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  Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung...
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Blackrubberhorse
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  Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:01.01.21 09:45 IP: gespeichert Moderator melden


Anstelle eines Vorwortes...


Neues Jahr...- neue Geschichte... Aber dies hier ist 'nur' die mögliche Fortsetzung einer bereits begonnenen...
Es ist, denke ich, ungewöhnlich, die Geschichte einer anderen Person fortzuführen...- und damit zu versuchen, dem Autor in seinen Intentionen gerecht zu werden. Ich weiß nicht, ob mir dies hiermit gelungen ist...

Drachenlord hat, um dies hier im Vorfeld ganz klar zu kommunizieren, die Erlaubnis dazu erteilt- und als sein 'Korrekturleser' war es mir vergönnt, den Handlungsstrang der Story und die darin agierenden Hauptpersonen zu kennen. Es entwickelte sich über den Zeitraum seiner Veröffentlichungen eine fruchtbare Zusammenarbeit, die aber, zu meinem Bedauern, aufgrund anderer Differenzen leider keinen Fortbestand hatte. Da ich aber die Story an sich für zu schade hielt um sie unvollendet zu lassen, begann ich die mir zur Verfügung stehenden, bislang unveröffentlichten, Kapitel zu sortieren, diese in die angedachte Zeitlinie der Handlung einzufügen und die fehlenden Abschnitte mit eigenen Ideen zu ergänzen. So gesehen, ich hatte einen Bauplan und einige Teile zur Verfügung...

Kapitel, die nicht meiner Phantasie entstammen und die ich von Drachenlord übernommen habe, sind als solche entsprechend gekennzeichnet- auch wenn ich in diesen ab und an einige Zeilen oder Absätze geändert habe um sie im Gesamtkontext besser einfügen zu können. Das gleiche gilt auch für den Fakt, dies in einem eigenen Treat hier im Forum zu posten- so kann Drachenlord, sollte dies sein Wunsch sein, SEINE Orginalgeschichte ohne Probleme dort weiterführen, wo er sie unterbrochen hat. Vielleicht wird es ja dann zwei Versionen dieser Geschichte geben- ich würde mich darüber sehr freuen...

Mögen die Leser der Geschichte- die dort ansetzt wo Drachenlord sie (im Moment) nicht weiterführte- nun entscheiden, ob diese Fortsetzung bei ihm gefallen finden kann

Hier noch der Link zu den ersten Tagen der Story, die Drachenlord geschrieben hat:

https://www.kgforum.org/display_5_2417_94019.html

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Blackrubberhorse am 09.01.21 um 12:06 geändert
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Blackrubberhorse
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:01.01.21 09:51 IP: gespeichert Moderator melden


Tag 05, Donnerstag- Woche 1 (die restliche Zeit des Tages)



DRACHENLORD


Jens kam auf den Hof der Sattlerin, wo ich stand und sagte: „Sind Sie fertig mit ihm- kann ich den Gaul mitnehmen?“

Die Sattlerin schluckte kurz, sah Jens böse an und sagte: „Ja, Jens. Du kannst euren neuen Hengst wieder mit auf das Gestüt nehmen. Leider ist sein Geschirr noch nicht wieder repariert, weshalb du ihn am Halfter führen musst.“

Jens verzog das Gesicht und knurrte: „Nee, ungesichert nehme ich das Vieh nicht mit. Aber wenn Sie einen Strick haben würde das für den reichen.“

„Was hat den der gefrühstückt..."

Ich wunderte mich, warum Jens so kratzbürstig zu mir war. Ich sah ihn vorsichtig von der Seite her an und versuchte in seinem Gesichts zu lesen. Doch ich konnte mir noch immer keinen Reim darauf machen, warum sich sein Verhalten zwischen gestern Nachmittag und dem Abend in der Box so geändert hatte.
Jens hatte ein Seil erspäht und nahm es sich vom Haken. Geschickt wand er mir den Strick zweimal um die Hüfte, dann machte er zwei Schlaufen, durch die er meine Vorderhände schob und sie dann fest zuzog. Zwei weitere Windungen um meinen Körper vervollständigten meine Fesselung.
Obwohl er mich am Halfter hätte führen können, schnitt er einen Teil des Seils ab, machte in das eine Ende eine Schlinge und legte sie mir um den Hals.
Dann zog er mich hinter sich her durch das Hoftor, wobei er die bösen Blicke der Sattlerin ignorierte.

Wir gingen über die Straße zurück zum Gestüt. Kaum waren wir durch das große Tor schob mich Jens zur Seite hinter einen kleinen Schuppen. Hinter dem Schuppen bildete ein waagerechter Baumstamm in Hüfthöhe eine Absperrung vor einem zugewachsenen Graben. Die Spuren in dem groben Schotter am Boden zeigten, dass dieses Eck normalerweise als Parkplatz diente. Doch momentan waren keine Fahrzeuge abgestellt.
Das Gestrüpp in dem Graben und der Schuppen verhinderten jeden Blick aus dem Gestüt heraus auf diese Ecke.
'Der kann hier, mit mir, machen was er will und keiner bekommt es mit!' dachte ich mir und es lief mir ein Schauer über den Rücken.
Jens drückte mich gegen diesen Stamm und warf mein Führseil nach vorne. Dann kroch er unter mir hindurch und band den Strick an einem Busch fest. Er zog so lange bis ich mit waagerechtem Oberkörper über dem Stamm hing. Obwohl ich mich wehrte und versuchte mich loszureißen hatte ich keine Chance. Das einzige was ich erreichte war mich, mit der Schlinge, selber zu strangulieren. Während er wieder nach oben kletterte grinste er mich an und meinte:

"Nachdem dich meine Herrin gestern schon willkommen geheißen hat, wird es Zeit dass auch ich dir meine Aufwartung mache!“

Bis jetzt ging ich nur davon aus, dass er mich schlagen wollte, doch als er, mit seinem Stiefel, meine Beine spreizte und hörbar an seinem Gürtel nestelte wurde es mir anders.
Ich dachte mir noch 'Dieses Arschloch wird mich doch nicht...', als ich schon seine Eichel an meiner Rosette spürte. Brutal drückte er seinen Penis gegen meinen Arsch und verlangte Einlass. Reflexhaft verkrampfte ich, doch ich wusste, er würde eindringen und wenn ich mich wehrte würde es nur noch schmerzhafter. Zum Glück ließ sein Druck kurz nach und ich schaffte es meine Rosette ein wenig zu entspannen, so dass er beim nächsten Stoß fast schmerzfrei in mich eindrang. Sein Schwung reichte so weit, dass sein Penis fast ganz in mir steckte bis er sich wieder gefangen hatte. Ich hielt, aufgrund des scharfen Schmerzes aus meiner Rosette, die Luft an und Jens grunzte überrascht. Er fasste mich an der Hüfte und schob seinen Penis mit einem Ruck bis an die Hoden in mich hinein. Zum Glück war sein Riemen nicht allzu groß, so hielt sich das Gefühl gepfählt zu werden in Grenzen.
Jetzt begann er mich zu vögeln. Langsam zog er sich aus mir zurück nur um kurz darauf kraftvoll in meinen Darm zu stoßen. Nach wenigen Minuten begann er zu schnaufen und ich hoffte schon ich hätte es bald überstanden. Doch bevor er kommen konnte verlangsamte er seine Bewegung und stoppte irgendwann ganz. Während sein Penis bis zum Anschlag in mit steckte beugte er sich über mich und ich konnte seinen Atem im Nacken spüren. Sein Gewicht drückte mich fest gegen den Baumstamm, so dass ich kaum atmen konnte und sich das Holz schmerzhaft gegen meine Hüfte presste. Seine Berührung und sein Geruch ekelten mich an.
Dann säuselte er mir ins Ohr:

"Ich hatte gehofft du wärst da hinten noch Jungfrau, denn ich liebe es wenn sich die jungen Hengste unter mir winden. Aber du scheinst mir ja mehr eine zugerittene Stute zu sein.“

Lachend begann er wieder mich zu fi**en und zwischen seinen Stößen meinte er:

„Würde es dir gefallen, wenn ich dich mal auf den Besamungsbock binde und dann den ganzen Stall über dich rüber rutschen lassen würde? Das wäre doch was für dich, DU STUTE!“

Bei den letzten beiden Worten hatte er mit aller Kraft zugestoßen, so dass ich einerseits das Gefühl hatte aufgespießt zu werden und gleichzeitig meinte, meine Hüfte würde an dem Baumstamm zerbrechen.
So ging das demütigende Spiel noch einige Zeit weiter. Immer wenn Jens kurz vor dem Orgasmus war, stoppt er und verhöhnte mich. Kaum hatte er sich gefangen stieß er seinen Penis wieder gnadenlos in meinen Darm. Ich konnte nicht sagen was schlimmer für mich war. Das Gefi**ktwerden oder die Demütigungen...
Endlich schien er den Point of no Return überschritten zu haben. Er schnaufte immer schneller und seine Stöße wurden noch härter. Dann hörte er plötzlich auf und ich spürte wie er mir seinen heißen Samen in den Darm pumpte.
Kaum war er wieder zu Atem gekommen zog er sich aus mir zurück, schloss seine Hose und machte das Führseil los.

"Willkommen auf Rosengarten, du Schlachtvieh!“

Mit diesen Worten, die in meinen Ohren gellten, zerrte er mich hinter sich her zum Stall.
Ich war wie betäubt und fühlte nichts. Ich konnte noch nicht einmal sagen ob mir mein Arsch weh tat. Anscheinend hatte er mich so überrumpelt, dass ich die Situation noch nicht richtig realisiert hatte.
Im Stall angekommen stieß er mich grob in die Hengstbox, die, zum Glück, momentan leer war. Ich taumelte und hörte nur noch wie die Schiebetür schwungvoll ins Schloss geworfen wurde. Dann ging Jens lachend weg.

Wie vom Donner gerührt stand ich zwischen den Strohhaufen und erst als ich zur Tränke gegangen war und einige Schlucke Wasser gesoffen hatte kam es in meinem Gehirn an, dass Jens mich gerade eben vergewaltigt hatte.
Zunächst liefen mir die Tränen herunter und ich fühlte mich dreckig und benutzt. Doch dann meldete sich eine Stimme in meinem Kopf die mich regelrecht anbrüllte und mir zurief wie naiv ich denn gewesen sein musste um zu glauben, dass es etwas gab was sie hier nicht mit mir anstellen würden.
Diese Erkenntnis war nicht leicht auszuhalten. Ich musste mir selber eingestehen, dass ich, als ich zugestimmt hatte nach Rosengarten zu gehen davon ausgegangen war, körperlich an meine Leistungsgrenzen gebracht zu werden. Doch die letzten beiden Tage hatten gezeigt, dass es ihnen hier nicht nur um meine körperlichen, sondern auch um meine seelischen Grenzen ging und dass es niemanden zu kümmern schien ob ich seelisch abstürzte oder dauerhafte Schäden zurückbehielt.
Mein Selbstekel wandelte sich in nackte Angst und ich lief zur Boxentür. Mit meiner Schulter versuchte ich die Tür aufzuschieben, doch sie war fest verriegelt.
Panisch schaute ich mich in der Box um ob ich irgendwo einen zweiten Ausgang sah aus dem ich fliehen konnte. Doch ich erkannte nichts dergleichen. Sogar die Lichtöffnung in der Stallwand war vergittert und zu weit oben.
Als meine Panik nachließ, fiel ich ins Stroh und rollte mich heulend zusammen.
Auf was für eine Scheiße hatte ich, von mir selbst überzeugter und mich unbesiegbar fühlender Idiot, mich da eingelassen?
Ich schwor mir, daß, wenn ich die nächsten sechs Wochen an Körper und Geist halbwegs gesund überleben würde, ich all das hinter mir lassen und niemals mehr irgend etwas in Richtung BDSM und Petplay machen würde!

Ich konnte nicht sagen, wie lange ich noch im Stroh lag, nachdem meine Tränen endlich versiegt waren, doch plötzlich hörte ich das Geräusch der Boxentür.
'Lasst mich in Ruhe! Ihr seit alles Arschlöcher und Sadisten!'... dachte ich mir und hätte es dem Ankommenden entgegen gebrüllt, wenn ich nicht geknebelt gewesen wäre. So rollte ich mich nur noch enger zusammen und vergrub meinen Kopf auf meiner Brust.
Ich hörte wie jemand in die Box kam und kurze Zeit später spürte ich eine Hand auf meiner Schulter. Ich war mir sicher, dass ich jetzt wieder, gegen meinen Willen, gestreichelt und betatscht werden würde, doch die Hand blieb einfach nur auf meiner Schulter liegen. Ihr Besitzer sprach auch nicht und langsam, ganz langsam, kam ich aus dem tiefen Loch in dem ich lag wieder heraus. Nach einigen Minuten hatte ich mich soweit gefangen, dass ich es schaffte meinen Kopf zu heben und meinen Besucher anzusehen.

Es war Markus. Er lächelte mich vorsichtig an und legte dann den Finger auf seine Lippen.
Traurig, dass ich ihm nicht berichten durfte was geschehen war, nickte ich und richtete mich langsam auf. Jetzt griff Markus mir an die Hüfte und zog mich, überraschend leicht, hoch. Als ich sicher stand nahm er mir vorsichtig den Strick ab und betastete die Würgemale an meinem Hals. Ich sah wie sich sein Gesicht verhärtete und er den Strick fest umklammerte. Dann lies er mich umdrehen und noch während seine Hand auf meinem Gesäß lag nickte ich und mir liefen wieder die Tränen herunter.

Markus zog seine Hand schnell weg und sagte gepresst:

„Jetzt reicht´s! Was zuviel ist, ist zuviel!“

Er ließ mich stehen und ging auf die Stallgasse. Dort brüllte er:

"JENS!“

Als er keine Antwort bekam ging er in die Mitte des Stalls und rief noch lauter:

„Jens, komm sofort in den Stall, ich muss was mit dir klären!“

Ich ging an die Boxentür und sah in den Stall, da ich doch neugierig war, was passieren würde. Und tatsächlich kam Jens kurz darauf durch das Stalltor herein und noch bevor er ein Wort sagen konnte drosch ihm Markus mehrmals mit meinem Führstrick über den Rücken. Dazu brüllte er ihn an:

"Du elender Sodomist! Kannst du dich nicht beherrschen oder willst du nicht? Reicht es dir nicht wenn sich deine Herrin an den Pferden vergreift, musst du auch immer noch deinen Teil dazugeben?“

Jens schaute ihn erst groß an und wollte dann aus dem Stall fliehen. Doch Markus war schneller als er. Er gab ihm einen Stoß, so dass er nach vorne taumelte und hinfiel. Dann drückte er ihm sein Knie auf die Wirbelsäule und beugte sich zu ihm hinunter.
Leider konnte ich nicht verstehen was Markus ihm noch sagte, doch dass er ihm den Strick um den Hals legte und die Schlinge fest zuzog bis Jens aufhörte sich verzweifelt zu wehren, sagte alles.
Als Markus mit Jens fertig war stand er auf und kam wieder zu mir. Er schien wie ausgewechselt. Er streichelte mich vorsichtig und erst als ich seine Berührung erwiderte wurden seine Berührungen intensiver. Ich dankte ihm so sehr, dass er mir gegen Jens beigestanden hatte und ich fühlte mich wieder ein wenig sicherer auf Rosengarten.
Jetzt begann er meine Fesselung zu lösen und hängte das Seil an einen Haken. Dann machte er meine Trense an einem Ring fest und verließ die Box. Obwohl diese Befestigung momentan nur symbolischen Charakter hatte, da ich sie mit meinen freien Händen in Sekunden gelöst hätte tat ich nichts dergleichen. Brav wartete ich bis Markus zurückkam und rieb mir derweil meine schmerzenden Handgelenke. Markus brachte zwei Hufhandschuhe, die er mir überzog und so meine relative Freiheit wieder beendete. Doch er fesselte mir die Arme nicht weiter an den Körper. Ein Zustand den ich in Rosengarten so noch nicht erleben durfte...
Jetzt hakte er einen Führstrick ein und lotste mich aus dem Stall zum Round Pen. Dort angekommen stellte er sich in die Mitte und begann mich mit der langen Gerte anzutreiben.
Schnell merkte ich, dass es ihm nicht darum ging mich zu trainieren. Ich sollte mich einfach bewegen um mein inneres Gleichgewicht wiederzufinden. Also ließ ich mich in einen leichten Trab fallen und drehte Runde um Runde. Zwischendurch zog ich das Tempo an bis ich keuchend schnaufte und trabte dann wieder ganz gemütlich um mich zu erholen.
Schnell schaltete mein Gehirn ab und ich wurde wieder Pferd. Sogar für mich war es schwer zu verstehen, doch als ich irgendwann erschöpft anhielt war das Erlebnis mit Jens schon zu einer Art bösem Traum geworden. Ich war wieder ruhig und fühlte mich den Herausforderungen, die kommen mögen gewachsen. Markus rieb mich trocken und brachte mich zur Koppel wo schon andere Pferde spielten.

DRACHENLORD ENDE

Ein kurzer Pfiff von ihm veranlasste die Gestüthengste ihr Spiel zu unterbrechen und zu ihm an das offene Tor der Koppel zu kommen, wo ich auf Geheiß des Pferdetrainers zu warten hatte.

"Ihr lasst Schlachtross heute in Ruhe...- ist das von allen hier begriffen worden?"

Markus fixierte Blacky und Lion einen Moment mit seinem Blick...- ohne eine zustimmende Reaktion der Pferde abzuwarten, schob er mich jetzt auf die Koppel und schloss das Tor hinter mir.

"Brutus, du hast das notfalls durchzusetzen- oder ich lasse euch die komplette Nacht durchtanzen! Jens hat..."

Er brach mitten im Satz ab, drehte uns den Rücken zu und ging. Ich spürte die Blicke der anderen auf mir ruhen, doch Mitleid von denen war das Letzte, was ich im Moment gebrauchen könnte. So hielt ich mich aufrecht und nahm mit jedem Hengst, von dem ich vermutete, er würde mich als Opfer sehen, Blickkontakt auf. Doch es war kein Mitleid was ich in allen ihren Blicken sah- es war das Wissen um die mir zugefügte Gewalt aus eigenem Erleben...
Miu forderte mich mit einem Schnauben auf, ihm zu folgen. Seine Schritte führten mich zu einem schattigen Bereich in dem ich mich erholen sollte. Er legte sich so neben mir in das Gras, daß er seinen Kopf an mir reiben könnte- falls ich dies wollte. Seine gesamte Körperhaltung drückte dies aus- und ich ließ es zu. Brutus hielt ich eine Weile in unserer Nähe auf, doch Blacky und Lion hatten sich an das gegenüberliegende Ende der Koppel verzogen...


Der Pferdetrainer hatte gerade auf seinem Weg zur Herrin von 'Rosengarten' den Hofbereich erreicht als sein Telefon vibrierte. Er schaute kurz auf das Display und mit einem gemurmelten '...das passt ja perfekt!' meldete er sich bei der Baronin.

"...ja Frau Baronin- zwei Minuten... Ich war ohnehin auf dem Weg zu Ihnen... Danke."

Wie angekündigt stand er zwei Minuten später vor seiner Chefin und auf ihre Frage nach dem Grund seines Erscheinens ließ er seiner Wut bei dem Bericht über den Übergriff durch den Pferdeknecht freien Lauf...

"... wenn es mir richtig übermittelt wurde, soll Schlachtross gemeinsam mit unseren Pferden unter den gleichen Konditionen trainiert werden- aber ihr habt seiner Besitzerin und auch Lady Bea zugesagt, er würde keinerlei körperlichen oder seelischen Schäden bei dem Training hier davontragen wenn er kooperiert. Hat sich da irgend etwas geändert? Ist da etwas an mir vorbei gegangen? Reicht es nicht schon, daß er von eurer Tochter zu ihrem puren Vergnügen über ihre persönliche Hindernisstrecke gejagt wurde? Gehört Vergewaltigung jetzt auch zu unseren Angeboten?"

"Pferdetrainer- es reicht! Ihr vergesst euch...- nicht nur im Ton! Ich brauch von euch nicht an meine Zusagen bezüglich dieses Pferdes erinnert zu werden! Ich habe entschieden, es ist für diesen Hengst zu seinem Besten, wenn er gemeinsam unter den gleichen Bedingungen wie sein schärfster Mitbewerber Brutus auf das Rennen vorbereitet wird. Da ist die Rittmeisterin übrigens gleicher Meinung wie ich... Dieses Pferd hat Potential was noch nicht ausgereizt ist und ...- ihr seid anderer Auffassung?"

Markus hatte während der Entgegnung unwillkürlich den Kopf geschüttelt.

"Frau Baronin- ja, das bin ich! Ich gehe mit euch konform, Schlachtross hat noch genügend Entwicklungspotential- aber er ist, im Unterschied zu unseren Pferden, von sich aus bereit, alles zu geben. Er braucht keine Motivation mit der Peitsche!"

"Das ist nicht eure Entscheidung- ich bin der Auffassung, meine Tochter Mira soll auch weiterhin die Möglichkeit haben ihn zu trainieren... Ich werde mir aber morgen selbst ein Bild von seinen Fähigkeiten machen- ihr habt gestern mit ihm den ersten Zugkrafttest durchgeführt?"

Auf die Bestätigung des Trainers fuhr sie fort:

"Schlachtross bleibt die erste Trainingseinheit in der Hengstbox und kann sich noch etwas ausruhen- das ist dem heutigen Vorfall geschuldet. Der Test wird morgen am späten Vormittag wiederholt- ohne Vorwarnung des Pferdes durch euch! Ihr werdet ihn in meinem Beisein durchführen, danach bewegt ihr den Hengst eine weitere Einheit mit leichter Belastung... Ihm wird aber keine Pause eingeräumt- ist das klar?
Danach übergebt ihr den Hengst an den Pferdeknecht, er soll ihn weitere zwei Einheiten bei mittlerer Belastung auf Trab halten bevor ich ihn teste. Ich habe mit der Rittmeisterin bereits über ihre durchgeführten Tests gesprochen- ihm fehlt es an der nötigen Aufmerksamkeit, während sie sein körperliches Grundpotential für entwickelt aber ausbaufähig einstuft. Daher soll er morgen den Tag über zeigen, was er zu leisten imstande ist- und dann möchte ich ihn völlig erschöpft übernehmen... so wird er keinerlei Kraft mehr haben um sich zu verstellen und ich kann mir mein eigenes Bild machen!
Schaut nicht so- ich habe euren Protest wegen des Übergriffs zur Kenntnis genommen. Der Pferdeknecht wird sich derartiges ihm gegenüber ganz sicher nicht noch einmal leisten, ich kümmere mich darum!
Ich bin auch der Meinung... das für ihn durch mich angedachte Programm morgen wird ihm auch mental helfen über den 'Vorfall' von heute hinwegzukommen...- und ich werde nach Ende des morgigen Tests auch noch einmal mit meiner Freundin Bea über ihn sprechen... Ihr werdet in Bezug auf diesen Vorfall jedem Außenstehenden gegenüber schweigen- habt ihr verstanden?!
Noch etwas- wenn Schlachtross den Test zu meiner Zufriedenheit besteht, bekommt er den Samstag Vormittag Ruhezeit eingeräumt. Berücksichtigt dies bei der Erstellung seines Trainingsplanes..."

"Danke Frau Baroness...- habt ihr bezüglich von Schlachtross noch weitere Anweisungen?"

Eine kurze Denkpause- dann ein Nicken.

"Wenn der Test morgen vorüber ist und ich mit den Ergebnissen zufrieden bin, bekommt er die doppelte Futterration. Gebt ihm meinetwegen auch ein paar Handvoll Nüsse- nein, bereitet da besser eine Tüte für mich vor. Die kann ich als Belobigung aus der Hand füttern...- und er soll am Samstag Nachmittag am Gespanntraining teilnehmen. Ich würde ihn gern bei der Ausfahrt am Sonntag dabei haben... Das ist alles Markus."

Während der Trainer das Büro der Baronin verließ, rekapitulierte er das Gespräch- mehr konnte er seiner Meinung nach im Augenblick für Schlachtross nicht erreichen...

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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:01.01.21 11:29 IP: gespeichert Moderator melden


Wow!
Herzlichen Glückwunsch zur Fortsetzung der Geschichte!
Danke an Blackrubberhorse fürs Schreiben und an Drachenlord für das Einverständnis! Das ist eine tolle Kombi!

Die Geschichte geht schlüssig und flüssig weiter! War wohl eine Frage der Zeit, bis Schlachtross sowas durchmachen musste. Bin aber über die weitere Entwicklung ganz froh. Da habt ihr eine tolle Kurve bekommen, um nicht abzudriften!
Weiter so!
Liebe Grüße aus der Sicht eines Hundes!
Pup


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Blackrubberhorse
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Du hast alle Waffen die du brauchst- jetzt kämpfe!

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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:08.01.21 13:25 IP: gespeichert Moderator melden



Tag 06, Freitag- Woche eins



Hengstbox...- morgens...


Schlachtross:

Es war nur ein böser Traum- Markus holte mich mit dem Geklapper des Futtereimers aus demselben und ersparte mir so, die Vergewaltigung durch den Knecht noch einmal durchleben zu müssen...
Körperlich hatte die Ruhephase aber für eine Erholung gesorgt. Ich hatte keine physischen Schmerzen, war ausgeruht und freute mich sogar darauf, mit Markus trainieren zu dürfen. Ich hoffte zumindest auf eine oder zwei Einheiten mit ihm. Sein Verhalten gestern hatte mein Vertrauen zu ihm erstarken lassen. Ich dachte auch an die Worte meiner Sattlerin, meine bisherigen Erfahrungen hier passten zu einhundert Prozent zu ihrer Einschätzung aller Personen, mit denen ich es bisher zu tun hatte. Ihre Infos würden mir ein wenig weiter helfen- überleben musste ich aber allein!
Erstaunlich für mich war, was der Pferdetrainer mit seinen gestrigen Worten auf der Koppel erreicht hatte- weder Lion noch Blacky hatten durch irgendeine Geste angedeutet, mir erneut auf meinen derzeitigen Status als 'Omega' hier in der Box unter die Nüstern zu reiben. War es das verbindende des gleichfalls durch den Knecht mißbraucht worden zu sein oder die Drohung von Markus- es war mir im Augenblick auch egal. Was meiner Psyche aber unheimlich gut getan hatte war die Nähe von Miu- ich war ihm so dankbar dafür...

"Schlachtross- geht es dir wieder besser?"

Die direkt an mich gerichteten Worte holten mich aus meinen Gedanken. Zum Glück antwortete ich nicht verbal- auch wenn ich unwillkürlich dazu bereits angesetzt hatte. Einzig ein Schnauben kam über meine Lippen, was mir ein über den Kopf streichen bescherte. Markus wiederholte seine Worte- er wollte von mir eine nonverbale Antwort. Ich trat mehrfach auf der Stelle und nickte- dann drängte ich meinen Kopf schüttelnd zu ihm und rieb denselben an seiner Schulter. Alle anderen Pferde waren mir im Moment egal- und ich schien mich wohl richtig ausgedrückt zu haben.
Während Markus in der Futterrinne unsere Rationen verteilte, setzte er mich in einer Art Selbstgespräch in Kenntnis, er wäre bei der Baronin vorstellig geworden und hätte zu meinen Gunsten interveniert.

"Ich weiß nicht, wieviel ich noch erreicht habe- aber die Frau Baronin wollte sich dem Pferdeknecht gegenüber darum kümmern und ich habe Ihre Zusage, so etwas würde durch ihn nicht noch einmal vorkommen! Mehr war leider nicht möglich..."

Mit diesen Worten griff er nach dem Futtereimer und verließ die Box. Ich merkte, wie Brutus neidisch zu mir schaute und den Kopf schüttelte. Missbilligte er etwa diese Intervention? Oder war er neidisch, weil Markus dies für mich getan hatte?
Zumindest könnten wir alle ungestört fressen- bis die Box wieder geöffnet wurde und der Pferdeknecht eintrat. Unwillkürlich begann ich zu zittern- seine Anwesenheit verursachte mir Ekel und Angst!
Erst auf den zweiten Blick fielen mir ein paar Details auf- mit einem Halstüch schien er die Würgemale des von Markus eingesetzten Führstricks verdecken zu wollen und in seinem Gesicht entdeckte ich links und rechts handförmige Rötungen. Wenn der Pferdetrainer recht hatte, waren dies wohl Zeichen für ein Handeln der Baronin. Besser als gar nichts- auch wenn Ohrfeigen in meinem Verständnis nicht wirklich das waren, was ich mir erhofft hatte. Aber Pferde waren ja juristisch auch nur Sachen und so war meine Vergewaltigung nur 'Sachbeschädigung'. Ich schien wohl dank der Nachsorge durch den Pferdetrainer genug Stärke zu besitzen, damit umgehen zu können- auch wenn die Vorstellung, erneut von ihm angefasst zu werden, eine weitere Welle des Ekels durch meinen Körper jagen ließ.

"Du nicht- dich holt der Pferdetrainer nachher. Du hast jetzt die Einheit noch frei und bleibst in der Box! Nutze die Zeit gut..."

Mit diesen Worten wurde ich gehindert, mit den übrigen Hengsten aus der Box geführt zu werden- was meinte der Knecht mit seinem letzten Satz? Zumindest würde ich nachher durch Markus trainiert...
Während ich mich jetzt auf den von Blacky genutzten Platz im Stroh legte, fiel mir noch etwas auf- die Stimme des Knechtes war völlig emotionslos mir gegenüber gewesen! Keine Überlegenheit, keine Wut,...- nichts! Hier schien wohl tatsächlich etwas geschehen zu sein- mit diesem Gedanken döste ich noch einmal weg...


"Komm, hoch mit dir Schlachtross- heute gilt es für dich..."

Der Pferdetrainer stand in der Box- ich war wohl zu weit weg im Traumland gewesen um sein Erscheinen richtig mitzubekommen. Seinen Satz hatte ich aber schon registriert.

'Was galt für mich? Welche Schinderei hatte man sich heute für mich einfallen lassen? Sollte ich wieder vom Mira über die Hindernisbahn bis zum Zusammenbruch gejagt werden?'

Markus überraschte mich, indem er eine Banane aus seiner Jackentasche holte, schälte und sie mir vor meinen Mund hielt. Ich begann sie in mich hinein zu schlingen...

"Langsam du Hengst- was heute von dir abverlangt wird, hat die Frau Baronin gestern selbst festgelegt... Dir wird bis heute Abend keine Pause mehr gegönnt werden... Sie will dich bis an deine Leistungsgrenze gebracht wissen und den letzten Test mit dir dann selbst durchführen. Ihre Töchter sind, soweit ich eingeweiht wurde, nicht mit eingebunden- dies dir zum Trost...
Versuch jetzt noch einmal abzuäppeln- du wirst nachher keine Gelegenheit mehr haben."

Mit diesen Worten löste er die Fixierung meiner Vorderhand vom gestütseigenen Geschirr, das er mir gestern Abend noch angelegt hatte, ließ eine Tüte in das Stroh fallen und zog sich aus der Box zurück. Ich schaute neugierig hinein- Toilettenpapier und ein Desinfektionstuch! Mein Gott- ich war erst vier Tage hier, keine zwei volle Tage in diesem Witz von einer Box und freute mich beim Anblick einer solchen Selbtverständlichkeit!
Markus wartete vor der Box, bis ich mit meinem Geschäft fertig war- ich hatte das benutzte Papier und alles an Luxus wieder in die Tüte gestopft, damit nichts auf diese 'Vorzugsbehandlung' hindeutete. Ein Nicken als Belohnung für meine Umsicht- dann bekam ich die Hinterhand kontrolliert und meine Hufstiefel übergezogen. Zum Abschluss wurden meine Arme auf dem Rücken verbunden. Markus schaute mich verschwörerisch an, hakte die Führleine in mein Kopfgeschirr ein und rückte das daran befindliche Pferd ein Loch nach vorn. Ohne weitere Worte folgte ich ihm aus der Box. Der Beutel verschwand in der Abfalltonne...
Er führte mich zur Rennbahn, das war mir bald klar- doch was würde mich erwarten? Wie hatte er zudem die Kalenderfunktion an meiner Leine mitbekommen? War diese so offensichtlich?
Auf dem Weg zur Bahn begegneten wir mehreren Gespannen, zwei 'Grün' gekennzeichneten und einem was in der Kategorie 'Rot' lief. Letzteres galoppierte an uns vorbei, während der Jockey auf seine Stute eindrosch. Da war kein großer Unterschied zu Mira erkennbar- nur schien es hier sich wirklich um ein SM-Team zu handeln. Unmittelbar an der Rennbahn passierten wir die beiden erneut- und hier hielt er sein Tier eng umschlungen und die Wortfetzen, die ich im Vorbeilaufen mitbekam, lobten eindeutig die gezeigte Leistung...

Der Blick über die Bahn zeigte mir, was mich in den nächsten Minuten erwartete- ich erkannte die Baronin und da sie neben dem Wagen für den Zugkrafttest stand, würden mir wohl nicht irgendwelche Dressurfiguren für sie abverlangt werden. Beim letzten Mal war ich barfuß doch jetzt hatte ich zusätzlich meine Hufstiefel an den Füßen... Meine Schritte wurden unbewusst langsamer- ein leichter Zug an der Führleine durch Markus erinnerte mich daran, ich würde dem unausweichlichem nicht entkommen...
Was hatte der Pferdetrainer vorgestern zu mir gesagt, dies wäre der von uns Pferden meistgehasste Test- und er hatte recht damit! Zum Glück war ich durch ihn vorgewarnt, so hielt ich mich aufrecht und kämpfte meine Angst davor nieder.

"Du kannst das! Du musst nur deine Leistung wiederholen und nicht schlechter sein als vorgestern- ich helfe dir dabei..."

Die leisen Worte des Pferdetrainers halfen mir mehr als er ahnte. Während ich mich in Richtung der Baronin wie zu einer Hinrichtung bewegte, baute mich Markus weiter auf:

"Ich habe den Tank gestern zusätzlich mit dreißig Litern extra befüllt, die jetzt auf der Wasseruhr nicht auftauchen werden...- das sind drei zusätzliche Sekunden für dich bevor die Bodenplatte ihre Wirkung entfaltet. Du musst so schnell wie möglich den Wagen in Bewegung setzen und dann ein hohes Tempo halten... dann schaffst du deinen ersten Wert zu überbieten... und jetzt bist du nur noch Pferd- also benimm dich so!"

Einhundert Meter..., fünfzig Meter...- dann folgte das Kommando zum stehen bleiben. Ich schaute stur gerade aus und schnaubte nur kurz bei den Berührungen durch die Herrin von Rosengarten. Sie fuhr mit ihren Händen über die Bereiche, wo ich von ihrer Tochter die heftigsten Prügel bezogen hatte- berührte die Striemen aber nie direkt...

"Pferdetrainer- was meint ihr, wird er seinen ersten Wert überbieten?"

"Er war gestern bei der Sattlerin- so gesehen hat er sich von dem 'Test' eurer Tochter einen Tag lang erholen können... Der erste Test hier wurde barhuf von ihm absolviert- im Unterschied zu heute... Wie er das Vorkommnis von gestern verkraftet hat möchte ich nicht beurteilen... das werden aber seine Werte sicher widerspiegeln..."

Markus nahm gegenüber seiner Chefin kein Blatt vor den Mund... so abfällig, wie er das Wort 'Test' herausspie...- und er entschied auch, ich solle vor dem Test mich noch zwei Runden warm laufen.

"Ab mit dir Schlachtross- alles über fünfzehn Minuten werde ich nicht tolerieren!"

Dankbar trabte ich los, eine Runde zum Aufwärmen- mein Zeitgefühl würde mich sicher nicht im Stich lassen... Nach der ersten Runde war er mit dem Befüllen des Wagens gerade fertig und zeigte der Baronin offenbar den korrekten Füllstand. Er gab mir bei der Passage mit einem "Gut so..." einen Anhaltspunkt wie ich in Zeitrahmen lag. Nach der zweiten Runde wurde ich sofort von ihm vor dem Wagen eingespannt. Die Baronin hatte bereits an der Flagge, die mir meinen ersten Wert optisch signalisierte, Aufstellung bezogen.

"Wenn du bereit bist...- schnaubst du. Ich verlass mich darauf... du gibst alles was dir möglich ist- ich verzichte dafür darauf, dich mit einer Gerte anzutreiben... du hast es in spätestens einer Minute hinter dir..."

Egal wie lange ich es mit meinem Warten noch hinauszuzögern versuchte- ich würde es nicht umgehen können und heute Abend völlig fertig gemacht sein... Ich spannte alle Muskeln an, nickte die Aussage von Markus ab und atmete mit einem Schnauben aus...


Wie vom Pferdetrainer vorausgesagt hatte ich es in nicht einer Minute hinter mir. Mir waren, nachdem ich dieses Monster hinter mir nicht mehr auch nur einen Millimeter bewegen konnte und ich auf meine Knie brach, für einige Sekunden die Lichter ausgegangen und daß ich nicht der Länge nach hinschlug verhinderte einzig meine Anschirrung...- aber der Stab mit der blauen Flagge steckte gut drei Wagenlängen hinter meinem derzeitigen Platz!
Markus hatte mir gegenüber Wort gehalten- ich war von ihm angebrüllt worden, er hatte mich allein mit der Kraft seiner Stimme voran getrieben und ich hatte alles für ihn aus mir heraus geholt...
Ein Würgen in meinem Hals war nicht länger zu unterdrücken... ich würgte meine komplette Morgenfütterung aus mir heraus. Ungerührt schaute die Baronin wie ich mich übergab, nickte nur kurz ihrem Bediensteten zu und verabschiedete sich wortlos. Ich war nicht wirklich davon enttäuscht- ich erwartete von der Mutter dieser Hexen, die mich in den vergangenen Tagen sadistisch gequält hatten, keinerlei Mitgefühl mit einem der ihr anvertrauten Pferde.

"Alles gut- das hier hast du heute hinter dich gebracht... ich hole dir Wasser..."

Mein Trainer verschwand kurz aus meinem immer noch undeutlich verzerrtem Blickfeld, war aber gleich darauf mit einer Wasserflasche wieder zurück.

"Ganz langsam...- erst den Mund ausspülen... Versuch jetzt erst gar nicht, dich auf deine Hinterhand hochzustemmen... Du hast deinen ersten Wert um mehr als zehn Meter überboten! Das ist mehr als ich erwartet habe- aber dir kann auch keiner den Vorwurf machen, du hättest dich beim ersten Mal geschont..."

Während Markus mich mit seinen Worten langsam wieder in die Realität meines Pferdedaseins zurück holte, begann ich zu begreifen. Ich hatte meinen ersten Wert von Vorgestern überboten! Selbst ohne seine kleine Manipulation hätte ich ein besseres Ergebnis als beim ersten Mal erreicht... Dies alles, ohne Schläge als 'Hilfe'... vor den Augen der Baronin- das war ein Sieg für mich!
Ich wollte das Gefühl auskosten und auf meine Beine kommen, doch der Pferdetrainer bemerkte dies.

"Nein Schlachtross...- bleib noch unten. Die Frau Baronin steht noch auf der anderen Seite der Bahn und schaut zu uns... Ich kann dir so noch vier, fünf Minuten Pause zu deiner Erholung verschaffen... Wenn du jetzt schon hoch auf deine Hufe kommst, muss ich dich ausschirren und du danach beginnen, deine Runden auf der Bahn zu drehen. Komm- sauf die Flasche leer... du wirst bis zum Ende dieser Einheit nichts mehr bekommen..."

Die Flasche zwischen meinen Zähnen... gierig rannen die ersten Schlucke meine Kehle hinunter. Der saure Geschmack verschwand, mit meinem Willen zwang ich mein Bedürfnis nieder, weiter so schnell das Wasser zu schlucken und kostete jeden einzelnen Schluck aus- bis die Flasche leer war.
Währenddessen bekam ich von ihm noch ein paar weitere Instruktionen.

"Die jetzt folgende Einheit ist als Erholung gedacht- aber auch als Vorbereitung für die danach stattfindende Ausdauerprüfung. Du läufst jetzt abwechseln zwei Runden im Schritt, zwei im Trab und eine im Galopp... Die Prüfung läuft ähnlich ab- nur hast du dann Zeitlimits einzuhalten und einen Sulky mit Last hinter dir... Die erste Hälfte wirst du stur nur Runden hier laufen, in der zweiten Hälfte kommen dann Kommando's hinzu. Verbal und auch mittels Berührung...- du hast sofort darauf zu reagieren, egal wie sinnlos sie sein mögen! Verstanden? Gut- komm langsam hoch..."

Mühsam stemmte ich mich allein hoch, ich bekam dabei auch keine Hilfe von Markus. Ja, ein Blick in die Richtung bestätigte es mir- die Baronin schaute noch zu uns herüber. Erst als mich der Pferdetrainer ausgeschirrt hatte und ich los lief, wandte sie sich endgültig ab und verschwand.
Schritt..., Trab..., Galopp...- die erste Runde war die Hölle, eher ein Protest meiner Oberschenkel gegen diese Belastung als ein vernünftiges Gehen. Markus, der allein inzwischen die Kutsche irgendwie wieder in die Ausgangsposition am Wasserhahn gezogen hatte, hatte ein besorgtes Gesicht und fragte leise, während er ein paar Schritte neben mir lief, ob ich nicht mich überlasten würde. Mit zusammengebissenen Zähnen schüttelte ich meinen Kopf, ich war nur froh, keine Trense im Maul zu haben... Schmerz war in dieser Form nichts Neues für mich...- meine Erfolge im Rennsport als Hengst beruhten auf hartem Training, da hatte ich oft genug die Zähne zusammen beißen müssen.
Gleichmäßige Atmung, keine Tempowechsel,...- eine halbe Rund später begann mein Körper die Belastung zu akzeptieren. Zuerst schaute ich nur stur auf die Bahn, doch mit Beginn meiner Trabrunde begann ich wieder bewusst meine Umgebung zu beobachten. Zusammen mit mir befanden sich zwei weitere Teams auf der Bahn- eines wurde durch den Pferdeknecht betreut und die grüne Kennzeichnung sagte mir, ein zahlendes Hobbyteam, was dies hier eher als Hobby und nicht als Leistungssport betrieb. Still dankte ich meiner Sattlerin für Ihre Information, mein Gehirn hatte so ein wenig Ablenkung. Das zweite Team war mit Blau gekennzeichnet und das Pferd schritt gemütlich in Latex gekleidet vor dem Gig.

'Die beiden waren nur Gäste ohne Betreuung... und genossen hier eine Art Urlaub...'

Die zweite Runde Trab verlief für mich leichter als erwartet und nach der darauffolgenden Galopprunde war ich mir sicher- mein Körper hatte den Zugkrafttest verarbeitet. Ich keuchte zwar, aber eine viertel Runde im Schritt und mein Atem hatte sich normalisiert. Auch mein Puls 'hämmerte' nicht gegen meine Schläfen- ich war froh, in einem doch recht guten körperlichen Zustand hier nach Rosengarten gebracht worden zu sein.
Drei Durchgänge später bekam ich von Markus den Befehl, auf der Stelle im Schritt zu laufen- nachdem er in das Halfter meine Führleine eingehakt hatte, wurde ich von ihm in den Bereich vor der Tribüne geführt.

"Hast du dich erholen können? Bist du bereit für den Ausdauertest?"

Beide Fragen nickte ich ab, ja ich war bereit für den nächsten Test. Ich hatte während der zurückgelegten Runden ihn beobachtet, wie er auf der Anlage auf den mittleren Bahnen einige Hindernisse und wie ich vermutete, eine Art Lichtschranke aufgebaut hatte. Was mich eher beunruhigte war der Fakt, der Pferdeknecht hatte sein Training mit dem 'Hobbygespann' beendet und stand nun neben einem Sulky, auf dem statt der Sitzschale für den Jockey Eisengewichte zwischen L-Profilen eingespannt waren.

"Schlachtross- fünf Durchgänge mit je zehn Kniebeugen und zwanzig Liegestützen im Wechsel. Wenn ich dir die Führleine abgemacht habe fängst du sofort an..."

Das kannte ich schon- die Rittmeisterin hatte ähnliches von mir verlangt, als ich hierher nach Rosengarten gebracht wurde...

"Ich werde dich gleich vor den Sulky einschirren- du läufst dann bis auf Widerruf hier auf der Bahn im Wechsel- wie vorhin- Schritt, Trab und Galopp. Jeweils eine Runde...- du hast zwölf, zehn und acht Minuten für jede Kategorie Zeit! Die Last auf dem Sulky hinter dir beträgt zweihundert Kilogramm...doppeltes Normgewicht, so wie bei einem Test eines Kutschpferdes...
Für dich gibt es keine Anzeige- das hast du auch mit ihnen gemein... du wirst dich auf dein Gefühl verlassen müssen. Ich weiß- du schaffst das! Der Pferdeknecht wird dich jetzt beaufsichtigen..."

Bei dieser Aussage konnte ich meine aufsteigende Angst nicht unterdrücken- gegen meinen Willen fing ich an zu zittern und nur mit Mühe hielt ich meine Blase unter Kontrolle. Der Pferdetrainer bemerkte, wie ich bei meinen Übungen mehr und mehr verkrampfte und beruhigte mich.

"Ruhig... Ich habe jetzt eine Einheit mit einem Einsteller hier auf der Bahn- bin also in der Nähe... Danach übernehme ich wieder... Zudem sind noch andere Teams hier beim Training, eines davon mit der Rittmeisterin... Du bist definitiv nicht allein mit ihm! Ich schirr dich jetzt ein..."


Keine fünf Minuten später hing ein Chip an meinem Geschirr, ich spürte den Sulky hinter mir, und bekam vom Pferdetrainer das Startsignal. Er hatte noch kontrolliert, daß die zu ziehende Last ausbalanciert und fest auf dem Sulky lag und dem Knecht instruiert, ich hätte die aufgebauten Hindernisse bis zu seiner Rückkehr zu ignorieren. Auf die deutlich von ihm gestellte Frage, ob dieser seine Anweisung auch verstanden hätte, kam von Jens ein auch für mich deutlich vernehmbares "Jawohl Herr Pferdetrainer!"- was mir doch einiges meiner Ängste nahm.

Der Himmel war zum Glück bewölkt und ein leichter Luftzug sorgte für angenehme Temperatur- eigentlich ideale Trainingsbedingungen... Doch heute würde sich dies gegen mich auswirken, es würde ganz sicher länger dauern, bis ich den von der Baronin gewünschten Grad meiner Erschöpfung erreichen würde. Ich wünschte mir, wenigstens mein persönliches Zuggeschirr nutzen zu können, doch das lag noch bei Petra. Vielleicht würde ihr Lehrling damit ja noch vor der 'Ausfahrt' mit der Baronin auftauchen und es vorbei bringen, aber ich sollte nicht darauf hoffen. Zumindest hatte der Pferdetrainer mein jetziges Zuggeschirr ordentlich eingestellt und was mir noch wichtiger war- ich lief weiterhin ohne Trense!
Die zweihundert Kilogramm Gewicht hinter mir lagen auch nach der ersten halben Runde gut balanciert auf dem Sulky- ich spürte das Gewicht der Gabel so gut wie überhaupt nicht auf meiner Hüfte, doch die Last war nicht wegzuleugnen.
Schritt für Schritt zog ich dem Ende der ersten Runde entgegen, ich konnte nicht abschätzen, wieviele noch vor mir liegen würden...
Beim Passieren der von Markus aufgebauten 'Schranke' erschreckte ich mich kurz- ein Hupton zeigte mir an, ich hätte diese Runde beendet und müsste nun in den Trab wechseln. Zehn Minuten hätte ich jetzt Zeit- das war die Ansage des Pferdetrainers...
Meine Schrittfrequenz wurde schneller, ich beschleunigte und als ich an Markus vorbei lief, der neben einer Wagonette mit Lion und zwei Einstellern in einer Troika-Anspannung stand und den Owner instruiert, bekam ich ein "Gut so, Schlachtross..." mit auf meinen Weg. Er wusste, wie er mir mit einem Satz Zuversicht geben konnte...
Nach der Galopprunde war diese aufgebraucht- die Vorgabe von acht Minuten war brutal, auch wenn ich mir sicher war, den Wert unterboten zu haben. Die folgende Runde im Schritt reichte gerade so um mich für die nächsten beiden Runden zu erholen- als ich nach fast einer Stunde den zweiten Zyklus hinter mich gebracht hatte, war ich mir nicht mehr sicher, ob ich dieses Mal auch die Zeiten eingehalten hätte. Der leise Zweifel, hier zu versagen, hatte sich eingenistet...
Markus wartete auf mich an der Schranke als ich im vierten Zyklus die Galopprunde beendete. Ich war jetzt bereits mindestens eineinhalb Stunden unterwegs- und der Schweinehund in meinem Kopf bettelte mich an, doch einfach stehen zu bleiben...

"Keine Überschreitungen bisher..."

Die leisen Worte des Pferdetrainers, der mit einer Fahrpeitsche in der Hand begann, neben mir her zu laufen, aktivierten Reserven in mir. Markus ließ sich etwas hinter mich fallen und verschwand damit aus meinem Blickfeld.

"Links!"

Ich benötigte eine Sekunde um zu begreifen, das verbale Kommando galt mir. Mit Verzögerung führte ich es aus und wechselte eine Bahn nach außen.

"Verdammt Schlachtross - konzentrier dich!"

Die Stimme hinter mir drückte Ärger aus...

"Links!"

Dieses Mal reagierte ich sofort was mir neben einem Lob auch die Ansage von Markus einbrachte, wenn er jetzt die Fahrpeitsche neben meinem Kopf knallen ließe, hätte ich in die andere Richtung auszuweichen...
Ich lief jetzt nach der ersten Kurve auf die Hindernisse, die Markus vorhin aufgebaut hatte, zu. Näher und näher kamen die ersten Pylonen- zehn Meter, fünf... Links neben mir knallte es neben meinem Ohr und ich wich ganz knapp vor dem Kegel nach rechts aus.
Ich ging davon aus, Markus würde mich nun in einer Art Slalom die Hindernisse ablaufen lassen, doch nichts dergleichen geschah. Seine Peitschensignale für die Bahnwechsel kamen willkürlich und ich war durch die Belastung inzwischen unkonzentriert genug, zwei Mal in die falsche Richtung zu wechseln. Die Ansagen an mich waren da dementsprechend...
Der Pferdetrainer ließ erst von mir ab, nachdem ich die Schrittrunde beendet hatte und wieder auf der Innenbahn in den Trab zu wechseln hatte. Die nun anstehenden beiden Runden war stures Laufen gegen die Zeitvorgabe- aber mit Beginn von Zyklus sechs im Schritt gönnten er mir keine Ruhe und ich hatte seine Kommando's die ganze Runde auszuführen. Mir fiel es von Mal zu Mal schwerer, die Konzentration aufrecht zu erhalten- ich war mittlerweile in dem von der Baronin eingeforderten Zustand. Markus nahm keinerlei Rücksicht darauf und bestrafte meine Fehler inzwischen mit mäßig ausgeführten Schlägen auf die Seite, in die ich mich nach seinen Ansagen zu bewegen hatte. Mein einziger Wunsch war inzwischen der, stehenbleiben zu dürfen...
Mit dem Ende dieser Runde war es dieses Mal nicht getan- auch wenn ich im Trab eine viertel Runde Ruhe hatte, war seine Stimme plötzlich wieder hinter mir und jetzt hatte ich im Trab seinen Kommando's nachzukommen. Einzige Erklärung dafür war, Markus musste auf einem Fahrrad hinter mir mitfahren...
Erst bevor ich von Trab auf Galopp wechseln musste, zog er neben mich- er saß, wie ich es vermutet hatte, auf einem Rad- und ich bekam von ihm die Nachricht, auf die ich so sehnsüchtig wartete:

"Schlachtross- noch diese Runde im Galopp und dann eine im Schritt mit Ansagen durch mich. Dann hast du diesen Test überstanden!"

Weitere zwei Runden...- ich musste noch diese zwei Runden durchhalten! Meine Kehle brannte, ich hatte nach diesen guten drei Stunden ununterbrochenem Laufens mit dem Sulky Durst... Meine Oberschenkel brannten wie Feuer, ich war dankbar, bisher keinen Krampf bekommen zu haben... Sollte mich so einer jetzt erwischen..., ich war mir sicher, nicht wieder auf meine Hufstiefel zu kommen und würde daher sicher erneut mit Augustine in ihrer 'Klinik' Bekanntschaft machen müssen.
Dieser Gedanke- oder besser, diese Angst- trieb mich vorwärts und so hielt ich diese beiden Runden durch. Meine Konzentration war im Eimer, mir war es egal, ob ich jetzt Fehler machte...
Markus hatte da wohl auch ein Einsehen- die letzte Halbrunde lief er nur noch neben mir und baute mich auf damit ich es bis in das 'Ziel' schaffte, wo die Rittmeisterin zusammen mit der 'Frau Baronin' auf mich neben einer leichten Wagonette warteten.

"Unnnd... Steh!"

Endlich stehenbleiben dürfen...- aber selbst dies beantworteten meine Beine jetzt mit Protest. Und jetzt sollte ich noch von der Baronin höchstselbst 'getestet' werden? Wie stellte die sich das vor? Ich war weit über den Punkt hinaus, wo meine Jockey Anja das Training mit mir beendet hätte- doch auch wenn die Rittmeisterin und der Pferdetrainer mich, unter anderen Umständen, jetzt vielleicht in den Stall zurück geschickt hätten...- die Baronin wollte UND BEKAM ihren Willen...
Zumindest hatte ich jetzt einige Minuten Ruhe während ich umgeschirrt wurde. Auch wurde die Frage von Markus, ob er mir etwas zu Saufen geben dürfte, nach einem Blick auf das jetzige Testergebnis zu meinen Gunsten mit einem Nicken der Baronin entschieden...

"Steh gerade!"

Die gefauchte Aufforderung der Rittmeisterin galt mir und wurde mit einem Hieb der Fahrpeitsche über meinen Rücken unterstrichen. Markus, der gerade vor mir stand und mich mit den letzten Handgriffen vor der Wagonette einschirrte, schüttelte dabei leicht den Kopf.

"Madame Rittmeisterin...- falls es Ihnen die Frau Baronin noch nicht mitgeteilt hat... bei dem heutigen Zugkrafttest hat Schlachtross seinen ersten Wert um neuneinhalb Meter verbessert... ohne Zuhilfenahme einer Peitsche! Und der Hengst ging von sich aus bis an seine Leistungsgrenze- sonst wäre er nicht mehrere Sekunden im Nirvana gewesen!"

"Genug davon- Pferdetrainer! Der Hieb war berechtigt und seine Haltung zeigt mir, seine Aufmerksamkeit wurde wieder geweckt...
In einer Stunde ist die Begrüßung unserer neuen Gäste hier auf dem Hofgut, machen sie beide sich daher bitte frisch und geben diesen dann die notwendigen Einweisungen...
Markus- wenn ich hier mit meinem Test fertig bin, informiere ich sie. Sie übernehmen dann Schlachtross am Stall und kümmern sich um alles weitere..."

Mit dieser Ansage versehen zogen sich meine beiden Trainer zurück, ich blieb allein mit der Baronin auf der Bahn zurück... Nicht einmal Gastgespanne waren mehr zu sehen.

'Wenn die jetzt ihre Töchter oder den Pferdeknecht hinzu holt...- bin ich am Arsch!'

