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  Moderne Keuschheit - Teil 2
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Freak

ANNABERG


Was heut nicht wird,wird morgen

Beiträge: 133

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  RE: Moderne Keuschheit - Teil 2 Datum:02.08.26 20:00 IP: gespeichert Moderator melden


Das Hr.ED lieber Frauen Quält zeigte sich schon mehrfach gezeigt!
Da müsste schon eine weitere Dom Figur mit Möglichkeiten bei Restriktiva, in die Geschichte einsteigen!
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DarkO
Story-Writer

Nürnberg




Beiträge: 258

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  RE: Moderne Keuschheit - Teil 2 Datum:03.08.26 21:12 IP: gespeichert Moderator melden


Vielen Dank für eure Kommentare. Aktuell ist für Jan nur die Rolle des treuen Ehemanns vorgesehen, der sich rein aus Solidarität zu seiner Frau selbst in einen Keuschheitsgürtel eingesperrt hat. Aber in diesem Kapitel muss er deshalb auch ein Bisschen leiden.



35. Das Sardinien-Protokoll – Tag 6

Ein Zurück gab es ohnehin nicht mehr. Nachdem ich das Ferienhaus betreten hatte, blieben uns exakt fünf Minuten, um mir die glänzend schwarzen Komponenten des Dobermann-Anzugs anzulegen und diese zu verschließen. Also ließ ich die Prozedur erneut widerstandslos über mich ergehen. Wo es mir möglich war, half ich meinem Mann sogar dabei, mich in meinen Edelstahl-Petsuit einzusperren. Allerdings besaß Jan darin inzwischen ausreichend Routine, sodass er meine Unterstützung eigentlich überhaupt nicht benötigte.

Wie üblich kam mein Helm als Letztes an die Reihe. Bevor er dessen Vorderteil mit der Schnauze und dem integrierten Trinkknebel herunterklappte, beugte er sich nach vorne und küsste mich.

„Bis morgen, Schatz. Ich liebe dich.“

Ich wollte ihm noch antworten, doch da bewegte sich der schwarze Gummiball bereits auf meine Lippen zu. Also öffnete ich den Mund. Kurz darauf erklang das vertraute Klicken an meinen Schläfen.

„Komm, wir gehen wieder raus auf die Terrasse“, schlug Jan vor. „In der Weinflasche ist noch etwas drin. Das sollte für zwei Gläser reichen.“ Er sah mich an und lächelte. „Geh ruhig schonmal vor, ich hole eben deinen Napf aus der Küche."



Draußen auf der Terrasse wartete ich, bis Jan meinen mit Weißwein gefüllten Napf vor mir abgestellt und sich hingesetzt hatte. Dann hockte ich mich neben ihn und blickte ihn durch das tiefschwarz getötete Visier vor meinen Augen an. Das sture, kaum wahrnehmbare Prickeln der EMS-Impulse beinahe überall an meinem Körper erinnerte mich beiläufig daran, dass mein Körper fest in Edelstahl eingespannt war, doch in Jans Nähe verlor der schwarze Dobermann-Panzer jede Bedrohlichkeit. Ich atmete den würzigen Rauch der Mückenspirale ein und genoss das monotone, leise Summen der Helm-Ventilatoren an meinen Schläfen. Es gab nichts mehr zu tun, keine Entscheidungen mehr zu treffen.



„Nadja“, begann mein Mann, „jetzt, wo die Firmware stabil läuft, scheint es dich überhaupt nicht mehr zu stören, den Dobermann-Petsuit jeden Tag für zwölf Stunden tragen zu müssen? Oder täusche ich mich?“

Ich reagierte nicht sofort. Stattdessen senkte ich den stählernen Kopf, beugte mich im Vierfüßlergang über den Edelstahlnapf vor meinen Pfoten und tauchte das Trinkrohr in den Weißwein. Mit kleinen, gleichmäßigen Schlucken saugte ich die kühle Flüssigkeit durch das Ventil und den Gummiball-Knebel auf. Das leise, rhythmische ‚Klack‘-‚Klack‘ in meiner Hundeschnauze war in der stillen Nachtluft deutlich zu hören, gefolgt von dem vertrauten, matten ‚Plopp ‘ meines Speichels aus dem Ablaufrohr, als ich mich wieder aufrichtete. Ich blickte Jan durch die schwarze Scheibe fest in die Augen und schüttelte sachte den Kopf.

