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  Im Kerker des Grafen
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pardofelis
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  RE: Im Kerker des Grafen Datum:05.04.15 12:12 IP: gespeichert Moderator melden


Au fein,

mit einer Geschichte mit dieser Kurzfassung könnte ich mich anfreunden.

Hi xxx76de,

Danke für diese sehr angenehme Unterhaltung.


pardofelis
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  RE: Im Kerker des Grafen Datum:08.04.15 16:30 IP: gespeichert Moderator melden


Hi,

ich finde diese Geschichte immer noch gut.

Überrascht war ich nur, dass der Graf viel Wert auf die Meinung seiner Umgebung legt. Trotzdem finde ich den leichten SM Effekt im Kerker gut beschrieben.

Danke für die Fortsetzung und bitte weiter...

:::Katrin
"Der Urlaub" / " Das Spiel des Lebens" /"Bestellt und Geliefert"/"Eine Fahrt ins Blaue"/ "Eine Wette und ihre Folgen"/" Die Forschungsreise "/" Ein altes Märchen"/ "Ein Urlaub, der keiner werden sollte"/"Der Seitensprung in eine Katastrophe"
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xxx76de
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  RE: Im Kerker des Grafen Datum:11.04.15 11:30 IP: gespeichert Moderator melden


Vielen Dank für Eure Kommentare, sie sind mein Antrieb, hier weiterzumachen!

Schönes Wochenende wünscht xxx76de

Kapitel 6

Als Katharina einige Tage später langsam erwachte, hatte sie das unbestimmte Gefühl, dass sie nicht allein war. Sie lag mit angezogenen Beinen auf der Seite im Stroh. Langsam hob sie den Kopf, was augenblicklich wieder mit einem Kettenklirren quittiert wurde.

"Du gewährst ja wirklich tiefe Einblicke!", hörte sie eine Stimme von der Tür her. Die Gräfin! Katharina war noch nicht ganz wach, und bevor sie etwas Falsches tat, tat sie zunächst erst einmal gar nichts.
"Ich darf wohl annehmen, dass du dich meinem Gatten genauso schamlos angeboten hast?", fragte die Gräfin schneidend.

Katharina stemmte sich mühsam hoch. Mit einem Blick wurde ihr klar, was die Gräfin gemeint hatte. Die Kordel, die ihr Gewand zusammenhielt, war gerissen, die Stoffbahn komplett verrutscht, so dass sie der Besucherin einen direkten Blick auf ihre intimsten Stellen ermöglichte. Sie spürte, wie sie schlagartig errötete, und beeilte sich, ihre Blöße zu bedecken. Mühsam rappelte sie sich auf und brachte den Stoff wieder in die richtige Position. Dann knotete sie die Schnur wieder zusammen. Die war bereits zum zweiten Mal gerissen, und allmählich begann Katharina sich Sorgen zu machen. Die zusätzlichen Knoten verkürzten die Schnur, langsam wurde es knapp.

"Ich wollte mal wieder nach dir sehen", informierte die Gräfin.
"Aha", machte Katharina. "Da bin ich. Ich bin nicht weggelaufen."
Die Gräfin lächelte gequält. "Wie nett von dir. Morgen soll dein Verhör stattfinden, habe ich vernommen." Katharinas Puls beschleunigte sich. "Wirst du gestehen?", erkundigte sich die Gräfin.
"Nein, das werde ich nicht."
"Dann hast du einen spannenden Tag vor dir. Der Schmied wird sich um dich kümmern, das gehört zu seinen Aufgaben.“
Katharina schluckte ihre Tränen herunter. "Wenigstens ist mal was los", knurrte sie. "Kommt man mal vor die Tür."
"Ganz schön zynisch."

Für eine Weile wurde geschwiegen. Dann fasste Katharina sich ein Herz. Ich muss jede Chance nutzen, dachte sie. Ich muss es versuchen. "Gräfin", begann sie, ohne genau zu wissen, wie sie eigentlich weitermachen sollte. Sie stockte. "Es tut mir leid, wenn ich ... Ich meine, Ihr liebt Ihren Gatten sicherlich über alles, und dann ..."
Katharina wurde durch ein freudlosen Lachen unterbrochen. "Ihn lieben? Den Grafen? Ich? Gewiss nicht! Den habe ich noch nie geliebt!"
"Nein? Aber warum habt Ihr ihn dann geheiratet?", entfuhr es Katharina, ohne dass sie es verhindern konnte.
"Ich bin selber die Tochter eines Grafen. Das war eine rein politische Geschichte. Die beiden Grafschaften sollten vereint werden, und da wurde eben entschieden, dass ich Graf Heribert zu heiraten hatte. Er wollte das so wenig wie ich. Wir konnten einander nie leiden, schon als Kinder nicht."

Katharina konnte nicht mehr an sich halten. "Dann kann es Euch doch auch einerlei sein, mit wem er das Bett teilt, oder nicht? Warum rächt Ihr Euch dann an mir?"
"Um dich geht es doch gar nicht. Ich räche mich an ihm, indem ich dafür gesorgt habe, dass du hier unten angekettet bist und er sich nicht mehr mit dir vergnügen kann."
Wenn du wüsstest, dachte Katharina. "Warum Rache an ihm? Er kann doch auch nichts dafür, dass er Euch heiraten musste."

Die Gräfin rang mit sich. "Weil er mir verwehrt, was er sich selbst erlaubt."
„Sucht Euch doch auch jemanden, der Euch ... etwas aufmuntert.“
"Glaubst du nicht, auf die Idee wäre ich nicht auch schon gekommen?"
"Na dann: Bitteschön, ist doch alles in bester Ordnung." Katharina wollte ihre Worte mit einer Geste untermauern, indem sie die Arme ausbreitete, wurde aber durch ihre Fesseln daran gehindert.

