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  RE: Novum Datum:24.11.22 16:06 IP: gespeichert Moderator melden


ach wie toll die Geschichte ist, und immer wieder witzig wie es für Jenny neu ist und alle anderen das normalste.
Freu mich immer wieder auf neue teile, die ich sofort verschlinge mit lesen.
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boygirl1990 Volljährigkeit geprüft
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  RE: Novum Datum:11.12.22 19:05 IP: gespeichert Moderator melden


Danke für die netten Komplimente.

Leider muss ich zugestehen, das ich gerade echt nicht zum schreiben komme.

dennoch hoffe ich das man sich über den nächsten teil freut.


Jenny stöhnte nur und holte ihr Handy aus ihrer Rocktasche.
„Stimmt, da war ja was.“, jammerte sie und wählte die Nummer ihrer Mutter.
Nach kurzem Klingeln ging sie auch schon ran.
„Jenny, was ist? Sag mir bitte nicht, dass du schon wieder verhaftet worden bist“, kam es anklagend aus dem Telefon.
„Nein, alles gut. Ich wollte nur sagen, dass ich bei Susi bin.“
Jenny checkte kurz die Lage, ob sie auch wirklich alleine war, bevor sie wieder ins Telefon sprach, diesmal aber viel leiserer.
„Sie hat richtig Ärger von ihrer Mutter wegen der Anzeige wegen Körperverletzung bekommen und ich will sie davon überzeugen, dass es nicht ihre Schuld war. Wenn, dann ist es viel eher meine.“
Es herrschte kurz schweigen am anderen Ende der Leitung.
„Bist du dir sicher, dass du dich da einmischen sollst? Schließlich ist es eine Anzeige gegen deine Freundin und nicht gegen dich.“
Jenny schnaubte kurz auf.
„Ja, ich bin mir sicher, das ist alles so haltlos. Wenn die Staatsanwaltschaft sich den Fall anschauen wird, wird er garantiert sofort fallengelassen. Sie kann ja nichts dafür, dass die dumme Kuh gegen ihren Keuschheitsgürtel tritt.“
Als Jenny den Satz beendet hatte, biss sie sich sogleich auf die Lippen. Verdammt, fluchte sie innerlich, nachdem sie sich verquatscht hatte.
In der Leitung herrschte erneut schweigen, bevor sich Katrin wieder zu Wort meldete.
„Nun gut, ihr Name ist Susanne Hart, oder? Linda meint, sie schaut mal, was sich machen lässt, dass ihr Fall vorgezogen wird, wenngleich ich direkt keinen Einfluss nehmen werde, aber habe ich das richtig verstanden – du bleibst bei ihr heute Nacht?“
Erleichtert war unglaublich erleichtert, dass ihre Mutter den KG mit keinem weiteren Wort erwähnte.
„Nein, eigentlich nur, bis ihre Mutter kommt.“, sprach sie in den Hörer, bevor sie in die Küche schrie: „Wann genau kommt deine Mum?“
„So 23 Uhr!“, bekam sie als Antwort von Susi. Wieder nahm Jenny das Telefon ans Ohr
„So 23 Uhr, meint Susi.“
„Aber morgen ist die Begrüßung in der Oberstufe, da musst du hin, das ist dir schon bewusst?“
„Natürlich, ich wollte da sowieso mit Susi hingehen“, log Jenny.
Es herrschte ein kurzes Schweigen in der Leitung.
„So, und was ist mit deinen Uniformen? Die sind alle hier und warten nur auf dich.“, klang es ironisch aus dem kleinen Lautsprecher und Jenny fluchte, dass ihre Mutter sie beim Lügen erwischt hatte.
„Warte kurz“, sprach sie ins Telefon, stand auf und rannte zu Susi in die Küche.
Diese war gerade beim Einräumen der Geschirrspülmaschine, als Jenny sie erreichte.
„Eine kurze und blöde Frage, 23 Uhr ist echt spät. Morgen müssen wir ja um 8:00 an der Schule sein für die Begrüßung. Kann ich daher bei dir übernachten und mir morgen eine Uniform von dir ausleihen?“
Diese starrte kurz Jenny ungläubig an, bevor sie mit den Schultern zuckte und nickte.
„Warum eigentlich nicht. Für mich ist es ok und meine Mutter ist da eigentlich auch recht flexibel.“
„Klasse!“, freute sich Jenny und nahm wieder ihr Handy ans Ohr.
„Nun, ich werde mir eine von ihren Uniformen ausleihen, so können wir direkt gehen.“
Wieder zögerte Katrin mit einer Antwort und sie konnte eine kurze, aber schnelle Diskussion am anderen Ende der Leitung hören.
„Nun gut, für mich ist es in Ordnung. Ich wünsche euch noch einen schönen Abend.“
„Danke Mama, grüß bitte Linda von mir.“, verabschiedete sich Jenny und steckte ihr Handy weg.
„So wie es aussieht, hast du mich an der Backe.“, grinste Jenny nun Susi an, die sie erwartungsvoll anblickte.
Diese zuckte nur mit den Schultern.
„Für mich kein Problem, aber warum meintest du, dass 23 Uhr zu spät ist, um alleine nach Hause zu fahren? Nicht, dass ich mich nicht freue, aber das ist ja ein vollkommen normaler Zeitpunkt am Wochenende.“
„Meine Mutter mag es nicht, wenn ich alleine so spät unterwegs bin, und das ohne Linda oder eine ihrer Kolleginnen ist ihr erst recht unangenehm.“
Susi starte sie nur irritiert an, bevor sie den Kopf schüttelte und Jenny mit dem Zeigefinger an die Stirn tippte.
„Du bist hier in Novum!“, sagte sie laut und kräftig und hämmerte ihren Finger gegen Jennys Stirn.
„Wann geht das in deinen Dickschädel rein? Du bist im sichersten Land der Welt und davon in der sichersten Stadt. Verdammt, ich meine die schlimmsten Verbrechen, die stattfinden, sind Schlägereien oder so. Wahrscheinlich hat unsere es unter die Top-10-Verbrechen des Wochenendes geschafft. Ich glaube, deine Mutter ging es wohl eher darum, dass du dich nicht in Familien-Internes einmischst.“
„Oder ich ein Bisschen geflunkert habe…“, murmelte Jenny vor sich her.
„Auf jeden Fall, was machen wir nun?“, beendete sie das Thema für sich.
„Wir machen deine Tour noch fertig. Dann würde ich sagen, dass wir uns frisch machen und uns dann etwas im Fernsehen anschauen. Oder ich erkläre dir das Leben einer Schülerin in Novum und welche unsere Konkurrenzschule ist.“
„Ok, Deal!“, grinste Jenny und machte sich bereit, Susi zu folgen.
Doch anders als erwartet, öffnete Susi die Tür zum Treppenhaus und winkte Jenny zu, ihr zu folgen.
„Komm, worauf wartest du?“, grinste sie, zog Jenny barfüßig aus der Wohnung und sie liefen die Treppe hoch auf das Dach.
„Hier ist das wahrscheinlich Coolste vom gesamten Haus.“, sagte Susi stolz und stieß die Tür auf.
Die Sonne erleuchtete den Abendhimmel in einem warmen Orange und Jenny erkannte sofort, warum Susi diesen Ort als so cool beschrieb.
Das Dach war zu einer riesigen Gemeinschaftsterrasse ausgebaut, samt Liegestühlen, einem kleinen Pool und dazu noch einer Bar, an der sich einige Frauen aufhielten. Sogar an eine Spielecke für die Kleinen war gedacht worden.
Die Stimmung war sehr entspannt und Jenny staunte über die tolle Aussicht, die sie über die grüne Nachbarschaft hatte.
„Und was denkst du? Nicht schlecht, oder?“, grinste Susi Jenny an.
„Nein, definitiv nicht. Ich wusste nicht, dass ein Dach so aussehen kann. Und dann noch dieser Ausblick!“, schwärmte Jenny und deutete auf die entfernte Skyline, aus der die wenigen Wolkenkratzer herausragten.
Noch bevor Susi antworten konnte, wurde sie von hinten plötzlich fest umklammert.
„Na endlich Susi, lässt du dich auch mal wieder blicken!“, begann das blauhaarige Mädchen, welches ihre Arme um Susi geschlungen hatte, zu reden. Wobei Quietschen besser passte.
Vorsichtig trat Jenny einen Schritt von der sehr aktiven jungen Frau zurück. Diese klammerte sich immer noch an Susi und dachte nicht einmal daran sich zu beruhigen
„Ich dachte, du hast deine Lieblingsnachbarin schon vergessen. Übrigens, was ist das?“
