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eröffnet von IronFist am 04.08.20 19:13
letzter Beitrag von plit am 05.10.21 16:33

1. Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 04.08.20 19:13

Teil 1


Frustriert saß ich an der Bar und starrte in mein Glas hinein. Meine Freundin Bea vergnügte sich auf der Tanzfläche, aber mir war einfach nicht nach Tanzen zumute. Ich hatte so etwas wie eine erste kleine Lebenskrise. Vor zwei Jahren hatte ich, frisch von der Uni kommend, voller Elan bei der Neuen Münchner Presse angefangen. Mein großer Traum als Enthüllungsjournalistin sollte wahr werden. Korrupte Politiker, Wirtschaftsbosse mit Leichen im Keller, sie alle sollten vor mir zittern. Wie naiv ich doch gewesen war. Der berufliche Alltag hatte mich sehr schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Denn als Neuling bekam ich immer nur die kleinen unwichtigen Stories. Ich berichtete über neu eröffnete Boutiquen, über die Renovierungsarbeiten an städtischen Brunnen und über eine Taubenplage am Marienplatz. Alles wenig aufregendes Zeugs und verdammt weit weg von Enthüllungsgeschichten. So hatte ich mir das jedenfalls nicht vorgestellt. Vor zwei Tagen hatte ich deshalb meinen Chefredakteur gebeten, mir auch mal etwas Größeres zu geben.

» Sie haben noch viel zu lernen! «, war seine Antwort gewesen.

Seit diesem Gespräch hatte ich den Blues und ich hatte sogar kurz überlegt den Job zu wechseln. Allerdings war mir klar, dass ich bei einer anderen Zeitung auch wieder nur die Neue sein würde, die den ganzen Kleinkram bekam. Das war so ungerecht!

Die wummernden Bässe in dem Club wurden mir zu viel und ich beschloss an die frische Luft zu gehen. Es gab eine Tür zu einem Hinterhof, der oft von Rauchern genutzt wurde. Diesmal war ich dort jedoch allein. Was mir ganz lieb war, denn so konnte ich ungestört über meine aktuelle Situation nachdenken. Ich entfernte mich ein Stück von der Tür, um die angenehm kühle Nachtluft zu genießen. In einer schlecht beleuchteten Ecke waren einige Holzpaletten gestapelt worden. Auf der obersten Palette lag eine Decke und auf dem Boden waren unzählige Zigarettenstummel verteilt. Offensichtlich wurde diese Ecke häufiger als provisorische Sitzgelegenheit genutzt. Also schlurfte ich dorthin und ließ mich seufzend darauf nieder. Was sollte ich nur tun? So konnte es jedenfalls nicht weitergehen. Frustriert grübelte ich vor mich hin, bis ich irgendwann Stimmen von der Tür hörte. Ich konnte die Personen nicht sehen, weil ein Müllcontainer die Sicht blockierte.

» Oliver, ich möchte da nicht wieder hin! «, sagte eine Frauenstimme.

» Komm schon Janine, stell dich nicht so an! «, antwortete ein Mann genervt.

» Ich kann auch Petra mitnehmen, wenn dir das lieber ist! «, fuhr er fort.

» Petra ist eine Schlampe. Klar, dass die mitkommen würde! «, meinte die Frau etwas weinerlich.

Genervt wünschte ich mir, dass die beiden wieder verschwinden würden. Auf ein Eifersuchtsdrama hatte ich jetzt gar keinen Bock. Natürlich hätte ich einfach gehen können, aber die laute Musik im Club war auch nicht besser.

» Ich möchte nicht solche Riesentitten wie die anderen Frauen dort. «

» Aber das würde dir sicher sehr gut stehen! «, meinte die männliche Stimme.

» Nein, würde es nicht! «, antwortete die Frau trotzig.

Um was zum Geier ging es da bloß. Wollte der Kerl seine Freundin etwa zu einer Brust-OP überreden? Sie sollte den Typ wohl besser zum Teufel jagen. Irgendwie hatte mich die Auseinandersetzung neugierig gemacht und ich wollte wissen, wer die beiden waren. Leise erhob ich mich von den Paletten und lugte vorsichtig um den Müllcontainer herum. Überrascht stellte ich fest, dass ich den Mann kannte. Das war Oliver Lehmann! Profifußballer und auf dem Sprung in die Nationalmannschaft. Und nebenbei wohl auch noch ein riesen Arschloch. Die zweite Stimme kam von einer zierlichen Blondine, die mir allerdings unbekannt war. Sie trug ein knappes blaues Kleid und dazu ein paar extrem hohe Pumps in gleicher Farbe. Man konnte sie durchaus als ziemlich attraktiv bezeichnen. Ich musste ihr recht geben, denn Riesentitten hätten zu ihrer sehr schlanken Figur einfach nicht gepasst. Aber dieser Lehmann sah sie wohl mehr als ein Sexobjekt.

» Wenn du das nicht für mich tun willst, dann liebst du mich auch nicht! «, behauptete der Kerl dreist.

» Natürlich liebe ich dich, das weißt du doch! «, jammerte sie.

Sollte ich hier einschreiten? Ich hatte das Gefühl, dass Janine zu etwas genötigt werden sollte. Auf der anderen Seite würde ich mir eine Einmischung in meine privaten Angelegenheiten aber auch verbitten. Vor allem von einer völlig Fremden.

» Dann kannst du doch auch diese winzige Kleinigkeit für mich machen. «

» Versprichst du mir, dass du mich nicht verkaufen wirst? «, schluchzte die Frau nach einer längeren Pause.

Erst glaubte ich mich verhört zu haben. Doch zur Sicherheit zog ich mich wieder ins Dunkel hinter dem Müllcontainer zurück. Sprachen die da etwa von Menschenhandel? Oder hatten die beiden perverse Gelüste und sie war seine Sexsklavin? Die Reporterin in mir erwachte und witterte eine gute Story. Ein berühmter Profifußballer verwickelt in einen Menschenhandel, das wäre die absolute Sensation. Und sollte es sich dabei nur um BDSM Spielchen handeln, so wäre es zumindest noch eine Klatschgeschichte. Ich würde damit zu meinem Chefredakteur gehen und ihn bitten, diese Sache weiterverfolgen zu dürfen.

» Ja, ich verspreche es dir! «, meinte Lehmann in einem beruhigendem Ton.

Eine längere Pause entstand. Janine hatte nichts gesagt, aber der weitere Verlauf des Gesprächs ließ mich vermuten, dass sie als Antwort genickt hatte.

» Sehr schön, dann mache ich dir einen Termin bei Dr. Felgenhauer. Glaub mir, du wirst danach noch besser aussehen. Und zum Club XP wirst du ebenfalls ganz ausgezeichnet passen. «

Ich hörte ein leises Schluchzen von Janine.

» Aber … «, setzte sie an.

Plötzlich hörte ich Schritte und weitere Stimmen auf dem Hinterhof. Janine hatte ihren Satz nicht beendet, weil andere Leute auf den Hof gekommen waren. Ich lauschte, ob die beiden ihre Unterhaltung noch fortsetzen würden. Aber die Gruppe der Neuankömmlinge hatte sie vertrieben. Im Club konnte ich die Zwei danach auch nicht mehr finden, also gesellte ich mich wieder zu Bea an die Bar. Sie flirtete heftig mit einem gutaussehenden jungen Mann und ich kam mir dabei wie das fünfte Rad am Wagen vor. Etwa 15 Minuten später entschied ich mich deshalb nach Hause zu fahren und rief mir ein Taxi.

Meine kleine Depression war verschwunden. Denn jetzt hatte ich etwas in der Hand womit ich meinen Chef überzeugen konnte. Also betrat ich am Montagmorgen zuversichtlich sein Büro. Ich berichtete ihm über das mitgehörte Gespräch von Oliver Lehmann. Mein Chef runzelte die Stirn und ich hatte den Eindruck, dass er mir nicht so recht glauben wollte.

» Sollte an diesem Menschenhandel etwas dran sein, dann wäre das doch ein Riesenskandal. Bitte lassen sie mich das weiter recherchieren. «

» Lara, sie sollen wissen, dass ich ihre Arbeit wirklich sehr schätze. Aber sollte sich dieser Menschenhandel als wahr herausstellen, dann wäre diese Story etliche Nummern zu groß für sie. Verstehen sie mich nicht falsch, denn ich zweifele nicht an ihren Fähigkeiten. Es ist nur so, dass der kleinste Recherchefehler ziemlich große Konsequenzen für unser Blatt haben könnte. Schließlich ist Oliver Lehmann ein Liebling der Massen. Deshalb ist es besser, wenn sich Lucy der Sache annimmt. Sie hat einfach mehr Erfahrung mit solch heiklen Themen. «

Ich war sprachlos, denn damit hatte ich nicht gerechnet. Auf eine Ablehnung war ich vorbereitet gewesen. Denn ich arbeitete für eine seriöse Tageszeitung, die eigentlich keine Klatschgeschichten veröffentlichte. Bei einer solchen Reaktion hätte ich argumentiert, dass es zumindest die Möglichkeit einer Beteiligung von Oliver Lehmann an einem Verbrechen gab. In einem solchen Fall sollte man besser zuerst recherchieren, bevor man die Sache endgültig ruhen ließ. Aber was sollte ich zu dieser Entscheidung meines Chefs sagen? Und dann auch noch ausgerechnet Lucy. Zugegeben sie gehörte zu den erfahrensten Journalisten in unserer Redaktion. Allerdings gab es da auch Gerüchte, dass sie mit unserem Chefredakteur schlafen würde. Und dieser Vorfall schien das zu bestätigen.

» Aber Chef, das ist meine Geschichte! «, protestierte ich.

» Also es ist doch immer noch meine Entscheidung, wer welche Story schreibt. Oder etwa nicht? «

Mein erster Impuls war zu widersprechen. Aber ich zügelte mich, weil mir das nicht weiterhelfen würde. Ich nickte und versuchte meinen Zorn zu unterdrücken.

» Wie weit sind sie mit der Geschichte über den Salon 78? «, wechselte mein Chef das Thema.

» Die Hintergrundrecherchen sind abgeschlossen. Und um 13 Uhr habe ich einen Interviewtermin mit der Inhaberin. «

Meine Antwort war sachlich und professionell gewesen. Aber innerlich köchelte ich vor mich hin.

» Gut, dann erwarte ich ihren Artikel morgen auf meinem Tisch. «

Damit war ich entlassen. Stinksauer kehrte ich zu meinem Schreibtisch zurück. Lara Stein, die große Investigativreporterin war mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Meine aufregende Story lautete Salon 78, ein neu eröffneter Schönheitssalon. Ich war es so leid, über solch belanglosen Blödsinn zu berichten. Deshalb beschloss ich dem potentiellen Menschenhandel in meiner Freizeit auf den Grund zu gehen. Allerdings musste ich dabei aufpassen, Lucy nicht in die Quere zu kommen. Denn mein Chef wäre sicher nicht begeistert, wenn er wüsste, dass ich seine Anweisungen missachtete. Sollte ich jedoch etwas Großes zutage fördern, dann würde er über mein Fehlverhalten sicherlich hinwegsehen. Und falls ich erfolglos blieb, dann musste er ja nichts davon erfahren. Das klang nach einem Plan!

Nach der Mittagspause machte ich mich auf den Weg in die Heinrichstraße 78. Es war nicht allzu schwer zu erraten, wie der Salon 78 zu seinem Namen gekommen war. Die Inhaberin war eine gewisse Margarethe von Hohenfels. Und genauso geschwollen wie ihr Name hatte sie auch am Telefon geklungen. Denn irgendwie sprach sie ziemlich gestelzt. Ich hatte Glück, denn ich fand in der Nähe einen Parkplatz. Was um diese Uhrzeit keine Selbstverständlichkeit war. Der Salon befand sich im Erdgeschoss eines mehrstöckigen Gebäudes mit einer Jugendstil Fassade. Zweifellos eine sehr schöne Lage. Als ich durch die Eingangstür trat, ertönte die Melodie von Mozarts kleiner Nachtmusik. Ziemlich ungewöhnlich für eine Türglocke. Vermutlich sollte dies das gehobene Ambiente weiter hervorheben. Die Einrichtung des Salons sah extrem teuer aus, mit jeder Menge Marmor. Was nicht weiter verwunderlich war, denn die Zielgruppe dieses Salons war eine wohlhabende Klientel. Deshalb hatte ich mich für das Interview auch extra in ein dunkelblaues Kostüm geschmissen. Trotzdem kam ich mir hier ziemlich deplatziert vor. Denn dies war einfach nicht meine Welt.

Eine Frau in den Vierzigern stöckelte lächelnd auf mich zu. Sie war auffällig geschminkt und trug ein knielanges figurbetonendes schwarzes Kleid. Ihre gesamte Erscheinung wirkte sehr gepflegt, was in einem Schönheitssalon aber wohl die Grundvoraussetzung war. Trotzdem war die Zeit nicht völlig spurlos an ihr vorübergegangen. Denn ihr schulterlanges Haar war bereits komplett ergraut. Es gab jedoch noch einen weiteren Aspekt, der ungewöhnlich an ihr war. Denn bei der Oberweite hatte es Mutter Natur ganz besonders gut mit ihr gemeint. Im Alltag mussten ihre überdimensionierten Brüste ziemlich unpraktisch sein. Nun ja, jeder hatte sein Päckchen zu tragen und ihres war bestimmt nicht leicht.

» Sie sind bestimmt Frau Stein von der Neuen Münchner Presse. Mein Name ist Margarethe von Hohenfels. Wir haben ja bereits miteinander telefoniert und es freut mich sie endlich persönlich kennenzulernen. Herzlich willkommen im Salon 78! «, wurde ich von ihr begrüßt.

Irgendwie hatte diese Frau eine merkwürdige Art. Ihre Begrüßung war zweifelsohne freundlich gewesen, aber ich hatte gleichzeitig das Gefühl, dass sie auf mich herabschauen würde. Vielleicht war das ja ihrer adligen Herkunft geschuldet. Sofern diese wirklich echt war. Sie führte mich durch den Salon und stellte mir ihre beiden Mitarbeiterinnen Anna und Veronica vor. Die beiden Frauen trugen genau das gleiche schwarze Kleid wie ihre Chefin, was auf eine vorgeschriebene Arbeitskleidung hindeutete. Irritierend war jedoch die Tatsache, dass die beiden Mitarbeiterinnen ebenfalls einen gewaltigen Vorbau vor sich herumtrugen. War das hier eine Einstellungsvoraussetzung? Ich machte mir eine gedankliche Notiz, dass ich das später im Interview ansprechen wollte. Aber dies war noch längst nicht alles, was an den Damen auffällig war. Denn die beiden Frauen besaßen dieselbe graue Haarfarbe, wodurch das Team aussah als wären sie Drillinge. Nur dass die Mitarbeiterinnen deutlich jünger waren als ihre Chefin. Höchstwahrscheinlich war dies nicht die natürliche Haarfarbe und vermutlich galt dasselbe auch für deren Brüste. Hier war kräftig nachgeholfen worden um einen einheitlichen Look zu generieren. Nicht unbedingt zum Vorteil der beiden jüngeren Frauen. Warum machte man sowas mit? War die Bezahlung so gut?

Die Chefin führte mich in ein Büro und servierte mir dort Kaffee und Kuchen. Danach legten wir mit dem Interview los. Der Beginn war so wie es zu erwarten war. Margarethe von Hohenfels erzählte von ihrer Ausbildung als Kosmetikerin und wie sie nach einer gescheiterten Ehe beschlossen hatte, einen eigenen Schönheitssalon zu eröffnen. Sie berichtete von Freunden aus Adel und Geldadel, die ihr bei der Finanzierung geholfen hatten. Und auch welche Ziele sie mit ihrem Salon verfolgen wollte. Die Inhaberin nannte es „Wir machen Frauen zu Göttinnen“. Für meine Begriffe ziemlich übertrieben, aber im Marketing war das ja nichts Ungewöhnliches. Irgendwann kam ich schließlich zu meiner Gedankennotiz.

» Mir ist aufgefallen, dass sie und ihr Team einen ziemlich einheitlichen Look präsentieren. Steckt da eine besondere Philosophie dahinter? «

Margarethe von Hohenfels lächelte und machte eine kurze Pause. Bis sie etwas kryptisch antwortete.

» Wenn wir Frauen zu Göttinnen machen wollen, dann sollten wir doch mit gutem Beispiel vorangehen. Oder meinen sie nicht? «

Was sollte das denn bitte heißen? Glaubte sie etwa das Göttinnen einen großen Busen und graue Haare haben mussten?

» Mir ist nicht so ganz klar, was sie damit sagen wollen! «, äußerte ich.

Die Saloninhaberin atmete hörbar aus, so als ob der Grund völlig offensichtlich wäre.


Fortsetzung folgt!
2. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Dark Fangtasia am 04.08.20 19:37

Ein schöner Anfang für eine neue Geschichte.
So viel Potential an dem was passieren kann und sicherlich auch passieren wird.
Der Club, der Arzt, der Salon...

Und dann wieder die Anspielungen auf bekannte Stars.

Ich freue mich auf mehr.
3. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Ihr_joe am 04.08.20 23:24

Schöner Anfang, ich denke, es geht um Buchten oder besser um Meeresbusen?
Ach nein? Aber mehr Busen doch schon?

Ich lass mich überraschen

Danke fürs schreiben

Ihr_joe
4. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Trucker am 05.08.20 06:08

Super es gibt wieder eine Geschichte von dir. Wie immer schön spannend und unterhaltsam.
5. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Gummimaske am 05.08.20 07:26

Ein gewohnt spannender Beginn einer neuen Geschichte.Sie birgt wirklich viel Potential in sich,so daß man schon jetzt sehr gespannt ist,wie es weiter geht.Ich habe den Eindruck,daß dieser Kosmetiksalon eine wichtige Rolle spielt und somit ungewollt diese Story bietet nach der unsere Hauptdarstellerin sucht.
6. RE: Skandal um Lara

geschrieben von BaldJean am 05.08.20 07:27

Die Geschichte fängt sehr gut an, aber man merkt, dass das Korrekturlesen etwas beschleunigt wurde, sonst wären zwei merkwürdige Fehler, einer im ersten Abschnitt (ein vergessenes "h") und einer im letzten Abschnitt ("S" statt "D"), nicht passiert. Ich äußere dies weil ich weiß, dass du genau wie ich sehr viel Wert auf diese Kleinigkeiten legst. Die Fehler wurden nicht entdeckt, weil durch sie keine falsche Orthographie (ich weigere mich, das aus dem Griechischen stammende "ph" durch "f" zu ersetzen) auftrat.
7. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Keuschli_69 am 05.08.20 07:40

Klasse Anfang!
Für die süße Lara befürchte ich allerdings, dass sie im Rahmen ihrer Recherchen irgendwann auch Riesentitten verpasst bekommen wird
8. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Gipsi am 05.08.20 11:32

Echt super Anfang für eine Geschichte, bei der bestimmt noch mehr Frauen einen tollen Busen erhalten werden.
Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass es bei Lara nur bei einer Brustvergrößerung bleibt, denn zu einer Göttin gehört schon etwas mehr als Riesentitten und gefärbte Haare.
Bin gespannt, wie es weiter geht.

LG Gipsi
9. RE: Skandal um Lara

geschrieben von andreas am 05.08.20 12:24

Das klingt sehr interessant und ich bin gespannt, was dort noch alles zu Tage gefördert wird.

VG Andreas
10. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 05.08.20 19:49

Hallo Dark Fangtasia,

freut mich, dass dir der Anfang gefallen hat.

Versuchst du gerade Cluedo zu spielen?
Der Arzt im Salon mit der Keule

Bei der Anspielung auf die bekannten Stars musste ich erst einmal überlegen, wen du damit meinst.
Denn so etwas hatte ich beim Schreiben gar nicht beabsichtigt.

Doch dann fiel auch mir der Oliver (Kahn) (Jens) Lehmann auf.
Ich kann dir allerdings versichern, dass er in meiner Geschichte nicht im Tor steht.


Hallo Ihr_joe,

du siehst also einen Meerbusen.
Kann es vielleicht sein, dass du die Abreise von dem Kreuzfahrtschiff verpennt hast?

Die neue Geschichte spielt im Land der Bajuwaren.
Und dieses ist mit Hochseeschiffen nur ganz schlecht zu erreichen.


Hallo Trucker,

schön dass es dir gefällt.
Ich hoffe allerdings, dass ich mich in Sachen Spannung noch ein klein wenig steigern kann.


Hallo Gummimaske,

du bist also der Meinung, dass die Story Lara findet.
Ich würde es eher eine beidseitige Beziehung nennen.

Ob daraus wohl eine Liebe auf den ersten Blick wird?


Hallo BaldJean,

zuerst einmal möchte ich klarstellen, dass das Korrekturlesen nicht beschleunigt wurde.
Ich habe es genau so durchgeführt, wie sonst auch.

Da ich zur Zeit aber noch im Homeoffice arbeite, spare ich mir jeden Tag zwei Stunden Fahrtzeit.
Wodurch ich mit dem Korrekturlesen schneller fertig wurde als geplant.

Völlig fehlerfrei wird so eine Geschichte aber wohl nie sein.
Zumal du als Autor über Fehler oft hinwegliest, weil du den Text ja bereits kennst.

Bitte zitiere die beiden fehlerhaften Stellen, damit ich sie korrigieren kann.
Denn auf ein Buchstaben Suchspiel habe ich eigentlich keine Lust.


Hallo Keuschli_69,

ich danke dir für dein Lob.

Du bist also der Meinung dass Murphys Law hier Anwendung finden wird?
Tja, irgendwas geht im Leben ja immer schief.


Hallo Gipsi,

auch dir zuerst einmal ein Dankeschön für die lobenden Worte.
Was gehört denn deiner Meinung nach zu einer Göttin?

Es kommt doch wohl sehr stark darauf an, was das überhaupt für eine Göttin ist.
Eine Liebesgöttin dürfte anders aussehen als eine Kriegsgöttin.

Aber warten wir ab, was Margarethe von Hohenfels genau darunter versteht.


Hallo andreas,

da muss ich wohl mal wieder Rudi Carrell zitieren.
Lass dich überraschen ...


LG
Fist
11. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Mistress Danielle am 05.08.20 20:00

Zitat
Hallo Dark Fangtasia,
Hallo Ihr_joe,

du siehst also einen Meerbusen.
Kann es vielleicht sein, dass du die Abreise von dem Kreuzfahrtschiff verpennt hast?

Die neue Geschichte spielt im Land der Bajuwaren.
Und dieses ist mit Hochseeschiffen nur ganz schlecht zu erreichen.


wir haben aber auch ein bayrisches Meer; und wenn jemand mit einen Kreuzfahrtschiff anreisen will, mit den Rhein-Main-Donau Kanal kommt man von der Nordsee bis ans Schwarze Meer.


Und die Geschichte fängt gut an; jetzt hat der Dienstag wieder einen Sinn
12. RE: Skandal um Lara

geschrieben von BaldJean am 05.08.20 20:44

Ich zitiere gern. Erstens: "Mein großer Traum als Enthüllungsjournalistin sollte war werden." Das muss ja wohl "wahr werden" heißen. Zweitens: "Sie Saloninhaberin atmete hörbar aus, so als ob der Grund völlig offensichtlich wäre". Das muss ja wohl "Die Saloninhaberin" heißen.

Das ist ausdrücklich keine Kritik; sowas kann immer wieder vorkommen. Ich selbst bin für solche Hinweise in meinen eigenen Geschichten immer dankbar.
13. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Dark Fangtasia am 06.08.20 09:20

Hallo IronFist,

auch wenn ich sehr gerne Cluedo spiele und das eine ungewollte gute Kombination von Täter, Tatort und Tatwaffe war, so denke ich doch, dass der Arzt etwas subtiler vorgehen wird. Bei allem technischen Schnickschnack den wir von dir kennen braucht der wahrscheinlich nicht mal mehr ein Skalpell.

Ich glaube dir, dass unser lieber Fußballer nicht im Tor steht. Dazu will er viel zu gerne einlochen. Und da er sich nicht im Mittelfeld bewegen wird, dürfte es wohl eher stürmisch zugehen. Allernfalls Lara könnte in die Defensive geraten.

Ich will aber eigentlich nicht zu viel raten (auch wenn es mir schwerfällt), aber neue Protagonist*innen und dann natürlich auch der Titel der Geschichte laden mich einfach dazu ein ein wenig zu fangtasieren, wohin die Reise (auch ohne Schiff) gehen wird.
14. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 08.08.20 19:51

Hallo Mistress Danielle,

es freut mich, dass ich dir die Dienstage ein klein wenig versüßen kann.

Irgendwie bezweifel ich, dass das Kreuzfahrtschiff aus meiner letzten Geschichte Bayern erreichen könnte.
Die Flüsse dürften dafür nicht tief genug und die Brücken nicht hoch genug sein. Und das bayrische Meer dürfte selbst für Flussschiffe unerreichbar sein.


Hallo BaldJean,

ich habe die beiden Fehler korrigiert.
Kurioserweise ist der zweite Fehler erst durchs Korrekturlesen überhaupt entstanden.

Denn nicht selten formuliere ich dabei Sätze um, damit sich die Geschichte besser lesen lässt.
Und gelegentlich bleibt dabei ein Fragment des alten Satzes zurück. Genau das ist hier passiert, denn der ursprüngliche Satz lautete: Sie atmete hörbar aus ...


Hallo Dark Fangtasia,

natürlich geht Dr. Felgenhauer etwas subtiler vor.
Denn würde er eine Keule benutzen, dann hätte er wahrscheinlich sehr schnell keine Patienten mehr.

Schönes Fußball Wortspiel von dir.
Normalerweise müsste ich ja jetzt zu einem Konter ansetzen. Aber ich gebe mich mit einem Unentschieden zum Start zufrieden.

Du darfst natürlich jederzeit fangtasieren.
Zum Thema Titel kann ich dir aber soviel verraten, dass ich mich bei der "Spider Murphy Gang" habe inspirieren lassen. Deshalb spielt diese Geschichte auch in München.


LG
Fist
15. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Dark Fangtasia am 11.08.20 09:22

Die Anspielung im Titel war mir schon klar.

Aber was ist dieser Skandal um Lara?
Ist es einer, den sie aufdeckt? Geht es um sex-geile Promintente, die auf Bodymods stehen?

Oder betrifft der Skandal doch eher Lara direkt? Wird sie verändert und das wird zum Skandal für die Zeitung? Oder sorgt sie absichtlich dafür, dass Lucy da hineingerät um eine Konkurrentin auszuschalten?

Ich denke eher Letzteres, aber dann verfängt auch sie sich.
Häufig sind ja auch die Freundinnen involviert, aber um zu sagen ob Bea eine größere Rolle spielt ist es noch zu früh. (Wie für den Rest eigentlich auch!)
16. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 11.08.20 18:36

Hallo Dark Fangtasia,

die Art des Skandals kann ich jetzt leider nicht verraten.

Schließlich will ich Lara nicht verärgern.
Sonst veröffentlicht sie womöglich noch eine Enthüllungsgeschichte über mich.


LG
Fist
17. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 11.08.20 19:13

Teil 2


» Das ist doch ganz einfach Kindchen. Eine Göttin wird von den Menschen angebetet. Und von wem lässt sich eine Frau am liebsten anbeten? Richtig, Männer! Und wie lässt sich dies am leichtesten erreichen? Richtig, Sex! «, bei den letzten Worten umfasste sie ihre Riesenbrüste und schob sie ein Stück nach oben.

Diese unverblümte Antwort hatte mich derart überrascht, dass ich mich nicht einmal darüber ärgern konnte, dass sie mich Kindchen genannt hatte. Ich musste schlucken und überlegte fieberhaft, wie ich darauf reagieren sollte. Margarethe von Hohenfels erkannte meine Verblüffung und grinste mich schelmisch an.

» Verstehe ich das richtig, sie wollen Frauen also zu Sexbomben machen? «, fand ich meine Worte schließlich wieder.

» Natürlich nur, wenn sie das auch möchten! «, antwortete die Saloninhaberin lächelnd.

Diese Frau hatte mich völlig aus dem Konzept gebracht. Denn das Interview verlief ganz anders, als ich mir das vorgestellt hatte.

» Und … wie passt die graue Haarfarbe da dazu? «, stotterte ich heraus.

» Das lässt eine Frau viel distinguierter erscheinen. Sie wären überrascht wie viele Männer das mögen. Ich spreche da aus Erfahrung, denn ich habe heute wesentlich mehr Verehrer als noch vor 20 Jahren. «

Es mochte ja durchaus so sein, dass diese Frau heute erfolgreicher beim anderen Geschlecht war. Jedoch bezweifelte ich irgendwie, dass dies an der Haarfarbe lag. Das konnte auch ganz andere Gründe haben. Aber offensichtlich glaubte sie daran. Es wäre interessant zu erfahren, was ihre Mitarbeiterinnen davon hielten. Ich musste wieder Oberwasser in dem Interview gewinnen, also beschloss ich genauso indiskret zu fragen, wie sie mir kurz zuvor geantwortet hatte.

» Ich sehe sie bevorzugen direkte Antworten. Deshalb will ich auch genauso fragen. Ist das hier echt oder haben sie da nachgeholfen? «

Genau wie die Saloninhaberin kurz zuvor, schob auch ich jetzt meine Brüste mit den Händen nach oben. Auch wenn das bei weitem nicht den gleichen Effekt hatte, denn dafür fehlte es mir einfach an Masse. Margarethe von Hohenfels lachte über meine Frage.

» Ich war zwar nie besonders flach, aber so üppig hat mich die Natur dann doch nicht ausgestattet. Mein Ehemann mochte große Brüste und ich habe mich ihm zuliebe operieren lassen. Aus eigenem Antrieb hätte ich das wohl nicht gemacht, aber inzwischen will ich meinen großen Busen auch nicht mehr missen. «

Meine indiskrete Frage schien sie nicht im Geringsten gestört zu haben. Im Gegenteil, ich hatte sogar den Eindruck, dass sie eigentlich ganz gern über dieses äußerst prominente Körperteil sprach. Also bohrte ich in dieser Richtung weiter.

» Nehmen wir an eine Kundin würde sich ebenfalls eine größere Brust wünschen. Könnten sie ihr da weiterhelfen? «

» Natürlich nicht in unserem Salon, schließlich sind wir keine Arztpraxis. Ich würde diese Kundin zu Dr. Felgenhauer schicken, der ist eine absolute Kapazität auf seinem Gebiet. «

Moment mal, diesen Namen hatte ich doch schon einmal gehört. Oliver Lehmann hatte ebenfalls diesen Doktor erwähnt. Konnte es da vielleicht einen Zusammenhang geben? Natürlich könnte es einfach nur Zufall sein und dieser Felgenhauer war schlicht der Beste bei Brustvergrößerungen. Trotzdem blies ich einen Testballon auf, um zu sehen wie die Saloninhaberin darauf reagieren würde.

» Das ist wirklich interessant, denn eine Freundin von mir spielt mit diesem Gedanken. Wir waren mal zusammen im Club XP und sie meinte dort, dass sie sich etwas unterentwickelt vorkäme. «

Die Gesichtszüge von Margarethe von Hohenfels froren schlagartig ein und ihr Lächeln verschwand. Sie musterte mich von oben bis unten und es zeigten sich ein paar Falten auf ihrer Stirn. Es entstand plötzlich eine unheimliche Stille im Raum. Schließlich fand sie ihre Worte aber wieder.

» Ich bin mir sicher, dass Dr. Felgenhauer genau der richtige Mann für ihre Freundin wäre. Es tut mir leid, aber ich fürchte wir werden das Interview jetzt beenden müssen. Mein nächster Termin wartet bereits auf mich. «

Bevor ich mich versah, wurde ich freundlich aber bestimmt aus dem Salon heraus komplimentiert. Ich konnte nicht einmal mehr mit den Mitarbeiterinnen sprechen, was ich eigentlich noch vorgehabt hatte. Mit einer solchen Reaktion hatte ich nicht einmal im Ansatz gerechnet. Offensichtlich hatte ich mitten in ein Wespennest gestochen, auch wenn ich noch gar nicht wusste, was das überhaupt für Wespen waren. Aber allein die Erwähnung des Club XP hatte Margarethe von Hohenfels zu einem Rausschmiss erster Güte veranlasst. Äußerst verdächtig! In diese Richtung galt es weiter zu recherchieren. Und natürlich auch wie das Ganze mit Oliver Lehmann zusammenhing. Mein Chef hatte mich angewiesen, dass ich mich der Story Salon 78 widmen sollte. Genau damit würde ich jetzt erst richtig anfangen.

Am Nachmittag schrieb ich den von mir erwarteten Artikel über den Salon 78. Der Slogan „Wir machen Frauen zu Göttinnen“ durfte darin natürlich nicht fehlen. Ich überlegte ob ich die Interpretation der Saloninhaberin „Göttin gleich Sexbombe“ mit in den Artikel aufnehmen sollte. Meinem Chef würde das vermutlich weniger gefallen, denn der Salon 78 inserierte auch in unserem Blatt. Deshalb ließ ich diesen kontroversen Teil lieber weg. Margarethe von Hohenfels würde meinen Artikel zweifellos lesen. Und für weitere Recherchen war es bestimmt hilfreicher, wenn ich sie nicht mit einem kritischen Bericht aufschreckte. Also schrieb ich mal wieder ein belangloses Geschichtchen über einen belanglosen Laden. Business as usual!

Sollte ich meinem Chef von dem auffälligen Verhalten der Saloninhaberin erzählen? Vielleicht dürfte ich die Sache ja dann ganz offiziell weiterverfolgen. Als ich darüber nachdachte, wurde mir klar wie das enden würde. Er würde eine Verbindung zur Oliver Lehmann Story herstellen und das Ganze dann an Lucy weiterreichen. Sowas würde mir nicht noch einmal passieren. Meine Internetrecherche über den Club XP verlief enttäuschend. In Erfurt gab es eine Diskothek mit diesem Namen und in Amerika einen Golfklub. Beide dürften mit dieser Sache kaum etwas zu tun haben. Ob Lucy vielleicht schon etwas herausgefunden hatte? Fragen konnte ich sie natürlich nicht, denn dann hätte auch mein Chef davon erfahren. Aber vielleicht könnte ich mich ja unauffällig auf ihrem Schreibtisch umsehen. Doch dann erinnerte ich mich, dass Lucy in dem alten Großraumbüro saß. Mindestens 20 Kollegen arbeiteten dort in einem Raum. Selbst wenn ich Lucy von ihrem Platz weglocken könnte, so würde mich da trotzdem immer jemand beobachten. Dies war also keine Option.

Natürlich könnte ich Oliver Lehmann um ein Interview bitten. Dabei bestand allerdings die Gefahr, dass die Sportredaktion davon Wind bekam und bei meinem Chef nachfragen würde. Zudem war der Mann ein Star und sein Verein suchte sich die Interviewpartner bestimmt sorgfältig aus. Da dürfte eine kleine unbekannte Lokalreporterin nur sehr geringe Chancen haben. Aber es gab ja noch zwei andere Spuren, denen ich nachgehen konnte. Dr. Felgenhauer und die junge Frau mit dem Namen Janine, welche ich zusammen mit Lehmann gesehen hatte. Als erstes schickte ich eine Mail an die Praxis des Doktors, um einen Termin für ein Beratungsgespräch zu vereinbaren. Natürlich von meinem privaten E-Mail Account aus. Und selbstverständlich hatte ich auch nicht wirklich vor meine Brüste vergrößern zu lassen. Aber auf diese Weise konnte ich mir einen ersten Eindruck von dem Mann verschaffen und vielleicht ließ sich ja sogar etwas Interessantes herausfinden. Vor allem wollte ich aber wissen, wie er auf den Club XP reagieren würde. Dies war der einfachere Teil gewesen. Also machte ich mich als nächstes daran die junge Blondine zu finden. Und wie stellte man sowas an? Mittels Social Media!

Bis zum Feierabend durchforstete ich Fotos, die in den Clubs der Stadt aufgenommen worden waren. Janine hatte ich auf zwei Bildern entdecken können. Eines zeigte sie zusammen mit zwei anderen jungen Frauen und alle drei streckten sie dem Fotografen die Zunge heraus. Leider stand nicht dabei, wo das Bild aufgenommen worden war und veröffentlicht wurde es von einer gewissen „Alice“. Also eher dürftige Hinweise, denen ich weiter nachgehen konnte. Mehr Hoffnung setzte ich hingegen in das andere Foto. Obwohl ich mir hier nicht zu 100 Prozent sicher war, ob dieses Bild auch wirklich Janine zeigte, weil sie nur im Hintergrund zu sehen war. Dafür wusste ich allerdings, dass das Foto in der Cocktailbar „No Limits“ entstanden war, da man auch das Logo der Bar erkennen konnte. Somit kannte ich zwei Orte, an denen sich Janine schon aufgehalten hatte. Das „No Limits“ und das „Black Panther“, in dem ich sie zusammen mit Lehmann gesehen hatte. Vielleicht ging sie ja öfters dort hin. Der Tanzclub war nur am Wochenende geöffnet, daher würde ich heute Abend mal einen Cocktail trinken gehen.

Ich schleppte meine Freundin Bea mit ins „No Limits“, weil ich nicht allein in diese Bar gehen wollte. Denn solo wurde man sehr leicht zum Freiwild und musste sich ständig irgendwelcher Einladungen erwehren. Bea fragte mich kopfschüttelnd, warum wir denn durch die halbe Stadt fahren mussten, nur um einen Cocktail zu trinken. Erst wollte ich ihr die Wahrheit sagen, doch dann erinnerte ich mich, dass es hier eventuell um Menschenhandel ging. Um meine Freundin nicht zu beunruhigen, erzählte ich ihr deshalb, dass es dort angeblich die besten Cocktails der Stadt gäbe. Der Laden war relativ leer, was an einem Montag aber auch zu erwarten war. Wir setzten uns an die Bar und warfen einen Blick in die Karte. Kaum dass wir angekommen waren, da hatte uns ein Mann im mittleren Alter auch schon fest im Blick. Genervt blickte ich zu dem Kerl hinüber und bekam als Antwort sofort ein Winken mit der Hand. Demonstrativ schüttelte ich mit dem Kopf und schaute wieder in die Karte. Aber ich hatte den Verdacht, dass er nicht so schnell aufgeben würde.

» Was darf ich den Ladies bringen? «, fragte der Barkeeper freundlich.

» Gibt es etwas, dass sie uns empfehlen können? «, fragte ich.

» Wie wäre es mit einem Casual Friday? Das ist unser Cocktail der Woche! «, bekam ich zur Antwort.

» An einem Montag? «, lachte ich.

» Was ist denn da alles drin? «, hakte ich nach.

» Wodka, Limettensaft, Apfelsaft und Gurkensirup. «

» Und das schmeckt? «, fragte ich skeptisch.

» Ist sogar richtig lecker! «, meinte der Barkeeper.

» Also schön, dann probiere ich das einfach mal aus. «

Bea blieb skeptisch und bestellte ihren üblichen Zombie. Mein letzter Besuch in dieser Bar war schon ein paar Jahre her und ich hatte sie anders in Erinnerung. Offensichtlich war hier umgebaut worden, wodurch die Bar jetzt freundlicher wirkte. Der Typ der uns fixiert hatte, winkte nach dem Barkeeper. Oh je, ich ahnte schon was als nächstes kommen würde. Jedoch kam der Barkeeper zuerst zu uns, um unsere Drinks zu bringen.

» Falls der Mann dort drüben für uns ein paar Cocktails bestellen sollte, servieren sie ihm diese bitte selbst! «, flüsterte ich dem Barkeeper zu.

» Mach ich! «, flüsterte dieser augenzwinkernd zurück.

Ich prostete Bea zu und nahm einen ersten Schluck von meinem Casual Friday. Diese ungewöhnliche Mixtur war tatsächlich ziemlich lecker. Auch Bea probierte davon und auch sie musste zugeben, dass er richtig gut war. Man erlebte doch immer wieder mal Überraschungen. Kurze Zeit später musste ich schmunzeln, als der Barkeeper unserem Verehrer zwei große Gläser vor die Nase stellte. Vermutlich mit jeder Menge Alkohol darin. Der Mann machte erst ein verblüfftes Gesicht und begann dann mit dem Barkeeper zu diskutieren. Als er zu uns herüber schaute, grinste ich ihn an und schüttelte erneut mit dem Kopf. Er wirkte verärgert, aber er schien endlich begriffen zu haben, dass er bei uns nicht landen konnte. Dafür besaß er ja jetzt genug Alkohol, um seinen Frust darin zu ertränken. Mit der Frage nach Janine hatte ich mir ganz bewusst Zeit gelassen, denn ich wollte nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. Der richtige Zeitpunkt schien mir jetzt aber gekommen zu sein. Deshalb winkte ich nach dem Barkeeper.

» Ich bin im Internet über dieses Foto gestolpert! «, ich zeigte dem Barkeeper das Bild auf meinem Handy.

» Das hier ist Janine, eine alte Schulfreundin von mir. Wir haben uns leider aus den Augen verloren. Kommt sie häufiger hierher? Oder wissen sie vielleicht sogar, wie ich sie erreichen kann? «

Der Barkeeper zögerte einen Moment und schaute mir tief in die Augen. Doch dann entschied er wohl, dass ich keine bösen Absichten hatte.

» Janine war früher jede Woche hier. Aber seit etwa zwei Monaten habe ich sie nicht mehr gesehen. Ich habe gehört, sie wäre jetzt mit einem reichen Fußballer liiert. Deshalb dürfte sie jetzt wohl eher in diesen Schickimicki-Läden verkehren. Sie hat aber mal erwähnt, dass sie in der Boutique Reinhardt arbeitet. Keine Ahnung ob das noch immer so ist, aber vielleicht fragen sie einfach dort mal nach ihr. «

Ich bedankte mich herzlich beim Barkeeper und gab ihm auch ein großzügiges Trinkgeld. Schließlich hatte er mir wirklich weitergeholfen. Morgen würde ich dieser Boutique nach Feierabend mal einen Besuch abstatten.

Am nächsten Tag wurde mir in der Redaktionskonferenz jede Menge Arbeit aufs Auge gedrückt. In der kommenden Woche begann das Oktoberfest und ich sollte eine Serie über die fünf größten Festzeltbetreiber schreiben. Jeden Tag sollte ein Artikel über eines der Bierzelte erscheinen. Normalerweise hätte ich mich über diese Aufgabe gefreut, denn man konnte davon ausgehen, dass sehr viele Leute diese Serie lesen würden. Auch wenn es eine Herausforderung war, diese Artikel abwechslungsreich zu gestalten. Im Moment kam mir das jedoch höchst ungelegen. Aber jammern half nicht, da musste ich jetzt durch. Ich war gerade dabei die historischen Daten der fünf Festzeltbetreiber zusammenzuschreiben, als ich Besuch bekam. Lucy suchte mich an meinem Arbeitsplatz auf, weil sie Informationen über Janine haben wollte. Eigentlich hätte ich ihr von der Boutique Reinhardt erzählen müssen, aber ich wollte mir diese Story nicht von Lucy wegnehmen lassen. Deshalb verschwieg ich ihr dieses wichtige Detail. Mehr noch, ich beschrieb Janine als großgewachsene dunkelhaarige Frau. Hoffentlich erfuhr der Chef nie davon, dass ich meine Kollegin ganz bewusst in die Irre geleitet hatte.


Fortsetzung folgt!
18. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Dark Fangtasia am 12.08.20 09:11

Wieder ein schöner Teil. Danke dafür.

Nun gibt es ja ein paar weitere Ansätze aus denen sich ein Skandal entwickeln kann.

Ich hoffe, dass Dr. Felgenhauer erst in einigen Wochen einen Termin für ein Beratungsgespräch hat, denn ich fürchte Lara bekommt da schon mehr, als sie eigentlich will.

Zum Glück müssen wir auf den nächsten Teil nur eine Woche warten.
19. RE: Skandal um Lara

geschrieben von FE am 12.08.20 14:55

...schöner Einstieg in eine sicher wieder spannende Story. Ich hoffe nur, dass sie nicht wieder in
Richtung Sciencefiction abdriftet....
20. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Toree am 12.08.20 16:43

Zitat

Trotzdem blies ich einen Testballon auf, um zu sehen wie die Saloninhaberin darauf reagieren würde.

» Das ist wirklich interessant, denn eine Freundin von mir spielt mit diesem Gedanken. Wir waren mal zusammen im Club XP und sie meinte dort, dass sie sich etwas unterentwickelt vorkäme. «

Die Gesichtszüge von Margarethe von Hohenfels froren schlagartig ein und ihr Lächeln verschwand. Sie musterte mich von oben bis unten und es zeigten sich ein paar Falten auf ihrer Stirn. Es entstand plötzlich eine unheimliche Stille im Raum. Schließlich fand sie ihre Worte aber wieder.


Ups, da war der Testballon schneller geplatzt, als das er aufsteigen konnte.

Wie immer tolle Geschichte.
21. RE: Skandal um Lara

geschrieben von folssom am 12.08.20 19:10

Die Ermittlungen nehmen Fahrt auf. Bin auf das in noch weiter Ferne liegende Ergebnis jetzt schon gespannt. Schöner Einstieg in die Geschichte.
22. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 14.08.20 19:24

Hallo Dark Fangtasia,

gern geschehen.

Mir ist nicht klar, warum der Termin bei Dr. Felgenhauer problematisch sein sollte.
Es handelt sich doch bloß um ein Beratungsgespräch, was kann dabei schon groß schiefgehen?


Hallo FE,

ich danke dir für die lobenden Worte.

In Sachen Science-Fiction muss ich dich aber leider enttäuschen.
Alle meine Geschichten enthalten solche Elemente und diese hier bildet dabei keine Ausnahme.


Hallo Toree,

schön dass es dir gefällt.

Anscheinend war der Testballon mit Wasserstoff gefüllt.
So konnte es dann zu einer Knallgasexplosion kommen, welche Lara aus dem Salon hinaus befördert hat.


Hallo folssom,

freut mich, dass dir der Anfang gefällt.

Hoffen wir für die gute Lara, dass die Wespen aus dem Nest nicht allzu aggressiv sind.
Nicht dass sie noch zer(durch-)stochen wird.


LG
Fist
23. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Bulli31 am 15.08.20 01:21

Die Diskussion hat mich zum lesen veranlasst.

Lara hat den Ballon steigen lassen, ohne ihn durch Recherchen abzusichern. Eine schön beschriebene Kurzschlussreaktion.

So wie Oliver L. vom Club XP spricht, scheint seine Freundin noch nie da gewesen zu sein.
Weil sie aber nach der Operation im Club sein wird, kann man vermuten, dass eine große Oberweite der Schlüssel für den Eintritt oder der Schlüssel für den Ausgang ist.

Somit wäre es für M. v. H. ein Skandal, wenn eine Frau und ihre Freundin ohne Probleme mit normaler Oberweite den Club XP betraten und verließen. Warum konnten die beiden das und warum andere nicht?

Frau M. v. H. wird nach Laras Besuch erstmal Erkundigungen eingezogen haben, um den von Lara geschilderten Vorgang, der unter den o.g. Vermutungen aus Sicht des Club XP ein Skandal wäre, zu verifizieren.

Die gute Lara hätte sich nach dem Rauswurf auf die Lauer legen sollen, was sonst noch so passiert.

Wird "man" sich um Lara und ihre Freundin "kümmern", um den Skandal zu untersuchen?

Zu kompliziert gedacht?
Do schaun' mer moi.
24. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Gummimaske am 17.08.20 09:34

Nachdem ich nun den zweiten Teil gelesen habe,darf man wirklich gespannt sein,wie es weiter geht.Die Story nimmt langsam Fahrt auf.Es dürften noch einige interessante Dinge passieren.Vielleicht hat sie schon mit der Nadel ins Wespennest gestochen?
25. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 18.08.20 18:48

Hallo Bulli31,

du hast da einen wirklich interessanten Gedankengang gehabt.
Wie kontrolliert der Türsteher vor dem Club wohl die richtige Größe der Brüste?

Deine Theorie basiert jedoch auf der Prämisse, dass Janine noch nie im Club XP gewesen ist.
Ihr allererster Satz "Oliver, ich möchte da nicht wieder hin" lässt jedoch das Gegenteil vermuten.

Von daher hast du zwar nicht zu kompliziert gedacht.
Aber der Skandal dürfte wohl trotzdem von anderer Natur sein.


Hallo Gummimaske,

wenn du auf den nächsten Teil gespannt bist, dann habe ich mein Ziel erreicht.
Das Tempo ist aber noch immer recht gemächlich. So wie es bei mir am Anfang üblich ist.

Gereitzt hat Lara die Wespen mit Sicherheit schon.
Stellt sich nur die Frage, ob sie auch schon ausgeschwärmt sind, um ihr Nest zu verteidigen.


LG
Fist
26. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 18.08.20 19:18

Teil 3


» Hast du schon irgendwas herausgefunden? «, fragte ich Lucy möglichst unverfänglich.

» Oliver Lehmann wechselt die Freundinnen schneller als seine Unterwäsche. Und er scheint eine Vorliebe für drallere Formen zu haben. «

» Promis eben. Gelegenheit macht Liebe! «, antwortete ich schulterzuckend.

» Stimmt schon. Aber dieser Lehmann soll privat ein ziemlich unangenehmer Zeitgenosse sein. In seinem ersten Profijahr hat er einem Journalisten Prügel angedroht, weil dieser ihn als zu langsam für die 2. Liga beschrieben hatte. Damals war er noch ziemlich unbekannt und das Ganze wurde später als großes Missverständnis abgetan. «

» Glaubst du, dass an dem Menschenhandel etwas dran sein könnte? «

» Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Aber ich wäre absolut nicht überrascht, wenn Oliver Lehmann beim Sex auf die härtere Gangart stehen würde. «

Wirklich Neues hatte ich durch das Gespräch nicht erfahren. Aber Lucy auch nicht und das war entscheidend. Und unser Austausch war hoffentlich unverfänglich genug gewesen, damit man mir nicht Einmischung in die Story vorwerfen konnte. Schließlich war Lucy ja zu mir gekommen und nicht umgekehrt.

Am Abend machte ich einen Abstecher in die Fußgängerzone. Ich bin schon oft an der Boutique Reinhardt vorbeigegangen, betreten hatte ich das Geschäft jedoch noch nie. Der Laden war nicht besonders groß und bestand nur aus einem einzigen Verkaufsraum. Die dort verkaufte Mode wirkte elegant und gehörte zum hochpreisigen Segment. Was auch der Grund dafür war, dass ich hier heute meine Premiere hatte. Eine Verkäuferin um die 30 war gerade dabei zwei Kundinnen zu beraten. Von Janine war hingegen nichts zu sehen. Das Geschäft machte auf mich nicht den Eindruck, als würde man hier mehr als eine Verkäuferin benötigen. Aber vielleicht arbeitete Janine ja auch nur als Aushilfe. Oder sie saß hinter der Tür mit der Aufschrift „Nur für Personal“ und machte dort die Buchhaltung. Am besten fragte ich die Verkäuferin, sobald diese mit ihrer Kundschaft fertig war. Solange schaute ich mich ein wenig um. Mein Blick fiel auf ein wunderschönes Dirndl in grün und rot. Bewundernd strich mit der Hand über den leicht glänzenden Stoff. Zu meiner Oktoberfest Story würde das doch wunderbar passen. Als ich jedoch das Preisschild las, bekam ich Schnappatmung. Ach du dickes Ei, über 4000 Euro. Die Billigausgabe in meinem Kleiderschrank würde es wohl noch eine Weile tun müssen. Etwa 10 Minuten später hatte die Verkäuferin ihre Kundinnen abkassiert und kam zu mir.

» Kann ich ihnen helfen? «, fragte sie freundlich.

» Eigentlich wollte ich zu Janine! «, antwortete ich.

» Das tut mir leid, Janine ist im Urlaub. Aber ich bin mir sicher, dass ich ihnen genauso weiterhelfen kann. «

» Nein, wissen sie es geht um etwas Privates. Wann kommt Janine denn wieder? «

Die Verkäuferin runzelte die Stirn und blickte mich abschätzig an.

» Das darf ich ihnen leider nicht sagen. Aber wenn es um etwas Privates geht, dann sollten sie Janine ohnehin besser zuhause aufsuchen. «

Die Frage nach Janines Adresse sparte ich mir. Denn diese würde mir die Verkäuferin wohl erst recht nicht verraten. Damit war meine Spur vorerst erkaltet. Aber zumindest wusste ich nun sicher, dass Janine noch hier arbeitete. In der nächsten Woche würde ich einfach nochmal vorbeischauen. Zuhause schaute ich meine E-Mails durch und entdeckte die Antwort der Praxis Dr. Felgenhauer. Man teilte mir mit, dass ich in vier Wochen einen Termin für ein Beratungsgespräch hätte. Ich war frustriert, denn meine Recherchen kamen nicht so voran, wie ich mir das erhofft hatte. Es widerstrebte mir einfach nur abzuwarten. Aber ich sah keine Möglichkeit, wie ich meine Recherchen beschleunigen konnte. Bei der Praxis Dr. Felgenhauer könnte ich natürlich nachfragen, ob vielleicht auch ein früherer Termin möglich wäre. Große Hoffnungen machte ich mir darauf allerdings nicht.

Mangels besserer Ideen durchsuchte ich das Internet nach Oliver Lehmann. Es gab jede Menge Artikel über den Mann. Alles was mit Sport zu tun hatte sortierte ich aus. Stattdessen konzentrierte ich mich auf sein Privatleben. Ich fand unzählige Bilder von ihm, auf denen er in Begleitung von jungen attraktiven Damen war. Und genau wie Lucy gesagt hatte, waren die meisten dieser Frauen etwas besser bestückt. Eigentlich schien Janine überhaupt nicht in sein Beuteschema zu passen. Was wohl der Grund dafür war, dass sie passend gemacht werden sollte. Ob das wohl auch mit den anderen Damen auf den Fotos passiert war? Aber auch das Thema Gewalt tauchte bei meiner Suche mehrfach auf. So hatte er sich auf dem Trainingsplatz mal mit einem Kollegen geprügelt. Und er hatte einen Mann umgestoßen, weil dieser ihn mit seinem Wagen geschnitten hatte. Am drastischsten war jedoch die Geschichte über einen Einbruch in sein Haus. Oliver Lehmann hatte den Einbrecher überrascht und konnte ihn überwältigen. Mit dem Resultat, dass der Einbrecher hinterher ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Eines war jedenfalls sicher, mit diesem Mann wollte ich mich körperlich nicht anlegen. Sein Verein hatte am kommenden Wochenende ein Heimspiel. Also kaufte ich mir eine Eintrittskarte, auch wenn ich mit Fußball nichts am Hut hatte. Vielleicht würde Janine ja bei dem Spiel anwesend sein.

Die Woche verging quälend langsam. In der Redaktion war das kein Problem, da ich dort beschäftigt war. Aber zuhause fiel mir bei der Warterei die Decke auf den Kopf. Mein Anruf in der Arztpraxis war natürlich erfolglos gewesen. Ich hätte wegen einer Absage sogar noch Glück gehabt, wurde mir erklärt. Denn normal seien eigentlich sechs Wochen. Am Samstag pilgerte ich dann zum allerersten Mal in ein Fußballstadion. Die Arena war riesig und ich war von der Atmosphäre wirklich beeindruckt. Mir wurde aber auch klar, wie naiv mein Gedanke gewesen war, im Stadion Janine entdecken zu können. In der schieren Masse an Menschen war das schlicht unmöglich. Das Spiel war jedoch unterhaltsamer als ich je vermutet hätte. Denn die Stimmung hatte auch mich mitgerissen. Fußball interessierte mich zwar noch immer nicht, aber ich würde einen weiteren Besuch trotzdem nicht ausschließen. Zumindest wusste ich nun aus eigener Anschauung, dass Oliver Lehmann ein exzellenter Fußballer war. Er hatte in diesem Spiel beide Tore erzielt und damit sein Team zum Sieg geführt.

Am Montagabend machte ich mich erneut auf zur Boutique Reinhardt. Durchs Schaufenster entdeckte ich die Verkäuferin, mit der ich letzte Woche gesprochen hatte. Aber Janine war wieder nicht zu sehen. Anscheinend hatte sie mehr als eine Woche Urlaub. Ob sie die freie Zeit wohl benötigte, um sich von einer Brust-OP zu erholen? Der Gedanke war mir bisher noch gar nicht gekommen, aber er machte durchaus Sinn. Wie lange dauerte sowas? Eine Internetsuche ergab, dass man ein bis zwei Wochen aufs Arbeiten verzichten sollte. Also würde ich es nächste Woche erneut in der Boutique versuchen.

Samstag war es dann soweit: O’zapft is! Die nächsten beiden Wochen würde ich viel Zeit auf der Theresienwiese verbringen, da unsere Lokalredaktion über Geschichten rund um das Oktoberfest berichtete. Das bedeutete für mich viele Überstunden und wenig Freizeit. Allerdings bot sich mir eine Gelegenheit mit Oliver Lehmann zu sprechen. Sein Verein hatte am Mittwochabend im VIP-Bereich eines Festzelts Tische reserviert. Eigentlich hatte ich dort keinen Zutritt, aber durch meine Artikelserie hatte ich den Manager des Zelts kennengelernt. Er hatte mir versprochen, dass er mich für eine halbe Stunde in den VIP-Bereich lassen würde, solange ich dort keine Fotos machte.

Ich hatte lange überlegt, wie ich wohl am besten mit Lehmann ins Gespräch kommen könnte. Mein Beruf als Journalistin würde ihn wohl wenig beeindrucken. Vermutlich war er sogar eher hinderlich. Die besten Chancen hätte ich wohl, wenn ich mich als Groupie ausgeben würde. Denn einem Flirt wäre er bestimmt nicht abgeneigt. Da mein Billigdirndl wenig hermachte, entschloss ich mich eines zu leihen. Meine Wahl fiel auf ein Kleid mit großzügigem Ausschnitt und ziemlich kurzem Rock. Es war nicht gerade traditionell, aber dafür äußerst sexy. Und ich konnte mir die Kosten sogar erstatten lassen, denn ich sollte ja ganz offiziell vom Oktoberfest berichten.

Unglaublich nervös stand ich am Eingang des VIP-Bereichs. Mit einem Push-Up hatte ich es geschafft, den Ausschnitt des Dirndls halbwegs gut zu füllen. Aber ich fühlte mich unwohl, weil der Rock für meinen Geschmack zu kurz war. Das hatte ich mir jedoch selbst eingebrockt und nun gab es auch kein Zurück mehr. Langsam ließ ich meinen Blick über die Reihen im VIP-Bereich schweifen. War Oliver Lehmann etwa gar nicht hier? Doch dann entdeckte ich ihn, er gab einer Bedienung gerade einen Klaps auf den Hintern. Diese setzte ihre Bierkrüge auf dem Tisch ab und suchte danach schleunigst das Weite. Die Szene hatte mich noch einmal daran erinnert, was für ein Arschloch dieser Kerl eigentlich war. Wollte ich mich dem wirklich an den Hals werfen? Denn eines war völlig klar, seine Finger würde er auch bei mir bestimmt nicht bei sich behalten. Ich hasste mich jetzt schon für diese saublöde Idee. Lehmann saß ganz am Rand eines Tisches und ich schlich mich von hinten an ihn heran. Direkt neben ihm blieb ich stehen und legte meine Hand auf seine Schulter.

» Hallo mein Hübscher! «, hauchte ich ihm zu.

Er drehte den Kopf und schaute zu mir herauf. Dann zeigte er ein Lächeln und eine Sekunde später spürte ich seine Hand auf meinem Hintern. Das war ja in Rekordzeit passiert.

» Hallo Sexy, wer bist du denn? «, antwortete er erfreut.

» Ich bin Lara! «, versuchte ich so lasziv wie möglich zu sagen. Gleichzeitig musste ich meinen Abscheu vor diesem Mann unterdrücken. Und ich verfluchte mich dafür, dass ich ihm meinen richtigen Namen genannt hatte. Dummerweise hatte ich vorher nicht darüber nachgedacht und auf die Schnelle war mir auch kein anderer Name eingefallen.

» Freut mich, ich bin Oliver! «

Bevor ich mich versah, hatte er mich an der Hüfte gepackt und auf seinen Schoß gesetzt. Mein Ausschnitt befand sich nun direkt vor seinem Gesicht. Und seiner Miene konnte man ansehen, dass er das durchaus genoss. Gleichzeitig ruhte seine rechte Hand auf meinem Oberschenkel. Es kostete mich große Überwindung nicht sofort aufzuspringen und diesem Scheißkerl eine zu kleben. Plötzlich begannen seine Finger meine Schenkel entlang nach oben zu wandern. Jetzt war es genug! Ich packte seine Hand und hielt sie fest. Lehmann wirkte erstaunt.

» Komm schon, du willst es doch auch! «, behauptete er.

» Nicht hier! Gib mir deine Nummer und ich rufe dich an! «, säuselte ich. Der Kerl lachte auf einmal lauthals los und ich hatte keine Ahnung warum. Er packte mich und stellte mich wieder auf die Beine.

» So läuft das nicht Kleine! Gib du mir deine Nummer und ich rufe dich vielleicht irgendwann mal an. Ansonsten zieh Leine! «

Diese rüde Abfuhr hatte mich überrascht. Und irgendwie auch gekränkt, denn so hatte mich noch kein Mann behandelt. Am liebsten hätte ich ihm jetzt die Meinung gegeigt, aber ich musste auch an meine Story denken. Ich würde mich an ihm revanchieren, indem ich seine Machenschaften aufdeckte und öffentlich machte. Also schluckte ich den Ärger herunter und kramte in meiner Handtasche nach einer Visitenkarte. Gerade noch rechtzeitig fiel mir ein, dass dort mein Beruf draufstand. Deshalb zückte ich sattdessen einen roten Lippenstift und schrieb meine Handynummer auf seinen Arm. Dies war bestimmt ein schwerer Fehler.

» Sehr schön! Und jetzt verschwinde! «, meinte Lehmann lachend.

Mit einem Klaps auf den Hintern war ich entlassen. Was für ein arroganter Mistkerl! Der glaubte wohl, er könne sich alles erlauben. Vermutlich lief das auch meistens so. Denn er hatte ja auch von mir das bekommen, was er wollte. Wenigstens glaubte er das. Kriegen würde er von mir aber nur eine gemütliche kleine Gefängniszelle. Es ärgerte mich maßlos, dass ich absolut nichts erreicht hatte. Abgesehen von einer Demütigung. Diese Begegnung war derart kurz gewesen, dass man sie nicht einmal ein Gespräch nennen konnte. Und dafür hatte ich mir seine Grabscherei gefallen lassen. Bei der Erinnerung daran ekelte es mich. Zumindest hatte Lehmann jetzt meine Nummer und es bestand die klitzekleine Chance, dass er sich bei mir melden würde. Allerdings würde ich mich ganz bestimmt nicht allein mit ihm treffen. Denn ihm ging es nur um Sex, was für mich absolut nicht in Frage kam. Unter Umständen könnte das in einer Vergewaltigung enden. Zumindest würde ich sowas bei diesem Mann nicht ausschließen.

Eigentlich hatte ich schon am Anfang der Woche in der Boutique Reinhardt vorbeischauen wollen. Aber das Oktoberfest hielt mich dermaßen auf Trab, dass ich es einfach nicht in die Fußgängerzone geschafft hatte. Am Freitag nahm ich mir jedoch die Zeit und machte auf dem Weg von der Redaktion zur Theresienwiese einen kleinen Umweg. Durchs Schaufenster sah ich, dass heute eine andere Verkäuferin arbeitete. Sie hatte lockiges rotes Haar und mächtig Holz vor der Hütte. Aber Janine war wie gehabt nicht zu sehen. Vielleicht war diese Verkäuferin ja auskunftsfreudiger und verriet mir wann der Urlaub von Janine endete. Also betrat ich das Geschäft um mit der Frau zu reden. Die Rothaarige stöckelte geübt auf mich zu. Anfangs war ich irritiert, weil sie mir irgendwie bekannt vorkam. Als sie mich fast erreicht hatte, entdeckte ich in ihr die Gesichtszüge von Janine. Ich war schockiert, wie sehr sich die zierliche Blondine verändert hatte. Kein Wunder, dass ich sie durchs Schaufenster nicht wiedererkannt hatte.

» Herzlich willkommen, was kann ich für sie tun? «, wurde ich begrüßt.

Das plötzliche Zusammentreffen hatte mich etwas unvorbereitet erwischt. Deshalb musste ich erst einmal Zeit gewinnen, um kurz nachdenken zu können.

» Sie sind Janine, nicht wahr? «, fragte ich.

» Äh… ja? «, antwortete sie überrascht.

» Ich möchte mit ihnen über Oliver Lehmann sprechen. «

Janine wirkte etwas irritiert. Vermutlich überlegte sie gerade, ob sie mich von irgendwoher kannte.

» Sind sie eine Journalistin? «, fragte sie misstrauisch.


Fortsetzung folgt!
27. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Bulli31 am 19.08.20 00:05

Hallo IronFist,

du schriebst:
> Deine Theorie basiert jedoch auf der Prämisse, dass Janine
> noch nie im Club XP gewesen ist.
> Ihr allererster Satz "Oliver, ich möchte da nicht wieder hin"
> lässt jedoch das Gegenteil vermuten.

Da hast du viel gespoilert.

Bislang habe ich die Sätze auf die Praxis Dr. Felgenhauer bezogen, wo bestimmt niemand mit flachen Brüsten herum läuft.
Und wenn Janine nicht zu Felgenhauer geht, dann nimmt Oliver L. eben Petra mit. Flexibilität einer bekannten Person, die an jedem Finger vermutlich 12 Frauen hängen hat.
Die Sache mit dem Menschenhandel beziehe ich weder auf Felgenhauer noch auf Club XP. Wenn aus dem Club XP heraus verkauft würde, würde sie sich nicht bequatscht haben lassen. Naja, zumindest nach meiner Meinung.

Viel Spaß mit der Story.
28. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Gummimaske am 19.08.20 07:27

Eine schöne Fortsetzung und die Spannung wird weiter hoch gehalten,so daß man sich auf den nächsten Teil freut.
29. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Dark Fangtasia am 19.08.20 09:41

Wieder eine schöne Fortsetzung.

Mal sehen wie Janine auf Lara reagiert. Von schroffer Abweisung bis Seele auskotzen könnte ich mir alles vorstellen. Denke aber eher, dass sie Lara abweist und diese sich daher einen neuen Ansatz suchen muss (Treffen mit Lehmann?).

Bis zum Beratungsgespräch dauert es ja auch nicht mehr so lange (je nach Lesart sind ja schon 2 bis 3 Wochen im letzten Kapitel vergangen).

Zum Glück müassen wir wieder nur eine Woche warten.
30. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 21.08.20 19:21

Hallo Bulli31,

manchmal baue ich ja ganz bewusst Stellen ein, bei denen der Leser nicht so genau weiß woran er ist.

In diesem Fall kam es mir aber nicht einmal in den Sinn, dass man das auch auf die Arztpraxis beziehen könnte.
Denn bei "Petra mitnehmen" denke ich eher an eine Freizeitaktivität als an eine Schönheitsklinik.

Von daher war der Spoiler unbeabsichtigt, weil ich ihn nicht einmal als solchen erkannt habe. Sorry!
Wäre interessant zu erfahren, ob noch andere Leser das so interpretiert haben wie du.


Hallo Gummimaske,

freut mich, dass dir der letzte Teil gefallen hat.
In Sachen Spannung hoffe ich aber, dass da noch ein klein wenig Steigerungspotential drinsteckt.


Hallo Dark Fangtasia,

die Reaktion von Janine hängt wohl auch davon ab, ob sich Lara als Reporterin zu erkennen gibt.

Vielleicht ist sie ja wieder Undercover unterwegs.
Diese Methode hat bei Lehmann ja schon ganz hervorragend funktioniert.

Und bei Felgenhauer bekommt sie sogar noch eine weitere Gelegenheit.
Was wohl Mister Murphy dazu sagen würde?


LG
Fist

31. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Trucker am 21.08.20 21:30

Hallo IronFist
Super geschrieben wie immer.
Spannend und geistreich wie immer.
32. RE: Skandal um Lara

geschrieben von plit am 21.08.20 23:46

Hallo Iron Fist,

vielen Dank für die schöne Geschichte.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass diese Geschichte schneller voranschreitet als die Bisherigen. Aber das kann auch täuschen da schon so früh über große Brüste gesprochen wird und für mich solche Transformations-Inhalte interessanter sind als z.B. Fesselspielchen.

Ich freue mich schon, zu lesen, wie Laras Abenteuer weitergeht. Könnte mir gut vorstellen, dass sie etwas forscher vorgeht, als es für ihre Recherche gut wäre. Hätte sie allerdings das gleiche Vitamin B wie Janine, könnte sie ihren Beratungstermin sicher etwas eher bekommen. Vielleicht bekommt sie das ja in der Zwischenzeit noch ungewollt. Wer weiß das schon?
Aber auch deine Nebencharaktere sind immer spannend. Die haben die Eigenart, spontan aufzutauchen und für eine Überraschung zu sorgen. Und von denen wurden ja schon einige eingeführt.

Zitat
Hallo Bulli31,

manchmal baue ich ja ganz bewusst Stellen ein, bei denen der Leser nicht so genau weiß woran er ist.

In diesem Fall kam es mir aber nicht einmal in den Sinn, dass man das auch auf die Arztpraxis beziehen könnte.
Denn bei \"Petra mitnehmen\" denke ich eher an eine Freizeitaktivität als an eine Schönheitsklinik.

Von daher war der Spoiler unbeabsichtigt, weil ich ihn nicht einmal als solchen erkannt habe. Sorry!
Wäre interessant zu erfahren, ob noch andere Leser das so interpretiert haben wie du?


Diese Textstelle habe ich so gelesen, dass Janine bereits im Club XP war und einen weiteren Besuch bei Dr. Felgenhauer „vorbereiten“ soll. Wenn dir das hilft.

Beste Grüße Plit
33. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 23.08.20 19:19

Hallo Trucker,

dann bedanke ich mich doch bei dir.
Wie immer!


Hallo plit,

einen Dank zurück für deinen netten Kommentar.

Ich habe nicht den Eindruck, dass diese Geschichte schneller voranschreitet als meine vorherigen.
Aus meiner Sicht tanzte "Kreuzfahrt ins Glück" eher etwas aus der Reihe, weil der Beginn dieser Geschichte noch langsamer war, als es bei mir üblich ist.

Gute Beziehungen zu haben, das hat doch noch nie geschadet.
Obwohl, vielleicht sieht das Janine ja jetzt auch etwas anders.

Als kleinen Teaser kann ich ja schon mal verraten, dass Lara im nächsten Teil auf eine neue Spur stoßen wird.
Was wird das wohl sein?


LG
Fist
34. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 25.08.20 19:16

Teil 4


» Ja, mein Name ist Lara Stein und ich arbeite für die Neue Münchner Presse. «

» Ich rede nicht mit Reportern über meinen Freund! «, wehrte sie sofort ab.

Eine verständliche Reaktion, denn sie wurde bestimmt häufiger von Klatschreportern belästigt. Irgendwie musste ich sie überzeugen, bei mir eine Ausnahme zu machen. Also konfrontierte ich sie mit den Tatsachen, die ich bereits wusste.

» Oliver Lehmann ist für ihre Typveränderung verantwortlich. Und ich weiß auch, dass sie nicht besonders glücklich darüber sind. «

Janine schluckte kurz. Die Augenbrauen zogen sich zusammen und ihr Blick bekam ein gefährliches Funkeln. Dann ballte sie ihre Hände zu Fäusten. Ich fürchtete schon, dass sie gleich auf mich losgehen würde. Doch stattdessen antwortete sie mir nur höhnisch.

» Pah… woher wollen sie das denn wissen? «

» Ich habe meine Quellen! «, erwiderte ich vage.

» Das ist alles völliger Blödsinn. Und im Übrigen sehe ich jetzt viel besser aus! «

Ihre Behauptung hatte mehr so geklungen, als versuchte sie sich damit selbst zu überzeugen. Jetzt war der Moment gekommen, um mein As auszuspielen.

» Aber eigentlich geht es Oliver Lehmann darum, dass sie besser zum Club XP passen sollen. «

Janine riss ihre Augen weit auf und sie musste erneut schlucken. Das pure Entsetzen spiegelte sich in ihrem Gesicht. Sie öffnete ihre Hände und wischte sich den Schweiß am Rock ab.

» Sie werden das aber nicht schreiben, oder? «, flehte sie mich förmlich an.

» Es ist nicht meine Absicht ihnen zu schaden. Ich will nur mehr über den Club XP erfahren. «

In diesem Moment bimmelte die Türglocke und eine Kundin betrat den Laden. Ausgerechnet jetzt! Janine blickte kurz zu der Frau und dann wieder zurück zu mir.

» Versprechen sie mir, dass sie meinen Namen da raushalten, wenn ich ihnen über den Club XP erzähle? «, flüsterte sie mir zu.

Natürlich gab ich ihr das Versprechen, denn mir ging es ja hauptsächlich um Oliver Lehmann. Um ungestört miteinander sprechen zu können, verabredeten wir uns um 21 Uhr im Cafe Liquid. Eigentlich ein eher ungünstiger Termin für mich. Aber meine Oktoberfestpflichten mussten in diesem Fall einfach hinten anstehen. Vor dem Verlassen der Boutique überreichte ich Janine noch meine Visitenkarte. Was später noch ungeahnte Folgen haben sollte.

Janine kam zu unserem Treffen eine halbe Stunde zu spät. Angeblich musste sie ihrer Mutter helfen. Für mich klang das nach einer Ausrede, aber ich war froh, dass sie überhaupt gekommen war. Sie wirkte längst nicht mehr so geschockt wie noch am Nachmittag. Aber als sie zu erzählen begann, wurde deutlich, dass ihr die Sache furchtbar peinlich war. Janine war verliebt und sie hatte das alles nur für Oliver Lehmann gemacht. Was dieser Mistkerl überhaupt nicht verdient hatte. Beim Club XP handelte es sich um einen sehr diskreten Privatclub, hauptsächlich für Männer. Die zumeist wohlhabenden Mitglieder des Clubs lebten dort ihre perversen sexuellen Fantasien aus. In Grünwald gab es eine große Villa, in der sich diese Leute regelmäßig trafen um Orgien zu veranstalten. Auch Janine hatte schon an diesen Sex-Partys teilgenommen. Sie erzählte von bizarren Praktiken, wie Frauen zu Möbelstücken umzufunktionieren oder sie wie Haustiere zu dressieren. Noch dazu sähen die meisten dieser Frauen wie Pornosternchen aus. Riesige Titten und Intimpiercings wären da die Norm. Irgendwann berichtete Janine von einer Sklaven Auktion, die sie dort mal erlebt hatte. Sofort wurde ich hellhörig.

» Ist das nur ein Sexspiel oder eine richtige Versteigerung? «, fragte ich interessiert.

» Ich weiß es nicht. Aber für mich sah das ziemlich echt aus. Und da wurden auch richtig hohe Summen bezahlt. «

» Wie hoch waren die Gebote denn? «

» Also eine der Frauen wurde für über 50.000 Euro versteigert. «

Das klang auch für mich nicht mehr nach einem Spiel. Jetzt war ich mir sicher, dass es hier wirklich um Menschenhandel ging. Und ich hatte auch eine neue Spur bekommen. Denn ich würde diese Villa mal näher unter die Lupe nehmen. Janine kannte die genaue Adresse des Hauses zwar nicht, aber sie konnte den Weg halbwegs gut erklären. Sie beschrieb das Haus als zweistöckiges gelbes Gebäude mit einem großen Brunnen im Garten. Mit diesen Informationen sollte sich die Villa doch eigentlich finden lassen.

Am Wochenende war ganz besonders viel los auf dem Oktoberfest und ich hatte es einfach nicht geschafft nach Grünwald zu fahren. Das holte ich am Montagmorgen nach. Die Villa zu finden war schwieriger als gedacht, weil sie von der Straße aus kaum zu erkennen war. Eine hohe Hecke verlief rund um das Grundstück herum. Der Brunnen war jedoch vom Tor aus zu sehen und durch ein paar Sträucher hindurch schimmerte auch die gelbe Fassade der Villa. Ich hatte den Ort des Verbrechens gefunden! An der Klingel stand kein Name. Sollte ich vielleicht einfach läuten? Nein, eine spontane Aktion würde sicher nur schaden. Das musste gut geplant sein. Die beiden Nachbarhäuser hatten die Hausnummern 22 und 26. Somit musste die gelbe Villa die 24 besitzen. Ich beschloss zum Grundbuchamt zu fahren, um herauszufinden wer der Besitzer war. Leider war der Eintrag wenig erhellend, denn der Eigentümer war eine Esquire GmbH. Laut Homepage der Firma bot man Dienstleistungen im Entertainment Bereich an. So konnte man das veranstalten von Sex-Orgien natürlich auch nennen. Abgesehen vom Namen der Geschäftsführerin, einer gewissen Hannah von Niederaubach, bot die Seite von Esquire keine hilfreichen Informationen. Dafür fand ich jedoch etwas Interessantes heraus, als ich nach der Chefin im Internet suchte. Denn sie betrieb auch noch einen Escort-Service mit dem Namen „Fallen Angels“. Was natürlich irgendwie ins Bild passte. Vielleicht nahmen die Damen des Begleitservice ja auch an den Partys teil. Nacheinander klickte ich die erotischen Fotos der Escort-Ladies durch, bis ich bei einer ins Stocken geriet. Chantal waren die Arme gefesselt worden und sie trug einen großen roten Ball in ihrem Mund. Was mich aber wirklich verblüffte, war das bekannte Gesicht. Denn Chantal hieß im richtigen Leben Anna und arbeitete im Salon 78. Wusste ich doch, dass es hier eine Verbindung gab. Und vielleicht gehörte diese Hannah von Niederaubach ja zu den adligen Freunden, die bei der Finanzierung des Salons geholfen hatten. So langsam schloss sich der Kreis.

Dienstagmorgen wurde ich ins Büro meines Chefs zitiert. Ich war nervös, denn sowas war eher unüblich. Mein Chef reichte mir ein Schriftstück über den Tisch und er wollte meine Meinung dazu wissen. Das Schreiben stammte von einer Anwaltskanzlei mit dem Namen Kühne & Partner. Es begann mit juristischem Blabla, doch dann kam der entscheidende Part.

… ihre Mitarbeiterin Lara Stein hat Frau Janine Jäger auf unrechtmäßige Art dazu genötigt, Details aus dem Privatleben unseres Mandanten Oliver Lehmann zu erzählen. Wir fordern sie dazu auf, diese Informationen nicht zu veröffentlichen. Ansonsten …

Der Brief schloss mit einer ganzen Litanei an Klageandrohungen. Offensichtlich hatte Janine gegenüber ihrem Freund geplaudert. Und dieser hatte sofort seine Anwälte eingeschaltet. Ich war aufgeflogen und mein Chef wusste nun Bescheid. Shit, hoffentlich würde ich dafür nicht gefeuert.

» Also … äh … ich kann das erklären Chef! «, stammelte ich.

» Ich höre! «, meinte er mit grimmigem Gesicht.

Panisch kramte ich in meinem Kopf nach den richtigen Worten. Aber leider gab es keine vernünftige Rechtfertigung für mein Verhalten. Wenn ich meinen Job behalten wollte, dann musste ich wohl zu Kreuze kriechen und die Wahrheit sagen.

» Es hat mich gekränkt, dass sie mir diese Story nicht zutrauen. Und ich wollte mir die Geschichte nicht einfach wegnehmen lassen. Natürlich war es falsch, dass ich ihre Anweisungen ignoriert habe. Aber es ging ni … es … es tut mir schrecklich leid. Sowas wird nie wieder vorkommen, das verspreche ich! «

» Das erklärt noch nicht wie es zu dem Schreiben gekommen ist! «, meinte mein Chef streng.

» Was da behauptet wird, das stimmt einfach nicht. Ja ich habe mit Janine gesprochen, aber von einer Nötigung kann überhaupt keine Rede sein. Ich habe sie nur mit den Fakten konfrontiert, ehrlich Chef das müssen sie mir glauben. «

» Erinnern sie sich daran, dass ich ihnen erklärt habe, dass Fehler bei der Recherche Konsequenzen haben können? «, er hielt das Anwaltsschreiben bei seinen Worten in die Höhe.

» Ja! «, antwortete ich kleinlaut.

» Dann wird ihnen das hoffentlich eine Lehre sein. «

» Ganz bestimmt Chef! «

Mein Boss zerknüllte das Blatt Papier und warf es schwungvoll in den Papierkorb.

» Und jetzt vergessen wir diesen Blödsinn. Sie gehen nun zu Lucy und treten mit ihr zusammen diesem Lehmann in den Allerwertesten. «

» Ich darf an der Story weiterarbeiten? «, fragte ich verblüfft.

» Aber natürlich. Was glauben sie wie viele derartige Schreiben ich schon gesehen habe. Eine solche Reaktion zeigt mir, dass sie auf der richtigen Spur sind. Also machen sie weiter! «, jetzt grinste er übers ganze Gesicht.

» Vielen Dank Chef. Ich werde sie nicht enttäuschen! «

Glücklich kehrte ich zu meinem Schreibtisch zurück. Das Gespräch hatte eine unerwartete Wendung genommen. Ich hatte meine Kündigung befürchtet und stattdessen durfte ich nun offiziell in dieser Sache recherchieren. Manchmal war das Leben wirklich verrückt.

Ich setzte mich mit Lucy zusammen und wir tauschten unsere Ergebnisse aus. Meine Kollegin hatte deutlich weniger herausgefunden als ich. Allerdings hatte ich auch einen Vorteil gehabt, weil sie Janine nicht finden konnte. Woran ich natürlich nicht ganz unschuldig war. Hoffentlich würde durch Janines Typveränderung nie herauskommen, dass ich über ihr Aussehen gelogen hatte. Lucy hatte sich auf Dr. Felgenhauer konzentriert und sogar ein Interview mit ihm geführt. Es gab da einen dunklen Fleck in seiner Vergangenheit. Eine Patientin hatte ihn verklagt, weil er ihr angeblich doppelt so große Implantate eingesetzt hatte, als vereinbart worden war. Sie vermutete, dass ihr Ehemann den Doktor dafür bezahlt hatte. Unterstützt wurde dieser Verdacht dadurch, dass an den von ihr unterschriebenen Unterlagen nachträglich manipuliert worden war. Eigentlich sollte man meinen, dass ein Arzt für sowas seine Zulassung verlieren würde. Felgenhauer war jedoch lediglich zu Schadenersatz und einer Geldstrafe verurteilt worden. Gerüchten zufolge hatte ein hohes Tier aus dem bayrischen Justizministerium helfend eingegriffen. Lucy hatte mit dem Kollegen gesprochen, der diesen Skandal vor sechs Jahren untersucht hatte. Leider war es ihm nie gelungen herauszufinden, wer da im Ministerium seine Finger im Spiel gehabt hatte. Ob wir diese Sache nochmal aufrollen sollten? Eine Story war das allemal wert, aber es war unwahrscheinlich, dass dies mit unserer Geschichte zusammenhing. Lucy hatte jedenfalls für sich beschlossen, diese Schweinerei nicht weiter zu verfolgen.

Im Team zu arbeiten hatte durchaus seine Vorteile. Felgenhauer kannte Lucy als Journalistin, mich hingegen nicht. Und bei Janine und den Damen aus dem Salon 78 war es genau umgekehrt. Das könnten wir bestimmt irgendwie nutzen. Bei unserem eigentlichen Ziel Oliver Lehmann waren wir allerdings beide noch nicht besonders erfolgreich gewesen. Lucy hatte versucht ein Interview mit ihm zu bekommen, ihr Wunsch wurde jedoch ohne Begründung abgelehnt.

» Als nächstes bin ich dann zum Trainingsgelände gefahren. Aber dort kam ich gar nicht an ihn heran, weil er zu stark abgeschirmt wurde! «, erzählte Lucy frustriert.

» Ich hab ihn auf dem Oktoberfest getroffen! «, warf ich ein.

» Und hast du dabei was herausgefunden? «, fragte sie interessiert.

» Nicht wirklich. Nur dass er ein schmieriger Typ ist, der seine Finger nicht im Griff hat. «

» Was keine Neuigkeit ist! «, lachte sie ironisch.

» Aber ich habe ihm meine Telefonnummer gegeben. Vielleicht ruft er mich ja an! «, erklärte ich ihr.

» Warum sollte Oliver Lehmann denn bitte eine Journalistin anrufen? «, fragte Lucy zweifelnd.

» Vielleicht weil er Sex möchte und nicht weiß, dass ich eine Journalistin bin? «, erwiderte ich.

Zumindest hoffte ich, dass Lehmann keine Verbindung herstellte zwischen dem Groupie Lara und der Reporterin Lara Stein, welche seine Freundin befragt hatte. Ich erzählte Lucy die Umstände, wie es zu dem Treffen auf dem Oktoberfest gekommen war. Und auch wie er mir eine Abfuhr erteilt hatte.

» Erst brezelst du dich für diesen Scheißkerl auf und dann wunderst du dich, dass er zudringlich wird? «, meinte Lucy kopfschüttelnd.

» Ja, das war sicher nicht meine schlaueste Idee! «, gab ich zu.

» Falls sich der Typ bei dir melden sollte, dann gehst du auf keinen Fall allein zu einem Treffen. Versprichst du mir das? «, forderte sie.

Ich war mir unsicher, ob Lucy das aus Sorge um mich sagte oder ob sie einen weiteren Alleingang von mir befürchtete. Ganz egal, denn ich hatte keinen zweiten Auftritt als Groupie geplant. Und mit dem Mann allein sein, wollte ich ebenfalls nicht. Wir stimmten unser weiteres Vorgehen aufeinander ab. Lucy sollte sich im Salon 78 einen Termin bei Anna geben lassen. Denn vielleicht war ihr Alter Ego Chantal ja auch schon mal in der Villa in Grünwald gewesen. Meine Aufgabe war es noch mehr über Janine herauszufinden. Dank des Schreibens der Rechtsanwälte kannte ich jetzt ja auch ihren Nachnamen. Also tippte ich Janine Jäger in die Suchmaschine.

Es war nicht besonders schwer etwas über Janine zu erfahren, denn sie hatte ihren beruflichen Werdegang selbst ins Internet gestellt. Sie hatte ein ziemlich gutes Abitur gemacht und anschließend Modedesign studiert. Nach zwei Semestern hatte sie ihr Studium jedoch abgebrochen und eine Ausbildung als Friseurin begonnen. Die Lehre hatte sie erfolgreich abgeschlossen und danach für 6 Monate in einem Nagelstudio gearbeitet. Und seit 14 Monaten arbeitete sie jetzt in der Boutique Reinhardt. Man konnte das nicht unbedingt als geradlinigen Lebenslauf bezeichnen. Auch aus ihrem Privatleben machte sie kein großes Geheimnis. Denn ich fand die Namen von drei Ex Freunden, die sie in nur 15 Monaten verschlissen hatte. Janine schien sowohl beruflich als auch in Sachen Beziehungen etwas sprunghaft zu sein. Auffällig war jedoch, dass sie in den vergangenen zwei Monaten kaum noch etwas gepostet hatte. Und ich vermutete stark, dass diese Verhaltensänderung mit Oliver Lehmann zusammenhing. Abgesehen von ihrer Adresse hatte meine Recherche aber nichts Interessantes mehr ergeben.


Fortsetzung folgt!
35. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Gummimaske am 26.08.20 14:02

Bisher ein sehr interessanter Verlauf der Story.Mir gefällt einfach diese Art des Schreibens.Bitte weiter so.
36. RE: Skandal um Lara

geschrieben von emilymortimer am 26.08.20 22:18

Eine sehr schöne Geschichte.

Freue mich auf den nächsten spannenden Teil!
37. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Ihr_joe am 26.08.20 22:37

Schön, wie sich alles entwickelt, das erste Skandälchen ist ja schon geschafft.

Danke für die Geschichte

Ihr_joe
38. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Toree am 26.08.20 23:57

Zitat

...Der Brief schloss mit einer ganzen Litanei an Klageandrohungen....


Ach ja, die 'netten' RA.
Ich liebe sie.
Die machen einen das Leben lebenswerter
Durfte mich auch schon mal mit einem Auseinandersetzen.
Nein, ich bin nicht im schreibenen Gewerbe tätig.
... Obwohl schon.
Es ging um einen Verkehrsunfall.
Ich habe nur die Pressemitteilung verfasst.
Es wurden keine Namen genannt.
Trotzdem bekam mein Chef ein Anwaltsschreiben.
Empfänger: "PolizeirevierXXX, PolizeidirektionXXX zu Händen dem Leiter."
Mirco hat sich fast todgelacht!
39. RE: Skandal um Lara

geschrieben von andreas am 27.08.20 10:46

Wieder eine schöne Fortsetzung, die Lust auf mehr macht. Ich hoffe wir erfahren, was alles so in der Villa passiert. Mit den Details lassen sicher bestimmt einige Kapitel füllen...

VG Andreas
40. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 27.08.20 19:31

Hallo Gummimaske,

schön, dass es dir gefällt.
Dann mache ich doch einfach mal weiter so.


Hallo emilymortimer,

vielen Dank für deine lobenden Worte.
Vielleicht packe ich in Sachen Spannung beim nächsten Teil noch ein kleines bisschen obendrauf.


Hallo Ihr_joe,

gern geschehen.

Bei dem Skandälchen bin ich jedoch unsicher was du damit genau meinst.
Vielleicht die Vergangenheit von Dr. Felgenhauer? Also ich würde das schon als einen ausgewachsenen Skandal bezeichnen.


Hallo Toree,

Anwälte gehören halt zu den Berufsgruppen, die aktiv werden, wenn es Ärger gibt.
Du scheinst bei der Polizei zu arbeiten, also dürfte dir das auch nicht ganz unbekannt sein.


Hallo andreas,

wenn du Lust auf mehr hast, dann habe ich meine Mission erfüllt.
Soll man nicht aufhören, wenn es am schönsten ist?

Ganz so gemein will ich dann doch nicht sein.
Und ja, die Villa wird im nächsten Teil eine gewichtige Rolle spielen.

Jetzt aber genug gespoilert!


LG
Fist
41. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Toree am 28.08.20 00:58

Zitat

Hallo Toree,

Anwälte gehören halt zu den Berufsgruppen, die aktiv werden, wenn es Ärger gibt.
Du scheinst bei der Polizei zu arbeiten, also dürfte dir das auch nicht ganz unbekannt sein.
LG
Fist


Ja, ich war Polizist, SBE- VUD (Sachbearbeiter Einsatz- Verkehrsunfalldienst) also vom Parkplatzrempler über Unfallflucht, bis hin zu tödlichen Unfällen, alles.

Zu dem war, hat mir Corona verholfen, ich bin 'aus gesundheitlichen Gründen in den vorzeitlichen Ruhestand versetzt'.

Zum Sachverhalt:
Verkehrsunfall mit 2x sofort Tod, 1x innerhalb von vier Stunden nach dem VU, 4x verletzt.
6 Stunden Straßensperrung, erfolgte die vorgeschriebene Meldung. Revier an Polizeidirektion, von der Direktion an das Lagezentrum des Landes, von da an das Lagezentrum des Bundes.
Überall war der Vermerk: „Presse frei, ohne Namennennung“ .
Das heißt, der reine Unfallhergang kann veröffentlicht werden, aber keine Namen.
In der Meldung hieß es: 24 jähriger Fahrer eines PKW, namentlich bekannt, stieß mit einem PKW einer 43 jährigen im Gegenverkehr zusammen.

Woher die Zeitung mit den vier weißen Buchstaben auf roten Grund, zwei Tage später alle Namen hatte, ist mir bis heute schleierhaft.

Daraufhin schaltete sich der RA der Familie eines der Toten ein.

„Wir sind alle sauber,“ sagte Mirco, der vor Jahren mal eine Woche als Praktikant bei mir auf den VUD Wagen saß.
42. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 30.08.20 19:07

Hallo Toree,

ich bin überhaupt nicht überrascht, dass die Zeitung die Namen herausgefunden hat.
Denn neben der Polizei gibt es dafür ja vielfältige Möglichkeiten, wie z.B. Abschleppdienst, Rettungsdienst oder Angehörige der Unfallopfer.

Normalerweise sind die Namen für so eine Zeitung jedoch irrelevant, solange kein Prominenter daran beteiligt war.


LG
Fist
43. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Toree am 30.08.20 21:58

Zitat
Hallo Toree,

ich bin überhaupt nicht überrascht, dass die Zeitung die Namen herausgefunden hat.
Denn neben der Polizei gibt es dafür ja vielfältige Möglichkeiten, wie z.B. Abschleppdienst, Rettungsdienst oder Angehörige der Unfallopfer.

Normalerweise sind die Namen für so eine Zeitung jedoch irrelevant, solange kein Prominenter daran beteiligt war.


LG
Fist


Nein, es sind auch Otto- Normalos!

Ach du schei.., wie lange ist das jetzt schon wieder her?

8Jahre Messe (Messbeamter Geschwindigkeitsmess Großgerät) dann vier Jahre VUD.
Hm, dreizehn Jahre?
MINDESTENS!

Meldung aus NRW (Innenministerium direkt an unsere Diesntstelle)

Tötungsdelinkt zum Nachteil einer 18 jährigen.
Täter geboren in unserer Stadt. Verhindern, dass die Presse mit der Mutter redet, bis Krieseninterventionsmanager da ist.
Er wurde von NRW verständigt.

Zwei Minuten nach dem wir eingetroffen waren, war ein Team von DER Zeitung da und wollten mit der Mutter reden.
NEEE, kein Wort bis das Team vom Krieseninterventionsmanagment da ist.

Und die haben die einfach abblitzen lassen.

1995
In der Stadt hatte eine Jungendbande ihr unwesen getrieben.
Diebstahl, Raub,räuberische Erpressung, Bedrohung.
Der älteste 16, der jüngste 14 Jahre.
Also keine Info an die Presse, aber am nächsten Tag, groß in DER Zeitung.

1998, das weiß ich zu 100%
Denn den Zeitungsauschnitt habe ich immer noch.
Sonderermittlungsgruppe Straßenkriminalität.
1500 CD mit Raubkupien im polnischen Kleintransporter sichergestellt.
Pressekonferenz mit uns.
Wer nicht da war, war DIE Zeitung.

Also ein DIN A4 Blatt mit den Fackten geschickt.
Eine halbe Seite haben die daraus gemacht, 80% entsprach nicht der Wahrheit.

Noch ein Beispiel gefällig?
Meine ehemalige Nachbarin war bei der Post.
1991 wurde ihre Postfilliale überfallen.
Bis dahin DIE Zeitung schreibt nur die Wahrheit!
Dann kam es zum Gespräch.
Als sie es in der Zeitung gelesen hatte, war sie empört.
"DIE schreiben ja was, was ich nie gesagt hatte!"
Darauf mein Vater:"Das habe ich dir doch schon vorher gesagt, aber du wolltest es ja nicht glauben!"
44. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 01.09.20 18:36

Hallo Toree,

ich denke, du hast mich etwas missverstanden.

Natürlich benötigt eine Zeitung die Namen, wenn sie mit Angehörigen sprechen möchte.
Für eine reißerische Story bringt der Name eines unbekannten Normalos allerdings keinen Mehrwert. Das wollte ich eigentlich damit ausdrücken.


LG
Fist
45. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 01.09.20 19:10

Teil 5


Am Abend kam Lucy von ihrem Termin zurück. Ich musste schmunzeln, denn sie sah aus wie Clown. Knallrote Lippen, ein kräftiges Rouge auf den Wangen und ihre Augen erstrahlten in allen Regenbogenfarben. Ihr brünettes Haar war zu einem Türmchen auftoupiert worden. Was irgendwie so aussah, als hätte ein Vogel auf ihrem Kopf ein Nest gebaut.

» Sag bloß nichts! «, meinte sie mit drohendem Zeigefinger zu mir.

Ich konnte ein Prusten allerdings nicht mehr unterdrücken. Und auch Lucy musste lachen.

» Dies ist Annas Vorstellung von einem festlichen Makeup für einen Theaterbesuch! «, meinte Lucy empört.

» Also ich beneide nicht die Person, die im Theater hinter dir sitzen muss! «, mit den Händen bildete ich dabei ein Dach über meinem Kopf. Erneut mussten wir beide lachen. Vielleicht hätte ich Lucy besser vorwarnen sollen. Denn die merkwürdigen Vorstellungen der Chefin schienen auch für Anna Programm zu sein. Bewundert wurde der neue Look meiner Kollegin jedenfalls. Man konnte also sagen: Mission erfüllt! Allerdings bezweifelte ich irgendwie, dass sich Lucy im Moment wie eine Göttin fühlte.

Sie hatte Anna erzählt, dass sie gemeinsam mit Oliver Lehmann ins Theater gehen würde. Und danach wollten die beiden noch in den Club XP gehen. Anna schien Fußballfan zu sein, denn sie schwärmte von Lehmanns Fähigkeiten. Er würde sein Team diese Saison zur Meisterschaft führen, behauptete sie felsenfest. Den Club XP erwähnte sie jedoch mit keiner Silbe.

» Ich liebe es zu tanzen, aber der Club XP sagt mir gar nichts. Waren sie da schon mal? «, hatte Lucy gefragt.

Anna hatte die Frage verneint, aber Lucy glaubte ihr nicht. Warum hatte sie also gelogen? Es war verständlich, dass Anna ihren Nebenjob als Callgirl nicht an die große Glocke hängen wollte. Und natürlich könnte das auch der Grund für ihr Leugnen gewesen sein. Aber wir vermuteten beide, dass da mehr dahintersteckte. Der heutige Tag hatte uns nicht wirklich weiter gebracht. Aber wir hatten ja auch gerade erst begonnen, zusammen zu arbeiten.

Am Mittwoch setzten wir uns erneut zusammen und wir besprachen unser weiteres Vorgehen. Es war uns klar, dass die Villa der Schlüssel zum Erfolg war. Also überlegten wir, wie man dort am besten hineingelangen könnte. Lucy schlug vor, dass wir uns als Mitarbeiter der Stadtwerke ausgeben könnten. Um die Stromzähler abzulesen, schob sie nach. Aber dann würde man uns vermutlich in den Keller geleiten und wir würden trotzdem nichts vom Haus zu sehen bekommen. Irgendwie war es gar nicht so einfach einen glaubwürdigen Vorwand zu finden. In alten Filmen gaben die Leute immer vor, eine Autopanne zu haben und telefonieren zu müssen. Doch heutzutage trug jeder ein Handy mit sich herum, was diese Methode wenig glaubhaft machte.

» Wie wäre es denn, wenn wir vorgäben von einer Versicherung zu kommen? Es gäbe neue Brandschutzbestimmungen und wir müssten uns vor Ort ein Bild machen! «, schlug ich vor.

» Hey, das ist gar keine schlechte Idee! «, meinte Lucy.

Das war sogar eine richtig gute Idee, denn auf diese Weise hatten wir sogar einen Grund in der Villa Fotos zu machen. Lucy war die ältere von uns beiden, weshalb sie die Leiterin in der angeblichen Inspektion spielen sollte. Meine Rolle war die der Assistentin, welche die Fotos machen sollte. Wir kleideten uns in unscheinbare graue Kostüme. Eben so wie man das von Mitarbeiterinnen einer Versicherung erwartete. In Grünwald angekommen, klingelten wir an der Villa.

» Ja bitte! «, sagte eine männliche Stimme durch die Sprechanlage.

» Wir kommen von der Plscho-Versicherung. Wir müssten mal ihre Räume inspizieren, da es neue Brandschutzbestimmungen gibt! «, den Namen der Versicherung hatte Lucy absichtlich genuschelt, da wir nicht wussten, wo das Gebäude versichert war.

» Davon weiß ich nichts! «, meinte die Stimme.

» Wir haben unser Kommen aber schriftlich angekündigt! «, behauptete Lucy.

» Da muss ich erst mal nachfragen. Von welcher Versicherung kommen sie noch mal? «

» Wir kommen von der Pluto-Versicherung! «, antwortete Lucy.

» Warten sie bitte einen Moment! «

Lucy hatte einfach die größte Versicherungsgesellschaft genannt. In der Hoffnung, dass sie damit richtig lag. Vermutlich würde der Mann nun seinen Chef fragen. Und dieser wusste natürlich ebenfalls nichts von unserem Besuch. Woher auch. Wir konnten nur hoffen, dass der Big-Boss nicht belästigt werden sollte und wir auch so reingelassen würden. Es dauerte etwa fünf Minuten bis sich die Stimme wieder meldete.

» Verschwinden sie, oder ich rufe die Polizei! «, dröhnte es aus dem Lautsprecher.

Ganz offensichtlich war unser Schwindel aufgeflogen. Es machte keinen Sinn mit dem Mann zu diskutieren. Also gingen wir frustriert zum Auto zurück. Unser Einschleichen war fehlgeschlagen und ein zweiter Versuch wäre wohl ebenfalls zum Scheitern verurteilt. Jetzt wo sie vorgewarnt waren.

» Und nun? «, fragte ich frustriert auf der Rückfahrt.

» Da bleibt uns wohl nur noch eine Möglichkeit. Wir kommen nachts noch mal zurück! «, meinte Lucy.

» Du willst in die Villa einbrechen? «, fragte ich erstaunt.

» Hast du eine bessere Idee? «

Nein, hatte ich nicht. Aber ein Einbruch ging mir irgendwie zu weit. Zudem hatte ich auch keine Ahnung, wie wir überhaupt ins Haus kommen sollten. Denn dieses würde doch sicher verschlossen sein.

» Lass mich mal machen! «, antwortete Lucy auf meine Bedenken.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag waren wir wieder auf dem Weg nach Grünwald. Beide waren wir ganz in Schwarz gekleidet. Ich war fürchterlich nervös und hatte große Angst, dass wir erwischt werden würden. Doch Lucy schien die Ruhe selbst zu sein. Sie parkte den Wagen zwei Straßen weiter und wir gingen das letzte Stück zu Fuß. Das Eingangstor lag direkt neben einer Straßenlaterne und war hell erleuchtet. Zwei schwarze Gestalten kletterten über das Tor und verschwanden danach im Dunkel des Gartens. Was wenn uns ein Nachbar dabei beobachtet hatte? Um drei Uhr morgens war das zwar unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Wir näherten uns dem Haus, als plötzlich ein helles Licht den Eingangsbereich beleuchtete. Sofort versteckten wir uns in einem Gebüsch. Nach etwa zwei Minuten erlosch das Licht wieder, ohne dass irgendjemand erschienen war.

» Ein Bewegungssensor ! «, flüsterte mir Lucy zu.

» Lass uns hintenrum gehen! «, schlug sie vor.

In einem großen Bogen gingen wir um das Haus herum und näherten uns einer Terrasse. Dort gab es sogar einen Pool, dessen Filteranlage leise vor sich hin plätscherte. Wie nicht anders zu erwarten, war die Terrassentür jedoch verschlossen. Im oberen Stockwerk stand ein Fenster offen, aber ohne eine Leiter konnte man es nicht erreichen. Also schlichen wir an der Hauswand entlang. Wir umrundeten die Hausecke und sahen eine Treppe, die hinab zu einer Kellertür führte. Dies sollte unser Weg ins Haus werden. Natürlich war auch diese Tür abgeschlossen, aber Lucy zückte ein kleines Etui mit Dietrichen. Mit geschickten Fingern hatte sie das Schloss in unter 30 Sekunden geknackt.

» Woher kannst du sowas? «, flüsterte ich ihr zu.

» Ich habe als Teenager sehr viel Blödsinn gemacht! «, lautete ihre Antwort.

Ganz offensichtlich. Und legal dürfte dieser Blödsinn wohl auch nicht gewesen sein. Ich entdeckte immer neue Seiten an meiner Kollegin. Gestern hatte sie mir so nebenbei erzählt, dass sie auf Frauen stand und heute erfuhr ich, dass sie eine kriminelle Vergangenheit hatte. Bisher hatte ich in Lucy nur eine Schlampe gesehen, die sich nach oben schlafen wollte. Was aber wohl hauptsächlich den kursierenden Gerüchten geschuldet war. Soviel also zum Wahrheitsgehalt des Flurfunks, denn als lesbische Frau würde sie sich wohl kaum auf eine Affäre mit dem Chef einlassen.

Lucy schaltete ihre Taschenlampe ein und leuchtete einen Gang entlang. Auf beiden Seiten gab es Türen zu Kellerräumen und am Ende des Gangs führte eine Treppe nach oben. Leise schloss ich hinter mir die Tür, durch die wir ins Haus gelangt waren. Dann schaltete auch ich meine Lampe ein. Währenddessen öffnete meine Kollegin vorsichtig die erste Tür auf der linken Seite. Es handelte sich jedoch nur um einen Heizungsraum. Deutlich interessanter wurde es hinter der nächsten Tür. Denn dieses Zimmer schien so eine Art Folterkeller zu sein. An der Rückwand befand sich ein X-förmiges Kreuz und in der Mitte des Raumes stand ein großer Käfig. Aufgereiht an der Wand hing eine ganze Kollektion von Folterinstrumenten. Von Peitschen über Rohrstöcke bis hin zu exotischerem Gerät, dessen Funktion ich nicht einmal erahnen konnte. Auf einem Regal standen einige Kunststoffköpfe, denen man Masken übergestülpt hatte. Im Licht der Taschenlampen wirkten diese irgendwie gespenstisch.

» Wir sind auf dem richtigen Weg. Die stehen hier definitiv auf SM-Spielchen! «, meinte Lucy.

» Ach ne, wirklich? «, dachte ich mir.

Die dritte Tür im Gang war verschlossen. Das weckte natürlich sofort unsere Neugier und Lucy zückte erneut ihren Dietrich. Der Raum war klein und bis auf ein Bett komplett leer. Für mich sah das wie eine Gefängniszelle aus. Ein merkwürdiges Geräusch drang aus der Zelle heraus. Irgendwie klang es wie das Atmen einen Tauchers. Lucy leuchtete zu dem Bett und wir erkannten die schwarzen Umrisse einer Frau. Sie schien irgendwie in der Matratze zu stecken.

» Das ist ein Vakuumbett! «, meinte Lucy.

Von so etwas hatte ich noch nie gehört. Aber mir war klar, was sie damit meinte. Die Frau steckte in einer Latexhülle, aus der man die Luft abgesaugt hatte. Dadurch zeichneten sich ihre Konturen deutlich durch das schwarze Gummi ab. Obenherum schien auch sie verdammt gut bestückt zu sein. Man hatte sie wie ein Stück Fleisch einfach vakuumverpackt. Und sie dürfte sich deshalb kaum rühren können. Vielleicht sollte diese Frau ja als nächstes verkauft werden und sie saß deshalb in der Zelle.

» Sollen wir sie befreien? «, flüsterte ich Lucy zu, als wir näher herangingen.

Für unsere verdeckte Recherche wäre das schlecht, denn ihr Verschwinden würde natürlich am nächsten Tag auffallen. Aber wir konnten diese Frau auch nicht einfach ihrem Schicksal überlassen. Meine Kollegin schien den gleichen Gedankengang zu haben. Denn sie zögerte mit ihrer Antwort. Plötzlich hörte ich hinter mir ein Geräusch. Ich drehte mich um und leuchtete in den Gang hinaus. Dort standen zwei bewaffnete Männer, deren Pistolen direkt auf uns gerichtet waren. Mir rutschte das Herz in die Hose und mein erster Gedanke war Flucht. Nur leider blockierten diese Männer den einzigen Ausgang.

» Bitte nicht schießen! «, stammelte ich und reckte meine Hände ich die Luft.

Meine Lampe leuchtete nun an die Decke und die beiden Männer verschwanden im Halbdunkel. Lucy drehte sich verwundert um und leuchtete auf die Tür. Zweifellos hatte sie die Männer jetzt ebenfalls entdeckt. Allerdings zeigte sie sich von der Bedrohung wenig beeindruckt. Anstatt die Hände hoch zu nehmen, schrie sie die Männer selbstbewusst an.

» Geht aus dem Weg! «

Die Kerle lachten nur über ihre Worte. Kein Wunder, schließlich waren sie in der besseren Position.

» Geht aus dem Weg! «, wiederholte Lucy ihre Forderung.

Und dann ging alles blitzschnell. Lucy ließ ihre Lampe fallen und sprang einen der Kerle an. Dieser stöhnte auf, als er gegen die Wand prallte. Meine Kollegin kreischte und einer der Männer schrie vor Schmerz auf. Eigentlich hätte ich Lucy helfen sollen, aber ich war wie versteinert. Nein falsch, ich zitterte wie Espenlaub. Mit Mühe gelang es mir, meine Lampe wieder auf die Tür zu richten. Der Kampf fand mittlerweile im Gang statt. Alles was ich sehen konnte, waren die Beine von einem der Männer. Er schien am Boden zu liegen. In diesem Moment erwachte ich aus meiner Schockstarre. Ich trat auf den Gang hinaus und sah, dass Lucy einen der Kerle ausgeknockt hatte. Der Zweite lag mit ihr im Clinch und die beiden wälzten sich auf dem Boden herum. Was sollte ich tun? Mir kamen die Pistolen in den Sinn, die mussten hier doch irgendwo herumliegen. Als ich den Boden ableuchtete, entdeckte ich eine der Waffen zwei Meter entfernt. Sofort hob ich das Ding auf und richtete es mit zitternden Händen auf die Kämpfenden. Von Waffen hatte ich nicht die geringste Ahnung und vom Schießen schon erst recht nicht. Die Gefahr Lucy zu treffen war einfach viel zu groß. Und ob ich überhaupt auf einen Menschen schießen könnte, war ebenfalls fraglich.

» Hände hoch! «, schrie ich den Kerl an, der mit Lucy kämpfte. Aber er ignorierte mich. Er hatte Oberwasser bekommen und hielt meine Kollegin jetzt im Schwitzkasten.

» Hände hoch! «, wiederholte ich. Doch dann gingen bei mir ganz plötzlich die Lichter aus.

Als ich wieder aufwachte, hatte ich fürchterliche Kopfschmerzen. Es war stockdunkel und mein eigener Herzschlag hämmerte in den Ohren. Was war passiert? Vermutlich hatte sich der am Boden liegende Kerl wieder aufgerappelt und mir eine verpasst. Aber wo war ich? Ich wollte mich umschauen, aber ich stellte fest, dass ich meinen Kopf nicht drehen konnte. Eigentlich konnte ich überhaupt nichts bewegen. War ich gelähmt? Oder war das nur ein böser Traum? Die ganze Zeit hatte ich schon ein zischendes Geräusch gehört. Jetzt fiel mir auf, dass dieses Geräusch genau im Rhythmus meiner Atmung auftrat. Schließlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Die hatten mich auch in so ein Vakuumbett gesteckt. Oh Shit!

» Hiiiiiiilfe! «, brüllte ich lautlos.

Mir war klar, dass ich mich nicht selbst befreien konnte. Also brauchte ich Unterstützung. Wo war eigentlich Lucy abgeblieben? Meine aktuelle Lage ließ vermuten, dass sie ebenfalls überwältigt worden war. Von unserem Chef war vorerst auch keine Hilfe zu erwarten. Denn wir hatten von unserem nächtlichen Besuch natürlich nichts gesagt, weil er einen Einbruch niemals gutgeheißen hätte. Unser Verschwinden würde in der Redaktion selbstverständlich auffallen. Und natürlich würde man dort auch alle Hebel in Bewegung setzen, um uns zu helfen. Aber dies könnte eben ein klein wenig dauern. Was wenn wir in der Zwischenzeit verkauft wurden? Landeten wir dann in irgendeinem Bordell im Ausland? Wir saßen mal so richtig tief in der Scheiße.


Fortsetzung folgt!
46. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Gummimaske am 02.09.20 07:04

Es war natürlich fast voraus zu sehen,daß beide Frauen bei dieser Aktion auffliegen würden.Auf alle Fälle sind wir an einer spannenden Stelle angelangt und alle Leser werden sich fragen,wie es nun weiter geht?
47. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Dark Fangtasia am 02.09.20 07:36

Wieder ein schöner Teil. Zwar noch nicht mit einem Skandal, dafür aber schon mit jeder Menge Drama(tik).
Und Fragen, die einen die Woche über kreativ werden lassen:
Wie lange war sie nicht bei Bewusstsein? Wurde sie schon modifiziert? Gibt es noch einen Weg zurück? Und ist es Lucy genauso ergangen?

Ich freue mich schon darauf, wie es weitergeht.
48. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Absolutist am 02.09.20 22:40

Der Einbruchsversuch war zwar eine unerwartete (bzw. eher unrealistische) Wendung, dafür bringt sie die Handlung aber entscheidend voran. Kein langes Antichambrieren mehr bevor sie in den Club XP eingelassen werden. Die Spannung steigt ...
49. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 04.09.20 19:27

Hallo Gummimaske,

das Leben wäre doch langweilig wenn immer alles glattgehen würde.
Obwohl Lara und Lucy das vermutlich anders sehen.

Vielleicht bekommen die beiden ja nun ganz tiefe Einblicke in den Club XP.
Für deren Sory kann das doch nur vorteilhaft sein. Oder vielleicht doch mehr für meine?


Hallo Dark Fangtasia,

im fünften Teil käme die Auflösung des Skandals auch ein klein wenig zu früh, oder nicht?

Wenn der Handlungsverlauf deine Kreativität anregt, dann nur zu "Feuer frei".
Ups, ist schon passiert. Aber sadistisch wie ich bin, werde ich natürlich nicht verraten, ob du einen Treffer gelandet hast.


Hallo Absolutist,

natürlich gehören Einbrüche nicht zur üblichen Arbeitsweise von Journalisten.
In Anbetracht von Lucys krimineller Vergangenheit erscheint mir ein Rückfall aber gar nicht so unrealistisch.

Antichambrieren? Junge Junge ich musste erst einmal nachschlagen, was dieses Wort überhaupt bedeutet. Man lernt nie aus.
Irgendwie bezweifel ich ein wenig, dass "einlassen" der passende Ausdruck dafür ist, was den beiden widerfahren ist.

Aber wir werden sehen.


LG
Fist
50. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 08.09.20 19:01

Teil 6


Irgendwann musste ich eingeschlafen sein. Denn ich hatte einen merkwürdigen Traum. Man hatte mich wie ein Paket verschnürt und an der Latte eines Fußballtores aufgehängt. Oliver Lehmann schoss mit Bällen auf mich und bei jedem Treffer wand ich mich in einem Orgasmus. Was würde wohl Doktor Freud dazu sagen? Ich jedenfalls war ziemlich irritiert, dass ausgerechnet dieser Widerling in einem erotischen Traum von mir vorkam. Warum?

Als ich wieder aufwachte, war ich völlig verschwitzt. Ich fühlte mich ausgelaugt, so als hätte ich die vielen Höhepunkte tatsächlich erlebt. Es war unerträglich heiß in diesem Vakuumbett und ich war unglaublich durstig. Aber es blieb mir nichts anderes übrig, als die Situation zu ertragen. Irgendwann spürte ich eine Hand an der Innenseite meiner Schenkel. Glitt ich schon wieder in einen erotischen Traum ab? Ich konnte es nicht sagen, denn ich hatte völlig das Gefühl für die Realität verloren. Als es kühler wurde und Licht an meine Augen drang, blinzelte ich verwirrt. Mir war nicht klar, ob das ein Traum oder die Wirklichkeit war. Erst als ich die kahlen Wände einer Zelle erblickte, erinnerte ich mich an das Geschehene. Hektisch schaute ich mich in dem Raum um und erstarrte beim Anblick einer Frau, die ein paar Meter entfernt stand. Sie trug Stiefel, die ihr bis zum Oberschenkel hinauf reichten. Und dazu ein enges Korsett, welches ihre Taille unnatürlich schmal erscheinen ließ. Ansonsten war sie jedoch vollkommen nackt. Die große Oberweite von ihr war schon ungewöhnlich, aber richtig geschockt hatte mich ihre Haarpracht. Oder besser gesagt ihre fehlenden Haare, denn sie besaß eine Glatze.

» Guten Morgen, möchtest du etwas zu trinken? «, fragte mich das bizarre Wesen, welches mir eine Wasserflasche reichte.

» Danke! «, krächzte ich heraus. Ich leerte die Flasche in einem einzigen langen Zug. Das hatte richtig gut getan.

» Mein Name ist Maria! «, meinte die Glatzköpfige.

» Und ich bin Lara! «

» Ich soll dich zur Herrin bringen! «, fuhr sie lächelnd fort.

Eigentlich gab es tausend Fragen, die ich Maria stellen sollte. Aber mein Hirn fühlte sich wie Mus an und ich hatte Schwierigkeiten klare Gedanken zu fassen. Wie in Trance stand ich auf und ließ mir von Maria die Hände auf den Rücken fesseln. Es kam mir nicht einmal in den Sinn, nach einem Bademantel zu fragen. Deshalb führte mich Maria splitternackt die Treppe nach oben. Die Villa war prachtvoll eingerichtet und ich kam mir ein wenig vor wie in einem Museum. Maria führte mich in ein Büro, platzierte mich auf einem Stuhl und ließ mich danach allein im Raum zurück. Mitten im Zimmer stand ein großer alter Schreibtisch und die Wände wurden von Bücherregalen gesäumt. Vergiss die Einrichtung, konzentriere dich auf das Gespräch mit der Herrin, mahnte ich mich selbst. Ich merkte, wie ich langsam wieder klarer im Kopf wurde. Vielleicht war ich einfach nur dehydriert gewesen. Mir kam der Gedanke an Flucht. Im Augenblick war ich nicht beaufsichtigt, vielleicht könnte ich das ja nutzen. Also stand ich auf, ging zum Fenster und schaute hinaus. Wir waren hier im ersten Stock. Selbst wenn es mir gelänge das Fenster zu öffnen, mit meinen gefesselten Händen wäre ich niemals in der Lage an der Fassade herunterzuklettern. Und für einen Sprung war es einfach zu hoch. Plötzlich hörte ich, wie sich die Tür öffnete. Als ich mich umdrehte, erblickte ich eine Frau um die 40 in einem teuren Pelzmantel. Ich wusste wer diese Frau war, denn ich hatte ihr Foto bereits auf der Homepage der Esquire GmbH gesehen. Dies war die Geschäftsführerin Hannah von Niederaubach.

» Vergessen sie’s, sie kommen hier nicht raus! «, meinte sie lächelnd zu meiner Position am Fenster.

» Nehmen sie Platz, wir haben etwas zu besprechen! «, bei ihren Worten deutete sie auf den Stuhl, auf dem ich zuvor gesessen hatte. Sie legte den Mantel über die Lehne eines Sofas und zog langsam ihre Lederhandschuhe aus. Der Look dieser Frau zeugte von Eleganz, aber er hatte auch durchaus Sexappeal. Zu einer halbtransparenten weißen Bluse trug sie einen engen schwarzen Lederrock, der ihr knapp über die Knie reichte. Dazu ein paar hohe schwarz-weiße Pumps und hauchzarte schwarze Nylons mit einer Naht auf der Rückseite. Diese Frau strahlte Stärke und Macht aus. Ich hingegen war nackt und verletzlich.

» Kommen wir gleich zur Sache, was habt ihr zwei gestern hier gewollt? «, fragte sie streng.

» Nichts! «, antwortete ich. Das war erbärmlich gewesen, ich sollte mir besser ganz schnell eine vernünftige Erklärung einfallen lassen. Die Chefin seufzte und schien der gleichen Ansicht zu sein.

» Muss ich wirklich andere Saiten aufziehen? Glauben sie mir, ich kenne Methoden, die sie wie ein Vögelchen singen lassen werden. Aber vielleicht fangen wir mit einer leichteren Frage an. Wie ist ihr Name? «

» Lara! «, sagte ich eingeschüchtert. Die ruhige Art dieser Frau machte mir irgendwie Angst.

» Und weiter? «

» Stein! «, antwortete ich kaum hörbar.

» Ach ne. Etwa die Lara Stein, die für die neue Münchner Presse arbeitet und unsere gute Janine belästigt hat? «

Oh Shit, sie wusste darüber Bescheid. Schuldbewusst nickte ich.

» Jetzt wird mir einiges klar. Und die andere Frau, ist die auch Journalistin? «

Es machte keinen Sinn zu lügen, also nickte ich erneut. Hannah von Niederaubach überlegte kurz.

» Wer will schon eine schlechte Presse haben? Also werde ich voll und ganz kooperieren und euch beiden einen tiefen Einblick in den Club XP gewähren! «, meinte sie lachend. Für mich hatte sich das mehr wie eine Drohung angehört. Wo war ich hier nur rein geraten? Ich fürchtete, dass ich das schneller herausfinden würde, als mir lieb war. Die Chefin griff zum Telefon und wählte eine Nummer über die Kurzwahl. Anfangs war mir nicht klar worum es in dem Gespräch ging, allerdings hatte sie dabei meinen Namen erwähnt.

» Wirklich, wie praktisch. Können wir den Beratungstermin gleich in einen OP-Termin umwandeln? «, fragte sie amüsiert. Erst war ich irritiert, doch dann kam mir ein schrecklicher Gedanke. Oh Gott nein, sie sprach doch wohl hoffentlich nicht mit Dr. Felgenhauer. Jetzt rutschte mir das Herz noch tiefer in die Hose.

» Wunderbar! Ja, alles wie üblich. Die Spezialbehandlung und die Rechnung dafür geht an mich. «

» Das können sie nicht machen! «, brüllte ich empört. Hannah von Niederaubach ignorierte mich und beendete in aller Seelenruhe ihr Telefonat.

» Da mache ich nicht mit! «, schrie ich wütend. Die Chefin lachte aber nur über meinen Ausbruch. Und dann wechselte sie ohne Vorwarnung zum Du.

» Ach Kindchen, diesen Satz habe ich schon so oft gehört. Aber weißt du was? Hinterher waren meine Schützlinge alle glücklich mit dem Ergebnis. Und das wird bei dir nicht anders sein. «

» Bei ihren Escort-Ladies mag das vielleicht so sein. Aber ich bin kein Callgirl sondern eine Reporterin. Und zwar eine verdammt gute! «, spie ich heraus. Im selben Augenblick wurde mir klar, dass ich mich verplappert hatte. Denn ich hatte ihr damit verraten, dass ich wusste wer sie war.

» Ist das so? Aber wie lange hast du wohl noch deinen Job, wenn die Polizei das hier sehen würde? «

Hannah von Niederaubach drehte ihren Monitor zu mir und ich sah ein Video von unserem gestrigen Einbruch. Man konnte unsere Gesichter wunderbar darauf erkennen. Shit, das ganze Gelände schien überwacht zu sein. Und jetzt? Ich wusste doch, dass dies eine blöde Idee gewesen war. Aber mein Ehrgeiz hatte mich alle Regeln vergessen lassen. Mir schwammen die Felle davon und ich sah meine berufliche Karriere den Bach runter gehen.

» Wir haben sehr gute Beziehungen zur Justiz und ich versichere dir, dass du die Höchststrafe bekommen wirst! «, fuhr sie fort. Oh verdammt, sie sprach bestimmt von dem Kerl, der Felgenhauer damals rausgehauen hatte. Es gab für mich keinen Grund ihr in diesem Punkt nicht zu glauben.

» Ich soll ihre perversen Spielchen mitmachen, damit sie dieses Video nicht der Polizei zeigen? Das ist Erpressung! «, beschwerte ich mich.

» Nennen wir es lieber eine Motivationshilfe! «, meinte sie grinsend.

