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  Kreuzfahrt ins Glück?
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jonnyf
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  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:10.12.18 19:36 IP: gespeichert Moderator melden


Hi IronFist und Sabine,

was war noch mal der nächste Hafen. Ich werde dann zusteigen damit ich sehe aus welchem Holz sie geschnitzt ist oder Schläge bekommt - kicher.

jonnyf
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  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:10.12.18 19:37 IP: gespeichert Moderator melden


...ich habe gehört, dass auf Kreuzfahrtschiffen charmante Eintänzer gesucht werden für die alleinreisenden Damen. Muss dann nur noch einen Tanzkurs machen. Meinst Du, das Arbeitsamt zahlt das...?
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HeMaDo
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Immer wenn mir jemand sagt, ich sei nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin froh darüber.

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  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:10.12.18 20:05 IP: gespeichert Moderator melden


Nein, ich wollte doch nicht mehr…

Jetzt habe ich doch wieder angefangen eine deiner Geschichten zu lesen.
Was soll ich zu dieser Geschichte sagen? Dein Schreibstil ist, wie auch bei deinen anderen Geschichten wieder sehr gut.
Und das was du schreibst, ist flüssig zu lesen, ohne daß der Lesefluss durch viele Fehler unterbrochen wäre.


Aber die Geschichte selbst…
So ein Fragezeichen im Titel ist schon eine fiese Sache. Damit kann man im Titel oder einer Schlagzeile behaupten, was man will, ohne tatsächlich den Beweis erbringen zu müssen.

Ja, ich weiß, was Glück oder ein Happy End sind, darüber lässt sich trefflich streiten, Aber die Geschichten, die ich bisher von dir gelesen habe, weisen irgend wie ein Muster auf, was das Ende der Protagonisten anbelangt und ich habe das Gefühl, daß es dieses Mal nicht anders ist.

Ich bin mal gespannt, ob ich mit meiner Vermutung recht habe oder nicht.


HeMaDo

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AlfvM
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  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:10.12.18 20:43 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Ironfist,
vielen Dank für diesen Teil, ich bin gespannt für welches Outfit sie sich entscheidet und was passiert wenn sie tatsächlich in die Fetischzone kommt. Ist ihre Bekannte dann auch dabei ? Wir werden sehen.
VLG Alf
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IronFist
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  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:11.12.18 18:38 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo jonnyf,

du weißt doch, dass ich nicht spoilere. Weil du in diesem Fall aber einen Flug buchen musst, mache ich mal eine Ausnahme.
Der nächste Halt wird bei den Virgin-Islands sein. Irgendwie kurios für so ein Schiff, nicht wahr?


Hallo FE,
dann wirst du dich mit deinem Tanzkurs aber schwer beeilen müssen.
In Verbindung mit der Kostenübernahme durch das Arbeitsamt dürfte das kaum zu schaffen sein. Vermutlich musst du dort 12 Formulare ausfüllen, damit dein Antrag nach einem Jahr abgelehnt wird.


Hallo HeMaDo,

da brennt mir doch sofort eine Frage auf den Nägeln. Warum wolltest du nicht mehr?

Es besteht schon ein Unterschied zwischen einer Schlagzeile in einer Zeitung und dem Titel einer fiktiven Geschichte. Bei einer seriösen Tageszeitung halte ich Fragezeichen in der Überschrift für ein No Go, weil sie über Fakten berichten sollen und nicht spekulieren. In einer erfundenen Geschichte kann hingegen alles wahr sein und sei es auch noch so unwahrscheinlich. Wie du schon selbst gesagt hast, dürfte es ziemlich schwierig sein Glück zu „beweisen“, weil jeder etwas anderes darunter versteht. Und genau deshalb habe ich auch das Fragezeichen im Titel gesetzt. Jeder Leser soll selbst beurteilen, ob es für ihn ein Happy End ist oder nicht.

Ein gewisses Muster in meinen Stories lässt sich wohl nicht leugnen. Bei erotischen Geschichten lässt sich das auch nur schwer vermeiden, weil eigene Vorlieben eben mit eine Rolle spielen. In gewisser Weise ist dieses Muster für manche Leser vielleicht auch ein Grund meine neue Geschichte zu lesen. Man mochte die alten Geschichten und erwartet nun etwas „Ähnliches“. Ich kann mich beispielsweise noch gut erinnern, dass ich in den Achtzigern nach dem Kauf einer CD von den Fanta 4 furchtbar enttäuscht war, weil es plötzlich völlig andere Musik war als zuvor. Danach habe ich nie wieder Musik von ihnen gekauft, weil mir die neue Richtung nicht gefiel. Aber egal wie man es auch macht, es wird immer einige geben die es mögen und andere die es nicht mögen.

Jedenfalls bin ich auf dein Fazit am Ende der Geschichte gespannt.


Hallo AlfvM,

ich denke Sabine wird sich wohl eher für konservative Kleidung entscheiden, schließlich will sie ja nicht übermäßig auffallen. Aber was ist schon konservativ in so einem Laden?
Heike hat ihren Auftritt erst in zwei Tagen, daher muss sich Sabine noch alleine mit den „Widrigkeiten“ dieses Schiffs herumschlagen.


LG
Fist

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IronFist
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  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:11.12.18 19:11 IP: gespeichert Moderator melden


Teil 4


» Haben sie dieses Kleid hier auch in anderen Farben? «, mit diesen Worten zeigte ich auf das feuerrote Kleid.

