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  Moderne Keuschheit - Teil 2
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windelfohlen
Stamm-Gast





Beiträge: 318

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  RE: Moderne Keuschheit - Teil 2 Datum:29.06.26 10:01 IP: gespeichert Moderator melden


Ich glaube nicht das Nadja es einfach so akzeptiert aus Pragmatismus, ich vermute eher das Nadja diese Art von Kontrollabgabe/Verlust besser gefällt.
Kann mir gut vorstellen das am Schluss vom Urlaub Nadja Herr Evildevil fragt ob sie den Dobermann Petsuit behalten darf, was sich ED sicherlich nicht nehmen lassen kann um Nadja und Jan etwas zu Quälen als Gegenleistung... ich meine weitere aufgaben geben wird, oder einfach zusätzlich zeit.
Gespannt was die beiden noch so alles im Urlaub erleben dürfen und Erfahrungen machen können.
So ein Petsuit für Singels wäre was, würde ich sofort bestellen, gibt sicher ein umbau kit für Selfbondage.
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MartinII
Sklavenhalter

Norddeutschland


Versklavung einer Frau geht nur freiwillig.

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  RE: Moderne Keuschheit - Teil 2 Datum:29.06.26 15:00 IP: gespeichert Moderator melden


Wieder eine beeindruckende Fortsetzung - Danke!
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Nr488-747-941
Freak

Bayern


Verschlossen ist besser!

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  RE: Moderne Keuschheit - Teil 2 Datum:02.07.26 09:09 IP: gespeichert Moderator melden


Ich schließe mich Martin an. Bin gespannt wozu die Infrarotwärme gedacht ist. Quälereien?

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Nr488-747-941 am 02.07.26 um 09:11 geändert
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DarkO
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  RE: Moderne Keuschheit - Teil 2 Datum:03.07.26 09:37 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
Ich schließe mich Martin an. Bin gespannt wozu die Infrarotwärme gedacht ist. Quälereien?


Hallo lange Nummer mit Bindestrichen,

ich bin bestürzt, dass Herrn Evildevil immer gleich etwas Böses unterstellt wird. Und das, obwohl er doch selbst stets betont, dass er kein Unmensch ist. - So sind die Infrarotstrahler in der Käfigdecke tatsichlich nur dazu da, die Person im Käfig zu wärmen, damit sie nicht friert. Schließlich kann es gerade ab Mitte September auf Sardinien nachts schon mal kühl werden.

Grüße
DarkO

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DarkO
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Nürnberg




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  RE: Moderne Keuschheit - Teil 2 Datum:05.07.26 21:51 IP: gespeichert Moderator melden


31. Das Sardinien-Protokoll – Tag 2

Eine unruhige Nacht begann und ich glitt in einen fragmentierten Halbschlaf. Es war kein richtiges Vergessen, sondern ein bizarres Wandeln zwischen Traum und Realität. Immer wieder wachte ich kurz auf. Wenn ich versuchte, mich anders hinzulegen, stieß ich oft mit mindestens einer meiner Pfoten gegen die Gitterstäbe, die mich umgaben. Ich fand in dieser ersten Nacht im Käfig einfach keine feste Position. Dabei war der Zwinger eigentlich überhaupt nicht klein. Die Länge schätzte ich auf einen Meter und achtzig, die Breite auf achtzig Zentimeter und die Höhe auf einen Meter.

Als ich wieder einmal unbeweglich auf der roten Matte lag, lauschte mein Gehirn unwillkürlich in die Dunkelheit des Helms hinein. Neben dem ruhigen Atmen meines Mannes hörte ich nur mein eigenes, gedämpftes Schnaufen. Und genau in dieser totalen Isolation spürte ich eine, tiefe Wärme in meinem Schritt. Diese erzwungene, hündische Rolle im Zwinger schien in mir eine unterschwellige, aber sture Erregung zu erzeugen, die ich weder begreifen konnte, noch wahrhaben wollte. Ich schnaubte einmal verärgert durch die Nase, verlagerte mein Gewicht auf die andere Seite und zwang mich, wieder in den Halbschlaf zu gleiten.



Ein mechanisches Summen, gefolgt von einem ‚Klick‘, riss mich endgültig aus dem Dämmerzustand. Es musste acht Uhr sein. Die Käfigtür war wieder entriegelt.

Ich sah zum großen Doppelbett hinüber. Jan schlief noch immer tief und fest, die Decke bis zur Nase hochgezogen. Eine Weile konnte ich ihn noch schlafen lassen, aber ich spürte einen zunehmenden Druck in der Blase.

Irgendwann wurde es unerträglich. Wenn ich mich im Garten erleichtern wollte, und nicht hier im Käfig, dann musste ich jetzt raus. Ich hievte mich auf alle Viere und stieß mit der linken Hinterpfote fest gegen die Gitterstäbe. Das laute, dumpfe ‚DONG‘ ließ Jan im Bett zusammenschrecken.

„Oh... schon zwanzig nach acht?“, murmelte er mit rauer Morgenstimme, schob die Decke weg und eilte herbei. Er zog die Käfigtür auf. „Guten Morgen, Schatz. Bitte entschuldige, dass du warten musstest. Ich lass‘ dich raus.“



Ich kroch aus dem Käfig und folgte Jan durch das helle Wohnzimmer. Er schob die Terrassentür auf und ich lief nach draußen. Die sardische Morgenluft im Garten war erfrischend kühl, während ich im feuchten Gras in eine hündische Hocke ging. Jan, mein Herrchen, wartete solange geduldig auf der Terrasse. Als ich fertig war, trottete ich zu ihm hin und es nahm den Gartenschlauch in die Hand.

