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  Das Mädchenpensionat 2.0
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ZdBdLa
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  RE: Das Mädchenpensionat 2.0 Datum:25.08.26 12:22 IP: gespeichert Moderator melden


@Hallo kurtbauer
Zitat

Ich kann mir nicht vorstellen dass Natascha noch irgendwie dazu gebracht wird in dieses Internat zurück zu kehren.

Ich muss Dich noch um ein paar Tage Geduld (bis zum nächsten Kapitel) bitten. So viel kann ich schon einmal verraten: Natascha wird zumindest nicht freiwillig ins Internat zurück kehren.

Zitat

Das wäre ja wirklich schade, sie hätte eine entsprechende Erziehung dringend nötig

Es würde mich übrigen interessieren, wieso Du der Auffassung bist, dass Natascha die entsprechende Erziehung dringend nötig hat.

Sie hat akzeptiert, dass sie hinter dem Familienunternehmen hinten an stehen muss. Auch hat sie ihre Eltern bei geschäftlichen Terminen unterstützt. Die Eltern konnten sie als schmückendes Beiwerk präsentieren und ihr Verhalten gab keinen Anlass zu Beanstandungen.

Auch hat Natascha als einzige Person regelmäßig ihre Urgroßmutter besuchte, jene Frau die die Familie durch die schweren Zeiten des Krieges gebracht hat und es ihrem Sohn ermöglicht hat, den Grundstock für das Familienunternehmen zu legen.

Im Internat hat sie lange, das, was von ihr verlangt wurde – ihren Eltern zu liebe – mitgemacht. So ist sie beispielsweise auch auf den Rundgang durchs Internat mitgekommen.
Erst als es die Direktorin mit den Maßregelungen übertrieben hatte, ist ihr der Kragen geplatzt und sie hat – zugegeben etwas gereizt – ausgeführt, dass sie keine Schülerin des Internats ist und auch nie werden wird und sie daher die dortigen Regeln nicht interessieren. Dann hat sie mit Vehemenz auf ihrem Standpunkt bestanden. Dass sie beispielsweise Frau Diekmann Gewalt angedroht hat, ist wohl eher der Situation und deren Verhalten geschuldet und rechtfertigt m.E. keineswegs die Einschätzung, dass Defizite in der Erziehung bestehen. Frau Diekmann hätte auch einfach akzeptieren können, dass Natascha das Internat wieder verlässt, zumal der Vater dies bereits angekündigt (beschlossen) hatte.

Auch auf der Rückfahrt hat Natascha zunächst recht besonnen reagiert (zumindest verglichen mit ihrem Vater), ihren Standpunkt artikuliert und dann sich mit ihrer Mutter darauf verständigt, dass ihre Eltern und sie gemeinsam die Geschehnisse des Tages aufarbeiten, Natascha sich deren Argumente anhört und dann die Entscheidung hinsichtlich des Internats trifft. Natascha hatte ihr Leben in ihrer Heimat. Dennoch hat sie sich kompromissbereit gezeigt, indem sie bereit war, auf ein 'normales' Internat zu gehen.

Für mich ist Deine Einschätzung wichtig, da ich die Charaktereigenschaften der Haupt-Protagonisten gewusst festgelegt habe und versucht habe, diese entsprechend darzustellen.

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von ZdBdLa am 25.08.26 um 15:54 geändert
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ZdBdLa
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  RE: Das Mädchenpensionat 2.0 Datum:29.08.26 08:35 IP: gespeichert Moderator melden


Kapitel 8: Zurück ins Internat

Ich war mit dem Zug nach Hause gefahren. Die Sommerferien waren zu Ende und mein Leben ging wieder seinen gewohnten Gang. Ich besuchte weiterhin das örtliche Gymnasium und erzählte meinen Freundinnen, vom Versuch meiner Eltern, mich in diesem Horrorladen abzuschieben.