» In Schwarz haben wir es auf alle Fälle da und in Weiß glaube ich nur noch in den Größen 32 und 34. «

» Also in eine 34 werde ich wohl nicht mehr hineinpassen. Aber könnten sie mir das Kleid vielleicht in Schwarz zeigen? Größe 38 bräuchte ich! «

Die Verkäuferin durchsuchte den Kleiderständer, konnte allerdings keines in der richtigen Größe finden. Sie entschuldigte sich kurz und verschwand durch eine Hintertür aus dem Laden. Während die Verkäuferin im Lager suchte, schaute ich mich noch ein wenig um. Da hörte ich plötzlich das Bimmeln der Türglocke und zwei neue Kundinnen betraten das Geschäft. Vermutlich waren die beiden Schwestern, denn eine gewisse Ähnlichkeit war nicht zu übersehen. Die zwei begannen bei den Lackklamotten zu stöbern. Irgendwann zog die etwas größere ein kurzes weißes Kleidchen heraus und hielt es sich vor den Körper. Das Teil war verdammt kurz und hatte ein rotes Kreuz im Bauchbereich. Vermutlich sollte dies wohl das sexy Krankenschwester Kostüm sein. Sehr klischeehaft, aber ohne Zweifel sexy. Die andere Frau lachte darüber und meinte, dass sie dieses Kleid vielleicht mal in Gegenwart von Dr. Hausmann tragen sollte. Dann wäre die nächste Beförderung sicher nicht mehr weit. Waren diese beiden etwa tatsächlich Krankenschwestern? In diesem Moment kam die Verkäuferin mit dem schwarzen Lederkleid zurück. Ich ging in die nächste Umkleidekabine und schlüpfte in das weiche Leder. Das Kleid saß wie angegossen und machte eine schöne schlanke Taille. Mein silberner Gürtel würde sicher ganz hervorragend dazu passen und dürfte die schmale Taille sogar noch weiter betonen. Innerlich hatte ich das Kleid bereits gekauft. Als ich allerdings das Preisschild sah, blieb mir fast die Luft weg. Echtes Leder hatte nun mal seinen Preis. Aber so viel hatte ich eigentlich nicht ausgeben wollen. Ich argumentierte mit mir selbst, ob es das wirklich wert wäre. So langsam musste ich allerdings eine Entscheidung treffen, denn das Boot nach San Juan legte in 20 Minuten ab. Wer weiß wann ich so eine Reise noch einmal machen würde, deshalb sollte ich ausnahmsweise nicht so aufs Geld schauen. Und somit bekam meine Kreditkarte in diesem Geschäft ihren ersten größeren Einsatz.

Ich brachte meinen Einkauf in die Kabine zurück, packte noch ein paar Dinge zusammen und machte mich dann auf den Weg zum Boot. Heute war etwas mehr Seegang als am Tag zuvor und mir wurde auf der Überfahrt nach San Juan furchtbar übel. Den Blick auf den Horizont gerichtet betete ich, dass diese Fahrt bald vorüber war. Ich war heilfroh, als ich endlich wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Und ich war nicht die einzige, der es so ergangen war. Auch ein paar andere Passagiere sahen nach der Bootsfahrt etwas bleich aus. Nach einer Weile hatte sich meine Übelkeit aber wieder gelegt und ich konnte den Ausflug in vollen Zügen genießen. Ich hatte mir die Altstadt und die Festungsanlagen von San Juan angeschaut, welche malerisch auf einer kleinen Insel lagen. Danach war ich im neueren Teil der Stadt beim Essen gewesen und machte schließlich bis zur Rückfahrt des Bootes noch einen Schaufensterbummel. Dabei gab es eine böse Überraschung, über die ich mich noch heute ärgere. In einer Boutique sah ich genau das gleiche Kleid, welches ich am Morgen gekauft hatte. Allerdings zum halben Preis. Sowas konnte auch nur mir passieren. Auf der Rückfahrt zum Schiff blieb mir glücklicherweise die Seekrankheit erspart, weil sich das Meer wieder etwas beruhigt hatte.

Ich hatte den heutigen Ausflug wirklich genossen und dabei sogar etwas Farbe abbekommen. Nach einer kurzen Dusche machte ich mich für den Abend bereit. Es war seltsam, aber irgendwie freute ich mich jetzt sogar darauf die Fetisch Zone zu erkunden. Vielleicht lag es daran, dass Fetisch auf diesem Schiff völlig normal war und ich mich nicht dafür rechtfertigen musste. Nachdem ich mich dezent geschminkt hatte, schlüpfte ich in mein neues Lederkleid. Der silberne Gürtel und mein schwarz-weißes Paar Pumps vervollständigten mein heutiges Outfit. Ich drehte mich vor dem Spiegel und war mehr als zufrieden mit dem Anblick. So sah eine selbstbewusste Frau aus, die genau wusste was sie wollte. Zumindest stellte ich mir so eine selbstbewusste Frau vor. Jedenfalls verlieh mir diese Vorstellung mehr Sicherheit und einen ähnlich peinlichen Vorfall wie am Morgen würde es hoffentlich nicht mehr geben. Heute kam ich eine Stunde später zum Abendessen als am Tag zuvor. Die Tische waren bereits alle besetzt und an meinem Stammtisch saßen zwei ältere Männer. Dort wollte ich mich eigentlich nicht dazusetzen. Ich schaute mich im Restaurant um und entdeckte schließlich Beatrix, die mir bereits zuwinkte. Sie saß ganz alleine an ihrem Tisch und begrüßte mich überschwänglich. Beatrix stand wohl wirklich auf Latex, denn ihr gestriges Outfit war ziemlich harmlos zu dem was sie heute trug. Ihr Kleid hatte eine gelbbraune Farbe und war völlig transparent. Noch dazu trug sie darunter weder Slip noch BH, so dass man ihre privatesten Stellen gut erkennen konnte. Also ihren Mut hätte ich ganz sicher nicht. So viel wohl zum Thema selbstbewusste Frau. Das Latexkleid hatte lange Ärmel, einen hohen Stehkragen und reichte ihr hinunter bis zu den Waden. Es saß hauteng und modellierte aufreizend ihren schlanken Körper.