Kurz darauf ertönte das Zischen des Wasserhahns. Im Gegensatz zum gestrigen Mittag hatte die Sonne den Schlauch noch nicht aufgeheizt. Als der Strahl den Bereich zwischen meinen Beinen traf, schoss das eiskalte Wasser über meine nackte Haut und den Edelstahl des Gürtels. Ich keuchte laut auf, und mein ganzer Körper spannte sich an.

Jan drehte das Wasser ab, kniete sich mit einem Handtuch neben mir hin und begann, mich mit unendlicher Sanftheit trocken zu reiben. Er strich mir über den Helm. „Alles gut, Schatz. Das kalte Wasser tut dem Kreislauf gut. Komm wieder rein.“

Zurück im Haus sank ich erschöpft auf die Fliesen. Mein Mann fing an, in der Küche zu hantieren. „Ich mache mir einen Espresso. Und was möchtest du, Schatz? Einen großen Milchkaffee?“

„Mmmh!“

Evildevil hatte bei der Einrichtung der Villa wahrlich nicht gespart und in der Küche eine regelrechte Kaffeemaschinen-Armada auffahren lassen, die nun nebeneinander auf der dunklen Granitplatte thronte. Auf der rechten Seite glänzte eine wuchtige Gastro-Espresso-Siebträger-Maschine. Jan schaltete das Ungetüm ein, musterte das Display und die verchromten Hebel kurz mit skeptischem Ingenieursblick, bevor er die Bohnen mahlte, das Pulver eher vorsichtig in den Siebträger drückte und das schwere Metallteil mit einigem Kraftaufwand in die Brühgruppe drehte. Als er einen Knopf drückte, floss ein tiefschwarzer, herrlich duftender Espresso in seine kleine Tasse und ein verführerischer Duft breitete sich aus.

Direkt daneben stand ein riesiger Vollautomat, der wohl zukünftig für mein Frühstück zuständig sein würde. Da ich durch den Gummiball-Knebel im Hundehelm unmöglich aus einer normalen Tasse trinken konnte, suchte Jan auf dem Touchdisplay nach der passenden Einstellung und stellte meinen Edelstahlnapf unter den Auslauf. Der Automat legte mit einem dumpfen Mahlgeräusch los und goss kurz darauf einen großen, heißen Milchkaffee direkt in mein Trinkgefäß. Jan balancierte die schwere Schale behutsam hinunter auf die Küchenfliesen, strich mir einmal sanft über den Rückenpanzer und meinte schmunzelnd: „Guten Appetit, Liebling. Lass es dir schmecken.“

Ich stemmte mich ein Stück hoch und stützte mich auf meine Ellenbogen. Anschließend senkte den Kopf, tauchte meine Hundeschnauze in den Schaum und begann, kräftig zu saugen. Bei jedem Schluck hörte man wieder das rhythmische, metallische Klacken des Einlass-Ventils in meinem Knebel. Der warme, süße Kaffee floss durch das Rohr in meinen Mund und vertrieb die Trockenheit der Nacht.

Mein Mann kniete sich vor mich hin und hielt den Napf schräg, damit ich auch den letzten Rest noch austrinken konnte. Als ich fertig war, nahm er den Napf weg, holte ein Tuch und wischte mir zärtlich die Schnauze sauber.

Danach legte ich meinen schwarzen Edelstahlkörper wieder auf den kühlen Fliesen ab und blickte zu Jan, der gerade am Esstisch saß und frühstückte. Die Welt nur noch durch einen schmalen, stark getönten Schlitz wahrnehmen zu können, hatte zur Folge, dass ich so gut wie immer meinen ganzen Dobermann-Kopf bewegen musste, wenn ich woanders hinschauen wollte.



Jan räumte das Geschirr weg, sah auf die Uhr und schaute mich dann mit einem verschmitzten Lächeln an.

„Es ist erst kurz vor neun, Schatz“, sagte er und kniete sich erneut zu mir. „Das heißt, es dauert noch mehr als drei Stunden, bis ich dich aus deinem Anzug rauslassen kann. Was hältst du davon, wenn wir nochmal runter an den Strand gehen? Gestern in der Abenddämmerung war es dort so schön.“

Nach dieser unruhigen ersten Nacht im Zwinger hatte ich mich zunächst ziemlich erschöpft gefühlt. Auch ohne die zusätzlichen zwölf Kilogramm Edelstahl an meinem Körper wäre es mir vermutlich schwergefallen, mich zu bewegen. Doch nachdem ich den großen Napf Milchkaffee ausgetrunken hatte, waren meine Lebensgeister allmählich zurückgekehrt.

Das bedeutete natürlich nicht, dass ich anschließend sofort wie ein junges Reh durch die Villa hüpfte. Ständig immer nur auf allen Vieren herumzukrabbeln war ungewohnt und anstrengend. Als ich Jans Vorschlag hörte, gemeinsam runter an den Strand zu gehen, hätte ich ihn zunächst am liebsten gefragt, ob er noch recht bei Trost war. Andererseits entsprach es eigentlich nicht meinem Wesen, die ganze Zeit bis zum Mittag nur faul herumzuliegen. Außerdem würde es so etliche Tage dauern, bis ich mich halbwegs an diesen Petsuit gewöhnte. Und vor allem an das Laufen darin. Also stimmte ich mit einem kurzen Brummen zu: „Mmh!“

„Na dann los, komm“, sagte Jan, nachdem er sich eine Badeshorts angezogen und zwei Strandtücher in seinen Rucksack gestopft hatte, und schob die Terrassentür auf.

