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Rainman
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Großraum Köln-Bonn


Das Leben ist sch...., aber die Graphik ist geil!

Beiträge: 523

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  RE: Eine Wette und ihre Folgen Datum:26.10.16 22:50 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Katrin.

Vielen Dank für die letzten Teile deiner Geschichte. Sie sind wie immer gut geschrieben und machen jede Menge Spaß beim lesen.

Allerdings habe ich langsam das Gefühl, das Klaudia alt wird. Früher hat sie eine Klamotte nach der anderen gebracht, während sie bei den letzten 2 Teilen eher die ruhige war. Irgendwie fehlt mir etwas der freche Teil von ihr.


LG Rainman

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Rainman am 26.10.16 um 22:50 geändert
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  RE: Eine Wette und ihre Folgen Datum:03.11.16 13:27 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Katrin,
endlich kommentiere auch ich Deinen tollen neuen Teil. Meine Antwort hat sich verzögert da mein Rechner fast Zwei Wochen nicht lief. Danach habe ich mir anscheinend einen Virus eingefangen . Das Du für uns soviel Zeit und Arbeit investierst kann man nicht ohne weiteres erwarten. Vor allem wenn hier im Forum wieder die "Fehlerjäger" unterwegs sind. Können die sich nicht ein eigenes Forum für z.B. das aufrechterhalten der deutschen Sprache gründen. Vermutlich würde es ihnen dort zu langweilig weil sie dann über nichts mäkeln können oder einen Text "zerreissen". Entschuldige aber das musste mal wieder raus.

Jetzt gehört auch noch der goldene Glatzkopf zur Sammlung unseres Dous mit Familie. Auch hat Klaudia mal wieder gezeigt das sie auch andere an Ihrem Erfolg teilhaben lässt. Nicht nur das Modelabel sondern selbst CK sonnen sich in ihremn Schatten. Hoffentlich kommen sie gut wieder zurück. Das Klaudia ihr Versprechen einhalten kann glaube ich bei den ganzen Verpflichtungen eigentlich nicht. Die Spammails deuten ja so langsam auf zwei Männer hin mit denen sie noch in der alten Firma zu tun hatten, und die damals schon teilweise an ihnen hingen wie Kletten. Leider war ja jetzt der Aufwand mit dem Flug fast genau so groß wie der Aufenthalt in LA.

Dir Katrin vielen Dank das Du den Aufwand jedes mal wieder auf Dich nimmst, und das trotz Deines sonstigen Pensums. Übertreibe es bitte nicht, ich kann warten. Werde auf jeden Fall wieder richtig gesund. Denke aber zuerst an Deine Gesundheit und die Deiner Familie, bevor Du Dich an die Geschichte setzt.

Liebe Grüße,
Der Leser
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Katrin-Doris Volljährigkeit geprüft
Story Writer

Magdeburger Umfeld


Lebe dein Leben bevor es zu spät ist !

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  RE: Eine Wette und ihre Folgen Datum:04.11.16 17:04 IP: gespeichert Moderator melden


Hier kommt nun der neue Beitrag, für die freiwillige 2. Liga der Autoren...( War Spaß-Wer will schon in Schubladen)

Halt erst kommt wieder das Dankeschön für die Kommentare von: SusiS, Drachenwind,Online52, Alter Leser,Rainman & Der Leser !!!

Schade nur, das Mausi und Aleydis gegangen sind. Ich habe oft gelacht, über ihre Kommentare...

@Drachenwind: es gibt eine Auflösung...
@HW: Vielleicht gefällt das Nachfolgende auch...
@Alter Leser: eigentlich wollte ich noch nicht aufhören, so lange die Gesch. noch gefällt...
@Rainman: es gibt Situationen im Leben, da halten sich die beiden zurück...
@Der Leser: Alle Achtung für deine Arbeit! Manche Fehlerjäger haben nicht unrecht, bis auf einen aus BW. Da gibt es Wünsche, den vermutlich nur ein Verlag mit hohen Ansprüchen erfüllen kann...

So, genug gelabert...Viel Spaß beim lesen und denkt immer dran, das ist eine Geschichte, eines "Neulings" der hier nicht begrüßt wurde...

Teil 140 Die Rückreise und ein aufregender Monat März

Am nächsten Vormittag, wir waren gerade mit dem Frühstück fertig, bekamen wir noch einmal Besuch. Vor dem Hotel stand ein Geldtransporter, bewacht durch die Polizei und holte unseren Schmuck wieder ab. Eigentlich war ich froh, dass teure Zeug wieder los zu sein, obwohl ich die funkelnden Diamanten recht hübsch fand. Andrea erging es wohl auch nicht viel anders, denn sie sagte nur kurz, „Dieses Rubincollier hat mir gut gestanden.“ Den Preis wollte ich gar nicht wissen und wann kann man so etwas schon tragen zu Hause, schwirrte in meinen Gedanken herum...

Nach dem Koffer packen, war Abschied von Los Angeles angesagt. Im Hotel ließen wir noch einige Trinkgelder zurück und fuhren mit dem gesponserten Kleinbus zum Flughafen. Unterwegs fragte mich meine Tochter, „Mutti, sag mal, habt ihr den Oscar in den Koffer gepackt?“ Natürlich antwortete ich ihr mit „Nein, der ist im Handgepäck, bei deinem Vati.“ Ich wollte nicht dass er vielleicht abhandenkommt, wenn der Koffer ein Irrläufer wird, was ja nicht immer auszuschließen ist. Spaßeshalber sagte ich zu Andrea, „Wir können uns ja dann deinen Oscar teilen. Du eine Woche und ich eine Woche.“ Sie machte nur kurz eine Handbewegung, die alles aussagte...

Am Flughafen, nach dem ausladen der Koffer, begleite uns der Mann von CK bis zum entsprechenden Schalter des Abflugs. Nach unserer Verabschiedung checkten wir ein, für den Rückflug nach FFM. Mit den Kindern machten Andrea und ich noch einen kurzen Bummel durch die Geschäfte in diesem Terminal. Hier gab es zwar nichts Besonderes in unseren Augen, außer Elektronik Krimskrams, dass teilweise erheblich preiswerter war als in Deutschland. Trotzdem ließen wir die Finger davon, weil ich immer die Garantiebedingungen im Kopf hatte. Wer will schon ein S*msung Galaxy 8 haben, das irgendwann mal explodiert oder in Schall und Rauch aufgeht. So ist das manchmal, wenn man seine Konkurrenz auf dem freien Markt überholen will und unter Zeitdruck gerät.

Während des Eincheckens und der Passkontrolle spielten mal wieder alle Geräte der Beamten verrückt, aber nach der Überprüfung des Visums, war alles im grünen Bereich. Eine junge Dame sagte zu uns, „Congratulation for winnning the Oscar.“ Sandy sagte ganz trocken, „Thank you“, und Andrea und ich lächelten nur freundlich. Wenig später waren wir schon im VIP Bereich des Airports. Unsere Männer waren schon bei der Bierverkostung und der Rest der Rasselbande klapperte einige Shops ab. Laura sagte plötzlich, „Hier gibt es schon die neuen Plastiktüten mit euch und der Standfigur.“ Und „Die Amis sind aber schnell in Sachen Werbung und Vermarktung.“ Ich blätterte wahllos in eine dieser Zeitungen, die da druckfrisch herum hingen und fand Schlagzeilen, die mal wieder, schlicht gesagt, deftig übertrieben waren. Jedenfalls shopten unsere Kinder munter und wir beide mussten bezahlen. So ist nun mal das Elternlos, wenn man sonst kaum Zeit hat für seine Kinder...

Kurz vor dem Abflug checkte ich noch kurz mein Handy. Da hatten sich Nachrichten angesammelt und E-Mails, deren Anzahl mich total verwirrte. Ich fragte mich in diesem Zusammenhang, wieso kennen so viele Leute meine Telefonnummer vom Handy. Ich wollte gerade mein Handy aus machen, als jemand mit einem Schild durch den Raum ging. Darauf stand, Fax für Andrea und Klaudia. Andrea winkte dem Boten zu und der überreichte uns zwei verschlossene Briefe. Neugierig öffnete wir beide die Umschläge und fingen an zu lesen. Da stand doch tatsächlich, „Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn des Oscars. Das ganze Land ist stolz auf Sie. Mit freundlichen Grüßen die B*ndeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Frau A. M*rkel.“ Die Unterschrift war zwar kaum leserlich, aber was verlangt man von jemand, der in Meck-Pomm gelebt hat, dachte ich kurz. Außer viel Sand und Fische gibt es dort nur Abzockgemeinden in Bezug auf Kurtaxe, Parkplatzgebühren und Gaststättenpreise. In meinen Gedanken blitzte plötzlich ein Witz auf und darum sagte ich zu Andrea,

„ Ein alter Mann ist vor dem Kanzleramt hin gefallen und wird von der Kanzlerin auf gehoben. Die sagt zu ihm, „Denken sie bitte daran, beim nächsten Mal CDU zu wählen.“ Da sagt der alte Mann, „Frau M*rkel ich bin auf den Ar*ch gefallen und nicht auf den Kopf.“

Andrea lachte los und sagte zu mir, „ Man hat bei uns im Land den Internationalen Frauentag, am 08. März, vergewaltigt.“ Etwas entgeistert schaute ich sie schon an, nach dieser Aussage. Sie setzte wenig später ihre Aussage fort mit, „Da sind Landtagswahlen und in der letzten Woche davor, gibt es keinen blauen Himmel mehr, der ist den Wahlversprechen zum Opfer gefallen.“ Und „Da musst du dich mit neuen Pfeifen herum ärgern, die alles besser machen wollen und dabei auch nur auf die Diäten schielen.“
Ich stimmte ihr zu und sagte noch kurz, „Wir haben immer noch Justus und ein Burn Out kann man kaum nachweisen.“ „Du bist immer noch clever und was ist, wenn er das nicht abkauft?“, fragte sie nach kurzer Überlegung. „Dann gibt es noch einen Risikoweg, indem man mal die Herztabletten weg lässt. Das bedeutet auf die Signale des eigenen Körpers hören und niemals allein herum geistern“, sagte ich leise zu ihr und „“Wenn Kurt den Posten nicht bekommt, wie er es zu gesagt bekommen hat, tritt dieser Ernstfall ein. Weil ich absolut keine Lust habe, mich an einen neuen Chef zu gewöhnen, der die Welt mit Worten retten will, wie mal Herr B*urani.“

Wir gingen an Bord der Lufthansamaschine, die uns nach Hause, oder anders ausgedrückt nach Frankfurt am Main bringen sollte. In der First-class hatten wir wieder die gleichen Plätze reserviert und als uns die Crew begrüßte, zeigte Michael stolz den Oscar und sagte, „Bitte diese Figur ganz nach Hause bringen, mit uns als Beiwerk.“ Die Chefs Stewardess sagte, „Wir werden uns Mühe geben, damit sie die Heimat mit der Trophäe wieder erreichen.“ Die anderen Fluggäste guckten neugierig auf uns und tuschelten leise. Dabei sagte ich zu Andrea, „Das ist ja wie im Fahrstuhl des Ministeriums. Keiner traut sich etwas zu fragen und jeder hat einen Kommentar, der nicht offen aus gesprochen wird. Dabei haben wir noch nie gebissen, nur satirisch kommentiert...“ Diese Sätze von mir haben wohl das Eis gebrochen und unsere Grußworte wurden sogar erwidert.

Es dauerte zwar noch eine kleine Weile, aber dann setzte sich der Silbervogel langsam in Bewegung, Richtung Startbahn. Ich lutschte schon wieder an meinen Bonbon und als ich die Spucke herunter geschluckt hatte, startete das Flugzeug. Wie eigentlich immer, dachte ich kurz, da hast du die *rschkarte gezogen, als das Flugzeug schnell an Höhe gewann und mal kurz durchsackte. Spätestens jetzt wäre mein Bonbon in Richtung Verdauung gerutscht. Durch das anschnallen mit den Gurten, merkte man den kleinen Hüpfer nur kurz in unseren bequemen Sitzen und irgendwie hatte ich Zutrauen in den Piloten, dessen Hemd gebügelt war und dessen Konterfei auf einem Plakat der Lufthansawerbung bestimmt ein gewisses Vertrauen als Botschaft geschaffen hätte.
„L.A. Good bye“- sang mal eine schwedische Beatgruppe und in meinen Gedanken hatte ich beschlossen, hier muss man nicht wieder her. Schon gar nicht, wegen irgendeiner Trophäe oder Auszeichnung. Das war Geschichte endgültig, selbst wenn der Grammy noch winkte, durch den ganzen Hype um Wilfried und die Filmmusik!!!

Als wir die richtige Reisehöhe erreicht hatten, wanderte ich mit Sandy kurz in der First-class herum und als ich Edelgard und Herbert erblickte, sagte ich, „Die Welt ist doch klein geworden, wenn man Bekannte wieder trifft.“ Edelgard gratulierte mir zum Gewinn des Oscars und als ich zu ihr sagte, „Komm wir machen ein Erinnerungsfoto, du mit dem Oscar in der Jubelpose.“ Edelgard zierte sich zuerst und als Herbert nickte, machten wir ein paar Bilder mit den Handys. Herbert fragte mich, „Stimmt es eigentlich, dass du auch in der EU mitmischen tust?“ Ich nickte zur Bestätigung und sagte daraufhin, „Ja, ich habe die Finanzen für Wirtschaftsförderung unter mir und ohne meinen Segen geht kein Geld in ein Bundesland. Man hat für diesen Posten keinen anderen -Dummen- gefunden, weil Herr Ött*nger gerade was anderes zu tun hatte.“ Herbert lachte laut auf und meinte, „Du bist wirklich Klasse, hast Kompetenz, einen hohen Sachverstand und du bist natürlich geblieben, was heute recht selten ist und finanziell unabhängig.“ Ich zuckte mit der Schulter, denn eine Selbsteinschätzung fällt wohl jeden Menschen recht schwer...

Nach dieser kleinen Episode ging ich mit Sandy zurück auf unsere Plätze. Die anderen hatten inzwischen die Korken knallen lassen und tranken Sekt auf den Erfolg in Los Angeles. Natürlich tranken wir beide auch etwas von dem Damengetränk. Nach ungefähr zwei Stunden war Essen angesagt und wenn ich ehrlich war, das Mikrowellenzeug schmeckte recht gut. Natürlich nicht so, als wäre es frisch zubereitet, aber das ging ja auch nicht an Bord eines Flugzeuges. Bevor ich mich dem Mittagsschlaf widmen wollte fiel mir ein, dass mein Laptop noch nutzlos in meinem Handgepäck war. Wieso schleppt man sich mit einem solchen Ding ab, wenn man es dann doch nicht nutzt?

Also herausgeholt und das Ding gestartet. Natürlich mal wieder PGH, oder wie man landläufig sagt, Pech gehabt, weil dieser Laptop meldete, Windows sollte von Defender überprüft werden und das kann einige Minuten dauern. Mistkäfer dachte ich kurz, weil der Laptop immer die falsche Zeit für solche Meldungen nutzt. Irgendwie müssen die das von MS doch wissen, wenn man auf den falschen Fuß erwischt werden kann, mit Updates oder Meldungen. Als ich anfing mit den Fingern auf dem Technikgenie zu klimpern fragte mich Andrea, „Der will wohl nicht so, wie du es willst. Der kennt deinen Status nicht, Frau...“ Den Rest des Satzes beendete sie nicht mehr, weil ich sie kniff. Dabei sagte ich, „Noch einmal und wir tauschen die Posten, oder ich gehe in die Staatskanzlei, alte Tussi.“Andrea lächelte trotz des kurzen Schmerzes so süß, dass ich mich korrigierte mit, „Vielleicht könnte ich dich ja nach Reiner mit nehmen, wenn du wieder artig bist und deiner älteren Schwester den nötigen Respekt entgegen bringst.“

Unsere Töchter schmunzelten beide über unsere Späße und dann ließ Sandy mal ganz locker einen Satz los, der mich in arge Verlegenheit brachte. Sie sagte, „Mutti, du hast doch einen hohen Posten im Land, wieso willst du deine offizielle Bezeichnung nicht hören, oder reagierst wie bei einer Allergie auf die Nennung?“ Ich runzelte die Stirn, überlegte eine Weile und sagte dann zu ihr, „Ich habe diesen Posten nie gewollt und bin da hinein geschlittert, wie die Jungfrau zum Kind. Natürlich ist das eine Art von Lebensversicherung, denn dieses Geld kommt immer und wird bis zum Ausscheiden im Rentenalter gezahlt. Das hat aber nichts damit zu tun, dass ich an liebsten etwas anderes machen würde, wie ein Buch schreiben, oder in der Sonne von Griechenland, Olivenhaine malen. Das ständige Treffen mit anderen Leuten, die man kaum kennt und die eigentlich nur Fördergelder für Projekte haben wollen, weil ihr Eigenkapital nicht reicht, ist nicht unbedingt mein Lebenstraum.“ Und „Falls du dich wirklich für das Jurastudium entschließt und Anwältin oder Richterin wirst, ist das bei weitem interessanter, weil jeder Fall etwas Anderes ist und kaum anderen Fällen gleicht.“
Inzwischen hatte der Laptop seine beruhigende Meldung von, keine schädliche Software gefunden gemeldet, öffnete ich mein Mailpost -Fach. Erst mal ein paar Hundert Mails checken hatte der Weltenretter mal gesungen und so erging es mir auch. Es wurde erst interessant für mich, als ich eine Mail von Stefan fand. Nach dem öffnen las ich, Absender Tobias Wenzel;

Hallo Klaudia, entschuldige bitte dass ich mit meinen Mails Dich beunruhigt habe. Inzwischen sind eure Kinder bereits groß und manche Ehen sind bereits gescheitert. Aus diesem Grunde habe ich Mainz genutzt, mich in Erinnerung zu bringen. Außerdem habe ich deinen Mann, falls du noch verheiratet bist, nicht gesehen. Ich kann und will dich nicht vergessen und träume nachts immer noch von dir. Soll unsere Liebe wirklich zerbrechen, wie die Geschichte mit den Königskindern, die nicht zu einander kommen sollten? Ich hoffe doch nicht. Ich liebe dich, Tobias.

Als ich diese Mail verdaut hatte, im gedanklichen Sinn sagte ich leise zu Andrea, „Mein Verdacht hat sich bestätigt, das waren die Si*mens Knilche und wir beide waren blauäugig in Mainz. Unsere Männer in die feminine Rolle schlüpfen zu lassen, hat ein neues Feuer bei den beiden Verehrern entzündet, weil sie fest davon überzeugt waren, wir sind geschieden.“ Andrea guckte mich an und sagte zu mir, „Ich würde mich nie scheiden lassen von Bernd, dazu haben wir zu viel erlebt und er hat immer hinter mir gestanden, auch wenn ich das gar nicht wollte. Wir sind beide durch dick und dünn gegangen, genau wie ihr und so etwas festigt eine Ehe und lässt ein paar Gewitterwolken am Horizont verschwinden.“

Als Michael mein ernstes Gesicht sah, fragte er natürlich nach, „Was ist los, hast du Sorgen?“ Ich schüttelte vorsichtshalber den Kopf und sagte „Nein, nichts Besonderes.“ Diese kleine Notlüge musste ich machen, weil ich keine Auseinandersetzung zwischen den Männern wollte. Dazu kannte ich meinen Mann zu gut. Er liebte mich und manchmal kroch die Eifersucht in ihm hoch. Das eigentliche Problem mit Tobias würde ich mit Stefans Hilfe lösen können, dachte ich kurz. Notfalls würde ich mir technische Hilfe von unserem IT Spezialisten des Ministeriums holen. Die letzte Überlegung ließ mich merklich ruhiger werden und mein Puls hatte wieder Normalwerte.

Nach dem Herunter fahren des Laptops, wurde er wieder in das Handgepäck verfrachtet und wenig später war mein Sessel zum Schönheitsschlaf her gerichtet. Nach einem kurzen zurechtrücken des Kissens mit dem Kranich, als bedrucktes Motiv, versuchte ich eine Schlafposition zu finden, was mir auch relativ schnell gelang. Es müssen Stunden vergangen sein, als ich aufwachte. Andrea sagte etwas von, „Willkommen im Leben, altes Murmeltier.“ Sie hatte selber leicht geschnarcht, dachte ich, als sie vor mir am Kissen horchte. Einen Kommentar gab ich jedenfalls nicht ab, obwohl Andrea darauf wartete. Dafür suchten wir die Toilette nach einander auf. Das Wasser war eine Erfrischung und weckte meine Lebensgeister wieder, die immer noch schlafwandelnd neben mir standen. Vor dem kleinen Spiegel im Waschraum des Jets, war es nicht einfach, das Make-up zu korrigieren. Klaudia schaffte es und blubberte den Spiegel voll, wenn etwas danebenging. Wenn der Spiegel im Märchenland gestanden hätte, dann hätte er als Antwort auf meine Nölerei bestimmt, „Frau stellvertretende Ministerin, ihr seid die schönste im Land, aber...“, gesagt.

Es gab einen eindeutigen Beschluss von uns allen, wir werden noch das Abendessen an Bord genießen. In der Zeit, in der wir das Angebot studierten, wurde etwas getrunken. Das war nicht nur Alkoholfrei, mit der Ausnahme der beiden Männer. Die hatten mal wieder auf das falsche Pferd gesetzt sagt man wohl so, weil die Autobahn ihnen noch zu winkte, für die Heimfahrt. Aus diesem Grunde sagte ich zu Michael, „Wir könnten auch in Frankfurt ein Hotelzimmer nehmen und uns von den Flug erholen.“ Bernd antwortete gleich mit, „Ich würde gern in meinem eigenen Bett schlafen. Danke für dein Angebot, was wir nicht annehmen werden.“ Andrea kommentierte dass mit, „Schlafen können wir auch im Kleinbus und zu Hause, will ich etwas anderes...“ Ich wusste genau, was sie damit zum Ausdruck bringen wollte. Meine Gefühle riefen auch recht laut, eine Runde f*cken wäre nicht schlecht, um den Hormonspiegel wieder auf Trab zu bringen. Sandy schaute uns an und kommentierte das eben gesagte mit, „Wird eigentlich für das Ehesexleben auch ein Oscar verliehen?“ Andrea wechselte die Farbe im Gesicht und ich drehte mich weg, ohne zu antworten.

