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Stamm-Gast
 

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RE: Lena, die Puppe
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Datum:07.10.26 11:31 IP: gespeichert
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Erstaunlich, dass eine Beendigung des Spiels möglich ist, aber was passiert, falls sie so verwandelt wurde, dass das immer weiter gehen wird?
Ich dachte eigentlich, dass dies so geplant wäre
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Fachmann
 

Beiträge: 57
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RE: Lena, die Puppe
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Datum:07.10.26 19:08 IP: gespeichert
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**Kapitel 64**
Kurze Zeit später klopfte es.
Frau Reinhardt bat um Einlass. Ich ließ sie herein, noch immer in dem rosa Latexkleid, die Augen vermutlich noch gerötet. Sie setzte sich nicht, sondern blieb stehen und musterte mich ernst.
„Richard hat sein Angebot zurückgezogen“, sagte sie ohne Umschweife.
Mir wurde schlagartig kalt. Das Blut wich aus meinem Gesicht.
„Ist etwas vorgefallen?“
Ich wurde blass. Die Worte kamen stockend, bruchstückhaft. Ich berichtete vom Mittagessen im Separée, von der erzwungenen Haltung, der Vibration, dem Befehl, absolut still und passiv zu bleiben. Von den überwältigenden, intensiven Gefühlen, der Erregung, dem Objektsein, dem Kampf, nichts nach außen dringen zu lassen. Und dann, mit verzweifelter Stimme, von dem Moment auf dem Rückweg, als ich nicht mehr konnte. Als ich ihn gebeten hatte, das Spiel sofort zu beenden.
Frau Reinhardt wurde ganz still.
Sie hörte zu, ohne mich zu unterbrechen, und ihr Gesicht veränderte sich kaum. Als ich fertig war, schwieg sie noch einen Moment länger.
„Ich verstehe“, sagte sie schließlich ruhig. Sie atmete einmal tief durch. „Ich muss erst klären, welche Auswirkungen das hat. Auf den Prozess. Auf die verbliebenen Optionen. Auf Vane.“
Ihre Stimme blieb sachlich, aber ich hörte die Schwere darunter.
„Ruhen Sie sich aus. Ziehen Sie sich um, wenn Sie möchten. 34-2 bleibt bei Ihnen. Ich melde mich, sobald ich mehr weiß.“
Sie verabschiedete sich schnell, fast abrupt, und verließ das Zimmer.
Die Tür fiel ins Schloss.
Ich blieb zurück, mitten im Raum, das Herz bis zum Hals pochen. Richard war weg. Sein Angebot zurückgezogen. Und Frau Reinhardt wusste noch nicht, was das für mich bedeutete.
Die Angst kroch kalt in mir hoch.
Hatte ich alles ruiniert?
War der Notausgang ein Fehler gewesen, den man nicht verzieh?
Blieb mir jetzt nur noch Vane, oder gar niemand?
Ich sank auf die Bettkante, die Hände im Schoß, und starrte auf den Boden.
Zum ersten Mal seit meiner Ankunft fühlte ich mich nicht nur ausgeliefert.
Sondern wirklich verloren.
**Kapitel 65**
34-2 stellte mich unter die Dusche.
Das Latexkleid wurde entfernt, das Pflaster abgenommen, die Eindringlinge sorgfältig, aber ohne unnötige Reizung herausgenommen und später wieder eingesetzt. Danach half sie mir in einfache Kleidung: Jeans und T-Shirt. Nichts Enges, nichts Auffälliges. Nur etwas, in dem ich atmen und warten konnte.
Dann blieb nur noch das Warten.
Ich saß auf dem Sofa, stand wieder auf, ging zum Fenster, setzte mich erneut. Die Unruhe wuchs mit jeder Minute. Die Zeit wollte nicht vergehen. Jedes Geräusch vor der Tür ließ mich zusammenzucken. Hatte ich alles zerstört? War der Notausgang ein unwiderruflicher Fehler gewesen?
Endlich klopfte es.
Frau Reinhardt trat ein. Ihr Gesicht war ruhiger als zuvor, aber immer noch ernst. Sie setzte sich mir gegenüber.
„Ich habe mit Richard gesprochen“, begann sie. „Er hat mir gesagt, dass er sich bereits nach dem Essen gegen Sie entschieden hatte. Gründe dafür hat er nicht genannt.“
Ich hielt den Atem an.
