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  Sol Victoriana - Das Leben einer Frau unter der Sonne des Empires
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 Autor Eintrag
Erin
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Brandenburg


Lebe deine Träume

Beiträge: 455

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  RE: Sol Victoriana - Das Leben einer Frau unter der Sonne des Empires Datum:09.05.21 20:18 IP: gespeichert Moderator melden


Ich kann nur sagen danke !!! Schreib weiter so.
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Sol Invictus
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  RE: Sol Victoriana - Das Leben einer Frau unter der Sonne des Empires Datum:09.05.21 20:40 IP: gespeichert Moderator melden


Korrektur der letzten 2 Absätze, da ist ein dicker Fehler drinn. Die Damen wurden vertauscht. Leider kann ich immer noch keine Beiträge bearbeiten.
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Isabella war hin und her gerissen was die Kleider betraf. Ein Teil von ihr wollte unbedingt eines anziehen, die Isabella welche sich scheinbar seit gestern in ihr entwickelte. Die alte Isabella von Numerus Prime hingegen wollte dies nicht, diese fand in den Kleidern eine Reduzierung ihrer Person auf das Weiblich sein. Die neue Isabella fand mit der alten Isabella einen Kompromiss, der es ihr unmöglich machte, zumindest heute, eines der Kleider anzuprobieren. „Fräulein Portsmith, ich fürchte ich kann keines der schönen Kleider tragen.“ Alice schaute sie leicht verwundert an „Wieso nicht?“ Isabella ergänzte „Ich nehme mal an die Kleider sind für eine Frau, welche Korsett trägt geschnitten. Ich habe keines und auch noch nie getragen, ich habe nicht die Figur dafür und zudem, soweit ich es beurteilen kann, gehört auch noch mehr drunter dazu. Was ich auch nicht besitze.“ Das mit dem Drunter war ihr Versuch Alice gegenüber nicht zu offen zu sein, normalerweise hätte sie kein Problem gehabt das Wort „Unterwäsche“ zu sagen, aber sie befürchtete, dass Alice damit nicht so offen umgehen konnte, nach allem was sie bisher gelesen hatte und wie sie Alice einschätzte. „Da machen sie sich mal keine Sorgen Fräulein Asterock, ich habe an alles gedacht beziehungsweise Agatha. Das liegt inklusive passender Schuhe bereits alles in ihrer Suite. Es wäre aber wohl sehr unschicklich gewesen in Gegenwart meines Vaters sie Damenunterwäsche auspacken zu lassen“, den letzten Teil des Satzes flüsterte sie fast schon.

In ihrem inneren fingen die Frau von Numerus Prime auf der einen Seite und die sich entwickelnde neue Isabella erneut einen Kampf an. Die eine wollte keinesfalls die andere wollte, begleitet von einem immer stärker werden Kribbeln. „Vielleicht sollten wir noch einen Moment warten, ich habe recht viel gegessen und, ich weiß ja nicht, so ein Korsett?“ Alice lächelte sie wieder an „Nun, wir kümmern uns zuerst um ihr InEarCom, dann gehen wir zu Mary in die Küche, ihr Geburtstagsessen heute zum Dinner besprechen und dann in ihre Suite. Bis zum Lunch um 12:30 bekommen wir das schon hin. Die Uhr zeigte 10:15. Der alten Isabella kam es vor wie eine viel zu schnell ablaufende Schonfrist.

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Gil_Galad Volljährigkeit geprüft
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Was du heute kannst besorgen, das vershiebe ruhig auf Morgen, es könnte nicht mehr nötig sein

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  RE: Sol Victoriana - Das Leben einer Frau unter der Sonne des Empires Datum:09.05.21 23:12 IP: gespeichert Moderator melden


Grüß dich Sol,

zuerst herzliche Gratulation zu der wirklich gelungenen Geschichte in der du sehr gekonnt den Leser in deine eigene Welt mitnimmst und ihn diese erfahren lässt.
Um deine Geschichten bearbeiten zu können brauchst du den Status eines Storywriters den du beantragen musst. In der Zwischenzeit kann ich dir anbieten, deinen letzten Absatz in die geschichte einzufügen.

Grüße

Gil
Das leben ist ein scheiß Spiel aber mit einer geilen Grafik
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herman Volljährigkeit geprüft
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  RE: Sol Victoriana - Das Leben einer Frau unter der Sonne des Empires Datum:17.05.21 12:00 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Sol,

nun habe ich mich schon lange nicht mehr eingeloggt, aber Dir muß ich ein dickes Kompliment für Deine Story machen. Nicht nur kombinierst Du zwei meiner Lieblingsthemen, Science Fiction und restriktive viktorianische Kleidung mit Korsetts und auch noch bald diesem Board gemäße noch restriktivere verschließbare Unterwäsche - Du schaffst es bisher, eine neue viktorianische Gesellschaft zu beschreiben, kobiniert mit moderne Technik, in der die Frauen sich zwar durchaus den historischen Sitten entsprechend den Männern unterwerfen und 'keusch' verhalten, aber dennoch dabei überaus selbstbewußt auftreten - zumindest auf Alice trifft das zu. Und Isabella ist es allemal noch. Es zeichnet sich ja schon ab, daß Isabella ein Stück weit in eine Falle gelockt wurde und wird, aber dies geschieht überaus geschickt - es ist eine Freude, ihre Neugier mitzuerleben, die sie in ein sehr restriktives Leben führen wird - aber bisher scheint es ihr zu gefallen.
Ich bin gespannt, wie Du weitere männliche Mitglieder der Gesellschaft darstellen wirst - denn bisher kennen wir ja eigentlich nur Alice's Vater als wohlwollenden Pater Familias - wieviel Respekt werden wohl andere Männer dem anderen Geschlecht entgegen bringen?

Vielleicht darf ich an dieser Stelle an eine meiner Lieblingsgeschichten von Bound Jenny auf BoundAnna erinnern, 'Cheryls long night - The Dream', auch dort übersetzt als 'Cheryls lange Nacht - Der Traum'.
Darin heißt es an einer Stelle:

"Wenn Miss Cheryl Macht und Vermögen haben will, dann müssen ihr Korsett eng und die Fesseln streng sein."
Vielleicht findest Du da sogar noch ein wenig Inspiration?

