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gag_coll
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  RE: Maria Kapitel 10 - Der Besuch - Teil Elf Datum:24.02.14 19:59 IP: gespeichert Moderator melden


Maria
Kapitel 10 - Der Besuch - Teil Elf
Autor: Karl Kollar

Als sie die Treppe nach unten gingen, hörten sie Amelie schon im Treppenhaus warten. »Inka war so nett und hat mir noch in den Handschuh hinein geholfen.«

»Schön, mein Schatz.« Leonhard kam die Treppe als erster herab. Er hatte große Mühe, sein Grinsen zu unterdrücken. Hinter ihm führte Paul Maria herab, die noch dabei war, sich an den ungewohnten, aber sehr bequemen Knebel zu gewöhnen.

Sie hatte sich mit dem Rücken zur Treppe gestellt, um so ihre verpackten Arme zeigen zu können. Dann drehte sie sich langsam und genießerisch um. Doch als sie Maria mit dem Kopfgeschirr erblickte, erstarrte sie in ihrer Bewegung. Sie schluckte heftig.

»Bitte nicht!«, sie seufzte heftig. »Ich möchte mich noch weiter mit meinem Gast unterhalten.« Sie versuchte sich zu weigern. Doch sie wusste genau, was als nächstes passieren würde.

Leonhard ließ sich nicht beirren. Er ging zu der kleinen Kommode, die neben der Treppe stand, und nahm etwas aus der obersten Schublade. »Entschuldige bitte, aber ich habe diese Regeln nicht gemacht. Sonst schimpfst du immer, wenn ich sie nicht einhalte.« Er grinste. »Jetzt halte bitte still.«

»Aber das ist doch was anderes.« Amelie versuchte weiter, sich zu sträuben. Dabei wusste sie genau, dass es ihr nichts nutzen würde. Das liebte sie besonders an Leonhard, er war sehr konsequent.

»Noch irgendwelchen letzten Worte?« Er blickte sie übertrieben streng an und hielt ihr den Ball vor den Mund.

»Ich liebe d...mmpf« Etwas abrupt schon Leonhard den Ball in den Mund seiner Verlobten. Diese ließ ein enttäuschtes Seufzen von sich hören.

Heidrun kam mit dem Geschirr aus dem Esszimmer. »Ihr seid ja immer noch da?« Der Anblick ihrer Tochter mit Knebel schien sie überhaupt nicht zu beeindrucken. »Seit bitte pünktlich zum Abendessen zurück.«

»Die Damen möchten noch ihren Handschuh tragen.« Leonhard war bemüht, auch in dieser Situation formvollendet aufzutreten.

Heidrun schüttelte nur den Kopf, dann setzte sie ihren Gang Richtung Küche fort. »Viel Spaß im Schlosspark.« wünschte sie ihren Gästen. »Selma ist gleich bei euch.«


Paul war etwas verlegen. »Wo ist denn der Handschuh?« Es ärgerte ihn ein klein wenig, weil er dies nicht wusste.

»Ich glaube, deine Oma hat ihn in die Tasche gesteckt, wo die Jacke drin war.« Es machte Maria keine Mühe, sich mit dem Ball im Mund verständlich auszudrücken. Sie war es vom Sprachtraining her gewohnt. Sie musste lediglich die Lippen weit öffnen und langsam sprechen. Beides war ihr mit dem Muzzle-Knebel problemlos möglich.

Doch sowohl Amelie als auch Leonhard drehte sich beide abrupt zu Maria um. »Wieso bist du so gut zu verstehen?« wunderte sich Leonhard.

»Sie bekommt Sprachunterricht.« Paul beschrieb, dass dies im Rahmen des Katerinenfestes geschah und dass die Schauspieler sich etwas zwischen die Zähne stecken, um zu üben. »Und Maria trainiert mit einem Ballknebel.«

»Das ist ja fast unfair.« Leonhard grinste. Er wusste, dass dies seine Verlobte noch viel mehr ärgern würde.

»Ich hole dann mal den Handschuh für Maria.« Paul drehte sich um und wollte zurück ins Wohnzimmer gehen, als seine Oma das Treppenhaus betrat. Den Mono hielt sie in ihrer Hand und reichte ihn ihrem Enkel. Sagen musste sie nichts.

Paul schluckte etwas, dann nahm er den Handschuh entgegen und trat zu seiner Freundin.

Diese hatte ihre Arme schon auf dem Rücken gelegt und die Augen fast geschlossen. Sie spürte den Druck, der auf ihrem Freund lastete, hier in Gegenwart dieser beiden Profis mit dem Mono umgehen zu müssen. Deswegen wollte sie es ihm so einfach wie möglich machen. Sie verzichtete diesmal sogar auf eine ihrer kleinen Schummeleien. Wenn sie ihre Arme ganz leicht auseinanderdrückte, dann hatte sie hinterher im Handschuh ein klein wenig Spiel. Doch diesmal drückte sie ihre Arme so fest es ging aneinander.


»Das hätte ich nicht besser machen können.« Leonhard war von Marias Anmut sichtlich beeindruckt. »Der weiße Handschuh passt einfach super zu dem Kleid.«

Beide freuten sich sehr über das Lob.

Leonhard bat zum Aufbruch. Dann gab er Paul ein Zeichen. »Lass die Damen mal voran gehen.«

Er wartete, bis die Damen außer Hörweite waren, dann gingen sie ebenfalls mit langsamen Schritten los.

»Du liebst Maria sehr?« Leonhard hatte es zwar als Frage formuliert, aber es war mehr eine Feststellung.

Paul wurde nervös. Er rang sich ein leises »Ja« heraus.

»Es gefällt dir, wenn sie so hilflos ist?« setzte Leonhard im gleichen Tonfall fort.

Paul wurde rot und druckste herum.

»Du bist nicht streng genug.« Es war eine nüchterne Feststellung, doch sie berührte Paul tief in seinem Inneren.

»Wie...« Er wurde noch eine Spur röter. »Warum...?« Er wusste keine Antwort.

»Es ist mir eben nicht leicht gefallen, Amelie den Knebel anzulegen.« Leonhard versuchte, sein Vorgehen zu rechtfertigen. »Doch sie hat sich diese Regeln selbst ausgedacht. Und es ist besonders wichtig, immer stark und konsequent zu sein. Sonst verlieren sie die Achtung vor dir.«

Paul seufzte.

»Manchmal musst du hart sein.« Leonhard blickte ernst, »auch wenn es dir in der Seele weh tut.«

Paul erkannte die belehrende Botschaft, doch er wusste gleichzeitig, wie sehr er in Maria verliebt war und dass er ihr nie ein Leid zufügen wollte. Er druckste ein wenig herum und gab sich verlegen. Schließlich nahm er sich ein Herz und sprach seine Gedanken aus. »Ich möchte ihr aber nicht weh tun.«

Leonhard wunderte sich etwas. »Habt ihr denn kein Sicherheitssignal vereinbart?«

Paul schaut etwas verständnislos. »Nein, was ist das?«

Leonhard wurde hellhörig. »Das solltet ihr aber unbedingt haben.« Er erläuterte das Signal, welches er und Amelie vereinbart haben. »Kindergarten« wenn sie sprechen kann und sonst dreimal kurz zweimal hintereinander. »Egal in welcher Form, ob geklopft oder gesummt. Damit kann sie alles unterbrechen und zeigen, dass etwas nicht in Ordnung ist.«

Paul schwieg bedeutungsvoll.

»Natürlich ist das Ganze nur ein Spiel. Aber dennoch,« Leonhard blickte zu seiner Verlobten. »oder gerade dann, wenn ein Mädchen in solchen Fesseln steckt, dann braucht sie Hilfe und Schutz.«

»Das sehe ich genauso« Pauls Antwort kam etwas unbeholfen. Er fühlte sich ziemlich überrumpelt.

»Was die Hilfe angeht - so versucht Amelie, auch in Fesseln alle herumzukommandieren wie eine alte Adlige.« Leonhard verwies auf Beispiele in der Geschichte, wo es Sachen wie High Heels, Korsetts oder chinesische geschnürte Füße der Trägerin unmöglich machten, körperliche Arbeit zu verrichten. So konnte diese Frauen demonstrieren, dass sie keine Arbeit zu tun brauchten und bedient werden mußten. »Das ist aber keineswegs Unterwerfung,« erläuterte er, »sondern es ist eine höhere Form von Dominanz.«

»Maria trägt oft diese seltsamen Stiefel, in denen sie auf den Zehenspitzen steht.« Paul versuchte den Gedanken zu folgen. »Haben diese dann eine ähnliche Bedeutung?«

»Maria kann solche Stiefel tragen?« Leonhard war fasziniert. »Das wird Amelie sehr interessieren.«

»Aber wenn sie so hilflos sind, brauchen sie doch Unterstüzung oder?« Paul nahm sich insgeheim vor, Maria nach den Stiefeln zu fragen.

»Kennst du den Begriff ´Topping from the bottom´?«

Paul schüttelte den Kopf.

