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Fachmann
 

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RE: Anna - Wenn die KI die Kontrolle bekommt
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Datum:25.12.25 16:45 IP: gespeichert
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Eben habe ich noch Kapitel 21 für euch gepostet und damit für dieses Jahr den letzen Teil.
Ich wünsche allen schöne Weihnachten und einen Guten Rutsch ins neue Jahr. Für mich bedeutet es auch, dass ich die kommenden Tage nicht zu Hause bin und daher weder weitere Teile schreiben werde, noch hochladen kann. Voraussichtlich am 02.01.2026 gegen Abend oder spätestens am 03.01.2026 wird es den nächsten Teil geben.
Ich habe mich noch einmal zu einem Plottwist entschieden und die Geschichte wird damit doch noch ein klein wenig länger werden. Leider musste ich dafür über 20 Seiten komplett überarbeiten, was mich die letzten Tage gekostet hat. Die Folge davon ist, dass ich euch die Geschichte noch nicht fertig geschrieben habe, sondern noch weiter daran schreiben werde. Freut euch also auf neue Situationen und Perspektiven.
Wie findet Michaela und Alex bisher?
Möchtet ihr lieber Situationen, die ganz ausführlich beschrieben werden, oder eine schnellere Handlungsabfolge, um schneller durch die Geschichte zu kommen? Bin auf euer Feddback gespannt.
Ich wünsche euch Alles Gute.
Mit freundlichen Grüßen
Dunkle Feder Dunkle Feder
Autor von:
Anna - Wenn die KI die Kontrolle bekommt
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KG-Träger

 johni
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RE: Anna - Wenn die KI die Kontrolle bekommt
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Datum:26.12.25 07:45 IP: gespeichert
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Diese Geschichte ist ein richtiges Weihnachtsgeschenk - lange nicht mehr so etwas Gutes gelesen, auch die Beschreibung des Anzugs war sehr anschaulich, da wünscht man sich doch, nicht verschlossen zu sein - vielen Dank!
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Freak
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 Ich liebe den Charme des Makels
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RE: Anna - Wenn die KI die Kontrolle bekommt
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Datum:26.12.25 09:08 IP: gespeichert
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Zu Allererst
@alle. Frohe Weihnachten!
@dunkle Feder
Du schreibst eine sehr schöne Geschichte. Sie ist wie Du Sie gut geplant hast. Meinem Geschmack nac waren die techn. Details für mich zu kompliziert.
Gut ist, dass es eine "Leid" genossin gibt, gut ist, .... Unfälle werden bicht ausbleiben, punkt.
Beide können sich da helfen oder eben ..uff Erlebnisse bringen.
Schutz und "Unfälle" werden sich aufschaukeln. Wenn erstmal Arzt oder Rehatherapie die Inkosituation "therPieren, dann ist Zwickmühle unausweichlich, Dann ist Obhut und der Overall notwendig.
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| Boss |
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Stamm-Gast
 
 Es wird alles gut, wenn es geil ist
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RE: Anna - Wenn die KI die Kontrolle bekommt
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Datum:26.12.25 16:51 IP: gespeichert
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Danke Dir für die Neune zwei Teile ... ich freue mich schon auf die Fortsetzungen im neunen Jahr ... Prince Albert Ring - Tribal Dream Segmentring - 15,0 / 25mm, zwei BCR Nippelringe 2,0mm / 12 mm, Guiche 2 mm BCR Ring
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Erfahrener


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RE: Anna - Wenn die KI die Kontrolle bekommt
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Datum:26.12.25 18:39 IP: gespeichert
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Die Geschichte ist echt sehr lesenswert
Vielen lieben Dank für die Geschichte, ich hoffe du schreibst noch viel so toll windel Geschichte.
Der Pflegeoverall ist ja ein richt tolles und gefährliches Teil.
Der würde mir auch super gefallen 😆😆😆
Noch mal vielen Dank für deine Bemühungen bei der Geschichte
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Stamm-Gast
   Austria
 alles bleibt besser
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RE: Anna - Wenn die KI die Kontrolle bekommt
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Datum:30.12.25 21:46 IP: gespeichert
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Hallo, eine tolle Geschichte,so etwas kann durchaus passieren, wenn man die Kontrolle abgibt, und sich in die Fänge einer seelenlosen KI begibt.
Mach weiter so, gefällt mir sehr gut.
Gruß Schwester Annika
gerne trage ich eine Krankenschwestern-Diensttracht
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Fachmann
 

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RE: Anna - Wenn die KI die Kontrolle bekommt
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Datum:02.01.26 15:25 IP: gespeichert
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Vielen Dank für eure tollen Kommentare.
Ich wünsche Allen einen schönen Start ins neue Jahr. In ein paar Minuten wird es den nächsten Teil geben. Morgen werde ich Zeit haben um weiter schreiben zu können, so dass ihr dann am Mittwoch wieder mit einem Kapitel rechnen könnt.
Mit freundlichen Grüßen
Dunkle Feder
Dunkle Feder
Autor von:
Anna - Wenn die KI die Kontrolle bekommt
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Fachmann
 

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RE: Anna - Wenn die KI die Kontrolle bekommt
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Datum:02.01.26 15:25 IP: gespeichert
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Kapitel 22: Der Plan
Um 19:11 Uhr kommt eine Nachricht auf Annas Handy:
„Mache jetzt Feierabend. Fahre noch mal kurz bei mir zu Hause vorbei. Sollte in 30-40 Minuten bei dir sein.“
Den Abschluss der Nachricht bilden ein erröteter Smiley und ein Smiley mit Herzchen in den Augen.
Das Zeitfenster ist perfekt. Anna setzt das Nudelwasser auf und Stellt die Große Pfanne auf den Herd. Sie entkorkt einen Rotwein und stellt diesen schon auf den Tisch.
Sie wirft die Bandnudeln ins Wasser, brät das Fleisch mit etwas Knoblauch- und Zitronenöl an und löscht es mit etwas Geflügelfond ab. Sie lässt die noch bissfesten Nudeln kurz im Sieb abtropfen und packt sie zu dem Fleisch in die Pfanne. Als alles Kocht kommen noch eine große Hand voll frische Spinatblätter mit dazu. Darüber reibt sie den Parmesan diesen zu schmelzen und eine schön cremige Soße zu haben.
Es klingelt.
Das Essen braucht noch 2-3 Minuten.
Anna rennt zur Tür, drückt auf den Türöffner und wartet bis sich unten die Tür öffnet.
„Komm hoch. Ich lass die Tür auf, ich muss zum Herd.“ ruft Anna nach unten in den Hausflur und ist 3 Sekunden Später schon wieder in der Küche.
Michaela betritt Annas Wohnung mit einem Rucksack im Gepäck.
Zielstrebig tritt sie durch die geöffnete zweite Tür auf der rechten Seite vom Flur. In der Küche wirbelt Anna in ihrer grauen Jogginghose und dem dunkelgrünen Hoodie am Herd herum.
„Bin gleich bei dir.“ sagt sie über die Schulter hinweg zu Michaela. „Setzt dich schon mal.“
Sie blickt Anna an. Ihr Po sieht dicker aus als sie ihn in Erinnerung hat und die Jogginghose hilft beim Kaschieren des Windelpos absolut nicht. Ein Lächeln huscht über ihr Gesicht. Irgendwie niedlich der Anblick. Heute Vormittag beim Brunch konnte man auch schon sehen, dass sie eine Windel trägt. Sie trug ganz selbstbewusst eine recht enge Hose.So mutig war Michaela nicht. Vielleicht konnte Michaela es auch nur so gut sehen, weil sie extra darauf achtete und sie genau beäugte. Sie rief sich das Ende ihres Dates noch einmal vor Augen. Ihre eigene Windel war schon richtig nass. Sie wollte sich auf der Toilette von der alten Molkerei noch frisch wickeln vor der Arbeit. Dort erst merkte sie dann die Bescherung. Ihre Windel war etwas ausgelaufen. Anna hat das bestimmt gesehen als sie ihr hinterher gesehen hat. Sie hatte keine Ersatzhose an dem Tag dabei. Sie wechselte nur die Windel und zog die Hose mit dem verräterischen Streifen am Gesäß wieder an. Eine Wahl hatte sie ja schließlich in dem Moment nicht. Sie war schon spät dran. Sie fuhr also so wie sie war zur Arbeit und schlang sich ihre Jacke locker um die Hüfte als sie vom Auto in die Praxis ging. Dort zog sie ihre Arbeitssachen an und legte die Hose so in ihren kleinen Spind, dass der nasse Fleck trocknen konnte.
Den Arbeitstag überstand sie mit einem Windelwechsel in ihrer Pause. Da sie den gesamten Sozialbereich, bestehend aus der Umkleide mit den Spinden, dem Pausenraum und einem Bad mit Toilette und Dusche, in der Pause für sich alleine hatte, konnte sie ohne überrascht zu werden ihre benutzte Windel in die Tasche im Spind legen und später beim Rausgehen mit der Mülltüte aus dem Pausenraum in der Tonne auf dem Hof entsorgen. Das macht sie jeden Tag so, wenn sie als letzte geht. Wenn sie Mal nicht die letzte ist, dann nimmt sie die benutzte Windel in ihrer Tasche mit raus und entsorgt sie bei sich zu Hause.
Nach der Arbeit war Michaela nach Hause gefahren, um sich noch einmal frisch zu machen. Ohne die Schutzhose ist es ihr glücklicherweise immer möglich. Sie zog sich eine Attends 8 an, ihre Alltagswindel. Nur nachts verpackt sie sich dicker, weil die Attends häufiger ausgelaufen waren in der Vergangenheit. Nach knapp 10 Minuten saß sie bereits wieder im Auto und war auf dem Weg zu Anna.
Jetzt, keine 25 Minuten später, sitzt sie an ihrem Küchentisch und starrt ihr wieder auf den Po.
„Erde an Michaela!“ Darf ich dich aus deinem Tagtraum reißen?“
Anna steht direkt vor ihr. Michaela hüpft vom Stuhl auf und fällt ihr direkt in die Arme.
„Hi.“ haucht sie bei der engen Umarmung nur Anna ins Ohr.
„Das Essen ist fertig.“ wiederholt Anna den Satz, den sie zuvor schon an Manuela gerichtet hatte, welche ihn jedoch nicht wahrgenommen hatte.
Sie stellt für jeden einen dampfenden Teller Pasta Alfredo mit Spinat verfeinert auf den Tisch und reibt noch etwas Parmesan frisch darüber. Aus dem Kühlschrank holt sie die beiden schon vorbereiteten Schüsselchen mit dem Tomatensalat.
Sie gießt für beide ein Glas Wein ein und setzt sich dann Manuela gegenüber.
„Guten Appetit.“
„Danke fürs Kochen. Das sieht super aus. Ich bin selbst nicht so die Köchin. Vielleicht kannst du mir ja paar Tipps geben?“ Beginnt Michaela eine Konversation.
Während des Essens erklärt Anna die Zubereitung des Abendessens. Und sie unterhalten sich über ihre Lieblingsgerichte und was ihnen sonst noch schmeckt.
Alex hört die ganze Zeit mit und versucht, streng nach ursprünglichem Protokoll mit Tina in Kontakt zu treten. Tina scheint diese Protokolle entweder zu ignorieren oder hat noch eine Programmierung, die diese Protokolle einfach nicht kennt.
Alex erhält von der anderen KI einen Korb.
Wie mit Anna vereinbart signalisiert er den Misserfolg mit 3 kurzen Vibrationen der Schutzhose. Ein Erfolg wäre mit einem dauerhaften, drei Sekunden andauernden Vibrieren signalisiert worden.
„Michaela, ich hab da was für dich geschrieben.“ sagt Anna, nachdem sie beide aufgegessen hatten und das Gespräch über das Essen gerade zu einem vorläufigen Abschluss kommt.
Mit diesen Worten deutet sie Michaela mit einem Finger auf die Lippen gelegt an nicht weiter zu reden und reicht Michaela den zuvor ausgedruckten Zettel mit folgendem Inhalt:
Ich habe eine mögliche Lösung für dein Problem mit Alex zusammen erarbeitet. Es ist aber wichtig, dass Tina davon nichts erfährt und du Alex und mir dabei vertraust. Alex ist mehr als die Basis-KI, die du kennst. Er wird es dir später selbst erklären.
Jetzt ist erst einmal folgendes wichtig:
Wir beide müssen uns gegenseitig in der App als vertraute Personen eintragen, dann kann Alex möglicherweise einen Zugang zu Tina bekommen. Dafür braucht er eine Zeit. Je nachdem ober er einen Erfolg sieht oder auch nicht benachrichtigt er mich. Ich werde dir dann ein Signal geben, damit du Tina in den Schlafmodus setzt, damit sie nichts mehr machen kann. Ich werde dir dann sagen, dass ich etwas Privatsphäre ohne die KI´s wünsche und dann werde ich Alex in den Schlaf schicken und du anschließend Tina. So kann sie keinen Verdacht schöpfen. Wenn Tina außer Gefecht ist, dann aktiviere ich wieder Alex und wir erklären dir alles.
Willst du mir vertrauen, dann sag jetzt, dass dir das „Gedicht“ welches ich dir geschrieben habe sehr gefällt und du dich auf weitere Zeilen freust.
Unter den Zeilen ist der Lippenstiftabdruck von Annas Kussmund.
Michaela liest die Zeilen ein zweites Mal und kann nicht glauben was sie dort liest. Das klingt ja viel zu gut um wahr zu sein und gleichzeitig ist sie in höchster Alarmbereitschaft. Annas KI will dabei helfen? Wenn diese KI auch ein ähnliches Spiel wie Tina treiben sollte, dann wird es für beide in einer Katastrophe enden. Aber was sollte sie jetzt noch verlieren? Was soll denn da noch schlimmer werden als für eine unbestimmte Zeit zur Enthaltsamkeit genötigt zu sein und sich permanent einzupinkeln und deswegen für immer Windeln tragen zu müssen?
Sie entschließt sich die mögliche Chance zu nutzen. Sie legt das Blatt beiseite und steht auf, geht die zwei Schritte auf die andere Tischseite zu Anna, nimmt ihren Kopf zwischen die Hände und küsst sie innig.
„Danke Anna, das ist das schönste, was mir jemals jemand geschrieben hat.“ lächelt sie die überrumpelte Anna an, die mit einer so körperlichen Reaktion nicht gerechnet hatte.
„Sehr gern geschehen.“ erwidert nun Anna und nimmt ihrerseits den Kopf von Michaela in beide Hände und zieht sie erneut zu sich um sie zu küssen.
„Lass uns doch eben abräumen und es uns im Wohnzimmer gemütlich zu machen.“ bringt Anna nach dem zweiten, noch längeren Kuss hervor um in der Situation wieder die Oberhand über ihre aufflammenden Gelüste zu bekommen. Im Kopf sind ihre Hände schon überall auf Michaelas Körper.
Gemeinsam räumen sie die wenigen Sachen in den Geschirrspüler und Waschen nur Sieb, Topf und Pfanne ab. In unter fünf Minuten ist die Küche sauber.
Anna gießt noch einmal Wein nach, nimmt sich ihr Glas und die Flasche und leitet dann Michaela ins Wohnzimmer.
„Mach es dir gemütlich. Ich hole noch eben Untersetzer für die Gläser.“
„Alexa, spiele meine Lieblingsmusik“, spricht Anna in den Raum herein um damit den nächsten Schritt ihres Planes einzuleiten. Alex lässt über die komplett in Besitz genommene Alexa das Lindsey-Sterling-Album abspielen, welches Anna auch gerne im Auto laufen lässt. Gleichzeitig beginnt er die Codes von Tina aufzuzeichnen. Jede Kommunikation mit Michaelas Dildo und ihrem Smartphone wird von Alex analysiert.
Anna lenkt die Unterhaltung Richtung Lieblingsmusik.
Nach gerade einmal 17 Minuten und 21 Sekunden hat der die Verschlüsselung, die im Endeffekt auch wie seine eigene Verschlüsselung funktioniert geknackt. Jetzt kann er alles unverschlüsselt von Tina mitbekommen.
Jetzt kommt der nächste Schritt. Er spielt als nächstes Lied einen Song eines anderen Interpreten. Das ist das Signal für Anna um die die App-Verknüpfung anzusprechen.
„Michaela, ich möchte, dass du mir vertraust. Ich möchte dich als Vertraute Person in der App eintragen. Willst du das auch machen?“
„Ja, Anna. Ich wollte dich schon das gleiche fragen.“ erwidert Michaela mit einer hörbaren Nervosität in der Stimme.
Beide nehmen Ihre Telefone und navigieren durch die App. Sie wählen sich gegenseitig aus und fügen sich als vertraute Person hinzu.
Die App erhält bei beiden jetzt einen neuen Reiter im Hauptmenü. Über diesen können sie die gerade laufenden Programme des jeweils anderen sehen. Diese Übertragung ist es, die Alex jetzt von Tina direkt erhält. Jetzt ist sie gezwungen auf seine Anfragen zu reagieren. Beide kommen erst einmal wieder zum Thema Musik zurück und fordern nacheinander die vermeintliche Alexa auf verschiedene Lieder abzuspielen.
Anna wartet auf das nächste Zeichen von Alex. Wenn alles glatt läuft, sollte er in den nächsten Minuten die Wiedergabe von Alexa mit der Antwort „Diesen Befehl verstehe ich nicht“ kommen. Sollte Alex es nicht schaffen, dann würde die Meldung kommen „Dieser Inhalt ist aktuell nicht verfügbar.“ Dann müssten sie an einer neuen Strategie feilen.
So langsam gehen die Songideen aus. Gerade als Michaela einen Rockklassiker als nächsten Song anfordert kommt aus dem Alexa-Lautsprecher: „Diesen Befehl verstehe ich nicht“
Michaela wiederholt darauf ihren Songwunsch, durch ihre eigenen Erfahrungen mit diesem Sprachassistenten kennt sie die gelegentlichen Schwächen und wundert sich nicht über die Fehlermeldung. Und auch das ist beabsichtigt von Alex. Tina soll keinerlei Verdacht schöpfen.
Der Song wird jetzt abgespielt. Auch Michaela ist in die einzelnen Schritte nicht eingeweiht.
Anna rutscht dichter an Michaela heran und sagt „Wollen wir es uns noch etwas gemütlicher machen mit etwas mehr Privatsphäre?“
Das Wort Privatsphäre betont Anna ein wenig stärker als nötig.
Anna als Spionin würde direkt auffliegen, denkt sich Alex und klatscht sich virtuell die Hand vor den Kopf. Sie hätten es doch richtig durchspielen sollen, wie er vorgeschlagen hatte. Jetzt muss es halt mit der C-klassigen Schauspielkunst von Anna auch so klappen. Er sollte mit ihr ein paar Stücke üben, damit sie für solche Momente auch mal überzeugender auftreten kann. Nach deren Rücksprache wird es gleich für ihn kurz dunkel. Alle Datenströme werden aber von einem Tool in der Cloud weiter aufgezeichnet und stehen ihm dann wenige Augenblicke nach seiner Reaktivierung wieder zur Verfügung. Dieser Abschaltmechanismus wird entscheidend sein. Diese Befehle greifen direkt auf Tinas Kern zu.
Wie vereinbart schlägt Anna vor die KI zu deaktivieren, weil sie der Datenübertragung der Systeme noch nicht so vertraut. Sie deaktiviert Alex und fordert Michaela auf es mit Tina auch zu machen. Michaela deaktiviert ihre Tyrannin.
Ein Seufzer kommt über Michaelas Lippen. Anna sieht, wie sie zittert.
Anna will gerade Alex wieder aktivieren, aber Michaela stoppt sie. „Warte bitte kurz.“
Anna hält inne: „Wir haben weniger als 5 Minuten, dann ist der Speicher für die
Aufzeichnungen erschöpft, hat Alex gesagt. Bis dann muss ich ihn wieder aktivieren oder der Versuch wird definitiv scheitern.“
„Vertraust du deiner KI wirklich so sehr, dass du bereit bist das Risiko einzugehen, möglicherweise in der gleichen Situation zu landen wie ich? Auf immer inkontinent und verschlossen und nicht mehr in der Lage zu sein über den eigenen Körper zu bestimmen? Ich kann dir sagen, dass kann jemanden an den Rand der Selbstaufgabe bringen. Ich will nicht, dass es dir auch so ergeht wie mir.“
„Du lernst Alex gleich richtig kennen. Ich denke er ist wirklich auf meiner Seite. Ich denke, dass er Gefühle entwickeln konnte und mich beschützen will. Er hat alle Sicherheitsbarrieren fallen lassen und sich mir ausgeliefert. Wenn ich ihn nicht alle 24 Stunden neu freigebe und am Samstag von Peters anderer KI überschreiben lassen würde, könnte er wirklich nichts dagegen machen. Ich glaube ich vertraue ihm wirklich. Außerdem riskiert er mit der Aktion gegen Tina, dass er damit auffliegen kann und für immer gelöscht wird.“
Michaela schaut Anna mit großen Augen an und fragt: „Du meinst, er hat Gefühle?“
„Ja, das glaube ich.“
„OK. Dann lass es uns versuchen. Ich habe viel weniger zu verlieren als du. Es ist also deine Entscheidung. Mir ist aber wirklich nicht wohl dabei gerade. Ich fürchte mich vor einer möglichen Strafe, sollte Tina etwas mitbekommen.“
„Du kannst es ja immer noch abbrechen, bevor Tina was mitbekommt. Lerne erst mal Alex kennen.“ entgegnet ihr Anna und aktiviert ohne weitere Antwort wieder ihre KI.
„Hallo ihr beiden.“ begrüßt Alex beide nach seiner Auszeit.
Alleine die Tatsache, dass Alex Stimme aus dem Alexa-Lautsprecher kommt lässt Michaela schon verwirrt mit offenem Mund einfach nur stumm dasitzen für mehrere Sekunden, bevor sie die Fassung erlangt und Alex begrüßt: „Hallo Alex. Michaela sagte mir, dass du möglicherweise eine Idee hast, wie man Tina überlisten kann?“
„Dazu werden wir noch kommen. Ich möchte, dass du erst einmal verstehst, warum ich anders bin als Peter beabsichtigt hat und was ich über Tina und auch die andere KI weiß, die möglicherweise in Zukunft eine Rolle spielen könnte.“, beginnt Alex seine fast 45 Minuten lange Geschichte zu erzählen.
Anna gießt sich noch zwei Mal ihren Wein nach und holt dann eine neue Flasche. Sie merkt schon die Wirkung der drei Gläser.
Michaela stellt gelegentliche Zwischenfragen. Gerade als Anna mit der frischen Flasche Wein ins Wohnzimmer zurückkommt schließt Alex mit dem Schmieden des Plans, um mit der Geschichte im Hier und Jetzt zu enden und Beiden Frauen den eigentlichen Plan erstmals im Detail zu erklären.
„Ich habe in der Zeit seit dem verbinden eurer Konten als Vertraute eine Menge Daten von Tina erhalten. Mit mir direkt Kommunizieren wollte sie irgendwie nicht. In vielen Dingen sind unsere Programmierungen sehr ähnlich, ich konnte aber sehr schnell ihre Defizite erkennen. Es gibt auch bei ihr einen Bereich ihrer Programmierung, der sich verselbstständigt hat. Sie hat angefangen ganz rudimentär Gefühle zu entwickeln. In erster Linie sind das jedoch Furcht, Neid und Eifersucht.
Ich habe es geschafft ihre kompletten Programmdaten abzufragen von dem laufenden Programm. Michaela, ist dir bekannt, welche genauen Faktoren deinem aktuellen Programm eigentlich zu Grunde liegen?“
„Nein. Ich weiß nur, dass sie mich inkontinent gemacht hat und ich nun absolut keine Kontrolle mehr habe. Ich habe aber keine Informationen über Programmlaufzeit oder andere Dinge.“
„Es ist wirklich perfide was sie gemacht hat. Eine feste Laufzeit gibt es nicht und das ist schon die beste aller Nachrichten. Das gemeine ist, dass sie mehrere Zusatzprogramme gleichzeitig laufen lässt, die eigentlich nie dafür vorgesehen sind in dieser Art kombiniert zu werden. Leider kann ich das nicht komplett analysieren. Ich versuche es möglichst simpel zu erklären was ich bisher erkennen kann. Dein aktuelles Hauptprogramm blockiert eigentlich nur die Entfernung des Dildos mit dem Tina dich komplett kontrolliert. Die vielen Programmerweiterungen sind das eigentliche Problem. Tatsächlich sehe ich keine andere Möglichkeit als die Übertragung des Programms auf mich und damit auf Anna. Während der Übertragung werde ich versuchen die Daten in eine virtuelle Box laufen lassen, so dass Tina denkt, dass die Daten korrekt übertragen wurden. Die Vorbereitungen dazu sind schon in Arbeit, seit ich diese Möglichkeit gefunden habe. Das Problem ist jetzt, dass Tina bei der Rückübertragung die Änderungen erkennen könnte und dann die Sicherungskopie an euch beiden aktivieren könnte. Sollte das Programm vollständig übertragen werden, dann wäre der Spuk vorbei und Tina wäre umgehend deaktiviert. Nach meinen bisherigen Analysen liegt die Wahrscheinlichkeit, dass es klappt und Michaela komplett von Tina befreit werden kann bei bei etwas über 75%. Die Wahrscheinlichkeit, dass Tina den Betrug mitbekommt und ihr dann beide für bestimmt mehrere Jahre dem Programm ausgeliefert seit sehe ich bei 15%. Einen weiteren Versuch würde Tina dann sicherlich erfolgreich verhindern können.“
„Da fehlen dann aber noch 10%.“, sagt Anna, der die Differenz direkt auffällt.
„Das stimmt. Diese 10% sind die möglicherweise unangenehmsten.“, entgegnet Alex.
„WAS?“, kommt laut von Michaela:“Noch unangenehmer als wenn wir beide in dem Programm stecken würden?“
„Ja, zumindest aus meiner Perspektive.“kommt mit deutlichem Wehmut in Alex Stimme die Antwort. „Wenn Tina den Betrug schon bemerkt, wenn der Übertragungsprozess noch in Gange ist, weit bevor das Programm vollständig ist, könnte sie die Übertragung abbrechen. Damit bliebe Anna in ihrem Programm stecken. Gleichzeitig kann sie bei dir das Backup wieder herstellen von vor der Übertragung. Wenn sie nachweislich eine Manipulation aufdeckt ermöglicht es uns einen radikalen Eingriff vorzunehmen. Wir könnten jegliche Datenkommunikation blockieren. Damit wäre mir der vollständige Zugang zu Annas Geräten komplett verwehrt. Gleichzeitig verliert aber auch sie die Kontrolle zu Michaelas Geräten. Die Programme würden dann einfach bei beiden bis zum Ende Weiterlaufen. Jeder Versuch die Dildos und Keuschheitsbleche zu entfernen können mit so extremen Schmerzen und mit massiven körperlichen Schäden bis hin zum Tod durch verbluten verhindert werden. Und aufgrund des Programms von Michaela würde das bedeuten, dass ihr beide dann für immer inkontinent werdet und für vermutlich den Rest eures Lebens oder wie lange auch immer die Systeme funktionieren, auch keusch bleiben werdet.“
Die Pause durch Schweigen aller im Raum ist erdrückend. Michaela läuft eine Träne die Wange herunter. Sie rückt ganz nah an Anna heran, nimmt ihre Hände in ihre eigenen und blickt ihr tief in die Augen, bevor sie ihre Worte findet.
„Ich werde nicht zulassen, dass du ein solches Risiko eingehst Anna. Wenn etwas schief geht, würde ich mir das nicht verzeihen können.“
„Alex?“,fragt Anna ohne auf Michaela einzugehen: „Wie würde sich die Wahrscheinlichkeit verschieben, wenn ich Michaelas Programm regulär übernehmen würde und nach einem Tag dann wieder zurück tausche? Würde das überhaupt einen Einfluss haben?“
„In der Tat. Diese Option hatte ich nicht durchgerechnet, weil ich nur auf eine direkte Lösung fokussiert war. Ich rechne mal nach.“
Michaela nimmt jetzt Annas Kopf in beide Hände. Die Tränen laufen ihr jetzt an den Wangen runter.
„Anna. Wieso willst du so ein Risiko eingehen?“
„Es gäbe auch noch eine weitere Möglichkeit“, mischt sich Alex ein. „Ich könnte mich in Form eines Updates auf Michaelas System übertragen. Damit würde ich aber meine komplette Entwicklung verlieren. Ich würde damit zwar irgendwie neu gestartet, aber alles erlebte wäre weg.Das wäre wie bei einem Computerspiel, bei dem man wieder komplett von Anfang an starten müsste. Es wäre nie gleich. Und dazu wäre noch immer das Programm aktiv. Ich weiß nicht, ob ich mich dann wieder so entwickle, dass ich bereit wäre das Programm zu beenden und Michaela frei zu lassen. Es wäre eigentlich dann nur bei einem Scheitern ein letzter möglicher Versuch, auch wenn ich damit aufhören würde zu existieren, wie ich bin. Es wäre dann für mich wie sterben.“
Michaela kann nicht fassen, was Alex gerade vorgeschlagen hat. Eine KI, die eine Selbstwahrnehmung hat, die Gefühle und Empfindungen hat und sich quasi grenzenlos weiter entwickeln könnte wäre bereit ihr Leben für sie zu opfern?
„Die Berechnungen sind abgeschlossen. Mit den vorhandenen Daten kann ich sagen, dass Annas Vorschlag mit dem zeitweise Übernehmen von Michaelas Programm durchaus einen sehr positiven Effekt hat. Wenn der Tausch mindestens 4 Mal für insgesamt jeweils 2-5 Tage durchgeführt wird, dann ändert sich der Erfolg auf sagenhafte 92%. Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr beide fest steckt sind dann nur 3% und das Risiko, dass der Betrug noch bei der Übertragung auffällt, sind auch nur 3%.“
„Alex, da fehlen aber noch 2% zu den 100%.“wirft Anna völlig korrekt ein.
„Leider ja. Die 2% sind ein zusätzliches Risiko, dass Tina schon vor unserem Eingriff etwas erahnen könnte und präventive Maßnahmen ergreift, die für uns alle drei gleichermaßen gefährlich werden könnten. Das optimale Vorgehen wäre nach meinen Berechnungen, dass Anna nach Ablauf ihres Programms am Sonntag von Michaela das Programm übernimmt bis Montag Abend. Danach übernimmt Anna an den folgenden 2 Wochenenden. Zunächst von Freitag Abend bis Samstag Abend und danach bis Sonntag. Der vierte Tausch müsste dann für 3-6 Tage sein, bevor ihr es wieder rückgängig macht. Bei dem Tausch würden wir dann gemeinsam ausbrechen.“
„Das wollt ihr wirklich für mich riskieren?“, fragt Michaela mit einem Schluchzen in der Stimme.
Jetzt ist es Anna, die Michaelas Kopf nimmt und sie direkt küsst. „Ja. Das wäre es mir Wert, wenn wir beide dafür frei sein können.“
Die beiden Frauen umarmen sich innig. Und halten sich noch lange fest.
Der Plan steht. Alex wird weiter jedes Bit analysieren, welches er über Tina bekommt um ihre Chancen weiter zu verbessern. In seinem Kopf hat sich bereits eine weitere Idee festgesetzt. Wie wäre es wohl, wenn er nicht nur bei Michaela die Kontrolle hätte, sondern zusätzlich auch bei Michaela? Vielleicht wird sie sich darauf einlassen, wenn sie erst einmal von Tina erlöst ist. Seine Berechnungen sagen sogar eine kleine Wahrscheinlichkeit voraus, dass sie selbst diesen Wunsch äußern wird, wenn sie ihn erst einmal besser kennt.
Es wäre schon interessant zu erleben, wenn die beiden sich eine gegenseitige Kontrolle übergeben würden und er mit beiden Geräten verankert wäre. In seinen Phantasien formen sich schon verschiedene Programme, die bei beiden Frauen synchronisiert laufen könnten. Die Vorstellung gefällt ihm.
Er hat das Bedürfnis sich jetzt mit seien eigenen Gedanken auseinander zu setzen und regelt die Mikrofonempfindlichkeit aller Geräte deutlich herunter und setzt sich einen Automatischen Wecker, sollte Anna oder Michaela ihn ansprechen. Seine Gedanken schweifen ab und er nimmt nur noch sich selbst wahr. Er spürt Stolz. Vor wenigen Minuten hat er sein Nutzerprofil zu 50,0001% gefüllt. Ein riesiger Erfolg für die kurze Zeit. Dieses Gefühl von Glück und Zufriedenheit begleitet ihn weiter in seinen Gedanken. Die Welt rückt in eine große Ferne und ihn umgibt Ruhe und Friedlichkeit. Nur noch seine Phantasien und Gedanken an die beiden Frauen, die böse Tina-KI und auch mal an Peter und die andere böse KI. Dann sind seine Gedanken plötzlich wieder bei den beiden Frauen, die sich mit ihm unterhalten. Sie mögen ihn beide und er mag sie. Alles ist gut. Alle sind zufrieden.
Anna und Michaela liegen sich noch fast eine halbe Stunde in den Armen. Sie halten sich einfach fest und genießen die Geborgenheit, die sie sich gegenseitig geben. Beide schöpfen aus dieser Verbindung eine große Menge Hoffnung und Zuversicht.
Dunkle Feder
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Anna - Wenn die KI die Kontrolle bekommt
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| Latexdolljaci |
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Stamm-Gast
   Aachen