In diesem Sinne bin ich gespannt, wieviel Macht und Eigenständigkeit die Frauen in dieser Gesellschaft haben werden - oder ob sie diese nur über einen männlichen Vormund haben können.
Und natürlich, welche Konflikte auftreten werden...

Neben Karl Kollars Geschichten ist die Deine seit langem die erste, die mich wirklich wieder fasziniert, und ich freue mich sehr auf die Fortsetzung!

Mit besten Wünschen

Herman

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von herman am 17.05.21 um 12:01 geändert
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Sol Invictus
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  RE: Sol Victoriana - Das Leben einer Frau unter der Sonne des Empires Datum:17.05.21 12:40 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Herman,

vielen Dank für das Lob. Die Fortsetzung kommt am kommenden Wochenende raus denke ich. Bin diese Woche sehr beschäftigt, aber dann ist ja noch ein langes WE.

Grüße

Sol Invictus
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Sol Invictus
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  RE: Sol Victoriana - Das Leben einer Frau unter der Sonne des Empires Datum:01.06.21 08:00 IP: gespeichert Moderator melden


An alle die auf eine Fortsetzung warten. Momentan ist bei mir recht viel los. Ich denke aber am Wochenende kann es fertig werden. Jedenfalls geht die Story weiter. Die beiden nächsten Kapitel sind in arbeit.
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Sol Invictus
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  RE: Sol Victoriana - Das Leben einer Frau unter der Sonne des Empires Datum:11.07.21 23:56 IP: gespeichert Moderator melden


Kapitel 4 – Dressed like a Victorian Lady

Alice betätigte ihr Armband und die holografische Bedienoberfläche erschein. Isabella war überrascht. Holografie war nicht neu, aber viele Probleme bei der Touchfunktion als auch die Miniaturisierung und daraus resultierende Preise, hatten diese Technologie immer wieder für den einfachen Benutzer aufgehalten. Für ein Jahresgehalt ihrer Mutter war seit rund 10 Jahren ein solches Gerät erhältlich. Wie teuer es ist, derart miniaturisiert und in edlen Schmuck eingebaut, mochte sich Isabella überhaupt nicht vorstellen. Mit schon gewohnter freundlicher, aber befehlsgewohnter Stimme „Agatha, bitte hole Fräulein Asterocks Geburtstagsgeschenke, die 3 Kleider und eine Brosche, aus dem Salon und bring die Sachen in ihre Suite. Wir benötigen noch mindestens eine halbe Stunde, bis wir auch dort eintreffen. Halte dich aber bereit“. Isabella wurde klar, dass sie beim Umziehen nicht mit Alice allein sein würde, wenn überhaupt Alice dabei anwesend sein würde. Unabhängig davon, dass Gefühl sich nicht allein um- oder anzuziehen machte ihr Unbehagen. Natürlich hatte sie grundsätzlich kein Problem damit sich vor anderen Frauen umzuziehen, wie beim Sport, aber für gewöhnlich richtete sich der Fokus der anderen dabei nicht auf sie. In ihrer Vorstellung würde dies wohl nun anders sein. Das Unbehagen trat zugleich wieder mit dem verstärkten Kribbeln auf. „Verdammt was ist nur mit mir los?“ ging es ihr durch den Kopf.

Alice lotste sie nun aus dem Salon zum Fahrstuhl. Sie fuhren eine Etage tiefer. „Ich habe uns beim 1st Technical Officer für heute Vormittag angekündigt, Fräulein Asterock. Daher gehe ich davon aus, dass die Angelegenheit nicht lange dauern wird.“ Erwähnte Alice im Fahrstuhl mehr beiläufig. Als Isabella diesen verlies wurde ihr sofort klar, dass es sich nicht um eine Etage handeln konnte, auf der sich die Protsmith üblicher Weise bewegten. Im Vergleich zu Numerus Prime war durch viele Verzierungen hier alles immer noch edler im Design, zumindest für Isabellas Verhältnisse, aber der Unterschied zum Bereich, in dem sie sich vorher auf der Yacht aufgehalten hatte, war deutlich erkennbar. Ihr war schnell klar, dass es sich um ein Deck primär für die Mannschaft und Personal handeln musste. Irgendwo musste dieses ja leben und seine Arbeit verrichten.

Alice ging mit ihr einen Gang entlang, dabei begegneten sie einem Mann der offensichtlich von der Mannschaft war, der sich kurz leicht verneigte, während er grüßte und eine Frau die scheinbar für Reinigungsarbeiten auf dem Deck zuständig war und mit leicht gesenktem Blick einen Knicks machte und grüßte, als Alice und Isabella jeweils an ihnen vorbei gingen. Alice ging jeweils eilig vorbei, erwiderte aber immer freundlich den Gruß mit einem „Good morning!“ Isabellas Universalübersetzer schien der Meinung zu sein, dass sie mittlerweile einfache Sätze in viktorianisch verstehen müsse.

Sie kamen an eine Tür, wo Alice stehen blieb und klopfte, nur kurz wartete und beim Öffnen erst ein „herein“ ertönte. Auf dem Schild neben der Tür lass Isabelle „Engineers / Control Rom“. Isabella betrat hinter Alice die heiligen Hallen der Bordingenieure. Ihr bot sich ein Bild, was sich im Grundaufbau nicht von dem der „Express Trader“ oder anderen kommerziellen Schiffen unterschied. Der Raum teilte sich in zwei Bereiche. Zu linken Seite war die ganze Wand ein riesiges Display mit einem größeren Kontrollpult davor, das ebenfalls über einen integrierten Touch-Screen verfügte. An der Wand gegenüber der Tür war ein Panel mit mechanischen Schaltern und Reglern eingelassen, dieses war mit einer transparenten Tür verschlossen, vermutlich hitzebeständiges, transparentes Aluminium, oder ein ähnlicher Werkstoff, um die manuellen Notfallkontrollen auch bei einem Unfall oder Brand zu schützen. An der ersten zwei Tagen hatte die Ingenieure der Express Trader ihr beigebracht, immer beim Betreten des Raumes einen Blick auf die Anzeigen zu werfen, um Unregelmäßigkeiten irgendwann automatisch, unterbewusst zu bemerken. Natürlich würde eine akustische Alarmierung je nach Störung und immer ein Alarm auf den Personal Assistants der Ingenieure eingeblendet werden, aber Raumfahrt war auch 3000 Jahre nach dem ersten Interstellarflug der Menschheit immer noch gefährlich. „Der Weltraum verzeiht selten Fehler“ waren die Worte des Kapitäns der Express Trader IV gewesen. Isabella wusste nur zu gut was er gemeint hatte, der Tod ihres Vaters war Resultat zweier, vielleicht drei kleiner einzelner Fehler gewesen, allen voran eines Technikers bei einer Wartung, einer ungenügenden Konstruktion und der Nachlässigkeit ihres Vaters bei einer Sicherheitskontrolle der betreffenden Luftschleuse, welche er ohne geschlossenen Helm seines Schutzanzuges vorgenommen hatte. Normalerweise hätten mindestens zwei Sicherungen Druckabfall und öffnen des Außenschotts verhindern müssen, normalerweise wäre bei einem einfachen Leck genug Zeit zum Schließen des Helms gewesen. Nach Empfehlungen, nicht Vorschriften, hätte er den Helm schließen müsse. Sie war beim Betrachten der Anzeigen in ihre Gedanken versunken und versuchte sich zu orientieren.