Zum Glück für mich schien die Eigentümerin dieser Hölle nicht diesen Gedanken mir gegenüber zu verfolgen, ich wäre ihnen hilflos ausgeliefert gewesen...
Doch schon das Verharren in der 'Hab Acht'-Stellung raubte mir meine noch vorhandene Kraft. Die Baronin überprüfte sehr gründlich meine Einschirrung und erst als sie mit der Arbeit des Pferdetrainers zufrieden war, nahm sie auf dem Wagen hinter mir Platz. Die Konstruktion bestand eigentlich aus zwei Gigs, die mittels eines Knickgelenks zusammengefügt einen sehr leichten vierrädrigen Wagen ergab. Der Vorteil für mich bestand darin, das Gewicht der Gabel belastete nicht meine Hüfte. Ich musste dieses Teil nur ziehen und Signale meiner Kutscherin so gut wie möglich umsetzen...
Ein leichter Zug an der Trense, die ich nun zusätzlich trug, war das Startsignal für mich. So sanft wie möglich zog ich an und es dauerte keine drei Sekunden und ich bekam, aus meiner Sicht völlig unnötig, mit der Fahrpeitsche eine übergezogen. Mir war es mittlerweile fast egal, mein Körper war ausgepumpt und schmerzte dank der vorherigen Überlastung generalisiert. Da kam es auf einen Schlag mehr oder weniger auch nicht mehr an...- und die Hiebe von Mira hatte ich als schlimmer empfunden.
'Wie die Töchter... so die Mutter...'- war mein einziger Gedanke zu diesem Auftakt. Die nächste Zeit verblieben wir auf der Rennbahn und ich würde wie bereits bei dem Test mit der Rittmeisterin mit abrupt wechselnder Zügelarbeit getriezt. Doch dies war nur der Auftakt- die erste Schikane war, ich wurde von ihr im Bereich der Bahn des Zugkrafttests so gelenkt, daß die Räder der einen Seite auf der Rennbahn verblieben, ich aber mit der anderen Seite mich durch den lockereren Untergrund kämpfen musste. Mein Versuch, dies durch ein Ausweichen nach der einen oder anderen Seite ein wenig zu kompensieren, wurde gnadenlos mit Hieben und ruckartigem Reißen an den Zügeln unterbunden!
Einziges Ergebnis meiner Bemühung war ein Wechsel vom Schritt zum Trab. Erst als ich diesen Part einmal mit jeder Wagenseite zur Zufriedenheit der Baronin abgeleistet hatte, durfte ich wieder zurück in den Schritt fallen und wurde von der Bahn in den Wald gelenkt.
Die Kühle des Schattens war eine willkommene Abwechslung, da während der beiden letzten Runden des vorangegangenen Tests die Sonne hinter den Wolken hervor gekommen war. An der ersten Weggabelung erwartete mich die nächste Schikane- der Zug der Zügel auf die Trense forderte von mir, den linken Weg einzuschlagen, doch mehrfaches knallen lassen der Peitsche auf der gleichen Seite war das Signal, ich solle nach rechts abbiegen...

'Verdammt- kann die sich nicht entscheiden?'- verwirrt blieb ich stehen.

Erneut riss mich die Trense nach links und dieses Mal kam von hinten kein sich widersprechendes Signal. Dafür kassierte ich mehrere Schläge auf meinen Rücken und nachdem ich in den Weg eingebogen war, 'durfte' ich ohne Übergang von Schritt in Galopp wechseln. Ich musste dieses Tempo bis zur nächsten Kreuzung halten- ohne Gnade wurde ich von ihr getrieben! Dort wurde ich von ihr wieder auf Schritt abgebremst und sie zog das gleiche Spiel noch einmal ab. Ich lief daher stur geradeaus und reagierte erst, als das Ziehen der Trense auf einer Seite unerträglich in meinem Maul wurde.

'Gut- für mich haben demnach die Zügelsignale Vorrang...'

Unmittelbar nach dem Einschwenken auf den neuen Weg bekam ich, dieses Mal verbal, ein neues Kommando:

"Schritt-Dressur!"

Wie schon bei dem Test mit der Rittmeisterin wechselte ich sofort meine Gangart und riss förmlich meine Unterschenkel bis in die Waagerechte. Mein ganzer Körper protestierte förmlich gegen diese Überlastung, doch mein Denken war noch so weit klar- je sauberer ich jeden einzelnen Schritt jetzt präsentierte, desto eher würde es vorüber sein...
Auch wenn ich in dieser Gangart wesentlich langsamer voran kam, die Baronin verlangte mir um die zweihundert Meter darin ab. Dazu folgten in unregelmäßigen Abständen erneut die sich widersprechenden Kommando's über Zügel, Peitsche und Stimme. Hier hatte ich aber ihre 'Prioritätsliste' begriffen und führte nur jene Anweisung von ihr aus, welche allein nach Wegfall aller sich widersprechenden übrig blieb.

"Steh- dein Gelatsche ist eine Beleidigung für jedes Pferd, was schon einmal in dieser Gangart unterwegs war..."

Auf diese Ansage bereitete ich mich innerlich auf erneute Schläge vor- doch die blieben zum Glück aus. Ich war mir ganz sicher, in meinem Zustand das maximal mögliche gezeigt zu haben, daher war die Einschätzung meiner Leistung mehr als ungerecht...

'Ungerecht- natürlich, die Baronin will mich mental fertig machen... Es konnte nicht anders sein!'

Mit diesem Gedanken blieb ich stocksteif stehen, auch als sie absaß und meine Haltung von allen Seiten begutachtete. Ich rührte keinen Muskel, einzig mein Brustkorb hob und senkte sich. Doch auch da versuchte ich so kontrolliert wie möglich ein gutes Bild abzugeben. Mein Blick blieb stur gerade aus, ich kämpfte die Versuchung nieder, ihr zumindest mit meinen Augen zu folgen...
Nach einer gefühlten Ewigkeit saß sie erneut auf und nach ihrer Aufforderung, erneut normal im Schritt anzuziehen, lief ich den Weg entlang in Richtung einer offenen Fläche...
Die Baronin steuerte mich auf den kleinen Platz im Wald- mehrere Wege gingen von diesem sternförmig in verschiedene Richtungen. Einer davon begann mit einer morschen Holzbrücke über den Graben, dessen Verlauf wir das letzte zurückgelegte Wegstück gefolgt waren. Mehrere Bretter des Bodens waren sichtbar gebrochen, das Geländer verrottet und ein Spaziergänger hätte diese vielleicht überqueren können- aber mit dem Gespann war dies ganz sicher unmöglich...
Die Richtungssignale der Baronin waren nicht zu mißinterpretieren- sie wollte, daß ich sie über dieses baufällige Teil ziehen sollte!
Da würden wir ganz sicher einbrechen...- da war mein Selbsterhaltungstrieb immer noch größer als die Angst vor den Schlägen, die sicher die Konsequenz meines Scheuens sein würden! Ich blieb am Beginn der Brücke stehen...

"Vorwärts!"

Noch war die Stimme meiner Kutscherin im Normalbereich, doch das Knallen der Peitsche dicht neben meinem Ohr war Warnung genug.

"Vorwärts du sturer Gaul!"

Diese Aufforderung von ihr war bereits mit einem Schlag zwischen die Schulterblätter verbunden!

"Ich sag es dir Scheißvieh zum letzten Mal- beweg dich vorwärts oder trag die Konsequenzen!"

Ich wappnete mich für die jetzt ganz sicher folgenden Schläge...- doch ich schüttelte den Kopf und brach ohne ein Kommando von hinten nach links aus.

"Steh!"

Dieser...Befehl... war von einem so heftigen Ziehen der Trense nach rechts begleitet, der Schmerz im Maul zwang mich, diesem besser zu folgen. Zu meiner Überraschung spürte ich, wie die Baronin abstieg, mich am Halfter packte und so von der Brücke wegführte...

"Abknien!"

Noch überraschter war ich, die Baronin entfernte die Trense aus meinem Maul, holte von hinten eine Tüte, griff in diese und hielt mir eine Handvoll Studentenfutter vor mein Maul!
Ich begriff- sie wollte von mir sehen, ob ich selbstmörderisch genug veranlagt wäre, jedes Kommando blind umzusetzen oder ob ich als Pferd trotz meiner Erschöpfung immer noch so weit meine Umgebung wahrnehmen würde um Schäden von mir und meinem Jockey abzuwenden- auch bei drohender schmerzhaften Bestrafung als Folge meines Handelns. Diesen Teil ihres Tests hatte ich ganz sicher bestanden!
Ihre Hand fuhr über meine Mähne und was ich wirklich nicht erwartete geschah...

"Gut gemacht...!"

Meine Belohnung im Maul kauend kreuzten sich unsere Blicke- und ihr Blick verdüsterte sich wieder. Meine Augen konnten- und wollten- in diesem Moment nicht lügen...- sie sprachen von meinem Stolz, es bis hier hin durchgehalten zu haben, von der Ablehnung der Baronin als Symbol für den zu Recht bestehenden Ruf ihres Gestüts und von meinem Willen, egal, was sie oder ihre Töchter hier mit mir anstellen würden, mich nicht von Ihnen brechen zu lassen! Es war aber keinerlei Dankbarkeit in ihnen zu lesen...- falls Sie diese erhofft hatte sich mit ein paar Nüssen erkaufen zu können!
Trotz dieser durch mich mit jeder Faser unverhohlen manifestierten Ablehnung fütterte sie mich mit dem kompletten Inhalt der Tüte und ich bekam sogar ein wenig Wasser aus ihrer Flasche, ehe sie wieder die Trense in meinem Maul befestigte, mich auf meine Hufe befahl und erneut aufsaß.

"...Pferdetrainer? Wir sind fertig und kommen zurück- nehmen Sie Schlachtross am Stall in Empfang... Etwa fünfzehn Minuten... Danke..."

Sie schien die Verbindung beendet zu haben...- mehr an sich selbst gerichtet und für Schlachtross unhörbar:

"... verdammt stolz... aber ein unheimlicher Kämpfer... wie Brutus..."

Nur noch zurück zum Stall... aber bis dahin musste ich noch weiter konzentriert bleiben! Ich rechnete fest mit weiteren Tricks der Baronin um mich zu testen- doch bis zum Stallgebäude empfing ich nur noch einfache saubere Zügelsignale. Ich war so froh, als dieses und Markus in Sicht kamen- beides stand für Ruhe und Schutz.
Ohne mich weiter zu beachten übergab die Baronin ihr Gespann an den Pferdetrainer- allein ihre Aufforderung an ihn, sich wie gestern abgesprochen um mich zu kümmern, bezog sich noch auf meine Person.
Kein Lob, keine Mißbilligung meiner gezeigten Leistung...- doch das war hier so üblich. Ein Pferd benötigte hier so etwas nicht, es war nur ein Tier und hatte zu funktionieren...

"Komm in den Stall Schlachtross...- du hast es geschafft! Eine warme Dusche wird dir sicher gut tun..."

Hörte ich richtig? Abgeduscht werden... mit warmen Wasser? Hatte ich den Test in den Augen der Baronin etwa doch erfolgreich bestanden und dies war die Belohnung für meine Schinderei?
Ich war völlig verunsichert, doch allein dieses Versprechen mobilisierte die allerletzten Reserven. Ich hielt mich noch aufrecht, schleppte mich aber hinter Markus bis in den Waschraum und ging dann hinunter auf alle viere.

"Langsam Schlachtross... alles gut... ich helfe dir zuerst aus deinen Hufstiefeln, dann entferne ich dein Zuggeschirr... Huf links!"

Müde hob ich meinen linken Unterschenkel ein wenig von den Fliesen, eine Hand umfasste mein Fußgelenk und dann bekam ich den Hufschuhen abgenommen.

"Dehn deine Fußgelenke ganz langsam und vorsichtig... du warst jetzt den ganzen Tag damit unterwegs und ich weiß nicht, ob du überhaupt schon einmal oder wann du das letzte Mal damit an die vierzig Kilometer in so kurzer Zeit zurückgelegt hast. Du wirst dich daran gewöhnen, das wird aber einige Tage dauern..."

Ich nickte diese Aussage nur müde ab. Wenig später war ich auch das Zuggeschirr los, mein Trainer untersuchte mich sehr gründlich auf Druckstellen und befühlte auch die von Mira verursachten Striemen.

"Wenn sie die Peitsche nicht mehr bei dir einsetzt... was ich für dich hoffe aber nicht glaube... werden keine Narben zurück bleiben. So- erschrick jetzt nicht."

Die Wasserstrahlen der Brause trafen erst den Boden neben mir und fühlten sich einen Moment kalt an, doch schnell erreichten diese eine angenehme Temperatur. Erst dann begann er mich damit abzubrausen... Rücken, Kopf, Arme, Beine...

"Versuch dich auf deine Hinterhand zu stellen- so ist es einfacher und auch für dich angenehmer..."

Ich wurde noch einige Minuten so mit Wasser besprüht, dann seifte Markus mich ein, ehe ich ein weiteres Mal in den Genuss des warmen Wassers kam. Mit einem Handtuch würde ich noch von ihm sanft abgerieben, ehe ich erneut das Zuggeschirr angelegt bekam und auch meine Vorderhand im 'Rosengarten'-Style wieder an den Hüften fixiert wurden.

"...ist halt Vorschrift Schlachtross, damit ihr euch bei euren Auseinandersetzungen nicht allzusehr verletzt... Komm- es gibt jetzt Futter für dich"

Er verschwand in der Futterkammern, vor der ich warten sollte, ich hörte ihn rumoren und dann kam er mit einer Schüssel heraus, deren Inhalt für Miu und mich reichen würde. Ein erster Blick darauf versprach sogar Rohschinken in Würfeln, dazu sah ich sogar Schokoladenstücken. In seiner anderen Hand hielt er eine Thermosflasche.

" Ich habe dir ein paar Zutaten aus der Kammer für die Einsteller hinzugefügt...- ab in die Box mit dir und dann lass es dir schmecken!"

Er stellte die Schüssel vor der Boxentür ab, schob diese zur Seite und ich folgte ihm in die leere Box. Markus setzte sich auf den Strohquader, der Brutus als Lagerstätte diente und bedeutete mir, mich zu seinen Beinen neben ihm an den Ballen zu lehnen. Nachdem ich so meinen Platz eingenommen hatte, wurde ich von ihm aus der Hand heraus gefüttert, was mir Tränen der Dankbarkeit in die Augen trieb.

"Ruhig Schlachtross...- ganz ruhig! Für heute ist alles gut... Du hast jetzt fünf Tage hier geschafft... du schaffst auch den Rest! Ich verspreche dir, ich versuche dich, so gut ich es vermag, zu beschützen. Du hast mir gezeigt, deine Leistungsbereitschaft ist über alle Zweifel erhaben- den Rest um hier zurecht zu kommen bringe ich dir bei! Ich verlange nur eines von dir...-du wirst, bis du hier das Rennen hinter dich gebracht hast, niemals aufhören zu kämpfen..."

Es war ein stummes Versprechen, doch ich würde meinen Teil einhalten... und Markus sah dies in meinem Blick.

"Hier, nimm noch etwas aus der Kanne...- ist warm..."

Es war Kaffee mit reichlich Milch und Zucker- ich mochte ihn in etwas anderer Zusammensetzung, doch wann hatte Anja zuletzt in der Vergangenheit ihren Kaffee mit mir als Pferd geteilt...?
Nachdem ich wohl die halbe Kanne in wohligen Zügen leer getrunken hatte, verschwand auch noch der Rest des Futters in meinem Magen. Als krönenden Abschluss löste Markus noch einige Mineralstofftabletten in der mittlerweile von mir geleerten Schüssel mit etwas Wasser auf und forderte von mir, diese Mischung zu trinken. Mein Körper würde es mir ganz sicher heute Nacht und morgen mit dem Ausbleiben von Krämpfen danken...
Nachdem ich von ihm so versorgt worden war, ließ er mich allein in der Box zurück. Er hatte mir noch verraten, ich dürfte mich morgen Vormittag auf einer Weide von den heutigen Strapazen erholen, ehe ich nach der Mittagspause wieder in das normale Training integriert würde.
Um den Ärger der anderen Hengste nicht heraus zu fordern, verzog ich mich in meine Ecke und mit dem Wissen um die zugesagte Hilfe des Pferdetrainers döste ich in das Traumland ohne Schmerzen und Angst vor Schlägen...


Ich weiß nicht, wie lange ich geschlafen hatte, doch ich spürte, ich war nicht mehr allein in der Box. Durch das vergitterte Oberfenster fiel dämmriges Licht- war es noch Abend oder bereits Morgen?
Schlagartig war ich munter, denn das Gewicht eines anderen Hengstes auf meinem Rücken und das spüren seines eregierten Schlauches waren keine Einbildung! Da ich Brutus, Miu und Blacky in meinem Blickfeld erkannte, war es wohl Lion, der meine Erschöpfung auszunutzen versuchte und einen Deckakt an mir vollziehen wollte. Schlagartig verkrampfte ich und die Bilder und Gefühle der Vergewaltigung durch den Pferdeknecht waren in meinem Kopf präsent. Das würde ich, sofern ich die Chance dazu hätte, nicht noch einmal mit mir machen lassen!

'Du Volldepp willst es wohl auf die ganz harte Tour...'- ich hatte das durch ihn angepisst werden am ersten Abend in der Box hier weder vergessen noch verziehen!
'...mal schauen wie blöd du wirklich bist...'

Mir war sofort klar, für eine offene Auseinandersetzung war ich noch zu fertig und zudem in der ungünstigeren Position. Hier half nur scheinbares darauf Eingehen- Brutus, da war ich mir sicher, würde sich garantiert nicht einmischen und wenn Miu mir zu Hilfe käme hätte er sofort Blacky am Hals.
Ich schaffte es noch rechtzeitig mich unter ihm auf den Rücken zu rollen, öffnete gleichzeitig mein Maul und blieb dann still liegen... Nach mehreren Sekunden begriff Lion mein vermeintliches Angebot...- sein abfälliges Schnauben und der mir zugedachte Blick drückten pure Verachtung und Überlegenheit aus.
Sollte er doch denken was er wollte- er ging auf meine Offerte ein und gab meinen Rücken frei. Wie sehr wünschte ich mir jetzt, nicht mit meiner Vorderhand an dem Harness fixiert zu sein... aber es würde auch so gehen. In den Augen meines Peinigers spiegelte sich pure Geilheit und Siegessicherheit- ich kniete jetzt mit geöffnetem Maul vor ihm und wartete scheinbar darauf, ihn oral befriedigen zu dürfen. Seine Eichel schob sich tastend zwischen meine Kiefer, bereit, sofort wieder zurück gezogen zu werden.
Ich kämpfte meinen Ekel nieder, berührte sein Stück mit meiner Zunge und wiegte Lion damit in Sicherheit. Erneut fuhr sein Glied in meinen Rachenraum- diesmal bis zum Anschlag und während er es langsam vor und zurück zog, umschlossen meine Lippen dieses... Jetzt spürte ich den Übergang seines Schaftes zur Eichel zwischen meinen Zähnen- genau da wollte ich ihn...- und biss kontrolliert zu!
Schade daß ich in diesem Moment seine Augen nicht sehen konnte- aber sein wohliges Schnauben ging schlagartig in schmerzhaftes Gebrüll über! Er versuchte sich loszureißen, doch sein Teil steckte zwischen meine Zähnen wie in einem Schraubstock fest- und ich hatte nicht die Absicht, ihn da heraus zu lassen!
Blacky schien wohl die Absicht verfolgt zu haben seinem Partner hier zu Hilfe zu kommen- doch das Wiehern von Brutus war eindeutig eine Warnung an ihn und so blieb diese Machtprobe auf Lion und mich beschränkt. Er setzte in seinem Versuch, mir zu entkommen, mehrfach zu einem Tritt an- doch jede Gewichtsverlagerung, die ich spürte, wurde sofort mit mehr Druck durch meine Kiefer gekontert und so war er gezwungen, still zu halten bis ich ihn frei geben würde...
Nach einiger Zeit, mein Gefühl dafür war komplett weg..., lockerte ich meinen Biß, da von Lion nur Wimmern vernehm- , aber kein Widerstand mehr spürbar war. Jetzt kam der kritischste Moment...- würde er sich gegen mich wenden, während ich versuchen würde auf meine Hinterhand zu kommen? Ich müsste auf Brutus vertrauen..., mit einem Wiehern, was mit 'vollem Maul' gar nicht so einfach war, erregte ich seine Aufmerksamkeit. Ein Schnauben von ihm, verbunden mit einem kaum wahrnehmbaren Nicken- ich biß noch einmal fest zu und entließ Lion aus seiner Lage.
Unsere Blicke trafen sich, während er mit einem spitzen Quieken zurück taumelte und ich auf meine Beine kam. Es war der pure, reine Hass, gepaart mit Schmerz- und einer Mischung aus Rachsucht und Angst! Das war noch nicht endgültig geklärt...- ich hatte ihn überraschen können, doch wie es in einer offenen Konfrontation mit ihm ablaufen würde, wagte ich nicht zu beurteilen. Jetzt war ich Sieger geblieben, doch das könnte sich schon wieder in den nächsten Stunden ändern...
Warum sollte ich meinen Triumph nicht nutzen und seinen Schlafplatz einfordern? Mit einem vorgetäuschten aggressiven Schnauben und entsprechender Gestik machte ich einen Schritt in Richtung seines Schlafplatzes...- doch ich wurde von Brutus gestoppt! Er schüttelte deutlich seinen Kopf und mit einer Bewegung desselben schickte er mich zurück auf den Platz neben der Kotecke zu Miu. In seinen Augen war ich wohl noch nicht so weit, meinen gerade erkämpften Platz in der Rangordnung hier verteidigen zu können...- selbst wenn ich dabei Hilfe von Miu erhalten würde. Daher unterwarf ich mich widerstandslos seiner Autorität und kehrte an den mir zugewiesenen Platz zurück...
Der Junghengst lehnte sich mit seinem Rücken an die Wand der Box und deutete mit seinem Kopf auf seinen Schoß. Ich sollte es mir bequem machen- er würde auf mich aufpassen und warnen, wenn es zu einem Racheakt durch Lion mit oder ohne Blacky's Hilfe kommen würde.
Mit diesem Wissen dauerte es nicht lange und ich dämmerte erneut in eine Welt, in der ich vor Rosengarten weitestgehend sicher war...
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Blackrubberhorse
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:15.01.21 14:58 IP: gespeichert Moderator melden


Tag 07, Samstag- Woche eins



Schlachtross:


Markus hatte mit seiner Vorhersage bezüglich der ausbleibenden Muskelkrämpfe recht gehabt- ich wachte, ohne einen solchen in der Nacht erlitten zu haben, mit meinem Kopf auf einer weichen Unterlage auf. Es dauerte einige Sekunden bis ich begriff, worauf mein Kopf die ganze Nacht gebettet war- Miu lehnte schlafend mit seinem Oberkörper an der Betonwand der Box und ich hatte in seinem Schoß die gesamte Nacht über Ruhe gefunden...

'Vielen Dank mein Freund- du hast dir wer weiß wieviele Stunden den Schlaf verkniffen um über mich zu wachen... Du hast bei mir eine ganze Menge gut...'

So vorsichtig wie möglich erhob ich mich und stellte mich etwas steif vor die 'WC-Ecke', um meine Blase zu entleeren. Es war noch früh, die Fliegen nervten noch nicht und bis zur morgendlichen Fütterung würde sicher noch einige Zeit vergehen...
Beim sich abwenden vom 'Urinal' kreuzte mein Blick ein Augenpaar im Halbdunkel, welches mich beobachtet hatte- zum Glück war es das von Brutus, er war wohl schon etwas vor mir munter geworden. Mein leises Schnauben als 'Guten Morgen' quittierte er mit einem Kopfnicken, was die Aufforderung enthielt, ich solle zu ihm kommen. Mit einigen Fingerzeigen dirigierte er mich in eine kniende Position- ich befürchtete schon, er wolle von seinem Vorrecht als Alpha mich zu besteigen, Gebrauch machen, doch er fuhr vorsichtig mit einem seiner Finger über jene Stellen, wo Mira mich mit ihrer Peitsche malträtiert hatte. Manchmal erhöhte er den Druck auf die Stellen leicht um zu sehen, wie ich darauf reagierte. Zum Glück schmerzte es nicht mehr wirklich- und meine Reaktionen verleiteten ihm zu einem Lächeln. Demonstrativ zeigte er mir seinen Rücken im einfallenden Licht des Fensters über unserer Box- dieser und auch viele andere Stellen seines Körpers legten mit all den Striemen und Narben Zeugnis darüber ab, was gerüchteweises in der ganzen Szene kursierte.

"Mira?"

Meine fast lautlos geflüsterte Frage trieb ihn einen angstvollen Blick in sein Gesicht!

"Schhhhh..."

Ja- ich sollte nicht sprechen, doch dieser Anblick hatte mir die Frage aus meinem Mund getrieben... Schnell vollführte ich die mir bekannte Geste für Unterwerfung und entschuldigte mich so bei ihm. Petra hatte mir doch gesagt was nicht nur mir blühte, wenn man mich dabei erwischte...

"Miieehraah..."

In seinem leisen Wiehern war der Name der Baroness zu vernehmen und mit seinem Nicken bestätigte er meine Frage. Gleichzeitig zeigte er mir eine Möglichkeit auf- wenn auch sehr grenzwertig und von den Baroness' garantiert nicht toleriert- wie ich zumindest einfache Worte oder Namen aussprechen könnte ohne gegen die hier herrschende Regel des Sprachverbotes zu verstoßen. Markus und die Rittmeisterin würden dies sicher, wenn sie gute Laune hatten, durchgehen lassen- und wenn jemand weiter weg stand... war es 'nur' ein Wiehern...

Gemeinsam dösten wir so noch eine Weile, bis deutliches Rumoren im Bereich der 'Einsteller' von uns vernommen wurde. Miu, Blacky und Lion waren ebenfalls erwacht, erleichterten ihre Blase und schauten zu Brutus und mir. Vielleicht dachten sie, ihr Leithengst hätte sein Recht mir gegenüber eingefordert- ich erhob mich wieder, wechselte zurück zu Miu und setzte mich neben ihn. Mein Maul wanderte neben sein Ohr.

"Daannkeee..."

Erstaunt schaute der junge Hengst mich an- ein Lächeln breitete sich in seinem Gesicht aus und die Freude über meine leise gewieherte Geste war unübersehbar.

"...Steel, Kara! Zurück!"

Die Stimme war eindeutig die von Markus- und sein Kommando sagte uns, er versorgte gerade die beiden Stuten des Gestüts. Wie wahnsinnig musste man sein um als Frau hier auf Rosengarten sich so einem Regime zu unterwerfen? Derart devot und maso...- ich begriff es mit jedem Tag weniger...
Die Boxentür wurde aufgeschoben und unser Pferdetrainer erschien mit einem Eimer Wasser für unsere Tränke und dem Eimer für die morgendliche Fütterung. Während er dies in der Raufe verteilte und wir uns, ohne den ohne seine Anwesenheit anscheinend üblichen Rangordnungskampf, über das Futter her machten, gab er einige Informationen über den anstehenden Tagesablauf preis...

"Brutus- heute Vormittag Renntraining mit deiner Baroness... ; Lion, Blacky- zusammen mit den Stuten bei der Rittmeisterin und dem Pferdeknecht Arbeit mit den Einstellern; Miu- du bist den ganzen Tag bei mir...; Schlachtross- wie die Baronin wegen deines Test's gestern verfügt hat, bist du heute bis nach der Mittagspause auf der Koppel und darfst dich noch ein wenig erholen..., dafür bist du den Nachmittag mit beim Gespanntraining dabei. Jens wird euch, da die Frau Baronin morgen eine Ausfahrt plant, als 'Vierer' trainieren..."

Die neidischen Blicke der anderen Hengste ob meiner 'Vorzugsbehandlung' waren für mich überdeutlich spürbar- auch wenn ich sie nicht sah, da mein Kopf noch in der Raufe steckte und ich mein Futter in mich hinein schlang. Markus war sich derweil nicht zu fein, mit einer Dunggabel das von uns 'eingesaute' Stroh aus der Pissecke auf eine Schubkarre zu schaufeln, weg zu bringen und für neuen Einstreu zu sorgen. Seit ich hier war, hatte ich dies den Pferdeknecht noch nicht machen sehen...

"Kommt, fertig werden...Lion- hieerher!"

Sein breitbeiniger Gang veranlasste den Pferdetrainer etwas genauer hinzusehen.

"Wer hat dich denn da gebissen?" fragte er mit einem süffisanten Lächeln...

Natürlich erwartete er keine Antwort von uns- aber da dem Hengst immer noch sein Schlauch schmerzte, war ein Grinsen durch mich nicht zu unterdrücken. Ich war weder Opfer noch würde ich mich hier weiter in die Position des 'Omega' drängen lassen!
Mit einem derartigen Gesichtsausdruck war es für den Pferdetrainer ein leichtes zu erraten, wem Lion dies verdankte. Er zeigte aber keinerlei Reaktion darauf- von dem Schlag auf den Hinterkopf meines gescheiterten Peinigers abgesehen.

"Lern etwas daraus Lion... Miu- hiiieerher!"

Einer nach dem anderen außer mir wurde durch Markus zu sich gerufen und bekam von ihm sein Halfter umgelegt- da ich bereits das 'neue Modell' von Petra trug, beschränkte er sich bei mir auf eine Kontrolle des Sitzes...

"Da hat die Frau Rittmeisterin wirklich nicht übertrieben..."- meinte er halblaut mehr zu sich selbst- "...die sitzen wirklich perfekt!
Miu... Schlachtross...- Steht!"

So in hab Acht versetzt, wurden unsere Führleinen eingehakt und wir beide folgten ihm aus der Box. Vor dieser wurden uns die Hufstiefel angezogen, danach verließen wir den Stall und seine von mir relativ empfundene Sicherheit.

Draußen musste ich noch ein wenig warten, denn mein Freund wurde durch den Pferdetrainer vor einem Rennsulky eingeschirrt, ehe wir aufbrachen und ich neben diesem im Schritt in Richtung Rennbahn her lief. Wir querten diese und nachdem auch ein Waldstreifen hinter uns lag war die Koppel erreicht, auf der ich heute den halben Tag Ruhe vor Schikane und Schinderei haben sollte.

"Schlachtross- ab mit dir auf die Koppel! Verschlafe nicht die ganze Zeit...- das meine ich nicht als Scherz..."

Markus schaute mich dabei sehr ernsthaft an:

"Nutze die Möglichkeit und laufe zumindest eine Weile in den Stiefeln herum... Ich weiß, du kannst dies, sie gehören ja mit zu deinem 'Showoutfit'... Ich möchte eher, du sollst dich bewegen und dich daran gewöhnen, daß dir eine solche Belastung wie gestern jede Woche abverlangt werden könnte- ohne danach so einen Luxus wie jetzt genehmigt zu bekommen... Hättest du die gleiche Belastung auch in deinem Latexanzug mit deiner Maske ausgehalten? Beantworte die Frage ehrlich dir selbst...- Baroness Augustine würde dich garantiert gern so bis zu deinem Zusammenbrechen 'austesten'..."

War dies eine Warnung meines Trainers oder ein Ausblick auf das, was mich hier in den kommenden Wochen noch erwarten würde? Vermutlich beides- ich schüttelte daher auf seine mir gestellte Frage langsam den Kopf. Das würde ich nicht durchhalten...- könnte so eine Schinderei überhaupt ein Pferd durchstehen? Ich könnte nur beten, dies nicht erleben zu müssen- der Wahnsinn auf dem Laufband mit Atemreduktion in der 'Klinik' war in meinem Hirn wieder präsent...
Markus streichelte mir noch einmal über den Rücken- auch hier war dies wohl gleichzeitig ein Test, wie ich auf die Berührung von Mira's Striemen reagierte- und fuhr nach dem Schließen des Tores mit Miu davon. Ich blieb allein zurück...
Noch war es angenehm- so erkundete ich das mich begrenzende Areal. Der Wasserwagen in der Mitte würde dafür sorgen, daß ich etwas zu saufen hätte wenn ich Durst bekäme...- in dem daran befestigten Napf war ein kleines Rinnsal zu sehen, was aus dem Tank lief. Leider war der Wagen auch der einzige Platz, der mir Schatten bieten würde, es gab zwar noch einen mannshohen Busch am Zaun der Koppel, doch stand die Sonne derzeit so, daß sein Schatten sich außerhalb derselben befand...

'Auf und dem Rat von Markus gefolgt...' - ich schätzte die langen Seiten der Koppel auf um die einhundert Meter, die kurze Seite dürfte bei fünfundzwanzig Metern liegen... Eine Runde wären daher zweihundertfünfzig Meter- ich würde mir selbst erst einmal zwanzig Runden abverlangen!
Mit diesem Vorsatz begann ich über die Wiese zu laufen...- nach der ersten Runde war mir der Unterschied zwischen dem Untergrund der Rennbahn bzw einem festen Weg und dem recht weichen Boden hier klar. Das Laufen glich eher dem auf einer Gymnastikmatte!

'Du bist hier nicht zum Spaß...! Du willst Mira zum Rennen schlagen...! Du wirst Markus nicht enttäuschen...!'

Mit diesem Singsang in meinem Kopf zog ich die mir selbst gesteckte Marge durch, ehe ich den Wasserwagen erneut ansteuerte und mir eine Erfrischung gönnte. Meine Beine hatten die abverlangten fünf Kilometer im Schritt ohne sich zu melden ertragen, daher dankte ich noch einmal still dem Pferdetrainer für die Mineralstofftabletten und beschloss, noch weitere zehn Runden zu schaffen- dieses Mal im Wechsel zwischen Schritt und Trab...


Rittmeisterin:


'Sehr gut...- Markus hat ihn gut unter Kontrolle... Ich denke nicht, dass er mich schon bemerkt hat und hier für mich eine Show abzieht...'

Die Rittmeisterin hatte ihr Gespann mit zwei Einstellern und Blacky als 'Schlepper' in dem Waldstreifen anhalten lassen und absolute Ruhe befohlen. So war es ihr gelungen, ihn, ohne Schlachtross auf sich aufmerksam zu machen, zu beobachten. Er hatte sich bewegt, kurz gehalten um etwas zu saufen und dann erneut angefangen, im Trab-Schritt-Wechsel entlang des Zaunes zu laufen...

'Er ist willig...-trotz der für ihn sicher ungewohnt harten Behandlung! Das spricht für ihn...'

Das Telefonat mit seiner Jocky Anja dauerte gestern Abend länger als geplant, doch inzwischen glaubte sie, diesen Hengst besser verstehen zu können. Er war- bis zum völligen körperlichen Zusammenbruch- von sich aus leistungsbereit, das hatte ihr Markus auch gesagt... Dafür bestand er darauf, in seinem Denken unabhängig zu bleiben...- und das funktionierte hier auf Rosengarten nicht! Damit würde er vielleicht in der Hengstbox durchkommen, die Kraft und den Willen dazu hätte er..., doch so war er auf dem besten Weg, mit den Baroness nicht nur anzuecken!
Ihre erste Einschätzung von Schlachtross nach dem Transport hier auf das Hofgut hatte sich in den vergangenen Tagen wieder und wieder bestätigt...- und sie hatte für sich noch keinen begehbaren Weg gefunden, wie sie damit umgehen sollte...

"Easy Schlachtross...- du sollst dich jetzt den Vormittag erholen und nicht auspowern! Dazu wird dir hier sicher- auch gegen deinen Willen- noch genug Gelegenheit geboten..."


Schlachtross:


Die Rittmeisterin war von mir erst vor ein paar Sekunden entdeckt worden...- keine Ahnung, wie lang sie mich schon beobachtet hatte! Doch ihre Aufforderung war eindeutig, ich sollte es nicht übertreiben...
So bremste ich mich und lief langsam zu ihr an das Tor, wo sie jetzt stand. Ich war neugierig, ob sie sonst noch etwas von mir wollte, doch außer einmal Kopf kraulen passierte nichts weiter.

'Soll ich ihm die Grüße von Anja ausrichten? Nein- er ist jetzt hier Pferd und so würde er daran erinnert, wo sein eigentliches Gestüt ist und damit würde ich es ihm nur schwerer machen, sich hier einzufügen...'

"Komm, leg dich in den Schatten und erhol dich von gestern... Der Pferdeknecht wird heute Mittag die anderen Hengste hier mit her bringen und euch füttern. Ich weck dich vorher..."

Erstaunt schaute sie, als Schlachtross einen kleinen Kreis lief und mehrfach wieherte. Was wollte er damit ausdrücken? Nachdem der Hengst noch einmal wieherte, begriff sie, was er damit ihr sagen wollte.

"Du hast dir vorgenommen hier noch ein paar Runden zu laufen und hättest dich dann hingelegt? Sieben Runden? Dann ist aber Schluss- verstanden!"

Schlachtross in mir war erleichtert...- die Rittmeisterin hatte mein Ansinnen verstanden. Das noch folgende Lob für seine Einsatzbereitschaft und die Möhre, die sie aus ihrer Tasche zauberte, war zusätzlicher Ansporn für mich. Die letzten Stücke zerkauend, begann ich erneut mit meinen Runden...

'Pech für die beiden Einsteller...' -dachte die Rittmeisterin bei ihrem Weg zurück zu ihrem Gespann- '... die werden sich schon wegen einer Möhre weniger als Motivation nicht beschweren. Mal schauen, ob sie ihr 'Steh!' zu Ihrer Zufriedenheit umgesetzt haben...'


Später...


"Schlachtross- hiiieerher!"

Ich schreckte hoch- wie oft war ich bereits gerufen worden? Mein Wiehern überschnitt sich mit dem erneuten Ruf der Rittmeisterin und zeigten ihr, ich hätte ihre Aufforderung gehört und wäre auf dem Weg zu ihr. War wirklich schon der Vormittag vorüber oder würde ich von ihr außer der Reihe gerufen? Ich hatte mich nach der letzten selbst auferlegten Runde in den Schatten des Wasserwagens gelegt- und muss innerhalb von Minuten eingeschlafen sein...
Steif erhob ich mich, sie wartete mit Blacky und zwei weiteren vorgespannten 'Gelben' am Eingang der Koppel.

"Gut ausgeruht?"

Während ich ihre Frage abnickte und mir wünschte, sie hätte mich nicht aus dieser schmerzfreien Dunkelheit geholt, gab sie mir die Info, Jens würde in ungefähr einer halben Stunde die anderen Hengste mitbringen und uns gemeinsam hier füttern. Ich solle daher nicht wieder einschlafen...
Ein Schnauben war mein einziger Kommentar dazu, ich versuchte, wie man es von mir wünschte, mich wie ein Pferd zu verhalten, drehte mich weg und ging zurück zum Wasserwagen.

Die Zeit zog sich und meine Gedanken kreisten um viele Dinge, die mit Rosengarten und meiner Zeit hier zu tun hatten, doch es war ein Gewirr und so kam nichts vernünftiges dabei heraus. War die Freundlichkeit von Markus und der Rittmeisterin Berechnung? Erst Vertrauen gewinnen um mich dann umso stärker zu verletzen?
Warum wollte mich die Baronin hier auf ihrem Hofgut haben- war ich ein 'Geschenk' an ihre Tochter Mira, damit diese den Wahn ihrer Rache für vermeintlich unfaires Verhalten durch mich ausleben könne?
So sehr ich auch grübelte- jede 'Antwort', zu der ich kam, warf mehr Fragen auf und die Logiklücken waren manchmal groß wie Scheunentore. Doch ging es hier überhaupt rational und logisch zu?


Ein Wiehern unterbrach meine Gedanken, ich erhob mich und schaute in Richtung des Tores. Zuerst erkannte ich Brutus, wie er auf dem Weg zwischen den Bäumen hervor kam..., gefolgt von Lion, Blacky, Jens mit dem Futtereimer- und Mira!

'Oh Scheiße- das bedeutet ganz sicher Ärger!'

Zwei Pferde die mit mir ein Problem hatten...; der Pferdeknecht, dem ich schon gegen meinen Willen zu Diensten sein 'durfte'...- und die Baroness die mich hasste!
Die könnten mich jetzt hier nach Herzenslust mißhandeln und danach behaupten, ich hätte sie angegriffen...
Ich hatte regelrecht Angst, doch der höhnische Ruf der Baroness, ich solle mich zum Tor bewegen wenn ich etwas zu fressen haben wolle, zwang mich in ihre Nähe. Die anderen Hengste hatte Jens inzwischen auf die Koppel gelassen- er stand mit ihnen auf dieser, während Mira draußen auf dem Weg verblieb. Mein Platz in ihrer Rangordnung wurde mir deutlich unter die Nase gerieben, indem Jens zuerst die drei anderen Hengste fütterte. So wartete ich geduldig und angespannt auf das Befüllen der mir zugedachten Schüssel und schielte verstohlen zu Brutus. Er schien von der Baroness gut gescheut worden zu sein- auf seinem schwarzbraunen 'Fell' zeichneten sich die Rinnsale des Schweißfilms deutlich ab. Wonach ich aber wirklich schaute, hatte ich auch recht schnell 'gefunden'- ich musste drei eindeutig neu hinzu gekommene Striemen zählen...

'Bei ihr geht es nicht ohne Peitsche...'- dachte ich mit Bitterkeit.

Endlich war ich dran- doch als ich mich über die Schüssel beugte und beginnen wollte zu fressen, ließ der Pferdeknecht diese nach einem Nicken von Mira fallen und kickte noch dagegen, damit sich der Inhalt im Gras richtig verteilte.

"Mein Gott, du bist ja selbst zum Fressen zu blöd! Deine Jockey hat dir wirklich nichts beigebracht...- du Looser! Dann friss halt vom Boden!"

Feixend schleuderte die Baroness mir diese Worte entgegen, während Jens sich umdrehte und zurück zu seiner 'Herrin' lief.
In dem Moment fühlte ich mich in die Pause mit der Rittmeisterin während meines Transportes versetzt und verstand ihr Handeln in dieser Nacht- das war keinesfalls Böswilligkeit damals gewesen! Sie hatte mich auf genau eine solche Situation vorbereitet und so war es mir möglich jetzt gefasst damit umzugehen! Ohne dies bereits einmal erlebt zu haben, wäre ich ausgetickt und den Pferdeknecht garantiert angegangen...

'Danke Rittmeisterin...- ich habe dir Unrecht getan...'

Ich wusste, die beiden beobachteten mich ganz genau- und ich hatte eine Botschaft für sie! Ich schaute, wo das meiste mir zugedachte Futter im Gras lag, machte zwei Schritte dahin und stellte einen Huf bewusst darauf. Mit einer leichten Drehbewegung drückte ich es in den Boden und lief dann langsam, Ihnen den Rücken zugekehrt und immer mit einem Rückruf rechnend, wieder in Richtung des Wasserwagens. Mein Stolz blieb ungebrochen, auch wenn ich dafür erst heute Abend wieder etwas zwischen die Zähne bekommen würde...
Wider meiner Befürchtung wurde ich nicht zurück gerufen- die beiden waren weg. Brutus, der die ganze Szene mit beobachtet hatte, schüttelte seinen Kopf nachdem er sich vor mich gestellt hatte. Ganz sicher wollte er mir damit sagen, mein Handeln war idiotisch...- aber ein abschließendes Lächeln und nicht aggressiv aufzufassendes Schnauben zeigte mir, er billigte es durchaus, den beiden Widerstand entgegengesetzt zu haben.
Seine Nähe zu mir hielt wohl auch während der anschließenden Zeit Blacky und Lion davon ab, sich mit mir beschäftigen zu wollen...


"Hiiieerher...- zu mir!"

Der Pferdetrainer brauchte nur einmal zu rufen- ich erhob mich wie alle anderen auch und lief ohne Hast zum Tor. Meine Ruhezeit war für heute damit vorüber, ich hatte nicht wirklich Lust auf das Gespanntraining mit Jens nach der Szene vorhin...
Meine Hoffnung bestand darin, es wären drei weitere Pferde mit mir eingespannt und so müsste er seine Aufmerksamkeit auch auf diese richten. Schutz durch eine 'Herde' halt...

"Na Brutus, alles gut? Du hast deine Herde im Griff? Die Fütterung hat geklappt?"

Ich war perplex, als der Leithengst die letzte Fragen nonverbal 'verneinte, zu der Stelle ging, wo meine Mahlzeit noch im Gras lag, mit einem Huf aufstampfte und seinen Blick auf mich lenkte. Markus folgte dem Blick, Blacky und Lion standen teilnahmslos daneben und mit einem schnellen Drehen seiner Handflächen deutete Brutus das Ausschütten meiner Mahlzeit an.

"Miieeh-ra!"

Wissend nickte der Pferdetrainer das Wiehern ab- Brutus hatte sich für mich gerade sehr weit aus dem Fenster gelehnt! Auch wenn ich deswegen heute Kohlendampf schieben würde, ein Viertel meiner Abendration gehörte jetzt dem Leithengst...
Markus begann in seiner Gürteltasche zu suchen... und holte ein paar Äpfel- und Möhrenstücke sowie zwei große Fruchtriegel heraus.

'So etwas feines ist doch garantiert nur für die 'Grünen' und nicht für uns als Leckerei vorgesehen... Sollte der Pferdetrainer wirklich...?'

"Brutus- zwei Möhrenstücke... Lion, Blacky- ihr bekommt auch eines... Schlachross- die beiden Riegel und die Äpfel müssen dir jetzt reichen! Den Rest gleiche ich nach der Rückkehr von eurem Training aus..."

Nachdem Markus die Riegel ausgepackt und in mundgerechte Stücken zerbrochen hatte, fütterte er mich aus der Hand heraus. Alle drei Hengste warfen mir dabei neidische aber keinesfalls bösartige Blicke zu- auch sie kannten diese Art der Demütigung sicher zur Genüge...
Mit wenigstens etwas im Magen wurden wir nun, freilaufend und nur von der Stimme des Trainers gelenkt, zurück zum Stall geleitet- wo neben dem Pferdeknecht und einem Landauer, vor den wir wohl eingeschirrt werden sollten, zu meiner Überraschung auch die Sattlerin wartete.

"Hallo Markus- sind Schlachtross und Brutus kurz verfügbar?"

"Die sollten jetzt hier im 'Vierer' eigentlich eine Trainingsausfahrt machen...- wie lange brauchst du sie denn?"

"Fünfzehn..., zwanzig Minuten maximal! Ich habe für Schlachtross sein gereinigtes Zuggeschirr dabei, seine bestellten Hufstiefel sind fertig und ich wollte von Brutus die Maße für das neue Kopfgeschirr abmessen... Wenn ich schon hier bin, kann ich das auch gleich noch bei Blacky und Lion machen- da müssen sie nicht rüber kommen! Ich fange mit Brutus an, da können die beiden schon eingeschirrt werden. Danach deine beiden anderen Hengste und zum Schluss euren Gast..."

"Gut...- Jens, gehst du ihr zur Hand?"

Der Pferdeknecht murmelte etwas unverständliches, schaute demonstrativ auf seine Uhr und begann Lion als rechtes Stangenpferd vor dem Landauer einzuschirren.

"Sorry Petra, ich würde gern noch ein wenig mit dir klönen...- aber ich habe gleich zwei gelbe Einsteller zu trainieren... Wir reden, wenn ich Feierabend habe..."

Mit diesem Versprechen winkte er ihr noch zu und verschwand im Stallbereich der Einsteller. Petra begann sich um Brutus zu kümmern, sie hatte das Modell, was ich schon aus ihrer Werkstatt kannte, mitgebracht und zu Ihrer Zufriedenheit schien es perfekt um den Kopf des Hengstes zu passen.

"Jens...- ich bin mit Brutus fertig und werde dieses Halfter für ihn gleich da lassen. Es passt ihm perfekt. Wenn du magst, kannst du ihn jetzt noch mit der alten Trense vorspannen. Er kann sie dann nach eurer Rückkehr aufgezogen bekommen... Ich nehme mir jetzt Blacky vor..."

"Ist gut...- wenn die anderen drei genau so schnell wieder bereit stehen soll es mir recht sein..."

In den vergangenen Tagen war mir bewusst geworden, solch unverhoffte Pausen waren selten und ich versuchte mich daher so gut wie es nur ging zu entspannen. Die Sattlerin hatte bisher keinerlei Blick auf mich geworfen, ich wurde von ihr bisher völlig ignoriert. Eingedenk ihrer Worte in der Sattlerei sah ich darin keine Unhöflichkeit...- hier war ich eines von im Augenblick vier Pferden und jede Vertraulichkeit hätte den Pferdeknecht nur misstrauisch werden lassen...
Dieser war noch mit dem Einschirren von Brutus beschäftigt- und einen Moment, in dem Jens uns beiden den Rücken zudrehte, zwinkerte sie mir zu. Ich interpretierte diese simple Geste von ihr als Zeichen, sie würde Markus bei dem von ihm erwähnten Telefonat ganz sicher nach mir fragen!
Oh, wie gut dieser Gedanke tat...- ich machte mir ganz sicher nichts vor, dazu kannte ich Petra zu gut. Wenn ich sehr viel Glück hätte... dann würde Markus ihr vielleicht von dem 'Übergriff' durch Jens berichten und dann würde Anja mich hier rausholen kommen...

'Idiot- das wird garantiert nicht geschehen...'

Auch wenn der Pferdetrainer mich fair behandelte- er würde ganz sicher keine Interna nach draußen durchsickern lassen! Zumal keine, welche die ohnehin schon kursierenden Gerüchteküche befeuern würde. Jens würde zudem einen Teufel tun und, so brutal und blöd er war, mich ganz sicher keine Sekunde allein mit Petra lassen!
Mein einziger momentaner Schutz war die für morgen geplante Ausfahrt der Baronin mit ihren Freundinnen, die sie schon während meiner 'Begutachtung' am ersten Tag hier erwähnt hatte. Sie würde sicher ihren Freundinnen nicht ein oder mehrere halbtot geprügelte 'Tiere' präsentieren wollen...

'Schon wieder falscher Denkansatz... Schlachtross...'

Wenn ihre Freundinnen genau so veranlagt waren wie die Baronin, dann wäre es denen ganz sicher egal, ob wir mit makellosen Körpern oder mit solchen, bei denen die Haut in Fetzen herab hing, vor der Kutsche unterwegs wären...
Brutus stand mittlerweile eingeschirrt rechts neben Blacky als Vorderpferd...- damit war mein Platz vor der Kutsche jetzt auch definiert: Stangenpferd links..., direkt mit dem Rücken vor dem Pferdeknecht! Mir tat mein Rücken schon jetzt leid...

'Schlachtross...- komm her zu mir..."

Nachdem ich bei Petra war, griff sie mir an das Halfter und führte mich zur Rückseite ihres Autos. Wie ich es mir gedacht hatte, der Pferdeknecht kam natürlich mit und ließ uns so keine Sekunde allein.

"Jens, löst du dem Hengst bitte die Fixierung der Vorderhand? Die Frau Baronin hat für ihn ja nach meinem Wissensstand festgelegt, er soll bis auf ihren Widerruf in seinem eigenen Zuggeschirr trainiert werden. So kann ich ihm euer Teil ohne Probleme abnehmen..."

Während der Pferdeknecht mir wohl vorher am liebsten meine Hinterhand zusammen gebunden hätte damit ich nicht auskeilen könne, kassierte er für seinen zaghaften Umgang von der Sattlerin einen bissigen Spruch...

"Der beißt nicht, Pferdeknecht- bei mir in der Sattlerei war er lammfromm!"

'Wusste meine Bekannte etwa schon Bescheid? Nein, eher nicht...- sie wäre sonst mit Jens ganz anders umgesprungen.'

Ihr herablassender Spruch war für mich aber ein Indiz über den Status, den Jens hier auf dem Hof besaß und brachte ihr einen bösen Blick ein. Er war, um in Pferdebegriffen es auszudrücken, der Omega in der Rangordnung und allein das gedeckt werden seines Handelns durch die Baroness im Tausch für sklavische Unterwerfung ließ ihn gefährlich werden...
Nachdem mir Petra in mein gewohntes Zuggeschirr geholfen hatte, wollte der Pferdeknecht sofort wieder meine Vorderhand fesseln, doch sie stoppte ihn mir der Ansage, es wäre für sie leichter, wenn ich mich mit meinen Händen an ihrem Wagen abstützte, damit sie mir meine neuen Hufstiefel überziehen könnte.

"Ich habe die Polsterung im Fußbereich ein paar Millimeter stärker ausgeführt... Er läuft bei euch hier ja ohne weitere Schutz seiner Füße und ihr wollt sicher nicht, dass er sich die Haut in den nächsten Tagen aufreibt und er deswegen ausfällt...
Schlachtross, greif ruhig mal in den Stiefel und überzeug dich selbst..."

Wow- die farblich meinem normal von mir getragenem Latexfell angepassten Stiefel waren etwas schwerer als meine derzeitigen, die sie mir ja auch gefertigt hatte, aber die Qualität und Verarbeitung waren unbeschreiblich. Ich fühlte die Übergänge der einzelnen Lederteile kaum, die Polsterung war exzellent- meine Füße würden es zu danken wissen, auch die Nähte spürte man nur, wenn man mit dem Finger direkt darüber fuhr. Die Sohle schien Gel unterlegt und ich spürte förmlich die Liebe und den Ehrgeiz von Petra, mir das Leben hier mit dieser, ihrer Arbeit ein wenig zu erleichtern.

"Huf!"

Gehorsam hob ich erst den einen, dann den anderen Fuß, während ich in diese Meisterwerke schlüpfen durfte. Von ihr dazu aufgefordert, drehte ich selbstständig je eine Runde in allen drei Gangarten den Weg an der Stallwand hoch und runter.
Was das Aussehen meiner neuen Hufe versprach, hielt der Tragekomfort- nichts drückte, sie lagen perfekt um die Füße und gaben mir den Halt auf dem Untergrund den ich benötigte, um hier meine Kraft auf denselben zu übertragen...
Ich wieherte vor Freude, nachdem ich wieder vor ihr zum Stehen gekommen war!

"Ich hoffe, dich nicht wieder in einigen Tagen erneut in der Sattlerei begrüßen zu müssen, weil es wieder einen 'Unfall' gegeben hat! Viel Spaß jetzt bei deinem Training...
Jens, ich bin fertig mit Schlachtross- du kannst ihn einschirren. Seine alten Stiefel nehme ich mit, das haben die Rittmeisterin und ich so vereinbart... Rechnung wie immer- aber da kümmert sie sich drum!"

Währen der Pferdeknecht mich auf meiner Position vor dem Landauer einschirrte, musste ich gegen den Drang ankämpfen ihn nicht lauthals auszulachen. Petra's 'Botschaft' wegen des 'Unfalls' an Jens war nicht zu überhören...

'Soll er doch nachher zu Mira laufen und sich darüber ausweinen..., da wird ihr es auch noch unter die Nase gerieben!'

Ich jubelte innerlich, als Jens uns mit einem Knallen lassen der Fahrpeitsche das Signal zum anziehen gab...

Den Stall hinter uns lassend, schlugen wir die Route ein, die ich gestern zu Beginn meines Tests mit der Baronin gelaufen bin. Ich rechnete fest, dank meines Verhaltens am Mittag, mit einer sofortigen harten Behandlung aus Schlägen und verbalen Demütigungen durch den Pferdeknecht, doch außer sauber gegebenen Kommandos der Zügel über die Trense in meinem Maul passierte nichts mit mir. Ich stemmte mich natürlich auch in die Zugstränge um keinerlei Anlass für gerechtfertigte Kritik zu geben- vielleicht filmte Jens ja jeden von uns und würde dies als Beleg für unsere 'Unwilligkeit' und 'Faulheit' gegen uns verwenden...
Im nächsten Moment war mir klar, dies war genau so unsinnig wie meine Gedanken vorher auf dem Hof. Wenn hier auf Rosengarten uns Gestütpferde jemand quälen wollte, dann bräuchte er im Nachhinein keinerlei Rechtfertigung dafür! Hier warst du als Pferd nicht Partner sondern Sportgerät mit dem man anstellen konnte was man wollte- so viel 'Wissen' über dieses Hofgut hatte man mir schon in mein Gehirn geprügelt...

"Lion- du faules Vieh! Willst du wohl anfangen zu ziehen! Wenn du zur Seite schauen würdest, könntest du sehen, wie vernünftiges Arbeiten vor der Kutsche auszusehen hat!"

Diesen mehr gefauchten als gesprochenen Worten vom Kutschbock folgte ohne eine Verzögerung das scharfe Knallen der Peitsche auf Lions Rücken- das unwillkürliche Wiehern, was mein Nachbar dabei abgab, brachte ihm etliche weitere Hiebe ein.

"Unnnd...-Trab! Bedanken könnt ihr euch bei eurem stinkend faulem Artgenossen für diese Einlage nachher in der Box..."

Die Schönheit der Umgebung, durch die uns Jens scheuchte, ging mir völlig ab- er befahl, wie von mir erwartete und befürchtet, nach wenigen Metern natürlich den Übergang in den Galopp und wir durften gefühlt einen, eineinhalb Kilometer uns auspowern. Ich schaute nur noch konzentriert auf die Beine von Blacky, der vor mir lief und für mich damit den Takt der meiner Schritte vorgab.
Ein kurzer Blick nach oben- der Weg führte schnurgerade durch den Wald. Jens gab uns hier keinerlei Chance, nach diesem Galopp ein wenig zu Atem zu kommen. Durch ihn wurde diese Gerade zu einem Spielplatz schneller Wechsel zwischen den Gangarten... Dressurschritt folgte überraschend aus dem Trab heraus, unmittelbar danach erneut Galopp, Schritt, Trab- bis der Weg an dem Platz heraus kam, wo mich 'Frau Baronin' dann über die Brücke schicken wollte!
Hier wendete der Pferdeknecht unser Gespann und ohne eine Pause folgte das gleiche Spiel den Weg zurück.
Noch immer war Jens sehr sparsam im Umgang mit der Fahrpeitsche- ich konnte mir keinerlei Reim darauf machen... In den vergangenen Tagen hatte er doch gezeigt, er war genau so sadistisch veranlagt wie seine 'geliebte Baroness', eine faire Würdigung unserer Leistung erwartete ich nicht von ihm. Und doch hatte er außer Lion keinen von uns bisher geschlagen...