Meine Eltern versuchten noch ein paar Mal das Thema Internat in Lugano anzusprechen. Ich hielt mich an unsere Vereinbarung und hörte mir die Argumente meiner Eltern seelenruhig an. Anschließend sagte ich jedes Mal – klipp und klar, dass dieses Internat für mich nicht in Frage kommt, ich aber durchaus vorstellen könnte auf ein anderes „normales“ Internat – meinetwegen auch in der Schweiz – zu gehen. Beim letzten Gespräch wies ich meine Eltern darauf hin, dass wir ein Gespräch vereinbart haben und ich meine Entscheidung endgültig getroffen habe. Im Übrigen werden unzutreffenden Argumente auch dadurch nicht besser, dass man diese ständig wiederholt.

Ich konnte meine Eltern - insbesondere meinen Vater - nicht verstehen. Warum musste es unbedingt dieses fürchterliche Internat am Luganer See sein?

Was dann passierte, hätte ich meinen Eltern nie zugetraut.

Morgens um 4:00 Uhr kamen mehrere Angestellte des Internats zu uns nach Hause. Ich schlief gerade friedlich in meinem Bett. Es war ein Sonntag, die Wettervorhersage sagte strahlenden Sonnenschein voraus und ich hatte später mit meinen Freundinnen verabredet, um den Tag gemeinsam am Badesee zu verbringen.

Ich wurde unsanft geweckt und es ging alles sehr schnell. Ehe ist überhaupt realisieren konnte, was passiert, waren meine Hänge auf dem Rücken bereits mit Handschellen gefesselt und mir eine Haube über den Kopf gezogen worden.

Ich wehrte mich mit aller Kraft. Mehrere Hände hielten mich fest, sodass ich mich nicht mehr bewegen konnte. Das Nachthemd, welches ich trug, wurde hoch geschoben und mein Schlüpfer herunter gezogen. Nach drei sehr schmerzhaften Schlägen mit dem Rohrstock auf meinen Allerwertesten gab ich schließlich auf.

Hilflos musste ich mit ansehen, wie mir eine Windel, ein Schnürkorsett und die verhassten Strümpfe mit Kompressionsfunktion angezogen wurden. Dann steckte man mich in eine Art Gefängnis-Overall, der geschlossen und mit einem Magnetverschluss gesichert wurde. Anschließend wurde mir eine Zwangsjacke angezogen. Meine Arme wurde vor dem Körper über Kreuz durch die dafür vorgesehenen Laschen gezogen und auf meinen Rücken fixiert. Jedes Mal, wenn einer der Riemen festgezurrt wurde, lief mir ein kalter Schauer den Rücken herunter. Schließlich nahm man mir die Haube ab und stellte zwei Stiefel mit Absätzen vor mich. Ich musste in die Stiefel steigen und diese wurden geschlossen.

Mein Zimmer war im ersten Stock und die Angestellten des Internats begleiteten mich ins Erdgeschoss. Dort warteten schon meine Eltern auf mich. Mit Tränen in den Augen fragte ich sie, warum sie mir dies antun würden. „Du lässt uns keine andere Wahl. Wir haben es im Guten versucht, Dich zum Internat in der Schweiz zu bewegen. Du bist einfach zu weich, um das Familienunternehmen zu führen.“, war die Antwort meines Vaters.

Ich antwortete: „Wenn Ihr mich jetzt in das Horrorinternat abschiebt, dann sind wir keine Familie mehr, da ihr dann nicht mehr meine Eltern seid.“ Meine Mutter kam auf mich zu und wollte mich umarmen. Aber ich drehte mich weg und giftete sie an: „Bitte keine geheuchelten Zärtlichkeiten.“ Sie antwortete, dass sie mich doch lieben würde. „Wenn Du mich tatsächlich lieben würdest, würdest Du mir dies nicht antun.“ Zu den Internatsangestellten meinte ich: „Bringen wir es hinter uns.“ „Willst Du Dich nicht von Deinen Eltern verabschieden.“ Ich antwortete „Nein, wozu auch.“ und wies darauf hin, dass ich seit heute keine Eltern mehr habe. Anschließend ging ich zu unserer Haustür. Meine Mutter rief mir noch hinterher, dass meine Eltern mich so schnell wie möglich besuchen kommen würden – vielleicht schon in zwei Wochen und wir dann über alles reden können. Sie rief mir zu: „Wenn Du Dich tatsächlich im Internat nicht wohl fühlen solltest, finden wir eine andere Lösung, versprochen, Liebes.“