„Fräulein Asterock!“ Alice Stimme riss sie aus ihren Gedanken, sie wendete sich zur rechten Seite. Hier trennte eine hüfthohe Schrank- und Regalwand vier große Schreib- und Arbeitstische vom Kontrollbereich ab. Ein Mann, vielleicht in den Dreißigern, war von seinem Platz aufgestanden und begrüßte Isabella freundlich. „Mr. Stevens ist der dritte Ingenieur an Bord und für die Kommunikationstechnik verantwortlich“ stelle Alice die einzige Person im Raum vor. „Entschuldigung, ich war für einem Moment in die Anzeigen vertieft und hatte versucht mich zu orientieren“ entschuldigte sich Isabella. „Nun, das ist sicher alles verwirrendes technisches Zeug für eine junge Dame und das müssen sie auch nicht verstehen, dafür muss man an der technischen Hochschule studiert haben. Nicht gerade die Fakultät welche Frauen besuchen“ kam es als Antwort aus dem Mund des Mannes und dies mit einer Arroganz, dass Isabella beinahe das leckere Frühstück wieder hochgekommen wäre. Sie drehte sich abrupt zur Anzeige um „Der Antimateriareaktor ist heruntergefahren und im Wartungsmodus. Diese Anzeige deutet an, dass sich jemand in oder nahe der Reaktorkammer befindet, vermutlich arbeitet jemand derzeit dort, weshalb der Reaktor auch nicht ohne Entsperrung des Wartungsmodus angefahren werden kann.“ Isabella deutete auf eine bestimmte Stelle der Anzeige. „Da keine Energie vom Antimateriereaktor abgezogen werden kann, laufen beide Fusionsreaktoren und der Redundante ist nicht nur im Stand-By. Zudem laufen beide auf 90% Last, was für den Normalbetrieb beider Reaktoren die zulässige Höchstleistung ist“ Isabella deutete auf zwei Stellen der Visualisierung. Das wir mit 80/100 Impuls fliegen können, ist der Tatsache zu verdanken, dass dieses Schiff über einen FTL-Antrieb verfügt, weshalb die beiden Fusionsreaktoren für den Notfall so ausgelegt sind, dass sie bei Ausfall des Antimateriereaktors für bis zu 30 Sekunden den FTL bei bis zu 140% Last für den Not-Wiedereintritt in den Normalraum mit Energie versorgen können. Bei mehr Last oder bei 140% länger als die 30 Sekunden, würde das Plasma die Eindämmung durchbrechen und einen Atombrand an Bord auslösen. In diesem Moment würde das Notfallsystem.“ Isabella deutete abwechselnd auf je 6 Stellen Backbord und Steuerbord der Visualisierung „diese jeweils sechs Sprengladungen auslösen und die jeweils betroffenen Reaktorblöcke praktisch aus dem Schiff sprengen, um die Ausbreitung des Fusionsbrandes zu verhindern. Verlieren wir beide Reaktoren, würde danach die Lebenserhaltung, Kommunikation und einiges andere durch diesen Hilfsreaktor mit Energie versorgt werden“ Isabella deutete wieder auf eine Stelle „allerdings würden wir dann antriebslos durch den Raum treiben. Im Fall, dass man den Antimateriereaktor reparieren kann, würde die Energie des Hilfsreaktors sehr wahrscheinlich nicht ausreichen die Eindämmung des Antimateriereaktors aufrecht zu erhalten, bis dann von diesem, Energie abgeleitet werden kann, um das Eindämmungsfeld selbst zu versorgen. Konstruktionsbedingt hat man vermutlich auf einen zweiten Hilfsreaktor oder größere Fusionsreaktoren verzichtet. Aus dem Augenwinkel sah Isabella, dass Ingenieur Stevens das Kin heruntergeklappt war.