Sie klopfte prüfend an Susis Schritt.
„Oh, da ist ja jemand hier verschlossen. Wie lange schon? Wir haben uns ja eine Weile nicht mehr gesehen – wer ist denn deine neue Freundin? Ich bin Maja, Maja Auri, aus 2A, und wie heißt du? Susi, woher kennst du sie, ich habe sie noch nie gesehen und warum …?“
Endlich gelang es Susi, sich aus dem Griff der kleineren Frau zu befreien. Zur Sicherheit hielt sie Majas Hände fest und starte ihr direkt in die Augen.
„Stopp!“, rief sie streng, „Maja, das reicht! Maja, mach die Augen zu und entspann dich!“
Offenbar hatte Susi Erfolg, denn sogleich hörte Maja auf zu reden und schloss die Augen, um sich zu beruhigen.
„So. Tief ein- und tief ausatmen. Was ist denn los mit dir?“
Die Blauhaarige öffnete ihre Augen wieder und Jenny staunte nicht schlecht, denn sie war wie ausgewechselt.
„Oh verdammt, ich habe es schon wieder getan.“, sagte sie nun viel langsamer und mit einer tieferen Stimme, „Die beiden Monster haben mir Koffein untergeschoben ich schwimme schon seit mindestens einer Stunde im Kreis.“
Erst jetzt bemerkte Jenny, dass Maja pitschnass war, den Boden volltropfte und einen blauen Sport-Bikini, passend zu ihrer markanten Haarfarbe, trug.
Bei der Antwort musste Susi anfangen zu lachen, wodurch sie sich einen liebevollen Faustschlag einfing.
„Nicht witzig, du weißt, wie ich auf Koffein reagiere.“, die Anstrengung der Selbstbeherrschung war ihr anzusehen.
„Stimmt, es ist nur so witzig mitanzusehen.“, grinste Susi ihre Nachbarin an. Diese verdrehte nur die Augen.
„Also“, wandte sich Maja nun direkt an Jenny, „Es tut mir leid, ich bin Maja, Susis Lieblingsnachbarin und ehemalige Klassenkameradin und wer bist du, wenn ich fragen darf?“
„Ich bin Jenny, nett, dich kennen zu lernen.“, erwiderte diese und streckte ihr vorsichtig eine Hand entgegen, aus Angst, dass sich Majas Zustand wieder ändern könnte.
Maja schlug ein und schüttelte sie kurz samt eines neutralen „Gleichfalls“, bevor sie sich wieder an Susi wandte.
„Wir gehen schon morgen gemeinsam zur Begrüßung, oder?“, erkundigte sich Maja bei ihr.
„Ich denke schon. Jenny wird auch dabei sein, dann lernt sie dich mal wirklich kennen.“, grinste Susi Maja verschämt an, die sich aus Frust durch ihre kurzen blauen Haare fuhr.
„Sehr witzig. Weißt du, bei der nächsten Pyjama-Party trinke ich nur für dich extra eine Tasse Kaffee, mal sehen, wie lustig es dann noch für dich ist.“
Entsetzt starrte Susi Maja an.
„Das wagst du nicht!“, stammelte sie unsicher und sichtlich verängstigt.
Diese grinste nur, küsste Susi kurz auf die Lippen und nickte Jenny zu.
„Wer weiß … ich muss weiter, mich bewegen, sonst drehe ich noch durch.“
Und so schnell, wie sie gekommen war, war sie auch wieder verschwunden.
Jenny war immer noch erstaunt über das Mädchen.
„Das war… intensiv.“, sagte sie mangels besserer Beschreibung und schaute fasziniert zum Pool.
„Ja. Maja und Koffein – keine gute Idee. Novum wurde nicht an einem Tag erbaut, aber Maja kann es auf einem einzigen Koffeintrip zerstören. Gut, dass sie sich im Pool abkühlt. Komm, lass uns gehen, bevor sie es sich anders überlegt.“
Gemeinsam verschwanden sie wieder im Treppenhaus und gingen zurück in die Wohnung. Susi schloss die Tür auf und lud Jenny erneut überdramatisch ein.
„So. Sonst gibt es noch 2 Zimmer: das meiner Mutter, das ist aber für uns tabu, und dann noch meins, folge mir bitte.“, bekam Jenny von ihrer Tourführerin erklärt.
Susis Zimmer war ordentlich eingerichtet.
Die eine Wand wurde von einem Kleiderschrank eingenommen, während vor dem Fenster, durch das Jenny auf die Straße sehen konnte, ein Schreibtisch samt Stuhl und Laptop stand. Des Weiteren gab es noch eine kleine Kommode und ein normalbreites Bett. Die Wand über der Kommode wurde von einigen Fotokollagen geschmückt. Alles in einem war es recht wohnlich.
„Schick.“, lobte Jenny die Einrichtung und überflog die Bilder an der Wand.
„Danke, aber es ist nicht gerade groß. Es erfüllt gerade die Mindestgröße, aber ich mag es.“
Irritiert blickte Jenny Susi an. „Wie meinst du das mit der Größe? Gibt es dazu etwa ein Gesetz?“
„Ja, aber ich kenn‘ mich da nicht wirklich aus. Ich weiß nur, dass es Vorschriften für die Zimmergröße gibt und, dass jede Bürgerin Anspruch auf eine angemessene Unterbringung hat. Aber ich glaube, das lernst du im Politik-Kurs der Oberstufe.“
Jenny nickte nur und Susi öffnete die Türen ihres Schranks. Der sanfte Latexgeruch im Zimmer wurde stärker, wenngleich das auch Jenny nicht mehr bewusst auffiel. Zu sehr hatte sie sich schon an den Geruch gewöhnt.
Zielstrebig suchte Susi nach etwas und reichte schließlich Jenny einen Stapel Klamotten.
„Hier, schlüpfen wir in was Bequemeres. Ich wäre kurz im Bad, so lange kannst du dich ja hier umziehen“
An einem Klicken erkannte Jenny, dass die Badtür nun verriegelt war, weshalb sie sich ihrer Klamotten entledigte. Zuerst zog sie die verdreckte Bluse aus und schlüpfte in das blaue weite Latextop, welches Susi ihr zuvor gegeben hatte. Nach kurzer Überlegung löste sie auch noch ihren BH und warf ihn auf den Klamottenberg. Zu guter Letzt zog sie den Rock aus und schlüpfte dafür in Susis Jogginghose, wobei diese locker über ihre Hüften hing.
Sie musterte sich nun im Spiegel von Susis Schrank. Ihr Outfit war die glänzende Version eines Gammeloutfits und sie mochte das Gefühl der Freiheit, das sie von diesen Klamotten bekam.
Schließlich sammelte sie ihre Klamotten auf, sie wollte nicht in einem Fremden Zimmer Chaos hinterlassen, und wartete, bis Susi aus dem Bad kam. Als Susi schließlich aus dem Bad kam, bemerkte Jenny, dass sie nun ebenfalls ein entspanntes Outfit trug und die verschmierte Schminke entfernt hatte.
Wenn man Jenny fragen würde, sah sie ungeschminkt noch viel schöner aus.
„Äh, Susi,“, meldete Jenny sich zu Wort, „wo kann ich die dreckigen Klamotten hintun?“
Diese horchte sofort auf.
„Ach ja sorry, das habe ich total vergessen. Ich nehme sie dir ab. Gehst du schon mal ins Wohnzimmer?“
Wie gewünscht, reichte Jenny Susi den Stapel Klamotten und ging ins Wohnzimmer. Dort nahm auf dem roten Latexsofa Platz. Kurz darauf erschien auch Susi wieder und setzte sich neben ihr auf das Sofa.
Ein Blick auf die Uhr verriet den beiden, dass es noch vor 20 Uhr war.
„Also, was machen wir nun?“ fragte Susi, und Jenny zuckte nur mit den Schultern.
„Erzähl mir von dir und deiner Mum – mein Leben war recht langweilig in den Botschaften.“, bat Jenny Susi, die gleich drauf freudig loslegte.
Sie erzählte ihr von der gescheiterten Ehe ihrer Mutter, von ihrer Kindheit und den Erfahrungen an der Schule, wie sie Maja kennenlernte und sich mit Dolly verfeindete, und schließlich, nach einem Glas Wein, wie sie ihren ersten richtigen Kuss hatte.
Neugierig hörte Jenny zu und ging vereinzelt auf Themen ein, die sie verwunderten, weil sie es bisher nur anders kannte. Aber im Laufe des Abends, auch dank des einen oder anderen Glases Wein, wurde das Gespräch lockerer und sie waren beide mehr zu Scherzen aufgelegt. Die Zeit verging wie im Fluge und gegen Viertel vor elf horchten beide auf, als plötzlich die Tür aufschwang.
Susis Mutter war gekommen.
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MartinII
Sklavenhalter

Norddeutschland


Versklavung einer Frau geht nur freiwillig.

