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  RE: Regina Datum:15.04.17 23:34 IP: gespeichert Moderator melden


Audaxas Häscher waren doch kurz davor die beiden Flüchtigen zu fassen. Was ist denn da schiefgelaufen??
Klar das Regina sich gegen die Allianz stellt weil die sich nicht in die Karten gucken lassen will.
Allerdings hast du doch am Anfang irgendwo geschrieben das Regina gar nicht der Allianz Angehört. Also gehts wohl in erster Linie um das Dilithium. Kommt mir bekannt vor.
Allerdings schätze ich das die Truppen von Regina in einer Raumschlacht schlechte Karten haben.
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  RE: Regina Datum:25.04.17 21:33 IP: gespeichert Moderator melden


~ XLIV ~


Gravis stand vor einem mannshohen Spiegel und spannte seine bergigen Muskeln nacheinander an. Doch er konnte sich nicht richtig auf die Kontraktionen konzentrieren, denn auch bei dem Mutanten waren die Gerüchte über eine bevorstehende Auseinandersetzung mit der Vereinten Allianz angekommen. Der Muskelprotz fragte sich, welches Recht sich die Allianz herausnahm, sich in die Angelegenheiten von Regina zu mischen. Es gab keine politischen Verträge mit dem Planentenkonsortium.

Vermutlich bildeten sie sich in ihrem hegemonialen Gepräge ein, sie könnten sich als Moralapostel des Universums aufspielen. Nun ja, die große Politik war nicht gerade sein Spezialgebiet, machte sich Gravis klar und widmete sich wieder seinen hypertrophierten Muskelbergen. Sie glänzten durch das synthetische Öl, mit dem er sie eingerieben hatte.

Ob Audaxa zufrieden wäre? Trotz genetischer Optimierung und Spezialnahrung war er an seine Grenzen geraten. Er konnte sich so kaum noch richtig bewegen. Die gewaltigen Muskelstränge ließen ihn kaum noch humanoid aussehen. Die massigen Oberschenkel zwangen ihn zu einem gespreizten Gang, und die Arme hingen schräg vom Torso ab. Die Arme konnte er nur noch bis zu einem 90-Grad- Winkel anheben, bevor sich der riesige Bizeps und die Unterarmmuskulatur gegenseitig störten.

Er machte eine breite Rückenpose vor dem Spiegel, faltete seine Latissimus auseinander wie die Flügelschwingen eines Drachenvogels. Die Nackenmuskeln erstreckten sich bis zu den Ohren. Seine massige Brust wölbte sich bis unter sein Kinn... Plötzlich schrillte ein Alarm durch den Raum. Kurz darauf stürmte eine Audiutrix herein und wies ihn an, sich sofort im Flugdock einzufinden.

Er durfte sich hastig eine dunkle Shorts aus dehnbarem Nylon anziehen, unter dem sich seine riesige Penishülle abzeichnete; dann lief er trampelnd durch die Flure des Habitats. Unter seinen mittlerweile 175 kg Gewicht erzitterte der Boden des Habitats. Die großen Brustringe hielten die Kette, die bis zum Bauchnabel hing und wild gegen die faustdicken Bauchmuskelpacks schaukelte.

Aus einer anderen Richtung erschienen zwei Rusticusse und der andere Munus. An der Andockkuppel warteten bereits Timiditas und drei weitere Rusticusse, die offenbar gezüchtigt worden waren: Sie waren bis auf ihre Castitasschellen splitternackt, während die Munuswesen ihre Suits trugen, und die zwei ersteren Rusticusse standen in ihrer spärlichen Arbeitsbekleidung dort. Sechs Audiutrixfrauen versammelten sich. Eine der Uniformierten rief laut: „Das Habitat wird evakuiert. Wir fliegen nach Regina. Auf Fortuna bleiben nur militärisches Personal und die Armee.‟

Die Gruppe der Anwesenden betrat über eine Rampe mit Rautenprofil das Großshuttle und suchte sich Sitzplätze. Die Startsequenz wurde zügig eingeleitet. Ein blinkendes Warnlicht leuchtete auf, als die Rampe sich hydraulisch hob und das Schiff hermetisch verschloss. Gravis saß mittig auf zwei Plätzen. Die Breite seiner Schultern, die Ausmaße wie Fußbälle hatten, füllte beide Lehnen locker aus. Als das Gefährt abhob, vibrierte der Innenraum, und die Brustkette des Mutanten klirrte leise.

Die Reise sollte also auf den Heimatplaneten gehen. Gravis wurde so langsam die ganze Tragweite bewusst. Das Imperium der Regina stand vor dem Abgrund. Während des Raumfluges bemerkte der Ex-Custos, wie drei der zwei Rusticusse vorsichtig auf ihren Sitzen herumrutschten. Anfangs dachte er, es war die Nervosität wegen der heiklen Situation, doch dann begriff er, dass die Männer Schmerzen hatten. Ihre Gesäße waren von beißenden Peitschen malträtiert worden. Am liebsten hätten sie wohl gestanden, aber das erlaubten die Audiutrixfrauen nicht. Jeder Passagier musste angeschnallt bleiben.

Gravis warf Timiditas einen Blick zu. Sein ehemaliger Kamerad schien die Wand anzustarren wie ein deaktivierter Android. Als das Shuttle in den Orbit von Regina eintauchte, sah Gravis aus dem Bullaugenfenster an der Seite. Eine dichte Atmosphäre hatte den Planeten in eine Wolkendecke eingehüllt. Erst viel später waren der Hauptkontinent und der gewaltige Ozean zu erkennen. Wo sie wohl hingebracht wurden?

Gravis vermutete, dass sie Audaxa wiedersahen. Sie würde ein Arbeitsquartier haben, wo auch ihre Angestellten und Leibeigenen wohnen sollten. Der Koloss konnte einige Minuten später die Umrisse des Militärgeländes von Reginas Palast erkennen. Audaxa wohnte offenbar direkt in der Residenz der Imperatorin. Ob er wieder als Custos eingesetzt würde? Vielleicht verfügte die Praefecta hier über einen Harem. Bisher gehörten ihr nur zwei Munuswesen... Gravis überlegte, ob Audaxa weitere Exemplare gekauft hatte.

Das Shuttle aktivierte für die Landung die Rückstoßdüsen und sank langsam der Asphaltdecke entgegen, um neben zwei weiteren Shuttles zu parken. Die fünf Rusticusse, die zwei Munuswesen und Gravis marschierten flankiert von den Audiutrix von Bord. Mit einem mehrere Meter langen und mehrachsigen Hoverboard brachte sie eine Uniformierte zu einem Nebengebäude des Regierungspalastes. Eine Indagatrix hielt eine zangenartige Apparatur in der Hand. Jeder der acht Humanoiden spürte einen scharfen Schmerz in seiner Ohrmuschel, als die Uniformierte ihnen einen Chip einpflanzte. Er wirkte nicht nur wie ein GPS-Tracker, sondern überspielte auch sämtliche Körperfunktionen auf alle Endgeräte, die das passende Programm installiert hatten. Und das hatte hier fast jede Frau. Damit waren sie zu „gläsernen‟ Individuen geworden.

Die lesbaren Daten waren schier unbegrenzt: Gewicht, Alter, Name, Körperzusammensetzung, Funktionsstörungen, Blutdruck, Laborwerte sämtlicher Organe, Erkrankungen jeglicher Art, Intelligenzquotient, Erregungszustand, Stoffwechselfrequenz, Zahngesundheit, Allergien, Ängste, Vorlieben, Abneigungen, Datum der jüngsten Ejakulation, Qualität der Spermien, Penislänge, motorische Fähigkeiten, physische und mentale Ausbildung, Sondermerkmale, Eigentümer, Adresse.

Auch Realtime-Prozesse wurden angezeigt: Hatte jemand gerade Kopfschmerzen? Ein Stechen im Bauch oder Knie? Wie war die Pulsfrequenz, wie der akute Gemütszustand? Und es gab noch diverse weitere Optionen. Die Indagatrix informierte die Rusticusse und Munuswesen darüber, schickte sie anschließend durch eine Tür, wo sie eine Audiutrix in Empfang nahm, und diese brachte sie über einem Hof der Anlage zum Ausgang.

Die achtköpfige Gruppe erhielt von der Uniformierten acht unterschiedliche Adressen, an denen sie sich einzufinden hatten. Überrascht sahen sie sich gegenseitig an. Sie sollten getrennt werden? Die Audiutrix erklärte: „Ihr bekommt alle neue Besitzerinnen. Es sind natürlich Angehörige der Armee. Als Rusticusse und Munuskreaturen dürft ihr den Militärbezirk nicht verlassen. Aber er ist groß genug, um einen Stadtteil zu beinhalten. Trotzdem ist er streng abgetrennt vom restlichen Regina.‟

Gravis nickte unbewusst. Natürlich. Er hatte in seiner Jugend nie einen Rusticus oder einen Munus gesehen oder nur von deren Existenz gewusst. Alle Jungen hatten immer gedacht, sie werden stolze Pugnatoren. Der Muskelmutant wollte sich auf der Straße von Timiditas verabschieden, aber der war schon in einer Richtung abmarschiert, als sei es das einzig Wichtige, seine neue Eigentümerin zu erreichen. Gravis fragte sich, warum Audaxa ihren Besitz verkauft hatte.

Schnell hatten sich die acht Personen aus den Augen verloren. Auf den Straßen herrschte reges Gedränge. Elektrocars, Minihover, Gleitscooter schwebten oder fuhren auf den Fahrbahnen; Helicopter in diversen Größen und Modellen flogen quer über die Gebäudekomplexe, Minishuttles transportierten Personen und Waren. Die meisten Personen auf der Straße trugen Uniformen verschiedener Abteilungen und Dienstgrade. Pugnatoren, Fähnriche, Audiutrixoffizierinnen und Frauen in unbekannten Uniformen.

Viele schauten Gravis merkwürdig an. So viele Muskeln hatten sie wohl noch nie gesehen. Mit der Zeit wurde ihm klar, dass viele Frauen ihm vor allem in den Schritt starrten. Trotz seinen dünnen Shorts war die Silhouette seines gewaltigen Phallus gut zu erkennen - der Castitasschellen-Ersatz. Durch die Penishülle wirkte sein Liebesstab deutlich größer, als er war und hatte beinahe Munusausmaße. Viele Damen zückten ihr Datenpad und riefen sämtliche Informationen über ihn ab, die der neue Chip bereitwillig zur Verfügung stellte.

Der Muskelkoloss versuchte die neugierigen und amüsierten Blicke der Zaungäste auszublenden und konzentrierte sich stattdessen auf den Weg. An Kreuzungen blinkten in der Luft Hologramme mit dem Namen der jeweiligen Straßen auf. Der Militärbezirk war relativ einfach strukturiert: Alle Wege waren schachbrettartig angelegt. Hier lebten nur Armeeangehörige. Gravis war gespannt, wer ihn gekauft hatte. - Schließlich kam er bei der Zieladresse an: ein Kastenhaus, wie die meisten Gebäude hier. Eine Dame in Zivilkleidung öffnete. Sie grinste breit. „Da ist er ja! Wow! Was für Muskeln. In Natura sehen sie noch viel beeindruckender aus, als im Datenpad auf der Auktionsseite. Willkommen, Sklave. Ich bin deine neue Herrin. Ich heiße Flosa und bin Centuria in Reginas Armee. Aber momentan habe ich Urlaub.‟

Gravis stand da wie eine Ölgötze. Er war es nicht gewohnt, von einer Frau so angesprochen zu werden. Er kannte nur knappe Befehle, nicht so einen Wortschwall. Fast freundschaftlich. Gravis wirkte linkisch und wusste nicht wohin, mit seinen Händen. Er nannte seinen Namen. Flosa winkte ab. „Ich entscheide, wie du heißt!‟ Der Koloss trat ein. Die Frau winkte ihn vorwärts. Plötzlich spürte er einen Knall auf seinen Hinterbacken. Seine Herrin kicherte leise. „Du gefällst mir wirklich außerordentlich.‟

Das Innere des Hauses war steril eingerichtet. Glas und Chrom wechselten sich ab. Er fragte sich, was es mit der genannten Auktion auf sich hatte. Waren sie alle versteigert worden? Gerne hätte er gewusst, wo sich Timiditas befand, und es interessiert ihn ebenso brennend, wie viel Dilithium Flosa für ihn bezahlt hatte. Es war schon seltsam, dass Audaxa gleich alle Angestellten verkauft hatte. Brauchte sie so dringend Krediteinheiten? Die Stimme seiner neuen Herrin riss ihn aus den Gedanken: „Wie haben sie dir nur diesen gigantischen Phallus gemacht?‟ Der Ex-Custos berichtete von der Penishülle, die als Keuschheitsvorrichtung wirkte. Flosa war fasziniert, zog ihm die Hose hinab und untersuchte das Teil. „Der ist so gewaltig wie ein Munusphallus.‟ Sie betastete und knetete den Schaft. „Ich sehe überhaupt keine Hülle.‟ Gravis erklärte, dass diese mit Nanokleber befestigt sei. Sein eigener Penis war viel kleiner. Der Nanostoff reagierte auf den Erregungszustand. Erigierte der echte Phallus, so verhärtete und vergrößerte sich ebenso die Hülle. Der Träger konnte keinen Orgasmus erreichen, aber zu einem bestimmten Grad stimuliert werden. Hauptzweck der Hülle war, damit ein perfekter Liebessklave zu sein.

Flosa lauschte den Ausführungen ihres Sklaven gebannt. „Du bist der beste Kauf, den ich jemals gemacht habe! Ursprünglich hatte ich auch bei einem Munus mitgeboten, aber... na ja... ein weibliches Wesen... Ich bin nicht lesbisch oder bisexuell. Deine Muskeln machen mich viel mehr an!‟ Da Flosa bisher recht aufgeschlossen war, wagte Gravis zu fragen, ob es noch weitere Angestellte oder Sklaven in ihrem Haushalt gab. Die Centuria verneinte. Dann wies sie ihn an: „Knie dich hin!‟ Nun griff sie ihm in den Mund, spreizte die Kiefer auseinander: „Tatsächlich. Keine Haifischzähne mehr. Im Angebot hatte gestanden, dass du früher zum Custos optimiert worden bist.‟

Gravis bestätigte es und berichtet davon, dass seine ehemalige Eigentümerin Audaxa diese Änderungen in Auftrag gegeben hatte. Auch die extreme Muskulatur war ein Sonderwunsch von ihr gewesen. Flosa war bekannt dafür, sich hin und wieder schon mal einen Pugnator-Novizen mit nach Hause zu nehmen, wenn dieser besonders athletisch gebaut war. Aber die jungen Buben waren ja dürre Klappergestelle gegen dieses Muskelmonster. Und dann noch dieser Phallus! Sie konnte es kaum abwarten, mit ihm ins Bett zu springen. Flosa leckte sich in Vorfreude über die Lippen. Sie ging zu einem Küchenelement und gab dem Kühllager den Befehl: „Erdbeersekt. Ein Glas.“ Ein Panel öffnete sich mit einem Sektglas. Dann füllte es sich aus einer Düse mit dem gewünschten Getränk. Sie nahm es und nippte daran. Dann schlenderte sie zu einer Sofalandschaft und drapierte sich dort.

Sie griff nach einem Datenpad und rief die abgelaufene Auktion auf. „Für zwei Rusticusse sind gar keine Angebote abgegeben worden. Die Armen! Sie werden wohl zurück in die Minen geschickt.“ Gravis fragte scheinbar beiläufig nach Timiditas. Seine neue Herrin zuckte mit den Schultern. „Wer soll das sein?“ Der Muskelberg stand immer noch mitten im Raum und beschrieb seinen ehemaligen Kameraden. Flosa winkte ab. „Ach der! Hat nicht viel eingebracht. Aber immerhin. Er ist zu einer Praefecta gekommen. Sie hat schon drei andere und will mit ihnen einen kleinen Harem aufbauen. Der andere Munus ist an eine Kameradin von mir gegangen. Eine Centuria. Sie hat ein kleines Vermögen ausgegeben. Es ist ihr erster Munus.“ Sie winkte Gravis näher. Der Gigant stapfte mit seinen 175 kg näher und stellte sich direkt vor die Herrin. Sie befahl: „Leg dich auf dem Boden auf den Bauch. Ich will deinen knackigen Hintern betrachten.“ Der mutierte Custos gehorchte augenblicklich.

Audaxa war in einem kubusförmigen Raum ohne Fenster aufgewacht: nackt bis auf eine Zwangsjacke. Voller Wut trat sie mehrfach gegen eine verspiegelte Fläche, erreichte damit aber gar nichts. Sie brüllte: „Ich bin Praefecta! Meine Name ist Audaxa! Wer hält mich hier fest? Ich will die Verantwortliche sprechen! Sofort!“ Aber es gab von außen keine Reaktion. Die Kommandeurin war Wiederspruch nicht gewöhnt. Ihre Befehle wurden befolgt. Sie setzte sich durch. Ihr Wort war Gesetz. Und nun? Noch nie im Leben hatte sie sich so hilflos und schwach gefühlt. Und dazu noch gedemütigt. Wer hatte sie nur in diese fürchterliche Situation gebracht?

Wenn sie doch wenigstens endlich aufgeklärt würde, wo und warum sie sich hier befand! Doch stattdessen schob ein pentagonaler Roboterarm ihr durch eine kleine Öffnung eine Schale mit einem undefinierbaren Schleim herein. Einen Löffel gab es nicht dazu. Wie sollte sie denn essen, wenn sie in einer Zwangsjacke steckte!? Der Inhalt der kleinen Schüssel sah nicht sehr einladend aus. Trotzdem roch das Essen verführerisch, wenn man einen leeren Magen hatte. Audaxa zwang sich zu warten. Aber nach einer halben Stunde hielt sie es nicht mehr aus. Niemand würde sie aus der Zwangsjacke befreien. Also begab sie sich auf die Knie und beugte sich so weit wie möglich vor, um aus der Schale zu schlürfen wie eine Katze.

Sie musste aufpassen, nicht umzukippen. Ihre Arme und der Busen pressten gegen ihre nackten Oberschenkel. Ihr Hintern streckte sich ein wenig in die Luft, als sie versuchte, mit der Zunge die Mahlzeit zu erreichen. Mit etwas Übung schaffte sie es und leerte schließlich gierig den runden Behälter, leckte ihn sogar aus. Danach blickte sie wieder zu dem verspiegelten Fenster und schämte sich. Von wem wurde sie jetzt wohl beobachtet? Sie krabbelte in eine Ecke der Kammer und zog die Beine an, so gut das ging. In der Zwischenzeit hatte der Roboterarm die Schale entfernt. Audaxa sah, wie sich die Öffnung schloss. Kein Rand, kein Spalt oder keine Naht war zu erkennen. Das Oberflächenmaterial der Kammer musste aus einem Nanostoff sein. Deshalb war auch die Tür nicht zu sehen. Irgendwo musste aber eine existieren.

Plötzlich gab sie einen erschrockenen, spitzen Schrei von sich, als der Schrittgurt der Zwangsjacke sich wie durch Geisterhand enger zog und sich in ihre Schamlippen bohrte. Er musste per Funk bedienbar sein. Oh, diese Schmach! Wer tat ihr das an?! Wie hatte sie so tief fallen können? Als Praefecta am Tisch der Regina - und nun... War es die Strafe der Imperatorin, weil sie diesen Deserteur nicht gefunden hatte? Sie könnte jetzt gemütlich in ihrem Luxus-Habitat auf Fortuna liegen und sich mit ihrem neuen Sextoy vergnügen. Doch der Muskelfreak sollte wohl ihre Fetischfantasie bleiben. Würde sie überhaupt jemals wieder in Freiheit gelangen? Das war ein beispielloses Vorgehen! Eine Praefecta entmündigt. Abserviert. Audaxa seufzte.

Weibliche Gefangene gab es auf Regina nicht. Freiheitsberaubung von Frauen wäre unethisch. Sie hatte zumindest noch nie davon gehört. Sollte sie mit männlichen Delinquenten eingesperrt werden? Oder blieb sie in Isolationshaft? Sie sah sich mit gehetztem Blick um: Dieser weiße Kubus konnte einem Insassen relativ schnell den Verstand rauben, wurde ihr deutlich. Langsam sickerte ein furchtbarer Verdacht in ihr Bewusstsein: Sie befand sich auf dem einsamen Eiland Antipodes im Großen Ozean von Regina. In einer Zelle des Umerziehungslagers Disciplina. Weit weg von jeglicher Zivilisation.