» Wo hast du denn Karl gelassen, ist er gestern irgendwo verloren gegangen? «, fragte ich scherzhaft.

» Nein, nein! Er ist nur noch einmal zurück zu unserer Kabine, weil ich meine Handtasche mit dem Schminkzeug vergessen habe. «

Beatrix hatte jedenfalls nicht vergessen sich zu schminken, denn sie trug im Gesicht noch grellere Farben als am Vortag. Ihre Augen schimmerten in einem glitzernden Lilaton, auf ihre Wangen hatte sie ein kräftiges Rouge aufgetragen und ihre Lippen waren Neon orange gefärbt. Ihre Schminke passte sich wohl auch dem extremeren Outfit an. Ich bezweifelte allerdings, dass sie dieses Farbspektakel noch einmal auffrischen musste. Etwa 10 Minuten später kehrte Karl zurück. Gestern hatte ich schon seine tolle Brustmuskulatur unter der Weste bewundert und heute war er komplett oben ohne. Sein ganzer Oberkörper schien eine einzige Muskelpartie zu sein. Wow, sowas bekam man auch nicht alle Tage zu sehen. Er trug eine lange enge Lackhose und ich ertappte mich dabei, wie ich ihm in den Schritt schaute, um festzustellen ob er dort unten ähnlich gut gebaut war. Mein eigenes Verhalten irritierte mich, denn sowas machte ich doch sonst nicht.

Wir hatten beim Essen eine interessante Unterhaltung und ich erfuhr, dass Beatrix Anwältin und Karl Polizist war. Ob so eine seriöse Anwältin aussah? Wohl kaum. Vermutlich musste sich Beatrix im Beruf immer ziemlich spießig kleiden. Deshalb nutzte sie nun hier die Möglichkeit ihre verruchte Seite auszuleben. Warum auch nicht? Karl hatte einige spannende Geschichten aus seinem Berufsleben zu erzählen. Besonders amüsant fand ich die Geschichte über einen jungen Mann, der plante ein Fast Food Restaurant zu überfallen. Zuvor erkundete er das Restaurant, um beim Überfall keine bösen Überraschungen zu erleben. Eigentlich keine schlechte Idee, allerdings hatte sein Plan auch ein paar Schwächen. Sein erster Besuch war gerade mal eine halbe Stunde vor dem Überfall, so dass sich die Angestellten an ihn erinnerten. Das eigentliche Problem war jedoch, dass er sich beim ersten Besuch als Arbeitssuchender ausgegeben und einen Personalfragebogen ausgefüllt hatte. Mit echtem Namen und Adresse. Karl erzählte, dass seine Kollegen nicht schlecht gestaunt hätten, als der Restaurantleiter einen Überfall meldete und dabei den Namen und die Adresse des Täters nannte. Vermutlich war dies wohl ein klassisches Beispiel für „Dummheit gehört bestraft“. Leider hatte ich selbst keine solchen Geschichten zu erzählen. Als Verwaltungsangestellte bei einer Krankenkasse war mein beruflicher Alltag eher langweilig.

Um halb neun brachen wir auf um ins Theater zu gehen. Der „große Santini“ sollte heute auftreten. Von diesem Magier hatte ich sogar schon einmal gehört, auch wenn ich ihn noch nie gesehen hatte. Als Beatrix von ihrem Stuhl aufstand, bemerkte ich erst wie eng ihr Rock wirklich war. Sie hakte sich bei ihrem Mann ein und hoppelte danach mit Minischritten in Richtung Ausgang. Wir kamen kaum voran und ihr aufreizendes Aussehen zog selbst in dieser Umgebung viele Blicke auf sich. Ihr Kleid als unpraktisch zu bezeichnen wäre noch eine Untertreibung gewesen. Warum trug sie nur solch ein Kleid? Vielleicht für ihren Ehemann. Es schien eine Ewigkeit gedauert zu haben, bis wir endlich die gelbe Tür erreichten. Der Uniformierte am Eingang musterte uns kurz und wünschte uns danach einen schönen Abend. Ich verstand mich selbst kaum, aber ich war tatsächlich aufgeregt, diese neue Welt zu entdecken. Anfangs war ich etwas enttäuscht, denn es sah hier auch nicht viel anders aus als auf dem restlichen Schiff. Aber was hatte ich hinter der Tür eigentlich erwartet? Etwa eine wilde Sexorgie, bei der alle übereinander herfielen? Ich hatte wohl eine ziemlich naive Vorstellung von einer Fetisch Zone gehabt. Die Zeit verstrich und irgendwann erreichten wir schließlich ein großes Foyer. Am anderen Ende sah ich 3 offenstehende Flügeltüren und ein Schild verkündete:

Der große Santini
Lassen sie sich von seiner Magie verzaubern und erleben sie den Zauber des Magischen.
Fühlen sie die knisternde Erotik der Überraschung, welche sie magisch verführen wird!


Ganz offensichtlich befand sich dort hinten das Theater. Ob der große Santini auch mit knisternder Erotik warb, wenn er in einer normalen Konzerthalle auftrat? Vermutlich war dieses Plakat ein wenig an das hiesige Publikum angepasst worden. Vereinzelt waren noch ein paar Leute im Foyer zu sehen, die aber allesamt auf die Eingangstüren zu strebten. Beatrix tat zwar ihr bestes, aber wir näherten uns noch immer unglaublich langsam dem Theater. Als wir endlich die mittlere Eingangstür erreicht hatten, bekam ich einen ersten Blick in den Saal. Wow, so groß hatte ich mir das Theater gar nicht vorgestellt. Es musste über mehrere Decks hinweg reichen, denn die Bühne lag bestimmt 15 Meter tiefer als die Eingangstüren. Und es war auch bereits sehr gut gefüllt, denn ich konnte nur in der allerersten Reihe drei freie Sitze direkt nebeneinander entdecken. Eigentlich kein Wunder, denn wir waren ziemlich spät dran. Wir hatten tatsächlich 25 Minuten vom Restaurant bis zum Theater benötigt.