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  RE: Novum Datum:12.12.22 09:33 IP: gespeichert Moderator melden


Wieder eine spannende Fortsetzung - Danke!
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  RE: Novum Datum:22.01.23 16:00 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo zusammen,

ich habe mal zeit gefunden um wieder was zu posten (Vorab danke an Zaces für das Korrekturlesen)

Leider fehlt mir gerade die Zeit und die Energie um mehr zeit zu investieren aber ich hoffe dennoch das die Geschichte gelesen und genossen wird.




Frau Hart, ein älteres Ebenbild von Susi, spähte ins Wohnzimmer und entdeckte ihre Tochter und Jenny auf dem Sofa sitzend.
„Hallo Susi, hallo Jenny.“, grüßte sie freundlich.
„Was seid ihr noch wach, ist morgen nicht die Große Eröffnung?“, fragte sie anschließend leicht irritiert.
Noch bevor Susi antworten konnte, war auch Jenny schon aufgesprungen und stellte sich vor der Mutter ihrer Freundin hin.
„Frau Hart, es tut mir leid, dass ich Susi in Schwierigkeiten gebracht habe. Es war meine Schuld, dass es zur Schlägerei kam und daher ist es nicht fair, sie dafür zu bestrafen, dass sie eine gute Freundin war. Wenn überhaupt, sollte ich bestraft werden.“, platze es aus Jenny heraus, als sie die unvorbereitete Frau damit überfiel.
Diese atmete kurz einmal tief aus, bevor sie Jenny antwortete.
„Erst einmal Jenny, nenn mich bitte nicht Frau Hart, sondern Victoria. Es ist löblich, dass du sie in Schutz nehmen willst, wenngleich ich dich wohl kaum bestrafen werde, zumal ich es überhaupt nicht darf. Ich fand es nicht gut, dass ihr euch in eine Schlägerei verwickeln lassen habt, aber das ist nicht das, weshalb ich wirklich sauer bin oder wohl besser war. Es war vielmehr die Anzeige wegen Körperverletzung wegen dem gebrochenen Fuß, aber das hat sich ja erledigt.“
Nun wurden Jenny und Susi hellhörig und letztere sprang vom Sofa auf, um sich neben ihre Freundin zu stellen.
„Wie, es hat sich erledigt?“, entfuhr es Susi schockiert, während ihre Mutter ganz entspannt blieb.
„Hast du die Benachrichtigung nicht gelesen? Die Anzeige wurde von der Staatsanwaltschaft eingestellt, überraschend schnell, wenn du mich fragst, aber freu dich doch.“, klärte die ältere Frau die beiden Jugendlichen auf.
„Das heißt, Sie lassen Susi jetzt raus?“ erkundigte sich Jenny vorsichtig, und Susi realisierte, was das bedeutet.
„Stimmt Mama, das hast du versprochen, wenn sich das geklärt hat, lässt du mich raus und da wir davor abgemacht haben, dass der Gürtel jetzt mir gehören soll, will ich dann auch als Eigentümerin eingetragen werden.“, forderte Susi von ihrer Mutter, die kurz schweigend nachdachte.

„Hmm, eigentlich war wegen der kurzfristigen Absage der Feier eine Verlängerung von vierundzwanzig Stunden abgemacht.“
Sie zögerte kurz, nahm dann ihr Handy aus der Handtasche und drückte ein paarmal darauf rum, bevor sie sich wieder an ihre Tochter wandte: „Aber ich will nicht so sein, die Feier war wirklich schlimm, ich verstehe, warum du dich davor gedrückt hast. Soll er dir gehören, viel Spaß. Ich gehe jetzt ins Bett.“
Damit verabschiedete sie sich und machte sich auf den Weg in Richtung ihres Zimmers, wobei sie aber nach ein paar Schritten stehen blieb, sich umdrehte und Jenny finster anblickte.
„Ach und Jenny, wenn du meine Tochter nochmal in Schwierigkeiten bringst, komme ich liebend gern auf dein Angebot zurück, hast du mich verstanden?“
Jenny schluckte schwer. Als Antwort konnte sie nur nicken, zu trocken war auf einmal ihr Mund.
„Gut, ach ja und grüß deine Mutter und ihre Freundin bitte von mir, sie waren sehr nett.“
Damit verschwand Victoria auch schon und ließ die beiden Mädchen allein.
„Ich glaube, sie mag mich nicht.“, flüsterte Jenny Susi zu, die daraufhin nur mit der Schulter zuckte.
„Das wird schon, glaub mir. Äh, würdest du mich kurz entschuldigen, ich muss mal kurz aufs Klo. Kannst du solange die Gläser aufräumen?“
„Sicher.“, stimmte Jenny zu und sie gingen getrennter Wege.
Das minimale Chaos war schnell beseitigt, unter anderem auch, weil Victoria Jenny beim Aufräumen half, solange Susi das Bad belegt hielt, weshalb Jenny deutlich schneller fertig war als gedacht und dann in Susis leeres Zimmer ging.
Als sie durch die Tür trat, fiel ihr sofort das silbern glänzende Etwas auf, das aus dem sonst so blaumatten Latexbezug des Bettes herausstach.
Dank Saras Tour bei Lock & Steel erkannte Jenny sofort, dass es Susis Keuschheitsgürtel war. Neugierig musterte sie das Modell, in welchem zuvor ihre neue Freundin gesteckt hatte. Das vordere Schild war zweilagig, einmal mit einem schmaleren Steg, der zur Befestigung eines Dildos diente und den Zugang blockierte, während das zweite Schild breiter war und viele kleine Bohrungen für den Urin aufwies. Das restliche Schrittband war ein stabiles Drahtseil, an welchen nun die neue Aussparung für den Anus befestigt war, welche das Langzeittragen komfortabler machen sollte.
Neugierig hob sie den Gürtel am Hüftband hoch und versuchte das Schrittband einrasten zu lassen, wenn auch ohne Erfolg.
„Das wird nicht funktionieren.“, klang es plötzlich von hinten und vor lauter Schreck ließ Jenny den Gürtel scheppernd auf den Boden fallen.