Während sich Audaxa in Selbstmitleid badete, begaben sich die Raumkreuzer der Regina in Stellung. Dutzende der Schiffe befanden sich im Orbit um den Planeten. Weitstreckenscans kontrollierten die Umgebung des Sonnensystems. Noch hatte sich die Hauptflotte der Vereinigten Allianz nicht Bewegung gesetzt. Allerdings erreichten immer mehr Kreuzer und Fähren den Planeten Litus Mundus im System S-8-X447 am Rand der alliierten Grenze - den zur Operationsbasis umfunktionierten Vergnügungsplaneten.

Sämtliche Pugnatoren-Armeen waren in Alarmbereitschaft gesetzt worden. Der Mond Fortuna sollte als Vorposten dienen + und zugleich ein Bollwerk für Regina sein. Dort waren auch die stärksten Teleskope Richtung Mare Mutus ausgerichtet, das auf dem Kurs nach Litus Mundus lag. Aber der Krisenstab um die Imperatorin hatte beschlossen, dass es nicht zum Äußersten, zu Kriegshandlungen, kommen sollte. Bevor die Vereinte Allianz intervenieren würde, wollte man in einer Verhandlung zu einem Kompromiss kommen. Den Status quo konnte das Establishment des matriarchaischen Planeten dann nicht halten, aber für die Eliten, die Edelfräuleins mit adligen Wurzeln, würde es eine Möglichkeit geben, ihre gesellschaftlichen Strukturen und ihr gelebtes Paradigma beizubehalten.

Die Hauptbevölkerung und vor allem die nachwachsenden Generationen allerdings würden im schlimmsten Fall die humanitäre und ethische Maxime der Vereinigten Allianz erleiden müssen. Es würde keinen Tribuna-Ausschuss mehr geben, keine Rusticusse, keine Munuswesen, keine Leibeigenschaften mehr. Regina wäre nicht mehr dieselbe Welt. Kultur und Traditionen würden sterben. Es bliebe eine Bevölkerung, die Dilithium schürfte. Für die adlige Oberschicht würde die Monarchin einen Exilmond fordern, auf dem die alten Gesetze beibehalten blieben. Außerdem war sie selbstverständlich an den Einnahmen des gehandelten Dilithiums mit einem prozentualen Salär zu beteiligen.

Im Gegenzug würde die Armee der Regina kapitulieren und sich - bis auf eine Leibgarde - der Vereinten Allianz anschließen. Die Admiräle im Hohen Rat der Vereinigten Allianz konnten so das Gros der Population sowie nachkommende Generationen aus der diktatorischen Macht befreien. Mit der inkrafttretenden Exillösung waren zwar nicht alle Humanoiden gerettet, aber zumindest wurde eine kriegerische Auseinandersetzung verhindert.

Doch bevor es überhaupt zu diesen Verhandlungen kam, ließ Regina alle ihre militärischen Optionen prüfen. Sie traute ihrem Feind nicht über den Weg. Er wusste nicht von allen Geheimnissen, die es auf Regina gab. Was war, wenn sich die Admiräle nachträglich doch dazu entschlossen, sie, die Herrscherin, vor ein Kriegstribunal zu stellen? Sie verlangte eine garantierte Amnestie. Alles andere stand nicht zur Diskussion.

Die Regentin stiefelte aufgeregt durch ihren Palast. Sie wartete händeringend auf einen Rapport ihrer Praefectas zur strategischen Stärke ihrer Armee. An den Dilithium-Minen des Planeten waren die Abtransporte in vollem Gange. Sämtliche Reserven wurden in meist unterirdische Verstecke gebracht. Die bereits geschürften Ressourcen des Planeten sollten auf keinen Fall in Feindeshand gelangen.

Die Centuria Flosa reckte sich mit dem Arm zum Boden und knallte Gravis ihre Hand auf das Gesäß. Ihr breites Grinsen zeugte von Lust und Begierde. Dann griff sie zu und kniff ihm in die linke Hinterbacke. Der Muskelmutant war ein schöner Ersatz für ihre Urlaubsreise nach Eldorado, die wegen der politischen Brisanz gestrichen worden war. Trotzdem schwelgte sie noch von ihrem letzten Besuch auf der abgelegenen Raumstation. Besonders die Spiele-Arena hatte es ihr angetan: sich duellierende Munuskreaturen - humanoide Pferdchen. Flosa hatte oft gewettet und viel Spaß und Kurzweil mit Freundinnen gehabt. Leider waren diese Zeiten offenbar vorläufig vorbei.

Flosa betrachtete das verewigte Familienwappen der Praefecta Audaxa auf dem Hintern ihres Neuerwerbs. Das musste sie bei Gelegenheit ändern. Es würde wohl nur mit einer schmerzvollen Laserbehandlung zu entfernen sein. Sie kniff in die knackige rechte Pobacke ihres Gespielen, der als Reaktion zuckte. Sie fragte ihr neues Eigentum: „Welche Talente - außer Gewichte stemmen - hast du wohl noch?‟ Es war mehr eine Frage an sich selbst. Sie hatte laut gedacht. Gravis antwortete recht frech: „Ihr werdet es erleben.‟ Die Centuria lachte keck. „Du gefällst mir immer mehr. Kein Duckmäuser.‟

Dann befahl sie ihm, sich hinzuknien. „Dein Megaphallus ist mir für den Anfang ein wenig zu groß. Vielleicht sollte ich zunächst deine hoffentlich talentierte Zunge testen.‟ Sie zog ihn an seiner Brustkette näher zu sich, drehte sich ihm zu und spreizte die Beine. Sie trug noch eine Hose, aber es sollte auch nur ein symbolischer Akt sein. „Ich habe heute Abend für dich Zeit, Sklave. Bis dahin machst du dich anderweitig nützlich. Putz das Haus!‟ Gravis stand auf, immer noch mit den Shorts an den Knien. Er fragte: „Darf ich die Hose wieder hochziehen, Herrin?‟ Flosa lächelte ihn an. „Ja, weil du so nett gefragt hast.‟ Sie sah ihm nach. Selbst unter dem dünnen Stoff machten seine Backen noch einiges her.

Der Ex-Custos machte sich fleißig an die Arbeit, als habe er nie etwas anderes getan. Die meisten Aufgaben besorgten eh kleine Putzroboter und Maschinen, doch für Gravis blieben noch genügend Erledigungen übrig. - Eigentlich hätte es ihn schlechter treffen können, grübelte er. Er hatte eine hübsche Herrin, die ihn relativ gut behandelte. Er war ihr Liebesboy und Haushaltführer. Und vor allem hatte er eine Hoffnung: Wenn Flosa seine Phallushülle zu groß war, so würde sie sie vielleicht entfernen lassen... Allerdings war sie sehr auf seinen Arsch fixiert. Hoffentlich fand sie keinen Gefallen an Umschnalldildos.

Seine neue Besitzerin verließ das Haus, um Besorgungen zu machen. Gravis sah das als Vertrauensbeweis an. Gut, wohin sollte er auch fliehen? Aber er war frei. Sie hatte ihn nirgends angekettet oder eingesperrt. Er betrachtete sich vor einem großen Spiegel. Und eine dünne Shorts durfte er ebenfalls tragen. Jetzt musste er nur noch die Kette zwischen seinen Brustwarzen loswerden, an die er sich einfach nicht gewöhnen konnte. Seine Nippel brannten immer noch etwas, nachdem Flosa ihn daran zu sich gezogen hatte.

Zwei Stunden später kam die Centuria zurück. „Alles erledigt, wie ich sehe. Sehr gut. Ich habe dir zur Belohnung etwas zum Anziehen mitgebracht.‟ Sie hielt einen großen Plastikbeutel hoch. Hoffentlich war es nicht so etwas wie diese peinlichen Munussuits mit Brustaussparungen. Woher hatte seine Herrin denn seine Kleidergröße? Er war ja nun nicht gerade die Norm. Er konnte sich kaum vorstellen, dass die Textilien passen würden. Oder hatte sie eine Custos-Uniform besorgt? Hoffentlich nicht, betete er still, denn so ein weißer Lendenschurz aus Polyamid, schwere Carbon-Armschienen und der verhasste Metallreif um seinen Hals, das waren Dinge, die er gerne in der Vergangenheit belassen würde.

Flosa holte etwas Schweres aus dem riesigen Beutel. Gravis sah sofort, dass es sich um feste schwarze Nylonstiefel handelte. Sie waren ähnlich gefertigt wie Armeestiefel der Pugnatoren. Damit konnte er sich anfreunden. Und was gab es noch? Seine Herrin nickte ihm zu: „Zieh mal an! Ich will wissen, ob sie passen. Das Polymer-Material passt sich bis zu drei Schuhgrößen an deine Anatomie an und bleibt in der richtigen Form.‟ Der Muskelmann probierte sie aus. Staunend stellte er fest, dass sie sehr bequem waren. Er ging fast wie auf Wolken auf dem Schuhbett. Und das mit 175 kg! Er strahlte die Centuria an: „Wie angegossen!‟

Die Frau freute sich ebenfalls. Sie holte ein Textil aus dem Beutel: Es war eine weiße Hose aus Elastan. Sie hielt ihm das Teil hin und munterte ihn dazu auf, es anzuziehen. Gravis raffte die Beine zusammen und stieg ein. Das Material zog sich dehnend über die gewaltigen Muskelberge der Oberschenkel und bildete auch eine gut sichtbare Silhouette seines überdimensionierten, künstlichen Phallus. Richtig wohl fühlte er sich darin nicht. Durch die weiße Farbe kam sein Gemächt noch stärker zum Tragen, als es in der dunklen Shorts der Fall gewesen war. Die Leggins saß sehr bequem, das musste er zugeben. Aber die Optik! Sie war ihm eher peinlich. Damit fühlte er sich fast nackter als ohne Beinkleid.

Als nächste Überraschung holte Flosa einen breiten Gürtel mit großer, massiver Silberschnalle hervor, den Gravis sich umbinden sollte. Sie grinste zufrieden und zog nun die Leggins über dem Gürtel rundherum weiter nach oben. Gravis verzog missmutig das Gesicht. Der Hosenstoff zog sich in seine Poritze, und sein Gemächt war nun noch deutlicher, geradezu penetrant zu erkennen. Flosa lächelte. „So sitzt sie wirklich perfekt!‟ Nun kramte sie den Rest aus dem Beutel: Ein Oberteil für den Kraftkoloss. Gravis erkannte zunächst nur schwarzen Stoff. Er faltete es auseinander. Es war eine Art Kapuze mit kurzem Cape - wie eine mittelalterliche Gugel. Zumindest hatte er als Schüler früher von seiner Exogeschichtslehrerin über die vergangenen Jahrhunderte auf der Erde von so einem Kleidungsstück erfahren. Er setzte es auf und ließ es um seine breiten Schultern fallen. Flosa war begeistert und klatschte in ihre Hände. „Fantastisch! Wunderbar! Einfach perfekt!‟

Gravis kam sich verkleidet vor. Was war das für eine seltsame Zusammenstellung? Er sah weder aus wie ein Rusticus, noch wie ein Custos, noch wie ein Munus oder Pugnator. Wie war seine Herrin nur auf dieses Kostüm gekommen? Sie sah ihn verschmitzt an und konnte offensichtlich seine Gedanken lesen: „Dir gefällt es nicht, oder?‟ Gravis druckste herum. Sollte er die Wahrheit sagen? Er schüttelte dezent den Kopf. Flosa schlug ihm mit der Hand auf den Po. „Du gewöhnst dich dran.‟

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von prallbeutel am 12.05.17 um 12:50 geändert
Viele Grüße von prallbeutel
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  RE: Regina Datum:27.04.17 13:12 IP: gespeichert Moderator melden


Da ist Audaxa aber tief gefallen. Scheint so das es Gravis ganz gut getroffen hat bei seiner neuen Herrin.
Verrate uns doch bitte was da schiefgelaufen ist beim Versuch die Flüchtlinge zu Fangen.
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  RE: Regina Datum:12.05.17 19:15 IP: gespeichert Moderator melden


~ XLV ~


Animus konnte sein Glück noch immer nicht fassen. Er war mit Luscinia vor den gefürchteten Veteranas der Regina entkommen. Im letzten Augenblick war eine Uniformierte abgerutscht und kreischend durch das Kabinendach gestürzt. Animus und Luscinia hatten die Etagentür des Aufzuges weiter öffnen können, so dass auch der Ex-Pugnator in der Lage war, hindurchzuschlüpfen. Ihr Weg durfte nur nach oben aufs Dach führen, denn unten erwarteten sie das Spezialkommando. Und dann?

Animus erinnerte sich, wie er am ganzen Leib gezittert hatte. Er kam sich in seinem Oberteil noch nackter vor, als hätte er gar nichts getragen. Luscinia zog ihn mit sich. Wo wollte sie hin?, hatte er sich gefragt. Auf dem Dach waren sie in der Falle. Das war eine definitive Sackgasse, war er sich sicher gewesen. Er erinnerte sich kopfschüttelnd an die aufregenden Momente, die folgten: Die kleine Pilotin zog ihn weiter mit sich; im Treppenhaus liefen sie Stufe für Stufe hoch und erreichten schließlich schnaufend das Flachdach des großen Gebäudes. Luscinia verriegelte sicherheitshalber die schwere Stahltür hinter ihnen. Aber was jetzt?

Die Veteranas hatten sie durch ihre Thermografiescanner genau im Blickfeld. Luscinia grinste plötzlich, als habe sie einen geheimen Rettungsweg entdeckt. Sie lief zielgenau zu dem Funk- und Sendemast der ehemaligen Fabrik. Sie nestelte an ihrer Kleidung und holte ein kleines Datenpad vor. Im nächsten Augenblick riss sie eine Kunststoffverkleidung eines Gerätekastens ab und untersuchte die diversen Steckverbindungen und Kontroll-Displays. Animus konnte nur staunend dabei stehen, wie die Pilotin die Festplatte des Servers hackte und eine Befehlszeile nach der anderen eingab. Was hatte sie vor?

Luscinia war kozenrtriert und regelrecht verbissen bei der Sache. Der Jüngling hatte keine Ahnung, was das sollte. Von Weitem hörten sie die dumpfen Schläge gegen die verriegelte Tür. Animus seufzte resignierend. Sie hatten keine Chance, dem Trupp zu entkommen. Doch abrupt hörten die Schläge auf. - Wenige Minuten später sah der junge Mann, wie sich das Shuttle der Einheit erhob und abdrehte. Sie zogen sich zurück?

Der Ex-Pugnator hielt sich den Schritt mit beiden Händen, um seine Scham vor den fliegenden Augen der Frauen zu bedecken. Als ob die nichts anderes zu tun hätten... Luscinia grinste und drückte nun etwas entspannter einige Tasten, um dann das Pad zu deaktivieren. „Das hätten wir.‟ Der Deserteur verstand immer noch nur Raumbahnhof. Endlich erklärte ihm seine Begleiterin, was sie gemacht hatte: Sie hatte sich ins Kommunikationsnetz zu Regina gehackt und vorgetäuscht, dass das Eingreifteam sofort abziehen sollte. Animus war baff und glotzte die Frau mit offenem Mund an. „Aber das Netz ist doch sicherlich streng abgeschirmt und gesichert!‟ Luscinia grinste noch breiter. „Ich habe auch nicht behauptet, dass es einfach war. Wahrscheinlich werden sie schon Gegenmaßnahmen ergreifen, aber für ein paar Sekunden konnte ich das System mit einem Virus kontaminieren.‟

Der junge Mann umarmte die kleine Person und küsste sie. Dann wurde ihm seine Nacktheit wieder bewusst. „Wie bekomme ich eine Hose?‟ Aber Luscinia hörte nicht zu. Stattdessen hob sie die Hand und nahm schnell ihr Datenpad. Ein Vibrationsalarm hatte eine wichtige Nachricht angekündigt. Da der Toleranzpegel des Datenfilterprogramms extrem hoch eingestellt war, musste es wahrlich eine eklatant wichtige Meldung sein: Der Ausnamezustand des Planeten wurde avisiert; der Regierungsrat empfahl eine Evakuierung der Bevölkerung. Litus Mundus sollte zur Basis für Flottenschiffe der Vereinigten Allianz genutzt werden, da eine militärische Auseinandersetzung mit Regina nicht mehr ausgeschlossen werden konnte.

Animus konnte es noch gar nicht fassen, dass er nun mit Luscinia in einem Evakuierungsschiff auf dem Weg nach Pax Novo war. Die kleine Hackerin hatte einfach ein Taxishuttle bestellt, das sie vom Dach des Gebäudes abholte - und mit Krediteinheiten bezahlt, über die sie nur virtuell verfügte. Animus schämte sich seiner Nacktheit zunächst bis in Grund und Boden vor dem Piloten, aber dann begriff er, dass es sich um einen Androiden handelte, der die Tatsache geflissentlich übersah, dass sein Fahrgast keine Hosen trug.

An einem urbanen Versammlungspunkt, einer neu eingerichteten Transitzone, kaufte Luscinia ihrem Begleiter ein neues Beinkleid; anschließend mussten sie sich abhetzen, um noch im nächsten Schiff eine Bordkarte zu bekommen - auch diese bezahlte die Pilotin mit falscher ID. Und nun befanden sie sich also auf einer dreitägigen Reise tiefer ins Gebiet der Vereinigten Allianz zu einem Planeten namens Pax Novo.

Luscinia hatte die Daten über ihr Ziel abgerufen: Nach einem Terraformingprozess vor drei Jahrhunderten bot Pax Novo eine angenehme Atmosphäre und 233 Millionen Personen ein Zuhause, verfügte über eine starke Wirtschaftsleistung - insbesondere Export von Nanochips und intergalaktischen Antriebssystemen. Der Planet bevölkerte 92 Prozent Menschen. Eine Minorität bestand aus diversen kosmopolitischen Humanoiden aus unterschiedlichen Sonnensystemen, die Handel miteinander trieben. Ursprünglich bewohnten keine menschenähnliche Lebewesen den Himmelskörper, so dass Pax Novo offiziell als inzwischen unabhängige Kolonie verwaltet wurde, nachdem er besiedelt worden war.

Dort würden sie ein neues Leben anfangen können. Es würde anfangs schwer werden, besonders, da jetzt die Dilithium-Plättchen alle weg waren, aber mit Luscinia an seiner Seite versprach sich der Jüngling eine glänzende Zukunft. - Er wollte sich gerade an sie schmiegen, da stand sie auf. „Warte hier. Ich bin gleich zurück.‟ Animus sah der zierlichen Frau seiner Träume nach. Welch graziler und anmutiger Gang! Er erregte ihn zutiefst. Er schloss die Augen und lauschte der leisen meditativen Musik, die den Raum gleichmäßig erfüllte, als seien die Audioquellen in jeder Pore der Wände, Decke und des Bodens verteilt.

Die Pilotin suchte ein Separee auf, das akustisch und visuell isoliert war. Sie hatte zunächst vorgehabt, die Geheiminformationen, die im Gehirn von Animus neuronal installiert waren, zu sichern und die feministische Dikatur Regina damit zu erpressen. Aber die aktuelle politische Situation ließ dies nicht mehr zu. Doch sie konnte die Daten jetzt an die Vereinigte Allianz verkaufen. Die Nanobots, die sie in den Organismus des Jünglings geschleust hatte, waren fündig geworden. Leider ließen sich die Daten nicht extrahieren, da dies eine kryptische Verschlüsselung verhinderte. Trotzdem konnte Luscinia das Paket mit Femtolasertechnik aufzeichnen und auf einen kleinen Glasdatenträger transferieren. Im Anschluss neutralisierten sich die Nanobots einschließlich der Daten automatisch.