"Schritt-Dressur!"

'Hoch das Bein... Links... Rechts... Links... Rechts...'- mein Denken war auf die saubere Ausführung meiner Schritte reduziert.

"Das sieht Scheiße aus! Wenn ihr so morgen mit der Frau Baronin so herumstolpert, dann lässt sie euch die gesamte nächste Woche so laufen...- bis ihr in euren Pferdeschädeln begriffen habt, wie das Gangbild auszusehen hat! Und...Schritt!"

Bevor wir 'Sauhaufen' zurück zum Stall gelenkt wurden, 'durften' wir nach dem Willen des Pferdeknechts während einer Runde im vollen Galopp um die Rennbahn 'über unsere Fehler' nachdenken- mit fliegendem Atem von uns allen kam neben dem Stall endlich das Haltesignal, wo Markus mit einem für uns bestimmten Eimer Wasser auf uns wartete...

'Endlich saufen...- obwohl ich als letzter an der Reihe war, sagte dies nichts über die von Markus vorgenommene Einstufung von uns Hengsten aus. Er hatte einfach mit Lion als Stangenpferd neben mir angefangen und war entgegen dem Uhrzeigersinn vorgegangen...
Unser Kutscher hielt sich in der Zeit sein Smartphone an sein Ohr und sprach mit einer Person...- garantiert 'berichtete' er seiner geliebten Baroness... Wie recht ich mit dieser, doch eher für mich selbst ironisch bestimmten, Vermutung lag, zeigte sich die nächste Minute.

"Herr Pferdetrainer- Baroness Mira möchte euch sprechen!"

Wir schauten alle interessiert zu Markus hinüber, dessen Gesicht immer düsterer wurde. Das könnte nur weitere Schinderei für uns bedeuten...

"Knecht! Du ziehst sofort unsere Stuten und Miu ihre Hufstiefel an und bringst sie rüber in die Reithalle- dazu an deren Halftern die Scheuklappen! Danach will ich von dir diese hier für die Hengste...- Moment, für Schlachtross sein altes Halfter!
Ich schirre hier die Hengste aus- du räumst dann den Landauer in die Remise und bringst ihn für die Ausfahrt der Frau Baronin auf Vordermann..."

Der Pferdetrainer brüllte Jens regelrecht zusammen- allein das Herausstreichen des Rangunterschiedes zwischen ihm und dem Pferdeknecht zeigte, wie sauer Markus wirklich war. Er hatte richtig Schwierigkeiten, nicht in das Telefon zu brüllen, als er die Rittmeisterin über die von Mira verfügte Anweisung in Kenntnis zu setzen, die Reithalle wäre den Rest des Abends für alles Einstellertraining gesperrt. Danach wandte er sich wieder uns Hengsten zu...
Noch bevor er uns auszuschirren begann, bekamen wir in der gleichen Reihenfolge wie beim Tränken von ihm hastig einen Fruchtriegel in unser Maul geschoben.

"Ihr alle werdet ihn sicher gebrauchen können...- ich weiß nicht, wie lange euch die Baroness noch trainieren möchte!"

Diese lapidare Aussage des Pferdetrainers ließ uns alle unbewusst zittern- das war Angst und sie war bei uns Pferden kollektiv...
Markus war mittlerweile bei mir angekommen- und im Unterschied zu den anderen hatte er für mich drei der richtig guten Fruchtriegel in seiner Hand!

"Ein kleiner Ausgleich für deine ausgefallene Fütterung heute Mittag..."

Er hatte es nicht vergessen...- und bekräftigte mit dieser einfachen Geste, er war gewillt, seinen Teil des gegebenen Versprechens mir gegenüber einzuhalten. Ich fühlte mich emotional umarmt! Markus strich mir über den Kopf und begann mich als ersten Hengst auszuschirren. Dabei wischte er wie zufällig über meine Augen, denn diese waren feucht und meine Sicht verschwamm...
Jens war zurück, während der Pferdetrainer mit Brutus das dritte Pferd geschafft hatte. Sofort bekam er die Anweisung von Markus, uns mit den Scheuklappen auszustatten!
Während Jens uns derart 'vorbereitet' einige Minuten später zu Mira in die Halle trieb, beschied er Lion, was uns jetzt erwartete, wäre seiner Leistung während der Ausfahrt geschuldet.

"Wie ihr mit ihm nachher in der Box verfahrt ist mir egal...- wenn ihr dann noch zu irgend etwas in der Lage sein solltet! Und Schlachtross... die Baroness war heute Mittag gnädig mit dir... doch sie vergisst nicht..."

Ich auch nicht...- hatte aber inzwischen richtig Schiss vor dem, was uns alle nun erwartete...


DRACHENLORD

Straftraining...- Reithalle


„Step! Step! Step!“

Mira's Stimme klang schneidend kalt und knallte wie ihre Gerte. Wir Pferde standen in einer Reihe, eines neben dem anderen und trainierten den „Dressurschritt“, wie Mira sich auszudrücken pflegte, da unsere Körperspannung „unter aller Sau“ sei und wir eine „Schande für das Gestüt“ wären.

'Der Rücken hatte kerzengerade zu sein, der Blick ist in 2 Meter Entfernung auf den Boden zu richten. Die Oberarme an die Flanken, die Unterarme waagerecht! Die Knie hoch bis die Oberschenkel parallel zu den Unterarmen sind. Dann nach unten treten und mit dem Vorderhuf zuerst aufsetzten!'- so lautete die Definition des Dressurschritts, die uns Mira gegeben hatte. Dass wir das in perfektem Gleichtakt auszuführen hatten verstand sich von selbst.
Das Klacken des Metronoms war uns nach den zweieinhalb Stunden hier schon in Fleisch und Blut übergegangen...

Als wäre all das noch nicht genug, hatte uns Mira Scheuklappen angelegt, so dass wir einander und sie nicht wirklich sehen konnten.
Sie schlich um uns herum und korrigierte auch noch die kleinste Abweichung mit ihrer Stahlgerte. Die Schläge wurden so geführt, dass sich jedes Mal ein roter Striemen bildete. Jeder und jede von uns hatte mit dieser Bekanntschaft machen müssen, da sie immer etwas zum Korrigieren fand.

Mir lief der Schweiß in die Augen und meine Beine brannten. Mira hatte mir, zusätzlich zu meinen neuen Hufstiefeln, Gewichte um die Fesseln gebunden...- 'um meine Muskulatur zu kräftigen!' wie sie gesagt hatte.
Obwohl ich dank diese Schinderei fast das Ende meiner Kräfte erreicht hatte, riss ich bei jedem Klacken des Metronoms das Bein hoch und stampfte wieder auf, dass die Einstreu in der Reithalle staubte.

KLATSCH!

Kommentarlos hatte Mira mir auf den unteren Rücken geschlagen. Ich zuckte kurz zusammen und spannte meine Rückenmuskulatur stärker an um mich wieder aufzurichten, da klatschte es neben mir.
Am Stöhnen des Pferdes erkannte ich, dass es dieses Mal Lion getroffen hatte. Doch obwohl ich ihn nicht ausstehen konnte, wollte keine Freude über seine Bestrafung aufkommen. Hier waren wir alle gleich und voll und ganz dem Sadismus Miras ausgeliefert.

Mira kam jetzt in mein Blickfeld und hielt das Metronom an. Sie bellte: „Und...Steh!“ Wir traten ein letztes Mal nach unten und standen steif wie die Zinnsoldaten. Mira schlich wieder um uns herum und keiner wagte sich zu entspannen oder tief Luft zu holen. Wehe wir standen nicht perfekt, ihre Gerte würde den kleinsten Fehler finden!
Von irgendwo hinter uns kam ihre Stimme:

"Wenn das alles ist, was ihr könnt, lasse ich euch trainieren bis euch das Wasser im Arsch kocht! Das ist kein Gespann edler Pferde, dass ist eine Rinderherde! Ihr Ackergäule!“

Sie kam wieder in mein Blickfeld und raunzte: „In Liegestütz und 50 saubere für das Gestüt!“

Sofort ließ ich mich gemeinsam mit den anderen in den Liegestütz fallen und wir begannen auf Befehl zu pumpen.

"Und...Pull! Und...Pull!“

Ihre Stimme dröhnte von obenan unseren Ohren. Dass sie mit diesem Befehl meinte, dass ich auf 'Und' nach unten zu gehen hatte und bei 'Pull' mich wieder hoch drücken musste war mir beim ersten Mal nicht klar gewesen, aber etliche Gertenhiebe später und nach einer Extrarunde die mit der Ansage eingeleitet wurde:

„...50 weitere, damit Schlachtross es auch endlich lernt!“,

hatte ich verstanden was sie von mir wollte. Und wehe unsere Körper waren nicht gerade wie ein Brett. Ihre Gerte würde uns unsere Weichheit schon austreiben und dabei einige kräftig rote Striemen auf unseren Ärschen hinterlassen...

Ich pumpte mit brennenden Armen im Takt ihrer Befehle und fragte mich wie viele denn noch kämen als plötzlich neben mir ein Geräusch zu hören war. Mit einem Schluchzen brach eines der Pferde zusammen und konnte sich, trotz sofortiger 'Motivation' Miras, nicht wieder hoch drücken.
Nach zwei oder drei kräftigen Hieben, die dem Pferd nur noch ein Wimmern entlockten ließ sie von ihrem Opfer ab und ich versuchte herauszufinden wer zusammengebrochen war. Ich wagte es nicht aufzublicken, doch da es von rechts gekommen war und meine direkte Nachbarin Steel es nicht war, blieben nur Blacky oder Miu übrig.

'Bitte Miu, halte durch...' dachte ich noch als Mira uns wieder auf die Beine befahl.

Beim Aufstehen blickte ich kurz nach rechts und sah Miu im Sägemehl liegen. Der Anblick seines verweinten Gesichts gab mir einen Stich ins Herz und mein Hass auf Mira wallte auf. Er war - für mich!- letzte Nacht wer weiß wie lang munter geblieben um mir Ruhe zu gönnen und zahlte jetzt den Preis dafür...

Mira stand vor uns und befahl Miu jetzt zu ihr zu kriechen. Als er zitternd vor ihr kniete stellte sie ihm ihren Stiefel auf den Rücken, verlagerte ihr Gewicht auf dieses Bein, so dass sich Mius Rücken durchbog und brüllte:

"Ihr seit ein so verweichlichter Haufen! Na wartet, bis zum Rennen habe ich euch in Form gebracht, dass ihr ein Gespann abgebt, auf das Rosengarten stolz sein kann!“

Sie stellte ihren Fuß wieder auf den Boden, gab Miu jetzt einen Tritt in die Flanke, der ihn aufstöhnen ließ und fuhr fort:

"Nicht mal 50 saubere Liegestütz schafft ihr! Ihr Weicheier! Entweder findet sich einer von euch bereit, die fehlenden 12 von diesem Fohlen hier zu übernehmen oder ich zähle sie mit meiner Gerte auf seinem Arsch mit, während ihr die Übung zu Ende bringt!“

Ich sah wie Miu zusammenzuckte und Tränen über seine Wange liefen. Wie in Trance machte ich einen Schritt nach vorn und blickte Mira direkt an, sagte aber nichts.

„Ah unser Held!“ höhnte sie. „Hast du Angst, dass ich den Arsch deines Lieblings so verstrieme, dass du heute nicht mehr ran kannst?“

Sie lachte laut auf und befahl mir:

"Los runter!“

Ich ließ mich in den Liegestütz fallen und sie sagte zu Miu:

"Willst du deinen Liebhaber nicht ein wenig motivieren? Nachdem Schlachtross deinen Arsch offensichtlich begehrenswert findet, kniest du dich jetzt so vor ihn, dass er das Objekt seiner Begierde direkt vor der Nase hat!“

Miu folgte ihrem Befehl und als er direkt vor mir kniete sah ich wie sein Körper zuckte. Offensichtlich konnte er ein Schluchzen nur mit Mühe zurück halten.
In mir stieg ein Wut auf, wie ich sie lange nicht mehr gespürt hatte. Dieses elende Weib zog ihre Lust daraus uns zu erniedrigen, zu quälen und zu demütigen. Wie gern hätte ich sie für das was sie uns antat zur Rechenschaft gezogen!

Und wieder begann dieses verhasste: „Und...Pull!“ Unten hatte ich die Nase im Dreck. Oben waren meine Augen keine 10 cm von Mius Rosette entfernt. Eins ums andere Mal stemmte ich mich, vor Wut und Hass bebend, hoch und war froh dass Mira nicht mein Gesicht sehen konnte, denn für das was sie da gesehen hätte hätte ich sicher Schläge bekommen.
Nach 12 sauberen Liegestütz, die ich ohne Korrekturschläge abbekommen zu haben absolviert hatte, befahl sie die anderen Pferde auf den Boden und wir mussten unsere Übung zu Ende bringen.

Als wir die Pumperei endlich hinter uns gebracht hatten ließ sie uns antreten und sagte:

„Das war miserabel! Morgen lasse ich euch wieder trainieren und wehe das schaut nicht besser aus! Jetzt noch fünf Runden austraben in der Halle und dann dürft ihr euch in der Box wieder besteigen, ihr notgeiles Pack!“

Wir liefen los und drehten unser Abschwitzunden. Mira nahm sich eine lange Longierpeitsche und machte sich daran uns zum motivieren. Ich achtete darauf, dass Miu, der hinter mir lief, Schritt halten konnte und hoffte er möge durchhalten, da er keuchte wie eine undichte Dampfmaschine.
Da knallte Miras Peitsche auf meine Schulterblätter, gefolgt von einem gebellten:

„Schlachtross schneller! Du brauchst dir deine Kraft nicht für deinen Liebling aufheben!“

Ich wollte nicht anziehen, da Miu nicht würde Schritt halten können und so nahm ich die nächsten zwei Hiebe in Kauf. Zum Glück stolperte Brutus und Mira verlegte ihre Aufmerksamkeit auf ihren eigenen Hengst, so dass ich die Runden ohne weitere Schläge zu Ende laufen konnte.
Als das Training endlich beendet war trieb uns Mira unter weiteren Hieben kommentarlos in die Box. Wir wurden weder getränkt, noch gefüttert oder gereinigt.
Lachend warf sie die schwere Schiebetür ins Schloss während wir uns ins Stroh fallen ließen und versuchten zu Atem zu kommen.
Miu drücke sich, wie um sich zu entschuldigen, an mich und ich nahm ihn fest in die Arme, glücklich darüber, dass Mira, in ihrem Eifer uns zu schinden, vergessen hatte uns wieder einzuschirren.
Da brach es aus Miu heraus und er schluchzte hemmungslos. Ich strich ihm über die Mähne und versuchte ihn zu beruhigen, doch sein Weinkrampf fand kein Ende. Nach einigen Minuten löste er sich von mir und rollte sich weinend im Stroh zusammen.
Da stand Lion auf und ging mit einem halbsteifen Schlauch in Richtung Miu. Ich schnaubte und als Lion mich ansah bedachte ich ihn mit einem Blick der ihm ganz klar sagte, dass es das Letzte auf dieser Welt wäre, was er täte, wenn er Miu auch nur anrührte!
Da wechselte er, wie zufällig, die Richtung und schlug sein Wasser in der Pissecke ab.

Kurz darauf kam Jens und beendete unser Freiheit indem er uns wieder einschirrte. Ich bekam auch eines der gestütseigenen Zuggeschirre verpasst, zur Feier des Tages wurden unsere Vorderhände auch wieder auf dem Rücken fixiert und zusätzlich mit einer Fessel um die Oberarme versehen. Dann schüttete er achtlos unsere Futterration in die Raufe und ließ uns allein.

DRACHENLORD ENDE

Wider Erwarten war die Nacht doch nicht so anstrengend wie nach dem Besuch von Jens zu erwarten gewesen war- Markus hatte noch eine Runde durch den Stall gedreht und bemerkt, wie wir uns 'erholen' sollten. Ohne zu zögern hatte er diesen Zustand geändert und uns die 'normale' Fixierung der Vorderhand an den Hüften angelegt. Dabei war seinem undeutlichen Gemurmel zu entnehmen, wir wären sicher nicht fit genug für eine anstehende Ausfahrt mit der Baronin wenn wir so die Nacht verbringen müssten- und mit dem Versprechen einer üppigeren Mahlzeit für den nächsten Morgen hatten wir endlich Ruhe gehabt.
Meine Gedanken kreisten noch eine Weile um das aufgeschnappte Gemurmel von Markus- war die Ankündigung von Mira vielleicht nur eine leere Drohung gewesen? Ich konnte es nur hoffen- und schlief an Miu gekuschelt endlich ein...

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Blackrubberhorse
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:22.01.21 14:23 IP: gespeichert Moderator melden


Bitte nicht wundern- aufgrund der Größe des Kapitels wurde dieses von mir geteilt und der andere Teil folgt im Laufe der Woche, so daß es regulär mit dem nächsten Tag dann ganz normal in einer Woche weitergeht.
Jetzt aber (die erste Hälfte) des nächsten Kapitels...



Tag 08, Sonntag- Woche eins (Part 1)



Der Pferdetrainer hielt sein Wort-wir wurden von ihm gesäubert und nachdem er unser Futter in die Raufe geschüttet hatte, streute er als 'Topping' noch mehrere handvoll Rosinen und Nüsse darüber. Damit wohl jeder von uns seinen Anteil davon bekam, überwachte er so wie gestern unser Frühstück- dieses Mal fraß zuerst Brutus als unser Leithengst, dann wurden Miu und ich an die Raufe gelassen und zum Schluss durften Lion und Blacky. Deren Blicke waren mir in diesem Moment egal- auch wenn sie eindeutig sagten, eine weitere Konfrontation würde unumgänglich stattfinden...
Nach dem Futter wurden von ihm die Führzügel in unsere Halfter eingehangen und Markus zog uns hinter sich her aus dem Stall in Richtung einer der Koppeln. Dort angekommen band er uns am Pfosten des Tores zur Koppel fest, öffnete dies einen Spalt und begann uns Hengste, mit Brutus als Leittier, einzeln auf diese zu führen und frei zu lassen. Blacky, Lion und Miu- als ich an der Reihe gewesen wäre, schloss der Pferdetrainer das Gatter, band mich los und zog mich mit einigen Worten der Aufforderung hinter sich her. Ich war jetzt knapp eine Woche hier auf Rosengarten und hatte gehofft, zumindest am heutigen Sonntag ein wenig Ruhe zu finden- aber ich als Pferd schien hier kein Anrecht auf etwas Erholung zu haben...

"Schlachtross- zieh nicht so ein Gesicht... Die Baroness war mit der von dir gebotenen Performance bei ihrem 'Training' gestern Abend nicht zufrieden- und allein ihre Vorliebe an Sonntagen früh auszuschlafen hat dich um ein Einzeltraining mit ihr gebracht. Ich habe dir etwas versprochen... und ich denke auch, dir ist es lieber, wenn ich mit dir trainiere...- die Rittmeisterin meint, dir würde es sicher nicht schaden..."

Markus war stehengeblieben und schaute mich direkt an:

"Sie war nach dem ersten Training mit dir sogar der Meinung, du wärst aufgrund der von dir bei ihr gezeigten Leistung überbewertet- im Gegensatz zu meiner Meinung über dich. Sie legt härtere Maßstäbe an wie du sicher schon gemerkt hast... Deine physische Leistung ist von ihr übrigens als sehr gut eingeschätzt worden- aber du bist ihr 'zu wenig Pferd'...
Was ihr als Ponyspace bezeichnet- das völlige Aufgeben des menschlichen Seins und das permanent Agieren als Pferd auch im Unterbewusstsein- dies ist der von der Baronin hier verlangte Standart. Ich kann diesem von ihr hier mit den Gestütpferden praktiziertem Konzept nicht wirklich widersprechen, denn es zeigt- richtig angewendet- durchaus vorzeigbare Ergebnisse...
Du musst daher hier so schnell wie nur irgend möglich lernen, dich bewusst in diesen Zustand zu versetzen- denn nur so wirst du die Zeit hier ohne bleibende Schäden überstehen können! Mira hat es auf dich abgesehen, aber das hast du ja schon mitbekommen. Glaube mir, wenn du als Pferd agierst- so wie ich es dir gerade erklärt habe- wirst du es leichter haben. Du schaffst es dann, die Anforderungen an dich besser zu ertragen...
Daher werden die Rittmeisterin und ich die nächste Woche bevorzugt mit dir Einheiten trainieren, die dir dabei helfen werden- Boden- und Zügelarbeit! Wenn wir dann der Meinung sind, du hast es verinnerlicht und reagierst instinktiv auf die Zügelkommandos, dann geht es kombiniert mit dem Leistungsaufbau bis zum Rennen weiter. Ich hoffe nur, die beiden Baroness funken uns da nicht allzu sehr dazwischen. Vor allen Schikanen kann ich dich nicht schützen..."

Seine Worte gaben mir zu denken, während ich wieder hinter ihm her trabte. War ich wirklich 'nur' ein- zugegebenermaßen gut durchtrainiertes- 'Freizeitpferd'? Ich legte tatsächlich sehr großen Wert auf meine Unabhängigkeit, meine Jockeys hatten mir diese aber als Hengst auch immer gelassen. Unabhängigkeit im Denken gegen Willigkeit und Leistungsbereitschaft...
Hier auf Rosengarten war alles anders- hier funktionierte die bisherige Partnerschaft zwischen Jockey und Pferd nicht. Hier galt totale Unterwerfung- und es war dieser Anspruch, der mir und vielen anderen Pferden dieses Gestüt zuwider machte...

Markus hatte mittlerweile mit mir das Dressurareal im Innenbereich der 1000-Meter Bahn erreicht. Diverse Pylonen und Stangen waren bereits als Hindernisse darauf vorbereitet und neben der Anlage stand ein Rennsulky bereit. Der Pferdetrainer führte mich in eine Ecke die frei von Hindernissen war und tauschte die Führzügel gegen eine Longierleine ein- ich sollte mich erst ein wenig warm laufen. Als Hilfsmittel hielt er sich aber eine Fahrpeitsche in seiner linken Hand- 'richtig' damit umgegangen würde er mir damit auch Schmerzen zufügen können...

"Versuch nicht auf meine einzelnen Kommandos zu hören- höre auf den Klang meiner Stimme. Nur wenn ich 'Runter!' sage, dann will ich sofort von dir zehn saubere Liegestütz sehen- dann hast du aber auch nicht zu meiner Zufriedenheit gearbeitet. Klar?"

Stumm nickte ich ihm zu- und mit einem 'Hü!' setzte ich mich in Bewegung. Die erste Runde Schritt, dann mehrere Runden Trab- und dann kam spätestens nach jeder weiteren halben Runde ein Richtungs- oder Gangartwechsel. Ich merkte sofort, mein Trainer legte weniger Wert auf Geschwindigkeit als auf eine saubere Ausführung seiner Kommandos. Trotzdem bekam ich einen leichten Hieb von ihm mit der Aufforderung nicht einzuschlafen.
Es dauerte auch nicht lange bis ich zum ersten Mal 'runter' durfte- ich merkte selbst, ich versuchte immer noch, erst die Anweisungen zu analysieren und dann bewusst zu reagieren... Nach der vierten Aufforderung von ihm versuchte ich es mit geschlossenen Augen und vom Gefühl her wurden die Abstände zwischen den Liegestützen länger.
Markus schien mich genau zu beobachten- irgendwann kam die Aufforderung an mich stehenzubleiben. Ich glaubte ein wenig Ärger schwang in seiner Stimme mit, doch zu meiner Überraschung legte er mir eine Augenbinde an- er meinte, damit würde ich wohl besser zurecht kommen. Mir gelang es nach einigen weiteren Runden mich fallen zu lassen und nach einer für mich unbestimmten Zeit reagierte ich tatsächlich nicht mehr auf die einzelnen Kommandos sondern wie gewünscht allein auf seine Stimme. Nach einigen Minuten schien mein Trainer auch zufrieden- ich durfte anhalten und bekam neben seinem Lob auch etwas zu trinken und zwei Handvoll Nüsse aus seinem Gürtelbeutel...

"Gut gemacht Schlachtross- du kannst doch wenn du es wirklich willst. Ich denke, wir lassen jetzt die Augenbinde weg, du kannst aber blind laufen, um wieder den Zustand von gerade eben zu erreichen. Wenn du dir dann sicher bist, versuche deine Augen einfach wieder zu öffnen...
Noch eine kleine Hilfe für dich- mir ist klar, die Liegestütze als 'Korrektur' reißen dich ziemlich sicher jedes Mal aus deinem 'Pferdesein'...- stimmt's?"

Da er mir die Augenbinde wieder abgenommen hatte und sich unsere Blicke begegneten, nickte ich langsam. Ich wusste nicht, worauf er mit dieser Frage hinaus wollte...

"Neben dem körperlichen Ausgleich zu dem überwiegend auf die Beinmuskulatur ausgerichteten Training für euch Pferde dienen sie auch als mentale Trainingshilfe. Ja, wir legen es damit an, euch aus dem Ponyspace zu holen- und ihr sollt so weit psychisch fit gemacht werden oder bereits sein, danach SOFORT wieder in denselben wechseln zu können. Du sollst nicht Pferd spielen, du bist hier auf Rosengarten ein Pferd- und die Rittmeisterin und ich werden dir helfen, dies möglichst schnell zu erlernen.
Eigentlich wollten wir schon vor drei Tagen damit systematisch beginnen- aber da hat Jens mit deiner Vergewaltigung dazwischen gefunkt und uns war es wichtiger, dich erst mental wieder aufzubauen..."

Mit diesen Worten legte er mir die langen Zügel an und wir begannen den zweiten Teil des Trainings. Erneut steigerte Markus die Abfolge seiner Kommandos schnell und obwohl ich es wirklich nicht darauf anlegte, war ich in den ersten paar Minuten wieder zwei Mal damit beschäftigt, die geforderten zehn Liegestütz ihm darzubieten. Vielleicht merkte Markus dadurch, er war es ein wenig zu schnell angegangen- mir kam es so vor, als würden die Abstände zwischen seinen Kommandos länger und so baute er mir die Brücke, über die ich es in dem von ihm angestrebten Zustand schaffte. Seine Zügelsignale wurden von Mal zu Mal feiner- trotz allem filterte ich sie mit geschlossenen Augen immer besser aus den mit meiner Bewegung verbundenen ruckeln in meinem Maul heraus. Den Übergang vom Langzügel zum Eingespannt werden und der darauffolgenden Arbeit mit dem Sulky im vorbereiteten Parcours bekam ich nur halb mit- ich war nur überrascht, wie schnell dieser Teil des Trainings vorüber war.
Der Pferdetrainer schaute mich zufrieden an.

"Schlachtross- ich denke, wir werden mindestens eine Einheit die nächste Woche so mit dir trainieren. Du hast es jetzt geschafft dich derart fallen zu lassen- ich bin mir sicher, auch meine Chefin wäre zufrieden mit dem, was du gezeigt hast. Wir haben noch zwanzig Minuten bis zum Ende der Einheit- du wirst jetzt einfach noch zwei Runden hier auf der Bahn im Schritt auslaufen, danach wirst du mit Brutus, Blacky und Lion zusammen an der Ausfahrt der Baronin als Zugpferd teilnehmen. Du läufst hinten links- sie wird dich erneut beobachten. Versuche dich wie jetzt in diesen Zustand zu versetzen und es dürfte zu ihrer Zufriedenheit ablaufen...
Nutze die Zeit jetzt während der beiden Runden und entspanne ein wenig..."

Mit dieser finalen Ansprache schickte Markus mich los und ich genoss jeden Schritt, den ich hier ohne gehetzt zu werden laufen durfte. Viel zu schnell war dieser Moment der Ruhe vorüber und der Pferdetrainer führte mich zur Koppel, wo Markus alle anderen Hengste abholte und gemeinsam mit mir zum Gestütshof zurück brachte, wo Jens neben der bereitgestellten Kutsche stand...

Der Pferdetrainer übergab uns alle außer Miu an Jens und verzog sich dann mit meinem einzigen wirklichen Freund hier in Richtung der Reithalle, während wir vom Pferdeknecht in der gleichen Anschirrung wie gestern vor dem Landauer unsere Plätze einnahmen. Ohne große Eile begann er mit Lion und mir als Stangenpferde, dann folgte Blacky und zum Schluss Brutus, der dieses Mal aber vor mir eingeschirrt wurde. Keinen Reim könnte ich mir aber auf das noch übrige Paar Ortscheide und die Ketten machen, die anscheinend überzählig waren.

"Glotz nicht so du Gaul!"

Dieser Anraunzer des Knechtes dämpfte meine Neugier- aber der befürchtete Schlag mit der Fahrpeitsche für mich blieb aus. Statt dessen ging Jens noch einmal mit einer Bürste über seine Stiefel und entfernte sogar danach mit einem Lappen den Staub von diesen. Er hübsche sich regelrecht auf- eine Weste und eine Schirmmütze gaben ihm ein regelrecht gediegenes Aussehen.
Mich erinnerte seine Aufmachung in gewisser Art an Filme, die auf Gutshöfen angesiedelt waren- dazu passte ganz sicher das Selbstverständnis der Besitzerin dieses Gestüts... Würde sie ansonsten nicht so großen Wert auf die Bezeichnung Baronin legen? Was das 'Lady' bei Bea für die Kunden an Distanz schuf- hier war es in das Extrem überzeichnet! Dieses ganze aristokratische Gehabe war so lächerlich in meinen Augen- bei Amalie hatte ich noch Respekt für die Leistung, dieses Hofgut fast aus dem Nichts aufgebaut zu haben, doch ihre Töchter? Außer ihrem Sadismus zu frönen hatten die ganz sicher nur sich auf Mama's Lorbeeren ausgeruht...

Es war nicht nur das in 'Hab Acht'-Stellung verfallen des Pferdeknechtes- Brutus vor mir schien es sogar einige Sekunden vor mir gefühlt zu haben. Auch ich straffte meine Haltung und so boten wir für die Baronin und deren Gäste bei ihrem Erscheinen den von ihr gewünschten Anblick. In ihrem Gefolge befanden sich drei weitere Damen- zwei von ihnen führten je einen in Latex und Lycra 'verpackten' Hengst mit sich. Beide 'Tiere' trugen die vom Hofgut hier vorgehaltenen Masken und waren zusätzlich mit blauen Armbändern ausgestattet. Die Baronin scherzte mit diesen beiden Gästen und ich vernahm die Vornamen dieser Pferdebesitzerinnen: Miriam und Katrin. Ich versuchte trotzdem, mich in meinen Ponyspace zu flüchten- was ging es mich an, wer die beiden waren und was sie miteinander besprachen...
Die dritte Dame war komplett in schwarzes Leder gekleidet, zog an einer Hundeleine eine Person hinter sich her die in Dienstmädchenkleidung der Kaiserzeit gesteckt worden war und zwei Picknickkörbe trug. Zu unserer Freude erteilte die Baronin dem Pferdeknecht die Anweisung, beide Pferde zusätzlich vor uns vier Hengsten noch einzuschirren- damit klärte sich für mich auch die Vorhaltung der von mir gesehenen Ketten und Ortscheide.

'Wenn die beiden Hengste nicht nur als Show mitlaufen sondern auch noch etwas ziehen, dann kann dies ein ruhiger Tag werden...'

Ich war mir sicher, meine drei Boxengefährten teilten diesen Gedanken. Währenddessen hatten die Damen wohl in der Kutsche Platz genommen und nachdem auch Jens offenbar auf dem Kutschbock saß und mit einem Zug an den Zügeln überprüft hatte, daß seine Kommando's auch bei uns ankamen, meldete er der Gesellschaft, wir wären bereit zur Ausfahrt.

'Der hat gut reden- er muss ja nicht laufen...'

Da der Landauer nur vier Plätze bot, würde das 'Dienstmädchen' wohl nebenher laufen dürfen- wenn die 'Gesellschaft' es nicht rennen sehen wollte, würden wir die Ausfahrt sicher im Schritt zurück legen dürfen. Das war zwar schlechter als ein Weidegang, aber nicht so anstrengend wie von Mira gescheucht zu werden...

"Vooor...wärts!"

Mira hatte es uns allen bei Ihrem Training gestern eingebläut, was hier bei diesem Kommando von uns erwartet wurde- im Gleichschritt zogen wir auf dem linken Huf beginnend an und ich starrte einfach nur auf die Schenkel von Brutus und hob meine Beine im gleichen Takt wie er. Derart im Gleichschritt lenkte uns Jens in Richtung der Rennbahn und von dort weiter in das dahinter befindliche Waldgelände...


Mira war unzufrieden- die Charity- Ausfahrt ihrer Mutter hatte sie der Möglichkeit beraubt, ihrem Hengst Brutus ein Training mit vollem Körpereinsatz abzuverlangen. Da auch Schlachtross in diesen 'Schwachsinn'- wie sie diesen Ausflug der Damen für sich selbst einstufte- involviert war, hatte sie sich aus lauter Frust ein wenig mit Kara vergnügt, aber selbst mit Peitscheneinsatz als Motivationshilfe war es nicht das gleiche gewesen... Markus hatte ihr leider Miu vor der Nase weggeschnappt und damit gedroht, wenn sie sein Training mit ihm 'sabotieren' würde, hätte er keine Hemmung, ihre kleinen Geheimnisse ihrer Mutter zu stecken- wie gern hätte sie ihn für diese Frechheit in ihrem privaten Spielzimmer auf Linie gebracht, aber das war ihr unmöglich. Der Pferdetrainer hatte ihr vor einiger Zeit sehr deutlich die möglichen Konsequenzen eines solchen Vorgehens gegen ihn vor Augen geführt...
Die Stute war leider nicht so leistungsfähig wie es sich die Baroness wünschte- wie gern hätte sie ihren Hengst bis zur Erschöpfung über ihren Hinderniskurs gehetzt. Ja- der Tag war ja noch nicht vorüber und ihre Idee, die sie gerade hatte, war wirklich gut... Sie würde Brutus UND Schlachtross nach ihrer Rückkehr auf der Bahn gegeneinander antreten lassen- bis einer von den beiden zusammenbrechen würde! Als Anreiz würde der Sieger morgen die Ration des Verlierers als Preis bekommen und sie würde es auch noch als Ausdauertraining der Rittmeisterin und dem Arsch von Pferdetrainer gegenüber verkaufen können- wenn es da überhaupt eine Beschwerde geben würde... Dieser Gedanke, der ihr schon unmittelbar nach dem ersten 'Test' von Schlachtross gekommen war, zauberte ihr ein Lächeln in das Gesicht und sie freute sich auf die Rückkehr ihrer Mutter...


Schlachtross freute sich den Hof zu sehen- die Ausfahrt war nicht wirklich anstrengend gewesen und da von Seiten der Baronin keine irgendgeartete Missbilligung seiner Arbeit erfolgt war, stand jetzt sicher Futter und eventuell danach ein Weidegang an. Mit seiner Arbeit im Gespann hatte er sich eingefügt, das 'neue' Zuggeschirr scheuerte nicht auf den Striemen, die Mira ihm vor einigen Tagen zugefügt hatte und die glücklicherweise am Verheilen waren. Nach dem Haltesignal der Baronin stiegen sie und ihre Gäste sich unterhaltend ab- aber keinerlei Dank von irgendjemand an die Pferde für ihre gezeigte Leistung, wie Schlachtross es von Bea's Gestüt her gewohnt war. Hier war Rosengarten und da liefen viele Dinge anders...
Einzig der Fakt, daß nicht Markus sondern Jens das Ausspannen erledigte, sorgte für ein Unbehagen. Blacky und Lion waren von diesem Schinder bereits außer Sicht gebracht worden und Schlachtross hoffte, seine gewonnene Auseinandersetzung mit Lion würde dafür sorgen, heute Nacht mit Miu Ruhe zu haben. Es war auch ein Signal an Blacky gewesen- lass mich in Ruhe, ich habe begriffen, wie die Regeln in der Box sind und ich werde sie auch gegen dich anwenden! Ob dies bei dem Rappen so auch angekommen war stand auf einem anderen Blatt...
'Dies war aber nicht der Weg in die Box...' realisierte Schlachtross, während er gemeinsam mit Brutus hinter dem Pferdeknecht hertrottete. Sein Unbehagen verwandelte sich in Angst, nachdem er erkannte, wo Jens sie hinführte und wer sie sicher dort am Ziel ihres Weges erwartete- die Hindernisbahn, wo Mira ihn vor einigen Tagen geschunden hatte und sie auch jetzt mit einem sardonischen Lächeln bei ihrem Eintreffen stand. Mit der ihr eigenen falschen Freundlichkeit übernahm sie von dem Knecht die Zügel der beiden Hengste; befahl ihm, Schlachtross und Brutus von ihren Geschirren und Hufstiefeln zu befreien und schickte ihn danach zurück, die Kutsche und alle anderen mit dem Ausflug ihrer Mutter noch anstehenden Arbeiten zu erledigen.
Wortlos betrachtete sie sinnierend die nackten Körper der beiden und verglich sie so nebeneinander stehend; ihr Hengst dunkler, größer...- ihr 'Gast' hier auf dem Gestüt; ein wenig kleiner, muskulöser und- dies musste sie bei aller Antipathie anerkennen- austrainierter. Im Geist ging sie noch einmal die Grundidee ihres Planes durch und fand keinen Fehler- es war ein Ausdauertraining auf ihrem Lieblingsparcours bei dem sie sich einfach zurücklehnen und ansehen würde, wie die beiden sich gegenseitig bis zur totalen Erschöpfung fertig machten...

"Brutus- steh!"

Mit diesem Kommando sorgte sie dafür, daß der Hengst an dem von ihr angedachten Startpunkt erstarrte und sie ihm die Zügel von dem Dauerhalfter entfernen konnte. Danach griff sie ihm einfach in sein Gesicht und drückte die Kiefer auseinander damit sie die Gummitrense ihm zwischen die Zähne schieben und danach befestigen konnte. Zum Abschluss verband sie ihm die Vorderhand mit Handschellen auf dem Rücken. Mit diesem Bild zufrieden blickte sie auf das vor ihrem Hengst liegende erste Hindernis- die Slalomstrecke wäre als Einstieg für ihn nicht zu schwierig. Einen kleinen Vorteil wollte sie ihm schon gönnen gegenüber dem ihr mehr als verhassten Vieh von Bea...
Ein Ruck des Zügels machte Schlachtross klar der Baroness zu folgen, auch wenn er ahnte, dies würde eine Art Test sein, dessen Sinn und der darin verborgene Sadismus ihm sich noch offenbaren würden. Mira führte ihn zu den Schrittsteinen, bereitete ihn in der gleichen Art und Weise wie Brutus vor und baute sich danach vor ihm auf.

"Ich sehe, du hast begriffen, es ist besser, meinen Wünschen zu folgen- und ich kann dir versichern, du fährst besser damit! Mich interessiert aber vor allem, wer von euch beiden die größere Ausdauer und den stärkeren Willen in Feld führen kann. Du bist ja nichts weiter als ein Gaul, der vielleicht nur dank eines Fahrfehlers seiner Jockey gegen meinen Hengst sich durchsetzen konnte. Beweise mir, daß es nicht so war- ich biete dir die Chance dazu! Ihr beide werdet solange gegeneinander laufen, bis der eine den anderen eingeholt hat. Du hast die Hindernisse dieser Trainingsstrecke bereits kennengelernt und sei versichert- sie wurde in Zusammenarbeit mit meiner Schwester entworfen um euch Pferde allseitig zu fordern... Gegenüber deinem ersten Test hier vor einigen Tagen gibt es ein paar kleine Änderungen im Ablauf.
Ihr beiden habt für jede Runde mehr Zeit als bei dem letzten Test- da wollte ich sehen, wie deine Schnellkraft auf kurzer Distanz ausgeprägt ist. Ich räume euch jetzt pro Runde vier Minuten ein- dies sollte dich aber nicht dazu verleiten zu bummeln. Mein Hengst Brutus ist gut und ausdauernd, er will dich einholen- sonst hat er ein Problem mit mir- und wenn ihr beide meine vorgegebene Rundenzeit überschreitet wird meine Peitsche als Motivation für euch zum Einsatz kommen..."

Ihre so mit einer Leichtigkeit dahergegangen Worte jagten mir einen Horrorschauer über den Rücken und ich merkte, wie sich wider meinem Willen am ganzen Körper eine Gänsehaut bildete. Mira blieb meine offensichtliche Angst nicht verborgen- sie schien diese regelrecht zu genießen- und unbewusst animierte ich sie damit zur Preisgabe weiterer Informationen, da sie sich in der überlegenen Position dieses Machtverhältnisses sonnen konnte.

"Ein kleiner Anreiz für dich könnte ja das Wissen um den Preis dieses Rennens sein..."

Bei diesen Worten schaute ich ihr direkt in ihr Gesicht, was mit dem Griff nach der Peitsche beantwortet wurde. Daher senkte ich sofort wieder den Blick und entgegen aller Erwartung strich sie mir über meinen Hinterkopf.

"Du bist ein schlauer Hengst- du hättest das Zeug zum Leithengst in der Box... Der Sieger bekommt morgen die Futterration des Verlierers- ist doch ein netter Anreiz. Du siehst, ich bin fair zu dir... Wenn du aber der Meinung sein solltest, am Start oder während der ersten Runden einfach stehen zu bleiben, dich von Brutus einholen zu lassen und im Tausch gegen etwas Hunger dir die Anstrengung dieses Trainings zu ersparen- dann hast du dich getäuscht! Mit so einer Handlung würdest du dich als Gast für eine Nacht in meinem Spielzimmer qualifizieren- und es wäre mir eine Ehre, dich darin zu begrüßen!"

Ihre Augen drückten in diesem Moment hemmungslosen Sadismus aus- und den unbedingten Wunsch mich in diesem ominösen Raum nach Herzenslust quälen zu können. Mir schossen mehrere Dutzend Fragen durch den Kopf, aber auf das Angebot, diesen Raum kennenzulernen würde ich unter allen Umständen verzichten wollen...

Ein Peitschenknallen neben mir riss mich aus meinen Gedanken- ich spürte durch Mira's Mordinstrument hochgewirbelten Sand an meiner rechten Fessel auftreffen und sprintete spontan los; nur um aus ihrer Reichweite zu kommen. Da kein Rückruf erfolgte, wagte ich einen Blick auf Brutus- auch er war losgerannt und zwängte seinen Körper durch den Slalomkurs, während ich beinahe neben den ersten Stein getreten wäre.

'Ging ja gerade noch einmal gut...'

Ich schalt mich innerlich, meine Konzentration auf eine Nebensächlichkeit wie meinen Gegner gelenkt zu haben. Gegner war gut- Brutus war jetzt mein Gegner, würde dies auch während des kommenden Rennens sein- er wäre aber niemals mein Feind!

'Der stand am Rand der Strecke und schaut interessiert zu, wie sich zwei 'Hengste' nach deinem Willen so gegenseitig fertig machen sollten, dass einer körperlich zusammenbricht...'

Mir war klar, der Ausgang dieses Rennens würde nicht körperlich entschieden- hier war Durchhaltewillen gefragt. Mein Wille zum Sieg gegen den von Brutus, bei ihm kam aber noch die inzwischen langjährige Angst dazu, von der Baroness wegen einer Niederlage gegen mich misshandelt zu werden... Ich würde von ihm keine Gnade und kein Mitleid in diesem Rennen erwarten dürfen!

Nach den ersten drei Runden, die jeder von uns ohne zusätzlichen Peitschenhieb hinter sich gebracht hatte, fehlte ich das erste Mal am Sprunghindernis und blieb mit meiner linken Hinterhand hängen. Der Einschlag im Mistbett und der damit verbundene Zeitverlust beim Aufstehen sorgten für einen kleinen Vorteil für Brutus, der an die 40 Meter Boden gut gemacht hatte bevor ich erneut auf die Beine kam und den ersten Peitschenhieb am Ende dieser Runde, der mir über den Rücken schlug und eine Sekunde die Luft zum Atmen nahm. Ein kleiner Trost war es, ich konnte in der folgenden Runde diesen Rückstand zur Hälfte egalisieren und ohne weiteren Peitscheneinsatz beenden. Nach Runde sieben lagen wir wieder gleichauf- hatten aber beide eine 'Motivation' von der Baroness erhalten.
Ich hatte zwar nicht wirklich Zeit darüber nachzudenken- fragte mich aber, wie oft Brutus in seiner Zeit hier auf Rosengarten bereits auf diese oder ähnlich gelagerte Art von Mira gequält worden war und wie er dies bisher durchgehalten hatte ohne darüber wahnsinnig zu werden. Ich hatte Mitleid mit ihm, dieses ging aber definitiv nicht soweit, ihn gewinnen zu lassen. Trotz meiner inzwischen brennenden Muskeln wollte ich gewinnen- mir war es egal, daß dies für meinen Gegner Hunger und Schmerz bedeuten würde. Wenn ich mich nach jetzt zwölf Runden so ausgelaugt fühlte- wie müsste es Brutus daher gehen? In den vergangenen beiden Runden hatte er je einen Peitschenhieb zu spüren bekommen- im Gegensatz zu mir- und ich hatte ein wenig zu ihm aufgeschlossen. Besiegt war er deswegen aber noch lange nicht und ich rechnete mit mindestens zwanzig weiteren Runden, die er allein mit purer Willenskraft durchhalten dürfte- selbst wenn seine Kraftreserven schon längst erschöpft wären.

Da sich mein Blick auf die vor mir liegenden Meter fokussiert hatte, entging mir, wie Brutus am Schreithindernis in einem der Reifen mit seinem Fuß hängenblieb und allein der dumpfe Ton seines Aufschlagens drang als fremdes Geräusch durch meinen inzwischen keuchenden Atem. Ich wagte mich nicht umzuschauen da ich nicht riskieren wollte, in der Slalomstrecke gegen einen der Stämme zu laufen und mir so selbst zusätzliche Schmerzen zuzufügen. Erst nachdem dieses Hindernis hinter mir lag, wagte ich einen suchenden Blick und erkannte zu meiner Freude- ich hatte durch seinen Sturz ein Drittel der Distanz zu Brutus aufgeschlossen! Dieser Fakt wirkte auf mich wie Doping, mein Gegner war noch nicht wieder richtig auf seinen Hufen und so konnte ich noch ein paar weitere Meter aufschließen, ehe Brutus wieder seinen Laufrythmus gefunden hatte. Der Baroness schien diese Entwicklung gar nicht zu gefallen- statt eines Peitschenhiebes hörte ich das zweimalige Auftreffen ihres Mordinstrumentes auf dem Rücken ihres Hengstes und ein Blick auf diesen zeigte zwei sich tiefrot verfärbende Striemen auf seiner dunklen Haut. Meine bisherigen Rennerfahrungen hatten mich gelehrt, nicht den Fehler zu begehen und alles zu versuchen, ihn jetzt einzuholen- dabei würde ich mich selbst nur auspowern und meine noch vorhandenen Kraftreserven verschwenden. Ich zwang mich mein derzeitiges Tempo zu halten- mit diesem lag ich zum Leidwesen von Mira noch unter den von ihr abverlangten vier Minuten pro Runde und bot ihr daher keine Gelegenheit, ihre Peitsche gegen mich anzuwenden. Diese Überlegung war bei näherer Betrachtung eine sehr dünne Hoffnung- da sie jederzeit entscheiden könnte mich zu schlagen- bot mir aber im Moment Trost. Auch glaubte ich, im Laufstil von Brutus eine leicht 'Unwucht' ausgemacht zu haben- hatte er sich bei seinem Sturz vorhin verletzt und begann zu hinken? Wenn dies der Fall sein sollte, wären meine Chancen schlagartig gestiegen; auch wenn ich wegen der Schmerzen, die mein Gegner erlitt, Mitleid mit ihm hatte. Wie groß müsste seine Angst vor der Baroness sein, dies eher in Kauf zu nehmen als sich geschlagen zu geben. Auf dem kurzen Teilstück, wo wir uns gegenseitig kurz taxieren und abschätzen könnten, wie es um den jeweils anderen steht, bestätigte sich meine Vermutung indirekt- der Gesichtsausdruck meines Gegners war angestrengt, aber in seinen Augen war der von ihm unterdrückte Schmerz bei jedem seiner Schritte deutlich zu sehen...


Markus drehte eine Runde um die Weide weil er sichergehen wollte, die beiden Hengste nicht übersehen zu haben, aber einzig Blacky, Lion und Miu befanden sich in dem umzäunten Areal. Weder Brutus noch Schlachtross waren zu sehen- auch in der Hengstbox, wo er vorhin per Zufall vorbeigelaufen war, waren die beiden nicht eingestellt. Seine Frage an Jens, wo sich die beiden befinden würden, waren mit einem abschlägigen Schulterzucken beantwortet worden. Beunruhigt rief er über sein Smartphone seine Vorgesetzte und Partnerin an, aber auch die Rittmeisterin wusste nichts über deren Verbleib. Langsam stieg in ihm die Befürchtung hoch, eine der Baroness' hatte sich die beiden gekrallt und trieb ihre sadistischen Spielchen mit Ihnen. Ein weiterer Anruf in der Klinik bei Natascha schloss aus, dass Augustine die vermissten Hengste in der Mangel hatte- blieb nur Mira als Grund des Verschwindens. Zutiefst beunruhigt überlegte der Pferdetrainer, wo die Baroness mit den beiden zu finden wäre- er hoffte nur, sie hätte sie nicht mit in ihr 'Spielzimmer' genommen und wäre auf der Anlage zugange. Ein weiterer Gang in Stall zeigte ihm, alle Kutschen und Sulkys befanden sich an ihrem Platz- damit war eine Ausfahrt der Baroness mit den Hengsten unwahrscheinlich...
Natürlich- wenn er mit seiner Überlegung richtig lag, müsste er sie auf der privaten Hindernisbahn der Baroness finden! Er hatte nach der ersten Schinderei von Schlachtross vergangenen Mittwoch einen Gesprächsfetzen aufgeschnappt, in dem Jens mit dem Wunsch der Baroness maulfeil hielt, den 'Neuen' bis zum Umfallen gegen ihren Hengst laufen zu lassen. Geistesgegenwärtig griff er nach einer großen Flasche Wasser- die Baroness würde sicher einen Teufel tun und ihren garantiert völlig erschöpften Opfern Flüssigkeit nach ihrer Schinderei zubilligen...

Schon bevor er der Innenraum des abgeschlossenen Areals betrat, hörte er das für Mira typische Geräusch ihrer Peitsche. Allein davon angeekelt schluckte er kurz und öffnete die Tür zum privaten Areal der Baroness.
Das sich ihm bietende Bild war so gesehen nicht neu für ihn- sein Sinn für Fairness begehrte aber jedes Mal gegen die Konstellation auf. Schlachtross hatte sich bis auf 20 Meter an Brutus herangearbeitet- Brutus lahmte deutlich und allein die Angst vor der Bestrafung, die seine Besitzerin ihm angedeihen lassen würde, hielt ihn aufrecht und vom Aufgeben ab. Auf beider Rücken zeichneten sich Striemen ihrer Peitsche ab; aber Schlachtross hatte deutlich weniger abbekommen, was den Pferdetrainer erstaunte. Er zwang sich ruhig neben die Baroness zu treten und eine halbe Runde sich diese Schinderei anzusehen, ehe er das Wort ergriff.

"Baroness haben einen unangekündigten Leistungstest angesetzt? Dies ist ungünstig, da diese beiden auf Wunsch euer Mutter morgen Holz für das Gestüt rücken sollten..."

Der Zeitpunkt der Ansprache war gut gewählt, denn Mira wurde dadurch abgelenkt als Schlachtross die beiden passierte und so um einen Hieb von ihr herumkam. Aber Markus hatte sich mit dieser Aussage weit herausgekehrt- die Baronin hatte zwar gewünscht, dass Schlachtross auch zu den notwendigen Arbeiten für das Gestüt eingespannt würde, aber sein von Markus hier angesprochener Einsatz war so direkt nicht mit ihr abgesprochen...

"Ich sehe, ihr lasst die beiden Pferde gegeneinander laufen- euer Hengst schlägt sich gut und führt..."

Mit kaum beherrschtem Gesicht blaffte die Baroness zurück: "Nein- dieser faule Gaul ist dabei zu verlieren! Das Rennen ist vorüber, wenn er von unserem 'Gast' eingeholt würde...- und das geschieht die nächsten Runden! Ich mag Bea's Scheißgaul nun wirklich nicht, aber ich muss zugeben, er hat mehr Ausdauer wie meiner und ich will, dass die Rittmeisterin und ihr das bis zum Rennen ändert! Sollte es euch nicht gelingen, hat dies Konsequenzen- vor allem für den Hengst, aber auch für euch..."

Markus war durchaus klar, worauf die Baroness anspielte... Um von diesem Thema wegzukommen, heuchelte er Interesse und fragte Mira, wieviele Runden die beiden bereits zurückgelegt hätten und was der Preis für den Sieger wäre. Ihre Antwort versetzte ihm einen neuen Stich- 26 Runden bei einer Vorgabe von vier Minuten. Diese Sadistin hatte die beiden bereits knapp zwei Stunden hier in dieser Hölle in ihren Klauen und die beiden standen immer noch. Der Pferdetrainer war sich sicher- wäre er hier als Tier unterwegs, die Baroness hätte ihn sicher schon totgeprügelt denn so eine Leistung hätte er selbst niemals aus seinem Körper herauspressen können. Das mit dem Futter wäre für ihn einfach zu regeln- er würde schon dafür sorgen, dass Brutus auch morgen etwas zwischen seine Zähne bekommen würde. Auch war ihm klar, wenn er Brutus in diesem Zustand zurück in die Hengstbox schaffen würde, wäre das eine Einladung an Blacky die Machtfrage zu stellen und ihn als Leithengst abzulösen...
Er hasste sich selbst dafür- aber es würde keinen anderen Weg geben. Mit erstaunlich ruhiger Stimme fragte er die Baroness, ob sie die Zeit hätte, im Anschluss auch noch Blacky und Lion auf die gleiche Art zu "prüfen"- was einen ungläubigen Blick von ihr zur Folge hatte. Mira war durchaus bewusst, Markus wollte mit diesem Angebot verhindern, daß sie Brutus für sein Versagen bestrafte- aber kaltschnäuzig ihr die beiden anderen Pferde anzubieten sprach eine Saite in ihr an- sie nickte wortlos und ging auf den Vorschlag ein, während sie Brutus einen weiteren Hieb verabreichte und der Pferdetrainer Jens anrief und ihm befahl, Lion und Blacky vorzubereiten und dann zum Parcours der Baroness zu bringen.


Schlachtross hatte jegliches Zeitgefühl verloren- wieviele Runden er bereits hinter Brutus hergehetzt war, hätte er beim besten Willen nicht sagen können. Einzig mit allen Sinnen auf den Hengst vor ihm konzentriert hatte er die Schläge von Mira irgendwie ausblenden können, die er regelmäßig in den letzten Runden von ihr verabreicht bekommen hatte. Einziger Trost dabei war- Brutus hatte mindestens doppelt so viele einstecken müssen. Sein Verstand hielt ihn mit dem Worten seines Stallknechtes aufrecht- einen weiteren Schlag würde er aushalten und wenn er den Hengst vor sich eingeholt hätte wäre es vorüber...
Schwebebalken, Slalomstrecke, Sprint, Sprunghindernis, Schreithindernis, Trittsteine- Runde um Runde hatte er sich an den Leithengst der Herde heran gekämpft, dessen Hinken inzwischen unübersehbar war und bei Schlachtross jene Kraftreserven freisetzten, die er brauchte um hier überhaupt weiterzumachen. Einzig die Hoffnung, ihm Schritt um Schritt seinen Vorsprung abzunehmen hatte ihn nach den drei Stürzen am Sprunghindernis immer wieder aufstehen lassen- seinem Gegner erging es doch genau so. Brutus hatte bereits vier Mal mit dem Mist hinter dem Hindernis Bekanntschaft gemacht und bei den Trittsteinen war er auch schon im Unterschied zu Schlachtross mehrfach abgerutscht- war die Furcht gegenüber Mira bei ihm derart ausgeprägt und was müsste sie in seiner Zeit hier mit ihm bereits angestellt haben, damit er so kämpfte... Schlachtross schob diese Gedanken mühsam beiseite- sie verursachten Grauen in seinem Kopf und er hoffte inständig, dies während seines Aufenthaltes niemals erfahren zu müssen. Er balancierte mühsam das Gleichgewicht haltend über den Schwebebalken während Brutus vor ihm bereits die Slalomstrecke erreicht hatte und versuchte, ohne großartig mit den Stämmen in Berührung zu kommen, sich da hindurch zu zwängen. Er war fast damit fertig, als Schlachtross den Beginn des Parcours erreichte- mit einem gezielten Anrempeln versetzte Brutus einen der Stämme in Bewegung, was sich dank der Ketten auf alle anderen Stämme übertrug. Er sah keine andere Möglichkeit, noch etwas dagegen zu tun, daß sein Gegner ihn die nächsten Meter einholte...