Die Gräfin schwieg wieder eine Weile. Schließlich fuhr sie mit leiser Stimme fort. "Er hat uns erwischt. Und er ist der Meinung, dass ich mich niemand anderem zuwenden darf, denn wenn sich das herumspricht, untergräbt das seine Autorität als Graf. Ein gehörnter Graf, wie sähe das denn aus?"
"Seien sie beim nächsten Mal vorsichtiger."
"Es gibt kein nächstes Mal. Er ist mit mir zum Schmied gegangen.“

Die Gräfin raffte ihren Rock nach oben, was wegen der ganzen Unterröcke kein einfaches Unterfangen war. Schließlich konnte Katharina einen Blick auf ihren Unterleib werfen. Um die Hüften trug die Gräfin eine Art Gürtel aus einem flachen Eisenband, der ihrem Körper offensichtlich perfekt angepasst worden war. Das Eisenband war aber dick genug, dass es sich sicherlich nicht einen Millimeter verformen ließ. Ein weiteres Eisenband war vorne und hinten an dem Gürtel angebracht worden und verlief eng anliegend zwischen ihren Beinen hindurch. Im Schrittbereich wies das Eisen einen längs verlaufenden Schlitz auf, der etwas aufgeweitet worden war. Durch den Schlitz konnte Katharina die Scham der Gräfin erkennen, allerdings hätte hier nicht einmal ein Finger durchgepasst. Geschweige denn ein anderes Körperteil ... Vorne hing ein dickes Vorhängeschloss an dem Gebilde.

"Was ist denn das?", ächzte Katharina.
"Ein Keuschheitsgürtel", erwiderte die Gräfin. "Den hat er mir umgelegt und mich darin eingeschlossen. Auch so eine Art Kerker, nur tragbar."
"Und der verhindert ...?"
"Der verhindert alles." Die Gräfin ließ ihre Röcke wieder fallen. "Und das ist diese Gemeinheit, verstehst du? Sich selbst gesteht er es zu, mir nicht."
"Wie lange seid Ihr schon darin eingeschlossen?"
"Seit fünf Jahren. Und der Graf selbst wendet sich mir nicht zu."
"Oh, da würdet Ihr sicher gerne mal wieder ..."
"Und ob!" Tränen waren in die Augen der Gräfin getreten.

„Was ist aus Eurem Geliebten geworden?“
„Er konnte unerkannt entkommen, es war dunkel. Graf Heribert weiß es bis heute nicht. Er hat mich sogar mit in die Kammer genommen und mir gedroht, die Werkzeuge an meinen Körper zu setzen. Das hat er dann doch nicht gewagt, aber daher weiß ich, wie es in der Kammer aussieht und was dich erwartet. Dann nahm er mich mit zum Schmied, und der fertigte dieses Ding für mich an.“ Die Gräfin klopfte auf ihren Unterleib. „Ausgerechnet er wurde dazu gezwungen, den Gürtel für mich herzustellen und ihn mir anzulegen. Ausgerechnet er!“
„Das heißt, Euer Geliebter war …“
„… der Schmied, ja.“ Die Gräfin begann leise zu schluchzen.

"Warum erzählt Ihr mir das überhaupt alles?", fragte Katharina nach einer Weile.
Die Gräfin zuckte mit den Schultern. "Vielleicht weil ich auch mal mit jemandem reden muss. Und du wirst es wohl nicht weitererzählen, du baumelst ja sowieso bald am Strick."
Katharina schnappte nach Luft.

Der Rest des Tages verlief ereignislos. Einzig der täglich stattfindende Besuch von Rebecca, die die Gefangene mit Nahrung versorgte, unterbrach die Monotonie.

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  RE: Im Kerker des Grafen Datum:11.04.15 12:09 IP: gespeichert Moderator melden


Mehr ,bitte , bitte ganz schnell , mehr
95 % der Literatur sind Kopfkino selbst die Bibel denn keiner der Schreiber war dabei

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pardofelis
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  RE: Im Kerker des Grafen Datum:11.04.15 22:01 IP: gespeichert Moderator melden


Hi xxx76de,

danke fürs fortsetzen.
Bitte, bitte mehr davon. Und der Schmied war aber auch nicht gerade pfiffig. Oder der Gräfin überdrüssig.
Auch diese Schlösser wurden ja vom Schmied gemacht, und er hat keinen Schlüssel


pardofelis
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xxx76de
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  RE: Im Kerker des Grafen Datum:11.04.15 22:38 IP: gespeichert Moderator melden


Der Schmied befindet sich in einer Zwickmühle. Einerseits fühlt er sich natürlich zu seiner Geliebten hingezogen, andererseits muss er die Befehle seines Herren ausführen. Klassischer Loyalitätskonflikt.

Wenn der Graf dahinterkommt, dass der Schmied sich eines Zweitschlüssels bedient, ist er geliefert, das würde er nicht überleben. Also verzichtet er lieber auf das Schäferstündchen mit der Gräfin.
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Katrin-Doris Volljährigkeit geprüft
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  RE: Im Kerker des Grafen Datum:12.04.15 17:48 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo,

diese Konstellation passt so richtig in dieses Zeitalter.
Graf geht mal Seitensprung machen und seine Geliebte wird unschuldiges Opfer, um den KG eventuell los zu werden.

Deine Geschichte gefällt mir immer noch sehr gut.

Danke und bitte weiter...

Katrin
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goliath
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  RE: Im Kerker des Grafen Datum:15.04.15 07:36 IP: gespeichert Moderator melden


Beste Geschichte hier seit langem. Finde den Rhythmus von einer Woche perfekt. Ja passieren kann da jetzt noch viel. Foltern durch Schmied. Oder die Gräfin wandert auch irgendwann in den Bau. Oder... oder....
bin auf jeden Fall sehr gespannt und genieße das kopfkino. Danke!!!!!!!!
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der Verschließer
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Frau gut verschlossen ist immer sicherer!

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  RE: Im Kerker des Grafen Datum:15.04.15 08:15 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo,
das ist ja schon sehr makaber von seinem Geliebten ein Keuschheitsgürtel gefertigt und von ihrem Mann verschlossen zu werden.
Der Schmied hat sich bestimmt große Mühe gegeben damit der Gürtel seiner Liebsten nicht drückt und scheuert und sie hat immer ein ,,Andenken" an ihn.������
Tolle Geschichte bitte weiter schreiben.
LG der Verschließer
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xxx76de
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  RE: Im Kerker des Grafen Datum:16.04.15 22:56 IP: gespeichert Moderator melden


Aus terminlichen Gründen geht es diesmal schon etwas eher weiter.

