hartmann_g am 09.01.18 22:21

Hat sie nun dauerhaft eine glatze bzw ist sie nun dauerhaft komplett enthaart?

Bin schon gespannt, was aus ihr wird.
337. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von mi.mo am 09.01.18 22:57

IronFist,

das gibt's doch nicht Mann, oh Mann, hast Du Fantasie es wird immer besser...

Weiter so in deinem Stil, "Du" könntest wenn es so weiter geht, diese Geschichte auch als Buch aus Buch auf Amazon Kindle veröffentlichen besser kann man so etwas nicht schreiben...

Und ich garantiere "Dir" die würdest Du auch gut verkaufen...

Das gibt fünf ***** Sterne mit der Option auf sechs wenn es weiter geht...

Wundervoll geschrieben, selbst die kleinen Details...

Etwas längere Teile würden dich natürlich schneller zu den sechs Punkten bringen...

"Smile...!!!"

Liebe Grüße an Dich
von mi.mo
338. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von BaldJean am 10.01.18 11:38

Zitat
Hat sie nun dauerhaft eine glatze bzw ist sie nun dauerhaft komplett enthaart?

Bin schon gespannt, was aus ihr wird.

Ich vermute sie ist dauerhaft enthaart, sonst hätte man die Maschine nicht gebraucht. Ihrer Freundin ist es natürlich ebenso ergangen.

Ich bin überrascht, dass die Klitoris und die Nasenscheidewand nicht auch gepierct wurden, aber vielleicht kommt das ja noch, und auch noch die Ohren und Zunge. In den Ohren würden mir riesige Hoops gefallen, die bis auf die Schultern reichen.

Ich persönlich finde Ringe allerdings ästhetischer als Stifte. Je größer, desto besser. Damit meine ich nicht die Ringstärke, die ist mir relativ egal. Aber der Durchmesser der Ringe sollte schön groß sein, ruhig 10 cm oder größer. Stifte sind meines Erachtens nur Platzhalter, bis die Piercings abgeheilt sind.

Das sind natürlich nur meine persönlichen Vorlieben; es ist schließlich deine Geschichte. Und sie gefällt mir ganz ausgezeichnet.
339. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Trucker am 10.01.18 16:55

Super geniale Fortsetzung und wie immer spannend bis zum Schluß.
340. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 12.01.18 20:02

Hallo Mistress Danielle,

ich war auch erst einmal bei Subway, aber wenn ich mich richtig erinnere, dann gibt es dort tatsächlich nur Sandwiches.
Ist allerdings schon ein Weilchen her und kann sich mittlerweile natürlich geändert gaben.


Hallo Ihr_joe,

ich bin kein Freund von all den Verschwörungstheorien im Internet.
Sollte die Theorie mit den Chip gesteuerten Staatschefs aber wahr sein, dann müsste der Chip in den USA eine massive Fehlfunktion haben.

Gilt nicht eigentlich für alle Kleider, dass sie Oberkörper und Po bedecken? Vom Beinkleid vielleicht einmal abgesehen.
Ansonsten kann man deine Liste aber fast beliebig weiterführen: Cocktailkleid, Abendkleid, Sommerkleid, ...

Dann nehme ich doch lieber deine Gratulation an und danke dir dafür.
Für eine Graduation müsste diese Geschichte allerdings als Doktorarbeit anerkannt werden. Aber irgendwie bezweifele ich, dass das geschehen wird.


Hallo hartmann_g,

ob diese Glatze nun dauerhaft ist oder nicht, das weiß Marie natürlich noch nicht.
Aber es wäre doch unfair, wenn der Leser hier einen Wissensvorsprung vor der Heldin hätte. Oder bist du da anderer Meinung?


Hallo mi.mo,

ich danke dir für dein großes Lob.
Fünf Sterne finde ich schon verdammt gut und ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich einen sechsten Stern möchte. Wer mag schon einen Überflieger?

Deinen Optimismus bei einem Verkauf über Amazon kann ich allerdings nicht so ganz teilen. Es ist ein himmelweiter Unterschied ob man im Internet kostenlos eine Geschichte liest oder Geld dafür bezahlen muss. Natürlich gibt es auch bei Amazon eine SM interessierte Zielgruppe. Aber auch aus dieser Zielgruppe sind meine Geschichten nicht jedermanns Sache. Und die, die Storyline vielleicht interessant finden, müssten zusätzlich bereit sein, für eine unbekannte Story von einem unbekannten Autor vorab Geld zu bezahlen. Zudem scheint mir diese Geschichte, mit nicht ganz 150 DIN A4 Seiten, für ein Buch einfach zu kurz zu sein.


Hallo BaldJean,

woher willst du wissen was mit Lisa geschehen ist? Bist du etwa ebenfalls Mitglied in der Society Zero?
Ich ziehe meine Frage wieder zurück, denn du darfst ja nicht darüber sprechen.

Das die Stifte später ausgewechselt werden, das hat die Ärztin ja bereits angekündigt.
Aber vielleicht gibt es ja auch noch ein paar Überraschungen für Marie. Und vielleicht auch für dich?

Jedenfalls freut es mich, dass dir meine Geschichte gefällt.


Hallo Trucker,

schön das dir der letzte Teil gefallen hat.
Was wird Marie in ihren 4 Wochen auf der Burg wohl alles erleben? Wir werden sehen!


LG
Fist
341. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von FE am 12.01.18 20:36

...Danke für die weitere Fortsetzung, welche ich mit Genuss gelesen habe. Mir gefallen Deine Geschichten die im "Real Life" durchaus nachvollziehbar sind, obwohl auch ein paar Sci-Fi-Elemente eingestreut sind... Ich freue mich schon auf den nächsten Dienstag....
342. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Bulli31 am 12.01.18 23:41

Bei Subway gibt es keine normalen Sandwiches aus Sandwich-Scheiben, sondern "Submarine Sandwiches".
Submarine = (Mini-)Baguette (wegen der Form eines U-Bootes)
Sandwich = belegtes Brot
Im trendy US-amerikanischen Slang ist daraus "Sub" für belegtes Minibaguette geworden.

SubWay(R) ist ein Zusammenschluss von belegtes Minibaguette und Weg/Richtung.
Nach der Maxime der US-Amerikanischen Werbeindustrie "Der Name muss das Produkt beschreiben" also ... belegtes Minibaguette für den Weg.

Dagegen gibt es
"Top" und "sub". Im BDSM-Kontext wird sub mit kleinem s geschrieben, um die Unterordnung zu zeigen.
Man kann auch "Top" und "bottom" dazu sagen.
343. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 12.01.18 23:52


Zitat

SubWay ist ein Zusammenschluss von belegtes Minibaguette und Weg/Richtung. Nach der Maxime der US-Amerikanischen Werbeindustrie \"Der Name muss das Produkt beschreiben\" also ... belegtes Minibaguette für den Weg.


Ach und ich dachte es ist der Weg vom Sub wenn er zum zum Top geht!

Wie Du schreibst, der Name muss das Produkt beschreiben, aber einen Menschen als Produkt bezeichnen? Das macht nicht mal Blechhändle.

So einfach, lach, Ihr_joe
344. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Bulli31 am 13.01.18 00:04

Ja.
Wie "sub to go".
"Abgabe nur in haushaltsüblichen Mengen."

Hmm, wieviel braucht ein Top?
345. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 15.01.18 19:23

Hallo FE,

freut mich, dass dir der letzte Teil gefallen hat.
Wenn du meine Geschichten im Real Life als nachvollziehbar empfindest, dann habe ich mein Ziel erreicht. Denn auch wenn die Storyline natürlich nur eine Fantasie ist, so bemühe ich mich doch auch darum, dass die Charaktere möglichst realistisch agieren. Die Science-Fiction Elemente in meinen Geschichten dienen aber eher dazu, mir als Autor das Leben zu erleichtern.


Hallo Bulli31,

du scheinst ja ein richtiger Sandwich Experte zu sein.
Böse Zungen würden das wohl einfach ein belegtes Brötchen nennen. Aber mir würden solch profane Worte natürlich niemals über die Lippen kommen.


Hallo Ihr_joe,

natürlich würde ich einen Menschen niemals (öffentlich) als Produkt beschreiben.
Wie käme ich auch dazu, schließlich kommt sowas in dieser Geschichte ja gar nicht vor. Vielleicht ja irgendwann in einer zukünftigen?

Wenn der Name das Produkt beschreibt, was sagt das dann über Starbucks aus? Das sie Sterne gegen Dollars verkaufen?
Kein Wunder, dass diese Kette hier nicht den gleichen Erfolg hat wie in Amerika. Wer rennt bei uns schon mit Dollar durch die Gegend.


LG
Fist
346. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 16.01.18 19:36

Teil 30


Auf dem Tisch lag eine Liste, die ich ausfüllen sollte. Um Vermisstenanzeigen zu vermeiden, sollte ich in die Liste Freunde und Verwandte eintragen. Diese würden dann informiert werden, dass ich eine vierwöchige Reise machen würde. Weiter unten auf der Liste gab es noch einen Punkt Sonstiges. Dort sollte man Dinge eintragen, die während der Abwesenheit dringend erledigt werden mussten. Wie etwa die Versorgung eines Haustiers. Ich hatte vorgehabt demnächst mein Schlafzimmer neu zu streichen, aber sowas gehörte dort vermutlich nicht rein. Also beschränkte ich mich bei diesem Punkt auf das Gießen meiner Pflanzen.

Der Rest des Tages verlief ziemlich langweilig. Ich warf einen Blick in die Kommode an der Wand, aber sie war völlig leer. Anna kam noch einmal kurz vorbei um das Tablett und die Liste wieder abzuholen. Allerdings war sie auch diesmal nicht gesprächiger und ich vermutete, dass auch sie nicht sprechen konnte. Die meiste Zeit starrte ich deshalb einfach nur aus dem Fenster. Aber auch dort gab es kaum etwas Interessantes zu sehen. Einmal liefen zwei Lederfrauen über den Burghof, aber das war es dann auch schon. Am Abend kam die Psychologin in mein Zimmer und ich war inzwischen für jede Abwechslung dankbar. Sie erklärte mir, dass ich die nächsten Tage nur zu leichtem Dienst eingeteilt war, damit meine Piercings abheilen konnten. Ich sollte mich die kommenden Tage so gut wie möglich schonen. Und vor allem sollte ich nicht an meinen Piercings herumfummeln, damit es zu keiner Entzündung kam. Dieser letzte Hinweis kam etwas zu spät, denn ich hatte meinen neuen Körperschmuck bereits ausgiebig untersucht. Vielleicht auch weil ich noch immer nichts spürte und es deshalb nicht weh getan hatte. Aber das sollte laut Psychologin am nächsten Tag anders sein. Gut so, denn ich hatte lieber ein paar Schmerzen, als mit einem völlig tauben Körper durch die Gegend zu laufen. Damit ich in der Nacht nicht meine erogenen Zonen befummelte, nahm mir die Psychologin die Suggestion mit den erotischen Träumen. Verdammt, selbst nachts würde nun Langeweile herrschen. Sie hatte mir am Ende noch versprochen, dass ich am nächsten Tag einen Fernseher und etwas zu lesen bekommen sollte. Wenigstens ein kleines bisschen Abwechslung in diesem tristen Raum. Nach einem Fingerschnippen von ihr sank ich auf mein Kopfkissen und schlief tief und fest ein. Diesmal leider ohne jeden Traum.

Am nächsten Morgen wachte ich durch ein Fingerschnippen auf. Es kam mir vor, als wären nur Sekunden vergangen. Die Psychologin saß auf meinem Bett und schickte mich zuerst einmal unter die Dusche. Ich war gut gelaunt und freute mich auf den heutigen Tag. Wenn ich gekonnt hätte, dann hätte ich unter der Dusche wohl gesungen. Aber ich war noch immer stumm wie ein Fisch. Das warme Wasser perlte ganz wunderbar über meinen nackten Kopf. Allerdings musste ich heute auf meine Piercings aufpassen, denn Berührungen in diesen Regionen taten nun weh. Die Psychologin hatte Recht behalten, mein Gefühl war wieder zurückgekehrt. Als ich wieder ins Schlafzimmer kam wartete die Psychologin bereits auf mich. Sie hatte ein kurzes Zofenkleidchen auf meinem Bett ausgebreitet. Daneben lagen ein paar halterlose schwarze Strümpfe und vor dem Bett standen ein paar High Heels mit einem Riemchen am Knöchel. Das sollte wohl meine heutige Arbeitskleidung sein. Ich zog als erstes die hauchzarten schwarzen Strümpfe an. Sie wirkten ziemlich edel und ich bezweifelte, dass sie für die Arbeit besonders gut geeignet waren. Vermutlich würde ich innerhalb kürzester Zeit Laufmaschen haben. Aber das war ja nicht mein Problem. Als nächstes schlüpfte ich in das Kleidchen. Es bestand aus schwarzem Satin, war hoch geschlossen und hatte kurze Ärmel. Dafür war es unten aber so kurz, dass mein Hintern von dem leicht ausgestellten Rock gerade so bedeckt wurde. Wenn ich mich aber bückte, dann würde ich sofort meine privatesten Stellen präsentieren. Das war aber inzwischen völlig OK für mich, schließlich hatte ich mich bei den gemeinsamen Ausflügen mit Lisa an äußerst kurze Röckchen gewöhnt. Das Kleid streichelte angenehm über meine leicht geschwollenen Nippel und verursachte dort zum Glück keinerlei Schmerzen. Meine Arbeitskleidung als Fetisch Hausangestellte wurde schließlich noch durch ein neckisches weißes Schürzchen abgerundet. Fehlten nur noch in die glänzenden schwarzen Lackpumps. Sie hatten eine moderate Absatzhöhe von etwa 10 Zentimetern. Schon komisch, dass ich dies inzwischen als moderat empfand. Die Psychologin schloss die Riemchen um meine Knöchel und sicherte sie danach mit kleinen Vorhängeschlössern. Schon wieder war ich eingeschlossen, diesmal nicht in meinem Zimmer sondern in meinen Schuhen. Das kam mir irgendwie bekannt vor und ich musste unweigerlich an die Solar-Boots denken. Abschließend wurde ich noch von der Psychologin geschminkt. Sie trug einen grellen roten Lippenstift auf, verteilte kräftiges Rouge auf meinen Wangen und schminkte meine Augen in einem dunklen Blau. Das erinnerte mich stark an die Farbkombinationen in Annas Gesicht. Nur das meine Haut nicht so weiß war wie ihre und es deshalb nicht ganz so extrem wirkte. Auch wenn ich dadurch weniger als Anna wie ein Clown aussah, so hätte ich damit doch problemlos zum Anschaffen gehen können. Die Psychologin erklärte mir, dass ich mich ab morgen jeden Tag selbst so zu schminken hätte. Na super! Ein Glück, dass meine Mutter mich nicht so sehen konnte. Was hatte sie nicht immer gezetert, wenn ich mich als Teenager geschminkt hatte. Obwohl die Schminke wohl noch das letzte wäre, was sie an meinem heutigen Look zu bemängeln hätte.

» Toll siehst du aus! Jetzt erkläre ich dir deine Aufgaben! «, mit diesen Worten drückte sie mir einen Schlüssel und einen Plan der Burg in die Hand.

» Du wirst die nächsten Tage als Zimmermädchen arbeiten. Auf diesem Plan sind alle Zimmer eingezeichnet, in denen du heute die Handtücher wechseln und die Betten machen wirst. Bei einigen Zimmern sind Uhrzeiten vermerkt. Betrete diese Zimmer niemals vor der Zeit oder du wirst bestraft werden! Öffne mit diesem Schlüssel nur die angegebenen Zimmer oder du wirst bestraft werden! Verrichte deine Arbeit sorgfältig oder du wirst bestraft werden! «

Schon verstanden! Tanze nicht aus der Reihe oder du wirst bestraft werden! Die Frage war allerdings woher ich wissen sollte, wann ich in ein Zimmer durfte wenn ich keine Uhr hatte. Und diese Frage wurde mir von der Psychologin auch nicht beantwortet. Sie führte mich aus meinem Zimmer und vor der Tür wartete bereits ein Wagen mit frischen Handtüchern und Bettzeug.

» Wenn du mit deiner Arbeit fertig bist, dann gehst du zu unserer Ärztin. Sie will sich die Heilung deiner Piercings anschauen. «

Kurz darauf war die Psychologin verschwunden. Und es passte diesmal auch keine Lederfrau auf mich auf. Ich war in dieser Burg zum ersten Mal unbeaufsichtigt. Von der Zeit in meinem Zimmer einmal abgesehen, aber dort war ich ja eingeschlossen gewesen. Niemand würde es mitbekommen, wenn ich mich jetzt einfach verdrücken würde. Nein, mit Sicherheit würde das bemerkt werden und natürlich würde ich dafür dann eine Strafe bekommen. Was wohl die Dorfbewohner des nächsten Ortes sagen würden, wenn eine glatzköpfige gepiercte Frau in einem knappen Zofenkleidchen auf ihrem Dorfplatz auftauchen würde? Ich musste schmunzeln bei diesem Gedanken. Aber jetzt genug fantasiert, ich sollte mich besser an die Arbeit machen. Auf dem Plan waren insgesamt 24 Zimmer markiert. Das hörte sich erst mal wenig an, aber als ich begann das hochzurechnen erschrak ich. Wenn ich pro Zimmer 10 Minuten benötigen würde, dann wäre ich mit meiner Aufgabe 4 Stunden beschäftigt. Und die Wege zwischen den Zimmern hatte ich noch gar nicht mit eingerechnet. Denn die Zimmer waren quer über alle Stockwerke verteilt. Ich machte mir einen Plan in welcher Reihenfolge ich die Zimmer ansteuern wollte. Die 5 Zimmer mit den Uhrzeiten würde ich sicherheitshalber ganz am Ende machen, auch wenn das für mich zusätzliche Lauferei bedeutete. Ich schob den Wagen bis zu der Wendeltreppe in meinem Turm. Oh verdammt, das hatte ich noch gar nicht bedacht. Wie sollte ich dieses Ding eigentlich die Treppe hinunter bekommen? Eine genauere Untersuchung des Wagens zeigte, dass es seitlich eine Halterung mit Rollen gab. Diese Rollen passten haargenau in eine Schiene an der Wand. Ich schob den Wagen so gegen die Wand, das die Rollen in der Schiene verschwanden. Soweit schien das richtig zu sein, aber was jetzt? Die Schiene stieg erst ein kleines Stück an, bevor sie dann an der Außenwand der Wendeltreppe nach unten führte. Diesen Wagen würde ich wohl kaum halten können, wenn er auf der Treppe abwärts in Fahrt geriet. Da erinnerte ich mich, dass ich beim Schieben vorhin einen Knopf mit den Beschriftungen „Auf“ und „Ab“ gesehen hatte. Also drückte ich den Ab-Knopf. Der Wagen setzte sich in Bewegung, wurde leicht angehoben und glitt dann an den Rollen hängend langsam die Treppenstufen hinunter. Das war wirklich komfortabel, ich musste nur noch meinem Gefährt hinterher trotten.

Ein Stockwerk tiefer lagen meine ersten beiden Ziele. Vor der Tür des ersten Zimmers checkte ich zur Sicherheit auf dem Plan, ob ich richtig war. Danach betrat ich den Raum. Wow, was für ein Anblick. Die Wände waren goldvertäfelt, ein Kristallleuchter hing von der Decke und prunkvolle Möbel zierten ein wunderschönes Wohnzimmer. Ein großes Fenster gewährte einen tollen Blick ins Tal und eine mit Malereien geschmückte Holztür führte vermutlich ins Schlafzimmer. Das zugehörige Badezimmer war ziemlich modern und passte vom Stil her nicht so ganz zu dem Wohnzimmer. Als erstes wechselte ich nun die Handtücher im Bad und machte mich danach, mit frischem Bettzeug bewaffnet, auf den Weg ins Schlafzimmer. Dieser Raum war genauso prächtig ausgestattet wie das Wohnzimmer. Ein riesiges Himmelbett beherrschte die Mitte des Zimmers. Allerdings hatte dieses nicht so eine kitschige Farbe wie das in meinem Zimmer. Die Matratze war ziemlich schwer und ich hatte so meine Mühe die Laken zu wechseln. Aber irgendwann hatte ich es dann doch geschafft. Ich war richtig stolz auf meine Arbeit, denn das Bett sah jetzt richtig gut aus. Als gelernte Bankerin war ich stolz das Zimmermädchen zu spielen und ein Bett zu machen? Eigentlich klang das ziemlich jämmerlich. Von einer großen Karriere konnte man da wohl noch nicht sprechen. Wie lange hatte ich wohl für dieses erste Zimmer gebraucht? Mit Sicherheit länger als meine kalkulierten 10 Minuten. Ich sollte mich bei den restlichen Zimmern wohl besser etwas beeilen, wenn ich nicht den ganzen Tag mit Betten machen verbringen wollte.

Die Zimmer waren alle etwas anders eingerichtet, aber irgendwann beachtete ich die prachtvolle Ausstattung kaum noch. Mit der Zeit bekam ich immer mehr Routine und meine Arbeit ging deutlich schneller von der Hand. Es war seltsam, aber ich hatte tatsächlich Spaß an meiner Aufgabe. Das war wesentlich besser, als den ganzen Tag aus dem Fenster zu schauen. Vor einem Zimmer hing ein „Bitte nicht stören!“ Schild. Wenn ich dieses Schild missachtete, dann würde ich mit Sicherheit bestraft werden. Und wenn ich diesen Raum einfach ausließ, dann würde es mir vermutlich genauso ergehen. Ich befand mich in einer Zwickmühle. Am besten würde ich ganz am Ende noch einmal zu diesem Zimmer zurückkommen. Hoffentlich war das Schild dann verschwunden. Als ich um eine Ecke bog, sah ich wie gerade ein anderes Zimmermädchen aus einem Raum kam. Sie schob einen Staubsauger vor sich her und trug das gleiche Kleidchen wie ich. Vermutlich war das hier in der Burg die Uniform aller Zimmermädchen. So wie es aussah hatte jede von uns eine andere Aufgabe. Ihre war offensichtlich das Staubsaugen. Auch sie war farbenfroh geschminkt, aber beim Näherkommen erkannte ich sie trotzdem wieder. Das war Nummer 187, sie hatte genau wie ich bei der letzten Prüfung versagt. Mir fiel auf, dass unsere Ausstattung aber nicht völlig identisch war. Sie trug an Hand- und Fußgelenken eiserne Schellen, die mit klirrenden Ketten miteinander verbunden waren. Diese Schellen hatten alle einen angearbeiteten Ring für die Ketten, aber es gab keinerlei sichtbare Nahtstellen. Wie waren diese Dinger an ihr befestigt worden, hatte man sie ihr etwa angeschmiedet? Und es gab noch einen ganz großen Unterschied. Sie hatte ihre schönen langen Haare noch. Warum hatte man dann mich geschoren wie einen Pudel? Das war unfair! Als ich etwas darüber nachdachte, kam mir ein neuer Gedanke. Man hatte die passiven Mitglieder aufgrund ihrer Träume ausgewählt. Könnte es daher nicht sein, dass die Modifikationen ebenfalls durch unsere Träume bestimmt wurden. Vielleicht hatte 187 ja davon geträumt in Ketten gelegt zu werden? Ich überprüfte meine Theorie anhand meiner eigenen Träume. Ja ich hatte definitiv von Annas Piercings geträumt. Aber eigentlich niemals von einer Glatze. Nun das Wasser hatte in meinem Traum ganz ähnliche Gefühle auf meiner Kopfhaut erzeugt wie eine Hand, die jetzt über meine Glatze fuhr. Sehr frei interpretiert könnte man wohl sagen, dass ich mir sowas Ähnliches gewünscht hatte. In Zukunft sollte ich wohl besser aufpassen wovon ich träumte. Nur hatte ich leider überhaupt keine Kontrolle über meine Träume. Solange sie aber „ausgeschaltet“ waren, würden mir wohl weitere böse Überraschungen erspart bleiben. 187 marschierte an mir vorbei und lächelte mich an. Ob sie mich wohl mit meiner neuen Frisur wiedererkannt hatte? Ihr Gang war etwas seltsam. Das mochte zum einen an den Ketten zwischen ihren Beinen liegen, aber vermutlich war der Staubsauger viel mehr dafür verantwortlich. Der Griff des Saugers verschwand unter ihrem Rock in ziemlich intimen Regionen. Sollte sie tatsächlich auf diese Weise den Staubsauger vor sich herschieben? Uh, wie fühlte es sich dann wohl an, wenn das Ding eingeschaltet war und vibrierte? Mir hatte meine neue Aufgabe Spaß gemacht, aber ich hatte den starken Verdacht, dass 187 sogar noch mehr Spaß an der Arbeit hatte als ich.

Gerade hatte ich mein letztes Zimmer erledigt und zum Glück hing beim zweiten Versuch kein Schild mehr vor der Tür. Ich war inzwischen ziemlich erledigt, denn es hatte deutlich länger gedauert als ich erwartet hatte. Meine Füße taten mir weh und ständig liefen mir Schweißperlen ins Gesicht. Vermutlich hatten sich meine edlen Strümpfe bei der Arbeit deutlich besser gehalten als ich. Meine Strümpfe sahen nämlich noch völlig neu aus, während ich mich ziemlich derangiert fühlte. Die Psychologin hatte das gestern einen leichten Dienst zur Schonung genannt. Dann wollte ich lieber nicht wissen, wie ein schwerer Dienst aussah.


Fortsetzung folgt!
347. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Snake_P am 16.01.18 20:23

Wieder eine schöne, interessante und zu kurze Folge.

Aber nicht ungefährlich, was die Society gerade treibt: Für die Firma wird sie 4 Wochen krankgeschrieben, für Freunde und Bekannte macht sie 4 Wochen Urlaub.