Auf dem Weg zum Internatsauto, welches vor unserem Haus auf der Straße parkte, begegnete uns unsere Nachbarin mit ihrem Hund. Sie fragte mich, ob alles in Ordnung sei. Ich antwortete, dass nichts in Ordnung sei und man mich gerade entführen und gegen meinen Willen vermutlich in ein Internat in der Schweiz bringen würde. „Bitte gehen Sie zur Pol... “ Die Angestellten zerrten mich ins Auto und fuhren los. „Das war knapp“ konnte ich noch verstehen.

Ich schaute mich im Wagen um. Es war eine Art Lieferwagen mit zwei Sitzbänken im vorderen Bereich. Nach ca. fünf Minuten Fahrt hielt der Wagen an. Ich musste aussteigen und wurde zum hinteren Bereich gebracht. Nachdem die Tür geöffnet wurde, erkannte ich eine Art Schalensitz. Ich musste mich in den Schalensitz setzen und mir wurde wieder die Haube über den Kopf gezogen. An den Sitz waren eine Vielzahl von Riemen befestigt, mit denen ich im Sitz fixiert wurde.

Ich hörte, wie die Tür wieder geschlossen wurde und wir unsere Fahrt fortsetzten. Der Overall, den ich trug hatte vermutlich eine Art Plastikfütterung, sodass ich immer mehr zu Schwitzen begann.

Wie lange die Fahrt tatsächlich gedauert hatte, kann ich nicht sagen, da ich relativ schnell jegliches Zeitgefühl verloren hatte. Es müssen sicherlich einige Stunden gewesen sein. Ich konnte es immer noch nicht glauben, dass meine Eltern wirklich so weit gehen würden. Auch hatte ich Angst davor, was mich im Internat erwarten wird. Schließlich hatte ich mich beim Besuch nicht gerade als Musterschülerin hervorgetan und live miterlebt, wie Frau Diekmann mit ihren Schülerinnen und eigenen Angestellten umgeht.

Wir hielten schließlich an. Ich merkte, wie die Tür geöffnet wurde. Die Riemen wurden gelöst und mir wurde die Haube vom Kopf genommen. Ich erkannte sofort, wo ich war. Wir waren tatsächlich – wie ich die ganze Zeit befürchtet hatte – im Internat am Lugano See.

Meine Gedanken fuhren wieder einmal Achterbahn. Warum tun mir meine Eltern dieses fürchterliche Internat an? Ich habe ihnen doch deutlich gesagt, dass dieses für mich nicht in Frage kommt? Wieso können sie ein „nein“ von mir nicht akzeptieren?

Ich sah, dass das „Empfangskommando“ bereits auf mich wartete. Sofort erkannte ich Frau Gruber, die von zwei Internatsangestellten begleitet wurde. Eine davon war Schwester Carola. Frau Gruber begrüßte mich für ihre Verhältnisse recht freundlich – jedoch mit einem hämischen Unterton: „Hallo Natascha, schön Dich wieder zu sehen. Du hast wohl nicht geglaubt, dass wir uns noch einmal wieder sehen?“

Plötzlich erwachte mein Kampfgeist in mir wieder. Ich wies darauf hin, dass ich gegen meinen erklärten Willen hierin gebracht wurde und forderte, sofort zurück nach Hause gebracht zu werden und meinen Anwalt sprechen zu dürfen. Ohne die Antwort abzuwarten ging ich in Richtung Tor. Frau Gruber und die restlichen Angestellten ließen mich gewähren. Nach den zwei Kilometern erreichte ich schließlich die Pforte. Dort musste ich aber feststellen, dass dieses verschlossen war. Ich verlangte, dass dieses geöffnet wird, doch der Wachmann in der Pforte weigerte sind beharrlich. So musste ich erkennen, dass ich keine Chance hatte, das Gelände zu verlassen. Hinzu kam, dass meine Bewegungsfreiheit deutlich eingeschränkt war, da ich immer noch die verdammte Zwangsjacke trug.