„Und da es sich um eine Yacht und nicht um ein Kriegsschiff oder ein Forschungsschiff für eine Deep Space Mission handelt, kann ich trotz des Risikos gut an Bord schlafen“ ertönte eine freundliche, tiefe Stimme von der Tür. Isabella drehte sich um, ein kleiner, nur unwesentlicher größer als Isabella, bärtiger Mann mit den Rangabzeichen eines Chiefs am Revers seines Arbeitskombis stand in der Tür. Da ihr Vater sie in den Ferien manchmal bei seiner Arbeit mitgenommen hatte, war sie schon mit diversen Chiefs zusammengetroffen und erkannte seine Rangabzeichen. Auch wenn sie sonst mit viktorianischen Rangabzeichen wenig anfangen konnte. „Sorry, ich wollte nicht …“ Isabella wusste nicht wirklich was sie sagen sollte. „Sie wollten nicht einen unerfahrenen Ingenieur mit wenigen Worten auf der Hauptvisualisierung der Energieversorgung eben diese kurz und fehlerfrei erklären?“ Der Mann grinste, seine Augenränder bildeten kleine Falten. Der Mann drehte sich zu Alice, diese machte einen Knicks und reichte dem Mann ihre Hand, dieser verneigte sich leicht und deutete einen Kuss auf ihre Hand an „Fräulein Portsmith, es ist mir immer eine Freude sie hier an Bord zu haben.“ „Ich bin auch immer gerne an Bord und freue mich sie dabei zu sehen, Mr. Wick“ Alice lachte leicht dabei. Isabella hatte Alice bisher noch bei keinem Besatzungsmitglied bzw. jemanden vom Personal so locker gesehen. Beide wirkten vertraut, obwohl der Chief sehr förmlich blieb im weiteren Verhalten. „Sie müssen Fräulein Asterock sein!“ der Chief wandte sich an Isabella, diese fand ihre Worte wieder „Ja das bin ich Chief“ und reichte ihm ihre Hand wie gewohnt, die dieser zur Begrüßung leicht ergriff. „Entschuldigen sie bitte, ich wollte ihren Mitarbeiter nicht belehren, das steht mir nicht zu“ „Nun ich muss mich für meinen Mitarbeiter entschuldigen. Es ist im Empire unüblich, dass Frauen sich derart für Technik interessieren und damit auskennen. Wenn sie nicht Geisteswissenschaften oder Wirtschaft studieren, dann studieren sie durchaus auch Physik, Astrophysik, Chemie, Biologie. Aber sehr selten Ingenieurswissenschaften, das ist bei uns so wie das Militär, eine Männerdomäne.“ „Entschuldigen sie Chief, ich habe mich wohl im Ton vergriffen gerade“ kam es nun reumütig von Stevens. Isabella wusste nicht, wie sie Situation auflösen sollte, hier sprang Alice gewohnt selbstsicher ein „Nun, da wir geklärt haben, dass auch Frauen durchaus etwas von Technik verstehen können“, sie drehte sich zu Stevens, „offensichtlich sogar ohne Studium an der technischen Hochschule“, diesem wurde die Situation offensichtlich immer unangenehmer, „möchte ich doch zu dem Punkt kommen, weshalb ich uns für heute Vormittag angekündigt hatte.“ „Ja natürlich, das InEarCom“ kam es nun kleinlaut von Stevens und er schob dabei eine kleine Schachtel langsam und vorsichtig über den Tisch in Isabellas Richtung. So als wenn er ein Raubtier mit der Hand füttern wolle. „Sie können das InEar mit ihrem PIDP verlinken oder mit einem PA, wenn sie einen haben. Die integrierte Spracherkennung sollte auch mit Interterrest kein Problem machen. “ Scheinbar wollte er nicht vorschlagen das Gerät weiter einzurichten, was auch nicht möglich war, da Isabella keinen PA besaß und ihr PIDP in der Suite war. „Ich habe, um ehrlich zu sein, mein PIDP vorhin in der Suite gelassen und habe auch keinen PA dabei. Ich denke ich bekomme das InEarCom selbst verlinkt und initialisiert und sollte es Probleme geben, darf ich mich dann an sie wenden Chief?“ dabei sah sie den Chief direkt an. Dieser grinste wieder „Aber gerne doch Fräulein Asterock. Dafür sind wir ja da! Nicht wahr Stevens?“ Die letzten Worte fielen in einem scharfen Ton und Stevens zuckte zusammen.

Alice deutete an, dass sie nun gehen müssten. Die ganze Sache hatte ihren Zeitplan nun schon erheblich verzögert. Dennoch war sie ein wenig stolz auf Isabella, zum einen wie sie Stevens vorgeführt hatte aber auch wie sie sich dann an den Chief wandte für den Fall, dass es Probleme geben würde und Stevens dabei hatte praktisch im Nichts stehen lassen. Isabella würde mit der richtigen Führung und Ausbildung eine vorzügliche Adelige abgeben, dessen war sie sich sicher.