Es ist ja nicht sooo ungewöhnlich, dass es da Überschneidungen gibt und Freunde und Kollegen sich kennen. Das kann schnell ins Auge gehen!
348. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 18.01.18 19:10

Hallo Snake_P,

es freut mich, dass dir die letzte Folge gefallen hat.
Du hast natürlich Recht, dass da die Gefahr besteht, dass die Sache auffliegt. Das Risiko liegt aber weniger bei der Society als vielmehr bei Marie selbst.
Wenn sie Glück hat würde sie dafür nur abgemahnt werden, allerdings erscheint mir eine Kündigung viel wahrscheinlicher.

Hoffen wir also für Marie, dass diese Geschichte nicht in die Hose geht!
Aber eigentlich kann das ja nicht passieren, weil sie gar keine Hosen mehr trägt.

LG
Fist
349. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 23.01.18 19:32

Teil 31


Nur noch einen kurzen Abstecher zur Ärztin und dann konnte ich mich hoffentlich ausruhen. Auf mein Klopfen an der Tür erfolgte keine Reaktion. Also klopfte ich ein zweites Mal. Noch immer passierte nichts. Vielleicht war die Ärztin ja gar nicht da? Ich drückte die Klinke und öffnete vorsichtig die Tür. Die Ärztin saß hinter ihrem Schreibtisch. Direkt vor ihr stand ein Zimmermädchen mit gesenktem Kopf und umrahmt von zwei Lederfrauen. Das Zimmermädchen hatte mir den Rücken zugewandt, aber die Metallschellen an Händen und Füßen ließen vermuten, dass es Nummer 187 war.

» … und du hattest überhaupt nichts in der Bibliothek verloren! «, hörte ich die Stimme der Ärztin sagen.

» Man könnte meinen, du hättest das mit Absicht gemacht! «, fuhr sie lautstark fort.

187 nickte nur.

» Willst du etwa andeuten, dass du das tatsächlich mit Absicht gemacht hast? «

Wieder nickte Nummer 187. War sie verrückt geworden?

» Und du weißt, dass du dafür bestraft werden wirst? «

Abermals ein Nicken von 187. Warum provozierte sie absichtlich eine Strafe? Die Modifikationen mochten ja vielleicht noch den Neigungen der passiven Mitglieder entsprechen, aber ich bezweifelte stark, dass das auch für Strafen galt.

» Na schön, wie du willst! Da du das vorsätzlich gemacht hast, werden wir uns eine besondere … «

In diesem Moment bemerkte die Ärztin, dass ich in der Tür stand.

» Warte gefälligst draußen, bis ich dich rein rufe! «, fuhr sie mich gereizt an. Ich zuckte zusammen, machte einen Knicks und schloss sofort die Tür von außen. Arme 187, sie war wirklich in ernsten Schwierigkeiten. Hoffentlich galt das nicht auch für mich, weil ich einfach die Tür geöffnet hatte. Und warum hatte ich eigentlich gerade geknickst? Sowas hatte ich doch noch nie gemacht. War ich inzwischen schon so weit in meiner Rolle aufgegangen?

Kurze Zeit später öffnete sich die Tür und 187 wurde von den beiden Lederfrauen abgeführt. Sie hatte einen zufriedenen Gesichtsausdruck und ich fragte mich welcher Teufel sie nur geritten hatte. Warum würde man sich freiwillig einer Strafe aussetzen? Vermutlich gab ihr das einen besonderen sexuellen Kick. Ich persönlich konnte aber gut auf eine Strafe verzichten und hoffte nicht auch noch zu einer solchen verdonnert zu werden. Aber glücklicherweise schien die Ärztin mein unberechtigtes Eintreten vergessen zu haben. Sie begutachtete meine Piercings, nickte zufrieden und gab mir dann wieder eine dieser Heilungspillen. Danach griff sie zum Telefon und rief eine Lederfrau zu sich. Oh Gott, würde ich doch noch bestraft werden?

» Wir sehen uns dann morgen wieder! «, verabschiedete sie mich.

Vor der Tür wartete bereits eine Lederfrau auf mich, die mir Schlüssel und Burgplan wieder abnahm. Zum Glück sollte sie mich aber nicht abführen sondern nur auf mein Zimmer geleiten. Dort angekommen öffnete sie die Vorhängeschlösser meiner Schuhe und ließ mich danach allein. Das Türschloss klickte und ich war mal wieder eingeschlossen. Als erstes entledigte ich mich meiner Schuhe und massierte meine schmerzenden Füße. Danach ging es direkt unter die Dusche um den Schweiß des Arbeitstages loszuwerden. Die Psychologin hatte Wort gehalten, denn auf der Kommode stand jetzt ein Fernseher und auf dem Tisch lagen ein paar Zeitschriften. Meine Arbeit hatte mich ziemlich erschöpft. Deshalb legte ich mich nackt aufs Bett und ließ mich ein wenig vom Fernseher berieseln. Irgendwie musste ich dabei eingenickt sein, denn ich schreckte hoch als Anna mir was zum Essen brachte. Während des Essens blätterte ich ein wenig in den Zeitschriften herum. Eine fiel dabei aus dem Rahmen weil sie nicht die üblichen Promi Klatschgeschichten enthielt. Stattdessen war es eine Ansammlung erotischer Kurzgeschichten. In einer dieser Geschichten ging es um eine Frau, die nach ihrer Freundin Eva suchte. Sie stieß bei ihrer Suche auf einen Künstler und besuchte eine Vernissage von ihm. Ein holografisches Ausstellungsstück regte dort nicht nur die ihre sondern auch meine Fantasie kräftig an. Ich aß auf und legte mich wieder aufs Bett. Diesmal allerdings nicht zum Fernsehen sondern zum Lesen. Leider schaffte ich es nicht mehr die Geschichte an diesem Abend zu Ende zu lesen, weil die Psychologin auftauchte und mich mit einem Fingerschnippen zum Schlafen schickte. Leider erneut ohne erotische Träume.

Anna weckte mich am Morgen mit einem Fingerschnippen und überreichte mir eine schriftliche Nachricht, dass ich 30 Minuten Zeit hätte mich für meinen Arbeitstag als Zimmermädchen vorzubereiten. Frische Kleidung würde ich in der Kommode finden. Danach nahm Anna das Tablett vom Vortag wieder mit und schloss die Tür hinter sich. Ich hätte zu gerne gewusst wie diese Geschichte endete, aber jetzt war offensichtlich keine Zeit zum Lesen. Unter der Dusche seifte ich mich gründlich ein und stellte dabei fest, dass meine Piercings bei Berührungen kaum noch schmerzten. Diese Tabletten schienen wahre Wunder zu wirken. Meine Vorbereitungen auf den heutigen Arbeitstag gingen relativ fix, schließlich saß meine Frisur ja bereits perfekt. Ich streifte neue Strümpfe über meine Beine und genoss das seidig weiche Gefühl. Diese Dinger waren wesentlich robuster als ich vermutet hatte. Denn als ich mir am Vortag das Knie an einem Bettpfosten angeschlagen hatte, blieben die Strümpfe dabei völlig unbeschädigt. Nun schlüpfte ich wieder in ein schwarzes Satinkleidchen und band mir eine weiße Schürze vor den Bauch. Und fertig war das Zimmermädchen! OK, noch nicht ganz. Im Bad legte ich wieder mein farbenfrohes Makeup auf, welches mir komischerweise nicht mehr ganz so nuttig vorkam wie am Tag zuvor. Ganz am Schluss sicherte ich meine Schuhe noch gegen Diebstahl, indem ich sie mit Vorhängeschlössern an meinen Füßen fixierte. Jetzt war ich aber fertig!

Kurze Zeit später stand eine Lederfrau in meinem Zimmer. Sie kontrollierte die Vorhängeschlösser an meinen Schuhen, schob mich auf den Gang hinaus und überreichte mir meinen Tagesplan und den nötigen Schlüssel. Danach ließ sie mich mit meinem Wagen einfach stehen und marschierte davon. Ich hatte Glück, denn heute hatte ich nur 20 Zimmer zu erledigen. Wie am Tag zuvor legte ich erst eine Reihenfolge fest und machte mich dann frisch ans Werk. Es war schon erstaunlich was für einen Unterschied etwas Übung machte. Ich war deutlich schneller als am Vortag und würde heute vermutlich einen frühen Feierabend haben. Was gut war, denn ich wollte unbedingt diese Geschichte zu Ende lesen. Bei meinem fünften Zimmer wurde ich aber aus meinem Rhythmus gerissen. Die Tür stand sperrangelweit offen und niemand war zu sehen. Sollte ich einfach hineingehen? Vermutlich könnte mir das eine Strafe einbringen, wenn ich dadurch ein aktives Mitglied belästigte. Das übliche „Housekeeping“ konnte ich ja nicht in den Raum hineinrufen. Also klopfte ich an den Türrahmen. Kurz darauf kam ein mir unbekanntes Zimmermädchen aus dem Schlafzimmer. Ihre Uniform war etwas abgewandelt worden, denn sie trug weiße Schuhe, weiße Strümpfe und ein weißes Kleidchen mit einer schwarzen Schürze. Vermutlich hatte man das bei ihr aus Kontrastgründen gemacht, denn sie hatte eine sehr dunkle Hautfarbe. Und ich musste zugeben, dass sie in diesem Outfit verdammt sexy aussah. In ihrem Mund steckte ein roter Knebel aus dem eine Stange mit einem Staubwedel herausragte. Was für eine merkwürdige Methode um abzustauben. Sie zwinkerte mir zu, machte kehrt und verschwand dann wieder im Schlafzimmer. Ihre Arme waren auf dem Rücken in einem Ledersack verschnürt worden. Das erklärte warum sie den Staubwedel nicht in der Hand hielt. Aber dafür fragte ich mich jetzt, wie sie wohl die Zimmertür aufgeschlossen hatte. Wie auch immer, ich schnappte mir frische Handtücher und Bettzeug und machte mich an die Arbeit.

Ganz offensichtlich gab es hier noch mehr Zimmermädchen. Ich fragte mich, wie es wohl Nummer 187 mit ihrer Strafe ergangen war. Und noch mehr interessierte es mich, was Lisa wohl gerade machte. Mistress Kaiser hatte Vorgestern gesagt, dass Lisa diese Woche Stalldienst haben würde. Daher war sie wohl eher außerhalb der Wohnhäuser unterwegs. Schade, denn ich hätte mich zu gern mit Lisa über unsere Erlebnisse ausgetauscht. Zur Not auch schriftlich. Einige Zeit später traf ich tatsächlich auf Nummer 187. Als ich an einer offenen Zimmertür vorbei kam, war sie gerade im Wohnzimmer beim Staubsaugen. Ich sah nur ihre Rückansicht, aber mir fiel sofort auf, dass sie heute keine schwarzen Strümpfe trug. Stattdessen waren ihre Strümpfe hautfarben und hatten eine breite schwarze Naht. Sie beugte sich ein Stück nach vorne und ihr Rock rutschte hinten nach oben. Jetzt fiel mir auf, dass ihre Strumpfnaht bis zum Po hinauf reichte. Und es sah auch so aus, als ob sie gar keine Strümpfe tragen würde. War die Naht nur aufgemalt worden? Oder war sie zur Strafe vielleicht sogar tätowiert worden? Uh, sowas würde im Schwimmbad bestimmt viele starrende Männerblicke erzeugen. Dies war wieder eins der Dinge, die mich gleichzeitig erschreckten und erregten. Zumindest würde die Naht so nicht mehr verrutschen, dachte ich innerlich schmunzelnd. Nummer 187 hatte bemerkt, dass sie beobachtet wurde und drehte sich zu mir um. Verglichen mit ihrer Frontansicht war die Strumpfnaht eine absolute Bagatelle. Man hatte ihre Lippen aufgespritzt und zwei knallrote riesige Schläuche bildeten jetzt ihren Mund. Sie lächelte mich breit an, was mit diesen monströsen Lippen wie ein groteskes Grinsen aussah. Man bekam den Eindruck als wäre sie gerade einem Pornofilm entstiegen und selbst dort hatte ich sowas noch nicht gesehen. Aber noch immer nicht genug damit. Um ihren Status öffentlich zu zeigen, waren auf ihren Hals vier große schwarze Buchstaben tätowiert worden. SLUT.

Mich schauderte, ob dieser Bestrafung. So wollte ich auf gar keinen Fall aussehen. Mal das Sexobjekt zu spielen war durchaus reizvoll. Aber als dauerhaftes Sexobjekt durch die Gegend zu laufen, das war nun wirklich nicht mein Ziel. 187 sah das aber anscheinend anders, denn sie präsentierte mir Stolz ihre neuen Errungenschaften. Keine Ahnung was sie beruflich machte, aber ihre Karriere war hiermit wohl beendet. Es sei denn sie hatte vor in der Erotikbranche einzusteigen, denn dort hatte sie jetzt das Potential zum Superstar.

So verstrichen die nächsten Tage. Ich hatte täglich einen anderen Zimmerplan und gelegentlich traf ich bei der Arbeit auf ein neues Zimmermädchen. Aber abgesehen davon blieb der Tagesablauf immer gleich. Erst verrichtete ich meine Pflichten als Zimmermädchen, hatte anschließend einen Arztbesuch und verbrachte dann den Rest des Tages in meinem Turmzimmer. Es hatte sich eine gewisse Routine eingestellt. Bis zum Montag.

An diesem Tag wurde ich gleich am Morgen splitternackt ins Zimmer der Ärztin gebracht. Sie erklärte mir, dass meine Piercings gut verheilt seien und ich nun meine Ringe erhalten sollte. Ich war nervös deswegen. Nachdem die Schwellung meiner Nippel abgeklungen war hatte ich festgestellt, dass diese Stäbe meine Brustwarzen stimulierten und in einem leicht erigierten Zustand hielten. Mir gefiel das und ich fürchtete, dass es mit Ringen vielleicht anders sein könnte. Nachdem ich auf einer Liege platziert worden war ging natürlich wieder mal das Licht aus. Warum durfte ich eigentlich nie beobachten was mit mir geschah? Zuerst wurde an meinem linken Nippel herumgefummelt. Etwas Kaltes legte sich auf meine Brust und dann wurde mein Nippel leicht in die Länge gezogen. Meine vorherigen Sorgen waren unbegründet gewesen, denn ich spürte jetzt ein angenehmes Kribbeln in meiner Brustwarze. Kurz darauf war auch meine zweite Brust verschönert worden. Was die da wohl befestigt hatten? Wie Ringe hatte sich das jedenfalls nicht angefühlt. Als nächstes wurde mein Schritt versorgt. Ich spürte schnell, dass da ein ziemliches Gewicht an meinen Schamlippen zog. Wie groß waren diese Ringe denn? Nach etwa 10 Minuten war die ganze Prozedur auch schon wieder vorbei. Mir wurde aufgeholfen und ich wurde ein Stück durchs Zimmer geführt.

» Ich hoffe es gefällt dir, ist alles aus echtem Gold! «, verkündete die Ärztin.

Es wurde wieder hell und ich blickte direkt in einen Spiegel. Wow, sowas hatte ich nicht erwartet. Mein Gefühl hatte nicht getrogen, denn ich trug gar keine Ringe an meinen Brustwarzen. Große goldene Schilde legten sich über meine Vorhöfe. Sie waren wie kleine Sonnen geformt und bogenförmige Strahlen breiteten sich über meine Brüste aus. Fixiert wurden diese goldenen Sonnen mit einem Stab durch meine Brustwarzen. Das hatte den angenehmen Nebeneffekt, dass meine Nippel dadurch leicht gedehnt wurden. Ich war begeistert, dass sah nicht nur klasse aus sondern fühlte sich auch richtig gut an. Zwischen meinen Beinen war die Überraschung allerdings weniger groß. Dort hingen jetzt vier gigantische Goldringe, die meine Schamlippen mächtig in die Länge zogen. Vermutlich war meine Muschi jetzt ein kleines Vermögen Wert. Aber wahrscheinlich waren meine Brüste sogar noch teurer.

» Du bist hier fertig, aber Mistress Kaiser möchte dich noch sprechen. Unsere Security wird dich in ihr Büro bringen! «

Vor der Tür der Ärztin warteten zwei Lederfrauen, welche mich zu Mistress Kaiser geleiten sollten. Beim Gehen schlugen die schweren Ringe zwischen meinen Beinen aneinander und begleiteten jeden meiner Schritte mit einem leisen Klimpern. Die dadurch entstehenden Erschütterungen schienen aber direkt auf mein Lustzentrum auszustrahlen. In was für einer verrückten Welt war ich hier nur gelandet. Ich geilte mich jetzt durch einfaches Gehen selber auf. Und ich Perverse mochte das auch noch. Es ging rauf bis ins oberste Stockwerk des Hauses und dann einen langen Gang entlang auf eine schwere Tür zu. Ich war bereits als Zimmermädchen in diesem Flur gewesen und wusste, dass man für diese Tür eine elektronische Schlüsselkarte benötigte. Wie ich schon vermutet hatte, lagen dahinter die Räume von Mistress Kaiser. Eine der Lederfrauen öffnete die schwere Tür und wir traten zusammen ein.


Fortsetzung folgt!
350. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von FE am 23.01.18 20:08

....wieder, wie gewohnt, eine interessante Fortsetzung... Und ja, Intimpiercings können sehr stimmulierend sein... Meine 10 Hafadas halten mich jeden Tag unter Strom...
351. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 23.01.18 22:20

Wieder eine tolle Fortsetzung, vielen Dank, heute mal ohne extra Blödsinn, denn bei der Steilvorlage muß ein anderer daran glauben!

Zitat

... setzen mich jeden Tag unter Strom...


Endlich weiß ich, was ein Stromer ist, so was ähnliches wie ein Locher, äh Gelochter!

Dieses Mal nur ein Bravo an Dich, lieber IronFist und ein kleines Lächeln in Deine Richtung FE.
Ihr_joe
352. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 25.01.18 19:12

Hallo FE,

schön dass dir der Teil gefallen hat.
Wenn du jeden Tag unter Strom gehalten wirst, dann bist du ja ganz schön geladen.


Hallo Ihr_joe,

dann bedanke ich mir bei dir auch ohne extra Blödsinn.

Ein Stromer und ein Locher? Nennt man das nicht einfach eine Steckdose?
Sorry ich konnte dem Blödsinn doch nicht widerstehen!


LG
Fist
353. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von smile_n_cry am 26.01.18 00:05

Haha, gerade gefunden und ich musste an diese Geschichte denken:
https://bvknotty.deviantart.com/art/WTF-...flies-727231491

354. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 28.01.18 19:07

Hallo smile_n_cry,

das ist eine wirklich hübsche 3D-Art.

Aber diese Mummyflies müssen eine eigene Unterart sein, denn farblich passen sie nicht so ganz zur Society Zero.
Ob die vielleicht zu einem konkurrierenden Geheimbund gehören?

LG
Fist
355. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von smile_n_cry am 28.01.18 20:43

Hallo IronFist,

Ich denke das ist ein Photo vom neuen Hersteller der Anzüge für die Society Zero... leider hatte der Produzent eine Rot-Grün-Schwäche wohl

Ja, es gibt feine Unterschiede (auch sind die Arme ja am Körper und nicht im Flügel), aber ich fand es trotzdem passend und lustig bezüglich der zeitlich naheliegenden Veröffentlichung beider Werke (das Kapitel und eben die 3D-Kunst).

Gruß,
smile'n'cry

PS: Der Smilie sollte übrigens nicht so rieeeesig werden im letzten Post :-/
356. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 29.01.18 19:25

Hallo smile_n_cry,

ich denke, dass dies eher der alte Hersteller für die Society Zero war.
Vermutlich hat die SZ aufgrund der rot-grün Schwäche erfolgreich nach einer Alternative gesucht. Und schließlich ist der Alkoven ja auch viel flexibler als ein Anzug.

LG
Fist
357. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 30.01.18 19:37

Teil 32


Wir standen nun in einem nüchtern eingerichteten Vorzimmer. An einer Seitenwand waren seltsame vertikale Schienen angebracht und in der Ecke stand ein großer Pflanzenkübel. Auf der gegenüber liegenden Seite war ein geöffnetes Fenster, durch das gerade laute Kommandos vom Burghof herauf schallten. Hinter einem Tresen saß eine tippende Sekretärin mittleren Alters. Ihre blonden Haare waren hochgesteckt und sie trug eine dunkle Brille. Diese Sekretärin sah ziemlich beschäftigt aus und machte auf mich einen seriösen Eindruck. Bis auf eine kleine Ausnahme, denn ihre schwarze Bluse passte nicht so ganz ins Bild der seriösen Sekretärin. Diese war nämlich ziemlich transparent und gewährte so einen guten Blick auf ihre üppigen Brüste. Plötzlich blickte sie auf und schielte über den Rand ihrer Brille.

» Sie wünschen? «, fragte sie die Lederfrauen etwas genervt.

» Dies ist Nummer 185. Mistress Kaiser hat sie herbestellt. «

Die Sekretärin schaute auf ihren Monitor und nickte schließlich.

» OK, Mistress Kaiser ist noch in einer Videokonferenz. Nummer 185 kann hier solange warten! «

Sie griff in eine Schublade und legte eine Metallschelle auf den Tresen. Eine der Lederfrauen schnappte sich die Schelle und schob mich dann zu der Wand mit den Schienen. Die Schelle wurde auf eine Schiene aufgesetzt, dann ein Stück nach oben geschoben und schließlich um meinen Hals geschlossen. Bevor ich es richtig realisiert hatte, war ich an die Wand gepinnt worden. Nicht gerade eine besonders bequeme Art zu warten. Dafür war das Wartezimmer aber ziemlich platzsparend. Meine beiden Begleiterinnen waren nicht mehr nötig und verließen deshalb den Raum. Ich beobachtete die Sekretärin bei ihrer Arbeit und bewunderte das Tempo, mit dem sie ihren Text in die Tatstatur hämmerte. Mit ihren langen Fingernägeln war das durchaus eine Kunst. Weil mich die Sekretärin ignorierte, konnte ich nun unbeobachtet meinen neuen Körperschmuck mit den Fingern abtasten. Meine Nippel waren unglaublich sensibel geworden und jede Berührung erzeugte bei mir sofort eine Gänsehaut. In meinem Schritt sah es aber noch viel dramatischer aus, denn ich war bereits klatschnass und stand kurz vor einem Höhepunkt. Sollten meine Reaktionen auf die Piercings so bleiben, dann würde ich bei meinem Zimmermädchen Job noch so manchen Orgasmus erleben. Ich nahm die Finger wieder von meiner Muschi, weil ich nicht direkt vor dieser Sekretärin kommen wollte. Um mich etwas abzulenken lauschte ich also den Kommandos vom Burghof.

» Kopf gerade! «

» Beine höher anheben! «

» Im Gleichschritt bleiben! «

Was machten die da nur? Das hörte sich an wie bei einer Militärparade.

» Nummer 185 kann jetzt reinkommen «, hörte ich Mistress Kaisers Stimme durch eine Sprechanlage. Die Sekretärin erhob sich von ihrem Stuhl und kam auf mich zu. Jetzt konnte ich auch den Rest ihres Outfits sehen. Sie trug einen grauen Bleistiftrock, der bis übers Knie reichte. Dazu ein paar rauchgraue Strümpfe und ein paar schwarze Pumps mit vielleicht 7 Zentimeter Absatz. Also bis auf ihre Bluse ein insgesamt eher konservativer Look. Warum dieser Stilbruch? Die Sekretärin machte mich von der Wand los und nahm die Schelle wieder an sich.

» Bitte folge mir! «, mit diesen Worten steuerte sie auf eine Tür neben ihrem Tresen zu.

Wie sich jetzt herausstellte, war ihr Bleistiftrock doch nicht so konservativ wie ich gedacht hatte. Denn er hatte hinten einen Poausschnitt. Keine Ahnung ob man das tatsächlich so nannte, aber mir fiel keine bessere Beschreibung dafür ein. Der Rock hatte hinten ein ovales Loch, durch das ihre nackten knackigen Pobacken herausgedrückt wurden. Wirklich extrem sexy. Warum hatte es sowas eigentlich nicht in der X-Line gegeben? Ich kam in ein modern eingerichtetes Büro und traf Mistress Kaiser hinter ihrem Schreibtisch an. Auch sie war heute konservativ gekleidet, allerdings ohne die auffälligen Blickfänge ihrer Sekretärin.

» Ah 185, tut mir leid, dass du warten musstest. Lass dich mal anschauen! «

Sie stand von ihrem Schreibtisch auf und musterte mich von oben bis unten. Dann ging sie einmal um mich herum. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht und dann zwirbelte sie mit den Fingern meine linke Brustwarze. Das hatte mich völlig unvorbereitet erwischt und genauso unvorbereitet rollte auch ein Orgasmus über mich hinweg. Mein Unterleib zuckte und ich japste nach Luft. Unwillkürlich schloss ich meine Augen und gab mich willig meinen Gefühlen hin. Eine Weile später, als ich mich wieder etwas gefangen hatte, bemerkte ich meine geschlossenen Augen. Ich riss sie wieder auf und erblickte eine grinsende Mistress Kaiser, die sich gegen ihren Schreibtisch lehnte.

» Tolle Show! Ich denke du bist genau die richtige für meinen Plan! «, erklärte sie. Ich war allerdings peinlich berührt, ob meiner unfreiwilligen Show Einlage. Aber war sie wirklich so unfreiwillig gewesen? Mistress Kaiser bot mir einen Stuhl an und nahm dann wieder hinter ihrem Schreibtisch Platz. Mit Sicherheit würde ich den Stuhl einsauen, aber Mistress Kaiser wusste ja bereits über meinen aktuellen Zustand Bescheid.

