Restriktive Foren
Das Forum für Keuschheitsgürtel, Fetisch & Bondage

HomeRegistrierenHilfeLogout
Willkommen Gast

Live Diskutieren in unseren KGforum-Chatraum(Rocketchat)
  Restriktive Foren
  Stories über Damen (Moderatoren: bluevelvet, Neuschreiber63)
  Moderne Keuschheit - Teil 2
Thema löschen Druckversion des Themas
Antwort schreiben Bei Antworten benachrichtigen
 Autor Eintrag
KK 2
Freak

ANNABERG


Was heut nicht wird,wird morgen

Beiträge: 139

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Moderne Keuschheit - Teil 2 Datum:02.08.26 20:00 IP: gespeichert Moderator melden


Das Hr.ED lieber Frauen Quält zeigte sich schon mehrfach gezeigt!
Da müsste schon eine weitere Dom Figur mit Möglichkeiten bei Restriktiva, in die Geschichte einsteigen!
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
DarkO
Story-Writer

Nürnberg




Beiträge: 268

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Moderne Keuschheit - Teil 2 Datum:03.08.26 21:12 IP: gespeichert Moderator melden


Vielen Dank für eure Kommentare. Aktuell ist für Jan nur die Rolle des treuen Ehemanns vorgesehen, der sich rein aus Solidarität zu seiner Frau selbst in einen Keuschheitsgürtel eingesperrt hat. Aber in diesem Kapitel muss er deshalb auch ein Bisschen leiden.



35. Das Sardinien-Protokoll – Tag 6

Ein Zurück gab es ohnehin nicht mehr. Nachdem ich das Ferienhaus betreten hatte, blieben uns exakt fünf Minuten, um mir die glänzend schwarzen Komponenten des Dobermann-Anzugs anzulegen und diese zu verschließen. Also ließ ich die Prozedur erneut widerstandslos über mich ergehen. Wo es mir möglich war, half ich meinem Mann sogar dabei, mich in meinen Edelstahl-Petsuit einzusperren. Allerdings besaß Jan darin inzwischen ausreichend Routine, sodass er meine Unterstützung eigentlich überhaupt nicht benötigte.

Wie üblich kam mein Helm als Letztes an die Reihe. Bevor er dessen Vorderteil mit der Schnauze und dem integrierten Trinkknebel herunterklappte, beugte er sich nach vorne und küsste mich.

„Bis morgen, Schatz. Ich liebe dich.“

Ich wollte ihm noch antworten, doch da bewegte sich der schwarze Gummiball bereits auf meine Lippen zu. Also öffnete ich den Mund. Kurz darauf erklang das vertraute Klicken an meinen Schläfen.

„Komm, wir gehen wieder raus auf die Terrasse“, schlug Jan vor. „In der Weinflasche ist noch etwas drin. Das sollte für zwei Gläser reichen.“ Er sah mich an und lächelte. „Geh ruhig schonmal vor, ich hole eben deinen Napf aus der Küche."



Draußen auf der Terrasse wartete ich, bis Jan meinen mit Weißwein gefüllten Napf vor mir abgestellt und sich hingesetzt hatte. Dann hockte ich mich neben ihn und blickte ihn durch das tiefschwarz getötete Visier vor meinen Augen an. Das sture, kaum wahrnehmbare Prickeln der EMS-Impulse beinahe überall an meinem Körper erinnerte mich beiläufig daran, dass mein Körper fest in Edelstahl eingespannt war, doch in Jans Nähe verlor der schwarze Dobermann-Panzer jede Bedrohlichkeit. Ich atmete den würzigen Rauch der Mückenspirale ein und genoss das monotone, leise Summen der Helm-Ventilatoren an meinen Schläfen. Es gab nichts mehr zu tun, keine Entscheidungen mehr zu treffen.



„Nadja“, begann mein Mann, „jetzt, wo die Firmware stabil läuft, scheint es dich überhaupt nicht mehr zu stören, den Dobermann-Petsuit jeden Tag für zwölf Stunden tragen zu müssen? Oder täusche ich mich?“

Ich reagierte nicht sofort. Stattdessen senkte ich den stählernen Kopf, beugte mich im Vierfüßlergang über den Edelstahlnapf vor meinen Pfoten und tauchte das Trinkrohr in den Weißwein. Mit kleinen, gleichmäßigen Schlucken saugte ich die kühle Flüssigkeit durch das Ventil und den Gummiball-Knebel auf. Das leise, rhythmische ‚Klack‘-‚Klack‘ in meiner Hundeschnauze war in der stillen Nachtluft deutlich zu hören, gefolgt von dem vertrauten, matten ‚Plopp ‘ meines Speichels aus dem Ablaufrohr, als ich mich wieder aufrichtete. Ich blickte Jan durch die schwarze Scheibe fest in die Augen und schüttelte sachte den Kopf.

„Mh-mh“, tönte mein dumpfer, doppelter Verneinungslaut durch die Atemrohre meines Helms nach draußen.

Jan lehnte sich in seinem Stuhl schmunzelnd ein Stück nach vorne, legte seine große Hand sachte auf meinen Nackenpanzer, schob seine Finger unter der Neopren-Membran an meinem Hals hindurch und fing an, mich zu kraulen. „Ich täusche mich also nicht. Das heißt... es gefällt dir mittlerweile?“

Das unaufhörliche Zirpen der Grillen und das ferne, stete Rauschen des Meeres füllten die kurze Pause aus. Unter seiner Berührung breitete sich eine wohlige Wärme unter meinem Edelstahl-Korsett aus. Die sture Isolation hinter dem Visier und das Wissen, für die nächsten Stunden absolut hilflos und stumm in seiner Hand zu liegen, fühlten sich in diesem Moment unendlich richtig an. Ich legte den stählernen Kopf auf seinem Oberschenkel ab und stieß ein tiefes, langes Brummen aus.

„Mmmmmh.“

Jan lächelte warm, strich mit den Fingern weiter sanft über meinen Hals und sah mich lange schweigend an. „Ich bin froh, das zu hören, Schatz“, sagte er schließlich. „Das macht die Sache für uns beide viel einfacher.“ Er nahm einen letzten Schluck aus seinem Weinglas, stellte es auf dem Tisch ab und lehnte sich mit einem tiefen, entspannten Atemzug in seinem Stuhl zurück. Seine Hand fand wieder den Weg zu meinem Nacken, hielt den stählernen Kopf sanft auf seinem Bein fixiert und kraulte mich in dem gleichmäßigen, vertrauten Rhythmus, den ich mittlerweile so sehr liebte.

Selbstverständlich war auch die ständige, nie ganz abflauende Erregung in meinem Schoß an diesem Abend wieder da. Ich spürte sie sogar noch um einiges intensiver als am ersten Tag unseres Urlaubs. Während ich anfangs noch mit einer Mischung aus Scham und Wut gegen das sture Pulsieren des Vaginaldildos angekämpft hatte, spürte ich am Abend von Tag sechs eine völlig veränderte, fast schon beruhigende Akzeptanz in mir. Mein Körper hatte die unbeugsame Präsenz des Dildos und die sture Mechanik des Gürtels längst als feste Konstanten meiner Haustier-Rolle angenommen. Es war ein seltsamer, zutiefst intimer Zustand der Kapitulation: Da der Edelstahlpanzer mir ohnehin jeden eigenen Willen raubte, gab es für mich keinen Grund mehr, mich gegen die stetige Stimulation meines Unterleibs zu wehren. Jedes Mal, wenn Jan im dämmrigen Licht meinen Nacken berührte, flammte die Glut in meiner Spalte augenblicklich heißer auf. Ich verstand diese biologische Reaktion meines Körpers zwar immer noch nicht, aber hinter dem tiefschwarz versiegelten Visier suchte ich auch nicht mehr nach Antworten.

Sobald die Verschlüsse des Dobermann-Anzugs im Flur verriegelt waren, wechsellte mein Körper automatisch in diesen Zustand. Die Erregung im Schritt war für mich zu einer vertrauten Hintergrund-Konstante geworden – wie das leise Summen der Ventilatoren neben meinem Visier. Doch neben der Mechanik des Schrittblechs war da noch etwas anderes, das meinen Puls in der stillen Nachtluft unaufhörlich antrieb: Eine tiefe, unterschwellige Lust, die allein von der erdrückenden Gegenwärtigkeit des gesamten Petsuits ausging.

Während ich in den ersten Tagen noch völlig fassungslos und schambehaftet versucht hatte zu begreifen, warum mein Körper auf dieses Edelstahl-Gefängnis mit so viel Erregung reagierte, schaffte ich es nun endlich, die Kontrolle abzugeben. Es war das nackte, unnachgiebige Gefühl der absoluten Bewegungslosigkeit. Eingesperrt in den starren Armröhren und den schweren V-Beinschalen gab es für meinen eigenen Willen schlicht keinen Raum mehr. Diese totale Hilflosigkeit schaltete meinen Kopf vollkommen aus. Jeder Atemzug in der klammen Wärme des Helms und die Gewissheit, stumm und aufgrund des dunklen Visiers nahezu blind auf Jans unaufgeregte Führung angewiesen zu sein, verschmolzen zu einem bizarren, brennenden Rausch. Weil ich komplett in diesem Panzer eingeschlossen absolut hilflos war und keine Entscheidungen mehr treffen musste oder konnte, durfte ich mich diesem Zustand einfach völlig widerstandslos hingeben.

In meinem Kopf war diese permanente körperliche Erregung im Rekordtempo mit Jans Nähe verknüpft worden. Immer, wenn er meinen Napf füllte oder mich am Nacken kraulte, wurde das Pulsieren sofort angefeuert. Es war kein billiges, technisches Vibrieren, sondern das physische Band meiner absoluten Unterwerfung. Dass ich als stummer Edelstahl-Dobermann rein auf sein Wort angewiesen war, seine kraulende Hand an meinem Nacken genoss, zündete in meinem Kopf ein unaufhörliches, heißes Nachbeben. Es war die Lust an der perfekten Domestizierung, die ich nicht mehr hinterfragte, sondern einfach genüsslich in mich aufsog.

Ich atmete tief ein und aus.

Irgendwie musste Jan meine Gedanken erraten haben. „Kann es sein, dass es dir nicht nur gefällt, sondern es dich sogar erregt?“, fragte er mich.

„Mmmh“, antwortete ich ehrlich.

„Dann ist es hoffentlich nicht so schlimm, wenn ich dir gestehe, dass mich dieser Anblick – dein toller Körper, eigesperrt in diesem glänzend schwarzen Dobermann-Petsuit –auch ziemlich heiß macht. So sehr, dass sich mein Keuschheitsgürtel häufig schmerzhaft eng anfühlt. Zum Glück haben wir hier den Pool, wo ich meinen Kleinen hin und wieder abkühlen kann.“

Ich stemmte meinen stählernen Körper hoch, lief um Jans rechtes Bein herum, stupste mit meiner Hundeschnauze sanft gegen die Wölbung in seinem Schritt und stieß ein mitfühlendes Winseln aus.

Jan lächelte mich an. „Bestimmt ist das lieb von dir gemeint, aber ehrlich gesagt machst du es damit gerade noch schlimmer.“

Obwohl das keineswegs meine Absicht gewesen war, musste ich unter meinem Helm grinsen. Ich wiederholte die Geste von eben, machte zwei Schritte zurück und deutete anschließend mit der Schnauze in Richtung des Pools.

„Du meinst, ich soll mich kurz im Wasser abkühlen? Ich glaube, das ist tatsächlich eine gute Idee.“

Er stand auf, lief hinüber zur Schalttafel neben der Terrassentür und betätigte einen Schalter. Während die Pool-Abdeckung leise quietschend und knarzend in dem Schlitz auf der Stirnseite des Beckens verschwand, legte er seine Schuhe und die Kleidung ab.

Anschließend ging er vor mir in die Hocke. „Leider kannst du nicht mit ins Wasser. Aber du bist ein braver Hund und wartest hier auf mich.“

„Ein braver Hund.“ – Als ich diese Formulierung abermals hörte, lief mir erneut ein Schauer über den Rücken. Ich legte mich vorsichtig auf die rauen Fliesen, die Hinterbeine nach hinten, die Vorderläufe nach vorne ausgestreckt, und beobachte Jan dabei, wie er ins Wasser stieg.