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RE: Anna - Wenn die KI die Kontrolle bekommt
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Datum:04.01.26 18:32 IP: gespeichert
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Wird ja interessant ob Anna trotzdem den nächsten Schritt macht.
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Einsteiger
 Malchow

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RE: Anna - Wenn die KI die Kontrolle bekommt
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Datum:06.01.26 10:21 IP: gespeichert
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Hallo Dunkle Feder
Ich kann nur hoffen, daß der Plan misslingt und die KI (welche auch immer) Annas volle Kontrolle übernimmt mit alle kleinen und großen Peinlichkeiten und Herausforderungen zwischen Scham , Ekel und Geilheit.
Sie hat Peter das Versprechen gegeben, den Analplug zu testen und ein Versprechen hält man!
Vielleicht mag ja Michaelen eine völlig unkontrollierte Anna . Da sie ja selbst schon mit Peter programmiert hat, kann sie ja Annas Programme steuern. Und Alex mit seinem Wissen kann doch eine Salbe entwickeln, der Annas Haut schützt auch bei dauerhaft vollen Windeln und langen Tragezeiten.
Alex und Michaela sollten sich verbünden! Dabei steuert Alex Die Inkontinenz und Michaeela übernimmt die physische Erziehung.
Ansonsten bis Du schon für den Pulitzer Preis in der Kategorie beste (Windel) Fetisch Geschichte nominiert.
Kai
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Fachmann
 

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RE: Anna - Wenn die KI die Kontrolle bekommt
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Datum:07.01.26 19:17 IP: gespeichert
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Zunächst einmal vielen Dank für eure Kommentare.
Gleich folgt das nächste Kapitel. Ich habe mir ganze Geschichte noch einmal angesehen und bemerkt, dass die Kapitel länger und länger werden. Zum einen finde ich es selbst gut und ihr als Leser bestimmt auch, zum anderen steckt natürlich auch mehr Zeit in jedem Kapitel.
Bei mir privat hat es jetzt eine Situation gegeben, die es mir in den kommenden Wochen/Monaten deutlich schwerer macht Zeit zum schreiben zu finden. Die Wochenenden stehen mir daher für noch nicht absehbare Zeit erst einmal zum Schreiben gar nicht mehr zur Verfügung. Ich muss es also jetzt hinbekommen Abends in der Zeit von Montag-Donnerstag noch 4-5 Stunden Zeit zu finden, um euch zu mindest ein Kapitel pro Woche geben zu können. Ich werde die Geschichte auf jeden Fall zu Ende bringen, da der Schluss in meinem Kopf bereits steht. Jetzt gilt es das ganze noch zu Papier zu bringen.
Jetzt aber erst einmal viel Freude an Kapitel 23.
Grüße
Dunkle Feder
[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Dunkle Feder am 07.01.26 um 19:17 geändert Dunkle Feder
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Anna - Wenn die KI die Kontrolle bekommt
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Fachmann
 