» Ganz vorne gibt es noch drei freie Plätze! «, sagte ich zu Karl und Beatrix.

» Geh du doch schon mal vor und sichere uns die Sitze. Wir kommen dann nach! «, meinte Karl.

Als ich an den Sitzplätzen angekommen war, setzte Beatrix ihren Fuß etwas wacklig auf die dritte Treppenstufe. Kurz darauf zog sie den zweiten Fuß nach. Laufen war mit ihrem Kleid schon extrem schwierig, aber Treppen schienen ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Auch Karl bemerkte, dass sie in diesem Tempo kaum die Sitzplätze vor Showbeginn erreichen konnten. Deshalb legte er sich Beatrix Arm um die Schultern und trug sie dann auf Händen die Stufen herunter. Es sah völlig mühelos aus, auch wenn Beatrix mit ihrer zierlichen Figur sicher nur ein Fliegengewicht war. Aber vermutlich hätte Karl auch mit einem höheren Gewicht keine Probleme gehabt. Ich fragte mich nur, warum er das nicht schon viel früher gemacht hatte. Wahrscheinlich mühte sich Beatrix doch nur seinetwegen mit diesem Kleid ab. Also musste er sie doch dabei nach besten Kräften unterstützen. Na ja, Männer eben! Karl trug Beatrix bis zu unseren Sitzen und dann nahmen die beiden neben mir Platz.

» Meine Damen und Herren, bitte begrüßen sie nun den großen Santini! «, tönte aus den Lautsprechern.

Applaus erschallte, aber von Santini war nichts zu sehen. Plötzlich gab es eine Explosion auf der Bühne. Als sich der Rauch wieder verzogen hatte, stand Santini in einem Smoking mitten auf der Bühne und machte eine tiefe Verbeugung. Er begrüßte das Publikum und legte danach mit seinen ersten Tricks los. Aus dem Nichts zauberte er einen Blumenstrauß hervor und warf ihn einer Frau in der ersten Reihe zu. Nach einer schnellen Drehung hielt er plötzlich eine Flasche Wein in seiner rechten und ein leeres Glas in seiner linken Hand. Einen Moment später war die Weinflasche nur noch halbvoll, dafür allerdings das Glas gefüllt. Dieses volle Weinglas reichte er nun einem Herrn links von uns, während die Flasche wieder direkt vor unseren Augen verschwand. Ich hatte keine Ahnung wie er das anstellte.

» Bitte begrüßen sie jetzt meine reizende Assistentin Andrea! «, kündigte Santini an.

Unter Applaus stöckelte eine ziemlich attraktive Blondine in einem silbernen Paillettenkleid auf die Bühne. Sie stellte sich neben Santini und verbeugte sich tief vor dem Publikum. Dann gab es eine zweite Explosion und urplötzlich hatte Andrea ein goldenes Paillettenkleid an. Natürlich hatte ich im Fernsehen schon Ähnliches von anderen Magiern gesehen, aber es wirkte Live noch viel verblüffender. Und fast immer assistierte dabei eine extrem gut aussehende Frau. Ich hatte noch nie einen männlichen Assistenten gesehen. Vermutlich lag das daran, dass die Assistentin auch die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich ziehen sollte, damit der Magier seine Tricks unbeobachtet ausführen konnte. Und diese Aufgabe bewältigte Andrea sogar ganz hervorragend. Plötzlich fiel mir auf, dass die beiden auf der Bühne eigentlich gegen den Dresscode in der Fetisch Zone verstießen. Vermutlich machte man da bei Künstlern eine Ausnahme. Schmunzelnd dachte ich mir, dass Andreas schneller Kostümwechsel mit einem Latexkleid wohl auch etwas schwierig gewesen wäre. Das Programm lief noch eine Weile ziemlich konventionell weiter. Mit Kartentricks und auch dem obligatorischen Kaninchen aus dem Zylinder. Von der angekündigten Erotik war bisher aber keine Spur. Vielleicht einmal abgesehen von Andrea, denn sie war Erotik pur.

» Wie ist dein Name? «, fragte Santini einen jungen Mann ein Stück rechts von uns im Publikum.

» Hans! «, rief dieser zurück.

» Und die junge Frau daneben, gehört sie zu dir? «, fragte Santini weiter.

» Ja, das ist meine Freundin! «, kam nicht ohne Stolz.


Fortsetzung folgt!
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Wo ist denn das blöde Lichtschwert wieder? Ich verlege das immer und muss dann mit dem Feuerzeug kämpfen!!!

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  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:11.12.18 23:08 IP: gespeichert Moderator melden


Santini ist hoffentlich eine Hommage an DEN Santini, einer der besten Fetischautoren die wir je hatten! meiner Info nach lebt er leider nicht mehr, aber deine Story nimmt, um beim Motto zu bleiben, langsam Fahrt auf.
Bin gespannt
Billyboy
Remember yesterday, think about tomorrow but live today!!!


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jonnyf
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  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:12.12.18 18:46 IP: gespeichert Moderator melden


Hi IronFist,

danke für deine Info - leider hast du das Datum vergessen für die Ankunft auf den Virgin Islands.

Sabine hat sich ja recht schnell entschieden tiefer in die Szene einzutauchen - kann uns ja nur recht sein.