„Zu dem Notausgang hat er erklärt, dass er nur deshalb darauf reagiert hat, weil er ohnehin wusste, dass es nichts mehr werden würde. Insofern ist nichts wirklich Schlimmes passiert. Sie haben Glück gehabt.“
Die Erleichterung war so heftig, dass mir kurz schwindlig wurde. Gleichzeitig blieb ein bitterer Nachgeschmack. Er hatte sich schon vorher gegen mich entschieden. Der Notausgang hatte nur noch den bereits gefällten Entschluss bestätigt.
Frau Reinhardt lehnte sich leicht vor und sah mich eindringlich an.
„Ich erkläre Ihnen das noch einmal ausdrücklich: Ein Notausgang ist nicht vorgesehen. Nicht in dieser Form. Und nach der Verwandlung wird er auch nicht mehr möglich sein. Sobald der Prozess abgeschlossen und der Sponsor festgelegt ist, gibt es kein Zurück und kein "Bitte beenden Sie das Spiel" mehr. Das, was Sie heute getan haben, war eine Ausnahme, weil Sie sich noch in der Übergangsphase befinden. Später existiert diese Möglichkeit nicht.“
Sie ließ die Worte wirken.
„Ich möchte, dass Sie sich das noch einmal genau überlegen. Ob Sie die richtige Entscheidung getroffen haben. Ob Sie wirklich bereit sind, die Kontrolle so vollständig abzugeben, dass selbst der Notausgang verschwindet.“
Ich nickte langsam. Die Angst war kleiner geworden, aber an ihre Stelle war etwas Schwereres getreten: die Klarheit, wie endgültig dieser Weg wirklich war.
Frau Reinhardt erhob sich.
„Nehmen Sie sich den Abend Zeit. Schreiben Sie, wenn es hilft. Morgen sprechen wir weiter. Vane ist weiterhin interessiert. Mehr kann ich Ihnen im Moment nicht sagen.“
Sie ging.
Ich blieb zurück, in Jeans und T-Shirt, den Gürtel spürbar, und starrte auf meine Hände.
Kein Notausgang mehr.
Nicht später.
Nicht, wenn es ernst wurde.
Die Frage, die Frau Reinhardt gestellt hatte, blieb im Raum hängen:
War ich wirklich bereit dafür?
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Stamm-Gast
 

Beiträge: 216
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RE: Lena, die Puppe
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Datum:09.10.26 08:22 IP: gespeichert
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Ja. Hat mich schon gewundert.
Ich glaube Lena wird das nicht durchziehen. Da gehört schon was dazu, sich völlig aufzugeben.
Verständlich eigentlich.
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Erfahrener

 Das Leben ist zu kurz für irgendwann
Beiträge: 36
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RE: Lena, die Puppe
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Datum:09.10.26 17:05 IP: gespeichert
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Finde die Gescichte sehr kurzweilig und interessant.. würde mir eine Fortsetzung wünschen Danke
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Einsteiger
 Germany
 Nichts ist unmöglich, lassen wir uns Überraschen
Beiträge: 2
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RE: Lena, die Puppe
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Datum:09.10.26 21:55 IP: gespeichert
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Hallo,
eine sehr Interessant geschriebene Geschichte.
Schön wenn es weitergehen würde.....
LG Seid Nett und Freundlich
Regenbogenfarben sind schön
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Story-Writer
  
 Glück ist, wenn du dein Kopfkino nicht mehr brauchst, weil die Realität viel besser ist!
Beiträge: 286
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RE: Lena, die Puppe
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Datum:10.10.26 13:53 IP: gespeichert
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Damit hätte ich jetzt nicht gerechnet! bin gespannt wie es weiter geht!
Grüßli von burli
Geduld kann ich, wenn es nur nicht zu lange dauert!
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Fachmann
 

Beiträge: 57
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RE: Lena, die Puppe
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Datum:15.10.26 18:23 IP: gespeichert
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Hallo ihr Lieben!
Ein kleines Lebenszeichen von mir!
Nein, ich bin nicht vom Erdboden verschluckt worden, und nein, meine Geschichte ist auch nicht in Vergessenheit geraten.
Mich hat es gesundheitlich gerade etwas ausgebremst. Zeit zum Schreiben hätte ich zwar, aber leider fehlt mir momentan einfach die nötige Muse.
Habt also noch ein bisschen Geduld mit mir. Ich bin noch da und hoffe, dass es bald weitergeht!
Liebe Grüße
Evi
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Stamm-Gast
 

Beiträge: 315
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RE: Lena, die Puppe
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Datum:15.10.26 18:48 IP: gespeichert
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Hallo evi.blum,
dann wünsche ich Dir erstmal gute Besserung.