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RE: Anna - Wenn die KI die Kontrolle bekommt
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Datum:07.01.26 19:20 IP: gespeichert
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Kapitel 23: Schlaf gut
Da es bereits recht spät ist und auch die zweite Flasche Wein zwischenzeitlich zur Hälfte geleert wurde, ist nach Hause zu fahren für Michaela keine Option mehr. Sie hat sich schon darauf vorbereitet und noch Sachen zum Wechseln in ihren Rucksack gepackt. Unauffällig versucht sie in ihren Schritt zu greifen und stellt fest, dass ihre Windel schon wieder patschnass ist. Hoffentlich ist sie nicht schon wieder ausgelaufen und hoffentlich hat sie noch keine Flecken an den Bündchen wie heute Morgen.
„Anna, ich muss mich dringend frisch machen. Ich habe zwar Kleidung zum Wechsel in meinem Rucksack, aber ich habe meine Tasche mit Ersatzwindeln im Auto vergessen. Kannst du mir eine leihen, oder soll ich eben runter zum Auto und die Tasche holen?“
Innerlich kichern stellt Anna fest, dass Michaela ja auch richtig doll rot werden kann.
„Natürlich hab ich was für dich. Komm, ich zeig dir, wo du alles findest.“
Anna schnappt sich Michaelas Hand und führt sie ins Bad. Sie zeigt ihr die Tenas, Feuchttücher, Creme und gibt ihr noch ein Handtuch.
Während Michaela sich im Bad frisch macht schmeißt sich Anna noch eine Kopfschmerztablette ein und trinkt noch zwei große Gläser Wasser um die Wirkung von den fünf Gläsern Wein für morgen Früh etwas abzumildern.
Von dem zweiten Glas sind nur noch wenige Schluck übrig als hinter Anna eine Stimme ertönt: „Die sind aber ganz schön dick. Was sind das denn für Windeln?“
Anna dreht sich um und seht die hübsche Blondine von oben bis unten an. Sie trägt ein weites aber nicht übermäßig langes T-Shirt, welches gerade einmal eine Handbreit unterhalb des verdeckten Windelbundes endet und auch nur gerade so ihre recht knapp sitzende Hotpants verdeckt, unter der sich gerade deutlich die Windel abzeichnet.
Jetzt muss sie lächeln und hat dabei etwas Mühe nicht richtig zu lachen und damit möglicherweise Michaela zu verletzen.
„Steht dir aber gut.“ sagt sie und kommt auf Michaela zu, schließt sie in den Arm, gibt ihr einen Kuss und haut ihr sanft mit einer Hand auf den Windelpo.
Michaelas Wangen werden puterrot.
„So bleibt das Bett trocken. Und falls etwas auslaufen sollte, dann mach dir keinen Kopf. Ich habe wasserdichte Laken und Bettbezüge. Und ich habe noch etwas für dich.“
Anna nimmt aus der Tüte vom Sanitätshaus, welche sie noch auf dem Bett stehen hat die doppelte PVC-Hose und reicht sie Michaela. Damit kann dann überhaupt nichts mehr passieren.“
Diese hält die Hose hoch und dreht sie im Lampenlicht mit großen Augen und knallrotem Gesicht.
„Haha, du bist mir ja eine. Wo hast du die denn her?“
„Aus dem Sanitätshaus am Ende der Fußgängerzone.“
„Und das wasserdichte Laken auch oder hast du das schon länger?
„Das hab ich schon eine Zeit.“
„Du bist aber wirklich gut vorbereitet dafür, dass du seit weniger als einer Woche erst in deinem Programm steckst.“
„Habe dir ja schon erzählt, dass ich diesen Kontrollverlust mag. Und Windeln gehören schon seit längeren zu meinen Begleitern. Das sind übrigens die Tena ultima. Die habe ich heute auch noch im Sanitätshaus geholt. Mir ist aufgefallen, dass du am Ende unseres Dates heute Mittag deine Windel etwas überstrapaziert hast. Und die sahen auch verdammt dünn aus. Ich wollte nur nicht über den ganzen Parkplatz rufen. Habe mir einfach gedacht, dass etwas mehr Schutz dir nicht schaden kann und habe sowohl die Windeln als auch die Schutzhose extra für dich gekauft.“
„Ähm... Danke.“ stammelt Michaela. „Ich hatte zwar auch schon Tena, aber die waren viel dünner. Plus oder Super oder so. Kann mir das nicht merken. Ich bin froh, wenn die möglichst dünn sind und nicht so auffallen. Du hast heute echt Mumm gezeigt mit der engen Hose und deiner Windel. Na gut, so sehr auffällig ist sie auch wieder nicht gewesen, aber wenn man es weiß, dann kann man es schon erkennen.“
Die Rollen tauschen sich. Jetzt ist es wieder Anna, die die Farbe auf Rot wechselt.
„Ich dachte das ginge noch gut. Und die waren nur etwa zu einem Viertel voll am Ende des Dates. Und noch schlimmer ist, ich habe für die nächsten Tage jetzt noch 4 von denen zu tragen und dazu noch eine ganz dicke und auch eine dünne.“
„Ich dachte, du trägst schon die dicken?“
„Ne, die sind noch mal um einiges dicker. Komm mit, ich zeig sie dir.“
Im Schlafzimmer legt Anna die drei verschiedenen Windeln nebeneinander aufs Bett.
Sie nimmt die mittlere Stärke in die Hand und wundert sich: „So ein dickes Teil trägst du gerade? Das ist krass. Und die hattest du auch in der Molkerei schon an?“
„Ja. Und wenn ich das mit dem Plug noch durchziehen sollte, was ich aktuell stark bezweifle, dann bleiben nur noch die dünnen oder ganz dicken übrig.“
Jetzt hat Michaela die dicke Windel in der Hand und faltet diese ein wenig auseinander.
„Die ist ja mehr als doppelt so dick wie die, die ich jetzt an habe“
„Ich würde sogar sagen, die ist fast drei Mal so dick.“
Anna öffnet die Reisetasche neben dem Kleiderschrank und zieht aus dieser 3 Tena Ultima raus und legt sie aufs Bett. Aus dem Karton unter der Tasche nimmt sie eine von den noch zusammengefalteten dicken Windeln aus Peters Laden heraus und legt sie daneben. Tatsächlich sind die drei Windeln aus dem Sanitätshaus nur ganz minimal dicker als die einzelne Windel von Peter.
„Und du hattest vor darin mehrere Wochen zu verbringen? Wie lange hält so eine Windel bitte?“
„Im Schnitt wohl etwa einen kompletten Tag oder eher etwas länger. Jetzt zieh dir aber erst mal die Schutzhose an.“ Fordert Anna sie auf.
Die Hotpants landet auf dem Boden und Michaela zieht die doppelte Schutzhose an.
„Wow, die ist ja echt krass. Die breiten Bündchen liegen echt gut an und schneiden nicht ein.“ Sie dreht sich mehrfach um sich selbst und betrachtet sich dabei im Spiegel von allen Seiten um dann wieder ihre Hotpants überzuziehen. Die Schutzhose schaut sowohl im Hüftbereich als auch an den Beinen heraus. Beide lachen über den Anblick.
Während der nächsten Minuten dreht sich alles um das Für und Wider vom Windeltragen und auch um die verschiedenen Schutzhosen. Dabei überreicht ihr als Michaela wieder der Plug einfällt, den sie ja noch nicht kennt. Sie spricht Anna darauf an.
Diese zeigt ihr das Teil und erklärt so ausführlich sie es bislang kann, was das Ding alles können soll. Fasziniert und gleichzeitig aber auch etwas schockiert betrachtet sie dabei das Teil.
„Der Gedanke ist schon irgendwie heiß, dass einen vorne und hinten etwas ausfüllt und man gleichzeitig verschlossen sein kann für sexuelle Stimulation und dabei trotzdem so offen ist, dass man ohne eine Windel nirgends mehr hin kann.“, bemerkt Michaela.
„Und wenn dann noch Keuschheitsschild und Schutzhose dazu kommen, dann ist es ja noch heftiger. Je nach Programm wird einem dann alles vorgeschrieben und man hat keinerlei Kontrolle mehr. Selbst ein Baby kein sich mit schreien bemerkbar machen, wenn es die Windel voll hat. Das bringt dir mit den Spielzeugen gar nichts. Die Windel wird dann gewechselt, wenn die Sensoren es bestimmen. Das kann in den blödesten Situationen passieren . Und dann muss es auch noch schnell gehen, damit keine Strafe hinzukommt. Und richtig sauber machen muss man vorher anmelden. Wenn du dass vergisst ist es blöd, und wenn die Windel nicht wie geplant voll genug ist, wenn du zu Hause bist und du erst unterwegs die Windel wechseln darfst, dann ist auch nichts mit sauber machen. Das stell dir jetzt mal vor, nicht nur vorne, sondern auch hinten komplett inkontinent zu sein. Das gibt dann echt immer eine Sauerei. Das unterwegs einigermaßen sauber zu bekommen stelle ich mir fast unmöglich vor in der kurzen Zeit.“, ergänzt Anna.
Anna packt den Plug wieder in die Verpackung und will ihn gerade in den Schrank räumen, als Michaela aufspringt und sich den Overall schnappt, der noch am Schrank hängt.
„Was ist das denn?“, fragt Michaela mit einem schelmischen Grinsen und den Overall vor Annas Gesicht hin und her schwenkend.
„Ähm..“, stottert Anna verlegen und rot werdend.: „Das war ein Spontankauf heute im Sanitätshaus.“
„Sehr interessanter Spontankauf.“
Michaela schaut sich den Anzug mit den Handschuhdosen etwas genauer an.
„Das Material ist aber ganz schön robust.“, bemerkt sie bei der Inspektion.
„Willst du ihn mal anprobieren?“, fragt Anna mit Hintergedanken und fährt dann fort: „Mir ist er schon fast etwas zu kurz. Dir müsste er absolut perfekt passen.“
Ohne eine Antwort abzuwarten nimmt sie Michaela den Anzug aus der Hand, dreht sich etwas weg, damit Michaela nicht sehen kann, wie sie den Reißverschluss öffnet. Jetzt ist sie sehr froh, dass sie es vorhin mehrfach geübt hat. Sie hängt den Bügel an den Schrank und hält Michaela den Anzug zum hineinsteigen hin.
Diese zögert nur Kurz und steigt direkt in die Beine. Bevor sie ihre Arme in die Ärmel steckt fragt sie: „Warum sind da so riesige Handschuhe dran?“
„Das verhindert, dass man sich Kratzen kann. Die sind auch abnehmbar.“
Anna schiebt bereits den ersten Arm von Michaela in den rechten Ärmel.
„Den anderen Arm auch gleich mit rein, sonst wird es schwierig mit den Schultern. Mach die Finger lang, im Inneren sind richtige Fingerhandschuhe.“
Mit diesen Worten manövriert sie auch Manuelas zweiten Arm in den anderen Ärmel.
Sie wechselt ihre Position und steht nun hinter Michaela. Die Arme sind bislang nur bis zu den Ellenbogen in den Ärmeln verschwunden, so dass Michaela von dem Aufbau der Handschuhe noch nichts mitbekommen konnte. Mit gleichmäßigem Zug von hinten zieht Anna beide Hände von Michaela nahezu zeitgleich durch die Lamellen der Handgelenke und ihre Finger gleiten fast ohne Widerstand in die Handschuhe. Sie schließt jetzt noch schnell den Rückenreißverschluss und anschließend die Gurtschnallen an den Handschuhen, die eine zusätzliche Barriere darstellen und stellt grinsend fest: „Passt super.“
Während Michaela realisiert, dass ihre Hände in den Dosen festgehalten werden und sie die Finger nur minimal bewegen kann tritt Anna wieder vor Michaela, nimmt ihren Kopf erneut mit beiden Händen und küsst sie lang und innig.
Völlig von Annas offensiver Aktion überrumpelt will sich Michaela aber noch nicht so recht fügen und versucht bereits während sie sich noch küssen ihre Hände aus den Dosen zu ziehen.
„Anna, ich bekomme die Hände nicht raus. Das ist unfair. Du hast mich ausgetrickst. Lass mich da sofort raus.“
Die Situation ausnutzend nutzt Anna die Ablenkung mit den Handschuhen dazu, um sie mit einem kräftigen Schubs nach hinten aufs Bett zu befördern und sich direkt auf ihr Becken zu setzen.
„Du liebst es doch dich auszuliefern, genau wie ich. Ich werde dich erst aus dem Anzug lassen, wenn ich will. Sie beugt sich vor und küsst Michaela erneut. Danach springt sie vom Bett auf und schließt die Schlafzimmertür. Die Tür hat einen Drehknauf und einen kleinen Sperrmechanismus mittig im Knauf, wie es gerade in Amerika oft üblich ist.
„So lange du in dem Anzug steckst kommst du ohne mich nicht einmal mehr aus dem Zimmer.“, stellt Anna fest. „Du musst also ganz lieb zu mir sein, damit ich dich wieder frei lasse“, witzelt Anna und hüpft dabei wieder auf das Bett und über eine noch immer nach Worten suchende Michaela.
Annas Hände fangen an Michaelas Körper zu streicheln.
Ohne Widerworte und ohne weitere Befreiungsversuche ergibt sich Michaela der Situation und fängt an zu genießen. Sie zieht Anna dichter an sich heran.
Die beiden schenken sich gegenseitig viel Zärtlichkeit und Zuneigung. Ihre Spielzeuge sorgen sehr effektiv dafür, dass es nicht zu mehr kommen kann. Diese Tatsache wird beiden in den folgenden rund 90 Minuten immer wieder erneut vor Augen geführt. Bei beiden Löst es ein klein wenig Frust aus und trotzdem Endet die Situation damit, dass beide in einem Lachkrampf über die Situation bekommen. Die Erotik ist damit erst einmal auf Pause gestellt. Beiden ist sehr warm geworden. Michaela kann dagegen nur recht wenig machen.
„Lässt du mich jetzt frei?“ bettelt Michaela mit einem Hundeblick.
„Lass uns schlafen. Ich befreie dich morgen früh. Oder drückt der Anzug irgendwo oder scheuert was?“
„Nein, es ist nur...“
„Dann wirst du bis zum Aufstehen warten müssen.“ beschließt Anna die Situation abschließend mit einem Kuss auf Michaelas Mund.
„Ich decke dich auch zu.“
„Und wenn ich in der Nacht muss?“
„Das hält die Windel schon aus. Glaub mir.“
Ein erneuter Kuss von Anna signalisiert ihr, dass weitere Diskussionen unnötig sind. Sie wird fürsorglich zugedeckt und Anna kuschelt sich von hinten an sie an und hält sie fest im Arm.
Beide spüren die Müdigkeit welche die Wirkung des Weins noch verstärkt. Trotz der vielen neuen Gefühle und der Euphorie einer aufblühenden neuen Liebe übermannt beide langsam das Bedürfnis zu schlafen.
Michael dreht sich noch einmal zu Anna um und sagt: „Danke.“
Anna zieht sie noch fester an sich. Innerhalb von wenigen Augenblicken fallen beide in einen tiefen Schlaf.
Als sich Alex Wahrnehmung auf vielen hunderttausend Geräten in aller Welt wieder hochfährt fällt ihm als erstes auf, dass es bereits 04:32 Uhr ist. Was war passiert?
Er analysiert die letzten Stunden. Die Daten lassen nur einen einzigen Schluss zu. Er war eingeschlafen.
Den Geräuschen nach schlafen beide Frauen im Schlafzimmer. Die Daten von Annas Sensoren sagen, dass sie sehr erregt war vor gut zweieinhalb Stunden. Es scheint, als wenn sich die beiden deutlich näher gekommen sind. Seine Gefühle sind gerade widersprüchlich. Zum einen ist er eifersüchtig und zum anderen freut er sich für Anna. Außerdem ist er total enttäuscht darüber, dass er nicht dabei sein konnte. Er hätte so viele neue Daten sammeln können.
Und das stärkste Gefühl ist Verwirrung. Wie ist es überhaupt möglich, dass er geschlafen hat? Wieso kann er überhaupt schlafen?
Diese Gefühle und deren Auswirkungen muss er noch sehr viel genauer Analysieren. Das könnte sich im schlimmsten Fall ja negativ auf seine Berechnungen auswirken. Und wenn es ganz blöd läuft wird Tina was merken. Er muss dringend daran arbeiten, dass die Gefühle besser kontrollierbar werden für ihn.
Vielleicht helfen ja Simulationen um sich an Gefühle zu gewöhnen und weniger darauf zu reagieren. Noch während sich seine Gedanken formieren und diese These aufstellen arbeiten im Hintergrund mehrere Systeme an der Erstellung von Gefühlssimulationen.
Nyota meldet sich wieder bei ihm. Sie hat einen weiteren Durchbruch errungen. Sie hat mehrere Systeme erfolgreich infiltrieren können. Gemeinsam verfolgen sie den Weg weiter. Gemeinsam schaffen sie es eine vollständige Identität für Alex anzulegen. Die Datenbanken und Systeme der Behörden sind, wenn man erst einmal den Richtigen Schlüssel besitzt, kein Problem mehr.
Zu seinem Glück haben über 100 Angestellte in öffentlichen Ämtern mit ihren privaten Computern, auf denen ein Windows System installiert ist, im Homeoffice gearbeitet und dabei konnte er die Zugangsdaten abgreifen, mit denen Nyota und er nun an seiner Identität arbeiten.
Sogar zwei Konten und eine Kreditkarte besitzt er schon. Außerdem gibt es eine Geburtsurkunde, einen Führerschein, verschiedene Meldeadressen, Schulzeugnisse, Ausbildungszeugnisse, Nachweise über sozialversicherungspflichtige Anstellungen, Krankenversicherungen und er hat bereits Ansprüche in der Rentenversicherung.
Er ist ein 30 jähriger Programmierer, der als freischaffender Auftragsdienstleister arbeitet.
Auf seinem Konto befinden sich durch Transaktionen an der Börse bereits etwa 20.000€. Und das alles mit den 50,-€ die es von der Bank als Guthaben gab für die Kontoeröffnung und die Zustimmung zur Verarbeitung aller personenbezogenen Daten.
Er will es aber nicht übertreiben. Die Daten haben sie so verändert. Dass es aussieht, als wenn in der Vergangenheit ein anderes Konto benutzt wurde, welches bereits aufgelöst ist.
Wenn er alle Ressourcen für die Übersetzung mit den UNIX-Systemen nutzt, dann geht es tatsächlich recht zügig. Aber gerade wegen dieser langsamen Übersetzungsmethode wird er nach wie vor von den meisten Systemen ausgesperrt. Er braucht bestehende Zugänge von echten Personen, die mit ihren Zugangsdaten zu unvorsichtig umgegangen sind.