»Das bedeutet, dass die scheinbar unterworfene, gefesselte Bondagette in Wirklichkeit das Spiel bestimmt und ihren ´Fesselmeister´ oder ihre Bediensteten so beeinflusst, dass sie alles machen, was sie will, und sei es das Anlegen weiterer Fesseln.«

Paul kam dies ein wenig bekannt vor.

»Amelie versucht das ständig.« Leonhards Worte ließen ein kleines Stöhnen durchklingen. »Nur wenn sie geknebelt ist, kann sie das nicht mehr, und so wird sie plötzlich wirklich abhängig von anderen. Damit hat sie enorme Schwierigkeiten.«

Paul grinste. Jetzt verstand er die Reaktionen von Amelie etwas besser.

»Aber wenn sie ihren Zustand einmal akzeptiert hat, dann kann sie sich ganz gehen lassen und sich voll und ganz auf mich verlassen.« Er machte eine Pause, um seinen Worten Bedeutung zu verleihen. »Das ist dann tatsächlich Unterwerfung - und paradoxerweise eine Form von Unterwerfung, die die Bondagette plötzlich befreit - frei von jeglicher Verantwortung und Pflicht zur Selbstkontrolle.«

Er ließ Paul etwas Zeit zum Grübeln.

»Deine Maria hat eine enorme Veranlagung dazu, sie weiß es nur selbst noch nicht so recht. Schließlich ist sie in deinen Armen gekommen, als du ihr den Mono angelegt hast.«

Paul wurde rot.

»Und damit sind wir beim Schutz - um sich so gehen lassen zu können, um alle Kontrolle abgeben zu können, muss sich dein Mädchen blind auf dich und deinen Schutz verlassen können. Und um sie beschützen zu können, musst du sehr stark sein - sie wird dich diesbezüglich immer wieder testen. Und stark genug bist du nur, wenn du stärker als sie selbst bist, wenn du dich gegen sie durchsetzen kannst. Genau das will sie erleben, um dir vertrauen zu können.«

Paul dachte an die Busfahrt zum Kino, als er sich zum ersten Mal gegen Marias Willen durchgesetzt hatte. Wenn er darüber nachdachte, so musste er tatsächlich feststellen, dass Maria ihn immer wieder sanft anzuleiten versuchte, streng ihr gegenüber zu sein. So betrachtet war er ihr tatsächlich bislang noch nicht die Stütze, die er offenbar sein musste.

Er nahm sich vor, weniger zurückhaltend und strenger, doch genauso liebevoll mit ihr umzugehen. »Aber da ist doch auch noch das Katerinenfest«, Paul war ermutigt genug, seine Gedanken zu äußern. »Maria spielt die Hauptrolle und sie hat einen sehr dicht gedrängten Terminkalender. Ich habe Angst, dass sie sich zuviel zumutet. Wie soll ich mich da verhalten? Andererseits weiß ich aber auch, dass ihr das Fest mittlerweile recht wichtig geworden ist und ich möchte sie so gut es geht unterstützen.«

»Nach allem, was ihr erzählt habt, ist es ja für Maria kein Spiel, aus dem sie jederzeit aussteigen kann. Für sie ist es ernst, und sie hat eine große Aufgabe auf sich genommen.« Leonhard gab sich sehr verständnisvoll. »Ich glaube, wenn du ihr wirklich helfen willst, dann musst du so etwas wie ihr ´Manager´ werden, wann immer du sie begleitest.«

Er machte eine Pause, um seiner Worte wirken zu lassen. »Im Moment muss sie mit allen Wünschen und Forderungen von außen allein fertig werden, wobei sie obendrein noch meistens in ihren Mono gefesselt ist und sich nur schwer behaupten kann. Du musst Sachen und Termine für sie organisieren, aber auch rigoros ändern und ablehnen, wenn du siehst, dass es zuviel für sie wird.«

Paul verwies auf den großen Terminkalender, den es jetzt schon gab.

»Natürlich muss sie dabei sehen, dass du nur ihr Bestes willst, damit sie keine Diskussionen anfängt und dir in den Rücken fällt, wenn sie etwas trotzdem tun willst. Notfalls zieht ihr euch erst zur Beratung zurück, aber wichtig ist, dass nur DU für sie sprichst und Dinge vereinbarst, damit sich die anderen daran gewöhnen, dass sie über dich gehen müssen und nicht Maria alleine weichkochen und ausnützen können. Diese Mrs. Potter wird dich dabei voll unterstützen, wenn du das vorher mit ihr besprichst.«

Paul holte tief Luft.

»Du musst also tatsächlich sanft dominant, aber konsequent werden, wenn du etwas für sie oder Euch beide entscheiden mußt!«

»Das klingt alles vernünftig.« Pauls Stimme ließ deutlichen Zweifel hören. »Ich weiß nicht, ob ich das wirklich fertig bringe. Zumal ich sie sehr liebe.«

»Glaub mir, jeder deiner Versuche wird auf fruchtbaren Boden fallen.« Leonhard konnte ihn beruhigen. »Maria wird dieses Verhalten von dir erwarten und honorieren.«

Sie gingen schweigend weiter. Als sie um den Gutshof betraten, sahen sie, wie Amelie versucht, der Frau des Gutsverwalters etwas zu erklären.

»Das kann sie lange versuchen.« Leonhard grinste. »Das Personal hat mir mal verraten, dass sie immer wenn Amelie einen Knebel trägt, vorgeben, sie nicht zu verstehen.«

Paul sah deutlich an den Körperbewegungen von Amelie, dass sie versuchte etwas zu erklären. Manchmal stampfte sie sogar mit dem Fuß auf.

»Es tut mir leid«, ließ die Verwaltersfrau hören, »Ihr seid nicht zu verstehen, wenn ihr dieses Ding im Mund habt.«

Als Amelie sah, das ihr Verlobter näher kam, startete sie noch einen fast schon verzweifelten Versuch.

Paul konnte aus den Brummlauten und der Situation erkennen, dass Amelie von ihrem Knebel befreit werden wollte.

»Wir mussten dem Personal diese Anweisung nicht geben« Er blieb kurz stehen und flüsterte zu Paul. »Alle sind froh, wenn sie mal nicht von ihrer Herrin herumkommandiert werden können.« Er grinste. »Amelie versucht es immer wieder, sie hasst es, wenn ihr ihre Hilflosigkeit so deutlich vor Augen geführt wird.«

Sie gingen weiter zu der kleinen Gruppe.

Es war Maria anzusehen, dass sie über Amelies verzweifelte Versuche ebenfalls amüsiert war. Sie riskierte einen kurzen aber intensiven Blick zu Leonhard und Paul. Anfangs hatte sie ein schlechtes Gewissen, weil sie sich als Lockvogel hergegeben hatte, doch jetzt erkannte sie, dass sie damit nichts falsches gemacht hatte.

»Guten Tag, Frau Baselitzer.« Leonhard gab ihr die Hand. »Sie genießen den Sonntag?« fragte er höflich.

»Ja ich lasse es mir gutgehen.« Die Gutsverwalterin lächelte. »Sie haben aber reizenden Besuch.«

Maria bedankte sich mit einem Knicks und antwortete »Danke schön.«

Über Amelie sagte sie nichts.

»Wir wollen etwas im Park spazierengehen und ihn unseren Besuchern zeigen.«

»Na dann wünsche ich ihnen und ihrem Besuch viel Freude daran.« Sie wollte sich schon abwenden, als ihr noch etwas einfiel. »Die Bänke auf dem kleinen Friedhof sind frisch gestrichen, bitte nicht dort hinsetzen. Ich weiß nicht, ob mein Mann daran gedacht hat, Schilder aufzustellen.«


An der alten Schlossmauer blieb Oma Selma kurz stehen. »Ich freue mich, das alles wieder zu sehen.«

»Ich war noch nie im Schlosspark.« wunderte sich Leonhard. »Dabei war ich doch schon so oft hier.«

Die Blicke richteten sich auf Amelie. Es dämmerte ihr nur langsam, dass sie nun etwas sagen sollte. Es kostete sie einige Mühe, sich zu überwinden, dann versuchte sie zu sagen, doch es war nur ein Brummen zu hören.

Leonhard lächelte heimlich.

Selma versuchte höflich zu bleiben. »Amelie, sie sind nicht zu verstehen.«

Amelie seufzte und zuckte mit den Armen. Etwas hilfesuchend blickte sie zu Leonhard.

»Es gibt eine Regel, dass Amelie ebenfalls einen Knebel tragen muss, wenn einer ihrer Gäste geknebelt ist.« Er zuckte etwas mit den Achseln. »Ich habe mir diese Regel nicht ausgedacht.« Er gab seiner Verlobten einen Kuss.

Oma Selma kannte Maria gut genug um zu wissen, dass diese bei so einem Besuch nie freiwillig einen Knebel tragen würde. Sie blickte sie kurz fragend an.

Maria beantwortete dies mit einem kurzen Blick auf Leonhard.

