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 Man schließt manches weg, um anderes zu finden.
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RE: Nachbarin Tina
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Datum:24.06.26 14:13 IP: gespeichert
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Teil 30
Als die Haustür am nächsten Nachmittag aufflog, wirbelte Lisa wie ein kleiner Tornado in die Wohnung. Sie brachte eine fast greifbare, unbändige Energie mit, die die ruhige, zweckmäßige Lernatmosphäre der letzten Tage mit einem Schlag hinwegfegte.
„Hallo, ihr Stubenhocker!“, rief sie, ließ ihre Reisetasche achtlos im Flur stehen und marschierte direkt in die Küche, wo Tina und ich gerade Kaffee machten. Sie drückte ihre Mutter stürmisch, drehte sich dann zu mir um und verpasste mir einen kräftigen Knuff gegen die Schulter, bevor sie mich kurz umarmte. „Mensch, Tom, du siehst ja aus, als hättest du seit Tagen kein Tageslicht gesehen. Komm, wir brauchen erst mal Sekt!“
Tina schmunzelte über den Wirbelwind ihrer Tochter, schüttelte aber den Kopf. „Erst die Arbeit, Lisa. Tom hat heute noch ein großes Pensum in englischer Literatur vor sich.“
Lisa verdrehte demonstrativ die Augen, schnappte sich ein Stück Gebäck vom Tisch und grinste mich frech an. „Englische Literatur? Öde! Lass dir bloß nicht die Jugend rauben, Großer.“
Bei jeder Bewegung, bei jedem Lachen von Lisa spürte ich das unnachgiebige, kühle Gewicht zwischen meinen Beinen. Der maßgefertigte Käfig saß dank des Piercings perfekt, absolut unnachgiebig, ein permanenter, stiller Begleiter. Gleichzeitig lag Tinas sachlicher, fast beiläufiger Blick auf mir, als würde sie nur prüfen, ob ich im Zeitplan blieb.
Als Tina kurz ins Wohnzimmer ging, um ein Telefonat zu führen, blieb ich mit Lisa in der Küche zurück. Ich spülte ein paar Tassen ab, als sie sich plötzlich hinter mich stellte. Ihre Hand schnellte an meine Hüfte, sie kniff mich spielerisch in die Seite, sodass ich erschrocken zusammenzuckte und einen Schritt gegen die Arbeitsplatte machte. Dabei stieß der vordere Metallring des Käfigs leicht gegen die Kante und gab ein leises, verräterisches Klicken von sich.
Lisa erstarrte kurz. Sie wusste natürlich von uns, aber dieses Geräusch war neu. Ein ungläubig amüsierter Ausdruck legte sich auf ihr Gesicht. Sie trat einen Schritt zurück, stemmte die Hände in die Hüften und musterte mich mit einem breiten Grinsen.
„Na, was klackert denn da so schön?“, feixte sie leise. „Das ist aber nicht mehr das alte Modell, oder? Meine Mutter hat ja ordentlich aufgerüstet. Das klingt verdammt nach Maßarbeit.“
Ich spürte sofort, wie mir das Blut ins Gesicht schoss. „Lisa, bitte… nicht jetzt.“
Sie hob beschwichtigend die Hände, aber ihr Grinsen wurde einen Moment kleiner, fast nachdenklich, als sie die Müdigkeit in meinem Gesicht sah und die unterschwellige Anspannung, die ich kaum noch verbergen konnte. „Schon gut, schon gut. Aber im Ernst… du wirkst nicht gerade wie jemand, dem es super geht. Der hängt diesmal richtig fest, hm?“
Die angestaute Frustration der letzten Tage entlud sich plötzlich leise in mir. Kontrollierter als ich es fühlte, aber deutlich genug.
„Es ist gerade… kompliziert“, gestand ich und senkte den Blick. „Der Käfig ist okay. Das Piercing auch. Aber seit das neue Modell dran ist, dreht sich bei Tina alles nur noch um meine Zukunft, meine Prüfungen, meine Uni. Alles ist durchgetaktet. Ich habe das Gefühl, ich bin nicht mehr wirklich ihr Partner, sondern eher… ein Projekt, das fehlerfrei funktionieren muss. Und eine Erleichterung gibt es im Moment sowieso nicht, sie bleibt total distanziert.“
Lisa hörte mir diesmal ernst zu, ohne ihren üblichen Spott. „Und warum sagst du ihr das nicht?“
Ich schüttelte den Kopf. „Ich will sie nicht enttäuschen. Sie macht das ja nicht aus Bosheit, sie will mich durch die Prüfungen bringen. Ich habe ihr die Kontrolle gegeben, Lisa. Ich weiß nur nicht, wie ich das ansprechen soll, ohne dass alles kippt.“
Lisa legte mir kurz die Hand auf die Schulter. „Ich rede mal mit ihr. Von Frau zu Frau.“
„Lisa, bitte nicht—“, flüsterte ich panisch, doch da kam Tina bereits zurück in die Küche.
Am späten Abend saß ich noch immer am Küchentisch. Die Bücher lagen vor mir aufgeschlagen, aber mein Blick hing immer wieder an den Stimmen aus dem Wohnzimmer, die durch die halb offene Tür herüberdrangen. Zuerst waren es nur leise Gesprächsfetzen gewesen, doch dann hörte ich deutlich meinen Namen. Ich hielt inne, legte den Stift ab und blieb reglos sitzen.
„…du musst schon zugeben, dass er sich verändert hat, Mama“, sagte Lisa nachdrücklich. „Er geht gerade komplett ein.“
Tinas Stimme blieb ruhig, kontrolliert. „Er konzentriert sich auf seine Prüfungen. Genau das soll er tun, die Zukunft entscheidet sich jetzt.“
„Nein“, erwiderte Lisa schärfer. „Du behandelst ihn wie ein Projekt. Nicht wie einen Partner. Er macht alles für dich, er hat sich sogar piercen lassen – und du merkst nicht mal, wie sehr er emotional auf der Strecke bleibt. Nur weil er das freiwillig macht, heißt das nicht, dass er keine Bestätigung braucht.“