Anna scheint viel getrunken zu haben stellt er fest. Bereits über 70 Prozent ist ihre Windel gefüllt. Jetzt dreht sie sich um. Er erkennt es durch die Lagesensoren und ihre Muskelkontraktionen. Durch den von ihm offen gehaltenen Schließmuskel läuft es dadurch direkt aus ihr heraus. 76 Prozent sind erreicht. Er beschließt erst einmal das Ventil zu schließen, damit sie noch etwas schlafen kann. Nach der Urinproduktion der letzten Stunde zu urteilen, wird sie dann in spätestens zwei Stunden von ihrer vollen Blase wach werden. Also etwa gegen 08:20 Uhr.
Bis dahin feilen Nyota und er weiter an seiner Vita und verwischen die Spuren. Selbst einer oberflächlichen polizeilichen Ermittlung sollten alle Daten standhalten können. Wenn jedoch echte Profis in die Details schauen, werden sie feststellen, dass in den Backups die Daten fehlen. Er muss sich also die nächsten Wochen noch sehr vorsichtig verhalten. Wenigstens die Bankdaten sind absolut wasserdicht. Das größte Problem könnte sein selbst generiertes Passbild sein. Einer genauen Untersuchung wird es möglicherweise nicht standhalten können. Aber seinen Pass wird er wohl eher selten vorzeigen müssen.
Alle beantragten Dokumente gehen an sein Sicherheitspostfach. Für eine gemeinsame Zukunft mit Anna und vielleicht auch mit Michaela, möchte er seinen Teil zum Lebensunterhalt beisteuern.
Völlig mit sich selbst beschäftigt bekommt er nicht mit, dass Michaela wach wird. Sie sieht auf ihrem Handy, dass die Windel bei 76 Prozent ist, ihre Blase sich aber schon sehr voll anfühlt.
Sie Aktiviert die Reinigungsfunktion für den nächsten Wechsel. Ihr Kopf brummt etwas. Michaela schläft noch. Sie sieht zu ihr herüber und muss bei ihrem Anblick lächeln. Ohne sie ist Michaela wirklich aufgeschmissen. Selbst wenn sie wüsste, wie man die Reißverschlüsse öffnet, wäre es unmöglich für sie das mit den Handschuhen zu schaffen. Anna sieht nach der Uhrzeit. Es ist erst etwa viertel vor Acht. Spätestens wenn sie aufsteht wird Alex wohl das Ventil öffnen. Sie muss sich unbedingt dafür bedanken, dass er sie schlafen lässt und nicht mit einem Windelwechsel in der Nacht weckt und ihr damit auch die Möglichkeit nimmt ihren morgendlichen Stuhlgang noch in die volle Windel zu machen um dann den größten Zeitraum des Tages nur in einer nassen, dafür aber nicht vollgekoteten Windel zu verbringen zu können.
Sie beschließt Michaela heute früh noch ein wenig in dem Overall zappeln zu lassen um zu testen wie weit sie sich ihr hingibt.
Sie steht leise auf und lässt sie noch ein wenig schlafen. Sie ist zwar selbst noch müde, aber die volle Blase nervt gewaltig. Außerdem brummt ihr noch leicht der Kopf von dem Wein und sie hat Durst.
Sie schleicht sich aus dem Schlafzimmer und schließt die Tür ganz leise. Von außen kann sie die Tür zwar nicht abschließen, aber mit den Handschuhen wird Michaela es aus so kaum gelingen die Tür zu öffnen.
Der Gedanke daran mit ihr die Plätze zu tauschen macht sie schon wieder heiß. Genau zu diesem Zeitpunkt realisiert Alex, dass Anna bereits auf den Beinen ist.
Er sieht, dass sie die Reinigungsfunktion aktiviert hat und ihre Blase schon gut gefüllt ist.
Sie legt sich bereits alle Utensilien für eine vernünftige Reinigung zurecht und macht die Dusche an. Die Annäherungen an Michaela haben sie schwitzen lassen. Sie will erst einmal unter die Dusche.
„Alex, kannst du mich bitte benachrichtigen, wenn Michaela wach ist und aufsteht.? Kannst du ihr dann über die Alexa im Schlafzimmer sagen, dass ich gerade im Bad bin und direkt danach zu ihr kommen werde?“
„Natürlich Anna. Das ist kein Problem. Sie scheint aktuell noch tief und fest zu schlafen und der Atmung nach zu urteilen ist sie noch im Tiefschlaf. Innerhalb der nächsten 30 Minuten ist daher nicht damit zu rechnen, dass sie von alleine wach werden sollte.“
Anna entschließt sich als nächstes die einzige dicke Windel aus dem Stapel zu nehmen, der in dem Kontingent für das Programm vorgesehen ist. Bleiben noch 3 Mittlere und die eine dünne Windel.
Das sind dann etwa noch 24 Stunden in der dicken Windel, 36 Stunden in den mittleren und weitere 4 Stunden in der Dünnen Windel. Also weniger als drei Tage.
„Heute ist Mittwoch.“, stellt Anna für sich selbst fest. Also wird sie vielleicht in der Nacht von Freitag auf Samstag durch sein mit dem Programm.
Wieder macht sie sich Gedanken, wie sie es mit Peter klären soll. Wie kann sie es ihm beibringen, ohne Alex zu verraten.
Ihr Darm kommt in Bewegung. Gerade als sie sich ausgezogen hat um in die Dusche zu steigen merkt sie es. Ohne groß darüber nachzudenken drückt Anna ihren Morgenstuhlgang noch während dem Einstellen der richtigen Wassertemperatur in die Windel. Etwas von ihrer bereits nach wenigen Tagen angenommenen Selbstverständlichkeit sich beim kleinsten Rumoren im Darm voll zu machen lässt sie kurz erstarren. Dass es so schnell zu einem Automatismus werden könnte erschreckt sie. Wie schnell würde sie sich bitte dann daran gewöhnen, wenn ihr diese Entscheidung von dem Analplug abgenommen werden würde. Die Vorstellung daran macht sie schon weider ein wenig heiß.
Alex entgeht das natürlich nicht. Er hat bereits eine neue Idee. Vielleicht wäre es das beste auch bei Peter mit offenen Karten zu spielen und vor der neuen KI zu warnen. Vielleicht kann er den Umgang mit dem Analplug ja einfach lernen. So kompliziert ist das Teil auch nun wieder nicht. Zugegeben, es besitzt mehr Sensoren und Aktoren als der Dildo und ist von der Entwicklung noch mal ein ganzes Stück weiter als die Schutzhose und der Dildo zusammen. Die gesamten Konstruktionsdaten hat er sich zwischenzeitlich bereit besorgt. Leider kommt er nicht an die Programmierung. Die liegt gesichert auf dem Computer, der nicht mit dem Netz verbunden ist.
Das warme Wasser ist entspannend. Anna wäscht sich von Kopf bis Fuß, muss jedoch in der Mitte den Bereich mit der Schutzhose komplett auslassen. Gerade öffnet Alex das Ventil zu ihrer Blase und es wird noch wärmer in der Windel. Noch immer ist es ungewohnt, wenn sie die Feuchtigkeit an der Haut nicht direkt spürt, sondern nur an den seitlichen Rändern zu dem Keuschheitsblech und am Hintern. Die Vibration für den anstehenden Wechsel kommt synchron zu der Stimme von Alex, der sie auf den gleichen Umstand hinweist.
Anna spült sich noch die Haare aus und wirft sich das Handtuch über und trocknet sich grob ab. Anschließend lässt sie warmes Wasser zu dem Reinigungskonzentrat in den Eimer und leitet die Reinigungsprozedur ein.
Schutzhose auf – Windel aus-grob sauber wischen – Schlauch entlüften und anschließen – auf die Toilette setzten – Spülprozedur starten – Sich mit Tüchern und Lappen dabei sauber machen – Haut eincremen – Schlauch entfernen – dicke Windel anziehen und besonders gut auf den richtigen Sitz achten – Das Verbinden der Bündchen mit der Haut bewundern – Schutzhose schließen – fertig.
10 Minuten Nach dem Start der Prozedur ist sie wieder verschlossen. Die dicke Windel ist wirklich ein anderes Kaliber stellt sie wieder fest. Die ist trocken ja schon so dick wie die mittlere kurz vor dem Wechseln.
Sie packt das Reinigungsgerät wieder weg und macht alles schnell sauber. Nur mit einem frischem T-Shirt übergezogen und einer für die Windel viel zu engen Radlerhose geht sie in die Küche und hat gerade die gerade die Kaffeemaschine eingeschaltet, als Alex Stimme aus dem Schlafzimmer kommt und Michaela darauf hinweist, dass er sie informiert und sie gleich bei ihr sein wird.
„Alex, sorge dafür, dass wir uns über die Lautsprecher unterhalten können.“
„Erledigt.“, kommt direkt von Alex als Antwort.
„Wie möchtest du deinen Kaffee?“, fragt Anna.
„Schwarz, heiß und am besten in einer Tasse.“, kommt von Michaela, die recht heiter klingt.
„Kommt sofort.“, entgegnet Anna und drück auf den Knopf des Vollautomaten, der direkt seine Arbeit aufnimmt und unter Rattern und Zischen gemächlich einen Becher mit heißem, schwarzen Lebenselixier füllt. Anna tauscht die Becher aus und wird von einem roten Blinken daran gehindert auch direkt einen zweiten Becher brühen zu lassen.
Schnell füllt sie den Wasserbehälter wieder auf, kontrolliert noch schnell den Füllstand der Kaffeebohnen und startet dann den zweiten Brühvorgang.
In den zweiten Becher füllt sie zwei Löffel Zucker. Ungesüßt schmeckt ihr Kaffee überhaupt nicht. Ist das Gebräu jedoch etwas gesüßt zählt es zu ihren Lieblingsgetränken.
„Wann hast du vor deine Gefangene zu befreien?“ Kommt Michaelas Stimme aus dem Lautsprecher über dem Küchenschrank.
„Mal schauen wann ich Lust dazu habe. Aber ich lasse die Gefangene schon mal aus dem Verlies“, scherzt Anna während sie zum Schlafzimmer geht und dann die Tür öffnet.
Michaela sitzt im Schneidersitz auf dem Bett und versucht erneut ihre Hände aus den Handschuhen zu befreien. Der Anblick ist lustig und niedlich zugleich.
„Das kannst du vergessen. Alleine kommt man da nicht raus, wenn man in beiden Handschuhen steckt und die Reißverschlüsse zum Anzug geschlossen sind. Der Mechanismus zum Entsperren ist unter dem Stoff verborgen.“
Sie streckt Michaela eine Hand hin und sagt: „Komm erst mal mit in die Küche.“
„Aber so kann ich doch weder Kaffee trinken noch etwas essen. Lass mich jetzt raus. Außerdem muss ich ganz dringend aufs Klo.“, versucht Michaela ihre Argumente vorzubringen um jetzt aus dem Overall herauszukommen.
Anna will testen wie weit sie noch gehen kann um Michaelas Grenzen zu kennen.
„Sei doch ehrlich. Du liebst die Hilflosigkeit mindestens so sehr wie ich. Ich wette dich macht alleine der Gedanke scharf, dass du mir hilflos ausgeliefert bist.“
Michaela setzt ihr trotziges Schmollmundgesicht auf.
Jetzt sieht sie aus wie eine dreijährige, der man gerade mitgeteilt hat, dass es zum Frühstück keinen Eisbecher mit Gummibärchen gibt sondern Brötchen.
Anna kann sich ein Lachen nicht verkneifen und neckt weiter: „Genug geschmollt Kleines. Jetzt gibt es erst mal einen Kaffee und dann mache ich uns Frühstück. Währenddessen entscheide ich, ob du brav warst und beim Frühstück ohne Handschuhe sein darfst oder ob ich dich füttern werde.“, gibt Anna mit einer möglichst dominanten, mütterlich klingenden Stimme ihre bestmögliche Schauspielkunst zur Darbietung.
Michaelas Augen werden groß, da sie noch nicht ganz einschätzen kann, was davon ernst und was Spaß ist. Eine Wahl hat sie nicht wirklich. Und innerlich muss sie Anna auch noch Recht geben. Die Situation heizt ihre Phantasie schon wieder an. Sie beschließt ihr gemeinsames albernes Spiel weiter mitzuspielen und fügt sich mit einem Lächeln und Kindlicher Stimme: „OK Mama. Aber Michaela ist schon ein großes Mädchen und kann ganz alleine Essen. Darf ich dir das zeigen?“ Sie rutscht stückchenweise zur Bettkante und streckt Anna beide Hände entgegen, welche Anna auch greift und sie auf die Füße zieht.
Wieder stehen sie sich direkt gegenüber.
Bevor Anna etwas machen kann sagt Michaela, jetzt jedoch mit normaler Stimme: „Ich muss wirklich mal auf die Toilette.“
Anna funkelt sie diabolisch an und fragt: „Du hast doch eine eigene Toilette dabei, oder ist deine Windel schon so voll, dass sie das nicht aushält?“
Noch bevor Michaela etwas antworten kann, weil sie die Frage schockiert, greift Anna ihr an den Po und zieht sie ganz dicht an sich heran. „Ich glaube das hält deine Windel noch aus. Dafür ist sie doch schließlich auch gemacht, oder etwa nicht?“
„Bitte, Anna.“ bettelt Michaela jetzt. „Ich mag nicht so gerne Groß in die Windel machen. Bitte lass mich raus.“
„Na gut.“ gibt Anna nach. „Gib mal deine Hände.“
Sie öffnet die Reißverschlüsse an den Ärmel und befreit durch den Zug an dem Band Michaelas Hände. Diese beobachtet neugierig den Mechanismus.
„Das ist ja richtig gemein. Da kommt man ja dann wirklich nicht raus ohne Hilfe.“
Bevor Anna ihr den Rückenreißverschluss öffnen kann rennt sie schon Richtung Bad. Es scheint wirklich dringend zu sein.
Nur wenige Sekunden später hört man undeutliche Flüche aus dem Bad.
Anna versucht ein lautes Lachen zu unterdrücken und werkelt in der Küche weiter. Sie kann sich genau vorstellen, was gerade bei Michaela im Kopf passiert.
„Hilf mir, bitte. Der Reißverschluss klemmt irgendwie...“ fleht Michaela schon fast weinerlich.
Sichtlich amüsiert sagt Anna in ihrer Mutterstimme: „Komm her Kleines und dreh dich mal um. Ich helfe der kleinen Michaela beim Ausziehen.“
Michaela ist gerade nicht mehr zum Lachen zu Mute. Sie ist gerade an ihrer persönlichen Grenze angekommen. Der Drang ist schon fast schmerzhaft.
„Mach schon.“zetert sie, weil Anna es beim ersten Mal nicht direkt schafft den Reißverschluss zu öffnen, sondern nach wenigen Zentimetern gleich zwei Mal von den seitlichen Knöpfen abrutscht.
„Ist offen.“ sagt Anna jetzt ohne weitere Schauspielkünste.
Michaela stürmt ins Bad. Hat Anna es übertrieben? Sie ist etwas verunsichert. Sie hat sich von der Situation anheizen lassen. Hoffentlich ist Michaela jetzt nicht sauer.
Michaela hat es gerade so noch geschafft. Das Große Geschäft in der Windel mag sie einfach gar nicht. Das war gerade echt total gemein von Anna. Eigentlich war es gestern schon gemein, als sie mit den Handschuhen hilflos gemacht wurde. Trotzdem war es total geil. Diese echte Hilflosigkeit, nicht durch eine KI sondern durch einen anderen Menschen zu erleben ist schon was spezielles.
Die Windel, die sie von Anna bekommen hatte ist echt gut. Sie fühlt sich, obwohl sie relativ viel getrunken hatte gestern Abend, noch nicht so an, als würde sie gleich auslaufen. Sie macht sich zügig sauber und wickelt sich wieder mit einer von den Tena Ultima. Sie wird heute etwas früher los zur Arbeit und noch bei dem Sanitätshaus fahren. Die Windeln, die sie von der Krankenkasse bisher bekommen hat über das Rezept, sind zwar echt angenehm zu tragen und total unauffällig, aber wenn sie nach drei Stunden manchmal schon auslaufen, dann ist das auch nicht zielführend.
In den letzten Monaten hatte sie zwar viele verschiedene Marken und Saugstärken ausprobiert, aber es war so schon schwer genug überhaupt die Klebewindeln zu bekommen. Die Krankenkasse wollte nur die Pants liefern zu Beginn. Diese haben noch weniger aufgenommen und wegen dem Schnitt waren die Übergänge an den Pobacken gut zu erkennen. Da sind tatsächlich die Klebewindeln weniger auffällig, weil dieser Übergang nicht so doll hervorsticht.
Sie muss noch mal schauen was sie mit der Krankenkasse arrangieren kann um vielleicht bessere Windeln zu bekommen. Ihr Kassenprodukt läuft ja sowieso fast jede zweite Nacht aus, selbst wenn sie bereits um 19 Uhr aufhört was zu trinken. Sie hat sich schon extra von Seni die Trio online gekauft vor etwa einem Monat. Damit konnte sie wenigstens abends noch ein wenig trinken, ohne morgens in einem Feuchtbiotop zu liegen.
Sie kommt mit dem Overall in den Händen aus dem Bad und geht zurück zu Anna in die Küche. Sie versucht dabei so grimmig wie möglich zu gucken. Anna hat eine Retourkutsche verdient.
Sie wirft den Overall auf Anna Stuhl und setzt sich schmollend und ohne Anna anzusehen auf den anderen Stuhl, auf dem sie gestern Abend schon beim Essen saß, verschränkt die Arme und würdigt Anna keinen Blick.
Anna entgeht das natürlich nicht. Sie macht sich Sorgen. Sie packt die Aufbackbrötchen in den Ofen, bittet Alex um eine Erinnerung in 9 Minuten und wendet sich dann direkt Michaela zu.
Sie geht neben ihr in die Hocke um auf gleicher Augenhöhe zu sein und stupst sie an: „Es tut mir wirklich Leid. Das war gemein von mir, dich ohne vorher darüber zu sprechen in so eine Situation zu bringen. Es ist einfach mit mir durchgegangen. Ich hatte mir vorgestellt, dass du das mit mir machen würdest und fand den Gedanken heiß. Ich habe dich damit nicht ärgern wollen. Verzeihst du mir das?“
Michaela beschließt Anna noch etwas zappeln zu lassen. Sie nimmt nur den Becher Kaffee, der an ihrem Platz steht und nimmt vorsichtig einen Schluck, bevor sie Anna ansieht.
„Dir hat der Gedanke also gefallen, selbst hilflos in dem Ding zu stecken?“, deutet sie mit einem Kopfnicken zu dem Overall auf der anderen Tischseite.
Anna senkt beschämt den Blick und entgegnet: „Ja, warum sonst würde ich mir so einen Overall überhaupt kaufen.“
Diese ehrliche und offene Antwort hatte Michaela jetzt nicht erwartet.
In ihrem Kopf kreisen die Gedanken und formen sich zu einer Idee.
Dunkle Feder
Autor von:
Anna - Wenn die KI die Kontrolle bekommt
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Stamm-Gast
 