» Ich erkläre dir jetzt was ich vorhabe. Heute Abend findet ein Geschäftsessen mit zwei Gentlemen statt. Es geht dabei um sehr viel Geld und der Erfolg des Projekts hängt vom heutigen Abend ab. Einer der beiden ist ein knallharter Geschäftsmann und mit allen Wassern gewaschen. Allerdings wird am Ende der zweite Gentleman die Entscheidungen treffen. Und genau hierbei kommst du ins Spiel. Dieser zweite Gentleman ist zwar schon weit über 80, aber er hat eine ausgeprägte Schwäche für attraktive junge Damen. Du wirst heute Abend meine Assistentin sein und an diesem Essen teilnehmen. Deine Aufgabe ist es diesen älteren Herrn ein wenig abzulenken, während ich mich um den anderen Kerl kümmere. Mach etwas Smalltalk, flirte mit ihm und zeige dich von deiner charmantesten Seite. Sollte er dir aber ein eindeutiges Angebot machen, so wirst du höflich aber bestimmt ablehnen. Du bist eine seriöse Assistentin und keine Nutte! Hast du das soweit alles verstanden? «

Ich nickte, fragte mich aber wie ich mit diesem Mann sprechen sollte und wie eine seriöse Assistentin wohl zu einer Glatze kam. Daher zeigte ich auf meinen Mund und meine fehlende Haarpracht.

» Natürlich werden wir deine Sprachfähigkeit für dieses Essen wieder aktivieren. Du bist den heutigen Tag von allen deinen Aufgaben befreit. Ich habe für dich extra eine Akte über das Projekt zusammenstellen lassen, damit du auch Fragen zum Thema beantworten kannst. Bitte bereite dich gründlich auf den heutigen Abend vor. Anna wird dir dann später passende Kleidung und eine Perücke auf dein Zimmer bringen. «

Nachdem ich ein dickes Dossier in die Hand gedrückt bekommen hatte, brachten mich zwei Lederfrauen wieder zu meinem Zimmer zurück. Als erstes machte ich mich daran die Akte zu studieren. Im Projekt „Morgenröte“ ging es um den Erwerb eines ehemaligen britischen Palasts in Hong Kong. Der Kaufpreis wurde auf 300 Millionen Euro geschätzt. Puh, Mistress Kaiser hatte mit ihrer Behauptung, dass es um sehr viel Geld ginge, nicht übertrieben. Aber was wollte sie mit einem alten Palast in China? Oder ging es hierbei vielleicht um eine Expansion der Society Zero nach Fernost? Nach drei Stunden hatte ich die komplette Akte sorgfältig gelesen und fühlte mich fit für den Abend. Aber vermutlich war es jetzt noch nicht einmal Mittag. Ein freier Tag war gar nicht so gut, denn jetzt stellte sich wieder Langeweile bei mir ein. Ich schaltete den Fernseher ein und zappte gelangweilt durch die Kanäle. Talk-Show, Doku-Soap, Kochsendung und eine CSI-Irgendwas Serie. Das Programm war wie üblich mal wieder Mist. Doch dann landete ich bei einer Dokumentation über die Sonnenfinsternis in Deutschland von 1999. Astronomie hatte mich noch nie wirklich interessiert und ich ließ die Sendung eher mangels guter Alternativen weiterlaufen. Aber irgendwann wurden Bilder von einer „Schwarzen Sonne“ gezeigt. Der Mond hatte die Sonne komplett verdeckt und die Sonnenkorona erstrahlte um den Mond herum. Was für ein toller Anblick. Vielleicht wäre es mal ein interessantes Erlebnis so etwas Live zu sehen. Plötzlich öffnete sich meine Tür und die Psychologin trat ein. Sie bewunderte ausgiebig meinen neuen Körperschmuck und fuchtelte dabei mit ihrem Zeigefinger vor meinem Gesicht herum. Ich spürte eine bleierne Müdigkeit in mir aufsteigen und langsam entspannten sich meine Muskeln. Ihre monotone Stimme schien direkt in mein Unterbewusstsein zu dringen. Plötzlich ein lautes Händeklatschen und ich war wieder hellwach. Etwas verwirrt blickte ich in das lächelnde Gesicht der Psychologin. Daraufhin drehte sie sich um und verschwand ohne irgendeine Erklärung wieder aus meinem Zimmer. Äußerst merkwürdig. Ich war mir fast sicher, dass sie mir gerade wieder irgendwas suggeriert hatte, aber ich konnte mich nicht erinnern was.

Irgendwie musste ich den Rest des Tages die Zeit totschlagen. Die erotischen Kurzgeschichten hatte ich bereits alle gelesen und die restlichen Magazine enthielten nur langweiliges Zeug. Eine norwegische Prinzessin war schwanger und bekam ein Kind. Hurra! Schön für sie, aber was interessierte das mich. Also starrte ich wieder eine Weile aus dem Fenster. Auf dem Burghof gab es mal wieder nichts zu sehen. Allerdings schien es heute ziemlich windig zu sein. Die Wolken zogen rasend schnell über den Himmel und ein Fähnchen auf der Mauer flatterte heftig im Wind. Am liebsten hätte ich die Zeit bis zum Abend einfach vorgespult. Da kam mir plötzlich eine Idee. Ob ich mich mit einem Fingerschnippen auch selbst in Schlaf versetzen konnte? Der folgende Selbstversuch verlief erfolgreich.

Ich rannte in meiner Zimmermädchen Uniform einen Berg hinauf. Verfolgt wurde ich dabei von einer peitschenschwingenden Lederfrau, die mir immer wieder zurief, dass ich stehenbleiben sollte. Aber ich ignorierte sie und floh mit meinen Solar-Boots immer schneller über Stock und Stein. Und ich war wirklich schnell, denn der Abstand zu der Lederfrau vergrößerte sich zusehends. Plötzlich verdunkelte sich der Himmel. Der Mond schob sich vor die Sonnenscheibe und die Temperatur begann zu sinken. Es wurde immer kälter und ich spürte wie meine Gelenke steifer und steifer wurden. Meine Flucht verlangsamte sich dramatisch und die Lederfrau kam wieder näher. Warum war sie nicht von dieser Kälte betroffen? Schließlich endete mein Entkommen in vollkommenem Stillstand. Meine Glieder waren so steif, dass ich mich nicht mehr rühren konnte. Die Lederfrau holte mich ein und verpasste mir zur Strafe ein Strumpfnaht Tattoo. Daneben stand applaudierend Nummer 187 und drückte mir mit ihren Riesenlippen einen fetten Kuss auf den Mund.

Ein Fingerschnippen holte mich wieder in die Realität zurück. Hektisch blickte ich auf die Rückseite meiner Wade und stellte erleichtert fest, dass ich nur geträumt hatte. Das hatte die Psychologin also vorhin mit mir gemacht. Sie hatte meine erotischen Träume wieder „eingeschaltet“. Damit konnte ich wirklich gut leben. Anna hatte mich aus dem Schlaf geholt und meine heutige Kleidung auf einen Stuhl gelegt. Sie zwinkerte mir zu und verließ danach meinen Raum. Wieder hatte mich ein Traum mächtig auf Touren gebracht. Mein Lustsaft hatte bereits einen großen Fleck auf meinem Bettlaken verursacht. Unter der Dusche vollendete ich dann mein Werk, indem ich mich mit den Fingern zu einem erlösenden Höhepunkt trieb. Wobei mich meine großen neuen Goldringe nach besten Kräften unterstützt hatten. Erschöpft aber zutiefst befriedigt stieg ich aus der Dusche und ging in mein Schlafzimmer zurück. Mein Magen knurrte heftig, denn außer einem Apfel aus einer Obstschale hatte ich heute noch nichts gegessen. Ich beschloss aber trotzdem kein weiteres Obst zu mir zu nehmen, denn schließlich gingen wir ja zum Essen.

Die Sachen, welche Anna mir gebracht hatte, waren sehr elegant und mit Sicherheit auch extrem teuer. Italienische Designerware. Eine weiße Seidenbluse vorne mit einer großen Schleife am Kragen. Dazu ein dunkelblauer schmaler Rock, der bis zu den Waden reichte und ein farblich passendes Sakko, welches in der Taille eng geschnitten war. Der weiße spitzenbesetzte Strumpfgürtel hatte auf beiden Seiten jeweils vier Strapse, welche die hauchzarten hautfarbenen Strümpfe sicher an Ort und Stelle halten würden. Abgerundet wurde das Ganze mit einem paar eleganter dunkelblauer Pumps mit einer roten Sohle. Und so verwandelte sich Nummer 185 in Mistress Kaisers seriöse Assistentin. Auch wenn diese seriöse Assistentin vielleicht einen etwas verdorbenen Kern hatte, denn sie trug weder Slip noch BH. Was von Mistress Kaiser natürlich so beabsichtigt war, denn ich sollte ja schließlich den älteren Herrn etwas ablenken. Und meine Nippel taten dafür bereits ihr Bestes, denn sie zeichneten sich schön durch das dünne Material ab. Zum Glück konnte man meine goldenen Sonnen aber nicht durch den Stoff erkennen. Mit der Perücke hatte ich nun schulterlanges pechschwarzes glattes Haar. Ich erkannte mich im Spiegel kaum wieder, weil ich jetzt völlig verändert aussah. Anna hatte mir auch noch ein Etui mitgebracht. Darin fanden sich eine Nachricht von Mistress Kaiser, dass ich mich dezent schminken sollte und jede Menge teure Kosmetika. Ich wählte ein helles Rose für meine Fingernägel wie auch die Lippen. Interessant fand ich den Ersatz für meine fehlenden Wimpern. Es gab in dem Etui eine sehr weiche hellblaue Folie mit künstlichen Wimpern, die man einfach aufs Augenlied aufklebte. Das fühlte sich beim Zwinkern zwar etwas komisch an, sah aber täuschend echt aus. Jetzt musste ich meine Augen nur noch in dem Farbton der Folie schminken und schon war nichts mehr zu sehen. Blieb also nur noch meine fehlenden Augenbrauen zu kaschieren. Meine Brauen sollten zu meiner neuen Haarfarbe passen, daher malte ich sie mit einem schwarzen Kajalstift auf. Das sah nicht ganz so echt aus wie bei den falschen Wimpern, aber es wäre wohl trotzdem für den heutigen Anlass angemessen. Ich war fertig und der Abend konnte beginnen.


Fortsetzung folgt!
358. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Trucker am 31.01.18 12:23

Super weiter geschrieben und wieder echt spannend.
359. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 02.02.18 19:03

Hallo Trucker,

vielen Dank für deine netten Worte.

LG
Fist
360. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von FE am 02.02.18 20:59

....ich hoffe, der "dirty old man" bekommt beim Anblick der "Assistentin" keinen Herzinfrakt, zumindest nicht bevor er den Investitionsvertrag unterschrieben hat...
361. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 02.02.18 22:02

Schön, schön,
Morgenröte, erinnert mich ans „wild(e) (umkämpfte) Kurdistan.
Na dann hoffe ich doch, dass dem netten älteren Herren doch nicht die Schamesröte während der Mörgenröte sein Gesicht färbt.

Danke Ihr_joe
362. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von BaldJean am 04.02.18 10:35

Es sind ja mittlerweile schon ein paar Tage vergangen, dass ihr die Haare entfernt wurden. Da sollte sie eigentlich merken, ob sie wieder nachwachsen oder nicht und im Falle dass nicht sich darüber klar sein, dass sie wohl für immer weg sind.

Allerdings fehlt ein Hinweis in der einen oder anderen Art. Das ist bisher meine einzige Kritik an der Story, aber eine schwerwiegende; es ist außerordentlich unrealistisch, dass sie diesbezüglich keine Beobachtung macht und sich auch nicht darum sorgt.
363. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 04.02.18 16:20

Hallo FE,

ja bei einem Herzinfarkt des "dirty old man" würde der schöne Plan von Mistress Kaiser ganz schön nach hinten losgehen.
Aber ich kann wohl soviel verraten, dass es in dieser Geschichte keine Toten geben wird.


Hallo Ihr_joe,

Kurdistan oder China, grob liegt doch beides in Richtung Morgenröte.
Ob es in Kurdistan aber noch viele alte Paläste zu kaufen gibt? Vermutlich eher nicht, denn weite Teile des Gebiets wurden ja in den letzten Jahren durch den Krieg zerstört.

Ein "dirty old man" hat meist schon sehr viel erlebt. Ob da wirklich noch Schamesröte aufkommt?


Hallo BaldJean,

die Geschichte ist nur eine Fantasie und daher von Haus aus schon unrealistisch.
Trotzdem bemühe ich mich immer um eine logische Handlung und nachvollziehbare Aktionen der Charaktere. Leider gelingt mir das nicht immer und deinen Kritikpunkt habe ich schlicht und einfach übersehen.

Es stimmt, dass nicht explizit beschrieben wurde, ob die Glatze von dauerhafter Natur ist. Wie du aber selbst in einem vorherigen Kommentar angemerkt hast, lässt die Art und Weise der Enthaarung eher auf eine dauerhafte Lösung schließen. Das gleiche gilt übrigens auch für die Nummer 185, die Marie über ihrem Schritt trägt. Weil Frau Markheim ebenfalls eine solche Nummer hat, kann man auf ein dauerhaftes Tattoo schließen, aber explizit erwähnt wurde das auch nicht.

Ich habe ja bereits zugegeben, dass mir Maries Gedanken über die fehlende Haarpracht durchgerutscht sind. Vielleicht gestehst du mir ja eine lahme Ausrede zu.
In Teil 31 habe ich quasi eine Woche übersprungen, in der Marie als Zimmermädchen auf der Burg gearbeitet hat. Es wäre doch durchaus denkbar (wahrscheinlich?), dass sie sich in dieser Zeit Gedanken über ihre allgemeine Situation gemacht hat. Das schließt dann sicher auch ihre Glatze mit ein.

Ich danke dir für deine konstruktive Kritik. Hoffentlich bleibt mir ein solcher Lapsus in meiner vierten Geschichte erspart.


LG
Fist
364. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von *Gozar* am 04.02.18 22:27

Also ich find die Story supertoll wie sie ist Blechhand!

Von mir nur lob. Es ist bestimmt nicht "Krieg und Frieden" aber ich denke hier will auch niemand der Pulitzerdingsbumms gewinnen.
Für mich ist es Kurzweile nach Feierabend und zwar sehr schöne. Also...
Herz was willst du mehr

Gruß Gozar
365. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von FE am 05.02.18 10:31

Zitat
Hallo FE,

ja bei einem Herzinfarkt des \"dirty old man\" würde der schöne Plan von Mistress Kaiser ganz schön nach hinten losgehen.
Aber ich kann wohl soviel verraten, dass es in dieser Geschichte keine Toten geben wird.



...na, dann bin ich ja beruhigt...
366. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 05.02.18 19:06

Hallo *Gozar*,

es freut mich, dass du die Geschichte supertoll findest und nur Lob für mich übrig hast.
Genauso freue ich mich aber auch über konstruktive Kritik, da man daraus lernen und dies neue Geschichten besser machen kann.

Natürlich habe ich nicht vor mit meinem Geschreibsel irgendeinen literarischen Preis zu gewinnen, trotzdem möchte ich meine Geschichten aber so gut wie möglich schreiben.
Würde "Krieg und Frieden" hier im Forum seine Leser finden? Vermutlich eher weniger, weil es hier thematisch einfach nicht reinpasst.


Hallo FE,

ein Herzinfarkt muss ja nicht unbedingt tödlich enden.
Soviel zu meinem Spoiler von zukünftigen Ereignissen.


LG
Fist
367. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 06.02.18 19:25

Teil 33


Etwa eine halbe Stunde später wurde ich von zwei Lederfrauen abgeholt. Im Burghof stand eine große Limousine und eine Chauffeurin wartete neben dem Wagen. Als sie uns kommen sah, ging sie um den Wagen herum und hielt mir die Hintertür auf. Ich fühlte mich wie eine kleine Prinzessin, denn heute wurde ich einmal verwöhnt. Es war ein großartiges Gefühl mal wieder eine Persönlichkeit und nicht nur irgendeine Nummer zu sein. Obwohl mir natürlich klar war, dass ich hier in der Burg auch weiterhin nur Nummer 185 bleiben würde. Ich genoss einfach den kleinen Kurzurlaub von meinem Dasein als Nummer. Dieses Gefährt war wirklich äußerst luxuriös. Zwei mit schwarzem Leder bezogene Sitzbänke gab es im Fond dieses Wagens. Die vordere Bank war nach hinten gerichtet, so dass sich die Passagiere bequem miteinander unterhalten konnten. Dazwischen war jede Menge Platz um die Beine auszustrecken. Ich kletterte in den Wagen und nahm auf der Rückbank Platz.

» Was fällt dir eigentlich ein! «, fuhr mich eine der Lederfrauen an.

Sie kam in den Wagen und zerrte mich von der Sitzbank herunter. Anscheinend war für mich nur der Platz im Fußraum reserviert, denn ich musste mich jetzt dort auf allen Vieren hinknien. Schon war mein kurzer Urlaub wieder vorbei. Nach einiger Zeit hörte ich draußen die Stimme von Mistress Kaiser. Sie gab letzte Anweisungen was während ihrer Abwesenheit zu erledigen war. Danach stieg sie zu mir in den Wagen. Ich traute mich nicht den Kopf zu heben und bekam deshalb nur ihre Beine zu sehen. Sie trug eine elegante schwarze Hose mit Nadelstreifen. Dazu ein paar italienische Schuhe mit mittelhohen Absätzen und roter Ledersohle. Auch wenn ich hier schon deutlich höhere Absätze gesehen hatte, so wirkten diese aus meiner jetzigen Position ziemlich bedrohlich. Wie ein paar Dolche die jederzeit zustechen konnten. Die Autotür wurde geschlossen und plötzlich hatte ich den Fuß von Mistress Kaiser direkt vor meinem Gesicht.

» Willst du deine Herrin nicht angemessen begrüßen? «, säuselte Mistress Kaiser.

Wie sollte ich sie denn begrüßen, wenn ich gar nicht reden konnte. Oder war das nun wieder möglich? Mein Versuch zu sprechen blieb jedoch erfolglos. Was erwartete sie denn von mir? Plötzlich klatschte irgendwas heftig auf mein Hinterteil. Ich sog tief die Luft ein und spürte, wie sich ein ziehender Schmerz langsam in mir ausbreitete.

» Du sollst mir zur Begrüßung die Füße küssen! «, forderte sie.

Natürlich, da hätte ich auch wirklich selbst drauf kommen können. Eifrig begann ich bei ihrer Schuhspitze und arbeitete mich mit meinen Lippen langsam den Fuß empor. Es war komisch, denn ich hatte durchaus Vergnügen daran. Vielleicht auch, weil sich der Schmerz in meinem Po langsam in Wärme verwandelte. Der Wagen rumpelte über eine unebene Fläche, vermutlich die Zugbrücke.

» So gerade haben wir die Burg verlassen. Ab hier bist du nicht mehr Nummer 185 sondern Marie Schmidt. Du bist die Assistentin von Claudia Kaiser und du arbeitest für Kaiser International. Nenn mich heute Abend nicht Mistress oder Herrin. Stattdessen wirst du mich ganz einfach siezen. Hast du das verstanden? «

Ich nickte zur Bestätigung.

» Du kannst jetzt wieder sprechen. Also hast du mich verstanden? «

» Ja Herrin! «, krächzte ich heraus.

Meine Stimme war nach über einer Woche Schweigen etwas eingerostet. Wieder klatschte etwas auf meine Kehrseite, diesmal sogar noch heftiger als beim ersten Mal. Der Schmerz ließ mich zusammenzucken und ich krallte meine Fingernägel in den Teppichboden des Wagens.

» Was habe ich gerade gesagt, wie du mich nennen sollst? «, kam jetzt drohend von ihr.

» Verzeihung Her … Entschuldigen sie bitte, das wird nicht wieder vorkommen! «, stammelte ich herum.

Mein Hintern brannte wie Feuer und so langsam breitete sich dieses Feuer zu einem Buschbrand aus. Auch wenn mein Busch bereits gerodet worden war. Wenn Claudia Kaiser so weitermachte, dann würde ich Schwierigkeiten haben in meiner Rolle zu bleiben. Denn in meinem Schritt hatte sich schon wieder einiges an Feuchtigkeit angesammelt. Nachdem jetzt die Formalitäten des heutigen Abends geklärt waren, durfte ich auf der Sitzbank gegenüber Platz nehmen. Sie wirkte in ihrem Nadelstreifenanzug stark und elegant. Eben eine Geschäftsfrau, die ganz genau wusste was sie wollte. Ich fühlte mich von ihr angezogen und bewunderte ihr selbstbewusstes Auftreten. Während der Fahrt erklärte sie noch ein paar Details, die nicht in der Akte gestanden hatten. Beim heutigen Essen ging es um die Finanzierung des Projekts Morgenröte. Wir trafen uns mit zwei Bankern aus Frankfurt um über die Konditionen für einen Kredit zu sprechen. Die Kreditsumme sollte stolze 180 Millionen Euro betragen. Mir schlackerten die Ohren bei solchen Beträgen. In meinem beruflichen Alltag in der Bank hantierte ich zwar regelmäßig mit hohen Summen, aber für mich waren das immer nur anonyme Zahlen gewesen. Jetzt hatten diese astronomischen Zahlen aber ein Gesicht bekommen. Ich war noch nie bei Verhandlungen in dieser Größenordnung dabei gewesen, vielleicht konnte ich ja heute noch etwas lernen.

Der Wagen bog auf den Parkplatz eines idyllisch gelegenen Restaurants. Das „Patrizier“ lag an einem kleinen Weiher und war umgeben von einem gepflegten Garten. Der volle Parkplatz ließ darauf schließen, dass dieses Restaurant ziemlich gut besucht war. Unser Wagen hielt direkt vor dem Eingang und ein Türsteher eilte herbei, um uns die Tür aufzuhalten. Zwei Sterne am Eingang des Restaurants versprachen eine ausgezeichnete Küche. Hoffentlich gab es hier nicht die Mini Portionen der Haute Cuisine, denn ich war mittlerweile verdammt hungrig. Mein Rock dämpfte zwar die Geräusche, aber beim Gehen war immer noch das leise Klimpern meiner Goldringe im Schritt zu hören. Der junge Mann, der uns zu unserem Tisch geleitete, konnte das Klimpern sicherlich hören, aber er wäre über dessen Ursprung bestimmt ziemlich erstaunt. Wir wurden in einen Nebenraum geführt, wo die beiden Banker bereits auf uns warteten. Als ich die zwei Banker sah, rutschte mir augenblicklich das Herz in die Hose. Einer war Mister Turnbull und ich fürchtete, dass er mich wiedererkennen könnte. Den anderen hatte ich persönlich zwar noch nie getroffen, aber natürlich wusste ich sofort wer das war. Karl Schreiber war der Inhaber der Bank, für die ich arbeitete. Oh Gott, ich würde hier mit meinen höchsten Chefs zusammen essen und das Ganze auch noch offiziell als Assistentin von Claudia Kaiser. Wenn ich hier aufflog würde ich vermutlich gefeuert werden. Ich beobachtete genau Mister Turnbulls Reaktionen. Ob er vielleicht Verdacht schöpfte? Allerdings war er mehr auf meine Chefin konzentriert, als auf die unbedeutende Assistentin.

» Und das ist meine Assistentin Marie … «

» Marie Markheim, freut mich wirklich sehr sie kennenzulernen! «, unterbrach ich meine Chefin.

Mir war auf die Schnelle kein anderer Name eingefallen, also hatte die Besitzerin von Magic Glamour jetzt wohl eine jüngere Schwester. Meine Chefin quittierte mein Verhalten mit einem Stirnrunzeln, sagte aber nichts weiter dazu. Der Beginn des Abends war noch wenig geschäftlich. Wir bestellten unser Essen und machten etwas Smalltalk. Aber der Plan meiner Chefin schien durchaus aufzugehen. Karl Schreiber überhäufte mich mit Komplimenten und lächelte mir immer wieder freundlich zu. Er war sehr aufmerksam aber nicht aufdringlich. Eben ganz ein Gentleman der alten Schule.

Meine Entenbrust war köstlich gewesen. Allerdings hatten sich meine Befürchtungen wegen der Portionsgrößen leider bewahrheitet. Ich war noch immer hungrig und orderte deshalb zum Nachtisch eine Mousse au Chocolat. Während des Essens hatte ich mich meines Sakkos entledigt und die Wirkung auf die beiden Geschäftsleute war unübersehbar. Meine Nippel erzeugten kleine verräterische Dellen in meiner Bluse. Und die beiden Männer hatten vermutlich ebensolche Dellen in ihren Hosen. Karl Schreibers Aufmerksamkeit war nun völlig auf mich gerichtet und selbst Mister Turnbull ließ mir nun ein paar Blicke mehr zukommen. Männer waren doch alle so berechenbar. Natürlich war Mister Turnbull Profi genug um sich wieder ausgiebig der wirklich wichtigen Person zu widmen. Er erläuterte meiner Chefin ausführlich die Konditionen der Bank. Die aktuelle Marktsituation in China sei schwierig, aber er könnte uns ein unschlagbar gutes Angebot mit einer 8 prozentigen Verzinsung machen. Meine Chefin brachte daraufhin die guten Geschäftsbeziehungen zwischen Kaiser International und dem Bankhaus Schreiber zur Sprache. Sollte das Bankhaus nicht etwas mehr Entgegenkommen zeigen, dann könnte man sich bei Kaiser International vielleicht Gedanken über eine andere Hausbank machen. Mister Turnbull zeigte sich von dieser Drohung wenig beeindruckt. Vermutlich hatte er diesen Satz schon tausende Male gehört. Natürlich drückte er sein tiefstes Bedauern über eine solche Entscheidung aus, aber in der Sache blieb er hart und ging nicht von den 8 Prozent runter. Keine Ahnung was mich in diesem Moment ritt, aber ich hatte den Eindruck, dass ich meine Chefin unterstützen musste.

» Verlangen sie einen Zinssatz von 4 Prozent. Bei Immobilienkäufen in China vergibt die Chinesische Staatsbank Darlehen an ausländische Unternehmen zu einem Zinssatz von 5 Prozent! «, flüsterte ich meiner Chefin ins Ohr. Sie schaute mich verblüfft an und lächelte dann.