Sie führte Isabella ein weiteres Deck tiefer. „Wie müssen noch ihr Geburtstagsessen besprechen!“ „Um ehrlich zu sein, ist es mir etwas unangenehm, da ich mich da nicht so auskenne, was man im Victorian Empire so zum Geburtstag isst.“ erwiderte Isabella. Alice ging durch eine Tür und sie folgte ihr während Alice antwortete „Das was sie gerne Essen möchten“ und sie standen in einer großen Küche in der 2 Personen zu arbeiten schienen, der Platz hätte sicher noch für 2 bis 3 weitere Personen gereicht, ohne dass diese sich gegenseitig allzu sehr behindert hätten. „Fräulein Portsmith. Schön sie wieder einmal zu sehen.“ Eine kleine, etwas rundliche Frau kam hinter einem Arbeitstisch hervor. Sie machte einen eher angedeuteten Knicks und Alice deutete ihren diesmal auch mehr an, wie Isabella registrierte. Die Regeln für das Wie und nicht nur das Wann beim Knicks scheinen kompliziert zu sein, ging es Isabella durch den Kopf. „Guten Morgen Mary. Ich freue mich auch sie zu sehen. Ihren Mann habe ich auch schon getroffen gerade.“ Da Isabella nicht davon ausging, dass Stevens mit einer rund 50 Jahre älteren Frau verheiratet ist, konnte es sich wohl nur um die Frau vom Chief handeln, kombinierte Isabella. „Wenn ich vorstellen darf, da ist meine Cousine Fräulein Asterock, die bisher auf Numerus Prime gelebt hat“. Isabella wusste wieder nicht, wie sie sich verhalten soll und reichte der Frau unsicher die Hand. Dieser schein das nicht unangenehm zu sein und schüttelte diese mit einem nicken und „Guten Morgen Fräulein Asterock“, wie es in vielen terrastämmigen Kulturen wohl seit Jahrtausenden üblich war. Die kulturelle Brücke schien für sie kein Problem zu sein. „Auf Numerus Prime war ich auch schon einmal, als ich als junge Frau für eine andere Lordschaft gearbeitet habe. Ein sehr schöner, grüner Planet, aber auf Dauer doch recht warm.“ „Ja, es ist bei uns deutlich wärmer als bei Ihnen hier“ Alice registrierte dies und fühlte sich für einen Moment als schlechte Gastgeberin, da ihr dies überhaupt nicht bewusst gewesen war. „Nun, was möchten sie heute Abend gerne Essen Fräulein Asterock. Ich kann natürlich fast alles synthetisieren oder replizieren, habe aber auch noch einige echte Lebensmittel im Vorrat.“ Isabella hatte nicht so wirklich eine Idee, zumal die vielen Eindrücke seit gestern ihr durch den Kopf gingen. „Ich würde gerne mehr von der viktorianischen Küche kennen lernen“. Sie glaubte nicht, dass der Lord und Alice mit einem üblichen veganen oder vegetarischen Gericht, wie auf Numerus Prime üblich, wirklich glücklich würden und musste zugeben, dass sie das Fleisch am Abend zuvor genossen hatte, wenngleich ihr bewusst war, dass dafür ein Tier gestorben war. Auf Numerus Prime für viele Menschen ein kulturelles Problem. Sie hatte damit nie so richtig ein Problem gehabt, was in der Schule im Unterricht schnell mal zu einer Debatte führen konnte. „Wenn ich Lamm vorschlagen darf? Ich habe welches im Kühlraum, das Ganze auf einem Linsenspiegel angerichtet mit verschiedenen Kartoffeln und anderem Gemüse als Beilage?“ Alice schaute etwas fragend zu Isabella „Ja gerne!“ antwortete diese, ohne zu wissen, wie Lamm schmecken würde. Linsen hingegen waren auf Numerus Prime in vielerlei Art in Gerichten verarbeitet. „Und welche Vor- und Nachspeise wünschen sie?“ Isabella wurde klar, dass drei Gänge beim gestrigen Abendessen wohl keine Ausnahme für die Portsmith waren. „Einen Salat als Vorspeise, so ähnlich wie gestern!?“ der Satz war Aussage und Frage zugleich. Ihr ging daraufhin gleich durch den Kopf, dass jemanden mit Alice Erziehung sicher eine klare Anweisung gegeben hätte, wenn auch auf freundliche Art. „Das können wir gerne machen und als Nachspeise?“ Isabella wusste keine schnelle Antwort. „Wenn ich ihren Schokoladenpudding vorschlagen darf?“ sprang ihr Alice bei. Mary lachte leise „Was auch sonst. Ich hoffe die Erdbeertörtchen gestern haben ihnen geschmeckt“ „Mary, ich sage es ungerne, aber das mein Vater sie mit auf Reisen nahm und sie dabei an Bord ihren Mann kennen lernten, ist aus meiner Sicht die größte Fehlentscheidung in seinem Leben.“ Alice lachte dabei und ergänzte dann „Mary hat früher bei uns im Haus die Küche geleitet. Als vor rund 10 Jahren direkt vor einer wichtigen Reise der Koch der Yacht ausfiel, nahm Vater kurzfristig Mary mit. Vermutlich hat sie den Chief so mit ihrem Essen beeindruckt, dass dieser sie geheiratet hat und Mary nun die Küche auf der Yacht leitet und leider nur noch bei besonderen Anlässen bei uns im Haus kocht“ Mary zuckte mit den Schultern „Liebe geht halt durch den Magen“ und lachte wieder leicht. „Jedenfalls brach für das kleine Fräulein Alice damals wohl eine Welt der Süßspeisen zusammen“ ergänzte Mary. „Oh ja, wobei ich annehmen muss, dass meine Korsetts sonst heute einige Zentimeter weiter wären“ lachte Alice. Offensichtlich kannten sich beide schon aus Alice Kindheit und Isabella schlussfolgerte, dass Alice daher auch mit einigen der anderen vom Personal lockerer umging. „Dann würde ich auch gerne diesen Schokoladenpudding probieren“ sagte Isabella spontan. Zum einen kannte sie wirklich keinen Schokoladenpudding oder auch anderen Pudding, zum anderen schien sie damit Alice einen Gefallen zu tun, und das war ihr nur recht.

„Gut, dann auf zu ihrer Suite Fräulein Asterock. Machen wir sie zu einer viktorianischen Lady!“ Alice strahle Isabella an und diese bekam ein flaues Gefühl im Magen. Auf dem Weg zum Fahrstuhl überlegt sie wie das mit dem „Machen wir sie zu einer viktorianischen Lady!“ gemeint war. Alice Worte klangen fast so wie ein Projekt, dass diese verfolgte und ihr Eindruck vom Vortrag, dass hinter allem mehr steckte als ihre Mutter im Krankenhaus zu besuchen kam wieder hoch. Allerdings als der Fahrstuhl auf dem Deck mit den Suiten angekommen war und die Tür sich öffnete war neben dem Unbehagen auch wieder das Kribbeln da.