Check doch mal ob noch Plätze an Bord frei sind - es gibt sicherlich viele Interessenten.

jonnyf
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  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:12.12.18 21:23 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo IronFist,

Du wendest bei dieser Story einen anderen Schreibstil an. Bei den anderen Stories ging es in Teil 4 meistens schon richtig zur Sache... Dieses Mal ist alles noch völlig harmlos...aber die Spannung steigt. Du hast die Leser auch so völlig in der Hand...
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IronFist
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  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:14.12.18 19:23 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Billyboy,

natürlich ist das eine Hommage an Frederic Santini.

Psst, kann ich dich mal unter 4 Augen sprechen?
Ich muss gestehen, dass ich bei der Namenssuche nicht an den Autor gedacht habe. Aber erzähle es bitte nicht weiter!


Hallo jonnyf,

du meinst ich soll beim Datum schon wieder spoilern? Also schön, aber das ist jetzt das letzte Mal.
Das Schiff wird am 08.01. bei den Virgin-Islands ankommen. Da hast du also nochmal Glück gehabt, denn nach den Feiertagen dürfte es leichter sein einen Flug zu kriegen.

Die Kabine ist allerdings ein Problem, da nur noch Plätze im VIP-Bereich frei sind.
Hier sitzt du wohl leider mit Ihr_joe in einem Boot. Oder du findest zu Weihnachten noch einen großzügigen Spender.

Ich denke nicht, dass Sabine vor hat, tiefer in die Szene einzutauchen. Vermutlich will sie nur mal reinschnuppern.


Hallo FE,

ich würde es nicht einen anderen Schreibstil nennen.
Diese Geschichte ist länger als meine Vorherigen und das gleiche gilt auch für die Einführung in die Handlung.

Beim Korrektur lesen habe ich überlegt, ob ich den Anfang der Geschichte kürzen soll.
Da Sabine aber eine blutige Anfängerin ist und etwas Eingewöhnungszeit auf dem Schiff benötigt, habe ich mich letztlich dagegen entschieden.

Aber ich kann dir versprechen, dass es nicht so harmlos bleiben wird!


LG
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  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:15.12.18 17:11 IP: gespeichert Moderator melden


...ich vertraue Dir voll und Ganz, dass auch diese Story ein Knaller wird...

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von FE am 15.12.18 um 17:12 geändert
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jonnyf
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  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:15.12.18 18:02 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo IronFist,

Flug ist gebucht - dafür ist jetzt die Kabine finanziell nicht mehr drin -

Werde schon ein Plätzchen im Rettungsboot bekommen.
Ups - wie komm ich an Bord? Vielleicht kann mir einer der anderen helfen?

jonny
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  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:15.12.18 19:21 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo jonnyf,

Zitat

Die Kabine ist allerdings ein Problem, da nur noch Plätze im VIP-Bereich frei sind. Hier sitzt du wohl leider mit Ihr_joe in einem Boot. Oder du findest zu Weihnachten noch einen großzügigen Spender.


Lach im Maschinenraum ist auch noch (m)ein Plätzchen frei und ich lass dich abholen. Ich bin aufgestiegen zum Grafen!
Viel besser da kommt man überall hin, ach diese Mädels und Jungs wollen doch immer wieder Fotos zur Erinnerung!

Na ja, die digitalen Fotos braucht man ja nicht mehr entwickeln, dafür "entwickelt" sich die Geschichte aber prima.

Danke Ihr_joe



Toleranz beginnt dort, wo das eigene Weltbild aufhört. (Amandra Kamandara)

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  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:17.12.18 19:22 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo FE,

von Knaller habe ich doch überhaupt nichts gesagt.
Aber vielleicht sollte ich an Silvester ein paar davon aufheben, um sie stattdessen im nächsten Jahr auf dem Schiff zu zünden.


Hallo jonnyf,

also wenn eine Kabine im VIP-Bereich finanziell nicht drin ist, dann glaube ich nicht, dass dies am Flug liegt.
Bei dem großzügigen Angebot von Ihr_joe wäre ich allerdings trotzdem vorsichtig.

Irgendwie habe ich den Verdacht, dass er dir seinen Job auf dem Schiff andrehen will.
Vermutlich will sich der feine Herr Graf nicht mehr mit schnöder Arbeit belasten.


Hallo Ihr_joe,

du solltest dir mit deinem neu erlangten Adelstitel nicht zu sicher sein.

Es gibt da so eine Gruppe von Leuten, die sich Demokraten nennen. Sie hinterfragen die Gott gewollte Ordnung und sind tatsächlich der Ansicht, dass alle Macht dem Volke gehöre.
Diese Leute gewinnen immer mehr an Einfluss und machen vermutlich auch vor einem neureichen exbürgerlichen keinen Halt.

Pass also besser auf, dass du nicht "zufällig" über Bord gehst.


LG
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  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:17.12.18 20:51 IP: gespeichert Moderator melden


Lach, Meister der Feder...
Bislang habe ich keine Probleme, die wollen doch nur Fotos, dazu ist ein FotoGRAF doch auf jedem Kreuzfahrtschiff.
Und man kommt überall rein. Oder?

Zitat

Hallo Ihr_joe, du solltest dir mit deinem neu erlangten Adelstitel nicht zu sicher sein.


Ihr_joe


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jonnyf
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  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:18.12.18 10:22 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo IronFist, hallo ihr_joe,

den Platz im Maschinenraum lehn ich dankend ab. Zudem ist das Problem an Bord zu kommen noch nicht gelöst - ich bin jedoch Tag und Nacht am überlegen.

Manch kreatives habe ich schon, verrate aber nichts.