» Mister Turnbull, ich weiß ihr Angebot durchaus zu schätzen, aber vielleicht ist es in diesem Fall doch besser wenn ich mich an die Chinesische Staatsbank wende. Wissen sie mir schwebt da eher ein Zinssatz von 4 Prozent vor. «

Die Miene von Mister Turnbull versteinerte und selbst der Blick von Karl Schreiber wanderte jetzt von mir zu meiner Chefin. Mister Turnbull schien nun fieberhaft zu überlegen. Ihm schien klar zu werden, dass diese unerwartete Wendung von mir initiiert worden war. Sein Blick zu mir sagte: „Ich habe dich unterschätzt, aber das wird nicht noch einmal passieren!“. Die beiden Herren zogen sich zu einer kurzen Beratung zurück.

» Woher weißt du das mit der Chinesischen Staatsbank? «, fragte meine Chefin.

» Nun ja, ich arbeite für das Bankhaus Schreiber und habe beruflich häufiger mit China zu tun. «

» Mir war bekannt, dass du für eine Bank arbeitest. Aber ich wusste nicht, dass es das Bankhaus Schreiber ist. Kennst du diese beiden Herren etwa? «

» Mister Turnbull kennt mich, aber Herrn Schreiber sehe ich heute zum ersten Mal. «

» Ach deshalb Marie Markheim. Dir ist aber schon klar, dass man deinen Ratschlag als geschäftsschädigendes Verhalten auslegen könnte. Warum hast du das gemacht? «

» Ich weiß auch nicht so genau. Vielleicht habe ich mich zu sehr in meine Rolle als Assistentin von ihnen hineinversetzt. Es gibt da aber noch etwas was sie wissen sollten bevor die beiden zurückkommen. Diese Darlehen der Chinesischen Staatsbank haben den großen Nachteil, dass man damit dem chinesischen Staat bei einem späteren Weiterverkauf ein Vorkaufsrecht einräumt. Sogar unterhalb des ursprünglichen Kaufpreises, falls der offizielle Marktwert niedriger ist. Dieses Argument werden die Zwei gleich sicherlich anführen. «

Meine Chefin dachte über meine Worte nach. Dann kamen die beiden Herren auch schon wieder zurück. Mister Turnbull brachte genau dieses Argument und machte meiner Chefin ein verbessertes Angebot mit 7 Prozent Zinsen.

» Mister Turnbull dieses Vorkaufsrecht stellt für mich kein Problem dar, weil der aktuelle Marktwert deutlich über dem Kaufpreis liegt. Außerdem habe ich vor diesen Palast schnell wieder zu verkaufen. Aber ich will ihnen auch etwas entgegenkommen, was halten sie von 4,5 Prozent? «

Diesmal war er besser vorbereitet. Mister Turnbull hatte dieses Argument bereits vorhergesehen. Er wies darauf hin, dass dieses Vorkaufsrecht bei einem Verkauf an ausländische Investoren weiter übertragen werden musste. Daher dürfte es vermutlich schwierig werden einen Käufer zu finden. Meine Chefin konterte allerdings, dass sie bereits einen chinesischen Käufer an der Angel hätte. In dieser Art ging die Verhandlung noch eine Weile weiter. Irgendwann griff meine Chefin nach einer Glaskaraffe mit Wasser, die direkt vor mir auf dem Tisch stand. Sie zog diese Karaffe so hastig zu sich, dass das Wasser heraus schwappte und die linke Seite meiner Bluse völlig durchnässte. Meine Chefin entschuldigte sich aufgeregt bei mir, während die beiden Männer mit offenem Mund über den Tisch starrten. Meine Bluse war durch das Wasser transparent geworden und die goldene Sonne meiner linken Brust war nun deutlich sichtbar. Vermutlich war das kein Versehen von meiner Chefin gewesen. Sex Sells und mit dieser Aktion hatte sie die beiden Männer aus dem Konzept gebracht. Ich zog mir mein Sakko über und machte mich dann gemessenen Schrittes auf den Weg zur Toilette. Zum Glück gab es dort eines dieser Warmluftgebläse mit denen man die Hände trocknen konnte. Meine Bluse flatterte im warmen Luftstrom dieses Gebläses und erzeugte dadurch stetige Reibung an meinen Nippeln. Wodurch sich diese zur vollen Pracht aufrichteten. Ich war derart angeturnt, dass ich am liebsten sofort eine Hand unter meinen Rock geschoben hätte. Aber genau in diesem Moment betrat eine junge Frau den Raum und stellte sich vor den Spiegel am Waschbecken. Sie öffnete ihre Handtasche, holte einen Lippenstift heraus und zog ihre Lippen in einem dunklen Rot nach. Vermutlich hatte sie gerade ein Date. Als sie mit ihrer eigenen Verschönerung fertig war musterte sie mich etwas genauer. Die Überraschung stand ihr förmlich ins Gesicht geschrieben, als sie meine goldene Sonne erblickte. Aber sie schien eher neugierig als abgestoßen zu sein. Mich anzusprechen traute sie sich allerdings nicht. Sie nickte mir nur zu und verließ danach den Raum. Auf alle Fälle war ihr Verhalten deutlich besser gewesen, als das der nächsten Besucherin. Eine mit protzigem Schmuck behangene Dame ergriff augenblicklich die Flucht, als sie meine Piercings erblickte. Scheinbar musste sie wohl doch nicht so dringend auf die Toilette. Keine Ahnung was sie befürchtet hatte. Das ich gleich über sie herfallen würde?

Nach einer Viertelstunde war meine Bluse wieder soweit getrocknet, dass sie halbwegs blickdicht war. Meine Brustwarzen waren jetzt allerdings so steif, dass meine Bluse zwei neue Knöpfe zu haben schien. Also schön, meine Chefin wollte etwas Erotik in die Verhandlung bringen, das konnte sie haben. Ich hängte mir das Sakko über den Arm und marschierte quer durch das gesamte Restaurant zu unserem Tisch zurück. Etliche Männerblicke blieben dabei an meinen Brüsten hängen. Natürlich auch die der beiden Banker und ganz besonders die von Karl Schreiber. Die Verhandlungen waren allerdings bereits abgeschlossen. Man hatte sich während meiner Abwesenheit auf einen Zinssatz von 5,1 Prozent geeinigt. Ein guter Deal für meine Chefin und ein weniger guter für meinen Chef. Was für ein verrücktes Fazit. Etwa eine halbe Stunde später beschlossen die beiden Herren zu gehen.


Fortsetzung folgt!
368. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 13.02.18 19:37

Teil 34


» Frau Markheim sie sind wirklich eine bemerkenswerte junge Frau und sie haben so einige Überraschungen auf Lager. Irgendwie erinnern sie mich an eine Kollegin aus Düsseldorf. Falls sie irgendwann einmal eine neue Stelle suchen, dann können sie sich gerne an mich wenden. «

Mit diesen Worten verabschiedete sich Mister Turnbull von mir und überreichte mir seine Visitenkarte. Hatte er mir mit dem Hinweis auf die Düsseldorfer Kollegin sagen wollen, dass er mich erkannt hatte? Ich war mir da nicht sicher. Aber müsste er mir dann nicht sofort kündigen? Eigentlich schon, aber bei ihm wusste man ja nie. Vor ein paar Monaten hatte er auf meine freche Antwort auch anders reagiert als erwartet. Auch Karl Schreiber überreichte mir zum Abschied seine Visitenkarte, allerdings war seine Aufforderung ihn anzurufen wohl eher privater Natur. Der Abend war erfolgreich gewesen und meine Chefin machte einen zufriedenen Eindruck. Auf der Heimfahrt machte sie mir dann ein überraschendes Angebot.

» Marie, was hältst du davon, wenn du für mich arbeitest? «

Machte ich das nicht in gewisser Weise schon? Ich arbeitete als Zimmermädchen für die Society Zero. Und auch nach meinen ersten 4 Wochen würde ich regelmäßig zur Arbeit auf die Burg zurückkehren. Meine Chefin überlegte kurz und fuhr danach umso entschlossener mit ihrem Angebot fort.

» Vor kurzem ist bei Kaiser International eine Stelle als Abteilungsleiterin frei geworden. Und ich denke du wärst genau die Richtige dafür. Die Stelle ist im Bereich Finanzen und die Abteilung ist für die Region Asien zuständig. Als Einstiegsgehalt biete ich dir 150.000 Euro im Jahr. «

Ich war verblüfft und völlig überwältigt von diesem Angebot. Das war mehr als das Dreifache von dem was ich bisher verdiente. Und was für Referenzen konnte ich schon groß bieten. Nur weil ich zufällig von der Darlehensrichtlinie der chinesischen Staatsbank gewusst hatte? Es war zu schön um wahr zu sein und genau deshalb wurde ich misstrauisch.

» Warum ausgerechnet ich? Ich habe bisher keinerlei Erfahrung in Mitarbeiterführung! «, erwiderte ich skeptisch.

» Weißt du als Unternehmerin muss man sich manchmal auf seine Intuition verlassen. Dein Gespür hat dir vorhin in der Verhandlung verraten wann du einschreiten musstest. Und auch mein unerwartetes Missgeschick mit der Karaffe hat dich nicht aus der Ruhe gebracht. Du hast diese Situation äußerst professionell gemeistert. Es steckt noch sehr viel Potential in dir und schließlich macht man ja alles irgendwann zum ersten Mal. Obwohl es den Interessen deines Arbeitgebers geschadet hat, hast du dich mir gegenüber loyal gezeigt. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass du mir näher stehst als dem Bankhaus Schreiber. «

Ich hatte das Gefühl unbedingt den großen Haken an der Sache finden zu müssen. Also versuchte ich es mit einer Provokation.

» Was sagt ihnen denn, dass ich nicht auch gegen ihre Interessen handeln würde? «

Allerdings hatte sie mein Vorhaben sofort durchschaut.

» In diesem Fall würde ich dich einfach auf die Burg bestellen und mir eine gemeine Strafe für dich ausdenken! «, erwiderte meine Chefin lachend.

Oh ja, das würde sie wohl. Sie hatte noch ein paar Mittel mehr zur Hand als ein gewöhnlicher Arbeitgeber.

» Und wo wäre dann mein Arbeitsplatz? In Frankfurt? «

» Richtig, die Zentrale von Kaiser International ist in Frankfurt. Solange aber deine Einführungsphase in die Society Zero läuft, würden wir dir hier auf der Burg ein kleines Büro einrichten. Du kannst den Großteil deiner Arbeit von dort aus erledigen und den Rest musst du eben vorläufig delegieren. Bei Kaiser International ist es Firmenpolitik, dass bei Beförderungen einzig die Leistung zählt. Aussehen, Alter oder Geschlecht sind dabei völlig irrelevant. Du hast also die Möglichkeit Karriere zu machen und gleichzeitig deine submissiven sexuellen Fantasien ausleben. «

Daran hatte ich noch gar nicht gedacht. Es war wirklich zu verlockend nicht immer einen Spagat zwischen Karriere und sexuellen Vorlieben machen zu müssen. Aber mit Sicherheit gäbe es doch auch bei Kaiser International Getuschel, wenn plötzlich eine Glatzköpfige mit riesigen Intimpiercings die neue Abteilungsleiterin wurde. Andererseits lag es aber nur an mir, wie viel ich von meiner zweiten Persönlichkeit im Büro zeigen würde. Berufliche Konsequenzen müsste ich dann jedenfalls nicht mehr befürchten.

» OK, ich nehme ihr Angebot an! «

» Wunderbar, dann lasse ich deinen Arbeitsvertrag aufsetzen. Komm morgen in mein Büro, da machen wir dann alles fix! «

Meine Chefin holte eine Flasche Champagner aus einem Kühlfach und wir stießen gemeinsam auf meine neue berufliche Zukunft an. Allerdings wurde ich auch schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. In dem Moment in dem wir die Zugbrücke passierten, verwandelte sich meine Chefin wieder in Mistress Kaiser und ich wurde wieder zu Nummer 185. Die Lederfrauen, die mich auf mein Zimmer geleiteten, machten mir schnell wieder meinen tatsächlichen Status klar. Und ich konnte nicht einmal dagegen protestieren, denn ich hatte wieder meine Sprache verloren.

In der Nacht hatte ich wieder einen verrückten Traum. Ich stand auf einem Tisch und Mister Turnbull bespritzte mich von oben bis unten mit einer Wasserpistole. Meine Kleidung löste sich durch dieses Wasser auf und die umstehende Menge feuerte ihn lautstark an weiterzumachen. Als ich völlig nackt war, kam aus dieser Pistole allerdings kein Wasser mehr sondern rote Farbe. Aufreizend legte ich einen Tabledance hin und drehte mich lasziv im Kreis, damit die Farbe auch alle Körperstellen erreichen konnte. Nach kurzer Zeit hatte ich mich von Kopf bis Fuß in eine glänzend rote Figur verwandelt. Ich sah meine Umwelt jetzt rot eingefärbt, weil sich eine Schicht Farbe über meine Augen gelegt hatte. Plötzlich tauchte Karl Schreiber auf. Er versetzte mir Hiebe auf meinen Hintern, als Strafe dafür, dass ich ihn viel Geld gekostet hatte. Ich hatte diese Strafe verdient und genoss die wohlige Wärme, die sie verursachte.

Da hörte ich ein Fingerschnippen. Schon wieder wurde ich im spannendsten Moment aus meinem Traum gerissen. Enttäuscht blickte ich ins Gesicht einer lächelnden Anna. Sie hatte mir Frühstück und eine Nachricht von meiner zukünftigen Arbeitgeberin gebracht. In einer Stunde wurde ich von Mistress Kaiser in ihrem Büro erwartet. Meine Kleidung von gestern Abend war verschwunden und auch meine Zimmermädchen Uniformen hatten sich in Luft aufgelöst. Daher würde ich heute wohl mal wieder nackt vor Mistress Kaiser erscheinen. Wie üblich wurde ich von zwei Lederfrauen abgeholt. Unterwegs begegneten wir Nummer 187. Sie war inzwischen erblondet und ihre Oberweite hatte deutlich zugelegt. Anscheinend war sie auf dem Bimbo Trip. Ich fragte mich ob sie sich das im wahrsten Sinne des Wortes erträumt hatte oder ob dies wieder die Folge einer von ihr provozierten Strafe war. Sie sah jetzt jedenfalls aus wie ein feuchter Männertraum.

Bei Mistress Kaisers Sekretärin blieb mir diesmal ein Aufenthalt an der Wartewand erspart. Ich wurde sofort weiter ins Büro der Mistress geschickt. Wie versprochen war mein Arbeitsvertrag bereits fertig, aber ich nahm mir die Zeit diesen gründlich zu lesen. Schließlich wollte ich nicht irgendeine böse Überraschung erleben. Allerdings war es ein völlig normaler Standardvertrag, wenn auch mit einer relativ hohen Vergütung. Da ich keinen Haken erkennen konnte, unterzeichnete ich das Dokument schließlich. Und dieses blieb auch nicht das einzige Schriftstück, welches ich heute unterschrieb. Mistress Kaiser hatte auch gleich ein Kündigungsschreiben an das Bankhaus Schreiber vorbereiten lassen. Aus persönlichen Gründen beendete ich dort mein Arbeitsverhältnis. So ganz falsch war diese Begründung nicht, auch wenn die Bezeichnung „aus sexuellen Gründen“ wohl besser gepasst hätte. Mistress Kaiser begrüßte mich nun offiziell bei Kaiser International und schickte mich danach gleich zur Ärztin. Vermutlich wurde das keine gewöhnliche Einstellungsuntersuchung beim Betriebsarzt. Hoffentlich lief das aber auch nicht so ab, wie nach meiner Aufnahme in die Society Zero. Damals bekam ich sofort die Nummer 185 eintätowiert. Nicht das ich diesmal das Firmenlogo als Tattoo verpasst bekam.

Mein Besuch bei der Ärztin verlief diesmal jedoch völlig anders als die Male zuvor. Wie gewohnt sollte ich mich auf eine Liege legen. Als nächstes stülpte mir die Ärztin eine Maske übers Gesicht. Sie hielt das Teil über Nase und Mund und ich schmeckte etwas leicht Süßliches. Das war Gas! Bevor ich aber irgendwie reagieren konnte, war ich auch schon weggetreten. Als ich wieder aufwachte hatte ich leichte Kopfschmerzen. Was hatten die mit mir gemacht? Ich schaute mich um und sah, dass ich in meinem Bett lag. Hektisch zog ich die Decke von meinem Körper um mich untersuchen zu können. Als erstes fielen mir meine veränderten Nippel auf. Sie waren jetzt Pechschwarz. War das etwa ein Tattoo? Ich rieb mit den Fingern über meine Brustwarzen, aber die Farbe ließ sich dadurch natürlich nicht abreiben. Stattdessen richteten sich nur meine Nippel weiter auf. Plötzlich wurde mir klar, was das darstellen sollte. Meine Brustwarzen hatten sich in zwei schwarze Sonnen verwandelt und die goldene Korona meines Nippelschilds strahlte darum herum. Nun hatte ich mein Live Erlebnis mit einer Sonnenfinsternis. Sogar gleich in doppelter Ausführung. Allerdings hatte ich mir dieses Erlebnis ein kleines bisschen anders vorgestellt. Ich stand auf um meinen neuen Schmuck im Badezimmerspiegel bewundern zu können. Dabei bemerkte ich eine schwarze Linie auf meiner Wade. Die hatten doch wohl nicht? Doch hatten sie! Wie Nummer 187 hatte nun auch ich eine Strumpfnaht auf meine Beine tätowiert. Das sah zwar sexy aus, aber ich hätte die Variante mit richtigen Nahtstrümpfen trotzdem vorgezogen. Was würden die Kollegen in der Bank sagen, wenn ich zukünftig jeden Tag mit Nahtstrümpfen auftauchen würde. Moment, ich arbeitete doch gar nicht mehr bei der Bank. Oder hatte ich meinen Jobwechsel vielleicht auch nur geträumt? Jetzt wurde ich plötzlich unsicher.

Im Badezimmer wartete dann aber die größte Überraschung auf mich. Oder sollte ich besser Schock sagen. Im Spiegel starrte mich irgendwas mit roten Augen an. Aber nicht nur die Iris dieses Irgendwas war Rot, sondern der gesamte Augapfel. Das konnte doch wohl nicht wahr sein. Ich zwinkerte, aber die Augenfarbe veränderte sich dadurch nicht. Dies ging jetzt aber wirklich zu weit, ich sah aus wie ein Dämon aus einem Horrorfilm. Alle bisherigen Veränderungen konnten noch in einem gewissen Maße kaschiert werden, aber mit diesen Augen war das völlig unmöglich. Ich konnte doch nicht immer mit einer dunklen Sonnenbrille herumlaufen. Warum hatten die mir das angetan? Völlig aufgelöst tigerte ich nun in meinem Zimmer herum. Man hatte mich in einen Freak verwandelt. In gewisser Weise hatte ich das mit meinen bizarren Träumen natürlich selbst verschuldet. Trotzdem, eine Fantasie musste eben manchmal nur eine Fantasie bleiben. Aber in dieser Burg galten für passive Mitglieder nun einmal andere Spielregeln. Und ich konnte auch nicht behaupten, dass man mich vorher nicht gewarnt hätte. Wie konnte ich meine Träume in Zukunft nur besser kontrollieren, damit mich mein verdorbenes Selbst nicht noch tiefer ins Verderben stürzte. Apropos verdorbenes Selbst. Meine dunkle Seite hatte schon wieder die Macht übernommen und ich lief förmlich aus vor lauter Geilheit. Ich konnte einfach nicht anders und musste meine Gelüste befriedigen. Die dunkle Seite trieb mich zu immer neuen Gefühlen und nach drei unglaublichen Höhepunkten blieb ich schweißgebadet und völlig erschöpft auf meinem Bett liegen.

Mein neuer Job bei Kaiser International war anstrengend und bescherte mir jede Menge Arbeit. Ich hängte mich voll rein, um mich möglichst schnell in mein neues Aufgabengebiet einzuarbeiten. Man hatte mir in der Burg ein nettes kleines Büro eingerichtet, von dessen Fenster aus ich einen schönen Blick auf das Tal hatte. Das verrückte war, dass meine Sprachfähigkeit offensichtlich von meinem Standort beeinflusst wurde. Sobald ich durch die Tür in mein Büro trat, konnte ich problemlos sprechen und telefonieren. Umgekehrt wurde ich allerdings auch wieder stumm wie ein Fisch, sobald ich mein Büro verließ. Aber ich besaß nun mein eigenes kleines Reich und mein Türschild ließ den Eindruck entstehen, dass ich wichtig war.

185

Leiterin Finanzen Asien

Natürlich wurde auf diesem Schild zuerst mein Nummernstatus hervorgehoben, aber ein neutraler Besucher hätte die 185 vermutlich für die Zimmernummer gehalten. Nur gab es auf dieser Burg aber keine neutralen Besucher. Ich hatte nun so eine Art Zwitterstellung. Die Lederfrauen ließen mich mehr oder weniger in Ruhe und ich wurde auch nicht mehr in meinem Zimmer eingeschlossen. Allerdings konnte ich als passives Mitglied noch immer von jedem aktiven Mitglied beliebig in der Burg herumkommandiert werden. So hatte ich einmal eine wichtige Telefonkonferenz versäumt. Auf dem Weg zu meinem Büro war mir Mistress Astrid begegnet und hatte mir aufgetragen ihr eine Pizza zu bringen. Ich war sauer gewesen, weil sie mir dadurch Schwierigkeiten in meinem Job bereitet hatte. Deshalb bekam sie von mir ihre Pizza extra scharf. Danach machte ich mich aber schleunigst aus dem Staub, damit ich nicht bestraft wurde.

Die nächsten Wochen vergingen wie im Flug und ich hatte Spaß an meinem neuen Job. Meine nächtlichen Träume blieben bizarr und sie schienen auch immer verrückter zu werden. Aber aus irgendeinem Grund führten sie bei mir nicht mehr zu neuen Modifikationen. Ich war deshalb fast ein wenig enttäuscht. Eigentlich schon verrückt, dass ich mir heimlich wünschte noch mehr in einen Freak verwandelt zu werden. Vor zwei Tagen hatten meine Träume nach längerer Zeit mal wieder Auswirkungen auf mein reales Leben gehabt. Ich hatte im Fernsehen eine asiatische Schönheit gesehen, die sich lange metallische Fingernägel aufgesetzt hatte und damit einen Tempeltanz aufführte. Im Traum machte meine Fantasie daraus Catwoman in einem heißen Latexanzug mit langen scharfen metallischen Krallen. Ich strich als Latex Kätzchen schnurrend um die Beine von Mistress Kaiser und sehnte mich nach ihrer Zuwendung. Diese Zuwendung bekam ich dann am nächsten Tag von der Ärztin der Burg. Seither bin ich mit knallroten 5 Zentimeter langen Krallen bewaffnet. Auch wenn diese Nägel optisch wirklich beeindruckend aussahen, so behinderten sie mich doch bei meiner täglichen Arbeit. Denn mit diesen Dingern auf einer Tastatur zu tippen war wirklich eine Herausforderung.


Fortsetzung folgt!
369. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von *Gozar* am 13.02.18 20:38

Hallo IF

Super feiner Lesestoff Blechhand!

Toll geschrieben, kurzweilig und erfrischend....

Summasummarum klasse!!!

Fix weiter so!

Gruß Gozar
370. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 13.02.18 22:09

Ha, wenn Du geglaubt hast, Du bist mich los, Pech gehabt!

Wer so tolle Geschichten schreibt, hat es nicht verdient, ohne meine Bemerkungen auszukommen.
Irgend wer muss Dich doch wieder niedermachen, nicht dass Du plötzlich meinst, Du musst Frau Markheim mit Deinen monetären Belangen beauftragen.

So, jetzt aber los mit der Kritik!
Oh, verdammt, ich finde nichts!
Nichts wirklich schlimmes!
Schade eigentlich, nicht für Dich, so muß ich einmal mehr zugeben:

Du hat mich in die Welt entführt, mich auf die Burg mitgenommen und ich durfte die roten Augen sehen, die scharfen Krallen, die beiden schwarzen Sonnen, unglaublich!,

Du hast mich gefangen, mit/in Deiner Geschichte, ist das überhaupt erlaubt?
Ich glaube schon, so gefangen zu werden - toll gemacht.

Ihr_joe
371. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Dark Fangtasia am 13.02.18 23:51

Wieder ein sehr gelungener Teil. Die Geschichte erscheint mir deutlich länger als deine anderen. Dadurch gibt es nicht nur ein Wendung nach der anderen, sondern auch Raum für die Handlung, dass diese sich entfalten kann.

Sehr schön!

Ich hoffe, dass noch viele Teile kommen.

Am letzten Kapitel fand ich schön, dass es wieder ein paar Veränderungen (Bodymods) gab, welche die Fantasie anregen, neue Spannnug bringen und neue Fragen aufwerfen.

Ein Wiedersehen mit Lisa wäre schön. Und was bleibt aus dem alten Leben noch erhalten?
Und von was träumt sie wohl noch? Was kommt noch auf sie zu....

Fragen über Fragen, die dafür sorgen, dass ich weiter jeden Dienstag Abend schon auf den nächsten warte.
372. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von mi.mo am 14.02.18 15:34

Dieser Teil verdient wieder sechs Sterne...
Wundervolle Fantasie, schön geschrieben...
Weiter so...!!!
373. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 16.02.18 19:44

Hallo *Gozar*,

schön dass es dir gefallen hat.
Summasummarum danke!!!

Der nächste Teil wird aber trotzdem nicht vor Dienstag erscheinen. Sorry!


Hallo Ihr_joe,

warum sollte es Pech sein, wenn du bei meiner Geschichte kommentierst?
Ich lese deine humorvollen Kommentare immer sehr gerne und habe auch Spaß dabei, darauf zu antworten.

Zitat
Irgend wer muss Dich doch wieder niedermachen, nicht dass Du plötzlich meinst, Du musst Frau Markheim mit Deinen monetären Belangen beauftragen.