In der Tür stand eine grinsende Susi mit verschwitztem Gesicht. In der einen Hand hielt sie ihr Handy, während sie in der anderen Hand einen Dildo hatte.
Entspannt und ohne Scham ging sie an Jenny vorbei und verstaute letzteren in der obersten Schublade der Kommode, während sie das Handy in der Hand behielt.
„Äh, ich wollte deine Privatsphäre nicht verletzten.“, stotterte Jenny, doch Susi winkte nur ab.
„Alles gut, ich sagte ja nur, dass es nicht funktionieren wird. Die Einstellung des Schlosses ist im offenen Modus und nicht im Autolock-Zustand, warte kurz.“
Schnell tippte Susi auf ihrem Handy herum, bis sie fündig wurde.
„So, versuch es jetzt nochmal, diesmal klappt es.“, forderte sie die wissbegierige Jenny auf, die sogleich den Gürtel wieder zusammensteckte. Diesmal gab es ein leises Klicken, als das Schrittband einrastete. Der Keuschheitsgürtel war verschlossen. Da half auch kein Ziehen von Jenny. Er gab nicht nach.
Schließlich gab sie auf und reichte den verschlossenen Gürtel wieder Susi, die ihn öffnete und dann sicher in ihrer Kommode verstaute.
Gähnend streckte Suis sich und zog die Jogginghose aus. Nun nur bekleidet mit einem Top, konnte Jenny perfekt den nackten Schambereich ihrer Freundin sehen, wobei Susi das überhaupt nichts ausmachte. Stattdessen zog sie noch ihr T-Shirt aus und warf es auf den Wäschehaufen.
„Komm ich bin müde, lass uns schlafen gehen.“, wandte sie sich an Jenny, die mit hochrotem Kopf dastand. Verwirrt blicke Susi sie an.
„Ist was?“, fragte sie irritiert.
„Äh, du bist nackt!“
Für Susi war das immer noch keine Erklärung, auch wenn es ihr so langsam dämmerte.
„Du schläfst nicht nackt, oder?“, stellte Susi fest.
Jenny schüttelte daraufhin nur den Kopf.
„Gut, ich kann mir was anziehen, wenn du dich dann wohler fühlst.“, bot sie an und griff bereits nach dem T-Shirt, welches sie zuvor getragen hatte.
„Äh nein, danke – ja – nein, danke.“, platze Jenny sehr zu ihrer eigenen Verwirrung heraus.
Verdutzt blickte Susi sie nun an.
„Äh, wie bitte, was meintest du gerade?“, fragte sie irritiert und musste dabei an Maja auf Koffein denken.
„Das ist es nicht, ich habe nur noch nie … ich habe nur noch nie bei jemand anderem im Bett übernachtet, geschweige denn, nackt.“, fügte Jenny noch schnell hinzu und blickte nervös Susi an.
Diese schwieg kurz, bevor sie den Mund aufmachte.
„Auch nicht als Kleinkind bei deiner Mutter, wenn du Alpträume hattest?“, fragte sie grinsend und versuchte die Spannung zu lockern, wobei Jenny für solche Witze gerade überhaupt nicht in Stimmung war. Sofort merkte Susi ihren Fehler und umarmte Jenny tröstend.
„Hey, so war es nicht gemeint, es tut mir leid und ich wollte dich nicht in Verlegenheit bringen, es tut mir leid, ich vergesse immer wieder, dass du anders aufgewachsen bist als ich. Ich weiß auch, dass bei manchen die Hemmschwelle höher ist als bei anderen, das gibt es auch in Novum, es muss dir nicht peinlich sein.“
Sanft rieb Susi Jennys Rücken und merkte, wie diese sich entspannte. Beim letzten Satz bemerkte Susi jedoch erneut eine Veränderung.
Sanft befreite Jenny sich aus der Umarmung.
„Ich bin nicht verklemmt!“, sagte sie und zog zur Untermauerung ihre Hose samt Top aus, sodass sie nur noch in ihrem schwarzen Slip vor Susi stand.
Diese musterte kurz die schlanke Rothaarige und war, auch wenn sie es nicht zugeben würde, eine Spur neidisch auf Jennys Körper.
„Nein, bist du echt nicht.“, grinste sie Jenny an, „Aber bitte fühle dich nicht wegen mir unter Druck gesetzt.“
„Nein, es ist alles gut.“, bestätigte Jenny und warf einen Blick auf das Bett. Auch wenn es ein schmales Doppelbett war, so gab es nur eine Bettwäschegarnitur, und auf Kuschelkurs mit einer nackten Susi war sie im Moment definitiv nicht. Also wandte sie sich an Susi, die gerade den Wecker stellte.
„Äh Susi, könnte ich aber bitte eine eigene Decke und Kissen habe, wenn das möglich ist? Es ist nichts Persönliches, nur, du weißt schon, eine Decke teilen ist ziemlich intim und wir sind beide nackt. Etwas in der Richtung reicht auch schon aus.“
Zögerlich dachte Susi nach und musste dann leider Jenny enttäuschen.
„Nein, es tut mir leid, damit kann ich dir leider nicht dienen.“
Jenny wurde es unbehaglich und sie rieb sich die Arme. Auch wenn sie es versuchte zu verbergen, so gelang es ihr kaum und Susi bemerkte es natürlich. Sie fühlte sich schlecht, leider hatte sie nur eine Decke und wenn Maja zum Übernachten kam, schlief eine immer in dem Schlafsack, den sie zusammen gekauft hatten.
Da ging Susi ein Licht auf.
„Der Schlafsack!“, schrie sie heraus und erschreckte damit Jenny beinahe zu Tode.
Jenny brauchte einen Moment, um sich vom Schock zu erholen.
„Was für einen Schlafsack meinst du?“, erkundigte sich Jenny bei Susi, die bereits die unterste Schublade ihrer Kommode geöffnet hatte und ein sperriges Etwas herausholte, ehe sie es auf das Bett fallen ließ.
„Diesen Schlafsack meine ich.“, triumphierend deutete sie auf das blaue Latexknäuel auf dem Bett, während sie das Kissen und die Decke auf die Türseite verfrachtete, „Maja und ich haben ihn gemeinsam gekauft. Wenn eine von uns bei der anderen übernachtet, dann schläft hin und wieder eine von uns in dem Schlafsack.“
Nachdem die eine Seite des Bettes nun mit Decke und Kissen bedeckt war, entfaltete sie den Schlafsack mit Jennys Hilfe auf der anderen Seite.

Der Sack an sich fand Jenny überraschend schwer und unnachgiebig, aber was sie am meisten überraschte, waren die beiden Seile mit Karabinern daran, die am unteren Ende herausschauten.
„Wofür sind die denn?“, fragte sie irritiert Susi, die am oberen Ende des Bettes beschäftigt war und nun Jenny ihre Aufmerksamkeit schenkte.
„Ach, die Sicherung. Warte, ich zeig es dir. Hier, siehst du die beiden D-Ringe? Da wird der dran Schlafsack befestigt, sodass ich nicht mitten in der Nacht versehentlich aus dem Bett rollen kann.
Zustimmend nickte Jenny nun, während Susi sich wieder am oberen Ende des Bettes zu schaffen machte, als sie realisierte, was Susi gerade gesagt hatte.
„Warte, du musst nicht in den Schlafsack, es ist dein Bett, ich bin hier der Gast.“
Zu diesem Zeitpunkt steckte ihre Gastgeberin gerade ein Kabel in eine Steckdose über dem Nachtschrank und hantierte an einer seltsamen Box, bis sie sie zufrieden auf dem Nachtschrank abstellte.
„Nein, danke, ich mag den Schlafsack, um nicht zu sagen, ich liebe ihn. Leider kann man ihn nur zu zweit nutzen, sonst würde ich immer in ihm schlafen. Und da er ja mir nicht alleine gehört, müsste ich erstmal Maja fragen, ob es für sie in Ordnung ist.“
Nun verstand Jenny gar nichts mehr und blickte irritiert zu Susi, die vor lauter Vorfreude grinste.
„Ich zeige es dir, das ist am einfachsten.“.
Sie zog einen schweren Reißverschluss auf und enthüllte das Innere. Zur Verwunderung von Jenny nahm sie eine Tube Gleitgel aus dem Nachtschrank und nahm eine ordentliche Portion auf die Hand, die sogleich im Schlafsack verschwand.
Neugierig wechselte Jenny die Position, um einen besseren Blick zu erhalten. Schließlich sah sie, was Susi gerade mit ihrer Hand massierte. Ein blauer, gut fünfzehn Zentimeter langer Dildo war im Inneren angebracht.
Beim Anblick von Suis Handjob fiel ihr nur die Kinnlade herunter. Fassungslos starte sie Susi an, welche sie nur angrinste.
„Verstehst du jetzt, was ich meine?“, fragte Susi die immer noch schockierte Jenny, während sie sich auf das Einsteigen vorbereitete.
Diese konnte nur nicken und schaute zu wie ihre Freundin langsam in den Schlafsack kroch. Die Beine verschwanden zuerst in die getrennten Taschen, bevor sie sich den Dildo einführte und vollends in den geöffneten Schlafsack verschwand. Zu guter Letzt steckte sie noch ihre Arme in zwei an der Seite angebrachten Taschen und legte sich hin, wobei ihr Kopf dann auf dem integrierten Kissen lag.
Jenny hatte das ganze Gewackel mit Neugier beobachtet. Allerdings war der Reißverschluss noch bis zum Bauchnabel geöffnet.
„Äh und wie machst du das bitte zu?“, fragte sie nun Susi und verwies auf den Verschluss.
„Deshalb habe ich gesagt, dass es nur zu zweit geht. Kannst du ihn bitte bis zum Hals zu machen und dann den Kragen schließen?“
Zögerlich zog Jenny den Verschluss nach oben. Der Reißverschluss ließ sich überraschend leicht bewegen, denn anders als erwartet, war der Schlafsack nicht wirklich eng. Vielmehr war er mindestens eine Größe zu groß. Am Kragen angekommen fixierte Jenny den Reißverschluss an der vorgegebenen Stelle, wobei sie darauf achtete, dass Susi nicht auf ihren Haaren lag und sie diese nicht versehentlich einklemmte.
Sie trat einen Schritt zurück und blickte die sich windende blaue Raupe auf dem Bett an.
„Perfekt und nun drück den grünen Knopf, und dann ab ins Bett mit dir.“, erhielt sie die finale Anweisung von Susi.
Wie angewiesen drückte sie den Knopf auf dem seltsamen Kasten auf den Nachtisch und augenblicklich blähte sich der Schlafsack auf, weshalb Jenny vor Schreck zusammenzuckte und beinahe die Box vom Nachtisch abgeräumt hätte.
„Pass bitte auf mit der Box.“, tadelte Susi gleich Jenny, „Die steuert den Schlafsack, daher lass bitte alle Einstellungen, wie sie gerade sind.“
„Äh, ja gut, sorry, das hat mich nur überrascht.“, vorsichtig lief Jenny auf ihre Seite vom Bett, wobei sie stets Susi im Blick behielt.
„Wie lasse ich dich morgen eigentlich raus?“, fragte sie Susi, als sie sich ins Bett legte und sich in die frische Latexbettwäsche kuschelte.
„Einfach den roten Knopf drücken, und den Reißverschluss aufmachen, das ist schon alles. Könntest du bitte das Licht ausmachen? Ich bin ein bisschen eingeschränkt.“
Zur Untermauerung wackelte Susi hin und her, aber mehr als ein Quietschen des Latex war nicht drin.
Also schaltete Jenny das Licht aus und starrte an die dunkle Decke. Da die Rollläden geschlossen waren, war der Raum stockdunkel und leise. Nur das Quietschen von Latex sowie die flache Atmung ihrer Freundin erfüllten den Raum und wiegten Jenny in den Schlaf.