„Mh-mh“, tönte mein dumpfer, doppelter Verneinungslaut durch die Atemrohre meines Helms nach draußen.

Jan lehnte sich in seinem Stuhl schmunzelnd ein Stück nach vorne, legte seine große Hand sachte auf meinen Nackenpanzer, schob seine Finger unter der Neopren-Membran an meinem Hals hindurch und fing an, mich zu kraulen. „Ich täusche mich also nicht. Das heißt... es gefällt dir mittlerweile?“

Das unaufhörliche Zirpen der Grillen und das ferne, stete Rauschen des Meeres füllten die kurze Pause aus. Unter seiner Berührung breitete sich eine wohlige Wärme unter meinem Edelstahl-Korsett aus. Die sture Isolation hinter dem Visier und das Wissen, für die nächsten Stunden absolut hilflos und stumm in seiner Hand zu liegen, fühlten sich in diesem Moment unendlich richtig an. Ich legte den stählernen Kopf auf seinem Oberschenkel ab und stieß ein tiefes, langes Brummen aus.

„Mmmmmh.“

Jan lächelte warm, strich mit den Fingern weiter sanft über meinen Hals und sah mich lange schweigend an. „Ich bin froh, das zu hören, Schatz“, sagte er schließlich. „Das macht die Sache für uns beide viel einfacher.“ Er nahm einen letzten Schluck aus seinem Weinglas, stellte es auf dem Tisch ab und lehnte sich mit einem tiefen, entspannten Atemzug in seinem Stuhl zurück. Seine Hand fand wieder den Weg zu meinem Nacken, hielt den stählernen Kopf sanft auf seinem Bein fixiert und kraulte mich in dem gleichmäßigen, vertrauten Rhythmus, den ich mittlerweile so sehr liebte.

Selbstverständlich war auch die ständige, nie ganz abflauende Erregung in meinem Schoß an diesem Abend wieder da. Ich spürte sie sogar noch um einiges intensiver als am ersten Tag unseres Urlaubs. Während ich anfangs noch mit einer Mischung aus Scham und Wut gegen das sture Pulsieren des Vaginaldildos angekämpft hatte, spürte ich am Abend von Tag sechs eine völlig veränderte, fast schon beruhigende Akzeptanz in mir. Mein Körper hatte die unbeugsame Präsenz des Dildos und die sture Mechanik des Gürtels längst als feste Konstanten meiner Haustier-Rolle angenommen. Es war ein seltsamer, zutiefst intimer Zustand der Kapitulation: Da der Edelstahlpanzer mir ohnehin jeden eigenen Willen raubte, gab es für mich keinen Grund mehr, mich gegen die stetige Stimulation meines Unterleibs zu wehren. Jedes Mal, wenn Jan im dämmrigen Licht meinen Nacken berührte, flammte die Glut in meiner Spalte augenblicklich heißer auf. Ich verstand diese biologische Reaktion meines Körpers zwar immer noch nicht, aber hinter dem tiefschwarz versiegelten Visier suchte ich auch nicht mehr nach Antworten.

Sobald die Verschlüsse des Dobermann-Anzugs im Flur verriegelt waren, wechsellte mein Körper automatisch in diesen Zustand. Die Erregung im Schritt war für mich zu einer vertrauten Hintergrund-Konstante geworden – wie das leise Summen der Ventilatoren neben meinem Visier. Doch neben der Mechanik des Schrittblechs war da noch etwas anderes, das meinen Puls in der stillen Nachtluft unaufhörlich antrieb: Eine tiefe, unterschwellige Lust, die allein von der erdrückenden Gegenwärtigkeit des gesamten Petsuits ausging.