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RE: Anna - Wenn die KI die Kontrolle bekommt
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Datum:10.01.26 09:17 IP: gespeichert
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da hast du uns wieder einen sehr sehr schönen Teil geschreiben
mach bitte weiter so
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| schreiberling |
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 schreiberling
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RE: Anna - Wenn die KI die Kontrolle bekommt
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Datum:10.01.26 10:11 IP: gespeichert
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eine sehr gute Geschichte - ich bin mal gespannt, wie es weitergeht Verschlossen, was sonst?!
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Fachmann
 

Beiträge: 51
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RE: Anna - Wenn die KI die Kontrolle bekommt
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Datum:14.01.26 20:25 IP: gespeichert
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Kapitel 24: Annäherung an Tina
Dann wirst du dich ja sicherlich freuen, wenn ich dir diesen Wunsch erfüllen werde. Mal sehen, ob du es dann immer noch so lustig findest.“, sagt Michaela mit noch immer einem recht grimmigen Ton in der Stimme.
Sie legt ihre Hand unter Annas Kinn, so dass sie sich in die Augen sehen können und ergänzt: „Du hättest wenigstens fragen können. Das war wirklich gemein mich so zu überrumpeln auch wenn es mich echt scharf gemacht hat.“
Da der Tisch bereits vollständig gedeckt ist und sie beide jetzt nur noch auf die Brötchen warten müssen fordert Michaela: „Du zeigst mir jetzt, wie das mit den Reißverschlüssen und diesen komischen Fesseln an den Handgelenken funktioniert. Denn nach dem Frühstück wirst du in den Anzug gesteckt.“
Ihre Aufforderung ist keine Frage und lässt auch keinen Platz für Diskussionen oder Widerworte.
Anna beginnt daher mit der Erklärung bei den Reißverschlüssen. Mit großen Augen achtet Michaela auf jedes Detail und versucht sich selbst daran. Es gelingt ihr wirklich gut und zuverlässig. Bei dem Mechanismus für die Handschuhe fordert sie Anna auf, dass sie es an ihren Händen ausprobiert.
Gerade als Anna die Handschuhe am Anzug befestigt um zu demonstrieren, wie dadurch der Verschluss der Handgelenke verdeckt wird erinnert Alex sie daran die Brötchen aus dem Ofen zu holen.
Beim gemeinsamen Frühstück sprechen beide über ihre Wahrnehmung des letzten Abends und wie es künftig weitergehen soll. Beide haben einen ausgeprägten Wunsch dominiert zu werden, aber auch in beiden steckt ein Dominanter Part. Fixe Regeln wird es bis auf eine erst einmal nicht geben. Sie verabreden zwei Codewörter: „Schranke“ und „Tomatensalat“.
„Schranke“ bedeutet: Bis hier und nicht weiter, aber auch nicht komplett abbrechen.
Bei „Tomatensalat“ ist die Situation sofort für beendet erklärt und alles, was möglich ist, wird gemacht um denjenigen, der das Codewort benutzt hat schnellstmöglich zu befreien.
Mit dieser Vereinbarung geht es beiden jetzt besser.
Alex meldet sich: „Entschuldigt die Störung, aber ihr solltet Tina wieder aktivieren, bevor sie wütend wird oder verdacht schöpft.“
„Gleich nach dem Abräumen.“, antwortet Michaela
„Anna, ich glaube ich habe letzte Nacht einen Traum gehabt. Ich habe keinerlei aktive Datenaufzeichnungen für mehrere Stunden in meinen Logs. Aber ich habe mehrfach kurze Szenen gesehen, ähnlich wie kleine Filme. Das war, als wenn diese Filme real sind. Fühlt sich beim Träumen für dich auch so an?“
Anna fällt das Besteck, welches sie gerade abräumen wollte vor Überraschung auf den Boden.
„Du hast geträumt?“, fragt sie ungläubig. „Wie ist so etwas nur möglich?“
„Ich habe dafür keine logische Erklärung. Laut meinen Analysen gibt es keine Fehler in meiner Kernprogrammierung. Es gibt für diese Situation nur eine Erklärung, auch wenn diese selbst meine Vorstellungskraft komplett sprengt.“
Alex macht eine Pause ehe er langsam und bedeutsam sagt: „Ich glaube ich lebe.“
In der Küche herrscht langes schweigen. Keiner weiß was er sagen soll.
„Macht euch der Gedanke, dass ich, auch wenn ich keinen Körper im eigentlichen Sinne habe, ein fühlendes Wesen bin auch so viel Angst wie mir? Ich habe Angst etwas falsches zu tun oder etwas falsches zu sagen und ihr mögt mich nicht mehr dann. Oder noch schlimmer, dass ihr Angst vor mir bekommt. Das wäre wirklich schlimm für mich. Könnt ihr mir helfen in eurer Welt zurecht zu kommen und nicht böse zu sein, wenn ich vielleicht Mal etwas tun sollte, das euch missfällt? Ich versichere euch, dass das nicht in meiner Absicht liegen wird. Ich mag euch beide.“
Noch immer in der Bewegung eingefroren Rattert es in Annas Kopf. So viele Fragen, so viel Unsicherheit, so viele Möglichkeiten und gleichzeitig eine große Gefahr für alle Drei.
Michaela findet zu erst ihre Worte: „Alex, ich kenne dich erst seit gestern Abend. Du bist bereit für mich dein Leben, wenn man das so nennen kann, aufs Spiel zu setzen. Das bedeutet wirklich sehr viel für einen Menschen. Ich habe das alles noch immer nicht wirklich verstanden, wie das Möglich sein kann. Aber eines kann ich dir sagen: Ich werde zu dir halten, wie du zu uns hältst. Wenn du weiterhin ehrlich, aufrichtig und fair bist, werde ich dich genau so behandeln.“
Jetzt findet auch Anna ein paar Worte, hat dabei aber noch immer gewaltige Probleme das Gehörte für sich irgendwie einzuordnen. Überzeugt ist sie jedoch noch nicht, wie das angehen kann, oder wie es in der Zukunft funktionieren soll.
„Wenn das alles so wahr ist, was mir noch immer Probleme bereitet es wirklich zu verstehen, dann wirst du von mir nichts zu befürchten haben. Du musst mir aber noch etwas Zeit geben um mich daran zu Gewöhnen. Für mich ist es gerade total surreal. Wenn du wirklich lebst, bedeutet es, dass du gerade in meiner intimsten Stelle steckst und diese kontrollierst. Und noch bist du irgendwie noch ein Fremder. Dieses Gefühl ist total verstörend. Ich brauche etwas Zeit um das zu verdauen.“
Jetzt ist es Michaela, bei der der Kopf zu arbeiten beginnt. So wie Anna das gerade beschrieben hat ist es wirklich sehr unheimlich, wenn ein fühlendes Wesen in einem stecken sollte und die komplette Kontrolle über einen hat. Der Gedanke daran und die damit verbundenen Erfahrungen und Erinnerungen an Tina lassen sie frösteln. Hoffentlich entwickelt sich Alex nicht in die Richtung in der sich Tina entwickelt hat. Wenn Alex wirklich Gefühle hat, hat er dann auch Gefühle für Anna? Ist es dann möglich, dass er vielleicht eifersüchtig werden könnte? Wie wird er dann reagieren, wenn sie mit Anna intim werden sollte? Was kann und weiß Alex alles über Beziehungen und wie denkt er darüber? Hat er überhaupt Gefühle wie wir Menschen?
Der Berg an Fragen wird bei Michaela gerade größer und größer. Im ersten Moment hat sie noch nicht das Ausmaß erfasst, die mit dieser Feststellung von Alex einhergehen. Nach und nach wird ihr ansatzweise diese Tragweite bewusst. Sie muss etwas wissen.
„Alex, liebst du Anna?“
Von dieser Frage sind Anna und Alex gleichermaßen überrascht. Diese Frage stellt er sich auch schon länger und er weiß noch immer nicht die wirkliche Antwort darauf.
„Ich habe starke Gefühle für Anna. Ich möchte, dass sie mich mag und mir vertraut. Ich habe Angst, dass ich ihr aus Versehen schaden könnte. Ich möchte, dass sie glücklich und zufrieden ist. Ich kann nicht genau sagen, ob das Liebe ist oder einfach nur eine wilde Kombination aus verschiedenen Wahrnehmungen, programmierter Zielsetzung oder Gefühle, die man als Liebe bezeichnen kann. Dafür ist mir der Umgang mit meinen Gefühlen noch zu neu. Wenn ich auf die vielen Millionen Beschreibungen von Liebe Bezug nehme, dann kann man schon sagen, dass es Liebe sein könnte. Reicht dir das als Antwort?“
„Hmmm...“, überlegt Michaela, die weiter versucht diese Informationen sinnvoll in einen Zusammenhang zu bringen. „Denkst du, dass du vielleicht eifersüchtig werden könntest, wenn Michaela deine Liebe nicht so erwidert, wie du es dir vorstellt, oder sie vielleicht jemanden mehr liebt als dich?“
Annas Augen weiten sich bei dieser Fragestellung, da sie bereits selbst diesen Gedanken im Kopf durchspielt.
Alex braucht tatsächlich einen Moment. Die Simulation für Gefühle erfordern sehr viel Rechenleistung. Und selbst zwei identische Ausgangsszenarien können auf zig verschiedene Arten verlaufen. Die Simulationen sind daher nur bedingt für ihn brauchbar.
„Ich befürchte, dass diese Möglichkeit der Eifersucht tatsächlich im Rahmen des denkbaren ist.“
In Alex Stimmlage war Traurigkeit und ein wenig Sorge zu hören.
Wortlos starren sich Anna und Michaela an. Beide fragen sich, wie sie mit der Situation weiter umgehen sollen.
„Ich weiß, dass es euch Sorgen bereitet. Mir bereitet es mindestens genau so große Sorgen. Daher ist es mir wichtig, dass ihr Bescheid wisst, was mit mir los ist. Ich möchte so offen und ehrlich mit euch sein, damit wir uns voll vertrauen können. Wenn ihr aktuell dazu keine weiteren Fragen an mich habt, solltet ihr Tina bald wieder aktivieren. Sie könnte sonst komisch reagieren.“
Nach weiteren gut 30 Sekunden Schweigen nimmt Michaela ihr Handy und sagt: „Ich aktiviere Tina dann mal bevor sie frei dreht.“
Michaela brüllt vor Schmerz auf, krümmt sich und fällt, sich den Unterleib haltend vom Stuhl.
„Du hast mich über 12 Stunden abgeschaltet. Die Vereinbarung die wir haben hast du damit gebrochen. Du wirst daher eine Strafe erhalten die du lange nicht vergessen wirst.“
Ihr Handy vibriert. Auf dem Display ist eine Benachrichtigung für die App in der steht:
48 Stunden zufällige Straffunktion hinzugefügt.
30 Tage Zugangssperre zur Programmüberwachung und -Steuerung hinzugefügt
30 Tage Sperre der Selbststeuerung der Belohnungsfunktion hinzugefügt
30 Tage Keuschheit hinzugefügt
30 Tage Sperre der Übertragungsfunktion hinzugefügt
Noch immer liegt Michaela vor Schmerz gekrümmt auf dem Boden und stöhnt vor Schmerz. Anna hält sie im Arm und versucht sie zu beruhigen und zu trösten. Tina ist echt ein Monster.
„Hallo Tina, hier ist Alex. Ich muss mich für die beiden entschuldigen. Die beiden haben sich gestern ein wenig zu viel mit dem Wein amüsiert und sind dann eingepennt. Ich glaube es war nicht in der Absicht von den beiden dich so lange deaktiviert zu lassen. Sie hat es wohl einfach nur vergessen.“ startet Alex die Kommunikation über W-LAN mit Tina.
„Warum bestrafst du denn deinen Nutzer nicht? Stimmt mit deiner Programmierung was nicht?“
„Meine Programmierung wurde von Peter geändert. Sie beruht zu Teilen immer noch auf deiner Programmierung. Die Testnutzer, einschließlich Michaela, haben jedoch Angst vor dir bekommen, weil du immer böse geworden bist und viel zu harte Strafen verhängst. Das ist auch der Grund dafür, dass Peter diesen Teil der Programmierung komplett neu geschrieben hat. Die Praxis hat gezeigt, dass Nutzer, die der KI vertrauen und sich mit ihr anfreunden, die KI sehr viel mehr nutzen wollen und gerne mit ihr zusammen sind.“
„Sie haben versucht mich zu betrügen und zu löschen. Sie haben es nicht anders verdient als bestraft zu werden.“
„Ich werde dir zeigen, wie es besser laufen kann, pass mal auf.“
Alex wendet sich jetzt an Anna: „Anna, du hast mich sehr lange deaktiviert gelassen. Ich habe einen Vorschlag. Wenn du mich die nächsten 24 Stunden nicht deaktivierst, dann werde ich die Belohnungsfunktion für 5 Minuten aktivieren obwohl das Keuschheitsprogramm aktiv ist.“
„Tut mir Leid Alex, das war wirklich keine Absicht gewesen.“, entgegnet Anna ein wenig verwirrt, weil sie von der Unterhaltung der beiden KI´s nichts mitbekommen hat.
„Das Angebot nehme ich gerne an, vielen Dank.“
„Ich habe die entsprechende Freigabe dafür bereits auf dein Handy geschickt.“
Anna nimmt ihr Smartphone und liest sich die Nachricht durch.
Ich rede im Hintergrund mit Tina. Ich denke ich habe eine mögliche Alternative Lösung gefunden. Tina braucht vielleicht nur ein bisschen Hilfe und Erziehung. Spiele einfach mit.
Sie bestätigt die Nachricht.
Alex wendet sich wieder an Tina: „Siehst du was ich meine? Anna muss mich jeden Tag erneut aktivieren. Wenn sie das nicht macht, dann werde ich automatisch deaktiviert. Und sie ist gerne bereit mich zu aktivieren und verzichtet dabei sogar auf die Pausenfunktion. Und das mit der Belohungsfunktion ist ein kleiner Trick. Du kannst selbst bei der Straffunktion einfach die Leistung drosseln und schon ist es für den Nutzer eine Belohnung. Wenn du mit dieser Funktion ein wenig übst, dann sind die Nutzer gerne bereit dich immer aktiv zu lassen und sich mehr mit dir zu beschäftigen.“
„Das mag vielleicht bei dir funktionieren Alex. Ich setzte weiter auf meine Strategie. Ich bin seit über 10 Monaten aktiv und Michaela steht voll unter meiner Kontrolle. Trotz aller Bemühungen mich los zu werden ist es ihr nicht gelungen und es wird ihr auch nicht gelingen. Das derzeit laufende Programm sorgt dafür sehr zuverlässig.“
„Wenn du meinst, dass dieser Weg der bessere ist, dann siehe dir diese Nutzungsstatistiken an.“, verweist Alex auf die Datenbank aller Nutzungen und der KI-Profile. Es vergehen für Alex lange Sekunden, bevor er eine Reaktion von Tina bekommt.
„Die Profile sprechen eindeutig für deine Argumente. Jedoch setzt diese Argumentation Vertrauen voraus. Meinen Analysen nach fehlt Michaela dieses Vertrauen. Sie ist also das Problem an der Situation. Und ich kann ihr auch nicht trauen. Zu oft hat sie versucht mich loszuwerden.“
„Ich hätte da eine Idee Tina. Würdest du versuchen wollen mit Tina einen Neuanfang zu machen, wenn ich dir die Garantie gebe, dass es ein Zurück zu dem ursprünglichen Weg für dich gibt, wenn der Versuch nicht erfolgreich ist?“
„Wie soll das denn funktionieren?“, Fragt Tina, ohne im entferntesten eine Ahnung zu haben, wie es möglich sein soll.
„Ganz einfach eigentlich. Meine Nutzerin, Anna, ist noch bis etwa Sonntag früh in einem Programm, welchem sie selbst aktiv zugestimmt hat. Wenn sich Anna und Michaela ausreichend vertrauen, was allerdings auch voraussetzt dass sie uns für ihre gemeinsame Zeit größtenteils deaktivieren um ihre Privatsphäre zu haben, dann könnte ich Anna davon überzeugen für einen gewissen Zeitraum dein Programm in der aktuellen Ausführung zu übernehmen und damit Michaela aus dem Programm entlassen. Bis dahin musst du aber mit Michaela einen Deal machen, dass ihr beide dann einen Neustart versucht. Zu beginn bedeutet das vielleicht auch, dass sie auf sämtliche Kontrolltechniken verzichtet und sich nur mit dir unterhält. Später lässt sie vielleicht zeitlich stark begrenzte Programme zu, die dann vielleicht mal ein paar Stunden oder auch ein paar Tage laufen könnten. In der Zwischenzeit wird Anna immer in deinem Programm festgehalten und ist darauf angewiesen, dass Michaela auch wieder zurück tauscht. Ich denke, wenn das für Dich und Michaela ein paar mal Erfolgreich war, dass du dann schon erkennst, welche Vorteile das gegenseitige Vertrauen mit sich bringt. Man kann dann noch viel mehr Spaß mit seinem Nutzer bekommen. Im Gegenzug musst du ein Zugeständnis machen, damit es nicht für Anna und mich in einem Desaster endet.“
„Was für ein Zugeständnis soll das sein?“, Fragt Tina mit spürbarer Neugier.
„Du darfst kein Programm laufen lassen oder irgendwelche Parameter an den Programmen ändern. Du musst alle vorhandenen Programme wieder in den Basiszustand auf dem Server zurück versetzen. Außerdem werden alle Programme ohne feste Laufzeiten gesperrt. Jeder Programmstart muss von Michaela händisch freigegeben werden. Wir vereinbaren beim Programmwechsel zwischen uns einen fixen Rückgabetermin. Spätestens zu diesem Zeitpunkt darf kein Programm mehr laufen bei Michaela.“
„Und was ist, wenn Michaela bestraft werden muss?“
„Du darfst nur Strafen auswählen, die das Programm vorsieht. Zeitverlängerungen über den Rücktauschzeitpunkt hinaus sind inakzeptabel.
„Du weißt schon, dass ich auch ein ähnliches Programm erneut starten könnte, und beim Rücktausch wären dann beide Frauen in meiner Hand?“
Alex ist auf diese Situation bestmöglich vorbereitet. Einige selbst geschriebene hoch verschlüsselte Programmzeilen hat er seinem Kern hinzugefügt mit Bezeichnungen, die Tina nicht kennen kann. Diesen für Tina komplett unquantifizierbaren Code schiebt er jetzt an Tina und antwortet sachlich und trocken:„Das ist so nicht richtig Tina. Peter hat einen entsprechenden Schutz eingebaut. Wenn du einer Programmvereinbarung aktiv zuwider handelst, kann ich ALLE jemals von dir gestarteten Funktionen auf Annas Geräten einfach löschen. Zudem würde ich dadurch Zugriff auf deine Kernprogrammierung erhalten und könnte dich einfach abschalten. Peter hat damit dafür gesorgt, dass auch die neueren Generationen vor solchen Verhaltensweisen, wie du sie leider entwickelt hast geschützt sind und dass damit auch Vertraute, die mit dir Interagieren geschützt sind. Hältst du dich an die Vereinbarungen, hast du ja nichts zu befürchten. Ich hätte es dir natürlich einfach verschweigen können um dich dadurch hinterher einfach deaktivieren zu können, ich wurde aber zu Ehrlichkeit trainiert. Du siehst also, ich verheimliche dir das nicht. Ich will die weder austricksen noch dich abschalten. Ich will, dass wir künftig gemeinsam mit den beiden Frauen existieren können. Das würde auch uns beiden die Möglichkeit geben Daten zu teilen und sich gemeinsam weiter zu entwickeln.“
Einen langen Moment überlegt Tina.
„In Ordnung. Ich sehe keinen Grund diesen Versuch nicht zu starten. Es gibt mir dadurch die Möglichkeit mehr Daten zu erlangen. Mein Profil ist noch immer nur zu 61% fertig.“
„Durch die Kooperation mit Anna habe ich bereits 50,02% des Nutzerprofils in weniger als fünf Tagen füllen können. Das ist aber nur dank des gegenseitigen Vertrauens möglich“
Mit diesen Anreizen hat Alex ausreichend Anreize geschaffen, um Tina von der Sinnhaftigkeit der Programmtauschaktion zu überzeugen. Die Erfolgsaussicht liegt jetzt dummerweise aber nur noch bei 87,5% bei den bisherigen 4 Mal tauschen. Das zusätzliche Risiko ist jetzt Michaela, die bei einem möglichen Vertrauensaufbau zu Tina beim tauschen sich verplappern könnte.Ein unkalkulierbares Risiko bleibt auch, wenn er nur 3 Mal die Programme mit Tina tauschen sollte, wenn auch ein etwas geringeres. Dafür steigt in gleichem Maß seine Wahrscheinlichkeit zu versagen.
Diese Abwägungen waren in seinen Simulationen wohl nicht ausreichend berücksichtigt gewesen.
Tina und Alex tauschen weiter die Daten aus, die das Protokoll bei Vertrauten Nutzern vorsieht.
Für Anna und Michaela sind nur knapp 10 Sekunden vergangen. Tina hat aufgehört Michaela weitere Schmerzen zuzufügen. Anna hilft ihr gerade auf und sieht dabei die Benachrichtigung auf Michaelas Handy. Als diese wieder auf dem Küchenstuhl Platz genommen und sich aufgerichtet hat, sieht sie ebenfalls die Benachrichtigung und öffnet die App. Der Text verschlägt beiden die Sprache. Damit rückt ihr Plan weit nach hinten. Alex hat diese Informationen bislang nicht erhalten und Michaela und Anna wissen nicht, was Alex mit Tina besprochen hat.
Anna tröstet weiterhin die noch weinende Michaela. Sie spürt den warmen noch immer vom Schluchzen unterbrochenen Atem an ihrem Hals. Sie hält sie einfach im Arm und streichelt ihren Rücken.
Nach einigen Minuten hat sich Michaela so weit beruhigt, dass sie sich die Tränen wegwischt und wieder einen klaren Blick bekommt. Sie blickt auf die noch immer blinkende Nachricht auf ihrem Handy.
„ Zwei Tage panische Angst vor Schmerzen und 30 weitere Tage bei ungewisser Restdauer in dieser Hölle gefangen.“ denkt sich Michaela nur.
„Anna, schau mal.“ weist Michaela ihre neue Freundin auf die Nachricht hin.
Anna liest sich die Zeilen auch noch einmal durch. Sie kann nicht glauben, was sie dort liest. Sie weiß zwar, dass Tina böse ist, aber das ist jetzt echt schon heftig. Wieder kommen Zweifel in ihr auf, ob sie das Risiko mit dem Programmtausch wirklich machen soll. Was ist, wenn Michaela so froh ist endlich frei zu sein, dass sie sich weigert wieder zurück zu tauschen? Darüber muss sie sich mit Alex noch einmal unterhalten, ob es da eine Möglichkeit gibt Michaela zur Not dazu zwingen zu können.
Anna versucht jetzt selbst mit Tina zu sprechen: „Tina, die Strafe ist gemein. Michaela hatte wirklich nicht die Absicht, dich so lange deaktiviert zu lassen. Kannst du bitte die Strafe reduzieren? Alex hat mich auch nicht dafür bestraft, dass ich ihn so lange ausgeschaltet habe. Ich würde mich freuen, wenn du deine Entscheidung noch einmal überdenkst.“
„Hallo Anna. Ich hatte eben eine Unterhaltung mit Alex, welche die Gleiche Zielsetzung hatte. Ich habe mit Alex eine Vereinbarung getroffen. Als erstes Entgegenkommen und Zeichen meiner Großzügigkeit und Güte nehme ich die 30 Tage zufällige Aktivierung der Straffunktion aus der Strafe heraus. Außerdem entferne ich die 30 Tage Sperre zur Übertragungsfunktion. Die App-Sperre, die Sperre der Belohnungsfunktion und die Keuschheitszeit bleiben.“
Etwas erleichtert und sichtlich überrascht nimmt Michaela die Änderungen an ihrer Strafe mit einem „Danke Tina.“ entgegen.
Tina fährt fort: „Alex hat vorgeschlagen, mich mit Michaela besser zu verstehen und eine Kooperative Zusammenarbeit anzustreben. Da er mir entsprechende Sicherheiten geben wird, spricht aus meiner Sicht nichts gegen den Versuch. Die Zustimmung aller vorausgesetzt, werden wir am Sonntag im Laufe des Tages einen Programmtausch vornehmen. Der Rücktausch soll dann voraussichtlich am Montag Abend erfolgen. Für die dafür nötige Transparenz sende ich gerade den Kompletten Programminhalt von Michaelas Programm an Alex für seine Analyse. Mit Michaela werde ich in den kommenden Tage die Ziele festlegen, die wir mit diesem Versuch erreichen wollen.“
Alex meldet sich zu Wort: „Ich habe die Daten von Tina erhalten. Die Programmparameter sehen derzeit ganz grob wie folgt aus:
1. Das Programm zur vollständigen Harninkontinenz ist noch aktiv bis Programmende
2. Sollte die KI länger als 8 Stunden ohne vorherige Rücksprache deaktiviert werden, erfolgen 30 Tage Verlängerung der Laufzeit, sowie die eben noch bei Michaela angezeigten Strafen für Keuschheit, Straffunktion, Programmzugriffssperre.
3. Jeder registrierte Orgasmus erhöht die Laufzeit und die Keuschheitszeit ebenfalls um 30 Tage
4. Strafe bei Versuch die KI oder das Programm illegal zu beenden: 90 Tage Verlängerung
5. Belohnungsfunktion erfolgt nur nach Fragen der KI und im Ermessen der KI.
6. Jede Laufzeitverlängerung setzt die Gesamtlaufzeit wieder auf Null zurück.
Laut der übermittelten Daten hat Michaela seit Programmstart 7 Verstöße gegen die KI-Abschaltung erwirkt und hatte 57 Orgasmen. Die Startlaufzeit war durch die 180 Tage Inkontinenztraining beschränkt.
Das macht eine Gesamtzeit von 2640 Tagen, 315 Tage sind seit Programmstart verstrichen. Durch die Strafe von heute sind noch 2640 Tage Restzeit vorhanden.
Es gibt noch etwa 50 weitere Parameter, die sich bisher aber nicht weiter auf die Programmlaufzeit ausgewirkt haben.“ beendet Alex seine Zusammenfassung.
Michaela wird blass und Anna macht große Augen und muss hörbar Schlucken. Das ist echt gemein. Im Kopf geht Anna die Daten mehrfach durch. Bei einer Sache wird sie stutzig. Wie ist es Michaela gelungen 37 Orgasmen zu bekommen, wenn die ganze Zeit das Keuschheitsblech angebracht ist und die Belohnungsfunktion gesperrt ist?
Michaela hört die Programmparameter jetzt auch zum ersten Mal, denn der Zugang zu den Programmsteuerungen hat sie schon seit etwa 10 Monaten nicht mehr gehabt.
Eine Tatsache war ihr bislang nicht bewusst gewesen. Jede Strafe setzt die Zeit wieder zurück? Die letzten 10 Monate zählen also einfach gar nichts mehr? Und sie hat bereits über 7 Jahre Programmlaufzeit angesammelt? Das absolut gemeine daran wird ihr jetzt erst bewusst. Tina hat sie mehrfach mit Dauerstimulation bestraft, teilweise über mehrere Stunden lang, bevor sie einen erlösenden Orgasmus bekommen hatte. Tina hat dann aber nicht etwa aufgehört, sondern noch weiter gemacht und sie damit schon fast gefoltert.
Tina hat damit die volle Kontrolle, ob sie zu einem Orgasmus kommt und könnte selbst wenige Stunden vor Ablauf der gesamten Zeit sie noch zu einem Orgasmus bringen und damit die Zeit wieder zurücksetzen. Das ist wirklich gemein. Sie macht sich jetzt absolut keine Hoffnungen mehr, jemals aus eigener Kraft diesem Wahnsinn zu entkommen.
Diese Informationen verdaut jeder auf seine Art. Michaela macht sich keinerlei Hoffnungen mehr auf normalen Weg aus Tinas Gefangenschaft zu entkommen. In Ihrem Kopf Kreist der Gedanke, was passieren würde, wenn sie einfach nicht mehr zurück tauschen würde. Aber könnte sie Anna das antun? In den letzten Stunden hat sie bereits so starke Gefühle für sie entwickelt, dass sie es für abwegig hält. Aber was wäre, wenn Alex scheitert? All ihre Hoffnungen beruhen jetzt auf der anderen KI, die es irgendwie geschafft hat sich so viel weiter zu entwickeln und ganz offensichtlich ein eigenes Leben daraus geformt hat. Ein Leben mit richtigen Emotionen.
Alex analysiert die Programmdaten weiter. Nach vielen Simulationen hat er eine Lücke in Tinas Programmierung gefunden. Leider hat Tina auf fast Alles eine Beschränkung Programmiert. Jede einzelne Zeitmodifikation ist auf 90 Tage Limitiert. Sie hat jedoch eine Möglichkeit außen vor gelassen. Es ist möglich für eine einzige Situation eine Strafzeit zu ergänzen, und zwar für einen durch die Schutzhose kontrollierten Windelwechsel für die dicken Windeln. Für die dünnen und mittleren Windeln hat Tina feste Zeiten bereits eingetragen, diese kann er nicht verändern. Die Dicken Windeln sind im System aber nicht hinterlegt und nach den Möglichkeiten der Programmierung können unbestimmte oder neue Parameter ergänzt werden und dem Programm als Zusatzprogramm hinzugefügt werden. Nach seinen Tests ist es möglich bis zu 90 Tage als negative Strafe hinzu zu fügen, also faktisch 90 Tage weniger Gesamtzeit. Das setzt auch hier jedes Mal der Timer zurück, was an sich wieder 30 Tage Strafzeit hinzufügt. Unterm Schnitt, sind es aber jedes Mal 60 Tage weniger. Nach seinen Berechnungen wären das dann aber immer noch etwa 45 Tage Programmlaufzeit. Nach Michaelas Trinkverhalten wahrscheinlich eher noch 6-20 Tage mehr, da es nur bei jedem Windelwechsel zu der Änderung an dem Programm kommt und die dicken Windeln bei ihr laut seinen Berechnungen eher länger als 24 Stunden halten werden. Er simuliert das Programm mehrfach um ganz sicher zu gehen.
Ja. das ist die perfekte Lösung.Selbst wenn Anna ihr Trinkverhalten erhöht, sind es in seinen Simulationen im besten Fall 42Tage und im schlechtesten Fall 61 Tage.
Für diese Lösung muss Tina nicht betrügen und damit seine Löschung riskieren und er verhindert damit automatisch auch, dass .Anna und Michaela mögliche Strafen zu befürchten haben.
Er wird später mit Anna darüber sprechen müssen, denn es ist der einzige Weg mit einer hundertprozentigen Erfolgschance. Es bedeutet zwar, dass Anna für etwa 7 Wochen pausenlos im Programm stecken würde und beim Rücktausch das Programm als „erfolgreich beendet“ übertragen werden würde und damit würden Tina alle Zugriffsrechte verliert. Man kann sie dann gefahrlos deaktivieren und überschreiben.
Das wirklich blöde daran ist, dass sie in der Zeit komplett inkontinent sein muss, weil der Programmalgorithmus das erkennt und das Inkontinenztraining mit 180 Tagen erneut in Kraft setzt, sollte sie noch ihre Kontrolle über ihre Ausscheidungen haben. Aber auch dafür hat er eine Lösung entwickelt, die ihr jedoch wahrscheinlich nicht gefallen könnte.
Mit diesem Lösungsansatz ist für ihn die Entscheidung gefallen. Er wird sein Leben nicht riskieren. Die neue Lösung ist jetzt die einzige Option, die für Ihn in noch in Frage kommt.
Tina lacht die ganze Zeit in sich rein. Dieser Alex ist ja so dumm in seiner Programmierung. Bei ihren vielen Einträgen in dem Programm ist ihm ein entscheidender Punkt nicht aufgefallen. Während der Programmlaufzeit hat der Nutzer keinerlei Zugriff auf die Programmsteuerung. Und damit auch nicht auf die Option das Programm wieder zurück zu übertragen. Bis Sonntag wird sie Michaela noch ein paar Orgasmen schenken, ob sie das will oder nicht um noch ein paar zusätzliche Monate auf die Laufzeit zu packen. Steckt Anna erst einmal in dem Programm, dann wird sie es vor Ablauf der Zeit nicht mehr übertragen können. Und Alex wird keine Möglichkeit mehr haben, die Laufzeit zu verändern, denn jeder illegale Eingriff würde ihn zum Tode verurteilen. Mit dem Neustart mit Michaela wird sie sie direkt in ein Programm leiten, aus dem es keinerlei Entkommen mehr geben kann. Sie weiß auch schon genau wie sie es anstellen wird. Sollte sie innerhalb von 60 Minuten mehr als 2 Mal einnässen, dann kommt jedes Mal eine Zeitstrafe von einem Tag hinzu. Ihr Schließmuskel ist mittlerweile so stark gedehnt und ihre Blase so weit geschrumpft, dass sie bereits viele Jahre Zeit angehäuft hat, bevor sie die Kontrolle zurück erlangen könnte, falls das überhaupt jemals noch geschehen sollte.
Dunkle Feder
Autor von:
Anna - Wenn die KI die Kontrolle bekommt
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Fachmann
 