Komm' wieder auf die Beine und ich hoffe, dass Dich dann die Muße wieder küsst.
Liebe Grüße
goya
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Staff-Member
    

Beiträge: 662
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RE: Lena, die Puppe
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Datum:16.10.26 07:03 IP: gespeichert
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Dann komm schnell wieder auf die beine. Ja ich weiß wie es ist, wenn die Gesundheit einen einen Strich durch die Rechnung macht.
Gruß Christoph cb2000 träger seit 9.1.01 & Gerecke The Shut - Rondo 2.4.08
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Sklavenhalter
   bei Hamburg
 Träume nicht dein Leben, sondern lebe deine Träume
Beiträge: 54
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RE: Lena, die Puppe
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Datum:16.10.26 08:30 IP: gespeichert
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Gute Erholung.
Schreiben ist kreativer Prozess, der einen passenden Rahmen und einen klaren gesunden Kopf benötigt.
Deshalb lasse dir Zeit bis wieder alles passt und du deine tiefgehende Geschichte weiter erzählen magst. Eine Sklavin ist stets gleichwertig, aber nicht gleichberechtigt.
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Sklavenhalter
   Norddeutschland
 Versklavung einer Frau geht nur freiwillig.
Beiträge: 929
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RE: Lena, die Puppe
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Datum:16.10.26 11:33 IP: gespeichert
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Großartige Geschichte - aber lass Dir Zeit!
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Erfahrener
  Braunschweig

Beiträge: 36
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RE: Lena, die Puppe
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Datum:16.10.26 11:43 IP: gespeichert
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| Zitat | Hallo ihr Lieben!
Ein kleines Lebenszeichen von mir!
Nein, ich bin nicht vom Erdboden verschluckt worden, und nein, meine Geschichte ist auch nicht in Vergessenheit geraten.
Mich hat es gesundheitlich gerade etwas ausgebremst. Zeit zum Schreiben hätte ich zwar, aber leider fehlt mir momentan einfach die nötige Muse.Habt also noch ein bisschen Geduld mit mir. Ich bin noch da und hoffe, dass es bald weitergeht!
Liebe Grüße
Evi |
Hallo Evi,
die Geduld ist bei deiner Geschichte schwer zu zügeln. Und solange du dich selbst nicht in einen Transformationsprozess begeben hast ... lassen wir den Gedanken.
Sammel Kraft und Energie bevor du hier weiter schreibst!
LG
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Erfahrener


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RE: Lena, die Puppe
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Datum:16.10.26 13:36 IP: gespeichert
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Hallo evi,
wir wünschen dir alles Gute und freuen uns auf die nächste Fortsetzung. Erhole dich aber zurerst
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Fachmann
 

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RE: Lena, die Puppe
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Datum:21.10.26 06:57 IP: gespeichert
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Hallo ihr Lieben,
bevor es hier weitergeht, möchte ich mich erst einmal bei euch für die vielen lieben Genesungswünsche und eure aufmunternden Worte bedanken. Ich habe mich sehr darüber gefreut!
Und weil ihr nun schon eine Weile warten musstet, soll es heute endlich mit meiner Geschichte weitergehen.
Macht es euch gemütlich und viel Spaß beim Weiterlesen!
Liebe Grüße Evi
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Fachmann
 

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RE: Lena, die Puppe
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Datum:21.10.26 07:17 IP: gespeichert
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**Kapitel 66**
Ich war am Boden zerstört.
Ich hatte es vermasselt. Richard war weg, und selbst wenn Frau Reinhardt sagte, dass nichts wirklich Schlimmes passiert sei, in mir fühlte es sich an wie ein endgültiger Bruch. Die Fragen kreisten unablässig: War mein Wunsch, eine Puppe zu werden, wirklich so stark? Oder war es nur etwas, das ich mir in Fantasien ausmalen konnte, das ich aber niemals tatsächlich durchziehen würde? Hatte der Notausgang gezeigt, dass ich doch nicht bereit war? Dass ich, sobald es ernst wurde, den Rückzug suchte?
Ich ließ das Abendessen ausfallen. Appetit hatte ich keinen. Die Stunden vergingen, und ich blieb im Zimmer, auf dem Sofa, später am Fenster, den Blick ins Leere gerichtet. Es wurde spät. Die Gedanken ließen nicht nach.
Irgendwann berührte 34-2 meine Schulter.