Als ich ihm nach draußen folgte, hielt ich unwillkürlich mitten in der Bewegung inne und starrte fasziniert durch mein getöntes Visier. Vor mir ging in diesem Moment ein kleines Wasserschauspiel zu Ende, von dessen Existenz ich bisher nicht den leisesten Schimmer gehabt hatte. Vier schwarze Stäbe, die in den Ecken des Gartens platziert waren, versanken gerade wie kleine stählerne Periskope lautlos im dichten Grün, während das Zischen des Wassers allmählich erstarb. Der gesamte Rasen funkelte unter der sardischen Vormittagssonne, als hätte jemand Millionen winziger Diamanten darüber ausgeschüttet, und ein herrlich frischer, feuchter Duft drang mir durch die Atemkanäle entgegen. Ich folgte Jan behutsam über den Weg aus Steinplatten, hin zu der stählernen Tür in der östlichen Mauer.

Natürlich wählte ich für den Abstieg diesmal den linken Trampelpfad. Die Vormittagssonne stieg bereits höher und wärmte meinen Körper, während unten das kühle Meerwasser rauschte. Der schwere Petsuit lastete starr auf meinen Gliedern. Trotz des relativ schwachen Gefälles war das Krabbeln im Kreuzgang auf dem unebenen Sandboden ein mühsamer Kraftakt. Und obwohl ich durch die dicken Gummisohlen unter meinen Pfoten perfekten Halt hatte und die Gelkissen an den Knien und Händen den Druck perfekt abdämpften, musste ich mich höllisch konzentrieren, um zwischen dem Buschwerk und den Granitfelsen nicht die Balance zu verlieren. Ich schwitzte leicht unter dem Panzer, und jede Bewegung erforderte ein Höchstmaß an Koordination. Deshalb verdrängte ich die unaufhörliche Stimulation des Dildos, der bei jedem Vorwärtsschritt in meiner Vagina arbeitete, so gut es ging aus meinem Hirn und sagte mir immer wieder: „Ich schaffe das, ich breche mir hier auf den vier Pfoten nicht die Knochen.“



Als wir den weichen Sand in der kleinen Bucht erreichten, war das Gefühl unter meinen Pfoten fantastisch. Das Gummi sank leicht in den feinkörnigen, hellen Sand ein, was das Laufen auf allen Vieren etwas leichter machte als auf den harten Hausfliesen. Jan breitete die Strandtücher direkt im Schatten eines der großen Felsen aus.

Ich krabbelte auf das Tuch und ließ mich erschöpft, aber glücklich auf den Bauch sinken. Jan legte sich direkt neben mich, den Kopf auf seinen angewinkelten Arm gestützt, und sah mich einfach nur an. In dieser totalen Bewegungslosigkeit, während das ununterbrochene Rauschen der Wellen über die Schläfenplättchen des Helms glasklar direkt in meinem Kopf widerhallte, wurde mir meine absolute Abhängigkeit so richtig bewusst. Ich konnte mir weder selbst auch nur einen Schluck Wasser holen, noch mich später selbst aus dem Dobermann-Anzug befreien. Selbst das Saubermachen nach dem Pinkeln musste Jan für mich übernehmen.

Das alles fühlte sich jedoch nicht wie eine beschämende Erniedrigung an, sondern eher wie eine unheimliche, fast erlösende Erleichterung: Ich hatte die Verantwortung für mein Mensch-Sein komplett an meinen Mann abgegeben, musste absolut nichts entscheiden und war bei ihm völlig in Sicherheit.

„Du bist unglaublich, Nadja“, sagte er bewundernd und strich mit den Fingern zärtlich über meine nackte Pobacke, direkt am Rand des Edelstahlstegs meines Keuschheitsgürtels. Ausgelöst durch seine Berührung flutete eine warme Welle der Erregung meinen Unterleib. Ich blickte durch das Visier des Helms in seine Augen und wünschte mir in diesem Moment sehnlichst, ich könnte ihn noch einmal küssen.



Wir verbrachten zwei Stunden fast komplett schweigend am Meer. Jan ging zwischendurch einmal kurz ins Wasser, um sich abzukühlen. Als ich es auf dem Handtuch vor klammer Hitze im Schritt nicht mehr aushielt, hievte ich meinen schweren Körper hoch, um ihm einfach hinterherzugehen. Ich wollte diesen glühenden, feuchten Brand auf meiner Haut durch das kalte Meerwasser löschen.

Kaum war ich im Stand auf allen Vieren und machte die ersten hölzernen Schritte in Richtung Brandung, erwachte der Vaginaldildo prompt aus seinem Ruhezustand und begann im Takt meiner Pfoten in mir zu arbeiten. Ich schnaubte einmal verärgert durch die Nase über diesen fiesen Mechanismus, stakste aber unbeirrt weiter vorwärts, bis ich das seichte Wasser erreichte. Ich ließ mich flach in die flache Brandung sinken, sodass die kühlen, sanften Wellen mein freiliegendes Hinterteil umspülten und direkt hinter dem silbernen Schrittblech meines Gürtels für eine wunderbare, erlösende Abkühlung sorgten.