Während ich in den ersten Tagen noch völlig fassungslos und schambehaftet versucht hatte zu begreifen, warum mein Körper auf dieses Edelstahl-Gefängnis mit so viel Erregung reagierte, schaffte ich es nun endlich, die Kontrolle abzugeben. Es war das nackte, unnachgiebige Gefühl der absoluten Bewegungslosigkeit. Eingesperrt in den starren Armröhren und den schweren V-Beinschalen gab es für meinen eigenen Willen schlicht keinen Raum mehr. Diese totale Hilflosigkeit schaltete meinen Kopf vollkommen aus. Jeder Atemzug in der klammen Wärme des Helms und die Gewissheit, stumm und aufgrund des dunklen Visiers nahezu blind auf Jans unaufgeregte Führung angewiesen zu sein, verschmolzen zu einem bizarren, brennenden Rausch. Weil ich komplett in diesem Panzer eingeschlossen absolut hilflos war und keine Entscheidungen mehr treffen musste oder konnte, durfte ich mich diesem Zustand einfach völlig widerstandslos hingeben.

In meinem Kopf war diese permanente körperliche Erregung im Rekordtempo mit Jans Nähe verknüpft worden. Immer, wenn er meinen Napf füllte oder mich am Nacken kraulte, wurde das Pulsieren sofort angefeuert. Es war kein billiges, technisches Vibrieren, sondern das physische Band meiner absoluten Unterwerfung. Dass ich als stummer Edelstahl-Dobermann rein auf sein Wort angewiesen war, seine kraulende Hand an meinem Nacken genoss, zündete in meinem Kopf ein unaufhörliches, heißes Nachbeben. Es war die Lust an der perfekten Domestizierung, die ich nicht mehr hinterfragte, sondern einfach genüsslich in mich aufsog.

Ich atmete tief ein und aus.

Irgendwie musste Jan meine Gedanken erraten haben. „Kann es sein, dass es dir nicht nur gefällt, sondern es dich sogar erregt?“, fragte er mich.

„Mmmh“, antwortete ich ehrlich.

„Dann ist es hoffentlich nicht so schlimm, wenn ich dir gestehe, dass mich dieser Anblick – dein toller Körper, eigesperrt in diesem glänzend schwarzen Dobermann-Petsuit –auch ziemlich heiß macht. So sehr, dass sich mein Keuschheitsgürtel häufig schmerzhaft eng anfühlt. Zum Glück haben wir hier den Pool, wo ich meinen Kleinen hin und wieder abkühlen kann.“

Ich stemmte meinen stählernen Körper hoch, lief um Jans rechtes Bein herum, stupste mit meiner Hundeschnauze sanft gegen die Wölbung in seinem Schritt und stieß ein mitfühlendes Winseln aus.

Jan lächelte mich an. „Bestimmt ist das lieb von dir gemeint, aber ehrlich gesagt machst du es damit gerade noch schlimmer.“

Obwohl das keineswegs meine Absicht gewesen war, musste ich unter meinem Helm grinsen. Ich wiederholte die Geste von eben, machte zwei Schritte zurück und deutete anschließend mit der Schnauze in Richtung des Pools.

„Du meinst, ich soll mich kurz im Wasser abkühlen? Ich glaube, das ist tatsächlich eine gute Idee.“

Er stand auf, lief hinüber zur Schalttafel neben der Terrassentür und betätigte einen Schalter. Während die Pool-Abdeckung leise quietschend und knarzend in dem Schlitz auf der Stirnseite des Beckens verschwand, legte er seine Schuhe und die Kleidung ab.

Anschließend ging er vor mir in die Hocke. „Leider kannst du nicht mit ins Wasser. Aber du bist ein braver Hund und wartest hier auf mich.“

„Ein braver Hund.“ – Als ich diese Formulierung abermals hörte, lief mir erneut ein Schauer über den Rücken. Ich legte mich vorsichtig auf die rauen Fliesen, die Hinterbeine nach hinten, die Vorderläufe nach vorne ausgestreckt, und beobachte Jan dabei, wie er ins Wasser stieg.