Zeit für die abendliche Hygiene. Ich folgte ihr widerstandslos ins Bad. Wieder war sie extrem zurückhaltend, keine unnötigen Berührungen, kein Verweilen an empfindlichen Stellen. Sachlich, fast distanziert. Danach half sie mir in ein bequemes Nachthemd.
Dann geschah etwas Neues.
34-2 hielt mir eine kleine Tablette hin. Das war noch nie passiert. Ich sah sie an, dann die Tablette, und schluckte sie verwundert hinunter.
Ich legte mich ins Bett, darauf gefasst, eine schlaflose Nacht voller Grübeleien vor mir zu haben. Die Zweifel, die Angst, die Frage nach meiner eigenen Entschlossenheit. All das lag schwer auf mir.
Doch zu meiner eigenen Überraschung wurde ich sehr schnell schläfrig. Die Gedanken verloren an Schärfe, der Körper wurde schwer, die Unruhe wich einer dumpfen Müdigkeit.
Mein letzter klarer Gedanke war, dass es wohl ein Schlafmittel gewesen sein musste.
Dann wurde alles dunkel.
**Kapitel 67**
Am nächsten Morgen wachte ich ausgeschlafen und erholt auf.
So gut hatte ich lange nicht geschlafen. Der Körper fühlte sich leicht an, der Kopf klar und trotzdem waren die Gedanken sofort wieder da. Die Zweifel, die Frage nach meiner Entschlossenheit, der Notausgang, Richards Absage, Vanes fortbestehendes Interesse. Alles kehrte zurück, sobald die Schlafmittelwirkung vollständig abgeklungen war.
Ich lag noch im Bett, als es an der Tür klopfte. Frau Reinhardt stand davor. Ich bat sie herein und setzte mich aufrecht hin.
Sie kam direkt zur Sache.
„Vane möchte weiterhin Ihr Sponsor werden“, sagte sie. „Die Verhandlungen sind praktisch abgeschlossen. Aber er besteht darauf, dass Sie sich ganz sicher sind.“ Sie sah mich ruhig an. „Sie sollen mindestens eine Woche lang darüber nachdenken, ob Sie wirklich bereit sind, eine Puppe zu werden. Wenn nötig auch länger.“
Ich hörte zu, ohne sie zu unterbrechen.
„In dieser Zeit werden Sie so wenig wie möglich beeinflusst. Sie können sich absolut frei entscheiden. Der einzige Punkt, der bleibt: Das Lagerhaus dürfen Sie nicht verlassen.“
Ein Teil der Anspannung in mir löste sich. Nicht alles war verloren. Es gab noch eine Chance und vor allem Zeit. Echte Zeit, ohne ständige Steuerung, ohne Tests, ohne spürbare Kontrolle von außen.
„Das... beruhigt mich“, sagte ich leise.
Frau Reinhardt nickte. „Gut. Dann sehen wir uns in sechzig Minuten zum Frühstück. Wenn Sie möchten.“
„Ja“, antwortete ich. „Ich komme.“
Sie verabschiedete sich und verließ das Zimmer.
Kurz darauf erschien 34-2 und führte mich ins Bad. Doch diesmal war alles anders. Ich wurde nicht gefesselt. Stattdessen öffnete 34-2 den Gürtel, entfernte Dildo und Plug und verließ anschließend das Bad.
Ich stand da, verwirrt und erfreut. Endlich konnte ich mich wieder allein waschen. Unter der warmen Dusche strich ich über meine Haut, spürte die vertraute Glätte der Laserbehandlung und die Stellen, an denen die Eindringlinge so lange gesessen hatten. Für einen Moment spielte ich mit dem Gedanken, mich zu berühren, die angestaute Erregung der letzten Tage zu lösen. Doch ich war nicht in der Stimmung. Zu viel ging mir durch den Kopf. Die Entscheidung. Die Woche. Die Frage, ob ich es wirklich wollte.
Als ich fertig war und zurück ins Zimmer trat, war 34-2 verschwunden.
„Absolute Freiheit“, ging es mir durch den Kopf. Genau das hatte Frau Reinhardt gesagt. Dazu gehörte wohl auch, dass niemand mehr ständig anwesend war.
Ich suchte mir meine Sachen zusammen. Nichts Aufregendes, nichts Inszeniertes. Ein fast schon bieder wirkendes Höschen, einen ganz normalen BH, ein T-Shirt, Jeans und Ballerinas. Kleidung, die mir gehörte oder zumindest so wirkte.
Dann verließ ich das Zimmer und machte mich auf den Weg zum Frühstück mit Frau Reinhardt.