Als Jan schließlich aus dem tieferen Wasser zurückkam und in Richtung der Strandtücher ging, merkte ich, wie er kurz neben mir innehielt. Ich bemerkte seinen Schatten in meinem Augenwinkel, während ich starr nach vorne zum Hang blickte.

„Na, musst du dich auch abkühlen?“, fragte er zärtlich.

Ich stieß nur ein tiefes, zufriedenes Schnaufen durch die Nase aus und blieb einfach im seichten Wasser liegen, während die kleinen Wellen an meinen schwarzen Panzer schlugen.



Irgendwann erhob sich Jan von seinem Strandtuch und klopfte sich den Sand von den Beinen. Er sah auf seine Armbanduhr. „Es ist zwanzig nach elf, Schatz“, verkündete er. „Wenn wir pünktlich um zwölf im Flur sein wollen, sollten wir allmählich wieder hoch. Es sei denn, du möchtest gerne noch eine weitere Stunde als Dobermann herumlaufen.“

Ich brummte zweimal, hievte mich auf meine Gummipfoten und spürte, wie die Scharniere an den Handgelenken sich für den Aufstieg wieder im neunzig-Grad-Winkel arretierten und die stählernen Gelenke an den Ellenbogen sich versteiften. Wir traten den Rückweg an.

Auf halber Strecke ging mir dann allerdings doch die Puste aus. Die ungewohnte Koordination im Vierfüßlergang und die konstante körperliche Anstrengung forderten schließlich ihren Tribut. Ich blieb mitten auf dem schmalen Pfad stehen, senkte den schweren Edelstahlhelm tief nach unten und stieß ein mattes, erschöpftes Schnaufen durch die vorderen Atemkanäle aus. Jan, der ein paar Schritte vor mir gelaufen war, drehte sich sofort um. Er verstand mein Signal ohne Worte. Er drängte mich nicht, sondern setzte sich ganz unaufgeregt neben mir auf einen flachen Granitblock, schob seine Hand unter den Rand meines Helms und kraulte mir sachte den verschwitzten Nacken. Ich sank dankbar auf alle Vieren in den warmen Sand, schloss die Augen und konzentrierte mich nur darauf, wie mein Atem langsam wieder ruhiger wurde. Erst als ich den Kopf anhob und Jan stumm fixierte, stand er auf und klopfte mir auf den Rückenpanzer. „Na komm, mein braver Hund. Den Rest schaffen wir jetzt auch noch.“

‚Mein braver Hund‘. Die Worte trafen mich hinter dem getönten Visier wie ein Schlag. Die beiläufige, völlig unaufgeregte Selbstverständlichkeit in Jans Stimme zündete augenblicklich ein explosives Gemisch aus heißem Widerstand und nackter Verwirrung in meinem Kopf. Es schnürte mir für einen Moment regelrecht die Kehle zu. Mein rationaler Verstand wollte sich empört aufbäumen, doch während ich stumm dalag und die Worte in mir nachhallten, spürte ich zu meiner eigenen Verwunderung, wie sich tief in meinem Bauch eine Art Erleichterung breitmachte. Der Petsuit zwang mich ohnehin in den Staub. Mein Körper gehorchte dem Rhythmus bereits. Ich schluckte den Stolz mühsam hinter dem Gummiball hinunter, stieß ein leises, resigniertes Brummen aus und drückte mich schwerfällig wieder hoch auf alle Viere, um ihm zu folgen.



Wir schafften den restlichen Aufstieg über den geschwungenen Trampelpfad ohne weitere Zwischenfälle. Im Garten der Villa angekommen, liefen wir jedoch nicht gleich weiter zur Haustür. Jan blieb stehen und drehte sich lächelnd zu mir um. „Du bist voller Sand und voller Salz. So kann ich dich unmöglich ins Haus lassen.“ Er blickte an sich herunter und grinste. „Und mir könnte eine Dusche auch nicht schaden. Aber das Wasser aus dem Gartenschlauch ist wohl noch zu kalt. Wir gehen lieber kurz zusammen ins Sanitärhaus.“

Allerdings war das Häuschen nicht gerade für den gleichzeitigen Aufenthalt eines ziemlich sperrigen Edelstahl-Dobermanns und eines durchschnittlich großen Mannes ausgelegt. Das Chaos begann in dem Moment, als mein Mann mich vorschickte in die enge Duschkabine. Ich krabbelte ungelenk hinein, blieb drinnen mangels Wendemöglichkeit einfach quer auf allen Vieren stehen und blockierte prompt mit meinem starren Rückenpanzer und der langen Hundeschnauze den gesamten Raum.

Jan drängte sich hinterher, fluchte leise und stellte fest, dass er mit dem Rücken an der trockenen Duschwand klebte und beim besten Willen nicht an den Mischhahn herankam, um das Wasser anzustellen. Mein Dobermann-Helm war ihm schlicht im Weg.

„Hmm... Vielleicht klappt es, wenn du mal zwei Schritte rückwärts Richtung Waschbecken läufst“, schlug er ratlos vor.

Ich schnaubte einmal genervt durch den Knebel, tastete mich mit den gummierten Pfoten auf dem Boden entlang und schob mich im Rückwärtsgang millimeterweise aus der Kabine. Jan atmete erleichtert aus, erreichte endlich die Armatur und drehte das Wasser auf. Es kam herrlich warm aus dem Brausekopf.