Markus und Mira beobachteten gemeinsam, wie die beiden Hengste mit ihren letzten Reserven immer noch sich dieses von der Baroness gewünschte Duell lieferten- daher entging ihnen natürlich nicht das Verhalten von Brutus. Mira war von ihrem Hengst dadurch in einer Zwickmühle gebracht; hätte der Pferdetrainer nicht neben ihr gestanden wäre es ihn sicher 'nicht aufgefallen'- so aber musste sie nach einem vernehmlichen Räuspern von Markus handeln. Im Prinzip war es ihr egal, welches der beiden Pferde ihre Peitsche spürte- irgendwie hatte sie sich aber darauf gefreut, Schlachtross erneut züchtigen zu können... Dank der Anwesenheit von Markus war dies aber nicht mehr möglich und Brutus hatte für sein Versagen ihre 'Motivation' mehr als verdient.

"Ich habe es auch gesehen- und werde es berücksichtigen..." war ihr Kommentar auf die wortlos von Markus vorgetragene Anmerkung mit einem Seitenblick.


Mehrfach von den sich bewegenden Stämmen hart getroffen fragte sich Schlachtross, wie er es geschafft hatte, auf seinen Beinen zu bleiben und nicht von diesen zu Boden gerissen zu werden. Vor ihm lag der Sprintabschnitt, den Brutus beendet hatte und mit einem Hechtsprung in den dahinter liegenden Mist krönte. 'Wenn ich jetzt bis an das Sprunghindernis komme, ehe er wieder auf die Hufe kommt- dann habe ich ihn...' Mit diesem Gedanken zwang er sich, wirklich alles aus sich herauszuholen was noch verfügbar war- wenn dies schief ginge, war er am Ende und es wäre egal, ob er dann totgeprügelt würde- Schlachtross konnte nicht mehr.
Was von ihm als unrund aussehender Trab dargeboten wurde war in seinem Empfinden der härteste Gallopp seines Pferdelebens- noch 15 Meter, Brutus war bereits dabei, sich auf ein Knie zu stemmen; 10 Meter, sein Gegner stand fast auf seinen Füßen und hörte wohl bereits sein Keuchen; drei Schritte, zwei, noch einer und Absprung...
Woher die Kraft für seinen Hechtsprung kam- er wusste es später nicht zu sagen- aber mit diesem riss er Brutus von den Füßen und brachte ihn zu Fall...


Mira war wütend über den Ausgang des Rennens, ließ es sich aber genauso wenig wie Markus anmerken- der dankbar war, diese sinnlose, sadistische Schinderei beendet zu sehen. Beide gingen zu den völlig verdreckten im Mist liegenden Hengsten und während Mira ihren Hengst mit einem geblafften "Auf" versuchte auf seine Hinterhand zum Stehen zu bekommen, griff Markus Schlachtross unter die Achseln, zog ihn auf seine Füße hoch und entfernte die in seinem Maul befindliche Trense. Ein dankbarer Blick für diese Geste von Schlachtross bestätigte ihn in seinem Handeln, ehe sich der Hengst wegdrehte und seinen Mageninhalt direkt in Richtung der Baroness von sich gab. Brutus fühlte sich davon offenbar animiert und auch aus ihm brach es heraus, was Mira dazu zwang zur Seite zu springen. Wie von selbst wollte sie zur Peitsche greifen, aber ihr Pferdetrainer fragte sie höflich, ob sie sich deswegen ihre Sachen beschmutzen wolle- was sie zum Innehalten brachte. Wortlos warf sie Markus die Schlüssel für die Handschellen zu, der diese zu sich befahl und den beiden Hengsten sie abnahm. Zuletzt entfernte er bei beiden die verdreckten Dauerhalfter und legte all dies neben dem Sprunghindernis ab.
Jens, der mittlerweile Blacky und Lion herbeigebracht hatte, bekam von ihm die Anweisung, den beiden den Hüftgurt abzunehmen, die Hufstiefel auszuziehen und die Handschellen anzulegen- er könne sich dies natürlich sparen, aber dann würde er nur zusätzliche Arbeit mit der Reinigung sich einhandeln. Die vier Halfter würde Markus morgen selbst kontrollieren- und wie die Konsequenzen aussehen würden, wenn er oder die Baroness unzufrieden wären könne er sich selbst ausrechnen...
Derart eingeschüchtert begann der Pferdeknecht mit der Vorbereitung der beiden Hengste für das nächste 'Rennen' und Markus hatte ein wenig Zeit gewonnen unter der Aufsicht von Mira sich um Schlachtross und Brutus zu kümmern.


Die Öffnung der Wasserflasche an seinen Zähnen spürend könnte es Schlachtross noch gar nicht fassen, im Beisein der Baroness von Markus noch vor ihrem Hengst versorgt zu werden. Selbst ein ungnädiger Blick von Mira hielt den Pferdetrainer nicht davon ab und mit der vorsorglichen Bemerkung, sich zuerst um den Sieger des Rennens kümmern zu wollen, erstickte er jede weitere Bemerkung.

"Langsam Schlachtross, langsam saufen- sonst kotzt du gleich alles wieder heraus..."

Die Worte von Markus verlangsamten das Schlucken nur wenig- daher entzog der Pferdetrainer ihm kurzerhand das Wasser und wartete bis Schlachtross, mit einem bösen Blick, sich voll auf ihn konzentriert hatte.

"Langsam- und lass etwas für Brutus übrig..."

Diese Worte sorgten für aufkommende Schuldgefühle bei Schlachtross- natürlich hatte sein Gegner auch Durst und er war drauf und dran gewesen ihm alles wegzusaufen. Er zwang sich daher, mit dem Wasser in seinem Mund den noch vorhandenen Restgeschmack des Erbrochenen wegzuspülen und spuckte den Rest dann aus. Teilnahmslos schauster er dann zu, wie Brutus von seiner Besitzerin ein wenig Wasser zugestanden wurde- gefolgt von dem Befehl, auf alle viere neben dem Hindernis abzuknien um seine Bestrafung für das 'unfaire Verhalten' an der Slalomstrecke zu empfangen.
Markus schüttete den Rest aus der Wasserflasche über Rücken und Gesäß von Brutus- vorgeblich um ihn ein wenig zu säubern und die Peitsche der Baroness nicht zu schmutzig werden zu lassen dank des an dem Hengst noch anhaftenden Mistes. Auf seine Frage an Brutus, ob dieser bereit für die Hiebe der Baroness sei, erfolgte nur ein müdes Kopfnicken und tief in seinem Innern wünschte er sich, dies wäre nur ein böser Traum, aus dem er irgendwann erwachen dürfte. Aber Mira hatte sich etwas besonderes einfallen lassen um ihre Stellung hier deutlich zu demonstrieren- das Glitzern in ihren Augen war überdeutlich zu sehen als sie Markus aufforderte, die Anzahl der Peitschenhiebe für ihren Leithengst festzulegen...

Wieviel sollte er ihm zumuten- wieviel würde Brutus noch aushalten können? Sein Vorschlag dürfte nicht zu niedrig sein, dann würde die Baroness nicht auf ihn eingehen; aber er wollte dem geschundenen Hengst auch nicht unnötig Schmerz zufügen lassen- 15 Hiebe sollten Mira zufriedenstellen. Er hoffte inständig, sie würde sofort darauf eingehen und er könnte danach die beiden Hengst aus ihrer Reichweite bringen, während sie sich mit den beiden anderen beschäftigte...
Nachdem er die Zahl genannt hatte, drückte die Baroness ihm ihre Peitsche in die Hand und er wusste, sie würde genau hinschauen wie intensiv er zuschlagen würde. Den Widerwillen gegen diese Handlung unter Kontrolle bringend, brachte Markus sich in Position, zielte und schlug zu.

Schlachtross hätte sich am liebsten weggedreht- aber er zwang sich regelrecht, jeden einzelnen Hieb anzusehen. Wenn er wegschauen würde- Mira registrierte dies garantiert und würde es bei passender Gelegenheit ihm heimzahlen. Die Peitschenhiebe von Markus tragen Brutus bevorzugt an jenen Stellen, die von den Hieben der Baroness bisher verschont geblieben waren und konzentrierten sich auf Gesäß und Oberschenkel- jeder einzelne sorgten für ein Aufbäumen und unterdrücktes schmerzverzerrtes Wiehern. Nach dem letzten Hieb schaffte es Brutus sogar noch, auf seine Beine zu kommen und nachdem die Baroness von Markus die Peitsche zurück erhalte hatte, durfte er die Anlage mit den beiden Hengsten verlassen...

Mit jedem Meter, den sie sich von Mira's persönlicher Parcoursstrecke entfernten, wurde das Zittern bei Schlachtross ausgeprägter. Von Markus, der ihre Geschirre und die Hufstiefel trug, aufgefordert, stützte er Brutus und mehr wankend als laufend schafften sie es bis in den Stall, wo im Waschraum beide Pferde vom Trainer mit warmen Wasser gesäubert wurden, ehe er ihnen die Striemen mit Desinfektionsmittel vorsichtig abtupfte und genauestens auf mögliche Risse in der Haut kontrollierte. Sicherheit stand für den Pferdetrainer jetzt ganz oben, denn er wollte nicht, daß auch nur ein Striemen wegen seiner Unachtsamkeit sich entzünden könnte. Erst als er mit seiner Arbeit selbst zufrieden war, befahl er den beiden Hengste im Waschraum zu verbleiben- ließ diesen sogar als Zeichen seines Vertrauens offen, während er ihre Abendrationen vorbereitete. Neben den üblichen Bestandteilen der üppig bemessenen Futtermenge mischte er zwei Handvoll Rosinen und Nüsse und zusätzlich ein paar Käsewürfel unter das Futter, die er seinen 'Tieren' in Futternäpfen wie den Einstellpferden reichte.
Die dankbaren Blicke der beiden beim Fressen und dem späteren Verbringen in die Hengstbox waren für ihn Lohn und Motivation hier weiter durchzuhalten und zu versuchen, die schlimmsten Schikanen der beiden Baroness irgendwie abzufedern...


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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:23.01.21 09:31 IP: gespeichert Moderator melden


Hm Hufstiefel? OK, aber Irgendwie immer ohne schweife?
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Blackrubberhorse
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:23.01.21 12:22 IP: gespeichert Moderator melden


Ja- das ist (leider) eine 'Vorliebe' der Baronin... Sie ist da etwas 'puristisch' veranlagt- aber warte einfach den weiteren Verlauf der Story ab.

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Blackrubberhorse am 23.01.21 um 13:01 geändert
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Blackrubberhorse
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:25.01.21 15:42 IP: gespeichert Moderator melden


Wie versprochen- hier der zweite Teil des Sonntages der Woche 1...



Sonntag- Woche eins (Part 2)


Herrenhaus...- später Abend...


DRACHENLORD


Baronin Amalie:

Die Baronin, die Rittmeisterin und Mira saßen gemeinsam im großen Kaminzimmer des Herrenhauses. Es war ein langer Tag gewesen und sie wollten ihn bei einem guten Glas Wein ausklingen lassen. Da sagte die Rittmeisterin plötzlich:

„Was halten Frau Baronin von unserem neuen Hengst? Den Gelassenheits- und den Wesenstest hat er bestanden. Erfüllt das Pferd die Erwartungen, die Madame in es gesetzt haben?“

Die Baronin lies sich in ihren Sessel sinken, nahm einen Schluck Wein und sagte dann gedankenverloren:

"Schwierig, Frau Rittmeisterin, schwierig. Dieses Pferd stellt für mich eine echte Herausforderung dar. Seine Konstitution und sein Können sind tatsächlich über jeden Zweifel erhaben, da hat mir Bea nichts falsches vorgeschwärmt. Aber dass er so stolz,stur und eigensinnig ist hätte ich nicht gedacht.“

Sie seufzte und fuhr fort:

"Wobei auch stur eigentlich das falsche Wort ist. Er ist nicht bockig oder unwillig, es ist vielmehr so, dass er glaubt zu wissen was ich von ihm will und danach handelt. Selbst nach den Ausdauertests am Freitag- und wir haben ihn wirklich an den Rand des Zusammenbruchs getrieben- hat er dies versucht. Er reflektierte meine Befehle und handelte dann nach dem, was ihm als das sinnvollste erschien. Da ist noch kein Automatismus in seinen Handlungen, keine Reflexhaftigkeit. Ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt, Frau Rittmeisterin?“

„Ja, Baronin. Ich denke wir liegen da auf einer Linie. Jeder Test, bei dem ich persönlich mit anwesend war, jede mit ihm bisher gearbeitete Einheit von Markus und mir bestätigt ihre Einschätzung. Ich hoffe Ihnen ist die Aussage nicht zu hart, aber meiner Meinung nach ist er noch zu viel Mensch und zu wenig Pferd. Selbst wenn beim Training alles wie geschmiert läuft spüre ich, dass tief in ihm drin etwas ist an das ich nicht heran komme. Ich kann immer nur seine Hülle manipulieren, aber an den Kern seines Selbst komme ich nicht ran. Selbst unter starkem Druck und hoher Beanspruchung hält er stand und öffnet sich nicht.“

Da mischte sich Mira ein:

"Mutter, gib mir das Pferd für ein paar Tage und ich verspreche dir, dass ich diese Auster geknackt bekomme. Jeder hat eine schwache Stelle an der man einen Keil ansetzten kann und voilà...- sein Innerstes liegt vor dir, bereit neu zusammengesetzt zu werden.“

„Mira halte dich bitte zurück. Dieser Hengst ist wie ein Diamant. Wenn du bei ihm einen Keil ansetzt, wie du es ausdrückst, wirst du ihn zerbrechen. So ein Wesen muss man langsam und vorsichtig schleifen um seine wahre Schönheit zum Glänzen zu bringen. Ich sehe viel Potential in ihm, doch bin ich mir nicht sicher wie ich es schaffen soll sein Vertrauen zur Gänze zu erhalten.“

Die Rittmeisterin setzte sich in ihrem Sessel auf und sagte:

"Frau Baronin. Ich glaube nicht, dass es Ihnen gelingt sein volles Vertrauen zu erlangen. Ich habe vorgestern Abend noch ein langes Telefongespräch mit seinem Jockey geführt und sie hat mir das bestätigt was wir auch schon erkannt haben. Er lässt sich trainieren und ausbilden und auf den ersten Blick funktioniert er so perfekt dass die meisten Beobachter neidisch auf sie, obschon dieses Pferdes, sind. Doch sie sagte auch, dass er ihr immer nur seinen Körper überlassen habe. Sein Geist und sein Selbst seien wie hinter einem Panzer verschlossen. Oder wie in einer Auster, wie Sie sich ausdrückten, Baroness Mira.“

Mira setzte ihr Weinglas energisch auf dem Tisch ab und sagte mir unterdrückter Wut in der Stimme:

"Meine Damen! Wir reden hier wie die Psychologen. Doch was wir uns klar machen müssen ist, dass wir immer noch ein Pferd vor uns haben. Wir sind hier ein Gestüt und keine Seelenklinik für neurotische Gäule. Entweder dieser Hengst passt sich uns an oder er muss mit der Konsequenz leben zerbrochen zu werden!"

„Mira“, fiel ihr die Baronin ins Wort. „Ich glaube du hast den Kern unserer Diskussion noch nicht ganz erfasst. Es geht nicht darum, dass dieser Hengst sich uns nicht anpasst. Wenn er entsprechend trainiert ist holen wir mit dem jeden Preis. Sei es beim Rennen oder in der Dressur. Er ist intelligent, willenstark, ausdauernd und hat richtig viel Kraft ohne das Aussehen eines Brauereigauls zu haben.
Diese Kombination findet man selten. Das was uns stört ist, dass er all das nicht für uns einsetzt sondern für sich. Wenn er einen Preis gewinnt freut er sich nicht weil sich sein Jockey oder sein Trainer freut sondern er freut sich über seine Leistung. Das meine ich mit Stolz! Und das ist es was ich ihm austreiben will. Er soll voll und ganz auf uns, die ihn trainieren, fokussiert sein. Sein höchstes und einziges Ziel soll unser Glück sein. Er soll und muss sich selbst für uns aufgeben.“

„Also müssen wir ihn doch brechen und neu zusammensetzten!“, führte Mira den Gedanken der Baronin weiter. „Seinen Stolz zerschlagen bis nichts mehr übrig ist und ihm dann ein neues Selbstbewusstsein von unseren Gnaden geben. Mutter, du weißt es gibt genügend Tricks und Kniffe jeden klein zu bekommen.“

Die Baronin seufzte und sagte:

"Mira, mir ist klar dass man jeden klein bekommt wenn man es darauf anlegt. Das will ich aber nicht! Bei diesem Hengst habe ich das Gefühl dass allein der Versuch gefährlich ist. Entweder wir schaffen es ihn zu brechen. Dann werden wir aber mit Sicherheit auch seinen Lebens- und Leistungswillen mit zerstören. Es wäre eine Schande dieses Potential zu vergeuden, denn für den Metzger ist er definitiv zu schade...- und er ist nicht unser Eigentum! Er ist hier ein Gast...
Oder, und das halte ich für noch gefährlicher, wir brechen ihn nicht vollständig. Es kann gut sein, dass er, wenn der Druck zu hoch ist und wir ihn unfair behandeln, nur noch durch Hass und Rachsucht uns gegenüber aufrecht gehalten wird. Durch seine Intelligenz kann er uns lange genug vorspielen dass er sich gefügt hätte und wenn der richtige Moment gekommen ist reißt er uns mit in den Untergang.
Ich habe weniger Angst vor einem Pferd das randaliert und seine Box zerlegt als vor einem, bei dem ich mir nicht sicher sein kann ob es nicht ständig taxiert wie es meinen Kopf mit seinem Huf treffen muss um mir den Schädel zu spalten.“

Da mischte sich die Rittmeisterin in das Gespräch ein:

"Wenn Frau Baronin es erlauben möchte ich etwas anmerken: Der Wunsch, dass das einzige Lebensziel des Pferdes das Glück von Frau Baronin ist, wird schwer zu erreichen sein. Vor allem bei ihm...
Jedes Lebewesen misst sich mit seinen Artgenossen und legt seinen Platz in der Rangfolge fest. Da machen unsere Pferde keine Ausnahme. Unsere Hengste kämpfen in ihrer Box regelmäßig darum wer der ranghöchste ist. Selbst Schlachtross hat dies mittlerweile begriffen und ist dabei, seinen Platz in der Hengstboxhierarchie zu erkämpfen. Auch beim Rennen taxieren sich die Pferde gegenseitig um zu sehen, wer zu schlagen ist. Aus diesem Grund ist es vollkommen natürlich, dass sich ein Pferd über einen Sieg im Rennen freut.“

„Rittmeisterin, all das ist mir bekannt,“ wandte die Baronin unwirsch ein. „Ob die Hengste in ihrer Box Rangkämpfe ausfechten, miteinander kuscheln oder sich jeden Abend gegenseitig besteigen ist mir egal. Der einzige Grund warum wir sie gemeinsam halten ist, dass wir schlechte Erfahrungen mit der Einzelhaltung gemacht haben. Ich denke ich muss Sie nicht daran erinnern, dass früher viele unserer Gestütpferde irgendwann neurotisch und verhaltensauffällig wurden. Das hat sich durch die gemeinsame Boxenhaltung stark gebessert.
Mir ist auch nicht wichtig, ob sich das Pferd nach einem Rennen oder der Dressur über sein Ergebnis freut, mir ist wichtig, dass der Grund für die Freude des Pferdes meine Freue ist. Ich bin ihr einziger Leitstern, der Grund für ihre Existenz. Aus meiner Hand erhalten sie nicht nur Futter und Lob oder auch ihre gerechte Strafe, sondern auch den Sinn in ihrem Leben. Ohne mich würden sie stumpf dahinexisteren und irgendwann als Seife oder in der Lasagne enden.“

Sie nahm ihr Weinglas, trank den letzten Schluck des schweren Rotweins und sagte:

„Mira, Rittmeisterin, ich danke euch für die offene Aussprache. Auch wenn ich mir noch nicht sicher bin wie wir mit Schlachtross weiter verfahren sollen wird sein Training wie gehabt weiter geführt. Er bleibt den Gestütpferden gleichgestellt- Rittmeisterin, holt, was sein Können und seine körperliche Leistungsfähigkeit betrifft, alles aus ihm raus was möglich ist. Ich will, dass er beim Turnier glänzt und das am besten in allen besprochenen Disziplinen. Die anderen Pferdebesitzer, die ihn schon kennen, sollen erstaunt sein auf was für ein Leistungsniveau er durch unser Training gehoben werden konnte und dass sein Potential bei Bea verschwendet war.
Mira, du hälst dich ihm gegenüber zurück. Trainiere ihn, bestrafe ihn- aber nur, wenn er dazu Anlass gibt. Ich möchte nicht, dass du, auf eigene Faust, an ihm herummanipulierst. Mir ist das Risiko irreparabler Schäden eindeutig zu hoch...
Meine Damen, ich wünsche Ihnen einen guten Abend und eine wohlverdiente Nachtruhe!“

Mit diesen Worten entlies die Baronin Mira und die Rittmeisterin, die beide austranken, der Baronin ebenfalls eine gute Nacht wünschten und das Kaminzimmer verließen...

DRACHENLORD ENDE


"Mira- bitte einen Moment noch..."

Die Baroness hörte die Worte ihrer Mutter und hasste sie schon jetzt, denn sie ahnte, es würde etwas mit dem 'Leihgaul' zu tun haben. Während die Rittmeisterin den Gang verschwand, drehte sie sich um, zwang sich zu einem neutralen Gesichtsausdruck und kehrte in das Kaminzimmer zurück, wo ihre Mutter wartete.

"Du ahnst sicher, warum ich dich zurück gerufen habe?"

Während Mira einen auf ahnungslos machte, suchte die Baronin nach Worten, die ihrer Tochter begreiflich machen könnten, ihr Hang zu einer harten Behandlung dieses 'Gastpferdes' wäre kontraproduktiv- und würde sich mit Sicherheit gegen die Interessen ihres Gestütes richten.

"Mir wurde berichtet, du hättest Schlachtross als Willkommen über deine private Hindernisbahn gescheucht und Jens hat ihn auf seine 'eigene' Art am Folgetag gezwungen, seinen Arsch für ihn hinzuhalten..."

Letztere Informationen war für die Baroness auch neu und nach Worten suchend für Ihre Rechtfertigung wollte sie zu einer Erwiderung ansetzen- aber ihre Mutter unterband dies mit einer Handbewegung.

"Ich weiß, die Bahn ist das von dir bevorzugte 'Willkommen' für neue Gestütpferde- SCHLACHTROSS IST ABER KEINES! Er ist geliehen- so wie ich es vorhin schon einmal gesagt habe- und wird nur mit unseren Pferden zusammen trainiert! HAST DU DAS BEGRIFFEN?"

Auf so einen Ausbruch ihrer Mutter war Mira nicht gefasst gewesen und so zog sie es in Moment vor defensiv zu agieren- dieser Scheißgaul machte tatsächlich nur Ärger...

"Mutter- er steht nach deinem Wunsch mit bei den Gestütpferden wie du es gerade selbst noch einmal bestätigt hast- also war es für mich natürlich, ihn auf meine Art in seinem Leistungswillen und auf seine Fitness zu überprüfen. Wenn er von der ersten Minute beides mit vollem Einsatz gezeigt hätte, wären meine Motivationshilfen auch nicht zur Anwendung gekommen..."

Ein etwas lahmer Versuch, die Verantwortung für die deutlich sichtbaren Striemen auf Schlachtross abzuwälzen- dies war Mutter und Tochter gemeinsam bewusst.

"Erzähl mir keinen Blödsinn- ich war dabei, wie dieser Hengst- OHNE SCHLÄGE!- aus sich heraus bis an seine körperliche Leistungsgrenze ging! Ich sage es dir hier und jetzt noch einmal in aller Deutlichkeit- ich habe seiner Besitzerin mein Wort gegeben, er würde hier zwar nach unseren Vorgaben trainiert, ABER ER WIRD NICHT MISSHANDELT! Unser Gestüt hat- vor allem dank dir und deiner Schwester- einen nicht besonders guten Ruf, der auf potentielle Kunden nicht gerade einladend wirkt. Du sollst dies alles irgendwann alles erben und fortführen- so wie du aber derzeit agierst, sehe ich dich nicht in der Position, dafür geeignet zu sein..."

Mira schluckte ob dieser offenen Drohung ihrer Mutter, sie als mögliche Nachfolgerin zu übergehen- hier war ihr Erbe in Gefahr!
Um ihre Mutter von diesem für sie heiklen Thema abzulenken erkundigte sie sich, wie die Baronin denn wissen könne, daß ihr 'Gast' von dem Pferdeknecht vergewaltigt worden wäre- Pferde könnten schließlich nicht sprechen...

"Wenn du die Hoffnung hegen solltest, daß Schlachtross aus seinen Agieren als Pferd gefallen wäre- da muss ich dich enttäuschen. Er hat laut Aussage unseres Pferdetrainers ihm nur über Körpersprache klarmachen können das etwas mit ihm angestellt wurde und da dein geliebter Pferdeknecht der letzte war, der mit ihm zu tun hatte, wurde er von Markus so lange bearbeitet, bis er gestand.
Mira- ich bin mir durchaus bewusst, du machst Schlachtross und seine Jockey für deine Niederlage in Felsenstein persönlich verantwortlich... Ich weiß auch, dass der Pferdeknecht dir regelrecht hörig ist und zudem zu blöd um eigenständig zu agieren. Wenn so eine Aktion, egal ob mit oder ohne deine Billigung, mir noch einmal zu Ohren kommt...- mache ich dich persönlich dafür verantwortlich! HAST DU MICH VERSTANDEN?"

Wie diese Verantwortlichkeit aussehen würde, hatte ihre Mutter ja schon klar formuliert; daher nickte Mira diesen Anschiss wortlos ab- verabschiedete sich und wunderte sich nur über die Tatsache, daß von der Baronin ihr heutiger 'Ausdauertest' mit keinem Wort Erwähnung gefunden hatte. Im Hinausgehen begriff sie, der Pferdetrainer hatte mit seinem Angebot, auch Lion und Blacky durch sie prüfen zu lassen ein kapitales Eigentor geschossen- er würde sich nicht wegen der Bevorzugung oder Benachteiligung beschweren können. Wenn doch- sie hatte alle außer Miu den gleichen Bedingungen unterworfen und der Junghengst war allein aufgrund des vorherigen Ausdauertrainings mit dem Pferdetrainer nicht durch sie geprüft worden. Mit der Gewissheit, diesen kleinen Sieg für sich verbuchen zu können, fiel es der Baroness leichter, sich mit dem gerade erlittenen Rückschlag zu arrangieren. Ihr würde schon ein Weg einfallen, es dem Schlachtvieh hier so schwer wie nur irgend möglich zu machen. Bis zum Rennen waren es noch einige Wochen...


Markus:

Völlig außer Atem war Markus sich bewusst- der vor ihm aufragende Längsbalken würde ihn zwingen, seine Flucht vor Mira's Peitsche in einem der flankierenden Gräben zu beenden und dann hätten sie ihn... Er hielt sich nur noch mit purer Willenskraft auf seinen Beinen; schwankte mehr als er lief und er schätzte sich so ein, sein Gleichgewicht dieses Mal nicht mehr halten zu können. Hinter sich wusste er seine Stuten und Hengste, denen die Baroness versprochen hatte, sie könnten ihre angestaute Wut an ihm abreagieren, wenn sie ihn eingeholt hätten und Mira mit ihm fertig wäre- trotzdem versuchte er das unvermeidliche herauszuzögern und stemmte sich auf die Bohle hoch. Ein paar Schritte und seine Befürchtung wurde Gewissheit- ein von ihm aus Schwäche falsch gesetzter Schritt brachte ihn aus dem Gleichgewicht und dank seiner auf dem Rücken gefesselten Hände fiel er ohne sich abfangen zu können in den seitlichen Graben. Ehe er wieder auf den Beinen war, hatten ihn die verfolgenden Pferde umstellt und Mira hob die Peitsche zum ersten Schlag...


Mit einem Schrei reagierte der Pferdetrainer auf die Berührung der Rittmeisterin- er war vor dem PC bei seiner Erstellung der Tagesbeurteilung der ihm anvertrauten Gestüts- und Einstellpferde wohl eingeschlafen und hatte einen üblen Alptraum erlebt. Seine Partnerin war wohl gerade von der Besprechung mit der Baronin und ihrer Tochter zurückgekommen und hatte ihm mit dem Wecken das Schlimmste ersparen können; er stand auf und umschlang sie für mehrere Minuten ohne ein Wort zu sagen. Erst als er sein Zittern soweit unter Kontrolle hatte, daß er damit umgehen konnte, schaute er seiner Partnerin in ihre Augen und fragte sie, wie das Gespräch verlaufen wäre. Ihre Aussagen bezüglich dem weiteren Vorgehen mit Schlachtross kommentierte er mit einem müden Kopfschütteln eher er sie fragte, ob sie seine Nachricht gelesen hätte...

"Markus- was ist los? Du hast vermutlich einen wirklich üblen Alptraum gehabt, bist völlig fertig und alles nur wegen einem uns zeitweise überlassenen Hengst- der sich zudem nur schwer an die hier herrschenden Regeln hält? Ich weiß, du hast, seit er hier ist, einen Narren an ihm gefressen- und auch ich respektiere seinen bisher gezeigten Leistungswillen... Du lässt das ganze doch sonst nicht so nah an dich heran!"

Mit glasigen Augen sah der Pferdetrainer sie an.

"Du hast meine Nachricht nicht gelesen..."

Sie nickte und dadurch bemüßigt fuhr Markus fort...

"Unsere über alles geliebte Baroness hat vorhin Brutus und Schlachtross bis zum körperlichen Zusammenbruch gegeneinander auf Ihrer persönlichen Bahn laufen lassen und das als Ausdauertraining mir gegenüber verkaufen wollen. Schlachtross ist hier, damit wir ihn für das anstehende Rennen trainieren und nicht, damit dieses verzogene Miststück ihn zu Tode hetzt und ihren Hengst noch dazu! Die beiden haben dank den Peitschenhieben der Baroness als Motivation an die dreißig Runden durchgehalten- Brutus lahmte regelrecht die letzten Runden- und die beiden waren von mir morgen für das Holzrücken eingeteilt als Kraftausdauertraining...
Aber weißt du, was mich wirklich belastet? Ich habe, damit Mira ihren Hengst aus lauter Wut über seine Niederlage gegen unseren Gast nicht klinikreif prügelt, ihr ohne Gewissensbisse Lion und Blacky angeboten, damit diese die beiden auf die gleiche Art fertigmachen könne... Ich kann bald nicht mehr... Ich bin Pferdetrainer und kein Sadist! Wenn ich mich nicht für all die hier untergebrachten Pets hier verantwortlich fühlen würde- ich wäre schon längst weg..."

Die Rittmeisterin zog ihren Partner wortlos an sich heran und hielt seine Hände fest in den ihren.

"Du weißt wie ich zu den Pferden stehe- und ich erinnere dich daran was deine Aufgaben hier sind! DU hast dafür zu sorgen, daß sie sich wie Pferde benehmen und auch wie solche behandelt werden! Sie sind Eigentum der Herrschaften hier- aber DEIN Job ist es, sie artgerecht zu trainieren UND damit auch vor den schlimmsten Quälereien zu schützen! Wenn es dafür notwendig ist, daß du um eines aus der Schusslinie zu bekommen, andere in diese schickst- dann hast du richtig gehandelt! Schlachtross ist ein ganz spezieller Fall- da muss ich dir recht geben. Es fällt mir schwer, ihn dank seiner gezeigten Leistung nicht zu mögen- aber er ist auch als Pferd ein Sturkopf. Wenn er nicht bald begreift, sich hier im richtigen Moment unterzuordnen- dann wird es früher oder später eine Machtprobe geben, die er nur verlieren kann...
Was ich dir verspreche- ich bin mittlerweile wirklich von seiner Leistungsbereitschaft überzeugt... und werde, solange ich dies bei ihm weiter erkenne, weder Peitsche noch andere Zwangsmittel bei ihm einsetzen! Das verspreche ich dir! Ich werde auch dafür sorgen, daß weder Mira noch ihr Schoßhündchen Jens ihm dauerhaft Schäden zufügen werden- das Gespräch vorhin bei der Baronin war in der Hinsicht sehr aufschlussreich...
Mira will- aus welchen Gründen auch immer- Schlachtross unbedingt brechen! Das waren ihre eigenen Worte... sie hat diesen Begriff zwei Mal direkt verwendet... Ihre Mutter hat sie dahingehend zwar eingebremst, aber sie wird es immer wieder versuchen. Wir müssen darauf vorbereitet sein...
Ich weiß, unser Gestüt hat weiß Gott nicht den besten Ruf unter den Pferden; aber wir werden für die Ergebnisse, die wir hier erzielen, immer noch hoch geachtet und ich- und auch du- sollten unsere Aufgabe darin sehen, dies auch weiter zu garantieren. Wir haben einen Hebel, mit dem wir arbeiten können- die Baronin hat Lady Bea versprochen, Schlachtross zum Rennen gesund und trainiert an Sie zu übergeben. Ihr Wort und der damit verbundene Ruf geht ihr über alles- lass uns damit arbeiten und wir werden es schaffen, dieses 'spezielle' Pferd zu schützen."

Ihr Blick,mit dem sie ihren Partner bedachte, unterstrichen die Ernsthaftigkeit ihrer Worte und beruhigten den Pferdetrainer. Er umarmte die Rittmeisterin und hauchte ein leises "Danke" in ihr Ohr während sein Blick dank einiger Tränen verschwamm...

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Blackrubberhorse
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:29.01.21 11:11 IP: gespeichert Moderator melden


So- Schlachtross hat die erste Woche auf Rosengarten hinter sich gebracht...- mit einigen 'Blessuren', aber dabei, sich seinen Platz in der Hierarchie der Hengste zu erkämpfen. Lasst euch dabei überraschen, wie sich die zweite Woche für ihn entwickelt...



Rosengarten Woche 2



Tag 09, Montag- Woche zwei



Hengstbox- morgens...


Schlachtross:

"Aufstehen- ihr Hengste..."

'Mannnomann, der Pferdetrainer klingt so wie ich mich fühle...- hat den Mira etwa auch gleich noch fertig gemacht?'

Bei genauerem Hinschauen könnte man diesen Eindruck wirklich gewinnen, Markus sah ehrlich nicht gut aus. Das traf bis auf Miu aber auch auf uns alle zu, ich hatte nicht mehr mitbekommen, wann Blacky und Lion in die Box zurück gebracht wurden...- und von wem. Ich glaubte mir sicher zu sein, selbst wenn Jens uns aus lauter Freude daran nacheinander missbraucht hätte, ich wäre nicht dabei aufgewacht...
Seine Stimme war trotzdem für uns das Signal für das Ende unserer Ruhephase- Brutus sowie meine beiden Feinde stemmten sich gemeinsam mit mir müde auf ihre Hufe.

"Miu, du wirst nachher bei der Rittmeisterin mithelfen, einen 'Grünen' in die Grundlagen des Parcoursfahren einzuweisen...
Lion und Blacky- ihr seid dem Pferdeknecht heute Vormittag zugeteilt. Kutschentraining mit zwei 'Gelben'... Ihr braucht nicht mit den Augen zu rollen..., oder wäre es euch lieber mit den Stuten zu tauschen? Steel darf zu Augustine zum Test und Kara wird zusammen mit einer 'roten' Stute zusammen von Mira trainiert werden... Na also!
Schlachtross, du bist mit Brutus den ganzen Tag bei mir- für euch beide geht es in den Wald... Ihr werdet Stämme ziehen als Kraftausdauertraining...
Und jetzt alle raus mit euch in den RoundPen- bis ich eure Morgenfütterung fertig habe!"

Der Pferdetrainer hielt es offenbar so, im Unterschied zu Jens uns die anstehenden Tagesaufgaben mitzuteilen- auch wenn sich dadurch an den zu erledigenden Arbeiten für uns nichts änderte. Wir hätten diese freiwillig oder mit Zwang zu erfüllen. Markus sah in uns 'Tieren' aber Partner, mit denen er arbeitete...
Allein mit seiner Stimme dirigierte er uns nach draußen und in den RoundPen, wo wir ohne Aufsicht durch ihn im Kreis laufen und damit unsere Muskeln lockern sollten. Da dies für mich neu war, gab er mir auf dem Weg dahin die kurze Anweisung, ich solle mich an Miu orientieren und es ihm einfach nachmachen.
So allein gelassen blieben wir von der Gangart im 'Schritt'- was nach dem gestrigen Abend schon mehr als genug Belastung für meine Oberschenkel darstellte. Blacky war, was seine jetzt gezeigte Leistung anging, mir in etwa ebenbürtig- unser Tempo war fast gleich, doch Lion schleppte sich neben Brutus mehr im Kreis als das beide gingen. Bei ihm sah der Rücken auch schlimmer aus als der von Blacky- somit war klar, wer von den beiden im Rennen unter Mira's Aufsicht Sieger und Verlierer war.
Nach einiger Zeit trieb uns der Pferdetrainer zurück in die Box- und hier wurden Blacky und ich von ihm mit der Bemerkung an die Futterraufe geführt, die von uns so 'geliebte' Baroness Mira hätte ihn angewiesen, uns beiden die Futterrationen der jeweiligen Verlierer zu geben.

"Blacky, Schlachtross- ihr könnt euch jetzt den Magen vollschlagen und damit euren Sieg von gestern feiern... Oder ihr lasst euren geschlagenen Hengsten etwas übrig und schickt sie damit nicht hungrig in diesen Tag hinaus..."

Derart angemahnt zeigte ich Brutus gegenüber eine angedeutete Geste der Unterwerfung und forderte ihn mit einer Kopfbewegung auf, sein Vorrecht als Leithengst wahrzunehmen und vor mir zu fressen. Blacky nahm dagegen sein Recht als Sieger gegenüber Lion wahr und schickte sich an, vor ihm zu fressen.

'Eigentlich schön blöd von mir, ich könnte mich jetzt satt fressen...'

Doch ich wollte bewusst nicht den Leithengst der Box bloßstellen und damit herausfordern. Zwei mich ablehnende Hengste in der Box waren genug... da wäre es töricht, mir einen neutral eingestellten, in der Rangordnung höher stehenden Hengst zum Feind zu machen. Meine Hoffnung bestand einzig darin, meine Geste würde von Brutus honoriert und er würde mir etwas übrig lassen...
Sein Schnauben und zurückweichen von der Raufe geschah eher als von mir erwartet- meine Geste war von ihm derart honoriert worden, daß er weniger als die Hälfte der doppelten, für mich angedachten, Portion gefressen hatte. Er hatte, trotz seines Zustandes!, mir mehr übrig gelassen...
Blacky fraß dagegen mehr als die ihm zustehende Hälfte- doch auch er gönnte Lion einen entsprechenden Anteil. Miu hatte am anderen Ende der Futterraufe seinen Anteil in der Zwischenzeit vertilgt und so war es wieder an Markus, Brutus und mich aus der Box zu führen, uns in dunkle Arbeitskombis aus festem Stoff zu stecken und uns vor einer Arbeitswagonette einzuschirren, auf deren Ladefläche neben einer Kiste, Ortscheiden und Ketten diverses, mir in seiner Funktion unbekanntes, Arbeitsgerät aufgeladen war.

"Vorwärts und nicht getrödelt...- ihr habt ein Soll zu erbringen!"

Mit dieser Ansage führte Markus uns im Schritt vom Hof- er hätte auch auf dem Wagen Platz nehmen können. Der Pferdeknecht hätte da sicher weniger Skrupel gehabt und wenn Mira uns unter ihrer Knute gehabt hätte, wären wir sicher mindestens im Trab bis an die Stelle, wo der Pferdetrainer uns nach einer Dreiviertelstunde halten ließ, gelaufen. Zum Glück war es im Unterschied zu gestern kühl und bewölkt, es sah sogar nach Regen aus...- damit würden wir nicht ganz so schnell schwitzen...
Die Waldschneise war breit genug, um hier mit einem Traktor entlang zu fahren und der Untergrund war dafür auch ausgelegt. Wir waren an mehreren Holzstapeln vorbei gekommen, ehe Markus uns ausschirrte und Brutus so an einem der Bäume fest machte, daß dieser sich hinsetzen und an den Stamm lehnen konnte. Der Leithengst hatte es auch nötig- sein Hinken war unübersehbar, doch der Pferdetrainer war mit keiner Geste darauf eingegangen. Einzig jetzt war Brutus wohl etwas zusätzliche Ruhe durch ihn gegönnt- denn Markus nahm mich mit dem Kommentar in die Mitte des Weges, er hätte mir gestern etwas versprochen und würde dies auch umsetzen.

"Schließ deine Augen und höre wie gestern Morgen einfach auf den Klang meiner Stimme...- Schritt!"

Den Waldweg hoch, Turn und wieder runter...- dabei aber immer darauf gefasst, nach links oder rechts ausbrechen zu müssen, Markus beließ es aber zum Großteil im Schritt und ich hatte das Gefühl, mich schneller als vor noch vierundzwanzig Stunden in den 'Ponyspace' flüchten zu können. Gegen Ende der ersten Hälfte meines Trainings legte es der Pferdetrainer zum ersten Mal sogar darauf an, mich gezielt aus diesem zu holen. Ohne Grund befahl er mir, die üblichen zehn Liegestütze zu leisten- natürlich war ich erst mal 'raus' und musste im Anschluss drei weitere Male runter, weil es mir schwer fiel, mich sofort erneut bewusst wieder in diesen Zustand zu begeben. Letztendlich gelang es mir, was Markus veranlasste, dieses Training mit mir zu beenden.

"Gut gemacht Schlachtross, das war ein guter Schritt vorwärts... Mach weiter so!"

Mit einem Fingerzeig beorderte er mich in die Richtung des Baumes, wo Brutus angebunden auf uns wartete. Während er begann, das Knie des Leithengstes zu massieren, erklärte er mir, was wir heute zu tun hätten...
Während ich seinen Worten lauschte, kam ich mir mehr und mehr fehl am Platz vor- ich sollte gemeinsam mit Brutus als 'Arbeitspferd' von Jens zugeschnittene Teile von Baumstämmen hier aus dem Unterholz zum Waldweg schleppen. Was hat das mit dem für mich hier angedachten Training für das Rennen zu tun? Ja klar, sicher, es wäre Kraft-Ausdauer-Training...
Auch der Hinweis des Pferdetrainers, die Rittmeisterin selbst hätte dies für mich heute angeordnet UND die dazu mögliche Alternative wäre am Nachmittag das Training unter Aufsicht der Baroness Mira gewesen stellte keinen Trost dar- das war nur Schinderei zugunsten von Rosengarten!

"Ich schirr euch jetzt ein- wie gesagt, ich gebe den Weg vor... ihr dürft- und müsst- aber selbst darauf achten, wo ihr hintretet..."

Nachdem der Pferdetrainer mit uns beiden fertig war, baute er aus einigen der auf der Wagonette mitgeführten Teilen in wenigen Minuten eine Konstruktion, die sehr an eine verkleinerte Form des Schlittens erinnerte, vor dem ich in der ersten Woche bei der 'Begutachtung' durch die Baronin mein 'Leistungsvermögen' zur Schau stellen durfte. Hier aber, das war mir sofort klar, wäre er eine Erleichterung für uns, da wir so die Stämme nicht komplett auf dem Waldboden schleifen müssten.
Mit einem "Vorwärts" schritt Markus uns voran- er schien genau zu wissen, wo wir hin sollten. In seinen Händen hielt er ein stangenartiges Werkzeug mit Haken und eine Axt, wir schleiften dafür den Schlitten und die Ketten zur Befestigung der Stämme hinter uns her...

"Das sieht doch gar nicht schlecht aus...- da hat Jens vernünftig gearbeitet..."

Mit diesen mehr an sich selbst gerichteten Worten ließ er uns anhalten. Vor uns lagen zugeschnittene Stammteile von geschätzten zwei Metern Länge und einem Durchmesser einer ausgestreckten Hand mit zugehörigem Unterarm. Vom Forstweg standen wir jetzt geschätzte achtzig bis einhundert Meter entfernt, hier lagen mindestens zehn Stücke und ein Blick von mir führte zu der Erkenntnis, wenn wir hier fertig wären, würde es nur noch weiter in den Wald hinein gehen...

"Vom Herumstehen erledigt sich die Arbeit nicht..."

Mit einigen Kommando's dirigierte der Pferdetrainer uns so, daß er mit dem 'Wendehaken'- so taufte ich das Werkzeug für mich selbst- den Stamm mit einem Ende mittels einer Drehbewegung auf den Schlitten hebelte und mit der Kette verzurrte. Dann begann unser Part...

'Sollen wir das etwa den ganzen Tag machen...?'- die Last hinter uns war definitiv nicht mit dem Ziehen von einem Sulky zu vergleichen! Brutus und ich lehnten uns nach vorn und stemmten uns in unsere Geschirre. Mit unseren Hufschuhen suchten wir Halt im Erdreich und kämpften uns Meter für Meter zurück zum Forstweg. Keine Ahnung, wie lang wir dafür benötigten...- aber Markus war mit uns unzufrieden.

"Strengt euch mehr an...- so werden wir nie fertig... Das muss schneller gehen... Passt auf- ich schlage euch den nächsten Stamm auf dem Schlitten an und bringe dann den Stamm hier in die richtige Position. Ihr müsst euch dann ein Stück allein den besten Weg hierher suchen- Brutus, du führst Schlachtross dabei! Verstanden?"

Mein Partner nickte lustlos und wir schleppten uns und und unser Arbeitsgerät zum nächsten Stamm. So gewannen wir etwas Zeit pro Durchgang, was Markus dazu brachte uns zu loben...- doch selbst wenn wir durch diese Anordnung des Pferdetrainers effizienter wurden, für Brutus war die Arbeit eine einzige Schinderei! Ich hatte damit auch zu kämpfen, nach dem vierten Stamm brannten meine Schenkel ob der ungewohnten Arbeit, doch bei meinem Nachbar neben mir sah ich mit jedem Seitenblick, wie er richtig abbaute. Mit seinem gesunden Bein stemmte er sich in den Boden, nur um danach einen halben Schritt nach vorn zu machen und sein Knie dabei nicht über Gebühr zu beanspruchen. Ich stellte mich auf diese Gangart ein, doch wechselte ich nach zwanzig Schritten immer wieder, damit ich mir ebenfalls nicht mit einseitiger Belastung eines der Kniegelenke ruinierte. Brutus hingegen hatte nicht diese Möglichkeit- ihm blieb nur die Wahl, sich auf die Art kaputt zu machen. Das schlimme für mich bestand darin, in seinem Gesicht zu sehen, wie sehr Brutus sich dieser Tatsache selbst bewusst war...

'Warum war Markus nur so blind? Oder war er herzlos genug, um nicht sehen zu wollen, wie sein Gestütpferd sich mit jedem Schleppvorgang mehr ruinierte?'

Ich verstand es nicht...- doch hier zeigte sich mir erneut eine Facette der kursierenden Gerüchte rund um Rosengarten. Es bedurfte keiner Schläge- allein die Angst vor einer Bestrafung trieb die Pferde hier zu Leistungen an, die jenseits aller Grenzen lag und diese eher früher als später verschliss...
Wir hatten inzwischen fünfzehn Stämme zum Weg gezerrt...- die letzten drei davon in einsetzendem Regen, der immer stärker wurde. Unser 'Trainer' schien endlich ein Einsehen zu haben und verkündete, es sei Zeit für unsere Mittagspause.

"Ihr habt euch gut geschlagen... Kommt, ich schirr euch aus und lass euch in Ruhe fressen. Lasst uns ein wenig im Wald verschwinden..."

Er entnahm der Kiste zwei Kunststoffschüsseln und führte uns zurück in den Wald. In der Nähe des vermutlich nächsten Stammes für uns schirrte er uns aus, löste sogar unsere Vorderhand von den Harnessen und band uns nur mit den Führleinen so an einen Baum, daß von diesen genügend Länge übrig blieb damit wir uns sitzend an den Stamm lehnen konnten. Markus drückte uns die Schüsseln in die Hand, meinte noch, wir sollten es uns schmecken lassen und drückte sein Bedauern darüber aus, er hätte keine Löffel für uns organisieren können.
Egal, was ich vorhin über ihn gedacht hatte- er war hier auf Rosengarten uns 'Pferden' noch am meisten zugetan. Daher begriff ich sein beharrliches Ignorieren des Zustandes von Brutus um so weniger...


DRACHENLORD

...Als wir unser Futter verzehrt hatten, bevor es der Regen in einem ekelhaften Brei verwandeln konnte, schauten wir uns an und schwiegen. Markus hatte sich weit genug zurück gezogen und war nicht zu sehen...
Ich fasste mir ein Herz und sagte leise:

„Brutus!“

Er schaute mich groß an und schüttelte mit dem Kopf. Ich sprach ihn ein weiteres Mal vorsichtig an:

„Brutus, ich muss dir was sagen.“

Er schüttelte wieder nur den Kopf und ich sah wie es in ihm kämpfte. Er brachte nur ein: „No talking. Punishment!“, heraus.

Ich stutzte.

'Warum antwortet er mir auf Englisch?'- dachte ich mir. Da fiel mir ein, dass Brutus vielleicht gar kein Deutsch verstand. Das könnte der Grund dafür sein, dass er auf unübliche Kommandos manchmal verspätet reagierte. Ich versuchte es daher auf Englisch:

„Brutus, do you understand german very well?“

Er schaute mich groß an und schüttelte den Kopf.

„Would you like to talk to me in English?“

„No talking. Punishment!“

Er wiederholte ängstlich diesen 'Standartsatz'...- doch ich flüsterte ihm zu:

„Brutus- it´s raining and we are alone... Markus will not hear us- no one will hear us. I just wanted to tell you one thing: I'm not going to fight you! I have no aim becoming the prime stallion in our stable.“

Er schaute mich jetzt mit noch größeren Augen an und fragte mich:

„Why? You are stronger than me- you could be the new prime stallion!"

„I will not stay here very long. I will leave in a couple of weeks...- after the race weekend. So why fighting you?"

Brutus schüttelte seinen Kopf...

"Augustine teils us another story..."

Ich realisierte den Inhalt dieses von ihm geflüsterten Satzes nicht wirklich, da ich glaubte, das Knacken eines Astes bedeutete Markus wäre auf dem Weg zu uns. Daher setzte ich nach einer Pause des Lauschens meinen unterbrochenen Gedanken fort:

"We are compareable in our strength so it is very reasonable that we hurt each other badly when we fight. Then Blacky or Lion would become the prime stallion.“

„That would be bad! They are mean and cruel,“ wandte er empört ein.

„That's exactly my point. I will fight them if they try to fuck or dominante me but not you.“

„But to show my position I have to fuck you too,“ antwortete er.

„Yes I know, but try to do it gentle, not like Blacky's Style... with Miu!

„You like getting fucked?“, fragte er sichtlich erstaunt.

„Not really, but I don't mind any more.“

Wir schwiegen uns wieder an und der Regen prasselte immer stärker. Einerseits war es nicht gerade angenehm im Regen zu stehen, doch die Anzüge schützten uns bedingt vor Auskühlung und so lange es regnete mussten wir nicht arbeiten. Wir setzten uns unter die große Fichte, an der wir angebunden waren und kuschelten uns eng aneinander.
Ich spürte wie Brutus seinen Kopf auf meine Schulter legte und seufzte.

„You are very lonely, aren't you“, flüsterte ich...

DRACHENLORD ENDE


Nach einiger Zeit hörte der Regen auf- und damit war auch unsere Pause zu Ende. Markus rief uns bereits, doch Brutus hatte Schwierigkeiten auf seine Hufe zu kommen.

'Das war nicht nur dem gestrigen Tag geschuldet..., Brutus hatte schon den ganzen Vormittag mit seinem Knie gekämpft und hielt sich wie gestern bei Mira auf ihrer Bahn allein noch durch seinen Willen aufrecht.
Der kann nicht mehr, der ist einfach nur fertig! Brutus wird das hier nicht mehr lange ohne Zusammenbruch durchhalten und dann wird sich Augustine mit ihm beschäftigen... Wer hält dann Blacky und Lion zurück?'

Meine Gedanken rasten, während der Pferdetrainer uns beide los band und für unsere Arbeit erneut vor die Ortscheide führte. Ich blieb einfach stehen...

"Los Schlachtross...- zick hier nicht herum! Die Pause ist vorbei..."

Es geschah für mich selbst eher instinktiv..., doch ich schüttelte meinen Kopf und bockte. Von meiner Widerspenstigkeit selbst überrascht, schaute ich Markus an- ich hatte von Rosengarten die Schnauze so voll... Aber hier ging es nicht um mich, hier ging es um Brutus!

"Herr Pferdetrainer..."- sogar jetzt hielt ich die geforderte Form der Höflichkeit ein- " Brutus kann nicht mehr! Ich weiß nicht, was in der Vergangenheit hier mit ihm angestellt wurde, doch er lahmt! Dazu gestern das Rennen und die Schläge... Er ist nicht in der Lage jetzt noch weiter zu arbeiten- und das können sie doch nicht verleugnen! Oder sind sie so blind? Doch vielleicht sind sie auch, trotz ihrer Worte für mich, so wie fast alle hier auf dem Hofgut...
Ich bitte nicht für mich- obwohl ich, seit ich hier bin, den Wunsch habe, dies sei alles nur ein böser Traum und ich dürfte endlich aufwachen!"

Der Pferdetrainer glaubte sich verhört zu haben...

"Was zur Hölle..."

Markus war richtig sauer über meinen Verstoß gegen die eiserne Regel für uns Pferde...- seine Augen spiegelten die Wut auf mich darüber unverfälscht wider! Dann brach es aus ihm heraus:

"Hältst du dich für Mister Ed? Glaubst du Schlauberger vielleicht, ich wüsste dies alles nicht selbst?"- brüllte er mich an. "Du bist gerade mal eine Woche hier... und maßt dir an, mir Unkenntnis über das, was in dieser Hölle vorgeht, vorzuwerfen? Du... bist so ein selbstgerechtes Arschloch! Sei einfach dankbar über die Tatsache, daß du mit Anja als deiner Jockey so einen Himmel auf Erden als Pferd hast... Komm her und steh still!"

Ich wagte nicht auszuweichen...- obwohl ich sah, wie er mit seiner Hand ausholte und seine Backpfeife mit voller Wucht auf meiner Wange einschlug. In einer fließenden Bewegung mit der Rückhand fing ich noch eine auf der anderen Seite- dem Pferdetrainer war es dabei egal, ob er sich dabei an meinem Halfter selbst weh tat...
Sein Gesicht schob sich so nah wie nur irgend möglich vor meines, ehe er seine Fassung wieder gewann und nun sehr leise mit mir weiter sprach...

"Du hast keine Ahnung... Du kannst nicht wissen, was für Alpträume mir die Behandlung von euch Pferden durch die Baroness' verursachen! Ihr erträgt den Schmerz direkt- ich dagegen wieder und wieder in meinen Träumen und Gedanken...- ihr müsst ihn einfach nur ertragen... ich stehe zwischen euch und den Baroness und muss von Zeit zu Zeit, wie gestern... nach diesem 'Rennen' zwischen dir und Brutus, darüber entscheiden, wie und in welchem Umfang ihr gequält werdet...
Warum glaubst du eigentlich, habe ich gestern Blacky und Lion der gleichen Behandlung durch Mira dargeboten? So, wie ihr gestern ausgesehen habt, hätten die beiden in der Box die Machtfrage gestellt und einer von den beiden wäre jetzt Leithengst und ihr mit Sicherheit bei Augustine in der Klinik! Wäre dir das lieber!?"

Ich schüttelte stumm den Kopf...

"Zu solchen Entscheidungen bin ich, seit ich hier auf dem Hofgut arbeite, gezwungen! Ich habe keine Ahnung, wie lange ich das noch durchhalte... Als Brutus hier neu auf den Hof kam und durch Mira sein Widerstand Stück für Stück gebrochen wurde... ich hätte am liebsten alles hingeschmissen! Aber ich habe die Verantwortung für euch Pferde...ich kann euch doch nicht im Stich lassen!
Du bist nur bis zum Rennen hier... aber alle anderen hier müssen das auch danach weiter ertragen...
Und mich bindet auch die Loyalität zur Baronin hier an das Hofgut..."

Der Pferdetrainer schien sich gefangen zu haben...

"Soweit ich unterrichtet bin, bist du aus dem gleichen Motiv heraus für die Spielschulden von Lady Bea hier nach Rosengarten gegangen... Die Frau Baronin hat in der Vergangenheit in einer sehr schwierigen Situation für mich bedingungslos zu mir gestanden..."