In ihrer Suite angekommen war Agatha wie ihr angewiesen worden war bereits anwesend. Isabella fielen einige Stapel weißer Wäsche auf Bett und Schminktisch auf, zum dem waren das anthrazitfarbene und blaue Kleid auf Bügeln gehängt an Haltern an der Wand aufgehängt, die ihr bisher nicht aufgefallen waren. Das dunkelgrüne Kleid war auf einem Gestell und scheinbar hatte Agatha bereits daran gearbeitet, denn es wirkte irgendwie „vorbereitet“. Die Frau von Numerus Prime wollte umgehend abhauen, der neuen Isabella ging ein wohliges Kribbeln durch den Körper. „Wir haben nur noch knapp 1 ¼ h Agatha, aber wie ich sehe, hast du das wichtigste ja schon vorbereitet, das grüne Kleid.“ „Als ich bemerkte, dass die Zeit knapp würde, habe ich alles bereit gelegt für das Kleid, welches ich annahm, Fräulein Asterock bis zum Abend tragen würde. Zumal ich evtl. noch einige Änderungen machen muss, was auch Zeit in Anspruch nehmen wird.“ Isabella war nicht ganz klar was Agatha mit Änderungen meinte. „Gehen wir systematisch vor Agatha. Wäsche, Korsett und nach der Wartezeit dann das Oberkleid. Um Makeup und Haare können wir uns dann am Nachmittag ggf. noch kümmern.“ Isabella kam sich jetzt wieder wie ein Projekt vor, eine Puppe, die man ankleiden würde. Allerdings nur für einen Moment denn Alice sagte freundlich „Nun werte Cousine, möchten sie sich in eine viktorianische Lady verwandeln? Für den Rest des Tages so aussehen, als wenn sie auf Victoria Prime aufgewachsen wären?“ Das klang mehr wie ein Versuch, aus dem Isabella am nächsten Tag wieder aussteigen konnte und nicht mehr ganz so bedrohlich. „Ja ok, aber ich habe keine Idee was das alles hier soll und wozu das alles benötigt wird“ Isabella deutete auf die Stapel von Wäsche. „Agatha wird Ihnen ab sofort helfen beim An- und Auskleiden. Das wesentliche werden sie schnell verinnerlichen.“ Alice Ton und Wortwahl klang wieder ein wenig mehr wie „nur ein Versuch heute“, sie schien definitiv schon über heute hinaus zu denken. „Ok, dann mal los, vermutlich muss ich mich zuerst ausziehen?“ Alice lächelte „Das ergibt wohl Sinn“. Agatha hingegen sagte „Wenn ich ihnen helfen darf Fräulein Asterock?“ Isabella öffnete die Jacke, zog sie aus und reichte sie Agatha, zog die Schuhe aus, welche sie mehr in die Ecke kickte, was Agatha aber gleich in peinliche Ordnung brachte. Sie atmete durch, zog dann die Hose aus. Alice hatte sich wieder auf das Sofa wie Vortags gesetzt, aber vorher den Sessel zu Seite geschoben, womit sie einen besseren Blick auf die Szene hatte. Isabella wurde dies sehr bewusst als sie die Hose auszog. Alice allerdings schien im gleichen Moment den Blick abzuwenden und zu senken. Scheinbar gehörte es sich nicht eine andere Frau beim sich ausziehen anzustarren, was Isabella etwas Selbstsicherheit zurückgab. Das Agatha sie vermutlich auch nackt sehen würde, störte sie weniger, immerhin gehörte es wohl zu ihrem Beruf als Zofe, ihre Herrin, oder eine andere Frau, der sie diente, nackt zu sehen. Agatha nahm die Hose entgegen, es wirkte aber so als wenn sie diese nur ungerne anfasste und legte diese, wenn auch wieder ordentlich, schnell ab. „Wenn sie lieber allein im Bad die Unterhose und das Unterhemd anziehen möchten?“ sagte Agatha plötzlich als sie im Shirt und Unterhose im Raum stand und sie die Socken auszog. Isabella nickte, Agatha reichte ihr zwei Kleidungsstücke. „Die Frau scheint ihren Job zu verstehen“ ging es Isabella durch den Kopf als sie die Tür vom Bad anlehnte. „Wenn sie Hilfe benötigen, geben sie mir bitte Bescheid Fräulein Asterock.“

Das Unterhemd hatte kurze Ärmel und lag nicht eng an, war aber auch nicht locker, es war blickdicht und wirkte wie ein langweiliges Shirt, also nichts ungewöhnliches eigentlich dachte sich Isabella, nachdem sie es übergezogen hatte. Es gab keinen BH, ihren hatte sie abgelegt, da sie annahm das sie keinen benötigen würde wegen dem Korsett. Als sie die weite Unterhose mit den fast knielangen beinen in der Hand hatte, musste sie schlucken. Diese war im Schritt weit offen. „Auf was habe ich mich da eingelassen?“ ging es ihr durch den Kopf. Sie zog die Hose über, kam sich aber komisch vor mit dem offenen Schritt, zum Glück fielen die Stofflagen aber schließend zusammen, wenn sie die Beine enger beieinander hielt. Ihr gingen wieder Alice Worte vom Vorabend durch den Kopf, über geschlossene Beine einer Frau. Neben dem Gummizug gab es noch zwei Bänder, mit denen man die Unterhose wohl fixierte, ihr war aber nicht ganz klar wie. Sie fasste dich ein Herz, atmete einmal tief durch und trat vor die Badezimmertür. Noch bevor sie was sagen konnten „Warten sie, das schließt man so!“ Agatha war wirklich gut in ihrem Fach. Isabella hielt die Beine nun bewusst geschlossen, bis ihr klar wurde, dass sie diese zusammenpresste. Agatha lächelte sie an. Isabella lockerte ihre Haltung, erkannte aber ein Problem, das Kribbeln war wieder da und sie bemerkte noch etwas, sie wurde feucht. „Was stimmt mit mir nicht?“ ging es ihr durch den Kopf. „Ziehen sie diese Chemise über Fräulein Asterock“. Agatha riss sie aus ihren Gedanken und gab ihr etwas wie ein langes enges Hemd, nachdem sie noch Unterhemd und Unterhose ein wenig zurechtgerückt hatte. Da es fast knielang wirkte zog sie es dankend über, damit war ihre größte Not bezüglich der Unterhose gelindert. Sie fragte sich, warum Frauen, die auf Keuschheit Wert legten, solch offene Unterwäsche trugen. Aber da war ja auch noch die offene Frage mit diesen Keuschheitsgürteln, sie nahm an, dass es damit zusammenhängen könnte. Wobei, warum? Als sie allerdings zu Alice schaute, die nun ihrerseits wieder zu Isabella schaute, nachdem diese die Chemise übergezogen hatte, und dann zu Agatha, die wieder zur Wäsche auf dem Bett gegangen war, und dort liegend mindestens zwei Röcke erkannte, die dem Stoff nach wohl unter dem eigentlichen Rock noch getragen wurden, wurde es ihr klar. Jede Frau musste mal zur Toilette und dem Volumen von Alice und Agathas Röcken nach, musste noch etwas unter dem eigentlichen Rock getragen werden. Das alles konnte niemand mal schnell abstreifen. Was ihr in der nächsten halben Stunde umso klarer werden sollte.