Zum ersten Mal seit meiner Ankunft ging ich allein.
**Kapitel 68**
Irgendwie war es ungewohnt, so ganz ohne Eindringlinge zu sein.
Der Gürtel fehlte, der ständige Druck, die vertraute Fülle, alles war weg. Und obwohl ich erleichtert sein sollte, merkte ich zu meiner eigenen Überraschung, dass ich sie fast vermisste. Nicht die Erregung oder die Frustration, sondern einfach die Präsenz. Das Gefühl, nicht ganz leer zu sein. Ich schob den Gedanken beiseite und ging weiter zum Café.
Frau Reinhardt wartete bereits an einem Tisch draußen. Als sie mich sah, lächelte sie und ich lächelte zurück. Es war das erste Mal seit Tagen, dass die Begegnung nicht von Anspannung oder Entscheidungen überschattet wirkte.
Wir setzten uns an einen ruhigen Tisch und bestellten. Das Frühstück schmeckte besser als in den letzten Tagen. Vielleicht lag es daran, dass ich zum ersten Mal wieder normal aß, ohne Vibration, ohne Beobachtung, ohne das Gefühl, ständig etwas beweisen zu müssen. Der Smalltalk kam überraschend leicht.
Irgendwann erzählte Frau Reinhardt beiläufig, dass sie bereits seit über fünfzehn Jahren hier arbeitete. Und dass sie im normalen Leben verheiratet war und drei Kinder hatte.
Ich stockte mit der Gabel in der Hand.
„Drei Kinder?“, wiederholte ich, ehrlich erstaunt.
Sie nickte, als wäre das die selbstverständlichste Sache der Welt. „Zwei Jungen und ein Mädchen. Der Älteste ist inzwischen fast aus dem Haus.“
Ich musterte sie unwillkürlich genauer. Die Frau, die mich so kalt und professionell durch den gesamten Prozess geführt hatte, die über Notausgänge und endgültige Entscheidungen sprach, die Sponsoren vermittelte und Puppen vorbereitete - die gleiche Frau hatte zu Hause eine Familie. Kinder. Einen Ehemann.
Sie hatte auf mich nie familienorientiert gewirkt. Eher streng, distanziert, fast unnahbar. Der Kontrast war so groß, dass ich einen Moment brauchte, um ihn einzuordnen.
„Das... hätte ich nicht gedacht“, gab ich zu.
Frau Reinhardt zuckte leicht mit den Schultern und lächelte erneut, diesmal etwas wärmer. „Die meisten denken das nicht. Hier drinnen und da draußen sind zwei verschiedene Welten. Man lernt, sie zu trennen.“
Ich nickte langsam und trank einen Schluck Kaffee.
Zwei verschiedene Welten.
Und ich stand gerade an dem Punkt, an dem ich entscheiden musste, in welcher davon ich für immer bleiben wollte.
**Kapitel 69**
Frau Reinhardt schien meine Gedanken erraten zu haben.
Sie sah mich an, den Kopf leicht geneigt, und sagte ruhig: „Machen Sie sich nicht zu viele Gedanken, Lena. Nicht alles muss sofort klar sein. Manchmal reicht es, den nächsten Schritt zu sehen.“
Ihre Stimme war wärmer als sonst. Sie versuchte, mich zu trösten, meine Stimmung aufzuhellen. Es half ein wenig. Wenigstens genug, dass ich den Kaffee zu Ende trinken konnte, ohne dass mir der Magen flau wurde.
Als das Frühstück beendet war, fragte sie: „Benötigen Sie noch etwas?“
Ich schüttelte den Kopf. „Ich weiß nicht. Gerade nicht.“
Wir verabschiedeten uns. Freundlich, fast beinahe vertraut. Dann blieb ich allein zurück.
Ich wollte nicht wieder ins Grübeln verfallen. Also beschloss ich, zum Strand zu gehen.
Dort angekommen, zog ich die Schuhe aus und trat mit den Füßen ins Wasser. Dass die Hose dabei nass wurde, war mir egal. Das kühle Wasser und der feine Sand zwischen den Zehen beruhigten mich ungemein. Für ein paar Minuten stand ich einfach nur da, atmete und spürte nichts weiter als das.
Später suchte ich mir eine Liege und legte mich hin. Doch kaum lag ich, kamen die Gedanken wieder.
Will ich wirklich eine Puppe werden?
Will ich die Kontrolle komplett abgeben?