Hammer... während dem Schreiben fällts mir ein: Im Standkoffer vom "Graf" komm ich an Bord. Da ist genug Platz für mich - grins.

jonnyf

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  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:18.12.18 18:42 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Ihr_joe,

lass mich mal einen Schritt von meiner Leitung treten. Ah, ein Fotograf!
Und plötzlich ergibt dein erster Kommentar auch einen Sinn.

Manchmal verstehe ich Kommentare ja absichtlich falsch, aber diesmal war ich einfach nur schwer von Begriff.
"Von Begriff", könnte das vielleicht auch ein Adliger sein? Wo der Ort Begriff wohl liegen mag?


Hallo jonnyf,

also ich weiss nicht, ob dein Plan mit dem Standkoffer wirklich völlig ausgereift ist.
Nachher wird er verschlossen und du verbringst deinen gesamten Uralub darin.


LG
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Latex ist geil

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  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:18.12.18 18:43 IP: gespeichert Moderator melden


Warte auf den nächsten Teil
Danke an alle Autoren fürs schreiben ihrer Geschichten

Gruß truckercd
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IronFist
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  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:18.12.18 19:13 IP: gespeichert Moderator melden


Teil 5


» Wie heißt deine Freundin denn? «

» Janine! «

» So so, Janine und Hans. Du scheinst mir Hans im Glück zu sein. Komm doch bitte mal zu mir auf die Bühne! «

Jetzt wirkte Hans ein wenig nervös. Verständlich, denn ich wäre auch nicht gerade begeistert vor so vielen Menschen auf einer Bühne zu stehen. Er erhob sich von seinem Platz, erklomm ein paar Stufen zur Bühne und stellte sich dann neben den Magier. Santini berührte mit zwei Fingern seine Stirn und der Kopf des jungen Mannes kippte augenblicklich nach vorn. Hatte Santini ihn etwa gerade hypnotisiert? So schnell hatte ich das noch nie gesehen. Dem Publikum erklärte Santini, dass er Hans nun ein paar Suggestionen einpflanzen wolle.

» Du kannst dich nicht mehr an deinen Namen erinnern! «, sprach Santini in einer sehr ruhigen Art.

» Sobald jemand den Namen Hans erwähnt, brüllst du wie ein Esel! «, fuhr er fort.

» Sobald du selbst den Namen Janine erwähnst, verspürst du eine große sexuelle Erregung! «

Langsam erschallte Gekicher aus dem Publikum und Janine bekam plötzlich große Augen. An ihrer Stelle wäre ich jetzt auch besorgt. Wer weiß, wo das noch hinführen sollte.

» Sobald du selbst das Wort „Ja“ erwähnst, wird dir furchtbar warm werden und du reißt dir die Kleider vom Leib! «

Santini schnippte mit den Fingern und der Kopf des jungen Mannes hob sich wieder. Er wirkte etwas verwirrt und brauchte ein paar Sekunden bis er realisierte, dass er auf einer Bühne stand.

» Herzlich willkommen in meiner Show! Und du bist wer? «

Der junge Mann schien erst nachzudenken und schaute dann etwas ratlos zu seiner Freundin.

» Mein Name ist Santini und ich bin erfreut dich kennenzulernen. Willst du mir deinen Namen nicht auch verraten? «

» Freut mich auch sie kennenzulernen. Mein Name ist … äh … «

» Du heißt also Äh? «, fragte Santini todernst.

» Nein, natürlich nicht, aber … äh … «

» Vielleicht fragen wir besser mal deine Freundin wie du heißt. «

Janine zögerte erst und entschied sich dann mitzuspielen.

» Hans! «, rief sie zurück.

» IhAhhh! «, kam postwendend aus dem Mund von Hans.

Schallendes Gelächter ertönte aus dem Publikum. Hans hielt sich vor Schreck die Hände vor den Mund. Er runzelte die Stirn und schüttelte leicht den Kopf. Vermutlich versuchte er zu ergründen, was hier gerade vorging.

» Was hast du gerade gesagt Hans? «, fragte Santini mit einem Grinsen auf dem Gesicht.

» IhAhhh! «, ertönte wieder aus dem Mund des jungen Mannes. Inzwischen kugelte sich das Publikum vor Lachen und der Blick von Hans bekam etwas Verzweifeltes. Mir tat der arme Kerl mittlerweile Leid.

» Ich habe gehört, die hübsche junge Frau dort unten ist deine Freundin. Willst du mir vielleicht ihren Namen verraten? «

» Janine! «, kam wie aus der Pistole geschossen. Hans schien froh zu sein, dass er sich wenigstens an ihren Namen erinnern konnte. Aber kurz darauf wurde er etwas unruhig und man konnte sehen, wie sich langsam eine dicke Beule in seiner Hose bildete. Karl direkt neben mir amüsierte sich königlich darüber. Ich fand allerdings, dass dies viel zu weit ging.

» Sag mal fühlst du dich nicht wohl? Möchtest du vielleicht lieber wieder auf deinen Platz zurück? «, fragte Santini gespielt besorgt.

» Ja! «, antwortete Hans erleichtert. Plötzlich wurde sein Kopf knallrot und Schweißperlen bildeten sich auf der Stirn. Er öffnete den Reißverschluss von seiner Jacke und schälte sich aus dem Lackteil. Ein gut gebauter Oberkörper kam zum Vorschein, allerdings konnte er mit Karl nicht wirklich mithalten. Kurz darauf streifte er auch seine Lackhose ab und aus der Beule im Schritt wurde schnell eine waagerecht abstehende Latte. Und in diesem Bereich schien er bei der Vergabe ebenfalls Hans im Glück gewesen zu sein. Plötzlich wurde auch mir warm. Und ich war vermutlich nicht die einzige Frau, der es so erging. Man hörte ein erstauntes Aufstöhnen und es ertönten auch einige Pfiffe. Janine hingegen hatte den Kopf gesenkt und hielt sich die Hand vor Augen. Santini berührte wieder kurz die Stirn von Hans und sofort kippte sein Kopf nach vorne. Die Verspannung etwas weiter unten hatte allerdings Bestand.