Am liebsten wäre ich der Frau an die Gurgel gegangen. Aber zum einen waren meine Arme gefesselt und zum anderen konnte ich nichts gegen sie unternehmen, solange dieses Band existierte. Die ganze Sache wurde immer schlimmer. Wie kam ich aus diesem Schlamassel nur wieder raus? Per Telefon ließ sie jemanden kommen, der mich abholen sollte. Es dauerte nicht lange bis einer der Männer auftauchte, welche uns gestern überrascht hatten. Er hatte ein Veilchen am linken Auge, was bei mir ein Schmunzeln erzeugte. Das geschah diesem Kerl recht. Der Mann packte mich an den Armen, zog mich vom Stuhl und schob mich dann aus dem Raum. Zwar sagte er dabei kein einziges Wort, aber seine Miene verriet, dass er sauer auf mich war. Ich sollte ihn wohl besser nicht reizen. Auf der Treppe ins Erdgeschoss kam mir Lucy entgegen. Man hatte sie in Ketten gelegt und ihr einen Knebel verpasst. Offensichtlich hielt man sie für die gefährlichere von uns beiden. Was ohne Zweifel auch so war. Ihr Gesicht sah ziemlich verbeult aus. Auch sie hatte gestern kräftig einstecken müssen. Allerdings war das überhaupt kein Vergleich zu dem Mann, der sie begleitete. Denn dieser hatte ein zugeschwollenes Auge, eine aufgeplatzte Lippe und tiefe Kratzer in seinem Gesicht. Nach Punkten hatte meine Kollegin definitiv gewonnen.

» Lucy geht’s dir gut? «, fragte ich besorgt.

» Hmmm! «, war ihre Antwort.

Sekunden später war die Begegnung auch schon wieder vorbei. Lucy wurde die Treppe nach oben und ich nach unten geschoben. Vermutlich hatte die Chefin vor, als nächstes meine Kollegin zu befragen. Hoffentlich stellte sie sich dabei besser an als ich, denn ich war mit meiner Performance überhaupt nicht zufrieden. Hannah von Niederaubach hatte von mir erfahren, dass wir Journalisten und auf ihrer Fährte waren. Das einzig Positive war, dass es Lucy gut ging. Zumindest halbwegs. Allerdings war jetzt auch klar, dass sie mir nicht helfen konnte, da sie ebenfalls geschnappt worden war. Ich war überrascht, dass ich nicht wieder in die Zelle zurückgebracht wurde. Stattdessen führte mich der Mann in einen gemütlichen Wohnraum. Und dort löste er sogar meine Fesseln.

» Auf der Couch dort drüben liegt was zum Anziehen! «, meinte er grimmig.

Dann ließ er mich allein. Das Türschloss klackte und ich war eingeschlossen. Besser hier als in der Zelle im Keller, dachte ich mir. Ich schaute mich in dem Raum um. In einer Ecke standen zwei Ledersofas mit einem passenden Sessel und einem Glastisch. Fein säuberlich aufgereiht lag eine ganze Kollektion von Fetisch Magazinen auf diesem Tisch. An den Wänden hingen Gemälde mit erotischen Darstellungen und von der hohen Decke ein großer Leuchter. Auf der anderen Seite des Zimmers gab es einen langen Tisch mit insgesamt 12 Stühlen. Und eine komplette Seitenwand bestand aus einem riesigen Panoramafenster.

Als erstes ging ich zu dem Sofa, um mir etwas anzuziehen. Das Kleidchen war ultrakurz und noch dazu in einem „dezenten“ Rosa. Nicht unbedingt mein Geschmack, aber es war immer noch besser als nackt herumzulaufen. Ansonsten lagen dort noch schwarze Strümpfe, sowie ein zugehöriger Strapsgürtel. In Verbindung mit dem kurzen Röckchen würde das ziemlich nuttig aussehen. Also verzichtete ich. Am Boden vor der Couch standen noch ein paar rosa Pumps, deren Absätze mich in Erstaunen versetzten. Ich schätzte die Höhe dieser Dinger auf 12 bis 13 Zentimeter. Mit sowas konnte doch kein Mensch laufen! Oder zumindest ich nicht, also passte ich auch hier.

Eines der Magazine erweckte mein Interesse. Auf dem Cover war eine Frau zu sehen, die ein langes transparentes Kleid aus Latex trug. Sie war am ganzen Körper tätowiert und das hochglänzende Kleid schien die Körperkunst erst richtig zu betonen. Eigentlich hatte ich weder mit Tattoos noch mit Latex etwas am Hut. Aber ich musste zugeben, dass diese Kombination richtig heiß aussah. Neugierig blätterte ich durch das Magazin und suchte nach weiteren Fotos von der Frau. Ich stellte dabei fest, dass sie nicht nur tätowiert, sondern auch gepierct war. Denn in ihrem Schritt blitzten gleich mehrere kleine Ringe auf. Deutlich spürte ich, wie mich diese Bilder anturnten. Dabei stand ich gar nicht auf Frauen. Weil ich keinen feuchten Fleck auf dem Leder der Couch hinterlassen wollte, legte ich das Magazin schnell wieder weg und schob es im Stapel ganz nach unten. Aus den Augen, aus dem Sinn. Hoffentlich!

Um mich auf andere Gedanken zu bringen, griff ich nach einer Fernbedienung, die auf dem Tisch lag. Aber wo war eigentlich der zugehörige Fernseher? Ganz oben gab es einen roten Knopf, der mich geradezu anlachte. Ich drückte ihn und in der Wand gegenüber fuhr ein Holzpanel zur Seite. Na also, Fernseher gefunden! Von einem normalen Programm konnte hier allerdings keine Rede sein. Eine Frau war zu sehen, die in einem Spinnennetz aus Seilen gefangen war. Das sah zwar interessant aus, aber auf andere Gedanken würde mich das ganz sicher nicht bringen. Also wechselte ich den Kanal und landete bei einem jungen Mann, dem der Hintern versohlt wurde. Er war muskulös gebaut und auch sonst verdammt gut ausgestattet. Die hatten hier wohl ein Abo für SM-Pornos. Kopfschüttelnd drückte ich erneut den roten Knopf und ließ den Fernseher wieder in der Wand verschwinden.


Fortsetzung folgt!
51. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Dark Fangtasia am 08.09.20 19:23

Da hat Lara bislang ja noch Glück gehabt, dass sie ohne Veränderungen aufgewacht ist.

Das dürfte sich aber spätesens bei dem Beratungs- / Behandlungstermin erledigt haben. Und dann bestimmt richtig, wenn die Spezialbehandlung gebucht wurde. Bekommt Lucy die gleiche Behandlung? Werden die beiden zu Zwillingen? Oder ergeht es Lucy schlimmer?

Wenn Lara die Frau im Latexkleid so gefällt, geht es für sie dann auch in diese Richtung? Jede Menge Tattoos und Piercings?


Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.
52. RE: Skandal um Lara

geschrieben von andreas am 09.09.20 00:44

Das sind ja schon die ersten interessanten Entdeckungen . In dem Kleid sieht sie bestimmt süß aus und das mit dem Laufen wird auch noch klappen...

LG Andreas
53. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Gummimaske am 09.09.20 07:04

Eine interessante neue Fortsetzung.Sie läßt natürlich viele spekulative Fragen offen.Ich könnte mir allerdings durchaus vorstellen,daß die Richtung mit Latex und Piercings vorgegeben ist.
54. RE: Skandal um Lara

geschrieben von emilymortimer am 09.09.20 11:14

Wieder eine tolle Fortsetzung.
Erst das Erwachen im Vakuumbett und nun die ersten Berührungen zu Latex. Genau nach meinem Geschmack.

Bin sehr gespannt wie es weiter geht!
55. RE: Skandal um Lara

geschrieben von FE am 09.09.20 12:14

Gratuliere, wieder der Anfang einer interessanten Story. Irgendwie scheint der Plot in eine bestimmte Richtung zu laufen. Aber Du wärst ja nicht Ironfist wenn Du nicht im Laufe der weiteren Fortsetzungen einige Überraschungen eingebaut hättest. Ich hoffe nur, dass die Story auch weiterhin realistisch bleibt und nicht wieder in den Science Fiction Bereich abtrifftet...
56. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 09.09.20 19:53

Hallo Dark Fangtasia,

ob Lara das wohl auch als "Glück gehabt" bezeichnen würde?
Vermutlich eher nicht, denn die Situation ist irgendwie ziemlich außer Kontrolle geraten.

Junge Junge du legst aber los mit deinen Fragen.
Und wie immer werde ich natürlich nichts über den weiteren Verlauf verraten.

Aber das kennst du ja bereits von mir.


Hallo andreas,

in Sachen Kleidung ist Lara vermutlich anderer Meinung als du.
Und ich könnte mir sogar durchaus vorstellen, dass sie dir gerne den Kragen dafür umdrehen würde, dass du ihr Aussehen als süß bezeichnet hast.


Hallo Gummimaske,

vielleicht habe ich mit dem Latex und den Piercings ja auch nur ein klein wenig getrollt, um euch ganz bewusst in die Irre zu leiten.
Wir werden sehen.


Hallo emilymortimer,

vielen Dank für die Blumen.

Wie sagte Lara so schön zu dem Latexkleid im Magazin: Aus den Augen aus dem Sinn!
Mal schauen, ob diese Strategie funktioniert.


Hallo FE,

zuerst einmal Danke für die lobenden Worte.

Du kennst mich zeimlich gut und natürlich wird diese Geschichte auch überraschende Wendungen haben.

Ich weiß, dass du kein Fan von meinen Science Fiction Elementen bist.
Trotzdem kommen diese früher oder später aber auch in dieser Geschichte vor. Sorry!


LG
Fist
57. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Toree am 10.09.20 00:17

Hm, was kann Lara als Höchststrafe bekommen vor Gericht?
Mehr als Hausfriedensbruch ist nicht drin.
Also wenn es ganz schiefläuft, sagen wir mal 20 Tagessätze hm, 20,-€?
Kommt darauf an, was sie verdient.
Maximal 10% vom Nettoeinkommen.

Bei Lucy sieht es anders aus, Gefährliche Körperverletzung (der gefährliche Gegenstand ist ihr Schuh)datt jibt Knast.
58. RE: Skandal um Lara

geschrieben von modex am 10.09.20 06:39

Tja, etwas Sachbeschädigung dazu - und schnell ist es ein versuchter Einbruchdiebstahl. Auch der ist jetzt nicht sooo strafbar (leider), aber weiß sie das und vor allem, will sie das? Journalisten, die in Häuser einbrechen, na, da ist der Ruf auch dahin.
59. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Toree am 12.09.20 00:09

Zitat
Tja, etwas Sachbeschädigung dazu - und schnell ist es ein versuchter Einbruchdiebstahl. Auch der ist jetzt nicht sooo strafbar (leider), aber weiß sie das und vor allem, will sie das? Journalisten, die in Häuser einbrechen, na, da ist der Ruf auch dahin.


Äm,nee. BSD (besonderst schwerer Diebstahl) geht nicht!
Diebstahl heißt:
"Wer eine fremde bewegliche Sachen einen anderen weg nimmt, um sich diese, oder dritte rechtswiedrig zu zueigenen, wird ... bestraft."
Der Dietrich, würde den BSD rechtfertigen.
Nun kommt der ber, der ABER!
Haben sie etwas entwendet? NEIN.
Da müssten schon einige Richter auf der Gehaltsliste der Firma stehen.

Mit einem guten Rechtsanwalt,in die nächste Instanz.
Ob die Firma da auch noch so gute Richter hat, wage ich zu bezweifeln.
Für Lucy muss ein SEHR guter Rechtsanwalt eine Notstandsituation finden.
Damit die raus kommt.
Ich glaube nicht, dass die Firma zugibt, dass ihr Sicherheitsdienst mit gezogenen Waffen unterwegs ist!
60. RE: Skandal um Lara

geschrieben von modex am 12.09.20 22:32

§§ 244 Abs. 4, Abs. 1 Nr. 3, 242, 22, 23 StGB.

Aber der Geschichte hilft der Streit um damit 9 Monate Mindestfreiheitsstrafe nicht weiter - die würde eh zur Bewährung ausgesetzt.
61. RE: Skandal um Lara

geschrieben von plit am 13.09.20 23:21

Hallo Iron Fist,


Oha das geht ja schneller als gedacht. Ich hatte mich schon auf eine langwierige Infiltration vorbereitet.

Etwas irritierend finde ich, dass Lara ihre Situation gar nicht reflektiert. Müsste sie nicht anderes im Sinn haben, als den Fernseher zu suchen? Vielleicht einen Ausweg oder wie sie die Situation doch für sich nutzen könnte?

Mal abgesehen von rechtlichen Konsequenzen, scheint Lucys Karriere bis jetzt nicht unter ihrer kriminellen Vergangenheit gelitten zu haben.

Mal schauen wie es den beiden weiter ergeht und was so eine Spezialbehandlung alles beinhaltet. Es bleibt spannend.

Beste Grüße Plit
62. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 14.09.20 19:38

Hallo Toree,

es mag durchaus sein, dass Lara mit einer Geldstrafe davonkommen würde.
Da sie aber nicht im juristischen Bereich arbeitet, dürfte sie das vermutlich nicht wissen.

Zudem hätte eine Anklage bestimmt auch noch andere Konsequenzen.
Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr Arbeitgeber den Eindruck erwecken möchte, dass er so ein Vorgehen billigen würde.

Warum du in Lucys Schuhen einen gefährlichen Gegenstand siehst, dies erschließt sich mir nicht so recht. Aus der Beschreibung des Kampfes geht nicht hervor, dass sie zugetreten hätte.
Und das bloße Tragen von Schuhen kann man ihr wohl kaum zur Last legen. Denn ansonsten würden wir ja alle "bewaffnet" durch die Gegend laufen.


Hallo modex,

von einer Sachbeschädigung kann ja eigentlich gar keine Rede sein.
Es sei denn die Schlösser wurden durch den Dietrich beschädigt, was mir unwahrscheinlich erscheint.

Mit dem versuchten Diebstahl ist das so eine Sache. Zählt das Entwenden von Informationen da mit dazu?
Aber ein Staatsanwalt könnte natürlich so argumentieren, dass die beiden vorher erwischt wurden, bevor sie etwas klauen konnten.

Letztendlich ist das aber auch ziemlich egal, denn die Drohung mit der Polizei ist natürlich nur ein Einschüchterungsversuch.
Denn der Club XP hat sicher ebenfalls kein gesteigertes Interesse an einer öffentlichen Gerichtsverhandlung.


Hallo plit,

im Bezug auf die Reflektion gebe ich dir vollkommen recht.
In einer Ausnahmesituation handelt man wohl nicht immer völlig rational. Aber vielleicht bekommt Lara in der nächsten Folge ja noch die Kurve.

Lucy scheint nach einer eher "wilden" Teenagerzeit ihr Leben in den Griff bekommen zu haben.
Umso tragischer, dass sie sich zu einem Rückfall in schlechte Gewohnheiten hat hinreißen lassen.

Wie der Preis für diesen schweren Fehler aussieht, dies werde ich natürlich nicht verraten.
Aber ich kann dir versichern, dass es nicht bei einer Geldstrafe belassen wird.


LG
Fist
63. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 15.09.20 19:02

Teil 7


Plötzlich fiel mein Blick auf die riesige Fensterfront. Ich war jetzt ohne Fesseln, im Erdgeschoss und niemand passte auf mich auf. Eigentlich die perfekte Gelegenheit um von hier zu verschwinden. Leider musste ich jedoch feststellen, dass sich das Fenster nicht öffnen ließ. Aber mit einem der Stühle könnte ich es bestimmt einschlagen. Im Kopf ging ich meine Chancen durch. Ein Sprung aus dem Hochparterre dürfte eigentlich kein Problem sein, da ich auf Rasen landen würde. Wir waren auf der Seite des Gebäudes und ich schätzte, dass ich bis zum Tor etwa 45 Sekunden brauchen würde. Und dann vielleicht noch mal 30 Sekunden um drüber zu klettern. Negativ war hingegen, dass ich einen Mordslärm machen würde und ich sofort mit Gegenmaßnahmen rechnen musste. Zudem war es auch nicht hilfreich, dass ich hier barfuß herumlief. Bei den zu erwartenden Glasscherben alles andere als ideal. Natürlich könnte ich mir vorher die Pumps anziehen. Aber anstatt Schnittwunden würde ich mir dann vermutlich gebrochene Knöchel holen. Von der Unmöglichkeit mit diesen Schuhen zum Tor zu rennen mal ganz abgesehen. Der Fluchtversuch wäre ein Vabanque Spiel mit ungewissem Ausgang. Und natürlich gab es ja auch noch dieses blöde Video von mir. Sollte ich von hier entkommen, dann würde ich vermutlich dieses Gefängnis gegen ein richtiges eintauschen. Verdammt, verdammt, verdammt!

» Eine schöne Aussicht, nicht wahr? «, hörte ich eine Stimme hinter mir sagen.

Ich erschrak, weil ich mich allein wähnte. Als ich mich umdrehte, sah ich Maria mit einem Tablett in der Tür stehen. Meine Fluchtgedanken schienen mich so stark abgelenkt zu haben, dass ich sie gar nicht gehört hatte. Aber sie hatte durchaus recht, denn der Garten war wirklich hübsch anzusehen.

» Ja stimmt! «, bestätigte ich. Hoffentlich hatte sie nicht durchschaut, warum ich tatsächlich an diesem Fenster gestanden hatte. Maria trug das Tablett zum Tisch und stellte es darauf ab.

» Ich dachte, du hast vielleicht Hunger. Also habe ich dir Frühstück gemacht! «, meinte sie lächelnd.

» Vielen Dank, ich bin tatsächlich hungrig! «

Maria hatte eine freundliche Art und ich mochte sie. Auch wenn mich ihr Look ziemlich irritierte. Warum rasierte man sich bloß die Haare ab? Sie hatte eigentlich ein hübsches Gesicht, aber so völlig kahl sah sie irgendwie komisch aus. Aber es stand mir natürlich nicht zu, ihr Aussehen zu kritisieren. Solange sie das freiwillig gemacht hatte, war das völlig in Ordnung. Allerdings war ich mir nicht sicher, ob das in ihrem Fall auch so war.

» Warum trägst du denn nicht die Schuhe und die Strümpfe? «, fragte Maria.

» Das ist nicht so ganz mein Stil! «, antwortete ich. Plötzlich kam mir der Gedanke, dass Maria diese Klamotten vielleicht für mich ausgesucht hatte. Hoffentlich hatte ich sie mit meinen unbedachten Worten nicht gekränkt.

» Die Herrin hat angeordnet, dass du diese Sachen tragen sollst. Ich kann dir nur raten, dass du ihrer Anweisung nachkommst. Ansonsten wird sie dich bestrafen! «

» Bestrafen? Was soll das denn bitte heißen? «, fragte ich wirscher als beabsichtigt.

» Das weiß man bei ihr vorher nie. Ich kann dir aber versichern, dass sie sehr einfallsreich ist. Und sie hat Spaß daran ihre Sklavinnen zu bestrafen. «

» Eigentlich bin ich ihrer Anweisung ja bereits nachgekommen, indem ich dieses Kleid angezogen habe. Und Sklavin bin ich ebenfalls keine, also kann sie mich auch gar nicht bestrafen! «, sagte ich voller Überzeugung.

» Irgendwie bezweifel ich, dass die Herrin das genauso sieht wie du. «

Sie drehte mir die Kehrseite zu und präsentierte ihre neueste „Errungenschaft“. An ihrem Po hingen lange schwarze Haare, welche bis zu den Waden herunterhingen. Das sah irgendwie wie ein Pferdeschweif aus. Komisch, dass mir das noch gar nicht aufgefallen war.

» Ich habe in der Küche eine Tasse zerbrochen. Und als Strafe hat mir die Herrin diesen Plug verpasst! «, meinte Maria so, als wäre das vollkommen normal.

Ach du Scheiße, dieser Schweif wurzelte in ihrem Hinterteil? Das war bestimmt ziemlich unangenehm. Natürlich wusste ich was ein Plug war. Auch wenn ich so ein Teil selbst noch nie ausprobiert hatte. Warum auch? Aber von so einem Ding mit Pferdeschweif hatte ich noch nie gehört. Es musste ziemlich demütigend sein, wenn jeder sofort sehen konnte, dass man hinten gestopft war.

» Und das lässt du dir gefallen? Warum ziehst du das Teil nicht einfach wieder raus? «, fragte ich etwas naiv.

» Ich mag das Gefühl eines Plugs in meinem Hintern. Und der Schweif streichelt mich sanft beim Gehen. Warum sollte ich mir dieses Vergnügen nehmen? Aber selbst wenn ich wollte, könnte ich den Plug gar nicht entfernen. Denn das innere Ende ist aufgepumpt. «

So langsam verstand ich, was sie mit einfallsreich gemeint hatte. Das war ziemlich perfide und ich empfand Mitgefühl für Maria. Was machte sie wohl, wenn sie auf die Toilette musste? Auf so eine Bestrafung war ich nicht besonders scharf. Aber diese Hannah von Niederaubach würde es doch wohl nicht wagen, so etwas mit mir anzustellen. Schließlich war ich eine Journalistin, die ihr viel Ärger bereiten konnte.

Maria ließ mich allein und ich setzte mich an den Tisch, um zu frühstücken. Es gab Brötchen und eine große Auswahl an Wurst, Käse und Marmelade. Dazu noch Kaffee, der aber irgendwie etwas komisch schmeckte. Nachdem ich mir den Bauch vollgeschlagen hatte, setzte ich mich wieder auf das Sofa. Ich musste meine aktuelle Situation durchdenken. Bevor ich fliehen konnte, musste ich dieses Video beseitigen. Nur wie? Theoretisch könnte es auf jedem Computer in diesem Haus gespeichert sein. Oder jedem Handy. Und wenn ich Pech hatte sogar noch irgendwo extern. Allerdings diente dieses Band der Chefin zur Erpressung. Daher vermutete ich, dass sie es nicht aus der Hand geben würde. Also musste ich an den Rechner in ihrem Büro. Hoffentlich gab es nicht dutzende Kopien von dem Band. Würde ich brisantes Material mehrfach kopieren? Nein, denn das erhöhte das Risiko, dass es ungewollt in falsche Hände geriet. Ich würde genau eine Sicherungskopie erstellen und diese an einem Ort aufbewahren, an den außer mir niemand herankam. Was für ein Platz könnte das wohl bei Hannah von Niederaubach sein? Vielleicht hatte sie ja einen Datenstick in einem Safe deponiert. Mir stand eine riesige Aufgabe bevor, selbst wenn alle meine Annahmen zutreffend waren. Denn dann müsste ich in einen Computer einbrechen, dessen Password ich nicht kannte. Und ich musste einen Safe knacken, dessen Kombination mir unbekannt war. Abgesehen von dem klitzekleinen Problem, dass ich gar nicht wusste, wo sich dieser Safe befand. Oder ob er überhaupt existierte. Es sah nicht gut für mich aus. Ganz und gar nicht gut.

Irgendwie war ich furchtbar müde geworden. Ich legte mich in die Horizontale und meine Augen fielen wie von selbst zu. Eigentlich hatte ich eher selten erotische Träume, aber in dieser Umgebung schien das anders zu sein. Diesmal träumte ich von der tätowierten Frau aus dem Magazin. Nein das stimmte so nicht, denn ich war die tätowierte Frau aus dem Magazin. Ein Fotograf scharwenzelte um mich herum und ich räkelte mich lasziv vor seiner Kamera. Der Latex fühlte sich so gut auf meiner Haut an. Hmmm! Es ertönte plötzlich ein lauter Schrei und ich schreckte aus meinem Schlummer hoch. Verwirrt schaute ich mich um, aber es war außer mir niemand im Raum. War der Schrei real gewesen oder hatte ich das nur geträumt? Eigentlich schien alles ruhig zu sein, doch dann hatte ich einen WTF-Moment. Denn ich trug jetzt die schwarzen Strümpfe und auch die hohen Schuhe. Wie war das möglich? Hatte man mir die Sachen angezogen, während ich schlief? Dabei hätte ich doch aufwachen müssen. Ärger kam in mir auf, als mir klar wurde, was passiert war. Diese Ganoven mussten mir irgendwas in den Kaffee gemischt haben und ich war deshalb eingeschlafen. Aber nicht mit mir! Ich machte mich sofort daran, die rosa Pumps wieder loszuwerden. Doch mit Entsetzen musste ich feststellen, dass kleine Vorhängeschlösser an den Schuhen baumelten. Das konnte doch wohl nicht wahr sein! Panisch zerrte ich an den Schlössern, aber leider vergeblich. Und jetzt? Vorsichtig versuchte ich aufzustehen. Dabei stütze ich mich auf dem Glastisch ab. Oh mein Gott, ich konnte in diesen Schuhen nicht einmal vernünftig stehen. Wie sollte ich dann erst damit laufen? Ganz langsam richtete ich meinen Oberkörper auf, die Arme dabei balancierend zur Seite ausgestreckt. Ich kam mir vor wie bei einem Drahtseilakt. Wacklig machte ich meinen ersten Schritt. Und dann den zweiten. Das sah bestimmt alles andere als sexy aus, so wie ich hier herumeierte. Vermutlich wirkte es eher unfreiwillig komisch. Auf dem Weg zum Esstisch knickte ich um und verlor mein Gleichgewicht. Beim Versuch mich irgendwo festzuhalten, riss ich auch gleich einen Stuhl mit zu Boden. Autsch, das hatte wehgetan! Genau deshalb hatte ich diese blöden Dinger nicht tragen wollen. Als ich mich wieder aufrichtete, schmerzte mein Hinterteil, auf dem ich ziemlich unsanft gelandet war. Draußen war es inzwischen dunkel geworden und ich spiegelte mich im Fenster. Was für ein lächerliches Bild ich in diesem Outfit abgab. Am meisten störte mich jedoch, dass man die Strapse unter dem Rock sehen konnte. Ich sah aus wie eine Prostituierte bei der Arbeit. Und zweifellos hatte Hannah von Niederaubach auch etwas in dieser Art für mich geplant.

Nach meiner schmerzhaften Erfahrung hatte ich auf weitere Gehversuche verzichtet. Stattdessen saß ich am Esstisch und grübelte vor mich hin. Es war schwer zu sagen, wie lange ich dort so gesessen hatte. Aber irgendwann öffnete sich Tür und die Chefin trat ein. Sie hatte sich ziemlich verändert. Am Morgen hatte sie noch halbwegs wie eine Geschäftsfrau ausgesehen. Doch nun trug sie zu dem schwarzen Lederrock eine enge Korsage, welche ihre vollen Brüste nach oben puschte. Die hohen Hacken ihrer Schuhe bestanden aus Metall und sahen wie gefährliche Waffen aus. Ihre Lippen erstrahlten in einem kräftigen rot, allerdings hatte sie den äußeren Rand mit schwarzem Kajal nachgezogen. Und ihre Augen waren extrem dunkel geschminkt, was ziemlich düster wirkte. Abgerundet wurde der bedrohliche Gesamteindruck durch streng zurückgegeltes Haar und eine Reitgerte in ihrer rechten Hand. Kein Zweifel, diese Frau war eine Domina.

» Komm zu mir! «, wies sie mich an.

Aber ich dachte gar nicht daran, mich von dieser Frau herumkommandieren zu lassen. Wenn sie etwas von mir wollte, dann müsste sie schon zu mir kommen. Ich setzte ein grimmiges Gesicht auf und starrte sie wortlos an. Sie zeigte jedoch nicht die Reaktion, die ich erwartet hatte. Denn urplötzlich begann sie zu lächeln.

» Ich mag es, wenn Sklavinnen anfangs etwas widerspenstig sind. Dann macht es viel mehr Spaß! «, verkündete sie.

» Ich bin keine Sklavin! «, giftete ich zurück.

Meine Antwort brachte sie zum Lachen. Das ärgerte mich, denn sie nahm mich offensichtlich nicht ernst. Sie schnippte mit den Fingern und die beiden Männer von gestern erschienen in der Tür. Oh verdammt, das konnte nur Ärger bedeuten. Hannah von Niederaubach nickte in meine Richtung und sofort kamen die beiden Kerle auf mich zu.

» Lasst mich in Ruhe! «, keifte ich die Männer an.

Diese zeigten sich allerdings wenig beeindruckt. Sie packten mich an den Armen und zogen mich auf die Beine. Dann schleiften sie mich zu ihrer Chefin. Hannah von Niederaubach stand nun direkt vor mir und schaute mir tief in die Augen.

» DU bist eine Sklavin! Und in Zukunft wirst du mich mit Herrin ansprechen. Ist das klar? «

» Ich denke überhaupt nicht daran! «, erwiderte ich trotzig.

Bevor ich mich versah, wurde ich von den beiden Kerlen zu Boden gedrückt. Jeder packte sich ein Bein von mir und zog es kraftvoll in die Höhe. Völlig überraschend machte ich einen unfreiwilligen Handstand. Ich spürte wie die Schwerkraft an meinem Kleidchen zerrte und es ein Stück nach unten rutschen ließ. Mein Unterkörper war jetzt völlig entblößt.

» Lasst mich los, ihr Scheißkerle! «, fluchte ich.

Keine Sekunde später klatschte die Gerte der Chefin auf meinen Po. Ich schrie auf, aber mein Schrei wurde sofort vom nächsten Treffer erstickt. Eine ganze Serie von Hieben prasselte auf meinen Allerwertesten ein. Mir kamen die Tränen und mein Hintern brannte wie Feuer. Als sie endlich ein Einsehen hatte, schluchzte ich wie ein kleines Kind. Mein Herzschlag raste und ich war völlig aufgelöst. Neben diesen natürlichen Reaktionen passierte aber auch noch etwas Seltsames. Die Hitze meines Hinterteils strahlte auf meine Muschi aus. Und diese war dadurch feucht geworden. Wie war das möglich?

» Also noch einmal. Wie sollst du mich zukünftig nennen? «, hörte ich die Domina drohend fragen. Ich zögerte, weil ich nicht nachgeben wollte. Und schon traf mich der nächste Hieb.

» HERRIN! Ich soll sie Herrin nennen! «, brüllte ich verzweifelt.

» Na also, geht doch! «, meinte sie zufrieden. Aus heiterem Himmel spürte ich ihre Finger in meiner Muschi. Und dann begann sie hämisch zu lachen.

» Du wirst sogar eine richtig gute Sklavin sein, denn die Veranlagung dafür ist vorhanden. Alles was dir fehlt, ist das nötige Training. Aber dafür werde ich schon sorgen. «

Wie peinlich, sie hatte bemerkt, dass ich durch die Prügel feucht geworden war. Ich konnte mir zwar nicht erklären, wie das passieren konnte. Aber ich war mir mehr als sicher, dass ich keine Sklavin war. Denn ich hatte mich noch nie danach gesehnt, mich schlagen zu lassen. Und ein Ex von mir hatte sogar mal die Beziehung beendet, weil ich angeblich zu dominant wäre. Die beiden Kerle ließen mich wieder runter und ich blieb schwer atmend auf dem Boden liegen.

» Fangen wir mit der ersten Lektion von deinem Training an, die Begrüßung der Herrin. Du wirst dabei auf die Knie fallen und mir die Füße küssen. «


Fortsetzung folgt!
64. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Dark Fangtasia am 15.09.20 19:48

Wieder ein schöner Teil, auch wenn wenig passiert.

Gute Ansätze zur Sklavin sind doch eine gute Aussicht für den weiteren Verlauf der Geschichte.

Wie lange dauert es denn noch bis zum Arzt-Termin? *ungeduldiges Gequengel*
65. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Toree am 15.09.20 21:19

Zitat
Hallo Toree,

Warum du in Lucys Schuhen einen gefährlichen Gegenstand siehst, dies erschließt sich mir nicht so recht. Aus der Beschreibung des Kampfes geht nicht hervor, dass sie zugetreten hätte.
Und das bloße Tragen von Schuhen kann man ihr wohl kaum zur Last legen. Denn ansonsten würden wir ja alle \"bewaffnet\" durch die Gegend laufen.
LG
Fist


Also ich würde, als nicht Polizist und Frau, mittels Fuß in die Weichteile des Herren mit der Waffe ihn in die Knie zwingen.
Somit ist der Tatbestand der gefKV erfüllt.

Des Weiteren, so wie du sein Aussehen im Teil beschrieben hast, dürfte sie kampfsportmäßig kein unbeschriebenes Blatt sein.



66. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Toree am 15.09.20 22:09

Zitat
§§ 244 Abs. 4, Abs. 1 Nr. 3, 242, 22, 23 StGB.

Aber der Geschichte hilft der Streit um damit 9 Monate Mindestfreiheitsstrafe nicht weiter - die würde eh zur Bewährung ausgesetzt.

Zitat:
Strafgesetzbuch (StGB)
§ 244 Diebstahl mit Waffen; Bandendiebstahl; Wohnungseinbruchdiebstahl
(1) Mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren wird bestraft, wer

1.
einen Diebstahl begeht, bei dem er oder ein anderer Beteiligter

a)
eine Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug bei sich führt,
b)
sonst ein Werkzeug oder Mittel bei sich führt, um den Widerstand einer anderen Person durch Gewalt oder Drohung mit Gewalt zu verhindern oder zu überwinden,

2.
als Mitglied einer Bande, die sich zur fortgesetzten Begehung von Raub oder Diebstahl verbunden hat, unter Mitwirkung eines anderen Bandenmitglieds stiehlt oder
3.
einen Diebstahl begeht, bei dem er zur Ausführung der Tat in eine Wohnung einbricht, einsteigt, mit einem falschen Schlüssel oder einem anderen nicht zur ordnungsmäßigen Öffnung bestimmten Werkzeug eindringt oder sich in der Wohnung verborgen hält.

(2) Der Versuch ist strafbar.
(3) In minder schweren Fällen des Absatzes 1 Nummer 1 bis 3 ist die Strafe Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren.
(4) Betrifft der Wohnungseinbruchdiebstahl nach Absatz 1 Nummer 3 eine dauerhaft genutzte Privatwohnung, so ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren."

Sie WOLLTEN JA nichts entwenden!
Sie wollten sich ja nur umsehen!
Dann müssten, die Inhaber des Hauses(!)ihnen etwas unterschieben.

Sorry, das ich erst heute antworte, das war mir untergegangen.
67. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Trucker am 16.09.20 06:24

Danke für die Schöne Geschichte. Sie ist wie immer super spannend geschrieben und man wartet sehnsüchtig auf den nächsten Teil.
68. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Gummimaske am 16.09.20 07:31

Die Dinge nehmen langsam ihren Lauf.Es wird ihr nichts anderes übrig bleiben,als zu folgen.Gegenwärtig hat sie jedenfalls keine andere Chance.
69. RE: Skandal um Lara

geschrieben von mi.mo am 16.09.20 11:04

Iron Fist,

"Du" bist ein kleines Schweinchen! Raus mit der Sprache was haben die mit Lara gemacht als Sie eingeschlafen war?

Wurde Sie mit einem Chip versehen...

Und wann wird Sie modifiziert...

Deine Geschichten werden von Geschichte zu Geschichte besser, wo soll das noch hinführen?

Bist halt ein kleines Schlitzohr...!!!

Hab eine schwerere Krankheit hinter mir, wollte mit BDSM nix mehr zu tun haben, aber kann die Fortsetzungen nicht abwarten, weil so Klasse und gut geschrieben.

Aber ehrlich, anders erwarte i es a net von Dir...!!!

Weiter so...!!!

A herzliches Grüß Gott
sendet Dir
M

PS.: Dein Level ist fast nicht mehr zu steigern...!!!

Sei nicht immer so bescheiden...!!!
70. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 16.09.20 19:03

Hallo Dark Fangtasia,

zuerst einmal Danke, auch wenn wenig passiert.

Ob Laras verborgene Neigungen noch etwas stärker ans Licht treten werden? Und welche Auswirkungen hätte das wohl auf ihre Story?
Jetzt bin ich es, der hier die Fragen stellt.

Quengelnde Kinder soll man in ihrem Verhalten nicht auch noch bestärken.
Deshalb werde ich dich noch ein Weilchen schmoren lassen.


Hallo Toree,

nur weil du das so handhaben würdest, muss das ja nicht heißen, dass es sich auch so abgespielt hat.
Vor Gericht würde das als Zeugenaussage so wohl nicht bestehen.


Hallo Trucker,

vielen Dank für deine lobenden Worte.
Es sind ja nur noch 6 Tage bis zum nächsten Teil.


Hallo Gummimaske,

es sieht fast so aus, als würde Lara ein Teil ihrer eigenen Story werden.
Das nennt man dann wohl hautnahe Berichterstattung.


Hallo mi.mo,

ich bin vielleicht manchmal ein Ferkel, aber das Schweinchen verbitte ich mir.

Zitat
Deine Geschichten werden von Geschichte zu Geschichte besser, wo soll das noch hinführen?

Üblicherweise zu einem Höhepunkt.

Aber Schlitzohr das ich bin, werde ich deine Fragen jetzt natürlich nicht beantworten.
Wäre ja auch langweilig.

Ich wünsche dir jedenfalls, dass es mit der Gesundheit wieder bergauf geht.
Und wenn ich mit meinen Geschichten einen winzig kleinen Teil dazu beitragen kann, umso besser.

LG
Fist
71. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Darktail am 16.09.20 21:20

Das mit dem Schweif find ich schonmal nen Reizvoller Anfang
72. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Toree am 16.09.20 23:43

Zitat

Hallo Toree,
nur weil du das so handhaben würdest, muss das ja nicht heißen, dass es sich auch so abgespielt hat.
Vor Gericht würde das als Zeugenaussage so wohl nicht bestehen.
LG
Fist


ÄM NE!
Selbst erlebt.
junge Frau, ca. 20 Jahre, Verkehrskontrolle Verdacht alkoholiesiert mit PKW.
Mein Kollege fragt nach einem freiwilligen Alkoholtest.
Lehnt sie ab.
OK, Blutprobenentnahme.
Sie rastet aus, springt, mit beiden Beinen gegen meinen Kollegen.
So schnell konnte ich nicht reagieren!
Er war dann ein(!)Jahr nicht dienstfähig!

Als sie aufgestanden, hatte ich zum Glück mein Pfeffer eingesetzt, und Verstärkung angefordert.
Zu fünft konnten wir sie dann zum Revier bringen.
1,85 promill und Landesmeisterin in Tekwandoo!
5 Jahre Knast und lebenslange Sperre im Kampfsport war das Ergebniss.

Bei der Gerichtsverhandlung hatte sie sich als erstes bei meinem Kollegen für ihre Tat entschuldigt, noch bevor die Staatsanwaltschaft die Anklage verlesen hatte.

73. RE: Skandal um Lara

geschrieben von mi.mo am 17.09.20 14:00

Hallo Fist,

a Scheinchen oder a Ferkelchen wo is da bitte der Unterschied? Für mi san die beide klein, süß, frech, es macht an Spaß Sie zu beobachten und sie haben ihre Daseinsberechtigung...

Ohne Dir und deine Geschichten würd hier a bisserl was fehlen...!!!

Na, ganz ehrlich dei Fantasie, die Art deine Geschichten zu erzählen, wäre es da net angebracht mal eine solche über vielleicht zweihundert Seiten zu schreiben?

Glaub mir, da würde es bestimmt viele geben welche a bereit san a bisserl was dafür zu zahlen...

Und ganz ehrlich aner mit so einem Talent der hät es a verdient damit a bisserl Geld zu verdienen...

Vor allen Dingen wenn i beobachte was für einen Schund es im BDSM Bereich bei den Geschichten gibt...

Net viele haben deine Fähigkeit, die Fantasie, das Können solche schöne Geschichten zu schreiben...

Schön das es dich hier im Forum gibt...!!!

Einer der net anfängt etwas zu schreiben und mitten drinnen dann aufhört...

I möcht net wissen wieviel Zeit "Du" investierst...

Herzlichen Glückwunsch, vielen Dank dafür das "Du" uns immer wieder mit solch schönen Geschichten beglückst...

Grüß di
M.
74. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 19.09.20 19:23

Hallo Darktail,

kaum taucht ein Pferdeschweif auf, schon wirst du aktiv.
Warum bin ich nicht überrascht?


Hallo Toree,

du hast das also selbst erlebt und warst am Tatort.

STAATSANWALT: Hohes Gericht, wir beantragen eine Vertagung des Verfahrens. Die Aussage des Zeugen lässt den Verdacht aufkommen, dass er Mitglied in einer kriminellen Vereinigung ist. Daher benötigen wir Zeit um die finanziellen Verhältnisse des Zeugen zu überprüfen.
RICHTER: Dem Antrag wird stattgegeben!

Wenn dieses Geständnis von dir nicht mal ein schwerer Fehler gewesen ist.


Hallo mi.mo,

vielen Dank, dass ich eine Daseinsberechtigung habe.

Meine letzten beiden Geschichten sind über die 200 Seiten längst hinaus.
Ich kann dir nicht genau sagen, wie viel Arbeit in so einer Geschichte steckt. Aber mehrere Hundert Stunden sind es bestimmt.

Es mag durchaus sein, dass ich ein paar Euro extra verdienen könnte, wenn ich meine Geschichten als E-Books verkaufen würde.
Interessant wäre sowas für mich aber nur dann, wenn man daraus einen Beruf machen und davon Leben könnte.
Und das ist höchst unwahrscheinlich, weil meine Geschichten ein Nischenprodukt sind, über das die meisten Normalos wohl nur verwundert den Kopf schütteln. Von daher werde ich dem Forum wohl erhalten bleiben.

Und zum Abschluss möchte ich dir natürlich auch noch für deine netten Worte danken.


LG
Fist
75. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Darktail am 19.09.20 22:53

Keine Ahnung, ich weiß es nicht, ehrlich nicht...
76. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 21.09.20 19:03

Hallo Darktail,

vielleicht liegt das ja daran, dass du genauso durchgedreht bist wie deine Smileys.
Oh Mist, das ist ansteckend.


LG
Fist
77. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Toree am 22.09.20 00:39

Zitat

Hallo Toree,

du hast das also selbst erlebt und warst am Tatort.

STAATSANWALT: Hohes Gericht, wir beantragen eine Vertagung des Verfahrens. Die Aussage des Zeugen lässt den Verdacht aufkommen, dass er Mitglied in einer kriminellen Vereinigung ist. Daher benötigen wir Zeit um die finanziellen Verhältnisse des Zeugen zu überprüfen.
RICHTER: Dem Antrag wird stattgegeben!

Wenn dieses Geständnis von dir nicht mal ein schwerer Fehler gewesen ist.




Neee, die Staatsanwaltschaft ist 100% auf der Klägerseite.
Sie entscheidet ja, wird die Klage zugelassen,oder nicht.

Dann entscheidet das Gericht, hat die Klage erfolg oder nicht.
Erst wenn die ihr OK geben kommt es zur Verhandlung.

Ich habe schon einen Prozess erlebt der war nach fünf Minuten entschieden.

Der mit dem Tritt war nach einer Stunde beendet.
78. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 22.09.20 18:34

Hallo Toree,

es mag sein, dass vielleicht eher die Veteidigung eine Vertagung beantragt, wenn sich im Verfahren neue Erkenntnisse ergeben.
Trotzdem ist die Staatsanwaltschaft aber doch verpflichtet allen Spuren nachzugehen.

So einfach kommst du da nicht mehr raus.


LG
Fist
79. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 22.09.20 19:03

Teil 8


Es war mir zuwider, mich dieser Frau zu Füßen zu legen. Aber mein Po hatte schon genug mitgemacht. Mehr brauchte ich nun wirklich nicht. Unwillig erhob ich mich auf alle Viere. Als ich meinen Rock wieder nach unten ziehen wollte, hörte ich von ihr ein Nein. Angeblich bräuchte mein rotes Hinterteil frische Luft zum Abkühlen. Natürlich! Meinen Stolz hinunter schluckend kroch ich langsam zur „Herrin“. Ich küsste zuerst ihren linken Schuh und arbeitete mich dann langsam bis zum Knöchel hoch. Dort wurde ich von ihr gestoppt und musste am anderen Fuß von vorne anfangen. Merkwürdigerweise machte mir dieses erniedrigende Ritual sogar Spaß. Ohne zu wissen warum, empfand ich es als angenehm, mit meinen Lippen über ihre bestrumpften Füße zu streichen. Sie fuhr mit ihrer Hand durch meine Haare und kraulte mich hinter dem Ohr. Wie bei einem braven Hündchen. Und ich war auch noch so blöd, das als Belohnung zu verstehen. Was passierte hier nur mit mir?

» Hans du kannst sie jetzt ins Bett bringen! «

» Sehr gerne! «, antwortete der Kerl, der besonders ramponiert aussah.

Mir war nicht wohl dabei, mich von diesem Typen zu Bett bringen zu lassen. Aber nach meiner Meinung fragte natürlich niemand. Es ging zurück in die Zelle im Keller. Der Kerl verlangte dort von mir, dass ich wieder in das Vakuumbett steigen sollte. Mich überkam ein ganz ungutes Gefühl, denn danach wäre ich ihm völlig hilflos ausgeliefert. Plötzlich hatte ich eine Idee. Beim Hineinkriechen würde ich mit dem Absatz ein Loch in den Latex machen. Dadurch müsste das Vakuumbett eigentlich unbrauchbar werden. Mein schöner Plan wurde jedoch von Hans vereitelt. Denn er verlangte von mir, mit Kopf voran einzusteigen. Als ich schließlich komplett in meinem Bett lag, versuchte ich die Absätze tief in den Latex zu bohren. Aber das Material war widerstandsfähiger, als ich gedacht hatte.

» Das ist zwecklos, denn dies ist kein normaler Latex! «, meinte Hans lachend. Dann schaltete er die Vakuumpumpe ein. Das Gerät war laut und dröhnte in meinen Ohren. Es ging erstaunlich schnell, bis ich mich kaum noch rühren konnte. Aber Hans ließ die Pumpe trotzdem noch eine ganze Weile lang weiterlaufen. Irgendwann hatte ich das Gefühl in einem Schraubstock zu stecken. Nun war mir gar keine Bewegung mehr möglich. Der Krach hörte auf und kurz darauf spürte ich die Hand des Kerls an meinem Schenkel.

» Lass das, du Ekel! «, dachte ich mir angewidert.

» Wirklich zu schade, dass die Chefin mir verboten hat, dich anzurühren! «, meinte der Kerl enttäuscht. Es war kaum zu glauben, aber in diesem Augenblick war ich Hannah von Niederaubach tatsächlich dankbar.

» Wenn wir schon nicht gemeinsam Spaß haben dürfen, dann sollst wenigstens du allein dein Vergnügen haben! «, hörte ich ihn sagen. Was sollte das denn heißen? Plötzlich vernahm ich ein merkwürdiges Brummen. Und kurz darauf vibrierte irgendetwas in meinem Schritt. Oh Gott nein, dieser Mistkerl hatte einen Vibrator an meiner Muschi platziert.

» Ich wünsche dir einen erholsamen Schlaf! «

Danach schloss sich die Tür zu meiner Zelle. Erholsamer Schlaf? Es war fragwürdig, ob ich in dieser Nacht überhaupt zum Schlafen kommen würde. Und ganz bestimmt lag das nicht nur daran, dass ich bereits den Großteil des Tages verschlafen hatte. Dieser sadistische Mistkerl! Verzweifelt versuchte ich an unverfängliche Dinge zu denken. Meine Mutter hatte nächsten Monat Geburtstag, was könnte ich ihr wohl schenken? Wie nicht anders zu erwarten, war die Geburtstagsplanung von vornherein zum Scheitern verurteilt. Es dauerte nicht allzu lange, bis ich das erste Mal in einem Orgasmus explodierte. Und es sollte in dieser Nacht auch nicht das letze Mal gewesen sein. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie oft ich genau gekommen war. Aber irgendwann war ich derart erschöpft, dass ich tatsächlich einschlief.

» Geht’s dir gut? «, hörte ich eine entfernte Stimme sagen.

Jemand rüttelte an meiner Schulter und ich öffnete die Augen. Maria lächelte mich an. Wie am Tag zuvor versorgte sie mich als erstes mit Wasser. Das war auch dringend nötig, denn mir klebte bereits die Zunge am Gaumen. Und ich fühlte mich, als wäre ich einen Marathon gelaufen.

» Das war doch bestimmt das Werk von Hans, er liebt solche Spielchen. Mit mir hat er sowas Ähnliches auch schon mal angestellt! «, erklärte Maria.

» Du hast recht, das war tatsächlich Hans! «, bestätigte ich.

Marias heutiges Outfit erinnerte mich irgendwie an ein altes Faschingskostüm von mir. Das sexy Zimmermädchen. Nur dass ihr Kleid den Begriff sexy auf ein ganz anderes Level hob. Sie trug ein glänzendes schwarzes Kleidchen, dessen ultrakurzer Rock beinahe waagerecht abstand. Jede Menge weißer Tüll blitzte unter dem Rock hervor. Obenherum war ihr Kleid jedoch ganz besonders ungewöhnlich. Denn es besaß einerseits züchtige lange Ärmel, während auf der anderen Seite ihre Brüste vollkommen unbedeckt blieben. Obwohl Maria ein Kleid trug, war sie eigentlich oben ohne. Und damit dies auch richtig schön betont wurde, verlief zusätzlich eine dünne Kette von Nippel zu Nippel, in deren Mitte ein Schild mit der Aufschrift SLAVE hing. Vervollständigt wurde ihr Look mit weißen halterlosen Strümpfen und einem paar hoher schwarzer Pumps. Ich empfand ihren Look als ziemlich peinlich. Aber Maria machte nicht den Eindruck, dass sie sich an ihrem Aussehen störte.

» Weißt du wo Lucy ist? «, wollte ich von ihr wissen.

» Lucy? Ach du meinst bestimmt deine Kollegin. Sie war nicht so kooperativ wie du. Die Herrin hat sie deshalb ins Spielzimmer gebracht. «

» Spielzimmer? «, fragte ich verwirrt. Maria wirkte plötzlich nervös. Sie zögerte kurz, entschied sich dann aber, mir mehr zu erzählen.

» Das Spielzimmer ist im oberen Stockwerk. Ich weiß nicht was in diesem Raum ist, denn ich war noch nie darin. Aber ich kann dir sagen, dass ich keine Sklavin, die dorthin gebracht wurde, jemals wiedergesehen habe. Irgendwie unheimlich nicht wahr? «, flüsterte sie mir verängstigt zu.

Oh Shit, ich befürchtete das Schlimmste für Lucy. Ob dort wohl die Frauen landeten, die verkauft werden sollten? Ich musste mehr aus Maria herauskitzeln.

» Hast du denn nie versucht heimlich einen Blick in dieses Zimmer zu werfen? «

Maria wirkte verlegen und schaute zu Boden. Dann nickte sie fast unmerklich zu der Kamera an der Decke.

» Nicht hier! «, flüsterte sie mir kaum hörbar zu.

Danach nahm sie mich an die Hand und führte mich rauf ins Erdgeschoss. Es gab für mich keinen Zweifel, Maria hatte Angst. Und diese schien mir auch durchaus berechtigt zu sein. Das sogenannte Spielzimmer schien der Schlüssel für unsere Story zu sein. Auch wenn ich im Moment mehr darauf bedacht war, irgendwie meiner prekären Lage zu entkommen. Aber ein Druckmittel gegen Hannah von Niederaubach könnte Lucy und mir vielleicht den Hals retten. Also schwor ich mir, diesen Raum später noch mal zur Sprache zu bringen. Maria führte mich in eine Umkleide und öffnete dort die Schlösser an meinen Schuhen. Endlich wurde ich diese Folterinstrumente los.

» Die Herrin hat dich heute mir zugeteilt und wir werden zusammen die Hausarbeit übernehmen. Nebenan ist eine Dusche, dort kannst du dich erst mal gründlich waschen. Danach holst du dir eine Uniform aus dem Schrank dort drüben. Deine dreckigen Klamotten schmeißt du in den Wäschekorb und deine getragenen Schuhe stellst du in das Regal an der Wand. Soweit alles verstanden? «

Ich nickte zur Bestätigung. Maria meinte, dass sie mich in einer halben Stunde wieder hier abholen würde. Danach verließ sie den Raum und schloss mich ein. Es passte mir überhaupt nicht, dass ich hier Hausarbeiten verrichten sollte. Daheim mochte ich das schon nicht besonders, aber dort ließ es sich einfach nicht vermeiden. Zumindest war ich den ganzen Tag mit Maria zusammen. Das gab mir die Gelegenheit, mich mit ihr anzufreunden. Und vielleicht würde sie mir dann auch mehr über das Spielzimmer erzählen. Neben Lucy noch eine zweite Verbündete in der Villa zu haben, das konnte sicher nicht schaden. Vor allem da meine Kollegin im Moment wohl eher selbst Hilfe benötigte.

Als erstes schlüpfte ich aus den Schuhen. Was für eine Wohltat es doch war, wenn man den Fuß wieder normal auf den Boden setzen konnte. Auch der Rest war danach schnell ausgezogen. Wie von mir verlangt, landete alles in Wäschekorb bzw. Regal. Ich öffnete die Tür zum Badezimmer und war überrascht über die luxuriöse Ausstattung. So ein Bad hätte ich zuhause auch gern. Es gab eine große Badewanne, in die locker mehrere Personen hineinpassten. Die Düsen ließen vermuten, dass es sich dabei um einen Whirlpool handelte. Eigentlich hätte mich das nicht überraschen sollen, wusste ich doch, dass in diesem Haus Orgien gefeiert wurden. Aber auch die Dusche war ziemlich beeindruckend. Hinter einer Glastür erblickte ich einen gigantischen Duschkopf an der Decke. Regenduschen waren mir natürlich bekannt, aber diese hier war bestimmt 2 mal 2 Meter groß. Ich öffnete die Tür und trat ein. Dann ließ ich vorsichtig das Wasser laufen. Es war angenehm temperiert, also drehte ich weiter auf. Es war der reinste Platzregen, der jetzt auf mich hernieder prasselte. Aber es war richtig angenehm und ich schloss genießerisch die Augen. Irgendwann besann ich mich, dass ich innerhalb von einer halben Stunde fertig werden musste. In einer Halterung an der Wand gab es Shampoo und Duschgel. Dies war das gleiche Shampoo, welches ich auch zuhause benutzte. Aber das Duschgel mit dem Namen „Ooops“ war mir unbekannt. Wirklich selten dämlich, welches Genie war wohl auf diesen Produktnamen gekommen? Das Zeug roch nach Apfel. Ich drehte das Wasser ab und seifte mich gründlich am ganzen Körper ein. Es war merkwürdig, denn ich spürte eine gewisse Kühle auf meiner Haut. So als ob dieses Duschgel Menthol enthalten würde. Als ich das Zeugs wieder abwusch, wurde mir klar woher der Name kam. Denn ich hatte meinen ganz eigenen Ooops-Moment. Meine Schambehaarung hatte ich zu einem Herzchen getrimmt, aber dieses war jetzt verschwunden. Und zwar im Abfluss. Ungläubig starrte ich auf meine völlig nackte Muschi. So war das nicht geplant gewesen. Das einzig Gute an der Sache war, dass auch alle Härchen an Beinen und Armen verschwunden waren. Plötzlich kam mir ein erschreckender Gedanke. Wenn ich dieses Zeugs auch für den Kopf benutzt hätte, dann sähe ich jetzt wie Maria aus. Mir lief ein eiskalter Schauer den Rücken hinunter. Skeptisch griff ich nach der Shampoo Flasche. Es roch so, wie ich es von zuhause aus kannte. Sollte ich es riskieren? Ich sagte mir, dass es keinen Sinn machen würde, dieses „Ooops“ auch in die andere Flasche zu packen. Und glücklicherweise sollte ich damit recht behalten.

In der Dusche hatte ich sehr viel Zeit vertrödelt, jetzt musste ich mich beeilen. Als ich den Schrank öffnete kam wenig Begeisterung bei mir auf. Denn meine Uniform bestand aus dem gleichen Kleidchen, welches auch Maria trug. Glaubten die wirklich, ich würde oben ohne putzen? Sollte ich mich einfach weigern dieses Kleid zu tragen? Mir war klar, dass das wenig bringen würde. Denn wie am Tag zuvor, würde man dann wohl nachhelfen. Vermutlich war es das Beste, wenn ich vorläufig mitspielte. Vielleicht vertraute man mir dann so weit, dass ich unbemerkt herumschnüffeln konnte. Unwillig schlüpfte ich in meine Uniform. Bei mir sah das sogar besonders lächerlich aus, weil ich für den „Ausschnitt“ einfach zu flach auf der Brust war. Strümpfe in Kombination mit einem zu kurzen Rock kannte ich ja bereits. Und ein Slip war natürlich auch heute nicht vorgesehen. Wenigstens gab es diesmal auch keine Strapse, wodurch es nicht ganz so nuttig wirkte. Was für eine merkwürdige Aussage über diesen Look. Denn so ein Outfit hätte ich niemals freiwillig getragen, gerade weil es ordinär aussah. Das ich jetzt über Abstufungen nachdachte, war mehr als erstaunlich. Als letztes schlüpfte ich noch in die schwarzen Pumps. Diese Absätze waren nicht ganz so hoch, wie die vom Vortag. Aber wenn ich bedachte, dass ich damit den ganzen Tag herumlaufen und arbeiten sollte. Mir graute allein bei der Vorstellung. Marias erste Amtshandlung nach ihrer Rückkehr war, dass sie meine Schuhe wieder mit Vorhängeschlössern versah.

» Muss das wirklich sein? «, fragte ich ärgerlich.

» Ich bin heute für dich verantwortlich. Und wenn du Fehler machst, dann werde ich dafür bestraft. Das ist nur, damit du nicht in Versuchung gerätst deine Schuhe auszuziehen. «

Irgendwie verständlich, dass sie nicht meinetwegen bestraft werden wollte. Für meine Füße dürfte das jedoch weniger gut sein. Aber jammern half nicht, da musste ich jetzt durch. Plötzlich packte mir Maria an den Busen und sie zwirbelte meine linke Brustwarze zwischen ihren Fingern.

» Hey, was soll das? «, protestierte ich.

» Ist gleich vorbei! «, meinte sie nur.

Natürlich richtete sich mein Nippel durch ihre Berührungen auf. In der anderen Hand hielt sie eine dünne Kette mit einer Schlaufe am Ende. Ruck, zuck hatte sie die Schlaufe über meinen Nippel gezogen. Und in Windeseile war auch meine zweite Brust auf die gleiche Weise bearbeitet worden. Nun baumelte auch vor meinem Bauch ein Schild, welches mich als Sklavin outete. Als ob das Outfit allein nicht schon peinlich genug wäre. Maria führte mich zu einem Putzraum und erklärte mir dort den Ablauf des Tages.

» Ich muss für die Herrin ein paar Erledigungen machen und danach fahre ich zum Einkaufen um Lebensmittel zu besorgen. Bis ich wieder zurück bin, wirst du im Erd- und Obergeschoss Staub wischen und die Böden saugen. Das Spielzimmer ist für dich tabu. Und das Büro der Herrin darfst du nur mit ihrer ausdrücklichen Genehmigung betreten. Falls sie nicht dort sein sollte, bleibst du draußen. Hast du das soweit verstanden oder gibt es noch Fragen? «

» Woran erkenne ich das Spielzimmer? «, fragte ich neugierig.

» Die Tür ist außen mit Leder bezogen! «, antwortete sie knapp. Danach fuhr sie mit ihren Erläuterungen fort.


Fortsetzung folgt!
80. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Toree am 22.09.20 23:38

Zitat
Hallo Toree,

es mag sein, dass vielleicht eher die Veteidigung eine Vertagung beantragt, wenn sich im Verfahren neue Erkenntnisse ergeben.
Trotzdem ist die Staatsanwaltschaft aber doch verpflichtet allen Spuren nachzugehen.

So einfach kommst du da nicht mehr raus.


LG
Fist


DAS ist Richtig!
Nun kommt wieder der ber, der ABER!
Die Staatsanwaltschft ist 'Herrin' des Verfahrens.
Das heißt, kommt ein Rechtsanwalt mit einem neruen Beweiß, muss die StA die Polizei beauftragen diesne zu erhärten, oder zu entkräftigen.
Also es könnte so sein, wie der RA es geschildert hat, oder auch nicht.

ÖM wie lange ist das jetzt wieder her!
Ich würde mal sagen 15 Jahre(?)

Ein Tötungsdelickt.
Ich war als Zeuge vorgeladen, hatte keinen blassen schimmer wurum es geht.
Also zum Landgericht, Dienstausweis gezuckt und Akteneinsicht gefordert.
Raus kam, ein Funkwagen stand einem Eingang neben dem Tatort.
Hm, wieso?

Unterdem strich kam, bei der Überprüfung raus, im Nachbarhaus war eine Lärmbelästigung.
Eine Stunde hat die Befragung vor dem Landgereicht gedauert, es wurden dann im Nachgang von der StA mehrere Unterlagen überprüft.
Endergebniss:
Die Polizisten konnten nichts von der Tat,fast Zeitgleich in nachbar Eingang, mitbekommen haben.
Weil die Eingangstür zu war.

Vier Personen im gehobenen Dienst ( Polizeikommissar, bis Hautkommissar) wurden dann noch gehört.
Alle gaben mir recht!
81. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Gummimaske am 23.09.20 12:19

Ja,das Spielzimmer wird immer interessanter.Ich vermute mal,daß Lara beim Betreten erwischt wird.
82. RE: Skandal um Lara

geschrieben von mi.mo am 23.09.20 13:39

Lieber First,

wenn i di mal in die Finger krieg dann wird mit dem Zeige und Mittelfinger deine Nase langgezogen des sag i Dir...

Geht net immer mittendrin aufzuhören...!!!

Schämm di, stell di in die Ecke, Gesicht zur Wand...

Na, a Dank wieder zur schönen Folge, sehr detailreich...

Besser kann ma des net machen...

Herzlichen Glückwunsch...!!!

Grüß di
M

PS.: Jetzt geht es in der übernächsten Folge durch die Ledertür, die lässt sich öffnen, aber Sie kommt nimmer heraus...
83. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 25.09.20 19:01

Hallo Toree,

dann wirst du wohl bald Besuch von deinen ehemaligen Kollegen bekommen.


Hallo Gummimaske,

prophezeist du da ein Deja-vu?
Lara wird beim unbefugten Betreten erwischt. Hatten wir das nicht schon?

Manchmal soll sich Geschichte ja wiederholen.
Und manchmal kommt es anders als man denkt.


Hallo mi.mo,

meine Nase ist schon lang genug, versuch es lieber mit den Ohren.

Aber wo soll ich denn sonst aufhören, als mittendrin?
Wenn ich das am Ende machen würde, dann würde es ein gaaaaaaaaaaaaaanz langer Teil werden.

Natürlich danke ich dir auch diesmal für deine lobenden Worte.
Es würde mich aber interessieren, warum Lara deiner Meinung nach erst in der übernächsten Folge durch die Ledertür geht. Womit vertrödelt sie dann den nächsten Teil?


LG
Fist
84. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Toree am 26.09.20 00:49

Zitat
Hallo Toree,

dann wirst du wohl bald Besuch von deinen ehemaligen Kollegen bekommen.
LG
Fist


Öm? Wieso
Die Gerichtsverhandlung lief damals sauber ab.

Ich spreche hier nur über Sachen, die der Verjährung unterliegen.

Der mit dem Tötungsdelikt, wo ich in der Leitstelle saß, ist seit drei Jahren wieder aus dem Bau.

OK, meine kürzteste Gerichtsverhandlung ist erst drei Jahre her.
Aber das war eine Ordnungswiderigkeit.
Also Verfallsdatum: Vier Wochen nach dem Urteil.

Alles Sachen über denen ich scheiben darf, weil sie nicht mehr der Geheimhaltung unterliegen!
Da passe ich schon auf!!!

85. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Ihr_joe am 26.09.20 12:47

Sehr schön,
Was sollte bei einem Spielzimmer denn schon gefährlich sein?

Da geht es doch nur um Spiele...

Aber halt war da nicht noch etwas?
Spiele sind nicht immer nur nett, aber so was würdest Du uns niemals vorsetzen.
Oder doch?

Könnte es nur um Glücksspiele gehen oder doch um Spiele mit Sklaven?

Lach, Danke Fürs schreiben

Ihr_joe



86. RE: Skandal um Lara

geschrieben von mi.mo am 26.09.20 17:08

First

Du bist a Schlawiner oder a, a großes Schlitzohr.

Ja mei Lara wird sich in der nächsten Folge mit ihrem Putzzeug bis zur Tür vorarbeiten und diese dann durchschreiten...

Dann hört es bestimmt wieder auf...

Aber vielleicht musst Du uns noch aufklären warum Sie seit ihrer Betäubung so unterwürfig ist...!!!

Was wurde da mit ihr gemacht...

Ja mei dei Ohren zu längen, na des lass mal. I bin an und für sich a netter gutmütiger Mensch, des überlass i dann doch eher an anderen...!!!

"Lächel...!!!"

Du bist a Schlingel, die haben keinen Respekt vor älteren Herren welche dieses Jahr runden...

"Lächel...!!!"

Aber wir werden leider alle älter und i bin seit 05/2003 hier, viele Jahre. I werde Dir noch meinem Geburtstagswunsch über die innere Mail hier übermitteln, mal sehen ob Du mir diesen dann erfüllst, denn bis dahin wirst Du mit Lara noch net am Ende sein...

Denn in sieben weiteren Kapiteln bist Du noch net fertig und dann is es mal wieder für mich so weit...

"Smile...!!!"

First, Du alter Gauner, Träumer und wundervoller Schreiber schöner Geschichten mach so weiter...

I mag deine Art zuschreiben, diese Fantasie, einfach eine Klasse für sich...!!!

Grüß di
M der stolze Franke
87. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 28.09.20 19:27

Hallo Toree,

weil du vor Gericht behauptet hast, das selbst erlebt zu haben.
Dies legt die Vermutung nahe, dass du für den Club XP arbeitest.

Und vielleicht bist du ja sogar ein Teil des Skandals.


Hallo Ihr_joe,

im Spielzimmer steht natürlich nur ein Billardtisch.
Was hast du denn gedacht?


Hallo mi.mo,

mir deucht langsam, dass du das Schlitzohr bist.
Oder du kennst mich schon zu gut.

Das mit dem Respekt ist immer so eine Sache, denn diesen muss man sich zuerst verdienen.
Und zu den älteren Herren gehöre ich ja selbst.


LG
Fist
88. RE: Skandal um Lara

geschrieben von andreas am 29.09.20 12:08

Da gewöhnt sich aber jemand schnell an das neue Leben... Mich wundert, dass es keinen Knebel gibt.

Andreas
89. RE: Skandal um Lara

geschrieben von mi.mo am 29.09.20 13:52

Ja mei First,

Du bist also a, a älterer Herr "Smile...!!!" des tut mir jetzt aber leid...

Kennen, ja freilich a bisserl wenn ma deine Zeilen verfolgt...

Immer am Höhepunkt lässt anen zurück...

Ja mei, des is ja nix neues...

Hällst halt so die Spannung...

Bist halt a altes Schlitzohr...!!!

Grüß di
M

PS.: Dann san mir halt zwei alte Herren
"Smile...!!!"
90. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 29.09.20 18:41

Hallo andreas,

solange Lara in der Villa ist, dürfte ein Knebel unnötig sein.
Denn hören kann sie dort vermutlich niemand.

Also alles zu seiner Zeit.


Hallo mi.mo,

in einer Burschenschaft würde von uns "alten Herrn" wohl eine Spende erwartet werden.
Zum Glück war ich in einer solchen nie Mitglied.
Zitat
Immer am Höhepunkt lässt anen zurück...

Hier muss ich eindeutig widersprechen, denn ich pflege so etwas kurz davor zu machen.
Man könnte das auch als Koitus Interruptus bezeichnen.


LG
Fist
91. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 29.09.20 19:11

Teil 9


» Sobald ich zurück bin, werden wir gemeinsam das Mittagessen machen. Kannst du kochen? «

» Nicht besonders gut! «, gab ich zu.

» Macht nichts, dann wirst du es lernen. Nach dem Essen räumen wir die Küche auf und putzen das Badezimmer und die Toiletten. Wenn wir mit unserer Arbeit rechtzeitig fertig werden, dann können wir hinterher auch noch einen Sprung in den Pool machen. Heute ist es richtig warm und man sollte um diese Jahreszeit jeden schönen Tag ausnutzen. Das Schmuddelwetter kommt noch früh genug. «

Mit Lappen und Staubsauger bewaffnet machte ich mich auf den Weg ins Obergeschoss. Eigentlich war diese Aufgabe gar nicht schlecht. Ich war unbeaufsichtigt und ich hatte sogar einen Grund mich im Haus umzusehen. Weniger begeistert war ich hingegen von der Aussicht am Nachmittag Toiletten putzen zu müssen. Denn ich hatte keinen Zweifel, dass mir die unangenehmere Aufgabe zufallen würde. Ob Maria während ihrer Besorgungen wohl eine Perücke tragen würde? Vor meinem geistigen Auge sah ich sie mit ihrer Glatze durch einen Supermarkt spazieren. Das würde mit Sicherheit komische Blicke erzeugen. Vor allem dann, wenn sie sich vorher nicht umzog. Aber sie würde sich doch bestimmt nicht öffentlich als Sklavin outen. Oder etwa doch?

Oben angekommen schaute ich mich erst einmal um. Im linken Flügel lag das Büro der Chefin, das wusste ich bereits. Aber wo war dieses ominöse Spielzimmer? Am Vortag war mir keine Tür mit Lederbezug aufgefallen, deshalb ging ich zuerst nach rechts. Ganz am Ende des Gangs entdeckte ich schließlich die gesuchte Tür auf der rechten Seite. Sie war dick mit Leder gepolstert worden. Ob man damit verhindern wollte, dass Geräusche aus diesem Raum herausdrangen? Ich verharrte ganz ruhig und horchte, aber es war absolut nichts zu hören. Mein Wunsch die Klinke zu drücken war unbändig. Allerdings hatte ich Angst vor den Überwachungskameras. Zwar konnte ich hier keine einzige sehen, aber das musste ja nicht zwingend bedeuten, dass auch keine da waren. Heutzutage konnten diese Dinger ja winzig klein sein. Plötzlich hörte ich Schritte, irgendjemand kam die Treppe rauf. Man sollte mich besser nicht vor dem Spielzimmer herumlungern sehen. Also öffnete ich die gegenüber liegende Tür und hastete hinein. Es handelte sich um ein Eckzimmer mit zwei Fensterfronten. Eine weitere Tür führte zum Gang hinaus und eine dritte in ein Nachbarzimmer. In der entfernten Wand gab es einen offenen Kamin. Der Raum war riesig, er war jedoch eher spärlich mit Möbelstücken ausgestattet. Im Zentrum stand ein mittelalterlicher Pranger. Drum herum war viel Platz gelassen worden und am Rand waren einige Sofas so platziert, dass man das Geschehen in der Mitte gut verfolgen konnte. Hier wurden zweifellos die Orgien gefeiert. Neugierig näherte ich mich dem Pranger. Das hölzerne Gestell sah ziemlich robust aus. Ohne Hilfe konnte man sich aus diesem Ding ganz sicher nicht befreien. Plötzlich wurde die zweite Tür zum Gang aufgerissen und Hannah von Niederaubach trat ein. Überrascht zuckte ich zusammen.

» Was machst du hier? «, fragte sie mich streng.

» Ich soll … ähm … Maria hat mir gesagt, ich soll hier saubermachen! «, stammelte ich und zeigte dabei auf den mitgebrachten Staubsauger.

» Und warum tust du das dann nicht? «

» Also ich … äh … ich wollte gerade damit anfangen! «

» Natürlich! «, antwortete sie sarkastisch.

» Für mich sieht es mehr so aus, als fragst du dich gerade, wie es wohl wäre in so einem Pranger ausgestellt zu werden! «, fuhr sie mit einem Lächeln fort. Mein erster Impuls war zu widersprechen. Aber ich hatte meine Lektion gelernt und wusste, dass das eine schlechte Idee war. Denn dies war die schnellste Methode, um tatsächlich in dem Holzgestell zu landen. Zudem hatte sie sogar recht, denn ich hatte mir tatsächlich kurz diese Frage gestellt. Weiß der Geier warum. Ich senkte meinen Blick und versuchte schuldbewusst auszusehen.

» Keine Sorge, du wirst diese Erfahrung schon sehr bald machen. Und jetzt hör auf herumzutrödeln. Fang endlich an! «

Sie machte kehrt und verschwand wieder durch die Tür. Puh, das war gerade nochmal gut gegangen. Zum Glück hatte sie nicht bemerkt, dass ich eigentlich an dem Spielzimmer interessiert war. Um ihre Rückkehr nicht zu provozieren, schmiss ich den Staubsauger an und machte mich an die Arbeit. Es wurde ein anstrengender Vormittag und ich verfluchte bereits nach kurzer Zeit die hohen Schuhe. Für diese Arbeit waren sie vollkommen ungeeignet. Das gesamte obere Stockwerk schien nur aus Räumlichkeiten für die Orgien zu bestehen. Jedes Zimmer hatte zwar seine Besonderheiten, aber das Thema SM war allgegenwärtig. Man könnte wohl sagen, es war für jeden Geschmack etwas dabei. Mit Unbehagen stand ich vor dem Büro der Chefin. Dies war der letzte Raum aus dem Obergeschoss, den ich noch reinigen musste. Vorsichtig klopfte ich an. Keine Reaktion! Also klopfte ich noch einmal, diesmal ein bisschen lauter. Wieder keine Antwort! Dies war eine gute Gelegenheit an den Computer heranzukommen. Also drückte ich langsam die Klinke herunter. Die Tür war nicht verschlossen und ich spähte vorsichtig in den Raum hinein. Tatsächlich keiner da! Ich schlüpfte hinein und zog leise die Tür hinter mir zu. Als erstes stöpselte ich den Stecker des Staubsaugers in eine Steckdose. Dies wäre mein Alibi, falls ich erwischt werden sollte. Maria hatte mir zwar gesagt, dass ich ohne Erlaubnis der Herrin draußen bleiben sollte, aber da musste ich sie wohl falsch verstanden haben. Grins! Es gab hier einen Holzfußboden und meine Schuhe machten mehr Geräusche als mir lieb war. Hoffentlich würde das keiner hören. Mit einem Lappen bewaffnet ging ich so leise wie möglich zum Schreibtisch. Der Computer war an, aber der Monitor war leider gesperrt. Verdammt, das hätte ich mir eigentlich denken können. Alibimäßig wischte ich mit dem Lappen auf dem Tisch herum, falls irgendjemand hereinkommen sollte. Tatsächlich suchte ich aber nach einem Hinweis auf das Password. Dabei stolperte ich über ein Dokument. Einverständniserklärung für eine Brustvergrößerung, unterschrieben von Lara Stein. Die hatten meine Unterschrift gefälscht! Und sie sah sogar ziemlich echt aus. Woher zum Geier kannten die meine Unterschrift? Im ersten Impuls wollte ich das Papier zerreißen. Aber dann wurde mir klar, dass die dann einfach ein neues erstellen würden. Am liebsten hätte ich die Chefin dafür zur Rede gestellt, aber diese würde mich wohl einfach nur auslachen. Nein falsch, sie würde mich bestrafen, weil ich in ihren Unterlagen geschnüffelt hatte. Auf dem Schreibtisch fand ich keine Hinweise und die Schubladen waren allesamt verschlossen. Allerdings stand auf dem Tisch ein Foto von einem kleinen weißen Hund. Könnte dessen Name vielleicht das Password sein? Selbst wenn dem so war, half mir das im Moment nicht weiter. Denn ich kannte den Namen des Hundes ebenfalls nicht. Eigentlich hatte ich nicht wirklich erwartet hier einen Hinweis zu finden. Denn es passierte eigentlich nur in Filmen, dass am Monitor ein kleiner gelber Zettel mit dem Password hing.

Plötzlich fiel mein Blick auf ein großes Gemälde an der Wand. Könnte dahinter vielleicht ein Safe versteckt sein? Möglichst leise schlich ich zu dem Bild. Manche Klischees entsprachen der Wahrheit, denn ich wurde tatsächlich fündig. Natürlich war es mir unmöglich den Tresor zu öffnen. Aber immerhin wusste ich nun wo er war. Es war Zeit von hier zu verschwinden, bevor ich doch noch erwischt wurde. Ich schnappte mir meine Utensilien und öffnete vorsichtig die Tür. Auf dem Gang war niemand zu sehen. So schnell ich konnte schlüpfte ich hinaus und eilte in Richtung Treppe. Auf den Stufen blieb mir fast das Herz stehen, als mir Hannah von Niederaubach entgegen kam. Zu meinem Glück war sie gerade am Telefonieren und beachtete mich nicht weiter. Unten angekommen machte ich erst einmal drei Kreuze, dass das gutgegangen war. Ein paar Minuten früher und sie hätte mich auf frischer Tat ertappt. Zum zweiten Mal! Natürlich bestand auch diesmal die Gefahr einer Videoaufzeichnung, aber ich bezweifelte, dass sie ihr eigenes Büro überwachen ließ.

Als ich etwa die Hälfte des Erdgeschosses gereinigt hatte, kam Maria vom Einkaufen zurück. Sie war mit meinem bisherigen Fortschritt unzufrieden. Es mochte ja durchaus so sein, dass sie das schneller erledigt hätte. Aber ich hatte auch nicht vor, hier eine Ausbildung zur Reinigungskraft zu machen. Die restlichen Zimmer mussten bis zum Nachmittag warten, denn nun sollte ich ihr in der Küche helfen. Sie hatte den halben Laden leergekauft. Sechs Tüten mit Lebensmitteln warteten darauf verräumt zu werden. Wie hatte sie das ganze Zeug nur geschleppt? Maria begann zu kochen und mir wurden die Hilfsarbeiten zugeteilt. Ich musste Kartoffeln schälen, Gemüse putzen und den Salat waschen. Unsere gemeinsame Arbeit bot mir aber die Gelegenheit zu einer Unterhaltung.

» Heute Morgen lief hier ein kleiner weißer Hund herum. Der war vielleicht süß! «, begann ich.

» Das ist Fluffy! Er gehört der Herrin und ist ziemlich verwöhnt. Ich mag ihn, aber bei der Arbeit kann er manchmal wirklich lästig sein. Bestimmt ist er dir die ganze Zeit hinterhergelaufen. «

Und schon kannte ich den Namen des kleinen Kläffers. Natürlich bedeutete das nicht, dass ich damit auch das Password kannte. Aber es war zumindest einen Versuch wert. Möglichst unauffällig wechselte ich das Thema.

» Sag mal, stört es dich denn nicht, den ganzen Tag von Kameras überwacht zu werden? «

» Was meinst du? «, fragte sie verständnislos.

» Also ich finde es nicht so toll, den ganzen Tag beobachtet zu werden! «

» Wie kommst du denn darauf, dass dies so wäre? Ja im Keller gibt es eine solche Überwachung, weil dort der Zellentrakt liegt. Und auch der Garten wird nachts überwacht. Ansonsten existieren hier im Haus aber keine Kameras. Etliche Mitglieder des Club XP gehören zur Prominenz. Die wären ganz bestimmt nicht begeistert, wenn hier Aufnahmen von ihnen gemacht würden. «

So hatte ich das noch gar nicht betrachtet. Aber es ergab durchaus Sinn. Also hatten wir bei unserem Einbruch einfach nur Pech gehabt, dass wir ausgerechnet in den überwachten Keller hineingestolpert waren. Somit konnte ich mich in der Villa also ungefährdet umsehen, solange mich niemand dabei sah. Super! Wir machten erst etwas Smalltalk, bis ich schließlich das heikle Thema ansprach.

» Deine Reaktion heute Morgen lässt mich vermuten, dass du schon mal ins Spielzimmer gelugt hast! «, flüsterte ich Maria verschwörerisch zu. Sie schaute sich kurz um, ob wir allein waren.

» Das stimmt! «, flüsterte sie zurück.

» Und? «

» Da gibt es nichts zu sehen, denn hinter der lederbezogenen ist noch eine zweite Tür. «

» Hast du auch versucht diese Tür zu öffnen? «, fragte ich neugierig.

» Das ging nicht, denn an der Tür gibt es ein Lesegerät. Dafür brauchst du eine Schlüsselkarte. «

» Aber ich habe dahinter ein merkwürdiges Quietschen gehört! «, fügte sie noch an.

» Was denn für ein Quietschen? «

» Ich weiß auch nicht. Mich erinnerte das Geräusch an ein schlecht geöltes Gartentor in meinem Elternhaus. «

Wirklich weitergebracht hatte mich das nicht. Neben einem Password und einer Safekombination brauchte ich jetzt auch noch eine Schlüsselkarte. Je mehr ich stocherte umso mehr Hindernisse tauchten auf. Wirklich frustrierend! Und dieses Quietschen konnte von allem Möglichen stammen. Vielleicht irgendeine Maschine? Hoffentlich wurde Lucy dort nicht gefoltert! Wir kochten für insgesamt 8 Personen. Im Kopf ging ich durch, wer das sein könnte. Da waren die Chefin und ihre beiden Wachleute. Dann Maria und ich. Und natürlich auch Lucy nicht zu vergessen. Machte insgesamt 6. Also musste es noch 2 Personen im Haus geben, die ich bisher noch nicht getroffen hatte. Als das Essen schließlich fertig war, holte Maria einen Servierwagen aus einer angrenzenden Kammer. Sie setzte eine Warmhalteplatte auf ein Tablett und stellte eine Mahlzeit darauf ab. Abgedeckt von einer Glocke landete das Ganze in der unteren Etage des Wagens. Vier Portionen stellte sie auf der oberen Etage ab und eine fünfte landete in einem Hundenapf, der ebenfalls oben abgestellt wurde. Fluffy schien tatsächlich im Haus zu sein. Er bekam das gleiche zu essen wie wir Menschen. Genau das hatte Maria wohl mit verwöhnt gemeint.

» Du servierst jetzt das Essen im Speisezimmer. Das ist der Raum, in dem du gestern den Tag verbracht hast. Danach bringst du das Tablett ins Obergeschoss und stellst es auf dem Tischchen vor dem Spielzimmer ab. Wenn du damit fertig bist, kommst du wieder in die Küche zurück. Wir werden dann hier gemeinsam essen. «

Lucy musste also immer noch im Spielzimmer sein. Und im Moment war sie dort vermutlich alleine. Eigentlich war es die perfekte Gelegenheit nach ihr zu sehen, solange alle mit dem Essen beschäftigt waren. Wäre da nicht diese dumme Schlüsselkarte gewesen. Zumindest konnte ich mir selbst einen Eindruck von der zweiten Tür verschaffen. Ich schob den Wagen zum Speisezimmer und klopfte an.

» Herein! «, hörte ich.


Fortsetzung folgt!
92. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Toree am 30.09.20 00:02

Zitat
Hallo Toree,

weil du vor Gericht behauptet hast, das selbst erlebt zu haben.
Dies legt die Vermutung nahe, dass du für den Club XP arbeitest.

Und vielleicht bist du ja sogar ein Teil des Skandals.

LG
Fist




Also Eisen Faust, da hast du etwas falsch verstanden. Oder ich habe mich falsch ausgedrückt.
Ich habe schon erlebt, dass sich eine junge Frau ihrer Gewahrsamsnahme mittels starker körperliche Gewalt wiedersetzt hatte.
Mit dem Club HATTE UND HABE ich absolut nichts zutuen!!!

Wobei, bis jetzt, Teil 9 habe ich noch nicht gelesen, finde ich die Geschichte recht nett.

Nun kommt wieder der BER, der aber, Reporter sollten sich an einige Spielregeln halten!
Dann geht es uns allen besser!
Aus einem halben DIN A4 Blatt eine halbe Seite zumachen mit Lügen und Halbwarheiten, ist in meiner Sicht nicht gut für uns alle!
93. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Gummimaske am 30.09.20 07:13

Ja,es wird immer spannender,was sich da im Spielzimmer verbirgt.Mir bleibt nichts anderes übrig,als auf die Fortsetzung zu warten.
94. RE: Skandal um Lara

geschrieben von mi.mo am 01.10.20 21:39

First,

ja was sich im Spielzimmer verbirgt darauf werden wir noch warten müssen...

Das wird sich wohl auch in der nächsten Folge noch nicht klären...

Was wird mit der Vergrößerung des Busens...?

Du wirst uns weiter hinhalten...

Grüß di
M
95. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 03.10.20 19:16

Hallo Toree,

du findest meine Geschichte also recht nett.
Autsch, das ist die Höchststrafe.

Niemand bestreitet, dass Reporter sich an Spielregeln halten müssen.
Und dass sich Einbrüche außerhalb dieser Regeln bewegen, ist wohl selbstverständlich.

Übrigens, dein Dementi wird nicht glaubhafter, wenn du es laut brüllst.


Hallo Gummimaske,

ich habe doch bereits verraten, dass im Spielzimmer nur ein Billardtisch steht.
Glaubst du mir etwa nicht?


Hallo mi.mo,

du hast recht, die Schlüsselkarte könnte für Lara tatsächlich zum Problem werden.
Aber sie ist ja einfallsreich und vielleicht hilft auch das Glück ein wenig mit.

Ich kann dir soviel verraten, dass die Brustvergrößerung in der Mache ist.
Und der nötige Papierkram ist ja auch bereits erledigt.

Was soll da schon noch groß schiefgehen.
Frag doch mal Murphy, was er dazu meint.


LG
Fist
96. RE: Skandal um Lara

geschrieben von SeMoO am 03.10.20 19:47

Wie immer sind die Kommentare zu unseren Posts genauso erfrischend wie die Geschichte anregend zu lesen
97. RE: Skandal um Lara

geschrieben von plit am 04.10.20 00:22

Hallo IronFist,

da habe ich mit gefährlichen Halbwissen zu früh über Lara geurteilt. Wie unangenehm.

Die vier Wochen bis zum Termin bei Dr. Felgenhauer sollten in der kommenden vorbei sein und die Bestätigung hatte Lara an einem Montag bekommen, wenn ich mich nicht irre. Aktuell müsste ja Freitag sein. Auch wenn so ein Wochenende schnell vergeht, wenn man "Spaß" hat gibt es dadurch auch viel zu erzählen. Also werden wir uns da wahrscheinlich noch etwas gedulden müssen. Und ob sie Lucy so schnell wiedersieht? Ich weiß ja nicht.

Vielen Dank und mit besten Grüßen
Plit
98. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Toree am 04.10.20 00:37

Zitat
Hallo Toree,

du findest meine Geschichte also recht nett.
Autsch, das ist die Höchststrafe.

Niemand bestreitet, dass Reporter sich an Spielregeln halten müssen.
Und dass sich Einbrüche außerhalb dieser Regeln bewegen, ist wohl selbstverständlich.

Übrigens, dein Dementi wird nicht glaubhafter, wenn du es laut brüllst.

LG
Fist


NEE ich brülle nicht, stelle nur sachlich fest!
Schließlich habe ich für die Firma, jetzt Blau silber, seit 1988 gearbeitet.
Erst im Reviereinsatzdienst. Vor 8 Jahren dann im Revierverkehrsdienst.

Also ich kenne schon die Spielregeln auf beiden Seiten.
Mein größter Fall, wo ich Haut nah beteiligt war, den hatte dann die Bundesanwaltschaft übernommen.

Freier Sonnabend, vom Diensthabenen zur Dienststelle gerufen, da mein Spannemann zuweit weg wohnt.
Vier einhalb Stunden Zeugenschaftliche Vernehmung durch die Bundesanwaltschaft.

Die ganze Dienstschicht wurde zum Prozess geladen.
Der damalige Leiter Reviereinsatzdienst hatte die Kriese bekommen, weil die Frühschicht und die Nachtschicht 12 Stunden machen mussten, damit wir alle vor Gericht erscheinen konnten.

Während meiner Zeugenaussage kam dann der Verteidiger eines Angaklagten (3 Beschuldigte) auf den genialen Einfall: "War es hell, als sie den Geschädigten fanden, oder dunkel?"

OK, es gibt in dem Park, sogenannte Polizistenlatenen, das heißt, ein tritt gegen die EINE Laterne und es gehen alle Laternen aus.
Meine Antwort: "Kann ich heute nicht mehr sagen!"
Frage von der Bundesanwaltschaft: "Wieso nicht!"
"Da ich nicht weiß, ob einer der Täter weiß, wo die Laterne steht."
Sie wusten es nicht.

Ich war also immer auf der Seite der guten, und habe nichts mit dem Club zutuen!
99. RE: Skandal um Lara

geschrieben von mi.mo am 05.10.20 15:07

Hallo Toree,

mal ganz ehrlich was hat dein Geschreibsel mit der Geschichte von Lara zu tun? Wem interessiert es was Du bist oder machst, ob bei der Polizei oder net?

I find des albern, vielleicht schreibst mal was kreatives zur Geschichte?

Grüß di
M
100. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 06.10.20 18:43

Hallo SeMoO,

so soll es doch sein.

Ich bemühe mich, eure Kommentare immer möglichst humorvoll zu beantworten.
Was mir mal besser und mal weniger gut gelingt.


Hallo plit,

ich denke Lara wird dir verzeihen, wenn du schön brav um Entschuldigung bittest.
Und du hast vollkommen richtig gerechnet, für Lara wird die Zeit langsam knapp.


Hallo Toree,

AUCH ICH BRÜLLE NICHT!
ICH HABE LEDIGLICH SACHLICH FESTGESTELLT, DASS DEIN DEMENTI UNGLAUBWÜRDIG WIRKT.


Hallo mi.mo,

bitte keinen Streit in diesem Thread.
Vielleicht können wir uns ja darauf verständigen, dass wir uns in Zukunft wieder den Erlebnissen von Lara zuwenden.


LG
Fist
101. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 06.10.20 19:14

Teil 10


Also öffnete ich die Tür und schob das Essen in den Raum. Wie ich vermutet hatte, saß die Chefin mit ihren beiden Wachleuten am Tisch. Aber es waren noch 2 Personen anwesend. Am Boden kniete eine Frau, die ihre Hände hinter dem Kopf verschränkt hatte. Sie hatte mir den Rücken zugewandt und schaute zu der fünften Person auf. Plötzlich bekam ich einen großen Schreck, denn ich kannte diese letzte Person. Das war Dr. Weißmüller, Rektor an dem Gymnasium, an dem ich mein Abitur gebaut hatte. Was machte der denn hier? Oh mein Gott und ich stand hier halbnackt mit einem Schild, welches mich als Sklavin outete. Wie peinlich! Ich konnte nur hoffen, dass er mich nicht wiedererkannte. Schließlich hatte ich während meiner Schulzeit nur selten mit ihm zu tun gehabt. Meinen Kopf so weit wie möglich gesenkt, servierte ich die vier Mahlzeiten am Tisch. Weißmüller reagierte in keinster Weise auf mich, er schien mich also nicht erkannt zu haben. Welch ein Glück! Ziemlich irritiert war ich, als ich den Hundenapf der knienden Frau hinstellen sollte. Anscheinend war diese Portion wohl doch nicht für Fluffy gedacht. Die Frau trug tatsächlich Halsband und Leine, genau wie ein Hund. Schlagartig wandelte sich meine Irritation zu einem richtigen Schock. Denn ich kannte auch das menschliche Hündchen. Das war Frau Eschenbacher, meine ehemalige Geschichtslehrerin. Ich hatte damals ein sehr gutes Verhältnis zu ihr gehabt. Als ich den Napf vor ihr abstellte, blickte sie mir kurz ins Gesicht. Ihre Augen weiteten sich und sie bekam einen erschreckten Gesichtsausdruck. Kein Zweifel, sie hatte mich erkannt. Fragte sich nur, wem von uns beiden die Begegnung peinlicher war. Ich jedenfalls schämte mich für meinen Aufzug, auch wenn ich nicht wirklich etwas dafür konnte. Vielleicht war es bei Frau Eschenbacher ja ähnlich wie bei mir und sie war nicht ganz freiwillig hier. Oder sie hatte eine perverse Ader und stand auf solche Spielchen. Zugetraut hätte ich ihr sowas zwar nicht, aber man konnte in einen Menschen ja nicht hineinsehen.

Auf dem Weg ins Obergeschoss wunderte ich mich immer noch über die unerwartete Begegnung. Das Leben hatte doch immer wieder Überraschungen parat. Niemals hätte ich vermutet, dass der Rektor meiner ehemaligen Schule auf perverse Spielchen stand. Und noch viel weniger galt das für die sympathische junge Lehrerin. Eigentlich konnte ich mir bei niemandem aus meinem Bekanntenkreis solch spezielle Vorlieben vorstellen. Eine ziemlich naive Denke, wie mir nun klar wurde. Ich erreichte die Tür des Spielzimmers und stellte das Tablett wie verlangt auf dem Tischchen ab. Dann schaute ich mich kurz um. Niemand zu sehen! Die Ledertür war nicht verschlossen und dahinter befand sich ein winziger Raum. Nach der Beschreibung von Maria hatte ich mir die zweite Tür wie in einem Hotel vorgestellt. Was jedoch falsch war. Denn das Lesegerät befand sich seitlich an der Wand und die Tür selbst hatte gar keine Klinke. Mich erinnerte das an Zutrittsschleusen in großen Unternehmen. Für eine Villa war das jedenfalls nicht normal. Es gab für mich keinen Zweifel, hier sollte irgendetwas verborgen werden. Ich legte mein Ohr an die Tür und lauschte. Totenstille, auch kein Quietschen war zu hören. Hier gab es für mich nichts weiter zu entdecken, also machte ich mich auf den Rückweg. Als ich mit dem leeren Servierwagen in die Küche kam, war Maria gerade dabei eine Pfanne abzutrocknen.

» Gut dass du endlich kommst, ich habe Hunger! «, meinte sie fröhlich.

Während ich den Wagen in die Kammer zurückstellte, tischte Maria für uns beide auf. Es gab Steak mit Kartoffeln, Blumenkohl und einem grünen Salat. Sie war eine richtig gute Köchin, kein Vergleich zu meinem Gestümper. Vor allem die Soße war unglaublich lecker. Am Nachmittag schwang ich dann wieder den Staubsauger. Und meine böse Vorahnung mit den Toiletten sollte sich bewahrheiten. Denn natürlich war ich es, die dort das Putzen übernehmen durfte. Gegen 17 Uhr waren wir endlich fertig mit der Arbeit.

Maria nahm mich mit auf die Terrasse. Bisher hatte ich den Pool nur bei Nacht gesehen, jetzt spiegelte sich darin die Abendsonne. Das hatte ein wenig was von Urlaubsflair. Und sogar die Temperaturen spielten mit, denn wir mussten um die 20 Grad haben. Anfang Oktober war das weiß Gott keine Selbstverständlichkeit. Maria schloss erst meine Schuhe auf und entledigte sich dann ungeniert ihrer eigenen Uniform. Mit einem Kopfsprung tauchte sie splitternackt in das kühle Nass. Sie begann zu kraulen und durchquerte das Becken in einem beachtlichen Tempo.

» Worauf wartest du? Das Wasser ist richtig angenehm! «, rief sie mir von der anderen Seite zu.

Ich fühlte mich nicht so ganz wohl dabei, nackt schwimmen zu gehen. Maria schien damit aber kein Problem zu haben. Eigentlich war ich schon den ganzen Tag halbnackt herumgelaufen. Da machte der letze Rest jetzt auch nichts mehr aus. Und von den Nachbargrundstücken konnte uns auch niemand beobachten, weil die Hecke dafür viel zu hoch war. Also schön, weg mit den Klamotten! Meinen schmerzenden Füßen tat es richtig gut befreit zu sein. Es war mir ein Rätsel, warum manche Frauen bei der Arbeit mit hohen Pumps herumliefen. Natürlich besaß auch ich Stöckelschuhe, aber diese trug ich nur zu ganz bestimmten Anlässen. Solche Schuhe den ganzen Tag zu tragen, das käme mir nie in den Sinn. Auch ich machte einen Kopfsprung in den Pool, wenn auch nicht ganz so elegant wie Maria. Sie schwamm wie ein Fisch und zog Bahn um Bahn durch das Becken. Ich hingegen planschte mehr herum. Trotzdem hatte ich durchaus mein Vergnügen dabei. Einige Bahnen später verließ Maria den Pool. Erst trocknete sie sich ab und danach legte sich nackt in die Abendsonne. Ihre Haut war leicht gebräunt und glänzte im hellen Licht. Maria war ohne Frage eine sehr attraktive Frau. Nachdem ich noch ein Weilchen im Pool verbracht hatte, leistete ich ihr schließlich Gesellschaft. Ich trocknete mich ab und ließ mich neben ihr auf einer Liege nieder.

» Du bist eine tolle Schwimmerin! «, sagte ich bewundernd.

» Danke! Das habe ich schon immer gern gemacht. Ich war sogar mal bayrische Jungendmeisterin! «, erzählte sie nicht ohne Stolz.

Es fiel mir nicht schwer das zu glauben. Schweigend genossen wir die angenehme Wärme der Sonne. In Gedanken ging ich noch einmal meine Situation durch. Lucy und ich waren jetzt zwei Tage nicht zur Arbeit erschienen. Unser Chef musste inzwischen alarmiert sein. Und vermutlich gingen die Kollegen bereits unsere Aufzeichnungen durch. Plötzlich wurde mir bewusst, wie dumm ich doch gewesen war. In der Villa hatte ich gleich mehrere Telefone gesehen, warum hatte ich nicht versucht in der Redaktion anzurufen? Manchmal war es wirklich merkwürdig, dass man auf die simpelsten Dinge nicht kam. Also wickelte ich mich in ein großes Badetuch und behauptete auf die Toilette zu müssen. Dann schlich ich zu dem Wandtelefon in der Küche. Ich nahm den Hörer ab und wollte gerade beginnen zu wählen. Als am anderen Ende jemand abnahm.

» Ja Maria, was gibt es? «, hörte ich die Stimme der Chefin sagen. Überrascht wie ich war, wusste ich nicht wie ich reagieren sollte. Gleich wieder auflegen? Nein, das würde sicher nur Nachfragen mit sich bringen. Ich musste darauf antworten.

» Hier spricht Lara! Ich wollte nur wissen, ob sie vielleicht irgendetwas wünschen. «

Etwas Besseres war mir auf die Schnelle nicht eingefallen.

» Hast du nicht irgendetwas vergessen? «, fragte Hannah von Niederaubach.

Vergessen? Was meinte sie? Ich hatte keine Ahnung wovon diese Frau sprach.

» Also äh … nicht das ich wüsste! «, antwortete ich ehrlich.

» Was habe ich dir gestern gesagt, wie du mich nennen sollst? «, meinte sie mit einem drohenden Unterton. Jetzt fiel es mir wie Schuppen von den Augen.

» Herrin! Ich soll sie Herrin nennen! «, schob ich hastig nach.

Natürlich, wie hatte ich das nur vergessen können. Aber ich war auf dieses Gespräch einfach nicht vorbereitet gewesen. Und das Wort Herrin gehörte auch nicht wirklich zu meinem normalen Sprachgebrauch. Nach einer kurzen Pause antwortete Hannah von Niederaubach auf meine ursprüngliche Frage.

» Du könntest mir eine Tasse Tee bringen! «

» Wie sie wünschen, Herrin! «

Na das hatte ich ja spitzenmäßig hinbekommen. Jetzt musste ich der Frau auch noch Tee machen. Ob ich Maria darüber informieren sollte? Dann müsste ich ihr vermutlich erklären, wie es zu dieser „Bestellung“ gekommen war. Eine Tasse Tee würde ich ja wohl noch selbst hinbekommen. Auf dem Herd stand bereits ein halbgefüllter Wasserkessel. Also schaltete ich die entsprechende Platte ein. Das Problem war jedoch, dass ich mich in dieser Küche nicht auskannte. Ich öffnete mehrere Schränke und entdeckte schließlich die Tassen. Tee konnte ich jedoch keinen finden. Vielleicht in der Kammer nebenan. Dort wurde ich fündig, sogar mehr als mir lieb war. Gleich 7 verschiedene Teesorten lagerten hier. Und nun? Woher sollte ich wissen, welchen die Chefin bevorzugte. Maria wüsste das bestimmt, aber fragen wollte ich sie nicht. Am besten ließ ich die Herrin selbst entscheiden und servierte heißes Wasser sowie den Tee separat. Erst wollte ich aus jeder Packung einen Beutel mitnehmen, aber das erschien mir dann doch zu viel. Also wählte ich zufällig 3 verschiedene Sorten aus. Einer davon würde ja wohl hoffentlich genehm sein.

Nervös stand ich mit einem Tablett vor dem Büro der Chefin. Wie sollte ich anklopfen, ich hatte gerade keine Hand frei? Vielleicht mit dem Fuß? Nein, das war bestimmt keine gute Idee. Vorsichtig stellte ich das Tablett auf dem Boden ab und klopfte danach an. Als ich hereingerufen wurde, öffnete ich erst die Tür und nahm dann das Tablett wieder auf. Die Chefin runzelte die Stirn über meine Tablettaktion, sie sagte jedoch nichts dazu. Etwas ungeschickt stellte ich das Tablett auf einem Stuhl ab und servierte danach heißes Wasser und die Teebeutel. Hannah von Niederaubach beobachtete mich dabei genau, sie zeigte allerdings keinerlei Reaktionen. Weder positiv noch negativ. Ich fühlte mich unwohl unter ihren prüfenden Blicken. Als ich mich bereits auf dem Rückzug befand, hatte sie doch noch etwas zu sagen.

» Interessante Arbeitskleidung trägst du da. Ich hatte die Uniform anders in Erinnerung. «

Oh verdammt, daran hatte ich gar nicht mehr gedacht. Denn um meinen Körper schlang sich noch immer das große Badetuch. Ironischerweise war ich im Moment sogar mehr bedeckt als mit meiner Uniform. Und vermutlich war genau dies das Problem.

» Es tut mir leid, Herrin! Ich war kurz zuvor am Pool und habe vergessen mich wieder umzuziehen. «

» Ich kläre das mit Maria. Und jetzt geh! «

Völlig deprimiert verließ ich das Büro der Chefin. Was hatte ich nur getan. Jetzt musste Maria die Suppe auslöffeln, die ich ihr eingebrockt hatte. Mit einem schlechten Gewissen ging ich die Stufen ins Erdgeschoss hinunter. Ich musste Maria beichten was passiert war. Und mich bei ihr entschuldigen. Verzweifelt versuchte ich mir die richtigen Worte zurechtzulegen. Aber ehrlich gesagt fand ich meine Erklärungsversuche selbst ziemlich unzureichend. Als ich am Pool ankam, war ich dort allein. Marias Uniform lag noch am gleichen Platz, aber von ihr war nichts zu sehen. War sie etwa schon abgeholt worden? Das wäre allerdings sehr schnell gewesen. Vielleicht lief sie ja hier im Garten herum. Zwar würde ich das niemals völlig nackt tun, aber Maria schien deutlich weniger Hemmungen zu haben. Schließlich war sie die Frau, die nicht nur oben ohne, sondern sogar ganz oben ohne herumlief. Ich ging auf die Suche und umquerte eine Hausecke. Noch immer keine Spur von ihr. Also ging ich weiter. Kurz vor der nächsten Hausecke hatte ich plötzlich eine Eingebung. Eigentlich müsste das Spielzimmer jetzt direkt über mir sein. Die Fenster dort oben sahen genauso aus, wie die restlichen. Also keine Gitter oder Ähnliches. Vielleicht könnte ich ja auf diesem Weg in den Raum gelangen? An der Fassade raufzuklettern erschien mir unmöglich, aber mit einer Leiter könnte ich das schaffen. Nur woher nehmen, wenn nicht stehlen. Als Option würde ich das aber mal im Hinterkopf behalten. Hinter der nächsten Hausecke entdeckte ich Maria. Sie befand sich in der Nähe des Tores und streichelte dort einen Schäferhund. Sollte auf der Straße jemand vorbeigehen, dann könnte er sie völlig nackt erblicken. Allerdings schien sie sich an dieser Möglichkeit nicht zu stören. Noch immer nach Worten ringend, näherte ich mich ihr. Als ich bis auf 10 Meter herangekommen war, knurrte mich der Hund plötzlich an. Erschreckt blieb ich sofort stehen. Bisher hatte der Schäferhund ganz friedlich ausgesehen, aber jetzt fletschte er mit den Zähnen. Das war kein Schoßhündchen sondern ein Wachhund.

» Ganz ruhig Hektor! «, redete Maria auf das Tier ein.

Das Knurren und Zähnefletschen hörten auf, aber der Hund beobachtete mich noch immer ganz genau. Näher wollte ich lieber nicht heran.

» Maria, ich muss dir was erzählen. Ich habe Mist gebaut. «

Wir gingen gemeinsam zum Pool zurück und ich beichtete ihr, was geschehen war. Sie hörte mir aufmerksam zu und nickte zu meinen Ausführungen. Auf mich machte sie den Eindruck, als hätte sie bereits mit so etwas gerechnet. Nach meiner Entschuldigung redete sie beruhigend auf mich ein. Ganz ähnlich wie vorhin bei dem Hund. Denn die Ereignisse schienen mich mehr zu belasten als sie. Dabei war sie eigentlich die Betroffene. Verärgerung hätte ich bei Maria verstanden, stattdessen akzeptierte sie aber ganz gelassen ihr Schicksal. Wodurch ich mich sogar noch schuldiger fühlte. Natürlich wollte Maria von mir wissen, warum ich versucht hatte zu telefonieren. In diesem Punkt griff ich zu einer kleinen Notlüge. Ich hatte ihr erzählt, dass ich meine Eltern anrufen wollte. Maria erklärte mir, dass man nur aus dem Büro der Herrin nach draußen telefonieren konnte. Von allen anderen Apparaten waren nur Gespräche innerhalb des Hauses möglich. Die Tatsache, dass ich ohne Wählen direkt bei der Chefin gelandet war, ließ mich vermuten, dass sie über alle Telefongespräche im Haus informiert war. Und vielleicht konnte sie diese sogar mithören. Schon hatte ich wieder etwas gelernt.


Fortsetzung folgt!
102. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Gummimaske am 07.10.20 08:17

Die neue Situation ist für Lara nicht einfach.Im Moment ist kein Ausweg für ihre Situation zu erkennen.Eines dürfte sie allerdings mit Bestimmtheit wissen,sie muß in ihrem Tun sehr vorsichtig sein,sonst geht der Schuß nach hinten los.
103. RE: Skandal um Lara

geschrieben von andreas am 07.10.20 12:30

Eine schöne Fortsetzung und ein paar nette neue Erkenntnisse. Ich bin gespannt, was mit den bei Lehrern ist und ob das "Hündchen" öfter zu besuch ist. Welche Strafe Maria wohl erwartet...

VG Andreas
104. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 09.10.20 19:04

Hallo Gummimaske,

du hast vollkommen recht, die Lage ist ziemlich verzwickt für Lara.
Und jetzt hat sie auch noch die arme Maria mit reingerissen.

Von daher würde ich sagen, dass der Schuss bereits ganz gewaltig nach hinten losgegangen ist.
Aber vielleicht zielt sie ja beim nächsten Versuch etwas besser.


Hallo andreas,

ja die Begegnung mit ihrer Vergangenheit kam ziemlich überraschend.
Manchmal soll sowas aber vorkommen.

Mir ist selbst mal ein ehemaliger Lehrer in New York über den Weg gelaufen.
Allerdings war mir das Aufeinandertreffen bestimmt nicht so peinlich wie Lara.


LG
Fist
105. RE: Skandal um Lara

geschrieben von mi.mo am 12.10.20 15:05

First

i denk das mit der Vergrößerung von Lara's Busen wird noch dauern, auch bis Sie weiter geformt wird...

Grüß di
M.
106. RE: Skandal um Lara

geschrieben von plit am 12.10.20 18:46

Hallo IronFist,

es scheint im Moment nicht so, als könnte meine Entschuldigung Lara in irgend einer Form erreichen. Wie es auch andere gerade schwer haben sollten sie ausfindig zu machen.

Jetzt muss Maria auch noch für Lara hinhalten. Wir kennen ja bereits die Strafe für eine zerbrochene Tasse. Ob die Verletzung ihrer Aufsichtspflicht höher bemessen wird?

beste Grüße
Plit
107. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 13.10.20 18:39

Hallo mi.mo,

manchmal vergeht so ein Wochenende ja schneller als einem lieb ist.
Vielleicht passiert das diesmal ja auch Lara.


Hallo plit,

ich habe eine telepathische Verbindung zu Lara.
Es ist sogar fast so, als könnte ich ihr Handeln steuern.

Wenn du ihr also irgendetwas sagen möchtest, dann richte ich es ihr gerne aus.


LG
Fist
108. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 13.10.20 19:13

Teil 11


Der Tag endete früh für mich, denn ich wurde bereits gegen 20 Uhr ins Bett gebracht. Wieder war es Hans, der mich zu meiner Zelle geleitete. Dort angekommen wartete bereits eine Überraschung auf mich. Quer durch meine Zelle spannte sich eine Hängematte und darunter stand ein merkwürdiges Gerät mit einem Arm. Fragend schaute ich Hans an. Sein Gesicht hatte einen diabolischen Ausdruck. Das konnte kein gutes Zeichen für mich sein. Ich musste mich nackt in die Hängematte legen und Hans wickelte mich inklusive Matte in eine Plastikfolie ein. Jetzt war ich gegen Herausfallen gesichert. Eigentlich war das gar nicht so unbequem. Jedenfalls besser als das blöde Vakuumbett.

» Ich habe gehört du warst heute etwas vergesslich! «, meinte Hans. Dieser blöde Spruch war mir keine Antwort wert.

» Das freut mich, denn jetzt darf ich dich an deine Pflichten erinnern! «, dabei grinste er mich hämisch an.

» Fahr zur Hölle! «, gab ich zurück.

» Aber aber, wer wird denn so garstig sein. Du hast noch etwas gut bei mir. Und ich zahle meine Schulden immer zurück! «, jetzt lachte der Kerl ganz fies.

Das war überhaupt nicht gut. Zwar konnte ich mich jetzt mehr bewegen als in dem Vakuumbett, aber ich war dem Typen trotzdem völlig hilflos ausgeliefert. Mir wurde ganz anders, als ich plötzlich eine Gerte in seiner Hand entdeckte. Er strich damit über meine plastikverpackten Brüste und neckte meine Nippel. Und diese richteten sich auch noch prompt auf. Hoffentlich konnte er das unter der Folie nicht erkennen, denn diese Genugtuung gönnte ich ihm nicht. Der Kerl verschwand aus meinem Blickfeld. Irgendetwas passierte unterhalb von mir, aber ich konnte nicht sagen was das war. Als er wieder aufstand, war die Gerte jedoch verschwunden.

» So meine Liebe, ich erkläre dir jetzt wie das nette Maschinchen dort unten funktioniert. Es reagiert auf Geräusche und immer wenn eine gewisse Lautstärke erreicht wird, dann passiert das hier. «

Er drückte einen Knopf an einem Kästchen an der Wand. Im selben Moment klatschte irgendwas auf meinen Po. Ein kurzer Schmerz durchfuhr mich, weshalb ich laut aufschrie. Der Typ lachte nur schadenfroh dazu.

» Du Scheißkerl! «, fuhr ich ihn an.

» So sollte eine junge Dame nicht reden! «, belehrte er mich.

» Ich hoffe du schnarchst nicht! «, fuhr er ironisch fort.

Dann drückte er einen weiteren Knopf. Ein rotes Licht begann an dem Kästchen zu blinken. Und Hans legte seinen Zeigefinger auf die Lippen. Vermutlich war die teuflische Maschine damit aktiviert. Am liebsten hätte ich dem Typen die Meinung gegeigt, aber ich hielt mich lieber zurück. Es rumste als sich die Tür schloss. Und einen Augenblick später wurde auch schon mein Hinterteil getroffen. Erneut schrie ich auf, was mir sofort einen weiteren Treffer einbrachte. Ich versuchte den Schmerz zu unterdrücken und möglichst ruhig zu bleiben. Bis mir das gelang, hatte ich noch zwei weitere Hiebe abbekommen. Still schluchzte ich vor mich hin. Mein Hinterteil brannte bereits jetzt wie Feuer. Wie sollte ich so nur eine ganze Nacht überstehen? Zumal ich immer ziemlich unruhig schlief. Die Hängematte war an zwei Ringen aufgehängt worden. Und einer dieser Ringe quietschte, wenn ich mich bewegte. Daher wagte ich kaum mich zu rühren. Aber es kam so wie es kommen musste. Ich schlief ein, wälzte mich herum und wurde dann äußerst unsanft aus dem Schlummer gerissen. Das passierte mir in dieser Nacht drei Mal. Irgendwann war ich total gerädert. Mir tat der Rücken weh, weil ich in der Hängematte kräftig durchhing. Vor allem schmerzte aber mein Hintern und das aus verständlichen Gründen. Zudem war ich völlig übermüdet, weil ich immer wieder geweckt worden war. Zusammengefasst, ich hatte eine Scheißnacht. Und ich hatte auch wieder einen merkwürdigen Traum gehabt. Mein ehemaliger Rektor hatte mich übers Knie gelegt und mir mit der flachen Hand den Hintern versohlt. Solche Zeiten waren in deutschen Schulen zum Glück vorbei. Trotzdem wurde ich in meinem Schulmädchentraum gezüchtigt und ich hatte auch noch Freude daran. Das machte überhaupt keinen Sinn. Was war bloß los mit mir, dass neuerdings solche Leute wie Lehmann und Weißmüller in meinen erotischen Träumen auftauchten.

Die Tür öffnete sich und Hans schaute herein. War der Horror endlich vorbei? Ich hatte komplett mein Zeitgefühl verloren und hoffte, dass es bereits morgens war. Der Kerl kam näher und grinste frech übers ganze Gesicht. Dann klatschte er in die Hände und verpasste mir so einen finalen Hieb. Hans hatte offensichtlich Spaß an meiner verzweifelten Lage. Warte nur Freundchen, irgendwann bekommst du das zurück! Endlich schaltete er die verdammte Maschine ab. Als ich schließlich befreit war, kletterte ich mit wackligen Knien aus der Hängematte.

» Wo ist Maria? «, fragte ich.

» Die ist beschäftigt! «, lautete seine Antwort. Oh je, ihre Bestrafung hatte vermutlich begonnen.

» Womit wir auch schon beim Thema wären. Du wirst heute alle ihre Aufgaben übernehmen! «, fuhr er fort.

» Etwa auch das Kochen? «, wollte ich entsetzt wissen.

» Natürlich! «

» Ich kann aber nicht kochen! «, erwiderte ich.

» Dann solltest du es besser ganz schnell lernen. In der Bibliothek findest du Kochbücher. Lass dir was einfallen! «

Na super! Anscheinend war ich hier das Mädchen für alles. Als würde die blöde Putzerei nicht ausreichen. Denn auch diese Aufgabe stand mir heute wieder bevor. Laut Hans bestand die Chefin darauf, dass jeden Tag saubergemacht wurde. In Bad und Toilette konnte ich das ja noch verstehen. Aber täglich Staub zu saugen, erschien mir ziemlich übertrieben. Hans brachte mich zur Umkleide und ließ mich dann allein. Ich war wieder unbeaufsichtigt. Beim Duschen überlegte ich mir, wie ich wohl am besten an den Computer der Chefin herankommen könnte. Den gleichen Stress wie am Vortag wollte ich mir nicht mehr antun. Während der Mittagszeit dürfte das Risiko erwischt zu werden am geringsten sein. Denn solange die Chefin mit Essen beschäftigt war, sollte ich eigentlich relativ sicher sein. Das klang nach einem guten Plan. Ich schlüpfte wieder in meine Hausmädchenuniform. Merkwürdigerweise störte mich das aufreizende Outfit heute viel weniger als am Tag zuvor. Hier gab es wohl einen gewissen Gewöhnungseffekt. Allerdings fand ich das Schild vor meiner Brust noch immer ziemlich daneben. Kurz hatte ich sogar überlegt es einfach wegzulassen. Nach meiner gestrigen Erfahrung verwarf ich diese Idee aber schnell wieder. Wenigstens hatte ich heute den Vorteil, dass meine Schuhe nicht verschlossen wurden. In einem unbeobachteten Moment könnte ich meinen geschundenen Füßen also eine kleine Pause gönnen.

Meine größte Sorge war jedoch das Kochen. Deshalb ging ich auch als erstes in die Bibliothek. Dort fand ich zwei Kochbücher, welche ich mit in die Küche nahm. Ich setzte mich an den Tisch und blätterte in einem der Bücher. Sehr schnell kam Frust in mir auf, denn das klang alles ziemlich kompliziert. Das würde ich niemals hinbekommen. Kopfschüttelnd legte ich das Buch zur Seite. Der Titel des zweiten Buches machte auch nicht gerade Mut. „Spezialitäten aus aller Welt“. Ehrlich gesagt bezweifelte ich, dass es hier einfacher werden würde. Seite um Seite blätterte ich durch. Manche dieser Gerichte hatten Zutaten, von denen ich noch nie gehört hatte. Es war mehr als zweifelhaft, ob sowas hier vorrätig war. Und selbst wenn, dann hätte ich es wohl nicht erkannt. Als ich bei der Schweiz angelangt war, stockte ich. Ein Käsefondue! Das war gar keine schlechte Idee, da musste man nicht viel kochen. Ein Blick in den Kühlschrank verriet mir jedoch, dass nicht genügend Käse da war. Aber man konnte ja auch ein normales Fondue machen. Denn Fleisch und Gemüse waren ausreichend vorhanden. Und in der Vorratskammer fand ich sogar einige Flaschen mit fertigen Saucen. Perfekt, jetzt brauchte ich nur noch einen Fonduetopf. Ganz hinten in einem der Schränke wurde ich tatsächlich fündig. Das Ding war ein wenig eingestaubt, es wurde wohl schon länger nicht mehr benutzt. Ich war glücklich, denn alles was ich tun musste, war Fleisch und Gemüse zu schnippeln. Sowas bekam sogar ich hin. Und so ein Fondue hatte sogar den angenehmen Nebeneffekt, dass es lange dauerte. Also mehr Zeit für meinen Ausflug ins Büro der Chefin.

Für die Vorbereitung des Mittagessens plante ich eine Stunde ein. Bis dahin wollte ich mich meinen anderen Pflichten widmen. Heute begann ich beim Putzen mit Bad und Toiletten. Denn ich war mir nicht sicher, ob ich allein das ganze Haus schaffen würde. Und beim Staubsaugen dürfte es weniger auffallen, wenn ich einige Räume nicht machte. Gegen 9:30 Uhr drang von draußen lautes Motorengeräusch herein. Ich ging zum Fenster und erblickte einen älteren Mann, der auf einem Rasenmäher saß. Er trug einen grünen Overall mit der Aufschrift „Gärtnerei Schmidhuber & Söhne“. Diesen Mann hatte ich hier bisher noch nicht gesehen. Ob er auch zum Club XP gehörte? Möglich, aber ich vermutete eher, dass er ein einfacher Mitarbeiter dieser Gärtnerei war. Der Garten machte bestimmt jede Menge Arbeit und es war durchaus sinnvoll, damit einen externen Spezialisten zu beauftragen. Ich setzte meine Runde durchs Erdgeschoss des Hauses fort, denn ich musste mich ranhalten, wenn ich alles schaffen wollte. Irgendwann verstummte draußen der Lärm des Rasenmähers. Neugierig ging ich ans Fenster. Was ich zu sehen bekam, versetze mich in Aufregung. Der Gärtner war gerade dabei die Hecke zu schneiden. Das war an sich nichts Ungewöhnliches, aber er benutzte dafür eine Leiter. Ob ich mir das Teil wohl mal ausleihen könnte? Aber was sollte ich ihm erzählen? Die Wahrheit wäre eine verdammt schlechte Idee, falls er zum Club XP gehören sollte. Eine glaubwürdige Ausrede fiel mir jedoch auch nicht ein. Vielleicht sprach ich zuerst einmal unverbindlich mit ihm, um mir einen Eindruck zu verschaffen, ob er ein Clubmitglied sein könnte. Zum Beispiel könnte ich ihm ein belegtes Brötchen rausbringen. Damit hätte ich schon mal einen Vorwand für das Gespräch.

Meine Fondue Vorbereitungen für 3 Personen gingen schneller als erwartet. Schon nach einer halben Stunde war alles fertig. Und das Fett brodelte bereits im Topf. Ich drehte den Brenner wieder etwas runter, denn so heiß musste es im Moment ja gar nicht sein. Um die Wartezeit zu überbrücken, machte ich zwei belegte Brötchen. Eines für den Gärtner und eines für mich. Punkt 12 Uhr machte ich mich auf den Weg ins Speisezimmer. Als ich eintrat plauderte die Chefin gelöst mit ihren beiden Männern. Sie blickte mich an und runzelte die Stirn, als ich näher kam.

» Wie kommst du darauf, dass ein Fondue für das Mittagessen geeignet sei? «, fragte sie mich.

» Herrin, ich kann leider nicht kochen. Und Hans hat gesagt, dass ich mir was einfallen lassen soll! «

Das Gesicht von Hans versteinerte. Die Chefin hingegen lachte lauthals los.

» Dann müssen wir das wohl in deine Ausbildung mit aufnehmen! «, meinte sie amüsiert.

Danach wurde ich entlassen. Die drei dürften wohl für die nächste Stunde beschäftigt sein. Also freie Bahn für mich. Als erstes brachte ich den Servierwagen in die Küche zurück. Dann schlich ich mich leise in den ersten Stock. Mein Herz wummerte, als ich vorm Büro der Chefin stand. Ganz vorsichtig öffnete ich die Tür. Wie zu erwarten, war niemand darin. Jetzt war es endlich so weit. „Fluffy“, tippte ich in die Tastatur.

» Zugriff verweigert! «

Verdammt! Das wäre auch zu schön gewesen. Vielleicht schrieb sich der Name ja anders. Oder er war zu kurz, denn Passwörter hatten ja oft eine Mindestlänge. „Fluffy1234“ war mein nächster Versuch. Die erwartete Fehlermeldung blieb aus und ich war tatsächlich im System. Heureka! Ehrlich gesagt hatte ich nicht damit gerechnet. Nun galt es das blöde Video zu finden. Hah, da gab es einen Ordner mit dem Namen „Überwachungsvideos“. Wie einfach es doch manchmal sein konnte. Doch schon im nächsten Moment musste ich meine erste Begeisterung wieder zügeln. In diesem Ordner waren insgesamt 82 Videos abgespeichert und bezeichnet waren die Dateien mit unverständlichen Zahlencodes. Wie sollte ich da das richtige Video finden? Ich konnte die doch nicht alle anschauen. Leider war auch das Datum keine Hilfe, denn die Dateien schienen alle erst vorgestern erzeugt worden zu sein. So ein Mist und jetzt? Ich könnte den gesamten Ordner löschen, aber das würde sehr schnell auffallen. Und solange eine Sicherungskopie existierte, würde mir das auch gar nichts bringen. Originaldatei und Kopie mussten zur gleichen Zeit verschwinden, das wurde mir jetzt erst richtig klar. Wenigstens wusste ich nun, wie ich in den Computer einbrechen konnte. Besonders clever hatte sich die Chefin bei der Wahl ihres Passwords nicht gerade angestellt. Nicht dass ich mich darüber beschweren würde. Im Moment durfte ich hier nichts verändern, also sperrte ich den Monitor wieder. Plötzlich fiel mein Blick auf das Telefon. Das war die Gelegenheit in der Redaktion anzurufen. Ich nahm den Hörer ab und bemerkte, dass sofort eine Handynummer angewählt wurde. Nicht schon wieder! Bevor die Verbindung aufgebaut war, legte ich schnell wieder auf. Puh, das war gerade noch mal gut gegangen. Da musste irgendeine Umleitung eingerichtet sein. Vermutlich auf das Handy der Chefin. Bei eingehenden Anrufen kannte ich sowas, bei ausgehenden war es mir jedoch neu. Diese Frau schien ein Kontrollfreak zu sein. Ich ging die Einstellungen des Telefons durch und versuchte die Umleitung zu deaktivieren. Leider musste man dafür einen vierstelligen Code eingeben. Und 1234 funktionierte diesmal nicht. So viel Glück hatte man wohl nicht zweimal. Zumindest gelang es mir, die letzte gewählte Nummer aus der Anrufliste zu löschen. Somit sollte meine Anwesenheit eigentlich unentdeckt bleiben. Als nächstes versuchte ich die Schubladen zu öffnen. Vielleicht lag darin ja eine Schlüsselkarte für das Spielzimmer. Aber leider waren diese auch heute alle verschlossen. Durch eine Ungeschicklichkeit hätte ich mich am Ende fast noch verraten. Beim Rausgehen blieb ich mit dem Ärmel an einer kleinen Statue hängen. Die Figur kippte, fiel auf die Kante des Schreibtisches und machte danach einen Salto in der Luft. Bevor sie auf dem Holzfußboden aufschlagen konnte, gelang es mir gerade noch sie zu fangen. Diese Aktion hatte meinen Puls kräftig in die Höhe getrieben. Pass gefälligst besser auf, schalt ich mich selbst.