Das Essen schmeckte relativ gut und mundete allen, wenn ich die leer gefutterten Teller sah. Wir bedankten uns natürlich bei der Stewardess und Michael gab ihr ein Trinkgeld für den Service von 50,00 €. Dabei sagte er, „Wenn es nachher hektisch wird, vergessen wir immer etwas, darum gibt es gleich eine kleine Anerkennung von uns.“

Sandy guckte auf ihr Telefon, dass gerade eine Meldung von Whats-up anzeigte und sagte wenig später, „Meine Wette hat mir 1875,00 $ eingebracht für den Einsatz von 100 $. Das Geld wird auf mein P*ypal Konto überwiesen, “ steht hier noch. Als sich zufällig meine Blicke mit denen von Laura trafen, wusste ich, auch sie hatte gewettet.
Meine Blicke zu meiner Tochter sagten wohl alles und darum antwortete sie mir, „Ich weiß, dass du Glücksspiele nicht magst, Mutti, aber die Verführung war einfach zu groß und das Ergebnis ist doch nicht schlecht. Damit zählt diese Episode zu den Erfahrungen, die man wenigstens einmal machen muss.“ Ich umarmte sie und sagte, „Es hätte auch anders kommen können und dann hättest du eine negative Erfahrung gemacht. Natürlich hast du noch das Recht Fehler machen zu dürfen, weil dir die Erfahrung fehlt, aber möglichst nicht immer die gleichen Fehler.“

Die Zeit verging wie im Fluge und das Flugzeug verließ die Reisehöhe und Klaudia kämpfte wieder den aussichtslosen Kampf mit der Migräne. Leise sagte ich zu Andrea, „Ich fliege nur noch unter Vollnarkose oder fahre mit einem Dampfer über den Teich, wenn es denn sein soll.“ Die blöde Tussi meinte doch glatt, „Im Zuge der Gesundheitsreform sind Vollnarkosen gestrichen und über den Teich fahren nur noch Schiffe, die Eisberge rammen.“ Ich fühlte mich mau und meine Schwester machte Witze. Wenigstens waren wir nicht verwandt, sonst hätte ich ein Familienmitglied ausgerottet, nach dieser Antwort, so hämmerten die Minizwerge in meinen Kopf herum.

Meine Kauverrenkungen mit dem Unterkiefer müssen lustig ausgesehen haben und hörten erst auf, als das Flugzeug auf der Rollbahn aufsetzte. Mit einem Schlag hörten diese Kopfschmerzen auf und sinnbildlich ergriff ich mit meinen Händen den Hals von Andrea und sagte zu ihr, „Noch eine solche dumme Bemerkung von dir und du wirst verkauft nach Hinterindien. Dort gibt es Männer, die über Frauen her fallen, wie eine Herde Eichhörnchen die Nüsse für den Winter sammeln, über ein offenes Lager für Nüsse von Ed*ka oder R*we.“

Wenig später war unsere Reise zu Ende und als wir uns von der Crew verabschiedeten sagte der Pilot zu uns, „Viel Spaß mit der Meute, die auf die Oscar Gewinnerinnen warten.“ Diesen freundlichen Wink hatte ich verstanden und sagte, „Es gibt doch bestimmt einen anderen Ausgang, damit wir unbehelligt unser Auto erreichen können.“ „Vielleicht kann euch jemand von der Bundespolizei helfen“, hörte ich noch, als wir schon auf den ersten Metern der Andockstation waren. Nach einigen Metern hatten wir die Pass- und Einreisekontrolle erreicht. Der Beamte lächelte uns freundlich zu und sagte, „Willkommen in Deutschland und wenn sie inkognito den Flughafen verlassen möchten, dann rufe ich gerne einen Kollegen von mir an.“ Andrea sagte zu ihm, „Das wäre sehr nett von Ihnen. Wir legen keinen Wert auf Paparazzi oder ähnliche Werbung. Wir wollen nur noch nach Hause und das möglichst schnell.“

Nach dem heraus fischen unserer Koffer, gingen wir langsam auf den Ausgang zu und wir wählten die Tür für die Anmeldung beim Zoll. Hier fragte man nach unseren Wunsch, den ich mit, „Wir wollen zwei Oscar Statuen verzollen oder ihre Hilfe für die Flucht nutzen.“ Der Beamte hielt das für einen schlechten Witz und darum zeigte Michael meinen Oscar und sagte, „Wir haben den Tipp vom Passkontrolleur bekommen und wollen so schnell als möglich, nach Hause.“ Der Mann bestaunte das Ding und fragte sofort, „Ist das eine Nachahmung?“ Wir mussten kurz lachen und als ich die Verleihungsurkunde aus meinem Handgepäck zeigte, war er wirklich sehr hilfsreich. Nach einem Telefonat mit jemanden von der Bundespolizei, indem er unter anderen sagte, „Hör gut zu, das ist jetzt kein Witz oder vorgezogener Aprilscherz. Bei mir stehen die Oscar Gewinner und kommen direkt aus Los Angeles und würden den Flughafen gerne ohne Presserummel verlassen. Du weißt schon, das sind die Leute, die den Vorraum bereits bevölkert haben und schon zwei Stunden auf die Ankunft des Lufthansa Fluges aus L.A. warten.“

Wenig später erschienen ein Pärchen der Bundespolizei und begleitete uns durch mehrere Hinterausgänge zu unserem geparkten Van. Wir bedankten uns mit einem Handyfoto, natürlich mit den beiden Oscars vor uns, bei den beiden und sagten zum Abschied, „Wenn sie das Bild, oder das kleine Video bei Tw*tter oder bei Y*u Tube veröffentlichen sind sie den anderen Medien weit voraus. Viel Glück dabei!“ Wenig später, nach dem einladen des Gepäcks und einsteigen in den Van, fuhren wir die ersten Meter mit eingeschalteter Warnblinkanlage Richtung Ausgang. Es war unser Dankeschön an ihre Hilfsbereitschaft an die Beamten, deren Ruf etwas aufpoliert werden müsste, weil sie für Sicherheit stehen, in Deutschland...

Auf der Rückfahrt nach Hause pennten wir im Van, natürlich bis auf die beiden Männer. Selbst Sven lag angelehnt an seine Mutti und träumte noch von den Erlebnissen in den USA. Aus diesem Grunde merkte ich erst, dass wir bald zu Hause waren, als ich im Morgengrauen die Silhouette der Landeshauptstadt vor uns liegen sah. Der alte Dom grüßte im aufgehenden Morgenrot seine „Heimatlosen“, die wieder in ihrer gewohnten Umgebung waren. Natürlich war das übertrieben mit dieser Feststellung, trotzdem empfand ich es in diesem Moment so. Heimat ist da, wo man seinen Ort am Kirchturm erkennt, hatte ich einmal gelesen und wenig später sah ich die Kirchturmspitze unserer Katharinenkirche, deren Dach inzwischen im Sonnenschein eingetaucht war und durch die rote Steinfarbe, einen unvergesslichen Blick gestattete. Wir waren zu Hause...

Nach dem Ausladen des Vans gingen wir in unser Haus und wenig später in unser Bad. Ausziehen und Toilette besuchen war nur noch Makulatur und wenig später waren wir schon im Bett. Klaudia setzte sich auf Michaels Schw**z und ritt ihn, bis er endlich abspr*tzte in mir. Wir sanken beide zusammen und kuschelten. Es dauerte nicht lange und der Flug und die Zeitverschiebung hatten richtig zu geschlagen. Wir schliefen tief und fest und hätte uns jetzt ein Einbrecher auf gesucht, hätte er uns bequem mit nehmen können. Wir hätten garantiert nichts bemerkt.

Es muss wohl später Nachmittag gewesen sein, als unser Telefon mich weckte. Im Halbschlaf murmelte ich, „Micha, der Weckdienst ist Nerv tötend.“ Mein Mann sagte nur kurz, „Was für ein Weckdienst? Das muss unser Telefon sein, weil wir deinen und meinen Eltern keine Ankunftszeit mitgeteilt haben. Du hast noch nicht mal unsere Ankunft in FFM gesimst.“ Und „ Die werden bestimmt in der Zeitung gelesen haben, dass die beiden Oscar Gewinnerinnen nicht angekommen sind und noch Urlaub auf den Bahamas machen, laut der B*ld Zeitung und F*Z.“ Mir war gar nicht nach lachen zu Mute und aus diesem Grunde stand ich auf und begab mich ins Bad.

Nach dem Duschen und den anderen Tätigkeiten zog ich mich langsam an und ging langsam nach unten. Michael hüpfte bereits in der Küche herum und wenig später folgten unsere Kinder, ihrer Mutti. Wir bereiteten gemeinsam einen kleinen Imbiss vor. Endlich Kaffee trinken, dachte ich und als das Telefon schon wieder bimmelte, waren die Teens gefragt. Svenja und Peter waren die ersten, die natürlich wissen wollten, ob L.A. geil war.
Das ging so weiter, mit meinen Eltern und Vati sagte dabei, „Wenn man schon über Y*u Tube erfahren muss, dass ihr wieder zu Hause seid, dann gibt es nur noch Rechnungen für getane Arbeit.“ Ich entschuldigte mich bei ihm und sagte, „Wir waren fix und foxi von diesem Trip, der auch noch mit einem Presserummel enden sollte. Darum sind wir geflüchtet.“ Meine Tante und Schwiegereltern folgten und als ich auf meinen kalten Kaffee guckte, sagte ich zu Michael, „Wenn du mir ein gescheites Geschenk kaufen willst, wäre ein Kaffeewärmer eine guter Rat.“ Michael hatte meinen Wink verstanden und kümmerte sich um die anderen Anrufe...

Am nächsten Tag war Job angesagt und als ich an dem Morgen zum Treffpunkt mit Stefan ging, hatte der Winter noch einmal zugeschlagen oder anders ausgedrückt, er hatte den Erdlingen die -Harke gezeigt-.“ Man war das kalt in Deutschland, gegenüber L.A., als wir am Meer das Wetter genossen haben. Stefan begrüßte mich mit der gewohnten Herzlichkeit und sagte, „Guten Morgen Chefin, Star der Oscar Verleihung und Presseflüchtling.“ Ich schüttelte nur den Kopf und sagte zu ihm, nach unserer Begrüßung, „Sag jetzt nicht, die beiden Bundespolizisten in FFM waren von dir informiert.“ Stefan lächelte und sagte während der Fahrt, „Nein, soweit reichen meine Beziehungen nicht, obwohl ich eure Ankunft mit verfolgt habe. Das ist wie in einem Videospiel, wenn die Punkte oder Figuren durch Häuser laufen.“ Ich fasste mich an den Kopf und hatte die Haarspange mit der Rose erwischt und sagte nur kurz, „Alles klar, alter Gauner...“
Natürlich war das im Spaß gemeint und Stefan fasste es auch so auf.

Im Ministerium traf ich Andrea und gemeinsam hatten wir den Gang nach „Canossa“ vor uns. Genauer den Weg zum Fahrstuhl und den Fahrstuhl im Besonderen. Es gab genug Neider in diesem Hause, außer natürlich in meinem Bereich. Jeder wollte am liebsten zu uns, was aber nicht ging und eine Absage brachte nicht gerade Freundschaften ein. Ich konnte damit leben, reagierte natürlich auch auf bestimmte Horrorgeschichten, die immer wieder im Tratsch erschienen. Im Fahrstuhl sagte ein Abteilungsleiter, „Als Oscar Gewinnerin brauchen sie ja nicht mehr zu arbeiten.“ Ich drehte mich kurz um und betrachtete diesen Knilch und sagte zu ihm, „Das habe ich vorher auch nicht mehr gebraucht, aber es gibt hier Leute, die meine Anwesenheit zu schätzen wissen und ich vermute, sie gehören nicht dazu. Aber wenn sie unbedingt meinen Posten haben wollen,
bitten sie den MP um meine Ablösung. Vielleicht würde ich ihren Antrag sogar unterstützen.“ Der Mann wäre am liebsten in der Erde des Fahrstuhls versunken, oder sagt man im Boden?

Auf unseren Gang war natürlich Holiday, weil unsere Mitarbeiter uns mit je einer Blume empfingen. Wir hatten einen vernünftigen Strauß zusammen, als wir in unserem Büro eintrafen. Maria begrüßte uns mit den Worten, „Na ihr beiden Oscardivas. Ihr habt Besuch, der Alte mit seiner Quatschtante und der Chef sind im Büro. Ich glaube, ich muss noch Blumenvasen besorgten.“ Als wir die Tür öffneten zu meinem Büro, hatten sich die drei Koryphäen wirklich eingenistet. Entsprechend der Rangfolge gratulierten uns die drei, mit einer herzlichen Umarmung. Reiner redete etwas von einer Einladung in das Bundeskanzleramt und Kurt faselte etwas von einem Standort der Statue im Ministerium. Karin hatte den Spleen, die ausgefallende Pressekonferenz nachzuholen. Andrea und ich schüttelten teilweise nur mit dem Kopf und anschließend sagte ich, „Die Einladung, falls sie schriftlich kommt, müssen wir wohl annehmen, die Statue bleibt zu Hause und eine PK wird es nur geben, wenn Reiner darauf besteht. Der Oscar hat nichts mit der Arbeit hier zu tun.“ Nach kurzer Überlegung sagte Reiner, „Klaudia hat recht, keine PK.“

Maria hatte gerade Kaffee und Kuchen gebracht. Als wir das genießen wollten, fragte mich Reiner, „Sagt mal, meine Wirtschaftsengel, habt ihr nur Los Angeles besucht oder auch Ludwigshafen?“ Mir wären ja beinah die Kuchenkrümel im Hals stecken geblieben und nach einem abhusten fragte ich, „Wie kommst du jetzt auf das schmale Brett, mit der Stadt in RP?“ Er sagte daraufhin, „Wir haben eine Anfrage für einen Besuch des Chemiedreiecks, von einem der hochrangigen Chefs einer großen Chemiefabrik, aus Ludwigshafen.“ Andrea knuffte mich zärtlich und sagte plötzlich, „Herbert, könnte der Mann zufällig nicht heißen, oder?“ Kurt bestätigte den Namen und sagte wenig später noch, „Wieder jemand, der die Begleitung von euch beiden wünscht.“ Andrea beruhigte unseren Chef und erzählte die Geschichte unseres Kennenlernens in Los Angeles. Reiner sagte wenig später im spaßigen Ton, „Falls ihr noch einmal privat verreist, bestätigt gleich die Termine und sei es nur für eine Übernachtung in unserem Bundesland.“ Als ich ihm antwortete, „Das geht so nicht, weil ich immer noch einen Dienstherrren vor mir habe und ich hoffe für dich, dass er es auch noch nach der Wahl ist. Sonst müssten wir gehen und du kannst mit Herbert den Elbauenpark oder Rothehorn besuchen.“
Karin guckte mich an und redete etwas von unkündbar und Dienstanweisungen, die mich nur ein müdes Lächeln kosteten. Unser MP hatte meine Botschaft verstanden und nickte nur kurz. Wir hatten uns für Kurt stark gemacht, das wusste er genau und er kannte auch unsere Abwanderungsgelüste...

Der Tag verging im Fluge, nachdem ich mit meinen Leuten zusammen gefrühstückt hatte und wir etwas Sekt spendiert hatten. Dabei hatte ich in einem zwanglosen Gespräch darauf hin gewiesen, dass wir einige neue Damen und Herren bald begrüßen können, wenn ich mit Andrea die entsprechenden Unterlagen ausgewertet habe. Das sagte ich vor allen deshalb, weil trotz intensiver Arbeit, die Stapel höher wurden, bei den Anträgen. Ich sagte klar und deutlich, „Ich habe nicht vor, diese Abteilung mit Burn Out an die Wand zu fahren. Da ich weiß, dass jeder seinen Pflichten nachkommt, bleibt also nur eine Verstärkung, als Alternative. Natürlich erwarte ich von den alten Hasen hier, dann die entsprechende Hilfe, für die Frischlinge. Jeder ist einzeln nur so stark, wie wir alle als Team.“ Das spontane Klatschen, unserer Leute war wie Balsam in unseren Ohren...

In den nächsten Tagen passierte im Job nichts Besonderes. Wir mussten einiges überarbeiten und beschäftigten uns mit der ersten Auswahl für die Verstärkung. Ich wollte Nägel mit Köpfen machen, bevor am 08. März die Wahl anstand. Reiner war zuversichtlich, dass er wieder das Ruder der Politik im Land führen könnte und ich rechnete damit, dass es einen Erdrutsch geben würde, in Bezug auf die AFD. Kurt hatte inzwischen seine Machterhaltungspartei verlassen, die eigentlich nur die Interessen der Wirtschaft und der oberen Manager vertrat, in meinen Augen. Als Parteiloser Chef war er wirklich Klasse und brauchte sich nicht an unsinnige Beschlüsse mehr halten. Dazu zählte ich den Abbau von Arbeitnehmerrechte und Liberalisierung von entsprechenden Gesetzen, die nie zu einer vernünftigen sozialen Marktwirtschaft führen. Was ich in diesen Zusammenhang immer lustig fand, war die Tatsache, dass man nie die Diäten stoppte, oder Pensionsansprüche beseitigte, wenn man in der Regierung saß. Das betraf alle Parteien, egal ob Links, Grün, Rot, Schwarz oder sonst welche Farben. Eine Statistik sagte in diesem Zusammenhang aus, dass man nach 45 Arbeitsjahren, als Buffer nicht mal ein Drittel der Pensionen bekommt, die man in unserem Land zahlt. Gegenüber anderen Bundesländern ist das Verhältnis noch schlechter.

Zu Hause lief alles nach Plan, weil mein Mann mich total entlastete und die beiden Mädchen ihm meistens dabei halfen. Das einzige Problem, dass plötzlich vor uns stand, war der Urlaub meines Hausengels. Christine wollte sich verloben und eine Woche Pause machen für eine kleine Reise. Natürlich erhielt sie von mir eine finanzielle Unterstützung für diese Lebensplanung, unter der Bedingung, sie kommt zurück. In dieser Beziehung war ich egoistisch, das gebe ich ehrlich zu. Sie lachte nur, als ich das zu ihr sagte und antwortete mir, „Klaudia, wenn du mich nicht kündigst, hast du mich ewig an der Backe.“
Vielleicht sollte ich doch einmal über eine Art von Beamtenverhältnis für sie nachdenken, fuhr es durch meine Gehirnwindungen. Das war natürlich völliger Blödsinn, weil ich dem Glück, einer lieb gewordenen Person, nie im Weg stehen würde...

Am Samstag vor der Wahl waren wir zu viert auf dem Weg zu unseren Hobby. Die Oldtimer GmbH war unser Ziel. Auf dem Gelände herrschte ein richtiges Treiben, als wir dort auftauchten. Bernd hatte wohl einen alten Opel Kapitän aufgetrieben und der wurde gerade angeliefert. Unsere beiden Mitarbeiter, Alex und Jürgen schoben gerade das abgeladene Auto in die Werkstatt. Nach unserer Begrüßung fragte ich die beiden, „Wieso müsst ihr an einen Samstag hier arbeiten?“ Alex antwortete mir gleich mit, „Weil wir das freiwillig tun und sowieso Zeit haben. Es macht uns immer noch riesigen Spaß hier zu arbeiten.“ „Es gibt doch bestimmt eine Prämie oder wenigstens eine Aufwandsentschädigung dafür, oder irre ich mich?“, fragte ich weiter. Die beiden schüttelten mit dem Kopf und sagten fast gleichzeitig, „So etwas gibt es nicht, außerdem ist das unser Vergnügen.“

Auf dem Weg nach Hause redeten wir über diese Episode und dabei sagte ich zu unseren Männern, „Egal ob der Spaß im Vordergrund steht oder nicht, umsonst arbeitet keiner bei uns und dazu gehört auch die Oldie GmbH. Ich erwarte von euch, dass ihr einen Freizeitausgleich mit einplant und trotzdem eine Art von Antrittsprämie zahlt, wenn solche Sonderaktionen stattfinden. Solche Sonderaktionen dürfen nur auf Basis der Freiwilligkeit stattfinden. Kein Zwang oder anderen Unsinn, sonst muss die Logistik geändert werden, mit der Anlieferung.“ Andrea stimmte mir zu und Bernd sagte, „Das ging nicht anders am heutigen Tag, sonst hätten wir auf das alte Auto verzichten müssen. Natürlich werden wir eure Wünsche in konkrete Maßnahmen umsetzen.“ Andrea und mir reichte diese Zusage und damit war das Thema erst einmal abgehakt.

Am nächsten Tag, es war der 08. März gab es drei Höhepunkte in unserem Leben. Am Morgen lief das gewohnte Programm ab mit Frühstück in Familie und ein bisschen Hausarbeit mit tatkräftiger Unterstützung der Teenies. Sven hatte seine Svenja und Sandy ihren Peter zu Hause bei uns und dabei fragte mich Peter, „Klaudia, wie lange geht eigentlich die Party heute?“ Ich wusste es auch nicht so genau und antwortete ihm mit, „Falls du die Geburtstagsfeier meinst, nehme ich an, bis 22:00 Uhr.“ Und „Falls du die Party deines Onkels meinst, falls er gewinnt, sage ich mal bis zur gleichen Zeit.“ Die Party von Laura und Christian war wieder in unserer alten Stammkneipe und sollte gegen 15:00 Uhr anfangen. Gegen 13:00 Uhr waren wir an der Wahlurne, für die Landtagswahl und wurden zum ersten Mal dabei fotografiert. Das war so zu sagen, die Entjungferung in dieser Beziehung.