Auf einmal ging ein Lächeln über Selma Gesicht. Sie hatte die kleine »Intrige« durchschaut. Sie drehte sich etwas umständlich zu Maria und fragend sie mit etwas übertriebener Höflichkeit. »Wärst du bereit, für einige Zeit auf deinen Knebel zu verzichten, damit Amelie die Führung machen kann?« Dabei zwinkerte sie deutlich mit den Augen.

Maria brauchte ein paar Sekunden, bis sie begriff, welches Spiel hier gerade gespielt wurde. Dann glitt ein Lächeln über ihr Gesicht, welches trotz des Knebels deutlich zu erkennen war. Sie drehte sich zu Paul und blickte ihn gespielt verlegen an. »Ich darf den Knebel hier nicht tragen.« Sie hatte Mühe, nicht loszuprusten. »Nimmst du ihn mir bitte ab?«

Amelie drehte sich zu ihr hin. Sie brummelte etwas in ihren Knebel und es war deutlich zu sehen, wie verwundert sie darüber war, wie gut Maria zu verstehen war.

Nachdem Paul seiner Freundin den Knebel abgenommen hatte, befreite auch Leonhard seine Verlobte. »Ich glaube, die Umhänge braucht ihr dann auch nicht mehr.« Er nahm sie den Mädchen ab.

Amelie ließ sich sofort Marias Knebel zeigen, doch sie stellte zu ihrem Erstaunen fest, das der Ball genauso groß war wie der ihres Knebels. Sie war verblüfft. »Warum bist du mit dem Knebel so gut zu verstehen?«

»Ich bekomme Sprachunterricht und muss dabei oft mit einem Ball im Mund reden.« erklärte Maria mit sehr viel Stolz in der Stimme.

Amelie war verblüfft. »Bitte zeige mir, wie das geht.«

Doch Leonhard war dies gar nicht recht. »Lasst uns weitergehen zum Pavillon.« Doch natürlich wusste er, dass er es nicht verhindern konnte. Er begann zu überlegen, ob er einen Knebel kannte, der auch unter diesen erschwerten Bedingungen funktionieren würde.


Die drei Damen hatten es sich schon im Pavillon bequem gemacht, während Paul und Leonhard noch vor den Stufen standen. Leonhard spürte, dass Paul noch etwas bewegte. »Lass uns noch ein wenig umher gehen, deine Oma passt auf die Mädchen auf.«

Paul war für das Angebot sehr dankbar. »Da wäre tatsächlich noch eine Frage, die ich nicht in Gegenwart von Maria oder Amelie stellen wollte. Was genau ist mit Bondagette gemeint? Der Begriff ist schon öfters gefallen und ich kenne ihn bisher nicht.«

Leonhard lächelte erst, dann wurde er ernst. »Hmmmm... Das ist gar nicht so leicht zu beantworten.« Er schien nachzudenken. »Also, zunächst einmal ist eine Bondagette ein Mädchen, das sich gerne fesseln lässt und die Fesseln genießt.« Er warf einen kurzen Blick zurück zum Pavillon.

»Schwierig wird es, wenn man erklären will, warum sie es genießt - denn da gibt es viele mögliche Gründe und Motivationen. Fangen wir mal von der weniger erfreulichen Seite an - es gibt Mädchen, die sich gerne demütigen lassen, schlecht behandeln und sogar schlagen.«

Paul verzog das Gesicht.

»Solche Mädchen haben oft ein geringes Selbstwertgefühl und denken, sie verdienten es, schlecht behandelt zu werden. Aber ich denke mal, das können wir hier in unseren Fällen ausschließen!« fügte Leonhard mit einem Grinsen hinzu.

Er blickte wieder zum Pavillon zurück. »Unsere beiden hier wollen natürlich stets zuvorkommend wie eine Prinzessin behandelt werden, umso mehr, je strenger sie gefesselt sind. Wie schon gesagt - Fesseln machen eigene Arbeit unmöglich, erfordern Bedienung und Aufmerksamkeit, und erhöhen den Status.«

Paul erinnerte sich an die Beispiele, die Leonhard ihm schon genannt hatte.

»Dabei muss man allerdings aufpassen, dass es Ihnen nicht zu sehr zu Kopfe steigt, und ihnen ab und zu einen kleinen Dämpfer verpassen.«

»Und was bietet sich da so an?« fragte Paul sehr interessiert.

»Das kommt sehr auf den Zusammenhang an.« Leonhard wurde etwas nachdenklich. »Manchmal reicht es, ihnen bei etwas nicht zu helfen, damit sie merken, wie hilflos sie in ihren Fesseln sind. Ich betrachte das meistens als eine ´liebevolle Demütigung´.«

Paul fragte nach Beispielen.

»Nun, ich helfe ihr selten beim Treppensteigen.« Leonhard dachte nach. »Manchmal muss sie allein essen, auch wenn ihre Hände gefesselt sind.«

»Ist das nicht gemein?« Paul sprach seine Gedanken aus.

»Du musst die Kraft aufbringen, es zu tun.« Leonhard lächelte. »Danach sind sie viel anschmiegsamer und genügsamer.«

»Aber Maria hat sich doch schon so viel aufgeladen.« Paul war das Herz schwer. »Da kann ich sie doch nicht noch zusätzlich belasten.«

Leonhard blieb stehen und legte Paul seine Hand auf die Schulter. »Du bist sensibel genug, um zu erkennen, was Maria zu welchem Zeitpunkt braucht.«

Paul brachte als Antwort nur ein Schlucken zustande.

»Dann wäre da noch ein anderer ganz wichtiger Aspekt, den du wissen musst: Die Sache mit der guten Erziehung. Ein wohlerzogenes Mädchen gibt einem Jungen nicht einfach nach, sie soll sich tugendhaft zieren und seine Avancen abwehren, ihre ´Tugendhaftigkeit´ verteidigen, auch wenn sie am liebsten sofort mit ihm ins Bett springen würde.«

Paul wurde wieder rot.

»Ist sie aber gefesselt, vielleicht sogar geknebelt, dann kann sie sich objektiv nicht wirklich wehren, sei es gegen Küsse, Umarmungen, oder im Bett. Sie ist dann von ihrer Erziehung entbunden und kann sich fallen lassen, sich richtig gehen lassen. Ich nehme an, so weit seid ihr noch nicht?«

»Wir kennen uns ja erst seit ein paar Wochen.« Paul errötete noch mehr. »Und so weit habe ich noch gar nicht gedacht.« Er rang mit sich, ob er es aussprechen sollte. »Außerdem trägt Maria einen .... einen...« Er kam ins Stottern.

»Einen Keuschheitsgürtel?« Leonhard sprach das Wort aus und wartete Pauls Bestätigung nicht ab. »Amelie trägt auch einen. Wir sind uns einig, dass wir bis zur Hochzeit warten wollen.«

Paul war das Thema etwas unangenehm. »Aber es stimmt, Maria wird immer dann besonders anschmiegsam, wenn sie streng gefesselt ist.«

»Siehst du. Und außerdem kannst du sicher sein, Mariat HAT bereits so weit gedacht - auch wenn das für Euch beide noch einige Zeit in der Zukunft sein dürfte. Natürlich ist es wichtig, dass du ihre Wehrlosigkeit nie ausnutzt, und nichts wirklich gegen ihren Willen tust. Aber da hab ich bei euch beiden keine Sorgen.«

Sie gingen langsam weiter.

»Aber weiter zu den Bondagetten: Eine strenge Fesselung, ein enges Kleid ist immer auch wie eine feste Umarmung.« Leonhard lächelte. »Frauen sind da am ganzen Körper weitaus empfindlicher und empfänglicher als wir grobschlächtigen Kerle. Diese Art Umarmung, wie zum Beispiel von Marias Korsett, ist natürlich zunächst einmal unpersönlich, auch wenn sie romantische Fantasien und Verlangen weckt.«

Paul musste an die Sissi-Filme denken, sagte aber nichts.

»Sobald sie aber von dir verursacht wird, indem du ihr ein Korsett oder den Mono anlegst, ist es DEINE Umarmung - die sie ständig fühlen kann, auch wenn du selbst gerade gar nicht in Reichweite bist.« Wieder blieb Leonhard stehen und blickte Paul direkt an.

»Daher reagiert Maria so stark, wenn du ihr etwas anlegst. Das bedeutet aber auch, dass sie die Kontrolle nicht an den Mono, sondern an DICH abgibt, und daß du mit dem Anlegen versprichst, dich um sie zu kümmern und sie zu beschützen. Das ist weniger Unterwerfung als eine liebevolle Hingabe - Du mußt dann aber auch die Verantwortung für sie übernehmen.«

Sein Blick wanderte in Richtung Pavillon. »Aber wie du an Amelie siehst, muss man ihr dann ab und zu klar machen, dass diese Hingabe und damit deine Übernahme der Verantwortung dann auch eindeutig sein muß, damit du sie auch wahrnehmen kannst - sie kann und darf dann nicht mehr selbst bestimmen, solange sie deine Fesseln trägt. Du kannst natürlich versuchen, ihren Wünschen zu entsprechen, aber DU mußt bestimmen.«

»Vielen Dank.« Paul seufzte. »Ich hoffe, ich werde die Kraft für alles das haben.«

»Das wirst du, Paul.« Leonhard legte ihm noch einmal die Hand auf die Schulter. »Da bin ich mir ganz sicher.«


»Jetzt haben wir euch eingeholt.« Amelie hatte ein Strahlen in der Stimme. Sie stellte sich vor Leonhard und gab ihm einen Kuss.