Fortsetzung folgt!
109. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Ihr_joe am 13.10.20 19:32

Hallo IronFist,
Zitat

ich habe eine telepathische Verbindung zu Lara. Es ist sogar fast so, als könnte ich ihr Handeln steuern.


So? Dann brauchst Du ihr ja nur zu telepathieren, dass sich in dem Spielzimmer nur ein Billardtisch befindet.
Hast es ja so offenherzig verraten.

So gesehen frage ich mich, was für Taschen der Tisch hat. Ä hm, streichen wir das wieder.

Na ja, Du scheinst noch die Psi-Fähigkeit der Illusionen zu besitzen, also das Vorgaukeln von Trugbildern.

Lach, ich mag dies Fähigkeit von Dir

Ihr_joe



110. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 15.10.20 19:19

Hallo Ihr_joe,

Lara mag es überhaupt nicht, wenn sie bevormundet wird.
Von daher lasse ich sie lieber selbst herausfinden, ob im Spielzimmer Snooker oder Pool gespielt wird.

Aber ich kann meine Fähigkeiten ja mal an dir ausprobieren:

Du atmest ganz ruhig ... deine Augen werden langsam immer schwerer ...
Eine große Müdigkeit erfasst dich ... du willst nur noch schlafen...
Mit jedem Atemzug entspannt sich dein Körper ... du spürst eine tiefe Zufriedenheit ...
Du konzentrierst dich nur auf meine Stimme ... die folgende Botschaft ist extrem wichtig für dich ...


Sobald du den Namen IronFist liest, hast du das tiefe Bedürfnis sofort zu kommentieren!

Du fühlst dich vollkommen tiefenentspannt ... alles andere um dich herum ist unwichtig ...
Wenn ich mit den Fingern schnippe, wirst du wieder aufwachen ... du wirst dich dann vollkommen erholt fühlen ...


SCHNIPP!

Gehts dir gut?
Du siehst etwas verwirrt aus!


LG
IronFist
111. RE: Skandal um Lara

geschrieben von mi.mo am 16.10.20 20:10

First,

i mag Hannah von Niederaubach und es wird Zeit das Sie endlich merkt was in ihrem Haus vorgeht und die entsprechenden Maßnahmen ergreift...
Grüß di
M
112. RE: Skandal um Lara Anfrage ob als Audio möglich ?

geschrieben von 0707 am 17.10.20 19:45

Hallo IronFist
Habe jetzt erstmalig dieses Geschichtenboard aufgefunden und mich gleich an Deinem Roman verfestigt. Richtig klasse und hochwertig geschrieben. Darf ich fragen ob es möglich wäre diese Geschichte von einer Frau in einer Audio Datei aufgesprochen zu bekommen. Könnte mir vorstellen das dies u.U. auch von anderen als sehr positiv erachtet werde könnte. Weiteren Interessenten an dieser Stelle für diese Idee, sich bitte anzuschliessen um IronFist zu zeigen wieviel Interesse dafür vorhanden. Ich zumindest wäre auch bereit dafür im Forum der Rote Basar dafür einen Obulus zu leisten. Bitte einfach mal überdenken. Gruß Tommy





113. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Fehlermeldung am 17.10.20 23:55

Ein Tip von mir probiere doch mal

Balabolka

https://balabolka.de.uptodown.com/windows

Balabolka ist russisch und lässt sich als "Schwätzer" übersetzen. Name ist Programm, im wahrsten Sinne des Wortes, denn mit dieser Anwendung kann man Texte laut vorlesen lassen.

Balabolka beherrscht eine ganze Reihe von Formaten: DOC, RTF, PDF, ODT, FB2 und HTML. Außerdem kann man den vorgelesenen Text als Audio im Format WAV, OGG oder MP3 speichern.

Man kann Geschwindigkeit und Tonhöhe der vorlesenden Stimme bestimmen.

Balabolka enthält zwei Standard-Vorleser (männlich und weiblich), man kann aber auch beliebige andere Stimmen, die man abgespeichert hat, benutzen.

Wer keine Lust darauf hat, längere Texte zu lesen, der sollte Balabolka ausprobieren.


114. RE: Skandal um Lara

geschrieben von 0707 am 18.10.20 16:51



Hi habe Deinen Vorschlag noch nicht ausprobiert. Habe Deinen Tip ernst genommen, weshalb folgendes: Mir geht um eine Stimme die die Höhen und Tiefen an der richtigen Stelle setzt ..also Gefühl in der Stimme. Für mich ist es sehr schwer vorstellbar das ein erotisch gelesener Text von einem Computer gelesen den selben Effekt hevorruft als wenn eine weibliche Stimme dies vorliest. Selbst bei der Menschlichen Stimme gibt es solche Unterschiede das das Erbgebnis immer unterschiedlich ausfällt. Mir reicht schon die ansage im meinem Navi.
Also back to the roots.....Bitte nochmal drüber nachdenken Danke im Voraus

Gruß tommy
115. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 20.10.20 18:54

Hallo mi.mo,

bist du gerade dabei die Seiten zu wechseln?

Pass bloß auf, dass Lara dich nicht dabei erwischt.
Sonst schreibt sie womöglich noch einen Artikel über dich.


Hallo 0707,

es freut mich natürlich sehr, dass dir meine Geschichte so gut gefällt.
Eine Vertonung ist allerdings nicht geplant.

Zum einen fehlt es mir dafür an der nötigen technischen Ausstattung.
Vor allem wäre es aber ein nicht unerheblicher zeitlicher Aufwand. Schließlich ist diese Geschichte etwas länger ausgefallen.

Ich fürchte du wirst dir meine Geschichte von einer Freundin vorlesen lassen müssen.
Oder du greifst auf die elektronische Variante zurück, so wie es "Fehlermeldung" vorgeschlagen hat.

Sorry!


Hallo Fehlermeldung,

ich persönlich bevorzuge die klassische Methode des selber Lesens.
Daher weiß ich auch nicht, wie gut solche Programme funktionieren.

Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass so ein Programm mit einem menschlichen Sprecher mithalten kann.
Denn zum spannenden Erzählen einer Geschichte gehört natürlich mehr als das korrekte Lesen von Worten. Dazu gehören zum Beispiel die Betonung an der richtigen Stelle oder auch das Darstellen von Emotionen.


LG
Fist
116. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 20.10.20 19:23

Teil 12


Mein Ausflug ins Büro der Chefin war so semierfolgreich gewesen. Vielleicht hatte ich ja mit dem Gärtner mehr Glück. Das belegte Brötchen landete auf einem Teller und ich ging damit hinaus in den Garten. Es war mir unangenehm, mich einem wildfremden Mann als Sklavin zu präsentieren. Ich überlegte, ob ich zumindest das Schild zwischen meinen Brüsten entfernen sollte. Wenn sich hinterher allerdings herausstellen sollte, dass der Mann ein Mitglied im Club XP war, dann könnte das eine Strafe nach sich ziehen. Ein peinlicher Moment war mir immer noch lieber als eine Bestrafung. Deshalb blieb das Schild wo es war. Draußen musste ich schnell feststellen, dass meine hohen Schuhe für den Rasen nicht so gut geeignet waren. Denn meine Absätze bohrten sich in den weichen Boden. Eigentlich keine große Überraschung. Also verlagerte ich mein Gewicht auf die Fußballen, so ließ sich das Einsinken einigermaßen verhindern. Heute war es deutlich kühler als am Vortag. Ich fröstelte und meine Nippel richteten sich auf. Auch das noch! Was für einen Eindruck würde der Gärtner wohl von mir haben, wenn er mich so zu sehen bekam? Notgeile Schlampe war der erste Begriff, der mir in den Sinn kam. Als ich um die Hausecke bog, erblickte ich einen verlassenen Garten. Das Arbeitsgerät des Gärtners lag noch herum, von ihm selbst war aber nichts zu sehen. Vielleicht war er ja gerade in der Mittagspause. Umso besser! Ich stellte den Teller auf einer Fensterbank ab und eilte zu der verlassenen Leiter. Die Standleiter war ein wenig kurz, aber man schien sie weiter ausfahren zu können. Hoffentlich reichte das bis zum Obergeschoss. Ich schnappte mir das Teil und schleifte es zum Haus. Das Mistding war schwerer als es aussah. Am Haus kämpfte ich anfangs damit, die Leiter zu verlängern. Aber nachdem ich das System verstanden hatte, war es kinderleicht. Nun galt es das richtige Ziel zu finden. Vermutlich gehörten die beiden äußeren Fenster zum Spielzimmer. Bei einem war innen ein Rollo runtergezogen, also würde ich mein Glück ganz außen an dem anderen Fenster versuchen. Die verlängerte Leiter an die richtige Stelle zu bringen war gar nicht so einfach. Und auch das Aufrichten hatte es in sich. Diese ganze Aktion brachte mich richtig ins Schwitzen, aber nun stand die Leiter dort wo ich sie haben wollte. Sie reichte gerade so bis zum Obergeschoss hinauf. Ich würde also bis ganz nach oben klettern müssen, um das Fenster zu erreichen. Das konnte eine ziemlich wacklige Angelegenheit werden. Hoffentlich fiel ich da nicht runter.

Die ersten Sprossen waren überhaupt kein Problem und ich kam gut voran. Allerdings machte ich beim Klettern mehr Geräusche als mir lieb war. Denn das Schild zwischen meinen Brüsten schlug ständig gegen die Aluminiumleiter. Dieses hätte ich vorher wohl besser abgenommen. Aber jetzt war es dafür zu spät. Je höher ich kam umso unsicherer fühlte ich mich. Und in gleichem Maße verringerte sich auch mein Tempo. Richtig kritisch wurde es, als ich mit den Händen die oberste Sprosse erreicht hatte. Denn danach musste ich mich irgendwo an der Hauswand festhalten. Ich bekam es mit der Angst zu tun. Es würde nicht gut für mich enden, falls ich auf die Platten dort unten fallen sollte. Aufgeben wollte ich so kurz vor dem Ziel aber auch nicht mehr. Mit zittrigen Knien schaffte ich auch das letzte Stück und erreichte das anvisierte Fenster. Was ich erblickte war enttäuschend. Das war ein ganz gewöhnliches Schlafzimmer, denn ich sah ein Bett und einen Schrank. Und niemand hielt sich in dem Raum auf. Wo zum Geier war Lucy? Hatte man sie weggebracht? Oder war sie vielleicht schon verkauft worden? Meine riskante Kletteraktion war vollkommen umsonst gewesen. So ein Mist!

» Was machen sie denn da oben? «, hörte ich eine männliche Stimme fragen.

Ich schaute nach unten und erblickte den Gärtner. Oh verdammt, er war aus seiner Pause zurück. Das hatte mir gerade noch gefehlt.

» Ich komme runter! «, rief ich ihm zu, anstatt seine Frage zu beantworten. Nicht dass ich wirklich eine gute Antwort darauf gehabt hätte.

Runter zu klettern war sogar noch schlimmer als rauf. Ich war heilfroh, als ich mich endlich wieder an der obersten Sprosse festhalten konnte. Der Gärtner war insofern hilfreich, dass er die Leiter festhielt und somit stabilisierte. Dadurch war es nicht ganz so wacklig. Aber mir wurde erst jetzt klar, dass er mir wunderbar unter den Rock schauen konnte. Was eigentlich egal war, denn sobald ich unten ankam outete ich mich ohnehin als Sklavin. Wie sollte ich sowas nur vernünftig erklären? Und das gleiche galt natürlich auch für meine Klettertour. Unten angekommen, entschied ich mich für die frivole Variante.

» Das ist mir jetzt etwas peinlich. Bitte entschuldigen sie meinen Aufzug, aber ich wollte meinen Liebsten überraschen. Leider ist er nicht in seinem Zimmer. «

Der Gärtner musste um die 65 Jahre alt sein. Auf seinem Gesicht zeigte sich ein schelmisches Grinsen. Er machte nicht den Eindruck, als wäre er von meinem peinlichen Auftritt sonderlich geschockt. Im Gegenteil, auf mich wirkte er wie ein verständnisvoller Großvater, der schon vieles gesehen hatte.

» Und ich dachte, dass das Fensterln aus der Mode gekommen sei! «, meinte er verschmitzt.

» Noch nicht völlig! «, ging ich auf seine Bemerkung lächelnd ein.

» Also zu meiner Zeit waren es noch die Männer, die zu ihrer Liebsten geklettert sind! «

» So ändern sich die Zeiten! «, meinte ich schulterzuckend.

Ich fand diesen älteren Herrn auf Anhieb sympathisch. Er machte mir keine Vorwürfe, dass ich ohne zu fragen seine Leiter benutzt hatte. Und er schien mich für mein Outfit auch nicht zu verurteilen. Mir kam der Verdacht, dass er in seiner Jugend selbst kein Engel gewesen war. Ehrlich gesagt konnte ich mir bei ihm nicht vorstellen, dass er zum Club XP gehörte. Ob er mir vielleicht helfen konnte?

» Ich muss herausfinden wo sich mein Liebster herumtreibt, damit diese Verkleidung nicht völlig umsonst gewesen ist. Dürfte ich vielleicht mal ihr Handy benutzen, meines ist gestern leider kaputtgegangen? «, fragte ich freundlich.

» Das tut mir leid, aber ich besitze gar kein Handy. So einen neumodischen Kram brauche ich einfach nicht. «

Da traf ich ausgerechnet auf ein Mitglied dieser seltenen Spezies ohne eigenes Handy. Eigentlich müsste die doch akut vom Aussterben bedroht sein. Und nun? Dann musste ich es eben auf die altmodische Art versuchen.

» Kein Problem, dann rufe ich von drinnen bei ihm an. Dürfte ich sie vielleicht um noch einen Gefallen bitten? Ich habe da einen Brief der eingeworfen werden müsste. «

» Das mache ich gern für sie! «, meinte er hilfsbereit.

Ich eilte zurück ins Haus, um einen Brief an meinen Chef zu schreiben. Aus einer Küchenschublade kramte ich einen Notizblock heraus. Dann setzte ich mich an den Tisch und begann zu berichten. Es musste möglichst ausführlich sein, damit unser Chef Bescheid wusste was hier vorging. Gleichzeitig durfte ich aber auch nicht zu lange brauchen, denn die Mittagspause der beiden Wachleute würde nicht ewig dauern. Sollten mich die Männer im Garten herumlaufen sehen, dann könnten sie vielleicht Verdacht schöpfen. Nach etwa 5 Minuten war ich mit meinem Kurzbericht fertig. Jetzt brauchte ich noch einen Umschlag. Im Büro der Chefin gab es bestimmt welche, aber gesehen hatte ich dort keine. Vermutlich waren die in einer der Schubladen eingeschlossen. Plötzlich erinnerte ich mich daran, dass Maria gestern Werbepost weggeworfen hatte. Vielleicht lag diese ja noch im Altpapier. Ich wurde fündig. Der Umschlag war zwar ein wenig zerknittert, aber man konnte ihn durchaus noch verwenden. Mit einem Etikett überdeckte ich den ursprünglichen Empfänger und mit einem Klebestreifen verschloss ich den bereits geöffneten Umschlag. Ich vermied es die Neue Münchner Presse als Empfänger auf den Umschlag zu schreiben. Denn daran würde sich der Gärtner sicherlich erinnern, falls er später danach gefragt werden sollte. Stattdessen schrieb ich den Namen meines Chefs und die Adresse des Verlags darauf. Fertig, zumindest fast! Jetzt fehlte nur noch die Briefmarke. Leider hatte ich keine. Egal, dann würde ich den Brief eben unfrankiert abschicken. Ich eilte zurück zum Gärtner und übergab ihm den Umschlag.

» Leider habe ich keine Briefmarke. Aber der Empfänger ist sicher bereit die Portokosten zu bezahlen. «

» Ich übernehme das! «, meinte der ältere Herr freundlich.

» Das brauchen sie wirklich nicht! «, wehrte ich ab.

» Doch, doch! Sie haben mir durch ihren hübschen Anblick den Tag versüßt. Da muss ich mich doch irgendwie erkenntlich zeigen! «, sagte er lächelnd.

Was für ein Charmeur! Bestimmt hatte er in seinem Leben schon so manches Frauenherz erobert. Und auch ich fühlte mich durch seine Worte durchaus geschmeichelt. Zum Dank lächelte ich und machte einen übertriebenen Knicks.

» Ihr Freund ist ein Glückspilz! «, meinte er zum Abschied.

Eigentlich war eher ich der Glückspilz, denn ich hatte es endlich geschafft mit der Redaktion in Kontakt zu treten. Wie lange würde der Brief wohl brauchen? Heute war Samstag, also würde das Schreiben vermutlich erst am Dienstag auf dem Schreibtisch meines Chefs liegen. Plötzlich bekam ich einen großen Schreck. Denn das war genau der Tag, an dem ich auch das Beratungsgespräch bei Dr. Felgenhauer hatte. Und dank Hannah von Niederaubach war die Beratung gleich in eine Operation umgewandelt worden. Shit, die Hilfe könnte für mich zu spät kommen. Vor meinem geistigen Auge sah ich mich schon mit Monstertitten durch die Weltgeschichte laufen. Das konnte ich nicht zulassen, vorher würde ich von hier fliehen. Auch auf die Gefahr hin, dass ich dann im Kittchen landete. Meine anfängliche Hochstimmung war verflogen. Sollte ich auf der Stelle von hier verschwinden? Es machte eigentlich keinen Sinn länger zu warten. Denn Lucy schien schon nicht mehr im Haus zu sein und ich bezweifelte, dass ich in den nächsten beiden Tagen an die Sicherungskopie im Safe herankommen könnte. Also nichts wie weg von hier! Ich eilte in Richtung Tor und erstarrte, als ich um die Hausecke bog. Verdammt, der Wachhund! Den hatte ich ganz vergessen. Maria hatte mir erzählt, dass der Hund krank und beim Tierarzt gewesen sei. Nur deshalb waren Lucy und ich überhaupt ungeschoren auf das Grundstück gelangt. Im Moment lag der Schäferhund ganz friedlich auf dem Rasen. Aber das würde sicher nicht so bleiben, wenn ich näher an das Tor heranging. Bei unserem ersten Aufeinandertreffen hatte Maria das Tier gestreichelt. Vielleicht blieb er auch bei mir entspannt, wenn ich mich ganz ruhig näherte. Mit langsamen Schritten ging ich in Richtung Tor. Der Hund hob erst den Kopf und kurze Zeit später stand er auf. Mein Herz hämmerte, denn ich erwartete jeden Augenblick einen Angriff. Beruhig dich, Hunde können Angst spüren! Ich zwang mich weiterzugehen und machte einen Bogen um das Tier herum. Seine Augen verfolgten mich, aber er zeigte bisher keine Anzeichen von Aggression. Doch als ich mich dem Tor bis auf 10 Meter genähert hatte, lief er los und versperrte mir den Weg. Jeder Muskel des Tiers schien gespannt zu sein, bereit sofort loszuschlagen. Die Sache wurde mir zu heiß und ich trat den taktischen Rückzug an. Hier kam ich jedenfalls nicht raus. Ich lief ein Stück an der Hecke entlang, in der Hoffnung eine lichtere Stelle zu finden. Aber das Gehölz war überall derart dicht, dass es dort kein Durchkommen gab. Es widerstrebte mir, aber es war vermutlich das Beste ins Haus zurückzugehen. Die Mittagspause der Wachleute konnte jeden Augenblick vorbei sein. Wenn es nicht sogar schon so weit war. In dieser Beziehung hatte ich jedoch Glück gehabt, denn das Fondue hatte wunderbar seinen Zweck erfüllt. Die Chefin hatte mit ihren Männern fast zwei Stunden beim Essen verbracht. Frustriert widmete ich mich am Nachmittag wieder meinen häuslichen Pflichten. Hoffentlich war Maria morgen wieder da. Vielleicht könnte sie mir ja bei der Flucht helfen. Indem sie zum Beispiel den Hund zurückhielt oder vielleicht wusste sie ja auch von einer passierbaren Stelle in der Hecke.

Wie üblich wurde ich von Hans zu Bett gebracht. Es ging wieder zurück in das gute alte Vakuumbett. Was mich freute, denn die Hängematte war deutlich schlimmer gewesen. Ich war hundemüde. Einerseits weil ich in der vergangenen Nacht kaum geschlafen hatte, aber auch weil mein Arbeitstag ziemlich anstrengend gewesen war. Ob ich morgen wohl die verdiente Sonntagsruhe haben würde? Irgendwie bezweifelte ich das. Ruckzuck war ich eingeschlafen. In dieser Nacht erlebte ich den verrücktesten Traum, den ich je gehabt hatte. Maria lief auf allen Vieren herum. Ihre Hände und Füße waren wie Hufe geformt und man hatte sie wie ein Pferd gesattelt. Auf ihrem Rücken saß Hannah von Niederaubach, gekleidet wie ein Cowboy. Allerdings nicht ganz authentisch, denn ihre langen schwarzen Stiefel mit den spitzen Absätzen erinnerten nur wenig an einen Viehhirten. Sie schwang ein Lasso über ihrem Kopf und galoppierte wild in der Gegend herum. Meine eigene Rolle war sogar noch einen Tick ausgefallener, mit schneeweißer Haut und seltsamen schwarzen Flecken. Ähnlich wie Maria lief auch ich auf Hufen umher, allerdings waren meine in der Mitte geteilt. Auf dem Kopf trug ich ein paar Hörner und meine Brüste waren derart vergrößert, dass sie beinahe auf dem Boden schleiften. Kurz und knapp ich war eine Kuh, die auf der Weide stand. Inmitten einer ganzen Herde von weiteren menschlichen Kühen. Und die anderen Kühe waren mir auch noch allesamt bekannt. Lucy war eine davon und selbst meine Mutter gehörte dazu. Richtig absurd! Hannah von Niederaubach ritt um uns herum und schleuderte immer wieder ihr Lasso in die Herde. Jedoch verfehlte die Schlinge regelmäßig ihr Ziel. Bis sie mich irgendwann erwischte! Das Seil schlang sich fest um eines meiner Hörner. Verzweifelt wehrte ich mich dagegen, aber Stück für Stück wurde ich aus der Sicherheit der Herde herausgezogen. Hannah von Niederaubach stieg ab und näherte sich mir zu Fuß. Ich wollte fliehen, aber sie hatte mich viel zu fest im Griff. Als sie mich schließlich erreicht hatte, strich sie mit der Hand über meinen Kopf. Ein angenehmer Schauer durchlief meinen Körper und ich ließ dem Genuss freien Lauf. Muuuuuh! Das Cowgirl begann sanft meine Brüste zu massieren. Sofort schwebte ich im siebten Himmel. Das war einfach nur wunderbar. Muuuuuh! Aus dem Nichts tauchte plötzlich ein Eimer auf. Und dann wurden meine Euter gemolken. Muuuuuh! Muuuuuh! Muuuuuh!


Fortsetzung folgt!
117. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Dark Fangtasia am 21.10.20 10:24

Hallo Fist,

wieder eine schöne Fortsetzung.
Ich hoffe ja, dass der Brief noch etwas länger braucht, allerdings habe ich da wohl andere Prioritäten als Lara.
Ist ihr Traum wirklich nur ein Traum oder doch eine gewisse Vorahnung? Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt.

Gerade fällt mir auf, dass es etwas merkwürdig ist, dass Lucy nirgends zu finden ist. Das könnte 1. bedeuten, dass sie schon bei Dr. Felgenbauer ist oder 2. dass sie eingeweiht war und Lara verraten hat um einen Konkurrentin loszuwerden.
Ich bin gespannt, wie sich das entwicklt.

Liebe Grüße
118. RE: Skandal um Lara

geschrieben von mi.mo am 22.10.20 12:29

First,

eine Kuh wer es glaubt. Sicher irgend was wird es werden in das Lara umgewandelt wird, wobei Kuh ganz interessant werden könnte...

First,

Hannah von Niederaubach schläft wohl da Sie net merkt was in ihrem Haus vorgeht?

Grüß di
M



Grüß di
M
119. RE: Skandal um Lara

geschrieben von CupC am 23.10.20 10:17

interessante Menschen, denen Lara so begegnet!
Neben den "bösen" wie Frau von Niederaubach und der Hans, der sie ins Bett bringt,
gibt es die unklaren wie ihren Schuldirektor mit ihrer Lehrerin und jetzt der Gärtner:
der ist ja sehr nett zu ihr!
Aber ist er am Ende derjenige, der Lara mit seinem Charme dazu bringt, ihre Post-OP-Figur zu mögen und das verkauft-worden-sein zu genießen?

Auf welcher Seite wird Laras Chef stehen?
zu meinen bitter-süssen Erwartungen gehört ja, dass er eine ähnliche Rolle hat wie ihr Schuldirektor und sich Lara in einer Rolle wie ihre Lehrerin wieder findet ...

Wird es "nächsten Dienstag" (in unserem Kalender) auch bei Lara schon "OP-Dienstag" sein?
Mein Nick hat ja mit meiner Wunsch-Größe zu tun, aber mal schauen, was Du Lara bescherst ...

CupC
120. RE: Skandal um Lara

geschrieben von mi.mo am 24.10.20 11:57

First,

wenn der Gärtner da scho lang arbeitet wird er seine Stelle behalten mögen und den Brief seiner Chefin weiter geben...

Der wird ja wohl net den so einfach weiterleiten...

Grüß di
mi
121. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 26.10.20 19:44

Hallo Dark Fangtasia,

bei der Deutschen Post stehen die Chancen doch gar nicht so schlecht, dass der Brief etwas länger braucht bis er ankommt.

Und ein Traum ist natürlich nur ein Traum. Oder glaubst du etwa, dass Lara seherische Fähigkeiten besitzt?
Bei ihrem Beruf wäre das ziemlich hilfreich. Stellt sich dann allerdings die Frage wie sie ihren Chefredakteur von der Richtigkeit einer Story überzeugt. "Ich hatte das im Urin", klappt vermutlich eher nicht.

Ja es ist wirklich ziemlich merkwürdig, dass Lucy verschwunden ist. Wie schätze ich deine Ideen dazu ein:
1. Es ist sehr gut möglich, dass Lucy für einen Verkauf bereits etwas "aufgemotzt" wurde
2. Erscheint mir eher unwahrscheinlich, da Lucy eine etablierte Journalistin ist und sie eine Newcomerin vermutlich nicht als Konkurrenz sieht
Bleibt also noch Möglichkeit Nummer 3, es kommt ganz anders als man denkt.


Hallo mi.mo,

das mit der Kuh glaubt Lara ja nicht einmal selbst.
Deshalb nannte sie den Traum ja auch absurd.

Du hast vollkommen recht, Hannah von Niederaubach scheint sich ihrer Sache ziemlich sicher zu sein.
Bisher hat Lara noch keinen größeren Schaden anrichten können. Der Brief könnte für dei Chefin aber tatsächlich zum Problem werden.

Wie heißt es immer so schön: Hochmut kommt vor dem Fall
Stellt sich nur die Frage, wer am Ende das Fallobst sein wird.

Der Overall des Gärtners lässt vermuten, dass er nicht direkt für den Club XP arbeitet.
Von daher könnte ihm Hannah von Niederaubach auch völlig egal sein.


Hallo CupC,

so ist das Leben (3 Euro ins Phrasenschwein).

Manche Menschen sind nett und andere dafür weniger.
Lara hat allerdings das Problem, dass sie sich ihre Gesellschaft nicht selbst aussuchen kann.

Du scheinst hinter jeder Ecke einen Verschwörer zu sehen. Rektor, Lehrerin, Gärtner und Chef.
Die können doch nicht alle auf der dunklen Seite der Macht stehen, oder? Fehlt eigentlich nur noch, dass einer behauptet: Ich bin dein Vater!

Bezüglich deiner Frage zum Dienstag kann ich nur eines sagen:
Ich will euch doch nicht antun, dass das Wochenende derart schnell vorbeigeht.


LG
Fist
122. RE: Skandal um Lara

geschrieben von mi.mo am 27.10.20 11:05

First ,

das Du uns wieder hinhälst wissen mir ja...

Bist halt a klaner gerissener Schlumpf...

Aber geh fei weiter und gönn uns halt a, a bisserl und gib uns a bisserl Befriedigung...!!!

Grüß di
mi
123. RE: Skandal um Lara

geschrieben von mi.mo am 27.10.20 14:47

First,

der Brief wird zu keinem Problem
den Lara's Chef steckt da a mit
drinnen...

Grüß di
mi
124. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 27.10.20 18:39

Hallo mi.mo,

ich soll euch Befriedigung verschaffen?
Sorry, aber für sowas stehe ich nicht zur Verfügung. Macht das mal schön selbst!

Und springst du nun bei der Verschwörungstheorie von CupC mit auf?
Erzähl mir nicht, dass die Erde eine Scheibe ist.


LG
Fist
125. RE: Skandal um Lara

geschrieben von plit am 27.10.20 19:04

Hallo IronFist,

ja, richte Lara doch bitte meine Entschuldigung aus auch wenn das wohl gerade ihr kleinstes Problem sein sollt. Außerdem möchte ich anmerken, dass die Quellen in dieser Sache recht überschaubar sind.

Ob Lara Maria wirklich mit in ihre Flucht (oder deren Versuch) hineinziehen will? Vielleicht überlegt sie sich das nochmal, wenn sie von den Konsequenzen ihrer letzten Aktion erfährt.

mit besten Grüßen
Plit
126. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 27.10.20 19:10

Teil 13


Ich war schweißgebadet als ich erwachte. Und frustriert, denn ich wollte wissen wie es weiterging. Warum hatte ich eigentlich neuerdings so merkwürdige Träume? Es schien immer extremer zu werden, was sich mein Hirn da zusammenfantasierte. Als würde es nicht ausreichen, dass ich mich tagsüber mit den Perversen herumschlagen musste. Dieser verrückte Traum beschäftigte mich so sehr, dass es mir nicht mehr gelang einzuschlafen. Irgendwann hörte ich ein Zischen und kühle Luft drang an meine Beine. Die Nacht schien vorüber zu sein. Mit großer Freude blickte ich in das lächelnde Gesicht von Maria. Ihr schien es gut zu gehen. Heute trug sie nicht ihre Uniform, sondern ein enges Kleid, welches von den Oberschenkeln bis zum Busen reichte. Das pechschwarze Kleid glänzte und es schien aus einem harten Kunststoff zu bestehen. Ihre Figur wurde davon zu einer richtigen Sanduhr geformt. Sowas bezeichnete man wohl gemeinhin als eine Wespentaille. Jedenfalls war ihr Anblick extrem beeindruckend. Auch wenn ich bezweifelte, dass dieses Kleid sonderlich bequem war.

» Gut, dass du wieder da bist. Ich habe mir schon Sorgen um dich gemacht! «, sagte ich erleichtert.

» Wieso das denn? «, fragte Maria überrascht.

» Naja, schließlich habe ich dir ja eine Bestrafung eingebrockt. War es schlimm? «

» Ach, alles halb so wild. Schau mal hier! «

Sie drehte sich wie eine Ballerina einmal um die eigene Achse. Erst dadurch fiel mir auf, was für Schuhe sie da trug. Diese Dinger trieben den Begriff High-Heels im wahrsten Sinne auf die Spitze. Denn die Absätze waren derart hoch, dass wirklich nur noch die Fußspitze den Boden berührte. Maria lachte dazu, so als wäre meine Sorge vollkommen unbegründet gewesen.

» Wow, mit solchen Teilen könnte ich nicht laufen! «, meinte ich anerkennend.

» Ich meine doch nicht die Schuhe, du Dummchen. Was hältst du hiervon? «

Maria drehte sich erneut, aber diesmal nur zur Hälfte. Das Kleid hatte hinten einen Ausschnitt und ließ ihre strammen Pobacken vollkommen unbedeckt. Sowas hatte ich nicht erwartet und ich war deshalb ziemlich erstaunt. Aber auch die äußerst ungewöhnliche Rückansicht ihres Kleides war nicht das, was sie mir zeigen wollte. Denn auf ihrem Hintern war nun ein frisches Tattoo zu bewundern. Dort stand zu lesen „Eigentum von HH“. Ich war geschockt!

» Oh mein Gott, die haben dich tätowiert? Das tut mir leid, das wollte ich nicht! «

» Also ich finde es eigentlich ganz hübsch. Leider kann ich dir wegen dieses Kleides nicht das Tattoo auf der Vorderseite zeigen. Denn das ist sogar noch besser gelungen. «

War Maria von allen guten Geistern verlassen? Es war eine Sache mit einem Schild herumzulaufen, welches einen als Sklavin betitelte. So etwas aber direkt auf die Haut zu tätowieren, das ging gar nicht. Sie würde jetzt für immer mit dieser Erniedrigung leben müssen. Und ich befürchtete, dass das andere Tattoo kaum besser war. Für mein Vergehen war sie verunstaltet worden. Eine Strafe, die eigentlich mich hätte treffen müssen. Bei dem Gedanken lief es mir eiskalt den Rücken hinunter. Ich musste von hier fliehen und zwar schleunigst.

» Das ist ja schrecklich. Komm lass uns gemeinsam von hier verschwinden! «

» Von hier verschwinden, warum das denn? Ich liebe die Herrin! «, verkündete Maria.

Ich konnte es nicht fassen. Nach dem was diese Frau ihr angetan hatte? Liebe macht blind, hieß es ja immer. Hier hatte ich wohl ein sehr gutes Beispiel dafür vor Augen. Auch wenn ich es nicht verstehen konnte, so musste ich wohl akzeptieren, dass Maria gerne hier war. Aber vielleicht war sie ja trotzdem bereit, mir bei der Flucht zu helfen. Also versuchte ich ihr Mitgefühl zu gewinnen.

» Du scheinst mit deinem Leben hier ganz zufrieden zu sein. Aber ich bin nicht freiwillig in diesem Haus. Und ich möchte auch nicht mit einem Tattoo ausgestattet werden, nur weil die Herrin meint ich hätte einen Fehler gemacht. Allein der Gedanke an so eine Bestrafung macht mir Angst. Ich komme mit diesem Druck einfach nicht klar! «, beim letzten Satz kullerte sogar eine Träne über meine Wange.

In diesem Moment zahlte sich meine langjährige Schauspielerei im Schultheater aus. Auf Kommando zu weinen hatte ich nahezu perfektioniert. Und auch bei Maria verfehlte es nicht seine Wirkung. Sie legte mir den Arm um die Schultern und versuchte mich wieder aufzubauen. Nachdem ich eine Weile vor mich hin geschluchzt hatte, stellte ich ihr die entscheidende Frage.

» Hilfst du mir, hier rauszukommen? «

» Lara ich mag dich wirklich gern, aber das kann ich nicht machen. Du bist eine Reporterin und du würdest der Herrin schaden, wenn ich dir helfen würde. «

In ihrer Begründung steckte eine gewisse Logik. Es würde ihrer geliebten Herrin Probleme bereiten, wenn ich von hier entkommen könnte. Damit war also klar, dass ich auf mich allein gestellt war. An dem Wachhund würde ich wohl nicht vorbeikommen. Also musste ich mich auf die Hecke konzentrieren. Maria brachte mich wie üblich zum Badezimmer. Als ich vom Duschen in die Umkleide zurückkehrte, wartete sie bereits auf mich. Denn diesmal sollte ich nicht die vertraute Uniform tragen. Hieß das etwa, dass heute keine Hausarbeiten für mich anstanden? Nicht dass ich diese Aufgabe vermisst hätte, aber sie brachte eben auch den Vorteil mit sich, dass ich mich frei im Haus bewegen durfte. Und ich befürchtete, dass dies am heutigen Tage nicht der Fall sein würde. Gar nicht gut für meine Flucht!

Maria gab mir ein paar hohe Pumps, die ich anziehen sollte. Die Absätze dieser Schuhe waren höher als die meiner „Arbeitsschuhe“. In etwa vergleichbar mit denen, die ich am ersten Tag hier getragen hatte. Wie schlecht ich damit laufen konnte, war mir noch sehr gut in Erinnerung. Das würde heute kein Vergnügen werden. Und wie üblich sicherte Maria auch heute meine Pumps mit einem paar Vorhängeschlössern. Merkwürdigerweise störte ich mich schon gar nicht mehr daran. Denn es erschien mir irgendwie normal. Maria packte als nächstes einen schwarzen Strumpf aus. War es nicht etwas unlogisch zuerst die Schuhe anzuziehen? Doch anstatt über die Beine zog mir Maria das Ding über den Kopf. Meine Sicht wurde dadurch etwas eingeschränkt, aber das weiche Material schmiegte sich sehr angenehm an mein Gesicht. Jetzt sah ich bestimmt wie ein Bankräuber mit Strumpfmaske aus. Andererseits hätten wir sowas bei unserem Einbruch vielleicht auch besser getragen. Denn dann hätte man uns auf dem Video nicht so leicht erkennen können. Der Strumpf schien aber noch nicht an seinem endgültigen Platz angelangt zu sein, denn Maria zog ihn über meine Schultern weiter nach unten. Das Material war ziemlich elastisch. Immer weiter zog Maria den Strumpf herunter. Als sie schließlich meine Nippel erreicht hatte, spürte ich ein Kribbeln über meine Haut laufen. Ein handelsübliches Produkt schien das nicht zu sein, denn solche Gefühle hatte ich beim Tragen von Strumpfhosen noch nie verspürt. Es war seltsam, denn dieses Material war einerseits dehnbar, aber gleichzeitig schien es an schmaleren Körperstellen auch irgendwie zu schrumpfen. An der Hüfte angelangt, konnte ich meine Arme kaum noch bewegen. Das konnte doch so nicht richtig sein, in diesem Teil musste es doch Ärmel geben, oder? Die Antwort lautete nein! Seitlich gegen den Körper gepresst war ich praktisch armlos geworden. Und damit auch ziemlich hilflos. An eine Flucht war so jedenfalls nicht zu denken. Als Maria den Strumpf schließlich bis zu meinen Waden heruntergezogen hatte, erblickte mein Kopf wieder das Licht der Welt. Das obere Ende des Strumpfes legte sich nun wie ein Rollkragen um meinen Hals. Es fühlte sich fast so an, als würde ich in einer Röhre stecken. Allerdings streichelte diese Röhre ganz sanft meinen Körper, was durchaus angenehm war. Rühren konnte ich mich aber kaum noch. Maria musste mich sogar festhalten, weil ich sonst umgekippt wäre. Denn ich bekam meine Beine kaum noch auseinander, was es unglaublich schwer machte das Gleichgewicht zu halten.

» Gut siehst du aus! «, meinte Maria zu meinem neuen Outfit. Da konnte man geteilter Ansicht sein. Sie stellte sich hinter mich und packte mich seitlich an den Armen.

» Versuch mal ein paar Schritte zu laufen! «, wies sie mich an.

Das war leichter gesagt als getan. Denn meine Füße ließen sich immer nur ein winziges Stück nach vorne schieben. Maria stützte mich dabei und verhinderte, dass ich umfiel wie ein Baum. Mit etwas Übung wurde es aber besser, denn ich stellte fest, dass ich größere Schritte machen konnte, wenn ich in einem bestimmten Rhythmus lief. Vermutlich blieb dem Strumpf dann nicht genug Zeit sich wieder zusammenzuziehen. Trotzdem war ich unglaublich langsam unterwegs. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass man so eine größere Strecke zurücklegen konnte. Als Maria mit meinen Fortschritten zufrieden war, legte sie mir ein Halsband um. Sofort musste ich dabei an Frau Eschenbacher denken, die wie ein Hündchen behandelt worden war. Würde mir ein ähnliches Schicksal drohen? Nicht unwahrscheinlich, denn schon im nächsten Moment wurde mir eine Leine angelegt. Maria drehte mich zu einem Spiegel und ich konnte erstmals meinen neuen Look bewundern. Auf den ersten Blick sah das wie ein figurbetonendes langes Kleid aus. Allerdings wirkten meine fehlenden Arme irgendwie seltsam. Zudem war ich nahezu nackt, weil der Strumpf nicht gerade blickdicht war. Das eigentliche Problem war aber nicht die Transparenz sondern meine fehlende Fluchtfähigkeit. Denn ich war in meiner Bewegung so weit eingeschränkt, dass ich faktisch gefesselt war. Ich musste bis spätestens morgen hier raus sein. Aber so war das schlicht unmöglich.

» Fast fertig, jetzt fehlt nur noch das hier! «

Völlig überraschend klebte mir Maria eine Folie über den Mund. Jetzt war ich auch noch geknebelt. Wozu das denn, hier im Haus würde mich doch ohnehin niemand rufen hören? Ob das bedeutete, dass man mich von hier wegbringen wollte? Oh Gott jetzt war auch ich an der Reihe, ich sollte bestimmt verkauft werden.

» Hmmm, hmmm! «, protestierte ich kopfschüttelnd.

» Keine Sorge, dir wird nichts passieren! «, versuchte Maria mich zu beruhigen.

Dann ließ sie mich allein. Ihre Worte klangen für mich wie Hohn. Von wegen keine Sorge, meine Lage war mehr als ernst. Nur leider gab es nichts, was ich tun konnte. Im Spiegel fiel mir auf, dass auf die Folie ein künstlicher Mund aufgemalt war. Aus kurzer Entfernung fiel das natürlich auf, aber aus der Distanz konnte man die Leute damit vermutlich täuschen. Aber wozu das Ganze? Eigentlich konnte das nur einen einzigen Grund haben, es sollte niemand auf mich aufmerksam werden. Dies bedeutete, dass ich mich zumindest kurzzeitig in der Öffentlichkeit aufhalten würde. Vielleicht wäre dies meine letzte Gelegenheit dem drohenden Untergang zu entgehen. Also musste ich die Chance auch nutzen. Nur wie sollte ich das machen, wenn ich mich kaum rühren konnte. Und um Hilfe rufen war mir ja ebenfalls nicht möglich. Was für ein saublöder Mist!

Etwa eine halbe Stunde später tauchte Hannah von Niederaubach in der Umkleide auf. Sie sah heute richtig elegant aus. Zu einem weißen Blazer und einem gleichfarbigen schmalen Rock trug sie eine glänzende dunkle Seidenbluse. Schwarze Strümpfe und hohe weiße Pumps vervollständigten ihren Look. Zusätzlich lag noch ein langer Mantel über ihrem Arm.

» Gut siehst du aus! «, meinte sie zu mir.

Den gleichen Spruch hatte Maria schon gebracht. Aber ich war noch immer nicht überzeugt davon. Hannah von Niederaubach strich mir mit der Hand über die Wange. Dann entblößte sie ihre strahlend weißen Zähne zu einem Lächeln. Jedoch hatte ich nicht das Gefühl, dass dies eine freundliche Geste gewesen war. Für mich sah es eher so aus, als würde sie sich auf etwas freuen. Vielleicht eine fette Einnahme aus meinem Verkauf?

» Trotzdem wollen wir dich heute ein wenig aufhübschen! «, fuhr sie fort.

Was sollte das denn heißen? Die hatten doch wohl hoffentlich nicht meinen OP-Termin vorverlegt? Ich bekam Panik und versuchte wegzulaufen. Hannah von Niederaubach wirkte über den kläglichen Versuch amüsiert und griff nach meiner Leine. Dann zog sie mich damit ganz langsam zu sich. Ihre tiefblauen Augen funkelten mich an und das Lächeln verkam zu einer fiesen Fratze.

» Hmmm, hmmm! «, protestierte ich so laut wie möglich.

Dies beeindruckte nur wenig bis gar nicht. Sie legte mir den mitgebrachten Trenchcoat um die Schultern und knöpfte ihn vorne zu. Wenigstens war ich jetzt nicht mehr ganz so nackt. Aber das bedeutete wohl auch, dass es auf die Straße gehen sollte. Im Schneckentempo wurde ich an der Leine durchs Haus geführt. Mein Verkauf schien heute noch nicht anzustehen, aber die Aussicht auf eine Operation machte mir auch nicht gerade Mut. Um das zu verhindern musste ich draußen irgendwie die Aufmerksamkeit anderer Leute erregen. Nur wie? Eigentlich konnte ich mich nur fallenlassen. Vielleicht würde ja dann jemand versuchen mir aufzuhelfen und dabei feststellen, dass etwas nicht in Ordnung war. Allzu große Hoffnungen machte ich mir dafür nicht, aber ich klammerte mich an diesem dünnen Strohhalm fest. Hannah von Niederaubach führte mich nach draußen. Vor dem Haus wartete bereits eine große Limousine auf uns. Sie öffnete die Hintertür und half mir dabei im Fond Platz zu nehmen. Es war gar nicht so einfach in diesem engen Kleid eine gute Sitzposition zu finden, denn meine gefangenen Arme störten dabei ganz gewaltig. Als ich schließlich angeschnallt war, schloss die Chefin die Tür und ging um das Auto herum. Die Fahrertür wurde geöffnet und Hannah von Niederaubach nahm am Steuer Platz. Für mich war es irgendwie überraschend, dass sie selbst fuhr. Denn eine richtige Herrin hätte doch bestimmt einen Chauffeur gehabt. Kopfschüttelnd wunderte ich mich, über was für einen unwichtigen Blödsinn ich hier nachdachte. Sie drehte ihren Kopf nach hinten und zwinkerte mir verschwörerisch zu, bevor sie den Motor startete. Keine Ahnung was das sollte.


Fortsetzung folgt!
127. RE: Skandal um Lara

geschrieben von mi.mo am 27.10.20 20:49

First,

war doch klar wieder ein Hänger,
wieder hört es auf wo es spannend
wird...

Grüß di
mi
128. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 29.10.20 19:19

Hallo plit,

ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, von was für Quellen du da sprichst.

Lara hat deine Entschuldigung übrigens akzeptiert.
Allerdings machte sie dabei irgendwie einen abgelenkten Eindruck. Woran das wohl liegen mag?

Maria hat sich als Fluchthelferin ja mittlerweile erledigt.
Also muss sich Lara irgendwie alleine durchschlagen.

Keine leichte Aufgabe angesichts ihres engen Strumpfkleids.
Man darf also gespannt sein, was sich Lara einfallen lässt. Oder Hannah von Niederaubach!


Hallo mi.mo,

ich kann dir leider keine Besserung geloben.
Denn die Cliffhanger müssen so sein!

Oder auf Neudeutsch: It´s not a bug but the feature!


LG
Fist
129. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erin am 31.10.20 15:46

Bin gespannt wohin sie gebracht wird und was man mit ihr vorhat .Also auf eine neue Folge!!
130. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 02.11.20 19:07

Hallo Erin,

ja man darf gespannt sein, was Hannah von Niederaubach wohl unter "aufhübschen" versteht.

Mir sind ihre Pläne natürlich ebenfalls nicht bekannt.
Schließlich habe ich ja nur ein telepathische Verbindung mit Lara.

Insofern stimme ich dir voll und ganz zu.
Auf eine neue Folge!


LG
Fist
131. RE: Skandal um Lara

geschrieben von plit am 02.11.20 19:46

Hallo IronFist,

Das mit der Quelle war so gemeint, dass es ja kein IronFist-Geschichten-Wiki oder eine andere Geschichte gibt in der Lara auftaucht und man mehr über sie erfährt.

Maria ist Eigentum von HH? Hannah von Niederaubachs Initialen wären ja HN. Herrin Hannah würde passen. Oder gehört Maria eigentlich jemand anderem?

Lara soll also ein wenig aufgehübscht werden. Unter „Wenig“ versteht bekanntlich auch jeder ein bisschen was anderes. Die interessante Frage ist für wofür? Steht da ein Event ins Haus?

Beste Grüße
Plit
132. RE: Skandal um Lara

geschrieben von mi.mo am 03.11.20 17:42

First...

wenn i di mal erwisch, zieh i Dir die Ohren lang, so lang…!!!
Laura, a Tattoo a paar Ringe, Enthart es gibt da so viele Verschönerungsmaßnahmen…
Da wird Dir scho wieder a Schweinerei eingefallen sein, davongehe i aus…!!!

Grüß di
mi.feu
133. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 03.11.20 18:43

Hallo plit,

eine Wiki für meine Geschichten?
Das wäre ja noch schöner, dann bräuchtet ihr diese ja nicht einmal mehr zu lesen.

Das HH steht natürlich für die Hansestadt Hamburg.
Nein keine Sorge, die Sklaverei wurde im hohen Norden nicht wieder eingeführt. Deine Vermutung mit Herrin Hannah war schon korrekt.

"Ein wenig" ist natürlich ein dehnbarer Begriff.
Mal schauen, was Hannah darunter versteht.

Aber warum sollte es einen bestimmten Anlass für ein "Aufhübschen" bedürfen?


Hallo mi.mo,

ich wasche meine Hände in Unschuld.
Sämtliche Verschönerungsmaßnahmen sind ganz allein die Idee von Hannah von Niederaubach. Ich schwöre es!


LG
Fist
134. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 03.11.20 19:11

Teil 14


Das Tor schwang automatisch auf, als sich der Wagen näherte. Da musste es also eine Fernsteuerung geben. Ob dieses Auto vielleicht eine Fluchtmöglichkeit für mich wäre? Vor dem Hund wäre ich so jedenfalls sicher. Allerdings hatte ich auf dem Grundstück noch keine Garage gesehen. Es war deshalb schwer zu sagen, wo der Wagen normalerweise geparkt wurde. Hannah von Niederaubach bog aus der Ausfahrt und fuhr gemächlich durch das noble Wohnviertel. Direkt hinter der Scheibe konnte ich die Freiheit an mir vorüberziehen sehen. So nah und doch so fern! Die Fahrt ging in Richtung Norden, worüber ich ziemlich erleichtert war. Denn die Praxis von Dr. Felgenhauer lag auf der anderen Isarseite in Hadern. Vielleicht war mein Schicksal ja doch noch nicht besiegelt. Aber was könnte die Chefin sonst mit aufhübschen gemeint haben? Es war relativ wenig Verkehr, kein Wunder an einem Sonntagmorgen. Und genau das war der Punkt, denn heute dürfte eigentlich nichts geöffnet haben. Die Fahrtroute prägte ich mir ganz genau ein, denn vielleicht könnte das ja später nochmal wichtig werden. Nach etwa 20 Minuten bog der Wagen in die Heinrichstraße. Plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen, natürlich der Salon 78. Ich war nicht gerade scharf darauf, mich ausgerechnet dort verschönern zu lassen. Hatte ich doch noch das Aussehen von Lucy nach ihrem Besuch in Erinnerung. Aber besser ein bunt geschminktes Gesicht als eine operativ vergrößerte Brust. Hannah von Niederaubach parkte den Wagen etwa 100 Meter von dem Salon entfernt. Auf dieser kurzen Strecke würde ich also die Chance haben, auf mich aufmerksam zu machen. Blöd nur, dass im Moment niemand auf der Straße unterwegs war. Die Chefin half mir beim Aussteigen.

» Jetzt wirst du gleich eine alte Freundin von mir kennenlernen! «, kündigte sie an.

Zu spät, dachte ich mir. Denn die merkwürdige Inhaberin des Salons kannte ich ja schon. Ich schaute mich in alle Richtungen um, hier war es tatsächlich wie ausgestorben. Aufgrund meiner begrenzten Schrittlänge dauerte es eine ganze Weile, bis wir den Salon erreicht hatten. Und obwohl ich absichtlich möglichst langsam gegangen war, begegnete uns auf der gesamten Strecke kein einziger Fußgänger. Was für ein Pech! An der Tür hing ein Schild mit der Aufschrift „Geschlossen“. Hannah von Niederaubach klopfte an und kurze Zeit später sah ich die Inhaberin auf uns zu stöckeln. Die Tür wurde kurz geöffnet und direkt hinter uns wieder verschlossen. Offensichtlich hatten wir heute eine Privataudienz. Ob das ein gutes Zeichen war? Ich befürchtete eher nicht. Margarethe von Hohenfels und Hannah von Niederaubach umarmten sich innig und gaben sich gegenseitig Bussis. In schönster Schickimicki Manier.

» Darf ich dir meine neueste Sklavin Lara vorstellen! «, meinte die Chefin.

» Ich denke wir kennen uns bereits. Auch wenn ich Frau Stein als Reporterin kennengelernt habe. Aber die jetzige Rolle steht dir wesentlich besser mein Kindchen! «, antwortete die Saloninhaberin lachend.

Hannah von Niederaubach wirkte überrascht. Anscheinend war ihr nicht bekannt gewesen, dass ich bereits mit ihrer Freundin gesprochen hatte. Das war nicht gut für mich, denn nun wusste sie, dass mir die Verbindung zwischen ihr und dem Salon 78 bekannt war. Zwar war ich eher zufällig darüber gestolpert, aber letztlich war das auch egal. Denn je mehr ich über ihre Machenschaften wusste, umso gefährlicher war ich für sie. Und umso wahrscheinlicher wurde es, dass sie mich verschwinden ließ. Die beiden Frauen tratschten vergnügt miteinander und genehmigten sich erst einmal einen Prosecco. Ich hingegen stand ein wenig verloren herum. Sofort kamen wieder Fluchtgedanken in mir auf. Aber wie sollte ich von hier verschwinden, wenn der Laden abgeschlossen war. Selbst wenn ich es auf wundersame Weise nach draußen geschafft hätte, bei meinem Tempo hätten die mich mühelos wieder eingefangen.

Irgendwann war das Prösterchen beendet und Margarethe von Hohenfels widmete sich meiner Person. Ich wurde von ihr in einen Friseurstuhl gesetzt, wo mir als erstes ein Umhang umgelegt wurde. Eigentlich war das nichts Besonderes, nur war auch der Spiegel vor mir mit einem Tuch abgehängt worden. Offenbar sollte ich nicht sehen, was mit mir passierte. Das war gar nicht gut. Als erstes wurden mir die Haare gewaschen. Margarethe von Hohenfels massierte dabei ausgiebig meine Kopfhaut und ich muss gestehen, dass sie das richtig gut machte. Ich schmolz förmlich dahin und genoss den Augenblick. Doch danach wurde es ernst. Sie zückte eine Schere und begann fröhlich drauflos zu schnippeln. Mir kamen fast die Tränen, als lange Haarsträhnen auf den Umhang fielen. Meine schönen langen Haare waren dahin. Hoffentlich sah ich hinterher nicht wie Maria aus. Die Situation als solche war fürchterlich, aber trotzdem empfand ich es als anregend, wie die Fingernägel der Frau immer wieder über meinen Kopf strichen. Wie konnte ich nur solche Gefühle entwickeln, während ich verunstaltet wurde? Das ergab keinen Sinn. Nachdem sie mit der Länge zufrieden war, wurde eine Paste in meinen Haaren verteilt. Oh nein, nicht auch noch färben. Mein brünettes Haar war von Natur aus eher unspektakulär. Angesichts der Vorlieben der Inhaberin befürchtete ich jetzt aber Schlimmstes. Hoffentlich kein Pink oder etwas in der Art. Margarethe von Hohenfels holte eine überdimensionierte Trockenhaube und stülpte mir diese über den Kopf. Ich war irritiert, denn die Paste war vorher nicht aus meinen Haaren ausgewaschen worden. Und es schien sich auch nicht um eine gewöhnliche Trockenhaube zu handeln, denn diese hatte kein Gebläse sondern sie saugte die Luft stattdessen an. Was sollte das? Je länger ich unter der Haube saß, umso mehr juckte meine Kopfhaut. Das kam bestimmt von den Chemikalien in dieser Paste. Langsam aber sicher machte mich das verrückt und ich hatte das dringende Bedürfnis zu kratzen. Was mir aber natürlich nicht möglich war. Nach etwa einer halben Stunde wurde die Haube wieder entfernt. Merkwürdigerweise beendete das auch sofort den starken Juckreiz. Anscheinend kam das Jucken von der Haube und nicht von den Chemikalien. Wie auch immer, ich war jedenfalls froh dass es vorbei war.

» Wundervolle Arbeit! «, meinte Hannah von Niederaubach begeistert.

Ich konnte mich zwar nicht sehen, aber irgendwie bezweifelte ich, dass ich das genauso sehen würde. Die Herrin strich mit den Fingern durch meine Haare und ich japste überrascht auf. Es war fast so, als hätte sich meine Kopfhaut in eine erogene Zone verwandelt. Durch die Berührung beschleunigte sich mein Atem und ich spürte deutlich, wie es mich anturnte. Das konnte doch nicht wahr sein, oder? Hannah von Niederaubach lächelte wissend und hörte mit ihren Liebkosungen wieder auf. Neiiin! Ich war verwirrt und aufgegeilt zugleich. Was stellten die hier mit mir an?

Margarethe von Hohenfels war noch nicht fertig mir. Denn als nächstes kam der kosmetische Teil an die Reihe. Zu diesem Zweck wurde endlich die Folie von meinem Mund entfernt. Mein erster Impuls war um Hilfe zu rufen. Doch dann besann ich mich, dass ich dies besser im richtigen Moment tun sollte. Vermutlich hatte ich nur einen einzigen Versuch, bevor mir wieder das Maul gestopft wurde. Also musste zumindest die Möglichkeit bestehen, dass mich auch jemand hören konnte. Zuerst wurde mein Gesicht mit einer Creme eingerieben. Es fühlte sich danach so an, als würde sich meine Haut ganz langsam zusammenziehen. War das eine Faltencreme? So ein Produkt hatte ich noch nie ausprobiert, denn dafür war ich noch zu jung. Nach ein paar Minuten spannte alles in meinem Gesicht. Ich kam mir vor wie nach einem Facelifting, nicht dass ich sowas schon mal gehabt hätte. Als nächstes wurde eine klare Flüssigkeit aufgetragen. Das Spannen ließ dadurch ganz langsam nach, aber dafür stank dieses Zeugs ganz fürchterlich nach Alkohol. Irgendwie bezweifelte ich, dass diese ganzen Mittelchen besonders gesund waren. Die Grundierung war damit abgeschlossen, also konnten die Malerarbeiten beginnen. Und zwar wortwörtlich, denn Margarethe von Hohenfels trug knallige Farben mir kleinen Pinselchen auf. Ihre Farbwahl erzeugte bei mir nur ein gedankliches Facepalm. Das hatte mehr was von Clown als von Göttin.

» So fast fertig. Jetzt müssen wir uns nur noch um deine Lippen kümmern! «, verkündete sie.

Sie ging zu einem Schrank und kehrte kurz darauf mit einem versiegelten Fläschchen wieder zurück. Als nächstes zog sie sich ein neues Paar Latexhandschuhe an. Sehr verdächtig und sicher kein gutes Zeichen. Als sie das Fläschchen öffnete, entwich ein wenig Dampf.

» Was ist das für ein Zeugs? «, fragte ich skeptisch.

» Das ist etwas ganz Besonderes! Unglaublich teuer, aber auch extrem wirksam. Für dich sind uns doch keine Kosten zu viel! «, meinte sie lachend.

Hannah von Niederaubach stimmte kichernd mit ein. Aber mir war absolut nicht nach Lachen zumute. Ich hatte kein gesteigertes Bedürfnis herauszufinden, wie dieses Zeugs wirkte. Margarethe von Hohenfels tauchte mit einem Pinsel in das Fläschchen ein. Als sie ihn wieder herauszog, kam ein leicht bläuliches Gel zum Vorschein. Sie näherte sich bedrohlich mit diesem Zeugs und ich drehte automatisch meinen Kopf zur Seite. Bisher hatte ich den Anstrich klaglos über mich ergehen lassen, aber jetzt war es genug. Ich würde Widerstand leisten! Mein plötzlicher Sinneswandel schien die Inhaberin zu überraschen, denn sie runzelte die Stirn. Doch dann kam ihre Freundin zu Hilfe. Hannah von Niederaubach näherte sich von hinten und fuhr mit den Fingern durch meine Haare. Erneut japste ich auf. Ganz sanft fuhren ihre Fingernägel über meinen Kopf. Unbewusst schloss ich genießerisch die Augen und schon war es passiert. Der Pinsel strich über meine Lippen und verteilte die Substanz gleichmäßig darauf. Mir war klar, dass die Streicheleinheiten ein zweifelhafter Genuss waren. Aber ich konnte einfach nicht anders, als mich gehenzulassen. Als die Liebkosung meiner Kopfhaut aufhörte, kehrte ich langsam wieder in die Realität zurück. Meine Lippen fühlten sich irgendwie geschwollen an. Wie satt ich diesen Schönheitssalon doch hatte. Langsam reichte es wirklich. Aber Margarethe von Hohenfels schien anderer Ansicht zu sein. Denn quasi als Krönung wurde noch ein kräftiges Rot auf meine Lippen aufgetragen.

» Und was meinst du? «, fragte Margarethe von Hohenfels ihre Freundin.

» Wundervoll! Die Männer werden verrückt nach ihr sein! «

Das Tuch wurde von dem Spiegel gezogen und ich konnte erstmalig in mein neues Antlitz blicken. Sprachlos starrte ich mein Spiegelbild an. So hätte mich wohl selbst meine Mutter nicht wiedererkannt. Meine Haare waren strohblond und standen in alle Himmelrichtungen ab. Das sah aus, als hätte ich in eine Steckdose gefasst. Der Ausdruck Löwenmähne beschrieb es wohl ganz gut. Die Farbe passte überhaupt nicht zu mir, aber vermutlich hatte ich in dieser Beziehung sogar noch Glück gehabt. Es hätte auch ein Rosa oder das berüchtigte Salon 78 Grau werden können. Verglichen mit dem Makeup war meine Frisur jedoch eher harmlos. Meine Gesichtshaut wirkte makellos und ungewöhnlich hell, wodurch ein starker Kontrast zu meinen roten Bäckchen und den lila geschminkten Augen entstand. Am auffälligsten waren jedoch meine Lippen, die in einem knalligen Rot erstrahlten. Aber nicht nur das, denn sie erschienen auch voller als normal. Irgendwie wirkte mein Mund schon fast obszön. Man hatte mich optisch in ein blondes Dummchen verwandelt, welches nur nach Sex zu schreien schien. So sah definitiv keine Göttin aus, sondern eher ein Pornosternchen.

Ich war stocksauer. Diese beiden adligen Schlampen würden es noch bereuen, dass sie mich auf diese Weise lächerlich machten. Sie wollten Krieg? Das konnten sie von mir haben! Mein Kampfgeist war entflammt und ich betrachtete diese Entstellung als Kriegsverletzung. Man ließ mich mit meinem Spiegelbild allein und genehmigte sich noch einen weiteren Prosecco. Eine Flucht war noch immer unmöglich, allerdings war ich jetzt nicht mehr geknebelt. Sobald irgendjemand am Laden vorbeiging, würde ich so laut wie möglich um Hilfe rufen. Da ich mit dem Rücken zum Fenster saß, beobachtete ich im Spiegel das Geschehen draußen. Zu meinem großen Pech bot sich allerdings wieder keine Gelegenheit. Was machten die Münchner nur an einem Sonntagvormittag, lagen die alle noch in ihren Betten? Die beiden Freundinnen verabschiedeten sich voneinander und danach wurde ich wieder auf die Straße geführt. Wir hatten etwa die Hälfte des Rückwegs zum Auto geschafft, als auf der anderen Straßenseite ein junger Mann mit Hund aus dem Haus kam. Das war meine Chance!

» Hallo, sie mit dem Hund! Bitte helfen sie mir, ich werde hier gegen meinen Willen gefangen gehalten! «, rief ich so laut wie möglich über die Straße.

Hannah von Niederaubach erstarrte und funkelte mich böse an. Doch das war mir egal. Der junge Mann drehte sich zu mir um und blickte etwas verwirrt drein. Also legte ich nochmal nach.

» Ja genau sie, bitte helfen sie mir! Rufen sie die Polizei, ich bin entführt worden! «

» Halt endlich die Klappe! «, zischte mich die Chefin an.

Dann knöpfte sie meinen Trenchcoat auf und ließ ihn zu Boden gleiten. Ich wurde so zu dem jungen Mann gedreht, dass er meinen fast nackten Körper und die Leine sehen konnte.

» Sie brauchen sich keine Gedanken zu machen. Das ist meine Sexsklavin und sie spielt gern die Widerspenstige. Mit so einer Aktion hat sie schon einmal einen unnötigen Polizeieinsatz ausgelöst. «

» Das stimmt nicht, bitte helfen sie mir! «, rief ich erneut.

Der junge Mann stand ein wenig verloren da. Vermutlich versuchte er gerade einzuschätzen, wem er glauben sollte. Irgendwann legte er seine Verlegenheit ab und zeigte ein schelmisches Lächeln.

» Dann wünsche ich ihnen noch viel Spaß mit ihrer Sklavin! «, meinte er. Darauf drehte er sich um und ging mit seinem Hund davon.

» Nein, warten sie! Das hier ist kein Spiel, ich bin wirklich entführt worden! «, rief ich ihm hinterher. Allerdings reagierte er nicht mehr auf mich. Vermutlich hatte ihn mein Aussehen davon überzeugt, dass ich tatsächlich nur eine Sklavin war. Oder er ging den Weg des geringsten Widerstandes. Wie auch immer, jedenfalls durfte ich von ihm keine Hilfe mehr erwarten.


Fortsetzung folgt!
135. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Trucker am 05.11.20 05:54

Dieser Versuch wird bestimmt Folgen haben. Danke für die schöne Geschichte.
136. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 07.11.20 19:07

Hallo Trucker,

man kann wohl davon ausgehen, dass Lara eine "Belohnung" für ihr Verhalten bekommen wird.
Mal schauen was Hannah von Niederaubach so alles dazu einfällt.

Irgendwie habe ich aber das Gefühl, dass Lara diese Zuwendung nicht gefallen wird.


LG
Fist
137. RE: Skandal um Lara

geschrieben von mi.mo am 08.11.20 12:29

First,

mach net immer so leere Versprechungen. Jetzt wäre wirklich etwas fällig, wäre i Hannah von Niederaubach würde ich Lara einen ordenlichen Denkzettel verpassen...!!!

Aber des wird wieder nix...

Dauert wieder drei weitere Veröffentlichungen, des kennen mir ja...

Freilich der Fürst hält uns wieder hin...!!!

Grüß di
Mi
138. RE: Skandal um Lara

geschrieben von mi.mo am 08.11.20 12:36

Lieber First,

i hab diese Woche Geburtstag, Skorpion, da wären als Geschenk mal zwei Folgen für die Veröffentlichung drinnen...!!!
A runde Zahl...
Aber mir werden ja alle net jünger...!!!

Wer des denkt, denkt net richtig...!!!

Wann kriegt Lara a schöne Oberweite...

Da bin i gespannt...!!!

Lieber First, Du bist halt a alter Gauner...!!!

A herzliches Grüß Gott,
des sendet Dir
Mi
139. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 10.11.20 18:50

Hallo mi.mo,

ich mache keine leeren Versprechungen.
Wenn ich einen Denkzettel ankündige, dann kommt es auch so. Früher oder später!

Von welchem Fürsten sprichst du denn da, Ferdinand spielt in dieser Geschichte doch gar nicht mit.
Oder habe ich vielleicht später noch ein Gastrolle für ihn mit eingebaut? Wer weiß!

Man soll ja nicht vor einem Geburtstag gratulieren, weil dieses Unglück bringt.
Deshalb mache ich das an dieser Stelle auch ganz explizit nicht.

Eine Doppelfolge kann ich für dich aber leider auch nicht veröffentlichen.
Denn wenn ich jetzt mit sowas anfange, dann hat vermutlich jede Woche einer der Leser Geburtstag.

Ich will dir aber die Frage nach Laras Oberweite wahrheitsgemäß beantworten.
In Folge 17 wird Lara die Bekanntschaft von Dr. Felgenhauer machen. Du musst dich also noch ein klein wenig gedulden.

An Spoilern soll es damit aber auch genug sein!


LG
Fist
140. RE: Skandal um Lara

geschrieben von mi.mo am 10.11.20 19:01

First,

welcher First uns immer wieder hinhält...
Nun Du... Bist damit gemeint...
Grins net...!!!

Geht ja gar net...

Oder doch was kann man auch von einem mit dem Nick erwarten, hinterhältig..., gemein...
Strafe für das Verhalten folgt irgend wann...!!!

Grüß di
Mi
141. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 10.11.20 19:17

Teil 15


» Noch ein Wort und du wirst es bitter bereuen! «, drohte mir Hannah von Niederaubach.

Ich hatte keinen Zweifel, dass sie das ernst meinte. Aber ich wollte mich von dieser Frau auch nicht mehr einschüchtern lassen. Da weitere Rufe im Moment jedoch vergeblich waren, verhielt ich mich tatsächlich still. Der Trenchcoat wurde mir nach dieser Aktion nicht mehr umgelegt und ich musste die restliche Strecke in dem durchsichtigen Schlauchkleid zurücklegen. Mein öffentlicher Nacktauftritt machte mir aber weniger Sorgen. Es war viel mehr die fehlende zweite Chance bei einem anderen Passanten. Wie war es nur möglich, dass man in einer so großen Stadt kaum auf Fußgänger traf?

» Ich hätte dich für klüger gehalten! «, meinte Hannah von Niederaubach zu mir, als wir wieder im Auto saßen. Sie zückte ihr Handy und begann zu telefonieren.

» Hallo Hans! Bitte bereite vor, was wir gestern besprochen haben. Lara hat sich soeben für eine Session beworben! «

Der Kerl lachte darüber so laut, dass ich ihn bis zum Rücksitz hören konnte. Das bedeutete nichts Gutes für mich, aber ich würde mich jetzt nicht mehr unterbuttern lassen. Mit all meiner Kraft würde ich mich dagegen zur Wehr setzen. An einer Ampel hielt ein Polizeiauto direkt neben uns an. Hannah von Niederaubach wirkte nervös und beobachtete mich im Rückspiegel. Dies war meine Gelegenheit. Zu meinem Bedauern schauten die beiden Beamten aber in eine andere Richtung. Dann schalteten sie plötzlich die Sirene ein und fuhren über die rote Ampel. Meine unverhoffte Chance war dahin, denn dieser Einsatz galt offensichtlich nicht mir. Als unser Wagen auf das Grundstück der Villa rollte, war ich tief frustriert. Ich war wieder zurück in meinem Gefängnis.

Die Herrin sagte kein einziges Wort, als sie mich an der Leine ins Haus führte. Aber in ihrem Gesicht sah ich einen Sturm aufziehen. Im Haus angekommen wurde ich von ihren Männern verspottet. Diese Kerle machten sich über mein Aussehen lustig und nannten mich einen Bimbo. Das ärgerte mich, schließlich hatte ich mir diesen dämlichen Look ja nicht selbst ausgesucht. Es ging die Treppe rauf in den ersten Stock. Normales Gehen war in diesem Kleid ja schon sehr schwierig, aber das Treppensteigen war eine einzige Tortur. Und natürlich sah sich auch niemand genötigt, mir dabei zu helfen. Warum auch? Ich musste mein Bein mehrere Male vor- und zurückschwingen, bis das Kleid soweit gedehnt war, dass ich einen Fuß auf die nächste Stufe setzen konnte. Diese Vorgehensweise war extrem anstrengend und ich hatte bereits nach wenigen Stufen Schweißausbrüche. Eigentlich war es ein halbes Wunder, dass ich ohne Unfall oben ankam. Wie leicht hätte ich dabei die Treppe runterfallen können. Nein eigentlich war das unmöglich, denn Hans ging direkt hinter mir. Vermutlich hatte mir dieser Perversling dabei die ganze Zeit auf meinen Hintern gestarrt. Wenigstens hatte er seine Griffel bei sich behalten. Es ging weiter in den großen Raum, der dem Spielzimmer gegenüber lag. Die Herrin hatte mir vorgestern prophezeit, dass ich meine eigenen Erfahrungen mit dem Pranger machen würde. Heute schien es so weit zu sein, denn dieses Holzgestell wartete bereits geöffnet auf mich. Noch mehr Sorgen bereitete mir jedoch die teuflische Maschine, mit der ich bereits in meiner Zelle Bekanntschaft gemacht hatte. Denn dieses Teil stand direkt hinter dem Pranger. Mir rutschte das Herz in die Hose und ich überlegte sogar kurz um Gnade zu flehen. Doch es war mir klar, dass mich diese Selbsterniedrigung nicht vor der Strafe bewahren würde. Hannah von Niederaubach wollte mir eine Lektion erteilen und sie würde sich nicht davon abbringen lassen.

» Es ist wirklich eine Schande, dass wir deinen neuen Look gleich wieder verbergen müssen. Aber wir wollen doch auch nicht, dass dich irgendjemand wiedererkennt! «, meinte die Herrin.

Wieso wiedererkennen? Fand heute etwa eine von diesen Orgien statt? Bitte nicht, ich wollte nicht an sowas teilnehmen. Sie griff sich eine schwarze Latexmaske und zog mir das Teil über den Kopf. Und schon war die ganze Arbeit im Salon 78 dahin, Frisur und Makeup waren ruiniert. Nicht dass ich darüber besonders traurig gewesen wäre. Im Gegenteil, ich freute mich sogar darüber. Es war das erste Mal, dass ich so eine Maske trug. Der Latex legte sich kühl auf mein Gesicht, aber mir war klar, dass sich das sehr schnell ändern würde. Hannah von Niederaubach führte mich zu dem Pranger und nahm mir dort die Leine ab. Plötzlich zückte sie ein Messer und ich bekam einen Riesenschreck. Glücklicherweise hatte sie nicht vor mir etwas anzutun, denn sie schnitt damit einen langen Schlitz vorn in mein Kleid. Hiermit war das Schlauchkleid ruiniert, aber dafür hatten meine Beine jetzt etwas mehr Bewegungsspielraum. Ich musste mich nach vorne beugen und meinen Hals in die vorgesehene Öffnung in dem Pranger legen. Die Aussparungen für meine Hände blieben hingegen leer, weil diese noch immer im Kleid gefangen waren. Merkwürdige Gefühle kamen in mir auf, als der Pranger geschlossen wurde. So vornüber gebeugt präsentierte ich einladend mein Hinterteil. Während der Orgie könnte mich jeder Mann aus dem Club XP von hinten nehmen und ich könnte absolut nichts dagegen tun. Das galt sogar für diesen Widerling Oliver Lehmann. Mir schauderte allein bei der Vorstellung. Gleichzeitig turnte mich die Hilflosigkeit aber auch irgendwie an. Mein eigener Körper schien mich zu hintergehen.

Hinter mir wurde an der üblen Maschine herumhantiert. Ich konnte dies jedoch nur hören, da die Holzfront des Prangers meine Sicht nach hinten blockierte. Allerdings wusste ich ja bereits, wozu dieses Gerät fähig war. Es würde wohl nicht mehr lange dauern, bis mir der Hintern versohlt wurde. Das komische an dieser Aussicht war, dass ich einerseits Angst davor hatte, aber ich mich auch gleichzeitig darauf freute. Für mich ergab das überhaupt keinen Sinn. Ein Tischchen wurde vor mir aufgestellt und ein Laptop darauf platziert. Auf dem Monitor wurde das Bild der Webcam angezeigt. Mein Kopf war zu einer schwarzen Kugel verkommen und ragte aus einer Holzwand heraus. Aber dies war nicht die einzige Aufnahme von mir, denn auch hinter mir musste es 3 Kameras geben. Jetzt konnte ich mich von allen Seiten betrachten, aber wozu? Maria hatte gesagt, dass die Mitglieder des Club XP nicht gefilmt werden wollten. Fand heute vielleicht doch keine Orgie statt? Hannah von Niederaubach strich mit der Hand über mein gummiverpacktes Gesicht. Das fühlte sich richtig gut an und mich überlief ein leichter Schauer. Dann tippte sie ein Password in den Laptop ein und ein neues Fenster öffnete sich. Sie stellte sich zwischen mich und den Laptop und ich hörte sie weiter tippen. Was sollte das? Als sie zur Seite trat, erblickte ich auf dem Monitor einen Chat.

Schattenkriegerin: Es ist soweit, die Sklavin ist bereit. Für jede Spende dürft ihr nun eine Strafe auswählen. Viel Spaß!

Lionheart: super, dass es endlich losgeht

Poppi: netter Arsch

Ach du Scheiße, ich diente hier zur allgemeinen Belustigung im Internet. Ich war zu einer Art Webcam-Girl gemacht worden. Jetzt war ich der Herrin sogar dankbar, dass ich diese Maske tragen durfte. Nicht auszudenken, wenn mich jemand Bekanntes so sehen würde. Theoretisch könnte sich hinter jedem Nickname ein Nachbar oder ein Arbeitskollege von mir verbergen.

Dark Fangtasia: dann mache ich mal den Anfang

Kurz darauf poppte ein Fenster über eine 10 Euro Spende von diesem User auf. Es vergingen ein paar Sekunden, dann gab es ein lautes Klatschen und ein heftiger Schmerz durchfuhr mein Hinterteil. Mehr vor Schreck ließ ich einen Schrei los.

Zwerg Nase: sehr schön

Master M: lol

Ich saß richtig tief in der Tinte. Neulich Nacht hatte ich noch halbwegs selbst kontrollieren können, wie oft ich von dieser Maschine malträtiert wurde. Aber hier war ich den Launen irgendwelcher anonymen Kerle ausgeliefert. Und ich durfte von diesen Typen wohl keine Gnade erwarten. Schon poppte die nächste Donation auf, diesmal von einem anderen User. Innerlich bereitete ich mich auf einen weiteren Schlag vor, aber zu meiner Überraschung biss stattdessen irgendwas in meine Nippel.

» Au! «, schrie ich.

Auf den Aufnahmen der Hintertorkameras sah ich, dass aus der Maschine zwei Arme herausragten, die meine Nippel packten und in die Länge zogen. Diese Maschine hatte offensichtlich noch andere Tricks auf Lager. Der Schmerz war diesmal zwar weniger heftig, aber dafür länger anhaltend und deshalb unangenehm. Im Chat machte sich Begeisterung über meine missliche Lage breit. Vor allem dieser Dark Fangtasia tat sich mit seinen Kommentaren hervor. Er forderte andere User aktiv auf, ebenfalls etwas Geld zu investieren. Ich hätte diesen Kerl dafür auf den Mond schießen können. Leider war dieser Typ mit seinen Überredungskünsten durchaus erfolgreich. Denn in kurzer Folge poppten zwei weitere Spenden auf. Ein gewisser Iron Fist hatte gleich 100 Euro springen lassen und weitere 20 Euro kamen von einer Lady S. Eine ganze Serie von Hieben prasselte auf meinen Hintern ein. Gleichzeitig wurden meine Nippel abwechselnd gedehnt und entlastet. Ich kam mir vor wie eine Kuh, die gemolken werden sollte. Milch gab ich natürlich keine, aber seltsamerweise quittierte mein Schritt diese Behandlung mit aufkommender Feuchtigkeit. Was war nur los mit mir? Es gab kaum Zeit zum Verschnaufen, denn schon trudelten die nächsten beiden Spenden ein. Zu meiner Überraschung drang jetzt irgendetwas in meine Muschi ein. Auf den Kamerabildern konnte ich erkennen, dass nun ein weiterer Arm aus der Maschine ragte und mich an meiner intimsten Stelle bearbeitete. Vorhin hatte ich noch befürchtet von fremden Männern einfach genommen zu werden. In gewisser Weise war das nun der Fall, wenn auch eher indirekt. Noch mehr Spenden tauchten in schneller Folge auf und ich verlor so langsam die Kontrolle. Aus allen Richtungen prasselten verschiedene Empfindungen auf mich ein und dieses Gemenge war dabei mich auf einen Höhepunkt zuzutreiben. Plötzlich hörte ich ein Knistern und ich spürte ein Kribbeln über meine Haut ziehen. Hatten die mein Kleid unter Strom gesetzt? Das Kribbeln verstärkte sich und ich spürte zusätzlich Wärme aufkommen. Was machten die hier mit mir? Inzwischen war ich heftig am Schnaufen und ich war kaum noch in der Lage meinen Körper zu kontrollieren. 3 weitere Spenden lang hielt ich noch durch, doch dann war es um mich geschehen und ich explodierte in einem gewaltigen Höhepunkt. Dies war der heftigste Orgasmus den ich je erlebt hatte. Die Welt verschwamm vor meinen Augen und ich gab mich willig meinen Gefühlen hin. Keine Ahnung wie lange die Tortur am Pranger insgesamt gedauert hatte. Nach vier Höhepunkten war ich jedenfalls derart erledigt, dass ich nur noch schlaff in dem Holzgestell hing. Hannah von Niederaubach hatte endlich ein Einsehen mit mir und beendete die Online-Session. Ich musste ihr gerade eine Stange Geld eingebracht haben. Im Moment war mir das aber vollkommen egal, denn ich wollte nur noch schlafen.

Man brachte mich zurück in meine Zelle und ich musste dabei augenblicklich eingeschlafen sein. Als ich wieder erwachte steckte ich in dem Vakuumbett. Allerdings konnte ich mich nicht daran erinnern, wie ich dort hineingekommen war. Mein Zeitgefühl war völlig verlorengegangen. Es könnte noch Sonntagabend sein oder vielleicht auch bereits Montagmorgen. Schwer zu sagen. Mangels anderer Möglichkeiten grübelte ich über das Erlebte. Wie war es nur möglich, dass ich durch so eine Behandlung zu Orgasmen gelangte? Man hatte mich wie ein billiges Sexobjekt benutzt. Das war entwürdigend und ich schämte mich dafür. An meinem ersten Tag hatte die Herrin behauptet, dass ich die Veranlagung zu einer Sklavin hätte. Könnte da vielleicht doch etwas dran sein? Die Anzeichen sprachen tatsächlich dafür, aber ich wollte mir dies nicht eingestehen. Denn es widersprach allem, woran ich glaubte. Ich war eine selbständige Frau, die sich von niemandem unterdrücken ließ. Weder in einer Partnerschaft noch beruflich. Aber auf irgendeine verdrehte Weise schien für meinen Körper eine sexuelle Unterwerfung attraktiv zu sein. Das ergab zwar keinen Sinn war jedoch eine Tatsache. Vielleicht lag es ja an den besonderen Umständen in dieser Villa. Bestimmt würde sich das wieder legen, sobald ich hier raus war. Und damit waren wir genau bei dem Thema, über das ich eigentlich nachdenken sollte. Meine Flucht! Morgen war die letzte Chance dazu, falls ich nicht unter dem Messer von Dr. Felgenhauer landen wollte. Ich würde wieder die Mittagspause nutzen, denn das hatte beim letzten Mal ja gut funktioniert. Mein Fluchtweg würde durch die Hecke führen, notfalls mit brachialer Gewalt. Blieb nur zu hoffen, dass man mich morgen nicht irgendwo einsperrte. Denn dann hätte ich ein Problem.

Am nächsten Morgen wurde ich von Maria geweckt. Sie trug wieder ihre Hausmädchen Uniform, was mich hoffen ließ, dass ich sie bei der Arbeit unterstützen sollte. Wie üblich brachte sie mich als erstes zu der Umkleide. Dort wurde ich auch endlich aus dem engen Strumpfkleid befreit. Wie schön es doch war, wenn man seine Arme wieder bewegen konnte. Nach dem Duschen wartete Maria bereits mit einem Halsreifen auf mich. Das Teil bestand aus einem silbernen Metall und hatte vorne einen roten Stein. Bevor ich mich versah, schloss sich das Ding auch schon mit einem Klicken um meinen Hals. Ich drehte mich zum Spiegel und bewunderte meinen neuen Halsschmuck. Eigentlich ganz hübsch. Mit den Fingern tastete ich an dem Teil entlang. Es war vollkommen glatt und ich konnte keinerlei Öffnungsmechanismus fühlen.

» Wirklich schön! Und wie mache ich den Reif wieder auf? «, fragte ich Maria.

» Gar nicht! «, bekam ich zur Antwort.

» Wie gar nicht? Dieses Ding muss sich doch irgendwie öffnen lassen. «

» Nein, dies ist ein Sklavenhalsband. Man soll das gar nicht öffnen können. Nur den roten Stein kann man wechseln. «


Fortsetzung folgt!
142. RE: Skandal um Lara

geschrieben von mi.mo am 10.11.20 19:51

Also das geht jetzt überhaupt net...
Der First, dieser Schreiberling outet sich in seiner Geschichte als Lüstling...!!!
Mei, mei wie weit ist es mit ihm gekommen...

Grüß di
Mi
143. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Ihr_joe am 10.11.20 23:17


Zitat

Ein gewisser Iron Fist


Also ich glaub, den Lüstling kenne ich.
War das nicht der Spitzname den der Kerl bekommen hat, weil der die Kampftechnik Eiserne Faust erlernte.
Und von wegen, mit dem Betrag scheint das eher auf seine Aktivitäten anderer Art hinzuweisen...

Zz, tz, was macht der Lüstling da, aber ich bin sicher von den anderen Namen auch schon gehört zu haben, wo treib ich mich da nur rum?

So ne Aua Maschine ist was feines...

Danke fürs schreiben
Ihr_Joe
144. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Gummimaske am 11.11.20 07:10

Wirklich wieder eine gelungene Fortsetzung.Alle Achtung,bitte weiter so.
145. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erin am 11.11.20 14:33

Schöne Fortsetzung .Ich denke jetzt kommt sie nicht mehr aus der Sache raus.
146. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 11.11.20 19:37

Hallo mi.mo,

ich würde es niemals wagen zu grinsen.

Du kennst also die Geschichten von besagtem Schreiberling.
Macht dich das nicht selbst zu einem Lüstling?


Hallo Ihr_joe,

soweit ich weiß hast du selbst auch so ein Aua Maschinchen.
Es nennt sich Herrin und ist sogar noch flexibler.

Iron Fist ist meines Wissens nach eine Heavy Metal Band, die ziemlich erfolgreich sein soll.
Von daher kann es natürlich durchaus sein, dass eines der Bandmitglieder etwas mehr Geld springen lässt.

Mir ist allerdings völlig schleierhaft, was das mit mir zu tun haben soll.
Mein Name ist Hase und ich weiß von nichts!


Hallo Gummimaske,

vielen Dank für dein Lob. Dein Wort ist mir Befehl.
Dann mache ich doch nächste Woche einfach mal so weiter.


Hallo Erin,

freut mich, dass es dir gefallen hat.

Zugegeben im Moment sieht es nicht so gut für Lara aus.
Aber du solltest sie auch nicht unterschätzen.

Vielleicht zieht sie ja noch ein As aus dem Ärmel!


LG
Fist
147. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Dark Fangtasia am 12.11.20 23:40

Hallo Fist,

wieder zwei sehr schöne Teile.

Das mit der Kopfhaut kann ich gut nachvollziehen, ich mag es auch unheimlich, wenn mir jemand durchs Haar fährt. Hab auch eines dieser abgesägten Schneebesen Dinger zur Kopfmassage.

Und zum letzten Teil: Was soll ich sagen. Geehrt als fordernde Nervensäge, was kann es Schöneres geben. Jetzt hab ich aber erst recht einen Ruf zu verlieren.

Also ihr Leserinnen und Leser, schreibt alle IronFist und fordert, dass wir schon nächsten Dienstag lesen können, wie der Termin beim lieben Herrn Doktor läuft! Ich bin für möglichst extrem!

Im übrigen glaube ich nicht daran, dass Frisur und Makeup runiiert sind, ich halte das für dauerhafter.
148. Skandal um Lara

geschrieben von mi.mo am 13.11.20 13:33

Hey ja mei,

lesen vom Vorteil...!!! Der Termin muss noch bis 17 warten wie er schrieb, er hält uns somit noch eine Woche hin...

Geduld... Geduld...!!!
149. RE: Skandal um Lara

geschrieben von CupC am 15.11.20 16:11

bei den vielen, schön und detailreich geschilderten Ereignissen hatte ich mittlerweile damit gerechnet, dass die Mammaaugmentation erst passiert, wenn sich Laura an all die anderen, noch befremdlichen Reaktionen ihres Körpers gewöhnt hat, und ein großer Busen ihr neues Körpergefühl und Sklavinnendasein einfach abrundet und von ihr willkommen geheißen wird ...

aber, ja, IronFist persönlich hat die Folge 17 genannt!
Andererseits steht da: "wird Lara die Bekanntschaft von Dr. Felgenhauer machen"; das kann aber auch heißen, dass sie ihn einfach auf der Straße trifft, oder dass er in die Villa zu Besuch kommt (evtl. findet eine "Besichtigung des Operationsfeldes" statt, also Lara muss ihre jetzigen Brüste vorführen - oder darf sie zeigen - wer weiß, wie sie bis dahin darüber denkt!), oder Lara und der Doktor werden bei einer anderen Gelegenheit miteinander bekannt gemacht;
jedenfalls könnte die Operation selbst erst in Folge 71 (oder eine andere hohe Nummer, dieser Zifferndreher ist nur eine mögliche Vermutung) stattfinden, ohne dass die Ankündigung für Folge 17 falsch ist ...

Ich bin erstmal gespannt, was Lara in Folge 16 widerfährt und wie sie sich dabei fühlt, da waren bisher immer genug (schöne) Überaschungen dabei, da brauche ich eigentlich gar nicht spekulieren ...
150. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 17.11.20 18:53

Hallo Dark Fangtasia,

deine kleine Nebenrolle hatte ich ja bereits bei "Kreuzfahrt ins Glück" angekündigt.
Du hast sie dir damals redlich verdient.

Weichen musste dafür ein Charakter mit dem Namen MadDog.
Ich hoffe nur, dass dieser Hund heute nicht sauer auf mich ist.

Deine Petition war nicht so wirklich von Erfolg gekrönt.
Das könnte vielleicht daran liegen, dass es nicht so viel Sinn macht die Folge 16 zu überspringen.

Oder hast du ernsthaft geglaubt, dass ich eine Doppelfolge veröffentlichen würde?


Hallo mi.mo,

Geduld ist eine Tugend.
Ich weiß, sowas ist schwierig für einen Lüstling.


Hallo CupC,

du bist ein sehr aufmerksamer Leser.
Aber würde ich meine Worte wirklich so präzise wählen, nur um euch an der Nase herumzuführen?

OK, ein ganz kleines bisschen klingt das schon nach mir.
Deiner Theorie mit dem Zahlendreher kann ich jedoch eindeutig widersprechen. Denn 71 Folgen hat diese Geschichte überhaupt nicht.


LG
Fist
151. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 17.11.20 19:30

Teil 16


Dieser Schock hatte gesessen. Das war doch mit Sicherheit die Idee von Hannah von Niederaubach gewesen. Vermutlich wollte sie mir damit klar machen, wo mein Platz war. Damit würde ich sie nicht durchkommen lassen. Genüsslich spielte ich den Gedanken durch, ihr selbst so ein Teil anzulegen und sie dann an einer Leine durch die Stadt zu führen. Rache wurde am besten kalt serviert. Und meine würde irgendwann kommen. Tatsächlich musste ich auch heute wieder die Uniform anlegen. Leider bestand Maria darauf meine Schuhe abzuschließen. Was verständlich war wenn man bedachte, dass ich ihr eine Bestrafung eingebrockt hatte, weil ich nicht korrekt gekleidet gewesen war. Bei meiner Flucht wären die Schuhe nicht hilfreich, aber es ließ sich nun mal nicht ändern. Jedenfalls war ich froh, dass ich heute wieder Hausarbeiten verrichten durfte und ich somit unbeaufsichtigt blieb. Denn das wiederum würde bei meiner Flucht helfen. Maria teilte mir das Obergeschoss zum Putzen zu und ließ mich danach allein. Ein paar Stunden noch, dann wäre ich endlich wieder frei. Ich warf einen letzten Blick auf mein Spiegelbild. Das Kleidchen mit den nackten Brüsten und dem Sklavinnenschild wirkten ziemlich lächerlich. Dazu jetzt auch noch dieser blöde Halsreif, der sich nicht mehr öffnen ließ. Und nicht zu vergessen meine blonde Löwenmähne und das knallige Makeup. Erst in diesem Moment fiel mir auf, dass das Duschen nichts von meinem Makeup abgewaschen hatte. Was zur Hölle? Verzweifelt wischte ich mit meinen Fingern darüber. Ohne jeden Effekt! Aber das konnte doch nicht sein. Mir kamen die Tränen, aber nicht einmal dadurch verlief das Makeup. Hoffentlich ging das irgendwann wieder ab, denn ich wollte nicht dauerhaft so herumlaufen. Meine Haare schienen wie von selbst die gestrige Frisur wieder annehmen zu wollen. Je trockener sie wurden umso mehr standen sie in alle Richtungen ab. Was hatten die im Salon 78 nur mit mir angestellt? Diese Margarethe von Hohenfels war keine Göttin sondern eher eine Teufelin. Auch sie würde ein Ziel meiner Rache sein.

Ich schnappte mir den Staubsauger und machte mich im Obergeschoss an die Arbeit. Von jedem Fenster aus suchte ich nach einer lichteren Stelle in der Hecke. Allerdings konnte ich aus der Ferne keine solche entdecken. Deshalb beschloss ich auf der Rückseite des Hauses mein Glück zu versuchen. Denn dort war ein Stück der Hecke vom Haus aus nicht einsehbar weil Sträucher die Sicht versperrten. Zudem war der Hund vermutlich am Tor und somit ganz weit weg. Mein Plan war hiermit gefasst. Die Zeit bis zur Mittagspause schien einfach nicht vergehen zu wollen. Es juckte mich sofort zu verschwinden, aber ich befürchtete, dass mich die beiden Männer dabei beobachten könnten. Geduld war angesagt, was nicht unbedingt zu meinen Stärken zählte. Als ich von einem Zimmer ins nächste wechselte, sah ich etwas auf dem Boden im Gang liegen. Auf den ersten Blick sah das wie eine Karte aus. Ich näherte mich und hob das Ding auf.

Mitarbeiterausweis Esquire GmbH
Hannah von Niederaubach


Neben dem Namen war ein Foto der Chefin und auf der Rückseite gab es einen Magnetstreifen. So viele Mitarbeiter dürfte diese Gesellschaft doch gar nicht haben. Brauchte man da wirklich solche Ausweise? Vielleicht wurden damit ja die Arbeitsstunden erfasst. Aber die Chefin würde doch bestimmt nicht ihre eigenen Zeiten stempeln. Plötzlich kam mir eine Eingebung. Könnte das vielleicht die benötigte Schlüsselkarte für das Spielzimmer sein? Das würde durchaus Sinn ergeben. Gleichzeitig erschien es mir aber ziemlich verdächtig, dass dieses Ding einfach so auf dem Boden herumlag. Versuchten die mir eine Falle zu stellen? Vielleicht wollten die mich ja in das Spielzimmer hineinlocken. Andererseits wäre das vollkommen unnötig, da sie mich ja auch einfach dorthin bringen könnten. Natürlich wäre es auch möglich, dass die Chefin ihre Karte einfach nur verloren hatte. Wenn dem so war, dann war dies eine einmalige Gelegenheit. Ein Abstecher ins Spielzimmer barg ein gewisses Risiko, aber vielleicht könnte ich dort ja Hinweise finden wo Lucy abgeblieben war. Ich würde wohl nur wenige Minuten brauchen, um den Raum zu durchsuchen. Und danach könnte ich die Karte wieder hier auf den Boden legen. So als ob nichts gewesen wäre. Diesen Versuch schuldete ich Lucy und auch mir selbst als Journalistin.

Also steckte ich die Karte ein und machte mich auf den Weg zum Spielzimmer. Meinen Staubsauger stellte ich in dem Raum gegenüber ab und dann öffnete ich die lederbezogene Tür. Nervös stand ich vor dem letzten Hindernis. Dann zog ich die Karte durch das Lesegerät und betete, dass ich damit nicht irgendeinen Alarm auslöste. Es piepste und dann schob sich die zweite Tür zur Seite. Dahinter gab es einen kurzen Gang, der zu einer weiteren Tür führte. Wo war ich hier, in Fort Knox? Zu meinem Glück war diese dritte Tür nicht verschlossen, allerdings wunderte ich mich darüber, dass diese aus Metall zu bestehen schien. Ich war jetzt in dem Schlafzimmer angekommen, welches ich bereits durchs Fenster gesehen hatte. Der Schrank war komplett leer. Und in den Schubladen des Nachttischs fand ich einen Groschenroman und ein paar Schlaftabletten. Nichts was mir wirklich weiterhelfen würde. Aber eines war komisch an diesem Raum, denn er war kleiner als ich von außen vermutet hatte. Draußen hatte ich zwei Fenster gesehen und eines hatte eine zugezogene Jalousie gehabt. Hier drinnen gab es jedoch nur ein Fenster in diese Richtung. Das konnte nur bedeuten, dass es hinter dieser Wand dort noch einen weiteren Raum geben musste. Ob es da eine Geheimtür gab? Leise klopfte ich die Wand ab, allerdings klang alles nach massivem Mauerwerk. Plötzlich hörte ich ein Quietschen. Alarmiert hielt ich kurz inne. Dieses Geräusch schien vom Eingang zu kommen. Shit, hoffentlich schloss sich die Tür mit der Schlüsselkarte nicht wieder. Panisch hastete ich zu der Metalltür. Aber sie schien irgendwie blockiert zu sein und ließ sich nicht mehr öffnen. Verdammt, jetzt saß ich hier fest. Das Quietschen wurde immer lauter, bis es nach einem Rums verstarb. Kurz darauf hörte ich Schritte hinter der Tür. Ich wich zurück und versteckte mich hinter dem großen Kleiderschrank. Jede Sekunde wartete ich darauf, dass jemand den Raum betrat. Doch merkwürdigerweise passierte das nicht. Nach ungefähr einer Minute traute ich mich wieder aus meinem Versteck heraus. Wer immer dort draußen auf dem Gang gewesen war, er schien es sich anders überlegt zu haben. Da hatte ich nochmal Glück gehabt. Trotzdem hatte ich immer noch das Problem hier eingeschlossen zu sein. Noch einmal zerrte ich an der Metalltür und zu meiner Überraschung öffnete sie sich jetzt kinderleicht. Mit offenem Mund starrte ich in den kurzen Gang, welcher zu einer Aufzugkabine geworden war. Jetzt ergab das Ganze endlich einen Sinn. Unterhalb des Hauses musste es noch einen zweiten Keller geben. Und zweifellos fanden dort all die Schweinereien statt, welche Hannah von Niederaubach geheim halten wollte. Sollte ich in die Höhle des Löwen hinunter fahren? Wer weiß was mich dort erwartete? Irgendjemand hatte den Aufzug soeben benutzt und er musste damit nach oben gefahren sein. Das bedeutete, dass der geheime Keller verlassen sein könnte. Oder ich lief dort Hannahs Sklavenhändler direkt in die Arme, das war ebenfalls möglich. Dies war ein Risiko welches ich eingehen musste, denn Lucy befand sich vermutlich in diesem Keller. Ich konnte sie nicht einfach im Stich lassen. Deshalb beschloss ich sie zu befreien und dann mit ihr gemeinsam zu fliehen.

Mein Herz hämmerte, als ich auf den Knopf mit dem U drückte. Die Kabine setzte sich quietschend in Bewegung. Genau dieses Geräusch musste Maria damals gehört haben. Ich wäre nicht im Traum darauf gekommen, dass dieses von einem Lift kommen könnte. Der Aufzug fuhr unglaublich langsam. Was nicht gut war, denn eigentlich war ich schon viel zu lange von der Bildfläche verschwunden. Hoffentlich kam niemand auf die Idee nach mir zu suchen. Es hatte eine gefühlte Ewigkeit gedauert, bis ich unten ankam. Vorsichtig drückte ich die Tür auf und spähte hinaus. Niemand war zu sehen, also schlüpfte ich hindurch. Meine Überraschung war riesig, denn ich hatte so etwas wie einen Folterkeller erwartet. Stattdessen sah es hier aus wie in einem Labor. Merkwürdige Gerätschaften standen herum und auf Monitoren wurden unverständliche Zahlenreihen angezeigt. Von Lucy gab es hier jedoch keine Spur. Auf einem der Monitore entdeckte ich chemische Formeln, aber mit meinem bescheidenen Schulwissen konnte ich nicht sagen, was das genau war. Ich hatte keine Ahnung was die hier machten, aber der große Aufwand bei der Verheimlichung ließ darauf schließen, dass es nichts Legales war. Neugierig wanderte ich durch den Raum. Wenn ich herausfand wozu dieses Labor diente, dann könnte ich dieser Hannah von Niederaubach das Handwerk legen. An der rückseitigen Wand stand ein Schreibtisch. Und darauf lag ein Stapel Endlospapier. Bedruckt war dieses Papier mit einer gezackten Linie, welche für mich wie ein EKG aussah. Handelte es sich hier um ein medizinisches Labor? Oder führten die vielleicht sogar Menschenversuche durch? Diese Story schien immer größer zu werden. Ich schaute die Dokumente durch, welche auf dem Schreibtisch verteilt lagen. Vom Inhalt verstand ich ehrlich gesagt nur Bahnhof. Mir fiel allerdings auf, dass der Begriff Vartex 2.0 mehrfach genannt wurde und dass ein Unternehmen mit dem Namen „Ultra-MedTech“ irgendwie beteiligt war. Keine Ahnung um was es sich bei Vartex handelte und von dieser Firma hatte ich auch noch nie gehört. Direkt neben dem Tisch stand ein etwa 2,5 Meter hoher Metallzylinder von dem ein brummendes Geräusch ausging. Als ich meine Hand darauflegte, spürte ich eine leichte Vibration. Die äußere Metallschicht schien jedoch nur so eine Art Blende zu sein, denn sie ließ sich zur Seite wegschieben. Neugierig warf ich einen Blick ins Innere des Zylinders. Was ich dort zu sehen bekam, verschlug mir fast die Sprache.

Der Zylinder bestand aus Glas und war mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt, in der kleine Gasblasen aufstiegen. Und innerhalb dieser Flüssigkeit schwamm eine menschliche Gestalt, die durch einen Schlauch beatmet wurde. Die Gestalt war eindeutig weiblich, jedoch schienen die Proportionen irgendwie aus dem Gleichgewicht geraten zu sein. Ihre Taille war unnatürlich schmal, während Busen und Po wie aufgepumpt wirkten. Zusammen mit der rosafarbenen glänzenden Haut wirkte das ziemlich künstlich. Oh Gott, das war doch wohl hoffentlich nicht Lucy! Ich versuchte ihre Gesichtszüge in dem rosa Kunstobjekt wiederzuerkennen. Allerdings gelang es mir nicht dieses glatzköpfige Etwas mit meiner Kollegin in Einklang zu bringen. Das musste jemand anderes sein. Hoffte ich zumindest! Vorsichtig klopfte ich an das Glas, aber die Gestalt reagierte nicht darauf. Sollte ich sie befreien? Allerdings schien die Gestalt nicht bei Bewusstsein zu sein, daher wäre sie wohl auch nicht in der Lage, mit mir zusammen zu fliehen. Es dürfte besser sein allein von hier zu verschwinden und danach sofort Hilfe zu schicken.

Ich hatte genug gesehen. Eilig hastete ich zurück zu dem Aufzug. Auf der Fahrt nach oben betete ich, dass meine lange Abwesenheit noch nicht bemerkt worden war. Vorsichtig öffnete ich die Ledertür und schielte auf den Flur hinaus. Keiner da, also eilte ich schnell zu der Stelle, an der ich die Schlüsselkarte gefunden hatte. Nachdem ich die Karte wieder dort platziert hatte, machte sich große Erleichterung in mir breit. Als ich jedoch in den Raum mit meinem Staubsauger zurückkehrte, wartete dort bereits Hans auf mich. Shit!

» Wo warst du so lange? «, fuhr er mich an.

» Auf der Toilette! «, log ich.

» Erzähl keinen Blödsinn, ich warte hier schon seit 15 Minuten auf dich. Deine Faulenzerei wird Konsequenzen haben, das verspreche ich dir. Und jetzt an die Arbeit! «

Zweifellos würde er Hannah von Niederaubach von meiner Abwesenheit erzählen. Aber alles war gut, solange sie nicht erfuhren, wo ich wirklich gewesen war. Für Faulenzerei drohte mir bestimmt eine Strafe, aber bis zu ihrer Vollstreckung würde ich schon lange nicht mehr in dieser Villa weilen. Irgendwann kam Maria zu mir. Sie wollte mit dem Kochen beginnen und ich sollte ihr dabei helfen. Jetzt dauerte es nicht mehr lange, ich hörte die Freiheit schon ganz deutlich rufen. Maria versuchte mir beim Kochen etwas beizubringen, aber ich war mit meinen Gedanken ganz woanders. Alle meine Aufgaben erledigte ich unter Autopilot. Erst nachdem ich das Essen serviert hatte, verließ ich diesen Modus wieder. Denn jetzt war es wichtig ganz bei der Sache zu sein.

Ich schlich aus dem Haus und wählte extra einen Umweg, damit mich Maria von der Küche aus nicht sehen konnte. Als ich hinter den Sträuchern ankam war ich vor neugierigen Blicken geschützt. Diese Hecke war wirklich unglaublich dicht. Mit den Händen schob ich oben das Grün ein wenig auseinander. Noch immer konnte ich nicht hindurchsehen, da die Hecke auch ziemlich tief war. Also schob ich meinen Oberkörper in die entstandene Lücke und versuchte noch mehr Hecke aus dem Weg zu bekommen. Dabei stellte ich jedoch fest, dass ich mit meinen Beinen nicht vorankam, weil dort unten Äste den Weg blockierten. Plötzlich spürte ich einen Stich an der Rückseite meines rechten Oberschenkels. Irgendein Insekt musste mich erwischt haben. Ich wollte das Vieh mit der Hand verscheuchen, allerdings fiel ich vorher wie ein gefällter Baum nach hinten um. Auf dem Rücken liegend starrte ich in einen leicht bewölkten Himmel. Ein Vogel zog dort oben seine Kreise. Was war passiert? Als ich mich wieder aufrichten wollte, verweigerte mein Körper den Gehorsam. Es war seltsam, ich kam mir vor als wäre ich nur Gast in meinem eigenen Körper. Ich konnte hören, ich konnte sehen und ich konnte sogar das Gras an meinem Po spüren. Was ich nicht konnte, das war auch nur einen Finger zu rühren. Wie paralysiert lag ich einfach nur auf dem Rücken. Schritte näherten sich mir, bis irgendwann Hans in mein Blickfeld kam. Er hielt etwas in Händen, das wie ein Blasrohr aussah. Deshalb war ich also umgekippt, einer seiner Pfeile musste mich getroffen haben. Aber wie hatte er mitbekommen, dass ich versucht hatte zu fliehen? Der Kerl grinste mich breit an. Anscheinend war er zufrieden, dass er seine Beute erlegt hatte. Weitere Schritte näherten sich, diesmal war es Hannah von Niederaubach.


Fortsetzung folgt!
152. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Dark Fangtasia am 17.11.20 19:50

Wieder ein sehr schöner Teil, der wortwörtlich eine Tür in einen neuen Bereich / eine neue Welt aufgestoßen hat.

Anders als Lara bin ich mir jedoch ziemlich sicher, dass sich Lucy in dem Tank befindet.
Sie könnte noch eine gute Abschreckung für Lara werden, was im Extremfall aus ihr werden kann, wenn sie nicht aufpasst, bzw. sich nicht benimmt. Auch wenn Hannah von Niederaubach mitbekommen hat, dass Lara da unten war, muss sie sie ja nicht direkt so extrem dafür bestrafen. Einen Skandal kann Lara ja eigentlich nur verursachen, wenn sie noch in die Gesellschaft zurück kann und auch noch halbwegs "normal" aussieht.

Ich hoffe, dass wir in Zukunft noch weitere Infos bekommen, wie das Vartex 2.0 Experiment verläuft.


Ich fühle mich wirklich geehrt in deiner Geschichte vorzukommen.

Das mit Teil 17 hatte ich tatsächlich überlesen. Ich könnte jetzt natürlich meine Forderung für nächste Woche erneuern.

153. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Gummimaske am 17.11.20 22:15

Diese Geschichte hält mich im Bann.Sie hat nichts an Spannung eingebüßt.Danke vielmals.
154. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 19.11.20 19:43

Hallo Dark Fangtasia,

es freut mich, dass dir der Teil gefallen hat.

Deine Schlussfolgerung zu Laras Optik hat natürlich eine gewisse Logik.
Aber könnte sie nicht auch genau durch ihr Aussehen einen Skandal auslösen?

Natürlich darfst du deine Forderung von letzter Woche gerne wiederholen.
Mal schauen was Dr. Felgenhauer davon hält.

Obwohl das Urteil über Lara wohl eher von Hannah von Niederaubach gefällt wird.
Ob diese wohl eine unparteiische Richterin sein wird?


Hallo Gummimaske,

so soll das auch sein.
Dann habe ich mit dem geheimen Labor hoffentlich für ganz neue Spannung gesorgt.

Übrigens, gern geschehen!


LG
Fist
155. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Toree am 19.11.20 19:58

Zitat
Hallo Dark Fangtasia,

...Obwohl das Urteil über Lara wohl eher von Hannah von Niederaubach gefällt wird.
Ob diese wohl eine unparteiische Richterin sein wird? ...


LG
Fist


Also ich denke eher fließt die Elbe bergauf, bevor Fr. von Niederaubach eine unparteiische Richterin wird.

Ich gehe auch davon aus, dass Lucy im Tank ist.

Mich stört Hans, dieses Ekelpacket.
Aber einen (oder mehrere) Bösewichter hast du ja in jeder Geschichte.

Nein, ich werde jetzt nicht mein Lieblingsbuch, StGB auspacken und die Tatbestände daraus Zitiren die hier erfüllt sind.

Apropos StGB, ein Ausbilder an der Polizeifachhochschule hat eine besondere Vorliebe.
Er lässt die Schüler Märchen auf Strafrechtliche Inhalte prüfen.
Ist ein netter Spaß
156. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 21.11.20 19:09

Hallo Toree,

meine Frage war auch eher von rhetorischer Natur.

Zu einer guten Geschichte gehört doch auch ein echter Bösewicht.
Unter Schauspielern sind diese soweit ich weiß sogar die beliebtesten Rollen.

Aber ist Hans wirklich schlimmer als Hannah?
Ich persönlich sehe die Chefin in diesem Vergleich vorne.

Über deinen Buchgeschmack kann ich jedoch nur den Kopf schütteln.
Ich kann mir ehrlich gesagt keine langweiligere Lektüre vorstellen.


LG
Fist
157. RE: Skandal um Lara

geschrieben von BaldJean am 21.11.20 19:27

Zitat

Über deinen Buchgeschmack kann ich jedoch nur den Kopf schütteln.
Ich kann mir ehrlich gesagt keine langweiligere Lektüre vorstellen.

Das StGB ist doch ungeheuer interessant. Es listet auf was verboten ist und gibt daher jede Menge Anregungen.
158. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Toree am 21.11.20 23:27

Zitat
Hallo Toree,

meine Frage war auch eher von rhetorischer Natur.

Zu einer guten Geschichte gehört doch auch ein echter Bösewicht.
Unter Schauspielern sind diese soweit ich weiß sogar die beliebtesten Rollen.

Aber ist Hans wirklich schlimmer als Hannah?
Ich persönlich sehe die Chefin in diesem Vergleich vorne.


Du als Autor kennst die Geschichte ja schon.
Aber wir als Leser nicht.
Daher weißt du ja, das die Chefin schlimmer ist.

Zitat

Über deinen Buchgeschmack kann ich jedoch nur den Kopf schütteln.
Ich kann mir ehrlich gesagt keine langweiligere Lektüre vorstellen.


Du weißt wo ich gearbeitet hatte, da gehört das nun mal dazu.
Aber kommmen wir mal zu den 'Vorlieben' vom Kriminalhauptkommissar der Fachhochschule:
Märchen und Straftaten.

Schneewittchen: OK Mordversuch durch Förster und ihrer Stiefmutter. Haben alle gewusst.

Aber wie sieht es bei Hänsel und Gretel aus?

Auch da haben wir einiges: § 1666 BGB, Gefährdung Kindeswohl duch die Eltern.

Sie schikten sie in den Wald.(Hat von den Polizeischülern nur einer von zehn gewusst)

Beim nächsten Delikt zehn von zehn, Sachbeschädigung von Hänsel und Gretel.

Auch bei der Freiheitsberaubung(239) und Mord gegenüber die Hexe gab es 10 von 10 richtige Antworten.
159. RE: Skandal um Lara

geschrieben von mi.mo am 23.11.20 11:21

First,

jetzt wird es spannend, wie es jetzt wohl weiter geht. Ob Sie jetzt a schöne Oberweite bekommt die Lara. Bin gespannt...!!!

Grüß di
M.
160. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 24.11.20 18:50

Hallo BaldJean,

die Spannung lässt in besagtem Buch gewaltig zu wünschen übrig.
Und der Erzählstil ist ... nennen wir es ermüdend.

Was für Anregungen holst du dir denn in dem Buch?
Die besten Methoden das Gesetz zu brechen?


Hallo Toree,

zugegeben ich besitze hier einen Wissensvorsprung.

Aber auch in den bisher veröffentlichten Teilen ist Hans doch nur ein Erfüllungsgehilfe.
Hannah hingegen schafft all die Schweinereien an, welche so passieren.

Von daher würde ich sagen, bisher steht es 1:0 für Hannah.
Ob Hans im weiteren Verlauf noch der Ausgleich gelingen wird? Lass dich überraschen!


Hallo mi.mo,

soll ich die Spannung heute wirklich auflösen?

Du wartest doch sicher liebend gern noch eine Woche.
Schließlich ist Vorfreude doch die schönste Freude. Oder vielleicht ist es auch auch meine Schadenfreude!


LG
Fist
161. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 24.11.20 19:22

Teil 17


» Wusste ich doch, dass du sowas probieren würdest. Gut, dass dein Halsband Alarm geschlagen hat! «, sagte sie zu mir.

Was meinte sie? Eigentlich konnte das nur bedeuten, dass mein Halsreif dem Tracking diente. Und vermutlich gab es einen Alarm, wenn ich mich den Grundstücksgrenzen näherte. Hoffentlich konnten die damit nicht auch feststellen, dass ich in dem geheimen Labor gewesen war. Meine Flucht war von vornherein zum Scheitern verurteilt gewesen. Und nun? Hans packte mich und legte meinen schlaffen Körper über seine Schulter. Wie eine leblose Puppe wurde ich ins Haus zurückgetragen. Auf dem Sofa im Esszimmer wurde ich mit dem Gesicht nach unten abgelegt. Hannah und ihre Männer aßen in aller Ruhe das Mittagessen zu Ende. Danach ließen sie mich allein zurück und ich lag einfach nur herum. An meinen Beinen spürte ich Wärme, welche von der durchs Fenster hereinscheinenden Sonne stammen musste. Nach einer halben Ewigkeit hörte ich Schritte im Raum. Sie kamen näher.

» Ich weiß du kannst mir nicht antworten, aber ich will mich trotzdem kurz vorstellen. Mein Name ist Erika und Hannah hat mich mit deiner Bestrafung beauftragt! «, sagte eine fremde Frauenstimme.

Oh verdammt, das war gar nicht gut. Eine Strafe war eigentlich keine Überraschung, aber in meinem momentanen Zustand war das mehr als unfair. Mit all meiner Willenskraft versuchte ich mich zu bewegen. Aber leider vergeblich. Was immer mich gleich erwarten würde, ich musste es ertragen. Den Geräuschen nach zu urteilen, stellte Erika irgendetwas auf dem Tisch ab. Ihre Vorbereitungen dauerten ein bisschen, aber ich konnte nicht so recht zuordnen was sie da machte. Irgendwann hörte ich ein hohes Surren. Das erinnerte mich stark an einen Elektrorasierer. Oh nein, bitte nicht! Die wollten mich doch wohl nicht wie Maria völlig kahlscheren. Meine aktuelle Frisur war mir schon peinlich, aber sie war immer noch deutlich besser als eine Glatze. Erika setzte sich zu mir auf die Couch. Bleib weg von mir, schrie ich sie still an. Und dann völlig überraschend spürte ich einen Schmerz an meiner linken Pobacke. War das vielleicht gar kein Rasierer, aber was dann? Die Erleuchtung traf mich wie ein Schock. Das musste eine Tätowiermaschine sein. Neiiiiiiiiin! Da konnte nichts Gutes dabei herauskommen, wenn es eine Bestrafung sein sollte. Verzweiflung machte sich in mir breit. Um mich aus dem mentalen Loch zu ziehen, schmiedete ich Rachepläne gegen Hannah von Niederaubach. Alles was sie mir hier antat, würde sie doppelt und dreifach zurückbekommen. Vor meinem geistigen Auge ließ ich sie von Kopf bis Fuß mit bunten Bildchen verschönern.

Meine eigene „Verschönerung“ dauerte eine ganze Weile. Mittlerweile verspürte ich auch auf der anderen Seite Schmerzen. Wie groß sollte dieses blöde Tattoo denn noch werden? Irgendwann gingen mir Ideen aus, was ich mit Hannah von Niederaubach anstellen könnte. Also ergab ich mich in mein Schicksal und hoffte auf ein baldiges Ende der Bestrafung. Mein geistiger Zustand passte sich irgendwie meinem körperlichen an. Wie in Trance glitt alles an mir vorüber. Dadurch hatte ich nicht einmal mitbekommen wie Erika gegangen war. Irgendwann fiel mir jedoch auf, dass das surrende Geräusch verstummt war. Endlich Ruhe!

Ich musste eingeschlafen sein, denn als ich wieder erwachte hörte ich das zischende Geräusch, welches der Atemschlauch in meinem Vakuumbett verursachte. Man hatte mich offensichtlich wieder in meine Zelle zurückgebracht. Noch immer konnte ich mich nicht rühren. Aber ich war mir unsicher, ob das von dem Vakuumbett oder der Lähmung kam. Jedenfalls brannte mein Hintern jetzt ganz fürchterlich. Mir graute schon vor dem Moment, meinen Po zum ersten Mal tätowiert zu sehen. In dieser Nacht hatte ich wieder einen seltsamen Traum. Erika hatte ihr Kunstwerk auf meinen gesamten Körper ausgeweitet. Und ich lief nur mit meiner Körperkunst bekleidet auf dem Marienplatz herum und ließ mich dort von Touristen fotografieren. Bei jedem gemachten Bild durchlief mich ein wohliger erotischer Schauer. Manchmal konnte sich ein Hirn einen ziemlichen Blödsinn zusammenspinnen.

» Dein großer Tag ist gekommen! «, hörte ich eine Stimme sagen.

Und das stimmte, denn ich hatte wirklich eine tolle Zeit auf dem Marienplatz. Ich kam mir vor wie eine Berühmtheit, die von allen Leuten bewundert wurde. Ein merkwürdiger Geruch stieg aus der Kanalisation auf, irgendwie leicht süßlich. Dieser machte mich schläfrig und die Touristen wurden dadurch unwichtig. Also legte ich mich in ein Bett, welches auf wundersame Weise aus dem Nichts erschienen war. Ein friedlicher Schlummer hüllte mich sanft ein.

Als ich erwachte, blickte ich verwirrt in ein mir unbekanntes Zimmer. Wo war ich hier? Erfreut stellte ich fest, dass ich meinen Kopf drehen konnte. Die Lähmung musste also abgeklungen sein. Der Raum hatte den Charme eines Krankenhauszimmers. Zwar nicht ganz so steril weiß, wie ich es kannte, aber dennoch schlicht und zweckmäßig. Erst erschloss es sich mir nicht, warum ich in einem Krankenhaus aufgewacht war. Doch dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen, ich war bestimmt bei Dr. Felgenhauer. Shit! Hektisch zog ich die Bettdecke zur Seite. Ich lag hier vollkommen nackt. Aber dafür hatte ich Glück gehabt, denn der Arzt hatte noch nicht an mir herumgeschnippelt. Damit das auch so blieb, sollte ich schleunigst von hier verschwinden. Also schwang ich meine Beine aus dem Bett. Sofort wurde mir schwindlig und ich musste mich festhalten. Das mussten die Nachwirkungen von diesem Lähmungspfeil sein. Oder von irgendeinem anderen Zeugs, welches die mir gegeben hatten. Denn ich konnte mich auch nicht an den Transport in dieses Krankenhaus erinnern. Mit langsamen Schritten ging ich auf den Schrank zu, denn ich brauchte etwas zum Anziehen. Dessen Inhalt ließ mich jedoch nur mit dem Kopf schütteln. Als ob ich einem Fetischladen gelandet wäre. Die drei großen L waren hier Programm. Leder, Lack und Latex! Ein gewöhnliches Krankenhaus war dies jedenfalls nicht. Ich griff mir einen langen Mantel aus Lack und knöpfte ihn vorne zu. Jetzt aber nichts wie weg von hier! Mein spontaner Fluchtversuch endete jedoch bereits an der abgeschlossenen Zimmertür. So ein Mist! Ein Blick aus dem Fenster machte mir sofort klar, dass auch dies kein möglicher Weg war. Das war viel zu hoch. Und nun? Vielleicht könnte ich ja eine Schwester rufen und diese übertölpeln, sobald sie den Raum betrat. Vorher sollte ich aber meinen Kreislauf wieder in Schwung bringen. Ich lief im Zimmer herum und fühlte mich danach tatsächlich etwas besser. Also drückte ich auf den Knopf an meinem Bett und versteckte mich danach hinter der Tür.

Es dauerte etwa 30 Sekunden, bis ich das klackernde Geräusch von hohen Absätzen hörte. Liefen die Schwestern hier etwa mit High-Heels herum? Angesichts des Schrankinhalts eigentlich keine Überraschung. Mir sollte es recht sein, denn damit konnte sie mir auch schlechter hinterherlaufen. Die Schritte kamen immer näher und schließlich hörte ich das Öffnen des Schlosses. Ich war extrem angespannt, denn gleich galt es fix zu sein. Eine relativ kleine Person ging an mir vorbei ins Zimmer hinein. Allerdings achtete ich nicht weiter auf die Schwester, stattdessen rannte ich in ihrem Rücken nach draußen. Nach links gab es am Ende des Gangs eine Glastür. In diese Richtung musste der Ausgang sein. So schnell ich konnte lief ich darauf zu. Dort angekommen zerplatzte meine Hoffnung allerdings wie eine Seifenblase. Denn natürlich war auch diese Tür verschlossen. Dabei konnte ich durch das Glas sogar das Treppenhaus zur Freiheit sehen. Die Schwester hatte sich nicht einmal die Mühe gemacht mir zu folgen. Mit verschränkten Armen stand die vor meinem Zimmer und schaute mich wortlos an. Sie wollte mir damit wohl signalisieren, dass meine Flucht sinnlos war. Aber ich war noch nicht bereit aufzugeben. Also probierte ich andere Türen aus. Mein erster Versuch war erfolglos, aber schon die zweite Tür ließ sich öffnen. Der Raum war relativ klein und Musik dudelte leise vor sich hin. Auf dem Schreibtisch lag ein aufgeschlagenes Magazin. Ich hatte das Schwesternzimmer gefunden. Nicht dass mir das irgendwie weiterhelfen würde. Aber was hatte ich erwartet? Die Türen auf beiden Seiten des Gangs würden nur zu den Zimmern führen. Einen Ausgang würde ich da sicher nicht finden. Als mir das klar wurde, hörte ich auf wahllos Türklinken zu drücken. Nur über die Schwester konnte ich hier herauskommen, denn sie besaß bestimmt einen Schlüssel für diese Glastür.

Ich musterte meine Kontrahentin. Die Schwester war einen halben Kopf kleiner als ich und das obwohl sie hohe Schuhe trug. Sie hatte eine eher zierliche Figur, welche aber im starken Widerspruch zu ihrer großen Oberweite stand. Ohne Zweifel hatte Dr. Felgenhauer auch bei ihr Hand angelegt. Das Outfit, welches sie trug, war die Karikatur einer Schwesternuniform. Ein kurzes weißes Latexkleidchen mit einem roten Kreuz im Bauchbereich. Dazu weiße halterlose Strümpfe und ein paar gleichfarbige Pumps. Ihr großer Busen dehnte den Latex so stark, dass man meinte er müsste jeden Augenblick platzen. Diese Frau passte eher in einen feuchten Männertraum als in ein Krankenhaus. Letztlich war das aber auch egal. Wirklich wichtig war, dass ich ihr körperlich überlegen sein musste. Also könnte ich mir den Schlüssel zur Not auch ohne ihre Zustimmung holen.