Nach dem fertig machen im Bad half ich den beiden Mädchen beim frisieren. Die freuten sich beide und grienten wie die Saatbollen, sagt man wohl so. Besonders glücklich waren sie, als sie meinen Beautykoffer nutzen konnten. Das Ergebnis war natürlich große Klasse für uns drei. Selbst unsere Männerclique pfiff mit dem Mund, als Anerkennung. Wir hatten Taxis bestellt und fuhren pünktlich in die Stadt. Nach dem Bezahlen der Taxis gingen wir in Martins Heiligtum. Kurz zuvor hatte ich noch auf die Sterne hingewiesen, die der Koch im Lotto gewonnen hatte. Das war natürlich nur Spaß. Wir hatten gerade unsere Jacken an den Garderobenständer gehängt, als ich auch schon die große Klappe von Martin hörte. Der sagte zur Begrüßung, „Holla, die Waldfee, jetzt bekommen wir sogar Besuch von Hollywood Stars.“ Ich schüttelte nur den Kopf und sagte laut als Antwort, „Wenn ich deine ergaunerten Sterne sehe, muss ich feststellen, auf einen Trampelpfad in Hollywood gibt es mehr davon und sogar noch mit Namen, guten Tag Martin.“ Gudrun konnte sich vor Lachen kaum halten und nachdem wir den Geburtstagskindern gratuliert hatten, folgte die Umarmung mit den Wirtsleuten.

Wir begrüßten die anderen Gäste und als ich Andrea die Hand gab sagte ich zu ihr, „Wenigstens musst du heute die Rechnung bezahlen.“ Laura kommentierte meine Bemerkung mit, „Au fein, Mutti, davon hast du bisher noch gar nichts gesagt.“ Andrea schmunzelte und erwiderte uns, „Klaudia hat mich wieder mal ausgetrickst, aber sei es, wie es sei, ich bezahle die Party.“ Ihre Kinder küssten sie für diese Aussage und Andrea wurde dafür sogar noch leicht rot im Gesicht. Erst wollte ich noch etwas sagen, ließ es aber sein.

Es war Kaffee trinken angesagt und am Kuchenbüffet hatte ich ein anregendes Gespräch mit der Mutti von Andrea. Ihr Hochzeitstermin stand inzwischen fest. Sie wollte unbedingt in Potsdam heiraten und anschließend die Flitterwochen auf Kuba verbringen. Dabei sagte ich zu Maria, „Denkt bitte daran, dass du nur in den Osterferien euren neuen Lebensabschnitt beginnen könnt. Sonst hätten deine beiden Enkel kaum eine Chance daran teil zu nehmen.“ Maria sagte mir das zu und sagte abschließend, „Ich warte nur noch auf die Zustimmung von Petra für unsere Hochzeit. In diesem Punkt bin ich etwas altmodisch.“ Ich bot mich an, notfalls als Vermittlerin, das Heft des Handels in die Hand zu nehmen.

Nach dem Kaffee trinken war Tanz angesagt und da wurde sogar Musik für die inzwischen ältere Generation gespielt. Mit den neueren Titeln konnte ich kaum etwas anfangen. Sie begeisterte natürlich die vielen Teenies und Teenager. Dabei schaute ich mit Michael meistens zu. Während des Guckens sagte ich etwas versonnen zu meinem Mann, „Es wird bestimmt nicht lange dauern und wir sind alleine in unserem Haus, wenn ich die enge Tanzweise von Peter und Sandy oder von Sven mit Svenja betrachte.“ „Was du immer siehst und hinein interpretierst, hörst du auch Flöhe husten?“, fragte er mich. Seine Blauäugigkeit fand ich schon interessant. Sie zeugte aber auch von etwas Realitätsfremde oder anders ausgedrückt, vom übersehen, durch eine Vaterglucke.

Das Essen in Büffetform wurde mal wieder mit dem Tischfeuerwerk eingeläutet. Schmunzeln musste ich, als ein Brandmelder an der Decke verrückt spielte. So schnell habe ich Martin noch nie gesehen, um die Reset Taste zu betätigen. Das brachte ihm natürlich viel Spott und Beifall ein. Andrea sagte laut, „Hast du ein Feuermelder an der Decke, steht die Feuerwehr schon an der Ecke.“ Ich ergänzte das mit, „Ein im Laufen schneller Koch, schafft statt der Sterne die Olympianorm noch.“ Martin drohte uns mit dem Zeigefinger und wischte erst mal seinen Schweiß ab.

Wir Erwachsenen verließen die Party erst um 21:30 Uhr und gaben unseren Teenagern noch frei bis 22:15 Uhr, unter der Bedingung, dass alle mit einem Taxi nach Hause fahren. Martin versprach mir, dafür zu sorgen und das reichte mir, weil auf ihn immer Verlass war. Andrea sprach mit ihm ab, dass sie die Rechnung am nächsten Tag begleicht und Gudrun sagte zu ihr, „Wir wissen doch dass ihr keine Zechpreller seid und wenn es länger dauert, ist es auch nicht schlimm. Notfalls nehmen wir den Oscar als Pfand.“ Andrea erwiderte nur kurz, „Den gebe ich nicht her...“

In dieser Nacht hatten wir mal wieder langen Sex. Michael f*ckte seine Frau mal wieder nach allen Regeln durch und als ich den letzten Samen von seinem Schw**z leckte, stöhnte er leise und sagte, „Wenn du meinen Schw**z mit der Zunge sauber machst, dann muss ich mich ja bei dir revanchieren.“ Er rutschte nach unten und leckte meine Sp*lte . Das hatte natürlich eine Steigerung meiner leicht abflauenden Geilheit zur Folge.
Er hatte den Punkt mit seiner Zunge gefunden, der mich wenig später noch einmal zum, Org*smus brachte. Ganz leise, im stöhnenden Ton sagte ich, „Alle Arbeit umsonst mein Schatz.“ Wenig später kuschelten wir beide und schliefen ein...

Am nächsten Morgen, während des Frühstücks herrschte eine Stille bei uns, während der Nachrichtensprecher die Wahlergebnisse durchsagte. Meine Voraussage oder Prognose war eingetroffen, nur mit dem Unterschied die AFD hatte im Stand eine zweistellige Prozentzahl geschafft. Kurt seine Ex Partei hatte die Segel eingerollt und ich kommentierte das mit, „Die kommen wieder in ein paar Jahren, wie Ratten aus den Löchern. Das war immer so und bleibt auch so.“ Michael meinte zu diesem Thema, „Eigentlich ist es doch egal, wen oder was man wählt, es ändert sich doch kaum etwas.“
Ich kommentierte dass nicht...

Stefan brachte mich ins Ministerium und nach der Begrüßung mit Andrea gingen wir zum Fahrstuhl. Während der kurzen Zeit der Fahrt hörten wir abenteuerliche Geschichten, was sich alles ändern sollte. Das Einzige, was mir sofort auffiel, war ein elegant gekleideter Herr, den ich hier noch nicht gesehen hatte. In diesem Zusammenhang muss ich gestehen, dass ich mir relativ schlecht Gesichter merken kann, weil ich zu viele Leute flüchtig kenne gelernt hatte in meiner Funktion.

In unserem Büro hatten wir an diesem Tag zahlreiche Vorstellungsgespräche mit den Kandidaten, deren Bewerbunsmappen wir von Reiner und Kurt mal erhalten hatten.
Wir entschieden uns nach langen hin und her für 3 Damen und 3 Herren. Ich wollte wieder ein Verhältnis von ungefähr 50 % und Andrea fand meine sogenannte Quotenregelung gut. Es muss gegen 11:30 Uhr gewesen sein, als ich aus Marias Büro Krach hörte. Neugierig guckte ich nach, was da los war und sah, den Herren aus dem Fahrstuhl mit Maria diskutieren. Ich fragte Maria, „Warum schimpfst Du so? Was ist hier los?“ Der Mann wollte dazwischen quatschen und etwas angefressen sagte ich, „Wer hat einen Krümel erlaubt etwas zu sagen, ohne gefragt zu werden?“ Maria erzählte mir, dass der Mann sich als Andre P*ggenburg von der AFD vorgestellt hatte und zu mir wollte.
Ich sagte darauf hin zu diesem Herrn, „Ich empfange grundsätzlich keine Parlamentarier und wenn sie trotzdem zu mir wollen, gibt es einen offiziellen Dienstweg. Bevor im Parlament eine neue Regierung das Vertrauen erhält, bleibt die alte in Amt und Würden. Bitte halten sie sich daran und dann ist Maria ihre Anspechpartnerin, Auf Wiedersehen.“

Wie ein mit Wasser übergossener Pudel verließ der Mann unser Ministerium. Ich mochte die meisten Politiker im Land nicht, weil sie mit den Funktionen im Parlament immer mehr von den Interessen ihrer Wähler abrückten. Andrea stand hinter mir und sagte, „Vielleicht solltest du Bundespräsidentin werden, der Herr G*uck will nicht mehr.“ Da ich sowieso noch angefressen war sagte ich zu ihr, „Unsere Pfeifen auf Bundesebene sollten sich aus Sparsamkeitsgründen auf den W*llf aus Niedersachsen noch einmal einigen. Das Geld für den war sowieso raus geschmissen und wenn ich den sein Alter sehe, am besten für 15 Jahre.“ Andrea schüttelte den Kopf und Kurt, der das auch gehört hatte erschreckte mich mit, „Du machst ja in Sachen Sparsamkeitsvorschläge dem Sch*uble Konkurrenz.“ Wenig später trank ich mit Kurt eine Tasse Kaffee und dabei redeten wir über unsere Auswahl. Die sechs Namen gab ich ihm, bevor er uns verließ...


:::Katrin, manchmal zickig, aber immer lustig...

Word sagt: Seite 1361 Wörter: 885 835 in Verdana 10
"Der Urlaub" / " Das Spiel des Lebens" /"Bestellt und Geliefert"/"Eine Fahrt ins Blaue"/ "Eine Wette und ihre Folgen"/" Die Forschungsreise "/" Ein altes Märchen"/ "Ein Urlaub, der keiner werden sollte"/"Der Seitensprung in eine Katastrophe"
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  RE: Eine Wette und ihre Folgen Datum:06.11.16 10:01 IP: gespeichert Moderator melden


Hi Katrin Doris,
diesmal will ich dir für deine schöne Fortsetzung nur Danke sagen.
Natürlich habe ich die beiden Schwestern bei ihrem Erleben gerne begleitet sie lassen ja auch
keine Gelegenheit aus, ihre Satire zu benutzen, dies gefällt mir.
Die Welt wo die Oscarverleihung statt fand ist eine Scheinwelt, welche man zum bekannt werden benutzt.
Finde es gut das sie sich nicht mehr dorthin bemühen wollen, nun wollen wir mal schauen, wie es
sich entwickelt.
Auf ihre Kinder fällt ja auch viel von ihren Ruhm ab, ob es sie die eigentliche Scheinwelt erblicken?
Ebenso bin ich gespannt wie Klaudia mit dem nun bekannten ¨Liebhaber¨ fertig wird, der ist ja ziemlich
zäh in seinem Verhalten.
Habe nun genug repetiert und freue mich auf die nächste Folge deiner schönen Story.

Von mir für Dich freundliche Grüße
Horst

♦♦ ♥♥ ♦♦

Gruß der alte Leser Horst
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Deutschlands Wilder Westen - Der Niederrhein


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  RE: Eine Wette und ihre Folgen Datum:06.11.16 11:55 IP: gespeichert Moderator melden


Mann, o mann! KaDo!
Man darf sich wirklich nicht allzu weit vom "Blechknecht" entfernen. Schon wird man gnadenlos mit Tausenden von neuen Seiten der Lieblingsautoren und Millionen von Spamnachrichten zugeschüttet!
Ach, was hat man es schwer in der heutigen Zeit!
Früher war alles (auch nicht) besser (nur anders)!
Aber, zum Glück, jedes Ding hat auch einen Ausknopf.
So kann man sich Ruhe verschaffen und ganz gemächlich sortieren...
..die Interessanten ins Köpfchen, die Langweiligen ins (Abfall-)Töpfchen! Oder wie das bei Schmuddelpuddel so heißt!

Okay! Der Glatzkopf steht jetzt in der Vitrine, Grammy kommt noch!
Und dann war da noch die 1Live-Krone, die Echo-Ausgabe, der MTV-Award als "Lebenswerk-preis" für Teufelchen und Engelchen die Henne und ...und ...und...
Also ganz schön viel Material, von den ganzen negativen Verstrickungen einmal abgesehen.
Das dürft also etwas bin zum Teil 500 reichen!
Ich freu mich schon drauf!
Liebe Grüße vom Roten Hund
Detlef
Alles was Spaß macht ist entweder verboten, oder unmoralisch, oder es macht dick! (Orson Welles)
Die meisten Frauen benehmen sich so, als ob sie hübsch wären! (Oscar Wilde)

Meine Geschichten und Geklautes:
Malkia; C’est ça!; Das Seminar am Wochenende; Onkel Pauls Erbe; Es war einmal...; Die Indianerin; Anklage; Barbara; Wenn Frauen schon lügen...; Als Gott die Welt erschuf... und andere Fehler!
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  RE: Eine Wette und ihre Folgen Datum:06.11.16 18:43 IP: gespeichert Moderator melden


Hi Katrin-Doris

Meine Frage von der letzten Fortsetzung ist nun
beantwortet. Diesmal löst es sich ohne Entführung
auf.
Nun steht die Frage im Raum, ob eine Dienstmacke
nötig wird, weil Klaudia einen neuen Chef nicht
noch mal neu dressieren will.

Es heißt so schön: "Einbildung ist auch ne Bildung!"
Den Tritt für den Heini von der Affenpartei hätte
ruhig noch kräftiker ausfallen können. Wenn ihr Chef
bleibt, tritt sie bestimmt noch mal zu.....

Ich wünsche Dir für die kommenden Tage noch mal
alles gut!

LG
Drachenwind
Achte das Leben!
Urteile erst, wenn du genug weißt und vor allem sei Tolerant!
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  RE: Eine Wette und ihre Folgen Datum:12.11.16 23:46 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Katrin,
ich weiß auch nicht so recht warum, aber in letzter Zeit komme ich einfach nicht so recht zum würdigen Deiner Werke. Du steckst so viel Zeit und Mühe in diese Geschichte, und das trotz Deines eigenen Pensums. Da muss ich doch wirklich mal schauen ob ich für Dich was ändern kann.

Jetzt haben unsere beiden auch noch den Oscar "eingesammelt". Außer dem Grammy bleibt da vielleicht noch ein European Music Award eines Muicsenders. Den Echo haben sie schon oder? Außerdem werden wir jetzt immer kleiner im Bereich. Also waren es doch die beiden Monteure von Damals. Nur waren die zufällig auch genau zur gleichen Zeit am gleichen Ort, und haben die Männer nicht als solche erkann? Oder haben sie eher unsere beiden verfolgt und natürlich auch geg..gled? Nur dann müssten sie ja über die Männer "gestolpert" sein oder waren sie so fixiert auf ihr Ziel? Zum Glück haben unsere Protagonisten inzwischen VIP-Status und dadurch auch manche Annehmlichkeiten. Hat einer der Männer den Bus geholt oder wurden sie zu Ihrem gefahren und dort umgeladen? Früher reichte ein Foto mit den Promis. Heute muss es dann natürlich auch gleich gepostet werden. Dann auch noch die Geburtstagsfeier der Zwillinge von Andrea im neuen Sterne Restaurant. Natürlich wird auch das Team mit seiner vielen Arbeit nicht allein gelassen und für Verstärkung gesorgt.

Vielen Dank für Dein riesiges Engagement für diese Geschichte und aus meiner Sicht gehörst Du ganz klar in die erste Liga. Einen Abstieg würde ich nur akzeptieren wenn Du es wünschst. An meiner Unterstützung für Dich muss ich wieder schwer arbeiten. Dir und Deiner Familie auf jeden Fall alles Gute und beste Gesundheit und das alles so klappt wie Ihr es Euch wünscht.

Liebe Grüße,
Der Leser
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  RE: Eine Wette und ihre Folgen Datum:13.11.16 13:22 IP: gespeichert Moderator melden


Bevor ich mir ab Montag eine längere Ruhepause gönne, wegen einer Hüft OP und REHA, gibt es wie angekündigt etwas Neues, in diesem Roman.

Danke sage ich an SusiS, H.W.,Alter Leser,Aleydis, Drachenwind und der Leser!!!

@H.W.: mal sehen ob es klappt mit der Abkürzung...
@Alter Leser:Hier kommt nun etwas Ernsteres in dem Leben der Zwei...
@Aleydisie 500 ist aber nicht mein Ziel,sonst musst du mich auch noch unter Spam verbuchen...
@Drachenwind:Vor allen Danke für die Wünsche und jetzt hast du genug Zeit dich selbst aus zu kurieren und den "Flaschengeist" fortzusetzen...
@Der Leser:mit der ersten Liga ist das so eine Sache, trotzdem "DANKE" für alles trotz des Stresses...

Teil 141 Job und Potsdam im März und April

In den nächsten beiden Tagen führten Andrea und ich im Ministerium, die Personalgespräche mit den sechs neuen Mitarbeitern. Ich wollte Nägel mit Köpfen machen, bevor mir Irgendeiner bei dem Koalitionsverhandlungen ins Handwerk pfuschte. Es wurde bereits über einige Sparmaßnahmen im neuen Haushalt gemunkelt. An diesem Tag loste ich mit Andrea, wer zu wem kommt in die „Castingshow“ mit uns. Andrea hatte Sylvia, Günter und Paul gezogen und für mich blieben Dominique, Josephine und Andre’ über.

In meinem Büro empfing ich die beiden Damen, die mir Maria einzeln herein schickte. Als erste war Dominique dran, Alter 27 und bei einer Tasse Kaffee, erzählte sie mir das Wichtigste aus ihren bisherigen Werdegang. Einige persönliche Fragen stellte ich zwischendurch, die sie mir beantwortete, obwohl ich vorher sagte, „Du musst hier keine Fragen in persönlicher Hinsicht beantworten und es spielt keine Rolle, für den Wechsel in meine Abteilung. Von den Unterlagen her, bist du bereits eingestellt mit einem höheren Gehalt, als vorher, wenn ich das richtig sehe.“ Und „Unter uns bin ich Klaudia und nur in der Öffentlichkeit bitte mit Nachnamen anreden. Das gilt auch für Andrea und die anderen Kollegen. Fragen kostet nichts und keiner wird dir Übel nehmen, wenn du etwas nichts weißt.“ Wir waren uns einig und als sie mein Büro verließ, sagte ich noch, „Bitte morgen früh um 08:00 Uhr im Zimmer 312 melden und deinen Schreibtisch in Beschlag nehmen. Sie stammelte nur, „Danke für die freundliche Aufnahme hier.“

Als Josephine, sie war ein Jahr jünger als Dominique mein Büro betrat musste ich schmunzeln. Sie klopfte zaghaft an die Tür, dass man es kaum hörte. Nach meiner Aufforderung, sie möchte sich bitte in den Sessel vor dem Tisch setzen, guckte sie mich entgeistert an und tat aber wie geheißen. Ich setzte mich zu ihr und blätterte kurz in ihrer Personalakte. Dabei sagte ich, „Bis zum heutigen Tag war ich noch kein Wolf, der das Rotkäppchen verspeist, nur die Teufelin, die manchmal mit dem Dreizack Leute piekst, wenn sie geärgert wird.“ Ihr Lächeln, nach meinem Satz bezeugte mir, dass sie mich verstanden hatte. In einem zwanglosen Gespräch erzählte sie mir das Wichtigste aus ihrem Leben und den Werdegang im Finanzministerium. Stutzig wurde ich nur, weil sie eine negative Bemerkung in ihrer Akte hatte, die ich zufällig entdeckte. Ich fragte sie konkret, „Was ist dran, an diesem Eintrag?“ Mit einigen kleinen Tränen, die über ihr Gesicht rollten sagte sie zu mir, „Das war in meinen Augen die Rache für die Bewerbung hier, von meinem Abteilungsleiter. Außerdem wollte er mit mir ein paar Mal ausgehen, was ich immer verneint hatte und als ich 2x hinter einander zu spät gekommen bin, folgte dieser Schrieb.“ Und „Er ist mit dem Minister eng befreundet und da habe ich keinen Sinn gesehen, dagegen an zugehen.“ „Ich mag deinen ehemaligen Chef auch nicht und für mich ist dieser Eintrag Schnee von gestern,“ sagte ich zu ihr und ergänzte, „Für mich zählen die Ergebnisse in dieser Abteilung und das heißt, Morgen früh um 08:00 Uhr im Zimmer 313, wartet ein neuer Schreibtisch.“

Als letzter tauchte Andre bei mir auf und der war bereits Anfang 30. Sehr selbstbewusst betrat er mein Büro und nach dem Platz nehmen, am kleinen Tisch, erzählte er mir etwas von sich und seinem ehemaligen Tätigkeitsbereich. Lächeln musste ich, als er zu mir sagte, „Ich wollte mal etwas anderes kennen lernen, als nur die vier Wände in dem Büro, wo ich war.“ Und „Habe ich jetzt etwas Falsches gesagt?“ Hatte er nicht, bestätigte ich ihm und sagte, „Die Büroarbeit wird zwar den Hauptanteil der Zeit ausmachen, aber die Fahrten zum Kunden oder einem Investor wird es auch geben, wenn ich sie nehme.“ Er guckte mich an, wie eine Kuh, wenn es donnert, sagt man wohl so und darum ergänzte ich meine Aussage mit, „Also, dann bis Morgen früh um 08:00 Uhr im Zimmer 311, da wartet ein Schreibtisch mit viel Arbeit. Willkommen im Team und Fragen kosten bei uns nichts.“