Leonhard schlang seine Arme und seine Verlobte und erwiderte den Kuss.

Paul blickte verlegen weg und erschrak fast ein wenig, als Maria auf einmal vor ihm stand und ihn anstrahlte.

»Kannst du mich bitte auch in den Arm nehmen?« Sie blickte ihn sehnsuchtsvoll an.

Paul zögerte noch etwas und blickte etwas verlegen in der Gegend umher. Erst als ihn seine Oma mit einem kleinen Stups ermutigte, kam er der Bitte nach und nahm Maria in den Arm.

»Jetzt sei doch mal ein wenig mutiger«, ermunterte Maria ihren Freund und blickte kurz auf Amelie, die immer noch den Kuss ihres Verlobten genoss.

In Paul überschlugen sich alle Gedanken und Worte von Leonhard und er zögerte noch. Doch schließlich sagte ihm sein Bauch, was er zu tun hatte. Zärtlich schlossen sich seine Lippen um die seiner Freundin.

»Siehst du, was ich dir gesagt habe.« Oma Selma lächelte. »Traue dich ruhig, deine Wünsche zu äußern.«

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  RE: Maria Datum:24.02.14 20:50 IP: gespeichert Moderator melden


Hi Gag_coll

Ich danke dir sehr für deine Geschichte sie ist mit viel Gefühl geschrieben und ich habe manchmal den eindruck, mich zum teil selber darin zu erkennen.

weiter so

mit fesselnden grüßen

eure Kami
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gag_coll
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  RE: Maria Kapitel 10 - Der Besuch - Zwölfter und letzter Teil von diesem Kapitel Datum:25.02.14 06:30 IP: gespeichert Moderator melden


Maria
Kapitel 10 - Der Besuch - Zwölfter und letzter Teil von diesem Kapitel
Autor: Karl Kollar

Maria strahlte bis über beide Ohren. »Es ist so schön hier.« Sie blickte auf Amelie, die jetzt neben ihrem Verlobten stand. »Ich freue mich, dass du auch so einen Mono trägst.«

Die Gesellschaft einer anderen Monohandschuh-Trägerin hinterließ auch bei Amelie Spuren. Auch sie strahlte über das ganze Gesicht.

»Wir sollten weitergehen, wenn wir rechtzeitig beim Abendessen sein wollen.« Leonhard fragte, wo es denn hingehen sollte.

»Wir gehen am See entlang zum kleinen Friedhof.« Amelie erinnerte sich an ihre Pflichten als Gastgeberin und Führerin.

»Gibt es die kleine Enteninsel noch?« wollte Oma Selma wissen.

»Na klar gibt es die noch.« Amelie war über den Themenwechsel recht dankbar. »Dieses Jahr hatten wir glaube ich acht Gelege.« Ihre Stimme wurde weich. »Und viele, viele süße Entenküken.«


Nach wenigen weiteren Schritten lag der kleine malerische See vor ihnen und das aufgeregte Schnattern der Enten ließ vermuten, dass hier eher selten Leute vorbeikamen.

»Jetzt erzähl mir, was beim Gag-Talk wichtig ist.« Amelie hatte sich einfach neben Maria gedrängt und stupste sie mit ihrem Handschuh an.

Maria war erst etwas verblüfft. »Eigentlich ist es bei mir ja umgekehrt.« Sie lächelte zu Pauls Oma. »Ich trage den Ball im Mund, um meine Sprechübungen machen zu können.«

Amelie verstand zunächst den Zusammenhang nicht.

»Ich bekomme für das Fest Sprachunterricht, wie ihn auch die Schauspieler bekommen.« Etwas Stolz lag in Marias Stimme. »Eigentlich ist es ganz einfach.« sie blickte Amelie an. »Du musst langsam sprechen und die Lippen weit öffnen.« Sie beschrieb, wie sie anfangs immer mit einem Korken geübt hatte. »Aber der ist mir immer rausgefallen.«

»Ja und?« Amelie wunderte sich.

»Naja,« Maria war etwas verlegen, »wenn ich dazu meinen Mono trage, kann ich ihn nicht mehr aufheben.«

Jetzt verstand Amelie es.

»Und dann hatte Pauls Oma die Idee mit den Knebeln.« Sie lächelte dankbar zu ihr hin.

»Eigentlich sind sie aber genau für das Gegenteil gedacht.« lachte Leonhard.

»Ich kann ja nicht mal mehr ´Kindergarten´ sagen.« Amelie stimmte in das Lachen ein.

Es war Paul aufgefallen, dass Leonhard bei dem Wort ´Kindergarten´ kurz gezuckt hatte und für einen winzigen Moment ein sorgenvollen Gesicht hatte. Doch gleich darauf entspannte sich seine Miene wieder.

»Apropos...« Leonhard ging zu Maria. »Paul sagte mir, dass ihr kein Sicherheitswort vereinbart habt?«

»Ich mache das alles doch für das Fest«, Maria verstand die Problematik noch nicht. »Da passiert mir nichts.«

»Deine Gesundheit ist wichtiger.« Leonhard wollte ihren Einwand nicht gelten lassen. »Du musst lernen, dich Paul ganz anzuvertrauen und mutig genug sein, die Sicherheitswörter auch zu benutzen.«

»Was ist denn das überhaupt?« Maria wusste es nicht.

Beim Weitergehen erklärte Leonhard das System mit der Ampel, bei dem es die drei Stufen gab: Grün: Es geht mir gut, es ist alles in Ordnung. Gelb: Es geht noch, aber ich brauche eine Pause. Rot: Es gibt ein Problem, bitte sofort aufhören.

Als sie den kleinen Friedhof betraten, verstummten die Gespräche und die Stimmung wurde irgendwie nachdenklich.

Selma trat an das Grab, welches als einziges neben der Bepflanzung auch einen kleinen Strauß in einer Vase hatte. Sie blieb einige Zeit davor stehen.

Die anderen blieben höflich im Hintergrund.

»Früher gab es keine Sicherheitswörter.« sagte Selma mehr zu sich selbst, als sie wieder zu den anderen zurück kam.

Leonhard verstand die Problematik nicht. »Aber es muss doch einen Weg geben, aus dem Spiel auszubrechen.«

»Früher war es kein Spiel.« Selma schüttelte den Kopf. »Die Mädchen mussten die Handschuhe tragen, auch wenn es weh tat oder sie nicht konnten. Die alte Gräfin war da gnadenlos.«

»Für Maria ist es auch kein Spiel.« warf Paul ein und versuchte sie tröstend in den Arm zu nehmen. »Bis zum Fest muss sie hart trainieren.«

Maria freute sich sehr über diese Geste und schmiegte sich etwas an ihn.

»Aber deswegen sollte sie nicht ihre Gesundheit aufs Spiel setzen.« Leonhard blieb in dieser Beziehung hart. »Wie wäre es auch mit ´Kindergarten´?« Er wandte sich zunächst an Paul. »Wann immer Maria dieses Wort benutzt, dann musst du dich sofort um sie kümmern und fragen, was los ist.« Dann drehte er sich zu Maria. »Und du musst versprechen, dass du es dann und nur dann benutzt, wenn etwas nicht in Ordnung ist.«

»Aber das Fest...« wollte Maria einwenden.

Leonhards Stimme wurde ungewohnt hart. »Es kann nicht Sinn der Sache sein, dass du so hart trainierst, dass du zum Fest krank bist.«

Maria wurde kleinlaut und drängte sich an Paul. »Also einverstanden. Ab jetzt ´Kindergarten´.«

»Ich werde deine Erzieherin ebenfalls darüber informieren. Auch sie wird Interesse daran haben, dass du gesund bleibst.«

Oma Selma war über die Entwicklung mehr als erleichtert. »Und jetzt möchte ich noch den alten Pferdestall sehen.« Ihre Stimme wurde etwas sentimental. »Ob es die kleine Ponybox noch gibt?«

Amelie zuckte etwas zusammen. Ihr schlechtes Gewissen war ihr deutlich ins Gesicht geschrieben. »Welche Ponybox?«

Oma Selma vermutete, dass Amelie diese alten Sachen nicht wissen könne, deswegen erklärte sie. »Im Pferdestall des Gutes gibt es in dem Bereich, in dem früher die Pferdeknechte geschlafen haben. Das war davor mal die Box für die Ponys, die sie in früheren Jahren mal hatten.«

Doch Amelies Nervosität nahm zu. Leonhard entging dies nicht und er trat dicht an sie heran. »Was hat es damit auf sich? Warum bist du so nervös?« Seine Stimme wurde auf einmal sehr ernst. »Ich möchte eine ehrliche Antwort.«

»Das war lange vor deiner Zeit.« versuchte Amelie sich heraus zu winden.