Solche und ähnliche Fragen gingen mir durch den Kopf, kreisten, wollten Antworten, die ich noch nicht hatte. Irgendwann setzte ich mich wieder auf, holte das Notizbuch aus der Tasche und schrieb sie auf. Eine nach der anderen. Nicht, um sie sofort alle zu beantworten. Sondern um sie später, nach und nach, einzeln anzugehen.
Eine davon konnte ich jetzt schon beantworten.
Ich musste dabei lächeln.
Die Kontrolle abgeben: ja. Das wollte ich unbedingt. Das hatte mir bisher sehr gut gefallen.
**Kapitel 70**
Ich beschloss, so wie ich war zum Mittagessen zu gehen.
Die nassen Ränder an den Hosenbeinen waren kaum zu sehen, und ehrlich gesagt hatte ich auch keine Lust, mich umzuziehen. Ich wollte den Moment der Leichtigkeit nicht zerstören, den der Strand mir gegeben hatte.
Als ich beim Restaurant ankam, blieb ich unwillkürlich stehen.
Vane stand davor. Offensichtlich ebenfalls auf dem Weg zum Essen. Ich hatte nicht gewusst, dass er noch hier war. Sofort ärgerte ich mich, mich nicht umgezogen zu haben. Die Jeans mit den feuchten Säumen, das schlichte T-Shirt, plötzlich wirkte alles unpassend. Für einen Rückzug war es allerdings zu spät. Er hatte mich bereits bemerkt.
Während er auf mich zukam, fragte ich mich, warum es mir plötzlich etwas ausmachte, wie Vane mich sah.
Er begrüßte mich höflich und lächelte.
„Hätten Sie etwas dagegen, mit mir zu Mittag zu essen?“
Ich hatte nichts dagegen. Im Gegenteil, ich freute mich sogar darüber.
„Gern“, sagte ich.
Wir setzten uns an einen Tisch am Fenster. Und Vane wirkte ganz anders als bisher. Viel entspannter. Offener. Er lächelte öfter, und jedes Mal, wenn er das tat, merkte ich, wie mein Herz ganz heimlich einen Moment lang schneller schlug. Ich versuchte, es zu ignorieren, und konzentrierte mich auf das Essen und das Gespräch.
Es war ein schönes Mittagessen. Echter Smalltalk, ohne Tests, ohne versteckte Absichten, die ich spüren konnte. Wir sprachen über belanglose Dinge, über die Plaza, über Musik, über Städte, in denen wir gewesen waren. Irgendwann stellte sich heraus, dass Vane nur zwei Jahre älter war als ich.
Gegen Ende des Essens lehnte er sich etwas zurück und sah mich an.
„Hätten Sie Lust, morgen Abend mit mir tanzen zu gehen? Es wäre vorerst mein letzter Abend hier.“
Mein Herz setzte kurz aus vor Freude. Gleichzeitig spürte ich, wie mir die Hitze ins Gesicht stieg. Die Erinnerung an den letzten Tanzabend kam blitzschnell zurück, die Vibration, die Hilflosigkeit, das Höllenspiel auf der Tanzfläche.
Vane bemerkte meine Reaktion sofort und lenkte ein, bevor ich etwas sagen konnte.
„Ein ganz normaler Tanzabend“, sagte er ruhig. „Wie ihn eine ganz normale Frau und ein ganz normaler Mann haben. Nichts weiter.“
Ich atmete aus und lächelte.
„Ja“, antwortete ich. „Sehr gern.“
Er lächelte zurück, und diesmal schlug mein Herz nicht nur heimlich schneller.
**Kapitel 71**
Nach dem Essen verabschiedete sich Vane von mir.
„Ich freue mich auf morgen“, sagte er, und diesmal war es keine höfliche Floskel. Ich sah es in seinen Augen, in der Art, wie er mich noch einen Moment länger ansah, bevor er sich umdrehte und ging. Etwas Warmes breitete sich in meiner Brust aus.
Viel besser gelaunt als noch am Morgen verflog der Tag in Windeseile. Ich schlenderte über die Plaza, setzte mich eine Weile an den Brunnen, schrieb ein paar der offenen Fragen in mein Notizbuch und strich wieder welche durch. Die Sonne, künstlich oder nicht, lag angenehm auf der Haut. Zum ersten Mal seit Tagen fühlte ich mich nicht wie jemand, der auf etwas zusteuert, sondern wie jemand, der einfach da war.
Abends, als ich mich bettfertig machte, merkte ich plötzlich, dass ich 34-2 vermisste.
Ihre stille Präsenz an der Tür. Die selbstverständliche Art, mit der sie da gewesen war, ohne zu drängen. Jetzt war das Zimmer leer. Zu leer.