„Tom hat sich nicht beschwert“, kam Tinas Antwort, nun merklich kühler. „Er weiß, worum es geht.“
„Weil er dich verdammt noch mal nicht enttäuschen will!“, konterte Lisa sofort. „Er ist neunzehn, Tina. Manchmal vergisst du, wie jung er eigentlich noch ist. Er versucht dir in allem zu gefallen. Und du nutzt diese Abhängigkeit gerade komplett aus, auch wenn du es vielleicht gar nicht so meinst.“
Ich hörte das Geräusch von Bewegung, gefolgt vom raschen Zuziehen eines Reißverschlusses.
„Ich fahre ins Hotel“, sagte Lisa schließlich mit einer ungewohnten Endgültigkeit. „Es hat keinen Sinn, wenn du blockst.“
Kurz darauf fiel die Wohnungstür mit einem dumpfen Schlag ins Schloss.
Die Stille, die danach in der Wohnung blieb, war bleischwer.
Wenige Minuten später trat Tina in die Küche. Ihre Haltung war aufrecht, ihre Miene makellos kontrolliert, aber ihre Augen wirkten kälter als alles, was ich bisher von ihr kannte.
„Hast du dein Pensum für heute geschafft?“, fragte sie sachlich, als wäre rein gar nichts geschehen.
Das war der Moment, in dem etwas in mir brach. Die angestaute Erregung der letzten Wochen, die psychische Endgültigkeit des neuen Käfigs und das Gefühl, nur noch eine Funktion zu erfüllen, strömten auf einmal hoch.
Ich klappte das Buch viel zu laut zu, stand auf und drehte mich zu ihr um. „Ich habe mich nicht bei Lisa beschwert!“, sagte ich, meine Stimme zitterte vor Anspannung. „Ich habe ihr nur einmal gesagt, wie es mir geht. Aber von dir kommt überhaupt nichts mehr. Du fragst mich seit Tagen nicht, wie ich mich fühle. Du planst und entscheidest einfach alles in letzter Zeit! Und ich komme mir nicht mehr vor wie dein Partner, sondern wie jemand, der einfach nur still funktionieren soll.“
Tina hob überrascht die Augenbrauen. Ihre Kontrolle blieb perfekt, aber darunter lag jetzt eine schneidende, ungewohnte Härte.
„Ich sorge dafür, dass du deine Ziele erreichst und deine Zukunft nicht verbaust“, sagte sie ruhig, aber distanziert. „So wie wir es vereinbart haben, als du mir die Führung übergeben hast. Dazu gehört Disziplin.“
„Vielleicht will ich aber nicht, dass du ungefragt mein ganzes Leben strukturierst!“, schoss ich zurück, unfähig, die Frustration noch zurückzuhalten.
Ein kurzer, eisiger Moment der Stille spannte sich zwischen uns. Tina sah mich nur an – schweigend, kühl, unnahbar. Keine liebevolle Geste, kein besänftigendes Wort.
Ich hielt ihrem Blick nicht stand. Mit zitternden Fingern griff ich nach meiner Jacke und meinen Schlüsseln.
„Ich kann gerade einfach nicht mehr hier sein“, sagte ich leise, enttäuscht von ihrer Kälte.
Ich verließ die Küche, ging in den Flur und zog die Wohnungstür hinter mir ins Schloss. Im Treppenhaus atmete ich die kühle Luft ein. Eigentlich war ich jetzt offiziell mit Tina zusammen, aber in diesem Augenblick kam mir die Wohnung gegenüber, die Tür meiner Eltern, wie der einzige Zufluchtsort vor. Nur wenige Schritte trennten mich von meiner alten Heimat.
Ich ging hinüber, schloss leise auf und schlich in mein altes Zimmer, ohne meine Eltern zu wecken, die vermutlich schon schliefen. Ich ließ mich in voller Montur aufs Bett fallen und starrte an die Decke.
Das unnachgiebige Gewicht des neuen Käfigs war unverändert da. Eng, maßgefertigt, absolut ausweglos. Es fühlte sich in dieser Sekunde falsch und doch so unendlich richtig an – ein permanenter Beweis dafür, wie tief ich bereits in Tinas Welt steckte, selbst wenn ich gerade vor ihr geflohen war.
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| torstenP |
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Sklave
 Essen / 45

Beiträge: 72
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RE: Nachbarin Tina
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Datum:24.06.26 16:48 IP: gespeichert
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Das ist wieder mein Teil und mir gefällt, dass Toms Gefühlslage endlich ans Licht gekommen ist. Ob Tina noch zur vernuft kommt, oder ob sich jetzt etwas zwischen Lisa und Tom entwickelt, welche ja ebenfalls auf Tina sauer ist.
Bin sehr gespannt, wie es weitergeht!
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Einsteiger

Beiträge: 9
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RE: Nachbarin Tina
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Datum:24.06.26 17:57 IP: gespeichert
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du kannst ja in seiner keuschen Haltung auch mal neue Praktiken einbauen, von denen alle was haben... Strapon kam ja schon vor und kann auch eine Prostata reizen
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Stamm-Gast
   Backnang

Beiträge: 259
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RE: Nachbarin Tina
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Datum:24.06.26 19:30 IP: gespeichert
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Schade ,daß es soweit kommen mußte.Ich hoffe, daß alles wieder gut wird. denn bis hierher war es eine wunderbare Geschichte.
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