» Lassen sie mich hier raus! «, sagte ich zu ihr, als ich auf sie zuging.

» Das geht nur mit Zustimmung von Dr. Felgenhauer! «, meinte sie schlicht.

» Es ist Freiheitsberaubung wenn sie mich nicht gehen lassen. Wollen sie etwa, dass ich sie verklage? «

Die Schwester lachte nur über meine Drohung. Waren ihr rechtliche Folgen etwa egal? Natürlich könnte es sein, dass sie sich vollkommen sicher war, dass es niemals zu einer Klage kommen würde. Aber es bestand auch die Möglichkeit, dass sie selbst nicht ganz freiwillig hier war. In diesem Fall hätte sie vermutlich gar keinen Schlüssel für die blöde Glastür. Ich musste herausfinden, welche Variante stimmte.

» Was gibt es denn da zu lachen? «, fragte ich.

» Deine Naivität amüsiert mich eben! «

Ich mochte es nicht, dass sie mich naiv genannt hatte. Auch wenn die Behauptung in dieser Situation vielleicht gar nicht so falsch war. Also schluckte ich meinen Ärger hinunter.

» Geben sie mir den Schlüssel! «, verlangte ich mit ausgestreckter Hand.

Die Schwester schüttelte einfach nur mit dem Kopf. Das bewies mir jedoch, dass sie einen Schlüssel besaß. Damit war für mich die Zeit des Redens vorüber. Überraschend sprang ich sie an und wir gingen beide zu Boden. Ich setzte mich auf ihren Bauch und drückte die Arme auf den Fußboden.

» Und jetzt gib mir den Schlüssel! «, forderte ich erneut.

Ihre Reaktion überraschte mich, denn sie begann erneut zu lachen. Plötzlich sah ich ihr Bein vor meinem Kopf auftauchen. Bevor ich mich versah hatte ich ihre Wade im Gesicht und dann wurde mein Oberkörper kraftvoll nach hinten gezogen. Blitzschnell hatte sich die Situation um 180 Grad gewendet. Jetzt saß sie auf mir und pinnte mich am Fußboden fest. Wie hatte sie das gemacht? Ich versuchte ihren Trick zu kopieren, aber es gelang mir nicht mein Bein vor ihren Kopf zu bringen. Der lange Mantel behinderte mich zu stark dabei. Und vielleicht war sie auch einfach gelenkiger als ich. Jedenfalls war sie deutlich stärker, als ich vermutet hatte. Verzweifelt stemmte ich meine Füße in den Boden und versuchte sie wie ein bockiges Pferd abzuwerfen. Dadurch konnte ich zwar den Rücken ein Stück anheben, aber mein Oberkörper und die Arme klebten noch immer am Boden. Als ich merkte, dass ich nichts damit erreichen konnte, gab ich schließlich den Widerstand auf.

» Bist du fertig? «, fragte mich die Schwester ganz gelassen.

Ihre ruhige Art irritierte mich. Sie wirkte nicht einmal beunruhigt, dass ich sie angegriffen hatte. Ich nickte zur Bestätigung und sie lockerte ihren Griff um meine Handgelenke ein wenig.

» Wenn ich dich jetzt loslasse, gehst du dann wieder in dein Zimmer zurück? «, war ihre nächste Frage.

» Ich denke gar nicht daran, ich will hier raus! «, antwortete ich wütend.

» Dann muss ich dich leider ans Bett fesseln! «, seufzte sie.

Das sollte sie erst einmal versuchen. Sobald sie meine Arme losließ, würde sie ihr blaues Wunder erleben.

» Hör mal das bringt doch nichts. Am Ende landest du so oder so in deinem Zimmer. Ich war früher mal bei der Polizei und ich weiß wie man sowas macht. Du tust dir dabei nur weh, wenn du dich weiter wehrst. «

Auf ihrem Namensschild stand Angelika Hausmann. Dieser Name kam mir von Anfang an schon so bekannt vor. Und jetzt wusste ich auch woher. Vor ein paar Jahren ging ihre Geschichte durch die Presse. Sie hatte nebenher als Domina gearbeitet und wurde dafür von der Polizei gefeuert. Es gab darüber eine öffentliche Diskussion, ob sowas gerechtfertigt sei. Wenn ich mich richtig erinnerte, dann gab es hinterher auch noch einen Prozess vor dem Arbeitsgericht. Aber diesen schien sie offenbar verloren zu haben. Keine Ahnung wie sie danach hier gelandet war. Denn als Domina würde sie bestimmt besser verdienen.

Mir war klar, dass meine Chance diese Frau zu überwältigen so gut wie Null war. Deshalb machte weiterer Widerstand auch keinen Sinn. Frustriert gab ich auf und ließ mich wieder in mein Zimmer zurückgeleiten. Zumindest wusste ich nun wo der Ausgang war. Und mir war auch bekannt, wo sich das Schwesternzimmer befand. Vielleicht wurde der Schlüssel für die Glastür ja dort aufbewahrt. Ich würde nachts noch einmal mein Glück versuchen. Blieb nur zu hoffen, dass diese Schwester keine 24 Stunden Schicht hatte. Denn sie würde bestimmt vorsichtiger sein, wenn ich sie das nächste Mal in mein Zimmer rief. Am Fenster stehend beobachtete ich den Park unter mir. Eine Frau ging mit ihrem Hund spazieren. Um ihre Aufmerksamkeit zu erregen, klopfte ich an die Scheibe. Aber sie konnte mich wohl nicht hören, denn sie reagierte nicht darauf. Eigentlich kein Wunder, denn sie war viel zu weit entfernt. Mein Klopfen war auch mehr eine spontane Verzweiflungstat gewesen. Nachdem ich etwa eine halbe Stunde dort gestanden hatte, hörte ich hinter mir das Türschloss klackern. Herein trat ein Mann in einem weißen Arztkittel. Er musste etwa Mitte dreißig sein. Sein Namensschild verriet, dass ich den Chef vor mir hatte. So sah also der berüchtigte Dr. Felgenhauer aus. Irgendwie hatte ich mir den Mann älter vorgestellt.


Fortsetzung folgt!
162. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erin am 24.11.20 23:34

Na nun nach dem Tato als Eigentum kommen nun die Schönheits-OP.
163. RE: Skandal um Lara

geschrieben von mi.mo am 25.11.20 10:44

First,

"Du" kleiner Lügner und Betrüger, "Dir" sollen zwei große Hörner aus deine Stirn wachsen... Und deine Nase muss sich auf 20 cm verlängern...
Weiß blau sollst Du dich einfärben...

Grüß di Mi

PS.: Wieder erfährt man net wann die Verschönerung los geht
164. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Dark Fangtasia am 26.11.20 19:24

Ich bin ja gespannt, was das (im Vergleich zu Maria) erweiterte Tattoo darstellt.

Ich würde nicht so weit gehen, dass du uns belogen hast, da der lieber Herr Dr. in dem Kapitel ja immerhin aufgetaucht ist, aber erwartet haben wir ja doch etwas anderes.
Zumindest irreführende Werbung ist so etwas.
Dafür sollte Lara eine extra Strafe bekommen, da deiner ja nicht beizukommen ist.
165. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 28.11.20 19:27

Hallo Erin,

woher willst du denn wissen, dass Lara mit dem Tattoo als Eigentum markiert wurde?
Vielleicht ist es ja auch nur ein harmloser Delphin.


Hallo mi.mo,

ich verweise an dieser Stelle auf den letzten Kommentar von CupC.
Er hat darin sehr gut erläutert, dass ich nicht gelogen habe.

Aber warum sollten mir denn bitte zwei Hörner wachsen?
Sowas besitze ich doch längst. Und das kleine Teufelchen in mir freut sich wie ein Schneekönig.

PS: Ich weiß gar nicht was du willst. Die Verschönerung hat mit dem Tattoo doch bereits begonnen.


Hallo Dark Fangtasia,

ich würde das auch nicht irreführende Werbung nennen.
Ist es etwa meine Schuld, wenn ihr so eine schmutzige Fantasie habt und etwas anderes erwartet?

Oder versuchst du etwa gerade eine neue Nebenrolle zu ergattern, indem du eine extra Strafe für Lara forderst?
Erwischt, du kleiner Schlawiner du!


LG
Fist
166. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Toree am 29.11.20 00:32

Zitat
Hallo Erin,

woher willst du denn wissen, dass Lara mit dem Tattoo als Eigentum markiert wurde?
Vielleicht ist es ja auch nur ein harmloser Delphin.
LG
Fist

Ein harmloser Delphin!
Im Himmel ist Jahrmarkt und Karten gibt es bei 'Musik Erber'!

Musik Erber, ist ein Musikgeschäft in meiner Stadt.
In anderen Städten kann es anders heißen!
167. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erin am 29.11.20 14:58

Auch ein harmloser Delphin kann ein Eigentumszeichen sein. Mal abwarten was da noch kommt.
168. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 01.12.20 18:41

Hallo Toree,

dieses Jahr ist nicht einmal im Himmel Jahrmarkt.
Corona ist überall!


Hallo Erin,

wie sollte ein Delphin denn ein Eigentumszeichen sein? Hannah von Niederaubach betreibt doch kein Aquarium.
Andererseits hat sie da aber einen Tank im Keller stehen, in dem ein ganz besonderer Fisch schwimmt. Hmm!


LG
Fist
169. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 01.12.20 19:14

Teil 18


» Wie geht es dir? «, fragte er mit dem schönsten Zahnpastalächeln.

Es hatte mich irritiert, dass er mich einfach geduzt hatte. Machte der Mann das bei allen seinen Patienten so? Egal, denn ich hatte ohnehin nicht vor, mich von ihm operieren zu lassen. Also ignorierte ich seine Frage und machte meinen Standpunkt klar.

» Ich bin gegen meinen Willen hier und ich fordere sie auf mich sofort gehen zu lassen. «

» Der Wille einer Sklavin ist irrelevant, die Herrin entscheidet für sie! «, bekam ich zu hören.

» Ich bin keine Sklavin! «, giftete ich ihn verärgert an. Felgenhauer begann zu lachen, was mich noch mehr auf die Palme brachte.

» ICH BIN KEINE SKLAVIN! «, wiederholte ich lauter.

» Dein Hintern sagt aber etwas anderes! «, bei diesen Worten kugelte sich Felgenhauer fast vor Lachen.

Was hatte er damit gemeint? Oh Shit, das Tattoo von Erika. Das hatte ich bereits völlig verdrängt. Ich hatte das Bedürfnis sofort nachzusehen, wie ich entstellt worden war. Aber ich wollte das auch nicht in der Anwesenheit von Felgenhauer tun. Also schluckte ich den Ärger über seine Bemerkung hinunter. Wenn ich hier raus wollte, dann musste ich einen kühlen Kopf bewahren.

» Die Einverständniserklärung, die ihnen Hannah von Niederaubach vorgelegt hat, ist gefälscht. Das ist nicht meine Unterschrift. Damit das vollkommen klar ist, ich stimme einer Brustvergrößerung NICHT zu! «

Felgenhauer hatte zwar aufgehört zu lachen, aber er wirkte immer noch amüsiert.

» Jetzt haben wir genug rumgealbert. Zieh den Mantel aus, damit ich mir die Wunde ansehen kann. «

» Was für eine Wunde? «, fragte ich überrascht.

» Du hast sie noch gar nicht bemerkt? Das ist ein sehr gutes Zeichen. Es ist doch immer wieder faszinierend, wie gut dieser neue Hautregenerator funktioniert. Früher hätte es Monate gedauert, bis sowas völlig verheilt war. «

Ich war schockiert, denn die OP schien bereits stattgefunden zu haben. Aber meine Brust sah doch ganz normal aus. Und Schmerzen verspürte ich ebenfalls keine. Diese neue Erkenntnis hatte mich völlig aus dem seelischen Gleichgewicht gebracht und ich verfiel in eine Art Schockstarre. Felgenhauer knöpfte meinen Mantel auf und ich ließ es einfach geschehen. Er hob meine Brüste leicht an und betrachtete deren Unterseite.

» Perfekt, wie aus dem Bilderbuch. Die Narben sind kaum noch zu sehen! «, merkte er an.

» Meine Brust hat sich doch überhaupt nicht verändert! «, waren die ersten Worte, die mir einfielen.

» Ich habe ein neues Verfahren angewandt und der Zuwachs kommt erst mit der Zeit. Dein Brustgewebe wird Körperflüssigkeit aufnehmen und deine Brüste damit langsam wachsen. «

» Und wann hört dieses Wachstum wieder auf? «

» Theoretisch nie. Aber das wäre natürlich sehr unpraktisch, weil du dann irgendwann kein normales Leben mehr führen könntest. Deshalb haben wir ein Mittel entwickelt, welches das Wachstum eine Zeit lang stoppt. «

» Ich muss also irgendwelche Pillen schlucken, damit ich nicht wie ein Hefeteig aufgehe. Sind sie von allen guten Geistern verlassen? «, fragte ich völlig geschockt.

» Deine Herrin hat es so gewünscht. Aber sei unbesorgt, du brauchst keine Pillen zu nehmen. Das Mittel ist ein Getränk, wir nennen es „Pink Soda“. Und es hat den angenehmen Nebeneffekt, dass es deine Brüste sehr sensibel machen wird. «

Die hatten doch einen Knall. Ich sollte mein Leben lang diese komische Soda trinken, damit ich nicht irgendwann wie eine Pornodarstellerin aussah. Und vermutlich verdiente dieser Felgenhauer auch an jeder verkauften Flasche seiner Soda. Das war das Geschäftsmodell eines Drogendealers, erst abhängig machen und dann abkassieren. Am liebsten hätte ich diesem Scheißkerl den Kragen dafür umgedreht. Aber er war der einzige, der diesen Mist wieder rückgängig machen konnte.

» Was immer sie da eingesetzt haben, holen sie es sofort wieder raus! «, verlangte ich.

» Das würde deiner Herrin bestimmt nicht gefallen. «

» SIE IST NICHT MEINE HERRIN! UND ICH PFEIFE AUCH AUF IHRE MEINUNG! «, verlor ich völlig die Contenance. Felgenhauer ignorierte meinen Ausbruch. Stattdessen drehte er sich um und ging zur Tür.

» Bleib gefälligst hier du Scheißkerl! Ich bin noch nicht fertig mit dir! «

Aber er ließ mich einfach tobend in meinem Zimmer zurück. Wütend hämmerte ich gegen die verschlossene Tür und rief ihm unflätige Beleidigungen hinterher. Natürlich brachte mir das überhaupt nichts, außer einer schmerzenden Hand. Aber er sollte zumindest wissen, was ich von ihm hielt. Nachdem ich mich an der Tür ausgetobt hatte, wurde ich wieder etwas ruhiger. Diese Ruhe war aber sofort wieder dahin, als ich mein Hinterteil untersuchte. In einer verschnörkelten Schrift war auf meiner linken Pobacke „LAZY SLAVE“ zu lesen. Und auf der anderen Seite forderte ein „SPANK ME“ zur Aktion auf. So sah bei der Chefin also eine Bestrafung für Faulheit aus. Ich wollte mir gar nicht erst vorstellen, welche Strafe mir für ein unbefugtes Betreten des Labors geblüht hätte. Jedenfalls hatte es Dr. Felgenhauer heute ebenfalls auf meine Racheliste geschafft. Aber die Spitzenposition nahm dort unangefochten Hannah von Niederaubach ein.

Etwa eine Stunde später kam die Schwester mit einem Tablett in mein Zimmer. Kurz überlegte ich, ob ich einen zweiten Fluchtversuch wagen sollte, solange sie keine Hand frei hatte. Aber spätestens an der Glastür wäre für mich wieder Schluss gewesen. So brachte das nichts, ich sollte mir vorher besser einen guten Plan zurechtlegen. Das Essen war erstaunlich gut, nicht der übliche Fraß aus einer Krankenhauskantine. Es hatte fast schon Restaurantqualität. Vermutlich bezahlten die Leute ein Schweinegeld für eine Schönheitsoperation von Dr. Felgenhauer. Da konnte man dann auch eine gute Verpflegung erwarten. Und auf diesem Tablett bekam ich auch meine erste Pink Soda serviert. Skeptisch schnüffelte ich an der dunklen Flasche. Das roch überhaupt nicht nach Soda, sondern mehr nach Kaugummi. Als ich etwas davon in ein Glas schüttete, wurde klar woher der Name kam. Denn dieses Getränk war tatsächlich rosa. Ich nippte kurz daran und verzog angewidert das Gesicht. Pfui Teufel war dieses Zeugs süß! Mein Lieblingsgetränk würde das ganz sicher nicht werden. Aber vermutlich würde ich mich an den Geschmack gewöhnen müssen. Sofern ich nicht irgendwann mit Ballontitten durch die Gegend laufen wollte.

Als ich gesättigt war, begann ich meine Lage zu durchdenken. Ich überlegte was ich bei einem nächtlichen Fluchtversuch anders machen könnte, damit meine Erfolgsaussichten größer wurden. Dummerweise kamen mir aber keine guten Ideen. Wie ich es auch drehte, es lief immer auf eine körperliche Auseinandersetzung mit der Schwester hinaus. Und gegen diese Kampfmaschine da draußen hatte ich keine Chance. Vielleicht sähe es gegen eine andere Schwester ja besser aus, aber gewiss war das auch nicht. Während ich so darüber nachdachte, hinterfragte ich auch die Sinnhaftigkeit einer Flucht. Ich hatte vor ein paar Tagen beschlossen ohne Rücksicht auf die Konsequenzen zu fliehen, damit ich nicht unter dem Messer von Felgenhauer landete. Doch inzwischen war genau das passiert. Eigentlich war ich nun wieder an dem Punkt angelangt, an dem ich das Einbruchsvideo beseitigen musste, um nicht im Knast zu landen. Der Kreis hatte sich geschlossen und ich war wieder zurück am Anfang. Ohne dass ich dabei irgendetwas erreicht hätte. Nein, das stimmte so natürlich nicht. Ich wusste nun deutlich mehr über die Machenschaften der Chefin. Und ich würde ihr damit das Handwerk legen. Der Brief müsste inzwischen meinen Chef erreicht haben und somit dürfte Hilfe bereits im Anmarsch sein. Vielleicht war die Polizei ja schon dabei die Villa zu durchsuchen. Nur blöd, dass ich im Moment gar nicht dort war. Zudem bezweifelte ich, dass bei einer oberflächlichen Durchsuchung das geheime Labor entdeckt werden konnte. Hannah von Niederaubach würde die Polizei in das harmlose Schlafzimmer führen, wo es natürlich nichts zu finden gab. Allerdings konnte ich fest davon ausgehen, dass meine Kollegen diese Villa im Fokus behalten würden. Auch dann wenn die Polizei erfolglos blieb.

Durch diese Überlegungen beschloss ich meinen nächtlichen Fluchtversuch abzublasen. Es brachte einfach nichts. Stattdessen nutzte ich diese Nacht zur Erholung. Anfangs hatte ich Probleme einzuschlafen, denn mir gingen die heutigen Ereignisse im Kopf herum. Als es mir schließlich gelang, durchlebte ich mal wieder einen bizarren Traum. Meine Brüste waren so stark vergrößert, dass ich sie mit den Armen nicht mehr umfassen konnte. Gleichzeitig schienen sie aber kein Gewicht zu haben, denn sie strebten dem Himmel entgegen. Diese monströsen Globen waren derart sensibel, dass mich jede Berührung lustvoll erschauern ließ. Ich lief in einem seltsamen schwarzen Latexkleid herum. Vorne hatte es zwei kreisrunde Öffnungen, aus denen meine gewaltige Oberweite herausquoll. Aber auch an meinem Po gab es eine ovale Aussparung, damit man auch meine schönen neuen Tattoos bewundern konnte. Anstatt darüber peinlich berührt zu sein, war ich sogar richtig stolz darauf. Auf ultrahohen Schuhen stöckelte ich so in unsere Redaktion und wurde dort mit großer Begeisterung empfangen. Es erschallten sogar Sprechchöre.

» Lazy Slave, Lazy Slave, Lazy Slave! «

Diese Anerkennung freute mich. Doch mit einem Mal veränderten sich die Sprechchöre.

» Spank her, spank her, spank her! «

Richtig, diese Belohnung hatte ich mir redlich verdient. Mit wackelndem Hintern spazierte ich direkt ins Büro von meinem Chef. Er hatte mich bereits erwartet und bevor ich mich versah, wurde ich übers Knie gelegt. Und dann war es endlich soweit, mein Körper bekam die lang ersehnte Zuwendung. Die Schläge meines Chefs trieben mich in ungeahnte erotische Höhen. Aber etwas anderes hatte sogar eine noch anregendere Wirkung auf mich. Auf dem Boden lag das künstlich aussehende rosa Objekt aus dem Tank im Labor. Seine vollen Lippen saugten sich an meinen Nippeln fest und es knetete meine sensiblen Brüste mit den Händen. Mein Körper verfiel in wilde Zuckungen, als ich mich einer ganzen Serie von Höhepunkten hingab. Als ich erwachte war ich schweißgebadet. Und gleichzeitig enttäuscht darüber, dass dieses herrliche Abenteuer vorbei sein sollte.

Es war bereits Tag geworden. Draußen war es neblig und trüb. Was für ein Kontrast zu diesem wundervollen Traum. Genauer gesagt waren es die Orgasmen, welche grandios gewesen waren. Die Handlung an sich passte für mich jedoch eher zu einem Horrorszenario. Ich würde vor Scham im Boden versinken, wenn ich diese peinlichen Tattoos öffentlich in der Redaktion zeigen müsste. Ganz zu schweigen von diesen absurd vergrößerten Brüsten. Keine Ahnung warum mir mein Hirn im Traum solche Streiche spielte. Aber die Auswirkungen auf meinen Körper waren sehr offensichtlich. Meine Nippel waren steinhart und bohrten sich mit aller Gewalt in die Bettdecke. Und im Schritt war ich klatschnass. Als ich die Decke zur Seite zog, stellte ich sogar fest, dass ich einen Fleck auf dem Laken hinterlassen hatte. Das war mehr als ungewöhnlich für mich, denn eigentlich hatte ich vor dem Sex eher das Problem feucht genug zu werden.

Da es hier keine Dusche gab, reinigte ich mich notdürftig mit einem Waschlappen. Über dem Waschbecken hing ein Spiegel, in dem ich die Narben der OP in Augenschein nahm. Es war wirklich erstaunlich, denn sie waren eigentlich nur zwei dünne weiße Linien. Und diese waren auch nur dann zu sehen, wenn man die Brust etwas anhob. Kein Zweifel, der Mann verstand sein Handwerk. Wenn er seine Fähigkeiten doch bloß nicht für solch miese Zwecke einsetzen würde. Eigentlich hatte er sowas doch gar nicht nötig, denn bestimmt konnte er auch mit seiner normalen Kundschaft ein Vermögen verdienen. Ich vermutete daher, dass er aus persönlichem Interesse für den Club XP arbeitete. Nicht unwahrscheinlich, dass er sogar selbst ein Mitglied war.

Etwa eine Stunde später brachte mir die Schwester das Frühstück. Auch diese Mahlzeit war von hoher Qualität, allerdings hätte ich dabei Kaffee dieser süßen Soda vorgezogen. Die Schwester verließ den Raum und kehrte nach einigen Minuten wieder zurück. Diesmal hatte sie ein paar Sachen zum Anziehen mitgebracht.

» Deine Herrin kommt um 11 Uhr, um dich abzuholen. Zieh das hier an, sobald du mit dem Essen fertig bist! «, wies sie mich an, während sie die Klamotten auf einen Stuhl legte.

Und schon war sie wieder durch die Tür verschwunden. Es ging also zurück in die Villa, worüber ich nicht unglücklich war. Nicht dass dieser verrückte Arzt noch irgendetwas anderes fand, was er an mir verändern könnte. Meinen Po zum Beispiel. Da legte ich keinen gesteigerten Wert drauf, denn die Tattoos waren schon schlimm genug. Nachdem ich mich gestärkt hatte, warf ich einen näheren Blick auf die Klamotten. Ich war überrascht, denn diese Sachen waren ziemlich edel. Erwartet hätte ich eher etwas aus der Kategorie des Fetisch Schranks. Stattdessen sah ich hier eine weiße Seidenbluse, einen knielangen dunklen Rock und ein Paar teuer aussehende schwarze Pumps mit roter Sohle. Etwas merkwürdig fand ich den beiliegenden Muff. Denn sowas trug doch heutzutage niemand mehr. Und auch die schwarzen Nahtstrümpfe waren ziemlich Retro. Mit Ausnahme des zugehörigen Strumpfhalters war die Unterwäsche jedoch vergessen worden. Was sicherlich mit voller Absicht geschehen war. Zweifellos würde ich sehr elegant in diesen Sachen aussehen, aber ich sah auch schon ein Problem auf mich zukommen. Meine Nippel zeigten noch immer ihre volle Spannkraft, was bestimmt von dieser dämlichen Soda kam. Durch diese dünne Seidenbluse würden sie sich ohne BH bestimmt ziemlich prominent abzeichnen. In Verbindung mit dem kräftigen permanenten Makeup würde ich wie eine wohlhabende Schlampe aussehen. Gelangweilt und auf Männerfang. Und es sollte sogar noch schlimmer für mich kommen. Denn als ich den Rock genauer untersuchte, stellte ich fest, dass dieser hinten eine Öffnung besaß. Ganz ähnlich wie das Kleid aus meinem Traum. Ob das ein Wink des Schicksals war? Jeder würde meine Tattoos sehen können, was mich dann wohl zu einer wohlhabenden perversen Schlampe machte. Sollte ich mich einfach weigern diesen frivolen Rock anzuziehen? Allerdings traute ich Hannah von Niederaubach zu, dass sie mich dann ganz ohne Rock auf die Straße schickte. Und komplett unten ohne musste ja nun auch nicht sein. Also biss ich in den sauren Apfel und schlüpfte in die bereitgelegten Klamotten. Die Seidenbluse rieb sanft an meinen ohnehin schon erblühten Nippeln. Das war durchaus angenehm, aber auch ziemlich ablenkend. Mein Spiegelbild schien förmlich nach Sex zu schreien. Was natürlich so beabsichtigt war, aber ich war damit überhaupt nicht zufrieden. Deshalb holte ich den langen Lackmantel und zog ihn drüber. So war das schon wesentlich besser. Den Muff ließ ich weg, denn der war einfach nur unnötig. Die Strümpfe hatten allerdings den überraschenden Effekt, dass meine Waden durch die Naht irgendwie schmaler erschienen. Was mir richtig gut gefiel. Eigentlich komisch, dass solche Strümpfe aus der Mode gekommen waren. Während ich darauf wartete abgeholt zu werden, hörte ich Geschrei auf dem Gang.


Fortsetzung folgt!
170. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Gummimaske am 02.12.20 07:11

Wieder eine sehr interessante Fortsetzung.In Lara toben mittlerweile unterschiedliche Gefühle,die sie erst einmal richtig einordnen muß.Die sexuelle Komponente lenkt sie doch ziemlich ab,klare Gedanken zu erfassen.
171. RE: Skandal um Lara

geschrieben von CupC am 02.12.20 14:35

ich hatte ein bisschen folgenden Cliffhanger erwartet (der jetzt natürlich ausfällt):
Lara wird (trotz ihres Widerstandes) für die Operation vorbereitet;
Dr. Felgenhauer zeigt, wo die vorgesehenen Implanatate bereit liegen: trotz sterilem Abdecktuch ist klar, dass es wahre Monster sein müssen!
Der Anästesist beginnt die Narkose, da stürmt jemand herein, von dem sich Lara Rettung erhofft (z.B. ihr Chefredaktuer), zieht das Tuch von den Implantaten und ruft: "das sind ja die kleinen! ich habe doch die großen bestellt!" und Laras Narkose knockt sie aus ...

***

Die jetzt angewandte Operationsmethode gefällt mir sehr:
die Brüste sehen erst mal normal aus und wachsen dann langsam, so dass sich die Protagonistin, ihre Haut, ihre Psyche und ihr Umfeld an die neue Oberweite gewöhnen können.

nur der Ansatz, dass sie etwas tun muss, damit die Brüste _nicht_ wachsen - nicht mein Ding;!
ich hab's lieber "positiv":
wenn sie jetzt etwas bestimmtes trinkt, in etwas badet oder vom Arzt was gespritzt bekommt, dann wird sie in ein bis zwölf Stunden das Ergebnis in der Brust zu spüren!
und wenn das Wachstumsmittel noch was leicht verfügbares wäre, das man schon mal trinkt wie zum Beispiel Alkohol:
für immer nüchtern, oder aber: besoffen gewesen, lustig wars - und (statt mit Kater) mit sOOlchen Titten aufwachen !
(naja, für meine persönlichen Vorlieben müsste ich mal selbst eine Geschichte zu Ende bringen)

Ich verstehe nicht ganz, wie Janine bis Teil 3 zu "mächtig Holz vor der Hütte" gekommen ist:
hat Janine extra Wasser getrunken oder eine Art ANTI-Pink-Soda, damit sich ihre Implantate schnell ansaugen?
oder hat sie eine andere (konventionellere) Sorte Implantate?

Wenn die Oberweite erstmal vorhanden ist: kann die damit "Beglückte" sie durch eine doppelte Dosis Pink Sada wieder ein Stück reduzieren?

CupC
172. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erin am 03.12.20 18:56

War wieder schön zu lesen ,nun bin ich gespannt wo sie eingesetzt wird.
173. Skandal um Lara

geschrieben von mi.mo am 03.12.20 19:00

First,

jetzt hast Du bestimmt wieder a Schweinerei eingebaut, immer wenn Lara den Trink bekommt wird die Oberweite größer und wenn net bleibt Sie so...

Der Doc hat Sie bestimmt angeschmiert...

Die Arme...!!!

Griaß di...

Mi
174. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 05.12.20 19:52

Hallo Gummimaske,

es freut mich, dass es dir gefallen hat.

Bisher tritt die sexuelle Komponente ja mehr in Laras Träumen in Erscheinung.
Wie lange dauert es wohl noch, bis sich auch im richtigen Leben Auswirkungen bei ihr zeigen werden?


Hallo CupC,

du bist ja noch gemeiner als ich!
Da hat Lara wohl nochmal Glück gehabt, dass nicht du der Autor bist.

Ist ein aktives Verhindern denn kein positives Handeln? Die angewandte Methode hat für Hannah von Niederaubach jedenfalls einen ganz klaren Vorteil.
Denn sie kann das Getränk jetzt als Druckmittel gegen Lara einsetzen. Wenn diese nicht spurt, dann gibt es eben keine Soda. Mit den bekannten Folgen.

Bei Janine wird der Doktor vermutlich mit Implantaten gearbeitet haben.
Als Koryphäe auf seinem Gebiet beherrscht er sicher auch die klassische Art und Weise.

So wie ich Dr. Felgenhauer verstanden habe, verhindert die Soda nur eine Aufnahme von Körperflüssigkeit.
Dass eine Überdosierung dann zu einer Abgabe führt, erscheint mir irgendwie unwahrscheinlich.

Aber hey, natürlich bin ich auch nur ein medizinischer Laie.


Hallo Erin,

vielen Dank für dein Lob.

Vielleicht wird Lara ja zur sexy Sekretärin gemacht.
Ihre neuen Klamotten passen halbwegs ins Bild und mit dem Schreiben sollte sie eigentlich auch keine Probleme haben.

Oder es kommt mal wieder alles anders als man denkt!


Hallo mi.mo,

es wäre wirklich ganz schön fies, wenn der Doktor Lara angelogen hätte.
Vermutlich würde sie aber nur ein Mal darauf hereinfallen und sich danach weigern die Soda zu trinken.

Es sei denn das Wachstum ist ein schleichender Prozess.
Dann könnte es unter Umständen zu spät sein, um noch zu reagieren.

Übrigens will ich anmerken, dass ich zu Teil 17 nicht gelogen habe.
Die Operation hatte zu dem Zeitpunkt bereits stattgefunden, Lara hatte es nur noch nicht bemerkt.


LG
Fist
175. RE: Skandal um Lara

geschrieben von mi.mo am 06.12.20 12:12

Lieber First,

Du willst jetzt von mir die Absolution, ja mei di kriegst freilich von mir net so leicht...!!!

Na des kommt gar net in Frage, die musst Dir erst verdienen.

Schaun mir mal wie des weiter geht...

"Smile...!!!"

Du hast viel zu viel Dreck am Stecken...!!!

Bist a ganz große Schlitzohr, des sog i "Dir"...

Aber im Grund genommen a ganz, ganz, feiner Kerl aner mit viel schöner Fantasie...

I hoff für di, "Du" hast a das dazu passende weibl. Wesen an deiner Seite wenn net das wäre fei Schad...!!!

Griaß di
mi
176. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 08.12.20 18:36

Hallo mi.mo,

deine Absolution darfst du gerne behalten.
Denn mit der Religion habe ich es ohnehin nicht so.

Außerdem gibt es auch gar nichts, was ich beichten müsste.
Schließlich bin ich die Harmlosigkeit in Person.


LG
Fist
177. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 08.12.20 19:07

Teil 19


» Ihr Monster, was habt ihr mit mir gemacht! «, rief eine aufgeregte Frauenstimme.

Ein Tumult entstand und irgendetwas fiel scheppernd auf den Boden. Doch schon eine Minute später herrschte wieder absolute Stille. Man hatte diese Frau sehr schnell zum Schweigen gebracht. Ich war also nicht die einzige, die gegen ihren Willen hier „behandelt“ worden war. Diese verdammten Verbrecher. Als sich das nächste Mal die Tür zu meinem Zimmer öffnete, trat eine lächelnde Hannah von Niederaubach ein. Mir fiel sofort auf, dass sie dieselben Klamotten trug wie ich. Partnerlook war also angesagt. Ob das wohl auch für den offenherzigen oder besser gesagt offenpoigen Rock galt? Sie umarmte mich und gab mir einen fetten Kuss auf die Wange. So als ob wir beste Freundinnen wären. Ich war mehr als irritiert, warum machte sie das? Doch schon eine Sekunde später kehrte sie wieder zu ihrer üblichen Art zurück.

» Zieh den Mantel aus! «, verlangte sie streng von mir.

Doch ich hatte nicht vor ihr zu gehorchen und verschränkte deshalb die Arme vor meiner Brust. Sie schüttelte über meine Reaktion den Kopf und seufzte laut auf.

» Ich hatte heute so gute Laune und wollte das auf die freundschaftliche Weise regeln. Aber dabei habe ich wohl vergessen, dass du eine kleine Rebellin bist. Weißt du was man mit Aufrührern macht? Man unterwirft sie! «

Ihr letzter Satz hatte wie eine Drohung geklungen. Und ich hatte keinen Zweifel, dass sie das ernst gemeint hatte. Wenn ich mich weiter weigerte, dann würde sie wohl die Schwester rufen. Oder einen ihrer Männer. Wie auch immer, am Ende würde sie sich durchsetzen und ich ohne Mantel dastehen. Daher gab ich unwillig nach und zog den Mantel selbst aus. Sie grinste breit, als sie meine steifen Nippel erblickte. Mit ihren Fingern zwirbelte sie eine meiner Brustwarzen durch den dünnen Stoff hindurch, wodurch mir ein lustvolles Stöhnen entglitt. Durch meine unbeabsichtigte Reaktion wurde ihr Grinsen noch breiter. Ich verfluchte mich dafür, dass ich sie in ihrem Verhalten auch noch bestärkt hatte. Sie machte mit der Hand ein Zeichen, dass ich mich umdrehen sollte. Sofort hatte ich wieder das Bedürfnis Widerstand zu leisten. Aber mir war klar, dass das nichts bringen würde. Also drehte ich ihr meine Kehrseite entgegen.

» Erika hat richtig gute Arbeit geleistet, nicht wahr? Und da du mich so schön brav bittest, will ich dir deinen Wunsch auch erfüllen. «

Mit einem lauten Klatschen traf ihre flache Hand meine rechte Pobacke. Direkt auf den Schriftzug „SPANK ME“. Ich schrie überrascht auf. Vermutlich musste ich damit rechnen, dass mir sowas in Zukunft häufiger passieren würde. Schließlich forderte mein Po ja direkt dazu auf. Hannah von Niederaubach lachte laut auf, während ich mir meinen schmerzenden Hintern rieb. Das mochte sie nun vielleicht amüsant finden, aber ob sie auch noch lachen würde, wenn unsere Rollen vertauscht wären? Wohl kaum. Sie stellte ihre Handtasche auf dem Bett ab und begann darin zu kruschteln. Jetzt bekam ich zum ersten Mal einen Blick auf ihre Rückansicht. Und natürlich besaß ihr Rock keinen Ausschnitt, der den nackten Po präsentierte. So weit ging der Partnerlook dann wohl doch nicht.

Hannah hatte etwas aus ihrer Tasche geholt, was wie ein kleiner Schraubenzieher aussah. Mit dem Teil hantierte sie an meinem Halsband herum und kurze Zeit später hielt sie den roten Stein in ihren Händen. Der Stein verschwand in ihrer Handtasche und als Ersatz zauberte sie einen kleinen Ring hervor. Mit geübten Fingern hatte sie diesen ruckzuck an meinem Halsband befestigt. Was sollte das werden? Meine Frage wurde umgehend beantwortet, als sie eine dünne Kette aus der Handtasche zog. Offensichtlich hatte sie vor mich wie einen Hund anzuleinen. Schon wieder! Allerdings wurde ich überrascht, denn sie befestigte diese Leine gar nicht an dem neuen Ring. Stattdessen fummelte sie hinten an meinem Halsband herum. Keine Ahnung was sie da machte. Ich spürte wie die kalte Kette langsam meinen Rücken entlang nach unten rutschte. Sie zog kurz am Bund meines Rockes und schon rutschte die Kette durch meine Pospalte nach unten. Ein rasselndes Geräusch machte deutlich, dass das Ende den Boden erreicht hatte. Wozu sollte das gut sein? Hannah von Niederaubach hob mit einer Hand das Kettenende auf, während sie die andere von oben in meinen Rock steckte. Jetzt wurde mir klar was sie vorhatte. Die Kette sollte vorne wieder nach oben geführt werden. Und sie würde dabei direkt durch meinen Schritt verlaufen. Oh Shit. Ich behielt recht damit, denn die Kette führte von meiner Muschi aus zwischen den Brüsten hindurch direkt zu dem neuen Ring an meinem Halsband. Das perfide war jedoch, dass sie dort nur locker hindurchgefädelt wurde. Das hatte zur Folge, dass sich die Kette bei einem Zug an der Leine tiefer in meine Muschi grub. Was für eine fiese Methode. Als ob es nicht ausgereicht hätte, ganz normal an einer Leine Gassi geführt zu werden. Natürlich bestand Hannah von Niederaubach auch darauf, dass ich den Muff tragen sollte. Diesen hatte ich als ein unbedeutendes Accessoire angesehen. Es stellte sich jedoch heraus, dass auch dieses Kleidungsstück eine kleine Überraschung für mich parat hielt. Denn als ich meine Hände hineinsteckte, schien sich das Ding irgendwie daran festzusaugen. Jedenfalls gelang es mir nicht mehr, die Hände wieder herauszuziehen. Somit waren sie quasi unsichtbar vor meinem Bauch gefesselt. Jetzt war Hannah von Niederaubach beinahe zufrieden mit meinem Look. Eine allerletzte Kleinigkeit hatte sie aber noch für mich vorbereitet.

» Damit du nicht wieder die ganze Straße zusammenschreist! «

Sie kam mit einem farblosen Lippenstift zu mir und verteilte das Zeug großzügig auf meinem Mund. Anfangs war mir nicht klar, wozu das gut sein sollte. Schließlich trug ich ja noch das kräftige Rot aus dem Salon 78 auf meinen Lippen. Doch dann bemerkte ich, dass sich mein Mund nicht mehr öffnen ließ. Das musste ein starker Klebstoff sein. Shit, hoffentlich ging das später auch wieder ab. Mich überkam wieder der starke Wunsch, dieser Frau den Hals umzudrehen. Aber wie sollte ich das anstellen, schließlich war ich ihr jetzt völlig hilflos ausgeliefert. Anscheinend war ich nun bereit für die Rückreise zur Villa. Hannah von Niederaubach ruckte einmal kurz an der Leine und ich zuckte zusammen, weil sich die Kette in meinem Schritt bemerkbar machte. Hüftschwingend stöckelte sie auf den Flur hinaus und ich dackelte wie eine brave Sklavin hinterher. Was blieb mir auch anderes übrig.

» Bis zum nächsten Mal! «, verabschiedete uns die Schwester, während sie die Glastür aufhielt.

» Hoffentlich nicht! «, waren meine stillen Gedanken dazu.

Ich wurde die Treppe nach unten geführt. Bereits diese kurze Strecke hatte mich mächtig angeturnt. Die Seidenbluse liebkoste sanft meine Nippel und bei jedem Schritt stimulierte die Kette meine bereits feuchte Muschi. Wie konnte mich mein Körper nur so hintergehen? Denn es war eindeutig nicht in Ordnung was hier vorging. Das Treppenhaus führte zu einer schmalen Tür, die auf einen Hinterhof hinausführte. Dies war definitiv kein normaler Zugang zu einer Klinik. Neben der Tür gab es eine Klingel. Und das zugehörige Schild war mit „ Sektion F“ beschriftet. Keine Ahnung wofür das wirklich stand, aber für mich war es die Sektion Fetisch. Oder vielleicht auch die Abteilung Ferbrechen. Zugegeben die Schreibweise passte nicht zu 100 Prozent, aber in der Sache war dies durchaus korrekt. Denn genau hier wurden die krummen Geschäfte von Dr. Felgenhauer gemacht. Nicht weit entfernt parkte die Limousine von Hannah von Niederaubach. Während wir darauf zu gingen, kam ein Sportwagen in den Hinterhof gefahren. Dieser parkte direkt neben der Limousine und Oliver Lehmann stieg aus dem Fahrzeug aus. Auch das noch, dieser Typ hatte mir gerade noch gefehlt. Er war allerdings nicht allein, denn auf der Beifahrerseite öffnete kurz darauf eine unglücklich dreinschauende Janine die Autotür. Eigentlich konnte das nur bedeuten, dass ihr Körper noch weiter „getuned“ werden sollte. Ähnlich wie sein Auto. Am besten sollte sie diesem Scheißkerl ganz schnell den Laufpass geben, bevor sie einen noch größeren Frontspoiler verpasst bekam. Denn sie hatte jetzt schon wenig Ähnlichkeit mit der Frau, die ich an dem ersten Abend gesehen hatte. Und durch jeden weiteren Eingriff würde sich das nur noch verstärken. Mädel, lauf weg! Aber worüber philosophierte ich hier eigentlich, schließlich saß ich im gleichen Boot wie sie. Wenn auch nicht ganz freiwillig. Hannah von Niederaubach und Oliver Lehmann umarmten sich herzlich zur Begrüßung. Danach plauderten die beiden entspannt über sein letztes Spiel, in dem er angeblich drei Tore geschossen hatte. Und wenn schon! Ich stand ein wenig gelangweilt herum und bewegte die Hüfte, damit die Stimulation in meinem Schritt nicht aufhörte. Das war ganz von selbst passiert, ohne dass ich darüber nachgedacht hatte. Janine schaute sich nervös um, so als ob sie jeden Augenblick ein bekanntes Gesicht erwartete. Auf mich hatte sie jedoch nicht reagiert, weshalb ich vermutete, dass sie mich nicht wiedererkannt hatte. Hatte sich mein Aussehen schon so stark verändert?

» Das ist meine neue Sklavin Lara! «, stellte mich Hannah von Niederaubach vor.

» Sie ist die Reporterin, die deine Janine belästigt hat! «, fuhr sie fort.

Auf Janines Gesicht zeigte sich erst ein überraschter Ausdruck. Dann klappte ihr Kiefer nach unten und sie starrte mich entsetzt an. Jetzt hatte sie mich vermutlich erkannt. Ihre Reaktion war kein gutes Zeichen. Meine Typveränderung aus dem Salon 78 ließ mich wohl doch nicht wie eine Göttin aussehen. Man hatte mich dort in eine Sexbombe verwandelt, die Blicke auf sich ziehen sollte. Und das tat ich zweifellos. Ich wollte mir gar nicht vorstellen wie ich in Zukunft aussehen würde, sobald mir diese Soda vorenthalten wurde und sich die Auswirkungen der OP von Dr. Felgenhauer zeigen würden. Allein der Gedanke daran ließ mich erschaudern. Auch Lehmann musterte mich nun eingehend. Und dieser Typ erkannte mich sofort.

» Sag mal ich kenn dich doch vom Oktoberfest. Du bist die Schlampe, die mich erst angegraben und dann Miss Rührmichnichtan gespielt hat. Jetzt wird mir so einiges klar. Aber wie ich sehe, bist du mit deinen Recherchen genau auf dem richtigen Weg! «

Er begann schallend zu lachen und Hannah von Niederaubach stimmte mit ein. Was für ein Arschloch! Jetzt musste ich mich von diesem blöden Kerl auch noch verspotten lassen. Aber sobald meine Stunde geschlagen hatte, würde ich ihm das heimzahlen. Seine Karriere würde ein unschönes Ende nehmen, das schwor ich mir. Und zwar im Kittchen. Er verabschiedete sich von Hannah von Niederaubach und zwinkerte mir verschwörerisch zu. Diese Geste konnte er sich sonst wohin stecken. Dann nahm er seine Janine an die Hand und führte sie zur Sektion F. Armes Mädchen!

Hannah von Niederaubach hatte plötzlich die Idee, dass wir doch noch nicht zur Villa zurückfahren sollten. Stattdessen wollte sie einen Spaziergang durch den angrenzenden Park machen. Natürlich, als ob das Treffen mit Lehmann nicht schon peinlich genug gewesen wäre. Jetzt sollte ich auch noch mit nacktem Hintern durch einen öffentlichen Park spazieren. Sie führte mich über eine kurze Treppe direkt in die Grünanlagen. Es war durchaus schön hier, allerdings hatte ich in diesem Moment keinen Blick für die Natur. Denn mein Unterleib gierte vehement nach Aufmerksamkeit. Glücklicherweise war die Parkanlage ziemlich verlassen, denn der Morgennebel hatte sich bisher noch nicht aufgelöst. Es herrschten also nicht gerade die idealen Bedingungen für einen Spaziergang im Park. Was mir durchaus gelegen kam. Meine eigene Geilheit beschäftigte mich schon genug, da brauchte ich nicht auch noch zusätzlich Passanten. Wir liefen etwa 10 Minuten herum, ohne dass wir dabei jemandem begegnet waren. Doch dann sollte der Moment meiner öffentlichen Demütigung kommen. Hinter uns näherten sich Schritte. Dem Geräusch nach zu urteilen, würde ich von zwei Personen ausgehen. Umdrehen wollte ich mich allerdings nicht, denn ich musste diesen Leuten nicht auch noch mein Gesicht zeigen. Sie kamen uns immer näher.

» Lazy Slave! «, hörte ich eine männliche Stimme flüstern und eine zweite Stimme kicherte dazu.

Na toll, jetzt diente ich der allgemeinen Belustigung. Hannah von Niederaubach blieb urplötzlich stehen und ich wäre fast in sie hineingerannt. Die Schritte hinter uns verschwanden fast im gleichen Moment. Wollte sie mich etwa gegen die dummen Sprüche von diesen beiden Kerlen verteidigen? Sie drehte sich um und begann zu lächeln.

» Ihr dürft ruhig näher kommen Jungs! «, forderte sie die Männer auf.

Natürlich war es ein naiver Gedanke gewesen, dass sie sich im wahrsten Sinne des Wortes hinter mich stellen würde. Stattdessen wurde ich von ihr wie eine Ware präsentiert. Das verrückte an der Situation war jedoch, dass mich diese Erniedrigung irgendwie anmachte. Auch wenn ich keine Erklärung dafür hatte. Die Schritte der beiden näherten sich weiter und stoppten dann direkt hinter mir. Danach passierte eine Zeit lang nichts.

» Ihr versteht Englisch? «, fragte Hannah von Niederaubach.

Sie bekam darauf keine Antwort, aber ihr nächster Satz ließ mich vermuten, dass die beiden Männer genickt hatten.

» Dann wisst ihr ja, was ihr zu tun habt! «, fuhr sie fort.

Es dauerte ein paar Sekunden, dann spürte ich einen leichten Klaps auf meinem Hintern. Und kurz darauf einen zweiten auf der anderen Pobacke. Eigentlich war es mehr ein Streicheln gewesen. Hannah von Niederaubach lachte schallend auf.

» Ihr seid wohl noch nicht so weit Jungs! «, meinte sie amüsiert.

» Und jetzt lauft zu eurer Mama! «


Fortsetzung folgt!
178. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Gummimaske am 09.12.20 18:10

Wieder eine gelungene Fortsetzung.Man giert regelrecht danach,wie es weiter geht.
179. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erin am 10.12.20 21:58

Jetzt wird es Interesant was mit ihr passiert. Bin mal gespannt was die gnädige Frau mit ihr vor hat.
180. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 12.12.20 19:13

Hallo Gummimaske,

freut mich, dass es dir gefallen hat.
Ich hoffe du kannst deine Gier noch bis zum Dienstag zügeln.


Hallo Erin,

es dürfte wohl wieder zurück in die Villa gehen.

Aber natürlich erst nach einem gemütlichen kleinen Spaziergang.
Und was kann dabei schon großartig passieren?


LG
Fist
181. RE: Skandal um Lara

geschrieben von CupC am 12.12.20 23:42

Wenn sich jetzt doch "echte Männer" finden, die dem Popotatoo Folge leisten, aber der Mund verklebt ist:
wird das den-Schmerz-nicht-hinaus-schreien-können die Lust abtörnen oder lässt sie der Quasi-Knebel erst richtig abgehen?

Was wird wohl zuerst nachlassen:
die Wirkung des Klebestift oder die Wirkung des pink Soda?

Wobei bis zum Nachlassen einer Wirkung soviel geschehen kann:
wenn erst ihr Turbolader auf Hochtouren läuft (was die Kette durch ihren Schritt mit ihr anrichtet ...) und sie die Wirkung ihrer Heckspoiler (ihre Haarpracht, ihr Popo, die Absätze ihrer Schuhe, ...) richtig genießen kann, dann will sie vielleicht ganz von selber einen angemessenen Frontspoiler für eine ausgewogene Straßen^W^W^WBettlage ...

naja, Gemeinheiten-ausdenken ist eine Sache, eine Geschichte ansprechend durch einen Spannungsbogen führen eine andere, anspruchsvollere Sache;
und die zweite Sache machst Du gut!

CupC
182. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 14.12.20 19:28

Hallo CupC,

vielleicht finden sich ja auch "echte Frauen".

Deine Frage, welche Wirkung wohl zuerst nachlässt, ist relativ einfach zu beantworten.
Die Auswirkungen der Soda dürften auf kurze Sicht kaum feststellbar sein, da das Wachstum ja nur langsam vonstatten geht.
Ohne Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme dürfte sich jedoch sehr schnell ein ernsthaftes Problem einstellen.

Oder um bei deiner Auto Analogie zu bleiben:
Es ist wesentlich schlimmer wenn die Gummilippen den Grip verlieren als wenn das pinke Scheibenwischwasser ausgeht.

Abschließend möchte ich dir natürlich noch für dein Lob danken.


LG
Fist
183. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 15.12.20 19:02

Teil 20


Die beiden jungen Männer sagten kein Wort. Mit gesenkten Köpfen schlichen sie an uns vorbei und vermieden jeglichen Blickkontakt. Sie trugen Sweatshirts mit dem Aufdruck TU München. Sehr wahrscheinlich waren die beiden also Studenten. Und aufgrund ihrer Reaktion würde ich vermuten, dass sie ganz am Anfang ihres Studiums standen und noch sehr jung waren. Es war merkwürdig, aber dieses Aufeinandertreffen war für die beiden Studenten vermutlich peinlicher gewesen als für mich. Was sagte das über mich aus? Keine Ahnung! Allerdings muss ich heute gestehen, dass mir das Ganze tatsächlich Spaß gemacht hatte. Wir setzten unseren Spaziergang fort und ich spürte ganz deutlich, wie mein Schritt immer feuchter wurde. Wenn das so weiterging, dann würde ich irgendwann einen Orgasmus bekommen. An sich war das ja etwas Schönes, aber mitten in der Öffentlichkeit musste das nicht unbedingt sein. Ein Stück voraus saß ein alter Mann auf einer Parkbank. Sein Rollator stand direkt neben ihm. Hannah von Niederaubach nahm eine Abzweigung, so dass wir nicht an ihm vorbeikamen.

» Wir wollen doch nicht, dass Opi einen Herzinfarkt bekommt, wenn der er dich aus der Nähe sieht. Aber keine Angst, wir finden schon noch jemanden für dich! «

Damit hatte sie verraten, was ihr Plan war. Sie wollte mich in der Öffentlichkeit einem Fremden vorführen. Etwas Ähnliches hatte sie bereits mit mir gemacht, als sie mich an den Pranger gestellt und im Internet präsentiert hatte. Meine Zurschaustellung würde hier im Park zwar etwas privater, aber dafür auch wesentlich direkter sein. Vermutlich wollte sie mich erniedrigen, um mir zu zeigen, dass sie das Sagen hatte. Komischerweise war für mich die Aussicht einer Demütigung aber gar nicht mehr so schlimm. Irgendwie freute ich mich sogar darauf, was überhaupt keinen Sinn ergab. Die kühle Luft fühlte sich richtig angenehm an meinem nackten Hinterteil an. Und sie hatte auch meine Nippel voll erblühen lassen. Zumindest redete ich mir ein, dass dies der Grund dafür war. Unter uns gesagt war der eigentliche Grund aber der, dass ich bis zum Anschlag aufgegeilt war.

Wir spazierten weiter und kamen zu einem kleinen See, um den ein Fußweg herumführte. Ich beobachtete auf dem Wasser zwei Schwäne, die ihre Hälse eng umschlungen hatten. Auf mich wirkten sie wie ein inniges Liebespaar. Am gegenüber liegenden Ufer sah ich eine Joggerin. Die junge Frau war ziemlich flott unterwegs und lief den Uferweg entlang. Auch Hannah von Niederaubach hatte die Frau entdeckt und sie führte mich linksherum auf den Weg, damit uns die Joggerin später entgegen kam. Es war fraglich, ob ihr Plan aufgehen würde. Denn bei diesem Tempo würde die Joggerin vermutlich einfach an uns vorbeifliegen. Nach ein paar Minuten hatte die junge Frau den See halb umrundet und sie kam nun direkt auf uns zu. Sie trug einen blauen Trainingsanzug und hatte Kopfhörer auf. Anfangs reagierte sich nicht auf uns, aber als sie näher kam starrte sie mich verblüfft an. Kein Wunder, denn meinen Anblick bekam man nicht alle Tage zu sehen. Ich wurde wie ein Hund an der Leine geführt und meine Nippel versuchten Löcher in die dünne Bluse zu bohren. Die junge Frau wurde langsamer als sie uns passierte. Als sie an uns vorüber war, blickte sie sich zu mir um. Jetzt musste sie auch meine Tattoos entdeckt haben. Auch ich schaute mich um und unsere Blicke trafen sich. Ohne zu wissen warum, zwinkerte ich ihr kurz zu. Sie wirkte ertappt und schaute schnell wieder nach vorn. Dann gab sie Gas und lief wie der Wind davon. Es war wirklich amüsant wie die Leute auf mich reagierten. Vor allem, dass ihnen diese Situation peinlicher war als mir.

» Stehst du auf Frauen? «, fragte Hannah von Niederaubach.

Anscheinend hatte sie mein Zwinkern ebenfalls bemerkt. Ich schüttelte vehement den Kopf. Es schien zwar so zu sein, dass ein paar seltsame Neigungen in mir schlummerten. Aber eine Lesbe war ich nun wirklich nicht. Hoffte ich zumindest, denn das würde mein Selbstbild noch weiter ins Wanken bringen. Ich war ohnehin schon über die Reaktionen meines Körpers erstaunt. Nach ein paar Minuten stellte sich heraus, dass ich die Joggerin wohl doch nicht völlig verschreckt hatte. Anstatt vom See wegzulaufen, drehte sie eine weitere Runde am Ufer entlang. So würde sie erneut an uns vorbeikommen. Die Frau war jetzt am anderen Ufer und schaute immer wieder über den See zu uns rüber. Als Hannah von Niederaubach ihr zuwinkte, schaute die junge Frau sofort wieder weg. Danach vermied sie es, uns weiter zu beobachten. Allerdings stoppte sie nach der Umrundung des Sees etwa 50 Meter vor uns. Dort nahm sie ihre Kopfhörer ab, stützte die Hände auf die Knie und schnaufte kräftig durch. Für mich war allerdings klar, dass dies nur ein Vorwand war. Ohne Zweifel wartete sie dort, um einen längeren Blick auf uns werfen zu können. Die erste kurze Begegnung schien sie neugierig gemacht zu haben. Gleichzeitig schien sie aber auch nicht so recht zu wissen, wie sie mit der Situation umgehen sollte. Wie hätte ich wohl vor ein paar Wochen auf so ein Zusammentreffen im Park reagiert? Vermutlich hätte ich mit dem Kopf geschüttelt und uns für Freaks gehalten. In diesem Moment wurde mir klar, dass ich tatsächlich zu einem sexgeilen Freak geworden war. Ich wurde hier öffentlich vorgeführt und fand das auch noch geil. Eine völlig absurde Vorstellung, aber eben auch eine wahre. Wir näherten uns der Joggerin und sie beobachtete uns unauffällig aus den Augenwinkeln heraus. Hannah von Niederaubach führte mich allerdings nicht an der Frau vorbei, sondern blieb direkt vor ihr stehen. Die Joggerin blickte uns entsetzt an und schluckte hörbar.

» Sie sind an meiner Sklavin interessiert? Wenn sie wollen dann dürfen sie sie gerne anfassen! «

Bei ihren Worten zwirbelte Hannah von Niederaubach meine Nippel und mir entwich ein lustvolles Stöhnen. Mit weit aufgerissenen Augen strich sich die junge Frau mit ihrer Zunge über die Lippen. Was vermutlich unbewusst passiert war.

» Wie … wie kommen sie denn auf diese Idee? «, stotterte die junge Frau herum.

» Ihr lüsterner Blick ist nicht zu übersehen! «, meinte Hannah von Niederaubach lächelnd.

Wieder musste die Joggerin schlucken. Für mich sah sie aus wie ein kleines Kind, welches beim unerlaubten Naschen von Süßigkeiten erwischt wurde. Die Joggerin stand einfach nur regungslos da und starrte uns wortlos mit ihren großen blauen Augen an. Da sich die Frau nicht dazu entschließen konnte die Initiative zu übernehmen, half Hannah von Niederaubach ein wenig nach. Sie nahm die Hand der Joggerin und legte diese auf meine linke Brust. Ich spürte wie ihre Finger leicht zitterten. Diese Frau schien unglaublich nervös zu sein. Doch nach einem eher zögerlichen Beginn fing sie sich. Mit der Handfläche rieb sie über meinen Nippel und ihre Finger strichen sanft über meine Brust. Das war richtig angenehm. Genießerisch schloss ich die Augen und einen Moment später spürte ich auch schon die zweite Hand an meiner anderen Brust. Und dann ließ sie auf einmal alle Hemmungen fallen. Mein Busen wurde kräftig durchgeknetet und mit ihren Nägeln neckte sie meine steinharten Nippel. In den Ohren hämmerte mein Herzschlag und ich verfiel in eine Schnappatmung. Kurz bevor ich aber zu einem Höhepunkt kommen konnte, hörte ich die Stimme von Hannah von Niederaubach.

» Die Sklavin hat sich heute noch keinen Orgasmus verdient. Anstatt sie zu belohnen, sollten sie sie besser bestrafen. «

Meine Brustmassage hört schlagartig auf und ich öffnete empört die Augen. Die Joggerin hatte nun einen hochroten Kopf und es zeigte sich ein schelmisches Grinsen auf ihrem Gesicht. Sie hatte ohne Zweifel ihren Spaß mit mir gehabt. Hannah von Niederaubach packte mich an den Schultern und drehte mich um. Jetzt lud mein Po die junge Frau ganz offen zu einem Spanking ein.

» Aber das tut ihr doch weh! «, wandte die Joggerin ein.

» Keine Sorge, da steht sie drauf! «, versicherte ihr Hannah von Niederaubach.

» Also ich weiß nicht. Stimmt das Sklav… wie heißt du überhaupt? «

Es entstand eine merkwürdige Stille, dann drehte ich den Kopf und antwortete.

» Hmm, hmm! «

Die Joggerin runzelte die Stirn. Dann blickte sie Hannah von Niederaubach an.

» Sie kann nicht sprechen! «, antwortete diese.

» Warum, ist sie stumm? «

» Nein, aber sie ist ziemlich vorlaut. Und weil sowas für eine Sklavin ungehörig ist, habe ich ihr das Maul gestopft. «

Ganz kurz sah ich auf dem Gesicht der jungen Frau den Ansatz eines Lächelns. Dann strich sie sich wieder mit der Zunge über ihre Lippen. So langsam bekam ich den Eindruck, dass diese Joggerin Freude an meiner hilflosen Lage hatte. War ich hier an eine Frau geraten, die ihre Neigungen bisher nur noch nicht ausgelebt hatte. Hannah von Niederaubach schien derselben Ansicht zu sein, denn sie fuhr mit ihren Erläuterungen fort.

» Und ihre Hände sind innerhalb des Muffs gefesselt. Schließlich braucht sie diese ja im Moment nicht. «

Die junge Frau sagte nichts dazu, aber ihre Augen hatten das gewisse Glänzen. Und ein weiteres Mal strich sie sich mit der Zunge über die Lippen. War das eine Marotte von ihr? Plötzlich zeigte sie ein breites Lächeln und fast im selben Moment bekam ich einen Klaps auf den Hintern.

» Fester! «, forderte Hannah von Niederaubach.

Das ließ sich die junge Frau nicht zweimal sagen. Sofort legte sie nach, diesmal etwas stärker.

» Noch fester! «

Was folgte war ein Stakkato von Hieben, welches auf mein Hinterteil einprasselte. Ich kam mir vor als wäre ich eine Trommel. Unfreiwillig legte ich einen Fruchtbarkeitstanz hin. Mein Po sendete schmerzende Signale an mein Hirn und dieses schien den Reiz als Lustimpuls an meine Muschi weiterzuleiten. Verzweifelt versuchte ich außer Schlagweite zu gelangen. Der Effekt war jedoch, dass die Leine Spannung bekam und sich die Kette tiefer in meinen Schritt grub. Jetzt war es vollends um mich geschehen. Ich japste wie ein Marathonläufer und mein Herzschlag übertönte alle anderen Geräusche. Mein Unterleib begann unkontrolliert zu zucken und die Welt verschwamm direkt vor meinen Augen. Ohne Kontrolle über meinen Körper ließ ich mich von einer Welle der Lust einfach hinwegspülen.

Schwer atmend kam ich nach einigen Minuten wieder zur Besinnung. Die junge Frau schaute mich mit großen Augen an. Sie schien über meine Reaktion überrascht zu sein. Mir war nicht so ganz klar, ob sie Spaß daran hatte mir den Hintern zu versohlen oder ob sie sich in meine Rolle hinein wünschte. Allerdings war ich mir ziemlich sicher, dass diese Situation auch sie sexuell stimuliert hatte. Ihr Kopf war knallrot und auf der Stirn hatte sich eine Schweißperle gebildet. Und schon wieder strich sie sich mit der Zunge über die Lippen. Auch Hannah von Niederaubach erkannte das Potential dieser Frau. Sie gab ihr eine Visitenkarte der Escort-Agentur „Fallen Angels“. Dazu merkte sie an, dass die Joggerin jederzeit bei ihr arbeiten könnte. Die junge Frau wirkte über das unmoralische Angebot geschockt. Trotzdem würde ich nicht ausschließen, dass sie eines Tages zu den gefallenen Engeln gehören würde. Mit dieser Begegnung hatte Hannah von Niederaubach ihr Ziel im Park erreicht. Deshalb führte sie mich zurück zum Wagen. Mein Hintern brannte wie Feuer, aber die kühle Luft tat ihr Bestes um den Brand zu löschen. Oder zumindest einzudämmen. Eigentlich war dieses Aufeinandertreffen von heiß und kalt sogar ganz angenehm.

Zurück in der Villa wurde ich natürlich von Hans und seinem Kollegen in Augenschein genommen. Die beiden meinten, dass Dr. Felgenhauer ziemlichen Pfusch abgeliefert hätte. Schließlich wäre ich noch immer so flach wie ein Brett. Irgendwie kränkte mich diese Einschätzung, denn das war schlicht eine Lüge. Mein Busen war nicht flach! Hannah von Niederaubach versicherte den beiden, dass ich schon noch eine akzeptable Größe erreichen würde. Ich war verärgert, dass die über mich wie über einen reparaturbedürftigen Gegenstand redeten. Und das auch noch in meiner Gegenwart. Aber was sollte ich machen, schließlich war ich ja zum Schweigen verurteilt. Zum Glück war dies aber kein dauerhafter Zustand, denn nach ein paar Stunden hatte sich der Klebstoff von selbst wieder aufgelöst.

Die darauffolgenden Tage verliefen relativ eintönig. Den Großteil des Tages verbrachte ich mit Reinigungsarbeiten. Und die restliche Zeit war ich mit Maria in der Küche. Zumindest würde ich aus dieser Periode mit verbesserten Kochkünsten hervorgehen. Inzwischen machte mir das Kochen sogar Spaß, während ich es zuhause immer als notwendiges Übel angesehen hatte. Bei der Suche nach der Safekombination war ich vielleicht ein kleines Stück vorangekommen. Während ich im Büro der Chefin abstaubte, konnte ich einen kurzen Blick auf ein Schreiben werfen, welches offen auf ihrem Schreibtisch lag. Es kam von einer Krankenkasse und es beinhaltete ihr Geburtsdatum. Könnte dieses vielleicht die Kombination sein? Sehr wahrscheinlich war das nicht, aber bei dem Password hatte sich die Chefin auch nicht besonders viel Mühe gegeben. Sofort ausprobieren konnte ich es leider nicht, da Hannah von Niederaubach zu diesem Zeitpunkt an ihrem Schreibtisch saß. Also prägte ich mir das Datum für einen späteren Versuch ein. Am nächsten Mittag probierte ich prompt mein Glück, stand dabei aber vor verschlossener Bürotür. Und am Tag darauf war es dasselbe. Ob es der Chefin wohl aufgefallen war, dass ich in ihrem Büro herumgeschnüffelt hatte? Mist, wie sollte ich jetzt die Kombination ausprobieren.


Fortsetzung folgt!
184. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erin am 16.12.20 15:02

Wieder eine schöne Folge .Bin mal gespannt wie es weitergeht und was die Joggerin für eine Rolle noch spielt.
185. RE: Skandal um Lara

geschrieben von maximilian24 am 16.12.20 22:09

Irgendwas an der Sache ist unfair! Lara bekommt das alles völlig gratis, und wenn ich von einer Herrin das geringste möchte, dann muss ich immer fest bezahlen. Gut, dass wenigstens das Mitlesen hier im Forum gratis ist. Umso mehr hat sich unser IronFist den besten Dank für diese spannende Story verdient!
186. Skandal um Lara

geschrieben von mi.mo am 18.12.20 12:01

Lieber First,

wie sieht es aus gibt es in der Weihnachtswoche als kleines Geschenk einmal wenigstens zwei Teile...

Griaß di
mi
187. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 20.12.20 19:32

Hallo Erin,

freut mich, dass es dir gefallen hat.

Zur Weihnachtszeit musste ich doch einfach einen Engel einbauen.
Auch wenn dieser vielleicht von einem laufenden zu einem gefallenen Engel werden könnte.


Hallo maximilian24,

wer hat behauptet, dass das Leben fair sein muss?

Lara wird zwar nicht finanziell zur Kasse gebeten.
Trotzdem wird ihr Leben aber völlig auf den Kopf gestellt. Ich würde das durchaus einen hohen Preis nennen.

Dass du immer bezahlen musst dürfte an ein paar körperlichen Merkmalen liegen, an denen es dir mangelt.
Vielleicht wendest du dich mit diesem Problem ja mal an Dr. Felgenhauer. Er kann dir da bestimmt weiterhelfen.

Und deinen Dank gebe ich natürlich gerne zurück!


Hallo mi.mo,

meine Rentiere sind zur Zeit alle in Kurzarbeit.
Weshalb der Schlitten mit den Geschenken auch noch am Nordpol parkt.

Die Flugverbindungen von dort sind extrem schlecht.
Und outsourcen möchte ich die Geschenkelieferung nicht, denn Herr Bezos verdient schon genug.

Von daher, sorry!


LG
Fist
188. RE: Skandal um Lara

geschrieben von plit am 22.12.20 18:15

Hallo IronFist,

da ist Laras „große“ Operation ganz heimlich vonstattengegangen und alles ist schon geschehen, bevor irgendwer was bemerkt hat. Wenn diese Implantate Körperflüssigkeit aufnehmen, um an Größe zu gewinnen, frage ich mich, was wohl passiert, wenn der Flüssigkeitshaushalt aus dem Gleichgewicht geraten sollte.

Zu den sensiblen Haaren jetzt auch noch gesteigerte Empfindungen in den Brüsten. Das klingt ziemlich ablenkend. Hoffentlich leidet ihre Arbeitsleistung nicht so sehr darunter, dass sie am Ende als faul erscheint.

Das Ende des letzten Kapitels hat ja einen kleinen Zeitsprung und viele offene Fragen.

Was ist aus Luci und Janine geworden?
Kommt die mysteriöse Joggerin noch mal wieder?
Und was ist aus dem Brief geworden?

Ich bin sehr gespannt wie es weiter geht und auch von mir vielen Dank für deine tollen Geschichten.

Mit besten Grüßen
Plit
189. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 22.12.20 18:48

Hallo plit,

dann ergibt das bei einer Dehydration wohl Schrumpelbrüste.
Eine ganz neue Form von Orangenhaut.

Als faul gilt Lara ja ohnehin schon schon.
Deshalb trägt sie ja auch ihr nettes Tattoo auf dem Po.

Zu deinen vielen Fragen werde ich mich an dieser Stelle nicht äußern.
Eine davon wird aber schon im nächsten Teil beantwortet.


Hallo zusammen,

ich wünsche allen Lesern ein besinnliches Weihnachtsfest.
So weit das unter diesen sehr besonderen Umständen möglich ist.

Vor allem aber bleibt alle gesund!

LG
Fist

190. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 22.12.20 19:20

Teil 21


Am Montag geschah etwas, woran ich noch heute mit großem Vergnügen zurückdenke. Aber der Reihe nach. Wie üblich stand ich am Morgen unter der Dusche. Das Shampoo war fast leer und ich quetschte die letzten Reste aus der Flasche heraus. Erst wollte ich Maria darüber informieren, doch dann kam mir eine andere Idee. Maria hatte mir erzählt, dass die Herrin jeden Tag auf einem Laufband im Obergeschoss trainierte. Und danach dürfte sie vermutlich ebenfalls diese Dusche hier benutzen. Was wenn …? Ich griff nach dem Haarentfernungsduschgel und füllte etwas davon in die leere Shampoo Flasche. Innerlich lachte ich in mich hinein, als ich mir die Auswirkungen vorstellte. Die Herrin hatte mir im Salon 78 eine neue Frisur verpassen lassen. Da war es doch nur fair, wenn ich diese Gefälligkeit erwiderte. Auch sie sollte eine neue Frisur bekommen, nämlich die von Maria. Mit Sicherheit würde das eine Bestrafung nach sich ziehen. Aber woher sollte die Herrin wissen, dass ich das gewesen war. Die Aussicht auf Revanche war mir das Risiko jedenfalls wert. Blieb nur zu hoffen, dass Hannah von Niederaubach nicht vorher bemerkte, dass dies kein Shampoo war.

Der Vormittag verlief so wie üblich. Erst schob ich meinen Staubsauger durchs Haus und danach bereitete ich mit Maria das Mittagessen zu. Doch noch während wir beim Kochen waren, kam ein verärgerter Hans zu uns in die Küche gestürmt.

» Ihr sollt beide ins Büro der Chefin kommen. Und zwar sofort! «, blaffte er uns an.

Maria wirkte überrascht, aber mir war klar, dass dies nur mit meinem kleinen Streich zusammenhängen konnte. Der Kreis der Verdächtigen war naturgemäß klein. Denn neben Hans und seinem Kollegen kamen eigentlich nur Maria und ich in Frage. Und aufgrund der Laune von Hans vermutete ich, dass er bereits dazu befragt worden war. Am besten würde ich die Ahnungslose spielen, vielleicht kam ich so ja um eine Bestrafung herum. Wir holten die Kartoffeln vom Herd und machten uns dann auf den Weg ins Obergeschoss. Ich war extrem angespannt als wir vor dem Büro der Herrin standen. Einerseits weil ich hoffte, dass sie ihre verdiente Strafe bekommen hatte. Und andererseits weil ich hoffte meiner verdienten Strafe zu entgehen. Es dürfte wohl vorteilhaft sein, wenn ich Maria das Reden überließ und mich dezent im Hintergrund hielt. Deshalb klopfte Maria auch an die Tür.

» Herein! «, schallte uns entgegen.

Maria drückte die Klinke und ging hinein. Ich folgte ihr und musste ein Kichern unterdrücken, als ich die Herrin erblickte. Sie trug eine Baseballkappe und darüber hatte sie die Kapuze eines weiten Pullovers gezogen. Kein Zweifel, mein Plan musste funktioniert haben. Auch wenn ich ihre neue „Haarpracht“ leider nicht sehen konnte. Maria runzelte die Stirn über den ungewöhnlichen Look ihrer Herrin. Denn solche Kleidung passte eigentlich gar nicht zu Hannah von Niederaubach. Die Herrin ignorierte uns und tippte irgendwas in ihren Computer. Während wir so herumstanden und warteten, musste ich mich beherrschen um nicht meiner großen Freude Ausdruck zu verleihen. Ein unbeteiligtes Gesicht zu machen fiel mir richtig schwer, denn am liebsten hätte ich laut losgelacht. Allerdings hätte dann wohl die Herrin zuletzt gelacht. Als sie mit dem Tippen fertig war, hob sie ihren Kopf und musterte uns wortlos. Mir rutschte das Herz in die Hose, als sie mir direkt in die Augen sah. Trotzdem fand ich die Situation immer noch unglaublich komisch und ein Grinsen drängte sich mir förmlich auf. Es gelang mir aber gerade noch mein Pokerface zu wahren. Die Herrin griff in eine Schublade und stellte die Shampooflasche auf den Tisch.

» Was ist das? «, fragte sie mit einem drohenden Unterton.

» Shampoo? «, antwortete Maria irritiert.

» Ach ja wirklich? Dann riech doch mal daran! «

Maria öffnete die Flasche und führte sie an ihre Nase.

» Es riecht nach Apfel! «, meinte sie unschuldig.

Plötzlich veränderte sich der Ausdruck auf Marias Gesicht. Sie schien nun begriffen zu haben, was das bedeutete. Maria schluckte und rang nach Worten.

» Also Herrin ich … äh ich … ich weiß auch nicht wie das Duschgel in diese Flasche gekommen ist. «

» Ist das so? «

Völlig verschreckt nickte Maria nur zu dieser Frage. Der Blick von Hannah von Niederaubach hätte in diesem Moment wohl einen Elefanten töten können. Aber Maria hielt ihm trotzdem stand. Ganz plötzlich richtete sich die Aufmerksamkeit der Herrin auf mich.

» Wie steht’s mit dir Lara? Weißt du vielleicht etwas darüber? «

Ich musste schlucken und fühlte mich ertappt.

» Nein Herrin, tut mir leid! «, log ich.

Gleichzeitig musste ich an die glatzköpfige Hannah von Niederaubach denken. Und sofort huschte ein Grinsen über mein Gesicht. Es war nur ein ganz kurzer Augenblick gewesen, aber der Herrin reichte dieser als Schuldeingeständnis.

» Dachte ich mir doch gleich, dass du dahintersteckst! «, klagte sie mich an.

» Nein Herrin, ich bin unschuldig! «, jammerte ich.

Aber es war bereits zu spät, ich war aufgeflogen. Maria wurde aus dem Raum geschickt, wodurch mir noch mulmiger zumute wurde. Wortlos funkelte mich die Herrin böse an. Was wohl gerade in ihrem kahlen Kopf vorging? Vermutlich wollte ich das gar nicht wissen. Diese Stille machte mir Angst und vermutlich war genau das ihre Absicht. Jedenfalls durfte ich nichts Gutes erwarten. Ob ich jetzt wohl ebenfalls in diesem geheimen Labor landen würde? Ein eiskalter Schauer lief mir den Rücken hinunter. Nachdem mich die Herrin fast eine Minute lang angestarrt hatte, öffnete sie wieder eine ihrer Schubladen.

» Wo wir schon beim Thema Verfehlungen sind. Was hast du dazu zu sagen? «

Sie hatte wieder ihren bedrohlichen Blick aufgesetzt und hielt mir einen Umschlag hin. Erst wusste ich gar nicht was sie meinte, aber dann erkannte ich den Umschlag wieder. Das war der Brief an meine Redaktion. Shit, sie hatte das Schreiben abgefangen bevor der Gärtner es für mich abschicken konnte. Und zweifellos hatte sie es auch gelesen. Als ob ich nicht schon tief genug in der Tinte sitzen würde. Jetzt auch noch das. Auf Hilfe von außen konnte ich also auch nicht mehr hoffen. Es machte sich Verzweiflung in mir breit, denn jetzt war ich endgültig geliefert.

» Also … äh … «

» So ähnlich habe ich mir deine Antwort vorgestellt. Ich habe den Eindruck, dass ich dich bisher viel zu gut behandelt habe. Geh jetzt zurück an deine Pflichten, ich muss mir noch überlegen, was ich mit dir anstellen werde. «

Meine Hände zitterten, nachdem ich das Büro verlassen hatte. Ich musste hier weg und zwar so schnell wie möglich. Nur wie? Solange ich dieses Halsband trug, war jeder Fluchtversuch von vornherein zum Scheitern verurteilt. Also musste ich es erst loswerden. Nur hätte ich dafür so etwas wie einen Bolzenschneider benötigt, den ich natürlich nicht hatte. Den Alarm selbst konnte ich also nicht verhindern, aber was wäre wenn nicht darauf reagiert werden könnte? Vielleicht gelang es mir ja Hans und seinen Kollegen in einem Zimmer einzusperren. Wie könnte ich das wohl erreichen? Ich müsste beide in den gleichen Raum locken und danach irgendwie die Tür blockieren. Leider war das leichter gesagt als getan. Denn womit sollte ich die Tür blockieren, vielleicht mit Möbeln? Dafür bräuchte ich sehr schwere Möbel und diese müsste ich auch erst einmal allein bewegen können. Mir wurde klar, dass mein Vorhaben wenig erfolgversprechend war, denn es gab ja auch noch Hannah von Niederaubach. Und diese hätte mich wohl kaum einfach so gehen lassen. Wie immer ich es auch drehte, mein Plan hatte einfach zu viele Mängel.

Niedergeschlagen trottete ich zurück in die Küche. Maria grinste übers ganze Gesicht als sie mich sah. Erst dachte ich, dass es Schadenfreude mir gegenüber wäre. Doch dann gestand sie mir, dass sie ebenfalls schon Rachegelüste gegenüber ihrer Herrin verspürt hatte. Sie hätte sich aber niemals getraut der Herrin eine Glatze zu verpassen. Trotzdem freute sie sich kichernd darüber, dass mein kleiner Streich funktioniert hatte. Während des Kochens dachte ich weiter über meine Flucht nach. Hannah von Niederaubach und ihre beiden Männer würden zum Essen im Speisezimmer sein, ich brauchte sie also gar nicht in einen Raum zu locken. Und dann erinnerte ich mich an etwas, was wir als Jugendliche im Schullandheim gemacht hatten. Die Jungs hatten uns damals ständig geärgert und aus Rache hatten wir einen Stuhl unter die Türklinke ihres Zimmers geklemmt. Wodurch sie nicht mehr herauskonnten. Es gab also eine sehr simple Methode wie man effektiv eine Tür blockierte. Der Rest des Fluchtplans fügte sich blitzschnell in meinem Kopf zusammen. Also machte ich mich an die Ausführung.

Hannah von Niederaubach und ihre beiden Wachen saßen gemeinsam im Speisezimmer. Wie eine brave Sklavin servierte ich das Mittagessen. Danach schob ich meinen Wagen in die Bibliothek und griff mir dort wahllos einige Bücher. Und mit diesen kehrte ich schließlich wieder zum Speisezimmer zurück. Jetzt bloß keinen Lärm machen. Vorsichtig schob ich den Servierwagen außen gegen die Tür und verriegelte die Bremse damit er nicht mehr wegrollen konnte. Als nächstes stapelte ich die Bücher unterhalb der Türklinke aufeinander. Ich musste etwas rumprobieren, bis ich die richtigen Bücher gefunden hatte. Am Ende passte es aber perfekt, denn die Klinke konnte nun nicht mehr gedrückt werden. Damit war der erste Teil meines Plans geglückt.

Ich schlich mich über die Terrasse in den Garten. Dann lief ich los, denn ich wollte mich mit Schwung in die Hecke stürzen. Der Aufprall war etwas unangenehm, denn ein Ast bohrte sich schmerzhaft in meine Brust. Trotzdem war diese Technik gar nicht so schlecht, denn ich hatte dadurch fast die andere Seite der Hecke erreicht. Mit Mühe kämpfte ich mich weiter voran, bis ich endlich den Durchbruch schaffte. Leider war dies aber kein Grund zur Freude, sondern Frustration pur. Denn der Nachbar hatte auf seiner Seite eine Mauer errichtet. Und dieses Mistding war zu hoch um drüber zu klettern. Hatte ich nur die falsche Seite erwischt oder gab es in alle Richtungen eine Mauer? Ich erinnerte mich, dass es zur Straße hin keine Mauer gab. Blöderweise wachte auf der Straßenseite aber der Schäferhund. Vermutlich hatte ich wohl einfach nur Pech gehabt. Das Gestrüpp hatte sich in meinem Kleidchen verheddert, weshalb ich eine Weile brauchte, bis ich wieder aus der Hecke heraus war. Mein Busen sah etwas lädiert aus und war mit roten Striemen überzogen. Aber das war jetzt völlig unwichtig. Da ich nicht wusste was sich hinter der Rückseite dieses Grundstücks befand, lief ich sattdessen auf die gegenüberliegende Hecke zu. Hoffentlich hatte sich dieser Nachbar nicht ebenfalls als Baumeister betätigt. Als ich etwa die Hälfte der Strecke zurückgelegt hatte, trat Hans auf die Terrasse hinaus. Shit! Er hatte wieder sein Blasrohr dabei, weshalb ich nach rechts abdrehte, um außer Reichweite zu bleiben. Ich tat mein Bestes, aber mit diesen High-Heels war ich einfach zu langsam. Hans lief hinter mir her und holte auf. Jeden Moment könnte ich wieder einen Pfeil verpasst bekommen. Also flüchtete ich hinter eine kleine Gruppe Nadelbäume. Jetzt war mein Verfolger außer Sicht und ich vor Pfeilen sicher. Ich hörte die trampelnden Schritte von Hans und hastete weiter, um auf der gegenüberliegenden Seite der Bäume zu bleiben. Seine Schritte verstummten, aber ich konnte Hans heftig schnaufen hören, so dass ich immer noch ungefähr wusste wo er war. Ein Katz und Maus Spiel rund um die Bäume herum begann, bei dem wir uns gegenseitig belauerten. Aber auf Dauer konnte das nicht gut für mich ausgehen. Jetzt brauchte ich schleunigst eine gute Idee wie ich Hans loswerden könnte. Plötzlich hörte ich hinter mir einen Ast knacken. Ich schaute mich um und sah den Kollegen von Hans, der bereits mit seinem Blasrohr auf mich angelegt hatte. Dieser Mistkerl hat sich von hinten angeschlichen! Während dieses Gedankens wurde ich auch schon am Arm getroffen. Und eine Sekunde später küsste ich mit meinem Gesicht den Rasen. Das war’s dann wohl. Schon wieder war meine Flucht gescheitert, dabei war ich diesmal so stolz auf meinen Plan gewesen. Wie sich später herausstellte, hatte ich eine Variable übersehen. Nämlich Maria. Hannah von Niederaubach hatte sie angerufen und Maria hatte die drei befreit. Wenn sie sich damit wenigstens etwas mehr Zeit gelassen hätte.

» Ich hab sie! «, hörte ich die Wache rufen.

» Gute Arbeit! «, meinte Hans als er näher gekommen war.

Nachdem ich eine Weile so herumgelegen hatte, näherten sich weitere Schritte. Eigentlich konnte es sich dabei nur um Hannah von Niederaubach handeln. Ein Fuß schob sich unter meinen Körper und drehte mich auf den Rücken. Jetzt konnte ich meine Verfolger auch sehen, wie sie sich um mich herum versammelt hatten.

» Du sammelst Minuspunkte wie andere Briefmarken! «, erklärte mir Hannah von Niederaubach.

Danach wies sie Hans an, mich in meine Zelle zu bringen. Genau wie beim ersten Mal packte er meinen schlaffen Körper und legte ihn sich über Schulter. Er trug mich in den Keller und ließ mich dort allein zurück. Meine Gedanken rasten und ich malte mir die schlimmstmöglichen Strafen aus. Gleichzeitig konnte ich nicht einen Finger rühren. Es war einfach nur furchtbar.


Fortsetzung folgt!
191. Skandal um Lara

geschrieben von mi.mo am 22.12.20 19:21

Lieber First

a i wünsch Dir a besinnliche Weihnacht,schöne Feiertage. Bitte gib darauf Acht das Du dir kein Covid 19 einfängst...

Griaß di mi
192. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erin am 22.12.20 20:57

Auch von mir ein schönes Weihnachtsfest .Ich hoffe ja das es so interessant weitergeht.
193. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Gummimaske am 23.12.20 07:07

Wieder eine sehr interessante Fortsetzung. Auch von mir ein besinnliches Weihnachtsfest und schreibe bitte in bekannter Qualität weiter. Vielen Dank.
194. RE: Skandal um Lara

geschrieben von CupC am 24.12.20 14:11

die "echte Frau" hat sich ja schnell gefunden
und die Gefühle, welche die Behandlung ausgelöst haben, werden von Lara anscheinend verdrängt; aber vielleicht muss das so sein, damit sie später umso heftiger hervorbrechen können?

Die Flucht-Gedanken beschäftigen Lara ja recht intensiv,
da blieb keine Zeit für den Brief (der ist ja jetzt aufgetaucht, aber keine Hoffnung mehr),
aber auch Lucy wurde zuletzt in Folge 16 erwähnt: wann Laras Kollegin mal wieder auftaucht und wie es ihr bis dahin geht?
195. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 26.12.20 19:47

Hallo mi.mo,

da ich nicht auf der Jagd bin, dürfte ich mir eigentlich auch nichts einfangen.
Aber das haben sich vermutlich auch all die gedacht, die sich tatsächlich infiziert haben.


Hallo Erin,

vielen Dank für deine Weihnachtswünsche.

Und natürlich wird es am Dienstag auch weitergehen.
Zu beurteilen ob der Text jedoch interessant ist, das ist deine Aufgabe.


Hallo Gummimaske,

auch an dich ein Dankeschön für die lieben Worte.

Im Moment tue ich mich beim Schreiben etwas schwer.
Irgendwie flutscht es nicht so richtig und ich komme kaum voran.

Deshalb habe ich beschlossen erst einmal eine Pause einzulegen.
Aber bis zum Ende dieser Geschichte vergeht ja auch noch eine ganze Weile.


Hallo CupC,

dass bei Lara die Flucht absolute Priorität genießt, dürfte verständlich sein.
Wo doch gerade erst ihr "kleiner" Streich aufgeflogen ist.

Man kann wohl stark davon ausgehen, dass das Konsequenzen haben wird.
Wie diese allerdings aussehen, das werde ich jetzt natürlich nicht verraten.

Aber einen kleinen Teaser kann ich ja vielleicht doch noch anbringen.
Lucy wird in Teil 25 ihren Auftritt haben, du musst dich also noch ein klein wenig gedulden.


LG
Fist
196. RE: Skandal um Lara

geschrieben von plit am 28.12.20 22:16

Hallo IronFist,

Brüste als zusätzlicher Wasserspeicher klingt schon irgendwie interessant. Aber bei den Implantaten wird es sich ja wahrscheinlich eher um eine Einbahnstraße handeln.

Hannah von Niederaubach kann ja nicht wirklich über Laras kleinen Scherz lachen. Anscheinend lässt sie sich nicht gern auf der Nase rumtanzen. Es wird wohl kaum um den Schaden gehen, den Lara da angerichtet hat, zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass die Herrin nicht die Möglichkeiten hat, die körperlichen Auswirkungen fix zu beseitigen. Mir stellt sich sowieso schon länger die Frage, wie es wohl aussähe, wenn sich einer der dominanteren Charaktere einer Transformation unterzieht.

Mit besten Grüßen
Plit
197. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 29.12.20 18:48

Hallo plit,

wer lässt sich schon gern auf der Nase herumtanzen.
Vor allem für eine Herrin dürfte sowas ein absoltues No Go sein.

Mir erscheint der von Lara angerichtete Schaden aber durchaus relevant.
Hannah von Niederaubach kann die Auswirkungen natürlich mit einer Perücke kaschieren.

Von einer schnellen Beseitung des Schadens kann aber keine Rede sein.
Denn es dauert ja seine Zeit bis ihre Haare wieder nachgewachsen sind.

Hast du mal eine Frau erlebt, die mit ihren Haaren unzufrieden ist?
Meiner Erfahrung nach reagiert das weibliche Geschlecht in dieser Beziehung ziemlich empfindlich.

Von daher dürfte der armen Lara wohl eine harte Strafe bevorstehen.
Aber wie wird diese wohl aussehen?


LG
Fist
198. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 29.12.20 19:20

Teil 22


Die folgenden Tage musste ich in meiner Zelle verbringen. Gelangweilt starrte ich die Wände an und wünschte mir sogar, wieder Hausarbeiten verrichten zu dürfen. Denn das war allemal besser als hier nur herumzusitzen. Auf mein Bitten hin brachte mir Maria etwas zum Lesen. Allerdings hatte sie wohl nur die Erotik Abteilung gefunden. Was zur Folge hatte, dass ich nachts ziemlich seltsame Sexträume bekam. Die Pink Soda war abgesetzt worden, stattdessen bekam ich jetzt nur noch Milch zu trinken. Also sollte meine Brustvergrößerung jetzt wohl endgültig in die Tat umgesetzt werden. Nach einem Tag verspürte ich ein leichtes Spannen in der Brust und meine Nippel hatten sich ganz weit aufgerichtet. Und nach 3 Tagen hatte ich erstmals den Eindruck, dass meine Brüste tatsächlich gewachsen waren. Allerdings konnte das auch Einbildung sein. Jedenfalls waren meine Nippel jetzt dauererigiert und bei Berührung extrem sensibel. Am meisten beschäftigte mich jedoch, dass ich noch immer nicht bestraft worden war. Was hatte das zu bedeuten? Ich konnte mir nicht vorstellen, dass Hannah von Niederaubach meine Strafe vergessen hatte. Also plante sie bestimmt irgendetwas Gemeines für mich. Denn es war kein gutes Zeichen, wenn meine Strafe eine längere Vorbereitung benötigte. Maria erzählte mir, dass am kommenden Wochenende eine Party des Club XP stattfinden würde. Und zu diesem ganz besonderen Anlass dürfte ich dann auch wieder meine Zelle verlassen. Einerseits war ich froh, dass ich hier wieder raus durfte. Aber andererseits befürchtete ich, dass ich auf der Party verkauft werden sollte. Vielleicht war das ja meine Bestrafung und Hannah von Niederaubach hatte in der Zwischenzeit einen Käufer für mich gesucht. Mir schauderte allein bei dem Gedanken. In diesem Fall würde ich wohl als Sexsklavin für irgendeinen Perversen enden. Oder vielleicht auch in irgendeinem Bordell im Ausland. Wie auch immer, meine Zukunft wäre in beiden Fällen ruiniert.

Am Tag der Party brachte mir Maria ein opulentes Mittagessen. Sie meinte ich solle tüchtig reinhauen, denn am Abend würde ich all meine Kräfte benötigen. Näher erläutern wollte sie ihre kryptische Andeutung jedoch nicht. Was bei mir den Eindruck einer Henkersmahlzeit erzeugte. Mir war ziemlich mulmig zumute, denn ich befürchtete, dass mich heute meine Strafe einholen würde. Trotzdem beherzigte ich Marias Ratschlag und langte kräftig zu. Etwa eine Stunde nach dem Essen kam Hans in meine Zelle. Er legte mir Hand- und Fußschellen an, die zusätzlich noch mit Ketten verbunden waren. Ich kam mir vor wie ein Sträfling. Eigentlich fehlten nur noch der gestreifte Anzug und die schwere Eisenkugel an meinem Bein. Aus meiner Sicht war das eine völlig übertriebene Maßnahme, denn eine Flucht war mir doch gar nicht möglich. Aber vielleicht wollte Hans auch einfach nur vermeiden, dass er mir wieder hinterherlaufen musste. Er hakte erst eine Leine in meinen Halsreif ein und führte mich danach auf den Gang hinaus. Kleidung schien er für unnötig zu halten, weshalb ich splitternackt durchs Haus laufen musste. Meine Ketten machten einen Heidenlärm beim Gehen. Und auf der Treppe waren sie eine ziemliche Behinderung. Die Kette zwischen meinen Beinen war derart kurz, dass ich gerade so einen Fuß auf die nächste Stufe setzen konnte. Der Aufstieg wurde deshalb zu einer langsamen und auch mühsamen Angelegenheit. Oben angekommen war ich heilfroh, dass ich unterwegs nicht gestürzt war. Im Erdgeschoss wuselten jede Menge Leute herum, die ich noch nie zuvor gesehen hatte. Sie schleppten irgendwelches Zeugs durch die Gegend. Die Vorbereitungen für die Party schienen in vollem Gange zu sein. Es war mir etwas unangenehm, weil ich hier völlig nackt herumlief. Allerdings nahm kaum jemand Notiz von mir. Entweder waren diese Männer zu stark beschäftigt oder sie waren den Anblick einer nackten Frau so sehr gewöhnt, dass ich keinen zweiten Blick wert war. Ich war zwar nicht besonders scharf auf einen Nacktauftritt, trotzdem empfand ich es als Kränkung, dass ich von diesen Männern einfach ignoriert wurde. Ergab das irgendeinen Sinn? Eigentlich nicht.

Hans führte mich in einen kleineren Raum im Erdgeschoss. Dort öffnete er meine Handschellen und ersetze diese durch breite Ledermanschetten. Was sollte das werden? Er betätigte einen Schalter an der Wand, woraufhin sich eine Stange von der Decke absenkte. Ruckzuck waren die Manschetten an der Stange fixiert und schon ging es aufwärts. Und zwar solange bis ich auf meinen Zehenspitzen stehen musste. Dieser Mistkerl hatte sichtlich Freude an meiner misslichen Lage, denn er grinste übers ganze Gesicht hinweg. Er kam näher und nahm mir jetzt auch die Fußschellen ab. Schließlich wurden sie nicht benötigt, da ich ja nicht mehr weglaufen konnte. Hilflos hing ich an der Stange und musste die lüsternen Blicke von Hans ertragen. Obwohl ich es kurz zuvor noch als Kränkung empfunden hatte, dass ich nicht betrachtet worden war. So langsam wusste ich selbst nicht mehr, was ich wollte. Hans ließ mich allein und ich versuchte bei meinem Spitzentanz eine möglichst bequeme Position zu finden. Wenn ich den ganzen Abend so verbringen musste, dann könnte das eine ziemlich anstrengende Angelegenheit werden. Ob Maria mit ihrer Andeutung wohl diese Fesselung gemeint hatte? Ich probierte aus wie es war, wenn ich mich einfach hängen ließ. Jetzt drückte das Leder der Manschetten unangenehm auf meine Handrücken. Auf Dauer war das auch keine gute Lösung. Plötzlich musste ich an einen uralten Film denken. In diesem war eine Frau ganz ähnlich aufgehängt und dann ausgepeitscht worden. Oh Gott, nein! Panisch zappelte ich herum und versuchte mich zu befreien. Aber natürlich völlig vergeblich. Die Tür öffnete sich und eine mir unbekannte Frau trat ein. Über ihrer Schulter hing eine große Umhängetasche. Was wollte die hier?

» So schnell sieht man sich wieder! «, meinte die Frau lächelnd zu mir.

Als ich ihre Stimme hörte, zuckte ich innerlich zusammen. Das war die Tätowiererin Erika. Oh nein, nicht schon wieder. Ich brauchte nicht noch mehr Kunstwerke von ihr auf meinem Körper.

» Bleiben sie mir bloß vom Leib! «, fauchte ich zurück.

» Aber aber, wer wird denn so feindselig sein? «, meinte sie schmunzelnd.

» Ich meine es ernst, kommen sie mir mit ihrer blöden Maschine nicht zu nahe. «

Erika antwortete nicht darauf. Ihr Gesicht zeigte allerdings sehr deutlich, dass sie sich über meinen Ausbruch amüsierte. Ich war allerdings nicht zu Späßen aufgelegt. Beim letzten Mal lag ich gelähmt auf einem Sofa, aber diesmal konnte ich ihr Widerstand leisten. Denn trotz meiner Fesselung konnte ich immer noch Fußtritte austeilen. Heute würde sie mich jedenfalls nicht tätowieren, das schwor ich mir. Argwöhnisch beobachtete ich was Erika machte. Sie stellte ihre Tasche auf einen Tisch und breitete dort den Inhalt aus. Ich kannte mich mit den Arbeitsutensilien eines Tätowierers zwar nicht aus, aber das was sie da vorbereitete sah für mich eher wie eine Airbrush Pistole aus. Also ging es heute um Bodypainting und nicht um ein Tattoo. Erleichterung machte sich in mir breit. Trotzdem hatte ich nicht vor, mich einfach von ihr besprühen zu lassen. Es ging darum ein Zeichen zu setzen, dass ich nicht irgendein Gegenstand war, den man nach Belieben benutzen konnte. Mit anderen Worten, ich wollte dieser Frau beweisen, dass ich keine Sklavin war. Als Erika mit den Vorbereitungen fertig war, kam sie mit ihrer Airbrush Pistole auf mich zu. Ich wartete bis sie nahe genug war. Dann trat ich mit dem rechten Fuß zu. Erika wirkte überrascht, aber sie wich meinem Tritt trotzdem sehr geschickt aus.

» Was soll denn das? «, meinte sie kopfschüttelnd.

» Ich habe sie gewarnt. Wenn sie mir zu nahe kommen, dann werden sie ihr blaues Wunder erleben. «

» Das ist doch sinnlos. Lass den Quatsch! «

Erika kam wieder näher, diesmal allerdings etwas vorsichtiger. Ich beäugte sie und wartete auf meine Chance. Diesmal ließ ich sie näher herankommen als bei meinem ersten Versuch. Und als sie nur noch einen Meter entfernt war, schlug ich zu. Behände machte sie einen Schritt zur Seite, trotzdem erwischte ich sie am Bein.

» Jetzt reicht es mir aber mit dir! «, meinte sie verärgert.

Genugtuung machte sich in mir breit, dass sie mich nun nicht mehr belächelte. Endlich hatte sie begriffen, dass man mit mir nicht so umspringen konnte. Erika brachte ihre Airbrush Pistole wieder zum Tisch zurück. Sie wirkte erst ein wenig ratlos. Doch dann ging sie zu dem Schalter an der Wand. Wollte sie mich wieder runterlassen? Oder vielleicht noch weiter nach oben ziehen? Am Ende war es keins von beidem, denn stattdessen ließ sie eine zweite Stange von der Decke herab. Was sollte das? Sie ging zu einem Schrank und holte weitere Ledermanschetten heraus, an denen Karabinerhaken baumelten. Langsam begriff ich was sie vorhatte, sie wollte mich zwischen diesen beiden Stangen aufhängen. Aber nicht mit mir! Vorsichtig umrundete sie mich und ich drehte mich dabei mit. Wir belauerten uns gegenseitig, aber Erika hielt stets einen Sicherheitsabstand zu mir ein. So konnte ich sie nicht treffen. Ganz plötzlich machte sie einen flinken Schritt auf mich zu. Und genauso schnell trat ich nach ihr. Sie wich sofort wieder zurück und packte mein Bein. Als sie daran zog, verlor ich mit dem anderen Bein den Kontakt zum Boden. Jetzt hing ich hilflos in der Luft.

» Lass mich gefälligst los, du Miststück! «, fluchte ich.

» Du hast es nicht anders gewollt! «, meinte Erika ganz ruhig zu mir.

Verzweifelt versuchte ich ihr mein Bein zu entreißen, aber Erikas Griff war einfach zu fest. Sie zog mich ein Stück zur Seite, so dass ich mit meinem freien Fuß auch nicht mehr richtig zutreten konnte. Ich zappelte wild herum, was an meiner verzweifelten Lage aber nichts änderte. Schnell hatte sie eine der Ledermanschetten um mein Bein gelegt. Und wenig später war der Karabiner auch schon an der anderen Stange eingehakt. Jetzt war nur noch ein Bein von mir frei. Aber auch das sollte nicht lange so bleiben, da ich mich kaum noch wehren konnte. In Windeseile hing ich alle Viere nach oben gestreckt in der Luft. Ich kam mir vor wie ein erlegtes Stück Wild. Die zweite Stange wurde von Erika noch ein Stück höher gezogen, bis sie etwa auf gleicher Höhe war wie die erste.

» Ich hab dir doch gleich gesagt, dass Widerstand zwecklos ist! «, wurde ich von ihr verspottet.

Meine Antwort war eine unflätige Beleidigung, die mir aber auch nicht weiterhalf. Erika holte ihre Airbrush Pistole und machte sich dann ans Werk. Ich ließ die Prozedur über mich ergehen. Was blieb auch anderes übrig? Zuerst sprühte sie meinen Körper flächig mit einer weißen Farbe ein. Nur Kopf, Hände und Füße blieben davon verschont. Nach der Vollendung sah ich aus wie ein Schneemann. Erika wechselte ihre Airbrush Pistole und sprühte danach feine schwarze Linien auf meinen Körper. Diese Linien verband sie zu unregelmäßigen Flächen, die danach mit schwarzer Farbe ausgemalt wurden. Jetzt begriff ich endlich, was das darstellen sollte. Das waren Kuhflecken. Ich war nicht gerade begeistert, dass ich auf der Party das Rindvieh spielen sollte. Aber meine Meinung interessierte ja ohnehin keinen. Als meine Befleckung schließlich fertig war, grinste mich Erika zufrieden an. Sie packte ihre Sachen zusammen und verabschiedete sich mit einem dummen Spruch von mir.

» Ich und du, Hannahs Kuh! «, meinte sie lachend zu mir. Ja wirklich sehr witzig.

» Hannahs Esel, der bist du! «, vervollständigte ich ihren abgewandelten Kinderreim.

Erika machte ein dummes Gesicht. Mit dieser Antwort hatte sie wohl nicht gerechnet. Ich hing etwa eine halbe Stunde so herum, bis die Herrin den Raum betrat. Hannah von Niederaubach war heute recht leger gekleidet. Flache Schuhe, Jeans und dazu eine schlichte weiße Bluse. Spielte sie heute das Cowgirl? Vermutlich war ihre Kleidung eher den Partyvorbereitungen geschuldet. In erster Linie war ich aber darüber enttäuscht, dass sie sich inzwischen eine Perücke besorgt hatte. Wie gewohnt hatte sie nun schulterlanges schwarzes Haar und nicht mehr ihre wohlverdiente Glatze. Extrem schade, denn ich hätte liebend gerne ihre richtige Frisur bewundert. Sie begutachtete die Arbeit von Erika und schien damit zufrieden zu sein.

» Dann wollen wir deinen Look mal vervollständigen! «, meinte sie zu mir.

Hannah von Niederaubach ging zu dem Schrank und kam mit einem Paar Stiefel wieder zurück. Diese Stiefel waren weiß und hatten ebenfalls schwarze Kuhflecken. Aber das war nicht das eigentliche Problem daran. Denn was mich regelrecht schockte, das waren die Absätze dieser Teile. Die Dinger waren derart hoch, dass die Stiefel überhaupt keine Lauffläche mehr besaßen. Lediglich die Fußspitze berührte noch den Boden. Damit konnte doch kein Mensch laufen.

» Ich bin doch keine Ballerina! «, beschwerte ich mich.

Mein Einwand wurde jedoch einfach ignoriert. Hannah von Niederaubach ließ die beiden Stangen so weit herunter, bis ich mit meinem Hinterteil auf dem Boden saß. Dann klemmte sie mein rechtes Bein zwischen ihren Oberschenkeln fest. Die Ledermanschette wurde von der Stange gelöst und kurz darauf verschwand mein rechter Fuß in dem monströsen Stiefel. Ich konnte nicht sehen was sie da genau machte, weil ihr Körper im Weg war. Aber ich spürte ganz deutlich, wie es um meinen Fuß herum immer enger wurde. Ein paar Minuten später saß das Ding so fest, dass ich keinen Zeh mehr rühren konnte. Das Bein wurde wieder an der Stange fixiert und Hannah von Niederaubach nahm sich als nächstes meinem anderen Fuß an. Jetzt konnte ich erstmals einen Blick auf meine neuen Stiefel werfen. Es war seltsam meinen Fuß so völlig durchgestreckt zu sehen. Irgendwie sah das Teil aber auch richtig scharf aus. Bei diesen Stiefeln war der Begriff High-Heels auf die Spitze getrieben worden. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Wie es sich wohl anfühlte damit zu laufen? Ich würde es schon bald herausfinden. Allerdings bezweifelte ich, dass das bei mir besonders elegant aussehen würde. Sofern ich überhaupt damit laufen konnte. Kurze Zeit später war auch mein zweiter Fuß in so einem Stiefel verschwunden. Auf eine seltsame Art übte mein neues Schuhwerk eine starke Faszination auf mich aus. Diese Stiefel waren unpraktisch und mit Sicherheit extrem unbequem. Zur gleichen Zeit waren sie aber derart bizarr, dass man sie einfach lieben musste. Sie hoben den Begriff sexy auf ein ganz neues Level an. Machte mich das zum Vamp unter den Kühen? Ich musste wegen des Gedankens ganz kurz schmunzeln. Plötzlich stellte ich fest, dass ich mich jetzt sogar auf die Party freute. Wie war das denn passiert?


Fortsetzung folgt!
199. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Gummimaske am 30.12.20 12:01

Ein sehr schöner Abschluß für das alte Jahr.Natürlich bin ich nun gespannt,was auf der Party geschieht?
Auf alle Fälle wünsche ich ein gesundes neues Jahr und bitte weiter so.
200. RE: Skandal um Lara

geschrieben von BaldJean am 30.12.20 15:19

Seh schöne und interessante Wendung. Noch schöner hatte ich es allerdings gefunden, wenn die Schuhe überhaupt keine Absätze gehabt hätten, so dass sie wirklich ganz allein auf den Zehenspitzen gehen muss. So wie in diesem Video:

https://www.youtube.de/?watch?v=66YfQYSmgDg


Wie alle sich mit der Zeit verändernden Links zu YOUTUBE und Co. wird auch dieses automatisch verfälscht, weil langfristig nicht kontrollierbar ist, ob es stets den Nutzungsbedingungen des Forum entspricht. Also bitte generell drauf verzichten.

LG
SmartMan
Staff-Member
201. RE: Skandal um Lara

geschrieben von HeMaDo am 30.12.20 16:28

Hallo BaldJean,

kannst du bitte die Video-ID noch mal ohne den Link schreiben? Das Forum ist, was Youtube-links angeht immer noch kaputt.
(JaaJaa, ich weiß, it's not a bug, it's a feature (but it's an unneccecary featuer!))
202. RE: Skandal um Lara

geschrieben von BaldJean am 30.12.20 17:39

Aber gern:

nhttps://www.youtube.de/?watch?v=66YfQYSmgDg

Nimm einfach den ersten Buchstaben raus. Ich muss ihn einsetzen, weil sonst automatisch ein Link daraus gemacht wird.
203. RE: Skandal um Lara

geschrieben von plit am 31.12.20 19:13

Hallo IronFist,

Zitat
Mir erscheint der von Lara angerichtete Schaden aber durchaus relevant.
Hannah von Niederaubach kann die Auswirkungen natürlich mit einer Perücke kaschieren.

Von einer schnellen Beseitung des Schadens kann aber keine Rede sein.
Denn es dauert ja seine Zeit bis ihre Haare wieder nachgewachsen sind.


Was, der Salon 78 hat keine Wundermaschine für mehr Haarpracht parat?

Ja, mal schauen wie diese Strafe aussieht. Bis jetzt präsentiert sich die Herrin ja als echte Traumerfüllerin.

Einen guten Rutsch und mit besten Grüßen
Plit
204. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 01.01.21 19:49

Hallo Gummimaske,

auch von mir ein schönes neues Jahr.
Eigentlich kann es ja nur besser werden, denn das beschissene 2020 dürfte kaum zu toppen sein.

Auf der Party dürfte Lara einen tieferen Einblick bekommen, was im Club XP so alles abgeht.
Stellt sich nur die Frage, ob sie hinterher auch darüber berichten kann.


Hallo BaldJean,

leider konnte ich mir das Video nicht anschauen, weil ich das seltsame Phänomen habe, dass ich mit der Video-ID immer nur auf der Startseite von YouTube lande.

Trotzdem dürfte es eigentlich nur optisch einen Unterschied zwischen den Kuhstiefeln und Schuhen ohne Absätzen geben.
Denn allzu viel Halt dürften beide nicht geben. Und Lara kann vermutlich auch in beiden nicht laufen.

Ob das wohl bedeutet, dass sie eine eher ruhige Party haben wird?


Hallo HeMaDo,

verflixte Technik aber auch.


Hallo plit,

an den Salon 78 hatte ich noch gar nicht gedacht.
Aber wäre ein Haarwuchsmittel nicht eher etwas für Männer?

Vielleicht sollte ich ja mal dort anrufen.
Meiner wallenden Haarpracht könnte das nur guttun.

Ich denke Lara sollte sich auf der Party ganz gewaltig vorsehen.
Nicht dass ihr die Traumerfüllerin dort einen üblen Alptraum beschert.

Und natürlich wünsche ich auch dir ein gutes neues Jahr!


LG
Fist
205. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Darktail am 01.01.21 21:23

Mir wären Pferdehufe lieber
206. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 03.01.21 19:12

Hallo Darktail,

warum wundert mich das nicht?


LG
Fist
207. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Darktail am 03.01.21 20:03

Keine Ahnung ich weiß es nicht
208. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 05.01.21 18:34

Hallo Darktail,

dann muss ich wohl eine göttliche Eingebung gehabt haben.


LG
Fist
209. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 05.01.21 19:07

Teil 23


Hannah von Niederaubach befreite mich von meinen Fesseln, nachdem ich ihr versprochen hatte keinen Ärger mehr zu machen. Eine Flucht war mir ohnehin nicht möglich und irgendwie war ich jetzt auch neugierig darauf was kommen würde. Ich wurde auf einen Stuhl gesetzt und Hannah von Niederaubach fuhr mit meiner Einkleidung fort. Sie kam als nächstes mit einem mittellangem Paar Handschuhe daher. Diese Dinger waren aus weißem Latex und hatten ebenfalls schwarze Flecken. Das wirklich außergewöhnliche war jedoch, dass die Enden wie der Fuß einer Kuh aussahen. Damit wurde man tatsächlich zu einem Paarhufer. Wenig später steckten meine Hände auch schon in dem engen Latex. Die Teile trugen sich ähnlich wie Fausthandschuhe, denn ein Greifen war mir kaum noch möglich. Fasziniert bewunderte ich meine neuen Klauen, während die Herrin schon nach dem nächsten Utensil suchte. Es versetzte mich in ungläubiges Staunen, als sie schließlich auch noch mit einer Kuhmaske aus Latex daherkam. Eigentlich hätte mich das nicht weiter überraschen sollen, denn diese Maske war der logische nächste Schritt. Allerdings sah diese Maske extrem realistisch aus und sie besaß sogar Hörner. Auf diesen Teil meines Kostüms war ich eigentlich nicht so scharf, weil ich damit wohl ziemlich lächerlich aussehen würde. Natürlich wurde ich aber nicht nach meiner Meinung gefragt. Es dauerte nicht lange, da steckte ich auch schon in dem Latexmonstrum. Die Maske war unglaublich eng und klebte förmlich an meinem Kopf. Meine Sicht war etwas eingeschränkt, da eine langgezogene Schnauze aus der Maske herausragte. Das Atmen war an sich kein Problem, aber die Atemluft stank ganz furchtbar nach Latex. Richtig widerlich! Ich würde heute Abend wohl besser durch den Mund Luft holen. Schließlich brachte Hannah von Niederaubach den finalen Part meines Outfits. Denn eine Kuhglocke durfte natürlich nicht fehlen. Dieses Ding war ziemlich schwer und machte einen fürchterlichen Krach, als es mir um den Hals gehängt wurde. Peinlich berührt schämte ich mich für mein Kuhoutfit. Und gleichzeitig freute ich mich auf die verwunderten Blicke der Partygäste. Schließlich konnte mich unter dieser Maske ja niemand erkennen. Vermutlich war es der gleiche Effekt wie im Karneval, wo man unter einer anderer Identität plötzlich die Sau rauslassen konnte. Oder in meinem Fall die Kuh.

» So fertig. Wie findest du dein neues Outfit? «, fragte Hannah von Niederaubach.

Was sollte ich schon groß dazu sagen? Schließlich hatte ich mich noch gar nicht in einem Spiegel gesehen. Zudem war meine Meinung wohl auch ziemlich irrelevant. Denn ich bezweifelte, dass die Herrin mein Outfit ändern würde, falls es mir nicht gefiel. Also entschied ich mich für eine neutrale Antwort.

» Muuuuuuh! «, kam aus meinem Mund.

Ich war irritiert, denn das hatte ich eigentlich nicht sagen wollen. Hannah von Niederaubach lachte schallend und ich kam mir ziemlich blöde vor. Verärgert ließ ich einen spitzen Spruch los.

» Muuuuuuh! «, schallte es erneut.

Was zur Hölle? Warum machte ich plötzlich nur noch Kuhlaute? Die Antwort darauf bekam ich postwendend.

» Der Stimmenumwandler im Halsband der Glocke funktioniert! «, konstatierte die Herrin.

Ich hatte mich schon gewundert, warum ich nach meiner Meinung gefragt worden war. Jetzt war klar, dass dies nur ein Funktionstest für den Stimmenumwandler gewesen war. Keine Ahnung wie das Gerät genau funktionierte, aber am heutigen Abend würde ich wohl nur noch Muhlaute von mir geben können. Man hatte mich meiner Sprache beraubt, was ziemlich erniedrigend war. Aber aus irgendeinem unerfindlichen Grund reagierte mein Schritt darauf mit aufkommender Feuchtigkeit. Was war nur los mit mir?

Meine Einkleidung war damit abgeschlossen, weshalb mir die Herrin beim Aufstehen half. Die Stiefel stellten sich als noch schlimmer heraus, als ich sie mir vorgestellt hatte. Denn ich war nicht einmal in der Lage selbständig darin zu stehen. Hätte ich mich nicht an der Herrin abgestützt, wäre ich sofort umgefallen. Das konnte ja ein lustiger Abend werden. Zumal das Gleichgewicht nicht mein einziges Problem war. Meine Füße schmerzten bereits nach wenigen Sekunden, da die Zehen durch mein Körpergewicht zusammengepresst wurden. Ich wollte mir gar nicht vorstellen, wie sich das nach mehreren Stunden anfühlen würde. Da konnte ich nur hoffen, dass ich nicht den ganzen Abend Getränke servieren sollte. Die Herrin führte mich langsam zur Tür und unterstützte mich dabei beim Gehen. Wie der Storch im Salat stakste ich herum. Laufen konnte man das kaum nennen. Eines war jedenfalls gewiss, ohne Hilfe würde ich heute Abend nirgendwohin gehen. Und schon gar keine Getränke servieren, da diese wohl eher auf dem Boden als bei den Gästen landen würden. Wir hatten bisher nur ein paar Meter zurückgelegt, aber ich hatte jetzt schon das Gefühl, dass mich meine Füße umbringen würden. Wie sollte ich nur einen ganzen Abend mit diesen Stiefeln überstehen? Darüber hinaus ging mir auch die Kuhglocke bereits mächtig auf die Nerven. Ihr Gewicht zerrte an meinem Hals und ihr Lärm dröhnte in meinen Ohren. Aber da ich ja nur ein dummes Rindvieh war, interessierten meine Probleme natürlich nicht. Der Almauftrieb ins Obergeschoss begann!

Es wurde eine äußerst wacklige Angelegenheit. Jeder Schritt war ein Balanceakt und ich war ständig in Gefahr zu stürzen. Vor allem auf der Treppe war mir extrem mulmig zumute, da ich mich mit den Klauen nicht richtig am Geländer festhalten konnte. Glücklicherweise blieb ich aber unfallfrei. Hannah von Niederaubach brachte mich ins größte Zimmer des Hauses. Einen Tanzsaal mit Spiegeln an den Wänden. Zum ersten Mal konnte ich nun einen kompletten Blick auf mein Kuhoutfit werfen. Abgesehen von den höllischen Stiefeln sah das erstaunlich echt aus. Meine voll erigierten Nippel taten ihr Bestes um wie kleine Euter auszusehen. Nur lagen diese bei mir hinter den Vorderbeinen, somit also anatomisch nicht ganz korrekt. Zum Glück! Vor allem die Maske sah extrem realistisch aus. Eines war jedenfalls gewiss, erkennen würde mich auf der Party niemand. Was mich beruhigte, da ich in dieser peinlichen Aufmachung keinem Bekannten begegnen wollte.

Entlang den Wänden hatte man in U-Form Tische aufgestellt. Die meisten der Tische waren noch leer, aber auf einigen waren bereits Teile eines Buffets aufgebaut worden. Hier würde heute Abend also die Verpflegung der Gäste stattfinden. Erstaunt blickte ich auf die Tischdekoration. Eine Frau in einem weißen Ganzanzug kniete auf dem Tisch. Ihre Beine steckten in einem Sack und ihre Arme waren merkwürdig nach hinten abgewinkelt. Die Ellenbogen schienen zusammengefesselt zu sein, wodurch ihre Hände auf dem Po ruhten. Das sah für mich ziemlich unbequem aus. Der Hals der Frau wirkte ungewöhnlich lang, was für ihre Rolle aber durchaus Sinn ergab. Denn ihr Anzug und der Sack waren mit Federn übersät und aus ihrem Gesicht ragte ein Schnabel heraus. Mit anderen Worten, sie spielte einen weißen Schwan. Aber das war noch nicht einmal alles, denn dieser Schwan steckte mitten in einem Eisblock. Lediglich ihr Schnabel ragte aus dem Eis heraus. Wie kam man nur auf die Idee einen Menschen in eine Eisskulptur zu verwandeln? Ich fragte mich, ob dieser Schwan eine Puppe sein könnte. Dagegen sprach jedoch, dass ihr Schnabel aus dem Eis herausragte. Sowas machte nur dann Sinn, wenn die Skulptur auch atmen musste. Zudem hatte mir Janine erzählt, dass Frauen auf diesen Partys zu Möbelstücken umfunktioniert wurden. Da passte eine Eisskulptur gut ins Bild. Andererseits stellte ich mir dann aber die Frage, wie jemand länger in einem Eisblock überleben sollte, ohne dabei zu erfrieren. War der Anzug vielleicht geheizt? Aber dann würde das Eis von innen schmelzen. Das Ganze passte einfach nicht zusammen.

» Das ist ein Kunststoff und kein richtiges Eis! «, erklärte Hannah von Niederaubach.

Wie aufs Stichwort hatte sie meine Frage beantwortet. Konnte diese Frau Gedankenlesen? Wohl kaum, denn dann hätte sie jetzt keine Glatze. Vermutlich hatte sie einfach bemerkt, dass ich die Eisskulptur angestarrt hatte. Stellte sich nun aber die Frage, wie man die Frau da wieder rausbekommen wollte. Darauf bekam ich allerdings keine Antwort. Ein weiterer Beweis, dass die Herrin keine übersinnlichen Fähigkeiten besaß.

Sie führte mich auf die andere Seite des Saals. Dort hatte man bereits mehrere Torten aufgebaut. Keine Ahnung wer diese Kuchen gebacken hatte, jedenfalls sahen sie ziemlich lecker aus. Direkt daneben standen zwei etwa 30 Zentimeter hohe Plattformen auf dem Tisch. Und obenauf waren jeweils ein Paar Metallschellen montiert. Es bedurfte nicht allzu viel Fantasie, um deren Zweck zu erkennen. Damit konnte man jemanden festschnallen. Aber wozu? Im Nachhinein muss ich zugeben, dass dies eine dumme Frage war. Denn diese Schellen dienten natürlich dazu die Tischdekoration zu fixieren. Und dreimal dürft ihr raten, wer diese Dekoration spielen durfte. Richtig, ich! Wenige Minuten später war ich auf allen Vieren gefesselt. Da alle Schellen waagerecht angebracht waren, musste ich meine Unterarme flach auf die vordere Plattform legen. Was zur Folge hatte, dass ich meinen Po hinten weit in die Luft reckte. Dies war eine Einladung an jeden Partygast. Wenigstens hatte Erika mein peinliches Tattoo übersprüht. Denn ansonsten hätte ich mich wohl auf eine gehörige Tracht Prügel einstellen müssen. Doch dann wurde mir klar, dass dies wohl sowieso passieren würde. Schließlich war dies eine Party für die Perversen aus dem Club XP, die sich eine gute Gelegenheit für ein Spanking wohl kaum entgehen lassen würden. Mir schwante nichts Gutes für den heutigen Abend. Die Herrin schien mit meiner Positionierung auf den Plattformen zufrieden zu sein.

» Dann wollen wir mal einen Funktionstest machen! «, erklärte sie.

Ich war ganz am Ende des Tisches fixiert und direkt daneben stand ein Kaffeeautomat. Hannah von Niederaubach nahm sich eine Tasse und stellte diese in den Automaten. Dann drückte sie einen Knopf und hielt kurz darauf eine dampfende Tasse Kaffee in ihrer Hand. Mir war unklar, warum der Automat getestet werden musste. War er zuvor kaputt gewesen? In den Augen der Herrin zeigte sich ein gefährliches Funkeln, während sie auf ihr heißes Getränk pustete. Das war gar nicht gut! War jetzt die Zeit meiner Bestrafung gekommen? Lässig schlenderte sie zu mir und blieb seitlich von mir stehen. Alle meine Muskeln verkrampften sich, weil ich jeden Augenblick damit rechnete verbrüht zu werden. Glücklicherweise passierte aber nichts dergleichen. Mit großer Erleichterung stellte ich fest, dass die Herrin ihre Tasse zwischen den beiden Plattformen abgestellt hatte. Puh, da war wohl meine Fantasie mit mir durchgegangen. Plötzlich packte die Herrin meine rechte Brust und knetete sie sanft mit den Fingern durch. Überrascht stöhnte ich auf. Ich hatte mit einer Bestrafung gerechnet, stattdessen durchströmten mich nun angenehme Gefühle. Hannah von Niederaubach wusste ganz genau wie man das machen musste, denn ich spürte ganz deutlich, wie mich ihre Behandlung immer mehr anturnte. Mein Atmen hatte sich bereits in ein Hecheln verwandelt. Und dann passierte etwas völlig Unerwartetes. Aus den Augenwinkeln heraus sah ich, wie eine weiße Flüssigkeit in den Kaffee der Herrin tropfte. Erst konnte ich es kaum glauben, aber dann wurde deutlich, dass meine rechte Brust Milch abgab. Wie war das möglich? Schließlich war ich überhaupt nicht schwanger. Hatten die mir Hormone gegeben? Jetzt erst begriff ich, dass der Funktionstest gar nicht dem Kaffeeautomaten sondern dem Milchspender galt. Man hatte mich zu einer Milchkuh degradiert. Die Aussicht auf einer Party öffentlich gemolken zu werden beschämte mich. Gleichzeitig erzeugte der Gedanke aber auch ein Kribbeln in meinem Schritt. Als nächstes testete die Herrin auch meine andere Brust. Woraufhin meine Säfte in Strömen flossen. Und zwar nicht nur aus meinem Busen. Auch dieser Funktionstest verlief erfolgreich, weshalb die Herrin den Kaffeeautomaten mit einem Schild versah.