Und als ich endlich still lag, die Decke bis zur Hüfte gezogen, merkte ich noch etwas anderes.
Ich vermisste die Eindringlinge.
Nicht die Erregung, nicht die Frustration, nicht das Spiel damit. Sondern einfach ihre Anwesenheit. Den leichten, ständigen Druck. Das Gefühl, ausgefüllt zu sein. Den ganzen Tag über hatte mein Körper immer wieder unwillkürlich nach etwas gegriffen, das gar nicht mehr da war. Eine innere Bewegung, ein Anspannen, als wollte er festhalten, was längst entfernt worden war. Ich fühlte mich irgendwie unvollständig.
Der Gedanke hätte mich beunruhigen sollen. Stattdessen lächelte ich im Dunkeln.
Morgen würde ich mit Vane tanzen gehen.
Ganz normal.
Wie eine ganz normale Frau mit einem ganz normalen Mann.
Und irgendwo darunter lag die leise Gewissheit, dass ich die Leere, die ich jetzt spürte, früher oder später wieder füllen lassen wollte.
Mit diesem Lächeln auf den Lippen schlief ich ein.
**Kapitel 72**
Ich wachte gut gelaunt auf.
Heute würde ich tanzen gehen. Und sofort folgte der nächste Gedanke: Was sollte ich anziehen?
Jetzt könnte ich eine Freundin gebrauchen. Jemand, der mir ehrlich sagte, ob etwas zu viel, zu wenig oder genau richtig war. Aber zuerst wollte ich frühstücken. Ich entschied mich für ein Paar Hotpants und einen leichten Poncho. Bequem, unkompliziert, passend zu dem freien Tag, den ich vor mir hatte.
Beim Frühstück war ich allein. Während ich aß, kam mir die Frage in den Sinn, dass ich eigentlich gar nicht wusste, wie ich von mir aus Kontakt mit Frau Reinhardt aufnehmen konnte. Ein Telefon? Eine Nachricht? Einfach warten, bis sie erschien? Das musste ich noch klären.
Nach dem Frühstück wollte ich die Plaza und die kurzen Seitenstraßen weiter erkunden. Irgendwo musste es doch einen Frisör und ein Kosmetikstudio geben. Beides fand ich überraschend leicht. Die Schaufenster wirkten modern und einladend, und die Termine für den Nachmittag waren schnell gemacht. Schließlich wollte ich hübsch für Vane aussehen.
Kurz blieb ich vor dem Studio stehen und fragte mich, warum mir das plötzlich so wichtig war.
Tief im Herzen wusste ich es.
Aber ich war zu feige, es mir selber einzugestehen.
Ich musste über mich selber lächeln.
Dann schob ich den Gedanken beiseite. Jetzt hatte ich erst einmal alle Hände voll zu tun.
Ein Kleiderschrank musste erkundet werden.
**Kapitel 73**
Zurück im Zimmer fing ich endlich an, den Kleiderschrank genauer in Augenschein zu nehmen.
Was es da alles gab. Mein Herz machte einen kleinen Sprung vor Freude. Stoffe, Schnitte, Farben, alles von höchster Qualität, alles in meiner Größe. Eine Stunde später lagen vielleicht zwanzig Kleider auf dem Bett, dazu elegante Hosen und raffiniert geschnittene Blusen. Es war zum Verzweifeln.
Zu schlicht.
Zu auffällig.
Zu eindeutig.
Zu brav.
Nichts fühlte sich richtig an. Und langsam wurde es auch Zeit für den Frisör und die Kosmetik. Wenigstens darin war ich mir sicher: ein natürlicher Look. Kein dramatischer Auftritt, nichts Überladenes. Nur ich, ein bisschen gepflegter.
Drei Stunden später war ich wie immer erstaunt, wie lange es dauern kann, so auszusehen wie immer, nur etwas besser. Dieses „Ich habe eigentlich gar nichts gemacht“-Ergebnis brauchte erstaunlich viel Zeit und Können.
Zurück im Zimmer war die Frage nach dem Kleid immer noch nicht geklärt. Also noch einmal zum Schrank. Ich schob Kleider beiseite, öffnete Türen, die ich zuvor übersehen hatte. Und dann hing es dort.
Ein körpernah geschnittenes Kleid aus schwarzem Samt. Lange Ärmel, ein schöner Ausschnitt, knielang. Elegant und geheimnisvoll zugleich.
Warum hatte ich das nicht beim ersten Mal gesehen?