Luscinia war jetzt die einzige Besitzerin der geheimen Informationen. Wenn man sie dafür liquidieren wollte, mussten sie extrem wichtig sein. Sie würden einen guten Preis erzielen. Sie hatte es geschafft. Sie brauchte den Deserteur nicht mehr. Ursprünglich hatte sie auch ihn an Reginas Militär verkaufen wollen, doch das war nun auch nicht mehr möglich. Sie würde sich auf Pax Novo nach ihrem Deal mit der Vereinigten Allianz einfach absetzen.

In der kommenden Nacht schlief Animus nach langer Zeit wieder tief und fest. Die merkwürdigen Hintergrundgeräusche in seinem Kopf waren verschwunden, und die Aussicht auf eine sichere Heimat wirkte sehr beruhigend. Die Vereinigte Allianz würde Regina bald annektieren, eine freie Gesellschaftsform etablieren und das grausame Matriarchat ausmerzen - oder wie es die Politiker der VA formuliert hatten: restrukturieren. Fakt war, Regina hatte ihren Zenit überschritten und ging unter. Die Frage war nur, ob sie eine erstickende Flamme oder eine Supernova eines sterbenden Sterns sein würde.

Doch damit beschäftigte sich der Ex-Pugnator nicht. Er war Zivilist und würde mit Luscinia ein neues Leben auf Pax Novo beginnen. Als seine Angebetete zurückkehrte, lächelte sie ihn warm an und setzte sich wieder zu ihm. Er sah sie fragend an. Nach einigen Sekunden wollte er wissen: „Wo warst du so lange?‟ Die Pilotin antwortete nonchalant und zugleich nebulös: „Ich habe für unsere Zukunft gesorgt.‟ Animus schaute sie verständnislos an. Aber sie schwieg dazu.

Als die Reise nach Pax Novo sich ihrem Ende näherte, mussten die Passagiere darauf warten, dass sie mit ihrem Namen und der ID aufgerufen wurden, bevor sie von Bord gehen durften. Die meisten Personen waren Touristen und würden nicht lange auf dem Planeten bleiben. Sie reisten, so bald wie möglich, weiter in ihre Heimatwelten innerhalb der Vereinigten Allianz. Jedoch gab es auch Humanoide, die auf Litus Mundus gearbeitet und gelebt hatten. Das Gros der Beschäftigungen auf dem Urlaubsplaneten hatten zwar Androide, Arbeitsroboter und andere Gerätschaften erledigt, aber es gab eben auch Humanoide in den Hotelanlagen und Parks. Sie würden vorerst in einem Auffanglager auf Pax Novo verbleiben, besonders dann, wenn sie mittellos waren und sich nicht die exklusiven Unterkünfte leisten konnten, die in Pax-City bis zu 800 Meter hoch in den Himmel ragten.

Auch Luscinia und Animus verschlug es zunächst in die einfachen Quartiere. Sie erinnerten ihn an seine Kasernenzeit. Die spartanisch eingerichteten Räume verfügten über zwei Etagenbetten. So viel zu Privatsphäre, dachte er missmutig. Da würde also ein weiteres Pärchen mit ihnen gemeinsam wohnen. Noch waren alle Betten unbesetzt, so dass sich Animus und Luscinia eines aussuchen konnten. Eigentlich spielte es aber keine Rolle, denn es waren identische, standardisierte Metallgerüste.

Sie hatten gerade ihre wenigen Habseligkeiten ausgepackt und in den Schrank auf ihrer Seite der Kammer geräumt, tauchten zwei junge Burschen auf. Einer überprüfte mit seinem kleinen Datenpad den Nummernscan an der Tür. „Ja, hier ist es richtig.‟ Der Jüngling, der gesprochen hatte, war klein und schmächtig, trug eine enge, modische Hose, bunte Sneaker und ein lässiges Langarmshirt. Er hatte längeres, blondes, leicht gewelltes Haar und blaue Augen, eine Stupsnase und einige Sommersprossen im Gesicht. Der zweite Typ sah ganz anders aus: etwa gleiches Alter, aber viel kräftiger und einen Kopf größer, kurze, dunkelbraunes Haar, braune Augen, maskulines, kantiges Kinn, enges T-Shirt, eine Cargo-Hose und schwarze Stiefel.

Er okkupierte mit einem Rucksack direkt das untere Bett. „Das nehme ich!“ Der Blonde fragte: „Wieso? Ich wollte unten.“ Sein Widersacher packte ihn an der Gurgel und drückte ihn grob an die Wand. „Hast du ein Problem damit?“ Der Jüngling versuchte den Kopf zu schütteln. „Nein, ist OK“, presste er hervor. Luscinia und Animus sahen sich an. Das fing ja gut an mit ihren neuen Zimmergenossen. Die aggressive Stimmung beruhigte sich wieder, und das Quartett stellte sich vor. Der Blondschopf hieß Parvus, der Größere nannte sich Taurus.

Sie hatten sich erst auf Litus Mundus vor dem Transitflug kennengelernt und stammten beide vom Planeten Colonia Agricultura, auf dem 90 Prozent der Bewohner in landwirtschaftlichen Betrieben arbeiteten und Nahrungsmittel produzierten, von denen die meisten exportiert wurden. Colonia Agricultura gehörte seit 250 Jahren zur Vereinigten Allianz und war sozusagen eine der wichtigsten „Kornkammern“ für nichtsynthetische Lebensmittel.

Vorerst mussten die beiden jungen Männer jedoch auf Pax Novo bleiben, denn ihnen fehlten die Finanzmittel, um bis Colonia Agricultura zu reisen. Bei dem übereilten Abflug auf Litus Mundus waren ihren alle Krediteinheiten abhanden gekommen. - Animus stellte fest, dass Taurus mit Luscinia flirtete. Zu seinem besonderen Unmut schien es ihr nichts auszumachen. Im Gegenteil: Sie flirtete fleißig mit. Animus räusperte sich oder setzte sich demonstrativ eng neben die Pilotin; aber als er seine Hand auf ihren Oberschenkel legte, wischte sie ihn weg. Beleidigt legte sich der Deserteur in sein Bett. Lange würden sie in diesem Bau ja nicht bleiben. Sobald sie sich informiert hatten, wo eine Arbeitsstelle auf Pax Novo für sie infrage kam, würden sie dorthin fahren. Als Taurus und Luscinia aber nicht aufhören wollten mit inzwischen sogar recht schlüpfrigen Andeutungen, sprang Animus auf und ging zur Tür. Ironisch sagte er: „Ich will euch mal nicht stören.“ Dann stiefelte er wütend hinaus.

War das etwas Gelächter hinter ihm? Sein Zorn steigerte sich noch. Seine Fäuste ballten sich eng und fest zusammen. Diesem dämlichen Möchtegernweiberhelden Taurus sollte man eine Castitasschelle verpassen! Er fühlte sich gedemütigt und zum Hahnrei degradiert. - Nur peu à peu beruhigte er sich wieder. Trotzdem traute er sich nicht zurück ins Zimmer. Wer wusste, was er vorfand? Er hatte Angst davor, Luscinia in den Armen diesen herzbrechenden Casanovas zu entdecken. Verfügte er nicht über genügend Courage dem Kerl ins Gesicht zu sehen und ihm die Meinung zu sagen? Seufzend war er nicht sicher. Körperlich war Taurus ihm haushoch überlegen. Vor allem, wenn dieser auch eine militärische Ausbildung hatte und zum Beispiel die Kampfkunst Os-Frangi beherrschte.

Wie konnte Luscinia ihm das nur antun? War sie von Sinnen? Hatte sie eine enthemmende Substanz eingenommen? Oder lag ihr so wenig an ihm, dass sie mit dem erstbesten Typen in die Kiste sprang? Animus versuchte sich zu bremsen. So weit würde sie nicht gehen. Alles war sicherlich ganz harmlos. Sie hatten ein wenig geflirtet. Das war alles. Er hatte überreagiert, war eifersüchtig. Bestimmt suchte Luscinia ihn längst. - Animus war in Gedanken in dem großen Gebäude ziellos herumgelaufen. Jetzt musste er erst mal selbst wieder schauen, wo er überhaupt war. Er hatte die Orientierung verloren. Holografische Schilder lenkten ihn schnell wieder zum richtigen Raum. Er atmete einmal tief durch und betrat ihn.

Luscinia war tatsächlich nicht mehr da - allerdings fehlte auch Taurus. Animus fragte den Blondschopf: „Hat meine Begleiterin gesagt, wo sie hinwollte?“ Parvus zuckte mit den Achseln. „Ist mit Taurus raus. Er wollte ihr was zeigen.‟ Animus merkte, wie sich sein Puls beschleunigte. „Er wollte... Was wollte er ihr zeigen?‟ Der Blonde zuckte wieder gleichgültig mit den Schultern. „Keine Ahnung.‟ Animus stürzte hinaus und lief die Gänge des Gebäudes ab. Einige Flure waren verlassen, in anderen tummelten sich zig Personen. Aber nirgends konnte er die Pilotin sehen. Oder diesen Taurus.

Er wollte schon zurückkehren, da kam ihm der junge Hüne entgegen. Animus sprach ihn vorwurfsvoll an: „Wo ist Luscinia?‟ Taurus wunderte sich über die aggressive Frage. „Keine Ahnung. Woher soll ich das wissen? Sie ist einfach gegangen.‟ Animus glaubte kein Wort. Er wollte genau wissen, wo die beiden waren. Taurus erklärte: „Ich wollte ihr die Glaskuppel mit dem einem gigantischen Teleskop zeigen. Sie ist aber einfach weggegangen.‟ Animus hörte die Worte, aber er wusste nicht, was er davon halten sollte. War wirklich alles harmlos gewesen?

Er kehrte zu seinem Quartier zurück und hoffte, dass die Vermisste inzwischen eingetroffen war. Leider bestätigten sich seine Hoffnungen nicht. Von der Frau gab es keine Spur. Misstrauisch sah er zu Taurus, der ihm gefolgt war. Hatte der Kerl ihr was angetan? Er war voller Argwohn, doch dann blinkte Luscinias Datenpad, das sie zurückgelassen hatte. Erst in diesem Moment merkte Animus, dass ihr kleiner Rucksack fehlte. Er aktivierte das Pad und las die eingehende Nachricht: „Wenn du das liest, bin ich auf dem Weg in ein neues Leben. Verzeihe mir bitte, aber ich kann nicht bei dir bleiben. L.‟ Der Ex-Pugnator starrte auf das Display und verstand die Welt nicht mehr. Was hatte das zu bedeuten? Neues Leben? Ja, aber sie wollten es doch gemeinsam... Langsam ließ er das Pad sinken und schließlich aufs Bett fallen.

Er fühlte sich wie paralysiert. Sie hatte ihn verlassen. Einfach so. Es war unfassbar! Er legte sich auf seine Matratze und starrte gelähmt an die Decke. Seine ganze Zukunftsplanung war zerstört. Er konnte sich keinen Reim auf das obskure Verhalten seiner Begleiterin machen. - Plötzlich wurde er aus seinen Gedanken gerissen: Parvus und Taurus waren scheinbar in einen Streit geraten. Erst nach einigen Sekunden wurde Animus klar, worum es ging. Der kräftige Taurus saß auf dem liegenden Parvus und hielt dessen Handgelenke auf der Matratze fixiert. Doch statt sich zu beschweren, kicherte der Jüngling. „Lass mich los! Ich will jetzt nicht.‟ Sein dominanter Gegenpart widersprach: „Das hört sich aber anders an.‟ Er ließ ein Handgelenk los und versetzte dem Unterlegenden eine Backpfeife. Animus wollte schon entrüstet deaskalierend eingreifen, da sah er das grinsende Gesicht des Hämpflings. Ihm gefiel es offenbar, von seinem Begleiter geschlagen zu werden!

Für den Ex-Pugnator war das eine ganz neue Erfahrung. War das Duo schwul? Und dann auch noch... Wie nannte sich das noch? Sadomasochismus... Ja, davon hatte Animus in der Kaserne mal erzählen gehört, es aber für eine abstruse Fantasie gehalten. Natürlich gab es das Matriarchat. Frauen standen im Gesetz und der Gesellschaft über dem Mann. Zumindest auf Regina. Aber Homosexualität... Gab es das wirklich? Obwohl... Er sinnierte über Munuswesen. Waren sie feminin oder maskulin? Beides? War es gleichgeschlechtlicher Sex, wenn ein Munus es mit einer Lady trieb, oder was war, wenn ein Munus und ein Rusticus...? Ihm schwirrte der Kopf.

Er starrte zu dem anderen Etagenbett, wo Parvus still dalag, während er von Taurus ausgezogen wurde. Der Blondschopf war noch dünner und zierlicher, als Animus gedacht hatte. Nur die Bauchmuskeln waren ausgeprägt und zeugten von einer gewissen Sportlichkeit. Von den Muskeln des anderen Mannes konnte er nicht viel sehen, denn der öffnete lediglich seine Hose. Ein wenig verlegen schaute Animus an die Decke. Wollten die etwas jetzt hier und neben ihm...?

Währenddessen autorisierte sich Luscinia mithilfe einer manipulierten ID-Card für einen interstellaren Überlicht-Flug vom Raumbahnhof Pax-City ins Zentrum der Vereinigten Allianz im Sol-System X94021-115-BP, besser bekannt als die Koordinaten des Planeten Beta Patria, auf dem die Allianz ihren Haupttregierungssitz hatte. Dort würde sie mit politischen Größen einen Deal aushandeln. Der Datenträger mit Reginas Geheiminformationen sollte ihnen einiges wert sein. Die Authentizität ihre Person wurde von keinem Scanner und keinem Sicherheitsprogramm angezweifelt, und so konnte sie ohne Komplikationen das nächste Schiff, die „Manta 7‟ - benannt nach ihrer rochenartigen Form - besteigen und sogar eine Deluxe-Suite genießen.

Schon eine Dreiviertelstunde nach dem Boarding startete die Manta 7 vollautomatisch durch seine Prozessoren und verließ den Orbit von Pax Novo. Die Aktivierung des interstellaren Antriebs wurde von den Passagieren nur durch ein leichtes Vibrieren wahrgenommen. Der Gravitationssensor glich beinahe alle unerwünschten Kräfte aus, neutralisierte Abweichungen der Norm und sorgte so für eine Pseudo-Schwerkraft, die exakt den Werten auf Pax Novo entsprach. Diese Technologie wurde zwar auch auf Regina verwendet, war aber dort nicht so akkurat und ausgefeilt. Stattdessen schwangte die Gravitation auf den Kreuzern der Imperatorin um bis zu 22 Prozent. Doch Luscinia lehnte sich entspannt zurück in ihren Gelsessel. Regina war Geschichte. Sie würde mit einem riesigen Haufen Krediteinheiten auf Beta Patria ein neues Leben beginnen.

Hätte sie gewusst, dass auf der Brücke des Schiffes gerade ein stiller Alarm aktiviert wurde, wäre sie nicht so ruhig und zufrieden gewesen. Ein greller Plasmabogen sprang gefährlich knisternd zwischen zwei Bedienelementen der Navigationsmodule hin und her. Ein Quantenphysiker wurde getroffen und mehrere Meter durch den Raum geschleudert. Auf dem Rücken landend, blieb er bewusstlos liegen. Ein Brückenoffizier löste den Primär-Alarm aus und versuchte eine Notabschaltung des Antriebs zu starten, was aber durch eine weitere Fehlfunktion nicht möglich war. Zwei weitere Navigatoren tippten hektisch auf ihren Touchpads Befehlszeilen ein. Schweiß hatte sich auf ihrer Haut gebildet. Die Darstellungen auf den Displays und Monitoren flackerten unstet. Wenn das Problem nicht innerhalb von wenigen Minuten behoben sein würde, konnte das Antriebssystem implodieren. Von Schiff und Besatzung würden nur undefinierbare Zellencluster übrig bleiben und Lichtjahre verteilt im Raum umherfliegen.

Animus war immer noch perplex über die sexuell penetranten Handlungen wenige Meter von ihm entfernt. Inzwischen saugte und leckte Blondie begierig an dem prallen Phallus von Taurus, der genüsslich stöhnte und einer Ekstase nicht mehr weit entfernt zu sein schien. Obwohl Männerliebe für Animus eine völlig fremde Welt war, spürte er in seinen engen Hosen eine sich anbahnende Erektion. Er griff sich mit einer Hand in den Schritt und rieb und knetete dort gedankenverloren und fasziniert von der Szenerie vor ihm. Er stellte sich vor, wie Luscinia so vor ihm lag und seinen Stab in ihren Mund nahm, um ihm Lust zu bereiten.

Während sich in seiner Hose der Inhalt immer mehr verhärtete und verspannte, kulminierte Taurus in einem lauten Grunzen. Animus sah ihn nur von hinten, hörte aber die würgenden und glucksenden Laute des knabenhaften Mitbewohners. Kurz darauf ließ sich der athletische Genießer aufs Bett fallen und drängte Parvus beinahe von der Matratze. Animus kam ein Zitat aus seinem Literaturunterricht in Erinnerung: „Der Mohr hat seine Arbeit getan, der Mohr kann gehen.“ So musste sich der Blondschopf vorkommen, aber er schien zufrieden und beinahe so befriedigt wie sein Kompagnon. Grinsend wischte er sich über die Lippen.

Plötzlich riss ihn eine tiefe Stimme aus seinen Gedanken: „Hey! Parvi! Schau dir das an! Da ist wohl noch ein Ding so richtig gierig auf dein Mäulchen.‟ Animus schreckte auf. War er gemeint? Taurus starrte ihm aufs Gemächt. Reflexhaft bedeckte er es mit beiden Händen und schluckte nervös. Der Typ kam direkt zur Sache: „Hast du dir schon mal deine Kanone von einem Mann putzen lassen?‟ Animus hustete. Stammelnd brachte er mit leiser Stimme heraus: „Ich... Nein, das ist nichts für mich. Ich bin nicht... Ich bin... Also, Kerle interessieren mich nicht...‟ Taurus griente breit. „Das sieht mir aber gaaanz anders aus, mein Lieber!‟

Er packte die verdeckenden Hände beiseite und betrachtete die ausgeprägte Latte unter dem dünnen Stoff. Animus atmete keuchend aus. Parvus stand nun neben seinem Bekannten und lächelte, visierte ebenfalls das Ziel seiner Begierde an. Taurus fragte: „Was meinst du? Willst du mal...?‟ Animus war sich unsicher, wem die Frage gegolten hatte. Die dünne Stimme von Parvus ertönte: „Bitte, darf ich deinen Phallus verwöhnen?‟ Animus war sprachlos. Was war hier los? In was für ein Sodom war er hier nur hineingeraten? Und was ihn am meisten verwirrte: Warum zog er das Angebot in Erwägung?

Konsterniert beobachtete er bewegungsunfähig, wie Parvus ihm die Hose öffnete. Sofort sprang die gierige Stange obszön hervor. Animus war ganz heiß. Er schämte sich vor den anderen Männern. Aber zugleich war er so erregt wie zuletzt mit Luscinia. Parvus fragte erneut: „Bitte, bitte! Darf ich? Darf ich?‟ Er sah ihn gespannt an. Animus konnte nur abgehackt nicken. Sofort griff der Blondschopf nach dem Schaft und stülpte seine Lippen über die Spitze. Der Verwöhnte stöhnte voller Wollust auf. Durch den Voyeur Taurus wurde er noch weiter erregt.

Bald saugte Parvus den Stab vollständig und tief ein. Animus ließ seinen Kopf voller euphorischer Gefühle in den Nacken fallen. Der eingehende Kontrollverlust störte ihn ganz und gar nicht. Er genoss nur noch die nassen, elysischen Berührungen... - Schließlich stöhnte er in einem orgastischen Feuerwerk auf und bäumte sich wie unter Stromschlägen. Parvus zog sich erst zurück, als er gesättigt über seine Lippen leckte. Animus sank entspannt in eine beinahe meditative Ruhe. Eine selige Mattigkeit überfiel ihn, und sein Atem beruhigte sich mehr und mehr. Er konnte sich gerade noch die Hose schließen. Zögerlich fielen ihm die Augen zu, und er tauchte lethargisch in einen angenehmen Schlaf, der ihn wie auf Wolken trug und ihn mit den Erlebnissen dieser Welt versöhnte.