Markus brach im Satz ab und schwieg. Er wollte, das war spürbar, nicht weiter darüber sprechen... Statt dessen nahm er erneut den Faden auf und konfrontierte mich mit dem, was für mich unmittelbar von Wichtigkeit war!

"Was du definitiv noch nicht begriffen hast- wärst du wirklich ein Pferd, dann würde dich Brutus nur insofern interessieren, ob du seinen Platz als Leithengst, mit all den damit verbundenen Vorteilen für dich, erobern könntest! Keines der anderen würde dir helfen, wenn du am Boden liegst...- du wärst das Futter für die Raubtiere und damit Garant für deren momentanes Überleben. Du brauchst mir jetzt nicht mit Miu zu kommen- er hätte durchaus das Potential, um zumindest Lion auf den Platz des Omega zu verweisen... Aber der ist immer noch genau so wie du- zu weich um hier auf Dauer zu bestehen..."

Dies ließ er für mich so stehen um das Thema auf unsere Arbeit hier zu wechseln.

"Brutus und du haben als Arbeitsleistung heute fünfunddreißig Stämme aus dem Wald zu ziehen- im Doppelzug, wie ihr von mir eingesetzt werdet, ist das durchaus nach einem normalen Training am Vortag für ein gesundes Pferd zu schaffen... Das wurde von Augustine festgelegt- und die hat dafür die entsprechenden Werte sogar ausgetestet! Das Problem mit euch beiden ist, du schaffst so einen Stamm nicht im Einzelzug ohne dich zu ruinieren und wenn ihr beide euch jetzt nicht aufrafft und zusammen reißt, damit ihr das vorgegebene Leistungssoll erfüllt...- dann wird sich die Baroness in ihrer Klinik des 'Problems' annehmen und 'ermitteln', woran es gelegen haben könnte daß ihr ihre Vorgabe nicht erfüllt habt... Dann kann ich euch gar nicht beschützen...- verstehst du? Dann seid Ihr am Arsch- ihr beide!
Das Brennholz, was ihr hier zur Waldschneise schleppt, hat Jens so zugeschnitten, daß ihr mit einem Teil um die 200 Kilogramm ziehen müsst... Du kannst hier also weiter den bockigen Hengst spielen oder du stemmst dich ein wenig stärker in dein Geschirr und hilfst dir damit selbst UND Brutus, eure Norm zu erreichen!"

Mir war bewusst, dies war sein letztes Wort zu dem Thema- und ich sollte jetzt besser zeigen, wo mein Platz im Gefüge von Rosengarten war!
Mein Wiehern zeigte an, ich wollte noch etwas von ihm und mit verärgertem Gesicht drehte er sich noch einmal mir zu.

"Du musst wohl immer das letzte Wort haben...!"

Ich senkte meinen Blick, ging wortlos auf mein Knie und hoffte, er würde meine Geste richtig einordnen...

"Wieder Pferd? Nie wieder... Schlachtross...- NIE WIEDER! Denk nicht einmal daran! Schätze dich glücklich, daß du dir das mit mir geleistet hast und ich dich mag...- Brutus bekommt deine Futterration heute Abend! Was er damit macht, ist dann seine Sache...
Versuche erst gar nicht darüber nachzudenken, was Mira mit dir anstellen würde wenn du das in ihrer Anwesenheit abgezogen hättest...- oder schau dir die Narben von Brutus an und versuche es! Er hat es, nachdem er frisch auf Rosengarten war, einmal versucht...- nach fünf Tagen in ihrem 'Spielzimmer' hat er weitere zwei Monate in der 'Obhut' ihrer Schwester zubringen dürfen, ehe sie ihn endgültig in Ruhe ließen..."

Während man mir schon wieder jenes ominöse 'Spielzimmer' der Baroness als den Ort jenseits meiner Vorstellungskraft unter die Nase rieb, hatte Markus sich hin zu Brutus gewandt. Er befahl ihm still zu stehen, zog mich zuerst hoch und dann hinter sich her, bis wir beide vor dem Rücken des Leithengstes standen. Dort entfernte er dessen Zuggeschirr und öffnete den Rückenreißverschluss seines Overalls. Den Stoff nach links und rechts gezogen, gab er mir den Blick auf den Rücken des Leithengstes frei...

"Schau sie dir genau an Schlachtross...- jede einzelne Narbe auf seinem Rücken... Da ist keine einzige von mir oder der Rittmeisterin dabei!"

Während ich so durch Markus in den 'Genuss' gebracht wurde mir dieses Bild des Grauens bei Tageslicht von nahem einprägen zu müssen, schwang in seiner Stimme erneut eiskalte Wut mit, die er dabei kaum gebändigt bekam. Das war jetzt aber nicht mehr nur meinem Fehlverhalten geschuldet...- hier war bei ihm gerade ein Ventil aufgegangen... der Pferdetrainer baute Stress ab unter dem er seit wer weiß wie lang schon stand.

"Präge dir diesen Anblick genau ein... Weder Mira noch Augustine haben irgendwelche Hemmungen, dir auch so einen Rücken zu verpassen! Du hast nicht den Schutz, den ein Einsteller hier auf dem Hofgut genießt- das hat die Baronin gegenüber ihren Töchtern und der Rittmeisterin gestern Abend noch einmal bekräftigt. Du bist kein Gast... du bist auf dem gleichen Niveau wie ein Gestütpferd...- mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen...!"

Ohne Vorwarnung zog er die Hengstkette- und schon wie in der Sattlerei zwang mich der schlagartig einsetzende Schmerz zuerst in die Knie und dann zusammengekrümmt auf den Waldboden. Ich wünschte mir die Trense zwischen meine Zähne um den Schmerz irgendwie aushalten zu können, doch diese hing nach der Fütterung noch seitlich am Halfter. Markus erteilte mir gerade eine Lektion- soweit war ich noch, trotz des Schmerzes, zum Denken in der Lage. Mein Blick war aber tränenverschwommen...
Ein Wiehern von Brutus sorgte für ein Innehalten des Pferdetrainers. Er schaute auf, der Leithengst hatte sich zu uns umgedreht und schüttelte seinen Kopf...- so als wollte er 'es reicht...' zum Ausdruck bringen.

"Du hast recht Brutus...- es reicht... Es reicht mir schon lange... Aber Strafe muss trotzdem sein! Hoch auf deine Beine mit dir, Schlachtross!"

Während ich dankbar in Richtung des Leithengstes schnaubte, kramte Markus in seiner Gürteltasche und ich lernte, diese enthielt nicht nur Leckerchen zur Belobigung...
Das waren eindeutig zwei Zungenstrecker- und der Pferdetrainer clipte diese an unsere Trensen die danach in meinem Mund und dem von Brutus verschwanden und von ihm wieder am Halfter festgezurrt wurden. Dieses Scheißteil verursachte in meinem Rachen einen Würgereiz, hinzu kam noch der eklige Geschmack des vulkanisierten Gummis!

"Das Teil bleibt, bis wir wieder im Stall sind, in eurem Maul- wie gesagt... Strafe muss sein..."

'Einatmen..., ausatmen...'- und dabei wieder und wieder gegen den Wunsch ankämpfen, sich an Ort und Stelle übergeben zu müssen! Wenn der Pferdetrainer auf eine solche Maßnahme zu meiner Bestrafung zurück griff, dann hatte ich es wirklich verdient...- von seinem Standpunkt aus.
Petra hatte mich ja eindringlich gewarnt, doch ich musste ja das 'nette Pferd' heraus hängen lassen... Wieviel von dem Vertrauen, das Markus zu mir aufgebaut hatte, ich durch mein Handeln jetzt eingerissen hatte- ich konnte es nicht abschätzen! Doch in einem war ich gezwungen, Markus recht zu geben- es lebte sich hier leichter als Egoist...
Ich wollte aber nicht so sein, da hatte ich eine andere Auffassung von 'Herde'! Diese sollte, bei allen Streiterein im Inneren, gegen äußere Feinde gemeinsam handeln! Doch hier auf dem Hofgut war alles anders...- nichts, aber auch gar nichts entsprach irgend etwas, was mir als Pferd beigebracht worden war. Ich konnte nur hoffen, der Pferdetrainer würde nicht nachtragend sein und nach meiner Bestrafung wäre alles wie vorher. Doch wie würde Brutus darauf reagieren? Ich hatte mit meiner unbedachten Handlung ihm auch das Leben schwerer gemacht...

Den ganzen Nachmittag stemmte ich mich wie irre vor den angehängten Stämmen in mein Zuggeschirr..., kämpfte gegen den Brechreiz in meinem Rachen..., bot Brutus auf den Strecken vom Waldweg zu den nächsten Stämmen meine Schulter an und stützte ihn so...- Markus honorierte meinen Willen nach gezogenen acht Stämmen damit, daß er mir zusammen mit Brutus regelmäßig wieder etwas zu saufen gab. Dies behielt er auch so bei, bis wir beide das uns vorgegebene Soll endlich geschafft hatten.

"Brutus, Schlachtross...- steht!"

Zu meiner Überraschung nahm er nicht nur bei meinem Partner die Trense aus dem Maul und gab ihm ein paar Apfelstücke- auch bei mir vollführte er dies. Bevor er danach wieder die Trensen an unseren Halftern befestigte, zog er beide Zungenstrecker ab und steckte diese demonstrativ ein. Unsere Blicke trafen sich, ich beugte unaufgefordert mein Knie und senkte den Kopf.

"Wie gesagt...-NIE WIEDER!"

Ja- Markus gegenüber würde ich dies ganz sicher einhalten. Der Rittmeisterin... sicherlich auch... Aber was wäre, wenn es Mira, Augustine oder Jens gelänge, mich in eine Situation zu treiben, in der ich gezwungen wäre, erneut mein PferdSein aufzugeben? Ich fürchtete mich wirklich vor einer Antwort darauf...

So verharrte ich in der eingenommenen Position, Markus strich mir irgendwann über meine Haare und forderte mich auf, wieder auf meine Hinterhand hoch zu kommen. Dann führte er mich ganz dicht neben Brutus, umarmte uns beide und während er uns fest an sich drückte, spürte ich die Feuchtigkeit seiner Tränen in meinem Gesicht.
Stück für Stück begann ich zu ahnen, was die Arbeit hier auf Rosengarten aus ihm machte...- und seine Andeutungen über die Bindung, die ihn hier hielt... so etwas war stärker als jede Eisenkette...

"Ihr beiden- ich weiß, ihr seid fast am Ende eurer Kraft..." Markus sprach sehr leise zu uns- "... ich rate euch, wenn es nachher euer Futter in der Box gab, da solltet ihr gemeinsam sehr aggressiv auftreten. Brutus, dir gebe ich mehr als zwei Portionen... Schlachtross, du sorgst dafür, daß dein Leithengst in Ruhe fressen kann! Ich habe für dich ja festgelegt, du bekommst von mir heute Abend nichts für deinen Verstoß... Brutus...wird dir aber ganz sicher etwas übrig lassen..."

Der Pferdetrainer wollte seine mir gegenüber verhängte Bestrafung von heute Mittag nicht zurück nehmen...- doch dies war seine Aufforderung an ihn, mir einen Anteil zuzugestehen...
Wortlos führte er uns zu der Wagonette, schirrte uns ein und befahl uns ihm zu folgen und zurück zum Stall zu laufen...


Büro der Frau Baronin...


Rittmeisterin:


"Frau Baronin wünschten mich zu sprechen?"

"Setzt euch bitte- ich habe die abendliche Besprechung etwas vorgezogen... Zuerst das wichtigste: wir haben für den kommenden Sonntag einen Großauftrag erhalten- und da es sich bei der Auftraggeberin um eine sehr gute Freundin handelt, möchte ich, daß ihr alles dafür notwendige unternehmen werdet, damit wir dies zur vollsten Zufriedenheit unserer Kundin durchführen...
Wir sollen einen Sechsspänner für eine Hochzeit stellen...- die Kundin ist die Braut und legt allergrößten Wert darauf, mit dieser Kutsche nicht nur vor die Kirche, sondern danach auch noch zu der von ihr angemieteten Eventlocation gefahren zu werden. Ich habe bereits nachgesehen, die Strecke beträgt knapp 13 km und ist daher durchaus für unsere Pferde zu schaffen. Es gibt da aber einen Punkt, der dem Brautpaar sehr wichtig ist- die Pferde sollen als ein einheitliches Bild in schwarzem Latex vorfahren..."

Noch ehe die Rittmeisterin dazu etwas sagen konnte, wischte die Baronin alle potentiellen Einwände mit einer Handbewegung weg.

"Der Punkt ist nicht verhandelbar- und ich habe dies bereits zugesagt! Natürlich kenne ich eure Einwände... und mir gefallen unsere Pferde im Naturfell auch besser... Aber das Paar hat die Bilder von meiner gestrigen Ausfahrt zu sehen bekommen und da liefen die beiden Gastpferde auch in ihrem Gummifell mit. Weiterhin sind unsere Pferde dank der Arbeit mit unseren Gästen es gewohnt, auch in Latex zu arbeiten...- daher sehe ich da keine größeren Probleme..."

"Wir haben bisher aber noch nie alle unsere Pferde..."

"Rittmeisterin- ich möchte hier und jetzt keine Ausflüchte von Ihnen hören sondern Lösungsvorschläge! Mir ist durchaus klar, dies stellt eine Herausforderung dar- für jeden von uns. Sie sind meine rechte Hand... ich möchte, daß sie sich... heute noch... mit ihrem Partner besprechen und mir zur morgendlichen Frühbesprechung erste Ideen vortragen. Die Zuarbeiten für unsere Gäste unter der Woche bleiben davon unberührt. Sie bekommen das hin- ich verlass mich darauf!
Gab es sonst im heutigen Ablauf irgendwelche Probleme mit unseren Gästen oder den Gestütpferden...?"


Stallbox...


Schlachtross:


Die Sonne war bereits hinter den Bäumen im Untergehen begriffen, ehe wir wieder 'daheim' waren. Ich hatte während unseres Rückweges erneut genug Zeit zum Nachdenken über die an mich gerichteten Worte des Pferdetrainers und seiner Reaktion nach meinem 'Regelverstoß'.
Er hatte in zwei Punkten definitiv recht: Ich hatte freiwillig den Status eines Pferdes gewählt...- und damit war sprechen für mich tabu! Ich war nicht Mr.Ed..., und damit war die Bestrafung durch ihn völlig in Ordnung... Das System, ein zuhörendes Pferd gleich mit zu bestrafen war natürlich perfide, sorgte aber für auf Angst und möglicher Vergeltung des so mit bestraften 'Tieres' beruhender Disziplin...
Zweitens: hier würde mir nicht einmal Markus etwas schenken... gut, Miu...- doch auch da hatte er recht. Mit seinem Handeln würde er nie aus der Position des Omegas heraus kommen. Alle anderen in der Box wären, wie richtige Pferde, nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht- und wenn sie mich blöd dastehen lassen könnten, dann würde ich und nicht sie die Schläge abbekommen und damit stiege ihre Chance, in diesem Moment ungeschoren davon zu kommen. Das galt auch für Brutus- er war 'Leithengst' in unserer Box und nach der heimlichen Unterhaltung mit ihm verstand ich sein Handeln uns gegenüber besser. Vor allem hatte es mir gezeigt, er hatte Angst vor einem Machtwechsel zugunsten von Lion oder, wahrscheinlicher, von Blacky...
Dies sah unser Trainer auch so- er war an Ruhe in der Box interessiert und daher rührte auch sein Rat, nachher so aggressiv wie irgend möglich zu agieren. Brutus war dank seines Zustandes derzeit angreifbar und ich war die Barriere, um einen Wechsel heute Abend oder Nacht zu verhindern. Es lag vor allem auch in meinem Interesse, denn so wie Brutus sich zu meinen Gunsten bereits drei Mal eingemischt hatte...- wäre mit Blacky als Leithengst so nie geschehen!
Auch auf das Risiko hin, nichts von dem Futter zu sehen, was Markus nachher verteilen würde, ich würde Brutus helfen müssen...

"Steht...- nach dem Ausschirren dusch ich euch ab, ehe ihr in die Box kommt... Die anderen hatten bereits ihre Abendfütterung..."

Endlich aus den klammen Overall entlassen und nur in meinem 'Naturfell' rief Markus den Pferdeknecht an und befahl, er solle sich um unsere Zuggeschirre kümmern- die wären feucht und müssten getrocknet und gefettet werden. Er solle auch die Wagonette und das Werkzeug an seinen Platz bringen...- er, Markus, würde sich um die Pferde kümmern! Damit hatte unser Trainer sichergestellt, wir würden durch den Knecht heute nicht mehr behelligt werden.
Im 'Waschraum' blieb das Wasser für uns kalt- doch Markus meinte nur, dadurch wären wir munter und unsere Aufmerksamkeit ein wenig höher. Er rieb uns aber mit einem Handtuch ab und regte damit den Kreislauf von Brutus und mir an. Wir beide bekamen von ihm danach Hüftgurte angelegt und somit auch die Vorderhand an deren Seiten fixiert. Das Dauerhalfter noch um den Kopf, aber keine Führleinen...

"Denkt daran, was ich euch geraten habe...- it's Showtime!"

Derart eingestimmt dirigierte er uns mit seiner Stimme zu unserer Box, schob deren Tür zur Seite und schob uns hinein.
Brutus steuerte sofort an die Futterraufe, ich schirmte ihn bei seinem immer noch hinkenden Gang gegenüber Blacky und Lion im ersten Moment ab. Sie sollten nicht sofort mitbekommen, wie es um uns beide wirklich stand- ich zwang mich geradezu, aufrecht zu bleiben und Stärke zu projizieren. Im mittlerweile Halbdunkel der Box, die nur von dem indirekten Licht der Boxengasse profitierte, hatten wir eine gute Chance, damit durchzukommen.
Das Wiehern von Brutus klang wütend nach seinem Blick in die Raufe und sein Schritt auf Lion zu drückte aus, was die anderen Hengste von ihm denken sollten- wo ist mein Futter und wer von euch hat es gefressen!
Diese sofortige Einschüchterung funktionierte tatsächlich- Lion ging runter und schüttelte den Kopf. Wütend starrte Brutus daraufhin Blacky an, dieser schüttelte auch sein Haupt, doch riskierte er die Machtprobe und verweigerte seinem Leithengst gegenüber die Demutsgeste.

'Hier war die Herausforderung, von der Markus uns indirekt gewarnt hatte! Jetzt galt es...'

Brutus wieherte wütend und baute sich direkt vor Blacky auf, ich stellte mich seitlich so, daß ich ihm bei einem Kampf direkt ein paar Tritte verpassen könnte- und er dies auch registrierte! Miu, das hatte ich mitbekommen, behielt Lion im Blick und sorgte derart für dessen 'Neutralität'...
Diese Konstellation war in ihrer Machtdemonstration zu eindeutig, daher begann auch Blacky langsam sein Knie zu beugen. Ein forderndes Schnauben des Leithengstes war genug Aufforderung, die etwas schneller zu vollführen... und nachdem er derart Brutus seinen Respekt erwies, kam Markus mit unserem Futter!
Ohne sich um das zu kümmern, was gerade in der Box passierte, lief er um uns herum und schüttete unsere Ration in die Raufe. Erst nachdem er wieder aus der Box verschwunden war und wir unter uns waren, schnaubte Brutus kurz in meine Richtung und mit einer Bewegung seines Kopfes machte er mir klar, ich solle seinen Platz einnehmen- er wolle jetzt ungestört fressen!
Damit lag die Verantwortung jetzt bei mir- im Dämmerlicht hielt ich Ausschau nach der geringsten Bewegung der beiden.

'Blacky rutschte ein wenig mit seinem Knie...- nein, das war nur eine Entlastung seiner linken Hinterhand... und er hielt weiter den Kopf gesenkt.
Ein flüchtiger Blick zu Miu...- da war alles in Ordnung...
Lion...- Scheiße, der hatte seinen Kopf gehoben und schaute mich herausfordernd an!'

Mit zwei schnellen Schritten war ich bei ihm- das war weniger nachgedacht als instinktiv gehandelt- und trat ihm gegen den Oberschenkel! Dazu schnaubte ich wütend und erzwang so das erneute Senken seines Kopfes.
Erst dann begriff ich was gerade passiert war- ich hatte rein instinktiv ihn dominiert und er hat sich mir in diesem Moment unterworfen. Sein schmerzhaftes Schnauben und das auch äußerliche Zusammenschrumpfen bezeugte dies. Brutus schaute kurz auf und lächelte mich an...
Das tat so gut- ich war richtig stolz auf mich! Zurück auf meiner Position vor Blacky befürchtete ich noch eine weitere Machtprobe, doch ich spürte regelrecht die aufputschende Wirkung des Adrenalins, was mein Körper gerade ausschüttete und dieser Hengst war auch clever genug, keine Provokation zu wagen.

'Der Kampf mit dir ist trotzdem unausweichlich...'

Nachdem Brutus so ungestört hatte fressen können, verließ er den Platz an der Raufe und bedeutete mir, ich könne den Rest fressen. Gleichzeitig entließ er die drei anderen Hengste und bedeutete ihnen mich in Ruhe zu lassen. Das war zwar gewagt, doch ich hatte geholfen, seine Führungsposition zu verteidigen...
Der Blick in die Raufe erstaunte mich dann doch- und ich schaute ungläubig noch einmal zu Brutus. Der sah aber eindeutig satt aus und nickte mir noch einmal zu- die Portion die da noch lag, würde mich ebenfalls nicht mit einem Hungergefühl ins Stroh fallen lassen. Der Pferdetrainer hatte Wort gehalten und scheinbar wieder ein 'wenig' aus der Kammer der 'Einsteller' hinzugefügt.

'... Ein wenig mehr als zwei Portionen...'

Ich ging davon aus, wenn Brutus sich wirklich satt gefressen hatte, dann tendierte die von Markus uns zugestandene Menge eher zu eineinhalb Standartportionen für uns beide. Kein Wunder das Blacky und Lion neidisch waren und etwas abbekommen wollten. Dazu kam der Fakt, statt dem üblichen Gemisch aus kleingeschnittenen Gemüse, Brot und ein wenig Käse für uns, befanden sich zusätzlich Wurstwürfel, Obst und sogar Stücke von Müsliriegeln im Futter. Das war definitiv aus der Kammer der 'Einsteller'!
Während ich so unter dem Schutz von Brutus fressen durfte, hob ich bei einem warnenden Schnauben des Leithengstes kurz den Kopf- doch Blacky wollte zu Lion und bedeutete diesem recht unverblümt, was er als ihm überlegener Hengst jetzt erwartete...
Mit vollem Magen und glücklich mit dem Gedanken, daß Markus bei so einer bereitgestellten Futtermenge uns nichts nachtrug, ging ich zu Brutus und bezeugte ihm mit einer Geste meinen Dank für die gewährte Möglichkeit, trotz meines Fehlers und der auch für ihn damit verbundenen Bestrafung, mit vollem Magen die Nacht verbringen zu dürfen. Um seine Stellung hier in der Box zu unterstreichen, legte ich mich sogar vor ihm auf den Bauch, hoffte aber gleichzeitig, er würde von meinem eindeutigen Angebot keinen Gebrauch machen. Sein Schnauben neben meinem Kopf zeigte mir, wohin ich zu schauen hatte- mit seiner Hand strich er über meinen Kopf, er lächelte und verneinte meine Offerte. Mit seiner fixierten Hand gab er mir zu verstehen, ich solle in 'meine' Ecke zu Miu gehen...- und schlafen.
Ich verstand- er würde diese Nacht für Ruhe in der Box sorgen...

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Blackrubberhorse
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:05.02.21 15:46 IP: gespeichert Moderator melden


Tag 10, Dienstag- Woche zwei (Part 1)


'Latex-Rennpferd...'


DRACHENLORD


Büro der Rittmeisterin- morgens...


Markus:

Es war noch früh am Morgen, doch Markus saß schon an seinem Schreibtisch. Er hatte das Latexfell und den Pferdekopf von Schlachtross vor sich liegen und beugte sich grübelnd darüber.
Da ging die Tür auf und die Rittmeisterin kam herein.

„Hallo Schatz. Ich bin froh das du munter bist...- denn ich glaube wir haben ein Problem!“

Sie ging zu ihm, gab ihm einen Kuss auf die Wange.

"Wieso? Was ist denn los?“

Noch bevor er antworten konnte schaute sie auf den Tisch.

"Ach, ist das das Latexfell von Schlachtross?“

Sie nahm den Anzug und hielt ihn vor sich.

„Das Fell schaut schick, aber nicht sonderlich bequem aus. Aber wenn er es so haben will...“, meinte sie.

„Das ist genau das Problem, von dem ich sprach“, antwortete Markus. „Du hattest mich ja gestern noch gebeten die Sachen herauszusuchen, da die Baronin den Sechspänner am Sonntag mit Latexpferden fahren will. Ich glaube aber mittlerweile, dass das nichts wird. Schlachtross mag es gewöhnt sein und vielleicht hat er sogar Spaß daran in diesem Ganzkörperkondom zu arbeiten, aber einige von unseren Pferden bekommst du nur mit Zwang in so eine Gummipelle. Und einen sauberen Sechspänner im engen Gespann bekommt du mit denen dann sicher nicht ins Laufen.“

Er seufzte resigniert und lies sich in seinen Stuhl fallen.

„Mhhm, dann habe ich jetzt wirklich schlechte Nachrichten für dich“, wandte die Rittmeisterin ein. „Ich komme gerade von der Morgenbesprechung mit der Baronin und sie hat mir noch einmal explizit bestätigt, das sie den Sechspänner genau so haben will: Zwei Stuten und vier Hengste, komplett in schwarzes Latex gehüllt und mit einer Ganzkopf-Pferdemaske versehen. Meine Bedenken diesbezüglich, dass wir zwei Hengste haben die mit diesem Outfit nicht gerade glücklich sein werden hat sie barsch beiseite gewischt. Sie hat mich sogar daran 'erinnert', das es solche Aufträge sind, deren Einnahmen es erst möglich machen würden was wir hier betreiben! Da bring mal Argumente dagegen..."

„Das können wir nicht machen!“, wandte Markus ungläubig ein. „Bei Miu bin ich mir nicht sicher... er ist von uns halt recht selten so eingesetzt...- das bekommen wir bei ihm vielleicht mit straffem Training hin...-aber Blacky? Das wird ganz bestimmt nichts! Der dreht doch jetzt schon jedes Mal fast durch wenn er so eingepackt mit einem Einsteller arbeiten muss... Schau dir den Kopf doch mal genauer an.“

Die Rittmeisterin nahm sich den Latexpferdekopf und drehte ihn in ihren Händen.

"Na ja...- bequem scheint etwas anderes zu sein... Das sollten unsere Pferde schon aushalten.“

„Dann probiere die Maske doch mal auf. Ich gehe davon aus dass Schlachtross nichts dagegen hat“, wandte Markus sarkastisch ein.

Die Rittmeisterin nahm den Pferdekopf und setzte ihn sich vorsichtig auf. Als sie, mit Markuses Hilfe versuchte sich die Kopfhaube über den Schädel zu ziehen merkte sie wie etwas an ihrem Mund Einlass verlangte. Sie musste diesen weit öffnen und eine breite Platte schob sich hinein und legte sich fest an ihren Gaumen. Kurz darauf spürte sie wie ein weiteres Kunststoffteil sich gegen ihre Unterlippe drückte. Sie schaffte es diesen Schlauch mit der Zunge gegen ihren Unterkiefer zu drücken, so dass sie wieder atmen konnte. Kaum war das geschafft drückte etwas gegen ihre Nase und schob sich in ihr linkes Nasenloch.
Sie schloss die Augen und atmete mehrmals tief ein um eine aufsteigende Panik zu unterdrücken. Als Markus ihr jetzt noch die Haube über den Hinterkopf zog und der Druck auf ihren Kopf weiter zunahm und gleichzeitig alle Geräusche um sie herum stark gedämpft wurden war sie kurz davor sich den Pferdekopf vom Gesicht zur reißen.
Doch sie schaffte es sich unter Kontrolle zu halten und öffnete die Augen. Da merkte sie, wie sehr die kleinen Augengläser ihren Sichtbereich einschränkten und wie dunkel es durch die getönten Scheiben war. Sie drehte den Kopf und stellte fest, dass sie direkt nach vorn faktisch blind war und nur rechts und links sehen konnte, wobei sie immer ein Auge zukneifen musste um einen Gegenstand fokussieren zu können.
Sie hätte es nie zugegeben, aber sie war sehr froh, als Markus ihr nach wenigen Minuten den Kopf endlich wieder abnahm.

„Und, wie war es da drin?“, fragte er scheinheilig.

Die Rittmeisterin musste sich noch ein wenig sammeln, doch dann antwortete sie:

„Heftig! Ich hätte nie gedacht, dass dich das Teil so von der Außenwelt isoliert. Schlachtross muss schon einen gehörigen Dachschaden haben, wenn er daraus Spaß und Erregung ziehen kann.“

„Dass diese Maske eigentlich zu restriktiv ist um sie länger zu tragen habe ich mir auch gedacht, als ich sie vorhin mal aufgesetzt hatte. Doch ich habe kurz Anja, seine Jockey angerufen und sie hat mir bestätigt dass er damit teilweise zwei Tage am Stück rumläuft.“

„Dieser Spinner! Aber gut, das bedeutet ja, dass man es darin aushalten kann ohne gesundheitliche Probleme zu bekommen. Damit wissen wir auch, was wir hier unseren Tieren ohne Probleme zumuten können. Die Frage ist jetzt nur wie wir unseren Pferden das beibringen...
Ein Gutes kann ich dem hier noch abgewinnen- unsere verwendeten Masken sind nicht ganz so restriktiv..."

Die Rittmeisterin hatte den Pferdekopf genommen und drehte ihn in ihren Händen.
Sie seufzte.

"Es hilft nichts... aber da kommen wir nur mit einer Schocktherapie weiter. Du greifst dir nachher Schlachtross und verfrachtest ihn in sein geliebtes Komplettoutfit. Er soll dann während der Mittagspause als Latexpferd bei den anderen sein. Ich bin echt froh darüber, daß ich seine Jockey gebeten hatte, mir sein Outfit hierher nachzusenden...
Nach der Mittagspause staffierst du sie alle mit unseren hofeigenen Outfits aus und ihr trainiert ein wenig. Ich übernehme dafür die Einsteller- wenn unsere Chefin diesen Auftrag unbedingt will- dann werden diese in den nächsten Tagen halt ohne die Zuarbeit von unseren Pferden leben müssen!
Was du mit den Hengsten machst ist eigentlich egal. Sie sollen sich vor allem wieder an die Masken und die Anzüge gewöhnen. Sei bitte nicht zu zärtlich, sie müssen da durch und wir haben nicht viel Zeit!"

Markus schaute sehr kritisch, sagte aber nichts. Sein Vorgesetzte fuhr, dadurch ermutigt, fort:

„Heute Abend dürfen sie wieder aus ihrer Pelle raus. Wasche sie alle und gibt ihnen viele Streicheleinheiten. Morgen versuchen wir dann das Gespann zum Laufen zu bekommen. Leider kann ich die Stuten erst am Donnerstag haben, weswegen wir- das heißt du- morgen nur den Vierspänner trainierst. Natürlich auch in Latex! Abends lassen wir sie noch mal aus der Gummihaut raus und machen am Donnerstag mit dem Sechspänner weiter. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag bleiben sie voll aufgeraffelt und wir machen am Freitag das Abschlusstraining. Wenn das zu meiner Zufriedenheit ausfällt lasse ich sie am Freitag Abend wieder an die Luft, wenn nicht bleiben sie in Gummi!
Brutus und Lion arbeiten als Schlepper immerhin auch recht häufig so ausstaffiert den Einstellern, die sich so präsentieren, zu- Steel ist es durch Augustine gewohnt und Kara hat auch Erfahrung in so einer Aufmachung... Wir starten zumindest nicht bei Null..."

„Schatz, die armen Pferde sind, bei der Belastung, am Ende der Woche reine Nervenbündel!“

„Markus es geht nicht anders! Ich habe meine Befehle an die ich mich zu halten habe. Klar hätte ich gern mehr Zeit um mein Gespann an die neue Situation zu gewöhnen, doch es bleibt halt nur knapp eine Woche. Wenn die Leistung stimmt haben sie am Samstag Zeit zur Regeneration, denn der Sonntag wird ein langer Tag und wir müssen auch noch einiges vorbereiten!
Mir macht das auch überhaupt keinen Spaß- zumal damit an ein Training für die Rennen zum Hoffest nicht zu denken ist. Aber auch dieses Argument hat die Baronin vom Tisch gewischt! 'Wir hätten dann immer noch gute drei Wochen Zeit...'- genau das waren ihre Worte..."

Beide Trainer schauten sich einen Moment schweigend an...- und der Pferdetrainer sagte resigniert: „Schatz, ich hoffe du weißt was du tust!“

„Markus, das hoffe ich auch. Ich bin aber, zum ersten Mal, froh dass wir Schlachtross auf dem Hof haben. Er ist ein Latex-Rennpferd par excellence und bringt hoffentlich Ruhe in das Gespann. Ohne ihn wäre es noch schwieriger dieses Gespann zusammenzustellen.“

„Sei mir nicht böse, aber ich glaube er ist überhaupt erst der Grund warum die Baronin auf diese Schnapsidee gekommen ist! Wir haben so einen Blödsinn doch früher nicht gemacht“, antwortete Markus sauer.

„Da kann ich dich beruhigen. Es ist die Idee der Braut! Eine der Teilnehmerinnen der Charityausfahrt scheint der Dame wohl einige Bilder von dieser und dem Gespann gezeigt zu haben...- und so will diese, da das Ganze als Latexhochzeit geplant ist, auch eine Kutsche mit den Pferden in Latex davor... Diese Dame hat sogar schon dem ursprünglich gemieteten Fahrservice abgesagt! Unsere Chefin hat mir die Mail gezeigt wo sie genau ansagt was sie am Sonntag sehen will und da die beiden alte Freundinnen sind wagt sie nicht ihr das auszureden.“

Die Rittmeisterin schwieg einige Sekunden und fuhr dann fort:

"Markus es ist egal was wir denken, wir müssen diese Aufgabe in Ehren und ohne größere Schäden für unsere Pferde hinter uns bringen! Geh jetzt rüber und raffle Schlachtross auf. Ich schaue zu dass ich die Outfits für die anderen vier Hengste zusammenstelle.“

Markus sagte nichts mehr. Er nahm sich Schlachtrosses Ausrüstung und verließ das Büro sichtlich unwillig.


Stall...- vormittags


Schlachtross:

Ich hatte meine 'Morgeneinheit' Bodenarbeit mit dem Pferdetrainer hinter mir, lümmelte gerade im Stroh und döste ein wenig vor mich hin, als die Boxentür aufging und Markus erneut hereinkam. Er ging direkt auf mich zu und hakte, gerade als ich mich aufgerichtet hatte einen Führzügel in meinem Halfter ein und zog mich wortlos hinter sich her.

'Was ist denn nu schon wieder?' dachte ich mir und fragte mich, warum Markus so mürrisch war. Hing dies noch mit dem gestrigen Tag zusammen? Vorhin hatte er sich da nichts anmerken lassen...

Wir gingen direkt in die Sattelkammer und als ich hineinkam stutzte ich kurz. Auf dem großen Tisch lag ein Latexanzug, den ich eindeutig als mein Latexfell erkannte, daneben standen die Hufstiefel, die ich immer auf Beas Hof und auch hier die ersten Tage getragen hatte, bevor ich die neuen von Petra bekam...
Doch was mich am meisten irritierte war der Pferdekopf, der oben auf der Ausrüstung lag und mich direkt ansah. Es war mein Schlachtross-Kopf...
Es fühlte sich irgendwie komisch an diesen Kopf jetzt zu sehen. Lange war für mich Pferd-Sein oder besser gesagt Schlachtross-Sein gleichbedeutend mit dieser Ausrüstung gewesen. Wenn ich in diesem Anzug steckte oder diesen Kopf auf hatte war ich Schlachtross ansonsten war ich Dominic. Doch in den Tagen hier auf Rosengarten war ich Schlachtross, aber eben ohne diese Dinge. Ich musste mir selber eingestehen, dass ich sie auch nicht wirklich vermisst hatte. Ich war auch Pferd ohne das alles.
Noch während ich so grübelte trat Markus an mich heran und löste meinen Hüftriemen. Dann nahm er mir mein Geschirr ab und löste auch das Dauerhalfter.

„Ich denke du kommst allein zurecht..."- sagte er und wollte gerade die Sattelkammer verlassen, als ich den Kopf schüttelte. Er schaute mich groß an und ich deutete auf den Rückenreißverschluss und dann auf den Kopf.
Wie gern hätte ich Markus jetzt gesagt, dass ich zwar allein in meinen Kopf käme, auch wenn es mit Hilfe einfacher ist, dass ich aber bei weitem nicht gelenkig genug bin den Anzug allein zu schließen.

Er stöhnte, trat ein Paar Schritte zur Seite, blieb aber in der Sattelkammer. Ich machte mich daran mich anzuziehen. Während ich mich mit dem bereitgestellten Gleitmittel einrieb fragte ich mich warum Markus sich so spröde verhielt.
Schamhaftigkeit konnte es wohl nicht sein, da unsere Trainer uns den ganzen Tag nackt sahen und auch bei allen intimen Verrichtungen und Akten ständig anwesend waren. Vielleicht war es auch vielmehr so, dass Markus mit mir als Mensch nichts anfangen konnte und mich sozusagen als Natur-Schlachtross abliefern wollte um mich dann als Latex-Schlachtross wieder abzuholen ohne mein dazwischenliegendes Menschsein mitzubekommen.

Ich legte den Pferdekopf zur Seite und griff mir meinen Latexanzug. Es ist immer ein besonderes Gefühl wenn sich das glatte, kühle Material zum ersten Mal wieder an die Haut anschmiegt.
Schnell stieg ich mit einem Bein in den Anzug und zog ihn hoch. Eng und faltenfrei lag das glänzende Latex bald an meiner Wade und am Oberschenkel an. Als auch dass zweite Bein im Anzug verschwunden war und ich ihn bis zur Hüfte hochgezogen hatte packte ich meine Genitalien und verstaute sowohl Penis als auch Hodensack in dem dafür vorgesehenen Futteral. Obwohl ich das schon oft gemacht hatte und es eigentlich ein ganz normales Vorgang für mich war, erregte es mich jetzt so stark, dass ich sofort ausschachtetete. Die Enge des Futterals und das lange vermisste Gefühl von Latex auf der Haut machten mich so geil, dass ich tief durchatmen und mich regelrecht zwingen musste meine Hände von meinem Schlauch wegzulassen. Wie gerne hätte ich mich jetzt selbst zum Höhepunkt gebracht.
Schnell zog ich mir den Anzug jetzt über den Torso und lies die Arme in den engen Röhren verschwinden. Da ich mich komplett mit Gleitmittel eingerieben hatte flutschten sie regelrecht an die richtige Stelle. Ich streckte mich und drehte Markus meinen Rücken zu. Er verstand sofort was ich wollte und schloss den Reißverschluss. Das Gefühl wie sich das kühle Material eng um einen Torso legte verstärkte meine Erregung noch, doch ich widerstand der Versuchung meinen Schlauch zu stimulieren.
Stattdessen beugte ich mich weit nach vorne und ging auch mehrmals in die Hocke um den Anzug perfekt an meinen Körper anzupassen.
Nun nahm ich mir meine Hufstiefel und zog sie an. Im Gegensatz zu den Rosengarten-Stiefeln war ihr Schaft auch aus Latex gearbeitet und reichte mir bis kurz unters Knie. Sie waren restriktiver, doch durchaus bequem und auf lange Tragedauer optimiert. Ich war aber trotzdem am Überlegen, ob ich nicht meine 'Neuen' nutzen sollte- da deren Schaft noch mehr Stabilität boten...
Nun kam das Highlight, mein Kopf. Ich nahm ihn in die Hand. Bewusst drehte ich ihn so, das ich in mein Pferdegesicht blickte.
Es war eine Handlung, die ich schon viele Male vollführt hatte, doch war es noch immer der Höhepunkt der Verwandlung. Mit diesem Kopf wurde normalerweise aus dem Mensch Dominic, Schlachtross das Pferd. Doch heute wurde aus Schlachtross dem Nacktpferd Schlachtross der Latexhengst. Ich musste bei dieser Vorstellung grinsen, doch zwang ich mich dazu weiterzumachen.

Ich hielt Markus den Kopf hin und deutete an, dass er ihn mit beiden Händen am Maul halten sollte während ich ihn aufsetzte. Geschickt griff ich das Kinnteil und weitete es während ich mit der zweiten Hand die Kopfhaube zurückschob. Schnell war die Gaumenplatte in meinem Mund verschwunden und ich drückte sie mit meiner Zunge fest gegen den Oberkiefer. Diese Platte würde ab jetzt die Zügelhilfen übertragen und mir sagen was ich zu tun hätte.
Dann steckte ich das Silikonprofil des Futterrohres auf meine untere Zahnreihe und biss einmal zu um alles fest mit meinen Zähnen zu verbinden. Durch dieses Rohr war sichergestellt, dass ich durch den Pferdekopf atmen, saufen und fressen konnte.
Die Nüsternschläuche waren der heikelste Moment. Während ich mir den Kopfteil langsam über die eingeschleimte Mähne zog fummelte ich die schlabberigen Röhrchen in meine Nasenlöcher.
Wie jedes Mal musste ich mich auch jetzt schütteln als sich die beiden Rohre ihren Weg in meinen Körper suchten. Doch sie fanden ihren Platz und ich konnte sehr gut durch meine Nüstern atmen. Schnell zog ich mir jetzt noch die Haube über und ruckte kurz den Kopf ein wenig hin und her um seinen Sitz zu optimieren, dann war die Verwandlung vollzogen.

Ich war wieder Schlachtross, das Latex-Rennpferd!

Ich nahm meine Hände auf den Rücken und drehte Markus mein Pferdegesicht zu. Ein Kopfnicken sollte ihm anzeigen, dass ich ab jetzt wieder ein Pferd war und ich mich ihm unterordnete.
Er ging auf mich zu und während er mir den Latexkopf streichelte schirrte er mich ein. Die massiven Riemen meines Geschirrs legten sich fest um meine Latexhaut. Ihr Druck war genauso Teil von Schlachtross wie die Hufhandschuhe, die meine Hände unbrauchbar machten.
Nachdem er meine Vorderhufe am Hüftriemen befestigt hatte befestigte Markus meinen Schweif an der Lederplatte direkt über meinem Steißbein. Er verzichtete darauf meinen Schlauch am Hüftriemen hochzubinden, so dass ich in der Box in der Lage war mein Wasser abzuschlagen.
Nach dem Einhängen des Führzügels zog er mich hinter sich her aus der Sattelkammer. Ich stolzierte regelrecht als ich ihm folgte.

Ach wie genoss ich die sanfte Berührung meines Schweifs am Hintern, den leicht erhöhten Blick und den speziellen Gang auf den Hufen, den Druck und die Enge in meinem Latexfell und selbst das kleine Sichtfeld meines Pferdekopfes war ein Teil von mir. Innerlich dankte ich Markus mich wieder in das 'richtige' Schlachtross verwandelt zu haben.
Leider meldete sich in meinem Kopf jetzt eine leise, aber böse, Stimme, die behauptete, dass sich dieses Gefühl wohl sehr schnell verabschieden würde wenn ich, wie in den letzten Tagen, gescheucht würde und mir der Schweiß bis an die Knie im Anzug stünde.
Doch das war weit weg, jetzt war ich Schlachtross der Latexhengst und ich genoss es und wollte allen zeigen was für ein tolles Pferd ich war.

Markus führte mich zurück in die Box und ich ging zu meinem Strohhaufen. Miu schaute mich mit großen Augen an und kaum hatte ich mich hingelegt war er auch schon neben mir. Seine Erregung war nicht zu übersehen. Er beschnupperte mich, rieb seinen Kopf an meinem und fuhr mit seiner Wange über meinen Torso.
Auch wenn ich es durch meine abgedunkelten Augengläser nicht klar erkennen konnte war ich mir sicher, dass er Tränen in den Augen hatte.

So musste für ihn das Pferd seiner Träume aussehen!

Durch die Aufmerksamkeit Mius fiel mir nicht wirklich auf, dass mich die anderen Hengst viel kritischer musterten. Während Brutus und Lion eher neugierig, taxierend schauten und sich wohl fragten warum ich so ausstaffiert worden war und was das für sie bedeutete war der Gesichtsausdruck von Blacky eindeutig ablehnend und fast schon ängstlich...


Vormittag, später...- 'Horsekeeper 3000'...


Die Baronin stand auf und ging an ihr Telefon. Sie wählte die Nummer der Rittmeisterin und als diese abgenommen hatte sagte sie:

"Rittmeisterin, ich habe hier einen Vertreter der Firma 'Equus Solution' im Büro sitzen. Währen Sie so freundlich mit zwei Pferden ans Herrenhaus zu kommen damit er sein Produkt direkt vorstellen kann?“

"..."

Sie wandte sich an den jungen Mann der noch am Schreibtisch saß und fragte ihn:

„Gibt es besondere Anforderungen bezüglich der Ausstattung der Pferde?“

„Nein Frau Baronin. Es wäre aber sinnvoll, um die Möglichkeiten unseres Systems voll und ganz aufzeigen zu können ein Pferd im Natur-Modus, wie sie es nennen, und eines in einem vollständigen Outfit zu haben. Aber natürlich nur wenn es keine Probleme bereitet.“

„Frau Rittmeisterin, ein Pferd normal und eines voll aufgeraffelt“, sagte die Baronin in ihr Telefon.

"..."

"Schlachtross und Blacky? Ja das klingt vernünftig..."

Sie legte auf und wandte sich wieder an ihren Gast. „Ich hoffe die Weiterentwicklung ihres Horsekeepers 2500 hält was Sie mir versprochen haben. Wir würden Ihr Produkt nämlich gern auf unserem großen Turnier präsentieren..."

Völlig geschäftsmäßig ließ sie ihre Aussage im Raum stehen...

„Unsere Firma wäre sehr erfreut darüber wenn wir auf Ihrem, europaweit bekannten, Turnier vertreten sein könnten!“

„Das lässt sich sicher arrangieren, doch will ich zunächst wissen ob Ihr Produkt das hält was Sie mir versprochen haben! Bitte lassen Sie uns nach unten gehen, die Rittmeisterin wird gleich mit den Pferden ankommen“, sagte die Rittmeisterin und wandte sich zum gehen.

Als die beiden aus der Tür des Herrenhauses traten sahen Sie schon die Rittmeisterin mit den beiden Pferden am Zügel über den Hof kommen. Blacky war, bis auf sein Dauerhalfter und den Monohandschuh, der seine Vorderhände auf dem Rücken fixierte, nackt, während Schlachtross in seinem Ganzkörperoutfit steckte.

Der Vertreter sagte: „Sehr schön. Ich schlage vor der Naturhengst kommt in unseren Horsekeeper 3000 basic während ich Ihnen mit dem Latexhengst alle Möglichkeiten und Vorzüge des Horsekeeper 3000 superior demonstriere."

'Latexhengst? Horsekeeper 3000 superior?'-mir stellten sich die Nackenhaare auf bei dem Gedanken was jetzt wieder kommen sollte. Der Begriff 'Horsekeeper' war mir irgendwann schon einmal untergekommen, aber es fiel mir beim besten Willen nicht mehr ein in welchem Zusammenhang.

Der Vertreter nahm sich Blackys Zügel und ging mit ihm zu einem Autoanhänger auf dem mehrere graue Boxen mit dem Firmenlogo 'Equus Solution' und der Aufschrift 'Horsekeeper 3000' standen. Er stieg auf die Ladefläche und zog den Hengst hinter sich her. Dann drückte er einen Knopf und die Tür einer der Boxen fuhr nach vorne.
Es wurde eine massive Metallkonstruktion sichtbar die verdächtig einem Besamungsbock ähnelte. Kern des Ganzen war ein waagerechter Metallbalken mit mehreren schwarzen Riemen. Vorne waren zwei senkrechte Rohre angeschweißt während am hinteren Ende zwei abgewinkelte, leicht gespreizte Auflagen wohl dazu da waren die Hinterhände zu fixieren.


Schlachtross:

Ich konnte mir lebhaft vorstellen wie Blacky jetzt schon die Augen verdrehte, bei der Vorstellung bald in diesem Gerät fixiert zu werden und tatsächlich scheute er schon und riss an seinem Zügel.
Doch der Vertreter war darauf gefasst und hielt den Zügel eisern fest.

„Oha ein störrisches Pferd. Aber das ist sehr gut, so kann ich Ihnen demonstrieren, dass unser Horsekeeper 3000 basic, genauso wie auch alle anderen Modelle, sehr gut dazu geeignet sind auch renitente Pferde ruhig zu stellen..."

Er hatte einen weiteren Knopf gedrückt und die gesamte Konstruktion schwenkte herum und er drehte sie, mit seiner freien Hand soweit, dass der Hauptbalken genau vor Blacky zu liegen kam. Dann schob er den Hengst mit geübter Hand nach vorne und auf Knopfdruck fuhr, aus dem Fundament ein schmales Stück Metall zwischen die Hinterhände von Blacky und zwei Querstreben klappten aus. Dann fuhr dieser Träger zurück und zwang Blacky, gegen seinen Willen, sich auf den Hauptbalken zuzubewegen.
Erst als seine Hüfte gegen den Hauptbalken gedrückt wurde stoppte die Maschine und der Vertreter ließ das Halfter los. Triumphierend sagte er: „Wie Sie sehen ist das Pferd schon fixiert und ich muss ihn nicht weiter halten!“

Blacky versuchte frei zu kommen, doch war er so fest eingeklemmt, dass er nur noch seinen Oberkörper drehen konnte.

Jetzt zog der Mann ein dünnes Seil aus dem vorderen Teil der Konstruktion und befestigte es am Halfter. Sofort begann eine Winde zu surren und Blacky wurde gnadenlos auf den Bock gezogen.
Während der, sich heftig wehrende Hengst nach unten gezerrt wurde löste der Vertreter die Riemen und legte sie zur Seite.
Kaum lag Blacky auf dem gepolsterten Hauptbalken legte er einen Riemen um dessen Hüfte und wieder erklang das Surren. Der Riemen wurde fest an den Körper angepresst und Blacky war jetzt 'sicher' fixiert.

„Wir verwenden extra breite und sehr flexible Gurte. Dadurch können wir das Pferd mit hoher Kraft an die Grundkonstruktion pressen ohne dass es Verletzungen oder Abschürfungen gibt. Nur wenn das Tier wirklich fest mit dem Horsekeeper verbunden ist können wir einen sicheren Transport garantieren."

Die Baronin, die Rittmeisterin und ich verfolgten das Schauspiel erkennbar interessiert, wobei mir immer mulmiger wurde bei dem Wissen bald in ein ähnliches Gerät mit der Bezeichnung 'superior' gesteckt zu werden.

'Wenn das 'basic' ist will ich nicht wissen was 'superior' noch an zusätzlichen Leckerlis bereithält!'

Das Gerät machte mir Angst. Gleichzeitig war ich aber auch erregt bei dem Gedanken auf diesem Ding fixiert zu werden.

Mittlerweile hatte der Vertreter Blacky mit zwei weiteren Riemen fixiert und löste seinen Monohandschuh. Wie zu erwarten war, fuchtelte der Hengst wild mit seinen Vorderhänden und versuchte sich zu befreien.
Darauf achtend außerhalb der Reichweite des Tieres zu bleiben ging der Vertreter ganz ruhig an eines der Rohre, löste eine Verriegelung und ließ es aufschwingen. Dann zog er ein weiteres Seil mit einer Schlaufe am Ende heraus und legte es Blacky geschickt um den Vorderhuf. Sofort wurde das Seil in die Maschine gezogen und Blackys Vorderhand bewegte sich unaufhaltsam in Richtung Boden. Plötzlich stoppte die Maschine kurz, zog aber kurz darauf weiter.

Der Vertreter sagte: „Die Maschine hat eine maximale Zugkraft eingestellt, um Verletzungen zu vermeiden. Sobald die Kraft des Tieres nachlässt zieht sie wieder an.“

Er ging an das Rohr und schloss es, da Blackys Vorderhand mittlerweile vollständig darin verschwunden war. Das gleiche machte er mit der zweiten Vorderhand und löste am Ende die Riemen von den Vorderhufen, die unten aus dem Rohr herausschauten. Blacky versuchte sofort seine Vorderhände aus dem Rohr zu ziehen, doch da sein Torso fixiert war gelang es ihm nicht.
Nach einem weiteren Knopfdruck hörte ich ein Zischen und plötzlich hörten die Bewegungen der Vorderhände auf.

„Luftdruckgesteuerte Polster. Einfach, sicher, verletzungsfrei!..."- dozierte der Vertreter jetzt.

Er ging an Blackys Hinterhände und legte auch hier einen Riemen über das Sprunggelenk. Dieser Riemen zog ihm die Hinterhand fest auf das abgewinkelte Gestell und ich erkannte, dass das Gestell so gebaut war, dass das Pferd mit leicht nach unten gebeugten Hinterhänden, aber dennoch ziemlich gestreckt auf dem Bock fixiert war.

'Schaut gar nicht mal so unbequem aus' dachte ich mir und fühlte mich an die Bilder von Piloten von Mini U-Booten erinnert, die ich mal gesehen hatte. 'Aber man muss es halt mögen, fixiert zu werden und Blacky mag es nicht!' vollendete ich den Gedanken und tatsächlich fing der Hengst jetzt an mit aller Kraft gegen seine Fesselung anzukämpfen.

Ganz ruhig ging der Vertreter an sein Gerät, drehte es wieder in die Ausgangsposition und fixierte es. Dann nahm er einen gepolsterten Stahlbügel und fixierte den Kopf des Hengstes.
„Die Kopffixierung ist eine Zusatzausstattung, doch ich rate dazu sie mitzubestellen, da es ansonsten zu leichten Kopfverletzungen und Zerrungen der Nackenmuskulatur kommen kann!“ sagte er ganz ruhig während das von ihm fixierte Tier wild schnaubend und mit den Augen rollend hinter ihm tobte.

Jetzt schob er die ganze Konstruktion wieder in die Box und als er die Tür geschlossen hatte war auch das Schnauben verstummt. Von außen war nichts zu hören und zu sehen.

„Da der Horsekeeper 3000 basic keine Vitalfunkionskontrolle und keine Möglichkeit der Fütterung und Defäketierung besitzt rät mein Unternehmen dazu das Tier nicht länger als 8 Stunden am Stück fixiert zu lassen. Als Zusatzelement empfehlen wir den Einsatz einer Kameraanlage, damit ist eine optische und akustische Überwachung gewährleistet. Dieses Paket ist im übrigen Standart in der Superior- Ausfführung...
Im Gegensatz dazu kann die Fixierung im Horsekeeper 3000 superior bis zu 48 Stunden erfolgen. Wird das fixierte Tier mit einer elektrischen Muskelstimulation ausgestattet und entsprechend medikamentiert ist eine Fixierung für bis zu 72 Stunden möglich und erprobt. Für Schäden, die aufgrund längerer oder unsachgemäßer Fixierungen auftreten kann die Firma 'EQUUS Solution' leider keine Haftung übernehmen.
Der Horsekeeper 3000 besitzt natürlich alle Zulassungen für sicheren Straßentransport, der Horsekeeper 3000 superior ist zusätzlich von allen großen Luftfahrtgesellschaften für den interkontinentalen Lebendtiertransport zugelassen“,

erklärte der Vertreter sichtlich von seinem Produkt überzeugt.
In diesem Moment rutschte mir das Herz in die Hose und der Gedanke daran bis zu 3 Tage in diesem Ding eingesperrt zu sein ließ sämtliches Erregung vergehen.

Nun wandte sich der Vertreter mir zu und führte mich ebenfalls auf den Anhänger. Bereitwillig folgte ich ihm was von seiner Seite den Kommentar:

„Ein braves, folgsames Pferd. So ist das fein, der Hengst scheint sehr gut erzogen zu sein!“, zur Folge hatte.

'Nein- nicht gut erzogen, nur Realist!' höhnte die Stimme in meinem Kopf.

Als er den Container öffnete erkannte ich, dass das Innenleben vollkommen anders war als das des vorherigen Containers. Statt einer Stahlkonstruktion war hier eine Art Kunststoffmatte oder Schale zu sehen, die ganz grob menschliche Konturen hatte. Seine Form erinnerte mich an ein Rennmotorrad. Zumindest eines in das der Fahrer regelrecht hinein modelliert wurde.
Über dieser Form war eine weitere Schale angebracht, die das Negativ der ersten darstellte.