Ein leises Summen erfüllte den Raum, als sich die Rollläden öffneten und die Morgensonne den Raum erhellten.
Gähnend streckte sich Jenny, rieb sich verschlafen die Augen und realisierte das sie nackt war.
Panisch kroch sie wieder unter die warme Decke, bevor sie realisierte, was gestern passiert war. Schließlich bemerkte sie den Drang, aufs Klo zu gehen und so flitzte sie auf die Toilette.
Erst rund eine Viertelstunde später, nachdem sie sich erleichtert hatte, kam sie zurück in Susis Zimmer, wo diese immer noch sicher im Schlafsack fixiert war.
Wütend starrte diese Jenny an.
„Wurde aber auch Zeit“, murmelte sie, als Jenny sie, wie gestern besprochen, befreite und sie endlich auch ins Bad rennen konnte.
Während Jenny nun allein im Zimmer stand, konnte sie nicht anders, als sich den Schlafsack genauer anzuschauen. Vorsichtig klappte sie ihn auseinander und betastete den Latex. Sie konnte einen leichten Schweißfilm spüren und der Dildo im Schritt glänzte nur so von Susis Lustsaft.
Sie streckte einen Finger aus und berührte die Spitze. Der Dildo war noch ganz warm und warum auch immer – roch sie vorsichtig an Susis Säften.
Das Klingeln an der Haustür rüttelte sie schließlich wach und vorsichtig spähte sie durch die angelehnte Tür in den Flur. Dort stand Jennys Mutter in einen Morgenmantel.
„Oh, guten Morgen Maja, schön dich zu sehen! Wie geht es dir?“
„Guten Morgen Victoria, es geht. Immer noch ein bisschen müde und der Muskelkater vom Schwimmen ist nicht schön, aber das wird. Sind Susi und Jenny schon wach?“
„Ja, meine Tochter ist gerade unter der Dusche. Bitte, komm doch rein.“, wies Victoria Maja an und machte den Weg frei, „Du kennst den Weg, Essen gibt es in 10 Minuten.“
Maja nickte nur und lief in Richtung von Susis Zimmer. Dem Zimmer, in dem Jenny immer noch nackt bis auf einen Slip stand. Panisch schaute sie sich um, bevor sie sich schnell wieder unter der Bettdecke verkroch.
Maja klopfte kurz und trat, ohne eine Antwort abzuwarten, ins Zimmer.
„Morgen!“, rief sie pauschal in den Raum, während nur Jennys Kopf unter der Bettdecke hervorschaute.
„Morgen.“, grüßte Jenny das blauhaarige Mädchen zurück, das sofort den Schlafsack auf dem Bett bemerkte.
„Warum bist du denn hier?“, fragte Jenny vorsichtig.
„Äh, wir gehen ab heute in die Oberstufe. Das ist ein großartiger Tag und jetzt, du Schlafmütze, steh auf.“, erwiderte Maja, die bereits in ihrem Schulkleid steckte und versuchte, Jenny die Bettdecke wegzuziehen, welche aber von Jenny mit starrem Blick festgehalten wurde.

„Ich bin noch so müde.“, stotterte diese die irritierte Maja an und versuchte, den wahren Grund zu verbergen.
Zum selben Zeitpunkt ging die Tür ein zweites Mal auf und eine frisch geduschte, aber dafür sehr freizügige Jenny betrat den Raum. Diesmal war sie es, die sich um das Mädchen warf.
„Maja, was machst du denn hier?“, fragte sie nach einem kurzen Begrüßungskuss, während sie sich passende Unterwäsche aus dem Schrank suchte und diese auch gleich anzog.
„Ich wollte euch abholen, aber dass ihr so spät dran seid, das wusste ich nicht. Habt ihr verschlafen?“
Susi, die sich gerade daran machte, das Kleid anzuziehen, schnaubte kurz.
„Nein, Jenny hat vergessen, mich rauszulassen als sie ins Bad geflüchtet ist. Somit war ich ziemlich kurz angebunden.“
„Oh, du Arme.“, grinste Maja Susi an.
„Hattest du wenigstens Spaß?“, erkundigte sie sich.
„Ne, ich wollte ja schlafen und Jenny nicht stören. Hilf mir mal bitte mit dem Kleid und der Krawatte.“
„Klar, dreh dich mal um.“, kam es nur und mit Majas Hilfe war Susi auch schon fertig gerichtet.
„Du siehst klasse aus.“, kommentierte Maja Susi, die sich im Spiegel musterte.
„Was ist mit ihr?“, fragte sie vorsichtig Susi und schwenkte den Kopf in Richtung Jenny.
Diese beobachtete vorsichtig das Getuschel der beiden Mädchen, die die Köpfe zusammensteckten. Schlagartig stürzten sie sich auf Jenny, die sich noch immer unter der Decke versteckte. Doch statt zu versuchen, diese wegzuziehen, verfolgten sie einen anderen Plan:

Während die größere und schwerere Susi sich mit ihrem gesamten Gewicht auf Jennys Oberkörper setzte, machte es sich Maja zur Aufgabe, die Füße zu packen und anzufangen, diese zu kitzeln.
Erst versuchte Jenny sich das Lachen zu verkneifen, doch dann konnte sie nicht anders und musste laut loslachen und verlor die Kontrolle über sich selbst.

„Bitte, bitte, ich ergebe mich! Ich kapituliere! Was wollt ihr?“
Wie aufs Stichwort stellte Maja die Attacke ein und ließ Jenny zu Atem kommen.
„Raus aus dem Bett, du faule Socke!“ grinste Susi Jenny an.
Unsicher schielte Jenny zu Maja.
„Äh, ich bin nackt.“, murmelte sie leise, in der Hoffnung, dass Maja die Begründung nicht hörte. Vergebens.
Doch anders, als von Jenny erwartet, kam kein böser Kommentar.
„Was für einen Sport machst du?“, fragte sie einfach.
Hilfesuchend blickte Jenny Susi an, die immer noch auf ihr saß, doch diese zuckte nur mit den Schultern. Jenny war auf sich gestellt. Nach kurzem Zögern antwortete sie schließlich.
„Äh, schwimmen und laufen. Warum willst du das wissen?“, fragte sie Maja, die nun neben Susi stand und diese aufforderte von Jenny abzusteigen.
„Weil es in Schulen nur Sammelumkleiden gibt, so auch beim Schwimmen, wo du dich ja komplett umziehen musst. Susi hier hat mir gerade einen Crashkurs gegeben, dass du außerhalb aufgewachsen bist. Um ehrlich zu sein – ich bin schon neugierig, aber dafür haben wir gerade keine Zeit. Fakt ist, dass du dich daran gewöhnen musst.“
Jenny nickte.