Ehrlich gesagt kann ich mich nicht erinnern, dass du mich irgendwann schon einmal niedergemacht hättest. Den zweiten Teil mit Frau Markheim habe ich nicht verstanden, aber vielleicht wolltest du mich damit auch nur verwirren.

Ich hoffe du genießt deine Gefangenschaft auf der Burg. In der Regel haben diese Bauwerke ja auch einen Folterkeller, vielleicht kann ich dein Lob ja dort wieder zurückzahlen.


Hallo Dark Fangtasia,

zuerst einmal danke ich dir für dein Lob.
Das diese Geschichte länger ist als meine beiden vorherigen ist ziemlich eindeutig. Die ersten zwei Geschichten hatten 7 bzw. 15 Teile und hier sind wir inzwischen bei Teil 34 angelangt. Das war nicht unbedingt so geplant, sondern hat sich einfach so ergeben, weil ich immer neue Ideen in die Geschichte eingearbeitet habe.

Die meisten deiner Fragen kann ich an dieser Stelle natürlich nicht beantworten, aber ich denke ich kann zumindest verraten, dass Lisa im nächsten Teil wieder ihren Auftritt haben wird.


Hallo mi.mo,

wow du vergibst sechs Sterne für den letzten Teil, deshalb danke ich dir dafür.
Andererseits sollte ich dich vielleicht vorher fragen was deine Höchstwertung ist. Denn vielleicht habe ich ja auch nur 6 von 50 möglichen Sternen erreicht.


LG
Fist
374. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von *Gozar* am 17.02.18 07:34

Also wenn das 6 von 50 Sternen sind, werten die anderen 44 nur zu 0,0002% in die Gesammtnote ein!

375. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von *Gozar* am 17.02.18 07:36

Was kommt eigentlich dabei Raus

376. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Dark Fangtasia am 17.02.18 11:43

Zitat
Hallo Dark Fangtasia,

...

Die meisten deiner Fragen kann ich an dieser Stelle natürlich nicht beantworten,


Hallo Fist,

Ich hoffe auch gar nicht darauf, dass du alle Fragen beantwortest, dann wäre ja auch die Spannung aus der Geschichte raus.
Ich will nur immer mal wieder meine Gedanken mitteilen, so dass du sehen kannst welche Erwartungen deine Geschichten auslösen.

Auch wenn diese natürlich nicht immer zutreffen. So war ich mir sicher, dass Lisa ein passives (sub) Mitglied wird, aber ich dachte, dass Marie ihre Herrin wird. Aber dann hätte ich vielleicht daran denken sollen, dass alle deine weiblichen Hauptfiguren am Ende als sub enden.
377. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von mi.mo am 17.02.18 17:46

Fist,

net so gierig, sechs Punkte ist die klassische Eins...

Also weiter so...

Wer so gut schreibt der verdient die höchst Punktzahl, aber ausruhen is net, weiter so...

Nur net nachlassen...

Grüß, di mi.mo
378. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Gummimike am 18.02.18 02:00

Interessante Fortsetzung. Zu dem Problem mit den Langen Nägeln Empfehle ich eine Lasertastatur oder einen Touchscreen.Was das mit den Roten Augen soll ist mir nicht ganz klar.
379. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 19.02.18 19:29

Hallo *Gozar*,

dann kann ich ja locker auf die restlichen 44 Sterne verzichten.
Rein mathematisch würde man bei deiner Rechnung vermutlich sagen "Geht gegen Null". Aber da du nach dem genauen Wert gefragt hast, es sind 0,000088 Sterne.


Hallo Dark Fangtasia,

du kannst dich darauf verlassen, dass ich auch in Zukunft nicht spoilern werde. Daher darfst du uns auch weiterhin gerne an deinen Gedanken teilhaben lassen.
In meiner letzten Geschichte endete Eva als Dom, somit trifft deine Aussage nicht völlig zu. Allerdings kann man vielleicht darüber streiten, ob Eva nun ein Hauptcharakter ist oder nicht.


Hallo mi.mo,

warum bin ich denn gierig, habe ich etwa mehr Sterne gefordert?
Also gut dann will ich mal deinen Ratschlag befolgen und umgehend an meiner vierten Geschichte weiterschreiben.


Hallo Gummimike,

ich bin mir nicht sicher, ob man mit langen Nägeln auf einer Lasertatstatur wirklich besser tippen kann. Auch dort kann man sehr leicht die falsche Taste erwischen. Ein Tochscreen würde bei der Bedienung sicher besser funktionieren, aber zum Tippen von Text ist dieser auch nicht optimal. Egal auf welche Weise, die langen Nägel sind am Computer wohl eher hinderlich.

Die roten Augen sind ähnlich wie ein Tattoo nur ein optischer Effekt. Ein tieferen Sinn darfst du nicht dahinter erwarten.
Bevor hier jetzt Proteste kommen, ja ein Tattoo kann natürlich auch für irgendetwas stehen. Aber das muss eben nicht zwingend der Fall sein.


LG
Fist
380. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 19.02.18 19:45

@IronFist

Zitat

Den zweiten Teil mit Frau Markheim habe ich nicht verstanden, aber vielleicht wolltest du mich damit auch nur verwirren.

Eine Anspielung auf das Verschlüsseln und Entschlüsseln deiner Geschichten, hatten wir doch schon. Es war noch zu zauberhaften glamourösen Zeiten der Geschichte.

Ihr_joe


381. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Dark Fangtasia am 20.02.18 15:10

Die roten Augen düfte man ja eigentlich dadurch überdecken können, dass man farbige Kontaktlinsen trägt, die nicht nur die Farbe der Iris verändern, sondern auch das Weiße des Augapfels überdecken.

Ich persönlich fände es noch besonders reizvoll, wenn Marie entdecken würde, dass ihrer Tattoos auch mit UV Farbe gestochen wurden und sie daher unter Schwarzlicht hell leuchten. Dann könnte man sie auch so kaum verstecken. Denn bei einer dünnen hellen Bluse ohne BH könnten die dürften Brustwarzen schön durchscheinen.

Auf jden Fall freut es mich zu hören, dass Geschichte Nummer 4 schon in Arbeit ist, auch wenn ich mich so schnell nicht von Marie verabschieden will.
382. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 20.02.18 19:08

Hallo Ihr_joe,

mir ist noch immer nicht klar, was du damit ausdrücken wolltest.
Offensichtlich verwende ich den falschen Entschlüsselungscode für deine Kommentare.


Hallo Dark Fangtasia,

gibt es denn überhaupt Kontaktlinsen, die das gesamte Auge bedecken?
Falls nein, dann könnte Magic Glamour bestimmt weiterhelfen.

Nette Idee mit den UV-Tattoos, darauf bin ich noch gar nicht gekommen. Vielleicht ließe sich das ja in Geschichte 4 einbauen?

LG
Fist
383. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 20.02.18 19:43

Teil 35


Ich vermisste Lisa und machte mir Sorgen um sie. Seit über 2 Wochen hatte ich sie nicht mehr gesehen. Mistress Kaiser hatte mir versichert, dass es Nummer 184 gut gehen würde. Angeblich hatte sie sich einen längeren Aufenthalt im Folterkeller der Burg erträumt. Allerdings hatte mich diese Aussage nicht unbedingt beruhigt.

An meinem vorletzten Arbeitstag auf der Burg bekam ich einen Anruf von Mistress Kaiser. Ich sollte am Abend zu ihr kommen und ich würde dann auch Lisa wiedersehen. Dieser Anruf war gleich in zweifacher Hinsicht ungewöhnlich gewesen. Zum einen hatte es wie eine Einladung geklungen. Obwohl es vermutlich eher eine als Einladung getarnte Vorladung war. Jedenfalls bezweifelte ich, dass ich diese Einladung einfach hätte ablehnen können. Zum anderen hatte sie mich in ihre privaten Gemächer eingeladen. Das hatte sie bisher noch nie gemacht und ließ sofort Skepsis bei mir aufkommen. Ich wurde immer misstrauisch, wenn die Leute plötzlich ihr Verhalten änderten. Da war irgendwas im Busch. Nur was? Vielleicht wollte sie mich überzeugen, dass ich mich als dauerhafte Burgsklavin verpflichten sollte. Für mich war das aber noch immer keine Option.

Eines der Privilegien meiner neuen Stellung als Leiterin Finanzen war, dass ich völlig frei entscheiden durfte was ich anziehen wollte. Kurz nach meiner Beförderung war ich deshalb in ein anderes Zimmer mit einem Alkoven umgezogen. Und dieser Alkoven bot sogar noch viel mehr Möglichkeiten als das Gerät bei mir Zuhause. Ich hatte lange überlegt was ich zu dieser Einladung bei Mistress Kaiser tragen sollte. Da ich auf Lisa treffen sollte ging es heute wohl um die Belange der Society Zero und nicht um Kaiser International. Deshalb entschied ich mich für ein langes transparentes Latexkleid, damit meine außergewöhnlichen schwarzen Sonnen auch gut zu sehen waren. Ich mochte es in meinem Bewegungsspielraum einschränkt zu sein. Deshalb war der Rock sehr eng und verkürzte deutlich meine Schritte. Strategisch gut platziert hatte dieses Kleid auch noch zwei Belüftungsöffnungen. Meine Pobacken wurden provokant durch die hintere dieser Öffnungen hinaus gepresst. Seit ich den Poausschnitt bei der Sekretärin von Mistress Kaiser zum ersten Mal gesehen hatte, genoss ich sowas auch häufiger bei der Arbeit. Die vordere Öffnung in meinem Rock erlaubte hingegen einen freien Zugang zu meinen großen Goldringen. Durch den dauerhaften Zug dieser Ringe schienen sich meine Labien inzwischen etwas verlängert zu haben. Zudem waren sie dadurch unglaublich sensibel geworden und ich liebte es wenn die Goldringe aneinander schlugen. Am besten passten zu diesem Kleid ein paar hohe Schuhe mit einer Acrylglas Sohle und durchsichtigen Riemchen. Auch wenn diese Schuhe furchtbar unbequem waren. Zum Schluss hatte ich noch ein kräftiges Makeup aufgelegt, welches fast so farbenprächtig war, wie das zu meiner Zeit als Zimmermädchen. Den Farbton des Lippenstifts hatte ich dabei an meine langen knallig roten Krallen angepasst. Fertig!

Der Weg zu Mistress Kaiser war ziemlich beschwerlich. Durch den engen Rock wurde das Treppensteigen zu einer langwierigen und schweißtreibenden Angelegenheit. Und auch die unbequemen Schuhe machten sich bereits nach kurzer Zeit unangenehm bemerkbar. Etwa 15 Minuten später hatte ich endlich die Gemächer von Mistress Kaiser erreicht. Eine goldene Krone an der Eingangstür machte unzweifelhaft klar, dass hier die Königin bzw. die Kaiserin wohnte. Auf mein Klopfen hin öffnete Anna die Tür. Ich war immer wieder über ihren glänzenden makellosen weißen Teint erstaunt. Es schien fast so als wäre dieses dünne weiße Latex auf ihre Haut geklebt worden. Ihre roten Pupillen strahlten einen förmlich an, auch wenn sie in dieser Hinsicht nicht mehr mit meinen Dämonenaugen mithalten konnte. Inzwischen war ich ziemlich stolz auf meine einzigartige Augenfarbe, denn das machte mich zu etwas Besonderem. Die kaiserlichen Räume waren erwartungsgemäß luxuriös, aber als ich ins Wohnzimmer kam gingen mir die Augen über. An der Decke hing eine nur mit Strümpfen und Ballet-Heels bekleidete Frau. Ihre Beine hatte man im Spagat an einen Metallstab gefesselt. Und unter diesem Stab hing ein prächtiger kristallener Kronleuchter. Ich staunte nicht schlecht, denn man hatte diese Frau zu einem Teil der Zimmerbeleuchtung gemacht. Aber das war hier bei weitem noch nicht alles. Aus der Oberfläche mehrerer Schränkchen ragten schwarze Pos heraus, in denen goldene Kerzenleuchter steckten. Ich hatte das zuerst für eine ungewöhnliche Dekoration gehalten, aber dann stellte ich fest, dass sich einige dieser Hintern bewegten. Offensichtlich hatten all diese Schränkchen ein ziemlich lebendiges Innenleben. Und dieses lebendige Innenleben setzte sich bei anderen Möbelstücken fort. Eine Frau war in einem Metallgestell gefangen und auf allen Vieren fixiert worden. Sie trug genau wie die Deckenleuchte Strümpfe und Ballet-Heels. Zusätzlich hatte man sie noch in ein enges Korsett gezwängt und an ihren Nippeln baumelten riesige Goldringe. Ihre Ringe waren sogar noch größer als die in meinem Schritt. Obenauf ruhte schließlich eine schwere Glasplatte auf Po und Schultern. Man hatte sie auf diese Weise zu einem niedrigen Wohnzimmertisch umfunktioniert. Durch die vielen unterschiedlichen Eindrücke in diesem Zimmer war ich etwas überfordert, denn ich wusste gar nicht wo ich zuerst hinschauen sollte. Allerdings war die Antwort darauf relativ einfach. Denn meine Gastgeberin Mistress Kaiser saß in einem großen schwarzen Sessel direkt neben dem lebenden Glastisch. Aus der Rückenlehne ihres Sessels ragten ein paar Ballet-Heels heraus und in der Sitzfläche konnte ich zwischen ihren Beinen ein paar nackte Brüste und ein Gesicht erkennen. Moment mal, das kam mir doch irgendwie bekannt vor. In dieser erotischen Kurzgeschichte kam doch ein ganz ähnliches Sofa vor. Ich hatte die Geschichte für reine Fiktion gehalten. Sollte es den Künstler, der diese Möbel herstellte, vielleicht tatsächlich geben? Wenn ich mich richtig erinnerte, dann war sein Name Varga.

» Hallo Marie, schön dass du kommen konntest! «, wurde ich von Mistress Kaiser begrüßt. Sie trug heute ein paar Lederleggins und ein enges Bustier, das ihre Brüste nach oben pushte. Ihre leicht gespreizten Beine steckten in glänzenden Stiefeln, die auf der Vorderseite bis zum Oberschenkel hinauf geschnürt worden waren. Die spitzen Absätze dieser Stiefel ruhten auf dem Rücken eines lebenden strohblonden Fußschemels, der nackt auf dem Boden kauerte. Ich erkannte diesen Schemel wieder, es war meine Bimbo Zimmermädchen Kollegin Nummer 187. Mistress Kaiser lächelte mich an und zwirbelte währenddessen mit den Fingern sanft an den Nippeln ihres Polsters. Die Begrüßung hatte mich irritiert, denn Mistress Kaiser hatte mich mit meinem richtigen Namen angesprochen. Normalerweise nannte sie mich immer nur 185. Da ich mangels Stimme nicht antworten konnte, nickte ich einfach nur zurück.

» Bitte nehm doch Platz! «, dabei wies sie auf ein Sofa auf der anderen Seite des Glastischs.

Natürlich war keine Sitzgarnitur ohne das passende Sofa komplett. Da stand es nun, das berüchtigte Sofa aus der doch nicht so fiktiven Geschichte. Hier allerdings ohne die roten Statuen an den Seiten. Ich hatte mir beim Lesen vorgestellt eines dieser Sitzpolster zu sein und der Gedanke hatte mich damals mächtig angeturnt. Nun das würde wohl auch weiterhin eine Fantasie bleiben. Aber zumindest würde ich heute ganz real erleben, wie man auf diesem Sofa saß. Es stellte sich heraus, dass mein enger Rock beim Hinsetzen ziemlich hinderlich war. Daher ließ ich mich mehr auf das Sofa fallen, als das ich mich wirklich hinsetzte. Mein Polster stöhnte beim Hinsetzen kräftig auf und kurze Zeit später gab sie nur noch ein paar klägliche Laute von sich. Mein Latexrock lag direkt über ihrem Gesicht und verhinderte, dass sie atmen konnte. Natürlich wollte ich sie nicht ersticken und schob meine Beine deshalb ein Stück zur Seite, so dass sie wieder Luft bekam.

» Danke! «, flüsterte mir mein Polster erleichtert zu.

Plötzlich kam mir ein Gedanke. Ob Lisa vielleicht in einem dieser Möbelstücke steckte? Den Schemel hatte ich ja bereits als 187 identifiziert. Der Leuchter und der Glastisch waren mir völlig unbekannt, aber wie stand es mit den restlichen Möbelstücken. Bei den lebenden Polstern war eine Identifizierung gar nicht so einfach, weil die Gesichter nur ein ganz kleines Stück aus den Sitzflächen herausragten. Aber nach genauerem Hinsehen schloss ich auch die Sitzmöbel aus. Blieben also nur noch die Schränkchen übrig. Dort war eine Identifizierung allerdings völlig unmöglich. Es bestand hier also durchaus die Möglichkeit, dass einer dieser Hintern zu Lisa gehörte.

» Marie, du fragst dich sicher warum ich dich heute zu mir eingeladen habe. Es gibt da aber jemanden, der dir das wesentlich besser erklären kann als ich. Anna bitte starte die Aufzeichnung! «

Plötzlich hörte ich die Stimme von Lisa.

» Hallo Marie, schön das du zu meinem großen Tag gekommen bist. Ich habe es dir zu verdanken, dass ich heute meine wirkliche Bestimmung gefunden habe. Durch unsere gemeinsamen Spielchen habe ich ganz neue sexuelle Erfahrungen gemacht. Es war immer spaßig dich öffentlich als meine Sklavin vorzuführen, aber innerlich hatte ich mir in diesen Momenten stets gewünscht an deiner Stelle zu sein. Und wenn es an mir war deine Sklavin zu spielen, dann sehnte ich mich immer danach, dass du mich viel weiter bis an mein Limit heranführen würdest. In den letzten 4 Wochen habe ich hier nun gelernt, dass es da noch viel mehr gibt als bloße Spielchen. Völlig neue Gelüste und eine tiefe Befriedigung als Sklavin habe ich während dieser Zeit kennengelernt. Mir ist dadurch klar geworden, dass es mir nicht mehr ausreicht, die Rolle der Sklavin nur zu spielen. Daher kann meine Zukunft auch nur die einer dauerhaften Burgsklavin sein. Ich weiß nicht ob du meine Beweggründe für diesen Entschluss nachvollziehen kannst. Aber ich bin mir sicher, dass du als meine beste Freundin diesen Schritt akzeptieren und mich auf meinem Weg unterstützen wirst. Dafür danke ich dir herzlich! «

Wow, dieser Burgaufenthalt hatte Lisa sogar noch mehr verändert als mich. Und das sagte eine Glatzköpfige mit roten Augen und Megapiercings. Ich konnte Lisas Gründe einerseits nachvollziehen, aber andererseits erschien mir ihre Entscheidung viel zu endgültig. Sie gab damit eine alternative Zukunft komplett auf. Wollte sie nicht vielleicht irgendwann einmal eine Familie und Kinder haben? Die Aufzeichnung war aber noch nicht beendet.

» Ich hatte mich wirklich darüber gefreut, als ich nach den Prüfungen erfuhr, dass du ebenfalls in die Society Zero aufgenommen wurdest. Jetzt habe ich gerade gehört, dass du inzwischen einen neuen Job als Chefin hast. Gratulation! Eine große berufliche Karriere war doch schon immer dein Traum gewesen. Im Moment laufen gerade die letzten Vorbereitungen für meine Transformation zur dauerhaften Burgsklavin. Vermutlich wirst du mich danach nicht so ohne weiteres wiedererkennen. Deshalb vertraue in dieser Beziehung einfach dem Wort von Mistress Kaiser! «

Den letzten Satz hatte Lisa mit einem Lachen beendet. Ihre Transformation? Würde sie danach wie Anna aussehen? Ein weißes Püppchen mit einem Clownsgesicht?

» Ich finde Nummer 184 hat das ganz ausgezeichnet erklärt. Nach dieser tollen Einleitung bist du doch sicher schon ganz begierig darauf, deine Freundin endlich wiederzusehen! «, erklärte Mistress Kaiser abschließend.

Eine Tür öffnete sich und ein Etwas stakste in den Raum. Trotz der vorherigen Erklärung konnte mein Gehirn irgendwie keine Verbindung zwischen Lisa und diesem Etwas herstellen. Das Ding war pechschwarz und hochglänzend. Es schien keine Arme zu besitzen und balancierte auf stelzenartigen Absätzen. Ein merkwürdig anmutendes Blinzeln ließ schwarze Augen erscheinen. Allerdings gab es bei diesem Ding auch durchaus ein paar Farbtupfer mitten in dem tiefen Schwarz. Dort wo eigentlich der Mund sein sollte, war ein großes knallrotes O zu sehen. In dem gleichen Rot gab es zusätzlich noch eine ovale Öffnung im Schritt und die Nummer 184 knapp darüber. Ich starrte dieses außerirdische Wesen mit offenem Mund an. Als sich aber die Erkenntnis durchsetzte, dass dies meine Freundin Lisa war, reagierte ich geschockt. Was hatte sie sich bloß dabei gedacht? Sie war zu einer lebenden Sexpuppe ohne Arme geworden. Das sah einfach nur lächerlich aus. Wirkte auf eine bizarre Weise aber auch gleichzeitig ziemlich geil. Die Sexpuppe drehte sich um die eigene Achse und ich stellte erleichtert fest, dass sie durchaus noch Arme besaß. Diese waren allerdings gefesselt und es machte den Anschein, als würde Lisa gerade hinter ihrem Rücken beten. Die Position ihrer Arme sah ziemlich unbequem aus. Meiner Meinung nach hatte sie jetzt aber auch wirklich allen Grund zu beten. Wie konnte es ihr nur gefallen zu einer Witzfigur gemacht zu werden? Natürlich war die Bezeichnung Witzfigur ein wenig unfair, denn vermutlich würden die meisten Normalos mein aktuelles Aussehen ganz ähnlich betiteln. Aber ihr Look war für meinen Geschmack einfach viel zu extrem.

» Und wie gefällt dir deine Freundin? Ihre Fantasien gingen in den Träumen noch ein ganzes Stück weiter als die in deinem kleinen verdorbenen Hirn! «, erklärte mir Mistress Kaiser lachend.

Der Beweis für ihre Aussage stand ganz offensichtlich direkt vor mir. Hoffentlich würde diese Begegnung mit Lisa nicht Auswirkungen auf meine nächsten Träume haben. Oh Gott, ich sah mich schon selbst als Sexpuppe enden. Nein, sowas würde mir nicht passieren! Plötzlich hatte die Sexpuppe Lisa noch eine Überraschung für mich auf Lager. Aus diesem roten O erschien eine schmale gespaltene Zunge. Das lange gelbliche Ding bewegte sich nach links und rechts und verschwand kurz danach wieder in dem großen O. Was zur Hölle? Diese Zunge hatte ausgesehen wie die einer Schlange. Aber das war doch nicht möglich, oder? Ich wurde eines Besseren belehrt, denn ganz offensichtlich war das doch möglich. Meine Freundin züngelte nun herum wie eine Schlange auf Beutesuche. Hoffentlich war ich nicht als diese Beute vorgesehen.

» Übrigens ist das kein Latex was sie da trägt, auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht. Wir nennen es Dermatex und Kaiser International hat dieses Material ursprünglich für die Behandlung von Brandwunden entwickelt. Es wird aufgesprüht und ersetzt anschließend narbenfrei verbrannte Hautpartien. Hier in der Society Zero haben wir das Dermatex dann ein wenig für unsere Zwecke modifiziert. Wir wollten den Glanz und das erotische Gefühl von Latex auf der Haut simulieren. Und beim Gefühl ist es uns sogar gelungen das Original zu übertreffen. Natürlich haben wir auch die Farbpalette des medizinischen Dermatex deutlich erweitert. In dieser Hinsicht ist jetzt fast alles möglich. «


Fortsetzung folgt!
384. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von BaldJean am 20.02.18 20:00

Ich vermute mal das dies bedeutet, dass ich tatsächlich recht hatte: Lisa wurde auch komplett enthaart, denn sonst hätte man dieses Dermatex wohl kaum applizieren können.
385. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Moira am 21.02.18 21:54

doch doch, ich lese schon noch regelmäßig mit, wenn auch ich mich nicht nach je-der Folge (in je-der Geschichte, die ich lese, melde - nicht, dass ich wieder ungebeten die Startseite mit zu kurzen Wortmeldungen flute *kicher)

Body-Modifications sind halt nicht so ganz mein Ding, aber diesmal trifft diese "Möbel-Phantasie" wieder mal genau meinen Nerv und Geschmack ^^

Dienstag & Mittwoch sind immer noch meine Story-Lieblingstage, die anderen Geschichten, die ich "verfolge", erscheinen nicht so regelmäßig - paar Wochentage hätte ich also noch frei *lach

aber Du lässt Dich ja sicherlich immer noch nicht zu mehr Postings pro Woche erweichen *grummel

Lieben Gruß ~ M
386. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 23.02.18 19:27

Hallo BaldJean,

deine Schlussfolgerung ist korrekt.
Es sei denn, dass das Dermatex auch auf Haaren haftet.


Hallo Moira,

dann muss ich dich doch glatt tadeln, dass du dich in der anonymen Masse der Leser versteckst.
Das hast du doch gar nicht nötig, oder?

Es wird in Geschichten wohl immer bestimmte Dinge geben, die einem nicht so ganz liegen. Aber es freut mich, dass dir der Forniphilia Part gefallen hat. Auch wenn ich in diesem Punkt ein wenig bei Eva abgekupfert habe. Hoffentlich verklagte mich der Autor dieser Geschichte nicht dafür!

Ich fürchte, dass du mit dem Dienstag bald einen weiteren Wochentag frei haben wirst, denn diese Geschichte hier nähert sich so langsam dem Ende.

Auf jeden Fall möchte ich dir herzlich für deine netten Worte danken.
Noch ein kleiner Tipp zum Abschluss. Es gibt eine sehr einfache Methode für mehr Postings von mir jede Woche. Kommentare schreiben, denn dann wirst du auch eine Antwort von mir erhalten.
(Irgendwie macht es immer noch Spaß einen Kommentar ganz bewusst falsch zu verstehen. Aber psst nicht weitersagen!)