Als er mich verlassen hatte, fragte ich Andrea, ob sie auch durch ist, mit den anderen Einstellungen. Sie sagte zu mir, „Natürlich, was glaubst du denn von mir. Ich bin doch nicht so eine lahme Ente, wie meine Chefin.“ Erst überlegte ich kurz, wen sie damit gemeint hatte und dann griff ich mir die aufmüpfige Dame. Nach einem kurzen Durchschütteln, sagte ich zu ihr, „Suppenhühner die frech werden kommen nach Magg*e und werden dort zur leckeren Hühnerbrühe verarbeitet.“ Wir redeten beide noch über die Vorgehensweise am nächsten Tag und dabei sagte ich kurz, „ Wir bestellen Frühstück und begrüßen die Neuen, bei uns.“ Meine Schwester stimmte sofort zu und sagte noch, „Die Rede musst du halten, weil du die Quasseltante von uns beiden bist.“

Am frühen Nachmittag fuhr ich nach Hause und da traf ich meinen Sohn. Nach der Begrüßung fragte ich ihn, „Haben sie dich raus geschmissen, oder warum haben wir diesen überraschenden Besuch?“ Sven lachte etwas und sagte zu mir, „Mutti, ich fahre zur EM nach Portugal. Ich zähle zu den 21 Besten in Deutschland.“ Nach einer Umarmung fragte ich ihn, „Man hat dich berufen, obwohl du nur in der Regionalliga spielst?“ „Man ist der Meinung, dass ich trotzdem tauglich bin, nach dem letzten Trainingslager des DFB“, antwortete er mir selbstbewusst. Mein Sohn trägt das Trikot mit dem Adler auf der Brust, dachte ich kurz und sagte zu ihm, „Dann hoffe ich, dass du gesund und munter wieder kommst und dieses Turnier keine Enttäuschung für dich wird. Es wird auch Neider geben, wenn ein Dorffuzzi spielt und ein Spieler von einem großen Verein die Bank drückt.“ Er lächelte mich an und sagte anschließend, „Wir verstehen uns alle sehr gut und man akzeptiert mich dort.“ Zum Abschluss unseres Begrüßungsgespräches sagte ich noch, „Svenja kommt heute noch her und wird überrascht sein, wenn sich ein Fremder in ihren Zimmer herum treibt.“

Als am Abend mein Mann nach Hause kam, begrüßten wir uns beide mit einem Küsschen. Kurz danach wurde es voll bei uns. Sandy und Svenja kehrten von der Schule zurück, oder besser ausgedrückt von ihren Nachmittagsbeschäftigungen. Natürlich sagte ich nichts zu Svenja, weil unser Sohn dass so wollte. Sie quietschte wenig später vor Glück, als sie oben ihre Schulsachen ablegen wollte. Michael fragte mich, „Was war das denn jetzt?“ Ich zuckte mit den Schultern und sagte abschließend, „Lass dich überraschen...“ Als er zur Türe guckte, sagte ich noch, „R*di Carrell ist tot und ein anderer hat diese Sendung noch nicht reanimiert, wie das heute so üblich ist beim deutschen Fernsehen.“

Das war vielleicht ein Begrüßungszeremoniell als Sven mit seiner Svenja beim Abendessen erschienen. Michael meinte nur kurz, „Jetzt kann ich die Geräusche von vorhin einordnen.“ Unser Sohn verkündete seine Überraschung und mein Mann strahlte über alle Backen, sagt man wohl so. Er freute sich mit ihm und versprach, „Ich gucke natürlich alle Spiele der U 21 EM in Portugal.“ Nach dem Essen und dem Abräumen war ich mit Michael und Sandy allein in der Stube. Mein Mann zeigte mir die neuesten Fotos von unserer Baustelle und dabei erhielt er von mir ein großes Lob. Es geht voran, kommentierte ich die Fotos. Sandy sagte nach einer kurzen Betrachtung der Fotos, „Wenn ich für das Jurastudium zu blöde bin, kann ich ja als Geschäftsführerin einsteigen.“ Erst schluckte ich etwas und fragte sie, „Muss ich mir jetzt Sorgen machen, wegen des Studiums?“ „Nein Mutti, aber ich finde es interessant, wenn ich die Fotos sehe. Herrscherin in einem Glaspalast, wie einst die Schneekönigin, “ gab sie mir als Antwort. Auf meine Frage, „Hast du denn auch ein Herz aus Eis? Dann habe ich zu viel falsch gemacht, “ antwortete sie mit, „Du hast nichts falsch gemacht, das war nur meine Ansicht über die geplante Autowerkstatt.“ Mir fiel in diesem Moment ein Stein vom Herzen...

Am Abend, Sandy war schon lange im Bett, trug mich mein Mann nach oben. Im Bad schminkte ich mich ab und redete mit Michael über die nächsten Tage und Wochen. Er nahm mich zärtlich in die Arme und sagte, „Ist doch alles fest eingeplant, mein Schatz.“ Irgendwie hatte sich Michael etwas verändert, kreiste in meinen Gedanken herum. Früher musste ich ihn immer an etwas erinnern und jetzt plant er bereits selbstständig und kennt die wichtigsten Termine. Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, er hatte zusammen mit Bernd ein Treffen mit unseren Mailschreibern von der Firma S*emens.
Aus diesem Grunde umsorgte er seine Frau, wie ein rohes Ei...

Im Bett tauschten wir wieder etliche Zärtlichkeit aus und eigentlich wartete ich nur darauf, dass er mich richtig durchf*ckte. Erst, als er einige erogene Zonen bei mir berührt hatte und meine Beine so breit waren, dass man vermutlich in mein Inneres gucken konnte, steckte er seinen Schw**z in meine feuchte L*ebesgrotte und schob ihn in gleichen Abständen hin und her. Die schmatzenden Geräusche, die dabei entstanden, waren auf meine Feuchtigkeit zurück zu führen. Als er seinen Samen in mir verteilte, war ich schon im siebenten Himmel, durch die aufgestaute Geilheit, die er mit seiner Zärtlichkeit richtig hoch getrieben hatte. Der Org*smus folgte wie ein Erdbeben und mein Quietschen wurde nur durch ein Überfall der Glückshormone in meinem Körper gebremst. Ich liebte Michael und seine Sexpraktiken und er erfüllte meine Wünsche in dieser Hinsicht fast jeden Tag. Es dauerte auch nicht lange, bis wir nebeneinander einschliefen. Dabei hatte ich als Kopfkissen, den Arm von ihm gewählt. Ich fühlte mich in dieser Lage behütet, wie ein kleines Kind...

Am nächsten Tag, nach dem gemeinsamen Familienfrühstück ging ich zum Treffpunkt mit Stefan. Nach unserer Begrüßung fragte ich ihn, „Sag mal, stimmt es dass der Alte nach Jamaika auswandern will?“ Stefan lachte kurz und antwortete mit einem verschmitzten Lächeln, „Er ist zwar nicht für Reggae und Hasch, aber die Gerüchte laufen in diese Richtung. Mit den Neuen will keiner und mit den Linken darf keiner, sagt seine Parteichefin, aus Berlin.“ Und „Das Einzige was wohl in den Vorgesprächen zum sogenannten Mauschelvertrag, oder sagt man Koalitionsvertrag stehen soll, ist die Tatsache, dass ein gewisser Parteiloser, das Wirtschaftsministerium wieder übernimmt.“
„Wann schließen die Kochkünstler ihre Suppenküche, zur Essensausgabe mit den Worten, Friss oder Stirb?“, fragte ich weiter. Stefan antwortete gleich und sagte, „Wenn alles glatt geht in 3 Wochen und dann lässt er sich wählen im Landtag.“

Das waren die Informationen, die ich brauchte und wenn es stimmte, was Stefan mir gerade gesagt hatte, würde der Alte wirklich an Kurt festhalten. Er hatte meinen Wink mit dem Zaunpfahl damals verstanden. An diesem Tag hatte ich das gemeinsame Frühstück mit allen Mitarbeitern geplant und pünktlich um 09:00 Uhr erschien die Meute nach einander bei Maria, die gleich durchwinkte. Der kleine Konferenzsaal bei uns war bereits vorbereitet durch die Kantine mit einem Büffet und die Plätze waren eingedeckt. Die alten Hasen setzten sich so hin, dass man Zimmerweise saß und den Neuen das Gefühl gibt, das man dazu gehört.

Andrea und ich betraten wenig später den Raum und begrüßten alle Mitarbeiter mit Handschlag und Namen. Das machte natürlich Eindruck. Auf Grund der Krankheit von Andrea, man nennt das wohl, Redendrückebergerei Absolutisma, sagte ich, „So, wie angekündigt, haben wir Verstärkung erhalten. Ich bitte euch, vor allen die alten Hasen, den Neuen zu helfen, damit sie schnell in unserem lustigen Haufen integriert werden und ihre Arbeit machen können. Denkt immer daran, wir sind ein gemeinsames Team und jeder hilft jedem. Ich verlange für ein gutes Gehalt, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Vertrauen, denn wenn jemand Fehler macht, kann er uns das gerne sagen, damit wir sie korrigieren können. Wir reißen keinen den Kopf ab, weil wir glauben, dass wir selbst nicht unfehlbar sind. Wenn ihr euch an die Spielregeln hier halten tut, werden wir immer für euch da sein und hinter euch stehen. Herzlich Willkommen in unserer Abteilung und zu den alten Hasen noch ein Wort, ihr seid uns immer noch nicht los. So und nun heißt es Guten Appetit und hier wird keine Scheu gezeigt. Es ist Frühstück bis um 10:00 Uhr und falls der Minister auftaucht, wird weiter gemacht und nicht herum gehüpft vom Stuhl oder ähnliches.“

War das ein Volksgemurmel beim Essen und schmunzeln mussten wir beide doch, als Kurt auftauchte und sagte, „Guten Tag, die Damen und Herren. Jetzt ist mir klar, warum ich weder Andrea noch dich per Telefon erreiche.“ Wir umarmten uns beide und dabei sagte ich zu ihm, „Du hast immer das Talent zur Essenszeit zu kommen. Da du sowieso bald abdanken wirst, kannst du ja deine Henkersmahlzeit auch bei uns einnehmen.“ Und „Das bedeutet aber auch, wenn du die neue Urkunde für die Berufung in den Fingern hast, musst du uns alle zum Einstand einladen“, mit einem Augenzwinkern. „Du machst mich immer arm mit deinen Wünschen, ob Weihnachten oder Berufung. Aber du bist meine Lebensversicherung mit deiner Schwester und das gemeine daran ist, du weißt das auch“, sagte er, bevor er sich an den Tisch setzte. Leider konnte er mir über die Verhandlungen nichts sagen, weil seine Ex-Partei nicht mehr drin war. Sie waren zwar nur knapp gescheitert, aber ein Hochspringer muss das im Sport auch schaffen, die Anfangshöhe.

Gegen 10:15 Uhr hatten Andrea und ich Besuch. Herbert war bei uns erschienen und nach unserer Begrüßung, fuhren wir ins „Bermuda Dreieck“ unseres Landes. In dieser Region hatten sich viele Betriebe angesiedelt und bildeten das sogenannte Chemiedreieck. Das gab es zu früheren Zeiten auch schon, nur altmodisch und unrentabel. Natürlich wurde hier in die Infrastruktur kräftig investiert, sonst hätten sich Fuchs und Hase hier gute Nacht gesagt. Es war plattes Land und die Autobahnanbindung war dadurch ruck zuck im Karton, sagt man wohl so. Auf der Fahrt sprachen wir über Los Angeles und die Zukunft von hier. Herbert fragte uns beide, kurz bevor wir einen Rundgang begannen, „Könntet ihr euch vorstellen, zu uns zu kommen?“ Andrea und ich schüttelten fast zeitgleich den Kopf und sagten, „Wir sind sehr Heimatverbunden und haben deshalb nicht vor in ein anderes Bundesland zu wechseln. Wir machen gern mal in Deutschland Urlaub, aber wir brauchen unseren Kirchturm, der uns begrüßt am frühen Morgen, obwohl wir nicht in der Kirche sind.“ Und „Selbst ein Wechsel des Landkreises zählt daher zu den Tabuthemen zu Hause.“ Herbert akzeptierte unsere Antwort und sagte nur, „Schade, aber fragen kostet nichts.“

In meinen Überlegungen stellte ich plötzlich fest, dass war nach S*emens bereits der nächste, der uns einen gut oder besser bezahlten Job anbot. Irgendwie kam ich damit nicht so richtig klar, weil er bestimmt genug Jungmanager mit hochwertigen Uni Abschlüssen in seinen Kadern hatte. Trotzdem fragte ich nicht weiter nach. Wir waren bei einer großen Raffinerie mit dem Namen T*tal angekommen und begrüßten hier einen Manager. Natürlich kannten sich die beiden von vielen Kongressen und Konferenzen. Wenig später waren wir der Einladung zum Essen gefolgt und redeten über Erfolge und Probleme, die es hier gab. Das zog sich hin und erst am späten Nachmittag trennten wir uns. Herbert sagte zum Abschied, „Wir werden uns bestimmt wieder sehen, davon bin ich fest überzeugt. Bis dahin, lasst euch nicht verbiegen und geht euren Weg gerade weiter. Danke für eure Begleitung und die anregenden Gespräche.“ Wir bedankten uns beide mit einer Umarmung bei ihm und winkten noch lange seinem Auto hinterher.

In den nächsten Tagen kam es im Land wirklich zu Koalitionsverhandlungen für eine sogenannte Jamaika Koalition. Es sollte der erste Versuch in Deutschland werden, aber dafür waren wir ja bekannt. Eine Linkstolerierte Minderheitsregierung hatte es auch mal gegeben. Spaßeshalber sagte ich zu Andrea, „Mal sehen, wer mit der AFD das erste Mal verhandelt, um seine Macht zu erhalten.“ „Wer an seinen Leuten vorbei regiert, muss sich nicht wundern, wenn so eine Partei, wie Phönix aus der Asche auftaucht“, entgegnete sie mir und hatte damit recht in meinen Augen. Heute feiert man bereits eine Rentenerhöhung von 2% und steckt Milliarden in die Flüchtlingskolonnen. Der Geizhals aus dem Ländle hat den Sozialhilfesatz auch nur angehoben, weil er es musste, nach einem Gerichtsurteil. In einer unter gegangenen Republik hieß das Sprichwort mal, - Haust du ab und kommst wieder von drüben, bekommst du Lohngruppe 7.-

In der zweiten Aprilwoche war es dann soweit, die Hochzeit von Maria und Paul stand an in der verträumten Stadt Potsdam. Andrea fuhr bereits am Freitag, um ihre Mutti zu helfen, mit ihrer Familie in die Landeshauptstadt von Brandenburg. Zufällig war das auch noch der Karfreitag, wo die Kinder sowieso Osterferien hatten. Wir fuhren erst am Samstag früh in Richtung Potsdam, dabei brummelte mein Mann etwas, weil ausgerechnet an dem Tag, dass Endspiel der U 21 EM in Lissabon stattfinden sollte. Sandy hatte Peter mit und natürlich gerieten wir in einen Stau, auf der A2, bei Brandenburg. Ich sagte zu Michael, „Lass die Karre hier stehen und wir fahren mit einem Motorboot oder Bimmelbahn. Dann sind wir wenigstens noch zur Feier da.“ Michael schüttelte den Kopf und sagte zu mir, „Hättest du dich und Sandy beeilt heute Morgen, vor dem Spiegel, wären wir schon da.“ Sandy antwortete für mich und sagte, „Das stimmt so nicht Vati. Wärst du die B 1 gefahren, hätten wir keinen Stau, laut Verkehrsfunk und außerdem geht es gleich weiter...“

Sie hatte wirklich recht und nach kurzer Zeit ging es weiter und wir erreichten pünktlich unser Hotel, das Mercure in Potsdam, dass in der Nähe der Havel lag. Nach dem parken unseres Autos, checkten wir ein und suchten unsere beiden Zimmer auf. Nach einem kurzen Erfrischen wurde es Zeit, sich zum Standesamt der Stadt zu begeben. Im Präsidentenflügel des Rathauses war die offizielle Trauung und wir fuhren mit einem Taxi zum Treffpunkt. Nach dem Aussteigen gingen wir eine Treppe hoch und da sahen wir die bereits anwesenden Gäste. Das eigentliche Brautpaar fehlte noch und als es wenig später auftauchte, wurde eine Gasse gebildet, damit sie voraus gehen konnten. Andrea folgte mit ihrem Anhang und ihrer leiblichen Schwester Petra und Familie. Unsere Familie bildete die sogenannte Nachhut.

Bevor ich diesen beeindruckenden Raum betrat, guckte ich mir das Bauwerk an. Pastellblau an Wänden, auf Stühlen und Sitzbänken und eine repräsentative antike Möblierung geben dem Raum für den Moment des Ja-Wortes die passende, ebenso gediegene wie freundliche Atmosphäre. Nach dem Platz nehmen auf einer Bank ging es auch schon los. Mein Mann hauchte mir kurz vorher seine Entschuldigung für seine Aussage im Auto ins Ohr und ich nickte nur kurz. Als wir das deutliche „Ja, ich will“ hörten, hatte die festliche Eheschließung ihren ersten Höhepunkt erreicht. In meinen Gedanken war ich beim neuen Nachnamen für meine Schwester. Maria strahlte mit Paul um die Wette und die beiden nahmen die Glückwünsche von den Anwesenden Gästen entgegen. Nach dem Glas Sekt ging es wieder zurück für uns ins Hotel.

Die eigentliche Feier fand in unserem Hotel statt und sollte gegen 15:00 Uhr beginnen. Aus diesem Grunde gingen wir auf unsere gebuchten Zimmer und packten das Notwendigste für die Nacht heraus. Klaudia und Sandy zogen sich noch einmal um und dabei wählte ich ein Abendkleid mit viel Spitze. Nach dem Make-up und dem berühmten Hauch meines Parfüms, war ich eigentlich fertig. Mein Mann nahm mich zärtlich in die Arme und als er mich küssen wollte sagte ich zu ihm, „Schlechtes Gewissen, wegen blöder Bemerkungen, oder wie sehe ich das?“ Wenn mein Mann mit seinen Kulleraugen etwas rollte, wusste ich genau, es tat ihm wirklich leid und ich hatte ihm längst verziehen. Trotzdem musste ich diese Bemerkung los werden.

Als wir uns auf dem Weg machten, wo die Feier stattfinden sollte, sagte ich leise zu Michael, „Unsere Tochter wird immer hübscher und wenn ich ihre Figur so betrachte, dann könnte sie die Laufstege dieser Welt erobern.“ Michael entgegnete mir ebenso leise, „Das fände ich gar nicht gut, wenn ich an bestimmte Hungerhaken denke.“ Natürlich hatten Sandy und Peter unser tuscheln bemerkt und fragten, „Is was“ Ich musste plötzlich laut los lachen und als mich die drei fragten, was mit mir los sei, antwortete ich, „Ich habe gerade an ein Lied von J. von der L*ppe gedacht. Da heißt es wohl- immer wenn meine Frau sagt, is was, dann tue ich das und esse was-.“ „Du und deine Gedanken. Da kommt aber auch nur Blödsinn bei raus“, sagte Michael, nach meiner Erklärung.

An der Eingangstür des Raumes, für die Feierlichkeiten, empfingen uns Andrea und Laura. Wir gaben unser Geschenk ab und betraten den festlich geschmückten Raum. Nach dem Suchspiel der Platzkarten, nahmen wir unsere Plätze ein. Eine beflissene Kellnerin fragte nach unseren Getränkewunsch und nach der Bestellung, schaute ich mich um. Die Dekoration der Tische und des Raumes hätte von mir die Schulnote Eins bekommen, wenn ich Lehrerin gewesen wäre. Der DJ spielte gerade den „Hochzeitsmarsch, als das frisch vermählte Brautpaar den Raum betrat. Dadurch hatten die beiden natürlich die volle Aufmerksamkeit von den anwesenden Gästen. Maria war schlicht gesagt happy, das sah man ihr deutlich an. Selbst Petra lächelte mit ihrer Mutti um die Wette und als sie an mir vorbei ging sagte sie prompt, „Heute versteigern wir deine Unterwäsche, Klaudia.“ Das war damals auch so ein Sündenfall von mir, dachte ich kurz, bevor Paul die große Eröffnungsrede mit den üblichen Floskeln hielt.

Nach dieser Rede musste man schon wieder Sekt trinken auf das Brautpaar und wenn ich gekonnt hätte, wäre mein Inhalt des Glases in einen Blumentopf gelandet. Ich mochte das überhaupt nicht, auf leeren Magen andauernd Prickelwasser zu trinken. Aus diesem Grunde nippte ich nur am Glas. Das Kaffee trinken mit der Selbstbedienung und Schlacht am Kuchenbüffet gewann ich durch die Beziehung zu meiner Schwester. Die hatte meinen Teller schon fertig bestückt, was natürlich ein Riesenvorteil, bei der Anzahl der Gäste war. Mit dem Kaffee genießen, wartete ich nicht auf meine Sippe, nur mit dem Kuchen essen. Als die drei erschienen, hatte ich schon zwei Tassen des edlen Getränks in meinem Magen. Früher, in meinen damaligen Betrieb hieß das immer, „Schöne Grüße aus Brasilien“ und das hieß, ein heißer Kaffee wartete auf mich.

Als ich mit Sandy die Toilette aufsuchen wollte, passte ich einen Moment nicht auf und rempelte einen Mann an. Der fragte mich, ob ich nicht hingucke, wenn ich laufe. Ich sagte zu ihm, „Im allgemeinen schon aber hier ist es noch schlimmer als im Ministerium bei uns.“ Der Mann musterte mich und fragte, „Sie sind in einem Ministerium, aber nicht hier in Brandenburg, oder?“ Sandy antwortete für mich mit etwas Stolz in der Stimme, „Mutti ist stellvertretende Ministerin für Wirtschaft im Nachbarbundesland und hat sogar noch einen Posten bei der EU.“ Das war der erste Brandenburger, den ich kennen gelernt hatte, der vor Staunen mit offenem Mund dastand und mir mit den Blicken folgte.