„Gut, dann komm.“

Maja reichte ihr die Hand und Jenny ergriff sie und stieg aus dem Bett.
Vor Susi nackt zu sein, war schon seltsam genug, aber vor eine anderen, die sie kaum kannte war noch seltsamer.
„Siehst du, du musst dich überhaupt nicht verstecken.“, beruhigte Maja Jenny sanft.
„Wo ist das hyperaktive Mädchen von gestern?“, schnaubte sie, während Susi eine andere Uniform aus dem Schrank suchte.
„Ach die! Die ist auf Entzug.“, grinste Maja zurück.
Schließlich hatte Susi die Uniform zusammen.
„Also. Sie wird dir definitiv zu groß sein. Aber es sollte gehen. Mit einen passenden BH kann ich dir aber nicht dienen; der ist in der Wäsche.“
Geschickt schlüpfte Jenny in die definitiv zu große Uniform und schaute sich im Spiegel an.
Vorsichtig sprang sie ein paarmal auf und ab.
„Müsste gehen.“, kommentierte sie die Tatsache, dass sie ohne BH unterwegs war.
„Klasse!“, meinte Susi und verschwand aus der Tür, „Kommt schon, ich habe Hunger!“
Maja und Jenny folgten ihr und gemeinsam frühstückten sie mit Frau Hart, die sich danach auch gleich zurückzog, um sich ebenfalls zu richten, während die Mädchen den Abwasch machten.
Währenddessen musste Jenny natürlich Maja ihre Geschichte erzählen und so fasste sie die Story so kurz wie möglich, wobei sie Sachen wie ihren Nachnamen und die Verhaftung natürlich ausließ. Gemütlich plauderten sie, bis Susis Mutter sie zum Aufbruch drängte, weil sie ja schon spät dran waren. Also machten sie sich gemeinsam auf den Weg.
Dank des tollen öffentlichen Nahverkehrs waren sie schnell in der Oberschule: Ein Komplex aus mehreren großen Gebäuden, mitsamt Parkanlagen, sowie Sportstätten unter freiem Himmel.
Ein Meer von Mädchen in ihrem Alter, alle in den Uniformen der Schule gekleidet, füllten den Platz. Umgeben waren sie zum Teil von Freunden und ihren Familien. Ein kurzer Blick auf ihr Handy verriet Jenny, dass auch ihre Mutter und Linda irgendwo in der Masse steckten mussten.

Derweil hatte Frau Hart eine alte Bekannte getroffen und zog ihre Tochter mit ins Gespräch, wodurch Susi Maja und Jenny allein ließ. Nicht aber, ohne zu versprechen, sie später zu finden.
„Also, was machen wir nun?“, fragte Maja und warf einen Blick auf die Uhr. Sie waren natürlich zu früh. Victoria hatte sie umsonst gehetzt.

„Weiß nicht, meine Mutter und Linda müssten hier irgendwo sein.“
Ihr Blick streifte über die Menge.
„Wo ist denn deine Familie?“
„Meinen beiden Schwestern geht es nicht gut. Meine Mum ist bei ihnen zu Hause geblieben und meine Mutter muss leider arbeiten.“, antwortete sie, wobei sie versuchte, zu verbergen, dass es ihr doch etwas ausmachte.
„Schade. Aber du kannst gerne mit mir mitkommen. Das ist glaube ich interessanter, als mit Susis Mutter abzuhängen.“
Das zauberte der Kurzhaarigen ein Lächeln aufs Gesicht.
„Klar, ich meine – schlimmer kann es nicht werden. Sicher, sie ist nett, aber sie spannt gerne Susanne, die tolle Fechterin, ihre tolle Tochter, in Gespräche ein. Mann, dafür tut sie mir schon leid. Nun, wo sind denn deine Mütter?“
„In der Menge irgendwo. Ich rufe sie mal an.“
Ein kurzes Telefonat später und dank Majas Ortskenntnissen fanden sie schon bald Katrin und Linda, beide schick in dunklen Hosenanzügen.

Die beiden unterhielten sich gerade mit einer älteren Frau mit grauen Haaren.
Diese wurde von Katrin vertröstet, als sie ihre Tochter erblickte und sie erstmal sehr fest umarmte.
„Oh, mein kleines Mädchen wird erwachsen.“, jammerte sie, während sie versuchte Jenny zu erdrücken.
Das brachte Maja und Linda zum Kichern. Schließlich gab Katrin sie frei und musterte kritisch das Outfit ihrer Tochter. Es war ihr definitiv zu groß, und die Schuhe passten auch nicht zum Anlass. Trotzdem war sie froh, bei ihrer Tochter zu sein.
Linda hingegen bemerkte die Blauhaarige, die sich im Hintergrund hielt.
„Hi, ich bin Linda, und das ist Katrin, Jennys Mutter. Und wer bist du?“, stellte sie sich vor und streckte die Hand aus.
„Ich bin Maja, eine Nachbarin von Susi, und, wie es aussieht, Jennys Klassenkameradin.“, schüttelte Maja zuerst Lindas und dann Katrins Hand.
„Schön, dich kennen zu lernen.“, kommentierte diese das Ritual und musterte Maja kurz, bevor sie sich an Jenny wandte.
„Siehst du, ihre Uniform passt ihr.“, kommentierte sie das Aussehen ihrer Tochter.
„Mum, bitte, nicht jetzt.“, unterbrach Jenny schnell Katrin, als ein Gong über den Hof schallte.
Sofort wurde Jenny aufmerksam und warf einen Blick in Richtung des Hauptgebäudes. Die Masse aus Schülerinnen setzte sich in Bewegung.
„Äh, Maja, wir sollten, glaube ich, los.“, sagte sie fragend zu Maja, die nickte und sich gleich verabschiedete.
„Bis später!“, rief Jenny ihrer Mutter und Linda zu, als diese im Hof zurückblieben.
Gemeinsam gingen sie in das Hauptgebäude, und folgten der Masse in den größten Vorlesungsaal.
Nervös blickte Jenny sich um und war froh, dass Susi sie in dem ganzen Gewusel gefunden hatte. Die Schülerinnen trugen allesamt die Uniform, wobei natürlich alle Stile vorhanden waren.
Allerdings war ja auch in gewisser Weise eine persönliche Note zulässig. So waren nur die Uniformen vorgegeben, weshalb es einige Schülerinnen mit bunten Handschuhen und Socken gab und vereinzelt konnte Jenny auch Catsuits erkennen. Aber eigentlich war sie viel zu nervös, um darauf zu achten.
Sie fanden noch ein paar freie Sitze im oberen Drittel des Saales und nahmen Platz.
Der Raum verstummte, als die Frau mit den grauen Haaren, die sich vorhin mit Linda und Katrin unterhalten hate, das Podium betrat.

„Guten Morgen, meine lieben Schülerinnen!“, sprach sie durch das Mikrofon zu der Menschenmasse in den Sitzreihen vor ihr, „Ich bin Direktorin Maier, Leiterin dieser großartigen Oberschule und damit zuständig für eure Bildung in den nächsten 3 Jahren. Ich hoffe, dass wir uns gut verstehen werden.“
Jenny bekam einen leichten Seitenhieb von Maja.
„Hey, woher kennt deine Mutter die Direktorin?“
Doch Jenny konnte nur die Schulter zucken.
In der nächsten halben Stunde sprach die Direktorin über ihre Erwartungen und Hoffnungen an ihre Schülerinnen und wie großartig sie es fände, so viele akademisch engagierte junge Frauen zu sehen.
Zu guter Letzt erinnerte sie die Mädchen daran, dass es eine strikte Null-Gewalt-Toleranz gab und die Täterinnen gar nicht erst versuchen brauchten, sich herauszureden.
Während die Schulleiterin fertig wurde murmelte Maja ein leises „Wohl kaum“ und warf einen abwertenden Blick auf eine Gruppe von Mädchen, unter der sich – nicht wirklich zur Jennys Überraschung – auch Dolly befand. Mehr Informationen brauchte sie nicht. Da hatte sie schon genug Bildung durch den einen oder anderen Kinofilm.
Noch bevor Jenny sich weiter bei Maja erkundigen konnte, erklang plötzlich eine laute Hymne durch die Lautsprecheranlage und sofort ging ein lautes Raunen durch den Saal und das Lehrerinnenkollegium, welches in den unteren Reihen saß, stand sofort auf. Automatisch folgen ihnen die Schülerinnen und auch die letzten sprangen von ihren Plätzen auf, als ein roter Haarschopf am Rande der Bühne auftauchte.