Als er Stunden später erwachte, sprachen Parvus und Taurus kein Wort über das Geschehene, als hätten sie es bereits vergessen. Sie lagen auf ihren Betten und tippten auf kleinen Datenpads herum. Er sah auf dem Chronometer-Hologramm, dass drei Stunden vergangen waren. Wenige Sekunden später wäre er vermutlich sowieso aufgewacht, denn auf allen Datenpads piepste eine eingehende Nachricht. Animus sah, dass sie von der „Registrierungsstelle für Rekrutierungen in Pax Novo‟ stammte. Darin wurde für Reservistendienste geworben. Insbesondere wurden Männer mit militärischer Erfahrung gesucht. Sold nach Tarif PN-Armee 2 bis 5, je nach Qualifikation. Animus wollte sie schon löschen, da zögerte er.

Suchte er nicht eine Verdienstmöglichkeit? Er war Pugnator - zumindest hatte er die Ausbildung fast abgeschlossen. Nun hatte er die Chance, auf der anderen, der richtigen Seite zu kämpfen. Warum eigentlich nicht? Und er wollte, so schön der Oralsex gewesen war, nicht in einer Ménage-à-trois mit den beiden jungen Männern enden. - Aber würde die Armee einen Deserteur nehmen? Konnte so ein Mensch loyal sein? Hatte ihn seine Fahnenflucht auf Regina für alle Zeiten diskreditiert? Einen Versuch musste es wert sein! Schließlich war die Vereinigte Allianz in Alarmbereitschaft und konnte nicht genug Soldaten haben. Er würde zum Untergang von Regina beitragen. Das gefiel ihm außergewöhnlich gut.

Er stand auf und richtete seine Kleidung. Er wollte nicht gleich als unordentlich gelten. Taurus folgte ihm. Animus drehte sich fragend um. Der Mitbewohner grinste: „Willst wohl auch zur Musterung?‟ Er nickte. Der athletische Kamerad erzählte: „Habe früher schon auf Colonia Agricultura als Korporal gedient. Und du?‟ Animus sagte, ohne nachzudenken: „Bin Pugnator-Anwärter gewesen, aber dann bin ich geflüch...‟ Taurus sah ihn seltsam an. „Geflüchtet? Ein Deserteur? Und du... ein Pugnator? Das sind doch unsere Feinde von Regina!‟ Animus schluckte trocken. „Ich bin ja deshalb da abgehauen. Ich will auf der Seite der VA kämpfen!‟ Taurus sah ihn misstrauisch an, als würde er ihn zum ersten Mal sehen. Auf dem Weg zur Registrierungsstelle sprachen sie kein Wort mehr miteinander.

Im Wartesaal saßen bereits über 30 junge Männer. Die Neuankömmlinge aktivierten eine Wartenummer und hofften darauf, dass bald ihr Datenpad piepte, um anzudeuten, dass sie an der Reihe waren. An der Wand waren Scancodes abgebildet, mit denen Interessierte sich Informationen über die Pax-Novo-Reservearmee abrufen konnten. Animus staunte über die feschen Uniformen und modernen Waffen. Auch die diversen Schiffsklassen wurden erläutert. Trotz der interessanten Datenflut wurde die Zeit sehr lang. - Nach einer gefühlten Ewigkeit war Taurus an der Reihe und verschwand hinter einer hydraulischen Tür. Animus wurde noch nervöser. Der Nächste würde er sein.
Viele Grüße von prallbeutel
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  RE: Regina Datum:13.05.17 03:04 IP: gespeichert Moderator melden


Du machst es aber sehr Spannend Prallbeutel.
Zumindest hast du geklärt wie die beiden Entkommen konnten. Tja was wird nun aus Animus? Wird er in der VA aufgenommen und mit welchen Rang? Muss er Vielleicht als einfacher Soldat anfangen und was wird aus dem Miststück Luscina? Kriegt die Besatzung des Raumkreuzers das Problem in den Griff?
Ich würde Luscina wünschen das nichts Übrig bleibt von ihr.
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Was Du nicht willst, dass man Dir tu, dass mut auch Keinem andern zu.

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  RE: Regina Datum:17.05.17 21:55 IP: gespeichert Moderator melden


Man Gummimike, Du bist aber streng. Ich würde Luscina lieber gefangen nehmen, und sie ine einem Latexdirndl als Lustdienerin diverse Dinge tun lassen.
Ansonsten eine tolle Geschichte, die ich immer wieder gern lese.
otto
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  RE: Regina Datum:20.05.17 18:35 IP: gespeichert Moderator melden


Danke an die Kommentatoren!


~ XLVI ~


Der Munus hatte den Befehlen der Audiutrix gehorcht, hatte sie ordnungsgemäß ausgeführt und die Rusticusse von hinten genommen - bis zum Anschlag. Deren dumpfes Gebrüll in ihre Knebel hatte ihn nicht kalt gelassen, aber Befehl war Befehl. Und er musste zugeben: Zwar hatte er ein schlechtes Gewissen, die Männer so zu quälen, doch zugleich erregte es ihn ungemein. Die Enge, diese knackigen Hinterteile, dieser intensive Orgasmus...

Später, er war gerade wieder in sein Quartier marschiert, wurde er schon wieder hinausbeordert: Eine Audiutrix mit einem langen, dicken und flachsblonden Zopf, der ihr beinahe bis über die Taille reichte, kommandierte ihn zum Andockdeck des Habitats. Das Domizil der Audaxa sollte evakuiert werden. Völlig überrumpelt wollte Timiditas noch einige Dinge zusammenpacken, aber die Uniformierte drängte zur Eile. Mit einem Tranitshuttle würden sie nach Regina ausgeflogen. In wenigen Minuten sollte es starten.

Der Munus sah seinen Pendant und die Rusticusse einschließlich Gravis. Im Innenraum setzten sich die beiden von ihm „verwöhnten‟ Kreaturen so weit wie möglich weg. Sie hatten sichtlich Schwierigkeiten, sich auf ihre Plätze zu begeben, denn ihre Hinterteile vertrugen nicht die geringste Berührung, geschweige denn den Druck ihres Körpergewichts. Sie setzten sich wie auf rohe Eier. Timiditas musste ein Schmunzeln unterdrücken, als er die respektvollen Blicke der Männer zu ihm zu.

Als sie auf Regina landeten, transportierte sie ein Hoverboard zu einem Regierungsgebäude auf dem großflächigen Armeehauptstützpunkt des Planeten. Eine Indagatrix verpasste allen acht Passagieren einen Ohrchip, der sämtliche Daten über sie, einschließlich aller Körperfunktionen, einlas und auf Abruf sendete. Darüber wurden die Wesen informiert. - Was sie nicht wussten: Sie waren während des Fluges auf einer Auktion versteigert worden.

Als Timiditas eine Karte mit einer Adresse in die Hand gedrückt bekam, wurde ihm nur gesagt, dass er dort nun bei seiner neuen Besitzerin leben werde. Unverzüglich habe er sich dorthin zu begeben. Er fragte sich, warum Audaxa ihn verkauft hatte. Hatte sie von der fehlenden Restmenge Ejakulat verfahren? War sie unzufrieden mit ihm gewesen? - Er machte sich auf den Weg und hatte seine sieben Bekannten schnell aus den Augen verloren, die sich in alle Himmelsrichtungen verstreuten.

Timiditas war froh, dass ihm der Securitychip nicht wieder aktiviert worden war. Wenn er großes Glück hatte, würde er zu einer Dame kommen, die ihn nicht keusch hielt. Auf der Straße waren nur vereinzelt Rusticusse und Munuswesen zu sehen. In erster Linie marschierten uniformierte Pugnatoren und Offizierinnen, Audiutrixfrauen und Praetorias die Wege entlang. Die meisten Personen waren allerdings in energieangetriebenen Fahrzeugen unterwegs.

Die Leute waren offenbar an den Anblick von Munusgestalten gewöhnt, zumindest machte Timditas keine Furore mit seinem Auftreten. In seinem engen Suit, der seine Geschlechtsteile und die gewaltigen Brüste exponierte, lief er den holografischen Wegweisern entsprechend Richtung Westen, wo seine neue Eigentümerin auf ihn wartete. Es war eine Strecke von 4,4 Kilometern, und die heiße Sonne, die zu dieser Jahreszeit herrschte, sorgte dafür, dass der Suit am ganzen Körper an seiner Haut klebte. Aber als Munus hatte er schon misslichere und peinlichere Kleidungsstücke getragen, und daher machte er sich darüber keine großen Gedanken.

Als er schließlich an der vorgegebenen Adresse ankam, war er überrascht. Er wusste auch nicht, was er erwartet hatte - vielleicht eine idyllische Wohnanlage -, aber es entsprach nicht seinen Erwartungen. Es handelte sich nicht um eine private Immobilie, sondern er stand vor einer kleinen Lagerhalle. Ein großes Stahltor blockierte den Eingang. Er drückte auf einen Sensor. Laut quietschend schob sich das Tor seitlich auf. Ein kleines blinkendes Warnlicht machte auf die Gefahr aufmerksam, dass die tonnenschwere Tür in Bewegung war. Timiditas trat ein.

Eine Frau in Zivilkleidung (enge Lederhose, Lederkorsett, Stiefel) stand vor ihm. „Ich bin Praefecta Cupidita. Du bist mein Neuerwerb. Ich werde dich meinem Harem anschließen. Komm, Munus. Folge mir!‟ Sie ging mit dem Verwunderten zwischen großen Aluminiumcontainern durch und schaltete mit ihrer Stimme in der Halle mehrere Industrielampen an: „Licht aktivieren.‟ Timiditas starrte entsetzt auf sechs Käfige. In drei von ihnen hockten zusammengedrängt nackte Munuswesen. Sie konnten sich darin kaum bewegen und hatten ihm ihren Hintern mit dem dicken Sack dazwischen zugewendet.

Der Ankömmling durfte in eine der leeren Gitterboxen krabbeln. Cupidita schloss die Tür und verriegelte sie mit dem angebrachten Digitalschloss, das mit ihrem Fingerabdruck aktiviert und deaktiviert werden konnte. „Jetzt fehlen mir noch zwei weitere Freudenkreaturen. Da muss ich die nächste Auktion abwarten. Ihr bleibt solange noch hier im Lager, das ich angemietet habe.‟ So geschockt Timiditas auch war, zumindest war er der einzige Insasse, der einen Suit trug. Und womöglich waren die Securitychips der Kameraden aktiviert. Er war also eindeutig im Vorteil. Aber egal, wie sehr er versuchte, sich die Situation schön zu reden, war er in einer bösen Misere. Wie lange sollte er hier hocken? Wie oft gab es denn diese besagten Auktionen?

Ihre Herrin schritt den Gang zurück und löschte das Licht. Sie hörten die laute Schiebetür kreischen. Dann knallte sie zu. Timiditas versuchte Kontakt mit den Mitgefangenen aufzunehmen. Wer waren die armen Kreaturen? Kamen sie auch aus Privatbesitz? Waren sie ersteigert worden? Wussten sie mehr über die geplante Zukunft, die die Herrin für sie bereithielt? - Auf seine leise Ansprache reagierten sie jedoch nicht. Keiner der drei Munuswesen sagte auch nur ein Wort. Nur vereinzelt kamen dumpfte Geräusche von ihnen. Endlich begriff er: Sie waren geknebelt. Er hatte ihre Gesichter nicht sehen können und die Fixierung daher nicht bemerkt. Noch etwas, für das er dem Schicksal danken konnte: Er war auch damit verschont worden.

Der Munus konnte nur hoffen, dass er nicht allzu lange in diesem engen Käfig hocken musste. Die politische Auseinandersetzung mit der Vereinigten Allianz würde sicherlich vorerst alle Kräfte des Militärs bündeln, so dass Cupidita gar keine Zeit für sie hatte. Als Praefecta würde sie auf einem Kreuzer Dienst tun. - Und da hatte Timiditas die richtige Vermutung, denn seine Herrin war auf dem Weg zu ihrer Einheit, wo sie unverzüglich ihre Uniform anlegte und an Bord des Kreuzers Regina IX ging, um zu einem Geschwader der Flotte im Orbit von Fortuna aufzuschließen.

Offiziell hatten zwar weder die Vereinigte Allianz noch Regina der Gegenpartei den Krieg erklärt, aber der Konflikt war so sehr eskaliert, dass die VA Kontrolleure auf den Planeten senden wollte. Reginas Hoher Rat verweigerte die Einreise und Einmischung in innerstaatliche Angelegenheiten. Daraufhin warnte die VA, dass sie notfalls ihre Vorhaben mit einem Präventivschlag auch militärisch durchsetzen würde. Reginas Armee ging in Defensivstellung und war in höchster Alarmbereitschaft.

Das bewaffnete Vorgehen traf in den Heimatwelten der VA nicht überall auf Gegenliebe. Zwar waren Waffensysteme mittlerweile so weit entwickelt, dass kaum humanoide Verluste zu erwarten waren, aber vielen Friedensdogmatikern und Anhängern von diversen gesellschaftlichen Bewegungen war die Einmischung aus entweder ethischen, aber teils auch aus monetären Gründen ein Dorn im Auge. Massive Demonstrationen wuchsen überall in der VA auf den öffentlichen Straßen und Plätzen heran. In den Media-Kanälen wurden die Pros und Contras hitzig debattiert, während die Regierung bereits Nägel mit Köpfen machte.

Eine Gruppe von circa 1500 Frauen und etwa 800 Männern demonstrierte auf Beta Patria besonders lautstark gegen den Militäreinsatz. Die FSO (Female Supremacy Organisation) stand für das Paradigma: Frauen stehen von Natur aus mit allen Rechten über Männern, die mit ihrem minderwertigen Y-Chromosom der Krone der Schöpfung unterstellt sind. - Unter der FSO, die auf mehreren Planeten aktiv war, gab es verschiedene Strömungen. Die gemäßigten Flügel bezogen sich nur auf die weibliche Überlegenheit und forderten daher die Vormachtstellung der Frau; radikale Splittergruppen propagierten die völlige und bedingungslose Unterwerfung von Männern zu rechtlosem Besitz von Frauen. Da die VA keine Sklaverei oder Diskriminierung duldete, lebten die Anhänger dieser Matriachate in privaten Enklaven, die jedoch politisch Hoheitsgebiet des entsprechenden Planeten der VA blieben, aber eine eigene Gesetzgebung hatten.

Dies wurde nur unter strengen Auflagen geduldet. So durften nur Volljährige Bürger eines solchen Matriachats sein. Des Weiteren musste eine biometrisch verifizierte Bestätigung vorliegen, dass die Person freiwillig die Staatsbürgerschaft angenommen hatte. Unter diesen Bedingungen wurden diese feministisch ausgeprägten Gesellschaftsformen toleriert. Trotzdem überprüfte der SSVA (Staatsschutz Vereinigte Alianz) die Enklaven regelmäßig, da es einige der fundamentalistischen Kollektive mit den Auflagen nicht so genau nahmen. So nutzten einige Eheherrinnen genoptimierte Pheromone, um Männer zu manipulieren. Auch von Gehirnwäsche war die Rede. - Die gemäßigten Frauen der FSO stellten allerdings den Großteil. Dort lebten Männer scheinbar mehr oder weniger gleichberechtigt, doch waren praktisch deutliche Benachteiligungen zu erkennen, die außerhalb der Enklaven in der VA nicht akzeptiert würden. Insbesondere die körperliche Züchtigung des Mannes war im privaten Umfeld durchaus auch im gemäßigten Lager der FSO üblich, obwohl öffentlich nicht darüber gesprochen wurde.

Zum einen sorgte sich die FSO, dass die VA Gesetze gegen die Enklaven verabschieden könnte, die diese stark einschränken oder gar verbieten würden; zum anderen sollte Regina als Gesellschaft mit Vorbildcharakter nicht aufgelöst werden. Einige der Demonstrantinnen hatten ihren Gatten dabei. Viele domestizierte Männer zeigten sich in tradioneller Kleidung: ein Ledergeschirr für Oberkörper und Schritt, dazu einen fünf Zentimeter hohen Ballstretcher aus Chirurgenstahl als Symbol für die Vermählung mit ihrer Eheherrin. Die meisten der Männer trugen auch Tätowierungen mit dem Namen ihrer Eheherrin, oft auf dem Gesäß oder über dem rasierten Geschlecht. Einige Damen erlaubten bei ihren Ehemännern ausnahmslos gar keine Körperbehaarung. Die Demonstrationen mit den fast entblößten Männern mussten gesondert angemeldet und genehmigt werden. So fanden sie ausschließlich in abgesperrten Bereichen statt, in denen nur Volljährige Zutritt hatten. Etwa die Hälfte der Männer trugen normale Zivilkleidung, da sie dem gemäßigten Flügel der FSO angehörten. Auf vielen Plakaten, die von den Männern getragen wurden, standen Parolen wie „Freiheit für Regina‟ oder „Keine Macht den Männern‟. Für Außenstehende wirkte es befremdlich, wenn Männer diese Leitgedanken voller Inbrunst anpriesen. Aber die liberale Gesellschaft der VA tolerierte unterschiedlichste Kulturen und Überzeugungen, so lange sie die Gesetze des Hohen Rates befolgten.

Die Media-Kanäle waren voll von dem Thema der Auseinandersetzung zwischen Vereinigter Allianz und dem feministischen Regina. Als „Randnotiz‟ erwähnten die Agenturen einen Unfall eines Transitschiffes auf dem Weg nach Pax Novo, auf dem Evakuierte aus Litus Mundus transportiert worden waren. Aus noch ungeklärten Gründen war ein Tank mit Antimaterie leckgeschlagen. Wie es dazu kommen kannte, sollte eine Untersuchungskommission inspizieren und analysieren. Beim Zusammentreffen der Antimaterie mit der Materie hatte sich Energie in Form von Gammastrahlung freigesetzt, die ausgereicht hätte, hunderte Schiffe in ihre Atome zu zerlegen. Die Sachverständigen konnten nur noch Spuren scannen, mit denen spezielle Programme die Vorgänge errechneten. Offenbar waren 0,8 Gramm Antimaterie aus dem Antriebskern entwichen. Der Grund musste durch aufwändige Verfahren ermittelt werden. Die zuständige Raumsicherheitsbehörde stellte in einem offiziellen Statement klar, dass es keinen Zusammenhang zum Konflikt mit Regina gäbe.

Aber von all diesen gesellschaftspolitischen Ereignissen bekam Timiditas in seinem Käfig nichts mit. Er konnte nur spekulieren, ob es inzwischen zu einer offenen militärischen Aktion zwischen der VA und Regina gekommen war. - Seine Sorgen galten zunächst jedoch seinen Knien: Die Stressposition in dem Käfig war alles andere als angenehm. Wenn Cupidita nicht bald zurückkehrte, dann... Ja, was dann? Er hatte ja keine Wahl. Er konnte sich nicht selbst befreien. Langsam schlich sich Panik in sein Bewusstsein. Wie lange wohl seine Leidensgenossen schon hier hockten? Der Munus zwang sich, ruhig zu atmen und alle phobischen Gedanken zu verdrängen. Plötzlich begannen alle drei anderen Munuswesen dumpf in ihre Knebel zu stöhnen und sich klirrend in den Käfigen zu bewegen. Timiditas fragte sich, was los war. Es hörte sich an, als hätten sie Todesangst...

Oder war es etwas anderes? Waren sie an ein Folterinstrument angeschlossen? Dann fiel es ihm ein: Der Securitychip konnte so programmiert sein, dass er in vorgegebenen Abständen oder zu festgelegten Zeiten einen Erregungsreiz in die Eichel sendete. Vermutlich hatte das Cupiditas veranlasst. Aber warum hatte sie es bei ihm nicht gemacht? Vielleicht wusste sie, dass sein Chip deaktiviert war, konnte ihn aber nicht aktivieren. Eventuell ist er mit einem kryptischen Code gesichert, überlegte er. - Die verzweifelten Laute des Trios wurden immer lauter und eindringlinger. Timiditas hatte Mitleid. Sie waren den Geräuschen nach zu urteilen kurz vor dem Höhepunkt, wieder und wieder und wieder, aber der Chip ließ sie nicht ejakulieren.