Als wir zurückkamen von der Toilette, es dauerte etwas länger, wegen des hübsch Machens, hatte bereits die erste Tanzrunde angefangen. Mit einem rhythmischen Klatschen begleiteten wir Maria und Paul bei der Ehrenrunde der Eröffnung. In den nächsten Tanzrunden wurde es voll und darum führte ich etwas Small Talk. Der Mann von vorhin erzählte mir, dass er Staatsekretär in der Landesregierung und damit indirekt ein Kollege von mir war. Wir kannten uns nicht, weil ich Kurt bei seinen Treffen mit den anderen Ministern nie oder nur selten begleitet hatte. Ich sah da keinen großen Sinn drin, als Anhängsel mit zu fahren, nur um bekannt zu werden. Das sagte ich dem Mann auch. Als er plötzlich stutzte, fragte er, „Trotzdem kenne ich ihr Gesicht. Kann es sein von der Henne oder vom Oscar, oder als Moderatorin im TV?“ Ich lachte kurz und antwortete, „Ich habe beides zu mir nach Hause geholt, in Zusammenarbeit mit Marias jüngster Tochter, Andrea. Die andere Geschichte ist Vergangenheit und wird nicht wiederholt, außer als Konserve im Programm eines großen deutschen Senders. “

Natürlich tanzte ich mit meinem Mann und lag mal wieder in seinen Armen. Das war die Welt, in meinen Gedanken, wo ich richtig glücklich war. Michael seine Obhut, die ich fühlte, war die Kraft, die Klaudia brauchte um sich als Frau in dieser Männerwelt zu behaupten. Natürlich hatte ich eine große Klappe und sagte offen meine Meinung. Das war aber eher eine Folge von etwas Schüchternheit, die ich damit übertünchte. Die Komplimente über mein Kleid und Aussehen von mir Unbekannten an diesem Tag, waren auch Balsam für meine Seele.

Das Abendessen wurde wieder in Büffetform angeboten und dieses Mal ließ ich mir mein Essen von Michael mit bringen. Dafür bestellte ich die Getränke, so zu sagen, als Ausgleich. Als Peter und Sandy am Tisch erschienen, brachte ich die beiden Teenies in Verlegenheit als ich fragte, „Peter du siehst etwas zerzaust aus, hat Sandy zu viel Zärtlichkeit verlangt?“ Peter schüttelte den Kopf und meine Tochter entgegnete mir, „Mutti, ich verlange nichts, ich bekomme Zärtlichkeit, das ist ein Unterschied.“ Natürlich lächelte ich über diese diplomatische Antwort und dachte an meine Anfangszeit zurück, als Mädchen.

Nach einigen weiteren Tanzrunden hatte ich auch ein Gespräch mit der Braut. Maria bedankte sich für unser Geschenk und erzählte mir unter anderen, dass Potsdam ihre neue Heimat wird. Als mir damals Andrea von der Beziehung ihrer Mutti mit Paul erzählte, hatte ich bereits eine Ahnung, wo das hinführen würde. Trotzdem fand ich es richtig, dass sie diesen Schritt noch einmal gegangen ist. Auch im Alter hat jeder Mensch das Recht glücklich zu sein und sein Leben dem entsprechend zu gestalten...

Spät in der Nacht gingen wir vier beschwipst auf unsere Zimmer zurück, nachdem wir uns verabschiedet hatten. Im Bad tat ich nur noch das Notwendigste und ließ mein Kleid durch die Erdanziehungskraft nach unten rutschen. Michael half etwas bei den anderen Sachen nach und sagte im zärtlichen Ton, „Den Slip zum Baby Doll kannst du bestimmt sparen, mein Liebling.“ Wenn ich ehrlich war, hätte ich das sowieso nicht vor gehabt, den Slip anzuziehen. Ich hatte bedingt durch den Alkohol das Gefühl des Schwebens auf Wolke Sieben in mir und da fehlte nur noch der perfekte Abschluss. Den erlebten wir beide im Himmelbett des Hotels, wenig später. Nach den vielen Streicheleinheiten und Liebkosungen wurde ich richtig durch gef*ckt von Michael. Sein Samen machte sich auf den Weg, meine tropfende L*ebesgrotte zu verlassen. Mir war das in diesem Moment egal, weil ich die körperliche Wärme meines Mannes spürte. Ich leckte noch seinen Schw**z sauber und schluckte seinen Saft hinunter. Wenig später kuschelten wir beide und schliefen fest ein.

Am nächsten Tag weckte uns der Sonnenschein, der durch das Fenster lugste. Es war bereits 10:30 Uhr als ich mit schielendem Blick auf einen Radiowecker guckte. Ich schubste Michael zärtlich aus dem Bett, der sich gähnend langsam erhob. Er küsste mich zur Begrüßung des neuen Tages und huschte als erster ins Bad. Wenig später folgte ich ihm und nach dem Erledigen der menschlichen Bedürfnisse huschte ich unter die Dusche. Dabei stellte ich fest, dass so eine Dusche ganz schön eng ist für Liebesspiele. Michael hatte inzwischen ebenfalls die Dusche betreten und streichelte meine Br*ste. Dabei wuchs sein Schw**z zu einer Größe, die nach mehr verlangte. Er f*ckte mich noch einmal durch und dabei hielt ich mich an der Duschstange fest. Das Seifen und Samengemisch wurde durch das warme Wasser in den Abfluss gespült und wenig später waren wir beim gegenseitigen Abtrocknen. Mein Mann war in dieser Hinsicht, die Zärtlichkeit in Person...

Nach dem Fertigmachen im Bad gingen wir beide Hand in Hand zum frühstücken. Im Restaurant stellten wir beide fest, dass wir noch nicht einmal die Bummelletzten waren. Nach der Begrüßung mit Sandy und Peter bestellten wir unser Essen. Die Kellnerin guckte uns zwar etwas entgeistert an, brachte aber wenig später unser gewünschtes Essen. Während des Essens einigten wir uns über die Rückfahrt und als Michael eine „B*ld am Sonntag“ sah, war seine Neugier auf einen gewissen Höhepunkt. Nach meinem ab nicken, las er laut, -Deutschland gewinnt die U 21 EM in Lissabon, nach einem dramatischen Finale!-. Wenn ich das so richtig verstanden hatte, war unser Sohn die Entdeckung des Turnieres und hatte eine Kanone gewonnen. Ich fragte Michael, „Seit wann kann man da Kriegsgeräte gewinnen? Ich dachte immer, die rennen nur hinter dem Ball her, wie damals in Braunschweig.“ Michael und Peter lachten über meine Frage und mein Mann antwortete mit, „Mein Schatz, er ist Torschützenkönig geworden und da bekommt man eine stilisierte kleine Kanone als Auszeichnung.“ Nach dieser Antwort dachte ich kurz, „ Wieder ein Staubfänger mehr in unserem Haus.“ Natürlich würde ich das zu unserem Sohn nie sagen...

Nach dieser kleinen Episode verabschiedeten wir uns von unseren Bekannten und dabei sagte mir Maria unter anderen, „Wir gehen übermorgen auf unsere Hochzeitsreise. Dazu fahren wir nach Genua und schiffen uns für eine Mittelmeerkreuzfahrt ein.“ Wir wünschten dem Brautpaar eine traumhafte Reise und das Glück, dass sie sich selbst wünschten. Mit Andrea einigte ich mich, auf ein Treffen am Mittwoch in der Tiefgarage. Petra umarmte mich zum Abschied und sagte etwas von, „Es hat mir Spaß gemacht, dich wieder zu sehen und pass auf meine kleine Schwester auf.“ Ich versprach ihr das. Nach dem packen der Koffer und dem bezahlen der Rechnung, hieß es Rückfahrt für uns. Man winkte uns noch lange hinterher und Peter kommentierte dieses Geschehen mit, „Das nenne ich echte Freundschaft und Zusammenhalt.“

Auf der A2 ging es relativ zügig voran und während der Fahrt telefonierte ich noch mit meinen Eltern. Da ich zufällig meinen Vati an der Strippe hatte sagte ich zu ihm, „Denk bitte an das Krümelmonster aus der Sesamstraße, dass in dieser Sendung mal gesungen hat, -Hätte ich dich heute erwartet, hätte ich Kuchen da-. Nun weißt du es und wir sind auf dem Weg zu euch.“ Mein Vati sagte nur in einem spaßigen Ton, „Die Feier war wohl nicht so toll, dass du als Salzsäure bei uns auftauchst.“ Ich konnte mit dieser Antwort leben, weil ich genau wusste, er freut sich, wenn wir auftauchen, was durch Zeitmangel relativ selten geschah.

Nach der Überquerung der Autobahnbrücke über die Elbe sagte ich zu meinem Mann, „Das wird ein sonniges Wetter in den nächsten Tagen. Schade nur, dass man seine ganze Zeit auf Arbeit vertrödelt.“ Mein Mann antwortete recht spontan und sagte, „An deine Erfolge habe ich mich bereits gewöhnt, aber an deine Wettervorhersage noch nicht. Hast du am Rande der Autobahn ein paar Frösche auf der Leiter gesehen oder wie kommst du darauf?“ Schmunzelnd antwortete ich ihm, „Der Kalimandscharo ist weiß und nicht grau. Das bedeutet, dass der Salzabraum keine Feuchtigkeit angezogen hat, mein Schatz.“ Diesen Berg konnte man schon von weiten sehen und er war inzwischen ein Wahrzeichen unseres Landkreises geworden. Ich war zwar keine Freundin von dem Ungetüm, weil durch den Regen eine Grundwasserbelastung entstand, aber K&S war ein großer Arbeitgeber im Land und da hatten viele Leute vor mir ein Auge zugedrückt.

Als Michael das Auto vor dem Haus meiner Eltern parkte, stand meine Mutti bereits vor der Tür und erwartete uns. Nach unserer Begrüßung gingen wir in die „gute Stube“, sagt man wohl so. Natürlich erst, nach dem Ablegen der Sachen. Mein Vati begrüßte uns herzlich und sagte dabei, „Wegen meiner Tochter muss ich auf mein Mittagsessen warten, dadurch wird man gezwungener Maßen, zu einer Diät verführt.“ „Wenn ich deinen Bauchansatz betrachte, schadet eine Diät nicht“, beantwortete ich ihm keck seine Aussage. Vati sagte anschließend zu Michael, „Wenn die Quatschtanten ungestört sein wollen, können wir uns das EM Finale angucken und es würde mich wundern, wenn Sven in der Landeshauptstadt bleibt.“ Nicht das schon wieder schoss es mir durch den Kopf, in Bezug auf Spielerberater und andere Leute, die einen auf den Wecker gehen. Es ging denen angeblich um das Wohl meines Sohnes und die besseren Chancen in seiner Karriere.

Es muss wohl ungefähr 14:00 Uhr gewesen sein, als das köstliche Essen auf dem Tisch stand. Sandy sagte, „Omi das riecht aber lecker“ und meine Mutti entgegnete ihr, „Das war mal euer Lieblingsessen, als ihr früher zu Besuch wart.“ Mit Genuss wurde gegessen und dabei natürlich erzählt, über unsere Erlebnisse in Potsdam. Peter sagte, „Es war eine klasse Fete und wir haben die Zeit sehr gut genossen. Das Ambiente bei der Trauung hat mir sehr gefallen, obwohl ich ja eher ein Fan der bunten Stadt im Harz bin.“Sandy lächelte und erwiderte, „Das Rathaus in Wernigerode ist auch mein Traum.“
Michael guckte mich an und wir verstanden uns in diesem Moment auch ohne Worte.

Die Männer guckten nach dem Essen wirklich die Aufzeichnung des Fußballspiels von Lissabon und wir Frauen tranken etwas Rotwein und erzählten über die nächsten Planungen. Mutti sagte dabei, „Eure neue Werkstatt nimmt langsam Formen an. Deine Investitionen im alten Betrieb scheinen sich auch zu rechnen, weil du mal wieder ein glückliches Händchen mit Ronny und Tanja hattest. Aber Mädchen denke bitte daran, Geld ist nicht alles im Leben und Stress ist ein Feind für deine Herzgeschichte.“ Nachdenklich sagte ich zu ihr, „Ich weiß, aber wenn ich solche Idioten treffe, die bei mir herein schneien, um mir ins Handwerk zu pfuschen, dann bleibt die Beherrschung auf der Strecke.“ Sie guckte mich an und dabei erzählte ich von dem Aufeinander treffen mit der neuen Partei im Landtag. Als ich weiter sagte, „So wie es aussieht, muss ich bei der Wahl des Alten auch noch in die Quasselstube und in dieser Hinsicht habe ich null Bock.“ Und „Mit den Grünen im Land kann ich auch noch nichts anfangen, weil ihre Bundespolitik auch nicht mehr das ist, was es mal war.“ Mutti verstand mich recht gut und sagte abschließend zu diesem Thema, „Dann bleibt eigentlich nur noch Justus übrig. Ich könnte mit ihm mal vertraulich reden.“ Ich zuckte mit den Schultern und fragte sie nach einer Weile, „Wenn Sandy zum Juraabschluss kommt, bleibt es dabei, dass sie Vatis Praxis übernimmt?“ Mutti nickte, ergriff die Hand von Sandy und sagte, „Du wirst eine würdige Nachfolgerin für deinen Opi und wir beide sehnen uns bereits nach diesen Tag, an dem die Geschicke der Kanzlei in deinen Händen liegen.“

Es muss wohl so um 17:00 Uhr gewesen sein, als wir nach Hause aufbrachen, nach unserem Abschied. Michael brachte Peter noch nach Hause und ein wenig später hatten wir unser Haus erreicht. Mein Mann parkte das Auto in der Tiefgarage und Sandy und ich gingen ins Haus, nach dem Aussteigen. Als Michael mit den Koffern zur Türe herein kam, war der Ostersonntag fast schon Geschichte. Ich sagte zu ihm, „Das ist ein Saftladen hier, es ist Ostern und es gibt noch nicht mal ein Überraschungsei von dem Eisenproduzenten.“ Sandy fragte mich „Wer ist denn ein Eisenproduzent und hat etwas mit Ostern zu tun, Mutti?“ Schmunzelnd antwortete ich ihr, „Na Ferr*ro und auf lateinisch heißt Eisen Ferrum.“ Meine beiden schüttelten den Kopf und sagten fast gleichzeitig, „Du hast aber gute Laune heute...“

An diesem Abend war gammeln angesagt und wir genossen in unserem Wintergarten die Sterne und den Mond, die sich am großen Himmelszeit zeigten. Angelehnt an Michaels Schulter träumte ich vor mich hin, bis unser Telefon bimmelte. Missmutig schickte ich meinen Mann los, um das Gespräch an zu nehmen. Sandy war natürlich schneller und dabei hörte ich, „Ey Bruderherz seid ihr auf einer Party? Wird euer Sieg mit einem Festbankett gefeiert?“ Und „Herzlichen Glückwunsch blindes Huhn für die Kanone.“ Ich kommentierte ihre Worte nicht und inzwischen hatte sie unser Telefon auf Lautsprecher umgestellt. Natürlich gratulierten wir ihm zu seinem Erfolg und als er zum Schluss kam sagte er noch, „Am nächsten Wochenende komme ich wieder nach Hause.“ Wir hatten es vernommen und Michael kommentierte das eben gesagte mit, „Früher war große Wäsche angesagt, heute brauchst du nur noch gratulieren oder trösten.“ So ändern sich die Zeiten, dachte ich kurz.

Den nächsten Tag verbrachten wir zu Hause und dabei muss ich erwähnen, dass mein Mann mal wieder seine Kochkünste aufblitzen ließ und ein traumhaftes Essen für seine Familie zauberte. Auf der Couch, vor dem Kamin hatte ich es mir bequem gemacht beantwortete private Post und dachte kurz an Autogrammkarten. Es gab seltsamer Weise einige Anfragen in dieser Richtung. Das musste ich unbedingt noch mit Andrea klären.
Der nächste Grammy war per Post inzwischen angekommen und die erste Doppelplatin CD auch. Der große Hype hatte inzwischen auch Europa erreicht und spülte Geld in die Kasse oder sagt man Knete auf das Bankkonto. Mein Mann sagte dann immer aus Spaß, „Wir sollten nach Lichtenstein, Monaco, San Marino oder Luxemburg auswandern, um den Finanzamt den Daumen zu zeigen.“ Natürlich war das Quatsch, weil wir viel investierten und dadurch war das alles noch in einen überschaubaren Rahmen. Mein Gehalt vom Ministerium nutzte ich sowieso schon teilweise, für die Anerkennung der Leistungen meiner Mitarbeiter. Ich finanzierte damit kleine Prämien oder andere Auszeichnungen für gute Arbeit.
Am Dienstag nach Ostern war es dann soweit, Klaudia fuhr nach Arbeit und nach einem kurzen Treffen mit Dagmar in meinem Büro, musste ich mal wieder in den Landtag. Der Koalitionsvertag war unterschrieben und Jamaika stand auf dem Papier, dessen Tinte noch nicht ganz trocken war. Die einzelnen Parteien hatten ihren Fraktionsvorsitzenden gewählt und der Präsident des Landtages eröffnete die erste konstituierende Sitzung dieses Gremiums. Es ging um die Wahl des MP. Reiner fiel im ersten Wahlgang durch und ich dachte daran, dass dieses ein untrügliches Zeichen dafür sei, den Laden zu verlassen.
Im zweiten Wahlgang erreichte er die Stimmen, die er brauchte, um dem Land weitere fünf Jahre den Stempel aufzudrücken.

In seiner Rede kündigte er an, wer seine neuen Minister sind und sagte wörtlich, „Das Wirtschaftsministerium bleibt in Alt bewährten Händen.“ Mit dem Kopf schüttelnd verließ ich das Parlament, weil die neue Fraktion mal wieder als „Dummschwätzer“ auffiel und einige überflüssige Statements abgaben, wegen der Wahl. Respekt hatte ich vor dem Chef der Linkspartei im Landtag, der nach zehn Jahren seinen Posten räumte. Lag es an den zerstörten Illusionen, die er mal hatte, oder hatte er sich wirklich übernommen mit seiner Oppositionsarbeit?

Wir waren schon seit Jahren in „Schwarzen Händen“, weil die Roten im Land kein Profil hatten oder mit sich selbst stritten. Selbst der „Dicke“ von der Bundesebene, seines Zeichens Minister für Wirtschaft undArbeit, hatte inzwischen unser Land verlassen. Dazu tauchten Affären auf, die keiner für möglich gehalten hatte. Man munkelte sogar, dass der neue Landtagspräsident in seinem Heimatort in Wahlfälschungen verstrickt war. Alles neu macht der April, hieß ein etwas abgewandeltes Sprichwort in diesem Monat.

Als ich Kurt traf sagte ich lächelnd zu ihm, „Da hast du aber deinen Glücksstern noch einmal blank poliert. Wenn Reiner durchgefallen wäre bei der Wahl, hättest du kein Mandat für den Diskussionsclub und auch keinen Posten mehr und Andrea und ich wären im verdienten Ruhestand.“ Kurt schmunzelte und sagte etwas später, „Dann hätte ich mit der Regierung oder mit einem Ministerium einen Beratervertrag abgeschlossen.“ Mir blieb ja beinah die Spucke weg, auf Grund der Abgeklärtheit dieser Antwort. Ich kannte die vielen Gerüchte, über diesen Unsinn und in meinen inneren war das für mich ein Zeichen für Lobbyismus.



:::Katrin, manchmal zickig, aber immer lustig...

Word sagt: Seite 1370 Wörter: 892 231 in Verdana 10


[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Katrin-Doris am 13.11.16 um 21:58 geändert
"Der Urlaub" / " Das Spiel des Lebens" /"Bestellt und Geliefert"/"Eine Fahrt ins Blaue"/ "Eine Wette und ihre Folgen"/" Die Forschungsreise "/" Ein altes Märchen"/ "Ein Urlaub, der keiner werden sollte"/"Der Seitensprung in eine Katastrophe"
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  RE: Eine Wette und ihre Folgen Datum:13.11.16 18:13 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Katrin
Die geschichte wurde gelesen und für Gut befunden!
Bitte weitermachen, aber erst wenn die nachfolgenden aufgaben zufriedenstellend abgeschlossen sind!Dafür wünsche ich Dir alles gute.
Ich werde geduldig auf die nächste fortsetzung warte, wenns auch schwer fällt,aber bis dahinn viele grüsse.
H.W.

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  RE: Eine Wette und ihre Folgen Datum:13.11.16 18:22 IP: gespeichert Moderator melden


Hi Katrion-Doris,

es ist ja Alles schon gesagt. Morgen beginne
ich mit dem Daumendrücken.
Melde Dich, wenn Alles überstanden ist, lass
Dir aber ausreichend Zeit zur Erholung.

LG
Drachenwind
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  RE: Eine Wette und ihre Folgen Datum:16.11.16 19:34 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Katrin-Doris,
wieder eine schöne Fortsetzung, danke dafür.
Nachdem die neuen Parlamentarier gewählt wurden, sind diese nicht mehr so emsig, wie bei ihren Beschimpfungen
der Presse. Dummerweise sind wenige Stimmen viel in Prozenten wenn die
Wahlbeteiligung nicht besonders groß war. Will hier keine Wahlanalyse durchführen, nur soviel, wer
nicht wählen geht darf hinterher nicht meckern wenn Beschlüsse gefasst werden die denen nicht passen.
Nun ist der politische Teil beendet.
Nun möchte ich Dir für die schöne Fortsetzung danken. Du weißt ja dies tue ich besonders gern,
denn es steht ja oben schon einmal.
Eins habe ich hier noch gar nicht getan, deine immer große aktuelle Präsens, in deiner Story,
dies gefällt mir besonders gut...
¨Sie¨ bleibt dem Kurth noch weiterhin erhalten, wo doch deren gemeinsame Arbeiten immer
große Erfolge erzielen.