Ich schlüpfte schnell hinein. Der Stoff schimmerte im Licht, während der Schnitt meine Silhouette betonte, ohne aufdringlich zu wirken. Dazu ein Paar schwarze, mittelhohe Pumps. Ich wollte ja tanzen, also nichts Übertreiben. Eine schmale goldene Kette um den Hals und kleine goldene Creolen, passend zur Kette.
Ich drehte mich vor dem Spiegel.
Fertig.
Gerade noch rechtzeitig.
**Kapitel 74**
Beim Hinausgehen legte ich mir noch eine leichte schwarze Chiffonstola über den Ellenbogen und schnappte mir eine kleine schwarze Clutch.
Auf der Plaza wartete bereits Vane. Er musterte mich von oben bis unten und sagte einfach: „Sie sehen wunderschön aus.“
Ich nahm das Kompliment sehr gern an. Ein ehrliches Lächeln, kein Spiel, kein Test. Er bot mir seinen Arm an, und ich nahm ihn nur zu gerne. An der Stelle, wo meine Hand seinen Unterarm berührte, breitete sich eine leichte Wärme aus und ich musste mir eingestehen, dass es nicht nur Körperwärme war.
Ich genoss den Spaziergang.
Wieder ging es zum Besucherzentrum, in dasselbe gemütliche Restaurant wie beim ersten Mal. Mein Blick blieb kurz an dem Würfel mit der eingeschlossenen Frau hängen, doch diesmal nur ganz flüchtig. Meine Aufmerksamkeit gehörte viel lieber Vane.
Im Restaurant führte er mich zu einem romantischen kleinen Tisch in einer ruhigeren Ecke. Ich musste zugeben, dass ich Hunger hatte. Bei der ganzen Vorbereitung war das Mittagessen ausgefallen.
„Was möchten Sie essen?“, fragte Vane. „Oder darf ich Sie überraschen?“
„Überraschung“, entschied ich.
Ihm schien das zu gefallen. Er lächelte mich an wie ein kleiner Junge, der sich auf Weihnachten freut. Bei diesem Anblick wurde mir ganz warm ums Herz.
Nach einem kurzen Smalltalk kam der Wein und kurz darauf Bruschetta. Italienisch also. Ich freute mich. Als Hauptgang gab es gegrillte Dorade mit Salat und zum Nachtisch Panna Cotta. Ich war satt, aber nicht übervoll - genau richtig.
Vane lächelte wieder. Ich wusste nicht genau warum. Vielleicht hatte er gedacht, ich würde mich nur mit einem Salat und Wasser begnügen. Ich wusste es nicht und fragte auch nicht nach.
Als er mich zum Tanz aufforderte, wurde ich kurz rot. Die Erinnerung an den letzten Tanzabend war noch zu frisch. Vane sah das, und beide wussten in dem Moment, dass wir dasselbe dachten. Wir mussten lachen.
Dann tanzten wir.
Zwischendurch unterhielten wir uns über alles Mögliche: Musik, Reisen, kleine Alltäglichkeiten. Nur nicht über Puppen. Kein einziges Mal. Ich hätte ewig so verbringen können. Die Nähe, sein Lächeln, die Art, wie er mich führte, ohne mich zu beherrschen.
Doch irgendwann war es Zeit zum Aufbruch.
Je näher wir meinem Zimmer kamen, desto nervöser wurde ich. Der Abschied rückte näher. Hätte er den Mut, mich zu küssen? Hätte ich den Mut, es zuzulassen?
Mein Herz schlug schneller, und ich spürte die Wärme seiner Nähe bei jedem Schritt.
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Stamm-Gast
 

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RE: Lena, die Puppe
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Datum:21.10.26 08:12 IP: gespeichert
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Eine Tolle Story
Da sieht man sehr schön wie Lena doch noch Zweifel hat und Gedanken macht, kann man da sehr gut nachvollziehen.
Beim lesen vom letzten Teil kam mich auch der Gedanke Notausgang zu nutzen und dann mit Vane zusammenleben, aber das wäre nicht im sinn von Vane.
Bin Gespannt wie es weiter geht mit Lena und Vane.
Mach dir kein Kopf wen mal die Muse fehlt, kann mir da vorstellen das es mal Hilft abstand zu halten.
Gute Besserung im nachhinein.
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Erfahrener


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RE: Lena, die Puppe
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Datum:21.10.26 10:25 IP: gespeichert
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Wow - was für eine lange Fortsetzung.
Vielen Dank und dir weiterhin alles Gute
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