Nach mehreren Minuten war der bizarre Spuk vorbei. Fragte sich, für wie lange? Und beinahe mit schlechtem Gewissen spürte er, dass sein eigener Phallus erigierte. Machten die Qualen der armen Kreaturen ihn etwa geil? Oder waren es objektiv nur die Lustlaute gewesen? Auf jeden Fall versuchte er, eine Hand an seinen großen Stab zu führen. Er quetschte sie am Gitterboden entlang, zwischen seine Beine durch. Mit den Fingerspitzen griff er nach dem gewaltigen Schaft und rieb daran. Das tat so gut. Er stöhnte auf und ging in einen Rhythmus über, der ihn geiler und geiler machte. Doch im Gegensatz zu seinen Kollegen trieben ihn die Reize über die Schwelle und sorgten für einen intensiven Orgasmus, der alles unter ihm flutete. Ein Brüllen halb unterdrückend kam er mächtig und stark.

Schwer atmend zog er die Hand wieder in eine bequemere Position näher an seinem Kopf. Hoffentlich wurde er dafür nicht von seiner neuen Herrin bestraft. Aber darüber hatte er gerade nicht nachgedacht. Der Drang war einfach zu groß gewesen. Und zu seiner Misere fühlte er sich leider nur kurzfristig erlöst. Nur wenige Minuten später spürte er wieder eine sich anbahnende Geilheit - nicht nur, weil offensichtlich die drei Leidensgenossen erneut stimuliert wurden. Timiditas fühlte unter sich die monströsen Hoden, auf denen er hockte. Sie waren wohl noch lange nicht geleert, obwohl überall Pfützen seine verströmte Lust bewiesen. Sollte er erneut Hand anlegen?

Warum auch nicht, er hatte gerade nichts Besseres zu tun, dachte er sich voller Sarkasmus. Er hatte seine rechte Hand bereits entlang des Gitters geschoben und seinen mächtigen Munusphallus ergriffen, da hörte er hinter sich ein kreischendes, schrilles Geräusch: Das Eingangstor. Der geöffnete Zugang tauchte die Käfige mit ihren Insassen in ein fahles Licht. Cupidita war zurück, so sein erster Gedanke. Doch die Schritte hörten sich anders an. Trug sie anders Schuhwerk? Die Gefangenen sahen nichts, denn ihre Köpfe zeigten in die andere Richtung. Die Käfige waren so eng, dass es ihnen nicht möglich war, den Kopf zur Seite zu drehen. Auch zwischen ihre Beine konnten sie nicht durchgucken. Das lag in erster Linie an ihren überdimensionierten Geschlechtsteilen wie den Brüsten, dem Phallus und dem Hodensack, die ihnen die Sicht verdeckten. Wer war gekommen? Und warum? Timiditas hatte langsam seine Hand wieder in die Ursprungsstellung gebracht. Er wollte wahrlich nicht beim Onanieren erwischt werden.

Nun hörten die Sklaven ein rollendes Geräusch. Kleine Räder drehten sich hakelnd und leise quietschend auf dem nackten Betonboden. Die Besucherin schob oder zog offenbar irgendetwas auf Rollen durch das Lager zu ihnen hin. Hoffentlich war es Wasser. Timiditas hatte eine schrecklich trockene Kehle. Wie es erst den anderen ergehen musste? Allerdings war eine Toilette auch langsam von Interesse. Er erinnerte sich an den Datenchip, den er und die Rusticusse bei Ankunft auf Regina erhalten hatten. Cupidita und jeder, der eine entsprechende App für sein Infopad installiert hatte, wusste genau, wie durstig sie waren, oder wie dringend sie sich entleeren mussten. Plötzlich schrie ein Munus dumpf, dann ein zweiter, ein dritter und schließlich auch Timiditas: Zwei Spitzelektroden eines Disziplinarstabes hatten das nackte Gesäß geküsst. Eine unbekannte Frauenstimme fragte amüsiert: „Alle wach?‟ Ironisch fügte sie hinzu: „Ich hoffe, ich störe nicht.‟

Es war nicht die neue Herrin, so viel stand fest. Die Stimme klang jünger. Wieder Stöhnen. Timiditas merkte, wie sich sein Puls beschleunigte. Was machte die Frau mit seinen Artgenossen? Und eine Minute darauf wusste er, was da vor sich ging: Die Frau rammte ihm einen Schlauch in den Allerwertesten. Einige Sekunden später floss eine Art Brei in ihn hinein. Jetzt erklärte sie: „Das ist eine spezielle Nährlösung. Die kann ein Munus rektal aufnehmen. So braucht er keine Nahrung. Übrigens auch nichts zu trinken.‟ Sein Bauch füllte sich mehr und mehr, und langsam fühlte er sich wie eine schwangere Humanoidin. Nach geschätzten drei bis vier Litern der dickflüssigen Menge, hatte er seine Ration erhalten. Das Schlauchende zog sie ruckartig aus seinem Anus heraus.

Im Anschluss bewegte sich die Frau zum ersten Mal um die Käfige herum, so dass die Insassen sie sehen konnten. Sie öffnete vorne am Käfig eine kleine Tür und erlöste das Trio von ihren Knebeln. Seufzend und stöhnend dankten sie der Frau für diese Wohltat. „Wenn ihr mir versprecht, nicht zu schreien, müsst ihr keine mehr tragen.‟ Das Trio beeilte sich damit, Stille zu schwören. In diesem Moment begann die Stimulation durch die Securitychips. Die Munuswesen sahen verzweifelt auf die Frau. Wie sollten sie da ruhig bleiben? Einer presste die Lippen zusammen, der andere biss sich sogar darauf, und die dritte Kreatur öffnete den Mund weit zu einem stummen Schrei.

Die junge Dame hockte sich neben Timiditas. „Na? Und du? Hast du gar kein Stimulationsprogramm?‟ Timiditas schüttelte den Kopf. Wie sollte er sie anreden? Wer war sie überhaupt? Ihr Blick richtete sich unter den Munus, sie verrenkte sich, um am Käfig entlang zu schauen. „Was muss ich denn da sehen? Hast du etwa abgemelkt?‟ Der Sklave wollte trotzig antworten, aber innerhalb von Sekundenbruchteilen fiel er in sich zusammen und heulte: „Es tut mir leid! Ich... Ich werde es nie wieder tun!‟ Erwartete ihn nun eine Strafe? Seine Wärterin stand auf, ohne etwas zu sagen. Schließlich sprach sie doch noch: „Das wird Cupiditas nicht gefallen.‟ Timiditas hörte sich betteln: „Bitte sagt es ihr nicht!‟ Die Frau war aus seinem Blickwinkel verschwunden und stand wieder hinter den Käfigen. Er hörte sie wispern. „Ein Munus, der es sich selbst besorgt! Das - ist - eine - Todsünde!!‟ Der Sünder hörte sich wimmern. Er zitterte am ganzen Leib, so dass der gesamte Käfig rasselte.

Die Frau sagte zum Abschied: „Ach übrigens: Deine drei Kumpanen wissen es ja schon. Also für dich Neuling eine Info. Versuche, den Brei in dir zu halten. Sonst bekommt dein Körper nicht genug Nährstoffe und Flüssigkeit. Es gibt nur einmal pro Tag die rektale Fütterung.‟ Die Schritte entfernten sich, und dann knallte die große Metalltür schabend und quietschend zu. Die Gefangenen hockten wieder in der Dunkelheit. - Jetzt, da seine Leidensgenossen keine Knebel mehr trugen, startete Timiditas einen zweiten Versuch, einige Informationen über die Situation und seine neuen Kameraden zu bekommen. Er erfuhr nur, dass sie seit zwei Tagen in den Käfigen hockten und in der Zeit nur für wenige Minuten die Beine vertreten durften. Der Toilettengang wurde von der Aufpasserin, die sie Sadista nannten, durch einen untergestellten Behälter organisiert. Sie würde wohl heute noch vorbeischauen deswegen. Timiditas schluckte. Sadista... Nomen est omen...

Die Namen der drei Wesen hatte er schnell wieder vergessen, da sie nur jeweils eine siebenstellige Nummer genannt hatten. Er fragte, ob sie wohl alle für Cupiditas Harem eingeplant waren. Die Munuskreaturen taten überrascht. Eine antwortete: „Ich glaube eher, dass sie uns als Zugpferde einsetzen wird. Sie ist bekannt für ihr Hobby.‟ - Zugpferde... Timiditas erinnerte sich an den Halsschlingenstock, mit dem er durch die Vergnügungsraumstation Eldorado zu einer großen Arena gebracht worden war. Sein Herz schlug bei der Vorstellung kräftig und hastig in seinem Brustkorb. Der fette Plug mit dem buschigen Sch****z am Ende, den sie ihm in seinen Anus gedrückt hatten, der Ring um seinen prallen Sack, der Zug des Sulkywagens, der an seinen Hoden zerrte, die beißenden Brustklemmen mit den lächerlichen Glöckchen, die Beißstange, die ihn zusätzlich schikanierte, dann die seltsamen Stiefel, die ihm nur eine Fortbewegung auf Zehenspitzen erlaubten, die bizarre Halskrause - es war die Hölle gewesen. Und als sei das nicht genug Gemeinheit gewesen, hatten die Kutscherinnen ihn und seinen Kontrahenten mit einem Stromstab angetrieben, den sie nach Lust und Laune in die Hinterbacken drückten. Wenigstens hatte er das Rennen gewonnen, und so war ihm das grausame Zuchtkreuz erspart geblieben.

Er hatte gedacht, dass er das hinter sich gelassen hatte, aber nun sah es so aus, als würde er in der Zukunft erneut als Pferdchen seinen Dienst tun. Da wäre ihm der Liebesdienst in einem Harem viel lieber gewesen. - Der Munus dachte noch eine Weile darüber nach, da kehrte Sadista zurück und schob, wie seine Kameraden es schon erwähnt hatten, eine große Zinkwanne herbei. Eine Kontruktion, die Timiditas bisher noch gar nicht bemerkt hatte, fuhr die Käfige in einen Meter Höhe, so dass der Behälter darunter Platz fand. Auf das Kommando von Sadista durften sich die Munuswesen erleichtern. Anschließend ließ sie das Quartett wieder alleine.

Nach weiteren drei oder vier Stunden öffnete sich die Tür erneut: Dieses Mal war ihre Herrin persönlich gekommen. Auch Sadista war anwesend. Auf eine Handbewegung der Herrin öffnete ihre Gehilfin die Käfige. Die Gefangenen durften herauskommen und sich in einer Reihe aufstellen. Doch nach der langen Zeit in der erzwungenen Haltung versagten die Beine. Zitternd versuchten sie mühsam zu stehen, sackten aber immer wieder auf den Boden oder zumindest auf die Knie. Timiditas gelang es, sich akzeptabel hinzustellen. Die drei Kameraden hatten längere Zeit in den Käfigen verbracht und waren nicht in der Lage zu stehen. Cupiditas hörte sich unzufrieden an: „Wie wollt ihr eine Kutsche ziehen, wenn ihr nicht einmal stehen könnt!?‟ Auf ein knappes Zeichen zog Sadista den Disziplinarstab und stocherte auf die Liegenden ein, bis sie sich endlich hochgequält hatten. Timiditas schwante, dass es ein hartes Leben werden würde.

Grundsätzlich waren Munuswesen für humanoide Pferdedressur überhaupt nicht geeignet. Die riesigen Brüste und der gewaltige Hodensack zerrten und baumelten wild und schmerzhaft, wenn die Wesen in erzwungenem Trab laufen mussten. Warum hatte sich Cupidita nicht Rusticusse gekauft? Die waren viel stärker und besser geeignet. Athletische Mannsbilder. Aber die Geschmäcker der Damen war wohl unterschiedlich.

Die Herrin stellte sich vor Timiditas und fragte nach seinem Namen. Der Munus antwortete, doch erhielt er dafür eine saftige Backpfeife, die in der Lagerhalle wie eine Peitsche knallte. „Du bist 4041136.‟ Sie fragte erneut nach seinem Namen. Er sagte die Zahl auf. Cupidita lächelte. „So ist fein.‟ Im Kopf des Munus schwirrte es chaotisch. Wieder und wieder tauchten Fragmente seiner alten Persönlichkeit in seinem Bewusstsein auf, doch Sekunden später verschwanden sie wieder. Er war ein Munus. Ein Munus hatte zu dienen. Seiner Herrin Cupidita. Er wollte ihr zu Willen sein. Nicht mehr und nicht weniger. Verwirrt begriff er nicht, was diese plötzlichen Gedanken bedeuteten, die ihn quälten, die ihm sagen wollten, dass er ein freier Humanoid mit eigenem Willen war.

Seine mentale Therapie war offenbar fehlerhaft gewesen, doch an die Neurobehandlung hatte er keine Erinnerung. Aber warum war er so versessen auf einen eigenen Orgasmus, auf ein eigenes und selbstbestimmtes Leben? Auf eine eigene Sexualität? So ein Egoismus! Diese Fragen ängstigten ihn. Er drückte sie weg, tauchte sie unter. Stattdessen konzentrierte er sich auf seine neue Besitzerin. 4041136 - das war sein Name, seine Identität, sein einziges Ich, die Existenz, die Cupidita für ihn gewählt hatte. Nur das zählte.

Sadista brachte bei allen vier Wesen massive Hodenringe an, die mit kurzen Ketten verbunden waren, so dass die Munuskreaturen dicht hintereinander gehen mussten. Dem vordersten Sklaven legte sie einen Halsschlingenstock um, damit sie ihn führen konnte. Die beiden Damen brachten ihre Fracht zu einem kleinen Shuttle, wo sie in ihrer Viererkolonne in einen länglichen Standkäfig eintreten mussten, der nur passte, wenn sich das Quartett eng aneinanderpresste. Timiditas war der dritte in der Reihe, so dass er seinen Phallus zwischen die Schenkel des Vordermannes schieben musste und gegen dessen Hodenbeutel drückte, während er von hinten die gleiche Lage erfuhr.

Der Flug dauerte nicht lange, aber sie befanden sich nicht mehr im Militärgelände. Stattdessen landete die Fähre auf einem Privatgebiet außerhalb der Stadtgrenzen, das der offensichtlich sehr solventen Cupidita gehörte. Der Käfig öffnete sich, und die Insassen stolperten rückwärts hinaus. Sadista führte sie über die Außenrampe aus dem Shuttle und marschierte mit ihnen auf ein kuppelförmiges Gebäude zu. Links lag eine ovale Rennbahn. Timiditas ahnte, dass dort die Kutsche(n) fuhren. Er stellte fest, dass Cupidita nicht von Bord gegangen war. Was wohl Sadista in ihrer Abwesenheit mit den Neuankömmlingen anstellte?

Cupidita flog zurück auf die Militärbasis. Als Praetoria hatte sie wichtige, dienstliche Aufgaben zu erfüllen. Bei einer Konferenz mit Ductrixfrauen und Centurias sollte eine Verteidigungsstrategie entwickelt werden. Eine Invasion der Kampfverbände der VA stand kurz bevor. Von Imperatorin Regina gab es noch keine definitive Entscheidung: bedingungslose Kapitulation, doch noch Verhandlungen oder gar Gegenwehr - notfalls mit militärischen Mitteln? Der Feind hatte sich formiert und näherte sich in einer Phalanx der Heimatwelt der Regina. Gerüchte unter den Offizierinnen deuteten an, dass die Herrscherin ins Exil gehen würde. Doch ob die VA sich auf ihre Konditionen einlassen würde, stand noch in den Sternen. Momentan konnten nur alle Optionen bedacht werden. Sämtliche Pugnatoren waren im Einsatz und an Bord der Schlachtkreuzer der Regina-Klasse. Cupidita hatte ein ungutes Gefühl. Stand etwa der Untergang des Regina-Reiches bevor? Sie konnte sich nicht vorstellen, jemals in einer Gesellschaft zu leben, in der Männer gleichberechtigt waren. Bei dem Gedanken verzog sie angeekelt ihr sonst so hübsches Gesicht. Da könnte man ja gleich Ochsen und Schweine zu ebenbürtigen Kreaturen machen. Pervers!
Viele Grüße von prallbeutel
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  RE: Regina Datum:01.06.17 19:57 IP: gespeichert Moderator melden


~ XLVII ~


Gravis hörte seine neue Herrin Flosa sagen: „Komm, ich will dich meinen Freundinnen vorstellen.“ Sofort wurde ihm mulmig. In diesem verkleideten Aufzug sollte er sich auch noch vor anderen Frauen präsentieren? Er schluckte und druckste herum. Leise meinte er: „Bekommen die keine Angst vor meiner... Henkerskapuze?“ Flosa lachte glockenhell. „Unsinn! Und das ist keine Henkerskapuze. Und deine weiße Leggins sieht doch richtig fesch aus!“ Sie packte ihm auf den Arsch und drückte zu. „So kraftvolle Muskeln.“ Gravis fühlte sich von oben bis unten unwohl. Die Stiefel waren OK, aber die Hose, in der seine Peniserweiterung so penetrant hindurchschien... Und dann zog sich der Stoff in seine Poritze. Und der freie Oberkörper präsentierte seine Brustringe mit der Kette... die Flosa just in diesem Moment ergriff und mit sich zog.

175 kg Muskelmasse stolperte hinter der zierlichen Frau her. Sie sah auf ihr Datenpad und meinte schmunzelnd: „Laut meiner App macht dich dein Outfit trotz allen Unwohlseins irgendwie geil.“ Gravis fühlte sich ertappt. Es stimmte. Die demütigende Aufmachung gefiel ihm zwar nicht, aber seine sexuelle Erregung war steil angestiegen, als er von der Vorführung bei Flosas Freundinnen gehört hatte. Sie sagte: „Wir werden auch deinen Penisaufsatz zeigen. Das könnte ein neuer Trend für Sklaven werden. Da werden Castitasschellen out.“

Sie stiefelte mit ihm aus dem Haus über den Vorplatz zur Straße. Gravis wunderte sich. Wo wollte sie denn mit ihm hin? Traf sie sich irgendwo mit ihren Bekannten? Hoffentlich nicht an einem öffentlichen Ort, dachte er, wo es noch weitere Zaungäste geben würde. - Gerade betraten sie den Fahrbahnrand, als ein Flugtaxi herabschwebte und seine Passagierluke öffnete. Die Fahrgäste stiegen nacheinander ein und setzten sich auf bequeme Gelsessel. Unter dem Gewicht des Kolosses quietschte das Material ächzend und presste sich ungewöhnlich schmal zusammen.

Ein etwa fünf Minuten langer Flug führte sie auf ein Flachdach eines privaten Anwesens. Als sie ausstiegen, sah Gravis eine Gruppe Frauen in Zivilkleidung. Irgendetwas an ihnen jedoch sagte ihm, dass es sich um Duxas, Centurias, Pretorias, Audiutrixoffizierinnen und andere Militärangehörige handelte. - Außer Dienst benahmen sie sich wie gleichgestellte Freundinnen. Flosa präsentierte ihren Neuerwerb wie einen modisches Accessoire. Gravis fühlte sich wie auf dem Präsentierteller. Die Damen feierten auf der Dachterrasse offenbar eine kleine Party mit Sekt und Canapés. Der Ex-Custos musste sich im Kreis drehen, die gewaltigen Muskeln anspannen und sich anfassen und begaffen lassen.

Noch demütigender wurde es, als Flosa befahl: „Zieh deine Hose runter. Wir wollen doch alle mal dein Prachtstück sehen.‟ Gravis öffnete den Gürtel und ließ ihn seufzend fallen. Danach schob er die weiße Leggins schicksalsergeben bis zu den Knien hinab. Die Phallusergänzung sorgte für eine Größe, die einem Munus nicht in viel nachstand. Nur seine Hoden hatten normale humanoide Ausmaße und wirkten relativ winzig. Während das Gesicht von Gravis rot anlief, genoss Flosa die Blicke ihrer Freundinnen, die von Neid über Bewunderung bis zu Erregung reichten.