LG
Fist
387. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 23.02.18 20:43

Zuerst zu der aktuellen Folge,
Sehr schön, Die Tage auf der Burg gehen zuende.
Beute für 184, das würde nicht passen, trotz züngeln.

Gefällt mir auch gut. Nur mit Lisas aktuellem Outfit, bin ich etwas überfordert, glänzend schwarz. Witzfigur, hupst da gibt es doch schon, ein, zwei Möglichkeiten. So was überfordert die Fantasie eines alten Sklaven, nicht so die Lebendmöbel...


Aber zu Deiner Befürchtung:

Zitat

Auch wenn ich in diesem Punkt ein wenig bei Eva abgekupfert habe. Hoffentlich verklagte mich der Autor dieser Geschichte nicht dafür!


Oh,oh, da musst du aufpassen, der Kerl scheint mit eiserner Hand so was anzugehen! Man sagt sogar mit eiserner Faust und damit ist nicht der von Goethe gemeint.

Obwohl lach, wie war das noch bei Johann Wolfgang?
Zitat

Tragödie erster Teil


Vielen Dank,
Einmal mehr freut sich
Ihr_joe
388. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 25.02.18 19:15

Hallo Ihr_joe,

jetzt stell mal dein Licht nicht unter den Scheffel, denn ganz so fantasielos kommst du jetzt auch nicht daher. Trotz deines Alters.

Ja dieser Autor kehrt wirklich mit eiserner Faust.
Wie sagte Goethe so schön: Allwissend ist er nicht, doch viel ist ihm bewusst! (oder zumindest so ähnlich)

Freut mich, dass dir der Geschichte gefällt. Doch ein Satz von dir wirft auch eine Frage auf.
Zitat
Sehr schön, Die Tage auf der Burg gehen zuende.

Du freust dich also auch über das Ende der Geschichte?

LG
Fist
389. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 25.02.18 20:14

@ IronFist
Zitat

... freust dich also auch über das Ende der Geschichte?


Nicht über sondern auf, denn ein Ende ist immer auch ein Anfang!

Aber das dauert doch hoffentlich noch... wer außer Dir sagt denn, dass dann die Geschichte endet, und dass Du immer die Wahrheit schreibst wissen wir ja^^!

Andere behaupten auch:

In jedem Ende liegt ein neuer Anfang.

Also halte Dich daran! Erfreue uns dann mit der nächsten Geschichte.

(Natürlich nur wenn Du magst.)

Ihr_joe

390. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von mi.mo am 25.02.18 20:41

IronFist

sechs weitere Punkte, ein glatte "Eins", aber es geht net jetzt hier aufzuhören...

Lass es "Bitte" noch a bisserl weiter gehen...

Jetzt wird es interessant...

Liebe Grüß, mi.mo
391. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 26.02.18 19:26

Hallo Ihr_joe,

bezichtigst du mich etwa der Lüge?
Was für eine absurde Anschuldigung.

Wer außer mir kann denn zu diesem Zeitpunkt beurteilen, ob diese Geschichte bald zu Ende geht?
Einen neuen Anfang wird es sicherlich irgendwann mit meiner vierten Geschichte geben, aber das wird sicher noch eine ganze Weile dauern.


Hallo mi.mo,

vielen Dank für deine großzügige Vergabe von Sternen.

Diese Geschichte hört ja nicht augenblicklich auf, denn a bisserl habe ich schon noch. Allerdings auch nicht mehr.
Sie war bereits vor der Veröffentlichung fertig gestellt und ich fange jetzt auch nicht mehr an sie weiterzuschreiben.
Daher muss ich dich wohl auf meine nächste Geschichte vertrösten, deren Veröffentlichungsdatum aber noch in den Sternen steht.


LG
Fist
392. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 27.02.18 19:03

Teil 36


Sollte das etwa bedeuten, dass Lisa nicht in einem Anzug steckte, sondern dies nun ihre richtige Haut war? Du meine Güte, das Ganze wurde immer schlimmer. Vermutlich erklärte dieses Dermatex dann auch die makellos weiße Haut von Anna. Ob sich das jemals wieder Rückgängig machen ließ? Ich bezweifelte es stark.

» Deine Freundin hat sich gewünscht, dass du ihre Gefühle verstehen lernen sollst. Deshalb werden wir eure Implantate miteinander verlinken. Im Grunde wirst du dadurch in ihrer Haut stecken und sie in deiner. «

Wovon redete Mistress Kaiser da bloß. Plötzlich wurde mir etwas schwummrig und ich fühlte mich ziemlich seltsam. Meine Arme begannen zu schmerzen und ich verspürte einen starken Druck auf meine Zehen. Auf einmal hatte ich das Gefühl am ganzen Körper gestreichelt zu werden. Dieses Streicheln fühlte sich herrlich an, so als ob sich mein ganzer Körper in eine einzige erogene Zone verwandelt hätte. Immer wenn Lisa züngelte, konnte ich nun den Duft von Rosen ausmachen. So langsam begriff ich was Mistress Kaiser soeben gesagt hatte. Ich war zwar noch immer ich selbst, aber ich spürte jetzt die Sinneswahrnehmungen von Lisa. Die einzige Ausnahme schien hierbei die Sicht zu sein, denn ich nahm die Umwelt noch immer mit meinen eigenen Augen wahr. Lisa stand etwa 10 Meter entfernt und ich war erstaunt, dass sie bzw. ich auf diese Entfernung die Rosen auf dem Tisch riechen konnte. Nun genau genommen war es auch mehr ein Schmecken als ein Riechen. Zusätzlich konnte ich auch noch eine nasse Muschi schmecken, welche vermutlich die meine war. Denn obwohl mir Lisas neues Aussehen ziemlich extrem vorkam, so hatte es trotzdem eine erregende Wirkung auf mich gehabt. Bei den erotischen Geschichten hatte ich mich immer gefragt, wie es wohl wäre an der Stelle der Heldin zu sein. Jetzt erfuhr ich es quasi am eigenen Leib und erschreckenderweise gefiel es mir sogar.

Nun machte Lisa einen Schritt auf mich zu und meine Gefühlswelt explodierte. Das Streicheln hatte sich durch die Bewegung derart intensiviert, dass sich mein bisher leicht erhöhter Herzschlag zu einem wilden Hämmern steigerte. Doch dann wurde mir klar, dass das gar nicht mein eigener Herzschlag war. Es war Lisa, die sich bereits in einem Ausnahmezustand befand. Zwei Schritte weiter begann ihr Körper leicht zu zittern. Lisa stakste aber weiter direkt auf mich zu, bis sie plötzlich nach vorne kippte und in den Armen von Anna landete. Diese ließ Lisa sanft zu Boden gleiten, wo sie sich wild zuckend herumwälzte. Ich wusste so schnell gar nicht wie mir geschah. Ein Gefühls-Tsunami überrollte mich und riss mich mit sich fort. Diese Welle hatte mich so weit fortgespült, dass ich erst wieder zu mir kam, als ich eine jammernde Stimme hörte.

» Autsch, autsch! Bitte aufhören! «

Ich öffnete die Augen und stellte fest, dass sich meine Finger verkrampft hatten und sich meine langen Krallen in die Brust meines Polsters bohrten. Ein erleichtertes Stöhnen entwich meinem Sitzpolster, als ich wieder von ihr abgelassen hatte. Es war wirklich seltsam, ich hatte soeben einen Orgasmus erlebt, aber mein Körper saß hier völlig unbeteiligt auf dem Sofa. Irgendwie war das gespenstisch. Anna hatte der Sexpuppe mittlerweile wieder auf die Beine geholfen. Die schwarze Gestalt legte die letzten Meter auf wackligen Beinen zurück und kniete sich dann direkt vor meinem Sofa hin. Die Sexpuppe blickte mir nun direkt ins Gesicht. Man konnte durchaus noch Lisas Gesichtszüge ausmachen, auch wenn das dunkle Schwarz die meisten Konturen verwischte. Schwarze Augenlieder öffneten und schlossen sich über schwarzen Augäpfeln. Ob Lisa mit diesen Augen überhaupt noch sehen konnte? Oder erschmeckte sie sich vielleicht ihre Umwelt mit Hilfe der Zunge? Auch ihr Kopf schien nun epiliert zu sein, denn er bildete eine glänzende schwarze Kugel. Am verstörendsten wirkte auf mich allerdings das rote O mitten in ihrem Gesicht. Es hatte ein schwarzes Nichts in der Mitte, aus dem immer wieder die Schlangenzunge heraus züngelte. Ein treffendes Wort für diesen „Mund“ zu finden war wirklich schwierig. Vermutlich war obszön noch am passendsten.

Die Sexpuppe beugte ihren Oberkörper nach vorne und begann nun schneller zu züngeln. Immer deutlicher hatte ich den Geschmack meiner eigenen Lustsäfte im Mund. Und immer näher kam dieser blankpolierte schwarze Kopf meinem Schritt. Die gelbe Zunge war erstaunlich lang und zupfte bereits an meinen großen Goldringen. Dann schlängelte sie sich zwischen den Ringen hindurch und verschwand tief in meiner Muschi. Es war äußerst merkwürdig, denn ich spürte nur den intensiven Geschmack in meinem Mund. Ansonsten war ich aber nur so eine Art unbeteiligte Zuschauerin. Und das obwohl ich gerade intensiv geleckt wurde. Wie mochte diese Situation wohl für Lisa sein? Für sie müsste es sich eigentlich so anfühlen, als ob sie sich gerade selbst lecken würde. Sowas konnte eigentlich nur zu einem guten Höhepunkt führen, denn schließlich wusste sie so ganz genau an welcher Stelle sie stimulieren musste. Interessiert beobachtete ich nun die Reaktionen meines eigenen Körpers. Meine schwarzen Sonnen erstrahlten bereits in ihrer vollen Pracht. Unter meinem durchsichtigen Kleid hatte sich so einiges an Schweiß angesammelt. Und mein Schritt verursachte inzwischen schmatzende Geräusche. Dann spannte sich meine Oberschenkelmuskulatur an und meine Füße hoben sich ein kleines Stück vom Boden. Allerdings lag der Oberkörper von Lisa auf meinen Beinen, wodurch nicht allzu viel Bewegungsspielraum bestand. Meine Hüfte bewegte sich sanft vor und zurück. Dann immer schneller. Jetzt war es wohl gleich soweit. Ich blickte ins Gesicht eines benachbarten Polsters und konnte ein breites Grinsen erkennen. Dann begann mein Körper schließlich heftig zu zucken und ich musste enttäuscht feststellen, dass ich immer noch einfacher Zuschauer war. Wie gemein war das denn bitte. Mein Körper streckte sich krampfartig einem Höhepunkt entgegen und ich bekam das überhaupt nicht mit. Lisa hingegen hielt ihre Augen fest geschlossen und verrichtete noch immer flink ihre Arbeit mit der Zunge. Ich musste mich wohl oder übel damit abfinden, dass dieser Höhepunkt meines Körpers Lisa gehörte.

Kurze Zeit später brach Lisa zusammen und ihr schlaffer Körper blieb zu meinen Füßen liegen. Anna half ihr hoch und führte sie danach aus dem Raum. Ich wollte Lisa folgen, musste aber feststellen, dass ich in meinem engen Rock nicht ohne fremde Hilfe von dem Sofa aufstehen konnte. Verdammt, ich hatte meine Kleidung für heute Abend schlecht gewählt. Plötzlich wurde mir wieder schwummrig. Die Schmerzen in meinen Armen ließen nach und meine erogene Ganzkörperzone verschwand. Offensichtlich war der Link zwischen Lisa und mir wieder abgeschaltet worden. Wie Schade, denn ich hatte dieses Gefühl auf meiner Haut gemocht. Allerdings wurde mir jetzt auch klar, dass mein eigener Körper schon wieder auf 180 war. Und das obwohl Lisa ihn gerade erst zu einem Höhepunkt gebracht hatte. Wenn sie noch ein wenig weitergemacht hätte, dann hätte sie leicht noch einen zweiten Orgasmus in meinem Körper erleben können.

» Mir scheint Marie, dass du deinen Spaß an unserer kleinen Vorführung hattest. Ich habe sowas auch schon ausprobiert und es ist wirklich erfrischend einmal den Orgasmus einer anderen Person zu erleben. «

Waren die aktiven Mitglieder etwa auch alle gechipt? Und sollte das selbst bei Mistress Kaiser der Fall sein? Ich erinnerte mich zurück. Ja, diese Implantate waren uns schon vor der letzten Prüfung verpasst worden. Somit trugen vermutlich alle Mitglieder der Society Zero einen Chip an ihrem Nacken. Irgendwie ziemlich erschreckend wenn man bedachte, was man mit den Teilen alles anstellen konnte. Und vermutlich hatte ich bisher nur einen Bruchteil der Möglichkeiten dieser Implantate kennengelernt.

» Jetzt lass uns aber zum geschäftlichen Teil des Abends kommen. Morgen ist der letzte Tag deiner Eingewöhnungsphase und danach kannst du wieder nach Hause fahren. Ich gebe dir zwei Wochen frei bis du in der Zentrale von Kaiser International deine neue Abteilung kennenlernen wirst. Während dieser Zeit kannst du all deine Dinge in Düsseldorf regeln. «

Darüber hatte ich auch schon nachgedacht, denn ich musste einen Umzug nach Frankfurt organisieren. Und sogar noch wichtiger, ich musste in Frankfurt zuerst einmal eine neue Wohnung finden. Allerdings dürften meine neuen finanziellen Möglichkeiten dabei sicher hilfreich sein.

» Normalerweise biete ich allen passiven Mitgliedern, nach Ablauf der Eingewöhnungsphase, die Stellung einer dauerhaften Burgsklavin an. Bei dir möchte ich allerdings eine Ausnahme machen, weil ich meine neue Abteilungsleiterin nicht gleich wieder verlieren möchte. Ich bin bisher äußerst zufrieden mit deiner Arbeit und habe mir deshalb für dich ein ganz besonderes Angebot ausgedacht. Wenn du möchtest, kannst du auf der Burg wohnen bleiben und wir machen aus dem vorübergehenden Büro deinen neuen Hauptarbeitsplatz. Natürlich wird es sich in deiner Position nicht vermeiden lassen, dass du auch Termine in der Zentrale in Frankfurt haben wirst. Aber du kannst auf diese Weise Karriere und sexuelle Neigungen sehr gut miteinander kombinieren. Bedenke aber dabei, dass du hier auf der Burg weiterhin allen aktiven Mitgliedern unterstellt sein wirst. Rein theoretisch könnte das sogar jemand aus deiner eigenen Abteilung sein. Anders als eine dauerhafte Burgsklavin hast du aber natürlich die Möglichkeit, dir später noch eine eigene Wohnung zu nehmen und von der Burg wegzuziehen. «

Es war nicht ganz fair, mir in meinem aufgegeilten Zustand ein solches Angebot zu machen. Eine rationale Entscheidung zu treffen war schwierig, wenn man sich am liebsten sofort befingert hätte. Bei ihrem Vorschlag gab es das Problem, dass es zu Konflikten zwischen den Interessen der Society Zero und Kaiser International kommen konnte. Mir kam da sofort der Pizza Vorfall mit Mistress Astrid in Erinnerung. Zudem schwebte bei einem Burgwohnsitz auch immer das Damoklesschwert einer weiteren Modifikation über mir. Vielleicht war es meinem aktuellen Zustand geschuldet, aber diese Bedrohung wirkte inzwischen eher anziehend auf mich. Und schließlich konnte ich die Burg ja auch jederzeit wieder verlassen, wenn ich das wünschte. Mein Entschluss stand fest. Ich stimmte dem Vorschlag nickend zu. Ob das aber eine gute Entscheidung war? Keine Ahnung!

Auf dem Rückweg zu meinem Zimmer hoben mich die Erschütterungen der schweren Goldringe doch noch über die Schwelle hinweg. Mitten im Treppenhaus wurde ich von Zuckungen meines Unterleibs überfallen und ich musste höllisch aufpassen, dabei nicht die Treppe herunterzufallen. Was würde wohl meine Mutter dazu sagen, wenn sie mich so sehen könnte? Oder was würde sie wohl zu meinen Modifikationen sagen? Ganz sicher wäre sie nicht begeistert. Ihr kleines Mädchen hatte sich zu einem triebgesteuerten Sexfreak entwickelt. Sowas würde sie nicht verstehen können. Und ich war mir auch unsicher, ob ich es selber verstand.

Natürlich blieb meine Begegnung mit Lisa nicht ohne Auswirkungen auf meine nächtlichen Träume. Ich hatte ein erstes Meeting mit meiner neuen Abteilung in der Zentrale von Kaiser International. Im Raum saßen lauter Schlümpfe, die auf eine Ansprache ihrer neuen Chefin warteten. Als ich die Begrüßungsworte an mein Team richten wollte, schlängelte sich plötzlich eine gespaltene gelbe Zunge aus meinem Mund. Was meine neuen Mitarbeiter mit heftigem Beifall quittierten. Plötzlich öffnete sich die Tür und Mistress Kaiser trat ein. Direkt vor unseren Augen verwandelte sie sich in eine glänzende schwarze Sexpuppe. Irgendwie schien diese Puppe mit meinem Implantat verlinkt zu sein, denn mein Körper verwandelte sich wieder in eine einzige erogene Zone. Dutzende von blauen Schlumpfhänden strichen über meine sensible Haut und trieben mich von einem Höhepunkt zum nächsten.

Am nächsten Morgen war ich vollkommen erledigt als Anna mich weckte. Sie hatte mir neben dem Frühstück auch noch eine kleine Karte überreicht:

Man darf nie mit dem Aufstand spielen, wenn man nicht fest entschlossen ist, alle Konsequenzen des Spiels auf sich zu nehmen.

Friedrich Engels


Darunter stand handschriftlich:

Finde dich um 9 Uhr in meinem Büro ein!

Mistress Kaiser


Oh oh, das klang gar nicht gut. Hatte ich irgendetwas angestellt? Ich war mir keiner Schuld bewusst. Vergangene Nacht hatte ich wieder einen ziemlichen Blödsinn zusammengeträumt. Wollte man mir mit diesem Engels-Zitat vielleicht nur eine neue Modifikation ankündigen? Aber bloß keine Schlangenzunge, denn ich sah mit meinen roten Augen ohnehin schon wie ein Dämon aus. Noch mehr teuflische Attribute brauchte ich wirklich nicht.

Ich wollte Mistress Kaiser heute beeindrucken. Und zwar weniger mit meinen perversen Gelüsten als mit den guten Ergebnissen meiner Abteilung. Vorgestern hatte ich den letzten Monatsbericht erhalten und die Zahlen waren die besten der letzten 3 Jahre gewesen. Also schmiss ich mich in ein elegantes Business Outfit und bereitete mich innerlich auf eine Präsentation der Zahlen vor. Auch wenn es wohl eine ziemlich stumme Präsentation werden würde. Mit diesem Look hätte ich auch durchaus in der Bank zur Arbeit gehen können. Vielleicht mal abgesehen von meinen roten Augen und den langen Krallen. Bevor ich zu Mistress Kaiser ging, machte ich noch einen kurzen Abstecher in mein Büro. Ich druckte den letzten Monatsbericht aus und erstellte eine Grafik mit den Vergleichszahlen aus den 36 Monaten zuvor. Nun fühlte ich mich gut gerüstet und machte mich auf den Weg zu Mistress Kaisers Büro.

Im Vorzimmer der Sekretärin stand bereits Nummer 187 an der Wartewand. Sie sah wirklich wie der Prototyp eines Bimbos aus. Wasserstoffblondes Haar, monströse Lippen und eine riesige Oberweite, die das knappe Zimmermädchen Kleid bis zum bersten ausfüllte. Dazu hatte sie noch dieses SLUT Tattoo an ihrem Hals. Auch wenn dieses im Moment von der Metallschelle verdeckt wurde, mit der sie an der Wand fixiert war. Die Sekretärin machte 187 nun von der Wand los und schickte uns dann gemeinsam in Mistress Kaisers Büro.

Mistress Kaiser war heute nicht allein in ihrem Büro, denn vor ihrem Schreibtisch saß Mistress Astrid. Oh verdammt, sollte meine kleine Rache mit der scharfen Pizza doch noch Folgen für mich haben? Aber das war doch nicht fair, schließlich war es doch schon über zwei Wochen her. Somit eigentlich schon so gut wie verjährt. Ich überreichte Mistress Kaiser meine mitgebrachten Unterlagen, diese landeten aber nur unbeachtet auf ihrem Schreibtisch.


Fortsetzung folgt!
393. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von FE am 27.02.18 19:55

...wieder habe ich dem Dienstag entgegen gefiebert und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht, wenngleich die Story immer mehr in Richtung "Fantasy" trifftet. Bisher waren die technischen Gimmicks noch irgendwie nachvollziehbar aber inzwischen wird es für meinen Geschmack ein bisschen "too much"... Trotzdem freue ich mich schon auf nächsten Dienstag...
394. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Zaara am 27.02.18 20:34

Supertolle Geschichte! Spannend zu lesen, gut geschrieben und dabei auch noch richtig heiß.
Ich fand die Geschichte von Anfang an klasse, grade weil sie eher ruhig los ging, aber die Sache mit den Bodymods hat mir nochmal einen richtigen Kick gegeben.
Bitte weiter so!
395. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von jonnyf am 28.02.18 11:44

"mit dem Aufstand spielen" - könnte sich auf die Pizza beziehen und unser Hauptakteurin darf an sich selbst eine gewisse Schärfe aushalten - oder sie bekommt über den Chip die Empfindungen vermittelt.

Was kann der Chip noch alles? Erfahren wir das in der nächsten Zeit?

Ja klar - ich bin mir bewusst, dass du nichts verraten wirst.

jonnyf

396. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 02.03.18 17:36

Hallo FE,

schön das deine Erwartungen nicht enttäuscht wurden.
Zugegeben hier kommen ein paar Giftschrankfantasien mehr vor, als in meinen vorherigen Geschichten. Zu Beginn einer Geschichte habe ich nur eine Rahmenhandlung, der ich bis zum Schluss folge. Was allerdings innerhalb dieses Rahmens passiert, das entwickelt sich erst beim Schreiben. Deshalb weiß ich vorher nie genau, wohin eine Geschichte am Ende steuert. Manchmal bin ich über das Ergebnis selbst überrascht.


Hallo Zaara,

freut mich, dass ich dir einheizen konnte.
Ein langsamer Beginn ist wohl so eine Art Markenzeichen von mir. Auch wenn ich dadurch sicherlich einige Leser abgeschreckt habe weiterzulesen.
In Sachen Bodymods wird es im letzten Teil quasi ein Grande Finale geben.


Hallo jonnyf,

was es mit dem Aufstand auf sich hat, das werde ich jetzt natürlich nicht verraten.
Die nächste Zeit beschränkt sich allerdings nur noch auf kommenden Dienstag. Danach ist es leider vorbei mit XYZ. Und danach wird eine ganze Weile nichts mehr von mir kommen.


LG
Fist
397. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von mi.mo am 03.03.18 00:23

IronFist,

Du hast wirklich ein schönes, wundervolles Händchen für Geschichten...

Ich dagegen bin a Poet einer der sich auf Gedichte versteht...

Kann also deine Worte, deine Fantasie gut verstehen, Klasse und wirklich sehr gut, vielleicht würde es sich für dich wirklich lohnen einmal ein lange Geschichte auch gegen Geld irgendwo einzustellen, Du kannst davon ausgehen Sie würde auch gekauft und Du mit a bisserl Geld entlohnt für deine Mühe und die Fantasie welche Du zu Papier bringst...

Einer der wenigen guten Schriftsteller, der sich sicher auch noch steigern kann und Potenzial besitzt...

Also Du bekommst wieder für diesen Abschnitt eine 1 Plus... "Smile...!"

Hatte Dir in deine Mail eine kleine Geschichte gelegt, nicht von mir aber schön zu lesen, habe ich damals vor vielen Jahren gekauft...

A herzlichen Gruß
von mi.mo

PS: Ich denke Du trägst dein Herz am rechten Fleck...
398. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 05.03.18 18:56

Hallo mi.mo,

ich danke dir für die 1 Plus.
In der Schule ist mir das in Deutsch nie gelungen, denn da hatte ich über Jahre die 3 abonniert.

Dir ist schon klar, dass du dich ins eigene Fleisch schneiden würdest, wenn ich deinen Ratschlag annehmen und meine Geschichten verkaufen würde? In dem Fall könnte ich hier nicht mehr weiter veröffentlichen.
An einem Gedicht habe ich mich hier im Forum auch schon versucht. Allerdings ist das mehr aus Langeweile geschehen, als das ich dem Bereich irgendwelche künstlerischen Ansprüche hätte.

Die Geschichte "Der Strafzettel" kenne ich bereits. Hat mir damals auch gut gefallen und ist glaube ich von Frederic Santini.

LG
Fist
399. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von jonnyf am 05.03.18 19:36

Hi IronFist,

"Danach ist es leider vorbei mit XYZ. Und danach wird eine ganze Weile nichts mehr von mir kommen."

Willst du uns alle in Therapie schicken? Denn wir werden ganz schön auf Entzug sein.

Ich hoffe, dass die ganze Weile nicht sehr lange dauern wird und werde deine Stories in dieser Zeit sehr vermissen.

jonnyf

400. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von mi.mo am 05.03.18 20:29

Lieber Fist,

früher war früher. Die Rechtschreibung ändert sich im Alter. Mir ging es wie Dir, doch was zählt die Schule heute noch...?

Im höheren Alter kommt die Lebenserfahrung dazu, man entwickelt sich weiter, einiges weitere kommt noch dazu und anderes ändert sich...

"Smile...!"

Jedenfalls hast Du eine schöne Art zu schreiben, eine blühende Fantasie...

Das ist eine ganze Menge Wert...