Nachdem er vier gemächliche Bahnen geschwommen war, kletterte er wieder aus dem Becken und trocknete sich ab. Er kam zurück zum Tisch, warf einen Blick auf seine Armbanduhr und klopfte mir beruhigend auf den Dobermann-Kopf. „Komm, Nadja. Es wird Zeit, schlafen zu gehen.“

Ich erhob mich gehorsam auf alle Viere, schüttelte die bleierne Müdigkeit aus meinen Gliedern und trottete hinter ihm her durch die geöffnete Schiebetür. Im dämmrigen Schlafzimmer angekommen, wartete bereits der wuchtige Edelstahlkäfig neben dem Doppelbett. Ich schob meinen schwarzen Metallkörper routiniert rückwärts durch die offene Gittertür, legte mich flach auf die rote Unterlage und hielt den Kopf gerade. Jan beugte sich tief zu mir herunter, strich mir einmal zärtlich über die stählernen Stehohren des Helms und schloss – begleitet von einem mechanischen ‚Klack‘ – die Tür. Wie gewohnt ertönte wenige Sekunden später ein elektronisches Summen, das anzeigte, dass sie nun für die nächsten sieben Stunden verriegelt war. Gleichzeitig sprangen die Infrarot-Heizstrahler in der Käfigdecke an und umgaben mich mit einer wohligen Wärme. Jan schaltete das Licht aus, legte sich drüben im Bett auf seine Seite und die absolute Stille der Nacht hüllte uns ein.



Die Nacht und der darauffolgende Morgen verliefen vollkommen ruhig. Nach dem Aufstehen und dem kleinen Geschäft im Garten lief ich wieder vergnügt durch die Wasserfontänen der Sprinkler, ließ mich von Jan anschließend trockenrubbeln und wartete dann darauf, dass er mir meinen Napf voller Milchkaffee vor die Vorderpfoten stellte. Als ich mit dem Frühstück fertig war und mein Mann mir die Schnauze saubergewischt hatte, legte ich mich auf den Teppich im Wohnzimmer. Mir gefiel das Hundeleben.

Jan ging raus, um eine Runde im Pool zu schwimmen. Obwohl es recht unwahrscheinlich war, dass Jean-Pierre mit seiner riesigen Yacht heute schon wieder unsere Bucht ansteuerte, erschien es uns nach den Erlebnissen des Vortags etwas zu riskant, noch einmal runter an den Strand zu gehen, solange ich in meinem Petsuit eingeschlossen war. Am Ende würde er mich anhand meiner ‚Balenciaga‘-Stiefel sofort wiedererkennen. Ich bezweifelte, dass Jan den stählernen Dobermann-Anzug ebenfalls als avantgardistische Haut-Couture würde verkaufen können. Daher hielten wir es für besser, den Vormittag entspannt in der Ferienvilla zu verbringen.



Darüber beschweren, dass dieser Urlaub langweilig war, konnte ich mich nun wirklich nicht. Und dennoch ertappte ich mich etwas später an diesem Donnerstagvormittag dabei, dass ich es doch tat: Ich langweilte mich fürchterlich. Wie gewohnt lag ich unbeteiligt da, der Dobermann-Helm saß schwer auf meinem Kopf und mein Speichel tropfte im stetigen Takt ‚Plopp-Plopp‘ auf das Handtuch unter mir. Bis zwölf Uhr mittags waren es noch mehr als zwei Stunden. Zwei Stunden, in denen ich einfach nur darauf warten musste, dass sich dieses System wieder öffnen ließ.

Ich hielt es nicht mehr aus. Ich stemmte meinen schweren Edelstahlkörper vom Boden hoch. Mit den in den V-Schalen angewinkelten Beinen und meinen starr gestreckten Armröhren trottete ich ziellos und frustriert durch das Haus. Das dumpfe ‚Ploff-Ploff‘ meiner Gummipfoten begleitete mich ins Schlafzimmer. Auf dem Nachttischchen neben dem großen Doppelbett – auf der Seite, auf der ich eigentlich hätte schlafen sollen – fiel mir mein Buch ins Auge. Es war der Roman, den ich mir extra für diesen Urlaub eingepackt hatte.

Ich hockte mich auf meine Hinterläufe, hielt die Balance und zog das Buch mit den Vorderpfoten von der Kante, sodass es auf den Boden klatschte. Dann drehte ich mich um und machte mich auf den Rückweg ins Wohnzimmer. Bei jedem Krabbelschritt schubste ich die Lektüre vorsichtig mit der Spitze der Edelstahlschnauze an meinem Helm vor mir her. Dabei spürte ich eine unerwartete Genugtuung; die Koordination auf allen Vieren funktionierte mittlerweile so flüssig, als hätte mein Körper die vier Pfoten und die lange Schnauze heimlich als neue Realität akzeptiert.

Vor Jan, der auf dem Sofa saß, machte ich artig Sitz, legte den Kopf schief und winselte zweimal leise durch den Knebel.

Jan blätterte auf seinem Tablet und brauchte einen langen Moment, ehe er begriff, was ich von ihm wollte. Er blickte auf das Buch zu meinen Pfoten, dann zu mir, und ein tiefes, unendlich zärtliches Lächeln stahl sich auf sein Gesicht.

„Soll ich dir daraus vorlesen, Schatz?“, fragte er.

Ich stieß ein leises Brummen aus – Ja.

Jan setzte sich zu mir auf den Teppich, lehnte den Rücken an das Sofa, legte ein Handtuch unter meinen Kopf und begann, mit seiner warmen, ruhigen Stimme laut vorzulesen. Das unaufhörliche leichte Prickeln in meinem Schritt geriet für die nächsten Stunden völlig in den Hintergrund.



„Liebling, was hältst du davon, wenn wir heute den ganz großen Ausflug machen“, fragte Jan, während wir mittags nebeneinander in Richtung Flur liefen, damit er mich aus meinem Edelstahl-Dobermann-Anzug pellen konnte. „Wir fahren runter nach Villasimius, zum Strand von Simius. Der ist berühmt für seinen weißen Sand. Da wird also auch Mitte September noch ordentlich was los sein.“

Ich schluckte kurz. Ein belebter, öffentlicher Strand. Das war ein völlig anderes Kaliber als das einsame Minendorf oder unsere private, versteckte Bucht. Auch wenn die Erfahrung gezeigt hatte, dass man hier auf Sardinien nirgendwo lange ungestört blieb. Nicht einmal auf der eigenen Terrasse.

Mein Kleid würde zwar den Keuschheitsgürtel und den BH darunter perfekt verbergen, aber natürlich blieben die schwarzen Edelstahl-Ballettstiefel an meinen Füßen weiterhin für jedermann sichtbar und mein Gang blieb dieser unübersehbare, grazile Spitzentanz. Andererseits hatte ich – vor allem nach dem gestrigen Tag – eigentlich überhaupt keinen Grund mehr, mich deshalb unwohl zu fühlen. Bei meinem extravaganten Schuhwerk handelte es sich schließlich um hochbegehrte Designerstücke aus Mailand. Aufgrund der dicken Gummisohlen gelang es mir mittlerweile erstaunlich gut, selbst auf unebenen Wegen sicher zu balancieren.

Also stimmte ich zu: „Mmh.“

Im Eingangsbereich entsperrten sich die Verriegelungen des Petsuits summend und Jan befreite mich Stück für Stück von dem schwarzen Panzer. Nach einer erfrischenden Dusche im Sanitärhäuschen fühlte ich mich bereit für den großen Ausflug.

Ich schlüpfte in mein weißes Sommerkleid, das mir mein Mann gebracht hatte. In dem Spiegel über dem Waschbecken vergewisserte ich mich, dass es den Keuschheitsgürtel und den BH vollkommen verbarg.

Jan packte unsere Strandtasche mit den Handtüchern, meinem Neopren-Schwimmanzug und seiner Badehose. Wir stiegen in den weißen Fiat Grande Panda Elektro, und das leise Surren des Antriebs begleitete uns auf der atemberaubenden Küstenstraße nach Süden.



Als wir den großen Parkplatz von Simius erreichten, war mein Puls bereits im oberen Bereich. Hier standen Dutzende Autos. Jan öffnete mir die Beifahrertür, reichte mir die Hand und ich trippelte im Ballettgang aus dem Wagen. Der Weg zum Strand führte über einen breiten, flachen Holzsteg, der über die Dünen gebaut war. Das war unser Glück: Auf dem glatten Holz hatten die Gummisohlen an meinen Stiefeln perfekten Halt.

Trotzdem spürte ich sofort die Blicke der unzähligen Touristen, die uns entgegenkamen. Eine junge Frau verlangsamte deutlich ihre Schritte, währen ihr Blick meine Füße nicht für den Bruchteil einer Sekunde losließ. Ein Paar in Strandkleidung drehte sich offen nach mir um und eine Gruppe von Jugendlichen am Eisstand unterbrach ihr Gespräch, um unverwandt auf meine blitzenden, schwarzen Edelstahlstiefel zu starren.

Nach unserem „Balenciaga“-Erlebnis am Vortag tat ich einfach so, als wäre das die normalste Sache der Welt. Ich hob das Kinn, hakte mich elegant bei Jan ein und genoss insgeheim das leichte Kribbeln, das durch die Aufmerksamkeit in mir aufstieg. Meine Wangen glühten vor einer Mischung aus Stolz und Aufregung.

„Guck mal da vorne, die Strandbar“, sagte Jan leise, um mich abzulenken. „Lass uns erst mal ein Eis holen, bevor wir uns ein Plätzchen im Sand suchen.“

Wir steuerten die schattige Holzterrasse der Bar an. Jan bestellte uns zwei große Becher italienisches Eis und ein Glas Wasser. Während ich auf einem Stuhl saß und mein Eis löffelte, blickte ich über den kilometerlangen, puderweißen Sand und das türkisfarbene Wasser, das fast wie in der Karibik aussah. Hunderte von Menschen lagen in der Sonne oder badeten im Meer.

Niemand von ihnen ahnte, dass die Frau mit den vermeintlichen Luxus-Designerstiefeln heute Nacht um Mitternacht wieder in einen schwarzen Petsuit eingepackt und für sieben Stunden in einem dunklen Käfig gesperrt werden würde. Doch während ich die kühle Erfrischung genoss und Jans warme Hand auf meinem Knie spürte, begriff ich, dass genau dieser extreme Kontrast den Urlaub für uns beide zu etwas unvergesslich Intensivem machte.



„Komm, wir suchen uns eine ruhigere Ecke, Schatz“, sagte Jan leise, trank den letzten Schluck Wasser aus und hob die Strandtasche auf. „Weiter hinten, Richtung der Felsklippen, wird es leerer. Dort können wir ins Wasser springen.“

Ich nickte dankbar und stand auf. Der Weg durch den weichen Sand war ohne Abrollen der Füße eine kleine Herausforderung; ich musste mein Gewicht vorsichtig auf den Spitzen meiner Ballettstiefel ausbalancieren, während die Gummisohlen unter den Metallkappen ein Einsinken verhinderten. Jan hielt mich fest an der Taille, während wir gut zehn Minuten am Flutsaum entlangwanderten, vorbei an den bunten Handtüchern der Urlauber, bis der Strand schmaler wurde und in eine raue, von runden Granitfelsen geschützte Bucht überging. Hier hinten waren wir fast allein.

Jan breitete unsere Strandtücher im Schatten eines Felsens aus. Bevor ich mich setzte, half er mir direkt im Sand dabei, das Sommerkleid abzustreifen und in meinen engen, schwarzen Neopren-Schwimmanzug zu schlüpfen.

Wir liefen Hand in Hand in die seichten Wellen. Das Wasser war glasklar und herrlich kühl, doch dank des dicken Neoprens fror ich keine Sekunde. Die Ballettstiefel an meinen Füßen funktionierten im Wasser wieder wie zwei starre Flossen. Ich musste mich mit kräftigen Bewegungen aus den Hüften vorwärtsbewegen, während Jan dicht neben mir schwamm und mich mit einem stolzen, glücklichen Lächeln im Auge behielt.



Als wir schließlich aus dem Wasser wateten, stand die Nachmittagssonne tief genug, um den Strand in ein weiches, warmes Licht zu tauchen. Jan breitete ein großes Badetuch über meine Schultern aus und begann, mit der gleichen unendlichen Sanftheit wie immer meine Haut vom kühlen Meerwasser trockenzureiben. Wir legten uns nebeneinander auf unsere Handtücher, lauschten dem gleichmäßigen Rauschen der Wellen und ließen den restlichen Nachmittag ganz gemütlich an uns vorbeiziehen.

Erst als die Sonne sich allmählich dem Horizont näherte und die Luft spürbar kühler wurde, packten wir unsere Strandtasche. Wir gingen zurück in das schützende Dunkel der Felswand, wo Jan mir half, den engen Neopren-Schwimmanzug abzustreifen. Wir schlüpften wieder in unsere normale Kleidung; ich zog mir das weiße Sommerkleid über den Edelstahl-BH und den Keuschheitsgürtel, und Jan wechselte in eine frische Leinenhose. Meine Füße, die in den schwarzen Edelstahl-Ballettstiefeln auf den Zehenspitzen fixiert blieben, trippelten im grazilen Spitzentanz-Gang über den hölzernen Dünensteg zurück zum Parkplatz.