Milch ist leider aus. Bitte benutzen sie die Kuh nebenan!

Wie erniedrigend. Ich kam mir jetzt tatsächlich vor wie ein Stück Vieh. Was zweifelsohne auch so beabsichtigt war. Ob dies wohl die Rache der Herrin war? Erwartet hatte ich eigentlich eine körperliche Bestrafung, aber vielleicht ging Hannah von Niederaubach ja viel subtiler vor. Sie entmenschlichte mich und machte mich damit zu einem Teil ihres Buffets. Eine ziemlich perfide Methode. Die mich auch noch anmachte, was das wirklich Schlimme an dieser Sache war.

Damit waren die Vorbereitungen an der Michstation abgeschlossen und die Herrin ließ mich allein. Ich konnte noch immer kaum glauben, was soeben passiert war. Man hatte mich zu einem Nutztier gemacht. Oder einem Dekoobjekt. Eigentlich beides zugleich. Nicht einmal in meinen wildesten Träumen hätte ich mir vorstellen können, dass mir sowas gefallen könnte. Aber mein klatschnasser Schritt sprach da eine eindeutige Sprache. Ich hatte allerdings nicht die geringste Ahnung warum. Denn mein Kopf sagte mir ganz klar, dass ich hier missbraucht wurde. Ohne dass ich es wollte, war ich zu einem Teil meiner Story geworden. Trotzdem konnte ich der Situation aber durchaus etwas Positives abgewinnen. Litt ich vielleicht am Stockholm Syndrom? Plötzlich kam mir der Gedanke, dass der potentielle Menschenhandel vielleicht auch eine freiwillige Komponente haben könnte. Was wenn diese Frauen mit ihrer eigenen Zustimmung verkauft wurden? Das klang eigentlich vollkommen absurd, aber nach meinen eigenen Erfahrungen konnte ich diese Möglichkeit auch nicht mehr völlig ausschließen.

Die Vorbereitungen für die Party liefen auf Hochtouren. Fünf Bedienstete trugen Tablett um Tablett herein und platzierten die Speisen auf den Tischen. Mein Körper sehnte sich nach Zuwendung. Allerdings wurde ich von den Männern kaum beachtet. Als ob eine als Kuh verkleidete halbnackte Frau etwas völlig Normales wäre. Diese Typen arbeiteten nicht direkt für den Club XP, denn sie trugen Pullover mit dem Aufdruck „Hauptmann Partyservice“. Daher vermutete ich, dass sie die strikte Anweisung erhalten hatten die Tischdeko zu ignorieren. Ansonsten drohte vielleicht die Kündigung. Ein junger Mann schien allerdings trotzdem an mir interessiert zu sein. Immer wieder schielte er verstohlen in meine Richtung. Den Mut zu mir zu kommen, hatte er jedoch nicht. Am Abend würde ich aber mit Sicherheit noch genug Aufmerksamkeit bekommen, denn die Mitglieder des Club XP waren bestimmt weniger schüchtern.


Fortsetzung folgt!
210. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Gummimaske am 06.01.21 06:57

Eine wunderbare Fortsetzung der Geschichte.Mit Genuß lese ich jede neue Folge.Danke!
211. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erin am 06.01.21 18:32

Schöne Fortsetzung, wird ja immer interresanter
212. RE: Skandal um Lara

geschrieben von develdom am 06.01.21 19:35

eine schöne und geile geschichte, bin auf die fortsetzung gespannt!
213. RE: Skandal um Lara

geschrieben von plit am 08.01.21 02:33

Hallo IronFist,

Langsam findet Lara doch Gefallen. Es scheint mir auch schlimmere Rollen als das „Rindvieh“ bei einem Gelage des Club XP zu geben. Wildschwein bei Asterix und Obelix zum Beispiel

Wenn Lucy in Teil 25 wieder auftaucht, wird sie sicherlich auch zum Abendprogramm gehören. Aus der Erfahrung heraus würde ich tippen, dass dies im letzten Absatz von Teil 25 geschieht.

Beste Grüße
Plit
214. RE: Skandal um Lara

geschrieben von maximilian24 am 08.01.21 21:43

Also, ich bin von Frau Hannah von Niederaubach sehr beeindruckt! Was diese Frau an Ideen entwickelt, völlig neue Wege geht, und das offensichtlich auch noch erfolgreich! Gratuliere. Nicht zu überbieten.
215. RE: Skandal um Lara

geschrieben von CupC am 09.01.21 17:54

Wow, was für eine Party, und dabei sind wir noch beim Aufbau!

Mal sehen, was Du Lara (und uns) auf der Party alles an weiteren Überraschungen servierst!

Meine Ideen und Wünsche für's "Menü":

  1. ein Gast, der sie befreien könnte, wenn sich Lara bemerkbar machen könnte - doch es kommt nur "Muuh!" aus ihrer Maske
  2. Dr. Felgenhauer, der Lara vorschlägt, nach der Party eine dritte und vierte Milchtüte einzubauen, um auf die korrekte Anzahl von Zitzen zu kommen - und wie ihr Körper und ihr Geist reagiert, als sie gemolken wird und sich mehr wünscht
  3. ein anderer Gast, der die Kuh für seinen Stall kaufen möchte (und Lara fühlt sich noch mehr als Vieh und Ware gedemütigt und sie denkt noch bewußt und abwertend über Menschenhandel nach)
  4. ein weiterer Gast, der die Kuh ebenfalls kaufen möchte und in ein Wettbieten einsteigt (und Lara fühlt sich geschmeichelt und erregt, so begehrt zu sein; und sie will gekauft werden und denkt nur noch daran, einen hohen Preis erzielen ...)!

Bei so vielen Ablenkungen und Gefühlen fällt Lara erst viel später auf,
dass sie seither aus eigenem Antrieb und mit Wertschätzung von ihren "Eutern" spricht!

und
Du hast es geschafft, dass ich auch einige Tage nicht mehr an Lucy dachte ...

CupC
216. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 09.01.21 19:49

Hallo Gummimaske,

dein Lob freut mich sehr.
Dann hoffen wir mal, dass du auch zukünftig meine neuen Folgen gebießen wirst.


Hallo Erin,

so soll das ja auch sein.


Hallo develdom,

es freut mich, dass dir meine Geschichte gefällt.
Lassen wir die Spiele ... äh ... die Party beginnen!


Hallo plit,

ich denke eine Rolle als Wildschwein bei Asterix und Obelix würde gegen die Forenregeln verstoßen.
Und ehrlich gesagt möchte ich mir das auch gar nicht bildlich vorstellen.
Zitat
Wenn Lucy in Teil 25 wieder auftaucht, wird sie sicherlich auch zum Abendprogramm gehören. Aus der Erfahrung heraus würde ich tippen, dass dies im letzten Absatz von Teil 25 geschieht.

Höre ich da ein wenig Salz in deiner Stimme?
Gönn einem alten Mann doch mal einen Scherz.

Diesen aber zu wiederholen wäre ziemlich lahm.
Deshalb verspreche ich dir, dass Lucy in Teil 25 eine größere Rolle spielen wird.


Hallo maximilian24,

ich muss hier mal klarstellen, dass Hannah von Niederaubach meine Ideen gestohlen hat.
Deshalb habe ich sie auch von Lara mit einer Glatze bestrafen lassen.


Hallo CupC,

wow, was für ein Kommentar!
Man kann deutlich sehen, dass du dir wirklich Gedanken über meine Geschichte machst.

Du hast jede Menge Ideen, wie die Handlung weitergehen könnte.
Aber im Leben kommt es ja häufig anders als man denkt.

Also will ich dir mal einen Minihinweis geben.
In der nächsten Folge wird ein "alter Bekannter" in Erscheinung treten. Wer könnte das wohl sein?

PS: Ich wollte dir eigentlich keine schlaflosen Nächte wegen Lucy bescheren.


LG
Fist
217. RE: Skandal um Lara

geschrieben von andreas am 10.01.21 08:03

Eine tolle Fortsetzung und ich schon gespannt wie die Party läuft und wer so alles dabei ist. Da wird sicher das eine oder andere interessante passieren.

Schönen Sonntag
218. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erika2 am 11.01.21 07:58

Eine so spannende Geschichte, wie wird die Milchkuh Lara auf der Party noch benutzt?
219. RE: Skandal um Lara

geschrieben von DerMediziner am 11.01.21 12:47

Hallo IronFirst,
meinen Glückwunsch zu dieser Geschichte.
Sie ist sehr spannend, betrifft eine Art BDSM, die mich sehr interessiert und dieses auch noch in einer sehr angenehmen Weise geschrieben.

Einzig ist mir eins aufgefallen.
Natürlich wiederholen sich gewisse Inhalte und Praktiken. Daher vermute ich, dass die Art der Brustvergrösserung durch Implantate die im Körper wachsen und Gewebewasser aufnehmen Du Dir ausgeliehen hast von Blue_Bianca und ihrer Lebensgeschichte "Mein Leben als 24/7 BDSM Sklavin".
In der Tat eine hochinteressante Geschichte mit diesen Implantaten.
Und dadurch auch ein Gewinn für Deine Geschichte.

Alles Gute und auf eine baldige Fortsetzung hoffend
Der Mediziner
220. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Ihr_joe am 11.01.21 15:53

Hallo IronFist,

wieder einmal Danke für die spannende Geschichte!


"Als ob eine als Kuh verkleidete halb nackte Frau etwas völlig Normales wäre."


Na klar, an entsprechenden Orten... Oder bist Du anderer Meinung?

Merci schreibt einmal mehr
Ihr_joe

221. RE: Skandal um Lara

geschrieben von plit am 12.01.21 17:48

Hallo IronFist,

Zitat

Und ehrlich gesagt möchte ich mir das auch gar nicht bildlich vorstellen.

Ich auch nicht.

Zitat

Höre ich da ein wenig Salz in deiner Stimme?
Gönn einem alten Mann doch mal einen Scherz.


Es sei dir gegönnt. Am Ende tragen deine Cliffhanger und Andeutungen ja auch dazu bei, dass man sich auf jeden neuen Teil freut.

Mit Besten Grüßen
Plit
222. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 12.01.21 18:54

Hallo andreas,

schön, dass es dir gefallen hat.
Dann will ich euch mal nicht weiter auf die Folter spannen und die Party (ganz speziell für dich) sofort beginnen lassen.


Hallo Erika2,

auch dir ein Dankeschön für deine lobenden Worte.
Wie geht es weiter? Lass dich überraschen!


Hallo DerMediziner,

dann sage ich doch mal vielen Dank.

Beim Schreiben lasse ich mich aus vielen unterschiedlichen Quellen inspirieren.
Die von dir angesprochene Geschichte von Blue_Bianca habe ich jedoch gar nicht gelesen. Das werde ich jetzt allerdings nachholen!

Insofern haben wir wohl beide einfach nur die gleiche Idee gehabt.


Hallo Ihr_joe,

wieder einmal gern geschehen.

Mir ist so eine Kuh bisher jedenfalls noch nicht untergekommen.
Genauso wenig wie die lila Variante eines bekannten Schokoladenherstellers.

Offenbar halte ich mich immer an den falschen Orten auf.
Gib mir mal einen Tipp, wo muss ich denn da hin?


Hallo plit,

dann will auch ich gönnerhaft sein und dir deine nächste Dosis Lara verpassen.


LG
Fist
223. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 12.01.21 19:24

Teil 24


Etwa 30 Minuten später brachte Hans Maria in den Saal. Besser gesagt er schob sie auf einer Sackkarre herein. Maria steckte bis zur Taille in einem konisch zulaufenden Marmorsockel. Allerdings vermutete ich, dass der Sockel nicht wirklich aus richtigem Gestein bestand. Denn ähnlich wie bei dem falschen Eis dürfte es sich wohl auch hier um einen Kunststoff handeln. Der Oberkörper von Maria war komplett nackt, allerdings war ihre Haut mit Farbe besprüht worden. Erika hatte dabei so gute Arbeit geleistet, dass man den Sockel farblich kaum noch von Marias Körper unterscheiden konnte. Irgendwie erinnerte mich ihr Anblick an eine antike Büste. Nur dass Maria dafür obenherum zu gut gebaut war. Und sie noch ihre natürliche Gesichtsfarbe besaß, was für mich keinen Sinn ergab. Wenn man schon eine klassische Statue aus ihr machte, dann doch wohl komplett. Hans karrte Maria in die Mitte des Raumes und lud sie dort ab. Er drehte den Sockel ein Stück, so dass mir nun Marias Rückseite zugewandt war. Ihre Arme waren hinter dem Rücken zusammengebunden und die Hände verschwanden in dem Marmor. Mit anderen Worten, das Kunstwerk Maria konnte sich kaum noch rühren. Zum Abschluss wurde ihr von Hans noch eine extrem unförmige Maske über den Kopf gezogen. Das sah irgendwie merkwürdig aus. Doch meine ästhetischen Bedenken wurden umgehend beseitigt. Aus einer kleinen Pressluftflasche ließ Hans Gas in die Maske strömen. Wie ein Luftballon blies sich das Ding auf und machte aus Marias Kopf eine marmorierte Kugel. Deshalb war ihr Gesicht also nicht besprüht worden, weil es unnötig war. Meiner Meinung nach hätte das Kunstwerk ohne den Kugelkopf besser ausgesehen, denn das hatte einfach einen klassischeren Look. Aber über moderne Kunst konnte man ja schon immer streiten. Leider konnte ich das Gesamtkunstwerk nur von hinten sehen, aber Maria machte auch aus dieser Perspektive eine verdammt gute Figur. Wie hatte mein Lehrer in der Schule immer gepredigt: „Kunst muss leben“. Irgendwie bezweifelte ich aber, dass er das so wörtlich gemeint hatte. Nach und nach wurden noch drei weitere Marmorstatuen hereingekarrt und in der Mitte des Saales aufgestellt. Ich war ein wenig irritiert, denn warum sollte man das gleiche Kunstwerk in mehrfacher Ausfertigung herstellen. Erst als Hans kleine Schalen mit Nüssen auf die Sockel stellte, fiel bei mir endlich der Groschen. Das waren gar keine Kunstwerke sondern Stehtische. Jetzt machten auch die aufblasbaren Masken einen Sinn. Sie dienten der Privatsphäre der Gäste, damit diese nicht von ihren Tischen belauscht wurden. Janine hatte mir ja bereits von lebenden Möbelstücken erzählt, jetzt bekam ich einen persönlichen Eindruck davon. Als ich damals im Internet darüber recherchiert hatte, kam mir das ziemlich bizarr und abwegig vor. Und es gab sogar einen eigenen Namen dafür, nämlich Forniphilie. Nach eigener Anschauung konnte ich eine gewisse Faszination dafür aber nicht mehr leugnen.

Die Zeit bis zum Beginn der Party war mir wie eine Ewigkeit vorgekommen. Endlich trudelten die ersten Gäste ein. Anfangs fanden nur männliche Gäste den Weg in den Saal. Und alle trugen dunkle Anzüge oder Smokings. Ich konnte eine gewisse Enttäuschung nicht verhehlen, denn ich hatte Leder, Lack und Latex erwartet. Stattdessen hatte das hier mehr etwas von einem Opernball und nicht von einer Fetischparty. Dieser erste Eindruck wurde jedoch sofort zerstört, als eine Frau den Saal betrat. Wobei betreten eigentlich der falsche Ausdruck war, denn sie war angeleint und kroch auf allen Vieren hinter ihrem Meister her. Ihr kurzes Röckchen war nach oben gerutscht, so dass sie ihren nackten Hintern präsentierte. Die Brüste der Frau waren enorm und berührten fast den Boden. Ohne ihr knallenges Latextop würde das vermutlich sogar passieren. Geschminkt war sie in den knalligsten Farben, dagegen wirkte sogar mein Salon 78 Makeup dezent. Mir fiel für ihren Look nur ein einziger Ausdruck ein. Nuttig! Die Frau machte jedoch nicht den Eindruck, als ob sie von ihrem Aussehen peinlich berührt wäre. Ganz im Gegenteil, sie schien ihre Wirkung auf die Männerwelt durchaus zu genießen. Vor ein paar Wochen hätte ich über diese Frau nur den Kopf geschüttelt und sie als billige Schlampe angesehen. Inzwischen konnte ich ihre Neigungen aber sogar nachvollziehen. Auch wenn ich sie noch immer nicht verstand.

Langsam füllte sich der Saal. Bisher hatte noch kein Gast die Milchkuh in Anspruch genommen. Wodurch ich mich irgendwie zurückgesetzt fühlte. Eigentlich ziemlich bekloppt, wenn man darüber nachdachte. Aber die Zeit für Kaffee und Kuchen würde sicher noch kommen. Plötzlich erblickte ich Hannah von Niederaubach, sie hatte sich bei Oliver Lehmann eingehakt. Die beiden plauderten miteinander und kamen direkt auf mich zu. Ich musste zugeben, dass Lehmann in seinem Smoking richtig gut aussah. Was aber natürlich nichts daran änderte, dass er ein Scheißkerl war. Hannah von Niederaubach trug ein langes schwarzes Kleid aus Leder. Der Rock hatte seitlich einen Schlitz, wodurch man ihre langen bestrumpften Beine sehen konnte. Ihr Look war sexy und elegant zugleich. Die beiden blieben neben mir stehen und betrachteten mich.

» Erkennst du diese kleine Sklavin wieder? «, fragte Hannah von Niederaubach ihren Begleiter.

» Wie sollte ich? Hinter der Kuhmaske könnte jede beliebige Schlampe stecken! «, antwortete er.

» Ich bin keine Schlampe, du Arschloch! «, dachte ich mir.

» Stimmt schon. Ich gebe dir einen kleinen Tipp, sie ist Reporterin. Oder besser gesagt, sie war Reporterin. «

Lehmann grinste übers ganze Gesicht. Dann ging er um mich herum und schaute mir direkt in die Augen. Nun stellte ich fest, dass er auch noch richtig gut roch. Aber auch das änderte nichts daran, dass er ein Scheißkerl war. Böse funkelte ich zurück. Am liebsten hätte ich ihm gesagt was ich von ihm hielt, aber ein „Muh“ war wenig überzeugend.

» Warum hast du ihr denn nicht einen schönen großen Ring durch die Nase gezogen? Zu einer Kuh hätte das doch ganz wunderbar gepasst! «, fragte Lehmann.

» Das wollte ich, aber Edgar hat andere Pläne mit ihr. «

» Edgar ist viel zu sanft mit seinen Sklavinnen! «, grunzte Lehmann enttäuscht.

Ich hatte keine Ahnung wer Edgar war, aber ich war ihm dankbar, dass er mir einen Nasenring erspart hatte. Nicht auszudenken wenn ich mit so einem Ding in der Öffentlichkeit herumlaufen müsste. Das wäre an Peinlichkeit kaum zu überbieten. Vor allem weil sich so ein Teil nicht verstecken ließ. Als ich so darüber nachdachte wurde mir klar, dass dieser Edgar Einfluss im Club XP besitzen musste. Bisher war ich ja davon ausgegangen, dass Hannah von Niederaubach die Chefin wäre. Aber vielleicht war das ja gar nicht der Fall. Und vielleicht war genau dieser Edgar ja auch der Grund dafür, weshalb ich bis heute noch nicht für meinen Streich bestraft worden war. Eigentlich war es ja nur gut für mich, wenn die Herrin nicht schalten und walten konnte wie sie wollte. Allerdings hatte ein Mann, der im Hintergrund die Fäden zog, auch etwas Bedrohliches. Irgendwie klang das ein wenig nach Mafia Pate. Ein extrem mulmiges Gefühl kam auf einmal in mir auf. Schließlich hatte dieser Edgar angeblich Pläne mit mir. Was immer das auch bedeuten sollte. Könnte diese Story vielleicht noch wesentlich größer sein als vermutet?

» Möchtest du einen Kaffee? «, fragte Hannah von Niederaubach.

» Nein danke! «, antwortete Lehmann.

» Wirklich nicht? «, sie deutete dabei auf das Schild am Automaten.

Das Grinsen von Lehmann verwandelte sich in eine fiese Grimasse. Dann änderte er seine Meinung und wollte plötzlich doch einen Kaffee. Was wohl kaum mit dem Getränk an sich zu tun hatte. Oh Shit, ausgerechnet dieser Widerling würde der erste Gast sein, der mich molk. Genüsslich stellte er seine Tasse direkt unter meinen Brüsten ab. Bleib mir vom Leib, du Mistkerl! Eine Sekunde später spürte ich auch schon seine Finger an meinem Busen. Es ekelte mich vor diesem Kerl. Gleichzeitig stellte ich jedoch fest, dass er mit seinen Händen sehr geschickt war. Ich hasste mich selbst dafür, aber in meinem Schritt begannen schon wieder die Säfte zu fließen. Das konnte doch wohl nicht wahr sein, dass mich dieser unangenehme Typ aufgeilte. Meine Atmung beschleunigte sich und ich spürte ganz deutlich, wie sich langsam ein Höhepunkt aufbaute. Nein, bitte nicht!

» Muuuuuuh! «, schrie ich kurze Zeit später heraus.

Lehmann lachte schallend. Und ich wand mich in einem Orgasmus. Der Höhepunkt war extrem intensiv und ich brauchte mehrere Minuten um wieder klar im Kopf zu werden. Ich war völlig verwirrt und hatte Schwierigkeiten meine Gefühle zu sammeln. Ehrlich gesagt hätte ich niemals geglaubt, dass Lehmann so zärtlich sein konnte. Aber auch dies änderte natürlich nichts daran, dass er ein Scheißkerl war. Allerdings konnte ich jetzt verstehen, dass es Dinge an diesem Mann gab, die Janine mochte. Apropos Janine, wo war sie? Sollte sich Lehmann nicht besser um seine Freundin kümmern, anstatt menschliche Milchkühe in einen Orgasmus zu treiben? Was mal wieder bewies, dass er ein Scheißkerl war. Falls ich das zuvor noch nicht erwähnt haben sollte. Hannah von Niederaubach tätschelte meine Wange und beugte ihren Kopf zu mir herunter.

» Unsere Lara entwickelt sich. Schon sehr bald wird sie eine gut erzogene Sklavin sein! «, meinte die Herrin mit einem breiten Lächeln.

Mein erster Impuls war lautstark zu widersprechen. Schließlich war mein Orgasmus einzig der außergewöhnlichen Situation geschuldet. Redete ich mir zumindest ein. Da ich im Moment aber nicht zu einem Streitgespräch fähig war, starrte ich sie nur stumm an. Aus dem Augenwinkel heraus bemerkte ich, dass ihre Haare auf meiner linken Hand lagen. Ich bewegte meine Klaue und versuchte ihre Haare damit einzuklemmen. Als sich die Herrin wieder aufrichtete, erlebte sie eine kleine Überraschung. Die Perücke blieb an meiner linken Klaue hängen und wurde ihr vom Kopf gerissen. Entsetzt fasste sich Hannah von Niederaubach an die Glatze.

» Muuuuuuh! Muuuuuuh! «, lachte ich heraus.

Schadenfreude war doch die schönste Freude. Vor allem hatte ich endlich das Ergebnis meines kleinen Shampoo Streichs zu Gesicht bekommen. Sie sah einfach nur zum Schießen aus. Die Herrin schien das allerdings nicht so komisch zu finden und verpasste mir eine schallende Ohrfeige. Aber das war es mir allemal wert gewesen.

» Sag mal Hannah, hast du ausprobiert wie es ist eine Sklavin zu sein? «, spottete Lehmann.

Die Herrin funkelte ihn böse an. Dann riss sie mir die Perücke aus der Hand und setzte sie hektisch wieder auf. Allerdings saß ihr Haarteil nun leicht schief, was bei mir ein Schmunzeln erzeugte. Denn nun konnte jeder Beobachter erkennen, dass diese Haare nicht echt waren. Lehmann legte noch einmal mit einem blöden Spruch nach.

» Warum hast du mich nicht einfach gefragt, ich hätte dich sehr gern übers Knie gelegt. Auch ohne eine Glatze. «

» Bei deinen Püppchen magst du der King sein. Für eine richtige Frau bist du aber nicht stark genug! «, giftete Hannah von Niederaubach zurück.

Sein Gesicht fror ein und die beiden starrten sich wütend an. Zog da etwa ein Gewitter im Paradies auf? Mir sollte das recht sein. Denn Streit innerhalb des Club XP konnte für mich nur positiv sein. Die Stimmung zwischen den beiden war nun eisig. Es kam mir sogar fast so vor, als spürte ich den kalten Lufthauch. Vermutlich lag das aber eher daran, dass mein Schweiß auf der Haut verdunstete. Wenig später zogen die beiden ab. Und zwar in getrennte Richtungen. Sehr schön!

Nach etwa einer Stunde wurde es deutlich leerer in dem Saal. Die Party verlagerte sich in die anderen Räume der Villa. Ich war enttäuscht, dass außer Lehmann noch niemand meine Dienste in Anspruch genommen hatte. Laut muhte ich meine Frustration heraus. Dadurch wandten sich zwar ein paar Köpfe in meine Richtung, aber näher kommen wollte trotzdem niemand. Was für eine Scheißparty, am liebsten wäre ich sofort gegangen. Gelangweilt schaute ich mich um. Ein Gast spielte an den Nippeln seines Stehtischs herum, wodurch Eifersucht in mir aufkam. Und das obwohl ich den Kerl nicht einmal kannte. Was war nur los mit mir? Ich benahm mich hier wie eine notgeile Schlampe. Sofort kam in mir die Erinnerung auf, dass mich Lehmann vorhin genau so betitelt hatte. Reiß dich endlich mal am Riemen, es kann doch nicht sein, dass dieser Typ auch noch recht hat. Ich versuchte meine Gedanken in eine nicht erotische Richtung zu lenken. Weshalb ich mich auf meinen Artikel konzentrierte. Die Veröffentlichung der Story würde ein Erdbeben auslösen. Zumal ich nun sogar ein neues Puzzlestück kannte. Vorhin hatte ich Frank Hartmann am Buffet gesehen. Obwohl nicht mehr im Amt, hatte er als ehemaliger Ministerpräsident von Bayern bestimmt noch immer sehr gute Kontakte. Eines war jedenfalls klar, mit dieser Story würde ich mir sehr mächtige Feinde schaffen. Und diese würden sicher in irgendeiner Weise zurückschlagen. Keine Ahnung wie weit die dabei gehen würden, aber die Konsequenzen würden mir sicher nicht gefallen. In diesem Moment schloss sich mein gedanklicher Kreis. Denn ich war gerade dabei die Konsequenzen zu spüren. Genau deshalb war ich hier. Nur dass sie mir auf eine merkwürdig verschrobene Art eben doch gefielen. Ob das mit zum Racheplan dieser Leute gehörte?


Fortsetzung folgt!
224. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Ihr_joe am 12.01.21 19:37

Hallo IronFist...

Zitat

... nie untergekommen
Eine? Hunderte!

Lach, wer Böses dabei denkt... oder so!

Ihr_joe
225. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erin am 12.01.21 21:22

Na das kann ja noch was geben , bin gspannt wie es weiter geht!!!
226. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Gummimaske am 13.01.21 06:51

Ich kann mich nur anschließen .Die Story bleibt spannend und interessant.
227. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erika2 am 13.01.21 14:15

Hallo IronFist,

eine wunderbare spannende Geschichte und ein schöner Schreibstil. Bin schon gespannt wie oft die arme (besser die beneidenswerte) Lara noch muhen muss bzw. darf.

Lieben Dank

Erika
228. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 15.01.21 19:32

Hallo Ihr_joe,

hierbei handelt es sich wohl um die Schwarzwälder Hochlandrinder.

Deren Verbreitung scheint aber sehr lokal zu sein.
Weshalb sie mir wohl auch noch nie begegnet sind.


Hallo Erin,

vielleicht nimmt die "Scheißparty" für Lara ja noch eine positive Wendung.
Wie auch immer, sie dürfte wohl bis zum "bitteren" Ende bleiben.


Hallo Gummimaske,

du willst dich also auch der Party anschließen.
Bist du überhaupt ein Mitglied im Club XP?


Hallo Erika2,

zuerst einmal vielen Dank für deine lobenden Worte.

Wenn du Lara beneidest, dann bewerb dich doch mal bei Hannah von Niederaubach.
Vielleicht hat sie ja noch eine Stelle als Milchkuh frei.


LG
Fist
229. RE: Skandal um Lara

geschrieben von plit am 16.01.21 18:20

Hallo IronFist,

Als du einen „alten Bekannten“ angekündigt hast musste ich irgendwie an einen extravaganten Künstler denken. Vielleicht urteile ich auch wieder voreilig. Die Party ist ja noch nicht vorbei.

Ich hoffe für Lara, dass Hanna von Niederaubach nicht die Absicht hinter ihrem Perückenunfall erkennt. Andererseits scheint Lara ja mittlerweile unter dem „Schutz“ dieses Edgars zu stehen.

Mit besten Grüßen
Plit
230. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 18.01.21 19:38

Hallo plit,

du hast durchaus recht, James Varga hätte in dieses Setting sehr gut reingepasst.
Zumal er ja auch gar nicht so weit weg von München wohnt.

Lara hat bereits so viel auf ihrem Kerbholz, dass diese Aktion wohl nicht mehr groß ins Gewicht fällt.
Wenn Hannah so könnte wie sie wollte, dann hätte Lara das wohl schon längst zu spüren bekommen.

Stellt sich bloß die Frage, was für Pläne dieser geheimnisvolle Edgar mit ihr hat.
Ist er wirlich ein "Beschützer" oder wünscht sich Lara später womöglich doch lieber eine Bestrafung durch Hannah von Niederaubach?

Verraten werde ich das jetzt natürlich nicht!


LG
Fist
231. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 19.01.21 19:04

Teil 25


Meine Frustration stieg immer weiter an, denn die Party lief weitgehend an mir vorbei. Zwar hatte mich noch ein zweiter Gast gemolken, aber dieser besaß leider nicht die gleiche Fingerfertigkeit wie Lehmann. Er zerrte mehr an meinem Busen herum. Es gelang diesem Mann zwar mir etwas Milch zu entlocken, aber mein Schritt zeigte sich von seiner Behandlung vollkommen unbeeindruckt. Dieser Kerl musste um die 50 gewesen sein, da sollte man eigentlich meinen, dass er im Umgang mit den Brüsten einer Frau mehr Übung hätte. Aber es gibt wohl bei allem Menschen, die etwas weniger Talent besitzen. In diesem Moment kamen zwei Männer durch die Tür herein. Und zwischen ihnen stöckelte eine nackte Frau auf unglaublich hohen Schuhen. Sie musste auf den Zehenspitzen laufen, so hoch waren ihre Absätze. Diese Schuhe waren meinen Stiefeln nicht unähnlich, nur dass die Frau wesentlich besser damit laufen konnte als ich. Das bizarre Schuhwerk war aber nicht der eigentliche Grund für mein Erstaunen. Denn diese Frau war das Wesen aus dem geheimen Labor im Keller. Anscheinend hatte man sie aus dem Tank herausgelassen. Ihr Aussehen machte mich einfach nur sprachlos. Man könnte es wohl am besten mit Gummipuppe beschreiben. Die Haut war rosa und glänzte sehr stark. Po und Brüste schienen jetzt sogar noch größer zu sein als kürzlich im Labor. Am verstörendsten waren jedoch Mund und Muschi dieser Puppe. Denn diese waren eigentlich nur noch große knallrote O’s. Ich konnte es kaum glauben und starrte das rosa Etwas ungläubig an. Warum tat man einem Menschen sowas an? Als die drei etwas näher waren, bekam ich noch einen weiteren Schock verpasst. Denn oberhalb der Brüste stand in schwarzen Lettern „Sexdoll Lucy“. Scheiße das war wirklich meine Kollegin. Was hatten diese Monster nur aus ihr gemacht? Sie hatte jetzt tatsächlich mehr Ähnlichkeit mit einer Sexpuppe als mit einer Frau. Und das nicht nur äußerlich, denn sie verhielt sich auch so. Besser gesagt so, wie man das bei einer lebendigen Sexpuppe wohl erwarten würde. Denn die Hände von Lucy verschwanden in den Hosen ihrer beiden Begleiter. Einfach nur zum Fremdschämen. Dabei war ich selbst zur menschlichen Milchkuh mutiert.

Die drei marschierten wenige Meter an mir vorbei zum Buffet. Lucy schien mich nicht erkannt zu haben. Wie auch unter dieser Maske. Ich muhte so laut wie ich konnte, aber Lucy ignorierte mich einfach. Einer ihrer Begleiter drehte jedoch kurz seinen Kopf zu mir. Er hatte einen abwesenden Gesichtsausdruck, an dem Lucys Hand bestimmt nicht ganz unschuldig war. Vor dem Buffet ging Lucy auf die Knie und öffnete die Hose von einem der Männer. Ruckzuck war sein bestes Stück in dem großen roten O in ihrem Gesicht verschwunden. Lucy bewegte den Kopf langsam vor und zurück, während der Mann zu stöhnen begann. Der andere Mann hingegen bediente sich am Buffet. Vermutlich eine Stärkung bevor auch er die Sexpuppe benutzte. Das sich bietende Schauspiel war entwürdigend. Obwohl ich natürlich kein Recht hatte Lucy dafür zu kritisieren, denn mein Dasein als Milchkuh konnte man auch nicht gerade als würdevoll bezeichnen. Beide wurden wir benutzt, wenn auch zu anderen Zwecken. Und wir waren auch beide nicht freiwillig in dieser Lage. Auf einmal stellte ich mir die Frage, ob Lucy wohl ebenfalls eine sexuelle Erregung dabei verspürte. Eigentlich war das eher unwahrscheinlich, schließlich war sie lesbisch veranlagt. Ihr großer Eifer beim Blasen ließ wiederum anderes vermuten. Vielleicht war sie ja Bi und hatte sowohl mit Männern als auch Frauen Sex. Die Sexpuppe Lucy hatte den ersten Kerl bereits verschlissen und stürzte sich gierig auf den zweiten Mann. Dieser schob sich gerade ein Stück Pastete in den Mund als sie über ihn herfiel. Der Mann landete auf dem Rücken und sie zerrte seine Hose herunter. Dann setzte sie sich auf ihn und ein wilder Ritt begann. Wenn man das so sah, dann hatte man fast den Eindruck, dass die Sexpuppe die Männer benutzte und nicht umgekehrt. Privat kannte ich Lucy zwar nicht näher, aber ich hätte bei ihr kein so hemmungsloses Verhalten vermutet. Doch dann erinnerte ich mich daran, wie sie bei unserem Einbruch Hans und seinen Kollegen aufgemischt hatte. Auch dort war sie extrem aggressiv vorgegangen. Daher war die Heißblütigkeit der Sexpuppe Lucy vielleicht doch nicht ganz so überraschend. Nach wenigen Minuten sackte der Körper des Mannes erschöpft zusammen. Lucy stand auf und blickte sich um. Sie schien nach einem neuen Opfer Ausschau zu halten. Eine Blondine in einem schwarzen Paillettenkleid schritt auf den Ausgang zu. Bisher war mir diese Frau noch gar nicht aufgefallen. Was vermutlich daran lag, dass die Sexpuppe Lucy all meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte. Irgendwie passte die blonde Frau nicht hierher, denn sie sah überhaupt nicht wie eine Sklavin aus. Sie war elegant gekleidet und verströmte eine Aura von Selbstbewusstsein. Ob sie vielleicht ein Mitglied des Club XP war? Das war durchaus möglich, denn natürlich konnten auch Frauen perverse sexuelle Gelüste haben, die sie dann in so einem Club auslebten. Die Sexpuppe Lucy stöckelte hüftschwingend hinter der Blondine her. Ich war schwer beeindruckt, wie gut sie mit diesen Killerheels laufen konnte. Dabei hätte ich mir wohl eher die Beine gebrochen. Dummerweise verschwanden die beiden durch die Tür nach draußen, so dass ich nicht mehr mitbekam was danach passierte. Wie schade! Nach dem was ich kurz zuvor gesehen hatte, stand der Blondine aber wohl ein aufregendes sexuelles Abenteuer bevor.

Die Stunden vergingen und auch ich kam im weiteren Verlauf der Party noch auf meine Kosten. So manch ein Gast stellte sich als kompetenter Senner heraus. Ich fühlte mich inzwischen ziemlich ausgelaugt und leer. Schließlich hatte ich mehr Milch gegeben, als ich je für möglich gehalten hätte. Aber auch ein paar Orgasmen hatten sicher Anteil an meiner Erschöpfung. Zu später Stunde wartete noch eine Überraschung auf mich. Ein gut gekleideter älterer Herr kam mit zwei Frauen im Schlepptau auf mich zu. Als ich ihn erkannte staunte ich nicht schlecht, denn es handelte sich um den netten Gärtner. Er war also doch ein Mitglied im Club XP. Dabei hatte er auf mich so harmlos gewirkt. Das erklärte natürlich, warum mein Brief bei Hannah von Niederaubach gelandet war. Man durfte hier wirklich niemandem vertrauen. Aber auch sein mitgebrachter Harem versetzte mich in Erstaunen. Die beiden Frauen waren von Kopf bis Fuß verschleiert. Allerdings bestanden die Schleier aus einem transparenten Material, so dass sie quasi nackt herumliefen. Seine beiden Haremsdamen hatten eine unglaublich gute Figur. Lange schlanke Beine, knackiger Po, eine schmale Taille und dazu noch schöne feste Brüste. Da konnte man direkt neidisch werden. Wo hatte er diese beiden Grazien bloß ausgegraben, bei einem Miss World Wettbewerb? Das wirklich Erstaunliche war jedoch, dass die beiden Frauen auch noch völlig identisch aussahen. Ich konnte sie jedenfalls nicht unterscheiden. Eigentlich konnte das nur bedeuten, dass sie Zwillinge waren. Die Arme der beiden Schwestern waren nicht sichtbar. Weshalb ich vermutete, dass sie auf dem Rücken gefesselt waren. Beide Frauen waren mehrfach gepierct und mit goldenen Ringen ausgestattet. Dünne Kettchen verbanden die Ringe miteinander, wodurch sich ein goldenes Geflecht über ihre Körper zog. Angefangen bei den Ohren über Nase, Brustwarzen und Nabel bis hinunter in den Schritt. Ob er seine Haremsdamen wohl gekauft hatte? Denn irgendwie erschien es mir unwahrscheinlich, dass gleich beide Schwestern sexuell unterwürfig sein sollten. Allerdings wurde Zwillingen ja auch eine ganz besondere Verbindung nachgesagt. Vielleicht konnten sie bei den sexuellen Vorlieben ja dann doch ähnlich ticken. Als sich die Gruppe bis auf wenige Meter genähert hatte, trat ein mir unbekannter Mann zu dem Trio.

» Edgar, schön dich zu sehen! «, begrüßte er den Gärtner.

Edgar? Irritiert runzelte ich die Stirn. Der Gärtner konnte doch unmöglich der Chef des Club XP sein. Warum sollte der Big Boss hier den Rasen mähen? Das machte einfach keinen Sinn. War Edgar vielleicht doch nicht der Chef des Club XP? Aber warum sollte sich Hannah von Niederaubach dann von seiner Meinung beeinflussen lassen? Egal wie ich es auch drehte, es passte einfach nicht zusammen. Vielleicht gab es ja mehr als einen Edgar und dieser Edgar war nicht der Edgar. Allzu häufig war der Name zwar nicht, aber diese Möglichkeit erschien mir trotzdem noch am wahrscheinlichsten. Die beiden Männer betrieben belanglosen Smalltalk und ich hörte nur mit einem Ohr zu. Doch dann nahm das Gespräch einen unerwarteten Verlauf.

» Ich habe gehört ihr habt heute euren Hochzeitstag. Herzlichen Glückwunsch! «, meinte der unbekannte Mann.

» Vielen Dank! «, antwortete Edgar.

» Wie lange seid ihr jetzt schon verheiratet? «

» 39 Jahre und wir sind immer noch glücklich. Nicht wahr mein Schatz? «

Eine der beiden Haremsdamen lächelte und blickte verlegen zu Boden. Moment mal, sollte das etwa heißen, dass sie seine Ehefrau war? Diese Frau konnte doch wohl kaum 39 Jahre verheiratet sein. Ich schätzte sie auf Mitte 20, vielleicht auch 30 wenn‘s hoch kam. Aber sie konnte doch unmöglich um die 60 sein. Verwirrt suchte ich in ihrem Gesicht nach Fältchen. Nichts dergleichen war dort zu finden, ihre Haut war schlicht makellos. Wie war das möglich? Hatte Dr. Felgenhauer etwa auch bei ihr nachgeholfen? Wenn dem so war, dann war der Mann ein Genie. In diesem Moment wurde mir klar, dass ihre Zwillingsschwester ja dann genauso alt sein musste. Für das extrem junge Aussehen dieser beiden Frauen konnte es einfach keine natürliche Erklärung geben. Keine Ahnung wie sie das genau gemacht hatten, aber ich war mir sicher, dass sehr viele Leute ein Vermögen für so eine Verjüngungskur bezahlen würden. Es musste so eine Art Jungbrunnen geben.

Nachdem der andere Mann gegangen war, besorgte sich Edgar eine Tasse Kaffee von dem Automaten. Er grinste mich lausbübisch an, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass er mich wiedererkannte. Worüber ich ganz froh war, denn ich hatte mich seit der letzten Begegnung vom sexy Hausmädchen zur menschlichen Milchkuh entwickelt. Das konnte man nicht gerade einen Aufstieg nennen. Natürlich trank auch Edgar seinen Kaffee mit Milch. Mit geübten Fingern bearbeitete er meine Euter. Und sofort kamen ganz wunderbare Gefühle in mir auf. Die beiden Haremsdamen lächelten amüsiert dazu. Vermutlich wussten sie aus eigener Erfahrung, wozu die Hände dieses Mannes imstande waren. Es war kaum zu glauben, aber der harmlose alte Gärtner stellte Lehmann locker in den Schatten. Seine Hände streichelten und kneteten meine Brüste zur gleichen Zeit. Keine Ahnung wie er das anstellte, aber mein Unterleib reagierte darauf mit heftigen Kontraktionen. Alles um mich herum verschwand und ich tauchte tief in eine Fantasiewelt ein, in der sich alles nur um Sex drehte.

» Muuuuuuh! Muuuuuuh! Muuuuuuh! Muuuuuuh! Muuuuuuh! «

Dies war meine letzte und auch gleichzeitig schönste Melkung an diesem Abend gewesen. Danach ging es in meine Zelle zurück, wo ich augenblicklich einschlief. Die Party hatte mich ziemlich geschlaucht, aber ich empfand auch eine tiefe Zufriedenheit. Wofür ich keine vernünftige Erklärung hatte. Denn man hatte mich wie einen Gegenstand benutzt und ich war auch noch glücklich darüber. Was sagte das über mich aus? Diese Frage ließ ich lieber offen, denn die Antwort würde mir sicher nicht gefallen. Am nächsten Morgen brachte mir Maria das Frühstück in meine Zelle. Ich war extrem hungrig, schließlich musste ich den Verlust von jeder Menge Milch ausgleichen. Zugegeben ganz so viel wird es wohl nicht gewesen sein, aber es kam mir trotzdem so vor. Maria erzählte mir, dass die Herrin mich nach dem Frühstück in ihrem Büro sprechen wollte. War das eine gute oder eine schlechte Nachricht? Leider wusste Maria nicht worum es ging. Oder sie wollte es mir nicht verraten. Jedenfalls war ich schon froh, dass ich nicht wieder den gesamten Tag in dieser Zelle sitzen musste. Vielleicht wollte mich die Herrin ja wieder den Hausarbeiten zuteilen. Wofür sie vermutlich ein Entgegenkommen von mir erwartete. Es war merkwürdig, aber ich empfand Hausarbeit inzwischen tatsächlich als Belohnung. Was verdeutlichte, wie sehr ich mich schon in dieser bizarren Welt eingelebt hatte. Noch ein paar Monate und ich wäre vermutlich wirklich eine gehorsame Sklavin. Das wirklich erschreckende an dem Gedanken war, dass mir diese Aussicht gar nicht mehr so schlimm vorkam. In gewisser Weise erschien sie mir sogar erstrebenswert.

Nachdem ich mein Kuhmuster abgeduscht hatte, wurde ich von Hans splitternackt ins Büro der Herrin gebracht. Sie saß hinter ihrem Schreibtisch und blickte kurz auf als wir eintraten. Für mich sah sie verärgert aus. Oh oh, das war kein gutes Zeichen. Vermutlich ging es darum, dass ich sie gestern im wahrsten Sinne des Wortes bloßgestellt hatte. Aber die Gelegenheit mit ihrer Perücke hatte ich mir einfach nicht entgehen lassen können. Doch nun schien mich mein Schicksal doch einzuholen. Hans platzierte mich auf einem Stuhl und verließ danach das Büro. Die Herrin blätterte durch irgendwelche Dokumente und ignorierte mich. Ich kam mir hier irgendwie fehl am Platz vor. Wenn ich störte, dann konnte ich auch gerne wieder gehen. Plötzlich legte die Herrin ihre Papiere zur Seite und schaute mir direkt in die Augen. Ihr Gesicht war dabei vollkommen ausdruckslos. Aber das laute Schweigen jagte mir irgendwie Angst ein. Dies musste die Ruhe vor dem Sturm sein.

» Wie hat dir der gestrige Abend gefallen? «, fragte sie unvermittelt. Eigentlich hatte ich die Party durchaus genossen. Aber es widerstrebte mir, dies ihr gegenüber zuzugeben. Deshalb entschied ich mich für eine aggressive Antwort.

» Ich werde sie für ihre Verbrechen bezahlen lassen. Und das was sie gestern mit mir gemacht haben, das werde ich zur Liste ihrer Verfehlungen hinzufügen. «

Die Herrin schüttelte den Kopf und seufzte hörbar.

» Und ich dachte, dass deine Kollegin der Problemfall wäre. Wie man sich doch manchmal irren kann. «

» Ich habe gestern gesehen, was sie mit Lucy gemacht haben. Sie sah aus wie eine aufblasbare Gummipuppe. Wie konnten sie ihr sowas nur antun? Für mich sind sie nur ein Monster, welches weggesperrt gehört! «, giftete ich.


Fortsetzung folgt!
232. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erika2 am 20.01.21 08:20

Hallo Ironfist,

danke für die Schöne Fortsetzung, ja Lara gewöhnt sich an ihre erzwungene Lage und wird immer devoter und masochistischer.
Kann ich gut nachempfinden den mir geht es genauso.
Devote Grüße

ihre Erika
233. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Gummimaske am 20.01.21 12:58

Ich kann mich den Bemerkungen von Erika2 nur anschließen. Auch mir geht es so.
234. RE: Skandal um Lara

geschrieben von plit am 20.01.21 16:27

Hallo IronFist,

mich beschleicht das Gefühl, dass Lara nicht so richtig Einschätzen kann, wann es taktisch klüger sein könnte den Mund zu halten. Allerdings besteht jetzt die Chance, dass Hannah von Niederaubach noch etwas genauer ausführt, wie Lucy zu so einem Sukkubus wurde. Wie eine Sklavin verhält sie sich ja nicht wirklich.

Na dann, warten wir mal auf den nächsten Teil. Bis dahin könnten man ein ja kleines Liedchen pfeifen?
"Der Mörder war wieder der Gärtner, und der plant schon den nächsten Coup.
Der Mörder ist immer der Gärtner, und der schlägt erbarmungslos zu!" ...

mit besten Grüßen
Plit
235. RE: Skandal um Lara

geschrieben von CupC am 21.01.21 16:11

dass der Gärtner irgenwie dazu gehört, habe ich mir ja schon gedacht, aber eine andere Rolle vermutet;
er gehört also nicht zu Hannahs Angestellten mit dem Auftrag, sich Laras Vertrauen zu erschleichen (wäre gelungen mit der Hilfe beim Brief),
sondern Edgar hat da anscheinend "die Ware" besichtigt, bevor er gekauft hat!

Lara kann es jetzt schon etwas geniesen, "benutzt" zu werden;
aber aufsässig ist sie noch, da muss Hannah von Niederaubach noch etwas an ihr arbeiten,
aber ich denke, in ein paar Folgen können wir erleben, wie Lara ihr Fehlverhalten einsieht, sich bei Hannah entschuldigt und tätige Reue übt
(obwohl das etwas langweilig für den Leser sein könnte, wenn sie allzusehr "umgedreht" wird, aber Lara würde sich sehr glücklich fühlen als Edgars willige Sklavin ...)
Ich bin gespannt, wie du das weiter entwickelst!

Lucy ist ja interessant für den Leser;
aber so eine begierige, ja agressive Gummi-Puppe kann für die Männerwelt eine eher unangenehme Herausforderung sein! und sie ist dann auch so schnell wieder weg!
Werden wir erfahren, was Lucy in dieser Gestalt und mit diesen Begierden denkt und fühlt?
Hat Lucy überhaupt Gedanken, die sich in Worte fassen lassen? und kann Lucy diese Worte mit diesem Mund an Lara mitteilen?

Es bleibt interessant!

CupC
236. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 23.01.21 19:42

Hallo Erika2,

gern geschehen.

Ich denke Lara ist noch nicht völlig über den (Masochismus-) Berg.
Ihre rebellische Seite ist immer noch sehr stark ausgeprägt.

Aber vielleicht kennt Edgar ja ein Mittel dagegen.


Hallo Gummimaske,

ich weiß gar nicht, ob der Club XP Bedarf für so viele Devote hat.
Wenn du Pech hast, dann musst du dich hinten anstellen.


Hallo plit,

du hast vollkommen recht, eine große Klappe kann manchmal zum Problem werden.
Vielleicht fühlt sich Lara unter dem "Schutz" von Edgar ja auch einfach zu sicher.

Als Sukkubus verhält sich Lucy doch genau richtig.
Oder sollten Dämonen deiner Meinung nach weniger aggressiv vorgehen?

Du darfst natürlich gerne ein Liedchen trällern.
Ich halte mich dabei aber besser zurück, schließlich will ich ja nicht meine Leser vergraulen.

Denn mein Talent liegt definitiv nicht im musikalischen Bereich.


Hallo CupC,

wer sagt denn, dass der Gärtner der Edgar ist.
Lara scheint da anderer Meinung zu sein.
Zitat
aber ich denke, in ein paar Folgen können wir erleben, wie Lara ihr Fehlverhalten einsieht, sich bei Hannah entschuldigt und tätige Reue übt

Das hingegen erscheint mir sehr unwahrscheinlich.
Selbst wenn Lara so fühlen sollte, dann dürfte wohl immer noch ihr Stolz im Weg stehen.

Lucys Memoiren haben dann vermutlich den Titel:
Die Rache der Gummipuppe!


LG
Fist
237. RE: Skandal um Lara

geschrieben von plit am 25.01.21 17:55

Hallo IronFist,

dann sollte Lara aber trotzdem aufpassen. Nicht das sie noch ein Abschiedsgeschenk bekommt.

Von einem Dämon ist so ein Verhalten schon zu erwarten. Aber ich denke mal, dass die Vor-Gummipuppen-Lucy doch etwas zurückhaltender war. Der Aufenthalt im Tank scheint also nicht nur äußerlich seine Spuren hinterlassen zu haben.

Hattest du eigentlich mal überlegt, Spin offs zu deinen Geschichten zu schreiben?

Mit besten Grüßen
Plit
238. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Toree am 25.01.21 19:44

Zitat

» Ich werde sie für ihre Verbrechen bezahlen lassen. Und das was sie gestern mit mir gemacht haben, das werde ich zur Liste ihrer Verfehlungen hinzufügen. «

Die Herrin schüttelte den Kopf und seufzte hörbar.

» Und ich dachte, dass deine Kollegin der Problemfall wäre. Wie man sich doch manchmal irren kann. «

» Ich habe gestern gesehen, was sie mit Lucy gemacht haben. Sie sah aus wie eine aufblasbare Gummipuppe. Wie konnten sie ihr sowas nur antun? Für mich sind sie nur ein Monster, welches weggesperrt gehört! «, giftete ich.


Die Worte höre ich wohl, jedoch mir fehlt der Glaube. Ich laube kaum, dass sich Lara an Frau v. Niederaubach rächen kann.

239. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 26.01.21 18:57

Hallo plit,

wie heißt es immer so schön: Geschenke erhalten die Freundschaft!

Ich weiß nicht, ob man das Verhalten von Lucy wirklich als zurückhaltend bezeichnen kann. Sie hat in ihrer Jugend viel Blödsinn gemacht und dabei gelernt wie man Schlösser knackt.
Und sie hat Hans und seinen Kollegen im Keller kräftig aufgemischt. Von daher liegt eine gewisse Aggressivität wohl bereits in ihrer Natur.

Unter einem Spin-Off verstehe ich, dass man aus einem Nebencharakter einen Hauptcharakter macht.
Hast du das mit deiner Frage gemeint? Und falls ja, welche Figur aus meinen Geschichten hast du denn für sowas im Sinn?

Ich habe noch nicht über ein Spin-Off nachgedacht. Der Grund dafür ist eigentlich der gleiche, weshalb ich bisher auch noch keine Fortsetzung geschrieben habe. Ein "alter" Charakter ist durch seine bisheringen Handlungen vorbestimmt und somit ein wenig eingeschränkt. Neue Charaktere sind hingegen "unbelastet" und können von mir jede beliebige Richtung entwickelt werden. Deshalb hat auch die Geschichte, an der ich aktuell schreibe, wieder eine völlig neue Hauptprotagonistin.


Hallo Toree,

Lara dürfte über ihre drohenden Worte nicht groß nachgedacht haben.
Sie geht wohl immer noch davon aus, dass sie ihren Artikel schreiben wird.

Und dieser wird für Hannah nicht gerade positiv ausfallen.
Sofern die Herrin keine Gegenmaßnahmen einleitet.


LG
Fist
240. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 26.01.21 19:39

Teil 26


Jetzt war ich richtig in Fahrt. Beinahe hätte ich ihr sogar an den Kopf geworfen, dass sie Lucy in dem geheimen Labor für Versuche benutzt hatte. Aber ich konnte mich gerade noch beherrschen und behielt dieses Wissen für mich. Überraschenderweise lächelte die Herrin während meines Ausbruchs.

» Ich habe deiner Kollegin überhaupt nichts angetan. Sie hat es selbst so gewollt! «

» Ja klar, das können sie ihrer Großmutter erzählen. Lucy ist eine intelligente und selbstbewusste Frau, sie würde sowas Entwürdigendes niemals freiwillig mitmachen! «

» Und doch hat sie es getan. Du unterschätzt anscheinend die Wirkung von Vartex! «

Die Gelassenheit mit der die Herrin auf meine Erregung reagierte, irritierte mich. Könnte sie hier die Wahrheit sagen? Nein, das war einfach unmöglich. Allerdings hatte sich Lucy gestern Abend wirklich merkwürdig verhalten. Ob man sie einer Gehirnwäsche unterzogen hatte? Vielleicht diente dieses mysteriöse Vartex ja genau diesem Zweck. Ich erinnerte mich daran, dass ich in dem Labor Dokumente gesehen hatte, auf denen von Vartex 2.0 die Rede gewesen war.

» Vartex? Was ist das, etwa eine Droge? «

» Nein, nichts in der Art. Aber ich muss zugeben, dass bei Hautkontakt tatsächlich eine gewisse Suchtgefahr besteht! «, lachte Hannah von Niederaubach.

Was sollte das denn bitte heißen? Ihre Antwort ergab überhaupt keinen Sinn. Mein Gesicht musste wie ein großes Fragezeichen ausgesehen haben, denn die Herrin begann näher zu erläutern, was sie damit meinte.

» Vartex ist eine Weiterentwicklung von Latex. Optisch unterscheiden sich die beiden Materialien kaum voneinander. Allerdings ist Vartex atmungsaktiv, so dass man darunter nicht zu schwitzen beginnt. Zusätzlich ist es auch noch wesentlich robuster als Latex. Der größte Unterschied besteht jedoch in der Haptik. Kondome werden häufig mit gefühlsecht beworben. Bei Vartex müsste man das wohl als gefühlsverstärkend beschreiben. Was zur Folge hat, dass man mit einem Ganzanzug ziemlich außergewöhnliche Erlebnisse haben kann. «

» Es ist ja schön und gut, dass sie irgendein Gummi entwickelt haben. Was hat das bitteschön mit Lucy zu tun? «

» Deine Kollegin hat so einen Anzug getragen. Und danach hat sie sich freiwillig gemeldet, uns bei der weiteren Verbesserung des Materials zu helfen. «

Die Verbesserung war dann vermutlich dieses ominöse Vartex 2.0. Lucy hatte überhaupt keinen Grund diese Leute zu unterstützen. Man wollte mir hier offensichtlich einen Bären aufbinden. Aber warum? Glaubten die wirklich ich würde mich dann ebenfalls freiwillig unterwerfen? Da hatten die sich aber geschnitten. Nicht mit mir!

» Sie tischen mir hier ein Märchen auf. Das glaubt ihnen kein Mensch! «, spottete ich höhnisch.

Die Herrin runzelte die Stirn über mein Verhalten. Sehr gut, je mehr ich sie aus der Ruhe bringen konnte, umso besser. Vielleicht würde sie ja dann ein wenig von ihrem hohen Ross herunterkommen. Oder mir würde gezeigt werden wo mein Platz war, kam mir als nächster Gedanke. Plötzlich wurde mir mulmig zumute. Mein kurzes Hochgefühl war schlagartig verschwunden. Hoffentlich konnte die Herrin nicht erkennen, was gerade in mir vorging. Sie schüttelte den Kopf und klickte kurz danach an ihrem Computer herum. Eine Aufzeichnung startete und ich hörte die Stimme der Herrin.

» … haben. Es hatte für mich durchaus den Anschein, als hättest du deine Freude daran gehabt. So wie es sich für eine gehorsame Sklavin geziemt. «

» Ich bin keine Sklavin! «, hörte ich Lucy antworten.

Ja so kannte ich meine Kollegin, immer kämpferisch. Es war schwer zu glauben, dass sie ihrem gestrigen Gummipuppenoutfit freiwillig zugestimmt haben sollte. Zudem war mir sofort aufgefallen, dass das Band mittendrin gestartet worden war. Gab es am Anfang des Gesprächs vielleicht einen Part, den ich nicht hören sollte?

» Gestern hat das noch ganz anders geklungen! «, meinte Hannah von Niederaubach spöttisch.

» Das lag nur an diesem blöden Anzug. Gegen höhere Gewalt ist man einfach machtlos. «

» Dann bist du also eine Sklavin deiner Lust! «, konstatierte die Herrin.

» Pff! «, war alles was von Lucy dazu kam.

Nun entstand ein kurzer Moment des Schweigens. Eine wirklich peinliche Situation für Lucy, denn die Schlussfolgerung der Herrin erschien mir nachvollziehbar. Schließlich waren wir alle mehr oder weniger triebgesteuert. Hatte dieses seltsame Vartex wirklich derart starke Auswirkungen? Die Art und Weise wie sich Lucy gestern Abend verhalten hatte, schien diese These zu unterstützen. Wie würde sich dieses Zeugs wohl auf meiner Haut anfühlen? Vermutlich wäre es besser für mich, wenn ich das nicht am eigenen Leib herausfinden würde. Denn ich wollte eigentlich nicht als sexgeiles Püppchen enden.

» Wir arbeiten gerade an einer Verbesserung von Vartex. Wenn du möchtest, dann darfst du als erste ausprobieren, wie sich das anfühlt. Was meinst du dazu? «, fuhr Hannah von Niederaubach fort.

» Ich soll das Versuchskaninchen spielen? «, meinte Lucy empört.

» So würde ich es nicht ausdrücken. Nennen wir es eine Produkttesterin! «

» Das ändert nichts an der Sache selbst. Halten sie mich für so dämlich? Warum sollte ich das wohl tun? «

» Vielleicht weil du das Gefühl von Vartex auf deiner Haut magst. Und vielleicht auch weil du sonst nie wieder in diesen Genuss kommen wirst. «

» Nie wieder? Soll das etwa heißen, dass ich den gestrigen Anzug nicht mehr tragen darf? «, entfuhr es Lucy entsetzt.

» Soll das etwa heißen, dass du den gestrigen Anzug wieder tragen möchtest? «, antwortete die Herrin sofort mit einer Gegenfrage.

Jetzt steckte meine Kollegin in einem Dilemma. Für mich war deutlich, dass Lucy tatsächlich wieder dieses Vartex tragen wollte. Und natürlich wusste das auch Hannah von Niederaubach. Entweder Lucy stimmte dem experimentellen Vartex 2.0 zu oder sie würde in Zukunft komplett auf das Material verzichten müssen. Die rationale Wahl konnte nur eine Ablehnung des „Angebots“ sein. Aber ich wusste auch wie stark die Lust einen Menschen beeinflussen konnte. Gespannt wartete ich auf die Entscheidung meiner Kollegin.

» Ja ich möchte wieder Vartex auf meiner Haut spüren! «, hörte ich Lucy sehr leise sagen.

» Wunderbar, du wirst es nicht bereuen. Und wenn alles wie gewünscht verläuft, dann können wir daraus später auch einen dauerhaften Vartex Anzug machen. Dann musst du jetzt nur noch dieses Dokument hier unterzeichnen. «

An diesem Punkt stoppte die Herrin die Aufzeichnung. Es sah auf den ersten Blick tatsächlich so aus, als hätte Lucy ihrem Puppendasein zugestimmt. Aber Hannah von Niederaubach konnte auch mit Absicht genau an dieser Stelle abgebrochen haben, weil Lucy danach nein gesagt hatte. Und selbst wenn dieser dubiose Vertrag die Unterschrift von Lucy trug, so hieß das überhaupt nichts. Schließlich hatten die mein Autogramm ja auch schon gefälscht. Ich blieb weiterhin skeptisch, aber ich konnte eine Zustimmung von Lucy auch nicht mehr völlig ausschließen. Zudem stellte ich mir die Frage, was wohl ein dauerhafter Vartex Anzug sein sollte. Konnte man diesen vielleicht den ganzen Tag lang tragen? Oder sollte das etwa bedeuten, dass man ihn gar nicht mehr ausziehen konnte? Die zweite Möglichkeit war ziemlich erschreckend, denn das würde bedeuten, dass Lucy für immer zu einer lebenden Sexpuppe geworden war. Aber das konnte doch nicht wirklich sein, oder?

» Glaubst du nun, dass deine Kollegin sich freiwillig gemeldet hat? «, fragte mich Hannah von Niederaubach.

» Nein, das beweist doch überhaupt nichts! «

Die Herrin seufzte hörbar. Dann richtete sie sich in ihrem Bürostuhl auf und setzte ein breites Lächeln auf.

» Also schön, lassen wir dieses Thema ruhen. Kommen wir nun dazu, weshalb ich dich eigentlich hierher bestellt habe. Ich habe dem Großmeister über deine Fortschritte auf dem Weg zur Sklavin berichtet. Er will … «

» Dem Großmeister? «, unterbrach ich sie.

» Ja, dem Großmeister! «

» Also Edgar? «, hakte ich nach.

» Ja, Edgar ist der Großmeister. Er hat den Club XP gegründet und sich selbst diesen Titel gegeben. Darf ich nun fortfahren? «, fragte sie genervt.

Damit wäre das also geklärt. Edgar war tatsächlich der Chef des Club XP und nicht Hannah von Niederaubach. So wie ich es bereits vermutet hatte. Die rhetorische Frage der Herrin amüsierte mich, weil sie mich damit ungewollt um meine Erlaubnis gebeten hatte. Also nickte ich ihr jovial zu, damit sie mit ihren Ausführungen weitermachte.

» Der Großmeister hat sich gestern Abend ein Bild von dir gemacht und er möchte deine weitere Ausbildung selbst übernehmen. Deshalb habe ich diese Papiere hier für dich vorbereitet. «

Sie schob mir ein Schriftstück über den Tisch, auf dem ganz oben „Ausbildungsvertrag“ stand. Mit Sicherheit hatte der Inhalt mit einer gewöhnlichen Berufsausbildung wenig zu tun. Irritiert nahm ich den Vertrag an mich und überflog die Zeilen. Die Ausbildungsthemen waren alle abgekürzt und ich hatte keine Ahnung was all die Kürzel bedeuten sollten. Da war von Arbeitskleidung die Rede, welche vom Ausbilder gestellt wurde. Und es gab sogar eine Ausbildungsvergütung von sage und schreibe 4.000 Euro im Monat. Das war mehr als ich bei meiner Zeitung verdiente. Was sollte das Ganze? Glaubten die wirklich, dass ich diesen Vertrag unterschreiben würde? Zugegeben der Verdienst war wirklich gut, aber ich würde mich ganz sicher nicht selbst zur Sklavin machen. Und schon gar nicht bei irgendeinem durchgeknallten Typen, der sich selbst Großmeister nannte. Wenn sich der Kerl auf der Party ein Bild von mir gemacht hatte, dann hatte ich ihn bestimmt auch gesehen. Dumm nur, dass ich gestern so viele neue Gesichter erblickt hatte. Wer davon könnte wohl der Großmeister gewesen sein? Ich überlegte und ging im Geiste alle möglichen Kandidaten durch.

» Möchtest du die Ausbildung beim Großmeister antreten? «, wurde ich in meinem Gedankengang unterbrochen.

» Mein Wille dürfte dabei wohl ziemlich irrelevant sein! «, antwortete ich sarkastisch.

» Da täuscht du dich. Es ist ein großes Privileg vom Großmeister selbst erzogen zu werden. Wenn du diesen Vertrag nicht unterschreibst, dann bleibst du in meiner Obhut. Wogegen ich absolut nichts einzuwenden hätte! «, meinte sie mit einem fiesen Grinsen.

Ihr Gesichtsausdruck ließ mich vermuten, dass meine bisherige Protektion durch den Großmeister nach einer Ablehnung beendet wäre. Was wohl zur Folge hätte, dass sich Hannah von Niederaubach für ihre Glatze revanchieren würde. Bei diesem Gedanken lief es mir eiskalt den Rücken hinunter. Aber was konnte ich von diesem Edgar erwarten? Ich kannte den Mann nicht und theoretisch könnte es mir bei ihm noch schlimmer ergehen. Allerdings hatte Lehmann ihn als „zu sanft mit seinen Sklavinnen“ beschrieben. Daher konnte man wohl vermuten, dass dieser Mann weniger hart mit mir umspringen würde. Was eigentlich schon ein Widerspruch in sich war, denn ich sollte mich ihm ja als Sklavin verpflichten. Alles in mir sträubte sich dagegen so ein Dokument zu unterzeichnen. Es könnte für mich ziemlich peinlich werden, wenn das irgendwie publik wurde. Andererseits würde dieser Vertrag vor Gericht mit Sicherheit als sittenwidrig eingestuft werden und er wäre somit auch nicht bindend. Egal wie ich die Situation betrachtete, ich hatte hier die Wahl zwischen Pest und Cholera. Also entschied ich mich für das vermeintlich kleinere Übel und setzte meine Unterschrift unter das Dokument. Die Herrin machte einen enttäuschten Eindruck. Was mich darin bestätigte, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Hans führte mich in meine Zelle zurück und ich grübelte dort, was mich wohl in Zukunft erwarten würde. Vermutlich würde man mich an einen anderen Ort bringen. Vielleicht könnte ich von dort ja leichter fliehen. Ich dachte eine Weile darüber nach, wer von den Partygästen wohl der Großmeister sein könnte. Aber keiner der mir begegnet war, hatte sich als Big Boss aufgedrängt. Was mich gedanklich wieder zu dem Gärtner zurückführte. Bei ihm wusste ich immerhin, dass er tatsächlich Edgar hieß. Allerdings hatte ich noch immer keine logische Erklärung dafür, warum er als Großmeister den Rasen der Villa mähen sollte. Irgendwann gab ich das Grübeln auf, denn die Identität des Chefs würde mir ohnehin bald bekannt sein. Zumindest würde ich dem Großmeister dann ein Gesicht zuordnen können. Sein richtiger Name wäre mir aber weiterhin unbekannt. Es sei denn es handelte sich dabei um einen Prominenten, wie zum Beispiel unseren ehemaligen Ministerpräsidenten Frank Hartmann. Aber warum sollte sich dieser Edgar nennen? Oder konnte das vielleicht sein zweiter Vorname sein?

Am nächsten Morgen wurde ich von Maria sehr früh geweckt. Sie brachte mich zur Umkleide, wo sie bereits Klamotten für mich herausgelegt hatte. Überrascht stellte ich fest, dass diese Kleidung anders war, als ich es in diesem Haus gewöhnt war. Denn anstatt des üblichen Fetischlooks vermittelten diese Sachen Stil und Eleganz. Vielleicht einmal abgesehen von der fehlenden Unterwäsche. Mit der ich aber ohnehin nicht gerechnet hatte. Dort standen weiße Pumps mit hohem Absatz und einer blauen Sohle. Dazu gab es einen knielangen weißen Lederrock und eine dunkelblaue Satinbluse mit einer großen Schleife am Kragen. Abgerundet wurde das gesamte Outfit mit halterlosen Strümpfen, welche farblich zur Bluse passten. Ich fand die Farbzusammenstellung etwas merkwürdig. Alles in Weiß und Blau, genau wie die bayrischen Landesfarben. War das Absicht oder einfach nur Zufall? Nachdem ich mich geduscht hatte, schlüpfte ich in die teuer aussehenden Sachen. Im Spiegel sah das richtig gut an mir aus. Auch wenn ich eigentlich mehr der Jeans und T-Shirt Typ war. Meine Nippel zeichneten sich sehr deutlich durch die dünne Bluse ab. Was dem edlen Gesamteindruck zusätzlich einen Schuss Sexappeal verschaffte. So konnte man sich durchaus auf der Straße sehen lassen. Eigentlich war es erstaunlich, wie sich meine Sichtweise verändert hatte. Vor nicht allzu langer Zeit hätte ich es als furchtbar unangenehm empfunden, mit sichtbar steifen Nippeln durch die Gegend zu laufen. Inzwischen war es mir aber egal. Nein das stimmte so auch nicht, denn ich empfand es jetzt als Kompliment, wenn sich die Männer nach mir umdrehten.


Fortsetzung folgt!
241. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Toree am 27.01.21 00:40

Zitat

Hallo Toree,

Lara dürfte über ihre drohenden Worte nicht groß nachgedacht haben.
Sie geht wohl immer noch davon aus, dass sie ihren Artikel schreiben wird.

Und dieser wird für Hannah nicht gerade positiv ausfallen.
Sofern die Herrin keine Gegenmaßnahmen einleitet.

LG
Fist


Also ich glaube nicht mehr an einen Artikel von Lara.

Sie wird zur Sklavin, und sich in ihrer Rolle irgendwann, wohl fühlren.
Meine Meinung.

Wenn ich an die Kreuzfahrt zurückdenke, war es ja da auch so.
Sabine und Heike haben sich ja im Zoo von Ferdinand wohl gefühlt uns sind wieder dort hin gefahren.

Aber ich lass mich gern überraschen, was aus Lara wird.
242. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Gummimaske am 27.01.21 07:55

Ich kann mich mit meinem Lob immer nur wiederholen. Eine wunderbare Fortsetzung man möchte gern viel mehr lesen.
243. RE: Skandal um Lara

geschrieben von jonnyf am 27.01.21 14:12

Hallo IronFist,

lange ist es her dass ich Vermutungen angestellt habe.

Ich glaube dass Lara irgendwann wieder in ihr früheres Leben zurück gehen kann.
Vorher wird sie jedoch sicherlich noch bei Edgar seine "Schule" komplett durchlaufen.Danach erhält sie ihre Freiheit wieder.

Vielleicht will sie dann ja gar nicht mehr ins alte leben zurück?

Klasse Storie!

Ich freue mich schon auf deinen "spitzen" Kommentar
244. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erika2 am 27.01.21 15:02

Hallo Ironfist,

mit der Fortsetzung hast du die Spannung ganz schön erhöht.
Kann Lucy mit dem neuen Anzug noch sexsüchtiger werden oder wird sie auch eine devotmasochistische Sklavin?
Lässt sich Lara doch noch freiwillig zu einer devoten Sklavin erziehen?

Devoten Dank für die schönen Träume, die deine Geschichte mir bringt

Erika

245. RE: Skandal um Lara

geschrieben von webboy am 29.01.21 15:12

Die arme Lara, jetzt wird ihr doch hoffentlch das Vatex nicht vorenthalten??
246. RE: Skandal um Lara

geschrieben von MartinII am 29.01.21 15:50

Jedenfalls eine spannende Geschichte - die Forniphilia-Sachen erinnern schön an Gord...
247. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 29.01.21 19:49

Hallo Toree,

aber worin besteht denn dann der Skandal, wenn Laras Artikel nicht erscheint?

Ich weiß nicht so recht, ob man von Sabine und Heike Rückschlüsse auf Lara ziehen kann.
Zudem haben sich die beiden einem dauerhaften Zooaufenthalt ja auch verwehrt.


Hallo Gummimaske,

nur zu, du darfst dein Lob gerne wiederholen.
Ich habe absolut nichts dagegen.

Mehr gibt es allerdings nicht. Du musst schon mit einem Teil pro Woche auskommen.
Vielleicht teilst du dir die tägliche Dosis so ein, dass du immer nur ein paar Absätze liest.


Hallo jonnyf,

willkommen zurück.

Wäre es für Edgar nicht ein wenig gefährlich, wenn er Lara einfach so gehen lassen würde?
Ein Artikel von ihr könnte dem Club XP und somit natürlich auch ihm schaden.

Oder hat er da vielleicht irgendeinen fiesen Trick in der Hinterhand?

Wie kommst du eigentlich darauf, dass ich einen spitzen Kommentar schreiben würde.
Ich weiß überhaupt nicht, wie so etwas aussieht.


Hallo Erika2,

schön, dass du das so siehst. Denn spannend soll es ja auch sein.

Wer weiß schon, wozu das Vartex 2.0 alles fähig ist?
Das Material ist noch experimentell und ich bin kein Wissenschaftler. Von daher habe ich natürlich auch keine Ahnung.

Dann hoffe ich doch mal, dass dir die schönen Träume noch lange erhalten bleiben.
Denn Alpträume stehen bei mir eigentlich nicht auf dem Programm. Auch wenn so manche meiner Protagonistinnen das vielleicht anders sieht.


Hallo webboy,

vielleicht wäre es für Lara ja gesünder, wenn sie nicht mit Vartex in direkten Kontakt kommen würde.
Andererseits sind es ja oft die ungesunden Dinge, die am meisten Spaß machen.


Hallo MartinII,

es freut mich, wenn es dir gefällt.
Und ich gebe ganz offen zu, dass ich mich schon so manches Mal von Jeff Gord habe inspirieren lassen.


LG
Fist
248. RE: Skandal um Lara

geschrieben von 97subby am 30.01.21 01:55

Hallo IronFist.

Erstmal danke für die tolle Story, hab sie gerade an einem stück durchgelesen und warte Sehensüchtig auf die Fortsetzung.

So als kleiner Input.

Meiner Meinung nach besteht der Skandal auch, wenn kein Artikel veröffentlicht wird. Der Skandal ist ja, dass Frauen gegen ihren willen versklavt werden. Wenn kein Artikel erscheint ist es ja ansich auch ein Skandal. Nur eben einer der nicht veröffentlicht wird. Und warum dann "Skandal um Lara"? Sie war dem Skandal auf der Spur, wollte ihn aufdecken und ist gescheitert.

Muss aber ehrlich sagen, mir ist es eigentlich nicht so wichtig ob die Story mit, oder ohne Artikel endet. Es gibt so viele spannende Elemente, dass das mmn. eher nebensächlich ist.
249. RE: Skandal um Lara

geschrieben von plit am 31.01.21 18:17

Zitat

Unter einem Spin-Off verstehe ich, dass man aus einem Nebencharakter einen Hauptcharakter macht.
Hast du das mit deiner Frage gemeint? Und falls ja, welche Figur aus meinen Geschichten hast du denn für sowas im Sinn?


War genau so gemeint und eigentlich nur ein spontaner Einfall, da du ja schon ein Titel für Lucys Geschichte parat hattest.
Aber wenn du so fragst dann vielleicht Beate aus „Kreuzfahrt ins Glück?“. Aber ich kann auch vollkommen nachvollziehen, dass du dich lieber neuen Geschichten annimmst.
250. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 02.02.21 18:50

Hallo 97subby,

dann war das wohl "eine kleine Nachtgeschichte" für dich.
OK ich gebe zu, dass ein Vergleich mit Mozart vielleicht ein wenig anmaßend von mir ist.

Jedenfalls freut es mich, das dir meine Geschichte gefallen hat.
Deine Mutmaßungen über den Skandal finde ich allerdings skandalös.


Hallo plit,

derartige Hintergedanken hatte ich bei meinem Kommentar damals nicht.
Das war nicht mehr als ein scherzhafter Spruch.

Zudem würde es sich dann wohl auch um die gleiche Geschichte handeln wie diese hier.
Nur eben aus der Sicht von Lucy erzählt.

Ein Switchen zwischen verschiedenen Handlungssträngen habe ich bei Büchern noch nie gemocht.
Deshalb werde ich dieses Stilmittel wohl auch nie selbst verwenden.

Nur so aus Interesse, was würde die gute Beate denn in einem von dir geschriebenen Spin-Off erleben?


LG
Fist
251. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 02.02.21 19:15

Teil 27


Maria hatte mir im Speisezimmer ein üppiges Frühstück hingestellt. Ich vermutete, dass ich am heutigen Tag zum Großmeister gebracht werden sollte. Und durch die Ungewissheit was mich dort erwarten würde, war mir ein wenig unbehaglich zumute. Was meinem Appetit allerdings keinen Abbruch tat, weshalb ich auch kräftig zulangte. Bevor ich mein Mahl beenden konnte, kam Hannah von Niederaubach in den Raum gestöckelt. Sie trug die gleichen Klamotten wie ich, allerdings in umgekehrter Farbkombination. Bluse und Strümpfe in Weiß und Rock und Schuhe in Blau. Diese Frau schien einen Faible für den Partnerlook zu haben, denn sie hatte mich ja auch schon mit ähnlichen Klamotten aus der Klinik abgeholt. Meiner Meinung nach hatte sie für sich selbst diesmal aber die schlechtere Wahl getroffen. Denn die weiße Bluse ließ sie ein wenig blass aussehen.

» Komm mit! «, war alles was sie zu mir sagte.

Die Herrin wirkte etwas verstimmt. Ob das mit mir zu tun hatte? Eigentlich war ich mir keiner Schuld bewusst. Ich stopfte mir den letzten Rest eines Brötchens in den Mund und folgte ihr durch die Tür. Sie führte mich nach draußen, wo bereits die Limousine auf uns wartete. Meine Vermutung, dass ich zum Großmeister gebracht werden sollte, schien sich zu bestätigen. Es war ein nebliger Herbstmorgen und die kühle Luft ließ mich unter der dünnen Bluse frösteln. Was meine Nippel noch prominenter werden ließ.

» Steig ein! «, wurde ich angewiesen.

Danach begann die Herrin zu telefonieren. Normalerweise wäre ich jetzt auf der Beifahrerseite eingestiegen, aber ich vermutete, dass ich auf der Rückbank Platz nehmen sollte. Also öffnete ich links hinten die Tür.

» Nicht dort, auf der anderen Seite! «, meinte die Herrin mit einer genervten Handbewegung in meine Richtung.

Das hätte sie auch vorher sagen können, schließlich konnte ich nicht Hellsehen. Als ich darüber nachdachte wurde mir klar, dass es mir wohl auch lieber wäre, wenn mein Fahrgast nicht direkt hinter mir sitzen würde. Vor allem dann, wenn ich ihm nicht vertraute. Ich schloss die Tür wieder, ging um den Wagen herum und stieg dann rechts hinten ein. Man hatte sich diesmal nicht die Mühe gemacht mich zu fesseln. Also könnte ich an einer roten Ampel einfach aus dem Wagen springen und weglaufen. Oder hatte dieser Wagen etwa eine Kindersicherung? Vorsichtig zog ich an dem Türgriff und stellte erfreut fest, dass sich die Tür wieder öffnete. Die Herrin schien heute etwas nachlässig zu sein. Was mir die Flucht ermöglichen könnte. Hannah von Niederaubach war ziemlich fit, schließlich trainierte sie ja auch jeden Tag auf dem Laufband. Trotzdem erschien es mir unwahrscheinlich, dass sie mich noch einholen könnte, wenn ich erst einmal losgelaufen war. Bis sie realisierte was passiert war, dürfte ich längst über alle Berge sein. Also verzichtete ich darauf mich anzuschnallen, um später so schnell wie möglich verschwinden zu können. Nach etwa fünf Minuten hatte die Herrin ihr Telefonat beendet und stieg auf der Fahrerseite in den Wagen.

» Leg deinen Gurt an! «, meinte Hannah von Niederaubach zu mir, während sie sich selbst anschnallte.

So ein Mist, hatte sie meinen Fluchtplan durchschaut? Vermutlich nicht, schließlich war das einfach eine Frage der Sicherheit. Und vermutlich wollte die Herrin auch nicht, dass irgendeine Polizeistreife deshalb auf uns aufmerksam wurde. Es brachte nichts mit Hannah von Niederaubach darüber zu diskutieren, dadurch würde sie nur misstrauisch werden. Also ließ ich den Gurt hörbar einrasten, damit sie zufrieden war. Schließlich konnte ich das Ding ja jederzeit wieder lösen. Mich überkam ein Gefühl von Freiheit, als wir durch das Tor auf die Straße fuhren. Was natürlich völliger Unsinn war, denn dies war eigentlich ein Gefangenentransport, der von einem Gefängnis zum nächsten fuhr. Trotzdem genoss ich es, mal wieder etwas anderes als die Villa zu sehen. Die Fahrt führte nach Süden aufs Land hinaus. Für meinen Fluchtplan war diese Umgebung nicht besonders gut, denn auf den Dörfern dürfte es nur sehr wenige Ampeln geben. Vermutlich würde ich an irgendeiner Kreuzung aus dem Auto springen müssen. Was eine riskante Sache war, denn es bestand dabei die Gefahr, dass Hannah von Niederaubach gleichzeitig anfahren würde. Zudem kannte ich mich in dieser Gegend überhaupt nicht aus. Wohin sollte ich also laufen? Eigentlich hatte ich mir die Fahrtroute einprägen wollen. Durch den starken Nebel war das aber vollkommen unmöglich. Vor den Toren der Stadt war er derart dicht, dass man keine 50 Meter weit sehen konnte. Wir fuhren hier durch ein trübes Einheitsgrau. Hatte sich heute alles gegen mich verschworen? Angestrengt verfolgte ich unsere Fahrt, immer auf der Suche nach meiner Chance. Durch den dichten Nebel konnte ich aber kaum etwas erkennen, wodurch Kreuzungen völlig überraschend auftauchten. Fast befürchtete ich schon, dass wir am Ziel eintreffen würden, ohne dass sich mir eine Gelegenheit zur Flucht bot. Doch dann war mir endlich das Glück hold. Hannah von Niederaubach stoppte an einer Tankstelle. Sie stieg aus, öffnete den Tankdeckel und schnappte sich dann eine Zapfpistole. Sobald sie zum Zahlen ging, würde ich meinen Plan in die Tat umsetzen. Ich schaute mich in alle Richtungen um, um die beste Fluchtroute zu finden. Dummerweise endete die Sicht überall nach wenigen Metern. Also würde ich einfach loslaufen, denn dieser Nebel würde ja auch mich verschlucken. Als die Herrin zur Kasse ging, war ich richtig euphorisch. Jetzt aber los! Mit der linken Hand wollte ich den Sicherheitsgurt öffnen. Aber das verfluchte Ding weigerte sich mich freizulassen. Was zur Hölle war da los? Hektisch fummelte ich mit beiden Händen an dem Gurt herum. Jedoch leider ohne Erfolg. Meine Flucht konnte doch jetzt nicht an einem kaputten Sicherheitsgurt scheitern. Oder war das gar kein Defekt sondern Absicht? Völlig egal. Wichtig war, dass ich so schnell wie möglich aus dem Wagen herauskam. Panisch schaute ich, was die Herrin gerade machte. Sie schien bisher keinen Verdacht zu schöpfen und sprach mit dem Mann an der Kasse. Vielleicht gelang es mir ja aus dem Gurt herauszuschlüpfen. Erst zog ich den Beckengurt mit den Händen so weit wie möglich von meinem Körper weg. Danach versuchte ich meine Hüfte nach oben aus dem Gurt herauszuziehen. Ich fluchte wie ein Rohrspatz und verrenkte mich fast bei meinen Bemühungen. Aber es war hier einfach zu beengt.

» So wird das nichts! «, sagte ich zu mir selbst.

Was ich brauchte, war mehr Platz. Und diesen hatte ich nur zur Seite hin. Warum war ich nicht gleich darauf gekommen? Mit dem Oberkörper schlüpfte ich aus dem Brustgurt heraus und ließ mich dann seitlich auf die Rückbank kippen. Jetzt musste ich nur noch meine Beine durch den Beckengurt ziehen. Das war zwar leichter gesagt als getan, aber es klappte immer noch besser als mein erster Versuch. Während ich mit den Tücken der Technik kämpfte, öffnete sich eine Tür. Vor Schreck blieb mir fast das Herz stehen, als ich eine grinsende Hannah von Niederaubach erblickte. Sie packte meinen Arm und zog mich zurück auf den Sitz. Dann wurde der Brustgurt über meinen Kopf hinweg nach vorne gezogen und schon war ich wieder ordnungsgemäß angeschnallt. Ich war gescheitert, schon wieder!

» Du hast doch nicht wirklich geglaubt, dass ich dich ohne Vorkehrungen im Auto allein lasse. Wie kann man nur so naiv sein? «, lachte mich die Herrin aus.

Hannah von Niederaubach stieg wieder in den Wagen ein und weiter ging unsere Landpartie. Zu glauben, dass ich einfach aussteigen und weglaufen könnte, das war wirklich naiv von mir gewesen. Inzwischen sollte ich es eigentlich besser wissen. Irgendwie musste heute wohl auch mein Hirn vernebelt sein. Auf einmal kam ich mir richtig blöd vor.

Frustriert starrte ich aus dem Fenster in das vorbeiziehende graue Nichts. Es gelang mir zwar ein paar Ortsschilder zu lesen, aber die Namen dieser Dörfer sagten mir überhaupt nichts. Wir waren hier irgendwo im Nirgendwo. Etwa 10 Minuten nach unserem Tankstopp bogen wir von der Landstraße ab. An der Abzweigung stand ein weißes Schild auf dem „Gärtnerei Schmidhuber & Söhne“ zu lesen war. Ich war irritiert, denn dieser Name kam mir bekannt vor. Wenn ich mich richtig erinnerte, dann stand genau das auf dem Overall des Gärtners in der Villa. War der Gärtner Edgar also doch der Großmeister? Es sah fast so aus. Nach etwa 100 Metern tauchten auf beiden Seiten der Straße Gewächshäuser auf. Und zwar unglaublich viele. Wir fuhren bestimmt einen halben Kilometer lang durch eine Allee aus Gewächshäusern. Dieser Betrieb musste riesig sein. Komisch, dass ich vorher noch nie von dieser Großgärtnerei gehört hatte. Allerdings hatte ich mit Pflanzen auch absolut nichts am Hut. Ohne anzuhalten passierten wir die Gärtnerei und fuhren einen Hügel hinauf. Die Straße wurde nun immer schmaler und kurviger. Dafür ließ mit zunehmender Höhe aber langsam der Nebel nach. Dadurch konnte ich erkennen, dass die Straße zu einem Wäldchen hinaufführte. Eigentlich war das ein ganz gewöhnlicher Wald, aber die dunkle Silhouette, welche aus dem Nebel hervorbrach, wirkte auf mich irgendwie bedrohlich. Am liebsten wäre ich auf der Stelle umgekehrt. Kurze Zeit später hatten wir den Waldrand erreicht, wo uns eine Schranke den Weg versperrte. Hannah von Niederaubach zückte ein kleines Gerät und schon öffnete sich mit einem Knopfdruck der Schlagbaum. Weiter ging’s! Hier oben herrschte kaum noch Nebel, aber die Bäume standen derart dicht, dass man nicht allzu weit in den Wald hineinsehen konnte. Es war dort einfach zu dunkel.

Ein Stück voraus wurde es deutlich heller, dort schien es eine Lichtung zu geben. Als wir diese schließlich erreicht hatten, klappte mein Kinn vor Überraschung nach unten. Sowas hatte ich hier nun wirklich nicht erwartet, denn mitten im Wald stand ein prächtiges Haus. Ein gepflegtes zweistöckiges Gebäude, an dessen Außenseiten es jeweils einen höheren Turm gab. Rund um das Bauwerk herum verlief ein Wassergraben, welcher über die Jahrhunderte an Tiefe eingebüßt haben musste. Denn der Uferbereich ähnelte eher einem See als einem Graben. Die Straße führte über eine steinerne Brücke und endete an einem halbrunden Tor in der Mitte des Gebäudes. Ich staunte nicht schlecht. Das war zwar kein richtiger Palast, aber in diesem Herrenhaus hatte mit Sicherheit irgendwann einmal ein Landadliger residiert. Das schöne Anwesen musste ein Vermögen wert sein. Dagegen war die Villa in Grünwald richtig poplig. Die Gärtnerei von Edgar musste verdammt gut laufen, wenn er sich so ein Zuhause leisten konnte. Offensichtlich hatte ich den harmlosen alten Mann bei unserer ersten Begegnung ganz gewaltig unterschätzt. Eine Kostprobe seiner Fähigkeiten hatte ich ja schon auf der Party zu spüren bekommen. Und mir schwante, dass ich in Zukunft noch deutlich mehr davon kennenlernen würde. Hatte ich mit meiner Unterschrift einen Fehler gemacht?

Wir fuhren über die Brücke hinweg und erreichten durch das Tor einen großen Innenhof. Zuvor hatte ich nur die Front des Gebäudes gesehen, doch nun erkannte ich, dass es um einen quadratischen Hof herum errichtet worden war. Mit einem Turm an jeder Ecke. Dieses Bauwerk war wirklich ziemlich beeindruckend. Eigentlich hätte ich hier eher ein Museum als den Wohnsitz eines Gärtners erwartet. Aber das Leben war stets voller Überraschungen. Rumpelnd fuhren wir über das Kopfsteinpflaster des Innenhofs. Hannah von Niederaubach steuerte auf eine breite Treppe zu, an deren Absatz ich bereits einen alten Mann warten sah. Jetzt hatte ich die endgültige Gewissheit, der nette Gärtner Edgar war tatsächlich der Großmeister. Kaum zu glauben! Direkt vor der Treppe hielten wir an.

» Du wartest hier auf mich! «, wurde ich von der Herrin angewiesen.

Was hätte ich auch sonst machen sollen, schließlich sorgte der Sicherheitsgurt ja dafür, dass ich auf meinem Platz blieb. Sie stieg aus und ging lächelnd zu dem alten Mann. Die beiden begrüßten sich mit einer innigen Umarmung. Danach schwatzten sie fröhlich miteinander und begannen dabei heftig zu lachen. Auch wenn ich nicht verstehen konnte worüber gesprochen wurde, so hatte ich trotzdem das Gefühl, dass es dabei um mich ging. Es gefiel mir überhaupt nicht, wenn über mich getratscht und gelacht wurde. Wenn mich dieser saublöde Gurt hier nicht festhalten würde, dann würde ich den beiden jetzt was erzählen. Verärgert drückte ich auf das Schloss des Sicherheitsgurtes. Und zu meiner Überraschung öffnete es sich. Hoppla, wie war das denn passiert? Mein erster Impuls war sofort auszusteigen und den beiden die Meinung zu geigen. Doch dann besann ich mich, schließlich konnte es in dem Gespräch auch einfach nur ums Wetter gehen. Nachdem die zwei sich ein paar Minuten unterhalten hatten, kam die Herrin zum Wagen zurück und öffnete meine Tür. Mit dem Finger winkte sie mich aus dem Fahrzeug heraus. Sofort nach dem Aussteigen stellte ich fest, dass hohe Absätze und Kopfsteinpflaster keine sehr gute Kombination waren. Nicht wirklich eine neue Erkenntnis, aber Hannah von Niederaubach lief auf dem unebenen Untergrund so mühelos, dass ich einfach nicht daran gedacht hatte. Etwas wacklig ging ich mit der Herrin zu Großmeister Edgar.

» Edgar, darf ich dir deine neue Sklavin Lara vorstellen! «, meinte Hannah von Niederaubach etwas pathetisch.

» Lara, es freut mich, dass du dich für eine Ausbildung bei mir entschieden hast! «, wurde ich freundlich von ihm begrüßt.

Pfff! Trotz der Freundlichkeit konnte ich nur müde über seine Worte lächeln. Eine freie Entscheidung konnte man das wohl kaum nennen.

» Hallo! «, war deshalb alles was ich erwiderte.


Fortsetzung folgt!
252. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Toree am 03.02.21 01:09

Zitat
Hallo Toree,

aber worin besteht denn dann der Skandal, wenn Laras Artikel nicht erscheint?

Ich weiß nicht so recht, ob man von Sabine und Heike Rückschlüsse auf Lara ziehen kann.
Zudem haben sich die beiden einem dauerhaften Zooaufenthalt ja auch verwehrt.


Entlich mal wieder Zeit zum lesen.
Sorry, mein Rechner wartet noch 'C' bedingt auf einen Aufenthalt in der Werkstatt.
Bei meinem Notbook brauche ich eine Lupe.

Eisenhand,ich pokere mal hoch, und sage: ihr Chef wird den Skandal ans Licht brigen.
OK, Sabine und Heike haben sich gegen einen dauerhaften Zooaufenthalt entschieden, waren aber im Urlaub öfters da.
Mehr zu deinen Geschichten kann ich zZ nicht sagen, mir fehlt mein Tower, wo die Geschichten für mich lesbar sind!
Aber,soweit ich mich erinnere, haben sich alle ihrem Schicksal gefügt.
Warum nicht auch Lara


253. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 05.02.21 19:08

Hallo Toree,

C ist schon schlimm genug, ich hoffe bei dir kommt nicht auch noch Q dazu.

Laras Chef wird ihr die Story klauen?
So ein verdammter Mistkerl! Das ist ja ein Skandal!!!!!

Und müssen wir uns nicht alle unserem Schicksal fügen?


LG
Fist
254. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Toree am 05.02.21 20:02

Zitat
Hallo Toree,

C ist schon schlimm genug, ich hoffe bei dir kommt nicht auch noch Q dazu.

Laras Chef wird ihr die Story klauen?
So ein verdammter Mistkerl! Das ist ja ein Skandal!!!!!

Und müssen wir uns nicht alle unserem Schicksal fügen?


LG
Fist


Das 'Q', also die vierzehn Tage 'Stubenarrest' habe ich hinter mir.
Eine Kollegin meiner Tochter war postitv.

Die Anweisung kam, als ich zum Glück auf Wocheneinkaufstour war.
Zum Glück war noch einiges im Tiefkühler, so konnten wir 'Überleben'
Getränke wurden vom Schwager geliefert, natürlich Kontaktlos.

Was das Schicksal angeht, hast du natürlich recht.
Wobei ich nicht daran glaube!!!
255. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 07.02.21 19:20

Hallo Toree,

dieses "Vergnügen" hatte ich auch bereits.
Letztes Jahr durfte ich meinen Geburtstag zuhause verbringen, weil ich auf das Ergebnis eines Coronatests warten musste. Welcher dann aber glücklicherweise negativ ausfiel.

Mir fällt gerade auf, dass das Q ja auch für Querdenken stehen könnte.
An dieser Krankheit leidest du aber hoffentlich auch nicht.

An ein vorbestimmtes Schicksal glaube auch ich nicht.
Ich meinte mit meiner Aussage Umstände, die du nicht selber beeinflussen kannst.


LG
Fist
256. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Toree am 08.02.21 00:17

Zitat
Zitat
Hallo Toree,

C ist schon schlimm genug, ich hoffe bei dir kommt nicht auch noch Q dazu.

Laras Chef wird ihr die Story klauen?
So ein verdammter Mistkerl! Das ist ja ein Skandal!!!!!

Und müssen wir uns nicht alle unserem Schicksal fügen?


LG
Fist


Das 'Q', also die vierzehn Tage 'Stubenarrest' habe ich hinter mir.
Eine Kollegin meiner Tochter war postitv.

Die Anweisung kam, als ich zum Glück auf Wocheneinkaufstour war.
Zum Glück war noch einiges im Tiefkühler, so konnten wir 'Überleben'
Getränke wurden vom Schwager geliefert, natürlich Kontaktlos.

Was das Schicksal angeht, hast du natürlich recht.
Wobei ich nicht daran glaube!!!


NEIN!
Die Leute gehen mir echt auf den...!
OK, es gibt da Sachen, die man hinterfragen muss, warum dürfen Baumärkte öffnen
Bei mir steht das 'Q' eindeutig für die Quarantäne.

Ja, es gibt Sachen zwischen Himmel und Erde, die man, im nachhinen nicht mehr beeinflussen kann.
Wie so im nachhinen, kann ich dir erklären.
1877 heitateten ein Cousin und eine Cousine.
Es trat in unserer Familie Diabetis Typ 1A auf.
Meine Schwester ist davon betroffen, seit 1958 'hängt sie an der Nadel'! Sie war 18 Monate alt, bei der Feststellung.
Ich bin: wie heißt es so schön; Anlagenträger. Das heißt, die Gefahr ist sehr Groß, wenn mein Kind ein Junge währe.
Da es immer überkreuzt weiter gegeben wird,beim ersten Kind.

Und ja, meine Schwester feierte letztes Jahr ihren 63. Gebutstag.
Nur um den Medizienern ihre Statistik zu versauen!
257. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 09.02.21 18:42

Hallo Toree,

es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man nur bestimmte Regelungen hinterfragt oder ob man einer Verschwörungstheorie hinterherläuft.

Hoffentlich verschwindet dieser Q Blödsinn möglichst schnell wieder in der Versenkung.
Genauso wie deren Obermufti aus dem weißen Haus.


LG
Fist
258. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 09.02.21 19:13

Teil 28


Edgar schien wegen meiner knappen Begrüßung etwas irritiert zu sein. Aber er sagte nichts weiter dazu. Stattdessen führte er uns die Treppe hinauf zum Eingang des Hauses. Die Eingangshalle war riesig und ging über beide Stockwerke. Hoch oben an der Decke hing ein gigantischer Kristallleuchter. Der Boden war mit schwarzen und weißen Fliesen belegt, welche so stark glänzten, dass man sich darin spiegeln konnte. Es musste eine ganz schöne Arbeit sein, um einen solchen Glanz zu erreichen. Warum dachte ich nur über so einen Blödsinn nach? Vielleicht weil sowas in der Villa meine Aufgabe gewesen war. In der linken Wand gab es zwei Türen. Und darüber sah ich eine farbenprächtige Wandmalerei, die ein mittelalterliches Fest zeigte. Ich entdeckte ein paar Gaukler und eine Gruppe Musikanten spielte zum Reigen auf. Einige Leute tanzten dazu, während andere mit Bierkrügen an Tischen saßen. Auch für das kulinarische Wohl war gut gesorgt, denn über dem Feuer röstete ein Ochse. Mehrere Hunde tollten in der Szenerie herum und zwei davon stritten sich um einen Brocken Fleisch. Diese Malerei war wirklich hübsch anzuschauen. An der Rückwand der Halle hingen mehrere Wandteppiche und darüber verlief eine Empore. Auf der rechten Seite gab es eine weitere Tür und dort führte auch eine Treppe ins Obergeschoss hinauf. Dieser Raum hatte durchaus eine gewisse Pracht, aber es war auffällig, dass es hier nicht ein einziges Möbelstück gab. Warum nur? Vielleicht war die Wandmalerei ja ein Indiz dafür, dass die Halle als Festsaal genutzt wurde. Denn tanzen ließ es sich hier bestimmt ganz wunderbar. Laut klackerten unsere Schuhe auf den Fliesen, als Edgar uns zu der Treppe führte, an deren Absatz ein großes Gemälde hing. Es zeigte einen grauhaarigen Mann mit Vollbart, der ziemlich grimmig dreinschaute. Seine altmodische Kleidung ließ vermuten, dass dieses Bild schon ein paar Jahrhunderte auf dem Buckel hatte. Wer das wohl war? Vielleicht ein Vorfahr von Edgar. Dagegen sprach jedoch, dass der Mann auf dem Bild wohlhabend aussah und Edgars Nachname Schmidhuber lautete. Daher konnte man wohl annehmen, dass er nicht von adliger Abstammung war. Und ein Handwerker oder Bauer hätte sich im Mittelalter niemals so ein Haus leisten können. Vielleicht war der Grauhaarige ja auch der Erbauer dieses Anwesens. Warum machte ich mir ständig über solche Belanglosigkeiten Gedanken? Ich hatte eigentlich ganz andere Probleme.

Wir erklommen die Stufen und gingen danach über die Empore in den linken Gebäudeteil. Unser Weg führte uns einen langen Gang entlang. An den Wänden hingen weitere Ölgemälde, die wohl ebenfalls aus dem Mittelalter stammten. Auf einem Bild sah ich eine Jagdgesellschaft mit Hunden und auf einem anderen einen Ritter hoch zu Ross in glänzender Rüstung. Ein drittes Bild zeigte eine blasse Frau mit einem prächtigen Collier um den Hals. Ihr Blick konnte einem Angst einjagen, so als ob sie gerade ihren Ehemann beim Fremdgehen erwischt hätte. Schmunzelnd dachte ich mir, dass das ja vielleicht sogar der Fall gewesen könnte. Denn allzu viele Rechte hatten Frauen im Mittelalter dem Gatten gegenüber ja nicht gehabt. Gut dass ich in der heutigen Zeit geboren wurde. Unsere Schrittgeräusche wurden von einem dunkelroten tiefen Teppich geschluckt. Das schien so eine Art mittelalterliche Lärmschutzmaßnahme zu sein. Eigentlich verständlich, denn wenn man hinter einer der angrenzenden Türen wohnte, dann wollte man nicht von jedem Trampel gestört werden, der hier entlanglief. Wir ignorierten die Türen auf beiden Seiten und steuerten direkt auf die am Ende des Gangs zu. Der Raum dahinter stand in starkem Kontrast zu dem schön geschmückten Korridor. Dort schien Schlichtheit Trumpf zu sein. Ein einfacher Tisch mit zwei Bänken stand mitten im Raum. Die Außenwände hatten eine runde Form und eine klapprige Holztreppe führte nach oben. Zudem ragte aus einer rechteckigen Luke im Boden eine Leiter heraus. Ob es dort hinunter zum Verlies ging? Mir schauderte bei dem Gedanken. Es bestand für mich kein Zweifel, dies war einer der 4 Türme des Anwesens. Vielleicht hatte hier früher die Garnison gelebt. Zumindest ließ der konsequente Verzicht auf Luxus darauf schließen, dass in diesem Turm nicht die Herrscherfamilie selbst gewohnt hatte. Edgar zog einen großen Schlüssel aus der Tasche und öffnete damit eine Tür in der Außenwand. Und schon befanden wir uns in einer völlig anderen Welt.

Das mittelalterliche Ambiente endete an dieser Tür und ich blickte nun in einen ziemlich ausgefallen dekorierten Gang. An den Wänden hingen hier keine Ölgemälde, sondern Fotos von gefesselten Frauen in aufreizender Fetischkleidung. Einige dieser Frauen waren kaum noch als menschliche Wesen zu erkennen, weil sie von Kopf bis Fuß in Latexanzügen steckten. Trotzdem besaßen diese bizarren Gestalten aber eine gehörige Portion Sexappeal. Staunend ging ich an der erotischen Galerie entlang. Auf einem Foto hatte ich zuerst eine Eisläuferin erkannt, die gerade eine Pirouette drehte. Als ich jedoch näher kam, entpuppte sich diese Frau als eine Braut. Sie trug ein kurzes und ziemlich transparentes Hochzeitskleid. Das wirklich Bemerkenswerte war dabei, dass beide Arme und ein Bein von Seilen nach oben gezogen wurden. Dadurch musste sie auf einem Fuß balancieren, an dem sie natürlich auch noch High-Heels trug. Ihr Rücken wurde dabei weit nach hinten durchgebogen, was extrem unbequem aussah. So hatte ich mir meine Hochzeitsnacht jedenfalls nicht vorgestellt. Ich war gleichermaßen fasziniert wie abgestoßen. Wie sich sowas wohl anfühlen würde? Es war wohl besser das nicht herauszufinden. Denn wahrscheinlich würde ich diese Stellung keine 10 Sekunden durchhalten. Edgar schloss die Tür zum Turm sofort wieder ab. Dieser Bereich des Hauses war wohl nicht für die Öffentlichkeit gedacht. Oder die Bewohner sollten ihn nicht selbständig verlassen können. Vermutlich stimmte Beides. Mein neues Zuhause war also erneut ein Gefängnis. Nicht dass ich etwas anderes erwartet hätte. Wir gingen langsam den Gang entlang und ich bewunderte ausgiebig den sich bietenden Anblick. Auf der linken Seite stand eine nackte lebensgroße schwarze Statue, die sehr stark glänzte. Sie hatte ihre Augen geschlossen und den Mund leicht geöffnet. Mit der rechten Hand spielte sie in ihrem Schritt, während die linke einen Nippel bearbeitete. Für mich sah das ein wenig so aus, als wäre diese junge Frau während der Selbstbefriedigung versteinert. Welcher Künstler kam nur auf so eine Idee? Und welche Frau würde für so ein Kunstwerk nur Modell stehen? Ich schüttelte verständnislos den Kopf, während wir weitergingen. Wie in dem anderen Gang, lag auch hier ein schwerer roter Teppich auf dem Boden. Allerdings fiel mir erst jetzt auf, dass auf diesem hier erotische Motive abgebildet waren. Soeben hatte ich meinen Absatz auf das beste Stück eines gut gebauten Mannes gesetzt. Autsch! Gut, dass das nur ein Läufer war. In diesem Moment bemerkte ich, dass der Teppich zwei Meter weiter endete. Eine Glasplatte lag dort auf dem Boden. Und unter dieser Platte lag eine schwarz-weiß gestreifte Puppe, die ihre Hände von unten gegen das Glas presste. Irgendwie erinnerte mich das an diese Pantomimen, die an einer unsichtbaren Wand entlanggingen. Diese Leute waren mir schon immer etwas unheimlich gewesen. Allerdings hatte ich eine Vermutung, was sich der Künstler bei diesem Werk hier gedacht hatte. Der Anzug der Puppe hatte die Zeichnung eines Zebras, also war das wohl ein Zebrastreifen. Nur dass es hier keinen kreuzenden Verkehr gibt, fügte ich in Gedanken schmunzelnd hinzu. Nun denn, dann mal los! Ich setzte meinen rechten Fuß auf die Glasplatte und machte mich daran den Zebrastreifen zu überqueren. Es gab ein lautes klackerndes Geräusch als ich voranschritt. Und dann passierte etwas Überraschendes, denn die Puppe öffnete plötzlich ihre Augen. Ich erschrak und sprang seitlich von dem Zebrastreifen herunter. Verdammt, das war gar keine Puppe! Eigentlich hätte ich mir sowas auch denken können. Aber welcher normale Mensch kam schon auf die absurde Idee eine Frau zu einem Fußgängerüberweg umzufunktionieren? Dann hatte die schwarze Statue bestimmt auch ein lebendiges Innenleben. Es musste unglaublich frustrierend sein, ausgerechnet in einem so intimen Moment zu einem reglosen Kunstwerk zu erstarren. Edgar schmunzelte über meine erschreckte Reaktion und er zeigte mit einer Armbewegung an, dass ich weitergehen sollte. Ich zog es allerdings vor, um den Zebrastreifen herumzugehen. Dahinter lag wieder ein roter Teppich mit erotischen Abbildungen. Unbewusst vermied ich es die Szenerie erneut mit Füßen zu treten. Weshalb ich ganz am Rand des Teppichs entlang ging. Der Gang endete an einer schweren hölzernen Tür. Und kurz davor stand ein letztes Kunstwerk. Eine schlanke Frau lediglich bekleidet mit Strapsgürtel, Strümpfen und extrem hohen Pumps. Allerdings war nicht ihre Nacktheit das Bemerkenswerte sondern die Position. Sie war vornüber gebeugt und sowohl ihr Kopf als auch die Hände verschwanden in der Wand. Wodurch sie den Passanten einladend ihren Po entgegenstreckte. Was für eine erniedrigende Stellung. Im Prinzip könnte sie jeder von hinten nehmen und sie wüsste noch nicht einmal wer es war.

» Hannah würdest du bitte die Tür für uns öffnen! «, meinte Edgar.

» Aber mit Vergnügen! «

Mit einem hämischen Grinsen im Gesicht trat Hannah von Niederaubach hinter das Kunstwerk. Das war kein gutes Zeichen für die Frau in der Wand. Einen Moment später bearbeitete die Herrin den Po des Kunstwerks mit einer ganzen Serie von Hieben. Es klatschte jedes Mal laut, wenn sie mit der flachen Hand das feste Hinterteil ihres Opfers traf. Man konnte der Herrin ansehen, dass sie ihre Freude daran hatte. Die arme Frau tanzte herum und versuchte den Schlägen so gut es ging auszuweichen. Zu ihrem Pech aber nur mit mäßigem Erfolg. Mir fiel auf, dass die Herrin ihre Schläge in einem ganz bestimmten Rhythmus setzte. So als ob sie eine bekannte Melodie spielen wollte. Sie fing sogar zweimal von vorne an, als ein Hieb nicht richtig getroffen hatte. Beim dritten Durchgang war sie schließlich erfolgreich und die Tür öffnete sich als die Melodie vollendet war. Wie durchgeknallt war das denn bitte? Ein akustischer Türöffner, den man dadurch betätigte indem man einem lebenden Kunstwerk den Hintern versohlte. Die spinnen, die Club XP ler! Ich wollte mir gar nicht vorstellen, wie sich der Po dieser Frau nach einem Tag als Türöffner anfühlen würde. Ganz zu schweigen von der unbequemen Haltung mit dem Kopf in der Wand.

Die Tür führte direkt auf eine Wendeltreppe. Ohne Zweifel war dies wieder einer der Türme. Es ging abwärts. Hoffentlich war das nicht sinnbildlich für mein zukünftiges Schicksal. Unten angekommen, staunte ich nicht schlecht. Leicht erhöht stand dort ein modernes Gerät, welches einfach nicht in einen mittelalterlichen Turm passte. Ein paar Stufen führten zu einem Sockel hinauf, auf dessen Boden ich einen Kreis mit etwa zwei Meter Durchmesser erkennen konnte. Die Rückseite dieses Kreises bestand aus einer blankpolierten Metallwand. Und in etwa drei Meter Höhe ragte ein zweiter gleich großer Kreis aus der Wand heraus, der so eine Art Dach zu bilden schien. Was zum Geier war das? Für mich hatte es Ähnlichkeit mit einer Duschkabine, nur hatte irgendjemand vergessen die Armaturen einzubauen.

» Bitte bring Lara an ihren Platz! «, merkte Edgar an.

Hannah von Niederaubach packte mich am Arm und schob mich auf das seltsame Gerät zu. Mir war dabei etwas mulmig zumute. Denn was immer dieses Ding auch machte, würde mir vermutlich nicht gefallen. Mit weichen Knien erklomm ich die Stufen des Sockels. Die Herrin blieb dabei direkt hinter mir und achtete darauf, dass ich keinen Blödsinn machte. Am liebsten hätte ich die Beine in die Hand genommen und wäre einfach losgelaufen. Aber wohin hätte hier schon fliehen können?

» Stell dich dort hin! «, wurde ich von ihr angewiesen.

Sie deutete mit dem Finger auf zwei aufgemalte Fußabdrücke in der Mitte des Kreises. Ich kam mir vor wie beim Film, wo Markierungen anzeigten an welcher Stelle man stehen sollte. Nur dass ich diese Rolle gar nicht haben wollte. Vorsichtig setzte ich einen Fuß in den Kreis hinein. Das dabei entstandene Geräusch ließ vermuten, dass die Bodenplatte aus Metall bestand. Wie die Katze auf dem heißen Blechdach schlich ich bedächtig zu der mir angedachten Position. Dort angekommen drehte ich mich um und blickte Hannah von Niederaubach ins Gesicht, in dem sich nun ein boshaftes Grinsen zeigte. Das war überhaupt kein gutes Zeichen. In diesem Moment rief sie Edgar etwas zu.

» Die Sklavin ist bereit, es kann losgehen! «

Eine Sekunde später spürte ich, wie mein rechter Fuß ein kleines Stück nach vorne gezogen wurde. Verwundert schaute ich nach unten. Meine Füße standen nun ganz exakt auf den Markierungen. Das Verblüffende war jedoch, dass ich sie auch nicht mehr wegbewegen konnte. Es war fast so, als ob man mich am Boden festgeklebt hätte. Vermutlich gab es da Elektromagneten in der Bodenplatte und Metallstreifen in den Sohlen meiner Schuhe. Das war zwar eine nette technische Spielerei, aber nicht wirklich eine effektive Fesselung. Denn ich hätte einfach aus meinen Schuhen herausschlüpfen können. Vielleicht konnte ich das ja später noch zu meinem Vorteil nutzen. Die Herrin machte kehrt und ging wieder zu Edgar zurück. Und nun? Beinahe wie aufs Stichwort ertönte ein leises Brummen. Gleichzeitig war ich von einem milchigen Schleier umgeben, der die beiden Kreise miteinander verband. Was war das? Neugierig streckte ich meinen Arm aus und berührte mit den Fingern das seltsame Phänomen.

» Autsch! «

Ich hatte einen elektrischen Schlag bekommen. Was zum Geier, das war ein Kraftfeld. Sowas kannte ich nur aus dem Science-Fiction Genre. Unwillkürlich musste ich an einen Trash-Film denken, den ich vor ein paar Wochen gesehen hatte. Dort hatten Aliens Menschen entführt und auf ihr Raumschiff gebracht. Man hatte die Menschen in Kammern eingesperrt, welche von ähnlichen Kraftfeldern gesichert wurden. Mir schauderte, als ich an den weiteren Verlauf des Films dachte. Denn diese Menschen wurden von den Außerirdischen für medizinische Versuche missbraucht. Ich spürte wie Angst in mir aufkam. Was wenn mir ein ähnliches Schicksal drohte? War Edgar vielleicht ebenfalls ein Alien? Doch dann schaltete sich glücklicherweise mein Verstand wieder ein. An so einen Blödsinn hatte ich doch noch nie geglaubt. Das war einfach nur fortschrittliche Technologie und nichts weiter. Anders als meine am Boden fixierten Schuhe, war dieses Kraftfeld jedoch keine Spielerei. Denn ich bezweifelte, dass ich da durchbrechen konnte. Somit saß ich also fest.


Fortsetzung folgt!
259. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Dark Fangtasia am 09.02.21 21:56

Wieder ein sehr schöner Teil.

Ich bin gespannt, was dieses Kraftfeld bewirkt, bzw. was innerhalb des Kraftfeldes passiert.

Wenn sich die Geschichte jetzt an einen anderen Ort verlagert, frage ich mich doch, ob wir noch mehr über das Schicksal von Lucy erfahren?
Vielleicht so, dass Lara das neue Vartex 2.0 auch "ausprobieren" "darf"?
260. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Toree am 09.02.21 22:48

Zitat
Hallo Toree,

es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man nur bestimmte Regelungen hinterfragt oder ob man einer Verschwörungstheorie hinterherläuft.

Hoffentlich verschwindet dieser Q Blödsinn möglichst schnell wieder in der Versenkung.
Genauso wie deren Obermufti aus dem weißen Haus.


LG
Fist


Leider wird der Q Blödsinn nicht so schnell in der Versenkung verschwinden, dafür sorgen schon solche Leute wie der komische Fernsehkoch, ähm, ich glaube Attila Hilten (oder Hiltmann?) heißt der.

Früher hieß es mal Schauspieler und Präsidentendarsteller, über eine US Prästdenten, aber gegen das Trumpeltier, war der noch ein super Präsident.
Ich hoffe, die Demokraten können sich durchsetzen und DER wird nie wieder ein Amt bekleiden!

Nachtrag: 10.02.21
Sie wie es jetzt aussieht, wird das wohl nichts,.
Zuviele auf seiner Seite.
261. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 11.02.21 19:32

Hallo Dark Fangtasia,

freut mich, dass es dir gefallen hat.

Ich kann dir (und auch Lara) versichern, dass das Kraftfeld nichts mit Aliens zu tun hat.
Mehr werde ich an dieser Stelle aber nicht verraten. Welch große Überraschung!

Die beiden Lokationen sind ja durch den Club XP miteinander verbunden.
Insofern kann es da ja durchaus Berührungspunkte zwischen Laras Ausbildung und Lucys weiterem Schicksal geben.

Wenn du aber mehr darüber erfahren möchtest, dann musst du wohl auch weiterhin bei mir vorbeischauen.
Was kann ich doch manchmal gemein sein!


Hallo Toree,

die Spinner werden natürlich nicht verschwinden, da hast du vollkommen recht.
Sobald wir den Coronamist durchgestanden haben, werden ihnen aber vielleicht weniger Leute zuhören.

Als so eine Pfeife den Irakkrieg angezettelt hatte, dachte ich, dass dies der schlechteste US Präsident wäre, den ich in meiner Lebzeit erleben würde.
Junge lag ich mit dieser Einschätzung daneben. Klein Donnie dürfte aber wirklich kaum noch zu toppen sein.

Das Impeachment dürfte kaum erfolgreich sein.
Dafür haben sich die Republikaner viel zu weit von normalen politischen Werten entfernt.

Trotzdem glaube ich nicht, dass wir Trump in 4 Jahren nochmal wiedersehen werden. Bis dahin dürfte er ziemlich irrelevant sein.
Ich befürchte allerdings, dass dann eines seiner Kinder kandidieren wird. Und ob das wirklich viel besser ist?


LG
Fist
262. RE: Skandal um Lara

geschrieben von plit am 13.02.21 23:37

Hallo IronFist,

da scheint ja etwas großes auf Lara zuzukommen. Als du die Maschine beschrieben hast, dachte ich kurz jetzt schließt sich ein Glaszylinder um sie und alles wird mit einer durchsichtigen Flüssigkeit geflutet. Aber mit Kleidung? Wobei ja auch schon Haare beschichtet und zu erogenen Zonen gemacht wurden. Wenn das bei dieser Art totem Material funktioniert, warum nicht auch bei Textilien? Wie dann wohl so ein Vartex Ballkleid wäre, dass die ganze Zeit aneinander reibt?

Zitat
derartige Hintergedanken hatte ich bei meinem Kommentar damals nicht.
Das war nicht mehr als ein scherzhafter Spruch.
Zudem würde es sich dann wohl auch um die gleiche Geschichte handeln wie diese hier.
Nur eben aus der Sicht von Lucy erzählt.
Ein Switchen zwischen verschiedenen Handlungssträngen habe ich bei Büchern noch nie gemocht.
Deshalb werde ich dieses Stilmittel wohl auch nie selbst verwenden.

So kommt ein spontaner Gedanke zum Anderen. Bei den Handlungen stimme ich dir vollkommen zu. Bei manchen Geschichten klappt es zwar ganz gut aber im Regelfall empfinde ich es auch angenehmer, wenn man einem Charakter folgen kann.

Zitat
Nur so aus Interesse, was würde die gute Beate denn in einem von dir geschriebenen Spin-Off erleben?

Achtung Spoiler. (Nur falls jemand „Kreuzfahrt ins Glück?“ nicht gelesen hat.)

Das ist eine sehr gute Frage. Wahrscheinlich haben Lucy und Beate da das gleiche Problem. Schließlich hat sie für ihre Story die gleiche Umgebung wie die Protagonistinnen aus „Kreuzfahrt ins Glück?“ Eine Figur mit weniger Auftritten hätte da wohl deutlich mehr Freiheiten.

Zwar ist Beate schon eher an Bord und scheint etwas besser informiert aber die Reise bleibt ja die selbe. Wobei viele Bereiche des Schiffs auch noch unbekannt sind und wie viel Zeit sie an Land verbringt ist auch nicht näher ausgeführt. Geschweige dem was danach passiert. Vielleicht wechselt sie ja auch mal das Gehege. So ein Zoo bildet ja meistens die unterschiedlichen Biotope nach. Eventuell ist auch ein Aquarium mit dabei. Es ist auch nicht unüblich, dass Zoos einander Tiere ausleihen. Andererseits besteht auch die Möglichkeit sich zeitlich komplett von den Ereignissen zu lösen aber ihre kurzen Auftritte und Teaser sind ja genau das was sie so interessant macht. Mir fällt es da auch etwas schwer in deinen Charakteren „rumzudoktorn“ und einen Grund zu finden warum ausgerechnet Beate eine Sonderbehandlung bekommen sollte.

beste Grüße
Plit
263. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erin am 14.02.21 15:47

Ich bin nur gespannt was jetzt mit ihr passirt, also auf zur nächsten Fortsetzung.
264. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 16.02.21 18:56

Hallo plit,

den Glaszylinder hatten wir ja bereits in dem geheimen Labor.
Ein bisschen Abwechslung muss da schon sein.

Das Problem, welches ich mit verschiedenen Handlungssträngen habe, ist, dass ich meist einen Strang interessanter finde, aus dem man dann unsanft herausgerissen wird.
Ich habe sogar mal ein Buch mit 3 unterschiedlichen Strängen gelesen. Da habe ich am Anfang gar nichts kapiert.

Auf der Kreuzfahrt sehe ich die gleiche Umgebung gar nicht als so ein großes Problem an.
So ein Schiff ist sehr groß und in den Häfen werden viele unterschiedliche Ausflugsziele angeboten. Da kann man auf der gleichen Reise durchaus sehr unterschiedliche Erlebnisse haben.

Beate gehört zu der Kategorie von Nebencharakteren, die ich bei Bedarf aus dem Hut zaubere. Ihr einziger Zweck war eigentlich Sabine das Schiff zu erklären.
Bei Gelegenheit baue ich solche Charaktere im späteren Verlauf der Geschichte ein weiteres Mal ein. Geplant war das bei Beate aber vorher nicht. Es ist einfach so (über mich) gekommen.


Hallo Erin,

dann will ich dich mal nicht weiter auf die Folter spannen.
Also auf zur nächsten Fortsetzung!

Kann mich jetzt gar nicht erinnern, von wem dieser letzte Satz stammte.


LG
Fist
265. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 16.02.21 19:32

Teil 29


» Lara, bist du bereit? «, rief mir Edgar zu.

Bereit wofür? Ich schüttelte heftig den Kopf, in der Hoffnung damit mein Schicksal abzuwenden. Die beiden lachten aber nur darüber. Warum wurde ich überhaupt gefragt, wenn meine Meinung ohnehin keine Rolle spielte? Edgar wischte auf seinem Handy herum und kurz darauf begann die Bodenplatte zu vibrieren. Es war allerdings keine gleichmäßige Vibration, sondern sie wurde abwechselnd stärker und schwächer. Ohne zu wissen warum, empfand ich das als richtig angenehm. Irgendwie entspannend. Und dann verschwand plötzlich die Welt direkt vor meinen Augen. Farbige Lichter tanzten wild um mich herum. Wodurch mir leicht schwindlig wurde. Was passierte hier? Ich schaute an mir herunter und stellte überrascht fest, dass ich auf einmal nackt war. Wo waren meine Kleider abgeblieben? Mehr und mehr hatte ich Schwierigkeiten mich zu konzentrieren. Denn die Vibrationen erzeugten in mir einen Zustand der Lust. Unwiderstehlich wurden meine Gedanken immer mehr in Richtung Sex gedrängt. Bis ich irgendwann willig nachgab.