Kapitel 7

Ab darauffolgenden Morgen wurde Rebecca abgeholt, um zum Verhör gebracht zu werden. Nach Tagen wurde sie zum ersten Mal das Halseisen los und konnte wieder stehen. Das Laufen fiel ihr schwer, nicht nur wegen der Ketten, die sie nach wie vor trug, sondern auch weil sie so lange nur liegen oder sitzen gekonnt hatte. Der Kerkermeister führte sie aus dem Gang mit den Kerkerzellen durch die Gittertür in den großen Raum, in dem ihr die Ketten angelegt worden waren.

Zu Katharinas Erschrecken warteten dort feixend die beiden Soldaten, die sie verhaftet hatten. Der Kerkermeister nahm ihr die Ketten ab. Es war ein sehr seltsames Gefühl, plötzlich ungefesselt zu sein. Dann übergab er seine Gefangene an die beiden Soldaten. Die Kammer, in die sie jetzt gebracht werden sollte, gehörte nicht zu seinem Zuständigkeitsbereich. Die Soldaten banden Katharina mit einem Strick augenblicklich wieder die Arme auf den Rücken und führten sie durch eine Tür.

Der Raum, in den sie nun gebracht wurde, war beeindruckend groß und enthielt zahlreiche Gerätschaften, die Katharina das Blut in den Adern gefrieren ließ. Nicht bei allen konnte sie durchs Betrachten auf die Funktion schließen, aber das wollte sie auch gar nicht so genau wissen. Die Soldaten jedoch führten sie herum, und es bereitete ihnen sichtlich Freude, ihr die Werkzeuge zu erklären.

Schließlich lösten sie das Seil an Katharinas Händen. Sie war nun reichlich eingeschüchtert und bereute bereits, das Geständnis nicht gleich unterschrieben zu haben. Aber für ihren Plan war es wichtig, mit dem Schmied zu sprechen.
"Zieh dich aus!", forderte Johann sie auf.
"Ich dachte, der Schmied würde das hier ... erledigen", wandte sie zaghaft ein.
"Tut er auch, aber er ist noch nicht da. Wir sollen das hier schon mal ein bisschen vorbereiten. Und jetzt zieh dich aus, sonst machen wir das für dich!"

Katharina entschied sich, der Aufforderung nachzukommen. Das Ausziehen war schnell erledigt, viel hatte sie ja eh nicht an. Rot vor Scham legte sie die Stoffbahn und die Schur vor sich auf den Boden.
"Leg dich da drauf!", lautete die nächste Anweisung. Der Soldat wies auf einen großen, stabilen hölzernen Tisch, an dem zahlreiche Ledergurte befestigt waren. Gehorsam legte Katharina sich auf den Tisch und schloss die Augen. Sie spürte, wie ihre Arme nach oben gelegt wurden, dann wurden Ledergurte um ihre Handgelenke gelegt, stramm zugezogen und verschlossen. Ihre Hände ruhten nun an den Ecken der Tischplatte. Dann kümmerten sich die Soldaten um ihre Beine. Diese wurden weit gespreizt, dann spürte sie, wie auch ihre Fußgelenke mit Riemen an den Tisch gefesselt wurden. Sie konnte sich ungefähr vorstellen, was für ein Bild sie nun bot und schämte sich fast zu Tode.

Damit war Katharina bereits nahezu vollständig bewegungsunfähig gemacht worden. Dennoch waren die Soldaten noch nicht fertig. Ein weiterer Riemen wurde ihr kurz unterhalb ihrer Brüste umgelegt, wobei die Soldaten die Gelegenheit nutzten, sie in diesem Bereich "ganz zufällig" ausgiebig zu berühren. Schließlich folgte noch je ein Lederriemen um Katharinas Oberschenkel, auch sie wurden stramm zugezogen. Als keine weiteren Fesseln mehr zu folgen schienen, öffnete Katharina die Augen. Ihr wurde bewusst, wie viel Bewegungsfreiheit sie in den Ketten gehabt hatte, die sie in den vergangenen Tagen getragen hatte. Nun war sie wirklich gefesselt. Viel mehr als ihre Finger und Zehen konnte sie nicht mehr bewegen. Was ihr aber auch nicht viel nützte, wenn sie Hände und Füße nicht mehr vom Fleck bewegen konnte.

"Man könnte glatt schwach werden, wenn man sie da so liegen sieht", meint Johann zu dem anderen Soldaten.
"Du kennst unsere Anweisungen", erwiderte dieser. "Aber Recht hast du."
"Der Schmied ist ja noch nicht da. Er muss dringend noch ein Pferd beschlagen, hat er gesagt. Sowas kann dauern."
"Zu riskant. Gleich vor der Tür ist der Kerkermeister, und das ist guter Freund des Schmiedes."
"Ist ja gut", knurrte Johann. Er konnte sich aber dennoch nicht zurückhalten, die Brüste der Gefangenen ein wenig zu kneten. "Viel Spaß, Süße!", flötete er. Dann folgte er dem anderen Soldaten aus dem Raum.

Katharina war nun allein. Wie ein großes X lag sie da und wartete auf das, was nun kommen mochte. Es war ihr unglaublich peinlich, hier entblößt und mit gespreizten Beinen liegen zu müssen. Es war so demütigend, und sie war angefüllt mit Scham und Angst. Und dennoch ... und dennoch ... und dennoch ...

Dennoch war da wieder dieses Gefühl zwischen all den anderen, erst nur schwach, aber es war da. Dann immer stärker werdend, sich immer mehr in den Vordergrund drängend. Oh, wie gerne hätte sie sich jetzt berührt! Aber es war ihr verwehrt, das Diktat der Riemen, das ihr die Position ihrer Glieder vorschrieb, sprach eine eindeutige Sprache. Diese Tatsache verstärkte das Gefühl noch. Katharina riss an ihren Fesseln, versuchte wenigstens eine Hand freizubekommen, um sich Erleichterung zu verschaffen. Aber es ging nicht, sie war gefesselt, und sie würde es bleiben. Ihre Erregung steigerte sich ins Unermessliche, und sie hoffte inständig, dass ihr das nicht allzu deutlich anzumerken sein würde. Schließlich gab sie den Kampf gegen die Riemen auf und lag erschöpft da.