Anstatt uns direkt in den Trubel der Uferpromenade von Villasimius zu stürzen, lenkte Jan den weißen Fiat Grande Panda Elektro ein Stück landeinwärts. Er hatte ein schickes, traditionelles Ristorante ausfindig gemacht, das leicht abseits in den sanften Hügeln lag. Das Lokal war von alten Olivenbäumen umgeben und von kleinen Lichterketten warm erleuchtet.

Wir bekamen einen ruhigen Tisch auf der Terrasse. Das Essen war ein absoluter Genuss: hausgemachte Culurgiones – sardische, mit Kartoffeln und Minze gefüllte Teigtaschen – und dazu ein exzellenter roter Cannonau-Wein. Wir unterhielten sich leise über das Buch, das Jan mir am Vormittag vorgelesen hatte, und die skurrilen Wendungen der letzten Tage. Das, dumpfe Reiben des Dildos in meinem Inneren bei jeder kleinen Bewegung war ein ständiger, heimlicher Begleiter, der mir jedoch unter dem Schutz des eleganten Kleides nur ein feines, zufriedenes Lächeln auf die Lippen trieb.

Gegen halb elf bezahlte Jan die Rechnung. Wir stiegen wieder in den Panda, und das beinahe lautlose Surren des Elektroantriebs begleitete uns auf der nächtlichen Rückfahrt. Es dauerte gut fünfunddreißig Minuten, bis wir die kurvige Küstenstraße hinter uns gelassen hatten und der Wagen schließlich im Carport unserer Villa am Ostrand von Costa Rei zum Stehen kam.



„Weißt du was?“, sagte ich, während ich den Blick hinüber zum Hauseingang wandern ließ. „Lass uns den Petsuit einfach jetzt schon anziehen. Die vierzig Minuten machen den Kohl auch nicht mehr fett, und dann haben wir es hinter uns.“

Jan hob überrascht eine Augenbraue, aber ein wissendes, sanftes Lächeln stahl sich auf sein Gesicht. Er verstand, ohne dass ich es aussprechen musste. Trotz aller Schikane hatte der Anzug seine abstoßende Wirkung komplett verloren; die Aussicht auf das vertraute, leichte, warme Prickeln der Elektronik und die Stimulation des Dildos bei jedem Schritt auf vier Pfoten, war längst zu einem festen Teil meines Urlaubsgefühls geworden.

Mit absolut sicheren und ruhigen Handgriffen legte mir mein Mann die Edelstahlrüstung an. Erst das Korsett, dann die angewinkelten Beinschalen, gefolgt von den starren Armröhren und zuletzt der Dobermann-Helm mit den kupierten Ohren. Als die Riegel an den Schläfen mit einem satten Klick-Klick einrasteten, begann das zwölfstündige Haus-Intervall. Die Mikro-Ventilatoren neben meinem Visier summten leise los und bliesen mir frische Luft ins Gesicht, während mein Speichel ungehindert durch den Kinnkanal nach außen abzulaufen begann.

Da es draußen immer noch angenehm warm war, schob Jan die große Glasschiebetür auf. Ich hievte mich auf meine Gummipfoten und krabbelte im dumpfen ‚Ploff-Ploff‘-Takt hinter ihm her hinaus auf die Terrasse.

Doch anstatt sich wie üblich an den Tisch unter der Überdachung zu setzen, holte er die beiden Polsterauflagen für die Sonnenliegen und legte sie auf die rauen Terrassenfliesen.

„Du kannst dich schonmal hier drauflegen. Ich bin gleich wieder da.“

Jan holte eine Flasche von dem sardischen Rotwein aus der Küche, ein Glas für sich und wieder meinen schweren Edelstahlnapf, den er mit einem großzügigen Schluck des tiefroten Weins füllte. Er stellte den Napf vor mir auf dem Boden ab, setzte sich mir gegenüber im Schneidersitz hin und zog ein einfaches Kartenspiel hervor.

„Lass uns eine Runde ‚Höher oder Tiefer‘ spielen“, erklärte er schmunzelnd und mischte die Karten. „Das kriegst du auch als Dobermann hin.“

Das Prinzip war denkbar einfach, tat unserer Stimmung aber unendlich gut. Jan deckte eine Karte auf – zum Beispiel eine Sieben. Ich musste nun raten, ob die nächste Karte höher oder tiefer sein würde. Da ich durch den Trinkknebel nicht sprechen konnte, nutzten wir die Bewegungsfreiheit meines Helms, den die elastische Neopren-Membran im Nacken problemlos mitmachte: Ein zweifaches deutliches Heben des Dobermann-Kopfes bedeutete Höher, ein doppeltes Herabsenken der Schnauze zum Boden bedeutete Tiefer.

Lag ich richtig, trank Jan einen Schluck aus seinem Glas. Lag ich falsch, senkte ich den Kopf, tauchte das Edelstahlrohr meines Helms in den Napf und saugte den herben Wein durch das Einlass-Ventil auf. Das rhythmische, metallische Klacken des Ventils im Knebel untermalte das Spiel, während die Grillen im Garten wieder ihr nächtliches Konzert gaben.

Wir alberten herum, ich legte den Kopf demonstrativ schief, wenn ich eine Karte anzweifelte, und kuschelte meine kühle Edelstahl-Schnauze zwischendurch dankbar an sein Knie, wenn er mir im Gegenzug zärtlich über den Nacken strich.

Um zehn vor eins trank Jan sein Glas aus, räumte die Flasche weg und sah mich mit müden, aber unendlich liebevollen Augen an.

„Zeit fürs Bett, meine Haute-Couture-Ikone“, sagte er schmunzelnd.

Ich hievte mich auf alle Viere, folgte ihm mit dem vertrauten ‚Ploff-Ploff‘ meiner Pfoten ins Schlafzimmer und kroch bereitwillig durch die offene Gittertür auf die dicke, weiche Matte meines Käfigs. Ich rollte mich auf die Seite, die Handgelenke schalteten in den freien Ruhemodus, und Jan legte das Sabberhandtuch unter mein Kinnrohr, bevor er mir einen Kuss auf die Edelstahlwange gab.

Als um Punkt ein Uhr das Schloss der Käfigtür elektronisch verriegelte und die Infrarot-Heizelemente über mir mit einem matten, roten Glimmen erwachten, schloss ich die Augen hinter dem getönten Visier. Die angenehme Wärme durchdrang meinen Edelstahlpanzer, und mit dem leisen, feinen Surren der Helmventilatoren glitt ich glücklich und erschöpft in die Traumwelt.

--Fortsetzung folgt--

DarkO
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
windelfohlen
Stamm-Gast





Beiträge: 349

User ist offline
  RE: Moderne Keuschheit - Teil 2 Datum:04.08.26 07:24 IP: gespeichert Moderator melden


Wauw einfach nur wauw, tolle Fortsetzung, beim lesen dachte ich doch wie schön wären das mal als Ferien.
Schön wie Nadja etwas gefunden hat wo sie sich wirklich fallen lassen kann, wen auch nicht ganz so Freiwillig.
Das mit den Ferien ist so weit mein Lieblingskapitel.
Gespannt was Herr ED zu dem ganzen sagt und ob es zu einem Persönlichen Gespräch kommt nach dem Urlaub.
Und ob Nadja und Jan nach dem ganzen Keuschheitszeit Petplay für sich gefunden haben und weitermachen, wobei das sehr offensichtlich ist.

E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
Nr488-747-941
Freak

Bayern


Verschlossen ist besser!

Beiträge: 118

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Moderne Keuschheit - Teil 2 Datum:04.08.26 08:02 IP: gespeichert Moderator melden


Ja, wieder schön weitergesponnen. Nadja genießt inzwischen ihr Dasein, so scheint es und Jan wird wohl irgendwann „platzen“.

E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
MartinII
Sklavenhalter

Norddeutschland


Versklavung einer Frau geht nur freiwillig.

Beiträge: 922

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Moderne Keuschheit - Teil 2 Datum:04.08.26 11:59 IP: gespeichert Moderator melden


So eine Frau wünscht sich wohl jeder hier...
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
DarkO
Story-Writer

Nürnberg




Beiträge: 268

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Moderne Keuschheit - Teil 2 Datum:24.08.26 23:05 IP: gespeichert Moderator melden


36. Das Sardinien-Protokoll – Tag 7

Die Nacht von Donnerstag auf Freitag war wie ein ruhiger Traum verlaufen. Nach wie vor keine weiteren Aussetzer, keine Überhitzung. Als um Punkt acht Uhr morgens das bekannte elektronische Summen die Käfigtür freigab, war ich erholt wie lange nicht mehr. Ich wartete noch einige Minuten geduldig, bis Jan auch wach war und mich aus dem Zwinger rausließ.

Der anschließende Ausflug in den Garten und das Herumtollen zwischen den Rasensprinklern liefen ab wie ein mittlerweile sehr vertrauter Tanz.

Gegen viertel nach neun war in der hell gefliesten Küche wieder Ruhe eingekehrt. Den Milchkaffee aus dem schweren Edelstahlnapf hatte ich bereits gierig durch mein Knebelventil gesaugt, und Jan hatte das Geschirr in die Spülmaschine geräumt. Es war ein herrlicher, sonniger Freitagmorgen. Bis zu meiner Befreiung aus dem Petsuit blieben uns noch knapp drei Stunden.

Jan holte meinen Roman vom Vortag, setzte sich im T-Shirt und Leinenhose gemütlich vor das Sofa auf den Boden und schlug die markierte Seite auf. Ich hievte meinen schweren Edelstahlkörper hoch, kroch im leisen ‚Ploff-Ploff‘-Takt meiner gummierten Pfoten zu ihm und machte dicht neben ihm Sitz. Ganz vorsichtig, um ihn mit der fingerlosen Metallkonstruktion nicht wehzutun, legte ich meine linke Vorderpfote auf seinen Oberschenkel. Das ununterbrochene, tiefe Pochen in meinem Unterleib lief ruhig im Hintergrund mit. Ich legte den Dobermann-Kopf schief, die Neopren-Membran im Nacken schmiegte sich flexibel an meine Haut, und ich schloss die Augen hinter dem verspiegelten Visier, bereit für seine warme, ruhige Stimme.

Gerade als Jan den ersten Absatz zu lesen begonnen hatte, ertönte plötzlich das schrille Klingeln seines Smartphones.

Ich zuckte so heftig zusammen, dass meine Edelstahlpfote von seinem Bein rutschte und mit einem lauten ‚Donk‘ auf den Boden schlug. Jan hielt mitten im Satz inne. Er griff nach dem Handy, das auf dem Couchtisch lag, und als er auf das Display sah, fror sein Gesicht augenblicklich ein.

Es war ein FaceTime-Videoanruf. Unangemeldet. Und auf dem Bildschirm wurde in nüchternen, klaren Buchstaben der Name des Anrufers angezeigt: Herr Evildevil.

Er ist es, Nadja“, sagte Jan leise und straffte instinktiv die Schultern. Er schob den grünen Hörer auf dem Display nach rechts und drehte sein Smartphone so, dass die Frontkamera uns beide auf dem Boden erfasste. „Guten Morgen, Herr Evildevil.“

Auf dem Bildschirm erschien das Gesicht des Geschäftsführers von Restriktivia. Er saß in einem maßgeschneiderten Anzug in seinem hell erleuchteten Büro, blickte kurz auf eine Datentabelle an seinem Zweitmonitor und sah dann mit einem geschäftsmäßig-höflichen, aber gleichzeitig zutiefst misstrauischen Lächeln in die Kamera.

„Guten Morgen, Herr Sommer. Guten Morgen, Frau Sommer“, ertönte seine kühle, selbstgefällige Stimme mit diesem unerträglich herablassenden Unterton aus dem Lautsprecher. Seine Augen verengten sich leicht, als er mich in dem hochglanzpolierten Dobermann-Helm und den starren Armröhren auf dem Teppich hocken sah. „Bitte entschuldigen Sie die unangekündigte Störung an Ihrem freien Freitagvormittag. Aber ich fürchte, wir haben ein datentechnisches Problem mit dem Prototyp, das wir umgehend klären müssen.“

Jan runzelte die Stirn, hielt seine Stimme aber absolut sachlich. „Ein Problem? Der Patch 1.06 läuft seit Dienstag absolut fehlerfrei. Die Firmware ist stabil.“

„Die Stabilität der Firmware bezweifle ich gar nicht, Herr Sommer“, entgegnete Herr Evildevil mit kühler Höflichkeit und tippte etwas in seine Tastatur. „Es sind die Anwenderdaten, die mich stutzig machen. Mein System hat gestern Abend registriert, dass Frau Sommer den Petsuit bereits um 23:20 Uhr – also volle vierzig Minuten vor dem eigentlichen Beginn des obligatorischen Pflichtprogramms – angelegt bekommen hat. Darüber hinaus zeigen die biometrischen Werte, die der Keuschheitsgürtel pausenlos ermittelt, eine beunruhigende Anomalie.“

Ich hielt unwillkürlich den Atem an. Ein heftiger Adrenalinschub jagte durch meinen Körper. Mein Herz hämmerte wild gegen die Edelstahlkörbchen des BHs, und der eingebaute Vaginaldildo im Gürtel presste sich durch den plötzlichen Ruck meiner Muskeln wieder unerbittlich hart gegen meine vordere Scheidenwand.