»Ich höre?« Leonhard blieb hart.

»Ich wollte unbedingt mal Ponygirl spielen.« Amelies Stimme war leise und schuldbewusst. »Und da haben wir diesen Raum dafür umgestaltet.«

Die Frage lag in der Luft, doch irgendwie sprach sie keiner aus.

Amelie antwortete trotzdem. »Ich wurde von Inka als Pony zurechtgemacht mit Hufstiefeln, Korsett, Ponykostüm und Pony-Kopfgeschirr. Sie hat mich dann dort in der Box angekettet und ich wollte dort eine Woche als Pony leben.«

Auf einmal geriet ihre Stimme ins Schwärmen. »Ich hätte mit dem Mund essen müssen und Inka hätte mich dressiert.«

»Was ist passiert?« Leonhards Stimme zeigte ein fast beunruhigendes Interesse.

»Meine Eltern kamen früher aus dem Urlaub zurück. Meine Mutter hat uns entdeckt und war überhaupt nicht begeistert.«

Leonhard war verwundert. »Sie hat dir doch sonst alles durchgehen lassen.« Irgendwie schwang ein Vorwurf in der Stimme mit.

»Sie hat verlangt, dass ich im Schloß zu übernachten habe.« Amelies Frust war jetzt noch zu hören. »Aber welches Pony schläft schon in einem Bett?«

»Aber deswegen kannst du uns das doch zeigen oder?« Leonhard hatte auf einmal ein Leuchten in den Augen.

Amelie seufzte. »Naja, jetzt habe ich es ja gebeichtet.«


Zu ihrer Erleichterung war Oma Selma von ihren »Umbauten« wenig irritiert oder verärgert. Sie schien sich ehrlich zu freuen, dass sie diesen Ort, der ihr anscheinend sehr viel bedeutete, mal wieder sehen konnte. Zu Amelies Überraschung nahm sie sie in den Arm und streichelte ihr über den Monohandschuh. »Nun, meine Liebe, auch ich habe an diesen Ort ganz spezielle Erinnerungen.«

Paul erinnerte sich später an die Geschichten, die ihnen seine Oma vor einigen Tagen einmal erzählt hatte, von dem schneidigen Rittmeister und den heimlichen Ausflügen.


Während Oma Selma noch in ihren Erinnerungen schwelgte, steckten Maria und Amelie die Köpfe zusammen und schienen etwas auszutüfteln. »Ja, so machen wir das.« Amelie schlug mit ihren Monoarmen sanft gegen Marias Arme und diese wiederholte die Geste. Dann drehte sich Maria zu Paul. »Darf ich wenigstens auf dem Rückweg meinen Knebel tragen? Ich denke, ich habe jetzt lange genug darauf verzichtet.« Sie grinste deutlich bei dieser Frage.

Paul blickte zunächst etwas hilflos zwischen Leonhard und seiner Oma hin und her. Schließlich bekam er von Leonhard den passenden Hinweis.

»Wenn sie von sich aus nach einer Verschärfung fragen, solltest du ihnen eigentlich immer nachgeben.« Er streichelte Amelie leicht über die Wangen. »Kann es sein, dass du noch ein wenig Gag-Talk üben möchtest?«

Amelies Miene ließ erkennen, dass sie sich ertappt fühlte.

»Aber wenn die Mädels unbedingt ihre Knebel wieder tragen möchte, gern.« Er gab Paul ein Zeichen.


Als sie im Schloss angekommen waren, nahm Leonhard Paul beiseite. »Ich habe immer ein wenig Angst vor dem Tag, an dem Amelie mit Knebel so gut reden kann wie Deine Maria. Dann ist es mit der schönen Ruhe vorbei.... Darum habe ich schon vorgesorgt. Hier, sieh mal.«

Er zeigte Paul zwei seltsame Gegenstände aus schwarzem Gummi, die noch in Plastik eingeschweißt waren. Einer sah aus wie der Pumpball einer Blutdruckmanschette, der andere so ähnlich wie Marias Mundschutz, wie eine Zahnspange aus Gummi für beide Zahnreihen, jedoch mit einer kleinen ovalen Zunge im Innenraum.

»Das ist ein aufpumpbarer Knebel. Er dehnt sich nicht viel aus, aber er klemmt die Zahnreihen zusammen, so dass sie nicht mehr geöffnet werden.«

Paul erkannte sofort, dass Maria dann ihren Mund nicht mehr öffnen könnte. Damit wäre ihr jetziger Gag-Talk nicht mehr möglich.

»Die kleine Blase innen klemmt die Zunge fest und macht Artikulieren unmöglich. Er füllt keineswegs den ganzen Mund, klemmt nur Zähne und Zunge, ist sehr bequem zu tragen und macht ein Sprechen und auch ein Entfernen ohne die Pumpe zum Ablassen unmöglich. Er trägt so wenig auf, dass der Mund und die Lippen immer noch geschlossen werden können, wenn der Pumpball entfernt ist.«

Paul bekam eine Gänsehaut, als er die volle Wirkung des Knebels begriff. Er schluckte etwas.

»Behalte ihn in Reserve - Du wirst selbst wissen, wann Maria ihn einmal braucht.« Er reicht Paul den noch verpackten Knebel. »Ich besorge einen neuen für Amelie; das eilt noch nicht, denn noch funktionieren die klassischen Knebel ja noch gut genug gegen ihren Redeschwall!«

Paul bedankte sich höflich. Doch innerlich war er total aufgewühlt.

* * *

Heidrun war sehr erfreut, dass alle Gäste rechtzeitig zum Abendessen wieder im Schloss waren, und noch mehr erfreute es sie, dass sowohl ihre Tochter als auch Maria auf das Tragen des Monohandschuhs verzichteten, so dass es ausnahmsweise einmal eine ganz normale Abendtafel war.

Gleich nach dem Abendessen bat Heidrun ihre Gäste ins Kaminzimmer, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Doch Amelie und Leonhard ließen sich kurz entschuldigen, sie hätten noch etwas zu besprechen.


Als Leonhard und Amelie den Raum betraten, trug Amelie wieder ihren Monohandschuh und strahlte. »Du wählst und hältst mir den Hörer. Lass mich mit ihm reden.«

Leonhard verdrehte ein wenig die Augen, denn Amelie gab mal wieder die Befehle, doch dann kam er ihren Wünschen nach. Er griff zu dem Telefon und wählte die Nummer auf der Wählscheibe. »Ihr könnte euch auch mal ein neues Telefon anschafften. Es gibt jetzt welche mit Tasten.«

Amelie lachte. »Aber das ist so schön dekorativ.«

»Weibliche Logik.« Er zuckte mit den Achseln. Dann hielt er den Hörer seiner Verlobten ans Ohr.

Leonhard wählte die Nummer auf der Drehscheibe und hielt dann seiner Verlobten den Hörer ans Ohr.

»Hallo Sebastian, hier ist Amelie.«

...

»Ja, das geht auch nur, weil dein Bruder mir den Hörer hält.« Sie lachte. »Du kennst uns ja«

...

»Du, weswegen ich anrufe: In zwei Wochen ist doch das gemeinsame Wochenende auf deiner Hütte. Wir glauben, wir haben ein Ersatzpärchen für das Hüttenwochenende gefunden.«

...

»Kennst du noch nicht. Sie wohnen in -« Sie blickte zu Maria und Paul »Wo wohnt ihr?«

»In Landsbach.«

Amelie wiederholte. »Ich fände es so schade, wenn die ganzen Spiele ausfallen würden, nur weil wir zuwenig Mädchen sind.«

...

»Natürlich ist sie geeignet. Sie trägt den Mono sogar in der Öffentlichkeit und war damit beim Bürgermeister. Und sie kann ihn noch strenger tragen als ich.«

...

»Ja, so was wurmt mich.« Sie lachte.

Sie blickte zu Leonhard. »Er möchte Maria sprechen.«

Leonhard ging zu Maria und hielt ihr den Hörer ans Ohr.

»Hallo« sagte Maria und ihre Stimme zeigte, wie sehr sie sich überrumpelt fühlte.

...

»Nein, einen Hogtie kenne ich nicht. Was ist das?«

...

»Oh... Das klingt aber streng.«

...

»Ich würde es gern mal probieren.«

...

»Ja, sowas kenne ich.«

...

»Kein Problem, ich trage ihn sowieso fast die ganze Zeit.« Sie wurde etwas rot dabei.

...

»Er möchte dich sprechen.« Maria blickte Leonhard verwundert an.

Leonhard nahm den Hörer wieder selbst in die Hand und hörte seinem Bruder zu.

...