Agatha hatte nun etwas in der Hand, was ganz klar das Korsett sein musste. Sie legte es um Isabellas Taille, hinten waren Schnüre und vorne Metallhaken, diese schloss Agatha nun. Isabella atmete tief durch. „Denk daran, Fräulein Asterock hat kein Korsetttraining genossen, schnüre streng, aber übertreibe es nicht.“ sagte Alice plötzlich. Isabella wusste nicht, ob sie diese Worte nun beruhigen oder beunruhigen sollten. Noch ehe sie sich dessen klar werden konnte, bemerkte sie wie das Korsett sich immer enger um sie schlang. Wie eine der bis zu 10 m langen und 60 cm dicken Numcondas oder einfach nur Condas genannt, einer Würgeschlangenart, die auch vor Menschen keinen Halt machte und ihre Beute nicht nur zum Töten, sondern auch besser schlucken, zerquetschten, bevor sie diese verschlangen. Sie bemerkte das Agatha mal oben, mal unten, dann immer wieder in der Mitte die Schnüre enger zog. Als sie schon meinte das gleich was brechen würde und ihre Atmung sich deutlich reduziert hatte und sie flacher atmen musste. „Herrin, mehr traue ich mich nicht“, Agatha hatte scheinbar ihr Werk wollendet und Isabella drehte sich zum Spiegel, was sie sah erschreckte sie auf der einen Seite, auf der anderen war ihre Figur viel besser, viktorianischer geworden, das Kribbeln war schlagartig wieder da, auch zwischen ihren Beinen. Bis zu dem Moment, „Gut Agatha, dann schnüren sie in 15 min noch einmal nach, wenn Fräulein Asterocks Körper sich daran gewöhnt hat. „Herrin, ich habe da vorhin einmal nachgelesen, es wird für untrainierte Frauen eine Wartezeit von 20, besser 30 Minuten empfohlen, bis zum Nachschnüren. „Hattest du diese Zeit als Kind damals Agatha?“ „Nein Herrin!“ „Ich auch nicht. Im Gegenteil, Fräulein Stonewick hat es geradezu genossen die ungezogene, adelige Göre endlich den ganzen Tag über bestrafen zu können.“ „Oh ja Herrin, meine Mutter tat das gleiche. Es war zum einen mein glücklichster Tag, endlich Korsett tragen zu dürfen und zugleich wohl einer der letzten an denen ich ungehorsam war.“ Sie schob schnell nach „Meiner Mutter gegenüber meine ich Herrin“ Isabella kämpfte noch mit der Atmung, aber diese Geständnisse halfen nicht gerade dabei diese besser zu kontrollieren.

„Wir kleiden sie dann gleich zu ende an, aber vor dem Mittagessen schaffen wir die Haare nicht mehr. Verstehen sie mich nicht falsch liebe Cousine, aber da wird Agatha einiges machen müssen und mit der Schere dran müssen. Ich hoffe das ist ok für sie?“ Isabella fragte sich, ob sie da überhaupt eine Wahl hatte, antwortete aber wie in Trance „Ist schon in Ordnung Fräulein Portsmith.“ Wie eine gehorsame viktorianische Tochter oder Frau“ ging es ihr fast zugleich durch den Kopf. Was war nur mit ihr los? „Am Nachmittag werden wir dann die anderen Kleider anprobieren und anpassen, allen voran das für den Abend. Zudem werde ich ihnen einige Umgangsformen und Verhaltensweisen einer viktorianischen Frau und vor allem einer Lady näherbringen. Allen voran sollten wir den Knicks üben. „Helle Blitze durchschossen Isabellas Kopf“ das Wort „Knicks“ hatte etwas in ihr ausgelöst, dass sie völlig überraschte. „Ich danke ihnen Fräulein Portsmith“, was sie ernst meinte, hegte sie doch die Hoffnung sich in Zukunft weniger als Fremdkörper in dieser Welt zu fühlen. „Was ist nur mir dir los?“ ging es ihr wieder durch den Kopf. „Unterwirfst du dich jetzt diesen Leuten? Über 3000 Jahre nach der Emanzipation wirfst du das alles über Bord? Fragst du ab Morgen dann Lord Portsmith, ob du dein Zimmer verlassen darfst?“

„Agatha die Zeit läuft uns weg. Fangen sie doch schon mal mit den Strümpfen an.“ Agatha holte zwei scheinbar sehr lange Strümpfe und rollte den ersten auf. Deutete Isabella an sich auf den Stuhl vom Schminktisch zu setzen. Isabella wurde beim Setzen klar, warum sich Alice immer setze wie sie sich setzte. Mit dem Korsett war alles anders, schlagartig. „Sie werden sich in den nächsten Tagen daran gewöhnen werte Cousine.“ Sagte Alice, also diese Isabellas Probleme beim Setzen bemerkte „Und mit meiner Hilfe werden sie lernen dabei immer die angemessene Haltung zu wahren, wenn sie mir erlauben.“ Isabella war klar, dass sie Alice Hilfe benötigen würde, ihr wurde aber auch immer klarer, dass Alice ein Ziel verfolgte, dass ganz sicher über Krankenhausbesuche hinaus ging. Aus irgendeinem Grund mochte sie Alice und vertraute ihr. Sie konnte sich kaum vorstellen, dass Alice ihr etwas gezielt Böses wollte. „Ich danke ihnen Cousine, aber haben sie bitte etwas Geduld und Nachsicht mit mir.“ „Wir werden sehen.“ Antwortete diese in einem nicht sehr ernsthaften Ton. „Die 20 Minuten sind herum.“ Agatha hatte inzwischen die beiden Strümpfe über Isabellas Beine gezogen und die Ränder waren in den Beinen der Unterhose verschwunden, wo sie am Oberschenkel endeten. Sie umschlossen die Beine fest, von der Haut war nichts mehr zu sehen. „Würden sie bitte aufstehen Fräulein Asterock?“ Isabella stand auf und drehte sich von selbst mit dem Rücken zu Agatha. „Bitte gehen sie zur Wand dort und halten sich an dem Griff fest.“ Isabella wusste zwar nicht wieso, tat dies aber. Agatha öffnete wohl den Knoten, zog noch ein paar Mal an den Schnüren dann ein „Gut festhalten bitte“ Als Agatha heftig an den Schnüren zog wusste sie warum. „Fertig“ Agatha verschloss wohl die Schnüre während Isabella mit dem Atmen rang. „Perfekt für den Anfang“ Alice schien zufrieden zu sein. „Ihre Figur lässt sich sehr schön formen Cousine.“ Isabella wusste nicht was sie auf dieses Kompliment antworten sollte. „Bitte Arme anheben“ Agatha hatte es scheinbar nun eilige und ein Blick zu Uhr verriet Isabella warum. Die bekam einen der Röcke über den Kopf gezogen und um ihre Taille festgebunden. Ein zweiter, mit mehr Volumen, folgte. „Bitte die Arme herunternehmen“ Agatha hatte nun eine Bluse mit langen Ärmeln und hohem Kragen in der Hand, ging hinter Isabella und half ihr in diese. Scheinbar schloss man diese am Rücken. Isabella merkte, wie sich diese eng um sie legte, zumindest dort, wo es nicht schon das Korsett tat. „Der Spitzenkragen und die Manschetten aus Spitze sind wirklich schön Agatha, ich hätte nicht gedacht so etwas in einem Replikationsshop zu bekommen“ fiel Alice ein. „Spitze heißt das also“ ging es Isabella durch den Kopf. Das war der Moment wo Agatha wohl die Knöpfe am Kragen schloss und Isabella noch einmal das Gefühl hatte, ihr Atem würde ausbleiben.