„Welche Anomalie meinen Sie?“, fragte Jan ruhig.

„Frau Sommer ist laut den Sensoren seit gestern Abend physisch vollkommen entspannt“, erklärte Herr Evildevil, und ein subtiler, analytischer Ton schwang in seiner Stimme mit. „Abgesehen von einem minimal erhöhten Erregungslevel, den wir konsequent messen, verzeichnen wir keinerlei Stresssymptome, keine Abwehrbewegungen und keine beschleunigte Atemfrequenz. Wenn sich eine Testperson freiwillig vierzig Minuten früher in ein restriktives Vollverschluss-System dieser Kategorie einsperren lässt und die Sensoren danach eine so makellose, ruhige Kurve abliefern, liegt natürlich der Verdacht einer Fehlfunktion oder einer unvollständigen Datenübermittlung nahe. Zudem wurden am Dienstag für mehrere Stunden überhaupt keine Sensorwerte übertragen. Zunächst vermutete ich einen Stromausfall als Ursache, aber im Zusammenhang mit den aktuell angezeigten Daten ist eine Manipulation Ihrerseits nicht ganz auszuschließen. Daher musste ich mich persönlich vergewissern, dass die Hardware intakt ist und Sie das System nicht etwa... überlistet haben.“

Das Blut schoss mir augenblicklich in die Wangen. Ich war unendlich dankbar für den Dobermann-Helm mit dem tiefschwarz versiegelten Visier, der mein hochrotes Gesicht vollständig vor seiner Kamera verbarg. Ein hilfloser, erstickter Keuchlaut entwich mir gegen den Saugknebel. Demütigender als jede offene Beleidigung war die Tatsache, dass dieser Mann meine beschämende, tief sitzende Anpassung an seine Schikane wie eine nüchterne Labortabelle vorlas. Er interpretierte meine heimliche, erregte Faszination für den Anzug schlicht als potenziellen Softwarefehler.

Jan blickte kurz zu mir herunter, drückte unauffällig meine stählerne Pfote und sah dann wieder fest in die Kamera. „Ich kann Ihnen versichern, Herr Evildevil, die Hardware ist vollkommen intakt. Die Scharniere und Riegel sind ordnungsgemäß geschlossen, die Übertragung läuft fehlerfrei. Wir haben uns lediglich dazu entschlossen, den Ablauf gestern Abend aus rein pragmatischen Gründen vorzuziehen. Meine Frau hat sich mit den Gegebenheiten des Petsuits arrangiert, um die Testphase so effizient wie möglich zu gestalten. Das erklärt die entspannten Werte.“

Herr Evildevil legte den Kopf schief, musterte mich noch einmal durch den Bildschirm und nickte dann langsam, sichtlich zufriedengestellt. „Verstehe. Ein pragmatischer Ansatz. Wenn das so ist, Herr Sommer, bin ich beruhigt. Das spricht für die hervorragende Ergonomie der internen Gel-Polsterung. Ich werde das so im Protokoll für die Entwickler vermerken.“

Er warf einen letzten Blick auf seine Tabellen. „Gut, ich möchte Ihre Urlaubszeit nicht noch weiter strapazieren. Die Datenintegrität ist gewährleistet. Vielen Dank für Ihre Kooperation, Herr Sommer. Frau Sommer, weiterhin einen produktiven Testlauf. Wir hören uns wie vereinbart am Samstag in acht Tagen. Guten Tag.“

„Guten Tag, Herr Evildevil“, erwiderte Jan.

Der Bildschirm wurde schwarz. Die Verbindung war getrennt.

Jan ließ das Handy schwer auf den Couchtisch sinken und atmete hörbar aus. Im Wohnzimmer herrschte wieder die vertraute Stille, nur untermalt vom leisen Summen meines Helms und dem stetigen Plopp-Plopp meines Speichels auf das Handtuch. Er sah zu mir auf, legte seine Hand sanft auf meinen nackten Hintern und streichelte mich beruhigend.

„Das war geschäftlich... aber verdammt unangenehm“, flüsterte er und schüttelte den Kopf. „Er ahnt gar nicht, dass wir seine Schikane mit dem Petsuit einfach auf unsere Weise kontrollieren. Dir geht es gut, Schatz. Das ist das Einzige, was zählt. Komm, vergessen wir den Anruf. Wo waren wir im Buch stehengeblieben?“

Ich stieß ein tiefes, langes Brummen aus, legte meine Pfote wieder auf seinen Oberschenkel und schloss die Augen. Das heiße, nervöse Pochen in meinem Unterleib beruhigte sich langsam wieder zu dem vertrauten, wohligen Pulsieren, und während Jans Stimme wieder den Raum erfüllte, genoss ich die friedlichen Stunden bis zum Mittag.



Um zwölf Uhr befreite mich Jan aus dem Dobermann-Petsuit. Nachdem ich mich frischgemacht hatte und mein Magen nach fast fünfzehn Stunden ohne feste Nahrung unüberhörbar zu knurren begann, packte mein Mann kurzentschlossen eine Decke ein. Wir wollten den restlichen Nachmittag nicht träge auf der Terrasse verbringen, sondern die kargen Berge im Hinterland erkunden. Jan steuerte den Panda knapp zwanzig Minuten lang nach Norden, weg von der glühenden Küstenhitze, bis wir ein winziges, vollkommen verschlafenes Bergdorf erreichten. Hier gab es keine Touristen, nur ein kleines, uriges Alimentari. Jan ging kurz hinein und kam mit einem echten sardischen Hirten-Snack zurück: frisches, im Holzofen gebackenes Pane Carasau, ein Stück würziger Pecorino-Käse und eine Handvoll reife, süße Feigen.

Auf dem einsamen Dorfplatz, unter dem schattige Dach einer riesigen Platane, stand eine verwitterte Holzbank. Jan legte die mitgebrachte Decke darauf und wir setzten uns. Das genüssliche Kauen des hauchdünnen, knusprigen Brotes, zusammen mit dem herzhaften Käse, tat unendlich gut. Während ich mir eine Feige schmecken ließ und wir dem fernen Blöken von Schafen lauschten, sickerte die Anspannung des Vormittags langsam aus meinen Gliedern.

Frisch gestärkt rollten wir fünf Minuten weiter zum historischen Santuario von San Priamo, einer uralten Wallfahrtskirche, die einsam auf der Spitze des Hügels über dem Dorf thronte. Der Aufstieg über den steilen, ausgetrockneten Pfad erforderte in der spätsommerlichen Hitze meine ganze Konzentration. Wir wanderten an geheimnisvollen, prähistorischen Felsenkammern und den zyklopischen, tonnenschweren Steinmauern einer uralten Nuraghen-Festung vorbei, die hier seit Jahrtausenden aus dem staubigen Boden ragten. Ich fühlte mich wie eine stählerne Skulptur, die durch eine Kulisse aus der Steinzeit schreitet. Die dicken Gummisohlen meiner Gladiatorstiefel boten im Geröll zwar einen guten Halt, doch das sture Ausbalancieren auf den steilen Keilabsätzen forderte meine Beinmuskulatur an der Steigung ungemein. Jan hielt mich fest an der Hüfte und gab mir bei jedem Schritt die nötige Stabilität, bis wir schließlich das weiße, geschichtsträchtige Gemäuer der Kirche erreichten.

Als wir durch das schwere Holzportal in das Innere des winzigen Santuarios traten, schlug uns augenblicklich eine tiefe, fast schon kellerartige Kühle entgegen. Es war angenehm dämmrig und absolut still. Wir traten tiefer in das sakrale Kirchenschiff, und während ich stumm auf dem historischen Steinboden verweilte, passierte es: Die massiven Granitplatten unter meinen Füßen waren eiskalt. Trotz der dicken Gummisohlen entzog der kühle Stein den massiven Metallkappen meiner Stiefel im Nu die Wärme. Binnen weniger Sekunden wurden meine in der permanenten Spitzfuß-Streckung fixierten Zehenspitzen merklich kalt. Ein plötzlicher, fröstelnder Schauer jagte mir unter dem leichten Sommerkleid den Rücken hinauf. Suchend nach Halt und menschlicher Wärme drückte ich meinen Körper instinktiv eng an Jans feste, warme Seite, während mein Herz im dämmrigen Licht der Kapelle wieder ein kleines bisschen schneller zu schlagen begann.

Wir verweilten eine ganze Weile in der friedlichen Kühle der Kirche, bevor wir uns langsam an den Abstieg machten. Die Rückfahrt im Panda verging wie im Flug. Als wir schließlich die Terrasse bei der Villa erreichten, stand die Sonne schon tief über den Bergen und tauchte die Küste in ein goldenes Licht. Wir fühlten uns beide angenehm erschöpft und wunderbar abgelenkt. Es blieb uns noch genau genug Zeit, um uns in aller Ruhe frischzumachen und eine Runde im Pool zu schwimmen, ehe wir zu dem kleinen Restaurant an der Strandpromenade aufbrechen wollten.



Gegen halb acht am Abend saßen mein Mann und ich in einem kleinen, gemütlichen Restaurant direkt an der Strandpromenade der Costa Rei. Da wir uns nach dem Ausflug in den Bergen nicht noch einmal extra umgezogen hatten, genoss ich einfach das vertraute Gefühl des leichten Sommerkleides auf meiner Haut, während meine Füße unter dem Holztisch ruhten. Anstelle von Fisch bestellten wir uns heute zwei Teller Malloreddus alla Campidanese – traditionelle sardische Nudeln in einer herzhaften Tomaten-Wurst-Sauce – und teilten uns dazu eine kühle, beschlagene Flasche Ichnusa-Bier. Während die milde Meeresbrise leise durch die Palmenblätter der Terrasse wehte und das gleichmäßige Rauschen der Brandung die Abendstille erfüllte, ließen wir die skurrilen Wendungen dieses Freitags Revue passieren. Die ständigen leichten Bewegungen des Vaginaldildos in meinem Inneren waren nach wie vor bei jedem Schritt, bei jedem Atemzug deutlich zu spüren gewesen, doch inzwischen zauberten sie mir nur noch ein feines, zufriedenes Lächeln auf die Lippen. Jan reichte mir sachte ein Stück frisches Brot hinüber, und als sich unsere Blicke im warmen Kerzenlicht trafen, mussten wir kein Wort über Evildevil verlieren; das ruhige, feste Vertrauen zwischen uns war Antwort genug.



Es war viertel vor elf, als wir schließlich wieder die Villa erreichten. Die Luft war angenehm lauwarm, und überall um uns herum zirpten die Grillen.

„Schatz? Wärst du bereit, dich bereits jetzt wieder in einen Dobermann zu verwandeln, oder ist dir das noch zu früh?“, fragte Jan, als er das Auto im Carport geparkt und das Ladekabel angeschlossen hatte.

Ich stieg aus dem Panda, lief zu ihm und überlegte eine Sekunde. Dann lächelte ich und erwiderte flüsternd: „Mein Liebster, so wie du die Frage gestellt hast, ist mir schon klar, welche Antwort du hören willst. Ich weiß doch, wie sehr dir der Anblick gefällt.“

Mein Mann grinste spitzbübisch, während er die Haustür aufschloss. „Dass du auch nicht völlig abgeneigt bist, hat inzwischen sogar Evildevil mitbekommen.“

„Na gut. Dann sollten wir nicht weiter darüber reden, sondern es einfach durchziehen“, erwiderte ich schmunzelnd und ging voraus in den Flur.

Im hellen Licht des Eingangsbereichs zog mein Mann mir mit inzwischen absolut flüssigen, liebevollen Handgriffen die einzelnen Edelstahl-Komponenten meines Petsuits an. In dem Moment, in dem die vordere Hälfte des Helms zuklappte und die Riegel an meinen Schläfen mit einem satten ‚Klick-Klick‘ einrasteten, schnappte die Haus-Sperre zu. Die Öffnungshebel an meinem Petsuit würden sich zwar theoretisch nach sechzig Minuten öffnen lassen, aber dann wäre es bereits kurz vor Mitternacht und gleich darauf würde die zwölfstündige Pflichtphase beginnen.

Die Mikro-Ventilatoren liefen mit einem leisen Surren an, bliesen mir frische Luft ins Gesicht, und mein Speichel begann im stetigen Takt ‚Plopp-Plopp‘ durch das Kinnrohr nach außen abzulaufen. Im gewohnten Vierfüßlergang folgte ich meinem Mann ins Wohnzimmer.