» Janine würdest du nun bitte ebenfalls zu mir auf die Bühne kommen! «

Sie hob den Kopf und ich erkannte ihren erschreckten Gesichtsausdruck. Es war nicht zu übersehen, dass sie keine große Lust dazu hatte.

» Keine Angst, ich habe nicht vor dich zu hypnotisieren. Und Hans wird seine Suggestionen morgen früh vergessen haben. Allerdings könnte dir eine davon heute Nacht vielleicht noch nützlich sein. «

Wieder Gelächter bei den Zuschauern, denn es war ziemlich offensichtlich was er mit dem letzten Satz gemeint hatte. Janine zögerte noch immer, aber Anfeuerungsrufe aus dem Publikum ließen sie schließlich doch auf die Bühne kommen. Sie hielt allerdings einen Sicherheitsabstand zu Santini ein, damit dieser nicht ihre Stirn berühren konnte.

» Gibt es irgendwas, was du dir von Hans wünschst? «, fragte Santini.

» Einen Heiratsantrag! «, antwortete Janine nach kurzer Überlegung. Santini lachte über diese Antwort.

» Das ist etwas, was wohl besser aus eigenem Antrieb kommen sollte. Ich habe da eher an etwas gedacht, was du gerne an ihm verändern würdest. Rauchen, Unpünktlichkeit, etwas in der Art! «

Janine überlegte einen Moment und hatte dann eine Idee.

» Ich würde mir wünschen, Hans wäre etwas entschlussfreudiger. Immer wenn es Entscheidungen zu treffen gibt, dann muss ich das tun. «

Santini nickte und überlegte kurz. Dann winkte er Andrea zu sich und flüsterte ihr irgendwas ins Ohr, woraufhin diese von der Bühne eilte. Als nächstes flüsterte Santini auch Hans etwas ins Ohr. Es dauerte nicht lange und Andrea kehrte auf die Bühne zurück. Sie stellte sich zwischen Santini und Janine. In ihren Händen hielt sie ein Tablett, welches mit einem schwarzen Tuch abgedeckt war. Santini schnippte mit den Fingern und sofort erwachte Hans aus seiner Trance. Nach einer kurzen Verwirrung erblickte Hans seine Freundin auf der Bühne und es zeigte sich ein lüsterner Ausdruck auf seinem Gesicht.

» Ihr könnt jetzt wieder zu euren Plätzen zurückgehen. Ich habe hier aber noch ein Abschiedsgeschenk für euch! «, mit diesen Worten zog Santini das schwarze Tuch von Andreas Tablett und es kamen darunter ein paar Handschellen zum Vorschein.

Hans ging sofort zu Andrea, nahm sich die Handschellen und legte diese seiner Freundin an. Janine stand völlig verblüfft da und starrte ihren Freund nur mit großen Augen an. Dann zog der komplett nackte Hans seine Freundin hinter sich her und führte sie gefesselt von der Bühne. Allerdings führte er sie nicht zu den Sitzplätzen zurück, sondern er erklomm die Stufen in Richtung Ausgang. Das gesamte Theater schaute dem Pärchen hinterher. Kurz vor dem Ausgang rief eine Zuschauerin den beiden hinterher.

» Hans, bleib doch hier! «

» IhAhhh! «, schallte es zurück und dann war das Pärchen durch die Tür verschwunden.

Nachdem das Gelächter abgeklungen war, brachte Andrea die zurückgelassenen Kleidungsstücke von der Bühne und Santini führte seine Show fort. Das war dann wohl mit der Erotik gemeint gewesen. Dieses Pärchen würde sicherlich eine spannende Nacht zusammen verbringen. Ob das aber eine ausreichende Entschädigung für eine solch demütigende Vorführung war? Nach einer Reihe harmloserer Tricks wurde eine große Kiste auf die Bühne geschafft. Diese sah ein wenig wie ein Spind aus. Vermutlich würde sich nun Andrea in diese Box stellen und dann darin verschwinden. Auch sowas hatte ich schon bei anderen Magiern gesehen. Allerdings fragte Santini nun nach zwei weiblichen Freiwilligen für den nächsten Trick. Nach den Erlebnissen von Hans und Janine war es aber wenig überraschend, dass sich niemand meldete. Plötzlich hob Karl den Arm seiner Frau in die Höhe. Und kurz darauf wurde mein rechtes Handgelenk gepackt und ebenfalls in die Luft gestreckt.

» Ich will nicht auf die Bühne! «, fauchte ich Karl an und zog meinen Arm schnell wieder zurück.

» Warum nicht? Beatrix geht doch auch! «, fragte er grinsend. Für mich sah Beatrix nicht so aus, als ob sie an der Show teilnehmen wollte. Auch wenn sie sich noch nicht dazu geäußert hatte.

» Ich glaube nicht, dass deine Frau sich freiwillig melden will. Beatrix sag doch auch mal was dazu! «

» Also wenn Karl möchte, dass ich mich melde, dann mache ich das natürlich! «, fiel mir Beatrix in den Rücken. Ich war völlig perplex und Karl grinste mich nur breit an. Dann packte er wieder mein Handgelenk und zog es zum zweiten Mal in die Höhe.

» Wie es scheint haben wir zwei Freiwillige in der ersten Reihe. Einen Applaus bitte für die beiden jungen Damen! «, verkündete Santini bevor ich meinen Arm wieder zurückziehen konnte.