Die Angestellten, die mich von zu Hause abgeholt hatten, waren mit dem Lieferwagen zur Pforte gefahren. Da ich immer noch in der Zwangsjacke streckte, konnte ich ihnen wenig entgegensetzen. So luden sie mich sehr unsanft in den Wagen und brachten mich zurück zum Hauptgebäude.

Frau Gruber erklärte, dass ich jetzt Zögling dieses Internats sei und die Regeln auch für mich gelten würden. Als erstes dürfe ich nur sprechen, wenn mir zuvor die Erlaubnis dazu erteilt wurde. „Aber das wirst Du auch noch lernen. Im Übrigen wurdest Du nicht verschleppt, sondern nur von den Mitarbeitern des Internats zu Hause abgeholt und hierher gebracht.“

Dann erklärte sie, dass mein Auftritt bei der Besichtigung allen hier noch in sehr unangenehmer Erinnerung sei. Frau Diekmann sei gerade noch in ihrem wohlverdienten Urlaub. Wir erwarten sie später zurück und sie wird Dich dann persönlich im Empfang nehmen.

Dann führte Frau Gruber weiter aus: „Wir werden Dich jetzt erst einmal einkleiden und Dich dann auf Dein Zimmer bringen. Dort wirst Du Deine Zimmergenossin kennen lernen und diese wird Dir alles weitere erklären. Ich werde Dir dann die Internatsregeln aushändigen, die Du verinnerlichen und in Dein persönliches Regelbuch übertragen wirst.

Ob es Dir passt oder nicht: Du bist jetzt Zögling dieses Internats und wirst Dich an die Regeln halten.“

Ich konnte es immer noch nicht fassen, was mir meine Eltern angetan haben.

Ich brach in Tränen aus und heulte wie ein Schlosshund. Mein eben noch vorhandener Kampfgeist war vollkommen verschwunden. Aber bei Frau Gruber konnte ich nicht mit so etwas wie Mitgefühl rechnen. Sie erklärte mir, dass eine Dame von Welt souverän mit ihren Gefühlen umgeht. Mein derzeitiges Verhalten sei im höchsten Maße unprofessionell, sagte sie noch und bat die beiden Angestellten des Internats, mich ins Ankleidezimmer zu bringen und ging ins Hauptgebäude.

Die Angestellten kamen auf mich zu. Die eine trocknete mit einem Taschentuch meine Tränen; während die andere schon fast beschwichtigend auf mich einsprach: „Wir dürfen eigentlich mit Dir gar nicht sprechen. Ich kann mir vorstellen, dass es für Dich ein Schock ist. Wir beide tun alles, um Dir den Start so angenehm wie möglich zu machen. Nun müssen wir uns aber auf den Weg ins Ankleidezimmer machen, sonst bekommen wir alle drei einen gewaltigen Ärger. Wird es gehen, Natascha?“ Ich nickte und wir gingen los.

Das nächste Kapitel werde ich voraussichtlich Ende dieser Woche veröffentlichen.
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kurtbauer
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  RE: Das Mädchenpensionat 2.0 Datum:29.08.26 08:59 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo, leider habe ich deine Bitte erst jetzt gelesen, deshalb hier meine Antwort auf deine Frage:
"Ich dachte mir, die spinnt doch, die Alte."
Diese Äußerung und so manches andere hat mich zu meiner Einschätzung über Natascha gebracht. Sie lebt das unbekümmerte Leben einer reichen Unternehmensgöre, hält sich zwar an die Vorgaben ihres Vaters, aber sonst macht sie was sie will.
Im Hinblick auf ihre weitere Zukunft halte ich die rigorose Erziehung in diesem Internat für unerlässlich
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ChasHH
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  RE: Das Mädchenpensionat 2.0 Datum:29.08.26 11:56 IP: gespeichert Moderator melden


Du kennst nicht die Originalstory. Ich war schockiert, zu was die Hauptfigur greifen musste, um wieder leben zu können.
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kurtbauer
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  RE: Das Mädchenpensionat 2.0 Datum:29.08.26 19:27 IP: gespeichert Moderator melden


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