Nachdem er seine Badehose ausgezogen hatte, fing er an, mich gründlich abzubrausen. Geduldig wusch er das Salz und den Sand vom Petsuit, meinem nackten Hintern und von den momentan nach oben ragenden Keilsohlen meiner Stiefel. Als wir vollkommen sauber waren, stellte Jan das Wasser ab und rubbelte uns beide mit einem großen Handtuch trocken.



Trotz des kleinen Durcheinanders beim Duschen standen meine vier Gummipfoten überpünktlich, wie vorgeschriebenen, auf dem Läufer in der Diele. Die Uhr oben an der Wand zeigte drei Minuten vor zwölf an. Ich wartete auf das Ende meiner ersten, langen Pflichtphase.

„Noch fünfzehn Sekunden“, sagte Jan schließlich. Er war vor mir in die Hocke gegangen und hatte seine Hände bereits seitlich an meinen Hundehelm gelegt. Seine Augen spiegelten die gleiche nervöse Anspannung wider, die meinen gesamten Körper fest im Griff hatte.

Ein hohes, langgezogenes Summen vibrierte durch mein Korsett und sämtliche Edelstahlsegmente an meinen Gliedmaßen.

Jan verschwendete keine Sekunde. Mit einem lauten, metallischen Klack sprangen die Riegel auf. Er zog den Edelstahlhelm nach oben weg. Das helle Licht im Flur blendete mich. Ich blinzelte und ließ den Kopf erleichtert nach vorne fallen, während die frische Raumluft mein nasses Gesicht kühlte. Mein Kiefer war nach der endlosen Nacht in dem Dobermann-Helm mit dem integrierten Knebel so steif und verkrampft, dass ich anfangs kaum die Lippen bewegen konnte. „Ich danke dir…“, flüsterte ich schließlich mit rauer, belegter Stimme.

Mit schnellen, konzentrierten Handgriffen öffnete er die Armröhren. Das leicht feuchte Innenfutter löste sich mit einem leisen Saugen von meiner Haut. Danach klappte er die V-Schalen an meinen Beinen auf. Als letztes kam das schwere Korsett. Ich schloss unwillkürlich die Augen und wartete auf den Schmerz – auf die Krämpfe, den Muskelkater, das taube Kribbeln von blockiertem Blut.

Aber da war absolut nichts! Evildevils Techniker hatten diesen unheimlichen Apparat offenbar perfekt konstruiert. Die durchgehende Mikromassage und das pneumatische Druckmanagement im Inneren der Polsterung hatten meine Durchblutung die ganze Nacht und den gesamten Vormittag über perfekt aufrechterhalten. Meine Gelenke waren nicht eingerostet, meine Sehnen in den Knien nicht verkürzt. Ich hatte keinen einzigen Krampf. Meine Beine fühlten sich unglaublich leicht an, fast so, als würde ich schweben.

„Nicht zu schnell aufstehen, Schatz. Lass deinem Kreislauf einen Moment“, bat Jan und hielt mich an den Schultern fest.

Aber ich wollte nicht warten. Ich musste mich bewegen. Ich drückte mich vom Boden hoch. Mit den Gummisohlen meiner Ballett-Boots fand ich sofort stabilen Halt. Mein Kreislauf war absolut stabil. Ich stand kerzengerade im Flur, nur im Keuschheitsgürtel, dem passenden BH und den besagten Stiefeln.

„Mir geht es gut, Jan. Körperlich geht es mir hervorragend“, sagte ich ruhig und sah an mir herunter. Meine Haut war unversehrt, keine einzige Druckstelle. Die körperliche Erleichterung war deutlich spürbar.

Ich war nicht hungrig. Ich wollte jetzt kein Essen sehen. Ich musste diese vergangenen zwölf Stunden im Dobermann-Petsuit erst einmal psychisch verdauen.

„Ich gehe mich kurz frisch machen“, murmelte ich, wich Jans besorgtem Blick aus und ging aus dem Haus.

Mit festen, absolut normalen Schritten lief ich draußen durch den Garten. Es war faszinierend, wie gut meine Beine funktionierten, während mein Gehirn noch im Vierfüßler-Modus festzustecken schien. Ich ging um das Ferienhaus herum, ignorierte die einladenden Liegen auf der Terrasse und steuerte direkt das Toilettenhäuschen an.

Ich schloss die Tür hinter mir und trat vor den Spiegel. Mein Gesicht war vom Helm gerötet, meine Haare platt gedrückt. Ich griff nach meiner Zahnbürste, drückte Zahnpasta darauf und begann, mir gründlich den Geschmack des Saugknebels aus dem Mund zu bürsten. Das schäumende Mint-Aroma tat unendlich gut. Als ich den Mund ausspülte und das Wasser in den Abfluss spuckte, sah ich mich lange im Spiegel an. Der Edelstahl an meinen Brüsten und an meiner Taille funkelte im hellen Licht der Deckenlampe.

Die erste lange Phase hatte ich überstanden. Um Mitternacht würde das Spiel von vorn beginnen. Dreizehn weitere Tage als Testobjekt lagen noch vor mir. Ich stellte mich in die Duschkabine und drehte den Hahn auf. Das Wasser aus der Brause traf auf meine Haut, welche zwölf Stunden lang in Edelstahl eingepackt gewesen war.

Das warme Wasser spülte nicht nur den Geschmack des Saugknebels endgültig weg, sondern löste auch langsam die hölzerne Starre aus meinen Gliedern. Als ich mich gründlich abgetrocknet hatte, war ich zu absolut nichts mehr zu gebrauchen. Die unruhige Nacht im Käfig und das ungewohnte Krabbeln steckten mir tief in den Knochen.