Weiter so, bleib heiter, deine Storys gehören für mich mit zu den schöneren, guten...!!!

Es gibt hier durchaus noch den einen und anderen Schreiber aber die Gruppe derer die in der ersten Liga spielen ist sehr dünn...

Leider...

Ich bin gespannt auf die Fortsetzung...

A ganz, ganz herzlichen Gruß
von mi.mo

PS: Das mi stimmt noch das mo dagegen habe ich abgelegt... "Smile...!"


401. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von mi.mo am 06.03.18 19:02

First...

Hab Dir zwei Geschichten in deine E.-Mail gelegt...

Wenn Sie Dir gefallen, schreib mir deine E.-Mail
lasse Dir dann alle Teile zukommen...

"Smile...!"

Aber nur wenn Du artig bist und fleißig weiter schreibst...!!!

"Smile...!!!"

Grüß di, mi,mo
402. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 06.03.18 19:18

Hallo jonnyf,

vielleicht findest du hier im Forum ja eine Ersatzdroge.
Obwohl ich dir wohl nicht erklären muss, dass Drogen schädlich sind. Also ist eine Therapie wohl doch nicht so falsch.


Hallo mi (ohne mo),

eine blühende Fantasie war im Deutschunterricht nicht unbedingt hilfreich. Da hieß es dann leicht "Thema verfehlt".

Der Hauptgrund für meine mittelmäßigen Leistungen war aber sicher der, dass man sich häufig mit Texten befassen musste, die einen wenig interessiert haben. Da sind mir beispielsweise mittelhochdeutsche Texte von Walther von der Vogelweide in Erinnerung geblieben. Leider wurde die Übersetzung nicht mitgeliefert, so dass man häufig nur raten konnte, was wirklich gemeint war. Und auch an "Der Tod in Venedig" von Thomas Mann erinnere ich mich nur mit Schrecken. Kaum Handlung, dafür aber seitenlange Detailbeschreibungen. Für mich war dieses Buch die schlimmste Lektüre während meiner gesamten Schulzeit.

Ehrlich gesagt bin ich ziemlich überrascht, dass du mich hier im Forum in der ersten Liga einordnest. Denn verglichen mit vielen anderen Autoren hier, bin ich doch mehr oder weniger noch ein Anfänger. Aber vielleicht ist der Grund auch einfach nur der, dass meine Geschichten deinen persönlichen Vorlieben nahekommen. In einem sexuell orientierten Forum ist dieser Punkt natürlich von großer Bedeutung.


LG
Fist
403. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 06.03.18 19:49

Teil 37


» Wie ich gestern erfahren habe, habt ihr zwei gegen die Regeln der Society Zero verstoßen. Nummer 185 soll versucht haben Mistress Astrid vorsätzlich mit einer Pizza zu vergiften. Und Nummer 187 wird beschuldigt bei Mistress Astrid ein „Fuck You“ mit Lippenstift aufs Kopfkissen geschrieben zu haben. Bekennt ihr euch dazu schuldig? «, Mistress Kaiser blickte uns bei diesen Worten streng an.

Vergiftet? Das war ja wohl stark übertrieben. Vorsätzlich? Ja, das konnte ich nicht abstreiten. Allerdings hatte es Mistress Astrid auch nicht besser verdient. Aber schlussendlich hatte ich wohl tatsächlich eine Strafe dafür verdient. Ich nickte und senkte meinen Blick zum Boden. Aus den Augenwinkeln heraus konnte ich auch 187 nicken sehen. Aber sie grinste Mistress Kaiser mit ihren grotesken Lippen nur unverschämt an. Keinerlei Schuldbewusstsein war bei ihr zu erkennen. Vermutlich wollte sie nur einfach wieder bestraft werden.

» Ich habe Mistress Astrid gefragt, wie sie euch bestrafen würde und sie hatte da eine sehr schöne Idee. Aber vielleicht sollte sie euch das besser selbst erklären. «

» Sehr gerne, Mistress Kaiser! Nummer 185 liebt es extra scharf und Nummer 187 liebt es besonders vulgär. Also habe ich mir folgendes überlegt. Man könnte euch zwei doch mit den Träumen des jeweils anderen bestrafen. Ihr habt beide ziemlich ungewöhnliche Träume. Das sind doch eigentlich die besten Voraussetzungen für eine schöne Bestrafung. Und Mistress Kaiser hatte sogar noch einen kleinen Verbesserungsvorschlag zu meiner Idee. Weil wir euch aber nicht die Überraschung verderben möchten, muss dieser Vorschlag vorerst ein Geheimnis bleiben. Auf alle Fälle freue ich mich darauf, euch zwei später wiederzusehen. «

Oh je, das war überhaupt nicht gut. Ich würde morgen bestimmt ebenfalls wie ein Bimbo aussehen. Bevor ich aber näher darüber nachdenken konnte, traten vier Lederfrauen in den Raum und führten uns gemeinsam ab. Wir wurden in den Keller gebracht, wo wir uns unserer Kleidung entledigen mussten. Nummer 187 bekam plötzlich große Augen, als unter meiner eleganten Kleidung zwei schwarze Sonnen und ein paar gigantische Goldringe ans Licht kamen. Sie wirkte ziemlich überrascht, obwohl sie meinen Körperschmuck doch eigentlich schon am Vorabend gesehen haben musste. Aber vielleicht hatte sie den gestrigen Abend ja auch als Blinde verbracht.

Kaum hatte ich an Blindheit gedacht, da ging bei mir auch schon das Licht aus. Natürlich hatte das so kommen müssen, denn Zuschauen war ja noch nie erlaubt gewesen. Ich wurde am Arm gepackt und in einen anderen Raum gezogen. Der Boden unter meinen Füßen war weich und fühlte sich irgendwie gepolstert an. Dann fiel eine Tür scheppernd ins Schloss und der Rums hallte mehrfach durch den Raum. Ich war nicht alleine hier, denn ich konnte ganz deutlich Geräusche hören. Vermutlich kamen die von meiner Leidensgenossin Nummer 187. Hoffentlich hatte sie nicht allzu extreme Träume gehabt. Plötzlich hörte ich ein Zischen. Mit der Zeit wurde es in diesem Raum immer wärmer und stickiger. Ich hatte das Gefühl als würde sich ein feuchter Dampf auf meine Haut legen. So langsam kam ich mir vor wie in den Tropen. Es wurde immer schlimmer und irgendwann hörte ich einen Plumps. War 187 etwa gerade umgekippt? Das war durchaus möglich, denn mir war auch schon schwindlig und ich hatte Probleme mit meinem Kreislauf. Langsam bewegte ich mich in die Richtung, aus welcher der Plumps gekommen war. Bis ich irgendwann mit meinem Fuß gegen ein weiches Hindernis stieß. Ich bückte mich zu dem reglosen Körper hinunter und meine Schwindelgefühle verstärkten sich. Plötzlich fuhr ich Karussell und alles schien sich zu drehen. Danach musste auch ich kollabiert sein. Die Welt wirkte irgendwie weit entfernt und ich nahm alles nur noch unterbewusst war. Man hatte mich erst getragen und danach wurde ich herumgeschoben. Aus weiter Ferne hörte ich dabei das Wort Dermatex, dessen Bedeutung aber nicht bis zu meinem Geist durchdringen wollte. Schließlich verlor ich auch diesen halbwachen Zustand und versank in völliger Schwärze.

Als ich wieder zu mir kam, starrte ich durch eine Glasscheibe in einen leeren Raum. Ich spürte absolut gar nichts und war nicht in der Lage auch nur einen Muskel zu bewegen. Man hatte mich völlig paralysiert. Das galt sogar für meine Augen. Auch wenn ich sehen konnte, so war ich doch gezwungen starr geradeaus zu blicken. Was die wohl mit mir gemacht hatten? Da erinnerte ich mich an das Wort Dermatex. Sah ich jetzt aus wie die Sexpuppe Lisa? Einerseits ein erschreckender Gedanke, aber andererseits erinnerte ich mich auch gerne an die erogene Ganzkörperzone. Plötzlich marschierten zwei Lederfrauen durch mein Blickfeld. Kurze Zeit später kehrten sie mit einer Gestalt in ihrer Mitte wieder zurück und präsentierten diese genau in meinem Sichtfeld. Diese Gestalt hatte große wulstige Lippen ein paar Megatitten und ein schwarzes SLUT Tattoo an ihrem Hals. An Hand- und Fußgelenken trug sie mit Ketten verbundene Schellen. Die schwarze 187 knapp oberhalb ihres Schritts ließ keinerlei Zweifel an ihrer Identität aufkommen. So war mir Nummer 187 ja schon bekannt, es gab aber auch einige Neuerungen an ihr. Auf ihren Riesentitten saßen jetzt zwei schwarze Sonnen und zwischen ihren Beinen baumelten einige große Goldringe. Selbst meine rote Augenfarbe und die langen Krallen waren kopiert worden. Mit anderen Worten, sie besaß jetzt auch meine besonderen Merkmale. Seltsamerweise fühlte ich mich dadurch um meine Einzigartigkeit betrogen. Niemand außer mir hatte das Recht, meine ganz persönlichen bizarren Modifikationen zu tragen. Einer merkwürdigen Logik folgend, fühlte ich mich dadurch heruntergesetzt. Und vielleicht war genau das, als Teil der Bestrafung, beabsichtigt gewesen. Unterbewusst wünschte ich mir bereits extremere Veränderungen an mir selbst, um mich wieder von 187 abzuheben.

Allerdings gab es an Nummer 187 auch noch zwei Merkmale, die völlig neu waren. Im Halbkreis um ihre eintätowierte 187 herum stand jetzt „Fuck Me“. Vermutlich sollte dieses neue Tattoo eine Hommage an ihre Nachricht auf dem Kissen von Mistress Astrid sein. Jedenfalls sendete sie jetzt damit eine klare Botschaft an alle, die ihre südlicheren Regionen zu sehen bekamen. Das zweite Merkmal hatte sie aber wohl meiner lebhaften Fantasie zu verdanken. Ihre Haut glänzte wie Latex. Und nicht nur das, sie war nämlich auch Blau. So blau wie ein Schlumpf. In ihrem Fall wohl besser Schlumpfinchen. Ja, mit ihren langen blonden Haaren sah sie tatsächlich wie Schlumpfinchen aus. Allerdings wirkten ihre Haare nun genauso künstlich wie ihre Haut. Die Haut war zweifelsohne mit diesem Dermatex beschichtet worden, aber ging sowas auch mit Haaren? Plötzlich beschäftigte mich aber eine viel wichtigere Frage. Wie sah ich jetzt aus?

Wie aufs Stichwort fuhr plötzlich die Glasscheibe vor meinem Gesicht zur Seite. Es zischte und ich merkte wie es kälter wurde. Ja tatsächlich, ich spürte wieder etwas. So ganz langsam kehrte das Gefühl in meine Glieder zurück. Dafür ging jetzt aber zum wiederholten Male das Licht aus. Also konzentrierte ich mich auf meine restlichen Sinne. Je mehr mein Gefühl zurückkehrte, umso sicherer war ich mir, dass auch ich nun eine Dermatex Haut hatte. Dieses sanfte Streicheln am ganzen Körper überlagerte fast alle anderen Sinneswahrnehmungen. Vor allem wenn man es wie ich mit tatsächlichem Streicheln noch ein wenig verstärkte. Am eigenen Leib fühlte sich dieses Dermatex sogar noch besser an als über den Link. Vermutlich hatte ich mich in etwas völlig künstlich Aussehendes verwandelt. Aber es war mir total egal. Stattdessen suhlte ich mich gierig in meinen Gefühlen. Eine Hand griff nach meinem Arm und zog mich sanft nach vorn. Ich machte zwei Schritte vorwärts und mein Herz begann zu rasen. Die Gefühle strömten von allen Seiten auf mich ein und ich wusste überhaupt nicht, worauf ich zuerst achten sollte. Zwischen meinen Beinen hörte ich das vertraute Klappern der Goldringe und an meinen Schultern wurde ich von irgendwas gekitzelt. Mit der Hand tastete ich an meiner rechten Schulter und ich spürte etwas Weiches. Das fühlte sich wie Haare an. Hatte ich etwa wieder Haare bekommen? Aufgeregt fuhr ich mit meinen Fingern über den Kopf. Schlagartig rieselte ein wohliger Schauer meinen Rücken hinunter und traf zielsicher in meiner Muschi ein. Ich japste nach Luft, denn diese Auswirkung hatte ich nicht erwartet. Auf meinem Kopf waren tatsächlich wieder Haare, aber es schien fast so, als wären diese direkt mit dem Nervensystem verbunden. Vermutlich könnte man mich jetzt mit einer Haarbürste zu einem Orgasmus bürsten. Was für eine verrückte Vorstellung. So könnte ein Frisörbesuch zu einem äußerst delikaten Erlebnis werden.

Plötzlich ging das Licht wieder an und ich erblickte Schlumpfinchen. Also es sah wirklich extrem lächerlich aus, was man da aus 187 gemacht hatte. Doch dann erstarrte ich im Schock. Denn dieses Schlumpfinchen trug über ihrem Schritt die Nummer 185 umrahmt von einem tätowierten „Fuck Me“. Vor Schreck führte ich meine Hand zum Mund. Schlumpfinchen kopierte perfekt meine Bewegung und legte ihre blauen Finger über die obszön aussehenden Lippen. Kein Zweifel, ich schaute gerade in einen Spiegel und erblickte mein neues Ich. Man hatte mich in die Zwillingsschwester von Nummer 187 verwandelt. Inklusive Monstertitten und SLUT Tattoo am Hals. Womit hatte ich das nur verdient? Für meinen harmlosen Streich mit der scharfen Pizza war das doch beileibe nicht angemessen. Nummer 187 schien mein Entsetzen allerdings nicht zu teilen, denn sie stellte sich direkt neben mich und grinste mich breit an. Ich konnte es nicht fassen, denn sie machte tatsächlich einen zufriedenen Eindruck. Man hatte sie in eine Comic Figur verwandelt und sie war auch noch glücklich darüber. Genau genommen war ich es gewesen, der aus ihr eine Comic Figur gemacht hatte. Falsch, der aus uns Comic Figuren gemacht hatte.

Nun wurde ich genau wie meine Zwillingsschwester in Ketten gelegt. Danach bekamen wir beide ein kurzes weißes Kleidchen und ein paar weiße Schuhe verpasst. Jetzt war der Schlumpfinchen Look endgültig perfekt. Ich fragte mich zum wiederholten Male, warum ich mich auf die ganze Sache überhaupt eingelassen hatte. Zuerst hatte man mir meine Persönlichkeit genommen und mich zu einer Nummer degradiert. Dann hatte man mich zu einem einzigartigen Sexfreak umgewandelt. Und nun hatte man mir auch noch diese Einzigartigkeit genommen. Es gab überhaupt keinen Grund mir sowas gefallen zu lassen. Vielleicht mit der winzigen Ausnahme, dass mein Körper mich hinterging und das Ganze auch noch geil fand. Denn trotz meines Entsetzens über mein Aussehen, war ich im Schritt doch schon wieder klatschnass. Die ganze Sache machte überhaupt keinen Sinn und genau das steigerte irgendwie den Reiz. Es war verrückt! Nein, ich war verrückt!

Zusammen mit meiner neuen Zwillingsschwester wurde ich wieder zurück zu Mistress Kaisers Büro gebracht. Unterwegs gab es dabei noch einen kleinen Zwischenfall. Durch die Bewegung wurde ich von meiner neuen Dermatex Haut derart stimuliert, dass ich mitten auf dem Flur einen Orgasmus bekam. Ich verlor völlig die Kontrolle und wälzte mich auf dem Boden herum. Allerdings musste das Dermatex auf 187 eine ganz ähnliche Wirkung gehabt haben, denn als ich wieder zu mir kam, rollte auch sie sich vor Lust auf dem Teppich herum. Auch wenn mir dieses Dermatex in Zukunft sicher so manches Problem bescheren konnte, so war ich doch schon jetzt froh darüber, es auf meiner Haut zu haben. Oder es als Haut zu haben? Wie auch immer.

Mistress Kaiser und Mistress Astrid warteten bereits auf uns. Beide prusteten los, als sie uns das erste Mal sahen. An eine solche Reaktion würde ich mich in Zukunft wohl gewöhnen müssen.

» Wollen wir mal hoffen, dass Gargamel sie nicht hier findet! «, kicherte Mistress Astrid.

Verspotten konnte ich mich auch selber. Am liebsten wäre ich diesem Miststück jetzt an die Gurgel gegangen. Schließlich hatte sie mir das alles eingebrockt. Aber ein solcher Versuch hätte wohl nicht gut für mich geendet.

» Also ich muss sagen, ihr seid wirklich gut geworden. Hebt doch mal bitte eure Röckchen an! «, forderte uns Mistress Kaiser auf. Ich fühlte mich so gedemütigt. Aber natürlich präsentierte ich den beiden Herrinnen trotzdem mein neues Tattoo. Fuck Me!

» Ja, es ist wirklich erstaunlich. Man muss nun tatsächlich die Nummern überprüfen, um die beiden auseinander halten zu können! «, pflichtete Mistress Astrid bei.

» Sie sind wie eineiige Zwillinge. Sagt man denen nicht nach, dass sie eine ganz besondere Verbindung zueinander hätten? «, erwiderte Mistress Kaiser mit einem Grinsen.

» Deshalb haben wir eure Implantate auch miteinander verlinkt. Wann immer eine von euch einen Orgasmus hat, wird ihn die andere automatisch miterleben! «, erklärte Mistress Kaiser weiter.

Das war wohl die Überraschung, die uns nicht verdorben werden sollte. Vermutlich würde ich in Zukunft wohl noch mehr Höhepunkte erleben als bisher. Eigentlich keine schlechte Sache, aber bei meiner Arbeit könnte das problematisch werden. Ein Orgasmus zum falschen Zeitpunkt könnte bestimmt Fragen über meine Befähigung für den Job aufwerfen. Sowas konnte doch auch nicht im Interesse von Mistress Kaiser sein.

» Noch was! Da ihr nun eineiige Zwillinge seid, werdet ihr bei zukünftigen Verfehlungen auch immer gemeinsam bestraft werden! «, fügte Mistress Astrid noch hinzu.

Waaas? Nein, das konnten die doch nicht mit mir machen. Nummer 187 beging ihre Verfehlungen doch immer mit voller Absicht. Nur um später dafür bestraft zu werden. Ich wollte nicht mit ihr zusammen in einem Boot sitzen. Aber es war wohl genauso wie im richtigen Leben. Man konnte sich seine Familie nicht aussuchen und ich hatte neuerdings eine Zwillingsschwester.

Dies war mein letzter Tag in der Eingewöhnungsphase der Society Zero gewesen. Ich würde mein bestes tun, um bei Kaiser International Karriere zu machen. Auch wenn mich dort, aufgrund der besonderen Umstände, sicher noch so mancher Rückschlag erwarten würde. Genauso würden mich, als Mitglied der Society Zero, aber auch noch viele aufregende Tage erwarten, die diese Rückschläge locker kompensieren konnten.

Vor ein paar Monaten hatte Lisa einmal scherzhaft die folgende Frage gestellt:

XYZ und was kommt danach?

Heute kennen wir die Antwort darauf. Ein aufregendes Leben in der Society Zero!


Epilog:

In den kommenden Jahren legte Schlumpfinchen bei Kaiser International einen rasanten Aufstieg hin. Es hielten sich hartnäckige Gerüchte, dass sie sich nach oben geschlafen hätte, aber keiner konnte bestreiten, dass sie fachlich äußerst kompetent war. Privat teilte sie sich auf der Burg fortan ein Zimmer mit der Sexpuppe Lisa. Die beiden waren glücklich und machten zusammen noch so manch außergewöhnliche Erfahrung in der Society Zero. Schlumpfinchens Zwillingsschwester verursachte auch weiterhin absichtlich Probleme. Durch die regelmäßig erfolgenden Bestrafungen hatte sich der Look der beiden Zwillingsschwestern so weit verändert, dass man das Aussehen der Sexpuppe Lisa schon als vergleichsweise moderat bezeichnen konnte.

Aber das ist eine völlig andere Geschichte.


ENDE
404. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Dark Fangtasia am 06.03.18 20:11

Hallo Fist,

Ein guter Abschluss für deine Geschichte.

Vielen Dank für die wochenlange gute Unterhaltung, die Geschichte ist echt gut geworden.

Für uns Leserinnen und Leser hoffe ich natürlich, dass du noch viele weitere Ideen für zukünftige Geschichten hast.

Liebe Grüße
405. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von urethan am 07.03.18 01:30

Bravo!

Ein gelungener Abschluss für eine spannend geschriebene, äußerst anregende Geschichte.

Vielen Dank, IronFist!

Ich glaube, ich bin nicht der Einzige in diesem Forum, der sich schon jetzt auf den nächsten Kuss freut, den IronFist möglichst bald von der Muse erhalten möge...

Viele Grüße
urethan
406. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von FE am 07.03.18 11:33

...wie angekündigt gab es zum Grande Finale ein Feuerwerk an Modifikationen.... Für mich ein wenig "too much" und auch ein zu apruptes Ende. Die Story hätte meiner Meinung nach schon noch 2 bis 3 Folgen vertragen. Vor allem hätte mich interessiert, wie sich Marie als "Schlumpfinchen" in ihrem beruflichen Umfeld integriert hätte, da sie im Rahmen ihrer Tätigkeit doc sicher auch ausserhalb der Burg nicht nur mit Freaks zu tun gehabt hätte...

Aber ich bin schon jetzt gespannt, ob der Schlußsatz "Aber das ist eine völlig andere Geschichte." so als kleiner Hinweis auf ein Sequel zu verstehen ist....?
407. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Moira am 07.03.18 13:04

- nee-nee [das alles muss sich nicht mit der Realität eines florierenden Wirtschaftsunternehmens messen oder vereinbaren (lassen)], wobei - auch dort gibt es durchaus Menschen, die sich erlauben (können), kaum jemals bis nie irgendwo in persona in Erscheinung zu treten, sondern solche "Auftritte" kurzum zu delegieren vermögen/verstehen

oder auch

- jaa-jaa (Bodymodifications bis auf die Spitze getrieben)...

Von A wie Alkoven, weiter im Alphabet der Begierden bis X - wie Xylophon (Glockenspiel der Befindlichkeiten; virtuos beschrieben), zu Y (wie Youngster-Frauen, die Lust auf erotische Abenteuer haben) und letztlich Z wie ZwischenZeugnis alles drin.

Diese wahrhaft "phantastische" Story hat viel "Zauberhaftes" - Ideen outstanding, verbale, grammatikalische, orthographische, selbst schreibtechnische Ausführung einwandfrei.

Fic(k)tion at its best.

Danke, lieber "eiserner Fäustling"!

Möge Dich Dein Einfallsreichtum weiterhin begleiten.

♥lichst ~ Moira
408. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Zahnspangenfan am 07.03.18 16:47

super, kannst du noch beschreiben, welche Strafmod. sie bekommen, wie sich die Überraschung jedesmal angefühlt hat...
und wie sind sie unten präpariert?
haben sie noch kontrolle über Blase...?
409. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von jonnyf am 07.03.18 18:37

Hallo IronFist,

diese Geschichte ist bisher super gewesen.

Leider muss ich diesmal mein Lob dämpfen, denn ich stimme mit FE überein.

Es ist zu abrupt (vielleicht auch zu krass) zu Ende - für deine Geschichten total ungewohnt.

Lass dich aber nicht abhalten uns irgendwann (lieber früher als später) weitere deiner geistigen Glanzleistungen zu präsentieren.

jonnyf

410. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Dark Fangtasia am 08.03.18 10:48

Natürlich könnte die Geschichte noch weiter gehen. Aber der Zeitpunkt für den Shluss ist doch gut gewählt. Marie bricht in eine neue Arbeitswelt auf, die Zeit auf der Burg (Eingewöhnungsphase) ist vorbei, da bietet sich doch ein Abschluss an.

Wenn noch erzählt wird, wie sie bei Kaiser arbeitet könnte der Schluss weniger gelungen werden, da weitere Modifikationen (welche jedenfalls für mich einen großen Teil des Reizes der Geschichten von IronFist ausmachen) ja nur noch als Strafe angewendet werden.

Außerdem ist doch ein Ende besser von dem man denkt, dass es vielleicht zu früh ist, da man selbst noch Ideen und Vorstellungen hat wie es weiter geht.
Jedenfalls finde ich es besser, als eine Geschichte, bei der man das Ende herbeisehnt, da inhaltlich der Stoff immer dünner wird.


Auch wenn ich nicht alle Modifikationen so geschrieben hätte, so ist es doch die Geschichte von Iron FIst und wir müssen damit leben (oder können uns vielmehr daran erfreuen), was er aus seiner Fantasie und Vorstellung für uns schreibt.

Wenn ich 100% meiner Ideen umgesetzt haben will, dann muss ich selber eine Geschichte schreiben (etwas womit ich leider selbst so meine Schwierigkeiten habe).
411. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Trucker am 08.03.18 17:33

Super Ende und nochmal danke fürs schreiben.
412. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 08.03.18 20:48

Tz, tz, tz...
Wagt doch dieses Blechhändle schon jetzt seine Geschichte zu beenden. Dabei ist sie auch noch gut!
Man könnte sich blau ärgern! Nun den belassen wir es dabei, nicht dass noch eine „Blue Man Group“ dabei raus kommt...

Danke lieber IronFist
413. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 10.03.18 18:51

Hallo mi.mo,

natürlich bin ich artig und schreibe an meiner vierten Geschichte weiter.
Meine private E-Mailadresse werde ich dir allerdings nicht geben. Sorry ist nicht böse gemeint.


Hallo Dark Fangtasia,

freut mich, dass du dich das letzte Dreivierteljahr gut unterhalten gefühlt hast.
Und ja, ich kann bestätigen, dass noch ein paar Ideen für meine neue Geschichte übrig sind.