Es dauerte noch eine halbe Stunde, die sich zu einer Ewigkeit gedehnt hatte, bis Katharina bemerkte, dass die Tür geöffnet wurde. Sie drehte den Kopf zur Seite und sah einen rundlichen Mann mit Vollbart, der eine Lederschürze trug. "Guten Tag", sagte der Mann mit tiefer Stimme. So gut ist er nicht, dachte Katharina, aber sie erwiderte den Gruß zaghaft. "Ich bin hier der Schmied", verkündete der Mann. Er zog sich einen Schemel heran und setzte sich neben Katharinas Kopf. "Und ich bin gerne Schmied. Dies hier", er machte eine Geste, die den Raum umfasste, "ist ein Teil meiner Arbeit, der mir keine Freude bereitet. Es ist eine lästige Pflicht, der ich natürlich nachkomme, wenn es von mir verlangt wird. Es übt aber keinen besonderen Reiz auf mich aus, anderen Menschen Schmerzen zuzufügen, wenn du verstehst, was ich meine. Es wäre mir daher sehr lieb, wenn du ein Geständnis ablegen würdest, ohne dass ich dich quälen muss. Gestehen wirst du ohnehin, das kann ich dir versprechen, die Frage ist nur, wie viel Leid du bis dahin ertragen willst.“

"Ich muss mit dir reden, Schmied", antwortete Katharina mit ruhiger Stimme.
"So? Dann gestehst du also?"
"Später." Vielleicht hätte ich erst mein Geständnis ablegen sollen, dachte Katharina, dann hätte er mich wahrscheinlich losgemacht, und ich hätte mich nicht in dieser entwürdigenden Lage mit ihm unterhalten müssen. Wenn man nackt auf einen Tisch geschnallt ist, stärkt das nicht gerade die Verhandlungsposition. "Die Gräfin", fuhr Katharina fort, "und du, ihr ..."
"Was ist mit der Gräfin und mir?", fuhr der Schmied alarmiert in die Höhe.
Katharina sagte es ihm. Und noch einiges andere. Am Ende war man sich einig.

"Gut", sagte der Schmied. Dann gestehst du jetzt also?"
"Nur mal aus Interesse: Was würdest du denn mit mir machen, wenn ich es nicht täte?"
"Ich würde eine Gänsefeder holen und dir damit die Füße kitzeln."
"Iih", machte Katharina. „Unter diesem Umständen gestehe ich augenblicklich."
Der Schmied lachte und löste die Riemen, die Katharinas Körper an den Tisch fesselten. Nachdem sie vom Tisch geklettert war, unterzeichnete sie das Geständnis.

Während Katharina sich wieder in das seltsame Gewand kleidete, öffnete der Schmied die Tür. "Komm rein", rief er, und der Kerkermeister betrat den Raum. In der Hand hielt er Katharinas Ketten.
"Muss das sein?", maulte sie.
"Muss", bestätigte der wortkarge Kerkermeister und Katharina ließ sich widerstandslos in Eisen legen. Was blieb ihr auch übrig. Anschließend wurde sie wieder in ihre Zelle geführt und dort angekettet.

Die nächsten beiden Tage verliefen wiederum nahezu ereignislos. Einziger Lichtblick waren für Katharina die Besuche von Rebecca, die sie versorgte und mit der sie sich stets noch ein Weilchen unterhalten konnte. Die Speisen waren fad und eintönig, aber das waren sie in Katharinas vorigem Leben auch schon gewesen.

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  RE: Im Kerker des Grafen Datum:17.04.15 00:14 IP: gespeichert Moderator melden


Wie jetzt? Hätte der Schmied denn nicht wenigstens ein kleines bisschen....

... eher der verschlossene Typ.
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  RE: Im Kerker des Grafen Datum:17.04.15 08:52 IP: gespeichert Moderator melden


die Frage ist worauf haben die zwei sich geeinigt.
Schöne Fortzsetzung.Freue mich auf mehr
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goliath
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  RE: Im Kerker des Grafen Datum:17.04.15 13:28 IP: gespeichert Moderator melden


Schade. Von dem Verhör, hätte ich mir wesentlich mehr erwartet.
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  RE: Im Kerker des Grafen Datum:17.04.15 14:32 IP: gespeichert Moderator melden


Mit der Gänsefeder kitzeln kann doch auch an der richtigen Stelle
zum Org. führen , vielleicht hätte sie drum bitten sollen
.
95 % der Literatur sind Kopfkino selbst die Bibel denn keiner der Schreiber war dabei

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thomas
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  RE: Im Kerker des Grafen Datum:17.04.15 14:55 IP: gespeichert Moderator melden


.....und ich hatte mich schon so gefreut,dass Katharina einen Keuschheitsgürtel verpasst kriegt
oder besteht da noch die Chance dazu

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von thomas am 17.04.15 um 14:56 geändert
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xxx76de
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  RE: Im Kerker des Grafen Datum:25.04.15 08:42 IP: gespeichert Moderator melden


@thomas: Um die Erwartungen nicht in ungeahnte Höhen schnellen zu lassen: Der Keuschheitsgürtel spielt in dieser Geschichte eher eine Nebenrolle. Aber man soll die Hoffnung nie aufgeben!

===

Kapitel 8

Dann endlich kam der Moment, in dem der Graf die Zelle erneut betrat. Jetzt gilt’s! dachte Katharina. Er hockte sich in seiner prächtigen Kleidung wieder neben sie und nahm sie in den Arm. „Wie ich dich vermisst habe!“, beteuerte er. „Aber es ließ sich einfach nicht eher einrichten!“
„Ich laufe Euch schon nicht weg“, beteuerte Katharina. Immer wieder der selbe, alte Witz, dachte sie. Aber besser als keiner.
„Ich habe gehört, dass du ein Geständnis abgelegt hast“, sagte der Graf.
„Habe ich“, nickte Katharina. „Habt Ihr Euch in der Zwischenzeit etwas einfallen lassen, um mich zu retten?“, erkundigte sie sich.
Der Graf machte ein betrübtes Gesicht. „Mir will einfach nichts einfallen“, gestand er.
„Ihr werdet mich also zum Tode verurteilen?“
Der Graf wand sich. „Ich … es tut mir so leid … ich muss weiter darüber nachdenken.“
Katharina wurde übel. Sie hatte zwar einen eigenen Plan geschmiedet (und zwar im Wortsinn), aber die Wahrscheinlichkeit, dass der auch klappte, lag keineswegs bei einhundert Prozent. Sondern deutlich darunter. Ein Plan B wäre ihr sehr lieb gewesen.