'Da gewinnt der Ausdruck zwischen Hammer und Amboss sein doch gleich eine neue Bedeutung...', dachte ich sarkastisch während ich vor die Schale bugsiert wurde. Der Vertreter drückte meinen Kopf nach unten und ich legte mich, in das überraschend weiche Plastikmaterial, hinein.
Wie bei Blacky zwang mir der Horsekeeper eine leicht gestreckte Körperhaltung mit gespreizten Beinen auf. Doch im Gegensatz zu ihm waren meine Vorderhände nicht senkrecht nach unten gerichtet, sondern wurden von zwei Röhren in eine leichten Biegung geführt. Mein Pferdegesicht steckte ich durch eine Öffnung und fühlte wie mein Schädel geführt wurde wobei alle empfindlichen Körperteile wie meine Kehle ohne Druck blieben.

'Überraschend bequem!' dachte ich mir noch, als ich eine Hand an meinem Schlauch fühlte.
'Verdammt, warum geht mir hier jeder an die Eier!'- ich wollte hochschrecken, doch meine Hände waren schon fest in den Rohren gefangen und eine Hand drückte meinen Kopf gegen das Polster.

„Aufgrund des Silikonextenders kann der Urinsammler nicht perfekt angeschlossen werden. Wir raten deswegen ein Pferd ohne Schlauchprothese in den Horsekeeper 3000 superior zu verbringen.
Bei längeren Transporten von über 24 Stunden hat es sich sehr bewährt einen Katheter von nicht zu geringem Durchmesser zu verwenden“, sagte der Verkäufer geschäftsmäßig.

'Ihr werdet euch unterstehen!'- war mein einziger Gedanke dazu, während er meinen Schlauch anscheinend in einem Futteral unterbrachte.
Das mein Widerwille einen Katheter zu bekommen hier soviel zählte wie ein Sandkorn in der Wüste war mir klar, doch wollte ich es wenigstens gedacht haben.

Der Vertreter fuhr währenddessen fort, dieses Monster anzupreisen...

"Die Vitalkontrolle und die Entsorgung der festen Fäkalien erfolgt mittels unseres patentierten Analzapfens. Dieser Analzapfen besteht aus drei Teilen: Der untere Teil enthält ein Gel, das durch elektrischen Strom verfestigt wird und so ein Ausstoßen unmöglich mach. Darüber ist ein Latexballon angebracht, der mit Druckluft aufgeblasen wird und die Rosette sicher abdichtet.
Glauben Sie mir, meine Damen, das Teil ist dicht. Wir haben den Zapfen an Pferden getestet, dagegen ist dieser Hengst eine Jungfrau und selbst bei intensivsten Spülungen blieb die Umgebung vollkommen sauber und geruchsfrei!
Der oberste, metallische Teil hat mehrere Funktionen. Primär dient er als Ein- und Auslassöffnung der Spülflüssigkeit. Des weiteren sind die Sensoren für die Körpertemperatur und den Puls angebracht. Zu guter Letzt kann die Prostata des Hengstes mittels kontrollierter Elektrostimulation gereizt werden. Unsere Tests zeigen, dass sich auf diese Weise eine Gewöhnung des Pferdes an die Haltung im Horsekeeper viel schneller erreichen lässt.
Die Sensorik im Analzapfen erkennt dabei zuverlässig wenn der Hengst in Gefahr ist einen ungewollten Samenerguss zu erleiden und regelt dann die Stimulation entsprechend nach unten.“

Mir wurde mein Anzug in diesem Bereich geöffnet und ich bekam den kalten Analzapfen jetzt mit einigem Druck gegen meine Rosette gedrückt- entspannte mich aber brav. Schnell glitt das Teil in mich hinein, doch hielt ich die Luft an als meine Rosette mit einem scharfen Schmerz protestierte da das Teil doch dicker war als ich gedacht hatte.
Als der Zapfen in mir steckte spürte ich, dass meine Rosette um einiges stärker gedehnt blieb als mir lieb war. Aber der unwillkürliche Versuch den Zapfen wieder auszustoßen scheiterte kläglich. Egal wie weit sich meine Rosette dehnte, es fühlte sich an als wäre das Teil noch dicker und als hätte man ihn regelrecht in mich hinein zementiert.
Plötzlich hörte ich ein Pfeifen und mir quollen regelrecht die Augäpfel aus den Höhlen da ich das Gefühl hatte ein Fußball würde in meinem Enddarm aufgeblasen.
Der Druck ließ bald nach, kam aber nach einiger Zeit wieder. Erst nach mehreren Zyklen hatte es sich weit eingependelt, dass ich nicht mehr glaubte zu platzen.

„Die Steuersoftware hat die maximale Dehnung des Darmgewebes ermittelt und abgespeichert. Um das Tier zu schonen wird der Abdichtungsverschluss nur soweit befüllt, dass eine sichere Abdichtung gegeben ist. Steigt aber der Innendruck, z.B. Aufgrund einer intensivsten Spülung oder weil der Darm schon länger nicht mehr entleert wurde, so passt die Steuerung den Druck automatisch an und sorgt so für eine perfekte Abdichtung..."

Er war sichtlich stolz auf die Erfindung seiner Firma, doch ich war mir sehr sicher, dass er noch nie in einem seiner Horsekeeper Platz genommen, geschweige denn dass er schon mal dieses Monster von einem Analzapfen in seinem Arsch gehabt hatte.
Ich stellte mir dieses schmale Bürschchen in seinem Anzug vor wie ihm Natascha in ihrer feinfühligen Art den Analzapfen in sein Loch operierte und konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen.

Jetzt wurde der obere Teil meines Gefängnisses herabgelassen und ich spürte wie mein ganzer Körper von der festen Kunststoffhaut eingehüllt wurde. Ich versuchte mich zu bewegen, was mir überraschend gut gelang.

„Ich hätte es mir restriktiver vorgestellt“, dachte ich noch als ich wieder ein saugendes Geräusch hörte. Noch bevor ich richtig realisierte was los war verfestigte sich der Kunststoff über und unter mir und nach wenigen Sekunden war ich bewegungsunfähig in die Masse eingebettet. Ich konnte nur noch meine Finger ein wenig bewegen und meinen Brustkorb heben und senken. Der Rest meines Körpers fühlte sich an als wäre ich in Harz eingegossen worden.

Noch während ich mir überlegte ob ich es so länger aushalten könne, fühlte ich eine Hand an meiner Maske.
„Das Pferd trägt bereits eine Maske der Firma „Equine Dreams“ für diese Masken haben wir einen passenden Adaptersatz. Sollte das Tier über keine entsprechende Maske verfügen können Sie ihm auch einfach unsere Maske 'HK 2 Standard' überziehen. Dieses Modell verfügt über alle nötigen Funktionen um mit dem 'Horsekeeper 3000 superior' zusammenzuarbeiten. Der 'Horsekeeper 3000 superior' versorgt das Tier mit Flüssigkeit, Nahrung und Atemluft.
Unsere Forschungsabteilung hat festgestellt, dass gerade die Steuerung der Atemgeschwindigkeit einen starken Einfluss auf den Zustand des Tieres hat. Lange Atemzüge mit sehr niedriger Frequenz lassen den Puls signifikant sinken und werden, nach einer kurzen Gewöhnungszeit, auch von den meisten Tieren als angenehm empfunden“, sagte der Verkäufer überzeugt.

'Wenn man darauf steht ständig das Gefühl zu haben ersticken zu müssen oder es liebt sich vollständig einer Maschine auszuliefern, sicher!'- pflichtete ich in Gedanken bei und dachte mit Schaudern an die Male zurück als Augustine testete mit wie wenig Luft ich zurecht kam.
'Augustine! Bitte lasst sie nie in die Nähe dieses Teils kommen!'- dachte ich voll Panik als ich realisierte was jemand mit ihrem Hang zum Sadismus aus dem Horsekeeper machen konnte.

Plötzlich hörte ich einen Warnton und der Verkäufer sagte schnell: „Wir sollen zusehen, dass wir die Behandlung zu Ende bringen, da das Tier unruhig wird. Wenn der Horsekeeper 3000 superior erst einmal geschlossen ist beruhigen sich die Tiere schnell wieder.“

Er schob mir jetzt Schläuche in meine Nüstern und drückte auch einen Schlauch durch meine Maulöffnung. Ich hörte ein Klicken und war mir sicher, dass ich den Schlauch nicht mehr los würde egal was ich tat.

Sofort war mir auch klar was der Vertreter mit Atemluftkontrolle meinte. Ich spürte wie mir langsam Luft in die Lunge gedrückt wurde. Dann stoppte die Luftzufuhr und nach einer kurzen Zeit wurde die Luft wieder aus mir heraus gesaugt. Ich machte nur halbherzige Versuche gegen die Maschine anzukämpfen, da mir klar war, dass dieses Ding jetzt sogar die Kontrolle über meine Atmung übernommen hatte.
Kurz kam ein leichter Anflug von Panik in mir auf, doch ich schaffte es mich meinem Schicksal zu ergeben.

„Die Einbringung des Tieres in den Horsekeeper 3000 superior ist jetzt abgeschlossen. Meine Damen Sie haben gesehen, dass es spielend leicht ist und wir haben, sogar mit der Erklärung weniger als fünf Minuten gebraucht das Tier sicher und komfortabel unterzubringen. Die Maschine wird jetzt noch einen Systemcheck durchführen und sobald dieser abgeschlossen ist können wir den Container schließen und unser kostbarer Hengst ist so sicher wie in Abrahams Schoß!“

Ich hatte ein wenig Angst davor was wäre wenn das Ding wirklich zu wäre und ich von der Außenwelt abgeschlossen war.

'Ein gutes hat es doch...' sagte eine Stimme in meinem Kopf. 'Du musst dir das unerträgliche Gequatsche von dieser Verkäuferseele nicht mehr anhören!'

Dieser Gedanke brachte mich zum lachen, so dass ich mich an der Flüssigkeit verschluckte, die plötzlich in meine Maul floss. Ich hustete und würgte und fühlte wie die Maschine im Schlauch sofort einen Unterdruck erzeugte während ich über die Nüstern gleichmäßig mit Luft versorgt wurde.

'Nicht mal an meiner Kotze kann ich ersticken. Die haben echt an alles gedacht!'

Trotzdem fühlte mich auf eine seltsame, perverse Art geborgen. Da das Material mittlerweile eine sehr angenehme Temperatur angenommen hatte fühlte ich mich noch mehr wie in einem Kokon oder in einer Fruchtblase. Sogar als der Container geschlossen wurde und es um mich herum dunkel und still wurde fühlte ich mich gut. Ich überließ der Maschine meinen Atemrhytmus und entspannte mich aktiv. Sogar meine Blase und meinen Darm entspannte ich, da ich ja keine Kontrolle mehr darüber hatte.
Sehr schnell verlor ich das Gefühl für Raum und Zeit und glaubte bald zu schweben. Mein Gehirn gaukelte mir vor, ich würde tief unter dem Wasser in einem winzigen U-Boot schweben und die lichtlosen Tiefen des Ozeans durchpflügen. Ich ließ meinem Hirn diesen Glauben und gab mich meinen Träumen und meinem Kopfkino hin.
Da ich nach einiger Zeit merkte wie die Stimulation meiner Prostata einsetzte, drehte mein Kreislauf ein wenig hoch, so dass mir die Luft knapp wurde. Doch sehr schnell machte sich ein Gefühl einer angenehmen Erregung in mir breit. Ich war meilenweit von einem Orgasmus entfernt, doch war dieses Gefühl im Unterleib sehr angenehm. Mein Schlauch steckte steif in seinem Futteral und zum ersten Mal verfluchte ich es mich keinen Millimeter bewegen zu können um mir Erleichterung zu verschaffen.
Doch schnell ebbte auch diese Erregung ab und ich döste wieder vor mich hin.
Selbst als irgendwann eine Pumpe ansprang und mir Reinigungsflüssigkeit in den Darm pumpte nahm ich es nur noch wie durch Watte war.
Da meine Sinne vollkommen wirkungslos geworden waren merkte ich auch nicht das ich schon tief und fest eingeschlafen war, als die Pumpe begann mir die Reinigungsflüssigkeit wieder aus dem Darm zu saugen...

DRACHENLORD ENDE
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:08.02.21 16:05 IP: gespeichert Moderator melden


Hier wieder der zweite Teil des Tages...


Tag 10, Dienstag- Woche zwei (Part 2)


Reithalle- etwa eine Stunde später...


Markus:

"Frau Baronin, wenn bis Sonntag die Kutsche laufen soll, dann benötige ich die Pferde zum Training und nicht in einem Würfel zu deren Aufbewahrung! Schlachtross ist für unsere Hengste als Demonstration gedacht, damit sie sehen, ein vernünftiges Arbeiten ist bei allen Einschränkungen in Latex möglich und Blacky muss ihn dabei sehen, damit der endlich mal seine Angst davor überwindet so eingekleidet zu arbeiten..."

"..."

"Nein, Blacky ist, was seine Zugkraft angeht, nur sehr schwer durch Miu zu ersetzen. Natürlich werden wir ihn als Ersatz für einen möglichen Ausfall einplanen... er wird wie alle anderen Pferde bis Samstag Abend so trainiert werden... Jawohl Frau Baronin... Verstanden- Blacky jetzt und Schlachtross eine Einheit später... Danke, Frau Baronin."

Der Pferdetrainer wandte sich direkt an den neben ihm stehenden Vertreter der Firma 'Equus Solution':

"Sie haben meine Chefin gehört...- Blacky wird aus der Basisversion heraus geholt...- sofort! In zwei Stunden steht dann auch Schlachtross- das ist der andere Hengst- hier... Ich habe keine Zeit dann zu warten!"

Ohne sich weiter um den Vertreter zu kümmern, rief er den Pferdeknecht an und fragte, wie weit dieser mit dem einkleiden der Pferde sei.

"... gut, wenn sie so weit sind, dann bring sie rüber in die Reithalle! Ich warte dort!"

Ohne weiteren Kommentar trennte Markus die Verbindung und begab sich auf den Weg zur Halle- als diese in seinem Blickfeld erschien, sah er noch den letzten der drei Hengste in deren Eingang verschwinden.
Drei Minuten später stand er neben Jens, überzeugte sich von der ordnungsgemäßen Einkleidung von Brutus, Lion und Miu und schickte danach den Pferdeknecht los mit der Anweisung, ihn in spätestens dreißig Minuten mit Blacky hier zu sehen. Er solle dabei gleich auch noch Ortscheide für zwei Doppelzüge mit je einem mittleren Reifen vorbereiten...

"Brutus, Lion, Miu... Im Schritt...- vorwärts!"

Seine Longierpeitsche zeigte den drei Pferden die Richtung an in der sie sich bewegen sollten- die Hengste waren zwar dank des Trainings auf Rosengarten entsprechend konditioniert und auch das Arbeiten in Latex war 'Dank' der Zuarbeit für Einsteller, die so etwas orderten, nichts wirklich Neues, doch die Unsicherheit war deutlich spürbar.

'Die fragen sich was los ist...- aber heute werden sie noch dumm sterben müssen. Wenn sie es morgen vor der Kutsche erfahren ist es früh genug...'

Markus sorgte dafür, daß die drei Hengste einfach Runden liefen...- Schritt, Trab und auch mal eine Runde im Galopp. Bis Blacky zu ihnen stoßen würde, sollten sie sich einfach nur bewegen. Ab und zu musste er bei Lion mit seiner Longierpeitsche ein wenig 'nachhelfen'...- aber da war es sichtbar der Versuch des Hengstes, mit möglichst geringem Kraftaufwand die Zeit zu überstehen. Im Unterschied dazu hatte Miu, wie in der Morgenbesprechung befürchtet, Probleme in diesem Outfit. Er kämpfte zwar, das sah der Pferdetrainer deutlich, doch was der Junghengst hier schon in den ersten Minuten zeigte, würde so am Sonntag nicht ausreichen...

'Blacky muss sich zusammenreißen... und wenn ich bei ihm die Angst vor Prügel und einer Aushändigung an Augustine so schüren muss, daß er die Arbeit in Latex vor der Kutsche als das kleinere Übel ansieht...- es geht nicht anders!'

Das Auftauchen des Pferdeknechtes mit Blacky im Schlepptau zeigte ihm, wie berechtigt seine Sorgen waren. Der Hengst war ein Nervenbündel und Jens zerrte ihn am Führstrick regelrecht hinter sich her, bis er bei Markus zum stehen kam.

"Herr Pferdetrainer...- das ging schon den gesamten Weg vom Stall bis hierher so! Der Hengst ist kurz vor dem verweigern..."

"Ist schon in Ordnung Jens- bereite die beiden Reifen vor, ich kümmere mich um Blacky..."

Nachdem der Pferdeknecht Markus den Führstrick übergeben hatte und sich um seine ihm übertragene Aufgabe kümmerte, sprach der Pferdetrainer leise auf Blacky ein- und schaffte es, verbunden mit einfachen Berührungen, ihn so weit zu beruhigen, daß der Hengst nicht mehr zitterte.

"Brutus, Lion, Miu- hiiieerher!"

Bis der Knecht die Reifen vorbereitet hatte, gönnte Markus den Pferden eine Pause, dann drückte er Lion und Blacky Jens in die Hand und schirrte selbst Brutus und Miu vor dem anderen Reifen ein. Er hoffte nur, mit der Zusammenstellung für seine beiden 'Problempferde' ein wenig Ruhe und Sicherheit über die gewählten Partner vermitteln zu können. Wenn Schlachtross in anderthalb Stunden hinzu käme, würde er ein wenig mit den Paarungen experimentieren... Brutus neben Blacky und Miu bei Schlachtross. Mal schauen, was dabei heraus käme...


Schlachtross:

Es war erstaunlich- ich hatte keine Ahnung, wieviel Zeit ich in diesem 'Würfel' verbracht hatte... mein Gefühl dafür war völlig weg. Dem Sonnenstand nach dürften es einige Stunden gewesen sein, ich schätzte mein herausgeholt werden auf späten?Nachmittag. Für mich am überraschendsten war aber die Tatsache, ich hatte mich in dem Teil erholen können. Es waren Stunden der Ruhe und mein Körper hatte diese zur Regeneration genutzt.
Ein Blick hinüber zu dem immer noch anwesenden Vertreter zeigte mir, er war offenbar nicht glücklich mit der Entscheidung, mich schon jetzt herausgeholt und damit seine Vorführung beendet zu haben- aber der Pferdeknecht, der mich nun an meinem Führstrick hielt, schien da wohl seine eigenen Anweisungen zu haben und führte mich, ohne eine weitere Diskussion zuzulassen, hinüber zur Reithalle.
Das sich mir bietende Bild überraschte, und verwirrte mich einen Augenblick, während es den Pferdeknecht zu belustigen schien- Markus drosch regelrecht mit dem Glasfieberstab der Longierpeitsche auf den Rücken eines der Pferde ein!

"... und wenn du dich nicht endlich anfängst zusammen zu nehmen, lasse ich dich die ganze Nacht unter der Aufsicht von Mira hier üben! Kapier das endlich! Ist es das, was dir vorschwebt- Blacky?"

"Herr Pferdetrainer- ich habe hier Schlachtross..."

Markus hatte uns offenbar nicht beim betreten der Halle mitbekommen und schaute im ersten Moment wütend in unsere Richtung. Dann aber entspannte seine Mimik.

"Alle hiieer zu mir! Schlachtross, du bist fit?"

Mit einem Schnauben bekundete ich meine Bereitschaft- ich war aber richtiggehend überrascht zu sehen, wie sehr das Verhalten von Blacky den Pferdetrainer gereizt haben musste.

"So- für euch verzärtelten Gäule mal zur Info! Schlachtross ist seit heute Vormittag in so einem Aufzug, hat bis jetzt die Zeit in einem 'Horsekeeper' zubringen dürfen und ist die Ruhe selbst! Ihr bleibt jetzt hier stehen und schaut euch euren Artgenossen an- Jens, du sorgst dafür, daß die nicht pennen!
Schlachross- eine Runde Schritt, eine im Trab und dann eine im Galopp! Schön flüssig...- und ab!"

Markus hatte meine Führleine gegriffen und lief alle drei Runden leicht versetzt vor mir mit. Sein vorgegebenes Tempo war nichts großartiges... ich sollte wohl eher eine saubere Ausführung der drei Gangarten demonstrieren. Noch nicht mal wirklich außer Atem brüllte Markus sofort die anderen Hengste an, er wolle das jetzt von denen auch so gezeigt bekommen- sonst gäbe es für keinen von ihnen heute Abend Futter und das sie aus ihren 'Fellen' heraus kämen wäre dann auch für alle nur ein schöner Traum!

'Was war nur mit Markus los? Warum triezte er die anderen Hengste so? Hing das mit diesem Vertreter zusammen?'

Für mich erkennbar stand unser Trainer ganz schön unter Druck.

"Schlachtross, du läufst jetzt zusammen mit Miu als Team... Ihr beiden lauft hinter Brutus und Lion...- Blacky, du kommst jetzt zu mir an die Longe! Jens- schirr die Pferde entsprechend vor die Reifen, danach wollte die Rittmeisterin dich auf der Rennbahn bei sich haben. Dort ist sie mit den Einstellern zu Gange und benötigt dich als Unterstützung..."

Schon ein paar Minuten später folgte ich dem Team vor mir zusammen mit Miu und drehte Runden durch die Reithalle. Die Belastung glich der, die ich vom Ziehen eines Sulkys auf einem Waldweg her kannte- also auch hier nichts wirklich Neues...
Was auffällig war- Miu suchte regelrecht meine Nähe! Scheinbar war er es nicht gewohnt, derart 'verpackt' über einen längeren Zeitraum zu arbeiten und so versuchte er wohl, seine Angst davor durch Nähe zu mir zu kompensieren.
Markus testete nach einiger Zeit mit ein paar Kommando's unsere Aufmerksamkeit... Wendungen um 90 oder 180 Grad, ein paar Gangwechsel... so übernahmen wir mehrfach die Führung- doch es schien, als würde der Pferdetrainer uns nur bewegen wollen um die anderen Pferde an das Arbeiten in Latex zu gewöhnen. Hingegen galt seine volle Aufmerksamkeit Blacky- der wurde von Markus richtig gescheucht! Ständiger Wechsel zwischen Trab und Galopp, Wechsel der Richtung, bei jedem Fehler durch Blacky einen Anschiss und Liegestütze...- und der Hengst musste oft runter und die eingeforderten zehn Stück für jeden seiner Fehler abliefern! Der Pferdetrainer hatte scheinbar jegliche Rücksicht abgelegt, sein Ziel war ganz offensichtlich Blacky zu einem 'vernünftigen' Arbeiten in einem Latexoutfit zu zwingen! Das würde im Umkehrschluss bedeuten, dieser Hengst hatte ein massives Problem damit, in einer solchen Erscheinung eine vernünftige Leistung zu zeigen- und es schien sehr kurzfristig etwas sehr wichtiges stattzufinden, wozu wohl alle Hengste des Hofgutes benötigt würden...

"Blacky- hierher! Sofort!"

Die gebrüllte Anweisung des Pferdetrainers schreckte uns wohl alle auf und rein instinktiv schauten wir alle uns einen Moment suchend um.

"Lion- beweg deinen Arsch, aber flott! Ich habe nichts von stehenbleiben gesagt!"

Zum Glück für Miu und mich waren wir zwar etwas langsamer bei den wütenden Ansagen durch Markus geworden- aber es schien ihm entgangen zu sein. Blacky hatte sich aber losgerissen und war dabei ziellos durch die Halle zu laufen, ehe er sich in einer Ecke im Sand zusammen rollte und Markus an ihn heran ließ. Was der Pferdetrainer dann zu ihm sagte war unter der Maske ohnehin nicht verständlich...- doch Markus rief uns alle zu sich und beendete das Training nach einem Blick auf die Uhr. Seine Ansage an Blacky hatte diesen auch wieder sich auf seine Hinterhand stellen lassen- aber da fehlte jegliche Körperspannung. Er war vielleicht nicht körperlich, aber ganz sicher psychisch fertig- sein Zittern sprach sehr dafür...

'Was soll das- warum biegt Markus nicht zum Stall ab?'

Der Pferdetrainer zog uns nicht, wie ich erwartet, hinüber zu unserem Stall und damit zu Futter und relativer Ruhe- nein, es schien so, als wollte er uns in Richtung der Rennbahn führen. Aber auch da lag ich falsch...

'... der will mit uns zur Tierklinik!'

Ich wollte da nicht hin! Das bedeutete nur weitere Qual- und da wir alle in Latex steckten, waren wir ein gefundenes Fressen für die Baroness...

"... tut mir leid, aber Augustine will noch etwas von euch allen..."

Diese Worte von Markus waren definitiv nicht geeignet, meine aufkeimende Angst zu besänftigen- ich war aber nicht der einzige Hengst, der einen Ruck über die Führleine durch den Pferdetrainer erhielt.
Im 'Empfangsbereich' wartete die Baroness bereits mit Natascha auf uns und nach der 'Übergabe' an die Oberschwester wurden wir durch diese in die 'Eins' geführt. Außer dem Schreibtisch mit PC stand einzig ein 'Bock' mit den entsprechenden Schnallen zur Fixierung von einem von uns im Raum- irgendwelche Schlagwerkzeuge waren nicht zu sehen, doch das hatte hier gar nichts zu sagen...

"Schlachtross- du bist der erste und darfst Platz nehmen. Warte, deine Maske und Zuggeschirr kommen ab...- Baroness Augustine möchte dich dabei sehen können."

Ihre Stimme war völlig emotionslos...- wusste sie nicht, was hier von Augustine geplant war oder war sie mit involviert und deswegen so beherrscht? Ich hoffte auf die erste Variante, doch Widerstand wäre ohnehin sinnlos...- ich war ihnen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert...
Während ich meine Maske und meinen Harness von ihr abgenommen bekam und dann sehr straff auf dem Bock festgeschnallt wurde, schien sich die Baroness außerhalb meines Sichtfeldes bereits mit einem anderen Hengst zu beschäftigen- unruhiges Wiehern und Schnauben war vernehmbar.

"Ist ja gut Brutus...- du bist Leithengst, du darfst als erster ran..."

"Baroness Augustine- der Probant ist ihrem Wunsch gemäß vorbereitet..."

Ich fühlte, wie die Baroness meinen Reißverschluss im Bereich des Afters aufzog und so dieses zugänglich machte...- nur sie könnte es sein, da sich Natascha in meinem Blickfeld befand. Kaltes Gel wurde rund um meine Rosette aufgetragen und ein...hoffentlich behandschuhter... Finger drang in mich ein.

'Die wollen dich wirklich jetzt...'

Weiter kam ich in meiner Überlegung nicht, denn das was folgen sollte, hörte ich aus dem Mund der Baroness:

"Zeit für deinen Stutentest...- deine vier Boxengenossen werden dir hoffentlich viel Freude bereiten..."

Der Blick in das Gesicht der Oberschwester zeigte, so glaubte ich, zumindest einen Moment den Hauch einer Mißbilligung, doch das war ganz sicher Wunschdenken von mir. Dann hatte mein Hirn den Inhalt der Ansage von Augustine begriffen...- da ich wusste, hier in der Klinik wurde nicht so sehr Wert auf das Sprechverbot gelegt, fing ich erst an zu protestieren, dann zu schreien- in der Hoffnung, man würde es draußen hören und Markus käme mir zu Hilfe!
Das war aber vergeblich, ich belustigte nur diese beiden Sadistinnen und mit einem Lächeln verpasste mir die Oberschwester nach der ',Freigabe' durch Augustine erst ein paar Ohrfeigen und danach ein Elektroschockband um meinen Hals, was mich sofort verstummen ließ.

"Was für eine schlaue Stute... heute schon das zweite Mal etwas im Arsch... Sollte sie vielleicht nicht rossig sein und das hier erneut als eine Vergewaltigung empfinden? So, als wenn dich der Pferdeknecht nehmen würde? Stell dir einfach vor, du wärst ein Versuchsvieh- die werden auch nicht gefragt!"

Der Bezug auf den Pferdeknecht..., der Hohn in ihrer Aussage gellte in meinen Ohren- legte ich doch Wert darauf, ein Rennpferd, Hengst und keine Stute zu sein! Hier wurde aber keinerlei Rücksicht darauf genommen, was das mit einem psychisch anrichten könnte- 'Tiere' hatten kein Seelenleben und man könnte alles mit ihnen anstellen. Versuchsvieh- das traf es wirklich...
Jetzt begriff ich auch, warum die Latexsuits der anderen Hengste alle eine Penishülle angearbeitete hatten- so war jeder von ihnen, jederzeit, als 'Deckhengst' für solche Spiele hier in der Klinik für die Baroness verfügbar!
Mittlerweile spürte ich die Wärme des ersten Hengstes hinter mir- und sein Schlauch begehrte Einlass. Ich hatte Brutus ja gestern etwas dazu gesagt, als wir im Regen ein paar menschliche Worte gewechselt hatten- und hoffte auf ein wenig Zurückhaltung durch ihn. Wenn Blacky und Lion dann dran wären...- die würden keine Hemmungen zeigen, es mir möglichst demütigend und schmerzhaft zu besorgen... da bräuchte ich keine Illusionen zu hegen.
Der Leithengst drang zu meiner Erleichterung recht sanft in mich ein und hielt seine Bewegungen in einem gleichmäßigen Rhytmus... mich erinnerte es ein wenig an eine Session mit meinem Stallknecht auf Bea's Hofgut...- was ihm von der Baroness ein paar Schläge auf seinen Hintern und die Aufforderung einbrachten, seine Fähigkeiten als Hengst doch etwas nachdrücklicher zu demonstrieren. Wiehern und Schnauben- doch er hielt seinen Rhytmus bei und auch weitere Schläge der Baroness brachten ihn nicht dazu, davon abzuweichen. Erst unmittelbar vor seinem Erguss wurden die Stöße heftiger und mit einem Wiehern tat er seinen Höhepunkt kund. Manch einer mag mich jetzt für pervers halten...- doch der 'Ritt' von Brutus, wenn auch durch die Baroness erzwungen, hatte mir gefallen und ich würde ganz sicher in der Box mich nicht verweigern, wenn er dies noch einmal einfordern würde...
Die Oberschwester hatte kurzzeitig den Raum verlassen, doch war inzwischen wieder zurück und bereitete anscheinend Blacky vor- dieser bekam von Augustine die Ansage, er dürfe danach aus seinem Anzug, sie wolle aber dafür von ihm sehen, wie er 'richtig' eine 'Stute' bespringen würde...

'Bitte lass ihn schnell seinen Höhepunkt haben und es vorüber sein...'

Schon sein Eindringen und die ersten Stöße würden es mir sehr schwer machen mein Ziel zu erreichen und ohne eine Lautäußerung dies hier zu überstehen. Ich kämpfte mit jedem seiner Stöße meinen Ekel herunter, biß mir auf die Lippen und hoffte auf ein Ende...


Natascha:

"Baroness, dürfte ich kurz den Raum verlassen? Ein Bedürfnis..."

Eine halbherzig hingeworfene Bewegung mit der rechten Hand durch Augustine entließ die Oberschwester und so schloss sie leise die Tür und atmete auf dem Flur erst mal durch. Sie hatte mitbekommen, wie ihre Untergebene von der Baroness aufgefordert worden war, eine Box für Schlachtross vorzubereiten- was aber im Gegensatz zu den kurz mit Markus gewechselten Worten über den Sinn der Ausstaffierung aller Hengste in Latex stand. Zudem, auch wenn sie ein persönliches Problem mit dem 'Neuen' hatte- vier Hengste als initialer Stutentest war mehr als ungewöhnlich, das war Schikane um jemandem zu zeigen, wie wertlos er hier auf dem Hofgut wäre. Normal waren ein oder zwei 'Decksprünge'...
Die Oberschwester wusste, die Zeit war jetzt nicht ihr Freund- rausgehen und Markus zu suchen, das käme nicht in Frage! Auch war ein Anruf von ihrem Smartphone ausgeschlossen...- da könnte sie sich, bei dem was sie vorhatte, auch gleich gegenüber der Baroness im Anschluss schuldig bekennen. Natascha hoffte aber auf die Routine und Dummheit ihrer Untergebenen- als würde sie nicht merken, wie diese Annika an ihrer Position sägen täte!
Hier bot sich nun eine Möglichkeit für sie, da ein wenig zurückzuschlagen... und Annika bei der Baroness madig zu machen...

'Glück gehabt- ehrgeizig..., aber dumm...'

So ihre Untergebene einschätzend, hatte sie im ersten Anlauf deren Handy an der Stelle gefunden, wo Annika es immer abzulegen pflegte, wenn sie eine rauchen ging. Schnell ein Blick um sicherzustellen, es wäre niemand in der Nähe...
Natascha hatte sogar noch die Einmalhandschuhe an um keine Spuren auf dem Gerät zu hinterlassen...- und mit dem Wissen um den von Annika genutzten Code entsperrte sie deren Smartphone. Die Kurzwahl des Pferdetrainers war wie auf jedem anderen Gerät des Hofgutes abgespeichert...

'Los, melde dich...'

"..."

"Markus, Augustine hat Schlachtross in der U eins beim Stutentest- da sollen alle vier Hengste über ihn rüber..."

Nach dieser Ansage brach Natascha die Verbindung ab, legte das Handy wieder an seinen Platz und dankte im stillen allen Schutzengeln, von niemandem dabei erwischt worden zu sein. Mit feuchten Händen stand sie eine Minute später wieder im Untersuchungsraum und geilte auf Anweisung der Baroness über gezielt gesetzte Schmerzreize Blacky für seinen Deckakt auf...


Rittmeisterin:

Verblüfft schaute ihr Partner auf sein Handy, dann zu seiner Partnerin...

"Das war von der Stimme eindeutig Natascha...- auch wenn sie offenbar das Gerät von Annika benutzt hat. Augustine hat sich alle Hengste vorhin von mir bringen lassen, damit diese bei einem 'Stutentest' Schlachtross 'decken' sollen... Alle vier... Der ist doch nur Gast hier! Ist die denn völlig irre?!"

"Ich kümmere mich darum- du bereitest besser den Waschraum und die Box für unsere Pferde vor..."

Während sie losrannte, hörte sie ihren Partner noch den Raum rufen, wo sie suchen sollte; im Gegensatz zu ihrem Partner hatte sie bereits begriffen, warum Natascha ein fremdes Telefon benutzt hatte. Mit einem Sprint in ihren Reitstiefeln stand sie keine fünf Minuten später in der Tierklinik und riss die Tür des von Markus angegebenen Untersuchungsraumes auf. Das sich ihr bietende Bild erschreckte sie selbst...- aber geistesgegenwärtig schoß sie ein Photo der sich ihr darbietenden Situation.

"Blacky Stop! Runter! Sofort!"

Der Gestüthengst war derart konditioniert, bei den scharfen Kommando's der Rittmeisterin folgte er deren Anweisungen sofort.

"Rittmeisterin- was fällt ihnen ein, meinen Test zu unterbrechen? Damit ist dieser..."

"Dieser Test ist beendet! Blacky- rüber zu den anderen! Natascha, mach Schlachtross SOFORT von dem Bock los!"

"Sofort raus hier- Rittmeisterin! Das ist eine medizinische Angelegenheit...- und damit nicht euer Fachgebiet! Blacky- zurück und weitergemacht!"

Der Hengst schaute verwirrt zwischen beiden Menschen hin und her- egal, auf welche Anweisung er reagieren würde, die andere Partei würde ihn ganz sicher bestrafen- und blieb hinter Schlachtross stehen. Sein Schlauch war aber draußen und er unternahm keinen Versuch ihn erneut einzuführen...

"Baroness- wir sollten unsere Unstimmigkeiten nicht vor den Tieren hier klären..."

Mit einer Handbewegung und im verbindlichen Ton suggerierte sie Augustine, den Streit auf dem Flur zu einer gütlichen Einigung bringen zu wollen. Ihr lag aber nichts ferner- mit dem Bild hätte sie gleich ein Druckmittel, was die Entscheidung der Baronin ganz sicher zu ihren Gunsten beeinflussen würde. Während sie mit Baroness Augustine nach draußen wechselte, sendete sie die Aufnahme der Baronin zu...

"Rittmeisterin- wie ich schon sagte, dies ist eine rein medizinische Angelegenheit- und dank meiner Schwester weiß ich, unser Gast ist einem Gestütpferd gleich gestellt...- hat dies meine Mutter nicht so am Sonntag bestätigt? Daher ist dieser Test Pflichtprogramm- oder hat sich in den vergangenen zwei Tagen etwas geändert?"

'Das entwickelte sich ja fast von selbst in die richtige Richtung...'

Die Rittmeisterin tippte die Kurzwahl ihrer Chefin und während sie auf die Annahme des Gespräches wartete, entgegnete sie der Baroness:

"Danke für das Erwähnen eurer Mutter- hier besteht ganz augenscheinlich ein Interessenkonflikt und wer wenn nicht sie wäre besser geeignet diesen zu klären?"

Endlich nahm die Baronin das Gespräch an.

"Frau Baronin? Bitte entschuldigen Sie die Störung- ich stehe hier gerade mit eurer Tochter Augustine in der Klinik. Unser Gast Schlachtross wird da gerade auf Weisung der Baroness dem sogenannten 'Stutentest' unterzogen... Üblich sind da meiner Kenntnis nach ein oder zwei Decksprünge- aber eure Tochter kann euch ganz sicher erklären, warum hier abweichend alle vier Hengste des Gestüts zum Einsatz kommen sollen! Hattet ihr nicht auch nach dem 'Vorfall' mit dem Pferdeknecht eine Entscheidung bezüglich Schlachtross getroffen? Vielleicht sollte Augustine sich auch eine Erklärung für Lady Bea und seine Jockey Anja zurechtlegen...- die Aufnahme dürfte da ganz sicher zu Nachfragen führen...
Ich gebe euch jetzt besser die Baroness..."

Auf diese unverhohlene Erpressung hin hatte das Gesicht von Augustine einen dunkelroten Teint angenommen- aber was sie von ihrer Mütter zu hören bekam, verschlimmerte ihre Situation. Die Baronin war überdeutlich zu vernehmen- und sie brüllte ihre Tochter zusammen!
In dieser Situation tauchte auch noch Annika mit der Meldung auf, die Box für Schlachtross wäre vorbereitet, was die Baronin wohl mitgehört hatte und sofort zu weiteren Nachfragen führte!

"Mutter- Schlachtross muss noch im Darm gespiegelt werden und diverse andere Untersuchungen seines Gesamtzustandes stehen auch noch aus. Er ist jetzt schon über eine Woche damit im Verzug..."

"Unsinn- er hat bis jetzt niemanden angesteckt! Gib mir die Rittmeisterin!"

Während diese ihr Telefon von Augustine rüde in die Hand gedrückt bekam, analysierte sie blitzschnell diese neue Information.

"Frau Baronin, um ihrer Frage zuvor zu kommen- eine solche Untersuchung würde meines Wissens dafür sorgen, daß Schlachtross bis etwa Samstag nicht zur Verfügung stehen würde. Dann können sie ihre Zusage wegen dem Sechsspänner für die Hochzeit schon mal zurück nehmen... dann haben wir nur fünf Pferde, die wir zum laufen bringen! Nein- mit Blacky können wir da nicht planen, ganz sicher nicht! Den bekommen wir nicht in der Zeit dazu so konzentriert wie gefordert in Latex zu laufen- der ist heute schon bei leichtem Gewöhnungstraining wieder durchgegangen! Keine Chance! Wir pokern da schon mit dem Einsatz von Miu als Ersatz für Blacky verdammt hoch... Wenn jetzt noch Schlachtross ausfällt- dann ist das Ganze hinfällig. Sie haben mir gesagt, solche Aufträge und die Einsteller sorgen für die Existenz des Gestütes hier- haben sie ihre Meinung geändert?"

Die Rittmeisterin war nach dieser Aussage froh, sich nicht gemeinsam in einem Raum mit ihrer Vorgesetzten zu befinden- es war kein Gebrüll zu hören, doch die Stille am anderen Ende sprach eine überdeutliche Sprache...

'Manchmal kann die Wahrheit sehr unbequem sein... Frau Baronin...'

In diesen Gedanken der Rittmeisterin hinein verlangte ihre Vorgesetzte mit ihrer Tochter zu sprechen.
Was zwischen den beiden nun besprochen wurde, war für die Rittmeisterin nicht mehr vernehmbar- offenbar hatte die Baronin sich wieder unter Kontrolle. Das Gespräch war trotzdem recht einseitig, denn von der Baroness war außer "Sofort", "Ja" und "Natürlich" nichts weiter zu hören- allein ihr Gesicht spiegelte zunehmend Wut darüber, derart vorgeführt zu werden...
Mit Beendigung des Gespräches wurde die Rittmeisterin durch die Baroness mit Mißachtung belegt, eine Bewegung ihrer Hand zeigte Annika, es wäre besser für sie, sofort wortlos zu verschwinden...- und zurück im Untersuchungsraum befahl diese mit angepisstem Ton der Oberschwester, ihr diese 'Drecksgäule' aus den Augen zu schaffen! Einzig Blacky sollte noch einen Moment bleiben, da wollte sie sich um seine 'Latexallergie' kümmern...


Augustine:

Nachdem dieses impertinente Weib von Rittmeisterin mit ihren Drecksviechern bis auf Blacky endlich ihre Klinik verlassen hatte, brüllte die Baroness ihre Wut ungehemmt aus sich heraus- ihr war dabei egal, ob sie von der Oberschwester in diesem Gemütszustand gesehen würde oder auch nicht... Das war IHRE Klinik...- ihr Reich, in dem sie tun und lassen könne, wonach IHR der Sinn stand! Wann hatte sich ihre Mutter das letzte Mal für die Vorgänge hier interessiert? Das war schon über ein Jahr her...- und war auch nur einer Verwechslung eines zahlenden Patienten geschuldet!
So wie die Rittmeisterin mit gezückter Kamera aufgetaucht war...- das handelte sich nicht um einen Zufall! Weder ihre Schwester noch deren Knecht Jens waren eingeweiht... von der Rittmeisterin und dem Pferdetrainer ganz zu schweigen! Hier war ein Leck in der Klinik und sie würde es finden! Außer ihr waren nur Natascha und Annika in die Vorbereitung und Durchführung von diesen Test eingebunden gewesen- aber die waren beide eigentlich loyal...

'Beide hatten aber die Gelegenheit dazu gehabt... Die Oberschwester war kurz weg gewesen... aber zu kurz, um draußen jemanden zu suchen. Annika? Die hätte dafür Gelegenheit gehabt...- aber auch da fehlte ein Motiv! '

Mit seltsamen Blick schaute sie auf die Oberschwester, welche Blacky an seinem Führstrick hielt.

"Mach den Gaul auf dem Bock fest...- und ich will dein Telefon!"

Das war ein Schuss ins Blaue hinein...- aber etwas besseres fiel ihr im Moment nicht ein. Die Ruhe, mit der Natascha ihr das Gerät gab, ehe sie sich um den Hengst kümmerte, sprachen für ein reines Gewissen der Oberschwester...
Mit dieser Überlegung trat Augustine erneut auf den Flur und sinnierte über das Auftauchen von Annika und deren Dummheit, auch noch von der angedachten Untersuchung von Schlachtross durch sie zu reden.

'Warum gerade in diesem Moment? War Annika wirklich so unsensibel und hatte einfach nur die Situation falsch eingeschätzt? Oder steckte da die Absicht dahinter, bei der Baronin lieb Kind zu machen? Aber warum?'

Augustine erkannte recht schnell- solche Gedanken waren jetzt nicht zielführend. Es ist besser, sich auf das offensichtliche zu konzentrieren und daher holte sie sich mit einem Anruf Annika in die 'U Eins' und verlangte dann gleichfalls deren Telefon.
Sorgfältig überprüfte sie die die Anrufprotokolle...- erst die von Natascha, dann jene der Krankenschwester. Mit ein wenig 'Spielerei' verschaffte sie sich sogar Zugriff auf kurzfristig zurück liegende Löschungen von Anrufen, löschte dann die Anrufprotokolle vollständig und gab beiden ihre Telefone zurück. Mit keinerlei Regung gab sie ihren Untergebenen nicht einen Anhaltspunkt darüber, ob sie ih ihrem Sinn fündig geworden war...

"Dieser Besuch der Rittmeisterin war wohl doch ein Zufall..."

Halb vor sich hingemurmelt...- und doch laut genug um von den beiden verstanden zu werden, beorderte die Baroness Natascha und Annika zurück an ihre Arbeit. Beide verließen den Raum mit einem Lächeln- aber die Oberschwester zusätzlich in dem Wissen, hier mit ihrer Intrige erfolgreich Annika eines ausgewischt zu haben. Auch wenn die Baroness sich jetzt noch bedeckt hielt... die Quittung würde präsentiert werden!


"Nun zu dir mein hübsches Pferdchen..."

Augustine genoss es, dieses Zittern von Blacky in seinem Latexfell zu sehen. Der Gaul reagierte immer so, wenn er wegen seines Unvermögens, in dieses Material gesteckt vernünftig zu arbeiten, hier bei ihr landete. Aber dieses Mal hätte er eine reale Chance, denn er war nicht das, was die Baroness begehrte...

"Mal wieder durchgegangen...- dein altes Problem. Ich nehme an, du möchtest lieber aus deinem Fell heraus und nicht die Nacht hier verbringen?"

Gleichzeitig mit diesen Worten hielt sie ihm das Maul der Maske zu und erfreute sich an der in seinen Augen ablesbaren Panik. Erst nachdem sie es nicht mehr schaffte, den wild hin und her geworfenen Kopf unter Kontrolle zu halten, gab sie ihn frei und erlaubte dem Hengst so eine Atempause. Dann legte sie sich aber auf seinen Rücken und verschloß mit ihren Fingern das Atemloch. So den Hengst erneut von der Atemluft abgeschnitten genoss sie seine Bewegungen unter sich, bis Blacky's Kraft nachließ und er kurz vor einer Ohnmacht stand. Es war für die Baroness wie der Ritt auf einem wilden Pferd...- sie spürte den Kampfeswillen und die unvermeidliche Niederlage des Tieres unter sich!
Dem Luxus eines zweiten derartigen Ritt's konnte sie nicht widerstehen- stieg danach aber ab und wartete ein paar Minuten, damit Blacky ihre Worte auch begreifen würde. Sie verzichtete sogar darauf, diese Phase mit ein paar Gertenhieben zu 'beschleunigen' wie sie es bei ihrer Schwester und deren Umgang mit den Pferden oft genug gesehen hatte.

"So mein hübscher Hengst...- wie gesagt, du willst doch sicher zurück in deine Box? Habe ich recht?"

Blacky hatte wohl begriffen was sie sagte, denn er nickte langsam.

"Da gibt es nur ein Problem... Ich würde so gern einen ganz bestimmten Hengst hier untersuchen..., auch mit meinem StrapOn...- aber der ist mir ja entführt worden... Du verstehst?"

Die Baroness griff sich jetzt den Kopf von Blacky, hielt ihn fest und zwang so dem Hengst ihren Blickkontakt auf. Dieser schlug die Augen hinter den Gläsern nieder, schnaubte und versuchte mit einem langsamen Nicken sein Einverständnis zu geben...
Belustigt stand die Baroness auf und gab Blacky mit der flachen Hand noch ein paar Schläge auf seine Flanke.

"Besser der als du- nicht wahr? Ich mach dich jetzt los und Natascha wird dich dann in den Stall bringen...- aber morgen früh ist einer von euch beiden ganz sicher wieder hier..."


DRACHENLORD

Hengstbox- später Abend...


Schlachtross:

Ich musste aufgrund meiner Erschöpfung eingenickt sein, den plötzlich wurde ich durch einen Stoß in die Rippen auf die Seite geschleudert und unsanft geweckt. Ich wollte Miu gerade anfahren was das solle, das krachte ein Fuß genau auf die Stelle an der gerade eben noch mein Brustkorb gewesen war.
Ich warf mich herum und versuchte so schnell wie möglich auf die Beine zu kommen. Dann versuchte ich im trüben Stalllicht zu erkennen was los war.
Ich erkannte, dass Lion wohl der Hengst war der mich angegriffen hatte. Er stand vor meinem Schlafplatz und sah verdutzt aus.
Ich sah mich schnell in der Box um und erkannte, dass auch Blacky auf den Beinen war.

'Beim Kampf gegen die beiden auf einmal habe ich keine Chance...'- dachte ich mir.

Und sofort stand mein Entschluss fest es nicht dazu kommen zu lassen. Ich sprintete los und warf mich mit aller Kraft gegen Lion. Dieser fiel und ich rollte mich in einer mehr oder weniger eleganten Hechtrolle über ihm ab. Er versuchte noch meine Hinterhand zu greifen, doch mit der seitlich fixierten Hand war dies nicht machbar und ich kam schnell frei. Als ich wieder stand, sah ich, dass Blacky auf mich zukam. Ich drehte mich kurz zu Lion um und gab ihm noch einen ungezielten Tritt. Da er aufstöhnte hatte dieser wohl ein Ziel getroffen.
Jetzte war Blacky heran und er gab mir einen harten Stoß mit der Schulter. Ich taumelte doch konnte ich mich auf den Beinen halten. Ich begann jetzt in der Mitte der Box zu tänzeln. Dabei versuchte ich Blacky und Lion gleichzeitig im Auge zu behalten. Lion war im Moment keine Gefahr, da er es irgendwie nicht schaffte sich ohne seine Vorderhände aufzurichten.
Blacky war ein anderes Kaliber. Er war schnell und schien keine Hemmungen zu haben mit aller Kraft zuzuschlagen. Wir umtänzelten uns wieder und wieder. Ab und zu wage einer einen Stoß nach vorn, den der andere aber leicht parierte.
Mittlerweile hatte ich erkannt, dass Brutus sich aus der Sache raus hielt. Er lag im Stroh und beobachtete unseren Kampf nur.
Lion war ausgeschaltet, da Miu für mich Partei ergriffen und sich mittlerweile auf seine Brust gesetzt hatte damit er so nicht mehr hochkam.
Da traf mich ein Kopfstoß auf mein Auge und ich spürte wie Blacky sich versuchte festzubeißen. Ich warf den Kopf nach vorn und traf ihn an der Schläfe. Er taumelte ein wenig zurück und ich nutzte meine Chance. Ich nahm die rechte Schulter nach vorne und warf mich auf ihn. Meine Schulter traf ihn mittig gegen den Brustkorb und trieb ihm die Luft aus der Lunge. Ich versuchte nachzusetzen und ihm mein Knie irgendwo hin zu rammen, doch er konnte mir ausweichen.
Es gelang mir nur noch ihm einen Tritt gegen das Schienbein zu verpassen. Dann humpelte er in eine Ecke.
Als ich ihm gerade nachstellen wollte hörte ich einen Schrei. Ich drehte mich um und sah, dass Lion Miu gebissen hatte. Der junge Hengst rollte sich von Lion herunter und versuchte sich an sein Hinterteil zu greifen. Ich konnte nichts genaues sehen, doch es sah so aus als würde er bluten.
Mit wenigen Schritten war ich bei den beiden und trat Lion, der sich gerade auf den Bauch gewälzt hatte und im Begriff war aufzustehen, gegen den Torso, dass er wieder auf den Rücken fiel. Ich lies mich fallen und trieb ihm mit meinem Körpergewicht die Luft aus der Lunge.
Jetzt kniete ich auf ihm und sah ihm ins Gesicht. Das einzige was ich dort erkennen konnte war Angst.
Lion hatte Angst vor mir! Dieser elende Gaul, der sich mir zwei mal unterworfen hatte um mich dann doch wieder anzugreifen...- hatte endlich Angst. Wären meine Vorderhufe nicht gefesselt gewesen hätte ich ihm das Gesicht zu Brei geschlagen, so eine Wut hatte ich.
Doch so schluckte ich die Wut hinunter und verlagerte mein Körpergewicht. Ich nagele seine Vorderhände mit meinen Knien auf den Boden und setzte mich absichtlich mit meinem ganzen Gewicht auf seine Eingeweide. Er stöhnte und wollte sich befreien, doch ich spukte ihm nur ins Gesicht.
Da fiel mir ein was er mit mir gemacht hatte als wir uns das erste Mal gesehen hatten und ich griff meinen Schlauch und lies es laufen. Mein Urin ergoss sich über seine Brust und seinen Kopf.
Ich achtete darauf dass möglichst viel über sein Gesicht floss. Ich wollte ihn nicht nur demütigen, ich wolle ihn unterwerfen und mir gefügig machen. Nach einigen Sekunden lies ich von ihm ab und stemmte mich geschmeidig hoch. Mich nach Blacky umsehend schaute ich in der Box auf und ab.
Ich erkannte ihn schemenhaft in einer dunklen Ecke...- Blacky hatte es fast weder auf seine Hinterhand geschafft...

'Kämpfen zwei Rappen im Kohlenkeller...- und du hast noch mehr als eine Schuld bei mir offen!'

Ich dachte dies erst hämisch, dann wütend, als ich auf ihn zuging. Mir kam seine 'Begrüßung' hier in der Box in den Sinn, jede einzelne Demütigung für mich bis hin zu seinem 'Deckakt' in der Klinik... Ich fletschte die Zähne und schnaubte ihn an. Er machte keine Anstalten sich zu verteidigen- meine Wut und Entschlossenheit hatten ihn wohl gezeigt, eine weitere Fortsetzung des Kampfes wäre nicht in seinem Interesse...- aber unterwerfen wollte er sich auch nicht!
Ich stand jetzt nur noch wenige Zentimeter von seinem Gesicht entfernt und merkte wie er die Luft anhielt.
Da drehte ich mich von ihm weg, doch anstatt zu gehen rammte ich ihm unvermittelt meinen Ellenbogen in den Leib. Der Hieb schien ein Volltreffer gewesen zu sein, denn er ging keuchend zu Boden.
Ein Tritt von mir beförderte ihn auf den Rücken und da lag er wie ein Käfer, nach Luft japsend.
Ich stand über ihm und am liebsten hätte ich ihm in die Eier getreten, dass ihm seine Hoden aus dem Maul geflogen wären. Doch ich machte nur einen Schritt nach vorn und stellte meinen blosen Fuß auf seine Genitalien. Er versuchte auszuweichen, doch ich erhöhte merklich den Druck und er blieb stöhend liegen.

'Das ist für vorhin in der Klinik... und alles andere...- mein 'Freund'...'

Oh wie genoss ich es dieses Arschloch von einem Hengst unter mir zu haben. Er sollte sich winden und winseln!
Nach einigen Sekunden lies ich von seinen Eiern ab und trat an seinen Kopf. Ich drückte ihm mit meinem dreckigen Fuß den Kopf zur Seite und packe meinen Schlauch. Jetzt bekam auch Blacky was er verdiente...- und ich hatte sein 'Willkommen' in der Box für mich nicht vergessen!

Als ich mit ihm fertig war sah ich nach Lion. Dieser lag immer noch neben Miu, der Junghengst bewachte ihn, und schien es nicht zu wagen sich zu bewegen.
Ich ging jetzt auf Brutus zu, der sich aufgerichtet hatte. Vor ihm blieb ich stehen und senkte den Kopf.
Er beugte sich über mich und biss mir leicht ins Nackenfell. Ich akzeptierte es und rieb meinen Kopf an seiner Brust.

'Ich unterwerfe mich dir, aber auf die Knie gehe ich nicht mehr!', dachte ich und Brutus schien genau verstanden zu haben was ich sagen wollte.

Jetzt ging ich zurück zu Miu. Er hatte Lion sich in seine Ecke zurückziehen lassen und dieser lag stöhnend im Stroh. Gerade als ich mich in die nach Urin stinkende Ecke legen wollte wallte meine Wut wieder auf. Ich ging zu Lion und brachte ihn mit einem Tritt auf die Beine. Mit einem Kopfnicken zeigte ich ihm wo jetzt sein Platz war.
Als er sich zu Miu schlich wieherte ich diesem zu und als er mich ansah, machte ich eine Kopfbewegung, dass er sich zu mir legen solle.
Er rollte sich an meinen Füßen zusammen und ich genoss das saubere warme Stroh, das bis gerade eben Lions Schlafplatz gewesen war.
Mir war mittlerweile klar, dass ich hier mit Freundlichkeit nichts erreichen würde, doch nahm ich mir fest vor, nur die zu demütigen die mich misshandelten. Die die gut zu mir waren würde ich in Ruhe lassen, egal was passierte.
In Gedanken begann ich eine Liste derer, mir denen ich noch ein Hühnchen zu rupfen hatte zu erstellen: Mira, Augustine, Jens, die Baronin, Bea...

DRACHENLORD ENDE

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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:12.02.21 19:01 IP: gespeichert Moderator melden


Tag 11, Mittwoch- Woche zwei



DRACHENLORD


Büro der Rittmeisterin- morgens...