Hallo urethan,

vielen Dank für deinen Applaus.
Wer geht schon gerne ungeküsst schlafen? Ich habe deshalb meine Muse ans Bett gefesselt.


Hallo FE,

den Schlusssatz habe ich genau für solche Spekulationen gesetzt.
Derzeit plane ich keine Fortsetzung von XYZ, aber man soll ja nie nie sagen. Irgendwie erscheint es mir aber immer attraktiver, völlig "unbelastet" mit einer ganz neuen Geschichte anzufangen. Allerdings wird in meiner vierten Geschichte ein bereits bekannter Charakter einen Gastauftritt haben. Tja, wer mag das wohl sein?

Aus Lesersicht könnte eine Geschichte wohl immer noch 2 oder 3 Folgen vertragen. Und danach nochmal 2 und nochmal 2 ...


Hallo Moira,

doch, doch: Bei Kaiser International arbeiten neben Marie bestimmt noch mehr Paradiesvögel, wenn die Inhaberin zur gleichen Zeit die Chefin der Society Zero ist. Das Delegieren gehört doch quasi mit zum Aufgabengebiet einer Chefin. Man braucht dafür allerdings auch fähige Mitarbeiter. Oder man bemüht einen uralten Spruch: "Der Chef fehlt niemals, er wird höchstens einmal aufgehalten"

Oh jaaaaaa: Die Bodymods haben sich in dieser Geschichte etwas verselbständigt. Das war so gar nicht geplant gewesen.

Vielen Dank für das gute Zeugnis, welches du mir ausgestellt hast.
Ich hoffe du verzeihst mir, wenn ich es nicht in meine Bewerbungsmappe mit aufnehme.


Hallo Zahnspangenfan,

ich fürchte, ich werde die gestellten Fragen deiner eigenen Fantasie überlassen müssen.


Hallo jonnyf,

warum ist die Geschichte bisher super gewesen? Mehr kommt nicht!
Auch ein gedämpftes Lob ist ein Lob. Damit kann ich sehr gut leben.
Zitat
Es ist zu abrupt (vielleicht auch zu krass) zu Ende - für deine Geschichten total ungewohnt.

Das stimmt so nicht. Am Ende von Eva wurde ebenfalls ein zu abruptes Ende bemängelt. Damals wollte ich meine Geschichte mit einem Überraschungsmoment beenden, was von vielen Lesern wie eine kalte Dusche empfunden wurde. Bei Eva konnte ich diese Kritik nachvollziehen, aber hier sehe ich es ähnlich wie Dark Fangtasia. Diese Story dreht sich um die Society Zero und es macht daher auch Sinn, die Geschichte nach der endgültigen Aufnahme von Marie und Lisa zu beenden. Natürlich hätte man auch den weiteren beruflichen Werdegang von Marie beschreiben können, aber Kaiser International ist doch eigentlich nur ein Nebenschauplatz.

Das Irgendwann der nächsten geistigen Glanzleistung (hoffentlich) liegt noch in einiger Entfernung. Aktuell bin ich in meiner geplanten Rahmenhandlung bei knapp über der Hälfte.


Hallo Trucker,

ich danke dir fürs Lesen und dein Lob.


Hallo Ihr_joe,

die Frechheit ein ENDE unter meine Geschichte zu setzen nehme ich mir einfach so heraus.
Ich danke dir für deine vielen netten Kommentare. Und natürlich auch für so manches humoristische Zwiegespräch. Daran hatte ich immer meine Freude.


LG
Fist
414. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von endymion? am 11.03.18 00:55

Hallo IronFist,

Gleich vorweg (ich hab ja bis jetzt keine Rückmeldung geschrieben): Danke für die tolle Geschichte! Dein Erzählstil ist nicht nur ideenreich sondern du weißt auch, aus den Ideen eine schlüssige und unterhaltsame Geschichte zu weben…

Zitat

Zitat
Es ist zu abrupt (vielleicht auch zu krass) zu Ende - für deine Geschichten total ungewohnt.

Das stimmt so nicht. Am Ende von Eva wurde ebenfalls ein zu abruptes Ende bemängelt. Damals wollte ich meine Geschichte mit einem Überraschungsmoment beenden, was von vielen Lesern wie eine kalte Dusche empfunden wurde. Bei Eva konnte ich diese Kritik nachvollziehen, aber hier sehe ich es ähnlich wie Dark Fangtasia. Diese Story dreht sich um die Society Zero und es macht daher auch Sinn, die Geschichte nach der endgültigen Aufnahme von Marie und Lisa zu beenden. Natürlich hätte man auch den weiteren beruflichen Werdegang von Marie beschreiben können, aber Kaiser International ist doch eigentlich nur ein Nebenschauplatz.


Ich bin auch so einer, dem bei Eva und XYZ das Ende zu abrupt war. Dabei meine ich aber gar nicht, dass sich die Geschichte noch recht viel länger hin ziehen hätte sollen (nicht, dass ich mich darüber beschwert hätte ).

Was mich am Ende der beiden Geschichten stört, ist eher der Taktwechsel: die einzelnen Kapitel davor haben ein gutes, ausgewogenes Tempo. Dass du es am Anfang gerne etwas langsamer losgehen lässt sehe ich dabei als gutes Mittel, "in die Geschichte reinzuwachsen" bzw. die Charaktere lieb zu gewinnen. Das Tempo steigt dann mit Fortschritt der Geschichte leicht an, was auch sehr gut passt.

Der "klassische" Aufbau von Belletristik, also Einleitung-Hauptteil-Schluss, sieht ein Ansteigen der Geschwindigkeit bis zum Ende des Hauptteils vor, und dann nach dem Höhepunkt noch ein Abklingen im Schlussteil. Eigentlich auch nicht so anders wie ein mehrgängiges Menü: am Anfang nicht zu schnell zu viel, dann etwas zum Magen füllen, und am Schluss noch ein kleines Minzblättchen

Meiner Leseerwartung entsprechend hätte - gemessen an der beträchtlichen Gesamtlänge von XYZ - der Höhepunkt der Geschichte ca. 2-3 Teile haben müssen, und dann noch ein halbes Kapitel "Abspann". Wahrscheinlich bin ich auch einfach deshalb unzufrieden, weil du eben beim Rest der Geschichte ein so gutes Gespür für das Tempo bewiesen hast…

So, das war auch schon mein Versuch einer konstruktiven Kritik.
415. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Rainman am 11.03.18 01:17

Hallo IronFist.

Ich finde deine Geschichte gut und toll geschrieben.
Aber das Ende kommt doch sehr abrupt.

Und Ich möchte mal behaupten, das die Gesellschaft da doch mehr in die Gedankenkontrolle eingegriffen hat, als die beiden Probandinen sich selbst zugetraut haben.


MfG Rainman
416. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Zahnspangenfan am 11.03.18 06:32

Danke für deine Antwort, war ein super Geschichte, ich hoffe dann auf deinr neue Geschichte, dass sie auch wieder so prima ist
417. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 13.03.18 19:56

Hallo endymion?,

du vergleichst meine Werke tatsächlich mit Belletristik? Wow, ich denke da hast du einige Etagen zu hoch ins Regal gegriffen. Aber lass mich einmal deine Kriterien überprüfen. Der Höhepunkt der Geschichte sind die abschließenden Modifizierungen bei Marie und Lisa. Das nimmt in meiner Geschichte insgesamt 3 Teile ein und entspricht damit deinen Vorgaben. Lediglich der Abspann ist deutlich kürzer als von dir gefordert. Was gehört, deiner Meinung nach, in diesen Abspann noch alles hinein?

Vielleicht sollte ich erläutern, wie es zu diesem Schluss gekommen ist, denn ursprünglich sollten Marie und Lisa als Zwillingsschwestern enden. Ich musste beim Schreiben allerdings feststellen, dass mir nach den Prüfungen der Handlungsstrang Lisa etwas verloren gegangen ist. Das Hauptproblem dabei war, dass die Geschichte aus der Sicht von Marie erzählt wird und ihr das Schicksal von Lisa unbekannt war. Ich war unzufrieden mit dieser Entwicklung und habe mir deshalb verschiedene Lösungen überlegt.

1. Änderung der Handlung, so dass Marie den Werdegang von Lisa miterlebt:
Diese Lösung wäre sicher die beste Methode gewesen, hätte aber auch den größten Aufwand erfordert. Die Geschichte stand zu diesem Zeitpunkt kurz vor der Vollendung und eine Anpassung hätte die Veröffentlichung deutlich verzögert.

2. Switchen zwischen zwei Handlungssträngen, einmal aus der Sicht von Marie und einmal aus der Sicht von Lisa:
Das Switchen ist etwas was ich persönlich bei Büchern hasse. Es gibt dabei fast immer einen interessanteren Handlungsstrang, aus dem man dann herausgerissen wird, weil die Geschichte mit dem anderen Part weitergeht. Zudem erschien es mir unlogisch mit sowas erst nach den Prüfungen zu beginnen.

3. Veränderung des geplanten Endes, so dass Lisa nicht urplötzlich aus dem Hut gezaubert werden muss:
Die Veränderung des Schlusses war wohl sowas wie der Weg des geringsten Widerstandes. Da Marie regelmäßig mit Nummer 187 zu tun hatte, habe ich sie als ihre neue Zwillingsschwester auserkoren. Zudem erschien ihre Tendenz Strafen zu provozieren äußerst hilfreich zu sein.

Zu 100% zufrieden bin ich mit dieser Lösung nicht. Aber ich bin nach Abschluss einer Geschichte fast immer unzufrieden und habe das Gefühl, dass die vorherigen besser waren. Wäre die Geschichte gelungener gewesen, wenn sie so geendet hätte, wie ursprünglich geplant? Wer weiß das schon!


Hallo Rainman,

freut mich, dass dir die Geschichte insgesamt gefallen hat. Zum Thema abruptes Ende habe ich mich ja bereits ausführlich geäußert.
In Sachen Gedankenkontrolle hat die Society Zero nach meiner persönlichen Auffassung nicht eingegriffen. Das liegt aber wohl hauptsächlich daran, dass mir solche Geschichten noch nie besonders gefallen haben. Daher ziehe ich es vor, dass diese Chips nur bestimmte Körperfunktionen steuern können. Aber in diesem Punkt gibt es sicherlich sehr viel Interpretationsspielraum.


Hallo Zahnspangenfan,

ob meine neue Geschichte prima wird, das muss sich noch herausstellen.
Aber vielleicht kommen dabei ja Urlaubsgefühle auf, denn ich werde euch in die Karibik entführen.


LG
Fist
418. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von endymion? am 13.03.18 22:35

Hallo IronFist,

Für mich kam beim Lesen die Karte mit Engels-Zitat als finaler Plot-Twist rüber. Damit war in meiner Rechnung der Höhepunkt nur einen Teil lang.

Danke für die Erläuterung. Damit ergibt die ganze Zwillings-Idee mehr Sinn.

Wenn ich weiter meinen Senf beisteuern darf: Zusätzlich zu den beschriebenen Problemlösungen sehe ich noch folgende Varianten:

4. Die Gefühlsverschmelzung mit Lisa lässt Maries Träume nicht mehr los bis sie schließlich als Zwillinge enden.:
Das hätte die Geschichte wohl noch um ein paar Teile verlängert, aber keine Änderungen an den Teilen 1-36 benötigt. Für mich persönlich ist Lisa trotz ihrer Abwesenheit in weiten Teilen der Burg-Handlung geistig präsenter gewesen als Nummer 187.

5. Fallenlassen des Zwillings-Endes:
Aus Lesersicht wohl die beste Lösung, weil Story-technisch keine Kompromisse eingegangen werden müssen. Aus Autorensicht wohl weniger erfreulich, wenn man das "richtige" Ende schon monatelang im Kopf hatte.

Ich kann aber auch nicht sagen, ob diese beiden Varianten besser als deine Variante 3 funktioniert hätten.

Danke auch für deine offenen Worte, wie du deine Geschichten selbst siehst!
Ich habe schon den Eindruck, dass die Qualität deiner Geschichten stetig steigt. Das Konzert wirkt zwar insgesamt besser abgerundet, als Eva und XYZ, aber dabei darf man auch die Länge nicht vergessen: eine 15- oder 37-teilige Geschichte interessant und "auf Spur" zu halten ist nicht einfach. Dann noch ein Ende zu finden und gut einzuweben ist sicher einer der schwereren Prozesse beim Schreiben.

lg,
endymion
419. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 13.03.18 23:26

Schimpf!
Es ist Deine Geschichte, was weiß ich, was in Deinem Kopf vor geht.
Jetzt zu Diskutieren was wohl besser gewesen wäre, ist unnötig, das Ende kann man so akzeptieren, die Zwillingsidee ist etwas daneben gegangen, für mich.

Egal, es ist Deine Geschichte, sie zu verändern war Deine Überzeugung, also stehe auch dazu. Im Gegensatz zu Dir finde ich zwei oder mehr Handlungsstränge, die wieder zusammen laufen interessant, aber ich erwarte es nicht von Dir.

Von Dir erwarte ich, dass Du mich spannend unterhältst, denn ich weiß, das kannst Du, ob das Ende zu kurz ist oder war, tut der Geschichte keinen Abbruch.

Lass Dich nicht verunsichern, schreibe so, wie Du es magst und kannst! Wer mehr will soll selber schreiben. Ich lese hier bei einigen Geschichten mit, sich der Leserschaft anpassen zu wollen, geht so gut wie nie!

Wir lesen Deine Geschichten, weil sie so sind wie Du sie schreibst!

Ihr_joe
420. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von endymion? am 14.03.18 23:39

Ihr_joe: Ich bin mir nicht sicher, warum du auf die Diskussion so stark reagierst. IronFist darf ja wohl über seine Beweggründe schreiben und auch darüber, was er selbst gut und nicht so gut findet… Aber wahrscheinlich lese ich einfach in das Wort "Schimpf!" zu viel hinein.

Zitat
Lass Dich nicht verunsichern, schreibe so, wie Du es magst und kannst!


Das kann ich nur unterschreiben!
421. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 15.03.18 21:15

Ich schimpfe weil
Zitat

Zu 100% zufrieden bin ich mit dieser Lösung nicht. Aber ich bin nach Abschluss einer Geschichte fast immer unzufrieden und habe das Gefühl, dass die vorherigen besser waren. Wäre die Geschichte gelungener gewesen, wenn sie so geendet hätte, wie ursprünglich geplant? Wer weiß das schon!


Er mir einfach zu unsicher ist, IronFist verteidigt sich zu unrecht. Es ist seine Geschichte und seine Entscheidung gewesen.
Wenn man versucht für jeden und alle eine optimale Lösung zu finden, dann kommt dabei eine fade Brühe heraus.

Vielleicht hätte ich mir auch ein anderes Ende gewünscht, manchmal kommt es anders als gedacht, und? Nichts ist so wie gedacht, was meinst Du wie Herr Hawking staunt, wenn er in den Himmel kommt. Du glaubst das nicht? Aber weißt Du es?

Ihr_joe




422. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 17.03.18 12:03

Hallo endymion?,

deine vierte Lösung gefällt mir sehr gut. Dummerweise habe ich meine Überlegungen angestellt, bevor der Part mit der Gefühlsverschmelzung existierte.
Das Fallenlassen des Zwillingsendes ist einfach. Allerdings muss man sich dann auch einen anderen Schluss aus den Fingern saugen, was wiederum nicht so einfach ist.

Das "Das Konzert" am abgerundetsten wirkt ist nicht überraschend. Diese Geschichte ist in einem Zeitraum von nur 2 Wochen entstanden, während ich an allen anderen über Monate hinweg geschrieben habe. Der Hauptgrund dürfte aber die geradlinige Storyline ohne große Wendungen sein. Zwei junge Frauen besuchen ein Rockkonzert und werden Teil einer ungewöhnlichen Bühnenshow. Mit dieser Idee im Kopf habe ich damals einfach drauflos geschrieben. Eva hingegen sollte etwas komplexer werden und ich habe deshalb vor dem Schreiben einen Handlungsablauf festgelegt, an dem ich mich bis zum Ende entlang gehangelt habe. Diesen habe ich bei XYZ und meiner neuesten Geschichte noch etwas verfeinert. Allerdings bedeutet das nicht, dass dieser Ablauf in Stein gemeißelt ist. Bei Eva habe ich beim Schreiben mal zwei Punkte vertauscht, weil mir der Ablauf so logischer vorkam. Und bei XYZ habe ich, wie bereits beschrieben, das Ende nachträglich verändert. Vor allem kommen aber immer wieder neue Dinge hinzu, weil mir beim Schreiben neue Ideen kommen. Das macht es auch so schwierig abzuschätzen, wie lang eine Geschichte am Ende sein wird. XYZ sollte ursprünglich eine ähnliche Länge haben wie Eva, wurde aber schließlich mehr als doppelt so lang. Trotz allem ist ein solcher "Ablaufplan" äußerst hilfreich, wenn man seine Geschichte auch beenden will.


Hallo Ihr_joe,

ich habe den Eindruck, dass du meinen letzten Kommentar ganz gehörig missverstanden hast.
Natürlich stehe ich zu meiner Geschichte, ansonsten hätte ich sie gar nicht erst veröffentlicht. Meine Worte waren keine Rechtfertigung (warum auch?), sondern ich wollte damit einen Einblick in meine Gedankengänge gewähren. Ich habe nicht vor mich an die Leser anzupassen. Wenn ich das wollte, dann hätte ich schon längst einen Keuschheitsgürtel in meine Geschichten eingebaut.

Anders als du halte ich diese Diskussion auch nicht für unnötig. Die Lösungsvorschläge von endymion zeigen doch nur, dass er sich Gedanken über die Geschichte gemacht hat, Was will man als Autor mehr?


LG
Fist
423. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von FE am 20.03.18 20:17

...heute ist Dienstag... und irgendetwas fehlt mir...
424. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 22.03.18 18:45

Was kann das nur sein?
425. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Zaara am 01.04.18 10:17

Hallo IronFist,

so, jetzt will ich auch mal meinen Senf zu deiner Geschichte dazu geben.
Die Kurzform: eine der besten, die ich bisher gelesen habe!

In der Langform würde ich sagen, dass mich beeindruckt hat, wie du die Geschichte am Anfang ganz langsam aufgebaut hast ohne dass es in irgendeiner Form langatmig wurde. Im Gegenteil: von Anfang an war klar, dass da noch Großes im Hintergrund lauert.
Außerdem sind die Charaktere durchgängig glaubhaft und konsistent geblieben auch wenn die Geschichte sich immer weiter ins extreme gedreht hat.
Das Ende der Geschichte hat mich an einige Geschichten von Chris Dell erinnert - und das meine ich ausdrücklich als Kompliment!
Ich fand es übrigens auch etwas abrupt wie die Geschichte endete, bin mir aber ziemlich sicher, dass das hauptsächlich daran liegt, dass ich einfach noch viel, viel mehr darüber gelesen hätte, wie die Verwandlung vor sich geht, wie Marie sich dabei fühlt, etc, etc.

Finde ich überhaupt ein Haar in der Suppe...? Evtl. ein kleines: für mich wäre es toller gewesen, wenn die beiden Zwillinge nicht in Schlumpfinchen verwandelt worden wären. Irgendwie fand ich das überraschend unsexy. Das würde ich aber einfach unter "persönlichem Gschmack" ablegen und mich davon nicht abhalten lassen, weiter so herausragende Geschichten zu schreiben, mein lieber IronFist.

Liebe Grüße, Zaara
426. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Ihr_joe am 01.04.18 12:22

@ IronFist
Nee falsch verstanden nicht, natürlich beschäftigen sich die Leser mit Deiner Geschichte. Und natürlich, vielleicht auch nur unterbewusst wirft das Ende Zweifel auf (Es wurde ja teils negativ kritisiert). Und sicher beeinflusst Dich das, wie alles Wissen, in Zukunft.
Vielleicht lässt es Dich in einer neuen Geschichte auf eine Abweichung vom Ablauplan verzichten, obgleich, genau das nötig wäre.
Huch war das jetzt hochtrabend, Schickt sich so was überhaupt für einen Sklaven?

@ Zaara

Lach, warum sind Blaue immer Schlümpfe, denk doch mal an Avatar und Neytiri ...

Ihr_joe
427. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 03.04.18 19:21

Hallo Zaara,

da hast du mit deinem Lob aber nicht gerade gespart. Vielen Dank dafür!
Ich empfinde es durchaus als Kompliment, wenn du meine Geschichte mit Chris Dell vergleichst. Seine Geschichten habe ich schon immer gemocht und ich finde es auch schade, dass er vor zwei Jahren die Veröffentlichungen eingestellt hat.

Zum Thema Schluß habe ich mich ja bereits ausführlich geäußert, deshalb werde ich das an dieser Stelle nicht mehr tun.

Anscheinend stehst du du nicht so auf Schlümpfe. Vielleicht finde ich ja beim nächsten Mal eine Comicfigur, die dir mehr zusagt.
Wie wäre es denn mit Jessica Rabbit? Ist die sexy genug?


Hallo Ihr_joe,

ein jeder wird doch von seinen Mitmenschen beeinflusst, sofern er nicht völlig blind durchs Leben läuft. Das muss nicht zwingend etwas Negatives sein. Man kann dabei auch durchaus etwas lernen und sich verbessern. Ich bin nicht der Papst und habe auch nicht den Anspruch unfehlbar zu sein. Aufkommende Kritik bewerte ich immer für mich selbst, ob ich sie für berechtigt halte oder nicht. Liegt der Leser mit seiner Kritik richtig, dann überlege ich mir, was ich in Zukunft anders machen könnte. Im Fall von "unberechtigter" Kritik sind wir dann eben unterschiedlicher Meinung. Konsequenzen für meine zukünftigen Geschichten hat das allerdings nicht.

Ich kann dich insoweit beruhigen, dass ich auch zukünftig von meinem Ablaufplan abweichen werde, wenn ich es für angebracht halte. Eine solche Abweichung kann sowohl richtig als auch falsch sein. Aber wer kann das schon mit völliger Gewissheit sagen? Letztendlich bleibt es aber immer meine Entscheidung. Wenn ich so darüber nachdenke, dann muss ich sagen, dass ich in meiner vierten Geschichte bereits meinen Plan verändert habe. Ich habe dabei eine neue Idee in meine Geschichte aufgenommen und dafür einen späteren Punkt ersatzlos gestrichen, weil er zeitlich nicht mehr in die Handlung passte. Den gestrichenen Punkt werde ich aber sicher noch irgendwann in einer anderen Geschichte verarbeiten, da ich die Idee noch immer ganz reizvoll finde.


LG
Fist
428. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Zaara am 06.04.18 18:33

Zitat

Anscheinend stehst du du nicht so auf Schlümpfe. Vielleicht finde ich ja beim nächsten Mal eine Comicfigur, die dir mehr zusagt.
Wie wäre es denn mit Jessica Rabbit? Ist die sexy genug?


Du hast mich erwischt!

Aber nur um das nochmal klar zu stellen: die Verwandlung der beiden an sich fand ich klasse, auch worin sie sich verwandelt haben. Nur irgendwie habe ich mich an dem Wort Schlumpfinchen aufgehangen...
Vermutlich irgendein unverarbeitetes Kindheitstrauma von mir. Will sagen: bitte nicht als ernst gemeinte Kritik an deiner Geschichte verstehen.
429. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 08.04.18 18:30

OK, ich verspreche dir, dass in der nächsten Geschichte keine kleinen blauen Männchen (Weibchen) vorkommen werden.
Vielleicht finde ich ja dafür eine andere Farbe.

LG
Fist
430. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 18.08.18 11:51

Hallo zusammen,

ja es gibt mich auch noch.
Vielleicht hat mich ja der ein oder andere schon ein wenig vermisst. Deshalb dachte ich mir, ich melde mich mal wieder zu Wort.

Ein Umzug hat mich zuletzt ziemlich auf Trab gehalten. Aber jetzt sind die meisten Arbeiten erledigt und es geht auch wieder mit meiner vierten Geschichte voran.
Bisher sind 31 Teile davon fertiggestellt, aber es wird sicherlich noch einiges dazukommen. Deshalb muss ich euch auch weiterhin um Geduld bitten.

Aber vielleicht ist es wenigstens eine gute Nachricht, dass da wieder was kommen wird.

LG
Fist
431. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von jonnyf am 18.08.18 16:45

Halölo IronFist,

schön zu hören dass wir von dir wieder was zu Lesen bekommen.

Ich denke den meisten reichen die 31 Teile erst mal.
Wenn du alle auf einmal einstellst haben wir ja einiges zu lesen!!!

jonnyf
432. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Latexbrummbär am 18.08.18 16:58

Gut Ding will Weile haben.
Aber 31 Teile? Waren wir nicht schon bei 37?

Schönes Wochenende euch allen!
433. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 21.10.18 19:27

Hallo zusammen,

es ist soweit, meine vierte Geschichte "Kreuzfahrt ins Glück?" nähert sich dem Ende.
Ich werde wohl im November mit der Veröffentlichung beginnen können. Den genauen Termin werde ich bekannt geben, sobald ich mit dem Schreiben komplett fertig bin.

Hoffentlich konnte ich damit eure vorweihnahtliche Vorfreude wecken.

LG
Fist
434. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von Trucker am 26.10.18 12:18

Danke das du weiter schreibst.
435. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von IronFist am 04.11.18 12:27

Hallo zusammen,

es ist vollbracht, mein neuestes Werk ist fertiggestellt.

Wie ihr es von mir gewöhnt seid, werde ich meine Geschichte jeweils Dienstags veröffentlichen.
Zuvor möchte ich sie aber noch einmal als Ganzes Korrektur lesen.

Deshalb wird der erste Teil von "Kreuzfahrt ins Glück?" am 20.11. erscheinen.

LG
Fist
436. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von BadPicture am 04.11.18 13:03

Klasse. Ich kann es kaum erwarten
437. RE: XYZ - Und was kommt danach?

geschrieben von sebi am 09.04.19 05:30


danke für die tolle Geschichte!


Impressum
© all rights reserved, 2019