„Komm, wir setzen uns wieder neben dem Pool auf die Liegenauflagen“, sagte Jan und schob die große Glasschiebetür zum Garten auf. Während ich auf meinen Gummipfoten hinaus auf die Terrasse krabbelte, holte er eine frische Flasche gut gekühlten Roséwein, ein Glas für sich und meinen schweren Edelstahlnapf, den er randvoll mit dem fruchtigen Wein füllte.

Er setzte sich im Schneidersitz vor mir auf die weiche Liegenauflage. „Weißt du was, Schatz?“, begann er lächelnd und strich mir zärtlich über die stählernen Stehohren. „Lass uns wieder eine Runde 'Höher oder Tiefer' spielen. Aber diesmal gelten für uns beide die gleichen Bedingungen.“

Nachdem er das Kartendeck zwischen uns auf den Boden gelegt hatte, erklärte er mir die neuen Regeln für unser gemeinsames Spiel. Er deckte die erste Karte auf. Ich durfte beginnen: Ein zweimaliges, deutliches Anheben meines Helms bedeutete wieder Höher, ein zweimaliges Senken der Schnauze zum Boden Tiefer.

Lag ich richtig, musste Jan zur Strafe trinken. Tippte ich jedoch falsch, war mein Edelstahlnapf an der Reihe. Bevor Jan die nächste Karte umdrehte, musste er ebenfalls seine Vorhersage treffen. Falls er mit seinem Tipp daneben lag, floss der Wein in seinen Mund; ein Treffer seinerseits bedeutete, dass ich wieder an den Napf musste.

Das Spiel entwickelte schnell eine unheimlich unbeschwerte, vertraute Eigendynamik. Wir spielten auf Augenhöhe, und das Schicksal der gemischten Karten scherte sich nicht darum, dass ich in einer starren Edelstahl-Rüstung auf den Knien saß. Mal tippte ich zielsicher richtig und durfte amüsiert zusehen, wie Jan fluchend sein Glas zum Mund führen musste, mal unterschätzte ich eine vermeintlich sichere Dame und durfte meinen schweren Helm tief in den Edelstahlnapf tauchen. Das metallische Klacken des Einlass-Ventils im Knebel untermalte den lockeren Takt der verbleibenden zwei Stunden, jedes Mal, wenn ich den herben, kühlen Roséwein in gleichmäßigen Zügen aufsaugte.

Mitten in dieser warmen sardischen Nacht, unfähig mich normal zu bewegen oder zu sprechen, spürte ich das unaufhörliche, erregende Nachbeben des Dildos in meinem Schoß. Evildevils Keuschheitsprogramm mochte fleißig weiterhin unsere Daten aufzeichnen – aber diese perfekten, intimen Stunden auf der Terrasse gehörten ganz allein uns.

Bis es Zeit wurde, ins Bett – beziehungsweise in den Käfig zu gehen, hatten wir es tatsächlich fertig gebracht, zu zweit die ganze Flasche Wein zu leeren, und ich war froh, dass man mir beim Laufen auf vier Pfoten nicht anmerkte, dass ich an dem Abend vielleicht etwas zu viel getrunken hatte.

--Fortsetzung folgt--

DarkO
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
BGlife
Freak

Sachsen




Beiträge: 113

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Moderne Keuschheit - Teil 2 Datum:25.08.26 06:53 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo DarkO,
Wieder eine tolle Fortsetzung.
Ich nehme an, daß Nadja noch täglich ihren Bericht an Herrn ED schreibt. Deshalb wundert es mich, daß er diese Entwicklung (zeitigeres Anlegen) nicht daraus ablesen kann.
Sicher, die reinen Aufzeichnungsdaten zeichnen da kein eindeutiges Bild.
Bin gespannt, wie es weitergeht.
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
windelfohlen
Stamm-Gast





Beiträge: 349

User ist offline
  RE: Moderne Keuschheit - Teil 2 Datum:25.08.26 07:39 IP: gespeichert Moderator melden


Schöne Fortsetzung.
Da haben die Zwei Herrn ED doch ein wenig überrascht.
Da hat ED nicht damit gerechnet das Nadja es gefällt und durch die Schikane sogar ein neuer Kink entsteht, irgendwie bringt mich das zum schmunzeln Herrn ED die Daten analysieren und sich ärgern das die Werte nicht so sind wie er sich erhofft hat.
Hoffentlich ist mir Herr ED nicht böse das ich mich ein wenig darüber freue, aber solange ich kein Paket bekomme von ihm ist ja alles gut
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
MartinII
Sklavenhalter

Norddeutschland


Versklavung einer Frau geht nur freiwillig.

Beiträge: 922

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Moderne Keuschheit - Teil 2 Datum:25.08.26 10:04 IP: gespeichert Moderator melden


Von einer Frau wie Nadja kann man(n) nur träumen!
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
DarkO
Story-Writer

Nürnberg




Beiträge: 268

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Moderne Keuschheit - Teil 2 Datum:26.08.26 19:37 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
Hallo DarkO,
Wieder eine tolle Fortsetzung.
Ich nehme an, daß Nadja noch täglich ihren Bericht an Herrn ED schreibt. Deshalb wundert es mich, daß er diese Entwicklung (zeitigeres Anlegen) nicht daraus ablesen kann.
Sicher, die reinen Aufzeichnungsdaten zeichnen da kein eindeutiges Bild.
Bin gespannt, wie es weitergeht.


Ja, Nadja schreibt weiterhin täglich einen Bericht an ED (meistens mittags). Auch wenn ich das nicht jedes Mal extra erwähne. Allerdings - das stand (glaube ich) im letzten oder vorletzten Kapitel - will sie ihm gegenüber nicht zugeben, dass es ihr inzwischen gefällt, den Petsuit zu tragen. Ihr Kommentar dazu war sinngemäß: "Mein Keuschheitsprogramm misst doch eh ständig meine Erregung, daran kann er es ja erkennen."

Das heißt, Herr Evildevil hätte es schon erkennen können. Aber er glaubte wohl eher an einen Fehler im Systemn oder an eine Manipulation der Sommers.
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
DarkO
Story-Writer

Nürnberg




Beiträge: 268

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Moderne Keuschheit - Teil 2 Datum:31.08.26 18:12 IP: gespeichert Moderator melden


37. Das Sardinien-Protokoll – Tag 8

Auch diese Nacht sowie der darauffolgende Morgen verliefen ohne Zwischenfälle. Der Ablauf hatte sich schon fest einbetoniert: Nach dem Aufstehen lief ich raus in den Garten, um mich zu erleichtern, anschließend rannte ich einige Minuten lang ausgelassen durch die Wasserfontänen. Dann wurde ich von Jan abgetrocknet und es gab für mich zum Frühstück einen Napf voll Milchkaffee.

Etwas später am Vormittag lief ich allein auf allen Vieren durch den Garten, um mich noch etwas an die sturen Bewegungseinschränkungen des Anzugs zu gewöhnen. Vor allem das Rennen klappte noch nicht so, wie ich es gerne gehabt hätte. Jan war lieber drinnen geblieben. Ich lief gerade an einem Olivenbaum vorbei, als plötzlich mitten in meinem Kopf ein bedrohliches und fürchterlich lautes Summen ertönte. Unwillkürlich zuckte ich heftig zusammen. Gleichzeitig stieß ich ein erschrockenes „MMMMMMH!“ aus. Von schräg hinten flog eine riesige, tiefschwarz glänzende Holzbiene träge in mein Sichtfeld.

Ich entspannte mich wieder und mir fiel etwas auf: Obwohl ich gerade eben deutlich zu laut gewesen war, hatte mich mein Halsband nicht dafür bestraft. Seltsam. Wenn das System nicht wieder einen Fehler hatte, konnte das eigentlich nur bedeuten, dass die Lautstärkebegrenzung nicht galt, solange ich in diesem Dobermann-Anzug steckte. Um meine Theorie zu überprüfen, hielt ich den Blick starr auf die Biene gerichtet, die zwei Meter vor meinem Visier in der Luft tanzte, holte tief Luft und knurrte das völlig harmlose Insekt aus vollem Hals an. Wieder erfolgte keine Bestrafung. Ein triumphierendes Gefühl breitete sich in mir aus. Also brachte meine gegenwärtige Gefangenschaft im Petsuit einen unschätzbaren Vorteil mit sich.

Am Mittag, nachdem Jan mich aus dem Petsuit befreit hatte, unternahm ich, während ich im Sanitärhaus unter der Dusche stand, einen weiteren Test, um meine Annahme zu bestätigen: Ich sagte laut: „Ha!“, woraufhin mir mein Halsband prompt einen Elektroschock verabreichte. Das tat zwar weh und brachte mir einen weiteren Strafpunkt ein, aber wenigstens wusste ich jetzt Bescheid.



Gegen halb drei Uhr nachmittags beschlossen wir, die Villa für einen Ausflug zu verlassen. Ich schlüpfte in ein leichtes Sommerkleid, und wir stiegen in den elektrischen Fiat Panda. Da meine Waden und Sehnen nach dem Tragen des Petsuits und dem dadurch erzwungenen Laufen auf vier Pfoten noch vollkommen ausgeruht waren, wollten wir die anspruchsvollere Etappe des Roadtrips direkt als Erstes hinter uns bringen.

Nach einer guten Stunde Fahrt über die Küstenstraße bogen wir nach Westen in das wilde, zerklüftete Hinterland ab. Unser Ziel war eine einsame prähistorische Nuraghen-Festung, die wie aus der Zeit gefallen auf einem felsigen Hügel thronte. Es war totenstill, als Jan den Wagen auf dem unbefestigten Boden abstellte. Der Aufstieg im unebenen, groben Gebirgsgeröll und auf den jahrtausendealten, schiefen Steinstufen der Ruine verlangte mir auf meinen extrem gestreckten Keilsohlen einiges ab. Jede einzelne Stufe erforderte Konzentration und Kraft in den Waden und Oberschenkeln, um das Gleichgewicht zu halten. Da die Metallschäfte meiner Stiefel die Knöchel jedoch vollkommen starr fixierten, hatte ich wenigstens dort sicheren Halt.

Jan nahm mich fest an der Hand, stützte mich sachte bei jedem Schritt und führte mich sicher nach oben, bis wir schließlich auf der obersten Plattform des massiven Steinturms standen. Wir redeten kaum und genossen schweigend den atemberaubenden Blick über die unendliche, macchiabewachsene Bergwelt.



Gegen fünf Uhr nachmittags machten wir uns an den Abstieg und fuhren das kurze Stück zurück an die Küste zu den berühmten roten Klippen von Arbatax. Die Entscheidung, diese Station an den späten Nachmittag zu verlegen, erwies sich als absolut goldrichtig. Die Sonne stand bereits tief im Westen hinter den Bergen und strahlte den Porphyrfelsen in einem warmen, goldenen Licht an, das das Gestein im Kontrast zum tiefblauen Meer regelrecht glühen ließ. Die Wellen brandeten mit voller Wucht gegen den Stein und sprühten feine Gischt hoch. Ich kletterte vorsichtig auf den warmen, glattgeschliffenen Felsen herum, setzte mich schließlich auf eine Klippenkante und ließ die stiefelbehafteten Füße über dem schäumenden Wasser baumeln, während der salzige Wind mir das Gesicht kühlte.

Nach diesem Ausflug auf den Felsen spürte ich eine deutliche Schwere in den Beinen. Jan bemerkte meine Erschöpfung, nahm mich sachte an der Hand und führte mich zu einem echten sardischen Geheimtipp direkt am Hafen: einem urigen Fischerlokal, dessen rustikale Tische auf hölzernen Planken direkt über dem Wasser errichtet worden waren.

Ich ließ mich erleichtert auf den Holzstuhl sinken und streckte meine brennenden, strapazierten Beine unter dem langen Sommerkleid ganz unbesehen weit nach vorne aus, um den permanenten Druck von den Sehnen zu nehmen. Jan bestellte eine Flasche eiskalten Vermentino und eine riesige, dampfende Platte mit fangfrischen Meeresfrüchten und hausgemachter Pasta. Das einfache, ehrliche Essen schmeckte nach den Stunden in der Natur fantastisch.

Während wir den kühlen Wein tranken und auf das dunkler werdende Wasser blickten, brach ich das Schweigen. „Du, Jan? Ich muss dir unbedingt noch was von heute Vormittag erzählen.“

Er blickte von seinem Glas auf. „Was ist denn passiert?“

„Ich war ja allein im Garten unterwegs“, begann ich. „Da ist plötzlich so eine riesige, schwarze Holzbiene hinter mir aufgetaucht.