An Essen war gar nicht zu denken. Jan verstand meine Erschöpfung ohne große Worte. Er rollte eine der schweren Sonnenliegen unter die Terrassenüberdachung, direkt neben die Glasschiebetür. Da ich das Haus ohne den Dobermann-Anzug nicht betreten durfte, war dieses schattige Plätzchen im Freien meine Rettung.

Ich genoss das unglaubliche Gefühl, endlich wieder Luft an meine Haut zu lassen, und legte mich vollkommen nackt auf die dicke Polsterauflage. Nur mein silbern glänzendes Keuschheitsset, das passende Halsband und meine schwarzen Edelstahl-Ballettstiefel blieben selbstverständlich an ihrem Platz. Im kühlen Schatten der Überdachung, durch die hohe Steinmauer vollkommen geschützt vor dem Wind und den Blicken der Außenwelt, schlief ich augenblicklich wie ein Stein. Jan war so aufmerksam, mich komplett in Ruhe zu lassen, und las schweigend ein Stück weiter hinten am Pool, was mir die befürchteten, bohrenden Fragen nach meinen ersten Stunden im Anzug ersparte.



Als ich gegen halb vier am Nachmittag erholt aufwachte, fühlte ich mich wie neugeboren. Der Schlaf hatte die trüben Gedanken vertrieben und auch der Appetit meldete sich langsam wieder zurück. Ich schlüpfte in meine neue, weite Strandhose aus schwarzem Leinenstoff und zog ein lockeres, weißes Baumwoll-T-Shirt darüber. Beides hatte Jan ausgewählt, nachdem ich ihn darum gebeten hatte, mir etwas zum Anziehen zu bringen. Der weite Schnitt der Hose engte meine Hüften überhaupt nicht ein, und der Saum des Shirts fiel so perfekt über meinen Hosenbund, dass das silberne Metall meines Keuschheitsgürtels darunter absolut unsichtbar blieb. Nur mein glänzendes Edelstahlhalsband blitzte am Rundhalsausschnitt direkt auf der nackten Haut hervor wie ein Designer-Schmuckstück.

Ich ging zu Jan an den Tisch und setzte mich. Offenbar war er gerade dabei, für den Nachmittag einen Ausflug zu planen.

„Meine Beine funktionieren nach dem Ausruhen zwar wunderbar, aber auf einen großen Fußmarsch habe ich trotzdem keine Lust“, erklärte ich ihm. „Außerdem bräuchte ich mal kurz das Tablet, um den heutigen Bericht an Evildevil zu schreiben.“

Er reichte mir Wortlos das Gerät, stand auf und ging durch die offene Terrassentür ins Wohnzimmer.

Etwa fünf Minuten später war die Mail abgeschickt und ich lehnte mich in meinem Stuhl zurück. Ich hatte berichtet, dass die mechanische Stabilität des Dobermann-Prototypen während der gesamten zwölfstündigen Phase absolut fehlerfrei gewesen war und die elektromagnetischen Riegel zu jeder Zeit unnachgiebig geschlossen gehalten hatten. Weiterhin hatte ich ihm geschrieben, dass das dicke, schwarze Innenpolster nach einer anfänglichen Abkühlphase die eigene Körpertemperatur perfekt angenommen hatte, wodurch sich der schwere Edelstahlpanzer überraschend schnell wie eine feste zweite Haut angefühlt hatte. Und dass es mir sogar möglich gewesen war, in dem Petsuit runter an den Strand zu gehen.

„Komm, Schatz“, sagte Jan, als er wenig später wieder aus dem Haus kam. Er hatte bereits seine Sneaker an. Ein eindeutiges Zeichen dafür, dass für ihn bereits feststand, was wir jetzt unternahmen. „Wir setzen uns einfach in den Panda und fahren die Küstenstraße ein bisschen nach Norden ab. Du musst überhaupt nicht viel laufen, wir gucken nur Landschaft.“

Er musterte mich kurz, und sein Blick blieb an meinen Lippen hängen. „Aber vorher isst du mir noch eine Kleinigkeit, Nadja. Du hast seit gestern Abend nichts mehr zu dir genommen. Ich diskutiere nicht.“

Erst wollte ich protestieren, doch dann gab mein Magen ein ziemlich verräterisches Knurren von sich. Jan lächelte, ging erneut kurz rein und kam mit einem kleinen Teller zurück, auf dem er ein paar frische, saftige Pfirsichspalten und ein paar Weintrauben angerichtet hatte, die wir am Vortag im Supermarkt gekauft hatten. Er stellte sich direkt vor mich und hielt mir die erste Frucht hin. Das süße, kühle Obst tat unendlich gut und weckte sofort meine Lebensgeister. Als der Teller leer war, fühlte ich mich endgültig bereit für den Ausflug.

Ich erhob mich von der Liege, fand sofort die vertraute Balance auf den glänzend schwarzen Edelstahl-Keilsohlen meiner Gladiator-Stiefel und lief entspannt neben Jan her zum Carport. Nach den Wochen des Übens zu Hause machten mir die sturen Absätze im Alltag keine Probleme mehr; mein Gang war zwar dieser unübersehbare, grazil gestreckte Spitzentanz, aber ich bewegte mich einigermaßen frei und sicher. Der weiße Fiat Grande Panda Elektro surrte leise los, als wir das Tor der Villa hinter uns ließen.