Vor meinem geistigen Auge lief ein Film mit dem Titel „Das Liebesleben der Lara Stein“ ab. Ich war zurück in meiner Schulzeit, genauer gesagt am Tag meines Abschlussballs. Dies war der Tag gewesen, an dem ich meine Jungfräulichkeit verloren hatte. Aus heutiger Sicht war der Sex eher enttäuschend gewesen. Schließlich hatten wir beide keine wirkliche Ahnung gehabt, was wir da machten. Trotzdem war es ein einschneidender Moment in meinem Leben gewesen. Wie aus dem Nichts erschien plötzlich ein großgewachsener muskulärer Mann in dem Film. Ich hatte diesen Kerl mal in einer Diskothek aufgerissen und eine Nacht mit ihm verbracht. An seinen Namen konnte ich mich nicht mehr erinnern, dafür aber umso besser an den heißen Sex, den wir zusammen gehabt hatten. Bedauerlicherweise hatte ich ihn danach nie wieder getroffen. Das eine Jahr zwischen Schule und Studium war ein wildes gewesen und ich hatte in dieser Zeit so manchen One-Night-Stand gehabt. Einer nach dem anderen tauchten all diese Männer in meinem Film auf. Und dann hatte Peter seinen großen Auftritt. Ich hatte ihn im ersten Semester kennengelernt und wir waren fast zwei Jahre zusammen gewesen. Er hatte eine Vorliebe für Rollenspiele und Sex in der Öffentlichkeit. Anfangs war ich skeptisch gewesen, aber mit der Zeit fand ich immer mehr Spaß daran mich zu verkleiden. Als Bibliothekarin mit Dutt und Hornbrille hatte ich mich zum Beispiel mal zwischen den Bücherregalen vernaschen lassen. Und auch meine Rolle als Reitlehrerin war mir noch sehr gut in Erinnerung. Ich hatte lange Stiefel und eine enge Lederhose getragen und so Peter in einer Scheune das Reiten beigebracht. Ganz ohne Pferd wohlgemerkt. Das Ende unserer Beziehung war sehr unschön gewesen, wodurch ich danach auch die Lust an solchen Spielchen verloren hatte. Mein Film lief weiter und ein paar unbedeutende Liebschaften hatten ihren Kurzauftritt. Bis schließlich Stefan die Bühne betrat. Er war damals doppelt so alt gewesen und ich weiß bis heute nicht, warum ich mich überhaupt auf ihn eingelassen hatte. Vermutlich war es dem Alkoholpegel an diesem Abend geschuldet. Jedenfalls stellte sich Stefan als äußerst geschickt mit seiner Zunge heraus. Innerhalb kürzester Zeit hatte er mich zu ungeahnten Höhepunkten geleckt. Man konnte durchaus sagen, dass ich richtig süchtig danach wurde. Allerdings fand ich nach einer tollen Woche heraus, dass er Frau und Kinder hatte. Männer sind doch solche Schweine! Zwei weitere namenlose Eroberungen erschienen in meinem Film. Ich war erstaunt mit wie vielen Männern ich bereits Sex gehabt hatte. Man könnte fast glauben, dass ich eine Schlampe wäre. Allerdings hatte ich mich selbst nie so gesehen. Wenn ich einen netten Mann kennenlernte, dann konnte es durchaus passieren, dass wir zusammen im Bett landeten. Aber ich war beim Ausgehen noch nie gezielt auf Männerfang gegangen. Plötzlich befand ich mich im Hinterhof einer Diskothek und belauschte ein Gespräch mit brisantem Inhalt. Was danach passierte, muss ich wohl nicht näher beschreiben. Jedenfalls war mir durch den Film mächtig warm geworden und in meinem Schritt flossen die Säfte in Strömen. Auch wenn ich mir unsicher war, ob das in der Wirklichkeit oder nur in meiner Fantasie passierte.

Unvermutet herrschte urplötzlich Stille. Die Vibrationen hatten aufgehört und auch die bunten Lichter waren verschwunden. Ich zwinkerte mit den Augen, um mich an die neuen Lichtverhältnisse zu gewöhnen. Hatte ich gerade einen Traum erlebt? Das war die einzig logische Erklärung. Die Auswirkungen in meinem Schritt waren allerdings ziemlich real. Verwirrt schaute ich mich um und blickte in zwei grinsende Gesichter. Die beiden wussten offenbar, dass ich soeben einen erotischen Traum erlebt hatte. Wie peinlich! Auf einmal ertönte von oben eine elektronische Stimme.

» Scann abgeschlossen! Sklavin 42 erfasst und gespeichert! «

Bezog sich das auf mich? Vermutlich. Sofort kam Wut in mir auf, schließlich war ich nicht irgendeine Nummer. Ich hatte das Bedürfnis dagegen zu protestieren. Aber mir war klar, dass ich mich damit nur lächerlich machen würde. Und es bestand außerdem die Gefahr, dass mir der Protest eine Bestrafung einbringen würde. Also beherrschte ich mich und hielt die Klappe. Überrascht stellte ich fest, dass ich jetzt wieder vollständig bekleidet war. Zumindest beinahe vollständig, aber die Unterwäsche hatte ja vorher auch schon gefehlt. Dies war die endgültige Bestätigung, es musste ein Traum gewesen sein. Auch wenn er mir unglaublich real erschienen war. Edgar wischte auf seinem Telefon herum, wodurch sich das Kraftfeld in Luft auflöste. Was für ein Glück, ich war wieder frei. Sofern man das so nennen konnte. Dieses Gerät war gar nicht so schlimm gewesen wie ich anfangs befürchtet hatte. Im Gegenteil, eigentlich war es sogar recht angenehm gewesen.

» Sklavin komm zu uns! «, wurde ich von Edgar angewiesen.

Ich versuchte seinem Befehl nachzukommen, aber meine Füße klebten noch immer an der Bodenplatte fest. Sollte ich aus den Schuhen schlüpfen? Lieber nicht, nachher wurde mir das noch als Eigenmächtigkeit ausgelegt.

» Das geht nicht! Ich kann meine Füße nicht vom Boden heben! «, antwortete ich stattdessen.

Edgar runzelte die Stirn. Dann überprüfte er meine Aussage auf seinem Handy.

» Ich glaube es nicht, das Mistding funktioniert schon wieder nicht richtig. Dabei war erst letzte Woche ein Mechaniker hier, der das Problem angeblich behoben hat. Denen werde ich was erzählen! «, meinte Edgar verärgert.

Er spielte weiter an seinem Telefon herum und versuchte das Magnetfeld zu deaktivieren. Ich musste schmunzeln, weil der „Großmeister“ etwas hilflos wirkte. Ja so war das nun mal mit der modernen Technik, manchmal versagte sie eben auch. Nach mehreren vergeblichen Versuchen gab Edgar schließlich auf.

» Hannah würdest du das bitte manuell abschalten. Hinter der Verkleidung in der Rückwand gibt es einen Schalter dafür. «

Die Herrin schritt mit wogenden Hüften auf mich zu. In ihrem Gesicht zeigte sich ein belustigter Ausdruck. Vermutlich empfand auch sie es als amüsant, dass beim Big Boss nicht alles nach Plan verlief. Sie erklomm die Stufen und trat zu mir in den Ring hinein. Ich musste mich verrenken, um sehen zu können, was sie in meinem Rücken machte. Hannah von Niederaubach öffnete eine Klappe, hinter der mehrere kleine Hebel zum Vorschein kamen.

» Ich sehe hier 5 Schalter, welcher ist der richtige? «, rief sie Edgar zu.

» Er müsste mit einem „M“ beschriftet sein! «

Sie legte einen der Schalter um und schon konnte ich meine Füße wieder bewegen. Zur Sicherheit machte ich sofort einen Schritt nach vorne, um nicht ein zweites Mal fixiert zu werden. Während die Herrin die Klappe wieder schloss, winkte mich Edgar zu sich. Ich ging gerade die Stufen hinunter, als hinter mir plötzlich wieder das leise Brummen ertönte. Überrascht drehte ich mich um und blickte in ein noch verblüffteres Gesicht der Herrin. Edgar hatte das Kraftfeld erneut aktiviert und dieses Mal war Hannah von Niederaubach darin gefangen.

» Was soll denn das? «, protestierte sie lautstark.

» Hannah wir müssen uns mal unterhalten! «, meinte Edgar.

» Sehr gerne, aber lass mich hier zuerst wieder raus! «

Edgar zeigte ein zweites Mal an, dass ich zu ihm kommen sollte. Sein Gesicht sah dabei extrem ernst aus. Mir kam langsam der Verdacht, dass die Maschine gar keine Fehlfunktion gehabt hatte. Das war eine Falle für Hannah von Niederaubach gewesen und sie war voll hineingetappt. Was hatte sie bloß angestellt?

» Was sagt dir der Name Max Baumholt? «, fragte Edgar unvermittelt.

» Du sollst mich hier sofort rauslassen! «, forderte Hannah von Niederaubach wütend.

» Später! Also noch einmal, wer ist Max Baumholt? «

» Woher soll ich das wissen! «, giftete sie zurück. Ich glaubte ihr nicht, denn bei der ersten Erwähnung des Namens war sie leicht zusammengezuckt.

» Max Baumholt arbeitet seit über 8 Jahren als Berater für den Club XP. Und er bekommt für seine Dienste monatlich 10.000 Euro. Wie kann es sein, dass du als Geschäftsführerin nichts davon weißt? «

» Ich habe keine Erklärung dafür. Aber ich verspreche dir, dass ich die Sache untersuchen werde. Und jetzt lass mich bitte hier raus! «

Ihr Ton war inzwischen wieder freundlicher geworden. Vermutlich hatte sie begriffen, dass sie in Schwierigkeiten steckte. In diesem Moment war ich richtig froh nicht in ihrer Haut zu stecken.

» Spar dir die Mühe! Ich habe mir Herrn Baumholt selbst vorgeknöpft. Und er hat dabei zugegeben, dass er nie für den Club XP gearbeitet hat. «

» Dann hast du den Betrüger ja gefunden. Was willst du noch von mir? «

» Herr Baumholt wohnt in einer Sozialwohnung im Osten von München. Was überhaupt nicht zu seinem guten Verdienst passt. Er hat mir erzählt, dass er jeden Monat 9.000 Euro auf ein Schweizer Bankkonto überweist, welches auf einen gewissen H. Müller läuft. Ich bin nicht an dem Strohmann interessiert, sondern ich möchte denjenigen finden, der im Hintergrund die Fäden zieht. Und dieser muss aus dem Club XP selbst kommen. «

» Und da hast du an mich gedacht? Du solltest besser versuchen diesen Herrn Müller in der Schweiz zu finden. «

» Damit hast du vollkommen recht. Leider ist das aber nicht ganz so einfach. Bei einem Telefonat mit unserem Buchhalter Horst bin ich vor zwei Tagen jedoch auf eine neue Spur gestoßen. Im ersten Jahr der „Beschäftigung“ von Herrn Baumholt sind Horst die monatlichen Abgänge aufgefallen. Ihm erschienen diese verdächtig, weshalb er dich auf die Zahlungen hingewiesen hat. Und du hättest ihm daraufhin erklärt, dass diese völlig in Ordnung seien. «

» Das ist eine schamlose Lüge! «, regte sich Hannah von Niederaubach auf. Ihre Empörung wirkte auf mich ziemlich echt. Hatte sie vielleicht doch keinen Dreck am Stecken?

» Ist das so? «, meinte Edgar skeptisch.

» Du glaubst doch nicht wirklich, dass ich mit dieser Sache etwas zu tun habe, oder? Wir kennen uns nun schon so lange. Bestimmt hat Horst das Geld selbst Beiseite geschafft und er versucht nun mir die Schuld in die Schuhe schieben. «

Das klang durchaus plausibel. Ich kam mir hier vor wie in einem Wirtschaftskrimi. Gespannt wartete ich darauf, wer sich am Ende als Täter herausstellen würde.

» Es stimmt, wir kennen uns wirklich schon eine halbe Ewigkeit. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie eine blutjunge und extrem attraktive Dame den greisen Heinrich von Niederaubach geheiratet hat. Und ihr Name lautete damals noch Hannah Müller. «

» Daran siehst du, dass ich es gar nicht nötig habe dein Geld zu veruntreuen. Wenn ich wollte, dann könnte ich jederzeit wieder einen reichen Ehemann finden. «

Soso die Herrin war also nur eine Bürgerliche. Ihren adligen Namen hatte sie auf dem Standesamt erworben, indem sie einen alten Mann ehelichte. Es amüsierte mich, dass diese Frau nur eine gewöhnliche Schlampe war, die sich erfolgreich zu Vermögen geschlafen hatte.

» Das mag durchaus so sein. Nur kommt ein Gatte auch mit ehelichen Pflichten. Darum geht es mir aber gar nicht. Ich habe mir allerdings die Frage gestellt, ob der Kontoinhaber H. Müller vielleicht eine gewisse Hannah Müller sein könnte. «

» Ernsthaft? Glaubst du wirklich ich wäre so dumm meinen Mädchennamen zu verwenden? Müller gibt es doch wie Sand am Meer. Du solltest aufhören irgendwelchen Hirngespinsten nachzujagen. «

Die Herrin wirkte ziemlich nervös. Edgar hingegen blieb völlig ruhig. Auch jetzt als er zum finalen Schlag ausholte.

» Während du auf dem Weg hierher warst, habe ich Hans angewiesen deinen Schreibtisch aufzubrechen und zu durchsuchen. Und er hat dabei etwas ziemlich Interessantes entdeckt. «

» Was fällt dir ein in meinen Sachen herumzuschnüffeln! «, tobte Hannah von Niederaubach.

Edgar ignorierte ihren Ausbruch und suchte auf seinem Handy nach einem Foto. Als er es gefunden hatte, drehte er das Display in Richtung Hannah von Niederaubach.

» Wie erklärst du dir, dass in deinem Schreibtisch Kontoauszüge für das Schweizer Konto lagen? «, fragte er streng.

» Die muss mir irgendjemand untergeschoben haben! «, behauptete die Herrin nach kurzem Überlegen.

» Klar! Und anschließend hat dieser Jemand deinen Schreibtisch wieder fein säuberlich verschlossen. Du solltest aufhören meine Intelligenz zu beleidigen. Hannah du bist aufgeflogen! «

» Aber ich … also ich … äh … «

Das sah nicht besonders gut für sie aus. Jetzt war sie es, die eine Gefängniszelle von innen erleben durfte. Schadenfroh grinste ich meiner ehemaligen Herrin ins Gesicht. Und Edgar fuhr fort.

» Es wäre mir lieber, wenn wir die Polizei aus dieser Sache heraushalten könnten. Was auch in deinem Sinne sein dürfte. Deshalb wirst du das Geld wieder zurückzahlen und danach vergessen wir diese ganze Angelegenheit. Horst hat den Schaden mal zusammengerechnet und er kam dabei auf 970.000 Euro. Bei den Zinsen will ich großzügig sein, also machen wir daraus eine schöne runde Million. «

Ich war ein wenig enttäuscht, dass Hannah von Niederaubach so glimpflich davonkommen sollte. Wäre es nach mir gegangen, dann hätte sie die nächsten Jahre als Gespielin einer sadistischen Zellengenossin verbracht. Über diesen Gedankengang war ich selbst überrascht. Denn ich war doch sonst nicht so rachsüchtig.


Fortsetzung folgt!
266. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Toree am 16.02.21 23:27

Zitat

Hallo Toree,

die Spinner werden natürlich nicht verschwinden, da hast du vollkommen recht.
Sobald wir den Coronamist durchgestanden haben, werden ihnen aber vielleicht weniger Leute zuhören.

Als so eine Pfeife den Irakkrieg angezettelt hatte, dachte ich, dass dies der schlechteste US Präsident wäre, den ich in meiner Lebzeit erleben würde.
Junge lag ich mit dieser Einschätzung daneben. Klein Donnie dürfte aber wirklich kaum noch zu toppen sein.

LG
Fist


Öhm, ja Busch sen. war auch nicht schlecht.
Ich meinte mit Schauspieler und Präsidentendarsteller: Ronald Reggen.
Erst aufrüsten, um später über Abrüstung zu verhandeln, wenn wir (USA) im Vorteil sind.

Änderung wegen technischen Problemen.
267. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Gummimaske am 17.02.21 07:31

Es ist schon eine interessante Passage in der Geschichte.Daraus könnte man viel machen,denn die Herrin kann man auf Grund ihres Insiderwissens nicht so einfach gehen lassen.Deshalb wär es bestimmt interessant,wenn sie nun nach allen Regeln versklavt wird.
268. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erin am 17.02.21 18:31

Klasse Folge ,hier scheinen die Karten neu gemischt zu werden .Freue mich darauf wie es weiter geht.
269. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Dark Fangtasia am 18.02.21 15:31

Auch wenn es eine neue Entwicklung in der Geschichte gab, so bin ich doch etwas enttäuscht, dass das Kraftfeld nicht mehr mit Lara gemacht hat. Aber vielleicht kommt das noch. Wer weiß, was mit den gespeicherten Daten von Sklavin 42 noch passiert?

Ich bin gepannt, was aus dem Nebenstrang noch wird. Vermutlich wird die Bestrafung jedoch intern bleiben, schließlich heißt es ja nicht Skandal um Hannah.
270. RE: Skandal um Lara

geschrieben von BaldJean am 18.02.21 17:26

Ist Sklavin 42 die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest?
271. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 18.02.21 19:39

Hallo Toree,

deine Anspielung auf Reagan hatte ich auch durchaus so verstanden.
Allerdings meinte ich Bush junior, der irakische Massenvernichtungswaffen erfinden musste, um seinen Angriff zu rechtfertigen.


Hallo Gummimaske,

da hat sich Hannah diesmal wohl mit dem Falschen angelegt.
Das Insiderwissen dürfte ihr aber nicht allzu viel nützen, denn sie würde sich damit ja auch selbst belasten.

Zudem stellt sich die Frage, ob Hannah in der Lage ist mal eben so eine Million zu bezahlen.
Vielleicht einigt man sich ja auf ein ganz anderes Arrangement.


Hallo Erin,

ich denke nicht, dass Hannah da mit dir einer Meinung ist.
Vermutlich gefällt ihr die aktuelle Hand weniger gut.

Vielleicht versucht sie es ja mit einem Bluff.
Ob Edgar wohl auf sowas hereinfällt?


Hallo Dark Fangtasia,

unser "lieber" Edgar ist halt ein Gentleman der alten Schule.
Wer wird denn gleich am ersten Tag mit der Tür ins Haus fallen?

Solange die Daten noch anonymisiert sind, dürften sie nur für den "Hausgebrauch" sein.
Als Druckmittel könnte Edgar der Sklavin 42 aber auch den Namen Lara Stein zuordnen. Quasi als Gegenmaßnahme für einen Artikel.

Man darf jedenfalls gespannt sein, was Edgar mit Hannah und Lara vorhat.


Hallo BaldJean,

du befindest dich leider im falschen Film.
Die Antwort auf deine Frage lautet: Rosebud


LG
Fist
272. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Toree am 19.02.21 01:08

Zitat
Hallo Toree,

deine Anspielung auf Reagan hatte ich auch durchaus so verstanden.
Allerdings meinte ich Bush junior, der irakische Massenvernichtungswaffen erfinden musste, um seinen Angriff zu rechtfertigen.


Öhm, bist du dir da sicher, das ER das erfunden hat, und nicht die Firma(CIA)?
Busch sen. ist in den Irak wegen Kuweit.
Aber Sadamm blieb, und mit ihm die Vorherrschaft im Ölgeschäft.
Das war den Amis schon immer ein 'Dron im Auge'.
Sadamm weg, und wir haben mehr Einfluss auf das Ölgeschäft.

Meine Meinung!
273. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 21.02.21 19:17

Hallo Toree,

wer da die Idee für den Vorwand hatte, ist doch eigentlich ziemlich Wurscht.

Das Motiv war, den Job seines Vaters zu beenden. Also Saddam abzusetzen.
Und natürlich hatten amerikanische Ölfirmen und die Waffenlobby auch ein finanzielles Interesse an dem Konflikt.


LG
Fist
274. RE: Skandal um Lara

geschrieben von CupC am 23.02.21 09:15

in Laras näherer Umgebung bin ich gespannt, was als nächstes mit Hannah von Niederaubach passiert:
wird Lara (und wir) in Kürze erfahren, wie der Scan einer Sklavin "von aussen" aussieht, weil Lara den Scan von Hannah beobachten darf und soll?

und wir dürfen mitbekommen, wie die die adlig geheiratete ex-Herrin auf die Worte "Scann abgeschlossen! Sklavin 43 erfasst und gespeichert!" reagiert?

oder aber ganz anders:
Edgar startet zwar den Scan, aber die Maschine sagt ihm, dass das Objekt bereits als Sklavin erfaßt ist, und der Großmeister überträgt Lara die Aufgabe, Hannah wieder an das Sklavinnen-Dasein zu gewöhnen ...
(aber ich müßte auch klären: war der erste Scan vor oder nach der Hochzeit? wegen oder trotz der Hochzeit? warum erinnern sich Edgar und Hannah nicht an den Scan? aber es ist Deine Geschichte, und wenn da eine Rollenumkehr zwischen Lara und Hannah stattfindet, hast Du sicher schon Deinen ganz eigenen Plan dafür!)

275. RE: Skandal um Lara

geschrieben von KK 2 am 23.02.21 12:00

Würde mal Interessieren, welche Rolle der ehemalige Arbeitgeber hat?
Dem müsste doch langsam mal auffallen,wenn Teile seiner Belegschaft fehlen oder hat er die 2, an den Club Verkauft? Oder will er eine als Sklavin und liefert die 2.als Bezahlung, für die Ausbildung der 1.?
276. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 23.02.21 18:38

Hallo CupC,

sag mal hast du meinen Computer gehackt?

Wenigstens lagst du nicht zu 100% richtig.
Denn wer will schon völlig berechenbar sein.


Hallo KK 2,

warum muss denn der Arbeitgeber seine Finger mit im Spiel haben?
Vielleicht haben die ihre Mitarbeiterinnen als vermisst gemeldet und die Polizei hat sie bisher einfach noch nicht gefunden.


LG
Fist
277. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 23.02.21 19:08

Teil 30


» Aber … aber … so viel habe ich nicht! «, stotterte die Delinquentin.

» Und wie viel kannst du aufbringen? «, fragte Edgar genervt.

» Vielleicht 100.000? «

Edgar schüttelte mit dem Kopf und seufzte hörbar. Was hatte sie nur mit all dem Geld gemacht? Vermutlich mit vollen Händen ausgegeben. Für mich war es kaum vorstellbar, wie man monatlich 9.000 Euro verpulvern konnte. Und ihr Gehalt als Geschäftsführerin war darin noch nicht einmal mit enthalten.

» Dann werde ich wohl doch die Polizei informieren müssen! «, meinte Edgar frustriert.

Er zückte sein Handy und begann zu wählen. Und ich freute mich darüber wie eine Schneekönigin.

» Bitte warte! Vielleicht können wir uns ja irgendwie anders einigen! «, schlug Hannah von Niederaubach vor.

Edgar legte wieder auf. Er hatte einen ziemlich verschlagenen Gesichtsausdruck, was mich vermuten ließ, dass sie nun dort war, wo er sie haben wollte. Bestimmt hatte er schon vorher gewusst, dass sie die Schulden nicht zurückzahlen konnte. Dieser Kerl war ein gerissener Fuchs, der immer zwei Schritte im Voraus plante. Dabei hatte ich ihn anfangs für einen harmlosen alten Mann gehalten. Wie man sich doch manchmal täuschen konnte.

» Was schwebt dir vor? «, fragte er ganz unschuldig.

» Wie wäre es, wenn du mein Gehalt einbehältst, bis die Schuld beglichen ist. «

» Glaubst du wirklich, ich würde dich nach dieser Geschichte noch weiter als Geschäftsführerin beschäftigen. Du bist natürlich gefeuert! «

» Aber das kannst du doch nicht machen! «, jammerte sie.

Wie naiv war diese Frau denn bitte? Nach einer Unterschlagung war die Kündigung ja wohl die logische Konsequenz. Ohne Strafverfolgung davonzukommen, war ohnehin schon viel zu gut für sie. In diesem Moment ließ Edgar endlich die Katze aus dem Sack.

» Ich sage dir jetzt, wie wir dieses Problem aus der Welt schaffen. Als erstes zahlst du so viel zurück, wie du hast. Zusätzlich wirst du mir die Esquire GmbH und dein Haus überschreiben. Und die verbliebene Schuld wirst du als Sklavin im Club XP abarbeiten. «

Der Unterkiefer von Hannah von Niederaubach klappte nach unten. Diese plötzliche Wendung hatte auch mich überrascht. Aus der Herrin sollte eine Clubsklavin werden. Das Gehalt einer Sklavin war bestimmt deutlich niedriger, als das einer Geschäftsführerin. Per Definition müsste es eigentlich sogar bei null sein. Sie würde in Zukunft also jede Menge Zeit haben, um ihren schweren Fehler zu bereuen. Ich verspürte eine tiefe Genugtuung, dass dieses Biest die Folgen ihrer Missetaten endlich am eigenen Leib zu spüren bekam. Allerdings wurde mir hier auch sehr deutlich vor Augen geführt, was einem passieren konnte wenn man Edgar hinterging.

» Aber .. aber … ich bin doch keine Sklavin! «, stotterte sie herum.

» Das macht überhaupt nichts. Ich werde deine Ausbildung gerne übernehmen! «, meinte er mit einem hämischen Grinsen. Sie unternahm noch einen halbherzigen Versuch sich aus ihrer Klemme herauszureden. Allerdings machte sie sofort einen Rückzieher, als Edgar erneut die Nummer der Polizei wählte. Damit war ihr Schicksal endgültig besiegelt.

Genau wie ich kurz zuvor, musste sich auch Hannah von Niederaubach ins Zentrum des Kreises stellen. Edgar aktivierte mit Hilfe seines Handys das Magnetfeld und schon war die ehemalige Herrin an Ort und Stelle fixiert. Wie ich bereits vermutet hatte, funktionierte die Steuerung per Telefon ohne Probleme. Es war also wirklich eine Falle gewesen. Und wenig später war die neue Sklavin auch schon von bunten Lichtern eingehüllt. Jetzt würde ich diese Maschine mal aus einer anderen Perspektive erleben. Was mir deutlich lieber war. Die Ex Herrin legte den Kopf in den Nacken und ihr Körper schwankte leicht hin und her. Begann nun ihre erotische Traumphase? Wie aufs Stichwort erschien auf dem Kraftfeld die Projektion eines pickeligen männlichen Teenagers. Er knutschte mit einem Mädchen, welches ohne jeden Zweifel die junge Hannah Müller war. Ich musste schmunzeln, denn sie schien sich am Anfang auch nicht besser angestellt zu haben als ich. Doch dann wurde mir plötzlich klar, dass Edgar auch meinen Film mit angesehen hatte. Oh mein Gott, er kannte jetzt meine intimsten Erlebnisse. Das war überhaupt nicht gut, denn er konnte dieses Wissen ja auch gegen mich verwenden. Verdammt! Die junge Hannah hatte ein … nennen wir es bewegtes Liebesleben. Sie hatte mit unzähligen Männern das Bett geteilt. Manchmal sogar mit mehreren gleichzeitig. Dagegen war meine eigene Vergangenheit richtig harmlos. Ich war nicht verwundert, dass sie beim männlichen Geschlecht so gut ankam. Denn in jungen Jahren war Hannah eine außergewöhnliche Schönheit gewesen. Natürlich war sie auch heute noch eine attraktive Frau, aber die Spuren der Zeit ließen sich mit Makeup nicht komplett verbergen. Hannah schien eine Schwäche für den südländischen Typ zu haben, denn ihre Bettgefährten ähnelten sich stark im Aussehen. Doch dann überraschte sie mich. In einer Diskothek hatte sie eine hübsche junge Blondine abgeschleppt. Nein eigentlich war es eher umgekehrt, sie wurde von der Blondine aufgerissen. Jedenfalls schien sie nach dieser Erfahrung auf den Geschmack gekommen zu sein. Denn in der Folge endeten sowohl männliche als auch weibliche Eroberungen in ihrem Bett. Diese Frau schien einfach unersättlich zu sein. Die Bezeichnung Flittchen verdiente sie sich jedenfalls redlich.

Ich hatte jede Menge Sex von ihr gesehen. Was bisher aber fehlte, das waren sexuelle Dominanz und Unterwerfung. Ob es dafür wohl ein Schlüsselerlebnis gab? Vielleicht ganz ähnlich zu ihrer lesbischen Episode. Es dauerte nicht allzu lange, bis ich meine Frage beantwortet bekam. Mit einer Reitgerte bewaffnet, stöckelte sie in einem engen Lackkleid auf einer Faschingsparty herum. Also nutzte sie die närrische Zeit als Vorwand, um die Domina spielen zu können. Damit war sie bestimmt nicht ganz alleine, denn vermutlich lebte im Fasching so mancher seine heimlichen sexuellen Vorlieben aus. Warum auch nicht. Sie saß an der Bar, als ein Mann mit einem langen schwarzen Umhang zu ihr trat. Eine weiße Maske verdeckte sein Gesicht, wodurch ich mich ein wenig an das Phantom der Oper erinnert fühlte. Die beiden führten eine angeregte Unterhaltung. Ich war furchtbar neugierig worum es in dem Gespräch ging, aber leider handelte es sich um einen Stummfilm. Jedenfalls kam es so wie es kommen musste, die beiden fuhren gemeinsam zu ihm nach Hause. Er lebte in einer modern eingerichteten Villa, die nach sehr viel Geld aussah. Nachdem sie zusammen eine Flasche Champagner geleert hatten, ging es schließlich zur Sache. Sie hielt ihm die Reitgerte unters Kinn und deutete mit der anderen Hand an, dass er vor ihr niederknien sollte. Seine Reaktion war jedoch ziemlich überraschend. Das Phantom riss ihr die Gerte aus der Hand und warf sie verächtlich zu Boden. Dann packte er Hannah, schleifte sie zur Couch und legte sie dort übers Knie. Genüsslich schob er den Rock nach oben und versohlte ihr mit der flachen Hand den Hintern. Anfangs zappelte sie noch wild herum, doch schon nach kurzer Zeit konnte man ihrem Gesicht ansehen, dass sie die Situation genoss. Soviel also zur Herrin Hannah. Bereits bei ihrem ersten Ausflug in die Welt des SM war sie zur lustvollen Sklavin geworden. Und passenderweise hatte sie unter ihrem kurzen Rock auch keine Unterwäsche getragen.

An diesem Abend gab es später noch eine zweite Überraschung, als das Phantom seine Maske abnahm. Hannah hatte sich nämlich einen Liebhaber geangelt, der leicht ihr Großvater hätte sein können. Tja sowas konnte im Fasching schon mal passieren, wenn alle maskiert waren. Schadenfreude kam in mir auf, denn damit hatte sie bestimmt nicht gerechnet. Zu meiner Enttäuschung schien sich die Möchtegernherrin an dem großen Altersunterschied aber nicht zu stören. Im Gegenteil, ich hatte sogar den Eindruck, dass sie diese Nacht richtig genoss. Hatte der Kerl etwa neue Tricks auf Lager? Jedenfalls hatte er in seinem Leben genug Zeit gehabt, um diese zu lernen. Der ersten Liebesnacht folgten weitere und am Ende standen die beiden vor dem Traualtar. Erst jetzt begriff ich, dass der alte Mann dieser Heinrich von Niederaubach sein musste, von dem Edgar vorhin gesprochen hatte. Darauf hätte ich auch schon früher kommen können. Nach der Hochzeit schlug die Braut einen ziemlich ungewöhnlichen Karriereweg ein. Denn ihr Gatte richtete ihr ein Dominastudio ein, in dem sie zahlungswillige Kunden empfing. Gleichzeitig spielte sie im heimischen Schlafzimmer aber weiterhin die Sklavin. Ob das ein Ausgleich für ihren neuen Beruf war? Es wunderte mich, dass ihr Ehemann kein Problem damit hatte, dass seine Frau fremde Männer befriedigte. War ihm Eifersucht etwa unbekannt? Oder liebte er seine Frau vielleicht gar nicht? Mich würde es jedenfalls rasend machen, wenn mein Mann andere Frauen träfe. In der Folge sah ich die Männer bei ihr Schlange stehen. Offensichtlich war sie als Domina sehr gefragt. Allerdings gab es so manchen Kunden, den ich lieber nicht nackt gesehen hätte. Und dann tauchte plötzlich ein bekanntes Gesicht bei ihr auf. Ottmar war Anwalt und arbeitete in der Rechtsabteilung meines Arbeitgebers. Ich hatte ihn nie besonders gemocht, weil mir die Angeberei mit seinem Sportwagen auf die Nerven ging. In der Kantine hatte der Kerl sogar mal behauptet, dass er jede Frau ins Bett kriegen könnte. Wie anmaßend! Mit seinen Verführungskünsten konnte es aber nicht allzu weit her sein, denn in der Redaktion mieden ihn die meisten Frauen. Irgendjemand hatte ihm sogar den Spitznamen „Puff-Otti“ gegeben, weil er stets in eine süßliche Parfumwolke gehüllt war. Nicht ganz unpassend, wie ich soeben feststellte. Denn anscheinend musste er tatsächlich Geld dafür ausgeben, um eine Frau zu bekommen. Was ich als nächstes zu sehen bekam, amüsierte mich. Hannah von Niederaubach schnallte dem Möchtegern Casanova ein paar riesige falsche Brüste um und steckte ihn anschließend in Frauenkleider. Mit seinem eckigen Gesicht und den breiten Schultern sah das nicht besonders feminin aus. Zudem war er auch viel zu groß für eine Frau. Da konnte auch ein kräftiges Makeup nichts mehr retten. Auf mich wirkte das unfreiwillig komisch. In dieser Aufmachung wäre er wohl auch beim Verführen von Männern nicht sehr erfolgreich, dachte ich mir schmunzelnd. Und als ich sah, wie unbeholfen er auf den hohen Schuhen herumstakste, konnte ich ein Kichern nicht mehr unterdrücken. Soviel also zum Thema unwiderstehlicher Frauenschwarm. Pffft!

Hinter mir hörte ich das klackernde Geräusch von hohen Absätzen. Als ich mich umdrehte, sah ich Edgars Ehefrau die Treppe herunterkommen. Oder ihre Zwillingsschwester? Sie trug einen eleganten Hosenanzug, der sie wie eine Geschäftsfrau aussehen ließ. Nur waren ihre Pumps für den üblichen Business-Look ein wenig zu hoch. Und auch der Nasenring wollte nicht so recht dazu passen. Diese Frau wusste jedenfalls wie man auf hohen Schuhen lief, denn sie schwebte wie ein Engel herab. Inzwischen hatte sich auch Edgar umgedreht und sein Gesicht hellte sich durch den Anblick sofort auf. Was mich vermuten ließ, dass dies tatsächlich seine Frau war. Auch wenn ich nicht wusste, wie er die beiden Schwestern auseinanderhalten konnte.

» Hallo mein Schatz! «, säuselte sie ihm zu.

Dann legte sie ihre Arme um seinen Hals und gab ihm einen fetten Kuss auf den Mund. Er erwiderte ihre Umarmung und zog sie fest an seinen Körper. Dabei ließ er eine seiner Hände auf ihrem Hintern ruhen. Die beiden machten auf mich einen ziemlich verliebten Eindruck. Und das nach 39 Jahren Ehe. Ich war fast ein wenig neidisch auf die beiden, denn üblicherweise verschwanden bei mir nach einem halben Jahr die Schmetterlinge im Bauch. Edgar öffnete die Arme wieder, aber seine Frau schien noch nicht gewillt, sich von seinen Lippen zu lösen. Deshalb schob er sie sanft zurück.

» Genug jetzt, Heidi! Würdest du bitte unsere Lara auf ihr Zimmer geleiten? «

Seine Frau machte erst ein enttäuschtes Gesicht. Dann warf sie mir aus den Augenwinkeln heraus einen kurzen Blick zu.

» Wie du wünschst, Edgar! «, antwortete sie nickend.

Sie schaute mich erst wortlos an und nickte dann mit dem Kopf in Richtung Treppe. Das hieß dann wohl, dass ich mit ihr mitkommen sollte. Was mir überhaupt nicht passte, denn der interessante Teil von Hannahs Traum stand ja noch aus. Nämlich ihre Rolle als Geschäftsführerin im Club XP. Bestimmt hätte ich so manche Schweinerei zu sehen bekommen. Wie zum Beispiel die Sklavenauktionen. War es Absicht, dass ich ausgerechnet jetzt den Raum verlassen sollte? Vermutlich, denn Edgar war sicher nicht scharf darauf, dass eine Reporterin etwas über die Interna des Club XP erfuhr. So ein Mist! Unwillig folgte ich der guten Heidi zur Treppe. Ob sie mich wohl zum Alm-Öhi führen würde? Wohl kaum, denn für diese Rolle war Edgar eigentlich prädestiniert. Heidi ging vor mir die Stufen hinauf und ich bekam dabei einen guten Blick auf ihr knackiges Hinterteil. Ich konnte es noch immer nicht fassen, dass diese Frau bereits 60 Jahre alt sein sollte. Wenn ich in ihrem Alter so aussehen würde, dann würde ich Gott dafür ein dickes Dankesgebet schicken. Es ging wieder hinauf ins Obergeschoss, wo wir den Turm durch eine zweite Holztür verließen. Direkt hinter der Tür stand wieder so ein menschlicher Türöffner mit Kopf und Händen in der Wand. Der einzige Unterschied zum ersten Modell bestand darin, dass der Hintern dieser Frau ein bisschen fülliger war. Stellte sich die Frage, ob man hier die gleiche Melodie spielen musste wie an der anderen Tür. Bevor ich einen neuen Fluchtversuch wagte, sollte ich dies wohl besser in Erfahrung bringen. Zumindest wusste ich jetzt aber, dass man für das Verlassen des Turms keinen akustischen Code benötigte.


Fortsetzung folgt!
278. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erin am 23.02.21 23:16

danke für die gute Fortsetzung . Bin nun gespannt wie es bei beiden weitergeht. Mach weiter so.
279. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 25.02.21 19:12

Hallo Erin,

vielen Dank für deine lobenden Worte.
Dann mache ich doch einfach mal so weiter.


LG
Fist
280. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erika2 am 26.02.21 07:17

Hallo Iron,
eine schöne Wende, bin soo gespannt auf die Fortsetzung.

Liebe Grüße

Erika
281. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Dark Fangtasia am 28.02.21 11:57

Wie geht es wohl weiter?

Bekommt Lara mit, wie es mit Hannah weitergeht? Oder taucht diese nur noch am Rande auf? Wird sie auch verändert?
Und was ist mit Lucy? Bekommt Lara wieder Kontakt zu ihr?

Fragen über Fragen... Viel Raum für Fantasie!

Nun da Lara ja bei Edgar angekommen ist, dürfte sie sich erstmal einleben und dann geht die Reise (im übertragenen Sinne) weiter.
Immer tiefer in den Kaninchen-Bau.

Ich freu mich drauf!
282. RE: Skandal um Lara

geschrieben von plit am 01.03.21 15:05

Hallo IronFist,

wie schon gesagt, finde ich deine Nebencharaktere immer sehr sympathisch.

Die Entwicklung mit Hanna von Niederaubach stellt wirklich einiges auf den Kopf. Bekommt die Villa eine neue Herrin / Herren? Und geht Marie auch in Edgars Besitz über. Schließlich hat sie ja eine Kennzeichnung als Hanna von Niederaubachs Eigentum.

Aber dieser Fall erklärt vielleicht warum Edgar selbst in der Villa den Rasen mäht. Ob wohl es auch nicht Unauffällig ist, wenn er selbst ermittelt.

Mit besten Grüßen
Plit
283. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 02.03.21 18:57

Hallo Erika2,

alles geradlinig wäre ja auch irgendwie langweilig.
Es freut mich jedenfalls, dass es dir gefallen hat.


Hallo Dark Fangtasia,

du nimmst mir die Worte förmlich aus dem Mund.
Zitat
Fragen über Fragen... Viel Raum für Fantasie!

Genau so soll das ja auch sein!
Nur faul konsumieren ist nicht, ihr sollt schon auch euer Hirn ein wenig anstrengen.

Edgar scheint mir ein ziemlich gerissener Kerl zu sein.
Von daher dürfte es wohl eher ein Fuchsbau sein.


Hallo plit,

dem Club XP stehen offensichtlich einige Veränderungen bevor.
Vielleicht wird Maria ja auch befördert und sie bekommt die freigewordene Stelle von Hannah.

Ich weiß nicht so recht, ob Edgars Gartenarbeiten wirklich ein Vorwand für Ermittlungen waren.
Er ist im Club doch bekannt wie ein bunter Hund. Und was soll er draußen schon groß ermitteln.

Könnte er nicht auch ein völlig anderes Motiv dafür haben?
Tja wenn du das erfahren möchtest, dann wirst du wohl weiterlesen müssen.


LG
Fist
284. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 02.03.21 19:21

Teil 31


Wir gingen wieder einen langen Gang entlang. Rechts waren ein paar Türen und es hingen dort auch wieder erotische Gemälde an der Wand. Ich war jedoch mehr auf die linke Seite konzentriert. Hier gab es mehrere Fenster zum Innenhof, zwischen denen drei von diesen glänzenden schwarzen Statuen standen. Vielleicht konnte ich jetzt ja klären, ob diese Figuren tatsächlich ein lebendiges Innenleben besaßen. Ich ging auf die erste Statue zu und blickte dabei kurz aus dem Fenster. Dort unten parkte der Wagen von Hannah von Niederaubach. Was ein Schmunzeln auf mein Gesicht zauberte, weil ich an die Neusklavin denken musste. Anders als die Statue vorhin, war diese hier bekleidet. Sie trug ein elegantes langes Abendkleid. Durch einen Schlitz war ihr schlankes rechtes Bein zu sehen, welches sie ein Stück nach vorne streckte. Das Kleid war knallig Rot, was einen starken Kontrast zu ihrem schwarzen Körper bildete. Zudem war auffällig, dass sich die Nippel durch das Kleid abzeichneten. Ich stellte mich vor die Statue und blickte ihr direkt ins Gesicht. Der Ausdruck der Figur war ein wenig verträumt, er schien sich allerdings nicht zu verändern. Neugierig streckte ich die Hand aus und berührte den Arm der Statue. Er fühlte sich warm und weich an. Kein Zweifel, unter dieser schwarzen Hülle musste eine Frau stecken. Ob sie mich wohl sehen konnte? Mit der Hand wedelte ich vor ihrem Gesicht herum, aber sie zeigte darauf keine Reaktion.

» Hör auf mit diesem Blödsinn! Und jetzt komm! «, blaffte mich Heidi an.

Dies waren die ersten Worte, die sie zu mir gesprochen hatte. Bisher hatte ich angenommen, dass sie nur etwas mundfaul wäre. Doch jetzt hatte ich den Eindruck, dass sie mich nicht mochte. Warum nur, ich hatte ihr doch gar nichts getan? Ich löste mich von der Statue und hastete Heidi hinterher. Als ich jedoch die zweite Figur erreicht hatte, musste ich erneut stehenbleiben. Auch dieses Kunstwerk trug ein rotes Kleid. Ihr Fummel war schulterfrei und der leicht ausgestellte Rock reichte hinunter bis zu den Knien. Das sah ziemlich Retro aus und erinnerte mich stark an die Mode aus den 50er Jahren. Und auch bei ihr konnte ich die Nippel durch das rote Gewebe hindurch erkennen. Diesmal sogar noch deutlicher als bei der ersten Figur. Ob es wohl ein erotisches Erlebnis war, zu so einer Statue zu werden? Es sah fast danach aus. Auch das Gesicht der Figur ließ sowas vermuten, denn sie hatte die Augen halb geschlossen und leckte sich mit der Zunge über die Lippen.

» Heute noch! «, hörte ich die genervte Stimme von Heidi sagen.

So langsam ging mir diese Frau auf die Nerven. Ich wandte mich von der Statue ab und schlenderte ganz gemächlich auf Heidi zu. Meine bewusste Provokation blieb nicht unbemerkt, denn ihre Augenbrauen zogen sich ganz leicht zusammen. Was ich mit einem frechen Grinsen quittierte. Selbstverständlich legte ich auch bei der dritten Statue eine kleine Pause ein. Diese trug einen roten Minirock und dazu ein Bikini Oberteil in derselben Farbe. Beide Teile waren derart knapp, dass sie gerade so die intimsten Stellen bedeckten. Das Gesicht der Figur sah so aus, als ob sie kurz vor einem Orgasmus stehen würde und dazu passend waren ihre Nippel voll erblüht. Aber es war etwas ganz anderes, was meine Aufmerksamkeit erregte. Zwischen den Beinen ragte aus dem Boden eine Stange heraus, welche unter dem Röckchen der Figur verschwand. Es war nicht schwer zu erraten, wo diese endete. Uuuuh! Man hatte die Frau regelrecht aufgepflockt. Ich blickte zurück zur zweiten Statue und stellte fest, dass es dort ebenfalls so eine Stange gab. Aufgrund des längeren Rocks war mir das zuvor nur nicht aufgefallen. Bei der ersten Figur reichte das Kleid bis zum Boden, aber es war anzunehmen, dass es darunter ebenfalls so einen Pflock gab. Irgendwie fühlte ich mich an Schaufensterpuppen erinnert. Ob diese aufgereihten Puppen wohl eine Geschichte erzählten? Die Kleidung wurde Stück für Stück immer knapper. Und gleichzeitig deuteten Nippel und Gesichtsausdruck auf einen sich aufbauenden Höhepunkt hin. Vielleicht gehörte die nackte Statue aus dem anderen Gang ja auch noch zu diesem Gesamtkunstwerk. Quasi als Kulminationspunkt.

» Jetzt reicht es mir aber mit dir! «

Heidi packte mich am Handgelenk und zerrte mich von der Statue weg. Ich war überrascht wie kräftig diese Frau war. Sie zog mich ein Stück den Gang entlang. Dann öffnete sie eine Tür und schob mich in den Raum hinein. So schnell konnte ich gar nicht reagieren, wie sich die Tür wieder schloss. Jedoch flog sie eine Sekunde später auch schon wieder auf.

» Ach ja, eins noch. Lass die Finger von meinem Ehemann! «, giftete mich Heidi an.

» Was? «, fragte ich überrascht.

» Du hast mich schon verstanden. Ich kenne solche Flittchen wie dich! «

Krachend fiel die Tür ein zweites Mal direkt vor meiner Nase ins Schloss. Und kurz darauf hörte ich, wie von außen abgeschlossen wurde. Wie zum Geier kam diese Frau nur darauf, dass ich an Edgar interessiert sein könnte? Na großartig, jetzt hatte ich auch noch eine eifersüchtige Ehefrau am Hals. Als ob ich nicht schon genug Probleme hätte. Zumindest erklärte das, warum Heidi so unfreundlich zu mir gewesen war. Vielleicht hätte ich sie besser nicht provozieren sollen. Aber ich konnte ja nicht ahnen, dass sie mich bereits wegen ihres Gatten auf dem Kieker hatte. Das konnte bestimmt noch lustig werden.

Ich schaute mich in meinem neuen Zuhause erst einmal um. Eigentlich war diese Zelle ein ganz normaler Wohn- und Schlafraum, nur dass er eben verschlossen war. Gegenüber zur Tür gab es ein großes Fenster, durch das ich in einiger Entfernung den Waldrand sehen konnte. Links davon befand sich der Wohnbereich mit Ledercouch, Glastisch und Fernseher. Aber auch für die körperliche Ertüchtigung war gesorgt, denn direkt daneben standen Fahrrad und Laufband. Eigentlich bevorzugte ich Tennis als Sport, aber dies war natürlich trotzdem besser als nur faul herumzusitzen. Auf der anderen Seite des Fensters stand ein breites Doppelbett. Hoffentlich bedeutete das nicht, dass ich mir das Zimmer mit einer anderen Person teilen musste. In der Ecke entdeckte ich einen Schminktisch mit Spiegel und direkt daneben stand ein großer Schrank, der fast bis zur Decke hinaufreichte. Zudem gab es auf dieser Seite des Raumes noch eine zweite Tür, welche vermutlich zu einem Badezimmer führte. Alles in allem konnte man sich hier durchaus wohlfühlen. Überhaupt kein Vergleich zu der winzigen Zelle in der Villa. Ich ging zum Fenster und schaute nach draußen. War dies vielleicht ein möglicher Fluchtweg? Bis zum Boden waren es bestimmt 7 bis 8 Meter. Für einen Sprung also viel zu hoch. Allerdings gab es da unten einen Wassergraben. Leider war dieser aber ein ganzes Stück von der Hauswand entfernt. Keine Ahnung, ob ich so weit springen könnte. Aber selbst wenn es mir gelingen sollte, dann war das Wasser bei meinem Glück wahrscheinlich nur einen Meter tief. Zudem ließ sich das Fenster auch gar nicht öffnen, wie ich in diesem Moment feststellte. Wenn ich von hier fliehen wollte, dann musste ich mir definitiv etwas anderes einfallen lassen. Dies war jedenfalls kein möglicher Weg.

Ich setzte mich aufs Bett und testete die Matratze. Für meinen Geschmack vielleicht einen Tick zu weich. Aber natürlich deutlich besser als mein „bequemes“ Vakuumbett in der Villa. Als nächstes schlenderte ich zu dem Schminktisch und schaute mich dort etwas genauer um. Jede Menge Flacons standen auf dem kleinen Tischchen. Das meiste war mir unbekannt, aber dann entdeckte ich eine Flasche „Miracle de l’amour“. Vor einigen Wochen war ich mit meiner Freundin Bea in einer Parfumerie gewesen und eine Verkäuferin hatte uns dieses „Wunder der Liebe“ gezeigt. Angeblich wurde der Duftstoff aus einer sehr seltenen afrikanischen Pflanze gewonnen, weshalb das Zeugs auch schweineteuer war. Dabei fand ich den stark süßlichen Geruch noch nicht einmal besonders angenehm. Laut der Verkäuferin hätte er aber eine verführerische Wirkung auf Männer. Naja Verkaufsversprechen eben! Ich öffnete das Fläschchen und schnüffelte daran. Uhhh, ja genau das hatte ich in Erinnerung. Wie konnte man für sowas nur ein kleines Vermögen ausgeben? Der Tisch hatte mehrere Schubladen und darin befanden sich Unmengen an Schminkutensilien. Was auch sonst! Als ich mich wieder aufrichtete, fiel mir im Spiegel etwas Ungewöhnliches auf. Ein schwarzes Band lag um meinen Hals herum. Wo kam das denn auf einmal her? Das Teil war derart breit, dass mein gesamter Hals schwarz glänzte. Mit der Ausnahme von einer großen weißen 42 vorne drauf. Mit den Fingern betastete ich das Band. Es fühlte sich weich wie Seide an. Sollte das so eine Art Namensschild sein? Denn diese komische Maschine hatte mich vorhin Sklavin 42 genannt. Verärgert versuchte ich das Band zu entfernen, konnte aber leider keinen Öffnungsmechanismus finden. Und zerreißen ließ sich das Material auch nicht. Verdammt noch mal! Irgendwie hatte mir dieses komische Gerät ein Halsband verpasst, ohne dass ich es überhaupt bemerkt hatte. Zumindest hatte es mich gleichzeitig von dem dummen Halsreif befreit, den mir Maria in der Villa angelegt hatte. Also konnte man mich jetzt nicht mehr orten, was eine gute Sache war. Wenigstens hoffte ich, dass das so war. Mit einer Nummer am Hals durch die Gegend zu laufen, machte mich aber auch nicht besonders glücklich. Da würde mich doch jeder fragen, was das zu bedeuten hätte. In meiner jetzigen Lage war dies aber noch eine meine geringsten Sorgen.

Der große Schrank war verspiegelt und hatte drei Schiebetüren. Ich schob die linke Tür zur Seite und blickte in leere Regalfächer. Nein nicht völlig leer, denn in einem der Fächer lag ein Blatt Papier. Für mich sah das wie eine Aufbauanleitung aus. Allerdings nicht für den Schrank, sondern für ein Gerät mit dem Namen WR-2731. Das Ding hatte eine gewisse Ähnlichkeit zu der Maschine, die ich kurz zuvor kennenlernen durfte. Warum lag sowas hier im Schrank herum? Als ich die mittlere Schiebetür bewegte, bekam ich die Antwort auf meine Frage. Denn was ich erblickte, sah aus wie das Bild auf der Anleitung. Warum baute man ein technisches Gerät in einen Kleiderschrank ein? Das ergab doch überhaupt keinen Sinn. Dieses Modell war deutlich kleiner als das Ding im Turm und es schien auch kein Kraftfeld zu besitzen. Zumindest fehlten hier die beiden Kreise. Ob man damit ebenfalls erotische Träume als Film zeigen konnte? Aber dann wäre es doch viel sinnvoller das Ding ins Bett einzubauen. Egal, denn meine Spekulationen über die Funktion konnten natürlich völlig falsch sein. Bestimmt würde ich früher oder später ohnehin erfahren, wozu dieses Ding diente. Neugierig wie ich war, warf ich natürlich auch einen Blick in den rechten Teil des Schrankes. Hinter der Tür versteckte sich jedoch nur eine Abdeckung, in der ein Monitor verbaut war. Vermutlich befand sich dahinter die Elektronik für das ominöse Gerät im Schrank. Wozu es auch immer diente.

Als nächstes öffnete ich die Tür zum Bad. Wow! Das sah ganz und gar nicht wie die Nasszelle eines Gefängnisses aus. Dieses Badezimmer war zwar deutlich kleiner als das in der Villa, aber dafür hatte ich es ganz für mich allein. Und in Sachen luxuriöser Ausstattung konnte es locker mithalten. Die goldenen Wasserhähne fand ich zwar etwas kitschig, aber der dunkle Marmor an den Wänden und am Boden gefiel mir sehr gut. Durch die indirekte Beleuchtung bekam der Raum eine wohlige Wärme, auch wenn das leicht schummrige Licht vor dem Spiegel bestimmt nicht ideal war. Aber dafür gab es ja dann den Schminktisch im Schlafzimmer. Jetzt fehlte bei meiner Besichtigung nur noch der Wohnbereich. Zuerst schaute ich mir die beiden Sportgeräte näher an. Sie erinnerten mich stark an die Profigeräte aus einem Fitnessstudio. Man konnte unterschiedliche Stufen einstellen und es gab auch einen Timer, der anzeigte wie lange man bereits trainierte. Zudem sah ich an den Geräten mehrere Anschlüsse, in die man vermutlich Kopfhörer einstöpseln konnte um Musik zu hören. Zum Abschluss meines Rundgangs nahm ich auf der Couch Platz. Das dunkle Leder knarzte, als ich mich darauf setzte. Aber es fühlte sich angenehm weich an. Ich griff nach der Fernbedienung auf dem Tisch und schaltete den riesigen Fernseher ein. Es liefen gerade die Nachrichten, aber ich konnte nichts verstehen weil der Ton ausgeschaltet war. Während ich versuchte auf der Fernbedienung die Lautstärke zu finden, erschien am Bildschirm die folgende Einblendung: „Große Aufregung um Oliver Lehmann“. War der Mistkerl mit seinen Machenschaften endlich aufgeflogen? Ein Balken für die Lautstärke erschien auf dem Bildschirm, als ich den richtigen Knopf gefunden hatte. Er stand auf 23% und ich drehte ihn hoch bis 50%. Dummerweise wurde da aber gleichzeitig ein Symbol fürs Stummschalten angezeigt. Verdammt irgendwo musste doch auch der Knopf dafür sein. Diese blöde Fernbedienung hatte jede Menge Knöpfe und bei vielen sagten mir die zugehörigen Symbole gar nichts. Doch dann fand ich ganz unten endlich das, was ich gesucht hatte.

» Und nun kommen wir zu den Wetteraussichten … «, brüllte mich der Fernseher an.

Ich zuckte zusammen und stellte sofort wieder auf Stumm. Das war vielleicht doch ein wenig arg laut. Nachdem ich die Lautstärke wieder deutlich reduziert hatte, schaltete ich erneut den Ton ein. Jedoch erfuhr ich nur noch, dass es am nächsten Tag kälter werden sollte. Verdammt! Auf der Suche nach einer anderen Nachrichtensendung zappte ich durch die Kanäle. Es gelang mir zwar so eine Sendung zu finden, aber dort wurde die nächsten 20 Minuten nur über den Wahlkampf in den USA berichtet. Nicht das, was ich jetzt wissen wollte. Doch dann kam mir eine Eingebung, der Videotext. Dank meines Smartphones nutzte ich diese Funktion sonst nie. Weshalb ich wohl auch nicht früher auf diese Idee gekommen war. Schnell hatte ich die entsprechende Taste gefunden. Auf der Startseite war jedoch keine Rede von Oliver Lehmann. Vielleicht ja unter Sport. Und schon wurde ich fündig. Lehmann hatte seinen Gegenspieler mit einem Kopfstoß niedergestreckt und war dafür vom Platz geflogen. Das war alles? Wie enttäuschend! Auch wenn mich diese Nachricht bei seiner Historie nicht wirklich überraschte.


Fortsetzung folgt!
285. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erin am 02.03.21 22:08

Augenblicklich sieht es ja gut für Lara aus, das kann auch nur schein sein .Bin mal auch gespannt wie es für die ach so liebe Herrin weiter geht. Also lass uns nicht so lange warten .
286. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 04.03.21 19:37

Hallo Erin,

wenn da mal nicht ein paar dunkle Wolken in Gestalt von Heidi aufziehen.
Und womöglich entwickelt sich daraus auch noch ein Gewitter.

Hannah hingegen sitzt bereits mitten im Auge des Sturms.
Allerdings soll es dort ja deutlich ruhiger zugehen.

Hm, lass mich mal kurz überlegen wie lange ich euch warten lasse.
Es mag überraschen, aber meine Entscheidung lautet eine Woche!


LG
Fist
287. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erika2 am 07.03.21 13:27

Hi Iron,

wie geht es mit Hannah weiter, wann erfahren wir etwas über ihre Demütigung und Ausbildung zur Sklavin, bin schon sehr gespannt und hippelig bei diesen Gedanken an ihre erniedrigende Behandlung.

Liebe Grüße

Erika
288. RE: Skandal um Lara

geschrieben von plit am 08.03.21 15:54

Hallo IronFist,

ja, vielleicht hat er auch einfach nur Spaß daran. Bei Personen in Führungspositionen soll es ja vorkommen, dass sie gern solche "einfache" Arbeiten zur Entspannung machen. Oder es gibt einen ganz anderen Grund. Wie dem auch sei. Wir werden sehen.

Ich mache mir wenig Sorgen, dass wir von Hanna, Lucy und co. nichts mehr hören. Hoffentlich muss die arme Lara nicht zu sehr unter Heidi leiden.

Mit besten Grüßen
Plit
289. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 09.03.21 18:46

Hallo Erika2,

selbstverständlich wird Hannah auch in Zukunft noch eine Rolle spielen.
Auch wenn der Fokus natürlich auf Lara liegt. Es ist ja schießlich ihr Skandal!


Hallo plit,

ältere Menschen werden ja manchmal etwas sonderbar.
Vielleicht gehört Edgar da ja auch dazu.

Sein eher ungewöhnlicher Haushalt deutet ja bereits darauf hin, dass er ewtas exzentrisch ist.
Mal sehen wie gut unsere gute Lara damit klarkommt, wenn sie zu einem festen Bestandteil dieses Hausstands wird.

Und das "Mädchen von der Alm" darf natürlich ebenfalls nicht unterschätzt werden.
Ich höre schon die Glöckchen klingen!


LG
Fist
290. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 09.03.21 19:20

Teil 32


Gelangweilt verbrachte ich die nächsten Stunden vor der Glotze. Bis ich irgendwann Besuch von Heidi bekam. Sie hatte sich umgezogen und trug nun ein rosa Satinkleidchen mit langen Ärmeln. Der obere Teil des Kleides bestand aus einem transparenten weißen Material, wodurch man ihre schön geformten Brüste sehen konnte. Unter dem kurzen Rock lugte jede Menge weißer Tüll hervor, welcher einen starken Kontrast zu den rosafarbenen Strümpfen und High-Heels bildete. Und um den Barbie-Look zu komplettieren, passte sich natürlich auch noch ihr Makeup farblich an das Kleid an. Sogar ihr leicht dümmliches Lächeln passte ins Bild. Heidi sah aus wie ein süßes Püppchen. Zweifellos sehr sexy, aber für meinen Geschmack einfach „too much“.

» Ich habe mir gedacht du wärst vielleicht hungrig. Deshalb habe ich dir was zum Essen gebracht! «, sagte sie freundlich zu mir.

Ihr Stimmungsumschwung überraschte mich. War das ein Friedensangebot? An mir sollte es nicht liegen, denn ich war von vornherein nicht auf Streit aus gewesen.

» Vielen Dank! «, antwortete ich lächelnd.

» Hör mal Heidi, ich kann dir versichern, dass ich absolut keine Absichten bei Edgar habe. Das darfst du mir ruhig glauben! «, versuchte ich ihre Bedenken mir gegenüber zu zerstreuen.

Sie lächelte amüsiert, was mich verwirrte. Denn mit dieser Reaktion hatte ich nicht gerechnet. Hatte sie mich mit ihrer Eifersuchtsszene nur auf den Arm genommen?

» Ich bin nicht Heidi. Mein Name ist Sabrina! «

» Ach ja, die Zwillingsschwester. Freut mich dich kennenzulernen, ich heiße Lara! «, antwortete ich, als bei mir endlich der Groschen gefallen war.

» Du irrst dich, wir sind keine Schwestern! «, bekam ich zu hören.

» Nicht? «, fragte ich völlig verblüfft.

» Nein! Aber du bist nicht die Erste, die das angenommen hat. «

» Also ich hätte schwören können, dass ihr … wie ist sowas nur möglich? «, rang ich nach Worten.

» Das ist eine lange Geschichte! «, meinte Sabrina.

» Zufällig habe ich gerade nichts anderes vor! «, antwortete ich mit einem breiten Grinsen.

Und dann bekam ich Sabrinas Lebensgeschichte zu hören. Sie erzählte, dass sie als Teenager immer Cowboy und Indianer gespielt hatte und sich dabei gern von den Nachbarjungs an einen Baum fesseln ließ. Erst viele Jahre später begriff sie, dass ihr das Fesseln einen sexuellen Kick verschaffte. Nach der Schulzeit bekam sie oft zu hören, dass sie eine echte Schönheit sei. Weshalb es ihr auch nie an Verehrern gemangelt hatte. Über kurze Affären war sie jedoch nie hinausgekommen, weil sie sich im Bett bereits nach wenigen Treffen langweilte. Das veränderte sich erst dann, als sie an der Uni ihren ersten Meister kennenlernte. Er war ein paar Jahre älter und führte sie sehr behutsam in die Welt des SM ein. Sabrina schwebte auf Wolke 7 und war glücklich wie nie zuvor. Zu ihrem großen Bedauern endete diese Beziehung aber nach knapp einem Jahr. Durch die gemachten Erfahrungen war ihr allerdings klar geworden, dass ihr eine normale Partnerschaft nicht ausreichte. Und weil sie nicht wusste, wie sie sonst jemanden mit ihren speziellen Vorlieben finden sollte, verlegte sie sich aufs Online-Dating. Angebote bekam sie dort jede Menge, aber viele der selbsternannten Meister hatten keine Ahnung von der Sache oder sie entpuppten sich beim Chatten als richtige Freaks. Mit solchen Leuten wollte sie sich lieber nicht persönlich treffen. Frustriert hatte sie sich deshalb in einem SM-Forum angemeldet, um sich dort mit anderen Frauen auszutauschen. So kam es, dass sie „Bunny75“ kennenlernte, eine geschiedene Rechtsanwältin. Abgesehen vom Altersunterschied hatten die beiden Frauen sehr viel gemeinsam. Sie liebten klassische Musik und hatten eine Schwäche für kitschige Arztromane. Vor allem stimmten sie aber bei ihren sexuellen Vorlieben überein. Denn beide mochten es dominiert zu werden. Und beide hatten bei der Online Partnersuche schlechte Erfahrungen gemacht. Es dauerte nicht lange, bis sie sich angefreundet und später auch persönlich getroffen hatten. Bei einem gemeinsamen Abendessen hatte ihr Bunny75, die eigentlich Margot hieß, erzählt, dass sie mit ihrem Ehemann mal auf einer aufregenden Party in Grünwald gewesen war. Dort gäbe es alles was das Bondage Herz begehrt. Das Interesse von Sabrina war sofort geweckt und sie wollte mehr über diese sehr speziellen Partys erfahren. Margot erzählte ihr von Ponygirls und lebenden Gummipuppen. Und von einem Shibari-Meister mit eigenem Harem an Lustsklavinnen. Sabrina wusste weder was Shibari war, noch was sie sich unter einem Ponygirl genau vorzustellen hatte. Trotzdem wurde ihr von den Schilderungen richtig heiß. Sie musste so eine Party selbst einmal besuchen. Deshalb überredete sie ihre Freundin dazu, gemeinsam zu so einem Event zu gehen. Margot hatte ihre Beziehungen spielen lassen müssen, um überhaupt eine Einladung zu ergattern. Aber es hatte sich gelohnt, erklärte Sabrina.

» Ich kam an diesem Abend aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Diese Welt war vollkommen neu für mich. Vor allem war sie aber spannend und aufregend. Inzwischen hatte ich mich über Shibari informiert. Fasziniert beobachtete ich, wie ein älterer Mann mehrere Sklavinnen fesselte und sie mit Seilen in der Luft schweben ließ. Das sah so ästhetisch aus und auch extrem sexy. Ich fragte mich, wie sich das wohl anfühlen würde. Und als ob der Meister meine Gedanken gelesen hätte, wurde ich von ihm als neues Fesselobjekt auserkoren. Sofort bekam ich es mit der Angst zu tun, war aber gleichzeitig auch unglaublich neugierig. Mein Verlangen siegte über die Vorsicht und so wurde ich innerhalb von wenigen Minuten zu einem hilflosen Paket verschnürt. Natürlich hatte mich mein alter Meister auch schon gefesselt, aber dies war etwas völlig anderes. Denn ich konnte keinen einzigen Finger mehr rühren. Trotz der völligen Bewegungsunfähigkeit fühlte ich mich aber sicher und geborgen. Komisch nicht wahr? Als der Meister fertig war, befestigte er einen Griff an dem engen Seilgeflecht und trug mich damit wie ein Gepäckstück herum. Immer wieder wurde ich einfach irgendwo abgestellt. Man hatte mich zu einem Gegenstand gemacht, der von jedem benutzt werden durfte. Was auch weidlich ausgenutzt wurde, denn ständig befummelten mich irgendwelche Leute. Das war so erniedrigend! Und auch unglaublich geil! Bis heute habe ich keine Erklärung dafür, warum ich so empfinde. Geht es dir eigentlich auch so? «, fragte Sabrina.

In gewisser Weise konnte ich ihre Gefühle durchaus nachvollziehen. Auch wenn ich mir unsicher war, ob mir die Rolle als Koffer ebenfalls gefallen hätte. Vorher konnte man das aber nie so genau wissen. Denn wenn ich an meinen Auftritt als Milchkuh zurückdachte … Ich nickte Sabrina zu, damit sie mit ihrer Geschichte fortfuhr.

» Dieser Abend sollte zu einem Wendepunkt in meinem Leben werden. Du kannst dir sicherlich denken, um wen es sich bei diesem Shibari-Meister handelte. Jedenfalls überreichte mir Edgar zum Abschied seine Visitenkarte und er machte mir das Angebot, dass ich als Hausmädchen bei ihm arbeiten könnte. Ich reagierte beleidigt, schließlich studierte ich nicht Wirtschaftswissenschaften um dann den Staubwedel zu schwingen. Doch in den Tagen danach spukte die Party ständig in meinem Kopf herum. Während den Vorlesungen hatte ich Schwierigkeiten mich zu konzentrieren, weil meine Gedanken ständig in eine erotische Richtung abschweiften. Was nicht ohne Folgen blieb, denn die nächste Klausur setzte ich komplett in den Sand. Dabei war ich eigentlich eine gute Studentin. Mir war aber klar, dass ich so nicht weitermachen konnte, denn dann würde ich mein Studium an die Wand fahren. Ohne einen sexuellen Ausgleich würde ich wohl nicht mehr richtig zum Lernen kommen. Weshalb ich beschloss zukünftig ein Doppelleben zu führen. Unter der Woche als brave Studentin und am Wochenende als verruchtes Hausmädchen. Eine Zeit lang funktionierte das ganz gut, aber Edgar verstrickte mich in immer neue erotische Abenteuer. Und je tiefer ich in seine Welt eintauchte, umso unwichtiger erschien mir mein Studium. Irgendwann kam es dann so wie es wohl kommen musste, ich wurde zu Edgars Sklavin und damit zum Vollzeit Hausmädchen. «

Sie legte eine Pause ein und ich fragte mich, ob ihre Geschichte damit beendet war. Bisher hatte sie ein freundliches Gesicht gemacht, aber nun verfinsterte sich ihre Miene plötzlich. Und ich sollte kurz darauf auch erfahren warum.

» Heidi war von Anfang an eifersüchtig auf mich gewesen. Was ich ihr nicht einmal verdenken kann, schließlich muss sie ihren Gatten mit den anderen Sklavinnen teilen. Zu Beginn zeigte sie mir nur sehr deutlich, dass sie mich nicht mochte. Doch nach einem Vorfall erklärte sie mir dann endgültig den Krieg. Edgar hatte mit einem Freund telefoniert und nicht bemerkt, dass seine Frau in der Tür stand. Er erzählte seinem Gesprächspartner, dass ich die schönste Frau wäre, die er je getroffen hätte. Ich kann ja verstehen, dass Heidi darüber nicht begeistert war. Aber was kann ich denn da dafür. Sie hätte ihrem Ehemann die Hölle heiß machen sollen und nicht mir. In der Folge schikanierte mich Heidi wo sie nur konnte. Einmal schwärzte sie mich bei Edgar sogar mit einer Lügengeschichte an. Allerdings wurde diese Aktion hinterher zum Eigentor. Denn für meine angeblichen Verfehlungen wurde ich natürlich bestraft, was mir eine extrem lustvolle Nacht bescherte. Worüber Heidi nicht sehr glücklich war. Was hatte sie erwartet, was passieren würde? Dass Edgar mich wegschickte? Heidi wurde immer unausstehlicher und von den Sklavinnen bekam sie den Spitznamen „Hexe“ verpasst. Vera nannte sie sogar „Voodoo-Hexe“, weil Heidi angeblich schwarze Magie praktizierte. Aber das ist natürlich Blödsinn. Beim Abstauben von Edgars Schreibtisch stolperte ich eines Tages über die Broschüre von einer Schönheitsklinik. Es war darin die Rede von Gentherapie. Erst dachte ich mir nichts dabei, doch dann war Heidi urplötzlich verschwunden. Gerüchte kursierten unter den Sklavinnen, dass die beiden sich getrennt hätten. Aber ich hatte eher den Verdacht, dass Heidi in dieser Schönheitsklinik war. Meine Vermutung bestätigte sich 2 Wochen später, aber ich hätte nie und nimmer mit so einem Resultat gerechnet. Als Heidi vor mir stand erkannte ich sie nicht einmal, denn sie sah aus wie mein eigenes Spiegelbild. Sie erklärte mir grinsend: „Wenn Edgar meint du bist die schönste Frau der Welt, dann will ich ebenfalls so aussehen“. Ihre Argumentation hat eine gewisse Logik, aber ich bin weniger begeistert, dass es nun eine Doppelgängerin von mir gibt. Wenigstens ist Heidi durch diese Verwandlung ein kleines bisschen umgänglicher geworden. Auch wenn sie immer noch ein Miststück ist. «

» Dann ist Heidi jetzt also ein Klon von dir? «, fragte ich dazwischen.

» Nur zum Teil. Ich habe mir die Broschüre später noch mal genauer angeschaut. Angeblich werden nur die DNA-Stränge ausgetauscht, welche für das Aussehen verantwortlich sind. Der Charakter einer Person soll aber erhalten bleiben. Leider, denn Heidi ist immer noch genauso boshaft wie früher. «

» Dann kann Dr. Felgenhauer wohl bald einpacken! «, sagte ich mehr zu mir selbst.

» Warum? Glaubst du, dass ihre Klinik schlecht läuft? «, fragte Sabrina stirnrunzelnd.

Jetzt war ich völlig verwirrt. Felgenhauer war ein Chirurg, damit hörte Genetik sicher nicht zu seinem Fachgebiet. Zudem hatte Sabrina auch von einer Frau gesprochen.

» Ihre Klinik? «

» Ja, Dr. Angelika Felgenhauer. Sie leitet zusammen mit ihrem Ehemann diese Schönheitsklinik. «

Ach so, es existierte also ein Felgenhauer Duo. Quasi Mister und Misses Frankenstein. Und während er noch auf die klassische Weise an seinen Patienten rumschnippelte, erzeugte seine Frau genetische Klone um das Aussehen zu verbessern. Beide Methoden hatten bestimmt ihre Grenzen, aber die Kombination aus beidem schien mir eine Lizenz zum Gelddrucken zu sein. Zudem bewies Heidi sehr eindrucksvoll, dass man mit dieser Gentherapie sogar deutlich jünger wirken konnte. Auch wenn mir nicht klar war, wie das funktionierte. Denn nach meinem Verständnis müsste Heidi jetzt wie eine 60 jährige Sabrina aussehen. Aber was wusste ich schon über Genetik.

Sabrina verließ mich wieder und ich machte mich über den Teller Nudeln her, den sie mir gebracht hatte. Ich dachte darüber nach, was sie mir soeben erzählt hatte. Heidi war also von Natur aus eifersüchtig und unfreundlich. Deshalb war ihr Verhalten mir gegenüber wohl als normal zu bezeichnen. Musste ich mir ihretwegen Sorgen machen? Vorsicht war auf alle Fälle angebracht, denn diese Frau schien ein wenig durchgeknallt zu sein. Auf die Idee mich so umbauen zu lassen, dass ich wie meine Rivalin aussah, wäre ich nie im Leben gekommen. Dafür ist mir meine Individualität viel zu wertvoll. Aber wie hätte ich an ihrer Stelle reagiert? Schwer zu sagen, aber vermutlich hätte ich Edgar irgendwann in den Wind geschossen, wenn ich ihn nicht für mich alleine haben konnte.

Ich schaute noch eine Weile fern, bis ich spät am Abend erneut Besuch bekam. Diesmal war es Edgar. Unsicher wie ich reagieren sollte, stand ich von der Couch auf. Erwartete er von mir, dass ich ihm die Füße küsste? Von Hannah von Niederaubach hatte ich gelernt, dass man so seinen Herrn begrüßte. Allerdings ließ Edgar bisher nicht den Großmeister heraushängen. Stattdessen forderte er mich nun freundlich auf, dass ich mich wieder setzen sollte.

» Ich wollte nur sehen, ob du dich schon etwas eingelebt hast! «, meinte er lächelnd.

» Danke, mir geht’s gut! «, antwortete ich.

Mir war nicht so recht klar, wie ich die Situation einschätzen sollte. Edgar war zu mir freundlich und zuvorkommend, aber ich hatte heute auch schon erlebt, dass er ganz anders konnte. Deshalb blieb ich lieber vorsichtig.

» Das freut mich. Brauchst du vielleicht noch irgendetwas? «

» Mein Handy? «

Ich ärgerte mich über mich selbst, denn meine Antwort hatte wie eine Frage geklungen. Edgar schmunzelte nur darüber.

» Tut mir leid, aber Handy und Internetzugang sind den Sklavinnen generell nicht gestattet. Ich dachte eher an sowas wie Bücher oder Musik. Oder vielleicht auch ein spezielles Pflegeprodukt, welches du bevorzugst. «

» Was zum Lesen wäre nicht schlecht! «, antwortete ich ehrlich.

» Irgendwas Bestimmtes? «

» Ich mag historische Romane. «

» Gut, besorge ich dir. Sonst noch was? «


Fortsetzung folgt!
291. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Gummimaske am 10.03.21 07:28

Wieder eine sehr schöne Fortsetzung der Story.Ich bin natürlich sehr gespannt, wie der Lebensweg von Lara weiter geht.
292. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erin am 10.03.21 15:54

Na dann wollen wir mal sehen was da noch alles auf sie zukommt. Dann lass uns bitte nicht zu lange auf die Fortsetzung warten.
293. RE: Skandal um Lara

geschrieben von webboy am 11.03.21 13:50

Eine interessante Wendung. Ich bin gespannt, wohin die "Reise" geht.
294. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 13.03.21 19:39

Hallo Gummimaske,

freut mich, dass es dir gefallen hat.

Vielleicht schlägt Lara ja einen ähnlichen Weg ein wie die gute Sabrina.
Bleibt dann allerdings das kleine "Hindernis" mit dem Namen Heidi.


Hallo Erin,

bisher scheint Edgar ja recht freundlich zu sein.
Ob das wohl so bleiben wird?


Hallo webboy,

die Reise geht eindeutig nach Jerusalem.
Stellt sich nur die Frage, wer am Ende ohne Stuhl dastehen wird.

Ich tippe dabei auf Hannah. Und du?


LG
Fist
295. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Dark Marvin am 13.03.21 21:22

Die Geschichte wird mit jedem Kapitel besser. Edgar scheint viel Fantasie zu haben und mir scheint, dass Lara bald erkennt, wie glücklich er sie machen kann.

Abgesehen davon: 1 Extrapunkt für ihre Sklavennummer und noch einer für WR-2731. Ich mag diese Primzahl.
296. RE: Skandal um Lara

geschrieben von CupC am 13.03.21 22:33

das mit der Gentherapie klingt ja phantastisch!
Wird Lara bald aussehen wie Sabrina? Oder Hannah sieht aus wie Lara und wird als Lara-Doppelgängerin den Titel-gebenden Skandal auslösen?

Herr Dr. Felgenhauer hat Lara ja fiese Implantate gesetzt - wie geht es Lara jetzt eigentlich damit? Wie viele Tage sind für Lara seit ihrem Einsatz als Milchspender vergangen? Habe ich wegen der vielen Ereignisse seither (und dem Warten auf die zugehörigen Folgen) das Gefühl für Laras Tage verloren?

Den Sklavinnen die technischen Geräte vorzuenthalten ist doch eigentlich gar nicht nötig: das Club-XP-Netz kontrolliert viel effektiver, was die Sklavinnen zu sehen kriegen!
neben offensichtlichen Werbe-Einblendungen für Sklavinnen-Outfits und Sklavinnen-Jobs werden ihre Suchanfragen so beantwortet, dass nur passende Seiten durchkommen, und auch andere Dienste werden mehr oder weniger offensichtlich zensiert ...

Wann und wie geht das Sklavinnen-Training denn weiter?
Bekommt sie einen Kurs als "Türklingel" (also die Mädels, denen im richtigen Takt auf den Po geklatscht werden muss, damit sie öffnen - bei Laras Tatoo doch _der_ Job!)?
oder auch eine der anderen Aufgaben, die wir bisher nur andeutungsweise zu sehen bekamen, beispielsweise als aufgepflockte Statue posieren?

und der Wettstreit mit Hannah, wer die Aufgaben besser erfüllt, lenkt beide davon ab, wie demütigend die Aufgaben sind ...

CupC
297. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 15.03.21 19:35

Hallo Dark Marvin,

mangelnden Einfallsreichtum kann man Edgar sicher nicht vorwerfen.
Damit hast du vollkommen recht. Jedenfalls möchte ich dir für dein Lob danken.

Die beiden Extrapunkte nehme ich natürlich gerne mit.
Auch wenn die Zahlen willkürlich von mir so gewählt wurden.

Dadurch stellen sich mir aber sofort zwei wichtige Fragen.
Was kann man mit den Bonuspunkten gewinnen? Und wieviele benötigt man dafür?


Hallo CupC,

diese Gentherapie scheint wirklich ungeahnte Möglichkeiten zu bieten.
Ich höre schon die Verschwörungstheoretiker, die die Elite des Landes ausgetauscht sehen.

Du bist sicher nicht der Einzige, der das Gefühl für die Zeit verloren hat.
Unserer Heldin dürfte es kaum anders ergehen.

Mir gefällt deine Idee mit dem Club XP eigenen Netzwerk.
Bei ausgehenden E-Mails oder Textnachrichten greift dann vermutlich eine sehr spezielle Autokorrektur.

Natürlich will ich an dieser Stelle noch nicht zu viel verraten.
Ich kann dir aber versichern, dass Lara noch so einiges Neues von Edgar lernen wird.


LG
Fist
298. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 16.03.21 19:02

Teil 33


» Es gibt da ein Getränk mit dem Namen „Pink Soda“. Ich brauche es, damit meine Brü … «

Edgar hob seine Hand, was mich mitten im Satz verstummen ließ. Hatte ich etwas Falsches gesagt?

» Das ist der eigentliche Grund, warum ich zu dir gekommen bin. Ich habe mir gerade die Daten deines Gehirnscans etwas genauer angeschaut. Du scheinst über deine neuen Brustimplantate nicht besonders glücklich zu sein. Ist das richtig? «

» Natürlich nicht! Wer mag es schon, wenn er wie ein Luftballon aufgeblasen wird? «, empörte ich mich.

» Also ich wüsste da schon ein paar, denen das gefallen würde. Aber das ist jetzt unwichtig. Ich habe für Hannah morgen einen OP-Termin mit Dr. Felgenhauer vereinbart. Wenn du möchtest, dann kann er deine Implantate gleich mit entfernen. «

Freude kam in mir auf, ich würde wohl doch keine Megatitten bekommen. Welch eine Erleichterung! Seit der OP hatte meine Oberweite kräftig zugelegt. Bisher gefiel mir das Ergebnis eigentlich ganz gut, aber viel größer als jetzt sollte mein Busen nicht mehr werden.

» Natürlich will ich das. Ähm … kann ich die aktuelle Größe vielleicht behalten? «, fragte ich ganz spontan.

Edgar schmunzelte. Kein Wunder, schließlich hatte ich mit meiner Frage verraten, dass mir die Brustvergrößerung an sich durchaus gefiel. Nur die zukünftigen Aussichten fand ich nicht so toll.

» Selbstverständlich. Und das ist sogar deutlich einfacher, denn ein „Rückbau“ zur Originalgröße würde eine Brustverkleinerung bedeuten. Dann informiere ich Dr. Felgenhauer, dass er sich morgen auch dir annehmen soll. «

Richtig, der Doktor hatte damals gesagt, dass meine Brust Körperflüssigkeit aufnehmen würde. Wenn das Implantat also entfernt wurde, dann veränderte sich dadurch nicht die Größe. Was bedeutete, dass ich nach der OP wieder einen ganz natürlichen Busen haben würde. Nur ein paar Nummern größer als noch vor ein paar Wochen. So hatte diese blöde Geschichte hier wenigstens einen positiven Effekt. Es erstaunte mich allerdings, dass Edgar beim vielbeschäftigten Dr. Felgenhauer einfach so einen Termin für den nächsten Tag vereinbaren konnte. Mir hatte man damals erklärt, dass mehrere Wochen Wartezeit ganz normal seien. Aber vermutlich machte Felgenhauer für seine VIP-Kunden auch Ausnahmen.

» Du solltest jetzt besser schlafen gehen! «, meinte Edgar als er den Raum verließ.

Ich beherzigte seinen Ratschlag und legte mich ins Bett. Obwohl ich müde war, hatte ich aber Schwierigkeiten beim Einschlafen. Mir geisterte das Gespräch mit Edgar noch im Kopf herum. Dieses komische Gerät hatte also mein Gehirn gescannt. Ob Edgar dadurch alle meine Gedanken kannte? Neben den sexuellen Fantasien wüsste er dann auch über meine Fluchtabsichten Bescheid. Gar nicht gut! Dafür hatte er mich jedoch nach meinen Wünschen gefragt und mir sogar die Entscheidung für die Operation überlassen. Ganz anders als Hannah von Niederaubach. Denn diese hatte es schlicht nicht gekümmert, was ich zu sagen hatte. Insofern war das eine deutliche Verbesserung meiner Lage. Allerdings hatte Edgar auch demonstriert, dass er nicht immer so gütig reagierte. Wenn man ihn hinterging, dann durfte man nicht mit Gnade rechnen. Was Hannah morgen bestimmt am eigenen Leib zu spüren bekam. Schadenfroh stellte ich mir vor, wie die ehemalige Herrin wohl nach ihrer OP aussehen würde. Vielleicht hatte sie ja dann die Monstertitten. Hihi!

Früh am Morgen wurde ich von einem lauten Piepsen aus meinem Schlaf gerissen. Das Geräusch war noch durchdringender als das von meinem Wecker zuhause. Verwirrt schreckte ich auf und schaute mich um. Erst wusste ich nicht wo ich war, doch dann erkannte ich das Zimmer wieder. Der fürchterliche Krach kam von dem Kleiderschrank. Seine rechte Tür war zur Seite geschoben und auf dem Monitor stand:

GUTEN MORGEN!
AUFSTEHEN!

Ich war müde und draußen war es auch noch dunkel. Verärgert drehte ich mich um und zog mir das Kissen über den Kopf. Aber das Piepsen war derart laut und nervtötend, dass ich schließlich nachgab. Schlaftrunken kämpfte ich mich aus dem Bett und schaltete das Licht ein.

» Sei endlich still, du Scheißkasten! «, brüllte ich den Schrank an.

Und schon herrschte himmlische Ruhe. Hatte das Ding etwa eine Sprachsteuerung? Also machte ich einen kleinen Test.

» Wie spät ist es? «, fragte ich.

Der Schrank antwortete mir nicht, aber trotzdem änderte sich die Anzeige auf dem Monitor.

GEH DUSCHEN!

Besonders gesprächig schien das Teil nicht zu sein. Musste wohl ein Morgenmuffel sein, dachte ich mir schmunzelnd. Also trottete ich ins Badezimmer und gönnte mir eine längere Dusche. Das Wasser war angenehm warm und ich döste ein wenig vor mich hin. Irgendwann hörte ich wieder das Piepsen aus dem Schlafzimmer, diesmal sogar noch lauter. Über die Störung verärgert, brüllte ich los.

» Ruhe, verdammt noch mal! «

Diesmal funktionierte es aber nicht. Im Gegenteil, der Krach wurde mit der Zeit immer schlimmer. Ich hielt mir die Ohren zu, denn ich wollte mich nicht von einem Kleiderschrank terrorisieren lassen. So war das Geräusch zwar immer noch nervig, aber wenigstens erträglich. Und dann passierte etwas Unerwartetes, ich bekam einen leichten Stromschlag am Hals. Hektisch flüchtete ich aus der Dusche. Da musste es irgendwo ein schlecht isoliertes Kabel geben. Doch dann wurde mir klar, dass das nicht der Grund sein konnte. Denn wer verlegte schon elektrische Leitungen in einer Dusche, sowas wäre lebensgefährlich. Ich fasste mir an die Stelle, wo ich den Schlag bekommen hatte. Natürlich, dieses komische Halsband musste mir den Elektroschock verpasst haben. Mir war bekannt, dass es Hundehalsbänder mit so einer Funktion gab. Und ich hatte noch nie verstanden, wie man seinem Haustier so etwas antun konnte. Also war ich jetzt Edgars Hündchen, welches man auf Knopfdruck disziplinieren konnte? Na super! Nachdem ich das Wasser abgestellt hatte, verstummte auch das laute Piepsen. Endlich Ruhe! Vermutlich war die Piepserei nur ein dezenter Hinweis gewesen, dass ich mich beeilen sollte. Und der elektrische Schlag war wohl eine Warnung, dass ich den Hinweis nicht ignorieren sollte. Ich wurde hier tatsächlich wie ein Hund konditioniert und meine ersten Lektionen hatte ich bereits gelernt. Ob ich bei Erfolg wohl auch Leckerli bekam? Erst putzte ich mir die Zähne und dann stapfte ich, in ein Badetuch gewickelt, zurück ins Schlafzimmer. Mir fiel sofort auf, dass jetzt auch die mittlere Tür des Schranks offen war. Und auf dem Monitor stand:

ZIEH DICH AN!

» Ach ne, eigentlich wollte ich den ganzen Tag nackt herumlaufen! «, sagte ich ironisch.

Als ich zum Stuhl des Schminktischs blickte, wartete dort eine böse Überraschung auf mich. Irgendein Scherzbold hatte meine Klamotten geklaut, die ich gestern dort abgelegt hatte. Dieser blöde Schrank schien Ironie wohl nicht zu verstehen. So wörtlich wollte ich eigentlich nicht genommen werden.

» Wirklich sehr witzig! «, bemerkte ich angesäuert.

In diesem Moment veränderte sich wieder die Anzeige auf dem Monitor.

LEG DAS BADETUCH AB!
STELL DICH IN DEN ALKOVEN!

» Ganz bestimmt nicht, ich bin doch nicht bescheuert! «, war meine erste Reaktion.

Beinahe postwendend bekam ich einen Stromschlag verpasst. Diesmal ein klein wenig länger als vorhin in der Dusche. Mit einem lauten Schrei machte ich einen Satz nach vorne. Allerdings mehr vor Schreck als vor Schmerz. Diese Elektroschocks waren zweifellos unangenehm, aber bei weitem nicht so schlimm wie die Schläge, die ich in der Villa einstecken musste. Vermutlich ließ sich die Intensität dieser Stromschläge aber noch steigern. Womit ich meine nächste Lektion gelernt hatte. Offener Ungehorsam wurde auf der Stelle bestraft. Nicht dass ich etwas anderes erwartet hätte. Unwillig ließ ich das Badetuch zu Boden gleiten. Ich kam mir dabei vor wie in einer Peep-Show. Da der Schrank von dem Badetuch „wusste“, musste ich demnach also beobachtet werden. Irgendwo saß so ein perverser Spanner herum und ergötzte sich an meinem nackten Anblick. Ekelhaft! Weil ich es aber nicht ändern konnte, sollte ich mir besser Gedanken über die Maschine im Schrank machen. Das Ding gestern hatte meine Gedanken gelesen, wer weiß wozu dieses Teil hier fähig war.

Es widerstrebte mir, mich in den Alkoven zu stellen. Sich selbst einer unbekannten Maschine auszuliefern war eine saublöde Idee. Wenn ich mich allerdings weigerte, dann würde mit Sicherheit nachgeholfen werden. Also setzte ich vorsichtig den ersten Fuß in das Gerät. Nichts geschah. Ich zog den zweiten Fuß nach und drehte mich dann um. Und nun? Mehrere Sekunden lang passierte gar nichts, doch dann ging über mir ein Licht an. Es war derart hell, dass ich meinen Blick zu Boden richten musste. Doch kurz darauf strahlte mich auch schon eine zweite Lichtquelle von unten an. Um nicht zu erblinden, schloss ich die Augen. War dies etwa ein Solarium? Die entsprechende Wärme strahlten diese Lampen jedenfalls ab. Ich hörte ein leises Brummen, welches eine beruhigende Wirkung auf mich hatte. Meine Muskulatur lockerte sich bis die Anspannung komplett von mir abfiel. Eigentlich war das richtig angenehm. Fast wie eine warme Dusche, nur eben in Trockenform. Stück für Stück driftete ich in einen traumähnlichen Zustand ab. Im Schritt bildete sich bei mir Feuchtigkeit und meine Arme wurden auf magische Weise hinter den Rücken gezogen. Oliver Lehmann umarmte mich fest und fixierte dabei meine Hände auf dem Rücken. Und ich spürte gleichzeitig sein bestes Stück tief in meiner Muschi. Hmmmm!

Es wurde kühler und ich kehrte langsam in die Realität zurück. Vorsichtig öffnete ich meine Augen und stellte dabei fest, dass die hellen Lichter erloschen waren. Leicht verwirrt schaute ich mich um, ich war allein im Raum. Also hatte der Sex mit Lehmann nur in meinem Kopf stattgefunden. Welch ein Glück! Warum fantasierte ich nur von diesem unangenehmen Typen? Zugegeben er sah ganz gut aus, trotzdem war er aber doch ein Scheißkerl. Ich schaute an mir herunter und sah meine Brüste eingehüllt in weißen Latex. Das sah aus wie eine Bluse und darunter trug ich einen engen schwarzen Latexrock, der knapp oberhalb der Knie endete. Jetzt wusste ich wozu dieses Gerät diente, es erzeugte passgenaue Kleidung. Keine Ahnung wie das genau funktionierte, aber es war ein ziemlich cooles Feature. Und in gewisser Weise machte es auch Sinn so eine Maschine in den Kleiderschrank einzubauen. Beim Anziehen musste aber irgendwas schiefgelaufen sein, denn meine Arme hingen hinter dem Rücken fest. Ich konnte sie zwar bewegen aber nicht nach vorne ziehen.

Zuerst einmal raus aus diesem Alkoven. Bei dem Schritt nach vorn wurden mir sofort zwei Dinge ins Bewusstsein gerufen. Erstens, meine Schuhe waren unglaublich hoch. Einfaches Gehen glich einem Balanceakt. Die schwarzen Stilettos an meinen Füßen besaßen dünne Riemchen, welche sich eng um die Knöchel legten. Und damit ich sie selbst nicht ausziehen konnte, baumelten kleine Vorhängeschlösser daran. Diese Art der Sicherung kannte ich ja bereits aus der Villa, weshalb die zweite Sache wesentlich unverhoffter für mich kam. Denn ich hatte mir das Glied von Lehmann nicht nur vorgestellt, sondern es steckte tatsächlich irgendetwas in meiner Muschi. Beim Laufen bewegte sich dieses Etwas in mir. Hmmmm! Das war zwar etwas irritierend, aber ich konnte mir weiß Gott Schlimmeres vorstellen. Als ich in den Spiegel blickte erkannte ich, warum sich meine Arme nicht richtig bewegen ließen. Meine Bluse besaß überhaupt keine Ärmel. War das so beabsichtigt oder hatte die Maschine eine Fehlfunktion gehabt? Jedenfalls war dies eine effektive Methode, um meine Hände unbrauchbar zu machen. Wie in einer Zwangsjacke, allerdings mit den Armen hinter dem Rücken. Daher war es vermutlich Absicht. Die Kleidung hatte etwas von einem Business Outfit. Nur eben in der Fetisch Variante. Glänzender Latex, eine Armfesselung und abschließbare hohe Schuhe. Damit würde man in jedem Büro große Aufmerksamkeit erregen. Und sich vermutlich auch die Kündigung einhandeln.

Ich lief etwas im Raum herum. Natürlich nur um mit den hohen Schuhen zu üben. Nicht dass ich mich so selbst stimulieren wollte. Grins! Irgendwann erreichte ich aber einen Punkt, an dem ich eine Zwangspause einlegen musste. Ansonsten hätte ich mich wohl unkontrolliert auf dem Boden gewälzt. Also stellte ich mich stattdessen ans Fenster und beobachtete den Sonnenaufgang. Durch die tiefstehende Sonne wurden die Wolken von unten angestrahlt. Wodurch sie wie rote Wattebällchen am Himmel aussahen. Wirklich hübsch! Hinter mir hörte ich das Klackern des Türschlosses und drehte mich um. Der Klon trat ein. Oder war es das Original?

» Guten Morgen! «, sagte mein Gast mit unbewegter Miene.

» Guten Morgen! «, antwortete ich genauso neutral.

Ich musste unbedingt herausfinden, wie man die beiden auseinanderhalten konnte. Wenn Edgar das schaffte, dann musste es auch einen sichtbaren Unterschied geben. Auch wenn ich ihn noch nicht entdeckt hatte.

» Sabrina? «, fragte ich hoffnungsvoll.

Die Frau begann zu lächeln, was mich vermuten ließ, dass es sich tatsächlich um Sabrina handelte.

» Hättest du wohl gerne, wie? «

Verdammt, es war Heidi. Und das am frühen Morgen. Da fing der Tag ja gleich mal richtig gut an. Fehlte eigentlich nur noch, dass sie mir gleich eine Eifersuchtsszene hinlegte. Sie näherte sich und blieb direkt vor mir stehen. Plötzlich zwirbelte sie mit ihren Fingern meine Nippel, welche sich noch immer vorwitzig in den Latex der Bluse bohrten.

» Ahh! «, entwich mir ungewollt.

Sie hatte mich mit dieser Aktion überrascht. Und natürlich war ich von der ganzen Herumlauferei auch noch mächtig angeturnt. Was gemeinsam dazu führte, dass ich in dieser Situation ein lustvolles Stöhnen nicht unterdrücken konnte.

» Wusste ich doch gleich, dass du nur ein notgeiles Flittchen bist! «, raunte mir Heidi verächtlich zu.

Na dann hatte ich ihre Vorurteile ja bestätigt. Nicht dass es einen Unterschied machte, denn Heidi interessierte es wohl kaum wie ich wirklich war.

» Komm mit! «, blaffte sie mich an.


Fortsetzung folgt!
299. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Gummimaske am 17.03.21 07:38

Nun bin ich aber froh,daß es hier auch Frauen gibt,die sich mit normalen Brustgrößen zufrieden geben.Wie lange hat man schon Freude an diesen künstlichen Busen?Es muß nicht immer Monster sein,um sich daran zu erfreuen.
300. RE: Skandal um Lara

geschrieben von plit am 17.03.21 15:56

Hallo IronFist,

Eine liebe und eine böse „Schwester“, na das kann ja noch heiter werden.

Mal sehen, wer noch in den Genuss dieser Gen-Therapie kommt. Dann kann es ja nicht mehr lange dauern, bis in Asien die ersten Katzen-Mädchen rumlaufen.

Auch wenn Heidi grantig auftritt mach es sie etwas sympathischer, dass sie sich selbst verbessert. Anstatt Sabrina „verunstalten“ zu lassen. Auch, wenn Sabrina das Ergebnis nicht so gefällt.

Der Besuch bei Dr. Felgenhauer klingt vielversprechend. Vielleicht sieht Lara auch etwas mehr als ihr Zimmer.

Mit besten Grüßen

Plit
301. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 19.03.21 19:44

Hallo Gummimaske,

was normal ist, das liegt wohl im Auge des Betrachters.

Um Freude zu haben, ist die Größe nicht so entscheidend.
Auch wenn die anderslautenden Stimmen besonders laut sind.


Hallo plit,

ja die Schwestern gibt es von heiter bis wolkig.
Solange aber kein Gewitter aufzieht, ist alles in Ordnung.

Sich selbst zu verbessern ist sicher ein besserer Ansatz als jemand anderen zu verschlechtern.
Trotzdem ist die Methode doch höchst fragwürdig, da dafür ja wohl auch DNA von Sabrina notwendig war.

Deinen Gedankensprung zu den asiatischen Katzen-Mädchen kann ich allerdings nicht so recht nachvollziehen.
Wie kommst du darauf?


LG
Fist
302. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 23.03.21 19:00

Teil 34


Sie stöckelte auf die Tür zu und ich versuchte mit ihr Schritt zu halten. In der Rückansicht sah das enge kurze Lederkleid noch atemberaubender aus. Ihre Figur hatte die Form einer Sanduhr und die schwarzen Nahtstrümpfe ließen die Beine unglaublich lang erscheinen. Dazu trug sie Pumps, die den meinen an Höhe nicht nachstanden. Und sie schien mit solchen Schuhen auch sehr viel Übung zu besitzen, denn ihr hüftschwingender Gang sah vollkommen mühelos aus. Ich hingegen musste mich richtig konzentrieren, um nicht zu stolpern. Es ging den gleichen Weg zurück, den wir schon am Vortag gekommen waren. Noch immer erstaunten mich die schwarzen Statuen im Gang. Mussten diese Frauen denn gar nicht essen oder mal auf die Toilette? An der Tür zum Turm bekam ich meine gestrige Frage beantwortet. Man musste hier eine andere Melodie spielen um die Tür zu öffnen. Oder wurde der musikalische Code vielleicht täglich geändert? Das wäre schlecht für mich. Jedenfalls versuchte ich mir den richtigen Rhythmus einzuprägen, denn bei einer späteren Flucht könnte dieses Wissen vielleicht noch wichtig werden.

Heidi führte mich wortlos in den Innenhof. Der Wagen von Hannah stand noch immer am gleichen Platz. Und direkt daneben parkte nun ein LKW mit der Aufschrift „Gärtnerei Schmidhuber & Söhne“, dessen Hebebühne bis zum Boden heruntergefahren war. Wir gingen um den Lastwagen herum, bis wir auf die Ladefläche schauen konnten. Neben Edgar stand dort oben auch noch eine glatzköpfige Hannah von Niederaubach, die mit mir mal wieder im Partnerlook unterwegs war. Ganz was Neues. Ich konnte mir ein hämisches Grinsen nicht verkneifen, denn er hatte ihr die Perücke weggenommen. Ihr gut gebräuntes Gesicht wollte nicht so recht zur weißen Kopfhaut passen, was mich amüsierte. Das hatte sie sich redlich verdient! Zusammen mit Heidi stellte ich mich auf die Hebebühne. Dann trat sie auf einen Knopf und schon ging es aufwärts. Nach einer innigen Umarmung zur Begrüßung, übergab sie mich schließlich an ihren Ehemann.

» Viel Spaß in München! Ich freue mich schon auf die Rückkehr! «, hauchte sie uns mit einem seltsamen Unterton zu, bevor sie davon stöckelte.

Hatte sie damit ihren Ehemann gemeint? Irgendwie hatte ich mehr das Gefühl, dass das mir gegolten hatte. Shit, hoffentlich hatte sie Edgar nicht davon überzeugt, dass Dr. Felgenhauer an mir noch zusätzliche Renovierungsarbeiten durchführen sollte. Denn mir gefiel mein Altbau so wie er war. Als nächstes richtete sich meine Aufmerksamkeit auf die ehemalige Herrin Hannah. Genau wie ich hatte auch sie jetzt so ein schwarzes Band um den Hals. Nur dass ihres die Nummer 43 trug. Zudem ragte aus ihrem Mund ein merkwürdiges Ding heraus. Es sah aus wie ein Metallstift, an dessen Ende ein nicht aufgeblasener Luftballon saß. Nach unten hing an dem Teil ein Schlauch mit einem kleinen Ball daran. Was war das? Ich sollte es umgehend herausfinden. Edgar schob mich sanft auf Hannah zu.

» Mund auf! «, befahl er mir.

Als ich fragen wollte wozu, hatte ich den Luftballon auch schon zwischen meinen Lippen. Mit der rechten Hand drückte Edgar mehrmals auf den kleinen Ball und schon vergrößerte sich der Ballon in meinem Mund. Innerhalb von wenigen Sekunden blähte sich das Ding so weit auf, dass es fast meinen gesamten Rachen ausfüllte. Ein ekelhafter Geschmack nach Gummi machte sich nun auf meiner Zunge breit. Aber es gab für mich keine Möglichkeit mehr dagegen zu protestieren. Denn ich war jetzt äußerst effektiv geknebelt. Nase an Nase stand ich mit Hannah von Niederaubach da. Ihre grünen Augen funkelten mich böse an. Dabei war es doch nicht meine Schuld, dass sie jetzt in dieser Lage war. Das hatte sie sich schon selbst eingebrockt. Eigentlich hatte ich doch viel mehr Grund auf sie sauer zu sein. Schließlich war es auch mit ihr Verdienst, dass ich auf diesem LKW gelandet war. Edgar schnappte sich eine breite Rolle Plastikfolie. Er löste das Ende der Folie und presste es fest gegen meinen Rücken. Danach umrundete er uns, wodurch wir wie ein Frachtstück mit Folie umwickelt wurden. Mit jeder Runde wurde ich immer fester gegen Hannah gepresst. Bis ich mich irgendwann kaum noch rühren konnte. So nah hatte ich mit dieser Frau eigentlich nicht auf Tuchfühlung gehen wollen. Inzwischen spürte ich deutlich die Wärme, die von ihrem Körper ausging. Als Edgar mit unserer Verpackung zufrieden war, legte er die Plastikfolie zur Seite. Er schnappte sich als nächstes eine am Boden liegende Stange und steckte sie in Vertiefungen auf beiden Seiten der Bordwand. Erst begriff ich nicht wozu das gut sein sollte. Nachdem er aber mehrere solcher Stangen platziert hatte, wurde mir klar, dass das unsere Transportsicherung war. Denn diese Stangen schlossen uns jetzt vorne und hinten ein. Und damit wir auch nicht zur Seite kippen konnten, wurden diese Stangen zusätzlich noch untereinander verbunden. Danach waren wir wie in einem Metallkäfig gefangen, so dass während der Fahrt absolut nichts passieren konnte.

» Gut seht ihr aus Ladies! «, meinte Edgar zufrieden.

Ich konnte seine Zufriedenheit nicht so ganz teilen, denn ich empfand es als unangenehm so eng mit einer Frau zusammengefesselt zu sein. In erster Linie war dabei verstörend, dass mich mein Körper hinterging. Denn in mir hatte sich eine starke sexuelle Erregung aufgebaut, die nach Erlösung gierte. Natürlich lag das vor allem an dem langen Fußmarsch zum LKW. Aber auch die anschließende Fesselaktion von Edgar war nicht spurlos an mir vorübergegangen. Dies erklärte zwar wie ich in den Zustand geraten war, aber nicht warum ich meine jetzige Lage noch immer als sexuell anregend empfand. Eine mögliche Schlussfolgerung daraus war, dass ich zumindest teilweise lesbisch veranlagt war. Ein Gedanke der mir überhaupt nicht gefiel und mit dem ich mich im Moment auch nicht auseinandersetzen wollte.

» Damit es euch unterwegs nicht langweilig wird, habe ich für etwas Unterhaltung gesorgt. Hannah spann doch mal deine Scheidenmuskulatur an! «, forderte Edgar aus heiterem Himmel.

Keine Ahnung was das bei ihr bewirken sollte. Aber mir heizte der Schuft mächtig ein, indem er den Eindringling in meinem Schritt vibrieren ließ. Und wenige Sekunden später schaltete er das Ding auch schon wieder aus. Wie gemein!

» Und jetzt du Lara! «, ging die gleiche Aufforderung an mich.

Mir war nicht klar, was das bringen sollte. Aber trotzdem tat ich, wie geheißen. Beinahe im gleichen Moment verdrehte Hannah die Augen und stöhnte in ihren Knebel hinein. Und einen Augenblick später legte das Teil in meinem Unterleib wieder los. Nur um kurz darauf erneut zu stoppen. Das war keine Unterhaltung sondern Folter!

» Wie ihr gerade erlebt habt, könnt ihr euch auf diese Weise gegenseitig stimulieren. Sobald ihr Druck auf euren Vibrator ausübt, startet das Gerät eurer Partnerin. Allerdings schaltet es sich nach 5 Sekunden auch wieder automatisch ab, so dass ihr es erneut aktivieren müsst. So lässt sich die Fahrt bestimmt auf angenehme Weise verkürzen. Dann wünsche ich euch mal viel Spaß! «

Er drehte sich um und ging in Richtung Hebebühne. Bevor Edgar es erwähnt hatte, war mir der Zusammenhang zwischen Aktion und Reaktion gar nicht bewusst gewesen. Wie perfide war das denn bitte! Wir konnten uns gegenseitig in einen Orgasmus treiben. Oder wir konnten uns gegenseitig frustrieren, indem wir nichts taten. In beiden Fällen würde das wohl zu so einer Art Duell ausarten.

» Ach ja, noch was. Solltet ihr auf die Idee kommen den Vibrator eurer Partnerin nicht zu aktivieren, dann werdet ihr nach einer Minute eine kleine Motivationshilfe bekommen. «

Edgar lachte zu seinem letzten Kommentar. Danach hob er ganz langsam die Hebebühne an, bis das Heck des LKW komplett geschlossen war. Durch die Decke drang etwas Licht in den Laderaum, so dass ich Hannah gerade noch sehen konnte. Viel mehr konnte ich allerdings nicht erkennen. Was hatte Edgar wohl mit der kleinen Motivationshilfe gemeint? Keine Ahnung, aber sicher nichts Gutes. Damit fiel die zweite Variante des gegenseitigen Frustrierens wohl flach. Das war gut und schlecht zugleich. Denn so würde ich bestimmt zu einer lustvollen Erleichterung kommen. Gleichzeitig widerstrebte es mir jedoch, meine Ex Herrin in irgendeiner Weise zu belohnen. Für das was sie mir angetan hatte, hätte ich sie viel lieber bestraft.

Ich überlegte ob ich herausfinden wollte, worin die Motivation bestand. Allerdings nahm mir Hannah die Entscheidung ab, indem sie meinen Vibrator startete. Ohne es zu wollen stöhnte ich lustvoll in meinen Knebel. Ahhhhh! Und Sekunden später gab es die große Ernüchterung, als das Gerät wieder verstummte. Verdammt! Trotz des Knebels glaubte ich bei Hannah ein hämisches Grinsen erkennen zu können. Na warte, du Biest! Rachsüchtig presste ich meinen Eindringling zusammen. Die Wirkung ließ nicht lange auf sich warten, denn Hannah riss sofort die Augen weit auf. Allerdings kam auch ihr Revanchefoul umgehend zu mir zurück. Japsend versuchte ich mit meinen Gefühlen klarzukommen. Dabei bearbeitete mein Unterleib den Eindringling mit pulsierenden Kontraktionen. Nimm das, du Miststück! Was folgte war die reinste Achterbahnfahrt. Ständig schaltete sich mein Vibrator ein und aus. Hilflos versuchte ich die Schwelle zu einem Orgasmus zu nehmen. Aber aus irgendeinem Grund wollte mir das nicht gelingen. Meine Rivalin schien dieses Ziel aber auch noch nicht erreicht zu haben, denn in ihren Augen spiegelte sich die pure Verzweiflung. Während unseres erbitterten Zweikampfs wurde der Motor des LKW gestartet. Der Wagen setzte sich in Bewegung, wodurch wir uns unserem Schicksal namens Dr. Felgenhauer unaufhaltsam näherten. Was mir in diesem Moment aber vollkommen egal war, denn ich wollte endlich meine Belohnung haben. Es dauerte noch eine ganze Weile bis es so weit war. Dann explodierte ich allerdings wie ein Vulkan. Mein Höhepunkt war unglaublich heftig und ich verlor komplett die Kontrolle über meinen Körper. Dabei war ich jedoch nicht allein, denn auch Hannah zitterte am ganzen Leib wie Espenlaub. In was für eine verrückte Situation war ich hier nur hineingeraten. Ursprünglich hatte ich nur einen guten Job als Reporterin machen wollen. Und jetzt genoss ich zusammen mit der Zielperson einen unglaublichen Orgasmus, obwohl ich diese Frau eigentlich als meine Feindin betrachtete. Wie passte das zusammen? Überhaupt nicht! Man sollte nicht glauben, wie anstrengend so eine Autofahrt vom Voralpenland nach München sein konnte. Ich kam unterwegs noch zwei weitere Male und war bei der Ankunft vollkommen erledigt. Zumindest kann ich behaupten, dass Hannah auch keinen frischeren Eindruck machte. Und zwar aus dem gleichen Grund wie ich. Ach ja, während der Fahrt fand ich übrigens auch heraus wie die Motivationshilfe aussah. Man bekam einen leichten Stromschlag verpasst und zwar an der empfindlichsten Stelle. Deshalb bemühte ich mich, trotz der großen Erschöpfung, meiner Pflicht nachzukommen und Hannah weiterhin zu stimulieren. Auch wenn die Frequenz mit der Zeit deutlich nachgelassen hatte.

» Ihr dürft euch jetzt ausruhen! «, sagte die Stimme von Edgar.

In meinem Trance ähnlichen Zustand hatte ich ihn gar nicht auf die Ladefläche kommen hören. Aber ich war heilfroh endlich verschnaufen zu dürfen. Ich war so müde, dass ich mich am liebsten sofort schlafen gelegt hätte. Ein Wunsch, der umgehend erfüllt werden sollte. Denn einen Moment später drückte mir Edgar eine Maske auf die Nase. Es roch leicht süßlich und dann war ich auch schon weggetreten.

Als ich wieder erwachte, lag ich in einem Krankenhausbett. Leicht verwirrt schaute ich mich um. Das war nicht das gleiche Zimmer wie bei meinem ersten Aufenthalt in dieser Klinik. Ohne Zweifel war ich aber auch hier eingeschlossen. Ich schob die Bettdecke zur Seite und stellte fest, dass ich nackt war. Um meine Brust war jedoch ein dicker Verband gewickelt. Was mich sofort stutzig machte, denn beim letzten Mal hatte ich die OP ja nicht einmal bemerkt. War diesmal etwas schiefgegangen? Oder hatte sich meine böse Vorahnung mit Heidi bestätigt? Soweit sich das durch den Verband beurteilen ließ, hatte sich mein Busen wohl nicht vergrößert. Vorsichtig drückte ich auf die rechte Brust, wodurch mein Nippel ganz leicht zu schmerzen begann. Jetzt war ich mir sicher, dass Felgenhauer nicht nur die blöden Implantate entfernt hatte. Er musste noch etwas anderes mit mir gemacht haben. Das war so nicht abgesprochen! Ich hätte es wissen sollen, dass man Edgar nicht vertrauen durfte. Aber hätte das irgendetwas geändert? Vermutlich nicht, denn in seinen Augen war ich ja nur eine Sklavin. Ganz langsam stieg ich aus dem Bett. Ich fühlte mich noch leicht benommen, vermutlich waren das die Nachwirkungen der Narkose. Etwas wacklig ging ich zu dem Schrank an der gegenüber liegenden Wand. Als ich ihn öffnete, wartete mal wieder eine Überraschung auf mich. Gerechnet hatte ich mit einer Fetisch Kollektion, so wie beim letzten Mal. Doch dieses Ding war einfach nur leer. Warum? Jetzt musste ich auch noch nackt durch die Gegend laufen. Durchs Fenster hatte ich wieder einen Blick auf den Park. Ich war im gleichen Stockwerk wie beim letzten Mal, aber wohl ein Stück weiter den Gang hinauf. Das war schlecht, denn so war die Glastür zum Ausgang auch weiter weg. Mein Blick fiel auf den Knopf, mit dem man die Schwester rufen konnte. Ob diese Polizeitante wohl wieder Dienst hatte? Gegen diese Kampfmaschine hatte ich nicht die geringste Chance. Also beschloss ich erst einmal abzuwarten und mich ruhig zu verhalten. Ich hatte mich wieder ins Bett gelegt und versuchte zu schlafen. Mit mäßigem Erfolg, wie ich gestehen muss. Nach einiger Zeit hörte ich das Türschloss klackern. Erst jetzt fiel mir auf, dass ich gar nicht ausprobiert hatte die Tür zu öffnen. Zum Glück war sie verschlossen gewesen. Denn es hätte mich maßlos geärgert, wenn ich einfach hätte hinausspazieren können. Ein bekanntes Gesicht trat ein.

» So schnell sieht man sich wieder! «, wurde ich von Dr. Felgenhauer begrüßt.

» Und ich bin erneut nicht freiwillig hier! «, gab ich etwas spöttisch zurück.

» Also mir hat man gesagt, dass es dein Wunsch wäre, die Implantate wieder zu entfernen! «


Fortsetzung folgt!
303. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erika2 am 24.03.21 07:35

Hallo Ironfist,

eine wunderbare fortsetzung, wie gerne wäre ich an Lara`s oder Hannah`s Stelle.

Devote Grüße

Erika
304. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Gummimaske am 24.03.21 07:53

Eine sehr interessante Fortsetzung.Der Transport mit der Rivalin nach München war bezweckt.Ich bin mir nur nicht sicher,ob es da nicht noch einen Haken gibt,denn ich kann mir nicht vorstellen,daß es schon die letzte Begegnung mit dieser Dame war?
305. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Dark Fangtasia am 24.03.21 15:35

Ich finde die Transportmethode eignet sich auch gut um Team-Building zu betreiben, dann aber vielleicht mit dem Unterscheid, dass es ganz am Ende eine Erlösung, einen kleinen Tod gibt.

Ich bin ja gespannt, was noch alles an Lara verändert wurde. Und wie es mit Hannah weiter geht.

Ich freue mich schon auf nächste Woche.
306. RE: Skandal um Lara

geschrieben von plit am 25.03.21 19:04

Hallo IronFist.

Ist es nicht ein Klischee, dass Katzen-Mädchen so ein Ding in Japan sind. Wahrscheinlich hat sich das mittlerweile aber auch aufgeweicht. Nun ja, mit der Gentherapie leisen sich dann „einfach“ ein paar neue Ohren oder so anbringen.
Wie dem auch sei.

Mal schauen welche Überraschung unter dem Verband auf Lara wartet. Heidi scheint sich ja bereits darauf zu freuen. Obwohl der Satz ja ebenso für Hanna bestimmt war. Ob Edgar bei ihr auch „zu nett zu seinen Sklaven“ ist? Aber er selbst muss auch nicht gemein werden. Es reicht ja schon, wenn er Heidi auf sie loslässt.

Mittlerweile hat Lara ihre ganzen Orgasmen immer mit Personen, die sie nicht so mag. Erst Oliver, dann Hanna, mal schauen was (oder wer) da noch kommt.

Mit besten Grüßen

Plit
307. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 27.03.21 19:48

Hallo Erika2,

es freut mich, dass dir die Fortsetzung gefallen hat.

Aber möchtest du wirklich an Laras oder Hannahs Stelle sein?
Eine Modifikation mit ungewissem Ausgang erscheint mir nicht unbedingt erstrebenswert.


Hallo Gummimaske,

gibt es in meinen Geschichten denn nicht immer irgendeinen Haken?

Wirklich glatt läuft das für meine Protagonistinnen doch nur selten.
Was bin ich doch für ein gemeiner Kerl.


Hallo Dark Fangtasia,

irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Zwei gar kein Team bilden wollen.
Wirklich lästig solche unerwünschten Fortbildungsmaßnahmen.

Aber der Arbeitgeber scheint darauf zu bestehen.
Ob dagegen wohl ein Betriebsrat hilft?


Hallo plit,

falls das ein Klischee sein sollte, dann ist es mir nicht bekannt.
Aber die Japaner sind ja in mancherlei Hinsicht etwas schräg drauf. Insofern würde es mich auch nicht überraschen.

Auf wen Heidi sich genau freut, das ist ja noch unklar.
Aber der Satz lässt vermuten, dass sie irgendetwas geplant hat. Was könnte das wohl sein?

Deiner Logik folgend, käme nach Oliver und Hannah dann als nächstes Heidi an die an die Reihe.
Danach müsste unsere Heldin ihre Sammlung an Ekelpaketen aber komplett haben.

Es sei denn dieser komische IronFist kommt auf ganz andere dumme Ideen!


LG
Fist
308. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 30.03.21 19:01

Teil 35


» Pff! Als Chirurg sollten sie sich mit ihren Patienten schon selbst unterhalten. Hörensagen ist sicherlich keine gute Grundlage für eine Operation. «

Dieser Kerl ärgerte mich maßlos. Es war eine Ungeheuerlichkeit, dass dieser Mann überhaupt noch praktizieren durfte. Ethik und Moral interessierten den Typen nicht im Geringsten. Alles worum es ihm ging war sein Geldbeutel. Und dieser war bestimmt prall gefüllt.

» Ich habe mit deinem Meister gesprochen. Das reicht mir völlig aus! «, behauptete er.

» Ob die Gerichte das wohl genauso sehen? «

Felgenhauer lachte nur über meine ernst gemeinte Frage. Dieser Mistkerl fühlte sich völlig sicher, so als ob er über dem Gesetz stehen würde. Scheiß Protektionismus! Aber warte nur Freundchen, bei solchem Hochmut wird dein Fall früher oder später kommen. Und es wäre mir eine Freude dabei behilflich zu sein. Er näherte sich meinem Bett und blieb direkt vor mir stehen. Dann zog er plötzlich eine Augenbinde aus der Tasche seines Kittels.

» Was soll das? «, fragte ich skeptisch.

» Ich möchte mir die Wunde anschauen. Und ich will dir nicht die Überraschung verderben. Also leg jetzt die Binde an! «, wurde ich von ihm aufgefordert.

Nun schrillten bei mir alle Alarmglocken. Böse Überraschungen hatte ich in letzter Zeit viel zu viele erlebt. Wenn wirklich nur die Implantate entfernt worden wären, dann wäre das Resultat eine unveränderte Brust. Das war aber anscheinend nicht der Fall. Hatte ich mich bisher nur über den Mann geärgert, so wurde ich nun richtig sauer. Ich riss ihm die Augenbinde aus der Hand und warf sie wütend auf den Boden.

» Was hast du Scheißkerl mit mir angestellt? «, schrie ich Felgenhauer an.

» Die Implantate entfernt! «, antwortete er ganz ruhig.

» Und was noch? «, brüllte ich.

» Nur eine kleine Geburtstagsüberraschung für Edgar umgesetzt! «, meinte er ganz beiläufig.

» Geburtstagsüberraschung? Ich bin doch kein Geschenk zum Auspacken! «

Jetzt rastete ich völlig aus und schmiss Felgenhauer die unflätigsten Worte an den Kopf, die mir einfielen. Ich sprang aus dem Bett und hämmerte mit den Fäusten auf den Mann ein. Leider konnte ich nur einen einzigen Treffer landen, bis er meine Arme packte und festhielt. Dieser eine hatte aber dazu geführt, dass seine Lippe blutete. Das war meine Art ihn zu verschönern. Er ließ meinen linken Arm kurz los, damit er den Knopf für den Schwesternruf drücken konnte. Ich nutzte die Gelegenheit und verpasste ihm sofort einen Schlag gegen die Brust. Dummerweise traf meine Hand aber sein Stethoskop. Aua! Kurz darauf hatte er meinen linken Arm auch schon wieder gepackt. Meine Hand schmerzte und ich wurde von Felgenhauer aufs Bett gedrückt. Trotzdem war ich aber noch nicht bereit aufzugeben. Und dann traf seine Verstärkung ein. Die ehemalige Polizistin in Verkleidung einer Krankenschwester. Zu meiner Überraschung verließ sie den Raum wieder, als sie sah was hier vorging. Allerdings nur um kurze Zeit später mit einer Spritze zurückzukehren. Oh Shit! Mit einer letzten Kraftanstrengung versuchte ich mich von Felgenhauer loszureißen. Aber es war bereits zu spät. Ich spürte einen Stich an meinem rechten Arm und Sekunden später senkten sich auch schon schwarze Rollläden vor meinen Augen.

Als ich erwachte, war ich sofort wieder in Alarmbereitschaft. Hektisch schaute ich mich um, aber ich war allein im Raum. Erleichtert schnaufte ich erst einmal durch. Doch dann stellte ich fest, dass ich gefesselt war. Um meine Handgelenke lagen breite Ledermanschetten, welche fest mit dem Bettgestell verbunden waren. Verzweifelt zerrte ich an den Dingern herum, aber meine Bemühungen blieben leider vergeblich. Verdammt noch mal! Und auch meine Beine konnte ich nicht bewegen. Wegen der Bettdecke konnte ich sie nicht sehen, aber ich vermutete, dass es dort unten ebenfalls solche Manschetten gab. Was für ein blöder Mist! Man hatte mich wie einen renitenten Patienten ruhiggestellt. Gezwungenermaßen wartete ich also ab, was passieren würde. Zuerst einmal lange Zeit gar nichts. Doch irgendwann erbarmte sich dann doch jemand meiner. Schwester Angelika kehrte in ihrem lächerlichen weißen Latexkleidchen zurück. Sie hatte mir etwas zum Essen mitgebracht.

» Du bist mir ja ein streitlustiges Persönchen. Das war jetzt schon das zweite Mal, dass du einen Kampf angefangen hast! «, meinte sie kopfschüttelnd zu mir.

» Machen sie mich sofort los! «, forderte ich.