»Ich vertrauen auf Amelies Menschenkenntnis. Sie hat bisher noch nie daneben gelegen.«

...

»Könnt ihr die Kaution stellen?« Er blickte ernst zu Paul und Maria. »Ihr müsst 1000 DM hinterlegen und wenn nichts gravierendes auftritt, dann bekommt ihr sie zurück.«

Maria erschrak und ihr Blick wurde fast etwas traurig. »Nein, soviel Geld haben wir nicht.« Sie blickte verlegen zu Paul. Doch zur Überraschung aller nickte Oma Selma und sagte recht laut. »Die Kaution wird gestellt«

Leonhard wiederholte die Antwort.

...

»Nein, die Regeln kennen sie noch nicht.«

...

Leonhard wandte sich an Paul und Maria. »Ihr müsst die Regeln lesen und dann unterschreiben, dass ihr euch auch daran halten werdet.«

Paul und Maria bestätigten dies, auch wenn sie noch nicht so recht wussten, was sie erwarten würde.

...

»Was ist mit Küchenarbeit für Paul?«

»Kein Problem,« antwortete Paul etwas verlegen. Seine Oma hingegen nickte anerkennend.

...

»Es wird diesmal einen kleinen Kurs geben für die Frauen: ´Wie knote ich richtig?´ Wäre Paul bereit, sich dafür von Maria einmal fesseln zu lassen?«

»Gern.« Die Antwort von Paul kam allerdings etwas zögernd und erst nach einem intensiven Blickwechsel mit Maria.

...

»Eine wichtige Regel für die Anfahrt: Keine Fesseln im Auto, auch nicht die kleinsten.« Dabei blickte er allerdings vor allem seine Verlobte an, die als Antwort ihre Schmollmiene aufsetze.

...

»Ja, ich freue mich auch.«

Er legte auf.

»Ihr werdet demnächst einige Unterlagen bekommen. Bitte lest diese gründlich und unterschreibt sie.«

Oma Selma schaltete sich ein. »Dürfen wir auch erfahren, worum es geht?« Sie blickte kurz zu Mrs. Potter, die ebenfalls sehr neugierig schaute.

»Mein Bruder besitzt eine Hütte in den Bergen. Sehr schön abgelegen und nur zu Fuß erreichbar.« Leonhards Stimme klang schwärmerisch. »Wir treffen uns dort mit anderen Bondage-Enthusiasten, die ebenfalls sehr auf Verschwiegenheit angewiesen sind.«

»Ihr habt uns heute überzeugt, dass ihr die Kriterien dafür erfüllt.« fügte Amelie dazu, »und ich bin sicher, dass ihr eine Bereicherung für unser Wochenende sein könntet. Ihr habe uns so viele neue Aspekte zu bieten.«

»Wegen eines Todesfalles ist ein Pärchen ausgefallen und ihr könntet für sie einspringen.«

Maria und Paul waren noch etwas unsicher. Doch zu ihrer Überraschung war es Mrs. Potter, die ihnen zuriet. »Das solltet ihr unbedingt annehmen. Ich rede auch mit deiner Mutter darüber. Sie wird es erlauben, da bin ich sicher.«

Alle Augen richteten sich jetzt auf Maria. Diese hingegen suchte den Blick von Paul. Er nahm ihre Hand und drückte sie fest. »Wir schaffen das.«

Leonhard stand auf. »Dann möchte ich euch in unseren Kreisen begrüßen und freue mich, euch in zwei Wochen abholen zu dürfen.«

* * *

Oma Selma blickte nach hinten auf die Rückbank. Paul hielt Maria im Arm und Maria hatte den Kopf auf seine Schulter gelegt. Beide waren eingeschlafen.

»Ich hoffe, dir hat der Ausflug gefallen?« Mrs. Potter sprach leise, um die beiden Schläfer nicht zu wecken.

»Es war toll.« Selma schwärmte. »Danke für diesen schönen Ausflug in die Vergangenheit. Es ist doch schön zu sehen, dass die eigene Arbeit erfolgreich war.«

Mrs. Potter bestätigte dies.

»Amelie und Leonhard sind ein tolles Paar.« Sie blickte noch einmal nach hinten. »Ich hoffe sehr, dass Paul und Maria ähnlich glücklich werden.«


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  RE: Maria Datum:25.02.14 23:57 IP: gespeichert Moderator melden


Wieder ganz toll geschrieben und in den beiden letzten Fortsetzungen
gab es nicht nur Kopfkino sondern auch was für den Geist .

Danke mach weiter so ich kann es kaum erwarten weiter lesen zu können .

.
95 % der Literatur sind Kopfkino selbst die Bibel denn keiner der Schreiber war dabei

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Und es hat 'Klick' gemacht

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  RE: Maria Datum:26.02.14 07:57 IP: gespeichert Moderator melden


Noch eine geheime Gesellschaft, oder ist es die ´aktive´ Seite einer bereits bekannten, zu der Maria´s Mutter wohl gehört (ich gucke nun nicht vorne in der Geschichte nach den Andeutungen, die auftauchten)?
Zudem die Fragen aus den vorhergehenden Kapiteln, findet die Reporterin auch Gefallen am Monohandschuh, wenn Sie ihn tragen darf, findet Sie mehr über den Baron, seine Tochter und Ihren Unfall, und die dunklen Pläne, ....

Derzeit die faszinierende Geschichte hier im Forum für mich

Vielen Dank
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  RE: Maria Datum:27.02.14 13:02 IP: gespeichert Moderator melden


Wieso Geheime Gesellschaft carpegenk? Da Treffen sich nur Bondage Freunde und die Unterlagen und Regeln dienen nur dazu um zum einen die Gesundheit der Mitspieler zu Gewährleisten und Natürlich soll das nicht an die Große Glocke gehängt werden. Es könnten ja auch Prominente Mitspieler sein und das muß ja nicht in der Klatschpresse auftauchen.
Wieso bekommt Maria eigentlich Sprachunterricht mit Knebel? Um das Reden mit Knebel bei Amelie zu Unterbinden gibts ja auch Knebel mit Mundplatte dann ist auch Sense mit Plappern.
Schön das Leonhard Paul einige Wichtige Tipps im Umgang mit Maria geben konnte. Das es jetzt auch ein Savewort gibt ist echt gut. Hoffentlich hält sich Maria auch daran. Paul wird nach dem Treffen bestimmt jetzt genauer auf seine Maria Aufpassen und ihr auch mal Verbieten Fesseln zu Tragen. Besonders wenn sie das Gebet auf dem Rücken übt.
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  RE: Maria Datum:28.02.14 17:18 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
Noch eine geheime Gesellschaft, oder ist es die ´aktive´ Seite einer bereits bekannten, zu der Maria´s Mutter wohl gehört (ich gucke nun nicht vorne in der Geschichte nach den Andeutungen, die auftauchten)?


Geheime Gesellschaft trifft es nicht ganz... Es ist ein Konsortium aus reichen Geldgebern, die Marias Mutter finanzieren. Warum sie das machen, weiß Maria aber nicht.
Zitat
Derzeit die faszinierende Geschichte hier im Forum für mich

Danke... freut mich sehr
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gag_coll
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  RE: Maria Datum:28.02.14 17:24 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
Wieso bekommt Maria eigentlich Sprachunterricht mit Knebel?

Naja, man muss einfach mal von der anderen Seite schauen... Es ist üblich, dass sich Schauspieler einen Korken zwischen die Zähne klemmen und dann ihre Übungssätze aufsagen: "Wir Wiener Waschweiber würde Wäsche waschen, wenn wir wüßten, wo warmes Wasser wäre."

Anfangs hat Maria dies auch versucht. Natürlich wird der Korken gelegentlich mal herausfallen. Doch wenn Maria gleichzeitig ihren Monohandschuh trägt, wird es sehr mühsam und demütigend, den Korken wieder in den Mund zu bekommen. Da ist der Knebel einfach praktischer...

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  RE: Maria Datum:01.03.14 03:51 IP: gespeichert Moderator melden



Zitat

Naja, man muss einfach mal von der anderen Seite schauen... Es ist üblich, dass sich Schauspieler einen Korken zwischen die Zähne klemmen und dann ihre Übungssätze aufsagen: \"Wir Wiener Waschweiber würde Wäsche waschen, wenn wir wüßten, wo warmes Wasser wäre.\"

Ach Echt?? Und damit wird die Aussprache Trainiert? Muß ich mal Versuchen mich schlau zu machen.
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gag_coll
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  RE: Maria Datum:01.03.14 16:38 IP: gespeichert Moderator melden


Soweit das zugegeben sehr große Kapitel 10 von Maria.
Gibt es bis hier Fragen? Unverständliches? Widersprüche? Soll ich etwas noch mal erklären?
Und nicht zuletzt, soll ich mit Kapitel 11 weiter machen?
Viele Grüße
Karl
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  RE: Maria Datum:01.03.14 17:35 IP: gespeichert Moderator melden


Lieber gag_coll

Die Frage nach Kapitel 11 ist wohl nicht dein ernst natürlich wollen wir es lesen.