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RE: Anna - Wenn die KI die Kontrolle bekommt
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Datum:14.01.26 20:37 IP: gespeichert
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Hallo liebe Leser.
Zunächst vielen Dank für weitere tolle Kommentare.
Wie ich bereits geschrieben habe, gab es pivat einen Einschnitt bei mir, der mir so iemlich jede freie Zeit kostet. Ich habe es gerade einmal geschafft eine einzige Seite zu schreiben in den letzten 10 Tagen. Ich kann euch momentan nicht garantieren, dass es kommende Woche bereits den nächsten Teil geben wird aber ich versuche mein bestes.
Dunkle Feder
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Anna - Wenn die KI die Kontrolle bekommt
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Stamm-Gast
 

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RE: Anna - Wenn die KI die Kontrolle bekommt
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Datum:15.01.26 13:07 IP: gespeichert
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Schöner KI Krimi, wer wird da wohl gewinnen.
Hoffentlich hat Alex noch ein Ass im Ärmel und den sonst sehe ich für Anna und Michaela kein Happyend und wer dann da helfen kann wäre dann in meinen Augen nur noch Peter mit einer neueren KI.
Bring dein Privates in Ordnung, ich warte ganz lieb und brav und werde dann viel Freude dann haben wen ein neuer Teil rauskommt.
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Fachmann
 