'Probleme...'


„Am liebsten würde ich die Hengste legen! Alle! Noch heute!“

Die Rittmeisterin war stinksauer und lief fluchend in ihrem Büro auf und ab. Sie verfluchte die ihr anvertrauten Pferde und wünschte ihnen regelrecht die Pest an den Hals.
Markus saß an seinem Schreibtisch und wagte zunächst nicht seine Partnerin und Vorgesetzte anzusprechen, da er sie selten so wütend gesehen hatte, doch dann fragte er zögerlich:

„Schatz, was ist denn passiert?“

Sie fuhr herum und blaffte: „Was passiert ist? Ich will dir sagen was passiert ist! Ich war gerade in der Hengstbox um unsere Sammlung gestörter Viecher auf die Weide zu treiben, da bietet sich mir ein Bild des Grauens. Miu hat eine Bisswunde am Arsch, Lion lahmt, Blackys Brust ist voll von Hämatomen und er bekommt nur unter Schmerzen Luft und Schlachtross hat ein blaues Auge und kann die rechte Schulter kaum bewegen. Natascha versorgt das was geht in der Box- hat aber Blacky mit in die Klinik genommen. Den scheint es schwerer erwischt zu haben... Anscheinend sind unsere lieben Hengste heute Nacht mal wieder übereinander hergefallen!
Der einzige der keine neuen Verletzungen hat ist Brutus. Dafür ist sein Knie jetzt jeden Morgen halb steif und er braucht immer länger um beweglich zu werden!“

Markus machte große Augen, doch bevor er etwas sagen konnte fuhr die Rittmeisterin fort:

„Kannst du mir sagen wie ich in vier Tagen einen Sechspänner stellen soll mit diesem Material an Pferden, das ich habe?“

Sie lies sich auf ihren Stuhl fallen und vergrub das Gesicht in den Händen.
Markus erkannte, dass sie wirklich verzweifelt war und kurz davor war zu weinen. Er stand auf und versuchte sie zu trösten. Doch die Rittmeisterin schnaubte:

„Da reiße ich mir für diese Mistviecher den Arsch auf und sie können sich nicht einmal ein paar Tage beherrschen. Wieso müssen diese notgeilen Hengste so kurz vor einem wichtigen Event Rangkämpfe veranstalten? Manchmal kann ich Mira echt verstehen. Bei diesem Pack hilft nur die Peitsche!“

Wie um ihre Aussage zu unterstützen schlug sie mit der Hand auf den Schreibtisch, dass ihre Kaffeetasse hüpfte.

„Jetzt komm bitte wieder runter!“, redete Markus auf sie ein. „Es sind Tiere und sie handeln genau so wie wir es immer von ihnen verlangt haben: Instinktiv. Keines der Pferde weiß von der Hochzeit, weil wir es ihnen gestern nicht gesagt haben. Also wieso sollen sie sich zurückhalten? Zumal durch den Einzug von Schlachtross in der Hengstbox ein neues Aushandeln der Rangordnung unvermeidlich war..."

In diesem Moment klingelte das Telefon und Markus nahm ab. Seine Miene verdüsterte sich und als er auflegte sagte er leise:

"Das war Augustine. Blacky fällt für mindestens zwei Tage aus!“

Die Rittmeisterin stöhnte auf und sagte: „Das nicht auch noch! Ich brauche ihn am Sonntag für das Gespann...- und wir hätten ihn trotz seiner Aversion schon zum laufen gebracht. Blacky ist trotz allem einer der Leistungsträger! Wie soll die schwere Kutsche sauber laufen mit diesen Invaliden vorne dran? Dazu reisen am Freitag neue Gäste an...- die haben dafür bezahlt von uns hier bespaßt zu werden... Sag mir, wie ich das hinbekommen soll!
Da hat man den ganzen Stall voll stehen und bekommt nicht ein Gespann zum laufen! Manchmal habe ich größte Lust einfach den Abdecker anzurufen!“

Markus stöhnte und sagte dann ganz ruhig: „Mit Blacky haben wir doch beide nicht wirklich gerechnet- du hast gestern erst wieder erlebt was er für ein Nervenbündel er wird, nachdem wir ihn in Latex steckten...
Dann stehen jetzt die nächsten Tage unsere Gestütpferde für die Einsteller nur eingeschränkt zur Verfügung...Schauen wir mal, was am Freitag anreist- das sind 'Blaue, für die brauchen wir nichts vorzuhalten. Das Paar hier war schon mal da...- die können wir das Wochenende allein laufen lassen... Mhh- der hier ist allein, seine Besitzerin musste absagen. Ach stimmt...-die beiden hat die Frau Baronin angeschrieben, die will sie zum Turnier dabei haben... Wenn Blacky bis zum Wochenende wieder fit sein sollte, können wir ihn da als Trainingspartner einsetzen...- soll Augustine mal zeigen, was sie wirklich drauf hat! Da wäre ein Tipp von dir an die Baronin vielleicht hilfreich...
Mit welchen Pferden können wir am Sonntag arbeiten: Steel ist fit, die kann wirklich was ziehen. Ebenso Schlachtross. Brutus werde ich jeden Morgen massieren und er bekommt am Sonntag eine Bandage. Dann sollte sein Knie durchhalten.“

„Schön, die Einsteller sind 'versorgt'- die bringen ja das Geld... Aber Kara ist eine dauerrossige Stute die kaum auf Ausdauer trainiert wurde, Lion ist stinkend faul und nur mit Schlägen dazu zu bewegen das an Leistung abzuliefern was von uns gefordert und Miu..., na ja es ist halt Miu. Wir haben im Sechspänner drei Pferde die was leisten können und drei die nur Staffage sind. Tolle Quote!“, warf die Rittmeisterin bitter ein.

„Ich gebe zu... ein Dreamteam schaut anders aus, aber wir müssen mit dem arbeiten was wir haben! Es muss uns etwas einfallen sie dazu zu motivieren sich komplett zu verausgaben!“, versuchte Markus dagegen zu halten da ihm die Schwarzseherei seiner Vorgesetzten langsam auf die Nerven ging.

„Und wie willst du das anstellen? Ich kann doch nicht vor Kundschaft auf mein Gespann einschlagen! Und Ansagen wie: Wenn ihr nicht... dann... funktionieren bei denen nicht. Das haben wir schon öfter probiert. Wie du schon sagtest es sind Tiere!“

„Wenn wir bei Kara und Lion in der Vorbereitung Prügel als Motivator einsetzen müssen um Leistung von ihnen zu bekommen... ist das deren Problem- nicht unseres! Und durch das Latexfell sind Striemen und Narben eh nicht zu sehen... Wir können beiden auch eines von Augustines 'Halsbändern' verpassen- das dürfte entsprechend anspornen...
Du hast aber Recht...- doch es gibt für Pferde außer Flucht noch eine Motivation für die sie laufen bis sie tot umfallen“, orakelte Markus.

Die Rittmeisterin sagte nichts, aber ihr Gesichtsausdruck sprach Bände. Anscheinend hatte sie keine Ahnung worauf Markus hinaus wollte.

„Sex! Wir machen die Hengste nach allen Regeln der Kunst geil, lassen sie aber nicht aufreiten. Wenn wir es richtig anstellen laufen die sich, nur für die Aussicht auf einen Deckakt nach der Hochzeit, die Seele aus dem Leib“, sagte er triumphierend und offensichtlich stolz auf diesen Einfall.

Die Rittmeisterin schaute auf und ihr Gesichtsausdruck war nicht mehr ganz so verzweifelt. Sie sagte: „Das könnte tatsächlich klappen. Lass mich überlegen:
Brutus darf auf Steel. Für die Aussicht sie mal wieder decken zu dürfen würde der alles tun.
Lion und Kara werden sich auch nicht beschweren miteinander Spaß zu haben.
Aber was machen wir mit Schlachtross und Miu? Von Miu weiß ich, dass er sich ganz gern decken lässt, aber ob Schlachtross mit einem Hengstarsch zufrieden ist wenn die anderen auf eine Stute dürfen glaube ich kaum.“

Markus schaute sie an und sagte mit einem Grinsen im Gesicht: „Um den mache ich mir die geringsten Sorgen. Wenn ich ihn nicht ganz falsch einschätze würde der sogar nur aus Loyalität laufen bis zum Umfallen.“

„Loyalität? Zu wem? Zu uns ganz sicher nicht!“, die Rittmeisterin klang vollkommen ungläubig.

„Zu uns? Vielleicht...- wir haben ihn immerhin gestern aus der Klinik geholt... Doch zu Miu ganz bestimmt! Ich habe durchaus mitbekommen, wie der kleine ihm die ersten Tage hier erträglich gemacht hat und dafür wird Schlachtross sich sicher revanchieren wollen...
Warte mal- du hast doch vorhin gesagt, außer Brutus sind alle verletzt... Denk mal nach- Blacky und Lion sind über Schlachtross hergefallen, weil die beiden ihn in der Rangordnung unter sich halten wollen... und Miu hat Schlachtross gegen die beiden geholfen! Vielleicht hat der sich auch eingemischt, als die beiden Miu bespringen wollten- auf alle Fälle haben wir Lion und Blacky als eine Partei und Schlachtross mit Miu als die andere. War heute morgen in der Box etwas anders?"

„Ja, die beiden lagen auf dem Platz, wo Lion sonst schläft...- aber zurück zum eigentlichen Problem! Wie soll das im Sechser aussehen?“, wandte die Rittmeisterin ein. „Ich kann die beiden nicht Händchen halten lassen.“

„Vorne Kara und Steel, wie von der Baronin gewünscht... Hinter Steel Brutus um ihn zu motivieren. Dahinter Lion als Stangenpferd. Damit hab ich ihn auch direkt am Kutschbock und kann ihm auch mal eins mitgeben wenn er gar nicht ziehen will ohne dass es zu sehr auffällt.
Dann neben Brutus Schlachtross. So haben wir die beiden stärksten Pferde nebeneinander. Miu hinter Schlachtross.
Die Pferde auf der zwei und der drei schirren wir an gemeinsame Zugstränge. Dadurch bekommt es Schlachtross genau mit wenn Miu nicht mehr anziehen kann und seine Gespannseite zurückfällt. Ich traue ihm zu soweit mitzudenken, dass er dann seine Zugkraft selbständig erhöht. Wenn Miu hinter seinem Idol läuft wird ihn das hoffentlich so sehr motivieren, dass er alles aus sich rausholt.“

„Damit habe ich auf der linken Gespannseite aber nur ein Kraftzentrum. Selbst für Schlachtross wird das kaum durchzuhalten sein. Leider haben wir Miu viel zu lange vernachlässigt, als dass er im Gespann eine große Hilfe wäre.“

Jetzte war es an Markus kurz zu stutzen. Er sagte schnell: „Wir haben diesen Hengst immer nur gelobt. Jetzt muss er mal zeigen ob er was kann und ob er das Lob wert war. Wie gesagt er ist vollkommen gesund und fit. Da werden ihn auch eine oder zwei Stunden Überlastung nicht aus der Bahn werfen. Mach ihm einen Pulsmesser und ein Körperthermometer dran damit du weißt wann er dabei ist sich umzubringen und dann sollte das klappen. Die tägliche Bodenarbeit mit ihm zeigt im übrigen Fortschritte- da lagen wir richtig. Seine Reaktionen auf unsere Kommando's erfolgen jetzt schon überwiegend instinktiv...- und das ihn Mira jetzt seit Montag in Ruhe gelassen hat tat wohl ein übriges...
In der Woche nach der Hochzeit ist nichts wichtiges, da kann ich die Pferde langsam wieder aufbauen bevor wir mit dem Abschlusstraining für das Rennen beginnen.“

Den Chip von Schlachtross hatte Markus in seiner Überlegung völlig vergessen...

„Markus, ich habe kein gutes Gefühl bei der Aktion, sehe aber auch keine bessere Lösung!“

Die Rittmeisterin lehnte sich zurück und schloss die Augen. Nach einigen Minuten sagte sie: „Das A und O an diesem Plan ist, dass die Pferde mit einer Belohnung rechnen wenn sie eine gute Leistung gezeigt haben. Am besten geben wir ihnen einen Vorgeschmack, wenn das Abschlusstraining am Freitag gut läuft. Ansonsten bekommen unsere Pferde ab sofort immer wenn sie nicht im Gespann sind einen Keuschheitsgürtel um, auch die Stuten! Das solle helfen bei ihnen bis Sonntag einen anständigen Druck aufzubauen.“

„Hm, aber nicht dass sich einer die dicken Eier wundläuft!“ wandte Markus ein und fuhr dann fort: „Warte mal...- wenn die in den Anzügen stecken können die doch eh nicht aufreiten...- da reicht es, wenn sie die Gürtel in der Box tragen müssen! Ich kümmere mich gleich um die Kutsche und die Zugriemen. Gehst du zu Augustine und besorgst die entsprechenden Utensilien?“

„Ja, das kann ich machen!“ Die Stimme der Rittmeisterin klang schon wieder um einiges zuversichtlicher als vorhin. „Wobei ich bei den Pferden sicher keine Pluspunkte ernten werde, wenn ich ihnen die Dinger um die Hüfte schnalle. Aber sie werden sich schon denken können wofür sie die verdient haben.“

DRACHENLORD ENDE

"Bist du damit einverstanden- den ganzen Tag Ausdauertraining für Lion und Miu, die müssen fit gemacht werden. Mit Schlachtross mache ich Bodenarbeit und Ausdauer im Wechsel, da nehme ich Brutus dazu... und seinen kleinen Freund in den Ausdauereinheiten. Holst du dir von der Frau Baronin das Einverständnis, unsere Hengste ohne Eingriff der Baroness die Woche zu trainieren? Ich bin mir sicher sie wird da zustimmen...- so viel wie ihr an diesem Irrsinn liegt, wird sie Mira sicher da Zügel anlegen..."

"Ich spreche mit der Baronin- beweg du unsere Hengste..."- die Rittmeisterin nickte den Vorschlag des Pferdetrainers ab. "Ich frage auch Simone, ob deren 'Sissy's' die Anzüge von unseren Pferden jeden Abend wieder auf Vordermann bringen können... für die Einsteller handhaben wir dies ja auch so."

"Gute Idee..."- Markus war schon halb zur Tür hinaus, doch ihr Vorschlag war sinnvoll- so hätten 'seine' Hengste das Gefühl, wenigstens jeden Morgen wie ein Einsteller mit einem sauberen 'Fell' versorgt zu werden...


DRACHENLORD


Abend...


Schlachtross:

Markus und die Rittmeisterin hatten den ganzen Tag mit uns Pferden auf dem Reitplatz und der Rennbahn gearbeitet, mich mit Miu zu zweit vor den Wagonetten und zu viert im Gespann vor einer Kutsche. Dazu natürlich noch Bodenarbeit für mich, zusammen mit Brutus. Der Pferdetrainer hatte uns auch verraten, warum wir alle seit gestern plötzlich in Latex trainiert wurden. Für mich war das Training nicht sonderlich hart, da ich es gewöhnt war im Ganzkörperoutfit meine Leistung abzurufen. Aber ich konnte mir vorstellen, wie es den anderen Hengsten erging. Vor allem um Miu machte ich mir Sorgen. Er schien die ganze Zeit angespannt zu sein und suchte offensichtlich meine Nähe. Immer wenn er in einer Pause direkt bei mir sein konnte entspannte sich seine Körperhaltung, aber wenn ich nicht da war schien es als müsse er mit sich selber kämpfen. Der Pferdetrainer hatte dies offenbar erkannt- und Miu die Einheiten mit mir im Zweispänner und im Vierspänner neben mir laufen lassen um ihm damit das Gefühl meiner Anwesenheit zu vermitteln...

Die Rittmeisterin kam nach dem Vierspännertraining auf den Reitplatz als wir gerade im Begriff waren Schluss zu machen und ging direkt auf den Pferdetrainer zu.

"Markus, gibt mir bitte Schlachtross. Ich brauche ihn kurz. Du kannst die anderen außer Miu schon mal ausschirren und im Stall aus ihren Fellen holen und waschen.“

Ohne eine Antwort abzuwarten nahm sie meine Zügel und wir gingen in Richtung des Gestüts. Doch statt in den Stall gingen wir über den Hof zu dem Trakt, von dem ich wusste dass dort ihr Büro war. Sie öffnete die Tür und zog mich hinter sich her. Ich scheute, da ich keine Ahnung hatte was ich in ihrem Büro sollte. Doch sie zog mich energisch hinter sich her.
Im Büro angekommen nahm sie mir den Pferdekopf und meine Hufhandschuhe ab, reichte mir ein Handtuch und sagte:

"Schlachtross, ich meine Dominic, es tut mir leid wenn ich dich aus deinem Pferde-Selbst holen muss aber ich möchte etwas besprechen, bei dem nur du mir helfen kannst.“

Ich hörte ihre Worte, doch realisierte ich den Sinn nicht. Sie war mittlerweile an die Kaffeemaschine gegangen und fragte:

"Dominic, wie möchtest du deinen Kaffee? Mit Milch und ohne Zucker?“

"Mi...hiieeerr...!"

Da wär ich doch fast auf sie hereingefallen...- und auch, wenn sie mich so wie Markus fair behandelte, ich traute ihr nach allem hier noch nicht wirklich und hatte sie mich nicht schmerzhaft gelehrt, hier auf Rosengarten nicht auf solche Tricks herein zu fallen...?

"Dominic- deine Vorsicht in allen Ehren... nicht jeder bekommt so die Kurve und bei den meisten funktioniert der Trick... doch ich möchte mich nicht mit Schlachtross sondern mit dem Menschen unterhalten. Also, wie soll der Kaffee sein- oder möchtest du verzichten?"

„Mit Milch ohne Zucker, vielen Dank Frau Rittmeisterin..."

Sie drückte mir einen Humpen Kaffee in die Hand und lies mich auf einem Stuhl hinsetzen. Sie selbst setzte sich mir gegenüber.
Zwischen uns machte sich eine unangenehme Stille breit, die sie, nach einem tiefen Schluck aus der Tasse brach:

"Wie ist der Kampf gestern Nacht ausgegangen... ich nehme an, ihr habt etwas in der Rangordnung geklärt? Hat Miu dir geholfen oder war es anders herum? Blacky ist, denke ich, nicht mehr Nummer Zwei...- sonst wärst du an seiner Stelle bei Augustine in der Klinik... habe ich recht?"

Stumm nickte ich ihre Vermutungen ab, deswegen würde sie mich ganz sicher nicht zu sich geholt haben und sich mit mir unterhalten wollen...

"Du hast aber auch ein hübsches blaues Auge davongetragen- bitte versteh mich nicht falsch, mir wäre es lieber, ihr hättet das irgendwie anders geklärt. Das ist aber ein Nebeneffekt dessen, daß die Frau Baronin euch so 'naturnah' wie nur möglich halten möchte...
Das wirklich dumme ist nur, dieser Fight zwischen euch fand zum für uns, damit meine ich Markus und mich, denkbar ungünstigsten Zeitpunkt statt...

'Sollen wir vielleicht diesen Blödsinn vorher anmelden und fragen, wann es unseren Trainern genehm ist, uns gegenseitig auf die Fresse zu haun...'

Das Gespräch begann sich in eine Richtung zu entwickeln, die mir sichtlich unangenehm war. Sollte ich etwa aufgefordert werden, ihre kostbaren Gestütpferde zu schonen, wenn ich wieder angegriffen würde?

"Dominic, ich bin normalerweise sehr dagegen euch Pferdespieler aus eurem Pferd-Sein zu holen, doch ich habe ein Problem, bei dem nur du mir helfen kannst. Es geht um das Latexgespann, besser gesagt um Miu. Du hast sicher mitbekommen, dass Blacky gestern Nachmittag im Training durchgegangen ist. Er verträgt das Arbeiten in Latex nicht wirklich, er wird dann fast jedes Mal leider panisch. Nach eurem Kampf ist er aber ohnehin mit ziemlicher Sicherheit aus dieser Sache raus...
Also muss ich Miu ins Gespann nehmen, doch er hat... glaube ich... Angst davor in so einem Outfit zu arbeiten... er agiert unsicher in der engen Latexhülle und mit der Maske... Nicht so wie Blacky...- bei anderen Dingen toleriert er es... hier aber benötigt er Hilfe dabei..."

Sie nahm einen weiteren Schluck Kaffee und fuhr fort:

„Ich habe euch beobachtet, du hast eine beruhigende Wirkung auf ihn. Markus hat euch heute nicht umsonst zumeist gemeinsam laufen lassen... Ich denke, ihr seid Freunde und er vertraut dir... Deswegen will ich dich als Latex-Rennpferd fragen wie ich vorgehen soll um Miu gespanntauglich zu bekommen.“

Ich war völlig baff! Die Rittmeisterin fragte mich, ein Pferd, um Rat? Um Zeit zu gewinnen nahm ich einen Schluck aus meiner Tasse und dachte kurz nach. Ich räusperte mich.

"Frau Rittmeisterin, danke dass Sie mich fragen. Ich nehme an, dass Sie, als Sie meinen Kopf aufgesetzt hatten, gemerkt haben, dass er sehr restriktiv ist.“

Sie sah mich groß an und ich fuhr grinsend fort:

„Wenn Sie den Kopf nicht getragen haben, warum sollte er sonst nach Ihrem Parfum riechen?“

Sie wurde rot und stammelte: „Ich wollte nur... Du bist mir nicht...“

„Nein, ich bin Ihnen nicht böse. Ich finde es sogar sehr gut, dass sie sich getraut haben ihn einmal aufzusetzen. So wissen Sie wenigstens wie es sich für mich anfühlt. Aber zurück zu Miu. Er scheint wirklich etwas klaustrophobisch veranlagt zu sein. Wenn er jetzt in so einer engen Suit steckt und dazu noch schwerhörig und halb blind ist, ist das für ihn eine Stresssituation. Eure Masken hier scheinen bei weitem nicht so einschränkend zu sein wie meine eigene... doch für jemanden, der es überhaupt nicht gewohnt ist, so zu arbeiten... Miu braucht jemanden in seiner Nähe, dem er vertraut, der ihm Sicherheit gibt...- das habt ihr richtig erkannt!"

„Das bist du!“, vollendete sie meinen Gedanken.

„Ja.“

„Aber was bringt uns dass im Gespann, da könnt ihr nicht Händchen halten. Wie sähe denn das aus?“

„Das will ich auch nicht, aber warum hat Miu Angst im engen Gespann?“

„Er wurde von den anderen Hengsten zu oft getreten und schikaniert. Manche haben sich einen Spaß daraus gemacht ihn aus dem Takt zu bringen und dann war er es, der die Schläge abbekam. Manche hier... nicht nur Kunden... wollen ein sauber laufendes Gespann- egal wie sie dorthin kommen.

Ich schwieg und dachte nach. Nach einigen Minuten sagte ich:

"Mir fällt dazu nur eine Lösung ein: Miu muss, anders als vorhin, hinter mir laufen und Brutus neben ihm. Wir beide sind die einzigen Hengste denen er vertraut. Sie müssen ihn dazu bringen, dass er nur nach mir schaut. Es macht mir nichts aus, wenn er mir die ganze Zeit auf den Arsch glotzt wenn es ihm hilft ruhig zu bleiben und im Takt zu laufen.“

„Ich bin ehrlich zu dir- das Miu hinter dir läuft, haben wir heute morgen auch schon überlegt. Bei der angedachten Einschirrung wärst du mit Miu... und Kara... auf einer Seite...- du wärst damit das Pferd in dieser Aufreihung, was die meiste Arbeit leisten müsste! Das ist dir hoffentlich klar...
Deine Aufgabe, um die ich dich bitten würde...- du müsstest Miu helfen, damit er dich dann auf seiner Position bestmöglich unterstützt. Wärst du bereit das mit ihm vor einem Doppelsulky zu trainieren?“

„Ja“

„Auch wenn diese Einheiten zusätzlich zum normalen Gespanntraining laufen würden? Schlachtross, äh Dominic sei mir nicht böse, aber ich habe so wenig Zeit dass ich jede freie Minute mit dem Gespann trainieren muss. Ihr müsst lernen im engen Gespann im Gleichschritt zu traben, das dauert normalerweise Wochen, doch ich habe nur drei Tage.“

„Ja, das bin ich, wenn er und ich entsprechend versorgt werden und auch genug Ruhe zur Erholung haben! Trab wird sicher schwierig..., doch Schritt ist sicher erreichbar. Der Pferdetrainer hat uns gesagt, es würde sich um eine Hochzeit handeln...- richtig?"

"Ja, warum?"

"Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dabei Trab oder gar Galopp laufen zu müssen?"

"Mist, da hast du recht...- hier hatte ich zu sehr in Wettkampfkategorien gedacht... Galopp ist völlig unwahrscheinlich- da hat Markus als Kutscher die Option, das zu unterbinden... Eine Trabeinlage kann nicht ausgeschlossen werden, wenn das Brautpaar sich das wünscht...- aber das werden auch keine eintausend Meter werden!
Das mit der Ruhe habe ich schon mit der Baronin geklärt... da wird keine von ihren Töchtern die Woche dazwischen funken... mit der Versorgung...- ich kann euch beiden bei den täglichen Fütterungen keine Extrawurst braten... Was glaubst du, was dann in eurer Box los wäre? Ihr habt gerade erst eure Rangordnung neu geklärt- und mir damit Blacky aus meiner Vorplanung geprügelt... Es braucht dir nicht leid zu tun- Markus hat mich heute morgen daran erinnert, ihr hättet genau so gehandelt, wie wir es von euch hier erwarten... auch wenn ich euch alle am liebsten ausgepeitscht hätte..."

Mein missbilligender Blick auf die Absage bezüglich des Futters schien aber nicht ihr letztes Wort dazu gewesen zu sein- und ihr Argument, warum sie dies so nicht handhaben konnte, war nicht von der Hand zu weisen...

"Wie wir es mit deinem Wunsch handhaben könnten...- wenn ihr beiden bei eurem Extratraining von Markus oder mir großzügig mit Futter 'belohnt' würdet... würde dies eine annehmbare Alternative zu deinem Vorschlag darstellen? Das wäre auch für uns einfacher zu bewerkstelligen- und die Häppchen würden aus der Futterkammern der Einsteller stammen..."

Das war ein zusätzliches Lockmittel, was sie für mich bereit hielt...- wir beide wussten es! Auch würden diese 'Belohnungen' ganz sicher sofort für mich gestrichen wenn sich kein Erfolg einstellen würde- und diesen Punkt sprach ich auch offen aus. Hier beruhigte mich die Rittmeisterin... auch wenn sie ehrlich genug war, diese Möglichkeit als Druckmittel so geplant zu haben...
Letztendlich stimmte ich aber zu- auch weil sie mich gestern Abend aus dem 'Stutentest' gerettet und zumindest für diese Woche vor weiteren 'Untersuchungen' bewahrt hat...

„Danke! Hättest du etwas dagegen wenn wir gleich noch eine Einheit machen?“

Ich schluckte, doch da hatte ich mich selber reingeredet. Nach kurzem Zögern nickte ich und sie sagte:

"Trink aus. Sobald du deinen Kopf wieder aufhast bist du wieder Schlachtross und dieses Gespräch hat nie stattgefunden. Die Baronin wird sicher sauer wenn sie erfährt, dass ich mit einem Pferd meine Probleme bespreche.“

"Madame Rittmeisterin..."- Ich zögerte einen Moment, "...ich möchte noch 'Danke' sagen für gestern in der Klinik... und das, was Sie damals während der Pause an der Mühle... damals habe ich gedacht, das mit dem Futter wäre pure Böswilligkeit von euch... dabei habt ihr mich nur auf mögliche Schikanen hier auf dem Hofgut vorbereitet. Ich hatte euch da falsch eingeschätzt..."

"Ist schon gut Schlachtross...- das mit der Klinik gestern war Eigennutz... und Markus hat mir erzählt, was am Samstag auf der Weide passiert ist. Mach deine Tasse leer..."

Ich nickte ihre Ansage ab und trank die Tasse mit Genuss aus, denn ich wusste nicht wann ich mal wieder einen Kaffee schmecken dürfte. Dann stand die Rittmeisterin auf und nahm meinen Pferdekopf und zog ihn mir, mit meiner Hilfe über den Schädel.
Als meine Hände wieder in den Handschuhen verschwunden waren und meine Vorderhufe am Hüftriemen befestigt waren, war ich wieder Schlachtross. Die Rittmeisterin führte mich am Zügel aus ihrem Büro auf den Hof und band mich am Brunnen an.

„Hier habe ich schon einmal gestanden“, dachte ich mir als ich den Wassertrog wiedererkannte. Die Minuten vergingen und ich sah mich ein wenig auf dem Hof um.

Jens kam mit einem Doppelsulky mit langer Gabel aus der Remise und stellte es neben mich. Doch bevor er irgendeinen bösartigen 'Spaß' mit mir machen konnte rief die Rittmeisterin: „Jens! Nimm mir Miu ab und spanne ihn auf der zwei fest. Schlachtross kommt auf die eins!

Während Jens Miu versorgte kam sie zu mir. Sie streichelte meinen Latexkopf und strich mir über die Mähne. Dann griff sie in ihre Tasche und holte ein Leckerli heraus. Während ich es in mein Maul beförderte und mich tierisch über das Stück Marzipan freute hauchte sie mir ein „Danke“ ins Ohr.

Jetzt wurde auch ich angeschirrt und sie setzte sich auf den Kutschbock. Sie lies uns antraben und wir gingen im Schritt in Richtung Rennbahn. Dort angekommen stoppte sie und sprach uns beiden noch einmal gut zu.

Wir mussten anziehen und ich spürte dass das Sulky nicht rund lief. Miu zog nicht richtig mit sondern war sehr mit sich selber beschäftigt.

'Noch ist das kein Problem, kleiner Freund. Aber du musst in Takt kommen sonst langen meine Kräfte nach dem heutigen Training nicht allzu lange...'

Wir liefen eine Runde und langsam merkte ich wie das Sulky in Fahrt kam. Obwohl ich nicht mehr so stark zog lief die leichte Kutsche schnell und gleichmäßig dahin. Miu hatte offensichtlich seinen Takt gefunden.
Ein Zügelsignal der Rittmeisterin lies mich das Tempo noch etwas anziehen. Wir hatten jetzt einen flotten Schritt an der Grenze zum Wechsel in den Trab drauf und plötzlich passierte es. Miu kam aus dem Tritt und trat mir voll in die Hacken. Ich scheute, doch zwang ich mich im Takt zu bleiben...

'Egal ob es weh tut, jetzt nur nicht aus dem Tritt kommen!'

Aber der Takt des Gespanns war weg. Miu war wieder vorsichtig und hielt sich zurück, was mehr Zugarbeit für mich bedeutete. 'Miu zieh wieder an!' rief ich in Gedanken während mein Atem rasselnd durch mein Maul pfiff. Und tatsächlich schaffte es Miu bald wieder in Tritt zu kommen und der Zug auf meinen Ketten nahm ab.

Zwei Runden später lies uns die Rittmeisterin halten und stieg vom Bock.

"Sehr fein gemacht! Brave, fleißige Pferdchen!“

Sie lobte uns während sie uns streichelte. Sie gab erst Miu und dann mir zu saufen und einige Stücke eines Energieriegels. Während wir kauten streichtelte und massierte sie uns weiter.

"Habt ihr noch Kraft für ein paar Runden, starke Pferdchen?“

Ich wollte eigentlich nicht mehr, doch als Miu hinter mir zu wiehern begann stimmte ich sofort ein um ihn nicht zu entmutigen.
Die Rittmeisterin saß wieder auf und wir mussten wieder anziehen. Es ging noch einmal eine Runde im Schritt, danach eine halbe im Trab... und jetzt 'flog' das Sulky regelrecht dahin. Wir hatten unseren Tritt gefunden und liefen im perfekten Gleichschritt. Obwohl ich körperlich fertig war, machte es mir Spaß ein Gespann zu haben was so gut lief. Nach den anderthalb Runden fielen wir zurück in den Schritt, liefen da noch weitere eineinhalb Runden um uns ein weiteres Erfolgserlebnis zu geben und 'abzuschwitzen'...- dann ging es zurück zum Stall.

Der Pferdetrainer wartete schon auf uns und nahm seiner Chefin die Zügel ab.

„Spanne die beiden aus und wasche sie. Sie haben jede Streicheleinheit verdient, so brav und leistungswillig wie sie jetzt waren.

Markus führte uns beide in den Waschraum. Dort band er mich an einen Ring in der Wand und widmete sich Miu. Als er ihm den Pferdekopf abgenommen hatte sah mich Miu mit einem Blick an der mich jede Müdigkeit vergessen lies. Es lag soviel Dankbarkeit und Freude darin, dass mir warm ums Herz wurde. Wäre er nicht angebunden gewesen wäre er mir sicher um den Hals gefallen.
Egal was mir Rosengarten noch antun würde, das war etwas was vieles wieder aufwog.
Während Miu mit 'Extrafutter' versorgt und gewaschen wurde lehnte ich mich an die Wand und schloss die Augen. Das war nicht sehr pferdig, doch ich war platt und nahm mir diese Freiheit jetzt einfach. Plötzlich berührte mich jemand an der Schulter. Ich schreckte hoch und sah Markus ins Gesicht.

'Du wirst mich doch jetzt nicht bestrafen, weil ich an der Wand gedöst habe...'- fragte ich mich und war sofort wieder in Alarmstimmung. Doch stattdessen grinste er, schob mir sechs Marzipankartoffeln in mein Maul und zeigte auf einen Schemel den er neben mich gestellt hatte. Dankbar setzte ich mich und schaute ihm, den süßen Geschmack in meinem Mund genießend, zu, wie er Miu striegelte. Schon nach wenigen Minuten fielen mir die Augen zu und er musste mich wecken, als er mich ausschirren wollte...


Tierklinik...- zur gleichen Zeit...


„Annika! Komm sofort in mein Behandlungszimmer, ich habe einen Auftrag für dich!“

Oberschwester Nataschas Stimme plärrte quer durch die Krankenstation.
Nachdem sich einige Augenblicke lang nichts rührte ging die Oberschwester missmutig auf den Gang und brüllte noch lauter:

"Annika, du notgeiles Luder, komm sofort zu mir oder du kannst heute Nacht den Zwinger grundreinigen!“

Da ging eine Tür auf und Schwester Annika kam mit rotem Kopf heraus. Sie strich ihre Latexuniform glatt und stöckelte auf hohen Absätzen auf Natascha zu.

„Oberschwester, was gibt es denn so dringendes, dass Sie mich beim Lernen stören müssen!“, fragte Annika scheinheilig.

„Als ob du deine Nase in den Büchern gehabt hättest,“ raunzte Natascha. „Wohl eher hatte ein Patient seine Nase in deiner Muschi!“

Sie drückte ihrer Kollegin ein Tablett in die Hand und sagte: „Geh rüber in den Stall und bring den Pferden ihre Medizin. Wir haben eines mit Magenproblemen und bei zwei Stuten musst du nach den Hautverletzungen sehen. Reinige die Striemen gründlich und behandle sie mit Wundsalbe, ich will nicht dass das anfängt zu eitern!“

„Jawohl, Frau Oberschwester!“, sagte Annika zackig und tat so als würde sie militärisch grüßen.

Natascha schnaubte und verschwand wieder in ihrem Büro. Missmutig stöckelte Annika über den Hof und dachte sich:

"Ich bin hier nur das Laufmädchen. Warum geht die alte Wetterhexe nicht selber zu den Gäulen, wenn ihr die Viecher so wichtig sind?“

Sie ging gerade durch das Stalltor als ihr Markus mit zwei, komplett in schwarzes Latex gehüllten Pferden im Schlepptau entgegen kam. Den einen, kleineren, Hengst kannte sie. Es war Miu... mit der flinken Zunge. Doch den zweiten Hengst konnte sie nicht sofort einordnen. Erst als das Pferd auf ihrer Höhe war und den Kopf drehte um sie von oben herab anzusehen wurde ihr klar wer das war:

'Schlachtross!'

Sie drehte sich um und sah dem Hengst nach wie er auf den Hof schritt. Seine Muskeln zeichneten sich unter dem hautengen Latex ab und der wippende Schweif betonte seinen knackigen Hintern. Dazu das Spiel der Muskeln auf seinem Rücken und die breiten Schultern, die von dem großen Pferdekopf gekrönt wurden, dessen helle Mähne bis weit nach unten fiel.

Annika wäre fast das Tablett aus der Hand gefallen als es ihr regelrecht in ihr Allerheiligstes schoss. Sie keuchte und fasste sich unter den Latexrock. Der dünne Latexslip quietschte vor Feuchtigkeit als sie ihre M*se rieb und sie dachte sich:

'Der machte doch als Mensch nicht so viel her...- aber als Hengst... den will ich reiten! Gleich heute Nacht noch!'

Annika erledigte ihre Aufgaben schnell und ohne viel Enthusiasmus. Sie bekam den Hengst einfach nicht mehr aus ihrem Kopf und stellte sich vor wie sie ihn reiten würde...- wie ihr sein mächtiger Schlauch einen Orgasmus nach dem anderen bescherte!
Sie war mittlerweile so feucht, dass ihr Slip, bei jeder Bewegung sie auf ihrer Scham rieb und so nur noch geiler machte.

Als sie über den Hof stöckelte kam ein 'blauer' Rüde auf sie zu gerannt und begann sie, von hinten, zu beschnüffeln. Sofort richtete sich seine Rute auf und er wurde zudringlich. Doch Annika drehte sich um und verpasste dem Rüden einen leicht ausgeführten Schlag auf seine Hoden, die durch einen Strecker lang gezogen wurden und weit vom Körper ab standen. Das Tier jaulte auf und schlich sich dann, mit weit gespreizten Hinterläufen davon.

'Drecksköter... Wer hat den eigentlich raus gelassen?'- dachte sich Annika nur und war in Gedanken schon wieder bei ihrem Hengst.

Sie setzte sich an die Rezeption und tat so als würde sie arbeiten. Doch stattdessen schaute sie die ganze Zeit auf das Bild der Überwachungskamera über dem Stalltor, da sie hoffte Markus würde bald mit den Hengsten zurück kommen.
Endlich sah sie ihn von der Rennbahn in Richtung Stall gehen. Die beiden Pferde trotteten müde hinter ihm her, wobei Miu noch kraftloser aussah als Schlachtross, der unwillig den Kopf hin und her warf.

'Wehe du hast mein Pferd so müde gemacht, dass mit dem nichts mehr anzufangen ist...'- dachte sie sich als sie schnell zum Stall lief.
Im Stall fing sie Markus ab, der sich anschickte um Schlachtross zu kümmern und sagte zu ihm:

"Ah Markus, gut dass ich dich treffe. Ich habe Anweisung von Baroness Augustine Schlachtross sofort für eine Sonderuntersuchung mitzunehmen!“

Markus sah sie an und wandte dann ein: „Kann das nicht warten? Ich muss den Hengst erst versorgen und füttern, dann kann deine Herrin Schlachtross für ihre Untersuchung haben, wenn das heute noch unbedingt nötig ist...
Und überhaupt- hatte die Baronin nicht gestern entschieden, das Untersuchungen von Schlachtross nur mit ihrer Absprache erfolgen?"

„Die Baroness sprach von sofort. Und wenn Sie sofort sagt, meint Sie auch sofort! Es handelt sich aber nur um eine erweiterte Vitalkontrolle, die trotzdem jetzt gleich erfolgen soll da es um seine Werte in diesem Outfit geht...- bevor diese nicht mehr aussagekräftig sind! In einer Stunde steht er wieder hier! Aber du kannst gern die Baroness stören und nachfragen..."

Annika legte so viel Überzeugungskraft in ihre Stimme wie nur möglich und hoffte inständig, dass Markus nicht auf die Idee kam bei Augustine oder zumindest der Oberschwester nachzufragen. Denn dann wäre aufgefallen, dass sie auf eigene Faust handelte...- und der daraus resultierende Ärger wäre sicher nicht ohne!

Markus knurrte, gab ihr aber dann Schlachtrosses Zügel und sie zog den Hengst hinter sich her in Richtung Krankenstation. Das Tier war fühlbar unwillig und sie musste kräftig an seinen Zügeln ziehen bis er ihr folgte.
Sie ging allerdings nicht in die Krankenstation hinein sondern bog kurz vor der Tür ab und zog den Hengst hinter sich her über einen schmalen Kiesweg.
Auf der Rückseite des Gebäudes band sie Schlachtross an einem Mauerring fest und schaute nach ob ihre Chefin noch in ihrem Büro war. Als sie sah, dass kein Licht brannte und auch der Rechner ausgeschaltet war, nahm sie Schlachtross am Zügel und führte ihn zu der steilen, schmalen Holztreppe, die ins Untergeschoss führte. Der Hengst scheute, als sie ihn die knarzende Stiege hinab ziehen wollte. Erst als sie ihn fest am Halfter nahm und ihn, mit der zweiten Hand an einem D-Ring am Brustblatt seines Geschirrs, sicherte ließ sich der Hengst vorsichtig auf die Stiege bugsieren.
Sie sprach ihm beruhigend zu:

"Hab keine Angst mein Großer. Ich passe auf dich auf und will nur dein Bestes!“

Das Pferd spitzte die Ohren und schien tatsächlich bereitwilliger mitzukommen.
Unten angekommen schloss sie die Tür zu ihrem Zimmer auf und bugsierte Schlachtross hinein. Bevor sie die Tür schloss schaute sie sich noch einmal kurz um, um zu sehen ob niemand mitbekommen hatte, dass sie sich Schlachtross ausborgte.
Durch die niedrigen Decke in ihrer Kammer wirkte der Hengst noch größer und massiger als draußen auf dem Hof.
Annika wurde es ein wenig mulmig. Wenn dieses große Tier sich losreißen würde, hätte sie kaum eine Chance ihn wieder einzufangen. Doch sie ließ sich nichts anmerken und führte den Hengst in die Mitte des Raumes. Seine eisenbeschlagenen Hufe klackten laut auf den Holzdielen und sie war sich sicher Abdrücke von jedem einzelnen Schritt finden zu können.
Geschickt nahm sie jetzt einen Schal von der Garderobe und legte ihn dem Pferd über die Augen. Der Hengst scheute zunächst doch ließ er sich durch gutes Zureden beruhigen.
Als das Pferd sicher nichts mehr sehen konnte ließ sie ihn stehen und ging schnell in ihr Schlafzimmer. Aus einer Truhe nahm sie einen schweren, ledernen Monohandschuh und ging zurück zu Schlachtross.

Sie hatte Angst. Wenn sie dem Pferd erst die Vorderhände gelöst hätte und er sich dann wehrte, würde es schwierig für sie ihn unter Kontrolle zu halten. Doch sie redete beruhigend auf den Hengst ein und löste dann seine Vorderhände vom Geschirr. Schnell waren die Hufhandschuhe entfernt und zum Vorschein kamen zwei recht dicke Fausthandschuhe die seine Hände umschlossen. Überraschend leicht ließ er sich die Arme auf den Rücken drehen und im Monohandschuh verstauen. Doch erst als sie den Handschuh mittels zweier Riemen an seinem Brustblatt und seiner Schweifrübe fixiert und fest zugezogen hatte atmete Annika befreit durch.
Das Pferd war jetzt unter ihrer Kontrolle! Sie trat einen Schritt zurück und betrachtete ihre Beute. Durch den Monohandschuh waren die Schultern weit nach hinten gezogen und das brachte die breite Brust sehr schön zur Geltung. Die muskulöse Statur wurde durch die schmale, vom Hüftgurt betonte Taille unterstrichen. Die massigen Oberschenkel und fleischigen Waden zeigten, dass dieses Pferd es gewohnt war viel zu arbeiten und fest wie auf Säulen stand.
Doch all das war ihr herzlich egal. Wichtig war ihr nur was sich zwischen seinen Beinen befand.

Während sie dem Pferd mit den Fingernägeln der linken Hand über die Brust strich und fühlte wie er unter ihrer Berührung erschauderte, löste die Rechte den Riemen, der seinen Schlauch am Körper hielt.
Als das schwere Stück Fleisch frei war, war es an ihr zu erschaudern. Sie rieb ihn leicht während sie die Brustwarzen des Pferdes, durch die geöffneten Zipper im Anzug, leicht zwickte.
Sofort richtete sich der Schlauch auf und stand bald senkrecht vom Körper ab. Sie rieb den langen Schaft mit ihren Fingern und umspielte die breite, einem echten Pferd nachempfundene Latexeichel mit ihrem Daumen. Nach kürzester Zeit spürte sie, wie aus der Spitze ein wenig Schleim eines Lusttropfens quoll und das Pferd zu schnauben begann.
Sie wusste, dass ihr Hengst bereit war für einen ausgedehnten Ritt.
Willig ließ er sich in ihr Schlafzimmer führen und nur als sie ihm einen Stoß gab, der ihn rückwärts auf ihr Bett fallen ließ wieherte das Pferd kurz auf.
Annika sah auf ihn nieder und dachte sich:

'So stark, so muskulös und doch so hilflos...'

Sie spürte wie es ihr wieder in den Unterleib schoss. Sie griff unter ihren Latexrock und zog den patschnassen Latexslip aus. Die Uniform und ihre Stiefel behielt sie, als Symbol des 'Rangunterschiedes' zwischen Ihnen, an. Auch wollte sie den Hengst so schnell wie machbar in sich spüren!
Sie kletterte auf ihr Bett und kniete sich über seine Brust. Sie zog ihm den Schal von den Augen und als sie sah wie er sie fixierte nahm sie seinen Kopf in ihre Hände und schaute ihm tief in die dunklen Pferdeaugen.

„Ich will dich, du Hengst! Und ich will dich jetzt“, säuselte sie ihm ins Ohr und hauchte ihm ihren Atem in die Nüstern.

Das Pferd erbebte unter ihr vor Geilheit und als sie ihm dann noch ihren Slip über das Maul legte war es um den Hengst geschehen. Er schnaubte und begann mit der Hüfte zu stoßen, dass sie glaubte er wolle sie abwerfen.
Schnell presste sie ihm die Knie auf die Rippen und drückte sich hoch. Seinen Schlauch mit einer Hand führend ließ sie sich auf dem großen Pferdepenis nieder und trotzt seiner Größe verschwand der Schlauch fast ohne Widerstand in ihrer M*se. Als er bis zum Anschlag in ihr steckte stöhnte sie auf und spürte durch die Stöße des sich wild gebärenden Hengstes wie tief die Eichel in ihrem Körper steckte.

Sie begann jetzt ihn zu reiten und schon nach wenigen Sekunden hatten sie ihren Takt so aufeinander abgestimmt, das ihre Stöße gegenläufig waren und der Hengst sie bei jedem Stoß regelrecht pfählte. Sie genoss es bis zum Bersten ausgefüllt zu sein und überließ sich ihren Instinkten. Ihre Bewegungen wurden schneller und die Stöße härter und sie begann zu stöhnen.
Als sie spürte wie sich ein Orgasmus näherte rieb sich sich ihre großen Brüste und stimulierte ihre Brustwarzen. Da rollte der Orgasmus auch schon heran und sie schrie ihre Lust hemmungslos aus sich heraus.

Sie ließ sich auf die Brust des Hengstes fallen und blieb minutenlang keuchend liegen. Erst als das Tier unter ihr unruhig wurde spürte sie, dass der Schlauch noch in ihr steckte. Sie rollte sich zur Seite und das massige Teil glitt mit einem Schmatzen aus ihrer klatschnassen M*se.

Erst jetzt realisierte sie, dass das Tier noch nicht gekommen war und weiterhin vor Geilheit schnaubte. Durch den wilden Hengst neben ihr wurde auch Annika schnell wieder geil. Sie nahm ihrem Hengst den Latexslip von den Nüstern und flüsterte ihm zu:

"Schlachtross, zeige mir, dass du deinen Namen zurecht trägst und besteige mich, wie du noch nie eine Stute bestiegen hast!“

Jetzt kletterte sie vom Bett, zog Schlachtross am Brustblatt hoch und kniete sich dann selbst auf ihr Bett. Der Hengst drängte sofort heran und kaum hatte sie sich seinen Schlauch wieder eingeführt begann er zu stoßen. Auch ohne seine Vorderhände war das Tier in der Lage hart und ausdauernd zuzustoßen. Annika stöhnte vor Lust. So einen Ritt hatte sie schon lange nicht mehr gehabt. Selbst als sie von einem weiteren Orgasmus geschüttelt wurde stoppte der Hengst nicht, doch sein Schnauben hörte sich mittlerweile regelrecht verzweifelt an. Er pumpte jetzt mit aller Kraft und Annika wurde bei jedem Stoß nach vorn geschleudert, doch drückte sie ihm ihr Becken jedes Mal wieder entgegen um nicht einen Zentimeter seines Schlauches zu vergeuden.
Gerade als der letzte Rest Verstand in ihrem Hirn meinte es wäre jetzt genug spürte sie wie sich ein weiterer Orgasmus tief in ihr aufbaute. Sie stöhnte noch lauter und presste sich regelrecht an den Hengst. Dieser schien noch einmal an Tempo und Kraft zuzulegen und fi**kte sie gnadenlos durch. An ihm war nichts menschliches mehr, er war ein Tier, dass endlich seinen Höhepunkt wollte.

Als der Orgasmus endlich da war gaben Annikas Arme nach und sie landete mit dem Gesicht in den Kissen. Ihr Unterleib verkrampfte sich und ihr ganzer Körper wurde von Wellen der Lust geschüttelt. Mit einem triumphalen Wiehern stieß der Hengst ein letztes Mal mit aller Kraft in sie und sie spürte wie er sein Sperma tief in ihren Körper pumpte. Es schien kein Ende nehmen zu wollen. Ladung um Ladung versenkte er in ihr.
Als er endlich sein gesamtes Sperma in sie gepumpt hatte zog er sich nicht etwa aus ihr zurück sondern brach regelrecht über ihr zusammen. Sein massiger Körper presste sie fest ans Bett und sie konnte sein Schnauben aus seinen Nüstern hören, die direkt an ihrem Ohr lagen. Sie roch seinen Duft nach Geilheit, Schweiß und Latex und sie wurde schon wieder spitz.

Irgendwann ebbte ihre Geilheit ab und der Verstand zog wieder in ihren Schädel ein. Sie rollte den Hengst regelrecht von sich herunter um aufstehen zu können. Schmatzend glitt der, durch den Extender, immer noch beachtliche Schlauch aus ihrer gefluteten Scheide und das Tier blieb kraftlos auf der Seite liegen. Annika brauchte noch einige Minuten um wieder einen klaren Kopf zu bekommen, dann drehte sie sich zu ihrem Hengst und streichelte seinen Kopf und die Mähne.

„Danke, du Schlachtross. Du machst deinem Namen wirklich alle Ehre!“

Der Hengst schnaubte zur Antwort kräftig und sehr befriedigt.

Als Annika sich wieder stark genug fühlte stand sie auf und zog ihren Latexslip wieder an. Dann zog sie Schlachtross hoch und löste seinen Monohandschuh. Dankbar bewegte das Pferd seine Arme um den Blutfluss wieder in Gang zu bringen. Dann zog sie ihm die Hufhandschuhe an und befestigte die Vorderhände wieder am Geschirr.
Bevor sie ihn die steile Stiege hinauf führen konnte musste sie dem Hengst erst etwas Wasser geben, da er noch zu unsicher auf den Beinen war.
Während das Tier gierig soff kraulte sie ihn und sagte:

„Sauf ruhig, das hast du dir redlich verdient!“

Endlich konnte sie ihn wieder in seinen Stall bringen. Sie war froh, das ihnen niemand begegnete als sie breitbeinig über den Hof zum Stall stiefelte. Vor der Hengstbox angekommen drehte sie sich noch einmal zu Schlachtross um und drückte ihm einen Kuss auf die Nase. „Danke, du Hengst!“, hauchte sie und schob den Hengst durch die Tür.

Gerade als sie den Stall verlassen wollte fing Markus sie ab. Leise klagte er sie an:

„Nennst du das ein Pferd versorgen?“

Sie schaute ihn groß an und er fuhrt fort:

"Mir ist es egal ob du den Hengst reitest, doch hättest du ihn wenigstens aus seiner Latexhülle befreien und füttern können nachdem du ihn entsaftet hast."

„Woher willst du wissen, dass er raus wollte?“, gab sie schnippisch zurück. Dann fuhr sie fort: „Schlachtross ist was ganz besonderes. Mit dem haben wir einen sehr guten Fang gemacht!“

Während sie das sagte leckte sie sich genießerisch die Lippen. Dann ließ sie Markus stehen und stöckelte über den Hof zu ihrer Wohnung.
Markus sah ihr nach und ging dann zur Hengstbox um Schlachtross zu versorgen. Doch als er durch die Luke spähte sah er, dass Schlachtross und Miu schon eng umschlungen im Stroh lagen. Während der Latexhengst, noch voll eingeschirrt, wie tot auf dem Rücken lag hatte Miu seinen Kopf auf die Brust von Schlachtross gelegt und lächelte selig.
Da die beiden Pferde offensichtlich schon tief und fest schliefen wollte Markus sie nicht mehr wecken und nahm sich fest vor Schlachtross am nächsten Morgen etwas eher zu waschen und ihm neben seinem Futter von heute Abend zusätzlich eine Extraportion Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Der Keuschheitsgürtel war bei ihm heute Nacht sowieso sinnlos, er hoffte aber dass Schlachtross bis zum Sonntag wieder genügend Motivation aufgebaut hatte um die benötigte Leistung abliefern zu können.
Versonnen betrachtete er die Pferde im letzten Dämmerlicht und plötzlich wurde ihm klar, dass er Schlachtross viel zu oft schon zu den Gestütpferden zählte. Er schalt sich selbst dafür und sagte sich, dass er ab jetzt darauf achten müsse Schlachtross mehr als Einsteller denn als Gestütpferd zu behandeln. Schließlich würde der Hengst Rosengarten demnächst wieder verlassen und auch wenn es ihm nicht so wichtig war, wollte er doch nicht, dass es noch mehr schlechte Gerüchte über 'sein' Gestüt gab.

„Dem wurde hier eh schon übel genug mitgespielt. Wäre Schlachtross nicht so hart im Nehmen, wäre er sicher schon mal zusammengebrochen!“

Mit Blick auf den Hengstschlauch, der dem Hengst halbsteif auf dem Bauch lag sagte er sich:

'Der Zeitpunkt war ungünstig, aber diesen Ritt hast du dir redlich verdient!'

Dann schloss er die Sichtluke und drehte seine Abendrunde im Stall bevor auch er Feierabend machte.

DRACHENLORD ENDE

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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:12.02.21 21:11 IP: gespeichert Moderator melden


Nette Geschichte.. aber irgenwie haben die Pferde alle keine Schweife? Und wenn doch bin cih mal auf die KG gespannt
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TMeier
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:13.02.21 23:43 IP: gespeichert Moderator melden


Vielen Dank für die Fortsetzung dieser Story.

Als Fan von den Petplay Geschichten freue ich mich besonders das diese Geschichte auch fortgesetzt wird.

Ihr (also du Blackrubberhorse und Drachenlord) habt auch einen sehr ähnlichen Schreibstil.

Etwas überrascht war ich das in den letzten Folgen auf mal das Thema Ponyspace und Gummipony eigeführt wurde weil das ja bislang in der Story und auch in Schlachtross seinen ersten Abenteuer eigentlich keine Rolle gespielt hat.

Ich habe ziemliche bedenken ob die beiden Themen zu dem harten Drill auf Rosengarten überhaupt passen.

Aber die neuesten Entwicklungen scheinen ja so das das Thema Gummi wohl eher temporär für die Hochzeitskutsche ist.
Das würde mich auch eher freuen weil ich Schlachtross eher als knallhartes Renn/Arbeitspferd sehe und nicht als Gummipferd.

Beim Thema 'Ponyspace' hingegen finde ich das es für das Petplay extrem wichtig ist weil es eine gut Motivation ist für die ganze Plagerei.


Nochmals vielen Dank für euer Fortführen von dieser Geschichte.

Gruß
Thomas

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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:14.02.21 01:47 IP: gespeichert Moderator melden


Darktail & TMeier- vielen Dank für eure Kommentare.

Was das Thema 'Schweife' angeht- in der Beschreibung, wie Schlachtross das erste Mal wieder im Beisein des Pferdetrainers seit dem Beginn seines Aufenthalts in Rosengarten sein Outfit anlegt (Dienstag- Woche zwei), ist das Anbringen eines solchen durchaus erwähnt. Die auf Rosengarten verwendeten (Leih)Outfits für die Gast- oder auch 'Gestüt'pferde haben ebenfalls solche- das wurde nur nicht explizid erwähnt. KG's kommen beim tragen derselben aber nicht zum Einsatz- das wird aber noch in den nächsten Tagen innerhalb der Story erwähnt...