Nachdem er vier gemächliche Bahnen geschwommen war, kletterte er wieder aus dem Becken und trocknete sich ab. Er kam zurück zum Tisch, warf einen Blick auf seine Armbanduhr und klopfte mir beruhigend auf den Dobermann-Kopf. „Komm, Nadja. Es wird Zeit, schlafen zu gehen.“

Ich erhob mich gehorsam auf alle Viere, schüttelte die bleierne Müdigkeit aus meinen Gliedern und trottete hinter ihm her durch die geöffnete Schiebetür. Im dämmrigen Schlafzimmer angekommen, wartete bereits der wuchtige Edelstahlkäfig neben dem Doppelbett. Ich schob meinen schwarzen Metallkörper routiniert rückwärts durch die offene Gittertür, legte mich flach auf die rote Unterlage und hielt den Kopf gerade. Jan beugte sich tief zu mir herunter, strich mir einmal zärtlich über die stählernen Stehohren des Helms und schloss – begleitet von einem mechanischen ‚Klack‘ – die Tür. Wie gewohnt ertönte wenige Sekunden später ein elektronisches Summen, das anzeigte, dass sie nun für die nächsten sieben Stunden verriegelt war. Gleichzeitig sprangen die Infrarot-Heizstrahler in der Käfigdecke an und umgaben mich mit einer wohligen Wärme. Jan schaltete das Licht aus, legte sich drüben im Bett auf seine Seite und die absolute Stille der Nacht hüllte uns ein.



Die Nacht und der darauffolgende Morgen verliefen vollkommen ruhig. Nach dem Aufstehen und dem kleinen Geschäft im Garten lief ich wieder vergnügt durch die Wasserfontänen der Sprinkler, ließ mich von Jan anschließend trockenrubbeln und wartete dann darauf, dass er mir meinen Napf voller Milchkaffee vor die Vorderpfoten stellte. Als ich mit dem Frühstück fertig war und mein Mann mir die Schnauze saubergewischt hatte, legte ich mich auf den Teppich im Wohnzimmer. Mir gefiel das Hundeleben.

Jan ging raus, um eine Runde im Pool zu schwimmen. Obwohl es recht unwahrscheinlich war, dass Jean-Pierre mit seiner riesigen Yacht heute schon wieder unsere Bucht ansteuerte, erschien es uns nach den Erlebnissen des Vortags etwas zu riskant, noch einmal runter an den Strand zu gehen, solange ich in meinem Petsuit eingeschlossen war. Am Ende würde er mich anhand meiner ‚Balenciaga‘-Stiefel sofort wiedererkennen. Ich bezweifelte, dass Jan den stählernen Dobermann-Anzug ebenfalls als avantgardistische Haut-Couture würde verkaufen können. Daher hielten wir es für besser, den Vormittag entspannt in der Ferienvilla zu verbringen.



Darüber beschweren, dass dieser Urlaub langweilig war, konnte ich mich nun wirklich nicht. Und dennoch ertappte ich mich etwas später an diesem Donnerstagvormittag dabei, dass ich es doch tat: Ich langweilte mich fürchterlich. Wie gewohnt lag ich unbeteiligt da, der Dobermann-Helm saß schwer auf meinem Kopf und mein Speichel tropfte im stetigen Takt ‚Plopp-Plopp‘ auf das Handtuch unter mir. Bis zwölf Uhr mittags waren es noch mehr als zwei Stunden. Zwei Stunden, in denen ich einfach nur darauf warten musste, dass sich dieses System wieder öffnen ließ.

Ich hielt es nicht mehr aus. Ich stemmte meinen schweren Edelstahlkörper vom Boden hoch. Mit den in den V-Schalen angewinkelten Beinen und meinen starr gestreckten Armröhren trottete ich ziellos und frustriert durch das Haus. Das dumpfe ‚Ploff-Ploff‘ meiner Gummipfoten begleitete mich ins Schlafzimmer. Auf dem Nachttischchen neben dem großen Doppelbett – auf der Seite, auf der ich eigentlich hätte schlafen sollen – fiel mir mein Buch ins Auge. Es war der Roman, den ich mir extra für diesen Urlaub eingepackt hatte.