» Damit du wieder Ärger machen kannst? Ganz bestimmt nicht! «

Ich spürte Zorn in mir aufkommen. Aber es half mir nicht, wenn ich mich mit ihr stritt. Also versuchte ich mich zu beruhigen. Sie hatte recht, ich hatte tatsächlich bereits zwei Kämpfe begonnen. Was mich selbst wunderte, denn es war doch sonst nicht meine Art Konflikte mit Gewalt zu lösen. Es war wohl besser, wenn ich diesmal etwas diplomatischer vorging.

» So werde ich aber nicht essen können! «, gab ich zu bedenken.

» Keine Sorge, ich werde dir dabei helfen! «, meinte sie lächelnd.

Na klasse, jetzt würde ich auch noch von dieser Gummi Krankenschwester gefüttert werden. Blieb mir hier denn gar nichts erspart. Sie richtete mein Bett auf, so dass ich aufrecht sitzen konnte. Dabei rutschte die Decke ein Stück nach unten und ich sah, dass ich jetzt ein Nachthemd trug. Wenigstens etwas. Und dann legte sie los. Es gab Steak mit Kartoffelbrei und Erbsen.

» Ein Löffelchen für Mami … ein Löffelchen für Papi … «

Diese Schwester verspottete mich, indem sie mich wie ein kleines Kind behandelte. Hätte eigentlich nur noch gefehlt, dass sie mir Babybrei einflößte und mich hinterher ein Bäuerchen machen ließ. Obwohl das Kartoffelpüree von der Konsistenz gar nicht so viel anders war als Babynahrung. Ich kam mir so blöd vor. Was zweifellos so beabsichtigt war. Vermutlich war das ihre Rache für die Probleme, die ich gemacht hatte. Nach der Fütterungszeit brachte sie mein Bett wieder in die Horizontale. Und bevor sie ging, hatte sie noch eine kleine Spitze für mich parat.

» Hat es dem Kindchen geschmeckt? Oder hätte ich ihm lieber die Brust geben sollen? «, dabei schob sie mit den Händen ihre üppige Oberweite nach oben und lachte lauthals los.

Natürlich war das nur weiterer Spott gewesen. Aber ich dachte tatsächlich darüber nach, wie es wohl wäre, an ihren Nippeln zu nuckeln. Und zu meiner Überraschung turnte mich dieser Gedanke sogar an. Was war nur los mit mir? Der Rest des Tages war unglaublich langweilig. Ich starrte aus dem Fenster und beobachtete die Wolken, wie sie vorbeizogen. Denn das war alles was ich vom Bett aus sehen konnte. Irgendwann überwältigte mich dann die Monotonie und ich schlief ein.

Der nächste Tag begann so wie der vorherige aufgehört hatte. Mit Langeweile pur. Nicht einmal die Wolken waren mir geblieben, denn durchs Fenster sah ich nur ein Einheitsgrau. Sehnsüchtig wünschte ich mir ein klein wenig Abwechslung. Wie heißt es immer so schön: „Sei vorsichtig was du dir wünschst, denn es könnte in Erfüllung gehen“. Und genau das passierte. Dr. Felgenhauer und Schwester Angelika kamen in mein Zimmer. Es war bestimmt kein gutes Zeichen, wenn die zu zweit hier auftauchten.

» Was wollt ihr von mir? «, fragte ich etwas ängstlich.

» Du hast Besuch! «, antwortete Felgenhauer.

» Von wem? «, wollte ich wissen.

Doch darauf bekam ich keine Antwort. Stattdessen richtete die Schwester mein Bett auf, während Felgenhauer Handschellen an dem Galgen über mir befestigte. Überhaupt nicht gut! Mehr bekam ich von den Vorbereitungen auf meinen geheimnisvollen Besucher nicht mit, weil mir eine Augenbinde verpasst wurde. Plötzlich musste ich an die Sklavenauktion im Club XP denken. Was wenn dies eine Begutachtung der zukünftigen Handelsware war? Oh Gott nein, bitte nicht! Doch dann erinnerte ich mich daran, dass ich eine Überraschung für Edgar sein sollte. Hatte er vielleicht heute Geburtstag? Keine Ahnung. Ich spürte wie mein rechtes Handgelenk aus der Ledermanschette befreit wurde. Danach wurde der Träger des Nachthemds herunter geschoben und mein Arm kurz darauf weit nach oben gezogen. Es klickte und meine Hand war wieder fixiert, diesmal über dem Kopf. Die ganze Prozedur wurde auf der linken Seite wiederholt, bis ich völlig aufrecht in meinem Bett saß. Diese Position war ziemlich unangenehm, weil die Handschellen drückten. Als nächstes wurde mir der Verband abgenommen, so dass ich mit nacktem Oberkörper dasaß. Wie auf dem Präsentierteller. Ich hörte das klackernde Geräusch von hohen Absätzen. Es klang jedoch anders als die Schritte der Schwester, weshalb ich vermutete, dass eine dritte Person im Raum war.

» Doktor, sie sind ein wahrer Künstler. Edgar wird begeistert sein! «, hörte ich eine Frau entzückt sagen.

Oh verdammt, das war die Stimme von Heidi. Meine schlimmsten Befürchtungen schienen sich zu bewahrheiten. Die eifersüchtige Ehefrau hatte mir eine zusätzliche Verschönerung eingebrockt. Da konnte nichts Gutes dabei herauskommen. Bei mir würde wohl keine Begeisterung aufkommen. Es juckte mich, Heidi ein paar passende Worte zukommen zu lassen. Solange ich aber in den Klauen von Doktor Frankenstein war, sollte ich mich besser zurückhalten. Sonst endete ich womöglich noch mit den Brüsten auf dem Rücken. Sowas war zwar nicht umsetzbar, aber zutrauen würde ich dem Schuft so eine Idee auf alle Fälle. Genauso wie auch Heidi.

» Darf man schon anfassen? «, fragte sie.

» Ja, die Heilung ist wie gewünscht verlaufen! «, hörte ich Felgenhauer sagen.

Und schon spürte ich Heidis Finger an meiner Brust. Sie bewegten sich ganz langsam von der Basis bis zur Spitze hinauf. So ungern ich das jetzt zugebe, aber es fühlte sich richtig gut an. Als sie schließlich meine Nippel erreichte, wurde daraus eine wahre Gefühlsexplosion. Ich wusste gar nicht wie mir geschah, denn so sensibel waren meine Brustwarzen noch nie gewesen. Mein Atem ging stoßweise und in meinem Schritt sammelten sich die Säfte. Stöhnend genoss ich den schönen Augenblick. Und ich vergaß dabei sogar, dass dieser von Heidi ausgelöst wurde. Wie Eis in der Sommersonne schmolz ich dahin. Das war einfach nur wundervoll. Doch dann kam die große Ernüchterung, denn sie stoppte ihre Liebkosungen.

» Bitte nicht aufhören! «, stöhnte ich lustvoll.

Alles was ich darauf erntete war höhnisches Gelächter. Aber das war mir egal, denn ich brauchte mehr.

» Nicht aufhören. Bitteeee! «, flehte ich förmlich.

Natürlich stieß ich damit auf taube Ohren. Stattdessen wurde ich verspottet. Aufgegeilt bis zum Anschlag registrierte ich, wie sich Schritte von mir entfernten. Das konnten die doch nicht mit mir machen. Mich hier einfach so hängen zu lassen, das war gemein. Jetzt hörte ich, wie sich gleich mehrere Personen in Richtung Tür bewegten.

» Bitteeee! «, jammerte ich ein letztes Mal.

Kurz darauf klackerte das Türschloss und ich war allein. Blind und völlig frustriert blieb ich in meinem Bett zurück. Es dauerte bestimmt 10 Minuten, bis ich wieder halbwegs klar denken konnte. Ich hatte mich soeben selbst erniedrigt. Und das ausgerechnet vor Heidi. Aber die Gefühle waren einfach viel zu intensiv gewesen, als dass ich dagegen hätte ankämpfen können. Was immer Felgenhauer mit meinen Brüsten gemacht hatte, die Auswirkungen waren jedenfalls sensationell. Auch wenn mir nicht klar war, wie das eine Geburtstagsüberraschung für Edgar sein sollte. Plante Heidi mich direkt vor seinen Augen zu unterwerfen? Nach dem was ich soeben erlebt hatte, würde ich vermutlich sogar willig dabei mitmachen. Was für ein erschreckender Gedanke.

Einige Zeit später kehrte Schwester Angelika zurück und befreite mich aus meiner misslichen Lage. Zum Glück, denn die Handschellen wurden mit der Zeit immer unangenehmer. Leider war sie aber auch nicht bereit, mich ungefesselt zu lassen. Weshalb ich wieder in den Ledermanschetten endete. Dafür erzählte sie mir jedoch, dass ich am nächsten Tag entlassen werden sollte. Was eine gute Nachricht war, denn ich hatte Krankenhäuser noch nie gemocht. Vor allem dieses hier nicht. Während ich mich mal wieder langweilte, gingen mir alle möglichen Dinge durch den Kopf. Wie meine Brüste jetzt wohl aussahen? Anschauen durfte ich sie ja bisher noch nicht. Und was wohl mit Hannah geschehen war? Vor meinem geistigen Auge sah ich sie schon als geiles Sexobjekt. Was meine Schadenfreude tief befriedigte. Selbst der anstehende Geburtstag von Edgar beschäftigte mich. Würde es eine Feier geben? Und wie passte ich da als Überraschung dazu? Jedenfalls war mir jetzt klar, dass Edgar nichts von meiner weiteren Verschönerung wusste. Das war einzig und allein das Werk seiner Ehefrau. Somit konnte ich ihm auch keinen Vertrauensbruch vorwerfen. Vielleicht war er ja doch ein guter Meister. Der Tag schien nicht vergehen zu wollen. Einfach nur herumzuliegen und in die Gegend zu starren, machte mich trübsinnig. Mein Hirn fuhr irgendwann seine Aktivität herunter und ich döste nur noch träge vor mich hin. So wurden die zwei Mahlzeiten inklusive Fütterung zum Höhepunkt meines Tages. Wirklich traurig!

Am nächsten Tag verbesserte sich mein mentaler Zustand deutlich. Ich hatte ein Ziel vor Augen, nämlich die Entlassung aus der Tristesse dieses Krankenhauses. Irgendwie freute ich mich darauf, wieder in Edgars Haus zurückzukehren. Und sogar meine Rolle als Geburtstagsüberraschung erschien mir nun attraktiv. Obwohl ich nicht einmal wusste, was sich genau dahinter verbarg. Das Wetter schien meinen Gemütszustand widerzuspiegeln. Gestern war noch alles Grau in Grau gewesen und heute lachte draußen die Sonne. Also beste Voraussetzungen für einen schönen Tag. Beim Frühstück erzählte mir Schwester Angelika, dass ich erst am Nachmittag abgeholt werden würde. Was ein kleiner Dämpfer für mich war. Die gute Laune ließ ich mir dadurch aber nicht verderben. Um während des Tages nicht in Trübsal blasen zu verfallen, formulierte ich im Kopf meinen Artikel über den Club XP. Was dabei herauskam war richtig gut. Am liebsten hätte ich auf den „Send-Button“ gedrückt, um ihn meinem Chef zukommen zu lassen. Meine telepathischen Fähigkeiten waren dafür aber leider nicht gut genug ausgeprägt. Daher musste ich das Ergebnis so gut es ging in meinen Gehirnwindungen abspeichern.


Fortsetzung folgt!
309. RE: Skandal um Lara

geschrieben von CupC am 04.04.21 14:35

da bin ich mal gespannt, was unter dem Verband zum Vorschein kommt!
und
welche Art von Bericht über den Club XP wollte Lara an ihren Chefredakteur senden?

Ein Trailer aus meinem Kopfkino:
passend zu Laras Einsatz als Milchkuh hat sie vier Brüste;
und als Edgar wieder zwei davon so zärtlich behandelt,
schmilzt ihr Stolz schon wie Butter in der Sonne,
doch sie reisst sich gerade noch zusammen!
und
ihr Chefredakteur ist sehr verwundert, als er Laras Klage liest, dass ihre Brüste zu wenig begrabscht werden ...

CupC
310. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 06.04.21 18:39

Hallo CupC,

unter dem Verband steckt natürlich Edgars Geburtstagsüberraschung.
Aber auspacken muss er es schon selbst, dabei werde ich jetzt nicht helfen.

Gab es bei Starwars nicht mal eine Bar, in der eine Tänzerin mit 4 Brüsten auftrat?
Ich glaube mich irgendwie dunkel an sowas zu erinnern.

Diese Vorstellung finde ich ziemlich unerotisch.
Von daher kann ich jetzt schon verraten, dass dies nicht des Rätsels Lösung ist.


LG
Fist
311. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 06.04.21 19:06

Teil 36


Gegen 15 Uhr wurde ich endlich abgeholt. Die beiden Typen aus der Villa spazierten zur Tür herein, was eine ziemliche Überraschung für mich war. Was machten die denn hier? Hoffentlich wollten die mich nicht wieder nach Grünwald bringen. Hans trug eine Tasche, während sein Kollege eine große Plastikröhre hereinschleppte. Diese Röhre war etwa zwei Meter lang und hatte einen Durchmesser von vielleicht einem Meter. Wollten die mich da reinstecken? Es sah stark danach aus. Ein fieses Grinsen zeigte sich auf Hans Gesicht, als er mich gefesselt auf dem Bett liegen sah. Oh verdammt, diesen Kerlen wollte ich eigentlich nicht hilflos ausgeliefert sein.

» Schön dich wiederzusehen. Wir haben die ehrenvolle Aufgabe dich für heute Abend vorzubereiten! «, meinte Hans mit einem jetzt sogar noch breiteren Grinsen.

» Die Freude ist ganz auf meiner Seite! «, erwiderte ich ironisch.

Sofort war mir klar, dass es keine gute Idee war so antworten. Die beiden könnten das als Einladung verstehen. Daher sollte ich wohl besser deutlich machen, dass sie ihre Finger von mir lassen sollen. Allerdings könnte auch das einen ungewollten Effekt haben. Schließlich waren verbotene Früchte umso reizvoller. Egal wie ich es anstellte, es bestand immer die Gefahr, dass sich diese Kerle in irgendeiner Form mit mir vergnügten. Und ich konnte absolut nichts dagegen tun. Vermutlich war es am besten, wenn ich mich möglichst passiv verhielt. So würde ich die beiden nicht reizen und vielleicht hatten sie ja auch die Anweisung mich in Ruhe zu lassen. Hans kam an mein Bett und stellte die Tasche auf dem Boden ab.

» Na dann wollen wir mal loslegen! «, meinte er noch immer grinsend.

Am liebsten hätte ich ihm seine blöde Grimasse verbal in den Arsch geschoben. Aber ich beherrschte mich und hielt die Klappe. Hans bückte sich und kramte in der Tasche. Als er wieder aufstand, hielt er ein kleines Döschen in den Händen. Das sah aus wie diese Behälter für Kontaktlinsen. Womit ich sogar recht behalten sollte.

» Ich sehe auch ohne diese Dinger ganz gut! «, meinte ich verständnislos.

» Genau das ist das Problem! «, erwiderte Hans lachend.

Verwirrt fragte ich mich, was er damit wohl meinte. Wollten die mir Linsen mit einer falschen Sehstärke einsetzen, damit für mich alles verschwommen aussah? Doch dann bemerkte ich, dass dies farbige Kontaktlinsen waren. Ich sollte anscheinend blaue Augen bekommen. Was ja auch irgendwie zu meinen blonden Haaren aus dem Salon 78 passte. Sein Kollege richtete mein Bett auf und Hans näherte sich mit einer Linse auf dem Finger meinem linken Auge. Allein die Vorstellung etwas ins Auge zu bekommen war unangenehm. Weshalb mein Lid ganz automatisch zuklappte. Doch Hans hatte damit gerechnet und schob es mit dem Daumen der anderen Hand wieder nach oben. Ruck zuck saß die Linse an ihrem Platz. Es fühlte sich merkwürdig an. Störend, aber nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte. Nachdem ich mehrmals gezwinkert hatte, konnte ich mit dem Auge auch wieder ganz normal sehen. Das Einsetzen der zweiten Linse lief danach genauso problemlos ab. Hans stellte sich sehr geschickt dabei an, sowas machte er definitiv nicht zum ersten Mal. Vielleicht trug er ja selbst Kontaktlinsen. Mit zwinkernden Augen versuchte ich mich an die Dinger zu gewöhnen. Wie ich jetzt wohl aussah?

» Habt ihr vielleicht einen Spiegel für mich? «, fragte ich neugierig.

Eigentlich hatte ich gar nicht damit gerechnet, dass dieser Wunsch erfüllt werden würde. Aber der Kollege von Hans machte mit seinem Handy ein Foto und zeigte mir das Bild. Mich selbst mit blauen Augen zu sehen, war extrem ungewohnt. Irgendwie faszinierte mich der Anblick aber gleichermaßen. Zusammen mit der blonden Löwenmähne sah ich jetzt wie eine Femme fatale aus. Ich kam mir richtig stark und verführerisch vor. Und das obwohl ich ans Bett gefesselt war. Vermutlich war es aber nur der Reiz des Neuen. Allerdings war mir noch immer nicht klar, was Hans vorhin mit seiner Aussage gemeint hatte. Schließlich konnte ich noch immer genauso gut sehen wie zuvor. Wie aufs Stichwort wurde es schlagartig dunkel um mich herum. Was war passiert?

» Ich kann nichts mehr sehen! «, rief ich überrascht aus.

» Keine Sorge, ich habe deine Kontaktlinsen auf Nacht geschaltet! «, hörte ich Hans sagen.

» Auf Nacht? Was soll das heißen? «

» Das bedeutet, dass wir die neugierige Reporterin schlafen geschickt haben! «, antwortete er lachend.

Wirklich sehr witzig. Aber die neugierige Reporterin wird auch im blinden Zustand Informationen sammeln, um euch später damit in den Hintern zu treten. Anscheinend konnte man mit diesen Kontaktlinsen meine Sehfähigkeit per Knopfdruck ausschalten. War wohl nichts mit Femme fatale. Denn fatal war eher meine Lage. Die Ledermanschetten wurden mir als nächstes abgenommen. Im Prinzip war ich jetzt wieder frei und konnte weglaufen. In meinem blinden Zustand würde aber wohl nur gegen eine Wand rennen. Mit einem ratschenden Geräusch wurde mir das Nachthemd einfach vom Leib gerissen. Klasse, jetzt war ich splitternackt. Hoffentlich konnten sich die beiden Kerle beherrschen. Ich musste mich auf die Bettkante setzen, damit mir Strümpfe angezogen werden konnten. Sie fühlten sich angenehm weich an meinen Beinen an, weshalb ich auf hauchzarte Nylons tippte. Als nächstes sollte ich mich hinstellen. Erst legte man mir irgendwas um die Hüfte und dann begann die große Fummelei an meinen Oberschenkeln. Unwillkürlich musste ich schmunzeln. Mit Strapsen schien Hans wohl keine so große Erfahrung zu haben. Zugegeben diese Dinger waren auch etwas aus der Mode. Die meisten Frauen trugen sie wohl nur noch für die besonderen Momente im Schlafzimmer. Wenn überhaupt. Und dann passierte das, was ich die ganze Zeit befürchtet hatte. Einer der beiden wurde übergriffig, indem er an meinen Nippeln spielte. Genau wie zuvor bei Heidi durchfuhren mich ganz unerwartet wundervolle Gefühle. Mein Hirn sagte mir, dass ich protestieren sollte. Aber mein Körper war anderer Meinung und wollte es geschehen lassen. Bevor ich meinen inneren Disput klären konnte, hörten die Berührungen auch schon wieder auf. Ich empfand deshalb eine Mischung aus Erleichterung und Enttäuschung. Was war nur los mit mir? Irgendwas musste der Kerl mit meinen Brüsten gemacht haben, denn ich spürte ganz deutlich, wie etwas an meinen Nippeln zog. Hatte er da Gewichte drangehängt? Zu guter Letzt wurde mir noch ein Kleid über den Kopf gestreift. Es musste etwa knielang sein und bestand aus einem seidigen Material. Gehalten wurde es von einem Träger um meinen Hals, weshalb ich annahm, dass es auch einen großzügigen Ausschnitt besaß. Die Unterwäsche war aber auch bei diesem Outfit mal wieder vergessen worden. Welche Überraschung!

» Nun kommt der Monoglove! «, meinte Hans zu seinem Kollegen.

Was zum Geier war ein Monoglove? Ich musste meine Arme auf dem Rücken nebeneinander legen. Danach wurden sie in einem Ledersack verstaut und das Ganze fest verschnürt. Meine Schultern wurden nach hinten gezogen, wodurch ich die Brust weit rausstreckte. Bequem war anders. Nun wusste ich aber was ein Monoglove ist. Aufgrund der Wortbedeutung hätte ich da auch selber drauf kommen können. Aber eine Demonstration am eigenen Leib war natürlich wesentlich einprägsamer. Als nächstes wurden mir Schuhe angezogen, welche natürlich hohe Absätze haben mussten. Mit den Armen auf dem Rücken war es extrem schwierig das Gleichgewicht zu halten. Weshalb ich auch an den Schultern festgehalten wurde. Ich hörte wie ein paar Meter entfernt herumgewerkelt wurde. Genau dort hatte der zweite Kerl vorhin seine Plastikröhre abgelegt. Also sollte ich jetzt wohl transportfertig gemacht werden. Man schob mich vorwärts. Nach ein paar Schritten hörte sich der Boden unter meinen Füßen plötzlich metallisch an. Die Hände auf meinen Schultern stoppten mich und kurz darauf wurde mein Oberkörper leicht nach vorn gedrückt. Hinter mir wurde herumhantiert und irgendwas geschah mit meinen Armen. Als ich schließlich wieder aufgerichtet wurde, spürte ich eine Metallstange an meinem Hinterkopf. Wo kam die denn auf einmal her? Mitsamt der Stange wurde ich ein Stück nach hinten gezogen und dann hörte ich plötzlich ein Klicken von unten. Ich versuchte mir einen Reim darauf zu machen und kam zu dem Schluss, dass man die Stange mit einer metallischen Bodenplatte verbunden hatte. Jetzt war ich wie an einen Pfahl gebunden. Hoffentlich sollte daraus kein Marterpfahl werden. Jedenfalls kam ich von alleine hier nicht mehr weg.

» Du kannst jetzt die Schwester rufen! «, hörte ich Hans sagen.

Sein Kollege ging zu meinem Bett, vermutlich um den entsprechenden Knopf zu drücken. Wozu brauchten die jetzt noch diese Kampfmaschine? Ich war doch bereits hilflos und konnte keinen Widerstand mehr leisten. Es dauerte einige Minuten bis ich auf dem Flur die Absätze der Schwester hörte. Das laute Klacken hallte draußen im Gang wider. Man könnte fast glauben, dass eine ganze Armee im Anmarsch wäre. Was allein von der Kampfkraft vielleicht gar nicht so falsch war. Kurze Zeit später stöckelte sie zur Tür herein.

» Schwester würden sie bitte das Schminken übernehmen. Uns beiden fehlt es dafür an der nötigen Übung. So soll es am Ende aussehen! «

Vermutlich hatte er Schwester Angelika ein Foto gezeigt. Und vermutlich zeigte das Bild ein ziemlich knalliges Makeup. Schließlich sollte ich ja die Geburtstagsüberraschung sein, welche zweifellos von erotischer Natur war. Was dann nur auf einen nuttigen Look hinauslaufen konnte. Ein Schamgefühl kam in mir auf, als ich daran dachte. Gleichzeitig machte es mich aber an, wenn ich mir die lüsternen Männerblicke vorstellte. Bei mir war inzwischen wirklich Hopfen und Malz verloren. Ich konnte nicht einmal mehr sagen, was ich wollte. Die Schwester legte umgehend los und pinselte mir im Gesicht herum. Natürlich konnte ich nicht sagen, ob sie dabei gute Arbeit leistete. Auf alle Fälle schien sie die Aufgabe aber sehr gewissenhaft anzugehen, denn es dauerte eine halbe Ewigkeit bis sie fertig war. So lange hatte ich zum Schminken jedenfalls noch nie gebraucht. Allerdings musste ich auch nicht ein Salon 78 Makeup überpinseln, welches noch immer nicht ganz verblasst war.

» Vielen Dank Schwester, das haben sie sehr gut gemacht. Und Sklavin, wie gefällst du dir? «, fragte Hans.

» Woher so … «

In diesem Moment wurde mir ein großer Ball zwischen die Lippen geschoben. Verdammt, ich war dem Kerl voll auf den Leim gegangen. Er hatte mir die unsinnige Frage nur deshalb gestellt, damit ich den Mund aufmachte und er mir den Knebel hineinstopfen konnte. Und damit ich das Ding nicht wieder hinausbefördern konnte, wurde es umgehend festgezurrt. Nun war ich blind, stumm und an eine Metallstange fixiert. Mit anderen Worten mal wieder vollkommen hilflos. Was mich unglaublich anmachte, wie ich gestehen muss.

» Fertig! «, verkündete Hans stolz.

Trotzdem ging im Raum noch irgendetwas vor. Ich konnte es ganz deutlich hören, aber leider nicht so recht zuordnen. Urplötzlich wurde ich nach hinten gekippt, so dass ich in Schräglage geriet. Und beinahe im gleichen Moment veränderten sich die Geräusche, so dass sich jetzt alles etwas dumpf anhörte. Natürlich, die beiden mussten die mitgebrachte Plastikröhre über mich gestülpt haben, in deren Inneren ich mich nun befand. Nachdem ich wieder aufgerichtet worden war, hörte ich von unten die Bestätigung. Ein metallisches Scheppern als die Röhre auf der Bodenplatte aufsetzte. Dies würde also mein Transportbehälter sein. Ehrlich gesagt verstand ich nicht, warum man das Ganze so kompliziert machte. Man hätte mich doch auch einfach in ein Auto setzen können. Aber vielleicht empfand Edgar die simple Variante als zu langweilig. Oder seine Frau steckte hinter dem Transport und sie wollte ihn für mich so unbequem wie möglich machen. Ob Heidi wohl ahnte, dass es mich anturnte so behandelt zu werden. Falls nicht, tat sie mir unfreiwillig einen Gefallen. In diesem Moment bemerkte ich, was für einen Unsinn ich da gerade dachte. Denn jemanden wie ein Objekt zu behandeln war nun wirklich keine Gefälligkeit. Die Röhre wurde mit der Bodenplatte verbunden und bekam auch oben noch einen Deckel drauf. Danach wurde ich erneut gekippt und hinausgetragen. Sollte ich draußen mit dem Fuß gegen die Röhre treten um auf mich aufmerksam zu machen? Vielleicht konnte mich ja ein zufälliger Passant hören. Aber selbst dann würde er wohl kaum eine Frau im Inneren eines Rohres vermuten. Auf diese Weise konnte ich wohl kaum entkommen. Und ich war mir auch gar nicht mehr so sicher, ob ich das auch wirklich wollte. Denn inzwischen war ich richtig neugierig auf Edgars Geburtstag.

Außer dem monotonen Dröhnen des Motors, bekam ich von der Fahrt nur wenig mit. Weshalb ich auch ganz langsam in einen traumähnlichen Zustand abdriftete. Aus irgendeinem unerfindlichen Grund fantasierte ich von Sex mit Lucy. Nein falsch, mit der Sexpuppe Lucy. Sie hatte auf der Party in der Villa extrem künstlich und obszön ausgesehen. Damals hatte ich ihr Aussehen schockierend gefunden und heute turnte mich die Erinnerung daran an. Was passierte nur mit mir? Wenn ich so weitermachte, dann endete ich auch noch so wie Lucy. Ein sehnsüchtiges Gefühl beschlich mich genau in diesem Moment. Schluss jetzt, riss ich mich selbst in die Realität zurück. Ich musste wieder zu klarem Verstand kommen, damit ich nicht irgendeinen Blödsinn machte, den ich hinterher bereuen würde. Also zwang ich mich an etwas vollkommen Unerotisches zu denken. Meine Steuererklärung.

Ich war heilfroh als der Motor des Wagens verstummte, denn mir gingen langsam die Ideen aus, was ich noch alles von der Steuer absetzen könnte. Unglücklicherweise musste ich mich danach erneut gedulden, denn es passierte lange Zeit gar nichts. Ob wir wohl in Edgars Haus zurück waren? Schwer zu sagen. Allerdings war ich mir ziemlich sicher, dass wir nicht zur Villa gefahren waren. Denn dafür hatte die Fahrt einfach zu lange gedauert. Nach einer halben Ewigkeit hörte ich ein hohes Surren, welches für mich nach der hydraulischen Laderampe des LKW klang. Na endlich. Kurze Zeit später wurde meine Röhre angehoben und gekippt. Was zur Folge hatte, dass ich danach auf dem Bauch lag und ich mir den Busen an der Wand plattdrückte. Irgendwas pikste mir jetzt ganz unangenehm in die rechte Brust. Autsch! Gab es da eine Schraube in der Röhre, die ein Stück herausragte?


Fortsetzung folgt!
312. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Gummimaske am 07.04.21 07:35

Wieder eine sehr schöne Fortsetzung.Mal sehen,wohin diese Reise gegangen ist.Jedenfalls haben die Behandlungen bei Lara ihre Spuren hinterlassen.Mittlerweile kann sie sogar etwas Positives abgewinnen,denn sie mag sogar einige Handlungen an ihr.
313. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Dark Fangtasia am 07.04.21 16:33

Wieder ein schönes Kapitel.
Ich bin mal gespannt, wie Edgar die eigenmächtige Entscheidung seiner Frau gefällt, nicht, dass diese bald auch etwas zu bereuen hat.
Ich fürchte für Lara, dass das Piksen seinen Ursprung nicht in der Röhre hat.
314. RE: Skandal um Lara

geschrieben von smile_n_cry am 07.04.21 23:36

Schön wieder eine Fortsetzung zu der tollen Geschichte zu lesen.

Aber eine Frage hab ich da: Wir klemmt man eine 1,5m-Durchmesser-Röhre unter den Arm? Das ist ganz schön wuchtig und Lara dürfte da ziemlich verloren drin sein? War eher Umfang gemeint? Wären dann ca. 0,5m Durchmesser.
315. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 09.04.21 19:39

Hallo Gummimaske,

ja Dr. Felgenhauer hat im wahrsten Sinne des Wortes Spuren bei Lara hinterlassen.

Du bist doch sicher ein guter Spurenleser.
Worum handelt es sich dabei wohl?


Hallo Dark Fangtasia,

zuerst einmal danke für das Lob.

Vielleicht setzt Heidi ja auf einen Bonus als Ehefrau.
In der Regel wissen Frauen ja sehr gut, wie sie ihren Gatten am besten manipulieren können.


Hallo smile_n_cry,

ich muss dir leider recht geben, du hast hier einen Logikfehler entdeckt.
Selbst ein Orang-Utan hätte wohl Schwierigkeiten sich so eine Röhre unter den Arm zu klemmen.

Die von dir errechneten 0,5 Meter erscheinen mir allerdings zu klein. Um da reinzupassen müsste man schon sehr schlank sein.
Ein Mittelwert von einem Meter dürfte wohl ein geeignetes Maß sein. Aber auch so dürfte die Röhre noch immer sehr unhandlich zum Tragen sein.

Man kann wohl konstatieren, dass ich das beim Schreiben nicht richtig durchdacht habe.

Am Dienstag ist mir selbst noch eine andere Diskrepanz aufgefallen, die ich auf die Schnelle aber nicht mehr ändern wollte.
Denn Lara steht aufrecht als die 2 Meter lange Röhre über sie gestülpt wird. Bei einer normalen Zimmerhöhe dürfte das so aber gar nicht möglich sein.

Gut, dass es so aufmerksame Leser wie dich gibt.
Ich habe mein Manuskript an 3 Stellen überarbeitet und die beiden Logikfehler beseitigt.

Zum Abschluss möchte ich dir für dein Lob danken.
Noch viel mehr hat mich jedoch die konstruktive Kritik gefreut. Denn nur so wird der Text auch besser.


LG
Fist
316. RE: Skandal um Lara

geschrieben von reflexxx am 10.04.21 00:21

Die meisten Frauen liegen unterhalb von 0,5m Schulterbreite.
317. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 12.04.21 19:05

Hallo reflexxx,

das mag durchaus so sein.

Dann bleibt aber nur noch ein Spielraum von wenigen Zentimetern.
In einer derart engen Röhre zu stecken muss ein ziemlich beklemmendes Gefühl sein.


LG
Fist
318. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 13.04.21 19:00

Teil 37


» Zurück in die alte Position! «, schrie ich in meinen Knebel hinein.

Natürlich wurde meine Bitte ignoriert. Denn außerhalb der Röhre konnte man mich vermutlich nicht hören. Und schon gar nicht verstehen. Ich wurde durch die Gegend getragen, keine Ahnung wohin. Zum Glück musste ich das Piksen aber nicht allzu lange ertragen, denn nach ein paar Minuten wurde meine Röhre wieder aufgerichtet. Erleichterung machte sich in mir breit, als der Schmerz langsam wieder abklang. Die sollten besser mal ihren Transportbehälter kontrollieren. Schließlich war es bestimmt nicht Sinn und Zweck, wenn die Fracht beschädigt ankam. Im gleichen Moment schüttelte ich über mich den Kopf, weil ich mich selbst als Ware betrachtet hatte. Solche Gedanken mussten aufhören! Meine Röhre ruckelte mehrfach hin und her, was mich vermuten ließ, dass sie ganz genau platziert werden musste. Aber warum? Ich bekam sehr viel Zeit darüber nachzudenken, denn zum wiederholten Male passierte gar nichts. Gehörte Langeweile mit zu den Erziehungsmethoden von Edgar? Falls ja, stand mir eine schwere Zeit bevor. Denn Geduld zählte nicht gerade zu meinen Stärken. Die Röhre wurde in der Folge nicht mehr angerührt, aber ich hörte deutlich wie Leute herumliefen. Angestrengt lauschte ich was da vorging. Dort waren Stimmen, aber ich konnte leider nicht verstehen, was sie sagten. Zudem hörte ich merkwürdige Geräusche, so als ob man etwas über einen Steinboden schiebt. Was zum Teufel trieben die da draußen? Nach einer Weile verstummten die Geräusche und später auch die Schritte. Anscheinend war man fertig, womit auch immer. Danach begann wieder eine quälend lange Phase des Wartens. Gähn! Irgendwann befürchtete ich schon, dass man mich vergessen hätte.

» Halloho, ist da jemand? Ich bin hier drin! «, rief ich in meinen Knebel hinein.

Keine Reaktion. Nach einer gefühlten Ewigkeit kehrten die Stimmen dann endlich wieder zurück. Und es wurden auch immer mehr, bis das Ganze zu einer ständigen Geräuschkulisse anschwoll. Außerhalb der Röhre mussten nun jede Menge Leute sein, hatte Edgars Geburtstagsparty begonnen? Horchend versuchte ich irgendeinen Hinweis zu entdecken, was da draußen vorging. Wenn ich mich nicht täuschte, dann wurde Musik gespielt. Völlig überraschend öffnete sich in diesem Moment der Deckel von meiner Röhre und Licht drang ein. Geblendet kniff ich die Augen zusammen. Heureka, ich konnte wieder sehen! Und jetzt konnte ich auch die Musik besser hören, das war die Melodie von „Happy Birthday“. Dann hatte ich mit meiner Vermutung einer Feier also richtig gelegen. Ein kurzes Rucken ging durch die Röhre und dann hob sich die Bodenplatte auf einmal an. Wie in einem Aufzug fuhr ich ganz langsam nach oben. Als ich fast den oberen Rand der Röhre erreicht hatte, erkannte ich an der Wandbemalung, dass wir in der Eingangshalle von Edgars Haus sein mussten. Diese Halle wurde also auch heute noch für Feste benutzt. Was Sinn machte, weil es vermutlich der größte Raum des gesamten Hauses war. Langsam wurde ich immer weiter angehoben. Jetzt konnte ich auch sehen, dass sich jede Menge Leute in dem Saal versammelt hatten. Alle starrten mich an und nicht wenige hatten ihre Handys gezückt, um mich zu filmen. Meine Zeit als Geburtstagsüberraschung war jetzt anscheinend gekommen. Obwohl ich nicht einmal wusste, was von mir erwartet wurde. Immer höher ging es hinauf und als ich bis zur Hüfte aus der Röhre heraus war, erkannte ich endlich den Zweck der ganzen Übung. Ich befand mich auf der Spitze eines riesigen Geburtstagskuchens. Oder mit anderen Worten, ich spielte das Mädchen aus der Torte. Hatten sie für diesen Job keine professionelle Stripperin bekommen? Wenigstens passte ich nicht völlig ins Klischee, denn ich war ja komplett bekleidet. Zum Glück, denn auf einen Nacktauftritt vor so vielen Menschen war ich wirklich nicht scharf. Ich trug ein hübsches weißes Kleid, dessen Faltenrock sogar ein Stück länger war, als ich zuvor vermutet hatte. Der Ausschnitt hingegen war genauso großzügig wie ich ihn erwartet hatte. Das Kleid war ohne Zweifel sexy, aber meine intimen Stellen waren allesamt bedeckt. Ich musste allerdings aufpassen, dass mir die Leute nicht unter den Rock schauen konnten. Schließlich stand ich deutlich höher als sie. Während es immer weiter aufwärts ging, versuchte ich in der Menge bekannte Gesichter zu finden. Ganz vorne standen Edgar und seine Frau, beide sehr festlich gekleidet. Ansonsten schienen sich hier aber nur mir unbekannte Personen versammelt zu haben. Eines war jedoch sehr auffällig, nämlich die Kleidung. Die Herren schienen zum Opernball und die Damen zur Fetischparty zu gehen. Das passte nicht so recht zusammen. Ob da eine vorgeschriebene Kleiderordnung dahintersteckte? Vermutlich nicht, denn es gab bei beiden Geschlechtern auch ein paar Ausnahmen. Vielleicht war das in Edgars Kreisen ja einfach so üblich, denn auf der Party im Club XP war es ähnlich gewesen.

Ganz oben angekommen, rastete in der Bodenplatte irgendetwas ein. Ein komisches Geräusch drang jetzt aus der Röhre. Und dann spürte ich wie Luft meine Beine entlang strich. Sie strömte durch kleine Löcher in der Bodenplatte, erst ganz langsam danach aber immer stärker. Mein Kleid begann sanft in dem Luftstrom zu tanzen. Oh verdammt, so konnten mir alle unter den Rock schauen. Mit meinen gefesselten Armen konnte ich allerdings nichts dagegen unternehmen. Verzweifelt drückte ich meinen Hintern gegen die Stange, aber das half natürlich nicht auf der Vorderseite. Nun durften alle Gäste meine Muschi bewundern. Hoffentlich bemerkten sie nicht, wie feucht ich dort inzwischen war. Ich spielte hier die Marilyn Monroe mit wehendem Kleid. In diesem Moment fiel mir auf, dass genau diese Frau auch das „Happy Birthday“ durch die Lautsprecher hauchte. Erst jetzt begriff ich, dass ich mit dem weißen Kleid und meinen strohblonden Haaren tatsächlich wie Marilyn aussehen musste. Ob Edgar früher vielleicht für sie geschwärmt hatte? So sah also die große Überraschung aus. Das hätte wirklich schlimmer für mich kommen können. Auch wenn ich nicht glücklich darüber war, dass es jetzt jede Menge Aufnahmen von meiner intimsten Region gab. Ganz ohne Vorwarnung riss plötzlich der Träger an meinem Hals und das Kleid klappte vorne herunter. Die Menge johlte laut auf und einige applaudierten sogar. Shit, jetzt stand ich auch noch oben ohne da. Soviel also zum Thema ich war komplett bekleidet. Jetzt spielte ich doch unfreiwillig die Stripperin. Es war mit Sicherheit kein Zufall, dass der Träger versagt hatte. Heidi grinste übers ganze Gesicht, was meinen Verdacht nur bestätigte. Edgar hingegen wirkte genauso überrascht wie ich. Man konnte ihm aber auch deutlich ansehen, dass ihm mein Anblick durchaus gefiel. Ich schaute an mir herunter und war geschockt was ich sah. Meine Nippel waren knallrot, so als ob man sie mit Farbe angestrichen hätte. Und auf beiden Seiten ragte etwas Goldenes aus ihnen heraus. Felgenhauer hatte mir tatsächlich Piercings verpasst, welche vermutlich auch für das Piksen in der Röhre verantwortlich gewesen waren. Blöder Scheißkerl! So sah also der kleine Bonus zu meiner Operation aus. Ob die erhöhte Sensibilität meiner Brustwarzen wohl daher rührte? Ganz egal, denn so ging‘s ja nun nicht. Und auch die Farbe meiner Nippel sah ziemlich übertrieben aus. Hatte die Schwester sie vielleicht ebenfalls geschminkt? Nein das konnte nicht sein, denn als sie in den Raum kam, hatte ich das Kleid bereits an. Also musste auch dies Felgenhauers Werk sein. Ich spürte Hass in mir aufkommen. Ganz vorne stand ein junger Mann, der ein Selfie mit mir im Hintergrund machte. Als ich auf das Display seines Handys schaute, gab es gleich den nächsten Schock für mich. Denn es hatte sich nicht nur die Farbe meiner Brustwarzen verändert sondern auch deren Form. Auf meinem Busen saßen jetzt zwei rote Herzen, die von goldenen Pfeilen durchbohrt wurden. So als ob Amor auf mich geschossen hätte. Und er musste dabei verdammt gut gezielt haben. Quasi als Krönung des Ganzen hing an den beiden Pfeilen noch zusätzlich ein Schild mit der Aufschrift HAPPY BIRTDAY EDGAR! Das konnte doch alles nicht wahr sein. Am liebsten hätte ich diesem Doktor auf der Stelle den Hals umgedreht. Allerdings war er nicht der Verursacher. Denn dieser ganze Scheiß war doch bestimmt die Idee von Heidi gewesen. Damit würde ich sie nicht ungestraft davonkommen lassen. Früher oder später bist du Miststück fällig, schwor ich mir wütend.

Hiermit war das Kuchenbuffet offiziell eröffnet. Die Leute bedienten sich kräftig und ich stand als bloßes Dekorationsobjekt herum. Eigentlich hätte ich froh sein müssen, dass ich nicht mehr im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand. Denn das konnte nur weitere Erniedrigungen bedeuten. Trotzdem kränkte es mich aber, dass mir kaum noch jemand Beachtung schenkte. Das ergab zwar mal wieder keinen Sinn, aber ich hatte es aufgegeben nach logischen Erklärungen zu suchen. Ich sehnte mich nach körperlicher Zuwendung, die ich auf meinem Tortenthron aber nicht bekommen konnte. Weshalb mein Frust mit der Zeit immer weiter anstieg. Um mich abzulenken beobachtete ich die Gäste. In der Nähe des Eingangs entdeckte ich Oliver Lehmann, der sich gerade mit zwei Männern unterhielt. Natürlich durfte der auch hier nicht fehlen. Begleitet wurde er von einem Marsmännchen. Oder besser gesagt einem Marsweibchen. Die Frau hatte mir den Rücken zugedreht und war mit grünem Bodypainting verschönert worden. Soweit ich das sehen konnte, war sie bis auf ihre hohen Schuhe komplett nackt. Verglichen mit ihr hatte ich es richtig gut getroffen, denn so wollte ich nicht auf einer Party herumlaufen. Das aufgesprühte Kunstwerk war allerdings nicht besonders detailreich, denn bis auf zwei rote Rechtecke auf ihrem Hintern war sie einfach nur komplett grün. Vielleicht hatte sich Lehmann bei ihr ja selbst als Künstler versucht. Ihre Arme waren auf dem Rücken so gefesselt worden, dass die Hände dabei nach oben zeigten. Das sah extrem unbequem aus und ich war froh nicht an ihrer Stelle zu sein. Irgendwas verlief von ihren Händen über die Schulter nach vorne. Für mich sah es wie ein Seil aus, welches nach oben hin breiter wurde. Keine Ahnung was das genau war. Irgendwann drehte sich diese Frau um, so dass ich sie auch von vorne bewundern konnte. Was ich zu sehen bekam, machte mich sprachlos. Ihre Brüste waren mit schwarz-weißen Flecken bemalt worden, so dass sie wie Fußbälle aussahen. Und zwar in Originalgröße. Holy Shit! Ein grobmaschiges Netz diente ihr als BH und ein einzelner Träger lief über die Schulter nach hinten. Jetzt Begriff ich endlich was das Ganze darstellen sollte. Sie trug in ihren Händen ein Ballnetz und die Brüste bildeten die zugehörigen Bälle. Also waren die roten Rechtecke auf dem Hinterteil wohl die berühmten Arschkarten. Und auch auf der Vorderseite setzte sich das Thema Fußball fort. Bis zum Kinn hinauf war sie grasgrün und um ihren Schritt herum verlief ein weißer Kreis. Dort sollte also der Anstoß ausgeführt werden. Welches kranke Hirn dachte sich sowas nur aus. Selbst ihr Gesicht war nicht von Farbe verschont geblieben, denn dort konnte man das blau-rote Wappen von Lehmanns Verein bewundern. Am meisten verblüffte mich jedoch ein äußerst ungewöhnliches Nasenpiercing. Ein weißer Stab zog sich durch ihr Septum, welcher an den Enden rechtwinklig nach unten abknickte. Mit anderen Worten, sie trug ein Fußballtor direkt vor ihrem Mund. Inklusive dem zugehörigen Tornetz. Also war das Ziel dort einzunetzen? Dieser Lehmann hatte echt einen an der Klatsche. Die Frau besaß lockiges graues Haar. Konnte das vielleicht eine der Damen aus dem Salon 78 sein? Vielleicht diese Anna, die ja nebenher als Callgirl arbeitete. Angestrengt versuchte ich unter der vielen Farbe ihre Gesichtszüge zu erkennen. Nein das war nicht Anna sondern … Janine! Ach du dickes Ei, was war denn mit der passiert. Sie hatte nun Megatitten, ein Nasenpiercing und graue Haare. Diese Beziehung tat ihr nicht gut, absolut nicht. Eigentlich hätte ich mir denken können, dass Oliver Lehmann seine Freundin mitbrachte. Aber diese Fußballfrau hatte kaum noch Ähnlichkeit mit der Janine, die ich kennengelernt hatte. Warum ließ sie sich sowas gefallen? Vermutlich aus Liebe. Oder sie war genauso schräg drauf wie ich und wurde davon angeturnt. Wie auch immer. Angesichts meiner eigenen Gefühle konnte ich ihr nicht einmal einen Vorwurf machen. Gefolgt von seinem grünen Wesen ging Oliver Lehmann die Treppe nach oben, wodurch ich beide aus den Augen verlor.

Also schaute ich mich in der Halle weiter nach bekannten Gesichtern um. Wo war eigentlich Hannah von Niederaubach? Nach dem Besuch bei Dr. Felgenhauer sollte sie sich doch eigentlich auch ein wenig verändert haben. Rachsüchtig stellte ich mir die ehemalige Herrin ebenfalls mit Fußballtitten vor. Verdient hätte sie das auf alle Fälle. Mein Blick schweifte über die Menge und blieb an einem Pärchen hängen, welches händchenhaltend in meine Richtung kam. Die beiden waren mir deshalb aufgefallen, weil sie ziemlich unauffällig gekleidet waren. Ich weiß, das hört sich nach einem Widerspruch an. Aber ein Biedermann sticht unter Fetischisten nun einmal heraus. Er trug einen schlichten dunklen Anzug mit Krawatte und sie ein schwarzes Cocktailkleid mit einem breiten Gürtel. Es gab allerdings ein Detail an der Frau, welches mich in Erstaunen versetzte. Ihre Taille war derart schmal, dass es fast so aussah, als würde der Gürtel sie in zwei Hälften zerteilen. Wie war sowas nur möglich? Natürlich wusste auch ich was ein Korsett war. Ein solches Ergebnis hätte ich mir aber nicht einmal erträumen lassen. Auf eine bizarre Weise wirkte das ziemlich sexy. Auch wenn sie einen sehr zerbrechlichen Eindruck auf mich machte. Bequem war das bestimmt nicht und ganz sicher auch nicht gesund. Aber was tat Frau nicht alles für ihre Schönheit. Wenn ich ihren Anblick auf einem Foto gesehen hätte, dann hätte ich das Bild bestimmt für bearbeitet gehalten. Das Pärchen kam direkt zu mir und er gönnte sich ein großes Stück Torte. Sie hingegen verzichtete. Was mich nicht wunderte, denn eigentlich konnte es da keinen Platz mehr für irgendwelche Nahrungsmittel geben. Die Frau blickte zu mir auf und begann zu lächeln. Wenn ich gekonnt hätte, dann hätte ich ihr Lächeln erwidert. Denn obwohl ich sie gar nicht kannte, war sie mir irgendwie sympathisch. Also rollte ich als Antwort mit meinen Augen. Woraufhin sie die Hand vor den Mund legte und leise zu kichern begann.


Fortsetzung folgt!
319. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erika2 am 15.04.21 07:17

Hallo Ironfist,

danke für die schönen, spannenden Fortsetzungen, die ich immer wieder gerne lese und kaum erwarten kann.

Liebe Grüße

Erika
320. RE: Skandal um Lara

geschrieben von smile_n_cry am 16.04.21 10:30

Hallo IronFist,
freut mich dass du solch Anmerkungen zur Logik wertschätzt. Ich denke schon, wie auch reflexxx, dass 50cm durchaus realistisch sind. Ja seitlich ist da wenig Spielraum nach vor/hinten durchaus schon mehr. Aber ist das nicht durchaus der Sinn einer Transportbox? Bei 100cm würde sie fixiert an der Stange wohl kaum mit den Brüsten an die Wand kommen. Also ich fände 50-55cm eher realistisch.
Und ein beklemmendes Gefühl stellt sich dabei bei einer blind gemachten wohl eh eher nicht ein, weil sie's nicht weiß

Zitat
Welches kranke Hirn dachte sich sowas nur aus.

Haha, ja wer hat sich das hier nur ausgedacht? Schön versteckte Selbstkritik des Autors *g*
Absicht?
321. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 18.04.21 19:36

Hallo Erika2,

schön sowas zu hören.
Deshalb ein großes Dankeschön an dich.


Hallo smile_n_cry,

das mit den Beklemmungen stimmt natürlich. Wenn man nichts sieht, dann kommen vermutlich auch nicht solche Gefühle auf.

Trotzdem halte ich einen Durchmesser von einem Meter immer noch für besser geeignet. Lass mich erläutern warum.
Wenn wir davon ausgehen, dass sich die Stange im Zentrum der Röhre befindet, dann ist bei einem Durchmesser von 0,5 Metern auch nach vorne kein großer Spielraum mehr vorhanden. Falls Lara nicht sogar dauerhaft die Wand berührt. Bei einem Durchmesser von einem Meter müsste Lara also 50 Zentimeter bis zur Röhrenwand überbrücken. Sofern Lara fest an die Stange gezurrt ist, dürfte das unmöglich sein. Allerdings muss man auch bedenken, dass die Röhre ja kein reiner Transportbehälter ist. Denn sie soll ja auch Laras Auftritt als Mädchen aus der Torte ermöglichen. Und dabei tanzt ihr Rock umso besser im Luftstrom, je größer der Abstand zur Stange ist. Von daher kann man wohl davon ausgehen, dass die Fixierung an der Stange eine Kompromisslösung ist, die auch Bewegungsspielraum nach vorne zulässt. Zum Beispiel indem man den Monoglove nur an der Stange einhakt.

Die Doppeldeutigkeit des "kranken Hirns" ist mir Schreiben gar nicht aufgefallen. Hinterher beim Lesen hat sie bei mir jedoch ein Schmunzeln erzeugt und ich habe den Satz auch ganz bewusst dringelassen. Insofern kann ich deine Frage nach der absichtlichen Selbstironie mit einem klaren Jein beantworten.


LG
Fist
322. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 20.04.21 19:06

Teil 38


» Hast du eine neue Freundin gefunden? «, fragte ihr Begleiter.

» Meinst du ich würde eine gute Marilyn Monroe abgeben? «, antwortete sie mit einer Gegenfrage.

» Also ich sehe dich eher in der Rolle von Ethel Granger! «

War das ebenfalls eine Schauspielerin? Ich hatte jedenfalls noch nie von dieser Frau gehört. Sie gab ihm einen angedeuteten Schlag auf den Arm. Was mich vermuten ließ, dass er sie aufgezogen hatte. Jedoch schien sie ihm deshalb nicht böse zu sein, denn sie schmiegte sich nun wie eine Katze an seine Brust. Die beiden machten einen richtig verliebten Eindruck. Wenn man das so sah, dann konnte man wirklich neidisch werden. Aus dem Nichts tauchte Edgar auf und unterbrach die kleine Romanze. Es folgte etwas Smalltalk und ich erfuhr ein paar Details aus dem Privatleben des Pärchens. Manuela und Stefan besaßen in München einen Laden für Korsettmode. Während er die maßgeschneiderten Korsetts herstellte, war Manuela das Gesicht des Unternehmens. Und ganz offensichtlich auch das Versuchskaninchen für speziellere Modelle.

» Wie hat Hannah die Operation überstanden? «, fragte Stefan.

Ich wurde sofort hellhörig. Also kannten die beiden auch die Ex Herrin. Was nicht so verwunderlich war, denn als Geschäftsführerin des Club XP hatte Hannah von Niederaubach bestimmt auch schon Korsetts gekauft.

» Felgenhauer ist ein Magier. Es ist einfach unglaublich wie schnell sich seine Patienten nach einer OP erholen. Wir haben bereits mit dem Korsetttraining begonnen und schon bald wird Hannah ebenfalls eine schöne schlanke Taille haben. Auch wenn sie nie an deine Manuela heranreichen wird! «, antwortete Edgar schmeichelnd.

Also steckte Hannah von Niederaubach jetzt in einem engen Korsett. Hoffentlich hatte man ihr auch richtig schön die Luft abgeschnürt. Denn das hatte dieses Biest verdient. Ich fragte mich allerdings, was das wohl für eine Operation gewesen sein könnte. Im Fernsehen hatte ich mal einen Bericht gesehen, in dem sich eine Frau einige Rippen entfernen ließ, um eine schmalere Taille zu bekommen. Für mich eine ziemlich kranke Idee. Aber jeder nach seiner Facon. Während sich die beiden Männer unterhielten, richtete Manuela ihre Aufmerksamkeit mir zu. Sie umfasste ihre schmale Körpermitte mit den Händen, klimperte mit den Wimpern und strich sich lasziv mit der Zunge über die Lippen. Versuchte sie mich anzumachen? Jedenfalls lenkte sie mich so weit ab, dass ich dem Gespräch der Männer nicht mehr folgen konnte. Mir wurde plötzlich richtig warm. Und das obwohl die Luftkühlung von unten noch immer aktiv war. Manuela spielte mit mir und ich konnte mich ihrer Wirkung nicht entziehen. Ich stellte mir vor, ebenfalls so eine Taille zu besitzen. In der Redaktion wäre ich damit das Tagesgespräch. Mit Sicherheit aber nicht nur dort, denn ich konnte mir auch lebhaft den Tratsch in meiner Nachbarschaft vorstellen. Was würden meine Eltern wohl dazu sagen? Begeistert wären sie jedenfalls nicht, soviel ist sicher. Diese Manuela hatte es faustdick hinter den Ohren. Jetzt spielte sie auch noch an ihren Nippeln herum und begann laut zu stöhnen. Sie zog hier eine große Show ab und ich war ihr Publikum. Und in meiner aktuellen Lage blieb mir gar nichts anderes übrig, als ihr dabei zuzuschauen. OK ich hätte mich natürlich auch abwenden können, aber warum sollte ich? Die beiden Männer hatten mittlerweile ihr Gespräch eingestellt und betrachteten ebenfalls Manuelas Auftritt. Mir als heterosexueller Frau heizte sie schon mächtig ein, wie musste es dann erst den Männern ergehen. Vermutlich gab es in so mancher Hose eine kleinere Verspannung. Oder vielleicht auch eine größere. Inzwischen spürte ich, wie mir die Feuchtigkeit an den Innenseiten meiner Schenkel herunterlief. Lustvoll schloss ich die Augen. Meine Fantasie ging mit mir durch und ich stellte mir vor, wie sie mich leckte. Doch dann ganz plötzlich erstarb ihr Stöhnen und ich hörte stattdessen nur noch ein lautes Lachen. Verwundert öffnete ich meine Augen. Die drei amüsierten sich königlich auf meine Kosten. Das war unfair! Mich erst aufzugeilen und dann einfach so hängen zu lassen. Ich kam mir vor wie bei einem Coitus interruptus. Nachdem sie ihren Spaß mit mir gehabt hatten, ließen sie mich frustriert auf der Torte zurück. Für eine sexuelle Erleichterung hätte ich in diesem Moment wohl alles getan. Was in einer Umgebung wie dieser extrem gefährlich war. Man denke nur daran, was mit Lucy geschehen war.

Verzweifelt versuchte ich meine Muschi an der Stange hinter mir zu reiben. Aber ich konnte mich einfach nicht genug verrenken, um das möglich zu machen. Verdammt noch mal! Zu allem Überfluss tauchte jetzt auch noch Heidi auf. Die hatte mir gerade noch gefehlt. An einer Leine zog sie eine bedauernswerte Sklavin hinter sich her. Diese trug ein Lederkleid mit einem superengen Rock, so dass sie nur noch mit Minischritten hinter Heidi her trippeln konnte. Eigentlich war es mehr ein Lederpanzer, der sie von den Waden bis zum Hals einschloss. Ihre Taille wurde von dem Monstrum wunderschön modelliert und die Arme mussten darin auf dem Rücken gefangen sein. Selbst ihr Kopf war fast komplett mit schwarzem Leder umschlossen. Alles was aus der Maske herausschaute, das waren die Augen und ein paar obszön vergrößerte rote Lippen. Armes Geschöpf, womit hatte sie das nur verdient? Heidi grinste mich frech an und labte sich an meinem verzweifelten Zustand. Worüber ich mich noch nicht einmal beklagt hätte, wenn ich durch sie zu einem Orgasmus gekommen wäre. So weit war es schon mit mir gekommen.

» Und Hannah, wie gefällt dir unsere Marilyn? «, fragte Heidi ihre mitgebrachte Sklavin.

Ach du Scheiße, das war Hannah von Niederaubach? Und schon war mein Mitleid mit der Sklavin verflogen. Eigentlich hätte ich mir das auch denken können, schließlich hatte Edgar vorhin von einem Korsetttraining gesprochen. Ich wusste zwar nicht wie so etwas genau aussah, aber das Ziel davon war eindeutig. Eine Wespentaille. Hannahs Körpermitte hatte sich bereits sehr deutlich verändert. Wenn ich ehrlich bin, dann sah das bei ihr gar nicht so schlecht aus. Jedenfalls nicht so übertrieben wie bei dieser Manuela. Allerdings bezweifelte ich, dass dieses Lederkleid sonderlich bequem war. Denn die Ex Herrin konnte sich kaum darin bewegen. Was mir eine tiefe Befriedigung verschaffte. Nur leider nicht in sexueller Hinsicht.

» Fahr zur Hölle! «, wurde Heidi von ihrer Sklavin angegiftet.

Ich war unschlüssig zu welcher Partei ich in dieser Auseinandersetzung halten sollte. Heidi war ein Biest und ich hatte ihr die Herzchennippel zu verdanken. Auf der anderen Seite war Hannah aber dafür verantwortlich, dass ich überhaupt in diesem ganzen Schlamassel steckte. Von daher würde ich eine einmalige Ausnahme machen und mich auf die Seite von Heidi stellen. Endlich bekam Hannah mal ihre eigene Medizin zu schmecken. Nicht so schön, oder? Die Lippen der Neusklavin waren in einem sehr kräftigen Rot geschminkt und bildeten dadurch einen starken Kontrast zu dem Schwarz der Maske. Vor allem war es aber die Größe, die mich erstaunte. Das war die bildliche Verkörperung eines sprichwörtlichen Blasmunds. Hier musste Felgenhauer definitiv Hand angelegt haben. Ob sich der Doktor noch anderen Körperstellen angenommen hatte, das konnte ich durch das dicke Leder leider nicht erkennen. Ausschließen würde ich eine Rundumsanierung jedoch nicht. Sozusagen ein Sklavinnen Makeover. Sowas in der Art hatte Hannah auch mit mir vorgehabt, weshalb ihr jetziges Schicksal bei mir nur Schadenfreude erzeugte. Heidi nahm sich in aller Ruhe ein Stück Torte und wandte sich Hannah damit zu.

» Für eine Sklavin hast du ein ganz schön vorlautes Mundwerk. Ich denke man sollte dir endlich mal die Schnauze stopfen! «

Mit diesen Worten klatschte sie Hannah die Torte mitten ins Gesicht. Die Maske der Sklavin war nun mit einer cremigen weißen Schicht überzogen. Hannah zwinkerte heftig mit den Augen und spuckte Tortenstücke aus. Wie in einem uralten Film. Das sah einfach nur zum Schießen aus und ich lachte prustend in meinen Knebel hinein. Jedoch ein klein wenig zu laut, denn Heidi wurde dadurch auf mich aufmerksam.

» Du hast überhaupt keinen Grund zu lachen. Denn du bist keinen Deut besser als diese Sklavin hier! «, fuhr sie mich an, während sie mit dem Finger auf mich zeigte.

Der plötzliche Umschwung hatte mich überrascht. Eingeschüchtert verstummte ich sofort. Aber es war bereits zu spät. Heidi schnappte sich noch ein Stück Torte und warf damit nach mir. Zum Glück war ich weit genug von ihr entfernt, so dass mich das Ding nur am Bein traf. Allerdings war Heidi fest entschlossen mir ebenfalls das Maul zu stopfen. Weshalb sie sofort nach dem nächsten Stück Torte griff. Beim zweiten Versuch verfehlte sie mich jedoch komplett und das Teil segelte an mir vorbei. Was hinter mir zu einem empörten Aufschrei führte. Vermutlich hatte sie jemand anderen getroffen. Prust! Es kam wie es kommen musste, die Situation eskalierte und endete in einer Tortenschlacht. Immer mehr Leute beteiligten sich daran und die Eingangshalle sah schnell wie ein Schlachtfeld aus. Heidi versuchte weiterhin mich zu treffen. Und nach mehreren Streifschüssen landete sie auch einen Volltreffer mitten im Gesicht. Jetzt sah ich bestimmt genauso aus wie Hannah. Das Zeugs brannte ganz furchtbar in den Augen. Zwinkernd versuchte ich möglichst viel davon loszuwerden. In Natura war eine Torte im Gesicht nicht ganz so lustig wie im Film. Aber eine Genugtuung blieb mir trotzdem, denn Heidi bekam viel mehr ab als ich. Hier stellte sich meine erhöhte Position als Vorteil heraus. Obwohl mich so mancher Gast als Zielscheibe benutzte. Am Ende waren fast alle gleichermaßen besudelt, egal ob Herr oder Sklavin. Selbst Edgar war nicht verschont geblieben. Hoffentlich musste ich diese Riesensauerei am nächsten Tag nicht beseitigen. Die Ereignisse hatten zu einem frühen Ende der Party geführt, weil sich die eingesauten Gäste schneller verabschiedeten. Was mir mehr als recht war, denn ich war es leid auf meinem Tortenthron herumzustehen. Zurück in meinem Zimmer entledigte ich mich zuerst des besudelten Kleides und des Schilds vor meiner Brust. Danach duschte ich mir die klebrigen Kuchenreste ab. Angenehm warmes Wasser rieselte meinen Körper entlang und ich untersuchte dabei eingehend meine neuen Nippel. Die Herzen waren ja eigentlich ganz hübsch, aber sie waren eben auch extrem auffällig. Vor allem deren knallrote Farbe sprang einem förmlich ins Gesicht. Und zu meinem Entsetzen ließ sie sich auch nicht abwaschen. Hatten die meine Brustwarzen etwa tätowiert? Wie so häufig war meine Reaktion mal wieder zwiegespalten. Einerseits war ich verärgert, weil man mich langsam in einen Freak verwandelte. Gleichzeitig sah das aber auch richtig heiß aus und es machte mich einzigartig. Vor allem waren meine roten Herzchennippel aber unglaublich sensibel. Ob das wohl an den goldenen Pfeilen lag, die sie durchbohrten? Ich hörte auf darüber nachzudenken und verschaffte mir den lang ersehnten Höhepunkt. Endlich!

In dieser Nacht hatte ich mal wieder einen merkwürdigen Traum. Ich arbeitete in einer Fabrik und war in einen großen Bottich mit Kuchenteig gefallen. Irgendwie verschmolz ich mit dem Teig und wurde im Ofen zu einer nackten Kuchenstatue gebacken, welche in Edgars Haus aufgestellt wurde. Obwohl ich nun zuckersüß war, wollte mich aber trotzdem niemand vernaschen. Schon wieder so ein sexuell frustrierendes Erlebnis. Musste sowas auch noch in meinen Träumen vorkommen? Eigentlich reichte es doch völlig, wenn ich das in der Realität erlebte. Als ich am Morgen aufwachte, spürte ich schon wieder die Feuchtigkeit in meinem Schritt. Was spann sich mein Hirn bloß für einen Blödsinn zusammen. Und warum machte mich dieser immer wieder an? Ohne Worte! Jedenfalls benötigte ich schon wieder eine Dusche und dieses Mal versuchte ich es mit einer kalten. Wodurch mir die erotischen Gedanken tatsächlich ausgetrieben wurden. Zumindest kurzzeitig. Eingewickelt in ein Badetuch kehrte ich fröstelnd ins Schlafzimmer zurück. Was nun? Ich baute mich vor dem Spiegel auf und öffnete mein Handtuch. Der ungewöhnliche Anblick meiner Brüste faszinierte mich irgendwie. Im Geiste stellte ich mir das blöde Gesicht eines Mannes vor, der diese Herzchen zum ersten Mal zu sehen bekam. Unwillkürlich musste ich schmunzeln. Beim Sex konnte das eigentlich nur hilfreich sein. In diesem Moment fiel mir auf, dass meine Gedanken schon wieder in diese Richtung abdrifteten. Schluss jetzt!

Sollte ich vielleicht den Alkoven zum Anziehen nutzen? Der Monitor zeigte aktuell nichts an. Ohne eine direkte Anweisung sollte ich wohl besser die Finger von dem Ding lassen. Denn beim letzten Mal führte das zu auf dem Rücken gefesselten Armen. Und wahrscheinlich hatte dieses Gerät auch noch wesentlich unangenehmere Tricks auf Lager. Also wickelte ich mich wieder in mein Badetuch, nahm auf dem Sofa Platz und schaltete die Glotze ein. Im Frühstücksfernsehen wurde über einen neuen Trend aus Amerika gesprochen. Was mich nicht gerade brennend interessierte. Gelangweilt zappte ich durch die Kanäle. Überall nur Blödsinn, so wie üblich. Ich schaltete den Fernseher wieder aus und ging zum Fenster. Es versprach ein sehr schöner Tag zu werden, denn der Himmel war wolkenlos. Für diese Jahreszeit eher ungewöhnlich. Vor mich hin träumend stand ich dort eine ganze Weile herum. Bis ich hinter mir das Türschloss klackern hörte. Heidi kam herein, oder war es Sabrina? Ich sollte endlich lernen die beiden zu unterscheiden. Sie lächelte und trug ein Tablett. Was mich vermuten ließ, dass es sich um Sabrina handelte.

» Guten Morgen, hast du gut geschlafen? «, wurde ich freundlich gefragt.

» Guten Morgen! Ja sehr gut, Sabrina! «, antwortete ich auf Verdacht.

Da sie nicht widersprach, lag ich wohl richtig. Optisch konnte ich die zwei nicht auseinanderhalten, aber ihr Verhalten war sehr unterschiedlich. Also war das vielleicht der Schlüssel zum Erfolg. Sabrina brachte mir ein üppiges Frühstück. Leider war sie sehr in Eile, so dass wir uns diesmal nicht länger unterhalten konnten. Denn Edgar hatte sie zusammen mit einem Großteil seiner Sklavinnen zum Saubermachen verdonnert. Was mich nach den gestrigen Ereignissen nicht wunderte. Überraschend war jedoch, dass ich nicht ebenfalls dazu eingeteilt war. Hatte Edgar mit mir heute andere Pläne? Ich würde es sicher bald herausfinden.


Fortsetzung folgt!
323. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erin am 20.04.21 20:07

Wieder eine gute Folge , da bin ich mal gespannt welche Aufgabe für Lara vorgesehen ist. Da hat es ja die Hanna ganz schön erwischt.
324. RE: Skandal um Lara

geschrieben von BaldJean am 22.04.21 01:35

Ethel Granger - interessant. Sie hatte ja nicht nur eine legendär schmale Taille (33 cm), sie hatte auch einige Piercings.
325. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 24.04.21 19:31

Hallo Erin,

eigentlich kann die Aufgabe für Lara ja nur besser sein, oder?
Denn wer putzt schon gerne?

Ich danke dir jedenfalls für dein Lob.


Hallo BaldJean,

da hast du vollkommen recht.
Man kann Ethel Granger wohl ein frühes Fetisch Model nennen, welches seiner Zeit ein ganzes Stück voraus war.

Vielleicht besitzt die liebe Manuela ja auch ein paar gut versteckte Piercings.
Jedenfalls scheint sie es faustdick hinter den Ohren zu haben.


LG
Fist
326. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 27.04.21 19:01

Teil 39


» Heidi wird gerade dafür bestraft, dass sie die gestrige Party ruiniert hat! «, steckte mir Sabrina kichernd beim Rausgehen.

Das hatte sie sich redlich verdient. Schließlich hatte sie die Kuchenschlacht ja auch angefangen. Hoffentlich nahm Edgar sie richtig hart ran. Erstaunt über mich selbst, runzelte ich die Stirn. Solch boshafte Gedanken waren doch sonst nicht meine Art. Es gefiel mir gar nicht, wie ich mich hier veränderte. Nicht dass ich selbst noch zu einer Heidi wurde. Mein Magen knurrte, weshalb ich beim Frühstück kräftig zulangte. Wodurch meine Stimmung deutlich aufgehellt wurde. Irgendwie freute ich mich jetzt sogar auf den Tag. Denn was immer auch passieren würde, besser als ein Putzdienst war es allemal. So hoffte ich zumindest. Nachdem ich aufgegessen hatte, wurde ich etwas träge. Also beschloss ich die Sportgeräte auszuprobieren. Etwas Frühsport konnte ganz bestimmt nicht schaden. Fahrrad oder Laufband? Ich entschied mich fürs Laufen. Und zwar in einem gemütlichen Tempo, denn übertreiben musste man ja auch nicht. Nach etwa einer Viertelstunde wurde meine sportliche Betätigung jedoch unterbrochen. Edgar kam herein und begrüßte mich fröhlich.

» Guten Morgen! «, antwortete ich.

» Und nachträglich alles Gute zum Geburtstag! «, schob ich nach.

Er bedankte sich für die Glückwünsche und lobte mich dafür, dass ich mich körperlich ertüchtigte. Es sei für eine Sklavin schließlich sehr wichtig in Form zu bleiben. Auf mich machte er heute einen gut gelaunten Eindruck. Nicht selbstverständlich nach dem Verlauf des gestrigen Abends. Anders als seine Frau schien Edgar ein eher sonniges Gemüt zu haben. Was für mich nur gut sein konnte. Edgar hatte mir einen Bademantel und ein paar Latschen mitgebracht. Komischerweise überkam mich in diesem Moment ein Schamgefühl und es widerstrebte mir das Badetuch vor ihm abzulegen. Dabei hatte er mich bereits völlig entblößt gesehen. Und weil er keine Anstalten machte sich umzudrehen, wendete ich ihm stattdessen den Rücken zu. Als das Badetuch zu Boden sank wurde mir bewusst, dass ich ihm nun die peinlichen Tattoos auf meinem Hinterteil präsentierte. LAZY SLAVE und SPANK ME. Hoffentlich sah er das nicht als Aufforderung meinerseits. Jedenfalls amüsierte es ihn, denn er hatte ein breites Grinsen im Gesicht als ich mich ihm wieder zuwandte.

Edgar führte mich auf den Gang hinaus. Dort ging es dann rechts herum, also in den Bereich des Hauses, den ich bisher noch nicht gesehen hatte. Wir steuerten direkt auf die Tür am Ende des Flurs zu. Da das Haus um einen quadratischen Innenhof herumgebaut war, musste sich hinter dieser Tür eigentlich ein weiterer Eckturm verbergen. Mir fiel sofort auf, dass es hier keinen menschlichen Türöffner gab. Warum auch immer das so war. Als wir uns näherten, hörte ich die Schreie einer Frau. Sofort überkam mich ein mulmiges Gefühl. Ging es dort zur Folterkammer?

» Wo gehen wir hin? «, fragte ich besorgt.

» Keine Angst, du wirst es lieben! «, antwortete Edgar mit beruhigender Stimme.

Es beruhigte mich allerdings in keinster Weise, dass er meiner Frage ausgewichen war. Sowas tat man immer dann, wenn man etwas zu verbergen hatte. Links von der Tür drückte Edgar seinen Daumen auf einen Scanner. So ein Mist, hier wurden die Fingerabdrücke gelesen. Diese Tür konnte ich bei einem Fluchtversuch also vergessen. Als wir eintraten, entdeckte ich den Ursprung der Schreie. Sie stammten von Heidi. Seile verliefen von ihren Händen und Füßen nach schräg oben bzw. unten. Man hatte sie in X-Form regelrecht aufgespannt, wodurch sie hilflos in der Luft hing. Aber das war noch nicht alles, denn hinter ihr stand ein großes Rad, an dem merkwürdige Paddel befestigt waren. Wozu diente das? Genau in diesem Moment ruckte das Rad ein Stück weiter und eines der Paddel klatschte auf ihr Hinterteil. Heidi schrie erst laut auf und jammerte dann wie ein kleines Kind. Gefolgt von einem lustvollen Stöhnen. Sie bekam von dieser komischen Maschine den Hintern versohlt und schien das durchaus zu genießen. Diese Art der Bestrafung schien bei Heidi nicht besonders gut zu funktionieren.

» Und mein Schatz, würdest du so etwas noch mal machen? «, fragte Edgar mit einem schelmischen Lächeln.

» Jederzeit! «, hauchte sie provozierend zurück.

» Das dachte ich mir schon! «, meinte Edgar lachend.

» Dann müssen wir jetzt wohl die Stufe 2 aktivieren! «, fuhr er fort.

» Nein, bitte noch nicht! «, flehte Heidi.

Doch Edgar kannte kein Erbarmen und stellte an der Maschine irgendetwas um. Heidi grummelte vor sich hin und es war deutlich, dass sie darüber nicht glücklich war. Was mich wiederum zufrieden stimmte. Ich musste wohl etwas ratlos ausgesehen haben, denn Edgar erklärte mir was es mit der Änderung auf sich hatte.

» Bei Stufe 1 bekommt die Sklavin alle 30 Sekunden einen Hieb verpasst. Natürlich weiß ich, dass das für Heidi eher eine Belohnung ist. Aber das diente auch nur dazu, um sie etwas aufzuwärmen. In Stufe 2 wird nun die Schlagzahl erhöht. Gleichzeitig wird ihr Puls überwacht und immer wenn sie einem Höhepunkt zu nahe kommt, dann schaltet sich das Gerät automatisch ab. Auf diese Weise kann man seine Sklavin ganz wunderbar über längere Zeit auf einem hohen Erregungslevel halten. Und früher oder später wird sie dann alles dafür tun, nur um kommen zu dürfen. «

Ganz schön perfide. Diese Methode kam mir irgendwie bekannt vor, denn ich hatte mich gestern in einem ganz ähnlichen Zustand befunden. Da stand Heidi wohl noch so einiger Frust bevor. Hihi! Der Schalk saß mir im Nacken, weshalb ich ihr schadenfroh die Zunge rausstreckte. Zu meinem Glück hatte Edgar das nicht gesehen, sonst wäre ich vielleicht auch noch an dieser Höllenmaschine gelandet. Aber Heidi hatte es mitbekommen, was natürlich genau so beabsichtigt war. Sie funkelte mich böse an, bis der nächste Schlag sie traf. Ihr entwich so eine Art Grunzen, gefolgt von einem undefinierbaren Gurgeln. Im Moment hatte sie andere Probleme, aber die Gelegenheit zu einem späteren Revanchefoul würde sie sich bestimmt nicht nehmen lassen. Warum provozierte ich die Ehefrau des Meisters? Weil ich nicht darüber nachgedacht und spontan gehandelt hatte. Klug war es jedenfalls nicht. Trotzdem fühlte es sich im Augenblick aber richtig gut an.

Wir ließen Heidi mit ihrem mechanischen Folterknecht alleine und gingen eine Wendeltreppe nach oben. Dieser Turm musste deutlich höher sein als das restliche Haus, denn ich schätzte, dass wir zwei ganze Stockwerke geklettert waren. Oben wartete bereits Hannah von Niederaubach auf uns. Genau wie ich trug sie einen Bademantel und passende Latschen. Nicht unbedingt besonders sexy. Kaum hatte ich das gedacht, da wunderte ich mich auch schon darüber. Warum erwartete ich bei ihr aufreizende Kleidung? Man musste ja nicht den ganzen Tag in Reizwäsche herumlaufen. Hatte ich mich schon so weit verändert, dass ich nur noch an Sex denken konnte? Welch eine Ironie, denn genau das hatte ich einem Ex von mir mal vorgeworfen. Um den Hals trug Hannah eine Leine, welche an einem Ring in der Wand endete. Man hatte sie wie das Hündchen vor der Metzgerei angebunden. Mir kamen sofort die entsprechenden Schilder in den Sinn: „Ich muss draußen bleiben“. Schmunzelnd gab ich ihr zu verstehen, dass mich ihr Anblick amüsierte. Und sie begriff die Botschaft, denn aus ihren Augen schossen mir wütende Blitze entgegen. Gut so! Die Stufen endeten an einer Holztür mit einer kleinen Klappe darin. Mich erinnerte das stark an eine Gefängnistür. Sollte ich zusammen mit Hannah dort eingesperrt werden? Da zog ich eine Einzelhaft aber vor. Allerdings ergab das überhaupt keinen Sinn. Denn warum hätte man Hannah vor der Zelle anbinden sollen, wenn man sie auch gleich hineinbringen konnte. Zudem war das Verlies doch üblicherweise im Keller, oder nicht? Hinter der geheimnisvollen Tür musste also etwas anderes auf uns warten. Und ich hatte den unbestimmten Verdacht, dass es etwas Unangenehmes war. Auch wenn Edgar vorhin das Gegenteil behauptet hatte.

Wir sollten uns beide ausziehen. Hannah schien davon genauso wenig begeistert zu sein wie ich. Sollte ich mich mit ihr gegen Edgar verbünden? Das wäre bestimmt eine blöde Idee, denn am Ende würde sich Edgar trotzdem durchsetzen. Zudem würde uns das wohl nur eine Bestrafung einbringen. Also lieber nicht. Vielleicht war Hannah ja dumm genug, es auf eigene Faust zu probieren. Ich öffnete den Gürtel meines Bademantels und hielt dann inne. Hannah beobachtete mich und wollte mir wohl den Vortritt lassen. So hatten wir nicht gewettet! Egal was hinter dieser Tür passieren würde, aber das Versuchskaninchen wollte ich nicht spielen. Deshalb belauerten wir uns gegenseitig und nichts geschah. Bis Edgar irgendwann der Kragen platzte.

» Wenn ihr nicht in 5 Sekunden ausgezogen seid, dann setzt‘s was! «

Überrascht zuckte ich zusammen. Das hatte wirklich ärgerlich geklungen. Eingeschüchtert schlüpfte ich aus Bademantel und Latschen. Und auch Hannah entledigte sich nun ihrer Kleidung. Zufrieden stellte ich fest, dass sich Felgenhauer nicht nur an ihren Lippen ausprobiert hatte. Denn auch ihre Oberweite hatte etwas zugelegt. Zwar bei weitem nicht so extrem wie bei Janine, aber doch sichtbar. Edgar nahm Hannah das Halsband ab, so dass wir danach beide splitternackt auf unser Schicksal warteten. Er öffnete für uns die Tür und wir bekamen einen ersten Blick in den ominösen Raum. Ich war überrascht, denn das hatte ich nicht erwartet. Es handelte sich lediglich um ein Gewächshaus. Was sollte das? Der Raum besaß oben ein Glasdach und auf der gegenüber liegenden Seite wuchsen große Pflanzen. Schwülwarme Luft und ein süßlicher Geruch strömten uns entgegen. Plötzlich spürte ich die Hand von Edgar in meinem Rücken, welche mich sanft in das Gewächshaus hineinschob. Und bevor ich richtig realisierte was geschah, fiel auch schon die Tür hinter uns zu. Kurz darauf öffnete sich die kleine Klappe und Edgar lugte hindurch.

» Ich werde euch morgen wieder abholen. Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß! «

Rums, schon war die Klappe wieder geschlossen. Morgen, hatte der einen Knall? Sollten wir hier etwa auf dem Fußboden schlafen? Na super, jetzt verbrachte ich mit Hannah von Niederaubach eine gemeinsame Nacht im Gewächshaus. Das konnte tatsächlich spaßig werden. Wenn das so eine Art Teambuilding unter den Sklavinnen werden sollte, dann war die Maßnahme zum Scheitern verurteilt. Denn mit dieser Frau würde ich mich ganz sicher nicht zusammentun. Auch wenn ich vor ein paar Minuten genau darüber nachgedacht hatte. Ich schaute mich etwas genauer um. Das Glasdach des Raums war in mindestens 5 Meter Höhe und ich sah darüber einige Vögel am strahlend blauen Himmel kreisen. Durch die hohen Seitenwände des Turms, war der Raum aber sicher nicht ideal für ein Gewächshaus. Denn ich bezweifelte ein wenig, dass die Pflanzen so genug Sonnenlicht abbekamen. Aber vielleicht mochte es diese spezielle Spezies hier ja eher schattig. Jedenfalls hatte ich ein derartiges Gewächs noch nie zuvor gesehen. Es hatte die Größe von einem Busch, sah aber mehr wie eine Blume aus. Extrem lange schmale Blätter wuchsen direkt aus dem Boden heraus. Und in der Mitte führte ein dicker Stängel senkrecht nach oben, an dessen Ende eine sehr große Blüte herabhing. Irgendwie erinnerte mich das an ein Schneeglöckchen, nur eben um ein Vielfaches größer und mit einer rosa anstatt einer weißen Blüte. Zudem passte auch das Wurzelgeflecht auf dem Boden nicht zu der bei uns heimischen Blume. Die hohe Temperatur hier im Raum ließ vermuten, dass diese Pflanze aus einer tropischen Region stammte. Was für mich noch zu einem Problem werden würde, denn ich konnte bei Wärme nur sehr schlecht schlafen. Und auch mein Kreislauf schien die Hitze hier drin nicht so gut zu vertragen, denn mir war bereits leicht schwindlig. Das konnte ja noch lustig werden. Der süßliche Geruch erinnerte mich irgendwie an das sündhaft teure Parfum „Miracle de l’amour“. Er war zwar nicht identisch, aber doch sehr ähnlich. Vielleicht war dies ja die seltene afrikanische Pflanze, aus der man den Duftstoff für das Parfum gewann.

» Und was machen wir jetzt? «, fragte Hannah von Niederaubach.

» Eine Herrin sollte das eigentlich wissen! «, antwortete ich spöttisch.

Sie nahm meine Spitze wortlos zur Kenntnis und drehte mir den Rücken zu. Soviel also zum Thema Teambuilding. Nicht dass ich über diesen Ausgang besonders traurig gewesen wäre. Allerdings war ihre Frage durchaus berechtigt. Was sollten wir hier einen Tag lang tun, uns zu Tode langweilen? Ich drehte mich um und untersuchte die Tür, durch die wir hereingekommen waren. Auf dieser Seite hatte das Ding nicht einmal eine Klinke. Von selbst kamen wir hier also nicht mehr heraus. Plötzlich hörte ich hinter mir Hannah aufschreien.

» Verdammt, was ist das denn? «

Als ich mich zu ihr umdrehte, sah ich, dass sich eine der Wurzeln um ihr Fußgelenk geschlungen hatte. Hannah zerrte wild herum und versuchte ihr Bein zu befreien. Aber ohne jeden Erfolg. Wild fluchend nahm sie die Hände zu Hilfe, um die Wurzel von ihrem Fuß abzuwickeln. Was ihr auch gelang, allerdings wickelte sich das Gewächs danach um ihren Arm. Sie kreischte hysterisch und ich konnte sogar einen Anflug von Panik bei ihr erkennen.

» Bitte helf mir! «, flehte sie mich an.

Ich wusste nicht, wie ich reagieren sollte. Wenn ich versuchte ihr zu helfen, dann würde ich dabei vielleicht ebenfalls gefangen werden. Was war das nur für eine merkwürdige Pflanze. Zweifellos ein Rankengewächs, aber ich hatte noch nie gesehen, dass sich eine Pflanze derart schnell bewegte. Außer vielleicht eine Venusfliegenfalle, aber das war eine fleischfressende Pflanze. Ach du Scheiße! Wollte dieses Ding Hannah vielleicht verschlingen? Jetzt bekam auch ich es mit der Angst zu tun. Unbewusst machte ich einen Schritt zurück. Das konnte Edgar doch nicht machen, uns einer Pflanze zum Fraß vorwerfen. Hannah wurde immer hektischer und prügelte mit der freien Hand auf die Wurzel ein.

» Autsch, es hat mich gestochen! «, rief sie mit erstauntem Gesicht aus.


Fortsetzung folgt!
327. RE: Skandal um Lara

geschrieben von latexzwerg am 27.04.21 23:18

Nach 39 Teilen wollte ich mich endlich mal bedanken.
Tolle Geschichte, super Ideen und viel Ausdauer beim schreiben. Viel mehr kann ich nicht verlangen.

Beste Grüße

Latexzwerg
328. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erin am 28.04.21 15:58

Oh das sieht ja gar nicht gut für beide aus. Bin mal gespannt wie dieser Tag für beide ausgeht. Schreib weiter so.
329. RE: Skandal um Lara

geschrieben von plit am 29.04.21 20:48

Hallo IronFist,

ich habe schon fast ein schlechtes Gewissen, weil ich mich so lange nicht zu Wort gemeldet habe. Laras Sammlung von letztens würde ich noch Hans hinzufügen aber Hanna scheint sich ja zu ihrer „Favoritin“ zu entwickeln.

Ob da noch ein paar Überraschungen auf Hanna warten? Vielleicht die gleichen Implantate, die ihr bei Lara schon gefallen haben?

Kommt Laras neue Sensibilität wirklich nur durch die Piercings oder wurden der Tattoo-Tinte da vielleicht noch ein / zwei Zusätze untergemischt? Nach der Szene mit Heidi im Krankenhaus habe ich Zweifel daran, dass es nur an dem Piercing liegt. Ich bin aber auch nicht so in dem Thema, dass ich sowas gut Beurteilen kann.

Nun gut, erst mal schauen welchen Spaß die beiden mit dem Pflänzchen noch haben werden.

Zitat
Man hatte sie X-Form regelrecht aufgespannt, wodurch sie hilflos in der Luft hing.

Irre ich mich oder müsste da nicht in X-Form oder x-förmig stehen.

Mit besten Grüßen
Plit
330. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 01.05.21 19:36

Hallo latexzwerg,

dann sage ich doch einfach mal, gern geschehen.
Es freut mich jedenfalls, dass dir meine Geschichte gefällt.

Pst, komm mal näher zum Bidschirm.
Du solltest immer mehr verlangen, aber nicht weitersagen.


Hallo Erin,

was soll in einem Gewächshaus denn schon großartig passieren?
Ist doch nur eine ganz gewöhnliche Pflanze.


Hallo plit,

dann muss ich dich also mit erhobenem Zeigefinger tadeln.
Deine Bestrafung werde ich jedoch lieber Edgar überlassen.

Es stimmt schon, Lara scheint in Hannah eine neue "Freundin" gefunden zu haben.
Vielleicht trägt deren Teambuilding ja ein paar pflanzliche Früchte.

Bei dem Zitat hast du natürlich vollkommen recht.
In dem Satz fehlt ein "in". Ich habe diese Stelle im Text korrigiert.


LG
Fist
331. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 04.05.21 19:00

Teil 40


Dann verdrehte sie ihre Augen und begann zu schwanken. Sie taumelte einen Schritt nach vorn, ging zu Boden und blieb danach reglos liegen. Jetzt herrschte völlige Stille.

» Hannah bist du OK? «, rief ich ernsthaft besorgt.

Keine Antwort. Oh verdammt, ich musste ihr helfen. Aber ich traute mich auch nicht näher heran. Weshalb ich gegen die Tür hämmerte und lautstark nach Hilfe rief. Leider reagierte aber niemand darauf. Also nahm ich all meinen Mut zusammen und schlich vorsichtig zu Hannah. Stets darauf bedacht den Wurzeln am Boden nicht zu nahe zu kommen. Inzwischen war neben ihrem Arm auch schon wieder ein Bein umwickelt. Das war überhaupt nicht gut.

» Hannah aufwachen! «, rief ich laut, während ich ihr leichte Ohrfeigen gab.

Sie reagierte allerdings nicht mehr. Ihr Puls war noch vorhanden, also musste die Blume sie lediglich betäubt haben. So ein Mist! Ich packte Hannah am anderen Arm und versuchte ihren leblosen Körper von der Pflanze wegzuziehen. Was natürlich völlig vergeblich war, solange die Ranke sie gleichzeitig festhielt. An die Wurzeln selbst traute ich mich allerdings nicht heran, weil ich nicht genauso enden wollte. Irgendwann musste ich erschöpft aufgeben. Es gab nichts, was ich für Hannah tun könnte. Also brachte ich mich selbst in Sicherheit, indem ich mich auf die andere Seite des Gewächshauses bewegte. Durch die körperliche Anstrengung war mir noch schwindliger geworden. Weshalb ich mich erst einmal hinsetzten musste. Verfluchte Hitze! Und verfluchter Edgar! In was für eine scheiß Lage hatte er mich hier nur gebracht. Hoffentlich blieben diese vermaledeiten Wurzeln auf ihrer Seite des Raumes.

Es ging mir überhaupt nicht gut. Ich hatte Schwierigkeiten genug Luft zu bekommen und ich fühlte mich fürchterlich schlapp. Von meiner Angst gefressen zu werden ganz zu schweigen. Eigentlich hätte mich das Adrenalin aufputschen müssen, aber diesmal zeigte es keinerlei Wirkung. Denn ich wurde immer müder. Jetzt bloß nicht einschlafen! Um das zu verhindern stand ich mühsam wieder auf. Sofort verstärkte sich mein Schwindelgefühl, dafür ließ aber die Schläfrigkeit etwas nach. Wenn das so weiterging, dann hatte ich die Wahl zwischen Einschlafen und Umkippen. Der Effekt wäre wohl in beiden Fällen der Gleiche. Irgendwie musste ich meinen Kreislauf wieder in Schwung bringen. Mit einer Hand an der Wand machte ich ein paar Schritte. Was dazu führte, dass ich mich tatsächlich ein klein wenig besser fühlte. Also auf, immer an der Wand lang! Nachdem ich mehrmals hin und her gelaufen war, ging es mir wieder halbwegs OK. Zwar war ich nicht wirklich fit, aber auch nicht mehr kurz vor dem Umkippen. Mir fiel auf, dass Hannahs Körper von den Wurzeln fast bis zu einer der Pflanzen gezogen worden war. Mein böser Verdacht schien sich also tatsächlich zu bestätigen. Sollte ich einen zweiten Versuch starten, ihr zu helfen? Es war zwecklos, denn der Ausgang würde derselbe bleiben. Zudem wäre mein Risiko jetzt deutlich höher, da es so nah an der Pflanze noch mehr von diesen Wurzeln gab. Mit Abscheu und Neugier beobachtete ich in der nächsten halben Stunde, wie Hannahs Körper ganz langsam in der rosafarbenen Blüte verschwand. Bis sich der Kelch irgendwann komplett um sie herum geschlossen hatte. Das war‘s dann wohl gewesen, Edgar hatte Hannah umgebracht. Wie hatte ich mich nur so in dem freundlichen alten Herrn täuschen können. Der Mann war ein Monster! Und vermutlich wollte er auch keine Zeugen für seine Untaten haben. Was nur bedeuten konnte, dass auch ich hier mein Ende finden sollte. Eine Erkenntnis, die erst jetzt richtig in mein Hirn eindrang.

Mein Herz hämmerte und die Müdigkeit verschwand komplett. Ich hatte das Bedürfnis sofort wegzurennen. Nur wohin? So schnell ich konnte lief ich zur Tür und versuchte mit den Fingernägeln in den Türschlitz zu kommen. Keine Ahnung was ich mir davon versprach, denn ich hatte aus Panik gehandelt. Vergeblich fummelte ich eine Weile an der Tür herum. Bis mir irgendwann klar wurde, dass das völlig sinnlos war. Hier brauchte es einen klaren Verstand, also versuchte ich mich wieder zu beruhigen. Was waren meine Optionen? Das blöde war, dass mir nicht ein einziger Weg einfiel, wie ich hier lebend herauskommen könnte. Wodurch sich bei mir ein gewisser Fatalismus einstellte. Ich setzte mich wieder auf den Boden und dachte über mein Leben nach. Es war schön gewesen, wenn auch viel zu kurz. Im Kopf formulierte ich einen Abschiedsbrief an meine Eltern. Merkwürdigerweise war ich nun ganz ruhig und gelassen. War das normal im Angesicht des Todes? Den Kopf an die Wand gelehnt, schloss ich die Augen und ließ meine Gedanken schweifen. Schwer zu sagen, wie lange ich in diesem Zustand verbracht hatte. Jedenfalls hörte ich irgendwann einen Plumps. Als ich meine Augen öffnete, lag unter der Blüte so eine Art Kokon am Boden. Und im Inneren bewegte sich irgendetwas. War Hannah noch am Leben? Vielleicht hatte mein letztes Stündchen ja doch noch nicht geschlagen.

» Hannah kannst du mich hören? «, rief ich laut.

Es kam keine Antwort, aber ich hatte den Eindruck, dass sich der Kokon jetzt stärker bewegte. Also hatte sie mich vielleicht gehört und konnte mir nur nicht antworten. Ich stand auf und ging ein Stück näher an das seltsame Gebilde heran. Der Kokon glänzte seidig und hatte einen rosa Schimmer. Die Wurzeln waren zurückgewichen, so dass eine kreisförmige Fläche um ihn herum frei blieb. Wenn ich vorsichtig war, dann könnte ich den Kokon sogar erreichen. Aber sollte ich das auch tun? Irgendwie hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil ich Hannah einfach im Stich gelassen hatte. Vielleicht war dies ja meine Chance mich zu rehabilitieren. Oder meine Schuldgefühle zu kompensieren. Wie auch immer, jetzt war die Zeit zum Handeln. Während ich langsam auf den Kokon zuging, behielt ich die Wurzeln um mich herum immer im Blick. Stets zur Flucht bereit, falls sich eine von ihnen bewegen sollte. Allerdings tat sich überhaupt nichts, so dass ich den Kokon völlig unbehelligt erreichen konnte. Durch die seidige Hülle hindurch konnte ich nun den Schattenumriss von Hannah erkennen. Sie lag da drin in einer Fötusstellung. Ganz sachte berührte ich die Außenhaut. Das musste tatsächlich so eine Art Seide sein, denn es fühlte sich extrem weich an. Ich hatte noch nie davon gehört, dass Pflanzen so etwas produzieren konnten. Oder lebte in dieser Blüte vielleicht irgendein Insekt? Ängstlich blickte ich in den über mir hängenden Blütenkelch. Erleichtert stellte ich fest, dass darin keine Riesenspinne saß. Denn ich mochte auch schon die kleinen Exemplare dieser Spezies nicht besonders. Am besten sollte ich keine Zeit verlieren und Hannah da so schnell wie möglich herausholen. Mit den Fingern wollte ich ein Loch in den Kokon bohren, allerdings widerstand das seidige Material allen meinen Versuchen. So ein Mist, das musste doch irgendwie gehen. Ich kniete mich hin und grub meine Nägel noch tiefer in den Kokon hinein. Das Material gab meinem festen Druck nach, aber es wollte einfach nicht zerreißen. Na komm schon! Plötzlich spürte ich, wie etwas meinen Fuß berührte. Erschreckt blickte ich über die Schulter, aber es war bereits zu spät. Eine der Wurzeln hatte meinen rechten Fuß umschlungen.

» Oh nein, bitte nicht! «, rief ich panisch aus.

Ich ließ sofort von dem Kokon ab und versuchte mein Bein wieder frei zu zerren. Aber je stärker ich zog, umso fester wurde die Umklammerung an meinem Knöchel. So würde ich mich jedenfalls nicht befreien können. Also musste ich meine Hände benutzen. Genauso wie Hannah wollte ich jedoch nicht enden, denn die Wurzel hatte sie vorhin regelrecht angesprungen. Vielleicht baute sich da ja eine Spannung auf, wenn man die Ranke langsam abwickelte. Im Gegensatz zu Hannah hatte ich jedoch den Vorteil, dass ich bereits wusste was passieren würde. Mein Plan war, nach links zur Seite zu springen, sobald die Wurzel auf mich zu schnellte. Hoffentlich würde ich auch schnell genug reagieren können. Ich richtete mich auf und bereitete mich geistig auf die folgende Aktion vor. Mit hämmerndem Herzschlag griff ich mit der rechten Hand nach der Wurzel. Sie ließ sich erstaunlich leicht abwickeln. Und dann erfolgte der erwartete Angriff der Pflanze. Sofort zog ich meine Hand zurück und machte einen Satz nach links. Zu meinem Glück streifte mich die Ranke nur am Arm und bekam mich nicht mehr zu fassen. Allerdings stieß ich mit dem linken Fuß gegen den Kokon, wodurch ich nach hinten taumelte. Verzweifelt kämpfte ich mit dem Gleichgewicht. Doch eine Sekunde später hatte ich den Kampf verloren und stürzte rücklings über den Kokon. Kaum am Boden angekommen, wurden auch schon beide Arme von mir fest umwickelt.

» Lasst mich sofort los! «, kreischte ich.

Als ob das irgendetwas ändern würde. Verzweifelt zappelte ich herum, aber mein Schicksal war besiegelt. Auch ich würde in so einem Kokon landen. Was wohl darin geschah? Darüber hatte ich bisher noch gar nicht nachgedacht. Vielleicht eine Metamorphose wie bei einer Raupe. In diesem Moment spürte ich einen Stich an meinem linken Arm. Beinahe sofort verschwamm die Welt vor meinen Augen und ich sah ganz wundervolle Farben. Angenehme Wärme strömte durch meinen Körper, wodurch ich mich völlig entspannte. Das fühlte sich richtig gut an.

» Komm zu mir! «, flüsterte eine sanfte Stimme.

Mir war nicht klar, woher diese Stimme kam. Aber sie klang derart verlockend, dass ich einfach nicht widerstehen konnte. Ich wollte in ihrer Nähe sein, wo immer das auch war. Selten hatte ich mich so geborgen gefühlt und eine tiefe Zufriedenheit stellte sich bei mir ein. Glücklich ließ ich mich komplett fallen, denn alles würde gut werden.

Was danach passierte kann ich gar nicht so genau sagen. Als ich wieder zu Bewusstsein kam, lag ich zusammengerollt auf der Seite. Anfangs wunderte ich mich, dass ich mich kaum rühren konnte. Doch dann dämmerte mir, dass ich nun ebenfalls in so einem Kokon steckte. Meine Haut juckte ganz furchtbar und ich hatte das starke Bedürfnis mich zu kratzen. Aufgrund der Enge konnte ich aber nur wenige Körperstellen erreichen. Sehen konnte ich kaum etwas. Das Licht schimmerte zwar leicht durch die Hülle, aber im Inneren war alles stockdunkel. Und nun? Ich spannte meine Muskeln an, um Druck auf den Kokon auszuüben. Wodurch sich dieser stark dehnte, nachgeben wollte er allerdings nicht. Nach mehreren Versuchen gab ich auf, denn es war zwecklos. Von alleine würde ich hier jedenfalls nicht herauskommen. Wie lange würde ich wohl noch atmen können bis mir die Luft ausging? Besonders viel Platz gab es hier drin nicht, daher vermutete ich, dass die Hülle luftdurchlässig war. Denn ansonsten hätte ich längst erstickt sein müssen. Um genug Sauerstoff brauchte ich mir also keine Sorgen zu machen. Eine direkte Gefahr drohte mir in dem Kokon also vermutlich nicht. Aber das starke Jucken machte mich inzwischen fast wahnsinnig. Was war das, eine Allergie? Verzweifelt rieb ich meinen Rücken an der Hülle, was den Juckreiz aber nur noch weiter verstärkte. Aaaaah, verdammt! Mit einer Verrenkung versuchte ich mich dort zu kratzen, aber es war einfach viel zu eng. Mir blieb wohl nichts anderes übrig als das zu ertragen. Nur wie lange noch? Edgar hatte gesagt, dass er uns am nächsten Tag wieder abholen würde. Also sollten wir wohl die gesamte Nacht in unseren Kokons verbringen. Das war Folter und verstieß gegen die Genfer Konvention!

» Hilfe! «, brüllte ich so laut ich konnte. Es kam allerdings kein Ton zurück. Von wem auch, denn abgesehen von Hannah war dort draußen ja niemand. Und sie steckte in der gleichen Bredouille wie ich.

In den nächsten Stunden kamen mir merkwürdige Gedanken. Ob sich ein Baby wohl so im Bauch seiner Mutter fühlte? Und was würde dann bei meiner Geburt passieren? Oder war ich etwa wie eine Larve verpuppt und verwandelte mich gerade in einen Schmetterling? Die wichtigste Frage lautete aber, warum zum Geier juckte meine Haut so fürchterlich? Arrrh! Ich hatte genug von diesem Mist und wollte endlich hier raus. Mehr aus Frust spannte ich erneut meine Muskeln an. Was zu dem überraschenden Ergebnis führte, dass mein rechter Fuß die Hülle durchbrach. Heureka! Mit dem zweiten Fuß versuchte ich das Loch zu vergrößern. Das Material dehnte sich zwar dabei, aber es wollte einfach nicht weiter einreißen. Also schön, dann musste es eben so gehen. Irgendwie würde ich mich schon durch die schmale Öffnung hindurchzwängen. Ich steckte meinen zweiten Fuß durch das Loch und versuchte den Körper langsam nachzuschieben. Das war unglaublich anstrengend, weil die Hülle immer mehr Widerstand bot, je näher ich zu meiner Hüfte kam. Hoffentlich blieb ich hier nicht stecken! Und hoffentlich unterband so eine blöde Wurzel nicht meinen Fluchtversuch. An den Beinen spürte ich bereits kühlere Luft. Was angesichts der Hitze im Gewächshaus genug über die Temperaturen in meinem ganz persönlichen Brutkasten aussagte. Es gab aber noch etwas Auffälliges, denn das Jucken an meinen Beinen hatte aufgehört. Also musste es von dem dämlichen Kokon stammen, was mich noch mehr motivierte hier endlich herauszukommen. Mit einem wahren Kraftakt gelang es mir schließlich die Hüfte durch die kleine Öffnung zu schieben. Puh! Jetzt steckte nur noch mein Oberkörper in der Hülle. Als nächstes musste ich irgendwie meine Brüste da durchquetschen. Was zu einer richtig schwierigen Aufgabe wurde, weil sich die Goldpfeile in meinen Nippeln mit der Hülle verhakten. Mangels Sicht musste ich minutenlang an meinen Brustwarzen herumfummeln, bis ich sie schließlich befreit hatte. Was wie nicht anders zu erwarten, nicht ohne Auswirkungen in meinem Schritt blieb. Mein Körper schien den Ernst der Lage noch nicht begriffen zu haben. Jetzt fehlten nur noch meine Arme und der Kopf. Während ich verzweifelt versuchte mich aus dem Kokon herauszuwinden, spürte ich an einem Fuß eine leichte Berührung. Oh nein, nicht schon wieder! Erschreckt zog ich mein Bein ganz schnell zurück. Diesmal hatte ich Glück gehabt, denn ich wurde nicht wieder gepackt. Scheiß Wurzeln! Ich versuchte mit dem Körper möglichst nah am Kokon zu bleiben, damit ich nicht wieder eingefangen wurde. Irgendwie kam ich mir vor wie ein Jungvogel, der aus seinem Ei schlüpft. Nur machten Küken das mit dem Kopf voran, während ich zuerst meinen Hintern an die frische Luft streckte. Ansonsten war der Vergleich aber gar nicht so schlecht. Denn von der Beschwerlichkeit her war es sicher ähnlich.


Fortsetzung folgt!
332. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erin am 05.05.21 18:17

OH was für eine Umwandlung hat da stattgefunden. Bin mal gespannt wie beide nun aussehen und was für Eigenschaften sie nun besitzen.
333. RE: Skandal um Lara

geschrieben von plit am 06.05.21 10:30

Hallo IronFist,

erleben wir hier etwa die Entstehung von Poison Hanna und Lara Ivy? Oder braucht Edgar noch ein paar Dryaden, die ihm bei der Gartenarbeit zur Hand gehen?


Eine mysteriöse Stimme? Oder vielleicht sogar Hannas Stimme? Witziger Weis, hatte ich vor kurzen ein Video gesehen, in dem es darum ging wie Bäume über ihre Wurzeln, Pilze und Duftstoffe miteinander kommunizieren. Eventuell bekommen die beiden in Zukunft ja auch eine ganz neue Sicht auf ihre grünen Zimmergenossen.


Es bleibt wie immer spannend. Vielen Dank und mit besten Grüßen
Plit
334. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 08.05.21 19:49

Hallo Erin,

die beiden sind durch eine Metamorphose natürlich zu wunderschönen Schmetterlingen geworden.
Hoffen wir für die zwei, dass Edgar in seinem Haus keine Insektenfallen aufgestellt hat.


Hallo plit,

als professioneller Gärtner weiß Edgar bestimmt wie er mit Poison Hannah und Lara Ivy umzugehen hat.
Womöglich bringt er die neuen Spezies ja zum Blühen. Oder sie produzieren vielleicht auch ein paar Ableger.

Wenn man die Idee mit den Pflanzen weiterspinnt, dann könnte den beiden noch so einiges bevorstehen.
Wie zum Beispiel Düngen, Wässern oder Schneiden. Uhh!


LG
Fist
335. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 11.05.21 19:00

Teil 41


Ich hatte bestimmt eine halbe Stunde gebraucht, bis ich endlich draußen war. Erleichtert atmete ich erst einmal ganz tief durch. Es war inzwischen Nacht geworden. Der Halbmond stand am Himmel und spendete so wenig Licht, dass ich in dem Gewächshaus kaum etwas erkennen konnte. Viel mehr als ein paar Schatten konnte ich nicht ausmachen, was in meiner Lage extrem schlecht war. An Ort und Stelle zu bleiben war gefährlich, weil ich einen erneuten Angriff der Wurzeln nicht kommen sehen würde. Blindlings durch das Wurzelwerk zu stapfen, war aber ebenfalls mit hohem Risiko verbunden. Was sollte ich also tun? Weil ich nicht nur herumsitzen wollte, entschied ich mich für den Blindflug. Langsam und bedächtig oder so schnell wie möglich? Es drängte mich, einfach zur anderen Seite zu rennen. Dabei bestand jedoch die Gefahr, dass ich über eine Wurzel stolpern würde. Und wenn ich erst einmal am Boden war, dann war die Sache sofort gelaufen. Somit war die vorsichtige Variante wohl der bessere Weg. In der Folge spielte ich den Kranich und setzte meine Füße ganz behutsam auf den Boden. Einmal trat ich dabei auf eine der Wurzeln. Sofort zog ich den Fuß wieder zurück und schlug eine andere Richtung ein. Nach 5 Minuten nervenzerreißender Spannung hatte ich die Wand auf der anderen Seite erreicht. Mir stand der Schweiß im Gesicht und mein Herz hämmerte so laut, dass mir sein Pochen in den Ohren dröhnte. Aber ich hatte es geschafft. Heilfroh fuhr ich mir mit dem Handrücken über die Stirn. Diese Berührung hatte sich merkwürdig angefühlt. Irritiert strich ich mit der rechten Hand über meinen linken Arm. Augenblicklich lief mir ein angenehmer Schauer über den Rücken.

» Ahh! «, stöhnte ich lustvoll.

Als ich mit der Hand unbewusst über meinen Bauch strich, durchfuhr mich sofort eine zweite Welle der Lust. Oh mein Gott! Es fühlte sich fast so an, als hätte sich mein gesamter Körper in eine einzige erogene Zone verwandelt. Schwer atmend stützte ich mich mit den Händen gegen die Wand. Und in meinem Schritt flossen bereits die Säfte. Ich musste unbedingt die Finger von mir lassen, ansonsten würde ich mich bald in einem Höhepunkt winden. Was war nur mit meiner Haut passiert? Mehrere Minuten stand ich einfach nur so da, damit sich meine Wollust etwas abkühlen konnte. Was extrem schwierig war, weil mein Körper nach Zärtlichkeit gierte. Mir war jedoch bewusst, dass ich einen klaren Kopf bewahren musste, wenn ich Edgar nicht vollkommen verfallen wollte. Ansonsten würde ich mich in eine triebgesteuerte Sklavin verwandeln. Eine Aussicht, die mir in diesem Moment nicht unattraktiv erschien. Wirklich erschreckend, nicht wahr? Als sich mein Puls wieder halbwegs normalisiert hatte, hörte ich rechts von mir ein Geräusch.

» Hannah bist du das? «, flüsterte ich ins Dunkel hinein.

Es kam keine Antwort, aber dafür hörte ich ein langgezogenes Stöhnen. Auch sie musste ihrem Kokon entkommen sein. Ich tapste in die Dunkelheit hinein, auf der Suche nach meiner Leidensgenossin. Ihre momentanen Laute hörten sich allerdings nicht nach allzu großem Leid an. Ganz langsam bewegte ich mich auf die Geräusche zu, bis ich mit dem Fuß gegen ein Hindernis stieß. Beinahe postwendend wurde mein Bein von einer Hand gepackt. Und bevor ich mich versah, wurde ich zu Boden gerissen. Hannah warf sich auf mich und schmiegte ihren Körper fest an meinen. Wild wie ein Raubtier fiel sie über mich her und ich war dankbar ihre Beute zu sein. Unglaubliche Gefühle durchfuhren mich und ich verlor augenblicklich jeden Sinn für die Realität. Nun war nur noch eines wichtig, ich brauchte ihren Körperkontakt. Wir wälzten uns auf dem Boden herum und rieben lustvoll unsere Körper aneinander. Unser erotischer Ringkampf hielt über Stunden an und ich weiß nicht, wie oft ich dabei gekommen war. Irgendwann war ich jedoch so erledigt, dass ich selig in den Armen von Hannah einschlief. Was mich aber nicht daran hinderte, den Kampf in meinen Träumen fortzuführen. Daher kann ich heute auch nicht mehr sagen was davon Realität und was Fantasie war. Jedenfalls werde ich diese äußerst spezielle Nacht nie wieder vergessen.

Durch ein lautes Geräusch wurde ich aus meinen Träumen gerissen. Ich war empört, denn diese himmlische Erfahrung sollte nicht enden. Verärgert riss ich meine Augen auf und wurde erst einmal vom Tageslicht geblendet. Uhhh! Die Nacht war vorbei, wie schade! In der Tür stand ein grinsender Edgar. Und zwei Meter links von mir, saß eine gähnende Hannah. Sie hatte wohl auch nicht genug Schlaf abbekommen. Ihre Haut sah merkwürdig glatt aus. Zudem glänzte sie sehr stark. Aber auch ich hatte mich verändert. Denn auch meine Haut glänzte und am linken Arm war sogar das Muttermal verschwunden. Generell schienen sich alle Hautunreinheiten aufgelöst zu haben und ich sah jetzt vollkommen makellos aus. Wie war sowas nur möglich? Das Ergebnis war an sich ja nicht schlecht, aber irgendwie wirkte es unnatürlich. Und dieser Eindruck wurde durch den Glanz noch zusätzlich verstärkt.

» Hattet ihr eine angenehme Nacht? «, fragte Edgar lächelnd.

Hannah antwortete nicht darauf und ich wollte auch nicht als erste zugeben, dass ich es genossen hatte. Also herrschte das Schweigen im Walde. Edgar ließ sich davon aber nicht beirren und wischte auf seinem Smartphone herum.

» Eure Hypersensibilität habe ich jetzt ausgeschaltet. Denn ich bin mir sicher ihr braucht erst einmal etwas Erholung. Aber keine Sorge ich kann sie auch jederzeit wieder einschalten. «

» Du widerwärtiger Mistkerl! «, giftete Hannah los.

» Diese Sklavin dort ist ohnehin eine geile Schlampe. Aber mit mir kannst du sowas nicht machen! «, fuhr sie entrüstet fort.

» Moment mal! Du warst es, die gestern über mi... «, versuchte ich einzuwenden.

» RUHE! «, brüllte Edgar.

Seine Lautstärke hatte mich richtig erschreckt. Hannah schien weit weniger eingeschüchtert zu sein, aber sie war klug genug ihre Klappe zu halten. Unser kleiner Disput endete damit und es entstand eine unheimliche Stille. Was hatte Edgar wohl mit Hypersensibilität gemeint? Vielleicht dass unsere Haut jetzt stärker auf Berührungen reagierte. Ich startete einen Selbstversuch und strich mir mit der Hand über den Arm. Es fühlte sich definitiv anders an als in der vergangenen Nacht. Das bedeutete, dass Edgar mich nun per Knopfdruck in ein sexgeiles Lustobjekt verwandeln konnte. Eine Erkenntnis, die mich gleichermaßen schockierte wie auch anturnte. Zum wiederholten Male fragte ich mich, warum mein Körper auf derartige Erniedrigungen mit Lust reagierte. Und zum wiederholten Male hatte ich keine Antwort darauf. Eigentlich verdiente Edgar für diese Tat eine Anklage. Aber würde ich meine Geschichte jemals veröffentlichen können? Inzwischen war ich mir in dieser Beziehung gar nicht mehr so sicher, denn ich versank immer tiefer in seiner Welt aus Perversion und animalischer Lust.

» Na also, geht doch! «, meinte Edgar zufrieden.

» Ihr habt vergangene Nacht Bekanntschaft mit dieser ziemlich ungewöhnlichen Spezies gemacht. Deshalb möchte ich euch nun ein paar Hintergründe zu der Pflanze erzählen. Sie stammt aus Afrika und lockt dort mittels eines Duftstoffs Wildtiere an. Kommt ihr ein Tier zu nahe, dann packt sie mit den Wurzeln zu und verspinnt ihr Opfer danach in einem Seidenkokon. Erstaunlicherweise wird die Beute aber nicht getötet, sondern nach einiger Zeit wieder freigelassen. Denn diese Pflanze ernährt sich nur von deren Haaren. Die Einheimischen nennen sie deshalb auch den Fellräuber. Es gibt da allerdings noch eine weitere Besonderheit. Denn man hat beobachtet, dass Tiere die einmal eingefangen wurden, später zu der Pflanze zurückkehrten. Dieses seltsame Phänomen wurde auch zum Thema meiner Doktorarbeit. Und bei meinen Studien habe ich herausgefunden, dass die Blume den Sexualtrieb der Tiere nutzt, um ein solches Verhalten zu bewirken. Äußerst bemerkenswert, denn die Nahrung kommt so aus eigenem Antrieb zu der Pflanze. «

Edgar stockte in seiner Geschichte und wirkte für einen kurzen Moment etwas verträumt. Erinnerte er sich gerade an seine Studienzeit zurück?

» Damals war ich noch völlig unerfahren in Sachen Fetisch und SM. Aber ich hatte eine Assistentin, die aus ihren diesbezüglichen Vorlieben keinen Hehl machte. Sie hieß Brigitte und kam eines Nachts auf die Schnapsidee, sich selbst von der Pflanze einfangen zu lassen. Am nächsten Morgen fand ich sie fest verpackt in einem Seidenkokon. Es kostete mich einige Mühe, um sie aus ihrem Gefängnis zu befreien. Ihre schönen langen Haare waren verschwunden, was ihr in diesem Moment aber völlig egal zu sein schien. Denn auch ihre Libido war von der Pflanze gesteigert worden. Sie fiel regelrecht über mich her und wir hatten Sex über mehrere Stunden hinweg. Als sich ihr Zustand später wieder normalisiert hatte, bereute sie jedoch den Verlust ihrer lockigen Haarpracht. «

Er legte wieder eine kurze Pause ein. Diese Brigitte hatte wirklich einen Knall, was hatte sie denn anderes erwartet? Sich selbst als Versuchskaninchen zu benutzen, war nicht besonders clever. Aber die Motivation dafür war wohl eher sexueller als wissenschaftlicher Natur. Und wer von uns hatte noch nie etwas Dummes gemacht, wenn der Hafer stach. In diesem Moment dämmerte mir, was das für mich bedeuten musste. Oh Gott nein, ich wollte keine Glatze! Hektisch griff ich mir an den Kopf. Zu meiner großen Erleichterung war der Fellräuber bei mir nicht erfolgreich gewesen. Vielleicht war ich ja zu schnell aus meinem Kokon entkommen. Puh, Glück gehabt! Nun fuhr Edgar mit seiner Erzählung fort.

» Seit dieser Zeit hat sich einiges verändert. Es ist mir gelungen die Pflanze in meinem Gewächshaus erfolgreich zu züchten. Allerdings bekam ich Ärger mit den Behörden, als es einen kleinen Unfall mit einer Kundin gab. Dabei hatte sie sämtliche Warnschilder missachtet. Jedenfalls musste ich die Blume aus meiner Gärtnerei entfernen, weshalb ich extra diesen Raum hier geschaffen habe. Brigitte, die inzwischen für Neuzüchtungen in meiner Gärtnerei verantwortlich ist, wollte die Pflanze genetisch verändern. Denn für ausreichend Nachschub an Haaren zu sorgen war extrem schwierig. Es dauerte viele Jahre, aber am Ende waren wir erfolgreich. So dass man diese Pflanze heute ganz normal düngen kann. Ganz ähnlich wie die Wildtiere in freier Natur, ließ sich Brigitte danach freiwillig von der Pflanze einfangen. Schließlich musste sie im Anschluss nicht mehr auf eine Perücke zurückgreifen. In den folgenden Jahren nutzten wir die Fähigkeiten der Pflanze für unsere erotischen Spiele. Aber der absolute Gamechanger sollte erst später kommen. Eines Tages las ich einen interessanten Artikel in einer wissenschaftlichen Fachzeitung. Ein junger Programmierer behauptete, er könne mit Hilfe von künstlicher Intelligenz eine Pflanze steuern. Ich nahm Kontakt zu dem Mann auf und bot ihm an seine Arbeit zu unterstützen. Er zeigte sich über den Fellräuber regelrecht begeistert, denn diese Pflanze konnte auf seine Eingaben viel schneller reagieren als jedes andere Gewächs. Zwei Jahre später brachte ihm seine Technik eine hohe medizinische Auszeichnung ein, weil man damit ganz gezielt spezielle Wirkstoffe produzieren konnte. Wir hingegen nutzen sie für unsere Fetischzwecke. Man könnte es also eine Win-Win Situation nennen. Uns verschaffte das ungeahnte Möglichkeiten, da wir nun kontrollieren konnten, was im Inneren des Kokons passiert. Einen ersten Eindruck habt ihr mit der Hypersensibilität ja bereits bekommen. Aber es gibt da auch noch ein optisches Feature, welches ihr bisher noch nicht kennt. «

Er wischte auf seinem Handy herum und ich spürte sofort, dass meine Haut stark zu kribbeln begann. Fassungslos starrte ich auf meinen immer dunkler werdenden Arm. Schon nach kurzer Zeit sah ich so aus, als würde ich ebenfalls aus Afrika kommen. Und Hannah grinste mir dabei auch noch schadenfroh ins Gesicht, denn ihre Hautfarbe veränderte sich nicht.

» Was ist das? Bitte aufhören! «, flehte ich.

» Black is beautiful! «, meinte Edgar lächelnd.

Zum Glück hatte er aber trotzdem ein Einsehen mit mir und schaltete den Schnellbräuner wieder aus. Jetzt sah ich so aus, als hätte ich das letzte halbe Jahr im Solarium verbracht. Und Hannah lachte mich dafür aus. Allerdings hatte sie die Rechnung ohne den Wirt gemacht.

» Was gibt’s denn da zu lachen? «, fragte Edgar streng.

Hannah verstummte, denn nun sollte auch sie das zusätzliche Feature am eigenen Leib zu spüren bekommen. Edgar fummelte erneut an seinem Handy herum. Woraufhin sich ihre Haut gelblich verfärbte und sich schwarze Flecken darauf bildeten. Anfangs war mir nicht klar, was das sollte. Aber dann erkannte ich auf ihrer Haut ein Leoparden Muster. Hihi, jetzt stammte auch sie aus Afrika. Das geschah diesem Biest recht. Am liebsten hätte ich laut losgelacht, aber ich beherrschte mich lieber. Denn ich legte keinen Wert darauf, dass Edgar noch ein weiteres Feature an mir demonstrierte. Anfangs bemerkte Hannah gar nicht, was mit ihr geschehen war. Doch als sie mein hämisches Grinsen sah, dämmerte ihr wohl, dass etwas passiert sein musste. Sie bekam ganz große Augen als sie ihre neue Hautfarbe entdeckte. Und beinahe augenblicklich begann sie zu toben.

» Du Bastard, mach das sofort wieder weg! «, forderte sie von Edgar.

» Warum, eine kleine Raubkatze warst du doch schon immer? «, neckte er sie.

» Ich werde dir die Augen auskratzen! «, drohte Hannah völlig außer sich.

Jeden Moment rechnete ich mit einem Leopardenangriff. Doch Hannah war klug genug um Edgar nicht körperlich anzugehen. Sie steigerte sich allerdings immer weiter in einen Wutausbruch hinein und eine unflätige Beleidigung folgte der nächsten. Was Edgar aber wenig zu kümmern schien, denn auf mich machte er eher einen belustigten Eindruck. Er nahm ihre Tiraden überhaupt nicht ernst, was Hannah sogar noch mehr in Rage versetzte. Irgendwann wurde ihm dieses Spielchen aber dann doch zu viel. Edgar fuhr mit den Fingern über sein Handy, was Hannah augenblicklich erstarren ließ. In ihrem Gesicht zogen dunkle Gewitterwolken auf. Was war passiert? Vollkommen unerwartet stürzte sie sich nun mit schwingenden Fäusten auf ihn. Fast wie eine Furie. Doch Edgar wich ihren Hieben äußerst geschickt aus. Für sein Alter war der Mann erstaunlich flink. Er packte Hannah am Arm, drehte sie um und strich ihr dann sanft über die Brust. Woraufhin sie wie vom Blitz getroffen auf die Knie sank.


Fortsetzung folgt!
336. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Gummimaske am 12.05.21 06:57

Eine interessante Fortsetzung.Was ist nur aus dieser Hannah geworden?
337. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erin am 12.05.21 18:13

Das ist mal eine Umwandlung , mal sehen was sich daraus noch entwickelt. Also weiter so!!!
338. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 14.05.21 19:55

Hallo Gummimaske,

unsere liebe Hannah ist anscheinend zu einem Schmusekätzchen mutiert.

Ob für diesen Stubentiger, pardon Stubenleopard, wohl noch einen Kratzbaum benötigt wird?
Schließlich wurden ihm inzwischen ja ein wenig die Krallen gestutzt.


Hallo Erin,

so ein Fellräuber könnte wohl ein richtiger Verkaufsschlager in Erotikgeschäften sein.
Welche bekannten Werbeslogans könnten wohl dazu passen?

- Gießt du noch oder lebst du schon?
- Die zarteste Versuchung seit es Pflanzen gibt
- Nichts ist unmöglich ... Fellräuber
- Du kommst nicht immer, aber immer öfter
- Die Pflanze mit dem gewissen Extra
- Prickelt länger als man glaubt
- Ihre Lust kann was erleben

Es ist wirklich erstaunlich wie viele Slogans passen würden. Manche müsste man sogar nicht einmal verändern.
Was wohl bedeutet, dass das Produkt eigentlich ziemlich austauschbar ist.