TMeier- was das Thema 'Gummipferd' angeht- Schlachtross ist ein solches UND Rennpferd! Er mag es, wie schon erwähnt, auch über längere Zeit in seinem Outfit zu agieren und dabei Leistung für seine Jockey zu erbringen. Hier auf Rosengarten steht dieser Part aber im Widerspruch zu den Auffassungen der 'Baronin' als Eigentümerin des Hofgutes- daher ist das derzeitige Training der Pferde tatsächlich 'nur' dem Auftrag mit der Hochzeit geschuldet. Die Baronin mag es aus ästhetischen Gründen, das Muskelspiel 'ihrer' Pferde unter Belastung anzuschauen...- für die Rittmeisterin ist es als 'Cheftrainerin' für die Pferde im Prinzip egal, da bei ihr der sportliche Erfolg der ihr anvertrauten 'Tiere' im Vordergrund steht. Natürlich vertritt sie als Angestellte des Hofgutes auch die Linie ihrer Chefin...
Konträr dazu ist im übrigen die 'Tierklinik' angelegt- sowohl die 'Baroness' Augustine und- noch stärker ausgeprägt- bei der 'Schwester' Annika ist der Latexfetisch, gepaart mit Sadismus, Triebfeder bei ihrem Umgang mit den 'Pferden'- was durchaus auch zahlende Gastpferde umfassen kann! Aber dazu wird noch genug Raum in der Geschichte sein...
Zum Thema 'Ponyspace'...- Schlachtross hat vor seinem Aufenthalt in Rosengarten bisher die Linie vertreten 'Leistung gegen freies Denken als Pferd'- und das haben die Rittmeisterin und Markus richtig erkannt. Für das, was aber jetzt von Schlachtross verlangt wird, ist es für ihn (über)lebenswichtig, dieses auf den Hofgut geforderte Level an instinktivem Handeln zu erreichen- und daher steht für ihn da eine Art 'Nachhilfe' durch beide an. Wie bereits erwähnt, erkennen beide seinen Leistungswillen an und werden ihn dafür jene Hilfestellungen geben (die ihnen möglich ist), damit er Schikanen und Schmerzen, die ihm durch ihm nicht wohlgesonnene Personen noch zugefügt werden könnten, besser ausblenden oder auch verarbeiten kann. Genaueres würde aber der Handlung vorgreifen...

Ich hoffe, damit erst einmal ein paar der Fragen zur Story beantwortet zu haben- und hoffe, der weitere Verlauf der Geschichte wird allen Lesern derselben gefallen.
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:14.02.21 11:15 IP: gespeichert Moderator melden


OK, ich muß zugeben die Passagen habe ich überlesen
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Blackrubberhorse
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:19.02.21 12:49 IP: gespeichert Moderator melden


Tag 12, Donnerstag- Woche zwei



Hengstbox...-früher Morgen...


"Guten Morgen ihr beiden..."

Die Stimme drang gedämpft durch die Maske in das Ohr von Schlachtross, auch hatte Markus recht leise gesprochen, da er weder Lion noch Brutus wecken wollte. Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätten auch Miu und Schlachtross länger schlafen dürfen...- doch hatte sich dieser ja bereit erklärt, seinem Freund zur Seite zu stehen und ihn für die Ausfahrt am Sonntag so weit fit zu machen, daß dieser auch durchhalten würde.

"Schlachtross, du kannst noch ein wenig liegen bleiben- ich muss Miu erst in sein Fell helfen... Dann bekommt ihr beide etwas zu saufen und danach wiederholen wir das Training der Rittmeisterin von gestern Abend... Wenn das gut funktioniert, Miu, hast du nach dem Frühstück eine Einheit zusammen mit Schlachtross frei...- das hängt allein von dir ab! Du bleibst zur Gewöhnung in deinem 'Fell'...
Schlachtross- du wirst deines nach der Fütterung ablegen damit es gesäubert werden kann. Ich denke, dir dürfte das recht sein..."

Da hatte der Pferdetrainer nicht unrecht...- nach mehreren Stunden wäre es angenehm- aber nicht notwendig- den Suit gesäubert zu bekommen. Die Zeit bis mich Markus auch holte, überbrückte ich mit Gedanken zu dem Vorgehen von der Schwester gestern nach dem Training...
Das war definitiv nicht abgesprochen! Soviel war klar. Aber was zum Teufel hatte diese Annika veranlasst, mich erst so zu stehlen und dann auch noch derart zu reiten? Ihre Behandlung zur Eingangsuntersuchung war nicht vergessen... weder die Einläufe noch alles andere! War sie derart latexfixiert, daß auch jeder andere in meinem Pferdeoutfit von ihr derart genommen worden wäre? War ich für Sie 'nur' als Latexhengst interessant? Was würde dies hier auf Rosengarten für mich in den nächsten Wochen bedeuten? Und wie würde Miu damit umgehen? Sein Verhalten deutete auf mehr als nur Bewunderung und Freundschaft hin...

'Eines ist klar- wenn ich zwischen Miu und dieser kranken Schwester zu wählen habe... dann immer meinen Freund hier aus der Box. Der ist bereit, auch ohne Hintergedanken für jemanden anderes einzustehen!
Aber was, wenn Miu möchte, daß ich als Hengst ihn bespringe? War ich dazu schon bereit? Würde dies im Zweifelsfall nicht auch zu einer Belastung zwischen uns werden können?'

Ich war mir ganz sicher- vom rein körperlichen würde es beidseitig ein Genuß sein, sanft und von gegenseitigem Respekt geprägt... Doch nach meinem Weggang...- wie würde Miu damit umgehen können? Nach Pferdeart schüttelte ich meinen Kopf um diesen Gedanken zu verscheuchen.
Erst jetzt fiel mir auf, was irgendwie anders und doch so offensichtlich war- Brutus und Lion trugen eine Keuschheitsschelle! Auch Miu hatte eine an gehabt, als der Pferdetrainer ihn geholt hatte... Was hatte das nun wieder zu bedeuten? Ich steckte noch in meinem Outfit und war gestern wie Tod hier sofort eingeschlafen- daher war ich wohl um das angelegt bekommen eines solchen Teiles herum gekommen...

"Schlachtross- komm..."

Markus hatte die Boxentür einen Spalt breit aufgeschoben und mit einer Geste deutete er mir an, ich solle leise sein. Ich 'schlich' mich daher in die Boxengasse, wo Miu bereits fertig umgezogen auf mich wartete. Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte man meinen Freund für einen X-beliebigen Einsteller halten können- allein seine Augen hinter den Sichtgläsern zeigten mir, wer so vor mir stand.
Wie gestern schon suchte er Sicherheit durch eine Berührung mit mir- doch Markus unterband dies sofort!

"Miu- lass diesen Mist! Es muss dir reichen zu wissen, dein Freund ist bei dir und du kannst ihn sehen! Dich an ihn kuscheln darfst du wieder nach dieser Einheit!
Schlachtross- ich nehme dir jetzt deinen Kopf ab! In der Schüssel neben dir ist dein Futter von gestern Abend UND deine Portion für heute morgen... Sieh letzteres als Vorschuss an!"

Nachdem der Pferdetrainer mir meine Maske abgenommen und abgelegt hatte, bekam ich von ihm die Futterschüssel vor mein Gesicht gehalten mit der Bemerkung, er hätte da wieder 'ein wenig' bei den 'Einstellern' zugelangt...

'Was waren wir Gestütpferde doch für arme Säue- Pferde zweiter Klasse wäre die bessere Einstufung...'

Neben gerösteten Brotwürfeln und Haferflocken schaute ich auf Wurststücke und Käsehappen... Haselnüsse, Rosinen und sogar ein paar Keksbrocken! Das war der sichtbare Unterschied zwischen den Gastpferden hier auf dem Hofgut und uns, die wir für diese 'Hobbygäule' den Laden am Laufen hielten...
Da ich unter den gleichen Bedingungen wie sie gehalten wurde, rechnete ich mich automatisch dazu. Einen Moment lang verging mir sogar der Appetit bei diesem Gedanken daran- aber das wäre irrationales Verhalten. Ich beendete aber mein Fressen eher und schaute erst Markus an und nachdem ich seine Aufmerksamkeit hatte hinüber zu Miu...

"Nein Schlachtross- Miu bekommt sein Futter nachher mit den anderen zusammen! Friss den Rest jetzt oder er fliegt in den Müll! Ich verspreche euch beiden aber, ihr bekommt, wenn eure Leistung stimmt, genug Leckerchen!"

'Nach dem Kaffee gestern bei der Rittmeisterin soll ich auf dieses Futter verzichten? Sorry Miu- aber das wäre zu viel des Guten... Himmel, ist das ein Unterschied zu dem, was ich bisher hier bekommen habe!'

Ich hörte erst auf, nachdem auch der letzte Krümel aus der Schüssel in meinem Magen verschwunden war. Das nachspülen erfolgte mit schwarzem Tee statt mit Wasser und Markus forderte mich auf, genug zu saufen- der Tag würde lang und anstrengend werden.
Mit einem Schnauben zog ich noch einmal seine Aufmerksamkeit auf mich und deutete dann an, ich würde mich gern noch vor Beginn des Trainings erleichtern...- doch hier bekam ich eine Absage. Das wäre mir erst nach dieser Einheit erlaubt, die anderen Hengste sollten mir dabei auch zuschauen, damit sie begriffen es funktionierte auch mit so einem Outfit. Markus setzte mir dann auch nicht meine gewohnte Maske auf- ich bekam eine gestütseigene verpasst.
Wie ich schon bei der Rittmeisterin vermutet hatte, sie waren vom Sichtfeld her ein wenig besser als meine, die Atmung war in etwa gleich- vom Maul führte ein dicker Schlauch bis zu einer Art Vertiefungen für die Zahnreihen des Ober- und Unterkiefers, auf die ich biss und diesen so mit meinen Zähnen fest hielt. Ein Teil der eingeatmeten Luft schien zusätzlich mit jedem Zug über die Sichtgläser geführt zu werden- ein simples System, um das beschlagen derselben zu verhindern. Die Fütterung schien bei längerem Tragen wohl auch über den 'Atemschlauch' zu laufen, was eher für breiige oder flüssige Nahrungsgabe sprach. Der klare Nachteil der Maske war die Möglichkeit, den Atemschlauch mit Flüssigkeit zu füllen und so jemanden zwangsweise zu füttern bis er wieder Luft bekommen dürfte oder vorher ohnmächtig würde...
Markus schien mittlerweile zufrieden mit unserem Aussehen- er führte uns beide raus aus dem Stall und in die Reithalle. Damit erstaunte er mich, denn das war nicht das, was die Rittmeisterin gestern mit uns gemacht hatte. Miu bekam einen Balken hinter sich angehangen, ich wurde mit zwei längeren Ketten vor ihn gespannt und Markus gab uns preis, was er jetzt von uns erwartete:

"Miu, du ziehst die Last hinter dir- von Schlachtross weiß ich, der kann das. Deine Aufgabe ist es, dich auf den Gang deines Freundes vor dir zu konzentrieren und mit ihm im Takt zu bleiben. Daher gibt es jetzt nur Schritt. Du machst aber alles nach, was ich Schlachtross befehle...- klar?"

Hinter mir schnaubte es, das war wohl das Zeichen für Miu hätte verstanden...

"Mit dir Schlachtross mache ich wieder Bodenarbeit- du hälst die Ketten straff und gibst Miu die Richtung vor. Ich arbeite mit Langzügel und Stimme, du setzt meine Befehle sofort um. Das hat in den letzte Tagen doch gut geklappt- du hast dich da wirklich verbessert! Hier ist nun die Hilfe mit den Zügeln nicht ganz so fein wie mit den Dauerhalfter- ich will aber von dir sehen, daß es genau so gut klappt. Du bist die Arbeit mit Masken gewohnt, daher bin ich mir sicher, du bekommst das hin.
Für euch beide- wenn ich 'Runter' als Kommando gebe, dann sehe ich zehn saubere Liegestütze...
Uuund vorwärts!"

Markus tat alles um mit seinen Kommando's in diesem Mix aus Kraftausdauer für Miu und Bodenarbeit mich aus dem 'Ponyspace' zu holen- ihm gelang es aber nur ein einziges Mal. Er war verdammt gut darin, keinerlei Berechenbarkeit in seinen Befehlen an uns aufkommen zu lassen, auch wenn die ersten beiden Runden in der Reithalle außer den Kommando's in den Ecken nichts von ihm erfolgte. Dann aber zeigte er, warum er Pferdetrainer war- sein Drill reichte von Richtungswechseln mit nur zehn Metern ziehen bis zwei Runden am Stück, wo gar nichts passierte...
Ich war froh, aber auch erstaunt, als er das Training beendete, erst Miu lobte und dann mich direkt aufforderte, ihm mit wiehern kund zu tun, wie oft er mich aus den Ponyspace gerissen hatte. Das eine Mal war keine Schande- und für diese Leistung wurde ich von ihm gelobt!

"Schlachtross- wir machen das morgen und am Samstag noch einmal... zur Festigung, dich haben die bisherigen Einheiten wirklich wieder fit in dieser Hinsicht gemacht. Deine Jockey soll das unbedingt mit dir beibehalten! Ich muss dir sagen- ich hatte ehrlich gehofft, es auf zwei oder drei Mal zu bringen, doch du schaffst es inzwischen wirklich gut, zwischen sofortigem Pferd-Sein und damit dem verlangten instinktiven Agieren und den notwendigen bewussten Wahrnehmungen hin und her zu springen. Du bist wirklich mit Leib und Seele Pferd!
Miu, komm mit hier zu mir- ihr habt euch eure Belohnungen wirklich verdient!"

Derart aufgefordert, stellte sich Miu eng neben mich und Markus fütterte uns mit Rosinen, Nüssen und Schokostücken, dazu bekam jeder von uns sogar eine kleine Flasche Apfelschorle zu saufen.

"Ich bringe euch jetzt rüber in den Stall- ihr habt beide jetzt eine Einheit Pause nach der Fütterung der anderen Hengste. Schlachtross- als Zeichen meines Vertrauens bleibst du in dieser Zeit weiter ohne Fesselung und Schelle unten herum. Du machst mit Miu aber keine Dummheiten!"

Das war der pure Luxus den Markus mir damit für diese Zeit zusicherte und er signalisierte mir aus meiner Sicht zweierlei Dinge- sein Vertrauen in mich, die gewährte Freiheit nicht zu missbrauchen und, was mir noch wichtiger erschien, mein Verstoß gegen die Regel zugunsten von Brutus war durch ihn vergeben und vergessen!
Im Waschraum wurde ich festgebunden, dann durfte ich den anderen Hengsten- und Stuten- vorführen, wie die normalen 'tierischen' Bedürfnisse auch mit einem übergezogenen Latexfell funktionierten, und danach entließ mich der Pferdetrainer nach fast einem ganzen Tag darin aus meinem Fell. Während er alle weiteren Pferde einkleidete hatte ich seine Erlaubnis, mich mit dem Waschschlauch und WARMEN Wasser frisch zu machen und danach hieß es für Miu und mich zurück in die Box!
Mit dem Einrasten der Boxentür in die Zarge nahm ich meinen Freund an seine Vorderhand, zog ihn zu den Strohballen, die Brutus als Schlafstätte dienten und wir setzten uns so, daß ich ihn in meinen Armen halten und beruhigend streicheln konnte.
Es war zwischen uns kein einziges Wort nötig- meine Ruhe übertrug sich nach einiger Zeit auf ihn. Einzig wiehern und schnauben sorgte für 'verbale' Unterhaltung zwischen uns. Mein Freund Miu schaute mich nach einiger Zeit durch die Gläser seiner Maske sehr ruhig an, schob bewusst meine Hand mit seinem rechten 'Huf' weg und löste sich aus meiner Umarmung. Mit Dankbarkeit, die ich in seinen Augen lesen konnte, vollführte er mir gegenüber die bekannte Geste der Unterwerfung- hier aber ganz sicher frei von jeglichem Druck und eher als Versprechen gedacht, das beste jetzt und in Zukunft aus sich für mich heraus zu holen.
Miu durfte ruhig meine Tränen sehen- das war keine Zweckgemeinschaft, die er damit anstrebte um es sich in der Zeit, in der ich auf Rosengarten verweilen musste, ein wenig leichter zu machen...- das war Freundschaft! Er würde mit den Möglichkeiten, die ihm zur Verfügung standen, für mich genau so einstehen wie ich es inzwischen für ihn jederzeit tun würde.
So verblieb er eine geraume Zeit, bis er sich wieder auf seine Hinterhand stemmte und erneut sich neben mich setzte. Seinen Kopf an meine Brust gedrückt, strich ich immer wieder über seinen Kopf und so fand uns Markus vor, nachdem unsere Pausenzeit vorüber war...


Mittag...


DRACHENLORD


Markus ging über den Hof in die Tierklinik um nach Blacky zu sehen. Mit dem Training war er recht zufrieden, hatte doch zumindest das Fahren im Vierspänner und der Tausch der Paare mit den begleitenden Zweispänner recht gut geklappt. Seine Partnerin legte da noch höhere Maßstäbe an, doch würden die Pferde dies heute Nachmittag erst richtig zu spüren bekommen. Lion musste aber unbedingt hinter Steel laufen, damit hätte er zwei Arbeiter auf der einen Seite. Er konnte es drehen und wenden wie er wollte- entweder würde Brutus oder Schlachross allein als Aktivposten auf einer Seite ziehen müssen. Sein Leithengst hatte zudem ja die Probleme mit seinem Knie- 'Danke Mira für deine idiotische Aktion am Sonntag...'- daher war dies die bessere Kombination. Mit entsprechendem Druck brächte er auch Kara zum Ziehen...- so würde es sich nicht ganz so negativ für Schlachtross auswirken...
Die geänderte Einschirrung, die dieser angeregt hatte, schien hingegen zu funktionieren- Miu konzentrierte sich wie vorhergesagt auf seinen Vordermann und lief dadurch ruhig mit. An seiner Zugkraft würde er aber weiterhin arbeiten müssen...- da hätte er als Trainer aber noch morgen den ganzen Tag Zeit auf Miu einzuwirken! Wenn Schlachtross so wie vorhin den gesamten Sonntag ackern müsste, würde er dies wohl kaum durchhalten. Das müsste er Miu aber unter vier Augen klarmachen... und der Junghengst würde ganz sicher seinem Freund nicht hängen lassen wollen- so, wie er die beiden heute Vormittag in der Box vorgefunden hatte.
Dass Annika Schlachtross gestern einfach so für ihr Vergnügen missbraucht hatte störte Markus immer noch, doch er war sich sicher, auch daraus einen Vorteil für die Hochzeit am Sonntag ziehen zu können. Er hatte sich noch ein wenig mit Natascha unterhalten, ihr indirekt für den 'Tipp' von vorgestern Abend gedankt und mit ihr vereinbart, sie soll Annika 'zufällig' in das Krankenzimmer von Blacky schicken wenn er dort war...

Zunächst sah er nach Blacky. Der Hengst steckte- wie der Pferdetrainer es schon von der Oberschwester erfahren hatte- auf Augustines Weisung hin in einem dünnen, transparenten Latexsuit, lag auf einem Bett mit einer strohgefüllten Matraze und lächelte schief als er ihn sah. Markus lächelte zurück und sagte:

"Na, Großer. Bist du langsam wieder fit? Du musst aufpassen, die Pfosten springen einem im Stall nachts des öfteren mal in den Weg!“

Blacky musste bei dem Witz lachen und verzog sofort vor Schmerzen das Gesicht. Markus kniete sich neben das Pferd und befühle vorsichtig seine Brust. Aufgrund des Suits konnte er die Hämatome nicht so gut sehen, doch zuckte Blacky immer noch bei den testenden, leichten Berührungen zusammen und der Pferdetrainer war sich sicher, dass dieses Pferd morgen auch noch ausfallen würde.
Er nahm sich vor ihn spätestens am Tag vor der Hochzeit wieder in den Stall zu verlegen, dort hätte er ihn unter Beobachtung und das Pferd wäre nicht mehr den Ideen Augustines ausgesetzt. Ihn selbst hier in so einem von ihm gefürchteten Anzug zu halten...- das war völlig kontraproduktiv!

Bevor er das Warten beenden und wieder aufbrechen wollte, streichelte er Blacky noch ausgiebig und der Hengst war sichtlich froh über die Aufmerksamkeit und die Streicheleinheiten.
Plötzlich ging die Tür auf und Annika kam mit einer Schüssel Futter ins Krankenzimmer. Als sie Markus sah wollte sie wieder gehen, doch er sagte:

„Annika komm ruhig rein und füttere Blacky. Ich wollte sowieso gerade los.“

Sie ging zu dem Pferd und half ihm sich aufzusetzen. Blacky tat die Brust mit jedem Atem holen so weh, dass er sich nicht nach Pferdeart ernähren konnte und deswegen hielt ihm Annika die Schüssel vors Maul.
Markus stand hinter ihr.

"Annika, ich wollte mich noch mal für deine Sonderbehandlung an Schlachtross bedanken. Da du den Hengst gestern bearbeitet hast ist lief er heute morgen viel ruhiger. Vielleicht solltest du die Behandlung öfter mal wiederholen.“

Annika grinste und wurde tatsächlich ein wenig rot. Doch Markus fuhr fort:

"Weißt du wo Augustine ist? Ich wollte zu ihr und ihr sagen, dass ihre neue Sonderbehandlung den Pferden ausgesprochen gut tut.“

In diesem Moment fiel Annika die Schüssel aus der Hand. Blacky schnaubte unwillig als er sah, dass sein Futter jetzt auf dem Boden lag, doch sie stand auf und begann, während sie die Stücken wieder einsammelte, zu betteln:

„Markus, äh, es ist nicht nötig Baroness Augustine deswegen Bescheid zu geben... Das ist eine... ganz neue Behandlungsmethode und wir wissen noch nicht ob wir sie weiterführen. Außerdem ist die Frau Doktor aktuell sehr beschäftigt...“

Markus grinste und ging zur Zimmertür, um sie zu schließen.

„Annika, du brauchst mir keine Geschichten zu erzählen. Ich bin mir sicher, dass Augustine nichts von deinem Ritt auf dem Hengst wusste und ich bin mir auch sicher, dass sie es nicht billigen würde. Gerade weil sie prinzipiell nichts von Hengsten hält. Wahrscheinlich würde es dir auch eine Sonderbehandlung von ihr einbringen wenn sie davon erführe, oder?"

Annika wurde noch röter und blickte ertappt auf den Boden während Blacky unverhohlen grinste. Markus spürte, dass sich das Gespräch in eine für ihn günstige Richtung entwickelte und sagte konziliant:

"Ich kann natürlich auch vergessen der Frau Doktor Bescheid zu geben. Ich kann auch deine Lüge mir gegenüber vergessen...
Im Gegenzug müsstest du aber am Sonntag als medizinisches Personal mitkommen.“

Annika fiel erkennbar ein Stein vom Herzen:

"Natürlich kann ich mitkommen und mich um die Pferde kümmern! Es ist schließlich wichtig, dass ausgebildetes Personal anwesend ist, falls es zu einem Notfall kommt.“

Jetzt hatte Markus sie genau da wo er sie haben wollte und er ließ die Falle zuschnappen:

"Danke für dein Zusage Annika, aber ich benötige am Sonntag deine speziellen Fähigkeiten. Du musst die Hengste vor der Abfahrt der Kutsche so weit aufgeilen wie du nur kannst. Ich will, dass denen das Wasser in den Augen steht vor Geilheit und sie sich kaum mehr beherrschen können. Diesen Level musst du während des ganzen Tages hochhalten ohne dass ein Hengst kommt. Wenn wir wieder zurück am Transporter sind dürfen sich die Pferde ihre Belohnung holen. Da könnte es dann passieren, dass du den einen oder anderen Hengst einer Sonderbehandlung unterziehen musst, damit ich sie wieder verladen kann.
Ich denke aber, dass bekommst du hin, oder soll ich lieber Natascha fragen?“

Annika grinste und beugte sich ein wenig nach vorn, so dass Markus ihr direkt ins Dekolleté sehen konnte und leckte sich leicht über die Lippen bevor sie mit ihrer sinnlichsten Stimmte sagte:

„Ich denke das werde ich hinbekommen! Ich bin da auch ein wenig geschickter und geübter als Oberschwester Natascha!“

Sie griff jetzt nach vorn und während sie ihre latexumspannten, großen Brüste rieb stimulierte sie Markus Penis in der Hose.
Sein Schaft war allein durch den Anblick von Annika schon hart gewesen, doch ihre leichte Berührung war, trotz der Hose, genug um ihn aufstöhnen zu lassen. Während sie mit der Linken ihre Brüste knetete und sich ab und an die Finger ableckte als hätte sie in eine Sahnetorte gegriffen, wollte sie den Reißverschluss von Markus Hose öffnen...

Markus stand stocksteif vor Annika. Von ihr verführt zu werden war das Letzte was er wollte!

"Schluss Annika- lass diesen Scheiß! Du weißt genau, ich bin mit der Rittmeisterin zusammen!"

Markus hatte sich unter Kontrolle... und seine Prinzipien sagten 'Nein' zu der Situation...- da ertönte ein lautes Schnauben gepaart mit einem schmerzhaften Stöhnen hinter ihnen. Annika verzichtete darauf, etwas über die 'Prüderie' des Pferdetrainers von sich zu geben und drehte sich ruckartig um. Auch Markus wollte wissen was los war und trat an ihre Seite.
Vor ihnen lag Blacky, der sich gerade zuckend entlud, dabei wandte er seinen Blick nicht von Annikas Rock ab unter den er die ganze Zeit geschaut haben musste.
Der Genuss seines Orgasmuses wurde ihm von den Schmerzen verleidet, die seine Rippen aussanden. Schon atmete er keuchend und ihm standen die Tränen in den Augen. Annika beugte sich zu ihm hinunter und sagte, während sie seine Brust vorsichtig streichelte:

"Du armes Pferd. Du hattest es wohl dringend nötig! Aber lass das doch besser Schwester Annika machen, die kennt sich damit aus!“

Mit diesen Worten griff sie sich den offen aus dem Suit hervorragenden Schlauch des Pferdes und begann ihn zu wichsen. Da seine Eichel noch extrem empfindlich war versteifte sich Blackys Körper und das schmerzverzerrte Stöhnen wurde lauter.

"Du musste ein wenig vorsichtiger sein, Blacky. Deine Rippen schmerzen dir sicher noch nach den Tritten, die du einstecken musstest..., vor allem wenn du deine Bauchmuskeln nicht unter Kontrolle hast.“

Mit diesen Worten machte Annika noch mehrere kräftige Wichsbewegungen und drückte dem Hengst kräftig die Hoden. Das war zu viel für das arme Tier. Blacky bäumte sich auf und entlud sich ein weiteres Mal. Doch die Schmerzen in seinem Brustkorb waren wohl so übel, dass er sich jaulend die Rippen hielt.

Annika stand jetzt auf, wischte sich ihre spermaverklebten Hände an seiner Mähne ab und wandte sich wieder Markus zu. Die Gunst des Augenblicks nutzend ging sie auf seine Forderung bezüglich des Sonntages ein:

„Dann sind wir uns einig. Ich komme am Sonntag mit und kläre heute noch das organisatorische mit Frau Doktor selbst. Nicht dass du dich verplapperst! Die Motivation der Hengste übernehme ich, gern auch schon vorher...- ich will aber eine Belohnung... Ich denke du weißt welchen Hengst ich will, oder?“

Markus nickte und verließ jetzt das Krankenzimmer. Zwar hatte er bekommen was er wollte, doch war das Gespräch nicht ganz nach seinen Wünschen verlaufen. Auch dass dieses sexgeile Luder ein Auge auf Schlachtross geworfen hatte war ihn nicht recht.
Es störte ihn gewaltig, dass er Schlachtross regelrecht an Annika verkauft hatte.

'Aber seinen Spaß wird er sicher haben...'- dachte er sich und beruhigte damit sein Gewissen.
Tief im inneren seines Hirns war ihm klar, dass es in Zukunft auch Probleme mit Miu geben würde. Der Junghengst war an Schlachtross nicht nur wegen dessen Freundlichkeit und Statur interessiert. Er wollte den Hengst auch mal in sich spürten, da war sich Markus sicher. Der Pferdetrainer ahnte nicht, wie sehr seine Gedanken mit denen von Schlachtross am Morgen überein stimmten...

DRACHENLORD ENDE


Nachmittag...


Miu:

Klatsch...- wieder einmal zischte die Fahrpeitsche der Rittmeisterin an der Maske des jungen Hengstes vorbei und traf auf den Rücken von Lion auf, gefolgt von einer inzwischen übellaunigen Aufforderung sich in die Zugstränge zu legen. Offenbar hatte sie nach dieser wer weiß wievielten Aufforderung an Lion jetzt wirklich die Geduld mit ihm verloren, denn Miu sah aus dem Augenwinkel heraus, wie der schräg vor ihm laufende Hengst plötzlich regelrecht zusammen zuckte, aus dem Tritt kam und dadurch von Brutus recht heftig einige Tritte in seine Hacken kassierte, ehe er wieder in den Rythmus der anderen Pferde zurück fand. Sein schmerzverzerrtes Wiehern zeigte allen anderen, die Stärke des eingesetzten Stromschlages war sicherlich im oberen 'Korrekturmodus' angesiedelt...- und damit auch eine Warnung für Kara, die als einziges weiteres Pferd heute Morgen mit einem Schockhalsband von Markus bedacht worden war.
Da Zeit für Miu, seit er hier auf dem Hofgut als Hengst sein Leben lebte, keinerlei Rolle spielte, war es ihm egal, wie lang sie schon seit dem Anschirren heute Nachmittag unterwegs waren. Er konzentrierte seine ganze Aufmerksamkeit darauf, hinter seinem Freund und Vorbild Schlachtross im Takt zu laufen und möglichst viel Spannung auf den Zugsträngen zu halten. Der Pferdetrainer hatte ihn nicht umsonst nach der Mittagspause als ersten aus der Box zum Anschirren geholt- Markus hatte die Zeit genutzt, um ihn für seinen Willen, die für ihn stressige Situation so schnell wie nur möglich zu meistern, zu loben... Er müsse aber jetzt nicht nur weiterhin im Takt hinter Schlachtross laufen, seine Kraft wäre in dieser Anspannung genau so wichtig! Sein Freund wäre der einzige auf der Seite, der Markus nach Kraft und Erfahrung für diesen Einsatz mitbrächte- und er, Miu, müsse Blacky ersetzen und damit seine Leistung, für Schlachtross!, in die Waagschale werfen. Kara... er wüsste ja selbst, was von der zu erwarten sei!
Diese als Monolog dargebrachte Aufforderung an ihn hatte seine Wirkung nicht verfehlt- Miu war fest entschlossen, seinem Freund auch in dieser für ihn noch Angst- aber auch Lust...- machenden 'Verpackung' nicht im Stich zu lassen!

"Stimmt's Miu- es ist ein Unterschied, ob man so ein Outfit nur in seiner Vorstellung trägt oder ob es einem umhüllt und man darin arbeiten muss..."

Markus hatte da ganz sicher, als er ihm diesen Satz beim Einschirren unter seine Nase rieb, an seine... soll er es ruhig kindliche Neugier und Freude nennen... Reaktion auf das erstmalige Sehen von Schlachtross vor zwei Tagen angespielt. Seine Frage, ob Miu sich im Klaren sei, was die Folgen für ihn wären wenn er Bereitschaft dafür zeigen würde, öfters als normal von den Pferden verlangt in solchem Outfit hier auf dem Hofgut zu arbeiten...- er hat sie abgenickt. Auch als der Pferdetrainer ihm diese aus seiner Sicht noch einmal aufzählte:

"Du würdest dann nicht nur bevorzugt als Schlepper und Schulpferd Kunden mit diesem Faible zuarbeiten... Annika und vor allem Augustine würden dich in diesem Outfit dank ihrer 'Vorliebe' für Latex regelmäßig bis an deine Leistungsgrenze treiben- und wenn sie es wollten, auch darüber hinaus! Du kennst deren Vorliebe für Atemkontrollspiele und gerade, wenn du so ein Pferd bist, werden sie dich damit quälen... Ich kann dich dann nicht mehr so schützen..."

Das war ihm bewusst...und davor hatte er Angst! Aber Schlachtross hielt dies doch auch durch... Sogar mancher Einsteller...- dann könnte er dies doch auch! Was die Krankenschwester anging- wenn sie ihn nur ein wenig rücksichtsvoller als Pferd behandeln würde... Ihm machte es ja sogar Spaß, ihr ab und an sexuell zu Willen zu sein- doch die Arroganz von Annika im Umgang davor und danach verleideten jeden dieser manchmal durchaus erfüllenden Momente für ihn. Mit ihrem Sadismus kam er zumeist sogar klar...- die kleinlichen Erniedrigungen sorgten für den mehr als fahlen Beigeschmack...
Ein weiteres qualvolles Wiehern riss ihn aus seinem Gedanken- dieses Mal hatte Kara sich den Zorn der Rittmeisterin zugezogen. Zu seinem Erstaunen spürte er nach der Verwarnung der Stute eine leichte Berührung auf seiner Schulter...

"Miu- nicht nachlassen! Zeig mir, das du auch weiter mithältst..."

'Außer dem Pferdetrainer hätte jeder andere mich jetzt sicher geschlagen um mich vorwärts zu treiben...'

Miu stemmte sich mit neuem Mut und dem unverkennbaren Willen in die Zugstränge, während er unbewusst im Gleichschritt mit Schlachtross lief. Den Kopf leicht zur Seite gedreht und gesenkt gehalten...- den Trick hatte Markus ihm verraten- schaute er seinem Freund auf den sich im Takt der Schritte wiegenden Schweif und richtete seine Bewegungen ganz darauf aus.

'Einfach Schritt und Schritt und Schritt... Wenn ich genug geschwitzt habe, dann rutscht das Gummi auch und kneift nicht... Dann gemeinsam mit Schlachtross und Markus hier eine Tour durch den Wald... Ich würde gern bei ihm bleiben und nach dem Rennen mit ihm gehen...'

Ein Schnauben von Schlachtross riss ihn aus diesem Tagtraum und veranlasste ihn kurz seinen Kopf zu heben- dann verstand er verstand den Grund der Lautäußerung. Sie bogen gerade wieder auf das Oval der Rennbahn- und bekamen verbal von hinten die Aufforderung in den Trab überzugehen!

'Du schaffst das... du schaffst das... du bist nicht schwach... du hälst den Takt...'

Mit dieser Mantra hielt Miu sich aufrecht und nach einer kompletten Runde in der Gangart kam erst der Übergang in Schritt und kurz danach das ersehnte Halt. Markus wartete auf sie, ging an allen vorbei nach hinten zur Rittmeisterin und die beiden schienen etwas zu besprechen...

"Im Schritt! Uuund vorwäärts!"

Das war die Stimme des Pferdetrainers...- Miu zog erneut an und lief wie alle vor und neben ihm jetzt auf der Rennbahn. Markus blieb dabei auf der Geraden vor der Tribüne und legte offenbar sehr viel Wert auf die synchrone Ausführung seiner Befehle. Er trainierte Wendungen - abbiegen rechts und links, Halt an imaginären Stoppschildern..., das Programm für das Fahren im öffentlichen Raum. Immer wieder Korrekturen...- er verschonte keines der Pferde vor sich, selbst Brutus und Schlachtross wurden angemahnt...
Der Schatten der Bäume reichte bereits bis an das äußere Ende der Rennbahnbegrenzung, da erst lenkte uns Markus an einen Platz, an dem wir nach seinem Halt auch noch die folgende Stunde ganz sicher der Kraft der Sonne ausgesetzt wären. Der Pferdetrainer hielt jedem von uns eine Flasche Wasser an die Maske, befahl uns den Kopf ein wenig in den Nacken zu nehmen und tränkte uns dann, indem er deren Inhalt uns über das Atemrohr in den Mund laufen ließ. Diese Art der Versorgung klappte recht gut- Miu schluckte einfach bis seine Flasche leer war.

"Nein Miu, nicht betteln...- jeder bekommt jetzt nur eine Flasche."

Das war die einzige Reaktion des Trainers auf meinen Versuch, ein wenig mehr von dem Nass für uns alle zu erheischen. Während ich das Wasser hinunter geschluckt hatte, war mir erst richtig bewusst geworden, wie sehr ich Durst hatte...- und den anderen ging es ganz sicher auch so. Das Laufen in den Latexanzügen war schweißtreibend- stärker als ich erwartet hatte, doch auch hier erinnerte ich mich an die Worte der Rittmeisterin, Schlachtross würde dies bis zu zwei Tagen ohne Leistungsabfall aushalten. Da würden wir das auch hinbekommen- und wann wir unsere Felle ausziehen dürften, hinge ganz allein von uns selbst ab! Nach den Zurechtweisungen von Lion und Kara hegte ich aber keinerlei Hoffnung, dies würde heute noch geschehen...

"Horcht zu..."

Unser Trainer wollte wohl unsere Leistung beurteilen...

"...- es wird bei der Hochzeit ganz sicher so sein, daß ihr einige Zeit vor der Kirche und vermutlich auch an der Festlokalität eine Weile ruhig vor den Gebäuden stehen müsst! Da wird es sicherlich auch keinen Schatten für euch geben...- daher trainieren wir das jetzt noch etwas. Wie gesagt- eure Aufgabe ist ganz einfach ruhig zu stehen und ich will von euch außer einem gelegentlichen leisen Schnauben nichts hören!
Das mag einfach klingen, aber die Sonne wird euch in euren Fellen sicher zusetzen... Daher stellt es euch nicht zu leicht vor...
Schlachtross, du wirst jetzt mit mir noch einmal ganz ruhig etwas Bodenarbeit üben...- danach hole ich mir noch Lion und Kara... Für euch beide wird dies im Unterschied zu Schlachtross ein Straftraining! Das ist die Konsequenz eurer... sogenannten Leistung! Wenn das morgen nicht besser mit euch klappt, dann Gnade euch Gott- oder Mira, denn die wird spätestens am Samstag dafür sorgen, daß ihr spurt!"

Das war keine leere Drohung, Miu und allen anderen Pferden war das Training mit Mira am letzten Samstag noch präsent im Gedächtnis...- und keiner von ihnen spürte den Wunsch, dies so schnell zu wiederholen!
Während Markus vor ihm Schlachtross ausschirrte und begann, ihn im Sichtbereich aller Pferde an der Longe seine Kreise drehen zu lassen, begann Miu den Unterschied zwischen bewegt werden und stehen in der Sonne zu spüren.

'Laufen dürfen lenkt ab und lässt einen die Wärme leichter ertragen... Komm, zeig das du stark bist! Stell dir vor, Schlachtross hat auch mal irgendwann angefangen... er hat es ausgehalten und daher kann ich es auch! Du willst das hier- die Rittmeisterin und der Pferdetrainer sollen sehen, ich kann das... Ich mag vielleicht nicht das beste Pferd vor der Kutsche sein, doch ich bin in Latex besser als Blacky, Lion und Kara! Dann trauen Sie mir sicher auch andere Sachen zu..."

Miu dachte einige Jahre zurück, am Beginn seiner 'Karriere' als Pferd hier auf dem Hofgut war er regelmäßig in Dressur durch die Rittmeisterin trainiert worden...- aber das wurde mit einem Mal immer seltener...

'So wie Schlachtross in Latex im Dressurviereck... und dann den Beifall der Zuschauer...- ich weiß, ich würde dies können!'

Vorsichtig das Gewicht von einem Bein auf das andere im Wechsel verlagernd, begrüßte er mit einem leisen Schnauben Schlachtross, den Markus zurück zum Gespann brachte und sich danach Lion griff. Wie gern hätte er sich jetzt an den Rücken seines Freundes gelehnt...- doch das würde selbst der Pferdetrainer nicht tolerieren! Der war zwar dabei, den Hengst für seine heute gezeigte Leistung richtig zu scheuchen- die Lektion für Schlachtross war da wirklich ruhige Erholung- doch ab und zu schallte eine Ermahnung von ihm zu uns im Gespann herüber.
Lion aber wurde richtiggehend durch Markus getrieben- außer Galopp gab es nur noch Dressurschritt und zwischendurch immer wieder Liegestütze... Aus vollem Lauf heraus runter, die mehr gebellten als gesprochenen Ansagen des Pferdetrainers hallten noch deutlich vernehmbar bis zum Gespann und Kara wurde mit der Zeit immer kleiner. Endlich brachte Markus den Hengst zurück... Miu hörte dessen röchelndes um jeden Atemzug kämpfen und gegen seinen Willen stieg sogar ein wenig Mitleid in ihm hoch.

"Kara- zick nicht rum und arbeite vernünftig mit! Glaube nicht, daß dir dein Arschwackeln irgendeinen Bonus einbringt..."

Mit diesen Worten zerstörte der Pferdetrainer für die Stute im Vorfeld jede Illusion auf eine mögliche bessere Behandlung- und hier musste Miu an sich halten um nicht zu wiehern. Kara war dauerrossig und ihr liebstes Spiel war es, damit einen Hengst in Schwierigkeiten zu bringen... Sie verdiente diese Abreibung- vor allem, wenn sie glaubte, hier auf ihrer Position nur als Showpferd mit laufen zu können. Der junge Hengst sah, wie Markus der Stute mit der Fahrpeitsche 'half', ihre 'Trägheit' zu überwinden- eigentlich war der Pferdetrainer nicht so, doch hier zeigte er, was das Niveau von Bestrafungen anging, könne er durchaus mit Baroness Mira mithalten.

'...nur straft Mira ohne Grund und aus Freude uns zu quälen... Markus möchte nur die erwartete Leistung sehen und wenn wir die bringen- hilft er uns sogar!'

Dankbar dachte Miu an die aus dem Menü für Einsteller stammenden Leckerchen, die er und Schlachtross für das zusätzliche Training bekamen. Dies würde ganz sicher nächste Woche ein Ende haben...- doch, wenn er Glück hatte und Markus ihn weiter zusammen mit Schlachtross in diesem Gummianzug trainieren sollte...

'Nicht so weit denken...- wenn Markus mit Kara fertig ist, geht es sicher zurück in den Stall und dann gibt es Futter...'

Miu war bereits ein wenig schwindlig, doch indem er mit seinem Blick zwischen dem Rücken von Schlachtross und der Darbietung von Kara hin und her wechselte, schaffte er es, die Zeit zu überbrücken. Er war aber froh über die Aufforderung zum laufen, nachdem Markus mit der Stute fertig war und sie wieder eingeschirrt hatte.
Im Schatten der Stallmauer wartete der Pferdeknecht bereits mit einem Eimer voll Wasser, aus dem alle von Markus getränkt wurden, ehe dieser und Jens sich daran machten, die 'Tiere' auszuschirren und zurück in die Box zu bringen...


Schlachtross:

Das Training mit Markus war anspruchsvoller gewesen als ich erwartet hatte und es freute mich für Miu, wie er durchhielt. Der Pferdetrainer erstaunte mich vor allem aber mit der durch ihn an den Tag gelegten... Brutalität. Wie er mit Lion und Kara umgesprungen war...- da stellte sich kein großer Unterschied zu der Baroness dar... Einzig die Tatsache, die beiden waren ohne Druck stinkend faul und versuchten damit durchzukommen, machte den Unterschied zwischen Mira und Markus aus. Ich hatte, während Kara vor mir lief, mehrfach den Wunsch tief in mir gespürt, ihr für diese durch sie dargebotene Scheinleistung kräftig in die Hacken zu treten...
Der Pferdetrainer hatte ihr aber recht deutlich gemacht, was ihr Handeln für sie beinhaltete...- nur war es hier auf Rosengarten ja üblich, wenn einer versagte... würden alle bestraft!
Was dies für uns heute bedeutete, spürte ich, nachdem ich ausgeschirrt war und Markus mich in die Box zurück brachte. Da vor mir bereits Brutus, Lion und Miu zurück in die Box gebracht worden waren, schaute ich nicht schlecht, als ich das saubere Benzinfass in der Mitte sah und meine derzeitigen drei Mithengste mit auf dem Rücken zusammengebundener Vorderhand. Ohne weitere Lautäußerung nahm ich daher nach dem lösen vom Hüftgurt auch meine Hufe hinter den Rücken, drehte mich ein wenig und erleichterte Markus und mir so das Leben. Diese Fesselung war natürlich unbequemer als die Arme an der Seite behalten zu dürfen, doch dank der Handgelenksmanschetten bei weitem nicht so restriktiv wie Handschellen oder ein Strick um die Handgelenke.
Der Pferdetrainer dirigierte mich zwischen Brutus und Miu- nachdem auch die Stuten zu uns in die Hengstbox gebracht und gleichfalls so vorbereitet waren, begriff ich den Sinn der Tonne: Markus und Jens ließen uns rund um diese hinsetzen, wir bekamen noch ein Halsband umgelegt und mit kurzen Kettenstücken und Karabinern fixierten die beiden uns wie einen Stern um diese! Damit aber nicht genug- wir 'durften' auch noch unsere Schenkel spreizen und mit Führleinen wurde so jeder von uns auch auf der Hinterhand mit seinen Nachbarn verbunden...

'Danke für die Position zwischen den Hengsten, die mir wohlgesonnen waren...'

In dieser Form die Nacht zu verbringen dürfte mehr als nur unangenehm werden...- ich war mir nicht sicher, ob die Rosengarten-Pferde darin mehr Übung hätten, denn ihr Wiehern und Schnauben drückte auch keinerlei Freude aus, doch das ganze noch in Latex mit Maske würde sie härter treffen als mich!
Der Pferdeknecht hatte, das konnte ich aus meiner Position beobachten, vor ein paar Minuten unsere Box verlassen...- und mit seiner Rückkehr brachte er unsere Abendfütterung mit, die aber allein von Markus vorgenommen wurde. Der Pferdetrainer schickte Jens regelrecht aus unserer Box- er wollte wohl sicherstellen mit uns ungestört zu sein. Bei Brutus beginnend fütterte er jeden von uns... da hatte bei dessen Zubereitung die Rittmeisterin wohl ein wenig ihre Finger im Spiel gehabt. Die Portionen waren mit unseren Namen beschriftet- zumindest war dies bei meiner der Fall- und die Spitztüte enthielt bei mir lauwarme Kartoffelsuppe. Ich schmeckte sogar Speckwürfel dabei heraus! Dazu gab es wie am Morgen noch einmal gesüßten schwarzen Tee und Wasser zum Nachspülen. Für mich überraschend klappte die Nahrungsaufnahme durch den Schlauch der Maske problemlos gut- Markus sorgte für genügend Pausen zum Atem holen zwischendurch.
Unser Trainer hatte aber noch eine weitere Überraschung für uns- nach der Fütterung eröffnete er uns den Grund, warum die Hengste gestern Nacht von ihm zu 'Wallachen' gemacht wurden. Uns wurde versprochen, nach dem Einsatz am Sonntag dürften die Hengste sich mit den Stuten vergnügen! Steel und Brutus schienen wohl ein Paar zu sein oder sich gern zu haben, denn die beiden wieherten voller Vorfreude. Lion dürfte dann auf Kara aufreiten, was von dem Hengst mit einem zufriedenen Schnauben quittiert wurde- ich bekam nicht mit, ob die Freude bei Kara auch so ausgeprägt war...

"Schlachtross und Miu- Schwester Annika hat sich bereit erklärt, mit euch beiden etwas Spaß haben zu wollen... ich bin in der Nähe und daher dürftet ihr beide auch auf eure Kosten kommen! Schlachtross, du hattest ja bereits gestern das Vergnügen, einen Ritt mit ihr zu bestehen...
Miu und du kommen danach für den Rest dieser Nacht in die Box, in der du bei deiner Ankunft hier auf dem Hofgut die ersten beiden Nächte verbracht hast; da dürftet ihr sicher auch noch ein paar ruhige Stunden genießen..."

Dieser letzte Satz war offenbar nur für uns beide bestimmt- Markus hatte diesen recht leise erst dann zu uns gesagt, nachdem er sehr nah zwischen Miu's und meinem Kopf war...

'Verdammt, Miu war mir und ich ihm zugetan...- das war nicht zu leugnen... Doch wie zwei Hamster in einen Käfig gesperrt zu werden, damit wir uns miteinander 'vergnügten'...- das war ganz sicher nicht die ausreichende Kompensation für das '...auf die Kosten kommen...' mit dieser Kliniksadistin, wie der Pferdetrainer es schmeichelnd umschrieb...
Auf der anderen Seite...- der Sex mit Annika gestern war nicht übel gewesen und wenn ich es allein unter dem Aspekt der Triebbefriedigung sah... warum nicht? Die Stunden mit Miu zusammen würden ganz sicher, was das emotionale anging, den dringend benötigten Ausgleich für die bisherigen Tage hier darstellen. Und wenn es 'mehr' würde? Miu war bereits ein guter Freund- und das würde die Situation dann entscheiden!'

Mit einem Schnauben zog ich den Blickkontakt von Markus auf mich und das Beugen des Kopfes zeigte ihm mein Einverständnis. Da er zwischen Miu und mir stand, war die bereits erfolgte Zusage meines Freundes wohl an mir vorüber gegangen- doch seine Freude über unsere Zustimmung bestand neben Streicheln auch in einer abschließenden Gabe von zwei Bonbons mit Zitronengeschmack für uns beide.

"Danke Schlachtross... Danke Miu!"

Der Gesichtsausdruck des Pferdetrainers nach diesen erneut nur an uns adressieren leisen Worten drückte richtiggehende Erleichterung aus- das erkannte ich jetzt. Er war sich wohl vorher nicht wirklich sicher, ob wir beide seine Einteilung der Pärchen derart widerspruchslos hinnehmen würden... Brutus und Lion hatten wohl seiner Auffassung nach da mehr bekommen als er uns anbieten könnte!

"Ruht euch etwas aus- ich komme nachher noch einmal mit Natascha zu euch... Ihr bekommt alle ein Schlafmittel, da habt ihr es die Nacht ein wenig leichter..."

Mit diesen Worten zog dieser sich aus der Box zurück und verschloß von außen die Rolltür. Während ich den sauren Geschmack in meinem Mund so lange wie nur möglich auszukosten versuchte, zog ich an dem Bein, das mich mit Miu verband, um seine Aufmerksamkeit zu gewinnen.
Die mit der Maske mögliche Drehung unserer Köpfe reichte gerade so, um unsere Umrisse im Halbdunkel der Box gegenseitig zu sehen. Wie gern hätte ich ihm jetzt in die Augen gesehen... oder noch lieber in meinen Armen gehalten! Er verstand aber auch so- wir nickten uns zu, schnaubten und wieherten leise. Ohne ein einziges Wort zu sagen drückten wir unsere Gefühle aus- die Wut auf Kara und Lion, die uns diese Art der Bestrafung eingebrockt hatten... die Gewissheit, ich wäre für Miu und er für mich da... und das Versprechen, auch weiterhin aufeinander aufzupassen und füreinander einzustehen! Ich hoffte zusätzlich, ihm seine vermutlich erste Nacht derart eingekleidet als Vorbild zu dienen... er sollte sehen, wenn ich es durchhielt- er würde es auch schaffen!
Der Pferdetrainer hielt Wort- zusammen mit der Oberschwester kam er noch einmal zu uns und wir bekamen von ihr heute eine letzte kleine Flasche mit Wasser, die jeder von uns unter ihrer Aufsicht auszutrinken hatte. Sie hatte mit mir angefangen- und noch ehe sie mit Miu als letztem Pferd fertig war, verspürte ich die Wirkung des Schlafmittels und bekam nicht mehr mit, wie sie zwei mobile Kamera zu unserer Überwachung diagonal in unserer Box aufstellten...


Markus:

"Was ist deine Meinung zu unserem Gespann...- Schatz?"

Markus ahnte bereits die Antwort- doch ihn interessierten nicht die vorhandenen Gemeinsamkeiten ihrer Einschätzung. Ihm war die Meinung seiner Partnerin dazu wirklich wichtig, gerade wegen der Unterschiede!

"Die kennst du...- du hast dir doch selbst Lion und Kara gegriffen weil du sie für ihre mangelnde Leistung bestrafen wolltest. Deine Idee, sie heute Nacht ein wenig härter ran zu nehmen damit sie zu unserer Probe wissen, was ihnen bei Versagen blüht, finde ich in Ordnung...
Wir bekommen morgen früh auch die angeforderten Horsekeeper- drei in der Basic- und drei in der Superiorversion... Schlachtross, Miu und Brutus sollten wegen ihrer Leistung in letzteren transportiert werden, die drei anderen haben Pech und müssen mit der Basisversion vorlieb nehmen! Wer Leistung bringt... wird belohnt!

"Machen wir so- vielleicht sollte Steel statt Brutus auf der Rückfahrt in den Superior... - wäre so ein Ausgleich, wenn sie die ganze Zeit wie heute arbeitet...
Als die Pferde vorhin in der Box saßen, habe ich Ihnen auch die mögliche Belohnung nach der Rückkehr am Sonntag verkündet...- was mich erstaunte... Schlachtross und Miu nahmen es recht gelassen hin, nicht wie Brutus und Lion auf unsere Stuten aufreiten zu dürfen. Annika hat zwar Interesse an den beiden angemeldet und damit kommen sie auch zum Zug... doch das ist nicht das gleiche. Die Schwester wird uns im übrigen begleiten und dafür sorgen, daß die Hengste die ganze Zeit über 'heiß' gehalten werden..."

"Gute Idee- das machen wir so. Die Aufstellung unserer Pferde funktioniert im übrigen recht gut... Miu neben Brutus und hinter Schlachtross arbeitet wirklich gut mit und er hat sich wirklich bei meiner Ausfahrt ins Zeug gelegt! Du hast ihn da richtig gut motiviert- und Schlachross trägt auch seinen Teil dazu bei! Deine Vorhersage zu den beiden ist richtig gewesen...
Die beiden haben sich, wenn das am Sonntag geklappt hat, wirklich, zusätzlich zu allem, eine Belohnung verdient!"

"...da hätte ich zumindest für Miu schon etwas- könntest du dir vorstellen, ihn vorzugsweise als Latexpferd auszubilden? Er scheint Schlachtross da nacheifern zu wollen..."

"Du weißt, wie die Baronin hier dazu steht! Da sehe ich keine große Chance- einzig mit der Option als Schlepper und Schulpferd für die Einsteller wäre da etwas zu machen. Wir können das aber erst nach dem Rennen der Frau Baronin unterbreiten- vorher sehe ich da keine Möglichkeit, etwas in seinem Sinne zu erreichen."

"Ich dachte da eigentlich eher an seine gemachten Ansätze, ein Dressurpferd zu werden. Versuch ihn dir als solches vorzustellen...- in einem Outfit wie dem von Schlachtross! Das würde uns auch wieder bei möglichen Wettbewerben ganz weit nach vorn bringen! Zum Fest bieten wir ja auch in dieser Richtung etwas an...
Ich habe ihm heute vor deinem Training übrigens auf die möglichen Konsequenzen seines Wunsches hingewiesen- aber er scheint wild entschlossen, dies zu erreichen!"

"Das wirst du vergessen können- und er gleich mit... Latexpferd wird vielleicht machbar sein... Dressurpferd kann er vergessen! Die Baronin biete diese Wettbewerbe an, richtig... damit geht sie aber nur auf die Wünsche von Gästen und Besuchern ein... Sie favorisiert nun mal den Fahrsport und damit ist diese Vorstellung von euch beiden reine Utopie!
Komm lass uns schlafen gehen, wir müssen morgen sehr früh raus- wegen Miu... wir können es versuchen, doch ich sehe da... ganz ehrlich... kaum eine Chance..."

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TMeier
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:20.02.21 00:14 IP: gespeichert Moderator melden


Danke für die Fortsetzung.

So ganz verstehen ich die Bestrafung nicht erst werden die Pferde so aufwendig angeordnet, und dann gibt es nach sehr kurzer Zeit ein Schlafmittel was ja im Grunde die Bestrafung beendet bzw. zumindest pausiert durch den Schlaf.

Gruß
Thomas

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Blackrubberhorse
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  RE: Abenteuer auf Rosengarten- eine (mögliche) Fortsetzung... Datum:20.02.21 08:06 IP: gespeichert Moderator melden


Von Markus und der Rittmeisterin ist dies zwar auch als eine für die Verhältnisse in Rosengarten eher milde Bestrafung gedacht- eher aber als 'Teambuilding' zu verstehen. Daher auch die Gabe des Schlafmittels durch die 'Oberschwester' in Absprache mit den Trainern. Auch wäre es aus Sicht der Trainer kontraproduktiv, mit unausgeruhten 'Pferden' den folgenden Tag weiter zu trainieren.
Wie und auf welchem Niveau die beiden Baroness und der Pferdeknecht strafen, wurde ja bereits angedeutet und wird auch in Woche 3 stärker thematisiert...
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