Ich hockte mich auf meine Hinterläufe, hielt die Balance und zog das Buch mit den Vorderpfoten von der Kante, sodass es auf den Boden klatschte. Dann drehte ich mich um und machte mich auf den Rückweg ins Wohnzimmer. Bei jedem Krabbelschritt schubste ich die Lektüre vorsichtig mit der Spitze der Edelstahlschnauze an meinem Helm vor mir her. Dabei spürte ich eine unerwartete Genugtuung; die Koordination auf allen Vieren funktionierte mittlerweile so flüssig, als hätte mein Körper die vier Pfoten und die lange Schnauze heimlich als neue Realität akzeptiert.

Vor Jan, der auf dem Sofa saß, machte ich artig Sitz, legte den Kopf schief und winselte zweimal leise durch den Knebel.

Jan blätterte auf seinem Tablet und brauchte einen langen Moment, ehe er begriff, was ich von ihm wollte. Er blickte auf das Buch zu meinen Pfoten, dann zu mir, und ein tiefes, unendlich zärtliches Lächeln stahl sich auf sein Gesicht.

„Soll ich dir daraus vorlesen, Schatz?“, fragte er.

Ich stieß ein leises Brummen aus – Ja.

Jan setzte sich zu mir auf den Teppich, lehnte den Rücken an das Sofa, legte ein Handtuch unter meinen Kopf und begann, mit seiner warmen, ruhigen Stimme laut vorzulesen. Das unaufhörliche leichte Prickeln in meinem Schritt geriet für die nächsten Stunden völlig in den Hintergrund.



„Liebling, was hältst du davon, wenn wir heute den ganz großen Ausflug machen“, fragte Jan, während wir mittags nebeneinander in Richtung Flur liefen, damit er mich aus meinem Edelstahl-Dobermann-Anzug pellen konnte. „Wir fahren runter nach Villasimius, zum Strand von Simius. Der ist berühmt für seinen weißen Sand. Da wird also auch Mitte September noch ordentlich was los sein.“

Ich schluckte kurz. Ein belebter, öffentlicher Strand. Das war ein völlig anderes Kaliber als das einsame Minendorf oder unsere private, versteckte Bucht. Auch wenn die Erfahrung gezeigt hatte, dass man hier auf Sardinien nirgendwo lange ungestört blieb. Nicht einmal auf der eigenen Terrasse.

Mein Kleid würde zwar den Keuschheitsgürtel und den BH darunter perfekt verbergen, aber natürlich blieben die schwarzen Edelstahl-Ballettstiefel an meinen Füßen weiterhin für jedermann sichtbar und mein Gang blieb dieser unübersehbare, grazile Spitzentanz. Andererseits hatte ich – vor allem nach dem gestrigen Tag – eigentlich überhaupt keinen Grund mehr, mich deshalb unwohl zu fühlen. Bei meinem extravaganten Schuhwerk handelte es sich schließlich um hochbegehrte Designerstücke aus Mailand. Aufgrund der dicken Gummisohlen gelang es mir mittlerweile erstaunlich gut, selbst auf unebenen Wegen sicher zu balancieren.

Also stimmte ich zu: „Mmh.“

Im Eingangsbereich entsperrten sich die Verriegelungen des Petsuits summend und Jan befreite mich Stück für Stück von dem schwarzen Panzer. Nach einer erfrischenden Dusche im Sanitärhäuschen fühlte ich mich bereit für den großen Ausflug.

Ich schlüpfte in mein weißes Sommerkleid, das mir mein Mann gebracht hatte. In dem Spiegel über dem Waschbecken vergewisserte ich mich, dass es den Keuschheitsgürtel und den BH vollkommen verbarg.

Jan packte unsere Strandtasche mit den Handtüchern, meinem Neopren-Schwimmanzug und seiner Badehose. Wir stiegen in den weißen Fiat Grande Panda Elektro, und das leise Surren des Antriebs begleitete uns auf der atemberaubenden Küstenstraße nach Süden.