Die Fahrt tat unendlich gut. Jan musste sich voll und ganz auf die engen Kurven, den Verkehr und die steilen Klippen der Ogliastra konzentrieren, was tiefe Beziehungsgespräche auf ganz natürliche Weise verhinderte. Ich saß entspannt auf dem Beifahrersitz, ließ den Blick über das unendliche, tiefblaue Meer schweifen und genoss das seltene, großartige Gefühl von weichem Leinenstoff zwischen meinen Beinen. Nach neun Monaten in den engen Schenkelbändern zu Hause war diese Freiheit im Schritt die reinste Erholung. Meine Füße ruhten derweil entspannt im Fußraum. Wer von den anderen Touristen an den vereinzelten Aussichtspunkten starrte, sah einfach nur eine attraktive, modebewusste Frau in einer weiten Leinenhose und einem lässigen Shirt, die aus ihren glänzend schwarzen, exzentrischen Cyber-Stiefeln ein mutiges Mode-Statement machte.

Auf dem Rückweg, als sich der Hunger langsam bemerkbar machte, bogen wir einer Eingebung folgend auf eine schmale Schotterstraße ab, die steil nach oben zu den Klippen führte. Und dort entdeckten wir es: Ein wunderschönes, kleines Restaurant, dessen hölzerne Terrasse buchstäblich über dem Abgrund schwebte, tief unter ihr die tosende Brandung des Mittelmeers.

Jan parkte den Fiat Panda auf dem kleinen Schotterstreifen vor dem Restaurant. Wir liefen die wenigen Stufen hinauf zur Terrasse, und der Ausblick war wirklich atemberaubend. Der Boden aus massiven Planken ruhte auf dicken Pfeilern direkt am Abhang, sodass man beim Blick über das Geländer das Gefühl hatte, über dem Meer zu schweben.

Ein Kellner im weißen Hemd kam uns entgegen, musterte kurz meine schwarzen Gladiator-Stiefel, fing sich aber sofort wieder und lächelte professionell. „Buon pomeriggio, signore, signora“, begrüßte er uns höflich und führte uns zu einem kleinen Tisch direkt an der Klippenkante.

Wir bestellten eine traditionelle sardische Fischplatte mit frischen Meeresfrüchten und dazu eine Flasche gut gekühlten Vermentino-Weißwein. Während die Sonne langsam tiefer sank und den Himmel in ein sattes Orange tauchte, genossen wir das phänomenale Essen und das unbeschwerte Zusammensein. Das Thema Petsuit blieb an diesem Tisch ganz natürlich im Hintergrund. Jan erzählte von einer alten Festungsruine, die er auf der Karte entdeckt hatte, und ich merkte, wie gut mir diese Normalität nach den extremen Stunden der Nacht tat. Das Restaurant, der Service und dieser unverbauter Blick auf die tosende Brandung tief unter uns waren so perfekt, dass Jan beim Bezahlen mein Glas berührte und lächelte.

„Hier müssen wir vor unserer Abreise unbedingt mindestens noch einmal hin, Schatz“, sagte er leise. Ihm war anzusehen, wie froh er war, mich wieder so entspannt zu sehen.

Ich nickte zustimmend. „Auf jeden Fall. Das ist ab jetzt unser Lieblingsrestaurant auf Sardinien.“



Gegen viertel nach neun machten wir uns auf den Rückweg. Die Dunkelheit hatte sich mittlerweile vollständig über die Insel gelegt, die SS125 war fast menschenleer und der Panda surrte leise über den Asphalt. Als wir das große Tor der Villa an der Costa Rei passierten und den Wagen unter dem Carport abstellten, war es gerade einmal zehn Uhr abends. Bis zum beharrlichen Mitternachts-Countdown im Flur blieb uns also noch reichlich Zeit.

„Wir müssen noch nicht reingehen“, meinte Jan, während er mir die Beifahrertür öffnete. Er blickte hinauf zum wolkenlosen Himmel, an dem die Sterne bereits intensiv funkelten. „Lass uns noch den restlichen Wein mit nach draußen nehmen.“

Wir setzten uns wieder an unseren großen Tisch auf der überdachten Terrasse. Jan knipste die Lampe über uns gar nicht erst an, sondern zündete eine kleine Kerze an, die ein ruhiges Licht auf das Holz warf, und gleichzeitig durstige Mücken auf Abstand hielt. Draußen im Garten erhellten die wenigen Laternen sachte den Rasen bis vor zur Gittertür, und die Grillen in den Dünen gaben ihr nächtliches Konzert. Jan goss uns den Wein ein, reichte mir das Glas und sah mich an.

„Weißt du, was mir gerade einfällt?“, fragte er mit einem leisen Schmunzeln in den Augen. „Wir waren heute noch gar nicht im Pool. Was hältst du davon, wenn wir noch ein bisschen schwimmen gehen, bevor das System uns wieder trennt?“

„Das ist die beste Idee, die du heute hattest“, erwiderte ich und stellte mein Glas ab, während Jan zu der kleinen Schalttafel an der Wand ging und einen Knopf betätigte. Begleitet von einem Surren und gelegentlichem leisen, nassen Quietschen der Kunststoff-Lamellen verschwand die Pool-Abdeckung in einem schmalen Schlitz knapp oberhalb der Wasseroberfläche.