Lieben Gruß

Bea
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  RE: Maria Datum:01.03.14 18:42 IP: gespeichert Moderator melden


Hi gag_coll

Ich finde toll, dass du nun Maria erkennen lässt, dass sie mit ihren sagen wir mal "Vorlieben" nicht alleine auf der Welt ist. Als ich meine ersten Experimente machte, dachte ich auch, ich wäre alleine damit. Aber wie mir dieses Forum hier zeigt, gibt es eine Menge Leute, die Erfahrungen austauschen und auch Tipps geben.

und ja, wir sind alle gespannt auf das Kapitel Nummer 11.

mit fesselnden Grüßen

Kami
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  RE: Maria Datum:01.03.14 19:12 IP: gespeichert Moderator melden


Auf jeden Fall mit Kapitel 11 Weitermachen. Also ich zumindest möchte Wissen ob der Plan des Barons Aufgeht. Wobei ich natürlich hoffe das nicht.
Ich möchte doch die Überraschung auf dem Fest Erleben wenn Marie das Gebet trägt. Wär doch auch schön zu Erfahren wie Andrea mit dem Mono Zurecht kommt und ob sie es schafft das Komplott des Barons Aufzudecken. Andrea könnte ja mit Marie Zusammen Trainieren und Paul lernt dabei auch gleich einer Anfängerin beizustehen.
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maximilian24
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  RE: Maria Datum:01.03.14 20:59 IP: gespeichert Moderator melden


Lieber Karl!
Es ist höchste ZEit, dass ich als ungeduldiger Dauerleser Deiner spannenden Geschichte ein wohl verdientes Lob an Dich sende. Ich weiß, wie mühsam manchmal das Schreiben ist und gerade deshalb, wie groß Dein Verdienst ist. Trotzdem bitte ich Dich, lass Mich (uns) mit meiner (unserer) Fantasie nicht im Trockenen stehen. Bitte präsentiere Kapitel 11.
Freilich gibt es etliche offene Fragen, die für Dich Anlass für einfühlsame Formulierungen sind. So kann ich mir außer den schon genannten Themen noch vorstellen: Journalistische Erlebnisse und Gefühle, kriminalistische Ereignisse, etc.
Euer Max
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Rainman
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  RE: Maria Datum:01.03.14 23:18 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
Soweit das zugegeben sehr große Kapitel 10 von Maria.
Gibt es bis hier Fragen? Unverständliches? Widersprüche? Soll ich etwas noch mal erklären?
Und nicht zuletzt, soll ich mit Kapitel 11 weiter machen?
Viele Grüße
Karl


Hallo cag_coll.

Entschuldige bitte, falls ich jetzt was "rüde" klinge. Aber für dieses posting haste dir nen virtuellen Schlag in den Nacken verdient!
Es gibt hier nur ganz wenige Autoren, die dir das Wasser reichen können. Du hast auf 10 Web-Seiten eine Gelesen Rate von fast 75.000 mal. Haste mal geschaut wieviele Autoren das ausser dir noch scchaffen? Und die schreiben auch wirklich gute Stories. Aber du bist eigentlich nur am rumjammern, wenn mann dir nicht nach jedem posting mindestens 5 mal Honig ums Maul schmiert.

Mittlerweile solltest du doch von uns soviel schon kapiert haben, das wir deine Storie wirklich absolut super finden und wir uns schon melden, wenn uns was ungereimt vorkommt.

Und das wir alle immer auf neue Teile warten und darauf brennen, das du weiter machst.

In diesem Sinne, lass uns nicht noch 10 Tage auf die mächste Fortsetzung warten.

Mfg Rainman.

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Rainman am 02.03.14 um 01:41 geändert
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  RE: Maria Datum:02.03.14 03:46 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
Soweit das zugegeben sehr große Kapitel 10 von Maria.
Gibt es bis hier Fragen? Unverständliches? Widersprüche? Soll ich etwas noch mal erklären?
Und nicht zuletzt, soll ich mit Kapitel 11 weiter machen?
Viele Grüße
Karl


Ich mag deine Storys aber jetzt fehlt nur noch

`` Schluss , aus , ich kann nicht mehr ! ´´

Du hattest uns 14 Kapitel versprochen


[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Fehlermeldung am 02.03.14 um 03:54 geändert
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  RE: Maria Datum:02.03.14 03:53 IP: gespeichert Moderator melden


Was soll das denn?
Auf diesen Ausspruch hab ich die Exklusivrechte!
Hier wird nicht gekniffen.
Schreib weiter, bis die Geschichte zu Ende ist.
Solange Du weiter schreibst bleiben meine Geschichten schön unbeachtet und ich kann nach Lust und Laune Faulenzen.
Also immer schön bei der Stange bleiben, äh Tastatur natürlich.

Herzlichst!

Muwatalis
Meiner liebsten Träumerin!
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  RE: Maria Datum:02.03.14 06:05 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
Was soll das denn?
Auf diesen Ausspruch hab ich die Exklusivrechte!


Und darauf bist du auch noch stolz ?

`` Kinder und betrunkene sagen meisst die Wahrheit ´´ Heisst ein Uraltes Sprichwort !

Ich komme von einem Stammi und bin hacke voll
cag_coll leistet tolle Arbeit und jammert nicht um Anerkennung !

Aber nach der gestellten Frage musste das sein !



[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Fehlermeldung am 02.03.14 um 06:12 geändert
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  RE: Maria Datum:02.03.14 06:18 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Fehlermeldung!

Das war doch kein Stolz, das war Selbstironie und das Eingeständnis der eigenen Niederlage von mir .

Herzlichst gute Nacht wünschend!

Muwatalis

Auf eine Katerfreien Sonntag Mittag.
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  RE: Maria Kapitel 11 - Das Probenwochenende - Teil 1 Datum:02.03.14 07:30 IP: gespeichert Moderator melden


Maria
Kapitel 11 - Das Probenwochenende - Teil 1
Autor: Karl Kollar

Schon beim Aufschließen ihrer Wohnungstür hörte die Reporterin Andrea Baselitz das Telefon klingeln. Doch da sie schon wusste, dass es nur ihre Freundin Uschi sein konnte, ließ sie sich Zeit. Erst nach dem sie sich Schuhe und Jacke ausgezogen hatte, ging sie ins Wohnzimmer und ließ sich auf ihr Sofa fallen. Schließlich griff sie zum Hörer und meldete sich.

»Na endlich!« Ihre Freundin war etwas aufgebracht. »Was meinst du, wie lange ich es schon probiere?«

»Ich wünsche dir auch einen schönen Sonntag.« Andrea überhörte die Hektik ihrer Freundin.

»Nun erzähl schon, wie war es?« Uschis Stimme war sehr aufgeregt. »Hat er dir den Monohandschuh angelegt?«

»Nein, Hans ist doch heute beim Fischen.« Andrea wusste natürlich, was ihre Freundin meinte, doch sie liebte es, sie etwas aufzuziehen.

»Du machst mich verrückt.« Uschi keuchte. »Ich will doch wissen, wie es bei deinem Monohandschuh-Lehrer war.«

Andrea lachte innerlich, doch dann begann sie zu erzählen.

* * *

Andrea hatte die Nacht sehr unruhig geschlafen. Maria mit ihrem Monohandschuh und Mrs. Potter waren abwechselnd in ihren Träumen erschienen.

Sehr eindringlich erinnerte sich die Reporterin dabei an die Mahnung von Marias Erzieherin, dass sie unbedingt als Privatperson zu Herrn Weiterer gehen müsse. Die warnenden Worte klangen deutlich in ihr: »Er hasst die Presse. Lassen sie sich auf keinen Fall anmerken, welchen Beruf sie haben. Sagen sie, sie seien Lektorin bei einem Verlag. Das ist dann keine Lüge, sondern nur die halbe Wahrheit.«

Damit war Andrea einverstanden. Doch sie wollte es ohnehin nur erzählen, wenn er danach fragte. Sie hoffte allerdings sehr, dass sie sich nicht versehentlich verplappern würde.

Auch zu ihrer Kleidung hatte sie von Marias Erzieherin Tipps bekommen. »Er mag Frauen, die Röcke tragen und in High-Heels unterwegs sind, auch wenn er dies selbst nie zugeben würde.« Sie hatte gelächelt. »Sie würden ihm damit eine Freude machen. Achten sie aber darauf, dass der Rock nicht zu kurz ist.«

Sie ging an ihren Kleiderschrank und nahm das Ensemble heraus, welches sie kürzlich auch zu dem Empfang im Rathaus getragen hatte. Damit hoffte sie den richtigen Ton zu treffen.

Auch bei ihrem Schuhen brauchte sie nicht lange zu suchen, denn sie besaß nur ein Paar mit hohen Absätzen. Da sie darin kaum laufen konnte, hatte sie ihren Besuch gut geplant. Ein Taxi würde sie abholen und bis vor die Haustür fahren, so dass sie nur wenige Schritte gehen musste. Die kurzen Wege würde sie mühelos schaffen. Sonst war sie nämlich immer nur in bequemen flachen Schuhen unterwegs.