LG
Fist
339. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erin am 15.05.21 16:35

So eine Pflanze Kannst du mir mal schicken, ich könnte da einiges damit anstellen. Also lass uns lesen was da noch kommt.
340. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Trucker am 16.05.21 14:18

Danke für die schöne Geschichte. Und Danke das es jeden Dienstag weiter geht.
341. RE: Skandal um Lara

geschrieben von plit am 18.05.21 17:16

Hallo IronFist,

ob Lara jetzt in ihrem nächsten Traum wohl als RGB-Lauflicht auf dem Marktplatz oder in der Redaktion steht?
Leuchten wird sie wohl nicht können, aber wenn sich solche hypnotischen, psychedelischen Muster auf ihrer Haut abwechseln wird sie bestimmt der Hit auf jedem Rave.

Wenn sich die Empfindung der Haut bei Berührungen schon so steigern lässt, was passiert dann bitte bei einem Sonnenbrand? Nicht, dass jemand das herausfinden muss, weil sie ihre Emotionen nicht kontrollieren kann.

Mit besten Grüßen
Plit
342. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 18.05.21 18:38

Hallo Erin,

sorry aber die Pflanze ist leider ausverkauft.


Hallo Trucker,

dann sage ich doch einfach mal bitteschön.
Und ich reiche postwendend einen Dank zurück.


Hallo plit,

ich würde eher vermuten, dass Lara im Traum das Chamäleon spielt.
Fehlt dann eigentlich nur noch die lange klebrige Zunge.

Eine Kombination aus Hypersensibilität und Sonnenbrand möchte ich mir lieber nicht vorstellen.
Muss ganz schön unangenehm sein.


LG
Fist
343. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 18.05.21 19:01

Teil 42


» Ahhhh! «, stöhnte sie langgezogen.

Jetzt verstand ich, die Hypersensibilität hatte wieder zugeschlagen. Mit einem einfachen Knopfdruck war ihr Widerstand zusammengebrochen. Das war erschreckend und irgendwie auch ziemlich geil. In gewisser Weise beneidete ich Hannah sogar, denn ich wollte diese wunderbaren Gefühle ebenfalls wiedererleben. Obwohl man sie zu meiner sexuellen Unterwerfung missbrauchen konnte. Warum empfand ich nur so? Edgar hatte die Streicheleinheiten inzwischen eingestellt und Hannah sah mit einem Hundeblick sehnsüchtig zu ihm auf.

» Bitte nicht aufhören! «, flehte sie.

» Warum nicht? «, fragte Edgar mit einem schelmischen Grinsen.

» Nicht aufhören! «, wiederholte sie ihre Bitte.

» Kann es vielleicht sein, dass du eine geile kleine Raubkatze bist? «, neckte er sie weiter.

» Ja! Bitte weitermachen! «, kam nach kurzem Zögern.

» Dann sag es, ich bin eine geile kleine Raubkatze! «, forderte Edgar.

» Ich bin eine geile kleine Raubkatze! «, antwortete sie diesmal postwendend.

» Schön dass wir das geklärt haben, dann ist deine neue Hautfarbe ja sehr passend! «, meinte Edgar zufrieden.

Es war wirklich erstaunlich in welchem Tempo aus ihrer Gegenwehr Unterwürfigkeit geworden war. Die Hypersensibilität hatte natürlich einen großen Anteil daran. Aber ich hatte auch den Verdacht, dass Hannah tief drinnen ein verdorbenes kleines Luder war. Wie hätte ich wohl an ihrer Stelle reagiert? Vermutlich hätte ich auch nicht länger durchgehalten. Was bedeutete, dass auch ich nur eine kleine geile Schlampe war. Ein Gedanke, der mir überhaupt nicht gefiel. Schließlich sah ich mich selbst als intelligente selbstbewusste junge Frau. Zur Erholung wurden wir zurück auf die Zimmer gebracht. Edgar erklärte uns auf dem Rückweg, dass die Farbveränderung unserer Haut nur ein temporärer Effekt wäre. Was mich wirklich beruhigte, die Leopardenfrau aber wahrscheinlich sogar noch mehr.

Bevor ich zu Bett ging, bewunderte ich mich ausgiebig im Spiegel. Mein jetziger Anblick faszinierte mich, denn ich hatte mich in eine exotische Schönheit verwandelt. Mit makelloser kaffeebrauner Haut und wohlgeformten festen Brüsten. Und das Ganze wurde mit ein paar unanständigen Intimpiercings und einer wilden blonden Löwenmähne garniert. Diese Frau im Spiegel, das war nicht mehr die Lara Stein, die ich kannte. Ich war zwar nie hässlich gewesen, trotzdem war ich aber eher der unauffällige Typ. Während meiner Schulzeit hatte ich für einen Jungen aus der Oberstufe geschwärmt. Seinetwegen hatte ich mich extra geschminkt und mir sogar ein neues Kleid gekauft. Aber er hatte mich nicht einmal bemerkt. Sowas würde heute wohl nicht mehr passieren. Denn nach dieser Frau im Spiegel würden sich die Männer mit Sicherheit umdrehen. Eine Aussicht an die ich mich in Zukunft wohl gewöhnen musste. Nicht dass ich mich darüber beklagen würde, aber eine Umstellung ist es trotzdem. In diesem Moment hörte ich hinter mir das Türschloss klackern und Sabrina trat lächelnd ein. Zumindest vermutete ich, dass sie es war. Sie brachte mir mein Frühstück.

» Wow, du siehst ja toll aus! «, meinte sie nach einer kurzen Begrüßung. Ihr Kompliment freute mich, weil es vollkommen ehrlich geklungen hatte.

» Ja, das finde ich auch! «, antwortete ich leicht selbstverliebt.

Während ich mich um die eigene Achse drehte, bewunderte ich erfreut mein neues Spiegelbild. Ich kam mir vor wie eine frisch gekrönte Schönheitskönigin. Eigentlich fehlte nur noch die Schärpe für die Miss Deutschland. Oder wenigstens die Miss Bayern, dachte ich mir schmunzelnd. In diesem Moment wurde mir bewusst, was da für merkwürdige Gedanken in meinem Kopf herumspukten. Denn ich hatte doch noch nie das Bedürfnis gehabt an einer Misswahl teilzunehmen. Bisher hatte ich solche Veranstaltungen immer nur als fragwürdige Fleischbeschau angesehen. Gemacht für solche Frauen, die außer ihrem guten Aussehen nichts zu bieten hatten. Gehörte ich da jetzt etwa auch dazu?

» Ich habe gehört, dass einem diese Blume ganz wunderbare Gefühle verschaffen kann. Stimmt das? «, fragte Sabrina neugierig.

Es war mir etwas peinlich darauf zu antworten. Denn von einer Pflanze aufgegeilt zu werden, das erschien mir ziemlich bizarr. Da Sabrina aber bereits von der Wirkung wusste, machte ein Leugnen auch keinen Sinn. Also nickte ich ihr beschämt zu. Dabei schoss mir das Blut in den Kopf und ich spürte wie ich rot wurde. Hoffentlich war das unter meiner dunkleren Hautfarbe nicht zu erkennen.

» Wie ich dich beneide! «, meinte sie sehnsüchtig.

In diesem Moment wurde mir klar, dass es überhaupt keinen Grund für mich gab, peinlich berührt zu sein. Denn in diesem Haus gehörte eine sexuelle Erregung zum Alltag. Und folgerichtig wurde auch ganz offen darüber gesprochen. Also legte ich meine anfängliche Schüchternheit ab und berichtete ihr von meinen Erlebnissen im Gewächshaus. Sabrina hing förmlich an meinen Lippen und man konnte ihr deutlich ansehen, wie die Geschichte ihre Fantasie beflügelte. Ihre Augen leuchteten förmlich und sie fuhr sich wiederholt mit der Zunge über die Lippen. Mehrfach ermunterte sie mich immer detaillierter zu erzählen. Die Erinnerung an die vergangene Nacht machte sich schließlich auch in meinem Schritt bemerkbar. Schon wieder! Dabei war mein letzter Orgasmus noch gar nicht mal so lange her. Ich wurde in diesem Haus zu einem richtigen kleinen Nimmersatt.

» Sabrina! Sabrina wo steckst du? «, schallte es vom Flur.

» Mist, der Hausdrache! Ich muss jetzt leider gehen! «, meinte Sabrina.

» Pass auf, dass der Drache nicht Feuer spuckt! «, antwortete ich scherzhaft.

» Ach das tut er ständig, aber ich bin feuerfest! «, lachte sie.

Sie zwinkerte mir verschwörerisch zu und ließ mich danach allein. In Gedanken stellte ich mir Heidi in einem grünen Drachenkostüm vor. Und Sabrina die Drachentöterin richtete einen Wasserschlauch auf das Ungeheuer und löschte seine Flammen. Heidi als begossener Pudel, allein diese Vorstellung amüsierte mich. Ich widerstand dem Drang mich selbst zu befriedigen und machte mich sattdessen über mein Frühstück her. Um kurz darauf gut gesättigt ins Bett zu steigen. Schließlich hatte ich noch etwas Schlaf nachzuholen. Wie so oft in letzter Zeit hatte ich mal wieder einen verrückten Traum. Ein Drache hetzte mich durch den Dschungel. Es gelang mir ihm zu entkommen, aber dafür landete ich in den Fängen einer fleischfressenden Pflanze. Irgendwie wurde aus mir ein Ableger und ich landete auf einer Gartenshow. Wo ich prompt den ersten Preis gewann und zur schönsten Blume Deutschlands gekürt wurde. Natürlich auch mit einer passenden Schärpe. Manchmal ist es schon merkwürdig, was sich unser Gehirn für einen Blödsinn zusammenbauen kann.

Den Tag hatte ich fast komplett verschlafen. Was dazu führte, dass ich am Abend nicht müde wurde und sehr lange vor der Glotze saß. Während einer Werbepause zappte ich durch die Kanäle und blieb an einem Boulevard Magazin hängen. Es ging um die Modemacherin Ellen Brautmacher, die für ihre extravaganten Kreationen berühmt war. Stets elegant aber auch immer mit einem kräftigen Schuss Sexappeal. Ich hatte mich schon immer gefragt, ob ihr Nachname wirklich echt war. Denn für eine Modedesignerin war er wohl mehr als passend. Auch wenn sie eigentlich keine Brautmoden machte. Normalerweise schaute ich solche Sendungen nicht, aber ich erkannte in dem Bericht den Salon 78 wieder. Ellen Brautmacher ließ sich dort für einen großen Ball stylen. Margarethe von Hohenfels tat alles um dem Motto ihres Salons gerecht zu werden. Auch wenn das Ergebnis in meinen Augen wenig Ähnlichkeit mit einer Göttin hatte. Die Modemacherin sah hinterher mehr wie ein Paradiesvogel aus, der in allen Regenbogenfarben schillerte. Auffallen würde sie so auf alle Fälle, was auf einem Ball ja auch irgendwie das Ziel war. In Verbindung mit einem gewagten Kleid aus eigener Produktion würde sie bestimmt zum Highlight des Abends werden. Was ihrem Geschäft dann ganz bestimmt auch nicht schadete. Ob diese Ellen Brautmacher wohl ebenfalls zum Club XP gehörte? Ausschließen konnte ich das nicht, denn ihre Mode bewegte sich im Grenzbereich zwischen Alltagstauglich und Fetisch. Frau konnte sich damit durchaus in der Öffentlichkeit blicken lassen. Und zugleich war auch eine erhöhte Aufmerksamkeit des männlichen Geschlechts garantiert. Ein Geschäftsmodell welches sehr gut funktionierte, wie ihr großer Erfolg bewies. Würde ich ihre Mode tragen? Wenn man mal den hohen Preis außer Acht ließ, dann lautete die Antwort: Ja, zum richtigen Anlass! Ob ich das wohl auch vor einem halben Jahr gesagt hätte? Denn eine gehörige Portion Mut erforderte ihre Mode ja schon.

Am nächsten Morgen wurde ich von lautem Piepsen geweckt. Der Alkoven war zum Leben erwacht. Dieser Scheißkasten war sogar noch nerviger als mein Wecker daheim. Vor allem ließ er sich nicht einfach ausschalten. Also kämpfte ich mich widerwillig aus dem Bett. Verärgert verpasste ich dem Mistding einen Tritt. Was nur dazu führte, dass mein Fuß wehtat. Der Lärm blieb mir allerdings erhalten.

» Ist ja gut, ich bin wach! «, maulte ich den Alkoven mürrisch an.

Wie von Geisterhand erstarb das Piepsen und auf dem Monitor erschien: GEH DUSCHEN!

Das kam mir irgendwie bekannt vor. Nach dem Duschen sollte ich mich dann bestimmt wieder in den Alkoven stellen. Auf eine erneute Einkleidung durch dieses Gerät war ich nicht besonders scharf. Denn wer weiß, was heute dabei herauskommen würde. Beim letzten Mal war ich danach wehrlos und landete in der Klinik von Dr. Felgenhauer. Und auf eine weitere „Verschönerung“ durch diesen Herrn konnte ich wirklich verzichten. Mir war allerdings auch klar, dass mich das Halsband wieder mit Elektroschocks motivieren würde, falls ich mich weigerte den Anweisungen zu folgen. Deshalb blieb mir auch gar keine andere Wahl, als zu kooperieren. Ich marschierte ins Badezimmer und genoss wie das warme Wasser über meinen Körper rieselte. Mein morgendlicher Genuss war aber leider nur von sehr kurzer Dauer. Denn schon nach wenigen Minuten rief mich ein aufdringliches Piepsen in die Realität zurück. Widerstrebend trocknete ich mich ab und stapfte zurück ins Schlafzimmer. Die Anzeige auf dem Monitor hatte sich inzwischen verändert.

STELL DICH IN DEN ALKOVEN!

Welch eine Überraschung! Konnte ich irgendetwas tun um dies zu vermeiden? Leider fehlte es mir an Ideen. Eigentlich war der Ankleideprozess an sich ja ganz angenehm, aber die Folgen waren eben auch völlig unberechenbar. Wenn ich Pech hatte, dann endete ich als eingewickelte Mumie. Oder ich spielte wie Lucy eine Gummipuppe. Ob es meiner Kollegin wohl gutging? Bei der Erinnerung an ihren schamlosen Auftritt auf der Party, kam schon wieder Feuchtigkeit in meinem Schritt auf. Und zu meinem eigenen Erstaunen fragte ich mich sogar, wie es wohl wäre so eine Gummipuppe zu sein. Schluss jetzt mit solchen Vorstellungen, schalt ich mich selbst. Nachher konnte das Gerät noch meine Gedanken lesen und reagierte entsprechend darauf. Und schon ging meine Fantasie komplett mit mir durch. Ich wünschte mir eine Domina zu sein und die Sklavin Hannah von Niederaubach zu erziehen. Hach wäre das schön! Das Piepsen des Geräts wurde lauter und riss mich aus meinem Gedankengang heraus. Der Alkoven war leider keine Wunderlampe und ich nicht Aladin. Weshalb das Ganze auch nur eine Wunschvorstellung bleiben würde. Leider!

Um keinen Elektroschock zu riskieren, stieg ich in den Alkoven hinein. Mir war dabei etwas mulmig zumute. Nach ein paar Sekunden gingen die hellen Lichter an und ich spürte sofort die angenehme Wärme auf meiner Haut. Ich schloss die Augen und genoss einfach nur den Augenblick. Genau wie beim letzten Mal driftete ich in eine erotische Welt ab. Nur dass diesmal Edgar erschien. Er beugte sich behütend über mich und bedeckte meinen nackten Körper mit einer Decke. Was sich unglaublich gut anfühlte. Wie von selbst spreizten sich meine Beine und ich reckte die Arme über den Kopf. Jaah! Leider stoppte die Szene genau an diesem Punkt und ich spürte wie es wieder kühler wurde. Mist, die Einkleidung dürfte wirklich länger dauern. Frustriert öffnete ich meine Augen und blickte in eine rote Welt. Was zur Hölle war das? Das gesamte Zimmer hatte einen Rotstich. Ich blickte an mir herunter und stellte erstaunt fest, dass ich keine normale Kleidung trug. Es sah eher so aus, als wäre ich in eine Stoffbahn eingenäht worden. Direkt am Körper saß der Stoff hauteng und rundherum erstreckte sich so etwas wie ein Segel. Ein wenig erinnerte mich das an einen Flughund. Nur dass bei mir auch der Kopf mit bedeckt war. Was sollte das bloß? Vorsichtig stieg ich aus dem Alkoven heraus. Ich musste aufpassen nicht zu stolpern, da mich das Segel zwischen den Beinen behinderte. Und auch die Arme konnte ich nur bedingt nutzen, weil die Stoffbahn deren Bewegungen sehr stark einschränkte. Verwundert betrachtete ich mich im Spiegel. Mit den Händen über dem Kopf stand ich da wie bei einem Banküberfall. Über die Stoffbahn zogen sich drei farbige Längsstreifen und der mittlere davon war rot. Weshalb ich die Welt nun auch in einem ganz anderen Licht sah. Ich hatte allerdings nicht die geringste Ahnung was das Ganze darstellen sollte.

Gehen war extrem schwierig, weil ich immer auf den am Boden liegenden Teil der Stoffbahn trat. Weshalb ich mich schließlich hüpfend durchs Zimmer bewegte. Das ging zwar etwas besser, aber mit den Händen über dem Kopf war auch das nicht einfach. Und so kam es wie es kommen musste. Auf dem Weg zur Couch verlor ich das Gleichgewicht und landete auf dem Fußboden. Autsch! Innerlich fluchend griff ich nach der Fensterbank, um mich daran hochzuziehen. Das Aufstehen war allerdings noch schwieriger als das Laufen. Denn die Stoffbahn spannte sich dabei und stoppte viele meine Bewegungen. So ein blöder Mist! Als es mir endlich gelungen war auf die Beine zu kommen, schnaufte ich wie ein Walross. Kaum zu glauben wie anstrengend jegliche Bewegung in diesem komischen Anzug war. Ich musste erst einmal zu Atem kommen und schaute aus dem Fenster. Der Himmel war bewölkt und die Bäume in der Ferne bewegten sich heftig im Wind. Eben typisch für den Herbst. Ansonsten gab es dort draußen aber nichts zu sehen. Also hüpfte ich weiter in Richtung Sofa. Bevor ich dieses jedoch erreichen konnte, öffnete sich die Tür und Edgar trat ein. Er grinste übers ganze Gesicht als er mich unbeholfen herumhoppeln sah. Natürlich hatte er seine Freude daran, wie ich mich hier abmühte.


Fortsetzung folgt!
344. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erin am 19.05.21 20:18

Ist ja wieder mal gut geschrieben. freue mich darauf was es nun neues gibt.
345. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 21.05.21 19:05

Hallo Erin,

freut mich, dass es dir gefällt.
Was es wohl mit dieser komischen Stoffbahn auf sich hat?


LG
Fist
346. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 25.05.21 19:02

Teil 43


» Hallo Lara, hattest du eine angenehme Nacht? «, fragte er fröhlich.

Jedenfalls war sie besser gewesen als der Morgen in diesem dummen Anzug. Als ich ihm antworten wollte, gab es eine böse Überraschung für mich. Der Stoff lag derart eng an meinem Gesicht, dass ich den Mund nicht mehr öffnen konnte. Man hatte mich meiner Sprache beraubt und das ganz ohne einen Knebel.

» Hm, hm! «, erwiderte ich nickend.

Edgar lachte und labte sich an meiner Hilflosigkeit. Und mein Schritt reagierte auf die Situation mit aufkommender Feuchtigkeit. Was mich inzwischen überhaupt nicht mehr wunderte, denn über diese Stufe war ich längst hinaus. Ich hatte akzeptiert, dass mich sowas sexuell erregte. Auch wenn ich bis heute keine logische Erklärung dafür habe.

» Wie schön! Und wie ich sehe, bist du auch schon für deine heutige Aufgabe angezogen. Das Wetter ist absolut perfekt dafür! «

Was war an Herbstwetter denn bitte perfekt? Für mich sah es draußen frisch und ungemütlich aus. Offenbar plante Edgar mich ins Freie zu bringen. Eigentlich wäre das eine gute Gelegenheit zur Flucht, aber in diesem „Outfit“ konnte ich mir das abschminken. So würde ich keine 50 Meter weit kommen. Edgar kam lächelnd zu mir. Plötzlich beugte er sich nach vorn und packte mich an der Hüfte. Bevor ich mich versah, lag ich auch schon wie ein Sack Kartoffeln auf seiner Schulter. So viel Kraft hätte ich dem alten Mann gar nicht zugetraut. Aber Edgar war ja stets für eine Überraschung gut. Denn hinter seiner harmlosen Fassade versteckte sich ein ziemlich gerissener Lustmolch. Und wenn ich ehrlich war, dann freute ich mich sogar darauf zu seinem Lustobjekt zu werden. Er machte kehrt und trug mich durch die Tür auf den Flur hinaus. Meine aktuelle Position konnte man nicht gerade als bequem bezeichnen, denn seine Schulter drückte mir unangenehm in den Bauch. Mit der rechten Hand hatte er mein Hinterteil fest im Griff, damit ich nicht herunterfiel. Aber ein Schelm könnte sicher auch ein anderes Motiv dahinter vermuten. Womit wir schon beim Thema wären, denn ich hatte jetzt auch seinen Hintern bestens im Blick. Irgendwie hatte ich schon immer ein Faible für knackige Männerpos gehabt. Und der von Edgar war erstaunlich gut gebaut. Eigentlich wäre es doch nur fair, wenn auch ich mal zupacken dürfte. Gesagt, getan!

» Halte dich zurück Sklavin! Ich habe dir keine Erlaubnis erteilt! «

Die Stimme von Edgar hatte nicht besonders streng geklungen. Sondern eher amüsiert. Was mich dazu ermutigte erneut zuzugreifen, diesmal sogar mit beiden Händen. Ich schien seine Stimmung richtig eingeschätzt zu haben, denn er lachte lauthals los.

» Du bist ein ziemlich durchtriebenes geiles Stück. Also schön, du hast dir soeben zwei Extrastunden verdient! «

Zwei Extrastunden, war das gut? Vermutlich eher nicht. Na super, jetzt hatte ich meine Bestrafung selbst verlängert. Wie hatte ich nur so blöd sein können, die Folgen waren doch absehbar gewesen. War ich vielleicht tatsächlich ein geiles Stück und hatte die Bestrafung absichtlich provoziert? Das Schlimme war, dass ich diese Frage nicht überzeugend verneinen konnte. Es war eher so, dass ich die Strafe billigend in Kauf genommen hatte, weil mir die Aussicht darauf nicht so dramatisch erschien. Eigentlich freute ich mich jetzt sogar darauf. Obwohl ich nicht einmal wusste, worin diese bestand. Trotzdem ließ ich nun Vorsicht walten und verzichtete auf eine weitere Provokation. Man musste sein Glück ja nicht unbedingt herausfordern. Edgar schleppte mich durchs halbe Haus. In einem der Türme stieg er die Stufen bis ins oberste Stockwerk hinauf. Wo zu guter Letzt auch noch eine Leiter auf uns wartete. Wollte er mich wirklich dort hinauf bringen? So langsam bekam ich den Eindruck, dass er sich selbst bestrafte. Unter der Last stöhnend mühte er sich Sprosse um Sprosse nach oben. Ich war wirklich beeindruckt, denn ich wäre zu sowas wohl nicht in der Lage. Edgar war heftig am Schnaufen als wir endlich oben ankamen. Aber er hatte es tatsächlich geschafft. Nachdem ich auf dem Boden abgelegt wurde, schaute ich mich erst einmal um. Zweifellos waren wir auf dem Dach eines Turms, denn rundherum entdeckte ich Zinnen auf der Brüstung. Ansonsten gab es hier oben nur noch einen merkwürdigen Holzgalgen, dessen Zweck sich mir aber nicht erschloss. Der Untergrund war sehr uneben, weshalb auch irgendetwas Hartes in meinem Rücken drückte. Was sollte ich hier? Diese Frage blieb so lange offen, bis Edgar sich ausreichend erholt hatte.

» Schön hier oben, nicht wahr? «

Das mochte durchaus so sein, von der Aussicht bekam ich jedoch nichts mit. Denn von meiner Position aus konnte ich nur den Himmel sehen, auf dem die Wolken dahin rasten. Vermutlich war diese Frage aber ohnehin nur von rhetorischer Natur gewesen. Edgar hob mich auf, trug mich einige Meter und legte mich dann unterhalb des Galgens wieder ab. Wollte er mich hier aufhängen? Mir wurde plötzlich ganz anders zumute. Wenigstens handelte es sich um keinen klassischen Galgen für Hinrichtungen. Denn an dem Holzgestell hing oben ein Flaschenzug und an dem senkrechten Pfosten gab es eine Kurbel. Wie ein nasses Stück Wäsche zum Trocknen aufgehängt zu werden, erschien mir aber trotzdem wenig erstrebenswert. Hier oben konnte man sich bestimmt den Arsch abfrieren. Am Fußende schob Edgar eine Metallstange seitlich durch meine Stoffbahn hindurch. Was nur bedeuten konnte, dass ich kopfüber aufgehängt werden sollte. Oh nein, bitte nicht!

» Äh, äh! «, protestierte ich kopfschüttelnd.

Doch Edgar ignorierte mich und fuhr mit seinen Vorbereitungen fort. Er betätigte die Kurbel und ließ langsam ein Stahlseil von dem Galgen herab. Dann verband er das Seil mit der Stange in meiner Stoffbahn. Jetzt hing mein Schicksal buchstäblich am seidenen Faden. Auch wenn es in Wirklichkeit ein stählerner war. Womit hatte ich das nur verdient? Und schon begann Edgar an der Kurbel zu drehen. Als erstes wurden meine Beine in die Höhe gezogen und wenig später verlor dann auch mein Hinterteil den Kontakt zum Boden. Was den Effekt hatte, dass meine Schultern ein kleines Stück über den unebenen Boden geschleift wurden. Aua! Damit das nicht noch einmal passierte, versuchte ich den Rücken durchzustrecken und mich mit den Händen abzustützen. Dabei kam ich mir vor wie eine Turnerin. Diese unbequeme Haltung war zum Glück nicht von allzu langer Dauer. Denn kurze Zeit später trug der Galgen den Großteil des Gewichts, auch wenn meine Hände noch den Boden berührten. Je höher ich gezogen wurde, umso mehr flatterte die Stoffbahn wie ein Fähnchen im Wind. In diesem Moment fiel bei mir endlich der Groschen. Die Längsstreifen des Stoffs hatten die Farben Schwarz-Rot-Gold. Edgar hisste gerade eine Deutschland Fahne. Nicht einmal im Traum hätte ich mir so eine Rolle vorstellen können. Wurde eine Flagge nicht eigentlich morgens gehisst und abends eingeholt? Oh Gott, er wollte mich doch wohl hoffentlich nicht den ganzen Tag hier hängen lassen. Vorhin hatte er von zwei Extrastunden gesprochen. Das war überhaupt nicht gut.

» Äh, äh! «, wiederholte ich.

Aber Edgar zeigte sich davon genauso unbeeindruckt wie beim ersten Mal. Er kurbelte mich weiter bis ganz nach oben. Als meine Hände den letzten Bodenkontakt verloren, begann die Flagge wild im Wind hin und her zu schwingen. Zum Glück war der Pfosten des Galgens weit genug entfernt, so dass ich nicht dagegen knallen konnte. Trotzdem kam ich mir hier vor wie auf einer Achterbahn. Wie sollte ich das nur über Stunden ertragen? Diese Bestrafung hatte absolut nichts Erotisches an sich. Und das Schlimmste sollte mir erst noch bevorstehen. Völlig überraschend schwenkte Edgar den Galgen zur Seite, wodurch ich mich langsam auf die Zinnen zubewegte. Über der Brüstung angekommen, blieb mir fast das Herz stehen. Oh Gott, dort ging es bestimmt 30 Meter in die Tiefe. Ich kam mir vor wie kurz vor einem Bungee Sprung. Nur dass ich sowas nie im Leben machen würde. Ohne jedes Pardon drückte mich Edgar über den Abgrund. Auf diese Aussicht hätte ich liebend gerne verzichtet. Denn daran war absolut gar nichts schön.

» il-fe! «, brüllte ich wie am Spieß.

Mein Herz hämmerte und es trieb mir den Schweiß aus allen Poren. Um nicht in Panik zu verfallen, schloss ich meine Augen. Alles ist gut, sagte ich beruhigend zu mir selbst. Doch das wilde Schwingen im Wind bewies mir das Gegenteil. Bisher hatte ich Edgars „Behandlungen“ ja meist genossen, aber diesmal konnte davon überhaupt keine Rede sein. Jemanden zu erschrecken mochte ja manchmal ganz lustig sein, aber das hier ging eindeutig zu weit. Was mir noch einmal verdeutlichte, dass ich dringend von hier fliehen musste.

» Keine Sorge die Konstruktion ist sicher. Du bist nicht die erste Flagge, die ich hier oben hisse! «

Seine Worte beruhigten mich kein Stück. Denn unter mir drohte noch immer ein tiefer Abgrund. Ob es bei den anderen menschlichen Fahnen wohl auch so windig gewesen war? Wer weiß. Edgar hatte das heutige Wetter perfekt genannt. Eine Einschätzung, die ich jetzt sogar noch weniger teilte. Das Geschaukel tat meinem Magen gar nicht gut und ich merkte wie mir übel wurde. Konnte man auf diese Weise Seekrank werden? Es sah fast so aus. Ich wusste, dass man in so einem Fall seinen Blick auf den Horizont richten sollte. Allerdings müsste ich dafür meine Augen öffnen. Verdammt! Nach kurzem Zwinkern konzentrierte ich mich auf eine Dorfkirche, die ich in der Ferne sehen konnte. Alles war gut, bloß nicht direkt nach unten schauen! Diese Methode half tatsächlich, denn ich spürte wie die Übelkeit ganz langsam nachließ.

» Wie gerne würde ich dich noch ein wenig beobachten, aber ich muss jetzt leider gehen. Dann wünsche ich dir noch viel Spaß! «

» Fahr zur Hölle, Arschloch! «, dachte ich mir.

Genau in diesem Moment durchfuhr mich ein wohliger Schauer. Edgar schien die Hypersensibilität meiner Haut eingeschaltet zu haben. Denn das Flattern der Flagge sendete erotische Schockwellen durch meinen Körper. Oh mein Gott! Ich wusste so schnell gar nicht wie mir geschah, denn aus allen Richtungen strömten angenehme Gefühle auf mich ein. Meine Muskeln verkrampften und ich wand mich stöhnend in tiefer Lust. Es dauerte nicht allzu lange, bis ich von einem Orgasmus regelrecht überwältigt wurde. Man konnte also durchaus behaupten, dass ich in luftiger Höhe einen Höhepunkt erreicht hatte. Oder Edgar mich in ungeahnte Höhen getrieben hatte. Genug jetzt mit den Wortspielereien! Jedenfalls hatte sich meine Furcht vor dem Abgrund schlagartig verflüchtigt. Sie erschien mir nun vollkommen unnötig, denn es gab hier wesentlich schönere Dinge zu erleben. Kaum hatte ich den Gedankengang zu Ende gebracht, da zuckte mein Körper auch schon in einem zweiten Orgasmus. Und es sollte nicht der letzte des Tages bleiben.

Eine ganze Weile befand ich mich in einem lustvollen Delirium. Heute kann ich allerdings nicht mehr sagen wie lange ich in diesem Zustand verbracht habe und ich weiß ebenfalls nicht wie oft ich dabei gekommen war. Irgendwann hatte es jedenfalls zu regnen begonnen, wodurch die Flagge noch fester auf meiner Haut klebte. Mit der kleinen Nebenwirkung, dass meine Gefühle noch weiter intensiviert wurden. Allerdings war ich zu diesem Zeitpunkt bereits derart erschöpft, dass ich es nur noch zur Kenntnis nahm. Reagieren konnte mein Körper allerdings nicht mehr darauf. Jegliche Körperspannung war mir verloren gegangen und ich hing nur noch schlaff in meiner Flagge herum. Ab und zu wurde ich von einer stärkeren Böe mal kurzzeitig aus meiner Apathie herausgerissen. Und genau so ein Windstoß brachte mich dazu, dass ich meine Augen ganz kurz öffnete. In etwa 150 Meter Entfernung entdeckte ich am Waldrand einen Mann mit Hund. Vermutlich handelte es sich um einen Jäger, denn über seiner Schulter hing ein Gewehr. Müde fielen meine Augen wieder zu, doch in diesem Moment meldete sich unerwartet mein Hirn zu Wort. Dieser Jäger könnte meine Rettung sein, wenn er die Polizei verständigen würde. Ich nahm sämtliche verbliebene Kraft zusammen und versuchte den Mann auf mich aufmerksam zu machen, indem ich wild herumzappelte. Anfangs reagierte er nicht und ich befürchtete schon, dass meine Anstrengungen umsonst gewesen wären. Doch dann blieb der Mann plötzlich stehen und blickte in meine Richtung. Heureka, jetzt oder nie! Hochmotiviert verstärkte ich meine Bemühungen. Der Jäger führte ein Fernglas zu seinen Augen. Jetzt gab es keinen Zweifel mehr, er musste mich gesehen haben. Trotz der großen Erschöpfung war ich jetzt richtig in Hochstimmung. Meine Leidenszeit würde bald ein Ende haben.

» Los, ruf die Polizei! «, feuerte ich ihn innerlich an.

Worauf wartete der nur, die Situation war ja wohl ziemlich eindeutig. Er hatte mich jetzt lange genug durch den Feldstecher beobachtet. War der Kerl etwa ein Spanner? Endlich nahm er sein Fernglas wieder herunter. Aber er machte noch immer keine Anstalten zum Telefon zu greifen. Stattdessen kam er jetzt direkt auf mich zu. Vermutlich wollte er sich die Sache zuerst aus der Nähe anschauen. Plötzlich wurde mir klar, dass das für den Mann vielleicht doch nicht ganz so eindeutig aussehen könnte. Denn es könnte sich ja auch um eine ausgeflippte Kunstperformance handeln. Wie sollte ich ihm nur klar machen, dass ich kein Kunstwerk war und seine Hilfe benötigte. Er kam ganz bis an den Wassergraben heran und blieb dort stehen. Dann winkte er mir zu.

» il-fe! «, rief ich ihm so laut wie möglich zu.


Fortsetzung folgt!
347. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erin am 26.05.21 14:16

na Klasse jetzt ist sie eine Fahne ,bin gespannt was noch mit ihr geschieht.
348. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 28.05.21 19:11

Hallo Erin,

dann ist unsere liebe Lara jetzt wohl etwas flatterhaft.


LG
Fist
349. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erin am 29.05.21 13:58

Tja Iron du bist der Verfasser der Geschichte und legst fest wie es weiter geht.
350. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 31.05.21 19:09

Hallo Erin,

endlich macht mal jemand das, was ich sage.
Kommt sonst nicht allzu häufig vor.


LG
Fist
351. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 01.06.21 19:00

Teil 44


Allerdings bezweifelte ich, dass das bis zu ihm durchdringen konnte. Denn durch das laute Flattern der Fahne konnte ich mich selbst kaum hören. Verzweifelt versuchte ich meine rechte Hand ans Ohr zu führen. Vielleicht begriff er ja dann, dass er telefonieren sollte. Meine Bemühungen wurden zwar von der Flagge behindert, aber der Jäger kruschtelte nun tatsächlich in seiner Jackentasche herum. Und dann zog er sein Handy heraus. Na endlich! Doch anstatt die Polizei zu rufen, machte der Idiot Bilder von mir. Männer, manchmal könnte ich sie auf den Mond schießen. Als er seine Fotosession beendet hatte, machte der Jäger kehrt und lief am Wassergraben entlang in Richtung Eingang. Hatte er vielleicht vor mich persönlich zu retten? Der Mann war bewaffnet, er hatte seinen großen Hund dabei und er besaß Beweisfotos von Edgars Tat. Ich hätte nichts dagegen, wenn ein Ritter in goldener Rüstung den Drachen töten und die Jungfrau befreien würde. Allerdings war Heidi nicht das eigentliche Problem und mit meiner Jungfräulichkeit war es auch nicht allzu weit her. Vor allem bezweifelte ich aber, dass der Jäger überhaupt bis zu mir vordringen konnte. Denn Edgar würde ihm ganz bestimmt die Story vom Pferd erzählen. Deshalb wäre es ja auch besser gewesen, wenn er diese heikle Aufgabe der Polizei überlassen hätte. All diese Zweifel hinderten mich aber natürlich nicht daran, ihm die Daumen zu drücken. Wenn auch nur sprichwörtlich, denn meine Fahne verhinderte selbst das. Der Jäger überquerte die Brücke, verschwand unter dem Tor und tauchte danach im Innenhof wieder auf. Mit zügigem Schritt steuerte er direkt auf den Eingang zu. Er erklomm die Stufen, öffnete dann die Eingangstür und ging hinein. Komisch, dass er nicht geklingelt hatte. Andererseits wäre es bei einem Befreiungsversuch ziemlich unklug sich vorher anzukündigen. Am meisten überraschte mich jedoch, dass die Tür offen stand und jeder einfach hineinspazieren konnte. Aber auf dem Land war das ja häufiger so. Jetzt konnte ich nur auf das Beste hoffen und abwarten.

Die Wartezeit war unerträglich, denn es tat sich absolut gar nichts. Was mich vermuten ließ, dass der Jäger leise durchs Haus schlich und einen Weg zu mir suchte. Hoffentlich war der Mann ein guter Fährtenleser. Oder besser noch ein guter Schlossknacker, denn ansonsten stand er auf verlorenem Posten. Aber selbst mit dieser Fähigkeit konnte er an den menschlichen Türöffnern nur scheitern. Denn um den nötigen Code herauszufinden, müsste er zusätzlich auch noch ein Hellseher sein. Egal wie ich die Sache wendete, meine Chancen standen schlecht. Edgar zur Kooperation zu zwingen, war wohl noch am erfolgversprechendsten. Nur wie? Einen gerissenen Halunken wie ihn dazu zu bewegen, dürfte einer Herkulesaufgabe gleichen. Angestrengt lauschte ich auf jedes Anzeichen meiner Befreiung. Bis der Jäger irgendwann wieder im Innenhof auftauchte. Hatte er aufgegeben?

» Mensch ruf endlich die Polizei an! «, dachte ich mir verzweifelt.

Das wäre von Anfang an die bessere Option gewesen. Warum vergeudete dieser Kerl wertvolle Zeit. Plötzlich entdeckte ich auch Edgar im Hof, die beiden Männer sprachen miteinander. Eigentlich konnte das nur bedeuten, dass Edgar den Jäger irgendwie überzeugt hatte. So ein Mist! Es dauerte auch nicht lange, bis ich eine Bestätigung für meine Vermutung erhielt. Die Kerle schüttelten sich die Hände und Edgar überreichte dem Mann einen Umschlag. Natürlich der universelle Problemlöser Geld. Auf meine Kosten hatten die irgendeinen krummen Deal miteinander abgeschlossen. Verflucht seist du, Edgar! Danach machte sich der Jäger flugs vom Acker. Und zum Abschied winkte er mir nochmal zu.

» Hau bloß ab! «

Ich war stinksauer und hätte den Jäger am liebsten in der Luft zerrissen. Der Kerl hatte sich bereichert und mich dafür einfach im Stich gelassen. Als ich mich wieder beruhigt hatte, begann ich die Situation ein wenig rationaler zu durchdenken. Bestimmt war Edgar in dieser Gegend bekannt wie ein bunter Hund. Und vermutlich wussten die Leute auch über seine sehr speziellen sexuellen Vorlieben Bescheid. Schließlich machte er keinen großen Hehl daraus, wenn er seine Sklavinnen weit sichtbar als Flaggen aufzog. Was wenn der Jäger gar nicht auf einer Rettungsmission gewesen war? Vielleicht arbeitete er ja sogar für Edgar. Denn es war nicht unwahrscheinlich, dass der Wald rundherum ebenfalls Edgar gehörte. Dadurch stellte sich mir aber sofort eine neue Frage. Was war dann in dem Umschlag gewesen? Nachdem ich noch eine Weile darüber gegrübelt hatte, gab ich auf. Schließlich machte es für mich keinen Unterschied, denn ich musste so oder so in diesem Haus bleiben. Der Jäger war nicht mehr als ein kurzer Hoffnungsschimmer gewesen. Allerdings hatte ich ihm trotzdem noch nicht verziehen und ich würde ihm ganz gehörig die Meinung geigen, falls er mir nochmal begegnen sollte. Die Episode mit dem Jäger hatte mich aus meiner Apathie herausgeholt. Ich war zwar immer noch ziemlich erschöpft, aber ich konnte nun auch wieder die angenehmen Gefühle in meinem luftigen Gefängnis genießen. Schon merkwürdig, wie sich ein anfängliches Horrorszenario in etwas Erotisches verwandeln kann. Selbst die Höhe machte mir jetzt nichts mehr aus, weil ich mich völlig sicher fühlte. Schön hier oben, hatte Edgar am Morgen gesagt. Er hatte recht damit, denn die Aussicht mit den Alpen im Hintergrund war spektakulär.

Am frühen Nachmittag erlöste mich Edgar von meiner Qual. Obwohl ich sie gar nicht mehr als solche empfand. Einerseits war ich froh, dass ich mich endlich ausruhen konnte. Aber irgendwie war es auch schade, dass die angenehme Liebkosung meines Körpers aufhören sollte. Vorsichtig wurde ich von ihm heruntergelassen. Es fühlte sich gut an, endlich wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren. Wobei er sich genau genommen unter meinem Rücken befand, denn ich war ja noch immer hilflos verpackt. Edgar zückte eine Sprühflasche und verteilte damit eine stark nach Alkohol riechende Flüssigkeit auf der Fahne. Wider erwarten war die Temperatur in luftiger Höhe ganz in Ordnung gewesen. Aber jetzt wurde mir derart eingeheizt, dass es richtig ungemütlich wurde. Denn dieses komische Zeugs erzeugte eine enorme Wärme. Und ich fühlte mich von dem Geruch auch ein wenig benebelt. Was sollte das? Kurze Zeit später bekam ich die Antwort, als Edgar anfing die beiden Stoffbahnen der Fahne auseinander zu ziehen. Kühlere Luft strömte an meinen Körper, was in diesem Moment richtig gut tat. Doch wenige Sekunden später folgte auch gleich eine Enttäuschung, denn Edgar schaltete meine Hypersensibilität wieder aus. Och nö!

» Du kannst jetzt aufstehen! «, forderte er mich auf.

Das war jedoch leichter gesagt als getan. Denn beim ersten Versuch knickten meine Knie einfach weg. Ich fühlte mich schwach, als ob mir eine Krankheit alle Energie geraubt hätte. Weshalb Edgar mir auf die Beine half und mich stütze. Nach ein paar Minuten fühlte ich mich wesentlich besser, so dass ich auch ohne seine Hilfe gehen konnte. Worüber Edgar bestimmt erleichtert war, denn jetzt musste er mich nicht wieder durchs ganze Haus schleppen. Er geleitete mich zurück bis zu meinem Zimmer, wo bereits ein warmes Essen auf mich wartete. Hungrig schlang ich die Mahlzeit in mich hinein. Danach entschied ich mich zum Fernsehen, weil es zum Schlafengehen noch zu früh war. Durch meine große Erschöpfung bekam ich von dem Programm jedoch nicht allzu viel mit und schlief selig auf dem Sofa ein. Als ich wieder aufwachte, tat mir der Nacken weh. Für ein Nickerchen war diese Couch wohl nicht so gut geeignet. Also ging ich doch zu Bett.

In dieser Nacht hatte ich mal wieder einen vollkommen absurden Traum. Edgar führte mich in einen Wald hinein. Wo er mir völlig überraschend erklärte, dass ich gehen dürfte. Das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen. Also nichts wie weg, bevor er es sich anders überlegte. Juchhu, endlich war ich frei! Der Wald war ziemlich dunkel, weshalb ich orientierungslos durch die Gegend stolperte. Aber irgendwie würde ich hier schon herauskommen. Nach einer Weile hörte ich in der Ferne einen Hund bellen. Ich lauschte und hatte den Eindruck, dass das Tier näher kam. Jetzt hörte ich auch noch eine Stimme die „Such“ rief. Erst wollte ich darauf zugehen, doch dann kam mir ein böser Verdacht. Vielleicht war dies ja der Jäger und Edgar veranstaltete eine Treibjagd mit mir als Beute. Zumindest würde das erklären, warum er mich laufen gelassen hatte. Vor Angst rutschte mir das Herz ganz tief in die Hose. Ich nahm die Beine in die Hand und rannte so schnell ich konnte. Doch trotz meiner Bemühungen schien der Jäger immer näher zu kommen. Über die Schulter schauend hetzte ich voran. Was sich als schwerer Fehler erwies, weil ich so eine Wurzel übersah. Mein Fuß blieb daran hängen und ich machte einen unfreiwilligen Hechtsprung.

» Dort drüben! «, rief eine gefährlich nahe Stimme.

Mist, er hatte mich gehört. Verzweifelt kroch ich ins nächste Gebüsch. In der Hoffnung, dass er mich dort nicht finden würde. Nun konnte ich meinen Verfolger durch das Blattwerk hindurch sehen. Bei dem Jäger handelte es sich um Edgar und sein Hund das war Heidi. Auf allen Vieren zerrte sie wild an ihrer Leine und kläffte mich bösartig an. Ein Terrier war sie ja schon immer gewesen, aber ich hätte das niemals so wörtlich genommen. Edgar nahm das Gewehr von der Schulter und legte in meine Richtung an. Oh Gott, nein! Ich stand auf und reckte meine Hände in die Höh.

» Bitte nicht schießen! Ich gebe auf! «

Doch Edgar schien nicht gewillt, seine Beute davonkommen zu lassen. Er lächelte mich erst an und drückte dann gnadenlos ab. In Zeitlupe kam eine schwarze Masse auf mich zugeflogen. Aber anstatt ihr auszuweichen, beobachtete ich fasziniert wie das wabernde Etwas immer näher kam. Als es mich an der Brust traf, erstarrte mein Körper. Ich konnte keinen einzigen Muskel mehr bewegen und kam mir vor wie eine Statue. Zwangsläufig musste ich an die schwarzen Figuren in Edgars Haus denken. Ob die wohl genauso entstanden waren? Und würde ich mich unter ihnen einreihen? Kaum hatte ich dies Gedacht, da breitete sich die schwarze Masse auch schon über meinen Körper aus. Ganz deutlich spürte ich, wie das Zeugs langsam an meinem Hals entlang nach oben kroch. Immer weiter, bis irgendwann mein Mund versiegelt war. Eigentlich war das egal, denn eine krude Logik sagte mir, dass eine Statue ja ohnehin nicht sprechen konnte. Ängstlich schielte ich auf meine Nase, die ganz langsam mit einer schwarzen Schicht überzogen wurde. Das Zeugs stieg immer höher, bis sich von unten eine Blende vor meine Augen schob. Nun war es finstere Nacht um mich herum. War mein Schicksal damit besiegelt? Doch nach einer halben Ewigkeit konnte ich urplötzlich wieder sehen. Verwirrt schaute ich mich um, denn ich befand mich nicht mehr im Wald sondern in einer Art Salon. Die Wände waren übersät mit menschlichen Jagdtrophäen, die man anscheinend mit glänzendem Latex überzogen hatte. Was für ein bizarrer Anblick. Erst in diesem Moment wurde mir bewusst, dass auch ich zur Trophäe geworden war und an einer Wand hing. Eigentlich hätte mich das zutiefst verstören müssen. Stattdessen war ich aber sogar stolz darauf, dass ich zu dieser exklusiven Sammlung gehörte. Denn mir gegenüber hingen die Ladies der berühmten Band „The Divas“, die ich seit meiner Jugend verehrte. Seltsamerweise konnte ich nun sogar deren Hit „Love is a hunt“ hören. Irgendwie passend!

Doch mein Musikgenuss wurde von einem durchdringenden Piepsen gestört. Dieses penetrante Geräusch zerstörte die ganze schöne Stimmung. Empört riss ich die Augen auf und stellte mit großer Enttäuschung fest, dass alles nur ein Traum gewesen war. Der laut randalierende Alkoven hingegen war sehr real. Wie ich dieses Scheißding hasste. Verärgert warf ich ein Kissen nach dem Störenfried. Aber das Gerät zeigte sich davon wenig beeindruckt und fuhr stur mit seinem Weckruf fort. Unwillig stapfte ich ins Badezimmer, um meine morgendliche Dusche zu nehmen. Während warmes Wasser über meinen Körper rieselte, stellte ich mir vor wie der Traum hätte weitergehen können. Vielleicht hätten mich „The Divas“ ja als neues Bandmitglied aufgenommen. Ich konnte zwar nicht besonders gut singen, aber dafür passte ich jetzt optisch ganz hervorragend zu den hübschen jungen Damen. Das war doch immerhin auch schon was. In diesem Moment fiel mir die eigene Heuchelei auf. Frauen, deren einzige Qualität ihr gutes Aussehen war, hatte ich schon immer verabscheut. Und nun wollte ich genau diese Eigenschaft zu meinem eigenen Vorteil nutzen. Natürlich hatte ich in dieser Band nichts verloren, denn in erster Linie kam es immer noch auf den Gesang an. Die Optik war lediglich ein schmückendes Beiwerk. Etwas mehr Selbstreflektion konnte mir nicht schaden. Mein Gedankengang wurde mal wieder von dem Alkoven unterbrochen, der eine Schüppe drauflegte und lauter wurde. Da ich auf die üblen Elektroschocks aber keinen Bock hatte, stieg ich schleunigst aus der Dusche und trocknete mich ab. Zurück im Schlafzimmer, bekam ich einen wenig überraschenden Befehl.

STELL DICH IN DEN ALKOVEN!

Wie wäre es mal mit etwas Abwechslung? DU HAST HEUTE FREI, wäre nett gewesen. Oder DU BIST FREI, wäre sogar noch besser. Soviel Kreativität durfte ich von dem Kasten aber wohl nicht erwarten. Obwohl hinter seinen Anweisungen mit Sicherheit Edgar steckte. Was mich am heutigen Tage wohl erwarten würde? Es gab nur einen Weg dies herauszufinden, also machte ich einen Schritt vorwärts und stieg in die ominöse Maschine. Da ich bereits wusste was geschehen würde, schloss ich meine Augen schon vor dem Aufleuchten der hellen Lichter. Ich hörte das leise Brummen und spürte die Wärme auf meiner Haut. Vor meinem geistigen Auge tauchten die vier Diven in einem Musikvideo auf. Sie trugen darin lange Stiefel und extrem schmale Korsetts. Die Ladies sangen ihren neusten Titel „Crush“. Und jedes Mal wenn der Refrain ertönte, spürte ich wie sich meine Taille verjüngte. Fast so als ob sie tatsächlich zerquetscht werden sollte. Parallel dazu drangen zwei Pflöcke unaufhaltsam in meinen Unterleib ein, während meine Arme kraftvoll nach hinten gezogen wurden. Es gab absolut nichts, was ich dagegen tun konnte. Ich fühlte mich vollkommen hilflos, was in meinem Schritt natürlich sofort die Säfte fließen ließ. So intensiv wie dieses Mal hatte ich die Einkleidung aber noch nie erlebt. Kaum hatte ich das gedacht, da war sie auch schon vorbei.


Fortsetzung folgt!
352. RE: Skandal um Lara

geschrieben von latexzwerg am 02.06.21 16:26

Vielen Dank für eine weitere Fortsetzung.
Immer wieder spannend, was du dir alles einfallen lässt.
So ein Alkoven ist schon eine tolle Erfindung.
353. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Grinser am 03.06.21 20:06

Ich liebe all deine Geschichten! Hab sie alle hier im Forum gelesen. Vorallem gefallen mir immer wieder die Hightech/Fantasy-Spielerreien wie zb Der Alkoven oder die Pflanze. Auch die "Vartex-Story" die sich durch all deine Geschichten durchzieht verfolge ich mit Spannung.

Was ist eigentlich aus dem guten Ferdinand geworden? Ist doch bestimmt ein guter Freund von Edgar und ebenfalls Mitglied (hihi) im Club XP?

Dein Schreibstil ist genial und hat Suchtpotential.

LG
Grinser
354. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 05.06.21 20:26

Hallo latexzwerg,

immer wieder gern geschehen.

Ja ich denke auch, dass so ein Alkoven ein richtiger Kassenschlager wäre.
Die Textilindustrie fände diese Erfindung aber wohl weniger gut.


Hallo Grinser,

es freut mich, dass dir meine Geschichten so gut gefallen.

Wenn ich ehrlich bin, dann dienen die Science-Fiction Einlagen in erster Linie dem Zweck, mir beim Schreiben das Leben zu erleichtern.
In gewisser Weise haben mir diese aber auch ein Alleinstellungsmerkmal verschafft. Was jedoch ein unbeabsichtigter Nebeneffekt war.

Der gute Ferdinand muss sich erst einmal von seiner anstrengenden Urlaubsreise erholen.
Ich würde ebenfalls nicht ausschließen, dass er mit Edgar befreundet ist. Die beiden scheinen auf einer Wellenlänge zu liegen und von Bayern bis nach Österreich ist es jetzt auch nicht so weit.

Diese Geschichte wird vermutlich meine Abschiedsvorstellung hier im Forum sein. Über die Jahre haben sich meine Stories weiter entwickelt. Anfangs waren sie noch kurz mit einer sehr direkten Storyline. Mit der Zeit wurde die Handlung allerdings komplexer und der Umfang wuchs auf Romanlänge an. Aus diesem Grund erscheint mir eine Veröffentlichung in etlichen Episoden nicht mehr so geeignet. Ich habe noch nicht entschieden, was ich in Zukunft genau machen werde. Höchstwahrscheinlich wird es aber nicht mehr auf dieser Plattform stattfinden.


LG
Fist
355. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 08.06.21 19:02

Teil 45


Als es kühler wurde öffnete ich meine Augen. Sofort wurde mir klar, warum meine Empfindungen diesmal stärker gewesen waren. Ein superenges Korsett formte meine Figur zu einer Wespentaille. Beim Atmen hatte ich kleinere Probleme, aber ansonsten fühlte sich die Enge eigentlich ganz gut an. Was man von den schwarzen Stiefeln ganz und gar nicht behaupten konnte, denn diese waren mehr als unbequem. Die Dinger reichten mir bis zum Oberschenkel hinauf und die Lauffläche war wie ein Pferdehuf geformt. Was sollte das? Diese Frage beantwortete sich fast von selbst, denn zwischen meinen Zähnen steckte eine Stange, die das Schließen des Mundes verhinderte. Das war eindeutig eine Trense. Ich war nicht besonders scharf darauf, hier das Pferdchen zu spielen. An Marias Po hatte ich mal so einen Pferdeschweif gesehen und ich erinnere mich noch gut daran, wie lächerlich das bei ihr ausgesehen hatte. Zudem war das Ding auch noch mit einem Plug verbunden gewesen. In diesem Moment fiel mir siedend heiß auf, dass sich meine südlichen Regionen ziemlich ausgefüllt anfühlten. Ein Blick über die Schulter bestätigte den Verdacht, denn auch aus meinem Hinterteil ragte nun ein heller Pferdeschweif heraus. Und um das Ganze entsprechend abzurunden, steckten meine Arme noch zusätzlich in einem Monoglove hinter dem Rücken. Was für eine Scheiße! Vorsichtig machte ich einen Schritt aus dem Alkoven heraus. Wodurch sich die Eindringlinge in meinem Unterleib heftig bewegten. Wie groß waren diese Dinger bloß? Es fühlte sich so an, als wären sie in mir aneinander gestoßen. War das anatomisch überhaupt möglich? Im Spiegel bekam ich erstmals den kompletten Pferdelook zu sehen. Neben den mir bereits bekannten Details, wedelte zu meinem Verdruss auch noch ein bunter Federbusch auf meinem Kopf herum. Was für eine überaus peinliche Aufmachung! Dies übertraf sogar mein damaliges Outfit als Milchkuh. Und das sollte wirklich etwas heißen.

Um mich an meine neue „Kleidung“ zu gewöhnen, lief ich etwas im Zimmer herum. Diese Stiefel machten einen Mordslärm, sobald ich sie auf dem Parkettboden aufsetzte. So als ob sie Metallsohlen hätten. Was sich sogar als wahr herausstellte, als ich deren Unterseite begutachtete. Denn die Sohlen waren tatsächlich mit Hufeisen beschlagen. Edgar hatte wirklich einen Knall! Das Korsett zwang mich in eine aufrechte Haltung. Wodurch ich unweigerlich den Kopf nach hinten nahm und meine nackten Brüste nach vorn reckte. Irgendwie wirkte mein Busen nun deutlich fülliger, weil er von dem Korsett kräftig nach oben gepuscht wurde. Ein Effekt, der mir richtig gut gefiel. Allerdings hatte ich mit dem blöden Monoglove zu kämpfen. Denn dieses Teil hier war kein Vergleich zu dem Ding, welches Hans mir im Krankenhaus angezogen hatte. Er hatte den Monoglove damals geschnürt, wodurch mir noch ein minimaler Bewegungsspielraum geblieben war. Doch dieser hier war vollkommen nahtlos und derart eng, dass ich fast glaubte meine Arme wären miteinander verschweißt worden. Mit anderen Worten, sie fühlten sich wie unnütze Anhängsel hinter meinem Rücken an. Am irritierendsten waren jedoch die beiden Eindringlinge in meinem Unterleib. Ich kam mir vor, als wäre ich gepfählt worden. Bei jedem Schritt erwachten diese vermaledeiten Dinger zum Leben. Was zu äußerst seltsamen Empfindungen führte, weil ich mich nicht entscheiden konnte, ob ich es geil oder unangenehm fand. Denn irgendwie traf beides zu. Erwähnen sollte ich wohl auch noch diese dämliche Trense zwischen meinen Zähnen. Durch das Mistding fing ich fürchterlich an zu sabbern, weshalb mir bereits der Speichel auf die Brüste tropfte. War sowas denn wirklich nötig? Sabrina hatte mir mal von Ponygirls erzählt und jetzt bekam ich am eigenen Leib vorgeführt, was sich hinter diesem Begriff verbarg. Eine Demonstration auf die ich gerne verzichtet hätte.

Nach einer halben Stunde bekam ich Besuch von Edgar. Er trug enge Reiterhosen und lange Stiefel. Hoffentlich hatte er nicht vor auf meinen Rücken zu steigen. Oder mich in einer ganz anderen Form zu reiten. Mit der Gerte in seiner rechten Hand klopfte er sich gegen die Lederstiefel. Das sah echt bedrohlich aus und ich wollte keine nähere Bekanntschaft mit diesem Teil machen. Edgar winkte mich zu sich, woraufhin ich ganz normal zu ihm stöckelte. Er runzelte darüber die Stirn und schüttelte leicht den Kopf.

» Lektion Nummer eins. Hebe beim Laufen deine Knie bis auf Hüfthöhe an! «

Danach zeigte er an, dass ich so eine Runde durchs Zimmer drehen sollte. Ich kam mir unglaublich blöd dabei vor. Und man kam auf diese Weise auch kaum von der Stelle. Vor allem aber rührten die beiden Pflöcke kräftig in meinem Unterleib herum. Was natürlich nicht ohne Folgen blieb, denn in meinem Schritt sammelte sich mehr und mehr Feuchtigkeit an. Warum zum Geier turnte mich so ein kindischer Blödsinn nur an? Jeder halbwegs normale Mensch würde darüber bloß den Kopf schütteln. Inklusive mir selbst!

» Sehr schön, kommen wir zu Lektion Nummer zwei. Nimm deinen Kopf nach oben und streck die Brust raus! «

Wieso? Bedingt durch das Korsett machte ich das doch ohnehin schon. Offenbar war es für Edgar aber nicht genug. Also nahm ich das Kinn noch höher und schob meinen Busen so weit wie möglich nach vorne. Im Spiegel sah das extrem übertrieben aus und es wirkte auf mich sogar etwas arrogant. Aber Edgar schien mit mir zufrieden zu sein, denn er nickte zustimmend.

» Gut gemacht, du lernst sehr schnell! Komm zu mir, du hast dir eine Auszeichnung verdient! «

So schwierig war diese Aufgabe ja nun wirklich nicht gewesen. Das hätte wohl jeder hinbekommen. Trotzdem freute ich mich über sein Lob und ich war neugierig auf die versprochene Auszeichnung. Wollte er mir einen Orden verleihen? Etwa wider den tierischen Ernst, für meine karnevalsreife Verkleidung. Denn in dieser Aufmachung könnte ich mit Sicherheit einen Preis für das beste Kostüm gewinnen. Oder zumindest für das Gewagteste. Jedenfalls würde ich so niemals freiwillig zu einer Faschingsparty gehen. Aber in diesem Haus kümmerte meine Meinung ja bekanntlich niemanden, weshalb auch einfach über meinen Kopf hinweg entschieden wurde, was ich zu tragen hatte. Eigentlich ein vollkommen unakzeptabler Zustand. An den ich mich aber schon so weit gewöhnt hatte, dass er mir normal erschien. Und auf eine gewisse Weise hatte diese Entmündigung sogar ihren Reiz für mich. Auch wenn ich nicht genau erklären kann weshalb. So wie ich es kurz zuvor gelernt hatte, stolzierte ich mit erhobenem Haupte zu Edgar und blieb direkt vor ihm stehen. Völlig unerwartet nahm er meine Brustwarzen zwischen die Finger und zwirbelte leicht daran. Unbewusst entwich mir ein lustvolles Stöhnen, was sogleich ein Lächeln auf sein Gesicht zauberte. Diese Auszeichnung ließ ich mir gerne gefallen, denn seit meine Nippel mit Amors Pfeilen verschönert worden waren, reagierten sie extrem sensibel auf jegliche Art von Berührung. Allerdings hatte ich mich diesmal zu früh gefreut, denn wenig später setzte Edgar eine fiese Metallklemme auf meine linke Brustwarze. Das Ding biss gemein zu und der aufkommende Schmerz ließ mich die Luft einsaugen. Autsch, dies war mehr Bestrafung als Belohnung. Womit hatte ich das verdient? Und da man auf einem Bein bekanntlich schlecht stehen konnte, wurde auch gleich die andere Seite mit so einem Teil ausgestattet. Ich schüttelte meine Brüste hin und her, in der vagen Hoffnung, dass die Dinger wieder abfallen würden. Ein Gefallen, den mir diese Klemmen aber leider nicht tun wollten. Also musste ich sie wohl oder übel ertragen. Aber Edgar war noch lange nicht fertig, denn als nächstes hängte er kleine Glöckchen an die Brustklemmen. Mit dem zusätzlichen Gewicht verstärkte sich natürlich auch umgehend der Schmerz. Langsam war das nicht mehr witzig. Es reichte, ich hatte genug von diesem Scheiß. Jetzt bimmelte ich auch noch bei jeder Bewegung. War meine Aufmachung denn nicht schon peinlich genug, so dass ich auch noch akustisch auf mich aufmerksam machen musste? Diese Auszeichnung konnte sich Edgar sonst wohin stecken. Vielen Dank dafür!

» Steht dir richtig gut! «, meinte er grinsend.

» Du mich auch! «, lautete meine stille Antwort.

Seitlich an meiner Trense hängte Edgar eine Leine ein und schon ging die Reise los. Er schritt langsam voraus und ich folgte ihm in meinem unnatürlichen Pferdegang. Ganz kurz überlegte ich, ob ich dabei schummeln sollte. Schließlich war ich in seinem Rücken und er konnte mich nicht sehen. Doch dann wurde mir bewusst, dass er es vermutlich hören würde. Denn jeder Kontakt zum Boden war deutlich hörbar und auch meine Glöckchen bimmelten in einem ganz bestimmten Rhythmus. Also ließ ich diese riskante Idee lieber bleiben, um nicht noch eine Auszeichnung zu bekommen. Denn die letzte reichte mir völlig. Es ging durchs ganze Haus bis in die Eingangshalle. Auf der Treppe nach unten ließ Edgar mich vorausgehen, während er seine Hände auf meine Schultern legte. Vermutlich war das nur eine Vorsichtsmaßnahme, damit ich nicht kopfüber hinunterfallen konnte. Plötzlich begriff ich, dass es wohl nach draußen gehen sollte. Sofort wurde mir ganz anders, denn mir stand nicht unbedingt der Sinn nach einem öffentlichen Ausritt. Wir könnten auf Normalos treffen, die mich in diesem Outfit bestimmt für eine Perverse halten würden. Andererseits bestand aber auch die Möglichkeit, dass ein Passant die Polizei anrufen würde. Und sei es nur wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses. In diesem Fall hätte mein peinlicher Auftritt dann sogar etwas Positives. Zudem bot sich mir vielleicht ja auch eine Gelegenheit zum Weglaufen. Es gab also eindeutig mehr Chancen als Risiken. Was war eine Blamage schon verglichen mit der Freiheit. Hü Pferdchen!

Im Innenhof parkte so eine Art Sulky. Nur handelte es sich bei diesem Gefährt um einen Zweispänner für menschliche Tiere. Das andere Ponygirl trug dieselbe Aufmachung wie ich und sie war auch bereits eingeschirrt. Wenigstens machten wir uns zu zweit öffentlich zum Affen. Oder besser gesagt zum Pferd. Bei meiner Leidensgenossin handelte es sich um Sabrina, oder war das Heidi? Optisch konnte ich die beiden noch immer nicht auseinanderhalten und das Verhalten dieses Ponys ließ sich im Moment sehr schwer beurteilen. Also hoffte ich mit Sabrina ein gemeinsames Gespann zu bilden. Ich wurde zu dem Sulky geführt und in Windeseile vor Edgars Karren gespannt. Zufrieden stieg unser Jockey anschließend auf seinen Wagen. Wir waren bereit, die Frage war nur wofür. Urplötzlich knallte es hinter uns, was mich vor Schreck zusammenzucken ließ. Das musste eine Peitsche gewesen sein.

» Hüah! «, hörte ich Edgar rufen.

Meine Kollegin hob ihr rechtes Bein und machte einen Schritt nach vorne. Leicht verspätet tat ich es ihr gleich. Ich spürte die Last des Wagens an meiner Hüfte zerren, bis er ganz langsam losrollte. Das Kopfsteinpflaster im Hof war nicht gerade ein idealer Untergrund für so eine Aktion. Denn allzu viel Grip hatten die Metallsohlen der Stiefel dabei nicht und man musste auch höllisch aufpassen nicht umzuknicken. Trotzdem gelang es uns den Sulky in Bewegung zu setzen, auch wenn wir nicht besonders schnell waren. Angesichts unserer künstlichen Gangart war das aber auch kein Wunder. Unbewusst passte ich mich an den Rhythmus meiner Kollegin an, bis wir irgendwann im Gleichschritt marschierten. Damit war sie dann wohl das Leittier in unserem Gespann. Als Anfängerin in dieser Art des Pferdesports war das aber vollkommen in Ordnung für mich. Nachdem wir das Tor durchquert hatten, wurde es etwas einfacher für uns, weil der Wagen auf der Straße gleichmäßiger dahin rollte. Ich schaute mich um, ob hier sonst noch irgendwelche Leute unterwegs waren. Außer uns war im Moment jedoch niemand zu sehen. Was mich durchaus erleichterte, denn ich war noch nicht bereit für meinen peinlichen Auftritt. Ich sollte mir schleunigst überlegen, wie ich bei der Begegnung mit einem Normalo reagieren wollte. Vielleicht auf ihn zulaufen? Das könnte im Gespann schwierig werden, wenn meine Kollegin nicht mitzog. Aber welche anderen Optionen hatte ich? Mir wurde bewusst, dass meine Möglichkeiten sehr begrenzt waren. Denn Edgar würde bestimmt nicht tatenlos zuschauen. Eigentlich konnte ich nur versuchen die Aufmerksamkeit eines Passanten zu erregen. Und das dürfte allein schon durch unsere Outfits geschehen. Also blieb mir nur beten und auf das Beste zu hoffen. Wir fuhren die Straße entlang, direkt auf den Wald zu. Nach etwa 50 Metern traf mich der Stiefel meiner Kollegin am Bein.

» Mensch, pass doch besser auf! «, dachte ich mir.

Doch 10 Meter weiter passierte das Gleiche noch einmal. Aus den Augenwinkeln heraus hatte ich genau gesehen, dass sie absichtlich zur Seite ausgekeilt hatte. Das musste das Miststück Heidi sein. Na warte, das bekommst du zurück. Also revanchierte ich mich an ihr, indem ich ihr ebenfalls meinen Huf gegen das Bein knallte. Allerdings hatte ich es wohl viel zu offensichtlich gemacht, denn Edgar schritt in diesem Moment ein.

» Schluss jetzt! «, dröhnte seine Stimme von hinten.

Im gleichen Atemzug klatschte irgendwas heftig auf meine linke Pobacke. Vor Schmerz machte ich einen Satz nach vorn und kam aus dem Tritt. Er hatte mir mit der Gerte eins übergezogen. Das war unfair, Heidi hatte damit angefangen! Und jetzt grinste sie mir auch noch rotzfrech ins Gesicht. Dieses Miststück nutzte die Tatsache aus, dass ihr Ehemann auf dem Kutschbock saß. Den man wohl kaum als unparteiisch bezeichnen konnte. Am liebsten hätte ich lautstark protestiert. Aber zum einen war das mit Trense nur sehr bedingt möglich und zum anderen hätte mir das wohl nur weitere Hiebe eingebrockt. Also schluckte ich meinen Ärger hinunter. Nach Edgars Intervention hatte Heidi wenigstens aufgehört zu treten. Vergeben hatte ich ihr diese Aktion jedoch nicht und der passende Zeitpunkt für meine Rache würde noch kommen. Wir trabten weiter bis in den Wald hinein. Dort bogen wir nach etwa 100 Metern in einen engen Waldweg ein. Auf dem weichen Boden wurde es sofort wieder schwieriger den Sulky zu ziehen. Zudem gab es jede Menge Wurzeln, die sich den Rädern des Wagens entgegenstellten. Mit anderen Worten, es wurde zu einer ziemlich mühsamen Angelegenheit. Am schlimmsten war jedoch, dass der Weg derart schmal war, dass eine von uns immer halb im Gestrüpp laufen musste. Weshalb wir beide in Richtung Mitte drückten. Das hatte zur Folge, dass wir in Schlangenlinien fuhren und der Wagen zweimal sogar an einem Baum hängenblieb. Der Pferdegang war uns völlig verloren gegangen, denn wir mussten uns regelrecht vorankämpfen. Zu unserem Glück wurde das aber auch von Edgar erkannt, weshalb er wohl auf die Durchsetzung seiner Vorgaben verzichtete. Als wir endlich den Waldrand erreicht hatten, war ich klatschnass. Und das nicht nur von außen, denn die beiden Eindringlinge in meinem Inneren hatten ebenfalls sehr gute Arbeit geleistet. Man konnte zwar nicht sagen, dass ich kurz vor einem Orgasmus stand, aber eine gewisse sexuelle Erregung spürte ich durchaus. Es geilte mich offenbar auf als Pferdchen verkleidet durch einen Wald zu laufen. Langsam war bei mir wirklich Hopfen und Malz verloren. Ob es Heidi wohl ähnlich erging?


Fortsetzung folgt!
356. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 15.06.21 19:02

Teil 46


Der Weg endete auf einer Wiese. Wir befanden uns auf einem Hügel und von hier oben hatte man einen wundervollen Blick auf die Landschaft darunter mit einem malerischen kleinen See. Nicht weit entfernt entdeckte ich eine Koppel mit richtigen Pferden. Was sich diese Tiere wohl über ihre neuen Artgenossen dachten? Anscheinend wollte das auch Edgar herausfinden, denn er steuerte uns direkt darauf zu. Mit einer strengen Ermahnung wurde ich daran erinnert, dass ich meine Knie jetzt wieder weit nach oben zu nehmen hatte. Wenigstens hatte er nicht wieder seine Gerte benutzt, um mir das begreiflich zu machen. Vor der Pferdekoppel hielten wir an und Edgar kletterte von seinem Sulky herunter. Endlich eine Pause! Er ging an den Zaun und strich einem der echten Pferde über den Kopf. Ob dies vielleicht seine eigenen Tiere waren? Das war durchaus möglich, denn zwei weitere Pferde kamen zu ihm gelaufen. Jedenfalls war er für sie kein Unbekannter. Unerklärlicherweise fühlte ich mich in diesem Moment ein wenig vernachlässigt. Wurde ich jetzt schon auf Pferde eifersüchtig? Man man man!

Edgar kehrte zurück und befreite seine menschlichen Pferdchen aus den Geschirren. Ganz kurz kam mir der Gedanke einfach den Hügel runter zu rennen. Ohne die Stiefel und den Monoglove hätte ich vielleicht sogar eine Chance gehabt. Aber so würde ich nicht allzu weit kommen, Edgar könnte mich spielend wieder einfangen. Blöder Mist! Er führte uns zum Zaun und stellte uns dort seinen tierischen Freunden auf der Koppel vor. Eigentlich sahen sie ja ganz friedlich aus, aber ich hatte trotzdem einen gehörigen Respekt vor diesen großen Tieren. Zum Glück befanden sie sich auf der anderen Seite des Zauns. Kaum hatte ich das gedacht, da schlug das Schicksal auch schon gnadenlos zu. Edgar öffnete das Gatter und schob uns beide auf die Koppel. Wozu, sollten wir hier grasen?

» Seid nett zu den beiden! «, sagte Edgar lachend zu seinen Vierbeinern.

Und schon war das Gatter wieder geschlossen. Heidi rannte los wie eine Bekloppte und fing lautstark an zu wiehern. Jetzt war sie vollkommen durchgedreht. Anscheinend sah das auch eines der Pferde so, denn es schüttelte schnaubend seinen Kopf. Edgar hingegen lachte nur schallend über seine Frau. Normalerweise tat er ja nichts ohne einen Plan. In diesem Fall leuchtete mir jedoch nicht ein, worin dieser bestand. Nur auf der Koppel herumzulaufen konnte es ja wohl nicht sein. Plötzlich kamen mir Bilder in den Kopf, wie ein Hengst eine Stute bestieg. Oh Gott! War eines dieser Pferde vielleicht ein männliches Tier? Ängstlich schaute ich mich um. Die Tiere schienen jedoch eher Abstand zu mir zu halten. Ich schalt mich selbst für den dummen Gedanken. Denn selbst wenn ein Hengst unter diesen Pferden sein sollte, warum sollte er ein gesteigertes Interesse an mir entwickeln? Seine Artgenossinnen waren sicherlich wesentlich attraktiver. Da war wohl mehr meine Fantasie mit mir durchgegangen. Denn kein Hengst würde mir den Hengst machen.

» Ich bin in zwei Stunden wieder zurück. Vertrag dich mit Heidi! «, wies mich Edgar an, bevor er kehrt machte und über die Wiese den Hügel hinunterging.

Das hätte er besser mal seiner Frau sagen sollen, denn sie war es doch, die immer Streit suchte. Doch dies war nur der unwichtige Part seiner Worte gewesen. Denn ich wusste nun, dass ich die nächsten zwei Stunden unbeaufsichtigt sein würde. Abgesehen von Heidi natürlich, aber was konnte die mit ihren gefesselten Armen schon groß machen. Eine bessere Gelegenheit zur Flucht würde ich so schnell nicht mehr bekommen. Ich musste nur irgendwie über diesen Zaun kommen. Was sich leichter anhörte als es war. Auf der Außenseite des Gatters gab es einen Riegel, den man nur zur Seite schieben musste. Dummerweise kam ich ohne meine Arme aber nicht an das Ding heran. Und drüber zu klettern war ebenfalls nicht möglich. Aber irgendeine Möglichkeit musste es doch geben. Vielleicht gab es ja irgendwo ein Loch in der Umzäunung. Also ging ich an dem Zaun entlang, auf der Suche nach einer guten Stelle. Die Verrückte lief noch immer wild durch die Gegend, wodurch sie Bewegung in die Herde gebracht hatte. Mir erschien das nicht ganz ungefährlich, denn es barg das Risiko von diesen großen Tieren über den Haufen gerannt zu werden. Hoffentlich passierte mir das nicht. Aber solange Heidi mich in Ruhe ließ, sollten mir ihre Spinnereien egal sein.

Auf der gegenüber liegenden Seite entdeckte ich endlich etwas, was mir zur Flucht verhelfen könnte. Eine Pferdetränke stand dort direkt am Zaun. Wenn es mir gelang dort drauf zu steigen, dann könnte ich mit einem Sprung vielleicht den Zaun überwinden. Es war zumindest einen Versuch wert. Diese Tränke stellte sich dummerweise als ein kleines Stück zu hoch heraus, so dass ich meinen Stiefel nicht vernünftig aufsetzen konnte. Verdammt, irgendwie musste das doch gehen. Ein paar Meter entfernt lag ein größerer Stein. Vielleicht konnte ich das Ding ja näher heranrollen und dann als Stufe benutzen. Der Stein war schwer und es kostete mich einige Mühe ihn mit dem Stiefel zu bewegen. Nachdem er aber endlich aus seiner ursprünglichen Kuhle heraus war, rollte er fast wie von selbst. Geschafft, jetzt lag das Ding direkt neben der Tränke. Was Heidi offenbar als Stichwort für ihren Auftritt verstand. Sie kam angerannt und stammelte irgendetwas Unverständliches. Für ihren Blödsinn hatte ich jetzt keine Zeit. Also stieg ich auf den Stein. Was eine ziemlich wacklige Angelegenheit war, weil das Ding auf der Oberseite rund war. Bevor ich meinen Fuß jedoch auf die Tränke setzen konnte, schubste mich Heidi von dem Stein herunter. Vermutlich hatte sie begriffen was ich vorhatte. Ich wollte mich aber nicht von ihr aufhalten lassen. Deshalb rammte ich ihr kraftvoll meine Schulter gegen die Brust, wodurch sie nach hinten taumelte. Und eine Sekunde später lag Heidi dann auch schon im Matsch. Prust! Offenbar hatte sie mein Rempler überrascht. Jetzt aber los, bevor sie sich wieder auf die Beine kämpfte. Erneut stellte ich mich auf den Stein und in einem wahren Balanceakt gelang mir auch der zweite Schritt auf die Tränke hinauf. Schwankend kämpfte ich mit dem Gleichgewicht, aber es gelang mir mich zu stabilisieren. Über die linke Schulter hinweg sah ich, dass sich Heidi noch immer im Schlamm suhlte. Vielleicht hätte Edgar sie ja besser zu einem Schweinchen gemacht, grins! Ganz bedächtig machte ich einen kleinen Schritt und sprang dann ab. Dummerweise rutschte ich dabei aber weg, wodurch ich nicht mehr hoch genug kam. Ich blieb mit dem Stiefel am Zaun hängen und segelte Kopf voraus in die Wiese. Zum Glück war der Untergrund dort halbwegs weich gewesen, auch wenn man nicht wirklich von einer sanften Landung sprechen konnte. In meiner Euphorie war das kleine Missgeschick jedoch sofort vergessen, denn ich hatte es endlich geschafft. Ich war frei!

Nachdem ich aufgestanden war, schaute ich mich erst einmal um. In welche Richtung sollte ich jetzt gehen? Das Haus stand oben auf dem Hügel, also musste ich auf alle Fälle bergab. Und weil Edgar rechts runtergegangen war, entschied ich mich für die linke Seite. Dort unten sah ich in etwa zwei Kilometern Entfernung ein kleines Dorf. Dieses würde mein Ziel sein. Mir stand ein gewaltiger Fußmarsch in äußerst unbequemen Stiefeln bevor. Aber ich war mir sicher, dass ich das trotzdem schaffen konnte. Dann also los! Nach etwa 50 Metern drehte ich mich noch einmal um. Auf der anderen Seite des Zauns starrte mir eine dreckverschmierte Heidi grimmig hinterher. Sehr gut, sie machte keine Anstalten mir zu folgen. Mach‘s gut du Miststück! Frohen Mutes marschierte ich voran. Der Abhang wurde mit der Zeit immer steiler, weshalb ich meine Schritte ganz gezielt setzen musste. Ansonsten wäre ich wohl wie ein Ball den Hügel heruntergerollt. Solche Komplikationen konnten mich jedoch nicht aufhalten. Ein Stück voraus sah ich jedoch ein Hindernis, welches durchaus zum Problem werden könnte. Denn dort unten gab es einen Bach. Hoffentlich war er nicht zu tief, denn schwimmen war mit dem Monoglove unmöglich. Dieses Mal hatte ich jedoch das Glück auf meiner Seite, denn ich entdeckte auch einen Weg. Bestimmt existierte dann auch eine Brücke über den kleinen Fluss. Vorsichtig stieg ich weiter ab, bis ich den Schotterweg erreicht hatte. Sollte ich den direkten Weg durch den Bach nehmen oder sollte ich besser dem Weg folgen? Ich wusste nicht, ob es hier überhaupt eine Brücke gab. Und ich wusste ebenfalls nicht, ob die schmale Straße auch zu dem Dorf führte. Andererseits war das querfeldein Laufen ziemlich mühsam und ich war auch nicht scharf darauf durchs Wasser zu stiefeln. Plötzlich entdeckte ich rechts von mir in etwa 200 Meter Entfernung ein geparktes Auto. Dies war definitiv die falsche Richtung, denn dorthin führte der Weg bergauf. Wo es Autos gab, da musste es aber auch Menschen geben. Wenn es mir gelang den Fahrer zu finden, dann könnte ich mir sehr viel Mühe ersparen. Es war auf alle Fälle einen Versuch wert und falls dort niemand war, dann musste ich das Stückchen eben wieder zurücklaufen. Auf der Strecke zum Auto erhöhte sich mein Pulsschlag deutlich. Was nicht nur daran lag, dass ich bergauf ging. Denn womöglich stand mir gleich eine ziemlich peinliche Begegnung bevor. Als ich dem Auto näher kam bemerkte ich, dass dort sogar zwei Fahrzeuge geparkt waren. Umso besser! Aber was machten die hier mitten im Nirgendwo? Ein paar Minuten später hatte ich die beiden Autos erreicht. Es handelte sich um zwei große Limousinen, eine mit Kennzeichen aus München und die andere kam aus der Schweiz. Von den Fahrern war jedoch keine Spur zu sehen. So ein Mist! Neugierig schaute ich in einen der Wagen und entdeckte auf dem Beifahrersitz eine Mappe mit dem Aufdruck „Ultra-MedTech“. Irgendwoher kam mir der Name bekannt vor, aber ich konnte ihn einfach nicht zuordnen.

Ich wollte mich bereits auf den Rückweg machen, da entdeckte ich leicht versteckt eine Hütte. So langsam bekam ich eine Ahnung was die hier trieben. Vermutlich waren die Fahrer verheiratet und sie trafen sich an diesem einsamen Ort für ein Schäferstündchen. Zusammen sehen würde sie hier jedenfalls niemand. Außer vielleicht einer als Ponygirl verkleideten Journalistin. Eigentlich war das gar nicht so schlecht, denn die beiden Fahrer waren bestimmt auf Diskretion bedacht. Und auch mir wäre es bedeutend lieber, wenn mein peinlicher Auftritt nicht publik würde. Bei einem Tete-a-tete störte ich ja nur sehr ungern, aber dies hier war eindeutig ein Notfall. Also ging ich bimmelnd auf die Hütte zu, in der eines der Fenster offen stand. In etwa 10 Meter Abstand blieb ich stehen und lauschte. Kein verräterisches Stöhnen war zu vernehmen. Dafür hörte ich die Stimmen von einem Mann und einer Frau. Sie schienen bereits fertig zu sein. Oder sie hatten noch gar nicht angefangen. Egal, jedenfalls würde ich nicht mitten in ihren Akt hineinplatzen. Ich atmete noch einmal tief durch und legte dann die letzten Meter zur Hütte zurück. Direkt vor der Tür stehend, konnte ich nun auch deren Worte verstehen.

» … die FSI-Bank die Finanzierung übernehmen. Es gibt da allerdings noch ein paar Punkte, die wir vorher klären müssen. Laut diesem Konzept planen sie mit einer Gewinnmarge von 1500 Prozent. Was ist die Grundlage für diese Einschätzung? «, fragte die männliche Stimme.

» Nach langjähriger Forschung sind wir in der Lage Materialeigenschaften in sehr großem Maße zu verändern. Diese innovative Technologie hat uns zum Marktführer in der deutschen Medizintechnik gemacht und natürlich wollen wir in unserem Kerngeschäft weiter expandieren. Allerdings gibt es auch noch weitere Märkte, welche wir mit ganz neuen Produkten erschließen möchten. In erster Linie haben wir dabei an Sexspielzeuge jeglicher Art gedacht. Denn alles was mit Sex zu tun hat, ist von der Medizin ja gar nicht mal so weit entfernt. Unsere technischen Fähigkeiten sind weltweit einzigartig. Was uns bei vielen Produkten zum Monopolisten machen wird, weil niemand anderes Vergleichbares herstellen kann. Bei neuartigem Sexspielzeug gehört im Prinzip jeder Erwachsene zum potentiellen Kundenkreis. Und der natürliche Sexualtrieb dürfte für die nötigen Kaufanreize sorgen. Deshalb sollte sich auch ein höherer Preis im Markt durchsetzen lassen! «, antwortete die Frau.

Das war gar kein erotisches Stelldichein sondern eine Geschäftsbesprechung. Warum traf sich ein Banker mit der Vertreterin einer Medizintechnikfirma in einer einsamen Hütte? Viel konspirativer ging es doch wohl kaum. Dies war mehr als verdächtig und sah für mich oberfaul aus. Zudem hörte sich das Geschäft auch nach einer ziemlichen Abzocke an. Mir kamen Zweifel, ob ich mich wirklich von diesen zwielichtigen Gestalten retten lassen wollte. In diesem Moment fiel mir siedend heiß ein, woher ich den Namen der Firma Ultra-MedTech kannte. Ich hatte ihn in dem geheimen Kellerlabor auf einem Dokument gelesen. Oh Shit! Mit denen wollte ich lieber nichts zu tun haben. Es wurde Zeit für einen strategischen Rückzug. So leise wie möglich drehte ich mich um und erschrak, weil ein Schatten hinter mir stand.

» Du darfst ruhig reingehen! «, meinte ein lächelnder Edgar.

Wo kam der denn auf einmal her? Eigentlich hätte ich mir wirklich denken können, dass Edgar bei diesem fragwürdigen Geschäft seine Finger mit im Spiel hatte. Vermutlich hatte er mein Bimmeln gehört, als ich mich der Hütte genähert hatte. Und danach hatte er sich wahrscheinlich hinten raus geschlichen. Wie naiv ich doch in diese Situation hineingestolpert war, ich hätte einfach vorsichtiger sein müssen. Ich Heldin hatte es doch tatsächlich geschafft ihm ungewollt zu folgen. Nur hatte ich wohl die kompliziertere Strecke gewählt. Lara das hast du aber mal so richtig klasse hinbekommen! Jetzt war ich schon so weit gekommen, da wollte ich nicht einfach aufgeben. Also trat ich Edgar vors Schienbein und lief so schnell ich konnte los. Eine äußerst dumme Entscheidung, wie ich heute zugeben muss. Denn natürlich wurde ich von ihm sofort wieder eingefangen. Er packte meinen Monoglove und zog ihn kraftvoll in die Höhe. Mir blieb dadurch nichts anderes übrig, als meinen Oberkörper weit nach vorne zu beugen. Und schon ging eine Gerte auf meinen Hintern nieder. Ich hüpfte herum wie ein junges Pony, aber für meinen Po gab es keinerlei entkommen. Bereits nach wenigen Hieben brannte er wie Feuer. Hitze entstand aber auch an anderer Stelle, denn meine Muschi begann ebenfalls zu glühen. Die Erfahrung durch Prügel sexuelle Lust zu empfinden, hatte ich zuvor schon bei Hannah von Niederaubach gemacht. Eine Erklärung dafür hatte ich aber noch immer nicht.


Fortsetzung folgt!
357. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Gummimaske am 16.06.21 07:01

Soll Lara in Zukunft Sexspielzeug erproben?Das wär ja bestimmt eine neue interessante Richtung.
358. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Grinser am 16.06.21 16:15

Ich frage mich ja die ganze Zeit, ob Lara überhaupt festgehalten wird, oder einfach gehen dürfte?

Klar, ihre alte Herrin (hab den Namen vergessen) hat sie gegen ihren Willen festgehalten, aber Edgar ist ja wohl sowieso ein bischen anders veranlagt als die alte Herrin. Hat Sabine einfach mal versucht mit ihm zu Reden?

Vielleicht hab ich aber auch einfach nur was überlesen..
359. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 18.06.21 15:12

Hallo Gummimaske,

ein richtiger Traumjob für Lara, nicht wahr?

Dann hat sie aber mal eine steile Karriere hingelegt.
Von der Journalistin zur Testpilotin für Sexspielzeug.

Ob ihr dabei wohl noch ein Höhenflug bevorsteht?


Hallo Grinser,

du stellst da eine richtig gute Frage.

Lara geht davon aus, dass sie nicht einfach so gehen kann.
Mit Edgar drüber gesprochen hat sie jedoch nicht.

Es wäre doch wirklich saublöd, wenn sich irgendwann herausstellen sollte, dass sie einfach nur fragen musste.


LG
Fist
360. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erika2 am 21.06.21 09:49

Hallo Ironfist,

zwei wunderschöne Fortsetzungen, auch mich macht die Vorstellung ganz heiß, wie Lara zum Pferdchen aufgezäumt zu sein. So vor ein Sulky gespannt zu sein und ab und zu die Peitsche auf dem Po zuspüren ein Traum.

Bitte weiter schreiben.

Mit devoten Grüßen

Erika
361. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erin am 21.06.21 17:33

Mal sehen was sie so noch unter Edgar so alles erlebt.
362. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 22.06.21 18:38

Hallo Erika2,

vielleicht machen wir aus dem Zwei- ja einen Dreispänner.


Hallo Erin,

jetzt wird Lara wohl erst einmal für den Tritt büßen müssen.
Bei den paar Hieben dürfte es wohl nicht bleiben.

Mitleidsbekundungen dürfen nun geäußert werden.


LG
Fist
363. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 22.06.21 19:02

Teil 47


» Das war wirklich nicht sehr nett von dir! «, wurde ich getadelt.

» Offensichtlich habe ich dich unterschätzt, denn ich hielt meine Koppel für ausbruchssicher. Aber wenn du schon mal hier bist, dann kannst du uns auch bei einer kleinen Demonstration helfen! «, fuhr Edgar fort.

Keine Ahnung was er damit meinte. In meinen Ohren klang es allerdings nicht gut. Ich hatte mich hier aber mal so richtig in die Scheiße geritten. Denn die Prügel würden sicher nicht die einzige Bestrafung bleiben. Er packte mich an den Schultern und schob mich zurück in Richtung Hütte. Ganz kurz spielte ich mit dem Gedanken nach hinten auszukeilen und einen weiteren Fluchtversuch zu wagen. Mir war jedoch klar, dass dieser nur das gleiche Resultat bringen würde. Am Ende würden dabei nur noch mehr Strafen für mich herausspringen. Und darauf konnte ich wirklich verzichten. Edgar öffnete die Tür und schob mich in die Hütte hinein. Bei meinem Anblick riss der Banker weit die Augen auf und sein Unterkiefer klappte herunter. Offenbar hatte er noch nie ein Ponygirl gesehen. Nicht unverständlich, denn bis zum gestrigen Tage war das bei mir nicht anders gewesen. Die Frau neben ihm wirkte jedoch weit weniger geschockt. Auf der Party in Grünwald hatte ich sie schon mal gesehen. Sie war die Blondine im Paillettenkleid, der damals die Sexpuppe Lucy gefolgt war. In diesem Augenblick begannen alle meine Gehirnwindungen zu rattern. Diese Frau gehörte zum Unternehmen Ultra-MedTech, welches an der Entstehung der Gummipuppe Lucy beteiligt war. Vermutlich war es kein Zufall gewesen, dass Lucy ausgerechnet dieser Frau hinterher gelaufen war. Vorhin hatte die Blondine erzählt, dass ihre Firma Sexspielzeuge jeglicher Art vertreiben wolle. Mir wären dabei aber niemals lebende Sexpuppen in den Sinn gekommen. Und ich hatte den starken Verdacht, dass der Banker das auch nicht so verstanden hatte. Aufgrund des konspirativen Treffens musste ihm natürlich klar sein, dass die Sache nicht ganz koscher war. Aber würde er auch so weit gehen, einen Sklavenhandel mitzufinanzieren? Denn nichts anderes war der Verkauf von lebenden Puppen. Von Lucys Schicksal wusste der Mann vermutlich gar nichts. Und eine Gewinnmarge von 1500 Prozent half dabei, gnädig über moralische Bedenken hinwegzusehen. Scheiß Raffgier!

» Darf ich vorstellen, dies ist die Sklavin Lara. Sie hat sich für eine Präsentation freiwillig gemeldet! «

Ja von wegen! Sollte ich versuchen dem Banker klarzumachen, dass ich eben nicht aus freien Stücken hier war? Nur kannte ich diesen Mann überhaupt nicht. Wenn ich Pech hatte, dann entpuppte er sich als ein perverser Lüstling, der vielleicht sogar noch schlimmer als die Blondine war. Außerdem würde mein Versuch bestimmt von Edgar unterbunden werden. Abwarten schien mir deshalb die beste Strategie zu sein. Ein Seil wurde an meinem Monoglove befestigt und danach über einen Haken an der Decke geführt. Als Edgar daran zog, war ich innerhalb von Sekunden im 90 Grad Winkel vornübergebeugt. Vollkommen hilflos und bereit von hinten genommen zu werden. Zum Glück war ich aber schon „besetzt“. Schließlich verhinderten die beiden Eindringlinge sehr effektiv, dass sich jemand an mir vergehen konnte. Besonders bequem war diese Position allerdings nicht. Edgar verknotete das Seilende und dann fuhren die drei mit ihren Verhandlungen fort. Ich wurde einfach ignoriert, so als ob ich gar nicht existieren würde. Nun so ganz stimmte das auch nicht, denn mir fiel deutlich auf, dass der Banker immer wieder mal einen verstohlenen Blick auf mich riskierte. Also war er doch ein Lustmolch! Eigentlich war es nicht besonders schlau, eine Reporterin mithören zu lassen. Auch wenn ich im Moment nicht viel unternehmen konnte, so erfuhr ich doch, dass es bei diesem Deal um mehr als 30 Millionen Euro ging. Und dass diese Blondine mit dem Vornamen Edith die Inhaberin von Ultra-MedTech war. Später ihren Nachnamen herauszufinden, das konnte so schwer nicht sein. Damit hatte ich ein weiteres Puzzlestück zu meiner Story gefunden. Langsam fügten sich die Einzelteile zu einem Bild zusammen.

Nach etwa 30 Minuten fingen meine Beine leicht an zu zittern. Diese Position machte mir so langsam zu schaffen. Wie lange sollte ich denn noch so herumstehen? Aber die drei nahmen auch weiterhin keine Notiz von mir. Stattdessen sprachen sie über die Vorzüge von Vartex. Hannah hatte mir in der Villa von diesem Material erzählt. Und auch, dass sie Lucy als Versuchskaninchen dafür benutzt hatte. Vielleicht konnte ich ja noch mehr darüber erfahren, wenn ich aufmerksam zuhörte. Edith griff in ihren Aktenkoffer und holte ein in Folie verschweißtes Päckchen heraus. Sie reichte es dem Banker über den Tisch.

» Das hier sind aus Vartex gefertigte Handschuhe. Probieren sie die ruhig mal an, dann werden sie sehen, wie gut sich das anfühlt! «, meinte die Blondine.

Der Banker wirkte etwas skeptisch, aber er öffnete trotzdem die Verpackung. Er holte den schwarzen Inhalt heraus und strich mit seinen Fingern darüber.

» Fühlt sich an wie Gummi. Aber für mich sieht das mehr nach einem Waschlappen aus und nicht wie ein Paar Handschuhe! «, antwortete er stirnrunzelnd.

» Ganz so falsch liegen sie mit ihrer Einschätzung nicht, denn das Grundmaterial ist Latex. Allerdings haben wir es chemisch ein wenig verändert, so dass es nun atmungsaktiv ist. Deshalb schwitzt man darin auch nicht mehr so. Vor allem fühlt es sich aber extrem gut auf der Haut an. Im Augenblick mag das noch nicht wie ein Handschuh aussehen, aber das ändert sich wenn sie ihre Hand hineinschieben. Denn durch die Körperwärme schmiegt sich das Vartex ganz eng an. «

Des Bankers Gesichtsausdruck verriet, dass er diese Geschichte nicht so recht glauben wollte. Ich hingegen war neugierig geworden. Und ich hatte gelernt, dass man bei Edgar und Konsorten mit wirklich allem rechnen musste. Selbst dann wenn einem etwas Hanebüchenes erzählt wurde. Der Mann öffnete einen der Waschlappen und schob seine Hand hinein. Anfangs passierte gar nichts, doch dann beobachtete ich, wie sich das Zeugs langsam zusammenzog. Immer mehr kamen die Konturen seiner Hand zum Vorschein. Fasziniert betrachtete der Banker seine schwarze Hand, die immer mehr zu glänzen begann. Inzwischen konnte man sogar seine Fingernägel durch das Material hindurch erkennen.

» Das fühlt sich tatsächlich richtig gut an! «, meinte er erstaunt.

Und schon verschwand seine andere Hand in einem Waschlappen. Wenig später trug der Mann zwei knallenge schwarz glänzende Handschuhe. Er strich mit den Fingern über seinen linken Handrücken.

» Oh mein Gott. Das ist ja unglaublich! «, rief er begeistert aus.

Die Gesichter von Edith und Edgar zeigten ein wissendes Grinsen. Jetzt hatten sie den Banker dort, wo sie ihn haben wollten. Und damit er auch nicht mehr vom Haken kam, feuerten sie seine Fantasie weiter an.

» Und nun stellen sie sich vor, Vartex am ganzen Körper zu tragen! «, flüsterte ihm Edith suggestiv zu.

Das Kopfkino des Mannes kam zweifellos in Gang, denn er hatte plötzlich einen ziemlich verträumten Ausdruck. Obwohl ich nicht aus eigener Erfahrung wusste wie sich Vartex anfühlte, spielte auch ich das Szenario im Kopf durch. Ich sah mich selbst in einem schwarzen Ganzanzug stecken, der sogar meinen Kopf mit einschloss. Ähnlich wie Lucy erweckte ich den Eindruck einer Gummipuppe. Bereit zum Verkauf über das Internet. So erschreckend wie diese Vorstellung für mein Hirn war, so reizvoll schien sie für meinen Schritt zu sein. Denn dort flossen nun die Säfte in Strömen.

Mein gedanklicher Ausflug hatte mich soweit abgelenkt, dass ich gar nicht bemerkt hatte, wie Edgar zu mir gekommen war. Er fummelte an dem Kopfgeschirr mit meiner Trense herum. Wollte er mich endlich von dem blöden Ding erlösen? Gott sei Dank! Erleichtert öffnete ich mehrfach den Mund um meine Kiefermuskulatur wieder in Gang zu bringen. Edgar legte den Kopfschmuck auf dem Tisch ab und bekam von Edith ein etwas größeres Päckchen überreicht. Sollte meine Fantasie tatsächlich wahr werden? Geil wie ich war, freute ich mich schon darauf.

» Ich bin gleich wieder da! «, verkündete Edgar.

Zu meiner großen Enttäuschung nahm er das Paket in einen Nebenraum mit. Was sollte das? Ich war schließlich hier. Er musste mich gehört haben, denn kurz darauf kehrte er mit einem schwarzen Sack in der Hand wieder zurück. Dieses Ding war aber viel zu klein für mich. Das reichte höchstens für den Kopf. War wohl nichts mit Gummipuppe. Aber wenigstens würde ich herausfinden, wie sich dieses Vartex auf der Haut anfühlte. Oder war der Beutel etwa gar nicht für mich bestimmt? Mein Hirn rebellierte gegen diese Möglichkeit, denn ich wünschte mir sehnlichst, dass sich das Material bald eng um meinen Körper legen würde. Eigentlich selten dämlich, nicht wahr?

» Damit sie einen besseren Eindruck bekommen, möchte ich ihnen nun eine Vartex Maske vorführen. Anders als Latex ist dieses Material hier luftdurchlässig, so dass man auch durch die Maske hindurch atmen kann. Beachten sie bitte, dass sämtliche Gesichtszüge der Trägerin erhalten bleiben. Wodurch man sie theoretisch weiterhin erkennen kann, auch wenn die Farbe natürlich ein wenig verfälscht. Und ich kann ihnen versichern, dass sich Vartex am Kopf sogar noch deutlich besser anfühlt! «, erläuterte Edgar dem Banker.

Genug der Vorrede, los jetzt! Ungeduldig wartete ich darauf, dass er mir endlich die schwarze Maske überstülpte. Wie konnte ich nur so begierig auf meine Bestrafung sein? Die Frage beschäftigte mich nicht im Geringsten, denn Edgar kam in diesem Moment endlich zur Sache. Mit einer fließenden Bewegung zog er mir den Beutel über den Kopf. Merkwürdigerweise roch es darin nach Apfel. Was durchaus Sinn ergab, denn wer wollte schon den Gestank von Latex in der Nase haben. Schließlich gab es ja auch Kondome mit Fruchtgeschmack. Alle Geräusche waren nun stark gedämpft und Licht drang nur noch durch die Halsöffnung ins Innere. Irgendwie fühlte ich mich an das Vakuumbett erinnert. Und dieser Eindruck verstärkte sich mehr und mehr, je enger sich das Vartex um meinen Kopf legte. Ruckzuck war es stockdunkel um mich geworden und es herrschte Totenstille. Hatten die aufgehört sich zu unterhalten oder konnte ich sie nur nicht hören? Angestrengt versuchte ich irgendeinen Laut auszumachen. Aber nichts! Es war ein komisches Gefühl von der Außenwelt total isoliert zu sein. Ich fühlte mich unglaublich verletzlich, weil ich Gefahren nicht mehr erkennen konnte. Eine davon hatte sich unbemerkt genähert, denn ich spürte wie Finger sanft über mein Gesicht strichen. Hm! Ein wohliger Schauer lief mir den Rücken entlang, denn das fühlte sich extrem gut an. Leider musste ich jedoch bemängeln, dass es sich mit einer eingeschalteten Hypersensibilität nicht vergleichen ließ. Denn der daraus resultierende erotische Kick war schlicht nicht von dieser Welt. Immer mehr Finger strichen über meinen Körper. Inzwischen hatte irgendjemand angefangen meine Nippel zu bearbeiten. Was zu einem großen Gebimmel geführt haben musste, wovon ich jedoch nichts mitbekam. Zwei kräftige Hände kneteten meinen Allerwertesten wie ein Stück Teig. Blieb nur zu hoffen, dass ich danach nicht längere Zeit ruhen musste, bevor ich in den Ofen geschoben wurde. Denn ich war längst bereit zum Aufgehen. Kaum hatte ich daran gedacht, da begann mein Unterleib auch schon unkontrolliert zu zucken. Ich wand mich in meiner Fesselung und stöhnte lustvoll in die Maske hinein. Alles um mich herum vergessend, genoss ich einfach nur den Augenblick. Diese Strafe war doch nicht so schlimm wie ich befürchtet hatte.

Es ist schwer zu sagen wie lange es dauerte, bis ich meine sieben Sinne wieder beisammen hatte. Und eigentlich waren es ja auch nur noch fünf, denn Augen und Ohren waren sehr effektiv ausgeschaltet worden. Allein gelassen stand ich in dieser unbequemen Position herum. Meine Füße schmerzten und die Muskulatur in den Beinen drohte zu versagen. Hatte man mich hier vergessen? Hilfe! Eine Ewigkeit schien zu vergehen, bis sich die Umwelt wieder bei mir meldete. Irgendjemand hatte das Seil an meinem Monoglove gelöst, wodurch ich den Oberkörper wieder aufrichten konnte. Welch eine Wohltat! Ich fühlte mich schwach und war vollkommen erledigt. Wie zum Beweis knickte eines meiner Beine weg und ich wäre hingefallen, wenn mich nicht zwei starke Arme aufgefangen hätten. War das Edgar? Vermutlich. Seltsamerweise gab mir seine Anwesenheit ein Gefühl von Geborgenheit. Dabei war es genau dieser Mann, dem ich die ganze Situation zu verdanken hatte. Zu einer durchdachten Analyse war ich in diesem Moment aber nicht mehr fähig, denn ich wollte nur noch schlafen. Nur am Rande bekam ich mit, wie ich auf die Arme genommen wurde. Müde lehnte ich den Kopf gegen die Schulter meines Beschützers. Nannte man so nicht auch seinen Zuhälter? Selbst das war mir jetzt egal. Man legte mich irgendwo ab und kurze Zeit später spürte ich Erschütterungen. War ich in einem Auto? Anzunehmen, denn Edgar wollte mich bestimmt nicht den gesamten Hügel rauftragen. Alles in Ordnung, ich war in Sicherheit! Im Nachhinein kann ich über diesen Gedanken nur verständnislos den Kopf schütteln. Denn ich hätte genauso gut im Kofferraum in Richtung Schweiz reisen können. Quasi als Musterexemplar für innovative Sexspielzeuge.

Während der Fahrt musste ich eingeschlafen sein. Denn als ich erwachte, lag ich in einem Bett. War ich in meinem Zimmer? Schwer zu sagen, denn es war stockdunkel. Den dummen Monoglove hatte man mir glücklicherweise abgenommen, so dass ich die Arme wieder bewegen konnte. Ich tastete meinen Körper ab und stellte dabei fest, dass ich nicht mehr das Ponygirl spielte. Sehr gut! Die Maske hielt meinen Kopf allerdings immer noch fest umschlossen. Mit den Fingern versuchte ich am Hals unter das Vartex zu kommen, aber das Zeugs wirkte wie festgeklebt. Verdammt, einfach ausziehen schien keine Option zu sein. Aber wie konnte ich das Ding dann wieder loswerden? Auf der Suche nach einem Öffnungsmechanismus tastete ich die gesamte Maske ab. Absolut nichts, die Oberfläche war glatt wie ein Babypopo. Dafür bekam ich noch einmal verdeutlicht, dass sich Berührungen richtig gut anfühlten. Vor allem oben auf der Kopfhaut. Mir blieb wohl nichts anderes übrig als zu warten, bis man mich hier wieder rausholte. Wie spät es jetzt wohl war? Mitten in der Nacht, früh am Morgen oder spät am Nachmittag. Alles war möglich, denn ich hatte durch die Isolation völlig mein Zeitgefühl verloren.


Fortsetzung folgt!
364. RE: Skandal um Lara

geschrieben von Erin am 23.06.21 13:45

Na klasse Fluchtversuch misslungen und als Testobjekt benutzt. Freue mich auf den Fortgang der Geschichte .
365. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 25.06.21 21:56

Hallo Erin,

wer weiß, ob da nicht noch irgendwas nachkommt.
Schließlich war es ja sowas wie "Widerstand gegen die Staatsgewalt" im Reiche von Edgar.

Wie sieht wohl die Strafe für so ein Vergehen aus?
Ich fürchte eine Rechtsschutzversicherung wird Lara nicht wirklich helfen.


LG
Fist
366. RE: Skandal um Lara

geschrieben von plit am 27.06.21 13:09

Hallo IronFist,

das klingt ja fast so, als ob wir Lucy bald wieder sehen. Sie hat ja schon fleißig Produkte für Ultra-MedTech getestet. Auf jeden Fall denke ich, dass Lara diesmal nicht nur mit einem neuen Outfit davon kommt.

An manchen Stellen liest sich die Geschichte so, als sei sie nach diesen ganzen Ereignissen von Lara selbst geschrieben worden. Das gibt mir ein bisschen Hoffnung, dass sie nicht ganz in einem dunklen Keller verschwindet und doch noch ihre Story veröffentlichen kann. Vielleicht nicht mehr für die Neue Münchner Presse aber es findet sich sicher ein Fachmagazin dafür.

Zu der Frage wie du deine Geschichten in Zukunft veröffentlichen solltest, kann ich nur meine bescheidene Leser-Perspektive beitragen. Natürlich reisen einen die Episoden immer etwas aus der Handlung heraus und am Ende möchte man unbedingt wissen, wie es weiter geht, muss aber bis nächste Woche warten. Ich lese dann immer noch mal in das vorherige Kapitel rein. Aber dadurch freue ich mich auch jede Woche auf den neuen Teil und deine Geschichten sind irgendwie eine schöne Routine geworden.

Letztlich ist das aber eine Frage, die nur du für dich zufriedenstellend beantworten kannst. Wenn du dich gegen eine Veröffentlichung hier entscheidest, hoffe ich, dass du uns Bescheid sagst, wo wir deine tollen Geschichten dann weiterverfolgen können.

Beste Grüße
Plit
367. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 29.06.21 11:59

Hallo plit,

ja so langsam fügen sich die Einzelteile zu einem Ganzen zusammen.

Ob Lara aber irgendwann die Gelegenheit haben wird darüber zu berichten, dies werde ich jetzt natürlich nicht verraten.
Ich kann dich aber insoweit beruhigen, dass sie nicht für immer in einem dunklen Keller verschwinden wird.

In Sachen der Veröffentlichung meiner zukünftigen Geschichten gibt es noch nichts Neues zu berichten.
Ich werde mir wohl im Urlaub mal ein paar Gedanken dazu machen.


LG
Fist
368. RE: Skandal um Lara

geschrieben von IronFist am 29.06.21 12:05

Teil 48


Mangels Alternativen versuchte ich wieder einzuschlafen. Und wie so häufig in letzter Zeit, landete ich mal wieder mitten in einem vollkommen verrückten Traum. Ich sollte für meine Zeitung über die Trabrennen in Daglfing berichten. Deshalb hatte ich vor dem ersten Rennen einen Interviewtermin mit dem berühmten Jockey Oliver Lehmann vereinbart. Der Mann war hier der Publikumsliebling und er galt als Favorit im fünften Rennen. Enttäuscht erzählte er mir jedoch, dass er leider nicht antreten könne weil sein Pferd erkrankt sei. Das war auch für mich ein herber Dämpfer, denn ich hatte meine Story an seinem Erfolg bzw. Misserfolg aufhängen wollen. Was nun? Lehmann kam mit der abstrusen Idee, dass ich für sein Pferd einspringen sollte. Anscheinend hatte der Kerl nicht mehr alle Tassen im Schrank, denn wie sollte ich bitte mit einem Rennpferd konkurrieren. Da könnte ich nicht einmal im Ansatz mithalten. Aber der Jockey war vollkommen überzeugt von seinem spontanen Einfall und aus unerfindlichen Gründen ließ ich mich von ihm bequatschen und stimmte dem Blödsinn auch noch zu. Wie von Geisterhand trug ich plötzlich wieder mein Ponyoutfit mit langen Hufstiefeln, Korsett, Trense und Monoglove. Und ich fühlte mich diesmal richtig wohl darin, denn ich war ein schönes Pferdchen. Auch wenn ich gegen all die anderen Pferde niemals bestehen konnte, so würde mich das Publikum doch bestimmt begeistert anfeuern. Zumindest der männliche Teil davon, denn einen so leckeren Anblick bekam man schließlich nicht alle Tage zu sehen. Ich war stolz darauf ein Pferd zu sein und nahm das Kinn weit nach oben. Vergnügt schnaubte ich und ließ den Federbusch auf meinem Kopf in der Luft herumwedeln. Und damit auch wirklich jeder das Pony Lara bemerkte, schüttelte ich bimmelnd meine Brüste hin und her. Niemals zuvor hatte ich so viel Spaß daran gehabt, mich öffentlich zu präsentieren. Was wohl auch der Grund dafür war, dass ich mich willig vor Lehmanns Sulky spannen ließ. Ich war freudig erregt und bereit!

Beinahe mühelos zog ich den Wagen auf die Rennbahn hinaus. Auf dem Weg zur Startlinie wartete jedoch eine Überraschung auf mich, denn die anderen Pferdchen waren ebenfalls menschlicher Natur. Nun besaß ich zwar eine Siegchance, aber ich war trotzdem nicht besonders glücklich darüber. Denn dies beraubte mich meiner Einzigartigkeit. Um bei diesem Rennen gefeiert zu werden, musste ich es jetzt gewinnen. Mein Ehrgeiz war geweckt, insbesondere als ich meine Gegnerinnen erkannte. Ganz innen liefen Heidi und Sabrina. Und direkt daneben scharrte bereits Hannah von Niederaubach ungeduldig mit den Hufen. Auf Bahn vier startete Maria und neben ihr meine alte Freundin Bea. Keine Ahnung wie sich meine Schulfreundin in diesen Traum verirrt hatte. Mir blieb die zweifelhafte Ehre auf der Bahn ganz außen an den Start zu gehen. Das war unfair, so hatte ich in den Kurven den weitesten Weg. Mein Jockey schien dagegen aber keinen Protest einlegen zu wollen. Und mir als Pferd stand sowas natürlich nicht zu. Diese schreiende Ungerechtigkeit stachelte mich erst recht an das Rennen zu gewinnen. Wir nahmen an der Startlinie Aufstellung und ich beobachtete meine Rivalinnen aus den Augenwinkeln heraus. Wer war wohl der Favorit? Die Innenbahn war natürlich ein klarer Vorteil, aber wie stand es wohl um Heidis Ausdauer. Schließlich war sie nicht mehr die Jüngste. Bea hingegen war extrem fit, hatte dafür aber ebenfalls eine schlechte Bahn erwischt. Von den drei anderen Pferdchen schätzte ich Sabrina am stärksten ein. Aber das war einfach nur ein Bauchgefühl von mir. So gerne ich dieses Rennen auch gewinnen würde, so unwahrscheinlich erschien mir die Möglichkeit dafür. Also setzte ich mir erst einmal das Ziel nicht Letzte zu werden. Schließlich konnte ich diese Zielsetzung bei einem positiven Rennverlauf immer noch erhöhen.

Ein Stück voraus leuchteten vier rote Lampen an einer Ampel auf. Gehörte so etwas nicht eher zu einem Autorennen? Das erste Licht erlosch und kurz darauf das zweite. In diesem Moment lief Heidi plötzlich los. Hey, das war ein Frühstart! Allerdings schienen die Rennrichter Tomaten auf den Augen zu haben, denn sie ließen diesen klaren Regelverstoß einfach durchgehen. Nachdem auch das letzte Licht erloschen war, rammte ich die Füße in den Boden und versuchte den Sulky auf Geschwindigkeit zu bringen. Heidi war durch ihren Betrug bereits deutlich voraus, aber auch ich hatte eigentlich einen ganz guten Start erwischt. Allerdings war meine Freundin Bea trotzdem noch ein kleines Stück vor mir. Mit diesem dritten Platz konnte ich aber sehr gut leben. Wir hetzten die Gerade entlang auf die erste Kurve zu. Heidi hatte ihren Vorsprung bereits eingebüßt und war nun mit mir auf gleicher Höhe. Bea hingegen hatte sich weiter absetzen können, so dass ich nun mit ihrem Sulky gleichauf lag. Was für mich den blöden Effekt hatte, dass ich nicht nach innen wechseln konnte, weil der Weg blockiert war. Warum verharrte meine Freundin stur auf ihrer Bahn? So würden wir beide verlieren. Als Bea ihren Fehler endlich bemerkte, war es bereits zu spät. Denn in der Kurve waren alle anderen innen an uns vorbeigezogen. Jetzt war ich tatsächlich auf dem letzten Platz.

» Komm schon, du lahme Mähre! «, brüllte Lehmann hinter mir.

Er griff zur Gerte und zog sie mir zwei Mal kräftig über den Po. Aua, das war Tierquälerei! Neben dem Schmerz bewirkte diese Art der Motivation aber noch etwas völlig anderes. Denn der Eindringling in meinem Schritt erwachte zum Leben, indem er sich auf und ab bewegte. Sollte das hilfreich sein? Ich kam aus dem Tritt und fiel noch weiter zurück. Während der Dildo gleichzeitig einen Zahn zulegte und mich schneller bearbeitete. Wie sollte ich denn so ein Rennen laufen? So gut es mir möglich war, versuchte ich die aufkommenden Gefühle in meinem Unterleib zu ignorieren. Um nicht vollkommen abgehängt zu werden, nahm ich wieder Fahrt auf. Was den überraschenden Effekt hatte, dass sich der Dildo in meinem Schritt wieder verlangsamte. Wie perfide war das denn bitte? Je langsamer man lief umso schneller wurde man gevögelt. War das nicht eher kontraproduktiv? Egal, denn ich musste jetzt kräftig aufholen. Am Ende der Kurve waren mir alle anderen bereits enteilt. Nur Sabrina schien in Reichweite zu sein. Sie hatte Probleme und wurde immer langsamer. Und dann erbebte plötzlich ihr ganzer Körper und sie kam komplett zum Stehen. Ihr Jockey fluchte und hieb mit der Gerte auf sie ein. Aber ich bezweifelte, ob sie ihn während eines Höhepunkts überhaupt wahrnahm. Wenigstens gab es in dieser Hinsicht ein Fairplay, denn alle Pferdchen schienen das gleiche Handicap zu besitzen. Das konnte bestimmt lustig werden, wenn zum Rennende alle müde wurden. Ganz locker zog ich an Sabrina vorbei und sicherte mir den fünften Rang. Jetzt bloß nicht aufgeben! Maria war die nächste, welche deutlich langsamer wurde. Noch vor dem Ende der Gegengeraden holte ich sie ein. Sie hatte zu kämpfen, aber bisher schien sie einen Orgasmus vermieden zu haben. Stück für Stück schob ich mich an ihr vorbei.

» Sehr schön, nur noch eine Position bis zum Treppchen! «, hörte ich Lehmann rufen.

Seine Worte gaben mir tatsächlich einen kleinen Schub, denn auch ich wollte unter den Top 3 landen. Allerdings spürte ich auch sehr deutlich, wie langsam meine Kraft nachließ. Und wie gleichzeitig mein Erregungslevel anstieg. Eine Kombination, die mir sehr leicht zum Verhängnis werden könnte. Das Schicksal schien mir jedoch gewogen zu sein. Denn alle vor mir liegenden Pferde hatten in der letzten Kurve Schwierigkeiten. Der Kampf um die Spitze verkam zu einem Schneckenrennen. Bea zuckte bereits in einem Höhepunkt und auch Hannah kam kaum noch vom Fleck. Lediglich der Terrier Heidi biss sich weiter durch und übernahm von meiner Freundin die Führung. Ich steuerte ein Stück nach außen und passierte zwei meiner Konkurrentinnen. Jetzt ging es nur noch um Heidi oder mich. Am Kurvenausgang erwischte es dann auch meine letzte Rivalin. Sie warf den Kopf in den Nacken und ihr gesamter Körper erbebte. Siegesgewiss steuerte ich nach rechts, um dort an ihr vorbeizuziehen. Doch unfair wie sie war, stellte sie sich quer in den Weg. Verzweifelt versuchte ich noch auszuweichen, aber ich rannte direkt in ihren Sulky hinein. Kaum zum Stehen gekommen, da war es auch schon um mich geschehen. Mein Körper weigerte sich Befehle anzunehmen und machte einfach was er wollte. Ich verlor völlig die Kontrolle und überschritt willig die Grenze zu einer lüsternen anderen Welt.

» Los doch, lauf endlich! «, hörte ich Lehmanns verzweifelte Stimme rufen.

Seine Worte wirkten auf mich wie ein Weckruf und ich riss meine Augen auf. Bea und Hannah hatten mich wieder überholt. Aber Heidi schien sich von ihrem Höhepunkt noch nicht erholt zu haben. Der dritte Platz war also noch möglich. Etwas umständlich manövrierte ich um den im Weg stehenden Sulky herum. Sabrina kam im vollen Galopp um die Kurve herum. Das könnte knapp werden, denn ich musste erst noch beschleunigen. Ich tat mein Bestes und setzte die letzten Kraftreserven ein. Kopf an Kopf eilten wir nebeneinander aufs Ziel zu, als plötzlich etwas völlig Unerwartetes geschah. Heidi flog wie der Wind an uns vorbei und sicherte sich die dritte Position. Dies konnte doch unmöglich mit rechten Dingen zugegangen sein. Da musste Doping dahinterstecken. Gab es in diesem vermaledeiten Rennen eigentlich überhaupt irgendwelche Regeln? Erst ein Frühstart, dann eine unfaire Behinderung und nun auch noch Doping. Wie viele Gründe brauchte diese unfähige Rennleitung denn noch, bis sie Heidi endlich disqualifizierte. Meine Freundin Bea hatte das Rennen gewonnen. Herzlichen Glückwunsch, kann ich da nur sagen! Das Überholmanöver von Heidi hatte mich jedoch derart verblüfft, dass ich auch noch gegen Sabrina verlor. Mit dem fünften Platz hatte ich am Ende aber wenigstens mein Minimalziel erreicht.

» Du bist wohl doch kein so gutes Rennpferd! «, hörte ich Lehmann sagen.

» Blödmann, du solltest besser Protest gegen die Wertung einlegen! «, hätte ich ohne Trense geantwortet.

» Vielleicht taugst du ja besser als Zuchtstute! «, meinte er fast beiläufig.

Wie aus dem Nichts stand ich plötzlich mitten in einem Stall. Wie war ich denn hierhergekommen? In der Nachbarbox wieherte laut ein menschlicher Hengst. Als ich zu ihm blickte wurde mir sofort ganz anders, denn dieser Kerl besaß ein mächtiges Gehänge. Hoffentlich ließen die das Monster nicht auf mich los, denn sein Teil könnte mich leicht in zwei Hälften spalten. In diesem Moment spürte ich wie eine warme Hand an meiner Schulter schüttelte. Die Wirklichkeit hatte mich wieder. Gott sei Dank!

Man half mir dabei mich aufzusetzen. Dann spürte ich auf einmal Kälte in meinem Gesicht. Und kurz darauf auch am Hinterkopf. Wodurch die Enge in meiner Maske schlagartig nachließ. Natürlich, das Ding schmiegte sich durch Körperwärme an den Kopf an. Da war es doch nur logisch, dass Kälte einen gegenteiligen Effekt hatte. Eigentlich hätte ich da auch von selbst drauf kommen können. Vermutlich hätte ich den Kopf einfach nur unter kaltes Wasser halten müssen. Aber egal, denn jetzt wurde ich ja von dem lästigen Teil befreit. Meine Retterin Sabrina lächelte mich breit an, als sie mir den Beutel vom Kopf zog. Es fühlte sich richtig gut an, endlich wieder frische Luft auf der Haut zu spüren. Sie gab mir eine Flasche Wasser, die ich sofort durstig hinunterstürzte.

» Wie geht es dir? «, fragte sie.

» Eigentlich ganz gut, danke! «

In diesem Moment entdeckte ich eine blonde Haarsträhne auf meiner Bettdecke. Ich hob sie auf und betrachtete sie etwas näher. Wo kam die denn her?

» Das tut mir leid für dich! «, meinte Sabrina mitfühlend.

Mir war nicht klar, was sie meinte. Doch dann stellte mein Hirn endlich eine Verbindung zwischen ihrem Mitleid und der Haarsträhne her. Entsetzt fasste ich mir an den Kopf und griff ins NICHTS. Die Strähne auf dem Bett stammte tatsächlich von mir und der Rest meiner Haarpracht befand sich in dem Beutel. Jetzt war ich wie Maria ein Glatzkopf. Als die Erkenntnis zu mir durchdrang, kamen mir die Tränen. Bei Hannah hatte ich den Streich mit dem Duschgel lustig gefunden, aber am eigenen Leib fand ich das gar nicht komisch. In diesem Moment rekonstruierte ich das Geschehene. Edgar hatte in der Hütte kurz den Raum verlassen und danach roch das Innere der Maske nach Apfel. Dieser Scheißkerl musste nebenan das „Ooops“ in die Maske gekippt haben. War das etwa meine Bestrafung? Jetzt war ich vö