Sieben weitere Frauen hatten sich um ihn herum versammelt und ihn zum Betrachtungsobjekt degradiert. Eine brünette Lady mit fast hüftlangem Haar, das sie zu einem Pferdesch****z gebunden hatte, tippte auf ihrem Datenpad. „Wow! Dein Muskelboy kann 400 kg anheben. Und 200 kg stemmen. Und...ups, seine sexuelle Begierde ist momentan aber hoch. Hältst du ihn keusch? Die letzte Ejakulation ist einige Zeit her...‟ Flosa nickte grinsend und erklärte die Funktionsweise der Penisprothese. Eine platinblonde Lady jammerte: „Ich will auch so einen Muskelboy haben!‟ Flosa wusste: „Der ist ein Einzelexemplar. Praefecta Audaxa hat ihn sich machen lassen. - Aber besorg dir doch einen Custos. Imperatorin Regina sortiert bestimmt auch mal welche aus.‟ Die Platinblonde meinte: „Ja, aber die sind nicht sooo muskulös. Und die haben diese furchtbaren Haifischzähne.‟ Eine dunkelhäutige Schönheit stupste sie an. „Und nicht einen sooo großen Glücksbringer.‟ Dabei zeigte sie auf die Lenden des Kolosses. Die Frauen lachten vergnügt.

Die Platinblonde fragte: „Ist der wirklich gehorsam? Was machst du, wenn er unartig wird?‟ Flosa lächelte. „Der ist fügsam.‟ Aber sie musste sich eingestehen, dass sie darüber nie nachgedacht hatte. Sollte sie ein Disziplinargerät in seinen Körper implizieren? Sie sah eine Frau an, die eine dunkelblonde Kurzhaarfrisur trug und beinahe wie ein Junge aussah, wenn sie nicht so feminine Gesichtszüge gehabt hätte. „Kannst du mir da was empfehlen, was praktisch ist, Dulcia?‟ Die Lady nickte. „Ja, ich würde die neuen Testi-Schocks nehmen. Das sind nur kleine Plättchen, die du ihm auf die Hoden klebst. Sie können nur mit einer bestimmten Chemikalie wieder entfernt werden. Die Plättchen wirken als Elektroden, die du durch Funkwellen ansteuern kannst. Du kannst auch Programme laufen lassen. Zum Beispiel darf Muskeltierchen sich dann nur eine bestimmte Meteranzahl von dir entfernen, oder er darf einen vorgegebenen Umkreis nicht verlassen.‟ Flosa: „Das hört sich toll an. Aber reichen die Schocks auch, um ihn zu disziplinieren? Er ist sehr kräftig...‟ Dulcia lachte laut auf. „Und ob! Die Intensität kann in 100 Stufen eingestellt werden. Bei Stufe 24 verlieren Munuswesen normalerweise das Bewusstsein. Dein Muskeltierchen schafft es vielleicht bis 30, aber mehr auch nicht.‟ Flosa lächelte ihren Gravis an. „Toll, oder? Das kaufen wir uns.‟ Sie sah seinen entsetzten Gesichtsausdruck und fügte schmunzelnd schnell hinzu: „Wenn du artig bist, bekommst du ja keine Schocks.‟

Gravis wollte davon nichts mehr hören. Er fragte, ob er seine Hose wieder anziehen dürfe. Die Ladys kicherten. Hatte er was Lustiges gesagt? Unsicher sah er zu seiner Herrin. Flosa nickte großmütig. „Also gut.‟ Ihr war das sichtbare Familienwappen der Audaxa auf seinem Hintern sowieso ein Dorn im Auge. Sie musste daran denken, es übermalen zu lassen. Gut, dass ihre Freundinnen dazu keine neugierigen Fragen gestellt hatten.

Die Brünette tippte wieder auf ihren Datenpad herum. „Er hat Angst. Aber er ist gleichzeitig richtig geil geworden!‟ Drei weitere Ladys schauten in ihrer App nach und scannten Gravis. Sie konnten exakte Werte ablesen, wie sich sein Puls geändert hatte. Aber auch der Erregungszustand war angegeben, und sogar die Kontraktionsintensität seiner Rosette, die Gravis nämlich unbewusst vor Angst angespannt hatte. Diese Information ging sofort in der Runde herum und sorgte für albernes Gelächter. Gravis wurde tiefrot. Sein Anus verspannte sich noch mehr.

Flosa fragte: „Warum hat diese Erziehungseinheit eigentlich 100 Stufen, wenn schon weniger als 30 ausreichen?‟ Dulcia erwiderte: „Das Gerät ist ursprünglich für Munuswesen entwickelt worden. Die dicken Klöten vertragen einfach mehr Strom. Aber keine Sorge: Es gibt passende, kleinere Elektroden. Dein Muskelboy hat ja nur winzige Nüsschen.‟ Wieder lachten alle. Gravis schämte sich. Flosa sprang ihm jedoch zur Seite: „Die sind ganz in Ordnung. Ich will keinen Sexsklaven, der so einen Megabeutel vor sich herschwingt, wie das bei einem Munus der Fall ist. Soll mir etwa beim Liebesakt permanent so ein schweres Ding gegen meinen Arsch knallen? Nein, danke!‟ Bei der Vorstellung mussten die Freundinnen wieder lachen. Einige alberten herum und spielten einen solchen Sexakt pantomimisch nach.

Dulcia orderte per Datenpad ein Exemplar des Disziplinargeräts, von dem sie berichtet hatte, und bestellte gleich passende Klebeelektroden für Rusticusse. Per Eilexpress war die Bestellung bereits eine Stunde später per Lieferdrohne da. - Die Zeit hatten sich die Damen mit einem strategischen Laserspiel vertrieben, das gerade bei den feinen Ladys des Adels besonders in Mode war, während Gravis nur still und stumm neben seiner Herrin stand. Aber als das Paket kam, richtete sich die Aufmerksamkeit auf die Impulsapparatur, deren Nutznießer zukünftig Gravis sein sollte.

Er musste sich entkleiden, und dann positionierte Dulcia mit Flosa gemeinsam erst die eine Elektrode, dann die andere. Sie hielten bombenfest und ließen sich manuell nicht mehr entfernen. Auf der Oberseite der kabellosen Elektroden war nur ein winziger kugelartiger Sender. Gravis durfte sich die Leggins wieder hochziehen. Er spürte ein ungewohntes Saugen an seinen Bällen. Dulcia transferierte den kleinen beigelegten Datenträger auf alle Pads der Damenrunde, so dass jeder eine Kopie der Gebrauchsanweisung lesen konnte. Flosa staunte: „Die Reichweite des Sendersignals beträgt 6.000 km! Das ist ja Wahnsinn!‟ Die Platinblonde staunte auch, aber über etwas anderes: „Hier! In Kapitel vier steht: Der Munus Universe 100 macht aus jedem widerspenstigen Munus einen folg- und fügsamen Gefährten. Neben den zahlreichen Programmen bietet die Option des Individuellen Strafschocks durch eine Audioquelle ein praktisches Feature...‟ Flosa suchte die Stelle auf ihrem Pad und meinte: „Auf ein bestimmtes Geräusch oder auch ein Wort reagiert das Gerät. Die Elektroden haben Audiozellen, die mit dem akustischen Signal reagieren. Das ist ja toll!‟

Dulcia überlegte: „Das Wort darf aber kein alltäglicher Begriff sein. Sonst grillst du deinem Muskelboy ständig die Eier.‟ Die Damen kicherten. Gravis fragte sich, was daran so lustig sein sollte, wenn einem Humanoiden die Hoden unter Strom gesetzt wurden. Dulcia las weiter: „Nutzen Sie ganz bequem nach Bedarf und Interesse diese Audiofunktion mit vorher eingestellter Intensität und Länge des Korrektursignals.‟ Sie nahm das Gerät in die Hand und startete es. Dann las sie wieder auf dem Pad: „Nach dem ersten Einschalten installiert sich automatisch die Firmware.‟ Tatsächlich spielte das Munus Universe 100 Software auf.

Auf dem Display rasten hunderte Programmzeilen entlang. Schließlich blinkte dort: „Suche Verbindung zu Empfänger.‟ Dann folgte: „Empfänger gefunden. Gerät einsatzbereit.‟ Flosa runzelte die Stirn: „Die einzelnen Programme lasse ich besser von einer Fachfrau konfigurieren. Aber das mit dem Individuellen Schock will ich mal ausprobieren. Nur zum Spaß.‟ Dulcia reichte ihr das Gerät: „Solange kein Audioauslöser programmiert ist, kannst du nur die Pushfunktion hier am Display nutzen. Hier links kannst du die Stärke einstellen.‟ Flosa wischte mit dem Finger über die Anzeige und legte die Schockwirkung auf Stufe zehn fest. „Ich will ihm ja nicht wehtun.‟ Die Platinblonde kicherte: „Angenehm ist es, glaub ich, auf keiner Einstellung.‟ Flosa setzte rechts auf dem Bildschirm die Länge des Impulses auf zwei Sekunden fest. Dann sah sie zu Gravis: „Bereit?‟ Der Koloss blickte jämmerlich zu ihr. Wie kann man bereit für Stromstöße in die Hoden sein!? Dulcia wollte, dass Gravis seine Hände hinter dem Kopf verschränkte und sie dort ließ. Flosa rief: „Auf drei: eins - zwei - drei.‟ Der Muskelgigant stöhnte gutural auf und beugte sich vor. Dann erhob er sich wieder und zog seinen Kopf in den Nacken. Seine Gesichtszüge waren verzerrt. Die Damen applaudierten. Flosa verbeugte sich und machte einen mädchenhaften Knicks, als habe sie ein Kunststück aufgeführt.

Die Platinblonde staunte: „Du hast Stufe zehn gewählt? Wow, was wohl bei 20 bei ihm passiert? Ich wette, der geht auf die Knie.‟ Flosa: „Nein, das glaube ich nicht.‟ Plötzlich hatte jede Lady eine Meinung dazu. Etwa die Hälfte der Damen hielt Gravis für widerstandsfähig genug, auf den Füßen zu bleiben. Aber die andere Hälfte war sich sicher, dass ihn ein 20er-Schock auf die Knie zwang. Alle redeten aufgeregt durcheinander. Jeder wollte recht haben. Flosa blieb dabei: „Mein Muskeltoy bleibt standhaft! Schaut ihn euch an! 175 kg Muskelmasse! Ein Gigant!‟ Eine der Ladys gab zu bedenken: „Aber 20 reicht laut Gebrauchsanweisung einen Munus kurz bewusstlos zu machen.‟ Eine andere Frau berichtigte: „24!‟ Flosa: „Ein Munus wiegt ja nicht mal die Hälfte!‟ Wieder schwatzten alle Damen wild durcheinander, bis Dulcia die Hände hob: „Mädels! Lasst es uns doch einfach testen. Dann wissen wir es.‟ Alle Blicke gingen zu Flosa.

Sie schürzte die Lippen. „Na, ich weiß nicht. Sollen wir ihm das antun? Und wenn er wirklich ohnmächtig wird?‟ Die Platinblonde schnaubte: „Ich denke, dafür ist Stufe 30 nötig.‟ Dulcia gab zu: „Das habe ich nur so geschätzt.‟ Flosa seufzte. „Eigentlich sind die Impulse ja als Korrektur gedacht. Ich kann ihm nicht einfach so just for fun Schocks verpassen. Das wäre... unfair.‟ Eine Frau zeigte auf Gravis und rief: „Da! Er hatte gerade eine Hand nicht am Kopf. Er war ungehorsam. Sollten wir ihn dafür nicht bestrafen?‟ Flosa überlegte und sah zu Gravis, dessen ausgeprägter Unterkiefer zitterte. Seine Augen sprangen gehetzt hin und her. Eigentlich zitterte sein gesamter muskelbepackter Leib. Sogar seine Brustkette klirrte leise. Seine Herrin meinte: „Das stimmt...‟ Gravis starrte sie stumm und flehend an.

Flosa warnte ihn mit erhobenem Zeigefinger: „Wage es nicht, mich vor meinen Freundinnen zu blamieren! Bleib schön stehen!‟ Mit beschleunigtem Atem, der schon fast ein Hecheln war, stand Gravis da und wartete mit zusammengebissenen Zähnen auf das Unvermeidliche. Flosa zählte wieder: „Also, dann wollen wir mal... Eiiiiiinsssss
---- zweidrei!‟ Gravis zuckte zwei Sekunden lang und wurde regelrecht durchgeschüttelt. Aber das bekam er nicht mit: Seine Hoden schmerzten so extrem, dass seine ganze Welt nur aus diesem explodierenden Schmerz bestand. Laut brüllte er auf, hielt sich aber auf den Beinen, obwohl er ein wenig umherstolperte. - Im Anschluss an den Impuls raste sein Herz, er beugte sich tief vor, streckte sich wieder, stand mit X-Beinen da und pumpte mit der Hüfte, was lustig aussah, wie einige Damen amüsiert betonten. „Siehst du?‟, sagte eine der Damen zu ihrer Nachbarin. Die Platinblonde staunte: „Hätte ich nicht gedacht. Dann ist das Gerät wohl doch nicht so stark.‟

Dulcia schlug vor: „Wir könnten ja mal ausprobieren, ab wann er auf die Knie geht. Wäre interessant. Ich glaube ja immer noch 30.‟ Einige der Ladys stimmten lautstark zu, aber Flosa schüttelte den Kopf. „Nein, kommt nicht infrage.‟ Dann nickte sie ihm zu: „Du darfst die Arme wieder runternehmen.‟ Gravis nahm sofort seine Hoden in die Hände und formte sie wie zu einem Schutzpanzer um die empfindlichen Organe. Eine Dame betrachtete die Körperinformationen zu Gravis auf ihrem Pad und staunte: „Was für ein Adrenalinausstoß! Und die Tryptaminwerte! Der Schock muss doch ganz schön gezwiebelt haben.‟

Auf dem Heimweg fragte Flosa ihren Muskelboy: „Wie findest du deine neuen Accessoires? Sitzen sie bequem?‟ Gravis nickte. Inzwischen hatte er sich an das leicht saugende Gefühl gewöhnt. Und nach den Schocks war das sowieso irrelevant. Flosa schaltete zu Hause mit einem Klatschen die Nachrichteninformation ein, die als holografische Darstellung im Raum vor einer Wand erschien: Die Vereinigte Allianz hatte dem Königreich Regina ein Ultimatum gestellt. Der „Aggressor‟ stand kurz vor der Anektion des Planeten. Flosa machte große Augen. So ernst war die Lage? Was machte die Monarchin dagegen? Was war mit der Pugnatoren-Armee?

Flosa suchte auf verbotenen Frequenzen nach direkten transstellaren Informationen. Sie traute Regina nicht. Die Imperatorin hatte schon früher gerne Informationen manipuliert und zensiert. - Schließlich fing Flosa ein Datenpaket von Litus Mundus auf. Darin sprach die Quelle von Raumkämpfen innerhalb von Reginas Sol-System. In der Nähe des Orbits vom äußersten Planeten war es zu Zusammenstößen gekommen, bei denen die Flotte der Regina sämtliche beteiligte Kreuzer verloren hatte. Die VA nutzte dabei spezielle Impulswaffen, die keine Leben forderten, sondern nur die Antriebe und Computer außer Gefecht setzten. Anschließend mussten sich die Pugnatoren und die Führungsriege ergeben, darunter sechs Praefectas. Eine größere Einheit Kreuzer von Fortuna sollte nun endgültig den Vorstoß der VA unterbinden.

Ob das jedoch gelingen würde, da war sich Flosa unsicher. Plötzlich war ihr die Situation klar: Sie würde als Kriegsgefangene enden. Oder wurde sie ins Exil geschickt? Ihr Leben auf Regina würde bald beendet sein. Sie war eine von einer Millionen weiblichen Armeeangehörigen. Zehn Millionen Pugnatoren kamen dazu. Was geschah mit all den Menschen? Die Partylaune, die sie vor kurzer Zeit auf der Dachterrasse noch gehabt hatte, war restlos verschwunden, als wäre sie in ein schwarzes Loch gesaugt worden. Eigentlich hatte sie vorgehabt, den Munus Universe 100 programmieren zu lassen und ein Wort als Individual-Auslöser festzulegen, aber sie hatte keine Lust mehr. Selbst die oralen Genüsse, auf die sie sich schon die ganze Zeit gefreut hatte, schob sie zunächst zur Seite und sinnierte stattdessen über die prekäre politische Lage.

Königin Regina versuchte offenbar nicht einmal, die Situation auf diplomatischem Wege zu entschärfen. Stattdessen, so war in den abgefangenen Nachrichten zu erfahren gewesen, war eine paramentäre Delegation der VA unter „weißer Flagge‟ von einem Spezialkommando der Reginastreitkräfte festgenommen worden - ein skandalöser Eklat, der gegen jedes transstellare Völkerrecht verstieß. Diese Information war in den Nachrichten auf Regina nicht erwähnt worden. Die fünfköpfige Abordnung aus vier Kommandanten und einem Diplomaten aus dem Verteidigungsministerium auf Beta Patria waren abgeführt worden. Regina gab keinerlei Auskunft über deren Verbleib. Veteranas hatten die Geiseln nach Regina geflogen und auf Antipodes in Disciplina inhaftiert.

Von Spezialverhören erhoffte man sich geheime Informationen über die Manöver der VA. Doch bisher hatten selbst Spezialistinnen kaum verwertbare Neuigkeiten von ihnen erfahren. Nach dem illegalen Übergriff hatten Flottenverbände der VA den Raum im Sol-System der Regina besetzt und Flugsverbotslinien ausgesprochen. Der Feind war dem Basislager auf Fortuna bis auf wenige hunderttausend Kilometer Entfernung auf den Pelz gerückt.

Flosa wurde abrupt aus ihren Gedanken gerissen, als Gravis sich räusperte und leicht geduckt dastand und wohl etwas sagen wollte, sich aber nicht traute. Die Herrin sah ihn mit erhobener Braue an: „Was?‟ Gravis schaute auf den Boden. Linkisch trat er näher. „Wenn ich meinen Körperbau behalten soll, müsste ich trainieren.‟ Flosa schürzte die Lippen. Daran hatte sie gar nicht gedacht. Der Muskelboy durfte sich zwar bei den Nahrungsmitteln bedienen, aber er benötigte natürlich auch Gewichte oder Maschinen. Flosa überlegte. So etwas besaß sie nicht. Gravis würde in ein Fitness-Gym der Armee gehen müssen. Aber ob da männliche Humanoide überhaupt der Eintritt erlaubt war?

Sie klickte auf ihren Datenpad und stellte fest, dass der Muskeltonus ihres Sklaven bereits nachgelassen hatte. Ebenfalls waren 512 g Muskelmasse verloren. Bald würde er wie ein gewöhnlicher Custos aussehen, wenn sie nicht gegensteuerte. Aber sie hatte ihn ja gerade wegen seines außergewöhnlichen Körperbaus ersteigert. Kurz kam ihr die Überlegung, von Regina wegzuziehen, in die Vereinigte Allianz überzusiedeln, wo Gravis akzeptiert wurde. Sie würde in einer der Kommunen leben, in der Frauen der Female Supremacy Organisation lebten. Doch wie sollte sie übersiedeln? Erstens war sie dann eine Deserteurin; zweitens war das Sol-System bereits durch den Feind abgeriegelt. Wenn sie eine der Edeldamen wäre... Vielleicht würden die ins Exil geschickt. Aber eine Armeeangehörige wie sie? Als Kriegsgefangene würde sie auf einem Planeten der VA enden. Es gab sicherlich lebenslange Haft oder eine Gehirnneustrukturierung, um aus ihr eine gehorsame Bürgerin der VA zu machen. In was für furchtbaren Zeiten lebte sie nur? Womit hatte sie das verdient?

Ihre Laune erreichte den absoluten Nullpunkt. Sie giftete Gravis an: „Dann mach doch Kniebeugen! Los!‟ Der Gigant räusperte sich. „Ich... das wird aber nicht so effektiv sein...‟ Flosa wurde beinahe hysterisch: „Mach Kniebeugen! Fang an! So lange, bis ich stop sage!‟ Gravis begann, die Anweisung auszuführen. - Nach hundert Stück schnaufte er schon wie ein kaputtes Triebwerk aus vergangenen Jahrhunderten. Er war Ausdauerübungen nicht gewohnt. Er beherrschte die Übung mit über 300 kg Gewicht, aber die vielen Wiederholungen ließen seine Lunge und bald auch seine Schenkel brennen wie eine Supernova.