Damit dies keine neue Story in der Story wird, sollen hier nun nur noch, meine
lieben Grüßen stehen, Horst

♦♦ ♥♥ ♦♦


[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von AlterLeser am 18.12.16 um 10:46 geändert
Gruß der alte Leser Horst
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  RE: Eine Wette und ihre Folgen Datum:28.11.16 22:10 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Katrin-Doris,
leider erst mit großer Verspätung würdige ich Deine tolle Fortsetzung. Die Erkältung ist leider doch hartnäckiger als gehofft. Aber dir in Deiner Reha viel Erfolg, Gutes Gelingen und mach Dir wegen des Fortgangs der Geschichte auf jeden Fall keinen Stress. Die Gesundheit geht auf jeden Fall vor.

Jetzt wird das Team unserer beiden Aufgestockt was bei dem Pensum auch notwendig war. Nach den Personalgesprächen werden sie dann auch gleich richtig, mit einem gemeinsamen Essen, eingeführt. Die Hochzeit von Andreas Mutter bringt auch wieder ein paar Bekannte mehr. Wobei unsere beiden auch wieder ihre Witzigkeit und ihren scharfen Verstand zeigen. Die obere Führungsebene ist für die nächsten Jahre auch wieder gesichert. Wobei unsere beiden sich bestimmt auch mit dem Ruhestand anfreunden könnten. Wobei bei den beiden wäre das wohl eher ein Unruhestand. Denn sie haben ja "Hummeln im Hintern" . Finanziell haben sie nur noch die Sorgen wo sie am besten investieren, damit Papi Staat nicht ganz soviel nimmt und interessante Projekte direkt gefördert werden können. Das alles dann natürlich ohne langen Dienstweg.

Dir vielen lieben Dank für die viele Zeit und Energie die Du in diese Geschichte steckst. Aber denke daran das ich und vermutlich auch viele der Mitleser gerne etwas länger auf eine Fortsetzung warten wenn es Dir dafür Gesundheitlich besser geht. Also viel Erfolg in der Reha und nur keinen Stress wegen der Geschichte. Danke auch für Deine Information in "Diskussionen über Geschichten".

Liebe Grüße,
Der Leser
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  RE: Eine Wette und ihre Folgen Datum:15.12.16 17:47 IP: gespeichert Moderator melden


Wie versprochen, in der Rubrik ( Diskussion...)
geht es mal wieder weiter. Bevor ich euch viel Spaß beim lesen, dieser Phantasie Geschichte mit einigen realen Gedanken, wünsche sage ich noch DANKE an:

SusiS,Online52, Drachenwind, Alter Leser und der Leser!!!

@HW.anke für die Bewertung
@Drachenwindas Daumen drücken hat schon geholfen und den Wettkampf holen wir nach...
@Alter Leser:Es geht immer noch weiter in der 2.Liga...
@Der Leser:Nochmals danke für die unkomplizierte Antwort.

Natürlich wünsche ich allen Lesern ein ruhiges und besinnliches Fest das, bei bester Gesundheit !!!

So, genug der Vorrede...jetzt kommt der nächste Teil...

Teil 142 Job und Südfrankreich...

Es war inzwischen Mittwoch geworden. An diesem Morgen ging ich nach dem Ankleiden mit meiner Tochter die Treppe hinunter zur Küche. Sandy sagte dabei, „Mutti, musst du heute wieder in den Landtag? Du hast mal wieder Gala angezogen mit der weißen Bluse und dem Kostüm.“ Ich beantwortete ihre Frage gleich mit, „Es gibt heute die Ernennungsurkunden für die einzelnen Minister und Kurt wollte unbedingt meine Teilnahme an dieser Showveranstaltung. Man kann meine Anwesenheit auch als Garnierung oder Beilage auffassen, bei einem Fünf Sterne Essen und das bei dem was sich bei diesem Arrangement auf dem Teller befindet.“ Meine Tochter lächelte mich an, nach dieser Antwort und sagte anschließend, „Na dann viel Spaß und ärgere den Minister nicht so toll, wenn er schon indirekt zur Familie gehört.“

Während unseres gemeinsamen Frühstücks redete ich natürlich auch mit unseren Sohn in Bezug auf seine weitere Karriere. Für mich war es eigentlich klar, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis ein großer Club bei uns anklopfen würde, um ein sogenanntes Ausnahmetalent zu verpflichten. Nach der für mich seltsamen Auszeichnung mit der Kanone aus dem Jahre „Anno Knips“ bei den U 18 Europameisterschaften wurden mit großer Sicherheit Begehrlichkeiten geweckt. Sven erwiderte mir nach einigen Überlegungen, „Mutti, vorläufig bleibe ich hier im Leistungszentrum. So ist das mit den Verantwortlichen des DFB abgestimmt um meine Leistungen zu stabilisieren und die entsprechende Spielpraxis zu bekommen.“ In meinen Gedanken fragte ich mich, gibt es wirklich noch Verantwortliche in diesem Verein, die an das Wohl des Nachwuchses denken? Persönlich hielt ich nichts mehr von der Führung dieses Saftvereines, der auch nur noch durch Skandale in der Öffentlichkeit glänzte. Ob es das Sommermärchen war, mit dem Cheforganisator oder die zwei ehemaligen Präsidenten, die sich immer noch Schlammschlachten lieferten über die Medien. Das Alles erinnerte mich an den großen Club mit den sogenannten „gelben Engeln“, die im manipulieren und herumtricksen auch Weltspitze waren. In meinen Überlegungen tauchte dann immer ein Bereichswechsel in das Ministerium für Finanzen auf, was aber völliger Unsinn war.

Wenig später war ich schon auf den Weg zum Audi meines Fahrers, der bereits auf mich wartete. Die Begrüßung mit Stefan fiel recht herzlich aus und nach dem Einsteigen sagte er zu mir, „Chefin, die Ernennungsurkunden gibt es in der Staatskanzlei und der Alte möchte alle Stellvertreter und Staatssekretäre dabei haben. Aber wenn ich sie so betrachte, haben sie das erwartet, oder?“ Mit einem Lächeln im Gesicht sagte ich zu Stefan, „Kurt hat mich gestern telefonisch informiert und dieses Mal hatte ich einen kleinen Wissensvorsprung gegenüber deiner Person.“ Stefan lachte kurz auf und sagte kaum hörbar, „Wer das glaubt, wird bestimmt Seelig und kommt in den christlich demokratischen Himmel.“ Natürlich kommentierte ich diese Antwort nicht, weil ich genau wusste, dass mein Fahrer und Bodyguard jeden meiner dienstlichen Schritte kannte. Im Autoradio wurden gerade die Nachrichten gesendet und als der Sprecher als Topmeldung sagte, dass die Meck-Pomm Tante ein weiteres Mal Bundeskanzlerin werden will, kommentierte ich diese Nachricht mit, „Letztes Mal hat die Mutti der Nation Masche gezogen und dieses Mal wird die Oma der Nation gewählt und das sogar, obwohl sie nicht einmal Mitglied bei den „Grauen P*ntern“ ist, oder war.“ Armes Deutschland dachte ich bei mir, wenn im Internet bereits die sogenannten Schockbilder mit ihrem Kopf auf den Zigarettenschachteln existierten...

Wie jeden Tag parkte Stefan das Auto in der Tiefgarage des Ministeriums. Nachdem Aussteigen, wartete ich auf meine Schwester. Dabei sprach ich mit Stefan den Termin für das Abholen, für den feierlichen Auftritt in der Staatskanzlei ab. Als Andrea mich begrüßte war ich mir mit Stefan bereits einig. Andrea sagte nur kurz, „Meine Mutti macht jetzt einen auf Piratenfahrt durch das Mittelmeer.“ „Du hättest sie ja als Anstandsdame begleiten können“, erwiderte ich ihr. Wir erreichten wenig später den Fahrstuhl und als ich die musternden Blicke einiger männlichen Mitfahrer sah, sagte ich zu Andrea, „Nun gießt man hier schon jahrelang die Grünpflanzen und wird immer noch gemustert, als wäre man im Zoo.“ Andrea schüttelte nur mit ihren Kopf, so dass sich ihr Pferdeschwanz hin und her bewegte, sagte aber nichts.

Auf dem Flur zum Büro, erwarteten uns bereits einige meiner Mitarbeiter. Nach der Begrüßung fragte ich Egbert und Dominique, wo es klemmt. Egbert erzählte mir von einer geplanten Reise zu mehreren Unternehmen im Land und der Absage der Fahrbereitschaft. Innerlich begann ich zu kochen, weil so etwas von uns immer langfristig geplant war und dann so etwas. Ich versprach den beiden mich sofort um das Problem zu kümmern. In unserem Büro begrüßte ich Maria und ergriff sofort ihr Telefon. Die Telefonnummer der Fahrtbereitschaft hatte ich im Kopf und nach dem Abwarten des Ruftons und der Meldung auf der anderen Seite, hatte ich einen Stellvertreter am Hörer. Der redete etwas von einer Grippewelle und dass er im Moment nicht weiß, wie er alle angemeldeten Fahrten in den Griff bekommt. Da ich etwas Verständnis für seine Situation, in diesem Moment hatte, sagte ich zu ihm, „Wenn sie mir versprechen ihre Probleme bis heute Abend zu lösen, kümmere ich mich um die heutige Fahrt.“ Der Stein, der auf der anderen Seite fiel hörte ich noch plumpsen und die Zusage, „Ab Morgen geht alles wieder seinen Gang, Frau stellvertretende Ministerin.“ Nach einer kurzen Absprache mit Andrea war ihr Fahrer und Bodyguard unser Ersatz für den heutigen Tag. Maria informierte unsere beiden Mitarbeiter und sagte dabei zu uns beiden, „Der Mann hat bestimmt Respekt gehabt, bei diesem Anruf. Obwohl du relativ ruhig geblieben bist, Klaudia.“ „Für eine Grippewelle kann er ja auch nichts und wenn sein Chef nicht gekommen ist, habe ich Verständnis für eine Notsituation. Entscheidend ist, ob er es ab morgen in den Griff bekommt, sonst übernehme ich den Laden dort, “ sagte ich als Antwort. Maria sagte leise, aber hörbar, „Na dann, möge es ihm gelingen, jedenfalls hoffe ich das für ihn...“

Mit einigen Unterschriften begann wenig später mein normaler Arbeitstag. Maria hatte die große Mappe bereits auf meinen Schreibtisch platziert und kleine Post-it Zettel auf die jeweilige Seite angeklebt. Manchmal fragte ich mich wirklich, was würde ich ohne meine emsige Arbeitsbiene tun, die ja auch noch unser Vorzimmer bewachte. Sie war eine große Stütze in dieser Hinsicht für mich. Als Stefan bei mir anklopfte, in ihrer Begleitung, war nur noch der Spiegelbesuch angesagt. Stefan guckte dann zwar immer etwas teilnahmslos, aber er passte auf, wie ein Schießhund, damit mir nichts passierte, selbst beim auffrischen des Make-ups.

Nach dem überziehen der Kostümjacke war ich fertig und folgte ihm, bis zur Tiefgarage. Nach dem Einsteigen und der Abfahrt sagte er zu mir, „Chefin, du hast mal wieder den Fuhrpark auf Trab gebracht, alle Achtung.“ Ich war mir zwar keiner Schuld bewusst und darum entgegnete ich ihm, „Wieso auf Trab? Ich habe nur angedeutet, dass ich den Laden übernehme, wenn meine Pläne nicht befolgt werden, egal aus welchen Gründen. Wenn ein Engpass herrscht, dann muss man bei den Kulturfuzzies sparen, wobei sparen falsch ist, eher umdisponieren.“ Und „Wir können es uns nicht leisten, einen potentiellen Investor warten zu lassen und ihn damit zu verprellen, auf Nimmer Wiedersehen.“

Wir hatten inzwischen die Staatskanzlei erreicht und natürlich war ein Parkplatz Mangelware, bei dem Aufgebot an Neulingen, die zum ersten Mal hier eingeladen waren. Stefan sagte dabei nur kurz, „Das sieht nach Regionalprogramm aus und Karin.“ Mein kurzer Blick bestätigte mir seine Ankündigung. In diesen Augenblick fuhr Kurt vor und verließ gerade das Auto. Ich stieg aus und sagte laut hörbar, „Herr Minister, es wäre nett, wenn sie ihr bestes Pferd mit nehmen. Mist mache ich zwar immer noch, der wird aber unter den internen Teppich gekehrt, Guten Morgen.“ Natürlich wartete Kurt den Augenblick, um mich herzlich zu umarmen. Dabei sagte er, „Mit der neuen Koalition gibt es wieder neue Staatssekretäre, die von sich behaupten, das Non plus Ultra zu kennen. Warum unser MP diesen PR Termin gemacht hat, wird wohl nur seine Pressesprecherin wissen.“ Ich entgegnete ihm leise, „Bei deiner Urkunde braucht man doch nur das Datum zu ändern. Das spart Papier und Kosten für eine neue Urkunde.“

Wir erreichten beide die Vorräume der Staatskanzlei und mussten bereits einen Hürdenlauf über diverse Kabel des Regionalsenders absolvieren. Kurt hielt dabei wie ein Gentleman meine Hand. Einer dieser Räume war festlich geschmückt und nach der Begrüßung mit unserer Pressetante gingen wir an die zugewiesenen Plätze. In meinen Gedanken sortierte ich erst einmal, wem ich von der neuen Politprominenz kenne und wem nicht. Außerdem fiel mir dabei ein, wieder ein Haufen „Neuer“ die sich vom Landesdienst fette Pensionen und Übergangsgelder versprachen. In der Wirtschaft nichts geworden, aber das richtige Parteibuch, zur richtigen Zeit in der Tasche gehabt. Natürlich sagte ich das letzte nur leise zu Kurt. Die eigentliche Übergabe der Ernennungsurkunden durch Reiner war ein festlicher Akt und nach seiner Rede gab er jeden Minister, der von ihm berufen wurde, seine Urkunde. Den Abschluss dieses Festaktes, der live übertragen wurde im Regionalprogramm unseres unfreiwilligen Bezahlsenders, bildete eine Gruppenaufnahme mit allen Stellvertretern und Ministern. Natürlich ging ich zuerst nach ganz hinten, weil ich so ein Gehabe peinlich fand. Reiner, selbst ordnete dann das Gruppenbild mit Chef neu und so landete ich blöder Weise in der ersten Reihe. Ich war kein Freund dieser Werbebotschaft und schon gar für diesen Werbeträger, der ja von sich behauptete, man sitzt in der ersten Reihe...

Als ich hinter mir einige Stimmen vernahm, die etwas von, „Eine Dame, die im Mittelpunkt stehen will“, drehte ich mich um und sagte laut und deutlich, „Das ist nicht mein Wunsch vorn zu stehen und wenn der MP mich endlich gehen lassen würde, dann hätte ich diesen Laden schon lange verlassen.“ Nach meinen Worten wurde es erst ganz still im Raum und dann hörte ich, „Das Ist die lebende Legende aus dem Wirtschaftsministerium, mit der nicht gut Kirschen essen ist.“ Ich kommentierte dass sofort mit, „Bei mir gibt es keine Sommerpause, wie bei der Kirschenernte für M*n Cherrie.“ Reiner hatte das mitgehört und lächelte mir zu und sagte anschließend, „Diese Dame würde ich gerne mit Kusshand in die Staatskanzlei nehmen, aber leider sind ihre Erfolge im Wirtschaftsministerium so groß, dass ich schweren Herzens auf meinen Wunsch verzichten muss.“ Ein Affe im Zoo muss sich auch so fühlen, wie ich in diesem Moment, als fast alle Augen auf mich gerichtet waren.

Der Regionalsender hatte noch einige Interviews mit den „neu“ ernannten Ministern auf den Plan und ihren Staatssekretären. Wieder so eine halbe Wahlveranstaltung ging es mir im Kopf herum. Aus diesem Grunde wollte ich mich heimlich verdrücken und kahm genau bis zur Nebentür, die von Karin bewacht wurde. Wieder mal Pech gehabt, weil sie steif und fest behauptete, Kurt und ich sind die nächsten auf der sogenannten improvisierten Pressekonferenz. Als ich den Weg langsam zurück ging, fiel mir auf, dass inzwischen einige neue Pressevertreter den Saal betraten. Das Lesen der kleinen Presseschilder an den Jacken ließ mich nichts Gutes ahnen. Das waren nicht nur F*Z, S*Z oder B*ld Zeitung, da waren auch Vertreter von Managermagazinen und ähnliche Plagegeister anwesend.

Wenig später stand ich mit Kurt, Rede und Antwort. Kurt hielt seine gut formulierte Antrittsrede und erhielt seinen normalen Beifall. Als erster in dieser Fragerunde stand der hessische Vertreter der F*Z auf und fragte mich, „Wird es einen Besuch des Vertreters der VAE bei Ihnen geben, oder war das nur eine große PR Aktion?“ „Es wird im Sommer einen Gegenbesuch des Scheichs bei uns im Land geben. Wir werden dann ein erstes Fazit unserer Zusammenarbeit ziehen und Schlüsse für die Zukunft fassen. Wie sie aus meiner Antwort hören können, war das keine PR Aktion, “ beantwortete ich seine Frage im ruhigen und sachlichen Ton, ohne weitere Ausführungen zu machen. Das Raunen im Saal verklang erst nach einer Weile und wurde von der Frage eines Vertreters der S*Z abgelöst. Der Mann fragte, „Es gibt Gerüchte, dass eine gewisse stellvertretende Ministerin, einen Job in Ludwigshafen annimmt. Was ist Fakt?“ „Es gibt ein Angebot oder besser ausgedrückt eine mündliche Erklärung von jemanden, der diese Person gerne in seiner Führungsetage hätte. Diese bewusste Person hat aber auf Grund ihrer Heimatverbundenheit und ihren persönlichen sowie, auch finanziellen Interessen, dieses Angebot dankend abgelehnt, “ erwiderte ich. Als mich ein Pressevertreter fragte, „Können sie sich eigentlich vorstellen, mal das Cover vom Pl*yboy zu zieren?“, überlegte ich nur kurz und sagte in die Runde der Sensationsgeier, „Ich glaube nicht, dass ich so etwas machen würde. Erstens gibt es genug Damen die so ein Ziel verfolgen und zweitens benötige ich das Geld nicht, das sollten selbst sie wissen. Meine privaten Einkünfte und Aktivitäten finden sie bestimmt bei W*kipedia oder G*ogle und falls nicht, können sie gerne meinen Vati fragen, der mich in Rechtsfragen und notariell unterstützt.“
Diese Antwort löste ein lautes Lachen und viel Beifall bei den Beteiligten aus und der Fragesteller bedankte sich für die clevere Antwort. Als mich jemand fragte, „Gilt eigentlich die damalige 100 Tage Regel bei Ihnen noch?“ antwortete ich mit, „Für mich persönlich gilt diese Regel noch, obwohl zu meinen großen Bedauern, es mir nicht mehr möglich ist, hier das Beamtenverhältnis zu lösen. Das kann nur der MP und der ist ein Starrkopf in dieser Beziehung.“ Das letzte sagte ich mit einem Lächeln in Reiners Richtung der vehement mit dem Kopf schüttelte, in diesem Augenblick. Nach einem kurzen, aber bestimmten Statement von Kurt und mir beendeten wir diesen Zirkusrummel und verließen mit viel Beifall den Raum...

Auf dem Weg zum Auto sagte ich zu Kurt, „Wenn ich so einen Zirkus noch einmal mit machen muss in fünf Jahren, dann bin ich krankgeschrieben, oder im Urlaub.“ Kurt entgegnete mir, ohne zu überlegen, „Dann muss eben Andrea in den sauren Apfel beißen.“ Kurz bevor ich in das Auto von Stefan einstieg, sagte ich noch, „Wenn du das schaffst, dann bist du reif für höhere Aufgaben oder dem Bundestag.“ Kurt schüttelte nur mit seinen Kopf. Er hatte meine Aussage aber verstanden, kommentierte sie aber nicht mehr.