„Eine Holzbiene? War das nicht dieser schwarz-violette Brummer, der letzten Sommer in unserem Insektenhotel im Garten eingecheckt hatte?“

„Stimmt“, bestätigte ich. „Und du musstest natürlich gleich dein Handy zücken und im Internet nachschauen, worum es sich bei diesem faszinierenden Tierchen handelte. Jedenfalls war da in meinem Kopf plötzlich dieses unheimlich laute, tiefe Brummen und ich habe mich dermaßen erschrocken, dass ich in meinem geschlossenen Helm laut aufgeschrien habe.“

Jan hielt sein Glas mitten in der Bewegung an und sah mich aufmerksam an. „Und dann?“

„Nichts“, lächelte ich. „Genau das war ja das Besondere. Es gab keine Bestrafung. Das Halsband blieb vollkommen friedlich. Das heißt, sobald der Dobermann-Anzug komplett verriegelt ist, gibt es für mich offensichtlich kein Lautstärke-Limit mehr. Ich darf da drin so laut sein, wie ich will.“

„Das ist ja ein Ding.“ Ein trockenes Schmunzeln umspielte seine Lippen. „Da hat Evildevil dir also doch ein kleines Zugeständnis in den Petsuit eingebaut. Ein Vorteil für dich, wenn du mal Dampf ablassen musst.“

Ich musste kurz lachen. „Das ist wirklich praktisch. Auch dann später daheim wäre das toll: Wenn mich dieses fiese Schwein namens Evildevil mal wieder nervt, müsstest du mich nur ganz schnell in den Petsuit stecken und dann darf ich ausflippen.“

Darauf sagte Jan nichts mehr. Er nickte nur und grinste.

Wir ließen uns viel Zeit, tranken die Flasche in aller Seelenruhe bis zum letzten Schluck leer und genossen einfach nur die tiefe, zufriedene Erschöpfung dieses perfekten Abenteuertags, während das Meer sanft unter den Holzbohlen gluckste. Erst gegen halb zehn abends brachen wir auf. Jan nahm mich fest an der Hand, führte mich sachte zurück zum Panda, und wir traten die entspannte Rückfahrt nach Süden an. Die Fahrt durch die milde, dunkle Nacht war pure Erholung für meinen erschöpften Körper.



Um Viertel vor elf kamen wir wieder an der Villa an. Jan stellte den Wagen ab und wir traten gemeinsam an die Haustür. Bis zum Einschluss im Flur um Mitternacht blieb uns noch über eine Stunde Zeit.

Jan sah mich fragend an. „Wollen wir noch raus auf die Terrasse? Oder wärst du auch bereit, den Petsuit gleich anzuziehen?“

Ich blickte an mir herunter. „Trotz der ganzen Technik in den Ballett-Boots tun mir nach dem vielen Herumgekraxel schon ein bisschen die Füße weh. Und deshalb könnte ich im Petsuit wahrscheinlich sogar besser laufen. Wir können das also gerne so machen wie gestern und vorgestern. Ich geh nur kurz ins Sanitärhäuschen. Dann hilfst du mir schnell beim Anziehen, nimmst einen schönen Wein, meinen Napf, von mir aus noch für dich ein Glas und wir gehen wieder zusammen raus auf die Terrasse.“

Jan schmunzelte breit. „Du kannst wohl gar nicht genug kriegen von dem Petsuit.“

Anstatt zu antworten zuckte ich bloß mit den Schultern, drehte mich um und lief am Haus vorbei durch den Garten zum Toilettenhäuschen.



Etwa zehn Minuten später standen wir gemeinsam im Flur der Villa. Nur noch mit meiner stählernen Unterwäsche und den Ballettstiefeln bekleidet ließ ich mich im eingespielten Routinetempo von Jan verpacken. Im bekannten Takt schlossen sich das Korsett, die Beinschalen und die Armröhren, ehe er mir den Helm aufsetzte und den Gummiball-Knebel zwischen die Zähne schob. Als die elektronischen Riegel an den Schläfen ein sattes ‚Klick-Klick‘ von sich gaben, war meine Verwandlung abgeschlossen.

Es war eine unbeschreibliche Erlösung. In dem Moment, in dem ich auf Händen und Knien auf dem Boden stand, fiel das gesamte Körpergewicht von meinen gepeinigten Waden und Füßen ab. Die sturen Edelstahl-Hüllen und die dicken Gelkissen übernahmen die komplette Arbeit. Meine Füße hingen völlig entlastet in der Luft. Ich lief im gewohnten Vierfüßlergang an Jans Beinen vorbei nach draußen auf die Terrasse und machte es mir auf den kühlen Fliesen unter der Überdachung bequem.

Jan kam kurz darauf mit der Weinflasche, seinem Glas und meinem Edelstahlnapf nach draußen. Er füllte den Napf mit einem kräftigen Schluck Wein, stellte ihn vor meine Schnauze und setzte sich auf den Stuhl daneben. Während der späte Abendwind sacht durch die Olivenbäume strich, schlabberte ich den kühlen Wein durch mein Trinkrohr und wir genossen die absolute, unbeschwerte Stille.

Pünktlich um kurz vor ein Uhr nachts bedeutete er mir, dass es Zeit wurde. Ich erhob mich, lief im stummen Vierfüßlergang neben ihm her ins Schlafzimmer. Jan öffnete die Tür meines Zwingers und ich krabbelte rückwärts in den geräumigen Käfig hinein. Dann schwang er die schwere Gittertür zu, und das elektronische Schloss besiegelte meine hoffentlich absolut friedliche und schmerzfreie Nacht.

--Fortsetzung folgt--

DarkO
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
windelfohlen
Stamm-Gast





Beiträge: 349

User ist offline
  RE: Moderne Keuschheit - Teil 2 Datum:31.08.26 21:24 IP: gespeichert Moderator melden


Irgendwie kann ich nicht glauben das Herr ED das mit Absicht zugelassen hat, er geniesst doch jede Schikane einzubauen, ich denke eher das Herrn ED da was nicht ganz bedacht hat.
Steht Jan etwas auf dem schlauch das er nicht so merkt das Nadja gerne Dobermann ist, oder kommt es mir nur so vor.
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
DarkO
Story-Writer

Nürnberg




Beiträge: 268

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Moderne Keuschheit - Teil 2 Datum:15.09.26 16:43 IP: gespeichert Moderator melden


38. Das Sardinien-Protokoll – Tag 9

Als am nächsten Morgen um Punkt acht Uhr das elektronische Schloss meines Zwingers mit dem leisen, inzwischen vertrauten Summ-Klack entriegelte, lag eine weitere ereignislose Nacht hinter mir. Ich öffnete die Augen und blieb zunächst noch reglos liegen, während ich durch das dunkle Visier vor meinen Augen nur die undeutlichen Umrisse des Schlafzimmers erkennen konnte. Das durch die Ritzen der Jalousie fallende Morgenlicht war bei Weitem zu schwach, um Einzelheiten auszumachen, doch die Silhouette vor dem Käfig erkannte ich natürlich sofort: Jan saß bereits auf dem Boden und wartete auf mich.

„Guten Morgen, Schatz!“, sagte er gut gelaunt und ließ mich aus dem Zwinger. „Hast du gut geschlafen?“

Seine gute Laune war jedenfalls wesentlich ausgeprägter als meine morgendliche Orientierung. Ich brummte ein verschlafenes Ja in meinen Knebel, hievte meinen schweren Edelstahlkörper hoch und krabbelte zwei Schritte nach vorne, wobei ich erst einmal ausprobieren musste, wie sich meine Beine nach der langen Kletterei vom Vortag anfühlten. Dann stupste ich ihn mit meiner Hundeschnauze sanft gegen den Oberschenkel, was bei uns inzwischen als morgendliche Begrüßung völlig ausreichte.

Nach der anstrengenden Klettertour des Vortrags spürte ich beim Laufen noch eine gesunde Schwere in den Beinen. Das Gehen auf allen Vieren entlastete meine Sehnen jedoch perfekt. Im gewohnten Ploff-Ploff- Takt meiner Pfoten lief ich hinter Jan her und direkt durch die offene Terrassentür hinaus in den sonnigen Garten.

Im feuchten Gras ging ich neben dem Dusch- und Toilettenhäuschen in die übliche hündische Hocke, um meine drückende Blase zu entleeren.

Über dem Garten lag bereits diese eigentümliche morgendliche Wärme, die auf Sardinien selbst dann etwas Sommerliches hatte, wenn die Sonne noch nicht hoch genug stand, und aus den umliegenden Gärten drangen die ersten Geräusche des Tages zu uns herüber. Irgendwo krähte ein Hahn, weiter entfernt hörte ich einen Motor anspringen, und über den Palmen und niedrigen Mauern lag dieser klare, beinahe wolkenlose Himmel. Für einen kurzen Moment blieb ich einfach stehen und genoss die frische Luft.

Ich atmete ein paarmal durch meine lange Hundenase tief ein und aus, während ich darauf wartete, dass die Rasensprinkler hochfuhren und ihren lustigen Tanz begannen.

Das Wasser hatte am frühen Sonntagmorgen eine herrliche, erfrischende Kühle. Nachdem ich mich ausgetobt hatte, reinigte Jan mit dem Gartenschlauch meine gummierten Pfoten und das silberne Schrittblech und brauste anschließend auch den übrigen Edelstahlpanzer gründlich ab. Als der Strahl den Bereich zwischen meinen Beinen und die Kanten des Keuschheitsgürtels traf, keuchte ich laut auf. Anschließend trocknete es mich mit einem großen, weichen Handtuch ab und rieb mich gründlich trocken.

Wieder drinnen im Haus, lief ich ihm direkt hinterher in den Essbereich. Solange Jan in der Küche das Frühstück herrichtete, machte ich brav auf dem Fliesenboden Sitz.

Er griff nach dem schweren Edelstahlnapf und goss mir meinen wohlverdienten Milchkaffee hinein. Anschließend setzte er sich an den großen Holztisch und begann zu essen.
Ich lief zu meinem Napf, senkte meinen schweren Helm nach unten, führte das in dessen Schnauze integrierte Trinkrohr hinein und schlabberte den warmen, süßen Kaffee genüsslich leer. Bei jedem meiner gierigen Schlucke klackte das Einlassventil. Der Milchkaffee vertrieb zwar die restliche Trägheit der Nacht im Nu, konnte allerdings beim besten Willen nicht darüber hinwegtäuschen, dass mein Magen seit dem Abendessen am Vorabend nichts mehr bekommen hatte.

Noch mindestens bis zwölf Uhr musste ich mich gedulden, und so blieb mir nichts anderes übrig, als mich mit dem Gedanken an ein ordentliches Mittagessen zu trösten. Der feine Geruch von Jans Frühstück machte das allerdings alles andere als einfach.

Nachdem ich meinen Kaffeenapf geleert hatte, trottete ich zum Esstisch und legte mich neben dem Herrchen auf den Boden.

Während Jan frühstückte und zwischendurch auf seinem Handy durch die Nachrichten blätterte, ließ er sich offenbar überhaupt nicht davon irritieren, dass seine im Dobermann-Petsuit eingeschlossene Frau inzwischen auf allen Vieren neben seinem Stuhl lag und ihn schweigend ansah.

Ich beobachtete ihn eine Weile durch mein dunkles Visier und musste unwillkürlich grinsen. Nach inzwischen acht Tagen war selbst diese Situation so selbstverständlich geworden, dass es beinahe absurd wirkte, wie normal unser gemeinsamer Sonntagmorgen inzwischen ablief. Nur die Tatsache, dass ich den Kaffee nicht aus einer Tasse, sondern durch ein Trinkrohr aus einem Napf getrunken hatte, erinnerte mich daran, wie weit wir uns mittlerweile von einem gewöhnlichen Sardinienurlaub entfernt hatten.



Bis zu meiner Befreiung aus dem Edelstahl-Petsuit um zwölf Uhr mittags blieben uns noch knapp drei Stunden. Da Jan meinen Roman bereits auf dem Sofa parat gelegt hatte, krabbelte ich zu ihm auf den weichen Wohnzimmerteppich, machte Sitz und legte meine linke, fingerlose Vorderpfote ganz vorsichtig auf seinen Oberschenkel.

Sowie Jan zu lesen begann, schloss ich hinter dem schwarzen Visier die Augen, lauschte seiner ruhigen Stimme und genoss das vertraute, warme Gefühl, vollständig eingeschlossen zu sein.

Jan las weiter und ich versuchte zunächst tatsächlich, mich auf die Geschichte zu konzentrieren, doch immer wieder drifteten meine Gedanken ab. Durch die offene Terrassentür konnte ich das gelegentliche Rascheln der Blätter hören, irgendwo draußen summte ein Insekt, und aus der Küche kam noch der schwache Geruch unseres Frühstücks herüber. Zwischendurch hielt Jan inne, um eine Seite umzublättern, und strich mir beiläufig über den Nacken, ohne den Blick vom Buch zu nehmen. Ich blieb einfach entspannt liegen. Es war wirklich angenehm, einmal überhaupt nichts tun zu müssen und nur darauf zu warten, dass die Uhr langsam auf zwölf zuging.