Agatha ging zum dunkelgrünen Kleid. Der Rock wurde wieder über den Kopf gezogen. Agatha rückte diesen zurecht und schloss Knöpfe an der Seite. „Das scheint gut zu sitzen.“ Sagte sie mehr zu sich selbst. „Sehr schön“ antwortete aber Alice darauf. „So, darf ich ihnen noch in das Oberteil helfen Fräulein Asterock?“ Agatha stand mit diesem vor Isabella und half ihr rein, auch dieses Schloss Agatha nun vorne, in diesem Fall von Hals bis nach unten zum Ansatz ihrer Scham, alles geformt vom Korsett. „Dafür das es nicht von Frau Mannings geschneidert ist, sitzt es wirklich gut“ Alice war scheinbar zufrieden. „Ich würde hier und da noch gerne was ändern später“ sie zeigte auf zwei Stellen an der Taille wo der Stoff scheinbar nicht stamm und glatt lag „Aber das mache ich besser am Abend, wenn sie zu Tisch sind. Ich möchte sie aber bitten, dass sie nach dem Mittagessen das Abendkleid gleich anprobieren. Ich vermute, dass ich da auch was ändern muss und mit der Spitze am Kleid brauche ich etwas mehr Zeit.“ „Das wollte ich sowieso, Fräulein Asterock soll heute Abend perfekt aussehen. Kümmern sie sich bitte noch um die Haare so gut wie es jetzt möglich ist und um die Schuhe“ „Natürlich Herrin“ Isabella kam sich so vor, also wäre sie nicht anwesend und wollte zudem in den Spiegel schauen. „Bitte setzen sie sich noch einmal Fräulein Asterock“ Agatha kam mit schwarzen Schuhen, die eher Stiefel waren, die über die Knöchel gingen und unten am Schienbein endeten. Diese wurde von ihre zugeschnürt, was man eigentlich mit Magnetschlössern hätte machen können, die Schuhe waren eng. „Die werden ihnen enger als ihre bisherigen vorkommen, aber das muss so sein, sonst haben sie nicht genug Halt, wegen den Absätzen. Ich habe eher festes Leder gewählt, damit ihre Füße etwas gestützt sind, solange sie sich noch an die Absätze gewöhnen. Dies sind übrigens nur 6 cm vorerst. Nun bitte einmal zum Spiegel vom Schminktisch drehen.“ Isabella sah sich nun zum ersten Mal komplett als viktorianische Frau angezogen, zumindest teilweise. Ihr stockte der Atem noch mehr. Agatha zauberte mir Bürste und Haarnadeln etwas aus ihren Haaren was diese als notdürftig und vorläufig bezeichnete und sich mindestens drei Mal dafür entschuldigte, bis Alice ihre sagte, dass es ok sei. Isabella war aufgeregt, das Kribbeln war wieder mächtiger geworden. „Einmal zum Spiegel bitte Fräulein Asterock“ sagte Alice nun. Diese war inzwischen aufgestanden und stellte sich mit etwas Abstand hinter Isabella.

„Nun liebe Cousine, jetzt sehen sie aus wie eine Viktorianerin und an allem anderen arbeiten wir ab heute Nachmittag, wenn sie mich lassen“

Isabella drehte sich vor dem Spiegel hin und her, was sonst nicht ihre Art war, sie erkannte die Frau im Spiegelbild nicht wieder. Die Kleidung presste sich oben an und um sie, sie musste flach atmen, der Rock fiel weiter bis zum Boden, ihre Schuhe, welche ungewohnt waren und sie kaum drauf laufen konnte, waren nicht zu sehen, da der Rock etwas auflag. „Wer auch immer du bist, du gefällst mir!“ sagte Isabella im Gedanken zu sich selbst und war zugleich davon überrascht.

„Wir müssen uns nun beeilen, um noch pünktlich beim Mittagessen zu sein“ sagte Alice plötzlich und begab sich zur Tür. Unsicheren im Allgemeinen und mit langsamen Schritten der Schuhe wegen, folgte Isabella ihr.


[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Sol Invictus am 16.08.21 um 19:26 geändert
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Author von "Sol Victoriana - Das Leben einer Frau unter der Sonne des Empires" -> https://www.kgforum.org/display_5_2407_100219.html
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PaulE123
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  RE: Sol Victoriana - Das Leben einer Frau unter der Sonne des Empires Datum:26.07.21 09:24 IP: gespeichert Moderator melden


Aktuell eine der besten Geschichten hier. Freue mich schon riesig auf die Fortsetzung!! Bitte weiter so!
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PaulE123
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  RE: Sol Victoriana - Das Leben einer Frau unter der Sonne des Empires Datum:04.09.21 19:49 IP: gespeichert Moderator melden


Schade, dass es hier nicht mehr weitergeht. Ich hätte mich gefreut!
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  RE: Sol Victoriana - Das Leben einer Frau unter der Sonne des Empires Datum:06.09.21 01:11 IP: gespeichert Moderator melden


Zuletzt online 01.09.21 um 14:24
Lezter beitrag geschrieben am: 11.07.21 23:56
Bitte schreibe weiter ich lese nicht mehr viele
Geschichten im Forum diese aber doch

.
95 % der Literatur sind Kopfkino selbst die Bibel denn keiner der Schreiber war dabei

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PaulE123
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  RE: Sol Victoriana - Das Leben einer Frau unter der Sonne des Empires Datum:02.01.22 11:36 IP: gespeichert Moderator melden


Echt schade, dass es hier nicht mehr weiter geht. War eine tolle Geschichte!
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