In meinem Büro angekommen, sagte ein kurzer Blick auf meine Armbanduhr, jetzt wird es Zeit zum Mittagessen. Maria hatte mal wieder Telefonjoker gespielt und als ich mit Andrea und Maria den Gang zum Fahrstuhl betrat öffneten sich alle Bürotüren und meine Mitarbeiter folgten uns zum Mittagessen in die Kantine. Als wir in der Kantine eintrudelten sprach ich kurz mit der Chefin und wenig später waren einige Tische umgestellt, so dass alle meine Mitarbeiter mit uns an einen gemeinsamen Tisch saßen.
Nach dem gemeinsamen Essen klopfte ich mit dem kleinen Dessertlöffel an meine leere Kompottschale und sagte, „Ab heute wird das unser reservierter Tisch sein. Andrea und ich haben mal wieder eine schlechte Nachricht für euch, die da lautet, ihr müsst uns noch weitere fünf Jahre ertragen. Natürlich nicht die ganze Zeit, weil wir auch gammeln, die Welt unfreiwillig unsicher machen werden und manchmal auch Unsinn bei der EU fabrizieren.“ Nach diesen Worten von mir sagte Andrea doch glatt, „Sind die herrschenden Katzen außer Haus, sieht es gut für Käse und Maus aus.“ Natürlich löste diese Äußerung ein riesen Gelächter aus. Bevor wir diese lustige Runde beendeten, sagte ich noch, „Am Monatsende werden wir beide private Verpflichtungen wahr nehmen und uns in Südfrankreich herum treiben. In dieser Zeit werden Egbert und Dagmar die wichtigsten Aufgaben übernehmen. Wer also noch Freizeitausgleich oder Urlaub haben will, bitte vorher mit uns absprechen.“

Langsam wurde es Zeit für Andrea und mich, das Ministerium zu verlassen. Auf dem gemeinsamen Weg zu Stefans Auto begegneten wir natürlich unseren Quacksalber, seines Zeichens Amtsarzt. Justus fragte doch gleich mal so nebenbei nach unserer Begrüßung, „Alles Gut oder gibt es Anzeichen von Beschwerden?“ „Beschwerden gibt es bestimmt genug über meine Person in Bezug auf persönliche Ansichten und Umgehung von Dienstvorschriften. Bis jetzt kann ich damit noch leben und wenn nicht, schmeiße ich mich mal hinter eine S-Bahn, “ gab ich ihn zur Antwort. Nachdem mir der letzte Teil heraus gerutscht war, dachte ich kurz darüber nach und hoffte, dass er das als Spaß auf gefasst hatte. Justus lachte nur und sagte etwas von, „Bei solchen Antworten, weiß ich, dass meine Sorgenkinder noch gesund sind.“

Wenig später fuhren wir mit Stefan wirklich nach Hause. Nach dem Aussteigen ging ich mit Andrea zusammen, bis zu unserem Haus und in dieser Zeit redeten wir beide über die Geschichte am Monatsende. Andrea sagte dabei, „Wir könnten ja unsere Brautjungfernkleider von damals tragen, natürlich nur, wenn du nicht zu fett geworden bist.“ Diese kleine Provokation überhörte ich großzügig und sagte etwas später, „Einverstanden, mein kleiner dicker Käfer.“ Meine Schwester war zwar nur wenige cm kleiner wie ich, genauer gesagt, drei cm. Sie streckte mir trotzdem die Zunge heraus und sagte zum Abschied, „Abgemacht, Top die Watte quillt, oder anders ausgedrückt, Top die Wette gilt.“

Sabine begegnete ich noch im Hausflur und bei unserem kurzen Gespräch, überraschte sie mich, weil ich beim Abschluss des Arbeitsvertrages mit ihr, etwas nicht bedacht hatte. Da sie auch für uns den Einkauf erledigt und entsprechend Geld dafür immer vorfand, sagte sie zu mir, „Ich muss noch tanken fahren und bringe dann alle Lebensmittel mit, um anschließend das Essen vor zu bereiten.“ Als ich zu ihr sagte, „Wieso fährst du mit deinen eigenen Auto und warum nimmst du kein Geld aus der Wirtschaftskasse für das tanken?“, antwortete sie mir, „Das kann ich doch nicht machen, das Wirtschaftsgeld zum betanken meines Autos zu nutzen.“ Nach dieser Antwort entgegnete ich ihr, „Wenn du wieder zurück bist, klären wir diese Angelegenheit. Da muss ich mich ja schämen, wenn du mit deinem privaten Auto, auf deine Kosten, auch noch meine Einkäufe machst.“

Nach dem Wechsel der sogenannten Business Kleidung in legerere Kleidung ging ich in unsere Stube. Der Kamin verbreitete eine mollige Wärme und das bedeutete für mich, Klaudia leg dich auf die Couch. Ich muss wohl eingeschlafen sein, denn ich wurde erst wieder wach, als meine Tochter in der Stube erschien. Nach unserer Begrüßung fragte ich sie kurz, „Ist Sabine noch da?“ Sandy erwiderte mir auf meine Frage, „Sie ist in der Küche und kümmert sich um das Essen, warum möchtest du das wissen, Mutti?“ Ich erzählte ihr von meiner Beobachtung, als ich nach Hause gekommen bin und meine Tochter sagte kurz, „Das solltest du ändern.“ Und „Dann werde ich unseren Haushaltsengel mal zu dir schicken.“ Wenig später erschien Sabine bei mir und wir redeten über diese Problematik. Als ich ihr vorschlug, ein Auto zur Verfügung zu stellen, lehnte sie es vehement ab. Aus diesem Grunde sagte ich zu ihr, „Das ist deine Entscheidung. Aber ab sofort wird eine Tankfüllung pro Monat von mir bezahlt und Wartungsarbeiten und entsprechende Durchsichten sind für dein Auto kostenlos in unserer Werkstatt. Das bekommst du schriftlich von mir, als Anhang zum bestehenden Arbeitsvertrag und keine Wiederrede.“ Sabine lächelte und sagte nur kurz, „Danke Klaudia, das wäre nicht nötig gewesen...“ „Papperlapapp“, entgegnete ich ihr und „ Ich werde das kontrollieren, damit wir nicht auf deine Kosten leben...“

Unsere Tochter hatte mit mir das Essen fertig gekocht, als Michael erschien. Nach der Begrüßung redeten wir über einige Erlebnisse des Tages. Dabei sagte Michael, „Du warst mal wieder die Hübscheste in der Männerrunde heute Vormittag, mein Schatz.“ Etwas überrascht war ich schon über seine Aussage. Als er mein nachdenkliches Gesicht sah, ergänzte er, „Das war eine live Übertragung, aus der Staatskanzlei und so eine Sendung kann ich mir doch nicht entgehen lassen mit den anschließenden Interviews.“ Und „Deine Antwort auf die „Pl*yboy“ Frage, war echt köstlich und ich hoffe, dass sie ehrlich war. Ich möchte keine Nacktbilder von dir in irgendeiner Zeitung oder Zeitschrift sehen, versprich mir das bitte.“ Ich nickte und sagte anschließend, „Das war mein voller Ernst und ich verspreche dir das. Aus diesem Grunde haben wir auch die C K Werbung beendet, bevor man dort auf solche Ideen kommt.“

Am frühen Abend, nach dem Essen haben wir drei uns in den Wintergarten verzogen. Dabei fragte ich Sandy, ob sie mit uns nach Südfrankreich will. Meine Tochter antwortete mir, „Eigentlich nicht Mutti. Ich würde lieber zu Hause bleiben und mit Peter die Zeit verbringen. Außerdem würde es in der Schule nur blöde Bemerkungen geben, wenn du deine Beziehungen wieder spielen lässt.“ Nach einem kurzen Nachdenken entgegnete ich ihr, „Also gut, ich akzeptiere deinen Wunsch, unter der Bedingung, es wird bei Oma gegessen und eine Fete mit Alkohol und Drogenkonsum fällt flach, sonst gibt es gewaltigen Ärger.“ Sandy guckte mich an und erwiderte mir, „Mutti, solche Feten machen wir nicht, das würde mir nicht einmal im Traum einfallen.“ Michael sagte in diesem Moment nichts, obwohl ihm das Ganze nicht so richtig behagte. Das sah man deutlich seinem Gesicht an. Ich hatte großes Vertrauen in unsere Tochter, die dieses bisher noch nicht enttäuscht hatte.

Selbst das von mir angebotene Glas mit Rotwein lehnte sie an diesem Abend ab und trank ihren Fruchtsaft. Sandy hatte sich an mich angekuschelt und sagte nach einigen Minuten des Schweigens, „Ich würde gern Oma Ute mal wieder besuchen.“ „Es steht dir frei, sie zu besuchen und sie würde sich bestimmt riesig darüber freuen, wenn du bei ihr auftauchst.“ Und „Du musst das nur mit deinen Bodyguard abstimmen, weil er für deine Sicherheit zuständig ist, mein Schatz“, entgegnete ich ihr. Sandy nickte als Zustimmung und mein Mann ergänzte meine Aussage mit, „Sollte dir jemals etwas Verdächtiges auffallen, sag es bitte deinem Bodyguard. Er wird bezahlt dafür, dass dir nichts passiert.“

Am späten Abend, Sandy war schon in ihrem Bett, ging ich mit Michael auch nach oben. Im Bad machten wir uns fertig für die Nacht und etwas provokant fragte ich ihn, „Soll ich den Slip vom Baby Doll anziehen oder nicht?“ Michael schüttelte den Kopf, schnappte seine Frau und trug sie ins Bett. Er legte mich sanft ab und ehe ich mich versah, hatte er meine beiden Hände gefesselt mit einer Handschelle am Bettpfosten. Trotz meiner misslichen Lage, mochte ich seine Überraschungen und als er mir die Augen mit einem Tuch verband, versuchte ich mich dagegen zu wehren. Ich lag in unserem Bett und wartete, was er ausgeheckt hatte. Ohne etwas sehen zu können, hieß es für mich, Geräusche einzuordnen. Als erstes nahm ich seine Bewegungen wahr und dann fing ich leise an zu stöhnen.

Michael leckte an meiner Sp*lte und drang mit seiner Zunge leicht ein. Dabei knabberte er leicht an meinem K*tzler und allein diese Tätigkeit ließ meine Gefühle in Wallung kommen. Die Feuchtigkeit triefte aus meiner Sp*lte und wurde von meinem Mann mit lecken zärtlich beseitigt. Nach einem kurzen Positionswechsel von ihm, spürte ich etwas kaltes an meinen Brustn*ppeln und mit Mühe unterdrückte ich das laute Auf quietschen. Meine N*ppel standen steil nach oben und wurden von Michaels Finger und Mund verwöhnt. Klaudia versuchte sich auf zu bäumen und wünschte sich die Einführung des Schw*nzes von Michael. Leise hauchte ich, „Bitte Micha, f*ck mich, sonst werde ich verrückt.“ Mein Mann wechselte die Lage und bearbeitete meine L*stgrotte mit einem D*ldo. Der drückte leicht auf meinem K*tzler und brachte meine Gefühle in Verzückung. Wenn mich die Handschellen nicht fixiert hätten, hätte ich mich in Richtung des Lustspenders bewegt. Michael hatte wohl ein Einsehen und f*ckte mich nach Strich und Faden durch. Natürlich spreizte ich meine Beine soweit ich konnte, um seinen Schw**z in voller Länge zu spüren. Nach seinem zweiten Abspr*tzen in meinen Unterleib, hauchte er leise, „Wir haben doch noch das Latexhöschen mit den beiden Innenleben, mein Schatz. Das ist besser als dein Slip.“ Dagegen wehren konnte ich mich sowieso nicht und als es zweimal „flupp“ machte waren meine beiden L*cher ausgefüllt und wenig später zierte ein kleines Schloss den oberen Saum des Slips. Gegen das unerwünschte Ausziehen gesichert, nennt man das wohl. Bevor wir uns aneinander kuschelten löste er noch meine Handschellen und wünschte mir eine gute Nacht. Bei jeder Drehung und Bewegung spürte ich das Innenleben des Slips und war auf einem sehr hohen Niveau der G*ilheit...

Erst am nächsten Morgen öffnete Michael das bewusste Schloss, weil meine Blase so sehr drückte. Nach dem Bad war Klaudia die Frau, die ihren Mann unendlich liebte. In den nächsten Tagen sprach ich noch mit meiner Mutti, über unsere Abwesenheit und im Ministerium guckte ich ein paar Tage mit Andrea nicht auf die Uhr. Der Feierabend fiel aus diesem Grunde teilweise sehr spät aus. Am letzten Tag vor unserer Abreise nach Südfrankreich hatten wir noch ein langes und intensives Gespräch mit Justus, der mit erhobenem Zeigefinger in unserem Büro erschien. Der redete etwas von Zwangspause und darum sagte ich zu ihm, „Wir beide haben jetzt sowieso eine Woche Pause und genießen die ersten Sonnenstrahlen an der Cote Azur und danach können wir uns über unseren Ausstand hier unterhalten, liebster Amtsarzt.“ Justus schüttelte den Kopf und sagte zu uns, „Viel Spaß in Frankreich und hier wird nicht mehr herum getrickst...“ „Mal Abwarten und Tee trinken“, entgegnete ihm meine Schwester.

Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns von unserer Tochter und stiegen in unser Auto ein. Michael hatte bereits mit Bernd unsere Koffer eingeladen und sagte dabei, „Unsere Frauen haben mal wieder den Kleiderschrank ausgeräumt und wenn der Koffer noch größer wäre, dann wäre bestimmt auch noch Hausrat mit drin.“ Andrea guckte mich an und wenig später sagte ich zu den beiden, „Die Männer brauchen ja auch nicht so viele Sachen und wenn überhaupt, spülen sie ihre Boxershorts unter warmen Wasser aus.“ Andrea lachte laut auf und ergänzte, „Dabei musste ich sogar noch die Waschtasche von Bernd in meinen Koffer unterbringen.“

Nach dem Einsteigen fuhren wir los in Richtung A2. Natürlich hatten wir mal wieder einen Stau erwischt, in der Nähe der Landesgrenze. Unsere beiden Männer lästerten gleich los mit, „Also, wenn ich im Ministerium sitzen würde, gäbe es keine Staus auf Autobahnen.“ Andrea erwiderte den beiden, „Wie wollt ihr das denn schaffen, bei euren Arbeitspensum, das vom Arbeitseifer mit dem eines Traumtänzers vergleichbar ist.“ Und „Von den anderen Kleinigkeiten wollen wir erst gar nicht reden.“ Da sich der Stau genauso schnell auflöste, wie er vermutlich entstanden war, ging es zügig weiter, bis einige Kilometer vor dem Flughafen von Hannover. Die Abfahrt war gesperrt wegen Bauarbeiten und das bedeutete Stadtrundfahrt durch Langenhagen. Unsere beiden Männer vertrauten dem Navi und wir kommentierten die Rundfahrt mit, „Suchst du einen Weg durch Langenhagen, musst du Gott oder ein Navi fragen...“

Wir erreichten pünktlich den Parkplatz im Parkhaus und gingen mit dem Trolley und unseren Koffern zur Abflughalle. Dabei fragte ich unsere beiden Männer, ob sie ihre Pässe dabei hatten. Bernd guckte mich an und sagte etwas verlegen, „Mist, den habe ich vergessen.“ Michael entgegnete mir, „Ha, ha, selten so gelacht, Teufelin.“ Es war ja ein sogenannter Binnenflug innerhalb der EU und da gibt es keine Passkontrolle mehr. Wir fanden den Abflugschalter von G*rmanwings auf Anhieb und checkten ein. Dabei sagte ich zu der Dame, „Wenn es möglich ist, möchten wir die besseren Plätze in ihrer Konservenbüchse, gegen ein entsprechendes Aufgeld.“ Etwas pikiert guckte sie mich schon an, sagte aber trotzdem im jahrelang eingetrichterten, freundlichen Ton, „Da haben sie aber Glück, dass diese Plätze noch frei sind.“ Und „Das macht dann bitte 110,00 €, bei freier Getränke- und Essenswahl.“ Während ich das Geld auf den Tresen der Dame hinblätterte, sagte ich im Spaß, „Eigentlich wollte ich ihr Flugzeug nicht kaufen. Aber damit ihre Airline nicht am Hungertuch nagen muss, bekommen sie von mir 130,00 €.“ Und „Aber nur, wenn sie mir versprechen, dass ihr Pilot nicht vor dem Abflug streikt, wegen der 20 % Lohnerhöhung.“ Persönlich hielt ich das für eine Frechheit, was da im Moment ablief bei der Konzernmutter, genannt L*fthansa. Das war für mich genauso unangemessen, wie die Auszahlung von diversen Bonuszahlungen an Miss-Wirtschafts-Manager a la VW, Versicherungschefs und andere. Weil einfach mal das Verhältnis nicht stimmte zu den unterstellten Mitarbeitern...

Wenig später waren wir auf dem Weg zu dem Abfluggateway. An der Passkontrolle zeigten wir unsere Ausweise und das Tor der Wahrheit spielte mal wieder Lampentest. In diesem Moment wunderte ich mich, dass dieses Ding überhaupt noch etwas machte. Andrea sagte dabei in einen unüberhörbaren Ton, „Willst du das eiserne Tor zum Leuchten bringen, musst du Elektronik im Haar haben, oder singen.“ Eine diensteifrige Frau des Sicherheitsdienstes wollte erst eine Leibesvisite machen, bis jemand zu ihr sagte, „Die beiden Frauen sind hohe Angestellte im Nachbarbundesland und besitzen sogar einen EU Ausweis.“ Als ich mir den Mann anguckte, der diesen Ausspruch gerade getätigt hatte, fiel mir ein, das war unser Leiharbeiter von damals, der uns wieder erkannt hatte. Aus diesem Grunde sagte ich zu ihm, „Das letzte Mal waren sie auch schon mein Glücksbringer vor dem Flug. Da kann ja nichts schief gehen.“ Er lächelte uns an und winkte uns durch...

Die restlichen Minuten vor dem Abflug verbrachten wir auf den ungemütlichen „Kinostühlen“ im Warteraum. Die Einrichtung erinnerte mich an ein Kino der 70 er Jahre, als die Bilder noch laufen lernten, auf der Leinwand. Der einzige Unterschied zu damals war wohl, dass diese Sitzflächen nicht klappbar waren. Der Zweck heiligt wohl hier die Mittel, dachte ich dabei und der Zweck war auf jeden Fall das reinigen oder sauber machen...

Nach dem sogenannten Boarding stiegen wir ein, in die Konservenbüchse mit Flügeln. Die Stewardessen begrüßten uns am Eingang und dabei fragte ich die drei Empfangsdamen im spaßigen Ton, „Ist das der Flug nach Paris, über Amsterdam?“ Die guckten mich vielleicht an und antworteten in der eingehämmerten Freundlichkeit, „Wir fliegen nach Nizza und das steht auch auf ihrer Bordkarte.“ Andrea sagte hinter mir, „Warum muss man mit dir immer auffallen?“ Und „Entschuldigen sie bitte, seit dem die junge Dame an dieser seltsamen Vergesslichkeit leidet, redet sie nur noch Blödsinn.“ Wir hatten in diesem Moment einen Eindruck hinterlassen, der vermutlich unter aller Sau war, sagt man wohl so...

Nach dem Platz nehmen auf den extra bezahlten breiteren Plätzen, hieß es den Sicherheitsgurt anlegen und Sicherheitskenntnisse im Havariefall erlangen. Durch die vielen Flüge in der letzten Zeit, hatten wir das entsprechende Video in modern ausgerüsteten Flugzeugen auf dem Monitor gesehen. Bei dieser Airline waren Turnübungen für taubstumme Stewardessen mit Unterton angesagt. Andrea schmunzelte genauso über die Verrenkungen der Damen auf dem Kabinengang, wie ich. Natürlich war mein Bonbonvorrat schon verzehrt, bevor das Flugzeug seine Startposition erreicht hatte. Wieder mal umsonst die Karies Produzenten gelutscht, dachte ich bei mir. Wenig später ging es wirklich los. Das Flugzeug verbreiterte seine Flügelfläche und hob ab in Richtung Sonne, oder anders ausgedrückt in Richtung Nizza.

Als wir die Reisehöhe erreicht hatten, bestellten wir unser Frühstück und etwas zu trinken. Die beiden Männer bekamen ihr Bier und Andrea und ich vergnügten uns mit Kaffee. Dabei sagte Andrea zur Stewardess, „Hast du Kaffee in der Tasse, ist selbst der mieseste Flug noch Klasse.“ In diesem Moment schüttelte ich meinen Kopf und sagte zu der beflissenen Dame, „ Wenn wir in Nizza das Flugzeug verlassen, gibt es für sie einen Extrabonus für das ertragen von zwei Weibern, die nur Unsinn im Kopf haben.“ Und „Nehmen sie das alles, was wir hier von uns geben, bitte nicht persönlich, das ist nur Spaß.“ Die Stewardess guckte uns eine Weile an und fragte plötzlich, „Entschuldigen sie bitte, sind sie zufällig die Teufelin und der Engel aus der mdr Sendung und in der Sendung –Verstehen sie Spaß...-, damals in Las Vegas?“ Ich hätte mich ja beinah am Kaffee verschluckt. Andrea antwortete ihr, „Wir haben das beide mal gemacht, aber das ist schon eine Weile her.“ Als die Stewardess anschließend sagte, „Sie haben ja dann auch die Henne, Echo, Bambi und Oscar gewonnen“, sagte ich im lustigen Ton, „Das stimmt wohl auch, aber wir sind unschuldig und konnten nichts dafür. Aus diesem Grunde beantragen wir Freispruch.“ Die nette Stewardess kringelte sich vor Lachen, sagt man wohl so, nach dieser Antwort. Der Nebeneffekt war natürlich, das ein paar Leute die zur Toilette wollten, das Gespräch mit verfolgt hatten und zurück auf ihren Plätzen mit tuscheln anfingen...

Nach einer Runde Sekt, redeten wir über die Weiterfahrt vom Flughafen in Nizza. Mein alternativer Vorschlag war ein Mietwagen zu nehmen, damit wir flexibler sind, statt eines Taxis. Andrea stimmte mir zu und Michael erwähnte dabei, „Vielleicht holt man uns ja ab. Diese Möglichkeit hatte keiner von uns bedacht.“ Er hatte damit natürlich recht, trotzdem zuckten Andrea und ich mit den Schultern. Anschließend sagte ich, „Also, Abwarten und Tee trinken.“ Bernd kommentierte diesen Satz von mir mit, „Ausgerechnet Tee, bei den Kaffeetanten und Quasselwasser Genießerinnen.“ Andrea buffte in ihren Mann in die Seite und der jammerte laut, „Hilfe, meine Frau haut mich...“ Wieder mal aufgefallen, dachte ich bei mir, sagte aber nichts weiter um nicht noch mehr Öl auf die Tuschellampen zu gießen...

Wenig später verließ das Flugzeug die Reiseflughöhe und Klaudia kämpfte wieder mit ihrer Migräne. Durch ein paar Atemübungen gelang es mir, diese Schmerzen etwas ein zu dämmen. Erst als das Flugzeug auf der Landebahn aufsetzte waren diese Schmerzen wie weggeblasen. Das Flugzeug rollte langsam an die Gangway und Klaudia öffnete den Sicherheitsgurt. Nach dem herausnehmen eines 50 € Scheins für die Stewardess erfolgte gleich die Übergabe. Die junge Dame freute sich riesig über das Trinkgeld und sagte, als wir ausstiegen, „Es war mir eine Ehre, die bekanntesten Leute aus Deutschland kennen zu lernen.“ Ich konnte nicht anders und antwortete mit, „Hoffentlich haben sie nicht nur schlechte, sondern auch gute Erinnerungen an uns, wegen der blöden Bemerkungen.“ Sie schüttelte ihren Kopf und betonte das „Nein, es war ganz lustig“, mit ihrem persönlichen Charme.