Der Vormittag verging erstaunlich schnell, und als Jan Viertel vor zwölf Uhr begann, unsere Kleidung für den Nachmittag zusammenzusuchen, fiel mein Blick auf die kleine Auswahl an Sommerkleidern, die inzwischen noch im Schrank hingen. Nach acht Tagen Urlaub war davon nicht mehr allzu viel übrig, was meinen Ansprüchen genügte. Einige Sachen, die ich eingepackt hatte, waren bei genauer Betrachtung schlicht zu dünn oder so geschnitten, sodass ich mich darin bei unseren kommenden Ausflügen ständig hätte fragen müssen, ob irgendwo ein Teil meiner metallenen Unterwäsche sichtbar wurde. Ich wollte zwar nicht unbedingt eine neue Garderobe kaufen, aber zwei oder drei vernünftige Sachen zusätzlich würden den Rest des Urlaubs für mich erheblich entspannter machen.



Um zwölf Uhr mittags war es dann so weit und Jan begann im Flur damit, nacheinander die einzelnen Verriegelungen an meinem stählernen Hundeanzug zu öffnen. Als ich endlich wieder frei war, merkte ich erst, wie hungrig ich tatsächlich war. Der Milchkaffee am Morgen hatte mich zwar über die ersten Stunden gebracht, aber allmählich meldete sich mein Magen ziemlich nachdrücklich.

Nach einer schnellen Dusche und ein paar Bahnen im Pool setzte ich mich an den Terrassentisch und verfasste den obligatorischen Bericht an Evildevil. Darin beschrieb ich recht ausführlich, wie gut ich inzwischen mit dem Dobermann-Petsuit zurechtkam, was ich damit schon alles konnte und was ich beim Tragen empfand. Weil ich verhindern wollte, dafür bestraft zu werden, dass ich es verheimlicht hatte, erzählte ich auch von meiner Entdeckung am Vortag, dass ich als Dobermann offensichtlich Hundelaute in beliebiger Lautstärke von mir geben konnte, ohne dass mir mein Halsband dafür einen Elektroschock verabreichte. Anschließend klickte ich auf ‚Senden‘ und dachte: „Wenn wir später eine neue Firmware-Version zugeschickt bekommen, zusammen mit der freundlichen Aufforderung, diese umgehend auf den Petsuit zu übertragen, dann wissen wir, dass das so nicht beabsichtigt war.“



Als ich Jan wenig später erklärte, dass ein geplanter Ausflug von mir nur unter der Voraussetzung genehmigt werde, dass irgendwo unterwegs zunächst etwas Essbares auf mich wartete, musste er lachen. „Ist gut, Schatz, du bekommst bald etwas zum Beißen.

Es war herrlich warm, und die sardische Spätsommer-Sonne brannte vom Himmel. Doch Jan hatte bei einem kurzen Blick auf seine Wetter-App bereits eine Unwetterwarnung für den folgenden Tag entdeckt.

„Wir fahren heute ins Landesinnere“, sagte er, während er mir half, das elegante Sommerkleid glattzuziehen. „Nach San Sperate. Das ist ein bekanntes Künstlerdorf kurz vor Cagliari. Berühmt für seine Wandgemälde und die sogenannten Klangsteine.“

Ich nickte dankbar und betrachtete noch einmal kurz mein Spiegelbild in der großen Glasschiebetür. Das leichte Sommerkleid fiel locker über meinen Körper und verbarg sowohl den Keuschheitsgürtel als auch das dazugehörende BH-Oberteil perfekt, was mir für unseren heutigen Ausflug durchaus recht war. Nur meine schwarzen Edelstahl-Ballett-Boots glänzten im Sonnenlicht beinahe wie frisch poliert. Obwohl ich inzwischen erstaunlich sicher darauf laufen konnte, musste ich mich jedes Mal aufs Neue daran gewöhnen, wie auffällig diese Metallstiefel unter einem ansonsten völlig normalen Sommerkleid wirkten.



Wenig später gingen wir zum Auto und machten uns mit dem weißen Fiat Grande Panda Elektro auf den Weg.

Die ersten Kilometer verliefen noch entlang der Küste, und immer wieder fiel mein Blick auf das tiefblaue Wasser, das zwischen Häusern und niedrigen Mauern hindurchschimmerte.

Bevor wir von der Küstenstraße ins Landesinnere abbogen, hatte Jan allerdings noch einen kleinen Zwischenstopp eingeplant.

In Muravera fanden wir ein kleines, hübsches Bekleidungsgeschäft, dessen Klimaanlage mir beim Betreten eine geradezu himmlische Abkühlung bescherte. Während Jan sich zunächst etwas abseits umsah, begann ich mich in aller Ruhe durch die Sommerkleider zu arbeiten. Die Auswahl war deutlich größer, als ich erwartet hatte: leichte Stoffe, kräftige Farben, verspielte Blumenmuster und lange, weich fallende Röcke, die bei der sardischen Hitze vermutlich genau das Richtige waren.

Ich nahm mir bewusst Zeit und zog mehrere Kleider aus den Ständern, hielt sie vor mich, verglich Schnitte und Stoffe und sortierte diejenigen wieder zurück, bei denen ich schon auf den ersten Blick Zweifel hatte. Ein Kleid war mir zu dünn, ein anderes fiel viel zu eng um die Taille, und bei einem dritten hätte ich mich zwar über die Farbe gefreut, aber der Stoff war so leicht, dass ich schon im Verkaufsraum befürchtete, später doch etwas von dem glänzenden Edelstahl auf meiner Haut erkennen zu können. Schließlich blieb ich bei einem hellen, knielangen Kleid mit einem weit fallenden Rockteil stehen. Die Farbe gefiel mir auf Anhieb, und der Stoff fühlte sich angenehm fest an, ohne schwer zu wirken.

„Das probiere ich an“, sagte ich leise zu meinem Mann, der inzwischen zu mir herübergekommen war, und verschwand mit dem Kleid unter dem Arm in der Umkleidekabine. Wenig später trat ich wieder heraus und stellte mich zunächst einfach vor einen großen Spiegel. Ich drehte mich langsam nach links und rechts, hob die Arme, bevor ich ein paar Schritte auf dem Teppich hin und her ging. Dabei achtete ich nicht nur darauf, ob mir das Kleid allgemein gefiel, sondern auch, ob irgendwo eine unerwünschte Kontur sichtbar wurde.

Jan hatte inzwischen ebenfalls verstanden, worauf ich hinauswollte, und betrachtete den Stoff von den Seiten. Er bestätigte mir, dass selbst unter der hellen Beleuchtung nichts von der metallischen Unterwäsche zu erkennen war. Trotzdem gab ich mich damit noch nicht zufrieden, sondern trat näher an den Spiegel, drehte mich noch einmal und strich den Rock glatt. Erst als auch bei dieser Kontrolle nirgendwo etwas durchschimmerte, begann ich ernsthaft darüber nachzudenken, das Kleid tatsächlich zu kaufen.

Es gefiel mir nämlich auch unabhängig von seiner praktischen Eigenschaft. Der Schnitt war schlicht genug für einen normalen Nachmittag, gleichzeitig aber deutlich hübscher als manches, was ich bereits im Schrank hatte, und der weit fallende Rock würde beim Gehen angenehm locker um meine Beine schwingen. Vor allem aber hatte ich nicht das Gefühl, mich darin verkleidet zu haben.

Ich ging wieder zu den Kleiderständern zurück und suchte weiter, obwohl ich das erste Kleid bereits über meinen Arm gehängt hatte. Dabei entdeckte ich wenig später ein zweites Modell, das mich sofort neugierig machte. Es war etwas eleganter geschnitten, hatte einen weit schwingenden Rock und ein luftiges Oberteil, dessen Stoff allerdings überraschend dicht gewebt war. Die Farbe war kräftiger als die des ersten Kleides und gefiel mir ausgesprochen gut. Noch interessanter fand ich jedoch, dass die Kombination mit meinen schwarzen Stiefeln plötzlich viel stimmiger aussah, als ich erwartet hatte. Also nahm ich auch dieses Kleid mit in die Kabine.

Diesmal dauerte die Prüfung nicht ganz so lange. Der Stoff fühlte sich angenehm an, der Rock fiel genau richtig, und auch bei hellem Gegenlicht war von dem Metall darunter nichts zu erkennen. Ich drehte mich vor dem Spiegel, ging ein paar Schritte hin und her und ließ den Rock ausschwingen. Erst danach trat ich wieder hinaus und suchte Jans Blick.

Seine Reaktion fiel erfreulich eindeutig aus: Dieses Kleid gefiel ihm sogar noch besser als das erste, und ich musste ihm insgeheim recht geben. Ich mochte vor allem die Farbe, aber auch der etwas elegantere Schnitt hatte seinen Reiz. Das erste Kleid konnte ich mir hervorragend für einen langen Ausflug vorstellen, während das zweite genauso gut zu einem Abendessen oder einem etwas schickeren Restaurant passen würde.

Ich hielt beide Kleider nebeneinander vor mich und betrachtete sie noch einmal im Spiegel. Eigentlich war die Entscheidung damit bereits gefallen. Das eine war praktisch und vielseitig, das andere gefiel mir einfach ausgesprochen gut, und beide erfüllten die einzige Bedingung, bei der ich wirklich keine Kompromisse eingehen wollte: Sie bedeckten Keuschheitsgürtel und -bustier vollständig und zuverlässig, auch wenn ich mich bewegte.

Jan hielt sich mit seiner Meinung angenehm zurück und ließ mich selbst entscheiden. Genau das war mir in diesem Moment auch lieber. Ich wollte nicht irgendein Kleid kaufen, weil er es hübsch fand, sondern eines, in dem ich mich sicher fühlte und nicht den ganzen Tag darüber nachdenken musste, ob unter dem Stoff vielleicht doch irgendwo ein Stück glänzendes Metall sichtbar wurde.

Schließlich legte ich die zwei Kleider über meinen Arm. „Ja“, sagte ich zufrieden. „Die nehme ich beide.“

Mein Mann überraschte mich, indem er plötzlich mit einem blauen Faltenrock und einem weißen T-Shirt mit ellbogenlangen Ärmeln in der Hand vor mir stand. „Die Auswahl der Kleider überlasse ich gerne dir. Aber was hältst du denn hiervon? Ich glaube, darin siehst du bestimmt auch gut aus.“

„Mein Liebster, deine Frau sieht immer gut aus. Doch du hast recht. Die beiden Teile gefallen mir auch. Und wenn du schonmal über deinen Schatten springst und dich am Klamottenkaufen aktiv beteiligst, dann kommen die eben auch noch mit“, flüsterte ich ihm zu.

„He! Das ist doch nicht das erste Mal, dass ich das mache“, erwiderte er leicht gekränkt.

Ich nickte langsam. „Stimmt. Das ist bereits das zweite Mal. Und das, obwohl wir gerade mal erst seit zwölf Jahren verheiratet sind.“

An der Kasse packte die Verkäuferin die Kleider sorgfältig zusammen und wünschte uns mit einem freundlichen Lächeln einen schönen Urlaub. Ich bedankte mich auf Italienisch, nahm die Tasche entgegen und folgte Jan aus dem Geschäft. Für die nächsten Tage war ich auf jeden Fall wieder deutlich besser ausgestattet.



Ich erklärte den Einkauf offiziell für beendet und den nächsten Programmpunkt für wesentlich dringlicher: Essen. Jan hatte offenbar bereits damit gerechnet und schlug ein kleines Café unweit des Ortszentrums vor, wo wir im Schatten einer großen Markise noch etwas trinken und eine Kleinigkeit essen konnten.

Kurz darauf saßen wir draußen an einem kleinen Tisch. Vor mir stand eine Latte Macchiato, dazu bestellte ich mir etwas, das deutlich mehr Substanz hatte als mein Frühstück am Morgen. Schon der erste Bissen fühlte sich nach der langen Zwangspause beinahe luxuriös an.

Jan beobachtete mich mit einem amüsierten Lächeln, während ich mich über mein Essen hermachte, und irgendwann musste ich selbst darüber lachen. Nach acht Tagen war ich inzwischen an vieles gewöhnt, aber die Tatsache, dass ein ganz gewöhnlicher Restaurantbesuch für mich jedes Mal sorgfältig in den Tagesablauf eingebaut werden musste, gehörte offenbar weiterhin zu den Dingen, die wir nicht ganz selbstverständlich nehmen konnten.

Der Kaffee tat sein Übriges. Nach dem Essen lehnte ich mich zufrieden zurück, nahm noch einen Schluck und betrachtete die Einkaufstüte neben meinem Stuhl. Ein neuer Faltenrock, zwei neue Kleider, ein voller Magen und ein sonniger Nachmittag vor uns – für den Moment konnte ich mir kaum einen besseren Sonntag vorstellen.