Als wir den großen Parkplatz von Simius erreichten, war mein Puls bereits im oberen Bereich. Hier standen Dutzende Autos. Jan öffnete mir die Beifahrertür, reichte mir die Hand und ich trippelte im Ballettgang aus dem Wagen. Der Weg zum Strand führte über einen breiten, flachen Holzsteg, der über die Dünen gebaut war. Das war unser Glück: Auf dem glatten Holz hatten die Gummisohlen an meinen Stiefeln perfekten Halt.

Trotzdem spürte ich sofort die Blicke der unzähligen Touristen, die uns entgegenkamen. Eine junge Frau verlangsamte deutlich ihre Schritte, währen ihr Blick meine Füße nicht für den Bruchteil einer Sekunde losließ. Ein Paar in Strandkleidung drehte sich offen nach mir um und eine Gruppe von Jugendlichen am Eisstand unterbrach ihr Gespräch, um unverwandt auf meine blitzenden, schwarzen Edelstahlstiefel zu starren.

Nach unserem „Balenciaga“-Erlebnis am Vortag tat ich einfach so, als wäre das die normalste Sache der Welt. Ich hob das Kinn, hakte mich elegant bei Jan ein und genoss insgeheim das leichte Kribbeln, das durch die Aufmerksamkeit in mir aufstieg. Meine Wangen glühten vor einer Mischung aus Stolz und Aufregung.

„Guck mal da vorne, die Strandbar“, sagte Jan leise, um mich abzulenken. „Lass uns erst mal ein Eis holen, bevor wir uns ein Plätzchen im Sand suchen.“

Wir steuerten die schattige Holzterrasse der Bar an. Jan bestellte uns zwei große Becher italienisches Eis und ein Glas Wasser. Während ich auf einem Stuhl saß und mein Eis löffelte, blickte ich über den kilometerlangen, puderweißen Sand und das türkisfarbene Wasser, das fast wie in der Karibik aussah. Hunderte von Menschen lagen in der Sonne oder badeten im Meer.

Niemand von ihnen ahnte, dass die Frau mit den vermeintlichen Luxus-Designerstiefeln heute Nacht um Mitternacht wieder in einen schwarzen Petsuit eingepackt und für sieben Stunden in einem dunklen Käfig gesperrt werden würde. Doch während ich die kühle Erfrischung genoss und Jans warme Hand auf meinem Knie spürte, begriff ich, dass genau dieser extreme Kontrast den Urlaub für uns beide zu etwas unvergesslich Intensivem machte.



„Komm, wir suchen uns eine ruhigere Ecke, Schatz“, sagte Jan leise, trank den letzten Schluck Wasser aus und hob die Strandtasche auf. „Weiter hinten, Richtung der Felsklippen, wird es leerer. Dort können wir ins Wasser springen.“

Ich nickte dankbar und stand auf. Der Weg durch den weichen Sand war ohne Abrollen der Füße eine kleine Herausforderung; ich musste mein Gewicht vorsichtig auf den Spitzen meiner Ballettstiefel ausbalancieren, während die Gummisohlen unter den Metallkappen ein Einsinken verhinderten. Jan hielt mich fest an der Taille, während wir gut zehn Minuten am Flutsaum entlangwanderten, vorbei an den bunten Handtüchern der Urlauber, bis der Strand schmaler wurde und in eine raue, von runden Granitfelsen geschützte Bucht überging. Hier hinten waren wir fast allein.

Jan breitete unsere Strandtücher im Schatten eines Felsens aus. Bevor ich mich setzte, half er mir direkt im Sand dabei, das Sommerkleid abzustreifen und in meinen engen, schwarzen Neopren-Schwimmanzug zu schlüpfen.

Wir liefen Hand in Hand in die seichten Wellen. Das Wasser war glasklar und herrlich kühl, doch dank des dicken Neoprens fror ich keine Sekunde. Die Ballettstiefel an meinen Füßen funktionierten im Wasser wieder wie zwei starre Flossen. Ich musste mich mit kräftigen Bewegungen aus den Hüften vorwärtsbewegen, während Jan dicht neben mir schwamm und mich mit einem stolzen, glücklichen Lächeln im Auge behielt.