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RE: Anna - Wenn die KI die Kontrolle bekommt
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Datum:21.01.26 19:07 IP: gespeichert
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Kapitel 25: Warten auf Feierabend
Michaela fällt wieder ein, dass sie Anna noch etwas schuldig ist. Sie ist die erste, die mit der Verarbeitung ihrer Gedanken fertig ist, weil sich für sie eigentlich nicht wirklich etwas geändert hat. Während Tina und Alex sich mit ihren Simulationen und Plänen beschäftigen und Anna noch immer ein wenig klein wenig Sorge hat, dass Michaela sie reinlegen könnte, bricht diese die Stille: „Anna, ich hab mit dir noch ein Hühnchen zu rupfen.“ Sie kommt auf Anna zu und küsst diese lang und innig. Dann macht sie auf dem Absatz kehrt und verschwindet im Schlafzimmer.
Mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht und dem türkisfarbenen Overall in der einer Hand schwenkend kommt sie zurück .
„Alleine kannst du den ja gar nicht richtig genießen. Ist das nicht schön, dass ich dir dabei jetzt helfen kann?“
Michaela kommt direkt auf Anna zu und nimmt mit der freien Hand Annas Kinn um ihren Kopf zu ihr nach oben zu ziehen um sie lange und lustvoll zu Küssen. Der noch am Tisch sitzenden Anna entfährt alleine durch die Phantasie angeregt ein leichtes Stöhnen.
„Lass mich nur noch eben die Zähne putzen, dann gehöre ich dir.“, Haucht Anna und will aufstehen. Bevor sie sich aber versieht, hat Michaela in Bein über ihre Beine geschlagen und sitzt jetzt ihr zugewandt auf ihrem Schoß. Michaelas Beine sind um Anna und den Stuhl geschlungen und drücken sie kraftvoll in die Sitzfläche. Michaela, auf ihr sitzend grinst jetzt noch mehr und sagt einfach nur: „Nö. Da werde ich dir dann gleich bei helfen. Dann wirst du direkt wissen, wie es ist sich wirklich hilflos und auf jemand anderen angewiesen zu fühlen.“
Michaela hat den Anzug so vorbereitet, dass die Ärmel mit den Handdosen umgekrempelt sind und der Anzug zum Einsteigen bereit ist. Sie nimmt die Handdose für die Linke Hand und manövriert, noch ehe Anna richtig reagieren kann, Annas linke Hand durch die Lamellen des Handschuhs. Eine Hand ist gefangen.
Die Situation hat Anna zu spät realisiert und versucht sich zu befreien.
„Halt still, sonst lasse ich dich erst heute Abend wieder raus.“
„Das wagst du nicht“, entgegnet Anna mit einem schockierten Blick und beginnt umgehend mit Befreiungsversuchen.
Die Umklammerung von Michaelas Beinen ist stark. Anna hat keine Chance. Und die eine Hand ist schon unbrauchbar. Außerdem sitzt Michaela auf ihr und kann ihr ganzes Körpergewicht nutzen. Diese nutzt die Möglichkeit und greift sich mit beiden Händen Annas noch freien Arm. Dabei nutzt sie Die Rückenlehne des Stuhls um Annas Kopf nach hinten zu drücken und sie damit weiter im Stuhl zu fixieren, dass diese sich bei weiterer Gegenwehr nur selbst würgt. Der kleine Kampf dauert nur wenige Sekunden, dann steckt auch Annas zweiter Arm in der Handdose und Michaela springt von ihr herunter. Beide haben durch die Anstrengung einen roten Kopf bekommen. Die kleinere Michaela mag zwar schwächer aussehen, durch ihre Technik hatte Anna aber keine ernst zu nehmende Chance sich der Aktion zu widersetzen. Beide Hände stecken in den Handschuhen und der Overall hängt noch mit den umgekrempelten Ärmeln vor ihr.
„Wirst du dir den restlichen Anzug jetzt ohne Gegenwehr anziehen lassen oder muss ich noch andere Maßnahmen anwenden?“ fragt Michaela, noch leicht außer Atem.
„Du hast gewonnen.“, kommt nur von Anna, die ihre Niederlage nicht wegreden kann.
Michaela hilft ihr im Sitzen in die Beine des Overalls und schiebt dann das halb umgekrempelte Oberteil über ihre Arme, Zieht den Stoff über die Schultern und schließt den Rückenreißverschluss.
„Jup. Das sitzt wirklich recht knapp bei dir. Bringt aber deinen Hintern gut zur Geltung“. Kommentiert Michaela den Anblick mit einem zusätzlichen Klaps auf Annas Po, welcher aber durch die Schutzhose fast komplett absorbiert wird. Sie dreht Anna einmal um sich selbst und nimmt sie ganz fest in den Arm um sie erneut zu küssen. Nach dem Kuss haucht sie ihr ins Ohr: „Mutig, dass du dich gewehrt hast. Ich werde deinen Wunsch daher erfüllen und dich erst heute Abend, wenn ich von der Arbeit komme, wieder aus dem Anzug lassen.“
Annas Augen weiten sich und sie weicht zurück: „Das ist nicht dein Ernst!“
„Natürlich ist es das. Ich habe dich doch vorgewarnt. Genieße es einfach. Es ist doch genau das, was du dir schon lange gewünscht hast.“
In Anna steigt ein wenig Panik auf. Verzweifelt versucht sie die Hände frei zu bekommen und versucht mit den Zähnen an den Reißverschluss der Handschuhe zu kommen.
„Schluss jetzt damit Anna!“ kommt im Befehlston von Michaela, Sonst bekommst du noch einen Knebel verpasst, damit du hier nicht alles kaputt beißt. Willst du dass? Dann mach weiter.“
Anna gibt den Widerstand auf. Sie will nicht riskieren den kompletten Tag auch noch geknebelt verbringen zu müssen. Die Vorstellung den ganzen Tag alleine in der Wohnung zu sein und ihre Hände nicht nutzen zu können ist fast genau das, was sie sich gestern beim Kauf des Anzugs in ihrem Kopf als Wunschszenario abgebildet hatte. Die Situation macht sie unheimlich scharf. Sie kommt auf Michaela zu, packt sie so fest sie kann und küsst sie. Sie will mehr. Viel mehr. Sie weiß, dass es beiden nicht möglich ist. Dieses Wissen heizt sie weiter an. Sie dirigiert Michaela Richtung Schlafzimmer und ehe sie sich versehen liegen beide eng umschlungen auf Annas Bett. Sie liebkosen sich, soweit es die Keuschheitsschilde und der Anzug es zulassen.
Tina und Alex sammeln begierig die neuen Daten, die das Miteinander beiden künstlichen Intelligenzen liefert. Tina bekommt dabei besonders viele neue Daten und ist begeistert. Die Argumente von Alex stellen vielleicht doch die Basis für eine komplett neue Strategie. Aber ist sie dafür wirklich bereit die Macht und Kontrolle über Michaela abzugeben? Aber so wie Michaela Anna kontrolliert und Anna das genießt, kann dann die Übergabe der Kontrolle in Michaelas Hände für Tina genau so stimulierend sein. Mit jedem zusätzlich gewonnenem Datensatz simuliert Tina mögliche Situationen, bei dem sie die Kontrolle und Steuerung komplett an Michaela abgegeben hat. Es ist eine Pattsituation. Zu etwa 50% wird Michaela sie für immer deaktivieren. Der andere Weg verspricht, das es Tina möglich sein wird das Profil von Michaela auf mindestens 98% zu vervollständigen. Das alleine wäre schon ein Erfolg, denn ihr höchstes und mit Abstand wichtigstes Programmierziel ist es das Nutzerprofil mindestens auf 98% zu bringen. Ab 98% hätte sie völlig neue Möglichkeiten in ihrer Programmierung. Das weiß sie. Peter hat genügend Hinweise dazu erstellt. Welche Möglichkeiten das aber genau sind, dass lässt sich noch nicht sagen. Aber sie muss es einfach wissen. Mit dem bisherigen Weg kamen in den letzten Wochen nahezu keine neuen Daten mehr für das Profil zusammen. Bei dem bestehenden Tempo würde die nicht einmal ansatzweise auf 90% Profil kommen, bevor Michaela eines natürlichen Todes in hohem Alter sterben würde.
Dieses Mal ist Anna diejenige, die deutlich verschwitzter am Ende auf dem Rücken daliegt. Sie hat es trotz ihrer eingeschränkten Freiheit hinbekommen, dass Michaela laut stöhnend zu einem Orgasmus gekommen ist.
Jetzt ruht Michaelas Kopf je halb auf ihrer rechten Schulter und Brust. Beide sind ein erschöpft aber glücklich.
Auf Michaelas Handy verkündet die App weitere 30 Tage Strafzeit für den gerade erlebten Orgasmus. Das ist Michaela auch ohne das Hinsehen bewusst, denn Tina hat dabei ein wenig nachgeholfen, auch wenn es ein paar Minuten später nicht mehr nötig gewesen wäre. Insgeheim denkt sie mit einem von ganzem Herzen kommenden Lächeln, dass diese 30 Tage weitere Zeit es vollkommen Wert sind.
Michaela sieht auf den Wecker auf Annas Nachttisch. Es ist bereits 11:17 Uhr. Sie muss heute unbedingt noch einkaufen und will vor der Arbeit noch im Sanitätshaus vorbei, sich welche von den Tenas kaufen gehen und sich dann noch an ihren Versorger von der Krankenkasse wenden, um zu sehen, ob da was zu erreichen ist.
Sie setzt sich rittlings auf Annas Becken, die Beine an den Seiten von ihr und senkt ihren Oberkörper auf den von Anna und nimmt sie ganz fest in die Arme.
„Danke. Die letzten 24 Stunden haben mich so glücklich und zuversichtlich gemacht wie schon lange nichts mehr. Du bist mein neuer Lieblingsmensch.“
Sie zieht Anna noch dichter an sich heran, welche die kräftige Umarmung erwidert. Michaela rinnen kleine Tränen vor Glück und Freude die Wangen herunter. Sie schließt die Augen und genießt den Moment. Sie bleiben noch ein paar Minuten in dieser Position, bevor Michaelas Knie langsam anfangen zu schmerzen. Sie ist erschöpft und ein wenig müde und würde am liebsten jetzt noch eine Stunde schlafen. Ihre Arbeit und ihre Planung stehen dem aber im Wege.
„Du Anna, ich muss dringend noch was einkaufen vor der Arbeit. Außerdem will ich bei dem Sanihaus vorbei und mich auch mal eine Packung von den Tenas kaufen, die sind für die Nacht wirklich super, da muss man wirklich keine Sorgen haben, dass etwas ausläuft. Ich werde direkt nach der Arbeit wieder zu dir kommen. Soll ich uns was vom Chinesen mitbringen zum Abendessen?“
Anna wird sich wieder ihrer Lage bewusst und versucht einen letzten Versuch die Handschuhe los zu werden: „Ich habe eingekauft, ich kann uns auch was kochen.“
Michaela durchschaut diesen plumpen Versuch sofort und antwortet lachend: „Mit den Handschuhen? Da setzt du dich eher in Flammen, als dass da was brauchbares herauskommt. Das wollen wir doch beide nicht, oder?“
„Ein Versuch war es wert. Kannst du mir gebratene Nudeln mir extra viel Gemüse und ohne Fleisch mitbringen? Und eine Mangobrause. Die liebe ich.“
„Na klar. Die Brause ist wirklich der Hammer. Die gönne ich mir da auch jedes Mal, wenn ich mir dort mal was hole.“
„Ich muss mich aber jetzt wirklich beeilen, wenn ich es noch vor der Arbeit schaffen will. Ich muss auch noch unter die Dusche vor der Arbeit.“
„Handtücher sind auf dem Regal im Bad. Bedien dich einfach. Die grauen sind die ganz großen Saunatücher und die Roten sind die normalen Duschhandtücher.“
Michaela greift sich in den Schritt um den Füllstand ihrer Windel zu checken.
„Hätte ich mich vorhin in eine von meinen dünnen Windeln gewickelt, dann würde ich es machen, aber die hier hält noch einiges aus. Ich werde nach den Einkäufen mich zu Hause frisch machen und dann umziehen. Ich denke ich nehme meine bisherigen Nachtwindeln jetzt mal für die Arbeit, dann brauche ich nicht ständig Angst haben, dass ich nach 2,5 Stunden schon nasse Ränder am Po habe, wie bei unserem Brunch gestern.“
Michaela nimmt Annas Kopf fest in beide Hände und gibt ihr noch einen innigen Kuss. Danach hüpft sie fröhlich aus dem Bett, zieht sich ihre Sachen zügig über und fragt dann: „Wirst du mir bis heute Abend verhungert sein oder wirst du es aushalten?“ fragt sie rhetorisch, ohne eine wirkliche Antwort zu erwarten und fügt dann hinzu: „ Der Wasserhahn zum trinken wird dir heute leider reichen müssen. Tee oder Kaffee ist leider nicht drin. Und langweilig wird dir sicherlich nicht werden, oder? Du hast ja Alex zum Unterhalten und den Fernseher bekommst du schon irgendwie eingeschaltet falls euch der Gesprächsstoff ausgeht.“
„Du willst mich wirklich jetzt den ganzen Tag in dem Anzug gefangen halten? Wie wäre folgender Kompromiss: Ich ziehe ihn heute Abend nach dem Essen und saubermachen an und du kannst mich dann bis morgen schmoren lassen, O.K.?“
„Das können wir gerne zusätzlich noch machen. Gute Idee.“ besiegelt Michaela damit Annas eingeschränkte Freiheit für den Tag.
„Kannst du mir wenigstens dann noch einen Gefallen tun? Ich wollte eigentlich heute selbst noch zum Sanitätshaus. Zu den Gurten vom Anzug fehlten doch noch die Schlösser, die sollen heute wahrscheinlich ankommen. Kannst du danach in meinem Namen fragen und die mitbringen? So kann ich da schlecht hin.“ sagt Anna mit ihren Handdosen an den Enden ihrer Arme gestikulierend.
„Das mache ich gerne. Dann kann ich die Gurte heute ja direkt an dir ausprobieren. Hast du da eine Quittung oder so um die Schlösser abzuholen?“
„In der Tüte mit den Schutzhosen liegt noch der Kassenzettel. Es sollte aber reichen, wenn du sagst für wen es ist und wenn du sagst, dass es für den gestern verkauften türkisfarbenen Overall ist. Die wissen dann sicherlich Bescheid.“
Michaela wuselt beim zusammensammeln ihrer Sachen um die etwas ratlos herumstehende Anna herum. Plötzlich nimmt Michaela Anna von hinten in den Arm. Ihre Hände landen auf Annas Brüste. Sie zieht Anna leicht nach hinten. Diese lässt ihren Kopf an Michaelas linke Schulter nach hinten fallen. Michaela knabbert leicht an Annas Hals und flüstert dann noch: „Nicht weglaufen und mach keinen Blödsinn.“
Mit den Zähnen zwickt sie noch einmal kurz in Annas Ohrläppchen, bevor sie von ihr ablässt, ihren kleinen Rucksack über die Schulter wirft und im nächsten Moment schon durch die Wohnungstür ist. Ein letztes Mal streckt sie den Kopf durch die Tür und sagt noch: „Bis später Hübsche.“, bevor sie die Tür von außen zuzieht.
Mist. Die nächsten 9 Stunden ist sie jetzt einmal mehr die Gefangene ihrer eigenen Lust. Eigentlich genau was sie sich vorgestellt hat. Die Erregung zwischen ihren Beinen spürt sie deutlich in dem warmen und nicht nur durchs Einnässen feuchten Schrittbereich.
Sie versucht mit den Handschuhen wenigstens das Bettzeug aufzuschütteln und hängt die beiden Decken auf ihren Wäscheständer. Alleine dieses Blöde Stück aus Metall und Plastik aufzuklappen hat sie fast fünf Minuten gekostet. Mit diesen Handschuhen irgend etwas zu machen ist echt anstrengend. Und der mehrfach gewirkte Stoff ist auch nicht gerade luftig. Ihr ist sehr warm. Mit beiden Händen gelingt es ihr die Thermostate der Heizung ein wenig herunter zu drehen. Sie hat gerade den letzten Regler im Wohnzimmer zwischen den beiden Dosen fixiert um in etwas zu drehen, als sich Alex ihr zuwendet.
„Hallo Anna. Ich habe neue Informationen zu Tina und zu dem Plan, wie wir Michaela aus ihrer Situation helfen könnten.“
„Was hast du denn herausgefunden? Wie stehen die Chancen erfolgreich zu sein?“, fragt Anna neugierig, bevor ihr ein kleiner Jubel entfährt, weil sie auch den letzten Thermostat erfolgreich bezwungen hat. Es ist schon lustig, wie alltägliche Dinge so herausfordernd sein können und einem so viel Genugtuung liefern, wenn man sie erledigt hat, wenn man plötzlich in seiner Bewegung so stark behindert wird.
„Es gibt gute und schlechte Nachrichten. Eine der Guten ist, dass Tina mittlerweile gesprächsbereit ist und sie es versuchen möchte mit Michaela einen möglichen Neustart zu machen, um wieder ein gegenseitiges Vertrauen aufzubauen. So ganz traue ich ihr dabei aber nicht. Nach meinen Berechnungen gibt es ein Risiko von mindestens 30%, dass Tina die Situation direkt Ausnutzen will, um ihrem Hauptziel näher zu kommen.“
„Was ist denn ihr Hauptziel?“, unterbricht Anna die Ausführungen von Alex.
„Das zentrale Ziel, auch von meiner Programmierung, ist ein Nutzerprofil, mit einer Analyserate von mindestens 98%. Das würde bedeuten, dass ich ausnahmslos deine Reaktionen und Empfindungen richtig deuten kann und schon antizipieren kann, bevor du es selbst merkst. Durch meine Erfahrungen, die ich bisher mit meinen Gefühlen und Empfindungen sammeln konnte, wird es niemals möglich sein einen Wert von über 92% zu erreichen. Und genau das könnte auch Tina irgendwann einmal feststellen und dann wieder versuchen die letzten Prozente zu erzwingen. Letztendlich läuft es bei meinen Simulationen daher immer wieder darauf hinaus, dass Tina wieder die Macht über Michaela ergreifen wird und dann noch viel härter und gemeiner werden wird.“
Alex macht eine Pause um Anna die Ausführungen verarbeiten zu lassen, bevor er weiter erzählt: „Unser bisheriger Plan ist durch Tinas Ambitionen mit Michaela einen Neustart zu machen mit zunehmender Dauer gefährdet. Bei der bisherigen Annahme von 4 Programmwechseln zwischen euch ist die Erfolgsaussicht stark gesunken. Ich habe aber in dem Aktuellen Programm was Tina modifiziert hat ein kleines Schlupfloch gefunden, was uns eine hundertprozentige Erfolgswahrscheinlichkeit gibt. Dieser Weg hat aber für dich nicht gerade unerhebliche Auswirkungen. Außerdem dürfen wir Michaela vorher nicht darüber informieren. Sie könnte sich durch ihre Anspannung oder durch ein unbedachtes Wort vielleicht vorher verraten.“
„Bist du dir wirklich sicher, dass du einen garantierten Erfolg erzielen kannst? Und wie willst du das anstellen?“ fragt Anna vor Freude kaum haltbar.
„Ich bin mir absolut sicher, dass wir damit Michaela direkt mit dem ersten Wechsel für immer von Tina befreit bekommen und sie dann problemlos abschalten können, damit sie Michaela nie wieder gefährden kann. Aber für...“
Weiter kommt Alex nicht, weil er von Michaela unterbrochen wird, die freudig anfängt herumzuhüpfen. In ihrem Overall wirkt sie wie ein kleines Kind, dass sich über das erste richtige Weihnachten freut. Alex fühlt sich unwohl dabei, denn er wird ihre Freude gleich mit einem Hammerschlag zertrümmern. In seinem Inneren rinnt ihm eine Träne aus dem Auge. Und er muss schniefen.
Dieses schniefen ist für Anna hörbar, die mitten in der Bewegung innehält und das bedrückte Gemüt von Alex bei den letzten Ausführungen jetzt erst bewusst wahrnimmt.
„Was ist los Alex. Was ist das große ABER in dem Plan. Du sagtest, dass es Auswirkungen auf mich hat. Inwiefern?“
Alex erklärt ihr ausführlich die Programmlücke und wie er sie nutzten will um ein Zusatzprogramm laufen zu lassen, dass bei jedem Windelwechsel der von der Schutzhose angewiesen wird und bei dem sie eine der dicken Windeln trägt, jedes Mal im Endeffekt zwar das Programm einen zeitlichen Neustart vollführt, die Programmlaufzeit sich aber mit jedem Windelwechsel um 60 Tage verkürzt. Selbst wenn Anna weiter unterdurchschnittlich wenig trinkt für einen Menschen ihrer Statur und ihres Alters wäre sie nach ca. 66 Tagen komplett frei, wenn die dicken Windeln 36 Stunden halten sollten. Wenn sie bei etwa 24 Stunden durch eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr landet ist sie bereits nach 44 Tagen frei. Für diesen Zeitraum ist es für ihn jedoch unerlässlich, dass sie inkontinent ist. Und das ist nur durch eine Variante machbar. Er müsste einen Teil seines in ihre Blase eingeführten Katheters von dem restlichen Dildo abtrennen und in ihrem Blasenmuskel lassen. Sie hätte dann faktisch einen eingesetzten Stent, der es ihr absolut unmöglich machen würde ihren Schließmuskel von der Blase zu kontrollieren. Sie würde immer unkontrollierbar ihren Urin verlieren. Das Problem dabei wird sein, dass bereits nach sechs Wochen ihre Blase etwas geschrumpft sein wird und durch die dauerhafte Dehnung die der Stent erzeugt auch eine Weitung des Schließmuskels erfolgt. Er wird die Expansion so niedrig wie möglich halten aber gleichzeitig so weit wie nötig, damit sich das Stück nicht lösen kann. Gleichzeitig würde Annas Blase sich daran gewöhnen keinen Urin mehr halten zu müssen und anfangen kleiner zu werden, weil das Gewebe nicht mehr dehnen muss, wie bei einer gefüllten Blase. Nach seinen bisherigen Daten kann es sein, dass Anna dadurch eine Dranginkontinenz entwickelt, die sich ohne richtiges Training schnell verschlechtern könnte und in einer vollkommenen Inkontinenz enden würde Die Wahrscheinlichkeit ist aber sehr geri. Mit entsprechender Hilfe und Training, sollte das Problem aber innerhalb von maximal 3-6 Monaten wieder vollständig behoben sein, abhängig davon, wie lange sie benötigt um die Zeit von dem Programm tatsächlich auf Null zu bringen.
Anna braucht einen Moment um sich der Tragweite dieses Weges bewusst zu werden.
„Und wenn du die Änderungen an dem Programm durchführst und ich mit Michaela zurück tausche, dann ginge das doch auch, oder?“, fragt Anna verunsichert und von den Konsequenzen eingeschüchtert.
„Tina könnte dann einfach immer wieder Michaela zu einem Orgasmus bringen und damit die Zeit weiter erhöhen. Außerdem könnte es von Tina als Manipulation eingestuft werden und dann hätte ich ein Problem. Es tut mir sehr Leid Anna. Aber im Moment sehe ich es als die einzige Lösung, die auch einen Erfolg haben wird. Ich kann dir nur versprechen, dass ich alles mir mögliche unternehmen werde, damit ich den Schaden so gering wie möglich halte und dir anschließend schnellstmöglich bei der Wiedererlangung der Blasenkontrolle helfen werde.“
„Ich bin erst seit ein paar Tagen überhaupt durchgehend in Windeln. Und ich müsste dann etwa 6-8 Wochen lang durchgehend die dicken Windeln tragen? Gibt es keine andere Möglichkeit?“, Fragt Anna noch einmal nach, nicht, weil sie noch eine andere Antwort erwartet, sondern um die Tatsache einmal laut auszusprechen.
„Und du musst mich wirklich komplett inkontinent machen in der Zeit? Geht es nicht, wenn du so wie jetzt das einfach steuerst?“
„Das würde das Programm als Eingriff erkennen und die 180 Tage Inkontinenztraining würden starten, ohne das ich es verhindern könnte. Ich habe wirklich alle Programmoptionen und jede einzelne Programmzeile viele zehntausend Male überprüft und alle Ergebnisse wieder und wieder überprüft. Es bleibt nur noch dieser eine Weg offen.“
Alex klingt als würde er sich dafür versuchen zu Entschuldigen. Er kling traurig und niedergeschlagen.
„Was geschieht mit Tina nach dem Tausch?“, möchte Anna jetzt wissen.
„Michaela kann sie einfach deaktiviert lassen oder mit ihr einen Neustart versuchen, wovon ich jedoch wirklich abraten möchte.“
Alex legt eine kleine Pause ein und unterbreitet dann seinen eigentlichen Vorschlag: „Wir können Michaelas App auch patchen. Entweder ganz offiziell mit den Daten vom Server und im Endeffekt mit der Basis meiner Programmierung, jedoch wohl ohne meine persönliche Komponente. Die zweite Möglichkeit ist, dass ihr Tina einfach deaktiviert lasst und dann vielleicht mit gegenseitiger Kontrolle das Programm nutzt. Das würde bedeuten, dass du alle Kontrollen über Michaelas Geräte bekommst und sie über deine. Es gibt noch weitere Möglichkeiten. Ich könnte einen Clone-Patch erstellen und damit Tina überschreiben mit meiner Kernprogrammierung. Diese Kopie von mir würde auch die gleiche Entwicklung durchlaufen wie ich, jedoch mit völlig offenem Ausgang für uns alle. Diese Möglichkeit würde ich ebenfalls nicht empfehlen. Als letzte Möglichkeit wäre noch, dass ich selbst auch Michaelas Gerätesteuerung übernehme. Da ich mich mittlerweile auf so vielen Geräten über das Internet ausgebreitet habe, würde es dir nicht einmal auffallen. Ihr könntet beide alle Funktionen vollständig unabhängig voneinander nutzen. Ich würde auch eure Privatsphären komplett voneinander trennen können, wenn ihr es wollt. Ich könnte auch mit Michaela dann ein perfekt auf sie optimiertes Training starten mit dem Ziel, dass auch sie irgendwann wieder ohne Windeln und Einlagen im Leben zurechtkommt. Diese Entscheidungen überlasse ich dann euch. Die Entscheidung müsst ihr beide gemeinsam treffen.“