Wenig später rollte der weiße Fiat Grande Panda Elektro wieder aus Muravera hinaus, und wir setzten unseren Weg ins Landesinnere fort.

Die touristisch geprägten Straßen rund um die Costa Rei wichen schmaleren Landstraßen, links und rechts standen Olivenbäume und niedrige Steinmauern, und dazwischen tauchten immer wieder kleine Häusergruppen auf. Jan hatte das Radio leise laufen und kommentierte gelegentlich, was wir gerade sahen, während ich mich entspannt zurücklehnte und die Landschaft an mir vorbeiziehen ließ. Es tat gut, einfach einmal wieder eine längere Strecke im Auto zu sitzen und nichts weiter tun zu müssen, als aus dem Fenster zu schauen.



Als wir San Sperate erreichten, parkte Jan den Wagen auf einem größeren Parkplatz. Wir stiegen aus und ich hakte mich an seinem rechten Arm ein.

Das Dorf war traumhaft schön. An fast jeder Häuserwand prangten bunte, riesige Wandgemälde – die berühmten Murales –, die biblische Szenen, den sardischen Alltag oder abstrakte Kunst zeigten.

Je tiefer wir in den Ortskern hineinkamen, desto häufiger blieben meine Augen an den verschiedenen Kunstwerken hängen. Manche bedeckten nur eine einzelne Hauswand, andere zogen sich über ganze Fassaden und erzählten kleine Geschichten, die sich einem oftmals erst erschlossen, wenn man ein paar Augenblicke davorstand. Ich hielt immer wieder einen Moment inne, entdeckte neue Details und fotografierte einige der Motive mit dem Handy, während Jan geduldig neben mir wartete. Besonders gefiel mir, dass die Kunst hier nicht irgendwo abgeschottet hinter einer Museumstür zu finden war, sondern mitten im Alltag auftauchte, zwischen Haustüren, Fenstern, parkenden Autos und kleinen Plätzen, als wäre es das Normalste der Welt, morgens aus dem Haus zu gehen und plötzlich vor einem riesigen Kunstwerk zu stehen, das die gesamte Häuserfassade bedeckte.

Der absolute Glücksfall für mich war jedoch der Boden. Die historischen Gassen im Ortskern waren verkehrsberuhigt und mit absolut glattpolierten, ebenen Steinplatten gepflastert. Hier hatte ich mit den Gummisohlen perfekten Halt und konnte erstaunlich flüssig dahintrippeln.

Erst als wir auf einer kleinen Piazza vor den berühmten „Klingenden Steinen“ des Künstlers Pinuccio Sciola standen – riesigen, kunstvoll behauenen Granitblöcken –, wurde es ein bisschen brenzlig.

Jan und ich waren es inzwischen gewohnt, dass meine Schuhe in fremder Umgebung zuverlässig für einige interessierte Blicke oder gar Kopfschütteln sorgten. Nach acht Tagen nahm ich das kaum noch wahr. Die Menschen sahen hin, manche länger, manche nur für einen kurzen Moment, und ich hatte längst aufgehört, mich deswegen unwohl zu fühlen. Solange niemand direkt mit mir sprechen wollte, war mir die Sache eigentlich vollkommen egal.

Doch genau das geschah natürlich ausgerechnet hier auf der kleinen Piazza vor den berühmten „Klingenden Steinen“. Jan ging zu einem der riesigen, kunstvoll behauenen Granitblöcke und strich mit den Handflächen sanft über, sodass der Stein wie durch Zauberei ein tiefes, mystisches Summen von sich gab.

Ein älteres italienisches Ehepaar, das ebenfalls dort stand, unterbrach seine Unterhaltung. Die Frau blickte erst fasziniert auf den singenden Stein, dann wanderte ihr Blick an meinen Beinen hinunter und blieb selbstverständlich fassungslos an den glänzenden, schwarzen Edelstahlstiefeln hängen.

Ich ahnte sofort, was jetzt kommen würde.

Die Frau sagte etwas zu ihrem Mann und wandte sich anschließend direkt an mich. Ich verstand zwar nicht jedes einzelne Wort, aber die Frage nach dem ungewöhnlichen Schuhwerk an meinen Füßen war ziemlich eindeutig. Sie wäre mit Sicherheit noch mehr irritiert gewesen, wenn ich ihr flüsternd geantwortet hätte. Daher gab ich überhaupt keine Antwort und sah stattdessen kurz zu Jan hinüber.

Er verstand das Signal sofort. Mit seinem vollkommen ernsten Ingenieursgesicht erklärte er der Signora, die Stiefel stammten aus Mailand und seien ein besonders extravagantes Modell von Balenciaga. Natürlich handele es sich um ganz normale, wenn auch ausgesprochen ungewöhnliche Designerschuhe, und offenbar sei das Modell hier noch nicht besonders bekannt.

Die Wirkung war erstaunlich. Die Frau betrachtete meine Füße daraufhin noch einmal mit ganz anderen Augen, nickte anerkennend und sagte wieder etwas zu ihrem Mann, worauf dieser sich ebenfalls neugierig zu uns umdrehte und auf meine Beine schaute. Ich konnte mir ein kleines Grinsen nicht verkneifen. Nach der Geschichte mit der Achillessehnenverletzung war die Balenciaga-Erklärung eindeutig unsere bisher erfolgreichste Variante.

Ich kniff Jan unbemerkt fest in den Unterarm, hielt das Kinn stolz erhoben und ließ die beiden einfach weiter staunen, während wir unseren Spaziergang fortsetzten.



Am Abend suchten wir uns ein hübsches Restaurant aus und ließen uns gemeinsam eine Grillplatte schmecken. Dazu gab es eine Flasche Wasser und guten sardischen Roséwein.

Die Rückfahrt verlief so entspannt wie der Hinweg. Als wir gegen 23:15 Uhr wieder die Villa an der Costa Rei erreichten, war ich entsprechend müde. Meine Füße schmerzten zwar nicht wirklich, doch nach dem langen Tag auf den starren Spitzen fühlte ich mich insgesamt erschöpft und war ehrlich gesagt froh, endlich wieder in unserer gewohnten Umgebung zu sein.
Während Jan die Haustür öffnete und meine neu gekauften Kleider reinbrachte, lief ich außenherum zum Sanitärhäuschen, um mich für die Nacht fertigzumachen. Als ich danach zurück beim Eingang ankam, wartete er bereits mit meinem schwarzen Oberkörperpanzer in der Hand auf mich.

Ich schlüpfte aus dem Sommerkleid und Jan verpackte mich – begleitet von dem gewohnten Klacken der Verschlüsse – in das Korsett, die Beinschalen und die Armröhren und setzte mir als krönenden Abschluss den Dobermann-Helm auf den Kopf. Laut der Wanduhr im Flur waren, seit ich über die Schwelle getreten war, weniger als vier Minuten vergangen.

Als Jan das Vorderteil des Helms mit dem integrierten Trinkknebel und der langen Hundeschnauze nach unten klappen wollte, hielt ich ihn auf. „Warte kurz“, flüsterte ich, „zum einen brauche ich erst noch meinen Gute-Nacht-Kuss, und zum anderen wollte ich dich fragen, ob wir wieder eine Runde Höher oder Tiefer spielen wollen.“

Jan lächelte. „Klar, gerne.“ Er beugte sich nach vorne, legte seine Hände an meine Schläfen, schob meinen Kopf sanft in den Nacken und gab mir einen langen Kuss.

Dann öffnete ich den Mund, und der innen an der Schnauze montierte Knebelball schob sich fest zwischen meine Zähne, als er Vorder- und Hinterteil meines Helms zusammendrückte. Es folgte ein kurzes Klick-Klick und das System war dicht. Ich hievte mich auf meine gummierten Pfoten und krabbelte ins Wohnzimmer. Dort machte ich Sitz und wartete geduldig, bis Jan mit einer Weinflasche unter dem Arm und meinem Napf, seinem Glas und dem Kartenspiel in der Hand kam, um die Tür zur Terrasse aufzuschieben.

Draußen legte er die Polsterauflagen der Terrassenliegen neben dem Pool auf die Fliesen und ließ sich auf eine davon im Schneidersitz nieder. Ich trottete zu der anderen, stellte meine Vorderpfoten an das vordere Ende und schob dann meine Hinterläufe so weit nach hinten, bis ich ausgestreckt auf dem Bauch lag. Ich hob den Kopf an und blickte zu Jan.

Herrchen stellte meinen Edelstahlnapf zwischen meine Vorderläufe, füllte erst diesen und daraufhin sein Weinglas, mischte den Kartenstapel und deckte die oberste Karte auf. Eine Neun.

Ich war mutig und reckte meine Hundeschnauze zweimal in die Höhe.

Herrchen runzelte die Stirn. „Höher? Bist du dir sicher?“

„Hmmm!“, brummte ich bestimmt. Erst da wurde mir bewusst, dass uns Evildevil keine neue Firmware für meinen Petsuit zugeschickt hatte. Also war es entweder Absicht gewesen, oder er tolerierte den Fehler. Jedenfalls bezog sich die strickte Lautstärkenbegrenzung wohl ausschließlich auf das Sprechen.

Jan deckte die nächste Karte auf: Es war eine Dame.

Schweigend führte er sein Weinglas zum Mund und nahm einen Schluck. Anschließend nahm er wieder die oberste Karte vom Stapel und deckte sie auf. Karo Acht. „Hmm… Das ist genau die Mitte. Ich sage auch Höher.“

Bei der nächsten Karte handelte es sich um die Pik Fünf.

Jan musste wieder trinken und ich konnte mir ein Prusten nicht verkneifen.

In der zweiten Runde lief es genauso. Ich lag richtig, er lag wieder falsch. Doch in der dritten Runde lief es nicht mehr so gut. Da lag ich mit meinem Tipp falsch. Jan zum Glück ebenfalls. Die vierte Runde lief noch schlechter für mich: Jan hatte eine Drei aufgedeckt. Logischerweise tippte ich auf Höher. Doch dann kam tatsächlich eine Zwei. Also senkte ich meine Hundeschnauze in den Napf und sog an meinem Trinkknebel. Deutlich hörbar klackte das Einlassventil.

Der Rest des Spiels verlief zwar einigermaßen ausgeglichen, aber am Schluss gewann doch ich, denn Herrchens Glas war als erstes leer. Obwohl Jan, bevor wir angefangen hatten, genau darauf geachtet hatte, dass sich in meinem Napf die gleiche Menge Wein befand wie in seinem Glas.

Dann wurde es allmählich Zeit, schlafen zu gehen. Also trank ich meinen Wein ebenfalls aus und Jan trug sein Glas, den restlichen Wein und meinen Napf in die Küche. Anschließend wollte er zunächst die große Glasschiebetür zum Garten zuschieben, hielt inne und blickte auf sein Handy. Er runzelte die Stirn und sah mich an.

„Hmmm... Angeblich soll es hier morgen stark regnen“, meinte er nachdenklich. „Dann hole ich besser die Auflagen von den Terrassenliegen rein, damit sie nicht nass werden.“

Ich blieb auf allen Vieren stehen und beobachtete ihn durch mein getöntes Visier schweigend dabei, wie er die dicken, weichen Polsterauflagen nacheinander ins Wohnzimmer schleppte und direkt neben der Glasschiebetür auf dem hellen Fliesenboden sorgfältig übereinanderstapelte. Für einen kurzen Moment fragte ich mich, warum er die Polster nicht einfach irgendwo anders hinlegte. Dann betrachtete er zufrieden sein Werk und wandte sich wieder seinem Handy zu.

Ich maß dem Ganzen keine weitere Bedeutung bei, sah den Stapel einen Moment lang an und dachte kurz, dass die Polster auf dem harten Fliesenboden beinahe gemütlicher aussahen als das Sofa.

Pünktlich um kurz vor ein Uhr schickte mich mein Herrchen in den Stahlkäfig und schloss die Tür. „Gute Nacht, Schatz.“

Die Infrarot-Heizstrahler über mir erwachten mit ihrem roten Glimmen. Nachdem ich mich erschöpft im Käfig ausgestreckt hatte, dauerte es nicht lange, bis ich zufrieden in den Schlaf glitt.

--Fortsetzng folgt--

DarkO
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
Seiten(12) «8 9 10 11 [12] »
Antworten Bei Antworten benachrichtigen
Jumpmenü
Google
Suche auf dieser Seite !!


Wir unterstützen diese Aktion
Jugendschutzbeauftragter
Kristine Peters
Kattensteert 4
22119 Hamburg
Tel. 0180-5012981
(0,14 EUR/Min. aus dem dt. Festnetz, max. 0,42 EUR/Min. aus den Mobilfunknetzen)
[email protected]
https://www.erotik-jugendschutz.de

Impressum v 1.2
© all rights reserved, 2026

Der Aufruf erzeugte 13 locale und 0 zentrale Queries.
Ladezeit 0.02 sec davon SQL: 0.00 sec.