Nachdem sie noch etwas geplaudert hatten, legte der Graf wieder seine Pluderhose ab, und der Vorgang vom letzten Mal wiederholte sich. Als sie sich schließlich schnaufend in den Armen lagen, ergriff Katharina erneut das Wort.
„Es ist alles so grausam, Graf.“
„Ja, das ist es.“
„So, wie es aussieht, werde ich also am Galgen enden. Würdet Ihr mir einen Wunsch erfüllen?“
„So es in meiner Macht steht.“
„Das tut es. Würdet Ihr mir den Wunsch auch erfüllen, wenn ich wider Erwarten am Leben bleiben sollte?“
„Sicher. Du hast einen Wunsch frei. Ich stehe in deiner Schuld, nur durch mich bist du in diese Situation geraten. Der Wunsch darf aber nicht zu abstrus sein, er muss erfüllbar sein.“
„Was bedeutet das?“
„Na ja, wenn du dir wünschen würdest, dass ich am Sonntag in der Kirche auf den Altar hüpfe und gackere wie ein Huhn, dann würde ich dir den Wunsch abschlagen.“
„So ein Wunsch ist es nicht. Es geht darum, eine Grausamkeit zu beseitigen.“
„Nun lass schon hören.“

Katharina holte tief Luft. „Eure Gattin war wieder hier.“
Der Graf zuckte zusammen. „Schon wieder? Was wollte sie hier? Soll ich dafür sorgen, dass sie dich hier nicht wieder behelligt? Ist es das?“
„Nein, das ist es nicht. Hört, sie hat mir ein wenig ihr Herz ausgeschüttet. Und sie hat mir gezeigt, was sich unter ihrem Kleid verbirgt. Der Keuschheitsgürtel.“
Der Graf schnaufte. „Und?“
„Ich möchte Euch bitten, sie von diesem grausamen Ding zu befreien. Sie leidet Höllenqualen, sie hat starke Schmerzen. Euch gegenüber würde sie das nie zugeben, dazu ist sie zu stolz. Aber … ich bin eine Frau, Graf, ich glaube, ich kann nachvollziehen, was für Schmerzen sie leidet. Das ist Euch als Mann möglicherweise verwehrt, wenn ich das mal so sagen darf. Zum Glück. Befreit sie, Graf, sie leidet so!“
„Du setzt dich für die Frau ein, die es verschuldet hat, dass du hier in Ketten liegst?“
„Ja. Sie tut mir leid.“
„Du hast ein sehr großes Herz, Katharina.“ Der Graf hatte Tränen in den Augen.
„Werdet Ihr meinem Wunsch entsprechen?“
„Das werde ich. Ich verspreche es dir.“

So, dachte Katharina, als der Graf wieder verschwunden war. Meinen Teil der Abmachung habe ich eingehalten. Die Gräfin wird fortan wieder ohne den Keuschheitsgürtel durch die Burg wieseln und kann sich mit dem Schmied ein ruhiges Eckchen suchen. Hauptsache, sie lassen sich nicht wieder erwischen. Jetzt ist der Schmied am Zug. Hoffentlich hält er sich nun ebenfalls an unsere Abmachung. Oh, hoffentlich!

Die nächsten Tage vergingen erneut quälend langsam. Katharina versuchte, aus Rebecca herauszubekommen, welche Tat sie in den Kerker gebracht hatte. Aber auch wenn Rebecca sonst gern plapperte, hier biss Katharina auf Granit.

An einem Tag aber wurde die Tür zu Katharinas Zelle gleich dreimal geöffnet. Beim ersten Mal kam Rebecca, wie üblich. Beim zweiten Mal steckte der Schmied den Kopf durch die Tür. Er sprach anfangs zwar kein Wort, aber er nickte breit grinsend, und Katharinas Herz machte einen kleinen Hüpfer. „Es hat also geklappt?“, fragte sie übermütig.
„Ja.“ Der Schmied setzte sich neben sie. „Ich habe zwar keine Ahnung, wie du das fertiggekriegt hast, aber ich durfte ihr das Ding tatsächlich wieder abnehmen.“
„Und? Hattet ihr schon Gelegenheit?“, fragte Katharina verschwörerisch.
Der Schmied grinste. „Dazu schweigt ein Ehrenmann.“
„Ein Ehrenmann vielleicht schon!“
Der Schmied knuffte Katharina in die Seite. „Du bist ganz schön frech!“
„Oh, du solltest mich mal erleben, wenn ich nicht durch die Ketten gebändigt werde!“

Der Schmied grinste wieder. Dann nahm er eine von Katharinas Ketten in die Hand und betrachtete sie. „Die habe alle ich gemacht. Das war eine Sauarbeit.“
„Soll ich dich jetzt vielleicht noch dafür loben, dass du so tolle Ketten gemacht hast? Es ist mir eine große Ehre, damit gefesselt worden zu sein, o wundervoller Schmied!“
„Möglicherweise ein bisschen viel verlangt“, lachte er. „Aber sie sind einwandfrei gearbeitet. Sieh mal hier! Und hier! Alles glatt, keine scharfen Kanten! Sicher angenehmer zu tragen, als der Schrott den so manch anderer Schmied produziert.“
„Glücklicherweise fehlt mir da der Vergleich. Dennoch würde ich mich lieber später vor deiner Handwerkskunst verneigen, im Moment steht mir nicht der Sinn danach.“
„Tja“, sagte der Schmied und erhob sich, „da rackert man sich ab, und die Kunden sind trotzdem unzufrieden. Undankbare Welt! Ich muss wieder los.“
„Ich würde dich zum Abschied ja gern umarmen, aber deine Qualitätsprodukte hindern mich daran“, spottete Katharina. Sie hatte richtig gute Laune.

Zu Katharinas Überraschung wurde die Kerkertür ein paar Stunden später erneut geöffnet. Diesmal jedoch nicht ihretwillen, stattdessen wurde ein neuer Gefangener eingeliefert. Der Kerkermeister führte ihn in Begleitung von zwei Soldaten herein. Katharina staunte. Es handelte sich um einen jungen Mann, der um die 25 Jahre alt sein mochte. Allerdings trug er nicht so ein einfaches Gewand wie sie, sondern er war ähnlich prächtig gekleidet, wie der Graf. Ihr neuer Zellengenosse trug ein Oberteil aus Seide, dazu wie der Graf eine prachtvolle Pluderhose und eine dunkelgrüne Strumpfhose. Außerdem trug er an Händen und Füßen keine Ketten.