Wir hatten den großen Raum mit den vielen Bändern erreicht, welche die entladenen Koffer transportierten. Nach der Begutachtung einiger Anzeigetafeln, sagte Andrea zu mir, „Da hinten steht Ankunft Hannover dran. Auch noch am Ar**h der Welt.“ Wir trotteten zu diesem Band und warteten. Natürlich waren unsere Koffer mal wieder die letzten. Dabei sagte ich mal so ganz locker, „Hast du viel Gepäck, dann kommt es als letztes oder es ist weg.“ Mein Mann guckte mich vielleicht an, nach diesem Satz und sagte anschließend, „Die Zahnbürste war ja noch alt, aber beim Verlust des Eherings gibt es Ärger.“ „Aha, nach jungen Weibern Ausschau halten und den Ehering mal schnell in den Koffer packen“, entgegnete ich ihm. Immer diese alten Männertricks dachte ich im Stillen...

Nach dem Verlassen der Gepäckhalle waren wir im Foyer des Flughafens von Nizza an gekommen. Dabei sagte ich zu meinem Mann, „Ihr beide könnt die Koffer bewachen und Andrea und ich kümmern uns um ein Mietauto.“ Wir hatten wohl gerade den halben Weg zu dem Mietautostand zurück gelegt, als eine Durchsage ertönte. „Madame Klaudia und Andrea, vom Flug DE 408 bitte an der Auskunft melden“, sagte eine weibliche Stimme in Deutsch mit französischem Akzent. Andrea sagte dabei zu mir, „Wenn man uns schon ausrufen lässt, dann sollte man uns auch einen Lageplan für die Auskunft mit einer Brieftaube schicken.“ So dunkel konnte ich mich erinnern, wo sich diese Auskunft befand und wenig später folgten wir zwei Hinweisschildern. Als wir beide angekommen waren, an dem sogenannten Treffpunkt waren unsere beiden Männer mit den Koffern schon da und unterhielten sich mit einem Mann. Mein Mann stellte uns den Fahrer unseres Transportservices vor und sagte noch, „Na wieder mal den Weg nicht gefunden, weil ihr den Blindenhund zu Hause vergessen habt?“ Aus Gnatz streckte ich ihm die Zunge heraus und sagte, „Selten so gelacht...“

Pierre, so hieß unser Fahrer, küsste unsere Hand zur Begrüßung und sagte zu Andrea und mir, „Entschuldigen Sie bitte, meine Damen, ich bin der Fahrer von Madeleines Vati und habe den Auftrag, sie in das elterliche Anwesen zu bringen.“ Wir zuckten beide mit den Schultern und entgegneten ihm, „Wenn es denn so sein soll, dann werden wir ihnen folgen.“ Wir gingen durch den Ausgang des Flughafens und folgten Pierre, der mit unseren Männern, das Gepäck hinter sich her zog. Vor einem Kleinbus stoppte unser kleiner Fußmarsch. Pierre öffnete galant die Türen und bot uns seine Hand an, beim einsteigen. Dabei sagte ich zu meiner Schwester, „Ohne diese Hilfe, wärst du doch hier nie rein gekommen, steife Ente.“ Andrea entgegnete mir, „Ich bin fit, wie ein Turnschuh mit den drei Streifen.“ Nach dem einladen der Koffer und dem einsteigen unserer Männer ging die Fahrt los. Die Uferstraße hatte viele Palmen, die leicht mit ihren Blättern im Wind wiegten und der wärmende Sonnenschein zeugte vom Mittelmeerflair.

Das Auto bog mit uns als Insassen, in eine kleine, von Pinien umsäumte Straße ein. Der Weg war wohl eine Privatstraße, wenn ich das Schild am Anfang richtig gedeutet hatte. Die Straße schlängelte sich einen kleinen Anstieg hinauf und wurde umsäumt von Apfelsinen- und Bananenbäume. Andrea und ich schauten aus dem Fenster und als wir vor einer Villa ankamen, stiegen wir vor einer kleinen Treppe aus. Mein Blick schweifte in Richtung Mittelmeer und dabei geriet ich ins Schwärmen. Unsere Männer hatten inzwischen mit Pierre das Auto ausgeladen und übergaben unser Gepäck an zwei Herren, die bereits darauf warteten. Als Madeleine die Treppe hinunter kam, lachte sie laut und sagte anschließend, „Da kommen ja endlich meine Lieblingsgäste. Herzlich Willkommen in euren Zuhause für einige Tage.“

Wir umarmten uns herzlich, mit dem angedeuteten Küsschen zur Begrüßung. Dabei sagte Madeleine zu uns, „Na P**rshipper und Oscar Gewinner, ich freue mich riesig, dass ihr meiner Einladung gefolgt seid. Ihr habt jetzt etwas Zeit um an dem festlichen Familienessen teil zu nehmen. Meine Eltern möchten euch unbedingt kennen lernen. Bitte tut mir den kleinen Gefallen.“ Natürlich stimmten wir ihren Wunsch sofort zu und ich sagte zu ihr, „Es ist uns eine große Ehre, deine Eltern kennen zu lernen. Ich hoffe nur, du hast sie gewarnt, vor unserem losen Mundwerk.“ Madeleine lächelte verschmitzt und entgegnete mir, „Ich habe alle Videos heraus gesucht, die es über Euch gibt.“ „Na das kann ja heiter werden“, kommentierte ich das Gesagte.

Wir gingen alle gemeinsam die Treppenstufen hoch in einen prachtvoll eingerichteten Vorraum. Dabei sagte Madeleine, „Wenn ihr irgend welche Wünsche habt, wird ein Buttler diese erfüllen. Bitte nehmt seine Hilfe ruhig in Anspruch, sonst wird mein Vati ungenießbar.“ Anschließend gingen wir in die erste Etage und Madeleine zeigte uns den Eingang zum Speisezimmer und brachte uns auf unsere Gästezimmer. Beim kurzen Abschied sagte sie, „ Der Buttler wird euch rechtzeitig abholen. Jetzt habt ihr etwas Zeit, euch frisch zu machen und eventuell eure Sachen auszupacken. Im Zimmer findet ihr ein Telefon, das direkt in den Raum des Buttlers führt. Bis nachher...“ Sie verschwand und wir guckten uns erst einmal um. Der Blick aus dem Fenster, war allein schon eine Augenweide. Die Wege führten durch einen Park, der mich an einen englischen Garten erinnerte. Das war eine Villa im Stil der Gründerzeit und deren Unterhalt bestimmt eine Stange Geld kostete, dachte ich so.

Wir Frauen machten uns frisch im Bad und wechselten die Kleidung. Klaudia benutzte das Parfüm, das meinen Mann immer in Verzückung brachte und wählte echten Goldschmuck, zum entsprechenden Kleid. Nach dem anziehen der Pumps, war ich eigentlich fertig. Beim Warten auf meinem Mann korrigierte ich mein Make-up und dann bimmelte ich vorsichtshalber nach dem Buttler. Der erschien wirklich gleich und da mein Mann inzwischen auch fertig war, sagte ich zu unseren neuen Begleiter, „Bitte begleiten sie uns zum Essen, damit wir uns nicht verlaufen und pünktlich ankommen. Der dienstbeflissene Mann nickte nur und sagte im gebrochenen deutsch, „Bitte folgen sie mir meine Herrschaften.“

Auf dem Flur trafen wir Andrea und Bernd. Der Flur zum Speisesaal erschien uns, wie ein langer Wanderweg. Wir trotteten dem Buttler hinterher. Er öffnete die Tür und bat uns voran zu gehen. Der Saal war riesig und den bereits gedeckten Tisch, zierten bequeme Polsterstühle. An den Wänden hingen Bilder und auf dem Boden gab es Teppiche, die sich dem Raum harmonisch anpassten. Die vielen Grünpflanzen erinnerten mich an unseren Wintergarten. Ich sagte leise zu Andrea, „Das ist ja hier, wie leben von Gott in Frankreich.“ Obwohl ich leise gesprochen hatte, fing jemand an zu lachen. Nach einem kurzen gucken erblickte ich Joachim mit Madeleine und ihre Eltern. Wir begrüßten uns recht herzlich und als ich vom Hausherrn den Handkuss bekam, sagte er zu mir anschließend, „ Sie sind also die Heiratsvermittlerin, meiner Tochter. Herzlich Willkommen in unserem bescheidenen Anwesen.“ Aus Höflichkeitsgründen bedankte ich mich für die Begrüßung, sagte aber nichts zu dem Schloss, dass der Hausherr gerade mit bescheidenem Anwesen tituliert hatte.

Nach dem Platz einnehmen am Tisch, dabei war unser Buttler sehr hilfreich, wurde ein drei Gänge Menü serviert. Wir kämpften uns durch die vielen Bestecke und redeten relativ wenig. Zum Essen gab es einen aromatischen Rotwein, der hervorragend mundete. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, das uns der Hausherr beobachtet. Ob wohl das Essen ein Genuss war, war es doch ziemlich reichlich und Klaudia, eigentlich ein sogenannter Süßschnabel, kostete das Dessert nur. Ich war schlicht gesagt gesättigt und mir fehlte auch ein wenig die Bewegung.

Nach dem Aufheben der Tafel durch Madeleines Vati sagte er beim Verlassen des Speisesaals, „Im Normalfall genieße ich jetzt einen Cherry oder feinen Weinbrand bei einer Konversation mit meinen Gästen. Ich hoffe, dass sie mir dieses Anliegen noch erfüllen.“ Ich überlegte kurz und sagte ihm zur Antwort, „Wir bedanken uns recht herzlich für ihre Gastfreundschaft, aber im Moment würde ich gerne einen Spaziergang durch ihren traumhaften Park an frischer Luft vorziehen.“ Er nickte und entgegnete mir, „Dieser Wunsch ist verständlich und wenn sie mir versprechen, meinen Wunsch zu erfüllen, kann Madeleine sie begleiten.“ Nach meiner Zusage ging ich mit Andrea und Madeleine nach draußen. Die Männer folgten den Hausherren. Madeleines Mutti zog sich zurück und wünschte uns viel Spaß, bei unserem Spaziergang.

Wir hatte gerade den ersten Weg im Park betreten, da sagte Madeleine zu mir, „Endlich mal jemand, der in höflicher Art unseren Haustyrannen seinen Wunsch abgeschlagen hat.“ Etwas verwundert guckte ich Madeleine an und die erzählte mir etwas über ihren Vati. Dabei sagte ich zu ihr, „Du wirst flügge und verlässt irgendwann dieses Anwesen, was bestimmt beängstigend auf dich wirkt, obwohl es dein Zuhause ist.“ „Ich mochte dieses Schloss nie und ich habe auch kaum Erinnerungen an diesen Bau. Meine Jugend habe ich auf Internaten verbracht und später war die Uni mein zu Hause, “ erzählte sie uns. Und „Im Club damals und auf dem Schiff mit euch, war meine schönste Zeit. Da konnte ich, ohne auf irgendwelche Etikette zu achten, mein Leben genießen. Dazu kamen die Treffen in Marseille und Nizza, die äußerst interessant für mich waren. Das hat noch nicht mal mein Vati geschafft, die Schlagzeilen der großen Zeitungen zu füllen und mit dem Minister zu reden.“ Andrea fragte sie konkret, „Wird Joachim oder du das elterliche Unternehmen übernehmen?“ Madeleine zuckte mit den Schultern und gab etwas zögerlich zur Antwort, „Achim will wohl ganz gerne, nach vielen Gesprächen mit Vati. Aber wenn schon, dann in Deutschland und hier kann er sich wem anders suchen. Also, wenn Vati nachher Fragen über einen Standort in Deutschland stellt, seid nicht überrascht.“ Wir lächelten und bedankten uns für ihre Offenheit. Als wir anschließend über ihren großen Tag redeten, sagte sie noch zu uns, „Hier gibt es solche Spiele mit den Brautjungfern nicht, was ich sehr schade finde.“

Wir erreichten wieder die Treppe und Madeleine zeigte uns den Weg in die sogenannte Bibliothek. Sie vermutete, dass sich ihr Vati mit unseren Männern dorthin zurückgezogen hatte. Nach dem Anklopfen betraten Andrea und ich einen Raum, in dem zahllose Schränke standen, gefüllt mit Büchern. In der Mitte gab es eine Rundecke mit hohen Lehnen und einem kleinen Tisch, sowie zahllose Grünpflanzen, die dem Raum den besonderen Mittelmeerstil verliehen. Hier saßen unsere Vermissten. Madeleines Vati bot uns gleich zwei Plätze an und fragte, „Möchten die beiden Damen lieber einen Cherry oder lieber einen Rotwein?“ Wir wählten beide Rotwein, der von einem Buttler kredenzt wurde.

Wir unterhielten uns zwangslos über einige Wirtschaftsgeschichten der letzten Zeit und dabei sagte ich, „Unser Bundesland ist sehr Waldreich und dieser Wald wird ökologisch bewirtschaftet.“ Auf seine Frage, „Gäbe es einen geeigneten Standort für eine Holzverarbeitende Industrie?“, entgegnete ich sachlich, „Wenn sie den Markt studieren und entsprechende Absatzmärkte haben, dürfte der Rest kein Hindernis sein.“ Er überlegte kurz und sagte anschließend zu mir, „Dann werden wir uns bestimmt wiedersehen.“ Wieso passiert mir das eigentlich immer, dass ich potentielle Investoren kennen lerne, fragte ich mich in Gedanken. War das Dusel oder hatte ich wirklich soviel Glück, bei meinen Auftritten mit Andrea Die letzte Frage setzte sich im Kopf fest...

Am Abend war ein gemeinsames Abendessen. Madeleines Mutti fragte uns dabei, „Stimmt es eigentlich, dass ihr eure Hochzeit in Las Vegas noch einmal nachgeholt habt.“ Andrea und ich erzählten diese verrückte Geschichte und an einigen Stellen hörten wir beide das, „OOOH wie gemein.“ Jedenfalls war es ein gemütlicher Abend, weil Madeleines Eltern mit uns langsam „warm“ wurden. Wir hatten sprichwörtlich gesagt einen guten Draht zu einander.

Bevor wir auf unsere Zimmer zurück gingen bewunderten wir noch Madeleines Hochzeitskleid, natürlich hinter der verschlossenen Tür. Laut Tradition bringt der vorzeitige Anblick der Braut in Weiß kein Glück. Es war ein Traum in Weiß und passte perfekt. Dabei sagte ich zu Madeleine, „Strumpfband und Blumen gehen aber an die Gäste. Wir werden dir zur Seite stehen, als Brautjungfern, obwohl wir keine „Jungfern“ mehr sind. Aber mit diesem Makel musst du leben.“ Madeleine umarmte uns lachend und sagte, bevor wir uns trennten, „Ihr habt mir zum großen Glück verholfen und darum kann ich mit eurem Makel recht gut leben...“

:::Katrin, manchmal zickig, aber immer lustig...

Word sagt: Seite 1381 Wörter: 899 694 in Verdana 10

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Katrin-Doris am 15.12.16 um 18:00 geändert
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  RE: Eine Wette und ihre Folgen Datum:16.12.16 16:26 IP: gespeichert Moderator melden


Schön! Dann warten wir mal wieder auf den nächsten Teil
Ernsthaft, es würde mich freuen von Dir in dieser Geschichte noch den einen oder anderen Teil lesen zu dürfen. Auch nach so vielen Seiten sie noch immer alles andere als langweilig.
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  RE: Eine Wette und ihre Folgen Datum:16.12.16 19:35 IP: gespeichert Moderator melden


Hi Katrin-Doris

schön, dass es dir wieder besser geht und Du wieder schreibst.

Ich muss ja staunen, das Klaudia und Andrea noch so "Handzahm"
bei ihren Gastgebern sind, da kommen doch noch was nach, spätestens
bei den Hochzeitsfeierlichkeiten.

Mal sehen, was kommt.

LG
Drachenwind
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heniu
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  RE: Eine Wette und ihre Folgen Datum:19.12.16 19:44 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Katrin-Doris,

wie immer eine hervorragende Fortsetzung deiner Geschichte.Es wird nie langweilig die Erlebnisse von Andrea und Klaudie zu lesen. Ich hoffe,das wir uns noch an vielen weiteren Folgen erfreuen können.

LG

heniu
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  RE: Eine Wette und ihre Folgen Datum:19.12.16 23:25 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Katrin,
ich habe mal wieder deine Fortsetzung gerne gelesen, der Titel verspricht ja ¨Job und Südfrankreich¨
als Titel, na schaun wir mal.
Unterhaltsam war die gesamte Fortsetzung und auch entsprechend spannend.
Mein Lesespaß wurde voll bedient., danke.
An vielen Stellen wäre ich gerne als Mäuschen dabei gewesen, aber du hast das ja ganz gut geschafft
mich zu unterhalten. Danke dir.
Ich kann bei einer so breit gefächerten Abfolge nur sagen hat mir sehr gut gefallen.

Habe durch ¨Drachenwind¨ seinen Beitrag erfahren das du immer noch deine Gesundheit pflegen musst,
schließe mich dessen Gesundheitswünschen an, kurier dich richtig aus denn wenn du in Rente gehst,
solltest du wieder richtig gesund sein. Hoffe nun deine OP ist gut gelungen und die Reha hat dir geholfen.
Recht gute Gesundung auch bei der ambulanten- Reha.
Als Egoist spiele ich natürlich auf noch viel Folgen deiner schönen Story an.

Meinen Dank für die lebendige Fortsetzung verbunden mit
vielen Grüßen von Horst

♦♦ ♥♥ ♦♦

Gruß der alte Leser Horst
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  RE: Eine Wette und ihre Folgen Datum:22.12.16 08:03 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Katrin-Doris 23.11.2015
Hallo Katrin-Doris,
wieder habe ich bei meinem letzten Posting vergessen,
daß wir ja nun dem Weihnachtsfest entgegen eilen, deshalb hier das vergessene.

Ich wünsche Dir gesunde, frohe und besinnliche Tage.

Wer sich von deinen Lesern auch angesprochen fühlt,
darf sich auch an diesem Gruß beteiligt fühlen.

Nun verbleibe ich mit,
lieben Gruß, Horst

♦♦ ♥♥ ♦♦

Gruß der alte Leser Horst
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  RE: Eine Wette und ihre Folgen Datum:23.12.16 18:17 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Katrin
Habe mich über Deine Nachricht sehr gefreut und wüsche Dir und den Deinen ein Schönes Fest und einen guten übergang ins nächte Jahr.
Liebe Grüsse
H.W.
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Der Leser Volljährigkeit geprüft
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  RE: Eine Wette und ihre Folgen Datum:28.12.16 01:32 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Katrin,

nach dem vor Weihnachten die Forumssoftware meinen online eingegeben Kommentar gefressen hat. Zumindest mit der Fehlermeldung, dass mir die Berechtigung fehlt bzw. die gewünschte Seite nicht aufgerufen werden kann ;-(. Nun hier mein zweiter Versuch, den ich nicht online schreibe um nicht wieder alles zu verlieren. Dir auf jeden Fall vielen Dank das Du sogar in der Reha so fleißig für uns warst und uns einen neuen Teil bescherst. Hoffentlich hat Deine Genesung dadurch nicht gelitten. Das könnte ich mir nicht verzeihen.

Da ist ja einiges im Ministerium noch passiert bevor unsere beiden zur Hochzeit reisen können. Welcher Chef schmückt sich nicht gern bei seiner Ernennung mit einer solch kompetenten, schlagfertigen und auch noch schönen Dame wie Klaudia. Das diese auch noch den Fuhrpark auf Trab bringt ist inzwischen ja schon fast normal. Ihre Abteilung ist ja Gut organisiert und die Mitarbeiter freuen sich über eine Chefin um die sie andere beneiden. Das ihr bei den ganzem Trubel entgangen ist das ihre "Haushaltsassistentin" ihren privat PKW für die Einkäufe benutzt. Kann man verzeihen aber beweist auch wieder wie wohl sich diese fühlt. Denn wenn man etwas gern macht und auch noch das Umfeld stimmt, macht man manches was man sonst nicht machen würde. Natürlich fallen unsere beiden am Flughafen durch Ihre Schutzmaßnahmen auf. Aber sie sind ja so langsam schon bekannt wie bunte Hunde. Wurden die Tickets vom Bräutigam oder vom Brautvater gebucht? Sonst hätten sie ja schon bei der Buchung die "VIP"-Reihen buchen können. Den kleinen "Holperer" beim Abholen kann man den leider schon gemachten Erfahrungen zuschreiben. Bei Madeleines Eltern speziell bei Ihrem Vater hinterlässt vor allem Klaudia einen bleibenden Eindruck. So wie bei Ihr vermutlich das Anwesen/Schloss samt Personal. Man kann gespannt sein was noch so alles in Nizza und Umgebung passiert.

Vielen Dank für einen weiteren tollen Teil bei dem man fast schon den Duft der Rosen riecht, bzw. das Hallen der Schritte in den langen Gängen hört. Das Du immer wieder so viel Arbeit auf Dich nimmst und ums Leser mit solch schönen Texten versorgst ist Dir sehr hoch anzurechnen. Das ich erst so sehr spät kommentiere liegt zum einem an dem oben beschriebenen Fehler zum anderen möchte ich um Deinen vielen Aufwand zu würdigen nicht einfach nur ein Danke schreiben. Das würde natürlich für viele der derzeit noch stummen Leser vielleicht einen Impuls geben selbst einmal einen Kommentar zu schreiben. Ich denke die Autorin würde auch dies sehr freuen. Lass Dich aber vor allem nicht durch andere Kommentare verwirren, die die für sie als beste Geschichte empfundene meinen "anschieben" zu müssen.

Liebe Grüße und weiterhin Gute Genesung,

Der Leser

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