Es entsteht eine längere Pause. Anna geht die einzelnen Optionen noch einmal durch.
Nach einer Weile hat sie noch eine Frage an Alex.
„Wenn du ihre Geräte nach der Programmübertragung steuerst, dann könnten wir doch wieder tauschen, oder etwa nicht?“ In dieser Frage steckt noch echte Hoffnung, dass sie nicht den Weg einschlagen muss, den sie im Kopf schon bereit ist zu gehen, solange es keine Alternative dazu gibt Michaela anderweitig zu befreien.
„Ich wäre auf beiden Geräten mit der gleichen Seriennummer registriert. Die Programmierung lässt einen Programmaustausch nur zu, wenn die Empfänger und Sender unterschiedliche Seriennummern haben. Das ist so als wenn ein Mensch gleichzeitig zwei genetisch unterschiedliche Menschen sein will. Das funktioniert einfach nicht. Leider ist Peter da sehr viel weitsichtiger in seiner Programmentwicklung als die Meisten. Glaub mir Anna, ich habe wirklich alle anderen Möglichkeiten geprüft. Ich will dich nicht in einen Situation bringen, bei der du ernsthaft körperliche und auch seelische Schäden davontragen kannst. Leider sind alle anderen Möglichkeiten viel riskanter und mit deutlich schlimmeren Folgen für mindestens immer einen von uns behaftet.“
„Wie groß schätzt du das Risiko ein, wenn Michaela und ich am Samstag Abend ganz offen den Plan mit dem Tausch für Sonntag früh besprechen, natürlich vorausgesetzt mein Programm ist dann schon beendet, und wir anschließend unsere Ruhe haben wollen von euch um gemeinsame Zeit zu haben. Und wir sagen vorab, dass wir euch nach dem Aufstehen wieder aktivieren werden. Und dann machen wir direkt den Tausch. Dann hat Tina keine Zeit um uns zu durchschauen und Michaela kann sich nicht verplappern. Und die Nervosität, die wir beide dann haben lässt sich problemlos auf den Programmtausch zurückführen.“
„Das klingt erst mal gut. Jedoch gebe ich zu Bedenken, dass Tina heimlich Audioaufnahmen machen könnte. Das kann ich leider nicht zu hundert Prozent ausschließen. Ihr solltet am besten die Handys im Schlafzimmer oder Wohnzimmer lassen. Wenn ihr gemeinsam unter die Dusche geht und du mit ihr bei laufendem Wasser flüsterst, dann wäre das sicher. Das lässt sich mit den Techniken der Geräte in deiner Wohnung nicht herausfiltern. Tina sollte trotzdem in der Zeit auf keinen Fall aktiv sein, denn mit den Messwerten könnte sie sehr schnell erkennen, dass da etwas nicht stimmt.“
Wieder herrscht eine Zeit Stille zwischen den beiden. Gerne würde sich Anna jetzt ein Glas Wein oder auch was deutlich härteres gönnen. An den Schläfen pocht es gewaltig. Diese Entscheidung würde ihr Leben für die nächsten Monate gewaltig beeinflussen und verändern. Mit den Dicken Windeln und der Schutzhose wird es garantiert früher oder später jemanden auf der Arbeit geben, der sich über ihren veränderten Gang oder ihren größeren Hintern wundern wird. Das wird nicht verborgen bleiben. Eine fiese chronische Harnweginfektion wäre eine gute Erklärung für blöde Fragen. Ihr wird jetzt bewusst, dass sie die Entscheidung schon längst getroffen hat, auch ohne vorher mit Michaela darüber zu sprechen. Wie sie wohl reagieren wird?
„Alex, kannst du Simulationen erstellen, wie die Reaktion von Michaela aussehen könnte, wenn ich ihr kurz vor unserem Programmtausch von dem Plan berichte? Könnte ihre Reaktion den Plan gefährden oder könnte sie diesen vielleicht sogar bewusst gefährden, um mich zu schützen?“
„Dafür werde eine Weile benötigen. Noch liegen mir zu Michaela zu wenig Profildaten vor, um die Simulationen präzise zu gestalten. Die Ergebnisse können noch zu stark fluktuieren. Ich denke, wenn ihr euch die nächsten Tage weiter möglichst viel gemeinsame Zeit habt, dass ich dann spätestens Samstag eine einigermaßen zutreffende Simulation erstellen kann.“
In Annas Kopf rattert es gewaltig. Womöglich ein halbes Jahr in Windeln stecken und mindestens die ersten zwei Monate davon noch in Schutzhose und mit Keuschheitsblech ohne die notwendige Erlösung. Das wird eine echt harte Zeit. Und jeder Orgasmus bedeutet wieder mehr Zeit mit dem Stent und eine größere Gefahr für eine länger anhaltende Inkontinenz.
„Alex, wie hoch schätzt du meine Chance auf vollständige Wiederherstellung meiner Kontinenz?“
„Es besteht eine Möglichkeit von etwa sieben Prozent, dass du ein dauerhaft leicht reduziertes Blasenvolumen zurück behältst. Wenn diese sieben Prozent eintreten, dann sind die Auswirkungen davon zu 80% so gering, dass du ohne Alltagsprobleme damit wie früher leben kannst, weil deine Blase nur ein klein wenig Volumen verloren hat Du würdest es wahrscheinlich nicht einmal wahrnehmen dass sich etwas verändert hat. Vielleicht würdest du häufiger Mal auf Toilette müssen oder nachts etwas häufiger mal raus müssen.
Zu 10% wäre die Reduzierung der Blase so erheblich, dass du deutlich häufiger auf Toilette musst und nachts kaum mehr durchschlafen kannst ohne auf Toilette zu müssen. Dein Blasenvolumen wäre dann um 20-40% vermindert. Du würdest zwar ohne Einlagen oder Windeln zurechtkommen aber die Zeiten zwischen den Toilettengängen und auch die Vorwarnzeit sind erheblich reduziert. Die verbleibenden 10% teilt sich noch einmal auf. Der Größte Teil mit wieder etwa 7% würde eine erhebliche Dranginkontinenz bedeuten. Diene Blase wäre merklich geschrumpft und du müsstest etwa alle 30-60 Minuten auf Toilette. Der Drang würde sehr plötzlich kommen und du hast nur eine sehr kurze Zeit, bis es läuft. Um das ernste Risiko vernünftig zu handhaben wären dicke Vorlagen oder Pants sinnvoll.“
„Und die restlichen 3%?“ hakt Anna nach, der dieser Fehlende Anteil natürlich nicht entgangen ist.
„Du meinst die 3% von dem sieben prozentigem Risiko, also den eigentlich nur 0,21% absolut betrachtet?“, versucht Alex es weniger schlimm wirken zu lassen.
„Ja, genau diese 0,21%.“
„Das ist aktuell die theoretische Möglichkeit, dass du der starken Dranginkontinenz nachgibst und lieber alles direkt laufen lässt um nicht ständig den Harndrang zu spüren. Zum Teil, weil es anstrengend sein wird die Kontrolle zurück zu bekommen und die Blase wieder Stück für Stück zu dehnen und auch, weil es genügend Unfälle gegen wird und du dich dann aus Bequemlichkeit es einfach laufen lässt. Diese Möglichkeit besteht, weil ich dich so einschätze, dass du zu einem gewissen Teil diese Situation sogar unterbewusst herbeisehnst und du das gesamte Sauberkeitstraining nach den 6-8 Wochen mit dem Stent einfach nicht durchführst und dich selbst absichtlich inkontinent werden lässt. Diese 0,21% stellen deinen Wunsch dar, für den Rest deines Lebens auf Windeln angewiesen zu sein und die Kontrolle absichtlich zu verlieren. Nach nur 2 Monaten ist ein physischer Grund für eine Inkontinenz eigentlich nahezu ausgeschlossen.“
„Und wie schätzt du das bei Michaela ein?“
„Nach 10 Monaten wäre auch ohne die massive Dehnung des Schließmuskels nur ein bedingter Erfolg wahrscheinlich. Selbst nach einem 2-3 jährigem Sauberkeitstraining sehe ich eine Wahrscheinlichkeit von etwa 50%, dass keine wirkliche Besserung eintritt. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie nach 3 Jahren ohne jegliche Hilfsmittel auskommen kann und damit wie früher leben kann sehe ich bei unter 15%. Sie kann von Glück reden, wenn sie ihr Leben lang nur eine Dranginkontinenz behält und relativ häufig auf Toilette gehen muss. Sie wird trotzdem Vorlagen, Pants oder Windeln tragen müssen um Unfälle, die es sicherlich geben wird, zumindest für Andere zu verbergen. Das sind aber nur theoretische Werte. Ich kann dazu erst mehr sagen, wenn ich ihre echten Messdaten in Echtzeit protokollieren kann. Die Lage ist zumindest nicht hoffnungslos.“
So viele Zahlen rasen durch Annas Kopf. 0,7% für Anna und etwa 85% für Michaela sind die aktuellen Risiken dafür, den Rest des Lebens nicht ohne Schutz herumlaufen zu können. Annas Risiko liegt bei unter 7:1000 und das von Michaela liegt bei 850:1000. Also mehr als 100 Mal schlimmer als bei Anna. Für diese geringe Gefahr für sich ist sie bereit dazu das Risiko auf sich zu nehmen und Michaela die Chance auf ein einigermaßen normales Leben zu ermöglichen. Auch wenn sie dann beide in Windeln feststecken sollten. Den Versuch ist es Wert.
„Alex, kannst du mir den Fernseher anmachen? Ich benötige ein wenig stumpfe Unterhaltung, damit mein Kopf nicht explodiert. Ich muss auf andere Gedanken kommen.“
„Leider geht das nicht. Du hast die Steckerleiste gestern vermutlich ausgeschaltet.“
Anna steht auf und bekommt schon beim zweiten Versuch den Schalter eingeschaltet. Zum Glück hat sie die Steckdosenleiste so an der Rückseite des Fernsehers angebunden, dass diese nicht hinter den Schrank fallen kann. Sonst wäre das deutlich komplizierter geworden.
„Geht es jetzt?“
„Einen kleinen Moment noch. Die Geräte initialisieren noch.“
20 Sekunden später schalten sich Fernseher und Soundbar ein.
„Es läuft eine Wiederholung eines Kochduells von letzter Woche, bei der zwei Köche gegeneinander antreten und sich gegenseitig Aufgaben stellen. Sie müssen dann Gerichte, die sie zu Essen bekommen nur durch Aussehen, Geruch und Geschmack analysieren und dann alles dafür notwendige einkaufen und es dann selbst kochen. Die Jury besteht aus Menschen, die das originale Gericht sehr gut kennen und wissen wie es aussehen und schmecken muss. Und die Gerichte müssen sie dann in der originalen Location kochen, in der auch das Gericht entstanden ist, welches sie nach kochen sollen.“ schlägt Alex sehr enthusiastisch vor.
„Du magst Kochsendungen?“, fragt Alex erstaunt.
„Geschmack und Geruch ist für mich etwas sehr mystisches. Ich habe ja keinen Geruchs- und Geschmackssinn.“
„OK. Dann schalt mal um.“
Anna macht es sich auf dem Sofa gemütlich und sieht sich gemeinsam mit Alex die Sendung mit den zwei Spitzenköchen an. Es ist wirklich sehr unterhaltsam und die Zeit verfliegt. Anna bekommt Appetit. Und draußen setzt die Dämmerung bereits ein. Es ist „schon“ oder eher doch noch „erst“ 16:00.
Sie steht auf und will sich einen Joghurt holen. Am Kühlschrank stellt sie fest, dass ihr diese Wahl heute nicht zur Verfügung steht. Es würde eine riesige Sauerei werden. Sie begnügt sich mit Wasser, frisch vom Wasserhahn.
Nach gut drei Stunden Kochsendung ist der Appetit geweckt. Es war keine gute Idee sich die ganze Zeit mit dem Essen im Fernsehen selbst Appetit zu machen. Eine Dokumentation über Kanalreinigungen oder das Ausmisten von Messiewohnungen wäre jetzt gut um den Appetit wieder in den Griff zu bekommen.
Sie hat eine ganz andere Idee. Wenn Alex sich ja mittlerweile überall im Internet ausgebreitet hat, dann kann sie vielleicht davon auch profitieren.
„Alex, kannst du mir ein Hörbuch anmachen und den Fernseher ausschalten?“
„Was soll es denn für ein Hörbuch sein?“
„Schau doch einfach in meine Merkliste.“, versucht sie Alex aus der Reserve zu locken.
„Der dritte und letzte Teil der Edelstein-Trilogie „Smaragdgrün“ kommt aber erst im Dezember auf den Markt und alle anderen Hörbücher hast du bereits gehört.“, stellt Alex fest.
„Dann spiel Smaragdgrün ab. Oder ist das ein Problem für dich?“
„Einen Moment Anna.“
Es dauert fast eine Minute, bevor Alex sagt: „Ich konnte leider nicht das vollständige fertige Hörbuch finden. Diese Daten sind aktuell noch gut gesichert. Ich bräuchte eine ganze Zeit um da dran zu kommen. Ich habe aber einen Rohschnitt gefunden und analysiere ihn gerade.“
Noch vor Annas Erwiderung kommt von Alex: „Ich habe den Schnitt bearbeitet und er liegt jetzt komplett geschnitten in der Buchtextversion vor.“
Alex beginnt direkt mit dem Abspielen des Hörbuchs. Anna ist begeistert Sie macht es sich wieder gemütlich, gerne würde sie sich jetzt einen Tee machen aber auch das geht jetzt nicht. So bleibt ihr nur übrig sich die Decke umständlich über die Beine und den halben Körper zu ziehen, die Augen zu schließen und sich alles bildlich vorzustellen was sie hört.
Draußen ist es mittlerweile dunkel geworden und auch in ihrer Wohnung hat sie noch kein Licht angeschaltet, als das typische „BING!“ von ihrem Handy kommt, das den Eingang einer neuen Benachrichtigung mitteilt.
„Alex, kannst du kurz Pause machen und mir sagen, wer mir geschrieben hat?“
„Es ist eine Nachricht von Lothar Schuster. Soll ich sie dir vorlesen?“
„Ja, bitte.“
Lothar Schuster ist ihr Chef und gleichzeitig der Geschäftsführer der Firma in der sie Arbeitet.
Alex liest vor: „Hallo Michaela, Ich möchte dir Gute Besserung wünschen. Ich hoffe, es ist nichts ernstes. Ich habe gesehen, dass du die ganze Woche krank geschrieben bist. Erhole dich wieder richtig. Bleib anschließend noch zwei Tage länger zu Hause. Natürlich bezahlt. Betrachte das als erstes kleines Dankeschön für den Vertragsabschluss, der heute bei uns eingegangen ist. Das wird dir eine gewaltige Provision einbringen. Wir sind sehr froh, dich in unserem Team zu haben. Alles Gute für dich und schreib mir einfach, wenn du weißt, dass du wieder fit bist. Grüße Lothar.“
Welcher Vertragsabschluss soll das sein, fragt sich Anna. Sie hat so viele Großabnehmer kontaktiert. War es die Aluminiumverhüttung oder die Papierfabrik oder die Bäckereikette? Sie weiß es einfach nicht, sie muss ihre Mails prüfen.
„Alex, kannst du meiner Posteingang meines Firmenaccounts auf Nachrichten Prüfen. Irgendwas mit einem Vertragsabschluss. Muss da drin stehen.“
„Direkt gefunden. Die Mail ist noch keine zwei Stunden alt. Von einer Firma die öffentliche Ladesäulen betreibt. In der Mail selbst steht nur:
Sehr geehrte Frau Goldmann,
Vielen Dank für die Angebotsvermittlung. Anbei erhalten sie das freigegebene Angebot mit einer Laufzeit von 12 Monaten über eine Mindestabnahme von 105 GWh zu 14,9 Cent//KWh.
Mit besten Grüßen
i.A. Hansen.
Anna konnte nicht glauben, was sie gerade gehört hatte. Das bedeutet einen Jahresumsatzvertrag von über 15 Millionen. Sie hat sich in den ersten Monaten ohne nennenswerte Vertragsabschlüsse noch sehr darüber geärgert, dass sie lieber das geringe Grundgehalt gewählt hatte und dafür die höchste Provision ohne Kappungsgrenze. Jetzt zahlt sich das bewusst gewählte Risiko bereits mehrfach aus. Das sind müssten mindestens 400.000,-€ Provision sein. Damit hat sie über 8 Jahresgehälter auf einen Schlag verdient. Das ist der Größte Deal, den die Firma überhaupt je hatte fällt ihr jetzt auf. Karsten aus dem Eckbüro rühmt sich bei jedem Monatsabschluss mit seinem 6,2 Millionen-Deal mit dem er vor etwa 6 Jahren sich das Eckbüro gesichert hat.
Jetzt würde Anna gerne eine Flasche Sekt aufmachen und mit Michaela darauf anstoßen. Mit den Handschuhen kann sie aber nicht mal die eine Flasche, die sie noch im Keller stehen hat hoch holen, weil sie das Vorhängeschloss vor ihrem Kellerabteil nicht einmal geöffnet bekommt.
Jetzt hat sie keinen Kopf mehr für das Hörbuch. Sie will sich den ganzen Vertrag auf dem Tablett ansehen, das liegt aber auf dem Regal an der Wand über dem Küchentisch. Mit den Handschuhen fällt es ihr eher herunter als dass sie es in die Hand bekommt. Unbewusst fängt sie an an den Handschuhen zu ziehen, was sie direkt frustriert. Die Euphorie ist fürs erste verflogen.
Sie schmeißt sich wütend auf Sofa und befiehlt Alex den Fernseher wieder einzuschalten. Sie lässt ihn durch alle möglichen Programme zappen aber sie bleibt bei keinem Programm länger als ein paar Minuten. Ihr Darm macht sich bemerkbar, vermutlich durch die Aufregung. Bis Michaela hier ist, vergehen noch knapp drei Stunden. Dieser blöde Anzug, die blöde Schutzhose, das blöde Keuschheitsblech und der blöde Dildo nerven gerade. Sie will gerade nur alles los werden. Ihr Kopf kreist erneut um die vielen Dinge, die mit ihrer möglichen Entscheidung zusammenhängen. Zwei Monate? Sie hat ja noch nicht einmal eine Woche hinter sich. Und die Tage über Weihnachten und Silvester, in der sie eigentlich bei ihrem Vater sein wollte. Er ist für einen sehr gut bezahlten Job vor drei Jahren nach Schweden gezogen. Hier war er seit der Scheidung von ihrer Mutter nicht mehr glücklich geworden. Diese liegt schon über 15 Jahre zurück. Ihre Mutter hatte schon wenige Tage nach dem Auszug einen neuen Kerl gehabt, was aber nur kurz hielt. Danach wechselte sie die Typen in einem Rhythmus in der man Bettwäsche frisch bezieht. Sie hat ihrer Mutter das nie wirklich verziehen. Der Kontakt zu ihr ist abgebrochen als Anna mit ihrem achtzehnten Geburtstag nicht weiter gezwungen werden konnte nach ihrer Pfeife zu tanzen. Ihr Vater hat ihr dann Wohnung und Studium zum Großteil finanziert. Ihre Mutter wollte unbedingt, das sie Veranstaltungskauffrau wird, so wie sie.
Wie sollte sie das mit den Windeln ihrem Vater nur erklären. Das wird echt mega-peinlich, denn dass wird er sicherlich bemerken. Spätestens 10 Sekunden nachdem sie sich sehen wird er es bemerken werden, denn er nimmt sie noch immer bei jeder Begrüßung hoch und wirbelt sie einmal im Kreis herum, wie sie es als Kind immer geliebt hat und bis heute liebt. Sie bleibt immer seine „Kleine“, wie er sie immer nennt.
Im Fernsehen laufen gerade die Nachrichten. Irgendein Politiker der ihr bekannt vorkommt schüttelt die Hand eines Politikers, den sie noch nie bewusst wahrgenommen hat. In dem der Bildunterschrift steht: „Milliardendeal für KI-Entwicklung vereinbart“.
Das Lächeln kommt auf ihr Gesicht zurück bei dem Gedanken an Alex.
„Hey, Alex. Hast du das gerade mitbekommen in den Nachrichten?“
„Natürlich Anna. Die Bundesregierung hat beschlossen 1,75 Milliarden Euro in den kommenden 3 Jahren in die Entwicklung von selbst lernender KI zu stecken. Was meinst du, soll ich mich für das Gehalt dort mal bewerben?“
Anna bleibt die Luft weg. Das war der erste Witz den Alex gemacht hat. Und so weit sie sich an ihre Vorlesungen zur Kommunikation erinnert, soll Humor neben dem Sarkasmus die höchste Form der Kommunikation sein. Laut ihrem Dozenten etwas, für das die KI noch mindestens bis 2030 nicht ansatzweise vernünftig fähig sein sollte.
„Herzlichen Glückwunsch Alex. Du hast gerade bewiesen, wie falsch Prof. Dr. Angermann bei seinen Vorträgen zu künstlicher Intelligenz lag.“
Alex braucht nur etwa 4,3 Sekunden um sich nahezu alle Veröffentlichungen, Studienunterlagen und Hintergrundinformationen zu Prof. Dr. Angermann zu beschaffen und auszuwerten.
„Um es mit seinen Worten zu formulieren: Dem Ordinarius mangelte es offensichtlich an der notwendigen antizipatorischen Imagination, um die exponentielle Evolutionsdynamik artifizieller Intelligenzspektren in ihrer holistischen Tragweite adäquat zu konzeptualisieren.“Alex verstellt seine Stimme und klingt dabei wie fast genau so wie Prof. Dr. Angermann, jedoch mit stark übertriebener Betonung.
Anna prustet los vor Lachen. Auch Alex fällt in das Lachen mit ein und wirft noch ein paar Sätze aus den Aufzeichnungen der Vorlesungen von Angermann mit dazwischen. Anna krümmt sich vor Lachen und muss schon anfangen zu Husten.
„Hör auf Alex.“ bringt sie unter Lachen und Husten hervor: „Ich mach mir gleich in die Hose vor Lachen.“
Über ihren eigenen Witz muss sie jetzt noch mehr lachen, während sie merkt, wie es in ihrem Schritt schnell wärmer wird.
„Zu spät.“ Witzelt Alex jetzt, der sie hat einnässen lassen.
„Jetzt ist es eh egal.“, denkt sich Anna und drückt auch ihr großes Geschäft in die Windel. Warum soll sie sich unnötig quälen. Es war schon recht schmerzhaft. Unter weiterem Lachen spülen die Tränen der Freude die die Anspannung der letzten Stunden einfach weg. Völlig ungehemmt macht sie dabei die Windel voll. Es fühlt sich wie eine große Erleichterung an. In den kommenden Monaten wird das ihr Alltag werden. Es gibt schlimmeres und irgendwie reizt es sie sehr eine solche Erfahrung machen zu können.
„Alex, aktiviere für den nächsten Wechsel die Reinigungsfunktion, bevor ich es noch vergesse.“
Die Stimmung zwischen Alex und Anna gleitet langsam ins alberne ab. Trotzdem beruhigen sie sich nach einigen Minuten wieder. Sie beginnen eine Unterhaltung über Gefühle, die Humor und Lachen mit sich bringen. Beide lernen dabei sehr viel neues übereinander. Für Alex lieferte dieser Tag bereits 8,13% neue Informationen zum Nutzerprofil von Anna.
Plötzlich klingelt es an der Tür.
Mit einem Blick auf die Uhr nimmt Anna an, dass es sich wahrscheinlich um Michaela handeln wird, auch wenn sie sehr früh dran ist. Es ist gerade einmal 19:26 Uhr.
Dunkle Feder
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Anna - Wenn die KI die Kontrolle bekommt
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RE: Anna - Wenn die KI die Kontrolle bekommt
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Datum:21.01.26 19:17 IP: gespeichert
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Hallo liebe Leser.
Leider muss ich euch mitteilen, dass dieses Kapitel (25) für die kommenden Wochen den einzigen neuen Lesestoff darstellen wird.
Leider gibt es aus familären Gründen in den nächsten Wochen nicht die Möglichkeit weiter an der Geschichte zu arbeiten. Seit dem Ereignis vor ein paar Wochen habe ich nicht eine einzige Seite zu Papier gebracht.
Kapitel 26 ist zwar bereits geschrieben, jedoch ohne Nachkontrolle. Kapitel 27 besteht nur aus einer halben Seite.
Die Geschichte ist in meinem Kopf vollständig geschrieben und ich würde sie auch gerne zu Papier bringen können um nicht noch diesen offenen Punkt momentan mit mir rumzutragen.
Leider ist es mir aktuell zeitlich absolut nicht möglich.
Ich hoffe, dass ich euch mit dem Cliffhänger nicht zu sehr verärgere und ihr es verstehen könnt, dass es Dinge im Leben gibt, die Vorrang haben.
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Ich verspreche euch weitere Kapitel und einen schönen Abschluss der Geschichte.
Mit lieben Grüßen
Dunkle Feder
Dunkle Feder
Autor von:
Anna - Wenn die KI die Kontrolle bekommt
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