Das Publikum applaudierte und Beatrix erhob sich von ihrem Sitz. Nein!!! Oh verdammt! Karl grinste mich noch immer triumphierend an. Beatrix hoppelte die paar Schritte zu mir und machte dann ein Handzeichen, dass ich mich erheben sollte. Ich wollte mich allerdings nicht so plump übertölpeln lassen und blieb demonstrativ sitzen. Meine Weigerung wurde jetzt auch von den Zuschauern in der Nähe bemerkt.

» Komm, da wird schon nichts Schlimmes passieren! «, rief mir eine Frau zu.

Am liebsten hätte ich zurückgerufen: „Warum hast du dich dann nicht gemeldet?“ Allerdings wollte ich nicht noch mehr Aufmerksamkeit auf mich ziehen und verzichtete deshalb darauf.

» Aufstehen, aufstehen, aufstehen,… «, ertönten die ersten Sprechchöre.

Das lief hier in die völlig falsche Richtung. Die Sprechchöre wurden etwas lauter. Jetzt schaltete sich auch noch Santini ein, indem er das Publikum aufforderte mit einzustimmen.

» Aufstehen, aufstehen, aufstehen,… «, dröhnte es nun von allen Seiten.

Ach verdammt, dieser blöde Gruppenzwang. Schließlich gab ich nach und erhob mich aus meinem Sitz. Ich erntete dafür einen wahren Beifallssturm. Gemeinsam mit Beatrix ging ich langsam zu der kleinen Treppe, welche zur Bühne hinauf führte. Dort bekam Beatrix jedoch ein Problem. Sie versuchte einen Fuß auf die unterste Stufe zu setzen, aber sie konnte ihr Bein nicht weit genug anheben, weil die Stufen zu hoch waren. Sofort sprang Karl auf und eilte zu uns. Er schnappte sich seine Frau und trug sie die Treppe hinauf. Ich dackelte peinlich berührt hinter ihm her und spürte einen dicken Kloß in meinem Hals. Jetzt bloß nicht sowas wie heute Morgen. Du bist eine selbstbewusste Frau, redete ich mir selbst ein. Karl setzte seine Frau auf der Bühne ab und verschwand danach wieder im Publikum. Beatrix hoppelte die letzten Meter bis zu Santini und ich folgte ihr unwillig. Aus dem Zuschauerraum ertönten vereinzelte Pfiffe. Vermutlich war das eine Reaktion auf ihr transparentes Kleid.

» Schön, dass ihr es endlich geschafft habt! Wie heißt ihr zwei Hübschen denn? «, fragte Santini mit einem schelmischen Lächeln. Was für ein blöder Spruch! Der sollte doch froh sein, dass wir überhaupt bei seinem Trick mitmachten.

» Ich bin Beatrix und das hier neben mir ist Sabine! «

Eigentlich war ich ganz froh, dass Beatrix das Reden übernahm. Ich war unglaublich nervös und vermutlich hätte ich keinen vernünftigen Ton herausgebracht. Als Anwältin war es Beatrix wohl gewöhnt vor Leuten zu sprechen. Nach ein paar Willkommensworten ging Santini zu der großen Kiste und öffnete sie. Danach rief er Karl noch einmal auf die Bühne zurück. Er sollte prüfen, ob es einen versteckten Ausgang in dieser Kiste gab. Karl klopfte sie sorgfältig von innen ab und bestätigte dann, dass es keine weiteren Öffnungen in dieser Kiste gab. Natürlich musste es irgendwo einen geheimen Mechanismus geben. Solange diese Öffnung aber verriegelt war, konnte Karl sie mit Abklopfen auch nicht finden. Nachdem Karl die Bühne wieder verlassen hatte, wurde Beatrix aufgefordert sich in die Kiste zu stellen. Eigentlich war ich ganz froh, dass nicht ich in diese Kiste musste. Vielleicht könnte ich hier auf der Bühne sogar herausfinden wie der Trick funktionierte. Beatrix hoppelte langsam auf die Kiste zu und ihr Po schwang dabei aufreizend hin und her. Dies erzeugte im Publikum erneut ein paar Pfiffe. Auch wenn dieser erzwungene Gang äußerst unpraktisch war, so musste ich doch zugeben, dass er ziemlich sexy bei ihr aussah. Beatrix wackelte vorwärts in die Kiste hinein und drehte sich dann darin um. Als nächstes schloss Santini die Kiste wieder und verriegelte sie mit ein paar Vorhängeschlössern. Ich stellte mich etwas seitlich hin, um auch hinter die Kiste blicken zu können. Denn ich vermutete, dass es einen Ausgang auf der Rückseite gab. Santini veranstaltete nun einen magischen Hokuspokus und sprach irgendwelche Beschwörungsformeln. Dazu tänzelte Andrea lasziv um ihn herum. Das Ganze war eindeutig ein Ablenkungsmanöver, weshalb ich die Kiste fest im Blick behielt. Nach etwa einer Minute stoppte Santini seine Beschwörungen und machte sich dann daran die Vorhängeschlösser wieder zu öffnen. Als alle Schlösser entfernt waren, ertönte aus den Lautsprechern ein Trommelwirbel. Santini klappte die Kiste auf. Wie nicht anders zu erwarten, war Beatrix verschwunden und die Kiste leer. Ich hatte allerdings nicht erkennen können, wie er das angestellt hatte. Hinten hatte Beatrix diese Kiste jedenfalls nicht verlassen. Vielleicht gab es ja eine Klappe im Boden. Oder einen versteckten abgeteilten Bereich im Inneren der Kiste. Obwohl mir die Kiste dafür zu klein vorkam.


Fortsetzung folgt!
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  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:19.12.18 19:02 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Trucker,

wer wird denn so ungeduldig sein?


LG
Fist
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