Auch den Inhalt ihrer Handtasche kontrollierte sie noch einmal. Sie wollte sichergehen, dass nichts darin war, was sie versehentlich entlarven könnte.

Der Auftrag, für Maria zu schreiben und dafür den Monohandschuh zu probieren, war nur die offizielle Ausrede. Tatsächlich war es ihre latent vorhandene Leidenschaft für Bondage, die sie zu diesem Termin trieb und die sie sonst so mühsam verbarg, vor allem vor ihrem Freund Hans.

* * *

Mit weichen Knien stieg Andrea aus dem Taxi und stöckelte etwas mühsam zur Gartenpforte. Sie hoffte, pünktlich zu sein, denn auch darauf hatte Mrs. Potter sie vorbereitet. Als sie auf den Klingelknopf drückte, hörte sie zu ihrer großen Erleichterung in der Umgebung die Kirchenglocken. Es war genau 14 Uhr.

Während sie auf das Öffnen der Tür wartete, gingen ihr noch einmal ihre Bedenken durch den Kopf. Sie wäre ihm lästig, sie würde nur seine Zeit stehlen und sie würde ihn nur belästigen mit ihren egoistischen Wünschen und ihrer »Perversion«. Doch zu ihrer Überraschung war er sehr freundlich und bat sie herein, nicht ohne ihr Äußeres schnell aber ausführlich zu mustern.

Andrea hielt den Atem an.

»Bitte machen sie mir die Freude und seien sie mein Gast.« Er bat sie ins Haus. »Seit meine Frau tot ist, bekomme ich kaum noch Besuch.«

Andrea hatte jetzt schon einen Kloß im Hals, zusätzlich zu ihrem schlechten Gewissen, dem alten Herrn etwas vor zuspielen.

Er erzählte zunächst von seiner Tochter, die jetzt in Amerika lebte, glücklich verheiratet war und zudem auch sehr erfolgreich im Beruf war. »Zwei mal im Jahr kommen sie mich besuchen, mit den Kindern.« Es war seiner Stimme anzuhören, wie stolz er auf seine Tochter war, auch wenn sie so weit weg wohnte.

Andrea hörte geduldig und fasziniert zu. Der alte Herr konnte auf eine besondere Art erzählen, die jeden sofort in den Bann zog.

»Aber jetzt kommen wir zum Zweck ihres Besuches. Warum möchten sie den Handschuh tragen?« fragte er auf einmal recht unvermittelt.

Andrea musste schlucken, bevor sie antworten konnte. Mrs. Potter hatte ihr geraten, in diesem Fall so ehrlich wie möglich zu sein, ohne ihren Beruf zu erwähnen. »Ich bin sehr fasziniert von Maria und wie anmutig sie mit dem Handschuh aussieht. Ich möchte gern ausprobieren, ob ich das auch könnte, bevor ich mir einen kaufen. Die sind schwer zu bekommen und sehr teuer.«

Mit der Antwort war Herr Weiterer zufrieden. »Es kommt nicht oft vor, das jungen Frauen sich für einen Monohandschuh interessieren.« Er stand auf und bat Andrea, sich ebenfalls zu erheben. »Legen sie bitte einmal ihre Arme auf den Rücken.«

Er wartete, bis Andrea der Anweisung nachgekommen war. »Darf ich sie einmal anfassen?«

Nach Andreas Bestätigung drückte er ihre Arme aneinander, bis die Reporterin zu stöhnen begann. Dann ließ er wieder etwas lockerer. »So würde es gehen?«

Andrea keuchte noch etwas. »Ja, ich glaube schon.«

Er hatte schon verschiedene Handschuh bereit liegen, recht zielstrebig griff er zu einem von ihnen. »Ich glaube, dieser wird ihnen passen.«

Erst jetzt erkannte auch Andrea die verschiedenen Handschuhe.

»Haben sie jemand, der ihnen beim Anlegen helfen könnte?« Es lag ein Schmunzeln in seiner Stimme. «Allein ist das etwas schwierig.«



Uschi unterbrach sie. »Und hast du Hans schon Bescheid gesagt?«

»Oh nein, wenn er mich darin einschließen darf, komme ich aus dem Handschuh so bald nicht wieder raus.« Andrea wiegelte ab. »Er wird dann leicht zum Tier und vergisst alles um sich herum.« Andrea zögerte etwas. »Ich hatte mehr an dich gedacht?«

Uschi war überrascht.

Doch Andrea ließ sich davon nicht beirren. »Ich komme Morgen vorbei und bringe den Handschuh mit.«

Uschi war überrascht. »Hast du denn schon einen Handschuh bekommen?«

»Stell dir vor«, Andrea strahlte durchs Telefon, »Herr Weiterer hat mir den Handschuh geschenkt.«

»Und er wollte so gar nichts dafür haben?«

»Nein, er sagte, es gäbe heutzutage fast überhaupt keine Mädchen mehr, die sich dafür interessieren und deswegen war er über mich sehr erfreut.«

Uschi war sprachlos.

»Ich habe aber die Auflage, ihn nie länger als eine Stunde zu tragen.« Andrea schien diese Anweisung auch zu respektieren. »Er hat mich gewarnt, dass ich mir sonst meine Schultern damit kaputt machen würde.«

»Und wie war es dann mit dem Handschuh?« Uschi war hörbar neugierig.

»Traumhaft!« schwärmte Andrea. »Ich hatte große Mühe, nicht zu stöhnen.«

Uschi lächelte durchs Telefon.

»Und dann hätte ich fast mich doch noch verraten.« Andrea hatte ein Grinsen in der Stimme.

»Wie das?« Uschi war neugierig.

»Er hatte während des Zuschnürens über die Presse geschimpft, die seiner Meinung nach über die heutigen Zustände schuld sei. Das übliche Gemeckere eben.« Andrea kannte dies zur Genüge. »Doch den Artikel über Maria hat er gelobt. ´Endlich mal mit Sachverstand geschrieben´, so hatte er gesagt.«

Uschi freute sich ebenfalls über das Lob.

»Ich war drauf und dran, mich für das Kompliment zu bedanken. Erst im letzten Moment ist mir eingefallen, dass ich mich ja dadurch verraten hätte.«

Erst jetzt erkannte Uschi, in welcher Situation ihre Freundin gesteckt hatte.

»Dann wurde die Schnürung immer enger und hat mich etwas abgelenkt.« Andreas Erleichterung war jetzt noch zu hören.

»Und wie lange warst du dann im Handschuh?« Uschi war fasziniert.

Andrea seufzte vor ihrer Antwort. »Ich habe es nur 10 Minuten ausgehalten, dann taten mir meine Schultern weh.«

»Oh je.«

»Ich weiß jetzt Marias Leistung viel mehr zu schätzen.« Die Stimme der Reporterin zeigte echte Bewunderung. »Sie hält das mehrere Stunden aus.« Andrea machte eine Pause. »Aber es ist ein tolles Gefühl, nicht mehr über die Arme verfügen zu können. Ich möchte das bald noch mal erleben.«

Uschi hörte die Aufforderung heraus. »Komm doch einfach morgen mal vorbei. Ich freue mich schon auf dich.«

»Sehr gern.« Andrea freute sich auf den Besuch. »Nur Hans darf davon nichts mit kriegen.«

»Hat er dir jetzt endlich mal einen Antrag gemacht?« diese Frage stellte Uschi sehr oft.

»Nein, ich glaube, er will sich noch nicht binden. Aber immerhin macht er sehr gern alle die Fotos, die ich für meine Serie brauche.«

Uschi war überrascht. »Du hast eine Serie bekommen?«

»Ich darf sechzehn Artikel über Maria und das Fest schreiben.« Andreas Stolz war deutlich zu hören.

»Stimmt, jetzt wo du es sagst, zwei davon habe ich ja schon gelesen.«

»Aber irgendwas stimmt da nicht.« Andrea erzählte von den Erlebnissen aus der Klinik. »Laut der Schwester wurden wichtige Untersuchungen nicht gemacht.«

Uschi hörte sich die Vermutungen ihrer Freundin höflich an.

»Auch in den Polizeiakten findet sich kein Hinweis auf einen Unfall. Und es war sehr auffällig, wie schnell Maria nominiert wurde.«

»Du spinnst doch.« Uschi war empört. »Warum sollte der Baron seine Tochter aus dem Weg räumen sollen. Das macht doch überhaupt keinen Sinn?«

»Du glaubst mir wieder nicht?« Andrea war etwas enttäuscht.

»Du musst es beweisen können.« Uschi wusste, dass ihre Freundin manchmal etwas abstrusen Theorien nacheiferte.

»Also ich komme dann Morgen Nachmittag vorbei und bringe den Handschuh mit.« Andrea wollte sich von ihrer Freundin nicht die Laune verderben lassen.

Sie verabschiedeten sich.

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