Die Soldaten drückten ihn zu Boden, und der Kerkermeister legte ihm ein Halseisen um. Er saß Katharina nun direkt gegenüber. Dann verließen die Soldaten und der Kerkermeister den Raum. Für eine Weile sagte keiner ein Wort. „Hallo“, sagte Katharina schließlich. Als keine Antwort kam, fügte sie hinzu: „Ich bin Katharina.“ Der Neuankömmling schwieg weiter. Das ging Katharina gehörig auf die Nerven. Wenn sie schon nicht mehr allein schmachten musste, wollte sie wenigstens ein Gespräch. Das war ja wohl nicht zu viel verlangt. „Und wer bist du? Oder wer seid Ihr? Oder wie auch immer?“ Nichts.

Katharina seufzte. Nach einer ganzen Weile kam dann doch noch eine Antwort, wenn auch recht leise. „Ich bin Gunther.“
„Aha“, machte Katharina, mittlerweile ziemlich auf Krawall gebürstet. Ich duze den jetzt einfach, dachte sie, was soll er schon dagegen tun? „Und was treibt dich hierher? Warst du zufällig in der Gegend und hast gedacht, och, gucke ich mal rein?“
„Was bist du denn so gereizt?“, erkundigte sich Gunther.
„Ja, was bin ich wohl so gereizt? Ich sitze hier seit … was weiß ich … und rassele mit meinen Ketten. Und endlich kommt mal jemand, ich versuche ein Gespräch zu beginnen, und du schweigst!“
„Ist ja gut. War vielleicht alles ein bisschen viel heute. Aber ich bleibe eh nicht lange.“
„Weil?“

Gunther seufzte. „Nervensäge! Also gut. Ich bin der Sohn eines Grafen. Ein Sturm hat unsere Burg und unsere Güter sehr stark beschädigt. Mein Vater konnte das Geld für die Reparaturen nicht aufbringen, also hat er es sich bei eurem Grafen hier geliehen. Zumindest teilweise. Dann gab es eine Missernte … Die Rückzahlung ist eigentlich längst überfällig, und heute war mein Vater hier, um um einen weiteren Aufschub zu bitten. Er wird das Geld bald zusammenhaben. Aber für euren Grafen war das Maß voll. Er hat verlangt, dass ich als Geisel hierbleibe. Und mein Vater …“
Gunther schwieg wieder.
„Er hat zugestimmt“, ergänzte Katharina.
„Ja!“, rief Gunther entgeistert, den Tränen nahe.
„Na, dann herzlich willkommen“, erwiderte Katharina trocken.
„Weswegen bist du denn hier?“
„Och, so’n bisschen Diebstahl. Angeblich.“

In den folgenden Stunden stellte sich heraus, dass Gunther bei Weitem kein so angenehmer Gesprächspartner war wie Rebecca, mit der Katharina mittlerweile eine Art Freundschaft verband. Er war fast so wortkarg wie der Kerkermeister, und er ließ durchblicken, dass er es unter seine Würde fand, sich mit Katharina zu unterhalten, die seinem Stand bei Weitem nicht entsprach.
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thomas
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  RE: Im Kerker des Grafen Datum:25.04.15 11:37 IP: gespeichert Moderator melden


Kompliment xxx76de für deine Geschichte-sie passt in die Verhältnisse des Mittelalters mit seinem damaligen Anspruchsdenken der Herren und der Stände zueinander (ich weiß wovon ich rede,befasse mich sehr intensiv mit dem MA).
Bei angeketteten Frauen in Verliesen fehlt bei mir eben der Keuschheitsgürtel im Kopfkino ,vertraue deinem roten Faden und freue mich auf den Fortgang deiner Geschichte.
Gruß,Thomas
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sweat Volljährigkeit geprüft
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  RE: Im Kerker des Grafen Datum:25.04.15 12:20 IP: gespeichert Moderator melden


Moin,

ich finde, die Dame dürfte gern ein wenig mehr leiden. Für einer Kerkerinsassin in Ketten kontrolliert sie mir einfach zuviel.

Grüße
sweat

... eher der verschlossene Typ.
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gummi-mike Volljährigkeit geprüft
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  RE: Im Kerker des Grafen Datum:25.04.15 15:23 IP: gespeichert Moderator melden


super, bitte weiter Schreiben.
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xxx76de
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  RE: Im Kerker des Grafen Datum:04.05.15 08:26 IP: gespeichert Moderator melden


Kapitel 9

Gegen Abend wurden Katharina ganz andere Probleme bewusst, auf die sie bislang noch gar nicht gestoßen war. In ihrer Blase hatte sich ein gewisser Druck aufgebaut, es war ihr aber sehr unangenehm, diesem in Anwesenheit von Gunther nachzugeben. Doch was sollte sie tun? Als das Gefühl so stark wurde, dass sie es nicht länger aushielt, griff sie sich den Holzeimer und hockte sich darüber. Ihr Gewand verbarg dabei gnädig alles, was sie Gunther nicht zeigen mochte.

Als sie wieder im Stroh saß, musste sie lächeln. Ihr fiel ein, dass die verflixte Stoffbahn, die ihren Körper ansonsten nur sehr notdürftig bedeckte, jetzt ein Segen war. Bei Gunther würde das nicht so einfach funktionieren. Sie warf einen verstohlenen Blick zu ihm herüber. In seiner Mine meinte sie zu lesen, dass auch er ein dringendes Bedürfnis verspürte. Zudem war er in der letzten Stunde noch schweigsamer geworden.

„Würdest du dich mal umdrehen?“, fragte er schließlich.
„Warum?“, fragte Katharina scheinheilig.
„Ich muss … du weißt schon! Jetzt dreh dich um!“
„Hast du dich denn bei mir umgedreht?“
„Ich bin ein Edelmann, verdammt!“
„Ich habe nicht den Eindruck, als ob Standesunterschiede hier unten von größerer Bedeutung sind. Vielleicht mal abgesehen davon, dass du ein bisschen anders gekleidet bist und nicht so viele Eisen umhast. Aber sonst?“
„Als Diebin hast du dir deine Ketten auch verdient“, knurrte Gunther. Katharina biss die Zähne zusammen. Das konnte ja noch heiter werden hier.