Jenny, die eine der ersten war, die stand – sie hatte wegen Maja keine Wahl, denn diese hatte sie förmlich hochgezerrt – warf einen irritierten Blick zu ihrer Nachbarin, die aufrecht stand und ihre rechte Faust auf ihre linke Brust gelegt hatte.
„Maja, was ist los?“, erkundigte sie sich schnell bei ihr, wurde aber von ihrer anderen Nebensitzerin, die ebenfalls Majas Pose innehatte, zum Schweigen gebracht.
Verwundert blickte sie durch die Halle und kopierte schnell die Pose, um nicht unangenehm aufzufallen, denn sie war offenbar die Einzige, die ihre rechte Hand nicht auf ihrer Brust hatte. Auch die Lehrerinnen standen stramm.
Die rothaarige Frau erreichte das Pult und die Musik verstummte. Doch die Masse blieb still stehen und schaute gespannt zu der älteren Frau, Jenny auch bekannt als ihre Oma, den anderen wohl als Herrscherin von Novum.
Langsam wurde die Menge unruhig, denn Irmhild wusste definitiv, wie man Spannung schürt.
„Nun.“, begann sie schließlich, als die Menge es kaum noch ertragen konnte, „Da wären wir, ich muss zugeben, ich habe nicht geplant, heute eine Rede zu halten, aber als ich vorhin einer jungen Dame mit Krücken begegnete“, sie deutete auf Dolly, „und diese mich bat, zu erscheinen, dachte ich mir: ‚Warum nicht?‘. Schließlich ist meine Vorfahrin die Namensgeberin der Schule. Und ich kann nur sagen, sie wäre stolz auf uns, ja, vor allem auf euch. Die nächste starke Generation bricht an und unsere großartigen Lehrerinnen bereiten euch auf die Zukunft vor. Da kann ich nur sagen: Eure Mütter, eure Großmütter, eure Schwestern, ja eure gesamten Familien können stolz auf euch sein.“
Die immer noch stehende Menge stampfte mit den Füßen auf, sodass Jenny das Gefühl hatte, dass der Boden gleich zusammenbricht. Aber das Gefühl der Menge war berauschend. Schließlich hob die Herrscherin ihre Hände und es kehrte schnell Ruhe ein.
„Und auch ich bin stolz, nicht nur auf die zigtausenden jungen Damen, die überall gerade in Novum sich auf die Oberstufe freuen, nein, ich bin auch eine stolze Oma, denn meine Enkelin wird heute auch in die Oberstufe eingeschult. Das ist auch der Grund, warum ich mich schon wieder verabschieden muss. Nun dann.“
Sie nahm dieselbe Haltung wie die Gruppe ein, bevor sie, so laut sie konnte, in die Menge schrie: „Es lebe die Freiheit!“
„ES LEBE NOVUM!“, klang es ohrenbetäubend von der Masse wieder und die starre Pose löste sich auf und es wurde laut geklatscht.
Erst jetzt traute sich Jenny zu Maja herüberzublicken, die energisch immer noch klatschte, auch wenn die Rednerin schon wieder verschwunden war.
Erst als die Rektorin wieder am Pult stand, beruhigte sich die Menge langsam.
„Nun, das war eine Überraschung.“, sprach sie ins Mikrofon und die Menge stimmte lachend zu.
„Nun, eigentlich wollten meine Kolleginnen und ich noch die Schulregeln durchgehen, aber da wir jetzt wohl alle zu aufgedreht sind, entlasse ich euch nun…“
Weiter kam sie nicht, denn die Menge war bereits aufgesprungen und jubelte. Eine Vielzahl von Krawatten flog durch den Raum und auch andere Klamotten flogen durch die Gegend. Ja, sogar ein ganzes Schulkleid segelte in Richtung der Tribüne und die Masse beweget sich zum Ausgang.
„Komm!“, schrie Maja gegen den Lärm an, „suchen wir Susi. Die ist gerade garantiert beim Rest der Gruppe.“
Das größere Mädchen schnappte sich Jennys Arm und zog sie durch die Menge von Schülerinnen. Maja wusste zum Glück, wo sie suchen musste, und so fand sie Susi auch schon kurz darauf. Susi stand mit einer anderen bunten Gruppe von Schülerinnen zusammen, die allesamt die Schuluniformen trugen.
Sofort kam Susi Jenny entgegengerannt und umarmte sie eng, bevor sie sie fröhlich zur Gruppe zog.
„Also, das ist Jenny. Ich habe euch von ihr erzählt, seid nett zu ihr, sie ist erst hergezogen. Davor war sie außerhalb von Novum.“, stellte sie Jenny die Gruppe vor.

„Ich hoffe doch, Maja hat auf dich aufgepasst.“, erkundigte sie sich.
Diese hatte sich mittlerweile zu ihrer Freundesgruppe gesellt und verdrehte die Augen.
„Jetzt tu mal nicht so. Du hast dich aus dem Staub gemacht! Jenny, das sind die Zwillinge Kim und Clara, das blonde Model ist Anastasia, aber wir nennen sie alle nur Anna und unser Light Goth ist Lea. Wo ist denn eigentlich Luisa?“
Nervös winkte Jenny in die Gruppe, während sie von den anderen neugierig gemustert wurde.
Schließlich meldete sich die schwarzhaarige Lea zu Wort, die auf Jenny zuschritt und sie umarmte. „Hi, ich bin Lea, nett dich kennen zu lernen.“, sie löste die Umarmung die Jenny so steif erwidert hatte und blickte finster zu Maja, „Und ich bin kein Goth, ich hab‘ nur schwarze Haare, und mag eben schwarz.“
Diese hob nur grinsend die Hände und streckte ihr die Zunge raus.
Clara, die blonde von den beiden Schwestern umarmte kurz Jenny und seufzte kurz.
„Marie kann heute nicht kommen, ihr geht es immer noch nicht gut, hast du das etwa schon wieder vergessen?“
„Nein, natürlich nicht.“, stotterte Susi, „aber ich dachte, sie kommt zumindest zur Eröffnungsfeier.“
„Wollte sie ursprünglich auch, aber es war ihr dann doch wichtiger, am ersten Schultag dabei zu sein. Wer bist du eigentlich? Ich habe dich noch nie hier gesehen.“, wandte sie sich an Jenny.
Susi fluchte kurz und blickte erneut zu der immer noch nervösen Jenny.
„Ich bin gerade erst mit meiner Mutter hergezogen. Es ist nett, euch alle kennen zu lernen“
„Jenny ist wirklich neu hier, sie wuchs außerhalb von Novum auf.“, fügte Susi zur Verdeutlichung hinzu, „Also nehmt bitte Rücksicht“.

„Muss ein gewaltiger Shock für dich gewesen sein.“, grinste nun Anna Jenny an und hielt ihr die Hand hin.
„Hi ich bin Anastasia, wie Susi es dir bereits erklärt hat, aber nenn‘ mich bitte Anna. Anastasia heißt meine Oma. Mein Schwerpunkt ist Politik, daher kenne ich mich auch ein bisschen mit den Fremden Ländern aus. Somit weiß ich wahrscheinlich mehr über die andere Seite als der Rest der Genies hier zusammen.“
Jenny nahm dankend die Hand an und schüttelte sie kurz.
„Ich habe auch Politik gewählt.“, sagte sie als Anna sich zurückzog und Jenny den beiden Schwestern überließ.
„Hi, ich bin Kim.“, umarmte das linke Mädchen Jenny schlagartig mit einem breiten Grinsen und drückte die kleinere Jenny eng an sich.
„Und ich bin Clara.“, kam es von der anderen Brünetten.
Die beiden Schwestern ähnelten sich bis aufs letzte Haar und grinsten sie verlogen an.
„Warum habe ich das Gefühl, dass es genau andersherum ist?“, fragte Jenny in die Runde und die beiden Schwestern stöhnten enttäuscht auf, während Susi jubelte und Jenny zunickte.
„Oh Mann.“, stöhnte die vermeintliche Kim, „Was hat uns verraten?“
„Ich weiß nicht. Es war nur ein Verdacht und offenbar lag ich richtig.“, zuckte Jenny mit den Schultern.
„Ha bezahlt! Ich hab‘ doch gesagt, sie findet es raus.“, jubelte Susi und fiel Jenny um den Hals und küsste sie auf die Backe.
„Sag‘ ich doch, dass sie es draufhat. Sie würde perfekt in die Gruppe passen, glaubt mir.“
Sie blickte Jenny direkt an.
„Du hast es drauf.“, lobte Susi Jenny und ließ sie dann in Ruhe.
„Warte mal, ihr habt gewettet, ob Jenny den Streich durchblickt?“, kam es nun anklagend von Maja, die entsetzt ihre Freundinnen anschaute.