Wir gingen gemeinsam hinüber zum Pool. Unter dem wolkenlosen Sternenhimmel spiegelte sich das türkisfarbene Licht der Unterwasserscheinwerfer im glatten Wasser. Jan streifte sein T-Shirt und die kurzen Shorts ab und stieg als Erster über die Stufen ins Becken.

Ich machte mich derweil an meinen eigenen Kleidern zu schaffen. Die weite, schwarze Strandhose rutschte zu Boden, gefolgt von dem weißen T-Shirt. Mit meinen grazil gestreckten Schritten lief ich zum Beckenrand. Als ich ins Wasser glitt, war die kühle Erfrischung auf der nackten Haut an meinen Oberschenkeln und meinem Hintern eine absolute Wohltat. Ich ließ mich auf dem Rücken treiben, paddelte mit den Armen und spürte, wie die Last der vergangenen zwölf Stunden endgültig von mir abfiel.

Jan schwamm ein paar Züge und kam dann zu mir herüber. Im fahlen Licht des Pools schimmerte das nasse Silber meines Gürtels unter Wasser. Er legte seine Hände an meine Taille, genau an die Kanten des sturen Metallbands, und hielt mich im tiefen Wasser mühelos über den Wellen.

Ich blickte ihm direkt in die Augen. Durch die Freiheit von den Schenkelbändern und die Nähe meines Mannes spürte ich, wie sich nach den Monaten zu Hause wieder eine vertraute, unaufgeregte Lust bemerkbar machte. Mein Schoß hinter dem silbernen Schrittblech war empfindlich für die Bewegung des kühlen Wassers. Der Gürtel würde bis zum Ende des Urlaubs verschlossen bleiben, aber diese Gewissheit gab dem Moment eine ganz eigene, nüchterne Schärfe.

„Wir haben noch eine Stunde, Nadja“, sagte er leise, und seine Finger strichen ganz sanft über die glatte Metallkante an meiner Hüfte.

Ich legte meine Hände auf seine Schultern und drückte mich im Wasser ein Stück enger an ihn. „Dann lass sie uns nicht mit Reden verschwenden“, erwiderte ich sachlich, zog ihn zu mir herunter und küsste ihn, während das kühle Poolwasser uns beide umspülte.



Gegen viertel vor zwölf stiegen wir schließlich aus dem Becken. Jan rubbelte mich auf der Terrasse sorgfältig mit dem Handtuch trocken und half mir, im Stehen die letzten Wassertropfen aus den Aussparungen meiner Edelstahlstiefel zu wischen. Während Jan die Abdeckung des Pools schloss und die Gläser reinbrachte, eilte ich rüber zum Sanitärhäuschen, um meine Zähne zu putzen.

Punkt fünf vor Mitternacht traten wir gemeinsam durch die Vordertür in den Flur der Villa. Der Fünf-Minuten-Countdown lief an und die Zeit der Mensch-Pause war offiziell vorbei.

Jan holte die schweren Edelstahlteile wieder aus dem Garderobenschrank. Ich hielt die Arme leicht vom Körper weg und kurz darauf ertönte das dumpfe ‚KLACK-KLACK‘, als die Magnetschlösser des schwarzen Korsetts um meinen Torso zuschnappten. In raschem Tempo folgten die Beinschalen und die Armröhren, ehe Jan mir den schweren Dobermann-Helm über den Kopf senkte und die Schläfenriegel verriegelte. Nach viereinhalb Minuten war das System dicht. Der Gummiball blockierte stumm meine Zunge, und mein Speichel begann im vertrauten ‚Plopp-Plopp‘-Takt abzulaufen.

Da ich erst um ein Uhr nachts im Käfig liegen musste, hatten wir noch eine Stunde Zeit. Jan schaltete im Wohnzimmer den Fernseher ein, und während ich stumm auf den Fliesen neben seinen Knien Platz machte, filterte mein Visier das flimmernde Bildschirmlicht zu einem matten Nachmittag herunter. In dieser Ruhephase hielt der Dildo in meiner Spalte absolut still. Es gab keine mechanische Bewegung, keinen Reiz. Und trotzdem spürte ich beim bloßen, unbeweglichen Daliegen eine ganz feine, warme Feuchtigkeit in meinem Schritt, die dort überhaupt nicht hingehörte. Es war das nackte Wissen um meine eigene, stumme Hilflosigkeit in diesem Panzer, das meinen Körper klammheimlich reagieren ließ. Ich biss die Zähne auf den Knebelball, ignorierte das verräterische Prickeln und konzentrierte mich stattdessen fest auf die Bilder auf dem Bildschirm. Das war die reine Aufregung des ersten Tages, nichts weiter.

Kurz vor ein Uhr bedeutete Jan mir, dass es Zeit wurde. Er führte hinüber ins Schlafzimmer, wo ich rückwärts in den Käfig krabbelte. Er schloss die schwere Gittertür und das Schloss rastete ein.

Bald darauf ertönte ein elektronisches Summen und das Käfigschloss war verriegelt. Gleichzeitig erwachte an der Decke über mir die Infrarot-Beleuchtung. Durch den dunklen Sonnenbrillen-Filter meines Visiers sah ich, wie die Heizelemente allmählich dunkelrot aufzuglimmen begannen. Fast im selben Moment spürte ich auch schon die intensive Strahlungswärme, die von oben durch meinen schwarzen Edelstahlpanzer drang.

„Gute Nacht, Schatz“, sagte Jan sanft und schaltete das Licht aus.

--Fortsetzung folgt--

DarkO


[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von DarkO am 05.07.26 um 22:15 geändert
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