Gunther stieß noch einige Verwünschungen aus, aber Katharina weigerte sich, den Blick abzuwenden. Sie hatte einen diebischen Spaß dabei. Schließlich hielt Gunther es nicht mehr länger aus. Grummelnd zog er sich Pluderhose und Strumpfhose herunter und hockte sich über den Eimer. Und Katharina sah sich das alles sehr genau an.

Am nächsten Morgen kam Rebecca in die Zelle. Sie stellte sowohl Katharina als auch Gunther etwas zum Essen und zum Trinken hin. „Was ist denn das für ein Fraß?!“, beschwerte sich Gunther.
Rebecca kehrte wieder um und ging mit ihren klirrenden Tippelschritten zurück zu Gunther.
„Stimmt etwas nicht?“, erkundigte sie sich.
„Das Zeug hier ist meiner nicht würdig“, informierte Gunther.
„Das Zeug da ist das, was alle Gefangenen bekommen.“
„Ich bin aber kein Gefangener.“
Wenn Rebeccas Ketten es ihr ermöglicht hätten, hätte sie jetzt ihre Hände in die Hüften gestemmt. „Moment“, sagte sie. „Du bist in einer Kerkerzelle eingeschlossen. Du trägst ein Halseisen und bist an der Wand angekettet. Aber ein Gefangener bis du nicht, ja?“
„Ich bin eine Geisel.“
„Mein Lieber, ich kann dir versichern, dass das hier unten nicht den geringsten Unterschied machst. Du hast das Privileg, deine Kleidung tragen zu dürfen und dass du nicht so mit Eisen behängt worden bist, wie alle anderen. Aber das war es dann auch schon. Das hier ist ein Kerker und keine Herberge. Finde dich damit ab! Dass du der Sohn eines Grafen bist, mag vielleicht ganz interessant sein, mehr aber auch nicht. Hast du noch Fragen?“

Gunther schwieg. „Orrr!“, machte Rebecca und sah zu Katharina hinüber. „Nervt der schon die ganze Zeit so rum?“
„Joa“, sagte Katharina. „Könnte man so sagen.“
„Mann, Mann, Mann, Gunther! Jetzt reiß dich mal zusammen! Hier unten sind alle gleich! Kapiert?“
Gunther brummte Unverständliches, und Rebecca verließ die Zelle.

Die Tage verstrichen. Mit Gunther war nicht viel anzufangen, dieser Eindruck hatte sich bestätigt. Am meisten ärgerte Katharina, dass keine ungestörten Gespräche mit Rebecca mehr möglich waren und dass der Graf sie nicht mehr besuchte. Doch dann erschien plötzlich der Kerkermeister in Begleitung von zwei Soldaten. Sie öffneten Gunthers Halseisen und nahmen ihn mit.

Gleich danach kam Rebecca vorbei. „Für heute Nachmittag hat sich sein Vater angekündigt“, wusste sie. „Er hat das Geld immer noch nicht zusammen, aber er verlangt, seinen Sohn zu sehen, zum Beweis dafür, dass er noch lebt. Jetzt soll der gute Gunther ein bisschen zurecht gemacht werden, damit seinem Vater deutlich wird, dass er keine gute Zeit hier verbringt. Das macht noch ein bisschen Druck.“
„Hoffentlich hat er das Geld bald“, seufzte Katharina. „Ich sitze lieber alleine hier herum als mit diesem Langweiler.“

Eine halbe Stunde später kam der Langweiler zurück. Er war nun ebenfalls in Ketten gelegt worden, er trug die gleichen Fesseln wie Katharina. Außerdem hatten sie ihm sein prächtiges Oberteil, seine Pluderhose und seine Schuhe genommen, nun wurde er nur noch in Hemd und Strumpfhose wieder in die Zelle geführt. Immerhin, einen knackigen Hintern hat er, dachte Katharina schmunzelnd. Da war durch die Pluderhose bislang nichts von zu sehen gewesen, nun aber lagen die Dinge, was das betraf, ein wenig anders. Darüber hinaus hatte man ihm ein bisschen Dreck ins Gesicht und an die Hände gewischt, und auch sein weißes Hemd wirkte nicht mehr so richtig weiß. Er bekam sein Halseisen wieder um, dann waren Katharina und er wieder allein.

„Na?“, fragte Katharina. „Ich nehme an, du hast dir deine Ketten jetzt auch verdient?“
Gunther erwiderte nichts, er starrte ungläubig auf seine gefesselten Füße.
„Jaa“, fuhr Katharina fort, „mach dir nichts draus! Die Pluderhose war eh nichts für den Kerker, seien wir doch mal ehrlich. Die ist eher was für feierliche Empfänge, hm? Schuhe brauchst du hier unten auch nicht unbedingt, läufst ja nicht viel rum. Und nur so in dem Strumpfhöschen siehst du echt entzückend aus, das kann ich dir versichern. Kann nicht jeder tragen, aber dir steht es! Und so sollst du dann nachher in den großen Saal geführt werden? In Ketten, und dazu nur in Hemd und Strumpfhose? Und die ganzen hohen Herren können dich dann so sehen? Sag mal, stinkt dir das nicht ganz gewaltig? Also, mir wäre das echt voll peinlich!“

Gunther brach nun hemmungslos in Tränen aus. Na also, dachte Katharina. Nun ist er herunter von seinem hohen Ross. Wurde aber auch Zeit. „Zieh die Beine an, dann kannst du dir den Rotz abwischen“, fügte sie trocken hinzu.

"Nun ist ja gut", sagte Katharina nach einer Weile, in der es Gunther nicht gelungen war, sich zu beruhigen. Sie bereute, ihn so gedemütigt zu haben. Aber andererseits war es sonst auch nicht weiter auszuhalten gewesen mit ihm. Von seinem Stolz und seiner Arroganz waren jedenfalls nichts mehr übrig, und das empfand Katharina durchaus als Gewinn. Aber jetzt reichte es auch. Sie streckte sich, so weit es ging und stieß mit ihrem rechten Fuß gegen einen von Gunthers Füßen. Ihre Halskette reichte gerade eben so weit und Gunther hatte seine dunkelgrünen Beine wieder ausgestreckt, nachdem er sich die Tränen notdürftig abgewischt hatte. Allerdings hatte er seitdem fleißig nachproduziert.