Flosa dachte jedoch nicht daran, ihn zu erlösen. Sie legte sich auf einen Diwan und schaute gelangweilt zu, wie er wieder und wieder tief in die Hocke ging und seine 175 kg wieder zur Streckung brachte. Zu seinem Schrecken sah er, wie Flosa nach dem Munus Universe 100 griff und spielerisch über das Display fuhr. Gravis machte brav seine Kniebeugen, eine nach der anderen, obwohl er schon kurzatmig war und Schweiß auf seiner Stirn stand. Doch trotz seiner gewaltigen Beinmuskeln wurde er nach 120 Wiederholungen langsamer und leicht zittrig. Flosa betrachtete ihn wie ein Raubvogel, der einen Wurm anvisierte. Plötzlich rief der Muskelkoloss laut ein „AU!‟ und beeilte sich mit der nächsten Widerholung. Flosa hatte ein Korrektursignal geschickt. Der Intensität nach war es irgendwas zwischen Stufe zehn und 15. Er sah flehend zu seiner Herrin. Flosa schien amüsiert. Sie konstatierte kühl: „Du wirst langsam, du fauler Sklave!‟

Gravis zwang sich, alle Kraftreserven aufbrauchend, die Geschwindigkeit wieder zu erhöhen und konstant zu halten. 150 Wiederholungen waren geschafft. Der Ex-Custos ächzte laut und schnaufte, zittrig ging er wieder und wieder tief in die Hocke und streckte sich danach hoch. Der Schweiß lief ihm so herunter, dass sich Tropfen auf dem Boden zu kleinen Pfützen entwickelten. Ab 160 wurde er wieder langsamer. Er kam nur äußerst schwer aus der Hocke hoch, zuckte und zitterte, wackelte und taumelte. Flosa ließ ihn gewähren, als er noch langsamer wurde, doch musste er 200 Einheiten bewältigen, bevor sie befahl: „Bleib stehen!‟

Mit zittrigen, brennenden Schenkeln stand der Sklave da und musste aufpassen, dass seine Beine nicht unter ihm wegsackten. Schwer atmend wartete er auf Flosas nächste Anweisungen. „Auf alle Viere! Und dann komm zu mir!‟ Gravis gehorchte sofort und krabbelte auf sie zu. Die Herrin wünschte: „Zieh mich aus! Los! Die Hose und den Slip!‟ Dabei legte sie sich auf den Rücken und schaute passiv zu, wie der Muskelgigant sich über sie beugte, anhob, als sei sie eine Puppe aus Papier, ihr die Hose und den Slip hinabzog und ordentlich beiseite legte. Vorsichtig legte er Flosa wieder auf den Diwan. Seine Hände, so wunderte sich die Frau, waren zärtlich und behutsam. Er hätte sie mit seiner groben Kraft zerquetschen können wie eine Fliege, aber er berührte sie nur ganz sanft.

Flosa lächelte ihn an. Langsam spreizte sie ihre Schenkel. Gravis versuchte, den starren Blick nicht genau zu ihrer Weiblichkeit zu lenken, was ihm aber ausgesprochen schwer fiel. „Leck mich!‟, hörte er ihre Stimme fordernd und voller erotischem Verlangen. Gravis spürte, wie seine eigene Begierde danach ins Unermessliche stieg. Ja, er wollte sie verwöhnen. Er wollte ihr einen gigantischen Orgasmus schenken. Und am liebsten hätte er mit ihr geschlafen. Aber das würde wohl nur Fantasie bleiben. Vielleicht hatte sie Erbarmen mit ihm und würde seine Keuschheit für eine Zeit unterbrechen.

Er begab sich zwischen ihre Beine und genoss ihren weiblichen Duft und saugte an den Lippen, der Knospe und tief hinein in ihre Liebeshöhle. Flosa bäumte sich, drückte den Rücken durch und stöhnte auf. „Weiter! Mach weiter! Nur nicht aufhören! Wage es nicht! Mach weiter!‟ Gravis war in dieser Kunst nicht sehr geübt, aber Flosa schien es zu gefallen. Sie hatte seine Brustkette gegriffen und zog sie zu sich wie einen Pferdezügel. Seine Nippel brannten bald von dem Zug, aber er war so mit der Lust seiner Herrin beschäftigt, dass er die Schmerzen beinahe vergaß.

Schließlich brachte er sie zum Gipfel und erlebte, wie Flosa aufschrie vor fulminanter Erregung. Sie zuckte und bebte wie unter Starkstrom und stöhnte, seufzte und maunzte. Dann zog sie ihren Liebessklaven höher und küsste ihn leidenschaftlich. Gravis war perplex. Das hatte er nicht erwartet. Er lag nun über ihr, die Unterarme bohrten sich in den Diwan, damit er die zierliche Herrin nicht erdrückte. Plötzlich nestelte sie in seinem Schritt. Erst von außen an der Leggins, dann öffnete sie seinen breiten Gürtel und zog ihm die Hose über den Po hinab. Den großen Phallus legte sie auf ihren Bauch und strich darüber. Und schon keuchte Gravis überrascht, als Flosa die Prothese entfernte.

Im ersten Augenblick hatte er Angst, dass sie über die wahre Größe seines Penis lachen würde, doch sie streichelte ihn und ließ ihn erigieren. Nun war es an Gravis, laut zu stöhnen. Seine Lust schnellte noch weiter in die Höhe. Er wollte nur noch eine Befriedigung. Eine Erlösung aus der Keuschheit. Flosa streichelte ihn weiter und weiter, rieb über den Schaft, kreiselte über die Eichel und griff die Wurzel hart und streichelte das gesamte Lustfleisch auf und ab und auf und ab. Es fehlte nicht mehr viel. Die aufgestaute Geilheit und die besondere Situation wirkten wie ein Turboantrieb, wie ein Überlichtimpuls... Durfte er denn überhaupt... Er würde auf Flosas süßen Bauch spritzen... Bis zu ihren so wunderbaren, reinen Brüsten...

Er versuchte, sich zurückzuhalten, es zu verhindern, aber die Herrin machte es ihm unmöglich. Acht Sekunden später brüllte Gravis auf und schoss seine Ladung ab. Sein Grunzen hörte gar nicht mehr auf. Sich widersprechende Gefühle durchrauschten ihn. Auf der einen Seite war er glücklich, befriedigt und entspannt, aber auf der anderen Seite hatte er fürchterliche Angst davor, etwas falsch gemacht zu haben. Er hatte seiner Lady über Bauch und Brüste gespritzt! Das war doch für einen Liebessklaven sicherlich eine Todsünde!

Aber Flosa löste sich von ihm, ohne einen bösen Blick abzuschießen. Grinsend verschwand sie im Bad, wo sie sich von seiner Lust in einer Utraschalldusche säuberte. Wortlos legte sie bei ihrer Rückkehr ihrem Sklaven die Penisprothese an, die seine Keuschheit sicherte. Endlich sprach sie: „Hat es dir gefallen?‟ Gravis stöhnte lustvoll auf. „Ja, Herrin Flosa. Sehr sogar! Ich danke Ihnen für dieses große Geschenk an Ihren Sklaven.‟ Sie antwortete: „Du hast mir ebenfalls sehr große Lust bereitet.‟ Sie drehte sich auf den Rücken. „Nun darfst du mich massieren.‟

Gravis folgte sofort ihrer Anweisung. Wieder überraschte er seine Besitzerin mit seinem sanften und doch druckvollen Griff. Fein dosiert nutzte er seine Stärke, um eine effektive Massage durchzuführen. Flosa fühlte sich mit den Nachwehen ihres Orgasmus noch wie auf einem Kraftfeld schwebend. Wohlig maunzte sie unter den großen Händen des Muskelmannes. Gravis war auch glücklich und zufrieden, so dass er sogar seine Hodenelektroden vergaß. Flosa lobte ihn: „Besser könnte es ein Massage-Android auch nicht.‟ - Nach einer Stunde dankte sie ihrem Masseur und wies ihn an, sich in Löffelchenstellung an sie zu schmiegen. Flosa war sich sicher: Der Muskelfreak war jede Krediteinheit wert! Nackt schliefen die beiden eng kuschelnd ein.
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  RE: Regina Datum:01.06.17 21:11 IP: gespeichert Moderator melden


Wenigstens scheint es Gravis einigermassen gut zu gehen. Er hat zwar jetzt Eschocker an den Hoden aber seine Herrin ist nicht unbedingt eine Sadistin.
Sieht ja gar nicht gut aus für das Regina System.
Erinnert mich irgendwie an die Kriege der Amis. Beim Bürgerkrieg ging es Augenschinlich um Sklavenbefreiung und beim Irakkrieg angeblich um C Waffen. Beide male standen durchaus Wirtschaftliche Interessen dahinter. Bei Regina gehts der VA och nur um die Wertvollen Kristalle.
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  RE: Regina Datum:14.06.17 19:56 IP: gespeichert Moderator melden


~ XLVIII ~


Animus, Taurus und 58 weitere Reservisten waren in einem Schnellverfahren zu Soldaten der Vereinigten Allianz, Pax Novo Korps IV, Kompanie 34, die eigens wegen der Auseinandersetzung mit Regina gebildet worden war - wie viele weitere Einheiten auch. Ihr erster Weg führte zu einer orbitalen Raumstation, die um Pax Novo kreiste. Bis zu 12.000 Mann konnte die Station aufnehmen und war weitgehend autark wie ein Mikrokosmos. Für das Anlanden von Schiffen bis zur Schlachtkreuzerklasse standen vier Andockdecks zur Verfügung.

Animus sah aus dem Bullauge neben seinem Sitz im Transporter, wie sie sich der Station näherten: drei zylindrische Sektionen, die durch schmalere Verbindungskonstruktionen mit einer breiteren Plattformebene eine Einheit bildeten. An einem Ende ragte eine gewaltige Antenne in die Tiefe des Alls, die transstellare Wellen entdecken konnte. - Direkt nach Ankunft, marschierten die Neulinge von Bord durch düstere Korridore, deren Oberfläche aus nacktem Stahl bestanden. Sie befanden sich auf dem Kommandozentrum von Pax Novo - Korps IV. In Kompanie 34 würden die Reservisten eingekleidet und ihren neuen Einheiten zugeteilt werden.

Der junge Reservist war gespannt, wie die neue Uniform sitzen würde. So unbequem wie die Pugnatorenbekleidung konnte sie kaum sein. Doch bevor es zur Kleiderkammer ging, führte ein Offizier sie zu einem Raum mit sechs Metall-Stühlen, die nebeneinander standen. Je ein halbes Dutzend von ihnen musste Platz nehmen. Von den Wänden leuchteten neonröhrenartige Lichtquellen im bläulichen Farbspektrum. Ohne Vorwarnung fuhren Roboterarme von der Decke und fixierten den Kopf und rasierten die Haare der Novizen mit Rasiermessern bis auf eine Länge von einem Millimeter ab.

Anschließend erhielten sie ihre Dienstkleidung: schwarze Stiefel, Socken, dunkelblaue Hosen, hellblaue Hemden, eine dunkelblaue Jacke sowie Unterwäsche. Den Kleiderstapel nahm jeder mit sich zu einer langen Bank, wo sich die jungen Männer umziehen konnten. Auf Hemd und Jacke waren bereits individuelle Markierungen. Alle Reservisten trugen ein „R‟ sowie eine Zahl für den Dienstgrad. Animus war ein „R 1‟, also einfacher Soldat. Taurus erhielt aufgrund seiner Qualifikation und Erfahrung ein „R 2‟, was einem Unteroffizier entsprach.

Animus stellte zufrieden fest, dass sein Outfit wie maßgeschneidert saß. Vermutlich waren Nanofasern eingewebt, die die Passform dem Träger entsprechend veränderte. Die Pugnatorenstiefel in der Regina-Armee hatten sich wie schwere Klumpen angefühlt; in den VA-Stiefeln dagegen lief man wie auf Wolken und hatte trotzdem einen stabilen Halt. Die Reservisten wurden in kleine Einheiten zu je acht Mann eingeteilt. Taurus verließ mit vier weiteren Männern die Ansammlung. Animus und seine sieben Begleiter erhielten in einer anderen Kammer ein wulstiges Zusatzmodul für ihre Uniform, das sie in den Nacken legen und vorne an der Jacke fixieren sollten. Der Ausbilder erklärte: „Das ist eine atmungsaktive Filtermaske. Im Notfall dreht ihr vorne an der Kappe und zieht sie ab. Daraufhin wird sich die Kunststoffmaske öffnen und sich über euren Kopf schieben und den Gesichtszügen anpassen. Der Spezialfilter ermöglicht trotz der enganliegenden Schicht das freie Atmen durch einen Filter, der vor chemischen und biologischen Kampfstoffen schützt.‟

Er erläuterte, dass der Hörsinn durch die Kunststoffschicht um 15 Prozent eingeschränkt war, der Geruchssinn um 22 Prozent, und die Optik wie durch einen Rotlichtfilter erlebt würde. Die Maske war nur bei Außeneinsätzen oder Enterungen notwendig. „Vermutlich wird sie nicht benötigt, da Ihre Hauptaufgabe darin bestehen wird, diverse technische Apparaturen sowie sensorische Konsolen der Antriebs- und Navigationseinheiten an Bord eines Kreuzers zu bedienen.‟

Ihr erster Einsatz sollte sie nach Litus Mundus führen, dem neuen Basisquartier der Vereinigten Allianz. Unterwegs wurden die Reservisten von Fähnrichen an diversen Stationen ausgebildet. Es gehörte zwar auch ein Ertüchtigungstraining und Selbstverteidigung zu den Übungen, aber sie waren weniger im Vordergrund als bei der Pugnatorenausbildung. Die meiste Zeit verbrachte Animus an einer Simulations-Konsole des Maschinendecks, wo er die Antriebsenergiespulen kalibrierte, um abweichende Werte zu neutralisieren. Sein Ausbilder scherzte: „Du bist jetzt der Herr der Partikelströme.‟ Zwar kontrollierte der Fähnrich regelmäßig über ein Interface, ob Animus korrekte Daten in den Prozessoren verifizierte, aber insgesamt war er mit seinem Schüler sehr zufrieden.

Weniger glücklich stellte der Novize sich beim Konfigurieren von Soft- und Hardwarepaketen an, die einer Notfallausrüstung beilagen. Animus sollte ein mobiles Kraftfeld erstellen, ein Ortungsgerät aktivieren sowie einen Scanner für bioelektrische Signale konfigurieren, doch viele der Aufgaben überforderten ihn. Die Regina-Technik unterschied sich zu sehr von der der Vereinigten Allianz. Als der Kreuzer auf Litus Mundus landete, wurde Animus zu Gruppe 13 eingeteilt - ein Synonym für die technisch weniger kompetenten Neulinge.

In Windeseile war der Touristen-Planet evakuiert und vom Militär annektiert worden. Die Hotels dienten als Wohnanlagen für die Soldaten und Verwaltungsangestellten der VA; andere große Einrichtungen wurden zu Übungsräumen, zu Konferenzsälen, zu Manöverplätzen. Der Neuling fand sich mit vier Kameraden in einer Hotelsuite wieder. Ein Doppelbett, zwei Einzelbetten und ein Sofa standen zur Verfügung. Damit es nicht zu Streitigkeiten kam, einigten sie sich auf ein routierendes System, so dass jeder mal auf dem Sofa schlafen musste.

Aber wahrscheinlich waren sie eh nicht lange hier einquartiert. Animus vermutete, dass es bald mit einem Kreuzer Richtung Regina-System ging. - Die Kameraden hatten sich gerade eingerichtet, da knallte die Suitentür auf und ein Fähnrich erschien im Stechschritt: „Alle ausziehen!‟, brüllte er im Kommandoton. Die fünf jungen Männer sahen sich überrascht an und entkleideten sich bis auf den weißen Slip. Doch damit fand sich der Fähnrich nicht ab. Verärgert schrie er: „Ich habe gesagt: Ausziehen!‟ Die Reservisten stiegen aus ihren Slips und fühlten sich offensichtlich unwohl. Was sollte das werden? Wozu sollten sie sich nackt aufstellen?

„Angetreten und stillgestanden!‟, befahl der Mann nun etwas versöhnlicher. Die Rekruten standen in einer Reihe stramm vor dem Unteroffizier. Auf dem Hotelflur war zahlreiches hektisches Fußgetrampel zu hören. Dann polterte es plötzlich an der Tür. Der Fähnrich befahl: „Und raus! Links herum! Den Korridor komplett bis zum Ende marschieren und zurück ins Zimmer!‟ Schon riss jemand die Tür auf. Animus und seine Kameraden setzten sich in einer kleinen Kolonne in Bewegung. Es blieb keine Zeit, um über irgendetwas nachzudenken. Sie reagierten einfach und liefen los. Draußen staunten sie nicht schlecht: An den Wänden des Flurs standen auf beiden Seiten aufgereiht Fähnriche und Reservisten der Klassen „R 2‟ und „R 3‟. Jeder hatte einen kurzen Gummiknüppel in der Hand und schaute grinsend und schadenfroh auf die Ankömmlinge.

Als die Jünglinge durch die Reihen marschierten, prasselten Schläge auf ihre nackten Hintern. Die Männer liefen immer schneller, aber das nutzte ihnen wenig. Schreiend und ächzend erreichte der Erste das Ende des Flurs und wartete auf seine Kameraden, und schon ging es den gleichen Weg zurück. Das Spießrutenlaufen hatte erst ein Ende, als sie zurück in ihrer Suite waren und sich mit verzerrten Gesichtern die verfärbten Hinterteile rieben. Dass der Hotelflur so lang war, war ihnen gar nicht bewusst gewesen. Der Fähnrich, der sie besucht hatte, verabschiedete sich mit den Worten: „Kleiner Initiationsritus für R-1er. Ruht euch aus. Morgen früh geht es los mit Sport und Technikunterricht.‟ Kaum war die Tür zu, hörten sie auf dem Flur erneut Schreie und Prügelgeräusche. Jetzt waren wohl die Zimmernachbarn an der Reihe.

Animus stellte sich im Bad vor einen großen Wandspiegel und besah sich das Ergebnis der Knüppel. Da hatten einige Leute ihre Aufgabe sehr ambitioniert ausgeführt. Aber es war nun mal so, und alle mussten da durch. - In der ersten Nacht schlief er im Doppelbett. Das Quartett im Schlafzimmer unterhielt sich noch eine Weile. Man lernte sich kennen und erfuhr so einiges voneinander. Dabei lagen sie auf dem Bauch, denn der Hintern war recht druckempfindlich geworden. Die drei anderen Reservisten waren junge Männer von Pax Novo, die sich freiwillig gemeldet hatten, um ihren Lebenslauf damit aufzubessern. Außerdem galt es als schick bei den Mädels, wenn man bei der Armee war. Der fünfte Kamerad blieb bei den Gesprächen isoliert, denn er nächtigte alleine auf dem Sofa im Wohnbereich der Suite. Morgen würde Animus auch seine Lebensgeschichte erfahren.

Die drei Kameraden im Schlafzimmer waren sehr interessiert an den Erlebnissen des Ex-Pugnators. Einen Mann von Regina hatten sie bisher nie kennengelernt. Die drei Bürger von Pax Novo waren verlobt und zeigten auf ihren Datenpads stolz die Fotos ihrer Partnerin. Als sie erfuhren, dass Animus als Pugnator keinen Sex haben durfte, waren sie überrascht. Er wollte es eigentlich nicht erzählen, aber dann berichtete er doch von seiner Entjungferung durch eine Audiutrixoffizierin. Die Kameraden ließen sich jedes Detail erzählen und wollten schließlich auch wissen, wie die Ausbildung zum Pugnator abgelaufen war. Animus erwähnte den unerbittlichen Drill und das ewige Exerzieren in der Drillhalle, die im Schritt zwickende Hose, die brutalen Ausbilderinnen, Audiutrix genannt, die mit ihren Impulsstäben jeden kleinsten Fehler sofort bestraften. Die Kameraden waren erstaunt und gleichzeitig erleichtert, dass sie nicht in Regina geboren waren.