„Das überrascht dich wirklich?“, kam es von Anna, die mit hochgezogener Augenbrauen Maja ungläubig anblickte, „Ich meine, Lea hat einen ganzen Monat gebraucht.“
„Hey, als ob du schneller warst.“
„War sie, sie hatte es nach 12 Tagen raus, aber so schnell wie Jenny war noch niemand. Gestatten, Clara.“, klärte schließlich Clara auf und hielt diesmal Jenny die Hand hin.
„Wie gehabt, Jenny. Worum habt ihr denn gewettet?“, erkundigte sie sich und blickte neugierig Susi an.
„Wirst du morgen in der Schule sehen, wo waren wir?“
„Hm, Jenny wollte uns erzählen, warum sie nicht in Novum aufgewachsen ist.“, kam es von Anna.
„Ach das. Das ist eine langweilige und lange Geschichte.“, sie blickte zu Susi, die zustimmte und dann zum Rest der Gruppe.
„Mich würde eher interessieren, woher ihr Susi kennt und von welcher Gruppe sie redet.“
„Ach, offiziell sind wir eine große Lerngruppe, die sich auch bei ihren Projekten hilft, das macht vieles leichter. Ich meine, welche Mütter schlagen bitte die Bitte ihrer Töchter aus, mit Freundinnen zu lernen? Aber zu deiner Frage: Ich denke, wir kennen uns seit Beginn der Mittelschule?“, fragte Anna und blickte unsicher in die Runde.
„Hmm …“, meinte Maja, „also ich kenn‘ Susi schon länger, wir sind ja Nachbarn und Lea kam erst ein Jahr später dazu, aber sag mal Jenny, mich interessiert schon, woher du kommst, vor allem: Stimmt es, dass du dich an deinem zweiten Tag in Novum mit Dolly geprügelt hast?“

Bevor Jenny antworten konnte, wurde sie von Lea unterbrochen.
„Ich will nicht unhöflich sein.“, kam es von dieser, „Ich mag es auch, zu plaudern und es interessiert mich auch, woher du kommst, Jenny, aber viel Zeit habe ich nicht mehr. Meine Familie und ich, wir wollen heute noch essen gehen.“
„Dann lasst uns mal schnell ein Gruppenbild machen.“, beschloss Anna und zog ihr Handy aus der Hosentasche und sprach schnell eine der anderen Schülerinnen an.
Nach ein paar seriösen und noch ein paar mehr Quatschbildern verabschiedeten sie sich und verabredeten sich auf Montag, bevor sich die Gruppe langsam auflöste.
Auch Susi und Jenny machten sich in Begleitung von Maja auf den Weg zu ihren Müttern. Ein Glück hatten diese zuvor ihren gemeinsamen Standort ihren Töchtern geschickt.
Als sie sich den Weg durch die bunte Masse gebahnt hatten, fanden sie diese fröhlich plaudernd auf einer Parkbank.
Dank ihrer Ausbildung bemerkte Linda sie als erste und wies ihre Freundin und Susis Mutter drauf hin.
Das Trio stand auf und lief den Mädchen entgegen, wobei Katrin sofort ihre Tochter in die Arme nahm und Jenny eng umarmte.
„Meine Oberstufenschülerin, ich bin so stolz auf dich.“, knuddelte sie Jenny beinahe zu Tode.
Die versuchte sich aus der klammernden Umarmung zu befreien.
„Mum, bitte du erdrückst mich.“, stöhnte Jenny mit ihrem letzten Atemzug, bevor Katrin die Umarmung im letzten Moment lockerte und Jenny wieder atmen ließ.
„Es tut mir leid, ich bin immer noch so schockiert, wie schnell die Zeit vergeht.“, schwelgte sie in Erinnerungen und wischte sich eine Träne weg.
Sogleich schloss Linda auch Jenny in die Arme, wenn auch distanzierter und weniger emotional, wobei es ersichtlich war, dass es auch sie nicht kalt ließ.

Die Begrüßung zwischen Susi und ihrer Mutter lief auch kein bisschen weniger emotional ab als zwischen Jenny und Katrin.
Nur Maja war leider allein, wurde aber dennoch von der Mutter ihrer besten Freundin in die Arme genommen.
„Kommt“, verkündete diese stolz, „ich lade euch zum traditionellen Brunchen ein.“
„Danke für das Angebot, aber wir müssen leider noch auspacken, vor allem Jenny hier, die sich ja gestern davor gedrückt hat.“, lehnte Katrin mit einem entschuldigenden Blick das höfliche Angebot ab und wies ihre Tochter an, sich zu verabschieden, sodass sich die Gruppe kurz darauf aufteilte und jede ihrer Wege ging.
Mit ihrer Mutter und Linda fuhr Jenny nach Hause, wobei es ihr zugutekam, dass das Apartment deutlich näher an der Schule lag als die Wohnung von Susi. Vor allem war sie deutlich besser zu erreichen als die große Wohnsiedlung, wo ihre beiden Freundinnen lebten, schließlich war die Hochbahnstation in dem Gebäude integriert.
So kam es, dass Jenny sich bald darauf im prachtvollen Empfangsbereich der Wohnung wiederfand, in dem sich bereits eine Reihe von Hausangestellten versammelt hatten.
Nervös folgte Jenny ihrer Mutter, die selbstsicher an dem Spalier vorbeischritt und zielstrebig auf Jennys Oma zulief.
Diese wartete am Ende des Gangs aus Menschen.
Anhand der Latexuniformen konnte Jenny zum Teil schon das eventuelle Tätigkeitsfeld des Personals erahnen, wobei sie schockiert war, dass es so viele davon gibt.
Schließlich erreichten sie Irmhild, die das alles anscheinend inszeniert hatte, denn sowie das Trio sie erreicht hatte, begann die sie mit einer ausgiebigen Vorstellung des Personals, was nach der elften nur noch eine Unschärfe in Jennys Erinnerung war, denn die ganzen Ränge, Positionen und Arbeitszeiten von den Bedienstete versuchte sie gar nicht erst sich zu merken. Nur die Namen waren ihr Wichtig und so konzentrierte sie sich auf die Gesichter.
Dennoch, es waren einfach zu viele, sie war zu müde, um sich richtig zu konzentrieren und so versank Jenny in einem Tagtraum.
Das laute „Nun gut, ich bedanke mich für eure Zeit“ riss Jenny wieder in die Realität zurück. Geübt von den ganzen Botschaftsempfängen ließ sie sich nicht anmerken und nach einem lauten Klatschen ihrer Oma herrschte kurz ein reges Gewusel und das Personal zerstreute sich und der Großteil verschwand durch einige Türen.

Kaum hatte sich der Raum beruhigt wurde Jenny in eine Umarmung gezogen, diesmal jedoch von ihrer Oma.
„Meine Enkelin, die Oberstufenschülerin, ich bin so stolz auf dich, es tut mir leid, dass ich nicht wirklich privat da sein konnte, ich hoffe du kannst mir das vergeben. Es tut mir leid, dass ich nie für dich da war. Ich weiß, Liebe kann man sich nicht erkaufen, aber man kann es immer noch versuchen.“, flüsterte sie den letzten Teil in Jennys Ohr als sie sich langsam von ihrer Enkelin zurückzog und diese musterte.

„So bist du zu deiner Einführung gegangen? Die Uniform passt dir ja gar nicht“ kritisierte sie die Kleidung ihrer Enkelin.
„Das ist nicht meine, ich habe sie mir von einer Freundin von mir ausgeliehen, bei der ich übernachtet hatte, ich muss sie ihr noch zurückgeben.“, fiel es Jenny wieder ein und sie lockerte die Krawatte.
„Das hat Zeit bis nach dem traditionellen Essen, kommt schon, sonst wird es noch kalt.“, unterband Jennys Oma das Lösen der Krawatte mit einem Fingerklopfer und mit dem Kommentar „Immer auf die Krawatten achten!“ trieb sie die Gruppe zum Aufzug, mit welchen sie die privaten Bereiche erreichen konnten.
„Wollten wir es nicht eigentlich langsam angehen lassen?“, fragte Katrin ihre Mutter als der Aufzug leise nach oben fuhr.
„Ach komm, ich vertraue meinen Leuten. Früher oder später wird Jenny sowieso aus den Schatten kommen müssen.“
Damit war das Gespräch beendet und die Aufzugtür schwang auf.




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Shades1982
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  RE: Novum Datum:24.01.23 13:39 IP: gespeichert Moderator melden


Vielen Dank für die Fortsetzung. Hat mich gefreut wieder von dir zu lesen.
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carpegenk
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Und es hat 'Klick' gemacht

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  RE: Novum Datum:24.01.23 17:05 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo boygirl,
auch ich habe diesen neuen Teil der Geschichte von Jenny genossen, sie erlebt in Novum immer noch mehr als sie es im 'Nicht-Latex-Ausland' bislang kennen lernte.
Danke für Deine Arbeit, nimm Dir die Zeit, die Du brauchst!

Dein Carpegenk
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