"Hej", sagte sie und stupste ihn nochmals an. "Ist ja gut. War nicht so gemeint. Und so schlimm wird´s schon nicht werden."
"Du hast ja Recht", erwiderte er. "Und schlimm wird es auf jeden Fall."
Während Katharina sich noch die nächsten Sätze zurechtlegte, wurde Gunther auch schon abgeholt. Sein Halseisen wurde geöffnet und durch ein anderes ersetzt, an dem sich ein Stückchen Kette befand. Daran wurde er aus der Zelle geführt. Bevor der Kerkermeister zurückkehrte, um die Zelle wieder zu verschließen, steckte Rebecca noch kurz ihren Kopf durch Tür. Sie verzog das Gesicht. "Jetzt tut er mir doch fast schon ein bisschen leid", sagte sie.
"Mir auch", erwiderte Katharina. "Aber du tust mir auch leid, und ich mir auch."

Gunther kehrte schon nach zwanzig Minuten zurück. Er wurde wieder angekettet, außerdem warf man seine Sachen, die man ihm vorher abgenommen hatte, neben ihm auf den Boden.
"Und? Wie war´s?", erkundigte sich Katharina nach einem längeren Schweigen.
"Furchtbar", erwiderte er düster. "Mein Vater war mit meinem Onkel da. Alle haben mich angestarrt, als ich da reinkam, mit meinen Ketten und in dem demütigenden Aufzug. Mein Vater hat getobt. Er hat verlangt, dass ich besser behandelt werde. Ich habe mich so geschämt, wie noch nie in meinem Leben. Mein Onkel hat versichert, dass das Geld in zwei Tagen zur Verfügung steht, und hat verlangt, dass sie mich mitnehmen konnten. Aber eurer Graf blieb hart. Na ja, und da bin ich wieder."

Er nahm seine Pluderhose und das Oberteil zur Hand, konnte jedoch weder das eine noch das andere anziehen, da ihn seine Ketten daran hinderten. Seine Schuhe hingegen lagen zu weit entfernt, er konnte sie nicht erreichen. Na, immerhin hat er noch die Strumpfhose an den Füßen, dachte Katharina neidisch, die permanent kalte Füße hatte, seit sie im Kerker saß.

Gunther war nun zugänglicher geworden. Katharina und er unterhielten sich nun wesentlich ausführlicher, nur Rebecca verhielt sich ihm gegenüber nach wie vor reserviert. Was Katharina allerdings gehörig auf die Nerven fiel, war die Tatsache, dass sie nun keine einzige Minute mehr allein war. Das seltsame Gefühl im Unterleib kehrte in immer kürzeren Abständen wieder, und nur zu gern hätte sie sich Erleichterung verschafft, traute sich in Anwesenheit von Gunther jedoch nicht. Auch der Graf besuchte sie nicht mehr, seit Gunther mit ihr im Verlies saß.

Zwei Tage nach Gunthers großer Demütigung kam der Kerkermeister wieder in die Zelle. „So, gute Nachrichten“, brummte er in Gunthers Richtung. „Dein Vater hat bezahlt. Er wartet oben auf dich. Du kannst gehen. Er öffnete Gunthers Fesseln, woraufhin dieser sofort seine unvollständige Garderobe ergänzte. Als er wieder vollständig angekleidet war, rief er „Moment!“ in Richtung des Kerkermeisters, der an der Tür wartete. Dann ging er zu Katharina hinüber und kniete sich neben sie.
„Vielen Dank!“, sagte er.
„Wofür?“, wollte Katharina wissen.
„Dass du da warst. Wenn du hier irgendwann herauskommen solltest, wenn du nicht weißt, wohin - bei uns auf der Burg wirst du immer eine Stellung bekommen. Das meine ich sehr ernst, ich schwöre es.“
„Das ist sehr nett, und ich weiß es zu schätzen“, erwiderte Katharina, in deren Augen Tränen glänzten. „Und jetzt ab mit dir, deine feudalen Klamotten werden dreckig!“

Der Kerkermeister führte Gunther heraus, und Katharina bekam einen Weinkrampf, wie sie ihn noch nie zuvor erlebt hatte. Es schüttelte sie, und die Tränen flossen in Bächen. Sie wollte hier raus! Gunther durfte gehen, und sie musste hierbleiben, in diesem verfluchten, unterirdischen Verlies, gefesselt mit eisernen Ketten! Nach einer Weile schlug die Trauer in Wut um. Sie begann zu brüllen und wie wild an ihren Ketten zu reißen. Die Schmerzen, die sie sich selbst dabei zufügte, interessierten sie nicht, sie spürte sie gar nicht. Immer tobsüchtiger versuchte sie, ihre Gliedmaßen aus den eisernen Umklammerungen zu befreien und riss mit aller ihr zur Verfügung stehenden Kraft an den Ketten.

Doch die Fesseln gaben sie nicht frei. Sie waren dazu gemacht, Gefangene wie Katharina rund um die Uhr in ihre Schranken zu weisen, und sie erfüllten ihre Aufgabe perfekt. Kein Kettenglied gab nach, keine Schelle öffnete sich. Unbarmherzig hielten sie die junge Frau gefesselt, streng und unnachgiebig.

Als Katharinas Kräfte nachließen, bemerkte sie, dass der Kerkermeister in einer Entfernung von etwa drei Metern neben ihr stand. „Was ist denn hier los?“, fragte er ruhig.
„Du Arschloch!“, brüllte Katharina wie von Sinnen. „Du dreimal verfluchtes Arschloch! Du hast mich hier eingesperrt, jetzt lass mich auch wieder raus! Ich habe hier lange genug gesessen, ich halte das nicht mehr aus! Ich werde wahnsinnig hier in diesen verdammten Ketten!“ Sie griff sich die Holzschale, in der ihr das Essen gebracht worden war und schleuderte sie mit einer Drehung aus dem Handgelenk in Richtung des Kerkermeisters. Mit ihren zusammengeketteten Händen war das ein kleines Kunststück, aber es gelang. Die Holzschale traf den Kerkermeister an der Schläfe.
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