Animus meinte: „Und zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht einmal. dass einige Jünglinge auch Rusticusse oder Munuswesen werden.‟ Einer seiner Kameraden sagte, sich über die kurzen Stoppel streichend: „Hier ist auch nicht alles cool. Meine schönen, langen Haare. Einfach ab!‟ Animus schnaubte. „Pugnatoren sind völlig kahl! Es gab ein Enthaarungsmittel, dass in den Duschen verabreicht wurde. Damit war jede Körperbehaarung futsch.‟ Seine Mitbewohner sahen ihn ungläubig an. Animus seufzte. „Eine der schlimmsten Strafen, die ich selbst erlebt habe, war diese Quadruplex-Vinculum.‟ Die Anderen schauten fragend. Animus erklärte ihnen die Metallfesselung, bei der die beiden Delinquenten ihre Hände im Nacken aneinanderhielten, die zusätzlich die Hälse fixierten. Und dann kam erst noch die eigentliche Strafe: Ein horizontaler Stab erhob sich unter den gespreizten Beinen der Männer, bis er gegen den Damm drückte. Nun konnten nur noch die Zehen das Körpergewicht tragen. Animus schluckte, als er an die vielen Zuschauer dachte, die wie ein Publikum vor einer Bühne gegafft hatten. Er erinnerte sich lebhaft: „Zuerst brennen deine Waden, dann zittern deine Beine, und schließlich liegt dein gesamtes Gewicht auf dem Damm und drückt gegen diese dünne Stange. Es war absolut brutal! Da werden Minuten zu Stunden.‟
Einer der Jünglinge fragte: „Was hattet ihr denn angestellt, dass ihr so drakonisch bestraft wurdet?‟ Animus biss sich auf die Lippen. „Wir haben uns in der Dusche geprügelt.‟ Die Novizen waren entsetzt, dass so eine Lappalie so drastisch bestraft wurde. Kleine Schlägereien zwischen Rekruten gab es doch in jeder Armee.

Nach einigen weiteren Themen zu den Pros und Contras der Vereinigten Allianz und der bevorstehenden Invasion der abtrünnigen Kolonie Regina, löschten die Jünglinge das Licht und wünschten sich eine gute Nacht. Animus konnte vor Aufregung nicht einschlafen, drehte sich von links nach rechts, auf den Bauch und wieder zurück. Nur auf dem Rücken konnte er wegen des Spießrutenlaufs nicht liegen. - Hörte er da ein Geräusch? Die Gelmatratze veränderte ständig ihre Form. Es war eine Art rhythmische Modulation. Was machte denn sein Kamerad da neben ihm? Er holte sich doch wohl keinen runter!? Doch das schwere Atmen vergrößerte nur den Verdacht. Jetzt merkte auch Animus, wie sich eine Erektion bei ihm anbahnte. Er hatte das starke Bedürfnis, sich zu berühren, aber zugleich wäre es ihm peinlich, in Gegenwart der Kameraden zu onanieren.

Obwohl... sein Bettnachbar machte es schließlich auch. Seine rechte Hand kroch beinahe heimlich zwischen seine Beine und fasste das harte Zeugnis seines Verlangens. Sofort bäumte es sich noch mehr auf und gierte nach weiteren Liebkosungen. Scham hin oder her, Animus begann, seiner Lust zu frönen. Er gab sich ihr hin, verfiel ihr schon im nächsten Moment. Wie lange war sein letzter Orgasmus vergangen? Er wusste es nicht. Zu lang. Ja, er wollte nur noch kommen...

Plötzlich merkte er einen Lichtschein unter seinen geschlossenen Lidern durchscheinen. Animus riss die Augen auf und kniff sie sofort wieder zusammen. Ein kräftiger Lichtstrahl blendete ihn schmerzhaft. Gegenüber hatte ein Kamerad von seinem Einzelbett eine LED-Stablampe auf ihn gerichtet. Eine Stimme fragte: „Was macht ihr denn da? So kann ja keiner pennen.‟ Neben Animus waren die Geräusche verstummt. - Der Rest der Nacht herrschte in der Stube bis auf leise Atemgeräusche absolute Stille.

Am frühen Morgen wurden die Rekruten bereits direkt nach dem Wecken zu einem Drill geschickt. Animus spürte bei jedem Schritt sein Gesäß, das noch von der Züchtigung schmerzte. - Nach der anstrengenden Einheit erhielten die Novizen ein Frühstück und mussten gleich im Anschluss zu einem Technikkurs. An einer Übungskonsole lernten sie die diversen Aufgaben auf dem Antriebsdeck eines Armee-Kreuzers. In wenigen Wochen, vielleicht sogar Tagen, sollten sie bereit sein, um an der Invasion gegen das Regina-Regime teilzunehmen. Die anfänglichen Schwierigkeiten legte der junge Mann bald ab und bediente die Interfaces so kompetent, so dass er zahlreiche Lobe seiner Vorgesetzten erhielt. Er wurde aus seiner Gruppe in ein anderes Team versetzt.

Schon bald gehörte er zu der eingeteilten Plan-Besatzung der Impetus, einem gigantischen Schlachtschiff der höchsten Klasse mit 4.000 Soldaten an Bord, von denen 350 Piloten kleiner Angriffsjäger waren. Die meisten Besatzungsmitglieder benötigte das Schiff für die komplexe Steuerung und Technikausrüstung, die diversen Scanner, die zahlreichen Impulsstrahler und die Infrastruktur der überdimensionalen Impetus. An Bord waren neben der üblichen Offiziersbesatzung der Brücke bis zum Kapitän auch ein Admiral und eine Delegation des Hohen Rates von Beta Patria. Der detaillierte Einsatzplan war streng geheim, aber es war ein offenes Geheimnis, dass die Impetus in einem Flottenverband in den nächsten Tagen Richtung Regina aufbrechen würde.

Animus war an einem Kailbrierungsgerät ausgebildet worden und würde auf der Impetus auf dem Maschinendeck eingesetzt werden. Von dort wurde die Energie bereitgestellt, die die Brückenoffiziere der Navigationseinheit und Verteidigungssektion benötigten. Die stärkste Strahlenkanone der Impetus konnte eine große Orbitalstation stilllegen, indem sie elektromagnetische Pulse aussendete. Gleichzeitig war sie in der Lage, ähnliche Angriffe zu neutralisieren. Zusätzlich konnten gezielte Angriffe auf kortikale Punkte von Gegnern deren Willen und Bewusstsein ausschalten. Eine Gegenwehr war damit unmöglich.

Die Regierung auf Regina wusste von der militärischen Stärke der Vereinigten Allianz. Längst waren Dilithiumvorräte auf großen Erz-Frachtschiffen gelagert und zum Abtransport bereit. Der zunächst vorgesehen Plan, die Vorkommen zu vergraben, musste aufgegeben werden, denn Regina ahnte, dass die VA den Planeten langfristig besetzen würde. Die gesamte Invasion wurde in den Heimatwelten der VA als große Befreiungsaktion propagiert, um Rusticusse und Munuswesen von ihrem Sklavendasein zu erlösen. Verhandlungen über eine Kapitulation mit zahlreichen Sonderrechten für das Herrscherhaus Regina, hatte der Hohe Rat der VA abgelehnt. Nur eine bedingungslose Aufgabe war akzeptabel, doch darauf ließ sich die Regentin nicht ein.

Während die Pugnatoren-Einheiten noch den Einsatzbefehl zur Verteidigung hatten, bereiteten sich die Adelsdamen längst für ein Flucht vor und transferierten Vermögen auf anonyme Kryptokonten außerhalb des Sol-Systems. Die täglichen Krisenkonferenzen zur Lage der Nation hielt die Imperatorin aus dem Tiefbunker unterhalb des Regierungspalastes, aber auch für sie und ihre engsten Vertrauten stand ein Fluchtschiff zur Verfügung. Von Tag zu Tag musste die Armee mehr und mehr Verluste hinnehmen. Die VA nahm tausende Pugnatoren und Offizierinnen gefangen und beschlagnahmte einen Kreuzer nach dem anderen. Die meisten Gefangenen wurden von Transportern der Flotte zunächst nach Litus Mundus in Hotels untergebracht.

Für die Datenverbindung zu dem einsamen Eiland auf der anderen Seite des Planeten, Antipodes, auf dem das Straflager Disciplina lag, wurde eine Nachrichtensperre verhängt. Die prekäre Lage sollte die dort arbeitenden Audiutrixoffizierinnen nicht verunsichern. Und so ging dort der Tag seinen gewohnten Gang: Die Gefangenen schufteten auf Galeeren, in Tretmühlen, Dilithium-Minen oder wurden von sadistischen Wärterinnen einer rigiden Umerziehungstherapie unterzogen.

Auch vor der ehemaligen Praefecta Audaxa wurde keine Ausnahme gemacht. Wegen ihr waren vermutlich Staatsgeheimnisse an den Feind gefallen. Sie hatte also Hochverrat begangen. Regina wollte an ihr ein Exempel statuieren und hatte sie lebenslang nach Disciplina geschickt. Inzwischen war sie aus ihrer Zwangsjacke befreit worden, doch nur, um sie als Rudersklavin auf einer Galeere einzusetzen. Da sie mit den Mitsklaven, meist kräftige Rusticusse, nicht mithalten konnte, bekam sie reichlich Peitschenhiebe der Antreiberinnen. Bis auf einen Eisenring um den Hals und Hals- sowie Fußreife, die mit Ketten am Bootsboden und der Ruderbank fixiert waren, trug sie nur ihre nackte Haut, die mittlerweile voller Striemen war. Ihre Brüste wackelten und schaukelten bei jeder Ruderbewegung hin und her. Die anfängliche Arroganz war einer brausenden Wut gewichen, die dann in Resignation und schließlich devoter Hingabe gemündet war. Sie kämpfte mit dem Ruder, mühte sich nach aller Kraft und hatte zu ihrer Vergangenheit, ihrem ganzen bisherigen Leben als hohe Praefecta eine Distanz aufgebaut, ein Nebel, der immer dichter wurde.

Fast schlimmer als die Peitschenhiebe, waren die teils zornigen, teils gierigen Blicke der Ruderer, die auf sie geworfen wurden. Jeder konnte sich denken, wen sie da vor sich hatten: eine hohe Militärangehörige, die in Ungnade gefallen war. Wären die Ketten und Aufseherinnen nicht gewesen... Audaxas einzige Hoffnung auf Rettung war der Feind. Wenn die Vereinigte Allianz den Planeten besetzt hatte, würde auch Disciplina geräumt. Sie konnte sich als Opfer darstellen und untertauchen. Sie würde ein Leben in einer Welt führen, in der die FSO eine feministische Grundordnung führte. Wenn ihr gesamter Besitz auf Fortuna auch verloren war, würde sie sich schon neues Vermögen beschaffen und ein unbeschwertes Leben führen, das...
Doch in just diesem Augenblick traf sie ein teuflisch brennender Hieb auf den Rücken.

Eine weibliche Stimme schrie: „Träum nicht rum, du faule Schlampe! Du bist zum Rudern hier!‟ Die Trommel, von einem Munuswesen geschlagen, begann ihren grausamen Rhythmus, und auf den Ruderbänken bewegten sich die Sklaven im gleichmäßigen Takt. Die Aufseherin in ihrem Lederkorsett bog ihre lange Peitsche zu einem Kreis und grinste auf Audaxa hinab. Als sie zu der Antreiberin hochsah, bildete diese die stummen höhnischen Silben: „Prae-fec-ta!‟ Angstschweiß floss der Sklavin wie ein Rinnsal zwischen den baren Brüsten hinab und landete in ihrer unbedeckten Scham.

Wenige Tage später sollte es für Animus so weit sein: Er ging an Bord der Impetus, die kurz darauf ihren Flug zum Sol-System des Reginaplaneten startete. Begleitet von hunderten Kreuzern und weiteren Schiffen für Angriff, Technik und Material des Flottenverbandes sollte zunächst das Verteidigungszentrum Fortuna neutralisiert werden. Dort lagerte die Hauptbasis der gegnerischen Armee. Vielleicht würden zumindest Teile des Militärs kapitulieren. Abtrünnige, die die absehbare Niederlage erkannten und sich Vorteile ausrechneten, wenn sie frühzeitig aufgaben. Hätte man erst mal den Mond von Regina erobert, wäre der Heimatplanet der Despotin nur noch eine Formsache, so hoffte der Hohe Rat. Das meiste Militär der Regina konzentrierte sich auf Fortuna. Fiel der Mond, fiel auch Regina selbst.

Als Animus mit einem riesigen Mannschaftstransporter samt 250 Rekruten zur Impetus flog, die im Orbit um Litus Mundus parkte, war das alles sehr aufregend für den jungen Mann. Die großen Regina-Kreuzer waren ja schon beeindruckend gewesen, aber sie waren nichts gegen das Schlachtschiff Impetus. Es wurde größer und größer, als sich der Transporter näherte, und bald schon war aus dem gewaltigen Shuttle im Vergleich ein Sandkorn geworden, das in einer überdimensionalen Luke des Giganten verschwand. Die meisten R-1er kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Doch viel Zeit blieb ihnen nicht, denn sofort nach Andocken mussten sie sich in kleinen Teams von acht Mann aufstellen und einem Führer in ihre Quartiere folgen.

Ein Mann in hochdekorierter Uniform beobachtete die Ankunft der Neulinge aus der Distanz. Animus wusste vor lauter Verwirrung und Dramatik in seinem Kopf nicht, welchen Rang diese Person hatte. Er schaute geradeaus und folgte dem Vordermann in der vorgegebenen Geschwindigkeit. - Jetzt sollte es also losgehen. Sein erster Flug, sein erstes Manöver. Direkt in die Höhle des Löwen. Oder der Löwin, besser gesagt. Er wollte der Vereinigten Allianz loyal dienen. Regina musste ausgemerzt werden. Diese Tyrannei musste beendet werden. Er dachte an die nachkommenden Generationen, denen ein Schicksal als Rusticus oder Munuswesen erspart bleiben würde. Und er dachte an Gravis und Timiditas. Männer würden gleichberechtigt sein, wie in der VA üblich. Der Rekrut grübelte über Luscinia nach. Was aus ihr wohl geworden war? Ein Leben mit ihr war ihm nicht vergönnt gewesen. Aber jetzt hatte er eine andere Aufgabe: den Kampf gegen Regina und ihr Regime.

In den nächsten Tagen arbeitete sich Animus schnell in seine Tätigkeitsbereiche ein. Er bediente die Sensorkonsolen im Maschinendeck so, als hätte er zeitlebens nichts anderes gemacht. - Während der Reise gab es mehrere Übungsmanöver: Mal griffen imaginäre Wing-Fighter der Regina an, mal schoss ein feindlicher Kreuzer auf sie, mal brach ein Feuer an Bord aus, mal bestand die Gefahr, dass Antimaterie austrat. - Und dann war es tatsächlich ein Ernstfall: Die Impetus erreichte den Raum des Sol-Systems der Regina. Erste feindliche Späher flogen in weiter Ferne und scannten das Schlachtschiff. Ein Funkaufruf in Dauerschleife bestrahlte Fortuna derweil, in dem sich die Regina-Armee bedingungslos ergeben sollten. Doch alle Zeichen sahen danach aus, als wollten die gegnerischen Schiffe einen Angriff auf die Ankömmlinge starten. Dutzende Kreuzer mit tausenden Pugnatoren erhoben sich in eine Umlaufbahn des Mondes.

Die riesige Flotte der VA stellte sich strategisch auf. Allerdings musste der Admiral der Impetus verblüfft erkennen, dass die Pugnatorenschiffe nicht etwa eine Attacke im Sinn hatten, sondern sie zogen sich zurück und flogen auf den Heimatplaneten, um sich dort mit dem Rest der Arme zu vereinen. Der Fortunamond war aufgegeben worden. Trotzdem zögerte der Admiral, Bodentruppen auszusenden, denn es konnte sich ja auch um eine Falle handeln. Zwar hatten die Scanner keine Anzeichen für nukleare, chemische oder biologische Waffen erkannt, aber noch wagte man keine Landung. Die Delegierten des Hohen Rates beratschlagten mit dem Admiral, dem Kapitän und noch zwei weiteren hohen Brückenoffizieren, wie man weiter vorgehen sollte. Nach einer Besprechung und Rücksprache mit dem Hohen Rat auf Beta Patria stand die Entscheidung fest: Ein Außentrupp aus Freiwilligen sollte die verlassene Militärbasis auf Fortuna untersuchen.

Die Späher sollten aus fünf Einzelteams bestehen, die je von einem Offizier, einem Spezialisten für Waffentechnik, einem Experten der Biochemie sowie fünf Soldaten zusammengesetzt waren. Als Animus davon hörte, wollte er unbedingt dabei sein. Aber sein Vorgesetzter erklärte ihm, dass nur ausgebildete Soldaten teilnehmen konnten. Für R-1er war das ausgeschlossen. Doch damit wollte er sich nicht zufrieden geben. Er betonte, dass er als Ex-Pugnator Aufbau und Technik in den Kasernen der Regina kannte. Der Vorgesetzte hob überrascht die Augenbrauen. Er hatte einen Ex-Pugnator vor sich? Das hatte er gar nicht gewusst.

Er sprach die Information bei einem Ranghöheren an, und so lief der Vorschlag die Hierarchiekette hoch bis auf die Brücke der Impetus. Eine Stunde später, kurz bevor die Teams zusammengestellt worden waren, erhielt Animus die Genehmigung, sich für Team III auf dem zweiten Unterdeck des Shuttlehafens zu melden. - Dann musste alles ganz schnell gehen. Hastige Befehle wurden gerufen, Teams marschierten in kleinen Kolonnen zu Mini-Shuttles. Auch Animus stieg mit seiner Gruppe in einen der Flieger. Die Männer schnallten sich mit einem Kreuzgurt auf Hartplastikschalensitzen fest. Mit erstaunlichem Schub schossen sie aus der riesigen Impetus heraus ins All.

Nach wenigen Minuten schrumpfte das Mutterschiff zu einem kaum erkennbaren Fleck vor einem schwarzen Hintergrund. Der Offizier, der das Achterteam leitete, instruierte die Soldaten und beide Spezialisten, ging noch mal Handzeichen und Kommandos durch. Dann wies er sie an, die Filtermaske zu aktivieren. Durch eine Handbewegung zog sich das Material eng über den Kopf des Nutzers und verschloss sich hermetisch. Animus ächzte. Ein leichter Anfall von Platzangst überkam ihn, aber er kämpfte ihn weg und konzentrierte sich auf den Offizier und weitere Befehle. Die Laute seiner Umwelt wirkten dumpf, das Atmen fiel schwerer, und die Sicht war eingeschränkt und rotgefärbt. Aber so waren sie wenigstens vor ABC-Gefahren geschützt.

Mit einem minimalen Ruck durchquerte der Transporter eine Membran, unter der die künstliche Atmosphäre einsetzte. Nur in der Nähe der Habitate und Kasernen gab es diese durch Terraforming erzeugten Lufträume, die auf Fortuna dazu dienten, größere Landflächen nutzbar zu machen. Die Raumfähre landete mit einem dumpfen Zischen auf der Oberfläche. Die Scanner prüften den Sauerstoffgehalt und die weitere Zusammensetzung der Luft. Alles entsprach den tolerierbaren Parametern. Der Offizier reichte den Männern jeweils zwei Unterlegsohlen für die Stiefel, die die schwächere Gravitation ausglichen. Sie konnten einfach an die Stiefel gesteckt werden. Dann erhielten die fünf Soldaten jeder einen Handphaser mit Kortikalstrahler, der jeden humanoiden Feind augenblicklich bewusstlos machte. Sie dienten nur der Sicherheit, denn niemand rechnete mit einem Treffen. Das Team stieg aus.

Zwei weitere Truppen waren in Sichtweite gelandet, die anderen zwei Außengruppen waren in zehntausend Metern Höhe auf einen südlicheren beziehungsweise nördlicheren Kurs geschwenkt. Beinahe hatte Animus Angst, einzusatmen, aber nur der Filter vor dem Mund ließ die Luft ein wenig künstlich schmecken und riechen. - Während das andere Team in gerade Linie auf ein Kontrollgebäude losmarschierte, führte der Offizier der ersten Einheit seine Leute zu einer etwa 200 Meter entfernten Glaskuppel, die offenbar zu einem Privatgebäude gehörte.
Viele Grüße von prallbeutel
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