Als wir schließlich aus dem Wasser wateten, stand die Nachmittagssonne tief genug, um den Strand in ein weiches, warmes Licht zu tauchen. Jan breitete ein großes Badetuch über meine Schultern aus und begann, mit der gleichen unendlichen Sanftheit wie immer meine Haut vom kühlen Meerwasser trockenzureiben. Wir legten uns nebeneinander auf unsere Handtücher, lauschten dem gleichmäßigen Rauschen der Wellen und ließen den restlichen Nachmittag ganz gemütlich an uns vorbeiziehen.

Erst als die Sonne sich allmählich dem Horizont näherte und die Luft spürbar kühler wurde, packten wir unsere Strandtasche. Wir gingen zurück in das schützende Dunkel der Felswand, wo Jan mir half, den engen Neopren-Schwimmanzug abzustreifen. Wir schlüpften wieder in unsere normale Kleidung; ich zog mir das weiße Sommerkleid über den Edelstahl-BH und den Keuschheitsgürtel, und Jan wechselte in eine frische Leinenhose. Meine Füße, die in den schwarzen Edelstahl-Ballettstiefeln auf den Zehenspitzen fixiert blieben, trippelten im grazilen Spitzentanz-Gang über den hölzernen Dünensteg zurück zum Parkplatz.

Anstatt uns direkt in den Trubel der Uferpromenade von Villasimius zu stürzen, lenkte Jan den weißen Fiat Grande Panda Elektro ein Stück landeinwärts. Er hatte ein schickes, traditionelles Ristorante ausfindig gemacht, das leicht abseits in den sanften Hügeln lag. Das Lokal war von alten Olivenbäumen umgeben und von kleinen Lichterketten warm erleuchtet.

Wir bekamen einen ruhigen Tisch auf der Terrasse. Das Essen war ein absoluter Genuss: hausgemachte Culurgiones – sardische, mit Kartoffeln und Minze gefüllte Teigtaschen – und dazu ein exzellenter roter Cannonau-Wein. Wir unterhielten sich leise über das Buch, das Jan mir am Vormittag vorgelesen hatte, und die skurrilen Wendungen der letzten Tage. Das, dumpfe Reiben des Dildos in meinem Inneren bei jeder kleinen Bewegung war ein ständiger, heimlicher Begleiter, der mir jedoch unter dem Schutz des eleganten Kleides nur ein feines, zufriedenes Lächeln auf die Lippen trieb.

Gegen halb elf bezahlte Jan die Rechnung. Wir stiegen wieder in den Panda, und das beinahe lautlose Surren des Elektroantriebs begleitete uns auf der nächtlichen Rückfahrt. Es dauerte gut fünfunddreißig Minuten, bis wir die kurvige Küstenstraße hinter uns gelassen hatten und der Wagen schließlich im Carport unserer Villa am Ostrand von Costa Rei zum Stehen kam.



„Weißt du was?“, sagte ich, während ich den Blick hinüber zum Hauseingang wandern ließ. „Lass uns den Petsuit einfach jetzt schon anziehen. Die vierzig Minuten machen den Kohl auch nicht mehr fett, und dann haben wir es hinter uns.“

Jan hob überrascht eine Augenbraue, aber ein wissendes, sanftes Lächeln stahl sich auf sein Gesicht. Er verstand, ohne dass ich es aussprechen musste. Trotz aller Schikane hatte der Anzug seine abstoßende Wirkung komplett verloren; die Aussicht auf das vertraute, leichte, warme Prickeln der Elektronik und die Stimulation des Dildos bei jedem Schritt auf vier Pfoten, war längst zu einem festen Teil meines Urlaubsgefühls geworden.

Mit absolut sicheren und ruhigen Handgriffen legte mir mein Mann die Edelstahlrüstung an. Erst das Korsett, dann die angewinkelten Beinschalen, gefolgt von den starren Armröhren und zuletzt der Dobermann-Helm mit den kupierten Ohren. Als die Riegel an den Schläfen mit einem satten Klick-Klick einrasteten, begann das zwölfstündige Haus-Intervall. Die Mikro-Ventilatoren neben meinem Visier summten leise los und bliesen mir frische Luft ins Gesicht, während mein Speichel ungehindert durch den Kinnkanal nach außen abzulaufen begann.

Da es draußen immer noch angenehm warm war, schob Jan die große Glasschiebetür auf. Ich hievte mich auf meine Gummipfoten und krabbelte im dumpfen ‚Ploff-Ploff‘-Takt hinter ihm her hinaus auf die Terrasse.

Doch anstatt sich wie üblich an den Tisch unter der Überdachung zu setzen, holte er die beiden Polsterauflagen für die Sonnenliegen und legte sie auf die rauen Terrassenfliesen.

„Du kannst dich schonmal hier drauflegen. Ich bin gleich wieder da.“

Jan holte eine Flasche von dem sardischen Rotwein aus der Küche, ein Glas für sich und wieder meinen schweren Edelstahlnapf, den er mit einem großzügigen Schluck des tiefroten Weins füllte. Er stellte den Napf vor mir auf dem Boden ab, setzte sich mir gegenüber im Schneidersitz hin und zog ein einfaches Kartenspiel hervor.

„Lass uns eine Runde ‚Höher oder Tiefer‘ spielen“, erklärte er schmunzelnd und mischte die Karten. „Das kriegst du auch als Dobermann hin.“

Das Prinzip war denkbar einfach, tat unserer Stimmung aber unendlich gut. Jan deckte eine Karte auf – zum Beispiel eine Sieben. Ich musste nun raten, ob die nächste Karte höher oder tiefer sein würde. Da ich durch den Trinkknebel nicht sprechen konnte, nutzten wir die Bewegungsfreiheit meines Helms, den die elastische Neopren-Membran im Nacken problemlos mitmachte: Ein zweifaches deutliches Heben des Dobermann-Kopfes bedeutete Höher, ein doppeltes Herabsenken der Schnauze zum Boden bedeutete Tiefer.

Lag ich richtig, trank Jan einen Schluck aus seinem Glas. Lag ich falsch, senkte ich den Kopf, tauchte das Edelstahlrohr meines Helms in den Napf und saugte den herben Wein durch das Einlass-Ventil auf. Das rhythmische, metallische Klacken des Ventils im Knebel untermalte das Spiel, während die Grillen im Garten wieder ihr nächtliches Konzert gaben.

Wir alberten herum, ich legte den Kopf demonstrativ schief, wenn ich eine Karte anzweifelte, und kuschelte meine kühle Edelstahl-Schnauze zwischendurch dankbar an sein Knie, wenn er mir im Gegenzug zärtlich über den Nacken strich.

Um zehn vor eins trank Jan sein Glas aus, räumte die Flasche weg und sah mich mit müden, aber unendlich liebevollen Augen an.

„Zeit fürs Bett, meine Haute-Couture-Ikone“, sagte er schmunzelnd.

Ich hievte mich auf alle Viere, folgte ihm mit dem vertrauten ‚Ploff-Ploff‘ meiner Pfoten ins Schlafzimmer und kroch bereitwillig durch die offene Gittertür auf die dicke, weiche Matte meines Käfigs. Ich rollte mich auf die Seite, die Handgelenke schalteten in den freien Ruhemodus, und Jan legte das Sabberhandtuch unter mein Kinnrohr, bevor er mir einen Kuss auf die Edelstahlwange gab.

Als um Punkt ein Uhr das Schloss der Käfigtür elektronisch verriegelte und die Infrarot-Heizelemente über mir mit einem matten, roten Glimmen erwachten, schloss ich die Augen hinter dem getönten Visier. Die angenehme Wärme durchdrang meinen Edelstahlpanzer, und mit dem leisen, feinen Surren der Helmventilatoren glitt ich glücklich und erschöpft in die Traumwelt.

--Fortsetzung folgt--

DarkO
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